tr. 147. Erstes Blatt. bonnementoprets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 fg., be Saus gebracht 60 Bfg., durch die oft bezogen viertelfabr. 1.50. Junttobellagen: Oberbeffiche Samilienzeitung( glich) und die Gießener Geifenblasen( bentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 25. Juni 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspainige Weruzerte fur ganz Obese Hessen, die Kretse Wezlar und Marburg 10 Pig init 15 Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pig. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanfalus Nr. 362. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberbeffen und die Kreise Marburg und Bezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der Krieg in Oftafie... hrend die mit Spannung erwarteten näheren Nach richten über die Vorgänge bei Kaiping noch immer nicht ein treffen wollen, kommt jezt plötzlich aus Tokio ein Bericht übe ein neues Treffen, das aber viel weiter östlich, bei Ayang. pionmen, nördlich von Fönghwanghtscheng, stattgefunden haben soll. Das Bureau Reuter meldet über diesen neuen blutigen Zusammenstoß bei Ayangpionmen aus Tokio vom 24. Juni folgendes: Am Dienstag griff eine 4000 Mann starke aus In fanterie, Kavallerie und Artillerie bestehende russische Streitmacht Ayangpionmen an, wurde aber zurückgeschlagen und ging bei Sonnenuntergang gegen Schinfailing zu zurück. Die Russen verloren fünf Tote und zwanzig Ver wundete; die japanischen Verluste sind noch nicht bekannt. Die russische Berichterstattung über die Kämpfe zwischen faiping und Haitscheng bricht bisher gerade da ab), wo sie interessant zu werden verspricht, bei der Einnahme von Sseniutschen durch die Japaner. General Ssacharom sendet darüber an den Generalstab das folgende vom 22. Juni datierte Telegramm: Am 21. Juni griff die japanische Vorhut um 8 Uhr morgens unsere Vorposten an, die sechs Werst südlich von Eseniutschen auf beiden Seiten der Eisenbahnlinie standen. Unsere berittenen Feldwachen zogen sich vor dem vordringenden Gegner langsam nach Sseniutschen und weiter nach Kaiping zurück. Um die Mittagszeit rückten gegen neun Eskadrons mit einer Batterie und bedeutende In fanterieabteilungen nach Sseniutschen vor. Hierauf wurden nach und nach andere bedeutende feindliche Kolonnen bemerkt und gegen abend wurde Sseniutschen von einer japanischen Truppenabteilung eingenommen, die aus mehr als einer Division Infanterie, einer Brigade Kavallerie und 32 Geschützen bestand. Sseniutschen liegt etwa 35 Kilometer südlich von Kaibing. Die japanischen Truppen, die es genommen haben. sind dieselben, die bei Futschou- Telisse gefiegt hatten. Von Sseniutschen aus könnten sie dann die Pässe, die die Straße bon Osten her nach Saiping überschreiten, von rückwärts geöffnet haben, so daß die Armee des Generals Oku den von Bitfewo herankommenden japanischen Truppen die Hand reichen fann. General Ssacharom meldet über die Bewegungen der Japaner weiler in einem Telegramm vom 23. Juni: Nach den Berichten russischer Streifwachen und den Aussagen der Ortsbewohner sind bedeutende Streitkräfte des Gegners, mehr als eine Division, im Süden vom Tschanpanlin- Paß bei Tschandiadian und Londiadian ver einigt. Vom Tschanpanlin- Paß in der Richtung nach Tantschi waren die Japaner am Morgen des 22. März nicht weiter vorgerückt. Wie russische Streifwachen berich ten, ist eine bedeutende, aus den drei Waffengattungen be ftehende Abteilung aus Sfiujan nach Chansy vorgerückt. Am Morgen des 22. Juni beabsichtigte der Gegner in eine Stärfe von etwa einem Bataillon unter dem Schuße des dichten Nebels die Stellung der russischen Vorhut bei Wand. siapudsa zu überrumpeln. Die russischen Infanterie. patrouillen stellten sein Vorgehen auf dem Wege von Siu jan nach Haitscheng rechtzeitig fest und die Japaner zogen sich unter den Salven der russischen Vorhutkompagnien mit einigem Verlust nach Siujan hin zurück. Auf russischer Seite wurde ein Schüße verwundet. Am Abend des 19. Juni nahmen die Japaner mit einer Abteilung, die etwa ein Bataillon Infanterie mit einer Eskadron Kavallerie stark war, Wafantun auf der großen Straße nach Liautschang ein. Eine ebenso starke Abteilung des Gegners besetzte Tschanlindzi im Tale des Tsaohe etwa 10 Werst nördlich von Fönhgwanghtscheng. Die Lage in Niutschwang. Wie aus Niutschwang gemeldet wird, werden dort östlich bom Liauflusse neue Verschanzungen aufgeworfen. Chineſen müssen ihre Häuser verlassen, welche für russische Truppen Derwendet werden. Es ist eine neue Proklamation erlassen worden, welche die Ausfuhr von Lebensmitteln nordwärts von Riutschwang untersagt. Graße Truppenkörper sollen unter General Kuropatkin acht Meilen von Niutschwang stehen und, wie man annimmt, nach Kaiping zu marschieren. Ein neuer Angriff auf Port Arthur? In Tschifu tauchen in lezter Beit immer wieder Gerüchte auf, die von neuen Stürmen auf Port Arthur wissen wollen. Auch jetzt wird wieder von dort gemeldet, daß man in der Macht vom 23. zum 24. Juni und am darauf folgenden Mora gen anhaltendes schweres Geschütz euer in der Richtung auf Port Arthur vernommen habe. Jis jetzt haben sich allerbings die aus Tschifu üb mittelten Sensationsnieldungen gerade nicht durch Ruverlässiafeit ausaezeichnetr Politik. Gestern war telegraphisch cameldet, daß die Stipu