schwad) mit freut und bei gebaden. Ag. beliebigen mit Ei und tter schön gelb rie, Boree und ann gelbe und und alles zer vang, Gräten, ben geschnittene zu, laffe alles urch ein feines n geschält und bgebrüht, aus: Dies eine nicht Zuder hinein: I gegossen und gebaden. Bereitungs eine Selleric: eiße Zwiebeln ffeln, Sellerie ben, fügt die erte, in Strel ht ben Salat amm in etwas raft an. er 45 Minuten. en Lomaten - müssen bes und dann bors 1, worauf man albebraten oder lo eingemachten geweichter Sem ne ein Füllsel, heiß rührt und stellt diese in gießt 4 Liter eischertratt dar eriebener Semnuten in einen 1 der Schüffel Nr. 42. bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., b's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Freitag, den 19. Februar 1904. Gießener 13. Jahrgang. Jnsertionspreis: Die einspaltige Betitzelle für ganz heffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88 Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Betr.: Das Behüten der Wiesen. Wir sehen uns veranlaßt, die nachstehenden Bestimmungen der Wiesenpolizeiordnung für den Kreis Gießen erneut zur Kenntnis der Beteiligten zu bringen: Artikel 11. Insoweit es sich nicht um abgesondert ge= legene Wiesen handelt( Art. 64 des Feldstrafgeseßes), dürfen ohne besondere Genehmigung seitens des Kreisamtes weder von den Eigentümern selbst, noch mit deren Zustimmung von Anderen behütet werden: Königreich Sachsen. a) einschürige Wiesen: 1. mit Schafen vom 1. April bis 1. Oftober, 2. mit Rindvieh vom 1. April bis 1. Auguft; b) sonstige Wiesen: 1. mit Schafen vom 1. April bis 1. Oktober, 2. mit Rindvieh vom 15. März bis 15. September. Grund- oder Talwiesen, die mit Bewässerungsanlagen versehen sind, dürfen bei nasser Witterung überhaupt nicht behütet werden. Im übrigen ist beim Behüten von Wiesen besonders darauf zu achten, daß die Weidetiere nicht durch Bertreten vorhandener Be- und Entwässerungsgräben Schaden verursachen; erforderlichenfalls sind sie durch einfache transportable Umzäunungen von den Grabenbös hungen fernzuhalten. Artikel 12. Die Schafweide darf auf fremden Wiesen nur vom 15. Oktober bis 22. Februar oder so lange harter Frost dauert, ausgeübt werden. Artikel 13. Weideberechtigungen auf Wiesen mit anderem als Schafvieh dürfen nur im Herbst, und zwar vom 1. bis 15. Oktober, ausgeübt werden. hat sogar einen Häuserbesig mit einem Sataſterwert von über 6 Millionen Marf. Der gegenwärtige tatsächliche Wert ist noch bedeutend höher. Schweine und Gänse sind von der Weide auf Wiesen ganz ausgeschlossen. Um nun die Wirkungen dieser Baugenossenschaften zu prüfen, unterzieht man am besten die Leistungen des Berliner Beamtenwohnungsvereins einer Kritik. Es wurde bereits oben ausgeführt, daß dieser im Besitz von 21 Häusern ist, die insgesamt 7 Verkaufsläden, eine Schankwirtschaft, eine Kleinkinderschule und 245 Wohnungen enthalten. Von diesen Wohnungen weisen 11 nur ein Zimmer auf, 83 zwei Zimmer, S zwei Zimmer und eine Kammer, 55 drei Zimmer, 56 drei Zimmer und Kammer, 28 vier Zimmer und Kammer und 4 mit fünf Zimmer und Kammer. Zu jeder Wohnung gehören die zum Familienleben erforderlichen Nebenräume, selbst die einzimmerigen Wohnungen haben einen Baderaum; die größeren sogar eine Badestube. Ebenso haben schon die zweizimmerigen Wohnungen einen Balkon bezw. eine Loggia. Die Preise betragen für eine Einzimmerwohnung 166 bis 220 Mark, für die Zweizimmerwohnungen 250 bis 500 Mark, für die Dreizimmerwohnungen 400 bis 540 Mark, für die Vierzimmerwohnungen 680 bis 840 Mark und für die Fünfzimmerwohnungen 720 bis 980 Mark. Sämtliche Häuser sind besser ausgestattet, als die gleichwertigen Privathäuser, und trotzdem stellt sich der Mietpreis um etwa 15 Prozent billiger als in diesen. Auch in der Alexandraſtiftung bleibt der Mietpreis um 25 Prozent hinter dem Preise von Privathäusern zurück. Artikel 14. Auf Wiesendistrikten, insoweit sie künstliche Wässerungsanlagen haben, darf keine Weideberechtigung aussarzt sagt: geübt werden. Artikel 15. Die in Artifel 12, 13 und 14 angegebenen Verbote gelten sowohl für eigentliche Weideservituten, als auch wahrt Mund, Hals und für Weidegemeinschaften und sonstige Berechtigungen. allein Was das Beweiden von anderen Grundstücken als das vornehmste und tesen anlangt, so verweisen wir auf die Bestimmungen d- und Gurgelwasser der Artikel 2-5 des Gesetzes, den Umfang u. s. w. der ützt vor Mund- und Weideberechtigungen betr., vom 7. Mai 1849( in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. September 1899, kt antiseptisch gegen Reg.-Bl. S. 754). Influenza, Diph und der Elter heiten." jeder Art." he Werke G. m. b. H. 7. E.Zerbe), Freiburg i.B. onatl. tann jeber spiel, lefd ebenbel verd. Anfragen mi an Arno Bitter, Jena 90 Holzmarktstr. 4. Gießen, den 13. Februar 1904. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Dr. Kranzbühler. Betr.: Wie oben. Gießen, den 13. Februar 1904. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grogh. Bürgermeistereien des Kreises. Indem wir Sie auf vorstehende Bekanntmachung hinweisen, beauftragen wir Sie, auf genaue Befolgung der oben wiedergegebenen Bestimmungen hinzuwirken und insbesondere das Feldschußpersonal, sowie die Schäfer dementsprechend anzuweisen. Es ist also unverkennbar, daß ein Hand- in- Hand- gehen der organisierten Selbsthilfe mit der öffentlichen Fürsorge tatsächlich die Wohnungsnot und vor allen Dingen die Ausbeutung des Publikums zu durchkreuzen vermag. Wir machen Sie ferner darauf aufmerksam, daß bei außergewöhnlicher Witterung, sowie unter besonders gearteten wirtschaftlichen Verhältnissen eine Verschiebung der in Art. 11 bis 13 festgesetzten Termine durch uns erfolgen kann. Dahin gehende Anträge wären eintretendenfalls seitens des Wiesenvorstandes rechtzeitig bei uns zu stellen. J. V.: Dr. Kranzbühler. er: benster? Ontel," rief tch, laß feine", sagte mein Onkel ungeduldig. giebt der ganzen Expedition einen unmöglich fände, unter so viel Schönheit und Liebenswürdig Aber es ist noch eine Schwierigkeit dabei."-" Ich sehe geheimnisvollen Reiz. denn teber den zweifel bestehen. Onkel Rodrigo sehr erleichtert. meine Wahl zu treffen." zu beseitig den Rater, meinen alten Heinz, für dich ,, Ach, weiter nichts?" sagte ,, Die Schwierigkeit ist leicht ,, Wenn ich es nur. Der Krieg in Oftafien. Alles deutet darauf hin, daß die europäischen Leser sich noch tagelang weiter in Geduld werden fassen müssen, ehe zuverlässige Nachrichten über die Bewegungen der beiden Gegner hierher gelangen. Soweit man bisher übersehen fann, scheint sich der Schwerpunkt der Operationen immer mehr nach dem oberen Lauf des Jalu zu verlegen. So folgen sich hier starke Stellungen gegen einen Vormarsch von Korea nach der südlichen Mandschurei. Die Herrschaft zur See, welche die Japaner besitzen, ermöglicht ihnen aber auch, an der Westküste der Halbinsel, auf deren Spize Port Arthur Hegt, zu landen und etwa von der Gegend von Nintschwang aus gegen die Bahn von Mukden vorzugehen. Die Transportflotte und später die Etappenlinie über See nüßte gegen einen Angriff des russischen Geschwaders durch Die Schlachtflotte gesichert werden, die damit allerdings gebunden wäre. Heißt es doch bereits, daß die Russen die koreanische Grenze überschritten haben. Allerdings wird es sich hier kaum um mehr als eine bewaffnete Rekognoszierung handeln können, denn die Russen werden einen aggressiven Vorstoß in das schwierige und ihnen wenig vertraute koreanische Bergland bei ihren schwachen Streitkräften nicht wagen. Der zweite Torpedoangriff auf Port Arthur hat tatsächlich stattgefunden und wird in einem amtlichen Telegramm des japanischen Admirals Togo folgendermaßen geschildert: Selbsthilfe und Wohnungsfürforge. ( Von unserem parlamentarischen Mitarbeiter.) Demsdorf einen Bericht über die von dem Reich unterstüßten Baugenossenschaften ab, in dem unverkennbar der Keim zu einer systematischen Reichswohnungsfürsorge enthalten ist. Im ganen haben 35 Organisationen die Unterstützung aus den sozialen Versicherungsfassen erhalten. Die größte davon ist der im Jahre 1890 gegründete Beamtenwohnungsverein zu Berlin, der vor furzem in Deutsch- Wilmersdorf unter dem Beisein des Ministers des Inneren eine Anzahl Wohnungen eröffnet hat. Er zählt im ganzen nahezu 9000 Mitglieder und hat ein gezeichnetes Geschäftskapital von über 2 Millionen Mark, bon denen etwa 57 Prozent eingezahlt sind. Mit diesem Gelde sind im ganzen 21 Häuser errichtet worden, die einschließlich des Bodenwertes ein Kapital in Höhe des gesamten Geschäftsfapitals repräsentieren. Die Berliner ge= meinnüßige Bodengesellschaft mit der daran angeschlossenen Alexandraſtiftung, die bereits aus dem Sabre 1848 ſtammt, Das russische Hauptquartier. Von den russischen Maßnahmen ist die Nachricht, daß Admiral Alexejew sich mit seinem Stabe nach Charbin begeben hat, überaus wichtig. Er befindet sich damit in dem Mittelpunkt der russischen Streitkräfte. Von Nordwesten kommt die Sibirische Bahn, von Osten die Linie von Wladiwostok und von Süden die Strecke von Niutschwang. Die Stadt ist der Sitz der russischen Verwaltung für die Mandschurei und hat neuerdings einen großen Aufschwung genommen. Von dort kann das Oberkommando am besten Die Operationen leiten und die eintreffenden Verstärkungen dorthin senden, wo sie nötig sind. Im allgmeinen lassen sich vier Gruppen der russischen Streitkräfte unterscheiden. In Port Arthur und Umgebung steht eine etwa 15 000 Mann starke Gruppe, dahinter das dritte sibirische Armeekorps in dem Raum Niutschwang- Tafuschau- Föngwangtschöng- Mukden, nördlich hinter ihm das zweite Korps im Bezirk Chirin und im Osten von Wladiwostok nach Süden das erste Korps. Die Nachricht, daß vom lettern ein Detachement nach Kapsau in Nordkorea entsandt ist, bedarf der Bestätigung. Das Geschwader in Port Arthur ist mit Ausbesserungen beschäftigt. Von der Kreuzerdivision in Wladiwostok, die in den japanischen Gewässern erschienen war. fehlen noch immer sichere neue Nachrichten. Am frühen Morgen des 14. Februar machten die beiden Torpedojäger„ Asagiri“ und„ Hayatori“ einen neuen Angriff auf die am Eingange des Hafens von Port Arthur liegenden russischen Kriegsschiffe. Durch einen schweren Schneesturm waren die Torpedojäger auseinander gekommen und griffen einzeln an. Der„ Aiagiri" um 3 Uhr früh. Sein Torpedoschuß vernichtete einen russischen Aviso. Der„ Hayatori" griff um 5 Uhr zwei russische Schiffe an, welche dicht am Eingange des Hafens lagen. Sein Torpedo traf eines