Nr. 65. onnement@ prets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., las Saus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Beatt@ bellagen: Oberheffliche Familienzeitung( täglich) und die Stekener Coifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Donnerstag, den 17. März 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz heffen, die Kretse Wezlar und Marburg 10 Pfg. fonft 16Reklamen die Betitzeile 30 refp. 40 Pfg. Bostzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg Fernsprechanschluk Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Kaifer Wilhelms Mittelmeerfabrt. Vigo, 16. März. Heute nachmittag verläßt der König Albert", an dessen Bord Kaiser Wilhelm den ersten Teil seiner Mittelmeerreise bis Neapel zurücklegt, das spanische Gestade mit dem Kurs nach Gibraltar, wo schon seit mehreren Tagen die festlichsten Vorbereitungen zu seinem Empfange getroffen werden. Enthusiastischer als hier kann er kaum sein. Die Molen des Hafens waren schwarz von einer freudig erregten Menge, als gestern in der inneren, schönen und tief einschneidenden Bucht der König Albert" und der ihn begleitende Panzerfreuzer Friedrich Karl" vor Anker gingen. Die Stadt, die sich an den Bergen hinauf amphitheatralisch aufbaut und von zwei starken Forts überragt wird, war von blendendem Sonnenschein übergossen. Die im Hafen Liegenden Schiffe, auch die königliche Jacht„ Giralda", hatten über die Toppen geflaggt. Der deutsche Konsul und der spanische Generalkapitän meldeten sich beim Kaiser an Bord des König Albert". Den donnernden Salut des Kreuzers Friedrich Karl" erwiderten der spanische Kreuzer Pelayo" und die beiden Forts. Vald nach der Ankunft begab der Kaiser sich an Bord des Kreuzers Friedrich Karl". Um 4½ Uhr traf der König von Spanien mit der Eisenbahn Er fuhr mit Eskorte durch die Spaliar bildenden Truppen zur Kirche, dann nach dem Hafen, und begab sich zum Besuche des Kaisers an Bord des Friedrich Karl". Alle Häuser der Stadt hatten geflaggt, die Balkone waren mit Jahn entuch behangen, alle Läden geschlossen. ein. Nachdem der Kaiser den Besuch des Königs von Spanien empfangen hatte, erwiderte er den Besuch auf der Jacht des Königs, der Giralda". Abends fand ein Diner auf dem König Albert" statt. Der Kaiser empfing den König, welcher Die Uniform seines preußischen Infanterieregiments Nr. 66 trug, am Fallreep. Bei der Tafel saßen die Monarchen einander gegenüber. An der Tafel nahmen die Begleiter des Kaisers und des Königs sowie der deutsche Militärattachee in Madrid Major Frhr. v. Senden teil, der die Weiterreise mitmacht. Die Jacht des Königs, die anderen Schiffe, die Stadt und die Forts hatten illuminiert. Am Ufer wurde ein glänzendes Feuerwerk abgebrannt. Der Kaiser wechselte mit der Königin- Mutter Maria Christine herzliche Telegramme. Der Verlauf der Reise bis Vigo war überaus günstig. Vielfach herrschte Sonnenschein, die Nächte waren sternenflar, und das Wasser zeigte sich spiegelglatt, wie selten. Die Fahrt quer über den Meerbusen von Viscaya bot alle Reize, Die eine Meeresfahrt aufzuweisen hat. Die Temperatur war mild, und häufig war rings in der Weite kein Schiff zu sehen, abgesehen von dem ständig in Kiellinie majestätisch folgenden Kreuzer Friedrich Karl". Der Kaiser promenierte viel auf Deck und war über den schönen, vom Wetter so unerwartet begünstigten Verlauf der Reise sehr erfreut. Für die begeisterte spanische Volksstimmung beim BeSuch des Kaisers legen die Begrüßungsartikel der Madrider Beitungen das beste Zeugnis ab. Sie sind allgemein überaus Herzlich gehalten. Der„ Heraldo" schließt seinen Artikel mit folgenden Worten: Ehre dem Volke Kants! Aufrichtige Suldigung einem Fürsten aus dem Geschlecht der großen Souveräne Deutschlands! Spanien entbietet ihm seinen Friedensgruß! Zur Lage in Südwestafrika. CB. Es war eine äußerst unerfreuliche Mitteilung, die der Kolonialdirektor Dr. Stübel am letzten Montag im deutschen Reichstag gemacht hat. 5000 Hereros in Waffen und im Aufstand und sämtlich in guter Bewaffnung, das ist der beste Beweis dafür, daß diese Bewegung von langer Sand vorbereitet war. Man ist in solchen Fällen sehr leicht geneigt, der Regierung, bezw. dem Gouvernement die Schuld an der Entwickelung der Dinge beizumessen. Tatsächlich werden denn auch in neuerer Zeit wieder Meldungen verbreitet, wonach vor allem die auf dem Wege einer Verwaltungsverordnung festgesetzte Verjährungsfrist der Grund zu diesem Aufstand sei. Diese Verjährungsfrist bestimmt, daß alle Schuldforderungen an die Eingeborenen bereits nach einem halben Jahre erlöschen. Die natürliche Wirkung davon ist selbstverständlich eine Verschärfung der Gerichtspraxis und ein energischeres Vorgehen der Gläubiger bei entstehenden Schuldforderungen. Da in den Kolonien das Geld noch Lange nicht die Ausgleichsrolle spielt, wie bei uns, so ist für den Schuldner eine gerichtliche Zwangsvollstreckung meistens mit einer Verminderung des Viehbestandes identisch und es wird wohl bei den schwarzen Leuten gehen, wie bei den weißen, daß der Gerichtsvollzieher, auch wenn er nur das Digan der richterlichen Behörden ist, sich einer allgemeinen Unbeliebtheit erfreut, und diese überträgt sich dann sehr leicht auf das gesamte Regiment der Weißen. Ein ungebildeter Herero wird noch viel weniger geneigt sein, die Schuld für etwaige Katastrophen und gerichtliche Bedrängnisse seiner Pigener Reichtfertigkeit zuzuschreiben, als dies bei einem gebildeten Manne der Fall ist. Wie verlautet, hat das Kolonialamt schwere Bedenken gegen die Maßregel der Verjährungsfrist gehabt. Sie wurde aber doch durch den Einfluß des Gouverneurs veutwein durchgesetzt. Wenn es nun tatsächlich richtig ist, daß diese Verjährungsfrist die Volksstimmung der Schwarzen ungünstig beeinflußte, dann darf man doch auch andererseits nicht vergessen, daß sie aus einem humanen Motiv heraus entstanden ist und nichts anderes bezweckt, als die Erziehung der Schwarzen zu einer geordneten Lebensführung. Außerdem ist, wie wir an zuständiger Selle erfahren, trotz der Haltung des Kolonialamts die Festsetzung dieser Verjährungsfrist durch sehr schwerwiegende Gründe als notwendig und wünschenswert nachgewiesen worden. Unsere Kolonien sind nur zum geringsten Teile mit reichsdeutscher Bevölkerung besiedelt, es sind vorwiegend englische und holländische Bevölkerungsfreise, die dort Handelszwecke verfolgen und auf die das Gouvernement immerhin nur einen beschränkten moralischen Einfluß besitzt. Vielfach sind auch nicht die besten Elemente darunter vertreten. Sie gehen auf nichts anderes aus, als auf eine wucherische Ausbeutung der Schwarzen, denen sie Tand und wertlose, vielfach auch lasterhafte Dinge verfaufen, um zu geeigneter Zeit, wenn so ein leichtsinniger Schwarzer tief genug in der Kreide sitzt, sich den Besitz des Schuldners zu billigen Preisen anzueignen. Bei den langen Wegstrecken, die in den Kolonien zurückzulegen sind, ist auch ein langfristiger Kredit notwendig und die Verkürzung der Verjährungsfrist bedeutet schließlich nichts anderes, als einen Vernichtungskampf gegen die systematische Volksbewucherung. Die harte Bedrängnis der Schwarzen machte sich nur während der Uebergangszeit in intensiver Weise fühlbar. Die Wohltaten des Systems aber würden sich mit der Zeit unbedingt gezeigt haben. Indes diese Frage ist jetzt augenblicklich ganz ohne Be deutung. Wir stehen vor der traurigen Tatsache, daß 5000 Hereros unter Waffen sind und eine zehnfache Uebermacht unseren Expeditionstruppen gegenüber steht. Wenn jetzt nicht ein scharfes Exempel statuiert wird, stehen wir vor der Gefahr einer häufigen Erneuerung der Unruhen. Und diese Gefahr wächst mit jedem Jahr, weil der Waffendienst der Schwarzen geradezu eine Schule für Organisatoren von Aufständen darstellt. Es ist selbstverständlich, daß der Krieg mit einem unfultivierten Volk in rücksichtsloserer Form geführt wird, als bei zivilisierten Nationen. Die Unschädlichmachung des Feindes erfordert verhältnismäßig mehr Opfer als in der alten Welt. Das sind harte Notwendigkeiten, über die man kein Lamento anzustimmen braucht. Der Krieg ist uns von den Schwarzen aufgezwungen worden. Das Unheil dieses Krieges haben auch nur sie zu verantworten. Geradezu grauenerregend sind die Schilderungen, die in den neuerdings aus dem Aufstandsgebiet in der Heimat eingetroffenen Briefen von Ansiedlern von den Greueltaten der Herero gegeben werden. Wir geben nachstehend Auszüge aus den in verschiedenen Blättern veröffentlichten