lierung des Handelsvertrages zwischen dem Deutschen Reiche und Belgien von den beiderseitigen Unterhändlern unterschrieben worden sei. Heute wird uns offiziös berichtet, daß auch die Handelsvertragsverhandlungen mit der Schweiz und mit Rumänien soweit gediehen seien, daß ein baldiger Abschluß der Verträge zu erwarten sei. Auch die Vertragsverhandlungen mit Rußland sind, wie unser Berliner CB- orrespondent meldet, in so gutem Zuge, daß auch hier der Abschluß der Verträge als nicht mehr fern bezeichnet werden muß. Etwas weiter zurück sind allein noch die Verhandlungen mit Oesterreich- Ungarn. Das hat zum guten Teile aber seinen Grund darin, daß zwischen Desterreich und Ungarn wegen der auseinandergehenden Intereffen beider Reichshälften die Verständigung nicht leicht gewesen ist. - Zur Verstärkung der Truppen in Südwestafrika sollen Im Juli und August noch einige Truppentransporte hinausJehen. Wie jest in parlamentarischen Kreisen verlautet, sollen diese Verstärkungen aus vier berittenen Kompagnien, wei Feldbatterien, einer Abteilung Signalisten und einem Telegraphen- Detachement bestehen. Die Infanterie und Artillerie sollen Ersagtruppenteile bilden und zugleich als Schutzwachen an der Eisenbahn und den Etappenlinien ver. vendet werden. Für die Wachmannschaften sollen jetzt auch ine Reihe von wachsamen Hunden mit hinausgehen. Auf Ersuchen von beteiligter Seite hat der Deutsche Tier. schutzverein" für die Schußtruppe und zwar zunächst für die Feldartillerieabteilung eine Anzahl Hunde zur Verfügung gestellt. Auch einige weitere Pferdetransporte werden sich noch als notwendig erweisen. Als brauchbarstes Material verden 5-8jährige Pferde kleineren Schlages angesehen, die zur Brückenmachung der Infanterie dienen sollen. Es sollen demnächst in den Provinzen Märkte zum Ankauf der benötigten Tiere abgehalten werden. Der langjährige Streit über die Männerklöster im Großherzogtum Baden geht seinem Ende zu. Kultusminister Freiherr von Dusch hat im Landtag die Erklärung abgegeben, daß augenblicklich mit der Freiburger Kurie über die Bedingungen der Zulassung verhandelt werde. Seit dem Bestehen des Großherzogtums waren die Männerflöster verboten, doch war ihre Zulassung nach einem in den 70er Jahren gefaßten Beschluß beider Häuser des Landtags in das Ermessen der Regierung gestellt. Die Frage der Regelung der Wasserverhältnisse in Meh hat im vorigen Jahre durch das Eingreifen des Kaisers eine gewisse politische Bedeutung gewonnen. Wenn damals durch dieses Eingreifen des Reichsoberhauptes die Verhandlungen über die notwendig erscheinenden Verbesserungen in regeren Fluß gekommen sind, so wird doch erst heute aus Met ge meldet, daß nunmehr die endgültige Regelung der Frage in dem Sinne bevorstehe, daß sich Kriegsministerium, Stadt und Landesausschuß in die Kosten teilen, und daß nicht auf außer halb des Festungsrayons belegene Quellen, sondern lediglich auf das Grundwasser zurückgegriffen wird. A In agrarischen Kreisen macht sich in den letzten Tagen ein wachsender Widerstand gegen das Ansiedlungsgesek geltend. Da die Ansiedlungskommission hierdurch die Befugnis erhalten soll, eine Ansiedlung zu genehmigen, oder zu untersagen, so wird auf dem Grundstücksmarkte der Ostmark naturgemäß die Konkurrenz der polnischen Landbanken gegen die Ansiedlungskommission beseitigt. Das muß entschieden auf die Güterpreise wirken. Während diese vor dem Eingreifen der polnischen Banken nur um 100 pro Hektar in einem Zeitraum von 17 Jahren gewachsen sind, hat sich der Bodenpreis durch die polnische Konkurrenz im letzten Jahre um 14 Mark vro Hektar gegen das Vorjahr vermehrt. Das Erlöschen des Wettbewerbes fann einen Preiszuschlag um den ebengenannten Betrag herbeiführen. Das sind 40 Prozent. Frankreich. Der Millionenspuk reißt nicht ab. Neuerdings heißt es wieder, daß der Direktor einer inzwischen verkrachten Bank namens Le Père der Mittelsmann der Karthäuser gewesen sei. Der Herr Direktor selbst ist nach dem Erlöschen der Bank flüchtig geworden wohl deshalb, weil er dem rächenden Arme der Juſtiz entgehen wollte tout comme chez Dous. Aber in seiner Wohnung sollen belastende Briefe gefunden worden sein, welche die Durchstechereien mit den Karthäusern deutlich, beweisen. Man wird ja sehen. Der Großprior des Ordens Pater Rey hat gestern telegraphisch eine Vorladung vor die Kommission und freies Geleite zu diesem Zweck erhalten. Die konservative Presse beschwört ihn, seinen Mund zu öffnen, damit das Land endlich von Combes befreit werde, der Christum nochmals ans Kreuz schlagen wolle. Der Staatsanwalt Bulot, der über den seitherigen Gang der Untersuchung Bericht an die Kommission erstattet hat, glaubt nicht, daß ein Bestechungsversuch seitens Lagraves stattgefunden habe, er glaubt, es handele sich um ein Anerbieten einer politischen Hilfe, welche das Haupt der Regierung mit Unwillen ablehnt. Ein Bestechungsversuch sei nicht erwiesen. Das sagt genug! Balkan- Staaten. O Die Erinnerung an den ermordeten König Alexander wird neuerdings wieder wachgerufen. Zunächst hat die Königin Natalie durch einen Freund ihres verstorbenen Gatten an den König Peter die Bitte richten lassen, die Leiche ihres Sohnes zur Beiseßung im Kloster Ruschedol neben dem Leichnam seines Vaters freizugeben. Außerdem hat sie ihren Anteil an die