en soll auf die Zeit vom ern für das für 1902/03 icht auf dem teßen. uswärts zu e bei einem reau. henschule Schülerinnen Zukunft nicht or Ablauf des cigen Anmeld zu geschehen 8, an folgenn genommen: und Sams= Borzulegen r mit unterber 12 Jahre zweite Impf hule kommen, schulpflichtig en. Stoerito ur M. 1904. Cotterie 000 fg, empfiehlt burg i. E. kaufsstellen. Nr. 49. Erstes Blatt. onnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., We Saus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Batisbettagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 27. Februar 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Betitzelle für ganz hefsen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 8 Fernsprechanschluß Nr. 362. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der Krieg in Oftafien. Immer wieder wissen russische Berichte von erneuten Augriffen der Japaner auf Port Arthur zu melden, die ohne Berluste auf russischer Seite mit Abweisung der japanischen Flotte geendet hätten. Was an diesen Darstellungen Wahres ist, läßt sich nicht beurteilen, jedenfalls zeigen die immer wiederkehrenden Meldungen, daß die Japaner nicht locker Lassen, um Port Arthur, diesen wichtigsten russischen Stüß. punkt, in ihre Gewalt zu bekommen. Allerdings werden sie in Port Arthur einen hartnäckiger Biderstand finden, denn die Russen haben jetzt 30 000 Mann darin versammelt, und die Festungswerke sind ungemein stark Ein neuer Umgehungsplan von der Landseite her soll den japanischen Flottenoperationer deshalb zu Hilfe kommen. Aus London wird gemeldet: Der englische Missionspfarrer Gillespie brachte nach Niutschwang die Nachricht, daß japanische Truppen bei der Possiet- Bai südlich von Wladivostok landeten und auf Huntschun( landeinwärts auf mandschurischem Gebiet) marschierten. Die dortige russische Garnison in Stärke von 600 Mann sei ohne Kampf abgezogen. Die Japaner hätten den Marsch auf Kirin fortgesetzt. In Korea konzentrierten sich die russischen Truppen in Andschu, von wo kleinere russische Abteilungen südwärts patrouillieren. Auch in Kasan und Yungju zeigten sich wiederholt russische Vortruppen. - Die Meldung wird in der vorliegenden Fassung kaum richtig sein. Nicht auf Kirin werden die Japaner marschieren, denn da würden sie in zu gefährliche Nähe der russischen Hauptmacht bei Charbin geraten. Sie werden aller Wahrscheinlichkeit nach einen Haken südwärts schlagen und sich über Mukden gegen Port Arthur zu konzentrieren. Die Politik. Unermüdlich sind unsere lieben englischen Vettern in der ihnen offenbar sehr lieb gewordenen Beschäftigung, Deutschland zu verkleinern und anzuschwärzen. Jezt verbreiten britische Blätter wieder eine angeblich aus Kapstadt stammende Meldung, die es so hinstellt, als seien die deutschen Expeditionstruppen in Südwestafrika zur Untätigkeit berurteilt, weil sie keine Pferde hätten. Gewiß macht sich der einstweilige Mangel an Pferden bei den Operationen der Truppen fühlbar; wie„ untätig" sie aber sind, beweisen die amtlichen deutschen Depeschen über die zahlreichen erfolgreichen Gefechte mit den Herero. Mit unverkennbarem Behagen teilen die englischen Blätter mit, die Herero hätten 50 Kilometer Eisenbahn und eine große Brücke zerstört. Sie bemühten sich, weitere Fortschritte der deutschen Truppen aufzuhalten, bis sie ihr Vieh weggebracht haben. Von deutscher Seite werde behauptet, die britische Regierung habe Agenten entsandt, um die Herero aufzureizen. Viele Engländer seien deshalb festgenommen worden. Diese letzte Nachricht ist leider, möchte man hinzufügen falsch. Darüber, daß die Engländer die Anstifter des Aufstandes gewesen sind, herrscht in Kolonialkreisen kein Zweifel. Selbstverständlich sind es nicht offizielle Beauftragte der britischen Regierung, sondern britische Händler, die sich als freiwillige Agenten des Londoner Kabinetts fühlen. Hoffentlich tut die deutsche Regierung den britischen Lügenmeldungen nicht erst die unverdiente Ehre eines Dementis an.- Nach einer amtlichen Mitteilung aus Südwestafrika ist der badische Forstpraktikant Dr. Gerber, der angeblich mit dem Redakteur Müllendorff zusammen von den Herero ermordet sein sollte, ebenso wie Müllendorff gerettet. * Die große wasserwirtschaftliche Vorlage, von deren Bestandteilen die Vorlage, betr. die Oderregulierung inzwischen schon bekannt geworden ist, wird, wie jetzt mit ziemlicher Sicherheit feststeht, dem preußischen Abgeordnetenhause zu Anfang nächster Woche zugehen. Sobald die Vorlage verteilt ist, wird das Haus an einem bis zwei Tagen die Sibungen ausfallen lassen, um den Mitgliedern Beit zum Studium der Vorlage zu lassen. Dann soll gleich die erste Lesung stattfinden, die naturgemäß mehrere Tage dauern wird. Unter diesen Umständen scheint es ausge schlossen, daß der Etat rechtzeitig bis zum 1. April fertiggestellt werden könnte. Auf Anordnung des preußischen Eisenbahnministers werden vom 1. April d. J. ab die Amtsbezeichnungen der weiblichen Postangestellten wie folgt geändert:„ etatsmäßige Fahrkartenausgeberin" in( etatsmäßige) Eisenbahngehilfin; diätarische Fahrkartenausgeberin“,„ Telegraphistin" oder„ Abfertigungsbeamtin" in Eisenbahnanwärterin; Fahrkartenausgeberin, Talegraphistin oder Abfertigungsbeamtin im Probedienst" in Gehilfin im Probedienst; ,, Hilfsfartenausgeberin, Hilfstelegraphistin oder Abfertigungsgehilfin" in Aushelferin. Hof und Gesellschaft. Zur Mittelmeerfahrt des Kaisers wird gemeldet, daß der Kaiser sich am 12. März morgens an Bord des Norddeutschen Lloyddampfers„ König Albert" in Bremerhaven einschiffen wird. Der Dampfer König Albert" wird auf der Reise voraussichtlich in Antwerpen, Vigo, Gibraltar und Port- Mahon anlaufen und von dort nach Neapel weitergehen, woselbst sich der Kaiser an Bord seiner Jacht„ Hohenzollern" zu begeben beabsichtigt. Deutfcher Reichstag. ( 43. Sitzung.) CB, Berlin, 26. Februar. Man mag gegen andere Arbeiten des Reichstags manches auszusetzen haben; keinesfalls aber wäre der Vorwurf berechtigt, daß sie im Automobiltempo fortschreiten. Dafür soll dieses aber jetzt zum Objekt der Gesetzgebung durch den Reichstag gemacht werden. Den zweiten Verhandlungsgegenstand beim Justizetat bildet nämlich die Frage der Vorbeugung und der Haftung bei dem durch Automobile herbeigeführten Personen und Sachschaden. Diese Frage ist vor kurzem bereits in beiden Häusern des preußischen Landtags und auch in anderen parlamentarischen und sonstigen Körperschaften, so im vorigen Jahre vom Suristentag, eingehend erörtert worden. Im Einklang mit den Ergebnissen dieser Verhandlungen hat der Nationalliberale Prinz Schönaich- Carol ath Resolutionen eingebracht, durch welche einheitliche Landesgesetzliche Bestimmungen gegen das übermäßig schnelle Fahren von Kraftwagen und eine Haftpflicht der Automobilbefizer gefordert werden. Resolutionen des Zentrums und der Konservativen verfolgen die gleiche Auf diesen letzteren Ruhmestitel darf der interessante Vortrag, den hier vor einem distinguierten Publikum, zu dem auch König Viktor Emanuel und mehrere Minister zählten, der italienische Leutnant Rosetti hielt, unbedingt Anspruch machen, wenn das, was er mitteilte, stellenweise auch wunderlich genug klang. Rosetti berichtete Authentisches über die sagenumwobene Favoritin des koreanischen Herrschers, die als die schönste Frau Koreas gilt. Diesen Anspruch gründet sie auf folgende liebreizende Eigenschaften: Sie besitzt einen stark entwickelten Bauch, eine safrangelbe Haut, ein pockennarbiges Gesicht, einige ebenholzfarbige Zähne, borstenartige Haare und eine nach oben gebogene trompetenförmige Nase. Das ist das Schönheitsideal der Koreaner! Aber Frau Om so heißt die Favoritin fann lesen und schreiben, malt sehr gut, singt wie eine Krähe, spielt eine Art Harfe und ist schlau wie sieben Füchse. Sie stammt aus der Hefe der chinesischen Gesellschaft und war früher nicht biel mehr als eine öffentliche Dirne. Durch einen Minister, den sie zu fesseln wußte, avancierte sie zur Hofdame der Kaiserin. Om brachte zwei Kinder mit und mußte ihre ganze Schlauheit anwenden, um ihre Liebesverhältnisse und ihre unehelichen Kinder vor den zahlreichen Spionen des Hofes zu verbergen. Die Kaiserin war nämlich eine sehr moralische Dame und duldete an ihrer Seite nur Mädchen bon erprobter Tugendhaftigkeit. Om gewann bald die Zuneigung der Kaiserin und auch die des Kaisers. Schließlich bekam aber die Kaiserin Wind von dem Treiben ihrer Hofdame, und Om mußte bei Nacht und Nebel die Flucht ergreifen. Sie suchte und fand Zuflucht im Dirnenviertel der Hauptstadt, wo sie ein drittes Kind zur Welt brachte. Nach der Ermordung der Kaiserin kehrte Om, die in einem hohen Beamten einen einflußreichen Beschützer gefunden hatte, an den Hof zurück und wurde die offizielle Favoritin des Kaisers. Seit jener Zeit ist sie von Tag zu Tag mächtiger geworden. rung einer obligatorisch und ergänzen sie durch die Forde. Sie wurde wieder zur Palastdame ernannt und möchte gern. Der Bildung von Haftpflichtgenossenschaften. Die Antragsteller erkennen durchaus die Bedeutung der Automobile als Verkehrsmittel, besonders in ihrer zufünftigen Entwickelung, und die Bedeutung der deutschen Automobilindustrie an, wollen aber dem ein Ende machen, daß sich das Automobil als Herr der Straße fühlt. Staatssekretär des Reichsjustizamts, Dr. Nieberding, erklärte, daß Vorarbeiten im Sinne der Resolutionen in den beteiligten Reichsämtern und Ministerien bereits im Gange jeien. Die dann folgende Debatte bot u. a. das seltene Schauspiel eines Zusammengehens des sozialdemokratischen Abg. Stadthagen mit der äußersten Rechten. Schließlich wurden sämtliche Resolutionen angenommen. Dann wandte sich die Erörterung zwei Fragen zu, die auf den Handwerkerlagen und auch in den Parlamenten seit langen Jahren schon Gegenstand seither ergebnisloser Verhandlungen sind. Es handelt sich um die Sicherung der Forderungen der Bauhandwerker und um die unbillige Konkurrenz der Zuchthaus und Gefängnisarbeit. Staatssekretär Nieberding stellte einen Gesezentwurf zur Regelung dieser Frage in Aussicht. Indessen war, was er über den Inhalt dieses Geseßentwurfes in großen Umrissen indeutete, nicht danach angetan, daß man annehmen könnte, der Erlaß werde vom Handwerk begeistert willkommen gejeißen werden. Preufsifcher Landtag. Haus der Abgeordneten. ( 28. Sigung.) RK. Berlin, 26. Februar. Die Weiterberatung des Justiza mts brachte auch heute keine sonderlich aufregenden Momente. Die Debatte brachte lediglich eine Nachlese der Erörterungen vom Tage zuvor über den Streitfall Dr. Barth- Kösliner Staatsanwaltschaft