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Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Bfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Hinter verfchloffenen Türen. [ Politische Wochenschau.] Die Reisen neuzeitiger Fürsten haben den romantischen Zauber der verflossenen Jahrhunderte eingebüßt, wie ihn uns die Geschichtsschreiber in den Kaiserfahrten von der Pfalz am Rhein gen Nürnberg oder Augsburg schildern. Mit den heutigen schnellen und bequemer: Reisegelegenheiten ist aber zugleich auch ein Stück des politischen Wertes solcher Fürstenbegegnungen dahingeschwunden. Immerhin aber behalten sie doch ihre Bedeutung, weil zwischen Fisch und Braten manche Schwierigkeiten gelöst werden können, und meil sich bei solchen Staatsbesuchen gewöhnlich der verantwortliche Minister im Gefolge eines Monarchen befindet, um mil seinen Kollegen hinter verschlossenen Türen" wichtige Abmahnungen zu treffen. Fürsten, deren Regierungen teine guten Beziehungen zu einander unterhalten, pflegen einander auch nicht zu besuchen. So kennzeichnen sich auch die beiden bevorstehenden Besuche des Königs von Englan, und des nunmehr 18 Jahre alt gewordenen Königs vor. Spanien in Deutschland als die Besiegelung offizieli guter Beziehungen. Bei dem Besuche des ersteren dürften vor allen Dingen die Handelsvertragsfragen hinter verschlossenen Türen eine gründliche Durchsprechung erfahren; die Vorverhandlungen mit Spanien sind bereits in der Schwebe. Bislang sind nur mit einem Staate, und zwar mit Ita Tien, wie dies ja auch dieser Tage im italienischen Parlament bestätigt wurde, die Verhandlungen bis zum Abschluß einc.; Vorlage gediehen. Aber die Bestimmungen werden auf Grund beiderseitiger Vereinbarungen geheim gehalten, mit nicht andere Staaten nach den getroffenen Zugestär nissen ihre Forderungen formulieren. Daraus darf man m Bestimmtheit schließen, daß die neuen Verträge einen wesent, Flichen Unterschied gegen die Caprivischen Abmachungen in sofern aufweisen, als anscheinend die unbeschränkte Meist begünstigung in Fortfall kommt und die Verkehrserleichterungen durch gegenseitige Zugeständnisse erkauft werden müssen, d. h. wir steuern aus dem sogenannten mitteleuropäischen Vertragssystem heraus dem amerikanischen Gegenfeitigkeitsvertrage zu. Bei dieser Sachlage ist es leicht begreiflich, daß die Verhandlungen nicht ganz glatt und nicht schnell gehen. Die neuzeitigen Handelsverträge sind ein richtiges Geschäft, das sich nach allen Regeln der Kunst mit Feilschen und Handeln hinter verschlossenen Türen vollzieht. Daher erklärt sich denn auch der langsame Fortgang der deutsch- russischen Verhandlungen. Rußland will, nachdem es die deutschen Bedingungen kennen gelernt hat, gewappnet auf dem Turnierplatz erscheinen. Dagegen scheinen mit Desterreich- Ungarn die Vorgespräche günstiger verlaufen zu sein auch zwischen Desterreich und Italien, da der benachbarte Kaiserstaat im Interesse seiner Neubewaffnung anscheinend die Tendenz hat, möglichst schnell seine neuen Vertragsgeschäfte zu erledigen. Diese neue Rüstung ist der größte Aufwand, der in legter Seit überhaupt von einem Großstaate gemacht worden ist. Anscheinend will auch Desterreich seine rein binnenländische Politik aufgeben und sieht auch seine Zukunft auf dem Wasser liegen. Und im Balkan steigt seine Bedeutung in dern gleichen Maße, wie die russische sinkt. Mag der Krieg nun für das Zarenreich günstig oder ungünstig verlaufen, das russische Prestige hat derart gelitten, daß notgedrungen Lesterreich bei der Lösung der Valkanfrage den maßgebenden diplomatischen Einfluß gewinnen muß, wie es ja auch jetzt bereits die Hauptlast der Reform zu tragen hat. Ueber die Aussichten einer durchgreifenden Lösung der orientalischen Frage hat sich ja der österreichische Minister des Auswärtigen sehr günstig geäußert. Und trotzdem die Rüstungen? Und trotzdem die verdächtige Verbrüderung zwischen den Serben und den Bulgaren, die sonst wie Hund und Sake leben, aber dem türkischen Großherrn gegenüber einig sind? Offenbar wittern die Balkanvölker Morgenluft, weil Rußlands Banner in Ostasien nicht zum Siege flattern, und im Orient hängen noch genug Fragezeichen am Himmel, die eine rasche Rüstung Desterreichs empfehlenswert erscheinen lassen. lteber die tieferen Gründe dieser Maßnahmen aber äußert sich ein kluger Minister nicht vor aller Welt; darüber lispelt er höchstens hinter verschlossenen Türen. Noch leiser lispelt man aber in Rußland über den Gesundheitszustand des Zaren und das gegen ihn geplante, aber mißlungene Attentat. Wie sehr es auch bestritten werden mag, der Zar ist seit seiner Typhuskrankheit in Livadia und seit dem ersten Attentatsversuch entschieden in einem Zustand hochgradiger Erregung, der neuerdings durch den Krieg nur noch gesteigert wird. Darüber helfen alle Regierungsdemen tis nicht hinweg. Inzwischen aber schreiten die Operationen der Japaner rüstig weiter. Die russische Flotte in Wladiwostok und in Port Arthur, sowie auch die dortige Besatzung steht fast wie hinter verschlossenen Türen, und wenn Kurcpatkin mit seiner Landarmee tatsächlich die Ankunft des Ersages aus Rußland abwarten will, dann dürfte er vor Mitte August kaum aktionsfähig sein. Das Uebergewicht Rußlands in Ostasien ist also jetzt schon dahin und die Engländer, welche die Verwickelungen so schnell zu einem Vormarsch gegen Tibet benutten, fühlen sich wieder sicherer im Besitz von Ostindien. Ibrer Operationen gegen Tibet werden sie allerdings nicht froh. Der Dalai Lama sigt unsichtbar hinter verschlossenen Türen in seiner Residenz und anstatt bevollmächtigter Unterhändler schickt dieser„ mongolische Papst" den Engländern seine Truppen mit modernen Gewehren, Kanonen und Katapulten entgegen, so daß die Engländer tatsächlich in einen ernſten und langwierigen Krieg verwickelt sind. Kriegszustände sind inzwischen aber auch zwischen Frankreich und dem Vatikan ausgebrochen, mit dem Unterschied allerdings, daß der weiße Papst nicht wie der mongolische seinem Gegner Kanonen und Katapulte auf den Hals schickt; die vatikanischen