mit hiermit nfügen, daß uit 1904 bet aufen geltend Ben. er Flurvers Shausen be Müddings cfarten nebit elnen Fluren en offengelegt Die Resultate , nach VorApril 1824, aten bei dem eben. geht mit dem auf derselben werden. Nr. 122. bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., Saus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Destisbetlagen: Oberheffifche Familienzeitung( täglich) und die Gießener Getfenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Freitag, den 27. Mai 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Ober heffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfa. sonst 15 fg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernfprechauschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Konfeffions- oder Simultanfchule? ( Von einem Pädagogen.) Innerhalb der nationalliberalen Partei ist eine heftige Meinungsverschiedenheit über die Frage, ob Simultan- oder Ronfessionsschule die zweckmäßigere sei, ausgebrochen, veranMaßt durch den Beschluß der preußischen Abgeordnetenhausfraftion, worin für Preußen die Konfessionsschule als herrschende Norm anerkannt wird. Darin sieht ein großer Teil caße und der der Partei eine Verlegung der liberalen Grundsäße und es wird wegen wird mit großer Dringlichkeit hervorgehoben, daß eine freie heute an bis Weltanschauung nur dann zu erreichen sei, wenn die Anhänger verschiedener Konfessionen schon in ihrer Jugendzeit ahrradverkehr durch die Schule miteinander in Verbindung gebracht werden und dadurch im Geiste der Duldsamkeit aufwachsen. cnahme bon ct. Daß eine tolerante Verkehrsform zwischen den einzelnen Ronfessionen tatsächlich einen nicht zu unterschätzenden sozialen Bert hat, wird man kaum bezweifeln können. Ob aber die Simultanschule wirklich eine Garantie für die Entwickelung eines toleranten Geistes bietet, ist denn doch außerordentlich zweifelhaft. In dieser Frage entscheidet der persönliche Eirfluß der Lehrer oder der Schulleiter oft einzig und allein über weiteres für den Frieden innerhalb der einzelnen Schulanstalten. Auch in einer Simultanschule kann jemand in konfessionellem Ucbereifer selbst in den nicht religiösen Unterichtsdisziplinen Gelegenheit zur Entfesselung des konfessionellen Gegensatzes finden, während eine im humanen Geiste geleitete Konfessionsschule unter Umständen dent sozialen und fonfessionellen Frieden anschäßbare Dienste leisten fann. Auch auf dem Schulgebiete gibt es eben keine absoluten Werte und es wird demgemäß für den Staat aus Gründen der Staatsraison fast unmöglich sein, sich unter allen Umständen auf ein bestimmtes Syftem zu verpflichten. Die zwangsweise erfolgende Einrichtung der Konfessionsschule ist ebenso falsch wie die zwangsweise erfolgende Einrichtung der Simultanschule. Ben. ng. Kirche in r- und ten liegen bei traße 3 und aße 5, offen. hitekten 8. 50 ME. für ftschmiede 1 Mt. für gebote find rstand Es darf eben nie vergessen werden, daß die Schule von Haus eine Gemeinde anstalt ist. Demgemäß sollte es auch den Gemeinden wahlfrei überlassen werden, welches System sie bevorzugen wollen. Vor allen Dingen aber muß auch da, wo die Simultanschule bereits besteht, den Konfessionen das Recht zugebilligt werden, allerdings aus eigenen Kräften, fonfessionelle Schulen zu errichten, weil erfahrungsgemäß die Abwehr solcher Bestrebungen geradezu elementare Stirine über die einzelnen Gemeinden hervorruft und dem fozialen Frieden außerordentlich gefährlich ist. Wo sonach eine neue Schulverfassung angestrebt wird, wäre es am zweckdien lichsten, wenn jede Einseitigkeit vermieden würde und den Gemeinden der unbeschränkte Einfluß über die Wahl des Schulsystems zufiele. * * Wesentlich anderer Ansicht über die obige Frage als der Berfasser des vorstehenden Aufsages ist der Vorstand des preußischen Landeslehrervereins, der gelegentlich der Deutschen Lehrerversammlung zu Königsbeiten. Br. Dazu Stellung nahm er beſchloß in nichtöffenttengasse in icher Sigung, gegenüber dem Schulkompromiß sein Bedauern beſtehend in 938,80 Mt. 411,40 05,90 300,00 If " ber die Außerachtlassung aller Schulintereſſen in einer Reſolution an die Unterrichtskommission des Abgeordnetenhauses auszusprechen. In dieser Resolution erklärt der Vorstand, bekämpfe alle Bestrebungen, welche darauf hinzielen, ledig= lich fonfessionelle Einflüsse mächtig werden zu lassen. Im Anschluß hieran seien die wichtigsten Beschlüsse der Deutschen Lehrerversammlung aufgeführt. Sie betreffen erstens die Universitätsbildung der Volksschullehrer, für die folgende Leitsätze aufgestellt und aneben werden. genommen wurden: 1. Die Universität, als Zentralstelle bissenschaftlicher Arbeit, ist die geeignetste, durch keine andere he, als auch einrichtung zu ersetzende Stätte für Volksschullehrerbildung. ehen können, 2. Für die Zukunft erstreben wir daher Hochschulbildung für tage 4 Uhr lle Lehrer. 3. Für die Jeztzeit dagegen fordern wir, daß jedem Volksschullehrer auf Grund seines Abgangszeugnisses bom Seminar die Berechtigung zum Universitätsstudium erd. Lda. ab eilt werde. Der zweite Punkt ist die Schulaufsichts- nftattfindet. ir ag e, bei der die Versammlung ihre Wünsche in folgender En liegen im Resolution niederlegte: 1. Jm Interesse der Schule ist die 9, Zimmer fachmännische Schulaufsicht einzuführen. 2. Die Volksschulen ſes Gießen. essen, 76. am play en, Sport Gefühlen. Nerwagen. find unmittelbar den Kreisschulinspektoren zu unterstellen; die fofalaufsicht ist zu beseitigen. 3. Die Kreisschulinspektion im Nebenamte ist aufzuheben. Zu ständigen Kreisschulinspekfor en find Schulmänner, die sich im Volksschuldienst bewährt haben, zu berufen. Der Herero- Aufstand. Ein neues größeres Gefecht mit den Herero, vielleicht das entscheidende, scheint bevorzustehen. Gouverneur Leutwein meldet aus Windhuk: Die Hauptabteilung wird Anfang Juni marschbereit sein. Die Nordabteilung 3 ülow habe am 23. von Outjo den Weitermarsch angetreten. Kolonne Estorff steht bei Okamatangara, die Hauptmasse des Feindes anscheinend bei Waterberg. Führer der Hauptabteilung ist, nach der Heimreise Dürra der Gouverneur selbst. Er scheint zu Anfang Juni ein kouzentrisches Vorgehen gegen die Herero, die offenbar bei Waterberg gegenwärtig von den deutschen Kolonnen eingetreist werden, zu planen, und es ist leicht möglich, daß Generalleutnant v. Trotha die Hauptarbei getan findet, wenn er am Kriegsschauplatz eintrifft. Dori wird er etwa in den 12. Juni erwartet, falls er pünktlich am 7. Juni in Swakopmund eintrifft. Immerhin wird auch er noch eine recht ausgiebige Aufgabe vorfinden, da nach der Niederzwingung des Hereroaufstandes noch mit den wieder aufsässig gewordene Bondelzwarts energisch wird abgerechnet werden müssen, und da auch die schleunige Unterwerfung der Ovambo unbedingt erforderlich ist, die von der deutschen Herrschaft noch ganz unabhängig sind Neuerdings