Nr. 41. Monnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., b's Saus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbetlagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Donnerstag, den 18. Februar 1904. Gießener 13. Jahrgany. Jnsertionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz O heffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88 Fernsprechanschluß Nr. 362. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weylar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Unfere Afrikaner an der Arbeit. Erfreuliche Nachrichten bringt das amtliche Kabel aus Deutsch- Südwestafrika: Die deutsche Hilfsexpedition hat bereits bemerkenswerte Erfolge zu verzeichnen. Gouverneur Leutwein meldet dem Kolonialamt unter dem 16. Februar: Die unter dem Befehl des Oberleutnants v. WindI er stehende Abteilung hat auf dem Marsch nach Goba- bis am 11. Februar die Herero- Werft Ausis überfallen und zahlreiches Vieh erbeutet. Der Feind hatte mehrere Tote. Diesseits verwundet Unteroffizier Bredow, Reiter Liebe. Die Kolonne Winckler, die nicht zu der eigentlichen Hilfsexpedition gehört, sondern aus dem schon vor der Ausreise die Expedition abgegangenen Ablösungstransport für den Habicht besteht, war, wie schon gemeldet, bereits vor dem Eintreffen der Kompagnie Fischel, die Vorhut des Marineexpeditionskorps, nach Gobabis abgegangen. Gobabis ist nach einer inzwischen eingegangenen weiteren Meldung Leutweins augenblicklich außer Gefahr: Die Belagerer sind plößlich abgezogen, offenbar auf die Kunde von dem Anrücken der Kolonne Winckler hin. Das Telegramm Leutweins vom 16. enthält weiter einiges über das schon gemeldete Gefecht bei Seeis, in das die Kompagnie Fische verwickelt war. Danach wurde der Angriff der Herero auf die im Marsch befindliche Kompagnie mit den schon erwähnten Verlusten auf deutscher Seite drei Tote, zwei Verwundete zurückgeschlagen. Von der Rettung einiger Deutschen, die man schon ermordet glaubte, berichtet ein der Damaraund Namaqua- Handelsgesellschaft aus Swakopmund zugegangenes Telegramm. Danach sind die Ansiedler Brod und Frau, sowie Wardesky glücklich in Swakopmund eingetroffen, nachdem sie drei Wochen in Outjo eingeschlossen waren. Die Ankunft des zweiten deutschen Truppentransports in der Kolonie ist binnen kurzem zu erwarten. Der Dampfer Lucie Woermann" mit dem Transport an Bord ist am Dienstag in Las Palmas eingetroffen. Er hatte wegen schlechten Wetters eine Verspätung von drei Tagen. Das schlechte Wetter war auch daran schuld, daß der an Bord befindliche Oberleutnant Marschner, bisher beim Magdeburgischen Pionierbataillon Nr. 4, den Arm gebrochen hat und daß mehrere kleine Verlegungen vorgekommen sind. Sonst ist an Bord alles wohl. Aus dem dem Hererogebiet benachbarten Ovamboland berichtet die soeben eingetroffene Deutsch- Südwestafrik. Beitung", daß zur Aufsuchung der von den Ovambos weggeführten Tochter des ermordeten Farmers Paasch sich elf Buren von Grootfontein aufgemacht hatten und als Händler und Jäger nach den Ovambowerften gezogen waren, bei denen sie die Weggeführte vermuteten. Sie haben sie auch richtig dort gefunden und mit zurückgebracht. Paasch soll etiva 6000 Mark besessen haben, die die Ovambos geraubt hatten und jetzt wohl gegen die ihnen gebrachten Handelsvaren eingetauscht haben dürften. Falls sich dieser Verdacht bestätigt, wird eine Bestrafung der Ovambo unvermeidlich sein. Allerdings kann sie leicht zu neuen Unruhen führen, die bei der Zahl und Wildheit der Ovambo recht unerfreulich wären, sobald sie gleichzeitig mit dem Hereroufstande ausbrächen. Es wird sich deshalb empfehlen, mit der Bestrafung der Ovambo zu warten, bis der Hereroaufstand völlig niedergeschlagen ist. Der Krieg in Oftafien. Wie vorauszusehen war, muß sich auch heute die Berichterstattung über die Vorgänge auf dem Kriegsschauplatz auf unkontrollierbare Gerüchte stützen. Allerdings scheint diesen cine gewisse Glaubwürdigkeit, nicht abzusprechen zu sein, da sie sich in den Rahmen dessen, was man bisher von den Absichten der Kriegführenden weiß, ſinngemäß einfügen. Die wichtigste Nachricht ist die, daß ein neues Seetreffen bei Port Arthur stattgefunden haben soll. Die japanische Torpedoflotte, so wird dem Reuterschen Bureau aus Tokio gemeldet, hat am 14. d. Mts. die russische Flotte bei Port Arthur wiederum angegriffen. Dabei soll ein russisches Schiff schwer beschädigt worden sein. Es ist möglich, daß die russischen Schiffe, um die es sich hierbei handelt, dieselben sind, deren Entkommen aus dem Hafen gestern gemeldet wurde. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, daß die Japaner den eisernen Ring, den sie mit ihren Schiffen um die Hafenmündung von Port Arthur bilden, in Hinsicht auf dieses unliebsame Faktum wieder enger geschlossen haben und dabei mit der russischen Hauptflotte in Kollision geraten sind. Sei dem, wie ihm wolle, jedenfalls wird durch die ständigen Meldungen von erneutem Auftauchen japanischer Schiffe vor Port Arthur bewiesen, daß die anfänglich von russischer Seite verbreitete und jetzt wiederholte Darstellung, als ob das japanische Geschwader sich mit einem Verluste von drei Schiffen nach Tschemulpo zurückgezogen habe, auf recht schwachen Füßen ſteht. Der Verteidigungszustand von Port Arthur. Der Kommandant von Port Arthur, General Stößel, hat eine Proklamation an die Einwohner erlassen, in der er sie zur Ruhe und Zuversicht mahnt. Wie aus guter Quelle verlautet, war die Bevölkerung nämlich in die größte Unruhe versetzt worden, da ruchbar wurde, daß große Veruntreuungen an Kriegsmaterial begangen seien. Proviant und Kohlen seien nur zur Hälfte vorhanden und die Verteidigung daher äußerst gefährdet. Von russischer militärischer Seite werden diese Veruntreuungen entschieden bestritten. Es wird vielmehr darauf hingewiesen, daß Port Arthur ausreichend verproviantiert sei und sich in einem vorzüglichen Verteidigungszustande sowohl von der See- als auch von der Landseite aus befinde. Immer wieder wird in russischen Blättern behauptet, daß die Japaner sich bei Landungsversuchen auf der Halbinsel Liaotung blutige Köpfe geholt hätten. Sie seien auf die mächtigen Sperrforts gestoßen, die sich von Port Arthur in langer Linie herumziehen. Die Russen hätten, gewißigt durch die leichte Groberung Port Arthurs im chinesischen Kriege von der Landseite her, diese schwache Seite Port Arthurs im Laufe der Jahre in eine fast uneinnehmbare Position umaeschaffen. Die Wladiwostok- Flotte umgekehrt. Die Russen haben es allerdings auch nötig, sich auf die Festigkeit der Wälle von Port Arthur verlassen zu können, denn ihre einzige Hoffnung auf Entsatz von der See her scheint endgültig geschwunden zu sein. Die eifrige Jagd, die japanische Torpedobootszerstörer auf das russische Wladiwostof- Geschwader machten, soll dieses zu schleuniger Umkehr in seinen Heimathafen gezwungen haben. Damit ist noch gar nicht einmal gesagt, daß sie sicher dort eintreffen. Die Japaner werden alles daran seßen, sie aufzufinden und unschädlich zu machen. Aber selbst wenn sie glücklich wieder nach Wladiwostof zurückkehren, ihre Mission ist für immer als gescheitert anzusehen, denn hinaus aus dem Hafen zu einem neuen Entsatzversuch von Port Arthur werden sie nicht kommen. Die Japaner scheinen nach russischen Berichten ernstlich daran zu denken, auch Wladiwostok von der See und vom Lande her zu blockieren. Wenigstens fonzentrieren sie starke Truppenmassen nördlich des Jalufluſſes, um dem zu begegnen, daß die Japaner die strategische Verbindung zwischen Wladivostok und Port Arthur längs des Jaluflusses abschneiden. Man erwartet in dieser Gegend den ersten Zusammenstoß zwischen den Landheeren. Und zwar soll dieser nicht mehr lange auf sich warten lassen können, da die Japaner die Strecke von Gensan aus in zehn Tagen zurücklegen können. Eine Woche aber ist bereits seit ihren ersten großen Landungen verflossen. Flüchtlinge erklären, daß Wladiwostok nicht darauf vorbereitet sei, einem Angriffe Widerstand zu leisten. Es seien dort weder Torpedos noch Minen vorhanden und zehn Torpedoboote vom Eise eingeschlossen. Korea unter japanischer Herrschaft. Wie vollkommen die Japaner sich Herren von Korea fühlen, geht aus einer Meldung aus Soul hervor, wonach dort heute mit Bewilligung des Kaisers von Korea ein Vetter des Mikado eintrifft, um die Mitregentschaft, angeblich nur für die Dauer des Krieges, zu übernehmen. Das koreanische Militär desertiert massenhaft und macht die Dörfer der Umgegend durch Plünderungen unsicher. Die fünf foreanischen Postschiffe dienen Japan als Kohlenschiffe. Der einzige foreanische Kreuzer Yangniu" erwies sich für Kriegszwecke als unbrauchbar; er dient den Japanern für den Truppentransport. Diese fanden große, von den Russen aufgestapelte Kohlenvorräte in Tschemulpo. Die japanischen Garnisonen in Söul, Tschemulpo und anderen koreanischen Städten erhielten die von den desertierten koreanischen Soldaten zurück. gelassenen Einrichtungsstücke, außerdem Geld und Geschenke bom Söuler Hofe. Die koreanischen Posten und Telegraphen werden von koreanischen Beamten unter Ueberwachung japanischer Geniecffiziere bedient. Der Kaiser von Korea, der seinen russenfreundlichen Minister Yiyongik hat verhaften lassen müssen, macht gute Miene zum bösen Spiel. Er machte den japanischen Truppen reiche Geschenke an Wein und Tabak und hat befohlen, ihnen jede Erleichterung zu gewähren. Opfer der chinesischen Volkswut. Die in der bekannten amerikanischen Note ausgedrückte Befürchtung, daß das chinesische Volk sich durch die kriegerischen Verwickelungen zwischen Rußland und Japan zu Unruhen aufstacheln lassen könnte, hat sich inzwischen in einer chinesischen Provinz bereits in traurigſter Weise bestätigt. In Chensi brach ein Aufruhr aus, dem als erste Opfer der Staatsanwalt und der Zolldirektor zum Opfer fielen. Eine Depesche des„ Standard“ aus Tientsin bestätigt die große Gefahr für die allgemeine Lage, die durch China droht. Außer Su ist eine Reihe anderer für die Neutralität ein tretender Beamten abgefekt worden, und jeder neue japa. nische Erfolg läßt eine Explosion befürchten, die sich ohne Unterschied gegen alle Fremden richten dürfte. Die Japaner haben bereits die Verbreitung ihrer Siege durch Flugblätter in Petschili einstellen müssen, da die hierdurch hervorgerufene Erregung der Chinesen die Besorgnis eines Neutralitätsbruches hervorrief. Ein anderer Fall furchtbarer Ausschreitungen politischer Volksleidenschaft, die durch den Krieg angefacht ist, wird aus Rußland selbst gemeldet. Als in Baku die dort wohnenden Armenier auf dem Hauptplaße für den Sieg der russischen Waffen Gebete abhielten, wurde plötzlich eine Bombe in die Menge geschleudert, wobei drei Menschen getötet und hiele verwundet wurden. Die Verbrede sind verhaftet. Die Politik. A Offiziöse römische Mitteilungen wissen zu berichten, die Verhandlungen über den deutsch- italienischen Handelsvertrag schritten in einer Weise fort, daß die Hoffnung auf eine demnächstige günstige Lösung gerechtfertigt erscheine. Es wird dann freilich immer noch abzuwarten sein, was die deutsche Volksvertretung zu dem Vertragsentwurf zu sagen haben wird. ** Zu einem großen Kriege zwischen Krankenkassen und Aerzten scheint sich der Leipziger Kassenkonflikt auswachsen zu wollen. Die von der sächsischen Regierung eingeleiteten Verhandlungen zur Herstellung des Friedens zwischen den Aerzten und den Ortskrankenkassen in Leipzig sind endgültig gescheitert. Sämtliche Kassenärzte stellen am Ende dieses Vierteljahres ihre Tätigkeit ein. Es kommen 132 000 Rassenmitglieder in Betracht. Das endliche Ergebnis des Kampfes kann nur dasselbe sein wie bei den Konflikten in Mühlhausen und Köln: Am Ende muß die Regierung von Gesetzes wegen einschreiten, und da die Aerzte offenbar ſich ſolidarisch erklären, wird die Kasse wohl am Ende die Forderungen der Aerzte bewilligen müssen. * Die Einführung des Befähigungsnachweises für das Baugewerbe ist, wie in parlamentarischen Kreisen bestimmt versichert wird, mit Sicherheit zu erwarten. Dahingehende Anträge liegen bekanntlich dem Reichstage vor, auch der preuBische Landtag wird sich mit derselben Materie zu beschäftigen haben. Von der preußischen Regierung sind die Handwerksfammern in der Sache befragt worden. Die Antworten sollen durchweg so ausgefallen sein, daß die Einführung des Befähigungsnachweises dringend gewünscht wird. Die Einbringung einer entsprechenden Regierungsvorlage steht denn auch, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter aus guter Quelle hört, binnen furzem bevor; indes wird sie zunächst im preu. Bischen Landtage eingebracht werden. Die reichsgesezliche Regelung der Frage soll später angestrebt werden, wenn man in Preußen mit diesem Befähigungsnachweise Er. fahrungen gesammelt hat. * Die evangelischen Arbeitervereine Sachsens petitionieren bei der sächsischen Regierung um die Einführung des Proportionalwahlsystems, um dem nationalgesinnten Teile der Wähler der 3. Abteilung eine eigene Vertretung zu ermög lichen und sie nicht rettungslos von der Sozialdemokratie erdrücken zu lassen, wie bei der letzten Reichstagswahl, bei der 445 000 sozialdemokratische Stimmen 22 Mandate eroberten, während den 306 000 ordnungsparteilichen Stimmen nur ein einziges Mandat zufie!. Balkan- Staaten. O Trotz der Versicherung der beiden Ententemächte, sie seien entschlossen, jeden neuen Aufruhr auf dem Balkan zu unterdrücken, sieht man in der Donaumonarchie selbst höchst pessimistisch in die Zukunft. Namentlich in Wiener Börsenfreisen rechnet man mit ziemlicher Bestimmtheit auf neue Wirren am Balkan und auf einen bulgarisch- türkischen Krieg. An der Wiener Börse dauerte der starke Kursrückgang fort. Das Schwergewicht der politischen Besorgnisse bildet der Ausbruch der Aufstandsbewegung in Albanien. Ganz unbegründet scheint diese Besorgnis nicht, ist es doch Tatsache, daß im Gebiete von Djakova Kämpfe zwischen den Albanesen und türkischen Truppen stattfinden. Schemsi Pascha erlitt in einem mehrstündigen Gefecht eine schwere Niederlage. Bei Djakovita, dicht bei Djakova, leisteten albanische Arnauten der eine Viehzählung vornehmenden Steuerkommission be= waffneten Widerstand. Aus Mitrowiza eingetroffenes Militär feuerte auf die Aufständischen. 