tr. 121. bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., Saus gebracht 60 Bfg., burch die Poft bezogen viertelfährlich. 1.50. Gratt@ betlagen: Oberhoffifche Familienzeitung( täglich) und die Stekener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Donnerstag, den 26. Mai 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberheffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 fg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernfprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Erneuerung des Dreikaiferbündnisses? ( Ein Interview.) In ernst zu nehmenden französischen Blättern, auch solchen nationalistischer Richtung, tauchen Gerüchte auf, daß Rußland daran denke, allmählich das Bundesverhältnis zu Frankreich zu lösen und statt dessen mit Deutschland und Desterreich- Ungarn das historische Dreikaiserbündnis, die heilige Allianz" der Freiheitskriege, wieder zu erneuern. Wie es scheint, ist auch die französische Diplomatie bereits böllig darauf gefaßt, daß eine neue Konstellation in der europäischen Politif eintreten kann. Angesichts der hohen Wichtigkeit dieser Frage für Deutschlands Zukunft nahm unser CB- Mitarbeiter Veranlassung, einen hervorragenden deutschen Staatsmann um seine Ansicht über die Möglichkeit eines neuen Dreikaiserbündnisses zu befragen. Nachstehend das Ergebnis der Rücksprache: Die japanischen Waffenerfolge in Ostasien haben eine ganz ungeahnte Wirkung auf die französische Bevölkerung gegenüber Rußland ausgeübt. Die französische Presse hatte zu Anfang des Krieges wenigstens genug Pietät, in herzlichen Worten der russischen Armee zu gedenken, und ihre Depeschenbureaus hatten sogar die Freundlichkeit, russische Waffenerfolge in alle Welt zu melden, dagegen die japanischen Siege entweder zu bestreiten oder abzuschwächen. Das alles hat sich in legter Zeit geändert. Seit einigen Wochen ist eine merkwürdig kühle Stimmung auch in den Blättern festzustellen, während sie in der hohen französischen Diplomafie längst zum Ausdruck fam. Es war ja allerdings eine gewisse Spannung zwischen den Freunden und Bundesgenossen" schon in dem Augenblick eingetreten, als Frankreich sich nach den Tagen von Faschoda von Rußland veraffen fühlte und Delcassé mit einem plöglichen Ruck von der englandfeindlichen Politik auf eine Vereinbarung mit England lossteuerte. Damit war zugleich die rein kontinentale Bolitik an die zweite Stelle gerückt und die Begründung des großen französischen Kolonialreichs als das erstrebenswerteste Biel der Zukunft gekennzeichnet. Es liegt aber klar auf der Hand, daß diese Politik in einer vorteilhafteren Weise mit England als mit Rußland gemacht werden kann, weil natürliche Berührungspunkte zwischen Frankreich und Rußland in den überseeischen Gebieten nicht vorhanden sind. Rußland kann also( vergleiche Faschoda) Frankreich weder mützen noch schaden, während friedliche Vereinbarungen mit England ohne das Dazwischentreten einer dritten Macht, wie wir das bereits an dem Abkommen über Marokko ersehen baben, einen schrittweise erfolgenden Ausbau des französithen Kolonialreichs ermöglichen. Dieser systematische Umhung der Kolonialpolitik kann dem nächsten Interessenten, Rußland, natürlich nicht entgehen, und es mag für die Newadiplomatie auch etwas Deprimierendes gehabt haben, daß der seitherige Bundesgenosse in dem Augenblick das bekannte Delcassésche Abkommen traf, als Rußland in einen in seinen legten Konsequenzen unübersehbaren Krieg mit dem asiatischen Verbündeten Englands verwickelt war. Andererseits wurde dadurch auch den Russen die Bedeuung eines guten nachbarlichen Verhältnisses zu den anrenzenden Kaiserreichen Desterreich- Ungarn und Deutschland lar zum Bewußtsein gebracht. Wenn jetzt noch im östlichen Europa die elektrische Spannung bestände, wie Ende der Der Jahre, als der Panslavismus in organischer Verbindung nit dem Boulangismus eine ernste Friedensgefahr für Europa ildete, dann wäre jezt für die beiden Mächte des Dreibundes er geeignete Moment zum Losschlagen gegen Rußland gepefen. Statt dessen sehen wir aber ein ganz anderes Bild: Deutschland hält den Russen den Rücken frei, und Desterich hat in dem gleichen Augenblicke, als die russischen Kräfte ür die Balkanpolitik geschwächt wurden, an Stelle Rußbnds die Sorge für die Ordnung auf dem Balkan überommen. In dieser Sachlage offenbart sich eine große Inimität der diplomatischen Beziehungen, die durch keine interfierte Presse mehr hinweg gelöscht werden kann. Tatsächlich stehen sich die drei Kaisermächte in ihrer hohen Politik näher, als es feit den Tagen der Dreikaiserzusammenfünfte in Stiernewice und Gastein der Fall war. Ob geschriebene Abmachungen vorliegen oder nicht, das indert an der Sachlage nichts. Die russische Auslandspolitik muß in eine andere Bahn geraten, seitdem auch die franzö sche Politik den kontinentalen Schwerpunkt aufgegeben und mit ihrer Kolonialpolitik in die Wellenfreise der englischen Satereffen geraten ist. In absehbarer Zukunft wird und muß also eine Erneuerung des Dreikaiserbündnisses, wenn auch auf einer anderen Grundlage, als vor 100 Jahren, als realer Faktor der neuen europäischen Politik in Betracht gezogen werden. Der Krieg in Oftafien. Alles deutet darauf hin, daß es der japanischen Heeresleitung bitterer Ernst damit ist, Port Arthur möglichst bald in ihre Hand zu bekommen. Londoner Blätter lassen sich MLS Schimonoseti berichten, daß ein Sturm auf Port Arthur geplant sei. Das Telegramm landet: Port Arthur wird von der fünften Division, die einen Teil der dritten Armee bildet, angegriffen werden. Es ist das eine Elitetruppe, die hauptsächlich aus im chinesischjapanischen Kriege erprobten, lange bei der Fahne gewesenen Veteranen besteht. Die Festungsartillerie wird auf der Halbinsel Liautung gelandet und, nachdem die Ingenieure und Artilleristen ihr Werk getan haben, wird Port Arthur gestürmt werden. Die Nussen befestigen drei Hügel auf dem schmalsten Teil der Liantung- Halbinsel unterhalb von Kintschau. Bei Liautscheng bauen sie drei Forts im Often, sechs im Westen, fünf im Süden. Sie haben 26 000 Mann dort. Zwischen Niutschwang und Kaiping befestigen sie das linke Ufer des Liao und haben 15 000 Mann dort. Während so in den eigentlichen ausschlaggebenden Operationen ein Stillstand eingetreten ist und beide Teile sich zu fünftigem Kampfe rüsten, werden die Kosakcustreifzüge in Nordkorea munter fortgesetzt. Nach einer Depesche aus Mukden überfiel eine russische Abteilung von Osten her die Stadt Andschu, nahm sie ein und zersprengte die japanische Besatzung. Nachdem die Stadt in Brand gesteckt war, zogen die Russen in guter Ordnung wieder ab. Weiter nahmen die Kosaken zwei japanische Transportkolonnen weg. Die erste japanische Armee soll daher ohne Proviantzufuhr sein. Auf die Gefahr, die die japanischen rückwärtigen Verbindungen in Korca durch die fühnen Streifzüge russischer Streitkräfte und durch die Gärung in einem großen Teil des Volkes zu gewärtigen haben, ist bereits wiederholt von uns hingewiesen worden. Der foreanische Gesandte in Petersburg ist in Berlin eingetroffen und in der japanischen Gesandtschaft abgestiegen. Auf der japanischen Gesandtschaft wird erklärt, man wundere sich, daß der Gesandte so lange mit der Abreise gezögert habe, da doch die Koreaner Japans Verbündete seier.. Bon russischer Seite wird das Verhältnis anders aufgefaßt. Die russische Diplomatic rechnet immer noch, und mit Recht, mit einem starken Anhang in Korea. Die Neutralität Chinas wird in einem kaiserlichen Dekret von neuem als unterbrüchlich hingestellt. Den Regierungsbeamten und dem Volfe wird aufgetragen, sich nicht durch falsche Darstellungen bei der gegenwärtigen Zeitlage irreführen zu lassen. An dem guten Willen des Kaisers und seiner nächsten Umgebung ist nicht zu zweifeln. Dagegen ist das Volk stark russenfeindlich und leicht zu fanatisieren. Und von den Gewalthabern sind General Ma und Juanschikai, die über bedeutende Truppenmassen verfügen und jeden Augenblid gegen die Russen losschlagen können, sowohl deren Feinde, vie Gegner der Mandschu- Dynastie. Von allen beiden hoffen sie sich mit Hilfe der Japaner für immer zu befreien. Die Politik. Zur Hilfeleistung für Deutsch- Südwestafrika sind be der deutschen Kolonialgesellschaft bisher nicht weniger als 211 236,51 Mark eingegangen. Die Sammlungen werden noch fortgesetzt, zumal auch für den Norden Deutsch- Südwest. afrikas die Hilfsaktion nunmehr eingesetzt hat.