werden Stimmen lant, man solle den Ovaribofeldzug mit Rücksicht auf die Malariaund Schwarzivasserfiebergefahr im Ovambogebiet vertagen. Indessen ist diese Gefahr nicht so groß, und dann findet sich auch kaum so bald wieder eine so günstige Gelegenheit wie jekt, wo wir eine starke Truppenmacht in der Kolonie haben, um dort ein für allemal reinen Tisch zu machen. In weiteren Kreisen wird es mit Befriedigung begrüßt werden, daß General v. Trotha für die Operationen in der Ko lonic die ansgiebige Verwendung von Kriegshunden plant. Bekanntlich hat schon der jüngst abgegangene Transport drei Kriegshunde mitgenommen. Jetzt veröffentlicht Leutrant v. Damm, 2. Feldregiment für Südwestafrika, Trupvenübungsplatz Münster bei Hannover, einen Aufruf an alle Besizer guter Wach hunde, durch unentgeltliche Abgabe an die Kruppe ihr Interesse für unsere braven Südwestafrikaner zu betätigen. Rasse u. s. w. kommt nicht in Betracht. Die Hunde sollen von mittlerer Größe, kräftig und ge sund, von mittlerein Lebensalter, glatt- oder stockhaarig sein. Deutsche Schäferhunde feine Collies und Spitze, die letzteren geschoren, würden am geeignetsten sein, aber auch jeder beliebige Firföter, sofern er nur sehr wachsam ist. Die Grausamkeit der Herero. Die soeben hier eingetroffene Deutschwestafrikanische Zeilung wendet sich gegen diejenigen, die den Charakter der Herero auf Kosten der deutschen Ansiedler und Händler in allzu günstigem Lichte darstellen. Das Blatt führt aus, es iei bekannt, wie die Grausamkeit der Herero sich in den Kämpfen mit den Namaqua offenbart habe. Ein Herero berichtete über seine Teilnahme an Nicodemus' Zug gegen Hendrik Witbooi: Auf dem Rückwege fanden wir noch einige Hottentotten im Felde, die von uns nichts wußten; die machten wir natürlich tot. Bei einem habe ich mitgeholfen. Wir schnitten ihm erst die Ohren ab und sagten ihm: Du sollst keine Damaraochsen mehr brüllen hören." Dann schnitten wir ihm die Nase ab und sagten:„ Du soilst auch keine Damaraochsen mehr riechen." Dann stachen wir ihm die Augen aus und sagten:„ Du follst auch keine Damaraochsen mehr sehen." Dann schnitten wir ihm die Lippen ab und sagten:„ Du sollst auch keine Damaraochsen mehr essen." Dann schnitten wir ihm die Kehle a b." Das war die Praris der Herero gegenüber den Hottenotten. Wie viel grausamer war sie noch gegen die ihnen noch verhaßteren Weißen! Wie die Herero diese beurteilen, darüber macht das Swakopmunder Blatt einige interessante Mitteilungen. Es schreibt: Man braucht nur die Bezeichnung zu betrachten, die die Herero für die Weißen haben: o virumbu, d.h. gelbe Dinger, oder ovatua, dasselbe Wort, das auch für Sklaven angewandt wird. Weiß ist den Herero die ge tünchte Band, die Farbe des Europäers ist ihnen fahl, gelb: rumbu. Er will, wie der Kenner der Hererosprache weiß, damit ausdrücken, daß er diese gelben Wesen nichi als Menschenschätzt. Die Brero betrachten die Weißen also von vornherein burbus eicht als höher stehende Wesen, denen mit Respeft oder Zurdt zu begegnen sei, und es ist deshalb nicht erforder. lich weiber Gründe zu suchen, weshalb sie, menu fie fich cir mal erhoben, der natürlichen Granianfeil bere Chantiers mud tem Griben regenüber die Alighiero eben Der Krieg in Oftafien. Der Stillstand in den japanischen Landoperationen hat jetzt sein Ende gefunden. Die japanischen Heeressäulen rücken von allen Seiten gleichmäßig vor. Ueber die Operationen auf der Liautung- Halbinsel liegt folgender Bericht aus Tschifu vom 26. d. Mts. vor: Eine Dschunke, die Dalny am 23. d. M. verlassen hat, berichtet, die japanische Armee hätte Sanshilipu, die zweite Eisenbahnstation von Port Arthur erreicht, wobei die Russen dem Vorrücken hartnäckig Widerstand leisteten. Am 22. d. M. soll bei Sanshilipu eine Schlacht stattgefunden haben, deren Resultat noch unbekannt ist. Bei Talienwan seien die Russen bereit, die Stadt beim Anrücken der Japaner zu zerstören. Nach den besten zur Verfügung stehenden Nachrichten seien die bei Kintschau gelandeten Japaner an der Eisenbahn entlang im Vorrücken begriffen, während diejenigen, die in Pizewo gelandet seien, an der Ostküste der Halbinsel entlang auf Dalny vorrücken. In der letzten Nacht wütete im Golf von Petschili ein hef= tiger Sturm. Die Japaner fahren auch fort, Port Arthur zu beschießen. Nach dem Breicht eines Franzosen wurde am 24. Mai die Festung von acht japanischen Schiffen eine ganze Stunde lang unter heftiges Feuer genommen. Die Lage bei Fönghwanghtscheng, wo die Armee General Kurokis ihren Vormarsch von neuem langsam angetretn hat, ist bisher nicht wesentlich verändert. Bei Fönghwanghtscheng selbst stehen 40 000 Japaner, bei Pyamyn 4 Linienregimenter mit 50 Geschützen. Von hier aus schiebt Kuroki allmählich seine Vortruppen nach Ssinjan bor. Bei Sihutschindse kam es zu einem Zusammenstoß zwischen Kosaken und japanischer Infanterie, wobei drei russische Offiziere und 30 Kosaken verwundet und getötet wurden. Ueber die Verluste der Japaner liegt keine Nachricht vor, doch werden sie sehr gering sein, da sie den Russen einen Hinterhalt gelegt hatten. Die japanischen Vortruppen schieben sich auch in der Richtung auf Quanmiau am Unterlauf des Tajangho vor und besetzten den Liaolinpaß. Die Gefährdung der Schiffahrt durch Seeminen beschäftigt die leitenden Marinefreise fast sämtlicher Seemächte. Besonders in Washington ist man eifrig dabei, Erhebungen über diesen wichtigen Punkt in die Wege zu leiten. Die amerikanischen Marineattachees haben diesbezügliche Weisung erhalten. Das Petersburger Auswärtige Amt ver. hält sich in dieser Frage sehr entgegenkommend. Man meint, nach Beendigung des Krieges würde Rußland sich einem etwa von Amerika oder England ausgehenden Vorschlage, die Frage der schwimmenden Minen zu beraten, gewiß anschließen. Vielleicht wird sie dann dem Haager Tribunal unterbreitet werden. Mit Recht wird darauf hingewiesen, daß das Legen von Seeminen überall da völkerrechtlich untersagt werden müsse, wo direkte Gefahr vorhanden, daß diese Minen in das offene Meer oder aus dem den Kriegführenden gehörigen Gebiete hinaus in neutrales Wasser getrieben und so wie gegenwärtig bei Port Arthur zu einer internationalen Gefahr werden könnten. Uebrigens haben die Russen ihre Minenlegung auch wohl reichlich zu weit bemessen. Wenn beispielsweise der japanische Kreuzer„ Hatsuse" 10 Seemeilen vor Port Arthur, das sind rund zwanzig Kilometer, auf zwei Minen geraten ist, und ebenso ein anderer Panzer, so ist der durch Minen gefährdete Rayon von den Russen sehr weit ausgedehnt. Geschieht das aber, so haben sie dafür zu sorgen, daß die Minen so gut befestigt sind, daß sie fich nicht losreißen können und so im freien Meere die Schiffahrt bedrohen. Dasselbe gilt in erhöhtem Maße von den Japanern, die vor Port Arthur nachts sogenannte Streuminen auslegten, die an sich schon leichter