Nr. 145.. nementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., * Haus gebracht 60 Bfg., durch die Boft bezogen viertelfährtt. 1.50. ratis bellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Bas Blatt erscheint an allen Bertagen nachmittags. Donnerstag, den 23. Juni 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz heffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfa isn't 15 Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Vig. Bestzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 8. Fernsprechanschluk Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( sießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der Krieg in Ostasien. Wenn auch noch keine offizielle Bestätigung der gestriger Nachricht vorliegt, daß General Kuroki nach dreitägigen Kampfe Liantschang genommen habe, so spricht doch die ganze Situation dafür, daß es zu einem entscheidenden Kampf ge Tommen ist. Bisher liegen über die Erſtürmung von Liantschang no folgende ausführlichere Nachrichten vor, die allerdings nur auf Privatnachrichten basieren: Tschifu, 22. Juni. Hier erhalten sich die Gerüchte, wonach General Kuroki die russische Stellung südlich von Biautschasg angegriffen habe. Der erste Kampf soll mit einer nach Süden marschierenden russischen Brigade be gonnen haben. Die Japaner rückten ihre Linien in Dreieckform bis zur Mündung des Motienpasses vor; die Kussen hätten daher zwei Fronten vor sich, deren Zentrum durch enorme Artilleriemassen gedeckt werde. Meldungen aus Niutschwang besagen, ein amerikanischer Missionar habe von Gingeborenen gehört, daß Liautschang am Sonnabend abend angegriffen worden sei. Der Kampf habe Sonntag und Montag fortgedauert, und gestern nachmittag fei Liantfchang erobert worden. Daß General Kuroki eine umfassende Umgebungsbewegung eingeleitet hatte, war bereits gestern gemeldet worden. Nur hieß es, sie sei auf Mukden angeseẞt worden, während sie in Wirklichkeit weiter südlich auf Liautschang zu gerichtet war. Die prefäre Lage, in der sich die russische Saliptarmee durch die Absvlitterima der zur Unterstügung der Kolonne Stackelberg detachierten Truppen befand, ist von uns mehrfach beleuchtet worden. Es kann deshalb nicht Wunder nehmen, daß die japanische Heeresleitung, die über einen Dorzüglichen Rundschafterdienst verfügt, die Gunst des Augenblicks voll ausgenugt hat. Zwei russische Torpedobootszerstörer gesunken. Die Japaner haben eine Dschunke aufgebracht, welche Port Arthur verlassen hatte. Die Mannschaft derselben berichtet, daß vor einigen Tagen zwei russische Torpedobootszerstörer und der Dampfer Shintaiping" am Eingange des Hafens uff Minen gesto en und untergegangen seien. 140 Mann jeien ums Leben gekommen. Ueber die Bernichtung der japanischen Transportschiffe burch das russische Wladiwostokgeschwader liegt jetzt ein aus. führlicher Bericht des Admirals Strydlow vor. Die zumi Naru",„ Sado Maru" und" Hitachi Maru" wurden fast gleichzeitig in den Grund gebohrt. Alle drei Schiffe suchten frog aller Signale und Schreckschüsse den Russen anfangs zu entrinnen. Nach dem russischen Bericht ließ man der Mannschaft vollkommen Zeit, sich in die Boote zu retten, ehe die Schiffe vernichtet wurden, doch machte ein großer Teil der Besatzungen davon keinen Gebrauch, sondern blieb ruhig an Bord und ging mit den sinkenden Schiffen unter. Von der Sado Maru" z. B. konnten nur vier Ausländer( wahrscheinlich Engländer), die auf dem Dampfer dienten, und 25 Offiiere gerettet werden. Entgegen der japanischen Behauptung, die Russen hätten sich um die im Meere schwimmenden Sol. daten nicht bekümmert, erklärt Admiral Strydlow, daß alles zu ihrer Rettung Mögliche geschehen sei. Die ganze Zeit über hatte ein japanischer Kreuzer die Aktion der Abteilung beobachtet. Am folgenden Tage begegnete sie auf der Fahrt zur Sangar- Meerenge dem britischen Dampfer Allanton". Da Zweifel an der Neutralität seiner Fracht auftauchten, wurde er unter dem Kommando eines Leutnants, dem Soldaten beigegeben wurden, nach Wladiwostok entsandt. Der Dampfer soll daselbst vor das dortige Prisengericht gestellt wer den. Außer diesem Dampfer sah die Abteilung während der übrigen Dauer ihrer Kreuzfahrt keine anderen Schiffe. Auf dem Dampfer befand sich ein gebildeter Japaner, der offenbar nicht zur Besatzung gehörte. Die Politik Die von Generalleutnant v. Trotha verlangten Gerstärkungen für Deutsch- Südwestafrika belaufen sich aus rund 3000 Mann. Zunächst sollen im Laufe des Juli und August 1600 Mann nach Südwestafrika gesandt werden. Tie neuen Verstärkungen sollen aus berittener Infanterie, Artillerie und einer Signalabteilung bestehen. Uebrigens fiegt auch wieder eine neue Verlustliste aus der Kolonie vor. Amtlich wird gemeldet: Verstorben sind in Otjosfondu an Typhus: Leutnant Luz aus Vilseck, Bezirksamt Amberg, früher im bayerischen 16. Infanterieregiment, am 18. Juni, Meiter Ernst Heinrich Baruffe aus Duchawe bei Militsch, früher Infanterieregiment Nr. 27, am 17. Juni, in Swakop mund, an Herzkrankheit: Unteroffizier d. L. Wilhelm Har becke aus Berze, Kreis Beesenbrück, am 10. Juni, Im Juli d. J. werden preußische Bevollmächtigte nach Petersburg reisen, um dort einen ruffisch- prensischen Staatsbahnvertrag wegen Verbindung der Bahnhöfe PreuBisch und Russisch- Herby zu unterzeichnen. Damit wird eine alte Forderung der schlesischen Grenzbewohner crfüllt. Eine Schlenderkonkurrenz auf dem Gebiete der Occanschiffahrt, das ist das Neueste im internationalen Verkehrsleben. Um dem„ Nordd. Lloyd" und der„ HamburgAmerika- Linie" die Amerikapassagiere abzujagen, hat die Liverpooler Cunard- Linie den Ueberfahrtspreis für Zwischendeckspassagiere nach Amerika auf einen lächerlich geringen Satz ermäßigt. Im Zwischendeck der Cunarddampfer kostet die Fahrt von Liverpool bis Newyork oder Boston 2 Pfund Sterling( 40 Mark), von Hamburg, Bremen, Rotterdam und Antwerpen nach den genannten beiden amerikanischen Häfen 60 Mark! Da kann man also billig nach dem Lande der Freiheit gelangen! Lange wird freilich der Scherz nicht dauern, denn bei diesen Preisen setzt die Cunardlinie in einer Weise zu, die auch die kapitalkräftigste Gesellschaft nicht lange crtragen kann. Die bayerische Abgeordnetenkammer hat das Lokalbahngesez einstimmig angenommen. Dadurch werden 30 neue Rofalbubren mit einem Gesamtauswand von 38 700 000 Murf bewilligt. * Die vom orrußischer Ministerium für Landwirtschaft jeit 1902 surfreuten Ermittelungen über die Nenorganisation des Hofbeschlagwesens sind nunmehr zum Abschluß gefomnien. Das Ergebnis der Arbeiten ist: a) die Prü fungso dnang für Hufschmiede; b) das Reglement, betreffend die Bildung der staatlichen Kommissio nen zur Abhaltung der Hufbeschlagprüfung; c) der Entwurf eines Muster statuts für Hufbeschlaglehr. schmieden. Die Neuorganisation bezweckt die Herbeiführung einer größeren Gleichmäßigkeit im Prüfungsver fahren unter möglichsier Verringerung der Prüfungsstellen. Nach Maßgabe des Gesetzes vom 18. Juni 1884 werden auch in Zukunft die zum Betrieb des Hufbeschlaggewerbes befähigenden Prüfungszeugnisse ausgestellt werden( abgesehen bon den Militärschine den): 1. durch die vom Staat bestell ten Prüfungskommissionen; 2. durch die vom Staat einge. richteten oder anerkannten Hufbeschlags- Lehran stalten; 3. durch die von der heren Verwaltungsbehö. Se Jerzu ermää, tigten Innung en. Cefterreich- Ungarn. Die Jungsschechen haben der Regierung aufs cite den Krieg erklärt: Eine in Brag abgehaltene von jung tschechischen Abgeordneten aus Böhmen, Mähren und Schlesien nahm eine Resolution an, in welcher einmütiges Aushorren im entschiedensten Kampfe gegen die jetzige Regierung beschlossen wurde. Nun, da wird denn wohl wieder, wenns nicht anders geht, der famose§ 14 in Kraft treten! Frankreich. Kein Tag ohne neuen Spion", könnte man ohne große Hebertreibung mit Bezug auf die Republik sagen. Eben erst haben sich ein paar Spionagegeschichten als Humbug herausgestellt, da heißt es: Wieder einer" ist festgenommen! Es handelt sich diesmal um einen Kanadier namens James Ellis. der sich im März unter dem Namen Degremont auf der Insel Quessant herumtrieb. dann aber verschwand und gestern in dem Küstenorte Kerhuon von dem Spezialkommissar Moerdes als Vagabund verhaftet und nach Brest gebracht wurde. In seinem Handkoffer sollen Karten der Hafeneinfahrt von Brest, der dortigen Festungswerke und Leuchttürme gefunden worden sein. Natürlich wird sich auch dieser , Spion" bald als ein gewöhnlicher Landstreicher entpuppen. Der Sturmangriff der Gegner des Ministeriums Tombes auf dieses ist mißglückt, fürs erste wenigstens. Eine on dem Nationalisten Firmin Faure eingebrachte Intervellation über den Zwischenfall Lagrave- Edgar Combes, bei Jer man dem Kabinett den Garnaus machen wollte, wurde on der Deputiertenkammer auf Verlangen des Ministerpräsidenten vertagt, bis die Karthäuser- Kommission ihre Irbeit abgeschlossen hat. Einstweilen ist das drohende Unjewitter also von den Häuptern der Kabinettsmitglieder ibgelenkt Für die Tonart, in der in der Karthäuser- Komnission bisweilen verhandelt wird, ist folgende unglaubliche Szene charakteristisch: Als ein Mitglied der Mehrheit dieser Intersuchungskommission einem der Minderheit das Wort Bandit" zurief, entstand ein Handgemenge. Linenfässer flogen durch die Luft, Schläge wuren ausgetauscht, und erst nach mühevollen AnsirenJungen der anständigen Mitglieder gelang es, die Streitenen zu trennen! Nette Parlamentarier! Hof und Gesellschaft. Der Kaiser ist gestern an Bord der„ Hohenzollern" in Kiel eingetroffen. Das Kaiserschiff wurde von Cuxhaven aus durch eine ganze Flottille von Segeljachten begleitet. : k ** Das Geschwader, das den König von England nach Kiel begleitet, ist in Sheerneß versammelt und hat die Vorbereitungen für die Reise beendet. Das Geschwader besteht aus den Kreuzern Bedford"," Esser“,„ Dido"," suno" und den Torpedobooten„ Cherwell"," Greyhound",„ Racehorse",„ Rolbuck"," Dove" und" Falcon". Wie aus Hamburg berichtet wird, gedenkt König Eduard einer Einladung des Senats Folge zu leisten und am 30. d. M. Hamburg einer Besuch abzustatten, im besonderen außer dem Senat auch der Handelskamme: und der Börse. Deer und flotte. Der Schießpreis für die Schlachtflotte. Der Fom Kaiser orr aktiven Schlachtflotte verliehene weitere Schießtreis ist ' cns des Marinekabinetts dem Chef der aktiven acht te, Admiral v. Köster, zugestellt worden. Der Preis beeht aus einem kostbaren silbernen, innen vergoldeten Tafelaufsab, der eine Höhe von 70 Ctm. hat und auf einem Ebenholzsockel steht. Er trägt die Widmung:" Wilhelm II., Deutscher Kaiser, König von Preußen. Der aktiven Schlacht. lotte für hervorragende Leistungen im Schießen mit der Schiff artillerie 1904." Preussischer Landtag. Herrenhaus. ( 17. Sizung.) RK Berlin, 22. Juni. Das Herrenhaus erledigte heute eine ganze Reihe Vorlagen. Das Gesetz betr. die Erhebung von Kirchensteuern in den Kirchengemeinden und Parochialverbänden der evanselischen Landeskirche der älteren Provinzen der Monarchie murde nebst dem Gesezentwurf betr. die Erhebung von Firchensteuern in den katholischen Kirchengemeinden und Gejamtverbänden an eine Kommission von 15 Mitgliedern überwiesen. Die übrigen Verhandlungen waren ohne allaen.cines Interesse. ( 88. Sigung.) Haus der Abgeordneten. RK Berlin, 22. Juni. Das Hauptinteresse in der heutigen Sitzung nahm die Interpellation Areth- v. Staudy betr. den Ausbau des nta surischen Kanals in Anspruch. Die Interpellanten fragten an, wie es mit diesem in der Thronrede ver1. rochenen Kanalbau stehe. Die Regierungsvertreter bestritten, daß der Kanalbau in der Thronrede versprochen worden ici. Heiterkeitsstürme entfesselte der Landwirtschaftsminister 1. Podbielski mit einer Rede zur Beschwichtigung der Interpellanten, in der folgende Sätze vorkamen:„ Wenn der bg. Gypling dem Herrn Landwirtschaftsminister( Heiterfeit) vorwirft, daß er einem bestimmten Landesteil nicht instig sei, so sieht es ja gerade so aus, als ob er sich darüber freuen würde.