- Seinen im Rampfe gegen die Herero erhaltenen Wunden ist im Eppen dorfer Krankenhause bei Hamburg der 34jährige Ober leutnant Paul Griesbach erlegen. Eine feindliche Kugel hatte ihm den Lendenwirbel verstümmelt. Er wurde al einer der ersten Verwundeten nach Hamburg transportiert A Nach Mitteilungen aus Regierungskreisen ist die Ein führung der Berufung in Straffachen nach den letzten Beratungen der Kommission für die Reform der Strafprozeßordnung im Prinzip gesichert. Damit wird eine alte for: derung nicht nur der praktischen Juristen, sondern auch des Publikums erfüllt. * Die Vertreter der statistischen Zentralstellen im deut schen Reich treten am 10. Juni zu einer Konferenz in Mainz zusammen. Auf der Tagesordnung steht u. a. die in diesem Jahre im Deutschen Reich vorzunehmende Viehzählung. Gleichzeitig sollen die erforderlichen Vorbesprechungen über die 1905 stattfindende Volkszählung, die nach dem Vorschlag des kaiserlichen statistischen Amtes möglichst einfach gestaltet werden soll, abgehalten werden. Man will diesmal auf die Fragen nach dem Geburtsort, Arbeits- und Wohnort, Religion, Muttersprache und Gebrechen verzichten. Schließlich foll noch die auf 1907 verschobene Berufs- und Be triebszählung zur Besprechung kommen Bei der jüngsten Reichstagsersawah I in Straßburg- Land, wo ein Demokrat, ein Zentrumsmann und ein Sozialdemokrat sich gegenüberstanden, war Hofprediger a. D. Stöcker für die Wahl des Zentrumsfandi: daten Hauß eingetreten. Jetzt macht die evangelische Geistlichkeit deshalb gegen Stöcker Front. Stöcker hatte für den Festgottesdienst, der die in Straßburg stattfindende 40. Jah resversammlung der„ Südwestdeutschen Konferenz für Innere Mission" am 1. Juni einleiten soll, die Festpredigt übernommen. Der Vorstand der„ Landeskonferenz für Innere Mission in Elsaß- Lothringen" hat indessen neuerdings Stöcker ersucht, er möchte im Hinblick auf seine Stel lungnahme im Wahlkampf von Straßburg- Land auf seine Fest predigt verzichten. * Der Kampf zwischen der Leipziger Ortskrankenkasse und den Kassenärzten erlebt noch ein höchst unerfreuliches Nach, spiel. Die Aufsichtsbehörde hatte der Erwartung Ausdrud gegeben, daß die von der Kasse zum Ersatz der streifenden Rassenärzte angestellten Distriktsärzte nach Wieder einführung der freien Arztwohl einer Umwandlung ihrer Verträge in gewöhnliche Kassenarztverträge zustimmen wür den. Die Distriktsärzte haben aber einstimmig sich verpflichtet auf eine Umwandlung oder Abänderung der Verträge nichi einzugehen. Die Kreishauptmannschaft wird nun, falls die Distriftsärzte bei dieser Weigerung bestehen bleiben, durc Verzicht auf ihre Dienste oder auf sonstigem gesetzlichem Wege (§ 626 B. G.- B. ,, das Dienstverhältnis kann ohne Einhal tung der Kündigungsfrist gekündigt werden, wenn ein wich tiger Grund vorliegt") aus der Kassenpraris entfernen. Türkei. Wenn westeuropäische Finanzminister sich den Kopf zer brechen, wie sie ihr Budget ins Gleichgewicht bringen sollen, so sollten sie nach der Türkei blicken, da können sie lernen, wie man das im Handumdrehen macht. Als die türkischen Finanzbehörden im Februar den Etat der Türkei aufstellten, ergab sich ein nicht auszugleichendes Defizit von 3½ Millionen türkischer Pfund. Mit einem solchen Etat wollte nieman? bor den Sultan treten, und guter Rat war teuer. Da fam ein Finanzgenie auf einen Columbuseinfall: auf seinen Vor schlag schrieb man einfach auf die Einnahme- Seite noch einen Posten Verschiedenes 3½ Millionen Pfund" und das Budge war tadellos aufgestellt! Aber nun war die Frage: Woher diese verschiedenen Einnahmen" nehmen? Die Antwort war bald gefunden: Man dekretierte einfach einen neuen Abzug von 15 v. H. von allen Beamtengehältern, angeblich für ,, heilige" Zwecke. Dabei sind die Beamtengehälter schon dreimal in den letzten zehn Jahren um je 15 Prozent gekürzt worden, und selbstverständlich bleibt die Kürzung für immer bestchen! Alien. Ein portugiesisch- chinesischer Konflikt scheint sich anzuzetteln. Nach einer Reutermeldung aus Hongkong hat der chinesische Vizekönig von Kanton von der Verwaltung der portugiesischen Niederlassung Macao die Auslieferung eines vor den chinesischen Gerichtsbehörden dorthin Geflüchteten verlangt. Vier chinesische Kanonenboote und zwei Torpedobootszerstörer sind vor Macao eingetroffen. Die Portugiesen rüsten sich zum Widerstande gegen einen Landungsversuch. Die Chinesen werden kaum so weit gehen, zu landen, wenn die Portugiesen sich ernstlich entschlossen zeigen, das mit Gewalt zu verhindern. Immerhin dürfte die Affäre sich zu einem Rattenkönig von diplomatischen Vorstellungen in Peking und Lissabon auswachsen. Aber vielleicht legt sich England ins Mittel, um den Portugiesen zu zeigen, daß Großbritannien nicht nur in höfischen Trinksprüchen der„ bierhundertjährige Alliierte“ Portugals ist- Afrika. Die englandfeindliche Strömung unter den Buren nimmt mit jedem Tage zu. In Pretoria tagte soeben ein großer Burenfongreß. 134 Delegierte, darunter alle bedeutenden Führer, waren anwesend. Der Rongreß bedeutet den Wiedereintritt der Buren ins aktive politische Leben und den Anfang einer großen Agitation für die Erlangung der versprochenen Selbstregierung. Das erste praktische Resultat ist die Vervollständigung der politischen Organisation der Buren. Alle Redner klagten, daß England seine in Vereeniging gegebenen Versprechungen nicht gehalten habe. Der Kongreß sandte schließlich dem Erpräsidenten Krüger telegraphisch seinen Gruß und drückte sein Bedauern aus, daß er ihm den Gruß nicht selbst in seinem eigenen Lande und unter seinem eigenen Volke darbringen könne. Die Kosten des Kabeltelegramms wurden durch Zeichnung seitens der Mitglieder des Kongresses aufgebracht. Gemütsmenschen sind die marokkanischen Räuber, die jüngst den Amerikaner Perdicaris und seinen in England naturalisierten Sohn gefangen genommen und weggeschleppt haben, um ein Lösegeld für beide herauszuschlagen. Aus einem Brief, den Perdicaris an seine Gattin in Tanger gerichtet hat, rühmt er die vortreffliche Behandlung, die ihm und seinem Sohne von den Banditen zu Teil wird. Damit die Gefangenen nicht von Langerweile geplagt würden, veranstalteten die Räuber sogar eine Saujagd. Diese Höflichkeit hinderte die Bande indessen nicht, den Gefangenen anzufündigen, sie würden nicht eher wieder in Freiheit gesezt werden, ehe das Lösegeld für sie nicht auf Heller und Pfennig Er warf fich auf das Rager. Hauses unter einem Dache zu wohnen," sagte er sich. Lange halte ich das nicht aus, mit dem Erbfeinde meines Er bachte an Morth. Aber alata auf melchem fich nun feine Borstellungen be Ausreißens." " Sind Ste Was haben Sie denn eigentlich herbrochen?" " Se nun, ich darf kein Geld bei mir haben, von wegen des toll?" fragte Erich unwillkürlich) betroffen. Wenn So ist der Mensch von Herz ein Dulder allezeit; Er fühlt in seiner Brust der andern Leid und Plagen sich das Kind der Welt des Lebens flug erfreut, ..Nicht möglich 1" Wie ich dir fage, rundweg verweigert." Frank!" " Und fagte mir gleichzeitig, daß er mich nicht mehr in iri n der verlangten Höhe gezahlt sei. Ueberdies gaben sie die nenschenfreundliche Absicht kund, falls das Lösegeld nicht prompt bezahlt