Kanonen sind aus Holzpapier gemacht und versenden nur- Proteste, Proteste allerdings, die den inneren Frieden eines Landes erheblich beeinflussen und auch auf katholische Souveräne ihren Eindruck nicht verfehlen werden. Denn der Papst verhängt das Interdikt über den Quirinal, den italienischen Königssiß. Wer dort eine Visite macht, wird vom Papst nicht mehr empfangen. Für solche Gäste hält er sich hinter verschlossenen Türen. Vermischtes. [ Ein Verein der„ Ungedienten"] besteht sett turzem in einem rheinischen Städtchen. Wie die Kriegervereine ihre Feste feiern, hält es auch dieser Verein mit dem ungrammatikalischen Namen für nötig, ein Gleiches zu tun. So erging für den letzten Sonntag die poetische Einladung: ,, Am Sonntag zieh'n mit ganzer Macht Die Ungedienten aus, Wohl in die grüne Waldespracht, Und feiner bleib' zu Haus. Kommt nur herbei von Ost und West, Um drei Uhr stellt euch ein, Denn an dem Bahnhof...-West Wird dann' 3 Kommando sein." Jedes Mitglied erhält fünf Glas Bier aus der Vereinskasse. Für großartige Unterhaltung und Bequemlichkeit ist bestens gesorgt. Auch für Raucher ist Sorge getragen, indem man auf dem Festplaze Pfeifen, Deckel, Tabak u. s. w. haben kann, weil nur aus„ gedeckelten" Pfeifen geraucht werden darf." Nicht ohne Humor bemerkt hierzu ein süddeutsches Blatt:„ Wir erwarten jetzt die Gründung eines Vereins, dessen Mitglieder noch durch eine innigere geistige Gemeinsamkeit verbunden sind, als diese„ Ungedienten", nämlich einen Verein der Zeitgenossen." Wir auch! O[ Ein braver Patriot.] Die japanischen Soldaten waren für den Winterfeldzug mit Rattenfellwesten ausgestattet. Dazu weiß ein Kriegskorrespondent eine hübsche Anekdote zu erzählen. Vor einigen Jahren herrschte in Japan eine heftige Rattenplage, und die Behörden mußten sich nicht besser zu helfen, als daß sie für jedes der eingelieferten Nagetiere eine Belohnung von 5 Sen( etwa 8 Bfg.) aussetzten. Bald waren die Polizeiämter dermaßen von glücklichen Rattenfängern überlaufen, daß man sich keinen Rat mehr wußte, was mit den Tieren anzufangen sei. Da erbarmte sich ein japanischer Menschenfreund der vielgeprüften Polizisten. Er erbot sich, die Natten auf seine Kosten abzuholen und zu vertilgen wie er sagte, aus Dankbarkeit gegen die Regierung, die sich in so lobenswerter Weise seiner Landsleute angenommen habe. Das Angebot wurde natürlich mit Freuden bewilligt, der Mann ließ die Ratten regelmäßig von den Polizeiämtern abholen, und die Vorsteher derselben fümmerten sich nicht weiter um ihn. Beim Ausbruche des Krieges stellte sich nun aber heraus, daß die Soldaten warme Kleidung in der unwirtlichen Jahreszeit benötigten. Wieder meldete sich der Menschenfreund, diesmal mit einer großen Zahl Nattenfell- Westen, die er der Regierung billig anbot. Nachdem man sich überzeugt hatte, daß diese sorgfältig desinfiziert worden waren, stand dem Ankaufe nichts im Wege, und der Verkäufer war abermals, wie er versicherte, in der glücklichen Lage, seinem geliebten Vaterlande einen Dienst zu erweisen". [ Ein seltenes Jagdglück] hatte der Lehrer August Albrecht zu Neunkirchen in Desterreich. Er erlegte zwei Rehböcke auf einen Schuß. Die Böcke hatten, miteinander fämpfend, Kopf gegen Kopf gestemmt, und in dieser Stellung traf der wohlgezielte Schrotschuß beide auf den Kopf. [ Tibetanische Briefmarken.] Es ist wenig bekannt, daß Tibet ein regelmäßiges Postsystem hat. Ein Korrespondent fandte indessen der Times" eine tibetanische Briefmarke ein. Sie ist äußerst primitiv und besteht nur aus einheimischen, in Siegellack gepreßten Zeichen. Wenn ein Brief abgesandt werden soll, wird er zum nächsten offiziellen Postamt gebracht, wo der Preis für den Transport bezahlt wird. Hierauf wird der Brief mit diesem Siegel versehen und wird dann als frankiert angesehen und versandt. Briefe, die dieses Siegel nicht tragen, werden dagegen nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit behandelt. [ Gold auf Reisen.] Die Bank von Frankreich erhielt die erste Ueberweisung amerikaniſchen Goldes als Abschlagszahlung auf die 160 Millionen Mark, die der französischen Panamafanal- Gesellschaft von der Regierung der Vereinigten Staaten gezahlt werden. Das Geld kam mit dem norddeutschen Lloyd- Dampfer Kronprinz Wilhelm" an und wurde mit der allerarößten Vorsicht in Cherbourg ausgeschifft. Die Eleinen Kisten, die 26 400 000 Mark in Gold enthielten, wurden, ehe man sie übernahm, aufs genaueste geprüft, weil man natürlich sicher gehen wollte, daß an Bord nichts damit vorgegangen sei. Das Gold wurde in einen besonderen Eisenbahnwagen mit Stahlpanzer gebracht und diesen hängte man an den Zug in Cherbourg an; ein paar Bankbeamte und vier bewaffnete Schutzleute wurden mit dem Schaze in dem Wagen eingeschlossen. In Paris wurde das Geld sofort in besondere Wagen der Bank von Frankreich geladen und unter bewaffneter Eskorte in die Keller der Bank gebracht. Moderne Wäfcbeaus ftattungen. ( Von unserer ständigen Korrespondentin.) Bon jeher war der Wäschestand das Kennzeichen eines gediegenen deutschen Haushaltes. Schon die Römer waren überrascht, in Deutschland Leinen zu finden, das feiner und weißer war, als das egyptische und spanische. Legte man in verflossenen Zeiten den größeren Nachdruck auf die Haltbarkeit und den Wert des Leinen an sich, so schäßt man heutzutage die Art des Schnittes, den Geschmack, mit dem ein Wäschestück angefertigt ist, weit höher ein. Wie ein Hauch, wie ein Duft wirken das Spikengeriesel, die Durchbruchsäume, die Falten und Fältchen, die Einsätze, die den Batist, den Nausoc, den Madapolan und neuerdings das wieder modern gewordene Leinen durchqueren, die flatternden Volantansätze, die nirgends fehlen dürfen. Empfiehlt es sich auch, die Ausstattung für eine Braut aus gutem Hause nicht allzu durchsichtig zu gestalten, so kann man doch die Wäsche auch in einfacherem Rahmen modern halten. Die Maschinenspitzen haben Preise erreicht, so niedrig, daß sie jedem zugänglich sind. Dabei haben sie durch ihre Muster, die den alten Spizen nachgeahmt sind, das Aussehen wirklicher