18 Arnauten und 4 Soldaten wurden erschossen. Schufsie- Pascha ist mit einer Truppenverstärkung von Uestüb nach Djakoviza abgegangen. Im Vilajet Saloniki finden täglich Kämpfe mit bulgarischen Banden statt, und die Beziehungen zwischen der Türkei und Bulgarien werden täglich gespannter. Grund genug, um die Lage auf dem Balkan mit Besorgnis zu betrachten. Zweifelsohne wird es Rußland und Desterreich gelingen, große Verwickelungen hintanzuhalten. Aber schon die kleineren Verwickelungen werden genügen, um Europa in steter Unruhe vegen der Möglichkeit eines Balkankrieges zu erhalten. erft bedenken," meinte Ottokar aufstehend. schien Mit einem fiihlen Er hatte feine Wohnung bald erreicht; vor einem fleinen die Laune verdorben zu haben Gändedrud nahm er Abschied, die Anwesenheit des Offiziers hühichen Saufe blieb er fiehen. geschaut haben." niemals in dir gesteckt, die Not wird sie auch nicht in dich Du gehört zu den Naturen, " Ah bah, das find Redensarten! Ernst und Fleiß haben Ich würde fleißiger gelernt und ernster in die Zukunft denen unser Skizze von Dr. H. Peters. Aberglaube in der Kinderstube. Der Aberglaub', in dem wir aufgewachsen, menn wir ihn erkennen, drum ohne ein Wort zu sprechen aus dem Fluß geschöpft. Bor ficheren Tode überliefern. der Geburt des Kindes für die man dem inde damit aber nur den Schlaf. wenn jemand die leere Wiege schaufelt. Auf Rügen raubt Wiege sorgen, heißt es dem Fatum ereilt es auch, Wird im ersten Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser wird, wie wir bereits ankündigten, am 1. März vormittags zur Vereidigung der Marinerekruten mittels Sonderzuges in Wilhelmshaven eintreffen. Zur Vereidigung kommen, wie uns hierzu weiter gemeldet wird, die bei der II. Matrosendivision und der II. Werftdivision Anfang Februar cr. eingestellten Rekruten und zwar rund 900 Köpfe. Der feierliche Aft findet mittags 12 Uhr in dem Ererzierhause statt. Voraussichtlich wird auch Prinz Heinrich von Preußen der Vereidigung beiwohnen. Am 2. März gedenkt der Kaiser an Bord des Kriegsschiffes Kaiser WilHelm II.", das zu diesem Zwecke Ende dieses Monats von Niel nach Wilhelmshaven in See geht, eine Fahrt nach Helgoland unternehmen zwecks Besichtigung der Arbeiten an den Uferbefestigungen. Ueber die Rückreise des Kaisers, die wahrscheinlich über Breinen erfolgt, sind definitive Bestimmungen noch nicht getroffen. Aus den Parlamenten. In der gestrigen Situng der Budgetkommission des Reichstags wurden auf Antrag des Abg. Rören von der Forderung des Militäretats, 10 Millionen Mart zu weiteren Anschaffungen für die Fußartillerie zu bewilligen, 2 Millionen Mark gestrichen. Gegen die Streichung stimmten Konservative und Nationalliberale. Deer und flotte. Keine russischen Lederscheiden. Die Meldung, daß der Kaiser den Oberst v. Schenck beauftragt habe, vom Zaren Muster der russischen Offizierssäbel mit Lederscheiden zu erbitten, da man sich in Deutschland mit der Absicht trage, die stählernen Scheiden durch solche aus Leder nach russischem Muster zu ersetzen, wird halbamtlich in allen Punkten für erfunden erklärt. Wir haben die Nachricht sofort für völlig unglaubwürdig erklärt. Deutfcher Reichstag. ( 35. Sißung.) CB. Berlin, 17. Februar. Wenn durch die gestrige Kunstdebatte etwas Leben in das hohe Haus gekommen war, so zeigte der gelbe Saal Heute wieder die übliche Leere. Der Gesetzentwurf hetr. Aenderung der Reichsschuldenordnung wurde in dritter Lesung endgültig angenommen, nachdem Abg. v. Strombeck durch Zureden seiner Zentrumsfreunde von seinem Vorhaben, Anträge dazu zu stellen, abgebracht worden war. Dann wurde die Beratung des Etats des Reichsamts des Innern endlich zum Abschluß gebracht doch nein, so ganz doch noch nicht: das Kapitel„ Patentamt" ist noch unerledigt. Eine Debatte veranlaßte beim Etat des Innern heute nur noch die Forderung von 5 Millionen Mark zur Förderung der Herstellung geeigneter Kleinwohnungen für Arbeiter und gering besoldete Beamten in den Betrieben und Verwaltungen des Reiches durch Gewährung von Darlehen an Private und an gemeinnützige Unternehmungen ( Bauvereine, Baugenossenschaften), sowie zum Erwerbe geeigneten Baugeländes zur Herstellung solcher Wohnungen. Abg. Singer( Soz.) führt aus, das Reich dürfe die von den Steuerzahlern erlangten Gelder nicht gewähren an Baugenossenschaften, welche Erwerbshäuser herstellten, d. h. Häuser, die weiterhin in privaten Besitz übergingen. Staatssekretär Graf Posadowsky erwiderte, daß die Gelder nur ausgeliehen würden an Baugenossenschaften, welche die Wohnungen in ihrem Besize behalten und nur verpachten. Ausnahmen könnten nur in dringenden Fällen gemacht werden. Aus dem Inhalt des Vertrags ergebe sich, daß die Freiheit der Arbeiter in keiner Weise beschränkt werde; es können sowohl die Witwe wohnen bleiben, wie auch die Kinder. Der Staatssekretär stellte dann noch eine ausführliche Denkschrift in Aussicht, unter Berücksichtigung auch der Baudarlehen der Invaliden- Versicherungsanstalten. Abg. Kirsch( 3entr.) verlangte, daß vom Reiche keinesfalls Baudarlehen an private Personen gegeben werden. Abg. Schrader( frs. Vg.) bestätigte als Leiter einer Baugenossenschaft die Worte des Staatssekretärs. Schließlich wurde die Position genehmigt. nung des Betriebs- und Anlagekapitals die Abzugsfähigkeit der Kapitalschulden gewährleistet wird. Der zweite Antrag, ein Antrag der Abgg. I u ch s und Gen.( Zentr.), fordert die Regierung auf, noch in dieser Session einen Gesetzentwurf zwecks Abänderung des Gesetzes vom 18. Juli 1900, die Besteuerung der Warenhäuser betreffend, dahingehend vorzulegen, daß dadurch ein wirksamer Schug des Mittelstandes gegen die ihm durch das Vordrängen der Warenhäuser drohende Gefahr gegeben ist. Dann brach das Haus die Debatte über diesen Etat af und ging zum Poste tat über. Zum Titel Staats! sekretär beantragte Abg. Müller- Sagan( frs. Vp.) folgende Resolution: den Reichskanzler um alljährliche Uebersichten über Todes- und Krankheitsursachen von Beamten und Unterbeamten zu ersuchen. Abg. Gröber u. Gen.( Zentr.) beantragten 2 Resolutionen; die eine fordert eine Statistik über tägliche Dienstzeit, Sontagsruhe, Ruhetage und Erholungsurlaub der mittTeren und unteren Beamten. Die zweite verlangt Anwendung der Bestimmungen über Sonntagsruhe auch auf diejenigen kirchlichen Feiertage, die am Orte des Postamts von der Mehrheit der Bevölkerung gefeiert werden. Zunächst nahm Abg. I u ch s das Wort, um seinen Antrag zu begründen. Das jezige Warenhaussteuergesetz ist, so führte er aus, nicht imstande gewesen, der Entwickelung der Warenhäuser entgegenzuwirken, im Gegenteil hat die Bestimmung, daß über eine bestimmte Summe hinaus keine Steuer mehr erhoben wird, die Warenhäuser veranlaßt, ihren Umsatz nach Möglichkeit auszudehnen. Die 89 besteuerten Warenhäuser haben durchschnittlich 10 Millionen Mark Umsatz einzelne Warenhäuser in Berlin 32 Millionen. Etwa 30 000 kleine Geschäftsleute werden dadurch ihrer Eristenz beraubt. Wir müssen den ganzen Umsatz aller Warenhäuser besteuern. Lieber die Erdrosselung einiger weniger Betriebe, als die Gefährdung des ganzen Mittelstandes! Die Gewerbefreiheit, auf die man sich beruft, bedeutet hier nichts als eine Etablierung des Faustkampfes im gewerblichen Leben. Auch das wahre Interesse der Konsumenten liegt nicht in der Erhaltung der großen Warenhäuser. Zuerst sind die Warenhäuser billiger, um die Konfurrenz zu unterdrücken, nachher aber bestimmen sie die Preise ohne Rücksicht auf die Konsumenten. Abg. Gröber( 3entr.) verlangte u. a. volles Koalitionsrecht für die Unterbeamten. Staatssekretär kraette erwiderte, daß in Süddeutschland die Verhältnisse anders seien, als bei uns. Bei uns würden die Vereine gegründet von Leute, die nur gegen die Verwaltung Front machen wollen, und da lasse sich eine gute Verwaltung nicht aufrechterhalten. Auf den Sonntagsdienst könne nicht verzichtet werden, so lange Eisenbahnen am Sonntage gehen. Am allerwenigsten für den Telegraphendienst, im Interesse des Feuerlöschwesens und der Kranken, die einen Arzt verlangen. Die Nachtdienststunden würden den Beamten anderthalbfach angerechnet, und deshalb rissen sich die Beamten sogar danach. Für Besser- und Neuanstellung bon Unterbeamten würden von 29 Millionen Ueberschüssen der Postverwaltung jährlich 13,8 Millionen ausgegeben. Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten. Abg. Fund( freis. Vp.): Unseren Antrag hätten wir hier nicht eingebracht, wenn er nicht eine Antwort auf den Zentrumsantrag sein sollte. Der Redner bekämpft die Warenhausbesteuerung und den Antrag Fuchs aufs entschiedenste. An die Anträge schloß sich eine ziemlich ausführliche De batte, in der Redner aller Parteien zu Worte kamen. Das Ergebnis der Debatte war schließlich die Verweisung beider Anträge an die Handelskommisson. * Im Anschluß an unseren gestrigen Leitartikel„ Die Gefahren des Flaschenbierhandels" sandte uns ein eifriger treuer Leser unseres Blattes nachstehenden Artikel zum Abdruck ein: Der Alkohol ist das Leben. Eine Statistik, welche die Mitglieder der Anti- Alkoholverbindung erzittern macht und welche die Grundpfeiler der Werke, welche von verschiedenen Aerzten gegen den Verbrauch von alkoholischen Flüssigkeiten untergräbt, bringen wir hiermit zur Kenntnisnahme der Leser. Ein englisches Fach- Journal der Medizin, die„ Britisch médical Association", welches sich genau Rechenschaft ablegen wollte auf den Einfluß des Alkoholverbrauches bezüglich der Lebensdauer des Verbrauchers, hat folgendes Resultat ergeben, welches ebenso überzeugend als erdrückend auf diejenigen wirken wird, welche den Wein als Nahrungsmittel ächten. Die Beobachtungen, welche sich auf 4234 Sterbfälle, in fünf Abstufungen geteilt, erstrecken, haben folgendes mittleres Lebensalter nachgewiesen, welches in jeder Abteilung erreicht worden ist: ( 21. Sibung.) RK. Berlin, 17. Februar. Die zweite Beratung des Etats des Handelsmini- steriums wurde heute mit der Beratung zweier Anträge aus dem Hause fortgesetzt. Die Abgg. Funk- Deser und Genossen( freis. Vp.) beantragen nämlich, die Statsregierung zu ersuchen, alsbald einen Gesezentwurf zur Abänderung des Gewerbesteuergesetzes vom 14. Juni 1891 vorzulegen, durch welchen unter progressiver Gestaltung der Steuer die beiden unteren Steuerklassen erleichtert und bei Berech1. Solche, welche überhaupt kein Alkohol trinken: 51 Jahre, 22 Tage. 2. Solche, welche gemäßigt Alkohol genießen: 63 Jahre, 13. Tage. 3. Solche, welche nicht in der Absicht, sich zu betrinken, sondern auf vernünftige Art und Weise den Alkohol benutzen: 59 Jahre, 67 Tage. 4. Gewohnheitstrinker: 57 Jahre, 59 Tage. Biegeleben und Braun maren im Verlauf der Debatte Mitteilungen über die Verwendung der Dispositionsfonds. Schließlich tritt Vertagung auf Donnerstag vormittag 9 Uhr ein. 5. Endlich die Trunkenbolde: 53 Jahre, 13 Tage. Hieraus resultiert, daß das höchste Lebensalter von denen erreicht wird, welche gemäßigt Alkohol konsumieren; dies erscheint ja natürlich: daß aber das geringste Lebensalter von den Abstinenten, nicht von den Trunkenbolden, wie man vorausseßen sollte, erreicht wird, erscheint weniger selbstverständlich. * Lokales. 18. Februar 1904. Der Großherzog wird anfangs nächster Woche aus Kiel zurückerwartet. * * Die Geltungsdauer des Gesetzes, die Gemeindeumlagen betreffend, vom 30. März 1901, ist vom Großherzog bis zum 31. März 1905 verlängert. Bräfibialgeid N. W. 7, 2 Ueber Peters Raifer mit Dampfer ze Irinte teilung Trup Bort 20 Gee gegange Sienti Truppem gi jang ftationi in Schahol Totio Grenze übe ** In den Monaten Mai und Juni ds. Js. wird- in derselben Weise wie in den Vorjahren- an der Universität ein Fortbildungskursus für Volksschullehrer eingerichtet werden. Es werden lesen: 1. Professor Dr. Groos: Einleitung in die Philosophie( Begriff und Einteilung der Philosophie; vier Hauptgebiete: Metaphysif, Erkenntnislehre, Psychologie, Güterlehre; Grundbegriffe der Metaphysik u. s. w.). 2. Professor Dr. Hansen: Die Vegetation der Erde, I. Teil( mit gelegentlichen Besprechungen im botanischen Garten). 3. Professor Dr. Sauer: Bilder aus der deutschen Kunstgeschichte( Architektur, Plastik, Malerei). Voraussichtlich schließen sich an diese Vorlesungen Lichtbilder- Vorführungen an. Diese Statistik fann von den Verteidigern des Alkoholgenusses mit Genugtuung aufgenommen werden und bildet ein geeignetes Beweismittel. Neben der hochtrabenden Phrase, welche an allen Ecken durch Plakate seitens der Anti- Alfoholverbindung angeklebt wird:„ Alkohol ist ein Gift", können jeßt die Gegner, auf Belege gestüßt, bekanntgeben:„ Altohol ist das Leben." Dieses beweist, daß es in unserer kleinen Welt feinerlei unantastbare Lehrfäße gibt und daß die Anhänger des strengsten Absolutismus utopistische Schwärmer find. Hessischer Landtag. Darmstadt, 17. Februar 1903. Erster Präsident Haas eröffnet die Sißung um 9 Uhr 20 Min. * * Stadttheater Gießen. Morgen, Freitag, den 19. Febr., geht als 9. Boltsvorstellung Felix Philippts Schauspiel Wohltäter der Menschheit" in Szene. Das bekanntlich überaus wirksame Wert hatte bei den bisherigen Vorstellungen in Folge der abgerundeten Darstellung einen Nach allen Angroßen ehrlichen Erfolg zu verzeichnen. zeichen darf auch die morgige Aufführung auf starken Zuspruch rechnen. Die Spezialberatung des Staatsvoranschlags wird fort= gesetzt bei Kapital 12, Steuern. Abg. Ulrich polemisiert dabei gegen die neuerlichen Ausführungen des Freihern von Heyl im Reichstag. Die Abg. Dr. Schmitt, Weidner, Korell und Senßfelder führen über verschiedene Mißstände auf dem Gebiet des Steuer vesens Klage, worauf Ministerialrat Dr. Becker erwidert. Schließlich wird das Kapitel gegen die sozialdemokratischen Stimmen bewilligt. ** Jagdverpachtungen. Die Gemeinde Azbach verpachtete ihre Jagd an Fabrikant Rinn- Heuchelheim für 1600 Mt. pro Jahr gegen bisher Mt. 600 Jahrespacht. · Die Dorlarer Jagd, welche bisher pro Jahr 745 Mt. Bacht brachte, ging bei der Neuverpachtung in 3 Reviere an Fabrikant Throm- Gießen, Fabrikant Rinn- Heuchelheim und Rentier Kramer- Dorlar für zusammen Mt. 1450 pro Jahr fort. Weiter werden bewilligt die 6. Hauptabteilung, Landstände, und die 7. Hauptabteilung, Staatsministerium. Hierbei findet ein Antrag Köhler und Genossen Annahme, daß die Großh. Regierung sich im Bundesrat für die Gewährung von Diäten an Reichstagsabgeordnete verwenden möge. Bezüglich der Nichtberatung des Staatsvertrags, betreffend Kürnbach, in der ersten Kammer teilt auf Anfrage des Abg. Dr. Schmitt Geh. Staatsrat Krug v. Nidda mit, daß hieran niemand ein Verschulden treffe. * * * * * Die diesjährige Vertreterversammlung des Hessischen Landes- Lehrervereins findet am Donnerstag, 7. April, zu Bad- Nauheim in Langsdorfs Sprudel- Hotel statt. Der katholische Lehrerverein für das Großherzogtum Hessen hält seine diesjährige Vertreter- und Hauptversammlung am 6. und 7. April in Oppenheim ab. Preisausschreiben für ein Turnerlied. Der Nordamerikanische Turnerbund hat einen Preis von 50 Dollars( 210 Mark) für das beste, zum Text für ein Turnfeftlied geeignete deutsche Gedicht ausgeschri ben. Die Gedichte, welchen ein Motto beizufügen und ein verschlossener Umschlag mit Motto, Namen und Adresse des Dichters beizulegen ist, müssen sich spätestens am 1. Mai 1904 in den Händen des Bundesschriftwarts, Herrn Theodor Stempfel, Box 166, Indianapolis Indiana, United States of Amerita, befinden. Bei der 8. Hauptabteilung, Ministerium des Innern, Rap. 23, Ministerium, äußert Abg. Dr. Schmitt Wünsche, betreffend das Submissionswesen, die Verwendung der Dispositionsfonds usw. Abg. v. Brentano bringt Krankenkassenverhältnisse zur Sprache. Weiter sprechen die Abgg. Orb, Cramer, Dr. Frenay, der namentlich die Wohnungsfrage, Jugendfürsorge usw. bespricht, ferner die Abgg. Dr. Schmitt und Wolf. Die Ministerialräte Dr. Eisenhut, Freiherr v. ** Der Einfluß des Obst es auf die Verdauung wird immer noch nicht hinreichend bekannt, daß die Obstsäure der frankhaften Ablagerung von Salzen im Körper entgegenwirkt. Viele Gichtifer fönnen durch reichhaltigen Genuß von Obst sich schwere Leiden ersparen, besonders auch durch Gebrauch von Zitronensaft. Auch die gerade in den jeßigen Jahreszeit so billigen Apfelsinen sollten von jedermann oft genossen werden. Refonvaleszenten und Kranke mögen aber nur den Saft der Apfelsine zu sich nehmen, nicht das Fleisch, da es unverdaulich ist und den Darmkanal reizt. + Klein- Linden, 17. Febr. Die beabsichtigte Erbauung einer Kleinfinderschule ist jetzt ihrer Verwirklichung näher gerückt, nachdem durch Gemeinderatsbeschluß ein Bauplat fostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Es soll noch im Laufe dieses Jahres mit dem Bau begonnen werden. Klein- Linden, 17. Febr. Die üblichen Fastnachtsfreuden sind bei uns erst Mittwoch Abend zu Ende geführt worden. Die größten Anstrengungen bei denselben hat ohne Zweifel der hiesige Turnverein im Festsaale der deutschen Eiche geleistet. In der am Dienstag Abend abgehaltenen närrischen Kappenfißung ging es recht munter her. Allgemeine Heiterfeit und Fröhlichkeit war das Gepräge der Sigung, welche bis nach Mitternacht sich ausdehnte. Rodheim. Es wird uns nachträglich mitgeteilt, daß der in der Ortsgruppe Rodheim des deutschen Flottenvereins gehaltene Vortrag des Kapitänleutnant von Feldheim über die deutsche Kriegsflotte in nationaler und technischer Bedeutung allgemeinen Anflang gefunden hat. Der Saal des Herrn Gastwirt Storf war bis auf ganz wenige Bläge besetzt und auch von auswärts hatten sich viele Interessenten eingefunden. Mehrere neue Mitglieder sind infolge des Gehörten der Ortsgruppe beigetreten. = Hungen, 16. Febr. In den Nachbarorten Inheiden und Utphe ist die Einführung der Feldbereinigung genehmigt worden. Frankfurt a. M., 17. Febr. Mit dem Bau des Birkus Schumann auf dem Blaze gegenüber dem Bahnhofe wird schon im nächsten Monat begonnen werden. Die Gesellschaft, die ihn errichten will, hat sich in Berlin mit einer Million Mart Kapital tonstituiert. Litterarisches. Gesellschaftslotterie des Deutschen Flotten- Vereins. Die Lotterie des Deutschen Flotten- Vereins, deren Erträg nisse die Mittel zur Betätigung auf dem Gebiet der See wohlfahrtspflege schaffen sollen, findet allseitig ein erfreuliches Interesse. Da Lose nur an Mitglieder des Flotten- Vereins abgegeben werden dürfen, so sind diese gebeten, sich für den Absatz der Lose in ihrem Kreise zu interessieren. Die Lotterie umfaßt 200 000 Lose mit guten Gewinnaussichten ( Hauptgewinn M. 20000.-, überhaupt nur Geldgewinne). Auch der billige Preis von M. 1.