werde, noch ein paar bekannte französische Raufleute in Tanger in Gefangenschaft zu schleppen. Drei merikanische Kriegsschiffe, die bei den Kanarischen Inseln agen, haben inzwischen Seaelordre nach Tanger erhalten. Amerika. Endlich einmal hat eine Regierung es gewagt, die bermütigen Yankees nach Gebühr zu behandeln. Und es ist die Regierung eines Staates, der nach seinen Machtmitteln ein Zwerg gegen die Riesin Union ist: Kolumbien hat der Unionregierung den Stuhl vor die Tür gesezt. Vor aller Welt hat die kolumbische Regierung erklärt, mit einer Macht von der politischen Moral der Vereinigten Staaten wolle sie nichts zu schaffen und keinen Verkehr haben. Aus Washington berichtet das Reuterbureau: Eine dem Staatsdepartement zugegangene Meldung besagt: Die kolumbische Regierung hat dem Geschäftsträger der Vereinigten Staaten in Bogota mitgeteilt, sie ziehe es vor, mit dem neuen Gesandten der Vereinigten Staaten Russell nicht in Beziehungen zu treten. Ausdrücklich wurde erklärt, der Einwand gegen Russell werde nicht aus persönlichen Gründen erhoben, die kolumbische Regierung wolle damit nur dem in der Republik verbreiteten Unwillen gegen die Vereinigten Staaten Ausdruck geben: jede amerikanische Gesandtschaft würde gegenwärtig Einwänden begegnen. Infolgedessen hat der amerikanische Gesandte Russell seine Reise nach Bogota unterbrochen. Bei der Skrupellosigkeit, Hinterlist und Grobheit, mit der die Union, um den Panamakanal zustande zu bringen, den Abfall der Provinz Panama von Kolumbien herbeigeführt und protegiert hat, war die Ablehnung der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen durch Columbien einfach eine Forderung der Selbstachtung. Ob das Vorgehen Kolumbien politisch klug war, ist eine andere Frage: Selbstverständlich wird die Union versuchen, einen Streit mit Kolumbien vom Zaune zu brechen, um sich für die wohlverdiente Blamage zu rächen. Borsan, die der mutare Jegtetter des Jerstorbenen, Oberleutnant zur See v. Arnim, am Morgen des Todestages absandte. Darin wird von Herzlähmung infolge eines Falles gesprochen. Ein böser Fall, ein schwerer Fall, aber doch kein unmöglicher Fall. Weshalb sollte, was schon so vielfach bei Turnübungen vorgekommen ist, nicht auch einem Herzogs= finde zustoßen können, daß ein verhängnisvolles Ausgleiten einen tödlichen Sturz herbeiführt? Dagegen schützt auch die blühendste, kräftigste Stonstitution nicht, und Herzog Paul Friedrich foll, so wird weiter bekannt, seit etwa einem Jahre ein Herzleiden gehabt haben, das zwar unter gewöhnlichen Umständen nichts bedeutete, aber bei einem derartigen Unglück sicherlich von schlimmem Einfluß sein mußte. Weshalb sollte es also bei dem traurigen Ereignis nicht ganz natürlich zugegangen sein? Reiner weiß einen rechten Grund anzugeben, und doch, die mannigfaltigsten Gerüchte tauchen auf, die behaupten, hinter dem Tode des jungen Herzogs lauere ein furchtbares Geheimnis, das um keinen Preis ruchbar werden solle. Nach den neuesten Berichten über die Arbeiterentlaffungen bei den nordamerikanischen Bahnen wurden von dieser im sozialen Interesse des Landes äußerst bedenklichen Maßregel nicht weniger als 75 000 Arbeiter betroffen. Diese Zahl der Feiernden wird indessen noch erheblich überschritten werden: Die Verlader aller amerikanischen Bahnen haben sich mit den Entlassenen solidarisch erklärt und einen allge= meinen Streif beschlossen. Ihre Führer haben die Parole ausgegeben, daß der Ausstand auf alle Plätze ausgedehnt werde, an denen Eisenbahn- und Dampferdienst der Newhorf- Newhaven- Connecticut- Eisenbahn besteht, die mit den Entlassungen begonnen hat, ausgedehnt werde. Die Lage wird noch ernster infolge der Weigerung auch der Heizer, die Arbeit fortzusetzen, wodurch der Verkehr zwischen New Jersey und Newyork vollständig unterbrochen ist. Ebenso ist der Verkehr zwischen Newyork und den Pläßen New Eng= lands eingestellt. Die Pennsylvania- Eisenbahn hat den Durchgangsverkehr auf der Linie nach Portage unterbrochen, Die vor zwei Jahren mit einem Kostenaufwande von fünf Millionen Dollars erbaut wurde, um den damals bei Pittsjurg ungewöhnlich stark werdenden Verkehr zu erleichtern. Wenn die Bahnverwaltungen sich nicht entschließen wollen, Die gegenwärtig überschüssigen Arbeiter zu behalten, ist noch nicht abzusehen, wie weit der Streik der Bahnbediensteten jeine Kreise zieht. Senfations- Sucher. Jw. Schwerin i. M., 25. Mai. Das ist der beklagenswerte Erfolg der Sensationsmache um jeden Preis. Der junge Herzog starb plötzlich, niemand sah seinen letzten, schweren Kampf bessere Umstände konnten ja gar nicht zusammentreffen, um ein kühnes Gebäude von allerlei pikanten und schaurigen Konjekturen darauf zu errichten. Anfangs begnügte man sich, darauf hinzuweisen, daß es doch höchst verdächtig sei, wenn der Herzog noch kurz bor seinem Tode mit Kameraden im Kasino fröhlich beisammen gewesen sei. Der angebliche Sturz bei gymnastischen Uebungen sei dann höchstwahrscheinlich eine euphemistische Umschreibung für die Tatsache, daß der junge Herr beim Becher des Guten zu viel getan und in der Trunkenheit zu Schaden gekomen sei. Bald aber schien dieser tödliche Trunksichtsfall den Sensations haschern, viel zu nüchtern, wenn man hier so sagen darf, und banal. Der Stoff war ja zu kostbar, als daß er nicht mit allen pikanten und schaurigen Reizungen zu einem fürstlichen Kolportageroman ausstaffiert werden sollte. Nichts war leichter als das. Mutmaßungen waren wohlfeil, da keiner bei dem Tode des Herzogs zugegen gewesen war. Also vor allem das alte Rezept angewandt: Cherchez la femme! Eine Frau muß sicher" ihre Hand im Spiel gehabt haben. Zwar kennt sie bisher noch niemand, aber man wird schon dahinter kommen. Und nachdem einmal diese Hauptbedingung erfüllt war, lag es ja so nahe, daß selbst ein Blinder ins Ziel tappen mußte: Hier liegt ein Geheimnis vor, ähnlich dem vom Schloß Meyerlingt, wo Kronprinz Rudolf von Desterreich in noch nach langen Jahren nicht aufgeklärter schrecklicher Art sein Leben lassen mußte. Man sieht, der Roman ist fertig, der Phantasie sind alle Schranken geöffnet und die tollsten Variationen über das pikante Thema fönnen mit allen möglichen Verbrämungen bom Stapel gelassen werden. Die stille Trauer, in die das Schweriner Land durch der Tod des jugendlichen Herzogs Paul Friedrich versetzt wor den ist, wird gestört durch allerlei unkontrollierbare Gerüchte die von einer geheimnisvollen Todesursache berichten, die man aber offiziell totschweigen wollte. Das Staatsministerium hatte bekanntgegeben, daß der erst 22jährige Vetter des re gierenden Herzogs, der als Leutnant zur See zu seiner ar tilleristischen Ausbildung an Bord des Schulschiffes„ Mars' in Kiel kommandierte Herzog Paul Friedrich, in der Nach! bom 19. 3 zum 20. d. Mts. in seiner Kieler Villa plötzlich verstorben sei. Mit größter Wahrscheinlichkeit sei anzunehmen, daß der Tod auf einen Unglücksfall bei gymnastischen Uebungen, die der Herzog vor dem Schlafengehen ausgeführt habe zurückzuführen sei. Der Tod war nach dem Befund vor 2 Uhr morgens eingetreten, um 7 Uhr früh wurde die Leiche aufgefunden. Dieser amtliche Bericht deckt sich vollkommen mit der erſten telegraphischen Nachricht über den trauriaen Der Wildhirt. Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung) ( Nachdruck verboten.) daß Nagel ihr neugeborenes Kind fortwährend mit falter Wasser abgehärtet" habe. Sie beklagte sich auch bitter übe feineSpielereien und Verschwendungen. Er habe sich ein Villa angeschafft, eine Patentkasse, ein Klavier gekauft und in ähnlicher Weise das reichlich erworbene Geldim Mon 1500 M. und mehr noch vergeudet. Frau Meta hält ihra Mann für nicht ganz zurechnungsfähig. Auch das Natur menschenleben gefiel ihr nicht länger. Sie behauptete, def ihr Mann sie eingeschlossen, sie ihn aber mit der Ofenschaufel geschlagen habe. Aus all diesen Gründen ist die Natur menschen- Gattin nach ihrer Heimat Italien zurückgekehrt. Und das alles, weil ein junger Fürst plötzlich und allein ins Land der Toten gehen mußte! Als ob nicht täglich und stündlich uns vor Augen geführt würde: ,, Rasch tritt der Tod den Menschen an." Wohl niemand außerhalb der Bevölkerung Schwerins, bei der sich der Verstorbene hoher Beliebtheit erfreute, und seiner Kameraden, die ihn seines liebenswürdigen Wesens wegen alle gern hatten, hat sich bisher viel um den jungen Herzog gefümmert gehabt, ja es ist wohl der Zweifel berechtigt, ob den meisten seine Existenz bekannt war. Jezt aber halten sich sensationslüsterne Reporter und ihr Zuhörerkreis für berechtigt, in sein Privatleben hineinzuspähen und an dessen verborgensten Falten zu zerren, ob sie nicht irgendwo eine Blöße erblicken können, die ihrem abenteuerlichen Klatsch einen Schein von Wahrscheinlichkeit geben könne. Ob sie sie finden oder nicht finden, das Unglück ist bereits geschehen. Die stille Trauer um eine junge Hoffnungsvolle Menschenblüte ist durch das häßliche Tamtam der Sensationslust schrill gestört worden. „ Js er denn das da drüben nit?" fragte plötzlich Hannhenner, mit dem Stocke eine bestimmte Richtung angebend. Der Forstlaufer schaute der Richtung nach und gewahrte eine männliche Gestalt, die dort zwischen den Bäumen, welche die Haidefläche umgrenzten, berschwand. " „ Ich wette, daß er's is wer soll's anders sein? cief Wagner. Aber' s mag sein wie's will, der Kerl is mit allen Hunden g'hezt. Das aber verheiß ich mich: ich kriegen, und wenn' n der Teufel selbst in sein Schuß nimmt." Seht Euch vor Wagner, denn der Bursch is kein Suter. Ich hab' schon manches Stückchen von ihm Jehört." " Ich werd' mit ihm schon fertig. Uebrigens is er für Euch gar so schlimm nit gewesen, Hannhenner." „ Wieso?" " Na, Eure Braut hat doch ehedem' ne Liebschaft ' habt, wie m'c erzählt worden is, und da hat der Bursche sein Teil d'rzu getan, daß sie den nit krieg1 hat." Nab und Fern. Ein Todesritt. Auf dem Gestüt zu Racot bei Kosten in Bosen ereignete sich ein schwerer Unglücksfall. Als der Ve reiter Anton Jerzy in Begleitung des Kutschers Josef Anusi und eines anderen jungen Mannes die Hengste ausritt, stürzte der Hengst des Kutschers Knuska so unglücklich auf der Dorfstraße, daß der Reiter kopfüber auf das Straßenpflaster schlug und tot liegen blieb. Jerzy, der etwas zurückgeblieben war, jagte in vollem Galopp hinter den beiden ersteren her und auch sein Hengst stürzte. Dem unglücklichen Reiter wurd dabei durch einen Hufschlag des Tieres der Schädel einge schlagen. +[ Gine Tage auf Moorfleth Störche fu mar rühre und Gehe bluteten. greifer m dings red fonders in Präbe den gerade auf Störde ber #[ Gin weltfahrten Botal bera franzöfifche hoffe, daß fehen von d besten Leut forgen hät wahl der nett- Preis der Schä Rennwage dere Zwed verfäuflid Aufwendu Ausgaben jede der fchen Firm niger als +[ Das fraft auf St. Loui Dies Ge Tichite G gefertigt wiegt 75 Schwerste wurde d ist, reprä und Sch schmückt. Kostüm b [ Gi Erfinder 8tg." be gung der der Sch Leistung Erfinde borgesch Sechs Kinder verschüttet. Ein furchtbarer Unglückssall ereignete sich bei Villegny bei Metz: Sechs Mädchen im Alter von 6-7 Jahren, die aus der Schule kamen, wur den von einem einstürzenden Haus begraben und konnten nur als Leichen hervorgezogen werden. Die ganze Einwoh nerschaft befindet sich in großer Aufregung und ist mit Recht über die Nachlässigkeit der Hauseigentümerin entrüstet, die das seit 4 Jahrzehnten baufällige Haus nicht instandsetzen ließ. Die Besitzerin war auch jetzt noch nicht zu bewegen, das Haus zu verlassen. Sie nahm aber an dem Begräbnis der Opfer teil, zu welchem sich die gesamte Einwohnerschaft und Die Nachbargemeinden zusammengefunden hatten. dem Trauergottesdienst trugen weißgekleidete Jungfrauen die kleinen mit Blumen überschütteten Särge nach dem Friedhofe, wo die beklagenswerten Opfer der Katastrophe ein gemeinsames Grab aufnahm. An der Gruft spielten sich herzzerreißende Szenen ab. Der 15. evangelisch- soziale Kongres tagte in Breslau. Die Verhandlungen eröffnete als Vorsitzender Professor D. Harnack- Berlin, der die Bedeutung des Wortes evangelischjozial" auseinandersetzte. Die Einwirkung auf die Gedanfenwelt, die Erweckung des sozialen Sinnes und der Schut der Schwächeren seien die Hauptaufgaben des Kongresses und schließlich noch die Bekämpfung der Trunksucht, der Unzucht und der materialistischen Lebensanschauung. Professor Troeltsch- Heidelberg hielt einen Vortrag über das Thema: Die christliche Ethik und die heutige Gesellschaft. „ Das is richtig," versetzte der Burkhennersch.„ Er hat den Pierersch Hangcurt, der sonst' n ganz leidlicher Bursch g'west sein soll, so ganz und gar verführt, daß n am End' seine Mutter eimlicher Weis' nach Amerika geschafft hat, um die Schande nit zu erleben, daß er mit Gensdarmen von dem Wildhirt wegacholt wurde." Die Frau des Naturmenschen Gustav Nagel hat über den Grund ihrer Trennung von ihm folgende Angaben ge macht. In erster Reihe habe sie es nicht vergessen können. „ Ja, er is' n unheimlicher Satan, und daß er sich ezt so oft hier' cumtreibt, das hat auch' n Zweck, und um d'rhinter zu kommen, werd' ich'm aufpassen Tag und Nacht." Nad Ein furchtbares Verbrechen wurde in Debisfelde verübt. Die 14jährige Tochter eines Gastwirts war nach längerem Leiden gestorben. Als eine Verwandte sich am Tage vor der Beerdigung zu Bett begeben wollte, fand sie das Zimmer, in dem die Leiche lag, offen und die Tote in einer anderen Lage. Da man vermutete, daß Scheintod vorliege, holte man den Arzt und dieser konstatierte, daß die Leiche geschändel worden war. Der Verdacht fiel auf den 26jährigen Dach deckergesellen Selzner. Anfangs leugnete er die Tat, be quemte sich aber später zu einem Geständnis. " Ich wünsch Euch Glück, Herr Wagner. Alleweil muß ich aber eilen, daß ich nach heim komm', sonst kriegt mich die Nacht noch, derweil ich im Wald bin." Die Beiden reichten sich zum Abschied die Hände und setzten dann ihre Wege 1: ach entgegengesetzter Richtung fort. ** * Der Rächer seiner Hausehre. In Straßburg übte dei Tagelöhner Walter schnelle und furchtbare Justiz an dem 24jährigen Tagelöhner Jäger, den er bei einem Rendezvous mit seiner Frau überraschte. Er warf sich auf den Neben buhler und tötete ihn mit fünf Messerstichen. Frühling und Sommer waren vergangen und der Herbst wieder in's Land gekommen, damit auch die Zeit abermals eingetreten, in der die Wildhute zu Ende ging. Kampf mit einem Neufundländer. Eine seltsame Wette die noch ein Nachspiel haben dürfte, ist in Seulingen( Unter eichsfeld) zum Austrag gekommen. Zwei Burschen hatten in einer Wirtschaft verabredet, einen Ringkampf mit dem wert vollen Neufundländer des Lehrers aufzunehmen. Sie führ ten diesen Plan auch aus, aber das mutige Tier verstani feinen Spaß und ging auf seine Angreifer tapfer los. Um [§) zu wehren, zog der eine Bursche sein Messer und stieß es dem Huni ins Herz, so daß dieser sofort tot niedersank Dieser Sieg" wird dem Helden ein schönes Stück Geli kosten. Hus dem Gerichtssaal. 