von der Meeresströmung fortgetrieben werden. Kostspielige Truppentransporte. Die Nachricht, daß der Baikalsee jetzt eisfrei ist, wird von der russischen Heeresverwaltung mit erleichtertem Aufátmen begrüßt werden. Wenn man in den Listen der russischen Verwaltung, wo die Ausgaben der letzten Monate verzeichnet stehen, alle Posten anstreichen und summieren würde, die mittelbar oder unmittelbar durch das Vorhandensein des Baikalsees entstanden sind, so würde ein recht nettes Sümmchen herauskommen. Im ersten Monat des Krieges wurde der gefrorene See mit Schlitten befahren, und vom 29. Januar bis zum 25. Februar passierten ihn 60 000 Mann in 300 Troikas, die von 3000 Pferden gezogen wurden. Für die Ueberfahrt über die 44 Kilometer breite Eisdecke zahlte die russische Regierung 4,25 Mark für jeden Offizier mit seinem Gepäck und 1,60 Mark für jeden Soldaten. Werden nun die Transportkosten für Munition und Lebensmittel hinzugeschlagen, die auf etwa 2 Pfennig für das Kilogramm zu berechnen sind, so kann man schon eine annähernde Vorstellung von den Ausgaben gewinnen, die den Russen durch dies ver. wünschte Wasserbecken verursacht worden sind. Es bestand allerdings von anfang an der Plan, die Sibirische Bahn von den Launen dieses Gewässers unabhängig zu machen, aber die Umgehung des Baikalsees erwies sich als so außerordentlich schwierig, zeitraubend und kostspielig, daß man, um die Vollendung des ganzen Werfs nicht aufzuhalten, vorläufig auf die Umgehungsbahn verzichtete und sich damit begnügte, den Transport über den See mittels Fähren zu bewerkstelligen. Wahrscheinlich wird in Rußland keine der vielen Versäumnisse, Die man sich in den Kriegsvorbereitungen hat zu schulden komen lassen, jetzt so bitter bereut wie die Aufschiebung der Baialbahn. Allerdings wird die Umgehungsbahn gerade auch sicht billig zu stehen kommen. Sie wird etwa 110 Millionen Mark kosten bei einer Länge von nur 244 Werſt. Die Politik. Heute findet in Hannover eine Konferenz der TenschenRandesversicherungsanstalten statt. Hauptthema der Koerenz st die Frage einer Verschmelanng der Krankenverf.cherung mit der Invalidenversicherung. Die Verschmelzung ist eine Forderung, deren Berechtigung durch das innere Wesen der jeiden Versicherungszweige begründet wird. Die Er rankung ildet häufig genug die Einleitung zur Invalidität, schlecht nisgeheilte Erkrankungen führen am häufigsten eine frühe invalidität herbei. Die Invalidenversicherung hat daher das größte Interesse an einer möglichst vollkommenen Krankenpflege. Als eines der wichtigsten Ausführungsorgane für bie verschmolzne Kranken- und Invalidenversicherung wird Die Schaffung lokaler Arbeiterversicherungsämter empfohlen nit der Aufgabe, alle lokalen Geschäfte der jetzigen Prankenlasser., sowie die jetzt in den Händen der unteren Verwaltungsjehörden liegenden vorbereitenden Arbeiten der Invaliden. > ersicherung zu übernehmen. Der preußische Minister des Innern hat einen neuen Lotterie Grlaß an die nachgeordneten Behörden gerichtet. Nach diesem Erlaß muß auf jedem Los einer Gegenstands. lotterie in hervortretender Schrift der Vermerk stehen: „ Eine Auszahlung der Gewinne in Geld ist ausgeschlossen". Auch dürfen bei derartigen Lotterien fünftig nicht mehr aus. gesezt werden: bares Geld- unmittelbar oder mittelbar durch Zusicherung des Wertes der Gewinne- unbewegliche Begenstände, sowie Barren, Säulen, Würfel, Kugeln, Ta feln und andere Gegenstände von edlem Metall, bei denen der Wert der Bearbeitung nur nebensächlich ist und in keinem richtigen Verhältnis zu dem Metallwert steht. Italien. Mit dem französisch- vatikanischen Konflikt dürfte ein sehr bemerkenswerter Vorgang zusammenhängen, der aus Bologna berichtet wird. Der dortige Erzbischof Kardinal Svampa hat nämlich seine Teilnahme an dem Gala diner zu Ehren des Königs Victor Emanuel angekündigt. Svampa wird vorher den König bei dessen bevorstehender Ankunft in Bologna persönlich feierlich begrüßen. Seit 1870 war das der erste Fall, daß ein römischer Kardinal an einer Veranstaltung zu Ehren des Königs von Italien teilnimmt. Offenbar handelt Svampa im Auftrage des Papstes, der anscheinend durch Vermittlung des Königs den vatikanisch- französischen Konflikt beizulegen hofft. Bei dem Mittwochsempfange im Pariser Ministerium des Acußeren ist der päpstliche Nuntius, welcher diesen Empfängen sonst stets beiwohnte, diesmal übrigens nicht crschienen, Balkan- Staaten. Wunderliche Ausstreuungen leisten sich die russischen Deutschenfresser. Sie möchten der Welt weiß machen, Deutschland und Desterreich trieben am Balkan eine selbst. süchtige und hinterlistige Politik, und erklären, gegen diese Politik werde nicht nur Rußland und Italien, sondern auch die Balkanstaaten selbst sich zur Wehr setzen. Die russischen Panslavisten fabeln von einem Schutz- und Truzbündnis der Valfanstaaten und Italien gegen Deutschland und Desterreich. Sie behaupten, der Abschluß eines Uebereinkommens zwischen der Türkei, Bulgarien, Serbien und Montenegro bezüglich des Balkans und ein Kompromiß dieser Staaten mit Stalien stehe bevor. Die Türkei verpflichtet sich zur Einführung von Reformen in Macedonien und einem militärischen Aufgebot gegen einen eventuellen Vorstoß Desterreichs oder Deutschlands.(!) Mit Stalien sollen besondere Abmachungen bezüglich Albaniens getroffen werden. Der Dynamitrummel in Mazedonien scheint wieder losgehen zu sollen: Die bulgarische Hafenpolizei in Varna hat dieser Tage zwei aus Sofia kommende Mazedonier und einen Griechen verhaftet, welche auf einem Schiffe in einem Butterfasse eine große Höllenmaschine über Griechenland nach Mazedonien schmuggeln wollten. Die Verhafteten gestanden, daß die Maschine für einen Mord= ansch I ag bestimmt gewesen sei. Auf wen der Mordanschlag verübt werden sollte, wollten sie nicht sagen. Alien. A In den armenischen Bezirken Kleinasiens spukt wieder die armenische Bewegung. Unter den Armeniern im Sandschak Musch soll große Beunruhigung herrschen, angeblich, weil da die Kurden und die türkischen Truppen gemeinsam gegen sie vorgehen und Ausschreitungen begehen. In Wirklichkeit werden die Ausschreitungen, wenn sie wirklich begangen wurden, von den Armeniern provoziert worden sein. Selbstverständlich ist der Zweck der ganzen Ausstreuung, deren Unsinnigkeit für jeden Kenner der politischen Verhaltnisse in Europa auf der Hand liegt, lediglich der einer Verdächtigung der beiden deutschen Mächte. Daß die Petersburger Panslavisten annehmen, mit so faustdicken Lügen Glauben zu finden, macht ihrer Naivetät alle Ehre. In Wirklichkeit it es un die Dinge auf dem Balkan ganz anders bestellt, als diese Tatarenmeldung glauben machen inöchte. Unser Berliner CB Mitarbeiter erfährt- ganz unabhängig von dieser Petersburger Schauermär- von maßgebender Seite, daß bei der Pacifizierung des Valfang Rußland und Desterreich gemeinsam und vollstän dig in gleichem Tritt vorgingen, während Deutschland alle diese Maßnahmen durch die Geliendmachung seines Einflusses auf den Sultan in Form von freundschaftlichen Natschlägen unterstützte. So fann man wohl sagen, namentlich nachdem sich auch aus den Debatten im österreichischen und ungarischen Abgeordnetenhause eine vollständige llebereinstimmung der beiderseitigen Regierungen über die Balkanpolitik ergeben hat, daß Rußland mit dem Dreibund gemeinsam als Mandatar der Berliner Signatarmächte die orientalische Frage ihrer Lösung entgegen geführt bat. Der Wildhirt. In Tibet steht ein neues großes Gefecht unmittelbar bevor: Die europäischen Truppen und Geschütze, die dem Obersten Younghusband zu Hilfe gesandt worden sind, wurden gestern in Gyangtse erwartet. Dann sollte das tibetanische Fort alsbald angegriffen werden. Das weitere Vorrücken der Expedition nach Chassa soll jedoch erst erfolgen, wenn fernere Verstärkungen eingetroffen sind. Dann wird ein großes Gefecht erwartet. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser wohnt heute( Freitag) zugleich mit dem Prinzen Heinrich dem Stapellauf des neuen Linienschiffes„ M" in Danzig bei. Abends findet im Offizierkorps der Leibhusarenbrigade in Langfuhr ein Abendessen statt, an dem der Kaiser und Prinz Heinrich teilnehmen. Während seines Aufenthaltes in Pröfelwit unternahm der Kaiser in Gesellschaft des Fürsten zu Dohna mehrere Jagdausflüge, auf denen er einige Rehböcke zur Strecke brachte. Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung) ( Nachdruck verboten.) Dieser schien jedoch gar nicht daran zu denken, Feindschaft zur Schau zu tragen. Er setzte sich mit der zufriedensten und harmlosesten Miene von der Welt auf die Wirtsbant, schlug das eine Bein über das andere und stützte den Ellenbogen darauf, um auf diese Weise seine kurze Tonpfeife, die er in der Hand des gestützten Armes hielt, zu rauchen. Dabei tat er so als wolle er nur den Zuhörer der am Nebentische geführten Unterhaltung abgeben, ohne selbst eine Meinung zu äußern. *** Der deutsche Kronprinz hielt gestern auf dem Ringe in Dels eine Parade über sämtliche Vereine des Kreisfriegerverbandes Dels ab. Bis zum 28. d. Mts. weilt der Kronprinz in seinem neuerbauten Jagdschloß Elguth bei Dels. Nab und Fern. Prinz Heinrich von Preußen als Samarner. Wie aus Ludwigslust gemeldet wird, piatte an einer der beiden Lofomotiven des von Hamburg nach Berlin fahrendes Schnellzuges, in dem sich auch Prinz Heinrich befand ein Bentil, wodurch der Lokomotivführer und der Heizer sehr schwer berbrüht wurden. Prinz Heinrich ließ die Verlegten sofort in seinen Salonwagen schaffen, wo ihnen anvejende Aerzte einen Verband anlegten. Auf der Station Vreddich vurden unter der Leitung des Prinzen die Verwundeten aus dem Waggon gehoben und auf einer Tragbahre fortgeschafft. Na, Tiophel," richtete endlich einer der Gäste an ihn die Frage,„ biste nun mit der Wildhute zu Ende?" " Für dies Jahr is vorbei," versetzte er,- ,, und m'r sein für dies Neis' mit hetler Haut d'rvon fomnien." ,, Wieso mit heiler Haut?" " Der neue Herr Forstlaufer da wollt mich doch mit Haut und Haar'n auffressen." Wenngleich Tiophel diese Nede auch mit lächelnder Brimasse begleitete, sodaß sie als Scherz gelten sollte, so war doch Jeder betroffen davon, denn man fühlte eben, daß auch zugleich ein herausfordernder Spott in diesen Worten lag. O Verheerende Unwetter in Italien. Venetien und Piemont wurden von furchtbaren Gewittern und Stürmen heimgesucht, die mehrere Menschenleben vernichteten und viele Häuser zerstörten. In einzelnen Gegenden sind die Feldfrüchte durch Hagel schwer mitgenommen worden. Vei Vicenza fielen Hagelförner in der Größe von Kinderbällen. Ein Korn, das gefunden wurde, hatte das respektable Gewicht von 900 Gramm. Wagner sah herüber.„ Wer sagt Euch denn, daß ich Euch hätt auffressen wollen?" fragte er. ,, Nichts für ungut, Herr Wagner, aber Ihr habi mir ganz verdammt aufgepaßt, weil Ihr g'glaubt habt, ich tät unerlaubte Sach' treiben." „ Na, so ganz rein d'rvon werdet Ihr nit sein.". Bergwerkskatastrophe in Amerika. Der alte Feind der Bergleute, die schlagenden Wetter, haben schon wieder ein ent. setzliches Unglück herbeigeführt. In einem Schacht bei Williamstown( Pennsylvanien) wurden fünfzig Bergarbeiter durch schlagende Wetter verschüttet. Sieben Leichen wurden bisher geborgen. Auch in Deutschland war ein schweres Grubenunglück zu beklagen. Wie aus Goilik gemeldet wird, wurden auf dem Braunkohlenbergwerke„ Anna" zwei Bergleute durch herabstürzende Kohlenmassen getötet. von drei Häuſergevierten, wurde zerstört. Unter den störten Gebäuden sind das Rathaus, das Gerichts- und Postgebände, sowie alle Banken, Geschäftshäuser und tungsdruckereien. Im ehemaligen Regierungsgebände zu Kassel, in den i jetzt zahlreiche städtische Bureaus befinden, brach Grovje aus. Das Gebäude brannte bis zum ersten Stock volimani aus, viele Aften wurden vernichtet. Ein Feuerwehrmann et litt Verletzungen. § Die Großmutter ermordet. In Metz wurde der 21fit rige Schlosser Blaise wegen Raubmordes an seiner Gri mutter zum Tode verurteilt. Der jugendliche Mörder be kannte sich schuldig.. Nach 28 Jahren Zuchthaus begnadigt. Der Kaiser begnadigte den Landmann Hansen aus Twedter Holz in An geln, der 1875 wegen Gattenmordes er hatte seine Frau. vergiftet zum Tode verurteilt worden war, aber im Gnadenwege lebenslängliche Zuchthausstrafe erhielt. Han sen büßte im Rendsburger Zuchthaus seit reichlich 28 Jahren; am Pfingstfest verließ er nach tadelloser Führung den Kerfer.. Die S die der M felbft für Gegenstän man die n Damen, e Revers, 3 wird. D ständlich, rinnen, Pragerfi und wen Englände dem offen sträußen, Wagen, e immer wi itunden. mertungen warten ist. jtraße in meister" le Dresden Paris Lond feenbaften daß fie ed Ein p zentriert ganzen Heidet, fo Wegen fa ihre Roff in feinen gleichen f zu gleicher Zeit stand in Korneuburg der 18jährig Matthias Franner wegen Ermordung seiner Großmutter der 80jährigen Rosina Karl, vor den Geschworenen. Thi die Frage, welchen Beruf er habe, antwortete der Angeklagte frech: Tagdieberei. Er bekannte sich dann schuldig und er zählte, die Großmutter habe ihn mit der Hacke erschlagen wollen. Da habe er mit einer Schere auf sie losgehauen, ,, bis sie nicht mehr zappelte". Es habe eine Stunde dauert, er wollte, daß sie ganz tot ist und nicht so viel leide". Die Geschworenen sprachen den Angeklagten cin stimmig des Mordes schuldig, worauf ihn der Gerichtshof zu fünfzehn Jahren schweren Sterkers verurteilte. Eine Riesenfenersbrunst wütete in Yazoo City im Staat Mississippi. Der ganze südlich des Flusses Yazoo gelegen Teil der Stadt, in einer Länge von zwölf und einer Breite „ Ihr müßt mich aber doch erst erwischen, wenn ich was g'macht hab'." " Freilich! Aber wenn ich Euch erwische, kommt