en. erhält zu ers einen den Dedel Widmung sender ist. Bemeyer hfalls von Widmung: nehmen des Alabier eine en!" ( 12 Arm da jezt ou der Neuen Berline yeaver wur risch gerötet zu en i. empfehlende rung. . 120, 140, 80 Bfg. Publikum zur mein so schnell tätsvieback Geschäftslokale, zu gleichem Preis Verkaufsstellen teken: straße. rankfurterstraße. fe Stephan- und heſtraße. andplak 15. f. Marktstraße. idhof. tors Terraffe. lofophenwald. Jigshöhe. n: Karl Sorger. m: Ph. Neibel I Fabrikant: Ben, Seltersweg 61. es Obit: Cormalgetränke, nu Beeren, Trauben chtsäfte a. frischem Derfch. Sort. Aerztl fl. Quant. z. Orig Man verl. Preisl Schütz Weilburg O Derkauf Möbeln, Betten, Oefen und Herden, achen, Antiquitäten, umpen und gnochen, ne ganzer Ein nbergerWin Nr. 20. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Montag, den 25. Januar 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Obev heffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88 Fernsprechauschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der mitteleuropäische Wirtschafts- Verein. CB. Nur wer auf wirtschaftlichem Gebiete heute Vogel. straußpolitik treibt, kann leugnen, daß wir gegenwärtig an einem Wendepunkt der internationalen Handelspolitik stehen, dem eine Neugestaltung der kommerziellen Beziehungen der Hauptwirtschaftsmächte der Welt folgen muß. Und wer Augen hat, zu sehen, und Ohren, zu hören, dem fann es nicht mehr zweifelhaft sein, daß der volkswirtſchaftlichen Betätigung des Mutterlandes aller modernen Kultur, des alten Europa, schwere Gefahren drohen: Da türmt sich bor allem die amerikanische Gefahr auf, vielleicht die größte wirtschaftliche Bedrohung der europäischen Produktion, da zeigen sich die ersten Keime der vielleicht bold nicht minder bedeutenden Gefahr eines größerbritischen Zollimperiums, das seine Spitze ausgesprochenermaßen gegen den Import aus dem europäischen Kontinent nach England und seinen Kolonien richten soll, da lauert, einstweilen noch mehr im Hintergrunde, die Gefahr der„ gelben Weltmarktstonfurren z", die Gefahr der Verdrängung der europäischen Produktion auf dem Weltmarkt durch die billig arbeitende Industrie der mongolischen Nassen. Und selbst die noch in den Kinderschuhen steckende Indu= strialisierung Rußlands wird in absehbarer Zeit auf die Volkswirtschaft der westeuropäischen Länder nicht ohne schwerwiegenden Einfluß sein. Die Gefahr der Abschließung gerade der bisher kaufträftigsten und aufnahmewilligsten Auslandsmärkte gegen die fontinentaleuropäische Produktion ist es, die langsam, aber mit unausweichlicher Gewißheit gegen Europa heraufzieht. Da ist es nur natürlich, wenn versorgende Politiker- voran Nationalökonomen und Staatsmänner über die Frage ernsthaft nachdachten, wie dieser Gefahr zu begegnen ſei. Schon zu Beginn des Jahres 1880 lenkte ein ungarischer Abgeordneter, Guido von Baußnern, in einer Denkschrift die Aufmerksamkeit des mächtigsten und weitblickendsten Staatsmannes Europas, des Fürsten Bismarck, auf diese Frage. Damals war weder von der amerikanischen, noch von der größerbritischen, noch auch von der gelben Konfurrenzgefahr die Rede. Aber schon damals empfahl von Baußnern dem Fürsten Bismarck, auf einen Zollverein zunächst zwischen Deutschland und Desterreich- Ungarn hinzuarbeiten. Der geniale Schöpfer der deutschen Einheit verfannte die Notwendigkeit eines solchen Zusammenschlusses nicht, indes hielt er den Moment noch nicht für gekommen, Zehn Jahre später, zu Beginn der neunziger Jahre, war es der österreichische Minister des Auswärtigen, Graf Go= luchowski, der diesen Gedanken, aber auf der breiteren Grundlage einer mitteleuropäischen Zollallianz, wieder aufnahm. Und nur wenig später hat dann auch der zweite deutsche Reichskanzler, Graf Ca privi, und bald darauf der italienische Staatsmann Luzzatti sich mit der Frage beschäftigt. Indes erst jetzt, wo sich sozusagen über Nacht Amerika, Greater- Britain und Oſtaſien zu gefährlichen Konkurrenten Europas auf dem Weltmarkt und auch auf dem europäischen Markt ausgewachsen haben, ist der Moment für die nangriffnahme eines solchen Blanes gekommen. Und r ist erfreulicherweise nicht verpaßt worden. In einer Verammlung namhafter Vertreter der Wissenschaft, des Handels, der Parlamente, der Landwirtschaft und der Industrie iſt, we schon gemeldet, dieser Tage in Berlin ein mitteleuropiischer Wirtschaftsverein gegründet worden, desen Ziel ist, auf dem Boden des politisch und wirtschaftspoitisch Möglichen den Zusammenschluß Mitteleuropas zu einm wirtschaftlichen Bollwerk gegen die Auslandskonkurrenz herleizuführen. Erfreulicherweise zeigte sich schon in der Gründungsversammlung des Vereins ein weises Maßhalten, das den dauemden Erfolg der Bestrebungen des Vereins verbirgt. Vor allem denkt der Verein, dem Vertreter der verschiedensten politischen und wirtschaftspolitischen Richtungen angehören, zunächst nur an den Zusammenschluß derjenigen beiden Staaten Europas, die in ihrer wirtschaftlichen Struktur einander ziemlich gleichgeartet sind: Deutschlands und Desterreich- Ungarns. Für später erhofft man den Anschluß Italiens und einiger kleinerer Staaten, z. B. Kumäniens. Wie damit territorial die Vereinsaufgaben begrenzt werden, so werden sie auch nach ihrem sachlichen Umfang hin meise beschränkt. Von der Idee einer mitteleuropäischen Zollunion, die schon wegen der politischen Zustände auf dem europäischen Kontinent eine Utopie ist und für absehbare Zeit bleiben muß, will der Verein nichts wissen. Er erstrebt vielmehr vor allem die Herbeiführung einer besseren Arbeitsteilung in den beteiligten Ländern, eine Erweiterung des inneren und äußeren Marktes, Herabsetzung der Produktionskosten, eine Reform des Meistbegünstigungsrechts und, als Hauptstück, die Begründung 30llpolitischer Allianzen, die die Selbständig= feit der alliierten Staaten nicht antasten. Diese Allianzen sollen vielmehr nur in Kraft treten bei handelspolitischen Verhandlungen mit dem Auslande. Der Nußen hiervon liegt auf der Hand: Es ist doch ein ganz anderer Machtfaktor, wenn z. B. bei einer solchen Allianz zwischen Deutschland und Desterreich- Ungarn nicht iede der beiden Mächte mit einem Wirtschaftsgeotet von 60 oder 50 Millionen Seelen einzeln mit einer dritten Macht über Zollfragen verhandelt, sondern wenn beide Mächte solidarisch diesen dritten Staat mit einem Wirtschaftsgebiet von 110 Millionen gegenübertreten. Das Ausland wird dann wohl oder übel entgegenkommender sein. Neben diesen Aufgaben größeren Stils steht eine Legion kleinerer: die Vermeidung überflüssiger Zollchikanen, Errichtung von gemeinschaftlichen Instanzen bei Zollstreitigfeiten, gemeinschaftliche Grenzdienste, eine einheitliche Handelsstatistik, gegenseitige Rechtshilfe, Vereinheitlichung von Einzelbestimmungen des Handelsrechts, des Konkursrechts, des Rechts der Küstenschiffahrt, internationale Abrechnung, Einheitlichkeit der technischen Zollabfertigung. Man denke weiter an die internationale Regelung der Landarbeiterfrage, an internationale Rohstoffbeschaffung, internationale Förderung der Baumwollkulturversuche in den deutschen Kolonien und vieles andere mehr. Dem neuen Verein soll demnächst in Desterreich- Ungarn ein Bruderverein erstehen, und auch in Belgien, Holland und Frankreich wird die Gründung von Vereinigungen mit gleicher Tendenz geplant. Es steht zu hoffen, daß sie in verst Handinhandarbeiten den Boden urbar machen werden, auf dem das dringend notwendige mitteleuropäische Schutz- und Truzbündnis gegen das Ausland wachsen und gedeihen kann. Die Politik. em • Die in verschiedenen Blättern aufgetauchte Nachricht, daß das Reichsschaamt entschlossen sei, in diesem Jahre auf die übliche