3]= englisch Vor fur in Tschi fern, es Leichen erläuter holte sta durchaus findiger fellschaft nichts& zu über und We metersto metter der wieder schiedene Gelegen nach fe Sturm Küsten heimgefu § Die standesgemäße" Kompetenz des falliten Bankiers. Der frühere Bankier Speidel in Tuttlingen, unter Mitnahme einer bedeutenden Barsumme flüchtig ge worden war, hatte nachträglich seine Konkursverwaltung auf Zahlung einer Entschädigung für standesgemäße" Kompe tenz verklagt. Das Landgericht in Rottweil, welches sich jetzt mit dieser merkwürdigen Klage zu beschäftigen hatte, erkannte auf kostenpflichtige Abweisung derselben. In den Ur teilsgründen schloß sich das Gericht den Ausführungen der beklagten Konkursverwaltung an, wonach ein Schuldner, der mit einer großen Geldsumme vor der Konkurseröffnung das Weite suchte, keinerlei Anspruch darauf hat, bei der Versilbe rung der Masse für den Fall seiner Rückkehr berücksichtigt zu werden. Der Forstlaufer Wagner hatte sich alle erdenkliche Mühe gegeben, den Wildhirten zu fangen, aber es war ihm nicht möglich gewesen. Er war daher schließlich zu der Ueberzeugung gekommen, daß Tiophel das verbotene Handwerk des Wilderns ganz aufgegeben habe. Das war ihm, im Grunde genommen, noch nicht einmal willkommen. Er brannterauf, sich mit einem gefährlichen Wilddiebe zu messen und ihn unschädlich zu machen, und zwar schon aus dem Grunde, um bei seiner vorgesetzten Behörde einen Stein in's Brett" zu bekommen. Als willkommener Gegenstand für seinen Tatendurst galt ihm der Tiopbel, den man ihm ja be sonders empfohlen. Um ihn endlich einmal zu erwischen, hatte er sich ganze Nächte draußen im Walde, und zwar entweder im Lichten Holze oder in der Waldpartie um das Wolfsloch, umbergetrieben ohne den mindesten Erfolg. Es war demnach als ge iß anzunehmen, daß der Wildhirtt der Wilddieberei nur so lange gelegenlich nachgegangen, als der alte be lebte Forstlaufer Dinglet die Forststelle innehatte, jetzt aber, nachdem ein kräftiger junger Mann sie bekleidete, er das Wildern an den Nagel gehängt hatte. Nun war auch noch die Zeit da, daß die Wildhute für dieses Jahr ihr Ende fand, also konnte Wagner noch weniger als sonst darauf rechnen, den Tophel als Wilderer zu ertappen. Er nahm sich daher vor, im Lichten Holze nur selten noch nachzusehen, dagegen seine ganze Aufmerksamkeit der Gegend um das Wolfsloch zuzuwenden, weil es ihm däuchte, als könne er den Tiophel da irgend bei etwas Unerlaubtem erwischen und wenn es auch nur dabei war, daß er ein„ Rell" ( Raitel) Holz frevelte. Mit dem jungen Burkhennersch' hatte sich Wagner in v rtraulichster Weise angefreundet. Wenn jener beim Elschen gewesen war und er ihn zufällig traf, was ja sehr oft geschah, so hatte er fast stets die Gelegenheit benutzt und den Burkhennersch' Gesellschaft halber auf dem Nachhausewege bis über das Wolfsloch hinaus begleitet. So befand sich denn der junge Bräutigam aud wieder eines Tages bei seiner jungen Braut. Er saß neben dem Forstlaufer Wagner am Wirtstisch in Ge sellschaft noch etlicher Dorfbewohner. Da ging die Türe auf und es trat ein neuer Gast in die Wirtsstube, den nian hier allerdings nur dann und wann zu sehen be fam nämlich der Tiopbel. auf beme dazu noc don nich zapft we fische G reifte, i zu über teiligen soll die zugunst Ausge mittele Sigung bormitta der Sta der umpi über die der Jahr plans fü Streifent u fodaß au bon etwa prüfunge diefer und Me Etwaige Spares fter die S Handw Regelun $$ 103 Ernennu Rammer ( Forts. folgt). haben in triebszeit rend mit talle auch bitter be fich ein Bill getauft und im Mon Meta halt i uch das Nan behauptete,& der Denidha ift Die Na ridgefchri cot bei Stoiter . Als der ers Josef An Sengite aus nglidlich au Straßenpil zurückgebli den ersteren hen Reiter m r Schädel ei barer Ungli Sechs Mäd ule tamen, pen und fon e ganze Ginn und ist mit Re in entrüstet, icht instandi zu bewegen, m Begräbnis wohnerschaft hatten. Sete Jungf pärge nad der Kataj Gruft spielten f Debisfelde veri ar nach längere am Lage vor& fie das Zimme n einer and vorliege, Leiche gejd 6jährigen Dat er die Lat, be caßburg übte der Justiz an der inem Rendezvous auf den Neben gen. e felljame Welte beulingen( Unter Surfchen hatten in of mit dem wert men. Sie führ ge Tier verstani tapfer los. Un fer und stieß e tot niedersant Les Stück Gel al. lliten Bankiers uttlingen, der ne flüchtig ge sverwaltung näße" Kompe elches sich je Jen hatte, er In den l führungen da Schuldner, der Seröffnung Dei der Verfibe berücksichtigt da chmen, daß day nge gelegenli tlaufer Dingl em ein kräftigen Bildern an der te Wildhute für Wagner nod Tophel al daher vor, in Dagegen sein das Wolfslod fönne er de tem erwische er ein„ Rell e fich Wagn enn jener beir traf, was ie Gelegenhe ft halber a fsloch hinau äutigam au aut. Er fo tstijd in 6 ging die Tü Birtsftube, de zu fehen b ortf. folgt). Vermischtes. +[ Eine Storchenschlacht] in großem Stile wurde dieser Tage auf einem Bauernhause in dem ostfriesischen Dorfe Moorfleth ausgefochten. Nicht weniger als sechs fremde Störche suchten das dort brütende Paar zu verjagen, und es war rührend anzusehen, mit welcher Liebe die beiden ihr Nest und Gehege verteidigten, obwohl sie bald aus tiefen Wunden bluteten. Endlich siegte die gerechte Sache, und die Angreifer mußten das Feld räumen; ihnen nach schallte- allerdings recht matt das Freudengeflapper der Sieger. Besonders interessant war, daß auch eine in der Nähe nistende Krähe den benachbarten Störchen, mit denen sie sonst nicht gerade auf gutem Fuße lebt, zu Hilfe kam und die fremden Störche verscheuchen half. [ Ein kostspieliges Vergnügen] sind die Automobilwettfahrten, wie sie jetzt wieder um den Gordon- BennettBofal veranstaltet werden. Der Direktor einer der ersten französischen Motorwagenfabriken hat fürzlich erklärt, er hoffe, daß die jetzige Wettfahrt die letzte sein werde. Abgesehen von den Ausgaben müßten sie fünfzig oder sechzig ihrer besten Leute fortschicken, die für die Wagen unterwegs zu sorgen hätten. Die Kosten der Probefahrten, die zur Auswahl der französischen Wettbewerber um den Gordon- Bennett- Preis in dem Ardennenbezirk stattfanden, stellen sich nach der Schätzung eines Sachverständigen wie folgt: Dreißig Rennwagen, die besonders für die Wettfahrt gebaut, für andere Zwecke ganz unbrauchbar und deshalb nachher ganz unverkäuflich sind, je 40 000 Mark, zusammen 1 200 000 m.; Aufwendungen für Bewachung der Wege 120 000 Mark, Ausgaben und Versicherung gegen Unfälle, 8000 Mark für jede der zehn Firmen, 80 000 Mark. Allein die französischen Firmen hätten danach für ihre Probefahrten nicht weniger als 1 400 000 Mark aufzubringen gehabt. +[ Das teuerste Kleid der Welt.] Besondere Anziehungskraft auf die Damenwelt übt in der Weltausstellung von St. Louis das eleganteste und teuerste Kleid der Welt aus. Dies Gewand fostet 120 000 Mark und wird als die herrlichste Schöpfung der Pariser Schneiderkunst betrachtet. Angefertigt wurde es für die Kaiserin Josephine. Das Kleid wiegt 75 Pfund und hat eine 15 Fuß lange Schleppe. Der schwerste, kostbarste Sammet vom allerfeinsten Fabrikat wurde dazu verwendet und der Hermelin, mit dem es besetzt ist, repräsentiert an sich ein kleines Vermögen. Rock, Mieder und Schleppe sind mit handgestickten goldenen Bienen geschmückt. Kostbare Juwelen sind geschmackvoll über das ganze Kostüm verteilt. [ Einem„ tiefgefühlten Bedürfnis"] scheint ein russischer Erfinder entsprochen zu haben, über welchen die„ Petersb. 