sen k. ng. soll auf dem in der Klinikr Bras in berwerden. bauten Gieken. Stadt Grasnuhungen ags 8 Uhr, an für das ganze Renftädterfeld 3 Uhr, des erftraße; Uhr, an Oct Nr. 120. bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., ba's Saus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbetlagen: Oberhefftfche Familienzeitung( täglich). und die Stekener Geifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Mittwoch, den 25. Mai 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Befitzeile für ganz Oberhessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfa sonft 15 Bfs. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Betanntmachung. Die Kreisstraße von Graßen- Linden bis zur Landesgrenze gegen Hörnsheim wird vom 27. Mai ab wegen vorzunehmender Neuchaussierungen und Walzarbeiten bis auf weiteres für den Fuhrwerksverkehr ge= sperrt. Gießen, den 25. Mai 1904. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Dr. Kranzbühler. Bekanntmachung. Betr.: Die Einteilung der Fleischbeschaubezirke. Nachdem eine weitere Anzahl FleischbeschauerAspiranten die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung beHanden hat, sind die Fleischbeschaubezirke des Kreises wie folgt eingeteilt worden: Ord.= Nr. Bezirk. 1. Allendorf a. d. Lahn 2. Allendorf a. d. Lda. mit Climbach .3. Alten Bused 4. Annerod 5. Bellersheim mit Obbornhofen 6. Bersrod, Reinhardshain mit Winnerod 7. Beuern 8. Eberstadt mit Ober- Hörgern 9. Ettingshausen, Queckborn mit Münster 10. Garbenteich mit Hausen Wohnort des Stellvertreter 8. Klein- Linden. Muendorf a. d. Lda. Alten- Bufec. Annerod. 11. Geilshausen mit Odenhausen und Rüddings-" 12. Gießen hausen 13. Großen- Bused 14. Groken- Linden 15. Grünberg, Beltershain, Göbelnrod, Sauter, Stockhausen, Weickartshain 16. Grüningen, Dorf- Gill 17. Hattenrod mit Harbach der Wieseck18. Heuchelheim der Bahnhof 19. Holzheim 6 3 Uhr, im 21. Kesselbach 22. Klein- Linden 23 Lang- Göns 20. Hungen, Inheiden und Utphe 24. Langsdorf, Birklar nnd Bettenhausen 25. Leihgestern für das ganze mit Ausnahme 85 Uhr, an bom Friedhof ere Teil für das 28 Lollar 29. Londorf mit Allertshausen 26. Lich 27. Lindenstruth 32. Oppenrod und Burkhardsfelden 34. Rödgen mit Trohe 35. Röthges, Villingen, Nieder- Bessingen, Nonneneinmaligen b 30. Mainzlar mit Daubringen den Anlagen en Aberntung 31. Muschenheim mit Arnsburg 33. Reiskirchen gälter für das ags 6 Uhr, an bom Friedhof roth, Ober- Bessingen 36. Ruttershausen 36 a. Saajen hr. 37. Staufenberg 1 und 2 ist auf 39. Steinberg Gießen. ung. Then Kirche in Blafer- und Irbeiten 38. Steinbach mit Albach 40. Steinheim, Rodheim. Langd, Rabe tshausen und Trais- Horloff 41. Tr is a. d. Lda. 42. Wagenborn 43. Weitershain, Lumda, Stangenrod 44. Wiefed Hungen. Beuern. Bersrod. Holzheim. Grüberg. Garbenteich. Kesselbach. Gießen. Großen- Buſed. Großen- Linden. Grünberg. Waßenborn. Hattenrod. Heuchelheim Grüningen. Hungen. Londorf. Allendorf a. d. Lahn. Großen- Linden. Lich. Großen Linden. Lich. Saasen Ruttershausen. Londorf. Staufenberg. Langsdorf. Reiskirchen. Reiskirchen. Annerod. Ettingshausen. Lollar. Lindenstruth. Lollar. Steinbach. Wagenborn. Hungen. Treis a. d. Lda. Steinberg. Geilshausen. Wieseck. Der Fleischbeschauer hat seinen Amtssit jeweils in dem zuerst angeführten Orte. Gießen, den 18. Mai 1904. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Hechler. Bekanntmachung. Die als Schiedsmänner bezw. Schiedsmannsstellgen liegen bei vertreter wieder gewählten: elmitraße 3 und straße 5, offen Architekten L on 1,50 Mt. für 2. Ludwig Schneider VI. 3. Wilhelm Müller, 4. Christian Rau für den Bezirk Odenhausen, für den Bezirk Salzböden, Kunstschmiede find in Gemäßheit des§ 5 der Schiedsmannsordnung und 1 Mt. für durch Verweisung auf den bereits nach ihrer ersten Wahl Angebote find geleisteten Eid von dem Königlichen Amtsgericht in hr Avorftand 7. 0000000 am Lager bie Expedition. Fronhausen wieder verpflichtet worden. Weglar, den 20. Mai 1904. Der Landrat: J. V.: Rotberg, Regierungs- Assessor. Das Deutsche Rei, auf Kündigung. Der ehemalige badische Gesandte in Berlin, Herr v. Jagemann, der sich nach seiner Abberufung als Rechtsprofessor in Heidelberg habilitiert hat, ist mit einer höchst bedenklichen Auslegung über den staatsrechtlichen Charakter des Reichs hervorgetreten. Er sieht darin lediglich einen Fürstenbund, der durch emen einstimmigen Beschluß seines Organs, des Bundesrats, wieder aufgelöst werden könne. Wenn auch von Hause aus nicht anzunehmen ist, daß jemals ein solcher Beschluß zustande kommt, so ist doch immerhin der Fall theoretisch denkbar, daß der Bundesrat in einem bestimmten Zeitpunkt das Reich auflöst, um dann auf einer neuen Grundlage eine Neugründung vorzunehmen. Durch eine geschäftsmäßige Transaktion könnte also Reichstag, Wahlrecht, Verfassung und Gesetzgebung aufgehoben werden. Aber indem man nur diese Möglichkeit erwähnt, wird auch schon die Inrichtigkeit dieser Lehre gekennzeichnet, denn Reichstag, Wahlrecht und Gesetzgebung sind Güter des deutschen Volks, die doch nicht durch einen reinen Federstrich aus der Welt geschafft werden können. Das Volk ist eben auch ein Teil des Deutschen Reiches, und das Volk nimmt an seiner Verwaltung tätig Anteil. Ohne die Zustimmung des Reichstags könnte der Bundesrat überhaupt das Reich nicht aufheben. Der Fürstenbund enthielt lediglich die Willenserklärung, aus der Staatenvielheit eine organische Einheit zu schaffen, das Deutsche Reich. Dieses ist kein Staatenbund, d. h. eine Kette von lose aneinandergegliederten Staaten. sondern ein Bundesstaat mit organischem Leben und auf einer fonstitutionellen Grundlage ruhend. Hat denn nun Herr v. Jagemann die ganze Zeit über geträumt, daß er nicht einmal das Wesen des Deutschen Reiches erfaßt und begriffen hat? Die Willenserklärung der Fürsten war als Voraussetzung zur Schaffung der die Einheit idee verwirklichenden Verfassung notwendig, aber_ge= schaffen wurde das Deutsche Reich nur und einzig nur allein durch den Willen des Volkes, das schon seit den Freiheitsfriegen von der Sehnsucht nach dem deutschen Einheitsstaat erfüllt war. Hat er auch nie davon gehört, daß auf blutiger Wahlschlacht durch die brüderlich im Kriege vereinten deutschen Stämme das neue Deutschland mit wuchtigen Hammerschlägen geschmiedet und das Kaisertum und der Kaiser von dem Volfe erfürt wurden? Und nun soll das alles im leeren Raum stehen, ein beschriebenes Blatt Papier, nicht mehr wert als ein fauler Wechsel? Die formalrechtliche Auffassung des Herrn v. Jagemann wird einen lebhaften Widerspruch der Rechtslehrer und einen entrüsteten Protest im Volke wachrufen. Das wird dem Urheber dieser seltsamen Begriffsdefinition am besten zeigen, daß das Reich und seine Verfassung doch etwas mehr sind, als ein Blättchen Papier, das ein einmütiger Beschluß des Bundesrats in alle Winde verwehen kann. Es ist das köstlichste Gut der deutschen Stämme, an dem nicht gerüttelt werden darf nicht einmal in der Theorie, wie das der ehemalige ische Gesandte versucht hat. Gegen die Herero sind größere Schläge in den letzten Tagen nicht geführt wor den. Die neueste Meldung des Gouverneurs Leutwein aus Windhuk besagt: Die Kolonne& stor f f ist am 21. von Otjo sondu auf kama tangara vorgerückt. Dabei ist von Oberleutnant Böttlin eine Hererowerft über= rascht und ihr Vieh und ein Teil der Waffen abgenommen worden. Da den Herero nur ein Teil der Waffen abgenommen worden ist, scheinen die Bewohner der Hererosiedlung nicht sämtlich in die Hände der deutschen Truppen gefallen zu sein. Einige von ihnen sind offenbar entwischt. In einer anderen Meldung stellt Oberst Leutwein fest, daß er am 9. April bei Onganjira und am 13 bei Oviumbo nicht gegen denselben Feind gefochten hat. Im ersten Gefechte hat er den Oberhäuptling Samuel Maharero geschlagen. An dessen Verfolgung wurde er durch die Streitkräfte des Häuptlings a= jata, die in seiner linken Flanke standen, gehindert, sie mußten zunächst am 13. angegriffen werden. Gegenüber verschiedenen Blättermeldungen wird neuerdings nochmals offiziös versichert, seitens des deutschen Gouvernements seien an die Herero überhaupt nur 7 Ge= wehre Modell 71 und 578 Patronen verkauft worden. Die Waffen der Herero stammen mit Ausnahme dieser sieben Gewehre aus England und sind von Engländern und Portugiesen in die Kolonie eingeführt worden. Verschiedene Blätter wußten davon zu berichten: Da die Vorgänge in Südwestafrika es erwünscht erscheinen ließen, rüste das Flaggschiff der amerkianischen Kreuzerdivision, die ,, Vineta", sich zu einer Reise nach den westafrifanischen Gewässern. Diese Meldung ist, wie unser Berliner CB- Mitarbeiter uns aus zuverlässiger Quelle meldet, unzutreffend. Die„ Vineta" bleibt in den amerkanischen Gewässern und auch kein anderes deutsches Kriegsschiff wird nach der Kolonie in See gehen. Man hatte die Entsendung der„ Vineta", mit der zugleich die des in Ostasien stationierten Bussard" nach Ostafrifa parallel gehen sollte, in Verbindung mit einer seltsamen Nachricht gebracht. Aus Marinekreisen hatte näm lich ein Berichterstatter gemeldet: Die für Südwestafrika bestimmten Truppen, deren Zahl noch erheblich verstärkt werden werde, sollten nicht in erster Linie der Niederwerfung des Herero- Aufstandes dienen, sondern in der Nähe von Swakopmund zur Verfügung gehalten werden, für den„ von unseren leitenden politischen Kreisen für nicht unwahrscheinlich gehaltenen Fall, daß die Lage in Ostasien eine Verstärkung der dortigen Besagungsbrigade nötig macht." Die Weiterführung dieser Truppen nach China und das Kommando über sie und die Besatzungsbrigade de donn, so wurde weiter gemeldet, General v. Trotha übernehmen, während Oberst Leutwein den Oberbefehl in Südwestafrika behalte. Tatsache ist, wie unser Berliner CB- Mitarbeiter uns schreibt, daß Gerüchte dieser Art in Marinefreisen im Umlauf waren. Ellenso Tatsache ist aber, daß diese Gerüchte völlig unzutreffend sind. Schließlich sei noch erwähnt, daß neuerdings zur südwestafrikanischen Schußtruppe aus der preußischen und der württembergischen Armee 71 Offiziere und 18 Militärärzte neben übergetreten sind. Von den Offizieren gehörten einem General- bisher 2 dem Generalstab an, 34 der Infanterie, 19 der Kavallerie, 10 der Feldoerie, 2 den Pionieren und je einer der Fußartillerie, dem Train, dem Zeug- und dem Feuerwerksoffizierforps. Dazu kommen aus dem sächsischen Heere je ein Major, ein Hauptmann, ein Oberleutnant und ein Leutnant. * * Ein