3 Jahre chron. Lolden, an jed do. Berufsstör. d In, Chausseertr. 117, a. Ausk. g. Marke, Vi Berliner Betten Kirschberg& Co Hackescher Ma ers. v. Ihr. Fabrikle reisw. streng reell Verpackung unter N Grosse neue Federdichte Inletts, ollst. Stand OberKissen 11 Mk., bes 5.50; 1 schläfr. Be Str. 70. 1,50, 24,- u. 27,- letts u. Daunent. 32 2- Mk. Nichtpass ag zurück. Billigst uelle für Händler. P Muster gratis u.t können viel Geld elnen guten Nebenver stenz auch ohne Mittel; ca allen nur bentbaren Geb fend für Herren u, Dame pipett 30 in Marten. I chf., Stettin, Bhillpp B.Thür. Wurst rvalatwurst à Kg. miwurst 1,20-1,30, Me hinken 1,00-1,10, fette g. Speck 0,80( fi.Hauss rst 0,70 Presskopf 0,60 Postpack. v. 5 kg ab A 1.frc.z.Diensten, Bad Ru orpulenz Jugend grazion aiej, Zweites Blatt. bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., Saus gebracht 60 fg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mt. 1.50. Battebetlagen: Oberheffifche Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). ht krankhafte übermän unstaltet sind, d, den Ge hring's Frangulinolikör, b obre Zehrkur, kein Heilm che in Folge sitzender Tai gend Bewegung haben, ders zu empfehlen, FJ Bas Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Mittwoch, den 23. März 1904. Gießener 13. Jahrgang. Jnsertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz. Ob hefsen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonft 15 Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungslifte No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Moderne Menichen. [ Politische Wochenschau.] riou, Nachn, extra, Wbgeordnetenhause erklärte, Duldsamkeit das beste Kennarlottenburg, Pestalozzeichen des modernen Menschen ist, dann hat sich der AbgeordWenn, wie der Abgeordnete Dr. Bachem im preußischen achen Sie einen Y rete Bebel in seinen Aeußerungen über die tragische Kataellmich's Le trophe in Südwestafrika durchaus nicht als eine moderne Pern A. Hellmich Gegründe tamarke. Golden 1885. bestens empl d. Fürsten Bi önlich feit gezeigt. Er hat zwar die Partei unseres nationalen Begners ergriffen und dessen Sache mit großem Eifer verfochten. Aber darin zeigt sich nicht der Geist der Duldsamkeit, händiges baß man sich die Gründe des Gegners aneignet, sondern daß Ban sie zu verstehen sucht und würdigt. Die Gegner Bebels, wie der Sozialdemokratie überhaupt, sind in Fragen unserer HEL MICH Appetitlesie Rolonialpolitik niemals die feindlichen Parteien, sondern ene Volksgruppen der eigenen Nation, die den Gedanken einer nationalen Ausbreitung auf andere Weltteile vertreten. In der Bekämpfung dieser Bestrebungen ist die äußerste Linke To einseitig, daß die Art ihres Auftretens durchaus unmodern anmutet. Wenn die Herero zum teil ihr Besitztum zu Einzig bewäh mittel bei i krampf, seb ung, Sodbren almu kelt, Hämorb ensbilier Blutreinin a Fl. 1,25 L 10 Mk. Atte brauchs- An ntos, milde, per Plund mpinas, fein atemala, kräftig Pfd. franko Nachn.( vorzügl, bei Nichtko echne nur auf dauernde , M. A. Metterhause Kaffee- Grosshandlung, 20 Morgen Plantage and G ist das uеverspringen eines Guntens aus dem asiatischen Pulverfaß auf Europa vorläufig nicht zu fürchten, wenn nicht ctwa die zunehmenden Unruhen auf dem Balkan eine neue Gefahr in dem nahen Osten heraufbeschwören. Der Sultan scheint allerdings mit ernſteren Verwickelungen zu rechnen. denn er hat in lezter Zeit etwa 100 Feldgeschütze neuesten Systems bei der Firma Krupp mit dem Auftrag beschleunigter Lieferung bestellt. Von seiner Seite ist ja allerdings keine friegerische Initiative zu befürchten; er handelt hierbei lediglich nach dem Grundsatz: Wer den Frieden will, muß zum Kriege rüsten. Darin ist er ein durchaus moderner Mensch. AFFEE Gunsten der europäischen Einwanderer verlieren, so ist das Dom Standpunkt der Menschheitsentwickelung aus immer moch ein Fortschritt, denn der europäische Ansiedler bringt ihnen ein föstliches Geschenk mit, die intensive Technik, mit Deren Hilfe die schlummernden Naturkräfte zum Segen der Menschheit ausgenützt werden, und er bringt ihnen weiterhin mit die Pflicht zur regelmäßigen und geordneten Arbeit and Sinn für Gesetzlichkeit und die Verfeinerung der sittLichen Anschauung. Der Widerstand, der von seiten der unTultivierten Völker geleistet wird, geschieht nicht um idealer Biele willen; er ist nichts anderes als die tausendfach verSchärfte Auflehnung der Bequemlichkeit gegen den kategorischen Imperativ der Pflicht, und je schneller solche Aufstände niedergeworfen werden, um so schneller wird die Sterilität Der Unfultur auch überwunden. Ein moderner Mensch kann fich in einem solchen Krieg a priori nur auf Seiten der überLegenen Kultur stellen. Wir glauben kaum, daß die SozialDemokratie mit ihrer Politik und mit ihrer Selbstisolierung in to lonialen Fragen in der gegenwärtigen Kriegsfrage zu ihrem Vorteil arbeiten wird. Gartner- Lehranstal Prosp. frel. Wernencher Moderne Anzug- u. Paleto anerlannt beften Onollten Ine einfarb. Damatude Brelfen. Versand ge Hermann Werner Forst( jeder Art! Grammo übertroff, S Katalog gr 1. Thüring Ap D. Körbs, vormals F. Aug R Vermischtes. [ Bayerisch- preußische Waffenbrüderschaft.] Die Behauptung des bayerischen Bundesbevollmächtigten Generalmajor Endres, daß es im bayerischen Heere keinen Partifularismus gebe und daß die bayerischen Offiziere sich völlig eins fühlen mit ihren preußischen Kameraden, kann durch feinen besseren Beweis belegt werden, als durch die nachfolgenden poetischen Telegramme, die gelegentlich des Geburtstagsfeſtes des Prinzregent Luitpold zwischen den preußischen und den bayerischen 22ern gewechselt wurden. Das Telegramm des preußischen 22. Infanterieregiments Keith, Garnison Gleiwit, lautet: Die zweite Nachtragsforderung für Südwestafrika, bei deren Beratung Bebel seinen oben erwähnten Standpunkt vertrat, hat übrigens noch eine weitere Wirkung. Wäre sie nicht notwendig geworden, dann wäre wahrscheinlich morgen Mashon der Reichstag in die Osterferien gegangen, denn die Gtatsberatung fann ja doch nicht zu Ende geführt werden. Man will aber wenigstens die dringliche Nachtragsforderung noch erledigen, und aus diesem Grunde ist auch der Antrag des Abgeordneten Dr. Stockmann, sie in den Etat einzuarbeiten, unannehmbar gewesen. Außerdem wäre hierdurch mur in formaler Hinsicht eine