dieser Schiffe, wodurch eine Erplosion entstand. Beide Torpedojäger kehrten unversehrt zurück. Das japanische Marinedepartement glaubt genügenden Grund zu der Annahme zu haben, daß das vom„ Hayatori" getroffene russische Schiff der Kreuzer Bojarin" gewesen ist. Wie groß der Schaden gewesen ist, den er davongetragen, darüber fehlen bisher genaue Nachrichten. Das vom„ Asagiri" zerstörte Schiff war ein mit der Rekognoszierung beauftragtes Torpedoboot. Der künftige Landkrieg Verlegung der Neutralität Chinas? Ein bisher allerdings unkontrollierbares Telegramm, das über Petersburg hierher gelangt ist, verbreitet die aufjehenerregende Meldung, daß die Japaner in Tschingwanfao, in bedrohlicher Nähe des von den Russen besetzten starken Plates Niutschwang, gelandet seien. Tschingwangtao ist ein neutraler Hafen und, wenn sich die Nachricht bewahrheiten sollte, würde sie für die Störung des Weltfriedens bon unberechenbarer Tragweite sein. Jedoch ist es gut, fich borläufig darüber nicht allzusehr zu beunruhigen. Auch diese Meldung kann das Fabrikat einer Lügenfabrik sein. Schickten doch, wie ein deutsches politisches Witzblatt sich ausdrückt, amerikanische und englische Zeitungen ganze Scharen von ,, Erfindern", alias Kriegsforrespondenten nach dem Osten. Da ist es leicht möglich, daß ein solch findiger Herr den sonst schon vorliegenden beunruhigenden Berichten noch eine besondere Dosis nervenaufregenden Gewürzes beimischen wollte. Der Befehlshaber des Pacific- Geschwaders der Vereinigten Staaten Admiral Evans berichtete neulich dem Flottendepartement, daß in Niutschwang ungeordnete Verhältnisse herrschen, und machte von Nachrichten Meldung, wonach die Russen dort britische und amerikanische Handelsschiffe aufhalten. Es verlautet, falls das amerikanische Konsulat in Niutschwang in Gefahr geraten sollte, so würden Seesoldaten vom Kanonenboot Helena" gelandet werden, ungeachtet des Wunsches der Regierung, weder Rußland noch Japan zu verlegen. wird sich, dies kann nicht häufig genug betont werden, an der Jalulinie und auf der Halbinsel Liaotung abspielen. Nachfolgend eine kurze Uebersicht über die voraussichtlichen Operationen. Im Osten von Korea dient Gensan als Stüßpunkt für eine japanische Armee, die nach Nordwesten gegen den oberen Lauf des Jalu vorgeht. Die Japaner kennen die Gegend genau vom Jahre 1894 her, wo sie ebenfalls in Gensan gelandet sind. Eine hier zusammengezogene Armee fann als Flankenschutz gegen Nordosten für eine andere dienen, die an der Jalumündung ausgeschifft wird, um einen Gegner aufzusuchen, welcher Mukden und die Bahn nach Port Arthur decken will. Es wurde gemeldet, daß Föngwangtschöng, das etwa 80 Kilometer nordwestlich der Jalumündung liegt, von den Russen stark besetzt und durch Feldbefestigungen gesichert werde. Damit wäre die Straße gesperrt, welche nach Mukden geht und auf welcher 1894 ein Teil der Armee des Marschalls Yamagata vorging. Die Provinz Liaotung ist von zahlreichen Gebirgszügen durchquert, die von Westsüdwest nach Ostnordost streichen. Tiefe Mulden, in denen die Flüsse laufen, denen die Wege teilweise folgen, trennen die parallelgebenden Ketten voneinander. In Petersburg kommt man allmählich zu der Einsicht, daß man mit den Japanern recht harte Siräuße zu bestehen haben wird. Ein Regierungskommuniqué spricht offen aus, daß man große Geduld haben müsse, ehe es so weit sein würde, daß die japanische Herausforderung gerächt sein würde. Man vertraue aber fest auf den Mut und die Tüchtigkeit der ruſſiſchen Soldaten. Kaiser Wilhelm hat den Kaiser von Rußland und die Kaiserin von Japan davon in Kenntnis gesetzt, daß die deutschen Lazarette in Tsingtau und Yokohama für Kriegsverwundete zur Verfügung stehen. Die Politik. Ungarische Blätter wissen zu berichten, die deutsche Regierung trage sich unter dem Drucke der Rechten mit dem Gedanken, in naher Zeit die bestehenden Handelsverträge zu kündigen. Diese Meldung, die zweifelsohne auch von vielen deutschen Blättern gläubig nachgedruckt werden wird, ist, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter meldet, von Anfang bis zu Ende ein müßiges Hirngeſpinſt. In zwölfter Stunde hat die sächsische Regierung erfreulicherweise noch einmal den Versuch gemacht, den drohenden Leipziger Krankenkassen- und Aerzte- Streit gütlich beizulegen. Nachdem die Einigungsverhandlungen bereits endgültig gescheitert schienen, hat die Regierung die Vertreter beider Parteien zu einer nochmaligen Verhandlung einbe rufen, die am Mittwoch Abend unter dem Vorsitz des königlichen Kreishauptmanns stattfand und das Ergebnis hatte, daß beide Parteien nochmals zu den Regierungsanträgen Stellung nehmen werden. Sowohl der Kassenvorstand wie die Aerzteschaft beriefen bereits für Donnerstag Abend neue Versammlungen ein, um die zu ergreifenden endgültigen Maßregeln zu beraten. Ueber das Ergebnis dieser Beratungen ist noch nichts bekannt. Hoffentlich zeigt sich's, daß beide Varteien eingesehen haben, daß ein magerer Vergleich besser ist als ein fetter Prozeß! Ein interessanter Prozeß wird demnächst die preußischen Gerichte beschäftigen. Die altmärkische Stadt Lüchow hat Klage gegen den preußischen Handelsminister erhoben, weil er die Schließung des städtischen Technikums in Lüchow