Nr. 67. Ersttes Blatt. Monnementspeets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., Saus gebracht 60 fg., durch die Poft bezogen viertelfähr Mt. 1.50. Beatsbetingen: Oberheffifche Familienzeitung( täglich) und die Steßener Getfenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 19. März 1904. Gießener 13. Jahrgang. Jnsertionspreis: Die einfpaltige Betitzeile für ganz O Hessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Bostzeitungsliste No. 3269. Rebation und Expedition: Gießen, Seltersweg Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gichener Tageblatt) ginabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weylar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der Herero- Hufftand. Die neuesten nach Südwestafrika abgehenden Verstär Eungen bestehen aus 200 Mann Artillerie und je 500 Mann Infanterie und Kavallerie. Was das Pferdematerial an Langt, so hat man schließlich doch das ost preußische ferd gewählt, obgleich bisher auf Anraten von Kennern Der Verhältnisse in Südwestafrifa argentinische Gebirgspferde beschafft wurden. Der Pferdesterbe ist das argentinische Pferd in der gleichen Weise ausgesetzt wie das ostpreußische. Jede neue Post bringt neue grauenerregende Schilderungen von den Greueltaten der Herero. Neuerdings stellt sich heraus, daß auch die sogenannten christlichen" Herero, die von den Missionaren so gelobi und als die reinen Engel hingestellt werden, ihren heidnischen Stammesgenossen an Bestialität nichts nachgaben. In dem nach der Heimat übersandten Tagebuch eines deutschen AnsiedLers, über dessen Zuverlässigkeit kein Zweifel besteht, findet fich u. a. folgende Stelle: Es kommen jetzt genauere Nachrichten, in wie bestialischer Weise die Ansiedler ermordet wurden, und zwar geschah das ganze Massakre auf Verabredung an demselben Zage, am Abend und in der Nacht des 12. und 13. Februar 1904. Manchen Frauen schnitt man die Brüste ab, Kinder verstümmelte man und ließ sie verbluten, man mißhandelte sie auch sonst in grausamster Weise. Während die Frauen meist mit dem Leben davonkamen, wurden die Männer durchweg ermordet. Die Frauen, denen man das Leben schenkte, wurSen borher in bestialischer Weise vergewaltigt. Einen AnFiedler marterten sie drei Tage lang durch gliedweise VerTümmelung. Durch besondere Roheit zeichnete sich der eingeborene christliche" Schulmeister ose fat aus Otjisera aus, der seinerzeit auch mit auf der Berliner Gewerbeausstellung figurierte. Er trat auf dem kleinen Kinde Der Frau L. herum, und als es noch nicht tot war, klemmte er es zwischen die Tür, bis die Gedärme heraustraten. Joejat hatte sich bisher bei Verhandlungen des besonderen Vertrauens der Regierung erfreut! Wie sich herausstellt, ist der Oberhäuptling Samuel Maharero, das Haupt des Aufstandes, seit 1899 Ehrenrnitglied der deutschen Kolonialgesellschaft, die auf dieses Mitglied stolz sein kann. Samuel erhielt seinerzeit von der Abteilung Mannheim der deutschen Kolonialgesellschaft eine chöne Schreibmappe mit einer Widmung, die ungefähr Lautete: Dem treuen Freunde deutschen Rechts und deutscher Sitte...." Weiter heißt es in dem Tagebuch:„ Man kann sich jetzt erst in Bild machen, was sich die Herero eigentlich dachten. Sie Dollten in einer Art Bartholomäusnacht alles nieder machen, dann die großen Vorräte von Munition und G- Dehren erbeuten, und konnten hierauf auch einem stärkere Feind mit Erfolg Widerstand leisten. Mit Bezug auf die einzelnen Ansiedler und Reisenden gelang der Plan, aber an Den großen Plätzen scheiterte er infolge ihrer zu frühen und auffälligen Ansammlungen. Merkwürdig bleibt es, daß Luch nicht ein einziger Missionar etwas davon erfahren heben soll, trotz der vielen tausend„ Christen", die sich unter den Vestien befinden." Hält man neben diese objektive Schilderung der bestiaiden Grausamkeiten des schwarzen Gesindels die Dartellung, die der Gewährsmann von dem Verhalten der deutschen Truppen gibt, so hat man den besten Kommentar zu der vorgestrigen Reichstagsrede des Abg. Bebel, die die Herero verherrlichte nd die Deutschen, Zivilisten wie Soldaten, beschimpfte. Der Ansiedler schreibt: " Eine erfreuliche Erscheinung in diesem Kriege ist die orzügliche Haltung unserer Schugtruppen, und zwar auch Der eingezogenen alten Mannschaften, die sich überall brav und tapfer gezeigt haben. Hier hat jeder vom Offizier bis um letzten Mann seine Pflicht getan. Auf einzelne besoDere Bravourleistungen soll später zurückgekommen werden." Wie alle Kenner der Verhältnisse der Kolonie ist der Genährsmann in hohem Maße zornig über den Gouverneur. Er beschwert sich bitter über die mangelnde Voraussicht des Bouvernements, vor allem über die zu starke Entblößung des Landes von Truppen und zu großes Vertrauen auf