Ihr nit los, dann halt ich Euch fest, verlaßt Euch d'rauf'!" ' S is Alles bloß Leutg'schwät! Ich hab' noch nie was g'tan, das verboten wär." ge Bunte Chronik. Der des Giftmordes an seiner Frau ber dächtige deutsche Arzt Dr. Braunstein wurde von den ita lienischen Behören nach München ausgeliefert. „ Das is ja um so besser für Euch! Uebrigens geht das mich nichts an, wenn Ihr' n ordentlicher Kerl seid; ich hab's bloß mit Euch zu tun, wenn Ihr was macht, wo ich kraft meines Amtes drauf Acht zu geben habe. -In Düsseldorf wurde der Gutsbesizer Roßkotten und ein Schwiegersohn aus dem Wagen geschleudert, da die Pferde vor der elektrischen Straßenbahn scheuten und durchgingen. Beide Verunglückten starben. Tiophel verstand die Zurechtweisung und sagte nichts mehr. Aber man sah es ihm an, daß er sich ärgerte. Die Stimmung war unbehaglich geworden. Der Burkhennersch machte dem nun ein Ende. Er erhob sich, um nach heim zu gehen, wozu es auch Zeit war, denn es dunkelte bereits draußen. In Bergabored( Rhld.) machten mehrere halbwüchsige Burschen einen Ueberfall auf einen Postwagen und verletzten den Postillon, den sie knebelten, schwer. Dazukommende Bassanten verhafteten die Räuber. Hus Sachfens Residenz. ( Von unserer Spezial- Korrespondentin.) Dresden, 26. Mai. Denkt man an Dresden, so denkt man an seine schöne Um gebung, an seine Villenstraßen, an die Galerien, an die Schlösser, an seine Kunst. Die Stadt lebt einem im Gedächtnis, so wie ihr Ruf sie vor uns hinstellt, gleich einer Rokokodame. Dresden ist aber räumlich wohl mit die größte Stadt Deutschlands; mit seinen Vorstädten umfaßt es ein riesiges real, und darin lebt cine Unmenge von Menschen, die sich in Strömen in die Straßen ergießen, die in elektrischen Bahnen durch die Stadt fahren. Trotz der Ausdehnung drängt sich das darin pulsierende Leben auf ein verhältnismäßig fleines Gebiet zusammen. Wenn ich hier Leben" schreibe, so ist damit das großstädtisch elegante Treiben gemeint. Der Brennpunkt ist die See- und Pragerſtraße, der Altmarkt, die Wilsdrufferdie König Johannstraße und der Große Garten". Die Dresdener selbst sind eigentlich noch ein wenig fleinstädtisch. Sie würden kaum allein vermögen, ihrer Residenz den großen Zug einer modernen Stadt zu verleihen. Die dort angesiedel ten Ausländer, Engländer, Amerikaner und Russen, geben ihr das Gepräge. Sie bestimmen wohl zumeist auch das Aussehen der Geschäfte. Die schönsten Läden und Auslagen befinden sich in der See- und Pragerſtraße. Wer Weltstädte, wie Paris, London und Berlin fennt, muß die Geschäfte als klein be eichnen. Aber sie wirken doch äußerst geschmackvoll, vornehm nd elegant. " Ich geh' mit bis an's Wolfsloch," sagte Wagner, wobei er ebenfalls aufstand, seine Flinte umhing und nach einem„ Guten Abend" hinausging, um draußen zu warten, bis sich der Hannhenner vom Elschen verabschiedet. Dann schritten Beide, gemütlich plaudernd, dem Walde zu. Auch die andern Gäste, welche noch in der Wirtsstube saßen, begaben sich alsbald zum Abendessen. Da das Elschen nun gerade allein bei Tiophel in der Wirtsstube war, richtete er bie Frage an es: " Freiste da den Burkhennersch Jung gern, Elsche?" " Warum fragste d'enach?" " Weil ich mir nit denken könnt, daß Du den Hangcurt jemals vergessen könnt'st." Damit hatte der Wildhirte eine Saite bei dem Mädchen berührt, die heftia nachzitterte. Es würde, Zwei Arten von Geschäften hai Dresden, die besonders ins Auge fallen. Es sind feine Wäschegeschäfte und Delikates vareníaden. In den Fenstern der Wäschegeschäfte kann man äschestücke und Tafeltücher mit den feinsten Handstickereien und Durchbrucharbeiten bewundern. So zart und duftig glaubt man die intimen Toilettenstücke sonst kaum zu sehen! Negligées und Nachtgewänder, Strümpfe und moderne Batist Unterblusen in feinster Ausführung. Die Delikateswaren geschäfte haben sehr große Schaufenster und sind so lockend de foriert, daß man am liebsten sogleich hineintreten möchte, um recht viel von den Besonderheiten zu erstehen. Gar bald werden die heimischen gärtnerischen Erzeugnisse in Hülle und Fülle feilgeboten: der Lößnitzer Spargel liegt bereits zur Schali, und nach den Lößnizer Walderdbeeren ist starke Nach frage. Die sind aber noch weit von ihrer Burpurröte ent fernt; noch stehen sie in ihrem Unschuldskleide da, und die berühmten Pfirsiche haben auch soeben erst Früchte angesest. Jedenfalls erzählen die Läden, daß in der Kunststadt der Magen, vielmehr noch der Gaumen auch nicht zu kurz kommt. hätte er über etwas Anderes gesprochen, ihn nur mit furzen Worten abgefertigt haben, so er aber vom Hang curt sprach, waren selbst seine Reden von hohem Inter esse für das Mädchen. Was kann mich's denn batten! Ich kann doch den Hangcurt nun nit mehr kriegen," antwortete es traurig. „ Weißte denn ganz g'wiß, ob er nit wieder' caus fommt?" Der kommt nit wieder, Tiophel, und daß er nit kommt, daran bist Du ganz allein schuld!" " Ich?" " Wer denn anders? Hast Du ihn nit verführt zum Wildern, zum Fruchtstehlen-" Die cin Seb tigte. Harnisc einer l Sie wo Gefäng zufinder ihren „ Wer will's beweisen!" fuhr Tiophel auf. Derntwegen konni'st Du den Hangeurt schon nehmen; wenn's was gab, ich hätt' Alles auf mich genommen und ich hätt' auch gewußt, daß der Hangcurt mich d'rnach nit stecken gelassen hätt', denn so gut wie er gibt's kein mehr weit und breit." Das war auch Elschen's Meinung, und wer ihm so vom Hangeurt sprach, wie der Tiophel, der hatte es ohne Weiteres gut bei ihm stehen. " Ja, gut war er, der Beste weit und breit," wiederholte es, indem es das Gesicht in beide Hände barg, in die es still hineinweinte. " Wie würd's denn sein, wenn er eines Tages ' rauskäm und Du hätt'st' n Andern zum Mann?" " O, Tiophel, schweig still, sonst zerbrichst's m't das Herz! Wer weiß denn, ob er noch lebt!" Warum sollt er schon gestorben sein? Ich seh Guch noch Beide, als ihe damals unten auf der Hute das Tanzen lerntet, Du und der Hangcurt.' s war kein schön'ces Bärchen!" " f ( Forts. folgt). jie den froßdem haben, KR D Brönlan Segelid märts ist auf worden Jahre ist zur # [[ berühm Er erich abzuhalt durch Fe mdet ho junger ertrant dem Le nach Fo bolenzl folgend Beweis Ein fur überwin Tat wa Begebnis mitteilen geben, fo meine S tiefer Be ehrten ausgege in Abar halte de Artikels Stände des he Erbsch Beseitigu Vereins eine freie handlunge intertonfef Abgeor Bertehr m nach einhe befondere Bürgel felbe bez fabrit ami einer Ber () S Spettion in 1. Augu Lahn un ginnt da ** * beranstal wieder R geplant i der Reid Unter den Berichts- und Shanjer und Rajjel, in den brach Grati Stod boling euerwehrman wurde der an seiner dliche Mörde rg Ser 18 iner Gropm eschworenen. ete der Ange schuldig in Hade eri uf fie losgeb eine Stund und nicht fo Angeklagten der Gerid urteilte. feiner Frau rde von den fert. er Roßkotten Schleudert, da heuten und& hrere halbwi gen und berl Dazukomm enz. pondenti sden, 26, n feine schöne Galerien, an einem im Ge Icich einer Not t die größte ßt es ein rie Menschen, die elektrischen Be hnung drängt f tnismäßig fleines hreibe, so it damit Der Brennoumf die Wilsdruffer e Garten". Die enig fleinstädtisch. efidenz den großen Die dort angesiedel Rujjen, geben ib auch das Aussehen uslagen befinden Städte, wie Paris ite als flein be advoll, vornehm 1, die besonder te und Delifate schäfte kann mar En Handstidereien zart und duffig kaum zu sehen! moderne Batist Delikateswaren nd so lodend de intreten möchte, chen. 