was die haben!" altet Ihr 3 bei der wird zur nach Verommenden Miete"= Die Wein= omint, hat len. heutigen 26 Kostüm rperformen er Neuen Berliner tarrenden laffen so tiefe Spalten, Felsen und Talgeländen, Gletscherwänden, en Versprechengeben und halten. da meine gegangenen Aufreg Leider konnten wir das frohe Ereignis nicht gleich am mit den verheißenen Flaschen Seft feiern, phfweh bekommen und sich gleich bermutlich infolge der vorhersei unbestritten die Krone von allen. ich gerade mit dieser Wahl das große Los gezogen, denn Hilda heutigen oure Verlobte Nr. 44. Erstes Blatt. onnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., bus Saus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Bonttobettagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Geifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Montag, den 22. Februar 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzelle für gang O heffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. fonft 16 Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88 Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. ,, Schergendienste." ( Sachliches von einem Juristen.) Von seiten der linksstehenden Parteien werden noch immer unsere Behörden wegen ihrer angeblichen Helfershelferdienste, die sie der russischen Polizei leisten, starf kritisiert. In letzter Zeit haben in verschiedenen Städten des Reiches förmliche Protestversammlungen stattgefunden, weil es für unzulässig erachtet wurde, daß deutsche Richter wegen Beleidigung des Zaren und wegen Hochverrats gegen das russische Reich die Anklage erhoben haben. Dieses Vorgehen entspricht aber vollständig den Bestimmungen des Strafgesetzbuches, das feindliche Handlungen gegen befreundete Staaten und Beleidigungen der Staatsoberhäupter für eine strafbare Handlung erklärt. Als befreundete Staaten gelten solche, mit denen wir diplomatische Beziehungen unterhalten. Demgemäß erlöschen diese Strafbestimmungen durch die Eröffnung des Kriegszustandes, oder durch die Aufhebung solcher Beziehungen. Zur Erhebung der Anklage ist eine Anzeige erforderlich. Ist diese aber erfolgt, so muß die Behörde einschreiten und es ist durchaus unrichtig, wenn man annimmt, ein Vorgehen stehe in ihrem diskretionären Ermessen. Diese gegenseitige Garantie, welche sich die befreundeten Staaten zugestanden haben, ist nicht etwa das Ergebnis der heiligen Allianz und der Karlsbader Beschlüsse, sondern ein Gebot der Klugheit. Man hat bislang noch nicht gehört, daß die Gegner solcher gesetzlichen Bestimmungen Widerspruch dagegen erhoben haben, daß die Hoheitszeichen fremder Staaten, die doch nur die Symbole der Staatseristenz darstellen, gegen Beschimpfungen gesichert sind. Das geschieht deshalb, weil sich nicht selten aus unliebsamen Vorkommnissen ernstere Zerwürfnisse und sogar Kriegszustände entmickelt haben. Es wäre aber ein logisches Unding, wenn ein Staat die Symbole befreundeter Mächte schüßen, aber Beleidigungen gegen das Staatsoberhaupt und geheime Angriffe gegen den Staatsbestand dulden wollte. Bei Hochverräterischen Plänen muß schon der Beginn der Handlung nachgewiesen werden. Neine Besprechungen gelten noch nicht als Hochverrat. Außerdem ist es Bedingung, daß, wie bereits gesagt, ein Strafantrag gestellt wird und daß der befreundete Staat, der den Schuß unserer Behörden anruft, in einem Gegenseitigkeitsverhältnis mit uns lebt. Auch die Strafverfolgung wegen Beleidigung eines fremden Landesfürsten muß auf Antrag eintreten, sofern unsere deutschen Bundesfürsten in dem betreffenden Staat gegenüber Beleidigern ebenfalls den Schutz der Landesgefete genießen. Durch eine derartige Gegenseitigkeit wird es verhütet, daß aus an sich vielleicht unwesentlicher, aber unliebsamen Vorkommnissen ernstere Verwicklungen entstehen. Es wäre deshalb zu wünschen, daß die öffentliche Meinung fich endlich beruhigt wegen der angeblichen Schergendienste, die von unseren Richtern dem russischen Reiche geleistet werden. Der Krieg in Oftalien. Das Ueberschreiten der koreanischen Grenze seitens der Russen stellt sich, wie wir von vornherein vorau gesagt haben, als eine einfache Refognoszierung heraus, die von der Kosakenvorhut ausgeführt worden ist. Dabei kam es zum erstenmal seit Eröffnung des Krieges zu einem Zusammenstoß auf dem Lande, der nach einem amtlichen Telegramm aus Petersburg folgendermaßen verlief: Ein Rosakenpifet griff auf koreanischem Gebiet eine fleine japanische Abteilung auf, welche von einem Major geführt wurde. Bei den Gefangenen wurden Karten und Dokumente gefunden. Es war dies das erste Zusammentreffen mit dem Gegner zu Lande. Den Russen wird das Kartenmaterial, das sie den Japanern abgenommen haben, hochwillkommen sein. Während es in ihrem Generalstab recht schlecht in dieser Hinsicht bestellt sein soll, sollen die Karten, die den japanischen Offizieren für die Operationen in Korea, Mandschurei, Ostsibirien und Nordchina geliefert würden, ganz vorzüglich sein. Während der letzten Jahre haben sich 10 000 Japaner in der Mandschurei und 30 000 in Korea aufgehalten. Darunter haben sich viele Berufssoldaten befunden, die als Chinesen mit falschen Zöpfen verkleidet waren. Viele dieser Leute sollen zu dem Generalstab in Tokio in Beziehung gestanden haben. Die Russen können sich nie als Chinesen ausgeben, weil ihr Körperbau sie sofort Lügen strafen würde. Um die nötigen Aufklärungen zu erhalten, müssen sie sich häufig Eingeborenen in die Hände geben. Damit können sie aber in Korea, wo jett ein japanfreundlicher Wind herrscht, eventuell recht schlecht fahren, wenn auch das oben erwähnte Petersburger Telegramm weiter behauptet, daß die Koreaner dem russischen Stab gegenüber eine durchaus freundliche Haltung an den Tag legen. Zum Befehlshaber der russischen Landarmee in Ostasien ist vom Zaren der General Kuropatkin ernannt worden. Er hat die Reise nach dem Kriegsschauplate von Petersburg aus bereits angetreten, ebenso sein Generalstabschef Zilinsky. Der Statthalter Alexejeff scheint völlig in Ungnade gefallen zu sein. Er verbleibt entgegen den anfänglichen Nachrichten, die ihn zum Hauptquartier nach Charbin abziehen ließen, vorläufig in Port Arthur. Doch nur, um dem dorthin abgegangenen General Khamarow den Oberbefehl in der Festung persönlich zu übergeben. In Petersburg fursieren unkontrollierbare Gerüchte, wonach Alerejeff in der Wut über seine Niederlage bei Port Arthur sich zu einem wahnwißigen Schritt hat verleiten lassen. Ein Vertreter des Londoner„ Expreß" meldet darüber seinem Blatte folgende, allerdings mit größter Vorsicht aufzunehmenden Einzelheiten, die er aus amtlicher(?) Quelle erfahren haben will: Nach dem verhängnisvollen Angriff der Japaner berief Admiral Alegejeff die russischen Offiziere vor sich, deren Versäumnis der Hauptgrund der Schlappe war. Er konstatierte, daß speziell ein junger Offizier die größte Schuld trug, indem er auf einem Torpedoboot seine Kameraden ans Land gebracht hatte, statt die Wache zu führen. Alexejeff zog darauf den Revolver und erschoß den Leutnant vor den versammelten Offizieren.