die Eingeborenen. Es heißt darüber: Durch die Entsendung der Kompagnie Omaruru nach dem Süden, die man nicht für möglich gehalten hatte, und die seinerzeit sofort unter der Bevölkerung die größte Unruhe hervorrief, ist wieder unabsehbares Unheil gestiftet worden. Falls der so gefürchtete Hauptmann Franke mit seiner Pompagnie in Omaruru geblieben wäre, hätten es die Herero niemals gewagt, daselbst aufständisch zu werden. Und aus diesen blutgierigen Wilden sollte vom 1. April ab anstatt der meißen Truppe eine Eingeborenen Kompagnie gebildet werden!! Noch viel furchtbarer wäre das Blutbad ein Jahr später geworden nach der ab 1. April d. I. festgesetzten minderung der Schutztruppe und Bildung der Eingebor Rompagnien; auch würde der Verlust an National neogen viele Millionen mehr betragen haben, da in Jahresfrist auf Veranlassung des Reichskommissars RohrBach doch viele neue Familien sich angesiedelt bätten." Man sieht: Es wird nach der Niederzwingung des Auf standes unbedingt nötig sein, die Leitung der Kolonie einem Manne zu übertragen, der mit eingehender Kenntnis der Verhältnisse des Landes und umsichtiger Wahrnehmung der deutschen Interessen die nötige Chergie verbindet. Zu Oberst Leutwein haben die Ansiedler ebensowenig Vertrauen, wie das Berliner Kolonialamt. Und gedeihen kann die Kolonie nur, wenn der Gouverneur sich auf allseitiges Vertrauen stützen kann. Der Krieg in Oftafien. Ueber die Truppen- und Schiffsbewegungen verlautet noch immer nichts Authentisches Alles, was vom Vorrücken japanischer und russischer Vorposten gemeldet wird, beruht auf bloßen Vermutungen. Im Vordergrund des Interesses steht zur Zeit 7 die Sendung des Marquis Ito an den koreanischen Hof. Ito wurde in Söul wie in Tschemulpo von der Regierung in feierlicher Weise begrüßt. Unmittelbar nach seiner Ankunft in der Hauptstadt wurde der Marquis vom Kaiser von Korea empfangen. In Pariser Siplomatischen Kreisen will man wissen, daß Marquis Htc den Auftrag habe, nach seinem Besuche in Korea auch eine Reise durch China zu unternehmen. Er würde sich zunächst nach Peking begeben und dann noch mehrere Provinzen be suchen, wobei er offenbar verschiedene Vizekönige für ein Bündnis mit Japan gewinnen will. Man sagt, die fran zösische Regierung habe bereits in Erwägung gezogen, ob nicht die in China beteiligten Großmächte gegen eine derartige Agitationsreise des Marquis to Einspruch erheben sollten. Die Lage in Reven. Die gesamte Verwaltung in Nordkorea befindet sich zurzeit in den Händen der Japaner. Die chinesischen und die koreanischen Arbeiter sind darül r aufs höchste erregt. Man befürchtet Unruhen infolge Arbeits- und Nahrungsmangel, da in vielen Gegenden die Rinderpest herrscht. Es wird gründlich mit politischen Verbrechern, Räubern und unehr. lichen Beamten aufgeräumt. In den Gefängnissen finden täglich Enthauptungen statt. In den letzten drei Nächten wurden 40 Personen, davon manche unverdient, hingerichtet. Die Todesstrafe ist aber im Gesetz für alle derartigen Vergehen vorgeschrieben. Die koreanische Regierung läßt durch eigene Sendboten die Bevölkerung, insbesondere die im Norden des Landes, über die Bedeutung des japanischen Papiergeldes aufklären, da die Bauern sich für gebrandschatt halten und nicht glauben wollen, daß später die Papierscheine eingelöst werden. Die Politik. Münchener Blätter treten der Meldung von der bevorstehenden Abberufung des Generalmajors v. Endres von seinem Posten als Militärbevollmächtigter in Berlin entgegen. Nach Erfundigungen, die unser Berliner CB.- Mitarbeiter an verläßlicher Stelle eingezogen hat, handelt es sich tatsächlich um eine Hinausschiebung der Abberufung. Sie ist erfolgt unter der Einwirkung der öffentlichen Meinung, die in der Abberufung des Generals eine Bestrafung oder mindestens eine Rüge für seine Armeerede im Reichstag sah. Die gestrige Reichstagserfakwahl im Wahlkreise Lüneburg hatte noch kein endgültiges Ergebnis: Eine Stichwahl zwischen Frhrn. v. Wangenheim( Welfe) und Dr. Jänecke( nationalliberal) ist notwendig. Der weltliche Vizepräsident des Evangelischen Oberfirchenrates, Oberkonsistorialrat Braun, hat seine Verſetzung in den Ruhestand erbeten. A Der ehemalige Chefredakteur der„ Kreuzztg."