Fall plötzlich ausbrechenden Tropenkollers hätte beinahe ein paar braven deutschen Kriegern in Deutsch- Südwestafrika das Leben gekostet. Auf der Fahrt von Windhuf nach Karibib bestieg am 21. Mai der italienische Bahnarbeiter Simon Antonio den Waggon, in dem der bei Dwikotorero zweimal verwundete Oberleutnant Herrmann mit noch einigen Nekonvaleszenten sich befand, um nach der Heimat zurückzukehren. Ein Kilometer vor Karibib gab der plötzlich irrsinnig gewordene Antonio ohne Veranlassung mehrere Revolverschüsse auf die übrigen Insassen des Waggons ab, sprang dann während der Fahrt aus Waggon und verschwand in dem nahen Busch. Oberleutnant Herrmann erhielt eine leichte Verwusdung am rechten Unterschenkel, der Seesoldat Kiseling von der vierten Kompagnie einen Schuß in den Rücken, ein eingeborener Bremser einen Schuß in den Kopf. Antonio konnte bisher nicht gefaßt werden. Das Befinden der Verletzten, die in das Lazarett Karibib gebracht wurden, ist erfreulichermeife gut. Der Krieg in Oftafien. den Nach dem Stillstand der Operationen auf der Linie Fönghwanghtscheng- Liautschang steht Port Arthur wieder einmal unbestritten im Vordergrund des Interesses. Wie es heißt, soll die Garnison mit japanischen Truppen ein Gefecht gehabt haben. Aus Petersburg wird über dieses angebliche Gefecht bei Port Arthur folgendes gemeldet: Ein Telegramm, welches der russische Konsul in Tschifu an den Minister des Aeußeren richtete, meldet, daß in Tschifu angekommene Chinesen erklärten, daß die Truppen des Generals Stößel ein schweres Gefecht mit den Japanern gehabt hätten. Die Japaner sollen hierbei Verluste von 1500 Mann gehabt haben, während die Russen 300 Tote und Verwundete verloren. Ein Generalstabsoffizier erklärt hierzu, eine Bestätigung dieser Meldung sei nicht eingegangen, aber die Nachricht sei nicht unwahrscheinlich. Unwahrscheinlich schon deshalb nicht, weil, wie öfter betont, die Japaner alles daran setzen werden, Port Arthur in ihre Hand zu bekommen, da das nationale Verlangen dahin geht, sich dieses Platzes zu bemächtigen. Ein weiteres Telegramm aus Petersburg bezieht sich wahrscheinlich auf dieselbe Affäre. Danach rückte General Fock mit acht Bataillonen und zwei Batterien von Port Arthur nach Norden und stieß zwischen Wafandjan und Bulantien auf eine weit stärkere Abteilung Japaner mit 24 Geschützen. Es entspann sich ein scharfes Gefecht, wonach die Russen in ihre Position nach Kintschau zurückkehrten; General Fock hatte 150 Mann an Toten und Verwundeten verloren, darunter neun Offiziere. Die Japaner erlitten große Verluste. Japanischer Verlust zur Sec. Während der häufigen gewaltsamen Nefognoszierungen der japanischen Flotte vor Port Arhur wurde der japanische Torpedovootzerstörer„ Akutſuki“ von einer feindlichen Granate getroffen, und 25 Mann an Bord wurden getötet, darumter ein Offizier. Auch die Russen halen ein neues Schiffsunglück zu derzeichnen gehabt. Da noch nicht vollständig fertiggestellte Panzerschiff Drel" begann infolge mangelhaften Materials zu sinken und konnte nur mit größter Mühe über Wasser gehalten werden. Die allgemeine Kriegslage hat sich so schreibt uns unser Mitarbeiter im Augenblick anscheinend bedeutend zugunsten der Russen geändert. Man muß sich darauf beschränken, anscheinend" zu sagen, GOOOOGO Da wirftid) zuverfäffige eingebende Berichte über die Deiderfeitigen Operationen vorläufig rod) burd) bwesenheit glän sen. The man nicht Bestimmtes über die Zandungen der Japaner bei Tafufdan erfahren fann, wäre es leichtfertig, eine endgültige Meinung über die Mussichten der Striegführenden abzugeben. Sobiel steht feft, daß beide Barteien bedeutsame Menberungen in ihren Plänen vorgenommen haben. Diefe mit Sicherheit zu analyfieren, ist ein Ding ber 11nmöglidyfeit, aber annäherno läßt sich aus den Borgängen ber lebten Zeit ein Bild der Lage fonstatieren. Inwerfernbar tritt auf ruffifdyer Seite das Beftreten Herbor, eine schärfere Offenfive in die Wege zu feiten. General Sturo patfin hat mit einer bedeutenden Truppenmacht der javanischen Stachbut ben Meitermarid) auf Plautidang berfperrt und sie gezwungen, fid) auf 25önghianabicheng zurückzusieben. Es handelt fid) babei ausfcließlich um eine weit ausholende Umgebungsbewegung, deren verderblichen Wirkung die Japaner mur burch ihren ausgezeichnet funktionierenben Nachrichtendienst entgingen. Seuroti fonnte sich der brohenDen Umiffammerung entsieben, obne mehr als seine äußerften Vorposten in ein Engagement verwickeln zu laffen, bas trob allen fenfationeften Aufbauschungen naturgemäß nur Hödyft unbedeutend sein konnte. Ausgeschloffen ist es afferdings auch nicht, bai bie japanische Striegsleitung, abgefeben von der ruffifden Heberlegenheit an bem fraglichen Bunfte, ihren Operationsplan geändert haben tann, indes aus strategischen Gründen nicht angebracht gehalten bat, ben Muffen auf ber Linie Zongiwangticheng Saitfcheng entgegenzutreten. Eine englische Wielbung, daß eine starte Japanische Streitmiadyt bon vöngumanglicheng gegen Mufden borriide, bezieht sich möglicherweise auf die numehr ge änderte Taftif der Rapaner, bie jetzt vielleicht in diefer Richfung, bireft von üben, ben Sauptstof gegen Sturopattin unternehmen wollen, ba innen ble Operationen in 28eften, aus welcher Stichtung man bisher ben ngriff erwartete, erfchwert morben find. In ruffischen Wilitärfreifen behauptet man, daß die Japaner nach dem Berlust der Satinfe" eingesehen haben, daß Landungen an der Weftrüfte Ziautungs abfolut nicht im großen Stil durchführbar sind. Eine dirett vorbringende japanische Truppenmacht würde fich vielleicht auch zwischen die geteilt stehenden Streitfräfic Ruropaffus einfdyieben, ebe fie fich wieder vereinigt haben. Die fürzlic) eingelangte Nachricht, bas General Linewitsch) von Mladimostof aus, an ber Offiffe Storeas entlang, borriice, Fönnte mit den munmehr zum Ausbruck gefomunenen offenfiben 206fichten Sturoppers in Ginflang sieben. Soweit unser Mitarbeiter. Dad) englischen Meldungen scheint es, als ob noch ein weiterer schwerwiegender Grund an bem Stocken der japanischen Operationen auf der Linie Sönghwanghtscheng Liautschang schuld fei. Cholera im japanischen Heer. Chinesen teilen aus Zönghwanghtscheng mit, daß unter den japanischen Truppen am Zafu eine Choleraepidemite ausgebrochen sei. Os sterben täglich an 100 Wann. Die Epibemie sei burd) schlechtes 2taffer verursacht und verbreite fich febnett. Bom erften Strantheitssymptom b gune ber gingen faum 14 Stunden. Biele Stranke sterben schon nad) brei Stumben. Die Politik. fd) igen Jet, bat alfo fiir die breiten Edyidsten des Belfes cin mir geringes Intereffe. Frankreich. + Stein Zag ohne eine neue Spionagegeschichte in rant. reich! Zn Belle Isle, ist ein früherer englischer ArtillerieOberst d) mitt- orbon verhaftet worden, angeblich), als er eine Batterie photographieren wollte. Gorbon war mit mehreren Begleitern auf einer Jacht nach Lorient gefommen. Die Anwesenheit der Zacht in dieser Jahreszeit batte zuerst den Berbacht der Ginwohner erregt. Selbstverständlich wird sich sehr bald herausstellen, daß man mieber einmal einen harmlosen Touristen für einen Spion genommen hat. Die jiimaft vollzogene Meichstags- Grfatwahl in Straft burg- Land ist nicht obyne Interesse, obibobl es fich diesmal nicht um einen Stampf der bürgerlichen Barteien gegen die Sozialbemofratic banbelte. In Straßburg- Land, ipo ein bürgerlicher Demofrat einem Fatholischen Landesparteifer gegenübersteht, fommt es am 2. Juni zu einer Stichwab, bei der die josialdemokratische Winderheit den Pusschlag gibt. Die Chancen des Demokraten Dr. Blumenthal, ber befanntlich bereits in der Sauptivabl 1903 in StraßburgLand gewählt war, beffen abt aber faffiert wurde, find febr ftarf, benn er wird von rechts und links unterstützt werden. Die Sosialisten werben für ihn stimmen, weil er rabifal iſt, imb bie Deutschgesinnten, weil fein Gegner ein Brotestler ist. Und so wird man benn Dr. Blumenthal, der sich trot furzer Sugehörigkeit im Steichstage eine gewisse Bofition zu schaffen wusste, bort wohl wieder einziehen feben. Rufoland, * Staum ist 92 i colaus II. bem Morbanschlage ber 9ibilistin 202 er efchiomsta mit Knapper Not entgangen, Da kommt schon wieder die Stunde von einem Attentat auf ben Baren. Er befindet sich bekanntlidy zurzeit auf einer Rundreise zur Berabschiedung von den nach) Ostasien abgehenden Truppen. In der Nähe von Moskau wurde nun biefer Lage ein Anschlag auf den Sofzug, in dem der Bar fic) befand, verübt. Der Bug sollte zum Entgleisen gebracht werden. Nur dem Umstande, daß vor dem Sofzuge ein Borzug abgelaffen wurbe, war es zuzuschreiben, daß die Gefahr abgewendet wurde. Der Borzug entgleiste an der Stelle, wo die Morbbuben das Geleise unfahrbar gemacht hatten, und es gab mehrere Todte und Berwundete. Der Bug des Baren Fonnte noc) rechtzeitig zum Salten gebracht werden. Bon den Tätern hat man feine Spur. Der 27. Internationale Stongres für gewerblichen Rechtschuss ist gestern von dem Ehrenpräsidenten Staatsferre fär Grafen Bojabomsfy eröffnet worden. Der Stongress, ber von außerdeutschen Staaten start beschickt ist, beschäftigt fid) vornehmlich mit der Frage, wie das geistige Eigentum in 23iffenschaft. Sunit- und( Runft-)( Gewerbe am besten au Der Wildhirt. Türkei. Sultan Abbul Samis scheint einer geplanten Balastrevolution auf die Spur gekommen zu sein: In Konstanti nopel verlautet, Cemal- Bafcha, der Sohn des verstorbenen Gafi Osman- Bascha und Schwiegersohn des Sultans, sei dieser Tage mit mehreren Würdenträgern bes Dithiz verhaftet, und einige der Berhafteten feien nad) summarischer Untersuchung sofort ver bannt worden. Vielleicht ist es lediglich bas außerordentliche Wißtrauen bes Sultans gegen seine Angehörigen, bas ihn so gegen die offenbar jungtierischen Neigungen verbächtiger 2ürdenträger vorgehen läßt. Indeffen gehört es auch) feineswegs zu den Unmöglichkeiten, daß tatsächlich etwas gegen den gerade bei ben patriotischen gebildeten Türfen Göchst unbeliebten Sultan im Werke war. Gine oberheffifche Dorfgeschichte von 3. Becker. ( Fortsetzung) ( 9achbruck verboten.) Die Stelle dieses Prbsturzes nännte man das „ Wolfsloch" und es wurden von diesem allerlei graufige Geschichten erzählt. Da ollte einmal Giner umgebracht worden sein und seitbem war es nicht geheuer da herum. Für den Hannbenner hatte jedoch dieses 23olfsloch etwas Angenehmes. Wenn er fid) nämlich auf der rings um waldeten fablen ühe desselben befand, fonnte er