Schilderungen. Der Lazarettgehilfe Teubener schreibt unterm 2. Februar aus Okahandja an seine in Bückeburg lebende Mutter u. a.: ,, Nicht Menschen, nein Best i en sind die Herero. Die Greuel schreien zum Himmel um Rache, die Schändlichkeiten und Mezeleien, welche dieselben an unseren weißen Frauen und unschuldigen Kindern begangen haben, sind in Worte nicht zu fassen. So treiben es die Menschen, bei denen die Missionäre schon jahrzehntelang arbeiten. Die Farmer, die ihnen in die Hände fielen, sind bei lebendigem Leibe verstümmelt, Arme mit der Hacke abgeschlagen, Augen ausgestochen; die Frauen waren noch übler daran, dieselben wurden erst vergewaltigt, völlig entkleidet, dann totgeschlagen und ausgeschlachtet wie Schweine, in vier Teile geteilt und die Stücke an den Bäumen aufgehängt, die Brüste der Frauen abgeschnitten und an die Tür des Hauses genagelt. Einer Frau Lange, welche hier in der Feste ist, wurde ihr Mann erschossen, die Frau halbtot geschlagen und vor ihren Augen ihr vier Jahre altes Kind zwischen der Tür totgequetscht. Solch ähnliche Szenen gehen in die Hunderte. Gnade Gott, wenn uns die Hunde in die Hände fallen, da gibt's blutige Rache!" In den Aufzeichnungen eines Ansiedlers, der in Windhuk Zuflucht fand, heißt es: Auf der Farm Frauenstein ist zum Beispiel die Familie Bilet ganz unmenschlich abgeschlachtet worden. Die beiden Frauen hat man an den Füßen an Bäume geknüpft und sie wie geschlachtetes Vieh ausgeweidet. Ein Farmer aus dem Nosobrevier trifft mit seiner Schwägerin nach fünftägiger rrfahrt hier in Windhuf ein. Sein Bruder hat sich erschossen, nachdem er von einer feindlichen Kugel schwer verwundet war, um den Scheusalen nicht lebend in die Hände zu fallen." In einem in Leipzig eingetroffenen, vom 12. Februar aus Windhuk datierten Briefe wird ausgeführt: „ Sämtliche Ansiedler sind auf ihren Farmen ermordet worden, und zwar meistenteils mit der Keule totgeschlagen, nachher ausgeschlachtet und stückweise auf den Bäumen aufgeknüpft worden. Selbst im Gefecht gefallene Männer wurden nicht geschont und auf das gräßlichste geschändet. Einer Farmersfrau haben sie den Kopf abaeschnitten und denselben auf en vad) wres Hauses festgemauji, indem sie ihr noch den Klemmer auf die Nase setzten. Der Brief gibt dann der erregten Stimmung der Ansiedler gegen den Gouverneur Ausdruck, der noch vor einiger Zeit Berichte nach Deutschland gesandt habe, daß das Land ruhig sei, daß man überall mit Spazierstock oder Regenschirm spazieren gehen" könne und daß eine Verminderung der Schutztruppe angezeigt sei... Es heißt weiter: ,, Du solltest einmal die schwarzen Kerls hier sehen, wie frech sie dich anschauen und sich über dich belustigen. Aber die Kerle haben beim Gouverneur viel Rückhalt, und das nutzen sie aus. Der Gouverneur hat öfters solche Schurken zum Lunch( Frühstück) bei sich gehabt im Gouvernementsgebäude und sogar beim Kaiser Dekorationen und Ehrenschwerter für die Halunken von Häuptlingen verlangt, die sie jetzt stolz tragen und im Kampf gegen die Deutschen schwingen. Die Sache wird der Regierung teuer zu stehen kommen, und das alles hat sie dem Gouverneur zu verdanken.". Im Anschluß hieran sei mitgeteilt, daß nach einer unserem Berliner CB- Mitarbeiter an zuständiger Stelle gewordenen Auskunft mit dem neuen Truppentransport nach Südwestafrika auch tausend Pferde für Truppen und Geschütze mitgenommen werden sollen, von denen etwa die Hälfte aus Ostprußen bezogen werden soll, während die andere Hälfte aus gedienten Kavalleriepferden besteht. Der Krieg in Oftafien. Die Russen denken nicht daran, Port Arthur aufzugeben, wie englische Sensationsblätter, denen der Wunsch Vater des Gedankens ist, aus sicherer Quelle" wissen wollten. Die beste Bürgschaft dafür ist, daß der russische Großfürst Khrill dort eingetroffen ist. Wie weit die Russen davon entfernt sind, diesen ihren wichtigsten Hafen ohne weiteres preiszugeben, geht daraus hervor, daß sie mit Eifer daran gegangen sind, sich eine Verteidigungsstellung auf der Liaotunghalbinsel zu schaffen. Ihr Hauptstützpunkt ist vorläufig Futschou. Admiral Makarow ließ zur Sicherung der Taubenbai gegen japanische Landungsversuche eine aus kleineren Kanonen der beschädigten Panzer Retwisan" und„ Zesarewitsch" ge= bildete Batterie aufstellen. Man darf daraus wohl mit Sicherheit den Schluß ziehen, daß die betreffenden Schiffe vorläufig nicht zum Kampf auf offener See verwendet werden können. Japanische Kriegsanleihe. Wie die russische, so ist auch die japanische Regierung energisch bemüht, sich genügende Geldmittel für die Kriegführung zu sichern. Für die Kriegsanleihe sind u. a. sehr biel kleine Beträge gezeichnet worden. Die Zeichnungen von Summen unter 200 en belaufen sich im ganzen auf 50 Millionen Yen, von denen 33 Millionen zu einem höheren Kurse angeboten sind, als der Emissionskurs beträgt. Die Regierung wird vom Parlamente wahrscheinlich noch die Ermächtigung zur Aufnahme einer anderen inneren, in zehn Jahren rückzahlbaren Anleihe in Höhe von 150 Millionen Yen verlangen. Die Politik. Die Reichsregierung hat den russischen Studenten und Studentinnen, die jüngst die schon erwähnte ungehörige Protest- Erklärung wider den Grafen Bülow veröffentliut haben, prompt die Quittung für ihr Verfahren erteilt: Diejenigen Russen, die sich als Einberufer, Leiter und Redner an der Versammlung beteiligt haben, in der die Protestresolution gegen die Ausführungen des Reichskanzlers im Reichstag angenommen wurde, sind ausgewiesen worden. Die Regierung zeigt sich übrigens noch sehr nachsichtig. Vekanntlich war die Protesterklärung von 428 Russen und Russinnen unterzeichnet worden, während die Ausweisung nur die Rädelsführer betroffen hat. Von der angeblich unmittelbar bevorstehenden Stiftung eines besonderen deutschen„ Koloni lordens" weiß eine Berliner Zeitungskorrespondenz zu berichten. Der Orden soll in zwei klassen, eine Kriegs- und eine Friedensklasse, zerfallen und ist zur Auszeichnung für Verdienste in unseren Kolonien bestimmt. * Eine überraschende Meldung kommt aus München: Der Einjährig- Freiwillige Eras, dessen Bestrafung wegen unbegründeter Beschwerden über seine Vorgesetzten zu dem Konflikt zwischen dem Kriegsminister Frhrn. v. Asch und der Zentrumspartei Anlaß gab, ist aus dem Militärdienst als geiste gestört entlassen worden. In Münchener politischen Kreisen gilt dieſe Entlaſſung als weiteres Symptom für den bevorstehenden Rücktritt des Kriegsministers. frankreich. O Eine nicht unbedenkliche Niederlage, so ziemlich die erste in seiner Kulturkampfpolitik, hat sich das Kabinett Combes geholt. Die Deputiertenkammer hat nämlich beschlossen, daß das Verbot der Unterrichtserteilung durch geisteich gewußt, was ich heute weiß. nein, das wuell würde nicht stattgefunden haben, hätte darüber?" Stadt Spricht man in der fehl von oben gekommen zu sein, daß die Geschichte totgeNein, die Polizei hat Kenntnis davon, aber es scheint Befchwiegen werden soll." Italien reifen Leben wir auf wir überhaupt pater Seimat bleiben wollen." unserem mehrere Prisen rasch Und ich?" frag Gute, Du bleibst bei er genommen hatte. wenn fuhr Ottofar fort, willst du das der in sichtbarer Erregung allen, wenn Sabine Sei setzen wir Dir eine nicht, 10 sie die Dinge fommer Jahresrente aus. ohne Folge nicht guter Rebust. Folge du dem besten Rate, Gibt man feit auch mit Er entspringt der eignen Bruſt. 