3tg." berichtet:„ Der Angestellte der Expedition zur Anfertigung der Staatsnoten Strushkoff hat eine Vervollkommnung der Schnelldruckpresse erfunden, vermittelst welcher die Leistungsfähigkeit der Presse vervierfacht werden kann. Der Erfinder ist mit 20 000 Rubeln belohnt und zur Dekorierung borgeschlagen worden." [ Wie Kriegsnachrichten fabriziert wurden,] schildert ein englischer Berichterstatter, der sich zurzeit in Tschifu aufhält. Vor kurzemi stieg ein lustiger und trinkfester Schiffskapitän in Tschifu ans Land und erklärte mit munterem Augenzwinfern, es schwämmen in Tschifu in der Nachbarschaft so viele Leichen umher, daß es gefährlich sei, Wasser zu trinken. Er erläuterte denn auch seine Behauptung durch die oft wiederholte standhafte Weigerung, seinen Alkohol anders als in durchaus unverdünntem Zustande zu sich zu nehmen. Ein findiger Berichterstatter, der sich verschiedentlich in der Gesellschaft des fröhlichen Seemanns befand, hatte denn auch nichts Eiligeres zu tun, als seinem Blatte die wichtige Kunde zu übermitteln, es seien zahlreiche japanische Leichen in Tschifu und Weihaimei ans Land getrieben. Einmal sank der Barometerstand sehr bedeutend, so daß man schlimmes Sturmwetter erwartete. Später aber wurden die Wetteraussichten wieder rasch bedeutend günstiger. Ein Yankee, der verschiedene amerikanische Blätter vertritt, bemerkte bei dieser Gelegenheit im Kreise vergnügter Zecher, er werde hernach seinen Blättern telegraphieren, ein furchtbarer Sturm habe in seinem letztern Stadium auch die Küsten der Halbinsel Liaotang und die japanische Flotte heimgesucht und die letztere weit auseinander getrieben. Darauf bemerkte einer von derLondoner Brigade:„ Ich kann Ihnen dazu noch eine andere Neuigkeit liefern, die zwar für London nicht gut genug ist, aber in Amerika immerhin noch verzapft werden kann: Ich höre, daß Pawlow, der frühere rusfische Gesandte in Korea, der vor ein paar Tagen hier durchreiste, sich nach Peking begibt, um die chinesische Regierung zu überreden, sich im Bunde mit Rußland am Kriege zu beteiligen. Die Einverleibung Koreas in das chinesische Reich soll die Lockspeise sein, wodurch China bewogen werden soll, zugunsten Rußlands seiner Neutralität sich zu begeben." „ Ausgezeichnet", rief der Yankee erfreut, das wird sofort mittelegraphiert." Lokales. 26. Mai 1904. □ Hessische Handwerkskammer. Die VIII. Sigung der Handwerkskammer findet Montag, 6. Juni 1. J., vormittags 10 Uhr zu Darmstadt in dem Sigungssaal der Stadtverordnenversammlung im Rathaus statt. Aus der umpfangreichen Tagesordnung heben wir hervor: Bericht über die Tätigkeit des Vorstandes, Prüfung und Abnahme der Jahresrechnung 1903/04, Feſtſtellung des Haushaltsplans für 1905; nach demselben betragen die von den Kreisen und dem Staate getragenen Kosten etwa 18000 Mt., sodaß auf den Kopf der Bevölkerung der geringe Betrag von etwa 1,5 Pfennig entfällt. Errichtung der Gesellenprüfungsausschüsse für 1904/07 und Wahl der Mitglieder dieser Ausschüsse, Anstellung von Beauftragten, Gesellenund Meisterprüfungen. Handwerkerzentralgenossenschaft. Etwaige Anträge müssen in bestimmt formulierter Weise bis spätestens 30. Mai schriftlich eingereicht sein. □ Beauftragte der Handelskammer. Für die Handwerker von großer Wichtigkeit ist die von der Handwerkskammer in Ausführung der Vorschriften zur Regelung des gewerblichen Lehrlingswesens auf Grund der §§ 103n resp. 94c der Gewerbeordnung getroffene Ernennung von Beauftragten. Dieselben sind von der Rammer mit Legitimation und Dienstanweisung verschen und haben in den ihnen zugewiesenen Betrieben während der Detriebszeit die Gefolgung aller gefeßlichen Vorschriften für Gesellen, Arbeiter und Lehrlinge zu überwachen und von der Einrichtung der Betriebsräume und der für die Unterfunft der Lehrlinge bestimmten Räume Kenntnis zu nehmen. Ebenfalls wird der Besuch der Schulen seitens der Lehrlinge kontrolliert. Die Betriebsinhaber haben den als Beauftragte der Handwerkskammer legitimierten Personen den Zutritt zu den Werkstätten und Unterkunftsräumen, sowie zu den sonst in Betracht kommenden Räumlichkeiten zu gestatten und ihnen Auskunft über alle Gegenstände zu geben, welche für die Erfüllung ihres Auftrages von Bedeutung sind. Es mag bei dieser Gelegenheit noch darauf aufmerksam gemacht werden, daß bei den Betriebsunternehmern, welche Lehrlinge halten, auch darauf gesehen wird, ob ordnungsmäßige Lehrverträge abgeschlossen und die Lehrlinge zur Lehrlingsrolle der Handwerkskammer gemeldet sind. Bekanntlich ziehen Verstöße hiergegen Strafen nach sich. Ueber ihre Wahrnehmungen und Erfahrungen berichten die Beauftragten an die Handwerkskammer. Mit Versehung der Dienstverrichtungen eines Beauftragten sind betraut: 1.) Leonhard Kehl zu Worms für die Provinzen Rheinhessen und Startenburg mit Ausnahme des Kreises Offenbach a. M. und 2.) Franz A. Nessel II. zu Offenbach a. M. für die Provinz Oberhessen und den Kreis Offenbach a. M. *** Das Museum des Oberhessischen Geschichtsvereins im Gießener alten Rathhause wird am Sonntag außer der üblichen Besuchszeit Mittag von 11 bis 1 Uhr, das erste Mal auch am Nachmittag von 2 bis 4 Uhr für jedermann unentgeltlich offen sein. Wir können die Besichtigung der hochintressanten Samlungen unsern Lesern nur auf das wärmste empfehlen. § Das Eisenwert Lollar beabsichtigt in der Gemartung Lollar eine Fabrik gußeiserner Heizkessel zu errichten. Pläne und Beschreibung hierüber liegen auf der Bürgermeisterei Lollar zur Einsicht der Interessenten offen. Etwaige Einwendungen sind daselbst baldigst vorzubringen. *** Züchtigungsrecht der Lehrer an Voltsschulen. Mit einer neuen Verfügung Großherz. Ministeriums des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten ist eine gefeßliche Bestimmung des Schulgeseßes vom 16. Juni 1874, wonach bei Mädchen und bei Kindern in den beiden ersten Schuljahren überhaupt fetne törperlichen Strafen angewendet werden durften, fortan aufgehoben. Durch diese neue Verfügung steht dem Lehrer das Recht zu, in besonders schwierigen Fällen auch die Mädchen und die Kinder unter 8 Jahren förperlich zu strafen. Nach der früheren Bestimmung standen oft Lehrer und Lehrerinnen verlogenen, trozigen Schülerinnen, die zehnmal schlimmer als viele Knaben waren, machtlos gegenüber, und wie häufig mußten Lehrer ein eigenmächtiges Vorgehen vor dem Gericht bitter bereuen. Wer aber glaubt, Lehrer und Lehrerinnen würden nunmehr die reinsten Prügelpädagogen werden, der dürfte sich doch sehr irren. Ein vorsichtiger Lehrer wird nur in Ausnahmfällen, da, wo es sich um grobe Bergehen handelt, von der förperlichen Züchtigung auch bei Schülerinnen Gebrauch machen. th. Schuß prämie. Der Verband deutscher Brieftauben- Liebhaber- Vereine( Allerhöchster Protektor Se. Majestät der Kaiser), hat für das Abschießen und Fangen von Wanderfalten, Hühnerhabichten und Sperberweibchen auch für dieses Jahr eine Prämie von 3000 Mart ausgesetzt, welche Anfang Dezember zur Verteilung kommen. Für jedes Paar Wanderfalkenfänge wird eine Zusagprämie von 1 Mt. vorabgezahlt. Zur Erhebung eines Anspruches an dieser Prämie müssen die beiden Fänge" eines Raubvogels, nicht der ganze Raubvogel, bis spätestens Ende November an den Vorstand des Brieftauben- Klub Gießen abgeliefert werden. Die Läufe sind bis furz über dem ersten Gelent abzuschneiden, sodaß ein kleiner Federkranz stehen bleibt. Es wird gebeten, die Fänge zu sammeln und zusammen einzusenden, bei fleineren Posten empfiehlt sich Briefsendung oder Muster ohne Wert. Vor der Absendung wolle man die Fänge gut dörren. Sendungen, die irgend welche Spur von Verwesung verraten, müssen ohne weiteres dem Feuer überwiesen werden und kommen deshalb nicht in Anrechnung. Eine möglichst weitere Verbreitung dieser Bekanntmachung ist dringend erwünscht. ====Garbenteich. Zu dem in diesem Jahre von dem hiesigen Gesangverein Vittoria aniäßlich dessen 25jährigen Stiftungsfestes und 20jährigen Fahnenjubiläums veranstalteten Gesangsfest ist die Teilnahme einer großen Anzahl auswärtiger Vereine, insbesondere die der benachbarten Orte, sicher. Garbenteich mag sich nur bei Zeiten rüsten. - § Stockhausen. Am 24. April, abends, wurde zwischen den zwei legten Zügen zwischen hier und Mücke ein etwa 1 Zentner schwerer Stein auf das Schienengeleise gelegt, um dadurch den Zug zum Entgleisen zu bringen. Glücklicherweise hatte der Lokomotivführer das Hindernis noch rechtzeitig wahrgenommen. Die Untersuchung ist im Gange. Ulrichstein. Die am 4., 5. und 6. Juni hier stattfindende Geflügel- Ausstellung umfaßt Wassergeflügel, Nuzhühner, Zierhühner, Tauben, Sing- und Ziervögel, sowie Geräte und Literatur, welche sich auf Haltung und Pflege von Geflügel beziehen. Es fönnen ausgestellt werden Geflügel, paarweise oder auch in Kollektionen von 1, 2-3 oder 1, 4-5; außerdem Tauben paarweise, Vögel