Nr. 22. bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., n's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Mittwoch, den 27. Januar 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Ober Hessen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88 Ferusprechanschluß Nr. 362. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Zu Kaifers Geburtstag. Mit besonderer Herzlichkeit wird in diesem Jahre der Beburtstag des Kaisers begangen werden, weil er zugleich ein Dankesfest der Nation für die völlige Wiederherstelling des tatkräftigen Monarchen darstellt. Es waren für das Deutsche Volf Tage der tiefsten Befümmernis, als die überraschende Mitteilung durch das Reich ging, daß an dem Raiser eine Operation vollzogen worden sei. Der tragische Sindruck dieser Nachricht war um so stärker, als sie unmittelbar nach den Wiesbadener Festtagen eintraf, in denen der Kaiser die durch seine persönliche Wirksamkeit wiederher gestellten guten Beziehungen zu Rußland nicht bloß dem deutschen Volke, sondern auch den übrigen Nationen zum deutlichen Ausdruck brachte. Während dieser Tage, die voll con Aufregungen und Anstrengungen waren, hat er heldenhaft die menschlich begreifliche Unruhe wegen der bevorstehenden Operation zurückgedrängt und dem Volke alle vorzeitige Besorgnis und Befümmernis erspart. Da nunmehr die Krankheit von ihm gewichen ist und keinerlei Zweifel besteht, daß tatsächlich jeder bösartige Charakter des Leidens fehlt, so ist das deutsche Volk wie von einem Alpdruck befreit und kann sich frohen Sinnes der Festesfreude hingeben. Auch in dem abgelaufenen Jahre war Kaiser Wilhelm vor allem darauf bedacht, der deutschen Nation den Frieden zu erhalten und das Volk zu befähigen, an der europäischen Kulturarbeit als maßgebender und einflußreicher Faftor teilzunehmen. Diesem Zwecke diente vor allem die Wiederher stellung eines besseren Verhältnisses zu Rußland, die durch das freundschaftliche Verhalten der deutschen Diplomatie in der Balkanfrage und in dem ostasiatischen Konflikt tatsäch lich auch erreicht wurde. Die Stellung Deutschlands war um so mehr erschwert, als der Berliner Hof von verschiedenen Regierungen geflissentlich als der Freund und der geheime Ratgeber des Sultans hingestellt wurde. Die Passivität, die der türkische Großherr Janne Reit acgenüber den Vorschlägen der östlichen Kaisermächte zur Schau trug, wurde tendenziös als der Niederschlag der Berliner Politik bezeichnet, und doch war es den freundschaftlichen Ermahnungen Deutschlands, sich den Vorschlägen der beiden Reformmächte anzuvertrauen, zu verdanken, daß der Sultan schließlich vorbehaltlos das Mürzsteger Programm angenommen hat. In der gefähr= lichen Zeit der internationalen Gärungen hat der rege Geist und die Energie unseres Kaisers also dem Weltfrieden unschäßbare Dienste geleistet. Ebenso hat Deutschland in der Mandschureifrage die Stellung der russischen Regierung indirekt gestärkt, als es die Erklärung abgab, daß wir in der Mandschurei feinerlei Interessen wahrzunehmen haben. Diese Erklärung fiel in einer Zeit, als von englischer Seite ein gemeinsames Vorgehen der Mächte gegen die Besetzung der Mandschurei vorbereitet wurde. Auch hier hat also Kaiser Wilhelm durch Betätigung der persönlichen Freundschaft für den Zaren und unserer traditionellen Freundschaft zu dem russischen Reiche die Entwickelung gefährlicher internationaler Konflikte verhütet. Um aber ein Friedensfürst sein zu können, muß er naturgemäß darauf bedacht sein, die Stellung der Deutschen im Kate der Völker durch Stärkung der physischen und geistigen Machtmittel in der Nation zu sichern, und so war denn auch lein Tettes Regierungsjahr, wie alle vorangegangenen, der Ausbildung unserer Wehrkraft und der geistigen und sittlichen Vervollkommnung des Volkes gewidmet. Das erkennt in boppelt herzlicher Liebe und inniger Dankbarkeit das deutsche Bolf heute an seinem Ehrentage an, und jubelnd klingt es im brausenden er zum Throne: Heil, Kaiser, dir!" Das Schicksal der Kanalvorlage. ( Von unserem parlamentarischen Mitarbeiter.) Nachdem die preußische Regierung, wie der Ministerpräsident Graf Bülow in der Sizung des preußischen Abgeordnetenhauses vom 23. Januar d. J. erklärt hat, mit Rücksicht auf die Zusammensetzung des Parlaments die Kanalvorlage nur zu einem kleinen Teile, und zwar von dem Rhein bis zur Leine, eingebracht hat, glaubte man, daß die Aussichten für das Gelingen sich wesentlich verbessert hätten. Das scheint aber keineswegs der Fall zu sein. Die Schwierigkeit für die Regierung liegt nicht allein in der Haltung der konservativen Parteien und des Zentrums, sondern in dem Abflauen des Interesses für den Kanalbau bei ursprünglich kanalfreundlichen Volkskreisen. So hat jüngst die Bremer Handelskammer den Standpunkt vertreten, daß der Ausbau des Kanals nur bis Hannover die Aufwendung von besonderen Mitteln nicht mehr rechtfertige und daher empfohlen, die in Aussicht genommenen staatlichen Zuschüsse von Bremen vielleicht in Wegfall zu bringen. So wie der Kanal jezt geplant sei, eröffne er nur den holländischen Häfen einen bequemen und billigen Verfehrsweg bis in das Herz des Deutschen Reiches hinein. Das ist ein Standpunkt, der von den Kanalgegnern seither bertreten wurde und es läßt sich daher begreifen, daß deren Argumente noch durchschlagender bei der Wählerschaft wirfen, wenn die Vertreter einer Handelsstadt sie ebenfalls übernehmen. Noch sensationeller als diese theoretische Auffassung über den Wert des Kanals ist die ebenfalls von der Bremer Handelskammer vertretene Ansicht, daß die Abgabenfreiheit des Rheines unter solchen Verhältnissen nicht mehr gerechtfertigt sei. Und gerade darin liegt der springende Punkt der Janzen Kanalpolitik der Rechten. Diese ist Gegnerin eines abgabenfreien Verkehrs auf den Wasserläufen mit fünstlichen Häfen und reguliertem Strombett und begründet ihren Standpunkt damit, daß der Staat als Monopolherr des Eisenbahnverkehrs diesem Institut keine lastenfreie Konkurrenz schaffen dürfe, denn so würden die durch den Mangel an Wasserläufen ohnehin schon benachteiligten Landesgegenden zu gunsten der wasserreichen Gebiete noch mehr geschädigt. Die verschiedenen Redner der Rechten, soweit sie sich bis jetzt über die neue Kanalvorlage geäußert haben, ließen keinen Zweifel darüber, daß sie von der Regierung unbedingt die Einführung von Schiffahrtsabgaben als Voraussetzung für die Bewilligung des Kanals verlangen. Auch bei dem Zentrum hat sich nach der Auslassung des Abgeordneten Dr. Bachem seit der letzten Session keinerlei Wachstum in der Kanalfreundlichkeit gezeigt. Damals stimmte bekanntlich ein Teil, und zwar namentlich die schlesischen Abgeordneten, gegen den Kanal, und das wollte damals um so mehr beſagen, als die Vorlage mit den Interessen des Wasserschutzes zusammengefoppelt war. Durch die Teilung der damaligen Vorlage ist die Situation eher verschlechtert, als verbessert worden. 65 Abgeordnete des Zentrums enthielten sich der Abstimmung, und nur der kleinere Rest stimmte dafür. Wenn also die Rechte auf ihrer fanalfeindlichen Stellung beharrt, vermag sie auch den neuen Entwurf mit Hilfe der Zentrumsgegner zu Fall zu bringen, und es ist, wie die Dinge liegen, durchaus nicht unmöglich, daß auch die jetzige Kanalvorlage das gleiche Schicksal erlebt, wie die früheren. Der deutsche Krankenkaffentag. Leipzig, 26. Januar. Der Kampf der Aerzte und Krankenkassen, der nun seit mehreren Jahren schon die Deffentlichkeit beschäftigt, ist zur Zeit heftiger als je entbrannt. Augenblicklich streifen" etwa 3000 Raffenärzte in allen Städten des Reiches, wo ihre Forderungen: Freie Arztwahl!" und„ Los von den Krankenkassenvorständen!" kein Entgegenkommen seitens der Kassen gefunden haben. Angesichts dieser dringend Abhilfe fordernden Sachlage berief der Verband der Krankenfassen Deutschlands einen Kongreß hierher, der sich mit der brennenden Frage in einer von 800 Delegierten besuchten Sigung im Etablissement„ Sanssouci“ eingehend beſchäftigte. Den Niederschlag der Verhandlungen bildete eine umfangreiche Resolution, die die Anschauung zurückweist, daß die durch das Krankenversicherungsgesetz geschaffenen sozialen Institutionen den ärztlichen Notstand verschulden, ferner die unberechtigten ärztlichen Standesforderungen ablehnt. Die Kassenvertreter erklären die freie Arztwahl für eine innere Angelegenheit jeder einzelnen Krankenkasse, die je nach den örtlichen Verhältnissen und nach Zweckmäßigkeit zu erledigen ist; sie halten sich für verpflichtet, ausdrücklich gegen die Einführung der freien Arztwahl durch Gesetzbestimmungen oder Selbsthilfe sich zu erklären. Da einzelne Kassen sich vielfach als ohnmächtig gegenüber unberechtigt an sie herantretende Forderungen erweisen, empfiehlt der Kongreß für alle Orte bezm. Bezirke die Zentralisation aller Kassenarten, bezw. den Zusammenschluß zu Verbänden schleunigst zu bewirken. Die Krankenkassenvertreter erklären zum Schluß, daß sie sich von jeder prinzipiellen Aerztefeindschaft frei wissen und nur bestrebt sind, die sozialen Aufgaben der Krankenkassen mit den Berufsinteressen der Aerzte in Einflang zu bringen. In der Diskussion trat im allgemeinen die Meinung zutage, daß das Honorar der Aerzte der Aufbesserung bedürftig sei, doch liege hier der Knippel beim Hunde. Man dürfe die Beitragspflicht der Arbeiter nicht zu sehr steigern. Auch war man geneigt, den Aerzten in einer gleichfalls von ihnen gestellten Forderung nach Schiedsgerichten entgegenzukommen. Die Aerzte wollten aber die Beseitigung der Selbstverwaltung der Kassen, und dagegen müsse man sich entschieden verwahren. Der einzige Redner, der den Standpunkt der Aerzte vertrat, war der bekannte Lithograph Tischendörffer- Berlin, der im Interesse der Gerechtigfeit freie Arztwahl verlangte. Der Redner hob unter anderem hervor, die Aerzte machten nur dieselben Erwä= gungen geltend, welche in der Arbeiterbewegung überhaupt zum Ausdruck kommen den Aerzten gegenüber finden die Arbeiter sich sehr gut in die Stellung der Arbeitgeber, die ihre Angestellten nach Kräften ausbeuten. In Berlin sind 150 000 Arbeiter zufrieden mit der freien Arztwahl, und die Aerzte sind auch zufrieden. Mit den Beschlüssen des Kongresses werden es die deutschen Aerzte um so weniger sein. Eine friedliche Verständigung scheint ausgeschlossen. Der„ Verband der Aerzte Deutschlands zur Wahrung ihrer wirtschaftlichen Interessen" ist fest entschlossen, seine Forderungen durchzusetzen. Da er 11 918 Aerzte und reiche Geldmittel hinter sich hat, so ist nicht abzusehen, wem schließlich der Sieg bleiben wird. In Köln, wo die Aerzte streiken, hat bereits der Regierungspräsident in den Streit eingegriffen und den Krankenkassen aufaeaeben. neben den wenigen Nichtstreifenden innerhalb 24 Stunden weitere 30 Aerzte anzustellen, sowie verboten, weitere Verträge mit Aerzten abzuschließen, ohne ihm von dem beabsichtigten Inhalt Kenntnis zu geben. Eine Beschwerde beim Kultusminister ist abgewiesen worden. Es konnte auch nicht anders sein. Die Regierung muß die Kassen anhalten, stets dafür zu sorgen, daß genügend Aerzte vorhanden sind. Es ist ihre Pflicht, energisch darauf zu sehen, daß bei dem Streit der Aerzte und Kassen nicht der unschuldige Dritte, die Kranken, zu leiden haben. Deutfcher Reichstag. ( 19. Sigung.) CB, Berlin, 26. Januar. An die Beratung des Titels Staatssekretär im Etat des Reichsamts des Innern fnüpfen sich hergebrachtermaßen lange sozialpolitische Erörterungen. Diesmal liegt dazu ein Bündel von Resolutionen vor, über die besonders beraten werden soll. Das Haus ist dünn besetzt und offenbar beschlußunfähig. Aber das tut nichts, solange seine Beschlußfähigkeit nicht in aller Form angezweifelt wird, verhandelt es munter weiter. In der heute fortgesetten Beratung des Etats des Reichsamts des Innern, Titel Staatssekretär, trug zunächst Abg. Werner( Wirtsch. Vereinig.) neben verschiedenen sozialpolitischen Wünschen solche zu gunsten des Mitteltandes vor, für den er mehr Entgegenkommen von seiten der Regierung fordert. Staatssekretär Graf Posadowsky erklärte: Ich habe reulich nicht gesagt, das Handwerk sei nicht mehr zu halten, wie man mir untergelegt hat. Ich habe nur gesagt, mas sich überlebt habe, sei nicht mehr zu halten, so sei auch der allgemeine Befähigungsnachweis im Handwerk heutzutage nicht mehr möglich! Sächsischer Geh. Rat Dr. Fischer verteidigte die sächsische Regierung gegen die Angriffe des sozialdemokratischen Abg. Fischer wegen ihres Verhaltens beim Crimmitschauer Streit. Die Behörden hätten, führte er aus, nur für Ruhe und Ordnung gesorgt und feineswegs gegen die Streifenden Partei ergriffen. Beim Eintreffen Arbeitswilliger hätten sich am Bahnhofe Szenen abgespielt, die nahe an Aufruhr streiften und ein Einschreiten nötig machten. ( Lachen links.) Ein Verbot der Weihnachtsbesche= rungen in Crimmitschau sei überhaupt nicht erfolgt, sondern nur ein Verbot von Ansprachen, weil damit überHaupi nur ein Fest des Friedens in ein Fest des asses umgewandelt werden sollte. Abg. Mug dan( freis. Volksp.) äußerte verschiedene Wünsche Hinsichtlich der Gewerbeaufsicht; so verlangte er vermehrte Anstellung von Aufsichtsbeamten, auch weiblicher, ferner die Anstellung besonderer Aufsichtsbeamten für das Handelsgewerbe u. s. w. und wandte sich dann zur Arztfrage. Man solle die Aerzte und Krankenkassen sich ruhig mit einander streiten lassen. Auf grund seiner genauen Kenntnis der Dinge erklärte Redner: In einer sozialSemokratisch geleiteten Krankenkasse ist es absolut unmöglich, eine Stelle als Kassenarzt zu bekommen, wenn man nicht selber Sozialdemokrat iſt.( Hört! Hört! Wiederspruch und große Unruhe bei den Sozialdemokraten.) Genau so sieht es aus mit der Anstellung auch der übr:- gen Kassenbeamten.( Hört! hört!) Ter Redner bemängel: dann noch Einzelheiten im Unfall Versicherungsgeseg. Abg. Hey I v. Herrnsheim( Nat.) fordert 300stündigen Marimalarbeitstag für Frauen und den Ausbau des Systems der Einigungsämter behufs Vermeidung gemeingefährlicher Streifs. Die Verordnungen, auf weldje ich die Sozialdemokraten so viel zu gute täten, seien feinca Schuß Pulver wert. Dann plaidierte Redner für Einrichtung von Arbeitskammern. Staatssekretär Graf Posadowsky verspricht, daß die Verordnungen über die Sonntagsruhe demnächst einer allgemeinen Nachprüfung unterzogen werden sollen. Die Politik. Irgend welche neue amtliche Nachrichten über die Vorgänge im Aufstandsgebiet in Südwestafrika liegen nicht vor. Umso rühriger ist die englische Sensationspresse in der Verbreitung von Schauermären. So meldet neuerdings die sattsam bekannte Londoner Daily Mail, fast die ganze Eingeborenen Bevölkerung der Kolonie von der kapländischen bis zur portugiesischen Grenze sei in offenem Aufruhr. Von allen Seiten kämen Meldungen über Einäscherung von Ansiedlergehöften sowie über Ermordung von Kaufleuten, Farmern, in einzelnen Fällen auch von Frauen und Kindern. Bei Keetmannshoop sei eine Abteilung von 20 Deutschen von Hereros erst gemartert und dann lebendig verbrannt worden. Eine mäßige Schäßung_beziffere die Gesamtzahl der aufständischen Ovambo-, Hereround Damaraleute auf 15 000, die Mehrzahl sei jedoch schlecht bewaffnet. Von einflußreichen Häuptlingen stehe nur Witbooi bisher treu auf deutscher Seite. Die Meldung klingt schon deshalb unwahrscheinlich, weil bei Keetmannskoop überhaupt keine Hereros, sondern Bondelzwarts ansässig sind. Und diese sind bekanntlich in die Berge geflohen.- Die deutsche Regierung verhandelt augenblicklich in Kapstadt über den Ankauf von 3u a och sen für Südwestafrika. Senior verhielt fich san muiit daß sein Vater dies Interesse so gar arte, der amit verven, und es war ihm ein Kummer, gegenüber ganz gleichgiltig. bewahre. nach Elberfeld, dann wurde er versett: nach Koblenz, nad geboren, ich in Nürnberg, an das ich keine Erinnerung meh " Als junge Kinder kamen wir zu dem Ohein bobber nirgande murzel diesen Tagen. ist zum ihnen verlangt. geradezu unsichtbar wird in Itaunt, wenn man es ihnen vorhält, wenn man etwasiteit Rachen, die Leute leisten faktisch nichts, und sie sind so erNachlässigkeit Rügg am Leben war. mit einer plöglichen ungeheuren Freude darübar, daß sie noch Das Klopfen ihres Herzens mord reclmäfiger do rauschte sie und erfüllte sie bis auf den Grund ihrer Seele Ferner ist neben dem Ankauf von Pferden auch der von Maultieren und Schlacht och sen in Argentinien in die Wege geleitet worden. Der Vorstand des preußischen Landeskriegerverbandes hat einen Aufruf zugunsten der Kriegervereins- Kameraden in Deutsch- Südwestafrika erlassen. Einen bemerkenswerten Beschluß hat der koburgische Landtag gefaßt: Er beschloß die Errichtung einer staatlichen Volksauskunftei. Sie soll allen Ratsuchenden unentgeltlich Auskunft erteilen. Der Versuch verdient zweifelsohne starke Beachtung und bei Bewährung Nachahmung. Für größere Staaten ist eine solche Bolksauskunftei selbstverständlich nur möglich, wenn sie Zweigstellen in den einzelnen Provinzen unterhält. Ueber den Zweck der Mission des Freiherrn v. Hertling in Rom wird jeẞt näheres aus vatikanischen Kreisen befannt. Danach bestätigt es sich doch, daß Freiherr v. Hertling der Kurie gegenüber den Wunsch ausgedrückt habe, daß ein neuer deutscher bayerischer Kardinal ernannt werde. Man glaubt in Rom, daß die Erfüllung dieses Wunsches auf kein Hindernis stoßen werde, da Deutschland eine stärkere katholische Bevölkerung zählt, als z. B. Spanien, das bekanntlich fünf Kardinale besitzt. Indessen dürfte die Ernennung eines neuen deutschen Kardinals nicht sobald, jedenfalls nicht bereits im nächsten Konsistorium erfolgen. Die Gründe für diese Verzögerung haben wir bei einer früheren Gelegenheit schon angedeutet. England. Auch England, bisher das Asyl aller dunklen Existenzen, will sich fortan den Abhub der Menschheit vom Leibe halten. Die britische Regierung beabsichtigt, sobald als möglich einen Geseßentwurf einzubringen, der die Frage der„, unerwünschten mittellosen Ausländer" behandeln soll. Frankreich. Nun will die französische Regierung doch in Verhandlungen mit dem Vatikan wegen des Konkor= dats eintreten. Wie in Paris verlautet, will Ministerpräsident Combes gegenwärtig nicht die Abschaffung des Konfordats; sie würde nach seiner Ansicht verfrüht sein; er will die Abschaffung erst dann in Angriff nehmen, wenn sie ohne besondere Unzuträglichkeiten und ohne Erbitterung möglich ist. Ein von Combes nach Nom entsandter Vertrauensmann habe den Auftrag, den Vatikan wegen einer Revision des Konkordats auszuforschen, durch die die französische Regierung das Recht erhalten würde, alle Priester vom Pfarrvikar bis zum Bischof selbst zu ernennen. Es ist kaum anzunehmen, daß Papst Pius X. damit einverstanden ist. Afrika. A Ganz im Geheimen ist zwischen Frankreich, England und Spanien ein Einverständnis in der marokkanischen Frage herbeigeführt worden. Ein entsprechender Vertrag soll demnächst amtlich vollzogen werden. In diesem Vertrage verpflichten sich die drei Staaten, in jedem Falle ein gemeinsames Vorgehen zur Wahrung der gegenseitigen Interessen zu beobachten. Die Verhältnisse in Marokko sind die denkbar ungünstigsten, und die Finanzlage des Sultans wird immer kritischer. Vor kurzem hat er zwar aus England neue Geldmittel erhalten, doch