Eleganz bewahrt. Pariser Spizen, Alençons, alte englische und flandrische, Genueser und Mailänder Spitzen dienten als Muster. Die Leibwäsche wird zumeist aus Baumwollstoff hergestellt. Die Hemden werden auf der Achsel geschlossen, so daß die Aermel nicht besonders geschnitten werden. Sie werden auf der Schulter geknöpft oder von seidenen Bändern zusammengehalten, sind aber häufig vollständig zum Ueberwerfen eingerichtet. Der Ausschnitt ist ebenso häufig dreieckig wie viereckig geformt. Man versieht ihn mit à jourSäumen und breitem Stickerei- Ansatz. An Stelle der à jour. Säume werden auch Spizen- oder Stickerei- Einsätze gewählt. Selbstredend ist es, daß man entweder nur Spigen oder nur Stickereien an einem Wäschestück verwendet. Die Languette ist auch wieder zur Geltung gekommen, nur ist sie ganz klein modern. Also können sich fleißige Mädchenhände wieder ans Werk setzen. Außer mit einem Languetteurand verziert man den Querschnitt des Hemdes noch mit eingestickten à jourBlumen. In demselben Geschmack garniert man die kurzen Kniebeinkleider. Man kann diese so furz tragen, weil die Mode der langen Strümpfe sich eingebürgert hat und diese ihre Aufgabe um so besser erfüllen, als sie von den vorn am Mieder angebrachten Strumpfhaltern straff gehalten werden. Die Strumpfhalter sollten den das Bein knapp umspannenden Gummibändern vollständig den Garaus machen. Diese verderben die schöne Form des Beines und vermögen auch sonst nicht dem Strumpf einen tadellosen Siz zu verleihen. Wollene Damenstrümpfe werden glatt schwarz gewählt, während für Sommerstrümpfe der schwarz gemusterte Strumpf vorherrscht. Ganz neuartig sind die Zwirnstrümpfe, die durchbrochen sind, einen schwarzen oder hellen Fond haben und mit farbigen Streifen durchzogen sind. Bemerkenswert ist es, daß das Beinkleid sehr weit geschnitten wird, weil es für den bisher unerläßlichen, jezt aber über Bord geworfenen Anstandsrock Ersatz bieten muß. Man ist zur Erfenntnis gelangt, daß die Unterkleidung leicht sein darf. Auch von den vielen Federbetten ist man abgekommen. Man schläft auf Roßhaarmatratzen, deckt sich mit Stepp. decken oder mit Kamelhaardecken zu. Diese knöpft man in ein sogenanntes Ueberschlaglaken ein, das nur an der überfallenden Seite mit Säumen, Stickereien, Einsätzen und Hohlnähten geschmückt ist. Die Kopfkissenbezüge versieht man mit Languetten oder nur mit Hohlsäumen. Man sieht, daß die Durchbruchnaht die Wäschemode be. herrscht. Sie wagt sich selbst auf den Mittagstisch. Jedes elegantere Kaffee- oder Tafelgedeck ist wenigstens mit einem Hohlsaum versehen. Wer sich den Lurus gestatten kann, legi ein Gedeck auf, das beinahe ganz durchsichtig ist, so viel Einsätze oder künstlerisch gearbeitete Durchbruchnähte durchqueren dasselbe. Man gibt ihm noch einen eigenartigen Schmuck in Gestalt sehr groß, meistens gelb gestickter Initialen. Tischläufer sind unmodern. Nur frische Blumen bringen der Tafel die gewünschte Farbe. Den Kaffee oder Tee nimmt man auf bunten, rosa, lila, gelben Kaffeedecken ein. Die Muster für Tischwäsche und Handtücher werden jetzt von Künstlern entworfen, und sie erhalten daher ganz neue Zeichnungen. Vollständig entmodet sind Nachtjacken und Tändelschürzen. Das Nachthemd wird im Stile der Taghemden garniert, und die Schürze steht im Zeichen der Reform, wird aber nur in der Küche und bei der Arbeit getragen. Emma Reichen. A Union" crstklassige DampfWaschmaschine zugleich Schlachtkessel) und Futterdämpfer empfehlen Brüder Schmidt' Giessen. Prospekte gratis und franko. Prima Apfelwein empfiehlt stets frisch Deutscher Hof, Gießen, Neuentea. SpazierStöcke stets elegante Neuheiten in großer Auswahl. Casseler Schirmfabrik, Gießen, Seltersweg 9. zum UNOBERTROFFEN Waschen und Putzen WASCHET NUR MIT NAUMANNIA SEIFE UCHUA NAUMANN Deutsche Kunst und Dekoration ift vertreten in meinem der neuzeit entsprechend komfortabel eingerichteten Ausstellungsräumen Komplette Muster- Zimmer aller Preislagen und jeder Stilart, mit allen Innen- Dekorationen, Lüftern. 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In Gemäßheit der 3 ffer 2 des Amtsblattes Nr. 32 Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, Abteilung für Bauwesen, vom 10. September 1902, in obigem Betreff werden hiermit die Handwerker der verschiedenen Handwerks= zweige eingeladen, sich zur Beteiligung bei Ausführung der Unterhaltungsarbeiten in staatlichen Gebäuden zu melden. Es handelt sich hierbei um solche Arbeiten und Lieferungen, für welche mit Rücksicht auf den Kostenbetrag die freihändige Vergebung zulässig ist. Die Vergebung erfolgt nach Einlauf der Meldungen unter Einhaltung des hierzu neu eingeführten Verfahrens zu fexen Preisen nach Maßgabe der nach Benehmen mit Vertretern des Handwerks amtlich festgestellten Preisverzeichnisse, und zwar nach einzelnen Gebäudelosen. Formulare für die Meldung werden von uns kostenlos auf Ersuchen der Bewerber abgegeben. Die Bedingungen für die Bewerbung um die Unterhaltungsarbeiten in staatlichen Gebäuden und für die Uebernahme dieser Arbeiten, ein Verzeichnis der Gebäude der laufenden Unterhaltung unseres Amtsbezirks mit ihrer Einteilung in Gebäudelose, die Preisverzeichnisse nebst den diesen beigegebenen besonderen technischen Ausführungsbedingungen, sowie die allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung der Unterhaltungsarbeiten liegen vom 18 Mai 1. Js. an bei uns während der Dienststunden zur Einsicht offen. Die Meldungen müssen bis zum 1. Juni 1. Is. Den Bewerbern bleibt es anheimgestellt, eingereicht sein. zu welchen Losen sie sich melden wollen. Eine Eröffnung der August Kilbinger, Giessen, ebungen in Gegenwart der Bewerber findet nicht statt. Seltersweg 19. Telefon 276. - Größtes Kinderwagen- Geschäft am Plak. Enorme Auswahl in allen Preislagen. Erstklassige Fabrikate von Kinderwagen, Sportwagen, Leiterwogen, und Krankenfahrstühlen. Ständiges Lager von 200 Stück Kinderwagen. 