“, Frhr. Wilhelin v. Hammerstein, ist in Charlottenburg im Alter von 66 Jahren an Arterienverkalkung gestorben. Hammerstein war bekanntlich aus seinem Beruf und dem politischen Leben, in dem er als ungemein fähiger Publizist eine große Rolle spielte, durch eigene schwere Verfehlungen herausgerissen worden. Wie Graf Waldersee über Soldatenmißhandlungen dachte, geht aus einem Briefe hervor, den das„ Ülmer Tagblatt" veröffentlicht. U. a. heißt es in dem Briefe:„ Sie können versichert sein, daß die Angelegenheit der Soldatenmißhandlungen die Militärbehörden unausgesetzt beschäftigt, und der allerbeste Wille vorhanden, Abhilfe zu schaffen, ebenso aber auch, daß eine radikale Abhilfe außerordentlich schwer ist. Armee und Marine bilden eine Gemeinschaft von mehr als 600 000 Köpfen, die naturgemäß und seit der zunehmenden Verrohung der Jugend zahlreiche schlechte Elemente enthält. Mißhandlungen durch Offiziere gehören zu den größten Seitenheiten, und wenn sie vorformen, so handelt es sich stets um einen Schlag oder Stoß in einem Augenblick der Erregung. Das Schlimme sind die von Unteroffizieren ausgeführten systematischen Quälereien und Roheiten: bier ist es aber geradezu rätselhast, daß die so weißhandelten ud Stage führen. Jeder Soldat wird oft und gründlich darüber helehrt, wie er dies zu tun hat; unterläßt er es, so zeigt er Mangel an Mut und macht sich unmittelbar zum Mitschuldigen, wenn schließlich der Unteroffizier ins Unglüd kommt. Ich bitte, mir zu glauben, daß, wenn alle Soldaten so viel Ehrgefühl hätten, sich nicht schinden zu lassen, die Misshandlungen auf höchst seltene Fälle zurückgehen würden."; Oefterreich- Ungarn. Der Rücktritt des Fürsterzbischofs von Olmiit, Dr. Kohn, hat für die kirchliche Würde Dr. Kohns selbstverständlich keine weiteren Folgen. Dr. Kohn bleibt nach wie vor Erzbischof; worauf er verzichtet hat, ist nur die Verwaltung des Erzbistums Olmütz. Der Papst wird dem Erzbischof ein sogenanntes suprimiertes Bistum" verleihen, d. h. Dr. Kohn wird zum Titulare: zbischof einer der vicien kleinasiatischen Erzdiözesen nennt werden. Die Fälle der Abdankung eines Bischofs sind eiflicherweise selten, doch hat gerade Desterreich in unseren Lagen noch zmei solche Vorkommnisse auszuweisen. Der Grabischof von Triest, Glavina, verzichtete auf seine Würde und verlebte den Rest seiner Tage untoeit seiner einstigen Residenz. Der zweite Fall betrifft den griechisch- unierten Erzbischof von Lemberg, Se ni bratowicz, der nach seiner Abdankung den Wohnsitz in Rom nahm. Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser ist gestern vormittag an Bord des König Albert" in Gibraltar eingetroffen, wo sämtliche Schiffe de britischen Kanalgeschwaders in Paradeformation zum Em pfang bereit lagen und den Königssalut abfeuerten. Hierauf begab sich der Gouverneur von Gibraltar, Feldmarschall Si George White, mit seinem Stabe an Bord des König Albert", um den Kaiser zu begrüßen. Der Kaiser frühstückte später im Hause des Gouverneurs und folgte dann einer Einladung zum Diner an Bord des britischen Flaggschiffs„ Caesar". Auch besichtigte der Kaiser die in den Felsengalerien aufgestellten Batterien. Deutfcher Reichstag. CB. Berlin, 18. März. ( 61. Sibung.) Im Reichstage herrschte, heute ein geschäftsmäßig- nüchterner Ton vor. Zum Etatsnotgesetz ergriff nur der Staatssekretär des Reichsschazamtes Frhr. v. Stengel das Wort, um es kurz mit der Lage der Verhältnisse zu begründen, dann wurde es ohne weitere Debatte in erster und zweiter Lesung angenommen. Bei der darauf fortgesetzten Spezialberatung des Marineetats kam der Zentrumsabgeordnete Gröber auf den leidigen Fall Hüssener und das milde Urteil des Kriegsgerichts gegen den Fähnrich zurück. Er forderte im Anschluß daran, daß den Fähnrichs zur See das Tragen des Dolches außer Dienst verboten werde und brachte eine Resolution ein, in der die verbündeten Regierungen um eine Revision des Militärstrafrechts in der Richtung ersucht werden, daß das Mißverhältnis zwischen den strengen Strafen für Vergehen Untergebener gegen Vorgesetzte und den milden im umgekehrten Halle beseitigt werde. Der Staatssekretär des Reichsmarineamtes ging hierauf nicht ein, da die Frage nach seiner Meinung zum Ressort des Reichsjustizamtes gehört; den Fall Hüssener bezeichnete er als tief bedauerlich, aber doch nur als einen Einzelfall, der nicht verallgemeinert werden dürfe. Herr Mommsen von der Freisinnigen Vereinigung empfahl zunächst die Nesolution Gröber, um sich dann scharf gegen die Stellung zu wenden, die das Zentrum dem Marineetat gegenüber einnehme. Hier sei unangebrachte Sparsamkeit geübt worden, die Abstriche, die die Budgetkommission vorgenommen, seien ungerechtfertigt. Das war natürlich Labsal für Herrn v. Tirpit, der sich beeilte, zu versichern, daß der Redner vollständig Recht habe, daß die Marineverwaltung nur wirklich notwendige Forderungen stelle. Im weiteren Verlauf der Debatte war vom Etat felbft nur noch verhältnis. mäßig wenig der Rede. Preufsifcher Landtag. Haus der Abgeordneten. ( 45. Sizung.) RK, Berlin, 18. März. Wer erwartet hatte, daß der Reichskanzler die gestrige Rede des nationalliberalen Abg. v. Eynern nicht unwidersprochen lassen werde, der sah sich nicht getäuscht. Graf Bülow nahm in der