Aenderung eingetreten, eine größere Uebersichtlichkeit für die Bureaus. Nachdem nunmehr das Notstandsgesetz zum erstenmal notwendig geworden it, wird man wohl in Regierungskreisen ebenfalls die Lehre der diesmaligen Session nicht vergessen. Der Reichstag ist biel zu spät einberufen worden, und es iſt dringend zu wünschen, daß in Zukunft auf den modernen Menschen im Parlament Rücksicht genommen wird, der vergleiche den Fall Pauli- Zubeil das Bedürfnis hat, auf der Parlamentstribüne nicht allein zum Wohl der Gesamtheit seine gesetzgeberische Pflicht zu erfüllen, der nebenbei auch noch die Zeit finden will, um zur Sicherstellung fünftiger Wahlen auch die erforderliche Anzahl von Leitartikeln und Flugblättern in das Land hineinreden will. Darin sind sich das diätenLoje Reichsparlament und die mit den Glücksgütern der Erde gefegneten Landtage vollständig gleich. eceptb zur Selbstbere Cognac, Rum, waffern etc. Gram Achtfachen, Zusendung fo Schwarzkopf, Berlin, Tand Tausende Asert 6. Berlin O. 27, 50 11. mer zimmer rystallStühlen: Istertelborten. Dem Fürsten, der mit starker Hand So machtvoll schirmt der Bayern Land, Der rastlos schärft des Löwen Wehr, Für Deutschlands Ruhm, für Bayerns Ehr', Ihm sendet heut' zum Wiegenfeste, All- Deutschlands Heer der Wünsche beste, Hier brausts wie Donnerhall durchs Regiment Hoch unsere Bayern, hoch der Prinz- Regent! Das zu Zweibrücken garnisonierende 22. bayerische Infanterieregiment antwortete mit einem langen schwungvollen Gedicht, dessen letter Teil verkündet: Trotz Neid und Lug steht Deutschlands Heer. Es kommt die Zeit, wo Taten rechten Und wo die leere Phrase schweigt, Wo Schulter wir an Schulter fechten, Wie es die Väter uns gezeigt. Es kommt die Zeit, wo uns'rem Volke Sein Heer sein bestes Rüstzeug not. Unwendbar bricht durch dunkle Wolke Der Waffenehre Morgenrot. Deß laßt uns harren ohne Zagen, Das Auge scharf, die Waffe rein, In Treue fest und ohne Fragen: Wirds Jena oder Sedan sein? zu geben und eine rote Fahne nach der Richtung hin auszustecken, in der sich die Brandstätte befand. [ Raubtierplage in Deutsch- Ostafrika.] Nach der Deutsch- Afrikanischen Zeitung" betrug die Zahl der erlegten Raubtiere in Deutsch- Ostafrika vom 1. April 1902 bis 1. April 1903 nach amtlichen Angaben 187 Löwen und 988 Leoparden, wofür insgesamt 11 622 Rp. als Prämien gezahlt wurden. Im Bezirke Daressalaam fielen in den befannt gewordenen Fällen allein 51 Menschen Löwen zum Opfer. Auch der Polizeifeldwebel von Kilwa, Ullmann, ist auf der Löwenjagd von einem Löwen schwer verletzt worden. †[ Deutsche Generalstabskarten bei russischen Manövern.] Im russischen Generalstabe ist so verrät ein polnisches Blatt seit einigen Jahren besonders bei größeren Manövern eine Karte des deutschen Generalstabs in Gebrauch, da sich erwiesen hat, daß sie besser ist, als die des russischen Generalstabs. Besonders einige Sektionen sollen vorzüglich und mit bewundernswerter Genauigkeit ausgearbeitet sein, so die Sektionen Lomza, Ostrolenka und andere. Die russischen Stabsoffiziere beuken diese deutsche Karte ganz offen, und sie sind voll Anerkennung wegen ihrer Akkuratesse. [ Eine Verlobungsgeschichte in drei Kapiteln.] I.( Teltower Kreisblatt Nr. 50, 28. Februar 1904). Als Verlobte empfehlen sich: Ottilie Beckmann( Berlin)- Franz Henschel( Teltow)."- II.( Teltower Kreisblatt Nr. 56, 6. März 1904).„ Die Nr. 50 des„ Teltower Kreisblattes" enthielt meine Verlobungsanzeige. Ich erkläre hiermit, daß ich mich mit Ottilie Beckmann nicht verlobt und betreffendes Inserat nicht aufgegeben habe. Franz Henschel."- III. ( Teltower Kreisblatt Nr. 62, 13. März 1904).„ Als Erwiderung auf die Annonce des Franz Henschel im Teltower Kreisblatt" vom 6. d. M. bezügl. unserer Verlobung, erkläre ich hiermit, daß unsere Verlobung am 30. November 1903 durch Ringwechsel und Absendung gedruckter Anzeigen stattfand. Ich betrachte mich daher auch noch als verlobte Braut, da bis heute noch keine Auseinandersetzung stattgefunden hat. Ottilie Beckmann."- Ob nun eine Fortsetzung dieses Inseratenkrieges durch den renitenten Verlobten erfolgt oder ob das Verhältnis selbst weiter fortgesetzt wird, wie die hartnäckige Braut es will, darauf darf man gespannt sein. Vor einer„ Auseinanderseßung" scheint allerdings der Bräutigam wider Willen allen Respekt zu haben. [ Er kennt sic.] Ein pikantes Geschichtchen weiß ein märkisches Blatt von einer der letzten Inspektionsreisen des Staatssekretärs des Reichspostamts Krätke. Er bereiste mit einem seiner Räte einen Oberpoſtdirektionsbezirk, und der Oberpostdirektor schließt sich beiden an. Alle drei sind Junggesellen. Auf einem Postamte fragt der Staatssekretär einen jungen Beamten:„ Wie ich sehe, sind Sie schon verheiratet? Sie sind doch noch recht jung?" Treuherzig antwortete der Angeredete: Ja, als Junggeselle verbummelt man zu ſehr.“ Die drei Herren lochten recht herzlich und fuhren von dannen. [ Der Leibfriseur Richard Wagners] ist in Bayreuth verstorben. Es ist der Chirurg Schnappauf, der den Meister fast auf allen Reisen der letzten Lebensjahre begleitet hat. In Schnappaufs Armen war Wagner in Venedig auch verschieden. In Deutschland entbehren ja allerdings die Parlamentsverhandlungen insofern etwas an politischer Bedeutung, als fie feinerlei Einfluß auf das Schicksal und die ZusammenSegung der Regierungen haben, wie dies in parlamentarisch regierten Staaten der Fall ist. Aber auch das parlamentarische System hat seine großen Schattenseiten, denn nicht selten sind es ganz bedeutungslose Fragen, die über den Fortbestand eines Ministeriums entscheiden. Man hat das neulich wieder mit Deutlichkeit in England beobachten können, wo das Kabinett Balfour beinahe über einen Parlamentsbeschluß gestolpert wäre, weil zufällig bei der Abstimmung über eine brinzipiell ziemlich gleichgültige Frage eine große Zahl von Mitgliedern der Regierungspartei fehlte. Der Ministerpräsident hat seinen Mißerfolg ohne Konsequenzen hingenommen, wahrscheinlich deshalb, weil in der augenblicklichen Situation ein Regierungswechsel doch von zu großer Tragweite gewesen wäre. Dem Kabinett Balfour ist es gelingen, die Mittelmeerfrage in friedliche Bahnen zu lenken. Insbesondere mit Frankreich hat England förmlich einen Ausgleich der afrikanischen Interessen herbeigeführt. Dagegen wird von