29 mit Papier bespannten großen Bambusrahmen versteckte Bande zog ab. reise tos und seiner Marquise to. lich fremben feindliche murde zu einer japanisch- nationalistischen erklärte fie, to habe das Haus längst verlassen, und die und begann Toilette zu machen. Als die Verfolger fament, fie den Geliebten, stellte vor der Doppelwand ihr Bad hin Die Geisha von damals ist die jetzige nach Totio. Aber die anfänggenossen war die darauffolgende Ab liche Ordensmitglieder nicht innerhalb fünf Jahren, wie die Regierung wollte, sondern erst binnen 10 Jahren durchgeführt werden soll. Combes hatte diese Aenderung lebhaft bekämpft. Da er indessen aus dem Beschluß keine Kabinettsfrage machen will, hat die Sache keine unmittelbaren Folgen. Sie ist indessen bezeichnend dafür, daß die Mehrheit, auf die sich Combes stützt, allmählich abzubröckeln beginnt. Combes war jedenfalls die längste Zeit am Ruder. Afrika. Aus Marokko hört man auch wieder einmal etwas neues. Selbstverständlich nichts gutes: In der Umgegend von Melilla fanden in den letzten Tagen heftige Kämpfe zwischen den Buhamara ergebenen Stämmen und der Mazuza- abyle statt, deren Führer Moreno dem Sultan treu geblieben war. Moreno soll gefallen sein. Eine Anzahl Verwundeter und viele Flüchtlinge find in Melilla eingetroffen. Hus den Parlamenten. Der Reichstag wird, da der Etat vor Ostern doch nicht mehr fertig gestellt werden kann, schon Ende dieser Woche in die Osterferien gehen. Deutfcher Reichstag. ( 59. Sizung.) CB. Berlin, 16. März. Die heutige Sigung des Reichstags begann, wie die gestrige geschlossen hatte. Auf die lange und langweilige Nede des konservativen Abgeordneten Pauli- Potsdam über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den Spandaucr Werkstätten antwortete natürlich der Sozialdemokrat zu= beil kaum fürzer und gewiß nicht kurzweiliger. Am Anfang allerdings machte er einen Wig, der ihm so gut gefiel, daß er ihn am Schluß wiederholte, er meinte nämlich, aus der Kritik, die Herr Pauli geübt, gehe hervor, daß die sozialdemokratisch Erziehung bei ihm auf fruchtbaren Boden ge= fallen sei. Im übrigen sprach er, wenn auch mit einigen Ausfällen gegen Pauli, doch für seine Verhältnisse recht ruhig. Ruhig konnte daher auch General Sirt v. Arnim die Angriffe beider Redner auf die Verwaltung abwehren. Gewisse Dinge, die verbesserungsbedürftig seien, würden verbessert werden, aber die Zustände in den Militärwerkstätten in Bausch und Bogen zu verdammen, dazu liege kein Anlaß vor. Hierin gipfelten die Ausführungen des Regierungsvertreters, denen sich der Abg. Becker- Köln vom Zentrum anschloß. Damit war die Debatte sachlich vollkommen erschöpft, aber die Zubeilschen Nadelstiche reizten Herrn Pauli, nochmals das Wort zu ergreifen, und da er jetzt gröberes Geschütz auffuhr, kam es zu recht unliebsamen Auseinandersegungen, die die Erledigung des Etats wieder unnötig aufhielten. Herr Pauli beschwor einen Sturm der Entrüstung bei den Sozialdemokraten herauf, indem er ihnen borwarf, nur zu agitieren, um zu leben. Vizepräsident Graf Stolberg schaffte einigermaßen Ruhe durch die Interpretation, daß der Redner wohl keine Mitglieder des Hauses gemeint habe. Abg. Singer aber wollte das nicht gelten lassen und holte sich vom Vizepräsidenten Dr. Paasche einen Ordnungsruf, weil er die Paulische Behauptung eine VerIeumdung nannte. Abg. 3 ube il ließ es sich nicht nehmen, auch noch einmal auf seinen alten Gegner einzuschlagen, wobei ihn die Rechte fortgesetzt unterbrach, und dieser wollte wieder zu den neuen Angriffen nicht schweigen. Um seine vorher links so übel aufgenommene Behauptung zu erhärten, erzählte er, daß der Abg. Herbert- Stettin von jedem Arbeiter 5 Pfennig, in Summa 200 Mark wöchentlich, erhalten habe. Dieser erklärte darauf kurz: Wer diese Geschichte zuerst erzählt hat, ist ein Idiot, und der sie weiter trägt, mit dem ist ernsthaft nicht zu diskutieren. Dann wurde die Diskussion geschlossen, und der Lärm im Hause legte sich wieder. Nunmehr wurde die Beratung des Militäretats zu Ende geführt, so daß noch zu Wahlprüfungen geschritten werden Tonnte. Preussischer Landtag. ( 43. Sikung.) Haus der Abgeordneten. RK. Berlin, 16. März. Ein großer Tag im Abgeordnetenhaus: Die zweite Lesung des Kultusetats, die heute auf der Tagesordnung stand, brachte eine große Jesuiten debatte. Der nationalliberale Pfarrer Hackenberg begann die Debatte mit einer großen Rede, in der er der Reichsregierung den Vorwurf machte, mit der Aufhebung des Jesuitengesetes habe sie die Gefühle der deutschen Protestanten schwer verletzt, habe sie den forfessionellen Frieden in Deutschland nicht gefördert, sondern gestört. Auch gegen die preußischen Schulerlasse wegen Wiederzulassung der marianischen Schülervereine wandte sich der Redner in scharfen Worten, um schließlich die Regierung des Kuhhandels mit dem Zentrum zu zeihen. Herr Borsch vom Zentrum antwortete. Unter Höhnischem Gelächter der Nationalliberalen begann er mit der Erklärung, auch jetzt sei noch fast nichts von den Wünschen des Zentrums erfüllt. Im übrigen verteidigte der Redner die Aufhebung des§ 2 als eine staatsmännische Tat des Grafen Bülow und wies darauf hin, daß die Nationalliberalen ja selbst die Aufhebung früher gefordert hätten. Er schloß:„ Wir fordern nach wie vor die Aufhebung des ganzen Jesuitengesetzes, und gegen unsern Willen haben Freisinnige und Konservative die Aufhebung des§ 2 durchgesetzt." Dann kam ein Konservativer, Herr v. Heydebrand, zu Worte. Er betonte die Bedeutungslosigkeit der Aufhebung des§ 2, machte aber auch der Regierung den Vorwurf des Kuhhandels. Gegen diesen Vorwurf wandte sich kein Geringerer als der Reichskanzler und Ministerpräsident. Er verteidigte die Haltung der Regierung. Von Zugeständnissen an das Zentrum sei keine Rede, am wenigsten von Zugeständnissen auf Kosten des Staatswohls. Zeigen Sie mir die Staatskühe, die ich habe wegtreiben lassen. Ich sehe auch nicht das kleinste Kälbchen." Der wichtigste Satz in der Rede des Kanzlers war die Ankündigung: An keiner Stelle innerhalb der verbündeten Regierungen bestehe die Absicht, den§ 1 des Jesuitengesetzes aufzuheben. Die Aufhebung des§ 2 sei eine konstitutionelle Forderung und ein Gebot politischer Zweckmäßigkeit gewesen. Wenn sie nicht früher erfolgt sei, so sei das Vorkommnis mit dem Bischof Korum daran schuld gewesen! Bennigsen, Vassermann und andere Führer der Nationalliberalen hätten von jeher bis zur jüngsten Zeit die Aufhebung des§ 2 gefordert. Er habe mit der Aufhebung des§ 2 seine Pflicht getan, unbefümmert um die Erregung, die er vorausgesehen habe. Die Staatsregierung wolle die Wünsche der Katholiken erfüllen, aber nur so weit und nicht weiter, als es in einem paritätischen Staate möglich ist. Lebhafter Beifall im Zentrum folgte der Rede des KanzIers. Die Debatte war nach dieser Rede nur kurz. Dann vertagte sich das Haus. Abends folgte der hißigen Redeschlacht ein Friedenstrunk: Weinprobe im Abgeordnetenhaus. Die Verurteilung des Kurpfufchers Schröter. Sh. Tilfit, 12. März. Die hiesige große Kurpfuscher- Tragikomödie hat mit der Verurteilung Schröters zu 2 Jahren Gefängnis einen vorläufigen Abschluß erlangt. Doch ist es höchstwahrscheinlich, daß der Verurteilte von dem Rechtsmittel der Revision Gebrauch macht, und dann würden die trüben Bilder der jetzigen langwierigen Verhandlungen sich noch einmal vor uns abrollen. Der Angeklagte versuchte bis zuletzt, sich als das Opfer eines Tendenzprozesses hinzustellen. Der Staatsanwalt betonte deshalb in seinem Plaidoyer ausdrücklich, daß die Aerzte dem ſtaatsanwaltlichen Vorgehen ganz fern ſtänden. Auch er bekannte sich zu dem Standpunkt des Sachverständigen Prof. Puppe, daß in medizinischer Hinsicht jedermann alles machen könne, was er wolle er nuuß es nur verstehen. Der Angeklagte aber habe gezeigt, daß er keine ausreichenden Kenntnisse besaß, um die Heilkunde auszuüben. Was er sich angeeignet hätte, sei lediglich totes Bücherwissen gewesen. Wie mangelhaft es z. B. mit seinen anatomischen Kenntnissen bestellt gewesen sei, ginge daraus hervor, daß er die Milz auf die rechte Seite verlegt habe. Die Augendiagnose bezeichnet der Staatsanwalt als die tollste Theorie, die je ein Menschenhirn erdacht habe. Sei sie doch auch schon dadurch genügend charakterisiert, daß sie sich auf den Beobachtungen eines zwölfjährigen Knaben aufbaue. Der Heilmagnetismus sei ein purer Schwindel, und wenn der Ehrenprofessor an der Hochschule für Massage in Paris, Herr Scheibler aus Hamburg, hier die dreiste Stirn gehabt, zu behaupten, daß ihm Experimente vor Herrn Dr. Moll, Professor Dessoir in Berlin und andern Personen in bezug auf den tierischen Magnetismus gelungen seien, und alles über die rätselhaften Erscheinungen gestaunt habe, so ist dies durch das Zeugnis des Sacho. Dr. Moll selbst widerlegt. Diese Tatsache kennzeichne den Standpunkt jenes Menschen, dem eine Zeitlang die Ausbildung des Angeklagten obgelegen hat, zur Genüge. Schröter wie Scheibler gehören zu jenen katilinarischen Existenzen, die sich, nachdem alles andere fehlgeschlagen, auf die Heilkunde zu werfen pflegen. Sie erfinden dann irgend ein ,, Heilsystem der Zukunft" und finden immer einen großen Zulauf, weil die Dummen ja niemals alle werden. So haben auch Scheibler und Schröter durch den großen Bombast, den sie machten, auf ein dankbares Publikum rechnen können, das ihnen den Beutel füllte. Wie recht der Staatsanwalt mit diesen letzten Behauptungen hatte, erwies die Schlußsizung. Von nachträglich vernommenen Berliner Zeuginnen wurde einwandsfrei feſtgestellt, daß Schröter in der Tat