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Es war ein seltsamer und rührender Anblick der Mann mit dem verstörten Gesicht und dem Narrenkleide, der bewegungslos stundenlang mit dem Kinde im Arme dajaß; als es dann endlich erfrischt aufwachte und der Arzt ihn bat, seine Bürde niederzulegen und heim und zur Ruhe zu gehen, da blickten die ernsten Nonnen ihn nicht mehr entsetzt, sondern bewundernd an. Keine Mutter hätte gevuldiger und zärtlicher sein können, als dieser seltsame Mann im Narrenkleide. Das Tageslicht dämmerte eben empor, als Picotin ins Freie hinaustrat. Die Lampen in den Straßen waren noch nicht ausgelöscht und nur wenige arme Obdachlose und Nachtschwärmer traten hier und da aus dem Nebel hervor. Einer von den ersteren, ein zerlumpter Mann, dem das Laster auf dem Gesicht geschrieben stand, hielt Picotin an und bat um ein Almosen. Er hatte nahe der Klosterpforte gekauert und schon einige Augenblicke, ehe der Clown erschien, auf seine Fußtritte gehorcht. Der Mann schauerte zusammen, als der Wind seine Lumpen auseinander trieb. Er sah unheimlich aus, wie er im Dämmerlichte dastand, eine Hand, einer Klaue gleich, aus ausgestreckt, die andere an der Brust verborgen. Auch Picotin schauerte zusammen. Schnell warf er alles Geld, was er bei sich hatte, in die offene Hand und wollte eilig weitergehen, als plötzlich in seiner Erinnerung ein Antlitz auftauchte und dieses Antlitz stand dicht vor ihm und schaute ihn voll giftgeschwollener Bosheit an. ,, Sie!" rief er, indem er zugleich zurücktaumelte; denn fast ehe das Wort noch seine Lippen verlassen, hatte ihn ein Stoß von der verborgenen Hand bewußtlos zu Boden gestreckt. Ganz Paris hallte wieder von der Kunde. Sie schrieen es aus auf den Boulevards und mitten im Verkehr der Straßen.„ Ermordung von Picotin, dem Clown." Selbst die ruhigen Nonnen hörten die Botschaft von der Außenwelt, während sie am Bette des friedlich schlafenden kleinen Kindes wachten, das die ganze Nacht an der Brust des seltsamen, weichherzigen Mannes geruht hatte, den man am Morgen mit aufwärtsgewandten Gesicht, angetan mit seinem Narrenkleide, allein in der verlassenen Straße liegend aufgefunden hatte. Die frommen Schwestern schüttelten seufzend das Haupt. Sie zweifelten nicht, daß es ein Urteil des Himmels war, das ihn getroffen, weil er den verderbten Neigungen der schlechten Welt gedient hatte; doch ihre Lippen bewegten sich in stillem Gebet, denn sie gedachten der zärtlichen, verstörten Blicke, die mit ihnen in der verhängnisbollen Nacht gewacht. Und ihre Gebete wurden erhört, denn Picotin wurde gerettet. Er war gefunden, und als tot zum Hospital gebracht, doch die Wunde in seiner Brust hatte sich nicht als tödlich erwiesen und nach einem Monat konnte das Kind, strahlend vor Freude, Papa Picotin an der Hand spazieren führen, lachend bei dem Gedanken, daß er auch krank gewesen sein sollte, wie es selbst. Es wußte nicht, daß der Elende, der den Stoß geführt hatte, sein eigener Vater gewesen, und daß sein Leichnam bald darauf aus dem Strome gefischt und zufällig von Picotin auf der Morgue erkannt wurde, der ihn dann bestatten ließ. Alles das verschloß Picotin in seinem Herzen, an das sich das goldlockige Kind vertrauensvoll anschmiegte, durch sein Lachen und seine Liebe dem Pflegevater lange glückliche Jahre schaffend! An jenem Abend aber war Picotin wirklich zum letzten Male aufgetreten und niemals wieder kam er, wie so oft, Hals über Kopf in die Manege hineingestolpert. Sein altes Narrenkleid hängt zwar noch immer bereit und sein kleiner Liebling meint, er müsse eines Tages darin mit ihr zum Maskenball gehen. EINST UND O JETZT Spanische Metaphern. Die spanische Sprache ist außerordentlich reich an Metaphern oder Wortbildern, in denen sich der nationale Charakter des Volkes widerspiegelt. So zeigt sich der dem Spanier eigentümliche Stolz in der selbst bei Bauern und Bettlern gebräuchlichen Anrede:„ Herr Ritter" und" Euer Gnaden". Eng verbunden mit diesem Stolz ist eine fast affettierte Höflichkeit, die sich besonders in den Formen: ,, ich küsse Euer Gnaden die Hand"," ich falle Ihnen, gnädige Frau, zu Füßen" und mögen Sie noch tausend Jahre leben"( statt:„ ich danke Ihnen" und leben Sie wohl") zu erkennen gibt. Neben diesen Eigenschaften bildet eine spezifisch katholisch- kirchliche Religio= sität einen Grundzug im Wesen des Spaniers. So sagt man ,, achte auf das Kreuz", das heißt„ bezeuge ihm durch Niederknieen oder Hutabnehmen deine Verehrung", für hüte dich, nimm dich in Acht", zwischen dem Kreuz und dem Weihwasser" für„ in großer Gefahr, Verlegenheit",- ,, beim Ave- Maria- Läuten" für mit einbrechender Nacht", welchen Sohn hast du mir aus der Taufe gehoben?" für ,, wann, wo und wie bist du mir gefällig gewesen?" ,, heiligen Johannes machen" für„ blauen Montag halten". Das leidenschaftliche Temperament des Spaniers zeigt sich sprachlich in den Redensarten:„ eines anderen Blut trinken" für„ tödlich hassen", " stück„ Dolchstoß" für große Kränkung" und mit dem Degen in der Hand" für„ heftig, gewaltsam". Nicht minder bezeichnend wird tiefes inniges Empfinden durch:„ die Luft, den Wind trinken" für„ Sehnsucht, Verlangen Hegen",- ,, die Tränen trinken" für ,, den Schmerz verbergen", ,, Nagel und Fleisch"( am Finger) für ein Herz und eine Seele sein", sich mit jemandem zu sammenmachen" für sich innig an jemand anschmiegen", weise absterben" für sich bis über die Ohren verlieben" ausgedrückt. Der Humor des Spaniers äußert sich gleichfalls sehr drastisch in: ,, jemandem Salz auf den Schädel streuen" für jemand durch eine Büchtigung wißigen"," das Ministerium stürzen" für„ das Haar scheren lassen",- f ,, junger Salat" für„ Stuter", ,, enteseln" ( desasnar) für„ wißigen, flüger machen", sowie in folgenden Redensarten: die Rechnung des großen Hauptmanns" für„ Apothekerrechnung",- ,, nur Tag und Nacht sein eigen nennen" für ,, bettelarm sein",-, päpstlicher Soldat" für„ Soldat, der noch kein Pulver gerochen hat", ,, jemandem das Gesicht waschen" für ,, jemandem schmeicheln", ,, einen Falken, Wolf, Affen greifen" für sich betrinken",- ,, das Geld oder Vermögen der Schwiegermutter verzehren" für„ Nichtstun, sorglos in den Tag hinein leben", und so weiter. Bunte Blätter. Rezept für Dilettanten. Moritz von Schwind( 1804 bis 1871), der phantasiereiche Meister der„ Sieben Raben" und der„ Schönen Melusine", wurde von einem vornehmen Münchener Dilettanten gebeten, er möge ihn doch auf einige Tage oder Wochen in seine Schule nehmen und ihn namentlich in seiner meisterhaften Kunst der Bleistiftstizze unterweisen, ihm zeigen, wie er das mache.