(?) Daß Alerejem einen Sündenbock für seine groben Nachlässigkeiten sucht, ist erklärlich. Daß er sich aber zu einem Verbrechen habe binreißen lassen, flingt wenig glaublich. Die beiderseitigen Rüstungen schreiten inzwischen zu Lande und zu Wasser ununterbrochen fort. Die Nussen tun, das muß ihnen der Neid lassen, jetzt menigstens alles Mögliche, um das in früherer Sorglosigkeit Versäumte nachzuholen. Die Konzentration in Charbin vollsicht fid, nach allem, was mer darüber hört, mit regelmäßiger Präzision. Von allen Seiten treffen Verstärkungen ein. Wie es heißt, ist die Aufstellung eines vierten sibirischen Armeekorps bereits beschlossen und angeordnet. Selbst in den westlichen Teilen des europäischen Rußlands soll mobil gemacht werden. Auf der sibirischen Eisenbahn rollt Zug um Zug voll Truppen und Kriegsmaterial dem fernen Osten zu. Beim Passieren des Baikalsees, über dessen Eisfläche die Schienen angelegt sind, soll den Russen allerdings ein schweres Unglück passiert sein, wenn man dem folgenden Telegramm, das die Prager„ Narodny Listy," erhalten, trauen darf: Anderthalb Kompagnien Pioniere und ein Zug des Eisenbahn- Regiments sind im Baikalsee eingebrochen und ertrunken. Im ganzen sind 98 Offiziere, 24 Unteroffiziere und 128 Mann ums Leben gekommen. In sämtlichen russischen ostasiatischen Häfen herrscht eine fieberhafte Tätigkeit. In Port Arthur verblieb nur ein geringer Teil der Bevölkerung, vorzugsweise Männer. Die Versorgung der Stadt mit Brot ist gesichert. Es herrscht böllige Ruhe und Ordnung. Wladivostok wird stark befestigt. In der Heimat rüstet man neue Kreuzer aus. Neue japanische Kriegsschiffe. Aber auch die Japaner sind energisch an der Arbeit. Truppentransporte über Truppentransporte gehen in aller Heimlichkeit und Ruhe nach Korea. Zur See wächst ihre Ueberlegenheit von Tag zu Tag. Die beiden in Genua angekauften Kreuzer„ Nishin“ und„ Kasuga" haben bereits mit boller Bemannung in Dienst gestellt werden können und sich dem mobilen Geschwader angeschlossen. Außerdem bewahrheitet es sich, daß die Japaner drei chilenische Kriegsschiffe, die Kreuzer Capitano Pratt“ und„ Chacabuco" von 6900 resp. 4500 Tonnen, sowie den Torpedobootszerstörer„ Admiral Condell" erworben haben. Da ihre bisher schon den Russen weit überlegene Flotte noch völlig intakt ist, während die russische große Einbußen erlitten hat, so ist kaum daran zu denken, daß die Russen so bald wieder imstande sein werden, ihrem neu gekräftigten Gegner auf offenem Meere entgegenzutreten. Vom naben und fernen Orient. Wien, 19. Februar. Seit Jahrzehnten zum erstenmal kann man an unserem Phäakenvolke in diesen Tagen etwas wie politisches Feingefühl entdecken. Zum erstenmal seit langen Jahren nimmt bei uns die öffentliche Meinung in einer politischen Frage von Bedeutung eine Haltung ein, die dem realpolitischen Interesse unseres Volkes wie des ganzen Germanentums, ja des ganzen europäischen Kontinents entspricht. In der Donaumonarchie denkt man, wie man überall auf dem Festlande Europas denken sollte, über den russisch- japanischen Arieg: Ein endlicher Sieg Rußlands ist hier die Hoffnung und die Ueberzeugung so ziemlich aller politisch interessierter Kreise. Von wenigen polnischen Schwarmgeistern abgesehen, die von einer Niederlage Rußlands Verwirklichung ihrer politischen Träume erhoffen, steht man hier allgemein auf der Seite des sonst wahrlich nicht beliebten und als Nebenbubler betrachteten Rußland. Den schlißäugigen, gelbhäutigen Asiaten wünscht man aus kaukasischen Instinkten und in klarer Erkenntnis der schädlichen, ja gefährlichen Folgen eines japanischen Sieges für ganz Europa gründliche Prügel. Freilich nicht ohne, daß sie vorher auch den Russen das Leben ein bißchen sauer gemacht haben mögen. Zu einem Teile mag diese Stellungnahme zu gunsten des Zarenreiches sich freilich zurückführen lassen auf phantastische Vorstellungen des Volkes, darauf, daß man neyerdings in den Russen nicht mehr die natürlichen, gefährlichsten Gegner der österreichischen Balkanpolitik sieht. Man ist hier überzeugt, daß die russische Balkanpolitik sich gegen früher erheblich gewandelt habe; seitdem Rußland in Ostasien Interessen von ungeheurem Umfang gewonnen hat, liegt ihm, wie man hier wenigstens im Volte glaubt, nicht mehr so viel wie früher am Goldenen Horn, am Schlüssel zwischen dent Schwarzen und dem Mittelmeer. Man hofft viel von der Balkanentente mit Rußland für Desterreich; man träumt den alten Traum von dem Vormarsch Desterreichs auf Saloniki, aber diesmal mit Rußlands Unterstüßung. Aufs bestimmteste, wie mit einer mathematisch notwendigen Tatsache, rechnet man hier mit einem unmittelbar bevorstehenden bulgarisch- türkischen Krieg. Und dieser Krieg, so denkt man, wird Desterreich zwingen, zu marschieren. Mit den Russen Hand in Hand wird es intervenieren, und das Ende wird ein hübsches Stück Balkan als willkommener Festbraten für Desterreich sein. Mögen solche Träumereien töricht sein, sie sind immerhin symptomatisch für die Stimmung der Bevölkerung, und die Stimmung der Bevölkerung ist für die Politik der Hofburg, namentlich für die Balkanpolitik, schon oft bestimmend gewesen. Man wird außerhalb der schwarzgelben Grenzpfähle gut daran tun, wenn man Balkanüberraschungen, freilich z un ä ch st nur solche, die von Rußland gebilligt werden, bei Desterreich nicht für ausgeschlossen hält. In der ostasiatischen Frage steht die Donaumonarchie auf Rußlands Seite dafür erwartet man, daß in der türkischen Frage Kußland Desterreichs Interesse unterstüßen werde. Das ist sicherlich ein leerer Wahn. Aber eben deshalb fann seine Herrschaft in Wien und Budapest recht gefährlich werden. Die Politik. Eine auch von deutscher halbamtlicher Stelle beglaubigte Meldung des italienisch- offiziösen„ Giornale d'Italia" besagt:„ Die Handelsvertragsverhandlungen zwischen Deutschland und Italien nehmen einen guten Verlauf, da von beiden Seiten Entgegenkommen gezeigt wird. Man glaubt, daß der Abschluß des Vertrages nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Der erste Teil der Verhand lungen ist beendet. Die Besprechungen der Delegierten sind einstweilen ausgesetzt, da man über einige noch streitige Punkte Instruktionen der deutschen Regierung erwartet." Die Reichsregierung beschäftigt sich augenblicklich mit bem Plane, durch ein besonderes Gefeß die Ueberwachung des Verkehrs mit Nahrungs- und Genußmitteln auf Grund der bestehenden Reichsgeseze nach einheitlichen Grundsätzen und unter Anstellung besonderer