eine katilinarische Eristenz führte und sich in Berlin durch Betteln ernährte. Er selbst mußte zugeben, daß er sich durch Bettelbriefe an Bleichröder Geldmittel verschafft habe. Daß die Dummen nicht alle werden, zeigt das Verhalten des Publikums, als der Angeflagte zum Schluß das Wort nahm und sich als ein unschuldiges Opfer hinstellte. Fast das ganze weibliche Auditorium brach in Tränen aus. Auf den Professor Schwenninger sich berufend, wandte der Angeklagte dessen Aussage in einem Berliner Kurpfuscherprozeß auf seine eigene Sache an. Die wissenschaftliche Medizin sei auch nicht frei von Irrtümern und Fehlern, und wollte man den Aerzten nachspüren wie ihm, würde wohl bis zum obersten Geheimrat niemand rein dastehen. Der Staatsanwalt machte demgegenüber darauf aufmerksam, daß Schwenninger, der merkwürdigerweise in den Kurpfuscherprozessen der letzten Jahre immer die letzte Zuflucht der Angeklagten gebildet habe, von seinen Standesgenossen durchaus nicht als Kapazität angesehen werde. Der Angeklagte nahm die Verlesung des Urteils, das sein Treiben als gemeingefährlich bezeichnete und nur in Rücksicht auf seine Jugend von einem Erkenntnis auf Ehrverlust absah, mit Fassung auf. Er verlor seine ruhige Haltung aber sofort, als der Antrag seines Verteidigers auf Haftentlassung abgelehnt wurde, weil Fluchtverdacht bestände. Wenn der Gesundheitszustand des Angeklagten angeführt worden sei, so erwidere er, daß Schröter ja sofort in die Heilanstalt übergeführt werden könne. Der Angeklagte streckt die Hände weit von sich und sagt: Nur das nicht noch einmal! Er sei nur geflohen, weil er am nächsten Tage in eine Irrenanstalt eingeliefert werden sollte. Jedenfalls liege es ihm fern, sich der Strafe neuerdings zu entziehen. Niemals würde es ihm einfallen, Deutschland zu verlassen, denn er liebe Deutschland, spreche keine andere Sprache und bitte deshalb, ihn wenigstens auf einige Zeit freizulassen. Nach kurzer Beratung beschloß das Gericht jedoch, den Angeklagten in Haft zu belassen. Unter Tränen und Umarmungen nahm dieser darauf von seiner jungen, ihm wenige Monate vor jeiner Verhaftung erst angetrauten, weinenden Frau Abschied. Hus dem Gerichtsfaal. § Der Mörder der Witwe Budwig aus Berlin, Kellner Leszinsky- Weber, wurde in Kalisch zu 15 Jahren Zwangs arbeit und lebenslänglicher Ansiedelung in Sibirien verur teilt. Der Angeklagte, der während der ganzen Verhandlung eine zynische Frechheit zur Schau getragen hatte, nahm das Urteil völlig ruhig und mit Achselzucken auf. Nab und Fern. * Pestgefahr in Alexandrien. Der internationale Konstantinopeler Sanitätsrat hat, da in Mexandrien ein Bestfall mit tödlichem Ausgange vorgekommen ist, ärztliche Untersuchung und Desinfizierung der Schiffe und Vertilgung der Ratten auf ihnen angeordnet. Begnadigung des Opernsängers Kienlechner. Der wegen Mißhandlung des herzoglichen Hofkapellmeisters Mikorey von der Dessauer Straffammer zu einer mehrmonatigen Freiheisstrafe verurteilte Opernsänger Kienlechner ist vom Herzog von Anhalt begnadigt worden. Mikorey hatte sich selbst für seinen heißblütigen Gegner an zuständiger Stelle warm verwendet. + Straßenunruhen in Athen. Aus Erbitterung über einen durch einen Israeliten begangenen Raubmord schleuderte die Menge Steine gegen die Wohnung des Mörders. Die israe litischen Geschäfte sind geschlossen, starke Truppenabteilungen bewachen das Judenviertel. Zwei Massenmörder. Ein furchtbares Geständnis legter zwei junge Burschen ab, die kürzlich in Chicago wegen eine; Raubmordes zum Tode verurteilt wurden. Der eine, Peter Niedermayer, bekannte sich als Täter von dreiundzwanzig Menchelmorden, deren Urheber bisher unentdeckt geblieben Der zweite Verbrecher, Gustav Mary, gestand, einer der dre Männer gewesen zu sein, welche im Jahre 1900 den Chicagoer Eilzug bei Dekalb zur Entgleisung brachten und hierauf die Passagiere beraubten. Mehr als 10 000 Dollars waren au die Habhaftmachung der Täter jener Verbrechen ausgesetzt an welchen Niedermayer allein beteiligt ist. * Kreisau Uhr findet im G Gießen eine öffen folgender Tagesor Gemeinde Belters nehmers zu Lang Militär Biermann des 2 Regts.( Gießen) w Eine neu Sommerfahrplan a bringen und zwar Frankfurt abgeht, Anschluß an den in der Richtung F ** Bei der l Licher Bahn Bahn gefährdende A Eine sonderbare Explosion kostete zu Hayingen in Lo thringen zwei italienischen Erdarbeitern das Leben. Ein Teil eines seit einem Jahre brach liegenden Schlackenberge flog in die Luft und riß eine auf ihm befindliche Baubude samt den Arbeitern mit sich. Zu dem Revolverattentat des Grafen Csaky auf die Frau Mrawenet in Wien wird weiter gemeldet, daß der Graf tatsächlich die Frau nicht gekannt habe und die Tat in einem Tobsuchtsanfall beging. Er wird wahrscheinlich einer Irrenanstalt überwiesen werden. Schon seit längerer Zeit hat man an ihm Spuren von Geistesstörung beobachtet. Er hat sein großes Vermögen unsinnig verschwendet. Seine Schulden beziffern sich auf etwa 800 000 kronen, denen al Aktiva ein Gut und die in seine Wohnung angesammelten Kostbarkeiten gegenüberstehen. Im letzten Jahre hat er ins gesamt 400 000 kronen verbraucht; er faufte sich unter an derm zu seinem Magnatenkostüm ein Gehänge zu dem Preise von 25 000 kronen und erwarb ferner drei kostbare Dosen aus der Zeit der Könige Ludwig XV. und Ludwig XVI. für insgesamt 16 000 Kronen. Das Befinden der von dem Grafen angeschossenen Frau Mrawenet ist zur Zeit befriedigend, aller Wahrscheinlichkeit nach wird sie mit dem Leben davonkommen. Man glaubt, daß der Aeristen seitens der Familie des Grafen eine hohe Entschädigungssumme überwiesen werden wird. feitigung die Betr stattfinden wird. * Stadtt gelangt als Ben * Liebhaber unferer Ernfts intereffant von heute" zur berläßt belanntlich Borstellung gibt Der Rolle des Hern fidh feinen zahlreid * Vortrag Gießen der Hef im Café Ebel ihrer ordnung ftand al an der Universit Alle bas Thema„ A Bortragende erlo Bauberei bei Ar Diebftählen usw., zum Teil auch au habe, wie z. B. d Mitglieder und G intereffanten Auff mertt sei noch, Monat teinen S Bewaffneter Ueberfall einer Bank. Wie aus Johannesburg gemeldet wird, drangen bewaffnete Banditen in bie Zweigstelle der Nationalbank in Denver ein. Der Direk. tor der Bank wurde durch einen Flintenschuß schwer berwundet. Die Einbrecher raubten etwa 1000 Pfund Sterling. Eine stürmische Demonstration gegen den böhmischen Geigenvirtuosen Kubelik hat während eines Konzerts in Ling stattgefunden. Den Grund dazu bildete die Erregung der deutschnationalen Kreise wegen der deutschfeindlichen Erzesse in Prag. Eine große Menschenmenge stürmte in den Saal. Rubelik spielte weiter. Die Demonstranten warfen mil Steinen die Spiegelscheiben des Saales ein. Hierauf er flärte der Veranstalter, das Konzert sei abgebrochen, Kubelil dürfe nicht weiter spielen. Nur mit Mühe gelang es den Konzertbesuchern, aus dem Saal zu kommen, von den Deutschen mit stürmischen Pfui"-Rufen begleitet. Schließlich zogen die Demonstranten zum Hotel Krebs, wo Kubelik abgestiegen war, und veranstalteten daselbst eine Katzenmusik. Mehrere Personen wurden bei den Tumulten erheblich verlett. Bunte Chronik. Im Stadtkrankenhause von Mittweis wurde der Verwalter Arnold von einem geistesgeſtörten In sassen Mülefriedel durch einen Arthieb getötet. In Berlin erschoß sich der koreanische Gesandtschafts attachee Hyensif Hong wegen Wechselschulden. Hessischer Landtag. Darmstadt, 16. März 1903. Erster Präsident Haas eröffnet die Situng. Die Beratung der Regierungsvorlage, den Entwurf eines Feldstrafgesetzes betreffend, wird bei Artikel 9 fortgesetzt. Nach längerer Debatte, an der sich die Abgg. Leun, Weidner, Dr. Buff, Justizminister Dr. Dittmar, Geheimrat Wilbrand und Abg. Senßfelder beteiligten, wird der Antrag auf Streichung des dritten Absages mit Majorität angenommen. Artikel 10, der von der Beschlagnahmung von bei der Begehung von Feldfreveln gebrauchten Wertzengen handelt, wird nach Debatte gestrichen. Die Artikel 10-16 finden ohne erhebliche Debatte Annahme. Bet Artifikel 17, der von der Strafe für Feldent. wendungen handelt, entsteht eine ausgedehnte Debatte über den Absatz 3, der das Sammeln von Untraut und anderen Felderzeugnissen, die feinen besonderen Wert für den Besitzer haben, für straflos erklärt. Der Artikel findet schließlich in der Ausschußfassung Annahme. Die weiteren Artikel bis Artikel 29 werden ohne größere Debatte angenommen. Artifel 30 wird abgesetzt. Artikel 31 bis 33 finden Annahme. ** Der evo hessen hat in Gießen am 14 ftimmig gefaßt: weichen der Reiche mus, wie es sich des Jesuiten Ges Rüdsichtnahme au Boltes für unbed Untertanen in eine will. Insbesonder gelischen Pfarrstan für das Volkswohl immer schwieriger jungft fonftituierte in einem feiner er ausgesprochen hat Wir halten es fi ihre 9000 Mitgl auf die drohend und zu rechtem den der evangelisd mobil machen." Feuerlö Minimar" liefert dem Herrn Oberbi Mitgliedern der Beweis feiner Leif war ein Scheiterh richtet, innen mit füllt, Alles noch entwickelte fich d mit unburddring Schwieriges Löschol nachdem der Her ginn gegeben hatt ungefähr 6 Liter Rauchentwidelung waren recht befri noch selbst von wiegenden Appara D.FI.V. F Deutsche FlottenHierauf wird die weitere Beratung auf Donnerstag zeichnen darunter bertagt. * Lokales. 