heutigen Sigung gleich nach einer furzen Auseinandersetzung des Abg. Frhrn. v. Zedlih das Wort. Die Rede machte ganz den Eindruck einer ausführlichen persönlichen Bemerkung. Denn Sachliches, erklärte der Reichskanzler, habe er nach seiner vorgestrigen Rede nicht vorzubringen. Mit besonderer Schärfe wies Graf Bülow die Behauptung zurück, daß das Zentrum die auswärtige Politik des Reiches beeinflusse. Ich weise mit der größten, der allergrößten Entschiedenheit die vollständig unrichtige, unzutreffende und unberechtigte Behauptung zurück, daß irgend eine Partei meine auswärtige Politik bestimmen könnte. Ich führe diejenige auswärtige Politik, welche nach meiner Kenntnis der internationalen Sachlage am besten dem Interesse der deutschen Nation entspricht." 1B 19 Hessischer Landtag. Darmstadt, 18. März 1903. Erster Präsident Haas eröffnet die Sizung. Es werden zunächst die noch ausstehenden Artikel 4 und 30 des Feldstrafgesetzes und des Forststrafgesetzes erledigt. Artikel 4 ruft eine längere Erörterung hervor, an der sich die Abgg. Neh. Köhler, Justizminister Dr. Dittmar, die Abgg. Weidner, Dr. David, Senßfelder, Dr. Heidenreich, v. Brentano, Schönberger, Wolf und Seelinger beteiligten. Schließlich wird der Antrag der Ausschußmehrheit abgelehnt, der auf Annahme der Regierungsvorlage lautet, unter Hinzufügung eines Absatzes 2, der eine Einschränkung der Haftbarfeit der Dienstherren für durch ihre Dienstboten verursachte Schäden vorsicht. Der Minderheitsantrag, der Annahme des Artikels unter Streichung der Worte„ der Aufsicht oder im Dienste" vorsieht, wird mit Mehrheit angenommen. Ohne Debatte wird hierauf artikel 4 des Forststrafge= setzes mit derselben Streichung angenommen. Artikel 30 des Feldstrafgesetzes wird entgegen dem auf Streichung lautenden Ausschußantrag angenommen, ebenso Artikel 30 des Forststrafgesezes. Es folgt die Beratung der Regierungsvorlage, betreffend. Entwurf eines Gesetzes zur Abänderung des Beseges über das Verfahren in Forst- und Feldrügesachen. In der Generaldebatte sprechen die Abgg. Weidner, Wolf, Seelinger, Köhler und Dr. Buff, sowie Justizminister Dr. Dittmar Artikel I, 1 findet Annahme. Bei I, 2 entsteht eine Debatte über die Uebertragung der Berufung in Forst- und Feldrügesachen an die Schöffengerichte, die von der Ausschußmehrheit beantragt wird, während die Minderheit für Beibehaltung der in der Regierungsvorlage vorgesehenen Zuständigkeit der Amtsgerichte ist. Die Debatte wird nicht zu Ende geführt und auf Dienstag vertagt. Lokales. 19. März 1904. ** Stadttheater Gießen. Nochmals sei auf das morgige Benefiz von Frl. Margarete Hohl( Heimat) hingewiesen. Frl. Hohl darf die Rolle der Magda zu ihren Glanzpartien zählen und nach allen Anzeichen wird ein volles Haus der beliebten Künstlerin die Sympathie des Gießener Publikums zum Ausdruck bringen. Es sei noch mals daran erinnert, daß bei Benefizen etwa noch ausstehende Block- Abonnementsbillets an der Abendkasse gegen Aufzahlung von 50 Pfg. für Logen und Sperrsiz und 30 Pfg. für die anderen Pläße angenommen werden. * Der Bauer'sche Besangverein in Gießen feiert heute Aben und morgen im Neuen Saalbau sein 40jähriges Stiftungsfest. Der Verein versteht es bekanntlich vorzüglich Feste zu feiern und ist zu erwarten, daß Freunden und Gästen genußreiche Stunden in Aussicht stehen. Die Heilsarmee hält in Gießen im Lokale Lonys Bierkeller kommenden Montag, abends 8 Uhr eine große öffentliche Evangelisations- Versammlung ab, wozu alle Freunde und Interessenten herzlich eingeladen werden. Der Vortrag über: Wie erreiche ich das höchste Glück" wird ausgeführt von Fräulein Kapitänin S. Salliel und wie wir vernehmen, wird es für Jedermann ein intereſſanter Abend werden. ( Siehe Inserat). + Sweineversicherungs- Verein Gießen. Heute Abend findet im Lofal des Herrn Sauer, Neustadt, eine Generalversammlung statt, worauf wir die Mitglieder, da eine wichtige Tagesordnung vorliegt, besonders aufmertsam machen mögten. 11 ** Berichtigung. Zu unserer gestrigeu Notiz ,, Ueberfahren" wird uns heute mitgeteilt, daß der Unglücksfall nicht durch Außerachtlassung von bestimmten Vorschriften entstanden ist, vielmehr ist der Verunglückte mit einem Fuß im Gleis hängen geblieben. X Großen- Linden, 19. März. Die Firma Haas jun., in deren Sandgrube der gestern gemeldete Unglücksfall sich zutrug, teilt uns mit, daß die Grube erst vor einigen Tagen einer Besichtigung unterzogen und alles in bester Ordnung befunden wurde. Der Firma trifft also keinerlei Schuld an dem bedauerlichen Unglücksfall. A Leihgestern, 19. März. Eine shaurige Bluttat, wie sie glücklicherweise selten in unserem Ort vorkommt, hat sich gestern hier in der frühen Morgenstunde( etwa 6 Uhr) abgespielt. In dem Hausflur ihrer