- pro Los( 10 Lose M. 9.) ermöglicht allen Mitgliedern die Beteiligung. Bestellungen auf Lose sind an die Ortsgruppen oder an die im Frei Monte beginnend Nieder b. Schend Ranzberg, Stä meffer und Stüd bon = 5,72 und 3-12 Fitm. Fid 6-14 Mitr Fitm. Der Scheiter Ra Nadel 14. Kni Bappel 1, 1, Nadelhol Reif teifig), Eiche Schicht). Stöd Steig Tegen. Fre polz auf 23 Bur Debatte Mit nsfonds. tag bormittag ruar 1904. ächster Woche Gemeindeft vom Groß8. wird- n der Uniir VoltzDen lesen: 1. ophie( Begriff ebiete: MetaGrundbegriffe Hansen: Die Besprechungen Sauer: Bilder aftit, Malerei). ejungen Licht gen, Freitag, elix Philippis Szene. Das Den bisherigen rftellung einen ach allen Anf starten Bu Linde Ahbach Deuchelheim für Jahrespacht. Jahr 745 Mt. in 3 Reviere an- Heuchelheim Mt. 1450 pro des Hessischen Stag, 7. April, tel ftatt. in für das Vertreter- und Oppenheim ab. Turnerlied. Preis von 50 für ein TurnDie Gedichte, jener Umschlag beizulegen ist, en Händen des 1, Box 166, cita, befinden. te Berdauung daß die Obstgen im Körper reichhaltigen besonders auch gerade in den Iten von jedern und Kranke nehmen, nicht Darmtanal reizt. ichtigte ErbauVerwirklichung hluß ein BauEs soll noch en werden. en FastnachtsEnde geführt Iben hat ohne - der deutschen abgehaltenen ter her. AllGepräge der sdehnte. glich mitgeteilt, utschen Flottenit von Feldheim und technischer jat. Der Saal & wenige Blaze ele Intereffenten nd infolge des en Inheiden und ehmigt worden. dem Bau des dem Bahnhofe werden. Die in Berlin mit Flotten- Vereins , deren Erträg gein erfreuliches Flotten Bereins Gebiet der See ten, sich für den ieren. Die LotSewinnauefichten r Geldgewinne). Los( 10 Lofe die Beteiligung. pen oder an die Präsidialgeschäftsstelle des Deutschen Flotten- Vereins, Berlin N. W. 7, Dorotheenstraße 42, zu richten. Neueste Nachrichten. Marktberichte. Gießen, 18. Februar. Auf dem beutigen Wochenmarit lofteten Butter per Pfd. 0 90-0.95 Mt., Hühnereter 2 Stüd 12-14 Pfg., Enteneler St. 8 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfg., bien per Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar m. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.30-1.40, Hahnen, per Stüd C.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse per Pfd. 65-70 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch Ueber Berlin wird uns folgendes gemeldet: Petersburg, 18. Febr. Statthalter Alexejew teilte dem Kaiser mit, daß am Morgen des 1. Februar ein japanischereisch gesalzen per Bfund 0.80 Big., Kalbfleisch per Bfd. 70-76 Dampfer zerstört wurde. Irkutst, 17. Febr. Gestern abend ging die erste Abteilung Truppen von hier nach Port Arthur ab. Port Arthur, 18. Febr. Die russische Flotte ist in See gegangen. ver Pfd. 62-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 60-70 Pfg. Schweine Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 kilo 5.50 6.00 mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 7.00-10.00, epfel per Centner 20-25 Mt. Milch per Liter 18 Pfg. Dauer der Marktjeit bo n 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit übeerhand nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Um herziehen feilgeboten werden. Tientsin, 18. Febi. 15 Sonderzüge mit russischen Kirchhain, 16. Febr. Zum heutigen Rindviehmarkte Truppem gingen nach der Grenze ab und sollen in Tschan- waren 438 Stück Großvieh und 120 Kälber aufgetriebeu. jang stationiert werden. Später sollen noch 10 000 Mann Das Vich war bereits im Vorverkauf abgesetzt und wurde nur zwecks Untersuchung auf den Markiplaz gebracht. Die in Schahol stationtert werden. Preise waren hoch. Zum Schweinemarkte wurden 570 Tokio, 18. Febr. Die Russen haben die foreanische Tiere aufgefahren. Der Handel war flott, die Preise jedoch Grenze überschritten. Fore ziemlich gedrückt. * Frankfurter Hen- und Strohmarkt vom 16. Februar.( Amtl. Notierungen.) Heu per Str. 3.00-3.60 Mark, Stroh per 3tr. 1.80-220 Mr. Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den„ Gerichts-" und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Wer in Bezug auf sein FrühstücksGetränk naturgemäß leben will, ohne auf die thm lieb gewordenen Gewohnheiten zu berzichten, der muß sich an Kathreiners Malzkaffee halten. Dieses gesunde, von allen Schädlichkeiten freie, wohlschmeckende Getränk vereinigt mit seinem faffeeähnlichen Geschmack die vortrefflichen Eigens hasten des Malzes und ist darum der Gesundheit überaus zuträglich. Echt nur in Packeten mit dem Bild des Prälaten Kneipp als Schutzmarke. Der heutigen Nummer liegt die Extrabeilage Deutsche Mode und Handarbeit bei, worauf wir unsere Leser besonders aufmerksam machen. Einem hochverehrten Publikum die ergebene Mitteilung, dass ich mit dem heutigen Tage am hiesigen Platze, Schulstrasse Nr. 6 gegenüber der Stadtpost, ein Geschäft in Tuch und und Buxkin verbunden mit Anfertigung von feiner Herren- Garderobe nach Maass sowie als Spezial- Artikel ein Lager echt Steyrischer Loden für Damen und Herren errichtet habe. Es soll mein Bestreben sein, durch reiche Auswahl und Lieferung von Waren in nur besten Qualitäten bei genauester Preisstellung, sorgfältigster Ausführung der mir gütigst zugewiesenen Aufträge, aufmerksame und streng reelle Bedienung mir das Vertrauen der verehrten Kundschaft zu erwerben und bitte, mir recht häufig Gelegenheit zur Betätigung dieser meiner geschäftlichen Prinzipien zu geben. Holzversteigerung Giessen, den 18. Februar 1904. im Freiherrl. von Schenck'schen Revier Rülfenrod. Montag den 29. Februar vormittags 92 Uhr beginnend werden in dem Saale bei Gastwirt Beder in Nieder- Gemünden( an der Brücke) aus dem Freiherrl. v. Schenck'schen Forstrevier Rülfenrod, Diftriften Steinberg, Ranzberg, Buchwald und verschiedenen Distriften versteigert: Stämme: Eichen 29 Stück von 18-58 Ctm. Durch messer und 4-14 Mtr. Länge 19,84 Fftm. Eschen 4 Stück von 34-50 Ctm. Durchm. und 4-13 Mtr. Länge 5,72 Fstm. Buche 3 Stück von 43-50 Ctm. Durchm. - - - Hochachtungsvoll Julius Fischer. HC Vergebung von Bauarbeiten. Holz- Versteigerung| Bekanntmachung. Die für den Rohbau eines neuen Schulhauses zu Hausen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten( Zimmer Nr. 23) während der Dienſtſtunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote sind verschlossen und postfrei bis spätestens und 3-12 Mtr. Länge= 3,20 Fftm. 1 Pappel 1,23 Mittwoch, den 2. März d. J. nachmittags 3 Uhr Fim. Fichte 81 Stück von 11-28 Ctm. Durchm. und 6-14 Mtr. Länge= 26,57 Fm. Kiefern 6 Stüd= 3,00 auf der Großh. Bürgermeisterei Hausen einzureichen, woselbst Fftm. Derbstangen Fichten 164 Stück 9,92 Fstm. Ferner die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Scheiter Rm. Buche 34, Eiche 8, Birke 4, Aspe 8, Erle 2, Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt: Nadel 14. = Knüppel Rm.: Buche 142, Eiche 40, Aspe 13, Bappel 1, Ahorn 2, Erle 10, Esche 4, Birke 6, Kirschbaum 1, Nadelholz 25. Reisig Rm.: Buche 357( darunter 174 Rm. Stammreisig), Eiche 62, Birke 6, Esche 7, Aspe 8, Nadel 12( FichteSchicht). Stöde Rm.: Buche 50, Esche 2, Eiche 6. Steigliebhaber werden ersucht, das Holz vorher einzusehen. Freiherrl. Forstwart Westrupp Külfenrod zeigt das Holz auf Verlangen vor und erteilt nähere Auskunft. Burg- Gemünden, den 17. Februar 1904. Freiherrl. Forstverwaltung. Kullmann. 5. Spenglerarbeiten der Stadt Gießen. Montag, den 22. Februar vormittags 9 Uhr Hangelstein versteigert: beginnend, werden im Distrikt 300 Fichten- Derbstangen mit 12,99 Festm. 248 Rm. Buchen- Scheitholz Die Brotlieferung für die hiesigen Stadtarmen für die Zeit vom 1. April 1904 b. 31. März 1907 soll neu bergeben werden. Angebote sind bis zum 5. März d. Js. an das städt. Armenamt, Neuenbäue 25, Buchen- Knüppelholz schriftlich einzureichen, wo 42 " 1 Eichen 86 " 36 " EichenNadelIf 58 " Buchen- Stockholz 42 Eichen- Stockholz 2 NadelIf 3200 Wellen Buchen- Reisig 1530 " 210 11 50 Eichen- Reisig Nadel- Reisig Weichholz- Reisig. Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach Daubringen in der Gießen, am 15. Februar 1904. Gr. Bürgermeisterei Gießen. 1. Erd- und Maurerarbeiten zu 10810,00 Mt. 2. Steinhauerarbeiten 2200,00 " 11 3. Zimmerarbeiten 4100,00 Nähe des Steinbruchs. " 99 4. Dachdeckerarbeiten 1700,00 " " 485,00 " 1 ff 6. Schlosserarbeiten 315,00 " 1 11 7. Schreinerarbeiten 315,00 11 11 41,00 H " 1900,00 " 805,00 " 11 8. Weißbinderarbeiten 9. Eisenlieferung 10. Materiallieferung Gießen, den 17. Februar 1904. Der Großh. Kreisbauinspektor des Breises Gießen. Diehm, Baurat. Mecum. auch die Lieferungsbedingungen eingesehen werden fönnen. Gießen, 11. Februar 1904. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Curschmann. Schlachthaus Heute und Morgen Schweinefleisch 50Pfg. Couverts mit Firma von Mk. 3.50 an, liefert die Expedition. Einladung. Die Vertreter der Vereinsgemeinden werden zur ordentlichen Haupt- Versammlung, welche Freitag, den 19. Februar 1. I, nachmittags 32 Uhr im Saale der höheren Mädchenschule zu Gießen( Schillerstraße) stattfindet, ergebenst eingeladen. Tagesordnung: 1. Mitteilung des Ergebnisses der Oberrevision der Rechnung für 1901 durch Großh. Ober- Rechnungskammer. 2. Desgleichen des Ergebnisses der Vorprüfung der Rechnung für 1902 durch den bestellten Revisor. ung des Rechners. 3. Mitteilung des Ergebnisses der stattgehabten Kassenrevision. 4. Verteilung des Reingewinns und Bewilligung der Mittel a) zur Prämiierung von Dienstboten, b) zur Prämiterung von Sparern, c) zu wohlthätigen und gemeinnüßigen Zwecken. 5. Bewilligung der Kosten für die Pfennig- Sparkasse. 6. Beratung und Festsetzung des Voranschlags für 1904. 7. Wahl von Verwaltungsratsmitgliedern. 8. Wahl von drei Sparkassenvertretern. 9. Die Hessische Landeshypothekenbank, hier: Beteiligung der Sparkassen als Aktionärin. Gießen, den 30. Januar 1904. zur Sanatogen Stärkung der Nerven zur Kräftigung des Körpers. Erhältlich in Apotheken und Droguerien. Illustrierte Broschüre auf Wunsch gratis und franko. BAUER& Cie., Berlin SW. 48. Der Direktor der Spar- und Leihkasse Gießen Mein SpezialWiener. Möbelfabrik- Lager und Ausstattungs- Geschäft verbunden mit Stadt- Theater Gießen. Direktion: Steingoetter. Freitag, den 19. Februar 9. Volfsvorstellung Wohlthäter der Menschheit. Schauspiel in 3 Akten von Felix Philippi. Numr. Loge 1 Mt., Nichtnumr. eigener Schreinerei, Polster- und Tapezierwerkstätte Breise der Plätze: Verlobten die praktischste und übersichtlichste Auswahl beim Aussuchen des Saal 40 Pfg., Gallerie 20 Pfg. bietet Stetes Lager von ca. zukünftigen Heimes. 50 Salons, Speises, Herren, Schlaf und Wohnzimmer Einrichtungen. Moderne Küchen- Einrichtungen in jeder Breistage. Gleichzeitig empfehle ich Einzel- Möbel Ich bitte im eigensten Interesse meine werte Kundschaft um Besichtigung meiner sehenswürdigen Auswahl und um Einholung von Voranschlägen. Ich liefere anerkannt gediegene Möbel und Dekorationen in ruhigen, modernen Formen zu den billigsten Preisen. Lobende freiwillige Anerkennungsschreiben. H. C. Werner Kaplansgasse 18. Gießen. Franko Lieferung. Installation. Die Gas- und Wasserleitungsarbeiten für das Pfarrhaus an der Liebigstraße sollen vergeben werden. Voranschläge und Bedingungen können bei den Herren Architekten Stein& Mayer eingesehen werden. Angebote wolle man an den Unterzeichneten bis zum 23. Februar. Mittags 12 Uhr, einreichen. Gießen, 17. Februar 1904. Der Evangelische Gesamt- Kirchenvorstand. Dr. Naumann. Telephon 399. Geübte Wickelmachee und Entripper Richard Buchacker. Gg. Carl Volk. Ziehung schon 5. März 1904. d.Gross. Geld- Lotterie d. Bad. Landesv. v. Roten Kreuz Los nur 1 Mk. Lose 10 M. Prt.u.L.25Pfg. Auszahlbar bar ohne Abzug 3388 Geldgew. bar zus. M. 44 000 Hauptgew. M. 15 000 1 Gewinn Mk. 15000 1 Gewinn Mk. 5000 4 à 500= 2000 2 à 1000= 2000 "" " " 30 à 100= 3000 350 Gew. zus. 7000 2800 10000 Lose J.Stürmer " " f erhältlich b." Gen.- Debit, Strassburg i. E. W Semmler. Ph. Weiler. Höhere u. Erweiterte Mädchenschule zu Gießen. - Die Anmeldungen neu eintretender Schülerinnen einerlei welchen Alters sollen in Zukunft nicht mehr bei Beginn des neuen, sondern vor Ablauf des alten Schuljahres erfolgen. Die diesjährigen Anmeldungen haben bis spätestens zum 20. März zu geschehen und werden im Schulhause, Schillerstraße 8, an folgenden Tagen von dem Unterzeich eten entgegen genommen: Dienstag, 8., Samstag, 12., Dienstag 15., und Samstag, 19. März, jedesmal von 10 bis 1 Uhr. Vorzulegen sind: Impf- und Geburtsschein, letterer mit unterstrichenem Rufnamen; bei Kindern, die über 12 Jahre alt find, eine Bescheinigung über geschehene zweite Impfung; bei Kindern, die aus einer anderen Schule kommen, ein Abgangszeugnis. Mädchen, die erst schulpflichtig werden, sind bei der Anmeldung vorzustellen. Gießen, den 16. Februar 1904. Der Direktor: Dr. Stoerito. Für Magenleidende. Allen denen, die sich durch Erkältung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu beißer oder zu falter Speisen oder durch unregelmäßige, Lebensweise ein Magenleiden, mie: Magentatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Vers schleimung zugezogen haben, set hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, deffen vorzügliche Heilsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das Verdauungs- und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Weine bereitet und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt alle Störungen In den Blutgefässen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf elne Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht fäumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, äßenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie Kopfschmerzen, Sufftoßen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magen leiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal beseitigt. Robert Stuhi Stuhlverstopfung und beren unangenehme Folger, Gießen, Neustadt 23 emfiehlt Eiergemüsenudeln Gemüsenudeln Maccaroni, ital. Maccaroni, Bruch für dauernde Arbeit gesucht von Zwetschen, türk. Georg Heinr. Schirmer Zwetschen, calif. Apfelringe, amerik. Apfelschnitzen Hilfembut, Fichteftr. 33. Gießen. 1 Hausburiche B. Schomber, Bädermſtr. gesucht Gießen, Wallthorstraße 57. Mädchen erhalten stets gute Stellen für Frau Sparr, Bahnhofstr. 30. Eisernes Nuzz- und Brennholz- Verkauf Gießen und außerhalb durch in der Kal. Oberförsterei Krosdorf. Freitag, den 26. Februar 1904, vorm. 10 Uhr in der Freund'schen Wirtschaft in Krofdorf: Fichten- Naz olz: Schußb. Krofdorf, Distrikt 15( Kreuzschläge), 22, 24, 25( Stühbett), 27( Dreispitz)= 15 Stamme und Stgn. 6,4 Fftm. Schutz b. Wald448 St. und haus, Distrikt 29, 31, 32( Bäuerstädt) Stgn. 22,6 Fstm. Buchen- Felgenholz, District 32 19 Rm = ==== - Brennholz Schuhb. Waldhaus, Distrikt 28b ( Nußheck): Eiche 6 m. Scheite, 15 Rsr., Buche= 498 Scheite und Knüppel, 902 Rsr., Distr. 31b( Aßmannsheiligerwald): Erlen= 5 Rm. Knüppel, 82 sr. Nadelholz 84 Rm. Rsr., Distrikt 32( Bäuerstädt) Buche= 756 Nm. Scheite und Kpl., 698 Rm. Ntsc., Totalität Distrift 30, 31a, 39, 41, 43, 47, 52b, 53a: Buche= 35 Rm. Scheite und Knüppel., 3 Nm. Stdh., 62 Rm. Rsc. == 99 * g.Blutstock.Timermann Kleine Wohnung freundliche in der Nähe des Seltersthores fofort zu mieten gesucht. Off. mit Preis u. 3280 an d. Exp. d. Bl. erbeten. Mittlerer Stod, Wasser- Reservoir, Bleichstraße 11, 5 Zimmer mit ca. 2 bm. haltend, billig zu verfaufen. Näh. in der Erp. d. Bi allem Zubehör, Gartenanteil. so= wie Trockenboden, zu vermieten. Mäh. Mieken. Nenenwea 28 Für sofort suchen wir einen gewandten zuverlässigen, verheirateten Auslaufer im Alter von ca. 30 Jahren. Es wollen sich nur solche melden, die schon eine ähnliche Stellung gehabt haben und sich durch gute Zeugnisse ausweisen können. Die Stellung ist dauernd. Färberei Gebr. Röver, chemische Waschanstalt, Gießen, Marktplatz 18. wie Herzklopfen, Schlaflosigkeit, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein belebt sedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stubl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folge schlechter Berdauung, mangelhafter Blutbildung und eines frankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und GemütsverAimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Mächten, Kräuter- Wein fiechen oft solche Kranke langsam dahin. giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Rräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel kräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Bräfte und neues Leben Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. BräuterWein ist zu haben in Flaschen à Mt. 1.25 und f. 1.76 in den Apotheken von Gießen, Großen- Linden, W klar. Fro hausen, traunfels, Bukbach, Brandoberndorf, Gladenbach, Weilburg, GroßenBuseck, Allendorf, Grünberg, fich, Hungen, Laubach, Bad- Bauheim, Marburg u. s. w., sowie in allen größeren und kleineren Orten ganz Deutschlands in den Apotheken. Auch versendet die Firma Hubert Ullrich, Leipzig, Weststrasse 82", im Engiosverkauf 3 und mehr Flaschen Kräutermein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands portound fiftefrei. Mindeftquantum im Engrosversand also dret Flaschen. Vor Rachahmung wird gewarnt. Man verlange ausdrücklich Hubert Ullrich, sches - Kräuterwein. Mein Kräuterwein ist kein Geheimmittel; seine Bestardtelle sind: Malagamein 450,0, Weinsprit 100,0, Glycerin 100,0, Rotwein 240,0, Ebereschenfaft 150,0 Kirschsaft 320,0, Fenchel, Anis, Helenenwurzel, amerik. Kraftwurzel, EnzianDurzet, Kalmusmurzel aa10,0. Diese Bestandteile mische man Schöne Woh ung, ( 4 Zimmer), mitten der Stadt legen, breiswert zu verm. Näh. in der Erp. d. Bl. ge= Möbl. Zimmer per 1. März zu vermieten. Geßen, Marktstraße 11. Charakterzug des guten, Landedelmannes hielt. fanfte, aurichalet in hatte es augenscheinlich langft aufgegeben, Werte zu fommen. Seine ihrem redseligen Gatten selbst zu WILD WALD ur hin und wieder versuchte sie, feine Rede zu unterbrechen, um in schwacher Weise die kräftigen Aussprüche und Bemerfungen, die der fpakhafte Eheher UND WAIDWERK Nr. 39. Donnerstag, den 18. Jebruar sebe Famili 1904. at. ers. enschule chulpflichtig Deite Impf le fommen, 12 Jahre Borzulegen mit unter: id Sams enommen: an folgenu geschehen en Anmeld Ablauf des funft nicht chülerinnen Coerito. Charakterzug des guten, alten Landedelmannes hielt. Seine sanfte, zurückhaltende Gemahlin hatte es augenscheinlich längst aufgegeben, neben ihrem redseligen Gatten selbst zu Werte zu kommen. WILD WALD - Nur hin und wieder versuchte sie, seine Rede zu unterbrechen, um in schwacher Weise die kräftigen Aussprüche und Bemerkungen, die der spaßhafte Eheherr beständig ihr zuschrieb, von sich abzulehnen.