17. März 1904. Privattelegramm. Bei der heutigen Orten Allendor anggons, R Klein Linden Moßdorf, Friedber Steinheim, Mühlh Hafen über 3000 find die ftarten Bu überhaupt der Flo mehr an Boden gem ** Der hessi BertrauensmännerZiehung der Hessisch- Thüringischen Landeslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 150000 Mt. auf Nr. 51 282 20000 Mt. auf Nr. 74 207, 10 000 Mt. auf Nr. 65 886 5000 Mt. auf die Nr. 70 697, 3668, 3000 mt. auf die Nr. 1231, 6066, 6224, 7444, 15847. ** Der Großherzog empfing am 16. März u. a. den Prof. Dr. Sievers von der Landesuniversität Gießen, den Pfarrer Schwabe von Gießen und den Oberbriefträger Lamp von Gießen. * * Ernannt wurde der Amtsgerichtsdiener H. Nocolai vom Amtsgericht Hungen zum Amtsgericht diener beim Amts gericht Gießen. * Kreis * Erledigt ist die mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Usenborn, Büdingen, und die mit einem ev. Lehrer zu besezende Lehrer stelle an der Gemeindeschule zu Kirch- Göns, Kreis Friedberg. feine Auflösung abgeordneten Hirsche gesichts des fruchtle un bereits zehnjähr Berufs- und Stand Des Heffifchen Bauer ertlärt der he Lösung und forder auf: 1. Zur Wahr den bestehenden Bech im Großherzogtum Anzahl beizutre folche Verbände nod ers. Die ist ppenabteilung Beständnis le ago tegen e Der eine, dreiundzwa tbedt geblie d, einer der 00 den Chicag und hierauf Mars waren echen ausgef payingen in as Leben. 6 Schladenber indliche Baub Gjaky auf meldet, daß e und die Ta hrscheinlich e it längerer beobachtet. wendet. S conen, denen angesammel fahre hat er i te fich unter c ge zu dem Br i fostbare Do Ludwig M Befinden de t 3 ist zur be ird sie mit dem Mermiten jede hädigungsfum Bie aus Job e Banditen in. Der Dire uß schwer be fund Sterli den böhmis Konzerts in Die Erregung eindlichen Gr mte in den Ga en warfen m ein. Hierauf er gebrochen, fabell he gelang es den men, bon de leitet. Shließli woo Nubelit d eine Kazenm ulten erhe Te von Mittin eistesgestörten etötet. che Gesand den. März 1908. sung. Entwurf eine 9 fortgeset Leun, Weidn imrat Wilbra er Antrag a ät angenomen ing bon bei der tzengen handelt chebliche Debatt afe für Felder nte Debatte übe Caut und andern ** Kreisausschuß- Sigung. Samstag vorm. 9 Uhr findet im Sizungsfaale des Regierungsgsgebäudes in Gießen eine öffentliche Sißung des Kreisausschusses mit folgender Tagesordnung statt: 1. Das Faselwesen in der Gemeinde Beltershain und 2. Gehalt des Gemeinde- Einnehmers zu Langd. * Militärdienst nachrichten. Dem Oberlt. Biermann des 2. Aufgebots des 1. Garde- Gren. Landw.Regts.( Gießen) wurde der Abschied bewilligt. * Eine neue Bugverbindung wird der neue Sommerfahrplan auch den Bewohnern des Vogelsberges bringen und zwar dadurch, daß ein Zug gegen 7 Uhr in Frankfurt abgeht, der in Gießen gegen 9 Uhr ankommt und Anschluß an den oberhessischen Zug( 9,16 Uhr Gießen ab) in der Richtung Fulda erhält. ** Bei der landespolizeilichen Abnahme der BuzzbachLicher Bahn hat es mehrfache die Betriebssicherheit der Bahn gefährdende Beanstandungen gegeben, nach deren Beseitigung die Betriebseröffnung voraussichtlich am 24. März stattfinden wird. ** Stadttheater Gießen. Freitag den 18. März gelangt als Benefiz für den jugendlichen Helden und Liebhaber unserer Bühne Herrn Friz Achterberg, Otto Ernsts interessante deutsche Komödie in 4 Aften Jugend von heute" zur einmaligen Aufführung. Herr Achterberg berläßt bekanntlich mit Saisonschluß unsere Bühne und diese Borstellung gibt dem talentvollen Künstler Gelegenheit in der Rolle des Hermann nochmals in einer größeren Aufgabe sich seinen zahlreichen Freunden zu präsentiren. ** Vortrag. Gestern Abend hielt die Ortspruppe Gießen der Hess. Bereinigung für Voltstunde im Café Ebel ihren 5. Mitgliederabend ab. Auf der Tagesordnung stand als einziger Punkt ein Vortrag des Kustos an der Universitätsbibliothek Herrn Dr. phil. Ebel über das Thema„ Allerlei Todes- und Liebeszauber". Der Herr Vortragende erläuterte in demselben die Anwendung der Bauberei bei Krankheit und Gebrechen, in der Liebe, bei Diebstählen usw., im Altertum und erwähnte, daß sich selbige zum Teil auch auf unsere heutige moderne Zeit fortgepflanzt habe, wie z. B. das Gesundbeten 2c. Die zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäfte zollten dem Redner am Schlusse seiner interessanten Aufführungen uneingeschränkten Beifall. Bemerkt sei noch, daß obengenannte Ortspruppe im nächsten Monat teinen Mitgliederabend abhalten wird. ** Der evangelische Pfarrverein in Oberhessen hat in einer stattlich besuchten Versammlung zu Gießen am 14. März d. Js. folgende Resolution einstimmig gefaßt:„ Wir bedauern aufs tiefste das ftete Zurück weichen der Reichsregierung vor der Macht des Ultramontanismus, wie es sich neuerdings auch in der Aufhebung des§ 2 des Jesuiten Gesezes gezeigt hat. Wir halten eine größere Rücksichtnahme auf das Empfinden des deutschen evangelischen Boltes für unbedingt notwendig, wenn sie nicht ihre treuesten Untertanen in einen immer größeren Gegensatz zu ihr drängen will. Insbesondere bedauern wir es als Glieder des evangelischen Pfarrstandes, daß uns dadurch die Wahrung des für das Volkswohl wünschenswerten fonfessionellen Friedens immer schwieriger gemacht wird. Die Geringschäßung des jüngst fonftituierten evangelischen Kirchenausschusses, welcher in einem seiner ersten Beschlüsse sich gegen obige Aufhebung ausgesprochen hat, fann nur in dieser Richtung wirken. Wir halten es für eine Pflicht der Deutschen Pfarrvereine, ihre 9000 Mitglieder aufzufordern, daß sie ihre Gemeinden auf die drohende ultramontane Gefahr aufmerksam machen und zu rechtem Kampf für das Wohl des deutschen Volkes, den der evangelische Bund in erster Linie führt, stärken und mobil machen." Feuerlösch probe. Der Hand- Feuerlösch- Apparat " Minimar" lieferte am Dienstag Vormittag in Gießen vor dem Herrn Oberbürgermeister, Branddirektor und mehreren Mitgliedern der Stadtverordneten- Versammlung einen neuen Beweis seiner Leistungen. Auf dem Hofe der Aktienbrauerei war ein Scheiterhaufen aus Brettern und Holzscheiten errichtet, innen mit Hobelspänen, Spalierlatten und Bech gefüllt, Alles noch mit Petroleum getränkt. Das Feuer entwickelte sich deshalb im Nu zu einem kolossalen Brand mit undurchdringlicher schwarzer Rauchsäule, ein ungemein schwieriges Löschobjekt darstellend, aber innerhalb 11, Minute, nachdem der Herr Oberbürgermeister das Zeichen zum Be= ginn gegeben hatte, war das Feuer gelöscht mit nur einem ungefähr 6 Liter Flüssigkeit enthaltenden Minimax", die - Bundes der Landwirte zu begründen und zahlreiche Mitglieder| das Einzelschießen seinen Anfang. Für Freitag und Sams= für sie zu werben. 2. Zur Wahrung ihrer wirtschafts- tag dieser Woche findet im Anschluß hieran Gruppenpolitischen Interessen ein Gleiches zu tun durch Eintritt in schießen statt, es wird das Schießen an diesen Tagen zu die bestehenden Bezugs- und Absagenossenschaften der Haas- Ende geführt werden. Darmstädtischen Richtung unter Anschluß derselben an die Hauptgenossenschaft der landwirtschaftlichen Bezugs- und Absaßgenossenschaften( Direktion: Hirschel und Schlenke, Aufsichtsrat: Haas und Köhler) zu Friedberg. Die zur Beit in Offenbach von den Landtagsabgg. Hirschel und Köhler herausgegebene Bauernbundeszeitung Deutsche Voltswacht“ erscheint vom 1. April an zu Friedberg, und ist hiernach als ein Presse- Organ im Bunde der Landwirte zu betrachten: ebenso der von dem Abg. Hirschel herausgegebene " Hessische Bauernkalender". Als dem durch vorstehende Beschlüsse im Großherzogtum Hessen neu gestärkten Bunde der Landwirte zunächststehend ist die Fraktion der Hessischen Bolkspartei( Bauernbündler)" im Hessischen Landtag zu betrachten. P.K. Bei dem am 16. März d. Js. stattgefundenen Frühjahrs- Pferdemarkt sind folgende Preise zu erkannt worden in Abteilung 1 Reitpferde: Gg. Konrad Straßheim- Griedel 2. Preis, 20 Mt., Konr. Volp- Niederweisel, ehrende Anerkennung; in Abteilung 2 Wagenschläge, paar weise: S. Michel- Gießen 1. Preis, 80 Mt. 3. Preis, 40 Mt. Salomon Lamm- Kiertorf. 