und einige lokale Klagen und Wünsche. Für die Verbesserung einzelner Beamtenkategorien, besonders bei den Oberlandesgerichten, traten die Abgg. Faltin( 3entr.), b. Buddenbrock( kons.), Werner( Antis.) und Goldschmidt( freis. Vp.) entschieden ein. Der Juſtizminister Schönstedt sagte Prüfung der meisten vorgebrachten Wünsche zu. Intimes aus Korea. Rom, 26. Februar. Korea oder, wie seine Einwohner selbst es nennen,„ das Land der Morgenruhe", ist durch die russische Note, in der gegen Japans Vorgehen dort geharnischter Protest eingelegt und die koreanische Unabhängigkeit und Integrität als eine Forderung des Völkerrechts proklamiert wird, in den Vordergrund des Interesses gerückt. Mag man über die Rechtsfrage denken, wie man will, zu gönnen wäre es den Koreanern, wenn ihr Land aus dem Schlummer, im dem es nicht nur am Morgen, sondern Tag und Nacht ruht, durch fremden Einfluß, sei es nun japanischer oder russischer, endlich einmal geweckt würde. Denn rückständig ist man in Korea in einem Grade, daß manche Schilderungen dortiger Verhältnisse geeignet sind, bei Europäern ungläubiges Kopfschütteln zu erregen, selbst wenn sie noch so streng bei der Wahrheit bleiben. ihren jüngsten Sohn zum rechtmäßigen koreanischen Thronerben proflamieren lassen. Die Japaner werden ihr jetzt wohl einen Strich durch die Rechnung machen. Recht amüsant war die Schilderung, die der Vortragende von dem koreanischen Finanzminister Yi- Yong- It gab. YiYong-, dessen Sturz und Verhaftung neulich gemeldet wurde, war nicht nur Herr der Finanzen, sondern auch Reiteroberſt, Kommandant der kaiserlichen Garde, Direktor der Münze und der Regierungsdruckerei, Hüter des kaiserlichen Schazes, Direktor der Verwaltung des Ginseng- Monopols ( Ginsengwurzel ist eine angeblich heilkräftige Pflanze, die in China, Japan und Korea hoch im Preise steht), erster Präsident des obersten Gerichtshofes 2c. Er war ein wahres Finanzgenie. Einmal hatte der Finanzminister einige hunderttausend Dollars zu zahlen. Da in seiner Kasse gerade Ebbe war, ging er einfach in die Regierungsdruckerei, ließ eine dem Schuldbetrage entsprechende Anzahl 1 Dollar- Briefmarken drucken und schickte sie an den Postminister mit dem Ersuchen, sofort den Betrag für diese neue Markenemission einzusenden. Der Postminister schickte jedoch die Marken mit wendender Post zurück und richtete an den Kollegen von den Finanzen die höfliche Anfrage, ob er vielleicht verrückt geworden sei. Darüber geriet nun der Finanzminister wirklich aus dem Häuschen und verlangte die sofortige Hinrichtung des Poſtministers. Der Kaiser war aber nicht so blutgierig, und der Postminister durfte nicht nur den Kopf, sondern sogar sein Amt behalten. Yi- Yong- F's schönster Traum war die Gründung einer koreanischen Nationalbank. Es ist zwar kein Kapital im Lande, aber das kümmerte ihn wenig; Papier ist ja in Hülle und Fülle da, und wenn man nur Papier hat, kann man zu jeder Tageszeit Banknoten machen und allen Verpflichtungen nachkommen. Vi- Yong- If hoffte noch immer durch die Papiergeldfabrikation im großen Korea zum reichsten Lande der Welt zu machen; er wunderte sich nur, daß noch kein europäischer Finanzminister diesen genialen Einfall gehabt hat. Nun hat die japanische Invasion diesen glänzenden Aussichten für Korea ein jähes Ende bereitet. Hi- Yong- It wird seine großen„ Reformpläne" in seinem klugen Kopfe still begraben issen, notabene, wenn er diesen noch auf seinen Schultern trägt und der Henfer ihn dem in Ungnade Gefallenen nicht bor die Füße gelegt hat. Nab und Fern. Die geschiedene Prinzessin von Schönburg- Waldenburg, Mice von Bourbon, wird ihrem Bruder Don Jaime auf den Kriegsschauplatz folgen. Sie wird sich als Krankenpflegerin dem russischen Roten Kreuz anschließen. Kampf zwischen ungarischen Gendarmen und serbischen Deserteuren. Seit der letzten serbischen Revolution sind die Desertionen serbischer Soldaten auf südungarisches Gebiet fast an der Tagesordnung. Dieser Tage kamen wieder drei Soldaten über die Donau und trieben sich in der Gegend bon Palanka herum, wo sie in einem Heuschober übernach teten. Sie begannen, da ihre Mittel zu Ende waren, ein lustiges Räuberhandwerk und plünderten die Leute aus, die vorüberkamen. Vier Gendarmen trafen sie in einem Heuschober, wo sie eben die Beute verteilt hatten. Die drei Deserteure begannen auf die Gendarmen zu schießen, die Gendarmen feuerten gleichfalls zweimal und trafen einen der Näuber. Sie wollten die beiden anderen fesseln, einer von ihnen entsprang jedoch. Die Gendarmen schossen nach ihm, und in der Frühe wurde er dann tot in einiger Entfernung im Heu gefunden. Die beiden anderen Räuber wurden dem Gericht in Palanka eingeliefert. Bunte Chronik. In Leipzig wurde Oberlehrer Arno Dunker vom König Albert- Gymnasium wegen fortgesetter sittlicher Verfehlungen verhaftet. Aus Oberschlesien wird Fallen des Wassers gemeldet. Die Gefahr gilt als beseitigt. Hessischer Landtag. Darmstadt, 26. Februar 1903. Die Sigung wird um 10 Uhr durch Präsident Haas cröffnet. Am Regierungstische: Finanzminister Gnauth, die Ministerialräte Ewald und Rohde. Zur Besprechung steht die Interpellation Reinhart und Genossen, betr. die Entgegennahme von 33,000 Mark als Provision für Unterbringung von Wertpapieren bei dem Bahnbau Bußbach Lich seitens des Abgeordneten Jouzz. Abg. Reinhart bemerkt, daß die Anfrage nicht aus parteiischen Rücksichten erfolgt sei, sondern nur um klarzustellen, in welcher Weise die Sache entstanden sei und Gerüchten die Spize abzubrechen, die geeignet seien, das Ansehen des Hauses und der Durch seine einzelnen Abgeordneten herabzusetzen. Tätigkeit beim Bahnbau Buzbach- Lich habe der Abg. Jouz gegen das Interesse des Staates gehandelt und die Kammer sei berechtigt, Auskunft zu verlangen, in welcher Weise die Gerüchte entstanden seien. Abg. Jouk habe auch geglaubt, berechtigt zu sein, die Tätigkeit des Abgeordneten Haas bei seiner Verteidigung mit hineinzuziehen und behauptet, daß auch er im Interesse der Landwirtschaft im Hause tätig sei und zwar gegen Bezahlung, und versucht, dieses auf gleiche Stufe zu stellen mit seiner Tätigkeit im Bahnbau Buzzbach- Lich. Auch ihn( den Redner) habe Jout damit angegriffen, daß er versuchte, ihn als Aufsichtsratsmitglied der Bank für Handel und Industrie in gleiche Linie zu rücken mit der Affäre Butzbach- Lich. Er weist mit aller Entschiedenheit diese Unterstellung, Privatangelegenheiten mit denen des Staates zu vermischen, zurück. Der Abgeordnete, der sich seiner Stellung voll bewußt sei, müsse zwischen Geschäftsleben und seiner Tätigkeit als Abgeordneter die Grenze sehr scharf ziehen. Tut er das nicht, so verliere er an Wert als Abgeordneter. Abg. Gutfleisch stellt fest, daß es sich bei dieser Sache um die Ehre des Hauses handele. Daß sich Abg. Joutz bei Unterbringung von Obligationen bei den Gemeinden einen Verdienst erworben habe, sei nicht zu beanstanden, aber er habe dabei vergessen, daß er Abgeordneter der Zweiten Kammer und Vertreter eines Teiles des hessischen Volkes set. Wenn er glaube, als Geschäftsmann gehandelt zu haben, so sei diese Auffassung zu verwerfen und der Ehre eines Abgeordneten nicht würdig. Durch seine Stellung habe Jouzz die Gemeinden stigmatisiert und unter diesem Eindruck Handlungen vorgenommen, die niemand gutheißen könne. Eine Schädigung der Gemeinden habe tatsächlich stattgefunden, da Herr Jout die Obligationen von der Firma Lenz& Cie. zu 94 Prozent erhalten und zum Nennwert von 100 Prozent an die Gemeinden untergebracht. Damit habe er die Position des Abgeordneten auf die des Geschäftsmanns heruntergedrückt und das sei ihm zu verargen. Abg. Haas ist es seiner Ehre und seinem Ansehen schuldig, auf die Angriffe des Abg. Jout zu antworten. Er weist es weit von sich, auch nur einen Moment seiner Stellung als Abgeordneter in der Form wie Herr Joutz benützt zu haben. Seine Tätigkeit in der deutschen Landwirtschaft als Anwalt nehme seine ganze Kraft in Anspruch, und habe sein Ausscheiden aus dem Staatsdienst bedingt. Als Vorsitzender des landwirtschaftlichen Provinzial bereins, beziehe er feinen Pfennig, dagegen als Anwalt der Deutschen Landwirtschaft einen festbestimmten Gehalt. Wenn er in der Kammer die Interessen der Landwirtschaft vertrete, so habe dies mit seiner Berufsstellung nichts zu tun. Die Abgeordneten Ulrich, Korell und Weidner sprechen in scharfer Weise ihre Mißbilligung darüber aus, daß der Abgeordnete Jouz seine Stellung dazu benutzt habe, um sich einen so hohen Verdienst zuzuspielen, ohne daß er den Gemeinden von diesem Berdienst Kenntnis gab. Abg. Jouzz hält eine längere Verteidigungsrede. Er stellt fest, daß er zehn Jahre seines Lebens dazu benutzt habe, um den Bahnbau zu Stande zu bringen. Die Tätigkeit sei eine Privatsache gewesen und hierdurch niemand geschädigt worden. Aus innerster Ueberzeugung wisse er, daß er nichts Unrechtes getan habe. Finanzminister Gnauth gibt dem Haus Kenntnis von der ganzen Sache und erklärt, daß er mit jedem Abgeordneten des Hauses in Eisenbahnangelegenheiten auch in Zukunft verkehren werde, mit Ausnahme des Abg. Jouß. Die von dem Finanzministerium angestellten Erhebungen haben im November v J. ergeben, daß in der fraglichen Summe auch ein Betrag von 33,000 Mark für„ tursverlust bei Unterbringung der Obligationen" enthalten war, und weiterhin, daß die Firma Lenz& Comp. am 30. April 1902 diesen Betrag an den Landtagsabgeordneten Jouz für die Unterbringung der Obligationen ausgezahlt hatte. Die Großherzoglichen Kreisämter Gießen und Friedberg, zur Sache gehört, haben sich in Uebereinstimmung mit den beteiligten Gemeinden, dagegen ausgesprochen, daß der erwähnte Betrag von 33 000 Mart den Kosten des Bahnbaues zugerechnet werden, das Finanzministerium wird auch in diesem Sinne Entscheidung treffen. Keinesfalls aber könne nach Lage der Sache eine Minderung des Staatszuschusses in Frage kommen. Hierauf wird die Beratung des Staatsbudgets mit| Element vor. Die Gesamtzahl der auf der Universität Abschnitt 7, Landeskultur und Landwirtschaft fortgesetzt. studierenden Ausländer beträgt im Winterhalbjahr 1903/04 Ohne Debatte werden die Kapitel 70-74 genehmigt. Bei 48. Davon sind mehr als die Hälfte, nämlich 26, Russen. Kapitel 74, Bodenmeliorationen und Wasserversorgungswesen,** 8igeuner. Ein Trupp von ca. 15 dieser braunen tritt Abg. Sensfelder für eine Melioration des Rieds ein. Gesellen wurden gestern Nachmittag gegen 4 Uhr von Abg. Köhler wünscht die Feldbereinigung in rascherem Lich dem Gießener Kreisamt vorgeführt und wurden später Tempo, eventuell durch Zwangsmaßregeln durchgeführt. seitens der Gendarmerie über die Grenze geschafft. Abg. Haas und Ministerialrat Braun warnen vor Zwangsmaßregeln und Ueberstürzung, deren Folgen sich später zeigen würden. Abg. Weidner tritt für eine möglichst baldige Inangriffnahme des großen Werkes der Durchführung des Generalfulturplanes für den Vogelsberg ein. Nächste Sigung Dienstag vormittag 1/210 Uhr. Fortwährend werden Neubestellungen auf die mit Ausnahme der Feiertage täglich erscheinenden ,, Giessener Deueste Nachrichten" für den Monat März zum Preise von 60 Pfg. entgegen genommen. Lokales. Die Expedition. 