Wohnung fand die auf Hilferufe von Kindern herbeigeeilte Frau Karl Belden II. die Frau Johs. Heß XXIII. schwer berlegt und blutüberströmt auf. Der Heilgehilfe Heuser und später Dr. Plaz aus Großen- Linden stellten eine 4 3tm. tiefe Verlegung der Schädeldecke fest die durch einen Artschlag, den der seit einem Jahr bei der Frau Heß in Logis wohnende Arbeiter Karl Müller aus Dutenhofen geführt hatte. Der Vorgang wird wie folgt geschildert: Müller kam im betrunkenen Zustand nach Hause, fand die Tür verschlossen und hat diese dann mit einer Art zertrümmert, die auf die Artschläge hin aus ihrem Zimmer auf den Flur geeilte Frau Heß traf dort auf den inzwischen in das Haus gedrungenen Müller und wurde dann durch einen Artschlag von Müller zu Boden gestreckt. Müller ist dann in den Wald geflüchtet und wird von der Gendarmerie verfolgt. Frau Heß liegt schwer danieder. + Ober- Widdershain, 18. März. Heute vormittag ereignete sich im Berstädter Walde ein folgenschwerer Un glücksfall. In einem Steinbruch fam eine Felswand ins rutschen und verschüttete zwei Arbeiter von Berstadt. Der eine von den Bedauernswerten, namens Bommershain,( ledig) war sofort tot, während der andere, namens Schneider, ( verheiratet) mit einem Beinbruch davonkam. Stadttheater Gießen. Jugend von heute. Dito Ernst Eine deutsche Komödie in 4 Akten von Otto Ernst. Wir sind arm an wirklichen Komödien und Otto Ernst's " Jugend von heute" gehört zweifellos zu den Besten. Dr. Herm. Kröger hat den Scharlach bazillus erfunden und bereitet seinen ehrsamen Eltern eitel Freude und Stolz bis er seinen Studiengenossen Erich Goßler mit in ihr Haus bringt, ein Mensch der am Leben" leidet, voll krassen Neides, ein Uebermensch der sich auf seinen wurmstichigen Pessimis= mus etwas einbildet und der seinen Freund Hermann haßt, weil er ihn bewundern muß. Er spielt die einsame Größe und verliert sich in Nichtigkeiten, und doch vermag er seine ganze Umgebung durch seinen giftigen mitunter beißenden Spott zu täuschen, bis ihn Hermann durchschaut; es kommt zum Bruch und Goßler reist ab. Später, nachdem sich der Bazillenforscher inzwischen mit einer jungen Malerin, Clara, verlobt hat, erscheint er wieder und bittet mit einem rücksichtslosen Bekenntnis seiner Schuld um Verzeihung, die ihm der„ dumme" Kröger gerne gewährt. hat keine einseitige Satire schreiben wollen, ein Stück Leben beabsichtigte er zu bieten und vieles davon ist ihm auch gelungen. Fast stets bleibt er geistreich, ohne daß er geistreichelt und sein Witz ist durchweg scharf und treffend. Kur in dem Literaten Wolff, einem wahren Schiller-( und noch vollendeteren Nahrungsmittel-) Fresser zeigt er bereits, daß er auch zu einer ungerechten„ Gerechtigkeit" fähig ist. Herr Achterberg hatte sich die Rolle des Hermann zu seinem Ehrenabend gewählt und darin von Neuem gezeigt, daß er ein reichtalentierter Künstler ist, der eine sehr schöne Begabung mit ehrlichem Streben in selten glücklicher Weise vereinbart. Seine stets von sympathischer Wärme getragene Sprache nimmt sofort für ihn ein, sein Spiel ist lebhaft und wohldurchdacht wir erinnern uns an seinen famosen Jürgen Teßmann und der junge Künstler wird bei nicht erlahmendem Efer seinen Weg sicher machen. Reicher Beifall und herrliche Bouquets von Bewunderer und auch Bewunderinnen lieferten dem Benefizianten einen lauten resp. duftenden Beweis seiner Beliebtheit. Von den übrigen Darstellern möchten wir noch Herrn Bichler erwähnen, der den Erich Goßler welche die Clara in ihrer frischen, ungezwungenen Weise herzig darstellte. Herr Knabe mimte den Knaben Hans ganz drollig und vorwißig nur freute er sich bei dem großen Mittagsmahle etwas allzusehr; wie leicht fonnte sich Den Literaten Herr K. an einer Gräte verschlucken äußerst feinsinnig und wirkungsvoll spielte, wie auch Grl. Hobi verförperte Herr Haag nach altem Muster ziemlich unmöglich, aber drastisch und Frl. Lembach, das Stubenmädchen ,, mit' 8 Saitenstechen" war wieder recht gut. Herr Conradi's Vater Kröger wäre besser gewesen, wenn er sich nicht so absichtlich komisch gezeigt und seine Stimme mehr im Baß gehalten hätte. Frau Jenny gefiel sehr, während Herr Tamte sein Gesicht zu stark bemalt hatte. So schmierige Komponisten haben sich gewöhnlich gewaschen und Kunstmäcen lassen die Finger davon. Frau Kellermann als Mutter Kröger ist zu loben, auch die kleineren Rollen waren entsprechend besetzt und das gut besetzte Haus zeigte sich sehr beifallsfreudig. H. H. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebote. Am 10. März Ernst Gottlob Krämer, Gefreiter dahier mit Christiane Luise Hablizel in Renningen. Am 12. Reinh. Gust. Johs. Stübs, Sergeant dah. m. Kathar. Schmitt in Günterod. Am 14. Albrecht Karl Christ. Ludw. Hahn, Reisender dab. m. Emil. Henriette Charl. Harnickel biers. Radfahrerverein Grünberg 1904. Freibank. Sonntag, den 20. März, nachmittags 3 Uhr, im Gasthof 3ur Pinn" Haupt- Bersammlung Tagesordnung: 1. Durchberatung der ausgearbeiteten Statuten. 