verfügt hat. Die Verfügung ist ergangen, weil die Stadt Lüchow nicht in der Lage ist, die verlangte hohe Garantiesumme aufzubringen. Die Klage bezweckt die Anerkennung der Anstalt seitens des Ministers und fordert für das Einschreiten desselben und die dadurch bedingte dauernde Schädigung einen Schadenersag von 15 000 Mark. Zur Führung des Prozesses als Rechtsbeistand der Stadt Lüchow hat sich ein bekannter Abgeordneter bereit erklärt. Italien. Papst Pius X. scheint mit der Tradition der Abschließung des Vatikans vom Quirinal allmählich brechen zu wollen. Schon seit einiger Zeit fiel es in der ewigen Stadt auf, daß der Nachfolger Leos viele offizielle Persönlichkeiten Italiens, Senatoren, Deputierte, Hofdamen u. s. w. ohne weiteres empfing. Jetzt hat er sogar, was unter Leo XIII. völlig undenkbar gewesen wäre, in besonderer Audienz einen Seim italienischen Hofe beglaubigten Diplomaten, den argeninischen Gesandten Moreno, empfangen. Der Vorfall ist völlig neu und wird in Nom viel besprochen. Türkei. Nicht weniger als 16 000 Albanesen sind bei Dia. fowa im Aufruhr! Sie griffen, wie jest bekannt wird, den dortigen Regierungsfonak an, zündeten viele Häuser an und plünderten die Häuser der Christen. Schemsi Pascha wurde, als er sie angriff, wie schon gemeldet, zurückgeschlagen. Der Führer der Albanesen ist ein gewisser Hassan Aga. Aus Monastir, Uesküb, Ipek und Mitrowiza gehen bedeutende Mengen türkischer Truppen nach Djakowa ab. Ein großer Kampf wird erwartet. Alien. Eine mysteriöse Geschichte wird aus Tehe ran, der Residenz des Königs der Könige", berichtet. Muzaffer- Eddin, der Schah von Persien, den man auch bei uns von seinem vorjährigen Besuche am Berliner Hofe her fennt, wäre, so wird versichert, beinahe einer Vergiftung erlegen. Angeblich aber handelt es sich nicht um einen Anschlag auf das Leben des Schahs, sondern um einen unglücklichen Zufall. Schon von jeher ist Muzaffer- Eddin kränklich; heute fehlt ihm dies, morgen jenes. Woran er aber seit seiner Thronbesteigung leidet, das ist eine immerwährende Furcht vor Attentaten und heimlichen Nachstellungen. Diese Furcht geht soweit, daß der Schah keinen Perser mit irgend einer wichtigen Verrichtung im Hofhalt betraut. Sein Arzt ist ein Engländer, sein Apotheker ein Franzose, sein Koch ein Deutscher. Troß dieser Vorsicht wäre der Schah beinahe an Gift gestorben. Sein Leibarzt hatte ihm gegen seine Nervosität und Aengstlichkeit ein Beruhigungspulver verordnet. Kaum hatte Wuzaffer- Eddin es genommen, so stellten sich bei ihm schwere Vergiftungserscheinungen ein. Der Arzt, der inne ward, daß der Schah gegen ihn Verdacht schöpfte, suchte ihn zu beruhigen, indem er selbst eine große Menge dieses Mittels einnahm. Wenige Augenblicke später traten bei ihm selbst heftige Vergiftungserscheinungen auf. Die sofort angestellte Untersuchung ergab, daß der Apotheker des Schahs sich bei der Bereitung des Beruhigungsmittels vergriffen und versehentlich" Gift hineingemischt hatte. Nur der Umstand, daß er Franzose war, rettete den Apotheker vor einer plötzlichen Abkürzung seines Lebens. Gegenmittel, die dem Schah sofort gereicht wurden, beseitigten die Gefahr; der Arzt dagegen schwebte längere Zeit zwischen Leben und Tod. In Teheran glaubt natürlich niemand an das Versehen" des Apothekers. Aus den Parlamenten. * Eine ähnliche Kunst debatte, wie neulich im Reichstage, soll nun auch der preußischen Volksvertretung beschert werden. Bei der Reichstagsdebatte wurde mehrfach darauf hingewiesen, daß für Einwendungen gegen gewisse künstle= rische Bestrebungen in Preußen lediglich der preußische Landtag das geeignete Forum bilden könne. Mit Rücksicht darauf beabsichtigen die Nationalliberalen im Abgeordnetenhause, beim Etat des preußischen Kultusministeriums die Behandlung der sezessionistischen Richtung durch die amtlichen preuBischen Stellen zum Gegenstand einer gründlichen Beschwerde zu machen. Heer und flotte. Mehrere wichtige Personalveränderungen in hohen preusischen Kommandostellen sind vorgenommen worden. Der Generaladjutant und Kommandeur der 1. Gardedivision, Generalleutnant v. Moltke, wurde unter Versetzung in den Generalstab der Armee zum General- Quartiermeister ernannt. Der Chef der Landesaufnahme Generalleutnant v. Steinmetz ist in Genehmigung seines Abschiedsgesuches zur Disposition gestellt und der Oberquartiermeister Generalmajor v. Scheffer mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Chefs der Landesaufnahme beauftragt worden. Deuticher Reichstag. ( 36. Sigung.) CB. Berlin, 18. Februar. Der Reichstag setzte heute die Beratung des Po ste tats und der dazu beantragten Resolutionen auf Vorlegung von Statistiken über die Dienstzeit bei den mittleren und Unterbeamten und über Krankheits- und Todesursachen bei Beamten, sowie auf Ausdehnung der Sonntagsruhe auf kirchliche Feiertage, insoweit solche von der Mehrheit eines Ortes gefeiert werden, fort. Abg. Droescher( kons.) befürwortet weitere etatsmäßige Anstellungen der Assisterten, Regelung des Erholungsurlaubs, frühzeitigere Bekanntgabe der Verseßungen, strengere Kontrolle der Dienſtſtunden- Uebertretungen, Entschädigungen für Nachtdienst, Vesserung der Lage verschiedener Kategorien der Post- Oberbecmten und endlich eine