bort unten über ble ipfel der Buchen hinweg das Dörfchen bereits sehen, in dem sein geliebtes Bräutchen wohnte. lnb bends, wenn er nach Hause zurückkehrte, vermochte er von der Stelle aus wieber den letzten Scheibeblic bem Orte zuzusenden. Amerika. Man fanm bereits jetzt annehmen, daß die Wiederwahl Roosevelts zum Präsidenten der Vereinigten Staaten ficher ist. Zunächst ist seine Aufstellung als republifonischer Standidat für die Präsidentschaft gewiß, und bei Berfahrenheit im demokratischen Lager haben seine Gegenfandi. baten feine Aussichten. Gr schritt durch die wogenben Getreidefelder dem Dorfe zu, in dem er ein after Bekannter war und in deffen Bewohner er kein Mißtrauen mehr fetzte, beng fie saben ihn bereits als einen ber ihrigen an. Das Gischen war fieblic), wie immergunt Giffen", wie er meinte. is fam nerabe aus ber Stirche, als er eintraf. Deute Morgen war das Mädchen nun ganz besonders hübsch, benn es war gar ftols" geffeibet. Die weit ausge schnittenen Schube fnackten, wenn es mit der ihm eigenen reizenden Saltung bebend durch die mit and bestreute Stube schritt, die hübsch geformten rundlichen Beine waren mit Eunstvoll gestrickten 3midfefftrümpfen bekleidet, bie furzen Stückchen am unteren Danbe mit bunten Bändern befett, über dem Busen trug es einen Buntge Blümten„ Mugen" und auf dem stopfe bas fofelte "@ tülpchen", das ihm zu seinem frischen zarten Gefichte recht vorteilbaft stand. Die allgemeine Volksschule. IIh. Stönigsberg i. Br., 24. Mai. andererseits aber werben auch diese Schulfategorien mil minderwertigem Material belaffet." Cande. Unde Hagetudy ab iumph mura Lone Edroieri onbon zuriid Eine B internationale teigen. Es fanifchen Uni am Rollendor A 3wei f Beitfalen gen Stoln wurde ben und Fibe Schürze im D aufgefunden. tiger Snabe ei Streife feiner Deutsch Napoli" f füblich bon bem Stettin der sich auf a deutsche Dam Dampfer, So gestaltet sich die Sache wenigstens in der Theorie, Sierzu fei uns jedoch die Bemerkung gestattet, daß die Braris babon boch ein ganz anderes Bild gibt. Das minderwertige Material auf den höheren Schulen bildet nur bei den Unter. #laffen einen gewissen Ballast, während die jährlichen Schul verjetungen, die sich doch nach weit strengeren Ansprücher vollziehen, als es in der Boffsidhule der Fall ist, ein 970ment ber natürlichen Ausleje bilben, so daß das Steifezeugnis cines Gymnasiums jebenfalls dieselben Erfolge zeitigt, als wenn das Gymnafium eine Fortjetung der Boltschule wäre. Rubem wurde vor etwa 10 Jahren in einer statistischen 11ebersicht über die Leistungen der Boltsichulen der ellatante und doch zugleich tröstliche Nachweis geführt, daß in der heutigen Boltsidhule der vermutete Ueberschuß an verloren gebenden Sträften nicht in dem Maße vorhanden ist, wie die nhänger der allgemeinen Bolfsschmile" glauben. Dag zu gegeben werden, daß es einen gewissen sozialen Wert hätte, wenn alle Gesellschaftstlassen ohne Ausnahme ihre erste Schulerziehung in einer allgemeinen Boltsschule erhielten, meil bamit eine engere Berührung der einzelnen Boltsschichten mindestens in der Jugendzeit sich vollziehen würde, an dem Gesamtbild des heutigen Schülermaterials in den verschiedenen Schulstufen aber würde sich) kaum etwas än bern. Deshalb darf man doch die Forderung einer allgemeinen Volksschule, so ideal sie sich in ihrer rein theoretischen Stonstruktion barstellt, für die Braris nicht überschätzen. In Wirklichkeit ist auch in der heutigen Organisation ein Eriab bereits dadurch geschaffen, daß an Eleineren Bläßen höhere Schulen mit den unteren Gymnasial- oder Realschulklassen vorhanden sind, die für das Gymnasium nicht bloß als Werbe-, sondern auch als Ausscheidungsanstalten fungieren und demgemäß die Aufgabe erfüllen, die man der organischen Aneinandergliederung der verschiedenen Anstaltsstufen ermartet. 28ir glauben sonad), daß dieser Teil der Lehrerforderungen faum eine wirksame Unterstützung in der Bevölkerung finden wird. Der diesjährige allgemeine deutsche Zebrertag wird in unferer Stadt der reinen Bernunft" abgehalten. Mehr als 4000 Teilnehmer aus dem Reiche sind hier anwesend. Die Verhandlungen erstrecken sich auf eine ganze Reihe von wichligen Fragen des Lehrerberuses. Eine Frage jebody intereffiert jedoch auch) Laienkreise: Die Forderung einer allgemeinen deutschen Wolfsschule. Gemeint ist ein Schulfyftem, das fidy von unten herauf aufbaut und in der Universität feine böchste Spite findet. Die Organifation iſt ungefähr gedacht, wie diejenige eines Baumes. Die Wolfsschule ist die Wurzel, die sich nach allen Seiten hin ausbehnt und dem Baume dadurch, daß fie die Leistungsfäbigeren Kräfte von den schwächeren scheidet, dem Baume die Nabrung zuführt. Der Stamm wird gebildet durch die höheren Schulen, in die nur Schüler die Aufnahme finden können, die den allgemeinen Bolfsschulfursus mit Erfolg durchlaufen baben, und die Universität bildet die Strone, in der auch die Blüten und Früchte des Baumes fich zeigen. Man bezweckt mit einer derartigen Organisation die Steigerung der wissenschaftlichen Leistungen, insofern die einzelnen Schulstufen mur mit Schülern bevöffert werden, die tatsächlich die Reife dafür nachgewiesen haben. Das beutige Schulsystem berubt vollständig auf einer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Grundlage der Eltern. Es fann sich dem höheren Studium nur ein sind aus vermögendem Sause zuwenden. Dadurch geben einerseits dem Staate wichtige Kräfte verloren. Die Blicke des Hannhenner ruhten mit unendlichem Wohlgefallen auf dem Mädchen und er meinte:' s tann sich feins so hübsch fleiden Dorf wie Du." „ Meinste?" versetzte Gischen, indem es ihn-- zum exften Mal mit läche nder Miene anschaute, denn es schmeichelte ihm, als echter Tochter Gva's, daß es Gefallen erregte. " Dem Hannhenner war es, als leuchte die Sonne ihm in's Herz hinein, da das geliebte Mädchen ihn anlächelte. Gr begann Soffaung zu schöpfen, daß es ihn am Ende doch noch lieben werde. Er hielt sich darum Heute länger auf als sonst, und als er sich auf den Nachhauseweg machte begleitete ihn feine Braut sogar eine Strecke weit. Gr bemerkte ihr Bemühen, zutraulich zu sein, und das erfüllte ihn allein schon mit innigem( sinet. Als er die Höhe des Wolfslochs erreichte, dämmerte es bereits und die Gebüsche lagen schon im nächtigen Schatten. Gin seltsames Gefühl bemächtigte sich seiner, benn es war ihm, als fei er nicht allein in der Wald gegend, aber er hatte feinen bestimmten Anhalt, der fein ahnungsvolles Gefühl in irgend einer Weise gerechtfertigt hätte. Gs war ihm nur mehrmals so vorge fommen, als er den Pfad nach der Höhe hinaufschritt, als set in dem naben Tannengebüsch ein Snacken vernehmlich, und das batte sich einige Male wiederholt. Er war flehen geblieben, um aufmerksam zu lauschen, aber bann war es ſtill gewesen. So hatte er denn feine Schritte beschleunigt, um über die Höhe des Wolfslochs hinüberzukommen, so lange es noch nicht gerade Nacht war. Immer aber kam es ihm vor, als begleite ihn Jemand fettwärts im dichter. Gebüsch. Nah mnd form. Die Vertreter der Presse auf der„ Kieler Woche" werden dank der Fürsorge Kaiser Wilhelms mit aller Bequemlichkeit ihrer Berichterstattung obliegen fönnen. Der Kaiser hat das Reichsmarineamt beauftragt, zur„ Kieler Woche" einen Calon- Ozeandampfer für seine Gäste, sowie einen Damjer für die in Stiel amivesenden Bertreter der Bresse zu chartern. Aus der Tatsache, daß König Eduard von England, einer Einladung des Staisers folgend, am 22. Juni an Bord feiner Jacht Victoria and Albert" in Stief eintrifft, und daß fernet zahlreiche englische und amerikanische Jachten sich an den Megatten beteiligen, wird das Erscheinen eines großen Stabes in- und ausländischer Berichterstatter erwartet. * Gine verhängnisuolle Hochzeitsreise machte ein Wiener Ehepaar namens Lotel. Es benutzte von Wien an die Miviera ein Automobil, deffen Zührer das Unglück hatte, bei Borgo San Dalmazzo die grau eines italienischen GenDarmen zu überfahren und zu töten. Der Mechanifer wurde bort verhaftet und das Ehepaar muß einstweilen in Turin bleiben. A Die Frankfurter Naußmörder Groß und Stafford, die wegen Ermordung und Beraubung des Szlavier BandlersLichtenstein zum Tode verurteilt worden sind, wurden Treungesheimer Gefängnis in sogenannten festen Betten in Einzelbaft untergebracht. Die Sände der Staubmörder Stecken in Tebernen Sandschuben ohne Finger und sind auf dem Rücken geschloffen. Es wird ihnen auf diese Weise vollständig unmöglich gemacht, sich etwa durch Selbstmord dem Senfer zu entziehen. Irgendwelche Gegenstände, mit denen fie fich Verlegungen beibringen tönnten, sind in den Zellen nicht vorhanden. Unter diesen Umständen ist auch an ein gewaltsames Ausbrechen der Verbrecher nicht zu denten, umsoweniger, als sie auf das schäz überwacht und ständig beoltachtet werden. Die beiden Beiger, welche demnächst die Raubmörder im Gefängnis caufzusuchen beabsichtigen, werden, wie verlautet, ihnen dringend abraten, das Rechtsmittel der Revision gegen das Tobesurteil einzuleaen. Luise Michel, die bekannte französische Anarchistin, die oor Furzer Zeit noch in Toulon mit dem Tode rang, ist, faum genesen, in Baris wieder als Rednerin aufgetreten und sprach über das aktuelle Thema:„ An den Pforten des Lodes". Sie schilderte ihre Strankheit so beweglich, daß eine allgemeine Rührung entstand. Nach ihrem Vortrag fielen manche Frauen vor ihr auf die Senie und füßten ihr die & Gin ziu beidjäftigte b nen der Spi folgten Buf Sania" find Fer Sanja", üheren Stap Feanspruden Rente. C fimtlich di werden. D termin auf § Was m ein gerichtli bas in einer wurbe, in f daß er Wa furrent flag an. Das Wer fid) auf das genderinaßer bes Bellagt Toufen, fo d pic fic ibne Brovision durch Marz Bezahlung Steinesmegs A berstehen RG Mafi dals in Ame leuchtungsift möglich, Maturgas in es überhau gehen. A natürlich i Robleverbi bei Dortmu Die chemif brennbare quelle gefa und Stelle. verwenden oben geleite twobei fie fid ausströment jie beträgt gramm Stol MD Mad Madium fo Profeffor bon Geleb wärme bil Proportion erfülle es tiefer man daß das n heuren M - Strömende Planeten Eistenz ver ein Millio energie, lo Millionen Auf der Höhe angelangt, atmete er erleuchrec auf, denn dort fam ihm Jemand auf dem Fußt fad entgegen. Es war der neue Forstlaufer, dem man die Stelle des alten Dingler übertragen. Gr fannte ihn bereire, ba er ihn schon mehrmals in der Wirtschaft seiner fünftigen Schwiegereltern getroffen hatte. Der Forner war ein strammer, Hochgewachsener junger Mann mett einem Schnauzbart, fühn gebogener Nase und uner. schrockenem Auftreten. Man sah es ihm an, daß thr dec Tiophel nicht so in Mengsten getrieben haben würde. wie damals den Dingler, der seit jener Zeit das Zittern in den Knochen hatte. „ Guten Abend, Herr Wagner," rief Hannhenner dem Daherkommenden entgegen.