27. Februar 1904. ** Der Telegraph meldete uns gestern Abend folgende Trauerbotschaft: „ Kiel, 26. Febr. Der jüngste Sohn des Prinzen Heinrich, Prinz Heinrich von Preußen, ist heute nachmittag 4 Uhr sanft entschlafen." Der Prinz ist an den Folgen einer durch einen Fall verursachten Gehirnerschütterung gestorben. Am 9. Januar vollendete er das 4. Lebensjahr. Trauernd steht mit seinem hessischen Volke der Großherzog neben seiner Schwester, Prinzessin Irene, an der Bahre des jugendlichen, allzufrüh seinen erlauchten Eltern entrissenen Prinzen. ** Zweite Kammer. Der Bericht des vierten Ausschusses über 1. die Vorstellung einer Anzahl homöopathischer Aerzte, betreffend Dispensierrecht der homöopathischen Aerzte; 2. die Vorstellung des Dr. Josef Schier in Mainz in gleichem Beteff; 3. den dringlichen Antrag der Abgeordneten Molthan, Ulrich und 38 Genossen, die Verordnung, des Verbot des Selbstdispensierrechts der homöopathischen, Aerzte betreffend; 4. die Vorstellung des ärztlichen Kreisvereins Mainz, betreffend die Dispensierfreiheit der homöopathischen Aerzte( Berichterstatter Abg. Adelung) liegt vor. Der Ausschuß beantragt: 1. die Kammer wolle beschließen, Großh. Regierung zu ersuchen, die Verordnung vom 6. Dezember 1902, betreffend das Verbot des Selbstdispensierens homöopathischer Heilmittel zurückzuziehen und es beim alten Zustande bewenden zu lassen; II. a) die Vorstellung einer Anzahl homöopathischer Aerzte, betreffend Dispensierrecht der homöopathischen Aerzte, b) die Vorstellung des Dr. Josef Schier in Mainz in gleichem Betreff, c) die Vorstellung des ärztlichen Kreisvereins Mainz in gleichem Betreff, d) den dringlichen Antrag der Abgeordneten Molthan, Ülrich und 38 Genossen in gleichen Betreff- für erledigt zu erklären. ** Landtag. Wir machen unsere Leser auf unseren heutigen Landtags- Bericht, da er für Oberhessen besonders interessieren dürfte und sein Inhalt zum Tagesgespräch geworden, auch an dieser Stelle aufmerksam. Wir konstatieren ferner, trotz der Rechtfertigung und Reinwaschung des Abg. Jouzz in der„ Buzb. 3tg.", wie recht wir mit unserem Standpunkt in der Affäre Jouß hatten. Die Abfuhr die der wahre" Volksvertreter und Bahnbauer im Landtag erfahren, dürfte dem ehemals freisinnigen, dann antisemitischen und jetzt fraktionslosen( Geschäftsmann) Abgeordneten wohl vor die Konsequenz stellen, sein Mandat niederzulegen; seinen Wählern, dem Ministerium und den Abgeordneten des Landtags wird er damit gewiß einen großen Gefallen tun. Da der Herr aber von seiner Person sehr eingenommen ist, bezweifeln wir vor der Hand noch den Heroismus den er tonsequenter Weise üben müßte. am ** Eine Mitgliederversammlung des 279 Mitglieder zählenden Giekener Verkehrs- Verein fand Mittwoch im Café Ebel bei sehr mäßigem Besuch statt. Den Jahresbericht erstattete der Vorsitzende, Herr Homberger, indem er die wichtigsten Angelegenheiten der letzten Jahres Revue poffieren ließ. Die Geschäfte des Vereins sind in 6 Vorstands- und 3 Ausschuß- Sizungen erledigt; der Kasse sind aus Mitgliedsbeiträgen 1041 Mt. zugeflossen und besteht der Kassenbestand gegenwärtig aus 855 Mt. Für Propaganda stehen dem Verein nach Eingang der Betträge 1800 Mk. zur Verfügung. Auf Antrag wurde beschlossen aus den Mitteln des Vereins einen illustrierten Führer der Stadt Gießen und Ansichten- Plakate Gießens zu beschaffen. Der bisherige Ausschuß des Vereins wurde ohne wesentliche Veränderungen wiedergewählt. * * Die Kommissionen zu den Vorarbeiten für den Gesang- Wettstreit des Maschinenbauer- Gesangvereins sind in voller Tätigkeit. Dieser Tage tagte der Wohnungsausschuß im Schiptapaß, der Empfangsausschuß im Pfälzer Hof und der geschäftsführende Ausschuß am Donnerstag im Schipfapaß. ** Russen. Nicht allein auf der Technischen Hochschule in Darmstadt, sondern auch auf der Landesuniversität in Gießen herrscht unter den Ausländern das russische ** Eine Schwindlerin ergaunerte sich in einem Schirmgeschäft auf dem Seltersweg in Gießen zwei neue Schirme. Bis jetzt ist die Ech vindlerin noch nicht ermittelt. * Salvatorbier. Das weltberühmte Münchener Bier aus der Großbrauerei zum Paulanerbräu kommt wie alljährlich auch heuer wieder Anfangs März zum Versandt! * ** Wezlar, 26. Febr. Der Kaufmann Hermann Jakob, der im vorigen Jahre nach Wechselfälschungen im Betrage von 4700 Mt. und anderen Vergehen nach Amerika geflüchtet, dann aber wieder zurückgekehrt war und sich den Behörden gestellt hatte, wurde von der hiesigen Straffammer wegen einfachen Bankerotts, Urkundenfälschung und Betrugs zu 3 Jahren und 1 Monat Zuchthaus verurteilt. Friedberg, 26. Febr. Unter dem Vorsitz des Herrn Oberschulrates Dr. Scheuermann aus Darmstadt wurde am gestrigen Tage die Abgangsprüfung am hiesigen Lehrerseminar Abiturienten für bestanden erklärt wurden. Am heutigen beendet und hatte dieselbe das freudige Ergebnis, daß alle 36 Nachmittag fand in der Turnhalle des Seminars unter überaus zahlreicher Beteiligung die Entlassungsfeier statt, wozu sich Eltern und Verwandten der Abiturienten sowie zahlreiche Freunde der Anstalt eingefunden hatten. Eingeleitet wurde dieselbe durch ein vortreffliches Orchester, dem mehrere wohlgeschulte Chöre folgten. Ein Vortrag eines Abiturienten, vor allem aber die Ansprache des Herrn Direktors Schäfer bildete den Glanzpunkt der erhebenden Feier. Am Abend fand unter ebenfalls zahlreicher Beteiligung ein gemütlicher Kommers zu den Drei Schwertern statt. ** Aus dem Feldatale, 26. Febr. Außergewöhnlich tief sind zur Zeit die Preise für fette Schweine geworden; sie find heruntergegangen bis auf 35 und sogar 34 Pfg. pro Pfund. † Frankfurt a. M., 26. Febr. Heute Nachmittag 1/22 Uhr wurde der Inhaber des Klavierlagers Hermann Lichtenstein in seinem Bureau Zeil 69 ermordet aufgefunden. Aus dem erbrochenen Bureautassenschranke fehlen 850 Mt. Baargeld. Von den Tätern es sind nach Lage der Umstände mindestens zwei gewesen hatte man bis Abends 8 Uhr noch feine Spur. Die Behörden haben eine Belohnung von 1000 m. auf ihre Ergreifung gesezt. Man will furz, bevor die Mordtat begangen sein muß, 2 elegant gekleidete Leute in den Laden haben gehen sehen. ** Darmstadt, 26. Febr. Die Ortsgruppe Darmstadt der Antiduelliga beschloß in ihrer gestern im Kaisersaal" dahier unter dem Vorsitz des Grafen zu Erbach Fürstenau abgehaltenen Mitgliederversammlung, die Ortsgruppe zu einer hessischen Gruppe zu erweitern. Die Jahresversammlungen der hessischen Gruppe sollen abwechselnd in den 3 Provinzen abgehalten werden. Wie in der Versammlung mitgeteilt wurde, wird die Hauptversammlung der deutschen Liga im September d. J. hier stattfinden. Neueste Nachrichten. Franz Abam geb. Elfebach dah. Am 2 bah. Um 2 Am 26. El Schreiners Bleken, 27 per Pfo. 0.90 St. 8 Big Erbfen per Lite BURY 0.80-1.00 A 2 Ein Ein 5 Sche Bei höbere 2 Th anderem fich erfah Geburtsu häufen, meiden f ftellung zeichneter Geburts Ste Ueber Berlin wird uns folgendes gemeldet: New- York, 26. Febr. Wie aus Rochester gemeldet wird, wütet sett heute eine verheerende Feuersbrunst im Geschäftsviertel. Die Feuerwehr fängt an, mittels Dynamit die einzelnen Gebäude niederzulegen, um ein Umsichgreifen der Flammen zu verhindern. Es wurde von Buffalo und Syracuse Hilfe erbeten. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebotene. Am 19. Febr. Karl Ewald Theis, Heizer dah. m. Ida Becker in Würgendorf. Am 20. Friedr. Körbächer, Schneidermstr. in Allertshausen m. Emma Klara Seifert dah. Am 21. Gust. Herm. Mosig, Finanz- Aspirant dah. m. Maria Christiana Kath. Aufdermauer in Buzbach. Am 23. Peter Margolf, Fuhrm. dah. m. Margar. Wirth hiers. Gust. Kullmann, Bankbeamter in München m. Clothilde von Kreß dah. Am 24. Adam Rohn, Postbote dah. m. Kathar. Gertr. Wolff hiers. Aug. Gottschalt, Gefangenaufseh. in Butzbach m. Johanna Belloff dah. Am 25. Gust. Franz Hennig, Schriftsetzer dah. m. Elisab. Eich in Frankf. a. M. Hermann Deuster, Schreiner dah. m. Marie Honig in Appenrod. Friedr. Wilh. Christ. Kurz, Damenschneider dah. m. Kath. Christina Jäger hiers. Friedr. Gust. Wittmann, Gärtner dah. m. Anna Röhrig hiers. Eheschließungen. - Wilhelm. Kunz hiers. Am 20. Febr. Heinrich Euler, Zuschneider dah. mit Karl Lang, Wärter dah. m. Anna Christina Heuß in Beuern. eine Tocht., Elisas. - - Geborene. Am 16. Febr. Dem Sanitäts- Feldwebel Karl Bender Dem Weichensteller Angelin Keller eine Tocht., Anna Maria. Am 17. Dem Feldwebel Heinr. Mari ein Sohn. Am 20. Dem Schlosser Heinr. Stord ein Sohn, Heinr. Dem Fabrikanten Carl Georgi ein Dem Kutscher Joseph Emil Georg ein Sohn, Sohn. With. Emil. Am 21. Dem Kaufm. Hesekiel Rothschild eine Dem Postboten Hrch. Schöck ein Sohn, Tocht., Flora. Dem stud. phil. Theod. Maisch ein Sohn, Hrch. Karl. Wadin. Am 22. Dem Fabrikarb. Karl Schäfer ein Sohn, Willy Fritz Konr. Am 24. Dem Meggermstr. Phil. Braun ein Sohn. - Gestorbene. Am 20. Febr. Walter Riehl, 11 Mte. alt, Sohn des Kellners Ludw. Riehl dah. Am 21. Mathilde Gros geb. Silbereisen, 66 I. alt, Ehefr. des Gr. Ortsgerichtsvorsteh. In 1904 mur gefun berlo Buge Die ftände bei uns 6 150 Ziel d. 6 33 Los I M J.Stü und a er Universität bjahr 1903/04 ch 26, Ruffen. diefer braunen 4 Uhr von wurden später Gafft. sich in einem Ben zwei neue nicht ermittelt. nte Münchner u fommt wie um Versandt! ermann Jafob, im Betrage Cita geflüchtet, den Behörden tammer wegen Betrugs zu 3 rfiz des Herrn adt wurde am Lehrerseminar is, daß alle 36 Am heutigen Seminars unter ingsfeier statt, turienten sowie atten. Ginge Orchester, dem Vortrag eines e des Herrn er erhebenden eicher Beteilig chwertern statt. ußergewöhnlich eine geworden; fogar 34 Bfg. Rachmittag 2 ermann Lichten fgefunden. Aus Mt. Baargeld. ände mindestens Uhr noch feine bon 1000 m. urz, bevor die leidete Leute in ppe Darmstadt m„ Kaisersaal" rbach Fürstenau Ortsgruppe zu 3bersammlungen en 3 Provinzen ung mitgeteilt schen Liga im ( det: hester gemeldet eFeuersbrunst gt an, mittels legen, um ein n. Es wurde dt Gießen. er dah. m. Ida Schneidermftr. . Am 21. Gust. Maria Chriftiana Peter Margolf, Bust. Kullmann, Kreß dah. Am ar. Gertr. Wolff in Buzbach m. 2. Hennig, Schrift Hermann in Appenrod. dah. m. Kath. ittmann, Gärtner neider dah. mit r dah. m. Anna Franz Adam Gros dah. Am 33. Anna Kathar. Simon, geb. Elsebach, 69 I. alt, Wtw. des Försters Caesar Simon dah. Am 24. Ludw. Schnabel, 62 J. alt, Hausmeister dah. Am 25. Ludw. Wilh. Plank, 65 J. alt, Rentner dah. Am 26. Elisab. Pfeil, geb. Enders, 68 J. alt, Wtw. des Schreiners Michael Pfeil dah. Marktberichte. Gießen, 27. Februar. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per Pfd. 0.90-1.00 Mt., Hühnereier 2 Stüd 12-14 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Bfg., Linien per Liter 32 Big., Tauben per Paar 1. 0.80-1.00, bner ber Stild Mr. 1.30-1.40. Hahnen. bet el Karl Bender Angelin Keller Feldwebel Heinr Heinr. Stord Carl Georgi ein org ein Sohn, Rothschild eine Schöd ein Sohn, Naish ein Sohn, chäfer ein Sohn, mftr. Phil. Braun e. alt, Sohn des thilde Gros geb. rtsgerichtsv rfteh Stüd C.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse per Pfd. 65-70 fg., Ochsenfleisch per Bfd. 68-78 fg., Rindfleisch per Pfd. 62-68 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 60-72 Pfg. Schweinefleisch gesalzen per Bfund 0.76 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 64-60 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 60-70 Pfg.. Kartoffeln pro 100 Kilo 5.50 6.00 mt., Zwiebeln ver 3t. Mt. 7.00-10.00, Aepfel per Gentner 20-25 Mr. Milch per Liter 18 Vfa. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit übeerhanp nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den„ Gerichts-" und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Königl. Preuss. Staats- Medaille Seidenstoffe jeder Art, in jeder Farbe, zu jedem Preise, der Meter von 75 Pf. an. Muster portofrei. Fertige seidene Kostüm- Röcke, Jupons, Blusen, halbfert. Roben. Deutschlands grösstes Spezial- Seiden- Geschäft Mr Seidenhaus Michels& Cie., Berlin SW. 19 43 Leipziger Strasse 43 Ecke Markgrafen- Strasse. Mechanische Seidenstoffweberei in Krefeld Städtisches Schlachthaus. Ochsenfleisch 52 Pfa. Fafelochsenfleisch 40 fg. gefalz. Stierfleisch 40 Pfa. Carl Stückrath, Möbelfabrik 47 Asterweg 47. Geschäftsgründung 1868. Heute und Montag. LAXIE PREISMERAILLE 1878 8 Ederstrasse 8. 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Während meiner Reise ließ ich oft von Herero mit Pfeilen, die von diesen Kaffern nie vergiftet werden, nach meinem Hut schießen, der aber trotz der kurzen Entfernung von fünfzehn Schritten nie vor dem achten Schuffe getroffen wurde; dagegen find fie im Steinwerfen und Schleudern ihrer Reulen sehr geschickt. Speere werden selten verwendet. Das ganze Volk der Herero, das infolge unsinniger Viehwirtschaft und Verschul dung in fortschreitender Verarmung begriffen ist, 1904. und die Garten- und Weinbaufarmer des benach| feineswegs ausgeschlossen, daß die guten Freunde barten Klein- Windhuf) befinden, welche die Stadt der Herero, die Dvambo, die Gelegenheit zu einem bis zur Ankunft der aus dem Süden herbeieilen- Ueberfall von Grootfontein, der nördlichsten geden Schußtruppe, die in Windhuk Ende dieses schlossenen Ansiedlung des Shuggebietes, benußen Monats eintreffen soll, ohne besondere SchwierigAls günstig schäßt der Darsteller, daß feit verteidigen können. Sehr schlimm steht es die Hottentotten mit Freuden die Gelegenheit er. dagegen um die einzelnen über das ganze Land greifen würden, um über ihre alten Feinde herzuzerstreuten Ansiedelungen und Polizeistationen; auffallen. Er äußert sich überhaupte viel zuversicht. Seesoldat in ltemfa. Matrose. zählt rund 80 000 Seelen und stellt im günstigsten Falle 10 000 Arieger ins Feld, die jedoch wegen der großen Entfernungen und der benachbarten feindlichen Hottentottenstämme nie zusammengezogen wverden können. Der Aufstand wurde durch den Oberkapitän Maharero, welchem an 200 Dörfer im südlichen Hererolande mit 24000 Einwohnern unterstehen, begonnen...." Für Windhuk ist einstweilen nichts zu befürchten, da sich dort mindestens 400 waffenfähige Männer( Beamte, Privatangestellte, Handwerker maat. werden. Marine- Infanterie Marine- Offizier. Oberbootmannsin Tropenausrüstung. Deutfche Matrofen und Seefoldaten. manchen abgelegenen Farmen wird man selbst heute| noch ohne Ahnung von den blutigen Vorfällen der jüngsten Zeit sein. Die Garnison von Outjo( nächst der wichtigsten Otavimine), die aus einer Kompanie berittener Infanterie unter Hauptmann Kliesot und mehreren Geschüßen besteht, ist durch Kambasemi, der ebenfalls 2000 Mann ins Feld stellt, und Manasse, der über 1000 Arieger gebietet, abgeschnitten und wird alle Hände voll zu tun haben, um nur die nächste Umgebung von Outjo zu schüßen. Es ist Moderne Aucnen- Einrichtungen in p Gleichzeitig empfehle ich Einzel- Möbel Ich bitte im eigensten Interesse meine werte Kundschaft um Besichtigung meiner sehenswürdigen Auswahl und um Einholung von Voranschlägen. Ich liefere anerkannt gediegene Möbel und Dekorationen in ruhigen, modernen Formen zu den billigsten Preisen. Lobende freiwillige Anerkennungsschreiben. H. C. Werner Kaplansgasse 18. Gießen. Franko- Lieferung. Telephon 399. Solbat vom Seebatallon. Matrosen. licher als die vorherrschende und amtliche Anschauung; er sagt: Der Ausgang des Kampfes ist nicht zweifelhaft. Der Aufstand dürfte, da die Herero erfahrungsgemäß schon nach der ersten blutigen Schlappe klein beizugeben pflegen, in Bälde nieder geworfen sein. Die gegenwärtigen Unruhen sind natürlich für die wirtschaftliche Entwicklung des Schußgebietes von dem ungünstigsten Einflusse und schädigen die Kolonie schiver. Kartoffel ing) und Umgebung Oberhessen. nischtes. und die Kazbalgeret.] Craf tag am 20. Februar den Aus1 Worten:„ Hier sind doch keine hat mit den Streitigkeiten von ige, bekanntlich eine der ersten chen Dingen, sagt in seinem folgendes: Kazbalgen, schon in üblich, daneben im 16. Jahrbalg liegen: wohl eigentlich Bild Hunde sich um ein gefundenes 1 hätte Graf Ballestrem allenben hier keine Hunde! Eine es ist die folgende: Kazbalger hte Söldner, die, mit zweihändioaffnet, vor der Lanzenlinie des und die Aufgabe hatten, ihren er geschlossenen Lanzenwehr des Ebenso verfuhr natürlich auch der : dem allgemeinen Kampfe zu as Wort Kazbalgerei bezeichnet t ein Mensch, der seinen Balg, ein Kaßenfe kauft hat. Da pf war, so ist sich herumhauen n oder auch balgen genanni tralitätserklärung,] die nichts an manches an Höflichkeit zu wün. 1 türkischer Großherr ab, als ihm Krieges der Ausbruch der Feindch und Preußen angezeigt wurde. atte ihm mündlich die Nachricht talischer Gelassenheit entgegnete Ulkommen gleich, ob das Schwein nd das Schwein!" Mittlerer Gläubigen" doch etwas liebensferdemarkt zu Ben. März 1904, vormittags, findet nächst der Rodheimerstraße Pferde= 1 der Nähe des Marktes ist ausderselben wolle man sich an Herrn en. Auskunft über sonstige Markthändler Auguft Schwan dahier. ne iierung E. zur Verfügung stehen. 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Ihre Anklage war völlig grundlos, allein wer verlangt Gründe von einer Frau, die Er nahm seine Müze ab und kratte sich man vor dem Verderben zu schützen wünscht. die Stirn.„ Warum?" fragte er. Hätte ein Mann zu ihm diese Worte gesagt ( Fortsetzung. ( Nachdruck verboten.) ,, Hörten Sie je von Blignaut, jenem Helden, der bei Bramfontein fiel? Ach, wenn er noch lebte- aber verzeihen Sie mirich will einem Soldaten nicht die Zeit mit den Klagen einer Frau rauben, er würde sonst keine Lust zum Kämpfen mehr finden. Ich bin die Witwe jenes Helden. Ich habe weder Vater noch Gatten, keine Heimat, keine Kinder und keinen Freund. Meines seligen Gatten Farm haben sie geplündert und in Brand gesteckt; und ich mußte alles mit ansehen! Nur durch ein Wunder entfam ich selber. Und nun reite und reite ich schon Tage und Tage, Nächte und Nächte! Meine letzte Hoffnung ist, die Haupt- Armee zu erreichen und dem General Botha meine Geschichte zu erzählen, damit er mich rächt. Bedenken Sie, Herr, eine verwitwete Frau, eine Mutter, die ihr alles verloren, selbst ihre Tränen! Gott hat mich durch tausend Gefahren so weit geführt. Bedenken Sie das! Und ein englischer Soldat, dem ich auf meinem Leidenswege begegne, will mit mir armen Weib kein Erbarmen haben?" Bei aller Frauenkenntnis, die Dick besaß, war ihm eine solche Frau noch nicht vor die Augen gekommen. Ihre Schönheit, ihre Beredsamkeit und ihre romantische Geschichte nahm ihm den Atem. Er wußte nicht, was er tun sollte, ein solches Abenteuer hätte er sich nimmer erträumt! „ Meine Gnädige," antwortete er,„ was ein Arm zu rächen vermag, soll geschehen. Inzwischen kommen Sie aber lieber mit mir nach unserm Lager. Zu essen wird es dort freilich nicht viel geben, aber Sie werden in Sicherheit sein, und das ist die Hauptsache." ,, Was mich die Sicherheit schert! Ich denke nur an meine Nache. Bei allen Heiligen im Himmel schwöre ich es Ihnen, daß ich nicht mitgehen werde." „ Sie müssen, Gnädigste," rief Dick aus. „ Sie müssen! Wissen Sie nicht, daß die feindliche Armee kaum ein paar Stunden von hier steht. Sie fallen in ihre Gewalt, wenn ich Sie nicht zu meiner Gefangenen mache, Frau Gräfin. Es muß also sein, um Ihrer selbst willen!" ,, Nun dann!" rief sie aus, warf ihr Pferd herum und stürmte, ehe Dick es sich versah, davon. Und ein kluger Mann hätte sie laufen laffen und hätte, wenn er zu seinem Regiment zurückkam, geſchwiegen. Dick Blackdorn aber war es ein entsetzlicher Gedanke, daß sie fran= zösischen Marodeuren in die Hände fallen konnte. Er hatte den Krieg schon von seiner Häßlichsten Seite fennen gelernt, und so gab er seinem Rosse die Sporen, kam an das Ufer und jagte hinter ihr her, wie auf einer Fuchsjagd daheim. ja, das wäre etwas anders gewesen! Indes einer Frau mit solchen Glutaugen konnte kein Mann auf dem Erdenrund zürnen! Ihre Worte gingen ihm noch obendrein nahe. Er ließ eine Weile den Kopf wie schuldbewußt hängen, und als er ihn wiederhochhob, sah er in ein Paar so trauriger, flehender Augen, daß ihm das Herz schmolz. ,, Wissen Sie wenigstens den Weg nach den Buren- Linien?" fragte er. Dabei ritt sie fort. „ Grade oder ungrade?" brütete er vor sich hin.