Begebung einer neuen Reichsanleihe zu verzichten und statt dessen Schatzscheine auszugeben, ist unrichtig. Eine Entschließung darüber, in welcher Weise im laufenden Jahre der Kredit für den Haushalt der Reichskasse in Anspruch zu nehmen wäre, ist bisher nicht gefaßt worden. Belgien. * In Sachen der Kongostaatsskandale wird der KongoKönig Leopold am 26. d. M. eine Reise nach Berlin unternehmen. Auch die jüngste Pariser Reise des Königs und die jüngsten Konferenzen mit dem holländischen Ministerpräsidenten standen mit der Kongofrage im Zusammen hang. Ob König Leopold in Berlin sonderlich viel ausrichten wird, steht dahin. Skandinavien. Björnstjerne Björnson, der unermüdliche Vorfämpfer eines großen pangermanischen Schuß- und Truzbündnisses, das die drei skandinavischen Länder und Deutschland umfassen soll, findet jetzt auch bei seinen in Amerika lebenden Landsleuten mit diesem Gedanken lebhaften Anklang. In Amerika erſcheinende schwedische Blätter erheben angesichts der russischen Gewaltpolitik gegen Finland dringend den Ruf nach einem solchen Zusammenschluß aller germanischen Länder. Sie weisen darauf hin, daß das für den Bestand der skandinavischen Staaten geradezu eine Lebensfrage sei. Das stimmt ebenso, wie die Auffassung jener schwedischamerikanischen Blätter, ein solches Bündnis bedeute durchaus keinen Verzicht auf die Selbständigkeit der eigene Sprachen aufweisenden germanischen Nordstaaten. Aber wann hätte das Selbstverständliche und Natürliche jemals ohne weiteres Eingang gefunden in die Köpfe germanischer Politiker? Alien. Gestern Friedensschalmeien, heute Kriegsdrommetengeschmetter: Britische Blätter tischen der Welt wieder einmal Kriegsprophezeiungen auf.„ Daily Mail“ läßt sich aus Shanghai melden, zwischen China und Japan sei ein vollständiges Abkommen zustande gekommen. Für den Fall eines Krieges sollen 50 000 Mann gutbewaffneter chinesischer Truppen dienstbereit sein. Und die Morning Post" weiß sogar aus Tschifu zu melden, 12 000 Japaner seien in Masampho gelandet, was einer Kriegserklärung an Rußland gleichfäme. Beide Nachrichten sind offenbar erfunden. Eher dürfte zutreffen, was über die Lage in Korea mitgeteilt wird. Der Gesandte der Vereinigten Staaten in Söul meldet, in Korea drohten starke Unruhen; die Japaner seien an vielen Pläßen angegriffen worden. Man befürchtet in Washington, daß Japan selbst die Unruhen an der japanischen Eisenbahn anzettele, um einen Grund zu haben, die Bahnlinie mit ſtarker Truppenmacht zu besetzen. Jedenfalls ist die ganze Situation, wenn auch nicht gerade unmittelbar bedrohlich, so doch nichts weniger als rosig. Aus den Parlamenten. Einen Antrag auf Abänderung des preußischen Landtagswahlgesetzes beabsichtigt die freikonservative Partei im Abgeordnetenhause einzubringen. Der Antrag fordert die Regierung auf, unter mäßiger Vermehrung der Zahl der Abgeordneten eine Tcilung übermäßig großer Wahlkreise herbeizuführen, die Drittelung nach Urwahlbezirken in größeren Gemeinden wieder zu beseitigen und in ebensolchen Gemeinden die Möglichkeit zu schaffen, nach Bedarf an Stelle des jetzigen Wahlverfahrens für die Urwahlen ein den Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung nachgebildetes Verfahren treten zu lassen. * Auf eine Anregung von freikonservativer Seite werden die Rechte, das Zentrum und die Nationalliberalen des preußischen Abgeordnetenhauses eine dringliche Aufforderung an die Staatsregierung richten, unverzüglich ein Schuldotationsgesetz in Verbindung mit Vorschlägen zur Ausgleichung wenigstens der größten Härten und Ungleichheiten in der Belastung der verschiedenen Schulverbände mit Schullasten und in der Höhe der Dienſteinkommen der Lehrer vorzulegen. Kolonne Zülow aufser Gefahr! Den preußischen Leutnant macht uns keiner nach: Auch in dem gegenwärtigen Aufstand in Südafrika zeigt er, daß er mehr kann, als die Wizblätter ihm nachsagen. Aus Swakopmund kommt die erfreuliche Nachricht, daß Oberleutnant 1. 3 ülom, der bei Station Waldau von Hereros umzingelt wurde, sich aus der Um klammerung befreit hat und nach dem bedrohten Okahandja vorgedrun= gen ist. Das Kolonialamt veröffentlicht folgende Mitteilung: Ein Telegramm des Kommandanten S. M. S. ,, Habicht" aus Swakopmund besagt, daß dort ein Bote aus Ofahandja eingetroffen ist, der Okahandja am 20. d. Mts. verlassen hat. Er bringt die Meldung, daß die Erpe= dition des Oberleutnants v. Bülow in Okahandja angekommen und daß der Ort vorläufig uneinnehmbar befestigt sei. Von Okasise ab sei die Bahn gänzlich zerstört. Es finde fortwährend ein starker Zuzug von Hereros nach Okahandja statt, die Lage sei aber vorläufig befriedigend. Danach dürfte es so gut wie sicher sein, daß Oberleutnant b. Zülow die Ortschaft hält, bis ihm Entsatz wird. Weniger erfreulich sind andere Meldungen aus dem Schußgebiet: Zunächst verlautet, es beginne auch in dem nördlich des HereroGebietes belegenen Terrain der Otavi- Minen- Gesellschaft bösartig zu gären; namentlich in Grootfontein mache sich eine tarke Unruhe unter den Eingeborenen, den Ovambo- Hereros, bemerkbar. Eigentümerin jenes Gebietes ist die South West African Company. Ferner meldet der Kommandant S. M. S. Habicht" unter dem 22. aus Swakopmund, daß die Lage unverändert sei; infolge starker Regenfälle würde der Bahnbetrieb häufig unterbrochen. Wie ahnungslos man unmittelbar vor dem Aufstand mitten im Zentrum des Aufruhrgebietes gewesen ist, davon zeugt folgender Privatbrief einer in Okahandja wohnenden Dame, der am 14. Dezember aus Okahandja abgegangen ist: Ich bin nicht mehr zum Schreiben gekommen, ich batte furchtbar viel zu tun. Das ganze Haus voller Gäste. Heute ist Gerichtstag und ist der Assessor aus Windhuk hier... Dann war gestern der junge Leutwein, ein Herr M. und 3. hier. Abends waren acht Gäste zu Tisch. Da bin ich trotzdem mit den Herren nach Ofahango gefahren, und wir sind abends -die ganze Gesellschaft mit dem Ochsenwagen wieder hineingefahren. Es war eine furchtbar fidele Fahrt. Stühle Burden' reingesetzt, Bier zur Genüge mitgenommen; e parzu nett; mal eine kleine Abwechselung, da denkt man noch wochenlang daran. Sonnabend ist hier ein großes Eisenbahnunglück gewesen. Durch die Wassermassen ist der Bahndamm unterspült und ist der Zug entgleist; zwei Heizer sind tot, vier Menschen verletzt, darob herrscht natürlich große Aufregung. Hoffentlich komme ich noch heil nach Swakop mund Nachher fahren wir alle nach Ofahango. Vorher wollen wir noch Tennis spielen. Für heute darum Schluß. Ich will jeßt Toilette machen." Das wurde geschrieben, als die Hereros schon auf Okahandja im Anmarsch waren. Die obige Nachricht vom Eintreffen der Kolonne Zülow in Okahandja läßt hoffen, daß die Teilnehmer an der hier geschilderten Vergnügungsfahrt, die zweifelsohne sich in die Station geflüchtet hatten, endgültig gerettet sind. In Spandau ist ein Transport Maultiere für die südwestafrikanische Expedition eingetroffen, die in den Militärwerkstätten mit dem erforderlichen Lederzeug versehen und dann nach Wilhelmshaven weiterbefördert werden. Leider scheint die deutsche Regierung, was die Beschaffung von Pferden für die Expedition angeht, einen Mißgriff getan zu haben: Nach dem Urteil genauer Kenner Südafrikas ist das argentinische Pferd für Südafrika nicht geeignet, das einzige Pferd, was dort mit Erfolg verwandt werden kann, ist der mongolische Pony, mit dem unsere Truppen in China beritten sind. Wenn wir aber etwas ausrichten sollen, so heißt die Losung für uns: Pferde- Pferde Pferde natürlich solche, die brauchbar sind. Nach dem Streik. - O Crimmitschau, 23. Januar. Der Streif ist beendet, die Arbeit wieder aufgenommen. Wer daraus aber auf eine endgiltige