2. Verschiedenes. Unsere Mitglieder und alle Sportsfreunde sind hierzu höft. eingeladen. Särge! Heute und Montag. Ochsenfleisch 54 Bfg. Hoher Nebenverdienst d. Vertrieb leicht verk. Artifel Der Vorstand. J. Müller, Jlversgehofen- Erfurt Särge! Edgar Borrmann, Giessen. Das Gießener Saramagazin befindet sich Kaplansgaffe 27, Ede Bahnhofstraße und empfiehlt seine Neustadt 11. Eisenhandlung empfiehlt Telefon 298. Spaten, Landw. Geräte, Petroleum- u. Haskocher, Tannen lackierte, Eichen polierte, Metall-, Kinder- u. 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Wagner, Schuhmacher dah. m. Marie Grau hiers. Eheschließungen. Am 16. März Ludw. Hofmann, Fuhrmann dahier mit Anna Marie Zinkel, geb. Lauckel hiers. Beborene. Am 9. März Der Taglöhner Karl Albert ein Sohn, Eduard. Dem Tagl. Aug. Schaumburg ein Sohn, Will Dem Hilfsbremser Karl Bauer eine Tocht, Paula Eli Emilie. Dem Eisendreher Elias Schön eine Tocht. An 10. Dem Friseur Herm. Kuhl ein Sohn, Max Konr. Adam Kari Dem Bizefeldwebel Josephat Brähler ein Sohn, Hrch. Ernst. Dem Institutevorsteher Dr. Franz Kübel ein Sohn, Franz Alexander. Am 12. Dem Wirt Friedrich Teigler eine Tocht., Minna Emilie Anna. Am 13. Dem Straßenwärter Kaspar Becker eine Tocht. Am 15. Dem Schuhmachermstr. Ludw. Bernhardt eine Tochter. Geborbene. Am 13. März Lina Flocke, 9 Jahre alt, Tochter des Wagenmftes. Philipp Flocke dehier. Marktberigte. Gleben, 19 März. Auf dem beutigen Wochenmarit fosteten Butter per Pfd 090-1.00 wt., Hühnereler 2 Stüd 12-14 Pfg., Entene St. 8 fg., Räse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bf Erbsen per Liter 21 Bfg., Linien per 2tter 32 Bfg., Tauben per Pam . 0.80-1.00, Hühner per Stid Mt. 1.30-1.40, Hahnen, per Stüd 0.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse per Pfd. 65-70 fg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 fg., Rindfleisch per fb. 62-68 Pfg. Schweinefleisch per fb. 60-72 a. Schweinefletsch gesalzen per fund 0.76 fa., Kalbfleisch per Bfd. 62-74 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-74 Pfa.. Kartoffeln pro 100 Kello 6.00 mf., Zwiebeln per 3t. Mt. 7.00-10.00, lepfel per Centner 20-25 Mr. Milch per Liter 18 Vfa. Dauer der Marktzeit bon 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit übeerhanp nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Um herziehen feilgeboten werden. Hamburger Futtermittelmartt. Originalbericht von G.& D. Läders, Futtermittelgroßhandlung, Reis- und Delkuchenmühle, Hamburg. In der verflossenen Berichtswoche war der Markt sehr ruhig bei unveränderten Preisen und guten Nachfrage. Tendenz: abwschwächend. Jeisfuttermehl 24-28 Proz. Fett und Protein Mt. 4.00-4.20 pr. 50 Kilo ab Hamburg, Mt. 4.20-4.35 ab Hamburg, ohne Gehaltsgarantie Mf. 3.50-3.85, ab Hamburg Reiskleie 2.10-250, Weizenfleie, grobe 4.30-4.50, Roggenkleie 4.10-4 20, Gerſtekleie 4.75-5.00, Erdnußkleie( gemahlene Erdnusschalen) 1.75-2.00, Erdnußkuchen und Erdnußmehl 52-54 Broz. 6.00-6.35,- 53 Proz. 6.40-7.25, Baumwollfaatkuchen und Baumwollsaatmehl 52 bis 58 Proz. 6.40-6.55, 58-62 Broz. 6.50-6.75 Cocusnußfuchen und Mehl 28-34 Proz. Fett und Protein 5.40-6.20, Balmfernkuchen und Mehl 22-26 Proz. 4.90-5.10, Rapskuchen und-Mehl 38-44 Broz. 4.40-4.60, Leinkuchen und Mehl 38-42 Broz. 6.20 bis 6.50, Maisölkuchen und-Mehl 18-14 roz. 5,20-5.50 Ge trocknete Schlempe 33-45 Proz. 5.20--5.40, Getrocknete Treber 24-30 roz. 4.95-5.15, Malzkeime Mr. 4 65-5.00, alles pro 50 Kilo ab Hamburg. 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( Ohne Gewähr.) 16 165 347 87[ 1000] 404[ 1000] 31 68 93 503[ 400] 81 730 822 23 933 93 1034[ 1000] 166 84 288 461[ 400] 698 712 43[ 1000] 806[ 400] 14 16 17 917 2136 38[ 400] 39 79 81[ 400| 215 64 94[ 1000 98 312[ 400] 80 431[ 400] 521 79 686 729 47[ 1000] 884 902 41 3037 56 113 93 220 338 [ 400] 424[ 1000] 33 85 542 627 737 66 88 870 72 918 39 4026[ 400] 70 108 28 37 223 25 80 341 442 501[ 400] 13 616 39 63 818 955 58 98 5025 163[ 3000] 230 46 67 462 526[ 5000] 60 71[ 400] 73 604 65 729 50 55 806 51 6039 49 251 317 96 98 428 527 73 612 73 701 16[ 1000] 848 921 75 7019 34[ 3000] 164 89 233 432 72[ 1000] 94( 1000] 514 34 53 651 860 85 91 99 8189 98[ 400] 217 42 413[ 400] 62 538 606 29 733 [ 400] 51 844 917 51 91[ 1000] 95 9094 154 203 5 65 83 85[ 400] 309 28[ 1000] 492 505[ 1000] 805 53 10223 317 48 76 447 507 631 714[ 400] 35 829 95 11019 26 62 248 423 70 510 12 49 81 96[ 50001 628 739 52 69 844 930 12064 139 221 61 93 305[ 400] 31 62[ 1000] 603 16 707 10 12 16 97 13041 