( Lebhaftes Oho! links.) Die Schwierigkeit besteht eben darin, daß das Wasser, das man einem zu schnell 16führt, zu Konsequenzen beim andern führt.( Große Heiterfe.) Es war eben zu befürchten, daß die Anlieger im Uebersluß von Wasser ersticken.( Erneute Heiterfeit.) Nach furzer Besprechung der Interpellation und Erledigung einer Arzahl Petitionen vertagte sich das Haus. Kaifer Wilhelm uber Spor und internationale Beziehungen. O Curhaven, 21. Juni. Bei dem gestrigen Diner zu Ehren des Wettsegelns auf der Unterelbe ergriff der Bürgermeister Dr. Mönkeberg da Wort, um den Kaiser zu begrüßen. Er sprach zunächst den Dank für das Erscheinen des Monarchen aus und schilderte dann die Entwickelung des Hamburger Regattavereins. Die modernen Sportfeste, so führte er aus, spielten eine ähnliche Rolle, wie die öffentlichen Spiele im Altertum. Wie einst die Griechen zum Kampf der Wagen und Gesänge nach Korin. thus' Landesenge zogen, so ziehen immer größere Scharen bon Deutschen nach Kiel, um sich dort unter den Augen des Kaisers an dem Wettkampf zu erfreuen. Und wie der Segelsport unter dem Zeichen des Fortschritts stehe, so zeige sich dieses auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens. In seiner Erwiderungsansprache verwies der Kaiser auf die wachsende Solidarität unter den Kulturvölkern, die auch durch den Sport und das Spiel gefördert werde. Er fuhr dann fort: Und in dieser Beziehung kann man wohl sagen: Es liegt ein tiefer Sinn im kind'schen Spiel. Nun, meine Herren, wir sind hier zusammen, um auf dem Spiel der Wellen uns zu messen, die Kräfte, die Geister, die Mannschaften und unsere Boote. Wir vereinigen in wenigen Tagen fast alle Flaggen der Kulturvölker. Es wird neben unseren Fahnen wehen Englands Flagge, das Sternenbanner, die Trikolore in friedlichem Wettstreit, und damit auch im Verein. Ich glaube bestimmt, meire Herren, daß niemand unter Ihnen ist, der nicht mit mir die Ansicht teilt, daß auch in der Kieler Woche dies Solidarität, von der ich vorher sprach, gepflegt, gehegt, seiter geldamiedet und fester geknüpft wird. Dieser Solidarität verdankt es der aufmann, der Industrielle, der Acferer, wenn er in rubiger Arbeit sich fortschreitend entwickeln kann. Denn er hat auf die Zukunft Vertrauen, und das ist die Hauptsache. t, ineine Herren, sche mit absoluter Ruhe und Vertrauen m die Zukunft, fußend auf das Bild, das uns soeben entworfen wurde. Und in diesem in ftes apiter Die Sehnsucht trieb Djambet fchon nach wenigen Tagen wieder nach Batum. men, härte or Sia Laiton marte immer wieder trat ihm ihr Bild vor Augen, immer Dir nur dir foll mein Sers ge aber diese ruhigen Gedanken wollten nicht komreichen konnte, Cherif- Balcha von seinem Geschäfte abzufammeln, um ruhig zu überlegen, wie er es erEr war nach dem Feste heimgekehrt, bringen Bedingung mit mir belaubten Zweigen. fehen," flüsterte den reichMan ihn im Hause sehen: st Thamar frank?" fragte er leise. ,, Nein, aber sie darf ihre Gemächer nicht verlassen. Sie wissen wollen, wer den Verräter gespielt, so können Sie Cherif- Pascha ist außer sich nehmen Sie sich in acht. Wenn hat euch neulich belauscht, daher die eisige Kälte von heute. sitzt mit Hassan- Beg beim Brettfie Hinter er Was du billigst, noch so fern, Ist nach Tagen oder Wochen Aus der Fahne ihre Streiter. 3ph du's fethit griurn Wer du bist, zeigt dein Begleiter, Aus dem Knecht kennt man den Herrn. Gleich und gleich gefellt sich gern, Terschen feite faß. aufgeschossenen, blonden Hier sah sie ihn und er sie. Weg regelmäßig über den Nikolaikirchhof. grünen Joppe und der Mütze, die feck auf der linken HauptAne Mädchen fanden ihn einfach schneidig", den langblauäugigen Jüngling Waisenhauses in der Friedrichsgracht, nahm seinen Fort mit der festen Vertrauen erhebe ich mein Glas und trinke auf die Zukunft, das Blühen und Bedeihen der Stadt Hamburg, des Norddeutschen Regatta- Vereins und aller sachtklubs. Die Stadt Hamburg hurra, burra, hurra!( In ähnlicher Weise wie der Kaiser haben wir im Leitartifel unserer letzten Nummer: Olympische Spiele der Gegenwart" die Bedeutung des Sports, speziell des Wassersports, für die Annäherung der Völker gekennzeichnet. D. Nc d.) Nab und fern. A Hohenzollernfiege bei der Unterelbe- Regatta. Bei der rom Norddeutschen Regatta- Verein veranstalteten Unterelbe. Regatta bei Curhaven, die bei ziemlich stürmischem Wetter tattfand und zum erstenmal seewärts ging, trugen sowohl der Kaiser wie Prinz Heinrich erste Preise davon. Des Kaisers Segeljacht„ Meteor" errang den Ehrenpreis der Stadt Hamburg, Prinz Heinrich auf Orion" den Ehrenpreis des Kaisers. Der Kronprinz, der die Wettfahrt auch der Iduna" mitmachte, ging hinter Meteor"," Hamburg und ngomar" als vierter durchs Ziel. A Gine Bismarckgesellschaft für Deutschland ist in Stendai gelegentlich einer großartigen Bismarckfeier, an der mehr als 2000 Personen teilnahmen, gegründet worden. Der Sitz der Gesellschaft ist Stendal. Ihre Ziele erstrecken sich vor allent auf Mehrung der Bestände des Bismarckarchivs und Museums zugleich mit der Schaffung eines monumentalen Prachtgebäudes in Stendal zur Unterbringung der Bismarckschätze u. s. w In den Vorstand wurden u. a. Oberbürgermeister Werner, Landgerichtspräsident Chuchul und Dr. Segelfen gewählt. Namhafte Beiträge von Korporationen wurden be reits zugesagt. Am Abend des Sonnwendtages fanden in vielen Orten Deutschlands Bismarcffeiern statt. Bei der Bismarcksäule am Hamberg in der Nähe von Friedrichsruh, die von der deutschen Studentenschaft errichtet und am 21. Juni vorigen Jahres eingeweiht wurde, wurden die Sonnwendfeuer zum erstenmal entzündet. Hamburger alte Herren" brachten einen imposanten Fackelzug. A Französisches Kasernenschiff gesunken. Im Hafen von Toulon sank plößlich das alte hölzerne Kriegsschiff., Mars" das mit den gleichfalls veralteten Fregatten Souverain", „ Tarn“ und„ Eylau" als Kaserne für die Kolonialtruppen diente. Glücklicherweise erfolgte der Untergang am Tage, während die auf dem Mars" untergebrachten Mannschaften zu Lande übten. Man vermutet, daß die in den alten Holzschiffen massenhaft wühlenden Ratten den Mars" leck gemacht haben. Das gleiche Los hatte vor einigen Jahren die Fregatte ,, Belle- Poule", die 1840 die Leiche Napoleons von St. Helena nach Frankreich brachte, und nachher als Flaggschiff an der Einfahrt der Alten Darse zu Toulon lag. Das Sparkassenbuch im Grabe. In Kapolnas( Ungarn) wurde ein Ehepaar Barta wegen Grabschändung und Reichenberaubung verhaftet. Vor zwei Wochen war in Kapolnas der Wirtschaftsbeamte Dionys Ambrozovics gestorben. Aus der Hinterlassenschaft war ein auf 20 000 kronen lautendes Sparkassenbuch verschwunden. Bald darauf wurde das Buch bei der Anstalt von Barta präsentiert. Die eingeLeiteten Recherchen ergaben, daß Barta gemeinsam mit seiner Frau das Grab des Verstorbenen erbrochen hatten, da ihnen allein bekannt war, daß sich das vermißte Sparkassenbuch in Salonrock befand, mit welchem man den Toten bekleidet batte. Ein schwerer Eisenbahnnnfall ereignete sich auf der Strecke Leinefelde- Dreysa. Ein Güterzug entgleiste. Der Heizer ist tot, der Maschinenführer ist schwer verletzt. Das übrige Personal konnte sich durch Abspringen vom Zuge retten. † Das Aufgebot eines Luftmörders. Der als mutmaßlicher Mörder der kleinen Lucie Berlin verhaftete Arbeiter Berger ist auf ein eigenartiges Mittel verfallen, sich die Hauptbelastungszeugin vom Halse zu schaffen. Er hat sich am Mittwoch, 15. Juni, mit der Friseurin Liebetrut, in deren Wohnung er verhaftet wurde und wo der Mord begangen sein soll, auf dem Berliner Standesamt aufbieten lassen. Am selben Tage, als Berger vormittags das Aufgebot bestellte, fand nachmittags die erste Haussuchung in der Wohnung der Liebetrut statt; die lettere wurde ebenfalls in Haft genommen, aber bald wieder freigelassen. Man wird in der Annahme wohl nicht fehlgehen, daß Berger durch die gerade in den kritischen Tagen der Untersuchung bewirkte Anmeldung des Aufgebots seiner Verlobten eine gesetzliche Handhabe bieten wollte, ihr Zeugnis gegen ihn verweigern zu können. Dies scheint dem Verdächtigen hinterher freilich nicht gelungen zu sein, denn bisher soll die Liebetrut ja mit ihrer Wissenschaft in keiner Weise zurückgehalten haben. Zum Charlottenburger Leichenfund wird weiter gemeldet, es bestehe Grund zu der Annahme, daß der verhaftete Masseur Köhler unter der Wucht der Nachwirkungen seines Verbrechens und seiner unheimlichen Umstände in Verfol gungswahnsinn verfällt. Die gesetzliche Strafe, die Köhler erwartet, wird verhältnismäßig sehr gering sein. Er wird wegen Beihilfe zum Verbrechen gegen das feimende Leben, eventuell auch wegen fahrlässiger Körperverletzung mit tödlichem Ausgang bestraft werden. Zu dem Raubmord in Crottendorf, dem der 26jährige Gemeindekassierer Dietze zum Opfer fiel, wird weiter berichtet, daß der Raubmörder, Polizeiwachtmeister Schramm, den größten Teil des geraubten Geldes in Höhe von 5579 Mark auf dem dortigen Friedhofe vergraben hat. Man entdeckte den wertvollen Fund in einer leicht mit Erde bedeckien Bigarrenfiste verborgen unter einem Blumenstock im Grabhügel seines Vaters. Es fehlen demnach nur 740 Mark, die Schramm offenbar mit sich genommen hat. Zuerst hatte er die Absicht, das Geld unter dem Grabhügel seiner verſtorbenen ersten Frau zu vergrafen, doch wurde er hieran durch das Hinzukommen von Kirchhofsbesuchern gestört. Jedenfalls hat der Verbrecher den Friedhof nur als vorübergehenden Aufbewahrungsort seines Raubes benutzen wollen; der Kirchhof wird daher polizeilich bewacht. Von dem flüchtigen Raubmörder fehlt noch immer jede Spur. Man vermutet, daß er sich inzwischen durch Selbstmord der irdischen Gerechtigkeit entzogen hat. Die Schreckenstat eines Jrrsinnigen kostete in Bordighera vier ahnungslosen Menschen das Leben. In der dortigen Kaserne erschoß ein plötzlich wahnsinnig gewordener Karabiniere einen Kameraden, richtete darauf das Gewehr aus dem Fenster auf den Vorplatz und tötete zwei Zivilisten und ein fünfzehnjähriges Mädchen. Hierauf verbarrikadierte der Rasende sich im Zimmer und konnte nur mit größter Mühe unschädlich gemacht werden. ○ Drei Kinder verbrannt. In Bretthau, Kreis Zwickau, fanden die drei kleinen Kinder des Müllers Hähnel auf furchtbare Weise ihren Tod. Die Eltern waren ausgegangen und hatten die Kleinen, die im Alter von 6, 3 und 1½ Jahren standen, allein gelassen. Das älteste Kind zündete nun, wie es das wahrscheinlich öfter von der Mutter gesehen hatte, unter Benußung von Petroleum Feuer an und im Nu stand es selber und seine Geschwister in Flammen. Hilfe kam zu spät. Ein Polizeiwachtmeister als- Raubmörder. Eine furchtbare Bluttat ist in der Landgemeinde Crottendorf im Erzgebirge verübt worden. Der 43jährige verheiratete Polizeiwachtmeister Schramm, der mit seiner Familie das dortige Gemeindeamt allein bewohnt, hat den 26jährigen Gemeindefassierer Dieße mit einem Beil erschlagen und dann den Kassenschrank beraubt. Diete sollte einer Sitzung des Sparkassen- Ausschusses beiwohnen. Als er nicht erschien, begab sich der Gemeindevorsteher persönlich nach dem Gemeindeamt, um nach dem Verbleib des pflichttreuen Beamten zu forschen. Das Amtsgebäude war jedoch verschlossen. Nunmehr holte der Gemeindevorsteher noch