„ Ha, es war grade. Auf und ihr nach! Dame gewinnt!" Und nachdem er einmal schlüssig gewor den, gab er sich seiner Aufgabe voll und ganz hin; nur die Schäbigkeit seiner Uniform schien ihm einigermaßen beschämend. Warum besai er auch keine Epauletten. Er schwur sich, sie zu verdienen mit irgend einer Heldentat. Er begleitete nicht umsonst eine schöne, romanti. sche Frau durch Vorpostenketten von Freund und Feind. Sie war liebenswürdig zu ihm, wozu sie auch alle Gründe besaß, sagte er sich. Wie die Sonne sank und ihre Schatten länger wurden, lagerten sich in Gestalt von Abend„ Ich vermute, es geht immer am Wasser Träumen allerhand Sorten Moos auf den entlang. Kennen Sie ihn?" rollenden Stein. Wie wenn er wirklich eine rechte Heldentat ausführte! Wenn er auf einmal all ihr Ungemach rächte, wenn- doch wozu all die Steine eines Luftschlosses zählen! ,, Nicht einen Schritt weit. Und da wollen Sie so allein in die Welt hinausreiten?" Hus Deutfch- Südweftafrika: Ein Herero. ( Photographische Aufnahme.) Muß ich es nicht?" seufzte sie.„ Muß ich es nicht?" Der arme Dick hatte sich schon in mancher Klemme befunden, in einer solchen wie heute aber noch nie. Disziplin mußte beobachtet werden! Und konnte er als Mann seinen Posten verlassen zu einer Zeit, wo die Luft schon nach dem Pulver der demnächſtigen | Schlacht roch? Konnte er andererseits aber ein schwaches Weib den gefährlichen Ritt, den sie vor hatte, allein machen lassen? Was sollte er tun? Was sollte er tun? fragte Dick Blackdorn sich voll Verzweiflung. Er besaß eine einzige Silbermünze, einen Sirpence mit einem Loch, den ihm Kate, die Binnen sechs Minuten lag seine Hand auf Nelly, Suse oder Mary, wer, wußte er nicht ihrem Zaumzeug. ,, Sie sind meine Gefangene, meine Dame," sagte er mit dem ganzen Ernst, zu dem er fähig war. Und ihre Freundin nicht mehr," rief sie mit sprühenden Augen.„ Ein Engländer wollen Sie sein und einer hilflosen Frau ihre lette Hoffnung benehmen. Sie sind ein Teufel, oder wenigstens nicht Engländer nicht feige Buben ,, Buben," echote Dick. allen der Pferde sehr zweckmäßtg ist, da durch eine einfache Hebellösung sofort die Hölzer abfallen. Ausgestattet mit formenschönen und stilgerechten Beschlägen. Groß- Felda. Louis Völzing. Inhaber der goldn. Medaille Paris 1900. 0000000000000 Emil Schön, Giessen Tel. 410. Tel. 410. Schreinerei mit Motorbetrieb. Liebigstrasse 65 empfiehlt sich im Anfertigen sämtlicher Schreinerarbeiten an Neubauten Besonders preiswert werden geliefert Thüren, Treppen u. Fenster jeder Art. Mit Kostenanschlägen stehe geru zu Diensten. mehr genau, zur Erinnerung gegeben, und den er so lange getreulich aufbewahrt hatte. Ihn warf er in die Luft.„ Grade oder ungrade," sagte er sich. Ist die Jahreszahl auf dem Silberstück grade, so gehe ich mit, ist sie ungrade, bleibe ich hier! War sie grade oder ungrade? Hol mich der Geier, wenn ich's noch weiß!" „ Auf derlei Beschwörungsformeln ver stehe ich mich nicht," meinte sie.„ Aber, mein Herr, Sie meinen es gut." Emplegien M. Hartmann nachf. Grünberg i. F. Verhütet Feuersgefahr Vermeidet Wasserschäden durch Hand- Feuerlösch- Apparat Minimax". Vertreter: Otto Pieckert, Gießen. Leider ist es von jeher die Leidenschaft dieser Schlösser, weder Küche noch Schlafstube zu enthalten, und Dick Blackdorn fing all. mählich an, sich zu fragen, wo er diese Räume vor dem nächsten Morgen finden würde. Ueberdies halten auch Pferde nicht ewig aus, und das seine zumal war dem Umfallen nahe. was sich allerdings von der Dame und ihrem Renner, obgleich sie angeblich viel weiter her. fam, als er, nicht sagen ließ. Ueberhaupt schien sie gefeit gegen Müdigkeit, Hunger und Durst. Das waren in der Tat für eine echte Romanheldin auch viel zu prosaische Begriffe. Ja, selbst ihren Kummer verschloß sie mannhaft in sich. Sie klagte nicht mehr- im Gegenteil, sie ließ Dick von sich reden, was er, wäre er nicht gar so hungrig gewesen, gewiß noch lieber getan haben würde; schließlich aber erfuhr sie auch so von ihm seine ganze Lebensgeschichte. ,, Sie sind ein gescheidter junger Mensch," sagte sie.„ Es ist jammerschade, daß so viel Lebensgeschick verloren gehen muß. In jedem andern Land als England hätten Sie mi: Ihren Anlagen eine große Carriere gemacht." Aber sind Sie nicht müde?" fragte er endlich. ,, Sind Sie nicht hungrig?" ,, Nicht im geringsten. Aber ruhen wir aus wenn Sie wollen- Er schämte sich, sich von einer Frau schlagen zu lassen, und so ritten sie weiter, bis Dunkelheit sie umfing und sie in der Stille der Nacht das Rauschen des Wassers hören konnten. Plöglich sahen sie einige hundert Ellen vor sich einen hellen roten Schein. ,, Sehen Sie da!" meinte er todmüde aut seinem noch müderen Gaul. „ Still!" flüsterte sie.„ Nicht so laut! Gin Lagerfeuer! „ Englisch!" erklärte Dick Blackdorn, der in der Ferne heimatliche Laute vernahm. ,, Gott sei gedankt. Also vorwärts!" ,, Leise, leise, mein Freund. Ich kann nicht mit. Ich kann mich nicht zwischen diese rauhen Männer wagen. Ich muß heute Nacht noch General Botha finden, und ich habe keinen Paß, entsinnen Sie sich. Aber Sie kön nen ruhig dorthin gehen. Sie haben sich von dem Korps verirrt und lassen sich von ihnen Ihren Weg ausweisen. Und dann kommen Sie zu mir zurück und wir reiten weiter. Wenn Sie etwas zu essen erhalten, nehmen Sie es; ich glaube, Sie müssen wirklich Hunger haben, mein Freund. Sie zehren nicht, wie ich, an ihrem eigenen Herzen. Ach) wie gut, daß ich einen Engländer an meiner Einige neuere Heilberichte. Seit 1 Jahr litt ich an Magen- und Leberleiden. Herr Plath aus Gießen hat mich durch 7malige Behandlung wieder vollständig hergestellt, sodaß sich die Leute hier im Orte, die meinen früheren Zustand kannten, alle hierüber wundern. Dieses alles bescheinige ich hierdurch mit meiner Unterschrift G. D. Nieder- Weisel, 15. April 1903. Herr Plath in Gießen hat meine Frau in wenigen Tagen von einem langi. nervösen Kopfleiden, verbunden mit Ohrensausen befreit, worüber demselben der herzlichste Dink ausgesprochen wird. Fischbach, Kr. Alsfeld, 15./9. 190 2. J. Sch., Lehrer. 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Er romanti Freund zu ihm, eer fid). 1 länger Abend. auf den Tich eine auf ein doch zählen! idenschaft Schlafftube fing all. e Räume würde. wig aus, en nahe. nd ihrem Deiter her. eberhaupt nger und eine echte Begriffe sie mann. hr- im eden, was wesen, ge e; schließ. eine ganze Mensch," aß so viel In jeden Sie mi: gemacht." fragte er ?" ruben wir Frau schla eiter, bia der Stille ers hören Ellen bor dmüde aut laut! Gin dorn, der bernahm S!" kann nicht diese rau eute Nacht ich habe r Sie kön en sich bon von ihnen in kommen ten weiter. en, nehmen Ten wirklich Sie zehren Derzen. Ad ran meiner leiden. Handlung bier im hierüber Cerf brift 3. D. Tagen ben mit e Dink Behrer. erfahren. kauf Daren etc. ein geehrtes nzleiberg. eu, ist billig Seite habe. Sie können furchtlos Fener gehen." an das gen bis an den Einfluß des Alperche in den| Tajo. Die englische Infanterie bis an die „ Und wenn Ihr General noch Meilen Berge links! Im Centrum englische Garden! weit fern steht?" Ganz recht! Das dachte ich mir. Die Ka,, Warten wir ab. Erkundigen Sie sich, vallerie vermutlich in Reserve." und dann wollen wir sehen." Und so verließ er sie an einer Flußbiegung und ritt auf das Feuer zu, um das ein paar Dutzend unverkennbar englische Gestalten plauderten oder schnarchten. Nachdem er sich schon weit aus der Ferne als gut Freund zu erkennen gegeben, erfundigte er sich nach der Richtung des Buren- Lagers. Dick wäre auf der Stelle mit der frohen Kunde, daß man nur etwa eine Stunde noch zu reiten, zu seiner Dame zurückgekehrt, hätte er nicht dicht vor sich über dem Feuer einen mächtigen Kochfessel brodeln gesehen, der ihm jast ebenso verführerisch wie das dunkle Augenpaar seiner schönen Begleiterin schien. So aber meinte er zu dem ihn esfortierenden Grenadier: ,, Bist du je achtundvierzig Stunden lang geritten, Kamerad, ohne einen Löffelstiel gesehen zu haben?" Ob ich schon so lange hungrig gewesen? Was Wunder, wo wir alles mit blanker Münze bezahlen müssen. Hört nur und seht, Kameraden. Hier steht einer, der hungrig ist und sich nicht auf das Plündern versteht." „ Das ist eine naturwidrige Sache," meinte , Gebt ihm einen ein junger Bursche. Knochen!" So hungrig Dick war, fing ihm sein britisches Blut unter seiner portugiesischen Haut 311 kochen an. „ Ja, meinte er, gebt mir nur erst einen Knochen, und wenn ich ihn abgekaut habe, dann will ich es mit dem Besten unter Euch um das Fleisch aufnehmen, so wahr mein Name Richard Blackdorn ist." ,, Blackdorn heißt du?" fragte der andere. ..Solltest unseren Feldwebel fragen, ob er mit dir verwandt ist. Vorerst aber greif mal hinein in den Kessel und hole dir heraus, was du willst. Zum Frühstück haben wir noch alle genug; für länger brauchen wir vielleicht nicht mehr zu sorgen." Und außer einem Topf fand sich am Ende auch noch eine Flasche, die, weiß der Geier, wie es zuging, feinen Boden zu haben schien. Dick vergaß nicht eine Sekunde die schönen Augen seiner Begleiterin; indes ein Mensch ist einmal ein Mensch, und Topf und Flasche waren letthin ein so seltener Anblick für ihn gewesen, daß er nicht gleichgiltig daran vorübergehen konnte. Und wie er aß und trank, taute er auf, und seine Landsleute schlossen Freundschaft mit ihm, sprachen vom Krieg und der Kriegsnot, und als Dick sich erhob und trotz aller ihrer Proteste erklärte, sich zu feinem eigenen Korps zurückbegeben zu müssen, hatte er ein paar Dutzend Freundeshände zu schütteln, ehe er sich zu der Flußbiegung aufmachte, wo seine Begleiterin auf ihn wartete. Alles in Ordnung!" rief er ihr von weitem schon zu. Er kam sich, wie er wieder unter ihre Glutaugen trat, recht dumm und unritterlich vor, sie so lange allein gelassen zu haben. So?" fragte sie einfach. " Ja!" bestätigte er.