englischer Seite geflissentlich Spanien zur Zeil bernachlässigt, jenes Spanien, das, von inneren Wirren zertissen, anscheinend am Vorabend einer Revolution steht. Auch die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten von Nordamerika sind für England durchaus günstige. Und das hat immerhin einige Bedeutung, weil bei einem etwaiger: Friedensschluß zwischen Japan und Rußland die Haltung dieser beiden Mächte entscheidend in die Gestaltung der Zufunftspolitik eingreift. Wie die Dinge augenblicklich liegen, [ Die„ geschlipste" Kravatte.] Eine schöne Bereicherung unserer armen Sprache bietet Ernst Eckstein in seinem letzten Roman Roderich Köhl" in dem Saße: Er schlipste ſich die Kravatte. Dem Autor werden jetzt von einem Fachmann felgende weitere Neubildungen empfohlen:„ Nachdem Edgar sich auf das Kanapee gesofat hatte, ferzte er ein Talglicht, bei dessen trübem Schein er das versprochene Schreiben an seine Braut briefte, dann beinkleidete er neue Hosen an, chemisettete ein reines Vorhemd an, zigarrte sich eine Havanna an, liförte einen Kognaf, kneiferte sich ein Pincenez auf und beinte spazieren." [ Kinder als Warenhausdiebe.] Große Warenhausdiebstähle in Newyork haben eine seltsame Entdeckung gezeitigt. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß Kinder von 4 bis 10 Jahren die Mehrzahl der Diebstähle ausführten. Da die unermüdlich umherwandernden Detektives ihr Augenmiert ausschließlich auf Erwachsene und allenfalls noch auf halbwüchsige Mädchen richteten, entging es ihnen, daß die sich an die Ladentische drängenden zwischen den Großen Kleinen beim Entwenden von Seidenstoffen, Spizen, Bändern, Bijouterien und anderen schönen Dingen eine emsige Tätigkeit entfalteten. A[ Der gespaltene Mond.] In nächster Zeit erfolgt wieder einmal eine Bedeckung des großen Firsterns Aldebaran durch den Mond, und bei dieser Gelegenheit mag daran erinnert werden, daß bei den letzten Vorkommnissen dieses Ereignisses in den Jahren 1829 und 1831 der Stern für verschiedene Beobachter auf der Scheibe des Mondes abgezeichnet erschien. John Herschel war der Meinung, daß dem tatsächlich so wäre, und daß der Mond eine Spalte haben müßte, durch die hindurch der Stern sichtbar geworden wäre. Das Neuefte aus den Witzblättern. Angenehme Aussicht. Schuldner( zwei Gläubiger einander vorstellend, die sich bei ihm treffen):„ Herr Müller Herr Schulze... Na, die Herren werden sich ja noch häufiger bei mir sehen!" [ Das Ende des Türmers.] Zum ersten April ist den beiden Personen, die den Nachtwachtdienst auf dem Goslarer Turme versahen, gefündigt worden, da diese Stellen einjehen sollen. Die Türmer versahen den Dienst abwechselnd. Alle Viertelstunde mußte die Runde gemacht werden und zum Zeichen dafür, daß dies geschah, hatte der Türmer ein lang gezogenes Hornsignal zu blasen, das dem Bürger bewies, daß für seine Sicherheit bei Feuersgefahr während der Nachtzeit ein Auge wachte. Wurde von dem Türmer irgendvo ein Brand bemerkt, so hatte er das Signal zum Alarm Anerkennung. Ihr Kompagnon hat eine Frau mit 50 000 Zalern geheiratet?"„ Ja e' sehr strebsamer Mensch!" Schwere Autorität. Dein Schulzeugnis, Häns,, Na, Vater, chen, ist wieder einmal ganz miserabel!" schön waren die Kritiken über dein letztes Drama gerade auch nicht!" echenstunde. Lehrer:„ Wenn Dein Bruder drei Acpfel hat, und er soll dir die Hälfte davon abgeben wieviel behält er?" Junge:" Drei." Lehrer: sch meine, wenn er dir die Hälfte abgibt?" Junge: Der gibt niſcht ab ich kenn' doch meinen Bruder!" Noble Gesellschaft. Wirt( zum Stammgast): ,, Da schau'n S'' nein ins Nebenzimmer, was i' heut' für a' noble Jagdg'sellschaft hab': Der Herr Ferscht, der Herr Ferschter und der Herr Oberferschter!" Unglückliche Liebe. Unteroffizier: Wie der Kerl abgemagert aussieht!... Sie lieben wohl unglücklich?" Refrut: Jawohl, Herr Sergeant! Die Madam schließt alles ab!" ( Fl. Bl.) Kunft und Wissenschaft. RB. Ein Rennfahrer als Schauspieler. Wie aus Paris gemeldet wird, will der bekannte Rennfahrer Jacquelin unter die Schauspieler gehen. Der Ruhm seines Freundes Bourrillon, der bekanntlich Opernsänger geworden ist, lasse ihn nicht schlafen, und dann seien für ihn auf der Rennbahn kaum noch Lorbeeren zu holen. Jac.uelin soll in einer Rolle aus dem„ Hüttenbesizer" bereits Proben seines hübschen schauspielerischen Talents gegeben haben. Schließlich wird noch gemeldet, daß der jüngere Co.uelin, Frankreichs vielbewunderter Heldendarsteller, die weitere Ausbildung des Radlers übernehmen wolle. fils passende Waschkörbe, Konfirmandengeschenke Waschbütten, empfehle ich mein großes Lager in -Ubren, Gold- und Silberwaren. Reparaturen und Gravierungen prompt und gewissenhaft unter Garantie. Gießen. D. Kaminka, Neustadt 19. Telefon 407. Geschäfts- Verlegung u. Empfehlung. Teile ergebenst mit, daß ich mein Weißbinder= und Lackiergeschäft von Neustadt 15 nach Plockstraße 12 rund und oval Bekanntmachung. Die Stadtverordneten- Versammlung hat durch Be schluß vom 10. März d. Js. den Fluchtlinienplan für die Durchführung der Gr. Mühlgasse nach der Westanlage festgestellt. Waschseile, gen Waschklammern O in großer Auswahl empfiehlt Carl Müller, Vorteilhaftes Angebot! Gießen- Blockstraße 12. 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Dazu kam das wichtige Zeugnis des Apothekers Bolus, welcher erklärte, der junge Pächter habe an jenem Morgen ein größeres Quantum Arsenik bei ihm eingekauft. Dann berichtete der junge Westlake, daß er Allan auf dem Wege nach den Hause des Verstorbenen begegnet war und ihm gesagt hatte, daß ein neues Testament, das Eastbrook enterbte, noch an demselben Abend aufgesetzt werden sollte. Die Tatsache, daß der unmittelbare Tod des Alten für den jungen Bächter ein Vermögen bedeutete, war an sich schon ein mächtiges Argument, wenn man seine bedrängte pefuniäre Lage in Betracht zog. Ferner erzählte Mistreß Damas von der erregten Unterhaltung und der hastigen Art und Weise, in der Eastbrook das Zimmer verlassen hatte, als sie eintrat. Auf alle diese Aussagen hin wurde Allan verhaftet und dem Schwurgerichtshof überwiesen. Es wurde ihm wohl ein Verteidiger gestellt, doch was konnte dieser gegen so schwerwiegende Gründe vorbringen? Auch nicht einer der Geschworenen zweifelte an der Schuld des Angeklagten, und dieser wurde schuldig befunden. Wohl