reichen diese nicht aus, den nötigen Bedarf zu decken. Infolgedessen dürfte ein Einschreiten der drei Mächte nicht allzu lange auf sich warten lassen. Skandinavien. Für das warmherzige Eingreifen Kaiser Wilhelms zur Unterstützung der Abgebrannten von Aalesund hat König Ostar von Schweden und Norwegen dem Kaiser telegraphisch seinen wärmsten Dank ausgesprochen. Auch der Staatsminister Hagerup hat dem Kaiser durch den deutschen Generalkonsul in Christiania seinen Dank zum Ausdruck gebracht. In der gestrigen Situng des norwegischen Stor things erklärte ferner der Präsident:„ Auch bom Auslande ist Opferwilligkeit in einem Maßstabe an den Tag gelegt worden, den wir uns nicht hätten träumen lassen, so von Dänemark, Schweden, England und Amerika, in erster Linie aber von Deutschland. Ein Name ist heute auf aller Lippen: Kaiser Wilhelm. Die Schnelligkeit, Hochherzig. feit, Opferwilligkeit und das Organisationstalent, welches der Kaiser zeigte, hat allerorten die größte Bewunderung und Dankbarkeit hervorgerufen." Die norwegischen Städte beschlossen zu Eren unseres Kaisers an seinem Geburtstag zu flaggen. ** Hof und Gesellschaft. Zur Kaisergeburtstagsfeier ist ein reichei Kranz von Fürstlichkeiten im Berliner Schlosse versammelt. Außer dem Kronprinzen und Prinz Eitel Friedrich sind eingetroffen: der Herzog und die Herzogin zu Schleswig- Hol stein, Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg, Prinzessin Feodora zu Schleswig- Holstein, Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen, Herzog und Herzogin Friedrich Ferdinand zu Schleswig- Holstein- Sonderburg- Glücksburg mit den Prinzessinnen Viktoria Adelheid und Alexandra Viktoria, Prinz und Prinzessin Adolf zu Schaumburg- Lippe, der Großherzog und die Großherzogin von Baden, Prinz und Prinjessin Friedrich Karl von Hessen, der Fürst von Hohnezollern, ber Großherzog von Mecklenburg- Schwerin, der König von Sachsen, der Herzog von Koburg und Gotha, der Großherzog und die Großherzogin von Sachsen, der König der Belgier und der Fürst zu Waldeck und Pyrmont. Aus den Parlamenten. * Die Konservativen haben im Reich stage ine Resolution beantragt, eine allgemeine Viehversicherung herbeizuführen und unter Auschluß der Erhebung von Gebühren die Kosten der Versicheung des Schlachtviehes auf die Reichskasse zu übernehmen. Heer und flotte. Zum Kommandeur der 1. bayerischen Division wurde Prinz Rupprecht von Bayern ernannt. Der bisherige Divisionskommandeur Freiherr v. Könitz ist unter Ernennung zum Generaladjutanten in den Ruhestand getreten. Die große Ostseeflotte. Die fünf Linienschiffe der Sachsenund der Oldenburg- Klasse sind zur Ostseestation versetzt worden. Das ist die Einleituna aur Wilduna der großen Ditieeflotte, die seit der Eröffnung des asser Wilhelm- Kanals ihre ganze Kraft auch in der Nordsee entfalten kann. Die Verstärkung der Ofiseestation gelangt erit später zur vollen Geltung. Die jetige Aenderung erhebt Sie! um ersten Reichskriegshafen auch in der Zahl der Schlachtichiffe. Von den vollendeten 19 Linienschiffen gehorten bisher 14 nach Wilhelmshaven, nur nach Kiel. Mit den 1906 beginnenden Ersatzbauten für die Sachsen- und Oldenburg- Klasse und den im Ausbau begriffenen Linienschaffen der Braunschweig- Klasse werden fünftig 15 erstklassige Linienschiffe zur Ostsee-, 9 zur Nordseestation gehören. Strategische Gründe veranlassen die Stationierung der Mehrzahl der Schlachtschiffe in Kiel. Die drei Schulschiffe unserer Marine, die seit dem Juli b. I. auf Auslandsreisen befindlich sind, treffen jetzt Vorkehrungen für die Heimreise. In kaum zwei Monaten müssen die Schiffe wieder in Kiel sein. Am 28. Januar, nachdem in einem Hafenplatz die Besayung den Geburtstag des Kaisers gefeiert hat, treten alle drei Schulschiffe die Heimreise an. Moltke", Kommandant Kapitän zur See Sommerwerck, hai während der letzten Monate das Mittelmeer durchquert. Es war im Pyräus, in Abbazia, in Konstantinopel, Korfu, Syrakus, San Remo und Spezia, von wo es heute nach Genua abgeht, um von dort heimwärts zu fahren. Die beiden anderen Schiffe meilten mehrere Monate an der Ostküste Amerikas. Stosch", Kommandant Kapitän zur See Mandt, ging südwärts bis Bahia in Brasilien, kreuzte dann im westindischen Inselgebiete und liegt jetzt in Havanna.„ Stein", Kommandant Fregattenkapitän von Dambrowski, besuchte ebenfalls eine Anzahl westindischer Inseln und dann verschiedene Plätze im Südosten der Vereinigten Staaten, so Pensacola, Keywest und Charleston. Auf verschiedenen Kursen segeln diese beiden Schiffe dann nach den Azoren. Die Rückkehr der drei Schulschiffe nach Kiel erfolgt in der Zeit vom 18. bis 22. März. Die Seekadetten machen hierauf das Fähnrichsexamen und die Schiffsjungen werden in ihrer Mehrheit der Schiffsjungendivision in Friedrichsort überwiesen; ein kleinerer Teil bleibt noch ein weiteres Jahr an Bord. Preussischer Landtag. ( 5. Sigung.) Haus der Abgeordneten. RK Berlin, 26. Januar. In der heutigen Fortsetzung der ersten Lesung des Etats nahm als erster Redner der Nationalliberale Dr. Satt ler das Wort. Er ging zunächst auf die Schulunterhal tungspflicht und die Frage einer Wahlrechtsänderung ein, die er befürwortete, erklärte sich für die Polenpolitik der Regierung und ging mit dem freikonservativen Abg. von Zedlig wegen dessen gestriger Ausführungen über die nationalliberale Partei scharf ins Gericht. Nach ihm sprack Abg. Porsch vom Zentrum, der die schlesische Wassersteuerfrage erörterte und eine geringere Belastung der Flußanlieger forderte. Der Redner erörterte dann die Frage der Schulunterhaltungspflicht und las den Polen kräftig die Leviten wegen ihres Verhaltens gegenüber dem schlesischen Zentrum. Unter anderem sagte er: Ein Volk, das keine historischen Erinnerungen hat, das keine Trauer über ein zerrissenes Vaterland empfinden kann, mit solchen Erinnerungen zu erfüllen, es von seinen natürlichen Führern zu trennen, ist ein Unrecht!( Sehr richtig! im Zentrum) Wir halten die polnische Bewegung für berechtigt, insofern sie auf die Erhaltung der polnischen Muttersprache, insbesondere im Religionsunterricht, gerichtet ist. In der Bewegung steckt somit ein berechtigter Kern, um den eine unberechtigte Schale sich gelegt hat. Ich stimme dem Ministerpräsidenten darin zu, daß man in Oberschlesien keine Repressivmaßnahmen ergreifen darf. Es hat in Oberschlesien immer eine loyale Bevölkerung gegeben, die zum Teil irregeführt ist von Leuten, die es von ihrem Standpunkt aus gut gemeint haben mögen. Man soll diese loyale Bevölkerung in ihrer Loyalität zu erhalten suchen, nicht aber sie durch eine verkehrte Politik in die Hände von Hetzern treiben!( Lebhafte Zustimmung im Zentrum.) Abg. b. Skarzynski( Pole) erhielt den ersten Ordnungsruf im neuen Landtag. Er begann seine Rede mit einem Angriff auf den Minister v. Hammerstein:„ Der Minister," sagte er, rief uns zu: Wie haben zu befehlen, Sie zu gehorchen! Diese Aeußerung konnte nur getan werden in einem Parlament, das in seiner Mehrheit aus sich gehorsam fühlenden Untertanen besteht und nur in seiner Minderheit aus unabhängig und frei gesinnten Männern!" Vizepräsident Dr. Krause: Sie haben kein Recht, die Mehrheit des Hauses in dieser Weise zu charakterisieren! Ich rufe Sie deshalb zur Ordnung!( Bravo! rechts.) Die weiteren Auslassungen des polnischen Redners boten nichts sachlich bemerkenswertes. In der weiteren Debatte trat der nationalliberale Abg. Friedberg dem Abg. von Zedliß nochmals entgegen. Dabei ließ er es an einigen Seitenhieben gegen den konservativen Abg. Dr. Irmer nicht fehlen, die dieser prompt erwiderte. Abg. Dr. Arendt ( freifons.) tam seinem politischen Freunde Zedlitz in längerer Rede zu Hilfe. Dann wurde der Etat der Budgetkommission überwiesen, und das Haus vertagte sich auf Freitag. Hus der Gerichtsfaal. Eine Bande internationaler Kellerwechsel- Fabrikanten hat sich vor der Zwickauer Straffammer_wegen ihres licht scheuen Treibens zu verantworten. Auf der Anklagebank jiten: 1. Der Großkaufmann Händel aus Zwickau, 2. der Kaufmann Reuter aus Leipzig, 3. der Agent Emme aus Königsberg i. Pr., 4. der Dachdeckermeister Georgi aus Zwickau, 5. der Agent Kelle aus Halle a. S., 6. der Kaufmann Schulze aus Magdeburg, 7. der Agent Eppler aus Zwickau, 8. der Kaufmann Koch aus Rennetehausen in Thüringen, 9. der Reisende Dalichow aus Hannover, 10. der Militärinvalide Lorenz aus Dresden, 11. der Kaufmann Müller aus Breslau, 12. der Gärtner Großmann aus Marienthal, 13. der Agent Engelfraut aus Berlin und 14. der Kaufmann Zimmler aus Zwickau. Der Hauptangeklagte Händel errichtete den übrigen in verschiedenen Städten des Deutschen Reiches Filialen, die jedoch nur seinem schwunghaften Kellerwechsel- Vertrieb dienten. Zahlreiche vertrauensselige Geschäftsleute wurden von den Gaunern gerupft. Ein ganzes Heer von Zeugen aus dem Auslande und aus allen Teilen Deutschlands ist zu dem Prozeß aufgeboten. § Wegen Soldatenmißhandlung wurde der 19jährige Fähnim 20. bayerischen Infanterieregiment Wilhelm Ostertag von dem Augsburger Kriegsgericht zu 21 Tagen Arrest verurteilt. Der Angeklagte, welcher als 19jähriger Absolvent des Radettenkorns erst seit einigen Monaten der Armee anaehört, führte eine Rekrutenforporalschaft, bei welcher sich ein etivas schwerfälliger Bursche befand und deshalb den Zorn des Fähnrichs auf sich lud. Dieser trennte nun mit den Worten: Der muß mehr Arbeit haben!" Knöpfe von der Uniform ab, und als der Soldat dazu bemerkte, daß er jetzt nicht mehr rechtzeitig fertig werden könnte, versezte der Fähnrich ihm mehrere kräftige Faustschläge in das Gesicht. § Der vielbesprochene Kautsche Millionenerbschaftsprozeß ist nunmehr endgültig vom Reichsgericht in Leipzig entschieden worden. Nachdem ein Teil der Hinterlassenschaft des am 27. November 1893 verstorbenen Hieronymus Kautz, insbesondere das bei Inowrazlaw gelegene Gut Robelnica im Werte von einer halben Million einem in Warschau wohnenden Verwandten des Erblassers zugefallen war, ist der Rest der Erbschaft im Werte von einer Million Mark dem Depeschenboten Hieronymus Switalsti, dem Magistratsvollzichungsbeamten Machaku Switalski und der verehelichten Ekowska geb. Switalski, sämtlich in Labaschin wohnhaft, cechtskräftig zugesprochen worden. jeff Die Briefe der Prinzeſſin Luiſe von Koburg, die dieſe Liebhaber, dem früheren österreichischen Leutnant Mattachich, gerichtet hatte, werden dem letzteren nun boch herausgegeben werden. Mattach ich hatte die Briefe dem Anwalt Barber anvertraut, der sie im Verein mit dem Ver reter des Herzogs von Koburg und dem Kurator der entnündigten Prinzessin bei Gericht hinterlegt hatte. Nachdem Der vorige Termin vertagt worden war, gab jetzt das Wiener Gericht dem Verlangen Mattachichs statt und ordnete die Herausgabe der Briefe an diesen an. Nab und Feri. Yn dem Chemnitzer Offiziersduell, bei dem ein Leutnant des 117. Infanterieregiments, mit Namen Schubert, tot auf dem Plate blieb, verlautet, daß der Erschossene der schuldige Teil sein soll. Diese Annahme scheint dadurch eine gewisse Bestätigung zu finden, daß bei der Ueberführung der Leiche nach dem Bahnhofe in Chemnitz, von wo sie zur Bestattung nach Dresden gebracht wurde, niemand dem Zeichenwagen folgte. Leutnant Schubert vom 117. Infanterieregiment war zur Unteroffiziervorschule in Ma rienburg abkommandiert; sein Leutnantspatent datiert erst vom August 1899. ** Die F wurde gestern b der Regimentelope und nach dem Gotte Dewald garten 3weite A eine Borftellung Genoffen- ale 2 betreffend die Feld < Aus Dar gramm zu: 3 Bereins find am dem Genuß bon Fel. Bermann ift hoffnungslos tran In vergan in Gießen zwifchen Die Beteiligten be wurden zur Anzeige Durabr in der Bahnhofftraf Leiterwagen durch anzurichten die Ra waren, wurden fie i Auf dem Neuenweg * Von Grünb Grünberger G Jubiläum, welches i Bundesf- ft gefeiert Ueberfah Gießen von seinem L. Bolt aus Allend ging ihm über beid bracht werden mußt 50 Höhre unternahmen diefer größten Gießener J die Maschinenfabrik Braunfteinbergwert Eisenbahn. * Gine Revi wurde gestern mittel Eisenbahndirektion, genommen. Bon einem Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich bei Dombrowa. Als die Erbauer der Zweigbahn Zabkowig- Mortimer Schlacke von der Schlackenhalde der Paulinen- Hütte nach dem neuen Bahnförper abfahren Sießen, löste sich plötzlich eine Schlackenwand und begrub gegen dreißig Arbeiter unter sich. Eine ganze Anzahl von Leichen sind bereits zu Tage geschafft. ● Ein verbrecherischer Anschlag auf einen Eisenbahnzug wurde bei Warendorf ins Werk gesezt. Ruchlose Hände hatten die Weiche unbrauchbar gemacht. Ein Personenzug entgleiste infolgedessen. Mehrere Wagen, sowie die Lokomotive wurden stark beschädigt und einzelne Personen leicht verlegt. Seitens der Behörden ist die schärfste Untersuchung eingeleitet. Bergwerkskatastrophen. Wie aus Dortmund gemeldet wird, ereignete sich auf der Zeche„ Kaiser" durch das Versehen eines Maschinisten ein beklagenswerter Unfall. Ein mit sieben Bergleuten besetter Förderkorb wurde von dem Maschinisten in den mit Wasser gefüllten Schachtſumps hinabgelassen. Drei Insassen retteten sich, die anderen vier bersanken. Nur drei von ihnen konnten ins Leben zurückgerufen werden. Eine furchtbare Explosion legte die Grube der Harwic Coal Company in Cheswick bei Pittsburg vollständig in Schutt. Sämtliche 125 Arbeiter, die in der Grube beschäftigt waren, sind getötet. Die Mehrzahl waren Nichtamerifaner. A London im Nebel. Eine äußerst merkwürdige Naturerscheinung war in London zu beobachten. Teils in dichten Wolken, teils in langen Streifen bewegte sich eine undurchdringliche weiß- graue Masse durch die Straßen des Westens, am Ufer der Temse und auf dem Flusse selbst dahin. Der Verkehr wurde dadurch mehr gestört als durch den dichtesten sogenannten„ Erbsensuppen"-Nebel, der in London an der Tagesordnung ist. Droschken, Omnibusse wie Fußgänger sahen sich auf einmal in vollkommener Dunkelheit, die manch mal nur wenige Augenblicke andauerte, manchmal aber auch anhielt. Die Fuhrleute mußten plötzlich von ihrem Bod herabsteigen und sich über den Weg orientieren, die Pferde führen, damit das Juhrwerk nicht auf das Trottoir geriet, denn von der Straßenbeleuchtung war nichts zu sehen. Dabei geschah es oft, daß man von den oberen Stockwerken der Häuser aus ziemlich weit über den Nebel hinweg sehen konnte, während unten auf der Straße selbst nicht die Hand vor den Augen zu sehen war. Wie immer in solchen Fällen, waren auch gestern wieder die Langfinger rasch an der Arbeit, und nach den Polizeiberichten zu urteilen, haben sie eine reiche Ernte eingeheimst. In vielen Fällen waren die von dem Nebel Ueberraschten auch gleichtzeitig in Angst und Schrecken versetzt, da man so etwas seit Jahren und Jahr. zehnten hier nicht erlebt hat. Es kam vor, daß Kutscher, die den Nebel auf sich zukommen sahen, ihr Gefährt sofort um wandten und vor der Naturerscheinung das Weite suchten, während die Polizei wohl die größten Anstrengungen machte. um den Verkehr aufrecht zu erhalten, bei der allgemeinen Verwirrung aber selbst so gut wie hilflos war. a. M. wird uns ei zugesandt, welcher oberbeffische Lands Bölzing in G ftattgefundenen Ja hohe Auszeichnung erhielt die goldene ( sog. Infigne) dazu. die beften Glückwün * Der Berein Provinz Heffen- Naf loser hält eine 11. Februar nach Römer" zu Fran vorm. 11 Uhr, find des Verbandes der * Daß Schlä find im Sinne des Gerichtshöfe( Drest Reichsgericht anerk der Staatsanwalt den Forfifandidate Würzburg die Anflo Abend- 3tg." die Fechtübungen dur genteil als ein Stam förperlicher Rüftig dienen kann. Wiefed, 25 = der Ww. Döringer Eingreifen einiger + Rodheim a von 5 Bereinen, fowie von den bei anftaltete Raifer R Feier fand in der flatt. Etwas nach genommen und w Lampions. Die A spielte auch später i Der Kommers wur und darauf Herrn Ansprache erteilt. unterhielten die beid Teilnehmer aufs Be + Büdingen, dieses Jahres elettri ausgefeßt, daß die Babi erfolgen. + Bugbad, 25 Die Zahl der arbeitenden Weber in Crimmitschau be trug nach amtlicher Feststellung am 24. Januar wieder 5340. Davon sind 4844 Sachsen, 303 nichtsächsische Deutsche und 193 Ausländer. Beim Ausbruch des Ausstandes beschäftigten die Fabriken 7503 Arbeiter und Arbeiterinnen. Inzwischen trafen wieder 72 Arbeitswillige ein, 64 Frauen und 8 Männer; alle aus Galizien. Sie wurden angesichts einer großen Volksmenge in Wagen vom Bahnhof abgeholt, ohne daß es zu Zwischenfällen kam. Im Laufe der Woche sollen noch 150 solcher Leute kommen. Diese Leute müssen bekanntlich eingestellt werden, da sie durch Verträge aus der Zeit des Ausstandes feste Zusicherung haben. Die Laboratoriumspest in Kronstadt greift trotz aller sofort ergriffenen sanitärischen Maßregeln weiter um sich. Außer dem Leiter des Laboratoriums des kaiserlichen Instituts für Erperimentalmedizin Wishnekevitsch sind auf dem Fort Alexander I noch zwei Feldscherer an Best erkrankt. unferer Stadtfirche fi beihung der renovierte Inde Man berlange pelcher sich ein den Born des it den Worten: der Uniform jest nicht mehr Fähnrich ihm rbidhaftsprozek Leipzig ent nterlassenschaft onymus Kautz, Kobelnica im Barschau woh war, ist der on Mart dem Magistratsvoll berehelichten hin wohnhaft, burg, die diese eidjijdjen Leut mlegteren nun die Briefe dem mit dem Ber urator der ent hatte. Nachdem ezt das Wiener nd ordnete die dem ein Leut men Schubert, Erichossene der icheint dadurd der Ueberfüh emnitz, von wo wurde, niemand bert bom 117. orschule in Ma tent datiert er bei Dombrowa wig- Mortimer inen- Hütte nad ste sich plötzlic Arbeiter unter bereits zu Lage n Eisenbahnzug Ruchlose Hände Ein Personenzug sowie die Lofo Personen leicht ite Untersuchung tmund gemeldet durch das Ver r Unfall. Ein wurde von dem Schachtsumpi die anderen vier ns Leben zurück rube der Harwid g vollständig in er Grube beschäf aren Nichtameri fwürdige Natur Teils in dichten ich eine undurch zen des Westens lbst dahin. Der ch den dichtesten London an der wie Fußgänger heit, die manch chmal aber aud on ihrem Bod ren, die Pferde Trottoir geriet zu sehen. Dabei Stockwerfen der I hinweg sehen t nicht die Hand in solchen Fällen sch an der Arbeit , haben sie eine n waren die vor g in Angst und daß Kutscher, die efährt fofort um ahren und Jahr as Weite suchten engungen made der allgemeinen war. 