ich mich iner Frau t? Welche sparnis: ehr halb er Neuen Berliner u ratentanwalt Sa berg, Markneukirchen N amente und Saiten aller Art I unter Garantie., Katalog gratis at 27, Holzmarttite. 4. tt, Wandlung nach jener aft die unHerzen entn brauchte, mühelos mukte. Stimmgabel reguliert, genau 1000 Schwingungen macht. blätter, die je 100 Teilstriche aufweisen. blattes in eine Zehntel- Sefunde, jeder Teilstrich bedeutet Behntel- Sefunde; der Zeiger des kleineren( oberen) Zifferin zehn Sefunden, jeder Teilstrich entspricht demnach eine größeren( unteren) Zifferblattes vollendet seinen Umlauf Das Chronoskop hat zwei 3ifferdie in der Sekunde Der Das Bieniale der Son Beiger des Nr. 14. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbetlagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Geifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Montag, den 18. Januar 1904 Gießener 13. Ja rgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Ober heffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 83 Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Eine Diobspoft aus Südweftafrika! Schmerzliche Kunde kommt aus unserer südwestafrikanischen Kolonie: Schwere Verluste hat die Schutztruppe im Kampfe mit den Hereros erlitten, und es ist nicht abzusehen, was noch folgt. Die gesamte Schutztruppe ist aufs äußerste gefährdet, zumal da ein unglücklicher Zufall es will, daß sie ohne Artillerie ist: alle Ge schütze sind zur Zeit zur Reparatur in Deutschland! Selbst der Sitz der Regierung, Windhuk, ist schwer be droht! Wie groß die Gefahr ist, geht daraus hervor, daß der Gouverneur in einem Telegramm an das Kolonialami fofortige Hilfe erbittet! Die Depesche des Gouverneurs, die all diese Unglücksbotschaften bringt, wird amitlich in folgender Fassung veröffentlicht: Nach soeben eingetroffenen Nachrichten ans Windhuk, 14. Januar, war Okahandja schwer bedrängt. Entsatz versuche von Windhut aus waren gescheitert. Windhuk selbst sehr bedroht. Zahlreiche Verlust c. Landsturm eingezogen. Sofortige Hilfe erbeten. Hereros durch Plünderung gut beritten und bewaffnet. Aus Swakopmund wird von heute morgen gemeldet, daß ein Angriff auf Stjimbingwe noch nicht stattgefunden habe, daß aber ein Trupp Eingeborener von Okanjowa und Johann Albrechtshöhe auf Karibib in Anmarsch sei und daß weitere 25 Mann Reserven zur Verstärkung der Bahnstationen und Karibibs entfandt seien. Die Expedition Laubschats sei gestern abend wohlbehalten in Karibib angekommen, die Expedition Zülow mit 120 Gewehren jedoch anscheinend bei Waldau gefährdet. Die hier erwähnte Kolonne unter Führung des Leutnants d. R. Laubschat, die mit der Bahn nach Karibib ab gegangen ist, besteht aus 31 unverheirateten Freiwilligen, denen weitere 30 Mann folgen sollen. In Karibib befinden fich unter Stabsarzt Kuhn 58 Reservisten und 30 Pferde. Nach Eintreffen Laubschats soll von Karibib aus der Ent= fab Otjimbing wes, das bedroht ist und dessen deutsche Ansiedler um Hilfe gebeten haben, versucht werden. Die zweite Kolonne, die Leutnant v. Zülow führt und die 100 Mann stark ist, ist bekanntlich nach Okahandja auf dem Marsch. Die angesichts dieser Vorgänge doppelt notwendige Verstärkung unserer Streitmacht in Südwestafrika, die sofort bom Reichstage gefordert werden soll, soll so beschleunigt werden, daß mit dem nächsten, am 30. d. M. von Hamburg abgehenden Dampfer eine größere Truppenabteilung nach der Kolonie befördert werden kann. Der am 6. d. M. aus Cuxhaven abgegangene Transport umfaßt 4 Offiziere, 1 Stabsarzt, 7 Unteroffiziere und 219 Mann. Jungfernreden. ( Von unserem parlamentarischen Mitarbeiter.) Noch keine Parlamentsperiode war in ihrem Anfang so reich an Jungfernreden, wie die gegenwärtige. Den Reigen eröffnete der elsässische Demokrat Blumenthal mit einer richtigen Programmrede und der letzte in der Abteilung der Neulinge war bisher der Abgeordnete von Gerlach, der in der Freitagssitzung zu dem Zeugniszwangsverfahren gegen Redakteure Stellung nahm. Das Auftreten eines Novizen macht sich stets schon in der äußeren Szenerie des Reichstags bemerkbar. Die altgedienten Soldaten des Parlaments friechen dann, wie der Kunstausdruck lautet, aus ihren Höhlen, d. h. aus dem Restaurationsraum, den Schlafkabinen, Sen Wandelgängen, den Schreibstuben oder Fraktionszimmern heraus und nehmen direkt unter der Rednertribüne Plaz, um genauer zu hören. Meist entscheidet sich das Schicksal der Abgeordneten, bezw. die Frage ihres Ansehens bereits bei ihrem ersten Auftreten. So hat sich z. B. der Sozialdemokrat Sabor seiner Zeit niemals davon erholen fönnen, daß er in seiner Jungfernrede unfreiwillig die Rolle des lustigen Rates gespielt hatte. Einer seiner Aussprüche: Es geht etwas vor, nur weiß man nicht was," ist geradezu ein geflügeltes Wort geworden und sein Entrüstungsruf: „ Meine Herren, Sie lachen. Das läßt tief blicken!" purde sogar der Name für eine Kleidermode: Die Damentaillen mit tiefem Ausschnitt wurden à la Sabor genannt. Ebenso hat sich der Abgeordnete von Frege, obgleich er durch den Einfluß seiner Partei zum Vizepräsidentenposten gelangt war, durch seine erste Rede in diesem Amt als Parlamentarier unmöglich gemacht. Das charakteristische Gesicht Freges mit dem stark ausgezogenen Schnurrbart, seine haſtigen Bewegungen, wenn er einen falschen Zungenschlag gehabt hatte, gaben ihm auf dem Präsidiumsthron ein so groteskes Aussehen, daß auf der Preßtribüne meist schon ein schallendes Gelächter angeſtimmt wurde, wenn er zur Wahrung der Geschäftsordnung überhaupt etwas sprach. Den diesmaligen Neulingen des Parlaments kann man hinsichtlich ihrer rednerischen Leistungen eine gute Zensur erteilen. Man merkt einigen die oratorische Wirksamkeit in Bolfsversammlungen sehr deutlich an, vielleicht etwas zu deutlich sogar. So hat insbesondere der Abgeordnete Böckler im Verlauf seiner Rede das hohe Haus mit„ verehrte Anwesende" angeredet, was den Mitgliedern des Hauses ein Schmunzeln und den Preßmenschen hier oben eine schallende Heiterfeit abnötigte. Der Schluß seiner im ubrigen nicht ungewandten Rede schwächte dadurch im Effekt ab, daß er in den Volksversammlungston verfiel und mit einem im Reichstage vollständig verklingenden Pathos ausrief: Deutsches Reich, gute Nacht!" Als er nachher, umringt von seinen Parteigenossen, nach seinem Plaze zurückging, erhob sich ein konservativer Abgeordneter und rief ihm mit einer artigen Verbeugung zu:„ Gute Nacht!" Von großem Einfluß ist der erste Erfolg der Jungfernrede auf die Haltung der Parlamentsberichterstatter, von deren Urteil ja im wesentlichen die Wertschäzung des Barlamentariers beſtimmt wird. In der Beurteilung eines solchen Neulings spricht nur der logische Inhalt und die formale Gewandtheit, nicht aber das Parteibekenntnis entscheidend mit. Das Federvolk der Presse ist eine in sich geschlossene Zunft, die zur persönlichen Bewertung eines Redners keinen anderen Maßstab kennt, als denjenigen des Intellekts. Die diesmaligen Neulinge sind zum weitaus größten Teile agitatorisch geschulte Männer und daraus erklärt es sich, daß sie so früh schon sich flügge fühlen zum Flug in das Märchenland der Tagesberühmtheit. Die Politik. Wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter aus guter Quelle erfährt, steht der Abschluß der Verhandlungen zwischen Preußen und Bayern, über die Fortführung der Mainfanalisation von Offenbach aufwärts, nahe bevor. Die Nachricht wird formell in Preußen wie in Bayern mit Befriedigung begrüßt werden. Der braunschweigische Landtag wählte an Stelle des Präsidenten Dr. Pockel den Geheimnen Justizbetzenen zum Präsidenten. Dann wurde der Landtag rat durch ein Resfript des Regenten bis zum 25. Februar vertagt. Der bayerische Reichsrat Graf Moy hat bei der Kammer der Reichsräte den Antrag gestellt: Die Kammer wolle der Staatsregierung zur Erwägung geben, ob nicht im Interesse des religiösen und politischen Friedens eine Aenderung des dem Landtage vorgelegten Wahlgefeßentwurfes dahin vorzunehmen sei, daß das Wahlrecht der Geistlichen aller Konfessionen ausgeschlossen oder beschränkt werde. Offenbar will Graf Moy den Geistlichen nicht nur das passive, sondern auch das aktive Wahlrecht nehmen. Oefterreich- Ungarn. + zur Prüfung der Angelegenheit des Erzbischofs Kohn, der gegenwärtig in Rom weilt, ist eine Kommission von fünf Kardinälen eingesetzt worden. Die Entscheidung soll in nächster Woche erfolgen. Der Erzbischof hat von Rom aus die Leitung des Olmüßer Dominikanerordens aufgefordert, den Pater Stonad, den Beichtvater des Verfassers der Kohn angreifenden Rektusartikel, in eine andere Stadt zu verfeßen. Die Ordensleitung hat das indessen abgelehnt, und in einer Form, die für den Erzbischof keineswegs schmeichelhaft ist. In müß wie in ganz Desterreich sieht man dem Ausgang der Affaire mit begreiflicher Spannung entgegen. Italien. Eine große Komödie haben in Rom die beiden Freiheitshelden" Boris Sarafow und Ricciotti Garibaldi aufgeführt. Es wird darüber aus Rom berichtet: Zunächst umarmten und füßten sich die beiden Heroen lange und innig. Dann feierten" sie gegenseitig ihre Verdienste und begannen alsdann über ihr„ gemeinsames Balkan- Programm" zu ,, konferieren", wobei sie Oesterreich und Rußland ihre allerhöchste Mißbilligung aussprachen. Nachdem sie endlich die Grundzüge für eine Einigung aller italienischen, kroatischen, mazedonischen und griechischen Elemente gegen das Deutschtum und das Russentum festgelegt hatten, nahmen die beiden Volkshelden rührenden Abschied von einander. In einer demnächst stattfindenden Versammlung von Anhängern Garibaldis soll darüber beschlossen werden, was zu tun ist. Einstweilen soll die Teilnahme italienischer Freischärler an der mazedonischen Erhebung ausgeschlossen sein. Im anderen Falle könnten die Garibaldinner sich auch gratulieren; Rußland und Desterreich würden ihnen wohl gehörig auf die Finger klopfen, wenn sie sich in die Sache einmischen wollten. frankreich. Ein Ultimatum an den Papst ist das neueste Ereignis in dem Kampfe zwischen der römischen Kurie und dem Kabinett Combes. Drei französische Bischofssite sind zur Zeit frei, und die französische Regierung präsentierte dem Vatikan ihre Kandidaten für diese Bistümer- Vannes, Nevers und Ajaccio. Der Papst verweigerte seine Zustimmung zu der Ernennung dieser Bistumskandidaten und erklärte, diese Kandidaten seien Priester, die er von rechtswegen ihres Amtes entkleiden müßte. Daraufhin hat die Pariser Regierung dem Papste durch den eben in Rom eingetroffenen Erzbischof von Rouen ein Ultimatum behändigen lassen, in dem es hieß: Entweder die Kandidaten werden unverzüglich vom Papst angenommen, oder die französische Regierung stellt dem päpstlichen Nuntius seine Pässe zu und veröffentlicht auch ohne die Zustimmung des Papstes die Ernennung der Bischöfe. Angesichts einer so peremptorischen Forderung hat Bapst Pius jetzt nachgegeben und seine Zustimmung zu der Ernennung erteilt. Afien. Nichts neues in Ostasien! Das bleibt auch heute der Kern aller Nachrichten, die fast ausschließlich in Stimmungsmache bestehen. Ueberwiegend sprechen sich alle Meldungen aus Tokio und Petersburg, soweit sie nicht über England kommen, für die Wahrscheinlich feit einer Verständigung aus. Man glaubt in den Kreisen der internationalen Diplomatie, die friedlichen Erklärungen des Zaren zum diplomatischen Korps in Petersburg seien die Vorläufer einer freundschaftlichen Beilegung der Krisis. In deutschen politischen Kreisen glaubt man, daß Rußland bereit sei, in wesentlichen Fragen nachzugeben, sobald eine diplomatische Form gefunden ist, welche ihm das erlaubt, ohne daß es den Schein erweckt, als weiche es dem Zwange. Zum Glück für die Sache des Friedens hat Japans gleichförmig höflicher diplomatischer Ton die Möglichkeit einer solchen Verständigung leicht gemacht. Amerika. Hundertfältig sind die Methoden der Annexionsprayis der Union. Neuerdings wird in Amerika auf dem bisher etwas ungewöhnlichen Wege der Hafenausbagge= rung annektiert. Nach einer Meldung aus Washington hat der Senatsausschuß, der zur Zeit den Panamakanalvertrag berät, einen Abänderungsantrag angenommen, demzufolge den Vereinigten Staaten das Recht zugestanden werden soll, die Häfen von Panama und Colon auszubaggern und zu verbessern. Dafür sou die Union berechtigt sein, eine Kontrolle über diese Häfen auszuüben.„ Kontrolle ausüben" heißt in diesem Falle nicht mehr und nicht weniger, als die volle Verfügung über den Hafen haben. Die Amerikaner verstehen sich auf ihr Geschäft, das muß man ihnen lassen! Eröffnung des preussischen Landtages. Genau fünf Jahre nach dem Beginn der vorigen Legislaturperiode ist der preußische Landtag zu neuer Parlamentsarbeit zusammengetreten. Wie immer, ging dem Beginn der Sizungen die feierliche Landtagseröffnung im föniglichen Schlosse voraus. Gegen 11 Uhr versammelten sich etwa 400 Mitglieder der beiden Kammern im Weißen Saale des Schlosses. Unter den üblichen Formalitäten vollzog sich die feierliche Handlung: die Minister nahmen links, die hohen Militärs rechts vom Throne Aufstellung, vor dem Throne gruppierten sich die Abgeordneten. Der König, der von dem Kronprinzen und dem Prinzen Eitel Friedrich begleitet war und die Uniform der Gardes du Corps mit dem Adlerhelm trug, nahm vor dem Throne Aufstellung. In diesem Augenblick brachte der Vizepräsi dent des Herrenhauses, Freiherr v. Manteuffel, das Hoch auf den König aus. Graf Bülow überreichte dem Herrscher unter tiefer Verbeugung die Thronrede, die der König mit klarer, deutlicher Stimme verlas. Sie hat folgenden Wortlaut: Erlauchte, edle und geehrte Herren von beiden Häusern des Landtags! Indem ich Sie am Beginn eines neuen Abschnitts der parlamentarischen Arbeiten begrüße, ist es meinem Herzen Bedürfnis, zunächst meinem tiefempfundenen Dank Ausdruck zu verleihen: dem Dank gegen die göttliche Vorsehung, die mir eine schnelle Genesung schenkte, und dem Dant gegen mein Volk, das in allen seiner Schichten voll inniger Teilnahme seinem Landesherrn die Treue bewährte, die in guten und bösen Tagen Preußens König und Voll untrennbar verbindet. Zahlreich und schwerwiegend sind die Aufgaben, für deren gedeihliche Lösung ich auf Ihre einſichtsvolle Mitarbeit rechne. Die Finanzlage des Staates hat sich nach einer kurzen Zeit des Rückganges wieder günstiger gestaltet. Ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung zeigt sich in der Wiederbelebung des Verkehrs bei den Staatsbahnen und in der Hebung der Staatseinnahmen. Die Rechnung des Jahres 1902 bat günstig abgeschlossen. Im Rechnungsjahr 1903 wird voraussichtlich der zur Verfügung gestente Staatskredit von 70 Millionen nicht in Anspruch genommen werden. Es wird sich vielmehr noch ein Ueberschuß ergeben. Auch im Entwurf des Staatshaushalts- Etats für 1904 war es möglich, das Gleichgewicht zwischen den Einnahmen und Ausgaben herzustellen. Ohne außerordentliche Mittel zu Hilfe zu nehmen, ist den wachsenden Anforderungen einer fortschreitenden Kulturentwicklung Rechnung getragen worden. Für die Ausgestaltung der Anlagen und die Vermehrung der Betriebsmittel der Staatseisenbahnen find reichliche Beträge vorgesehen. Der geringst besoldeten Klasse ihrer Angestell en, den Bahnwärtern, ist eine Gehaltsaufbesserung zugedacht. Zur Erweiterung des Vahnueyes und zur Unterstützung von Kleinbahnunternehmungen, die der wirtschaft ichen Förderung des Landes dienen werden wieder erhebliche Mistel von Ihnen erbeten werden. Ebenso wird der bereits in den Vorjahren beschrittene Weg einer Verbesse rung der Wohnungsverhältnisse der in Staatsbetrieben beschäftigten Arbeiter und der gering bejoldeten Beamten in einer neuen Ge eyesvorlage weiter verfolui. Zu meiner lebhaften Befriedigung hat die vorjährige große Ausstellung der deutschen Landwirtsgesellschaft meine Ueberzeugung gefestigt, daß die landwirtschaftliche Bevölkerung aller Provinzen tatkräftig bestrebt ist, die Errungenschaften von Wissenschaft und Praxis zu nützen und so in Hartem Kampfe die Erträge des heimatlichen Bodens zu mehren. Mit umso größerer und schmerzlicher Teilnahme erfüllte mich die Heimsuchung mehrerer östlicher Provinzen, namentlich Schlesiens, durch verheerende Hochwasser. Zur Linderung der Schäden sind Staatsmittel in erheblichem Umfange bereitgestellt worden, für deren Verwendung Ihre nachträgliche Zustimmung eingeholt wird. Den Gegenstand meiner besonderen Fürsorge bildet das Bestreben, die Hochwassergefahren durch Ausbau der Flüsse und zweckmäßige Gestaltung ihres Ueberschwemmungsgebietes dauernd zu vermindern. Daher wird Ihnen ein Gesezentwurf alsbald zugehen, worin für eine Verbesserung der Vorflut an der untercu Oder und Havel sowie an der Spree die Mittel gefordert werden Ein weiterer Gesegentwurf für die Regelung der Hochwasserverhältnisse an der oberen und mittleren Oder ist in Vorbereitung. Er wird Ihnen nach Fertigstellung vorgelegt werden. Auch eine allgemeine gefeßliche Regelung der Freivaltung des Ueberschwemmungsgebietes der Flüsse ist beabsichtigt. Ferner wird von Ihnen die Bewilligung der Kosten für die notwendigste Ergänzung des Neyes der Binnen= wasserstraßen beantragt werden. Im Hinblick auf die erheblichen Staatsmittel, die der unaufschiebbare Schutz gegen Hochwassergefahren erheischt, beschränken sich diese Forderungen auf den Ausbau der dringlichsten Wasserstraßen im Osten und Westen der Monarchie, und zwar auf den Ausbau des Großschiffahrtsweges Berlin- Stettin, die Kanalisierung der Oder von der Mündung der Glazer Neiße bis Breslau, die Verbesserung der Oder- Weichsel- Wasserstraße einschließlich der Warthe und auf die Herstellung einer Schiffahrtsstraße vom Rhein bis nach Hannover. In der Ausführung dieser Vorlagen erblicke ich eine der volkswirtschaftlich wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Zwei großen Staatsinteressen soll in gleichem Maße gedient werden: dem Schuß und der Förderung, deren die Landwirtschaft bedarf, wie der Sicherung und Befestigung der Stellung, welche Handel und Industrie in rastloser Arbeit sich errungen haben. Mit Vertrauen und Zuversicht sehe ich dem Verlauf Ihrer Beratungen entgegen. Die beiden Häuser des Landtages wird fortan ein Heim vereinigen; möge der gemeinsamen Arbeit an gemeinsamer Stätte ein voller Erfolg beschieden sein! Die Verlesung wurde mehrmals durch den Beifall der Abgeordneten unterbrochen, so bei der Ankündigung der guten Finanzlage, der Meliorationsvorlage, der Bewilligung für die Ueberschwemmten, die Säße, die von der neuen Kanalvorlage sprechen, ohne jegliche Rundgebung angehört. Am Schluß erscholl stürmisches Bravo. Es galt der Person des Monarchen. Der Alterspräsident des Abgeordnetenhauses, Schaffner, brachte jetzt das Hoch auf den König aus, der dann mit einer Verneigung vom Throne herabstieg, um unter Vorantritt der Wappenherolde und der Hofchargen den Saal zu verlassen. Auch die Abgeordneten und Herrenhausmitglieder verließen den Weißen Saal, um sich nach ihren Sitzungsräumen zu begeben. Schon eine Stunde nach dem Beginn der Feier im Weißen Saale fand die erste Sigung des Abgeordnetenhauses statt. Sie war nur sehr kurz. Mit einem Hoch auf den König eröffnete der Alterspräsident, Abg. Schaffner, die Sigung, berief ein provisorisches Bureau und schlug vor, die nächste Sizung am Dienstag um 11 Uhr abzuhalten. Nach kurzer Debatte wurde dieser Vorschlag angenommen. Ungleich lebhafter ging es in der ersten Sihung des Herrenhauses Frau geäußert, ihr Mann sei ein Zump. Biermann ist be fanntlich wegen Beleidigung des Ministers zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden. § Der„ Dolch". Ein überraschendes Ergebnis hatte eine Gerichtsverhandlung in Wien. Richter( zum Angeklagten): " Sie heißen?"-Angekl.( deklamierend):„ Net viel und Josef Novak." Richter: Wohin sind Sie zuständig?" Richter:" Sie, ich Angekl.:„ Natürlich nach Wien." würde Ihnen raten, hier einen anderen Ton anzuschlagen!" Angefl.( zum Gerichtstische vortretend, in gütigem Tone): Mein lieber Herr kaiserlicher Rat, ich ich muß mich doch verteidigen können!" Der Angeklagte soll in einer dunklen Nacht des vorigen Monats ein dunkles Verbrechen versucht haben, indem er auf einen harmlosen Passanten einen„ blitzenden Gegenstand" ohne jeden Grund zückte. Der Passant lief davon und Novak glaubte, da müsse er ihm nachlaufen. Er schrie, er müsse„ den Pülcher" unbedingt haben. Damals war es reiner Alkohol, der Novak rebellisch gemacht hatte. Er war nachmittags ausgegangen, um einen„ verlorenen Sohn" zu suchen. Er suchte auch einige Zeit und ging dann seinen gewohnten Weg ins Wirtshaus. Angefl.( entrüstet):„ Aber einen blitzenden Gegenstand,( nachdenklich) einen blißenden Gegenstand? Ah, der hat meine Schnapsflasche für einen Dolch gehalten. Ja, ja, die blitzt immer."-- Der Richter fragt den Zeugen, ob es möglich ist, daß es sich um eine Flasche gehandelt hat. Der Zeuge sagt verwirrt, das wisse er nicht. Richter ( zum Angeklagten): Was haben Sie denn mit der Flasche wollen?" Angefl.:„ Ich hab' sie am Nepomuk Vogl- Plat herausgenommen, um g'schwind einen Schluck zu machen." -Der Richter sprach den Angeklagten, der sich zu einer Rede anschickte, rasch frei. Der strafbare Tatbestand ließ sich ja nicht nachweisen. zu. Das Herrenhaus ist bekanntlich mit dieser Legislaturperiode in sein neues Heim auf dem Landtagsgrundstück, wo auch das Abgeordnetenhaus sich befindet, übergesiedelt. Aus diesem Anlaß war die erste Sipung in dem neuen Hause mit besonderer Feierlichkeit umkleidet. Im Sigungssaale ordenbesäte Uniformen und seltene Gäste wie den General Grafen Haeieler, den Generalfeldmarschall Grafen Waldersee, Generaloberst v. Hahnke und viele andere militarische und zivile Würdenträger, die sich selten blicken lassen. Daneben die dunklen Fracks der Oberbürgermeisterfraktion und als einziger im schwarzen Gehrock Fürst Herbert Bismarc. Die Tribünen dicht besett, in der Hofloge einige Prinzen, in der Diplomatenloge die Gräfin Bülow. Ihre Anwesenheit ist stets ein Zeichen dafür, daß eine Rede ihres Gatten bevorsteht. Und so fam es denn auch. Kurz vor Beginn der Sigung erschien das gesamte preußische Staatsministerium, der Kriegsminister, Staatssekretär v. Tirpik und Herr v. Podbielski in Uniform, die übrigen Minister im einfachen schwarzen Frack, ohne jede Ordensauszeichmmg. An Stelle des erkrankten bisherigen Herrenhauspräſidenten Fürsten zu Wied eröffnete der erste Vizepräsident Freiherr v. Manteuffel die Sigung mit einer AnSprache. Er gedachte zunächst der Krankheit und Genesung des Kaisers, rühmte die Behaglichkeit und Brauchbarkeit des neuen Hauses, dankte dem Baumeister und schloß mit einem Hoch auf den Könia. Dann nahm der preußische Ministerpräsident das Wort. Graf Bülow erinnerte an die Begrüßungsworte, die Fürst Hohenlohe vor fünf Jahren bei der Eröffnung des neuen Abgeordnetenhauses gesprochen. Graf Bülow sagte u. a.: Der größte Staatsmann, den Preußen und den Deutschland hervorgebracht hat, Fürst Bismarck, hat einmal gesagt, daß das Herrenhaus der Träger sein müsse einer Politik, die sich nicht leicht beeinflussen lasse durch die Strömungen des Tages, sondern die den Regulator und den Ballast des Schiffes bilden möge, daß noblesse oblige" auch fernerhin die Signatur Ihrer Beratungen und Ihrer Beschlüsse bleibe. Möge dieses hohe Haus immer den Blick gerichtet halten auf das große Ganze, auf die Fundamente der preußischen Monarchie als des Grund- und Ecksteins des deutschen Reiches. Möge dies hohe Haus immer ein Vorbild sein preußischer Gesinnung und preußischen Geistes. Möge es immer die Gesinnung betätigen, die ich zusammenfasse dahin:„ Der König in Preußen voran, Preußen in Deutschland voran, Deutschland in der Welt boran!" Die Rede wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Freiherr v. Manteuffel sprach dem Grafen Bülow den Dank des Hauses aus. Dann trat das Haus in die Tagesordnung ein. Auf dieser stand die Wahl des Vorstandes. Sie hatte folgendes Ergebnis: Zum ersten Präsidenten des Herrenhauses wurde Fürst zu Inn- und Knyp= hausen, zum ersten Vizepräsidenten Freiherr v. Manteuffel und zum zweiten Vizepräsidenten Oberbürgermeister Dr. Be cer- Köln gewählt. Alle drei nahmen die Wahl an. Dann wurde die Situng auf Montag 1 Uhr vertagt. Aus dem Gerichtsfaal. Nab und fern. Fürstliches Ehezerwürfnis. Der Prätendent Herzog Philipp von Orleans soll sich an den Papst gewandt haben, um die Ungiltigkeitserklärung seiner seit acht Jahren be stehenden Ehe mit der österreichischen Erzherzogin Maria Dorothea zu erwirken, und zwar mit der Begründung, daß er zur Eingehung der Ehe gezwungen wurde, ihm also die Freiheit des Willens fehlte. Den orleanistischen Partei führern gegenüber berufe er sich auf die Kinderlosigkeit seiner Ehe, die den Pflichten eines Prätendenten wider spreche, ein Argument, das diese aber nicht gelten lassen. Es scheint, daß dem Prinzen, der sehr lustig lebt, seine schöne, aber strenge Gemahlin lästig geworden ist. § Der oldenburgische Justizminister Ruhstrat wurde wegen Veleidigung des Redakteurs Biermann zu 20 Mark Geldstrafe verurteilt. Minister Ruhstrat hatte zu Biermanns Einem kühnen Gaunerstreich fiel ein in dem Pariser Vorort Neuilly wohnender Sentier zum Opfer. Er erhielt neulich mit der Morgenpost einen Brief, worin ihm mitgeteilt wurde, das Finanzkomitee der anarchistischen Par tei habe seinen Beitrag für das Jahr 1904 auf tausend Franken angesetzt. Wenn dem geehrten Herrn und Bürger an seiner Haut gelegen sei, so möge er innerhalb der näch ſten drei Tage ein Kuvert mit der angegebenen Summe unter die Strohmatte seiner Wohnungstür legen. Tue er es nicht, so werde er mit Dynamit Bekanntschaft machen. Herr A. war davon keineswegs erbaut. Als er dann beim Mittagsmahle saß, fam ein Herr, ein Sendbote des Direktors der Geheimpolizei, der von dem Treiben der Anarchisten gehört hatte. Dieser riet ihm, das Kuvert mit den tausend Franfen unter die Strohmatte zu legen, was ihm Nuhe verschaffen werde. Die Polizei werde aber wachen, den Erpressern auflauern, nachgehen, das Geld wieder abnehmen und ihm getreulich zurückerstatten. Der Rentier tat, wie ihm geheißen war, das Kuvert wurde abgeholt, aber von dem liebenswürdigen Besucher sah der Mann, der nun die Polizei benachrichtigte, nichts mehr. Lokales. 