Beilegung des Interessenstreites zwischen Arbeitgebern und Arbeitern schließen wollte, würde die Sachlage gänzlich falsch beurteilen. Es handelt sich nur um einen notaedrungenen Waffenstillstand, der das erschöpfte Heer der Arbeiterschaft akzeptieren mußte. Wenn die durch die Kriegsstrapazen ermatteten Truppen sich ausgeruht haben, werden sie wieder willig dem lockenden Tone der sozialistischen Fanfare folgen, die ihnen als Kampfpreis den goldenen Zehnstundentag verheißt. gegen die großsozialdemokratische Bewegung zu ergreifen. Abg. Richter, als erster Oppositionsredner, äußerte sich hart und herb über die Bestrebungen, die Lust am Wetten und Lotteriespiel durch Herabsetzung der Totalisatorsteuer zu erhöhen, und klagte über die völlige Stagnation" auf allen Gebieten der Verwaltung. Die Haltung der Regierung in der Kanalfrage bezeichnet Abg. Richter als inkonsequent; sie habe vor der agrarisch- konservativen Mehrheit kapituliert. Ministerpräsident Graf Bülow wies diesen Vorwurf der Inkonsequenz zurück. Er habe Rücksicht zu nehmen auf die Zusammensetzung des Hauses, und wenn er das tue, dann erweise er sich weit liberaler und konstitutioneller, als der Abgeordnete Richter. Ich möchte, so fährt Graf Bülow fort, mit der Mehrheit dieses Hauses rechnen, ich möchte auf sie Rücksicht nehmen, Herr Richter aber möchte, daß ich der Mehrheit über den Leib gehe. Herr Richter ist liberal und konstiDenn um diesen dreht sich jetzt weiter der Streit, wenn er auch fein Streif mehr ist. Darüber können alle die friedTich- schiedlichen Szenen, die sich bei Wiederaufnahme der Arbeit in den Fabrikhöfen abspielten, nicht hinwegtäuschen, wenn es auch mit Freude zu begrüßen ist, daß von einer gegenseitigen gereizten Stimmung nichts zu merken war. In fordialer Weise begrüßten die Fabrikanten die wiederFehrenden Arbeiter und Arbeiterinnen. Auf die scherzhafte Anrede:„ Na seid Ihr glücklich wieder da?" antwortete der Chorus mit freudigem Ja!", das besonders bei den Frauen aus einem von schwerer Last erleichtert aufatmenden Herzen fam. Unnüße Reminiszenzen an die traurige Zeit des bit- tutionell mit der reservatio mentalis, daß es immer nach teren Zwistes und noch unnüßere Vorwürfe wurden weislich vermieden. Das gute Verhältnis zwischen Brotherrn und Lohnarbeitern ist als wiederhergestellt zu betrachten, un so mehr, als sich die ursprüngliche Absicht der Fabrikanten, die Hauptstreifführer und Agitatoren dauernd von der Arbeit auszuschließen, sich nun doch nicht zu einem allgemeinen Beschluß verdichtet hat. Die Fabrikanten, bei denen sie vor dem Streik gestanden, werden sie allerdings voraussichtlich nicht wieder in Lohn und Arbeit nehmen, aber die anderen Fabriken sind ihnen nicht verschlossen, wenn sie natürlich auch nicht in erster Linie berücksichtigt werden. Ueberhaupt wird der Prozentsatz der Streikenden, die natürlich erst allmählich, das bedingt der stufenweise Gang des Webeprozesses eingestellt werden, bedeutend größer sein, als man crst annahm. Die Fabrikanten hoffen bis zu 75 Prozent wieder beschäftigen zu können. Daß nicht alle wieder an die alten Arbeitsstätten zurückkehren können, verbieten die in letzter Zeit mit auswärtigen Arbeitswilligen abgeschlossenen Kontrakte. Wenn auch durch diese Einschränkung von 25 Prozent über eine ganze Zahl von Familien bittere Not hereinbrechen fann, so ist die Arbeiterschaft doch viel zu einsichtig, um in dieser Hinsicht den Standpunkt der Fabrikanten nicht zu würdigen. Was einen wirklichen dauernden Frieden aber hindert, das ist die unerledigte Frage des Zehnstundentages. Hier prallen die Interessen der Arbeitgeber und Arbeiter so hart aufeinander, daß über kurz oder lang ein neuer offener Zwist ausbrechen muß und wird. Die Fabrikanten fönnen aber nicht ohne weiteres dieser, vom allgemein menschlichen Standpunkt aus wohl begreiflichen und berechtigten Forderung der Arbeiterschaft nachkommen. Eine Verkürzung der Arbeitszeit kann, darauf wird von den Fabrikanten umer wieder hingewiesen, wenn die hiesige Industrie konTurrenzfähig sein soll, nur erfolgen, wenn gleichzeitig die Arbeit angespannter und ergiebiger gemacht wird. Da nun die Arbeit hier hauptsächlich durch Maschinen geleistet wird, de schon vor dem Streik selbstverständlich bis zu ihrer vollen Arbeitsfähigkeit ausgemist wurden, während die mensch= fiche Tätigkeit nur in der Beaufsichtigung und Bedienung der eisernen Arbeiter besteht, so müßten, um den Arbeit:- ausfall bei Verkürzung der Arbeitszeit zu decken, die Maschinen vervollkommnet und erneuert werden. Das cyfor= ert einen großen Aufwand von Kavital und die hiesigen Sabrikanten erklären einmütig, daß sie dazu nicht imstande ind. Für die Vigognespinnerei waren die letzten Jahre recht wenig gewinnbringend und die Hunderttausende, die zu Anschaffungen von konkurrenzfähigen Maschinen nötig wären, in den Kassen der Arbeitgeber zu suchen, wäre vergebene Liebesmühe. Und daraus folgt der harte Schluß, daß die hiesigen Fabrikanten sich gegen die Einführung der 10 StundenArbeit wehren müssen, da sie sich sonst selbst das Todesurteil sprechen würden. Ja, sagen sie, wenn eine reichsgesetzliche Regelung einträte, die allmählich, unter Rücksichtnahme auf die jeweilige Lage der örtlichen Unternehmer, den von der Arbeiterschaft ersehnten Zustand herbeiführte, dann, ließe sich über die Sache sprechen. Und diese Gründe der Arbeitgeber müssen auf die Streifleitung nicht ohne Eindruck geblieben sein. Die Führer der Gewerkschaftsbewegung, die die bedingungslose Wiederaufnahme der Arbeit empfahlen, sahen ein, daß die Forderungen der sozialdemokratischen Parteileitung unter den herrschenden Verhältnissen zu einer völligen Lahmlegung der hiesigen Vigognespinnerei führen mußten. Um die Arbeiterschaft nicht in ihrer Eristenz zu gefährden, gaben sie deshalb nach. Die Arbeiterschaft wird darum aber auf ihre Forderung nicht endgiltig verzichten. Sie wird bei der nächsten Gelegenheit wieder damit hervor. treten und der wirtschaftliche Stampf ur den Zehnstundentag wird neu entbrennen, wenn nicht in der Zwischenzeit von der Regierung die Klinke der Gesetzgebung in die Hand genomunen wird. Preussischer Landtag. ( 3. Sigung.) Haus der Abgeordneten. RK. Berlin, 23. Januar. Der Saal ist schwach, die Ministerbank stark besetzt. Die Minister müssen eben an solchen Tagen vollzählig zur Stelle sein, denn die erste Lesung des Staatshaushalts- Etats steht auf der Tagesordnung, und da muß jeder Minister bereit sein, sein Ressort und seine Amtsführung zu verteidigen. Erster Redner ist seinem Willen geht( Heiterkeit rechts): Das Haus absolut, wenn es seinen Willen tut. Ich halte es für die Pflicht des preußischen Ministerpräsidenten, zu tun, was ihm möglich ist, und eine Entfremdung zu verhindern zwischen der Regierung und denjenigen staatserhaltenden Faktoren, die gemeinsam mit der Regierung die Grundlage abgeben sollen, auf welcher die preußische Monarchie aufgebaut ist.( Lebhaftes Bravo! rechts.) Die königliche Regierung hat ihren grundsätzlichen Standpunkt der Behandlung der wasserwirtschaftlichen Vorlage nicht aufgegeben und braucht ihn nicht zu verleugnen. Ich glaube auch heute, daß die Herstellung eines zusammenhängenden und wirklich leistungsfähigen Wasserstraßennetes im Interesse der Gesamtheit liegen würde. Aber nach den Ereignissen des vergangenen Sommers glaubt die Regierung, daß von allen wasserwirtschaftlichen Fragen diejenige des wirksamen Schutzes gegen Hochwassergefahr an der Oder, Havel und Spree die dringendste ist und Ihre Zustimmung findet. Auf die Frage der Kündigung der Handelsverträge gehe ich in diesem Hause nicht ein, sie gehört vor den Reichstag. Auf die Befürchtung, daß die Handelsverträge zum Nachteil der Landwirtschaft ausfallen könnten, erwidere ich, daß ich in die Vertragsverhandlungen eingetreten bin mit derselben Absicht, mit der ich seinerzeit in die Zolltarifaktion eintrat, mit der Absicht, für unsere Landwirtschaft so viel durchzusetzen, als die Rücksicht auf die anderen Ef= werbszweige und das Gemeinwohl irgendwie geſtettet. 