Revision der Submissionsbedingungen bei der Post im Interesse des Handwerks. Abg. Eickhoff( freif. Bp.) verlangte zahlreiche Verkehrs- und Personal- Reformen. Ferner wandte er sich gegen die widerruflichen Bulagen für Bostbeamte in den Ditmarken, sowie gegen die Beschränkung des Koalitionsrechts der Unterbeamten. Der Staatssekretär Kraetke stellte in Abrede, daß für die höheren Beamten ein Notstand bestehe. Er möchte ihnen gern ein besseres Avancement geben, aber der Mißstand stamme noch von früher her, aus der Zeit des großen Andranges zu der höheren Postkarriere in den 80er Jahren. Die Verwaltung sei aber im Interesse der Beamten bemüht, sie beabsichtige, im nächsten Jahre den letzten Teil der Kassierer und Inspektoren in höhere Stellen zu bringen. Beschwerden häuften sich auf Beschwerden. Der polnische Abg. Fürst Radziwil spricht sich gegen die Oſtmarkenzulage aus. Ebenso Abg. Schrader im Namen der freis. Vereinigung. Abg. Böckler( wirtsch. Vereinig.) vertrat die Forderungen der Unterbeamten und trat auch für die Gewährung der Ostmarkenzulage ein, deren Unwiderruflichfeit er forderte. Aehnlich sprachen noch die Abgg. Stockmann, Jaunez, Huck und v. Treuenfels. Dann vertagte sich das Haus. Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten. ( 22. Sigung.) RK. Berlin, 18. Februar. Mit der Weiterberatung des Etats des Handelsministeriums verband das Abgeordnetenhaus heute die Debatte über einen freikonservativen Antrag wegen anderweitiger Regelung der Ruhezeiten für Gehilfen und Lehrlinge in Gast- und Schankwirtschaften. Der Antrag verlangt bei der Regelung dieser Ruhezeiten größere Berücksichtigung der Bedürfnisse der verschiedenen Arten der Gast- und Schankwirtschaften und die Ermächtigung für die Ortspolizeibehörden, in geeigneten Fällen Ausnahmen von den geltenden Bestimmungen zu bewilligen. In der Debatte, die sich völlig um diesen Antrag drehte, erklärte der Handelsminister Möller, einmal gehöre der Antrag nicht in sein Ressort, dann aber sei es gegen alle Gewohnheit, wenn eine Bundesratsverordnung aus dem Jahre 1902 schon jetzt abgeändert würde. Er, der Minister, verkenne die großen Schwierigfeiten für die kleinen und mittleren Gastbetriebe nicht. Aber alle gewerbetreibenden Stände hätten sich mehr oder minder Einschränkungen gefallen lassen müssen. Er könne deshalb dem Antragsteller, ohne für die preußische Regierung Stellung nehmen zu wollen, nicht in Aussicht stellen, seinen Wünschen nachzukommen. Der Antrag wurde schließlich der Handelskommission überwiesen. Die weitere Debatte brachte nichts Welterschütterndes. Nab und Fern. Die Lage in Crimmitschau läßt noch immer viel zu wünschen übrig. Die Zahl der Arbeitslosen beträgt noch immer gegen 1100. Namentlich der Betrieb der Webereien hat wegen des ungünstigen Geschäftsganges noch nicht voll wieder aufgenommen werden können. Viele stellenlose Arbeiter haben daher der alten Heimat den Rücken gekehrt. Unter den Zurückgebliebenen macht sich jetzt eine starke Erregung gegen die Streitführer bemerklich, zumal da der Tertilarbeiterverband jetzt solchen Familienvätern, deren Frauen Arbeit gefunden haben, nur noch 8 Mt. Unterstützung wöchentlich zahlt. Durch eine Sydditexplosion wurden in einer Fabrik bei Gravesend in der englischen Landschaft Kent drei Personen getötet und mehrere verwundet. Franz v. Lenbach, der berühmte Künstler, hat sich in der Münchener Universitätsklinik einer gefährlichen Operation unterziehen müssen. Diese glückte so vorzüglich, daß man gegründete Aussicht auf eine recht baldige Herstellung des Patienten zu haben glaubt. Maskierte Ruhestörer. Wie aus Palermo gemeldet wird, kam es in der sizilianischen Ortschaft Piazza Armerina bei einem Maskenumzug zu so ernsten Ruheſtörungen, daß die Truppen einschreiten mußten. In dem sich entspinnenden Handgemenge wurden vierzehn Personen verwundet. Wen trifft die Schuld? Aus Merseburg kommt die Kunde von einem furchtbaren Nobeitsaft eines 12jährigen Jungen. Er schlug einen zehnjährigen Spielkameraden, mit dem er in Streit geraten war, mit einem dicken Knüppel derart über den Kopf, daß der Getroffene zusammenbrach und nach drei Stunden zu Hause verstarb. Die Schuld an dem beklagenswerten Vorfall trägt unstreitig die Mutter des jugendlichen Täters, die ihn anfeuerte, es dem Gegner ordentlich zu geben. Jetzt wird die Neue zu spät kommen. Einen wertvollen Silberfund machte ein Gutspächter in der Nähe von Pollnow. Er entdeckte in einem auf dem Boden stehenden, alten Schranke ein Geheimfach und in diesem eine größere Anzahl Silbermünzen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Diese sollen nach dem Urteil von Kennern einen bedeutenden Sammlerwert haben. Ein verhängnisvoller Irrtum. Auf scheußliche Art büßte ein Passagier eines Personenzuges, der von Hagen i. W. abgegangen war, sein Leben ein. Kurz vor der Station Breckerfeld mußte der Zug, da die Einfahrt versperrt war, halten. In dem Glauben, der Zug befinde sich schon im Bahnhofe, verließ ein Fahrgast 3. Klasse das Kupee. In demselben Augenblick stürzte der junge Mann mit einem gellenden Aufschrei die dort befindliche steile Böschung hinab in die hochgeschwollenen reißenden Fluten des Flusses Volme und kam nicht wieder zum Vorschein. Die