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Göring ist hoffnungslos frank. ** In vergangener Nacht fand in der Bahnhofstraße in Gießen zwischen jungen Leuten eine Schlägerei statt. Die Beteiligten verübten hierbei große Ruheftörung, sie wurden zur Anzeige gebracht. * * Durch brenner. Gestern Nachmittag gingen in der Bahnhofstraße in Gießen 2 Pferde mit einem großen Leiterwagen durch. Nachdem sie ohne größeren Schaden anzurichten die Kaplansgasse und Neuenweg durchgerast waren, wurden sie in der Gartenstraße wieder aufgegriffen. Auf dem Neuenweg wurde ein Wägelchen leicht beschäoigt. ** Von Grünberger Frauen und Jungfrauen soll dem Grünberger Gesangverein zu seinem 60jährigen Jubiläum, welches in Verbindung mit dem LahnthalsängerBundesf ft gefeiert wird, etne neue Fahne gestiftet werden. ** Ueberfahren wurde am Montag abend in Gießen von seinem eignen Fuhrwert der Fuhrunternehmer 2. Bolt aus Allendorf. Der mit Steinen beladene Wagen ging ihm über beide Beine, so daß er in die Klinik verbracht werden mußte. ** 50 Höhrer der Friedberger Gewerbe- Akademie unternahmen dieser Tage eine Exkursion nach den größten Gießener Industrie- Werken. Besichtigt wurde u. a. die Maschinenfabrit des Kommerzienrats Heyligenstaedt, das Braunsteinbergwert Fernie und die Werkstatt der oberhessischen Eisenbahn. * * Eine Revision der oberhessischen Bahn wurde gestern mittels Sonderzug vom Präsidenten der Kgl. Eisenbahndirektion, Thomé, und drei Regierungsräten vorgenommen. Von einem Leser unserer Zeitung in Frankfurt a. M. wird uns ein Ausschnitt aus der Osservat. Romano" zugesandt, welcher uns die freudige Runde bringt, daß unser oberhessische Landsmann und strebsame Sattlermeister Louis Völzing in Groß- Felda auf der fürzlich in Rom stattgefundenen Internationalen Ausstellung sich wieder eine hohe Auszeichnung für seine Kuinmete erworben hat. Völzing erhielt die goldene Medaille und das goldene Ehrenkreuz ( sog. Insigne) dazu. Es seien ihm darum hiermit öffentlich die besten Glückwünsche dargebracht. * Der Verein für das Großherzogtum Hessen und die Provinz Hessen- Nassau zur Beschäftigung Arbeitsloser hält eine Mitgliederversammlung am Donnerstag, 11. Februar nachm. 3 Uhr, in dem Magistratssaal im „ Römer" zu Frankfurt a. M. ab. An demselben Tage, vorm. 11 Uhr, findet in demselben Lokale die Versammlung des Verbandes der Verpflegungsstationen statt. * Daß Schläger feine tödtlichen Waffen find im Sinne des Gesezes, das haben jüngst 2 deutsche Gerichtshöfe( Dresden und Hannover) im Gegensatz zum Reichsgericht anerkannt. Bemerkenswert ist, daß auch der Staatsanwalt Zapf, der in dem Verfahren gegen den Forstkandidaten Lorenz vor dem Schwurgericht zu Würzburg die Anklagebehörde vertrat, nach der„ Augsg. Abend- 3tg." die studentischen Schlägermensuren und Fechtübungen durchaus nicht verurteilte, sie im Gegenteil als ein Kampfspiel bezeichnete, das zur Kräftigung förperlicher Rüftigkeit und zur Förderung des Mutes dienen kann. - Wiesed, 25. Jan. Feuer brach heute im Hofe der Ww. Döringer aus, wurde jedoch schnell durch das Eingreifen einiger Frauen gelöscht. Die Rodheim a. d. B. 27. Jan. Der gestern Abend von 5 Vereinen, als Turn, Krieger- und Flo'ten- Verein, sowie von den beiden Gesangvereinen gemeinschaftlich veranftaltete Kaiser- Kommers ist glänzend ausgefallen. Feier fand in dem ueuerbauten Saale des Herrn Bender statt. Etwas nach 8 Uhr wurde am Bahnhof Aufstellung genommen und war es ein stattlicher Zug mit über 200 Lampions. Die Krofdorfer Kapelle spielte zum Festzug auf und spielte auch später in anerkennenswerter Weise beim Kommers. Der Kommers wurde von Herrn Dr. Klingelhöffer eröffnet und darauf Herrn Rechnungsrat Keuche das Wort zu einer Ansprache erteilt. Nachdem das Kaiserhoch ausgebracht, unterhielten die beiden Gesangvereine, sowie die Musik die Teilnehmer aufs Beste. + Büdingen, 26. Jan. Hier wird noch im Laufe dieses Jahres elektrische Beleuchtung eingeführt werden, vorausgefeßt, daß die Anschlußerklärungen in der erforderlichen Bahl erfolgen. + Buzbach, 25. Jan. Die Herstellungsarbeiten an unserer Stadtkirche sind so weit vorgeschritten, daß die Einweihung der renovierten Kirche zu Ostern d. Is. erfolgen kann. Mainz, 25. Jan. Ueber die neue Eisenbahnbrücke über den Rhein bewegt sich bereits ein recht lebhafter Materialverfehr. Die Brücke ist nicht allein für den Eisenbahnverkehr eingerichtet, sondern dieselbe kann auch im Bedarfsfall eventuell bei einer Mobilmachung mit schweren Geschüßen befahren werden. Der mit der Brücke verbundene Fußsteig ist bereits vollendet. + Kassel, 25. Jan. Heute Mittag wurde bei Wolfs. anger die Leiche eines gut gekleidet gewesenen jungen Mädchens aus der Fulda gelandet. Stadttheater Gießen. Othello, der Mohr von Venedig. Trauerspiel in 5 Aufzügeu von William Shakespeare. Gestern Abend kam nach längerer Pause auch Sadkespeare wieder einmal durch seinen Othello bei uns zu Worte und das Werk erfuhr eine für die hiesigen Verhältnisse ziemlich gute Wiedergabe. Herr Sandorff zeigte sich in der Titelrolle wieder als reichbegabter Künstler, sein Othello war von echter, glühender Leidenschaft und frei von jener an das Tierische grenzenden Blutdurst, die der Figur alles MenschTierische grenzenden Blutdurst, die der Figur alles Mensch lich- sympatische nimmt. Schade nur, daß durch allzu rasches Sprechen die Deutlichkeit der Sprache mitunter litt und die Schlußszene mißglückte. Hier war Herr S. zu hastig und blieb vollkommen wirkungslos. Uneingeschränktes Lob kann man wohl Herrn Telety als Jago zollen; mit großem Geschick zeichnete er diese Schandseele, ohne auf die vielen naheliegenden Fehler zu rerfallen und seinen Jago mit den abgeleierten Dugendbewegungen des landläufigen Intriganten auszustatten, wie es bei Herrn T. überhaupt anzuerkennen ist, daß er alle von ihm verkörperte Gestalten erft entwickelt, psychologisch zu rechtfertigen sucht und nicht von vornherein den fix und fertigen Spizbuben auf die Bühne stellt. Als Desdemona gab Frl. Hohl wieder Proben ihres schönen Könnens und Frau Kellermann war als Emilia ganz ansprechend. Herr Lingen konnte als Brabantlio im Anfang den rechten Ton nicht finden, in den ersten Szenen war er etwas schwerfällig, später wurde er besser; recht eintönig spielte auch Herr Haag den Herzog von Venedig, tönig spielte auch Herr Haag den Herzog von Venedig, während Herr Aterberg einen temperamentvollen Cario schuf, an dem nur die allzu schnelle Trunkenheit in der Wachtszene auffiel. Schön durchgedacht und dargestellt hatte Herr Pichler den Rodrigo, er spielte, auch wenn er nicht sprach und erzielte dadurch für die eigentlich fleine Rolle ein größeresJn teresse, wie man dies sonst gewohnt ist. Herr Heermann sollte versuchen seine Bewegungen mehr mit dem Spiel in Eintlang zu bringen, er sucht noch zu absichtlich Stellung, flang zu bringen, er sucht noch zu absichtlich Stellung, wenn er auch seiner Aufgabe als Statthalter Montano gestern Abend größtenteils gerecht wurde. Die Regie war gut, nur hätte sie bei den dramatisch bewegten Szenen für etwas mehr Leben sorgen sollen; diese teilnahmslosen Gesichter der nicht handelnden Personen störten mitunter sehr. Der Inspizent dürfte, solange der Vorhang oben ist, auf größere Ruhe hinter den Koulissen sehen, sonst müssen wie am Dienstag die Schauspieler auf der Bühne, um verstanden zu werden, diese selbst durch Zischlaute herzustellen suchen und das hört sich doch nicht gut an. - H. H Holz Versteigerungen. Burg- Gemüden. Montag, 1. Febr., vorm. 91/2 Uhr beginnend, werden aus den Domanialwalddistrikten Eichwäldchen, Frauenberg und Hainzenberg versteigert: Stämme: Eiche 3 Stück 2,28 Fstm., Birke 1 Stück 0,92 Fstm., Kiefern 65 Stüd 87,86 ftm.,( meist Schnittholz). Fichten Eichen- Schetter, 2 Rm. Aspen- Scheiter, 16. Rm. Nadelholz14 Stüd 14,38 Fftm. 25 Rm. Buchen- Scheiter, 102 Rm. Scheiter. 9 Rm. Buchen- Knüppel, 68 Rm. Eichen- Knüppel, 5 Rm Birken- Knüppel, 2 Km. Aspen- Knüppel, 90 Rm. Nadelholz- Knüppel. 22 Rm. Buchen- Reisig, 268 Rm. Eichen- Reisig, 10 Rm. Aspen- Reisig 73 Rm. NadelholzReisig,( Kiefern ausgebengelt.) 6 Rm. Buchen- Stöcke, 78 Rm. Eichen- Stöcke, 46 Rm. Nadelholz- Stöcke. Zusammenfunft vormittags 91/2 Uhr auf der Kreisstraße Nieder- Gemünden Elpenrod am Distrikt Eichwäldchen. Die Forstwarte Nahrgang zu Hainbach und Jäger zu Elpenrod ers tetlen nähere Auskunft. Litterarisches. Meyers Großes Konversations- Lexikon. Ein Nach schlagewerk des allgemeinen Wissens. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Mehr als 148,000 Artikel und Verweisungen auf über 18,240 Seiten Tert mit mehr als 11,000 Abbildungen, Karten und Plänen im Text und auf über 1400 Jauftrationstafeln( darunter etwa 190 Farbendrucktafeln und 300 selbständige Kartenbeilagen) sowie 130 Tertbeilagen. 20 Bände in Halbleder gebunden zu je 10 Mark.( Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien.) Vielseitigkeit ist das Charakteristische jedes enzyklopädischen Werkes; aber damit eine Gründlichkeit und bis in die neueste Gegenwart reichende Genauigkeit in allen Fragen zu verbinden, ist eine sehr schwere Aufgabe, zumal wenn es sich um Materien handelt, die fast täglich neue U- berraschunger bringen und Gelehrte und Prakt ker in Atem halten, um das gewonnene Wissen in lichter Weise den neuen Errungenschaften anzupassen und damit den Anforderungen des praktischen Lebens gerecht werden zu können. So ist es mit der Elektrizität, die in den letzten Jahren eine Fülle von neuen Erfahrungen fast in jeder Richtung aufweist, wie kaum ein anderes Gebiet. Um über diese Materie einen klaren Ginblick zu bekommen, in allen praktischen Anwendungen vertraut zu werden, dafür ist der vorliegende, soeben erschienene V. Band von Meyers Großem Konversations- Lerifon trefflich geeignet. Wir stehen im Zeitalter der Technik und Naturwissenschaften, deshalb ist es wohl berechtigt, auf die diesen Gebieten angehörenden Artikel in erster Linie hinzuweisen, denn tagtäglich treten unbewußt und bewußt Hunderte von Fragen über all die technischen Einrichtungen im praktischen Leben an uns heran, die durch eine sachgemäße furze Orientierung im Großen Meyer völlig erklärt werden, wobei ein geradezu flänzender Jllustrationsapparat, der gerade in diesem Band für die Verständlichung des technischen Gebietes besonders reich ausgebildet ist, und bestens unterstützt. Das elektrische Licht. die mannigfache Anwendung der Elektrizität in der Maschinentechnik, die Elektrolyse, die hervorragenden Grrungenschaften auf dem Gebiet der elektrischen Schnellbahnen und der drahtlosen Telegraphie, das Eisenbahnwesen 2c. 2c., darauf werfen wir nur Streiflichter, die in der Fülle des Gebotenen nur zur Orientierung dienen sollen. Geographie, Städte und Länderkunde sind gleichfalls hervorragend vertreten durch die Artikel ,, Donau"," Elbe"," Ecuador",„ Erde"," Dresden",„ Elberfeld"," England" ,,, Edinburg"," Dortmund", Artikel, die sowohl rein geographisch- naturwissenschaftlich als wissenschaftlich Gediegenes bringen. Sehr interessant sind auch die dem Gebiet der Wirtschaftskunde angehörigen Artikel über das Eisenbahnwesen, das Verkehrswesen, die Versicherung, Verwaltung, die Hygiene 2c. Auch der Landwirt zieht seinen Vorteil aus dem Werk durch Studium der Artikel, Drainage"," Dreschmaschine", Düngung"," Düngerstreumaschinen"," Elektromotoren"," England"( Ackerbau, Viehzucht),„ Enten", Entwässerung"," Erdarbeiten", während die Artikel " Eigentum",„ Erbrecht"," Erbpacht"," Domäne"," Enteignung"," Einkommensteuer"," Ehe"," Cherecht" 2c. für alle sozialen klassen von größtem Interesse sind, zumal gerade hierüber durch Einführung des bürgerlichen Gesezbuches und andrer G. sebe noch im Volt große Unklarheit herrscht. Daß die Illustrierung auch dieses Bandes eine mustergültige ist, ließ sich nach den bisherigen Erfahrungen nicht anders erwarten. Brächtig und meisterhaft hergestellt sind z. B. die Kunstblätter zum Artikel Entwickelungsgeschichte". Sie gehören zu den feinsten Druckerzeugnissen, die bisher geliefert wurden. Alles in allem, der V. Band ist wiederum ein prächtiges Wert, auf das die deutsche Literatur stolz sein darf. P Marktberichte. Frankfurt a. M., 25. Januar. Fruchtmarkt. E8 notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer Mt. 16.00-16.10, kurhessischer Mt. 16.60-16.75, norddeutsch. Mr. Kansas Mt. 17.70-17.90, Roggen, hiesiger Mk. 13.50 bis 13.60, russischer Mt. 14.40-14.75. Amerikaner Mt. 14.50 bis 14.75, Gerste, hiesige Mt. 15.50 bis 15.80, Pfälzer, Mk. 15.75 bis 16.00, fränkische Mt. 15 80, Riedgerste Mt. 15.80 bis 16 00, ungarische Mt. 17.50-18.50. Hafer, hiesiger Mt. 12.50-13.75, furHessischer Mt. 12.50-1 00, Württemberger Mt. bis bayerischer Mt. 12.50-14.00, russischer Mt. 13.50-14.00, Mais Mired Mr. 12.20-12.30, La Plata Mt. 11.40-11.70, weißer Mais Mr. 12 50-12.75, russischer Mt. 13.25-13.50. Alles pro 100 Kilo ab hier. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den„ Gerichts." und„ Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Was soll ich trinken? Wer Kathreiners Malzkaffee trinkt, führt seinem Körper etwas außerordentlich Wohlbekömmliches zu. Kathreiners Malzkaffee vereinigt mit dem Wohlgeschmack und Aroma des Bohnenkaffees die vortrefflichen Eigenschaften des Malzes. Er ist im Gegensaz zum Bohnentaffee für jede Natur, auch für die schwächlichste und für Kinder, nicht nur vollkommen unschädlich, sondern nach ärztlicher Ansicht der Gesundheit sehr zuträglich. Mit Rücksicht auf diese Eigenschaften haben be sonders Familien, in denen Kinder vorhanden sind, Kathreiners Malzkaffee schon längst zu ihrem ständigen Frühstücks- und Vespergetränk gemacht. So leb denn wohl du stilles Haus, Ich zieh' betrübt von Dir hinaus. Doch einen Trost nehm ich mit fort,„ Eureka" - giebts an jedem Ort. Ja, wenn Eureka" heut nicht wär, Wär's Waschen noch wie einft so schwer, Gurefa" macht es spielend leicht, Drum hats den größten Ruhm erreicht.- ( ,, Eureka hat sich überall sehr schnell beliebt gemacht und ist in allen besseren Geschäften, vro Backet 15 Bfa. zu haben. Verdingung. Die zur Herstellung eines Glasabschlusses im Dachge schoß der vorm. Güngerich'schen Hofraite( Frankfurterstraße Nr. 63) erforderliche Schlofferarbeit soll Mittwoch, den 3. Februar d. Js. Vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Zeichnung, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienſtſtunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 26. Januar 1904. Städtisches Hochbauamt J. V.: Gerbel. Würze, In der Küche sparen hilft MAGGI's ware, Man verlange auch beim Nachfüllen ausdrücklich nur MAGGI's Würze! denn sie giebt den einfachsten Wassersuppen, schwacher Bouillon, allen Saucen, Fleischspeisen, Gemüsen 2c. sofort kräftigen Wohlgeschmack. Sehr ausgiebig! Nicht zuviel nehmen! Geschäfts- Eröffnung! Einem verehrten Publikum zur geft. 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( Ohne Gewähr.) 25 28 107 37 239 53 67 344 63 85 415 36 72 608 772 91 836 908 36 1040 61[ 200] 127 36[ 200 46 54 282[ 200) 86 324 61 82 415 78 95 615 47 717 72 826 83 940 2002 30 47 111 45 284 362 72 452 98 548 76 87 89 702 81 93 903 3013 33 129 252 428 517 19 65 69 92 647 55 65 761 86 920 94 4032 53 87 207 30 41 58 316 417 584 87 622 88 702 28 30 72[ 200] 84 812[ 200] 85 902 22 52[ 200] 64 85 5040 82 166 91 201 50 80 86 314 65 79 432 94 96 535 54 70 74 93 [ 200] 602 43 74 83 781 815 43 6020 37 77 217 33 75 307 433 55 77 619 80 710 37 52 70 825 93 929 72 7001 200 5[ 250] 24 308 413 15[ 200] 51 64 66 527 64 93 610 727 39[ 200] 68 824 925 42 69[ 200] 77 8045 115 88 327 32 402 56 69 687 702 45 47 812 14 36 903 9027 33 78 98 122 44 [ 200] 67 79 233 81 84 441[ 200] 59 91[ 200] 569 605[ 200] 38 705 23 27 43[ 5000] 828 41 93[ 250] 10047 107 82 88 215 25 70 74 88 305 410 60 85 521 40 42 686 721 72 78 846 907 42 83[ 200] 11056 103 34 54 81 320 78 79 402 9 43 84 713 24 81 87 914 54[ 200] 59 12009 58 180 90 245 309 35 91 433 90 96 98 99 528 64 79 612 27 36 37 737 96 955 13032 52 65 73 80 163 312 27[ 200] 77 426 585 91[ 200] 687 90 92 722 38 68 802 54 901 14 94 14023 79 153 55 77 97 227 66 92 98 353 438 41 79 565 611 826 30 37 57 79 92 98 961 78 99 15000 49 60 77 115 56 85 88[ 200] 221[ 400] 317 32 56 474 80 82 85 516 34 78 88[ 200] 601 36 59[ 200] 802 33 944 16040 88 189 284 344 422 516 87 617 20 746 866 71 965 17021 61 68 84 127 227 55 434 38 506 628 77 714 68 80 802 14 89 903 47 70 18082 125 43 85 218 20 32 83 303 13 37 90 412 83 88 552 647 61 84 829 955 56 19008 67 81 179 214[ 200] 76 411 88 529 36 655 722 48 86 934 70 20074 147 99 204[ 200] 25 97 399 430 39 48 90 535 40 638 62 764 74 805 69 931 38 21093 127 66 81 85 208 68 99 421 75[ 250] 88 568 89 547 51 57 759 93 867 22003 23 83 138 49 446 529 63 85 87 614 15 709 [ 200] 844 56 929 23111[ 200] 200 94 439 564 68 622 65 92 708 59 820 35 86 928 95 24091 118 60 79 89 255 61 332 48 424 29 507 50 629 722 87 42 86[ 200] 916 43 49 25006[ 200] 50 161 79 287 306 88 435 90[ 200] 533 693 752 81 16 26311 23[ 200] 55 98 441 506 88[ 200] 603 46 52 727 58 59 62 84. 828 30 88 27027 42 45 79 82 88 165 72 211 373 499 555 625 793 969 86 28060 67 177 324 97 403 512 41 76 90 665 721 86 97 823 97 976 29044 $ 23 75 218 23 342 400 15 25[ 200] 510 29 73 612 50 725 815 16 47 921 89 9 30049 61 226 382 93 409 23 72 522 605 7 56 63 69 84 761 69 811 33 52 59 97 1000] 917 38 31021 122 375 467 92 588 605 95 708 40 7 822 924 62 32016 48 163 216 62 67 323 78 411 58 598 693 729 833 942 33187 251 300 41 53 74 426 78 550 641 50 55[ 200] 74 99 855 72 93% 34079 255 70 81 346 429 47 533 53 99 619 35 52 702 14 54 56 856[ 200] 906 32 35003 117 311 438 75 90[ 200] 511 15| 200| 73 648 756 65 66-836 56 929 47 36032 42 50[ 200 59 257 62 79[ 1000] 82 85 336 49 61 72 493 600 06 36 39 42 91 832 46 57 67 910 37036 120 251 69 85 350 446 516 23 734 936 39 79 92 38015 24 37 58 62 82 112 73 345 77 430 62 503 09 605 55 74 746 90 97 817 62 941 66 88[ 200] 39032 72 188 230 73 365 581 609 61 97 789 865 98 99 924 61 73 40013 36 61 82 98 135[ 200] 75 89 301 11 32 493 540 68 96[ 250] 629[ 200] 47 90 92 705 7 22 30 37 44 968 41031 112 40 57 78 98 213 85 87 304 52 84 418 90 551 758 81 89 95 96 828 901 83 91 42035 65 69 71[ 200] 89 115 48 204 19 73 79 80 406 31 33 634 704 38[ 200] 822 915 40 86 43034 109 96 203 59 325 47 49 56 96 414 535 635 55 796 884[ 200] 912 33 68 82 44089 111 78 233 54 94[ 200] 333 437 38 507 23 56 75 665 93 761 94 848 59 926 52 82 45008 49[ 200] 143[ 200] 213 22 43 84 94 321 98 449 555 65 62% 26 46 84 709 57 805 10 30 36 63 973 46031 33 47 107 252 306 477 500 70 679 728 99 864 66 97 47097 180 88 218 30 315 478 582 635 64( 2001 Hamburg Fichtestr. 33. Metallsägre und Särge jeder Art stets am Lager. Schön'sche jeder Art stets am Lager. Metallsärge und Särge Bau- und Möbelschreinerei Liebigstr. 65. GIESSEN. Telefon 410 Couverts mit Firma von Mk. 3.50 an, liefert die Jean Dern& Co. Gegründet 1883. Inhaber: Oskar Gutmann. Bureau und Lager: Westanlage 31 Telephon 21. Expedition. Giessen. Gegründet 1883. Cementwaren- Fabrik und Lager: Frankfurterstr. 114, eign. Bahnanschl. Bau- und Kanalbau- Artikel. Trottoir-, Fussboden- und Wandplatten. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Bauartikel. 