18. Januar 1904. Der Großherzog empfing am 16. Januar den Professor Dr. Buchhold von Gießen, den Rechnungsrat Brücher, den Zahnarzt Koch von Gießen, den Landgerichtsdirektor Dr Meisel, den Lehrer Albach von der Realschule Gi ßen, den Pfarrer Heinebach von Groß- Linden und den Pfarrer Kehr von Romrod. und sollen die ron febenen Tiere bei bie Ende Fe lung, einer Schau unterzo Nachteile aufmerffa bewahren. Eine um ein Verlofung zu Ebenfalls von einem durch eine ameritonif von ca. 22 Mt. G Versammlung an no regt angenehm Freiwill 15. April und 15. willige in Unteroffi eingeftellt. Der dauert in der Reg zwei Jahre, der borschule zwei Jah offizierschule müff jedoch das 20. Leb Ginzustellen den in der Regel beim * 8ugentgleisung. Am Samstag Abend ent gleiste auf der Nebenbahn Grünberg- Londorf- Lollar der um 6,32 Uhr in Lollar fällige gemischte Zug zwischen Daubringen und Lollar, ein Kilometer vor der Badenburg. Glücklicherweise ist die Entgleisung ohne großen Schaden abgelaufen; zwar ist Materialschaden entstanden, die Passagiere und das Zugpersonal fam jedoch mit dem Schreck davon. Wie die Entgleisung entstanden ist, darüber werden zwei Auslegungen gemeldet, die eine besagt, der Bug sei, da er Verspätung gehabt, zu schnell gefahren; während die andere Meldung von einem Dammrutsch spricht, welche Behauptung zutrifft, fonnten wir nicht feststellen. Der aus Gießen requirierte Hilfszug war sehr schnell zur Stelle, was besondere Anerkennung verdient. Der Verkehr konnte, wenn auch mit Verspätung des nächsten Zuges, aufrecht erhalten werden. Von einer schrecklichen Seefahrt kann der jetzt in die Heimat zurückgekehrte Kapitän Ueberfeld aus Sagard aus Rügen berichten. Er befand sich mit seinem Dampfer in den indischen Gewässern. Seine ganze Ladung bestand aus Petroleum in Kisten. Plötzlich brach an Bord Feuer aus, und während sich die gesamte Mannschaft an die Löscharbeit machte, erfolgte im Mittelschiff eine starke Ervlosion, und ein Flammenmeer ergoß sich über das ganze Schiff; die Befatung flüchtete so eilig an Deck, daß es nicht mehr möglich war, die Maschinen zum Stillstand zu bringen und infolgedessen eilte das Schiff steuer- und führerlos vorwärts; von der Besatzung waren bereits 19 Mann teils durch die Explosion umgekommen, teils durch die Flammen getötet, und aus dem Innern des Schiffes ertönten fortgesetzt neue Explosionen. Das Rettungsboot schlug voll Wasser, cs es kaum herabgelassen war. Zum Glück hatte es Korkbekleidung und wurde dadurch flott gehalten, der Kapitän und der Rest der Mannschaft rettete sich auf Bambusflöße und schließlich wurden die Schiffbrüchigen von einem englischen Dampfer bemerki und aufgenommen. ** Fräulein Irene Triesch hat sich in hochherziger Weise bereit erklärt, zur Fördernng des Gießener Theater- Neubaus einen ihrer berühmten Rezitationsabende zu veranstalten. Sie wird am Mitwoch, den 27. d. M., um 7 Uhr in der großen Aula der Universität zunächst Stellen aus dem alten Testament wie sie schon in einer Reihe großer Städte, z. B. Berlin, Hamburg, Köln mit außerordentlichem Erfolg getan hat sodann einige Ge dichte vortragen. Wir freuen uns, unseren Lesern die erfreuliche Mitteilung machen zu können und geben der Hoffnung Ausdruck, daß die Aussicht, die berühmte Darstellerin auch als Rezitatorin kennen zu lernen, und der gute Zwed ihrer Veranstaltung, den Saal Sis auf den legten Platz füllen möge. Die Preise der Pläße sind auf Wit. 3 und Mt. 2 festgesetzt. Stürme auf See. Die Stürme der letzten Tage, die fich namentlich im Westen und Südwesten Deutschlands be merkbar gemacht haben, sind auch an den deutschen Seefüsten sehr heftig aufgetreten. Zahlreiche Schiffsunfälle werden aus dem Kanal und aus der Nordsee gemeldet. Auf der Schelde strandeten die Dampfer„ Horda“ und„ Acanthus", mehrere Barken sind untergegangen. Dem von Gulfsport mit einer Ladung Holz in Kurhaben angekommenen spanischen Dampfer„ Ceres" ist in dem Sturm auf der Nordsee die Decksladung übergegangen. Der Dampfer lag mit der Backbordseite so tief zu Wasser, daß er dem Steuer nicht mehr gehorchte und von Schleppdampfern elbaufwärts gebracht werden mußte. Der Flensburger Dampfer, Fortuna" von der Bruhnschen Rhederei, von Blyth nach Flensburg bestimmt, ist seit drei Tagen überfällig. Das Schiff ist zuletzt in Sprogoe gesehen worden. Razzia in Hamburg. Auf der Suche nach dem Oldenburger Doppelmörder, dem die Witwe Mall und ihre Tochter fürzlich zum Opfer fielen, wurden in Hamburg nachts die Herbergen und Kaschemmen gründlich durchsucht. Dabei wurden im ganzen 117 Personen verhaftet, deren Papiere nicht in Ordnung waren, darunter 5 megen Diebstahls steckbrieflich Verfolgte, außerdem zahlreiche Personen, die sich der Polizeiaufsicht entzogen. Der Oldenburger Mörder wurde aber nicht entdeckt. Hinrichtung. In Duisburg wurde durch den Scharfrichter Engelhardt der Vergmann Johann Neuguß enthauptet. Der Delinquent hatte im Juni v. J. in Marsloh seine Braut Anna Arich und deren Eltern erschossen. jahr erreicht habe alt sein. Anmeld 12 Uhr vormittags furt entgegengen ftimmungen einge erfolgt unentgeltli 8um Shillers rüften fid die geplante Huldigu Bekanntlich wollen neues Denkmal fe Stiftung neue Mi Ehrenfolde an Did erften der Nation Angehörigen und des Volkes zu helf Gedante, das seh Schillerstiftung zu ** Im Mong Großherzogtum eff Alkohol) erzeugt. denen 29 vollständi wendung abgelaffen Hektoliter in den fteuerlicher Kontrol Monals 3341 reifen Verkehr g f Weslar, Pächter dis Sc die Wirtschaft 8 nunmehr den Ga auf 5 Jahre zum Allendorf Saale des Gastwirt des Bauernvereins ftandes vorgenomm des Stiftungstages Fl.-V. Wie an anderen Drten so werden auch in Gießen in Bälde tinematographische Vorführ ungen aus dem Flottenleben stattfinden. Die Kreisgruppe Gießen des deutschen Flotten- Vereins veranstaltet dieselben am 11., 12., 13. und 14. Februar in der großen Aula der Universität. Während die Tagesvorstellungen am 11, 12. und 13. für die Schuljugend berechnet sind, weran denselben Tagen abends von 8-9 Uhr sowie am 14. ( Sonntag) von 32-4 und 6/ 2-7 Veranstaltungen für Erwachsene diese zum Preisen von 50 Pfennig pro Person stattfinden. Das Nähere wird später befannt gegeben werden. Dynamitexplosion in einem Steinbruch. Bei Hohenelbe fand in dem Geräteschuppen eines Steinbruches an der nach Spindelmühle führenden Straße eine Dynamitexplosion statt. Ein Arbeiter wurde getötet, der Schußmeister verletzt. Der Schuvven wurde teilweise zertrümmert. - Großer nationaler Gesangs- Wett streit Gießen. Der von dem„ MaschinenbauerGesangverein" veranstaltete Gesangswettstreit erfreut sich einer sehr starken Beteiligung, denn bis jetzt haben sich schon ca. 1600 Sänger gemeldet. Der Verein nimmt noch Anmeldungen bis zum 15. Februar entgegen. Der Verband der Spenglermeister und Installateure im Großherzogtum Hessen hält in Gießen am 24. Januar eine Versammlung ab, welche den Grundstock zur inneren Organisation des Verbandes legen soll. Von Herrn Buchdruckereibefizer Bommert in Wiesbaden geht uns folgende Berichtigung zu: Wiesbaden, 15. Jan. Der„ Wiesbadener Generalanzeiger" ( Amtsblatt der Stadt Wiesbaden) wird demnächst mit einem Rapital von 300 000 Mt. in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt, Kommanditäre find Reichs- und LandtagsAbgeordneter Kommerzienrat Bartling und Buchdruckereibesizer und Verleger des„ Wiesbadener Generalanzeiger" Emil Bommert in Wiesbaden. Die Immobilien verbleiben im alleinigen Besitz des Herrn Bommert, welcher auch die Leitung des Unternehmens in Händen behält. Der parteilose Wiesbadener Generalanzeiger" wird nicht in ein nationalliberales Parteiorgan umgewandelt, wie viele Zeitungen in letzter Zeit behauptet haben, sondern es soll streng an der bisherigen mittleren Linie festgehalten werden, die eine Verständigung aller liberalen Elemente rechtslieberal und linksliberal - ermöglicht." 1 P ** Der Vogelsberger Geflügel und Vogelzuchtverein hielt gestern eine gut besuchte Bersammlung im, Wilden Mann" zu Grünberg ab. Die von Rechner P. Decher erstattete Rechnungsablage ergab eine Einnahme von 3513,79 Mt. und eine Ausgabe von 3385,36 Mt., sodaß sich ein Ueberschuß von 128,43 Mt. ergab; der Kassenbestand beträgt unter Hinzuziehung einiger Rückstände ca. 150 Mt. Auf Antrag wurde dem Rechner Entlastung erteilt und Tant für seine musterhafte Rechnungsführung ausgesprochen. Die die jährige Lotal- Ausstellung soll in Ulrichstein abgehalten werden, man will damit einen Wunsch der Sektion Ulrichstein gerecht werden und hofft dadurch das Interesse in der Sektion noch mehr zu beleben. Um die Beförderung des Geflügels zu erleichtern, will die Sektion Fuhrwerk zur nächsten Bahnstation stellen. Die Vorstandswahl ergab die Wiederwahl des bisherigen Vorstandes, derselbe besteht aus den Herrn Fr. Jöckel- Grünberg, Vorsißender; Theod. SteinLaßenmühle, stellvertretender Borsißender; Peter DecherGrünberg, Rechner; Lehrer Dörr- Lehnheim, Schriftführer; W. Schröder- Grünberg, Inventarienverwalter; Söbler- Nieder Gemünden, Geschäftsführer; die Beisiger blieben unter Hin zuziehung der Herren Bürgermeister Schmidt- Bobenhausen und Leibjäger Becker- Laubach dieselben wie bisher. Herr Södler teilte sodann noch einiges aus den Beratungen mit, die aus Anlaß der zu veranstaltenden hess. Landes- Ausstellung in Offenbach gepflogen sind. Der Vogelsberger Geflügelzuchtverein wird sich an der Ausstellung beteiligen Ettinghau der ganzen Geme die Beerdigung statt. Der Berf erreichte, war n Airchenrechner tä Beamter. + Quedbor feiert Raisers Geb in der Görnert'sche Ge In der 3 1904 wurden in gefunden: berloren: 1 Bugelaufe Entlaufen Die Empi ftände belieben zu machen. Gießen, d 5 Am Mitt mittags 9 Uh fchaft Eduard aus dem Gem Verkauf: Distrikt Anippel 161 R Diftrifte Am Anuppel, 2 27 Rm. Knüppe Diftrift 5Rm. Reiser. 199 Nm. Reiser. Gdjeit, 43 Rm. Diftrift Krofdorf ar 1904. Januar den Rechnungsrat LandgerichtsDer Realschule den und den Abend ent ollar der um wischen Dau Badenburg. Ben Schaden tanden, die it dem Schred rüber werden Bug sei, da während die ht, welche Be en. Der aus zur Stelle, erfehr tonnte, 3, aufrecht er sich in hochdes Gießener itationsabende en 27. d. M., ersität zunächst schon in einer rg, Köln mit ann einige Ge Lesern die ernd geben der erühmte Dar. men, und der 518 auf den läge sind auf erden auch in Vorführ. en. Die Kreiss 8 veranstaltet in der großen stellungen am et sind, wer sowie am 14. Beranstaltungen 0 Pfennig pro später befannt ngs Wett aschinenbauer t erfreut sich zt haben sich in nimmt noch lermeister im Hessen hält ammlung ab, anisation des mert in Wies Biesbaden, 15. alanzeiger" chst mit einem anditgesellschaft und LandtagsBuchdruckereiBeneralanzeiger" mmobilien ver mmert, welcher en behält. Der ird nicht in ein e viele Beitungen es soll streng an werden, die eine rechtslieberal und 1. und Vogelhte Bersammlung von Rechner B. ne Einnahme von 85,36 Mt., fodaß 5; der Kaffenbe Rückstände ca. 150 Taftung erteilt und ung ausgesprochen. Ulrigftein abge Bunsch der Geftion urch das Intereffe mbie Beförderung tion Fuhrwert zur nbswahl ergab die erfelbe befteht aus er; Theod. Stein ; Peter Decher eim, Schriftführer; er; Söbler- Nieder blieben unter Hin hmidt- Bobenhaufen vie bisher. Herr Beratungen mit heff. Landes- Aus Der Vogelsberger ftellung beteiligen und sollen die ron den Mitgliedern zur Ausstellung vorgesehenen Tiere bei Gelegenheit der nächsten General- Versamm lung, die Ende Februar in Hamels Garten stattfinden soll, einer Schau unterzogen werden, um die Mitglieder auf etwaige Nachteile aufmerksam zu machen und vor unnötigen Kosten zu bewahren. Eine angenehme Abwechslung brachte wiederum ein Verlosung von Mitgliedern gestifteten Preisen. Ein Ebenfalls von einem Mitglied gestifteter Kanarienvogel brachte durch eine amerikanise Versteigerung das erkleckliche Sümmchen von ca. 22 Mt. Ein gemütlicher Teil schloß sich an die Versammlung an und hielt einen Teil der Mitglieder in noch recht angenehmer Weise ein Stündchen beisammen. ** Freiwillige Unteroffizierschüler. Zum 15. April und 15. Oktober ds. Js. werden noch Freiwillige in Unteroffizierschulen und Unteroffizierborschulen eingestellt. Der Aufenthalt auf einer Unteroffiezierschule dauert in der Regel drei, bei besonderer Brauchbarkeit zwei Jahre, der Aufenthalt auf einer Unteroffizierborschule zwei Jahre. Die Einzustellenden in eine Unteroffizierschule müssen mindestens 17 Jahre alt sein, dürfen jedoch das 20. Lebensjahr nicht überschritten haben. Die Einzustellenden in eine Unteroffizierborso ule müssen in der Regel beim Eintritt in die Anstalt das 15. Lebensjahr erreicht haben, dürfen aber nicht über 17 Jahre alt sein. Anmeldungen werden jeden Tag von 9 bis 12 Uhr vormittags bei dem Bezirkskommando in Frankfurt entgegengenommen, wo auch die weiteren Bestimmungen eingesehen werden können. Die Erziehung erfolgt unentgeltlich. * * Zum 8 um hundertjährigen Todestage Schillers rüsten sich in allen deutschen Städten die Frauen, um die geplante Huldigung zu einer recht großartigen zu gestalten. Bekanntlich wollen die deutschen Frauen dem Dichter fein neues Denkmal sehen, vielmehr der seinen Namen tragenden Stiftung neue Mittel zuführen. Diese Hülfsanstalt giebt Ehrensolde an Dichter und Schriftsteller, namentlich an die ersten der Nation, sorgt in Bedürfnisfällen für deren Angehörigen und sucht auch sonst den geistigen Arbeitern des Volkes zu helfen, wo es nur geht. Ueberall hat der Gedanke, das sehr zusammengeschmolzene Vermögen der Schillerstiftung zu vergrößern, vollen Beifall gefunden. *** Im Monat Dezember vorigen Jahres wurden im Großherzogtum Hessen 2829 hektoliter Branntwein( reiner Alkohol) erzeugt. Davon wurden 1106 Heftoliter, von denen 29 vollständig denaturiert waren, zur steuerfreien Verwendung abgelassen. Am Schluß des Monats waren 1513 Hektoliter in den Lagern und Reinigungsanstalten unter steuerlicher Kontrolle verblieben, während im Laufe des Monats 3341 Hektoliter nach der Versteuerung in den reifen Verkehr gesetzt wurden. Weylar, 18. Jan. Herr Wirt Parr, der früher Pächter des Schüßenhofes" in Laubach war und vordem die Wirtschaft Zum wilden Mann" in Grünberg hatte, will nunmehr den Gasthof Zum Reichshof" in Bad- Nauheim auf 5 Jahre zum Pachtpreis von 8000 Mt. übernehmen. Allendorf a. d. Lda. Am 2. Februar findet im Saale des Gastwirts Ludwig Bull eine General- Versammlung des Bauernvereing statt, in der u. a. die Neuwahl des Vorſtandes vorgenommen wird. Damit verbunden ist die Feier des Stiftungstages. Ettinghausen, 15. Jan. Unter großer Beteiligung der ganzen Gemeinde und des Ortsvorstandes fand gestern die Beerdigung des Gemeinde Einnehmers Gg. Hahn statt. Der Berstorbene, der ein Alter von 73 Jahren erreichte, war nahezu 30 Jahre als Gemeinde- und Kirchenrechner tätig; er war ein gewissenhafter, treuer Beamter. + Quedborn, 18. Jan. Der hiesige Kriegerverein feiert Raisers Geburtstag am 31. Januar in kleinem Rahmen in der Görnert'schen Wirtschaft. Bekanntmachung. In der Zeit vom 9. Januar bis 16. Januar 1904 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Ring mit rotem Stein, 1 GummiSchlauch und 1 Bremsvorrichtung. × Friedberg, 18. Jan. In der letzten Woche fanden Verhandlungen mit Bad- Nauheim statt bezüglich des Elektrizi tätswerkes und der elektrischen Bahn zwischen Bad- Nauheim und Friedberg. = * Marburg, 17. Jan. Behufs Besichtigung des Geländes zu dem am Nordabhang des Dammelsberges zu errichtenden staatlichen Heilserum Institut, das unter der Leitung des Geh. Raths von Behring stehen wird. werden im Laufe des nächsten Monats höhere Ministerialbeamte aus Berlin hier eintreffen. + Marburg, 15. Jan. Lezte Nacht wurde ein Goldund Silberdiebstahl, wobei den Dieben Sachen im Werte von 700 bis 800 Mart in die Hände fielen, in einer einzeln stehenden Villa am Schloßberge ausgeführt. Stadttheater Gießen. Kyriz Pyrig. Bosse mit Gesang in 3 Akten von H. Wilkens und O. Justinus. Eigentlich ist es ein Glück, daß sich von den vielen Erzeugnissen der Possenfabrikation nur wenige durch längere Lebensdauer eine Daseinsberechtigung erworben haben. Zu diesen Langlebigen fann man wohl Kyriß- Pyriz zählen, das fast jedes Jahr bei uns über die Bretter ging und hier wie überall noch heute ein dankbares Publikum findet. Die Posse besitzt aber auch tatsächlich alles, was zu einem rechten( Lach-) Erfolge nötig ist: Eine große Anzahl echter, allerdings längst bewährter Possenfiguren, tolle Situationsfomit, eine zwar nicht edle, aber desto ansprechendere Musik, ein Ragout von Wißen, die nur deshalb immer so oft wieder an die Oberfläche tommen, weil sie in dem großen Topfe Unsinn allzu lustig prodeln, keine einheitliche Handlung, zwei Liebesgeschichtchen mit glücklichem Ausgang mein Liebchen was willst du noch mehr?- Unser Ensemble hatte an dem hellen Blödsinn gestern Abend sichtlich selbst die größte Freude, die Darsteller überboten sich förmlich in possenhaften Schrullen und Einfällen, sodaß man wirklich nicht weiß, wem man eigentlich die Balme, in fonzentrierter Verrücktheit das Höchfte geleistet zu haben, zuerkennen soll. - Possenfigur zu wirken. Die Regie war bei Herrn Conradi in guten Händen und Herr Musikdirektor Krause schwang den Taktstock mit bekannter Sicherheit. Der Besuch des Theaters war recht aut. H. H. Aus dem Gerichtssaal. Strafkammer. Gießen, 15. Januar 1904. Der Zimmermann Georg Knieriem von Bad- Nauheim aersuchte in angetrunkenem Zustande zu Ober- Mörlen in einer Wirtschaft mit verschiedenen Gästen Streit anzufangen. Als diese ihm aus dem Wege gingen verfolgte er dieselben und stach dem Streckenarbeiter Heinrich Huppert ein Messer in den linken Arm, sodaß eine 3wöchige Arbeitsunfähigteit eintrat. Die Kammer erkannte auf 6 Monate Gefängnis und erläßt gegen den stellenlosen Verurteilten Haftbefehl. Bei verschlossenen Türen wird sodann gegen den Knecht Wilhelm Heinrich Wagner von Büdesheim wegen wiedernatürlicher Unzucht verhandelt, das Urteil lautet auf 2 Monate Gefängnis wegen Vergehens gegen§ 175. St.-G.-B. Den Schluß bildet die Anklage gegen den Schweinehändler Karl Düringer von Eberstadt wegen Bergehens gegen das Viehseuchengesez. Düringer wurde vom Licher Schöffengericht nur wegen fahrlässiger Gesezesübertretung verurteilt, was der Staatsanwaltschaft Veranlassung gab Berufung einzulegen. Nach sehr umfangre cher Bewetsaufnahme erfannte das Gericht wegen wissentlicher Uebertretung des§ 328 St.- G- B. auf 3 Wochen Gefängnis. Eingesandt. Wir erhalten folgenden Brief: Roheim a. d. Bieber. Wir begrüßen jetzt schon die Festlichkeit aus Anlaß des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers, da wir alle darauf angewiefen sind, die Feier gemeinschaftlich im Zuge mit Fackeln zu verschönern. Als Musitchor ist die Kapelle von Krofdorf zu diesem Feste gewählt worden. Aufgestellt wird der Zug am Bahnhof. Es sei dem alten Herrn des Kriegervereins Rodheim, welcher die Sache arrangiert hat, nochmals öffentlich gedankt, daß er die Gemeinde auf einmal in so einige Fußtapten zu bringen wußte, was bis jetzt noch teiner fertig gebracht hat. Wir wünschen deshalb, daß der Betreffende noch viel Gutes in die Wege führen möge, ebenfalls wünschen wir der Einigkeit ein fröhliches Blühen und Gedeihen. Litterarisches. Herr Conrabi als Rux mit die Bäcker beene" war ganz in seinem Element. Borzüglich war auch Frau Fischer als Bäckermeisterin. Diese zentnerschwere Gemütlichkeit, die nur durch heldenhaften Kampfesmut und Bergnügungsfreude abgelöst wurde, stand ihr ungemein komisch. Frl. Lembach hatte gestern ihren guten Tag, oder ihre gute Rolle, wenigstens haben wir sie so lebhaft noch nicht gesehen. Sie spielte den Sekundanten Thüleke mit geradezu verblüffender Hosensicherheit, war frech, verliebt, fand in Frl. sang auch recht gut und naseweis, Hellberg ja zwar eine äußerst schalkhafte, liebreizende Partnerin aber aber der Gesang?- Herr Teleky gab den Apotheker Piepenberg mit den dünnen Säuseltönen, die ihm zur Verfügung stehen, Herr Haag zeigte große Stimmenkraft als Stadttämmerer Liezow, war auch sonst nicht übel; als„ Schönster" der Pyrißer, Friseur Nauke, präsentierte sich Herr Ta mte in äußerst gelungener Maste, wenn es auch offenbare Renommage war, wenn er sagte, daß er das hohe Awie Gänseschmalz" hingelegt habe, so handhabte er den forzierten Querschtenor doch mit Virtuoſität Dau- Neiſſe,„ Die Geschichte des Schiffes“( III. Schiffe, - und auch sein Spiel verdient alles Lob. Herr Gronert hatte sich als Stadtmusikus Klobig wieder eine seiner Wahnfinns figuren geleistet und großen Erfolg damit erzielt, Herr Knabe vervollständigte als dritter im Bunde das Pyrizzer Kleeblatt recht geschickt, er zeigte zum Guitarrespiel wie zur Cylinderbalance ein gleich großes Talent und Herr Köhl hatte den landesüblichen Hausburschen mit der nötigen frechen Neugierde ausgestattet. Zu erwähren ist noch Frau Jenny als Teudelinde, Herr Pichler als Ingenieur Ebert und Frl. Hohl, welche die Hotelbefizerin Soltmann in ge= wohnter, schöner Weise verkörperte. Nur Frau Kellermann fand den richtigen Ton nicht sie ist zu ernst um als Außer den von mir seither geführten Bieren bringe auch - Mainzer Aktienbier berloren: 1 Portemonnaie mit 33 Mt. Inhalt, 1 beliebt wegen seines reinen, milden Geschmackes und weil filb. Damenuhr, 1 goldener Ring, 1 filb. es außerordentlich gut bekommt, zum Verkauf und empfehle Kettenarmband, 1 brauner Pelzkragen, dasselbe die 1 blauseidenes Halstuch und 1 Pferdedecke. 3ugelaufen ist: 1 schwarzer Rattenpinscher. Pinscherhund. 1/1 Flasche zu 18 Pfennig 1/2 9 " " " Seefahrt und Dichtung. Das erste Heft des neuen Jahrganges der Flotte" ist besonders bemerkenswert, weil sich eine Anzahl wohlgelungener Bilder von dem Flußkanonenboot" Vaterland" darin befinden, das bekanntlich ein Geschenk des Hauptverbandes Deutscher Flotten Vereine im Auslande an das Reich ist. Aus dem übrigen Inhalt erwähnen wir die Aufsäße Vom Nationalgefühl von Herrn General Keim,„ Der Rotersand- Leuchtturm" von Regierungsrat Schiffbau und Schiffahrt im Mittelalter) von G. Neudeck- Kiel u. s. w. Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den„ Gerichts." und Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermana AMTLICH GLÄNZEND BEGUTACHTET: NUR SALUTARIS NUR 25 Pig 25 Pf6 TOILETTE- FETT- SEIFE Unübertroffen für Haut- a Ceintpflege: Rein, mild, sparsam. C. Naumann, Seifen- u. Parfümeriefabrik, Offenbach a.M. Holzversteigerung in der fürstlichen Oberförsterei Lich. Es sollen versteigert werden: Montag, den 25. Jannar im Distrikt Niedwald: Buchen: 212 Rm. Scheiter( dabei 4 Rm. Hainbuchen rund), 197 Rm. Knüppel, 91 Rm. Stöcke 5200 Wellen; Eichen: 15 Rm. Scheiter, 82 m. Knüppel, 115 Entlaufen ist: 1 Jagdhund und 1 hellgelber Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Zugleich bemerke Rm. Stöcke, 6600 Wellen; Nadelholz: 12 Rm. Scheiter( Niefern, rund), ich, um Täuschungen und Verwechselungen vorzubeugen, Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen- daß nur mir allein die Vertretung der Mainzer 36 Nm. Snüppel, 1 Rm. Stöcke, 2970 Wellen; 9 Rm. stände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend Aktien- Brauerei für Gießen und Umgegend übertragen sonstiges Snüppelholz, 170 Weichholz Wellen. zu machen. Gießen, den 16. Januar 1904. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Holzversteigerung. Am Mittwoch, den 20. Januar 1904 von vormittags 9 Uhr ab kommen in dem Saale der Wirtschaft Eduard Moos dahier folgende Holzsortimente aus dem Gemeindewald von Krofdorf- Gleiberg zum Verkauf: Distrikt Seiles 7. Buchen: Scheit 335 Rm., Knüppel 161 Rm, Stockholz 128 Rm. Reiser 887 Rm. Distrikt Steinbusch 13a. Gichen: 3Rm. Scheit, 28 Rm Knüppel, 230 Nm. Reifer. Buchen: 32 Rm. Scheit, 27 Rm. Knüppel, 65 Nm. Reiser. Distrikt Lesch ewald 13b. Eichen: 1 Rm. Knüppel, 5 Rm. Reiser. Buchen: 40 Nm. Scheit, 82 Rm. Knüppel, 199 Rn. Reiser. Distrikt Seiles hau 15b. Buchen: 26 Nm. Scheit, 43 Rm. Knüppel. 100 Rm. Reiser. Krofdorf, den 15. Januar 1904. Der Bürgermeister J. V. Leib. worden ist. Gotthilf Röhrle Bier- Großhandlung. Marburgerstraße 7. Telephon 344. Gießen. 000/000 Für Weinbezug! Dnter aller Garantie naturreine, flaschenreife Weissweine, per Liter oder Flasche von 60 Pfg. an, 100 Rotwein( echter Ingelheimer) Lit. od. versondet in Gebinden von 18 Flaschen an 99 99 99 99 25 Liter und Kisten VOR P.Chr. Saalwächter, Weingutsbesitzer, Nieder- Ingelheim a. Rh. Fichten Derb stangen: 288 Std. 21,90 Fm., teilweise schönste Bau- und Gerüststangen; Fichtenreisstangen: 32 Stück= 0,21 stm. Die Zusammenkunft ist Vorm. 91/2 Uhr auf der sog. alten Laubacherstraße dort, wo dieselbe vom Fußweg Lid- Harbach gekreuzt wird. Dienstag, den 26. Januar, im Distrikt Hard: Buchen: 299 Rm. Scheiter, 100 Km. Knüppel, 110 Rm. Stöcke, 2950 Wellen; Eichen: 4 Rm. Scheiter( 3 Werk= 1 rund), 34 Rm. Knüppel, 52 Rm. Stöcke, 350 Wellen; 1 Rm. Linden-, 2 Rm. Aspen-, 6 Rm. Kiefern- Knüppel. 6 Eichen Abschnitte= 6,05 Fstm. = = Durchmesser 62 67 60 49 43 46 Länge 1 Elsbeer Abschnitt - 2 27,6 8 1,8 5 0,25 stm.: 350 Fichten Derbstangen zu Baumpfählen zum Zumachen 2c., 4000 Fichtenreisstangen. Die Zusammenfunft ist Vormittags 9 Uhr auf der Chaussee von Kolnhausen in die Hard beim Eingang in den Wald. Erster grosser maskenball Fechtverband Giessen- Lahr Wohltätigkeitsverein). Wer etwas wirklich Schönes[ eben und sich köstlich amüsieren will, der komme am Sonntag den 24. Januar 1904. abends s Ubr in's Cafe Leib. Große Gruppenaufführungen a. d. Märchenwelt: Die verzauberte Prinzessin. Zum ersten Male aufgeführt. Lebende Bilder dargestellt auf der Bühne von 30 Personen. Zauberreigen in hochfeinen Königskostümen aufgeführt im Saale. Altdeutscher Königstanz und Zauberreigen aufgeführt v. 8 Damen u. 8 Herren m. beng. Beleuchtung. Indem die Ueberschüsse an hiesige Arme verteilt werden, ladet zu recht zahlreichem Besuche ein Eintrittkarten: Herrnfarten 1 Mk.. an der Kasse 1.20 Mt. Der Vorstand. Damenfarten 50 Pfg., an der Kasse 60 Pfg. Gallerie 30 Pfg. Logenplatz 1 Mr. Stehplatz 50 Pfg. Vorverkaufstelle in allen Geschäften, wo Plakate ausgehängt sind. Krieger- Verein Giessen. Samstag, den 23. Januar 1904, Abends 8 Uhr in Steins Garten: Feier des Geburtsages Sr. Maj. des Kaisers berbunden mit dem 30. Stiftungfeste des Vereins. Theater- Aufführungen, Gesangsvorträge und Tanz. Die Mitglieder des Vereins und ihre Familien sind herzlichst eingeladen. Orten und Ehrenabzeichen, sowie Vereinsabzeichen sind anzulegen. Bekanntmachung. Dienstag, 19. und Mittwoch, 20. Januar findet dahier Viehmarkt, am letteren Tage hauptsächlich Schweinemarkt statt. Gießen, den 18. Januar 1904. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die Lieferung der Stoffe zu Kleidern für arme Konfirmanden auf Ostern 1904, bestehend in KnabenAnzügen aus schwarzem Tuch, schwarzem Kaschmir, weißem und farbigem Flanell soll vergeben werden. Brotpreise bom 17. bis 31. Jnuar 1904. Der hiesigen Bäcker. Kg. 1 Weißbiot. 2 " 1 Schwarzbrot Н 2 Pfg. 26 52 24 48 3 72 1 Kornbrot 22 2 44 Der auswärtigen Bäcker: 1 Weißbrot bei Georg Dern II. Gr. Linden 23 W. Strinmüller Witwe( Lang= göng.) 24 Heinrich Weber( Heuchelh.) W. Fabel Wieseck W. Weißel Langgöng u. 2. Steinmüller Gr.- Lind. 25 Karl Post, Wieseck W Leir: KleinLinden Der Vorstand. 26 2 Dern II., Gr. Lind. " u. Louis Süßmuth Steinberg 46 Stadt- Theater Sießen. Direttion: Steingoetter. Dienstag, den 19. Januar 11. Dienstag= Abonnements- Vorstellung. Die wilde Jagd. Lustspiel in 4 Aften von Ludwig Fulda. Angebote sind mit Kennziffern versehen, unter Anschluß eines Umschlags mit gleiche. Kennziffern, enthaltend die Angabe der Firma, und Beifügung von Dampfmolkerei Mustern bis spätestens 5. Februar 1904 beim Armenamt, Neuen- Bäue 25, einzureichen. Gießen, den 13. Januar 1904. Die Acmen- Deputation der Stadt Gießen. Curschmann Kleinsch aglieferung. Schriftliche Angebote auf die Lieferung des zur Unterhaltung der Kreisstraßen Gießen Jac. Persyn, Schanzenste 4. sucht größere Abnehmer f. Magermilch u. Molken. Bolster- u. Tapezierim Kreise Gießen in der Zeit vom 1. April 1904 bis 1. April 1907 noch erforderlich werdenden Basaltklein- fertigt schlags können vom 18. bis 30. Januar d. Js. and zwar jeweils bei dem betreffenden Kreisstraßenmeister eingereicht werden. Ebenda wird auch Auskunft über Erfordernis und Lieferzeit erteilt. Gießen, den 12. Januar 1904. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Diehm. Brennholzversteigerung. arbeiten Carl Reh. Gießen, West- Anlage 25 part. Ein neues 2stödiges Wohnhaus nebst groß. Garten am Bahnhof zu Burg- Nieder- Gemünden gelegen, ist sofort für einen billigen Preis zu verkaufen. Näheres bei Konrad Otterbeia, Burg- Nieder- Gemünden Frankfurterzraße 63 ist der zweite Stock, bestehend aus 4 Zimmern, mit einem Zimmer Montag, den 25. Januar, Vormittags 9½ Uhr beginnend, werden in dem Saale bei Gastwirt Becker in der Mansarde und sonstigem Zubehör, sowie Gartenanteil auf " P " 2 " M. Steinmüller Wwe Langaöns) 48 W. Fabel Wieseck W. Weigel, Lang= Göns JakobAppel, Krofdorf, Heinrich Weber Heuchelheim 2. Steinmüller ( Gr. Lind.) Karl Post, Wieseck u. W. Lein KleinLinden 50 52 1 Schwarzbrot bei Georg Dern II. Gr. Linden 21 W Steinmüller We W. Weigel, Lang= Göng, Steinmüller Gr. Linden Heinrich Weber, Heuchelheim, Ferd Weiß, Grüningen 22 W. Lein KleinLinden 24 Dern II. Gr.- Lind u. Louis Süßmuth, Steinberg u. Jakob Appel, Krofdorf 42 L. Steinmüller ( Gr. Linden) W. Steinmüller Wwe. Langgöns, Heinrich Weber, Heuchelheim, W. Weißel Lang- Göns, Karl Post Wieseck und Karl Spamer, Reiskirchen. 44 W. Lein, KleinLinden 48 21/2 " bei Louis Süßmuth Steinberg 52 3 " 1 W. Fabel und Karl Post, Wieseck 66 1 Kornbrot Svamer, Reiskirch.42 Der Brotverkäufer. Dieselben Preise, wie bet den hiesigen Bädern, außer bei Hrch. Frebel II., 1 kg. Schwarzbrod 24 Gießen, den 16. Januar 1904. Großh. Volizeiamt Gießen, Hechler. zu Nieder- Gemünden( an der Brücke) aus dem Freiherrl. 15. Februar oder später anderweit 2 Kg. Schwarzbrod 44. b. Schenckschen Revier Nülfenrod, Distrikten Buchwald, zu vermieten. Auf Wunsch kann Hahnbach, Rübenköpsel und Hebig versteigert: Scheiter Rm. Buche 183( darunter 12 Rm.Hainbuchen). Garten mitverpachtet werden Rundscheit: Eiche 10, Nadelholz 12, Birke 2. noch ein anschließender größerer Näh. bei der Bürgermeisterei Möbliertes Zimmer Gießen Zimmer r. 15. und eine fleine FamilienKnüppel Rm.: Buche 112, Eiche 39, Aspe 2, Nadel- Villa, gross. Steinweg 9 Wohnung zu berrieten holz 93. 2. Reisig Rm. Buche 356, Eiche 87, Nadelholz Stöcke Rm.: Buche 152, Eiche 12, Nadelholz 36. Burg- Gemünden, den 16. Januar 1904. Freiherrliche Forüverwaltung. Kullmann. Die Wohnung des Herrn Forstmeister Joseph ist per 1. April 1904 anderweitig zu vermieten. Näheres bei Neuentea. 31. Sön möol. Zimmer mit oder ohne Pension zu verm. Gießen, Bismarckstraße 17. H. W. Rian, Gießen. Einfach möbl. 3 mmer zu verm. Landgrafenstraße 3. West- Anlage 23, part. Sielbau Gießen. Die Lieferung des für das Baujahr 1904/5 benötigten Steinzeuges soll öffentlich verdungen werden. Zu liefern sind: 1. 16575 m gerade Röhren, von 20-50 cm Durchmesser. 2. 1769 Stüd Abzweige für vorstehende Rohrdimensionen mit 22.5, 20, 15 und 10 cm Einlaß. 3. 600 Stück Bogenröhren von 22,5 cm Durchmesser. 4. 300 Verschlussteller 10, 15, 22,5 cm Durchmesser. frei Waggon Lagerplay( Margaretenhütte) Gießen. " Bedingungen und Angebotsformulare fönnen gegen portofrete Einsendung von 1,50 Mf. durch das städtische Tiefbauamt Gr. Bürgermeisterei Zimmer Nr. 6- bezogen werden. Ebendaselbst liegen in den Dienststunden die Verdingungsunterlagen zur Einsicht auf. Auskunft erteilt außerdem Herr Oberbaurat Schmick Darmstadt, Mühlstraße 60. Die Angebote sind versiegelt und mit der Aufschrift: ,, Angebot auf die Lieferung von Steinzeug" bis zum 10. februar d. Js. portofrei bei dem städtischen Tiefbauamt einzureichen, woselbst die Eröffnung der Angebote am genannten Tage, vormittags 11 Uhr im Beisein etwa erschienener Bewerber erfolgt. Zuschlagsfrist 6 Wochen. Gießen, am 16. Januar 1904. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Für Magenleidende. Allen denen, die sich durch Erkältung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu falter Speisen oder durch unregelmäßige, Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magentatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Vers schleimung zugezogen haben, fet hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen. deffen vorzügliche Heilsame Wirkungen schon seit vielen Jabren erprobt sind. Es ist dies das Verdauungs- und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Weine bereitet und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt alle Störungen In den Blutgefässen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf eine Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Mogenübel meist schon im Reime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, äzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie Kopfschmerzen, Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magen leiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. deren unangenehme Folgen, Stuhlverstopfung wie seklemmung, Solikschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigke i, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden) werden burd Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein belebt jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stubl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gebärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folge schlechter Ver- dauung, mangelhafter Blutbildung unb ines frankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und GemütsverNimmung, sowie häufigen Bopfschmerzen, schlaflosen Mächten, fiechen oft solche Kranke langsam dabin. Kräuter- Wein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und, Ginährung, regt den Stoffwechsel fräftig an, beschleunigt und Der bessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Bräfte und neues Leben Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. Kräuter. Bein ist zu haben in Flaschen à Mt. 1.25 und Mt. 1.75 in den Apotheken von Gießen, Großen- Linden, Wehlar, Fro hauser, raunfels, Butzbach, Brandoberndorf, Gladenbach, Weilburg, GroßenBuleck, Bllendorf, Grünberg, Lich, Hungen, Laubach, Bad- Bauheim, Marburg u. f. w., sowie in allen größeren und fleineren Orten ganz Deutschlands in den Apotheken. Auch versendet die Firma Hubert Ullrich, Leipzig, Weststrasse 82", im Engiosverkauf 3 und mehr Flaschen Kräuterwein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlande portound fistefret. Mindeftquantum im Engrosversand also drei Flaschen. Vor Nachahmung wird gewarnt. Man verlange ausdrücklich Hubert Ullrloh, schen Kräuterwein. Mein Kräuterwein ist kein Geheimmittel; seine Besta d teile sind: Mal gamein 450,0, Weinsprit 100,0, Glycerin 100,0, Rotmein 240,0, Ebereschensaft 150,0 Kirschsaft 320,0, Fenchel, Anis, Helenenwurzel, amerit. Kraftwurzel, Enzianmurze. Kalmusmurzel aa10,0. Diese Bestandteile mische man Im Erscheinen befindet sich:= Sechste, gänzlich neubearbeitete Meyers 11,000 Abbildungen, 1400 Tafeln und Karten. und vermehrte Auflage. Grosses KonversationsEin Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. 148,000 Artikel u. Verweisungen. Lexikon. 20 Bände in Halbleder gebunden zu je 10 Mark. Prospekte und Probehefte liefert jede Buchhandlung. Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien. Die Signora rief einen hartklingenden, arabischen Namen, worauf eine junge Negerin angesprungen fam Es war ein Mädchen von vielleicht Dienstmädchen des Hausstandes. SDQ EINST UND JETZT Nr. 14. sche Familie Montag, den 18. Januar 1904. er Vera Ragen: regelmäßige, berbaulicher, Ueberladung elen Jabren I empfohlen. Sarfen, äzenfollte also ins werben ubildung kmachen gefässen, Kräuterganismus eitet und ilkräftig Wein. el, der ziehen. Alle n, Blähungen, eten) Magen Die Signora rief einen hartklingenden, arabischen Namen, worauf eine junge Negerin angesprungen kam das Dienstmädchen des Hausstandes. - vierzehn ch eine Ne' n merfEs war ein Mädchen von vielleicht Jahren, aber schon völlig entwickelt. gerin von solch intensiver Schwärze, nie würdigeres Wesen gesehen. Ihre Hau lib, mit Fett gesalbt, glänzte wie schwarzer Sammet, das wollige Haar sträubte sich in unzähligen dünnen Zöpfchen strahlenartig auf dem unförmlich dicken Kopfe, hinter den halbgeöffneten, wullstigen Lippen schimmerte ein schneeweißes Wolfsgebiß. Die Art, wie sie dastand und mich ansah, war bereits merkwürdig. Im ersten Augenblick wußte ich, daß es Schauspielerei war; sie wollte sich bemerkbar machen, meine Lachlust erwecken. Sie hatte die Arme von sich gestreckt, alle fünf Finger weit gespreizt, und ſtand nun, den Oberkörper zurückgebeugt, wie in namenloser Entsetzung über meine Erscheinung da. Die an sich schon übergroßen, pechschwarzen Augen waren noch weiter aufgerissen. Scheu, List, Frechheit und ein gut Teil Mutwillen lagen darin, und die Flügel der breitgedrückten Nase zitterten wie vor verhaltenem Lachen. Plötzlich ging's auch los. Sie lachte, wie ich nie wieder jemand habe lachen hören, sie hüpfte herum und tanzte von nem Bein aufs andere. Wenn sie einmal zu sich kam, ſo utete sie auf meine Hosen, welche durch häufiges Waschen eilich etwas furz geworden waren, und brach von neuem in inen unbändigen Lachkrampf aus. Fragend und ärgerlich schaute ich Signora Philippi an. Diese tippte mit der Fingerspitze an ihre Stirn. Das Mädchen sollte verrückt sein? Keine Spur davon. Ein übermütiger Kobold war es. Sofort, als ich sie erblickte, fiel mir eine Figur aus Beecher Stowes weltberühmten Roman Onkel Toms Hütte" ein: Topsy, der lieblichen Evang wilde, unbändige, lügenhafte und diebische Freundin, cozdem wieder ein so treuherziger Charakter, der die Sympathie der Leser im Fluge gewinnt. Gerade so mußte Topsy ausgesehen haben, ich gab ihr also sofort diesen Namen, immer mehr fand ich, daß es wirklich dieselbe Topsy war wie in Onkel Toms Hütte"; schnell wurde der Name Topsy von allen anderen annektiert, und den rauhklingenden arabischen Namen hörte man nicht mehr. Ach, Topsy, hätte ich dich doch schon damals, gleich im Anfang, richtig erkannt! Du warst ein kleines Scheusal, häßlich und schmutzig, du logst, betrogſt und ſtahlst, wo du nur konntest, du bestahlst logar deinen Wohltäter, der dich beschenkte, aber unter deiner schwarzen Haut schlug ein Herz, so treu, wie es nur je eines gab. Was konntest du dafür, daß du nicht wußtest, daß Lügen und Stehlen unrecht ist? Man ſpricht verächtlich von hündischer Treue, aber was gibt es rührenderes als den Hund, der auf dem Grabe seines Herrn stirbt? Doch deine sklavische Treue war noch tausendmal größer. Nur einmal fiel in dein armseliges, geknechtetes Leben ein Funke von Menschenliebe, und da begriffst du plötzlich, daß auch du ein Mensch seiest, da konntest du nicht mehr leben! Topsy wußte nicht, wie alt sie war, wußte nicht, ob sie uberhaupt Eltern gehabt hatte, auch nicht, welchem Negertamme sie angehörte. Sie diente in der Familie Philippi, kochte das Essen, kehrte den Hof, besorgte die Wäsche und erhielt dafür ebenso wie alle anderen arabischen Dienstboten feinen Lohn in Geld, sondern nur Nahrung und Kleidung. Arabische Dienstboten sind Sklaven, man kann sie schlagen und davonjagen, ihre einzige Freiheit teht darin, daß auch sie davonlaufen dürfen. Das Gerid hüßt sie nicht, und wenn man sie auch halbtot schlägt. Topsy bekam kärgliches jedes Jahr eine neues Kattunhemd und jeden Tag so viel Prügel, daß die Striemen auf dem Rücken nie vernarbien. Alles, was die menschenfreundliche Signora Philippi in die Hand bekam, hielt sie für geeignet, es nach Topfe zu schleudern: Holzscheite, eiserne Töpfe, die Kohlenzange und wenn es an den Kopf oder ins Gesicht traf. defto& sser! Topsy aber spottete ihrer Wut, ließ geduldig die äge über sich ergehen, lachte dann und stahl sich das fettest Stud Wisch aus dem Topfe, wofür sie wieder den Bambus zu schme.ten bekam. Und kam die Signora von einem Ausgang nach Haus, so konnte sie sicher sein, Topfy vor dem Spiegel ftet en zu sehen, behangen mit dem wertlosen hmud und bunten Fahnen der Signora. ( Fortf Igt.) EINST UND JETZT Ein verkanntes Genie. Als der große Heerführer Wallenstein in seiner Jugend das Gymnasium zu Goldberg in Schlesien besuchte, gehörte zu seinen dortigen Lehrern auch der Kantor Fechner, welcher keine besonders hohe Meinung von dem sonderbaren Knaben hatte, und ihm sogar oft nach Sitte jener Zeit seine gewichtige Hand sehr unsanft spüren ließ. Als einst die Schuljugend nebst ihren Lehrern auf ihrem Schulplatz unter den Schulweidenbäumen lauter Fröhlichkeit sich überließ war der träumerische Wallenstein, anstatt sich daran zu beteiligen, eingeschlummert. Wie er erwachte, erzählte er:„ es habe ihm geträumt, daß er mit seinen Mitschülern auf dieſem Plate ſpiele, und daß die Schulweiden sich alle vor ihm bis auf die C.de neigten!" Alles lachte und Fechner heißt ihn einen ,, Träumer", indem er hinzufügt:„ Wenn aus dir ein großer Mann wird, so will ich dein Hofnarr werden!" Es war eine Reihe von Jahren später, als der Feldmarschall Wallenstein im Jahre 1633 an der Spizze der kaiserlichen Armee durch Goldbera marschierend, sich an diesen Ausspruch Fechners erinnerte, un den alten Mann zu sich entbieten ließ. Bitternd erschien diese vor dem gefürchteten Krieger, von der bekannten Rauhheit Wallen steins, nichts andres erwartend als das allerschlimmste. Er hatte daher bereits von den Seinigen daheim Abschied genommen und bemühte sich den Gewaltigen etwas milder zu stimmen, indem er demütic um Verzeihung wegen seiner strengen Disziplin bat, welche ci mit seiner guten Absicht zu entschuldigen suchte, während er seine falsche, ungünstige Prophezeiung sehr richtig mit dem Mangel ar Vorhersehungsgabe erklärte. Der gestrenge Wallenstein indessen. hörte ihn sehr ernst doch gütig an.„ Mein lieber Fechner", sagte er mit unger hnter Milde, Ihr habt mir nicht zuviel getan!" Meine damalige Natur war einer harten Erziehung benötigt. Fürchtet daher nichts, Ihr habt es gut gemeint, und es ist auch gut geraten. Euch soll dafür zur Dankbarkeit von meinen Soldaten kein Leid widerfahren; deswegen lasse ich eure Wohnung mit Strichen versehen. Zugleich nehmt dies Geschenk von mir zum Andenken!" Bei diesen Worten überreichte der gefürchtete Feld. herr seinem ehemaligen Lehrer einen Beutel mit 700 Reichstalern; dieser schied froh von dem einstigen, verkannten Schüler, und blieb durch dessen Gnade von der schrecklichen Plünderung, welche die kaiserlichen Soldaten in Goldberg ausübten, vollständig verschont. Bunte Blätter. Diamanten auf ihre Echtheit zu prüfen. Handelt es sich um schon gefaßte Diamanten, dann kann man probieren, ob sie sich durch irgend ein Mittel, außer dem Glaſerdiamant, z. B. durch einen scharfen Stein oder eine Stahlnadel, oder auch durch Schmirgel, rizen laſſen. Der echte Diamant ist nur durch seinesgleichen ritzbar. Ferner wird der echte Diamant durch Reiben elektrisch. Auch kann man durch den echten den Grund der Fassung nicht sehen, wohl aber durch den falschen. Weißer Topas, Be zkrystall, Sapphir, Straß u. ſ. w. ſind rißbar.— Loſe Diamanten sind leicht von falschen zu unterscheiden: hält man eine Nadel dahinter und sieht durch den Stein, so ist er echt, wenn die Nadel einfach erscheint, falsch, wenn man sie doppelt sieht. Das Köpefahren. Unter dem Namen des Köpefahrens herrschte in Lüneburg vom 13. bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts ein Gebrauch, den Herzog Johann von Braunschweig im Jahre 1273 einführte, nach welchem niemand auf eine andere Weise Sülffmeister, das ist ein Patrizier, der etne Salzpfanne hatte und Salz sieden durfte, werden konnte, als wenn er zuvor in der Fastnacht ein großes, mit schweren Steinen angefülltes Weinfaß mit zwei davorgespannten starken Pferden im schnellen Laufe durch die ganze Stadt umhergeführt hatte. An die beiden Böden des Fasses waren Achsen befestigt, woran das Seil zum Ziehen und Fortwälzen ge= bunden wurde. Der Aufzug, der den neuen Köpefahrer begleitete, war sehr feierlich, denn es gehörten dazu Trompeter, Vorreiter, Köpenführer, Sülffmeister und Baermeister, welche lettere die Pflicht hatten, alle im Salzwesen vorkommenden Streitigkeiten zu schlichten. Alle waren zu Pferde. Sobald die Fahrt vorüber war, wurde die Köpe auf einem Holzstoße verbrannt und die Teilnehmer tanzten um das Feuer, bis es verlöschte. Die Lüneburger Patrizier betrach= teten dieses Köpefahren als eine Art vitterlichen Spieles. Im Jahre 1629 hörte es auf, da auch die durch Buchdruckerei vermögend gewordenen Bürger am Salzsieden teilnahmen. Nr. 14. Montag, den 18. Januar Dessische Familienzeit Tägliche Unterhaltungs- Beilage Gießener Neueste Nachrichten. 