„ Na, mein guter Freund," fuhr Herr von Gadow nach der ersten Begrüßung zu mir getvendet fort, sie finden uns hier gerade bei unserer täglichen Beschäftigung. Die jetzige Generation fennt keine vernänftigen Spiele und körperlichen Uebungen aus der guten, alten Zeit mehr; kein Kegelschieben, Topfschlagen, Sacklaufen oder dergl. Tennis, Tennis ist jetzt die Losung! Es soll dazu dienen, das Gehirn zu stärken, aber ich finde, daß gerade die dem Spiele am meisten Ergebenen mit einem sehr geringen Teile dieses Organes versehen sind."-" Was ich hier vor mir sehe, steht aber doch jedenfalls mit ihrer Ansicht in Widerspruch, mein bester Herr," sagte ich.-„ D, meine Töchter sind keine Narren; das meinte ich nicht. Sie spielen, weil sie kräftige Knochen haben. Meine Frau hat mir oft gesagt, daß man wohl selten eine solche Reihe von Mädchen mit so normalen Gliedern sieht." D, Heinrich," sagte Frau von Gadow, wie kannst du!"" Und wie geht es meinem guten, alten Freunde Rodrigo?" fuhr ihr Gatte, ohne sich beirren zu lassen, fort. Immer noch nicht verheiratet? Wahrhaftig, ich wundere mich, daß er nicht Anſtalt dazu macht. Er ist gerade der richtige alte Schwede dazu, wie meine Frau immer sagt."" Aber, Heinz, wirk lich", protestierte Frau von Gadow.„ Na, nun müssen sie aber doch meine Mädels begrüßen, sie junger Held! – Warten sie, hier ist zuerst eine, die sie wohl noch nicht kennen; meine Elisabeth," sagte mein freundlicher Wirt, indem er mich zu der zarten Gestalt im Rollstuhl führte. Sich zu ihr niederbeugend fügte er in merkwürdig verändertem, fast zärtlichem Tone hinzu:„ Arthur von Heyden, mein Herzblatt- Onkel Rodrigos Neffe!"- Elisabeth erhob sich ein wenig und reichte mir die Hand mit einem so sanften, bezaubernden Lächeln, daß ich mich unwillkürlich tief herabbeugte, um diese schlanken Finger an meine Lippen zu ziehen. Zu einer Anrede ließ mir der ungeduldige Vater feine Zeit. Er hatte inzwischen die anderen Töchter herbeigerufen. Ich sah sie ihr Spiel unterbrechen und den Abhang zu uns hinaufeilen. Nun entsteht die Frage," sagte ich mir,,„ welchem von diesen Holden und schönen Kindern meine ungeheure Anziehungskraft und eifrigen Aufmerksamkeiten gefährlich geworden sind." Die leichtfüßige Gertrud war schneller als die übrigen und schlug lachend und außer Atem in meine dargebotene Hand ein. Du bist es nicht," dachte ich und wandte mich zu der braunäugigen Helene, die mich mit einer wohlgesetzten kleinen Anrede begrüßte.„ Auch du nicht," beschloß ich mein Urteil. Hilda, die Schönheit der Familie, legte etwas zögernd ihre weißen Finger in die meinigen und warf mir mit den dunklen Augensternen einen ihrer wunderbaren Blicke zu.„ Hm! zweifelhaft!" war mein Gedankenschluß. Die beiden blondlockigen Zwillinge, Elli und Aenni, erröteten beide allerliebst, als ich ihnen die Hand bot.„ Aha!" dachte ich. ,, Gine von euch beiden!- aber welche?" Gretel, das Nesthäfchen, die ungeduldig zum Weiterspielen trieb, schien mir außer Frage zu sein, und so nahm ich den dargebotenen Tennis schläger an und war bald in die Feinheiten und Aufregungen des von meinem biederen Wirte so verachteten Spieles vertieft. War es Zufall oder Absicht? Ging es von ihnen oder von mir aus? ich fand mich ſtets Seite an Seite und in angeregtem Gespräch mit einer von den reizenden Zwillingen. Leider konnte ich sie nur gar nicht voneinander unterscheiden. Ja, doch!- Elli hatte den schelmischen Ausdruck und Aenni den lieblicheren, sanfteren Blick in den blauen Vergißmeinnichtaugen. Bald zog mich das eine, bald das andere mehr an. Das Spiel im Garten mußte abgebrochen werden, als die Glocke die ganze Gesellschaft ins Haus rief. Zu meinem Erstaunen fand ich ein Zimmer vollständig zu meiner Aufnahme eingerichtet und meinen Reisefoffer nebst allen übrigen Sachen hübsch geordnet darin vor. Bei der Abendmahlzeit war mein Platz zwischen den beiden Zwillingen. Ich fand sie beide gleich entzückend und liebenswürdig und wendete beiden gleich mäßig meine Aufmerksamkeit zu. ( Fortsetzung folgt.) Nr. 39. UND WAIDWERK Freie Tiere in Dsibirien. - Die Brüder Dörries aus Hamburg, welche Ostsibirien als Forscher und Jäger bereisten, berichten unter anderem über Wald und Wild folgendes: Die Japanische Krähe, in den Wäldern häufig, verrät dem Jäger den Stand von Rot- und Rehwild; als Tribut erhält sie den Aufbruch. Vom Monat April an erschallt der Gesang verschiedener Drosseln. In Baumhöhlungen zimmert sich der Daurische Rabe seine Brutstätte zurecht, zahlreiche Spechtarten hämmern sich die Larven aus den verolmten Stämmen des Urwaldes heraus. Im Waldlaube geht die schön grün und blau gefärbte Racke, mit olivenbraunem Kopf und Hals, den Insekten und Larven nach, der bengalische Eisvogel baut sich aus Gräten in den Uferhöhlen sein Nest, durch die entlaubten Wälder tummelt sich zur Winterszeit der muntere Amur- Kleiber mit zahllosen Meisen. Grasmücken und Fliegenfänger ziehen im Herbst nach dem Süden. Am Hanka- See zeigt der Kiebitz mit lautem Geschrei dem Reisenden seine Flugkünste, während an Flüssen und Seen verschiedene Reiherarten dem Fischfang nachgehen und unzählige Taucher und Enten den Suiffun und Ussuri bevölkern. Das Nahen des Frühlings kündet sich im März an, wo der Schnee zu schmelzen beginnt; doch folgt auf dem Tag mit 20º Wärme die Nacht mit einer Kälte von meist 10°. Anhaltend wärmer ist der April, zu dessen Ende das Eis auf den Flüssen aufgeht und das Gras zu sprießen anfängt. Im Mai entfaltet sich das Grün der Sträucher, die Eichen schlagen Mitte dieses Monats aus und stehen nach acht Tagen in vollem Laubschmuck. Die Hitze im Mai, Juni und Juli wird durch häufig starke Regengüsse und Gewitter gemildert. Ende Juli schwindet der Blumenflor und das Grün der Gräser; dem warmen August fehlt Regen, und im September bewirken die kühlen Nächte, daß man Ende des Monats morgens bereits Eis findet. Stärkerer Frost tritt im Oktober ein, Anfang November fällt der erste Schnee, von den Russen Purga genannt, in mehrtägigem Gestöber; andauernde Kälte mit abwechselndem Schneefall herrscht von Ende Dezember bis Ende Februar. Die Durchschnittstemperatur beträgt dann 8-100, doch steigt die Kälte zuweilen bis auf 36°. Jezt ist der größte Teil der Vögel aus dem Ussuri- Gebiet nach Süd- China gezogen, nur Raben und Krähen treiben sich, wie bei uns, hungernd umher; durch die schneebedeckten Zweige des Waldes huschen die Meisen, und der Säger sucht und findet selbst bei 20° Kälte noch an warmen Quellen Nahrung. Die Säugetiere aber, den Tiger, den Panther, die Bären, Hirsche, Rehe, den Marderhund, den Mandschurischen Hasen, schützt ein außerordentliches dichtes Haar, besonders an Brust und Bauch, gegen die Unbilden der Witterung, oder sie halten in geschützten Erdhöhlen und Baumhöhlungen ihren Winterschlaf. Ueber den Waldbestand in Deutschland macht das Kaiserliche Statistische Amt in den Vierteljahrsheften zur Statistik des Deutschen Reiches bemerkenswerte Angaben. Im Jahre 1900 waren fast 26 Prozent von der Gesamtbodenfläche des Reiches Waldland, nämlich 14 Millionen Heftar. Davon tamen etwa 912 Millionen auf Nadelwald, 4 Millionen auf Laubwald, wobei zu bemerken ist, daß seit 20 Jahren der Bestand an Nadelholz zu, der an Laubholz abnimmt. Unter den Nadelholzwaldungen waren über 52 Millionen Hektar Kiefernwälder, 21, Millionen Hektar Fichten- und nur etwa 300 000 Hektar Tannenwälder. Sehr lehrreich ist die Verteilung der Waldungen in den preußischen Provinzen. Am stärksten bewaldet ist Hessen- Nassau mit 40 Prozent Waldboden, dann folgen Brandenburg, Rheinland, Schlesien und Westfalen. Unter dem Durchschuitt stehen Hannover, Ost- und Westpreußen, Posen, Pommern und Sachsen. Alle diese haben aber- bis auf Ostpreußen eine Zunahme der Bewaldung erfahren. Die nichtpreußischen Staaten erfreuen sich des größten Waldgebietes: in Bayern, Württemberg, Baden, Elsaß- Lothringen, also in ganz Süddeutschland, ferner in Hessen, Sachsen KoburgGotha und Braunschweig betrug die Waldfläche über 30 Prozent der Bodenfläche, in Sachsen Meiningen sogar 42 Prozent, das somit das waldreichste deutsche Land ist. In Bayern und Sachsen hat die Bewaldung stark abgenommen, in Baden, Oldenburg und Mecklenburg dagegen stark zugenommen. Nach dem Besitzstand gab es 46 Prozent Privatforsten, 33 Prozent Staats- und 16 Prozent Gemeindeforsten. Der Holzertrag des gesamten deutsche Waldbestandes belief sich auf 20 Millionen Mark Nuzzholz, 18 Millionen Mark Brennholz und 10 Millio. en Mark Reisig. = Donnerstag, den 18. Februar 1904. Oberbessische Familienzeitung. Tägliche Unterhaltungs- Beilage der Gießener Neueste Nachrichten. God und Berlag bes Otebener Berlagsbradoret, vorm. Duh. Reller'sche Subruderst( gegz. 1780); revenues: Ibis Riefs ( 2. Fortseßung.) Der Goldmarder. Original Roman von M. Behold. „ Das sind allerdings glänzende Aussichten," sagte Ottofar sarkastisch,„ nur eines ist in dieser schönen Rechnung vergessen." „ Und das wäre?" „ Das Herz." „ Unsinn!" erwiderte der Hofrat achselzuckend.„ Ich mußte mich auch gegen meine Neigung mit deiner Mutter verloben, mein Vater befahl es mir, und seinem Befehle mich zu widersetzen hätte ich niemals gewagt. Mein Herz iſt nicht gefragt worden, ebensowenig das Herz deiner Mutter, und dennoch haben wir sehr glücklich miteinander gelebt. Hast du irgend etwas gegen Irma v. Spangenberg einzuwenden?" ,, Durchaus nicht, aber-" Ihre bürgerliche Herkunft kannst du nicht als Grund geltend machen, denn daß ihr Vater binnen furzem geadelt wird, unterliegt feinem Zweifel, wie schon gesagt." Doch wohl nur dann, wenn Fräulein v. Derendorf seine Werbung annimmt?" ..Zweifelst du daran, wenn der Fürst dies wünscht?" " Ich werde so lange daran zweifeln, bis ich es schwarz auf weiß sehe," erwiderte Ottokar, dessen Hand noch immer zitterte, als er jetzt sein Weinglas wieder füllte.„ Wenn du mir diesen Beweis vorlegst, dann will ich mich deinen Wünschen fügen." „ Den Beweis sollst du schon bald haben," sagte der Hof rat, indem er einen Blick auf die Uhr warf, die auf der Marmorkonsole vor dem Spiegel stand. In keinem Falle kann es schaden, wenn du dich schon jetzt deiner zukünftigen Braut näherst und dich liebenswürdig machst. Gelegenheit dazu findet sich leicht, der Herr Direktor würde dich mit offenen Armen aufnehmen, wenn du ihm deine Aufwartung machen wolltest." Das hat noch Zeit." Was heute noch geschehen kann, soll man nicht auf morgen verschieben.— Wir wollen nun zu Bette gehen, die Uhr zeigt bereits auf zwei, überlege dir alles und sage mir morgen deinen Entschluß; das Weitere darfst du getrost mir überlassen, die Wege will ich dir schon ebnen." Der alte Herr hatte, während er dies ſagte, eine Kerze angezündet, er reichte seinem Sohne die Hand und ging ins Nebenzimmer. Ottokar fuhr mit der Hand über Stirne und Augen und atmete tief und schwer auf. Dann zündete auch er eine Sterze an, löschte die Lampe aus und stieg die Treppen hinauf, die zu ſeinem Schlafzimmer führten, das oben im zweiten Stockwerk neben seinem Atelier lag. 3weites Kapitel. Die Amtswohnung des Polizeirats Appel lag im ersten Stockwerk des palastartigen Gebäudes, in dessem Erdgeschoß die Diensträume der fürstlichen Polizeiverwaltung sich_be= fanden. Der gefürchtete Beamte, ein hagerer, knochiger Mann von etwa fünfundvierzig Jahren, saß vor dem Früh( Nachdruck verboten)) stückstisch und las die Rapporte, die jeden Morgen in einem versiegelten Kuvert bei den neuesten Zeitungsnummern neben seiner Kaffeetasse lagen. Ueber das eckige, bartloſe Gesicht glitt mitunter ein boshaft triumphierender Zug, dann und wann fuhren auch die mageren gelben Hände einige Male durch das kurzgeschorene braune Haar. Es ereignete sich heute sogar der seltene Fall, daß er plötzlich hell auflachte, aber in diesem Lachen lag so viel Hohn und Bosheit, daß ſeine junge Frau, die ihm gegenüber saß, ihn erschreckt anblickte. Die Behauptung, daß der Herr Polizeirat Hermann Appel nicht der Mann sei, der eine zartfühlende Frau glücklich machen könne, fand eine nicht zu leugnende Bestätigung in dem schüchternen Auftreten und der sanften Duldermiene seiner Gattin, und dies mußte ihn um so mehr erbittern, weil sie eine schöne und liebreizende Erscheinung war. Der Polizeirat legte, noch immer lachend, den Rapport hin und trant seine Tasse aus, die er alsdann mit einem lauernden Blick feiner Gattin hinschob, um sie noch einmal füllen zu lassen. ,, Woher stammt das Vermögen deines Vaters, Anna?" fragte er mit gedämpfter Stimme.„ Von seinen Eltern oder von deiner Mutter?" Ich weiß es wirklich nicht," antwortete sie, und aus ihren tiefblauen Augen traf ihn ein ängstlicher Blick.„ Der Vater hat darüber nie mit mir geredet." Hm, erinnerst du dich noch der Zeit, in der dein Vater Zeichenlehrer war?" gewiß, sehr gut." Machten deine Eltern damals schon ein großes Haus?' Nein, Hermann, wir lebten derzeit sehr einfach." „ Die Herrlichkeit begann erst, als er Direktor geworden war?" Sehr gegen den Wunsch der Mutter," bestätigte Anna, „ der Vater aber wurde dazu gedrängt durch seine Stellung. Durchlaucht und auch der Erbprinz besuchten uns, wir mußten Gesellschaften geben, der Vater klagte oft, daß sein Vermögen dadurch gefährdet werde, aber er konnte nicht anders." So, so!" sagte der Rat gedankenvoll, indes ein spöttischer Zug seine schmalen Lippen umspielte, er konnte nicht anders! Nun ja, das gebe ich zu, aber Durchlaucht wird ihn dafür schadlos gehalten haben." ,, Das mag sein, wir Kinder erfuhren nie etwas von unseren finanziellen Verhältnissen, auch dann noch nicht, als die Mutter gestorben war." „ Na, sehr freigebig ist er nicht gewesen, als er dich verheiratete," spottete der Pascha", wie er in den liberalen Anschauungen huldigenden Kreisen der Residenz oft spöttisch genannt wurde.„ Er hat viel versprochen und wenig gehalter, aber ich werde ihn an seine Versprechungen erinnern.