79 712 820 917 58 61 48001 31[ 1000 u. e. Pr. v. 75000] 69 95[ 250] 11 78 225 37 43 341 60 69 71 514 63 69 77 628 39 55 71 77 96 720 61 7 90 806 43 950 66 49006 55 70 104 288 443 88 626 59 82 721 99 805 12 48 55 66[ 200] 87 908 12 66 74 75 80 50037 77 143 49 84 218 28 40 43 67 444 54 521 82 607 29 804 39 996 51023 97 144 49 77 298 314 15 28 62 409 35 528 714 828 49 917 52196 241 357 416 62 82 99 569 71 729 49 815 52 69 76 84 916 60 9 53017 18 22 32 58 75 97 197 266 74 306 69 400 9 59 69 83 90 509 80 93 680 734 802 22 31 86 991 93 54153 93[ 200] 232 50 373 77 401 716 71 84 815 37 40 82 968 55003 49 204 13 320 429 49 99 600 760 830 50 97 901 77 56074 93 114 16 33 38 77 88 206 16 18[ 400] 75 303[ 200] 66 69[ 200] 452 564 88.700 14 77 57081 85 87 93 144 376[ 200] 411 77 510 16 646 745 809 929 58005 40 137 85 88 214 382[ 200 95 406 57 99 634[ 1000] 742 894 59006 30 57 63 70 180 82 449 57 65 548 63 69 97 636 90 734 69 95 804 60017 102 202 16 342 433 43 46 92 523 47 73 85 99 676 85 90 95 702 7[ 25000] 8 54 75 83 863 67 79 910 61019 120 51 222 63 312 13 34 70 80 491 516 651 713 717 62 827 62106 276 304 7 42 459 575 602 74 758 99 884 63106 66 272 326 54 61[ 200] 487 90[ 200] 557 610 70 73 776 863 930 52 95 64106 98 221 326 28 58 402[ 400] 6 10 24 70 510 48 49 69 97 673 708 63 90 832 922 65000 3 71 115 33 41[ 200] 92 204 310 21 420 56[ 200] 501 27 45 614 26 753 98 802 15 20 27 940 85 86 99 66004 86[ 200] 152 72 89 272 490 508 19 606 58 735 87[ 200] 90 942 82 67112 99 287 99 372 451 513 36 43 89 679 748 974 68029 113 315 67 455 72 79 577 79 82 94 605 35 44 721 43 69027 32 43 46 73 92 94 208 33[ 200] 94 497[ 200] 508 13 15 22[ 10000 32 618 92 708 69 77 97 807 14 947 59 70034 40 45[ 200] 80 113 22 55 227 99 327 44 58 67 84 95[ 250] 438 84 646 718 21 49 54 95 815 27 80 88 71104 21 43 260 61 338 83 424 27 91 92 501 41 601 78 91 701 71 830 69 86 969 87 72003 73 174 239 65 82 95 341 42 404 5 24 84 509 621[ 250] 768 69 802 7 40 71 72 73364 435 676 87 97 745 849 910 43 74022 68 90 195 301 34 52 453 54 552 95 642[ 200] 91 729 32 60 812 20 75008 123 41 47 60 307 18 55 474 97 554 56 78 602 20 47 76 822 24 902 08 24 76052 70 117[ 200] 32 533 53 70 713 96 815 50 903 87 77011[ 200] 43 107 64 87 213 86 87 304 75 422 56[ 3000] 506 58 98 654 89 716 954 96 78196 382 429 30 64 527 39 610 16 23 708 53 65 86 89 91 908 20 39 47 52 79028 42 85 106 293 309 16 28 412 78 90 581 82 92 655 783 895 80001 52 70 84 120 67 270 320 402 7 36 41 83 90 559 78 631 46 47 62 75 750 52 817 49 934 57 73 99 81060 109 24 32[ 200] 247 97 98 311 418 70 500 97 697 826 97 924 38 82021 59 96 157| 200| 269 307 10 45 469 80 87 507 21 683 861 916 21 77 83002 60 126 77 225 37 43 53 362 435 78 88 533 72 673 78 796 804 46 59 66 81 953 94 84038 78 83 123 29 38 71 282 311 74[ 200] 443 647 61 79 87 711 884 96 954 85014 36 56 89 150 90 211 85 313 45 453 57 73 551 604 16 738 39 51 829 36 84 944 49 64 73[ 200] 86010 152 96 257 85 359 68 98 428 97 611 12 47 876 93 94 945 71 87121 64 74 94 217 351 419 69 512 23 80 684 758[ 200] 72 859 71 85 92 88162 72 278 94 457 84 525 86 94 746 96 808 946 89082 96 150 59 73 262 80 85 329 82 590 616 74 736 37 46 79 968 90041 94 135 37 254 352 63[ 200] 424 56 72 546 48 750 840 64 B4 902 49 67 72 84 91079 114 203 65 87 334 58 457 502 35 83 84 600 10 19 33 713 29 39 922 92010 31[ 400] 57 65 82 161 244 73[ 250] 93 356 70 77 90 91 408 11 98 575 625 96 741 79 89 886[ 250] 94 93006 68 165 99 215 19 84 350 54 436 51 510 628 47[ 400] 64 770 867[ 200] 70 944 94007 54[ 200] 299[ 250] 366 91[ 1000] 416 33 564 706 23 808 61 84 904 20 73 95070 97 132 80 232 78 97 384 454 55 60 93 508 22 61 764[ 200] 950 95 96025 42 110 36 91 94 249 306 19 38 98 449 600 19 58 78 733 35 53 71 82 908 47 94 97032 40 158[ 200] 239 48 76 355 408 537[ 200] BO 99 653 83 708 25 29[ 200] 95 803 34 54 926 60 98030 44 46 157 68 89 210 31 68 356 455 64 88 541 720 37 80 81 832 39 41 50 900 97 99009 12 47 59 79 188 210 44 311 32 97 407 22 45 75 90 518 80 83 775 829 36 45 905 44 49 53 60 Nächste Ziehung: 15. Februar 1904 Neuen- Bäue 11. staatl. Konz. Haupt- Kollekteur der Hess. Thüring.( Mitteld.) Staats- Lotterie. Richard Buchacker, Giessen. | Holz- Versteigerun i. Gießner Stadtwald Montag, d. 1. Februar 190 vormittags 9 Uhr beginnend, werden im Gießen Stadtwald in den Diſtrift Anneberg, Tiefenbach und Faule boden versteigert: 8 Rm. Buchen- Scheitholz 39 Н Eichen" 1 H Eichen" 6 Erlen= " 1 " 41 If Buchen- Knüppelhol 75 Eichen. " 27 Erlen= " " 1 1 " 7627 H AspenFichtenBuchen- Stockholz EichenErlen= Fichten" " 32 17 " 6 " 1620 Wellen Buchen- Reisig. 870 720 80 11 " 1 EichenErlen FichtenDie Zusammenkunft ist auf d Licherstraße an der 10. Schneife Gießen, am 24. Januar 1904 Gr. Bürgermeisterei Mecum. Gießen. Bu vermieten Oftanlage 18 Ecke Landgrafenstraße: 2. u. Stock, 5 Zimmer, Badezimmer Mädch nz. eventuell mit Stallur Burschenzimmer und Mansarde, Remi 4- Zimmerwohnung 1. April zu vermieten. H. W. Rina Gießen, Landgrafenstraße Bleichstraße 1 möblierte Zim ner fof. zu ber Möbliertes und eine fleine Zimme Famili Wohnung zu vermieten Neuenwea. 31 Villa, gross. Steinweg Die Wohnung des Herrn Fo meister Joseph ist per 1. A 1904 anderweitig zu vermieten Näheres bei H. W. Rius, Gieße Landgrafenstraße 3. Cie mar an dem Abend nicht in der Betfassung, mir noch mehr zu erzählen, und ich hatte genug damit zu tun, ihre aufgeregten Nerven zu beschwichtigen. erwachte, war fie fort. Als wir nebeneinAuf dem Tische lag ein Blatt Papier, Ich fann dir nicht mehr länger zur ander im Bette lagen, träumte mir, daß meine Schwester sich über mich beugte und mich füßte. As ich aber am Morgen Last fallen und ich habe selbst zu viel durchgemacht, um nochmals von Neuem den Kampf gegen ein widriges Geschic auf Suche mich nicht auf dem folgendes stand: Liebe Schivester! nehmen zu Fönnen. usdoctor Krankhafter Widerwillen gegen Essen.. Nr. 20. Mittwoch, den 27. Januar Dessische Familienze 19C4 AspenFichtenBuchen- Stockhol Eichen" ErlenFichtenllen Buchen- Reisig. Erlen: FichtenEichenMecum. u vermieten Bürgermeisterei Gießen Be an der 10. Schnei am 24. Januar 190 anlage 18 sammenkunft ift aut 2. u. dgrafenstraße: Zimmer, Badezimmer eventuell mit Stallu Emmer und Ren u vermieten. zen, Landgrafenftraße 4- Zimmerwohnung! H. W. Rina 31 Sie war an dem Abend nicht in der Verfassung, mir noch chstraße ne fleine ce Zim ner fof. zu ber liertes Famili Zimme ag zu vermieten Neuenwea. berweitig zu vermieten Jofeph ift per 1. Wohnung des Herrn Fo gross. Steinweg re8 bei Landgrafenstraße 3. W. Rius, Gieße mehr zu erzählen, und ich hatte genug damit zu tun, ihre aufgeregten Nerven zu beschwichtigen. Als wir nebeneinander im Bette lagen, träumte mir, daß meine Schwester sich über mich beugte und mich füßte. Als ich aber am Morgen auf dem folgendes stand: ermachte, war sie fort. Auf dem Tische lag ein Blatt Papier, Liebe Schwester! Ich kann dir nicht mehr länger zur Last fallen und ich habe selbst zu viel durchgemacht, um nochmals von Neuem den Kampf gegen ein widriges Geschick aufnehmen zu können. Suche mich nicht! Wenn du dieses liest, bin ich im Bereiche derer entrückt, die mir wehe tun könnten. Suche zu vergessen und verzeihe deiner dich ewig liebenden Schwester Myra." " Ja, Herr Professor, das ist das Bild von Myra, meiner in ihren Adern fließen haben, sind nicht immer zum VerAdoptivschwester, und Frauen, die wie ich, südländisches Blut gessen oder Verzeihen aufgelegt." Ihre Augen zeigten einen festen entschlossenen Blick und furchtbar. der ganze Ausdruck ihres Gesichtes war ebenso erhaben wie „ Und was war das Ende?" fragte ich. Können Sie das nicht erraten? Das Wasser! Und boren Sie weiter: Nicht einmal um die Tote hat er sich beSonsen, meine Schwester, und nur soviel, als ich für unbefammert! Aber ich tat es und refognoszierte sie als Myra dgt notwendig hielt, teilte ich der Polizei mit. Ich folgte ib et Sarge und jetzt suche ich den Mann, der sie in den Tod gt hat. Und weigern Sie sich jetzt noch, Herr Profeſſor, nc.chdem ich Ihnen Alles erzählt habe, mir seinen Namen zu annen?" schloß sie. Denn darüber, daß Ihr Besteller und de: Mann meiner unglücklichen Schwester dieselbe Person ist, fam doch nicht der geringste Zweifel bestehen, da, wie Sie et hat." selber erwähnt haben, er sie als seine Gattin bezeich= Es tat mir leid, daß ich bereits so viel gesagt hatte, und id war fest entschlossen, jede weitere Auskunft zu verweigern. Tarüber schien sie im höchsten Grade enttäuscht und entutigt, bis ihr plötzlich ein neuer Gedanke zu kommen ſchien. Sie sagte mir eiligst Adieu und verließ das Zimmer. Myra's traurige Geschichte hatte mich sehr erregt, und it, bedauerie es lebhaft, in dieselbe verwickelt zu sein. Nach Tanyerem Ueberlegen hielt ich es jedoch für ratsam, Herrn Beyersberg von Fräulein Hansens Erzählung keine MitteiLung zu machen. Im Laufe des Nachmittags sprach auch der gerannte Herr bei mir vor und nahm das Bild in Empfang, mit den er dann in einem Wagen davonfuhr. Ich stand an meinem Fenster und konnte sehen, wie ein jungos Mädchen, in dem ich Fräulein Hansen erkannte, beftig in cine Droschke stieg und in dieser Herrn Beyersberg's Wagen nachfuhr. Ich erinnerte mich jetzt, daß ich ihr ja gesagt hatte, daß dieser Herr Nachmittags das Bild abholen würde. Was sollte ich tun? Ich sah die Straße hinunter, Tonnte aber keine andere Droschke entdecken. Ihn einzuholen und zu warnen, war ganz unmöglich, denn ich wußte auch nichi enimal, in welche Straße sein Wagen eingebogen war. En größter Gile lief ich nach meinem Atelier und fand hier audi Herrn Beyersberg's Karte. Leider stand aber seine wetter him. Adrese nicht darauf. Ich konnte beim besten Willen nichts Am Abend herrschte große Aufregung in den Straßen, und Ertrablätter, die ausgerufen wurden, wurden den Zeitungsbändlern fast aus der Band gerissen. Auch ich ließ mir eins herauf holen, und mit Entseyen las ich folgende Neuigkeit: „ Schrecklicher Word in der Neustadt!" „ Herr Ferdinand Beyersberg, ein alleinstehender, underbeirateter Gutebeiiger, der als sehr vermögend galt, wurde heut gegen Abend in seiner Wohnung in der S.- Straße tot fgefunden. Er lag auf dem Teppich seines Zimmers in einer großen Blutlache und ein Stilett steckte in seiner Bruſt. Borte standen: Myra ist gerächt!" So weit wir erfahren Bei der Leide fand man ein Blatt Papier, auf dem nur die Jaben, ift bis jetzt noch keine Spur vom Mörder entdeckt." bielt es für meine Pflicht, der Polizei von Fräulein Halens Besuch in meinem Atelier und ihrer Erzählung icht leidt, daß alle Bemühungen der Polizei, des is geben; ich muß aber offen gestehen, daß es mir then Mädchens habhaft zu werden, fruchtlos geNebo end. Erlen Eichen: Buchen- Knüppelhol Erlen Eichen Eichen: mittags 9% Uhr , werden im Gießen , d. 1. Februar 190 -Versteigerun ner Stadtwal 6 Tiefenbach und Faule in den Distrikt fteigert: m. Buchen- Scheitholz Hausdoctor Krankhafter Widerwillen gegen Effen.. Eine richtige und vor allem auch genügende Ernährung gehört ganz selbstverständlich zu den Grundbedingungen der Gesunderhal tung oder Gesundung des Menschen. Daher ist es wichtig, die Verhältnisse kennen zu lernen, bei denen sich ein Widerwillen gegen das Essen einstellt, und zu erforschen, wie diesem Mißstande am besten beizukommen ist. Die Abneigung gegen Speiseaufnahme, die Sitophobie, entsteht gewöhnlich aus einer Angst vor Schmerzen oder anderen unangenehmen Empfindungen, die nach den Mahlzeiten in den die Verdauung bewirkenden Organen auftreten. Die Kranken ziehen es mit Rücksicht darauf vor, überhaupt nicht zu essen, oder doch möglichst wenig Nahrung zu sich zu nehmen. Schließlich enden sie gewöhnlich damit, nur noch Milch oder Fleischbrühe zu genießen. Die eigentlichen Ursachen der Sitophobie sind zahlreich und nicht leicht zu erkennen. Zu ihnen gehört ein überempfindlicher Zustand der Magenschleimhaut, der zwar zu keinen heftigen Schmerzen, aber doch zu recht unbehaglichen Empfindungen während der Nahrungsaufnahme führt. Nicht selten word die Abneigung gegen das Essen auch durch eingebildete oder unrichtige Vorstellungen herbeigeführt, indem Kranke, die mit ihrer Verdauung nicht in Ordnung sind, sich vor dem Essen scheuen, weil sie ihr Leiden zu verschlimmern fürchten. Auch bei besonderen Krankheiten, wie Gicht, Fettleibigkeit, wird die Sitophobie häufig ge= funden. Es liegt daher nicht so fern, diese Krankheit für eine geistige zu halten, oder wenigstens ihren eigentlichen Ursprung in das Gehirn zu verlegen, wie es früher von mehreren Forschern auch geschehen ist. Demgegenüber ist aber festgestellt, daß sich zweifellos die Abneigung gegen das Essen bei Leuten findet, die keinenfalls irgend eine Störung ihres Geisteslebens aufweisen, ſondern nur als Folge einer ganz begreiflichen Furcht. Dennoch muß der Arzt der Sitophobie stets entgegentreten, denn sie führt notwendig zu einer Entkräftung in höherem oder geringerem Grade. Die Entkräftung ist auch ein ganz bestimmter Begriff für den Arzt, und man unterscheidet eine vollständige oder unvollständige Entkräftung, oder, wie der fachmännische Ausdruck lautet, Jnanition. Eine vollständige Entkräftung von kurzer Dauer ( zwölf bis vierundzwanzig Stunden) kommt häufig vor, z. B. bei Reisenden, die auf langen Wanderungen Hunger leiden müssen, oder auch im Gefolge freiwilligen Fastens. Die Erscheinungen dieses Zustandes sind außer den Anzeichen der Körperschwäche nerböse Schmerzen, z. B. in Kopf und Nacken, auch Schwindelgefühl. Aus den Beobachtungen an den sogenannten Hungerkünstlern weiß man, daß der menschliche Körper bei vollständiger Entkräftung noch ebenso viel Sauerstoff aus der Luft aufnimmt wie im gesunden Ruhestand; da er aber keine Ernährung von außen her erhält, so lebt er buchstäblich von seinem eigenen Fleisch und Fett, ohne dabei besonders zu sparen. Uebrigens scheint der Hungertod doch milder zu sein als der Dursttod, weil das Hungergefühl nach etwa zwanzig Stunden am heftigsten wird, dann aber verschwindet, während die Pein des Durstes bis zum Tode an= hält. Das Ableben tritt als Folge des Hungers gewöhnlich aus einem Zustande tiefer Betäubung, zutveilen allerdings auch unter Delirien und Krämpfen ein. Erwachsene können 12 bis 20 Tage leben, ohne irgend etwas zu sich zu nehmen, dagegen kann die Lebensdauer auf 40 bis 70 Tage gesteigert werden, wenn der Betreffende Wasser zu seiner Verfügung hat. Bis zum Eintritt des Hungertodes verliert der Mensch etwa ein Fünftel seines Körpergewichts. Viel bedeutsamer, weil häufiger, sind die Fälle unvollständiger Entkräftung oder Unterernährung. Diese findet sich durchaus nicht nur bei solchen Leuten, die aus Mangel an Mitteln zu wenig essen, sondern auch als Folge falscher Vorstellungen über die nötige Nahrungsaufnahme. Der Mensch muß täglich etwa vier Kilogramm oder etwa den fünfzehnten Teil seines Körpergewichts durch Nahrungsaufnahme ersehen, bei anstrengender Arbeit entsprechend mehr. Unvollständige Ernährung und die daraus folgende Entkräftung führt erfahrungsgemäß ebenso schnell zum Tode, wie vollständige Enthaltung von Nährstoffen. . 1. ssen. indet 1883. gn. Bahnanschl ik und Lager: Nr. 20. ert die Firma xpedition. e Telefon 410 hreinerei Ja sel ebes pun Mittwoch, den 27. Januar 19C4 Oberbessische Familienzeitung. Tägliche Unterhaltungs- Beilage dez Gießener Neueste Nachrichten. Gad mi erleg te bener Berlagsbruderet, verm. Wilh. Keller'sche Buchbindezet( gegs. 1789);[?! x& ( 17. Fortsetzung.) Der Beuge. Roman von Marie Bernhard. Der Tempelpark von Uyeno, ein weit ausgedehntes Gebiet in der Nähe von Yeddo oder Tokio,( Stadt des Ostens) wie die Japaner die Stadt mit Vorliebe nennen, liegt für gewöhnlich ernſt, einſam und düster da, mit seinen gewaltigen Baumriesen, die, wenn belaubt, Luft und Licht an vielen Stellen derartig abschließen, daß kaum ein vereinling! Noch ist kein entwickeltes Blatt zelter Sonnenstrahl den Erdboden streift. Anders im Früh Kirsch- und Pflaumenbäumen, deren Stämme unseren deutan den mächtigen schen Eichen an Stärke nichts nachgeben, zu entdecken, dafür aber hat der japanische Lenz sie mit weißrosigen Blüten geradezu überschüttet, und weil nun fast der ganze weite Tempelpark von Uyeno aus diesen wilden Pflaumen- und chenhaften Anblick. Kirschbäumen beſteht, so bietet er um diese Zeit einen märAuf der Straße, die von Tokio nach dem Park hinführt, rollen zwei leichte, hochgebaute Wagen, die der spanische Vizefonsul, ein guter Bekannter der Firma Norden& Sohn, ſeinen Geschäftsfreunden zur Verfügung gestellt hat. Im erſten Gefährt, welches vierſißig iſt, befindet sich die Gemahlin des Konsuls, eine etwas verblüht und ermattet aussehende Dame, die er sich von einem längeren Aufenthalt in Pernambuco mitgebracht hat. Sie ist Brasilianerin, enorm reich, blasiert und wortkarg und augenblicklich von einem gewissen müden Erstaunen erfüllt über Hilda Ermshagen, die neben ihr im Fond sitt und deren zarte, frische Schönheit sehr zum Vorteil gegen das gelbliche, abgelebte, dick mit Puder bestreute Gesicht ihrer Nachbarin hervortritt. mit ihren Blicken und überlegt es sich, wie lange diese Senora O'Vegas streift fast unausgesetzt das feine Profil Deutsche wohl so schön bleiben, und wie lange ihr herrliches Kolorit dem japanischen Klima Trotz bieten wird. Der Gemahl der Brasilianerin, ein von der Sonne braungedörrter, so reizendes Gegenüber zu haben, und befleißigt sich einer magerer Herr mit spärlichem Haarwuchs, iſt ſehr erfreut, ein gelvandten Unterhaltung in sehr korrektem Französisch. Neben ihm auf dem Rücksitz befindet sich Norden senior, und es ist Hilda peinlich, ihn so nahe zu haben, sie hat das Gefühl, als beobachte er sie fortwährend durch die blaue Brille hindurch; sie möchte es gern feststellen, ob dies wirklich der Fall oder nur eine Vorspiegelung ihrer in Bezug auf diesen Mann so eigensinnigen Empfindung ist, aber sie vermag nicht, der Sache auf den Grund zu kommen, denn die Brillengläser sind so tiefdunkel gefärbt, daß man absolut nicht wahrnehmen kann, was die Augen dahinter vorhaben. Im übrigen dürfte sich Hilda nicht mit unnüßen Gedanken quälen, schon jetzt, auf dem Wege zum Park, gibt es viel zu sehen: endlose Prozessionen von Männern und Weibern, die nach Tokio wollen, kommen ihnen entgegen. Sie führen auf zweiräderigen, hohen Karren riesengroße, grell bemalte Gökenbilder mit sich und vollführen mit ihren Handtrommeln einen betäubenden Lärm. Wie seltsam das alles ausschaut, wie grotesk die Götzen beim Fahren schwanken und mit den großen Köpfen nicken! Die Europäer fahren allewer von ihnen möchte bei dieser Hize - ( Nachdruck verboten.); zu Fuß gehen? trotzdem es bereits später Nachmittag ist! Hellmut Norden folgt mit Walter Ermshagen in einem fleinen zweisigigen Wagen, der so leicht und niedlich gebaut ist, daß er wie ein Spielzeug aussieht. Der junge Norden fährt selbst und hat sehr genau darauf acht, daß ſein Gefährt dicht hinter dem des spanischen Vizekonsuls bleibt, es ist ihm so schon ärgerlich genug, nicht mit Hilda zusammen in einen Wagen gekommen zu sein, doch mußte er es selbst einsehen, die Verteilung war nicht anders zu machen gewesen! Gerade wandte sich das junge Mädchen im Wagen zurück und nickte lächelnd den beiden Herren zu, da eben einige seltsam aufgeputzte japanische Priester in langen bunten Gewändern vorüberzogen und mit eigentümlichem Zwinfern der schmalgeschlitten Augen zu den vorüberfahrenden Fremden aufschauten. Hilda war wunderschön in einem lichtblauen, durchsichtigen Sommerkleide und einem hellen Hütchen, unter dem ihr dickes nußbraunes Haar hervorsah, reizend hob sich ihr Kopf gegen die weiße Seide des großen Sonnenschirmes, den sie über sich aufgespannt hielt, ab. Hellmut seufzte unwillkürlich ganz laut, er wußte selbst nicht recht warum. Sein Gefährte, Walter Ermshagen, sah ihr verwundert an und fragte:„ Was fehlt Ihnen?" „ Mir? O!" Wenn dies eine Antwort sein sollte, so war zum mindesten ihr Sinn dunkel. Dann, nach einer fleinen Pause:„ Wie schön ist Ihre Schwester, Ermshagen!" " Ja wohl!" meinte Walter ruhig. Ich muß das zugeben, sie ist schön, leider, möchte ich sagen!" ,, Warum aber?" " Ich glaube," sagte der Bruder bedächtig, es wäre für Hilda ſelbſt und auch für mich besser, wenn sie bloß ein leidlich hübsches Mädchen wäre, dann hätte sie längst geheiratet, denn sie