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Die Mode kommt von England, und es ist selbstverständlich, daß man sie in Dresden kennt, da die Engländerinnen, die in der Stadt leben, darnach fragen. In der Pragerstraße hört man fast mehr englisch als deutsch sprechen; und wenn die Damen gar nicht reden, so erkennt man die Engländerinnen doch schnell an der extravaganten Tracht, an dem offenen Haar der jungen Mädchen, an den Blumensträußen, die sie an der Brust tragen. Bekannte zu Fuß und Wagen, einheimische Offiziere und ihre Damen treffen sich immer wieder in der Pragerstraße in den Nachmittagsstunden. Sie kennen sich und grüßen sich, machen ihre Bemerkungen, erfassen schnell, wenn eine Verlobung zu erwarten ist. Ompteda hat das Spazierengehen in der Pragerstraße in seinem amüsanten Roman:" Der Zeremonienmeister" lebhaft geschildert. Unauffällig ist es, daß es in Dresden verhältnismäßig so wenig Juweliere gibt. In Paris, London und Berlin verbreiten deren Schaufenster einen feenhaften Glanz. Sollten die Dresdener so kultiviert sein, daß sie echte Spißen den Edelsteinen vorziehen? Ein prächtiges Bild bietet der große Garten. Dort konzentriert sich das Sportleben. Die Tennisplätze sind den ganzen Tag über nicht leer; Herren und Damen in Weiß gefleidet, schlagen den Ball mit Geschicklichkeit; auf den breiten Wegen sausen die Nadlerinnen dahin und kühne Reiter lenken ihre Rosse. Und der große Garten rechtfertigt seinen Namen in seinen prachtvollen Blumenanlagen, die tatsächlich ihres gleichen suchen. Emma Reichen. Hus dem Gerichtssaal. § Die„ Wohltäterin". Ein häßliches Sittenbild entrollt cn Hehlereiprozeß, der die Berliner Strafkammer beschäf tigte. Die unter sittenpolizeilicher Kontrolle stehende Hannt Harnisch hatte einem auswärtigen Fabrikbesizer während einer lustigen Nacht die Summe von 20 000 Mark gestohlen Sie war trot ihres Leugnens dafür mit sieben Monater Gefängnis bestraft worden. Das Geld war aber nicht auf zufinden. Jetzt hat die Harnisch selbst ihren Stiefvater uni ihren Schwager der Hehlerei bezichtigt und zugegeben, das sie den Diebstahl ausgeführt hat. Die Angeklagten wurden trotzdem sie bestritten, von der Harnisch Geld erhalten zi haben, überführt und zu Gefängnisstrafen verurteilt. Kunft und Wissenschaft. KR Die nächste Polarexpedition Pearys. Der amerikanische Grönlandforscher und Polarfahrer Leutnant Peary hat das Segelschiff„ Eagle" zu einer Fahrt gechartert, die sich nordwärts bis zur Littletoninsel erstrecken soll. Die Ausreise ist auf den Juli, die Heimkehr auf den September festgesetzt worden. Im nächsten Jahr will dann Peary wieder auf vier Sahre ins arktische Gebiet hinaufgehen, und die jetzige Reise ist zur Vorbereitung dieser großen Expedition bestimmt. Vermifchtes. [ Stark im Leid und treu seiner Pflicht] erwies sich de berühmte Chirurg Geheimrat Vincenz Czerny in Heidelberg Er erschien wieder in seiner Klinik, seinen Operationskursus abzuhalten, trotzdem erst am Tage vorher sein Sohn Pau durch Feuer bestattet worden war, der auf traurige Weise ge endet hatte. Paul Czerny, ein begabter, vielversprechender junger Gelehrter, war in Straßburg an Netzhautablösung erkrankt und schied aus Furcht, zu erblinden, freiwillig aus dem Leben. Als nun der schwergeprüfte Vater, der sichtlich nach Fassung rang, seinem Auditorium, unter dem eine Kon dolenzliste zirkuliert hatte, gegenübertrat, sprach er ungefähr folgende Worte:„ Ich danke Ihnen, meine Herren, für den Beweis von Teilnahme, den ich von Ihnen erhalten habe. Ein furchtbarer Schlag hat mich getroffen, den ich nur schwer überwinden werde. Aber das muß ich sagen: eine mutige Tat war's doch! Ich werde versuchen, aus dem traurigen Begebnis zu lernen. Gelingt es mir, dann will ich es Ihnen mitteilen. Nun aber gilt es, sich nicht dem Schmerz, hinzugeben, sondern zu arbeiten. Gehen wir ans Werf! Hier liegt, meine Herren, ein armer Mensch, der... u. s. w." In tiefer Bewegung folgte das Auditorium den Worten des ver ehrten Lehrers. Lokales. 27. Mat 1904. *** Das Großy. Regierungsblatt Nr. 16, ausgegeben am 25. Mai, enthält u. a ein Gesetz, wonach in Abänderung des Gesetzes vom 9. März 1878, die Gehalte der Volksschullehrer betreffend, der zweite Absatz des Artikels 9 dieses Gesetzes aufgehoben wird. *** Parlamentarisches. Der 2. Kommer der Stände sind folgende Vorlagen zugegangen: 1. Vorstellung des hessischen Evang. Pfarrvereins betr. die Erbschafts- und Schenkungssteuer, welche eine Beseitigung dieser Steuer wünscht. 2. Vorstellung desselben Vereins betr. das Beerdigungswesen. Hier wird eine freie und unbeschränkte Ausübung von religiösen Kultushandlungen der staatlich anerkannten Konfeffionen auf den interfonfessionellen Friedhöfen verlangt. 3. Antrag des Abgeordneten Diehl und 23 Genossen betr. den Verkehr mit Wein, weinhaltigen, weinähnlichen Getränken nach einheitlichen Grundsäßen, sowie Ueberwachung durch besondere Landesbeamte. 4. Vorstellung der Gemeinde Bürgel a. M. betr. das Ortsbauftatut in Bürgel. Dieselbe bezweckt die Erbauung der Dehler'schen Säurefabrit awischen Bürgel und Offenbach a. M., welche angeblich einer Bereinigung entgegenwirte. (:) Lahntanalisation. Die Königl. Wasserbauinspettion in Diez ist amtlich aufgefordert worden, sich bis zum 1. Auguft d. J. über das vorliegende Kanalprojekt der Lahn und dessen Kosten gutachtlich zu äußern. Damit be ginnt das Projekt greifbare Gestalt anzunehmen. *** Der Gießener Radfahrer. Verein Wanderer" veranstaltet auf dem Sportplatz an der Hardt in Gießen wieder Radrennfahrten, von denen die erste am 19. Juni geplant ist. Nationaler Gesangswettstreit. Wie verlautet, hat der Reichstagsabgeordnete Krämer dem Gesangverein * Liederkranz" in Kirchen, der während dem Fest in Gießen weilte und in der II. Stadtklasse den 2. Preis mit 159 Buntten erhielt, ein Geschent von 600 Mt. gemacht. Auch die Direktion und die Angestellten der Fabrik, in welcher die meisten der Mitglieder des Vereins beschäftigt sind, haben einen größeren Betrag gestiftet. Wir nahmen mit um so größerer Befriedigung davon Kenntnis, weil damit wieder ein Beweis vorliegt, daß schwer errungene Erfolge doch auch anderen, Mitkollegen und Vorgesetzten, Freude machen. * ** Das gestohlene" Deckbett Eine am