„ Ei, Herr Baron," meinte der Maler darauf in seiner kaustischen Weise, ,, das kann ich Ihnen auf der Stelle in einigen Minuten sagen. Mein Papier kaufe ich wollen Sie es sich gefälligst aufschreiben bei Bullinger in der Residenzstraße; meine Bleistifte- A. W. Faber beziehe ich von Andreas Kant in der Kaufingerstraße; von derselben Firma habe ich auch dieses Gummi, brauche es aber wenig; desto öfter benube ich dieses Federmesser, um die Bleistifte zu spißen, es ist von Tresch in der Dienersgasse. Habe ich nun alle diese Dinge auf dem Tische liegen und dazu einige Gedanken im Kopfe dann sehe ich mich hin und fange an zu zeichnen. Und jetzt wissen Sie alles, was ich Ihnen sagen kann." - Eine geistreiche Difinition. Ein berühmter Satyriker gab einst folgende Erklärung des Wortes Bankerott:„ Bankerott ist ein Rüdfall aus dem Himmel schwärmerischer Hoffnungen und Entwürfe in den Parorismus der Zahlungsunfähigkeit. Solche Bankbrüche sind jedoch nicht immer unheilbar, vielmehr oft die Grundlage hei= teren Gedeihens, weil während der Krisis die geschwollene goldene Ader ins geheime Zellgewebe sich ergießt und von da aus neuen Organismus ernährt. In neuester Zeit nimmt man es daher mit diesem Uebel, wie mit allen Modekrankheiten, nicht mehr so ernsthaft, obgleich häufig der Patient ein gesetter Mann wird, wenn er den Anforderungen der Gegenwart nicht gerecht werden kann. 7141 Nr. 113 Samstag, den 21. Mat. Oberhessische Familienze Tägliche Unterhaltungs- Beilage der Gießener Neueste Nachrichten. 1904. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); verantwortlich: Albin Klein. ( 2. Fortsepung.) Die Rache ist mein. Originalroman von Ottomar Beta. So war es auch gekommen, daß Erich sich des Justizrates faum erinnerte und das Haus in der Domstraße fast wie ein fremdes zu betrachten sich gewöhnt hatte. Jetzt aber, da das Kloster, in dem ehemals die Stiftsdamen wohnten, gefallen var, bot es seinen Heimatsgefühlen den hauptsächlichsten Halt. Er saß nun am Fenster seines Zimmers zur ebenen Erde und blickte in das welkende, in der Sonne goldig erglänzende Laub des Nußbaums, um den er sich einst als ganz kleines Kind getummelt hatte. Aber seine Gedanken weilten kaum noch in der Vergangenheit. Die Gegenwart hatte seine Sinne ge= fangen genommen. Die alten Griechen, von denen so oft bei uns die Rede ist, stellten die Gegenwart als ein holdselig lächelndes Weib dar, und legten ihr ein Kindchen in den Arm wie einer Madonna. Dieses Kind bedeutet ihnen das Blück, das beglückende Ereignis. Auch in Erichs Augen nahm die Gegenwart eine solche Gestalt an und zwar mit den Zügen Des Justizrattöchterchens. Er sah dem beglückenden Ereignis, einer Begegnung mit der lieblichen Charitin, in welche sich seine traumhafte Vorstellung der kaum gekannten Mutter körperhaft verwandelt hatte, erwartungsvoll entgegen. In die ihm aufgenötigte Rolle hatte er sich gefunden. Wenn er auch alle Hilfsbedürftigkeit von sich abwehrte, so hatte er es doch nicht von der Hand gewiesen, irgend einer bescheidenen Stellung oder Beschäftigung sich unterziehen zu wollen, falls seine Vaterstadt bereit sein sollte, ihm eine solche zu bieten. Er hatte sich dann mit dem Kapitän der City of Washington verständigt. Ein paar Matrosen hatten ihm gleichsam kameradschaftlich sein Gepäck besorgt, von dem er als praktischer und vielgereister Mann überhaupt keine übergroßen Bündel mit sich führte. Einige geheimnisvolle Kisten waren anderweitig zu Depot gegeben worden. Und wenn er auch seinem Auftreten nach die Erwartungen des alten Rechtsanwaltes übertraf, so blieb doch in den Augen der Hausinsassen ein bißchen von einem verlorenen Sohne, für den das übliche Kalb geschlachtet wurde, an ihm hängen. Das Kalb erschien nun in Gestalt eines Bratens, zu welchem Erich als Gast geladen wurde. Und zwar brachte ihm der Justizrat zuvor in eigener Person einen schwarzen Rock und Weste. Er hielt diese Kleidungsstücke sorgfältig verborgen, während er sie über den Hof trug. Und dabei stellte er sich so an, als ob er gärtnerische Sorgen hätte, denn der Hof war mit einigen Beeten verziert. Rings Buchsbaum, mitten darin Georginen, Reseda und verblühte Rosen. Da schlich er sich hindurch und trat geheimnisvoll in Erichs geräumige Stube. ,, Alles in Ordnung? Nur weißgewaschene Wände, gescheuerte, nackte Dielen; lieber Erich, nehmen Sie einstweilen fürlieb." 27 Erich eilte auf den Justizrat zu und riß ihn stürmisch an sein Herz. Verzeihen Sie, ich konnte nicht anders," rief er. Dabei entfiel dem alten Herrn das schwarze Bündel und er errötete wie ein beim Naschen betroffenes Kind. ,, Lieber Erich, nehmen Sie's nicht übel, aber wir haben ja eine Figur so ziemlich; freilich die breite Partie sitzt bei Ihnen höher als bei mir bei mir ist sie im Laufe der 9292 ( Nachdruck verboten.)