ist zweiundzwanzig Jahre alt" „ Schon? Ich hielt sie für achtzehn oder neunzehn!" Ja, so geht es vielen! Sie ist sehr seelenruhig, oder, um mich korrekter auszudrücken, es passiert nicht vieles, was ihre Seelenruhe zu ſtören im ſtande ist, denn ich muß manchmal denken, Hilda ist lange nicht so fühl, wie sie sich gibt. Wenn sie einmal Feuer fängt, dann fann es, glaube ich, bedenklich werden, aber bis jetzt geschah es noch nicht, und wer weiß, ob es jemals geschehen wird!" Ja, wer weiß!" gab Hellmut als Echo zurück. ,, Sie dürfen nicht denken, Norden, daß ich mich gern meiner Schwester entledigen möchte. Das ist nicht der Fall! Wir kommen sehr gut mit einander zurecht, und Hilda hat mir nie das Leben erschwert mit Sentimentalitäten, ungerechtfertigten Ansprüchen, Unverstandensein und sonstigen Mädchentorheiten. Ich meine nur, ihre Schönheit ist ihr ein Hindernis gewesen, zu heiraten und wird es vielleicht bleiben. Sie hat viele Freier gehabt, oft solche, die sie nur wenig fannten und sich in ihre Schönheit verliebten,... das hat ihr von den Männern einen geringschäßigen Begriff geacben und ließ sie Vartien, um die manches Mädchen sie Von Guftab Die Entwicklung d kunft für die Da Federzeichnung des Mit drei Abbildungen nach Der Zwed der nachstehend sein, den Besern Aufschluß dari Fünfme beneidet haben würde, so gleichmütig von der Hand weisen, als wären es Bagatellen." Glauben Sie denn aber, daß für ein Mädchen wie Ihre Schwester das einzige Heil in der Heirat liegt?" Sie könnte sich ihr Brot selbst erwerben, das ist ohne allen Zweifel, aber sie hat keine besondere Neigung, eines ihrer hübschen Talente als Erwerbsquelle zu verwerten, und der Beruf einer Lehrerin oder Gesellschafterin ist ihr nie besonders sympathisch gewesen. Hilda hält eine wirklich glück liche Ehe, das weiß ich aus ihrem eigenen Munde, für das höchste deal auf Erden, ich fürchte aber, sie macht für ihre Person an eine glückliche Ehe, an ein solches Ideal, zu große Ansprüche, und zuweilen kommt mir der Gedanke, sie wird so lange wählen und abweisen, bis sie am Ende eine Vernunftheirat eingeht!" " Dazu wäre sie ganz und gar nicht geschaffen!" fuhr Hellmut dazwischen. Das weiß ich noch gar nicht! Mir ist Hilda, wie gesagt, in manchen Dingen nicht ganz verständlich; ich meine, es muß sehr viel mehr in ihr stecken, als sie der Außenwelt und auch mir, ihrem einzigen Bruder, zu zeigen für gut findet!" Hellmut hörte im Geist die dunkle, leidenschaftliche Stimme singen: Aus der Heimat, hinter den Blitzen rot" und fand das auch. Sie werden es für ein junges Mädchen natürlich finden, Norden," fing Ermshagen nach einer kleinen Weile wieder an,„ und ich muß es dahingestellt ſein lassen, ob Sie mir glauben, aber ich bin überzeugt, meiner Schwester ist ihre Schönheit oft ebenso unbequem, als mir! Bei der letzten Affaire in Hamburg zum Beispiel, wo ich so gut situiert war und wir uns beide sonst wohl fühlten Verzeihen Sie," unterbrach ihn Hellmut, ich weiß nicht, wovon Sie reden, und möchte nicht gern indiskret sein!" " Hat Ihnen denn Hendrichs nicht geschrieben, welches der Grund war, warum wir Hamburg verließen?" „ Er schrieb nur, es wären Angelegenheiten privater Natur gewesen, und in seinem letzten Brief deutete er an, es gäbe in Hamburg Personen, die Ihre Schwester ganz besonders ungern scheiden gesehen hätten, und ihn, Hendrichs, sollte es nicht allzusehr wundern, wenn in Yokohama... da brach der Satz kurz ab." Ermshagen runzelte unmutig die Stirn. Ich hoffe, er irrt sich, aber unmöglich ist ja freilich nichts bei einem erzentrischen Menschen, der bisher nichts anderes im Leben fennen gelernt hat, als die Erfüllung aller seiner Wünsche und tollen Launen. Ich will Ihnen die Geschichte erzählen, Norden, sie ist nicht lang. Sie interessieren sich doch dafür?" „ Sehr!" Es fam recht energisch heraus. Nun also,... wir waren nach Hamburg gekommen und behagten uns beide fehr gut dort. Von San Franzisko gingen wir fort, weil der Sohn meines dortigen Chefs Hilda einen Heiratsantrag machte, den sie zurückwies, was ich ihr übrigens nicht verdenke; das war kein Mann für sie! Da sich in San Franzisko nicht gleich eine andere gute Stelle für mich fand und man mir den Posten in Hamburg antrug, gingen wir sofort herüber, und Hilda, der es sehr leid war, daß ich gewissermaßen durch ihre Schuld aus Kalifornien fort mußte, gab mir freiwillig das Versprechen, sehr auf ihrer Hut im Verkehr mit Männern zu sein und in ihrem Wesen eine Kälte und Gleichgiltigkeit zur Schau zu tragen, die den Herren feineswegs anziehend erscheinen sollte. Ich muß gestehen, daß sie sich selbst und mir streng Wort gehalten hat, es läßt sich nicht der leiseste Vorwurf gegen sie erheben! Indessen, sie konnte sich keine Maske in Hamburg vor das Gesicht binden, und ebensowenig konnte sie das Leben einer Einsiedlerin führen. Selbst wenn sie das gewollt hätte, ich würde natürlich nie darein gewilligt haben! Sie besuchte aber sehr wenig Geſellſchaften und betrug sich dann so gletscherhaft, daß sie bald in den Ruf einer hochmütigen Prinzessin kam. Ihr und mir fonnte das recht sein. Da aber gab es einen Ball im Hendrichs'schen Hause, in welchem wir viel verkehrten, und hier ließ sich meiner Schwester, gleich zu Anfang des Festes, ein ungarischer Herr vorstellen, der wegen Regulierung einer Erbschaftssache für einige Wochen dort lebte. Er war aus guter Familie, im Banat reich begütert, nicht gerade schön, aber doch so, was die Frauen interessant nennen, man hielt ihn allgemein für stark verwöhnt und erzentrisch, im übrigen mußte man ihm nichts nachzusagen. Nun, dieser ungarische Magnat Demetrius Vanescu war sein Name- fing gleich beim ersten Blick auf Hilda Feuer. Ich weiß nicht mehr, welche Toilette sie an dem Abend trug, aber einen feinen Geschmack und Farbensinn hatte sie ja immer, sie war also sehr schön, und der Ruf, sie sei die Königin des Festes, drang alsbald in mein Kartenzimmer, wo ich mit einigen anderen Herren beim Stat saß, ich bin nämlich kein Tänzer. Nach einiger Zeit flüsterte mir ein guter Bekannter im Vorübergehen ins Ohr, meine Schwester habe eine glänzende Eroberung gemacht, der Baron Vanescu, so titulierte man ihn dort, sei wie toll in sie verlieb., weiche nicht von ihrer Seite und habe verschiedenen guten Freunden geradezu erklärt, er müsse diese Schönheit gewinnen, es könne fommen, was da wolle! Ta mir dies nicht gerade beruhigend klang, bat ich den Bekannten, statt meiner beim Skat einzutreten, und begab mich in den Ballsaal. Was ich da zu sehen bekam, gab mir die Ueberzeugung, daß jene vertrauliche Mitteilung in der Tat nicht übertrieben war, der ungarische Herr machte gar kein Hehl aus seiner plößlich erwachten Leidenschaft, er ſtand lichterloh in Flammen und ſchien ſich nicht im geringsten darum zu bekümmern, daß er der ganzen Gesellschaft ein Schauspiel bot. Hilda goß ein Sturzbad über das andere in diese Gluten, es war wirklich unmöglich, jemand gleichgiltiger, kälter zu behandeln, als sie es tat, aber natürlich half ihr das gar nichts. Sie bat mich, früher mit ihr nach Hause zu fahren, da ihr die Sache überaus lästig sei, ich entfernte mich mit ihr, sowie unser Wagen da war; der Ungar begleitete sie bis auf die Straße und verließ das Fest in derselben Minute wie sie. Sie sagte mir unterwegs, der ganze Vorfall wäre ihr höchst unangenehm, aber sie sei ganz unschuldig, wovon ich vollkommen überzeugt war. Hilda meinte, der Magnat würde im nüchternen Licht des folgenden Tages die Angelegenheit anders auffassen, und es würde vorläufig weiter nichts erfolgen. Es erfolgte aber doch etwas am nächsten Vormittag, nämlich ein Bouquet von einer Größe und Kostbarkeit, wie ich es noch nie gesehen hatte, und ein paar Stunden später der Spender in Person, der Hilda seinen Besuch machen wollte.. Gerächt! ( Fortsetzung folgt.) Aus dem Englischen von J. Cassirer. ( Nachdruck verboten.) Ferdinand Beyersberg" stand auf der Karte, die mir mein Diener überreichte. Ich lasse bitten." Ein großer Herr mit schwarzem Vollbarte und einer Adlernase, auf der er eine goldene Brille trug, trat in mein Atelier. Er war auf das Eleganteste gekleidet und in seiner Hand hielt er ein kleines Spazierstöckchen mit silbernem Knopf. feldt?" Ich habe wohl die Ehre mit Herrn Profeſſor SeegeIch nickte zustimmend. Ich nehme mir die Freiheit zu Ihrer gerühmten Geschicklichkeit als Portraitmaler meine Zuflucht zu nehmen, und ich würde mich glücklich schäßen, wenn Sie einen fleinen Auftrag für mich ausführen könnten." Aus seiner inneren Rocktasche holte er eine Photographie hervor, die er mir zeigte. Würden Sie vielleicht so liebenswürdig sein, mir von dieser Dame ein lebensgroßes Portrait in Del zu malen? Oder ich würde vielmehr ein Bruststück in Lebensgröße vorziehen." Kann mir die Dame nicht selber sizen?" fragte ich. " Leider nein," antwortete er, sie ist tot und diese Photographie ist alles, was ich habe, das mir ihre Züge ins Ccdächtnis zurückrufen kann. Sie war meine Frau." Ich erklärte ihm, daß ich beim Malen nach einer Photographie weder mir selbst noch dem Bilde genug tun könnte und ich daher lieber auf die Bestellung verzichten möchte. Herr Beyersberg drang indessen so lange in mich, bis ich schließlich nachgab. Da er in ungefähr vierzehn Tagen ins Ausland gehen wollte, versprach ich ihm, das Bild sofort in Angriff zu nehmen, damit er es mit sich nehmen könne. In überschwenglichen Worten drückte er mir seinen Dank aus, und nachdem er mir noch die erforderlichen Andeutungen über Farbe der Haare, der Augen, des Teints 2c. gegeben hatte, verabschiedete er sich. Ich muß offen gestehen, daß ich mich zu dieser Arbeit, die de nur ein Experiment war, nicht sonderlich hingezogen fühlte, doch tat ich mein Bestes, sie zu einem guten Ende zu bringen. Während ich mit dem Bilde beschäftigt war, F: einmal Herr Beyersberg bei mir vor. Das Bild geHei ihm und er konnte es nicht genug loben; er meinte, daß ef dem Original zum Sprechen ähnlich sähe. Als ich eines Morgens die letzten Striche am Bilde machte, denn Herr Beyersberg wollte es im Laufe des Nach mittags abholen, fam ein junges Mädchen, das mir früher Siters Modell gestanden hatte, zu mir und fragte mich, ob ich feine Beschäftigung für sie hätte. Sie hieß Julia Hansen. Während wir miteinander plauderten, trat sie ein paar Schritte vor, um sich das Bild anzusehen, das ich auf der Staffelei hatte. Kaum hatte sie einen Blick darauf geworfen, als sie Freideweiß im Gesicht wurde. In ihren Augen leuchtete ein unheimliches Feuer auf und, auf das Portrait zeigend, rief sie aus: Myra! Barmherziger Gott, das ist ja Myra! Was soll denn das bedeuten? Kannten Sie sie denn?" Sie richtete ihre Augen auf die meinen, als ob sie darin meine innersten Gedanken lesen wollte. ,, Wann haben Sie das Bild gemalt, Herr Professor?" In den letzten Wochen," antwortete ich. Wann hat sie Ihnen denn gesessen?" Ich habe sie nie in meinem Leben gesehen." " Halten Sie mich nicht zum besten, Herr Professor," entgegnete sie halb flehend, halb drohend. Ich muß Sie um eine Erklärung bitten, ich habe ein Recht dazu. Ich muß Alles wissen." Ich nahm die Photographie und zeigte sie ihr. Sie riß sie mir fast aus den Händen und sah sie sich sehr genau an. Der untere Rand der Photographie, auf der die Firma des Photographen zu stehen pflegt, war abgerissen, und auch auf der Rückseite war der Name und Wohnung des Photographen wegradiert. Es war daher unmöglich zu erkennen, wann und wo das Bild gemacht worden war. „ Sie sagen, Sie haben sie nie in Ihrem Leben gesehen?" Meines Wissens nach nicht." Woher wissen Sie aber dann so genau die Farbe der Haare und des Teints. Die sind ja auf das Täuschendste getroffen." „ Die erforderlichen Informationen habe ich von der Person erhalten, die mir die Photographie gegeben hat und die heute Nachmittag hier das Bild in Empfang nehmen will." „ Wer ist das?" fragte sie hastig. „ Das darf ich nicht sagen." " Sie müssen mir's aber sagen, Herr Professor." Sie ergriff meine Hand und sah mich mit einem so flchentlichen Blicke an, daß es mir zeitlebens unvergeßlich bleiben wird. Dabei liefen ihr die Tränen die blassen Wangen herunter. Ich kann es Ihnen leider nicht sagen, liebes Kind," entgegnete ich.„ Abgesehen davon, daß mir das meine Künstlerehre nicht erlaubt, bin ich in diesem Falle zu strengster Geheimhaltung verpflichtet." Dem war auch so. Herr Beyersberg hatte mir erklärt, daß er aus gewissen Gründen den Auftrag als einen vertraulichen betrachtet wissen wolle, und ich hatte ihm versprochen, seinen Wunsch zu respektieren. Niemand hatte bis jetzt das Bild zu Gesicht bekommen, und ich hatte es nicht für notwendig erachtet, Gegenstände in meinem Atelier vor den Augen neugieriger Modelle zu verstecken. Die Sache fing an, mir peinlich zu werden und umsonst zermarterte ich mir den Kopf, welches Interesse wohl Fräulein Hansen an diesem Bilde haben konnte. Kannten Sie denn Frau-?" Ich sprach den Namen nicht aus, doch zeigte mir ein Blick auf Fräulein Hansen's Gesicht, daß auch sie den Namen nicht zu kennen schien. Kannten Sie das Original dieses Bildes?" wiederholte ich jetzt meine Frage. Ob ich sie gefannt habe! Ach, meine arme Myra! Meine liebe, gute Myra!" Ich führte sie zu einem Sessel und sie weinte bitterlich und auch ich fühlte mich außer Stande, ihr Trost zuzusprechen. Plötzlich aber hörte sie auf zu weinen und sie begann: „ Hören Sie, ich will Ihnen eine Geschichte erzählen: Mein Vater stammt aus Deutschland und hatte sich als Kaufmann in Genua niedergelassen, wo er meine Mutter, die eine Italienerin war, heiratete. Zehn Jahre lang blieb ihre Ehe kinderlos. Das machte ihnen viel Kummer und sie nahmen dann eine zweijährige Waise an Kindesstatt an. Es war ein hübsches, kleines Mädchen, das meine Eltern bald so lieb gewann, als wenn es ihr eigenes Kind gewesen wäre. zwei Jahre später wurde ich geboren, und weitere Kinder sind aus der Ehe meiner Eltern nicht entsprossen." Wir beiden Schwestern, denn wir hatten uns immer als Schweſtern betrachtet, hingen auf das Innigste an einander, und als Vater und Mutter zu gleicher Zeit von einer Epidemie, die damals in Genua wütete, dahingerafft wurden, war sie neunzehn Jahre alt und ich fast un vier Jahre jün ger. Da wir in Italien keine Verwandte hatten, so tamen wir nach Deutschland, um hier Schutz und Beistand bei der einzigen Schwester meines Vaters zu suchen. Es war das eine ältere, unverheiratete Dame, die in Bremen wohnte. Wie groß war aber unser Schmerz und unser Schred, als wir in Bremen angekommen, erfahren mußten, daß meine Tante vor Kurzem gestorben war. Wir waren somit jezt vollständig verlassen und standen in der weiten Welt allein da. Mit den Einzelheiten unserer vielen Kämpfe gegen Hunger und Not will ich Sie nicht belästigen, Herr Professor; es genügt, wenn ich Ihnen sage, daß sie furchtbar waren und daß sie uns noch enger aneinander brachten. „ Nach verschiedenen Erlebnissen hielten wir es für ratsam, uns von einander zu trennen. Meine Adoptivschwester erhielt eine Stellung als Gouvernante in einer der östlichen Provinzen und ich wurde das, was ich noch jezt bin – ein Modell. Wir schrieben uns lange und zärtliche Briefe, in denen wir uns gegenseitig von unsern Sorgen, Hoffnungen und Erlebnissen erzählten. Vergangenen Herbst jedoch erkannte ich, daß die Briefe meiner Schwester einen anderen Ton atmeten. Es entging mir nicht, daß meine Schwester sich mir nicht mehr so wie früher anvertraute sie schien mir etwas zu verheimlichen. Ich fragte sie, was das wäre. Ein paar Wochen lang antwortete sie garnicht, dann erhielt ich einen ganz kurzen Brief von ihr, in dem sie mir Kenntnis gab, daß sie sich verheiratet habe und ins Ausland reisen würde; bald würde sie wieder schreiben. Nicht einmal den Namen ihres Gatten teilte sie mir mit. Die Zeit verstrich, aber sie brachte keinen Brief von ihr. Ich war ſehr um sie besorgt, denn ich wußte nur zu gut, daß etwas passiert sein mußte; ich konnte aber nichts tun, da mir nicht einmal ihre Adresse bekannt war. ,, Als ich eines Abends recht trübe und mißgestimmt in der zu mir herein und sagte, daß eine Dame mich zu sprechen Dämmerung in meiner kleinen Stube saß, kam meine Wirtin wünschte. Es war meine Adoptivschwester. Ste warf sich weinend in meine Arme und ich sah gleich, daß ihr das Herz zu brechen drohte. Ich schlug ihren Schleier zurück, und so lange ich lebe, werde ich den Anblick nicht vergessen, der sich mir jetzt darbot. Man hatte ihr einen brutalen Schlag ins Gesicht versetzt. Das eine ihrer Augen war so heftig geschwollen, daß sie es fast gar nicht öffnen konnte; an der einen Backe hatte sie eine offene Wunde und ihre Stirn wies Narben von früheren Schlägen auf. Barmherziger Himmel," rief ich aus,„ wer hat das getan!" „ Mein Gatte," antwortete sie unter Tränen. „ Wo ist er?" Sie gab keine Antwort. Myra, meine liebe, arme Schwester, das soll ihm teuer zu stehen kommen. Wie heißt denn dein Gatte?" Weder seinen Namen, noch sonst etwas über ihn wollte sie mir sagen; nur so viel brachte ich aus ihr heraus, daß er sie schon Monate lang so schlecht behandelt habe. Um ihn gewissermaßen zu entschuldigen, erzählte sie: „ Weißt du, Julia, ich glaube, er muß zeitweise nicht recht bei Sinnen sein. Er verliert alle Selbstbeherrschung, nachher aber tut es ihm immer so furchtbar leid und er sucht alles durch Liebkosungen wieder gut zu machen." Es tut ihm leid! So etwas läßt sich nicht wieder gut machen und seine dann folgenden Liebkosungen sind geradezu beleidigend für dich." ,, Ach, liebe Julia, ich habe es so lange ausgehalten, als es nur irgend ging, jetzt aber bin ich ihm davongelaufen und nie, nie wieder kann ich zu ihm zurückkehren." „ Du armes Mädchen," suchte ich sie zu trösten ,,, warum hast du dich mir nicht anvertraut?" Weil du selber Kummer und Sorge genug hast und ich diese nicht noch durch meine vermehren wollte." Arten von Schiffen sich in de vereinigen. Wie ichon der Au es fich hierbei nur um Fahr ihrer Beschaffenheit im stande großen Meeres zu troken. Es Sache, hier eine strenge Scheidur Dampfer eintreten zu lassen, d Betriebsmittel mitunter auf ei finden, so gehört diese Gattung noch nicht in den Rahmen uni sationsaufgaben bei un lastet, die im Intereffe und einer ökonomische waltung gestellt werde dann endlich auch ein Ausdehnung der Zwa lösen. Der I Keine Bestätigung meldung, dafür besser Das ist das erfreuliche bungen. Beim Kolonic mandanten des Habid Nach neueren Na Bastarde treu, am O schlagen. Es ist sic daß Leutnant v. 3 eingegangen: wegen der Zerstörung Es ist nachgewie Ein Versuch, mit Ka sind und 70 vermit bei Khan werden m ich hoffe dann die Ba zu können. Die Ar borläufig eingestellt. dort aus zu Fuß t So schmerzlich die Deutschen und dem Be Bandef urs PETER GEH llustrirte Monatsberichte über die Die Entwicklung der Schiffsbaukunft für die Dandelsmarine Von Gustav Fenkohl. Mit drei Abbildungen nach Aquarellen und einer Federzeichnung des Verfassers. Der Zweck der nachstehenden Ausführungen soll sein, den Lesern Aufschluß darüber zu geben, was für Sandel Monat Januar 1904. Teuesten Erfindungen u.Entdeckungen sie für den modernen Schiffbau einen überwundenen Standpunkt darstellt. Die kleinste Art des zur Beförderung von Frachten dienenden Seeschiffs ist der