Seltersweg wohnende Frau R. ließ vorgestern durch ihr Dienstmädchen ein Federbett auf dem flachen Holzzementdach ihres Hauses ausklopfen. Der Wind erlaubte sich nun, als das Mädchen nach getanem Ausklopfen das Bett noch liegen ließ, den harmlosen Spaß, das Deckbett auf das um 2 Stockwerke tiefer gelegene Kontorgebäude eines anliegenden Geschäftshauses zu tragen. Große Bestürzung herrschte, als das Mäochen das Deckbett holen wollte. Alles Suchen war vergebens und man hatte nichts eiligeres zu tun, as die Polizei zu benachrichtigen, da man einen Diebstahl vermutete. Erst als bei einbrechender Dunkelheit der benachbarte Hausbesitzer unter seiner Mietern recherchierte, wem wohl das Bett gehören könne, erklärte sich die Sache zum Gaudium der Nachbarn auf. *** Im hessischen Landtag hat der Abg. KöhlerLangsdorf eine Anfrage eingebracht betr. das Vorgehen der Staatsbehörden bei Untersuchung über den Kindesmord zu Eberstadt. Der Anfrage liegt folgender Tatbestand zugrunde: Am 23. April wurde auf dem Friedhofe zu Eberstadt die Leiche eines neugeborenen Kindes gefunden. Infolge anonymer Denunziation ist am 30. April an der Tochter eines Eberstadter Maurermeisters Minna Görlach als des Kindesmords verdächtig eine Leibesuntersuchung vorgenommen worden, die dann wenige Tage darauf zur Verhaftung des Mädchens führte. Inzwischen hatte sich die Görlach freiwillig bei dem praktischen Arzt Dr. Schaad in Lich untersuchen lassen, der ihre Schuldlosigkeit feststellte. In der Anfrage des Abg. Köhler heißt es nun u. a.: Welche Maßregeln gedenkt die Regierung zu ergreifen gegen diejenigen Beamten, die die empörenden ärztlichen Eingriffe angeordnet und ausgeführt haben, die in der Meinung aller Vorurteilslosen als Verbrechen gegen die persönliche Freiheit und die allgemeine Sittlichkeit sich charakterisieren? Macht die Regierung sich ffar, zu welchen schrecklichen Konsequenzen es führen würde, wenn allgemein, einzig und allein auf anonyme Denunziationen hin jedes ehrbare Mädchen, jede ehrbare Frau von Staatsanwalt und Gericht gezwungen werden könnte, sich ohne Weiteres den Untersuchungen und Versuchen der Gerichtsärzte preiszugeben? Ist die Regierung gewillt, die ihr untergeordneten Be hörden, Staatsanwälte und anderen Behörden, insonderheit auch die Untersuchungsrichter anzuweisen, so wie es ein jeder edeldenkende Mensch wünscht und wie dies in schäzenswerter Weise seitens des Kreisamts Gießen bereits angeordnet ist, anonymen Zuschriften teine Beachtung zu schenken? Warum hält der Untersuchungsrichter beim Landgericht der Provinz Oberhessen die Minna Görlach troßdem immer noch in Untersuchungshaft, obgleich der praktische Arzt Dr. Schaad zu Lich die gänzliche Schuldlosigkeit der Minna Görlach als seine wissenschaftliche Erkenntnis zu beschwören sich erbietet und auch der Borsteher der UniversitätsFrauenklinik zu Gießen, Professor Dr. Pfannenstiel, von der Schuld der Minna Görlach nicht absolut überzeugt zu sein scheint? In dieser Angelegenheit wird der„ Kl. Presse" aus Gießen geschrieben: Die Anfrage des Abgeordneten Köhler, die, bevor sie in der Zweiten Kammer zur Verhandlung gestellt ist, in der " Hungener Landpost," offenbar auf Veranlassung des Anfragenden, ihrem ganzen Wortlaut nach bekannt gegeben wurde, ist ihrem Inhalte noch geeignet, die Bevölkerung zu beunruhigen und das Gefühl der Rechtssicherheit weitere Kreise zu erschüttern. Köhler ist offenbar falsch berichtet, wenn er angibt, daß Prof. Dr. Pfannenstiel- Gießen von der Schuld der verhafteten Minna Görlach nicht überzeugt ist. Ein Urteil über die Schuld oder Unschuld der des Kindesmordes verdächtigen Görlach steht nicht dem Arzt, sondern dem Gericht und in diesem Fall dem Schwurgericht zu. Soviel steht aber fest, daß Pfannenstiel sowohl wie der Gerichtsarzt Medizinalrat Haberkorn übereinstimmend ihr Gutachten dahin abgaben, daß die Görlach einem Kinde das Leben gegeben, und daß die Geburt zeitlich mit dem Ableben des auf dem Friedhof vergraben gefundenen Kindes zusammenfällt. Die Görlach hat sich übrigens über ihre vom Untersuchungsrichter angeordnete Verhaftung beruhigt. Die gegen den Staatsanwalt Reuß erhobenen Anschuldigungen des Abgeordneten Köhler sind nach unserer Information unwahr, und es wird wegen derselben, weil sie in der Presse erhoben wurden, Strafverfolgung wegen Beleidigung erfolgen. Man weiß ja, Köhler macht gern von sich reden, aber die vorliegende Angelegenheit ist doch viel zu ernst, als daß sie zu diesem Zweck ausgebeutet werden sollte. Die Jahreshauptversammlung des Verbandeshessischer Finanzbeamten tagt nächsten Sonntag in Darmstadt. * Die Landeskonferenz der Sozialdemo fraten Hessens findet nach der ,, Mainzer Volksztg." am Samstag, 30. und Sonntag 31. Juli in Pfungstadt statt. *** Die Freisinhige Volkspartei veranstaltet in Wiesbaden und andern Orten Nassau's Protestversammlungen gegen den konservativnationalliberalen Schulantrag. *** Teuere Fleischpreise. Ueberall in den Deischaften des Rodgaus schlagen die Mezger mit dem Preise des Rindfleisches um 6 bis 8 Pfg. pro Pfd. auf. Lich. Im Kloster Arnsburg fand wie alljährlich am 3. Pfingstfeiertage so auch gestern das Jahresfest des Arnsburger Rettungshauses statt. Die Feier wurde im Buchenwald an der Wetter abgehalten und war von etwa 3000 Menschen besucht. Festprediger waren Hof prediger a. D. D. Stöcker- Berlin und Professor Dr. Wurster- Friedberg. Die hohe Bahl der Festgäste läßt sich nur durch die neue Bahnverbindung der Strecke LichBuzzbach erklären. ** Eberstadt. Der hiesige Gesangverein ,, Liederkranz" begeht in diesem Sommer und zwar am 3. und 4. Juli sein 50 jähriges Etiftungsfest verbunden mit Fahnenweihe. Die von den Frauen und Jungfrauen Überstadts gestiftete Fahne nebst Fahnenschleife wurden von der Firma Hiesgen in Lich geliefert und sind zur größten Zufriedenheit der Bestellenden ausgefallen. + Bad Nauheim. Rechtsanwalt Dr. Brücher aus Gießen läßt sich dahier als Anwalt nieder. [:] Aus dem Vogelsberg. Das Pfingst- Samstag stattgehable Regenwetter war wohl den Touristen und Ausflüglern gar nicht gelegen, um so erwünschter war es der Landwirtschaft. Besonders wohl tat es den Obstbäumen. Ebenfalls haben dadurch die Saatfelder einen überraschend schönen Aufwuchs schon in den wenigen Tagen gezeigt. + Marburg, 24. Mai. Eine von weit über 100 Bauarbeitern besuchte Versammlung des christlichen und des allgemeinen deutschen Maurerverbandes, in der deren Vorstandsmitglieder Becker und Hüttmann- Frankfurt a. M. sprachen, beschloß wegen der gestellten Forderungen der Meister, die übrigens noch gar nicht geantwortet haben, bis zum 28. Mai zu warten und dann in einer auf nachmittags anzuberaumenden Versammlung unter Umständen die Arbeitsniederlegung zu beschließen. Auch die Maler und Weißbinder haben einen Lohntarif eingereicht. Wetter, 25. Mai. Während der Feiertage wurde