einzeln. Für Großgeflügel und Tauben stellt der Verein seine eigenen Käfige. His Preisrichter ist Herr Knaup- Klein- Karben gewonnen, ein tüchtiger Geflügelkenner, dessen Ruf weit über die Grenzen des Hessenlandes hinausreicht. Eine stattliche Anzahl wertvoller Ehrenpreise ist bereits geftiftet. Ausstellungsberechtigt sind nur Mitglieder des Vogelsberger Geflügelzuchtvereins. Für Sonntag, den 5. Juni, ist die Musik der Hanauer Ulanen engagiert. Windhausen. Der vor einigen Jahren hier gegründete Kriegerverein beschloß im Laufe des vergangenen Winters, eine Fahne anzuschaffen und zu diesem Zweck im Ort eine Sammlung zu veranstalten. Dank der Freig bigkeit unserer Einwohnerschaft ergab diese Sammlung 500, sodaß der Verein in der Lage war, die gewünschte Fahne sofort anzuschaffen. Die dem Kriegerverein seitens der hiesigen Bevölkerung bei Anschaffung der Fahne so freigebig gespendete Beihilfe verdient alle Anerkennung. Aisf. 3 g. ** Lich, 20. Mai. Gestern fand die Beerdigung des fürstlichen Kammerdirektors i. P. Kutsch statt, der im hohen Alter von 84 Jahren verstarb. ** Lich, 26. Mai. Die Trauung der Prinzessin Caroline zu Solms- Hohensolms- Lich mit dem Prinzen Chlodwig von Hessen- Philippstal Barchfeld fand heute am 26. Mai wegen der tiefen Trauer des fürstlichen Hauses um die verewigte Fürstin Hermann in aller Stille im hiesigen fürstlichen Schlosse statt. Außer dem Fürsten und seinen Geschwistern nahmen nur die hohe Mutter des Bräutigams, die Prinzessin Wilhelm von Hessen und der Bruder desselben Prinz Christian teil. [:] Ober Ofleiden, 24. Mai. Am Sonntag den 12. Juni sell dohier das diesjährige Gustav Adolf- Fest unseres Homberg- Kirtorfer Zweigvereins gefeiert werden. Groß Felda. In unserer Gegend hält man noch zäh an dem alien Brauch fest, daß die Konfirmation der Kinder zu Pfingsten geschieht und ebenfalls an dem weiteren Brauch, vor dem Hause des Konfirmanden oder Konfirmandin ein mit Bändern geschmücktes Fichtenstämmchen aufzurichten, während die Kirche mit Kränzen und Birken gesmückt ist. × Aus dem Kreise Alsfeld. Eine Vereinfachung des Dienstes der Großh. Gendarmerie hat in unserem Kreise durch Anbringung von Kontroluhren stattgefunden. In jedem, selbst dem kleinsten Ort, ist seit dem 1. April ds. Je. eine solche Kontroluhr am Rathaus, und wo kein solches existiert, an einem anderen Gebäude angebracht. Die Gendarmerie brauch also bei Ausübung ihres Dienstes während der Nachtzeit die Bürgermeister der ein zelnen Orten nicht zu wecken, es wird nur die Uhr gestochen und die Vorges zte Behörde hat die Gewißheit, daß die erforderliche Zahl Nachtpatroullien stattgefunden hat. + Aus Ruppertenrod. Der älteste Mann unserer Gemeinde ist der 84 Jahre alte Küfermeister Johann Seim. Trotz seines den Arbeiten in der Landwirtschaft noch sehr nüßlich. Ec hohen Alters ist derselbe noch sehr rüstig und macht sich bei liest noch ohne Brille. Mehreremale des Tags über sieht man ihn in das gegenüberliegende Deutsche Haus" wandern, um ein halbes zu genehmigen. Sollte einer oder der andere Leser einmal Gelegenheit haben, als durstiger Zecher im„ Deutschen Haus" einzukehren, so darf er ungeniert dein Alten unter dem Namen„ V.tter Johann" Bekannten ein Halbes kreditieren, was ihm gewissenhaft verabsolgt wird. des Redakteurs Ramsped, eines geborenen Friedbergers, (:) Darmstadt, 25. Mai. Die Beiseßung der irdischen Hülle fand heute unter zahlreicher Beteiligung statt. Zahlreiche Leidtragende aus allen Kreisen gaben dem zu früh DahinWorneweg erschienen.- Der Großherzog besuchte geschiedenen die lette Ehre, u. a. war auch Oberbürgermeister gestern Abend das Ausstellungsrestaurant der Darmstädter Künstler Kolonie und nahm daselbst das Souper, zu welchem noch 8 Einladungen ergangen waren. F Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. 27. Mai. Meist schwachwindig, meist heiter, wärmer und Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den schwül. Näheres durch die Gießener Wetterfarte. Marktberichte. Gießes, 26. Mai. Auf dem heutigen Wochenmartt steten Butter per Bfd. 1.00-1.15 M., fübnereier per Stüd 5-6 Pfg., Enteneter St. 7 Big., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Bfg.. Erbsen per Liter 21 Bfg., Linjen per Utter 32 fg., Tauben per Paar 2. 0.80-1.00, Sühner per Etüd Mt. 1.30-1.40, Hahnen, per Stüd 0.80-1.70, Enter per Stüd 1.70-2.20, Gänse der Pfd. 65-70 Pfg., Dosenfleisch per Pf. 70-80 Pig., Rindfleisch per Pfc. 62-68 Pfg. per Pfb. Schweinefleisch 60-72 19. Sa wetne fleisch gesalzen per Bfund 0.76 Big., albfleis per fd. 68-76 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 kilo 6.00., 3wiebeln per 3t. Mt. 7.00-10.00, epfel pe: Centner 20-25 Mr. Milch per Liter 18 Bfa. Dauer der Marktzek von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Gegenstände dee Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhantt nicht, und während der ersten dret Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Frankfurt a. M., 25. Mai. Fruchtmarkt, Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer Mr. 17.10-17.20, furhessischer Mr. 17.10-17.20 Roggen, hiesiger Mr. 13.40-13 50, russischer Mr. 13.75-14.20. Gerste, hiesige Mf. 15.05 bis 15 50, Pfälzer Mt. 15.75 bis 16.00, fränkische Mr. 15.70-15.90, Riedgerste Mk. 15.50 bis 15.75, Hafer, hiesiger und Wetterauer Mk. 13.00-14.00, furhessischer Mt. 12.75-14,00, bayrischer Mt. 12.90-14 00, Mais, Mixed Mr. 11.60-12.10. Alles pro 100 kilo ab hier. Mehl unverändert. Es notierten nach wir. 28.50-29.00, hiesiges Nr. 1, Mr. 24.00 bis 24.50, feinere Qualität: Weizenmehl hies. O, mr. 26.00-26.50, feinere Marken, Marken Mk 25.25-25 75, hiesiges Nr. 2, Mt. 23.00-23.50, feiner, Marken Mt. 24.00-24.50, hiesiges Nr. 4, Mt. 19.00-19.50 feiner Marken 20.00-20 50, Roggenmehl, hiesiges, 0, f. 22.0022.50, do. 1, Mt. 19.50-20.00, do. 2, Mt. 15.00-16.00, Alles per 100 kilo inkl. Sac. Futterartikel gefragt. Weizenschalen Mt. 4.50 4.60, Weizenkleie Mk. 4.50-4.60, Roggenkleie Mt. 4.80-500 Weizen futtermehl Mt. 6.75-7.25, Biertreber, getrocknet M. 5.40 b. 5.50, Malzfeime 5,30-5.40, Rapskuchen 5.50-5,75, Palmkuchen 5.60-5.80 Mt. Alles per 50 Kilo. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Cartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es können eingestellt werden: 1 landwirtsch. Knecht, 1 jüngerer Schmied, 1 Spengler, bursche, 1 Stallbursche, 5 Dienstmädchen, 1 Köchin, 3 2 Schreiner, 1 Schneider, mehrere Arbeiter, 1 HausLauffrauen. Lehrlinge: 1 Installateur, 1 Schreiner, 2 Bäcker, 2 Friseure, 1 Kaufmann, 2 Kellner. Es suchen Arbeit: 1 Steinhauer, 1 Bauschlosser, 1 Installateur, 1 Wagner, 1 Wasch oder Puzzfrau, 1 Bureaudiener, 1 Lagerarbeiter, 1 Dienstmädchen, 3 Bureaugehilfen. Lehrlinae: 1 Schreiner. haltenden Teil Albin Klein Gießen; für den lokalen Teil Verantwortlich: für den politischen, vermischten und unter: Karl Klose, Grünberg. Bekanntmachung. Nationaler Gesangs- Wettstreit zu Gießen klebende efectuating tenen mit beaut Pfingsten 1904. Danksagung. Der unterzeichnete Ausschuß fühlt sich gedrungen, den Bewohnern Gießeus hiermit herzlichen Dank zu sagen für die freundliche Unterstüßung und die Opferwilligkeit, welche dieselben durch Schmückung der Häuser, durch wärmsten Empfang und Aufnahme der fremden Sänger, durch zahlreichen Festbesuch 2c. unserem Feste entgegengebracht und welche es im Vereine mit dem sehr dankenswerten gütigen Entgegenkommen der civilen und militärischen Behörden ermöglichten, daß das Fest als ein in allen Teilen wohlgelungenes und die Stadt Gießen ehrendes verlaufen ist. Bevor Sie ein Geschäft anfangen verlangen Sie von uns Offerte. Schuhfabrik Der geschäftsführende Ausschuß: Wilhelm Homberger. JAKOB RUMPF& OHN Telefoneuf. 23 Butzbach Preiswerth! Dauerhaft Patentbeschlag Nahtschutz D.R.G.M.Nº14309 Villingen. Sonntag den 29. Mai d. Js. Grosse Einweihung meines neuerbauten Saales berbunden mit Tanzmusik. Anfang nachmittags 4 Uhr. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Es ladet freundlichst ein Karl Strack. NB. Die Tanzmusik wird von einem Teil der Regimentskapelle de 8 116. Inf. Reg. Kaiser Wilhelm aus Gießen ausgeführt. Plakate zur Dekoration von Strassen und Sälen, Bestpostkarten, Diplome für alle Vereine, Ausstellungen und Jubilare in Mehrfarbendruck liefert Albin Klein, Buchdruckerei, Giessen, Seltersweg 83. Schön möbl. Zimmer zu vermieten. Näheres Kaplan gaffe 21, II. PALMIN Möbl. Bimmer per sofort zu vermieten. Wir unterhalten grosses Lager in Brotpreise Nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur Kenntnis dem Anfügen, daß etwaige Reklamationen bis zum 23. August 1904 bet Großherzoglicher Bürgermeisterei Rüddingshausen geltend gemacht werden können. Gießen, den 20. Mai 1904. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die Offenlegung der Resultate der Flurvers messung in der Gemarlang Rüddingshausen betreffend. Die Grundbesitzer in der Gemarkung Nüddingshausen werden benachrichtigt, daß die Flurkarten nebst der Uebersicht des Flächengehaltes der einzelnen Fluren auf dem Gemeindehause zu Nüddingshausen offengelegt worden sind. Die Grundbesitzer werden eingeladen, die Resultate zu prüfen und ihre etwaigen Bemerkungen, nach Vorschrift des Art. 33 im Katastergesetz vom 13. April 1824, innerhalb der gesetzlichen Frist von 3 Monaten bei dem 26 Ortsvorstande zur Weiterbeförderung abzugeben. bom 22. Mai bis 5. Juni 1904. Der hiesigen Bäcker. Kg. 1 Weißbrot 1 Schwarzbrot allen gang2 " 3 " 1 Kornbrot 2 " XX baren Artikeln und können Sie sofort bedient werden. Freibank. Ochsenfleisch gesal. 40. Ein gebrauchtes Breaf zu kaufen gesucht. Offerten mit Reis a. d. Erv. d. Bl. erb. Ein Britschwägelchen 15-20 Ctr. Tragkraft, steht billig zu verkaufen. Wi Konrad Schneider, Ober- Widdersheim ir suchen für einen Jungen eine Schreibgehilfeuftelle bei einem Rechtsanwalte oder auf einem sonstigen Bureau. Gießen, den 21. Mai 1904. Armenamt Gießen. 3 Schreinergesellen sofort gesucht. Karl Beil, Gießen, Wetsteingaffe 33. Kindermädchen für einige Stunden pro Tag gesucht. Meldungen nimmt die Exp. d. Bl. entgegen. In meiner mech. Schreineret mit Motorbetrieb finden mehrere Schreiner oder Glasergesellen dauernde Arbeit. H. Kekler, Lollar. Echöne Mansarde( 3 Zim., 2 Kab. u. Zub.) p. 1. Juli zu verm. Näh. Gießen, Steinftr. 35, part. Laden ist mit oder ohne Seltersweg 73, Wohnung per sofort zu vermieten. Näh. Seltersweg 65, Giesen. * g.Blutstock.Timermann Gießen, Marttitraße 11. Hilfe* Bluto. Seſtr. 33. übertrifft an Wohlgeschmack und Billigkeit alle anderen Fette. Reine Pflanzenbutter! Keine Margarine! Kein Kunstprodukt! Man fordere in allen Kolonialwaren- und Butterhandlungen ausdrücklich„ Palmin" und achte auf die Originalpackung. Bfg. Der auswärtigen Bäcker: 1 Weißbrot bei Georg Dern II. Gr. Linden 2 W. Steinmüller Witwe( Langgöns.) Heinrich 52 24 Die Offenlegungsfrist von 3 Monaten geht mit dem 48 23. August 1904 zu Ende und nach Ablauf derselben 72 fann feine Reklamation mehr angenommen werden. Darmstadt, den 16. Mai 1904. 22 44 23 Großherzogliches Katasteramt. gez. Dr. Lauer. Bekanntmachung. Die Westanlage zwischen Bahnhofstraße und der 24 Bahnunterführung nach der Hammstraße wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Weber( Heuchelh.) W. Fabel Wieseck W. Wetzel Langgöns u. L. Steinmüller Gr.- Lind. 25 Karl Post, Wiesed W. Leir: Klein26 Linden Dern II., Gr. Lind. Steinberg 46 W. Steinmüller u. Louis Süßmuth Gießen, den 25. Mai 1904. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die Wagengasse wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von heute an bis auf weiteres für Wwe Langaöns) 48 den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. W. Fabel Wieseck W. Weitzel, LangGöns JakobAppel, Krofdorf, Heinrich Weber Heuchelheim L. Steinmüller ( Gr.- Lind.) Karl Post, Wieseck u. W. Lein KleinLinden 1 Schwarzbrot bei Georg Dern 50 52 II. Gr. Linden 21 W. SteinmüllerWe " " 2 W W. Weitzel, Lang= Göns, Steinmüller Gr. Linden Heinrich Weber, Heuchelheim, Ferd. Weiß, Grüningen 22 W. Lein KleinLinden Dern II. Gr.-Lind. u. Louis Süßmuth, 24 Steinberg 42 L. Steinmüller ( Gr. Linden) W. Steinmüller Wwe. Langgöns, Heinrich Weber, Heuchelheim, W, Weitzel Lang- Göns, Karl Post und Ernst Christ Wieseck, Karl Spamer, Reiskirchen und Ferdinand Weiß, Grüningen, Gust Jakoby, Alten-. Buseck 44 Gießen, den 26. Mat 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Arbeits- Vergebung. Für den Neubau der katholischen Kirche in Gießen sollen die Schreiner, Kunstschmiede-, Glaser- und Bleimusterverglasungs- Arbeiten bergeben werden. Die Zeichnungen und Bedingungen liegen bet Architekt Kockerbed in Gießen, Wilhelmstraße 3 und Architekt L. Becker in Mainz, Pfandhausstraße 5, offen. Angebotsformulare können vom Architekten L. Becker in Mainz gegen Einsendung von 1,50 Mt. für die Schreinerarbeiten, 90 Pfg. für die Kunstschmiedearbeiten, 50 Pfg. für die Glaserarbeiten und 1 Mr. für die Bleimusterverglasung bezogen werden. Angebote sind bis zum einzusenden an 31. Mai, abends 8 Uhr den katholischen Kirchenvorstand zu Gießen. Vergebung von Bauarbeiten. Die zur Kanalisierung der Brunnengasse in Allendorf a. d. Lumda Jr. 122 bonnements ' s baus gebr Bonttobellage und bie Das Blatt fitr Konfeffi ( 2 Innerhalb de Meinungsverschie Lonfeffionsschule Laßt durch den hraftion, worin Echende Norm o ber Partei ein wird mit groß Weltanschauung hänger verschie Durch die Schul Fund dadurch in Daß eine to Ronfeffionen ta Wert hat, wird Simultanidhjule eines tolerante Bweifelhaft. S fluß der Lehre den Frieden in einer Sim Ucbereifer jel Gelegenheit z J. Appel, Krofdorf46 erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, bestehend in W. Lein, KleinLinden 48 21/2 bei Louis Süßmuth " Steinberg 52 3 " W. Fabel und Karl Post, und E. Christ, Wieseck 66 Gustav Jakoby, Alten- Buseck 66 1 Kornbrot Karl Spamer Reiskirchen und Wilh. Schimmel Kinzenb.- Mühle Jak. Appel, Krofdorf 44 Erdarbeiten Betonarbetten Rohrlegarbeiten Materiallieferungen beranschl. zu " " " " 938,80 Mt. 411,40 405,90 2800,00 " f " " 1 " " sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Angebote, die sich sowohl auf sämtliche, als auch auf einzelne der vorgenannten Arbeiten beziehen können, find bis Dienstag, den 6. Juni 1. Ja.. nachmittags 4 Uhr auf der Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. abzugeben, wo alsdann die Eröffnung derselben stattfindet. Voranschlag, Pläne und Bedingungen liegen im Bureau des Unterzeichneten( Brandplag 9, Zimmer 20) zur Einsicht offen. Der Brotverkäufer. Dieselben Preise, wie bei den hiesigen Bäckern, außer bei Hrch. I Frebel II., 1 kg. Schwarzbrot 24 Nr. 2 Kg. 44 Pfg. Gießen, den 20. Mai 1904. Großh. Polizeiamt Gießen, J. V.: Roth. Gießen, den 24. Mai 1904. Der Großh. Kreisbaninspektor des Kreises Gießen. Diehm, Baurat. August Kilbinger, Giessen, Seltersweg 19.- Telefon 276. Größtes Kinderwagen- Geschäft am Plak. Enorme Auswahl in allen Breislagen. Erstklassige Fabrikate von Kinderwagen, Sportwagen, Leiterwagen, und Krankenfahrstühlen. Ständiges Lager von 200 Stück Kinderwagen. Auf Wunsch Katalog. finden, währe Schule unter U den unschäßbo gebiete gibt e gemäß für de möglich sein, Syftem zu ber tung der Son weife erfolgen ef Haus eine& auch den Ge System sie be auch da, wo nen das Med Kräften, fonf gemäß die A Stürme über fozialen Frie eine neue Sch dienlichsten, n eir den Gemei des Schulfhite Wesentlich Berfasser des preußisch Icgentlich S berg i. Pr. icher Sizung über die Auf Jution an di auszusprecher er befämpfe lich fonfession Im Ansc Deutschen Le erstens die fhullehr genommen m biffenfchaftlic Einrichtung 3 2. 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