Jacht ,, Draga", die ein Hochzeitsgeschenk der Residenzstadt Belgrad war, an die Geschenkgeberin abgetreten. Die andere Hälfte ist der Schwester der ermordeten Königin zugesprochen worden. Das Brautkleid der Königin Draga hat ein Panoptikumsbefizer in England für 75 000 Mark gekauft, um es in seinem Institut zur Schau zu stellen. Sic transit gloria mundi. Türkei. Vom Balkan mehren sich die Nachrichten, daß weit hinten in der Türkei die Völker aufeinanderschlagen. In Armenien ist ein förmlicherer innerer Krieg im Gange. Es ver lautet sogar, daß England eine Flottendemonstration plane, was indessen von feiner Seite aus bestätigt wird. Dagegen wird auf die Türkei ein sanfter Druck von dem Wiener Ka binett aus ausgeübt, die Reformen durchzuführen und auch die Streitigkeiten mit den Eisenbahngesellschaften zu schlich. ten. In den Bergen regen sich die Komitatschis wieder, in Salonifi lief das Gerücht von bevorstehenden Bombenatten. taten um und in einer fleinen Garnison haben die Truppen megen Soldabzüge gemeutert. Sonst ist nichts Neues aus der Türkei zu melden. Afrika. Die Schwäche des Sultans von Marokko gegenüber den Zuständen im eigenen Lande offenbart sich jetzt wieder in der Tatsache, daß die zum Schutze von Tanger in Casablanca eingetroffenen Truppen in der ersten Nacht, nachdem ihnen die Waffen wieder zurückgegeben waren, das Maultier eines englischen Gesandtschaftsbeamten stahlen und auf Feldwache rein aus Mutwillen einen vorübergehenden maurischen Bauern anschossen und schwer verwundeten. Inzwischen haben seine Großmacht, der Räuberhauptmann Raisuli geruht, dok Lösegeld seines Monarchen anzunehmen und man hofft, u. E. ,,, man hofft", daß er morgen seine Gefangenen frei geben werde. Wenn er aber jetzt seine Forderung dubliert? Amerika. In Haiti ist eine fremdenfeindliche Volksstimmung ausge brochen. Als der deutsche und französische Gesundte in einem gemeinsamen Wagen eine Spazierfahrt machten, wurde ein Steinwurf nach ihnen geschleudert, wodurch der französische Gesandte, wenn auch unerheblich, verlegt wurde. Frankreich wird Genugtuung von den schwarzen Republikanern. verlangen. ** Dof und Gefellschaft. Die endgültige Beiseßung der Leiche König Humberts von Italien fand gestern im Pantheon zu Rom in Gegenwart König Victor Emanuel III., des Minister. präsidenten Giolitti, der übrigen Minister, der Ritter dea Annunziatenordens, der Präsidenten des Senats und der Deputiertenfammer, der obersten Hofchargen und der Geistlichkeit statt. Der Sarg des Königs wurde aus der provi jorischen Gruft aufgehoben und in der dem Grabe Victor Emanuels II. gegenüberliegenden Krypta beigesetzt, wo das befinitive Grab hergestellt werden soll. Giolitti nahm als Notar der Krone ein Protokoll über die Ueberführung auf. Bei der Ueberführung des Sarges erwiesen Kürassiere die militärischen Chren. Heer und flotte. Renderung im Kommando des ostasiatischen Geschwaders. Rontreadmiral v. Holtendorff vom ostasiatischen Kreuzereschwader ist heimberufen worden. Kapitän zur See Cörper ist zu seinem Nachfolger ernannt und geht im Oktober nach Ostasien. Der Held vom Iltis", Fregattenkapitän Lans, wurde durch Allerhöchste Kabinettsorder zum Kommandanten von S. M. S. ,, Kaiser Wilhelm II." ernannt, unter gleichzeitiger Buteilung zur Marinestation der Ostsee. Kapitän Lans wurde bekanntlich bei der Beschießung der Forts von Taku durch das feindliche Feuer an Bord seines Schiffes Itis" schwer berlegt und wegen seiner tapferen Haltung vom Kaiser in her. vorragender Weise ausgezeichnet. Preussischer Landtag. Herrenhaus. ( 19. Sigung.) RK Berlin, 24. Juni. Im hohen Hause ging es heute heiter und lebhaft zu. Auf der Tagesordnung stand das Wildschongesetz, für das gerade das Magnatenhaus ein lebhaftes Interesse hat. Die Unterhaltung war daher privatim sehr lebhaft im Fluß, während Graf Mirbach die Resolution, für Raubzeug eine Prämie auszusetzen, begründete. Man wußte kaum zu unter. scheiden, wer sprach. Graf Mirbach faßte diese Störungen übrigens mit Sumor auf: er drehte sich um und bat die Dan eras it wahr, dein Dineingehen wird ihn nicht in Sicherbeit bringen." um Auf ein Burchzulassen. Die Eingangstür öffnete fich auf ein ambet zugehört und die Tür geöffnet, sobald Djambef zu fallen und verriegelt zu werden; offenbar hatte man der leifen Drud, um sogleich hinter ihm ins Schloß gaben die anderen genügend Naum frei, aufftellten, daß Da wurdemlich: Bauern der Bächter. herauszuhelfen." Elisba nicht in der Falle fängt, so lange Arme da sind, ihm Sie tun gerade, als wären sie auf der Bärenjagd!" schrie ,, Auf, Leute, wir wollen ihnen zeigen, daß man wieder ein unwilliges Gemurmel unter den e Seite des Gebäudes beam das aus Nun trat aber Diambek beſchwichtigend gege feine Randa Die Trane Zur Ewigkeit entfend' ich das Gebet, Das seufzend aus des Herzens Tiefen fleht. Die offne Hand dem Schmerz, der Not der Zeit, weih la, ber Vergangenheit, ,, Nur unnüßen Fragen! Beani meinen so knapp, wahrheitsgetreu und eine möglich. als irgend lieber die in die Rechte und begann, indem er Edmund bedeutete, Otto zog ein Notizbuch hervor, nahm den Bleibig liegen zu bleiben: at dein Chef Familie?" " Gine einzige Tochter; die Frau ist tot." Mir sehr Sit fie schönerwünscht. Die Tochter dürfte erwachsen sein Herren, fie möchten sich durch