Persönlichkeit des Unglücklichen konnte noch nicht festgestellt werden, auch blieben die Nachforschungen nach seiner Leiche bisher erfolglos. Eisenbahnunfall. Infolge Vammrutjes entgleiten auf der Station Taubenfeld( Mittelfranken) 6 Wagen des Frankfurt- Münchener Schnellzuges. Mehrere Eisenbahnbeamte und einige Reisende wurden leicht verlekt. Eine Kruppstiftung. Wie durch Anschlag in den Kruppschen Werken bekannt gegeben wird, stellte Frau Geheimrat Krupp am gestrigen Geburtstag ihres verstorbenen Mannes( 17. Februar) 500 000 Mark zum weiteren Ausbau der Invaliden- Kolonie Altenhof zur Verfügung und stiftete gleichzeitig für jeden Kruppschen Arbeiter mit 25jähriger Dienstzeit es sind zur Zeit in Essen und den anderen Kruppsechn Werken rund 2000 Personen ein Geschenk von 100 Mark und ein Erinnerungszeichen. Selbstgerichtet. Im Münsterer Untersuchungsgefängnis erhängte sich, nachdem ihm ein Fluchtversuch mißgückt war, der Arbeiter Holthues vermittelst seiner Hosenträger. Er war des Lustmordes an der taubstummen Näherin Anna Fiege zu Roral beschuldigt, und trotz seines verzweifelten Leugnens hatte sich das Belastungsmaterial gegen ihn derart berdichtet, daß er als überführt gelten konnte. Hessischer Landtag. Darmstadt, 18. Februar 1903. Erster Präsident Haas eröffnet die Sigung um 9 Uhr 20 Min. Die Spezialberatung des Staatsvoranschlags für 1904 wird fortgesezt bei Kapitel 23, Ministerium des Innern. Abg. Molthan bespricht die Ausführung des Weinbaugeseßes, insbesondere die Sachverständigenguta ten. Abg. Korell tritt für bschaffung der Gebühren der Kreistierärzte ein, während Abg. Pennrich die Wahl der Ausschantzeit der sog. Strauß wirtschaften diesen freigestellt haben will. Ministerialrat Braun legt in längeren Ausführungen die Stellungnahme der Regierung zu den in der Debatte berührten Fragen dar. Abg. Orb fpricht im Sinne seiner gestrigen Ausführungen. Ministerialrat Beft erläutert die Bestimmungen, betreffend Zwangserziehung und die der Grundsteuer im neuen Gemeindesteuerges, während Ministerialrat Weber die jeßige Form der Honorierung der Kreistierärzte als die zweckmäßigfte bezeichnet. An der weiteren Debatte beteiligen sich die Abgg. Dr. Frenay, Pennrich, v. Brentano, Schönberger, Ulrich, Häusel, Weidner und Müller, sowie die Ministerialräte Weber, Braun und Freiherr v. Biegeleben. Das Kapitel wird einstimmig bewilligt, ebenso die folgenden Kapitel: 24, allgemeiner Fonds für Vertretungs- und Aushilfskosten; 25, Regierungsblatt, Reichsgesetzblatt und Deutsches Fahndungsblatt; 26, Porto, Telegraphen- und Feinsprechgebühren: 27, Hausverwaltung; 28, Zentralbauwesen und 29, nichtstaatliche Bausachen. Hierauf tritt Vertagung auf Freitag 9 Uhr ein. Lokales. 19. Februar 1904. * Bei der Submission für die eiserne Treppe im neuen Universitätsbibliothek gebäude hatten Offerten abgegeben: die Schlossermeister Martin Dörr mit 713,40 mt., Wigandt mit 696 Mf., Kreiling mit 609 Mt., Stohr mit 551 Mt. und Hohmeier mit 507,50 Mt. ** Verhaftet. Wie uns mitgeteilt wird, soll die Mutter des Kindes, welches vor einigen Tagen am Rodtberg bet Gießen todt aufgefunden wurde, erm ttelt und in Haft genommen sein. ** Bezirks Eisenbahnrat. Am 24. Februar, nachmittags, tritt der Bezirks- Eisenbahnrat zu einer Sigung im Konferenzsaale des Frankfurter Hauptbahnhofs zusammen. Die Bürgergesellschaft zu Gießen hält morgen Samstag Abend im Café Leib eine farnevalistische Abendunterhaltung ab und beschließt damit wohl auch die diesjährigen Vereinsfestlichkeiten dieser Art. Recht fleißig und mit Geschick sind die Vorbereitungen zu dem Feste getroffen worden, u. a. tommt das komische Singspiel „ Der Liederfer" zur Aufführung, so daß zu wünschen ist, daß die Bürgerschaft recht zahlreich zu dem Feste erscheine. × Lüzellinden. Der seit 6 Wochen hier geleitete Haushaltungskursus wurde am Mittwoch geschlossen. 26 Frauen und Mädchen hatten an demselben teilgenommen. ][ Leihgestern, 17. Febr. Die gestern Abend vom Turnverein veranstaltete Kappenfigung war sehr gut besucht und nahm einen würdigen Verlauf. Was geboten wurde, flap pte vorzüglich, sodaß die Teilnehmer mit dem Gedanken sich trennten, einen vergnügten Abend verlebt zu haben. (:) Hungen, 18. Febr. Unser alter Gesangverein, der bereits im vorigen Jahre am Gesangswettstreit in Nauheim teilgenommen hat, wird voraussichtlich auch in diesem Jahre unter Leitung seines bewährten Dirigenten an verschiedenen Gesangswettstreiten sich beteiligen. Hoffentlich wird der Verein, der zum größten Teil aus ftrebsamen Mitgliedern besteht, in diesem Jahre für seine große Mühe belohnt. ** Trais- Horloff, 18. Febr. Die seither im Besiz des Hess. Rheinischen Bergbauvereins Berlin gewesene Grube Friedrich ist an die Firma Stein& Co. in Kassel käuflich übergegangen. Steinheim, 18. Febr. Seit einiger Zeit macht sich hier großer Wohnungsmangel bemerkbar, besonders die fleinen Wohnungen sind sehr rar. Ober- Widdersheim, 18. Febr. Der dem Steinbruchbesizer Nickel von Gießen gehörige Basalt Steinbruch liefert seit letzter Zeit ungeheure Mengen Basaltsteine, welche, nachdem sie durch die bei dem Bruch befindliche Klopfmaschine die richtige Form erhalten haben, waggonweise nach allen Richtungen versandt werden. A Lauterbach, 