„ Die Buren stehen eine halbe Stunde weiter stromabwärts hinter Schanzen und Barrikaden. Dies hier war ein vorgeschobener Posten englischer Infanterie auf dem linken Flügel, der sich bis dort an die Berge erstreckt. „ Lassen Sie hören: dann ist die Front an eine halbe Stunde lang von jenen BerHätte nicht Dick Blackdorn unter seinen Landsleuten mehr als einen Schluck über den Durst getan, so hätte selbst ihn bei aller seiner Harmlosigkeit das Interesse seiner Dame an der Aufstellung der Armee stuẞig machen müssen. So aber meinte er einfach in seiner Naivetät: Wird aber Ihr Pferd auch noch die kurze Strecke aushalten? Ich bin jetzt wieder vollkommen mobil. Ah, habe Sie nach allem so ungeschickt doch nicht geführt. ,, Nein, Sie haben mich vorzüglich geführt, mein Freund, ich tat nicht schlecht daran, daß ich Ihren Rat in Anspruch nahm. Und darum will auch ich zum Dant Ihnen einen Rat mit auf den Weg geben: Wenn Pflicht sagt grade, und ein Weib sagt ungrade, dann bleiben Sie, wie sie auch jammert, bei ungrade. Im übrigen beehre ich mich, jezt von Ihnen Abschied zu nehmen, und verbleibe ich Ihre ergebene Madame Krasinska aus Polen. Freundin Und nun au revoir mon ami!" Und dabei galoppierte sie auf ihrem unermüdlichen Renner hinein in die Nacht, wähnahm. Allein der Schlaf, über den er sich) sonst nie zu beklagen hatte, wollte ihm heute nicht kommen. Vielleicht daß er übermüdet war und ihn seine Lage bedrückte. Unwillkürlich dachte er da an die Heimat zurück, an das ruhige englische Gehöft, auf das die Sterne hoch am Himmel censo niederblickten wie auf ihn, den müden, pflichtvergessenen, auf freiem Telde kampierenden Landsknecht. So vergingen die Stunden der Dunkelheit. Ohne Zweifel hatte er ein wenig geschlafen, wenngleich er hätte schwören mögen, daß er kein Auge zu schließen im stande gewesen. Nach allem, dachte er, wie die Finsternis sich zur halben Dämmerung verwandelte, war es das Gescheidteste, was er tun konnte, nach der Buren- Front aufzubrechen. Zu dem englischen Korps wollte er nicht. Dort konnte er auf sein altes Regiment geraten, was für ihn Unannehmlichkeiten zur Folge haben fonnte. Er mußte sich mit einer Ausrede helfen und erklären, daß er sich verirrte. Und so stand er auf und schaute sich um. Er befand sich noch auf dem rechten Ufer des Alperche. Unfern sah er denselben sich jedoch in einen größeren Strom ergießen. Wo beide Wasserläufe zusammen kamen, stand eine Stadt mit Mauern und Türmen. Dort mußte er hin. Er sattelte sein Pferd und ritt ein gutes Hus Deutsch- Südwestafrika: Landungsftelle von Swakopmund.( Photographische Aufnahme.) rend er sich an die Stirn faßte und endlich begriff, was er getan. „ Es war diesmal ein Pferd und ein Weib!" seufzte er vor sich hin. Er kam sich hier wie ein rechter Tölpel vor. Er sah jetzt, daß er, wo er gewähnt, den Beschützer einer schönen, vornehmen Dame zu spielen, einfach das Werkzeug und das Opfer eines Spions war. Er durchschaute jetzt alles, er hatte einfach für das tückische Weib die Kastanien aus dem Feuer holen müssen. Und das Schlimmste von allem war, daß sie ihn gleich im ersten Moment für den Einfaltspinsel erkannt haben mußte, der sich von ihr würde an der Nase herumführen lassen. Nie wollte er schönen Augen und lieblicher Stimme mehr trauen. Von Stunde an wollte er Weiberfeind sein. Seine Eitelkeit hatte einen schweren Schlag erhalten. Alle Weiberfeindschaft zog ihn jedoch augenblicklich nicht aus der Tasche, in der er sich hineingeritten hatte. Zu der englischen Feldwache konnte er unmöglich wieder zurück. Wie sollte er dort sein Abenteuer erklären? Darum mußte er, so gut oder schlecht es ging, bis zum Morgen irgendwo auf freiem Felde zu rasten suchen. Er führte sein lahmendes Pferd ein Stück das Wasser hinauf, bedeckte es mit seinem Mantel, und ließ es sich legen, während er sich zur Ruhe, die er für alle seine Glieder brauchte, den Sattel zum Kopfkissen Moderne Aucnen- Einrichtungen Gleichzeitig empfehle ich Einzel- Möbel Stück im Strombett; denn auf seine Kameraden von verflossener Nacht mochte er nicht noch ein zweites Mal stoßen. Dann ritt er auf das ziemlich hohe Ufer hinauf, wo er wieder Umschau halten konnte. Er beabsichtigte, immer an dem Fluß hin auf die Stadt zuzureiten, mochte ihm nun passieren, was wollte. Doch kaum gelang es ihm, sich umzuschauuen, als man auch ihn sah. Allein es waren nicht seine Kameraden von letter Nacht, die ihn sahen. In der grauen Morgendämmerung wimmelte es an dem Ufer des Flusses von Soldaten, die vorsichtig leise dahermarschiert kamen. Er brauchte nicht zweimal zuzusehen der ungeschultefte Soldat mußte wissen, was vorging, und was er zu tun hatte. Die Buren gingen über den Fluß. Er feuerte seinen Karabiner ab, um die Feldwache zu warnen, und galoppierte zurück, so schnell sein Pferd ihn tragen konnte. Den ersten Schuß bei Colenso hatte Dick Blackdorn getan. V. Dies ist teine Kriegsgeschichte, gleichwohl muß der Leser sich noch länger von Krieg und Kriegstumult erzählen lassen. Jener von Dick abgefeuerte Schuß war die Introduktion zu einem heißen, blutigen Tanz, zu dem donnernd Hunderte von Kanonenschlünden aufspielten. Wer mit der Geschichte des südafrikanischen Krieges vertraut ist, wird wissen, Kartoffel Speise- u. Salatkartoffel zu den billigsten TagesIch bitte im eigensten Interesse meine werte Kundschaft um Besichtigung meiner sehenswürdigen pretſen empfiehlt Auswahl und um Einholung von Voranschlägen. Ich liefere anerkannt gediegene Möbel und Dekorationen in ruhigen, modernen Formen zu den billigsten Preisen. Lobende freiwillige Anerkennungsschreiben. H.C. Werner Kaplansgasse 18. Gießen. Franko Lieferung. Telephon 399. J. Hankel Schloßgasse Gießen. 13. 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Da pf war, so ist sich herumhauen n oder auch balgen genanni tralitätserklärung,] die nichts an manches an Höflichkeit zu wün. 1 türkischer Großherr ab, als ihm Krieges der Ausbruch der Feindch und Preußen angezeigt wurde. atte ihm mündlich die Nachricht talischer Gelassenheit entgegnete Ulkommen gleich, ob das Schwein nd das Schwein!"--Mittlerer Gläubigen" doch etwas liebens ferdemarkt zu Ben. März 1904, vormittags, findet nächst der Rodheimerstraße Pferde= 1 der Nähe des Marktes ist aus= berselben wolle man sich an Herrn en. Auskunft über sonstige Marktthändler August Schwan dahier. ne tierung f. zur Verfügung stehen. Der Defonomterat Schlenke- Hard hof indler Schwan- Gießen zu beziehen. : im Anschluß an die Prämiierung ib Konzert auf dem Marktplay. ahnhof nach dem Marktplag und ags 2 Uhr, findet in der Turnofnng wirtschaftlichen Maschinen und Ge= brauchsgegenständen. Der Generaldem Herrn Richard Buchacker ar 1904. Tie paone Pferdemarktkommission. Jean Kirch, Stadtverordneter. 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Das besonders an Infanterie starke Zentrum unter General Hildyard rückte auf Colenso vor, der linke Flügel unter General Hart sollte den Fluß 3 Kilometer oberhalb des Ortes auf einer Jurt überschreiten, auf dem nördlichen Ufer alsbald rechts schwenfen und sich bei der Colensobrücke mit Hildyard vereinigen, während der rechte Flügel unter General Barton sich der Höhen von Hlang wani bemächtigen sollte. Beiden Flügeln war Kavallerie und Artillerie beigegeben. General Lyttleton folgte mit der Reserve. Gegen 6 Uhr morgens schickte sich die Brigade Hart an, den Tugela zu überschreiten. Die Spitze hatten die Dublin- Füsiliere, unterstützt von den Inniskilling- Füsilieren, denen die Bataillone der Borderers und Connaught Rangers folgten. Die Buren, von den Generalen Botha und Trichart befehligt, eröffneten das Feuer erst, als der Gegner bis auf 700 Meter herangekommen war, dann aber mit einer solchen Heftigkeit, daß alle Tapferkeit und Unerschrockenheit der Engländer gegen diesen Hagel von Geschossen der Artillerie und der Scharfschüßen nicht aufkommen fonnte. Das alles aber waren Dinge, die man im Hauptquartier zu erwägen hatte; den Leuten, die einfach zu gehorchen und ihre Pflicht zu tun hatten, gingen sie gar nichts an; auch ihn nicht, der in seinem Linien- Regiment als Sergeant Blackdorn bekannt war und der sich selbst als Stephan Harlow fannte. Zu dieser Charge war der junge Mensch mittlerweile gestiegen, oder, wie es ihn selbst bedünkte, heruntergekommen. er Menschen verloren schon um weniger ihren Verstand. Er war von Ehrgeiz beseelt und hatte sich in jungen Jahren schon aus eigener Kraft eine beneidete Position geschaffen, hatte sein Herz sprechen lassen, und er stand im Begriff, die geliebte Braut heimzuführen. Wolkenloser und heiterer lachte nie die Lebenssonne auf einen Staubgeborenen nieallen der Pferde sehr zweckmäßig ist, da durch eine einfache Hebellösung sofort die Hölzer abfallen. Ausgestattet mit formenschönen und stilgerechten Beschlägen. Groß- Felda. Louis Völzing. Inhaber der goldn. Medaille Paris 1900. 0000000000000 Emil Schön, Giessen O Schreinerei mit Motorbetrieb. Tel. 410. Liebigstrasse 65 Tel. 410. empfiehlt sich im Anfertigen sämtlicher Schreinerarbeiten an Deubauten Besonders preiswert werden geliefert Thüren, Treppen u. Fenster jeder Art. Mit Kostenanschlägen stehe gern zu Diensten. Mißgriff eines plumpen Unteroffiziers vernichtet. Aus eitel Glück war über Nacht eitel Jammer und Elend geworden. Und der, welcher nie in seinem Leben jemand übel gewollt, verlor jeden Glauben an die Menschheit. Nur an eine glaubte er jegt immer noch. Er hatte an Kitty in seiner Verzweiflung geschrieben, und war gleich keine Antwort gekommnen, besaß er noch hundert Gründe, doch an sie zu glauben. Sein Regiment war so eiligst an Bord gebracht worden, daß man nicht einmal die Zeit gehabt, ihm seine ihm zudiktierten Stockprügel zu geben; davor verschonte ihn zum wenigsten ein gnädiges Schicksal! Sein Brief mochte zu spät angelangt sein, ja eher hätte er vergessen, daß die Sonne auf- und untergehe, als daß Kitty Blackdorn nicht mehr Kitty Blackdorn sein sollte! Das war seine Angst nicht. Sie würde treu bleiben wie er. Dies Vertrauen erhielt ihn allein bei Leben und bei Vernunft. Nein, es ging fürwahr alles zu schnell! Sie hatte nicht antworten können! Er selbst hatte kaum vor der Abfahrt die paar Zeilen A aufs Papier bringen fönnen, mit denen er sic bat, sein Schicksal auch seinen Chefs in Willport mitzuteilen. Hätte man nur zwei oder drei Tage noch auf englischem Boden geweilt; so aber hatte er auf Marrells Aussage, die er nicht begriff, soviel er auch darüber sann, sich fügen müssen in das Unvermeidliche. Was Wunder, daß er kein begeisterter Soldat geworden! Er konnte mit seinen feineren Instinkten unmöglich an dem wüsten Lagerleben Geschmack finden. Das erste Scharmütel, das er erlebte, erweckte sein innerstes Grauen, und als er die Unteroffizierstressen nach der Affäre erhielt, fühlte er sich mehr bedrückt als gehoben. Niemand vermochte von ihm zu sagen, daß er nicht seine Pflicht tat, feiner konnte ihm jedoch auch besonderen Eifer nachrühmen. Intelligenz tut sich indes schließlich immer hervor, und bald kam man dahinter, daß in dem Deserteur mehr als bloßes Kanonenfutter steckte. Manchmal gerieten selbst die Offiziere über die Richtigkeit seiner Kombinationen ins Staunen; furz, Sergeant Blackdorn hatte sich mit der Zeit eine bevorzugte Stellung in seinem Bataillon geschaffen. Seitdem hatte er feine Gefechte weiter er. lebt. Als aber jetzt unter Hörnerklang sein Regiment seine Aufstellung im Zentrum nahm, der große Tag gekommen war. Gegen welche wußte er und jeder seiner Kameraden, daß Uebermacht sie stritten, wußten sie nicht; und hätten sie es gewußt, so hätte man es einfach, für natürlich gefunden, daß ein Engländer es mit drei Feinden aufnahm. Sie standen auf einem nach den Bergen links allmälig auf. der Reſt ſeiner Kameraden, einen weiten steigenden Terrain, und Stephan genoß, wie Ueberblick über das Feld, auf dem die Schlacht schon begonnen hatte. Und dann erhob sich plötzlich Schlachtgetöse auf beiden Flügeln rechts und links. Es donnerte und krachte. zu sehen war aber in dem dichten Pulverdampf nichts. Nach einer Weile legte sich der Kanonendonner einigermaßen auf der einen Seite, doch nur, um auf dem britischen Flügel am Berge desto wilder loszutoben. Offenbar mußte bald etwas geschehen; die Schlacht raste weiter, während das Centrum noch unangegriffen ruhig wie in einer langen Parade dastand. Dann und wann sah man Bilder aus Korea: Koreanische Schulkinder, ruffifche Mützen tragend. m. Hartmann Dachf. Grünberg i. H. Verhütet Feuersgefahr Vermeidet Wasserschäden durch Hand- Feuerlösch- Apparat Minimax". Vertreter: Otto Pieckert, Gießen. Einige neuere Heilberichte. Seit 1/2 Jahr litt ich an Magen- und Leberleiden. Herr Plath aus Gießen hat mich durch 7malige Behandlung wieder vollständig hergestellt, sodaß sich die Leute hier im Orte, die meinen früheren Zustand kannten, alle hierüber wundern. Dieses alles bescheinige ich hierdurch mit meiner Unters brift G. D. Nieder- Weisel, 15. April 1903. Herr Plath in Gießen hat meine Frau in wenigen Tagen von einem langi. nervösen Kopfleiden, verbunden mit Ohrensausen befreit, worüber demselben der herzlichste Dank ausgesprochen wird. Fischbach, Kr. Alsfeld, 15./9. 