56 67 95 144 88 314 20 46 55 86 570 718 28 35 50 846 905 51 68 14022 83[ 3000] 323[ 1000] 60 501 60[ 1000] 616 82 719[ 400] 45 816 972[ 1000] 937 15085[ 400] 128 35[ 400] 251 74 454[ 3000] 597 644 726 874 93 16037 96 120 254[ 400] 91 326 41 47 67 548 400] 70 93 604 33 [ 400] 752 973[ 1000] 17008 22( 1000] 52 69[ 3000] 137 223 320[ 1000] 64 418 27 91 533 84 804 27 18022 65[ 400] 67 126 200 64 322 23 49 55 530 94 621 45 734 841[ 400] 930 19080[ 1000] 129 55[ 1000] 85 250 53[ 1000] 77[ 400] 356 80 407 46 649[ 400] 69 89 750 85 848 972[ 1000] 20059[ 400] 64 111 24 44[ 1000] 228 46 62 68 310 400 493 611 723 68 889[ 400] 985[ 400] 21077 83 84[ 1000] 121[ 400] 24 72 78 282 85 306[ 400] 58 94 496 551[ 3000] 656 728[ 400] 68 844 22090 141 228 48 380 88 424[ 3000] 66 661 739 71 79 822 36 84[ 1000] 23011 184 [ 400] 90 210 22 92[ 400] 301 38 718 39[ 1000] 73[ 400] 843[ 1000] 74 901 24087 93 1400 123 1400 76 224 57[ 400] 85[ 1000] 553 99 654 71 75 731 41 45 815 18 25 73[ 400] 959[ 400] 86 25015 28[ 400] 156 235[ 400 90 511 62 700[ 400] 923[ 400] 45 74 26224 26 362 76 434 531 35[ 400] 58 87[ 400 605 69 705[ 1000] 64 81 822 997 27221[ 1000] 26 86[ 400] 366 461 516[ 400] 709 86[ 400] 874[ 400] 944 28002[ 1000] 59 1400] 69 291[ 400] 98 339 411[ 1000] 30 95 874 935 88 29041 77 477 94 615 71 99 757 800 908 30005 140 84[ 1000] 362 459 66 540 600 31 33 62 91 806[ 400] 31052 70 83 180 223 325 70 425 83 555[ 1000] 62[ 400] 694 718 20 91 942[ 400] 32030 53[ 400 78 105 73 79 84 203 357 481 93 540 82 630 815 87[ 400] 955 80 99 33049 61[ 1000 128 220 95 337[ 400] 443 74 [ 1000] 507 17 72 701 11 82 807[ 400] 921[ 1000] 57[ 400] 34018 35 83[ 400] 163 207 316 445 91 565[ 1000] 703 77 98[ 400] 904 35153 54 56 1400] 293 318 496 98 571 93 5000] 646 93 744 50 846 55 63 948 89 36015[ 400] 33 61[ 1000] 96 115 96 494 533 67 72[ 400] 623[ 1000] 730 47 850 909[ 400] 28 52 65 37124 209 10[ 400] 80 306 [ 400] 51 534 39 655 706 37 46 47 86 807 17[ 1000] 966 38027 28 157 92 222 336 516 614 59 62 757 83 808 991[ 1000] 39024 234 46 370 508 619 33 81 98 713[ 400] 833 49 57[ 490] 929 40126 28 46[ 1000] 320 35 93 466 81 533 679[ 400] 704 52[ 400] 64 850[ 1000] 928 41026[ 400] 108 43 208 37 390 477 521 49 601 858 934 42007 34 63 67 93 206[ 400] 430 49 535 36 71 84[ 30001 92 641 [ 400] 64[ 400] 70 760 888 953 56[ 400] 59 63 43195[ 400] 220 420 23 60[ 1000] 76 628[ 1000 88 754[ 400] 818 46 91 972 44003 29 68[ 400] 241 66 85 314 74 471 97 558 802 22[ 1000] 24[ 1000] 949 51 81 45015 43 54 135 90 207 15 545 62 648 83 14001 731 870[ 4001 926 Nähere Auskunft erteilen: Dr. Hartmann, Leipzig- Connewitz, Dr. Dippe, Leipzig, Promenadenstraße 12, Dr. Max Goetz, Leipzig- Plagwis, Dr. Korman, Leipzig, Roßplaz 8, Dr. Streffer, Leipzig, Wächterstraße 28. Vertrauensmann: Privat- Dozent Dr. Koeppe, Gießen, Alicestraße 3. Heilverfahren durch Gamma Magnetismus pukf Leder. nach Prof. Dr. Ennemoser's Methode. A. Plath Giessen. 48 46002 177 253 76 384 91 648 763[ 400] 941[ 400] 47114 203 70 377 414[ 400] 519 89 745 96[ 1000 834[ 1000 67 918 39 48046 160[ 1000] 79 231 34 57 497[ 400] 682 742 88 893 934 51 95[ 1000] 49016[ 400] 34 112 79 310 78 451 86 502 9 47 664 724[ 400] 55 94 826[ 400] 36 80 911 19 25[ 400] 59[ 400] 65 50006 63 148 289 92 393 438 68 566 640 708 58 884 983 51046 [ 1000] 291[ 3000] 99 316[ 3000] 23 64 474 87 531 31 58 91 601 81 7: 1 52097[ 400] 119 49 59 489[ 400] 550 64 68[ 400] 600 740[ 400] 69 816 [ 1000] 56[ 400] 86[ 1000] 995 96[ 400] 53056 413 28 91 577 860 78 928 75 54013 146 205 75 311[ 400] 429 569 79 667 791[ 400] 55031 171 381 83 454 73 518 32 658[ 1000] 81 92 821 997[ 400] 56077[ 3000] 158 203[ 1000] 11 60 380 490[ 1000] 552 71 663 818[ 1000] 57152 62 212 316 600 86 738 923[ 1000] 41 62 58195 225 41 47[ 1000] 312[ 400] 528 39 661 708 800[ 1000 168 79 906 21 59067 202 54[ 1000] 82 315[ 1000| 74 469 503 52 707 35 44 66 77 863 996 60015[ 400] 33 80 109 350 56 532 660 793 824[ 400] 956 69 90 61036 95 103[ 400] 49 259 64 78 83 431 596 693 723 14001 86 96 816 75 992 62008 79 227 48 96 384 95 401 43 48[ 400] 51 57 69 606 15 23 61 63132 53[ 400] 89[ 400] 200 92 98[ 3000] 304 34 36[ 400] 484 89 561[ 1000] 96 792 812 932 44[ 400] 54 81 64046 111 75 88[ 400] 220 335 77 97 401 51 801 17 94 924[ 1000] 46 65041 43 132 61 74 331 74[ 400] 556 713 15[ 400] 841 933 66141 285 412[ 400] 65 503 96 706[ 400] 23 810[ 400] 959 73 67002 119 60 87 219 66[ 400] 485[ 400] 518 96 601 10 49[ 400] 93 834 56 85 87[ 400] 91 983[ 1000] 68108 65 246[ 1000] 361 464 66 508 44 617[ 1000] 98 99 780 86 824 47 71 88 915 63[ 400] 89 69072[ 400] 108 40[ 1000] 268 83 347 57 520 50 617 40[ 400] 62[ 1000] 70057 73 92 201 83[ 1000] 307 34 77 82[ 1000] 490[ 400] 546 616 47[ 400] 55 76[ 3000] 71066 75 85[ 3000] 161[ 