4. Pr., 30 Mt. Friedrich Hartmannsen- Brandoberndorf; in Abteilung 3a, schwere Arbeitsschläge, paarweise: A. Frensdorf- Gießen 1. Br., 80 Mark, S. Michel- Gießen 2. Pr., 60 Mt., S. KaufmannNiederwetsel 3. Pr., 40 Mt.; in Abteilung 3b, leichte Arbeitsschläge, paarweise: S. Michel- Gießen 1. Br., 60 Mt., S. Kaufmann- Niederweisel 2. Pr., 40 Mt., A. FrensdorfGießen 3. Pr. 20 Mt.; in Abteilung 4a, schwere Arbeitsschläge, einzeln: S. Michel- Gießen 1. Pr., 30 Mt., S. Kaufmann- Niederweisel 2. Pr., 20 Mt., derselbe 3. Pr., 15 Mt., A. Frensdorf- Gießen 4. Pr., 10 Mt.; in Abteilung 4b, leichte Arbeitsschläge, einzeln: A. Frensdorf- Gießen 1. Pr., 30 Mt., Ed. Kaufmann- Niederweisel 2. Pr., 20 Mt., S. Kaufmann- Niederweisel 3. Pr., 15 Mt., Isidor MeyerObermockstadt 4. Pr., 10 Mt., A. Bing Lich ehrende Anerkennung, 10 Mt.; in Abteilung 5a, Arbeitsschläge, paarweise: Wilh. Aua. Diez- Niederweisel 1. Pr., 50 Mt., Gg. Konr. Kraus III.- Wetterfeld 3. Pr., 20 Mt.; in Abteilung 5b, Arbeitsschläge, einzeln: Konr. Häuser XX.- Niederweisel 1. Pr., 30 Mt., Gg. Bill- Niederweisel 2 Pr., 20 Mr., Wilh. Gg. Straßheim- Griedel 3. Pr., 10 Mt., Fr. Fenchel- Griedel, Herm. Wilh. Straßheim- Griedel, Ludwig Keßler- Großenlinden, Fr. Viant- Münchholzhausen je ehrende Anerkennung, 10 Mt.; in Abteilung 6a, dreijährige Fohlen: Aug. HeinzNiederweisel 1. Pr., 50 Mt.. Friedr. Fenchel- Griedel 2. Pr., 40 Mt., Phil. Müller- Oberhörgern 3. Pr., 30 Mt., Konr. Volp- Niederweisel 5. Pr., 20 Mt., in Abteilung 5b zweijährige Fohlen: Hrch. Walther- Reichelsheim 1. Pr., 40 Mt., Friedr. Fenchel- Griedel 2. Pr., 30 Mt., Konr. Waiz IV.Dorfgill 3. Pr., 30 Mt., Otto Rudolff Merlau 4. Pr., 20 Mt., Hrch. Becker Vl. Muschenheim 5. Br., 10 Mt., Karl Hofmann- Wetterfeld 6. Pr., 10 Mt., in Abteilung 7 Zuchtstuten: Wilh. Herm. Schäfer- Reichelsheim 1. Br., 75 Mt., Hrch. Mary I.- Niederweisel 2. Pr., 50 Mt., Friedr. Fenchel- Griedel 3. Pr., 50 Mt., Herm. Wilh. StraßheimGriedel 4. Pr., 40 Mt., Anton Nern VII.- Langgöns 5. Pr., 30 Mt., Hrch. Wilh. Müller- Griedel 6. Pr., 30 mt, Konr. Waiz IV.- Dorfgill 7. Pr., 20 Mt., Theod. SteinGrünberg 8. Pr., 20 Mt. Bei der zum Schluß folgenden Prämiierung von Pferden in Privatbesitz wurden Ehrenpreise zuerkannt den Herren Brauereibesizer Gg. Bichler, Kaufm. Karl Bieler, Bauunternehmer H. Winn, Maurermstr. M. Abermann, Bauunternehmer Wilhelm Seipp III. Gießen. * " Falzend streicht jezt die Schnepfe". Nicht Oculi, da kommen sie dies Mal, die beliebten Wald- und Nachtvögel, sondern erst am Samstag vor Lätare. Der Strich" ist dieses Jahr ein guter. Trotzdem ist der Preis Mt. 4,75 für den Vogel. " ▷ Krofdorf, 16. März. Die Arbeiten für die Gradlegung der Straße Krofdorf- Gießen schreiten rüstig vorwärts. Dieselbe führt von dem Viadukt der Haltestelle Rrofdorf- Gleiberg in gerader Richtung von der Gießener Schüßenstraße. Durch diese Anlage wird einem längst empfundenen Bedürfnis entsprochen, indem dadurch unser Dorf der Stadt Gießen bedeutend näher gerückt wird. Die Stadt selbst leistet zu diesem Wegbau feinen Zuschuß, wohl aber sind von der Feldbereinigungskommission dieserhalb I für den Bei Bauchentwickelung hatte fogleich aufgehört. Die Herren 2750 Def. in Ausſicht geſtellt. ndet fchließli erden ohne größer gefegt. Artifel 3 auf Donnerstag März 1904 der heutige eslotterie wurde auf Nr. 51 28 auf Mr. 65 88 000 Mt. auf d 16. März u. 4 niverfität Biegen en Oberbriefträg biener 5. Rocal biener beim Am Lehrer zu befehen R befegente L fenborn, Areis Friedba waren recht befriedigt von dem Erfolg und überzeugten sich noch selbst von der Handlichkeit der gefüllt nur ca. 7 Kilo wiegenden Apparate. D.FI.V. Fünfundsechzig neue Ortsgruppen hat der Deutsche Flotten- Verein sett dem 1. Januar d. J8. zu verzeichnen darunter im Großherzogtum Hessen in den Orten Allendorfa. 2., Birkenau, Gettenau, Homberg, Langgöns, Rengendorf, Reistirchen, Reinheim, Klein- Linden, Ulrichstein, Lindenfels, Lampertheim, Roßdorf, Friedberg, Neu- Isenburg, Sprendlingen, GroßSteinheim, Mühlheim; Diese 65 neuen Ortsgruppen umfaffen über 3000 Einzelmitglieder; besonders bemerkenswert find die starken Zugänge in Bayern und Hessen, wie denn überhaupt der Flotten- Verein in Oberdeutschland immer mehr an Boden gewinnt. Der hessische Bauernbund hat auf seiner Vertrauensmänner- Versammlung am 13. März in Friedberg feine Auflösung beschlossen. Auf Antrag der Landtags abgeordneten Hirschel und Köhler wurde beschlossen: Angesichts des fruchtlosen und den Bauernstand schädigenden, nun bereits zehnjährigen Widerstreits der beiden bäuerlichen Berufs- und Standesvertretungen im Großherzogtum Hessen, des hessischen Bauernbundes und des Bundes der Landwirte, erklärt der hessische Bauernbund seine Auflösung und fordert seine Mitglieder und alle seine Freunde auf: 1. Zur Wahrung ihrer allgemein- politischen Interessen dem bestehenden Verbänden des Bundes der Landwirte im Großherzogtum Hessen sofort und in möglichst großer Anzahl beizutreten, oder in denjenigen Orten, wo folche Verbände noch nicht vorhanden sind, Ortsgruppen des X Lüzellinden, 14. März. Nach wie vor werden im hiesigen Koblenzer Bezirk Lehrer aus anderen Bezirken übernommen, um dem hier herrschenden Lehrermangel zu decken. So bietet auch der Kreis Weglar ein sehr bewegtes Bild, indem in den letzten Jahren vielfach auswärtige Lehrer übernommen wurden. Auf die neue dritte Lehrerſtelle zu Lüzellinden ist einem Lehrer aus dem Hinterlandkreis und diejenige im benachbarten Dutenhofen sogar einem Lehrer aus der Provinz Hannover übertragen. (:) Kinzenbach, 16. März. Das ausgedehnte Gelände zwischen Kinzenbach und Rodheim ist geradezu zu einem ständigen Uebungsplatz für das Inf. Regt.„ Kaiser Wilhelm" geworden, da auf demselben in regelmäßigen Zwischenräumen ein längeres Gefechtschießen abgehalten wird. herrscht auch in diesen Tagen hierselbst wieder ein recht bewegies militärisches Treiben, indem tagtäglich die Truppen in Kompagniefolonnen unter dem Gesang trefflicher Marschlieder hier durch marschieren. Dazu ist unser Dorf bereits volle acht Tage zur Hälfte mit Einquartierung bedacht. Es ist dies in erster Linie eine größere Arbeiterabteilung, welche den Scheibenstand zu bedienen hat, dazu ist seit Sonntag hier und in den benachbarten Gemeinden ja noch ein Wachtfommando eingetroffen. Morgens in aller Frühe rücken die Bosten schon aus, um das Gelände in der Richtung nach Waldgirmes, Grube Morgenstern, Hof Haina, Bieber u. s. f. abzusperren. Etwas später eilen die Arbeiter nach dem Schießplatz, denn es gibt alltäglich bedeutende Wassermengen aus den Deckungen zu entfernen. Erst gegen 9 Uhr erfolgt der Durchmarsch der Truppen und nimmt um diese Beit Allertshausen, 16. März. Bürgermeister Hillgärtner, der hier seit 19 Jahren seines Amtes waltet, wurde bei der dieser Tage vorgenommenen Bürgermeisterwahl wiedergewählt. Kirch- Göns, 15. März. Am Samstag den 5. März entfernte sich der hiesige Einwohner Adam Müller von hier, um sich einer Operation in der Klinit zu Gießen zu unterziehen. Der Betreffende, der in Rücksicht seines schweren Letdens große Angst vor der operativen Eingriff der Aerzte zeigte, ist in der Klinik nicht angekommen. Offenbar ist demselben ein Unfall zugestoßen, und werden alle diejenigen, die über den Vermißten nähere Auskunft geben können, gebeten, bezügliche Anzeige bei der Bürgermeisterei Kirch- Göns zu erstatten. = Alsfeld. Das Schuljahr der Schulen im Kreise Alsfeld schießt am 26. März. Im Konferenzbezirk NiederGemünden wird am 25. März geschlossen. ▲ Alsfeld. Am 23. März, vorin. halb 11 Uhr findet hier eine Bezirkekonferenz der Volksschullehrer statt und eine gleiche am 26. März vorm. 11 Uhr in Nieder- Gemünden. + Frankfurt a. M., 16. März. Seitdem der Raubmörder Stafforst hier in Frankfurt angekommen ist, wird gegenüber seinem Kompliezen Bruno Groß ein wesentlich schärferes Absperrungsverfahren gehandhabt, als es seither der Fall war. Man weiß ja, daß die Verbrecher in den Gefängnissen sich durch allerlei vereinbarte Signale durch Luftheizung, Kanalröhren 2c. miteinander zu verständigen wissen und sich so gegenseitig