seine Reden nicht stören lassen. Shallende Heiterfeit. Erneute Heiterfeit, als Oberlandforst meister Wesener die Füchse verteidigte, weil sie das„ Aus. brechen der Mäuse" verhindern. Dann folgte die Beratung des Gefeßentwurfs betr. den obligatorischen Besuch der Fort bildungsschulen in der Provinz Hessen- Nassau, der in der Fassung des Abgeordnetenhauses angenommen wurde. Nah und form. * Gewitterkatastrophen in Desterreich- Ungarn. Ueber große Teile Desterreichs und Ungarns gingen zahlreiche schwere Gewitter mit Hagelschlägen nieder. Außer großem Schaden an den Feldfrüchten sind auch viele Verluste an Menschenleben zu beklagen. Nach bisher vorliegenden Berichten sind 23 Personen vom Blizz erschlagen worden. Bei Straßnig in Mähren suchten fünf Feldarbeiter, die das Gewitter überraschte, Schuß unter einem Brunnendache. Der Blig schlug in den Brunnen ein und tötete sämtliche fünf Arbeiter. Zwei von ihnen fielen dabei in den Brunnen und es gelang erst nach vielen Mühen, die Zeichen emporzuziehen. In der Gemeinde Kluso im ungarischen Komitat Saros wurden die Bauern gleichfalls bei der Feldarbeit überrascht. Viele suchten unter Bäumen Schutz. Der Blizz schlug in zwei Bäume und die darunter Stehenden, im ganzen 18 Personen, wurden erschlagen. Zwei Kinder wurden von den vom Gebirge herabstürzenden Wassermassen erfaßt und ertranken. Einen gemeinen Rachenkt unternahm eine Kunstreiterin des zurzeit in Charlottenburg gastierenden Zirkus Sarrafani gegen eine Kollegin. Diese befitt eigene Pferde. Als sie morgens den Stall betrat, bemerkte sie, daß ihr bestes Schulpferd im Werte von 3000 Mark auf dem linken Hinterfuß lahmte. Bei näherer Besichtigung ergab sich, daß dem Tier ein acht Centimeter langer Nagel senkrecht in den Fuß geschlagen worden war, wodurch das Tier für alle Zeiten für den Zirkus unbrauchbar geworden ist. Die mit der Geschä digten verfeindete der Tat verdächtigte Kollegin" hat zusammen mit einem Stallbediensteten, der wahrscheinlich ihr Mithelfer ist, das meito aefucht +[ Eine neumodische Beschäftigung der Pekinger Palastdamen] bildet das Stricken, das die Gattin des amerikanischen Gesandten Conger ihnen beigebracht hat. Einige der intelligentesten sollen sich sogar mit Erfolg an das Häkeln herangewagt haben. Als das Stricken erst Mode geworden war, wurden im Palast bald so viele wollene Sachen für den Kaiser und die Kaiserin- Witwe hergestellt, daß diese voraussichtlich zeitlebens daran genug haben werden. Unfere Backfische aber, denen der veraltete Strickstrumpf ein Greuel ist, werden die chinesischen Hofdamen aus tiefster Seele bedauern, daß sie an dergleichen geisttötenden Beschäftigungen Befallen finden können. Ja, wenn's noch Lawntennis wäre! § Die Mörder des ungarischen Abgeordneten Ermits freigesprochen. In dem Prozeß gegen die Brüder Mladen und Georg Sabul, welche den Abgeordneten Eremits getötet hatten, wurden die Angeklagten von den Szegediner Geschworenen freigesprochen, weil sie die Tat in einem unzurech nungsfähigen Zustande begangen haben. Die Angeklagten wurden sofort auf freien Fuß gesetzt. Von der Kieler Woche. Die gestrige Wettfahrt auf der Föhrde, veranstaltet vom Kaiserlichen Jachtklub, wurde von herrlichem westlichen Segelwinde begünstigt. Die großen Schunerkreuzer waren vollzählig am Start. Gemeldet hatten 57 Jachten. Meteor" ging als erster Schunerkreuzer durch den Start, gefolgt von Hamburg", Ingomar" und " Iduna". Zahlreiche Begleitdampfer belebten das Regattafeld. Der Wind nahm im Laufe der Regatta zu, alle Jachten führten volle Besegelung. Auf die Dauer konnte indessen ,, Meteor" die Führung nicht behaupten; den Sieg errang viel, mehr Ingomar", die schließlich„ Hamburg" um eine Schiffs. länge schlug und 15 Minuten vor Meteor" das Ziel pasfierte. Zur Teilnahme an der Regatta auf dem„ Meteor" mar geladen Earl of Lonsdale, Earl of Mar, Mr. Riggs, Mr. Goelet, Mr. Vanderbilt, Mr. Perceval, Mr. Parly sowie die Admirale von Köster und Hollmann. An Bord der„ Iduna" nahmen die Kaiserin, der Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich an der Regatta teil. Ebenso der Prinz Wilhelm von Schwe den und Norwegen, der am Abend vorher vom Kaiser empfangen worden war. Fürst Albert von Monaco traf mit seiner Jacht Alice" furz vor Beginn der Seeregatta ein. Als die ,, Alice" die Jacht Meteor" passierte, grüßte sie durch Dippen der Flagge. Fürst Albert stand auf der Brücke und grüßte den Kaiser, der durch Abnehmen der Müze dankte. Viele Eine furchtbare Eisenbahnkatastrophe hat sich zwischen Calamocha und Luco in Spanien ereignet. Ein Zug entgleiste auf einer Brücke über den Gilocafluß. Der Zug soll ganz ber brannt sein. Dabei tamen etwa dreißig Menschen ums Leben. Furchtbare Schreckensszenen spielten sich ab. Leichen sind verbrannt, andere vom Wasser fortgeschwemmt, so daß genaue Angaben unmöglich sind. Infolge furchtbarer Wolfenbrüche trat der Gilocafluß über die Ufer und richtete große Verheerungen an. Ein Eisenbahnzug ist mit allen verfügbaren Kräften von Teruel an den Ort des Eisenbahnzusamenstoßes abgegangen. Die Opfer sind fast sämtlich Gendarmen. Der Mann der Abenteurerin. Wie aus Wien gemeldet wird, hat der Bezirkshauptmann von Mürzzuschlag, Franz von Herway- Kirchberg, seinem Leben durch einen Revolverschuß ein Ende gesezt. Es geschah aus Gram