1904. Bend nut Berlag ber Chebener Berlag@ bradorei, vorm. Wilh. Keller'sche Suchbrucers( gegr. 1789); za: iis leis ( 11. Fortsetzung.) Der Zeuge. Roman von Marie Bernhard. Und du glaubst, Tor, der du bist," fragte Friß Norden langsam und mit werer Betonung, ich könnte harmlos genug sein, zu warten, bis du der kaufmännischen Welt, der Welt überhaupt, das Programm deiner Ehrbegriffe verkündigt und mich moralisch unmöglich gemacht hast? In der Tat, der Roland von Triberg früherer Tage hat ganz und gar die Fühlung mit ſeinem ehemaligen Freund Friß Norden könnte sonst abgesehen von allem andern verloren - er ihn für so unbegreiflich dumm nicht halten!" Jetzt verstand Triberg den Gesichtsausdruck des andern, es war die aufs äußerste angespannte Entschlossenheit eines Menschen, der sein alles auf einen Wurf setzt. In der Tat bot Frizz Nordens Anblick das Bild der wildesten Verzweiflung dar; wie Stränge waren die Adern an seinen Schläfen angedrungen, seine breite Bruſt hob und senkte sich in so raschen, krampfhaften Atemzügen, als wolle der Herzschlag sie sprengen, das Blut tobte in ihm in ungeſtümen Wellen, aber aus seinem Antlitz war es entwichen und ließ dieses geisterhaft bleich erscheinen! Einen entsetzten Blick warf Roland auf diese gefahr drohende Erscheinung, dann suchte er sich zu fassen und fragte scheinbar ruhig:„ Du willst mich da hinabstürzen?" Er wies auf die unergründliche Tiefe zur Linken. „ Oder du mich! Nicht ich habe dich hier aufgesucht,-- du haſt es getan! Einer von uns beiden muß dort hinunter, - ich aber werde wie ein Verzweifelter kämpfen um mein Dasein, denn ich will leben um meines Sohnes willen, der mich braucht! Du hast zu entscheiden: entweder du gibst mir dein Ehrenwort, das du so hoch hältst, das dir so teuer ist, gegen jedermann, er sei, wer er sei, über mich zu schweigen und mich in Frieden nach Japan ziehen zu lassen, oder du hast mit mir zu kämpfen um dein Leben! Sieh mich an, ich bin ohne Waffen, wir stehen gleich auf gleich!" Triberg wollte erwidern, aber Wut und Erbitterung raubten ihm die Sprache, und als ihm sein Todfeind noch einmal zurief:„ Gib mir dein Ehrenwort, daß du schweigen wirst!" ſchüttelte er nur stumm das Haupt. Da faßte ihn Frizz Norden mit übermenschlicher Kraft, riß ihn hoch empor und warf ihn dann mit einem ungeſtümen Anprall zu Boden. Ein Ringen auf Leben und Tod begann, aber bald war es entschieden. Näher, ganz nahe dem steilen ein wildes Knirschen, ein gellender AufAbsturz, schrei, der schauerlich durch die tiefe Stille schrillte, und einer der beiden Körper wurde hinabgeschleudert in den bodenlosen Abgrund. Fritz Norden blieb auf den Knieen liegen, die Arme weit von sich gestreckt, in die Luft erhoben, in derselben Stellung, in welcher er die grausige Tat vollführt. Er wußte nicht, verharrte er eine halbe Stunde so oder waren es nur Minuten. Senkrecht brannte die Sonne auf seinen unbebeckten Scheitel, er fühlte es nicht, fühlte überhaupt nichts, ils eine dumpfe, lähmende Verwunderung. Was war denn = ( Nachdruck verboten.) gewesen, was geschehen? Konnte er etwas Fürchterliches begangen haben? Wirklich er? - Er hörte es stöhnen, tief und ängstlich, das war er ſelbſt-es brach über seine Lippen, wie der Laut eines todwunden Tieres. Aber er war ja gesund und heil, unversehrt an allen Gliedern! Der da unten lag, würde nie mehr aufstehen, er aber, er konnte sich emporrichten und davongehen, wenn er wollte! Warum nur wollte er es nicht! Endlich ließ er seine Hände langsam sinken. An ihnen war kein Blut, sie sahen aus, wie zuvor; er sah sie eine Weile an, dann wendete er sich ein wenig auf den Knieen und stützte sich denn er fühlte sich kraftlos mit beiden Händen auf den Erdboden, um aufzustehen → Da aber Wie gebannt blieb er liegen auf seinen Knieen, den Oberkörper halb emporgerichtet, die Hände gegen den Boden gestemmt. Denn dort, kaum acht bis zehn Schritte von ihm entfernt, sah über den Rand der Schlucht ein Gesicht,-- nur der Kopf war sichtbar und zwei kleine Hände, die sich in dem zähen Gezweig des dichten Buschwerks festklammerten, weiter nichts! Das Gesicht gehörte einem Kinde an, es war kreidebleich, von rundgeschnittenem, sehr dunklem Haar umgeben, die Lippen wie im Todesschreck geöffnet, die fast übernatürlich großen Augen ſtarr auf den knieenden Mann gerichtet, und in diesen großen, dunkelblauen Kinderaugen stand das volle Verständnis zu lesen für die Tat, welche sie soeben mit angesehen hatten. Kein Zweifel, dies Kindacht bis neun Jahre konnte es vielleicht zählen- hatte alles, was sich soeben auf dem schmalen Gebirgspfad Entseßliches zugetragen, erblickt und begriffen; lautlos, versteinert vor Grauen hing das junge Geschöpf über dem Rande der Schlucht, wie aus der dunklen Tiefe emporgestiegen als ewige Warnung für den Mörder. Sie blieben Aug' in Auge eine lange Weile. Wer entſetzter von ihnen war, der Mann, der urplötzlich einen ungeahnten Zeugen seiner wilden Tat sich gegenüber sah, oder das Kind, welches eine so grauenvolle Szene mit angesehen hatte, es wäre schwer zu entscheiden gewesen. Friz Norden erhob sich endlich mit taumelnden Knieen. Er wußte nicht, was er wollte! Das Kind war's ein Knabe, war's ein Mädchen? anrufen, es warnen, es gleichfalls töten? Nicht um die Welt hätte er vermocht, das zu sagen! Aber er wollte hin! Doch in demselben Augenblick, da er sich zu regen begann, ließen die Hände das zähe Gestrüpp, daran sie sich bisher gehalten hatten, los, das Gesicht verschwand ne der Bliz, dunkles Busch- und Strauchwerk schlug, gleich grünen Wellen, darüber zusammen, und als der Mann, der an allen Gliedern wie gelähmt war, mit schweren, langsamen er wankte hin und her wie ein Betrunkener Schritten den Rand der Schlucht erreichte und sich darüber hinabbeugte, da sah er die ganze Weite und Tiefe ausgefüllt von dichtem Grün, Baum und Busch eng aneinandergedrängt, und von einem menschlichen Wesen war nichts zu sehen, so weit sein Auge reichte. nach einigen nd fleineren , Bad- Bauurg, GroßenFro hausen, mt. 1.75 in 8. Kräuter. Rahlreiche Nerven und leunigt und Dauung und Impuls.- räuter- Wen Ten Nächten, Gemütsvergänzlicher bildung und echter Vertmangel, ■ Gebärmen. ichten Stubi uungssystem -Wein belebt werden burd en in Leber, olikschmerzen, ehme Folgen, and also brei blande portohen Kräuter ipzig, Westrut. rich, schenle mische man urzel, Enzianrfcbfaft 320,0. 0,0, Glycerin feine Besta d цебит 000'8+ 1 arbeitete h:= age. chhandlung. je 10 Mark. onsexikon. zig und Wien. Mr. 2. fin Durch das Vorgeh gegen die Selbständig Finnland ist eine üb besten Söhne dieses t worden. Allerdings f wärtigen russischen B oder garnicht erkennb des russischen Szept meiftenteils garnicht Boll und Baßwejen, Münze, eine Rußlant paßte Post( Marten f figt Finnland ja trop d lage zu Rußland Po und es noch sind, to ftets nach Finnland Ruffifizierung noch. nicht anders denn als Anerkennung der fin lässigkeit ansehen. 2 Zeit in der russischen werden wird, wenn haben werden, das fichtigen schon mit Daher die enorme die im Jahre 189 12857, 1900 10642 1902 mehr als 17 trug. Zunächst geht russischen Verwaltung dische Sprache. Diese mit der finnischen als anerfamnt. Obwohl insbesondere die Offiz schwere Finnische lerne Zweifel, daß später a Schaftlich so anziehend Sprache wird leiden Die Finnen nen Suomenmaa ,,, Land Sümpje", denn es ist größeren oder fleinere zogen. Die ganze ift ein 130-200 m ü Plateau voller Seen bedeckt, die aber fein Retten bilden. Als erfcheint Finnland nid Oberfläche sehr uneber Höhen aus Granitm Nur im nördlichsten land, findet man an Der höchfte ist Halde Haldiscot) an der nor Das Klima Fin ( 1268 m). Diese seine lezte Tat, die er in„ verzweifelter Notwehr", wie er zu sich selbst sagte, begangen hatte, konnte nicht unendeckt bleiben, er sagte sich das ohne Aufhören; so oder so, sie mußte ans Licht kommen! Während seiner Reise nach London, während seines einige Tage daselbst währenden Aufenthaltes machte er sich beständig darauf gefaßt, für sein Verbrechen zur Rechenschaft gezogen zu werden. Aber es geschah ihm nichts! Ungefährdet und unbehelligt kam er mit seinem Knaben in Yokohama an und fand dort, zu Eingang des Winters, einen Brief seines Hotelwirts in Südbayern vor, der ihm unter anderen Dingen meldete, der fremde Herr, der am achtzehnten September nach Herrn Norden gefragt und diesen dann, wie es zu erwarten stand, unterwegs verfehlt habe, sei nicht wiedergekommen, und, nach langen Nach forschungen, im Verlauf der ersten Oktobertage am Teufelstessel gefunden, mit zerschmettertem Hirnschädel und nur noch an der Kleidung kenntlich. Offenbar sei der Herr kein geübter Bergsteiger gewesen, habe sich verstiegen" und sei so ums Leben gekommen... leider nicht das erste und sicher lange nicht das letzte Opfer, das die Berge forderten! Und hier saß nun Frizz Norden nach dreizehn langen Jahren am achtzehnten September in Yokohama, ein reicher, geachteter, angesehener Mann- und dachte zurück! War jenes Gesicht, das Kindergesicht über dem Rande der Schlucht, eine Vision gewesen? Vielleicht! Wie er es oft vor sich sah, Zug um Zug, greifbar deutlich, im Wachen und im Traum! Viertes Kapitel. Totenstill und sehr heiß war es in dem hohen, weiten Gemach, in welchem der Herr des Hauses saß, in finsteres Brüten verloren. Wie sie ihn peinigten, diese Erinnerungstage! Wie er es als hoffnungslos aufgeben mußte, ihnen zu entfliehen! Jahr um Jahr hatte er dagegen angekämpft, und die äußeren Verhältnisse waren ihm alle günstig,-in nichts erinnerte der September in Japan an denselben Monat in Deutschland,... hier konnte man sich um diese Zeit in die heißesten Juni- und Julitage versetzt glauben! Den noch vielleicht weil er selbst schon darauf wartete und sich mit ängstlicher Spannung beobachtete traf unfehlbar mit dem Beginn des Septembermonats die wühlende innere Aufregung, die ihn im Verlauf des übrigen Jahres nur selten und lange nicht so intensiv quälte, an ihn heran; sie nahm ihm den Schlaf, den Appetit, raubte ihm das Interesse an seinen geschäftlichen Unternehmngen, ließ ihn Tag für Tag mit qualvollster Deutlichkeit alle Schrecken der dama ligen Erlebnisse erfahren, machte ihn taub und blind für alle Vorgänge der Außenwelt und gab seiner näheren Umgebung unbedingt das Recht, stuzzig zu weden und über einen Grund für sein seltsames ganz ungewohntes Benehmen nach zudenken. Nur für seinen Sohn und dessen Angelegenheiten war er unverändert derselbe. Ueberhaupt war dieser Sohn sein einziger Lebenszweck. Frizz Norden verkehrte geschäftlich mit einer Menge von Leuten, er stand bei der besten Gesellschaft von Yokohama in hohem Ansehen, der Resident, der Konsul versäumten niemals, ihn, samt seinem Sohn, zu ihren Gesellschaften zu bitten, sie erwiesen ihm jede Ehre, erbaten oft seinen bewährten Rat, und, was noch viel mehr sagen will, befolgten ihn auch allermeistens. Der Junior galt als vortrefflicher Gesellschafter, vom Senior konnte man das gerade nicht fagen, es gab wenige Gesprächsthemen, die ihn gehörig zum Reden brachten, er hörte lieber zu und gab unaufgefordert nie seine Meinung ab, bat man ihn freilich darum, so konnte man sicher sein, seine ehrliche, mahre Ueberzeugung zu hören, wenn auch nicht immer in verbindlicher Form. Von dem weltgewandten, liebenswürdig angeregten Fritz Norden früherer Jahre war nichts zurückgeblieben als ein eminent begabter Kaufmann, der mit sicherer Hand sein Lebensschiff über alle Klippen und Untiefen hinwegführte, dessen Glück in kaufmännischen Unternehmungen in den Kreisen von Yoko hama sprichwörtlich geworden und dessen strenge, reine Ehrenhaftigkeit von jedem, gleichviel ob Norden ihm sympathisch oder antipathisch war, anerkannt wurde.- Liebe und Teilnahme seiner Mitmenschen begehrte er nicht und verschwendete sie ebensowenig an sie; er bot vielen eine hilfreiche Hand, lieh bereitwillig Kapitalien aus, unterstützte mittellose junge Leute aus seiner Tasche und war immer willfähig, mit seiner Erfahrung und seinen umfassenden Kenntnissen andern zu nützen, doch geschah dies alles mit demselben ruhig- kalten, unbewegten Gesicht, derselben geschäfts1 Bigen Manier, dem gleichmäßigen Tonfall der Stimme; ein warmes Gefühl konnte für diesen Mann bei niemand aufkommen, und er wünschte sich das auch nicht! Was in ihm an Seelenleben und Liebe vorhanden war, das drängte, wie ein mächtiger, eng in begrenzte Ufer eingedämmter Strom, nur nach einer einzigen Richtung, und so wollte er es auch haben! Fritz Norden hatte für keinen Menschen auf der weiten Welt ein Herz, nur für seinen Sohn, und hier gab er verschwenderisch, mit vollen Händen! Seinen Hellmut reich und angesehen und glücklich zu machen, ihm eine bevorzugte Lebensstellung zu verschaffen, ihm alles das zu ersparen, was ihn selbst einst unglücklich gemacht und in Versuchung geführt hatte,- das war sein einziges Ziel! Mit zitternder Angst hatte ihn vor einiger Zeit die Beobachtung erfüllt, daß das japanische Klima, das seinem eigenen, wie aus Eisen zusammengefügten Körper nichts anhatte, begann, die blühende Gesundheit seines Sohnes zu untergraben. Er selbst konnte noch in einigen Jahren nicht daran denken, Yokohama zu verlassen, zu tief hatte er sich in weitgehende Geschäftsverbindungen verwickelt, allerlei verzweigte Operationen eingeleitet, hier und dort ange= knüpft, seine Anwesenheit war hier noch für mehrere Jahre notwendig. Auch war er freilich ein reicher Mann, aber das Ziel, welches er für seinen Sohn ins Auge gefaßt hatte, war doch noch nicht erreicht; es galt noch, zu erwerben, zu arbeiten, vorwärts zu streben! zwei Der Gedanke, sich von Hellmut zu trennen, war ihm ein geistiger und seelischer Tod; es war seine einzige Erquicung, das schöne, heitere Gesicht, die sonnigen Augen seines Sohnes zu sehen, seine frische Stimme, sein sorgloses Lachen zu hören. Die Arbeit fiel ihm leicht, wenn er seines Sohnes gedachte, er freute sich jeden Morgen auf den Augenblick, wenn die Tür klang und er elastische, rasche Schritt durch das Kontor kam. Er verdammte es aber als eine Sünde, an sich selbst zu denken, wenn es sich um Gesundheit und Wohlergehen seines Sohnes handelte. So ließ er die besten Aerzte kommen, die es in Tokio und Yokohama gab, deutsche und zwei englische und diese einigten sich nach eingehender Untersuchung und Beratung dahin, es sei für Hellmut Norden geraten, eine Zeit lang auf den Kontinent zu gehen, um gewisse untrügliche, nicht unbedenkliche Anzeichen, die sehr häufig bei Europäern die jahrelang in Japan leben, vorkommen, erfolgreich zu bekämpfen. Der Junior hatte zu dieser übertriebenen Besorgnis gelacht- er sei zuweilen ein wenig müde, das sei alles! Aber sein Vater mußte an Helene denken, die auch nie geklagt, im Gegenteil stets versichert hatte, sie sei vollkommen gesund, wie ste mit dem ungläubigen Ausdruck eines erschrockenen, hilflosen Kindes gestorben war, und eine zitternde Angst schlich sich ihm ans Herz, Hellmut könnte es ebenso ergehen. Daher betrieb er mit beinahe fieberhaftem Eifer alle Vorbereitungen zur Abreise und stürzte sich dann mit derselben krankhaften Begier in seine kaufmännischen Unternehmungen. Unermüdlich schrieb und rechnete er, korrespondierte und ver glich, er verdoppelte und verdreifachte sich geradezu, wie der alte Koßmann behauptete, den Friz Norden bereits in Yokohama vorgefunden hatte, als er dorthin kam und dessen genaue Kenntnis von Land und Leuten, dessen ernstes, pflichtgetreues Wesen ihn dem Chef besonders sympathisch n. Koßmann hatte von jeher behauptet, in Herrn Norecke eine enorme Arbeitskraft, das habe er gesehen als detige Prinzipal frisch von Europa herüber gekommen wer, sich im Nu unentbehrlich zu machen wußte und in einem förmlichen Sturmlauf Stufe für Stufe der Leiter genommen hatte, die endlich zur ausgesprochener: Alleinherrschaft führte. Jetzt, da der Junior verreist war, bekamen die im Kontor Norden" arbeitenden Herren es zu sehen, wie viel ihr Chef leisten könne und was er von seinen Untergebenen berechtigt sei, zu verlangen, da er selbst ihnen ein so glänzendes Beispiel bot! Aber nicht um des Beispiels willen gönnte sich Frizz Norden weder Ruhe noch Rast, ebensowenig galt seine unausgesetzte Tätigkeit dem Erwerb! Die Sehnsucht wollte er betäuben, die ihm fortwährend das Herz weitete, den Ge. danken trachtete er zu entfliehen, die auf Schritt und Tritt den Sohn begleiteten, ihn zu sich zurückriesen, so sehr ihm der Verstand eine längere Trennung diftierte.- Heißer, glut über dem stattlichen Hause ausgeboller Sonnenschein lag gossen, drinnen aber war alles öde und düster und schweig sam. Wortfarg verrichtete Jeder seine tägliche Arbeit, der Tag schien sich endlos zu dehnen, jedes Gespräch drehte sich nur um geschäftliche Angelegenheiten. Die jungen Leute im Kontor blickten voller Scheu auf den rastlosen Prinzipal, sie dankten dem Himmel, wenn sie ihre Geschäftsstunden hinter sich hatten, und nannten sie eine harte Schule. Sie alle sehnten sich nach Hellmut, sie alle atmeten wie erlöst auf, als er endlich, nach Jahr und Tag zurückkam. ( Fortsetzung folgt.) Nur eine Negerin. Egyptisches Erlebnis von Robert Kraft. ( Nachdruck verboten.) Es war im Jahre 1890, als ich unruhiger Wandervogel durch Egypten pilgerte. Nun stelle sich der geneigte Leser mich aber ja nicht als einen eleganten Reisenden mit engliſchen Schnürstiefeln, hellem Sonnenschirm, gespicktem Geldbeutel und Empfehlungsbriefen an Konsultate und türkische Beys vor meine Ausrüßung bestand damals nur aus einer Drillichhose, einem Hemd, einem Scheidemesser und einer Rolle Kautabat; absolut nichts anderes konnte ich mein eigen nennen, denn Gesundheit und Lebensmut rechnet man nicht mit, wenn man sie besitzt. Nach dem Sprichwort:„ Mit dem Hute in der Hand kommt man durch das ganze Land," wäre ich nicht weit gekommen, weil ich mich nicht rühmen konnte, überhaupt einen Hut mein zu nennen. Ich hatte nämlich im Suezkanal das Schiff, auf welchem ich als Leichtmatrose diente, heimlich verlassen, um mir das Land der Pharaonen etwas genauer anzusehen. Ehe ich den Nil und damit kultivierte Gegenden erreichte, mußte ich zwei Tagereisen durch die Wüste zurücklegen, und während dieser staubigen, sonnigen Wanderung hatte ich meine Jacke in einem Anflug von überquellender Dankbarkeit einem Beduinen geschenkt, der mich halb Verschmachteten mit Kamelsmilch erquidte; meine Müze wurde von einem Wirbelsturm nach Osten entführt- wahrscheinlich wollte sie eine Pilgerfahrt nach Mekka und Medina machen und im ersten Araberdorf, das mich mit altpatriarchalischer Gastfreundschaft aufnahm, stahl man mir die Stiefel. Strümpfe verachtete ich damals als unnötigen Lurus, Geld hatte ich nicht einzustecken gehabt, auch nicht die kleinste Kupfermünze. So stand ich denn endlich in oben erwähnter Verfassung vor den lehmigen Fluten des Nils, biß ein Stück Kautabak ab und war vergnügt wie Diogenes. Und hatte ich etwa Grund den Kopf hängen zu lassen? glückliche Jugendzeit, welch goldene, alles verklärende Sonne leuchtet dir! Ich war voller Abenteuerlust. Anstrengungen und Entbehrungen galten mir nichts. Mir gehörte die Welt. Vorläufig begab ich mich ins nächste Dorf und erfocht mir ein Stück Brot. Dann wollte ich über den Nil setzen, der Fährmann verlangte aber einen Piaster in Unteregypten etwa zehn Pfennige, und da ich nicht über diese Summe verfügte, so blieb mir nichts übrig, als durch den Strom zu schwimmen und meine Gewänder drüben in der Sonne auf dem Leibe wieder trocknen zu lassen. Was die nächsten acht Tage mix brachten, dies zu erzählen, ist hier nicht am Blaze, denn nicht eigentlich von mir, sondern von Topsy, meiner teuren, mir unvergeßlichen Freun din Topsy, soll die Rede sein. Erwähnen will ich nur, daß ich mich in diesen acht Tagen ziemlich bis nach Kairo durch bettelte das Inanspruchnehmen der den Arabern heiligen Gastfreundschaft ist doch nicht anders zu bezeichnen und daß ich nebenbei frevelhafterweise manchem Huhn den Hals umdrehte und den Raub am Strohfeuer briet. Denn Not kennt fein Gebot. Auf jeder größeren Karte Egyptens findet man etwa vier Meilen nördlich von Kairo die kleine Stadt und Eisenbahnstation Schubra verzeichnet. Eine Viertelstunde südlich da von, am rechten Ufer des Nil, liegt das Dörfchen Barrage, von den Arabern Fum- el- Bagger genannt. Es ist so winzig klein, daß es auch auf den riesigsten Wandkarten nicht angemerkt ist. Bu jener Zeit aber, als ich dort barfuß meinen Einzug hielt, war es eine ganz ansehnliche Stadt, das heißt nur eine borübergehende, plötzlich entstandene. Die wenigen, beständigen Lehmhütten wurden von einem hölzernen Häusermeer umgeben. Straße zweigte sich von Straße ab, da gab es Gasthöfe, Trinkstuben, Tanzsäle, alles aus Holz aufgeführt, in den Läden waren die raffiniertesten Delikatessen ausgestellt, wie man sie in Kairo, dem egyptischen Paris, in solcher Auswahl nicht antraf, da waren Cafés, Konditoreien, nebenb. aber auch Opiumhöhlen und Schlupfwinkel für Haschischraucher, vor allen Dingen aber die Warenmagazine von arabischen Krämern, sogenannte Bazare, so daß das orientalische Gepräge vorherrschte. Bei Fum- el- Bagger wurde nämlich damals über den Nil eine Brücke gebaut, bestimmt für die Pilger- und Handelsfarawanen, welche durch das Tal der Natronseen nach Mekka wanderten. Früher hatten diese Karawanen den Umweg über Kairo machen müssen. Diese jetzt fertige Brücke ist ein folossales steinernes Bauwerk, das sich in mächtigen Bogen nicht über den Nil, sondern über das ganze Niltal schwingt. Vier Jahre arbeitete man schon daran, jezt näherte sich die Brücke ihrer Vollendung. Dem Nil war ein anderer Lauf gegeben worden, in seinem eigentlichen Bett wimmelte es wie in einem Ameisenhaufen. Tausende und aber Tausende von Arabern und Araberinnen schleppten Sand, hackten und gruben, bis an die Kniee im Schlamm stehend, Ingenieure eilten hin und her, maßen und verglichen, weiße Aufseher ließen unter den nackten Beinen säumiger Araber lange Peitschen knallen und zogen blutige Striemen, berittene Ordonanzen überbrachten den fernen Abteilungen die Befehle der Ingenieure, unzählige Lokomobilen trieben Bumpen, das immer wieder einbrechende Wasser zu bewältigen, am anderen Ufer waren Maschinenwerkstätten, eine Poſtſtation, ein Elektrizitätswerk und so weiter. Ueber das ganze war eine fieberhafte Hast gebreitet, die Ingenieure trieben, die Fleißigen schlugen die Faulen, Tag und Nacht wurde mit Ablösung gearbeitet, ohne Unterbrechung. Und diese ruhelose Tätigkeit hatte seinen guten Grund. In drei Monaten mußte das Werk vollendet sein, denn dann schwoll der Nil an, kein Damm konnte ihn dann einzwängen, er trat in sein rechtmäßiges Bett zurück und hätte die ganze diesjährige Arbeit zerstört, wenn die Brücke noch nicht vollendet gewesen wäre. Ich fragte nach Arbeit, traf glücklicherweise einen deutschen Ingenieur – wir beide waren die einzigen Deutschen bei dem englischen Unternehmen und ich wurde von demselben mit einem monatlichen Gehalt von sechs Pfund Sterling als Heizer an einer Lokomobile angestellt. Sechs Pfund Sterling, hundertundzwanzig Mark! Die Tore des Paradieses öffneten sich vor meinen entzückten Augen! Was ich innerhalb der nächsten drei Monate auf diesem Werkplate seltsames erlebt habe, kann unmöglich hier alles erzählt werden genug ich arbeitete von früh bis abends, oder hatte vielmehr nur die mir beigegebenen fünf Araber anzutreiben und zu überwachen, und wohnte anfangs in einem in der Wüste stehenden Bretterhäuschen, wie ein solches jeder Europäer angewiesen bekam. Wir Kolonisten führten ein Leben wie die Wisden, brieten das Fleisch über offenem Feuer vor der Hütte und backten Eierkuchen zwischen zwei heißen Steinen. Es war ein herrliches Leben! In dieser Hütte überstand ich auch eine egyptische Augenkrankheit leichten Grades. Nach etwa acht Tagen mußte ich jedoch mein Blockhäuschen einem mir vorgesetzten Beamten abtreten und mir eine anderweitige Wohnung suchen, welche ich dann freilich nicht mehr umsonst bekam. Ich fand eine solche im Hause eines Maschinisten, eines einäugigen Italieners namens Philippi, im alten Dorfe. Philippis Eigentum bestand aus einer Lehmhütte, einer abseits gelegenen Backstube mit einem Speicherraum darüber und einer Mauer, die einen geräumigen Hof umschloß. Mit Grandezza führte mich Signor Philippi in seine Hütte und stellte mich der Signora, einer etwa vierzigjährigen verblühten Griechin vor. Mit ihm konnte ich mich auf englisch unterhalten, sonst verstand ich noch etwas französisch und italienisch, hatte mir auch einige arabische Vokabeln angeeignet, und so gelang es mir, auch mit Signora Philippi ein Gespräch anzuknüpfen, freilich in einem schauderhaften Kauderwelsch. Wir kamen dahin überein, daß ich für Schlafen, warmes Mittag- und Abendbrot täglich einen Schilling zu zahlen hatte. Als Schlafraum diente mir die Backstube, in welcher sofort aus Kisten, Brettern und Decken ein Bett hergerichtet werden sollte. ebenso die Kenn spezifischen Kolon rechterhaltung u günstiger geworde jicht auf lufrat Allerdings ist es maden- und Jäg feit zu erziehen, un feiten erklären fid fünstlich durch unse 1 ob վոաթիւ hin aber hat die S Kulturleben berei durch ein flug aus der Einwohnerscha lien oder Geld ei Arbeiten, , die auf d leisten find. Hier aufspielen. gesellschaftliches Le Gingeborenen Mui Gefallen an dem Reifen de 91 m Ansiedler zuri Stats zur Verfüg miffen bei jedem S Derden, und es w man die Flinte ins Erfolge den andere Dann hätten wir n Kr. 2. Finnland. AIF 13. Ja rgang. e einspaltige Petitzeile für ganz Obert r und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Vfg. ie Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. tungsliste No. 3269. tion: Gießen, Seltersweg 83 rechauschluß Nr. 362. Leutschland ten Ein illustriertes deutsches Familienb.att. Durch das Vorgehen der russischen Regierung gegen die Gelbſtändigkeit des Großfürstentums Finnland ist eine übergroße Auswanderung der besten Söhne dieses rauhen Landes herbeigeführt worden. Allerdings sind die Erfolge der gegen wärtigen russischen Politik nur erst sehr wenig oder garnicht erkennbar, sodaß man in Finnland meistenteils garnicht ahnt, daß man im Bereich des russischen Szepters sich befindet. Eigenes Zoll- und Paßwesen, eigene Eisenbahnen, eigene Münze, eine Rußland etwas angepaßte Post( Marken für Inland) be. fißt Finnland ja trotz der eingeleiteten Russifizierung noch. Daß im Gegensaße zu Rußland Postanweisungen stets nach Finnland zulässig waren und es noch sind, kann man wohl nicht anders denn als eine besondere Anerkennung der finnischen Zuver lässigkeit ansehen. Wie es freilich werden wird, wenn Finnen längere Zeit in der russischen Armee gedient haben werden, das sehen die Einfichtigen schon mit Trauer voraus. Daher die enorme Auswanderung, die im Jahre 1899 über Hangö 12357, 1900 10642, 1901 12659, 1902 mehr als 17 000 Stöpfe betrug. Zunächst geht der Kampf der russischen Verwaltung gegen die schwedische Sprache. Diese ist gleichzeitig mit der finnischen als Staatssprache anerfamnt. Obwohl die Russen, insbesondere die Offiziere, lieber das schwere Finnische lernen, ist doch fein Zweifel, daß später auch diese wissen-. schaftlich so anziehende und melodische Sprache wird leiden müssen. Die Finnen nennen ihr Land Suomenmaa ,,, Land der Seen oder Sümpje", denn es ist von unzähligen größeren oder kleineren Seen durchzogen. Die ganze Mitte Finnlands ist ein 130-200 m ü. M. erhabenes Plateau voller Seen und mit Felsen bedeckt, die aber feine regelmäßigen Ketten bilden. Als cin Bergland erscheint Finnland nicht, obgleich die Oberfläche sehr uneben ist und seine Höhen aus Granitmassen bestehen. land, findet man ansehnliche Berge. Der höchste ist Haldefjäll( lappländ. Haldischof) an der norwegischen Grenze ( 1258 m). Das Klima Finnlands ist tall, Nur im nördlichsten Teil, in Lappaber gesund, am gesündesten zunächst am Meere und in den entlegensten Waldgegenden. Die Kälte steigt im Winter, der von Mitte Oktober bis Mitte Mai dauert, nicht selten auf 30-40 Grad Der Frühling fehrt in den Waldgegenden eher ein als in den Schären nnd an den Küsten; die Nachtfröste dauern aber oft bis in den Sommer fort, der gewöhnlich sehr heiß ist, indem die Hige nicht selten auf 30 Grad steigt. Obwohl in den Küstengegenden der Sommer nicht wärmer ist ols im Innern des Landes, so reifen doch daselbst des häufigen Regens und Taues wegen alle GeFinnliches Brautpaar.