\ Jahre hinuntergerutscht; aber dieser Rock hier ist noch nach meinen normalen Verhältnissen zugeschnitten. Er ist auch noch trefflich erhalten das ist Stoff, wie man ihn heute nicht mehr fabriziert... gewendet und wie neu. Pst! Kein Mensch weiß davon, und ohne schwarzen Rock kommt man bei uns nicht durch, während ein Bootsmann und Backwoodsmann schwerlich damit versehen iſt." Mit einem Blick wie ein reuiger Sünder legte er Erich den Rock und die Weste in die Arme. Erich stellte sich mitten in die Stube und lachte laut heraus, die noch recht ansehnlichen Kleidungsstücke vor sich hinhaltend. In jener Zeit vererbte sich ein Gesellschaftshabit noch vom Großvater auf den Enkel. Wenn's sein muß," meinte er gutmütig.. Die Mode," erläuterte der Herr Justizrat, ist jetzt wieder' rum, da, wo sie vor zwanzig Jahren war; also der Rock ist wie modern." Wer ein Herz hat wie Sie, Herr Justizrat, dessen Mode ist stets eine treffliche, und es hieße die Engel im Himmel beleidigen, wenn ich... Statt aller weiteren Rede zog er den Alten noch einmal an sein Herz. Wenn's meine Tochter merkt, das schadet nichts," flüsterte der Justizrat in die Stube zurück, während er sich entfernte. Diese junge Dame ist nicht kleinstädtisch. Sodann kam zimpernd und zierlich das hübsche Stubenmädchen und brachte Mandelseife, ein paar nach welken Rosen duftende Handtücher und dergleichen ins Seebärentum faum je hineinragende Dinge. Auch sie meinte es gut mit dem legendären Gast. " In einer Viertelstunde lassen das gnädige Fräulein bitten, möchten der Herr Steuermann zu Tisch kommen,' lispelte sie knirend. ,, Natürlich im schwarzen Rock." " Das Stubenmädchen winkte beschwichtigend. ,, Wenn der Herr Steuermann feinen haben, dann so," meinte sie verständnisvoll, aber freilich auf Etikette wird gehalten. Dann riß sie die Augen auf und sagte bedeutungsschwer: Für den Fisch gibt's silberne Messer." Bei Vanderbilt," dachte Erich,„ gibt's goldene, bloß daß der Halbblinde Hausherr die Finger nimmt, um die Bissen bequemer zu befördern." Das Stubenmädchen wollte ein übriges tun. ,, Genieren brauchen sich der Herr Steuermann trotzdem nicht. Herrschafts sind heute ganz unter sich." " Sie winkte ihm Mut zu und lief dann mit holdem Erröten völlig verwirrt quer über das Resedabeet. Erich sah ihr amüsiert nach. Ich werde dem Sternenbanner mit der Handhabung dea Tischgeräts Ehre machen müssen," dachte er, in den justizrätlichen Rock fahrend. Dann folgte er der erhaltenen Einladung mit klopfendem Herzen. Er trat in den Salon, welcher im untern Stock nach dem Hofe zu gelegen mit einer Glastür auf eine Veranda mündete. Da stand sie, die Hände leicht gefaltet sie selbst, seine Vision. גי rstraße and . Bießen. häft. fen F061 0 180 исторая в щеш ว เ " филиаловин ,, Meine Tochter Franziska, lieber Erich, nach Ihrer Mukter getauft," so stellte der Justizrat sie vor. ,, Nach meiner Mutter?" stammelte Erich. Schenke Ihnen der liebe Gott ein besseres Glück und ein längeres Leben," fügte er hinzu. Er sprach das unwillkürlich feierlich, die jugendliche Erscheinung mit ernſtem Blicke messend. Was war's, das ihm nun auffiel! Ein Zug des Kummers machte sich bligartig auf ihrem Gesicht bemerkbar. Sie schöpfte hastig Atem, und ihr Busen hob sich wie von einem plötzlichen Druck befallen. Aber die Anwandlung ging so schnell vorüber, daß dieselbe einem weniger scharfen Beobachter als Erich kaum bemerkbar gewesen sein würde. Franziska wandte sich rasch ihrem Vater zu und nahm dessen Arm, in Besorgnis zu ihm emporspähend. Er legte die Hand auf ihr Haupt, in stummer Bekräftigung des von Erich ausgesprochenen Wunsches. Diese Szene huschte schattenhaft vorüber. Gleich darauf war's wiederum, als ob der helle Sonnenschein den Saal erfüllte. Denn Franziska trat nun auf Erich zu und reichte ihm die Hand. " Ich sah Sie heute früh bereits, Herr Staudius," sagte sie ,,, und war ein klein wenig erschrocken. Sie sahen recht ergriffen aus. Jetzt weiß ich auch warum. Wenn man in Vaters Haus zurückkehrt nach so langer Abwesenheit und Irrfahrt, das ist gewiß erschütternd. Aber Papachen ist ja so gut so lieb. Und er hat öfters gesagt, wenn Sie Ihr Geschick einmal wieder in Ihre Heimat führen sollte, dann würde er..." hier brach sie ab und wieder meldete sich der schmerzliche Zug. Atem schöpfend fuhr sie fort: Wie befinden Sie sich in Ihrem Zimmer, Herr Staudius? Schade, daß es so abgelegen ist." „ Und auch wieder nicht schade," fiel der Justizrat ein, ,, ein junger Mann liebt seine Freiheit." Erich lachte. Ich glaube meine Last von Jahren in Zufunft mit Würde tragen zu müssen, Herr Justizrat; ich stehe auf dem Gipfel." „ Ein junger Mann gegen mich und gegen die Mehrzahl Ihrer Altersgenossen, Herr Staudius," erwiderte der Juſtizrat im scherzenden Ton.„ Wir kennen die Zahl Ihrer Jahre, wir haben uns öfters von Ihnen unterhalten. Auch früher, meine liebe Frau sprach oft von Ihnen. Sie hatte Ihre Mutter in ihr Herz geschlossen und ruht nun nicht so sehr weit von ihr in der kühlen Erde." Er machte eine Bauſe, ſich aufrichtend, wie in die Ferne blickend, dann heftete er die Augen auf Erich und hub wieder an: „ Ein merkwürdiger Zufall setzte uns in den Besitz jener Briefe, welche Ihre Mutter einst als Braut an Ihren Vater richtete, und diese haben wir mehr als einmal zusammen gelesen." " Papachen hatte dabei einen praktischen Zweck im Auge," bemerkte Franziska. Und meine Tochter ebenfalls," fügte der Justizrat scherzend hinzu, sie wollte..." Papachen," warnte Franziska, ich wollte... ich war einfach entzückt. Herr Staudius, Sie hatten eine Mutter, die zu den edelsten Frauen gehörte, welche es je gegeben und deren Gedanken man lauscht, ich kann nicht sagen, wie. So viel Leben... so viel Liebe! Man schämt sich, daß man selber so gar nichts ähnliches hätte denken können.“ ,, Wenn ich meine weite Reise nur gemacht hätte, um in den Besitz dieser Briefe zu gelangen, ich wäre tausendfach belohnt," meinte Erich mit dankbarem Blick auf Franziska, „ und ich bin es nun hunderttausendfach... mehr als sich in Worten sagen läßt." Der Justizrat erhob die Hand wie zur Abwehr eines Gefühlsausbruches. ,, Es fanden sich in einer offenbar absichtlich versteckten Kiste auf dem Boden auch einige alte Drucke in Schweinsleder und Pergamenten," sagte er trocken, aus denen hervorgeht, daß Ihre Vorfahren, lieber Erich, zur Zeit Karls IV. hohe Aemter im Reiche bekleideten und zweifellos von Adel waren. Bei dem Gewicht, welches Ihre Verwandten mütterlicherseits, die von Felsäcker, auf dergleichen legen, würde ich mich an Ihrer Stelle nicht lange besinnen und mir meinen Adel gleichsam neu aufbügeln lassen. Ich warte nur auf Ihre Autorisation, um das ins Werk zu sehen." Franziska lächelte. Erich lachte herzlich. Junges Volk!" warnte der Justizrat, das würde Herrn Staudius bei der Neugestaltung seines Lebens hier vielleicht sehr zu gute kommen. In Amerika freilich da hat man feine verfallenen Schlösser