darüber, daß seine Gattin sich als eine gefährliche Abenteurerin entpuppte. Wie erinnerlich, wurde vor einigen Tagen berichtet, daß sie ihn auf Grund eines gefälschten Ehetrennungsurteils geheiratet und sich jetzt wegen Doppelehe zu verantworten hat. Vor 44 Jahren wurde sie in Charlottenburg als Tochter des Taschenspielers Bellach geboren. Nach einem abenteuerlichen Leben in Rußland, Frankreich, Rumänien und Kamerun fehrte sie vor einigen Jahren nach Deutschland zurück und heiratete in Dresden den aus dem Leckert- Lützow- TauschProzeß her bekannten Baron von Lüboto. [ Der„ geseiste" deutsche Kronprinz.] Vom Aufentjalte des Kronprinzen in Curhaven wird nachträglich folgende hübsche Szene bekannt. Als sich der Kronprinz an Bord der Iduna" befand, wurde er von der Besatzung der Jacht der Kaiserin nach altem Seemannsbrauch geseift", das heißt, er wurde als Landratte von der Mannschaft an dem Mast festgebinden und mußte sich loskaufen, was er denn auch lachend tat. Lokales. 25. Junt 1904. * Der Großherzog hat am 22. Juni den Landrichter bei dem Landgericht der Proving Oberhessen Ludwig Neuenhagen zum Landgerichtsrat und den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Hungen Karl Steinberger zum Oberamtsrichter ernannt. Nder juristischen Fakultätsprüfung an der Landesuniversität im Sommersemester 1904 haben sich 28 Standidates unterzogen. Die Prüfung von 2 Kandidaten ist wegen Krankheit noch nicht zum Abschluß gelangt. Von den übrigen 26 Kandidaten haben 17 das ganzen gut" und 7 genügend". 30 Pfg. für einen Maurer zu bezahlen, der diesen nicht verdient, aber dafür steht ja Jedem von ihnen e Es ist desha Recht zu, derartige Arbeiter zu entlassen. nicht verständlich, weshalb dieser Bassus einen Grund geben kann, die Beendigung des Streiks wieder illusori zu machen. Marburg. In der gestern Abend abgehaltenen außerordentlichen Hauptversammlung des hiesigen Berei für naturgemäße Gesundheitspflege, Lebens- und Heilwä wurde die Errichtung eines Luftlichtbabes an der Großseelheimer Straße beschlossen. A Marburg, 24. Juni. In der Klinik starb de Lokomotivführer Angersbach, der bei dem Eisenbahnung lad davongetragen hatte. Cohn. Dachbeder Chriftian Abolf 19 eine Tochter. 20. 2 Schneid Beinrich. Rathe Hermine. 2 Bemberg eine Tochter, Am 16. Juni. Gießen, 25. Juni 80 per Pfd 1.95-1.00 Mr., Gt 7 Big.. Rale per G Examen bestanden, darunter 4 mit der Note„ gut“, 6 im zwischen Homberg und Frielendorf schwere Verletzungen Erbfen per Liter 21 Bfg., * Frankfurt a. M., 24. Junt. Pfarrer Wilhelm Doll 1. 0.80-1.00, Bühner Ghid 0.80-1.70, Enter 65-70 Pfg., Edhienflei aus Darmstadt, der am Sonntag, während er im Evan per d. 62-68 Pfg. per der Pulvermühle bei Gießen die Leiche des Wilhelm gelischen Vereinshause dahier predigte, von einem Schlagan. felf gefalzen per Pfund ** Leichenfund. Bagerer fanden gestern Nachmittag in der Lahn der Nähe des Schlachthauses und Jung aus Klein- Linden. Dieser war seit Sonntag aus seiner elterlichen Wohnung verschwunden und zuleßt in Wieseck bei einer Festlichkeit gesehen worden. Von dort be= gab er sich nachts gegen 3 Uhr auf den Heimweg. Da er zuhause nicht anfam, so ahnten die Angehörigen nichts Gutes; alle Nachforschungen blieben erfolglos, bis man heute Nachmittag die Leiche fand. Ob dem jungen erst 21 jährigen Menschen ein Unfall zustieß, oder etwas anderes vorliegt, ist noch nicht aufgeklärt. Im Winter war er schon einmal längere Zeit verschwunden, tam aber wieder zurück. Sehr zu bedauern sind die alten kranken Eltern des Toten. Eine größere Anzahl Feste sind für morgen anberaumt. Auf dem Sportplatz an der Hardt in Gießen wird ein großes internationales Radrennen veranstaltet. Der Gesangverein" Eintracht" in Hausen begeht sein 20 jähriges Stiftungsfest, verbunden mit Fahnenweihe. In Lich wird der 19. Oberhessiche Feuerwehrtag abgehalten und in Rodheim a. B. feiert der Männerturnverein das Feft der Fahnenweihe, verbunden mit Schauturnen. Wir wünschen all den Festen einen recht guten Verlauf bei schönem Wetter. *** Bei dem am letzten Sonntag in Weglar stattgehabten Athleten Wettstreit wurden u. a. folgende Teilnehmer von Gießen mit Preisen ausgezeichnet: Im Stemmen: 1. Preis J. Stein, 2. Preis L. Berg, 3. Preis 2. Sommerlad und K. Martin, 4. Preis L. Süß, 7. Preis Fourier, 8. Preis H. Lorenz, 9. Preis E. Simon, 10. Preis Chr. Weißbeck, 14. Preis L. Lorenz und 15. Preis Schönfeld. Im Ringen: 1. Preis J. Stein, 2. Preis 2. Lorenz und K. Martin und 3. Preis L. Sommerlad und Fourier. Im Steinstoßen: 2. Preis J. Stein und Fourier, 3. Preis L. Lorenz und 4. Preis L. Sommerlad und K. Martin. Den 1. Ehrenpreis erhielt Jos. Stein. - - > Protest gegen die Wahltreiseinteilung. Morgen Sonntag findet in Oppenheim eine von 47 Herren einberufene rheinhessische Protestversammlung gegen die Beschlüsse des Wahlausschusses der 2. Kammer bezüglich der neuen Wahlkreiseinteilung statt. ** Der Mitteldeutsche Viehhändlerverein wird in nächster Beit in Friedberg und Fulda Versammlungen abhalten, um über Schritte zur Beseitigung der Härten in der Handhabung der Quarantänevorschriften im Großherzog tum Hessen zu beraten. ▲ Grünberg, 25. Juni. Zwecks Besichtigung des Manövergeländes für das diesjährige Herbstmanöver traf gestern Mittag per Automobil Herr Generalmajor v. Schmidt aus