( Bhotographische Aufnahme.) ebenso die Kenntnis der Schutz- und Heilmittel gegen die spezifischen Kolonialfrankheiten. Die Bedingungen zur Aufrechterhaltung unseres Kolonialbesizes sind also wesentlich günstiger geworden, und damit wächst natürlich auch die Aussicht auf lukrative Verwertung unseres Kolonialbesizes. Allerdings ist es nicht besonders leicht, die einheimische Nomaden- und Jägerbevölkerung zu einer geordneten Tätigfeit zu erziehen, und aus dem Widerstand gegen die mit einer regelmäßigen Pflichtarbeit sich ergebenden Unbequemlichfeiten erklären sich die vielfachen Unruhen, die zum Teil auch fünstlich durch unsere Neider herbeigeführt werden. Immerhin aber hat die Kolonialverwaltung in der Erziehung zum Kulturleben bereits große Fortschritte gemacht und zwar durch ein klug ausgedachtes System. Die Steuerleistungen der Einwohnerschaft werden nur noch zum Teil in Naturalien oder Geld eingefordert, sondern meist in Form von Arbeiten, die auf den Pflanzungsanlagen der Verwaltung zu leisten sind. Hier entwickelt sich auch bereits ein gewisses gesellschaftliches Leben, indem die Gouvernements aus den Eingeborenen Musikkorps bilden, die von Zeit zu Zeit ihre Weisen aufspielen. Dadurch gewinnen viele Eingeborenen Gefallen an dem Leben auf den Stationen und bleiben dori als Ansiedler zurück. Das erforderliche Land wird ihnen gratis zur Verfügung gestellt. Die zeitweiligen Aufstände müssen bei jedem Kolonialbesitz mit in den Kauf genommen verden, und es wäre ein übertriebener Pessimismus, wenn man die Flinte ins Korn werfen und die bereits errungenen Erfolge den anderen Nationen in den Schoß werfen wollte. Dann hätten wir nur für lachende Erben gearbeitet. 1901 wächse zeitiger; auch dauert der Herbst an den Küsten länger als in den inneren Gegenden. Die Monate Mai und Juni sind sehr trocken, August und September bringen am meisten Regen. In bezug auf Nationalität zeigt die Bevölke rung große Uebereinstimmung. Die Finnen ( 2 000 000) bilden über 86 Prozent der Gesamtbevölkerung und zerfallen in zwei Hauptstämme Tawasten im südwestlichen und Karelen im öft Die lichen und nördlichen Teil des Landes. Schweden( 300000), fast 14 Prozent der Gesamt. bevölkerung, wohnen an den Küsten des Finnischen Meerbusens, von der Einmündung des Kymmeneflusses an, in ganz Nyland, im Aebo- Län, auf den Inseln im Finnischen Meerbusen, auf Aeland und in Desterbottnien von der Südgrenze bis Altkarleby. Sie gehören großenteils den oberen Klassen der Bevölkerung an, und die schwedische Sprache wird von den meisten Gebildeten gesprochen. Außerdem gibt es ca. 5000 Russen, 1700 Deutsche, dann Lappen und Zigeuner. Die ersten sind am zahlreichsten im Wiborgs- Län. Die Lappen, einst die vorherrschende Bevölkerung von Finnland, werden jetzt nur jenseit des 68. Gr. nörol. Br. angetroffen und sind auf die Zahl von etwa 1000 Köpfen zusammengeschmolzen. Ein Hauptzug des finnischen Nationalcharakters ist Achtung vor fremdem Eigentum. Als Schattenseiten desselben sind Trunksucht und Trägheit zu bezeichnen. An mechanischen Geschicklichkeiten fehlt es den Finnen nicht. Die Nordfinnen waren früher von den Südfinnen als große Herenmeister( im Mittelalter war der Name Finne gleichbedeutend mit Bauberer) betrachtet und gefürchtet. Die Wohnungen der Finnen, Pörten"( pirtti) genannt, boten sonst einen abschreckenden Anblick dar; jegt findet man in den meisten Gegenden bessere Wohnungen mit reinlichen Zimmern. Das Baden ist eine Nationalfitte der Finnen, und fast jeder Bauer hat neben seinem Haus eine besondere Badestube. Tracht und Sitten haben manches Besondere und Altnationale, z. B. die Hochzeits. gebräuche. Die christlichen Feste werden zumteil mit großem Jubel und lustigen Spielen und Aufzügen gefeiert, Weihnachten besonders mit Wohlleben.( Fortsegung folgt.) worden. Die Expedition besteht aus je 250 Mann der Marineinfanteriebataillone in Kiel und Wilhelmshaven und einem Detachement der zweiten Matrosendivision mit vier Maschinenkanonen, ferner einer Eisenbahnpionier- Abteilung. Noch keine Stunde war die neue Hiobspoſt aus Südwestafrika im Besitz des Auswärtigen Amts, da war der kaiserliche Befehl schon ergangen, der die Entsendung eines Hilfskorps nach der Kolonie anordnete. Und noch keine Stunde war nach der Erteilung dieses Befehls verflossen, da waren die zuständigen Kommandostellen in Kiel und Wilhelmshaven bereits mit der Mobilmachung der Erpedition beschäftigt. Und noch am selben Tage war die Hilfstruppe, die sich durchweg aus Freiwilligen der Marineinfanterie und der zweiten Matrosendivision zusammensetzt, schon gebildet. Die Mannschaften, die sich gemeldet hatten, waren schon auf ihre Tropendienstfähigkeit hin untersucht, und mit der Ausrüstung des Hilfskorps war bereits der Anfang gemacht worden. Es sind unter den vielen Freiwilligen, die sich gemeldet haben, durchweg ältere Leute und nur sehr wenige Refruten ausgewählt worden. Führer des Expeditionskorps ist Major v. Glasenapp, seit März 1902 Kommandeur des zweiten Seebataillons. Er gehört dem Heer seit 1874 an, wurde 1877 Leutnant, ist außerordentlich schnell befördert worden und hatte als Hauptmann bereits vier Jahrgänge überspringen. Als Hauptmann à la suite des Infanterieregiments Nr. 94 wurde er 1895 zum großen ifung) It und Umgebung von Oberhessen. t. Am 10. September 1898 wurde und nach Ablauf eines Jahres in mee versezt. Glasenapp war auch tätig. Drei Jahre war er Instruk begleitete er das ostasiatische Expedi almajor v. Höpfner als Chef des et hat er seine Tüchtigkeit als Führer iesen. Nach der Heimkehr v. HöpfStabe der ostasiatischen Infanterieils Bataillonskommandeur im Inin die Heimat zurückgerufen wurde. chied er aus dem Landheer aus und e über. Mobilisierungsorder ist auch der gen, sofort Kreuzer auszurüsten afrika zu entsenden. Welche Kreuzer eilen allerdings noch nicht bestimmt. dim Generalstab finden täglich eini; am Tage des Ordensfestes versönlich mit dem Chef des Generalen, längere Zeit über die Lage in id berufene Kanonenboot ,, Habicht", f in Westafrika, hat eine Besatzung chützbewaffnung besteht aus 5X12,5 und 5 × 3,7 3entimeter- Revolverüstung und Panzerung fehlen gänzist gering, 11,4 Seemeilen. Weiter zur Verfügung, das in der Mün antert. Das Schiff hat 85 Mann ches 8,7 Bentimeter-, ein 5 Zenti3 und drei 3,7 Zentimeter- Revolver eemacht verfügt demnach insgesamt r 10 See-, 2 Sanitäts- und 12 Deck. eschütze. her Reichstag. CB. Berlin, 18. Januar. er gut besetzt, einmal mit Rücksicht Serhandlungen über die künftige Ge ziellen Beziehungen zum Auslande auf unser inneres Wirtschaftsleben, ceil bekannt geworden war, daß der ch zu Anfang der Sizung eine ErDeutsch- Südwestafrika ze der dortigen Ansiedler unverzügMaßnahmen abgeben würde. Vor rdnung ergriff denn auch Graf > gab die an anderer Stelle abge= e Tagesordnung eingetreten. Abg. egründete eingehend die Interbestehenden Handelsverträge. e Notwendigkeit der Kündigung der Paniz u. a., die Regierung habe sich Saratoga- Vertrages mit der : dem Auslande lächerlich gemacht che Präs. Graf Ballestrem für ssig bezeichnete. Redner schildert deutschen Landwirtschaft, vor allem lässigung der Landwirtschaft in der j, daß die Tätigkeit der Ansiedlungsleibe und die Ansiedlungsgelder nanisation, sondern nur den Polen our den Getreidebau müsse mindestens der bescheidene Schutz wiederhergestellt werden, den der alte Generaltarif gewährt habe. Die ländliche Bevölkerung mache die Kraft des Landes aus und müsse daher um so mehr erhalten und in ihrem Bestehen geschützt werden, je mehr die Sozialdemokratie um sich greife. Die Kündigung sei wohl unterblieben meniger aus politischen Rücksichten, als aus Rücksicht auf die Industrie. Und darunter sollen wir Bauern ( Lachen links) leiden! Die Kündigung der Handelsverträge, chloß Redner, ist eine politische, wirtschaftliche und finanzielle Notwendigkeit, eine Lebensfrage für die Landwirtschaft. An ihr ist schwer gesündigt worden, jezt kann sie Gerechtigkeit verlangen.( Beifall rechts.) Staatssekretär Graf Posadowsky erblickte in der Interpellation einen leisen Vorwurf gegen die Regierung ( Heiterkeit). Ein politischer Mann, der die Vorgänge verfolgt habe, werde kaum begreifen können, wie ein solcher Vorvurf gegen eine Regierung gerichtet werden könne, die den Bolltarif in so harten Kämpfen durchgebracht habe. Es ist, jagte der Staatssekretär, fein Zweifel daran möglich, daß die Regierung die ernste Lage der Landwirtschaft jederzeit anerkannt hat. Der Unterschied zwischen uns und dem Vertreter der Interpellation besteht auch nur in der einzuschlajenden Taktik. Sie bewundern es, wenn ein Arbeiter kühn die Hand in die weißglühende Masse legt. Das geringste Versehen würde ihm seine Aktionsfähigkeit kosten. Ebenso würde es uns gehen, wenn wir hier ein Versehen begingen. Wir haben stets an die alten Verträge die neuen zu knüpfen gesucht, um nicht unser Wirtschaftsleben schweren Schädigungen auszuseßen. Daraus folgt allerdings nicht, daß wir deat bleiben, er sagte sich das ohne Aufhören; so oder so fie wie er zu fich selbst sagte, begangen hatte, fonnte nicht unenDiefe feine letzte Tat, die er in verzweifelter Notwehr", felben rubig- falten, unbewegten Gesicht, derselben geſchäftsnissen andern zu nüßen, doch geschah dies alles mit demfähig, mit seiner Erfahrung und seinen umfassenden Kennt" hem gleichmäßigen Tonfall der Stimme: boller Sonnenschein goffen, stattlichen Hause ausgesam. Wortfarg verrichtete Jeder seine tägliche Arbeit, der lag über dem drinnen aber war alles öde und düster und schweigständigen Lehmhütten meer umgeben. es Gasthöfe, Trinkstuben, Tanzfäle, alles aus Holz aufgeführt, Straße zweigte sich von Straße ab, da gab affiniertesten Delikatessen auswurden von einem hölzernen Häuserin den ( Fortseßung. Roman von M. Arell. ( Nachdrud verboten.) Der Weg zum Glück. feiner wußte wie, ſelbſt in den ſchlechtesten Jahren gute Ernten erzielt, und was die Hauptsache war, eine ganze Reihe von guten Spekulationen gemacht. Ein Unglück wäre es auf keinen Fall, wenn Kitty Frau Marrell würde! Uebrigens blieb auch gar kein anderer Ausweg übrig, denn der Weidenhofbauer hatte seinen Kredit rings im Lande bereits völlig erschöpft. ,, Grundgütiger Himmel, hat das Mädchen eine Ahnung davon?" ,, Denfe, wenn ein Mädchen nicht blind ist, merkt sie's, daß sie ein Mann nicht ungern hat." ,, Aber Sie könnten Ihrem Alter nach gut Ihr Vater sein." „ Oho, so schlimm ist es doch nicht! Ein Mann wird erst alt, wenn er sich alt zu fühlen anfängt, und ich gehöre zu jener zähen Klasse Männer, die im Alter jünger als in ihrer Jugend sind. Uebrigens tut es auch gar nicht gut, ein Mädchen einem Grünschnabel in die Ehe zu geben, der selbst noch nicht recht weiß, was er will. Ich aber weiß genau, was ich will. Ich habe Kitty gerne und Sie behalten so den Hof=" ,, Bei Gott, ich bin vollständig Was er war, brachte der Hofbauer nicht heraus. Das aber sah er doch deutlich, daß er aufgefordert wurde, Kitty für den Weiden„ Hängt ganz von dem Mädchen ab ganz von dem Mädchen ab," sagte er nach einer langen Pause und nach einem Kampf mit sich selber, der nur ein Ende haben konnte. ,, Sie muß irgendwo auf dem Hof sein. Wollen doch sehen, was die Aermste dazu sagen wird." „ Die Aermiste?" ,, Sie müssen nicht achten auf meine Worte, Nachbar. Sie können sich doch denken, wie wirr es mir im Kopf ist; erst in London von dem alten Geizkragen abgewiesen zu werden, dann von Ihnen zu hören, daß ich den Hof verlieren soll, und nun gar zu erfahren, daß Sie Kitty zur Frau haben wollen!" ,, Sie haben also nichts mehr dagegen?" Großherzog Friedrich Franz IV. Don Mecklenburg- Schwerin und feine Braut Prinzelfin Alexandra von Cumberland. ( Siehe S. 4.) hof zu verkaufen. Und daß solch ein geldgieriger Mann wie Henoch Marrell für seine Kitty diesen Preis bot, schien ihm wundersam, beinahe schmeichelhaft. Er hatte seine Tochter lieb. Für Marrell war er freilich nicht sehr eingenommen we in der Welt hegt der Mensch für seinen Gläubiger schmeichelhafte Gefühle? Indes das Land- das Land! Wenn er mit seinem Herzen an Kitty hing, hing er ebenso mit ganzer Seele an dem Land. Es war seine Religion. Obgleich es ihm soviel Sorgen bereitete, liebte er es doch mit der ganzen Leidenschaft, mit der eine Mutter an einem Bruder Lüderlich von Sohn hängt. Und gesezt, Kitty könnte sich entschließen, Marrells Frau zu werden, war das nicht das wünschenswerteste Ende? Die Blackdorns hatten stets ihren Kopf hoch getragen und Marrell war freilich ein Blackdorn gewiß nicht. Henoch war ein Mann, der sich selbst zu dem, was er war, gemacht hatte, während alte Urkunden bewiesen, daß auf dem Weidenhof schon zu den Tudorzeiten Blackdorns faßen. Indes immerhin war Marrell vom pefuntären Standpunkt teine schlechte Partie. Er war, wenn er sich auch selber nicht so nannte, doch ein reicher Mann. Er hatte, Ich will, was sie wollen wird," lautete seine Antwort. Zwischen Stephan Harlows freudigem Ausruf und seinem Erscheinen in der Scheune, wo er Kitty nicht länger mehr am Fenster, sondern von neuem hilflos über die Säge gebeugt fand, verging eine Sekunde. zu. ,, Kitty, was hast du da vor?" rief er ihr " D, du bists," sagte sie.„ Störe mich um Gottes willen nicht in meiner Arbeit!" „ Ist das eine Arbeit für dich? Und heißt du so einen alten Freund willkommen, den du seit Jahren nicht gesehen?" Er blickte von neuem verwundert auf die Säge und von der Säge wieder auf das Mädchen.„ Kann das nicht ein Knecht tun? Wo steckt der William? Soll ich ihn rufen?" ,, William ist nicht mehr bei uns," gab sie zögernd zur Antwort.„ Du würdest ihn vergeblich rufen. Vater hält keine Leute mehr." ... Dein Vater hält keine Leute mehr?" wiederholte er hestürzt.„ Eine Wirtschaft ohne Leute! Ich bitte dich, Kitty, was soll das bedeuten? Was ist hier geschehen, so lange ich nicht hier war?" Mädchen mit offenbar erzwungenem Lachen und dabei schien sie dem jungen Manne, wenn sie auch vorhin als gerade nicht regelrecht schön geschildert worden, von einer unver. gleichlichen Schönheit, und das um so mehr, als ihre Stimme gar lieblich und klar klang. Diese Stimme zu hören und ihr Lächeln zu sehen, hatte ihn die lange Reise zu machen veranlaßt. Und nun erhielt er einen so füh. len, sonderbaren Empfang. Er nahm ihr mit Gewalt die Säge aus der Hand und hatte in einer Minute die Arbeit getan, mit der sie sich vergeblich schon zwei Stunden gequält. ,, Und nun," sagte er dann, hast du Zeit zum Sprechen? Nun erzähle mir, warum sieht Euer Hof so ausgestorben aus? Warum hält dein Vater keine Leute? Habt Ihr nicht einmal mehr Mägde?" ,, Was braucht ein Bauer Mägde, wenn er eine große Tochter hat?" ,, Wer melkt denn die Kühe?" Ich tue es- oder vielmehr ich sollte es tun. Augenblicklich haben wir aber keine. Du wirst dich hier bei uns leider ohne Sahne behelfen müssen. O, ich arbeite gerne, Stephan. Die Wirtschafts- Arbeit gefällt mir zum mindesten ebenso gut, als Geographie, Französisch und Musik in der Pension." Trotz ihres erzwungenen Tones fonnte sie jedoch den jungen Mann nicht betrügen. Zuerst hatte sie sich vorgenommen, schnippisch zu sein und ihn, sie wußte selbst nicht wofür, zu bestrafen. Dann hatte sie mit ihrem Black-' dornschen Stolz den Verfall und die Anmut des Hofes wegleugnen wollen, den der junge Mann nur reich und blühend gesehen, und endlich war sie allen ihren Vorsäßen zum Trotz dahin gekommen, ihm fast unter Tränen einzugestehen, wie seit einiger Zeit alles mit ihnen bergab ging. Die letzten Ernten waren so schlecht, daß der Vater den Lohn für die Leute nicht mehr zu erschwingen vermochte und sie alle entließ. Sie war jetzt auf dem Hof alles, Tochter und Knecht. ,, Gerechter Gott, soweit ist es gekommen! Aber wo ist denn Fred? Wo ist dein Bruder?" „ Frage nicht danach, Stephan," bat sie unter Tränen.„ Laß den Vater seinen Namen | nicht hören. Wir wissen es nicht." ,, Kitty! Du weißt nicht, wo Fred ist, an den du immer so innig gehangen?" ,, Er ist fort," flagte das Mädchen.„ Er hat sich mit dem Vater überworfen. Vater hat ihn vom Hofe gewiesen. Das ist das Schlimmste von allem, was uns passierte. Aber glaube darum nicht, Stephan, daß sich mein Bruder vergangen. O, wenn ich nur wüßte, wo er sich aufhält, was aus ihm geworden!" Stephan antwortete erst gar nicht; denn er hatte seine eigenen auf alter Bekanntschaft basierenden Gründe, anzunehmen, daß Fred Blackdorn durchaus nicht so unschuldig, wie ihn Kitty hinstellte, war, als er von der väterlichen Scholle getrieben worden. Freds Tätig keit hatte sich von jeher darauf beschränkt, wilden Weizen zu säen, und ohne Zweifel er lebte er jetzt seine Ernte. Indes wozu der bekümmerten Schwester dies sagen! Lieber war er still. Seine Linke hielt noch immer ihre rechte Hand, die vorhin die Säge gefaßt, und seine Rechte hatte sich um ihre Taille geschlungen, was die sonst so stolze Kitty Blackdorn im Ge Wie du einen anschaust!" lachte das fühl ihrer Schwäche wehrte. nicht Armes Vers höchfte Beit, daß i nichts Schlechtes g Aber wirft Ich habe jeden antwortete er. Gre weißt du and, war fommen bin?" Weil du nichts habe es vorhin geh Nein, um bei mir, Gott fegne ihr bitten, mich feinen und er hat doch zu gegangen, eines bin zwar nur ein du bist das Fräule das alles; aber id und das heißt ein ift, es zu etwas G den Mut, um deine obgleich ich deinen und nun werde id erft redit ftellen dürf lich erft fragen, na Dody nun ifts einer Weib werden, Kitty Sie ftanden f als wären fie berei und jahen fich ohne lang fragend in die Alfo- willst Keine Antwort „ Hast du mich Allein er wäre ein gesprochenes fie doch ihre Hani laffen, und fah ert glückt durch ihre Da unterbrach einer wohlbekannter Siebenden. „ Kitty, Kitty! chen," hörten fie de Raß mich los! leife. ,, Um so besser, So frage ich ihn Hand und so wol hintreten." Er führte sie Sonnenschein hina Blackburn, sondern Hand in Hand dahe als sie fah, daß ih aus seiner Hand zu jedoch hielt sie fest hatte ihm seine al nommen; ja freu gefagt, was er zu wie ein lorbeerb Zwar war es nur allein es war doch e Siegesfahrten Mer Da bin ich wi feinem Eifer nicht fein Pflegebater fi wäre erft zu Ihn men, doch da H sprechen wünschte, was ich Ihnen frü hat mir geantwor Denn Sie mich zur Die beiden B an, fanden aber b Jd weiß ja," Bladdorn gewand " sieven vraaien, er horte über nie seine Meinung ab, pathisch oder antipathisch war, anerkannt wurde. begabter Staufmann, der mit sicherer Hand lose junge Leute aus seiner Tasche und war immer willfrüherer Jahre war nichts zurückgeblieben als hama sprichwörtlich geworden und dessen strenge, schwendete sie ebensowenig an sie; er bot vielen eine hilfreiche alle Klippen und Untiefen hinwegführte, Hand, lieh bereitwillig Kapitalien aus, unterstützte mittelTeilnahme seiner Mitmenschen begehrte er nicht und verEhrenhaftigkeit von jedem, gleichviel ob Norden ihm symkaufmännischen Unternehmungen in den Kreisen von Yokodem weltgewandten, liebenswürdig angeregten Fritz Norden hören, wenn auch nicht immer in verbindlicher Form. Von konnte man sicher sein, seine ehrliche, mahre Ueberzeugung zu Hand ſein bat man ihn freilich darum, so deffen als ein eminent Liebe und Lebensschiff Glück in reine lieber zu und gab unaufgefordert D zendes Bep berechtigt sei, Beispiel bot! jet, zu Verstand eine längere Trennung diktierte. den Sohn begleiteten, ihn zu sich zurückriesen, so sehr ihm der er betäuben, die ihm fortwährend das Herz weitete, den Ge. danken trachtete er zu entfliehen, die auf Schritt und Tritt unausgesetzte Tätigkeit dem Erwerb! Die Sehnsucht wollte Norden weder Ruhe noch Rast, ebensowenig galt seine Aber nicht um des Beispiels willen gönnte sich Friz ihr Chef leisten könne und was er von seinen Untergebenen führte. Jetzt, da der Junior verreist war, bekamen die im men hatte, die endlich zur ausgesprochener Alleinherrschaft Kontor Norden" arbeitenden Herren es zu sehen, wie viel förmlichen Sturmlauf Stufe für Stufe der Leiter genomwer, sich im Nu unentbehrlich zu machen wußte und in einem verlangen, da er selbst ihnen ein so glänesige Prinzipal frisch von Europa herüber gekommen Heißer, glut But you viе еvе jem. gemerkt ist. station Schubra verzeichnet. klein, daß es auch auf den riesigsten Wandkarten nicht anbon den Arabern Jum- el- Bagger genannt. Es ist so winzig von, am rechten Ufer des Nil, liegt das Dörfchen Barrage, Meilen nördlich von Kairo die kleine Stadt und EisenbahnAuf jeder größeren Karte Egyptens findet man etwa vier Eine Viertelstunde südlich dabettelte fennt kein Gebot. umdrehte und den Raub am Strohfeuer briet. Denn Not daß ich nebenbei frevelhafterweise manchem Huhn den Hals Gastfreundschaft ist doch nicht anders zu bezeichnen und mich in diesen acht Tagen ziemlich bis nach Kairo durchdas Inanspruchnehmen der den Arabern heiligen erwaynen will ich nur, daß ich borübergehende, plötzlich entstandene. Die wenigen, behielt, war es eine ganz ansehnliche Stadt, das heißt nur eine Bu jener Zeit aber, als ich dort barfuß meinen Einzug ebenso die Kenn spezifischen Kolo rechterhaltung günstiger geword icht auf lufra Allerdings ist es maden- und Jag feit zu erziehen, u regelmäßigen Bi feiten erflären fid fünstlich durch un hin aber hat die Kulturleben bere durch ein flug au der Einwohnersch lien oder Geld Arbeiten, die auf leisten find. Sie gesellschaftliches Eingeborenen Mi Reifen aufspielen Befallen an dem als Ansiedler zu grans zur Verfü müllen bei jedem werden, und es n man die Flinte in Erfolge den ande Dann hätten wir brechung. und Nacht wurde mit Ablösung gearbeitet, Ingenieure trieben, die Fleißigen schlugen die Faulen, Tag Ueber das ganze war eine fieberhafte Hast gebreitet, die Und diese ruhelose Tätigkeit hatte seinen guten ohne Unterling als Heizer schen Ingenieur bei dem englischen Unternehmen Paradieses öffneten sich vor meinen entzückten Augen! Pfund Sterling, hundertundzwanzig Mark! Die Tore des ben mit einem monatlichen Gehalt von sechs Pfund SterIch fragte nach Arbeit, traf glücklicherweise einen deutan einer Lokomobile angestellt. wir beide waren die einzigen Deutschen und ich wurde von demselSechs noch nicht vollendet gewesen wäre. hätte