Beamten hierfür zu regeln. Die Dringlichkeit einer solchen Regelung hat sich als unabweisbar herausgestellt. Nach zweitägiger Debatte schon kann das Schicksal der bayerischen Wahlreformvorlage, die an den beiden letzten Tagen der vergangenen Woche die Münchener Abgeordnetentammer beschäftigte, als besiegelt gelten. Dieser Entwurf wird nicht Gesetz werden, und die Regierung wird ihre in der Debatte getane Anfündigung wahrmachen müssen, im Berordnungswege wenigstens eine neue Wahlkreiseinteilung, und zwar eine den Vorschlägen des Entwurfs entsprechende, herbeizuführen. Nur das Zentrum und die Sozialdemokraten wollen dem Entwurf zustimmen; die Liberalen, die Freie Vereinigung und die Fraktionslosen wollen gegen ihn ſtimmen. * Nach einer Meldung aus Karlsruhe ist dort der schon seit einiger Zeit schwer erkrankte badische Finanzminister v. Buchenberger gestorben. Er galt als einer der fähigsten Finanzmänner im Reiche und war noch bei dem letzten Wechsel im Reichsschazamt Kandidat für diesen Posten. Auch die volkswirtschaftliche Literatur Deutschlands hat v. Buchenberger um einige wertvolle Schriften bereichert. O Den Beschwerden und Anklagen der russischen Stn. denten in Berlin gegen die prenßische Regierung will diese jetzt durch ein radikales Mittel ein Ende bereiten. Es sollen Massenausweisungen russischer Staatsangehöriger bevorstehen, und die Minister des Innern und der Justiz wollen im Landtage ihr Vorgehen mit umfangreichem Ma terial begründen. Nachdem sich die russischen Studenten haben beikommen lassen, in einer an die Presse verschickten Erklärung den Staatssekretär v. Richthofen gröblich zu be leidigen und die Politik der deutschen Regierung in anmaß licher und ungehöriger Form zu fritisieren, hat die deutsche Regierung ohne weiteres Handhaben für die Ausweisung dieser Russen. Die Zahl der feindlichen Zusammenstöße zwischen deutschen Truppen und Herervhorden mehrt sich. Nach einer Meldung des Gouverneurs Leutwein hatte am 16. Februar eine Abteilung Matrosen und Schußtruppen unter Kapitänleutnant Gygas am Liewenberg( nordöstlich von Stjimbingwe in der Nichtung auf Groß- Barmen) ein Gefecht. Die deutschen Verluste sind ein Toter und ein Verwundeter. Die Herero, deren Verluste unbekannt sind, wurden zurückgeworfen. Am 20. und 21. Februar hält die Zentralvertretung der tierärztlichen Vereine Preußens ihre 8. Plenarversammlung in Berlin ab. Es soll namentlich über die Errichtung von Tierärzte Kammern und über die Erfahrungen mit der Fleischbeschau außerhalb der Schlachthöfe verhandelt werden. Türkei. * Aus den Parlamenten. Ein polnisches Blatt hatte gemeldet, daß die polnische Fraktion des Reichstags den Beschluß gefaßt habe, dem Grafen Ballestrem Abbitte dafür zu leisten, daß sie bei der Präsidentenwahl weiße Zettel abgegeben hat. Diese Meldung ist unzutreffend. Weder ist ein solcher Beschluß von der Fraktion gefaßt worden, noch ist eine derartige Abbitte dem Präsidenten Ballestrem zugegangen. In Konstantinopeler diplomatischen Kreisen macht man sich nachgerade auf den baldigen Ausbruch eines türkischbulgarischen Krieges gefaßt. Offenbar hält die Pforte einen solchen Krieg für die einzige Rettung vor dem drohenden Albanesen aufstand. Sie hat an die Signatarmächte des Berliner Vertrages eine Note gesendet, die als die letzte Mitteilung der Türkei an das europäische Konzert vor der riegserklärung an Bulgarien bezeichnet wird. Die Note beschuldigt Bulgarien, Vorräte und Rüstungsmaterial für den sofortigen Krieg aufzuhäufen, die Munitionsfabriken in Sofia arbeiteten mit doppelter Schicht, die Straßen würden für die Benutzung durch Artillerie verbreitert, alle Brücken pürden umgebaut und neu armiert, an strategischen Punkten würden Befestigungen errichtet. Die Reformvorschläge, so heißt es in der Note weiter, seien Demütigungen für die Türkei und wertlos: sie könnten nicht durch eine fremde Poliset in Kraft gesetzt werden, die die Verhältnisse nicht kenne. Die Pforte ziehe es daher vor, eher militärische Operationen gegen Bulgarien, die Quelle aller Unordnung, zu unternehmen, als gegen die Albanesen, die gegen die ausländischen Reformen revoltierten. Je früher diese Maßnahme ergriffen werde, desto eher würden Ordnung und Sicherheit wiederhergestellt werden. Die Pforte treffe deshalb Vorkehrungen in ernsterem Maßstabe, um eine Viertelmillion erprobter Truppen auf die höchste Stufe der Leistungsfähigkeit zu bringen. Im Zusammenhang damit wird gemeldet, daß der Sultan zwei asiatische Divisionen nach Mazedonien dirigierte und den Auftrag gab, größere Truppenverschiebungen vornehmen zu lassen. Die Sache sieht in der Tat so aus, als sei der bulgarisch- türkische Krieg nur eine Frage allerfürzester Zeit. ** Hof und Gesellschaft. In der Kommission des Reichstages zur Vorbereitung des Gesezentwurfes über die Entschädigung unschuldig Verhafteter wurde dem§ 1 folgende Fassung gegeben:« Personen, die im Strafverfahren freigesprochen oder außer Verfolgung gesetzt sind, können für erlittene Untersuchungshaft Entschädigung aus der Staatskasse verlangen, wenn das Verfahren ihre Unschuld ergeben hat. Unschuld liegt auch dann vor, wenn kein dringender Verdacht mehr besteht. Der Untersuchungshaft stehen gleich die vorläufige Festnahme und die Vorführung." * Der Abg. Graf Douglas hat die vom Regierungsrat Quensel in Köln verfaßten Belehrungskarten zur Alkoholfrage den Mitgliedern des preußüchen Ab. geo.dnetenhauses überreicht. Ueber die Mittelmeerreise des Kaisers, die nun doch stattfinden soll, wird verbreitet, daß der Kaiser sich am 4. März von Genua aus nach Malta begeben wird, mo ihn die„ Hohenzollern" erwarten soll. Demgegenüber wird uns aus Berlin mitgeteilt, daß noch immer nichts Bestimmtes über den Reiseplan beschlossen worden ist. Es wird in eingeweihten Kreisen auch behauptet, daß der Kaiser sich erst am 5. März und zwar von Hamburg aus mit einem Dampfer der Hamburg- Amerika- Linie in das Mittelmeer begeben will. Die„ Hohenzollern" werde den Kaiser in Messina, nicht in Malta erwarten. Es wird gut sein, die Veröffentlichung des Reiseplans abzuwarten, da alles bisher doch nur Kombinationen sind. Deer und flotte. Deutfcher Reichstag. ( 38. Sitzung.) CB. Berlin, 20. Februar. Außer dem Präsidium und dem jeweiligen Redner sind nur noch wenige Abgeordnete im Saale anwesend. Dem Redestrom tut das keinen Abbruch, denn die Reden sind ja nicht an das hohe Haus, sondern an das verehrliche Publikum außerhalb desselben gerichtet. Die Zeitungen müssen ja doch davon Notiz nehmen und die amtlichen Stenographen haben sie sogar Wort für Wort nachzuschreiben. Die Beratung des wird fortgesetzt. Etats der Postverwaltung Nab und fern. Ein Fall à la Deditius. Der an der Schule, Zur Eintracht" in Höhscheid bei Solingen angestellte Hauptlehrer Praedel, welcher