einige AusschußmitTinder berbei und man mar chen im Begriff, durch ein Fenster einzusteigen, als Wachtmeister Schramm erschien und die Haustür öffnete. Die Eintretenden bemerkten nun, daß der Kassenschrank wohl geschlossen, nicht aber verriegelt war. Auf eine Bemerkung hierüber entfernte sich der Wachtmeister, und verschloß von neuem die Haustür, so daß der Gemeindevorsteher und seine Begleiter eingeschlossen waren. Es wurde mun eine Durchsuchung des Amtsgebäudes vorgenommen. Sierbei wurden verschiedentlich Blutspuren entdeckt, schließlich fand man im verschlossenen Abort die schrecklich zugerichtete Reiche des Kassierers. Dem Mörder sind über 6000 Mark in die Hände gefallen. Die sofort aufgenommene Verfelgung des Flüchtigen ist bisher erfolglos geblieben. Die Ehefrau fann über den Verbleib des Mannes keine Auskunft erteilen, da er sie nach ihrer Angabe vor der Tat aus dem Hause gejagt hat. Der erschlagene Kassierer wollte am nächsten Tage mit der Tochter eines Posamentenfabrikanten Berlobung feiern. A Feuer in einem Irrenhause. In dem Irrenhause von Bicetre brach, wie aus Paris gemeldet wird, an fünf Stellen gleichzeitig Heuer aus. Die Kranken in dem Flügel der Gemeingefährlichen konnten nur mit größter Anstrengung gerettet werden. Der Sachschaden ist ziemlich beträchtlich. Das Feuer soll von einem Geisteskranken angelegt sein, der bereits vor Jahren einen Mordversuch gegen einen Anstaltsarzt verübt hat. Opfer des Bergsports. Bei einer führerlosen Besteigung des Doldenhornes verunglückten drei Hörer der Medizin aus Bern. Zwei fielen in einen Gletscherschrund, der britte kam verlegt nach Kandersteg, von wo eine Hilfsmannschaft abging. Man fand die beiden Abgestürzten schwer verletzt. Nachdem man sie in eine Unterkunftshütte gebracht hatte, starb der eine von ihnen, der Student Keller aus Neuenburg. † Familiendrama. Ein furchtbares Familien drama hat sich in Zürich ereignet. Während des Schlafes ermordete der Landwirt Isler seine Frau und seine elfjährige Tochter im Bette, indem er ihnen vollständig die Schädel zerschmetterte. ssler hängte sich dann auf. Das Motiv der Tat iſt unbekannt. Gegen die Hinrichtung mittelst Elektrizität wendet sich ett energisch die amerikanische Presse. Der Raubmörder Schiller, der dieser Tage in Columbus im Staate Ohio mitelst Elektrizität hingerichtet werden sollte, wurde von den Aerzten zweimal tot erklärt, erwachte aber immer wieder und erlag erst einem Strom von 1800 Volts, der eine volle Minute auf seinen Körper einwirkte. Ein zweites Mal verJagte der Apparat bei der Hinrichtung des Negers Thomson, ber 18 Minuten auf dem elektrischen Stuhle zubringen mußte, ehe ihn der fünfte elektrische Strom tötete Wegen Doppelehe verhaftet wurd in Wien die Frau des Bezirkshauptmanns Herway v. Kirchbach in Mürzzuschlag. Sie hatte diesen im Vorjahre auf Grund gefälschter Dokumente als angeblich geschiedene Baronin Lüßow geFeiratet. In der Tat ist sie aber noch verheiratet. Sie ist die Tochter eines Taschenspielers Bellay aus Charlottenburg. vermucntes. [ Ein neues Schlachtverfahren für Geflügel] ist in Bern eingeführt worden und hat beim Publitu.. großen An flang gefunden. Auf dem Geflügelmarkt steht ein mit einer blutroten Müze und sauberen weißen Schürze bekleideter Mann vor einem Tischchen, dessen Mitte eine Art Geflügel, guillotine überragt. Jeder Käufer eines lebenden Geflügels ist nun gehalten, dieses durch den Angestellten töten zu lassen. Dieser befeuchtet mit Wasser seine Fingerspitzen, um das Tier fester fassen zu können, betäubt es durch einen kunst. gerechten Schlag mit einem hölzernen Hammer auf den Kopf, faßt alsdann diesen mit der rechten Hand und legt ihn so an die Guillotine, daß das mit dem Fuß bediente, in einem Rohr herabgleitende Beil die Halsadern durchschlägt. Das ab fließende Blut wird in einer verdeckt gehaltenen Schüssel auf gefangen. Der Beamte gibt das getötete Tier zurück und erhält dafür einen geringen. Lohn. Es ist erfreulich, zu jehen, wie besonders unter Beihilfe der Behörden mit Erfolg ans Werk gegangen werden kann, um unnötige Qualen bei diesem nun einmal nicht zu vermeidenden Vorgang den Tieren zu ersparen. *[ Im strengsten Inkognito.] Der„ Kaiser der Sahara", Jaques I., aus dem edlen Hause der Lebaudy, macht wieder einmal von sich reden. Er reist, ganz nach Sitte seiner gefrönten Wahlkollegen, im strengen Inkognito und hat sich für seinen Aufenthalt in Brüssel den wohlklingenden Namen Marquis de Raven, Herzog d'Arleuf beigelegt. Dies In fognito hindert allerdings gewisse zudringliche Leute nicht, ihn zu belästigen. Das sind seine Gläubiger, wegen deren Machinationen er schon von London nach dem Haag übergesiedelt war. Besonders einer verfolgt ihn, ein gewisser Schamyl, der für Besorgung orientalischer Prunkgewänder eine kleine Rechnung von 150 000 Francs überreichte. Kaiser Lebaudy fand diese Rechnung übertrieben. Da sich Jacques I. aber in den neuen Gewändern bereits von einem Muselmanen probeweise hat huldigen lassen, so wird er sie am Ende gar bezahlen müſſen †[ Dragas Toiletten.] Demnächst gelangen in Belgrad bie Mobilien des Königs Alerander zur Versteigerung. Die Belgrader Polizei beschlagnahmte sämtliche Toiletten der Fönigin Draga, um eine etwaige Schaustellung zu verjindern. [ Ein lebendes Schachspiel] veranstaltete kürzlich der bekannte Newyorker Milliardär George. Gould in seiner sit Lakewood( Newjersey) belegenen Villa. Zwei berühm Experten, Charles L. Lindley und Professor Roser lettete das Spiel. Die Schachfiguren wurden durch 32 Knab dargestellt, die in sehr kleidsamen Kostümen des 15. Jah hunderts steckten, die Türme in Nittertrachten mit volle Rüstung. Zwei Herolde mit großen silbernen Trompete findigten den Beginn des Spieles und jeden einzelnen Bug an. Wenn eine Figur genommen wurde, so mußte der se Darstellende auf einer Seite der Reitbahn, in der gespict wurde, sich niedersetzen. Zum Schluß fnieten die Besiegt m ver dem Sieger, der sie mit gnädigem Handwinken aufstehn hieß. Das Spiel fand solchen Beifall, daß der Frauenschag. klub von Newyork dessen baldige Wiederholung plant. [ Beobachtungen eines Straßenbahnschaffners.] Gir amerikanische Zeitschrift bringt folgenden Bericht über Beob achtungen, die ein Trambahnschaffner an Fahrgästen ver. schiedener Nationen gemacht hat: Der Irländer schmunzelt beim Sammeln des Fahrgeldes, als ob er uns damit locken wollte, es für ihn billiger zu machen. Der Amerikaner fährt, wenn der Schaffner vor ihm steht, mit großer Wichtigkeit in die Tasche, wühlt eine Zeitlang darin herum und bringt schließlich eine handvoll Silbermünzen zum Vorschein, um dann endlich das Fahrgeld zu entrichten. Der Deutsche macht uns am wenigsten Mühe. Er hat seinen Nickel schon in der Hand, seitdem er den Wagen betreten hat, und gibt ihn auc ohne Säumen heraus. Beim Aussteigen herrscht ebenfalls ein bedeutender Unterschied. Der Irländer gibt erst im Tekten Augenblick das Zeichen zum Anhalten und wettert, wenn der Wagen nicht an dem gewünschten Blaze zum Stehen ge bracht wird. Der Deutsche rutscht schon zwei Minuten vor her auf seinem Size hin und her und blickt nach allen Seiten durchs Fenster, um rechtzeitig das Haltezeichen geben zu kön nen; verläßt auch den Wagen nicht eher, als bis er ganz still steht. Der Amerikaner dagegen springt, ohne Halten zu lossen, vom Wagen ab, bricht Arm und Bein und verklagt dann die Straßenbahngesellschaft auf Schadenersaz. Aus dem Gerichtsfaal. § Der Fall Eras. Das kriegsgerichtliche Urteil gegen den durch den Fall Asch- Pichler weiter bekannt gewordenen ehe maligen Einjährig- Freiwilligen Eras in München, gegen den seinerzeit vom dortigen Oberfriegsgericht auf vier Monate Gefängnis und Versetzung in die zweite Klasse des Soldaten. standes erkannt wurde, ist nunmehr vom bayerischen Senat am Reichsmilitärgericht in Berlin an die Vorinstanz zurüd gewiesen worden. Die letzte Instanz fand einen Rechtsirrtum darin, daß dem in dem Prozeß genannten Unteroffizier Jena die Publikationsbefugnis zugesprochen und Eras auch wegen Anbringung einer Beschwerde unter Abweichung von dem vorgeschriebenen Dienstwege schuldig gesprochen wurde. zum Eisenbahn- Regt. Affiftenz- Merzten die Herrmann( Gießen X Unfug. Gießen an dem Fensterscheiben, und Fensterscheibe eingewo frage an dem Ranal laterne zertrümmert auf der Tat erwischt A Bon beffische verfolgt: Bwange Entweicheng wegen macher Heinrich Her Elifabethe, geb. W Bechbetrugs vom Gr A Interna Zu dem nächsten So ftattfindenden großen Meldungen so zahl Rennen Vorläufe ftat und sicher startenden Europa, von Deutsch der Sieger des Gordo in Mainz ausgefahre Fahrer aus Gießen eingefchrieben, gerade werden. Die wunder fellung gelangen, we -Hoffentlich ift aud hohen Untoften beden ** Der Groß Der Großherzog von über die Rheinbri enter des Großherzog Aber der erhebende fürzte dem Wagen de night locker, bis die + Der Berei gebung hat an die z langen laffen. Darin Steuern( der Autom fleuer bei Uebernahme feuer im Falle des ferner genaue Prüfun einer neuen Rongeffion verfäufer zur Rongeffi ung für die Konzeffio Großherzogtums ohne differ der Gemeinden A Grünberg, Samstag, den 25. Gemeinderats aufgeftellt worden: und einem Ratheder. Balfer um Gehalt Stammler und R Rindigung des Sch prechender Vergütun 5. Begung einer Feldgeschworenen für bäude- Eigentümer in der Goffen. 8. Ein gung zur Aufstellur Hause. 9. Gesuch in Dobos um Beitr um Entbindung bo Simmentaler Bucht :) Gleiberg. legen Sonntag rege fo benannt nach d feierte fein 25 jäh Mittagszeit die er gefolgt waren, or durch das mit b Dem Feftzuge b § Wegen Beleidigung der Herzogin Sophie Charlotte von Oldenburg, der ältesten Tochter des Großherzogs, wurde der Chefredakteur der„ Braunschweigischen Landeszeitung", Dr. Eugen Siecke, zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Er hatte einen Artikel veröffentlicht, in dem hämische Bemerkungen daran geknüpft wurden, daß die Prinzessin megen plötzlicher Erkrankung einen längeren Aufenthalt an der Riviera nehmen mußte. In der Verhandlung stellte der Verteidiger den Antrag, Freiherrn v. Plettenberg in Washington und die Herzogin Sophie Charlotte vernehmen zu lassen. Die Herzogin habe Herrn v. Plettenberg herzliche, innige Neigung geschenkt, und das sei der Grund gewesen, weshalb Freiherr v. Plettenberg nach Washington versett worden sei. Zweifellos habe auch das Verweilen der Herzogin an der Riviera dazu dienen sollen, die im Herzen der Herzogin entfachte Liebe zu ertöten. Aufgefallen sei auch, daß der Großherzog von Oldenburg im März d. J. nach Washington gereist sei, wo er drei Tage geweilt und jedenfalls eine per sönliche Unterredung mit Herrn v. Plettenberg gehabt habe. Auf Antrag des Staatsanwalts wurde der Beweis abgelehnt, da er für die Beurteilung der Sache belanglos sei. Wenn eine Fürstin, in deren Adern auch menschliches Blut rolle, einem hochachtbaren Kavalier ihre Neigung schenke, so sei darin nichts zu finden, sondern es könnte einer so hochstehen den Dame nur zur Ehre gereichen. Das Gericht fand in den Andeutungen des Artikels eine gröbliche Beleidigung der Ehre der Prinzessin. Die darin gemachten Unterstellungen beruhten durchaus auf unwahrheit. § Die Ermordung des ungarischen Abgeordneten Eremit, der am 5 Januar in Nagy- Kikinda auf offener Straße von zwei Bauernburschen getötet wurde, findet jetzt ihr gericht liches Nachspiel vor dem Schwurgericht in Szegedin. Eremith, der in seiner Vaterstadt Nagy- Kikinda als Advokat tätig war, hatte einen Prozeß gegen die Familie der beiden Angeklag ten, der Brüder Mladen und Georg Sibul gewonnen und diese, wie sie behaupten, dadurch uni ihr ganzes Vermögen gebracht. Sie beschlossen, sich hierfür zu rächen, und führten dies aus, indem sie Eremits in bestialischer Weise durch Ne volverschüsse verlegten und ihn dann mit eisernen Stangen toffchlugen. Lokales. 