von Dingen Bescheid zukommen Lassen, die sie interessieren. Man hat deshalb Groß zunächst in eine Zelle allein verbracht, wo er des Tags über an eine Eisenstange angeschlossen wird. Auch nachis wird er in entsprechender Weise besonders gut verwahrt. Bei den Vorführungen sind stets zwei Kriminalbeamte anwesend, doch ist es den Beamten nunmehr streng untersagt worden, mit dem Verhafteten ein Wort zu reden oder ihm irgendeine Antwort auf seine Fragen zu geben. Immer noch benahm sich Groß sehr frech, er war bei bestem Appetit und lachte den Gefängnisbeamten offen ins Gesicht. Im Polizeigefängnis wird gegenwärtig eine beso dere Zelle hergerichtet, in welche Groß morgen aus dem Untersuchungsgefängnis überführt werden soll. Die Konfrontation der beiden Mör der hat noch nicht stattgefunden, sie soll erst in den nächsten Tagen erfolgen. Die Vernehmung Stafforsts wurde heute fortgeseßt. Den Zweifilogewichtstein soll Groß weggeworfen haben. Frankfurt, 15. März. Auf dem fiskalischen Terrain gegenüber der nordöstlichen Ecke des Hauptbahnhofs wird ein neues Schauspielhaus errichtet werden, das schon im Herbst nächsten Jahres eröffnet werden soll. Aus dem Gerichtssaal. Strafkammer. Gießen, 15. März 1904. Die Dienstmagd Luise Wildhack von Grünberg ist angeschuldigt aus Fahrlässigkeit einen Kellerbrand in der Neuen Bäue zu Gießen verursacht zu haben. Die Verhandlung endete mit Freisprechung des Angeklagten, da nicht festgestellt werden konnte, wie der Brand entstanden ist. Der Arbeiter Heinrich Müller von Ulrichstein entwendete einem Arbeiter zu Gießen eine Uhr, die er in Frankfurt versezte. In Berücksichtigung der vielen Vorstrafen erkannte das Gericht auf 1 Jahr drei Monate Zuchthaus, 5 Jahre Ehrverluft und Stellung unter Polizeiaufsicht.- Der Diensttnecht Heinrich Pfeffer von Ober- Seibertenrod stach im Streit dem Heinrich Otterbein ven Ober- Ohmen mit einem Messer in Kopf und Rücken, sodaß eine längere Arbeitsunfähigkeit eintrat. Feindschaft und Trunkenheit wurde strafmildervd in Betracht gezogen und auf 6 Monate und eine Woche Gefängnis, worauf drei Wochen Untersuchungshaft in Aufrechnung kommen, erkannt. Der wegen Diebstahls vielfach bestrafte Kellner Emil Graf von Crefeld wurde unter verdächtigen Umständen in dem Zimmer eines Studenten zu Gießen vorgefunden. Das Gericht ist der Ueberzeugung, daß der Angeklagte einen Diebstahl ausführen wollte und verurteilte ihn wegen Diebstahlsversuch zu 9 Monaten Gefängnis. Wegen Bettelns wurde er in eine durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt zu erachtende Haftstrafe von 3 Wochen genommen.- Zum Schlusse wurde der Laternenwärter Josef Schumann von Gießen von der Anklage der Unterschlagung und der Schneidermeister Johann Georg Pfaff, welcher wegen des nämlichen Vergehens und wegen falscher Anschuldigung unter Anklage stand, unter Belastung der Staatsfasse mit den Kosten, freigesprochen. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. && fönnen eingestellt werden: 2 landwirtsch. Knechte, 1 Viehschweizer, 2 Schmiede, 1 Spengler, 1 Elektrotechniker( Volontär), 1 Tapezierer, 2 Holzbildhauer, 2 Möbelschreiner( ausw.), 1 jüngerer Bauschreiner, 1 Schneider, 1 Glaser, mehrere Fabrikarbeiter und Arbeiterinnen, 1 Bereiferin, 3 jüngere Hausburschen, 14 Dienstmädchen, Lehrlinge: 3 Schlosser, 2 Installateure oder Mechaniker, 2 Buchbinder, 1 Tapezierer, 4 Schreiner, 2 Drechsler, 3 Bäder, 1 Mezger, 1 Friseur, 1 Schuhmacher, 1 Glaser, 1 Weißbinder oder Lackierer. Es suchen Arbeit: 2 Schlosser, 1 Installateur, 1 Heizungsmonteur, 1 Tapezier, 3 Schreiner, 1 Buchhalter, 1 Pußfrau, 2 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, 2 Bureaugehilfen. Lehrlinge: 1 Schlosser, 2 Mechaniker, 1 Elektrotechniker, 1 Friseur, 1 Kaufmann. Drud und Berlag der Gießener Berlagsbruderei( borm. Wilh. Keller), Gießen Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lotale, den Gerichte-" und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann August Kilbinger, Giessen, IAIT Seltersweg 19.- Telefon 276. Größtes Kinderwagen- Geschäft am Plak. Enorme Auswahl in allen Preislagen. Erstklassige Fabrikate von Kinderwagen, Sport wagen, Leiterwagen, und Krankenfahrstühlen. Ständiges Lager von 200 Stück Kinderwagen. Auf Wunsch Katalog. Verdingung. Für die Feidbereinigung Daubringen sollen nachverzeichnete Arbeiten H " " 1. Aufbrechen einer alten Kreisstraße veranschl. zu 300 Mr. , 240 2. Ausrollierung eines Grabens nächsten Dienstag, den 22. d. Mts. Mittags 1 übr auf Großh. Bürgermeisterei Daubringen durch öffentliches Ausgebot bergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei zur Einsicht offen. An diese Vergebung anschließend sollen die an der alten Kreisstraße stehenden Pappeln an Ort und Stelle versteigert werden. Gießen, den 15. März 1904. Großh. Kulturinspektion Gießen. Wißmann. Für Weinbezug! Unter aller Garantie naturreine, flaschenreife Weissweine, per Liter oder Flasche von 60 Pfg. an, Rotwein( echter Ingelheimer) Lit. od. 99 99 99 99 100 versendet in Gebinden von 25 Liter und Kisten VOA 18 Fiaschon an P.Chr. Saalwächter, Weingutsbesitzer, Nieder- Ingelheim a. Rh. 90600080 Ein schön möbliertes WohnSchöne Wohnung, and Schlafzimmer per 1. April ( 4 Zimmer), mitten der Stadt ge- zu vermieten. legen, billig zu verm. Näh. in der Erp. d. Bl. Moritz Semmler, Gicßen, Wallthorstraße 15. III. Sefftsch- Thüringische Staatslotterie ( Mitteldeutsche Staatslotterie) Biehung VI. Klasse.( 8. Tag) 16. März 1904. Richard Buchacker. Gg. Carl Volk. Obacht! Neuheit! Camma! Achtung! Nächte Grosse Geld- Lotterie der Krankenpflege- Anstalten v. Roten Kreuz, Strassburg i.E. Ziehung garantiert 11. u. 12. April ohne Abzug 6052 Baargewinne M. 70000 1 Hauptg. M. 20 000 Hauptg. 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( Ohne Gewähr.) 93 95 183 224 78 34[ 1000] 43 418 99 569 75 621 22 45[ 400] 709 63 826 91 926 1022 29 110[ 400] 56 83 99[ 1000] 261 78 85 337 404[ 1000] 10[ 400] 50 513[ 400] 674[ 1000] 723 29 67 899[ 1000] 957[ 1000 79 2016 28[ 400] 59 96 140 42[ 400] 55 425[ 400] 28 49 530 34 57 635[ 400] 751[ 400] 805[ 1000] 7 10 3031 54 91 256 369 87 567 605[ 400] 75 728 63 80 897[ 400] 924 4083 162 90 263 352 81[ 1000] 516 28[ 400] 48 [ 1000] 662 701 96 868 981 87 5034 42[ 400] 66 68 77[ 400] 85 87[ 1000] 93[ 400] 271[ 400] 99 355 72 77 85[ 400] 94[ 400] 405 45[ 10001 52 70 538 98 603 13 79 741[ 1000] 988 6085 93 188[ 400] 268 82 92[ 400] 518[ 400] 42 58 668 714 869 942 7002[ 400] 37 76 78[ 400] 134[ 400] 80 239 54[ 3000] 99 307 24 27 99 434 508 82[ 1000] 95 605 55 90 94 704 840 65 76 902 33 8050 73 95 149 57 200 83[ 1000] 353 502 86 91 618 63 755[ 400] 74 829 77 87 943 90 9025[ 400] 56 69 81 249 53 367 400 13 14 20[ 400] 43 510 65[ 400] 91 99[ 1000] 644 52[ 400] 76 87 701 34 65 74[ 1000] 852 57 64 903 52 10016 276 85 350 65 68 466 520 39 59 635 81[ 1000] 752 92[ 400] 847 917 53[ 400] 11206 41 301 9[ 1000] 17[ 400] 34 42 405 37 85 523 52 66 697[ 1000] 735 49 94 826[ 400] 64 74 950 78[ 400] 12015 48 91 114 23[ 1000] 234 41 87[ 1000] 95 315 33[ 400] 89 419 512 22 611 50 52 828 72[ 1000] 991 99[ 1000] 18009 19 51 89 124 32 57 68 248 375 78 449 79[ 1000] 80 517 45 62 625 35 842 64 69 79 14234 43[ 3000] 90 95 326 412 14 48 506 618 34 81 746 69 83 840 52 901[ 400] 30 15030 86 178 260 95[ 400] 354 55 99[ 400] 455 66[ 400] 76 524 36[ 400] 43 615 29 78 82[ 400] 719[ 400] 35 40 834[ 400] 955[ 400] 62 16062 107 79[ 3000] 205 20 335[ 1000] 94 487 88 533 664 67 802 12 945 [ 400] 56 17075 97[ 1000] 133 279 399 450 530 50 54 72 97 735 63 811 930 61 18106 30 319 58 70 401 2 7 80 693 97 706 57 836 51 63 70 916 [ 400] 76[ 400] 19021 71[ 1000] 151[ 400] 88 327 29 94 455 65[ 1000] 532[ 1000] 64 687 718 74 98 818 41 63 963 20002 37 138[ 1000] 52[ 1000] 202 533 58 91 603 16 27[ 400] 31 33 85 802[ 400] 6 9 40[ 400] 59 923 36 73 21070 71 94 129 57[ 1000] 68 207 359 66 413 23 513 44 61 694 779[ 400] 875 94 917 95 22046 [ 400] 135 69 240 328[ 400] 41 413 18 39 41 47 503 15 35 64[ 1000] 83 627 31 701 30 73 75 810 906 16 23 91 92 23042[ 1000] 69 70 106 52 260 372 446 62 636 705 87 850 92 949[ 3000] 67 24016 42 57[ 400] 59 148 253 352 86[ 3000] 535 637 48 734 65 76 865 75 915 65 25168 76 85[ 1000] 250 67[ 1000] 323 30 59 400 49 64 91 566 624 BO 727 31 93 805 32 72 84 92 926[ 400 43[ 3000] 26052 139 53 239 346 85 406 22[ 1000] 39[ 400] 89[ 1000] 553 98 610 67[ 400] 726 74 801[ 400] 48 68[ 1000] 93 910[ 1000] 34 99[ 400] 27029[ 400] 43 114[ 400] 18 19 41[ 400] 212 39 350 54 471 507 31 63 90 