3u/ n Schluß verteidigt Graf Bülow die Polenpolitik der Regierung und schließt unter dem Beifall der Rechten: Die Regierung wird die Deutschen in Oberschlesien nicht im Stiche lassen, damit das Land ein preußisches, ein deutsches Land bleibe. Graf Limburg- Stirum. Er spricht für die deutschkonservative Partei. Am Anfang seiner Rede spricht er im Namen seiner Partei die Erwartung aus, daß die Regierung die Initiative ergreifen werde zu einer scharfen Bekämpfung des Umsturzes. Bei der Erkrankung des Kaisers hat sich gezeigt, mit wie festen Banden der Treue und Anhänglichkeit das preußische Volk an seinem Könige und dem ganzen Königshause hängt. Es ist die erste Aufgabe der Regierung, dafür zu sorgen, daß diese festen Bande nicht durch den sozialdemokratischen Ansturm gelockert werden."( Lebhafter Beifall rechts.) Redner spricht sich alsdann für die Reichsfinanzreform aus und fordert wirksameren Schutz für die Landwirtschaft.„ Die Kanalvorlage werden wir ohne Befangenheit und Vorurteil vom wirtschaftlichen und finanziellen Standpunkte aus mit Wohlwollen prüfen, ohne die politischen Momente in die Erörterung zu ziehen, die von anderer Seite hineingeworfen werden."( Beifall rechts.) Wir geben uns der Hoffnung hin, daß die Handelsverträge bald gekündigt werden und daß der neue Tarif oder Anträge auf seiner Grundlage an die Stelle der bestehenden treten. Wie zu Anfang, so richtet Graf Limburg- Stirum auch zum Schluß seiner Rede an die Reaieruna die Aufforderuna. Maßnahmen Abg. Bach e m( Zentr.) stellt Vergleiche an zwischen dem preußischen Staats- und deutschen Reichshaushaltsetat und fommt zu dem Schluß, daß Preußen einen weit stärkeren finanziellen Rückhalt habe als das Reich. Es war ein hartes Wort des Finanzministers, daß die Gehaltsaufbesserung der Beamten als abgeschlossen anzusehen sei. Bei der günstigen Finanzlage wird dies Wort im Lande viel Enttäuschung hervorrufen. Ueber die neue Kanalvorlage muß das Haus in erneute, sorgfältige Prüfung eintreten. Die Industrie verlangt mit Recht billigere Frachten, aber die Landwirtschaft fann beanspruchen, daß das, was der Industrie zu gute kommt, ihr nicht zum Schaden gereicht. Nach kurzen Erwiderungen der Minister v. Rheinbaben und Dr. Studt erhält als leẞter Redner Abg. Dr. Friedberg( natl.) zu längerer Rede das Wort, in deren Verlauf er den ganzen Etat beleuchtet. m Gegensatz zu dem Zentrumsredner erklärt der Abg., daß seine Partei die Forderungen für die Ostmarkenpolitik der Regierung bewillige. Wir halten es für die nationale Pflicht der bürgerlichen Parteien, die Stellung des Deutschtums gegen. über den Polen auf jede Weise zu stärken. Was die Kanalborlage anlangt, so treten wir im Interesse des Verkehrs unbedingt für den Ausbau unserer Wasserstraßen ein. Die neue Kanalvorlage hat uns eine schwere Enttäuschung bereitet, weil sie den großen Grundgedanken einer durchgehenden Ver. bindung vom Westen nach dem Osten aufgibt. Gerade in diesem Gedanken lag die wirtschaftliche und auch die strate. gische Bedeutung der Vorlage. Wir bedauern, daß nicht in Aussicht gestellt sind eine Abänderung des Vereinsgesetzes und des Wahlgesezes. Der Zustand, daß wir bei Versammlungen die Damen, etwa wie die Frauen des Harems, in einen besonderen Raum verweisen müssen, ist nicht länger haltbar. Ebenso sind die Zustände unter dem jetzigen Wahlgesetz unerträglich. Wahlkreise, in denen 3000 Wahlmänner zur Wahl zusammenkommen müssen, sind unmöglich. Ea darf auch kein Wahlsystem aufgebaut sein auf Steuern, die gar nicht gezahlt werden. Nach der Rede des Abg. Friedjerg vertagt sich das Haus auf Montag 11 Uhr. Maskenkostüme. 1. Sigung d Gießen für di 2. Vorstand fammer für das Jah rat F. C. B. Rody merzienrat& Heiche wiedergewählt. 3. Der Aus Gaden fest fich im Jahre 1904 wie fammen, die je nach Rammer fooptieren f 4. Lahntand für die Lahnfanalifie der Ranalifierung f haben und Herr Ba eines Projektes für ift, beschloß die Ra darüber zu veranfia tereffe an einer Ran Rostüms besteht aus vier Blättern, die mit Guirlanden aus leeblättern bestickt sind. Die kurze, ausgeschnittene Taille tellt man aus schwarzem Sammet her, umlegt sie mit einem veißen Fichu, das vorn seinen Abschluß durch einen Tufs Kleeblätter erhält. Ein großer aufgeschlagener Strohhut mit grünen Kleeblättern garniert, krönt das Haupt. Ein ganz neues Maskenkostüm ist: die Tomate, ein Zusammenstellung von grün und rot. Der Rock wird an plissiertem Musseline gefaltet, und darüber fällt ein schürzenartig geschnittene Tunika aus tomatenfarbenen Sammet. Aus demselben Material ist die ausgeschnitten Bluse gearbeitet, die grüne große Chiffonärmel aufweist Ein hoher miederartiger Gürtel umspannt die Taille. In dem Haare flattern Enden aus rotem Foulard, die mi tünstlichen Sträußen aus Tomaten zusammengehalten wer den. Eine nette Idee ist es vielleicht, eine reisende Eng länderin darzustellen. Das Kostüm ist leicht zu erhalten Der Rock wird aus rotkariertem Kattun geschnitten. Zu diesem Rock wählt man einen kleinen schwarzen Bolero, hefte in die Aermel Spizen, breitet einen großen Kragen darauf der vorn von einer roten Surah- Krawatte zusammen geschlossen wird. Auf dem Kopf sitzt ein feces, schwarz uni rot fariertes Müßchen. Die junge Engländerin befinde sich auf der Hochzeitsreise, schreibt beständig Ansichtskarter an Eltern und alle Freundinnen. In der Hand trägt si ein Plaid in einem Riemen. Wer schlau ist, läßt dieses Reise gepäck zu Hause, denn es wird auf einem Ball zur Last immer etwas herumzuschleppen. Originell ist es, im Koſtün seines Lieblingsbuches oder seiner Lieblingszeitschrift zu er cinen und seine Gedanken in dem Ton dieser Lettüre zun Ausdruck zu bringen. Wer sich nicht scheut, älter zu wirken als er ist, kann sich ja einmal als seine Großmutter aus geben. Geblümter Kattun und eine Mantille leisten dabe vorzügliche Dienste. ( Von unserer ständigen Korrespondentin.) Wenn die weißen glitzernden Schneeſterne im tollen Spiel durch die Luft wirbeln, dann möchten die Menschen, die Jugend, es ihnen gleich tun. Sie möchten tanzen und sich drehen auf glattem Parkett, bis der Atem ihnen ausgeht. Aber ganz ungebunden möchten sie dabei sein, sich austoben, ohne daß man sie erkennt. Das mag der Reiz sein, den für jedes junge weibliche Wesen ein Maskenball hat. Und außerdem beschäftigt er die Fantasie. Während die Nadel emsig Stich an Stich reiht, geht der Geist der jungen Dame im Märchenlande, in einem Zauberreiche spazieren und sinnt und denkt über ein Kostüm, in dem es auf dem Maskenballe erscheinen könnte. Das Wichtigste, was es bei der Wahl eines Maskenkostüms zu bedenken gibt, ist die Frage, wie schafft man sich einen Anzug, der die Trägerin schon durch seine Art zu einer ,, lustigen Person" macht? Die Bauerntrachten mit den kurzen Röcken geben der Maske schon manche Freiheit, ohne das Wort zu mißbrauchen. Unter einem Bauernmädel denkt man sich zumeist ein feckes, frisches Ding, welches das Herz auf der Zunge hat. Und darum erscheinen die Damen jo gern als Bäuerin, zumal der Anzug leicht zu beschaffen ist. Man muß sich freilich sagen, daß die Idee schon ein wenig perbraucht ist. Und wer die ersten achtzehn Jahre hinter sich und nicht mehr ganz so frische Farben und so lange Zöpfe hat, wie sie dem Bauernmädel eigen, möchte auch ein bißchen Beist in seine Rolle