- Jit es dir schon bekannt, daß dein Vater wieder zu heiraten beabsichtigt?" Nein," erwiederte Frau Anna, und das Befremden, das deutlich in ihrem blassen Antlitz sich spiegelte, bestätigte die Wahrheit ihrer Antwort. ben. Alle rfen, äßensollte also 8 werden! Blähungen. heinigen n) Magen f. 1.75 in 8. Bräuter Zahlreiche Nerven und leunigt und Dauung und Impuls.räuter- Wein en Nächten, Gemütsvergänzlicher ildung und chter Vermangel, Bedärmen. ten Stubl ngssystem Bein belebt den durch in Leber, Ichmerzen, ne Folgen, Fro haufen, bfleineren Bad- Dau rg, Grogennds portoalso dret n Kräuter: zig, Westch, schen ine Beftand Glycerin mifche man zel, Enzianfaft 320,0, Dermieten. tarktiraße 11. Bimmer Feder Nach Brtikel, wir F Na, dann sprich auch nicht weiter davon. Alter schüßt bor Torheit nicht, indessen in dem vorliegenden Falle kann ich das Projekt nur billigen, die betreffende Dame ist reich und hochangesehen. Dein Vater würde in den Adelsstand erhoben werden und sich in der Gunst des Fürsten noch mehr befestigen, das Alles käme auch uns zugute. Du verstehst mich doch, Anna?" Die junge Frau fuhr aus ihrem Sinnen empor und strich das blonde Haar aus der Stirne; der leise Seufzer, der ihren Lippen sich entrang, bekundete, daß diese Absicht ihres Vaters keine angenehmen Gefühle in ihrer Seele weckte. " Ja, ich verstehe dich," sagte sie mit gepreßter Stimme. „ Na, dann sei klug und schweige, bis dein Vater selbst die Rede darauf bringt. Wir mögen darüber denken, wie wir wollen, für uns kann dieses Projekt nur angenehme Folgen haben." ,, Darf ich den Namen meiner fünftigen Schwiegermutter erfahren?" " Noch nicht; Amtsgeheimnisse werden nicht verraten, überdies ist die Sache auch noch nicht so weit gediehen. Deine Schwester Irma wird wahrscheinlich auch bald sich verloben." „ Mit wem?" fragte Anna rasch. „ Ebenfalls Geheimnis. Vertrauliche Mitteilungen aus dem Kabinett, verstanden? Die Polizei erfährt alles, sie muß ihre Augen und Ohren überall haben, aber das darf außer ihr selbst niemand wissen, Also halte reinen Mund, du kannst für die Zukunft unserer Kinder nicht besser sorgen." Der Rat entfaltete nach diesen in ziemlich scharfem Tone gesprochenen Worten eine Zeitung, die er nur flüchtig durchlas, denn es stand dazumal um die Mitte der vierziger Jahre noch nicht viel Interessantes in den kleineren Blättern. Er war aber mit seiner Lektüre noch nicht zu Ende, als seine Frau sich bereits erhob. ,, Wohin?" fragte er. Zu den Kindern," antwortete sie schüchtern. „ Haben sie noch nicht gefrühstückt?" Schon vor einer Stunde. Du willst ja nicht, daß sie mit uns frühstücken sollen." " Fehlte mir noch!" kmurrte er.„ Das Geschrei kleiner Kinder macht mich nervös, meine Amtsgeschäfte sorgen ohnehin dafür, daß meine Nerven geschwächt werden. Du solltest auch nicht den ganzen Tag im Kinderzimmer zubringen, die Wartefrau ist ja eine zuverlässige Person. Du willst feine Gesellschaften besuchen und keine geben, und doch wären wir es den Rücksichten auf unsere Stellung schuldig, daß wir uns in den Kreisen bewegen, zu denen wir gehören." Anna hatte vor dem finsteren Blick ihres Gatten die Wimpern gesenkt, mit dem Schlüsselkörbchen in der Hand stand sie bereits an der Tür. Wenn du es willst, so werde ich es tun," sagte sie leise; ,, Du weißt aber, wie sehr ich alle geräuschvollen Feste hasse und wie gleichgiltig mir-" Ich weiß das alles, weiß auch, daß du dich noch immer nicht in deine gesellschaftliche Stellung und die Rücksichten, die dir durch sie auferlegt werden, hineinfinden kannst," unterbrach er sie, und da meine Wünsche dir nichts gelten, so muß ich eben befehlen. Im nächsten Monat werden die Winterfestlichkeiten beginnen, ich lasse keine Entschuldigung mehr gelten; sorge für die nötige Garderobe und spare in diesem Punkte nicht. Verstanden?" Ich werde einer großen Summe bedürfen-" " Meinetwegen! Der Herr Papa wird wohl seine Versprechungen einlösen, ich werde ihn heute noch daran erinnern." Der Rat hatte sich bei den letzten Worten erhoben, er nahm die Papiere vom Tisch und verließ das Zimmer, ohne mit einem freundlichen Wort oder Blick von seiner Gattin Abschied zu nehmen. Er wanderte durch die Bureaux, mit spähenden Blicken jeden Schreiber musternd; vor einem Polizeikommissär, der ihn offenbar erwartet hatte, blieb er stehen. Peter Schönbach ist zur Stelle," meldete der Kommissär. Er weigerte sich anfangs, der Zitation Folge zu leisten, wir mußten kurzen Prozeß machen." „ Der Lump!" brummte der Rat. Wie lange wohnt er schon im Weißen Lamm?" ,, Seit gestern Abend." ,, Sind seine Sachen durchsucht worden?" „ Das machte keine große Mühe," antwortete der Kommissär ironisch.„ Das Felleisen enthielt einige Kleidungsstücke und Werkzeuge, außerdem liegen in seinem Zimmer noch einige Kupferplatten ,, Keine Papiere?" ,, Nein, Herr Rat." ,, Hm, wir werden sehen! Wenn ich schelle, lassen Sie den Mann eintreten." Appel öffnete jetzt die Tür seines Dienstkabinetts, sein erster Blick fiel auf einen jungen Stußer, der eben im Begriff stand, seinen eleganten Rock mit einer alten abgetragenen Uniform zu vertauschen, Bei dir scheint's heute spät Tag geworden zu sein, Gustav," sagte er in beißendem Tone, ich glaube, es wäre zweckmäßiger, du bliebest ganz zu Hause." Was soll ich hier den ganzen Tag?" erwiederte sein Schwager achselzuckend, während er vor dem Spiegel mit einem Taschenbürstchen über das sorgsam frisierte Haupt und den langen blonden Vollbart strich. Lohnschreiber bin ich nicht, ich soll hier nur lernen und mich auf die höhere Karrière vorbereiten; dazu genügen täglich einige Stunden vollkommen." ,, Und die übrigen Stunden?" fragte der Polizeirat scharf, der an seinem Schreibtisch Platz genommen hatte und die Briefe, die dort lagen, öffnete. Werden sie auch dem Lernen und Vorbereiten gewidmet? Du bist in schlechter Gesellschaft, Gustav, wenigstens warst du es in der vergangenen Nacht." Werde ich auch kontrolliert, da ich doch selbst zur Polizei gehöre?" ſpotte Gustav, der nun auch sich vor seinem Tische niederließ.„ Das iſt ſtark!" ,, Aber notwendig!" entgegnete sein Schwager.„ Wir leben in einer Reſidenzstadt, und für alles, was hier ge= schieht, werde ich verantwortlich gemacht, da muß ich doch alles wissen." „ Ich glaube wahrhaftig, wenn ich gegen den Fürſten irgend etwas im Schilde führte, du würdest dich keinen Augenblick bedenken, mich dem Richter zu überliefern." ,, Nein, keinen Augenblick! Uebrigens scherze mit solchen Dingen nicht, ich könnte den Scherz mißverstehen und dich schärfer überwachen lassen, die Folgen würden dir unangenehm sein. Hüte dich auch vor der Gesellschaft, in der du gestern warst. Halte dich zu den Herrn vom Hofe Als ob unter ihnen keine Unzufriedene wären," unterbrach Guſtav ihn spöttisch.„ Ich hatte kürzlich noch Gelegenheit, einige dieser Herren ihre Meinungen aussprechen zu hören, dir müssen an jenem Abend die Ohren nicht schlecht geflungen haben." „ Wer war's?" fragte der Rat mit einem lauernden Blick auf seinen Schwager. Ich bin fein Spion." „ So, so, das heißt mit anderen Worten, du bist kein guter Untertan. Du bist Beamter der Polizei und weigerst dich, sie in ihrem schwierigen Amte zu unterstützen?" will." Durchaus nicht, ich sage nur, daß ich nicht denuzieren Deine Familie darf also in deiner Gegenwart ungestraft beschimpft werden?" ,, Von meiner Familie war keine Rede." „ Aber von mir, wie du vorhin sagteſt.“ „ Nein, nur von der Polizei im allgemeinen, und in mancher Beziehung hatten die Herren Recht. Es sind in der letzten Zeit gerade von uns Uebergriffe begangen worden, die das Gesetz nicht billigt, und wenn auch die Polizei in gewissem Grade hier bei uns allmächtig ist, darf sie doch das Gesetz nicht unter die Füße treten." Jäh blißte der Zorn in den finsteren Augen des Rates auf, aber er bezwang sich, er mochte wohl an die Horcher im Nebenzimmer denken, er wußte nur zu wohl, daß er bei seinen Untergebenen nicht beliebt war. Seine Härte und seine Rücksichtslosigkeit entfremdeten ihm Jeden, der mit ihm in Berührung fam; man vollzog seine Befehle, aber nur Gehorsam durfte er fordern, Achtung und Liebe blieben ihm versagt. „ Du redeſt von Dingen, die du nicht verstehst," sagte er mit beleidigender Geringschäßung, wir werden später weiter darüber sprechen.- Kennst du einen gewissen Schönbach?" „ Den Museumskustos?" ,, Nein, dessen Bruder." ,, Habe nicht die Ehre." ,, Wäre auch keine besondere Ehre," spottete der Rat ,,, der Mann beklagt sich über eure Familie, dein Großvater soll ( Fortsetzung folgt.), seinen Vater betrogen haben." M Des Menschen Sinne find wie off'ne Fenster: Was nicht verscheucht wird, fliegt hinein. Sind's gute Geister? Sind es Nachtgespenster? Sie lassen jeden Gast gedeih'n... Und dienen so im Weltgetümmel, Der Hölle bald und bald dem Himmel. 3 Siebenmal verlobt. Humoreske nach dem Amerikanischen von Emma Kohli. ( Nachdruck verboten.) „ Es hilft nichts, mein Junge", sagte Onkel Rodrigo in cuvas kläglichem Tone, du mußt dich jetzt entschließen, und je eher du es tust, desto leichter wird es dir werden. Sei bernünftig und mach dich morgen auf den Weg."„ Aber, lieber Onkel, ich muß dir nochmals sagen" Aber, lieber Neffe, du hast es schon so oft gesagt, daß du dir die Wieder holung sparen kannst. Außerdem erweisen sich all deine Gründe und Ausflüchte hinfällig gegenüber den Argumenten, die ich dir vorgeführt habe, und die wirklich schwerwiegender für dich sein sollten als alles, was ich selber zu Gunsten der Sache noch sagen könnte. Du weißt, es war der entschiedene Wunsch deines seligen Vaters, mein lieber Arthur, daß du Heiratest, ehe du dreißig Jahre alt würdest."„ Aber ich bin noch nicht dreißig Jahre."-„ Du wirst es in vier Wochen", sagte mein Onkel mit wunderbarem Gedächtnis. Ich sollte meinen, da wäre doch kein Tag zu verlieren." ― Nun ja. lieber Onkel, indessen-"" Ich will die Sache kurz abschneiden", unterbrach mich mein Onkel.„ Wenn du mich durch Widerspruch reizest, werde ich dir den Rücken zukehren, wie weiland unser alter Kaiser Wilhelm dem Benedetti; und auf dich fällt dann die Verantwortung für die Folgen unserer künftigen Feindseligkeiten. Willst du das auf dein Gewissen nehmen?"- Um alles in der Welt nicht!" rief ich erschrocken, ohne dabei ein belustigtes Lächeln unterdrücken zu können.„ Uebrigens, Onkel, was glaubst du, wären die Folgen gewesen, wenn Preußen im Jahre 1870 " Wir wollen diesen Gegenstand bei einer nicht sofort fünftigen Gelegenheit besprechen", fiel Onkel Rodrigo mir abermals ins Wort.„ Inzwischen begib dich dahin, wo dich zwar nicht Kriegsruhm und Beuteschäße, aber Liebe, Schönheit und edle Weiblichkeit erwarten."„ Es scheint also, daß meine Zufünftige schon gefunden ist?"" Gefunden, ja! ausgewählt, nein!" So ist mehr als eine Bewerberin um meine Zuneigung vorhanden?"-„ Es sind- warte mal!" sagte mein Onkel nachdenklich, indem er an den ausgespreizten Fingern seiner linken Hand zählte, sieben!" -Sieben? Gott steh' mir bei!"-„ Das heißt, eigentlich nur sechs", fuhr er unbeirrt fort. Mein alter Freund und Kriegskamerad, Heinz Gadow, hat sieben Töchter. Eine da von, ein liebes, gutes Kind, ist leider gelähmt. Aus den Anderen, so wünschen wir beide, Heinz sowohl als ich, sollst du dir eine Lebensgefährtin aussuchen. Du hast bis jetzt immer nur mit einer fast an Verachtung streifenden Gleich giltigkeit von dem ganzen weiblichen Geschlecht gesprochen, daher hoffe ich, lieber Junge, daß du um so williger auf unsere Pläne eingehen wirst." ,, Aber Onkel, ich kenne die guten Leute ja fast gar nicht." ,, Nenne sie gefälligst nicht " gute Leute", als ob sie Tagelöhner waren", sagte mein Onkel ärgerlich. Wenn du sie nicht kennst, so kennen sie dich! Sie haben dich im vorigen Jahre auf dem landwirtschaftlichen Fest gesehen und mein alter Heinz schrieb mir damals, daß er eine besondere Zuneigung zu dir gefaßt hätte. Und ich möchte nichts verraten- aber ich kann dir sagen, daß eine von den fünf lieben Mädels, die mit auf dem Fest waren, obgleich du dich so wenig um sie gefümmert hast, ihr Herz an dich verloren hat."" Ich bin froh, daß es nur eine ist", sagte ich lachend.„ Aber Onkel, sprichst du im Ernst? Dann solltest du mir offen sagen, auf welche von ihnen du anspielst."" Hm, entschuldige, das kann ich nicht", sagte Onkel Rodrigo geheimnisvoll. ,, Wollte ich Helene bezeichnen, so könnte ich damit ein Unrecht gegen Gertrud begehen, und wenn ich auf Hilda hindeutete, würden deine Gedanken dadurch vielleicht von Elli abgezogen, deren Ansprüche möglicherweise denen der guten Aenni in den Weg treten möchten, während inzwischen das niedliche Gretchen-"" Genug, genug, lieber Onkel," rief ich, laß denn lieber den Zweifel bestehen. Er giebt der ganzen Expedition einen geheimnisvollen Reiz. Aber es ist noch eine Schwierigkeit dabei."„ Ich sehe feine", sagte mein Onkel ungeduldig.—„ Wenn ich es nur. unmöglich fände, unter so viel Schönheit und Liebenswürdig ,, Ach, weiter nichts?" sagte feit meine Wahl zu treffen." Onkel Rodrigo sehr erleichtert. Die Schwierigkeit ist leicht zu beseitigen. Laß den Vater, meinen alten Heinz, für dich auswählen. Er muß ja seine Kinder am besten beurteilen können. Und ich glaube, ich kann Dir sogar sagen, daß er bereits in dieser Beziehung seine Beschlüsse gefaßt hat", fügte er ganz vergnügt hinzu.„ Ich bin überzeugt davon, daß er sehr gütig iſt," sagte ich. Aber, Onkelchen, schon morgen?" Wie ich es dir gesagt habe," erwiderte Onkel Rodrigo. Es war meines seligen Bruders, deines lieben Vaters, ernstlicher Wunsch, daß ein direkter Erbe in unserer Familie sein möchte, und er nannte das dreißigste Lebensjahr als den allerspätesten Termin deiner Verheiratung. Du hast es bis jetzt versäumt, die nötigen Schritte dazu zu thun und deine Wahl zu treffen, und ich will mich hängen lassen, wenn du jemals Luſt hast, sie zu treffen, mein Bürschchen!- Nun merke dir! wenn du es nicht tust, werde ich es tun. Man hat oft gehört, daß Männer von sechszig Jahren noch heiraten,- gewöhnlich irgend einen Backfisch von achtzehn! und ich kenne ein niedliches, kleines Persönchen der Art, eben aus der Pension gekommen, der du nicht umhin könntest, deinen Respekt zu bezeugen, wenn ich sie zu deiner Tante gemacht hätte. Was meine Testaments bestimmungen betrifft, so habe ich niemals daraus ein Geheimnis gemacht, du bist mein alleiniger Erbe. Aber wenn ich heiratete, würden meine Frau und Kinder den größten Teil meines Vermögens in Anspruch nehmen, und mit deinen Aussichten für die Zukunft sähe es dann ziemlich übel aus. Nun, mein lieber Junge, befreie mich von dieser Verantwortlichkeit. Mach dich auf und fahre morgen nach Borntuchen zu meinen lieben Gadows und laß mich durch deinen ersten Brief wissen, Der gute alte Mann streckte daß du dich verlobt hast." mir seine Hand hin, ich drückte sie als Zeichen der Zuſtimmung und der nächste Tag fand mich auf der Reise zu Herrn von Gadows Landsize. Die langweilige Eisenbahnfahrt suchte ich mir durch angenehme Zukunftsträumereien zu verkürzen. Ich war in Wirklichkeit gar kein so entschiedener Ehe- und Weiberhasser, wie mein guter Onkel annahm, sondern im Gegenteil ganz bereit, mich unter das sanfte Joch des Ewig- Weiblichen zu beugen. Nur mußte man mir den Weg dazu etwas ebnen und keine hervorragenden Kraftanstrengungen und Müheleistungen dabei von mir verlangen. Ich hätte all' diesen zarten weiblichen Wesen, die sich gleich mir erfolglos nach einem Anschluß fürs Leben sehnten, zurufen mögen: ,, Geht den Männern fühn entgegen; ihr gewinnt sie, auf mein Wort!"- Und nun war ich auf dem Wege, sieben holden Kindern die Gelegenheit zu einem kühnen Entgegenkommen in betreff meiner werten Person zu geben. Sieben!- von denen eine- wie interessant und schmeichelhaft für mich!— ohne mein Zutun schon eine heftige Leidenschaft für mich gefaßt hatte. Es würde mir gewiß nicht schwer werden, diese eine aus der Schar der Schwestern herauszufinden. Ich malte mir inzwischen ihr Bild in den lieblichsten Farben aus und war ganz erstaunt, wie schnell mir die Zeit dabei_vergangen war, als der Schaffner den Namen der kleinen Stadt ausrief, die meine Endstation bildete. Das borntuchener Herrenhaus war auf einem hübschen schattigen Fußwege in einer Viertelstunde von dort zu erreichen, und so wanderte ich, nachdem ich mein Gepäck im ersten und einzigen Gasthause des Städtchens untergebracht hatte, in erwartungsvoller Stimmung dorthin. – Man wies mich sogleich in den parkähnlichen Garten, wo ich die ganze Familie versammelt fand. Sechs von den Töchtern waren auf dem großen freien Plate in Gesellschaft einiger junger Herren, wahrscheinlich Besucher aus der Nachbarschaft, mit Tennisspielen beschäftigt, während Herr und Frau von Gadow mit der Gelähmten, die in einem Rollstuhle lag, dem Spiele zusahen. Der Vater bemerkte mich zuerst und kam mir mit einem„ Halloh, Herr von Heyden, da sind sie ja!"— als ob er mich schon lange erwartet hätte entgegen. Onkel Rodrigos alter Kriegskamerad war ein korpulenter robuster Herr mit etwas derben Manieren, sodaß man leicht in den verzeihlichen Irrtum verfallen konnte, ihn für ein wenig gewöhnlich" zu halten. Er schien aber auf diese Derbheit gerade stolz zu sein, da er sie wohl für einen notwendigen außergewö arteten w der in Art folgen fan falls feiter fftellen. Selbr Bo Demsdorf unterſtüpter berkennbar wohnungsf nijationen falldete nisation in niſters de Er zählt gezeichnete bon Don denen jamten Ge meinnigio Merandro Feder Nachdruck, auch einzelner Artikel, wird strafrechtl. verfolgt. Antiche Mode 13. Jahrgang. nfpaltige Betttzelle für ganz b Marburg 10 Pfg. fonft 15% Setitzeile 30 resp. 40 Pfg. gslifte No. 3269. :: Gießen, Seltersweg 88 anschluß Nr. 362. und Handarbeiten Braktische illuftr. Frauen- Zeitung, EMIL OST Nachf. X. Monat februar 1904. Hierzu Schnittmusterbogen Nr. 2, enthaltend die Schnitte zu Fig. 1-6. = Die Nummern der Figuren stimmen mit denen des Schnittmusterbogens überein Fig. 1. Besuchskleid aus Crêpe de Chine mit Filetspitzen und geknoteten Goldschnürchen. Fig. 2. Besuchskleid aus musselinchiffon mit Trish Guipurespitzen. Fig. 3. Besuchskleid aus schwarzem oder maulwurffarbigem Caffet mit Einfassung aus Goldbörtchen. - Allerlei von der Mode.