„ Na, soll's Heim gehn?" " Ja," entgegnete Jener, indem er dem jungen Burschen die Hand entgegenstreckte. Sagt, Hannhenner, ist Guch nichts aufgefallen, als Ihr durch den Wäld famt?" " Doch," bersetzte dieser betroffen.„ Es war mir immer, als fet noch Jemand darum." ,' s is' ne verfluchte Geschichte," sagte der Andere wieder.„ Ich hab' dem Sterl da unten im Feld aufge paßt und ihn hier in den Wald schleichen seh'n. Aber er war weg wie weggeblasen, troẞdem ich nach ihm ge sucht hab' wie nach' ner Stecknadel." „ Wer dann?" „ Na, wer anders, wie der verfluchte Wildhirt drüben aus dem Lichten Holze. Der Kerl is' n Teufel! Ich hab' m'r schon die größte Müh geben, ihn mal zu erwischen, aber ich kann ihm nit ankommen. Nur möcht' ich wiffen, was er sich bier' rumzunzeiben hat!" ( Forts. folgt) Die von vie unendliche Tanntlich de alühender Strufte, die In einem Tungsprozefic fodann die nijden Lebe Fortidyreiten mady einigen und die Tier mm Butter Sabre wer Staatseifen gestellt, Buttersendi beträgt 15 jeder fever gorien mit Der Theorie Bdie Bratis inderwertige i den Unter lichen Schul Ansprüchen iit, ein Mo Reifezeugnis zeitigt, als tjájule wäre. ſtatiſtiſchen Der eflatante daß in der an berloren nist, wie die 1. Mag zu Wert hätte, ihre erste ule erhielten, elnen Bolts iehen würde, rials in den m etwas än einer allge theoretischen schäben. In on ein Griag Blägen höhere ealschulflaffen icht bloß als en fungieren er organischen altsstufen er der Lehrer g in der Be Sodje" werden Bequemlichkeit aifer hat das oche" einen en Danwier zu chartern gland, einer Bord feiner nd daß jerner sich an den roßen Stabes e ein Wiener en an die Ri id hatte, bei enijchen Genanifer wurde len in Turin Stafford, die viertändlers wurden Zellen in Taubmörder and sind auf Weise voll bstmord dem e, mit denen nden Zellen auch an ein denken, um und ständig he demnächst eabsichtigen, das Rechtsleaen. archistin, die ng, ist, faum getreten und Pforten des lich, daß eine ortrag ficlen en ihr die euchreci aut ad enlycgen Stelle des bereite, da seiner j Der Forfa Mann mit und uner. 7, daß ihn ben würde, Das Zittern annhenner l's heim jungen nnhenner, en Wäld war mir er Andere eld aufge: n. Aber ch ihm ge: Wildbirt ' n Teufel! ihn mal ten. Nur ben hat!" Folgt) bände. Andere schnitten Fleine Stücke von ihrem Umhlagetuch ab, um sie als Reliquien aufzubewahren. Im Triumph wurde sie an ihren Wagen getragen, den sie nicht hne Schwierigkeit erreichte. Sie wird von Paris nach london zurückkehren, wo sie gewöhnlich lebt. Eine Predigerin wird am 12. Juni, gelegentlich des internationalen Frauenfongresses eine Berliner Kanzel besteigen. Es ist ein Frl. Dr. Shaw, Predigerin der ameritanischen Unitarierkirche, die in der amerikanischen Kirche am Nollendorfplak predigen wird. A Zwei furchtbare Verbrechen werden aus RheinlandWestfalen gemeldet. In einer ausgeraubten Wohnung zu Köln wurde das neunzehnjährige Dienstmädchen, an Hänben und Füßen gefesselt und mit einer zusammengeballten Schürze im Munde neben seinem Bette liegend, ermordet aufgefunden. Bei Hemmer fiel im Walde ein sechsjäh. riger Knabe einem Lustmörder zum Opfer, der ihn aus dem Kreise seiner Spielgenossen weggelockt hatte. Deutscher Dampfer gesunken. Der dänische Danipser Napoli" stieß, wie aus Helsingör gemeldet wird, südlich von dem Feuerschiff im Lappegrund mit dem Stettiner Dampfer Emil R. Rezlaff" zusammen, der sich auf der Fahrt von Huelva nach Stettin befand. Der deutsche Dampfer sank, die Mannschaft wurde gerettet. Der Dampfer ,, Napoli" lief, am Bug beschädigt, in Helsingör ein. Hus dem Gerichtsfaal. § Ein zivilrechtliches Nachspiel zur Primus- Katastrophe beschäftigte das Hamburger Landgericht. Die Hinterbliebenen der Opfer des am 20. Juli 1902 auf der Unterelbe erfolgten Bujaninenstoßes der Dampfer Primus" und Sansa" find gegen die Hamburg- Amerikalinie, dem Kapitän ter Hania", die beiden Eigentümer des„ Primus" und den früheren Kapitän des Primus" flagbar geworden und zwar Feanspruchen sie eine einmalige Abfindungssumme resp. eine Rente. Es laufen insgesamt 29 verschiedene Klagen, die sämtlich durch zwei Hamburger Rechtsanwälte vertreten perden. Die Verhandlung wurde vertagt und der Endtermin auf den 20. September cr. festgesetzt. § Was man unter„ Fabrikpreisen" zu verstehen hat, legt ein gerichtliches Gutachten der Handelskammer zu Liegniß, das in einem Prozeß wegen unlauteren Wettbewerbs erteilt wurde, in klaren Worten dar. Ein Kaufmann hatte inseriert, daß er Waren zu Fabrikpreisen" verkaufe. Sein Konfurrent flagte ihn deshalb wegen unlauteren Wettbewerbes an. Das Gericht erkannte dem Klageantrag gemäß, indem es fich auf das Gutachten der Handelskammer stüßte, das folgendermaßen lautete:„ Wenn Kaufleute von der Branche des Beklagten bekannt machen, daß sie zu Fabrikpreisen verfoufen, so dürfen sie die Ware nur zu den Preisen verkaufen, die sie ihnen selbst kosten. Sie dürfen für sich nur diejenige Brovision in Anspruch nehmen, die ihnen die Fabrik, sei es durch Barzahlung oder wegen kurzen Zahlungszieles, bei der Bezahlung prozentual vom Fabrikengrospreis abläßt. fecinesmegs sind hier unter Fabrikpreisen" diejenigen Preise ! erstehen, zu denen die Fabrik an Private verkäuft." Kunft und Wissenschaft. RG Naturgas in Deutschland. Hin und wieder liest men, daß in Amerika Naturgas aus der Erde strömt, das zu Beleuchtungs- und industriellen Zwecken verwendet wird. Es ist möglich, daß der Neid dadurch berechtigt ist, daß dort das Naturgas in besonders großen Mengen vorkommt, aber um es überhaupt zu finden, braucht man nicht nach Amerika z gehen. Auch bei uns in Deutschland hat es sich gezengt. natürlich im Kohlengebiete, denn dies Gas ist stets reich an Kohleverbindungen. In Westfalen, auf der Zeche Hanin bei Dortmund, wurde eine Gasquelle 664 Meter tief erboyr:. Die chemische Untersuchung ergab, daß sie mehr als 85 Proz. brennbare Bestandteile enthält. So wurde denn die Gas. quelle gefaßt und diente zunächst zur Beleuchtung an Ort und Stelle. Später überlegte man, daß man sie noch besser verwenden könne; sie wurde mittels einer Rohrleitung nat oben geleitet und zum Heizen eines Dampffessels bejuig:. twobei sie sich ausgezeichnet bewährt; ein Geringerwerden der ausströmenden Gasmenge ist bisher noch nicht beobachtet, sie beträgt so viel, daß täglich nicht weniger als 2000 ilogramm Kohlen dadurch gespart werden. MD Radium und Erdwärme. Das neue Wundermetall Radium soll nach einer Theorie, die der bekannte Londoner Professor Ernst Rutherford vor einem auserlesenen Streise von Gelehrten entwickelte, die Ursache der sogenannten Erd. wärme bilden. Radium käme allerdings bloß in minimalſten Proportionen allüberall an der Erdoberfläche vor, dagegen erfülle es in um so größerem Verhältnisse die Erdm: asse, je tiefer man in das Erdinnere eindringt. R. schließt daraus, daß das neuentdeckte Element sich im Erdzentrum in ungeheuren Mengen vorfinden müsse und seine kontinuierlich for: strömende Energie zum großen Teile jene Wärme unseres Planeten verursacht, welcher alle organischen Lebewesen ihre Gistenz verdanken. N. will berechnet haben, daß selbst bloß ein Millionstel der im Erdinnern konzentrierten Radiumenergie, welche die Erdwärme produziert, erst in fünfzig Millionen Jahren aufgebraucht werden dürfte. Damit wäre die von vielen Forschern verkündete ewige Eiszeit" in eine unendliche Ferne entrückt. Diese Hypothese gründete sich befanntlich darauf, daß unser Planet ursprünglich ein völlig glühender Feuerball war, an welchem sich allmählich eine Kruste, die sogenannte Erdrinde, durch Abkühlung ansette. In einem gewissen Zeitpunkte nach Beginn dieses AbkühTungsprozesses, etwa nach hundert Millionen Jahren, hälte sodann die Temperetur jenen Grad erreicht, welcher organischen Lebewesen die Eristenz ermöglicht. Das weitere Fortschreiten dieses Abkühlungsprozesses würde aber schon nach einigen hunderttausend Jahren die gesamte Vegetation und die Tierwelt wieder vertilgen. Der Landwirt. Butterbeförderung in Eiskühlwagen. Auch in diesem Jahre werden auf verschiedenen Linien der preußischen Staatseisenbahnen an bestimmten Tagen Eiskühlwagen eingestellt, um die als Stückgut nach Berlin aufgegebenen Buttersendungen frisch zu erhalten. Die Benutzungsgebühr beträgt 15 Bfg. für Frachtbriefsendungen bis zu 30 Kilogramm und 20 Pfg. für jede angefangene 60 Kilogramm jeder schwereren Frachtbriefsendung. Lokales. 25. Mai 1904. * Der Großherzog hat dem Geheimen Forstrat Theodor Heyer zu Gießen aus Anlaß seines 50jährigen Dienstjubiläums die Krone zum Ritterkreuz I. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. am * Ernannt wurde der Gefangenauffeher Provinzialarrefihaus in Gießen Karl Stort zum Gefangenwärter am Haftlokal in Hungen. [ Nationaler Gesangswettstreit zu Gießen.] Der gestrige letzte Festtag hatte infolge des schönen Wetters einen überraschend großen Besuch aufzuweisen, sogar viele auswärtige Sänger, denen es hier in Gießen gut gefallen, hatten ihre Abreise erst auf heute Mittwoch berlegt. Konzert und Tanz sorgten am Tage für gutes Amusement und als der Abend hereinbrach, wuchs die Zahl der Festteilnehmer auf mehrere Tausend; man sagte, daß annähernd 5000 Menschen auf dem Festplak gewesen wären. Gegen 9 Uhr waren turnerische Aufführungen unter der Leitung des Turnwarts Müller, erst Pyramiden, dann ein sehr schwieriges Turnen am Reck. Anhaltender, wohlverdienter Beifall wurde den Turnern zuteil. Hierbei möchten wir hervorheben, daß mit dieser Nummer wieder gezeigt wurde, wie schön sich beide: Gesang und Turnerci, in der Verherrlichung der Feste gegenseitig unterstützen können. Zum offiziellen Schluß des Tages wurde dann ein Feuerwerk inmitten eines dichten Walles von Menschen abgebrannt; auch hierbei war man allgemeiner Bewunderung voll. Noch lange blieb die selten große Anzahl Festteilnehmer auf dem Piazz und beschloß so in bester Stimmung den ersten Nationalen GesangsWettstreit in Gießen, dem größten in diesem Jahre vom Main und von der Weser bis zum Rhein. Soweit uns bekannt, ist der finanzielle Erfolg ein guter. -Heute Mittwoch Vormittag erfolgte eine photographische Aufnahme der gesamten Ausschüsse, welche an dem Zustandekommen des ganzen Festes mitgewirkt haben. " + Unserem gestrigen Bericht über den Gesangswettstreit sei nachzutragen, daß der Gesangverein„ Liedertafel" zu Lollar sich ebenfalls wie die Germania" eine„ Lobende Erwähnung" errungen hat, troß der scharfen Konkurrenz. Es sangen nämlich in derselben Klasse Vereine von Fechenheim, Dillenburg, Gelnhausen, Marburg, Lich und Hungen. * Groß und Stafforst. Die Verteidiger der zum Tode verurteilten Bruno Groß und Stafforst haben für ihre Klienten Revision beim Reichsgericht eingelegt. Sämtlichen Bersönlichkeiten, die mit den bei den Verurteilten amtlich zu tun haben, ist von der Staatsanwaltschaft strengste Verschwiegenheit zur Pflicht gemacht worden. Eine primitive Beleuchtung zeigten gestern Abend einige Wagen des letzten von Fulda fommenden Personenzuges. In einem Wagen 3. Klasse war in jedem Abteil eine ganz komplette Stalllaterne aufgehängt, während sich die Insassen eines Wagens 4. Klasse mit ägyptischer Finsternis begnügen durften. = Der verrückte Grenzstein. Der Packer Georg Sch. aus Frankfurt hat in der Nacht vom 12. März auf der Schwanheim- Kelsterbacher Chaussee den Grenzstein zwischen Preußen und Hessen von seinem Standort entfernt. Er gibt zu seiner Entschuldigung an, daß die Ehaussee durch Aufschüttlung unpassierbar war und der Möbelwagen daher nicht weiter fonnte; als ihnen beim Wenden der Stein im Wege war, haben sie ihn fortgenommen, und ein Ende weit weggeschleppt. Die Sache an sich ist nicht schlimm, aber, um den Stein wieder an seinen Platz zu bringen, entstehen Kosten und weder Hessen- Darmstadt noch Preußen( also die Gemeinde Schwanheim) wollen diese Kosten tragen. Natürlich sind zur Zeit die Hessisch- Preußischen Grenzberhältnisse durch diesen Zwischenfall gestört. Der Backer wurde wegen seiner Missetat vor das Höchster Schöffengericht gestellt und zu 5 Mark Geldstrafe verurteilt. ▲ Grünberg, 25. Mai. Im Anschluß an den Nachmittagsgottesdienst fand am 1. Pfingstfeiertag in der hiesigen Kirche eine Feier statt, anläßlich des 25 jährigen Bestehens des Grünberger Kirchengesangvereins. Herr Defan Wagner stattete in herzlichen Worten allen Mitwirkenden des Kirchenchors namens der Kirchenverwaltung und der Gemeinde seinen Dant ab. Er wies besonders darauf hin, daß der Verein in der langen Zeit seines Bestehens stets bestrebt gewesen sei, die Gottesdienste durch Gesang zu verschönern, und dadurch das Interesse an denselben zu fördern und auch der Kirche zu dienen. Nach Schluß der Feter wurde dem Verein von Herrn Defan Wagner im Auftrage der Kirchenverwaltung ein namhaftes Geldgeschent überwiesen; ein Beweis der Anerkennung, welche den Gefängen allseitig entgegen gebracht wird. Grünberg. Unserem Bürgermeister, Herrn Bimmer, ist vom Deutschen Flottenverein das Diplom eines Ehren warts zugestellt worden. A Grünberg, 25. Mai. Ueber den in voriger Woche gemeldeten, Aufsehen erregenden Vorfall in der Wirtschaft zur Horstenburg( Oberbessingen) wird uns noch nachträglich aus Nonnenroth folgendes mitgeteilt:„ Bereits einige Wochen vor dem Tage, an welchem der Arbeiter Brück aus Nonnenroth den Wirt zur Horstenburg mittels Steintlopfhammers tötlich verlegte, waren an dem Brück Anfälle geistiger Umnachtung beobachtet worden, sodaß anzunehmen ist, daß er auch die unglückselige Tat in einem solchen Anfalle verübt hat. Brück, ein Mann von etwa 30 Jahren, ist in Nonnenroth als ein fleißiger und nüchterner Arbeiter bekannt. Da dem Wortwechsel, welcher der Tat borausgegangen war, fein Zeuge beigewohnt hat, so wird der Fall in Dunkel gehüllt bleiben. R. Grünberg. Ein eigentümliches Schauspiel bot sich gestern Dienstag Passanten. Am Hause des R., an welchem vier Staarnester sich befinden, wurden die jungen Staare von der Mutter mit einer noch lebenden Blindschleiche beglückt. Wohl ein duzendmal bot der Vogel den Leckerbissen an; immer aber nahm er ihn zurück, da die Jungen ihn nicht aanz verschlingen konnten. Bulegt ließ der alte Vogel die Schlange mehrere mal fallen, erhaschte sie aber trotz der umstehenden großen Zahl Zuschauer immer wieder und brachte sie zum Nest. So währte es eine halbe Stunde, big die Schlange tot und zerstückelt war. Nun erst wurden die vier Jungen mit der etwa zwanzig 8entimeter langen Blindschleiche gesp ist. R. Aus Grünberg wird uns geschrieben: Herr Obstbautechniker Wiesner hat vor Kurzem bestimmt erklärt, daß ießt die Zeit sei, die Raupennester zu vertilgen. Gewöhnlich wird amtlich schon im Februar daran erinnert, doch da finden nur wirkliche Kenner der verborgenen Schlupfwinkel die Nefter der Obsttöter. In unserer Gegend sind in diesem Jahre die Aepfelftecher gering, aber die Ringelraupe und Nachkommen des Kohlweißling und andere sind in Menge vorhanden. Heute fanden wir von dieser Sorte an einem Baumstück von kaum einem halben Morgen Größe 28 Nester. Also jett gilt es, diesem Feinde des Obstund Gemüsebaues den Vertilgungskrieg zu erklären. In einer weiteren Unterredung hat Herr Obstbautechniker Wiesner den Vorschlag gemacht, da ein Obstjahr mit großem Erfolge bevorsteht, in Grünberg den Obstversandt gemeinschaftlich vorzunehmen. Die Sache wird folgendermaßen gedacht: Die Obstzüchter melden ein erst zu bildendes Komitee an mit der gleichzeitigen Angabe, wieviel Obst von ihnen im Herbst nach der Ernte geliefert werden kann; jede Sorte Obst wird vom Komitee in einem Korb zu 50 Pfd. verpackt mit genauer Bezeichnung und dann übernimmt Herr W. für Elberfeld- Barmen, Cöln, Lippstadt, Paderborn 2c. die Verwertung. Gute Bezahlung ist sicher und ein Risiko ausgeschlossen.( Einen ähnlichen Zusammenschluß empfehlen wir auch für andere Bezirke. D. Red.) Großen- Linden. Die Erweiterung des hiesigen Bahnhofs und Erbauung eines Stationshauses wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Die Gemeinde fommt für das erforderliche Gelände auf. Die Verhandlungen mit den Eigentümern der in Betracht kommenden, an den Bahnhof grenzenden Grundstücken, sind bereits einem befriedigenden Abschlusse nahe. Lollar. Herr Stationsvorsteher Köllner erhielt das Ehrenwart- Diplom des Deutschen Flottenvereins. + Laubach, 23. Mai. Wie hier gesprochen wird, ist beabsichtigt, das hiesige Amtsgericht aufzuheben und den betr. Bezirk den Amtsgerichten Grünberg und Hungen zuzuteilen. Marburg. Zum Herbst d. I. ist der Oberlehrer am Kgl. Gymnasium Herr Dr. Euler auf seinen Antrag an das Gymnasium zu Weilburg versetzt. Karl Euler, geb. zu Schliz am 11. Juni 1858, ftudierte in Gießen und Leipzig klassische Philologie und Philosophie. Vom Herbst 1883-1884 genügte er in Hersfeld seiner Militärpflicht. Michaelis 1884 wurde er nach Rinteln und 1888 an das hiesige Gymnasium versetzt. Seit 1898 ist Herr Dr. Euler Stadtverordneter. Darmstadt, 24. Mai. Der Leiter der„ Neuen Hess. Volksblätter", Rudolf Ramspect, in weiteren Journalistenfreisen wohlbefannt, ist im Alter von 58 Jahren gestorben. Münster. Hier hat eine Kage ein Junges mit 8 Beinen und 2 Schwänzen zur Welt gebracht. Außerdem gehört das junge Geschöpf sowohl dem männl. als auch dem weibl. Geschlecht an. Es wurde zum Studium nach Gießen verbracht. Eingesandt. Für die unter dieser Rubrik gebrachten Artikel übernehmen wir dem Publikum gegenüber keine Verantwortung. Wir erhalten folgenden Brief mit der Bitte um Abdruck: Gießen, 24. Mai 1904. Geehrter Herr Redakteur! Ihre fürzlich gebrachte Notiz, daß die Stadt Gießen hinsichtlich seiner hygienisch- sanitären Zustände unter den Städten Hessens bald mit an erster Stelle rangiere, freute mich ungemein; schon allein deswegen, daß nun gewisse Vorwürfe von Fremden ein Ende haben, trotzdem ich weiß, daß noch viel Arbeit dazu nötig ist und manche Mißstände beseitigt werden müssen, ehe Gießen wirklich dieser Ruf blüht. Da nun auf Mißstände aufmerksam zu machen Sache der Presse mit ist, so erlaube ich mir Ihnen hiermit zu berichten, daß der Stadtbach an der unteren BahnHofstraße z. 8t. in einem geradezu gesundheitswidrigen Zustande anzuschauen ist. Der dort in dem Stadtbach sich angehäufte Moraft und Unrat verbreitet einen derartigen Gestant, daß nicht allein die Anwohner, sondern auch vorübergehende Passanten denselben mit begreiflichem Widerwillen empfinden. Während den Festtagen haben nun leider auswärtige Sänger von diesem Zustand unfreiwillig Augenschein nehmen müssen und ebenfalls unter üblem Geruch zu leiden gehabt, sodaß von vielen Gästen man feineswegs für Gießen schmeichelhafte Bemerkungen vernehmen fonnte. Es wird darum öffentlich angefragt: Ist unsere Stadtverwaltung dieser Mißstand nicht bekannt und ist es denn überhaupt nicht angängig, daß der Stadtbach in gewissen Zwischenzeiten, besonders vor großen Kirchen- oder weltlichen Festen, bestimmt gereinigt wird? Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, Mai. Meist schwachwindig, meist heiter, bei milder Nacht tags wärmer, trocken. den 26. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Verantwortlich: für den politischen, vermischten und unterhaltenden Teil Albin Klein Gießen; für den lokalen Teil Karl Klose, Grünberg. NAUMANNIA- SEIFE mit dem Beste Seifenah undfern! Bekanntmachung. Zahnklinik Wochentags 1-3 Uhr Samstag, den 28. Mai, vormittags 11 Uhr, Gießen, Bahnhofstraße 63. wird im Bürgermeistereigebäude die Grasnutzung von den Schneisen und Waldwegen des Gießener Stadt- Unbemittelte unentgeltlich. waldes öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, 21. Mai 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die ant 17. März 1. Js. angeordnete Sperre der Walltorstraße zwischen Braugasse und Nordanlage wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 24. Mai 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. J. V. Roth. Bekanntmachung. Die am 13. April 1. Js. angeordnete Sperre der Oftanlage zwischen Landgrafen- und Marburgerstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 24. Mai 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. D ,, Union" erstklassige DampfWaschmaschine zugleich Schlachtkessel und Futterdämpfer empfehlen Brüder Schmidt Giessen. Prospekte gratis und franko. Vorteilhaftes Angebot! Direkter Bezug von der Fabrik für Private unter Die Die am 13 April 1. Js. angeordnete Sperre der Ausfall d. Händleraufschlags! Dammstraße, zwischen Walltorstraße und Nordanlage wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 24. Mai 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I V.: Roth. Fahrradfabrik, Schwalbe" Act.