legen. Eine ganz nette Idee ist es, sich ils„ Kleeblatt" zu kostümieren. Hat man die Maske nach jwölf Uhr abgelegt, so langweilt ein Kleeblatt sicherlich benso wenig sich als die anderen. Jeder teilt so gern Glüc us, und es gibt auch wohl niemanden, der nicht gern hörte. vas er vom Glück zu erwarten hat. Wer ein wenig dichte: isch veranlagt ist, könnte diese Zukunftsmusik, die er den Bästen vorspielte, in niedliche Verse kleiden. Der Nock des Neuerdings wird es Brauch, sich nicht ganz und gar ir Masken zu hüllen, sondern nur den Kopf auszupuzen. Di Zeit der Marie Antoinette, die Rokokodamen geben gut Vorbilder. Emma Neichen. Nab und Fern. Ein Schlittenforso unter Führung des Deutschen Krow. prinzen fand von Potsdam aus nach Wannsee statt. Der Kronprinz holte zu der Fahrt, an der 18 Schlitten, alle mit Offizieren und deren Damen besetzt, teilnahmen, die Schwägerin des Ober- Präsidenten von Bethmann- Hollweg ab. Der Kronprinz interessiert sich überhaupt für alle Art Wintersport. Bei dem internationalen Eislaufturnier in Berlin nahm er in Gemeinschaft mit der Prinzessin Friedrich Leopold die Prämiierungen vor. + Das Heiratsprojekt des österreichischen Erzherzogs Ferdinand soll mehreren offiziösen Dementis zum Troß doch seiner Verwirklichung entgegengehen. Es soll sogar schon der Tag der Hochzeit des Erzherzogs mit Fräulein Czuber bestimmt sein. Der Vollzug der Heirat soll am 13. Februai in Dresden stattfinden. Ein furchtbarer Zyklon suchte die Stadt Moundsvill im amerikanischen Stadt Alabama heim. Sämtliche Ge schäftshäuser und etwa 300 Privatgebäude wurden ver nichtet und 37 Menschen getötet. 5. Intraftt träge. Auf Beran die Handelskammer Firmen ihres Bezirks mitteln, ob für das die in den alten Ha gefehene Frift von ei Rammer erklärte fi A Ermittelter Durchbrenner. Der Kassenrendant Schert ler, der aus Geusingen( Rheinhessen) vor drei Jahren nach Veruntreuung von über 200 000 Mark durchgebrannt ist, dürfte jetzt bitter klagen:„ Die Welt ist zu klein". Durch Zufall ist sein Aufenthalt bekannt geworden. Ein in Transvaal ansässiger junger Mann, der in der Heimat zu Besuch weilt, brachte die Nachricht mit, daß er in Transvaal mit Schertler zusammen gegen die Buren gekämpft habe und Schertler jetzt noch in Transvaal sich aufhalte. Nunmehr ist sofort das nötige veranlaßt worden, um die Auslieferung Schertlers zu bewirken. Die Staatsanwaltschaft hatte s. 3. die Verfolgung Schertlers aufgegeben, da man eine vor längerer Zeit in der Nidder aufgefundene, schon in Verwesung übergegangene Leiche als die Schertlers bezeichnete. Eine norwegische Stadt durch Fener vernichtet. Von einer gewaltigen Feuersbrunst ist in Norwegen die ganze blühende Stadt Aalesund, in der 9000 Menschen wohnten, eingeäschert worden. Aalesund, das lebhaften Schiffsverkehr hatte, lag auf drei kleinen Inseln des Bredsundes. Das Feuer brach morgens um 2½ Uhr im westlichen Teil der Stadt aus und verbreitete sich bei einem rasenden Orkan mit furchtbarer Schnelligkeit weiter. Seine verheerende Wirkung konnte sich um so ungestörter entfalten, da die Wasserwerke nicht richtig funktionierten und somit die Lösch arbeiten erschwert waren. Verluste an Menschenleben sin nicht zu beklagen. Die Bevölkerung befindet sich aber i größter Not und Bedrängnis. Von Bergen sind Hils. dampfer nach der schwer betroffenen Stadt abgesandt wordn. + Ein Fall von Laboratoriumspest in Kronstadt wird tom russischen Regierungsboten offiziell gemeldet. Am 16. Ja nuar erkrankte der Leiter des Laboratoriums des kaiserlichen Instituts für Experimentalmedizin zur Herstellung von Antipestpräparaten. Das Laboratorium befindet sich in dem Fort Alexander I, das sich auf einer von Kronstad und anderen Befestigungen ganz isolierten kleinen Insel beindet. Der Erkrankte beschäftigte sich mit lebenden Peſtfuturen. Am 20. Januar verstarb er trotz energischen ärztlichen Eingreifens und trotz der wiederholten Einspritzungen mit Antipestserum an der Pest. Bei den Personen seiner Ungebung sind rechtzeitig Einsprißungen gemacht worden. Der zum Kommandanten des Forts ernannte Generalmajor Orbeliani traf am 19. Januar dort ein und ordnete eine völlige solierung des Personals an. Bunte Chronik. In Brandenburg a. d. H. brannte die große Baumwollspinnerei des Kommerzicnrats Mezzentin nieder. Ein Feuerwehrmann wurde dabei von einer ein stürzenden Mauer erschlagen. -In Kiel wurden der achtzigjährige Gärtner Ehric und seine Frau ermordet und beraubt. gangenen Antworten Ründigungsfrist. 6. Der Oberhe die Handelskammer des Güterzuges Niedergemünden an Burg- und Nie und Niedergemünden Rammer beschloß, di der Viehtransport n ordentlich verzögert nicht ermöglicht ist, zuschließen. 7. Polizeive Kühe vor dem Au märkte. Von den über die genannte Großh. Kreisamt zu schusses erklärt hat, zeiverordnung Abfta nochmals in einer ordnung hinzuweisen 8. Verkehr den Ansprüchen der ihnen einzulaufenden Handelstages an sei dahin zu wirken, da deutscher Handelsmül in Dünge und K Stimmung zur Geltu aus dem Reini fahren des Getr Fremde nicht fanzen dürfen werden." Die H und Müller ihres B durchweg diese Begri * Der Gro nach London zum Battenberg angetre ** Der Grof Oberamtsrichter b Biller zu Lich, un ungsrat" mit Wir an zum Vorstand * Der Kaif M. Beterfeim ein S Anerkennung ausfp Bur Befid sich unter Leitung Herren aus Oberh * Die Rez Neubaues am des Fräulein Tri um 7 Uhr, wie an * Vor furze eine Anzahl heis Gleichberecht zu einem Verein Gleichstellung der Führung der Pro Baurat Landsberg 2. Merd in Darm der Mitglieder des das ganze Großh Bunehmen begriffe Freunde der Schul lichkeit auf die Be weisen und in gee Stellen für die Du Ge liegt ihm durc nadh irgend einer In Giebichenstein bei Halle erschoß der Gastwirt Liebar seinen Schwager und verletzte seine Frau lebensgefährlich Aus der Bank zu Dobrjanka( russisches Gouvernemen Tschernizow) wurden 60000 Rubel geraubt, nachdem die drei Mächter erschlagen waren. In Newport wurde ein irrsinniger deutscher Bäcker namens Herrmann Erlers verhaftet, der der Polizei mitteilte, er wolle den Präsidenten Roosevelt töten. s der neue Verein in ihm betriebenen einzunehmen. irlanden aus ittene Taille fie mit einem einen Zufi ner Strohhui Haupt. omate, ein Rod wird aus r fällt ein natenfarbenen usgeschnitten mel aufweist Taille. J rd, die mi gehalten wer reisende Eng zu erhalten dhnitten. Zu Bolero, hejte tragen darauf tte zusammen s, schwarz uni derin befinde Ansichtskarter Hand trägt si Bt dieses Reise Ball zur Last es, im Koſtün itschrift zu er r Settüre zun ( ter zu wirken Coßmutter aus le leisten dabe nz und gar ir zupuzen. Di n geben gut Neichen. Deutschen Strow jee statt. Der litten, alle mit en, die Schwä Sollweg ab. We Art Winter nier in Berlin Friedrich LeoErzherzogs Fer um Trotz dod oll sogar schon räulein Czuber m 13. Februar Ot Moundsvill Sämtliche Ge wurden ber endant Schert i Jahren nad chgebrannt ist, flein". Durch Ein in Trans mat zu Besuch Transvaal mit mpft habe und alte. Nunmehr ie Auslieferung haft hatte f. 3. man eine vor schon in Ver Lers bezeichnete. ernichtet. Von egen die ganze schen wohnten, ten Schiffsver edfundes. Das Lichen Teil der asenden Ortan ne verheerende falten, da die omit die Lösch schenleben sin et sich aber en sind Hilf gesandt wordm nstadt wird tom t. Am 16. Ja des kaiserlichen ellung von Inti det sich in dem Kronstadt und n Infel befindet en Bestfuturen 1 ärztlichen Gin ungen mit Anti einer Ungebung den. Der zum major Orbeliani eine völlige fo H. brannte di enrats Mezenti i von einer ein Gärtner Ehrid Gastwirt Lieba lebensgefährlid es Gouvernemen nachdem die dre deutscher Bäder Polizei mitteilte 1. Sigung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. Gießen, den 20. Januar 1904. ( Schluß.) 