beteuerte er unter Tränen seine Unschuld, doch welcher Verbrecher hätte das nicht getan? Der Richter bedeckte sein Haupt mit der schwarzen Müze und sprach in ernſtem, feierlichen Tone das Todesurteil aus. Der Tatbestand war so erdrückend und alle Zuhörer von der Richtigkeit des Urteils so überzeugt, daß auch nicht einer den geringsten Zweifel hegte. Den tiefsten Eindruck hatte der Tod des alten Westlake auf den Arzt gemacht, der ihn in seiner letzten Krankheit behandelt hatte. Allerdings waren die beiden intime Freunde gewesen, und trotz der Erzentrizität seines Patienten hatte ihn Doktor Marchant sehr lieb gehabt. Doch nach dem Tode Westlakes schien der Toktor alle Fröhlichkeit verloren zu haben. Sein Gesicht nahm einen düsteren Ausdruck an und er hielt sich selbst von seinen bisherigen Bekannten fern. Er zeigte plötzlich ein unerklärliches Verlangen nach Einsam feit und interessierte sich für nichts mehr. Bei der Verhandlung gab er sein Beugnis mit augenscheinlicher zurückhaltung ab, und es fiel allgemein auf, daß seine Stimme vor Erregung zitterte. Er verließ den Gerichtssaal, bevor das Urteil ausgesprochen wurde, und als man ihm einen Tag später mitteilte, der Angeklagte wäre zum Tode verurteilt worden, fiel er ihn Chumacht. Indessen rückte der zur Hinrichtung bestimmte Tag immer näher, in einer Woche sollte Allan Eastbrook vom Leben zum Tode befördert werden, als Doktor Marchant plötzlich erkrankte. Ein Schlaganfall hatte ihn getroffen, man ließ schnell einen Arzt holen, und im Laufe weniger Stunden kam der Patient wieder zum Bewußtsein. Er war indessen sehr schwach und verlangte sofort, man solle einen Richter holen lassen. Man hielt diesen Wunsch zuerst für eine Eingebung des Fiebers, doch der Doktor wiederholte seinen Wunsch, und als der Beamte eintraf, gab Doktor Marchant die erstaunliche Erklärung ab, Allan Eastbrook wäre am Tode seines Onkels vollständig unschuldig. Der Doktor, der persönlich die Medizin für seinen Onkel besorgt, hatte die Flasche irrtümlich anstatt mit Wasser, mit Arseniklösung gefüllt. Erst nach dem Tode des alten Westlake hatte er seinen Irrtum entdeckt, doch die Tatsache hatte ihn so mit Entsezen erfüllt, daß er es nicht wagte, den Folgen der unseligen Verwechslung ins Auge zu schauen, erst die Krankheit, die er für eine Strafe des Himmels ansah, hatte ihn veranlaßt, alles zu gestehen und den Unschuldigen einem schmachvollen Tode zu entreißen. Allan Eastbrook wurde natürlich sofort freigelassen; Doktor Marchant aber starb ungefähr 14 Tage später. Der Schreiber dieser Zeilen gehörte der Jury an, die den jungen Pächter zum Tode verurteilte. Seit jener Zeit aber habe ich mir fest vorgeommmen, nie mehr nach dem Scheine zu urteilen und lieber 100 Schuldige freizusprechen, als einen Unschuldigen zu verurteilen. Hausdoctor Einige Winke für die Kinderstube. Seit altersher hat man mit dem Durchbruche der Zähne alle möglichen und unmöglichen Krankheiten des Kindesalters in Verbindung gebracht. Das Zustandekommen dieser angeblichen 3 a hn= krankheiten hat man sich auf die verschiedenste Weise zu erklären versucht. Die einen beschuldigten direkt den Zahndurchbruch als die Ursache der Krankheiten, die während dieser Zeit auftraten, die anderen sahen darin nur ein disponierendes Moment zur Acquirierung aller möglichen Krankheiten. Beides ist nach den exakten Untersuchungen hervorragender Kinderärzte nicht richtig. Der Zahndurchbruch hat mit der Entstehung der während der Zahnungsperiode auftretenden Kinderkrankheiten nicht das ge= ringste zu tun. In die Zeit des Zahndurchbruches, das ist vom siebenten Lebensmonate bis zur Vollendung des Milchgebisses, fallen nämlich die meisten Kinderkrankheiten, da Kinder in diesem Alter eben sehr wenig widerstandsfähig sind. Die Zahl der sogenannten Zahnkrankheiten ist eine ziemlich große. Im Volks= munde werden sie als Zahnfraisen, Zahnfieber, Bahnhusten, Zahndiarrhöe und Zahnausschläge bezeichnet. Da kleine Kinder bei jeder fieberhaften Krankheit, bei der so überaus häufigen englischen Krankheit 2c., von Krämpfen befallen zu werden pflegen, so hat man irrtümlich die Entstehung all dieser Krankheiten dem " Bahnen" in die Schuhe geschoben. Ebenso verhält es sich mit dem Zahnfieber, der Zahndiarrhöe, dem Zahnhusten und den Zahnausschlägen. Kleine Kinder haben eben sehr oft Fieber aus irgend einer Ursache, Diarrhöen bei der kleinsten Verdauungsstörung, Husten bei jeder geringen Verkühlung und bei jedem Schnupfen der Erwachsenen. Am absurdesten ist es wohl, wieso man dem Zahndurchbruche das Entstehen von Ausschlägen aufdisputiert. Der fast unausroitbare Glaube an die Zahnkrankheiten hat aber auch schon viel Unheil angestiftet. Erkrankt ein Kind während des " Zahnens", so hat eine weise Frau oder eine liebenswürdige Nachbarin gleich die Erklärung zur Hand, daß die Krankheit nur vom " Zahnen" herrühre und daher nicht behandelt zu werden brauche, da sie ja von selbst wieder gut würde. Auf diese Weise geht oft kostbare Zeit verloren, und der Arzt wird erst gerufen, wenn höchste Gefahr im Verzuge ist. Daher sei es allen Müttern nochmals gesagt: Es gibt keine Zahnkrankheiten irgend welcher Art. Alle während des Zahndurchbruches auftretenden Krankheiten haben andere Ursachen und müssen dementsprechend ärztlich behandelt werden. Da Krankheiten im frühesten Kindesalter immer gefährlich werden können, zögere man nicht lange und rufe den Arzt, anstatt mit Hausmitteln und Ratschlägen von Laien kostbare Zeit zu vertrödeln. In unserer Zeit wird ausführlich genug von den Isolierungsmaßregeln bei verschiedenen Infektionskrankheiten des Kindesalters, speziell bei Diphtheritis, gesprochen und herborgehoben, wie wichtig gerade bei dieser Krankheit eine strenge Isolierung ist. Trotzdem wurden bis jetzt gar nicht selten die isolierten Kinder auch krank, weil sie sich noch vor der Isolierung oder trotz der Isolierung angesteckt hatten. Die Serumtherapie hat uns nun ein neues Mittel in die Hand gegeben, die Geschwister von an Diphtheritis erkrankten Kindern fast mit absoluter Sicherheit vor der Ansteckung zu bewahren. Erkrankt nun ein Kind an Diphthes ritis, so läßt man die anderen ebenfalls mit Serum immunisieren. Gratte Untersuchungen haben dargetan, daß diese Schußimpfungen erstens völlig gefahrlos, zweitens aber von immensem Werte