- Eine an historische Vorbilder gemahnende Mode sind die breiten, hohen Schnebbengürtel, die der bisher üblich gewesenen Form der Blusentaille ein ganz verändertes Aussehen verleihen. Man drapiert sie aus weichem Velours- Musselin, aus Pannesamt, breitem Satin Liberty Band und diskret mit Gold durchwebtem oder be nähtem Seidenstoff und gibt ihnen eine Menge ganz kleiner Schleifen, allenfalls aus Goldband, bei, die dem ganzen Kleide einen kostümUeberhaupt ist manches jetzige artigen Charakter verleihen. Ballkleid schwer vom Kostüm zu unterscheiden, teils durch historische Anklänge, teils durch die halblose form, die dem Genre der Reformkleidung entspricht und bei Phantasie kostümen viel in Anwendung kommt. Mit Blusen oder Schnebbentaillen - Wir machen Ste ferner darauf aufmerksam, daß bet außergewöhnlicher Witterung, sowie unter besonders gearteten wirtschaftlichen Verhältnissen eine Verschiebung der in Art. 11 bis 13 festgesezten Termine ducch uns erfolgen kann. Dahin gehende Anträge wären eintretendenfalls seitens des Wiesenvorstandes rechtzeitig bei uns zu stellen. J. V.: Dr. Kranzbühler. Selbsthilfe und Wohnungsfürforge. ( Von unserem parlamentarischen Mitarbeiter.) Demsdorf einen Bericht über die von dem Reich unterstüßten Baugenossenschaften ab, in dem unverkennbar der Keim zu einer systematischen Reichswohnungsfürsorge enthalten ist. Im ganen haben 35 Organisationen die Unterstüßung aus den sozialen Versicherungsfassen erhalten. Die größte davon ist der im Jahre 1890 gegründete Beamtenwohnungsverein zu Berlin, der vor furzem in Deutsch- Wilmersdorf unter dem Beisein des Ministers des Inneren eine Anzahl Wohnungen eröffnet hat. Er zählt im ganzen nahezu 9000 Mitglieder und hat ein gezeichnetes Geschäftskapital von über 2½ Millionen Mark, bon denen etwa 57 Prozent eingezahlt sind. Mit diesem Gelde sind im ganzen 21 Häuser errichtet worden, die einschließlich des Bodenwertes ein Kapital in Höhe des gesamten Geschäftskapitals repräsentieren. Die Berliner gemeinnüßige Bodengesellschaft mit der daran angeschlossenen Alexandraſtiftung, die bereits aus dem Jabre 1848 ſtammt, zurud. kombinierte Ballkleider haben weite, d. h. breit abstehende, sehr faltenreiche Röcke, die duftiges oder weiches Material erfordern. Ein neues Seidengewebe, das unter dem Namen ,, Messaline" in allen Farben am Lager gehalten wird, eignet sich neben dem duftigen und doch schönen faltenfall erzielenden Musselinchiffon ganz besonders zu den faltenreichen Ballkleidern; es ist von leuch fendem Glanz und weicher, schmiegsamer Feinheit. Die modernen Ballfrisuren sind hoch und gleichfalls an histo rische Vorbilder gemahnend. Man verziert sie mit Kränzchen aus Fleinblütigen Blumen, mit Bandschleifen und Flitterschmuck, je nach dem, für welches Alter sie bestimmt sind. Es versteht sich von selbst, daß die in erster Blüte stehende Jugend Das japanische Marinedepartement glaubt genügenden Grund zu der Annahme zu haben, daß das vom„ Hayatori" getroffene russische Schiff der Kreuzer Bojarin" gewesen ist. Wie groß der Schaden gewesen ist, den er davongetragen, darüber fehlen bisher genaue Nachrichten. Das vom„ Asagiri" zerstörte Schiff war ein mit der Rekognoszierung beauftragtes Torpedoboot. Der künftige Landkrieg vird sich, dies kann nicht häufig genug betont werden, an der Jalulinie und auf der Halbinsel Liaotung abspielen. Nachfolgend eine kurze Uebersicht über die voraussichtlichen Operationen. Im Osten von Korea dient Gensan als Stüßpunkt für eine japanische Armee, die nach Nordwesten gegen den oberen Lauf des Jalu vorgeht. Die Japaner kennen die Gegend genau vom Jahre 1894 her, wo sie ebenfalls in Gensan gelandet sind. Eine hier zusammengezogene Armee fann als Flantenschutz gegen Nordosten für eine andere dienen, die an der Jalumündung ausgeschifft wird, um einen Gegner aufzusuchen, welcher Mukden und die Bahn nach Port Arthur decken will. Es wurde gemeldet, daß Föngwangtschöng, das etwa 80 Kilometer nordwestlich der Jalumündung liegt, von den Russen stark besetzt und durch Feldbefestigungen gesichert werde. Damit wäre die Straße gesperrt, welche nach Mukden geht und auf welcher 1894 ein Teil der Armee des Marschalls Yamagata vorging. Die Provinz Liaotung ist von zahlreichen Gebirgszügen durchquert, die von Westsüdwest nach Ostnordost streichen. Liefe Mulden, in denen die Flüsse laufen, denen die Wege teilweise folgen, trennen die parallelgebenden Ketten voneinander. ung) und Umgebung. n Oberhessen. ellungen gegen einen Vormarsch n Mandschurei. Die Herrschaft r besitzen, ermöglicht ihnen aber Halbinsel, auf deren Spitze Port id etwa von der Gegend von Bahn von Mukden vorzugehen. jäter die Etappenlinie über See des russischen Geschwaders durch erden, die damit allerdings gee Hauptquartier. ßnahmen ist die Nachricht, daß jeinem Stabe nach Charbin beEr befindet sich damit in dem Streitkräfte. Von Nordwesten von Osten die Linie von WlaStrecke von Niutschwang. Die schen Verwaltung für die Manseinen großen Aufschwung ge= das Oberkommando am besten die eintreffenden Verstärkungen ig sind. Im allgmeinen lassen ischen Streitkräfte unterscheiden. gebung steht eine etwa 15 000 nter das dritte sibirische Armeeiutschwang- Tafuschau- Föngwanginter ihm das zweite Korps im n von Wladiwostok nach Süden richt, daß vom letztern ein Detaordkorea entsandt ist, bedarf der der in Port Arthur ist mit Ausn der Kreuzerdivision in Wladichen Gewässern erschienen war, eue Nachrichten. Neutralität Chinas? unkontrollierbares Telegramm, er gelangt ist, verbreitet die aufaß die Japaner in Tschingwan3 von den Russen besezten starken ndet seien. Tschingwangtao ist wenn sich die Nachricht bewahr: die Störung des Weltfriedens eite sein. Jedoch ist es gut, fich usehr zu beunruhigen. Auch diese einer Lügenfabrik sein. Schickten litisches Witblatt sich ausdrückt, Zeitungen ganze Scharen von forrespondenten nach dem Osten. ; ein solch findiger Herr den sonst igenden Berichten noch eine beegenden Gewürzes beimischen des Pacific- Geschwaders der VerEvans berichtete neulich dem Niutschwang ungeordnete Verachte von Nachrichten Meldung, tische und amerikanische Handelsautet, falls das amerikanische Gefahr geraten sollte, so würden boot Helena" gelandet werden, : Regierung, weder Rußland noch man allmählich zu der Einsicht, n recht harte Sträuße zu bestehen igskommuniqué spricht offen aus, jaben müsse, ehe es so weit sein Herausforderung gerächt sein wan vertraut aver fest auf den Mut und die Tüchtigkeit der russischen Soldaten. wurde. Kaiser Wilhelm hat den Kaiser von Rußland und die Kaiserin von Japan davon in Kenntnis gesetzt, daß die deutschen Lazarette in Tsingtau und Yokohama für Kriegsverwundete zur Verfügung stehen. Die Politik. Ungarische Blätter wissen zu berichten, die deutsche Regierung trage sich unter dem Drucke der Rechten mit dem Gedanken, in naher Zeit die bestehenden Handelsverträge zu kündigen. Diese Meldung, die zweifelsohne auch von vielen deutschen Blättern gläubig nachgedruckt werden wird, ist, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter meldet, von Anfang bis zu Ende ein müßiges Hirngespinst. In zwölfter Stunde hat die sächsische Regierung erfreulicherweise noch einmal den Versuch gemacht, den drohenden Leipziger Krankenkassen- und Aerzte- Streit gütlich beizulegen. Nachdem die Einigungsverhandlungen bereits endgültig gescheitert schienen, hat die Regierung die Vertreter beider Parteien zu einer nochmaligen Verhandlung einberufen, die am Mittwoch Abend unter dem Vorsitz des königlichen Kreishauptmanns stattfand und das Ergebnis hatte, daß beide Parteien nochmals zu den Regierungsanträgen Stellung nehmen werden. Sowohl der Kassenvorstand wie die Aerzteschaft beriefen bereits für Donnerstag Abend neue und hochangesehen. befestigen, das alles fame auch uns zugute. erhoben werden und sich in der Gunst des Fürſten noch mehr ich das Projeft nur billigen, die betreffende Dame ist reich bor Torheit nicht, indeffen in dem vorliegenden Falle kann Na, dann sprich auch nicht weiter babon. Dein Vater würde in den Adelsstand Du verstehst Alter schütt mich doch, Anna?" Die iun und ftrich noch einige Kupferplatten stilde und Werkzeuge, außerdem liegen in seinem Zimmer Mann eintreten." " Nein, Herr Rat." Reine Papiere?" Appel öffnete jetzt die Tür seines Dienstkabinetts, " Sm, wir werden sehen! Wenn ich schelle, lassen Sie den sein uf ging jungen Stuber her chen im Ma Sind's gute Geister? Nud dienen so im Weltgetümmel, Der Hölle bald und bald dem Himmel. Sie laffen jeden Gast gedeih'n... Was nicht verscheucht wird, fliegt hinein. Sind es Nachtgespenster? Des Menschen Sinne sind wie off'ne Fenster: Ontel," rief ich, laß denn lteber den Zweifel bestehen. giebt der ganzen Expedition einen geheimnisvollen Reiz. feine", sagte mein Onkel ungeduldig. Aber es ist noch eine Schwierigkeit dabei." unmöglich fände, unter so viel Schönheit und Liebenswürdig* nterego sehr erleichtert. Wahl zu treffen." zu befcitio ,, Ach, Sen Bater, meinen alten Seina " Die etterfeit ist leicht ,, Wenn ich es nur. nichts?" sagte penster? Fia. 4. Abendkleid aus musselinchiffon mit Blendenbes Ballkleid aus lius er: Wir m außergewöh arteten wir der in Art. folgen fann. falls feitens ftellen. ganz Zur rechten Stunde strahlt die Sonne Zur rechten Zeit die Wolken ziehn. зи erreichen, wenn zur fleine Kränzchen und Bandschleifen wählt. Je nach der Form des Gesichtchens muß frisiert werden, was ganz gut möglich ist, da eine ganz geschrieben ist. Der Jugend steht das einfach gescheiteltes, lose ge scheiteltes, lose gestecktes und mit kleinen Bandschleifen verziertes Haar ist oft bestimmte Art von Frisuren nicht vor von besserer Wirkung als eine kunstvoll von geübter Hand aufgebaute Frisur mit anspruchsvollem Zierat. Toilette passend, Schleifen aus Flitterd. h. sie soll sich selber schmücken tüll, schwarz und Silber oder Gold, aus opalisierendem Flitter oder ganz Diese Schleifen sind sehr kleidsam und aus Goldſcheibchen zuſammengestellt. Recht zu, mit wenig viel mit Anwendung von Reife Damen wählen, ein gewählt; wenig Mühe leicht angefertigt werden. Die Ballunterröcke werden jetzt Fönnen man gibt dem weichen, duftigen Ba nicht mehr in weißer Seide tist den Vorzug vor dem ſtarren Taffet, entschädigt sich aber dafür mit reichem etwa die halbe Höhe des Rockes einSpitzenbesatz und Bandschmuck, der nimmt und durch allerlei falbel- und Dolantgarnituren bereichert wird. Da erwa setzt man die Spitzen in Form von Drei, Vier und Achtecken ein, umund besetzt sie allenfalls mit gibt sie mit schmalen Bändchenrüschen, läßt Bandschleifen von ihnen herabflattern bei kleinen aneinandergereihten Bändchens schlupfen, die sich auch, wie die Wiener Mode" schreibt, abwechselnd zu Rosetten vereinigen können. Das Putzen eines solchen Unterrockes eraller fordert dings viel Mühe aber die Mode noch niebat an solchen klei nen Hemnissen großen und Geschicklich, Zeitaufwand und feit Anstand Dem jetzt so beliebten Genre an den Toiletten entsprechend, haben sich die Ballschuhe mit Kreuzbändern emen guten Sitz ermöglichen und den Schuh am angetan, genommen! mais die Fuß tadellos festhalten. DIVEN verbunden sind. Fig. 2. Den Aufpuz angegebener Art mit Man faßt dabei den um Abnehmen einrichten Den Aufputz geben Vierecke aus gedurch den Spitzenbesatz sichtbar wird, und Fig. 1-3. Drei Besuchskleider. Fig. 1. Die Blusentaille hat allenfalls zum anpassendes Futter und schließt unabhängig von diesem vorn in der ringsum über. Mitte mit Druckknöpfen. Der Oberstoff wird in Passenlänge seitlich, wie an der Abbildung angegeben, in mehreren Reihen eingezogen, Den kleinen Halsausschnitt ergänzt ein Plastron aus gereihtem, weißem Die sehr weiten Aermel haben bis fast zum Ellbogen reichende, immer der Blusentoille gibt eine irische Spitze, die in Sattelform anzubringen ist und die Blusentaille langachselig gestaltet. Der Form der Passe nach wird der Oberstoff in Entfernungen von 2-2/ 2 Ctm. in Parallelreihen mehreren in Entfernungen geknotet n Goldschnüren klöppelter, Filet- oder irischer Spaße, die in schmalen Säumchens auf die Nadel. kleiner werdende Schoppen aus Musselinchiffon. so gezogen, daß sich kleine Schöppchen formen. allenfalls doch nur so breit, als Musselinchiffon, das man hängt Fig. 6. Ballkleid mit inkrustierten Tüllfiguren und musselinrosen. Zu den Abbildungen. Stoff in form eines kann. Die Zug Zur rechten Stunde kommt die Wonne; Zur rechten Zeit die Freuden fliehn! Caffet vers mit denen die das unabhängig vont eingefaßt sind. dunkelbrauner schmalen Ansatzvolant verzieren kann. reihen werden immer schmäler; den untersten schließen sich dreieckige Spitzenteile an, die aufgesetzt oder inkrustiert werden können. Die Aermel haben enges futter und sehr bauschig überfallenden Oberstoff, dem sich zwei Schoppen anschließen. Diese sind mit den Schoppen im ganzen ge schnitten. Der Rock ist aus runden Bahnen zusammengestellt und mit einer Grundform versehen, die man allen. Material: 12-14 mtr. Musselinchiffon. Fig. 3. Als wendet; den Aufputz geben Goldborten, mit Material wird schwarzer falls mit einen einem oder der Bluse und lernte duffic wirfte Sp 23 nach unten zu rofafarbigen Bändchen find unabhängig v Bahnen zufam fich halbe, mit ' 9 & Fig. 6. Die aus tief Außenseite an ihrer Oberstoff mit Haken schließt. Dieser verbindet sich vorn in der Mitte auf gleiche Weise. Die Uermel sind, wie dies geschlitzt und mit herausquellenden Plissees aus gleich artigem Stoff versehen, die nach unten hin reicher auftreten, d. h. breiter werden und dichter zusammenzuschieben sind. an der Abbildung deutlich ersichtlich, an Blusentaille hat anpassendes Gürtel aus Satin falten Liberty Band. Material: 12-14 Mtr. Taffet. bend. Fig. 4. kleid aus schwatsem Musselinchiffon. Der Rock bleibt aus unab ge Taffet hängig von seiner schnittenen Grund form. Er wird aus Blendengarniturent bollständig runden מון breiten. Län a der besetzt. Diese bilden sich aus abgesäum tem Musselinchiffon bei dem de klei in Sännchen zwvi und ge nach angebrachy Rüschchen, die aushrägfadigen S rei fin: fen ; וויין: aufliegt. mehre e einzureitzen sind und die Säumtenblei den begrenzen. Die Blusentaille tänat ringsum duftig über und hat als ein zigen Aufputz eine breite Berte aus ebenfalls de: Länge abgefäumten Musselinchiffon, die aber glockig zu schneiden ist, so daß sie in Form eines Die Kantierung des Bertenkragens gibt Dolants ge Rüschen besatz. Ein gleicher begrenzt den Aus ein mehrmals zogener schnitt und die reichen, aus 2 Volants bestehenden Aermel. Gürtel aus Satin Liberty Band. Material: 16-17 Mtr. Musselinchiffon. fig. 5. Ballkleid aus hellrosa arbigem Musselinchiffon. gehaltene Den Aufputz des Kleides aeben in verschiedenen Schattierungen von HellSchlupfen aus Ci bertybändchen, bei denen an der Achfelgarnitur rosa bellsten die 27uncen ип бицфилой farbe des M Dolantberte au usschnittkante dmel aus Mu Teil des Urme Un der Saum et wunweile vuca) vie oureaux, mi spaŋenden Blicken jeden Schreiber musternd; vor einem Polizeikommissär, der ihn offenbar erwartet hatte, blieb er stehen. Peter Schönbach ist zur Stelle," meldete der Kommissär. Er weigerte sich anfangs, der Zitation Folge zu leisten, wir mußten kurzen Prozeß machen." Der Lump!" brummte der Rat. Wie lange wohnt er schon im Weißen Lamm?" ,, Seit gestern Abend." ,, Sind seine Sachen durchsucht worden?" " Das machte keine große Mühe," antwortete der Kommissär ironisch.„ Das Felleisen enthielt einige Kleidungshorsam durfte er fordern, Achtung und Liebe blieben ihm Berührung fam; man vollzog seine Befehle, aber nur Gebersagt. „ Du redest von Dingen, die du nicht verstehst," sagte er mit beleidigender Geringschätzung ,,,, wir werden später weiter darüber sprechen.- Kennst du einen gewissen Schönbach?" „ Den Museumskustos?" ,, Nein, dessen Bruder." ,, Habe nicht die Ehre." Wäre auch keine besondere Ehre," spottete der Rat ,,, der Mann beklagt sich über eure Familie, dein Großvater soll seinen Vater betrogen haben." ( Fortsetzung folgt.) na Kohli. verboten.) Rodrigo in hließen, und verden. Set eg."„ Aber, Aber, lieber die Wiederh all deine Argumenten, oerwiegender Gunsten der entschiedene jur, daß du -„ Aber ich es in vier Gedächtnis. erlieren."