und keine Basalte, auch keine Familientraditionen in Schweinsleder; aber hier zu Lande, wo man, um einige Ordnung in das Chaos unserer Bevölkerung zu bringen, noch Ahnenproben anstellt und kein Offizier ohne Pedigree so wenig wie ohne Epauletten fertig. wird, ist das etwas anderes. Stolz hat manch Haus zu Fall gebracht, drum zieh' den groben Kittel an, sagt Shakespeare; ich nenne das einen groben Kittel, wenn man sich den Vorurteilen beugt, und ich nenne das sträflichen Stolz, wenn man sich in Ueberhebung gegen seine Mitmenschen allzu leichtfertig oder hochmütig über ihre Schwächen hinwegsetzt. Die Meinung der Leute über uns, ihr Ansehen unserer Person hängt uns an wie ein Schatten, und über den kann niemand springen." Bei diesen Worten legte der Justizrat die Hand auf Erichs Schulter und fuhr fort: Der Stolz oder etwas dem ähnliches war's, was Ihren Vater den Felsäckers gegenüber aus dieser Berechtigung zum Adelstitel ein Geheimnis machen ließ, und es hätte Ihrer Mutter manche schwere Stunde erspart, wenn da dem Adelsstolze eine Konzession gemacht worden wäre. Und nun, lieber Erich, zu Tische." Der alte Herr reichte seiner Tochter den Arm, vielleicht um dem Seebären die Verlegenheit zu ersparen, sich in eine ungewohnte Situation finden zu müssen, und führte sie, Erich voranschiebend, in das Speisezimmer. Viertes Kapitel. Bei Tische war Erich gedankenvoll und fast zerstreut. Die Worte des Justizrats hatten Eindruck auf ihn gemacht. Mehrmals war's, als ob er die innere Nötigung empfände, irgend ein Geständnis zu machen. Aber dann nahm das Gespräch wieder eine andere Wendung, welche ihn veranlaßte, in der Haltung des Beobachters zu verharren wie in einer Zitadelle. Unwillkürliche Pausen sind oft beredter als ausdrückliche volle Gedankenflug des Instizrats hinsichtlich der Zukunft Worte. Und Erich mußte es auffallen, daß der hoffnungsdurch eine plötzliche Flügellähmung öfters unterbrochen wurde. Der Justizrat zeigte außerdem einen verwandten Bug mit seinem Jugendfreunde, Erichs Vater; auch er brachte seinem Gemeinsinn jedes denkbare Opfer, ohne dafür Anerkennung zu finden. Galopp fahren wollte", sagte er unter anderem,„ und als ob Manchmal ist's, als wenn man im mahlenden Sande einem auf halbem Wege zum Ziel die Pferde niederbrächen. Gesundheit und Sicherheit wegen, wie es ein italienisches Lieber Erich, bei uns muß man Schritt fahren, nicht bloß der Sprichwort sagt, sondern um überhaupt unter Leuten zu bleiben. Dinge, die sie in Amerika im Handumdrehen erledigen, bedürfen hier jahrelanger Digestion und Digerierung, ehe die Leute überhaupt das Vorurteil ablegen, man wolle sich mit derlei Anregungen bloß mausig oder gar über sie lustig machen." Er seufzte, und Franziska blickte ängstlich zu ihm auf. die Leute müssen sich in die Verhältnisse schicken. Das macht Papachen," sagte sie flehend, unser Land ist arm und sie bedenklich." Dinge dieser Welt ein Greuel," fuhr der Alte fort, und " Ja, ja, ich weiß schon, euch Lieblichen sind die häßlichen jeder, der sich da ins Zeug legt, ist in euren Augen eine Art von Straßenkehrer. Die starken Männer, Simson und Herfules, mußten durch den Verrat schöner Frauen ein schmähliches Ende finden. Das ist's, lieber Erich, was mich an den Briefen Ihrer Mutter immer wieder so sehr entzückt. Sie ward nicht müde, ihren Mann für das öffentliche Wohl, für die Befreiung des Vaterlandes zu begeistern. Kein Opfer war ihr zu groß. Und wenn Du darum zum Bettler würdest, schreibt sie ihm, ich würde dich nur um so mehr lieben, um so unzertrennbarer eins mit dir sein." Franziska sprang auf und schob fast zagend ein Paket vor Erich hin. ,, Und hier sind sie!" Vergilbte Blätter blaßroten und blaßgrünen Papiers mit der siebenzackigen Krone und mit zierlichen, aber doch charakteristisch festen und degagierten Schriftzügen bedeckt. Erich ergriff diese Reliquien und drückte sie gegen das Herz. Endlich!" rief er, doch etwas von ihr! Und aus Ihrer Hand!" Die letzten Worte begleitete ein dankbarer Blick auf die Geberin. Zeit." Wir trennen uns schwer von diesen Beugen einer großen ( Fortsetzung folgt.). In Natur und Leben herrschen zwei: Das Schicksal und der Wille; Auf zwei Rädern geht der Wagen, Doch auf einem steht er stille. - Langsam reift die saft'ge Traube In dem gold'nen Sonnenschein, Doch nur durch die Kraft des Armes Wird verwandelt sie in Wein. der König der Clowns. Novellette von Th. Eicke. ( Schluß.) ( Nachdruck verboten.)' ,, Er ist zu reizend närrisch, der liebe Picotin," sagten die Damen. Wenn man zu ihm über ihn selbst spricht, dann sieht er einen in seiner seltsam kummervollen Weise an und behauptet, außerhalb der Manege höre er auf zu eriſtieren. Er ist ein bischen abstoßend und ohne Zweifel etwas wunderlich, aber doch zu nett." Eines Abends hatte man ihm eine ungewöhnlich glänzende Ovation bereitet, aber Picotin war vor seinen Bewun. derern geflohen und in die Nacht hinaus gewandert, um allein zu ſein mit seinem zweiten Selbst, das keiner von ihnen verstehen konnte. In solchen Augenblicken fühlte er sich am glücklichsten, denn in ihnen stärkte er sich in jenem Entschlusse, soviel Gutes zu tun wie er vermochte, und ein wenig das Elend zu lindern, zu dem andere geboren wurden. Dieser ernste und gefühlsstarke Mann war früh auf sich selbst angewiesen gewesen, aber seine Natur war erfüllt von jener Barmherzigkeit, die er jegt so ausüben konnte, wie er es wünschte. Niemand wandte sich vergebens an ihn, dabei hatte er aber eine krankhafte Furcht davor, daß es bekannt werden könnte. Als er so dahinwandelte, leicht fröstelnd unter seinem Belzrock denn die Nacht war bitterlich kalt stand plötzlich ein Weib vor ihm, das im Winkel einer Brücke gelegen hatte; einen Augenblick schwankte sie hin und her, dann fiel sie ohnmächtig zu seinen Füßen nieder. Sofort war Picotin an ihrer Seite. Er zog seinen foſtbaren Pelz aus und legte ihn behutsam um die steifen Glieder. Das Kind, das an der Brust der Frau lag, stieß einen Schrei aus, der Picotin ins Herz drang, und er eilte, schnell Hilfe herbeizurufen. ,, Wohin?" fragten