400] 91 248 52 72 86 302 73 421[ 400] 561 637 744 70 823 82 88 930 82 72086 126 27 223 93 359 472 78 526 627 47 71 92 820 37[ 400] 88 914 50 60 73008 14 27 98 405[ 400] 86 519 88 755 87 803 4 85 914[ 1000] 93[ 400] 74003 199 [ 1000] 263 344 91 731 3000] 51 72 830 37 920 50 59 75200 70 73 86[ 400] 348 71 469 559[ 1000 600 762 810 25 94 916 76001 32 135 310 442[ 1000] 70 783 85 802 27 39 77079 103 77[ 400] 215 308 25 39 465 693 733 85 820 78 914[ 400] 22 78017 44 51 163 223 98 544 658 90 721 39 60 79038 148 206 20 37 340[ 400] 61[ 3000] 403 72 601[ 400] 26 750 56 851[ 1000] 976 80152 234 98[ 400] 326 451 76 551 83 693 763 832 43 81070 77 107[ 400] 525 29 76[ 400] 861 82162 72 244 45 74 314 430 76 643[ 400] 712[ 400] 43 61[ 400] 981[ 400] 83038 61 132 229 30 74 341 411 55 92 661[ 400] 896[ 400] 84032 42 75 91 164 76 218[ 1000] 27[ 3000] 55 301 430[ 1000] 99 646 706 9 16[ 400] 829 48 913 95 85029 58 61 303 468 504 54[ 1000] 675 872 86086 182 234 310 61 90 435 51 96 641 42 87130 326 423[ 400] 536 67[ 400] 602 5[ 1000] 20 70[ 400] 798[ 400] 844 62[ 1000] 911 58 88068 205[ 400] 30 304 15 [ 400] 19 37 51 71 75 502 6 601 400] 88[ 400] 885 89095[ 400] 151 58 99[ 400] 471 77 544 55 612 48 702 9 818 965 74 90043 129 255[ 400] 323 470 86 587 667 718 828 78 930[ 5000] 61 65 91015[ 3000] 62 100 216 29 51 76 80 88 419[ 400] 523 59[ 1000] 603 40 51 52[ 400] 94 772 831[ 1000] 33[ 400] 92032 99 106 342 98 645 56 98[ 400] 744[ 400] 915 51 78 93043 67 83[ 1000] 166 204 18 89[ 1000] 98 304 80 408 516 98[ 400] 646 74 740 851[ 1000] 61 98 935 52 65 94028 60 132 40[ 400] 56 57 264 390 420 75[ 400| 545 50 772 895 982 95025[ 400] 31 104 9 40 95 352 87[ 400] 93[ 1000] 400 88 583 729 828 48 944[ 1000] 96047 72 162 78 89 444 561 796 812 60 900 93 97059 160 283 306[ 400] 82 450[ 400] 54[ 400] 505 45 49 809 20 936 75[ 1000] 98071 92 230 71 86 343 79 496 518 31 44 72 97| 400| 603 51 748 990 99015 97 161 214 312 24 38 47 65 84 99[ 400] 472 515 621 70 94 711[ 10000] 58 93 805[ 1000] 23 74 908 64 86 Nächste Ziehung: 21. März 1904. Oft- Anlage 30, parterre. Sprechzeit täglich von 9 bis 2 Uhr. 11. staatl. tonz. Haupt- Kollekteur der Hess. Thüring.( Mitteld.) Staats- Lotterie. Richard Buchacker, Giessen. Neuen- Bäue Gg. Carl Volk. Richard Buchacker. Giessen. Achtung! Nächte Grosse Geld- Lot'erie der Krankenpflege- Anstalten v. Roten Kreuz, Strassburg i.E. Ziehung garantiert 11. u. 12. April 6052 Baargewinne ohne Abzug 70000 M. 1 Hauptg. M. 20 000 1 Hauptg. M. 10000 1 Hauptgew- M. 5000 3 à 1000= M. 3000 6 à 500 M. 3000 30 à 100= M. 3000 60 à 50- M. 3000 350 Gew. zus. M. 5000 5600 Gew.zus. M 18000 Los 1 M.11 Lose 10 Mk. Port.u.List. 25Pf. versendet das Gen.- Debit J. Stürmer, Strassburg i. E. Semmler. Ph. Weiler. Mr. 67 Tonnementsprei has Saus gebracht 6 attabellagen: O und bie Gieße Das Blatt erfdein für O Ent Inne CB. Bei der Bera hei der Beratung des preußischen Abgeordn bie jezige Art des St fiert. Insbesondere a lich die Kleingewerbe wurde es gerügi gewerblichen Arbeite den ohnehin bedrän furrenz gemacht wi arbeiterfongresses, betont, daß der auf berechnete Arbeitslol gewaltiger Preisdru fund vielfach die unge Wilhelm Schmidt 5 Neuen Bäue 5 empfiehlt Konfirmandenstiefel in größter Auswahl zu den billigsten Preisen. Gesangbücher in schöner Auswahl zur Konfirmation empfiehlt Heinrich Gröninger Grünberg - Londorferstraße. arbeit mit verschulde Bewegung, die meh i fangenen- Arbeit fich tung. Mit der Zei Ohr nicht mehr geg werblicher Gefanger schließen fönnen. dürfen, als die M Interessen der Pri Der Uniformschneid Der wünschenst liche Gefangenenar Stalten oder für jon würde. Es würde andere Brede frei England üblich ist, möglichkeit gegen fr produftive Arbeit lie Recht nicht sehr erb und auch demoralisi nach, daß er auch und jede nußloje innere Verzweiflun zuführen, mit and diese Art der St bürgerliche Gesellsc Auch die Depo fach vorgeschlagen mal weil die Versch ungerechte Strafve Ansiedelung von ve tung ihre schweren Dagegen wäre die Kräfte der Gef nügt würden. In bor Unland brach und Moorgebiete, fcheut, weil die A find die Landstraß einem troftlojen 3 bon Strafanstalter wendet werden. Dingen den Vorz zweige, für die heu den, dennoch im i Vielleicht würden landwirtschaftlichen Interesse der imme fchaft nur von Vo Reform des Straf tungen der Reichsu punkt da, einmal a fation hinzuweisen. Der tfche Drei Stunden wörterlerifon anhöre mard gestern dem h Auftritte in Hülle un Die Vorgänge in netenhause zu teil, deutschen Studenten Flammen aufgefoder Barteien waren fichreitungen eingege Brager Lichechen, Landfriedensbruchs bon higiger Deb brochen wird, so was in anderen Bo würde. Den Höh fcher Sprache geh feinem Spaß gegen Luft machte Fi lich ein Glüd, da Abgeordnete berin