beschuldigt wird, einen Schüler der untersten Klasse schwer mißhandelt zu haben, ist auf Veranlassung seiner borgesetzten Behörde einstweilen seines Amtes entsetzt worden. Der Fall betrifft den Sohn des Schleifers Buchmüller aus Widdert. Der Knabe ist dieser Tage von dem Hauptlehrer derart geschlagen worden, daß er laut ärztlichen Attesics am Gesäß 17 und am Rücken und Hals 15 blutunterlaufene Striemen hat, so daß der Junge weder liegen, schlafen, noch stehen kann. Die Angelegenheit wird demnächst noch ein Nachspiel vor der Strafkammer erfahren. Abg. Molkenbuhr( Soz.) tritt für die Koalitionsfreiheit der Postbeamten ein und bestreitet, daß diese Beamten ausreichend bezahlt würden. Staatssekretär Kraetke reagiert auf diesen Angriff nicht. Dagegen erwidert er auf eine bezügliche Beschwerde des polnischen Abg. v. Jadzewski, daß infolge einer von den Polen seit dem Jahre 1900 syste matisch betriebenen Agitation die Zahl der polnisch adressierten Briefe lawinenartig angeschwollen sei. Der Staatssekretär verliest unter Heiterkeit des Hauses Adressen, bei denen für Städte wie Dortmund, Eisleben polnische Namen angegeben Ueber die diesjährigen Kaisermanöver sind jetzt die end giltigen Bestimmungen veröffentlicht worden. Danach werden das Gardekorps und das IX. Armeekorps gegeneinander manövrieren. Jenes wird durch das Leibgrenadier- Regiment Nr. 8 und das Dragoner- Regiment Nr. 2, das neunte Korps durch die 37. Infanterie- Brigade, das Husaren- Regiment Nr. 3 und die 19. Feldartillerie- Brigade verstärkt. Ferner erhält jedes Korps eine Luftschiffer Abteilung und das neunte die Maschinengewehr- Abteilung Nr. 7.— Außer der Gardekavalleriedivision werden für die Herbstübungen auch beim IX. und VII. Armeekorps Kavalleriedivisionen( A und B) aufgestellt, außerdem eine solche beim XIII.( föniglich württembergischen) Korps unter Zuteilung preußischer Truppen. Beim III. und VII. Armeekorps finden Angriffsübungen unter Beteiligung der schweren Artillerie des Feldheeres statt. Größere Pionierübungen werden an der Oder bei Küstrin und am Rhein bei Neu- Breisach abgehalten. Der Wildhirt. waren. Möbelg liche A ift in S der Ge hunder atzepte Frauen ihren Wedfel beitreibe Siefe W erflärt d dem Leil Explosionskatastrophe. Auf der acht Meilen westlich von Ogden( Utah) an einer Nebenlinie der Southern Pacific Railroad liegenden Station Jackson sind zwei Wagenladungen Schießpulver explodiert. Dabei wurden 24 meist griechische Arbeiter getötet, ungefähr ebensoviele verletzt. Das Telegraphenamt wurde zerstört. Staatssekretär Kraetke stellte die wohlwollende Prüfung aller in der Debatte vorgetragenen Wünsche in Aussicht und betonte die Hochwertigkeit des Beamtenmaterials der Post: Immer seltener würden die Fälle der Vergehungen von Postbeamten. 1871 fam ein Straffall auf 186 Beamte, 1902 erst auf 584 Beamte. Einen in der Debatte laut gewordenen Wunsch, die Postverwaltung möge für die von den Soldaten in die Heimat gesandten Pakete Portofreiheit bevilligen, erklärte der Staatssekretär nicht erfüllen zu können. Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung.) ( Nachdruck verboten.) Hangcurt nahm sich nun auch vor, ein anderer Mensch zu werden und gar nicht mehr in die Gegend der Gemarkung zu gehen, woselbst die Wildhütte stand, in der sein böser Geist hauste. Am Abend ging Hangcurt in Wirth's. Da es warm und lind war, so sezte er sich auf die Bank vor der Haustür. Als das Elschen bemerkte, daß er da war, fam es heraus und nahm neben ihm Plaz. Es erfaßte seine Hand und sah ihm in das Gesicht. Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten. - † Schreckenstat eines Irrsinnigen. In Bamberg erschlug der Kunstgärtner Schauder seinen 70jährigen Onkel und dessen zwei in den 60er Jahren stehende Schwestern. Schauder war erst kürzlich aus einer Frrenanstalt entlassen worden und hatte im Hause seines Onkels Aufnahme gefunden. Ein Theater als Verbrecherasyl. Budapester Polizeibeamte machten dieser Tage eine überraschende Entdeckung. Das dortige Kis- Faludy- Theater war im August vorigen Jahres wegen Feuergefährlichkeit geschlossen worden. Nun machte die Polizei vor kurzem die Wahrnehmung, daß sämtliche Gauner ihre Quartiere verlassen hatten und ,, unbekannt wohin" ausgezogen waren. Eines Nachts bemerkte ein Konstabler, wie ein Mann eine kleine Tür im rückwärtigen Teil des Theaters mit einem Schlüssel öffnete und hinter der Tür verschwand. Er bezief telephonisch ein großes WacheAufgebot, welches das Theater umzingelte, worauf Detektive mit Blendlaternen in das Gebäude eindrangen. Kaum! hatten sie den Zuschauerraum des Theaters betreten, wurde es dort lebendig, aus allen Logen eilten Männer flüchtend dem Ausgang zu, wurden jedoch sofort für verhaftet erkläri Viele Männer lagen im tiefen Schlaf und mußten erst von ben Polizisten geweckt werden. Die Polizei hat diesmal einen guten Fang gemacht, denn unter den Verhafteten befanden sich viele steckbrieflich Verfolgte. ( 24. Sigung.) RK. Berlin, 20. Februar. Heidenmäßig viel Zeit um ein Wort des seligen Herrn b. Miquel zu variieren scheinen die preußischen Volksver treter zu haben. Denn anders ist es kaum zu erklären, daß sie nicht nur einen ganzen großen Teil der gestrigen, sondern auch der heutigen Verhandlung mit völlig nußlosen Reden vergendeten. Mit nußlosen Reden, weil sie einem Gegenstande galten, bei dem der preußische Landtag„ nix tau seggen" hat: Der Börsen reform. Die ist ganz und gar Reichsund Reichstagssache. Nichtsdestoweniger schlug man in paar Stunden mit erbittertem Hin- und Hergerede tot. Neues bekam man nicht zu hören: Es war das aus dem Reichstage nachgerade genügend bekannte Für und Wider. Für die Reform, und eine möglichst radikale, sprachen die Liberalen, gegen die Reform nach den Wünschen der Börse strach die Rechte. Praktisches und faktisches Resultat= 0. Ein Schlußantrag machte dem Redefluß ein Ende, und nachdem dem preußischen Handelsminister das Gehalt endlich bewilligt worden, wurde eine Reihe weiterer Titel mit nur unwesentlicher Debatte und schließlich der ganze Handelsetat erledigt. Dann vertagte sich das Haus. ,, Hangcurt," sagte es,„ gelt, gehst nit wieder bei'n Gänsettophei? Stehste, Du bist ein so prächtiger Mensch; es wär schad' um Dich." „ Nee, Elsche," versette Hangcurt. Nacht zum letztemal bet ihm g'west." „ Schon wieder warste bei ihm?" Ich sein dies Na ja! Er begegnete mir gestern Abend, wie ich nach heim ging, und da ließ ich mich verleiten, noch mal mit ihm zu geh'n. Nun hat mein Vater heut Morgen die Leiter unter dem Fenster liegen seh'n und sich g'dacht, ich sei eing'stiegen; da hatt' ich' n schönes Unglück heut Morgen beim Kaffeetrinken." ,, Hangcurt, Hagcurt," sagte Elschen bedeutungsvoll. Du weißt doch, wie m'r uns gut sein, aber wennste nit vom