Darmstadt mit seinem Adjutanten hier ein. Nach kurzer Rast, in welcher im Gasthof zum„ Wilden Mann" das Diner eingenommen wurde, verließen die Herren gegen 2 Uhr wieder unser Städtchen. Klein- Linden, 24. Juni. Der evangelisch- lutherische Missionsverein und der Posaunenchor begehen am 31. Juli ihr 50jähriges Stiftungsfest. Festprediger ist der Pfarrer aus Pfiffligheim bei Worms. Die Posaunenchöre der Umgegend werden teilnehmen. XKlein- Linden, 24. Juni. Der Kriegerverein führt nächsten Sonntag einen Familienausflug nach dem Niederwald- Denkmal aus. Die Abfahrt in Gießen erfolgt 430 V. Von Kastel bis Aßmannshausen wird das Schiff benutzt. Die Ankunft am Denkmal erfolgt um die Mittagszeit. Abends 1125 wird der Verein wieder in Gießen eintreffen. r. Ettingshausen, 24. Juni. Das Pferd des Landwirts A. scheute mit dem Heuwagen gelegentlich des letzten Gewitters. Der Fuhrmann wurde unter den Wagen geschleudert und an Händen, Gesicht und Beinen verletzt. Hainbach. Bei der hier am 21. d. M. stattgefundenen Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Musch einstimmig wiedergewählt. Crainfeld, 23. Juni. Eine recht traurige Kunde wurde heute der Wirt Dechler Witwe von hier. Nach einer Depesche ist ihr bei dem Regiment Nr. 116 in Gießen dienender Sohn verunglückt, beide Arme sind gebrochen, auch der Kopf verlegt und wurde das sofortige Kommen der Mutter gewünscht. Der bedauernswerte Soldat ist als braver Sohn bekannt. † Salz. Herr Cristian Muth wurde von 73 Wohlberechtigten mit 62 Stimmen einstimmig zum Bürgermeister gewählt. = Rotenburg a. d. F., 24. Juni. Der Förster Müller in Ertshausen erlegte auf einem Bürschgange 3 Wildschweine. + Marburg. Der Maurerstreif, den man am Sonnabend schon beendet glaubte, dauert nun doch noch fort, da eine Einigung der Unternehmer und der Maurer gescheitert ist. Es handelt sich nur um einen Bassus, den die Unternehmer in ihrer schriftlichen Antwort in die Abmachungen hineinbringen wollten, nämlich, daß der Mindestlohn je nach Leistung gezahlt würde. Dadurch würde natürlich ein Mindestlohn von 30 Pfg. wieder hinfällig geworden sein. Selbstverständlich kann den Unternehmern niemand zumuten, falle getroff n wurde, ist jetzt, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, gestorben. Er war 64 Jahre alt. 18fa, Hammelfleisch per 6.00 Mt., 3wiebeln per 3 8. Mepfel per Centner 2 hat das gräfl. Berckheim'sche Fideikommiß im Kreise Erbach farbe des Wochenmarktve + Darmstadt, 24. Juni. Der hessische Dominial fistus Maritzen von 7 Uhr ca. 760 Heftar groß, die in 12 verschiedenen Gemeinden liegen, zum Preis von 900 000 Mt. getauft. Das Gebiet besteht hauptsächlich aus Waldungen. * Mainz. Für die am 23. und 24. Juli stattfindende Regatta des Mainzer Rudervereins hat der Kaiser einen Wanderpreis geftiftet mit der Bedingung, daß er im akademischen Vierer- Rennen ausgegeben wird. Das dem *** Aus dem Negierungsbezirk Kassel. Grafen Schlieffen gehörige Rittergut Windhausen, das 2000 Acer und Wald umfaßt und zu den größten Rittergütern in Hessen zählt, ist vom Gutspächter Pfeffer in Holzhausen bei Marburg gepachtet worden. Der Pacht preis beträgt Mt. 26,000. Aus dem Gerichtssaal. Strafkammer. Gießen, den 24. Juni 1904. Ueber das Vermögen des Viehhändlers Bermann Kaz von Laubach wurde das Konkursverfahren eröffnet, wobei sich herausstellte, daß Kaß entgegen den Bestimmungen des Handelsgeseßes, weder Bilanz zog noch eine ordnungsmäßige Buchführung hatte, sodaß eine Vermögensübersicht unmöglich war. Mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte festgestelltermaßen sehr leichtsinnig gehandelt und dadurch seine Gläu biger erheblich geschädigt hat es standen 15 000 Mt. act. 50-60 000 mt. pass. gegenüber wurden ihm mildernde Umstände versagt und auf eine Woche Gefängnis erfannt. Die Waldarbeiter Karl Liehr von Nidda, Wilhelm Buch, Heinrich Hofmann und Wilhelm Wingefeld von Fauerbach haben sich wegen fahrlässiger Brandstiftung zu verantworten. Die Beweisaufnahme ergibt, daß die Angeklagten im Walde ein Feuer anmachten, das um sich griff und etwa 150 qm. Wald verwüstete. Liehr, der als Vorarbeiter galt, wird als überführt erachtet und zu 10 Mt. Geldstrafe verurteilt, während die übrigen Freisprechung erzielten. Des Vergebens gegen die Konkursordnung ist der KolonialwarenStaatsanwaltschaft beantragt selbst Freisprechung, da der händler Wilhelm Pauli von Friedberg angeklagt. Die Angeklagte nicht als Volltaufmann anzusehen ist. Diesem Antrag schließt sich das Gericht an. Der Taglöhner Karl Hahn von Wahlen geriet in angetrunkenem Zustande in einer Wirtschaft mit Gästen in Wortwechsel und bedrohte den Johannes Pfeiffer mit Totstechen. Als er mit dem Messer umherfuchtelte, verlegte er den Vater des Pfeiffer derart, daß dieser drei Wochen das Bett hüten mußte. Wegen Körperverlegung und Bedrohung wurde auf 5 Monate und 1 Woche Gefängnis erkannt. Maurer Karl Haffer - aus Nieder- Weisel warf zu Bad Nauheim aus dem Keller eines Neubaues Steine und verletzte hierbei einen anderen Arbeiter. Wegen fahrlässiger Körperverlegung wurde er dieserhalb zu 30 Mt. Geldstrafe verurteilt. Die Witwe Karoline Repp von Nidda entwendete im Hause des Medizinalrats Dr. Drescher zu Schotten, wo sie Laufdienste verrichtete, Wertpapiere in beträchtlicher Höhe, die sie zum Teil ihrem Bruder Karl Schwab zu Nidda behändigte. Die Repp, welche rückfällig ist, wird zu 2 Jahrer Zuchthaus verurteilt, ihr Bruder dagegen seither unbestraft wegen Hehlerei mit 3 Monaten Gefängnis bedacht. wird Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebote. Am 18. Juni. Kommerzienrat Karl Wilhelm Ferdinand Ludwig Emil Gail, Fabrikant dahier mit Antonie Johanna Augufte Magdalene Schirmer, geb. Knorr in Darmstadt. Karl Kaspar Gutmann, Bäcker dahier mit Christine Größer hierselbst. 