die ganze diesjährige Arbeit zerstört, wenn die Brücke einzwängen, er trat in sein rechtmäßiges Bett zurück und denn dann schwoll der Nil an, kein Damm konnte ihn dann Grund. In drei Monaten mußte das Werk vollendet sein, wanderten. station, ein Elektrizitätswerk und so weiter. am anderen Ufer waren Maschinenwerkstätten, eine Postpen, das immer wieder einbrechende Wasser zu bewältigen, fehle der Ingenieure, unzählige Lokomobilen trieben BumOrdonanzen überbrachten den fernen Abteilungen die BePeitschen knallen und zogen blutige Striemen, berittene ließen unter den nackten Beinen säumiger Araber lange eilten hin und her, maßen und verglichen, weiße Aufseher gruben, bis an die Kniee im Schlamm stehend, Ingenieure von Arabern und Araberinnen schleppten Sand, hackten und wie in einem Ameisenhaufen. Tausende und aber Tausende gegeben worden, in seinem eigentlichen Bett wimmelte es die Brücke ihrer Vollendung. Dem Nil war ein anderer Lauf Vier Jahre arbeitete man schon daran, jetzt näherte sich nicht über den Nil, sondern über das ganze Niltal schwingt. folossales steinernes Bauwerk, das sich in mächtigen Bogen über Kairo machen müssen. Diese jetzt fertige Brücke ist ein farawanen, welche durch das Tal der Natronseen nach Mekka eine Brücke gebaut, bestimmt für die Pilger- und HandelsBei Fum- el- Bagger wurde nämlich damals über den Nil Früher hatten diese Karawanen den Umweg das orientalische Gepräge vorherrschte. magazine von arabischen Krämern, sogenannte Bazare, so daß für Haschischraucher, vor allen Dingen aber die Warenreien, nebenb.. aber auch Opiumhöhlen und Schlupfwinkel solcher Auswahl nicht antraf, da waren Cafés, Konditogestellt, wie man sie in Kairo, dem egyptischen Paris, in in den Läden waren die raffiniertesten Delikatessen auses Gasthöfe, Trinkstuben, Tanzsäle, alles aus Holz aufgeführt, meer umgeben. Straße zweigte sich von Straße ab, da gab ständigen Lehmhütten wurden von einem hölzernen Häuserund zu anzutreiben heit leichten Grades. zwei heißen Steinen. ches jeder Europäer angewieſen bekam. dieser Hütte überſtand ich auch eine egyptische Augenkrankoffenem Feuer vor der Hütte und backten Eierkuchen zwischen führten ein Leben wie die Wilden, brieten das Fleisch über einem in der Wüste stehenden Bretterhäuschen, wie ein soloder hatte vielmehr nur die mir beigegebenen fünf erzählt werden genug ich arbeitete von früh bis abends, Werfplate seltsames erlebt habe, fann unmöglich hier alles Was ich innerhalb der nächsten drei Monate auf diesem Es war ein herrliches Leben! In überwachen, und wohnte anfangs in Wir Kolonisten Araber einem zösisch angeeignet, abseits zu zahlen hatte. im alten Dorfe. Philippis Eia Bett hergerichtet werden sollte. und so so gelang auf englisch unterhalten, sonst verstand stube, in welcher sofort aus Kisten, Brettern und Decken ein fen, warmes Mittag- und Abendbrot täglich einen Schilling its gelegenen Backstube mit Kauderwelsch. Wir kamen dahin überein, daß ich für Schlaein Gespräch anzuknüpfen, freilich in einem schauderhaften jährigen verblühten Griechin vor. Mit ihm konnte ich mich seine Hütte und stellte mich der Signora, einer etwa vierzigschloß. Mit Grandezza führte mich Signor Philippi in Als Schlafraum diente mir die Backitalienisch, hatte mir auch einige arabische Vokabeln darüber und einer Mauer, die einen geräumigen Hof umMaschinisten, eines einäugigen Italieners namens Philippi, mehr umsonst befam. Ich fand eine solche im Hause eines anderweitige Wohnung ſuchen, welche ich dann freilich nicht chen einem mir vorgesezten Beamten abtreten und mir eine Eigentum bestand aus einer Lehmhütte, einer Nach etwa acht Tagen mußte ich jedoch mein Blockhäuses mir, auch mit Signora Philippi ich noch Speicherraum frangun etwas jenem Ladjen Manne, wenn cht regelrecht einer unver um so mehr, flar flang. jr Lächeln zu e zu machen einen so füh ie Säge aus nute die Arich schon zwei hast du Zeit warum sieht Warum hält hr nicht ein igde, wenn er r ich sollte es ber feine. Du ne Sahne be rne, Stephan. mir zum min phie, Franzö ones fonnte sie betrügen. Zu schnippisch zu icht wofür, zu t ihrem Blad md die Annut den der junge gesehen, und Vorsägen zum st unter Tränen Zeit alles mit Ernten waren Lohn für die ngen vermochte of alles, Tochter tes gekommen! Wo ist dein ephan," bat sie er seinen Namen es nicht." vo Fred ist, an en?" Mädchen.„ Er vorfen. Vater Das ist das uns passierte. ephan, daß sich , wenn ich nur as aus ihm ge Jar nicht; denn er Bekanntschaft men, daß Fred unschuldig, wie r von der väter. n. Freds Tätig rauf beschränkt, ohne Zweifel er Indes wozu der fagen! Lieber mmer ihre rechte gefaßt, und feine ille geschlungen, Bladdorn im Ge hrte Lehmhütten wurden von einem hölzernen Häufermeer umgeben. gestellt in den Läden waren die raffiniertesten Delikatessen auses Gasthöfe, Trinkstuben, Tanzfäle, alles aus Holz aufgeführt, Straße zweigte sich von Straße ab, da gab ständigen mis man sie in Soiro, dem egyptischen Paris, in Armes Herz," flüsterte er, es ist die höchste Zeit, daß ich heimfam." ,, Aber wirst du auch von unserem Fred nichts Schlechtes glauben?" fragte sie ihn. „ Ich habe jeden, der zu dir gehört, lieb," antwortete er. Fred und Jedermann. Indes weißt du auch, warum ich heute hierher gefommen bin?" ,, Weil du nichts Besseres vorhattest. Ich habe es vorhin gehört." „ Nein, um deinen Vater zu bitten, der mir, Gott segne ihn, mehr als Vater war, zu bitten, mich seinen Sohn werden zu lassen, und er hat doch zumal jetzt, da Fred von ihm gegangen, eines Sohnes Stüße nötig. Id) bin zwar nur eines Hufschmieds Sohn und du bist das Fräulein vom Weidenhof, ich weiß das alles; aber ich bin auch Stephan Harlow, und das heißt ein Mann, der auf dem Weg ist, es zu etwas Gutem zu bringen. Ich hatte den Mut, um deine Hand anhalten zu wollen, obgleich ich deinen Vater für reich hielt, Kitty, und nun werde ich ihm den Antrag wohl erst recht stellen dürfen. Ich wollte dich eigentlich erst fragen, nachdem ich ihn gesprochen. Doch nun ists einerlei also magst du mein Weib werden, Kitty? Sage es mir!" Sie standen schon so nahe bei einander, als wären sie bereits ein fest verlobtes Paar und sahen sich ohne ein Wort wohl Minuten lang fragend in die Augen. „ Also willst du?" fragte er endlich. Keine Antwort erfolgte. ,, Hast du mich lieb?" Allein er wäre ein Narr gewesen, wenn er ein gesprochenes" Ja" verlangt hätte. Hatte sie doch ihre Hand ruhig in der seinen gelassen, und sah er doch ihre Augen zu ihm beglückt durch ihre Tränen aufleuchten. Da unterbrach plößlich das laute Rufen einer wohlbekannten Stimme den Traum der Liebenden. ,, Kitty, Kitty! Wo steckt nur das Mädchen," hörten sie den Weidenhofbauer rufen. „ Laß mich los! Es ist Vater," bat Kitty leise. ,, Um so besser, Liebling," meinte Stephan. ,, So frage ich ihn gleich. Gib mir nur deine Hand und so wollen wir zusammen vor ihn hintreten." Er führte sie aus dem Schuppen in den Sonnenschein hinaus. Und so sah nicht nur Blackburn, sondern auch Marrell die beiden Hand in Hand daherkommen. Kitty hatte sich, als sie sah, daß ihr Vater Gesellschaft hatte, aus seiner Hand zu befreien gesucht. Stephan jedoch hielt sie fest. Das Leben in Millport hatte ihm seine alte Schüchternheit längst genommen; ja freudig hatte er vor aller Welt gesagt, was er zu sagen hatte. Er kam sich wie ein Lorbeerbekränzter Erorberer vor. Zwar war es nur ein Herz, das er erobert, allein es war doch etwas, was auf allen seinen Siegesfahrten Alexander nicht erorbert hatte. ,, Da bin ich wieder, Bauer," sagte er, in seinem Eifer nicht einmal merkend, wie sehr sein Pflegevater sich verändert hatte. Ich väre erst zu Ihnen ins Haus hineingefommen, doch da Herr Marrell Sie erst zu sprechen wünschte, habe ich erst Kitty gesagt, was ich Ihnen früher sagen wollte, und Kitty hat mir geantwortet, sie will mein werden, wenn Sie mich zum Sohn nehmen wollen." Die beiden Bauern blickten sich bestürzt an, fanden aber beide fein Wort. Ich weiß ja," fuhr der junge Mensch zu Blackdorn gewandt fort, es wäre richtiger [ འ ༤༤** gewesen, mit erst des Baters Einwilligung zu holen. Indes dann hoffte ich wieder, bet Ihnen doch auf keinen Widerstand zu stoßen. Sie wissen, daß ich es dank Ihrer Fürsorge im Leben zu etwas gebracht habe. Ich habe mein gutes, sicheres Gehalt und neulich erst stellte mir mein Chef in Aussicht, mich in die Firma aufzunehmen. Budem habe ich mir eine kleine Summe gespart und komme also selbst nicht mit leeren Händen zu Ihnen. Also, wenn Sie mir Ihre Kitty zur Frau geben möchten!" Marrell blickte unter seinen Brauen scharf auf Blackdorn, drehte sich plötzlich auf seinen Absätzen um und trat ein paar Schritte bet Seite, doch nicht so weit, um nicht hören zu lönnen, was vorging. Noch immer mit seinem Spazierstock bewaffnet, hielt Blackdorn dem jungen Menschen seine bebende Hand hin.„ Es freut mich, dich wiederzusehen, Junge," sagte er, und zu erfahren, daß es dir gut geht. Gott weiß es, in diesen schlechten Zeiten geht es einem selten nach Wunsch. Doch was mein Mädel Water!" rief Kitty mit Schreden in ihren Augen, zusammenfahrend. " Ja," meinte Blackdorn, habe sie freilich einem anderen Mann versprochen, einerlet wem." - ,, Kitty," rief Stephan,„ verstehst du das alles?" " Junger Mann," erklärte Marrell,„ das ist Geschäft und keine Tändelei. Sie begreifen es wohl nicht, ich begreife es aber. Sie hat als eine Tochter, die weiß, was ihre Pflicht ist, ihren Vater vom Ruine zu retten. Und deshalb wird sie wohl einen reelleren Mann, als einen jungen, wenn auch noch so strebsamen Beamten zum Mann nehmen müssen. Was, Thomas Blackdorn, so steht die Geschichte?" „ So steht die Geschichte!" wiederholte Blackdorn, seinen Stock auf den Boden stoßend. Daß Henoch Marrell selbst auf Kitty ein Auge geworfen, fiel Stephan im Traum nicht ein, und wenn Kitty vielleicht doch eine richtige Ahnung besaß, so hütete sie sich jedenfalls wohl. dies zu sagen. Schloß Gmunden. Wohnfig des Herzogs von Cumberland. betrifft den Gedanken schlage dir aus dem Kopf. Das kann nicht sein." ,, Kann nicht sein!" rief Stephan, während es Kitty endlich gelang, ihre Hand freizumachen, die sie wie flehend ihrem Vater jetzt auf den Arm legte. „ Ich liebe Kitty und Kitty liebt mich," drängte Stephan.„ Und lieben werde ich sie bis an meinen seligen Tod. Warum kann es da nicht sein?" Der alte Blackdorn schwankte. Er besaß nach allem ein Herz, und hatte nicht nur seine Tochter lieb, nein war auch innerlich stolz auf den jungen Menschen, der ihm sein Vorwärtskommen in der Welt dankte. Warum war Stephan Harlow dem anderen zuborgefommen? „ Ich werde es Ihnen sagen," trat da Marrell vor, warum es nicht sein kann. Nein, schauen Sie mich nicht so an, als wäre das nicht meine Sache. Es ist meine Sache mehr, als Sie glauben. Tom Blackdorn hier hat Katty eben einem anderen versprochen, - einerlei wem." ebenso die Kenntnis der Schutz- und Heilmittel gegen die spezifischen Kolonialkrankheiten. Die Bedingungen zur Aufrechterhaltung unseres Kolonialbesizes sind also wesentlich günstiger geworden, und damit wächst natürlich auch die Aussicht auf lukrative Verwertung unseres Kolonialbesizes. Allerdings ist es nicht besonders leicht, die einheimische Nomaden- und Jägerbevölkerung zu einer geordneten Tätigfeit zu erziehen, und aus dem Widerstand gegen die mit einer regelmäßigen Pflichtarbeit sich ergebenden Unbequemlich feiten erklären sich die vielfachen Unruhen, die zum Teil auch künstlich durch unsere Neider herbeigeführt werden. Immerhin aber hat die Kolonialverwaltung in der Erziehung zum Kulturleben bereits große Fortschritte gemacht und zwar durch ein klug ausgedachtes System. Die Steuerleistungen der Einwohnerschaft werden nur noch zum Teil in Naturalien oder Geld eingefordert, sondern meist in Form von Arbeiten, die auf den Pflanzungsanlagen der Verwaltung zu leisten sind. Hier entwickelt sich auch bereits ein gewisses gesellschaftliches Leben, indem die Gouvernements aus den Eingeborenen Musikkorps bilden, die von Zeit zu Zeit ihre Weisen aufspielen. Dadurch gewinnen viele Eingeborenen Gefallen an dem Leben auf den Stationen und bleiben dort als Ansiedler zurück. Das erforderliche Land wird ihnen gratis zur Verfügung gestellt. Die zeitweiligen Aufstände müssen bei jedem Kolonialbesig mit in den Kauf genommen werden, und es wäre ein übertriebener Pessimismus, wenn man die Flinte ins Korn werfen und die bereits errungenen Erfolge den anderen Nationen in den Schoß werfen wollte. Dann hätten wir nur für lachende Erben gearbeitet. ,, Aber ich," wandte sich Stephan endlich an Blackdorn, Marrells nicht achtend ,,, ich habe Kitty gefragt, und sie sagte mir ja. Wer also ist der andere Mann? Sie werden mir zugeben, ich habe ein Recht, darnach zu fragen." Blackdorn stand im Begriff zu antworten. Marrell jedoch fiel ihm in seiner gebieterischen Weise ins Wort: „ Es muß Ihnen genügen, Stephan Harlow, daß Blackdorn ein Wort hält, das er gegeben, und daß seine Tochter ihre Pflicht kennt." ( Fortsegung folgt.) Deutsche frauen- Schönheiten. Jedes Land hat besondere Ansichten über Frauenschönheiten und Schönheiten an Frauen. In Europa bewundert man die weißen Zähne, in Japan müssen die schönen Zähne gelb und in Indien tot sein. Eine blühende Gesichtsfarbe ist gewiß beneidenswert, aber die Frauen in Grön land streichen sich das Gesicht blau oder grün an, und die Russinnen würden sich für häßlich halten, wenn sie sich nicht falfweiß schminkten. Welche worden. Die Expedition besteht aus je 250 Mann der Marineinfanteriebataillone in Kiel und Wilhelmshaven und einem Detachement der zweiten Matrosendivision mit vier Maschinenkanonen, ferner einer Eisenbahnpionier- Abteilung. Noch keine Stunde war die neue Hiobspoſt aus Südwestafrika im Besiz des Auswärtigen Amts, da war der kaiserliche Befehl schon ergangen, der die Entsendung eines Hilfskorps nach der Kolonie anordnete. Und noch keine Stunde war nach der Erteilung dieses Befehls verflossen, da waren die zuständigen Kommandostellen in Kiel und Wilhelmshaven bereits mit der Mobilmachung der Expedition beschäftigt. Und noch am selben Tage war die Hilfstruppe, die sich durchweg aus Freiwilligen der Marineinfanterie und der zweiten Matrosendivision zusammensetzt, schon gebildet. Die Mannschaften, die sich gemeldet hatten, waren schon auf ihre Tropendienſtfähigkeit hin untersucht, und mit der Ausrüstung des Hilfskorps war bereits der Anfang gemacht worden. Es sind unter den vielen Freiwilligen, die sich gemeldet haben, durchweg ältere Leute und nur sehr wenige Refruten ausgewählt worden. Führer des Expeditionskorps ist Major v. Glasenapp, seit März 1902 Kommandeur des zweiten Seebataillons. Er gehört dem Heer seit 1874 an, wurde 1877 Leutnant, ist außerordentlich schnell befördert worden und hatte als Hauptmann bereits vier Jahrgänge übersprungen. Als Hauptmann à la suite des Infanterieregiments Nr. 94 wurde er 1895 zum großen 13. Ja rgang. e einspaltige Petitzeile für ganz Ober r und Marburg 10 Pfg. font 15 Vfg. ie Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. itungsliste No. 3269. tion: Gießen, Seltersweg 83 rechauschluß Nr. 362. jlen ifung) It und Umgebung. von Oberhessen. ct. Am 10. September 1898 wurde t und nach Ablauf eines Jahres in rmee versetzt. Glasenapp war auch I tätig. Drei Jahre war er Instruk begleitete er das ostasiatische Expedi. ralmajor v. Höpfner als Chef des rt hat er seine Tüchtigkeit als Führer oiesen. Nach der Heimkehr v. Höpf= Stabe der ostasiatischen Infanterieals Bataillonskommandeur im Inin die Heimat zurückgerufen wurde. schied er aus dem Landheer aus und ie über. · Mobilisierungsorder ist auch der igen, sofort Kreuzer auszurüsten afrifa zu entsenden. Welche Kreuzer oeilen allerdings noch nicht bestimmt. nd im Generalstab finden täglich ein; am Tage des Ordensfestes verrsönlich mit dem Chef des Generalfen, längere Zeit über die Lage in und berufene Kanonenboot„ Habicht“, iff in Westafrika, hat eine Besatzung schützbewaffnung besteht aus 5X12,5 - und 5 × 3,7 Zentimeter- Revolverrüstung und Panzerung fehlen gänzist gering, 11,4 Seemeilen. Weiter f" zur Verfügung, das in der Münsanfert. Das Schiff hat 85 Mann iches 8,7 Zentimeter-, ein 5 Zenti 3 und drei 3,7 Zentimeter- RevolverSeemacht verfügt demnach insgesamt er 10 See-, 2 Sanitäts- und 12 Deck. Beschütze. cher Reichstag. CB. Berlin, 18. Januar. der gut besetzt, einmal mit Rückſicht Verhandlungen über die künftige Geerziellen Beziehungen zum Auslande auf unser inneres Wirtschaftsleben, weil befannt geworden war, daß der ich zu Anfang der Sigung eine Erin Deutsch- Südwestafrika ize der dortigen Ansiedler unverzügMaßnahmen abgeben würde. Vor ordnung ergriff denn auch Graf id gab die an anderer Stelle abge= ie Tagesordnung eingetreten. Abg. begründete eingehend die Interbestehenden Handelsverträge. er Notwendigkeit der Kündigung der Kanit u. a., die Regierung habe sich Saratoga- Vertrages mit der 3 r dem Auslande lächerlich gemacht Iche Präs. Graf Ballestrem für ässig bezeichnete. Redner schildert deutschen Landwirtschaft, vor allem hlässigung der Landwirtschaft in der ch, daß die Tätigkeit der Ansiedlungsbleibe und die Ansiedlungsgelder emanisation, sondern nur den Polen ur den Getreidebau müsse mindestens der bescheidene Schutz wiederhergestellt werden, den der alte Generaltarif gewährt habe. Die ländliche Bevölkerung mache die Kraft des Landes aus und müsse daher um so mehr erhalten und in ihrem Bestehen geschützt werden, je mehr die Sozialdemokratie um sich greife. Die Kündigung sei wohl unterblieben weniger aus politischen Rücksichten, als aus Rücksicht auf die Industrie. Und darunter sollen wir Bauern ( Lachen links) leiden! Die Kündigung der Handelsverträge, chloß Redner, ist eine politische, wirtschaftliche und finanzielle Notwendigkeit, eine Lebensfrage für die Landwirtschaft. An ihr ist schwer gesündigt worden, jezt kann sie Gerechtigkeit verlangen.( Beifall rechts.) Staatssekretär Graf Posadowsky erblickte in der Interpellation einen leisen Vorwurf gegen die Regierung ( Heiterkeit). Ein politischer Mann, der die Vorgänge verfolgt habe, werde kaum begreifen können, wie ein solcher Vorwurf gegen eine Regierung gerichtet werden könne, die den Bolltarif in so harten Kämpfen durchgebracht habe. Es iſt, sagte der Staatssekretär, fein Zweifel daran möglich, daß die Regierung die ernste Lage der Landwirtschaft jederzeit anerkannt hat. Der Unterschied zwischen uns und dem Vertreter der Interpellation besteht auch nur in der einzuschlajenden Taktik. Sie bewundern es, wenn ein Arbeiter kühn die Hand in die weißglühende Masse legt. Das geringste Versehen würde ihm seine Aktionsfähigkeit kosten. Ebenso würde es uns gehen, wenn wir hier ein Versehen begingen. Wir haben stets an die alten Verträge die neuen zu knüpfen gesucht, um nicht unser Wirtschaftsleben schweren Schädiaungen auszuseben. Daraus folat allerdings nicht, daß wir ader umgeben, der friedigt wird. In na ventlich aber a jelben, steht eine benen zur Somm ftedt liegt. Das Der jüngst verlobte Grossherzog friedrich ist am 9. April 1882 zu franz IV. Balermo geboren. Als sein seit Jahren franker Bater am 10. April 1897 starb, wurde die Regierung zunächst vom मा०Elne 200 jährige Kirche. Die Troizykirche in Petersburg.( Photographische Aufnahme.) borenen die Nase zu zerquetschen. In Rußland hohe, gewölbte ist die schönste Form der Nase? Man kann nur mit Achselzucken darauf antn orten. In Persien ist es die gebogene Nase, in Haiti die eingedrückte Nase, und die Mütter pflegen dort ihren Neugebewundert man die Stülpnasen. Wir Deutschen lieben die schlanken Gestalten, die Türken ziehen das Embonpoint vor; wir schäßen das zarte Oval des Gesichts, in der Türkei liebt man die runden Bei uns gilt eine in Griechenland Stirn als Zeichen von Gefichter. Beift; ist die niedrige Stirn ein Hauptmerkmal der Schönheit. Im zivilifierten Europa preist man Die blonden, braunen und schwarzen Haare; je nach rianneninseln bevorzugt ihrem besonderen Ver dienst; auf den Maweißen die man Haare. Die Perser hassen rotes Haar, und die Türken vergöttern es. kleinen Mund Einen schäßen großen Mund fie alle. Man hüte sich also, einen zu haben. Dadurch aber, abel, weiß daß die deutsche Frau die goldene Mitte einzuhalten und feinen dieser Vorzüge Durch die Uebertriebenheit ins Gegenteil verwan delt, tann man dem Typus der deutschen fennen und sie als die Frau die Krone zuer Schönste der Schönen preisen. Unsere Bilder zeigen deutsche Frauen, Deren Photographien zu einer Schönheitsfontur senz eingesandt worden sind. Wir wollen nicht behaupten, daß gerade diese Frauen die schönsten Deutschen sind, welche es gibt. Wenige nur sind es, die sich an die Oeffentlichfeit wagen und das sind gewöhnlich noch lange unbedingt reizvolle Vertreterinnen des schönern Geschlechts und wir werden nur wenige franzöfische, englische, italienische und spanische Frauen finden, die ihnen an Lieblichkeit gleich kommen. nicht die Schönsten! Aber unsere Bilder zeigen als man es sonst wohnt ist. bem Vormunde des jungen Großherzogs, geführt. Am 9. April Herzog Johann Albrecht, 1901 übernahm der jetzt lobte Seine die Verselbst. Brinzessin on Hannover, Regierung Alexandra, ist am 29. SepV.von S Verlobte, tember 1882 im Gmunden ge boren. Ihr Vater, Herzog Ernst August von Cumberland, ein Sohn des entthronten Georg Königs vermählte sich am 21. Dezember 1878 mit Thyra, Prinzessin von Dänemark. Der Ehe find fünf Kinder entsprossen, von denen die jetzt verlobte Prinzessin Alexandra das dritte Kind ist in Zu den ältesten, noch in Alte Kirchen. ihrer ursprünglichen Form er haltenen Kirchen Rußlands Petersburg, welche Peter der Große errichtet hat, und in der gehört die Troizykirche er regelmäßig dem Gottesdienst beiwohnte. Aus Pietät gegen diesen Zaren wird die Troizy. firche in ihrer ursprünglichen Form erhalten, obgleich sie klein und niedrig ist und nicht so überaus reich ausgestattet wurde, in russischen Gotteshäusern geViel einfacher noch, aber auch ungleich älter ist die zweite von uns abgebildete Kirche. Dieselbe befindet sich in Stellau, Kreis Steinburg in Holstein. Sie wurde nach feststehenden Ueber. lieferungen schon im Jahre 1230 als Gotteshaus benutzt. Die Kirche liegt nicht inmitten des Drtes sondern ist, wahrscheinlich mit Rücksicht auf die drohenden Ueberfälle der Wenden und Dänen, ganz abseits gebaut, sie ist von einem alten Gottes. venngen, de wwire never zu uno gav unaufgefordert nie seine Meinung ab, bat man ihn freilich darum, so konnte man sicher sein, seine ehrliche, wahre Ueberzeugung zu hören, wenn auch nicht immer in verbindlicher Form. Von dem weltgewandten, liebenswürdig angeregten Fritz Norden früherer Jahre war nichts zurückgeblieben als ein eminent begabter Kaufmann, der mit sicherer Hand sein Lebensschiff über alle klippen und Untiefen hinwegführte, dessen Glück in faufmännischen Unternehmungen in den Kreisen von Yoko hama sprichwörtlich geworden und dessen strenge, reine Ehrenhaftigkeit von jedem, gleichviel ob Norden ihm sympathisch oder antipathisch war, anerkannt wurde.