Tiophel läßt, mußte von mir lassen." ,, Das könnt ich mein Leben nit und kannst auch derntwegen ett beruhigt sein, denn ich werd' mein Bebtag nit wieder die Nacht nach der Wildhütt geh'n, weil ich's hab meim Vater in die Hand versprechen müssen, da es meine Mutter so baben wollt. Ich werd' Das Attentat des Eifersüchtigen. Ein nichtswürdiges Verbrechen verübte der Steinmetzgehilfe Jakob Rößler un der ungarischen Ortschaft Nagy- Bajom. Infolge eines Streites bei einem Tanzvergnügen, der zur Folge hatte. daß er aus dem Saal befördert wurde, sprengte er das dichtgefüllte Wirtshaus mit Pulver in die Luft. 4 Personen wurden dabei getötet, acht andere schwer verletzt. von eßt an gar nit mehr ins lichte Holz geh'n dahinten, wo die Wildhütt' steht." Den Rate Abichlags det, als Konturs § Gin bon Da gemelde Met g dortiger und zu [ Der verhöhnte Friedensengel".] Bei der ostasiatischen Kriegsaffäre kommt, wie immer, der Friedensstifter schlecht weg. Bertha v. Suttner, die bekannte Vorkämpferin der Friedensbewegung, hatte sich, als der Krieg in Wirklich keit schon ausgebrochen war, an den Präsidenten der Vereinigten Staaten mit der Bitte gewandt, den Frieden aufrechtzuerhalten. Jetzt teilt ein Witbold Roosevelts Ant wort mit: „ Die Waffen sprechen, so schweige du! Taceat in ecclesia mulier! Selbst nach Ostasien reisen! Dann werden die Helden sofort ausreißen!" [ Kostspielige Leckerbissen.] Auf dem Londoner Markt findet man auch zu dieser Zeit Früchte, die selbst die verwöhntesten Feinschmecker befriedigen. Allerdings ist dieses Vergnügen ziemlich kostspielig. Erdbeeren, die sorgfältig in Treibhäusern gezogen sind, fosten 20 bis 25 Mart das Pfund. Virnen von vorzüglichem Geschmack sind 2 Mark das Stück wert, und Muskattrauben werden für 10 Mark das Stüc verkauft. Die Spargel erreichen Preise bis zu 63 Mart für das Bund. " Ja, bleibst am besten ganz aus der Gegend, denn steh', es fann Dein Unglück fein. Der Krug geht so lang zum Brunnen bis er bricht und wie sie neulich hier den Abend verzählten, hätt das Forstamt schon lang' n Auge auf'n Tiophel, weilse dem nit trauen und glauben, daß er als Wildhirt auch nebenbei wildern tät. Und da fannste Dir leicht denken, daß sie dem acht passen und wennse Dich bei ihm erwischen, dann heißt's mitgegangen, mitgehangen. Also wenn dann mal einer ins Zuchthaus kommt, dann ist's besser d'r Ttophel kommt allein' nein, als daß Du mit ihm gehst. Ste jagen ja doch all', er fäm' noch' mal in die Eisen, wo auch sein Vater drin g'west is." " In die Eisen käm' der Pierersch Hangcurt nie, Elsche," sagte er mit fester Betonung. Aber brauchst Dir keine Sorgen zu machen, ich laß mich vom Tiophel nit mehr berleiten. Außerdem- wer will uns denn beweisen, daß mir gewildert hätten? Es hat uns noch Nimand d'rbei g'sehn und's is, blos Leutg'schwät." „ Hangcurt, Du willst andere belügen und belügst Dich d'rbei selbit. Aber man munkelt's doch im Dorf und der Forstlaufer, der alte Dingler, wird dem Tiophel schon aufpassen, sie meinen's wenigstens. Und bedenk' doch' mal, wenn der den erwischt und Dich d'cbet-“ Hus dem Gerichtsfaal. § Ein Schuhmann als Brandstifter. Das Danziger Schwurgericht verurteilte den Schußmann Hoyer- Danzig wegen Inbrandseßung seines Grundstücks und leberversicherung zu 8 Jahren Zuchthaus, 6000 Mark Geldstrafe, 10 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Seine Schwiegermutter, die Wirtin Wengrzynski, wurde wegen Beihilfe zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilt. „ So Gott will, nit," erwiderte der junge Bursche mit gesenktem Blick. Wenn der alte Dingler aber aufpassen wollt, dann hätt er schon längst den Nau's Bangen erwischen müssen, denn von dem spricht's doch ' s ganze Dorf, daß er auf'n Anstand ging." „ Wer weiß, wie das hängt! Sie sagen auch, der Lange ständ mit dem Dingler gar gut, denn der hat' ne starke Familie und's geht ihm aar frazia. Das wird § Einen ganzen Rattenkönig von Wechselklagen hai z. Zt. das Dortmunder Gericht 311 entwirren. Eines der bekannter wohl der Lange ausnutzen." Urteil ift jett Anjtalt „ Jedenfalls wird's wohl so sein." Elschen mußte ihn die Stube und Hangcurt blieb allein. Nicht nur der Auftritt mit seinem Vater, sondern mehr noch die eindringlichen Worte des Mädchens hatten ihn in seinem guten Vorsatz bestärkt, nie mehr die Gesellschaft des Wildhirten zum Zwecke der Wilddieberei aufzusuchen. * * * ( Gießen beförder * * Regens liche X Bezirk einer a wurde Oberbü Gießen meister in der * der Gi ift, geb Bühne geftrig Schon längst fegte der Wind durch die Stoppeln. Die Wälder prangten in jenem farbenprächtigen Kleide, das sie noch einmal anlegen, bevor der Winter sie vollständig ihres Schmuckes beraubt. Auf den weiten Flächen der fahlen Felder war nur noch hie und da ein Acker verfümmerten Kartoffelkrautes, sowie Kraut und Rüben, worin die Hasen, welche die Fülle des Sommers hinter sich hatten, kaum noch ein bergendes Plätzchen finden konnten. Auf den Wiesenflächen weideten die Kühe unter Aufsicht der Jungen oder Mädchen, die sich die Zeit damit vertrieben, ein Feuerchen an zuzünden, in das sie gestoppelte" Kartoffeln hineinwarfen und bei dessen Wärme sie sich behaglich fühlten, wenn die Kühle des Herbsttages zu empfindlich wurde. Im lichten Holz, nämlich in dem umwaldeten Ackerfeld, in dem die Wildhütte Tiophels stand, sah es heute auch gar melancholisch aus. Der Buchwald leuchtete ebenfalls in gelber Herbstfarbe, das Feld war bis auf einen Acker mit Kartoffeln vollständig ab geerntet; es war somit auch nicht mehr notwendig, daß das Wild gehütet wurde, denn es befand sich fast nichts mehr auf dem Felde, das ihm hätte zur Nahrung dienen fönnen. ( Fortsetzung folgt.) des M Mitgli * gut bef eine gef * * demnächs 28 Febr Saalba felung phische Lichteff Traum Anlage find s wahren Frantre Diensta ab auf hinweile wahl, glieder * Geflü in Har bon de wohl übrig welche Lofald ftattfi des A Weite reits und d zu ftif haben den G Die zu Genehm Areife 60 pt. Antouf wurde S zum An Herren Obenbau zufamme Impfang Stellung der Bi Erwartu Conner einigen S twobei bi ihr Ronn marit Tebbalte am Ed bon etm ule Bur Ginte Hauptlehrer er der untersten nlajjung seiner entjeßt wor ers Buchmüller n dem Haupttlichen Atteiles utunterlaufene schlafen, noch ichst noch ein eilen westlich uthern Pacific agenladungen neist griechische t. Das Tele mberg erichlug en Onfel und estern. Schauentlassen wor hme gefunden. pester Polizeie Entdeckung. igust borigen orden. Nun ig, daß sämt Sunbekannt erfte ein Stonwärtigen Zeil nd hinter der großes Wache rauf Detektive ngen. 