sind. Selbst wenn die Krankheit ein immunisiertes Kind dennoch be fallen sollte, so verläuft die Krankheit bei dieſem überaus milde und führt fast sicher zur Genesung. Zu einer Zeit, wo die wissenschaftliche Medizin so heftig angegriffen und von allen Seiten Miß trauen gegen dieselbe gesäet wird, zu einer Zeit, wo an der altehrwürdigen, sich tausendfach bewährten Institution der Schutz impfung gegen die Blattern von unwissenden Fanatikern gerüttelt wird, ist es die Pflicht der Presse, diese Irrlehren zu widerlegen und dem Publikum das Vertrauen zur Medizin wiederzugeben. Lasset dahe:, liebe Leserinnen, eure Kinder, falls sie an Diphthe ritis. diesem Würgengel der Kleinen, erkranken, sofort mit Serum behandeln und die gesunden Kinder immunisieren, damit die Krank heit im Keime erstickt wird! Das ist ein Rat, den euch der alte Hausdoktor nicht warm genug ans Herz legen kann. on Nr. 84. nanschlüsse. Giessen Nr. 66. mpfziegelei utz. bfallen. und stilgered Tölzing. aille Paris 19 da durch e hängen oder W lofer Siz. Hol ohne jeglid Nat Mittwoch, den 23. März. ng. uns vorzubrin nen der gla amte offen. ans liegt bis Igajie nag tlinienplan ing hat durd Gießen. 1904 Oberbessische Familienzeitung. Tägliche Unterhaltungs- Beilage der Gießener Neueste Nachrichten. Dmd und Berlag bor Stepener Berlegsbenderet, vorm. With. Reller'sche Buchbrucezet( gegz. 1788); anti: Ibis@lete ( 29. Fortseßung.) Der Goldmarder. Original Roman von M. Behold. ,, Ein adeliger Herr wollte die ganze Sammlung kaufen," fuhr Martin fort, sie war Privateigentum unseres Fürsten und wurde hinter Schloß und Riegel im Museum aufbewahrt; seit Jahren hatte niemand sich um sie gekümmert. Und als nun der Baron ihre Besichtigung verlangte, waren die Goldmünzen sämmtlich verschwunden." ,, Parbleu, ich glaube fast, daß ich Ihnen über den Dieb Aufschluß geben kann," sagte der Juwelier, indem er sein Portefeuille aus der Tasche holte. Sie berühren da am Ende einen Punkt, über den ich mir schon lange den Kopf zerbrochen habe. War es eine große Sammlung?" ., Sehr groß und sehr wertvoll." „ Und diese Münzen hier sollen aus der verschwundenen Sammlung herstammen?" ,, Der Baron behauptet das nicht positiv, aber er vermutet es, denn im Katalog der Sammlung sind dieselben Münzen verzeichnet." Und nun noch eine Frage! Wann ist die Sammlung gestohlen worden?" Das weiß niemand," erwiderte Martin achselzuckend. ,, Seit zwei Jahren hat man das Kabinett nicht geöffnet. Der Kustos des Museums ist verhaftet, er leugnet und will das Rätsel nicht erklären können; man glaubt allgemin, daß sein Sohn die Tat begangen hat. Dieser Sohn war vor stark einem Jahre aus Australien herüber gekommen, um seine Eltern zu besuchen, er blieb einige Monate hier und reiste dann wieder fort." ,, Wie heißt er?" ,, Karl Schönbach." ,, Nein, das ist der Name nicht," sagte der Juwelier, während er sein Portefeuille öffnete, er wohnte auch nicht hier, sondern in Berlin, oder vielmehr auch dort nicht; die Sendungen, die ich ihm machte, mußte ich stets an ein Hotel in Berlin adressieren Ich will Ihnen die Geschichte von Anbeginn an erzählen. Ein Antiquitätensammler in Brüssel, ein sehr reicher Herr, gab mir vor etwa zwei Jahren den Auftrag, alte Münzen, namentlich Goldmünzen, die bekanntlich sehr selten sind, für ihn zu suchen. Ich erließ in allen großen Zeitungen mehrmals eine Annonce, und es gelang mir auch, eine kleine Sammlung zusammenzubringen, die mir einen hübschen Gewin einbrachte. Darüber war einige Zeit verstrichen, al eines Tages ein älterer, vornehm gekleideter Herr in meinen Laden trat, und auf meine Annonce Bezug nehmend, mir jene Münzen anbot. Er kannte ihren Wert sehr genau, indessen war seine Forderung nicht zu hoch, ich konnte immer noch etwas verdienen. Natürlich fragte ich nach seinem Namen, obgleich sein Auftreten und seine ganze äußere Erscheinung zu feinem Argwohn Anlaß boten. Er sagte mir, er heiße Joseph Bernauer und beschäftige sich mit dem Gold- und Juwelenhandel. Er habe viele Konnerionen und gelange dadurch in die reichsten Familien. Namentlich fahnde er auf antike Schmuckgegenstände, die viele Damen sehr gerne gegen modernen Schmuck umtauschten. Diese alten Sachen würden verhältnismäßig billig verkauft, hätten sie keinen besonderen Kunstwert, so breche er die Steine heraus ( Nachdruck verboten.); und schmelze die Fassung ein, er könne mir versichern, daß es ein sehr lukratives Geschäft sei. Ist dieser Herr nicht auch bei Ihnen gewesen?" Nein," antwortete Martin, der mit gespannter Aufmerksamkeit zuhörte. ,, Würden Sie diesen Erklärungen nicht auch vollen Glauben geschenkt haben?" " Ich finde sie durchaus glaubwürdig." ,, Es kam noch hinzu, daß der Herr mir gefiel, er trat sehr distinguiert auf und wußte sehr interessant zu erzählen. Die Münzen wollte er von einem jungen Grafen gekauft haben, der sie im Nachlaß seines Vaters gefunden hatte, er glaubte, sie rühren aus einer Sammlung her, die der Graf nicht auf einmal, sondern nach und nach verkaufen wollte. Er versprach mir, den Grafen zum Verkauf zu bewegen und die ganze Sammlung mir zu schicken, er wollte überhaupt mit mir in Geschäftsverbindung bleiben und namentlich das eingeschmolzene Metall mir verkaufen, ich fand keinen Grund, dieses Anerbieten abzulehnen. Einige Wochen später empfing ich die ganze Sammlung im Werte von etwa zwanzigtausend Talern. Bernauer schickte sie mir von Berlin aus und bat mich, ihm das Geld binnen acht Tagen an seine Adresse: „ Hotel de Rome", zu senden, er werde dort so lange bleiben und dann nach Rußland reisen, wo er ein großes Geschäft zu machen gedenke. Ich schickte ihm das Geld, der Brüsseler Herr hatte die Sammlung übernommen. Nur mit diesen sechs ersten Münzen hatte ich Pech, der Preis, den ich forderte, war dem betreffenden Herrn zu hoch, kaufen wollte er die Münzen dennoch, er mußte sie ja haben, und Sie wissen, wie es in solchen Fällen zuzugehen pflegt, feiner will nachgeben; schließlich wurde der Herr krank, und als ich mich endlich entschloß, meine Forderung zu ermäßigen, war er in der Nacht vorher am Schlage gestorben." ,, Und Sie fanden auch keinen anderen Liebhaber für die Münzen?" ,, Nein, die reichen Herren, die für ihre Liebhabereien so große Summen zahlen können und wollen, sind selten, deshalb war es mir sehr lieb, als Sie mir