2. Vorstandswahl. Zum Vorstand der Handelsfammer für das Jahr 1904 wurden die Herren Kommerzien. rat F. C. B. Koch- Gießen als erster Vorsitzender und Kommerzienrat S. Heichelheim- Gießen als zweiter Vorsitzender wiedergewählt. 3. Der Ausschuß zur Erledigung eiliger Sachen seht sich nach der vorgenommenen Neuwahl auch im Jahre 1904 wieder aus den Vorstandsmitgliedern zusammen, die je nach Bedürfnis noch andere Mitglieder der Rammer tooptieren können. 4. Lahnkanalisierung. Nachdem die Interessenten für die Bahnkanalisierung nunmehr von dem früheren Projekte, der Kanalisierung für 600 Tonnenschiffe, Abstand genommen haben und Herr Baurat Röder in Dieß mit der Ausarbeitung eines Projektes für 300 Tonnen- Schiffe beauftragt worden ist, beschloß die Kammer, auch für ihren Bezirk Erhebungen darüber zu veranstalten, ob und wie weit diesseits ein Interesse an einer Ranalisierung der Lahn bis Gießen vorliegt. 5. Intrafttreten der neuen Handelsver= träge. Auf Veranlassung des Deutschen Handelstages hat die Handelskammer bei den am Auslandsverkehr beteiligten Firmen ihres Bezirks eine Umfrage veranstaltet, um zu ermitteln, ob für das Inkrafttreten der neuen Handelsverträge die in den alten Handelsverträgen für die Kündigung vorgesehene Frist von einem Jahre verkürzt werden könne. Die Rammer erklärte sich in Uebereinstimmung mit den eingegangenen Antworten gegen eine Verkürzung der einjährigen Kündigungsfrist. 6. Ter Oberhessische Viehhändlerverein in Alsfeld hatte die Handelskammer ersucht, für einen Zusammenschluß des Güterzuges 7524 Fulda Gießen( Burg- und Niedergemünden an 11,31 vormittags) mit dem Zuge 1343 Burg- und Niedergemünden Kirchhain( Burgund Niedergemünden ab 11.5 vormittags) einzutreten. Die Kammer beschloß, diesem Ersuchen zu entsprechen, da jetzt der Viehtransport nach den Märkten in Kirchhain außer ordentlich verzögert wird und es den oberhessischen Händlern nicht ermöglicht ist, schon auf dem Vormarkte Verkäufe abzuschließen. 7. Polizeiverordnung betr. Ausmelten der Kühe vor dem Auftriebe auf die Gießener Viehmärkte. Von den Viehhändlern werden fortgesetzt Klagen über die genannte Polizeiverordnung erhoben. Nachdem das Großh. Kreisamt zu Gießen nach Anhörung des Kreisausschusses erklärt hat, zur Zeit von einer Aenderung der Polizeiverordnung Abstand zu nehmen, beschloß dic Handelskammer, nochmals in einer Eingabe auf die Schäden der Polizeiverordnung hinzuweisen und eine baldige Abänderung zu erbitten. 8. Verkehr mit Kleie. Gegenüber den zuweitgehenden Ansprüchen der Landwirte an die Beschaffenheit der von ihnen einzukaufenden Kleie hat der Ausschuß des Deutschen Handelstages an seine Mitglieder die Aufforderung gerichtet, dahin zu wirken, daß durchweg die folgende von dem Verein deutscher Handelsmüller und dem Verein deutscher Großhändler in Dünge- und Kraftfuttermitteln eingeführte Begriffsbestimmung zur Geltung gelange:„ Kleie ist der Rückstand aus dem Reinigungs- und Vermehlungsverfahren des Getreides behufs Gewinnung von Mehl. Fremde nicht im Getreide enthaltene Substanzen dürfen der Kleie nicht beigemischt werden." Die Handelskammer ersucht die Kleinhändler und Müller ihres Bezirks, in dem Sinne einzuwirken, daß durchweg diese Begriffsbestimmung in Anwendung tommt. Lokales. 25. Januar 1904. ** Der Großherzog hat die gemeldete Reise nach London zum Besuch der Prinzessin Ludwig von Battenberg angetreten. ** Der Großherzog hat am 23. 1. Mts. den Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Lich, Heinrich Giller zu Lich, unter Verleihung des Titels Regierungsrat" mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts an zum Vorstand des Erbschaftssteueramts ernannt. ** Der Kaiser hat an die Blumengärtnereien von M. Peterseim ein Telegramm gesandt, in welchem er seine Anerkennung ausspricht über eine Blumensendung. Zur Besichtigung von Lagerhäusern werden sich unter Leitung des Herrn Dekonomierat Schlente ca. 30 Herren aus Oberhessen am Donnerstag nach Baden begeben. * * Die Rezitation zum Besten des TheaterNeubaues am fommenden Mittwoch beginnt auf Wunsch des Fräulein Tries a um 6 Uhr( siehe Anzeipenteil), nicht um 7 Uhr, wie anfänglich bestimmt war. * ** Vor kurzem hat sich, wie hess. Blätter berichten, eine Anzahl hessischer Anhänger des Prinzips der Gleichberechtigung der höheren Schulen zu einem Verein zusammengeschlossen, der unter der Führung der Professoren Geheimrat Kittler und Geh. Baurat Landsberg sowie des Geh. Kommerzienrats Dr. 2. Merck in Darmstadt steht und sich„ Verein für die Gleichstellung der höheren Schulen" nennt. Die Zahl der Mitglieder des neuen Vereins, der sich bereits über das ganze Großherzogtum erstreckt, soll im raschem Zunehmen begriffen sein. Er setzt sich zum Ziel, die Freunde der Schulreform zu sammeln, in der Deffenlichkeit auf die Bedeutung seiner Bestrebungen hinzu. weisen und in geeigneter Form bei den maßgebenden Stellen für die Durchführung seiner Ziele zu wirken. Es liegt ihm durchaus fern, wie es heißt, aggressiv nach irgend einer Seite vorzugehen insbesondere lehnt es der neue Verein ab, gegen das Gymnasium und die in ihm betriebenen Studien eine feindliche Stellung einzunehmen. * Auf dem Bahnhof Grünberg sind nunmehr, wie vor einiger Zeit schon gemeldet, die Lampen aufgestellt und spenden ihr Licht gleich elektr. Bogenlampen. * * Gegen die Einführung des Ottroi in Grünberg wendet sich eine Eingabe die die Wirte an das Kreisamt planen. Wie wir hören, will die Brauerei Denninghof, die sich um die Bierlieferung zum Sängerfest beworben, das Oftroi tragen. ** Die Vorbereitungen für das Sängerfest des Lahntal- Sängerbundes, welches in diesem Jahre in Grünberg stattfindet, sind in Angriff genommen. Die auf Samstag Abend vom Grünberger Gesangverein in den„ Hirsch" einberufene Versammlung, die sich mit der Wahl der einzelnen Ausschüsse b.faßte, war außerordentlich gut besucht, ein Beweis, daß ein reges Interesse für das Fest schon jetzt vorhanden ist. Die für die einzelnen Ausschüsse vorge= schlagenen Wahlen gingen durch die Bereitwilligkeit der Vorgeschlagenen schnell von statten. In das Ehrenpräsidium wurden einstimmig die Herren Regierungs- Assessor Vezberger, Amtsgerichtsrat Hörle und Gemeinderat Moll gewählt. Hierauf wählten die einzelnen Ausschüsse je einen Vorsitzenden, einen stellvert. Vorsißenden und einen Schriftführer. Des Raumes wegen seien nur diese hier genannt: EmpfangsAusschuß: Ferd. Schott, Gg. Stammler, Ant. Leonhardt; Ausschuß: Ferd. Schott, Gg. Stammler, Ant. Leonhardt; Wohnungs- Ausschuß: H. Roth, Jaf. Queckbörner, Kari Repp; Finanz- Kommission: Rechner Jöckel, Hrch. Sehrt, Rechner Karl; Bau- und Dekorations- Ausschuß: Forstmeister Schneider, Bahnmeister Stein, Wachtmeister Jöckel; Zugund Ordnungs- Ausschuß: Gg. Stammler, Chr. Wagner, Wahl; Preß- Ausschuß: Rektor Bernius, Lehrer Roth Lehrer Schmidt; Musik- und Vergnügungs- Ausschuß: H. Kaiser, Karl Gieß, Karl Schott; Wirtschafts- Ausschuß: K. H. Jöckel, Hrch. Sehrt, H. Schmidt sen. Die Vorsizenden der acht Ausschüsse und der Vorstand des Gesangvereins unter dem Vorsitz des Herrn Möller bilden den geschäftsführenden Ausschuß. Das Feft soll am 9., 10. und 11. Juli auf der Käs- Wiese gefeiert werden und wird es nicht zum wenigften an den Ausschüssen, den Kommissionen und der Leitung des Ganzen liegen, ein der Stadt Grünberg würdiges Feft in die Wege zu leiten und – wenn auch der Himmel ein Einsehen hat, werden die Tage des Festes nicht nur ein richtiges Fest, sondern auch den Sängern Ehre und den Geschäftsleuten eine Einnahme bringen. Nachdem der Leiter der Versammlung, Herr Moll, die Versammlung aeschlossen, trugen