sogenannte" Ever"( Fig. 1). Aus Holz, seltener aus Eisen gebaut und in der Regel nur mit einem Pfahlmast versehen, erscheint es uns fast als ein ungeheures Wagnis, sich damit auf die offene See hinauszubegeben. Der Schein trügt auch hier. Mit seiner aus 2-3 Köpfen bestehenden Besayung trotzt diese Gattung von Schiffen wacker den Fünfmester Potosi Haniburg. Arten von Schiffen sich in dem Begriff Seeschiff" vereinigen. Wie schon der Ausdruck besagt, handelt es sich hierbei nur um Fahrzeuge, welche vermöge ihrer Beschaffenheit im stande sind, den Unbilden des großen Meeres zu trogen. Es liegt in der Natur der Sache, hier eine strenge Scheidung zwischen Segler und Dampfer eintreten zu lassen, denn obgleich wir beide Betriebsmittel mitunter auf einem Schiffe vereinigt sinden, so gehört diese Gattung von Fahrzeugen den= noch nicht in den Rahmen unserer Betrachtungen, da Fig. 3. Fünfmafter potofi. in den Raum der großen Ozeanriesen hineinverlegt denken, so reichte sie vielleicht taum aus, dort einen bescheidenen Winkel zu füllen. Aber auch für ihn finden sich Liebhaber in der Handelswelt, denn bei seinen Frachten spielt weniger die Schnelligkeit der Beförde= rung als ihre Billigkeit eine Rolle, zumal die Unterhaltungskosten nur gering sind. Gestatten günstige Winde einen häufigen Wechsel der Frachten, so ist der Eigentümer wohl zufrieden. Die nächste Stufe der Seefahrzeuge ist schon sehr Stürmen des Mittelländischen Meeres sowie der Ost-| mannigfaltig und umfaßt den kleinen Segler mit zwei und Nordsee, und es muß schon sehr hart kommen, wenn ein Ever unter der Küste oder in einem Nothafen Schutz sucht. Nicht selten beherbergt dieses Schiffchen auch die Familie des Kapitäns, welcher meistens der Eigentümer desselben ist, und nicht zuletzt wird hier die Stätte zu suchen sein, wo harte Arbeit den Menschen zum Glücke erzieht. Große Leistungsfähigkeit darf man von einem solchen Fahrzeug allerdings nicht erwarten, denn würde man sich seine ganze Ladung sationsaufgaben bei unserer Versicherungsgesetzgebung belastet, die im Interesse einer technischen Vervollkommnung und einer ökonomischen Ersparnis unter eine Centralverwaltung gestellt werden sollen. Diese Reorganisation wird dann endlich auch eine seit langem schwebende Frage, die Ausdehnung der Zwangsversicherung auf die Heimarbeiter, lösen. Der Herero- Hufftand. Keine Bestätigung der gestrigen englischen Sensationsmeldung, dafür bessere Nachrichten aus dem Hererogebiet! Das ist das erfreuliche Facit der heute vorliegenden Melbungen. Beim Kolonialamt ist folgende Depesche vom Kommandanten des„ Habicht", Korvettenkapitän Gu de will, ringegangen: Nach neueren Nachrichten aus Otjimbingwe sind die Bastarde treu, am Ort 35 Gewehre, Kronwitter erschlagen. Es ist sichere Nachricht aus Okahandja, daß Leutnant v. Zülow sich auf Wochen halten kann. Ein Versuch, mit Karibib Verbindung zu erhalten, ist wegen der Zerstörung der Bahn bei Waldau vereitelt. Es ist nachgewiesen, daß 16 Menschen ermordet sind und 70 vermißt werden. Die Reparaturen der Bahn bei Khan werden mindestens noch 4 Tage dauern, ich hoffe dann die Bahnverbindung mit Karibib freihalten zu können. Die Arbeit an der Bahn hinter Karibib ist borläufig eingestellt. Ich treffe Vorbereitungen, um von dort aus zu Fuß vorzustoßen. So schmerzlich die Nachricht von dem Tode der sechzehn Deutschen und dem Verschollenſein von siebzig anderen ist, ev Masten bis hinauf zum Fünfmaster. Jahrelange Erfahrung sowie der Fortschritt der Schiffbaukunst haben hier Formen geschaffen, deren Einzelheiten und Unterscheidungen nur dem geübten Fachmann geläufig sind. Im großen und ganzen besitzt jedes seefahrende Land im Schiffbau seine Eigentümlichkeiten, die sich ent= weder auf die Takelung oder auf die Bauart des Schiffes beziehen. Die gebräuchlichsten Schiffstypen gibt unsere Tabelle( Fig. 2) wieder. Ist die kleinste das in einen russia- japanen solley yitmytzugen zu wer den fürchtet, hat sich an die Gesandten Frankreichs, Englands und Amerikas in Pefing gewandt und sie um die Uebernahme der Vermittlerrolle gebeten. Die Gesandten haben indessen die Chinesen über die Unmöglichkeit aufgeklärt, zwei Mächten eine Vermittelung anzubieten, die keine von beiden offen gewünscht und die eine bereits als un annehm bar bezeichnet habe. Die Anregung, die übrigen Mächte zu einer Vermittelung aufzufordern, ist übrigens von dem russischen Gesandten ausgegangen. Wenn es zum Kriege kommt, dürfte den Japanern am Ende doch klar werden, daß ihre Kriegslust vom Uebel war. Die Politik. In parlamentarischen Kreisen gehen Gerüchte um, die Stellung des preußischen Ministers des Innern, Freiherrn v. Hammerstein, sei erschüttert. Als Grund wird angeführt, der Kaiser habe an einer gelegentlichen Aeußerung des Ministers persönlich Anstoß genommen. Als Nachfolger des Freiherrn v. Hammerstein wird der Vizepräsident des Herrenhauses, Freiherr v. Manteuffel, genannt. Der neue Erzbischof von Köln, Kardinal Fischer, ist am gestrigen Kaisergeburtstage aus besonderem Vertrauen als lebenslängliches Mitglied ins preußische Herrenhaus berufen worden. Außer ihm widerfuhr die gleiche Ehrung den Herren Generaloberst v. Wittich, Admiral Hollmann, Professor Hingpeter, Generalsuperintendent D. Faber, Bankier Meßler- Frankfurt a. M. + Ueber die Verleihung des Professortitels an die Oberlehrer ist in Preußen ein neuer Ministerialerlaß ergangen. Danach sollen für die Reihenfolge, in der die Oberlehrer der höheren Lehranstalten zur Verleihung des Professortitels 13. Jahrgang. einspaltige Petitzeile für ganz Ober und Marburg 10 Pfg. fonft 15 f le Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. tungsliste No. 3269. ion: Gießen, Seltersweg 88. echanschluß Nr. 362. jfen ifung) It und Umgebung. on Oberhessen. y poigence Grundlage bevonujet rlehrer dienst alter ist and der ein Kandidat nach erlangter ter höheren Lehranstalt beschäftigt cend der er als anstellungsfähiger Verfügung des ProvinzialschulAuch die Zeit einer Beurlau- tanzurechnen, sofern der Urlaub des Kandidaten, sondern zugleich sse, zum Beispiel zu seiner besseren ist. Schließlich soll auch die Zeit end deren der Kandidat nicht zur Ischulkollegiums stand, soweit sie n Schuldienst Preußens tärdienst, der nach erlangter tet ist, wird ebenfalls an m Oberlehrerdienstalter entscheidet sfähigkeit, bei gleichem Datum der atum des Lehramtszeugnisses, bei ramtszeugnisses das Datum der Landtage zugegangene Novelle ärztlichen Ehrengerichte u. s. w. geäußerten Wünschen der Aerzteerungen dieses Gesezes. Unter eltende Bestimmung, daß auch der e Arzt zu den Beiträgen an die n wurde, beseitigt werden. Fortan welche weder eine ärztliche e auf der ärztlichen Wissenschaft De Tätigkeit ausüben, von der Beifern sie dem Vorstande der Aerztee schriftliche Erklärung abgeben. Birkungspflicht tritt mit dem Ab1 welchem die Erklärung an die r. Bei Beanstandung der Erfläräsident. Das Wahlrecht und r Aerztekammer erlischt für I von der Wirkungspflicht. In Beitragspflicht befreiten nicht= erzte fallen jedoch die Professoren medizinischen Fakultäten nicht, rein theoretischen oder rein pratzinischen Wissenschaft beschäftigen. er Beitragspflicht befreit die Vern und der Berufsversicherungsnichtpraktizierenden MedizinalDauer des planmäßigen Dienstes f den preußischen Staatseiner dem preußischen Abgeordlebersicht für 350 371 Beamte und cht Stunden täglich waren 30 598 is neun Stunden 35 544, neun 68, zehn bis e If Stunden 85 745, 67 109, zwölf bis dreizehn bis vierzehn Stunden 7144, Stunden 3371 und fünfzehn bis 7. Weiter werden noch Angaben planmäßigen Ruhetage für iesen erhalten monatlich mehr als zwei Ruhetage monatlich 72 753, 0 412, einen Ruhetag im Monat 6871 Beamte. Diese Statistik weist gebieterisch auf die Notwendigfeit der Entlastung einer großen Anzahl von Beamten hin. Ist diese im Interesse des Dienstes nicht durch Verkürzung der Arbeitszeit möglich, so muß die Zahl der Ruhetage der belasteten Beamten erheblich vermehrt werden. Ein Beamter, der täglich 16 Stunden Dienst tut, hat Anspruch auf einen vollen Ruhetag in der Woche, außer dem Sonntag, oder er leidet Schaden an seiner Gesundheit. Oefterreich- Ungarn. Aus Olmüz wird berichtet, Erzbischof Dr. Kohn sei zum Rücktritt entschlossen. Wie verlautet, will der Erzbischof sich in ein Kloster begeben. Seine Ernennung zum Kardinal kommt nicht in Frage. Дnen. Das Kürzlich wurde von blutigen Grenzkonflikten zwischen Turkmenen und der persischen Besazung von Astrabad in Persien berichtet. Der Gouverneur von Astrabad erlitt bei Zusammenstößen mit den turkmenischen Grenz- Khans mehrere schwere Niederlagen. Nach neueren Nachrichten nehmen die Feindseligkeiten immer ernſtere Dimensionen an. Persien machte 2250 Mann reguläre Truppen und 2000 Mann vom Landsturm mobil. Haupthindernis für ein energisches Eingreifen Persiens liegt in der Korruption der persischen Offiziere, die die für die Truppen bewilligten Gelder unterschlagen. Die Turkmenen drohen, falls ihre Wünsche wegen Zollermäßigungen unerfüllt bleiben, sich unter russische Oberhoheit zu stellen. Man kann heute schon mit Gewißheit voraussagen, daß das Ende vom Liede das russische Protektorat über die Turkmenen sein wird. Amerika. Mit fieberhafter Anstrengung arbeiten die Yankees an der Verstärkuna ihrer Flotte. Nach einer Meldung aus hneidet haben mürde in gleichmütig von der Hand weisen, alsschön, und der Ruf, fie fei die Königin des Festes, dranderen in mein Kartenzimmer, wo ich mit einigen Ich fühlte, doch tatabrentem Bilde beschäftigt war, de nur in Experiment war, nicht sonderlich hingezogen ich mein Bestes, sie zu einem guten Ende offen gestehen, daß ich mich zu dieser Arbeit, die au Fringen. Das Bild geeine war ein hübsches, fleines Italienerin war, heiratete. so lieb gewann, als wenn es ihr eigenes Kind gewesen wäre. nahmen dann eine zweijährigen, das meine Eltern bald The tinderlos. Das machte ihnen viel Summer und sie Waise an Kindesstatt an. Behn Jahre lang blieb ihre 19 Art dieser Schiffe dem eben beschriebenen„ Ever" an Größe auch nicht bedeutend überlegen, so besitzt sie ihm gegenüber doch den Vorzug größerer Seetüchtigkeit und Schnelligkeit. Säufig weist diese klasse von Fahrzeugen in der Bauart eine Zierlichkeit und Ele= ganz auf, welche fie befähigt, unter günstigen Windverhältnissen den gewöhnlichen Frachtdampfer an Schnelligkeit zu übertreffen. Wem find die Piratenge= schichten aus der Jugendzeit nicht in der Erinnerung, in denen, wenn man den Verfassern Glauben schenken darf, von solchen Schiffen wahre Wunder verrichtet wurden und die in den Herzen ihrer Leser den sehnlichsten Wunsch erweckten, einst auch an solchen Aben= teuern teilnehmen zu können? An diesen Schilderungen ist vielleicht nur richtig, daß es schon zu jener Zeit Schiffe von großer Schnelligkeit gegeben hat, welche meistens der Klasse der Schuner angehörten und in deren Herstellung sich namentlich französische Werften hervortaten. Fielen diese Schnellsegler bet irgend einer Gelegenheit in die Gewalt der Piratenbanden, so wur: den sie natürlich der Schrecken der Meere, denen es da= mals noch an ausreichendem Schutz gebrach. Wie auf vielen Gebieten, so hat auch im Schiffbau Stahl und Eisen das Holz verdrängt. Die Schiffe erhalten durch die Verwendung dieses Materials statt des Holzes größere Stabilität und Leichtigkeit; auch spielt hierbei die Raumersparnis eine bedeutende Rolle. Wie aus unserer Tabelle( Fig. 2) weiter ersichtlich ist, nimmt die Größe der Schiffe mit der Zahl der Masten zu. Wiederum abhängig hiervon ist die Anordnung der Takelung und die Zahl der Segel. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß z. B. der sogenannte Gaffelschoner, welcher in unserer Abbildung mit zwet Masten ausgestattet ist, mitunter 3, 4, auch 5 Masten trägt; jedoch trifft man ihn in dieser Art seltener an. Im allgemeinen stellen die Schiffsklassen vom Schoner bis zum Barkschiff den am häufigsten vorkommenden Schiffstyp dar, während die größeren Klassen, als Vollschiff, Vier- und Fünfmaster, nur von größeren Reedereien gebaut werden. Abbildung 3 stellt den der Hamburger Firma Lacisz gehörigen Fünfmaster " Potosi" dar. Wir gelangen nun zum Dampfer. Hier ist das Holz als Baumaterial ganz verschwunden. Wohl bei keinem Beförderungsmittel hat der Fortschritt der Technik und Industrie einen so machtvollen Ausdruc gefunden, als auf dem Gebiete des Dampferbaues. Man unterscheidet Dampfer, deren Hauptzweck die Beförderung von Passagieren ist, und solche, welche Den zur Bewältigung von Massenfrachten dienen. genannten Arten schließen sich dann noch die Viehtransportdampfer und die Tankdampfer an. Herrscht bei den dem Personenverkehr dienenden Dampfschiffen der schlank und scharf gebaute Schiffskörper vor, so finden wir bei allen übrigen Dampferklassen eine Form vertreten, welche mehr darauf berechnet ist, das Ladevermögen zu erhöhen als die Schnelligkeit zu be= günstigen. Naturgemäß wird der schlank und spit gebaute Schiffskörper dem Wasser und den treibenden Maschinen weit weniger Widerstand entgegensetzen als der breit und ausladend gebaute Rumpf eines Frachtdampfers und demzufolge die Fahrgeschwindigkeit bet den ersteren auch größer sein als bei den letzteren. Nach dem heutigen Stande der Schiffsbautechnik beträgt die höchsterreichte Fahrgeschwindigkeit der größten, deutschen Schnelldampfer bei Maschinenleistungen von 35 600 bezio. 35 000 Pferdefräften durchschnittlich 23,5 Seemeilen oder annähernd 43 Kilometer in der Stunde. Im Gegensatz hierzu Evet schwankt die Fahrgeschwindigkeit der modernen Frachtdampfer zwischen 16-19 Seemetlen, also 27 bis 32 Kilometer die Stunde. Der Viehtransportdampfer ist ebenfalls eine Errungenschaft der Neuzeit. Wurden früher die Tiere in großen Holzverschlägen auf dem Verdeck des Schiffes untergebracht, so hat man ihnen bei dem modernen Schiffe den Plaz unter dem Verdeck eingerichtet. In der Schiffswand sowie auch im Ver: deck angebrachte Fenster sorgen für ausreichendes Licht. Mit Maschinen betriebene Spülvorrichtungen ermög= lichen die weitgehendste Sauberkeit. Tankdampfer nennt man diejenige Klasse von Dampfern, welche zur Beförderung von flüssigen Stoffen, hauptsächlich Petroleum, dienen. Große Behälter, die im Schiffskörper eingebaut sind, nehmen das Petroleum direkt auf. Abbildung 4 zeigt den größten Schnelldampfer der er in Hamburg- Amerita- Linie Deutschland", wie voller Fahrt die Wogen des Ozeans durchschneidet. Erst dem zwanzigsten Jahrhundert ist vorbehalten geblieben, einen Gedanken zur Reife zu bringen, den Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst von Brandenburg, aus Anlaß der Gründung der Brandenburgisch- Ostindischen Kompanie zu Pillau im Jahre 1646 zum Ausdruck brachte. Die betreffende Stelle seines Erlasses lautet wörtlich:" Der gewisseste Reichtumb und das Aufnehmen eines Landes kommen von dem Commercium her, Seefahrt und Handlung sind die furnehmsten Säulen eines Etats, wodurch die Unterthanen beides zu Wasser als auch durch Manufacturen zu Lande ihre Nahrung und Unterhalt er= langen." Mannigfaltiges. Die Jungenzahl der Fledermäufe. In den meisten naturgeschichtlichen Werken findet man die Angabe, daß die Fledermäuse immer nur zwei Junge, vielfach sogar nur eins aufziehen, da sie dieselben im Fluge umhertragen müssen und meist nur zwei Brustwarzen haben, an denen die Jungen hängen. Man wußte indessen, daß einige Arten vier Brustwarzen haben, wie 3. B. die in der Umgebung von New- York lebende Atalapha novaboracensis oder Lasiurus borealis. Bei solchen Arten ist die Frage jedenfalls berechtigt, ob sie nicht auch drei bis vier Junge zugleich sängen. Nun ist es, wie Promotheus" berichtet, dem amerikanischen Zoologen W. Lyon in der Tat gelungen, bei der oben genannten New- Yorker Fledermaus das Vorkommen von drei bis vier Jungen festzustellen. Er hatte schon bei der Sektion dieser und einer anderen Art derselben Gattung jedesmal drei Junge gefunden, und kürzlich wurde dem New- Yorker American Museum aus kolumbien ein lebendes Exemplar der oben genannten Art gesandt, das an jeder seiner vier Brustwarzen ein Junges trug, wobei Haarbüschel der Mutter, welche die Jungen mit dem Maule mit ergriffen hatten, anscheinend das Festhalten erleichterten. Lyon wog die Jungen und fand sie zusammen 12.7 Gramm schiver, während der Körper der Mutter 11 Gramm wog. Sie trug also in ihrer Nachkommenschaft eine Last, die ihr eigenes Körpergewicht übertraf. Die Gipfeldürre der Fichten. Im Frühling 1902 wurden in bayerischen Forsten zahlreiche Fichten, auch eine Riefer und eine Lärche, mit kahlen, abge= storbenen Gipfeln beobachtet, während einige Monate unterhalb der Baumspike sich jedes Krankheitszeichen verlor und der Stamm, seine grünen Aeste und die Fig. 1. Ever. Wurzel vollkommen gesund waren. Man hatte an: fänglich die Borkentäfer in Verdacht, mußte aber bald diese Vermutung als irrig aufgeben. Vielmehr kam v. Tubeuf auf Grund der früheren Untersuchungen Hartigs über die Wirkungen der Blitzschläge auf Bäume zu dem ebenso unerwarteten tote interessanten Resul tat, daß die Gipfeldürre die Folge von elektrischen Ausgleichungen ist, die während der Vegetationsruhe zwischen den Baumgipfeln und den Wolken statt= fanden. Es handelt sich also hier um eine vollständig neue Erscheinung, die nicht nur durch ihre Ausdehnung und praktische Bedeutung Interesse beansprucht, sondern auch deshalb, weil sie die Vermutung nahe legt, daß dieselbe Krankheit schon oft vorkam, aber anderen Ursachen zugeschrieben wurde. plögliches Ende baburd b meters losgeriffen wurden 16.000 Rilometer registrier mit einer mittleren Geschm durcheilt wurden. Ueberb Point- Reyes ausgezeichnet lange Dauer der bort web Schwankungen des arfon glaubt auf Grunb den Sah aussprechen zu Byllen von Wenberungen niveaus gebe, und da bi Länge von ungefähr 640 30 ferner, daß auf der nörb Zeiten des Wafferhochftanb baren Landfenfung gegen baß wir augenblidlich im N fteigen des Wafferspiegels e des Hochwasserstandes follen und 1500 und um die Jah 250 vor Chr. nachweisbar 1175, 600 und 80 nach Ch ten diese Ergebnisse auch b werden, so würde es fich, bei seiner Besprechung ber Schon Hartig hatte beobachtet, daß vom Blize getroffene Nadelhölzer durch den Geruch des an solchen Bäumen stets ausschwitzenden Terpentins die Bortentäfer anloden. Die Zusammensetzung des Meeresbodens. J. Thoulet hat Grundproben des nordatlantischen Ozeans untersucht. Dabei hat sich nach einem Bericht im Neuen Jahrbuch für Mineralogie, Geologie usto. ergeben, daß die Menge des feinen Schlammes und des darin enthaltenen, wie des überhaupt vorhandenen Kalkes um so mehr abnimmt, je tiefer man in den Gaffelschoner Ak Dreimastschoner Raaschonen Bark Schonerbark ALL Vollschiff Fig. 2. Chiffstypen. ozeanischen Untergrund eindringt, während gleichzeitig die Menge der reinen Sandkörner, wie der Körner überhaupt zunimmt, ebenso die Menge des in dem feinen Schlamme enthaltenen reinen Tones. Diese Gegensätze scheinen sich um so mehr auszuprägen, um je größere Meerenstiefen es fich handelt. Thoulet hält es für sicher, daß sie von Veränderungen des dar über befindlichen und namentlich des Oberflächenwaffers herrühren. Die Periode der Sonnenflecke und die Schwantun gen der mittleren Jahrestemperatur der Erde. Auf Grund einer Vergleichung der Jahresmittel der Erdtemperatur, wie sie aus den Beobachtungen zahlreicher über die ganze Erde verstreuter meteorologischer Stationen für die letzten 30 Jahre berechnet wurden, mit der Häufigkeit der Sonnenflecke ist der französische Astrophysiker Charles Nordmann zu dem interessanten Ergebnis gelangt, daß die mittlere Temperatur der Erde einer Perioder unterworfen ist, die mit der= Jenigen der Sonnenflecke übereinstimmt, und zwar der= gestalt, daß mit der Zunahme der Sonnenflecke die mittlere Erdtemperatur fintt. Die größte bisher beobachtete Windgeschwindigkeit ift am 13. Mai 1902 auf der 55 Kilometer nördlich von San Franzisko gelegenen Station von PointReyes gemessen worden. Die Geschwindigkeit des Windes betrug damals 163 Kilometer in der Stunde und steigerte sich zeitweise zu dem enormen Werte von 194 Kilometer. Die Beobachtung fand schließlich ein Brigg im Neuen Jahrbuch für mit Recht bemerkt, um ei fame Entbedung handeln. Als ideale Sprengitoffe die verfläffigten Gase. Wafferftoff und Sauerstoff aus technischen Gründen ge flüffigem Stidorydul mit oder Aethylen vorzuziehen. das Stickogydul durch Amm Zusäße von Ammoniat, Wasser dienen dazu, um de Verwendungsarten anzupa wurden die folgenden Komb orybul, 2. Stidorhdul un orydul, Methylalkohol und nitrat und Methylalkohol, und flüssiges Wasser, 6. 