- Liebe und Teilnahme seiner Mitmenschen begehrte er nicht und verschwendete sie ebensowenig an sie; er bot vielen eine hilfreiche Hand, lieh bereitwillig Kapitalien aus, unterstützte mittellose junge Leute aus seiner Tasche und war immer willdesige Prinzipal frisch von Europa herüber gekommen wer, sich im Nu unentbehrlich zu machen wußte und in einem förmlichen Sturmlauf Stufe für Stufe der Leiter genommen hatte, die endlich zur ausgesprochener Alleinherrschaft führte. Jetzt, da der Junior verreist war, bekamen die im Kontor Norden" arbeitenden Herren es zu sehen, wie viel ihr Chef leisten könne und war er von seinen Untergebenen berechtigt sei, zu verlangen, da er selbst ihnen ein so glänzendes Beispiel bot! Aber nicht um des Beispiels willen gönnte sich Frizz Norden weder Ruhe noch Rast, ebensowenig galt seine unausgesetzte Tätigkeit dem Erwerb! Die Sehnsucht wollte er betäuben, die ihm fortwährend das Herz weitete, den Ge. danken trachtete er zu entfliehen, die auf Schritt und Tritt den Sohn begleiteten, ihn zu sich zurückriesen, so sehr ihm der Verstand eine längere Trennung diftierte. Heißer, glut i po Ein 7001ährige Kirche. Dorfkirche in Stellau. ( Photographische Aufnahme.) e neve jeu. erwaynen wil ich nur, daß ich mich in diesen acht Tagen ziemlich bis nach Kairo durch bettelte das Inanspruchnehmen der den Arabern heiligen Gastfreundschaft ist doch nicht anders zu bezeichnen und daß ich nebenbei frevelhafterweise manchem Huhn den Hals umdrehte und den Raub am Strohfeuer briet. Denn Not fennt kein Gebot. Auf jeder größeren Karte Egyptens findet man etwa vier Meilen nördlich von Kairo die kleine Stadt und Eisenbahnstation Schubra verzeichnet. Eine Viertelstunde südlich davon, am rechten Ufer des Nil, liegt das Dörfchen Barrage, von den Arabern Jum- el- Bagger genannt. Es ist so winzig klein, daß es auch auf den riesigsten Wandkarten nicht angemerkt ist. Bu jener Zeit aber, als ich dort barfuß meinen Einzug hielt, war es eine ganz ansehnliche Stadt, das heißt nur eine borübergehende, plötzlich entstandene. Die wenigen, beständigen Lehmhütten wurden von einem hölzernen Häusermeer umgeben. Straße zweigte sich von Straße ab, da gab es Gasthöfe, Trinkstuben, Tanzsäle, alles aus Holz aufgeführt, in den Läden waren die raffiniertesten Delikatessen ausgestellt, wie man sie in Kairo, dem egyptischen Paris, in solcher Auswahl nicht antraf, da waren Cafés, Konditoreien, nebenb.. aber auch Opiumhöhlen und Schlupfwinkel für Haschischraucher, vor allen Dingen aber die Warenmagazine von arabischen Krämern, sogenannte Bazare, so daß das orientalische Gepräge vorherrschte. Bei Fum- el- Bagger wurde nämlich damals über den Nil eine Brücke gebaut, bestimmt für die Pilger- und Handelsfarawanen, welche durch das Tal der Natronseen nach Mekka wanderten. Früher hatten diese Karawanen den Umweg über Kairo machen müssen. Diese jetzt fertige Brücke ist ein folossales steinernes Bauwerk, das sich in mächtigen Bogen nicht über den Nil, sondern über das ganze Niltal schwingt. Vier Jahre arbeitete man schon daran, jezt näherte sich die Brücke ihrer Vollendung. Dem Nil war ein anderer Lauf gegeben worden, in seinem eigentlichen Bett wimmelte es wie in einem Ameisenhaufen. Tausende und aber Tausende von Arabern und Araberinnen schleppten Sand, hackten und gruben, bis an die Kniee im Schlamm stehend, Ingenieure eilten hin und her, maßen und verglichen, weiße Aufseher ließen unter den nackten Beinen säumiger Araber lange Peitschen knallen und zogen blutige Striemen, berittene Ordonanzen überbrachten den fernen Abteilungen die Befehle der Ingenieure, unzählige Lokomobilen trieben Bumpen, das immer wieder einbrechende Wasser zu bewältigen, am anderen Ufer waren Maschinenwerkstätten, eine Poststation, ein Elektrizitätswerk und so weiter. Ueber das ganze war eine fieberhafte Hast gebreitet, die Ingenieure trieben, die Fleißigen schlugen die Faulen, Tag und Nacht wurde mit Ablösung gearbeitet, ohne Unterbrechung. Und diese ruhelose Tätigkeit hatte seinen guten Grund. In drei Monaten mußte das Werk vollendet sein, denn dann schwoll der Nil an, kein Damm konnte ihn dann einzwängen, er trat in sein rechtmäßiges Bett zurück und hätte die ganze diesjährige Arbeit zerstört, wenn die Brücke noch nicht vollendet gewesen wäre. Ich fragte nach Arbeit, traf glücklicherweise einen deutschen Ingenieur- wir beide waren die einzigen Deutschen bei dem englischen Unternehmen und ich wurde von demselben mit einem monatlichen Gehalt von sechs Pfund Sterling als Heizer an einer Lokomobile angestellt. Sechs Pfund Sterling, hundertundzwanzig Mark! Die Tore des Paradieses öffneten sich vor meinen entzückten Augen! Was ich innerhalb der nächsten drei Monate auf diesem Werfplate seltsames erlebt habe, kann unmöglich hier alles erzählt werden genug ich arbeitete von früh bis abends, oder hatte vielmehr nur die mir beigegebenen fünf Araber anzutreiben und zu überwachen, und wohnte anfangs in einem in der Wüste stehenden Bretterhäuschen, wie ein solches jeder Europäer angewiesen bekam. Wir Kolonisten führten ein Leben wie die Wilden, brieten das Fleisch über offenem Feuer vor der Hütte und backten Eierfuchen zwischen zwei heißen Steinen. Es war ein herrliches Leben! In dieser Hütte überstand ich auch eine egyptische Augenkrankheit leichten Grades. Nach etwa acht Tagen mußte ich jedoch mein Blockhäuschen einem mir vorgesetzten Beamten abtreten und mir eine anderweitige Wohnung suchen, welche ich dann freilich nicht mehr umsonst bekam. Ich fand eine solche im Hause eines Maschinisten, eines einäugigen Italieners namens Philippi, im alten Dorfe. Philippis Eigentum bestand aus einer Lehmhütte, einer abseits gelegenen Backstube mit einem Speicherraum darüber und einer Mauer, die einen geräumigen Hof umschloß. Mit Grandezza führte mich Signor Philippi in seine Hütte und stellte mich der Signora, einer etwa vierzigjährigen verblühten Griechin vor. Mit ihm konnte ich mich auf englisch unterhalten, sonst verstand ich noch etwas französisch und italienisch, hatte mir auch einige arabische Vokabeln angeeignet, und so gelang es mir, auch mit Signora Philippi ein Gespräch anzuknüpfen, freilich in einem schauderhaften Kauderwelsch. Wir kamen dahin überein, daß ich für Schlafen, warmes Mittag- und Abendbrot täglich einen Schilling zu zahlen hatte. Als Schlafraum diente mir die Backstube, in welcher sofort aus Kisten, Brettern und Decken ein Bett hergerichtet werden sollte. ebenso die Kennt spezifischen Koloni rechterhaltung un günstiger geworden licht auf lufrati Allerdings ist es maden- und Jäger feit zu erziehen, un regelmäßigen Pflic feiten erklären fich fünstlich durch unser hin aber hat die K Kulturleben bereits durch ein flug ause der Einwohnerschaft lien oder Geld ein Arbeiten, die auf de leisten find. Hier gesellschaftliches Leb Emgeborenen Mufit aufspielen. jen allen an dem Le Ansiedler zurüc gratis zur Verfügu miffen bei jedem S Derden, und es wär man die Flinte ins Erfolge den anderen Dann hätten wir nu it verlobte og friedrich z IV. April 1882 zu en. Als fein feit fer Bater am 97 ftarb, wurde zunächst vom Albrecht, dem jungen Groß Am 9. April der jetzt Ver gierung felbft. e, Brinzessin am 29. Sep Gmunden ge Vater, Herzog on Cumberland, es entthronten 7.von Hannover, m 21. Dezember yra, Prinzeffin Der Ghe find entsproffen, von erlobte Prinzefir dritte Kind ist irchen. testen, noch in ichen Form er en Rußlands Croisyfirche in Iche Beter der hat, und in der Dem Gottesdienst us Bietät gegen vird die Troizy r ursprünglichen , obgleich fie klein st und nicht so usgestattet wurde, otteshäusern ge h ungleich älter Kirche. Die Steinburg in tehenden Ueber. als Gotteshaus mitten des Drtes ücksicht auf die n und Dänen, em alten Gottes. acer umgeben, der durch eine Dornenhede eingefriedigt wird. In der Umgebung des Kirchhofes, na ventlich aber an dem Zugangswege zu dem selben, steht eine Anzahl hoher Bäume, hinter denen zur Sommerzeit die Kirche vollständig versteckt liegt. Das Gebäude selbst ist aus Feld. steinen aufgeführt und von außen verschiedentlich durch Strebepfeiler gestützt. Die Mauern find über einen Meter did. Die Kirche ist ein ein facher, niedriger und einschiffiger Bau ohne Turm, die Glocken hängen in einem neben der Kirche er richteten hölzernen Gebäude. Das Innere des ebenso die Kenntnis der Schuß- und Heilmittel gegen die spezifischen Kolonialfrankheiten. Die Bedingungen zur Aufrechterhaltung unseres Kolonialbesizes sind also wesentlich günstiger geworden, und damit wächst natürlich auch die Aussicht auf lukrative Verwertung unseres Kolonialbefizes. Allerdings ist es nicht besonders leicht, die einheimische Nomaden- und Jägerbevölkerung zu einer geordneten Tätigfeit zu erziehen, und aus dem Widerstand gegen die mit einer regelmäßigen Pflichtarbeit sich ergebenden Unbequemlichfeiten erklären sich die vielfachen Unruhen, die zum Teil auch künstlich durch unsere Neider herbeigeführt werden. Immerhin aber hat die Kolonialverwaltung in der Erziehung zum Kulturleben bereits große Fortschritte gemacht und zwar durch ein flug ausgedachtes System. Die Steuerleistungen der Einwohnerschaft werden nur noch zum Teil in Naturalien oder Geld eingefordert, sondern meist in Form von Arbeiten, die auf den Pflanzungsanlagen der Verwaltung zu leisten sind. Hier entwickelt sich auch bereits ein gewisses gesellschaftliches Leben, indem die Gouvernements aus den Eingeborenen Musikkorps bilden, die von Zeit zu Zeit ihre Weisen aufspielen. Dadurch gewinnen viele Eingeborenen Gefallen an dem Leben auf den Stationen und bleiben dort als Ansiedler zurück. Das erforderliche Land wird ihnen gratis zur Verfügung gestellt. Die zeitweiligen Aufstände müssen bei jedem Kolonialbesitz mit in den Kauf genommen werden, und es wäre ein übertriebener Pessimismus, wenn man die Flinte ins Korn werfen und die bereits errungenen Erfolge den anderen Nationen in den Schoß werfen wollte. Dann hätten wir nur für lachende Erben gearbeitet. H.Trochlil Deutsche Frauen. Photographische Aufnahme aus einer Schönheits- Konkurrenz ( Siehe S. 4.) Die Gotteshauses macht mit seinen weiß getünchten Wänden einen äußerst schlichten Eindruck. Kirche, deren Spige nur ein einfaches Kreuz ziert, fann als Typus einer niedersächsischen Dorfkirche gelten. worden. Die Expedition besteht aus je 250 Mann der Marineinfanteriebataillone in Kiel und Wilhelmshaven und einem Detachement der zweiten Matrosendivision mit vier Maschinenkanonen, ferner einer Eisenbahnpionier- Abteilung. Noch keine Stunde war die neue Hiobspost aus Südwestafrika im Besiz des Auswärtigen Amts, da war der kaiserliche Befehl schon ergangen, der die Entsendung eines Hilfskorps nach der Kolonie anordnete. Und noch keine Stunde war nach der Erteilung dieses Befehls verflossen, da waren die zuständigen Kommandostellen in Kiel und Wilhelmshaven bereits mit der Mobilmachung der Expedition beschäftigt. Und noch am selben Tage war die Hilfstruppe, die sich durchweg aus Freiwilligen der Marineinfanterie und der zweiten Matrosendivision zusammensetzt, schon gebildet. Die Mannschaften, die sich gemeldet hatten, waren schon auf ihre Tropendienstfähigkeit hin untersucht, und mit der Ausrüstung des Hilfskorps war bereits der Anfang gemacht worden. Es sind unter den vielen Freiwilligen, die sich ge= meldet haben, durchweg ältere Leute und nur sehr wenige Refruten ausgewählt worden. Führer des Expeditionskorps ist Major v. Glasenapp, seit März 1902 Kommandeur des zweiten Seebataillons. Er gehört dem Heer seit 1874 an, wurde 1877 Leutnant, ist außerordentlich schnell befördert worden und hatte als Hauptmann bereits vier Jahrgänge übersprungen. Als Hauptmann à la suite des Infanterieregiments Nr. 94 wurde er 1895 zum großen 13. Ja rgang. Die einspaltige Petitzeile für ganz Ober lar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Vfg. die Betitzeile 30 resp. 40 Pfg. jeitungsliste No. 3269. bition: Gießen, Seltersweg 83 prechauschluß Nr. 362. hlen eifung) en und Umgebung. von Oberhessen. rt. Am 10. September 1898 wurde rt und nach Ablauf eines Jahres in Irmee versetzt. Glasenapp war auch g. tätig. Drei Jahre war er Instruk begleitete er das ostasiatische Expedi. eralmajor v. Höpfner als Chef des ort hat er seine Tüchtigkeit als Führer wiesen. Nach der Heimkehr v. Höpfn Stabe der ostasiatischen Infanterieals Bataillonskommandeur im In6 in die Heimat zurückgerufen wurde. schied er aus dem Landheer aus und rie über. r Mobilisierungsorder ist auch der ngen, sofort Kreuzer auszurüsten dafrika zu entsenden. Welche Kreuzer weilen allerdings noch nicht bestimmt. nd im Generalstab finden täglich einaut; am Tage des Ordensfestes verrsönlich mit dem Chef des Generalffen, längere Zeit über die Lage in ind berufene Kanonenboot ,, Habicht", iff in Westafrika, hat eine Besatzung eschützbewaffnung besteht aus 5X12,5 = und 5 × 3,7 Zentimeter- Revolversrüstung und Panzerung fehlen gänz= t ist gering, 11,4 Seemeilen. Weiter f" zur Verfügung, das in der Münes anfert. Das Schiff hat 85 Mann liches 8,7 Zentimeter-, ein 5 Zentiit und drei 3,7 Zentimeter- RevolverSeemacht verfügt demnach insgesamt ter 10 See-, 2 Sanitäts- und 12 Deck. Beschütze. cher Reichstag. CB. Berlin, 18. Januar. eder gut besetzt, einmal mit Rücksicht Verhandlungen über die künftige Geerziellen Beziehungen zum Auslande auf unser inneres Wirtschaftsleben, weil bekannt geworden war, daß der ich zu Anfang der Sigung eine Erin Deutsch- Südwestafrika ihe der dortigen Ansiedler unverzügMaßnahmen abgeben würde. Vor ordnung ergriff denn auch Graf id gab die an anderer Stelle abgeie Tagesordnung eingetreten. Abg. begründete eingehend die Interbestehenden Handelsverträge. er Notwendigkeit der Kündigung der Kanit u. a., die Regierung habe sich Saratoga- Vertrages mit der 3 r dem Auslande lächerlich gemacht Iche Präs. Graf Ballestrem für ässig bezeichnete. Redner schildert deutschen Landwirtschaft, vor allem hlässigung der Landwirtschaft in der ch, daß die Tätigkeit der Ansiedlungsbleibe und die Ansiedlungsgelder Bermanisation, sondern nur den Polen our den Getreidebau müsse mindestens der bescheidene Schutz wiederhergestellt werden, den der alte Generaltarif gewährt habe. Die ländliche Bevölkerung mache die Kraft des Landes aus und müsse daher um so mehr erhalten und in ihrem Bestehen geschützt werden, je mehr die Sozialdemokratie um sich greife. Die Kündigung sei wohl unterblieben weniger aus politischen Rücksichten, als aus Rücksicht auf die Industrie. Und darunter sollen wir Bauern ( Lachen links) leiden! Die Kündigung der Handelsverträge, chloß Redner, ist eine politische, wirtschaftliche und finanzielle Notwendigkeit, eine Lebensfrage für die Landwirtschaft. An ihr ist schwer gesündigt worden, jezt kann sie Gerechtigkeit verlangen.( Beifall rechts.) Staatssekretär Graf Posadowsky erblickte in der Interpellation einen leisen Vorwurf gegen die Regierung ( Heiterkeit). Ein politischer Mann, der die Vorgänge verfolgt habe, werde kaum begreifen können, wie ein solcher Vorwurf gegen eine Regierung gerichtet werden könne, die den Bolltarif in so harten Kämpfen durchgebracht habe. Es iſt, jagte der Staatssekretär, fein Zweifel daran möglich, daß die Regierung die ernste Lage der Landwirtschaft jederzeit anerkannt hat. Der Unterschied zwischen uns und dem Vertreter der Interpellation besteht auch nur in der einzuschlajenden Taktik. Sie bewundern es, wenn ein Arbeiter kühn die Hand in die weißglühende Masse legt. Das geringste Versehen würde ihm seine Aktionsfähigkeit kosten. Ebenso würde es uns gehen, wenn wir hier ein Versehen begingen. Wir haben stets an die alten Verträge die neuen zu knüpfen gesucht, um nicht unser Wirtschaftsleben schweren Schädigungen auszusezen. Daraus folat allerdings nicht, daß wir meer umgeben. es Gasthöfe, Trinkstuben, Tanzfale, alles aus Holz aufgeführt, ständigen Straße zweigte sich von Straße ab, da gab Lehmhütten wurden von einem hölzernen Häuserffiniortoit Allerlet. Der Bausitand eines emirs. Muzzafer Eddin, der verstorbene Emir von Bothara, einem faum 2 Millionen Einwohner zählenden Khanat, besaß zur Zeit seines Todes den größten Hausstand in ganz Asien. Er hinterließ 7 Söhne, 19 Töchter, 280 Weiber, 290 Stlavinnen, 10 weibliche Barbiere, 9 Köchinnen, 4 Hebammen, 22 Näherinnen und 50 Wäscherinnen. Unter seinen männlichen Bediensteten befanden fich 4 Astrologen, 6 Betbärzte, 7 Iname ( Geistliche) und 24 Eunuchen. Amerikanische Froschzucht. In den Vereinigten Staaten gewinnt die Froschzucht eine immer größere Ausdehnung, da Froschkeulen zu den täglichen Ge richten in allen besseren Hotels und Speisehäusernt gehören. Viele Landwirte, welche über Teiche oder fumpfige Wiesen verfügen, machen durch Anlegung von Froschkulturen ein recht einträgliches Geschäft. Einige Pärchen echter Rasse der New- Jersey= Ochsenfrosch wird bevorzugt vermehren sich bei angemessener Nahrung derart, daß binnen einem ahre marktfähige Exemplare in ziemlicher Menge regelmäßig geliefert werden können. Elne afrikanische Sparkasse. Ein Afrikareisender erzählt von einer merkwürdigen Sitte der Bayani, eines am oberen Lauf des Kongo wohnhaften Bolts: stammes, die geeignet erscheint, den verheirateten Frauen das Leben schwer zu machen. Um den Hals der Weiber werden Messingstäbe, das beliebteste Üm laufsmittel des Landes, zu großen Ringen fest zu sammengeschmiedet. Viele solche, von den Frauen wohlhabender Männer getragene Ringe haben ein Gewicht bis 15 Kilogramm und werden bis zum Tode der armen Frauen von diesen geschleppt. Die Frauen selbst sind stolz auf ihre Bürde und glauben, durch dieselbe werde ihre Schönheit bedeutend erhöht. Messing ist die dortige Landeswährung, und auf diese Weise glauben die Männer, ihre Schätze am besten in Sicherheit zu bringen. Mumlen. Man hat neuerdings berechnet, daß in Aegypten von 4000 v. Chr. bis 700 n. Chr.- der Anfang und das Ende der allgemeinen Sitte des Einbalsamierens 730 Millionen Verstorbene in dieser Weise beerdigt wurden, von denen noch viele Millionen im Lande verborgen Itegen, obwohl man im 19. Jahrhundert wiederholt sehr große Grabstätten auffand. Das Rätfel der Schwerkraft hat John H. Poyn= ting in einem Vortrage vor der Royal Institution behandelt. Vergleicht man die Gravitation mit anderen bekannten Naturkräften, etwa den elektrischen oder magnetischen, so kann man sich die Frage vorlegen, ob die Linien der Schwerkraft stets gerade sind und geradlinig von und zu den Massen strahlen, oder ob fie, ähnlich wie die elektrischen und mags netischen Kraftlinien, für bestimmte Medien gleichsam eine Vorliebe, für andere eine Abneigung zeigen. Man weiß z. B., daß die magnetischen Kraftlinien, in deren Weg fich eine paramagnetische Rugel be= findet, fich nach dieser zusammendrängen, so daß die magnetische Wirkung hier stärker wird, während sie einer diamagnetischen Kugel ausweichen und die Wirtung hier schwächer ist. Ferner ist eine Magnetnadel in einem Kaften aus weichem Eisen gegen äußere Einwirkung vollständig geschützt, da die Kraftlinien im Eisen angesammelt werden." Von der Schwertraft ist ein derartiges Verhalten nicht bekannt. In * einem Medium zeigt sie irgend eine Veränderung und durch keine Hülle tann sie eingeschlossen werden. Noch eine andere Wirkung konnte vermutet werden. Bei den meisten krystallinischen Körpern sind die physikalischen Eigenschaften in den verschiedenen Richtungen verschieden; die Frage war so weit berechtigt, ob nicht die Schwerkraftlinien von einer Krystallfugel nach verschiedenen Richtungen ungleich sein fönnen. Aber die Versuche, die von Mackenzie mit Kalkspathkugeln, von Poynting und Gray mit Quarzfugeln angestellt wurden, hatten negative Ergebnisse. Alle Bemühungen, zu zeigen, daß die Gravitation von irgend etwas abhänge, außer von den Massen der anziehenden und angezogenen Körper, sind bisher erfolglos geblieben. Sie scheint teine Beziehung zu haben zu dem physikalischen oder chemischen Zustande der wirkenden Massen oder zu dem zwischen liegenden Medium. Vielleicht aber, so führt Poynting aus, find wir irregeleitet worden durch falsche Anologien bei einigen unserer Fragen. Einige von den Eigenschaften, die wir gesucht und nicht gefunden haben, Eigenschaften, welche die elektrischen und magnetischen Kräfte charakterisieren, mögen von der Polarität herrühren, dem+ und die wir den Bolen und Ladungen zuschreiben, welche kein Gegen= stück in der Masse haben. Aber diese Unähulichkeit, otese Unabhängigkeit der Gravitation von irgend einer Qualität außer der Masse versperrt den Weg zu irgend einer Erklärung ihrer Natur, HumorGin Rind der Seit. Lehrer: Was geschah mit den sechs thörichten Jungfrauen, die ihr Licht nicht brennen hatten?"- Bannchen: Der BicyclePolizist bat site verhaftet." Mehr als eins. Was würden Sie, wenn Ihnen eine gütige Fee die Wuhl ließe, vorziehen: Reichtum oder eine schöne Frau?" Natürlich Reichtum - die schöne Frau würde sich dann schon finden."" - Was ein Häkchen werden will-" Fremder: Du, Kleiner, fannst du mir sagen, wo Herrn Schmidt's Haus ist?" Bob:„ Ja fürn Groschen." Fremder: Hier hast du den Groschen. Nun zeig' mir aber auch schnell das Haus." Bob:„ Das ist abgebrannt!" Mappe. Au! Herr Bemmchen( aus Birna):„ Sie, Herr Rulide, da will ich Sie aber& sehr schönes Rätsel aufgeben. Wenn Sie à junger Mann ä Mädchen, was er sehr gern haben dhut,& Glas Sodawaffer traftiert an welchem Staat der Union dhut Sic das woll erinnern?" Herr Kulice: Ein Verliebter ein Glas Soda? Na, an Kansas oder irgend' nen anderen Temperenz- Staat." Bemmchen: Nee, mei Gudester- an Minne. Soda." Herr Besorgnis. Denke nur, Laura, da schreibt mir meine Schwester, ich soll ihr ihren Kanarienvogel durch die Post nachschicken." Post? Aber wie soll denn das arme Tierchen das Abstempeln aushalten?"" TER Schnell gefaßt. PER HER 2. St. Schauspieler: ,, ben Direktor, darf ich um Dorfchuß bitten?" Direktor: Was? Kaum haben Sie einmal gelpielt und verlangen Ichon eine Goldrolle?" Schauspieler: ,, O bitte, ich nehme auch Papiergeld." ,, Hobel. Buchhalter: Heute sind's fünfundzwanzig Jahre, daß ich unter Ihrem Herrn Vater als Lehrling in dies Geschäft eintrat." Brinzipal: „ Schade, daß er nicht mehr lebt, er würde Ihnen ä schönes Geschenk machen, Herr Meyer!" Das Gegenteil. Schriftsteller:" Sieh nur all die Manuskripte, die man mir zurückschickt. Dieser Verleger weiß garnicht, was gut ist." Freund: ,, Aber jedenfalls weiß er, was schlecht ist." " Ausreden lassen. Angeflägter: Herr Präsident, ich bin fein so großer Lump wie Sie-!"- Präsident( wütend aufspringend): Was sagen Sie-!!" Angeklagter( ruhig): Wie Sie glauben, wollte ich sagen!" Auch ein Erfolg. Wozu radelt denn Ihr dicker Kasfterer mit solcher Ausdauer?"" Um sich dünner zu machen?"" Na und hat er sich dünn gemacht?". Jawohl nach Amerika!"" Begründet. Chef: Alle Augenblicke sehe ich Sie mit einer anderen Dame und jedesmal soll's eine Verwandte gewesen sein!"-Kommis:„ Nun, Herr Prinzipál, heiße ich nicht Meyer?" Gingegangen. Sie: Wie können Sie es wagen, mich zu füffen!"- Er: Weil ich Sie liebe!" Sie: So? Seit wann denn?" Er: Ach, seit fünf Monaten!" Sie: D, da haben wir ja schon viel versäumt!" Welcher von beiden? Papa( kommt, Lieschen an der Hand, ins Zimmer): Nun, fieh einmal, Lieschen! Was hier angekommen ist! Ein Bwil lingspärchen!" Lieschen: Ach, find die niedlich, Papa! Ganz reizend alle beide! Aber wird Mamachen denn behalten?" welchen Lelbwäsche nach Mass für Damen und Herren, Bielefelde Leinen und Halbleinen, Handtücher Taschentücher, Tisch- u. Bett wäsche, vollständige Ausstallangen In feinster Ausführung liefert preiswert die welt bekannte Leinen u. Wäschefabrik Gustav Kramer, von Blelefeld A Man verlange illustrierten Prachtkatalog Durch die Royal Herz- Studien. Papa Schulze( wütend):„ Es gefällt mir garnicht, daß du dich mit dem jungen Otto Schmidt abgiebit. Scheint mir ein Luftikus zu sein!" Frl. Schulze:„ D Papa. Otto hat das Herz auf dem rechten Fled."- Papa Schulze ( noch wütender): Also du hast schon deinen Kopf an seine Brust gelegt? Oder woher willst du es denn sonst wissen, daß er das Herz auf dem rechter Fleck hat und nicht auf dem linfen?" Malitiös. A.:„ Ich size jezt den ganzen Tag auf dem Rad." B.: Na, na, ich sah Sie erst gestern daneben liegen." Beförderung. Mutter:" Max, dem König hat der Klapperstorch wieder einen fleinen Prinzen gebracht." May:" Dann ist der Klapperstorch ja Hoflieferant geworden- nicht wahr Mama?" Dienstlicher Bericht. Die Erefution fiel fruchtlos aus, da nach Ausweis der Exekutionsaften Schuldner sich bereits in einer anderen Prozeßsace erhängt hat." Unerhört. Negerhäuptling:" So eine Gemeinheit! Uns wird das Menschenfressen untersagt und die Herren Offiziere von der Schußtruppe laden fich öffentlich zum, Herreneſſen ein." Ganz unmöglich. Vater:" Liebe Helene, diesen Troß mußt du dir abgewöhnen. Deine Mutter war früher gerade so. Den Eigensinn hast du mit der Muttermilch eingesogen."- Helene:„ Aber Papa. ich habe ja eine Amme gehabt." Cin Monatsseufzer. Nichts ist unangenehmer, als so in den April geschickt zu werden, daß man im Mai seiner Liebe an einem schönen Juni- Abend feine Julie eines am Arm August erblickt." arzwelräder von 300 Mark. an ore zum Selbst- Einbau in jede Fahrrad ohne Veränderung. 99,- räder 1 Jahr Gar... M. 79,- Freilauf- Rücktrittbremse kenlag, Innenlotg., Doppelglocken M. 3,90, 4,75, 5.50, 6- decken schläuche glocken etylenlaternen lumcarbid, Kilo M.2,75, 3.50, 4- istange, vernickelt ale r. Taschenlamp annte Räder .M. 0,7 V. 0,7 0.5 2.70 13 19 5- 1.1 11.spumpen laul Hinterräder raturen aller Systeme billigs erdern Sie grat. u. frko. unsere est. reichillustr. Katalog 1903 ret auch f. gelegentl. Verk ge ar Rabatt, guter Nebenverdiens li haussherr, 6. m. b. 6 in 0.37, Alexanderstr. 