23. Junt 1904. A Der Großherzog hat am 20. Juni dem ordent lichen Professor der Gynäkologie und Direktor der Frauen flinik an der Landes- Universität Dr. Johannes Pfannen stiel zu Gießen den Charakter als Geheimer Medizinalrat verliehen. *** Das Regierungsblatt vom Samstag enthält eine Bekanntmachung der Bestimmungen über den Bau und die Einrichtung der Schulräume und Lehrerwohnungen. Bei den Neubauten von Schulhäusern und, soweit es die Verhältnisse gestatten, auch bei wesentlicher Abänderung oder Erweiterung vorhandener Schulbauten sollen die neuen Be stimmungen, die eine zeitgemäße Reform der aus dem Jahre 1876 stammenden bisherigen Vorschriften darstellen, alsbald in Anwendung gebracht werden. X Die Landesuniversität Gießen zählt in diesem Sommersemester 1093 Studierende, zu denen noch 2 Hospitantnnen, 42 Hörer und 7 Hörerinnen kommen, sodaß also die Gesamtfrequenz 1144 beträgt. 694 Studierende stammen aus Hessen, 56 aus dem Auslande. *** Der außerordentliche Professor der Mathematik an der Universität Gießen Dr. Jos. Wellstein hat, einen Ruf für die gleiche Stellung an die Universität Straß burg erhalten, wo er früher als Privatdozent gewirkt hat *** Militärdienst nachrichten. Oberleutnant Poly im Inf. Regt. Kaiser Wilhelm( 2. Gr. Hess.) Nr. 116, W den Ver Cigarren, Ernst& Special- Ges Gro Illustriert Musikalie Spezia illa. Bei Beri ofeffor Hojer Lete um Eisenbahn- Regt. Nr. 2 fommandiert. Befördert: zu Assistenz- Aerzten die Unterärzte: Schwarzkopf und Herrmann( Gießen.) en durdy 32 tuimen des 15. ertrachten mit t filbernen rom jeden einzelnen 9 rde, so mußte de bahn, in der g tnieten Sie Bee Sandwinfen auff Daß der Fraueni erholung plant. ahufchaffners.] en Bericht über an Fahrgästen Irländer fhm × Unfug. In der verflossenen Nacht wurden zu Gießen an dem Schulgebäude in der Nordanlage 3 Fensterscheiben, und an einem Hause in der Löberstraße 1 Fensterscheibe eingeworfen. Auch wurde in der Johannestraße an dem Kanalbau eine dort angebrachte Sicherheitslaterne zertrümmert. In den 3 Fällen wurden die Täter auf der Tat erwischt und zur Anzeige bebracht. ▲ Bon hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: 3wangszögling Georg Eimer aus Gießen wegen Entweichens vom Großh. Kreisamt Gießen; Korb macher Heinrich Herth aus Gedern und dessen Ehefrau Elisabethe, geb. Wehrum, aus Ober. Widdersheim wegen Bechbetrugs vom Großh. Amtsanwalt zu Gießen. ber uns damit Der Amerikaner großer Wichtigte in herum und b n zum Vorfein n. Der Deutschen nen Nidel fchon in bat, und gibt ihn igen herricht eben ander gibt erit in ten und wettert, Plate zum Stehen on zwei Minute blidt nach allen& tezeichen geben f er, als bis er ga ingt, ohne Hol nd Bein und Schadenersat otsfaal. tliche Urteil gege fannt gewordenn in München, gegen richt auf vier te Klasse des Sol bom bayerischen die Vorinstan and einen Recht ten Unteroffizier S und Eras au Abweichung be gesprochen wurde Sophie Charlotte Broßherzogs, wurde schen Landeszeitung Gefängnis verurte cht, in dem hami daß die Prinze ängeren Aufenthalt Verhandlung stellte de n v. Plettenberg e Charlotte bernehme Plettenberg berli i der Grund gefen Washington erweilen der Her n Herzen der Her en sei auch, daß d. J. nach Washingt nd jedenfalls eine p ettenberg gehabt ha der Beweis abgeleh belanglos fei. enschliches Blut rol eigung schente, fo te einer so hochstehe Gericht fand in d iche Beleidigung chten Unterstellung bgeordneten Gren f offener Straße t ndet jegt ihr geri in Szegedin. Gremil Is Advokat tätig wa der beiden Angekla Sibul gewonnen up hr ganzes Vermög u rächen, und führ scher Weise durch nit eijernen Stang 23. Juni 1904 D. Juni bem orde irettor ber Fran Jannes Pfanne Heimer Medizind metag enthält ben Bau und brerwohnung nb, soweit es r Abänderung o en bie neuen er aus dem Ja barftellen, aleb Gießen zählt zu denen n Srerinnen fomma 694 Stubieren de. er Mathematil ftein bat, ei iberfität Straf gent gewirft ha 1. Oberleutno t. Seff.) Nr. 116 19 A Internationales Radrennen Gießen. Zu dem nächsten Sonntag auf dm Gießener Sportplage stattfindenden großen Rad- und Motor- Wettfahren sind die Meldungen so zahlreich eingelaufen, daß in den einzelnen Rennen Vorläufe stattfinden müssen. Unter den Gemeldeten und sicher startenden befinden sich die Meisterfahrer von Europa, von Deutschland, von Hessen und Rheinland, ferner der Sieger des Gordon Bennet- Preises, welcher am 12. Juni in Mainz ausgefahren wurde. Für das Motorfahren für Fahrer aus Gießen sind viele bekannte Gießener Herren eingeschrieben, gerade dieses Rennen wird ein hochinteressantes werden. Die wunderbaren Preise, welche morgen zur Ausftellung gelangen, werden sicherlich großes Aufsehen erregen. Hoffentlich ist auch der Besuch ein guter, um die enorm hohen Unkosten decken zu lönnen. *** Der Großherzog und das Brückengeld. Der Großherzog von Hessen fuhr dieser Tage im Automobil über die Rheinbrücke in Mainz, wobei der Wagenlenker des Großherzogs vergaß, das Brückengeld zu bezahlen. Aber der erhebende" Mann war auf seiner Hut. Er fürzte dem Wagen des hessischen Landesvaters nach und ließ nicht locker, bis die Nickel entrichtet waren. + Der Verein der Wirte in Mainz und Umgebung hat an die zweite Kammer eine Vorstellung gelangen lassen. Darin wird die Abschaffung verschiedener Steuern( der Automaten- und Klaviersteuer, der Umzugsfteuer bei Uebernahme eines anderen Lokales, der Konzessionsfteuer im Falle des Todes des Ehemannes für die Witwe), ferner genaue Prüfung der Bedürfnisfrage bei Erteilung einer neuen Konzession, Heranziehung sämtlicher Flaschenbierverkäufer zur Konzessionierung und eine einheitliche Besteuerung für die Konzessionserteilung in den drei Provinzen des Großherzogtums ohne Rücksichtnahme auf die Bevölkerungsziffer der Gemeinden verlangt. A Grünberg, 23. Junt. Für die auf kommenden Samstag, den 25. d. Mts., abends 8 Uhr, anberaumte Gemeinderats- Sigung ist folgende Tagesordnung aufgestellt worden: 1. Anschaffung von neuen Schulbanten und einem Ratheder. 2. Gesuch der Induſtrielehrerin Frl. Balser um Gehaltserhöhung. 3. Gesuch der Feldschüßen Stämmler und Kreuder um Gehaltserhöhung. 4. Die Kündigung des Schuldieners; hier Zurücknahme bei entsprechender Vergütung für Reinigung des neuen Schulsaales. 5. Beseßung einer Marktwacheftelle. 6. Vorschlag eines Feldgeschworenen für Jakob Haas III. 7. Eingabe der Gebäude- Eigentümer in der Barfüßergasse um Umpflasterung der Gossen. 8. Eingabe des Friedrich Repp um Genehmigung zur Aufstellung einiger Fichtenbäumchen vor seinem Hause. 9. Gesuch des Vorstandes der deutschen Heilstätte in Davos um Veitritt. 10. Eingabe des Karl Jöckel VIII. um Entbindung von dem Vertrag betr. die Haltung des Simmentaler Buchtbullen. - (:) Gleiberg. In der alten Gleibergfeste herrschte am lezen Sonntag reges Leben. Der Gesangverein, Hermannus", so benannt nach dem edlen Grafen Hermann von Gleiberg, feierte sein 25 jähriges Stiftungsfeft. Nachdem schon zur Mittagszeit die ersten Vereine eingetroffen und später andere gefolgt waren, ordnete man sich um 2 Uhr zum Feftzug durch das mit vielen Fahnen 2c. reich geschmückte Dorf. Dem Festzuge voran schritt die altbewährte Krofdorfer H | Kapelle und ließ ihre muntern Marschweisen eischallen. Tann folgten der Reihe nach: der festgebende Verein, die mit Blumen und Schärpen prächtig geschmückten Festjungfrauen, Liedertafel- Launsbach, Eintracht- Vezberg, Turnverein Krofdorf, Germania- Krofdorf, Männergesangverein- Gleiberg, Frohsinn- Vezberg, Frohsinn- Kinzenbach, Eintracht- Krofdorf, Salzböden. Auf dem Feſtplage im Garten der Wirtschaft Bum schwarzen Walfisch" angekommen, hielt Herr Lehrer Loch an die Festrede und nach der Festrede überreichte Frl. Minna Protextor im Namen der Jungfrauen dem Verein eine tostbare Fahnenschleife und sprach dabei folgende Worte: Seht! diese Schleife sei in fünftigen Tagen ein Schmuck für Fahne prächtig Kleid! So lange diese Schleife Du wirst tragen Die Kameradschaft der Deinen auch gedeiht. Der Himmel sende dem Vereine Segen! Und diese Schleife, von der Jungfrau Hand, sie möge Euch umschlingen allerwegen,- als Eintrachtzeichen nnd als Friedensband. Der Vorsitzende Wilhelm Winter dankte und zeichnete 4 Sänger wegen ihrer 25 jährigen Mitgliedschaft durch Diplome aus. Der festgebende Verein sang den Begrüßungschor und dann nahm das Singen der einzelnen Vereine seinen Fortgang. Die von ihnen vorgetragenen Gesänge waren ebenso gut eingeschult wie vorgetragen. Das fröhliche Treiben erreichte nach den Gesängen seiren Höhepunkt, als von der festlich geschmückten Tribüne die Tanzmusik erschallte. Bei eintretender Dunkelheit stellten Mitglieder des Krofdorfer Turnvereins Marmorgruppen bei bengalischer Beleuchtung; auch wurde ein hübsches Feuerwerk abgebrannt. - - - = Gedern. An dem Bahnbau Gedern Grebenhain gehen die Arbeiten nur langsam von statten, da man überall auf große Basaltmassen stößt, die gesprengt werden müssen. So wird gegenwärtig an einem tiefen Einschnitt zwischen Hartemannshain und Bermutshain gearbeitet. Es ist fraglich, ob die Bahn bis zu dem vorgesehenen Termin 1905 vollendet werden fann. Vom Hoherodskopf. Der Hauptausflug des Vogelsberger Höhenklubs findet am Sonntag, 3. Juli, auf den Hoherodskopf statt. Von 12 Uhr mittags ab wird auf dem Berge Konzert und geselliges Zusammensein abgehalten. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, den 21. Juni 1904. Der frühere cand. theol. G. aus Laubach ließ sich zum Zwecke des besseren Fortkommens von seinem Freunde Technicker E. zu Ilmenau ein Zeugnis anfertigen, das mit einem falschen Namen unterschrieben wurde. G. erhielt auf Grund dieses Zeugnisses eine Stellung, es stellte sich aber bald die Fälschung heraus, weshalb beide wegen Urkundenfälschung in Haft genommen wurden. E. wurde nach 5tägiger Haft wieder entlassen, während G. in das Gießener Arrefthaus verbracht wurde. Nach der heutigen Beweisaufnahme wurde auch G. entlassen; das Urteil soll jedoch erst nach 8 Tagen verkündigt werden. Erdarbeiter Johann Savelli aus Provaglio( Italien) und die Arbeiterin Margareta Hebbel aus Ortenberg sind angeklagt, der Witwe Dehler von Bermuthshain Kleidungsstücke und Schmuckwaren in erheblichem Werte entwendet zu haben. Während S. in der Voruntersuchung verschiedentlich Angaben machte, welche die H. sehr belasteten, nimmt er heute alles auf sich, was zur Folge hat, daß die H. freigesprochen und er zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt wird. Der Landwirt Wilhelm Alles von Grüningen wurde durch das Schöffengericht Lich wegen Pfandveräußerung zu 5 Tagen Gefängnis verurteilt. Er hat eine durch den Gerichtsvollzieher gepfändete Kuh verkauft. Die von ihm eingelegte Berufung wird kostenpflichtig zurückgewiesen. Der Totengräber Johann Heinrich Ledermann von Lich und dessen zwei Söhne waren wegen eines Holzdiebstahls veranzeigt. Das Schöffengericht Lich verurteilte den Vater und den einen Sohn zu fleinen Gefängnisstrafen. Dieses Urteil wurde anf ergangene Berufung auch von der Straffammer bestätigt. Auf Betreiben der Angeklagten wurde aber das Verfahren wieder aufgenommen, das auf Grund der Beweisaufnahme heute zur Freisprechung sämtlicher Augeklagten führt. Marktberichte. > Klein Felda. Hier hat sich gestern Mittwoch Morgen. 0.80-1.00, Sühner per Stüd Mr. 1.30-1.40, Hahnen, per der Konrad Geiß durch Erschießen den Tod geçeben. Er stellte sich auf den oberen Hausgang und fiel nach Ubergabe des tötlichen Schusses dann die Treppe hinunter. Seit Menschengedenken ist ein derartiger Fall in unserem Ort niat vorgekommen. + Alsfeld. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Alsfeld beging am Sonntag die Feier ihres 50jährigen Bestehens. Die gesamte Bevölkerung nahm lebhaften Anteil am Ehrentage ihres freiwilligen Feuerwehrforps, ebenso betätigten die benachbarten Wehren durch ihr zahlreiches Erscheinen gute Kameradschaft. 14 auswärtige freiwillige Feuerwehren waren erschienen, von Eudorf, Kirtorf, Homberg, Groß- Felda, Windhausen, NiederOhmen, Lauterbach, Grünberg, Schotten, Almenrod- Sickendorf, Gießen( Gail'sche), Bußbach, Friedberg, Bad Nauheim. Homberg und Lauterbach hatten eigene Mufiftorps mitgebracht. Die Stadt prangte im Flaggenschmuck, am Vormittag fand unter Leitung des 1. Kommandanten Rößner eine Uebung des Alsfelder freiwilligen Feuerwehrkorps statt, dec die auswärtigen Wehren beiwohnten. Die Geräte der Jubiläums- Züge, unter ihnen die alte Saugspriße aus dem Jahre 1854, trugen Eichenlaubschmuck. Der Festzug am Nach mittag bot ein glänzendes, buntbewegtes Bild, an seiner Spize fuhren Equipagen mit den Veteranen der Zunft, den mit Ehrenzeichen geschmückten ehemaligen Feuerwehrmännern, dann folgten die staatlichen und städtischen Behörden und die sämtlichen Wehren. Auf dem Festplatz sprachen Herr Regierungsaffessor Dr. Reiz namens der Regierungsbehörde, und Bürgermeister Arnold übermittelte in herzlichen Worten die Glückwünsche der Stadt. Nach Eintritt der Dunkelheit wurde ein glänzendes Feuerwerk abgebrannt. > Marburg. Der Vorstand der medizinischen Boliflinit Professor Ernst Romberg, hat einen Ruf an die medizinische Klinik in Tübingen angenommen. Gießen, 19. Junt. Auf dem heutigen Wochenmarlt lofteten Butter per Pfd 100-1.10 Mr., Sühnereier per Stück 5-6 Bfg., Enteneier St. 7 Pfg. Räse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per 2tter 32 Pfg., Tauben per Paar Stüd 0.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse per Pfd 65-70 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 70-80 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 62-68 Pfg. per Pfb. Schweinefleisch 60-72 ẞig. Schweine fleisch gesalzen per Pfund 0.76 Pfa., Kalbfleisch per fd. 68-76 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 6.00 Mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 7.00-10.00, Kirschen 15-20 Pf. per Pfd. Aepfel per Centner 20-25 Mr. Milch per Liter 18 Pfa. Dauer der Marktze von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Gegen flände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhantt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzett im Umherziehen fetlgeboten werden. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 24. Juni. Meist heiter, bei tälterer Nacht tagsüber wärmer, fortdauernd trocken. Näheres durch die Gießener Wetterfarte. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es können eingestellt werden: 1 jüngerer Schmied, 1 Schlosser, 1 jüngerer Metalldreher, 1 Wagner, 2 Glaser, 4 Schreiner, 4 Schneider, 2 Weißbinder, 2 Maler und Lackierer, 10 Dienstmädchen gegen hohen Lohn für hier und auswärts, 1 Laufmädchen, 2 Lauffrauen. Behrlinge: 1 Buchbinder, 1 Tapezier, 1 Kaufmann, 1 Bäcker. Es suchen Arbeit: 1 Heizer, 1 Maschinenschlosser, 1 Wäscherin, 1 Flickerin, 1 Bureaudiener, 1 Bureaugehilfe. Lehrlinge: 1 Tapezier. Verantwortlich: für den politischen, vermischten und unterhaltenden Teil Albin Klein Gießen; für den lokalen Tell Karl Klose, Grünberg. Geschäfts- Eröffnung. Wir geben hierdurch ergebenst bekannt, dass wir mit dem heutigen Tage Herrn C. Herber, Seltersweg 58 ( am Volksbad- Eingang) den Verkauf unserer Cigarren- und Tabakfabrikate übertragen haben. Wie in den übrigen ca. 60 Filialen Deutschlands, unterhalten wir auch hier neben unseren eigenen Fabrikaten reiche Auswahl in ausländischen Cigarren, Cigarretten und Tabaken. Um geneigten Zuspruch bitten Hochachtungsvoll Lindau& Winterfeld. Fabriken in Magdeburg, Halberstadt, St. Andreasberg etc. Ernst Cballier( Rudolphs nachf.) Giessen. Zum neuen Saalbau Donnerstag, den 23. luni: Lahnkalk- Industrie GrossenSpecial- Geschäft für Musikwaren aller Art. III. Abonnements- Konzert Linden- Giessen. Auswahl, solide Preise. Illustrierte Preisverzeichnisse gratis und franko. Musikalien- Handlung und-Leihanstalt Spezialität: Billige Ausgaben. ausgeführt von der Inhaber: Carl Haas junior. Gießen. Ringofen- Kalkwerke. Kapelle des Inf.- Regts. Kaiser Wilhelm( 2. Gr. Hess.) Nr. 116 Grau- Weiß- Stückkalk ſowie Sackkalk unter persönlicher Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Anfang 8 Uhr. Eintritt 50 Pfg. ftets vorrätig. Telephon: Kalfwerke Nr. 200, Kontor Nr. 282. Sonntag, den 26. Juni, nachmittags 3 Uhr auf dem Sportplatz an der Hardt Grosse internationale Rad- Rennen. Bekanntmachung. Bet der am 16. Juni 1904 vorgenommenen planmäßigen Verlosung wurden auf 1. Oktober 1904 folgende Schuldverschreibungen der Stadt Gießen zur Rückzahlung bestimmt: a. vom 1890er Anlehen: Lit A. 121, 148, 172, 188 B. 11, 26, 98, 134, 158, 289 " " == C. 38, 80, 88, 131, 181, 267, 281, 295, 387 D. 41, 64, 97 11 Ziehung 6., 7., 8., 9. Jull Freiburg. Münster Lose à 3.30 M. Porto u.Liste 30 Pfg. extra. 12184 Geldgewinne ohne Abzug | 322500 Hauptgewinne: Mark M. 100.000 40.000 zu 2000 Mr. " 1000 500 " " 300 " f " E. 79, 112, 115 200 " f " b. vom 1892er Anlehen. Mo. Lit. F. 32, 74, 101 2000 Mt. " M. 20.000 " G. 2, 34 1000 " " H. 5, 13, 49 500 Mo. " " J. 24 300 1 à " " K. 39 200 2 à 5000 3.000 5.000 6.000 " " 2 à 2000 4.000 1000 5.000 10 009 20 000 10 090 Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Einlösung dieser Schuldverschreibungen und zwar bom 1890er Anleyen: bei der Stadtkasse Gießen und bei der Dresdener Bank Frankfurt a. M. vom 1892er Anlehen: 5 à 20 à 500 200 à 100= 200 à 50= 1000 à 20= 20 0: 0 2000 à 10= 20 000 8750 à 6 52 500 Freiburg.Lose versendet: Haupt- Debit bei der Stadtkaſſe Gießen und bei den Bankhäusern Ad. Müller& Co. A. Heichelheim- Gießen, Ephraim Meyer& Sohn- Hannover, Meyer& Plaut Kassel und Gebrüder NeustadtFrankfurt a. M. erfolgen fann und daß die Verzinsung mit Ende September 1904 aufhört. Aus der vorjährigen Verlosung ist noch nicht zur Rückzahlung vorgelegt worden Lit. C. 222. Gießen, den 20. Juni 1904. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Betr.: Die Besetzung einer Schreibgehilfenstelle bei Großh. Polizeimt Gießen. Bekanntmachung. Bei der unterzeichneten Behörde ist die Stelle eines Schreibgehilfen alsbald zu besetzen. Geeignete Bewerber wollen sich binnen 8 Tagen unter Angabe ihrer Gehaltsansprüche schriftlich melden. Gießen, den 23. Juni 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen.. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Nordanlage zwischen Neustadt und Steinstraße von Freitag den 24. I. Mts. an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 20. Juni 1904. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Marltlaubenstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Gteßen, den 22. Juni 1904. Großh. Polizeiamt Gießen.1 Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 21. Mai 1. Js. angeordnete Sperre der Crednerstraße, zwischen Hofmann- und Klinikstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 21. Juni 1904. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Arbeitsvergebung. Die Weißbinder- und Glaserarbeit für die [ aufende Unterhaltung der Stadtknabenschule soa Mittwoch, den 29. Juni d. I., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei Angebote auf Vordruck, der uns zur Einsicht offen. daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. - Gießen, den 23. Juni 1904. Städtisches Hochbauamt. J. V.: Altvater. Lahn- Kalk- und Marmor- Jndustrie August Gabriel junior, Kalkwerke: Abendstern. - Telefon 84. Jederzeit frischgebrannten Grau- und Weisskalk in Stücken nnd foln gemahlen. Prima Hartbrand- Ziegelsteine. Darmstadt, Rheinstrasse 14. Lose in Giessen zu haben bei Philipp Weiler, Markt 1, Richard Semmler. Cig. Seltersweg 25, Buchacker, Neuen- Bäue ll, Wilhelm Gg. Carl Volk, Cig., Grünbergerstrasse 4. Adler: Apotheke Frankfurtal Trierischer Platz 16 Central- Versandstelle in- u. ausländisch. Specialitäten Glänzend u. geschmeidig das Haar zu erhalten ist keine Kunst. Täglich einige Tropfen von unserem China- Klettenwurzel- Oel auf die Haare verrieben, erzeugt ein weiches und selbst in den ersten Anfängen des Ergrauens tiefdunkles Haar. Preis per Flasche nur 1.- Mk., geg. Eins, von M. 1.40 franco. Beneidet find Ale, die eine zarte, weiße Haut, rofiges, jugendfrisches Aussehen u. ein Gesicht ohne Sommersprossen u. Hautunreinigkeiten haben, daher gebrauchen Sie Radebeuler StedenpferdLilienmilch- Seife echt á Stück 50 Bfg. bei: Apolf Bieler, Giesscn Makulatur hat abzugeben Verdingung von Bachräumungsarbeiten. wie zur Räumung der Horloff von Hof- Grak bis zum Abschlag an der Utphe- Berstädter Gemarkungs grenze; sowie des Lahn- und Niedgrabens erforderlichen Arbeiten, veranschlagt im ganzen zu rund 6300 mt. XXXXXX XXX follen in einer größeren Anzahl Lose durch öffentliches Ausgebot an Ort und Stelle vergeben werden. die Expedition. zweifißig schön Sportwagen, 1.Wheeler Wilson- Nähmaschine billig zu verkaufen. Adresse an die Erb d. Bl. erb. Yn der Schlackensteinfabrik unserer Sophienhütte finden 20 Arbeiter dauernde Beschäftigung. Meldung bei dem Pförtner der Sophienhütte, Wetzlar. Buderussche Eisenwerke, Wetzlar. Einen tüchtigen Schmiedegesellen sucht sofort Schlofferet in Nieder- Ohmen, Heinrich Börger Kr. Alsfeld. Wochenlohn 5-8 Mt Ein braver Junge in die Lehre sucht Wilhelm Schmitt I. Glasermeister. Kanzleiberg 7 Gießen. 5 bis 6 tüchtige Arbeiterinnen für dauernde Beschäftigung auf sofort gesucht. Auch werden jederzeit Lehrmädchen angenommen. Anna Kramer Robes und Konfektion. Gießen, Loeberstraße 11, pt. Zusammenkunft am Montag, den 27. Juni, vormittags 72 Uhr bei Hof- Graß. Gießen, den 20. Juni 1904. Großherzogliche Kulturinspektion Gießen. Wißmann. Sonnenschirme jetzt zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Casseler Schirmfabrik Giessen, Seltersweg 9. Telegramm Auf zum Gasthause zur alten Post Walltorstr. 24. Inhaber: Wilh. Schneider. Mache die geehrten Einwohner von Gießen und Umgegend auf: merksam, daß ich von Mittwoch, den 22. Juni bis Dienstag, den 28. Juni im Hofe des Gasthauses zur alten Vost zwei Waggonladungen Emaillewaren, bestehend aus sämtlichen Haus- und Küchengeräten, zum Verkauf ausstelle. Zum Beispiel ein großer Boften Spülmannen 70 cm 4 m., 65 cm 3.50 mt., 60 cm 3 mt.. 55 cm 2.50 mt. 50 cm 2 Mf., 45 cm 1.50 mt. pro Stüd. ferner Teigschüsseln mit Griffen, das Stück von 1 Mt an und höher. Kaffeekannen, Tee Fannen von 20 Bfg. an und höher. Wasserkannen von 20 Bfg. an und höher. Eßteller 3 Stüd 20 Bfg. Schwere Wassereimer 90 Pfg. 28 cm. Toilett Eimer mit Holzgriff 2 Mt. Nachtgeschirre von 30 Bfg. an bis 50 Pfg. Schaum- und Schöpflöffel von 10 bis 20 Bfg., Kerzenleuchter 20 Pta.. 3 Stück 50 Bfg., ferner einen großen Posten Gesucht per sof. in ein Kurhaus Wasserkessel, Stielkasserollen, Bratpfannen, Suppen- und GemüseKaffeeföchin, fowie e. Küchenmädchen g. g. L. Frau Schmidt, Schloßgasse 15, Gießen. Gesucht eine einfache evangelische Wirtschafterin selbständig in einf. u. f. Küche, Backen, Einmachen, tüchtig in allen Zweigen des Haushalts, selbsttätig, zuverlässig und ordnungsliebend. Biktoria- Droa., Marktstraße 5,2 In Giessen: Ph. Weiler. Gg. Carl Volk. Letzte Wohltätigkeits Geld- Lotterie desStrassb.- Neud Arbeiterheims Ziehung sicher am 23. Juli Nur Baar Geld! 2490 Gew. ohneAbzug Mk. 41000 1 à M. 1 à M. 15000 6000 3 à 1000 3000 425 zus.