2 moniat. Die neuen Explof und kupfernen Röhren dur draht oder den elektrischen bracht, wobei die Röhren zer fichtbar wurde. Erhizen starte Stöße bewirkten tein Speifepilze. Da die P weiß und andere Nährstoff wert, wenn nicht gerade wert, und es wäre zu wi Voltstoft würden, wie sie e bald in Hendrichs'schen den mir fonnte das recht sein. hier ließ sich meiner Schwester, gleich zu Anfang des Festes, lich nie darein gewilligt haben! Sie besuchte aber sehr wenig Gesellschaften und betrug sich dann so gletscherhaft, daß sie Hause, in welchem wir viel verkehrten, und Ruf einer hochmütigen Prinzessin kam. Ihr und Da aber gab es einen Ball im fuhren. Selbst wenn sie das gewollt hatte, ich wurde naturein Magnat- Demetrius Vanescu war sein Name Geschmack und Farbensinn hatte sie ja immer, sie war also sehr aber doch so, was die Frauen interessant nennen, man welche Toilette sie an dem Abend trug, aber einen feinen beim ersten Blick auf Hilda Feuer. Ich weiß nicht mehr, wußte man ihm nichts nachzusagen. Nun, dieſer ungarische ihn allgemein für stark verwöhnt und erzentrisch, im übrigen guter Familie, im Banat reich begütert, nicht gerade ſchön Der Herr vorstellen, der wegen Regulierung einer für einige Wochen dort lebte. Er war aus fing gleich ziehen." hatte, verabschiedete er sich. über Farbe der Haare, der Augen, des Teints 2c. gegeben aus, und nachdem er mir noch die erforderlichen Andeutungen In überschwenglichen Worten drückte er mir seinen Dank Angriff zu nehmen, damit er es mit sich nehmen könne. Ausland gehen wollte, versprach ich ihm, das Bild sosort in schließlich nachgab. Da er in ungefähr vierzehn Tagen ins Herr Beyersberg drang indessen so lange in mich, bis ich und ich daher lieber auf die Bestellung verzichten möchte. graphie weder mir selbst noch dem Bilde genug tun könnte Ich erklärte ihm, daß ich beim Malen nach einer Photodächtnis zurückrufen kann. Sie war meine Frau." graphie ist alles, was ich habe, das mir ihre Züge ins Cc,, Kann mir die Dame nicht selber sizen?" fragte ich. ,, Leider nein," antwortete er, sie ist tot und diese Photoich hoffe dann die Bo zu fönnen. Die Ar borläufig eingestellt. dort aus zu Fuß So schmerzlich die Deutschen und dem Ve bei Khan werden m Ben de scrutiny fationsaufgaben bei u Lastet, die im Interesse und einer ökonomische waltung gestellt werde dann endlich auch ein Ausdehnung der Zwa lösen. Der Keine Bestätigung meldung, dafür beffer Das ist das erfreulich dungen. Beim Kolonic mandanten des„ Habid eingegangen: Nach neueren Na Bastarde treu, am O schlagen. Es ist sic daß Leutnant v. 3 Ein Versuch, mit Ka wegen der Zerstörung Es ist nachgewi find und 70 vermikt ich jetzt meine Frage. ,, Kannten Sie das Original dieses Bildes?" wiederholte Bilde haben konnte. Kopf, welches Interesse wohl Frautem Hansen an diesem terte ich mir den e Sache fing an, Atelier vor den itte es nicht für mand hatte bis hatte ihm verals einen verte mir erklärt, Meine liebe, gute Myra!" Ob ich sie gekannt habe! Ach, meine arme Myra! Plötzlich aber hörte sie auf zu weinen und sie begann: und auch ich fühlte mich außer Stande, ihr Trost zuzusprechen. Ich führte sie zu einem Sessel und sie weinte bitterlich mann in Genua niedergelassen, wo er meine Mutter, die Mein Vater stammt aus Deutschland und hatte sich als Kauf„ Hören Sie, ich will Ihnen eine Geschichte erzählen: Gesicht, daß auch sie den Namen nicht zu kennen schien. nicht aus, doch zeigte mir ein Blick auf Fräulein Hansen's ,, Kannten Sie denn Frau-?" Ich sprach den Namen sie uns noch enger aneinander brachten. nügt, wenn ich Ihnen sage, daß sie furchtbar waren und daß und Not will ich Sie nicht belästigen, Herr Professor; es geMit den Einzelheiten unserer vielen Kämpfe gegen Hunger ständig verlassen und standen in der weiten Welt allein da. Tante vor Kurzem gestorben war. Wir waren somit jetzt vollals wir in Bremen angekommen, erfahren mußten, daß meine einzigen Schwester meines Vaters zu suchen. eine ältere, unverheiratete Dame, die in Bremen wohnte. „ Wie groß war aber unser Schmerz und unser Schreck, wir nach Deutschland, um hier Schutz und Beistand bei der war sie neunzehn Jahre alt und ich fast un vier Jahre jündemie, die damals in Genua wütete, dahingerafft wurden, Da wir in Italien keine Verwandte hatten, so tamen und als Vater und Mutter zu gleicher Zeit von einer EpiSchwestern betrachtet, hingen auf das Innigste an einander, sind aus der Ehe meiner Eltern nicht entsprossen." Wir beiden Schwestern, denn wir hatten uns immer als Zwei Jahre später wurde ich geboren, und weitere Kinder so lieb gewann, als wenn es ihr eigenes Kind gewesen wäre. war ein hübsches, kleines Mädchen, das meine Eltern bald nahmen dann eine zweijährige Waise an Kindesstatt an. Es Ehe kinderlos. Das machte ihnen viel Kummer und sie eine Italienerin war, heiratete. Zehn Jahre lang blieb ihre Es war das ger. ein Modell. gab, Provinzen und ich ſsich mir nicht mehr so wie früher anvertraute Ein paar Wochen lang antwortete sie garnicht, dann erhielt mir etwas zu verheimlichen. Ich fragte sie, was das wäre. Ton atmeten. Es entging mir nicht, daß meine Schwester kannte ich, daß die Briefe meiner Schwester einen anderen und Erlebnissen erzählten. Vergangenen Herbst jedoch erdenen wir uns gegenseitig von unsern Sorgen, Hoffnungen erhielt eine Stellung als Gouvernante in einer der östlichen Wir schrieben uns lange und zärtliche Briefe, in sam, uns von einander zu trennen. Meine Adoptivschwester wurde das, was ich noch jetzt bin „ Nach verschiedenen Erlebnissen hielten wir es für ratfie schien nis Namen ihres Gatten teilte sie mir mit. würde; bald würde sie wieder schreiben. Nicht einmal den ich einen ganz kurzen Brief von ihr, in dem sie mir Kenntdaß sie sich verheiratet habe und ins Ausland reisen „ Die Zeit Adresse bekannt war. Ich war sehr um sie besorgt, denn ich wußte nur zu gut, daß verſtrich, aber sie brachte keinen Brief von ihr. etwas passiert fein früheren wünschte. zu brechen drohte. Schlägen auf. sie eine offene Wunde und ihre Stirn wies Narben von daß sie es fast gar nicht öffnen konnte; an der einen Backe hatte sicht versetzt. Das eine ihrer Augen war so heftig geschwollen, jetzt darbot. Man hatte ihr einen brutalen Schlag ins Gelange ich lebe, werde ich den Anblick nicht vergessen, der sich mir weinend in meine Arme und ich sah gleich, daß ihr das Herz Es war meine Adoptivschweſter. rohte. Ich schlug ihren Schleier zurück, und ſo zu mir herein und sagte, daß eine Dame mich zu sprechen Ste warf sich Dämmer ime in s Ather is then the job, Tom meine Birdin nicht einmal ihre ute; ich konnte aber nichts tun, da mir ich eines Abends recht trübe und mißgestimmt in der tanarn gemein Gatte," antwortete sie unter Tränen. Barmherziger Himmel," rief ich aus,„ wer hat das „ Wo ist er?" Sie gab keine Antwort. beleidigend für dich. machen und seine dann folgenden Liebkosungen sind geradezu Es tut ihm leid! So etwas läßt sich nicht wieder gut hast du dich mir nicht anvertraut?" diese nicht noch durch meine vermehren wollte." " Weil du selber Kummer und Sorge genug hast und ich „ Du armes Mädchen," suchte ich sie zu trösten ,,, warum nie, nie wieder kann ich zu ihm zurückkehren." es nur irgend ging, jetzt aber bin ich ihm davongelaufen und „ Ach, liebe Julia, ich habe es so lange ausgehalten, als Sinnen sein. durch Liebkosungen wieder gut zu machen. aber tut es ihm immer so furchtbar leid und er sucht alles Weißt du, Julia, ich glaube, er muß zeitweise nicht recht bei Um ihn gewissermaßen zu entschuldigen, erzählte sie: Er verliert alle Selbstbeherrschung, nachher schon Monate lang so schlecht behandelt habe. mir sagen; nur so viel brachte ich aus ihr heraus, daß er sie Weder seinen Namen, noch sonst etwas über ihn wollte sie zu stehen kommen. Wie heißt denn dein Gatte?" Myra, meine liebe, arme Schwester, das soll ihm teuer hatte an: aber bald elmehr lam erfuchungen auf Baume aten Rejul: elektrischen etationsrube Solten Statt: plötzliches Ende dadurch, daß die Flügel des Anemometers losgerissen wurden, nachdem das Instrument 16.000 Kilometer registriert hatte, die von dem Winde mit einer mittleren Geschwindigkeit von 84 Kilometer durcheilt wurden. Ueberhaupt ist die Station von Point- Reyes ausgezeichnet durch die Heftigkeit und lange Dauer der bort wehenden Winde. e vollständig Ausdehnung sprucht, son: ng nahe legt, aber anderen hartig hatte Thölzer durch ausschwizen: S. J. Thou Schwankungen des Meeresspiegels. H. W. Pe= arson glaubt auf Grund mühsamer Untersuchungen den Satz aussprechen zu dürfen, daß es periodische Zyklen von Aenderungen in der Höhe des Meeresniveaus gebe, und daß die einzelnen Perioden eine Länge von ungefähr 640 Jahren haben. Er behauptet ferner, daß auf der nördlichen Hemisphäre in den Zeiten des Wasserhochstandes der Betrag der scheinbaren Landsenkung gegen Norden stetig zunehme, und daß wir augenblicklich im Norden ein allmähliches Ansteigen des Wasserspiegels erwarten müssen. Marima des Hochwasserstandes sollen zwischen den Jahren 1475 und 1500 und um die Jahre 875, 350 nach Chr. und 250 vor Chr. nachweisbar sein. Minima sollen um 1175, 600 und 80 nach Chr. geherrscht haben. Sollten diese Ergebnisse auch von anderer Seite bestätigt werden, so würde es sich, wie Prof. Wilh. Salomon bei seiner Besprechung der Pearsonschen Abhandlung hen Ozeans Bericht im gie ufio. er: nes und des vorhandenen man in den Raaschonen Schonerbark arh Bark im Neuen Jahrbuch für Mineralogie, Geologie usw. mit Recht bemerkt, um eine außerordentlich bedeut= same Entdeckung handeln. Fig. 2. chiffstypen. ährend gleich ner, wie ber Menge des in einen Tones. auszuprägen, delt. Thoule ingen des dar Oberflächen Die Schwantun Der Erde. Auf nittel der Erd ngen zahlreicher ologischer Sto t wurden, mil er franzöfifd n intereffanten Cemperatur der die mit der und zwar ber Sonnenflede die gefchwindigkeil ometer nördli on von Point hwindigkeit de in der Stunde men Werte von id schließlich ein häftigt war, guten Ende hingezogen r Arbeit, die eine Behn Jahre lang blieb ihre nahmen dann eine zweijährigen, das meine Eltern bald Das machte ihnen viel Kummer und sie Italienerin war, heiratete. war ein hübsches, kleines The kinderlos. 8 ihr eigenes Kind gewesen wäre. Waise an Kindesstatt an. Als ideale Sprengstoffe bezeichnet Raoul Pictet die verflüffigten Gase. In erster Linie kommen Wasserstoff und Sauerstoff in Betracht, doch ist man aus technischen Gründen gezwungen, Mischungen von flüssigem Stickorydul mit Methylalkohol, Petroleum oder Aethylen vorzuziehen. Unter Umständen kann das Stickorydul durch Ammoniumnitrat ersetzt werden. Zusäße von Ammoniak, Ammonium farbonat und Wasser dienen dazu, um den Sprengstoff verschiedenen Verwendungsarten anzupassen. Eingehend untersucht wurden die folgenden Kombinationen: 1. Reines Stickorydul, 2. Stickorydul und Methylalkohol, 3. Stick orybul, Methylalkohol und Wasser, 4. Ammoniumnitrat und Methylalkohol, 5. Wasserstoff, Sauerstoff und flüssiges Wasser, 6. Ammoniumnitrat mit Ammeniat. Die neuen Explosivstoffe wurden in eisernen und kupfernen Röhren durch einen glühenden Stahl= draht oder den elektrischen Funken zur Explosion ge= bracht, wobei die Röhren zertrümmert, aber kein Rauch sichtbar wurde. Erhitzen bis 600 Grad, ebenso wie starte Stöße bewirkten keine Explosion. Speifepilze. Da die Pilze größere Mengen Eiweiß und andere Nährstoffe enthalten, ist ihr Nährwert, wenn nicht gerade groß, so doch beachtenswert, und es wäre zu wünschen, daß die Pilze eine Volkskost würden, wie sie es verdienen. Beim SamBeluluny tryav, to je pu Schnell dampion Deutschland Fig. 4. Schnelldampfer ,,, Deutfchland." hat, daß bei Einspritzung des Giftes in den Blutfreislauf der Schlangen nur eine geringe torische Wirtung eintritt, daß dagegen bei Injektion in die Schädelhöhle das Gift sich für die Schlangen ebenso todbringend erweist, wie für andere Tiere. Das amerikanische Widderkaninchen stammt aus Spanien, wo es andalusisches Kaninchen genannt wird. Von hier aus wurde es nach England und Amerika verpflanzt, wo man es auch unter dem Namen Bulldogg- Kaninchen kennt. Es ist empfindlich gegen Kälte und Nässe. Es wird in der Regel 12 bis 16 Pfund schwer und erreicht sogar bisweilen ein Gewicht von 20-22 Pfund. Es ist sehr fruchtbar, da es öfters bis zu 12 Junge wirft. Sein Fell ist hasengrau. Seine Ohren hängen schlaff an den Seiten herunter und sind so lang, daß sie mit ihren Spigen stets am Boden aufliegen. Es wurde bereits mit Erfolg in Deutschland gezüchtet, doch ist dasselbe noch wenig verbreitet. meln oder Einkaufen von Pilzen muß man nur sorg- salix auf experimentellem Wege jetzt dahin entschieden fältig darauf achten, daß unter die eßbaren Pilze nicht giftige geraten, die leicht das Leben gefährden tönnen. Solche Pilze, die an sumpfigen und feuchten Stellen und unter Birken gewachsen sind, haben ebenfalls oft nachteilige Folgen beim Genuß. Ja man sollte die Vorsicht soweit ausdehnen, daß man Pilze, die in anhaltendem Regen gestanden haben und wässrig geworden sind, ausscheidet. Auch diejenigen Pilze halte man für schädlich, welche beim Durchschneiden einen milchähnlichen Saft ausfließen lassen, unange= nehm riechen, lebhafte Farben haben oder schwarz, blutrot oder blaugrün gefärbt sind. Der sicherste Schutz gegen Vergiftung ist einzig und allein die genaue Kenntnis der Pilze In manchen Gegenden ist die Meinung verbreitet, daß man sich vor Vergiftung durch Pilze schützen könnte, wenn man Zwiebeln mit der Pilzspeise mitkochen ließe oder einen silbernen Löffel in dieselbe legte; würde beides schwarz, so wäre die Speise vergiftet. Sollten sich nach dem Genuß von Pilzen Merkmale der Vergiftung zeigen, so ist sofort ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Be= vor der Arzt kommt, lasse man den Patienten beständig lauwarme Milch trinken, oder man gebe, was noch besser ist, ein Brechpulver. Solche Pulver sollte man namentlich auf dem Lande stets vorrätig halten. Sämtliche Pilze müssen sofort gereinigt und spätestens innerhalb 24 Stunden genossen werden. Beim Reinigen schneide man alle weichen und ungesund aussehenden Teile heraus. Die bei den einzelnen Mahlzeiten übriggebliebenen Pilze dürfen nicht aufgewärmt werden, sondern sind fortzuwerfen. Ganz falsch ist es, die Pilze erst in Wasser oder in Essig auszukochen, dann auszudrücken und den Saft fortzugießen. Durch dieses leider weit verbreitete Verfahren gehen die wichtigsten, leis löslichen Eiweißstoffe verloren und auch der Wohlgeschmack wird vermindert. Die besten Speisepilze sind diejenigen, welche ihren Hut noch ge= schlossen oder noch nicht ganz ausgebreitet haben. Die meisten Pilze bleiben beim Zerschneiden weiß. Man darf sich jedoch bei der Ziegenlippe, beim Kapuziner oder Sandpilz nicht beirren lassen, wenn sie bläulich oder grau anlaufen; dieselben sind trotzdem genießbar. Das Barometer als Maẞitab. Ein französischer Gelehrter, Professor Gadot, hat nach der Berg- und hüttenmännischen Zeitung den Vorschlag gemacht, die Barometerröhre als wissenschaftlichen Längenmaßstab zu benutzen. Der Druck unserer Atmosphäre entspricht bekanntlich demjenigen einer Quecksilbersäule von 760 Millimeter oder dem einer Wassersäule von 10.33 meter. Eine lange Reihe von Beobachtungen des Barometers an einem bestimmten Ort, bei be= tannten Temperaturen und im Niveau des Meeres würde eine Höhe ergeben, die als natürliche Längen einheit zu verwerten wäre. Als solche Einheit emp= fiehlt Gadot den 10. Teil der Länge einer baromete= rischen Wassersäule. Die Einheit würde fast mit der Länge des Meters übereinstimmen, dessen Grundlage, der zehnmillionte Teil des Viertels eines Erdmeridians, nach den heutigen Anschauungen als wissen= schaftlich genügend nicht mehr betrachtet werden kann. Professor Gadot hat nach seiner Längeneinheit ein System von Maßen und Gewichten aufgestellt, das sich als Ergebnis scharfsinniger Ueberlegung darstellt. Ob die Schlangen gegen ihr eigenes Gift immun sind, ist eine wiederholt aufgeworfene Frage, die Phimu organisationsaufgaben bei unserer Versicherungsgesetzgebung belastet, die im Interesse einer technischen Vervollkommnung und einer ökonomischen Ersparnis unter eine Centralverwaltung gestellt werden sollen. Diese Reorganisation wird dann endlich auch eine seit langem schwebende Frage, die Ausdehnung der Zwangsversicherung auf die Heimarbeiter, lösen. Der Herero- Aufftand. Keine Bestätigung der gestrigen englischen Sensationsmeldung, dafür bessere Nachrichten aus dem Hererogebiet! Das ist das erfreuliche Facit der heute vorliegenden Meldungen. Beim Kolonialamt ist folgende Depesche vom Kommandanten des„ Habicht", Korvettenkapitän Gudewill, ringegangen: Nach neueren Nachrichten aus Otjimbingwe sind die Bastarde treu, am Ort 35 Gewehre, Kronwitter erschlagen. Es ist sichere Nachricht aus Okahandja, daß Leutnant v. Zülow sich auf Wochen halten kann. Ein Versuch, mit Karibib Verbindung zu erhalten, ist wegen der Zerstörung der Bahn bei Waldau vereitelt. Es ist nachgewiesen, daß 16 Menschen ermordet sind und 70 vermißt werden. Die Reparaturen der Bahn bei Khan werden mindestens noch 4 Tage dauern, ich hoffe dann die Bahnverbindung mit Karibib freihalten zu können. Die Arbeit an der Bahn hinter Karibib ist borläufig eingestellt. Ich treffe Vorbereitungen, um von dort aus zu Fuß vorzustoßen. So schmerzlich die Nachricht von dem Tode der sechzehn Deutschen und dem Verschollensein von siebzig anderen ist, mittelung, Drahtlose Telegraphie. Der Platz für die große Marconi- Station, die zwei Kontinente miteinander verbinden soll, liegt in San Rössene in Italien, wo die Villa Royale dazu ausersehen ist. Diese große Station soll imstande sein, nicht nur mit Argentinien, sondern auch mit den Stationen Table Head ( Kanada), Cape Cod( Vereinigte Staaten) und Boldhu( Cornwall) in Verbindung zu treten. Diese dret Stationen sind bekanntlich bereits in Tätigkeit. Mit einer