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Möbelgeschäfte, die Waren auf Leihvertrag gegen monat, liche Abschlagszahlungen abgeben, die Firma Becker u. Co., ist in Konkurs geraten. Nachträglich stellte sich heraus, daß der Geschäftsinhaber es auch verstanden hatte, von einigen hundert Kunden über die noch ausstehenden Summen Wechselakzepte zu erlangen. Meist waren die Unterschriften von Frauen geleistet, die keine Ahnung davon hatten, daß sie ihren Namen auf einen Wechsel setzten. Becker hat diese Wechsel verkauft, und ihr Käufer läßt nun die Wechselsummen beitreiben. Die Leute, meist Arbeiterfamilien, würden aus diese Weise zweimal zahlen müssen; der Konkursverwalter erklärt aber, er werde die Wechselfumme auf die noch aus dem Leihvertrage sich ergebende Schuld anrechnen, auch wer den Ratenzahlungen gestattet. Wer allerdings in letzter Zeit Abschlagszahlungen geleistet hat und nicht mehr soviel schul. det, als die Wechselsumme ausmacht, kann die Differenz zur Konkursmasse anmelden, einiges erhält er dann noch zurück. § Ein Unteroffizier als„ Tintenbube". Wegen Bespritens bon Damenkleidern mit Tinte u. s. w. war, wie seinerzeit gemeldet, der Unteroffizier Siegel der 2. Kompagnie des in Metz garnisonierenden Infanterieregiments Nr. 98 vom dortigen Oberkriegsgericht zu achtzehn Monaten Gefängnis und zur Degradation verurteilt worden. Die gegen das Urteil beim Reichsmilitärgericht in Berlin eingelegte Revision ist jetzt verworfen und Siegel zur Strafverbüßung einer Anstalt zugeführt worden. Lokales. 22. Februar 1904. Militärdienst nachrichten. Dr. Ruckert ( Gießen), Assistenzarzt der Reserve wurde zum Oberarzt befördert. ** Die Wahl des Herrn Domkapitulars und SeminarRegens Dr. Kirstein zum Bischof von Mainz ist durch päpstliche Breve bestätigt. X Zu den diesjährigen Gesellenprüfungen im Bezirk Gießen haben sich 72 junge Leute gemeldet. ** Bahnprojekt Gießen- Laubach. In einer am Samstag in Gießen stattgehabten Besprechung wurde eine Kommission bestehend aus den Herren: Oberbürgermeister Mecum- Gießen, Kommerzienrat KochGießen, Bürgermeister Krämer- Steinbach und Bürgermeister Neil Ettingshausen gewählt, welche Schritte in der Sache beim Großh. Ministerium tun soll. Stadttheater Gießen. Daß das Renomee der Gießener Bühne in Fachkreisen im Wachsen begriffen ist, geht daraus hervor, daß jeßt häufiger Leiter auswärtiger So wohnte den beiden Bühnen nach Gießen fommen. gestrigen Vorstellungen Hofrat Bassermann, der Jutendant des Mannheimer Hoftheaters, mit Gemahlin bei um einige Mitglieder unseres Stadttheaters fennen zu lernen. ** Das Stadttheater war gestern Sonntag sehr gut besucht. Die Aufführung von Wilhelin Tell" war eine geschickte. ** Konzert. Eine ungarische Geigertruppe wird demnächst auf ihrer Weltreise auch Gießen am Sonntag, den 28 Febr. Nachnittags 4 Uhr u. Abends 8 Uhr im neuen Saalbau( früher Steins Garten) gaftieren. Große Abwech felung in Mufit, Solo und Chorgesang, außerdem choreographische Genüsse werden uns geboten. Bezaubernd rich an Lichteffekten und Berwandlungen ist die Aufführung: Ein Traum von Licht und Schönheit,( mit 3 Scheinwerfer eigener Anlage). Die Landestrachten, besonders die der Damen sind schmuckvoll und volkstümlich. Die Truppe hielt einen wahren Triumphzug durch die Schweiz, die Niederlanden, Frankreich 2c. Alles Nähere später. Der Gießener Lesehalle- Verein hält Dienstag Abend im Cafè Ebel eine General- Versammlung ab auf die wir auch an dieser Stelle mit dem Bemerken hinweisen, daß die Wichtigkeit der Tagesordnung( Vorstandswahl, Geschäftsbericht) ein allseitiges Erscheinen der Mitglieder erwünscht. * * Die Generalversammlung des Vogelsberger Geflügel und Vogelzuchtvereing, welche gestern in Hamels Garten in rünberg stattfand, war besonders von der Sektion Ulrichstein gut besucht, während im übrigen, wohl infolge des schlechten Wetters, der Besuch zu wünschen übrig ließ. Nach Besichtigung und Auswahl des Geflügels, welches in Offenbach ausgestellt werden soll, wurde die Lofalausstellung zu Ulrichstein, die am 4., 5. und 6 Juni stattfinden soll, beraten. Den Ehrenvorsiz hat der Kreisrat des Kreises Schotten, Geheimrat Schönfeld, übernommen. Weiter wurde mitgeteilt, daß eine Anzahl Ehrenpreise be= reits vorgesehen seien, so u. a. von der Stadt Ulrichstein und den beiden dortigen Kassen, der Verein beschloß 6 Preise zu stiften. Für die Musikleistung am Samstag und Montag haben sich Ulrichsteiner Herren bereit erklärt, während für den Sonntag eine Militärkapelle gewonnen werden soll. Die zur Ausstellung zu veranstaltende Verlosung hat die Genehmigung des Großh. Ministeriums des Innern für die Kreise Gießer, Alsfeld und Schotten gefunden und werden 60 pCt. des Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Lose zum Ankauf von Gewinngegenständen verwandt. Zum Preisrichter wurde Herr Knaup- Klein Karben gewählt. Die Kommission zum Ankauf der Verlosungsgegenstande sezt sich aus den Herren Södler- Nieder Gemünden, Bürgermstr. Schmidt. Odenhausen, Schmelz- Ulrichstein und Usinger- Ulrichstein zusammen. Im übrigen sind die Vorarbeiten im ganzen Umpfang aufgenommen, so daß etwas gutes mit der Ausstellung zu erwarten ist. * Die karnevalistische Abend unterhaltung der Bürgergesellschaft am letzten Samstag hat die Erwartungen der so zahlreich erschienenen Mitglieder und Gönner des Vereins in bester Weise befriedigt. Neben einigen Musikstücken wurden drei kleine Theaterstücke gegeben, wobei die Regie eine sehr flotte war und die Mitwirkenden ihr Können bestens zur Geltung brachten. Auf dem Wochenmartt," ein Singspiel für 8 Damen, fand infolge der sehr lebhaften Wiedergabe viel Anklang. Recht schön gefiel der am Schluß gegebene„ Liederfer". Dieses tomische Singspiel, von etwa 30 Spielern vorgeführt, hat in seinem Text echt " originelle Stellen und auch die Melodie ist eine dankbare. I daselbst in den tiefen Schacht eingestiegen, als er von Möchten z. B. die Strophen: Wenn die Kunde zu uns dringt, Und der Dirigent uns winkt Finden wir uns fröhlich ein, Singen lustig im Verein. allerwärts beachtet werden, um die Pflege der Deutschen Lieder stände es noch bei weitem besser. Aber auch für das Leben im Allgemeinen und seine Vergänglichkeit hat der Dichter Mengewein freundliche Worte der Mahnung zu finden und in das Stück hineinzulegen gewußt. Seht nur, wie leuchtet der Mond so schön, Schade nur, daß er muß untergeh'n. Ach, grad so geht es im Leben uns auch, Jugend und Freude verschwinden wie Hauch, Kommt das beschwerliche Alter heran Wird dann zum grämlichen Greise der Mann. Stüzet drum weise die fliehende Zeit, Bald sind die Tage der Jugend so weit! Die beiden letzten Strophen, gleichsam als hätten sie durch ihr Zurückrufen ins Gedächtnis die Versammlung angefeuert, famen nach Beendigung des offiziellen Teiles auch sichtlich zur Geltung, Jung wie Alt beteiligte sich rege am Tanz und sehr„ früh" war es als man sich anschickte nach Hause zu gehen. Das Rheinische Technikum Bingen wird abermals eine Vergrößerung