190 2. J. Sch., Lehrer. Nähere Adresse ist bei dem Obeugenannten zu erfahren. Wegen Aufgabe meines Ladengeschäftes grosser Räumungs- Verkauf in Porzellan-, Glas-, Steingut u. Töpferwaren etc. zu bedeutend herabgesezten Preisen, worauf ich ein geehrtes Publikum aufmerksam mache. Sonnenstraße 5 C. Ranft am Kanzleiberg. NB. Schöne praktische Laden- Einrichtung, fast wie neu, ist billig abzugeben. inen Adjutanten v en, jonft bewegte Stunde verrann Schlacht tobte weit mittagsstunden hin Cort Bilder a In Korea herri nur eine rechtmäßige leben in firenger Abge Andern ift fehr gebrä ift der Buddhismus, bangt; doch hat d perfcherhause, das Lehre des Konfuife fo tung verloren. Bu Tonnen und meist a ls Feftungen benutt Rafte der forennijd igenartige Stellung peldje die fonigliche er Umgegend von ine besondere Aleid gten Vertrauens of ftaat. Römisch- to 1837 feften Fuß, fa Bebrückungen ausgefe lich Brisatanstalten, durchweg die Landes Die Sta er Spauptplatz der fichereien, ist in der Opfer einer gewaltiger in wenig mehr als 3 Anjeln rings um der Stadt, deren Häuser waren, in Afche geleg m 2% Uhr nachts in ufel Nörvö und gri it um sich, daß die ufend Seelen, nur vermochte. Ein Teil und obdachlosen Einw auf dem Lande unter fälle und stürmischem M Ich bitte Auswahl und un Jhliefere in rubigen, mode Kaplan n er jic 17 Will.. ei oder Jeweilt; nge, die er janu, he. eisterter seinen wüsten erite e jein teroffi. hlte er emand t jeine uch be. enz tut nd bald ejerteur stedte. re über en ins atte sich ing in iter er. ng jein nahm, 7, daß welche cht; und einfac inder es den auf ig auf. oß, wie weiten Schlacht chob jid Flügeln frachte. Pulver. egte fich uf der britischen zutoben. en; die Sentrum r langen jah man leiden. handlung bier im hierüber terf brift 3. D. Tagen ben mit te Dint Lehrer. erfahren. kauf varen etc. ein geehrtes anzleiberg. neu, ist billig einen Adjutanten von rechts nach links spren gen, sonst bewegte sich nichts. Stunde auf Stunde verrann so und die unsichtbare Schlacht tobte weiter bis in die späten Nach mittagsstunden hinein. ( Fortsetzung folgt.) Bilder aus Korea. II. In Korea herrscht Bielweiberei, doch kann nur eine rechtmäßige Gattin sein. Die Frauen leben in strenger Abgeschlossenheit; Adoption von Mindern ist sehr gebräuchlich. Dfizielle Religion ist der Buddhismus, dem das Volk allgemein anhängt; doch hat derselbe unter dem jezigen Herrscherhause, das mit den höhern Ständen der Lehre des Konfutse folgt, viel von seiner Bedeutung verloren. Buddhistische Klöster, auch für Nonnen und meist auf Bergen errichtet, daher oft als Festungen benutzt, sind überall zahlreich. Eine Raste der foreanischen Priesterschaft nimmt eine eigenartige Stellung ein: die sogen. Kriegsmönche, pelche die foniglichen Festungen in den Gebirgen der Umgegend von Soul bewachen. Sie tragen ne besondere Kleidung und erfreuen sich unbeDingten Vertrauens bein Herrscher und bei dessen Hofstaat. Römisch- katolische Missionare faßten seit 1837 festen Fuß, sahen sich aber später großen Bedrückungen ausgesetzt. Die Schulen sind jämtlich Privatanstalten, doch kann das niedere Volk durchweg die Landessprache lesen und schreiben. Die Stadt Halefund, der Hauptplatz der retben norwegischen Dorsch fichereien, ist in der Nacht zum 23. Januar das Opfer einer gewaltigen Feuersbrunst geworden, die in wenig mehr als zwei Stunden die auf kleinen Inseln rings um den geräumigen Hafen gelegene Stadt, deren Häuser meist aus Holz aufgeführt rvaren, in Asche gelegt hat. Das Feuer entstand mm 2 Uhr nachts im westlichen Stadtteil auf der usel Nörvö und griff mit so rasender Schnelligfit um sich, daß die Bevölkerung, mehr als zehn= Tausend Seelen, nur das nackte Leben zu retten vermochte. Ein Teil der plöglich völlig mittelund obdachlosen Einwohnerschaft wurde notdürftig auf dem Lande untergebracht, litt aber bei starker Kälte und stürmischem Wetter größten Mangel an ein Kleidung, Nahrung und Arzneien, denn wie fast sämtliche öffentliche Gebäude, so waren auch die beiden Kliniken und die Apotheken abgebrannt. Selbst auf die Schiffe im Hafen griff das Feuer über; zwei kleinere Dampfer verbrannten, dreiundzwanzig Fischerfahrzeuge mußten versenfi werden, um sie zu retten. Stehen geblieben sind nur das Zollwachthaus, die Expeditionspackhäuser, die kleinste Volksschule, einige Privathäuser; auf der Insel Buholm stehen noch zehn Privathäuser, vier Fabriken und einige Backhäuser. So groß aber auch das Unglück ist, das Aalesund be= troffen hat, so umfassend und schnell ist hier auch geholfen worden. Von Stavanger, Bergen und Christiansund gingen noch am 23. Damp, er mit Lebensmitteln und Kleidern ab. Die Brigade in Drontheim erhielt Befehl, sobald wie möglich Mannschaftszelte, Betten und Proviant zur Verfügung zu stellen; wenn erforderlich, sollte die Brigade in Bergen das Der Nötige schaffen. schwedisch- norwegisch und der dänische Hof stellten sich sofort an die Epiße einer tatkräftigen Hilfsaktion, an der sich auch das dänische Kriegsund Marineministerium Eine Halelunderin in Nationalkostüm.( Photographische Aufnahme.) Hatcfand vor dem Brande( Photographische Aufnahme.) Moderne nucnen- Einrichtungen Gleichzeitig empfehle ich Einzel- Möbel beteiligten. Tief gerührt und mit Dank erfüllt hat das norwegische Volk besonders das warmherzige, rasche und ent schlossene Auftreten des Deutschen Kaisers, der dem hamburgischen Hilfs. fomitee für Aalesunc zur Beschaffung Kleidungsstücken und Lebensmitteln die Summe von 10 000 Mark überwies, und die großartige Hilfsleistung der beiden Don reichen Hansastädte Hamburg und Bremen. Am 24. Januar gingen der Dampfer Phönicia" der Ham. burg Amerifalinie und der Dampfer, Weimar" des Norddeutschen Lloyds mit Proviant, Betten, Zelten, Medikamenten, Verbandzeug, Kleidung und Bauholz nach Aale. sund in See; auch befand sich eine Anzahl Aerzte, Krankenpfleger und Barmherzige Schwestern an Bord der beiden Schiffe, die gleich. zeitig zur Unterkunft von Tausenden von Personen eingerichtet sind. Kartoffel Speise- u. Salatkartoffel zu den billigsten TagesIch bitte im eigensten Interesse meine werte Kundschaft um Besichtigung meiner sehenswürdigen preisen empfiehlt Auswahl und um Einholung von Voranschlägen. 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Eine Bortes ist die folgende: Kazbalger knechte Söldner, die, mit zweihändibewaffnet, vor der Lanzenlinie des en und die Aufgabe hatten, ihren 1 der geschlossenen Lanzenwehr des . Ebenso verfuhr natürlich auch der vor dem allgemeinen Kampfe zu ch das Wort Razbalgerei bezeichnet r ist ein Mensch, der seinen Balg, wie ein Katzenfes kauft hat. Da fampf war, so ist sich herumhauen algen oder auch balgen genanni Neutralitätserklärung,] die nichts an aber manches an Höflichkeit zu wün. st ein türkischer Großherr ab, als ihm gen Krieges der Ausbruch der Feindifreich und Preußen angezeigt wurde. te hatte ihm mündlich die Nachricht orientalischer Gelassenheit entgegnete s vollkommen gleich, ob das Schwein Hund das Schwein!"--Mittlerer der Gläubigen" doch etwas liebens-Pferdemarkt zu ließen. 16. März 1904, vormittags, findet igen nächst der Rodheimerstraße Pferde= en in der Nähe des Marktes ist aus= egen derselben wolle man sich an Herrn wenden. Auskunft über sonstige MarktWeinhändler August Schwan dahier. ist eine ämiierung 5 Mr. zur Verfügung stehen. Der errn Dekonomterat Schleuke Hardthof Beinhändler Schwan- Gießen zu beziehen. erfolgt im Anschluß an die Prämiierung Uhr ab Konzert auf dem Marktplay. em Bahnhof nach dem Marktplaß und hmittags 2 Uhr, findet in der Turneine Zerlosung landwirtschaftlichen Maschinen und Gend Gebrauchsgegenständen. Der Generalark ist dem Herrn Richard Buchacker Ar 1904. Ure paone Pferdemarktkommission. Jean Kirch, Stadtverordneter. Brennholz Aleine Wohnung ( Tannen Abfallholz) liefert für in der Nähe des Seltersthores 1.15 Mt. pro 3tr. frei ans Haus. sofort zu mieten gesucht. Off. B. Nuhn, Lollar. mit Breis u. 3280 an d. Grp. d. Bl. erbeten. Jean Dern& Co. Giessen. Gegründet 1883. Inhaber: Oskar Gutmann. Bureau und Lager: Westanlage 31 Telephon 21. Gegründet 1883. Cementwaren- Fabrik und Lager: Frankfurterstr. 114, eign. Bahnanschl Bau- und Kanalbau- Artikel. 