Ausgabe von nicht über 100 000 Sire kann auch mit Massowah( Eritrea) eine Verbindung hergestellt werden. Drahtlose Telegramme zwischen Italien und England werden voraussichtlich 10 Centefimi für das Wort kosten; für Telegramme nach Kanada und den Vereinigten Staaten wird die Tare 30 bis 40 Centesimi das Wort betragen. Italien inter soll durch diese Station das Centrum der nationalen drahtlosen Verbindung sein. Ueber den Maulwurf hat. G. Adams Untersuchungen veröffentlicht, deren Ergebnisse die geläufi= gen Anschauungen über die Lebensweise dieses Tieres in verschiedener Hinsicht modifizieren. Von den etwa 300 Maulwurfsbauten, die Adams aufgegraben hat, glich nicht einer völlig dem andern und am allerwenigsten den in den naturgeschichtlichen Lehrbüchern enthaltenen Zeichnungen. In sumpfigem Boden lag das Nest stets über der Erde in einem Erdhügel, sonst 2 bis 6 Zoll unter der Oberfläche. Von dem Nest aus führt nur ein fürzerer oder längerer, häufig schraubig gewundener Gang aufwärts, durch welchen der Maulwurf die ausgegrabene Erde nach oben schiebt. Nicht selten jedoch finden sich aufwärts füh= rende Gänge, welche von den aus dem Bau hinausführenden Laufröhren ausgeben und ebenfalls zum Hinausschaffen der Erde dienen. Dieselben durchsetzen den Hügel und, falls der Bau in diesem liegt, auch denselben, wodurch verwickelte Gebilde entstehen. Das Nest ist entweder mit Gras oder trockenen Blät tern oder gemischtem Material ausgetolstert. In der Regel hat jedes Nest außer den übrigen Ausgängen cine am Boden desselben beginnende Laufröhre. Rätselhaft erscheint ein von Adams häufig angetroffener, zuweilen 3 Fuß langer, in die Tiefe führender Schacht. Adams vermutet, daß diese Schächte zur Aufbewahrung von Nahrungsvorräten dienen. Zuweilen finden sich mehrere Nester dicht beleinander, das in einen russisch- japanischen Krieg hineingezogen zu werden fürchtet, hat sich an die Gesandten Frankreichs, Englands und Amerikas in Pefing gewandt und sie um die Uebernahme der Vermittlerrolle gebeten. Die Gesandten haben indessen die Chinesen über die Unmöglichkeit aufgeklärt, zwei Mächten eine Vermittelung anzubieten, die keine von beiden offen gewünscht und die eine bereits als un annehm- bar bezeichnet habe. Die Anregung, die übrigen Mächte zu einer Vermittelung aufzufordern, ist übrigens von dem russischen Gesandten ausgegangen. Wenn es zum Kriege kommt, dürfte den Japanern am Ende doch klar werden, daß ihre Kriegslust vom Uebel war. Die Politik. * In parlamentarischen Kreisen gehen Gerüchte um, die Stellung des preußischen Ministers des Innern, Freiherrn v. Hammerstein, sei erschüttert. Als Grund wird angeführt, der Kaiser habe an einer gelegentlichen Aeußerung des Ministers persönlich Anstoß genommen. Als Nachfolger des Freiherrn v. Hammerstein wird der Vizepräsident des Herrenhauses, Freiherr v. Manteuffel, genannt. Der neue Erzbischof von Köln, Kardinal Fischer, ist am gestrigen Kaisergeburtstage aus besonderem Vertrauen als lebenslängliches Mitglied ins preußische Herrenhaus berufen worden. Außer ihm widerfuhr die gleiche Ehrung den Herren Generaloberst v. Wittich, Admiral Hollmann, Professor Hingpeter, Generalsuperintendent D. Faber, Banfier Megler- Frankfurt a. M. + Ueber die Verleihung des Professortitels an die Oberlehrer ist in Preußen ein neuer Ministerialerlaß ergangen. Danach sollen für die Reihenfolge, in der die Oberlehrer der höheren Lehranstalten zur Verleihung des Profeſſortitels 13. Jahrgang. : einspaltige Betttzelle für ganz Ober und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Bfg. le Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. tungsliste No. 3269. ion: Gießen, Seltersweg 88 echanschluß Nr. 362. jfen ifung) It und Umgebung. Don Oberhessen. rlehrer dienst alter ist and der ein Kandidat nach erlangter ter höheren Lehranstalt beschäftigt cend der er als anstellungsfähiger Verfügung des ProvinzialschulAuch die Zeit einer Beurlau= t anzurechnen, sofern der Urlaub des Kandidaten, sondern zugleich sse, zum Beispiel zu seiner besseren ist. Schließlich soll auch die Zeit end deren der Kandidat nicht zur Ischulkollegiums stand, soweit sie n Schuldienst Preußens tärdienst, der nach erlangter tet ist, wird ebenfalls an= m Oberlehrerdienstalter entscheidet sfähigkeit, bei gleichem Datum der atum des Lehramtszeugnisses, bei ramtszeugnisses das Datum der Landtage zugegangene Novelle ärztlichen Ehrengerichte u. s. w. geäußerten Wünschen der Aerzteerungen dieses Gesezes. Unter eltende Bestimmung, daß auch der e Arzt zu den Beiträgen an die n wurde, beseitigt werden. Fortan welche weder eine ärztliche e auf der ärztlichen Wissenschaft De Tätigkeit ausüben, von der Beifern sie dem Vorstande der Aerztee schriftliche Erklärung abgeben. Birkungspflicht tritt mit dem Abn welchem die Erklärung an die r. Bei Beanstandung der Erfläräsident. Das Wahlrecht und r Aerztekammer erlischt für I von der Wirkungspflicht. In Beitragspflicht befreiten nicht= erzte fallen jedoch die Professoren medizinischen Fakultäten nicht, rein theoretischen oder rein prak= zinischen Wissenschaft beschäftigen. er Beitragspflicht befreit die Vern und der Berufsversicherungsnichtpraktizierenden MedizinalDauer des planmäßigen Dienstes f den preußischen Staatseiner dem preußischen Abgeordlebersicht für 350 371 Beamte und cht Stunden täglich waren 30 598 is neun Stunden 35 544, neun 68, zehn bis e If Stunden 85 745, 67 109, zwölf bis dreizehn bis vierzehn Stunden 7144, Stunden 3371 und fünfzehn bis 7. Weiter werden noch Angaben planmäßigen Ruhetage für iesen erhalten monatlich mehr als zwei Ruhetage monatlich 72 753, anoerigaw ɲuyeuge 10 412, einen Ruhetag im Monat 6871 Beamte. Diese Statistik weist gebieterisch auf die Notwendigkeit der Entlastung einer großen Anzahl von Beamten hin. Ist diese im Interesse des Dienstes nicht durch Verkürzung der Arbeitszeit möglich, so muß die Zahl der Ruhetage der belasteten Beamten erheblich vermehrt werden. Ein Beamter, der täglich 16 Stunden Dienst tut, hat Anspruch auf einen vollen Ruhetag in der Woche, außer dem Sonntag, oder er leidet Schaden an seiner Gesundheit. Oefterreich- Ungarn. Aus Olmük wird berichtet, Erzbischof Dr. Kohn sei zum Rücktritt entschlossen. Wie verlautet, will der Erzbischof sich in ein Kloster begeben. Seine Ernennung zum Kardinal kommt nicht in Frage. Anen. Das Kürzlich wurde von blutigen Grenzkonflikten zwischen Turkmenen und der persischen Besabung von Astrabad in Persien berichtet. Der Gouverneur von Astrabad erlitt bei Zusammenstößen mit den turkmenischen Grenz- Khans mehrere schwere Niederlagen. Nach neueren Nachrichten nehmen die Feindseligkeiten immer ernſtere Dimensionen an. Persien machte 2250 Mann reguläre Truppen und 2000 Mann vom Landsturm mobil. Haupthindernis für ein energisches Eingreifen Persiens liegt in der Korruption der persischen Offiziere, die die für die Truppen bewilligten Gelder unterschlagen. Die Turkmenen drohen, falls ihre Wünsche wegen Zollermäßigungen unerfüllt bleiben, sich unter russische Oberhoheit zu stellen. Man kann heute schon mit Gewißheit voraussagen, daß das Ende vom Liede das russische Protektorat über die Turkmenen sein wird. Amerika. Mit fieberhafter Anstrengung arbeiten die Yankees an der Verstärkung ihrer Flotte. Nach einer Meldung aus meinte, daß Das Bild gehäftigt war, guten Ende r Arbeit, die hingezogen ich auf der fie ein paar ulia Hansen. e mich, ob ich mir früher ife des Nache am Bilde Professor?" ; ob sie darin ca! Was soll zeigend, rief leuchtete ein fen, als sie wegen der Zerstörung Es ist nachgewie bei Khan werden m find und 70 vermit ich hoffe dann die Ba zu fönnen. Die Arb borläufig eingestellt. dort aus zu Fußb So schmerzlich die Deutschen und dem Ver ger. sie uns noch enger aneinander brachten. nügt, wenn ich Ihnen sage, daß sie furchtbar waren und daß und Not will ich Sie nicht belästigen, Herr Professor; es geMit den Einzelheiten unserer vielen Kämpfe gegen Hunger ständig verlassen und standen in der weiten Welt allein da. Tante vor Kurzem gestorben war. Wir waren somit jetzt vollals wir in Bremen angekommen, erfahren mußten, daß meine eine ältere, unverheiratete Dame, die in Bremen wohnte. „ Wie groß war aber unser Schmerz und unser Schred, einzigen Schwester meines Vaters zu suchen. Es war das wir nach Deutschland, um hier Schutz und Beistand bei der war sie neunzehn Jahre alt und ich fast um vier Jahre jünDa wir in Italien keine Verwandte hatten, so kamen demie, die damals in Genua mütete, dahingerafft wurden, und als Vater und Mutter zu gleicher Zeit von ciner EpiSchwestern betrachtet, hingen auf das Innigste an einander, sind aus der Ehe meiner Eltern nicht entsprossen." Zwei Jahre später wurde ich geboren, und weitere Kinder Wir beiden Schwestern, denn wir hatten uns immer als so lieb gewann, als wenn es ihr eigenes Kind gewesen wäre. war ein hübsches, kleines Mädchen, das meine Eltern bald nahmen dann eine zweijährige Waise an Kindesstatt an. Ehe kinderlos. Das machte ihnen viel Kummer und sie eine Italienerin war, heiratete. Zehn Jahre lang blieb ihre 4 und zwar das eine unmittelbar über dem andern. Dann ist stets nur das oberste bewohnt. Adams vermutet, daß sich die Maulwürfe beim Aufwerfen der Haufen nicht der Hinterfüße, sondern des Kopfes und der Schnauze bedienen. Beide Geschlechter be= wohnen gesonderte Baue; die der Weibchen zeichnen sich durch größere Einfachheit und meist durch Mangel der Laufröhren aus. Jungfräuliche Maulwürfe find von männlichen so schwer zu unterscheiden, daß man glaubt, lauter Männchen zu sehen. Die ersten JunNural gen fand Adams Mitte April, die letzten, fast ent= wickelten gegen Ende Juni. Es wird nur ein Wurf im Jahre hervorgebracht. Die höchste Zahl der nach cinem Wurfe gezählten Jungen war sieben. Adams hält den Maulwurf für so gut wie blind. Als einem Maulwurf bei tiefer Dämmerung dicht vor seine Nase eine brennende Kerze gehalten wurde, wich er derselben nicht aus. Beim Schwimmen sah Adams den Maulwurf lebhaft nach Art der Hunde die Gliedmaßen bewegen, während Kopf, Rücken und brieflich verdaut, schafft Appetit, hebt die Kräfte, Ein künstl. verdaut. Nahr- u Verdauungsmittel, ( einzigartig) seit 10 Jahren vielf. ärztlich verordn, zur Diät b allen Verdauungsstörungen, Magenfür Rekonvalescenten, Blutarme, u. Schwächliche( auch Kinder) Es beseitigt schlechte Verdauung, ist frei v. Alkohol, daher viel wirksamer als alle Pepsinweine, Angen. Geschmack, gan unschädl.- Broschüre m. Analyse u. zahlr. Gutachten auf Wunsch grat. u. franko. Klewe& Co., Nährmittelfabrik, Dresden 138. Schönstes Geschenk! Stettiner Baumkuchen hochfein versendet Emil Colas, Stettin R. gegründet 1854, das Plund 2 Mk. incl. Kiste u. Porto. Sensationelle Neuheit, interessant für Ο Jedermann! Katz- und Maus- VexierG- M.- S. Portemonnaie, G.-M.-S. die Katze auf der Mäusejagd darstell. 30 Tage zurProbe, Umtausch gerne gestattet oder Betrag zurück. 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Schließlich bemerkt Adams, daß junge Maulwurfsäuglinge ein schmadhaftes, dem Kaninchenfleisch ähnelndes Gericht geben. Unser Arzt sagt: Pectal- Hustentod! Pectal- Tabletten beseitigen heilbaren Husten, Heiserkeit, Verschleimung in wenig Stunden! In Tausenden Familien stets zur Hand. Dankschreiben aus a. Welt umsonst franko.- Gold. Med.: Berlin, London, Paris. Patentamtlich geschützt. Preis M. 1.( Best. Terpin, Bals Peruv. Ac. benz. Extr. Seneg. ana 1. Sacch. Viol. ad 50. Pigm. 0,005 f. past. 50.) Nur Apotheke zum Eisernen Mann, Strassburg 1. E. ti. Zuverlässig! Winke u. Rathschläge f. sparsame Oekonom, find. Sie i. d. Buche Der Thierarzt im Hause Marke. mit Beschreibung von üb. 70 d. gebräuchlichst. Thierheilmittel. Preis 50 Pf., für Abnehmer meiner Specialpräparate gratis! ein Mittel z. Hervorrufung gröss. Lege. 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Die Sozio werdender Dringlichkeit Republik das Proletaria und Rechten genießen m Staatssekretär Graf Bo entgegen, indem er beto Verfassung, aber nie fönne. Eine jede Regi je irgendwo oder irgen letariat geschaffen werd fratie des Geistes der sei die zweckmäßigste S Intereffe die landesväter aus den Augen laffen di Nachdem die prinzipie beste Regierungsform er der einzelnen Stände vo den diesmal für einen besondere der Handwerk einer Einigung über po nis der angestellten E Handwerkergesezes abger dafür sind bereits abgejd demnächst unterbreitet m Mit großer Einmüti berschiedensten Parteien fionen zur Schlichtung nehmern und Arbeitern Schutzmarke. Beinleiden aller Art! im Hinblid auf die Gr Ozol Methode teilbar ohne Operation u. Berufsstörung, fast schmerzlos. Verlangen Sie Broschüre: Wie heile ich mein krankes Bein selbst? Versand durch: Dahl Dr. Strahl, Hamburg 101, Grosse Allee 10. Gratis und franko! Druck und Verlag von F. Lenz& Comp, G. m. 6. H., Berlin O. 27, Holzmarktstr. 4. Er geltend. Die praktischer Schaffung von Arbeiter mit Erscheinungszwang äußerte sich die Regierung Form, weil ein Zwang denen Dienstverhältnisje widerspreche. Wenn sich der Arbeiterkammern ni daß die logische Konseque nachdem dem Handwerk, bereits derartige Organi weilen aber ist die Reg Verlauf der Beratung fationsaufgaben bei un lastet, die im Intereffe und einer ökonomischer waltung gestellt werden dann endlich auch ein Ausdehnung der Zwa lösen. Der I Keine Bestätigung meldung, dafür bessere Das ist das erfreuliche bungen. Beim Kolonia mandanten des„ Habich ringegangen: Nach neueren Na Bastarde treu, am O schlagen. Es ist fid daß Leutnant v. Zül Ein Versuch, mit Ka Juhren. Selbst wenn fit was you นวด ihn ein aber doch Hendrichs'schen 10, was die Magnat- Demetrius Vanescu war sein Name Erbschaftssache für einige Wochen dort lebte. Geschmack und Farbensinn hatte sie ja immer, sie war also sehr welche Toilette sie an dem Abend trug, aber einen feinen beim ersten Blick auf Hilda Feuer. Ich weiß nicht mehr, mußte man ihm nichts nachzusagen. Nun, dieser ungarische guter Familie, im Banat reich begütert, nicht gerade schön, allgemein für stark verwöhnt und exzentrisch, im übrigen hier ließ sich meiner Schwester, gleich zu Anfang des Festes, mir konnte das recht sein. Da aber gab es einen Ball im ungarischer Herr vorstellen, der wegen Regulierung einer bald in den Ruf einer hochmütigen Prinzessin fam. Ihr und Gesellschaften und betrug sich dann so gletscherhaft, daß sie lich nie darein gewilligt haben! Sie besuchte aber sehr wenig Frauen interessant nennen, man Hause, in welchem wir viel verkehrten, und Er war aus fing gleich bielt ,, Kann mir die Dame nicht selber Bеn Tragie my. hatte, verabschiedete er sich. über Farbe der Haare, der Augen, des Teints 2c. gegeben aus, und nachdem er mir noch die erforderlichen Andeutungen In überschwenglichen Worten drückte er mir seinen Danf Angriff zu nehmen, damit er es mit sich nehmen könne. Ausland gehen wollte, versprach ich ihm, das Bild sofort in schließlich nachgab. Da er in ungefähr vierzehn Tagen ins Herr Beyersberg drang indessen so lange in mich, bis ich und ich daher lieber auf die Bestellung verzichten möchte. graphie weder mir selbst noch dem Bilde genug tun könnte Ich erklärte ihm, daß ich beim Malen nach einer Photodächtnis zurückrufen kann. Sie war meine Frau." graphie ist alles, was ich habe, das mir ihre Züge ins Ge,, Leider nein," antwortete er, sie ist tot und diese PhotoBilde haven wont. azu. Ich muß muß Sie um rofessor," entfennen, wann Photographen und auch auf die Firma des sehr genau an. ihr. Sie riß yansen an diesem terte ich mir den Sache fing an, Atelier vor den atte es nicht für mand hatte bis hatte ihm verals einen vertte mir erklärt, ich jetzt meine Frage. ,, Kannten Sie das Original dieses Bildes?" wiederholte Meine liebe, gute Myra!" Ob ich sie gekannt habe! Ach, meine arme Myra! Plötzlich aber hörte sie auf zu weinen und sie begann: und auch ich fühlte mich außer Stande, ihr Trost zuzusprechen. Ich führte sie zu einem Sessel und sie weinte bitterlich Kannten Sie denn Frau-?" Gesicht, daß auch sie den Namen nicht zu kennen schien. nicht aus, doch zeigte mir ein Blick auf Fräulein Hansen's Ich sprach den Namen mann in Genua niedergelassen, wo er meine Mutter, die Mein Vater stammt aus Deutschland und hatte sich als Kauf„ Hören Sie, ich will Ihnen eine Geschichte erzählen: ein nis Lon Modell. daß sie sich Namen ihres Gatten teilte sie mir mit. würde; bald würde sie wieder schreiben. Nicht einmal den sich mir nicht mehr so wie früher anvertraute ich einen ganz kurzen Brief von ihr, in dem sie mir KenntEin paar Wochen lang antwortete sie garnicht, dann erhielt mir etwas zu verheimlichen. Ich fragte sie, was das wäre. sich verheiratet habe und ins Ausland reisen kannte ich, daß die Briefe meiner Schwester einen anderen und Erlebnissen erzählten. Vergangenen Herbst jedoch eratmeten. Es entging mir nicht, daß meine Schwester denen wir uns gegenseitig von unsern Sorgen, Hoffnungen Provinzen und ich wurde das, was ich noch jezt bin erhielt eine Stellung als Gouvernante in einer der östlichen sam, uns von einander zu trennen. Meine Adoptivschwester Wir schrieben uns lange und zärtliche Briefe, in „ Nach verschiedenen Erlebnissen hielten wir es für ratsie schien บ ล ท ī passiert sein mußte; ich nicht einmal ihre Adresse bekannt war. Ich war sehr um sie besorgt, denn ich wußte nur zu gut, daß „ Die Zeit verſtrich, aber sie brachte keinen Brief von ihr. fonnte aber nichts tun, da mir zu mir herein und lange ich wünschte. früheren Schlägen auf. sie eine offene Wunde und ihre Stirn wies Narben von daß sie es fast gar nicht öffnen konnte; an der einen Backe hatte versetzt. Das eine ihrer Augen war so heftig geschwollen, lange ich lebe, werde ich den Anblick nicht vergessen, der sich mir zu brechen drohte. Ich schlug ihren Schleier zurück, und so weinend in meine Arme und ich sah gleich, daß ihr das Herz Man hatte ihr einen brutalen Schlag ins GeDämmerung in meiner kleinen Stube saß, fam meine Wirtin Es war meine Adoptivschwester. Ste warf sich „ Als ich eines Abends recht trübe und mißgestimmt in der ſagte, daß eine Dame mich zu sprechen darbot. jetzt dat sicht Barmherziger Himmel," rief ich aus, getan ,, wer hat das Mein Gatte," antwortete sie unter Tränen. " Wo ist er?" Sie gab keine Antwort. beleidigend für dich. machen und seine dann folgenden Liebkosungen sind geradezu leid! So etwas läßt sich nicht wieder gut Sinnen sein. Es tut ihm durch Liebkosungen wieder gut zu machen. aber tut es ihm immer so furchtbar leid und er sucht alles „ Weißt du, Julia, ich glaube, er muß zeitweise nicht recht bei Um ihn gewissermaßen zu entschuldigen, erzählte sie: Er verliert alle Selbstbeherrschung, nachher hast du dich mir nicht anvertraut?" diese nicht noch durch meine vermehren wollte." Weil du selber Kummer und Sorge genug hast und ich „ Du armes Mädchen," suchte ich sie zu trösten ,,, warum nie, nie wieder kann ich zu ihm zurückkehren." es nur irgend ging, jetzt aber bin ich ihm davongelaufen und „ Ach, liebe Julia, ich habe es so lange ausgehalten, als schon Monate lang so schlecht behandelt habe. mir sagen; nur so viel brachte ich aus ihr heraus, daß er sie Weder seinen Namen, noch sonst etwas über ihn wollte sie zu stehen kommen. Wie heißt denn dein Gatte?" Myra, meine liebe, arme Schwester, das soll ihm teuer