- Ges., gegründet 1896, Duisburg- Wanheimerort versendet zu Händler- Preisen ihre Grasversteigerung der Stadt Fahrräder und Gießen. Zubehörteile. Preisliste umsonst und portofrei. Mäntel schon zu ca. 4,20 Mk. Schläuche 2,8) 69.Die Stadt Gießen läßt folgende Grasnuzungen la. Fahrräder öffentlich meistbietend versteigern: 1. Donnerstag, 26. Mai, vormittags 8 Uhr, an Ort und Stelle die Grasnuzung für das ganze Jahr von den Feldwegen im Neustädterfeld nördlich der Rodheimerstraße; " " 2 " Brima " 9 " Kartoffel Speise- u. Salatkartoffel 2. an demselben Tage, nachmittags 3 Uhr, des- zu den billigsten Tagesgleichen dasselbst südlich der Rodheimerstraße; 3. Freitag, 27. Mai, nachmittags 2 Uhr, an Ort und Stelle die einmalige Aberntung der Wieseckböschungen. Zusammenkunft in der Bahnhofstraße auf der Wieseckbrücke; 4. an demselben Tage, nachmittags 3 Ubr, im Bürgermeistereihof die Grasnugung für das ganze Jahr von sämtlichen Feldwegen mit Ausnahme derjenigen des Neustädterfeldes; 5. au demselben Tage, nachmittags 5 Uhr, an Ort und Stelle die Grasnuzung vom Friedhof am Nahrungsberg, wovon der obere Teil für das ganze Jahr, der untere Teil zur einmaligen Aberntung bergeben wird, sowie von den Aulagen vor dem Friedhof zur einmaligen Aberntung und von dem Niederdrucsehälter für das ganze Jahr; 6. an demselben Tage, nachmittags 6 Uhr, an Ort und Stelle die Grasnuzung vom Friedhof am Rodtberg auf das ganze Jahr. preisen empfiehlt J. Hankel Schloßgasse Gießen. Cavalier Crême ist das beste Putzmittel für feineres schwarzes Lederwerk! Färbt nicht ab! Lässt keine Nässe durch und macht das alltägliche Putzen der Schuhe unnötig! In Dosen à 10 und 20 Pfennig überall vorrätig! Fabrik: Union Augsburg. Die Zusammenkunft für Ord. Nr. 1 und 2 ist auf Giessener Fischbaus der Rodheimerstraße am Schlachthause. Gießen, den 20. Mai 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Meister- Prüfungen für Handwerker in der Provinz Oberhessen. Die diesjährigen Prüfungen zur Erlangung des Meistertitels(§ 133 der Gewerbeordnung) werden innerhalb des Monats August d. Js. abgehalten. Die Gesuche um Zulaffung zur Meisterprüfung sind unter Benutzung des vorgeschriebenen Formulars( bei dem Unterzeichneten erhältlich) spätestens bis zum 25. Juli d. Js. an die unterzeichnete Prüfungskommission zu richten. Beizufügen sind nach§ 2 der MeisterprüfungsOrdnung folgende Unterlagen: 1. ein furzer eigenhändig geschriebener Lebenslauf, 2. eine Geburtsurkunde, 3. das Prüfungszeugnis über die Gesellenprüfung, oder der Nachweis darüber, daß der Gesuchsteller die Befugnis zur Anleitung von Lehrlingen nach § 129 der Gewerbe- Ordnung sich erworben hat, 4. der Nachweis über eine mindestens 3jährige Tätigfeit als Geselle, 5. die Zeugnisse über etwaigen Besuch gewerblicher Unterrichtsanstalten, 6. ein polizeiliches Führungszeugnis. Afterweg 1. Täglich leb. frische Schellfische, Cablian, sowie sämtliche Seefische Sämtliche in allen Preislagen. Lahnfische, wie Hechte, Karpfen, Weißfische zc. stets leb. zu haben M. Simon. Prompter Verfan dt nach Auswärts. Prima bei Apfelwein empfiehlt stets frisch Deutscher Hof, Gießen, Neuenwea. Neuer MassenVerbrauchsartikel zum Wiederverkauf oder Selbstfabrikation, als Existenz oder Nebenerwerb für Jedermann geeignet. Rohmaterial überall billig zu haben. 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Nach einem kurzen telephonischen Gespräch fam er zurück und vollzog die Trauung. als ein Bote mit einem Briefe erschien, der die Aufschrift trug: ,, Mr. und Mrs. Frank Wills." Eben schickte sich das neuvermählte Paar zum Gehen an, Frank öffnete das Kouvert und las: Papas Handschrift!" sagte die junge Frau erbleichend. ,, Meine lieben Kinder! Herzliche Gratulation zur Vermählung. Alles verziehen. Kommt in die Arme Eures liebenden Vaters M. H. Weaver." Der Priester und der junge Ehemann blinzelten sich verausbrach. ständnisvoll zu, während Else vor Freuden in Tränen DUND FLUR FELD Hühnerzucht im Wald und Dbstgarten. Es ist verhältnismäßig wenig bekannt, wie gern Hühner im Walde, insbesondere im Laubwalde, sich aufhalten, und mit welcher Lust und unermüdlichkeit sie unter den Bäumen scharren und suchen. Wäre es bekannt, dann würden Forstwirtschaft und Geflügelzucht viel mehr in Verbindung gebracht sein, als es der Fall ist. Der Wald bietet den Hühnern nicht nur alle, sondern auch sehr günstige Bedingungen für ihr Gedeihen. Sie finden hier Schutz vor Unwetter, Wind, Frost, Sonnenbrand, Regen und Raubvögeln, sowie ausreichende Bewegung. Auch reiche Beute an Schnecken, Würmern, Insekten und deren Larven, Sämereien, besonders in Buchenwaldungen die emsig gesuchten Bucheckern. Ist der Wald groß genug, so liegt es nahe, Hühnerhäuser auf fahrbaren Gestellen anzulegen, so daß Futter- und Ruheplatz leicht gewechselt werden kann. Durch diesen Wechsel des Aufenthalts wird der Schaden, den die Tiere den jungen Pflanzen zufügen könnten, bis zur Unerheblichkeit vermindert. Auf der anderen Seite werden die Hühner den Kulturen sehr nützlich durch Vertilgung von Unkrautsamen und Keimpflanzen, sowie schädlichen Insekten. Erheblicher Nutzen für die Forsten wie die Obstbaumpflanzungen liegt noch darin, daß die Hühner durch ihr beständiges lichen Vaters. Nach wenigen Minuten lag sie in den Armen ihres glück- Scharren das Unkraut nicht aufkommen lassen, den Boden locker Als Mrs. Weaver von den Vorgängen erfuhr, konnte sie sich vor Entrüstung kaum fassen. So! Vermählt ohne mein Wissen! Escaped!" rief sie. Ich verweigere meine Zustimmung!" Weaver brach in Lachen aus. Thu' doch nicht so, Altchen," sagte er, alles ist allright, wohl und gut. Ich werde dem jungen Paare ein nettes Häuschen einrichten, wo sie glücklich und zufrieden leben können. Aber ich konnte mir doch wegen der Hochzeitsvorbereitungen habe, verderben lassen. nicht meine einzige Erholungsreise, die ich seit vier Jahren Kinderchen, und Donnerstag reisen wir!" Nun gehen wir alle zusammen, Ungeliebt. Der Sturmwind durch die Gassen weht, Großmütterlein zur Kirche geht Im schweren Seidenkleide. Großmütterlein geht still erfreut, Sie zählet achtzig Jahre heut Ich bin so jung und leide! Der, den sie liebte, um sie warb, Sie wurde sein, und bis er starb, Sie hat ihn treu besessen. Ob er auch ruht in Grabesnacht, Das Glück, das einst so hold gelacht, Sie kann es nicht vergessen. Wie wird es einmal mir ergeh'n, Wenn Winde rauschen, Flocken weh'n Wie heut nach langen Jahren? Mein Glück verflog sich in die Welt, Ich darf nicht sagen, was mich quält, Hab' niemals Freud' erfahren. Werd' ich ein altes Mütterlein In seid'nen Kleidern und allein Zur stillen Kirche wallen? Großmutter betet Freud' und Dant- Ich knie schweigend in der Bank, In bösen Traum verfallen. - halten und zugleich düngen. Um die Scharrtätigkeit nicht erlahmen zu lassen, streut man das Körnerfutter noch zwischen und unter die Pflanzlinge, so daß die Hühner mit Eifer suchen müssen. Bekanntlich ist der Geschmack der Hühnereier verschieden nach Rasse und Art, Gesundheits- und Nährzustand, Futter, Haltung und Pflege der Tiere. Insbesondere zeigt sich dies hinsichtlich des Geschmackes und Aromas des Dotters. Dabei ist die ganz bestimmte Beziehung zwischen Farbe und Geschmack des Dotters bemerkenswert. Die Dotter der Hühnereier weisen alle erdenkOrange. lichen Farbenwechsel auf, vom matten Blaßgelb bis zum satten Die Eier mit hochgelben oder orangeroten Dottern haben einen viel besseren Geschmack, als Eier mit blassen, mattgefärbten Dottern. Diese Erscheinung ist hauptsächlich dem Futter zuzuschreiben, daß die Hühner erhalten. Hühner mit unbeschränktem, freiem Auslauf werden stets Eier legen, deren Dotter die beliebte sattgelbe Farbe haben. Den freilaufenden Tieren steht die Auswahl unter den Futterstoffen frei. Sie nehmen in Gestalt von Würmern und Kerbtieren ausreichende Mengen tierischer Nahrung auf und können auch unter- den Pflanzenstoffen solche Auswahl treffen, die ihrem Geschmacke zusagt und ihrem Gedeihen förderlich ist. Hierbei kommen namentlich die Salze der Pflanzen in Frage, durch welche die frische Dotterfärbung bewirkt wird, ähnlich wie die Farbe der sogenannten Grasbutter nach dem Weidegange der Kühe im Frühjahr. Durch Fütterung von Eicheln erhält der Dotter eine so tiefgelbe Färbung, wie sie durch kein anderes Futter erzielt wird. Je mehr den Hühnern der freie Auslauf beschränkt wird, desto mehr schwindet der Farbstoff im Dotter, desto blasser und geschmackloser wird derselbe. In ausgedehntem Maße bringt der dänische Gutsbesitzer Biggo Ulrick die Geflügelzucht und Forstwirtschaft auf seinem Gute in Verbindung. Er hat seine Hühnerhöfe in den zahlreich dort vorkommenden, die Felder durchziehenden Haselhecken, dort Knicke genannt, angebracht. Die Fläche ist mit Draht umspannt, auf je 125 Meter Entfernung ist ein Hühnerhaus für 150 Hühner. Die Bodenfläche beträgt 27 Quadratmeter mit schrägem Dach, die lichte Höhe vorn 2,20, hinten 1,50 Meter. Die günstigen Erfolge haben Ulrick zu folgenden Vorschlägen bewogen. Die kleinen Waldbesitzer sollen die jungen Orte während der ersten Jahre nach der Aufforstung zur Hühnerhaltung heranziehen. Für je 46 Ar Bodenfläche rechnet er ein Hühnerhaus mit 75 Hühnern. Ein Eigentümer von 230 Hektar Wald, der in hundertjährigem Umtriebe bewirtschaftet wird, würde also nach und nach jährlich 5 Häuser mit 375 Hühnern einrichten, so daß nach 10 Jahren der normale Bestand von 50 Häusern mit 3750 Hühnern erreicht sein wird. Diese 3750 Hühner, meint Ulrick, könnten gut von 4 Personen gewartet werden und auf das Huhn einen jährlichen Reinertrag von 2 Kronen( 1 Krone gleich 1,125 Mk.) bringen, so daß also dem Besitzer von 230 Hektar Wald 7500 Kronen jährlicher Reinertrag aus der Hühnerhaltung auf jedesmal den zehn jüngsten Jahresschlägen zufließen würden. Das wäre für 1 Hektar Waldboden eine reine " Nebeneinnahme von fast 33 Kronen. Nr. 115 Mittwoch. den 25 Mat. 1904. Oberhessische Familienzeitung. Tägliche Unterhaltungs- Beilage δετ Gießener Neueste Nachrichten. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckeret, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); verantwortlich: Albin Klein. ( 4. Fortsetzung.) Die Rache ist mein. Originalroman von Ottomar Beta. Und wieder an einer anderen Stelle:„ Emilie war hier, um den Gouverneur um Gnade für ihren Mann anzuflehen, den sie festgenommen haben, weil auf Bredow vom Guts fenster aus heimlich Signale gegeben würden. Und er gilt ier als Besizer. Sie schritt nach der Audienz triumphierend in mir vorüber, mit einem schauderhaften Zug um den Mund, wie man ihn nur einem vernichteten und gehaßten Wider ist ein Edelmann. acher zeigt. Als sie fort war, wurde ich zitiert. Laboissière Wenn man einen Feind in sein Herz schließen könnte, dieser alte Fischergeneral" würde mich nilde stimmen. Aber diesmal war er aufbrausend und heftig wie nie zuvor. In wessen Hause wohne ich hier? Wem gehört jenes Spionennest? Soll ich Sie nach Torney schicken, Madame, zu ihrem Freund, diesem Herrn Morik?" Er ist onst gewöhnt, in mir eine ehrliche Feindin anzuerkennen, und Aber ich hatte große Mühe, ihn diesmal zu beruhigen. Emilie, ich antwortete ihm daher auch mit gewohnter Staltblütigkeit. diese gleißnerische Schönheit, hatte ihn mit gärendem Gift den Vorgängen daselbst nichts, und du allein herrschtest nach gegen uns erfüllt; du hättest Morik betrogen, er wüßte von wie vor auf seinem Eigentum. Die ganze Darstellung, welche sie von der Sache gab, ist so, daß du deines Lebens nicht mehr sicher bist und daß selbst sein Liebling Nüske sich verbergen muß. Er ist hinüber ins Bruch und wird dir berichten. Dies wird vielleicht auf lange Zeit das lezte sein, was du von mir hörst. O, wir Geschlagenen! Nur die allgemeine Not läßt uns die eigene vergessen!" Erich, der sich einiger Aeußerungen von seiner Groß mutter erinnerte, erkannte aus solchen und anderen Stellen der mütterlichen Briefe den inneren Zuſammenhang der Dieser französische Gouverneur folgte alltäglich seiner pisfaBeziehungen: vom Fischergeneral" hatte er viel gehört. torischen Passion mit einem gewissen Gottfried Nüske, dem städtischen Fischermeister, der aber insgeheim ein Vertrauter des Schillfreundes Staudius war und ihm von den Vornehmungen und Vorhaben der Franzosen regelmäßig Mitteilungen machte. Infolge dessen glückte diesen kein Ausfall gegen das Freikorps, während Schill den Franzosen an allen Ecken Zufuhren abschnitt, Posten wegnahm und sonderlichen Schaden zufügte. Und Bredow war der Knotenpunkt dieses Gewebes, welches sich um den Feind spann. Wie nun Staudius um den Besitz von Bredow kam, das war ersichtlich. Erich reimte dies und das zusammen. Studius, um Moritz zu retten, bei dem man eine Quittung von seiner Hand findet, verschreibt ihm Bredow. Morik leugnet dann, daß ein Scheinauf vorläge, leugnet, daß er die geringe Summe patriotischen Zweden geopfert und tritt in aller Form in einen Besitz ein, der sofort nach dem Abzuge der Franzosen zwanzigmal so Moritz erhalten. viel wert war, als die Summe betrug, welche Staudius von Erich las die ganze Nacht hindurch in den mütterlichen je mehr er sich in die Vergangenheit hineinlebte. Briefen. Eine seltsame Stimmung bemächtigte sich seiner, ,, Was ich besitze, seh' ich wie im Weiten, Und was verschwand, wird mir zu Wirklichkeiten." ( Nachdruck verboten.)) Dieses Wort Goethes hatte er so oft sich selbst vorgemurnelt, nun erst gelangte er zu dessen vollem Verständnis. Und doch spielte etwas Leibhaftes in diese Schattenwelt hinein. Jedes gelesene Wort der Mutter gewann Klang in seinem Ohr und lieh sich Franziska Fiebigers Stimme. Er sah die Mutter vor sich in Franziskas Gestalt. Auch der Sinn jener Briefe nahm eine Beziehung auf die Gegenwart an. Befreiung vom Franzosenjoche war damals die Losung, jetzt lautete sie, Befreiung vom Moritschen Joche. Zuweilen sank er in seinen Stuhl zurück und drückte die Hand gegen den Kopf. ,, Bin ich denn fürs Tollhaus reif," fragte er sich ,,, einer Phantasie so nachzugehen!" Und doch konnte er die Vorstellung nicht von sich abwehren, daß wie ein Alp auf allem, was ihm lieb und teuer war, der Einfluß dieser Frau Moritz lastete, in der Gegenwart wie an Franziska. in der Vergangenheit. Und auch dabei dachte er vornehmlich ,, Warum in dieser energische Mensch, Emiliens Sohn, mit er sich weiter. seinen mehr als dreißig Jahren noch Junggeselle?" fragte Und seine argwöhnische Phantasie gab ihm die geeignete Antwort, um seinen Haß und seiner Eifersucht gegen den Erbfeind in giftige Gärung zu versetzen. ,, Gewißheit Gewißheit!" so hörte er eine innere Stimme schnarren. Der Yankeegeist setzte sich ans Ruder seines Gedankengefährts und steuerte dasselbe dem Hafen eines praktisch ausführenden Vorsakes zu. Er ging mit sich selbst ins committee of ways and means". Das Einfachste schien es ihm, am Morgen die junge Dame und den Justizrat von dem Zustande seines Herzens zu unterrichten. Doch dagegen empörte sich sogleich etwas in seinem Innern. Gestiefelt und gespornt in das Rosenreich der Liebe eindringen zu wollen wie ein zweiter Fernando Cortes bei anderen den Azteken, ist falsche Strategie. Vielleicht liebte sie jemand einen Offizier, einen Assessor, einen jungen Reeder, deren in der Stadt hunderte mit Glanzhüten und Glacêhandschuhen und auf Freiersfüßen umherliefen. Vielleicht fände sie ihn auch schon zu alt. Er war ein Vierziger und schon meldete sich jene Bedenklichkeit, die dem erfahrenen Junggesellen sich anhängt. ,, Du fühlst ja wohl, der Herbst ist da. Und doch begehrst du Rosen?" stammelte er mit bebender Lippe. Er sprang auf. Gewißheit, Gewißheit!" rief er, auch darüber!" Stöberer fiel ihm ein; an den konnte er sich wenden, um Aufklärung über die Verhältnisse des Justizrats zu erhalten. Aber er mißtraute diesem Malefiziarius und Aftenmenschen mit den Wieselaugen und dem breiten Schädel. Er hatte nicht umsonst einen fünfundzwanzigjährigen Kampf mit den sharpers in den Staaten durchgefochten. Er konnte sich der Vorsicht nicht entäußern, auch jetzt nicht, wo er nur dem Herzen folgte und tief eingreifenden Erschütterungen unterlag. Bei allen Vornehmungen erwog er das„ Wie" mehr noch als das„ Wann" und das„ Was". euzeit. en. Bing. Paris 1900. ftilgerechten itung. sste" e Marke! inen, alllen etc, erg. llig Str. 121 bonnement 2 боив деб wab bie Benttobeting Das Blatt Erneuerun In ernst zu ohen nationalist Fußland daran Frankreich zu Defterreich- Ung heilige Allian Bie es scheint öllig darauf Wichtigkeit die auropäischen anfer CB- Mito Joeutschen Möglichkeit ein Nachstehend das Die japani Iganz ungeahn gegenüber Ru zu Anfang de lichen Worten Depeschenbure Baffener folge fchen Stege e alles hat sich ift eine merfy festzustellen, matie längst gewiffe Span genoffen" fchol reich fich nach laffen fühlte un englandfeindli land losteuer Politik an die großen franzd Biel der Zu der Hand, de mit England natürliche Be Iland in den Rußland kan migen noch id England ohne wir das berei baben, einen hen Kolonial schwung der Rußland, nat diplomatie a der feitherige Delcaffefche legten Konje Andererse hung eines renzenden A Lar zum Ber Europa die 30er Jahre, schen Verbün mit dem Boul Hildete, dann Der geeignete pefent. Statt Deutschland ba reich hat in den ir die Baltar quoy! Er warf sich auf das Lager. Er dachte an Moriz. ,, Lange halte ich das nicht aus, mit dem Erbfeinde meines Hauses unter einem Dache zu wohnen," sagte er sich. Aber das Geleise, auf welchem sich nun seine Vorstellungen bewegten, führte ihn in ein anderes Land. Er war wieder der smart fellow jenseit des„ großen Grabens", wie die Amerifaner den Ozean nennen. Er kannte als Farmer einiges vom Getreidehandel. Er wußte, daß die soeben der Vollendung entgegengehende Inlandbahnen in den Staaten un endliche Vorräte aus dem Innern des gewaltigen Kontinents an die Küste befördern und daß diese Vorräte sich stauen würden eine furchtbare Waffe in der Hand eines unternehmenden Mannes.„ Ueberraschend muß es kommen! Baltische Abladungen in Mark- Lane einen Schilling höher- höher" er lachte schon halb im Traume, und dann gar nicht mehr." Er schlief. Sechstes Kapitel. Am Morgen schon früh, als die Vögel im Nußbaum die ersten Singversuche anstellten, war Erich wieder für die Aufgaben des Tages gerüstet. Sogar der Hausdiener, ein junger Mensch von eigentümlicher Rührigkeit, welcher in Hemdsärmeln sich am Fenster zu schaffen machte und seinen Krauskopf dort spähend zur Schau stellte, fand den„ Steuermann" schon auf. Er klopfte und bat um die Stiefel, welche er mit der Miene des Fachmannes betrachtete und mit hochgradiger Politur versah. Scheinen patentierte zu sein," meinte er, als er dieselben zurückbrachte, ganz neumodsches Leder, Kamaikan oder Arrigator mit' nem Stempel Umstaw Broadway, New- York; Herr Stü'rmann. Sie sind schwierig zu puken." Sir," Erich betrachtete den Dienstbeflissenen mit Interesse. „ Sie haben hier einen schönen Wirkungskreis, sagte er. Sind Sie beim Justizrat oder bei Herrn Moriz?" Der Hausdiener machte große Augen, richtete die Blicke nach dem Obergeschoß empor und antwortete: ,, Bei dem da oben? Wenn der hier das Kommando hätte, dann wäre ich nicht hier, Herr Stü'rmann, und"- diese Worte fügte er zutraulich blinzelnd hinzu„ Sie vermutlicherment auch nicht." „ Wieso nicht?" fragte Erich und legte mit einiger Umständlichkeit einen Dollar auf den Tisch. ,, Nun, ich nicht, denn, sehn Sie, ich bin gleichsam nur auf'n Frachtbrief hier... und Sie nicht, denn der Herr da oben würde Ihnen diese schöne Stube nicht umsonst geben. Bei dem heißt's zahlen!" ,, Auf einen Frachtbrief... wie meinen Sie das?" ... das ist so' ne Redensart, wenn man was ausgefressen hat... und sie lassen einen dann... ich bin eine offene Seele, obwohl sie mir ein Jahr Festung aufgebrummt haben, ich mache feine Mördergrube aus meinem Herzen. Sehn Sie, der Herr Justizrat hat sich für mich verwendet, weil ich was schwach auf der Brust bin... sonst müßte ich..." Er machte die Pantomime des Karrenschiebers und fügte hinzu: Hast du mich gesehen!" Dann winkte er schlau mit der Hand und stahl sich hinweg. Gin unermeßlich gutherziger Mensch, dieser Justizrat," dachte Erich, und er beschloß, sofort an die Erforschung der Verhältnisse zu gehen, die hier obzuwalten schienen. Schnell beendete er seine Toilette und beauftragte den zum Stiefelpuzen begnadigten Sträfling, der Herrschaft zu sagen, daß Geschäfte an Bord der City of Washington ihn aenötigt hätten, das Haus so früh zu verlassen. Der so Beehrte nickte. ,, Wollt', ich könnt' auch mit nach Washington. Aber so." „ Nun so?" " Sehn Sie, ich habe dem Justizrat die Hand darauf gegeben, nicht zu echappieren; er hat sich hier für mich verbürgt und für den Justizrat laß ich mein Leben und für das gnädige Fräulein auch, und wenn ich' ne Kaze wäre, dann alle sieben!" Erich gab ihm für diese Aeußerung den bereits in verlockender Weise enthüllten Dollar. Der Sträfling besah die transatlantische Münze. ,, Wechseln kann ich sie leider nicht, man würde denken, ich hätt' sie gestohlen, aber ich werde sie behalten als Andenken. Ich werde sie dem Herrn Justizrat geben zum Aufbewahren." unwillkürlich betrossen. „ Sind Ste toll?" fragte Erich " Je nun, ich darf kein Geld bei mir haben, von wegen des Ausreißens." ,, Was haben Sie denn eigentlich verbrochen?" " Insubordination, Herr Stü'rmann. Das ist in der Garnison ärger als an Bord." " Wenn Sie das wissen, warum meutern Sie?" ,, Ach... Gotte doch man... man meint's ja gar nicht so." Sehn Sie, man ist doch auch Mensch, und wenn man ' ne schwache Brust hat..." ,, Und eine lose Zunge. " Ja, und ein schwaches Gedächtnis. ,, Haben Sie Ihren Unteroffizier beleidigt?" Beleidigt nicht... bloß er verstand keinen Spaß.. und ich kann doch nicht dafür, daß ich so in den Schultern hänge." ,, Haben Sie denn wirklich die Schwindsucht?