erfahren. Die Stadt beabsich tigt, ein Maschinenlaboratorium zu errichten, in dem zur Ergänzung des Unterrichts praktische Versuche an fertigen Maschinen, Dampftesseln usw. vorgenommen werden können. Voraussichtlich wird sich dann eine Verlängerung der Studienzeit von 5 auf 6 Semester notwendig machen, doch ist darüber eine endgiltige Entscheidung noch vorbehalten. Die Anstalt wird zur Beit von etwa 700 Studierenden besucht. Ein Patengeschenk für das Linienschiff Hessen"." Die zufünftige deutsche Flotte, zusammengesetzt aus den gepanzerten Vertretern aller deutschen Stämme, getauft von ihren angeſtammten Landesfürsten, erfüllt von dem Geist echt patriotischer Gesinnung, wird, so Gott will, wie die Armee der Stolz, der Hort und die Zuversicht sein für Kaiser und Reich." Mit diesen Worten sprach Seine Majestät der deutsche Kaiſer ſeinen Dank aus, als ihm Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Hessen am 18. September v. Js die Mitteilung zugehen ließ, daß ein neues stolzes Fahrzeug unserer deutschen Flotte vom Stapel gelaufen und bei der von ihm vollzogenen Taufe den Namen„ Hessen", den Namen unserer engeren Heimat, erhalten habe. Es ist ein alter schöner Brauch, dem Patenkinde bei seiner Taufe ein Geschenk zu widmen als Zeichen der Erinnerung an diese wichtige Stunde und als Beweis der dauernden Anteilnahme an seinem Geschick für alle Zukunft. gebenem Beispiel folgend, glaubt ein Kreis patriotisch sollen, auch dem Patenkinde Hessens ein solches Batengesinnter Männer daher den Vorschlag machen zu geschenk mitzugeben auf seine Bahn in ferne Weere. Anderwärts ge= Eine eherne Glocke soll es sein, funstvoll gearbeitet, mit Hessens Abzeichen geschmückt. Die Glocke des Schiffes zeigt die Stunden des Tages, der Arbeit wie der Ruhe an; sie danten wie dem Schiffsjungen. Der Besagung des Fahrzeugs ruft in den Stunden der Gefahr; ihr Ton gilt dem Kommanaber soll sie auch mit jedem ihrer Schläge einen Gruß bringen aus der Heimat, eine Erinnerung an das Hessenland. An alle Hessen, innerhalb wie außerhalb der Landesgrenzen, ergeht darum der Ruf, ein Scherflein zur Beschaf= fung dieser Glocke beizusteuern Jeder Beitrag, auch der kleinste, wird dankbar angenommen. Ein Ueberschuß der Sammlung wird in Form einer Stiftung zugunsten hülfsbedürftiger Familien unserer in der deutschen Kriegsflotte dienenden hessischen Landsleute und der Besatzung des Linienschiffes Hessen" verwendet werden. Freundliche Gaben werden erbeten an Herrn Marine- Stabszahlmeiſter a. D. Schad in Darmstadt( Roßdörf rstraße 72). A Bieber,( bei Rodheim) 19. Febr. Daß die Bewohner einer Gemeinde ab und zu nur zur Hälfte zu beson eren Kommunallaften und sonstigen Verpflichtungen herangezogen werden, während der andere Teil völlig verschont bleibt, und dem gegenüber auch namchmal wieder nur die eine Hälfte unit besonderen Begünstigungen bedacht wird, dürfte eine Seltenheit sein in einem geordneten Staatswesen und dennoch macht die kleine Gemeinde Bieber hierin eine rühmliche Ausnahme. So wurde beispielsweise im vorigen Herbst bei Gel egenheit der Einquartierung wiederholt nur die Hälfte Teil leer ausging. Nunmehr ist in diesen Tagen auch wieder des Dorfes mit Truppenteilen bedacht, während der andere nur für einen Teil des Lörfchens Straßenbeleuchtung an= gelegt worden, während für den übrigen Teil vorerst wohl nicht an eine solche zu denken ist. Diese verschiedenen Umstände werden dadurch veranlaßt, daß Bieber keine selbständige Geme inde bildet, sondern in seiner Verwaltung den beiden Nachbargemeinden Rodheim und Fellingshausen je zur Hälfte zugeteilt ist. Daher auch ab und zu die Bewohner nur zur Hälfte mit den Pflichten und Rechten bedacht werden, wozu auch die größeren Gemeindebände herangezogen werden. Frankenbach hat man einen Waldläufer wegen WildRodheim a. d. Bieber, 20. Febr. Im nahen diebereien, die er im Jagdgebiet des Fürsten von Lich begangen haben soll, verhaftet. In lezter Zeit streifen im Bieberthal wieder überaus häufig starke Banden von Zigeunern herum und machen das ganze Thal unsicher. Fellingshausen, 20. Febr.„ Rasch tritt der Tod den Menschen on, ja es ist ihm keine Frist gegeben." Dieses alte Mahnwort hat sich auch in diesen Tagen hier wieder bewahrheitet. Ein verheirateter Bergmann unserer Gemeinde berließ morgens gesund und frisch die Seinigen, um in der Eisensteingrube im benachbarten Bieber seiner Veschäftigung obzuliegen; kaum war er einem Herzschlage betroffen wurde. Allgemein bedauert man diesen Trauerfall zumal bei einem noch jugendlichen Alter einer Familie der Ernährer so jählings der Ernährer entrissen worden ist. Nieder- Ohmen, 18. Febr. Am vergangenen Mittwoch beehrte eine Zigeunerbande Nieder- Ohmen mit ihrem unwillkommenen Besuch. Da sie der polizeilichen Aufforderung, den Ort zu verlassen, nicht Folge leistete, so wurde die Feuerwehr allarmiert. Dies wirkte vorzüglich. Bevor die Feuerspritze in Tätigkeit treten konnte berließ das lästige Gesindel seinen Lagerplatz und zog sich eiligst in der Richtung nach Bernsfeld zurück. > Ilsdorf, 19. Febr. Bei der Bürgermeisterwahl wurde Bürgermeister Chr. Kühn einstimmig wiedergewählt. Marburg, 19. Febr. Der ordentliche Professor Dr. Ernst Heymann zu Königsberg wurde in gleicher Eigenschaft an die juristische Fakultät der hiesigen Universität versetzt. X Kirchhain, 19. Februar. Mit dem 1. April bezw. 1. Mai d. Js. werden die Züge der Ohmtalbahn, die jetzt von Niederofleiden abgehen, bis zur hiesigen Station durchgeführt werden. Zur Unterbringung der Lokomotiven etc. wird auf dem Gelände des Ohmtalbahnhofes ein Schuppen errichtet, zu dem die Arbeiter wohl schon in nächster Zeit aufgeschrieben werden. Auch das Betriebspersonal wird seinen Wohnsiz in Kirchhain nehmen. A Frankfurt, 21. Febr. Jm preuß. Landtag stellte der Handelsminister Möller die Errichtung einer Baugewerkschule in Frankfurt in Aussicht, während er über die Errichtung einer Maschinenbauschule sich die Entscheidung noch vorbehalten müsse, da auch andere Städte sich darum bewerben. Ferner versprach der Minister, die obligatorischen Fortbildungsschulen allmälich weiter auszudehnen. Eine Erhöhung des Zuschusses für die Frankfurter Schulen stellte Minister Möller in Aussicht. in unserem sonst so stillen Odenwaldflecken, der sein schönstes König i. O, 21. Febr. Viel Leben herrschte heute Festgewand angelegt hatte. Vormittags trafen der König Extrazug von Frankfurt Königin Wilhelmine von Holland und die Königin von Württemberg ein und nachmittags mit und Prinzgemahl Heinrich, der holländische Marineuniform hatten sich der Fürst und der Erbprinz von Erbach Schönberg Zum Empfang, der sich überaus herzlich gestaltete, am Bahnhof eingefunden. Um 4,15 Uhr fand in der " Halle" des Graf Christiansbaus der Taufakt des am 4. Januar