17. Febr. Gestern abend furz nach 7 Uhr brach in der an der Hainigstraße gelegenen Konr. Stöpleischen Hofreite Feuer aus. Die Scheune und Stallung wurde eingeäschert, das Wohnhaus blieb unversehrt. Das eine + Bürgeln, 17. Febr. Heute schlachtete der Rittergutspächter Sander 3 Schweine und eine Kuh. Schwein wog 7 8tr. und 13 Pfd. Die ganze Schlachterei ergab 17 8tr. Fleisch. Kirchhain, 18. Febr. Heute wurde hier eine Sigung des Kreistages abgehalten, in welcher der wichtigste Gegenstand der Tagesordnung eine an den Minister der öffentlichen Arbeiten zu richtende Petition betreffend Erbauung einer Nebenbahn durch das Wohratal bildete. Bekanntlich handelt es sich hierbei darum, von Kirchhain eine Bahn zu bauen nach Gemünden a. d. Wohra mit Anschluß an die zur Ausführung kommende Linte Zimmersroda- Frankenberg. Die Petition schließt sich den betreffenden Eingaben an, die vor furzem vom Frankenberger Kreistag und von einer hier abgehaltenen InteressentenVersammlung an den Minister schon gemacht wurden. Griesheim b. Darmstadt, 18. Febr. Infolge der behördutcherseits getroffenen Vorsichtsmaßregeln sind weitere Typhuser frankungen nicht vorgekommen. Das erkrankte 16jährige Mädchen ist wieder völlig hergestellt. + Wiesbaden, 18. Febr. Jm evangelischen Rettungshaus daher versuchte diese Nacht ein 16jähriger Bögling, etnen Brand anzulegen. Das Feuer wurde aber noch rechtzeitig gelöscht. 8 we Sigung f ob Groß beim Ba Garant gebracht woburh4 gewefen fei Weber Londo Wiener Ar mobilifierer gefeßt, baf tisches Rif New japanische drittes Ri J CH Nov Ga Billets Nur Gir in zu Sonnta nur 2 mit Solo: und Herre Ausführung Ein T mit hier no wandlungen 11. a. Fa Meeressturm, Blernt, De Entree bandlung des Tel. Sc Thü Mit l 1500 gefucht B. Schom Gießen, uar 1903. gum 9 Uhr ngs für 1904 Innern. Abg. gefehes, ins Rorell tritt ein, während fog. Strauß Ministerialrat tellungnahme Fragen bar. isführungen. 1, betreffend n Gemeindejezige Form wedmäßigfte e. Abgg. Dr. rich, häufel, Beber, Braun O einstimmig meiner Fonds gierungsblatt, ; 26, Porto, sverwaltung; ifaden. ein. uar 1904. e Treppe im fferten abge 713,40 R., Stohr mit rd, soll die am Rodtberg und in Haft 24. Februar, iner Sigung 18 zusammen. ießen hält Ornevalistische wohl auch Art. Recht ngen zu dem he Singspiel wünschen ist, efte erscheine. Sier geleitete bloffen 26 lgenommen. Abend bom gut besucht oten wurde, m Gedanken u haben. gberein, der in Nauheim diesem Jahre verschiedenen wird der Mitgliedern belohnt. m Besiz des fene Grube fjel käuflich t macht sich sonders die dem Stein Steinbruch teine, welche, lopfmaschine e nach allen furz nach 7 genen Ronr. e und Stal unversehrt. der Ritter Das eine Schlachterei hier eine er wichtigste Minifter der reffend Fr Bohratal darum, von a. d. Wohra mende Linte ießt sich den Frantenberger Intereffenten Jurden. Infolge der find weitere franfte 16n Rettungs er Bögling, noch recht Neueste Nachrichten. Zweite Kammer der Stände. In der heutigen Sigung fugen Abg. Reinhardt und 13 Interpellanten an, ob Großh. Regierung befannt sei, daß ein Abgeordneter beim Bahnbau Buzbach- Lich eine größere Anzahl Garantiescheine für das Baukomitee an den Mann gebracht und dadurch eine größere Summe verdient habe, wodurch der verlangte Staatszuschuß demnach überflüssig gewesen sei. Ueber Berlin wird uns folgendes gemeldet: London, 18. Febr. Desterreich wird in Kürze ein Wiener Armeekorps zur Besetzung des Sandschaks Novibazar mobilisieren. Italien werde wahrscheinlich zustimmen, vorausgefeßt, daß Defterreich sich verpflichtet, fein weiteres adriatisches Küstenland zu besetzen. Newyork, 18. Febr. Aus Sasebo wird gemeldet, japanische Marineoffiziere erklärten gestern, es habe ein drittes Gefecht vor Port Arthur stattgefunden. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Invocavit, Sonntag, den 21. Februar Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9,30 Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr Militärgottesdienst Pfarrer Euler. Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. der Abends 6 Uhr: Siehe Johanneskirche. Montag, den 22. Febr., abends 8 Uhr: Vereinigung fonfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde. Nächstkünftigen Sonntag, den 28. Februar, wird im Abendgottesdienst das heil. Abendmahl für die Matthäusgemeinde gefeiert werden. Anmeldungen dazu werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. In der Johannesfirche. Vormittags 9,30 Uhr: Pfarrer Euler. 11 Uhr: Rindergottesdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Abends 6 Uhr: Repetent Lic. Fuchs. Sonntag abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johannesfirche. Text: 2. Cor. 6, 1-10. Montag, den 22. Febr., abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: Jafob. 4, 11. Pfarrer Euler. Mittwoch, den 24. Febr., ab. 6 Uhr: 2. Passions. andacht in der Johanneskirche. Pfarrer Euler. Nächstfolgenden Sonntag, den 28. Febr., Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde im Abendgottesdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Katholische Gemeinde. Samstag, den 20. Februar. Nachmittags um 5 Ühr und Abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 21. Februar. 