schrieben, daß Sie alte Goldmünzen suchten." Und von Joseph Bernauer haben Sie nichts mehr gehört?" ,, Doch, er schickte mir noch zweimal von Berlin aus geschmolzenes Gold, ich sandte das Geld dafür wieder an das Hotel de Rome", seitdem hat er mir nicht mehr geschrieben. Es war fein reines Gold; wie es mir schien, hatte er goldene Schmucksachen mit silbernen Fassungen zusammen in den Schmelztiegel geworfen, die Metalle wieder zu scheiden, überließ er mir." Sie erinnern sich des Herrn noch sehr genau?" fragte Martin. ,, Als ob er vor mir stände!" ,, Bitte, beschreiben Sie ihn.' ,, Ein großer, stattlicher Mann mit grauem Haar und Schnurrbart, eine scharf gebogene Nase, hellblaue, durch r. 71. Donnement pret: Saus gebracht 60 Hostobellagen: Obe unb bie Cieken Das Blatt arideint Unter Bezugnahm 13. Dezember 1901( richtigen wir Sie, Oberfonfiftoriums da uno eine Neuauflage buch wird in der n übe haupt beffere Aus Ginband voraussichtlid tebratschen Gründen w einem Monat nach Beg pgern. Da es nun aber dim ganzer Jahrgang ariperen als Notengeja wi: Ihnen, die in 2 Vermittelung betr. der Gebangbuch erst nach brohes anzuschaffen. Großh. Oberkonfi ß bom Erscheinen d is gegeben wird. 〃 dringende Augen, stolzes, selbstbewußtes Auftreten- was ist Ihnen? Sie werden ja so blaß wie eine Leiche „ Nichts, nichts!" sagte Martin mit vibrierender Stimme, indem er die Hand auf die Stirne legte, ich leide oft an Schwindelanfällen, es geht bald wieder vorüber." Mir scheint, Sie kennen diesen Herrn?" " Es ist möglich, mit Sicherheit kann ich es noch nicht behaupten. Besizen Sie noch einen Brief von Bernauer?" Ich habe sie alle mitgebracht, um sie Ihnen zu zeigen," sagte der Juwelier, mir liegt nicht viel an der Verbindung mit diesem Herrn, mein Hauptgeschäft sind Edelsteine; viel leicht haben Sie bessere Verwendung für geschmolzenes Gold. Ich wollte Bernauer, sobald er mir wieder schrieb, den Vorschlag machen, mit Ihnen in Verbindung zu treten, Berlin ist ja von hier nicht weit entfernt, er kann persönlich Ihnen das Metall bringen und das Geld dafür mitnehmen." Martin gab feine Antwort, er entfaltete mit zitternden Händen die ihm überreichten Briefe, gewaltsam mußte er sich bezwingen, um sein Entsetzen nicht durch einen Schrei zu verraten. Nun konnte er nicht mehr zweifeln, es war die markige Handschrift seines Schwiegervaters. Die Personalbeschreibung paßte ebenfalls auf ihn, und der Verdacht fand eine weitere Bestätigung in dem Umstande, daß er damals den Schmelztiegel geliehen hatte, in dem zweifellos die Gold- und Silbermünzen geschmolzen worden waren. Joachim Spangenberg war der Dieb, für dessen Schuld nun der Kustos büßen sollte, das konnte nach diesen Beweisen keinem Zweifel mehr unterliegen. Der erste Gedanke Martins galt seiner Braut. Wenn Irma das Entsetzliche erfuhr nein, nein, niemand durfte es erfahren, es mußte ein Geheimnis bleiben. Als er, aus seinem Brüten erwachend, wieder aufschaute, begegnete er dem forschenden Blick des Juweliers; es wurde ihm sofort klar, daß er sich die Verschwiegenheit dieses Mannes sichern mußte, und das konnte er nur dadurch erreichen, daß er ihm reinen Wein einschenkte. Ich kenne diesen angeblichen Bernauer," sagte er leise, während er sein Taschentuch hervorholte, um seine Stirne zu trocknen, auf der helle Schweißtropfen perlten, ich kann nicht bezweifeln, daß alles, was er Ihnen schickte, gestohlenes Gut war." ,, Dann muß er verfolgt und verhaftet werden!" erwiderte der Juwelier zornig, ein Schuldloser darf nicht für ihn büßen!" Das soll auch nicht geschehen, verlassen Sie sich darauf. Aber jener Herr steht mir sehr nahe; wenn er verurteilt würde, so wäre das Glück meines Lebens für immer dahin. Eine nähere Erklärung über diesen Punkt darf ich Ihnen nicht geben, ich hoffe, Sie werden mich verstehen und mir Glauben schenken. Er soll seine Schuld bekennen, damit dem Schuldlosen Ehre und Freiheit zurückgegeben werden, das verspreche ich Ihnen auf Ehrenwort. Wie das geschehen kann, weiß ich in diesem Augenblick noch nicht, ich bin nicht fähig, einen klaren Gedanken zu fassen, nur daß es geschehen muß, ist mir völlig klar." „ Sie werden sich auf mein Zeugnis berufen müssen" " Ich glaube, es wird genügen, wenn ich diese Briefe ihm vorzeige, wollen Sie mir dieselben überlassen?" ,, Sehr gerne." „ Ebenso die Münzen?" " Sie sollen sie zum Einkaufspreis haben," sagte der Juwelier, ich will nichts daran verdienen, aber Sie können auch nicht verlangen, daß ich Schaden daran leide, denn ich hatte ja keine Ahnung, daß ich gestohlenes Gut kaufe." ,, Nein, nein, Schaden sollen Sie nicht leiden," sagte Martin, der seiner furchtbaren Erregung nur mühsam noch gebieten konnte, ich schicke Ihnen das Geld, sobald die Sache völlig klargestellt ist. Sie finden es wohl natürlich, daß ich noch immer mich an Zweifel klammere, es ist ja auch jetzt manches in dieser Geschichte noch dunkel, also bitte, lassen Sie mir einige Tage Zeit, dann soll die Angelegenheit prompt geordnet werden." „ Gewiß, sehr gerne," erwiderte der Juwelier, ich möchte nur wünschen, daß ich sofort den Dieb erkannt hätte, ich glaube, Ihnen wäre dadurch viel Aerger erspart geblieben." „ Wahrscheinlich!" fuhr Martin starr vor sich hinblickend fort, und dennoch ist es vielleicht besser so! Nun aber kommt meine Hauptbitte! Wann reisen Sie wieder ab?" ,, Mit dem nächsten Zuge, er fährt in einer Stunde." Wollen Sie mir Verschwiegenheit versprechen? Sie erzeigen mir damit einen großen Gefallen, denn nur dann, wenn wir beide dieses Geheimnis wahren, kann ich die Schmach von einem Namen fern halten, der mir teuer iſt. Sie haben ja keinen Vorteil davon, wenn Sie erzählen, daß der wirkliche Dieb nun entdeckt sei, ich aber verspreche Ihnen nochmals, daß dem Schuldlosen volle Gerechtigkeit widerfahren soll." Ich verspreche es Ihnen," sagte der Juwelier ohne Zögern, ihm die Hand reichend. Ich danke Ihnen. Es iſt nicht unmöglich, daß die Sache dennoch an die große Glocke kommt, ja, daß ich gezwungen werde, sie dem Gericht zu übergeben, dann werde ich mich auf Ihr Zeugnis berufen müssen. Entschuldigen Sie mich einen Augenblick, ich möchte auch den letzten Zweifel beseitigen." Er ging ins Wohnzimmer, und als er zurückkehrte, trug er ein Album in der Hand, das unter anderen Porträts auch das lithographierte Bildnis