geborenen Prinzen statt. Derselbe erhielt die Namen " Wilhelm Ernst" Heinrich Alfred. Taufpaten sind: der Gemahl, der( am Erscheinen verhinderte) Großherzog von König von Württemberg, die Königin Wilhelmine und ihr Hessen und die Gräfin- Mutter von Erbach- Fürstenau. Die Taufpaten hielten während des Aftes den jungen Brinzen, wobei Königin Wilhelmine den Täufling, als er Das besonders wertvolle Patengeschent des Großherzogs Miene machte, zu weinen, in geschickter Weise beruhigte. hatte die Fürstin- Mutter mitgebracht. Es sei bemerkt, daß ſehr ſtrenge Polizeimaßregeln ergriffen worden sind, und zwar auf Wunsch der niederländischen Regierung im Hinblick auf die vielen im Odenwald beschäftigten italienischen Arbeiter. Mombach, 19. Febr. Bei einer Revision der der wegen Unterschlagung bereits bestrafte GemeindeOrtsfrankenkasse hat sich gestern herausgestellt, daß schreiber Anntweiler seit längerer Zeit Kassengelder im Betrage von mehreren 100 Mt., die in die Gemeindefasse fließen sollten, unterschlagen hat. Anntweiler wurde berhaftet. Fehl- Nighausen- Westerburg( das ist der westliche Teil Vom Westerwald, 20. Febr. Das Bahnprojekt der neuen Westerwaldquerbahn) hat nunmehr in allen Teilen die ministerielle Genehmigung erhalten. Geschäftliches. Die nächste Geldlotterie zu 1 Mt. ist die Badische ist, sie ist dies auch mit vollem Rechte. Ist doch das Rote Rote Kreuz Lotterie, die auch eine der beliebtesten Lotterien Kreuz in allen Notlagen des Lebens im Krieg und Frieden zur Unterstügung stets bereit und betätigt dies in umfangwelche das Rote Kreuz sich erworben hat und des großen reichstem Maße. In Anerkennung der großen Verdienste, Bedürfnisses haben die Regierungen von Baden, Hessen und Braunschweig diese Lotterie bewilligt. Da die Ziehung schon am 5. März cr. garantiert stattfindet, so ist es zu empfehlen, sich rechtzeitig mit Losen zu versehen. Es kommen 3388 Geldgewinne mit 44 000 Mt. bar ohne Abzug zur Lose kosten nur 1 Mt., 11 Lose für 10 Mt., Porto und Verlosung, wovon der Haupttreffer 15 000 Mf. ist. Die Generalagenten J. Stürmer, Straßburg i./Els., Langstr. 107, Liste 25 Pfg. und sind solche, solange Vorrat reicht, beim und in allen Losverkaufstellen zu haben. Kirchliche Nachrichten für Gießen. In der Johannes firche. Montag, den 22. Febr., abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: Jafob. 4, 11. Pfarrer Euler. Mittwoch, den 24. Febr., ab. 6 Uhr: 2. Passions. and acht in der Johanneskirche. Pfarrer Euler. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den„ Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Bekanntmachung. Wir bringen zur allgemeinen Kenntnis, daß die dem Dienstmann Gotthard Krug zugewiesene Nr. 13 zurückgenommen worden ist und Krug an ihrer Stelle die Nr. 6 erhalten hat. Gießen, den 20. Februar 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Nr. 45 Wonnemen Baus ge Bustiebella und b Hierdurch erlauben wir uns die ergebene Anzeige zu machen, daß wir in Gießen 18 Marktplatz 18 einen Laden eröffnet haben. Färberei Gebr. Röver, chem. Waschanstalt. Bedeutendstes Etablissement dieser Branche in mitteldeutschland. Gleichzeitig erlauben wir uns, unsere Anstalt zum chemischen Reinigen und Färben von Herren- Kleidern, Damen- und Kinder- Garderoben von wollenen und seidenen Vorbängen und Gardinen aller Art von Teppichen, Fellen und möbelstoffen von Decken, echten Spitzen, Handschuben, Federn etc. etc. Das Bla für EMS& Trabe Infolge fireng gehan die Vorgäng heute noch j das Gerücht gekommen je wesen wären Die b Nüdzug d tenden Ve Doch wir gegenüber w doch der gan auf ein agg worauf ein zu empfehlen. Wir sind übe jetigen Buja unbedeutend halten. Di in das Herz hin, daß da Defensive z fich hinreiß der Mandid anfangs ziel Ende mit Moskau. Aus dem wenit von gesprochen w russischen Ve Bekanntmachung. Zahltane der Kreistasse betr. Kaufmännischer- Verein und Montag den 29. Februar von nachmittags 2 Uhr Ortsgewerbe- Verein Gießen. an wird zu Nieder- Ohmen bei Wirt Langohr ein Zahltag der Kreistasse abgehalten. Die Großh. Bürgermeistereien und die Straßenwarte wollen die Interessenten hierauf aufmerksam machen. Alsfeld, den 17. Februar 1904. Großh. Kreisamt Alsfeld. Dr. Melior. Vergebung von Bauarbeiten. Mittwoch, d. 24. Febr. abends 8½½ Uhr pünktlich im Gießener Festsaal( Café Leib) VI. Vortrag. Es spricht Herr Jens Lützen, Dozent an der Humboldt- Akademie Berlin über: Die bei Herstellung des Pfarrhauses zu Groß- Im Herzen Asiens, Soen von Hednis Felda erforderlichen Arbeiten als: sollen Weißbinderarbeit, veranschlagt zu 53,21 Mt. Delfarben- Anstrich Schreinerarbeit 362,48 " " " f " " 26,30 " Dienstag, den 1. März 1. Js., Vorm. 10 Uhr in der Völzing'schen Wirtschaft zu Groß- Felda öffentlich. versteigert werden. Die Bedingungen werden vorher befannt gegeben. Alsfeld, den 19. Februar 1904. Der Großherzogl. Kreisbaninspektor. Balz. Kapitalien- Ausleihung. Aus unserer Kirchenfasse sind an Kirchen- und Pfarrbesoldungskapitalien gegen 80000 Mt., auch in Einzelbeträgen, auszuleihen, gegen Hypothefen, zu 60% des Schäßungswertes der zu verpfändenden Häuser und Güter. Man wolle sich baldigst an den Unterzeichneten wenden. Gießen, 19. Februar 1904. Der Evangelische Gesamt- Kirchenvorstand. Dr. Naumann. Eisernes 1 Hausbursche Wasser- Reservoir, gefucht zweite Reise nach Inner- Asien. ( Mit Lichtbildern.) Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind zu 50 Pfg. abends an der Kasse zu haben. Robert Stuhl ca. 2 kbm. haltend, billig zu ver- B. Schomber, Bädermitr. taufen. Näh. in der Erp. d. Bl. Gießen, Wallthorstraße 57. Gießen, Neustadt 23 emfiehlt Die Vorstände. Junge Waisem. 150000 M.Verm. möchte sich recht glücklich mit ehrenhaft., wenn auch vermögensl. Herrn berheiraten. Nur ernstgemeinte Off. unt.„ Beritas" Berlin N. 39 erbeten. Giessener Lesehalle- Verein. Dienstag, den 23. Februar 1904 abends 8/4 Uhr: ordentliche Mitglieder- Versammlung im Café& bel. den, von wo Insel Jezzo durch eine Mit diesem woftofge gebracht. berichten: Aus auf der Hö mühte, der Der Vorstand. aus Kobe Bladivosto bijdjime, ei Westküste, Mas an d borläufig nic es dem Bla Flotte und de feinem Sein Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht über das abgelaufene Eiergemüsenudeln Villa, gross. Steinweg 9 aud Gemüsenudeln Maccaroni, ital. Maccaroni, Bruch Zwetschen, türk. Zwetschen, calif. Apfelringe, amerik. Apfelschnitzen Tüchtigen 99 Die Wohnung des Herrn Forstmeister Joseph ist per 1. April 1904 anderweitig zu vermieten. Näheres bei H. W. Rinn, Gießen Landgrafenstraße 3. Möbl. Zimmer per 1. März zu vermieten. Gießen, Marktraße 11. Vereinsjahr. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Spezial- Geschäft für Taschen- und Weckeruhren, Uhr- Ketten. 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