die Sänger noch einige Lieder vor, die mit Beifall aufgenommen wurden. * * Der Kriegerverein Gießen feierte am ver= gangenen Samstag Kaisers Geburtstag und zugleich auch fein 30. Stiftungsfest im neuen Saalbau. Wie gewöhnt, wo ehemalige Soldaten zu fröhlichem Treiben beisammen tommen, war auch dieses Mal der Saal dicht besetzt von einer Festversammlung, welche nach jeder Richtung hin ungezwungen, aber doch des Festes entsprechend, dem Humor freien Lauf ließ. Die Regimentskapelle sorgte für den nötigen musikalischen Genuß und unsere Theaterkünstler waren bei Vorführung des Bettelstudent"," Es lebe der Kaiser" und ,, Alte Liebe rostet nicht" recht bei der Sache. Ein Ball mit anerkennenswerter Ordnung hielt die Vereinsmitglieder noch lange beisammen. ** Die 1. große Kanarien Ausstellung, welche am 22., 23. und 24. Januar in Gießen im Postfeller stattfand, hatte sich sowohl seitens der Aussteller wie in Bezug auf Besuch eines regen Interesses zu erfreuen. Die Prämiierung fand am Freitag statt und die Verlosung, zu der alle Lose abgesetzt sind, wird heute Mittag vorgenommen. Brämien erhielten die Kanarien der Herren: Herm. Birkholz, Lichtenberg- Berlin drei 2. u. einen 1. Preis; Friedr. Bohnwagner, Leipzig- Kl. Zschocher zwei 1. u. zw. 2. Pr.; Georg Breithecker, Höchst a. M. drei 2. u. einen 1. Pr.; Hermann Efarius, Homburg v. d. H. vier 2. Pr.; Jean Erb, Gießen drei 2. u. vier 3. Pr.; Richard Flügel, Hannover einen 2. u. drei 1. Pr.; August Felsing, Gießen neun 2. u. drei 1. Br.; Franz Heck, Kesselstadt a. M. drei 2. u. einen 1. Pr.; Anton Hamel, Frankfurt a. M. sieben 2. u. einen 1. Br.; Gg. Haubach, Gießen drei 2. u. einen 3. Pr.; Otto Kattenbusch, Fechenheim a. M. zwei 1. u. zwei 2. Pr.; Heinrich Keil, Gießen acht 2. Pr.; Jakob Koch, Gießen einen 2. u. drei 3. Pr.; Bernhard Kerst, Hannover einen 1. u. drei 2. Pr.; Wilhelm Leichtweis, Gießen acht 2. Pr.; Peter Meyer, Köln a. Rh. zwei 1. u. zwei 2. Pc.; Joseph Nolde, Altena i. W. zwei 1. und zwei 2. Pr.; Louis Petri, Gießen vier 2. u. vier 3. Pr.; Jul. Richard, Frankfurt a. M. drei 2. Preise; Rudolf Ritter, Grünberg, vier 2. Preise; Louis Roloff, Gießen drei 2. u. einen 3. Pr. Karl Schneider, Gießen vier 1. und vier 2. Preise; H. Schnacke, Hannover, einen 1. u. drei 2. Pr.; Wilhelm Seiz, Gießen zwei 2. u. zwet 3. Pr.; August Töpfer, Linden- Hannover vier 2. Pr.; Karl Viertelhausen, Klein- Linden drei 2. u. einen 3. Pr.; Franz Völkel, Hanau vier 2. Pr.; Karl Walter, Frißlar einen 1. u. drei 2. Pr.; Ernst Wente, Hildesheim vier 2. Pr.; Ludwig Zorbach, Preungesheim einen 1. u. drei 2. Pr.; Hermann Bauer, Altena i. W. zwei 1. u. zwei 2. Pr.; Wilh. Mayer, Gießen vier 3. Pr. + 3wischen Himmel und Erde zu schweben ist keine Kleinigkeit, wenn man an einem Türpfosten hängt. Das mußte dieser Tage ein Dienstmädchen in Gießen erfahren. Die Gute hatte die Absicht, die über einer sehr großen Hanstüre befindliche Glasscheibe zu reinigen, zu diesem Zwecke war von ihr eine lange Leiter angelegt worden, welche sie mutig erstieg. Aber - das Unglück nahte! Kaum war sie glücklich oben, da öffnete Jemand von Außen die Türe, die Leiter stürzte hinunter und die Reinigungsfee blieb droben. Sie hatte sich an die schmale Querleiste geklammert und baumelte wehmütig mit den Beinen. Als alle Reize dieser Stellung" durchgekostet waren, wagte die Mutige endlich den Sprung in die Tiefe und landete, zu namenloser Erleichterung der bereits zahlreich herbeigeeilter Zuschauer, glücklich auf ebener Ecde. * Nachtdienst im Telephonberkehr. Das Reichspostamt ordnete mit Wirkung vom 1. Februar ab die allgemeine Einführung des Nachtdienstes im Fernsprechverkehr des Telegraphengebietes untereinander und mit Bayern, Württenberg und Desterreich an. H. R. Fernsprechbereich von Gießen. Dem Antrage der Großh. Handelskammer zufolge ist der Fernsprechbereich von Gießen auf die Orte Beßdorf, Tuisburg, Oberhausen, Hamborn, Paderborn, Lippstadt, Soest, Trier, St. Johann, Saarbrücken, Göppingen, Kircheim und Teck, Rigingen, Neustadt a. Aisch und Erlangen, sowie auf die Orte Battenberg, Biedenkopf, Haßfeld, Gladenbach, Wilhelmshütte und Weidenhausen des Kreises Biedenkopf ausgedehnt worden. ** Fürsorge für Feuerwehrleute. Dem neu zusammengetretenen Reichstage ist folgender Antrag Dietrich und Genossen zugegangen:" Dem Reichstage tunlichst bald einen Gesezentwurf vorzulegen betr. Unfall- Fürsorge für die bei Rettung oder Bergung von Personen oder Sachen verunglückten Feuerwehrleute, insbesondere auch der Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren und Wasserwehren." ** Die Gesamtverwaltung des Bundes Deutscher Gastwirte wird in den Tagen vom 2.- 4. August in Darmstadt eine Versammlung abhalten, in welcher wichtige gewerbl. Fragen des Gastwirtestandes insbe sondere auch Vorbesprechungen über den Anfangs Juli d. J. in Dresden stattfindenden Bundestag deutscher Gastwirte erledigt werden sollen. Am 2. Tage wird eine Sigung des Aufsichtsrates der Sterbefasse des Bundes Deutscher Gastwirte stattfinden, deren Gebiete sich nach Genehmigung des Kaiserl. Aufsichtsamtes in Berlin über ganz Deutschland erstreckt. Das Vermögen der Kasse beträgt ca. 1 Million Mark das zum großen Teil in ersten Hypotheken in Darmstadt angelegt ist. Nachmittags findet dann eine Sigung der Kohlensäure- Kommission start. Bekanntlich hat der Deutsche Gastwirte- Bund um den Machenschaften des Kohlensäure- Rings zu begegnen eigne Mineralbrunnen erworben, welche mit mehreren Millionen Mark Wert investirt sind. Einer derselben ist der SeltersSprudel Augusta- Vittoria- Brunnen bei Selters a. d. Lahn, welcher jährlich ca. 1 Million Kilo Kohlensäure produziert und das als vorzüglich anerkannte Wasser in mehreren Millionen Gefäßen jährlich versendet. × Garbenteich. Der hiesige Gesangverein Vittoria" feiert am 10. und 11. Jult sein 25jähriges Bestehen durch ein größeres Fest. Die einzelnen Gesangvereine der Umgegend werden dazu eingeladen. = Rodheim, 24. Jan. Die vielen Festlichkeiten, welche in der angebrochenen Festeswoche zu Ehren des Kaisers Geburtstag überall begangen werden, haben hierselbst bereits ihren Anfang genommen. Den Reigen derselben eröffnete der„ Höhn'sche Gesangverein" durch sein am geftrigen Abend abgehaltenes Stiftungsfest. Früher pflegte der Verein diese Feier stets auf den 27. Januar zu verlegen, da aber am Vorabend für alle hiesigen Vereine ein gemeinsamer Festaktus geplant ist, daher diese frühere Verlegung. Für heute Abend findet im Flottenverein der angekündigte Vortrag mit Vorführung von Lichtbildern statt. Den Glanzpunkt unter den Festlichkeiten aber wird der für Dienstag Abend von den Vereinen angekündigte Fackelzug mit darauf folgendem Kommers bilden. Aus Franken, 24. Jan. In einem Steinbruch bei Stetten wurde der 48 Jahre alte Bauer Johann Völker durch berabſtürzende Erdmaſſen getödtet. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, 22. Januar 1904. Der Landwirt Karl Engel von Großen Buseck wurde vom Schöffengericht Gießen wegen Beleidigung des Arresthausverwalters und mehrere Bewohner von GroßenBuseck, zu einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten verurteilt. Die von dem Angeklagten eingelegte Berufung wird heute tostenpflichtig zurügewiesen, derjenigen der Staatsanwaltschaft stattgegeben und die Strafe auf vier Monate erhöht.- Eugen Müller von Friedberg hat gegen ein Urteil des dortigeu Schöffengerichts wonach er wegen Beleidigung eines Ersenbahnschaffners und wegen Widerstands zu einem Monat Gefängnis verurteilt worden war, Berufung verfolgt. Da er unentschuldigt ausbleibt, wird seine Berufung verworfen. - Der Taglöhner Johannes Gebhardt zu Gießen wurde durch das Schöffengericht wegen einer dem Knecht Heinrich Brück zugefügten Körperverlegung mit zwei Wochen Gefängnis bedacht. Auf seine Verufung wird diese Strafe in eine Geldstrafe von 15 Mt. abgeändert. Die Berufung des Heinrich Karl Weller zu Gießen welcher wegen Sachbeschädigung in Strafe genommen war, wird vor Eintritt in die Hauptverhandlung zurückgenommen.