“ Ich bin ja nicht' mal eingesegnet worden, weil meine Stiefmutter, die geborene Riesoppen, immer sagte, es lohnt sich nicht, er stirbt ja doch über Winter und das kostet unnütz einen schwarzen Anzug." ,, Ach, Sie haben eine Stiefmutter? Eine geborene Riesoppen?" fragte Erich amüsiert und zugleich nachdenklich. " sa, und ich mußte ja dann erst nachträglich beim Militär eingesegnet werden," fuhr der Sträfling eifrig fort.„ Sehn Sie, es machte mir einen höllischen Spaß, daß sie mich nahnen. Meine Stiefmutter, die sagte immer, ich wäre zu nichts nütze und nun bin ich sogar auf Festung.". Der junge Mann grinste vor Vergnügen. Beneidenswerter Sieg über stiefmütterliche Vorurteile," lachte Erich, aber vielleicht stellt sich nachträglich Ihre Dienstunfähigkeit heraus." Der junge Mann winkte energisch ab. ,, Will ich ja gar nicht, sie lebt ja noch, und beim Militär ist es immer noch besser als zu Hause. Ich wäre ja auch schon lange gestorben, bloß um sie zu ärgern, darum lebe ich noch und mache solche Suiten." Ihre Stiefmutter zu ärgern?" Nun, natürlich doch. Man muß den festen Willen haben zu leben, dann hält man alles aus." ,, Müssen Sie denn durchaus nach Hause zurück, wenn Sie nicht beim Militär find?" fragte Erich, den die Offenherzigkeit des jungen Menschen immer mehr anheimelte. „ Ich werde doch das Haus und die einträgliche Schenke nicht im Stiche lassen in dieser nämlichen Stadt, worin ich geboren bin und als Erstgeborener obenein. Meine Stiefmutter..." Ihre Stiefmutter! Das ist ja zum Ausderhautfahren!" lachte Erich. Also Gott befohlen, Herr..." ,, Anton Köberlein, Herr Stü'rmann." „ Herr Köberlein... und den Dollar... den werde ich selbst Ihnen aufheben, damit Sie Herrn Justizrat nicht damit zu behelligen brauchen." Der Herr Justizrat hat schon mehr für mich," lachte der Sträfling; aber wenn Sie erlauben wollen, dann werd' ich ihn der Johanna geben, Herr Stü'rmann. Bei der hab' ich auch schon was ausstehen. Das ist nämlich das hiesige Hausmädchen." Nicht doch... bringen Sie mich doch nicht gar bei den Weibern ins Gerede, Sie Unglücksmensch," lachte Erich; dann winkte er Herrn Köberlein vertraulich:„ Es soll's feiner wissen." ,, Ah so... der Herr haben Gründe." ,, Können Sie schweigen?" Köberlein legte den Finger an den Mund und pfiff mit verschmitter Miene. " Ich auch," sagte Erich, machte dieselbe Pantomime und nahm dem pukigen Menschen den Dollar wieder aus der Hand. Anton Köberlein stand da und riß den Mund auf. „ Es soll Ihr Schaden nicht sein," flüsterte Erich, ihn mit dem Ellenbogen berührend, sagen Sie allen Leuten, die es hören wollen, ich der Stür'mann wäre Ihnen einen Taler zehn Groschen schuldig. Das können Sie, ohne zu lügen." ( Fortsetzung folgt.) 1. Wenn sich das Kind der Welt des Lebens flug erfreut, So ist der Mensch von Herz ein Dulder allezeit; Er fühlt in seiner Brust der andern Leid und Plagen Und ist geboren, um sich selbst ans Kreuz zu schlagen! Die Erholungsreise. Gine Humoreske von Berthold A. Baer. ( Nachdruck verboten.)) I. ,, Wie ich mich auf diese Reise freue," sagte Mr. Weaver zu seiner eben eintretenden Gemahlin. Seit vier Jahren die ersten Wochen Erholung! Und diese in Fairview verbringen zu können es ist herrlich! Donnerstag reisen wir, my dear." ,, Gerade deshalb kam ich zu dir..." Du bist also schon fertig, famos!" ... um dir zu sagen," fuhr Mrs. Weaver fort ,,, daß wir die Reise nicht machen können." Nicht machen können?" fuhr Weaver auf.„ Die Reise nicht machen können?" wiederholte er erstaunt. Und warum denn nicht, wenn ich fragen darf?" " Du weißt doch, daß Mr. Frank Wills seit zwei Jahren mit unserer Else geht..." ,, Was hat das mit meiner Erholungsreise zu tun?" Er hat gestern um Elses Hand angehalten, und ich begrüßte ihn als zukünftigen Schwiegersohn." ,, Du nahmst also die Bewerbung an." ,, Gewiß; er ist aus guter Familie, hat Vermögen, eine einträgliche Stellung, Else liebt ihn, er..." Und ich werde bei der ganzen Sache nicht gefragt?" warf Mr. Weaver ein. Was braucht es da vieler Fragen! Frank wird heute kommen, um dich formell um Elſes Hand zu bitten, die ich ihm tatsächlich schon zugesagt." „ So, hat er ſie ſchon?! Formell wird er mich bitten, formell! Sehr gut! Und dieser Formalität halber soll ich wohl meine Ferienreise aufgeben, die erste Erholung, die ich mir seit vier Jahren gestatten kann!" " Da ist doch weiter nichts dabei. Wir besprachen die Angelegenheit gestern und beschlossen, die Hochzeit in zwei Monaten zu feiern." Ihr beschlosset das," sagte Weaver ironisch. " Yes, my dear, und da die Vorbereitungen die volle Zeit in Anspruch nehmen, müssen wir eben auf die Reise verzichten." Müssen wir! Well, und wann gedenkt Mr. Wills formell zu mir zu kommen?" Ein Klopfen an der Türe unterbrach das Gespräch. ,, Come in!" rief Mr. Weaver. Frank Wills trat ein. ,, How do you do, Frank?" begrüßte Mrs. Weaver den Eingetretenen. Nimm Platz, du entschuldigst mich ein Weilchen, ich habe draußen zu tun. Ich lasse dich bei Mr. Weaver und den Zigarren. Bis später." Mr. Weaver hatte noch kein Wort gesprochen. Wills begann die Unterhaltung und kam nach einigen alltäglichen Redensarten auf den eigentümlichen Zweck seines Besuches. Und so, Mr. Weaver," schloß er ,,, bitte ich Sie um die Hand Ihrer einzigen Tochter Else." Die ich Ihnen verweigere," entgegnete Weaver prompt. Wills sprang vom Stuhle. Bleiben Sie ruhig sitzen, junger Mann, wir können besser usammen reden." Wills nahm wieder Platz. Dürfte ich um eine Erklärung Ihrer Weigerung bitten?" fragte cr. Ich fühle mich nicht veranlaßt, Ihnen eine solche zu geben" .Wenn meine Person...". h verstehe Sie nicht, Mr. Weaver," sagte Frank Wills. Rad er indes mit Mr. Weaver eine Zigarre geraucht, fden cr ihn besser zu verstehen. Als die beiden von einander teben, schüttelten sie sich herzlich die Hände. Weaver schien febr vergnügt, Wills dagegen sehr ernst. Else wartete im Salon. Hast du Papa gesprochen, Frank?" " sa, und er hat mir deine Hand verweigert." ,, Nicht möglich!" „ Wie ich dir sage, rundweg verweigert.“ „ Frank!" ,, und sagte mir gleichzeitig, daß er mich nicht mehr in seinem Hause zu sehen wünsche." " aus. Schrecklich! Frank!" rief Else und brach in Weinen ,, Was ist geschehen?" fragte die Mutter eintretend. „ Ach Mama"( Else fiel ihrer Mutter um den Hals), ,, Papa verbot Frank das Haus." ,, Unmöglich! Das muß ein Irrtum, ein Mißverständnis sein." ,, Es ist, wie Else sagt," bestätigte Frank.„ Mr. Weaver schlug mir Elses Hand rundweg ab und sagte, daß ich unter feinen Umständen seine Einwilligung erhielte, seine Tochter in zwei Monaten zu heiraten." Mrs. Weaver schien entsetzt. „ Ich werde selbst mit Papa sprechen," sagte sie;„ dies muß ein Mißverständnis sein und es wird sich aufklären." Bald indes fand sie auch, daß kein Mißverständnis oblag. ,, Die Sache ist für mich erledigt," schloß das Familienoberhaupt seine Erklärung, und ich will nichts mehr davon hören." Auch Else gegenüber, der er nie einen Wunsch abgeſchlagen, blieb Papa diesmal unerbittlich. Seine Entscheidung blieb dieselbe. ,, Außerdem wünsche ich, daß du alles bereit hast, nächsten Donnerstag mit nach Fairview zu reisen. Die Landschaft dorten ist so wunderschön, daß du alles andere vergessen wirst." „ Vergessen, nie, Papa! O, das bricht mein Herz!“ „ Unsinn, so was bricht sich nicht so leicht." Papa, darf Frank nicht..." ,, Nein! Ich will seinen Namne überhaupt nicht mehr hören! Geh zu Bett und vergiß nicht, Donnerstag reisefertig zu sein.“ Größte Niedergeschlagenheit herrschte in dem kleinen Kreise im Salon. Die Mutter zog sich bald zurück und ließ die beiden unglücklich Liebenden allein. ,, Was sollen wir tun, Frank?" fragte Else schluchzend. ,, Dein Papa hat kein Recht, unser beider Leben unglücklich zu machen," entgegnete der Gefragte. ,, Vielleicht, wenn du nochmals mit ihm sprichst..." ,, Er wird seinen Entschluß nie ändern." " Frank, wie soll das enden?" ,, Mit der Hochzeit, Elſe.“ „ Aber wie, Frank, wie?" " Laß uns zum Priester gehen und ohne Papas Erlaubnis heiraten. Wir sind beide volljährig...“ „ Schrecklich!" " Was ist daran schrecklich? Das kommt heute täglich vor, sogar in den allerbesten Kreisen, und erspart zudem Geld und Zeit." „ Aber was würdest du von mir denken?" " Daß du das süßeste Geschöpf auf Erden biſt." ,, Es geht nicht, Frank." ,, Warum nicht? Liebst du mich nicht, Else?" Frank, das weißt du doch." Du kennst mich, meine Familie, meine Einkünfte, meine guten und meine schlechten Seiten..." „ Aber Papa-- „ Der wird sich schon zufrieden geben. Er hat kein Herz von Stein und kann seinem einzigen Kinde gewiß nicht lange grollen." Sollen wir Mama fragen..." ,, Unter keinen Umständen! Laß uns morgen heiraten und alles wird glücklich enden." Wie du willst, Frank," sagte Else, ihr Köpfchen an des Geliebten Brust legend. Mein tapferes Mädchen und morgen.... mein Weibchen." Ein Gute Nacht" unter Tränen und Küssen, und ball schwebte der Traumgott über dem Weavers hen Hause, II. Beim Frühstückstisch ward nichts von den Vorgängen des vorigen Abends erwähnt. Mrs. Weaver trug eine Mie beleidigter Hoheit; Elses Augen schienen verweint und zergien deutlich von einer schlaflosen Nacht. Nur der Herr des Hause schien vergnügt und zufrieden. Er sprach von Fairvlein un. die Sor nommen. In imitat der dipl ilich stehen sich fierte Breffe n aher, als es fe in Stiernom ändert geſchrieb der 3 in eine ifische Politit de tereffen geral mit ihrer Kolo also eine Erne auf einer and realer Fattor gezogen werde Alles deut Leitung bittere in ihre Hand aus Schimone