Photographien hatte man ja vor fünfzig Jahren noch nicht seines zukünftigen Schwiegerveters enthielt. Ist dies der angebliche Bernauer?" fragte er, indem er dem Juwelier das Porträt vor die Augen hielt. ,, Wie er leibt und lebt!" lautete die Antwort. " Dann ist kein Zweifel mehr möglich!" sagte Martin mit einem schweren Seufzer. Ich verlasse mich auf Ihr Wort, es wäre mir entsetzlich, wenn dieser Mann als der Dieb bekannt würde." Der Juwelier hatte sein Portefeuille wieder eingesteckt, er knöpfte seinen grauen Reiserock zu, nahm den Hut vom Ladentisch und sagte:„ In etwa vier oder fünf Tagen werde ich auf meiner Rückreise wieder hier durchkommen; wenn es Ihnen nicht unangenehm ist, werde ich bei Ihnen vorsprechen und mich nach dem weiteren Verlauf der Sache erkundigen." Im Gegenteil, ich will Sie gerne erwarten, ich bin Ihnen ja weitere Mitteilungen schuldig." Der Juwelier ging von dannen, Martin schloß hinter ihm die Türe und trug das Album ins Wohnzimmer zurück. Ida erschrak, als sie in das verstörte Antlitz ihres Bruders blickte.„ Hast du Unannehmlichkeiten gehabt?" fragte sie teilnehmend. Er fuhr mit der Hand langsam über Stirne und Augen, allmählich fand er seine Fassung wieder. ,, Die bleiben einem Geschäftsmanne niemals ganz erspart," antwortete er mit erzwungener Ruhe. „ Verluste?" Vielleicht, frage nicht weiter," bat er, dann ging er wieder hinaus, um mit seinen trüben Gedanken allein zu sein. Der Vater Frmas ein ehrloser Verbrecher! Das war eine furchtbare Entdeckung, ein Blitzstrahl aus heiterem Himmel! Wenn dies an den Tag kam, war die Familie Spangenberg für alle Zeiten entehrt, sie durfte auf keine Teilnahme, kein Erbarmen hoffen! Joachim Spangenberg hatte viele Feinde, die nur auf seinen Sturz warteten, um ihn zu steinigen, wie mußten sie frohocken, wenn er, der eitle, hochmütige Streber, als Verbrecher entlarvt wurde! Mochte es kommen, wie es wollte, von seiner Braut wollte Martin nicht lassen, ihr blieb er treu um jeden Preis. Aber die Entehrung ihres Vaters warf doch einen Schatten auf ihr Glück, der vielleicht nie wieder ganz beseitigt werden konnte, und in den Augen der Welt fiel die Unehre des Vaters auf die Kinder zurück. Was konnte er tun, um das zu verhüten? Schweigen durfte er nicht, denn ein Schuldloser saß im Gefängnis, der unzweifelhaft verurteilt wurde, wenn die Wahrheit nicht an den Tag kam. Er griff mit beiden Händen an seine Schläfen, hinter denen die Pulse hämmerten, als ob sie zerspringen wollten. Konnte der Brüsseler Juwelier nicht dennoch sich geirrt haben? War es ganz undenkbar, daß es einen Mann gab, der mit Joachim Spangenberg täuschende Aehnlichkeit besaß? Wie der Ertrinkende an den Strohhalm, klammerte Martin sich an diese Möglichkeit. Die Schlüssel zum Münzenkabinet waren ja stets im Besize des Kustos gewesen, Heinrich Schönbach würde gegen diese Behauptung sicherlich protestiert haben, wenn sie nicht auf Wahrheit beruhte. Und wer diese ganze Sammlung gestohlen hatte, der mußte die Schlüssel mehrmals benutzt haben, das unterlag doch auch keinem Zweifel, überdies durfte man auch annehmen, daß er nicht so verwegen gewesen war, sofort alle Schränke zu Teeren. ( Fortsetzung folgt.); Ein verhängnisvoller Irrtum. Novellette nach dem Englischen von Wilhelm Tha l. ( Nachdruck verboten.) Der alte Benjamin Westlake war ein sehr erzentrischer Mann. Er war reich, lebte aber einsam für sich. Er war nie verheiratet gewesen und hatte keinen Verwandten auf der Welt, außer einem Neffen, der fünf oder sechs Meilen entfernt auf einem Pachthofe lebte. Vor ungefähr fünf Jahren hatte sich der alte Mann mit seinem Neffen Allan Eastbrook entzweit, und die beiden hatten seitdem in keiner Beziehung zu einander gestanden. Allan war eine stolze Natur, der eher sein Leben zum Opfer brachte, als daß er seinem Onkel in irgend einer Weise nachgab. Eine Zeit lang ging alles gut, dann aber folgte Unglück auf Unglück, und der junge Pächter konnte sich schließlich der Ueberzeugung nicht verschließen, daß es troß seiner Bemühungen und seines Fleißes Jahr für Jahr mit ihm bergab ging. miner und immer wieder flehte ihn Hilda, sein treues Weib, an, um der Kinder willen seinen Stolz fahren zu lassen, und den Onkel Benjamin um Hilfe zu bitten. " Lieber sterbe ich," versezte Allan,„ lieber mögen die Kinder vor Hunger umkommen, als daß ich zu ihm meine Zuflucht nehme. Ich hasse ihn, und wenn ich mit ihm in Berührung fäme, so könnte mich vielleicht die Lust anwandeln, ihn zu erwürgen oder zu vergiften." Die Verhältnisse auf dem Pachthofe verbesserten sich nicht, und um den unmitelbaren Zusammenbruch zu vermeiden, mußte Allan schließlich seine Zuflucht zu Wucherern nehmen. Diese Verbindung half dem jungen Manne allerdings über gewisse Schwierigkeiten hinweg, doch der Verfalltag nahte, und der Seelenfrieden schwand aus Allan Eastbrooks Leben. Er wurde mürrisch und menschenfeindlich, behandelte seine Frau schroff und hart und suchte seine Sorgen schließlich im Alfovol zu ertränken. Er wurde ein häufiger Besucher im Schwarzen Ochsen", einem Wirtshause des nahen Dorfes. Die andern Farmer, die in diesem Wirtshause verkehrten, entdeckten bald die verzweifelte Lage Allans; zu wiederholten Malen gestand dieſer offen, daß er„ mit seinem Latein zu Ende" war. Wenige Tage später trat ein Wendepunkt in Allan Eastbrooks Leben ein. Die Geldleiher wurden ungeduldig und brachten schließlich einen Pfändungsbefehl auf den Pachthof aus. Gerade damals war das jüngste Kind Allans schiver krank. Mit düsteren Blicken, sorgenschwer saß der Bächter an dem Bette des Vierjährigen und betrachtete das blasse Gesicht des Kindes. Wenn er das Geld nur auftreiben könnte! Er wollte alles tun, was in seinen Kräften stand. Vielleicht war auch cine Versöhnung zwischen ihm und seinem Onkel möglich, wenn er nur diesen entsetzlichen Stolz hätte besiegen können, der so ganz und gar von ihm Besitz ergriffen hatte. Wieder blickte Allan in das rote vom Fieber verzehrte Gesicht des Kindes, bedeckte das Gesicht mit den Händen, brach in Tränen aus und beschloß, seinen Onkel am nächsten Tage zu besuchen. Mehrere wichtige Angelegenheiten nahmen ihn am Morgen in Anspruch. Er schien mürrisch und zu Gesprächen durchaus nicht geneigt. Seine Frau beobachtete ihn sorgsam, und der seltsame Ausdruck seines Gesichtes fiel ihr