- Den Schluß bildet die Verhandlung über die Berufung des Forstwarts Friedrich König von Glauberg, welcher wegen Fischereiübertretung zu einer Mark Geldstrate verurteilt worden war. Das Gricht hält die erkannte Strafe mit der Mascabe aufrecht, daß dieselbe aus einem anderen Gefeßes paragraphen zu erkennen ſei. Geschäftliches. In der Hauptstadt des gewaltigen Zarenlandes entfaltet die Friedensarbeit ihre zartesten Blüten durch die namentlich dem Wohlergehen der Kinderw It gewidmete internationale wissenschaftliche Ausstellung, die unter dem Proteftorat der Kaiserin- Mutter ein glänzendes Bild entrollt von der umfassenden Fürsorge, welche der Russe seinem jungen Nachwuchs angedeihen läßt.- Unter der hohen Protektorin haben sich die hervorragendsten Kräfte des Landes vereinigt, um die Leistungen der Humanität zu veranschaulichen. Auch das Ausland, namentlich die preußischen Ministerien, haben umfassende Ausstellungen veranstaltet. Einen ganz besonderen Erfolg trug das Sana to gen davon, das als gewaltiger Fortschritt auf dem Gebiete der Erzeugung fünstlicher Nährpräparate von einer Jury der klangvollsten Namen russischer Aerzte mit der großen goldenen Staats- Medaille ausgezeichnet wurde. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den„ Gerichts." und" Ceffentlichen Gorechiaal": r. Obbermann Zum Besten des Theater- Neubaus Stadt- Theater Recitationsabend von Fräulein Frene Triesch aus Berlin am Mittwoch, den 27. Jannar, Abends in der großen Aula der Universität. Programm: 6 Uhr Das Hohelied Salomonis, Kap. 5. Triumphgesang der Deborah( Buch der Richter, Das Buch Stap. 4 u. 5). Der gefangenen Juden Jammerlied( Psalm 137). Ruth( Paraphrase von D. E. Hartleben) „ Die Magd" von Dehmel ,, Der Gott und die Bajadere" von Goethe. Nummerierte Plätze zu Mk. 3( letzte Reihen Mt. 2) bei Herrn Challier und an der Abendkasse. Stehplatz zu Mk. i- falls noch Raum vorhanden nur an der Abendkasse. Der Erlös ans den Billets kommt vollständig dem Theater- Baufond zu Gute. Billig! Billig! Vögel u. Papageien cirka 200 Stäck, welche bei der Ausstellung nicht verkauft, stehen nur hente Dienstag 22 Marktstraße 22 bei Felsing zum Verkauf. Exotische Vögel á Paar von 2 Mark an. Ane Me Diejenigen, welche an den verstorbenen Landwirt und Rentner Karl Fuchs von Kinzenbach Forderungen haben, werden aufgefordert, solche alsbald unter Beifügung der entsprechenden Nachweise bei dem Unterzeichneten anzumelden. Der Nachlaßpfleger Dick, Gerichtssekretär in Weylar. Achtung! Dienstag, den 26. u. Mittwoch, den 27. Jan. bin ich mit 2 Waggon hochprima, frischer frostfreier Ware in Gießen zum Verkaufe anwesend und empfehle: Messina Apfelfinen: Gießen. Direktion: Steingoetter. Dienstag den 26. Januar 12. Dienstag= Abonnements- Vorstellung. 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In der Zeit vom 16. Januar bis 23. Januar 1904 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Kinderpelzfragen, 1 Taschentuch, 1 Anhängsel und 1 Kehrrichteimer. berloren: 1 goldn. Brosche, 1 Armband, 1 Mantel und 1 Koffer mit Theaterkostümen. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 23. Januar 1904. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Betreff: Versammlung des landw. Bezirksvereins Alsfeld. Bekanntmachung. Samstag, den 30. d. M., nachm. 3 Uhr, findet im Deutschen Hause in Alsfeld eine Versammlung des land. Bezirksvereins Alsfeld statt, in welcher die Gründung eines Lagerhauses in Alsfeld in die Wege geleitet werden soll. Ar. 21. bonnementspre a's Saus gebracht Gratisbellagen: unb bie Gle Das Blatt alde für O Ent Schwere Kär Die günstigen aus Südwestafrita er Tepejdjen start beeint Swakopmund b risch gesichert, aber si renden Regen bei Ahe paratur ist erst mögl Und auch hinter Kar zerstört. Noch uneri eine andere, die erste die von verlustr tos und von der deutscher Ansie danten S. M. S. Windhuf aufgegebene Schußtruppe meli 17. nach Otjimbingme ernd bedroht, aber st Einstellung sämtlicher nison auf 230 Mann Die zweite Kompagni bom Süden. Das G gefordert, in Windhu Von Okahandja dem 12. eingetroffe versuche gescheitert, geschlagen. Am 15 Farm Hoffnung". Referveoffizier Bot Weiß, Landwehrm servisten Troeltsc Takert. Ermorde zarski, Tause Ich lade die Vereinsmitglieder, sowie alle diejenigen Landwirte, welche Interesse an den diesbezüglichen Bestrebungen haben, zu dieser Versammlung freundlichst ein und bitte um recht zahlreiches Erscheinen. Alsfeld, den 21. Januar 1904. Der Direktor des landw. Bezirksvereins Alsfeld. Dr. Meltor. Holzversteigerung in der fürstlichen Oberförsterei Lich. Es sollen versteigert werden: Montag, den 1. Jannar, im Distrikt Weilbach: Buchen: 600 Nm. Scheiter( darunter 12 Rm. Wertscheiter), 170 Rm. Knüppel, 231 Nm. Stöcke, 5170 Wellen Astreiser und 3000 sog. Forstwellen. Eichen: 3½½ Rm. Scheiter( 1 Nm. Glaserholz), 14 Rm. Knüppel, 12 Rm. Stöcke, 260 Wellen. Ahorn: 3 Rm. Scheiter; 3 Rm. Fichten- Knüppel, 39 Rm. Fichten Stöcke. 7 Eichen- Abschnitte Durchmesser Länge = 43 46 46 55 55 49 57 5,4 6 3,4 7 5 5,4 5 teilweise bestes Glaserholz( zart und leicht spaltend), 1 Buchen- Abschnitt 47, 1 Linden- Abschnitt 30. Die Zusammenfunft ist auf dem Schnittpunkt der Chaussee Lich- Hattenrod und des Vicinalwegs Burkhardsfelden- Niederbessingen, Vormittags 9½ Uhr. Dienstag, den 2. Februar im Distrikt Höler: Buchen: 204 Rm. Scheiter( dabei 2 Nm. Werkscheiter), 114 Rm. Knüppel, 106 Rm. Stöcke, 3870 Wellen. Eichen: 3 Rm. Scheiter, 38 Rm. Knüppel, 49 Rm. Stöcke, 1850 Wellen. Nadelholz: 6 Rm. Knüppel, 29 Rm. Stöcke, 150 Wellen; 2 Rm. Bicken- Knüppel, 474 Fichtenstangen = 7,10 Fstm., teils Derb- teils Reisstangen. 1 Die Zusammenkunft ist auf der Hauptschneise beim Wildzauntor, vormittags 912 Uhr. Die Versteigerung zieht sich vom Bergrücken aus in der Richtung nach Kolnhausen abwärts. auch Außer den von mir seither geführten Bieren bringe Mainzer Aftienbier beliebt wegen seines reinen, milden Geschmackes und weil es außerordentlich gut bekommt, zum Verkauf und empfehle dasselbe die 11 Flasche zu 18 Pfennig 1/2"" 9" Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Zugleich bemerke ich, um Täuschungen und Verwechselungen vorzubeugen, daß nur mir allein die Vertretung der Mainzer Aktien- Brauerei für Gießen und Umgegend übertragen worden ist. Gotthilf Röhrle Bier- Großhandlung. Marburgerstraße 7. Telephon 344. Gießen. Pilet und zwei Soeben ist gemeldet Marsche nach. Win So niederschlagen wird man andererseit ansehen dürfen. An fen Verluste auf deu Ansiedler ist ja nichts nehmen müssen als e nungen jeder jungen berdrossenheit dürfen laffung bieten. Im Ermutigendes als E Windhuf stark befesti 230 Mann verfügt, so ist mit Sicherheit mentsort sich ebenso aus der Heimat geg das vom Leutnant b festigte und mit 130 die Verstärkung aus der Schwierigkeit der Erwähnt jei nod direkter Zusam stande und demjenig steht. Das würde wesentlich erleichtern Die Brandk Erschütternde E baren Brandunglüc gische Stadt Aalesun unter der von dem rung, die zum große fönnen, war grenzer Ser energischen Maß wenigsten dem schne Kaisers jetzt der Not Wie festgestellt wu de die Fabrik der A Hauptherstellerin der Dort wurde um 2% Harm geschlagen. größte Teil der Sta wie eine Männerfau Beitig an vielen St einem Dampfer aufe nichtet. Von Fahrze heit, daß zwei fleine so schnell um sich, da bat man 23 Fiiberic