19. Julius Pfäffli, Fabrikarbeiter dahier Heinrich Naujoks in Frankfurt a. M. mit Sophie Wahl mit Anna Maria Beppel hierselbst. 24. Cristoph Ferdinand dahier. Eheschließungen. - Am 18. Juni. Georg Karl Zinser, Conservator i. dahier mit Emma Auguste Seipp, geb. Kühne hierselbst.- Ernst Jung, Schreibmaterialenhändler dahier mit Elisabethe Katharine Bob hierselbst. Friedrich August Hermann Krause, Lokomotivhilfsheizer dahier mit Auguste Johanna Maria Stauß hierselbst. Wendelin Klepper, Hilfsbahnsteigschaffner in Niederolm mit Anna Maria Magdalena Elisabetha Schwarz dahier. - - - Geborene. Am 11. Juni. Dem Lackierer Georg Reiß ein Sohn, Georg Engelhard. 13. Friseur Herrmann Stend ein Sohn, Friedrich. 15. Knecht Heinrich Schäfer ein Sohn, Heinrich Ludwig. Meggermeister und Wirt Georg Kraft ein Sohn, Hans August. 17. Bahnarbeiter Heinrich Borig eine Tochter. Mezger und Wirt Karl Hartmann ein Sohn, Hermann. 18. Briefträger Johannes Nagel ein berbantt nicht, und wäb im Umberzieben feilgeb Berantwortlich: fi Faltenben Teil Albin fil Ploie, Grünberg. Praktisch, b unentbehrlich für Reise, sowie wasserdi ecbt fteyrisc Wasserdid mit abknöpfbare schlitz, in ta 110 cr Juliu Giessen, GEOR Bau as-& Vergebung Die zur Erricht Geräteschuppen in Gießen nötigen A amlid: Erd- u. Man Dachbeders, Schreiner n lieferung hie werden hierdurch erlap bom 16. Jun miffionswege ausg Die Ausführu ungen liegen in und tonnen letter Angebots- Bermer preis in Empfang Angebote 7. Juli 1904, mit entsprechende Buschlagsfrist 4 Gießen, Großherz Ar Die Andre und Gebentiteine Hofes foll Freitag, de öffentlich vergeben Arbeitsbei Ginficht offen. find bis zum vor Buidhlagsfrift 14 Gießen, Fli fann fofort ein Beitung. blen, der diefen Jebem von ihnen fen.& ift de us einen Brun eits wieder ill Abend abgebal des hiesigen B Bebens und Heil uftlichtbabes Der Klinit stars dem Eisenbah DeGr. Dachdecker Adolf Thielmann ein Sohn, Wilhelm| Taglöhners Georg Prinz dahier. 17. Marie Krätzer, riftian Adolf. 19. Eisendreher Peter August Bagner eine Tochter. 20. Wirt Karl Peppler ein Sohn, Ernst heinrich. Schneider Georg Rieß eine Tochter, Paula it be Hermine. 21. Universitätsprofessor Dr. Bruno emberg eine Tochter, Fanny Eva. - Gestorbene. Am 16. Juni. Wilhelm Prinz, 1 Mt. alt, Sohn des Marktberichte. Gießen, 25. Junt uf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter kfb. 1.95-1.00 Mt., fühnereter per Stüd 5-6 Pfg., Enteneter 67 Bfg.. Räje per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. schwere Berleben per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar Pfarrer Wilhelm ährend er im G . 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.30-1.40, Hahnen, per, Stid C.80-1.70, Enter ver Stüd 1.70-2.20, Gänse per Pfd 65-70 Pfg., Cohsenfleisch per P. 70-80 fg., Rindfleisch Der Pfd. 62-68 Pfg. per Pfd. Schweinefleisch 60-72 Pig. Schweine das Bewußtsein Big Hammelfleisch per Pfd. 50-74 Bfg., Kartoffeln pro 100 Kilo bon einem Schlofleisch gesalzen per Pfund 0.76 Bfg., Stalbfleisch per Pfd. 68-76 64 Jahre alt. heffische Dominial 6.00 Mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 7.00-10.00, Kirschen 15-20 Bf. per $ fd. Aepfel per Centner 20-25 Mr. Milch ver Liter 18 Pfg. Dauer ber Marktzes von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Gegen miß im Kreise Et hände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit erschiedenen Gemein überhantt nicht, und während der ersten dret Stunden der Marktgetauft. Das 24. Juli ftattfind reins hat der k Bedingung, daß a gegeben wird. 1 Kaffel. Das gut Windhau und zu den gri m Gutspächter worden. Der otsiaal. Den 24. Juni 190 ändlers Bermann erfahren eröffnet, b den Bestimmungen) eine ordnungsn gensübersicht und Angeklagte feftge dadurch seine G anden 15 000 act wurden ihm mildend Gefängnis erfannt.idda, Wilhelm Bu feld von Fauerba ftung zu verantworte Angeklagten im Ba iff und etwa 150 Borarbeiter galt, b Coldftrafe te ielten. De Be t der Kolonialma berg angeklagt. D Freisprechung, da de anzusehen ist. Diefen - Der Taglöhner Kad trunkenem Zustande in wechsel und bedrohte 1. Als er mit dem - Bater des Bett hüten mußte wurde auf 5 Monale Maurer Karl Haffer Nauheim aus dem rlegte hierbei einem Srperverlegung wurd rteilt. Die Witwe dete im Hause d wo fie Laufdienste Höhe, die sie zu oba behändigte. De 2 Jahrer Buchtha = unbestraft- wib is bedacht. Stadt Gieße elt im Umberzieben fellgeboten werden. Berantwortlich: für den politischen, vermischten und unterhaltenden Teil Albin Klein Gießen; für den lokalen Teil Karl Klose, Grünberg. Praktisch, bequem u. angenehm unentbehrlich für Gebirge, Jagd, Sport, Reise, sowie für die See sind meine wasserdichten, wetterfesten, echt Steyrische Loden- Fabrikate. Wasserdichte Wetterkragen mit abknöpfbarer Kapuze und Durchgreifschlitz, in tadelloser Ausführung von Mk. 17 110 cm Länge aufwärts. Julius Fischer Giessen, Schulstrasse 6. Telephon 243 GEORG APPEL. Bauspenglerei. Gas-& Wasseranlagen voranschläge bitte zuverlangen. 