ihn die Wachleute. Picotin dachte einen Augenblick nach. Das nächste Hospital war weit entfernt und seine eigene luxuriöse Wohnung ganz nahe. Er gab den Leuten die Richtung dorthin an, sandte einen von ihnen zum Arzt und zu einer Pflegerin und half selbst, das hilflose Geschöpf fortzutragen. Eine Stunde später kam die Diakonissin, die ihren Platz an dem Bette der Geretteten eingenommen hatte, leise in das angrenzende Zimmer, wo Picotin saß, und klopfte ihm auf die Schulter. Der Clown hatte, den Kopf zwischen den Händen, dagesessen. Er hob ihn langsam empor, fast in der Erwartung, den Anwalt mit dem roten Gesicht, das flackernde Gaslicht und die hölzernen Wände seiner alten Garderobe zu sehen, denn jener Augenblick seines Lebens stand lebhaft vor ihm. Statt dessen sah er die schwarzgekleidete Schwester mit der Kopftracht ihres Ordens, die wie zwei weiße Flügel von beiden Seiten des nachdenklichen Gesichts abstand, ein matt erleuchtetes Zimmer und auf dem Boden den zerlumpten Shawl einer Frau, der ihn an die Gegenwart erinnerte. Monsieur, der Arzt sagt, sie könne nicht mehr lange leben. Ich habe schon zu dem Pfarrer geschickt. Kommen Sie schnell, sie scheint etwas auf dem Herzen zu haben, das sie gern sagen will." Es war vorbei. Das Leben war unendlich grausam, und die Liebe hatte ein böses Spiel getrieben mit dem armen bleichen Weibe, das einst die schöne Babinette mit den strahlenden Augen gewesen war. Nur der Tod war milde, dachte Picotin, als er fich mit dem dumpfen Gefühl tiefen Herzeleids abwandte und dabei trat es ihm klar vor Augen, wie es hätte sein können und wie es geworden, und seine Clowneristenz erschien ihm, wie so oft, als die einzig natürliche auf dieser Erde, wo die Gegenfäße so hart aneinander stoßen. Aber seit jener Nacht war doch ein neues belebendes Element in sein Dasein getreten. Das Weib, das ihn betrogen, war in Frieden gestorben, weil er versprochen hatte, ihrem Kinde ein Vater zu sein; und doch war es auch das Kind jenes Mannes, den er als seinen einzigen Feind aus tiefster Seele gehaßt und dem er niemals bergeben konnte. Armer Picotin! Leicht war es ihm nicht geworden; als er sich zum ersten Male auf das schlafende Kind herabbeugte, dessen zartes Leben zu bewahren, die Mutter selbst hatte sterben müssen. Da ging etwas von dem Hasse, den er gegen den Vater fühlte, auch unwillkürlich auf das unschuldige Wesen über, das zu lieben er gelobt hatte. Da plöglich war es aufgewacht und hatte ihn mit kindlichem Erstaunen angeschaut, und als dann die runden Aermchen in findlichem Zutrauen sich um seinen Hals gelegt hatten, da war Picotins Herz aufgegangen in dem Bewußtsein, daß er nun endlich. etwas zu lieben gefunden hatte. Ein Jahr nach dem andern ging hin, und des Clowns Glück wurde nur durch den einen Gedanken getrübt, daß der wirkliche Vater eines Tages kommen und sein Kind beanspruchen könnte. Er hing an ihm mit abgöttischer Liebe, die viel befriedigender und viel weniger beunruhigend war, als die, welche er einst vor langer Zeit für die Mutter gefühlt. Nichts war nach Ansicht von Papa Picotin zu gut für das Kind, und das Kind wiederum konnte sich nicht genug tun in Zärtlichkeit gegen Papa Picotin. Er brachte ein unendliches Opfer damit, daß er das Mädchen, als es älter wurde, in eine Klosterschule schickte, wo es besser erzogen werden und alle jene Fertigkeiten erwerben konnte, die er erforderlich hielt für eine junge Dame, die bestimmt ist, ein großes Vermögen zu erben. Er selbst blieb seinem alten Berufe treu, teils aus Gewohnheit, teils weil er diesen Beruf, zu dem er gewissermaßen geboren schien, liebte und weil er immer noch großer Liebling des Publikums war. Nicht lange nachdem Picotin den schmerzlichen Entschluß gefaßt hatte, seinen Liebling zur Schule zu schicken, wurde das Kind von einer Krankheit befallen, die einen so ernſten Verlauf nahm, daß man sich beeilte, ihn zu benachrichtigen. Er war gerade im Begriff, unter schallendem Gelächter die Manege zu verlassen, als er auf den erregten Boten stieß, der keuchend ſeine böse Kunde vorbrachte. Entsetzt starrte ihn der Clown an, während das Publikum mit tobendem Beifall seinen Liebling hervorrief. Wenn er jekt fortging, störte er das Vergnügen des ganzen Abends und verdarb das folgende Programm, und Picotin war stets der gewissenhafteste aller Künstler gewesen. Während er noch zögerte, kam es ihm vor, als ob das unersättliche Publikum verlangte, daß er sein Herzblut vergießen sollte, um es zu unterhalten und zum ersten Male in seiner langen Laufbahn ging ihm ein Schaudern durch den ganzen Körper, doch er durfte nicht länger zögern; sein Kind verlangte nach ihm, und er ging. Nach einer Viertelstunde rasender Fahrt war das Kloster erreicht und die frommen Schwestern, die bei dem kranken Kinde wachten, wurden erschreckt durch die seltsame Erscheinung, die ihnen entgegentrat. Picotin hatte sich nicht damit aufgehalten, sich umzukleiden; er hatte nur an seinen, im Fieber liegenden Liebling gedacht, der sein goldlockiges Köpfchen unruhig hin und her wandte, und laut seinen Namen rief. In leidenschaftlicher Angst beugte er sich über das zarte glühende Antlitz und flüsterte zärtliche Worte, doch das Kind versteckte sich mit einem Schrei des Schreckens in seinen Kissen. Es kannte diese bunte Gestalt mit der weit abstehenden Halskrause und den fast bis an die Haarwurzeln gezogenen Augenbrauen nicht und schrie und ächzte vor Furcht. Verwirrt richtete sich Picotin auf, während die ernſten Nonnen vor ihm zurückwichen, als wäre er der leibhaftige Teufel gewesen; nur der gute Arzt konnte ein Lächeln nicht unterdrücken, indem er Picotin zuflüsterte: Wischen Sie sich die Schminke aus dem Gesicht, Monsieur, und ziehen Sie diesen Rock über, dann wird das Kind Sie wohl erkennen." Heute abend bin ich zum letzten Male aufgetreten," meinte der Clown traurig, während er tat, wie ihm gesagt war, denn es wurde ihm klar, daß er, wenn das Kind starb, es nicht über das Herz bringen würde, wieder den Spaßmacher zu spielen. Dann trat er wieder an das Bett heran, zögernd und