auf. Er hatte ihr von seinem Entschlusse keine Mitteilung gemacht, denn er hatte so oft böse Worte über seinen Onkel gesprochen, daß er ihr nicht das Zugeſtändnis machen wollte, er suche bei seinem Onkel um Hilfe nach. Wohl bemerkte er den erstaunten Blick, mit dem sie ihn maß, und seine verdrießliche Stimmung wurde dadurch noch erhöht. Stillschweigend sattelte er sein Pferd, indem er Hilda zurief, er würde in einer Stunde zurück ſein. Zehn Minuten später befand er sich in dem Matflecken, stieg vom Pferde und trat in die Apotheke, wo er sich ein Pfund weißes Arsenik kaufte, das er ohne Schwierigkeiten erhielt. Er erklärte, er brauche es zur Vertilgung von Mäusen, und da er Pächter war, so hatte der Apribeker, Mister Bolus, keine Veranlassung, ihm nicht zu glauben. Aur festgesetzten Zeit war er wieder zu Hause, aß schnell wenige Bissen und machte sich dann zu Fuß nach der Wohnung seines Onkels auf den Weg. Allan Eastbrook hate keine Ahnung, daß Benjamin Westlake feit einigen Tagen erkrankt war. Dies war aber der Fall, und der alte Mann hütete das Bett. Allan überlegte sich eben, in welcher Weise er die Unterhaltung einleiten Soute, als ihm ein elegant, aber auffallend gekleideter Mann, der ungefähr in demselben Alter mit ihm stand, auf der Landstraße ansprach. Ich habe gehört, Sie sind Allan Eastbrook," sagte der Fremde, und ich kann mir denken, daß Sie in Begriff sind, den alten Benjamin zu besuchen. Das hat aber keinen Zweck, ich bin nämlich sein Sohn. Sie haben jedenfalls keine Ahnung davon, daß der alte Mann je verheiratet gewesen ist. Er war es aber doch; in Auſtralien hat er sich_verheiratet, und ich bin sein einziger Nachkomme. Meine Mutter ist tot. Ich habe mich dem Alten vorgestellt, und er ist mit meinen Papieren zufrieden. Infolgedessen wird er noch heute Abend sein Testament unstoßen, und ich gehe jetzt, den Notar herbeizurufen. In dem bisherigen Testament hat er Ihnen alles vermacht, doch das ist jetzt vorbei. Ich wollte Ihnen das nur sagen, damit Sie wissen, woran Sie sind." Mit diesen Worten ließ der Mann seinen Stock in der Luft herumwirbeln und ging schnell seines Weges. Der junge Pächter war über das, was er von dem Fremden gehört, so erstaunt, daß er kein Wort zu erwidern vermochte. Einen Augenblick hatte er die Absicht, nach Hauſe zurückzukehren, dann setzte er aber den Weg nach seines Onkels Hause fort. Die Nacht brach herein, als er dasselbe betrat. Er wurde sofort in das Zimmer des alten Westlake geführt, und der alte Man gab der Wirtschafterin ein Zeichen, sich zurückzuziehen. Diese Frau war seit langen Jahren bei ihm im Dienste, und sie hegte große Hoffnungen, sie würde von ihrem Herrn im Testamente bedacht werden. Sie schöpfte sofort Verdacht, als Allan Eastbrook eintrat und blieb an der Tür lauschend stehen. Ich habe seltsame Neuigkeiten, als ich hierher kam, gehört," sagte Allan, sich an seinen Onkel wendend. " Wohl auch unangenehme Neuigkeiten," versezte Benjamin höhnisch. Onfel, ich bin ruiniert, ich habe keinen Pfennig und kam, dich um deine Hilfe zu bitten." Also jetzt kommst du erst, wenn die Not dich hertreibt? Nein, mein Freund, du kommst ein bischen zu spät, nicht einen Pfennig ſollſt du von meinem Gelde erhalten. Ich hatte mein Testament zu deinen Gunsten gemacht, doch das ist vorbei, noch heute Abend werde ich ein anderes aufsetzen." Allan war entsetzt über diese Worte, er tobte, raste und drohte seinem Onkel, doch ohne etwas von ihm zu erlangen. Der erzentrische alte Mann schien sich über das Unglück seines Neffen zu freuen. Plötzlich befiel ihn ein heftiger Husten, und er forderte Allan auf, ihm einen Löffel Medizin zu geben. Der junge Pächter ging nach dem Tische, nahm die Flasche in die Hand, und merkte, daß sie voll war. Er goß einen Löffel voll, und bot denselben seinem Onkel, doch der Alte stieß ihn erregt zurück und rief: Nein, nein, ich nehme nicht, was du mir gibst, ich glaube du würdest mich vergiften, um mein Geld in die Hände zu bekommen." Bei diesen Worten trat Mistreß Damas, die Wirtschaftern ins Zimmer. Der Gedanke, ein neues Testament solle gemacht werden, erfüllte sie mit Schrecken, aber trotzdem trat sie mit kaßenfreundlicher Liebenswürdigkeit auf ihren Herrn zu, während der junge Pächter das Zimmer und das Haus verließ. Draußen wurde ihm erst das Schreckliche seiner Lage so ganz klar. Aufgeregt ging er im Garten auf und nieder, zwei Stunden vergingen, und noch immer war er nicht im Stande, den Platz zu verlassen. Erst als ein Wagen vorfuhr, und zwei Männer schnellen Schrittes an ihm vorübergingen, entschloß er sich, nach Hause zurückzukehren. Die beiden Männer waren Westlakes Sohn und ein Notar aus Sudbury, der nächsten Stadt. Sie traten in das Haus, und niemand kam ihnen entgegen, als sie die Treppen hinaufstiegen. Da fam plötzlich Mistreß Damas auf sie zu. Ihr Gesicht war leichenblaß, und ihre kleinen Augen traten ihr fast aus dem Kopfe. Schließlich teilte sie den beiden Männern mit, Mister Westlake wäre tot. Sie hätte sich ungefähr eine Stunde aus dem Zimmer entfernt und ihn bei ihrer Rückkehr tot in seinem Bette gefunden. Der junge Mann sattelte sofort ein Pferd, um den Doktor herbeiziholen. Eine kurze Untersuchung stellte fest, daß der alte Mann an Gift gestorben war. Die Polizei wurde in Kenntnis gesetzt, und die Sektion der Leiche ergab, daß der alte Ben jamin mit Arsenik vergiftet worden war. Der Verdacht richtete sich zunächst auf drei Personen, auf den Sohn, Mistreß Damas und Allan Eastbrook, doch der Tatbestand entlastete den jungen Westlake vollständig. EA Sa Schnete. Zu einem Die Welf Smmer wieder geh bon Annäherung berm und dem Herzog Lieder ein braunschw ungen, die den Eindr Lngsversuche von Be berländer zurüd Der Herzog von E faser Wilhelm nach S Er reiste ab unter der Ernst August in Gm la diese sehr gutarti breise gewesen sei, g gan hervor, wonach jers für den 2. A fe ich am 1. April." tes, des Königs von Demonstration erzählt das helich früher dem Ka annt geworden, daß Beiter Stopenhagen eine angejirebt habe, fich Militär gegenü Reußerung getan, claufen fönne". Das Angabe unbedingt zubert ten 10 berlegt Die Gerüchte über ein Jerzielt, mei en, dafür ihren Ger rung den Herzog geg tellen demgem mit dem kaiserlicher gegriffen ſeien. veres Berliner CB- Mi Staiser Wilhelm nie lets eine Annäherung