10 Mte. alt, Tochter des Spezereihändlers Wilhelm Kräßer dahier. 18. Selma Hedwig Kroggel, 1 Mt. alt, Tochter des Dienstmädchen Luise Kroggel dahier. 20. Ferdniand - Kauer, 4 Mte. alt, Sohn der Arbeiterin Emilie Kauer dahier. Käthe Zinn, 7 Jahre alt, Tochter des Eisenbahnschaffners Adam Zinn dahier. 21. Elise Becker, geb. Becker, 69 Jahre alt, Pflegling dahier. G Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, schwachwindig, zeitweise etwas aufklärend, Regenschauer, den 26. Juni. Zunächst zeitweise starkwindig, später wieder kühler. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Männer- Curnverein Rodheim a. B. Der Verein hält am 26. und 27. Juni 1. Js. ſein Fahnenweih- Fest verbunden mit Schauturnen ab. Zu recht zahlreichem Besuche ladet höflichst ein. Mit Turnergruß Der Vorstand. Feft- Ordnung: Sonntag, den 26. Juni, morgens 6 Uhr: Weckruf. Mittags 1 Uhr: Empfang der auswärtigen Vereine. Nachmittags 2 Uhr: Aufstellung des Festzuges Abholung der neuen Fahne und Fahnenjungfrauen durch die Fahnensettion. Nachmittags 3 Uhr: Umzug durch den Ort nach dem Festplatz, hier: Festrede und Neberreichung der neuen Fahne. Konzert, Gesangs- Vorträge Tanz. Abends bei der Dunkelheit: ee Stellen von Pyramiden** mit bengalischer Beleuchtung und Grosses Feuerwerk. Montag, den 27. Juni: vormittags 9 Uhr: und Konzert. Wetturnen der Vereinszöglinge Nachmittags 2 Uhr: Umzug durch den Ort nach dem Festplat. Hierauf: TANZ. am Sonntag à Person 30 Pfg. 20" Eintrittspreise: am Cont " " 1 Auf der Biebertalbahn verkehren am Sonntage folgende bequem zu benutzende Züge: ab Gießen nachmittags 1.45, 3,25, 4.10, 5,20. ab Rodheim: sowie alle Vergebung von Bauarbeiten. Stottern, Sprachfehler Die zur Errichtung eines Wirtschaftskellers nebst Geräteschuppen in der psychiatrischen Klinik zu Gießen nötigen Arbeiten nebst Materiallieferungen, nämlich: heilt Dir. F. Baum, Hauptanstalt Darmstadt. Erd- u. Maurerarbeit, Steinhaner, Zimmer, Kursus in Gießen Ludwigstraße 52, 3. St. Dachdeckers, Spenaler, Glaser, Weißbinder-, im Hause von Frau Rittmeister Douglas. Schreiner- und Schlofferarbeit, sowie die Eisen- Für Schwerhörige Hörübungen zur Stärkung des Gehörs. Die besten Zeugnisse. Anmeldungen sofort erbeten. lieferung hierzu werden hierdurch unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Sub- Frankfurter maschinenfabrik Akt.- Ges. missionswege ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen, und können lettere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots- Vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote sind bis zum Eröffnungstermin am Wilhelm Ferdin. Juli 1904, vormittags 10 Uhr, versiegelt und it Antonie Johame mit entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. norr in Darmstadt Zuschlagsfrist 4 Wochen. ahier mit Chriftin Fabritarbeiter babie Criftoph Ferdinan mit Sophie Wah . Confervator i.$ ühne hierfelbft. jier mit Elifabeth Auguft Herman Augufte Johann lepper, Silfabah Maria Magdalen g Reig ein Sohn mann Stend ein Schäfer ein Sohn Wirt Georg Kraf ter Heinrich Borig Jannes Nagel arl Hartmann ein ein Gießen, den 23. Juni 1904. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. Neuling. Arbeitsvergebung. Die Anreicherarbeit zur Instandseßung der Kreuze und Gedenksteine auf den Kriegergräbern des alten FriedHofes foll Freitag, den 1. Juli d. J., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich find bis zum vorgenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Buschlagsfrist 14 Tage. Gießen, 24. Juni 1904. Städtisches Hochbauamt. J. V: Altvater. Flinker Hausbursche fann sofort eintreten in der Buchdruderci dieser Zeitung. Frankfurt a. m. baut Maschinen zur Holzbearbeitung aller Art und für jede Branche. Courante Maschinen stets vorrätig. * Neueste Construktionen.* Billigste Preise. Vertreter: Carl Hellmann, Cassel, Wörthstr. 6. Technische Gummi- u. Asbest- Fabrikate Gummischläuche für alle 3wede, Treibriemen sowie sämtliche technischen Artikel für maschinelle Betriebe. Gebrüder Georg Telephon 249. Gießen. 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Wir haben reichlich Sorge getragen, daß das Fest in Groß- Felda ein der Bedeutung desselben würdigen Verlauf nehmen kann. Groß- Felda, den 20. Juni 1904. Der Vorstand. Die Vereins- Vorsitzenden werden gebeten, ihre Anmeldung dem Vordes Krieger- Vereins Groß- Felda möglichst sofort zuzusenden. Die Eröffnung meines Ladens| G. Lindenplatz 12 zeige ergebenst an, und bitte um geneigten Zuspruch. J. G. Wallenfels, Dampf Färberei, chem. Wascherei u. Dekatur. Ohne Fleiss keinen Preis AURORA Patentkummet der Deuzeit. Dreifacher Schutz. Kummete aus einem Stück Leder ohne jegliche Naht, schöne unveränderliche Form und tadelloser Siz. Hölzer find abnehmbar, was bei Zusammenhängen oder Umallen der Pferde sehr zweckmäßig ist, da durch eine einfache Hebellösung sofort die Hölzer abfallen. F. J. Montag, den 27. Junt abends präzis 8½ Uhr Kebung des ersten Löschzuges. Bahnhofstrasse 66 3 Minuten vom Bahnhof Omnibus- Verbindung. Wilhelm Amend Bahnhofstrasse 66 Telephon Nr. 152. 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