= 2060 zus. = $ 9500 = 7500 Los 1 M. 11 Lose 10 Mk. versendet das Gen.- Debit J. Stürmer, Strassburg i. E. Langstrasse 107. Port.u.List. 25Pf. RheumatismusIn Giessen: Richard Buchacker. W Semmler. u. Gicht- Kranken, theilt un= entgeltlich mit, was ihrer lieben Mutter nach jahrelangen gräßlichen Schmerzen sofort Linderung und nach kurzer Zeit vollständige Heilung brachte. Marie Grünauer, München Pilgersheimerstr.2 II Hausmädchen und Wafchfrau gehalten. Off. mit Gehaltsansp., Eintrittszeit und Photographie u. Nr. 4626 an die Erv. d. 8. erb. Eine kleine nachweislich rentable Schüsseln, Kaffeetassen, Kumpen, Salz- und Mehlfäffer, Rodonformen, Reib ifen, Trichter, runde und ovale Waschbecken, Fischkocher, Spargelvorhanden. De halb versäume niemand, seinen Bedarf gut und focher, Kochtöpfe. Sämtliche Artikel sind von jeder Größe und Farbe bidig zu decken. Ich sehe einem geneigten Zuspruch entgegen Hochachtungsvoll Frau Karl Dorp aus Elberfeld. But vermteten Ein wahrer Schatz Schottstraße 7 Dreizimmerwohnung ver 1. Juli zu berm Näheres bei Bäckermſtr. Schomber, Gießen, Walltorstr. Schöne Wohnung, Wirtschaft 6 Bimmer mit Badezimmer, Balvon jungen strebsamen Geschäfts leuten baldigst zu mieten gesucht. Off. mit Preisangabe u. E. 0, 4645 an die Exp. b. Bl erbeten. 6000 Mart auf ein neues Geschäftshaus per fofort oder 1. Juli mit 4 Proz. Zinsen gesucht. Gefl. Angebote unter 4634 an die Erp. d. Bl. erbeten. fon, Veranda, Elektrische Lichtanlage u. s. w. Weftanlage 49, eine Treppe hoch, vom 1. Juli ab zu vermieten. Gießen. Möbl. Zimmer zu vermieten mit oder ohne Pension. Näheres Wetsteingasse 7. für alle durch jugendliche Verirrungen Erkrankte ist das berühmte Werk: Dr. Retau's Selbstbewahrung 82. Aufl. Mit 27 Abbild. Preis 3 Mark. Lese es Jeder, der an den Folgen solcher Laster leidet. Tausende verdanken demselben ihre Wiederherstellung. Zu beziehen durch das Verlags- Magazin in Leipzig, Neumarkt 21, sowie durch jede Buchhandig. ¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤ Flinker Hausbursche fann sofort eintreten in der Buchdruckerei dieser Hoher Nebenverdienst 3eitung. d. Vertrieb leicht verf. Artifel. J. Müller, Jlversgehofen- Erfurt D August Kilbinger, Giessen, Seltersweg 19. - Telefon 276. Größtes Kinderwagen- Geschäft am Plah. Enorme Auswahl in allen Preislagen. Erstklassige Fabrikate von Kinderwagen, Sport wagen, Leiterwogen, und Krankenfahrstühlen. Ständiges Lager von 200 Stück Kinderwagen. Auf Wunsch Katalog. ein Sträußchen faufen will. Du, Ernst, am Tor ist übrigens Aimez, buvez, chassez " Du bist und bleibst ein Don Juan. Na, tomm, alter ein ganz famoses Blumenmädel." Beide verließen bald darauf die S wol Meine Devise it consi les soins. Yehrreicher Tag; ich habe mit meinen Freundschafi Gefühlen ein fammer. liches Fiasko gemacht; denn ich war im Berasser Egoismus war. Ich wollte bon meiner Seele geben an einen, der keine Seele zum Wiedergeben hat, sondern nur nehmen wollte, erschachert. Ich war sehr unsantbar gegen dich, aber dop. zu geben, wo auf der anderen Seite nur Liebe nehmen wollte wie eine Ware, die auf dem Markte mas ich gefehlt. unz - 140 Donnerstag, den 23 Junt. hessische Familienzeir 1904. Deftion Gießen gesetzten irme nfabrik g 9. ein ganz famoses Blumenmädel." ein Sträußchen kaufen will. Du, Ernst, am Tor ist übrigens lehrreicher Tag; ich habe mit meinen Gefühlen ein jämmer. liches Fiasko gemacht; denn ich war im Begriff Freundschaft zu geben, wo auf der anderen Seite nur krasser Egoismus Du bist und bleibst ein Don Juan." " I wo! Meine Devise ist nur: Aimez, buvez, chassez war. Ich wollte von meiner Seele geben an einen, der keine les soins. Na, komm, alter Moralprediger." Seele zum Wiedergeben hat, sondern nur nehmen wollte, Beide verließen bald darauf die Konditorei. Liebe nehmen wollte wie eine Ware, die man auf dem Markte erschachert. Ich war sehr undankbar gegen dich, aber doppelte Liebe soll gut zu machen versuchen, was ich gefehlt. Nun frage aber nicht weiter; es war mein erstes Geheimnis und soll auch das letzte bleiben." Es war abend geworden, den Tag über war es drückend heiß gewesen, nun wehte ein frischer Wind, und die Straßen Berlins bevölkerten sich mit einem Male. Alles drängte und strömte nach dem Thiergarten, der in seinem kühlen Schatten, fern von dem Gewühle der Weltstadt, daliegt. Die Blätter rauschen leise im Abendwind, die meisten Vögel sind schon zur Ruhe gegangen. Silbern glizern die Thautropfen an den Blumen und den feingezackten Farren und Gräsern. Die Sonne wirft ihre lezten Strahlen durch die dicht belaubten Eichen und Buchen und malt gigantische Schatten auf die Grasteppiche. Hoch oben ein Stückchen blauen Himmels. Hier und dort leuchten die Marmor- und SandsteinGruppen durch das dunkle Grün, und gedämpft klingt das Konzert aus dem Krollschen Garten, der in seinem buntfarbig schillernden Lichtermeer daliegt, herüber. Liebespärchen wandeln auf den einsamen Gängen und Alleen, und manch' liebend Wort, manch' zärtliche Liebkosung, manch' Treueschwur wird getauscht: ,, Da hat für eine Ewigkeit Schon mancher sich verschworen, Und schnell wie Blum' und Sonnenschein War Lieb' und Treu' verloren." ,, Sie haben mich lange warten lassen, Frau Johanna!" sagte Doktor Schäffer zu Frau Wolfram, die eben durch der Thiergarten auf ihn zukam, und wollte ihre Hand an seine Lippen ziehen. Was wollen wir an dem schönen Abend beginnen? Würde eine Spazierfahrt wohl Ihren Beifall fin. den?" Damit rief er eine vorüberfahrende Droschke an. ,, Lassen Sie, Herr Doktor, ich möchte gern ein Viertel. stündchen mit Ihnen plaudern, und das kann man im Gehen besser als im Fahren!" Was ist Ihnen nur, Frau Johanna, sind Sie mir böse? Auf Ihrer weißen Stirn liegen Falten, und Ihre lieber blanen Augen blicken ernst und trüb! Ach, wenn es in meiner Macht läge, so dürfte nur Glück und Sonnenschen daraus blizen!" und damit versuchte er seinen Arm um ihren schlan= fen Leib zu legen. ,, Herr Doktor!- Noch singt die Nachtigall nicht das Brautlied, und die Trauben sind doch nicht so bequem zu pflicken, als Sie meinten, Sie Siegesgewisser! Diesmal traf Ihre Voraussetzung nicht zu; wohl mochte ich Sie gern, denn ich hielt für Fleisch und Blut, was eitel Maske war, aber es wäre Ihnen wohl doch nicht so leicht gefallen, mich zu erobern! Und nun noch zum Schluß! Haben Sie in Zukunft mehr Achtung vor dem Weibe! Man kann von den Schlechten nicht schlecht genug, aber auch von den Guten nicht gut genug denfen! Nur muß man vorher fein unterscheiden, zu welcher Art das betreffende Weib gehört. Nur nicht vom Schein sich täuschen lassen! Ich war sehr unbedacht und hatte den Kopf boll romantischer Grillen; aber nichts in der Welt wäre eine so beilsame Medizin für mich gewesen, als die Worte, die ick bente abend in der Konditorei aus Ihrem Munde hören mußte. Möge Ihre Liebe, ich meine, Ihre wahre Liebe, der fo teiner entgeht, nie auf eine fallen, die Ihnen mit gleicher Dze zahlt, wie Sie zu geben gewohnt sind." Fort war sie, ehe er sich von seinem Erstaunen erholt oder br etwas hätte erwidern können. . Berdammtes Pech," murmelte er, da bin ich nicht blos ordentlich abgefallen, sondern noch dazu gründlich abgefangelt worden. Und ich soll Glück bei Frauen haben!" Damit schlug er den Weg nach den Belten ein, um seinen Brod in einem Schoppen„ Echten" zu ertränken. Richard, ich hab' dich ja so lieb, so sehr lieb," sagte am fen Abend desselben Tages Frau Wolfram zu ihrem Mann durg schluchzend ihr Haupt an seiner Schulter. Uber Kind, was ist dir nur? Du bist so crregt; ist dir band etwas passiert?" Ba, aber bitte, frag' nicht darnach, du lieber Mann; wozu by Stnummung trüben? Es war heute für mich ein sehr „ Siehst du Kleine, das kommt davon, wenn man zu andern Göttern aussieht, als zu seinem Hausgott. Ich habe wohl die Courmacherei von Dr. Schäffer gesehen, mich aber fest auf dich verlassen und mir gedacht: Bekommt sie wirklich eine Lehre, so ist's ihr heilsam." ,, Du lieber, lieber Mann, es soll dich nicht gereuen." „ Nun Hanna, hör' auch von mir eine Neuigkeit. Denk' dir nur, ich habe die Bürgermeisterstelle in..... erhalten; im Oktober trete ich das Amt an, und dann wirst du dich nicht mehr über das Alleinsein zu beklagen haben. Was sagst du dazu, du blondes Lieb?" Nichts weiter, als daß ich glücklich, so glücklich bin." Nun komm' und gib mir dein Glas, ich werd's wieder füllen, und dann wollen wir anstoßen auf unsere Liebe! Sie lebe und blühe!" WITZ HUMOR Aus unseren Badeorten. Ein Badegast fragt einen Efeltreiber: Wie viel Esel sind hier?" Der Gefragte antwortete:„ Darin richten wir uns nach der Zahl der Kurgäste. Je mehr Kurgäste, desto mehr Esel haben wir hier." * Ein bekannter Komponist befand sich in einer Gesellschaft, in welcher eine Dilettantin Lieder sang, deren Stümperhaftigkeit über alle Zweifel erhaben war. Die Dame trat auch vor den Künstler hin und kündigte ihm an, daß sie eines seiner Lieder soeben singen wollte.„ Aber," setzte sie mit affettierter Ziererei hinzu,„ ich habe so große Furcht."„ Und ich auch," versetzte der Komponist trocken. Die beiden Nüancen. Der große Mime B. gastierte einst am Stadttheater zu P. als Othello.„ Hören Sie mal," sagte der berühmte Künstler in der Probe zu dem Darsteller des Jago, als die große Szene zwischen beiden im dritten Akte kam, hier habe ich eine Nüance, auf die noch kein Othello bisher gekommen ist. Wenn ich Sie nämlich bei den Worten: Beweis', Schurke usw." an die Gurgel pace und zu Boden werfe, dann spucke ich Ihnen ins Gesicht; das wird einen ganz kolossalen Effekt machen." " Ja, dös is famos," entgegnete in seinem österreichischen Dialekt der Darsteller des Jago, in dieser Szene hab' i halt auch eine Nüance, die i no von kein' Jago weiter g'seh'n hab: Wann Sö mir nämlich ins G'sicht g'spuckt hab'n, da steh' i halt auf und hau Ihnen a ganz g'hörige Watschen herunter. Passen's auf, Kollege, was dös für an' kolossalen Effekt machen wird." Auch eine Frage. Herr( zum Heiratsvermittler):„ Ich möchte mich gern verheiraten, aber nur mit einem Mädchen, das ich lieben kann."- Heiratsvermittler( ihm eine Photo graphie vorlegend): Hier habe ich was ganz ausgesucht Feines, zwanzigtausend Taler, die Hälfte bar, erst sechsundzwanzig Jahre alt laut Taufſchein, nur zehn Prozent Proviſion für mich-- ( ungeduldig):„ Nun, lieben Sie die noch nicht?" Gut erzogen.„ Nun, da du jetzt konfirmiert bist, so darfst du dich nicht mehr mit deiner früheren Schulkameradin, des Krämers Tochter, duzen," hatte eine hochmütige Mutter ihrem Kinde Emma gesagt. Nun wollte aber Emma ihrer Freundin noch ein Stammbuchsblatt schreiben und wählte:" Befiehl dem Herrn deine Wege," schrieb aber eingedenk der Worte der Mutter:" Befehlen Sie dem Herrn Ihre Wege und hoffen Sie auf ihn allezeit." Nr. 140 Donnerstag, den 23 Junt. 1904. Oberhessische Familienzeitung. Tägliche Unterhaltungs- Beilage der Gießener Neueste Nachrichten. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); verantwortlich: Albin Klein. 17. Fortsekung.) Die Adjaren. Originalroman von Arthur Gundaccarv. Suttner. ете Keine Sorge! Lazar, der allwöchentlich mit Obst von Skalta kommt, ist ein gewandter und verläßlicher Bursche, und gäbe es Dringendes, so weiß ich mir hier jemand, der sicher ist." Ich danke dir, Achmed, und ſei überzeugt, daß ich dir den Dienst entgelten werde!" ,, Um mich neuerdings zum Schuldner zu machen?