157. Lächerlich alg find meine allgemein anerkannte und bellebten Uhrenspecialitäten!! 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Jieven vraajien, er gorre liever nie seine Meinung ab, faufm zu und gab unaufgefordert früherer Jahre war nichts fmännischen Unternehmungen in pathisch oder antipathisch war, anerkannt wurde. Lose junge Leute aus seiner Tasche und war immer willhama sprichwörtlich geworden und dessen strenge, Hand, lieh bereitwillig Kapitalien aus, unterstützte mittelschwendete sie ebensowenig an sie; er bot vielen eine hilfreiche Teilnahme seiner Mitmenschen begehrte er nicht und verEhrenhaftigkeit von jedem, gleichviel ob Norden ihm symüber alle klippen und Untiefen hinwegführte, dessen Glück in begabter Kaufmann, der mit sicherer Hand sein Lebensschiff dem weltgewandten, liebenswürdig angeregten Fritz Norden hören, wenn auch nicht immer in verbindlicher Form. Von fonnte man sicher sein, seine ehrliche, mahre Ueberzeugung zu zurückgeblieben bat man ihn freilich darum, so in den Kreisen von Yokoals ein eminent Liebe und reine Úེ berechtigt zendes Beispiel bot! fei, ihr Chef leisten könne und wa? er von seinen Untergebenen „ Kontor Norden" arbeitenden Herren es zu sehen, wie viel führte. Jetzt, da der Junior verreist war, bekamen die im men hatte, die endlich zur ausgesprochener Alleinherrschaft förmlichen Sturmlauf Stufe für Stufe der Leiter genomwer, sich im Nu unentbehrlich zu machen wußte und in einem verlangen, da er selbst ihnen ein so glänetige Prinzipal frisch von Europa herüber gekommen zu Verstand eine längere Trennung diftierte. Heißer, glut den Sohn begleiteten, ihn zu sich zurückriesen, so sehr ihm der danken trachtete er zu entfliehen, die auf Schritt und Tritt er betäuben, die ihm fortwährend das Herz weitete, den Ge. unausgesetzte Tätigkeit dem Erwerb! Die Sehnsucht wollte Norden weder Ruhe noch Rast, ebensowenig galt seine Aber nicht um des Beispiels willen gönnte sich Friz gemerkt ist. klein, daß es auch auf den riesigsten Wandkarten nicht anvon den Arabern Fum- el- Bagger genannt. Es ist so winzig bon, am rechten Ufer des Nil, liegt das Dörfchen Barrage, fennt fein station Schubra verzeichnet. Gebot. Meilen nördlich von Kairo die kleine Stadt und Eisenbahnumdrehte und den Raub am Strohfeuer briet. Denn Not daß ich nebenbei frevelhafterweise manchem Huhn den Hals Gastfreundschaft ist doch nicht anders zu bezeichnen und bettelte das Inanspruchnehmen der den Arabern heiligen Auf jeder größeren Karte Egyptens findet man etwa vier mich in diesen acht Tagen ziemlich bis nach Kairo durchParou wie sieve jeu. erivagnen wiu ich nur, daß ich) Eine Viertelstunde südlich daborübergehende, plötzlich entstandene. Die wenigen, behielt, war es eine ganz ansehnliche Stadt, das heißt nur eine Bu jener Zeit aber, als ich dort barfuß meinen Einzug ebenso die Kennt spezifischen Kolon rechterhaltung un günstiger geworde licht auf lufrati Allerdings ist es maden- und Jäge feit zu erziehen, un regelmäßigen Bili feiten erflären sich fünstlich durch unse hin aber hat die S Kulturleben bereit durch ein flug aus der Einwohnerscha lien oder Geld ei Arbeiten, die auf de leisten find. Hier gesellschaftliches Le Eingeborenen Musi Bijen aufspielen. Gefallen an dem Ansiedler zuri gratis zur Verfügu milen bei jedem S Derden, und es wä man die Flinte ins Erfolge den andere Dann hätten wir m Schloß. abseits angeeignet, zu zahlen hatte. im alten Dorfe. Bett hergerichtet werden sollte. gelegenen fo gelang stube, in welcher sofort aus Kisten, Brettern und Decken ein fen, warmes Mittag- und Abendbrot täglich einen Schilling Kauderwelsch. Wir kamen dahin überein, daß ich für Schlaein Gespräch anzuknüpfen, freilich in einem schauderhaften zösisch und italienisch, hatte mir auch einige arabische Vokabeln auf englisch unterhalten, sonst verstand ich noch etwas franAls Schlafraum diente mir die Badjährigen verblühten Griechin vor. Mit ihm konnte ich mich seine Hütte und stellte mich der Signora, einer etwa vierzigdarüber und einer Mauer, die einen geräumigen Hof umMaschinisten, eines einäugigen Italieners namens Philippi, Mit Grandezza führte mich Signor Philippi in Philippis Eigentum bestand aus einer Lehmhütte, einer mehr umsonst bekam. Ich fand eine solche im Hause eines anderweitige Wohnung suchen, welche ich dann freilich nicht chen einem mir vorgesetzten Beamten abtreten und mir eine Backstube mit einem Speicherraum Nach etwa acht Tagen mußte ich jedoch mein Blockhäusmir, auch mit Signora Philippi erzählt werden heit leichten Grades. zwei heißen Steinen. ches jeder Europäer angewiesen bekam. bei dem englischen Unternehmen dieser Hütte überstand ich auch eine egyptische Augenkrankoffenem Feuer vor der Hütte und backten Eierkuchen zwischen führten ein Leben wie die Wilden, brieten das Fleisch über einem in der Wüste stehenden Bretterhäuschen, wie ein solanzutreiben und zu überwachen, und wohnte anfangs in oder hatte vielmehr nur die mir beigegebenen fünf Araber Werfplate seltsames erlebt habe, kann unmöglich hier alles Paradieses öffneten sich vor meinen entzückten Augen! ling als Heizer an einer Lokomobile angestellt. Pfund Sterling, hundertundzwanzig Mark! Die Tore des Was ich innerhalb der nächsten drei Monate auf diesem Es war ein herrliches Leben! In ben mit einem monatlichen Gehalt von sechs Pfund Stergenug ich arbeitete von früh bis abends, schen Ingenieur wir beide waren die einzigen Deutschen Ich fragte nach Arbeit, traf glücklicherweise einen deutund ich wurde von demselWir Kolonisten Sechs noch nicht vollendet gewesen wäre. und Nacht wurde mit Ablösung gearbeitet, hätte die ganze diesjährige Arbeit zerstört, wenn die Brücke einzwängen, er trat in sein rechtmäßiges Bett zurück und denn dann schwoll der Nil an, kein Damm konnte ihn dann Grund. In drei Monaten mußte das Werk vollendet sein, brechung. Und diese ruhelose Tätigkeit hatte seinen guten Ingenieure trieben, die Fleißigen schlugen di Faulen, Tag Ueber das ganze war eine fieberhafte Hast gebreitet, die ohne UnterBei wanderten. station, ein Elektrizitätswerk und so weiter. am anderen Ufer waren Maschinenwerkstätten, eine PostPeitschen knallen und zogen blutige Striemen, pen, das immer wieder einbrechende Wasser zu bewältigen, fehle der Ingenieure, unzählige Lokomobilen trieben PumOrdonanzen überbrachten den fernen Abteilungen die Beließen unter den nackten Beinen säumiger Araber lange eilten hin und her, maßen und verglichen, weiße Aufseher gruben, bis an die Kniee im Schlamm stehend, Ingenieure von Arabern und Araberinnen schleppten Sand, hackten und wie in einem Ameisenhausen. Tausende und aber Tausende gegeben worden, in seinem eigentlichen Bett wimmelte es das orientalische Gepräge vorherrschte. die Brücke ihrer Vollendung. Dem Nil war ein anderer Lauf nicht über den Nil, sondern über das ganze Niltal schwingt. Vier Jahre arbeitete man schon daran, jetzt näherte sich folossales steinernes Bauwerk, das sich in mächtigen Bogen über Kairo machen müssen. Diese jetzt fertige Brücke ist ein farawanen, welche durch das Tal der Natronseen nach Mekka eine Brücke gebaut, bestimmt für die Pilger- und HandelsFrüher hatten diese Karawanen den Umweg magazine von arabischen Krämern, sogenannte Bazare, so daß Fum- el- Bagger wurde nämlich damals über den Nil für Haschischraucher, vor allen Dingen aber die Warenreien, nebenb. aber auch Opiumhöhlen und Schlupfwinkel solcher Auswahl nicht antraf, da waren Cafés, Konditogestellt, wie man sie in Kairo, dem egyptischen Paris, in in den Läden waren die raffiniertesten Delikatessen auses Gasthöfe, Trinkstuben, Tanzsäle, alles aus Holz aufgeführt, meer umgeben. 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CIMBRIA ebenso die Kenntnis der Schutz- und Heilmittel gegen die spezifischen Kolonialkrankheiten. Die Bedingungen zur Aufrechterhaltung unseres Kolonialbesizes sind also wesentlich günstiger geworden, und damit wächst natürlich auch die Aussicht auf lukrative Verwertung unseres Kolonialbefizes. Allerdings ist es nicht besonders leicht, die einheimische Nomaden- und Jägerbevölkerung zu einer geordneten Tätigfeit zu erziehen, und aus dem Widerstand gegen die mit einer regelmäßigen Pflichtarbeit sich ergebenden Unbequemlichfeiten erklären sich die vielfachen Unruhen, die zum Teil auch fünstlich durch unsere Neider herbeigeführt werden. Immer hin aber hat die Kolonialverwaltung in der Erziehung zum Kulturleben bereits große Fortschritte gemacht und zwar durch ein klug ausgedachtes System. Die Steuerleistungen der Einwohnerschaft werden nur noch zum Teil in Naturalien oder Geld eingefordert, sondern meist in Form von Arbeiten, die auf den Pflanzungsanlagen der Verwaltung zu leisten sind. Hier entwickelt sich auch bereits ein gewisses gesellschaftliches Leben, indem die Gouvernements aus den Eingeborenen Musikkorps bilden, die von Zeit zu Zeit ihre Weisen aufspielen. Dadurch gewinnen viele Eingeborenen Gefallen an dem Leben auf den Stationen und bleiben dori als Ansiedler zurück. Das erforderliche Land wird ihnen gratis zur Verfügung gestellt. Die zeitweiligen Aufstände müssen bei jedem Kolonialbesig mit in den Kauf genommen werden, und es wäre ein übertriebener Pessimismus, wenn man die Flinte ins Korn werfen und die bereits errungenen Erfolge den anderen Nationen in den Schoß werfen wollte. Dann hätten wir nur für lachende Erben gearbeitet. CARRIA für Herren und Damen aller Stände durch 8) stille Vermittlungen 1) schriftliche Arbeiten 2) schrifstellerische Tätigkeit 3) Uebersetzungsarbeiten 4) Verwertung neuer Ideen 5) zeichnerische Entwürfe 6) leichte Thätigkeit f. 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Fries, Beseler Nachfl., Flensburg 5. worden. Die Expedition besteht aus je 250 Mann der Marineinfanteriebataillone in Kiel und Wilhelmshaven und einem Detachement der zweiten Matrosendivision mit vier Maschinenkanonen, ferner einer Eisenbahnpionier- Abteilung. Noch keine Stunde war die neue Hiobspost aus Südwestafrika im Besitz des Auswärtigen Amts, da war der kaiserliche Befehl schon ergangen, der die Entsendung eines Hilfskorps nach der Kolonie anordnete. Und noch keine Stunde war nach der Erteilung dieses Befehls verflossen, da waren die zuständigen Kommandostellen in Kiel und Wilhelmshaven bereits mit der Mobilmachung der Expedition beschäftigt. Und noch am selben Tage war die Hilfstruppe, die sich durchweg aus Freiwilligen der Marineinfanterie und der zweiten Matrosendivision zusammensetzt, schon gebildet. Die Mannschaften, die sich gemeldet hatten, waren schon auf ihre Tropendienstfähigkeit hin untersucht, und mit der Ausrüstung des Hilfskorps war bereits der Anfang gemacht worden. Es sind unter den vielen Freiwilligen, die sich gemeldet haben, durchweg ältere Leute und nur sehr wenige Refruten ausgewählt worden. Führer des Expeditionskorps ist Major v. Glasenapp, seit März 1902 Kommandeur des zweiten Seebataillons. Er gehört dem Heer seit 1874 an, wurde 1877 Leutnant, ist außerordentlich schnell befördert worden und hatte als Hauptmann bereits vier Jahrgänge übersprungen. Als Hauptmann à la suite des Infanterieregiments Nr. 94 wurde er 1895 zum großen 13. Ja rgang. Die einspaltige Petitzeile für ganz Ober lar und Marburg 10 Pfg. fonit 15 Vfg. die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. zeitungsliste No. 3269. dition: Gießen, Seltersweg 83 prechauschluß Nr. 362. hlen Beifung) en und Umgebung. von Oberhessen. ert. Am 10. September 1898 wurde ert und nach Ablauf eines Jahres in Armee versetzt. Glasenapp war auch lg tätig. Drei Jahre war er Instruk ) begleitete er das ostasiatische Expedi. teralmajor v. Höpfner als Chef des Dort hat er seine Tüchtigkeit als Führer rwiesen. Nach der Heimkehr v. Höpfm Stabe der ostasiatischen Infanterieals Bataillonskommandeur im In36 in die Heimat zurückgerufen wurde. n schied er aus dem Landheer aus und erie über. er Mobilisierungsorder ist auch der angen, sofort Kreuzer auszurüsten üdafrika zu entsenden. Welche Kreuzer tweilen allerdings noch nicht bestimmt. und im Generalstab finden täglich einstati; am Tage des Ordensfestes verbersönlich mit dem Chef des Generaleffen, längere Zeit über die Lage in nund berufene Kanonenboot„ Habicht", chiff in Westafrika, hat eine Besaßung Beschützbewaffnung besteht aus 5X12,5 er- und 5 × 3,7 3entimeter- Revolverusrüstung und Panzerung fehlen gänz= eit ist gering, 11,4 Seemeilen. Weiter If" zur Verfügung, das in der Münsses anfert. Das Schiff hat 85 Mann nliches 8,7 Zentimeter-, ein 5 Zentihütz und drei 3,7 Zentimeter- RevolverSeemacht verfügt demnach insgesamt nter 10 See-, 2 Sanitäts- und 12 Deck. Geschütze. fcher Reichstag. CB. Berlin, 18. Januar. rieder gut besetzt, einmal mit Rücksicht n Verhandlungen über die künftige Gemerziellen Beziehungen zum Auslande ng auf unser inneres Wirtschaftsleben, ), weil bekannt geworden war, daß der jleich zu Anfang der Sigung eine Ere in Deutsch- Südwestafrika huße der dortigen Ansiedler unverzügen Maßnahmen abgeben würde. Vor esordnung ergriff denn auch Graf und gab die an anderer Stelle abgedie Tagesordnung eingetreten. Abg. ) begründete eingehend die Interer bestehenden Handelsverträge. der Notwendigkeit der Kündigung der af Kaniz u. a., die Regierung habe sich des Saratoga- Vertrages-- mit der vor dem Auslande lächerlich gemacht welche Präs. Graf Ballestrem für zulässig bezeichnete. Redner schildert er deutschen Landwirtschaft, vor allem nachlässigung der Landwirtschaft in der auch, daß die Tätigkeit der Ansiedlungs3 bleibe und die Ansiedlungsgelder Bermanisation, sondern nur den Polen Our den Getreidebau müsse mindestens der bescheidene Schutz wiederhergestellt werden, den der alte Generaltarif gewährt habe. Die ländliche Bevölkerung mache die Kraft des Landes aus und müsse daher um so mehr erhalten und in ihrem Bestehen geschützt werden, je mehr die Sozialdemokratie um sich greife. Die Kündigung sei wohl unterblieben weniger aus politischen Rücksichten, als aus Rücksicht auf die Industrie. Und darunter sollen wir Bauern ( Lachen links) leiden! Die Kündigung der Handelsverträge, chloß Redner, ist eine politische, wirtschaftliche und finanzielle Notwendigkeit, eine Lebensfrage für die Landwirtschaft. An ihr ist schwer gesündigt worden, jetzt kann sie Gerechtigkeit verlangen.( Beifall rechts.) Staatssekretär Graf Posadowsky erblickte in der Interpellation einen leisen Vorwurf gegen die Regierung ( Heiterkeit). Ein politischer Mann, der die Vorgänge verfolgt habe, werde kaum begreifen können, wie ein solcher Vorvurf gegen eine Regierung gerichtet werden könne, die den Bolltarif in so harten Kämpfen durchgebracht habe. Es iſt, jagte der Staatssekretär, kein Zweifel daran möglich, daß die Regierung die ernste Lage der Landwirtschaft jederzeit anerkannt hat. Der Unterschied zwischen uns und dem Vertreter der Interpellation besteht auch nur in der einzuschlaJenden Taktik. Sie bewundern es, wenn ein Arbeiter kühn die Hand in die weißglühende Masse legt. Das geringste Versehen würde ihm seine Aktionsfähigkeit kosten. Ebenso würde es uns gehen, wenn wir hier ein Versehen begingen. Wir haben stets an die alten Verträge die neuen zu knüpfen gesucht, um nicht unser Wirtschaftsleben schweren Schädiaungen auszuseben. Daraus folat allerdings nicht, daß wir wanderten. station, ein Elektrizitätswerk und so weiter. am anderen Ufer waren Maschinenwerkstätten, eine Postpen, das immer wieder einbrechende Wasser zu bewältigen, ließen unter den nackten Beinen säumiger fehle der Ingenieure, unzählige Lokomobilen trieben PumOrdonanzen überbrachten den fernen Abteilungen die BeBeitschen knallen und zogen blutige Striemen, berittene eilten hin und her, maßen und verglichen, weiße Aufseher gruben, bis an die Kniee im Schlamm stehend, Ingenieure von Arabern und Araberinnen schleppten Sand, hackten und wie in einem Ameisenhausen. Tausende und aber Tausende gegeben worden, in seinem eigentlichen Bett wimmelte es die Brücke ihrer Vollendung. Dem Nil war ein anderer Lauf das orientalische Gepräge vorherrschte. nicht über den Nil, sondern über das ganze Niltal schwingt. Vier Jahre arbeitete man schon daran, jetzt näherte sich kolossales steinernes Bauwerk, das sich in mächtigen Bogen über Kairo machen müssen. Diese jetzt fertige Brücke ist ein karawanen, welche durch das Tal der Natronseen nach Mekka eine Brücke gebaut, bestimmt für die Pilger- und HandelsBei Fum- el- Bagger wurde nämlich damals über den Nil Früher hatten diese Karawanen den Umweg magazine von arabischen Krämern, sogenannte Bazare, so daß für Haschischraucher, vor allen Dingen aber die Warenreien, nebenb.. aber auch Opiumhöhlen und Schlupfwinkel solcher Auswahl nicht antraf, da waren Cafés, Konditogestellt, wie man sie in Kairo, dem egyptischen Paris, in in den Läden waren die raffiniertesten Delikatessen auses Gasthöfe, Trinkstuben, Tanzfäle, alles aus Holz aufgeführt, meer umgeben. Straße zweigte sich von Straße ab, da gab ständigen Lehmhütten wurden von einem hölzernen HäuserHaarfärbewasser, Neuheiten Gärtner- Lehranstalt und Gärtnerische unschädlich, waschecht M. 4- franko. Haarfarbe, blond und braun sofort färbend, unschädlich M. a. franko. P. Heinrich, Berlin 0., Weldenweg 02. 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Da Bundestages war in des Mangels an jede seins selbstverständlic zueignen. Nur das neuen Zeit gegeben h Verständnis für der große Kurfürst hat Kolonie Neuwilhelm aber der kleine Sto des Deutschen Reich tigkeit seiner Bevölt triguen der Kolonic haupten. So schlief für Kolonialbesitz vo derartig gegen jede ie sogar die Veräu Das Interesse für di Rheinische Mission Richard Haffner, im Jahr 1868, aller Brandenburg a, H. R ceptbuch zur Selbubereitung von Cognac, Rum, Sitören, Mundwäffern etc. Ersparnis bis zum Achtsachen. Zusendung fostenlos. Hans Sohwarzkopf, Berlin, Tauensionstr.80.1. Britn Tausondo Anerkennungen 21, Somastes. 4. erbat. Die Au Die Kolonialtätig den Samoavertrag 1879. Dann fam i fit in Logo mit 60 0 Südwestafrika 831 0 See 252 000 qkm u fionen Gingeborener fuhr aus unseren S Mark und die Einf 4000 Schiffe pro J Alima ist in einzel günstig für die Gu Wiffenfchaft gelung Hauptinfeffionsträ führen, die Hygien ebenso die Kenntn pezifischen Koloni rechterhaltung un günstiger geworden icht auf lufrativ Allerdings ist es n maden- und Jäger feit zu erziehen, und regelmäßigen Pflic feiten erklären fich d fünstlich durch unser hin aber hat die Ko Kulturleben bereits durch ein flug ausg der Einwohnerschaft lien oder Geld ein Arbeiten, die auf der leisten sind. Hier gesellschaftliches Leb Eingeborenen Musit Beifen aufspielen. Gefallen an dem Le als Ansiedler zurüd gratis zur Verfügu mujjen bei jedem K werden, und es wär man die Flinte ins S Erfolge den anderen Dann hätten wir nu vicvent viaujien, ei früherer nie seine Meinung ab, hama sprichwörtlich geworden pathisch oder antipathisch war, anerkannt wurde. lose junge Leute aus seiner Tasche und war immer willHand, lieh bereitwillig Kapitalien aus, unterstützte mittelschwendete sie ebensowenig an sie; er bot vielen eine hilfreiche Teilnahme seiner Mitmenschen begehrte er nicht und verEhrenhaftigkeit von jedem, gleichviel ob Norden ihm symfaufmännischen Unternehmungen in den Kreisen von Yokoüber alle klippen und Untiefen hinwegführte, dessen Glück in begabter Kaufmann, der mit sicherer Hand sein Lebensschiff dem weltgewandten, liebenswürdig angeregten Fritz Norden hören, wenn auch nicht immer in verbindlicher Form. Von fonnte man sicher sein, seine ehrliche, mahre Ueberzeugung zu Jahre war nichts zurückgeblieben als ein eminent bat man ihn freilich darum, so und dessen strenge, reine Liebe und yorie tiever zu uno gab unaufgefordert D führte. Jet, zendes Beispiel bot! berechtigt sei, zu verlangen, da er selbst ihnen ein so glänihr Chef leisten könne und was er von seinen Untergebenen men hatte, die endlich zur ausgesprochener Alleinherrschaft Kontor Norden" arbeitenden Herren es zu sehen, wie viel förmlichen Sturmlauf Stufe für Stufe der Leiter genomwer, sich im Nu unentbehrlich zu machen wußte und in einem etige Prinzipal frisch von Europa herüber gekommen da der Junior verreist war, bekamen die im Norden weder Ruhe noch Raſt, Verstand eine längere Trennung diktierte. Heißer, glut den Sohn begleiteten, ihn zu sich zurückriesen, so sehr ihm der danken trachtete er zu entfliehen, die auf Schritt und Tritt er betäuben, die ihm fortwährend das Herz weitete, den Ge. unausgesetzte Tätigkeit dem Erwerb! Die Sehnsucht wollte Aber nicht um des Beispiels willen gönnte sich Frizz ebensowenig galt seine Bay, you wie sieve jeun. fennt fein umdrehte und den Raub am Strohfeuer briet. Denn Not daß ich nebenbei frevelhafterweise manchem Huhn den Hals Gastfreundschaft ist doch nicht anders zu bezeichnen- und bettelte das Inanspruchnehmen der den Arabern heiligen mich in diesen acht Tagen ziemlich bis nach Kairo durcherivagnen rotu ich nur, daß ich) Gebot. gemerkt ist. klein, daß es auch auf den riesigsten Wandkarten nicht anvon den Arabern Fum- el- Bagger genannt. Es ist so winzig von, am rechten Ufer des Nil, liegt das Dörfchen Barrage, station Schubra verzeichnet. Eine Viertelstunde südlich daMeilen nördlich von Kairo die kleine Stadt und EisenbahnAuf jeder größeren Karte Egyptens findet man etwa vier borübergehende, plötzlich entstandene. Die wenigen, behielt, war es eine ganz ansehnliche Stadt, das heißt nur eine Bu jener Zeit aber, als ich dort barfuß meinen Einzug Araber Lange brechung. ling als Heizer schen Ingenieur bei dem englischen Unternehmen noch nicht vollendet gewesen wäre. Paradieses öffneten sich vor meinen entzückten Augen! Pfund Sterling, hundertundzwanzig Mark! Die Tore des ben mit einem monatlichen Gehalt von sechs Pfund Steran einer Lokomobile angestellt. Ich fragte nach Arbeit, traf glücklicherweise einen deuthätte die ganze diesjährige Arbeit zerstört, wenn die Brücke und Nacht wurde mit Ablösung gearbeitet, einzwängen, er trat in sein rechtmäßiges Bett zurück und denn dann schwoll der Nil an, kein Damm konnte ihn dann Grund. In drei Monaten mußte das Werk vollendet sein, wir beide waren die einzigen Deutschen Ingenieure trieben, die Fleißigen schlugen die Faulen, Tag Ueber das ganze war eine fieberhafte Hast gebreitet, die Und diese ruhelose Tätigkeit hatte seinen guten - und ich wurde von demselohne UnterSechs ches schloß. abseits offenem zu zahlen hatte. im alten Dorfe. Nach etm Philippis Eig Bett hergerichtet werden sollte. heit leichten Grades. zwei heißen Steinen. etwa acht stube, in welcher sofort aus Kisten, Brettern und Decken ein fen, warmes Mittag- und Abendbrot täglich einen Schilling Kauderwelsch. Wir kamen dahin überein, daß ich für Schlaein Gespräch anzuknüpfen, freilich in einem schauderhaften angeeignet, und so gelang es mir, auch mit Signora Philippi zösisch und italienisch, hatte mir auch einige arabische Vokabeln auf englisch unterhalten, sonst verstand ich noch etwas franseine Hütte und stellte mich der Signora, einer etwa Als Schlafraum diente mir die Backjährigen verblühten Griechin vor. Mit ihmer eta bierziggelegenen Backstube mit einem darüber und einer Mauer, die einen geräumigen Hof umMaschinisten, eines einäugigen Italieners namens Philippi, Mit Grandezza führte mich Signor Philippi in mehr umsonst bekam. Ich fand eine solche im Hause eines anderweitige Wohnung suchen, welche ich dann freilich nicht chen einem mir vorgesetzten Beamten abtreten und mir eine Eigentum bestand aus einer Lehmhütte, einer dieser Hütte überstand ich auch eine egyptische Augenkrankjeder Europäer angewiesen bekam. führten ein Leben wie die Wilden, brieten das Fleisch über einem in der Wüste stehenden Bretterhäuschen, wie ein solFeuer vor der Hütte und backten Eierkuchen zwischen anzutreiben und zu überwachen, und wohnte anfangs in Tagen mußte ich jedoch mein Blockhäusoder hatte vielmehr nur die mir beigegebenen fünf Araber erzählt werden genug ich arbeitete von früh bis abends, Werfplaze seltsames erlebt habe, fann unmöglich hier alles Was ich innerhalb der nächsten drei Monate auf diesem Es war ein herrliches Leben! In Speicherraum Wir Kolonisten ich mich