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Die Mineralschätze des Himalaya sind nur wenig befannt und noch weniger einer Ausbeutung unterzogen worden. Der Forschung bleibt dort überhaupt noch viel zu tun, denn seit den ersten allgemeinen Studien der geolo gischen Landesuntersuchung in Indien sind eingehen= dere geologische Arbeiten nur in kleinen Teilen des Himalaya ausgeführt worden. Diese Lüde des Wissens erklärt sich durch die Unzugänglichkeit des Gebirges. Indes darf man darauf schließen, daß der Himalaya namentlich recht goldreich ist, da ja alle von ihm herabkommenden Flüsse Gold führen. Vermutlich be= sinden sich die Goldadern erst in den höchsten Teilen des Gebirges. Außerdem hat man bisher Lager von Graphit ausgezeichneter Qualität entdeckt, Gänge von Kupfer, Blei- und Silbererz, namentlich in den Beairten von Kumaon und Garwal. Die größte Schwierigkeit, die sich der Verwertung dieser Reichtümer ent= gegenstellt, ist die des Transportes. Soweit die Erzlager überhaupt in Angriff genommen sind, hat man Die Erzeugnisse fast in allen Fällen durch Träger sortschaffen müssen. Da aber Wasserkraft überall in Fülle vorhanden ist, auch ein Mangel an Arbeitern nicht besteht, das Klima für die Europäer sogar viel günstiger ist als in den meisten anderen Teilen Indiens, so dürften wenigstens diejenigen Metallschätze, die nicht allzu weit im Innern des Gebirges liegen, in absehbarer Zeit eine tätigere Ausbeutung er fahren als bisher. Canzende Vogel. Wer da glaubt, daß nur die Menschen zu ihrer Belustigung tanzen, der irrt sich jehr; denn nach einem Berichte aus La Plata tönnen dies auch die dortigen Ribite. Sie tun dies zu dreien, sowohl bei Tage als auch in hellen Nächten. Diese gefiederten Tänzer leben paarweise. Wenn man sie eine Zeitlang beobachtet, sieht man, wie sich ein Kibit erhebt und zu einem benachbarten Paare fliegt, das freudig dem Besucher entgegengeht; nun stellen sich sile hintereinander auf und beginnen in gleichem Schritt schnell dahin zu marschieren, indem sie dabei in rich= rigem Taft trommelnde Töne ausstoßen. Plötzlich hört der Marsch auf, der Vortänzer hebt seine Schwingen und bleibt laut singend stehen; die beiden anderen gruppieren sich mit gesträubtem Gefieder hinter ihm, bücken sich vor und abwärts, bis ihre Schnabelspitzen den Boden berühren und verharren eine Weile leise murmelnd in dieser Stellung. Dann ist das Menuett beendigt, und der Gast tehrt in sein Heim zurück, um baldigst selbst einen solchen Besuch zu empfangen. Viel lustigere Tänze führt nach dem berühmten Ornithologen Naumann der Pfauentranich auf. An ihn könnte sich so mancher Ballbesucher ein Beispiel nehmen, denn er huldigt sehr eifrig diesem Vergnü gen. Wenn der Tanz bei den Sibizen menuettartig ist, so hat er hier mit dem Cancan Aehnlichkeit. Dabei springt einer der Vögel meterhoch in die Luft, breitet die Flügel ein wenig aus und bewegt die Beine rhythmisch. Im Gegensatze zu uns tanzen bei diesen Langschnäblern blos die Männchen. Ein feltfames Säug tier. das, den bisherigen For: ichungen nach, ein Abtömmling des Helladotheriums der Tertiärperiode sein müßte, lebt in der Gegend des Victoria- Nyanza, des größten Binnengewässers Afrifas. Das Tier, das von den Eingeborenen Otavi ge= nannt wird, hat die Gestalt eines etwas schlank ge= ratenen Rindes, den Hals eines Pferdes und einen Zapiertopf mit langen Ohren. Es gehört zur Klasse der Wiederfäuer; das Gebiß ist unvollständig. Am Obertiefer fehlen die Vorderzähne gänzlich. Zum Erfassen der aus Blättern bestehenden Nahrung dient Die lange, bewegliche Zunge. Die Färbung ist schön; Der Kopf ist lebhaft rot mit schwarzen Streifen von Den Ohren gegen den Rüssel, an Hals und Ohren find tarmoisinfarbige Flecken; Beine und Klauen sind jebraartig gestreift mit orange roter Grundfarbe. Das Otapi lebt paarweise in den Wäldern um den Victo ria- See. Das Tier muß eine außerordentliche Schärfe der Sinne und große Schnelligkeit besitzen, denn sonst wäre, da es weder Zähne noch Klauen, noch sonstige Verteidigungsmittel besitzt, längst das legte Exemplar ine Beute der zahlreichen Raubtiere geworden. Der Hungertod einer Schlange. Das Pariser naturhistorische Museum erhielt im November 1899 eine 6.5 Meter lange Pythonschlange von glänzender Färbung und großer Lebhaftigteit. Sie hatte ein Gewicht von 75 Kilogramm und es wurden ihr Kaninchen, Enten, Hühner, turz alles, was diese Schlangen in der Freiheit verzehren, angeboten. Aber das Tier nahm nichts an. Es magerte ab, die glänzende Farbe verblich und verwandelte sich nach und nach in duntles Grau. Alle Bemühungen, dem Tiere Nahrung beizubringen, auch auf tünstliche Weise durch Einführen von Giern in den Schlund, waren vergeblich; die Schlange blieb zuletzt zusammengerollt in einer Ecke ihres Käfigs. Volle 2½ Jahre vergingen auf diese Weise und erst nach dieser Zeit trat der Tod ein. Das Gewicht des Tieres betrug jetzt nur noch 27 Kilogramm, also wenig mehr als ein Drittel des Anfangsgewichtes. allen der Pferde sehr zweckmäßig ist, da durch eine einfache Hebellösung sofort die Hölzer abfallen. Ausgestattet mit formenschönen und stilgerechten Beschlägen. Groß- Felda. Louis Völzing. Inhaber der goldn. Medaille Paris 1900. 0000000000000 Emil Schön, Giessen Tel. 410. Schreinerei mit Motorbetrieb. Liebigstrasse 65 empfiehlt sich im Anfertigen sämtlicher Tel. 410. Schreinerarbeiten an Neubauten Besonders preiswert werden geliefert Thüren, Treppen u. Fenster jeder Art. Mit Kostenanschlägen stehe gern zu Diensten. 0000000000 m. empleyien HumorInstruktion. Dausfrau( zur Gouvernante): Vor allem haben Sie darauf zu achten, daß die Knaben sich nur salonfäbige Unarten angewöhnen- Die dankbaren Gläubiger. Was war denn das diesen Morgen für eine schöne Musik in der Nachbarschaft?"- Ach, da hat ein Leutnant die reiche Banfierstochter geheiratet, und da haben ihm seine Gläubiger ein Ständchen gebracht!" Aus der Rechenstunde. Lehrer:„ Wer fann mir sagen, was eine Bürgschaft ist?- Friß, Nun?" Friß: ,, Ein Gedicht von chiller." Schlagfertig. Herr: Gnädiges Fräulein sind die Sonne und wir die Planeten, die um ste freisen." Dame: Ja, ganz wie diese auch ohne anzuhalten." • EKUNTZO• ,, mama, da geht ein Chinale!" T Mappe. c. Gaut Kindlich. Mutter:" Max, dem Kaiser hat der Klapperstorch wieder einen fleinen Prinzen gebracht." Mar: ,, Dann ist der Klapperstorch ja Hoflieferant geworden,- nicht wahr Mama?" Dom Schießplah. Unteroffizier: Meier, Ste werden im Leben fein guter Schüge, anstatt ins Schwarze zu treffen, schießen Sie immer ins Blaue hinein.' Bedingt. Frau A.: Mein Mann hat blindes Vertrauen zu mir!" Frau B.:„ Na, meiner wenigstens furzsichtiges!" Sein erster Gedanke. Gattin:„ Denke diz nur, Mann, unser Sohn Karl ist mit der Köchin durchgegangen!" Gatte: Allmächtiger Gott! Dann befommen wir ja heute mittag nichts zu effen!" Na alio? ..., Aber Norbert, es heißt doch Chineſe!" ,, Aber mama, bift du noch ungebildet, man lagt doch nicht neefe, fondern Nafe." Arg. Erste Nachbarin:„ Ich sage Ihnen, Frau Wuppdich, der Schneider ist ein ganz rober Patron." 3weite Nachbarin: Wirklich?"- Erste Nachbarin:„ Denken Sie nur, neulich stirbt seine Shwiegermutter und was tut er- er fährt mit ' nem Vergnügungszug zur Beerdigung." weh! Chef:" Ja, wissen Sie, Herr Meier, dazu habe ich Sie doch nicht eingeladen, daß Sie den ganzen Abend nicht den Mund aufmachen." ― Kommis: Aber erlauben Sie, Herr Prinzipal, ich habe doch fortwährend gegähnt." Triftiger Grund. Mutter( vom Begräbnis des besten Freundes ihres zwölfjährigen Sohnes mit diesem nach Hause fommend): Aber, Junge, schämst du dich denn nicht?" Nicht eine einzige Träne hast du um deinen Freund gemeint!" Sohn( weinerlich): Ronnte ich denn? Hatt' ick denn n' Schnupptuch?!" Sie kennt ihn Bräutigam:„ Mein Nebenbubler Grollmann hat seinen ganzen Saß ießt auf mich geworfen; ich glaube, er schmiedet Böses gegen mich!" Braut: Das fönnten nur Verse sein!" Ein neuer Reisegrund. Herr Hotto:„ Sie wollten doch in diesem Jahre eine Harzreise machen, und nun treff' ich Sie hier am Rhein!" Herr Alotto: Nur auf Wunsch meiner zu Haus ge= bliebenen Frau! Die sammelt nämlich Postkarten mit Ansichten, und vom Rhein ist ihre Kollektion noch nicht vollständig!" M. Hartmann Dachf. Grünberg i. H. Verhütet Feuersgefahr Vermeidet Wasserschäden durch Hand- Feuerlösch- Apparat ..Minimax". 99 Vertreter: Otto Pieckert, Gießen. Friz Kommentiert. Friß( bei der Leftüre einer See gefchichte): Sag mal, Mar, was sind denn das Na " Sertanten?" Max:" Sechs Tanten?" das sind' n halbes Dutzend Tanten!" ,, Hier steht doch aber: Bei einem neuerlichen hef tigen Stoß des Schiffes fielen unsere Sextanter die Kajütentreppe hinunter und brachen!?" May: Brachen?" Ja, na, dann wer'n fr jedenfalls seekrank gewesen sein!" Allerdings. Professor:„ Sind Sie Herr Meyer?" Mein Name ist Linke." Professor:„ Danr sind Sie nicht der Rechte." Praktisch. Gattin: Soeben habe ich etwat entsegliches gehört! Herrn Lehmanns Tochter mil mit ihrem Bräutigam durchgehen, da müssen wi sofort zu ihrem Vater und ihn warnen." Gatte ,, Was fällt dir denn ein! Bleib um Gotteswiller hier, denn wenn er sie entführt, brauchen wir dock fein Hochzeitsgeschenk zu machen!" Ein Aufrichtiger. Schwiegermama: Hant auf's Herz, Jonny! Machen Sie am Stammtisc auch manchmal böse Wige über Ihre Schwieger mutter?" Schwiegersohn: Im Gegenteil! It sage immer: Meine Frau ist gut, aber meine Schwiegermutter ist weit besser!" Ziemlich dasselbe. A.( einen Freund auf der Straße treffend): Willst du mein Beuge sein?" B.: Willst du dich denn schlagen?" A.: Nein aber verheiraten." B.:,,ia, das kommt ja ziem. lich auf dasselbe heraus!" Einige neuere Heilberichte. Seit 1 Jahr litt ich an Magen- und Leberleiden. Herr Plath aus Gießen hat mich durch 7malige Behandlung wieder vollständig hergestellt, sodaß sich die Leute hier im Orte, die meinen früheren Zustand kannten, alle hierüber wundern. Dieses alles bescheinige ich hierdurch mit meiner Unterschrift Nieder- Weisel, 15. April 1903. G. D. Herr Plath in Gießen hat meine Frau in wenigen Tagen von einem langi. nervösen Kopfleiden, verbunden mit Ohrensausen befreit, worüber demselben der herzlichste Dink ausgesprochen wird. Fischbach, Kr. Alsfeld, 15./9. 190 2. J. Sch., Lehrer. Nähere Adresse ist bei dem Obengenannten zu erfahren. 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Gine Wortes ist die folgende: Kazbalger zknechte Söldner, die, mit zweihändibewaffnet, vor der Lanzenlinie des en und die Aufgabe hatten, ihren n der geschlossenen Lanzenwehr des 1. Ebenso verfuhr natürlich auch der vor dem allgemeinen Kampfe zu ch das Wort Kazbalgerei bezeichnet er ist ein Mensch, der seinen Balg, wie ein Katzenfes fauft hat. Da ikampf war, so ist sich herumhauen jalgen oder auch balgen genanni Neutralitätserklärung,] die nichts an aber manches an Höflichkeit zu wün. ist ein türkischer Großherr ab, als ihm gen Krieges der Ausbruch der Feindnfreich und Preußen angezeigt wurde. dte hatte ihm mündlich die Nachricht orientalischer Gelassenheit entgegnete s vollkommen gleich, ob das Schwein r Hund das Schwein!"--Mittlerjer der Gläubigen" doch etwas liebens-Pferdemarkt zu Sießen. 16. März 1904, vormittags, findet agen nächst der Rodheimerstraße Pferde= jen in der Nähe des Marktes ist aus= jegen derselben wolle man sich an Herrn wenden. 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