hier in einem Walde von Epaziergängern ein NaturmenschenPaar angetroffen, das sich im Kostüm Adam's und Eva's im Walde herumtrieb und anscheinend ein Luftbad nahm. Beim Herannahen der Spaziergänger ergriff das Paar die Flucht. Am 20. Juni findet hierselbst ein Gefechtsschießen des Marburger Jägerbataillons Nr. 11 statt. Biedenkopf, 26. Mai. Die Enthüllung des KreisKrieger- Dentmals verbunden mit dem 5. Kreis Krieger- Verbandsfeste findet am 18., 19. und 20. Juni statt. * Aus Kurhessen, 26. Mai. Heute feiern ihren vor 50 Jahren erfolgten Eintritt in die Armez folgende ehemalige furhessische Difiziere: Generalleutnant Harnickell ( Kassel), Oberst von Bardeleben( Kassel), Oberstleutnant von Troit( Oberurff), Major von Lengerfa( Marburg), Mojor von Dr. Malsburg( Eichenberg), Major von Stockhausen ( Eisenach). Frankfurt a. M., 25. Mai. Der Gesamtverband der evangelischen Arbeitervereine, der zur Zeit hier seine Tagung unter dem Vorsitz des Pfarrers Weber aus München- Gladbach abhält, nahm heute nach einem Vortrage des Herrn Hofmann- Höchst über die Vorteile der Ortskrankenkassen, der Betriebs- und eingeschriebenen Hilsstassen eine Resolution an, welche sich für die Bildung zentralisierter Ortsfrankenkassen ausspricht. Als Ort der nächsten jährigen Tagung wurde Breslau bestimmt. Mainz, 26. Mai. Zu Anfang des nächsten Monats findet hier eine Zusammenkunft von Vertretern zahlreicher deutscher Städte statt, welche sich wiederum mit der Frage befassen wird, wie den Schwierigkeiten zu begegnen ist, die durch die neue 3ollgesetzgebung, welche eine Aufhebung des städtischen Oktroits bedingt, hervorgerufen worden sind. Es werden bei dieser Zusammenkunft Vertreter von drei Städten als Referenten auftreten. *** Wiesbaden, 26. Mai. Der Vorstand des hiesigen Rennvereins beschloß, 195 Morgen Land bei Erbenheim zum Preise von 515000 Mt. zur Herstellung einer Rennbahn anzukaufen. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den stellenweise Gewitteregen, besonders im Westen und Norden. 28. Mai. Zeitweise windig, zeitweise wolfig, etwas fühler, Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Trinitatis, den 29. Mai. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Bugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Matthäusgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Marcusgemeinde. Pfarrer Schwabe. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Bugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrassistent Schulz. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde Pfarrassistent Schulz. Sonntag, abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johanneskirche Ephes. 1,3-10. Batholische Gemeinde. Samstag, den 28. Mat. Nachmittags um 5 Uhr und Abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 29. Mai. Dreifalligkeitssonntag. Vorm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heilig. Kommunion. " " 8" Die zweite heil. Messe. um 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachm. um 2.30 Uhr: Christenlehre; Andacht mit Segen Dienstag Abend um 630 Uhr ist Mai- Andacht. Berantwortlich: für den politischen, vermischten und unterhaltenden Teil Albin Klein Gießen; für den lokalen Teil Karl Klose, Grünberg. Nr. 12 Maschinenbauer- Gesang- Verein zu Giessen. Nachfeier Sonntag, den 29. d. Mts. auf dem Festplatz, Oswaldsgarten. Von nachmittags 3 Uhr ab: Konzert, Tanz und Volksbeluftigung. Die Musik wird von der Kapelle des Jaf. Regts. Nr. 116 unter Leitung des Herrn Musikdirektor Scauße gestellt. Nationaler Gesangswettstreit zu Gießen Pfingsten 1904. Aufforderung. Alle Diejenigen, welke Forderungen an die Kasse des nationalen Gesangswettstreits 1904 zu machen haben, werden hiermit aufgefordert dieselben längstens bis 5. Juni d. Js. bei den Vorsitzenden der betr. Ausschüsse von welchen die Aufträge erteilt worden sind, geltend zu machen. Der geschäftsführende Ausschuß: Bekanntmachung. Wilhelm Homberger. Die Listen über die während der Zeit vom 1. April 1904 bis Ende März 1905 für die Pflichtfeuerwehr heranzuziehenden Personen liegen vom Erscheinen dieser Bekanntmachung ab während 8 Tagen auf unserem Bureau Zimmer Nr. 15- zu Jedermanns Einsicht offen. Es wird dies unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß während dieser Offenlegungsfrist Einwendungen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Listen, sowie Befreiungsansprüche auf Grund der Ortsfeuerlöschordnung vom 12. Juli 1892, auch Wünsche hinsichtlich der Einteilung in eine bestimmte Abteilung der Pflichtfeuerwehr mündlich oder schriftlich bei uns vorgebracht werden können. Gießen, den 26. Mai 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Freibank. Ochsenfleisch gesal. 40%. SpazierStöcke stets elegante Neuheiten in großer Auswahl. Casseler Schirmfabrik, Gießen, Seltersweg 9. -0-0-0 Für Vereine und Wirte! Bonbücher für Kellner, Eintritt, Garderobe und Küche ( bis zu 1680 Bons enthaltend), Eintritt 20 Pfg. Der Vorstand. Betreff: Abhaltung von Amtstagen. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß für die Gemeinden des Amtsgerichtsbezirk Homberg ein Amtstag in Homberg Mittwoch, den 1. Juni. 1. J. vormittage 72 bis 11 Uhr im Rathaus zu Homberg stattfinden wird. vie Großh. Bürgermeistereien der betr. Gemeinden wollen die Ortsangehörigen durch wiederholte öffentliche ortsübliche Bekanntmachung hiervon in Kenntnis setzen. Alsfeld, den 19. Mai 1904. Großherzogliches Kreisamt Alsfeld. Dr. Melior. Arbeitsvergebung. Die zur laufenden Unterhaltung der Marktlauben erforderliche Weißbinderarbeit soll Donnerstag, den 2. Juni d. J3., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Amtsstunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt bei uns einzureichen. schlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 26. Mai 1904. Städtiſches Hochbauamt. - Contentia ( Wohlthätigkeitsverein Gießen.) Wigandt die statutgemäße Monneme we Saus Ovatiobel unb Das B fi D Das Schid ringsum von gefchloffen. bald durch e leistet wird, ist vom Adm die Wege ge ZuFeftung jet möglich nach die Landeng abspielten. Bufammenstö Die Westanlage zwischen Bahnhofstraße und der das Buch schon von Mark 1,50 an, im Dußend billiger, Samstag, den 28. da. Mts. findet bei Mitglied Bahnunterführung nach der Hammstraße wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von heute an bis liefert auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr Albin Klein, Buchdruckerei, gesperrt. Gießen, den 25. Mai 1904. Großh. Polizeiamt Gießen.. Herberg. Bekanntmachung. Die Wagengasse wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 26. Mai 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Verdingung Die zur Unterhaltung der in den verschiedenen Straßenzügen vorhandenen Ventilbrunnen erforderlichen Auftreicherarbeiten sollen Samstag, den 4. 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