- Al die Sache „ Wenn du 1 Rücken zu 1 dem Beneung für die du das auf Welt nicht!" icheln unterglaubst du, Jahre 1870 id bei einer Rodrigo mir hin, wo dich iebe, Schönscheint also, ,, Gefunden, eine Bewer„ Es sind m er an den e,„ sieben!" ßt, eigentlich Freund und Selbfth ( Von u Demsdorf ei unterftigten verkennbar d ilation die Laen erhalten gegründete B furzem in D De nifters FOL Er zählt im Geenen eff find im Schließlich des famten Geidia Alexandraitiftu meinnüßige Onkel," rief ich ,,, laß denn lieber den Zweifel bestehen. Gr giebt der ganzen Expedition einen geheimnisvollen Reiz. Aber es ist noch eine Schwierigkeit dabei."-" Ich seh feine", sagte mein Onkel ungeduldig. Wenn ich es nur. unmöglich fände, unter so viel Schönheit und Liebenswürdigfeit meine Wahl zu treffen."„ Ach, weiter nichts?" sagte Onkel Rodrigo sehr erleichtert. Die Schwierigkeit ist leicht zu beseitigen. Laß den Vater, meinen alten Heinz, für dich auswählen. Er muß ja seine Kinder am besten beurteilen können. Und ich glaube, ich kann Dir sogar sagen, daß er bereits in dieser Beziehung seine Beschlüsse gefaßt hat". fügte er ganz bergnügt hinzu." Ich bin überzeugt davon, daß er sehr gütig ist, sagte ich.„ Aber, Onkelchen, schon morgen?" Wie ich es dir gesagt habe," erwiderte Onkel Rodrigo. Es war meines seligen Bruders, deines lieben Vaters, ernstlicher Wunsch, daß ein direkter Erbe in unserer Familie sein möchte, und er nannte das dreißigste Lebensjahr als den allerspätesten Termin deiner Verheiratung. Du hast es bis jetzt versäumt, die nötigen Schritte dazu zu thun und deine Wahl zu treffen, und ich will mich hängen lassen, wenn du jemals Lust hast, sie zu treffen, mein Bürschchen!- Nun merke dir! wenn du es nicht tust, werde ich es tun. Man hat oft gehört, daß Männer von sechszig Jahren noch heiraten, gewöhnlich irgend einen Backfisch von achtzehn! und ich kenne ein niedliches, kleines Persönchen der Art, eben aus der Pension gekommen, der du nicht umhin könntest, deinen Respekt zu bezeugen, wenn ich sie zu deiner Tante gemacht hätte. Was meine Testaments bestimmungen betrifft, so habe ich niemals daraus ein Geheimnis gemacht, du bist mein alleiniger Erbe. Aber wenn ich heiratete, würden meine Frau und Kinder den größten Teil meines Vermögens in Anspruch nehmen, und mit deinen Aussichten für die Zukunft sähe es dann ziemlich übel aus. Nun, mein lieber Junge, befreie mich von dieser Verantwortlichkeit. Mach dich auf und fahre morgen nach Borntuchen zu meinen lieben Gadows und laß mich durch deinen ersten Brief wissen, daß du dich verlobt hast." Der gute alte Mann streckte mir seine Hand hin, ich drückte sie als Zeichen der Zustimmung und der nächste Tag fand mich auf der Reise zu Herrn von Gadows Landsize. r. Eine da t. Aus den als ich, sollst ast bis jetzt nden Gleich gesprochen, williger auf ich kenne die fälligst nicht sagte mein kennen sie m landwirt. schrieb mir dir gefaßt er ich kann wels, die mit Fest waren, obgleich du dich so wenig um sie gefümmert hast, ihr Herz an dich verloren hat."" Ich bin froh, daß es nur eine ist", sagte ich lachend.„ Aber Onkel, sprichst du im Ernst? Dann solltest du mir offen sagen, auf welche von ihnen du anspielst."" Hm, entschuldige, das kann ich nicht", sagte Onkel Rodrigo geheimnisvoll. ,, Wollte ich Helene bezeichnen, so könnte ich damit ein Unrecht gegen Gertrud begehen, und wenn ich auf Hilda hindeutete, würden deine Gedanken dadurch vielleicht von Elli abgezogen, deren Ansprüche möglicherweise denen der guten Aenni in den Weg treten möchten, während in zwischen das niedliche Gretchen-"" Genug, genug, lieber auf dem Die langweilige Eisenbahnfahrt suchte ich mir durch angenehme Zukunftsträumereien zu verkürzen. Ich war in Wirklichkeit gar kein so entschiedener Ehe- und Weiberhasser, wie mein guter Onkel annahm, sondern im Gegenteil ganz bereit, mich unter das sanfte Joch des Ewig- Weiblichen zu beugen. Nur mußte man mir den Weg dazu etwas ebnen und keine hervorragenden Kraftanstrengungen und Müheleistungen dabei von mir verlangen. Ich hätte all' diesen zarten weiblichen Wesen, die sich gleich mir erfolglos nach einem Anschluß fürs Leben sehnten, zurufen mögen:„ Geht den Männern fühn entgegen; ihr gewinnt sie, auf mein Wort!" Und nun war ich auf dem Wege, sieben holden Kindern die Gelegenheit zu einem kühnen Entgegenkommen in betreff meiner werten Person zu geben. Sieben! von denen eine wie interessant und schmeichelhaft für mich!— ohne mein Zutun schon eine heftige Leidenschaft für mich gefaßt hatte. Es würde mir gewiß nicht schwer werden, diese eine aus der Schar der Schwestern herauszufinden. Ich malte mir inzwischen ihr Bild in den lieblichsten Farben aus und war ganz erstaunt, wie schnell mir die Zeit dabei vergangen war, als der Schaffner den Namen der kleinen Stadt ausrief, die meine Endstation bildete. Das borntuchener Herrenhaus war auf einem hübschen schattigen Fußwege in einer Viertelstunde von dort zu erreichen, und so wanderte ich, nachdem ich mein Gepäck im ersten und einzigen Gasthause des Städtchens untergebracht hatte, in erwartungsvoller Stimmung dorthin. Man wies mich sogleich in den parkähnlichen Garten, wo ich die ganze Familie versammelt fand. Sechs von den Töchtern waren auf dem großen freien Plaze in Gesellschaft einiger junger Herren, wahrscheinlich Besucher aus der Nachbarschaft,- mit Tennisspielen beschäftigt, während Herr und Frau von Gadow mit der Gelähmten, die in einem Rollstuhle lag, dem Spiele zusahen. Der Vater bemerkte mich zuerst und kam mir mit einem„ Halloh, Herr von Heyden, da sind sie ja!" als ob er mich schon lange erwartet hätte- entgegen. Ontel Rodrigos alter Kriegskamerad war ein korpulenter robuster Herr mit etwas derben Manieren, sodaß man leicht in den verzeihlichen Irrtum verfallen konnte, ihn für ein wenig gewöhnlich" zu halten. Er schien aber auf diese Derbheit gerade stolz zu sein, da er sie wohl für einen notwendigen schließen fich er infruftiert tter und sehr bei Schoppen 11 ganzen ge. n zusammen e man allen zieren kann. fig. 3. 21s Caffet vers denen die sind. Die hängig vont et sich vorit nd, wie dies er Außenseite aus gleich, her auftreten, schieben sind. Was dir die Zeit befiehlt, vollende Mit Kraft und unverdrossenem Muf nach unten zu liegen kommen, während der Rocksaum eben alls mit dunklen rosafarbigen Bändchen besetzt ist, die sich nach hinauf abschattieren. Die Bändchen sind in genau angegebener Art anzubringen. Der Rock hat eine unabhängig von ihm bleibende Grundform aus Taffet und wird aus runden Bahnen zusammengestellt, um faltenreich aufzuliegen. Den Ausschnitt der ringsum duftig überhängenden Taille umgibt eine diskret mit Goldfäden durchwirkte Spitze. Die Volantärmelchen schließen mit Schlupfen ab, denen sich halbe, mit Spitze begrenzte Dolants anfügen. Fig. 6. Ballkleid aus Musselinchiffon. Den Aufputz des Kleides geben unregelmäßig geschnittene Infrustationsfiguren aus Tüll, denen kleine Röschen aus Musselinchiffon beigegeben sind. Die anpassende Taille ist mäßig tief ausgeschnitten, schließt rückwärts mit Druckknöpfen oder einer Schnür vorrichtung und hat einen hohen Schnebbengürtel, der aus Pannesamt in farbe des Musselinchiffons drapiert ist. Den Ausschnitt umrahmt eine Volantberte aus Tüll mit aufgesetzten Musselinrosen und Flitterstickerei. Die Ausschnittkante begrenzt eine Guirlande aus Musselinrosen. Die Schoppen ä mel aus Musselinchiffon hängen, wie angegeben, herab, lassen den vorderen Teil des Armes unverhüllt und sind mit kleinen Rosen zusammengehalten. Un der Saumkante des Schlepproches eine dichte Rüsche aus Musselinchiffon. Und sieh, du sprichst zuletzt am Ende: ,, So wie es kam, so war es gut." Fig. 9-10. Hängerschürzen aus Cloth, Kreton, Satin u. Batist für Mädchen von 7 bis 12 Jahren P 88 8 www & 8 6685 8 8 88 fig. 7-8. 3wei Blusenkleider mit Achselkragen für Mädchen von 11 bis 14 Jahren. Die Röcke beider Kleider sind aus einem Vorderblatte und zwei rundgeschnittenen Bahnen zu sammengestellt und mit Satin gefüttert. Die Blusentaillen haben anpassendes Futter, das unabhängig vom Oberstoff vorn mit Haken oder Druckknöpfen schließt. Der Oberstoff der ersten Bluse ist in je zwei Saumfalten abgenäht; der aus Blenden zusammengestellte Kragen schließt ein plissiertes Plastron aus Seidenstoff ein und wird mit einer kleinen Schleifenkrawatte aus eben diesem Stoff versehen; er trägt Knöpfe. Spitz gürtel aus Stoff. Schoppenärmel mit Stulpen.- Die zweite Blusentaille hat einen aus drei Teilen zusammengestellten Achselkragen, dessen einzelne Teile mit Soutachebörtchen besetzt sind, und ein an die Futtertaille anzubringendes, an einer Seite angenähtes, an der anderen angehaktes Plastron aus cremefarbigem Surrah, dem sich der Blu enstoff in form zweier nach unten hin sich ein wenig verbreiternde Hohlfalten anschließt. Schoppenärmel mit börtchenbenähten Stulpen. Fig. 9-10. Hängerschürzchen aus Cloth, Kreton, Satin und Batist für Mädchen von 7 bis 12 Jahren. Das erste Schürzchen hat einen etwa 15 Ctm. breiten rundgeschnittenen Ansatzvolant und ist an seinem Vorderteile mit geklöppelten Spitzen oder Stickereieinsätzen benäht, die bis zum Rande des Volants reichen. Die Epauletten sind rund geschnitten und ebenfalls mit solchem Besatze versehen. Den Ha'sausschnitt ziert ein Besatz aus mehreren Reihen von Börtchen, denen vorn und an den Achseln Spitzen- oder Stickereifiguren aufzusetzen sind. Das zweite Schürzchen aus gemustertem Stoff ist an seinem Dor.erteile in gegenkantige falten eingelegt und am unteren Teile bogenförmig mit Zierbörtchen besetzt. Der Kragen aus dunkelblauem oder rotem Satin trägt zwei Reihen dieser Zierbörtchen und ist vorn und rückwärts geteilt, besteht also aus zwei Klappen Eierkörbchen. Man kauft ein zierliches rundes Körbchen ohne Deckel ungefähr 12 Ctm. hoch und 50 Cim. in der Rudung. Aus weicher, weißer und gelber Wolle läfelt man einen glatten Streifen mit über den finger gewickelte Schlupfen. Der Streifen muß genügend lang sein, um den inneren Rand des Körbchens damit zu bekleiden; i derselben Weise wird der Boden gearbeitet. Nun werden vier gelbe, ungefähr 3 bis 4 Ctm. breite Schlupfenstreifen gehäkelt, die so lang gearbeitet werden, daß sie von der Mitte des gehäkelten Bodens aus, welcher mit einigen Stichen am Körbchen boden befestigt ist, bis zum oberen Rande des Körbchens reichen und somit& spitze fächer bilden in die die gekochten Eier gelegt werden. Die Streifen werden mit Fleinen Pifots aus weißer Wolle behäkelt und am Rande in gleichen Abständen angeheftet. ein kleiner gelber Wollpompen deckt die Mitte dis Bodens. Ein rundis, etwas überhängendes und fest gehäkeltes weißes Deckchen, welches als Deckel dient, erhält ringsum eine schmale Rüsche aus gelber Wolle gehäkelten Schlupfen und mittelst Kreuzstich in gelber Wolle die Aufschrift: Frische Eier". Das Körbchen kann man nach nthiffon mit Blendent Ballkleid aus musselinchiffon oder Crêpe de Chine. er: Geschmack bronzieren und der besseren Haltbarkeit wegen mit farblosem Lack überstreichen. Etagere mit Schmucktruhen. Ein elegantes Geschenk ist eine Etagere nebst einigen fleinen Truhen aus Holzbrand mit Malerei. Die Größe der Etagere richtet sich ganz darnach, wieviel Truhen dieselbe bergen soll. Eme Etagere mit Truhen, die ungefähr 20 Ctm. lang und 14 Ctm. breit sind, sicht sehr hübsch aus und ist ein reizender Zimmerschmuck. Die Brettchen der Etagere sind durch Holzwände geteilt, sodas jede Truhe getrennt von der anderen steht. Für die innere 2lusstattung der Truhen fertigt man Polster aus hellblauer, rosa oder roter Seide mittelst Ileiner Diamantsteinchen, sogenannter ,, Theatersteine", was wunderhübsch aussieht. Die Truhen dienen dazu, die täglich getragen n Schmucksachen zu bergen. Wir machen Sie ferner darauf aufmerksam, daß bei außergewöhnlicher Witterung, sowie unter besonders gearteten wirtschaftlichen Verhältnissen eine Verschiebung der in Art. 11 bis 13 festgesetzten Termine durch uns erfolgen kann. Dahin gehende Anträge wären eintretendenfalls seitens des Wiesenvorstandes rechtzeitig bei uns zu stellen. J. V. Dr. Kranzbühler. penster? Ontel," rief tch, laß denn lieber den Zweifel bestehen. 1D Onkel Rodrigo sehr erleichtert. feit meine Wahl zu treffen." umöglich fände, unter so feine", fagte mein Onkel ungeduldig. Aber es ist noch eine Schwierigkeit dabei."-" Ich sehe giebt der ganzen Expedition einen geheimnisvollen Reiz. 34 befeiti. Sen Bater, meinen alten Seinz, für dich Schönheit und Liebenswürdig ,, Ach, weiter nichts?" sagte ,, Die Schwierigkeit ist leicht Wenn ich es nur. Selbsthilfe und Wohnungsfürforge. ( Von unserem parlamentarischen Mitarbeiter.) Demsdorf einen Bericht über die von dem Reich unterstügten Baugenossenschaften ab, in dem unverkennbar der Keim zu einer systematischen Reichswohnungsfürsorge enthalten ist. Im ganen haben 35 Organisationen die Unterstützung aus den sozialen Versicherungsfassen erhalten. Die größte davon ist der im Jahre 1890 gegründete Beamtenwohnungsverein zu Berlin, der vor furzem in Deutsch- Wilmersdorf unter dem Beisein des Ministers des Inneren eine Anzahl Wohnungen eröffnet hat. Er zählt im ganzen nahezu 9000 Mitglieder und hat ein gezeichnetes Geschäftskapital von über 2½ Millionen Mark, bon denen etwa 57 Prozent eingezahlt sind. Mit diesem Gelde sind im ganzen 21 Häuser errichtet worden, die einschließlich des Bodenwertes ein Kapital in Höhe des gesamten Geschäftsfapitals repräsentieren. Die Berliner gemeinnüßige Bodengesellschaft mit der daran angeschlossenen Alexandraſtiftung, die bereits aus dem Jabre 1848 ſtammt, zurück. Fig. 7 8. Blusenkleid aus Wollstoff für Mädchen von 11 14 Jahren Das japanische Marinedepartement glaubt genügenden Grund zu der Annahme zu haben, daß das vom„ Hayatori" getroffene russische Schiff der Kreuzer Bojarin" gewesen ist. Wie groß der Schaden gewesen ist, den er davongetragen, darüber fehlen bisher genaue Nachrichten. Das vom„ Asagiri" zerstörte Schiff war ein mit der Refognoszierung beauftragtes Torpedoboot. Der künftige Landkrieg wird sich, dies kann nicht häufig genug betont werden, an der Jalulinie und auf der Halbinsel Liaotung abspielen. Nachfolgend eine kurze Uebersicht über die voraussichtlichen Operationen. Im Osten von Korea dient Gensan als Stützpunkt für eine japanische Armee, die nach Nordwesten gegen den oberen Lauf des Jalu vorgeht. Die Japaner kennen die Gegend genau vom Jahre 1894 her, wo sie ebenfalls in Gensan gelandet sind. Eine hier zusammengezogene Armee fann als Flankenschutz gegen Nordosten für eine andere dienen, die an der Jalumündung ausgeschifft wird, um einen Gegner aufzusuchen, welcher Mukden und die Bahn nach Port Arthur decken will. Es wurde gemeldet, daß Föngwangtschöng, das etwa 80 Kilometer nordwestlich der Jalumündung liegt, von den Russen stark besetzt und durch Feldbefestigungen gesichert werde. Damit wäre die Straße gesperrt, welche nach Mukden geht und auf welcher 1894 ein Teil der Armee des Marschalls Yamagata vorging. Die Provinz Liaotung ist von zahlreichen Gebirgszügen durchquert, die von Weſtsüdwest nach Ostnordost streichen. Tiefe Mulden, in denen die Flüsse laufen, denen die Wege teilweise folgen, trennen die parallelgebenden Ketten voneinander. 