- Nein, derlei Dienste verlangen keinen Lohn." Djambek drückte dem Muezzin die Hand und verließ das Häuschen. Er beschloß, bei Artschil die Nacht zu verbringen, um früh am nächsten Morgen den Heimweg anzutreten. Eine volle Woche verging, ohne daß er Nachricht erhielt, und die Ungeduld, die Besorgnis, daß schlimme Dinge vor sich gingen, versetzten ihn in einen Zustand fieberhafter Erregung. Elisba, sein Freund und Nachbar, deſſen Hochzeit er mit seinen Gästen beigewohnt hatte, sprach eines Tages bei ihm vor, als er auf dem Weg nach Batum war. Kann ich dir etwas besorgen?" fragte er nach gegenseitiger Begrüßung. " Ich fahre nach der Stadt und werde voraussichtlich morgen auf dem Rückweg vorbeikommen." Freilich hätte Diambek um sein Leben gern den Freund mit einer Sache beauftragt, aber wie sollte er es anstellen, vhne dabei Verdacht zu erregen und die Person, von der er so sehnlich Nachricht erwartete, bloßzustellen. Wenn Du Zeit fändest," sagte er endlich zögernd, in der Hafen- Moschee vorzusprechen und dich nach Aschmed zu erfundigen? Es wäre nur zu befragen, ob er keine Nachricht für mich hat." ,, Gut, ich werde nicht vergessen. Weißt du schon das Neueste?" Djambek schüttelte den Kopf. „ Ich erfuhr gestern, daß sich der Kaimakam geäußert haben soll, der schönste und fruchtbarste Teil meines Beſizes gehöre von rechtswegen dem Staat. Das ist eigentlich der Grund, warum ich nach Batum fahre, obzwar er sich bisher gehütet hat, etwas Aehnliches in meiner Gegenwart zu Sagen. " Unsinn," versetzte Djambek. Ebenso gut könnte er behaupten, mein Haus sei sein Eigentum." ,, Nun, ich finde, Vorsicht schadet nicht. Ich will mir eine behördliche Beſtätigung der Rechtmäßigkeit meines Besizes Eben jenen Teil hat mein Großvater vom geben lassen. Staat gekauft- ich kann aber kein Papier finden, welches auf diesen Kauf Bezug hat, und da halte ich es für geraten, augenblicklich die Sache in Ordnung zu bringen, obwohl auch Zeugen am Leben sind, welche beim Abschlusse gegenwärtig waren." „ Vielleicht tust du recht, dich vorzusehen, aber es ist doch faum glaublich, daß der Kaimakam eine im vorhinein berlorene Sache aufnehmen wird." „ Er hat schon Unglaublicheres geleistet. Nun, wir wer( Nachdruck verboten.). den sehen; ich kann es auch nicht glauben.- Lcb wohl, dein Auftrag soll nicht vergessen werden!" Am nächsten Nachmittag kam Elisba von seiner Exkursion zurück. Das ist eine Langeweile, wenn man mit den Behörden zu tun hat!" sagte er ärgerlich. Ich glaubte, es würde genügen, wenn ich Cherif- Pascha einfach den Sachverhalt dar stellte aber weit entfernt davon. Er bedeutete mir, daß der richtige und gesetzmäßige Weg der wäre, die Sache bei meiner unmittelbaren Behörde in Gang zu bringen, und als ich ihm zu verstehen gab, daß ich allen Grund hätte, bei AliBeg nicht anzuklopfen, so wußte er mir keinen anderen Rat als den, einen Rechtsgelehrten zu beauftragen, in meinem Namen mit dem Kaimakam zu verhandeln. Ich hatte sehr Lust, dem guten Mann zu sagen, daß es mit seinem Verstand nicht weit her ſei, wenn er nicht begreife, daß ich mir unmög lich von demselben Mann mein Recht verschaffen könne, der mir eben dasselbe streitig macht allein, was hätte es geholfen? Vielleicht war mehr böser Wille als Dummheit dabei; ich ließ ihn daher stehen und begab mich zu deinem Oheim Artschil. Dieser machte sich sogleich mit mir auf den Weg, um nachzuforschen, ob sich nicht bei der Behörde ein Papier vorfände, das meinen rechtmäßigen Besitz bestätigt- aber denke dir drei große Gemächer von oben bis unten mit Aftenbündeln angefüllt! Dieser Arbeit, Blatt für Blatt durchzunehmen, waren wir doch nicht gewachsen, und so sah ich mich denn wirklich gezwungen, einen Menschen anzustellen, der das Dokument herauszufinden trachtet, falls ein solches überhaupt vorhanden ist. Ich kann nun rechnen, daß Wochen darüber vergehen werden, und dann erfahre ich noch möglicherweise, daß nichts vorgefunden worden ist, was meine Angelegenheit betrifft." Das ist sehr ärgerlich," versetzte Djambet. Ja, so geht es bei uns; statt daß die Behörde die Einsicht hätte, zum Nuk und Frommen jener eingesetzt zu sein, die ihre Erhaltungskoſten tragen, kehrt sie die Sache um und meint, wir seien dazu da, von ihr gedemütigt und geknechtet zu werden; die verkehrte Welt, lieber Elisba!" " Ich war, wie du gewünscht, bei Achmed, doch habe ich dir nichts von ihm zu berichten. Er empfing mich sehr zurückhaltend und antwortete auf meine Frage, daß er nicht wüßte, was er dir überhaupt sagen zu lassen hätte." „ So?" versetzte Djambek unangenehm berührt. Hatte etwa Achmed sich die Sache überlegt und gefunden, daß es besser sei, sich nicht in eine Angelegenheit einzulassen, die Nein, das konnte Djambek mit Gefahr verbunden war? doch nicht glauben; eher war es Vorsicht gewesen; der Muezzin fonnte ja nicht wissen, ob Elisba wirklich im Namen des Freundes kam, ob er ihn nicht vielleicht im Auftrage der Gegner ausforschen wollte.„ Und sonst hast du nichts neues erfahren?" fragte er nach einer längeren Pause. Mangels anderer " Nichts von besonderem Interesse. Dinge spricht man in der Stadt davon, daß Cherif- Pascha blöklick n eniger gastfreundlich als sonst geworden sei. Früher oft Walltorftr. 24. nt m der. seinen Bedarf gut und jeber Größe und Farbe fen, Fischlocher, Spargel Neblfäffer, Rodonformen Suppen- und Gemüle ner einen großen Boften von 10 bis 20 Bi Nachtgeschirre von 30 Big ere Wassereimer 90 Pi fannen von 20 Pfg. an er. Kaffeekannen, Le ferner Teigschüffeln mit m 3 Mt.. 55 cm 2,50 M spiel ein großer Boften hen Haus- und Kün en Vest zwei Waggon Juni bis Dienstag, da Ben und Umgegend a egen tungsboll ne Elberfeld ipzig, Neumarkt 21, ilung. Zu beziehen durch mselben ihre Wiederherdet. Tausende verdanken Verlags- Magazin in In Folgen solcher Laster Mark. Lese es Jeder, der an Aufl. Mit 27 Abbild. Preis Selbstbewahrung erühmte Werk: Dr. Retau's Verirrungen Erkrankte ist das ür alle durch jugendliche Ein wahrer Schatz ie durch jede Buchhandig.) bursche ugbruderei dieser Giessen lefon 276. Schäft am plah Breislagen. anfenfahrfühlen. Gck Kinderwagen nderwagen, Sport atalog. Enth für Ob Regen CB Der Streitbare Abg beiligen Angriff gegen niden Parlamentsgesch Bersönlichkeit berzeichnet Antrag eingebracht, daß Ende mache, indem der der Königswürde für be den Brinzregenten Lui Antrags ist außerordent Gilettefrage, weil durc Bringregenten eine gro werden soll. In Baye jeuung, daß während ingsänderungen vorger icht ist indes die Tä feineswegs gehemmt. Monarch felber haben m pontichaft des Prinzen Bemerkbar macht, so en tatter des Prinzen un Sinficht hoffen, daß nun Cherif- Pascha demnächst doch zur Einsicht Aus diesem Anlaß wer higung des heutigen Zu denn in eingeweihten daß der Regent auch de er für sich und sein Haus Ronigs Borteile ziehen Zwar läßt sich nicht schweren Bedenken hat. die dauernde Unfähigkei Otto außer aller Frage in feinem Namen und s tragen. Vielleicht spric bei dem Anblick des W Königswürde auch auf d übertragen, entschieden indes hierüber feinerle ficht bedeutender Rechts jammenwirten aller ge gefüllt werden. Sie t iden Bestimmungen, n Berluft der Erbfolge o Man kann es aber ber Scheu vor einer solche jips haben. Denn in langung der Herrsche wirtung des Volfes b geschlossen und es fo bräuchliche Anwend werden. Das dürfte der bayerischen Verf einer unheilbaren G Hierzu kommt bedeutende Wellensd berruft. Insbesond die Königstreue und Monarchen besonders gezeigt, als am 10. Budwig II. in Schl machte, daß sein Of annt worden sei. gebung der oberbay als fich der König ränkte, strömte das um den König an se ju großer Liebe an glauben. Und nod Landbevölkerung Mann durchaus ni es durch den objektit haft finnlose Brach erwiesen ist. Alle rege und sprechen be fehr lebhaft mit. am empfehlenswerte und eine Aenderung natürlichen Verlauf Der In Petersburg Operationsbafis i tägigem Kampfe bolligen linglauben eine neuerliche russi läufig noch mit Bor Cine Safladt foll in der Zat fia nen zur dritten, Truppen unter Ge Weneral Kondraton Niutihang, form pontem in Nin soll sein Haus aller Welt offen gestanden haben, und jetzt empfängt er nur ein paar besonders gute Freunde. Man stellt allerlei Vermutungen an und behauptet, der Grund sei der, daß er von Stambul einen Verweis erhalten habe, weil er zu wenig streng auf die Einhaltung der mohammedanischen Gesetze achte." Djambet wußte sich die Sache anders zu deuten, aber er hütete sich, das Gerücht widerlegen zu wollen. Der Freund ging, und Djambek blieb seinen Gedanken überlassen, die durchaus keine erfreulichen waren. Spät am Abend wurde ihm Lazar gemeldet, der Mann, den ihm Achmed als geeigneten Boten bezeichnet hatte. In heftiger Erregung eilte Djambek hinab, um den Besucher mit sich ins Freie hinauszuführen. Lazar zog ein verschlossenes Papier aus der Bruſt: " Ich habe euch das zu übergeben." Hastig griff der andere darnach und reichte dem Boten ein Geldstück. Wann fährst du wieder nach der Stadt?" 2 " Anfangs der nächsten Woche." kommen werde. Achmeds Schwester, die vom Kaimakam verurteilt worden war, hatte ihre Gefängnisstrafe abgebüßt, und sie kehrte wiedes in ihr neues Heim zurück, um jedoch den Gatten in einem traurigen Zustand zu finden. Trotz sorgfamer Pflege, für die Djambek gewissenhaft gesorgt hatte, war das Leiden im Zunehmen geblieben, und man mußte sich mit dem Gedanken vertraut machen, daß der Kranke den Sommer nicht überleben werde. Die Auflösung kam sogar bedeutend schneller, als man gedacht; ein neuer Schlaganfall brachte die endgültige Entscheidung, und der arme Mann gab den Geist auf, ohne wieder zur Besinnung gekommen zu sein. Djambek stellte es nun der Witwe frei, zu bleiben, wo sie war, oder zu ihm in sein Haus zu ziehen, und sie entschied sich für das lettere. Sie bat den jungen Mann, ihm seine Wirtschaft führen zu dürfen das gab ihr Beschäftigung Der und Zerstreuung, und Diambek stimmte gerne zu. Bachthof, den sie unentgeltlich inne gehabt, wurde an andere Wärest du bereit, falls ich dich notwendig brauchte, dich Leute vergeben, den Ertrag mußte sie jedoch auf Djambeks auch früher nach der Stadt zu begeben?" ,, Gewiß." " Gut. Sollte ich dir nicht Nachricht geben, so bleibt es bei deinem gewöhnlichen Tage; nur vergiß nicht, regelmäßig bei Achmed vorzusprechen." Djambek ging wieder in das Haus zurück, um das Schreiben zu erbrechen; in einem Brief, der nicht unterzeichnet war, lag ein kleines Billet, welches der Empfänger zuerst vornahm; es enthielt nur die wenigen Worte: „ Obwohl von der Außenwelt abgeschlossen, geht es mir gut. Ich denke Dein. L." Ein Seufzer unendlicher Erleichterung und Wonne kam aus seiner Brust, und es dauerte einige Zeit, bis er sich entschließen konnte, das Billet neben sich zu legen, um das andere Papier zur Hand zu nehmen. Auch dieses war in aller Kürze abgefaßt: Beifolgend die erwartete Nachricht. Heute morgen war einer Deiner Nachbarn bei mir, ich zog es aber vor, ausweichend zu antworten, denn ich konnte nicht wissen, in welcher Absicht er zu mir kam. Wisse für die Zukunft, daß ich nur dem Red und Antwort stehen werde, der mir einen Beweis bringt, daß er in Deinem Auftrag kommt. Sendest Du also einen anderen Boten als Lazar, so möge er mir eine Deiner Patronen als Erkennungszeichen bringen; Du weißt, jene Silberpatrone, die Dein Vater noch getragen hat." Das Lebenszeichen von der Geliebten beruhigte Djambet wieder auf einige Tage. Er gab Lazar vor seiner nächsten Abfahrt ein Briefchen für Thamar nebst ein paar Zeilen für Achmed mit, und zu seiner Freude brachte der Bote wieder eine kurze Nachricht von Thamar. Von da an wurde der Briefwechsel ein regelmäßiger, und Djambek erfuhr nach und nach die Einzelheiten über Totias Verrat, des Paschas Zorn, feine heftige Unterredung mit Thamar und deren bestimmte Versicherung, Hassan- Beg niemals die Hand