1. Fastensonntag. Vorm. von 6,30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. " " " um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil Kommunion. um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. um 9,30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachm. um 5,30 Uhr: Christenlehre; darauf sakramentarische Bruderschaftsandacht. Mittwoch Abend um 6 Uhr ist Fasten- Andacht. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. In der Synagoge, Südanlage. Sabathfeier am 20. Februar 1903. Vorabend 5.20 Uhr. Samstag vorm. 8.30 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr. Sabathausgang 6.40 Uhr. Wochengottesdienst: Morg. 7.00 Uhr, Ab. 5.30 Uhr. Verantwortlich: für den politischen und Inseratentell: Albin Klein für das Lokale, den„ Gerichts." und„ Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann. NAUMANNIA- SEIFE mit dem Beste Seifenah undfern! Cheater- Verein Giessen. Bürgergesellschaft 7. Vorstellung: Dienstag, den 23. Februar. Novität! Einmalige Aufführung von Der Strom. Drama in 3 Aufzügen von May Halbe. Gießen. Samstag, den 20. Februar Novität! Carnevalist. Abendunterhaltung Gast: Herr Diegelmann aus Frankfurt a. M. Billets zu Mt. 4,50, 3,50, 2,50( für Mitglieder bei weiterem Bedarf Mk. 4, 3, 2) und zu Mt. 2( für Studierende) im Vorverkauf bei Herrn Challier und Abends an der Kasse. Nur Eine Wiederholung dieser Aufführung fann wegen Schwierigkeiten in der Besetzung der Rolle und der Notwendigkeit, einen Gast zuzuziehen, nicht stattfinden. einas Zum neuen Saalbau Tournee früher Steins Garten Gießen. 1904. Sonntag, den 28. Februar, nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr Stadt- Theater Gießen. im Festsaal Café Leib. Anfang 8 Uhr. Der Vorstand. Bekanntmachung. Kleinkinder- Bewahranſtalt. Die Brotlieferung für die hiesigen Stadtarmen für die Zeit vom 1. April 1904 b. 31. März 1907 soll neu bergeben werden. Von nächster Woche an wollen wir die Beiträge für unsere Anstalt in 1904 erheben lassen. Die Erhebung geschieht durch unsere frühere Anstaltsdienerin Käthchen Hofmann, jezt Frau Endere, die außer der neuen Geberlifte auch die vorjährige mit sich trägt. Niemand sonst ist zur Erhebung der Beiträge berechtigt. Angebote sind bis zum 5. März d. Js. an das städt. Armenamt, Neuenbäue 25, Wir bitten zunächst um die Beiträge für das 1. Viertelschriftlich einzureichen, wo jahr 1904; mit denselben fann nach Belieben der freundlichen nur 2 grosse Zigeuner- Concerte Contestruar and die Sieferungsbeding: Berber zugleich der Gesamt- Jahresbeitrag gespendet mit Solo- und Chorgefängen, gegeben vom Desterr.- Ung. Damenund Herren- Orchester Rakoczi in verschiedenen Landestrachten. Großartige Geigen- und Cimbal- Virtuosen. Ausführung des an Licht- und Farbenpracht einzig daſtehenden Ein Traum von Licht und Schönheit Direktion: Steingoetter. Sonntag, 21. auch nachmittags 32 Uhr Fremdenvorstellung zu ermäßigten Preisen. ungen werden. fönnen. Der Hochtourist Schwank in 3 Aften von Curt Kraaß und Max Steal. Preise der Plätze: Loge 2 Mr., Sperrsit 1,50 Mr., mit bier noch nie gezeigten wundervollen Lichteffekten und Ver- 1 Plaz 1 Mr., 2. 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Für sofort suchen wir einen gewandten zuberlässigen, verheirateten Auslaufer im Alter von ca. 30 Jahren. Es wollen sich nur solche melden, die schon eine ähnliche Stellung gehabt haben und sich durch gute Zeugnisse ausweisen können. Die Stellung ist dauernd. Färberei Gebr. Röver, chemische Waschanstalt, Gießen, Marktplatz 18. Indem wir dies den Wohltätern und Freunden unserer Anstalt mitteilen, bitten wir freundlichst, uns auch in diesem Jahre gütige Unterstüßung gewähren zu wollen. Wir haben für etwa 250 Rinder in unserer Anstalt zu sorgen. Gießen, am 19. Februar 1904. Der Vorstand der Kleinkinder Bewahranstalt. Dr. Naumann. Kapitalien- Ausle hung. Aus unserer Kirchentasse sind an Kirchen- und Pfarrbesoldungskapitalien gegen 80 000 Mt., auch in Einzelbeträgen, auszuleihen, gegen Hypothefen, zu 60% des Schäßungswertes der zu verpfändenden Häuser und Güter. Man wolle sich baldigft an den Unterzeichneten wenden. Gießen, 19. Februar 1904. Der Evangelische Gesamt Kirchenvorstand. 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Es soll mein Bestreben sein, durch reiche Auswahl und Lieferung von Waren in nur besten Qualitäten bei genauester Preisstellung, sorgfältigster Ausführung der mir gütigst zugewiesenen Aufträge, aufmerksame und streng reelle Bedienung mir das Vertrauen der verehrten Kundschaft zu erwerben und bitte, mir recht häufig Gelegenheit zur Betätigung dieser meiner geschäftlichen Prinzipien zu geben. Giessen, den 18. Februar 1904. Hochachtungsvoll Iduic Julius Fischer. No peder in der ben, so daß es mando bernich jeien. Auch is Eisenbahn in d Japanische Sc flotte ist tatsäc jteigt bon Tag betrachten die Raise und hat rerent anderen nenden japan die durch den Weise gerech wird von seit borgegangen. Den russischen Ansiedler in müssen. In der japanischen und fast täglid eingeschleppt. gehen wird, fa offizielle japan Handelsschiffe Senfen. it d haupt eine unb unter diefen ge Somie fie nur fondrebande zu Japaner so we darunter versta nijden Kriegs halten und dur ichen Firma aber auf inter gegeben worden bootes, der die hoben. Was die R stand, daß die