13. Jahrgang. infpaltige Betttzelle für ganz nd Marburg 10 Pfg. fonft 15 Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. igsliste No. 3269. n: Gießen, Seltersweg 88 hanschluß Nr. 362. ¡ fen fung) und Umgebung. in Oberhessen. tellungen gegen einen Vormarsch en Mandschurei. Die Herrschaft ' r besitzen, ermöglicht ihnen aber Halbinsel, auf deren Spizze Port nd etwa von der Gegend von Bahn von Mukden vorzugehen. päter die Etappenlinie über See des russischen Geschwaders durch verden, die damit allerdings gee Hauptquartier. ßnahmen ist die Nachricht, daß seinem Stabe nach Charbin beEr befindet sich damit in dem Streitkräfte. Von Nordwesten von Osten die Linie von Wlae Strecke von Niutschwang. Die ssischen Verwaltung für die Manngs einen großen Aufschwung geann das Oberkommando am besten die eintreffenden Verstärkungen ig sind. Im allgmeinen lassen ischen Streitkräfte unterscheiden. gebung steht eine etwa 15 000 nter das dritte sibirische Armeeiutschwang- Tafuschau- Föngwanginter ihm das zweite Korps im n von Wladiwostok nach Süden richt, daß vom letztern ein Detaordkorea entsandt ist, bedarf der der in Port Arthur ist mit Ausn der Kreuzerdivision in Wladichen Gewässern erschienen war, eue Nachrichten. Neutralität Chinas? unkontrollierbares Telegramm, er gelangt ist, verbreitet die aufaß die Japaner in Tschingwan3 von den Russen besetten starken ndet seien. Tschingwangtao ist wenn sich die Nachricht bewahr: die Störung des Weltfriedens eite sein. Jedoch ist es gut, fich usehr zu beunruhigen. Auch diese einer Lügenfabrik sein. Schickten litisches Witblatt sich ausdrückt, Zeitungen ganze Scharen von forrespondenten nach dem Osten. ; ein solch findiger Herr den sonst igenden Berichten noch eine beegenden Gewürzes beimischen des Pacific- Geschwaders der VerEvans berichtete neulich dem Niutschwang ungeordnete Verachte von Nachrichten Meldung, tische und amerikanische Handelsautet, falls das amerikanische Gefahr geraten sollte, so würden boot Helena" gelandet werden, : Regierung, weder Rußland noch man allmählich zu der Einsicht, n recht harte Sträuße zu bestehen igskommuniqué spricht offen aus, jaben müsse, ehe es so weit sein Herausforderung gerächt sein würde. Man vertraue aber fest auf den Mut und die Tüchtigkeit der russischen Soldaten. Kaiser Wilhelm hat den Kaiser von Rußland und die Kaiserin von Japan davon in Kenntnis gesetzt, daß die deutschen Lazarette in Tsingtau und Yokohama für Kriegsverwundete zur Verfügung stehen. Die Politik. Ungarische Blätter wissen zu berichten, die deutsche Regierung trage sich unter dem Drucke der Rechten mit dem Gedanken, in naher Zeit die bestehenden Handelsverträge zu kündigen. Diese Meldung, die zweifelsohne auch von vielen deutschen Blättern gläubig nachgedruckt werden wird, ist, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter meldet, von Anfang bis zu Ende ein müßiges Hirngespinſt. In zwölfter Stunde hat die sächsische Regierung erfreulicherweise noch einmal den Versuch gemacht, den drohenden Leipziger Krankenkassen- und Aerzte- Streit gütlich beizulegen. Nachdem die Einigungsverhandlungen bereits endgültig gescheitert schienen, hat die Regierung die Vertreter beider Parteien zu einer nochmaligen Verhandlung einberufen, die am Mittwoch Abend unter dem Vorsitz des königlichen Kreishauptmanns stattfand und das Ergebnis hatte, daß beide Parteien nochmals zu den Regierungsanträgen Stellung nehmen werden. Sowohl der Kassenvorstand wie die Aerzteschaft beriefen bereits für Donnerstag Abend neue jur, daß du entschiedene Gunsten der berwiegender Argumenten, h all deine Aber, lieber die Wieder„ Aber Selbfth ( Von u Demsdorf ei unterſtügten verkennbar d wohnungsfürf nisationen die faffen erhalten gegründete Be furzem in De nisters des Er zählt im gezeichnetes G bon denen etn Gelde find im fchließlich des jamten Gejdja meinnügige B Merandraftiftu zu bereits in dieser Onkel Rodrigo sehr Beziehung erleichtert. feine", sagte mein Onkel ungeduldig. Aber es ist noch eine Schwierigkeit dabei." können. Und ich glaube, ich kann Dir sogar sagen, daß er auswählen. Er muß ja seine Kinder am besten beurteilen keit meine Wahl zu treffen."-" Ach, weiter nichts?" sagte unmöglich fände, unter so viel Schönheit und Liebenswürdig beseitigen. Laß den Vater, meinen alten Heinz, für dich giebt der ganzen Expedition einen geheimnisvollen Reiz. Onkel," rief ich, laß denn lieber den Zweifel bestehen. Er „ Die seine Beschlüsse Schwierigkeit ,, Wenn ich es nur. efaßt hat", „ Ich sehe ist leicht Onfelchen, schon er sehr gütig ist, morgen?" Wie ich es dir gesagt ſagte ich. fügte er ganz bergnügt hinzu.„ Ich bin überzeugt davon, dan Aber, erwiderte Onfel heiraten, Tante gemacht hätte. Was als den allerspätesten Termin deiner eben aus der Pension gekommen,- der betrifft, so habe ich niemals daraus ein Geheimnis gemacht, könntest, deinen Respekt zu bezeugen, wenn ich sie zu deiner wenn du jemals Lust hast, sie zu treffen, mein Bürschchen! und ich kenne ein niedliches, kleines Persönchen der Art, Man hat oft gehört, daß Männer von sechszig Jahren noch Nun merke dir! wenn du es nicht tust, werde ich es tun. deine Wahl zu treffen, – und ich will mich hängen lassen, es bis jetzt versäumt, die nötigen Schritte dazu zu thun und Familie sein möchte, und er nannte das dreißigste Lebensjahr gewöhnlich irgend einen Backfisch von achtzehn! ernstlicher Wunsch, daß ein direkter Erbe in unserer meine Testaments beſtimmungen Verheiratung. der du nicht umhin Du hast „ Es war meines feligendeines lieben Küche und Keller. Ruffliche Klöße. Man nehme 1 Pfund Rindfleisch, Pfund Sped, 3 Weißbrötchen, Schnittlauch, Pfeffer, Mustatnuß, Zwiebel und zwei Eier. Das gehadte Fleisch und der Sped werden mit den anderen Teilen gut bermengt und ½ Stunde vor dem Anrichten die Klöße in Butter braun gebacken. Dann wird etwas Zuder, zwei Löffel voll Mehl in der Butter gedämpft, mit Fleischbrühe abgelöscht und zum Anrichten über die Klöße gegossen. Gemischter Salat. Rote Rüben, gute Salzgurten, weich gekochte Sellerie, und in der Schale ge= tochte Kartoffeln, alles zu gleichen Teilen, werden in Scheiben geschnitten und mit folgender Sauce ver= mengt: hartgekochte Eier werden mit Essig, Salz, Senf und ein wenig Zucker fein gerührt, dann Del und dide saure Sahne, auf je ein Ei etwa einen hölzernen Küchenlöffel voll, hinzugefügt. Kohlrabiaemüse( Belgisches Rezept). Man schält die Kohlrabitöpfe, schneidet sie in fleinfingerdide Streifen, wäscht sie und tocht sie in gesalzenem Wasser weich. Alsdann läßt man, nachdem die Streifen ab= gegossen und abgetropft sind, dieselben in Butter dämpfen, staubt ein wenig mehl daran zum Binden und gibt anstatt Bouillon Milch dazu. Schmeckt zu Vendenbraten und Kartoffeln sehr gut. Mehlspeise von Saurer Sahne. Im Haushalt sammelt sich häufig etwas faure Sahne, die man nicht immer gut verwenden tann; vielleicht kommt daher mancher Hausfrau folgendes Rezept au statten: Auf 1 Liter zerquirlte saure Sahne nimmt man 8 Eidotter, 65 Gramm Mehl, Zuder und Zitronenschale nach Ge= schmack und zieht schließlich das zu Schnee geschlagene Eiweiß durch die Masse. Man bäckt es eine halbe bis dreiviertel Stunden und serviert es sofort. Selleriesuppe. Einige gut gereinigte SellerieInollen werden in Stücke geschnitten und in fräftiger Fleischbrühe gar gekocht; alsdann treibt man sie durch ein Sieb, läßt das Püree mit der Fleischbrühe wieder aufkochen, fügt etwas Mustatnuß hinzu, legiert mit 4 Eidottern und richtet die Suppe über geröstete Semmelschnittchen an. Sauerkrautiuppe zur Bereitung derselben nimmt man einen Teller voll rohes, vorher gut ausgedrücktes Sauerkraut oder Sauerkohl, dämpft es in 120 Gr. E.S. Butter recht weid) und gießt es nach dem Rochen in Bouillon durch ein Sieb. Die durch das Sieb abge= laufene Brühe mischt man mit dem Eigelb von 3 big 4 Eiern, die, gut mit saurem Rahm verrührt, mit der Brühe noch eine kleine Zeit auf das Feuer zum Anziehen gesetzt wird. Die so fertige Suppe wird über in Butter gerösteten Weißbrotwürfeln oder Kartoffeltlößchen, Schinkentlößchen serviert. auf ein Blech gelegt, oben noch einmal schwach mit Salz, nach Belieben auch Kümmel, bestreut und bei schwacher Ofenhite im Ofen lichtgelb gebacken. Fischiuppe. Man schneide 2% Rg. beliebigen Fisch in nette Stückchen, garniere sie mit Ei und geriebenem Weißbrot, bade sie in Butter schön gelb und lege fie in die Schüssel, dämpfe dann gelbe und weiße Rüben, Petersilienwurzel, Sellerie, Boree und Savoytohl, von jedem ein gutes Stück und alles zer schnitten, in Butter, gebe Kopf, Schwanz, Gräten, furz alle Fischabfälle, ein paar zu Scheiben geschnittene Kartoffeln und 1½ Liter Wasser dazu, laffe alles zusammen gut tochen und gieße es durch ein feines Sieb über den gebackenen Fisch. Kartoffelpurfer. Kartoffeln werden geschält und gerieben und mit Wasser und Milch abgebrüht, ausgedrückt und Milch zugegossen, bis dies eine nicht zu dicke Masse wird, Eier, Salz und Zucker hinein gequirlt, in einen nicht zu hohen Tiegel gegossen und in Fett oder Butter auf beiden Seiten gebacken. innolländifcher zeit 1 Stunden. 15 Stück Kartoffeln, eine Selleriefnolle, 1½ Kilo Rosenkohl und 2-3 weiße Zwiebeln werden, jedes für sich, abgekocht. Kartoffeln, Sellerie und Zwiebeln schneidet man in Scheiben, fügt die Rosenkohlköpfchen und zwei gut gewässerte, in StretMockturtle Ragout. Ein gebrühter Kalbstopf wird in gesalzenem, mit etwas Essig versetztem Wasser mit zusammengebundenem Wurzelwerk und Lorberblatt und gequetschten Pfefferkörnern gargekocht, jedoch nicht allzu weich. Gleichzeitig tocht man ein paar Stalbszungen und Hirne nur in Salzwasser. Hierauf bindet man den abgeseihten Sud des Kalbstopfes mit braunem Buttermehl, rührt die Sauce recht glatt und entfettet sie, nachdem sie gut aus= gekocht. Man würzt fie mit Zitronensaft, Cayennebfeffer und Maggi, legt eine Hand voll sehr kleine und in Scheibchen geschnittene Champignons darin heiß und schmeckt sie aromatisch mit Madeira ab. Der Kalbskopf wird in viereckige Stücke, die abge= 30genen Zungen in schräge Scheiben, das Hirn in Hälften geteilt, die Sauce über das ganze gegossen und die Schüssel mit hartgekochten Eiern, frischen Blätterteigpastetchen und Gurkenscheiben garniert. Leberwurit auf österreichische Art. Lunge, Herzfen geschnittene Heringe bei und macht den Salat und eine halbe Schweineschnauze werden gekocht und fein gehackt; ebenso hackt man 175 Gramm rohen Sped, läßt denselben teilweise in einer Kasserole zergehen und schwitzt 4 feingeschnittene Zwiebeln und 2 geriebene Semmeln darin hellgelb, tut dies nebst der gehadten, durchgestrichenen Leber etwas Fleischbrühe, Salz, Pfeffer, englisch Gewürz und Majoran zu dem Fleisch, füllt die Masse in saubere, ziemlich weite Därme, tocht die Würste nur einige Minuten in stedendem Salzwasser und bratet sie dann bein Gebrauch in Schweinefett oder Butter; anstatt der Semmel fann man halbgar gekochte Graupen in die Wurst nehmen. Wiener Schnitzel( Teegebäck). Ein halbes Pfund frische Butter läßt man heiß werden, gießt ein halbes Quart Wasser daran und vermengt dieses mit feinem Weizenmehl und einem Löffel voll Salz zu einem zarten Teig, aus welchem man lange, fingerdide Sprizel formt. Diese werden der Reihe nach Unser Arzt sagt: Pectal- Hustentod! Pectal- Tabletten beseitigen heilbaren Husten, Heiserkeit, Verschleimung in wenig Stunden! In Tausenden Familien stets zur Hand. Dankschreiben aus a. Welt umsonst franko. Gold. Med.: Berlin, London, Paris. Patentamtlich geschützt. Preis M. 1. Bestand: Senega Extrakt, Terpinhydrat, Perubalsam je 1 gt, Benzoesäure 0,5 Bellchenzuder 46,5, Farbstoff 0,005 für 50 Pastilen. Nur Apotheke zum Eisernen Mana, Strassburg i. E. 14. Myrrholin- was ist es? b. ölige Auszug d. Myrrhenharzes m. hervorMyrrholin- Seife ragend. hygienisch u. cosmetisch. Etgenschaft. Der wirksame Bestandthell von ( 50 Pf.) die anerkannt mildeste u. zuträglichste Haut- u. beste Kinderseife zum täglichen Gebrauch, Einzig in threr Art ohne jede Concurrenz. 01. rauhe, empfindl., unreinehaut, fettet Myrrholin- Glycerin nicht, feinſtes Roſenparfüm. Für Damen 8. Pflege Myrrholin- Puder des Teints und der Hände unentbehrlich. ( W.) antiseptisch, geg. 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Man stellt diese in eine feuerfeste Kasserole in Butter, gießt 4 Liter träftige Fleischbrühe aus Liebig's Fleischertrakt darunter, bestreut die Oberfläche mit geriebener Semmel und stellt die Tomaten 25 Minuten in einen Das Gericht wird in der Schüssel heißen Ofen. serviert. Blüten- Honig Büstenhalter versendet 8 Pfd. netto u. Gesundheits- Korsetts z. M. 6,00 p. Nachn. Wilh. Böhling, Bienen- auch speziell solche unter Reformkleider in züchter, Visselhövede. jeder Preislage Spezialität: Reform- Korsett 100selteneUeberseemarken keine Europa, alle verschied. u. garant. echt, z. B. v. China, Persien, Transvaal, Tunis, Mexico, Nord- Borneo, Brit. und ,, Gesundheit u. Schönheit" Niederl. Indien, Brasilien, Peru, Chile, Argentinien, Französische Colon., Victoria, Neu Süd- Wales, Tasmania, Bolivia, Westund Süd- Australien, Guatem., Kolumbus, Omaha u. v. a. seltene für 2 M. und 10 Pfg. Porto. Preisliste gratis. L. Darnstädt, Berlin NW., Beusselstr. 64. 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Wie lange wohnt er leisten, wir mußten kurzen Prozeß machen." ,, Er weigerte sich anfangs, der Zitation Folge zu missär ironisch. ,, Das machte keine große Mühe," antwortete der Kom,, Das Felleisen enthielt einige Kleidungs,, Seit gestern Abend." ,, Sind seine Sachen durchsucht worden?" bersagt. horsam durfte er fordern, Achtung und Liebe blieben ihm Berührung kam; man vollzog seine Befehle, aber nur Ge„ Den Muſeumskustos?" darüber sprechen. Kennst du einen gewissen Schönbach?" mit beleidigender Geringschäzung ,,,, wir werden später weiter Du redeſt von Dingen, die du nicht verstehst," sagte er ,, Habe nicht die Ehre." Nein, dessen Bruder." seinen Vater betrogen haben." Mann beklagt sich über eure Familie, dein Großvater soll Wäre auch keine besondere Ehre," spottete der Rat ,,, der ( Fortsetzung folgt.), a die Sache erlieren." Gedächtnis. es in vier enn du t dem BeneRücken Wenn für die größten mit deinen Aussichten wenn ich heiratete, Teil meines lieber lieben Gadows und du bist mein alleiniger Erbe. würden meine Frau und Kinder Vermögens in Anspruch nehmen, und Mach dich auf und fahre morgen nach Borntuchen zu meinen für die Zukunft sähe es dann ziemlich übel aus. Nun, mein Junge, befreie mich von dieser Verantwortlichkeit. den Aber du das auf daß du dich bere ab mich durch deinen ersten Brief wissen, Es find er an den ſcheint alſo, Gefunden, iebe, Schönhin, wo dich todrigo mir d bei einer Jahre 1870 glaubst du, Welt nicht!" icheln untereine Bewerer ich As, die mit dir gefaßt kann schrieb mir m landwirtkennen sie sagte mein fälligst nicht ch kenne die williger auf gesprochen, nden Gleichits ich, sollst ist bis jetzt 1. Aus den r. Eine daAber ge= auf welche von ihnen du anspielst."- froh, daß es nur eine ist", sagte ich lachend. sprichst du im Ernst? Dann solltest du mir offen auf dem Fest waren, obgleich du dich so wenig um sie fümmert hast, ihr Herz an dich verloren hat."" Ich bin „ Hm, ente zwischen das niedliche Gretchen-"" Genug, genug, lieber guten Aenni in den Weg treten möchten, während inElli abgezogen, deren Ansprüche möglicherweise denen der recht gegen Gertrud begehen, und wenn ich auf Hilda hindeutete, würden deine Gedanken dadurch vielleicht von ,, Wollte ich Helene bezeichnen, so könnte ich damit ein Undas kann ich nicht", sagte Onkel Rodrigo geheimnisvoll. hast." Herrn mir seine Hand hin, von Gadows Landsize. stimmung und der nächste Tag fand mich auf der Reise zu ich drückte sie als Zeichen der ZuDer gute alte Mann streckte zarten weiblia Reb weiblichen Wesen, die sich leistungen dabei von mir verlangen. Ich hätte all' dieſen und keine hervorragenden Kraftanstrengungen beugen. Nur mußte man mir den Weg dazu etwas ebnen bereit, mich unter das sanfte Joch des Ewig- Weiblichen zu wie mein guter Onkel annahm, sondern im Gegenteil ganz Wirklichkeit gar kein so entschiedener Ehe- und Weiberhasser, genehme Zukunftsträumereien zu verkürzen. Ich war in Die langweilige Eisenbahnfahrt suchte ich mir durch anerfolglos nach Müheſich gleich mir eft Wege, und wie interessant und schmeichelhaft eine heftige Wort!" Und nun war ich auf dem den Männern fühn entgegen; ihr gewinnt ſie, auf Kindern die Gelegenheit zu einem kühnen Entgegenkommen einem Anschluß fürs Leben sehnten, zurufen mögen:„ Geht Sieben! sieben auf mein holden ohne mein Zutun schon eine hatte. Städtchens untergebracht his gefaßt Viertelstunde von dort dort Ich malte mir inzwischen ihr Bild in haus war auf einem hübschen schattigen ausrief, die meine Endstation bildete. Das borntuchener Herrengangen war, als der Schaffner den Namen der kleinen Stadt und war ganz erstaunt, wie schnell mir die Zeit dabei verdiese eine aus der Schar der Schwestern herauszufinden. Es würde mir gewiß nicht schwer werden, hatte, in erwartungsvoller Stimt erreichen, und so to ich, nachden lieblichsten Farben aus in einer in den parkähnlichen Garten, wo ich die ganze auf dem wies mich foglie bersammelt großen Fand. freien Plate mung dorthin. ob er mich schon lange erwartet hätte einem„ Halloh, Herr von Heyden, da sind sie gerade stolz zu sein, da er sie wohl für einen notwendigen gewöhnlich" zu halten. Er schien aber auf diese Derbheit verzeihlichen Frrtum verfallen konnte, ihn für ein wenig Herr mit etwas derben Manieren, sodaß man leicht in den Sechs von den Töchtern waren Rodrigos alter Kriegskamerad war ein korpulenter robuſter mit der Gelähmten, die in einem Rollstuhle lag, dem Spiele spielen beschäftigt, während Herr und Frau von Gadow scheinlich Besucher aus der Nachbarschaft, mit Tennisdem ich mein Gepäck im ersten und einzigen Gasthause des in Gesellschaft einiger junger Herren, wahrja!" zusahen. Der Vater bemerkte mich zuerst und fam mit als entgegen. Onkel mit