reichen zu wollen, welche Weigerung ihre Einsperrung zur Folge gehabt hatte. Russudan war speziell beauftragt, das junge Mädchen zu überwachen und darauf zu sehen, daß sich kein Unberufener nähere. Anfangs hatte Thamar über die ganze echt türtische" Geschichte, wie sie's nannte, gelacht und gefunden, dieses kleine Abenteuer in ihrem Lebensroman sei nicht ohne eine gewisse Würze; nun, da aber diese Abgeschlossenheit schon mehrere Wochen dauerte und mit Ausnahme Darias niemand zu ihr gelassen wurde, begann sie, die Sache über den Spaß zu finden. Das Blut der Mutter kam allmählich ins Kochen, und sie erklärte eines Tages ihrer Wächterin, daß sie sich viel zu wenig Türkin fühle, um diese Sklavenbehandlung länger zu ertragen. Wenn man dieses System nicht aufgebe, so sollte man eines Tages etwas Schlimmes erleben. Aehnliches teilte sie in Kürze auch Djambek mit, und ihre Klagen brachten ihn auf einen Gedanken, der immer mehr und mehr an Konsistenz gewann, bis er endlich eines Tages zum Entschlusse wurde: Wenn man es zu arg treibt, so entführe ich dich," schrieb er ihr, dann hat alles Beinigen ein Ende." Ihre Drohung Russudan gegenüber schien insofern doch bon Wirkung gewesen zu sein, als sie das nächstemal Djambek berichtete, man habe einigen Freundinnen aus der Stadt die Erlaubnis gegeben, sie zu besuchen. Diese Konzession hatte für den Monent schon etwas zu bedeuten, und es war zu ausdrücklichen Wunsch für sich einziehen. Die Tage gingen nun verhältnismäßig ruhig dahin, und Djambek begann immer mehr Hoffnung zu schöpfen, daß seine Herzensangelegenheit endlich die gewünschte Lösung finden werde. Thamar schrieb, daß sie ihre volle Freiheit wieder genieße, daß aber ihr Oheim immer seltener Gäste bei sich empfange. Der Streitpunkt, welcher den alten Mann so aufgebracht hatte, war von ihm mit keiner Silbe mehr erwähnt worden; er sprach, wie sie versicherte, wieder freundlich mit ihr, nur war es ihr lästig, daß Hassan- Beg fast die ganzen Tage im Hause zubrachte und ihr auf Schritt und Tritt begegnete. Einmal hatte sie sogar ihm gegenüber eine Anspielung gemacht, daß er sich vergeblichen Hoffnungen hingebe, dazu aber hatte er einfach nur gelächelt und sich stumm verbeugt, ohne zu erwidern, ob er sich dies gesagt sein lassen wolle, oder ob er doch die Hoffnung nicht aufgebe. Aus ihren kurzen Zeilen mit der einfachen Nachricht: „ Ich bin mohl", waren immer längere Briefe geworden, und auch Djambek brachte die vielen Gedanken, die er ihr widmete, zu Papier, so daß der Bote und der freundliche Vermittler ihren Auftraggebern immer umfangreichere Päckchen überreichten. Zwischen dem Kaimakam und Djambek war ein Waffenstillstand eingetreten. Nicht daß der erstere seine Nachsucht für befriedigt erklärt hätte, sondern er fand einfach trotz eifrigen Suchens nichts, womit er dem anderen einen Schaden zufügen konnte. Lange sollte indes dieser Zustand der Ruhe nicht dauern, denn eines Morgens kam Elisba in höchster Erregung zum Freunde geeilt: Denke dir, der Schuft, der Elende!" Nun, was ist geschehen? Von wem sprichst du? " Von wem anderem als von Ali- Beg. Er steift sich nun tatsächlich darauf, daß mein Besitz zum Teil Staatseigentum sei, und daß ich entweder dafür Pacht zu zahlen habe oder die Grundstücke abtreten müsse. Er selbst wagte es nicht, mir das ins Gesicht zu sagen, sondern sein Mudir brachte mir heute die Nachricht, als ich eben wegen Verlängerung des Vertrages mit meinem Pächter in Unterhandlung war." ,, Weißt du, was ich vermute? Der Unverschämte will dich einfach zwingen, ihm mit einem Tribut den Mund zu stopfen." ,, Das werde ich aber nicht tun, schon aus dem Grund nicht, weil ich dadurch stillschweigend zugäbe, daß er im Rechte ist." ,, Da tust du gut daran. Die ganze Sache ist ja eine Lächerlichkeit ein blinder Eifer von seiten Ali- Begs, der aber nicht den gewünschten Erfolg haben kann und wird." Ich möchte dich aber doch für alle Fälle bitten, an Artschil zu schreiben; ich halte es nun für geraten, das Nachsuchen des Kaufvertrages zu beschleunigen, denn du kennst unsere Zustände und weißt, daß sich die Wölfe erst dann gegenseitig auffressen, wenn sie keine andere Beute mehr finden. lange also Ali- Beg noch hier und der Pascha in Batum sein gutes Auskommen hat, wird dieser jenen nicht stören und ihm freie Hand lassen." ( Fortsetzung folgt.) So ( Schluß.) Gedächtnis bringt das größte Leid, Das jemals ward empfunden, Weil es dir zeigt die Herrlichkeit Der Dinge, die entschwunden. Bwei Rendez- vous. Novellette von Hansi Imeran. ( Nachdruck verboten.)' Die Philharmonie war dicht gefüllt, jede Couleur war im Saale vertreten. Auf die begeisterten Reden wurden kräftige Salamander gerieben, brausende Hochrufe erfüllten den Raum, kurz, es war ein echter, rechter Studenten- Kommers. Frau Johanna amüsierte sich köstlich. Lebenslust und Uebermut blißten ihr aus den Augen. Hanna, sieh nur den Blonden dort unten, der verschlingt dich ja förmlich mit seinen Blicken," raunte Else der Freundin zu. Jetzt erklang das Lied von der„ Lore am Tore", und bei dem Refrain hob der betreffende Studio sein Glas hoch zu Hannas Loge empor und sang: ,, Du bist mein Gedanke bei Tag und bei Nacht, Du weißt es, daß ich dich meine." Frau Johanna erhob sich unauffällig und vertauschte ihren Platz mit dem der Mutter ihrer Freundin. Wie verlegen wurde sie aber, als in der Pause der Bruder Elsens, mit dem Studio in ihre Loge kam. Erlaubt, daß ich euch mit meinem Freund, Doktor Lothar Schäffer, Lehrer am Realgymnasium, bekannt mache." " Lothar Schäffer", der Name Klang Hanna bekannt; sie sann und sann. Richtig, so hieß ja der Held ihres ersten Rendez- vous! Aber das war doch ganz unmöglich! Und dennoch; die Stimme, das Gesicht! Natürlich, er war es! „ Meine Gnädige, mir scheint, ich muß Ihr Gesicht schon irgendwo gesehen haben," wandte sich Doktor Schäffer an Frau Wolfram und entschuldigte sich wegen seiner Kühnheit. ,, Das glaube ich wohl," entgegnete sie ihm, wir beide haben uns schon einmal ein Stelldichein an der Petrifirche gegeben!" Und nun gab sie der erstaunt zuhörenden Gesellschaft die Geschichte ihres ersten Rendez- vous zum Besten. Als die Fidelitas begann, ging die Familie nach Hause, und Frau Johanna wußte ihrem Mann nicht genug von dem schön verlebten Abend zu erzählen... ** Liebste Frau Johanna! Ich muß endlich einmal allein mit Ihnen sprechen. Seien Sie barmherzig und kommen Sie, wenn Ihnen meine Ruhe and mein Glück etwas am Herzen liegt, am Sonnabend abend im 9 Uhr an den Wrangelbrunen. Ihr Sie innigst verehrender unglücklicher Lothar. Hanna hatte den Brief mindestens schon ein Duzendmal Jelesen; sie wußte ihn Wort für Wort auswendig. Nun legte sie ihn aus der Hand. Was wagte ihr dieser Mensch zu bieten! Wie durfte er ihr in solcher Weise schreiben? Sie hatte ihn nach jenem Abend öfter bei der Freundin getroffen, dann war er ihnen im Theater begegnet, hatte Richard kennen gelernt und so in Verkehr mit ihrem Hause getreten. Er gefiel ihr, sie leugnete es nicht. Sein frisches, feces, etwas ironisches Wesen, das noch immer an den alten Korpsstudenten mahnte, seine über mütige Lebenslust im Verkehr fesselten ihn. Er hatte sie manchmal mit der Freundin zu einem SpaBiergang abgeholt; ihr Bücher und Blumen gebracht. Ja, jedesmal, wenn er fam, brachte er ihr ein Sträußchen ihrer Lieblingsblumen. Der Umgang mit ihm wirkte sicher belebend und erfrischend auf sie ein. Seine zärtliche, aber stets so diskrete Fürsorge tat ihr mobl, jetzt war sie doch nicht mehr so viel auf sich angewiesen. Ihr Mann hatte nie solche Aufmerksamkeiten für sie gehabt, dieser hatte für dergleichen Unsinn, wie er's nannte, feinen Sinn. War's ein Wunder, daß sie sich oft in Gedanken mit dem anderen beschäftigte und sich in ihrem Innern sein Bild idealer malte, als es in Wirklichkeit war? Ihre lebhafte Phantasie tam ihr dabei zu Hilfe, und so lebte sie sich in den Gedanken hinein, daß er ihr Freund, ein uneigennütiger Freund sei, der nur für sie zu sorgen begehrte, um keinen anderen Lohn, als den, den Freundschaft geben kann. Sie gewöhnte sich allmählich in Gedanken an ihn, in herzlicher Freundschaft, wie sie das Gefühl, ſich ſelbſt betrügend, nannte. Da tam sein Brief. Sie sann und grübelte. Gewiß, der Arme hatte sie lieb, und er war unglücklich, daß sie nicht mehr frei sei. Er tat ihr leid. Ob sie hinging? Eigentlich war sie es ihm schuldig. Sie würde ihm Trost zusprechen und ihn bitten, ihr Freund zu bleiben. Aber was würde Richard dazu sagen? Pah, ob der sich darüber Sorgen machen würde, er würde sie am Ende einfach auslachen! Zudem hatte er jetzt ganz andere Dinge im Kopf, denn er bewarb sich um die Bürgermeisterſtelle in... Der arme Lothar, warum mußte er sich auch in sie verlieben! Wie freudig würde manch' braves Mädchen, welches nicht gebunden war, sein Herz und seine Hand annehmen! Ja, Vielleicht! Doch nein, solch ein Gedanke schon beleidigt ob er denn Herz und Hand verschenken wollte? ſein ehrliches Gemit! In der Konditorei von W. in der Königgräzerstraße waren alle Pläge auf der Terrasse besetzt. In den Innenräumen war's leer. Doch nein, in der Ecke des kleinen Zimmers rechts sitzt eine schlanke Frauengestalt im langen Staubmantel und dichten Schleier. Es ist Frau Johanna. Unruhig war sie schon lange vor der Zeit von Hause fortgegangen. Es ist noch nicht ein halb acht Uhr. Da kamen zwei Männer die Treppe herauf. Den einen muß sie doch kennen! Es ist Lothar! Also auch ihn litt es nicht zu Hause! Da stand gerade ein Pärchen, welches dicht vor Hanna gesessen, auf, und die beiden Herren nahmen an dem Tische Platz. Das Fenster nach der Terrasse ist offen, und so siten sie dicht vor ihr, ja, sie kann, wenn sie sich vorbeugt, sogar hören, was jene sprechen, während sie selbst durch den Pfeiler gedeckt ist. Einer unbezwinglichen Neugier folgend, beugt sie sich vor. ,, Sag' mal, Lothar, wann trittst du denn deine Urlaubsreise an? Ihr habt doch schon seit vierzehn Tagen Ferien! willst du etwa die Poesie des verlassenen Berlins ſtudieren, oder hält dich ein schön' Mägdelein in Banden?" „ Ein Mägdelein nicht, sondern eine Frau." Du Unglücksmensch, wohl ein Wittib?" ,, Nein, eine junge, hübsche Frau, die ziemlich glücklich verheiratet ist, einen Mann hat, der sie verehrt, und nur den einen Fehler macht, daß er auf die romantischen Grillen seines Weibchens nicht eingeht. Ein guter, ehrenwerter Charakter, aber ein Prosamensch, während sie, den Kopf voller Illusionen, sich mit der nackten Wirklichkeit nicht zurechtfindet. Es ist eine von den Frauen- Naturen, die immer etwas zum Verzärteln haben müſſen, und da ihr nun Mutter Natur ein Kind versagt hat, und sie zuviel allein ist, mag-" „ Pfui, Lothar, du solltest wirklich deinen gottlosen Leichtsinn zügeln. Machst du dir denn kein Gewissen darüber?" „ Na, sag' mal, soll ich der Frau vielleicht Liebe für ihren Mann predigen! Das soll er allein besorgen! Uebrigens, weiß ich denn, ob nicht einem jeden anderen, der es versuchte, dasselbe Glück bei ihr blühen würde, wie mir? Weshalb also Trauben, die, vollauf reif, einem so verführerisch nahe hängen, nicht pflücken? Solch einen pikanten Zeitvertreib, der noch dazu zu nichts verpflichtet, läßt sich so leicht kein Mann entgehen." Du bist unverbesserlich, Lothar, aber was soll daraus werden?" „ Ernst, das mögen die Götter wissen! Vielleicht, wenn Amor, der holde Knabe, mir beisteht, eine Vermählung, bei der die Nachtigall das Brautlied singt und der Lurus des Ringewechselns unnötig ist. Uebrigens bin ich noch ganz im Anfangsstadium, denn ich sehe meine Göttin heute zum erstenmal allein. Es wird wohl Zeit sein, wenn ich noch