623[ 400] 37 720 98 814 18 66 75[ 400] 912 28020[ 400] 70 96 100[ 400] 250 381 482 546 84 603 13 86 775 89 850 53 997 29049 207 12 60 66 305[ 400] 7[ 1000] 50 401 [ 400] 18 502 39[ 400] 62 81 633 54 56 63 75[ 400] 799 80090 142 47[ 400] 272 84 351 56 416 49[ 1000] 83 511 14 620 30 37[ 1000] 71 76 704 19[ 3000] 86 809 29 979 31106 33 40 59 263 75 419 37 55 540 71 94 656 81[ 1000] 714 846 50 53 32091 134[ 400] B6 242 47[ 400] 48 53 336 42 63 500 13 15 27 75 80 94[ 3000] 757 62 [ 1000] 66[ 1000] 68 92 95[ 400] 804 926 59[ 400] 33123 41 50 63 94 241 45 484 528 628 747 74[ 1000] 821 38 69 75 908 62 83 34106[ 400] 8 37 249 416[ 400] 500 4 672 776 869 85 35100 34 41 81 202[ 1000] 35 54 59 76 497 500 83 603 94 97 722 46 84 85 872 963 36043 84 94 114[ 50 000] 276[ 400] 302 428 76 561 64 78 744[ 400] 89 833 966 81 37070 166 84[ 400] 99 203 43 93 345 [ 1000] 80 407 503 26 98 607 93[ 400] 759 840 60[ 1000 79 920 46 57 68 91[ 400] 38218 303[ 400] 27[ 400] 44 55 406 78 400] 99[ 1000] 511 80 91 619 719 25 54 92[ 400] 825 39239 377[ 1000] 84 98 459 548 622 49 65 710 53 805 23 998 40070 111 79 85 95 263 359 61 71 402 12 19 32 543 51 677 756 [ 1000] 75 92[ 400] 974 41012 145 77[ 400] 84 87 268 325 402 19 41 66[ 400] 67 71[ 400] 84 94 512 20 33 72 75[ 400] 647 724 938[ 400] 41 43 61 81 85 96 42002[ 1000] 25 68 475 645[ 400] 791 810 39 934[ 400] 38 98 [ 400] 43017[ 1000] 95 123 37[ 400] 93 243 388 98 412 48 59 500 88 18000] 726 858 83 907 57 79 96 44042[ 400] 59 77 99 204 37 45 90 92 [ 3000] 340 445 660 80 730[ 400] 68 849 902 34 45006 38 45[ 1000] 116 46[ 400] 53 341 481 598 605 15 831 52 900 58 46028 77 105 22 409 30[ 1000] 36 55 508 22 24 48 73 667 83 786 803 966 86 47019 30 48 61 197 216 41 99[ 1000] 307 14 21 70 460 82 99[ 400] 534 643 720 810 18 19 40[ 400] 57 901 36[ 1000] 71 78 89 48139 77 203 320 438 574 693 716 93 808 13 18 942 49233[ 400] 37 82 326 49 158 65 60 506 36 74 613 16 43 961 W. Semmler. Ph. Weiler. Stadt- Theater Gießen. Direktion: Steingoetter. Freitag, 18. März 1904. Benefiz für Frit Achterberg. Jugend von heute. Eine deutsche Komödie in 4 Aften von Otto Ernst. Zu dieser Vorstellung werden Blodabonnementsbillets an der bedkasse gegen Zuzahlung von 30 Pfg. nach Maßgabe des vorhandenen Platzes angenommen. Meiner werten Kundschaft die ergebene Mitteilung, daß ich trotz der Krankheit meines Mannes die Restauration Mainzer- Hof Gießen, Grünbergerstraße Bekanntmachung. Im Pfandlokale Seltersweg 11 werden Mittwoch, den 23. März 1904, nachm. 3 Uhr die an Großherzogliches Polizeiamt abgelieferten und von den Verlierern nicht abgeholten Gegenstände, darunter verschiedene Gold- und Silbersachen, einige Pferdeteppiche 2c. zu Gunsten der Armenfasse gegen Barzahlung bersteigert. Gießen, den 15. März 1904. Die Armendeputation der Stadt Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. Die Wetsteingasse zwischen Walltorstraße und Gäßchen" Auf der Bach" wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 15. März 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Die Sonnenstraße zwischen Kreuzplatz und Schulstraße wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten bon heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. unverändert weiterführe und bitte um geneigten Zuspruch. burg Werde stets bestrebt sein, meine werten Gäste voll u. ganz zufriedenstellend zu bedienen. Hochachtend 3. 2.: Frau Harry Nau. Tüchtige Erdarbeiter finden lohnende Beschäftigung beim Bau des Anschlußgleises für die Gießener Braunsteinwerke. Zu melden auf der Baustelle in der Nähe der Gail'schen Tonwerfe Tüchtiges Mädchen bom Lande für sofort gesucht Fr. Hennings, Gießen, Seltersweg 14. Gießen, den 15. März 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Die am 2. d. Mts. angeordnete Sperre der Mäuswird hiermit aufgehoben. Gießen, den 15. März 1904. 50039 54 60 98 140[ 400] 64 200[ 400] 4 55 90 333[ 1000] 55 404 525 27 30[ 400] 43 91 645 50 52 98 819 50 911 24 46 85 51056 80 131 [ 1000] 56 262 373[ 1000] 419 28 82 506[ 400] 20[ 1000] 38 50[ 3000] 60 610 48 56 94 757 830 41 927 29 41 59 62 99 52047 75 124 39 58 70 224 30 76 419 43 511[ 400] 31 625 78[ 400] 82[ 400] 85 761 84 91 859 78 974 53053 88 98[ 400] 133 54 206 47 62 73 353[ 1000] 425 50 70 565 [ 400] 625 30 33 68[ 400] 748 61 885 907 22[ 400] 36 54028 50[ 400] 280 323 30 76[ 1000] 91 403 75 504 35 73 623 52 83 758 62[ 1000] 88 836[ 1000] 45 73 900 19 55100[ 400] 200 305 30[ 1000] 34[ 1000] 411 26 94 504 31 52[ 1000] 66 643 774 836 78 85 986[ 400] 56024 62 201 38 94 309 64 96 416 28 47 60[ 400] 76 542 728[ 1000] 70[ 1000] 86 890 911 97 57053[ 400] 54[ 400] 59[ 400] 102 63 255 86 404 38 501 34 78 606 792 867 82 912 46[ 1000] 53[ 400] 78[ 400] 58016 48[ 1000] 212 453 509 55[ 400] 62 72 621[ 1000] 85 796 843 959 75 59047 125 95 430 59 557 667 71 76 708[ 400] 962 60119 34 37 227 65 307[ 400] 38 425 36 61 568 730 32[ 400] 70 875[ 400] 61030 45[ 400] 61 150 77 95[ 400] 350 56[ 1000] 73 94 410 55 540 75 82[ 1000] 602[ 400] 48 65 86[ 400] 88 797 958 86 94 62053[ 1000] 95[ 1000] 107| 3000] 46 238 56[ 1000] 315[ 400] 495 510 47[ 400 57 58 84 620 701 60[ 400] 808[ 400] 18 38 998[ 400] 63008 38 49 70 96 98 115 25[ 1000] 29 231[ 400] 34 349 441 57 71 589 847 49 84 1400 89 97 985 64001 12 27 35 38[ 400] 195[ 400] 210 22[ 400] 59 83 1000] 357 60[ 400] 405 35 39 547 83 680 759 854 72 75 90 994 65042 88 121 69 86 379[ 400] 83 594 646 705 858 90 66060 70 88 257[ 5000! 328 43 435 84 504 29 628 51 91 848 57 934 96 67007 97 201 80 478[ 400] 538 614 23 731 826[ 400] 919[ 1000] 52 78[ 1000] 97 68014[ 400] 22 32 10[ 400] 66[ 400] 213[ 400] 301 33[ 400] 45 419 47 49 99[ 1000] 558 20[ 1000] 34 42 51 803 939 69120[ 400] 91 388 97 [ 400] 488 539 70( 4 1 75[ 400] 93 606 754 86 859[ 1000] 940 91 70091 172 209 313 86 478 603 9 40 56 93 712 1000] 35 911 13 28 54[ 400] 82 71048[ 1000] 153 77 267 301 95 548 82 617 64 97 705 6 36 86 91 850[ 400] 924 78[ 1000] 96 72019 27 55 68 164 219[ 1000] 72 328 35 45 445 525 73[ 1000] 95 648 74[ 400] 738 57 995 73022 61 163 73 85[ 400] 256 89[ 1000] 413[ 400] 24 37 524[ 1000] 73 83 650 723 966 74012[ 1000] 31 56 63 302 28 54 441 47 91 537 53[ 400] 79 620 22 [ 1000] 723 46[ 400] 80 824 85 934 75126[ 400] 50 68[ 400] 274 347 74 423 96 508[ 400] 87 729 31 38[ 5000] 79 840[ 400] 921[ 1000] 49 64[ 400] 76068 118 55 60[ 1000] 231 369 584 623 32 37[ 430] 40 56 58 775 91 803[ 400] 23 72 94 909 77054[ 400] 108 203 44 60 337 61 7 36 74[ 400] 87 513[ 400] 32 613 21 78 704 41 63 84 819 95 986 7 11 48 352 62 72 74[ 1000] 403 589 611 53 92[ 400] 731 97 894 79006 100] 83 90 92 160 89 91 203 83 437 41[ 400] 45 58 564 665[ 1000] 68[ 1000] 86 715 47 92 812 20 47 76 947 [ 400] 92 96[ 1000 80076[ 1000] 86 106 14 35 211 535 71 75 632 98 721 892 915[ 1000] 58 81084[ 400] 93 212 18 28 81 94 307 24 68 443 50 53 85[ 400] 509 50 626 56 400 727[ 400] 43 66 69 815[ 400] 67 79 919 32 79 82010 11 44 68[ 1000] 102 31 46 54 66 75 226[ 400] 356 526 73[ 400] 94 95[ 1000] 604 15 45 48 64 713[ 400] 34 884 94 901 40 68 88 83170 208 20[ 400] 47[ 400] 359 474 606 1400] 16 64 66 68 812 929 34 81 95 84058 95 167 263 88 392 502 28 603 26 717 20 42 807 33 983 85153 65[ 400] 71 319 410 14 55[ 400] 530 31 48 74 80 99 609 20 742 818 49 78[ 400] 918 54 93 86036 76[ 1000 90[ 400] 91 175[ 1000] 86 202 61 87 99[ 400] 313 24 69[ 400] 555 629 62 724 44 85 830 72 902 87023[ 1000] 58[ 400] 104 42[ 1000] 45[ 1000] 244 331[ 1000] 32 84 491 514 613 709 49[ 1000 840 902 30 88014 32 128 82 260 303 17[ 1000] 32[ 400] 445 60 83[ 400] 563 603[ 1000] 49 51 55 755[ 400] 873 958 89118[ 400] 47 238[ 1000] 56 357 72 451 96 530 47 72 74[ 400] 639 60 88 94 762 75 805 6 29 30 47 50 917 88 90002 28 59 78 92[ 400] 111 43 221 316 401 30[ 400] 583 616 767 801 11 17 42 978 89 95 91050[ 1000] 144 74 204 36 64 316 459 98 545 [ 400] 93 615[ 1000] 75 90 719 400] 80 87 840 44 54 86 950 85 88 92051 74 140[ 400] 240[ 400] 41 331 39 413 38 82 536 83 603 59 911 14 70 81 [ 400] 914 40 70 87 93069 180 98 216 337 540[ 400] 78 676 78[ 400] 93 [ 400] 753 82 85[ 400] 86 907 49 57 77 94038 87[ 400] 98 118[ 1000] 70 211 56 352 71 75[ 400] 442 55 71 516 612 26[ 400] 58 787 831 51 57 903 15 18 25 48[ 400] 61[ 400] 95007[ 400] 18 1000] 37 54 84[ 3000] 111 71 75 257 82[ 400] 428 66 72 574 728 37 47 55 839 71 903 96045[ 400] 127 85 351 58 97 426 93[ 1000] 95 581 94 668[ 1000 69 706 73 918 29 77 97058 88 133[ 400] 89 249[ 1000] 313 63 507 67[ 400] 97 680 91 774 98 839 918 35[ 400] 96 98054 86 100[ 400] 25[ 1000] 40 209 37[ 3000 51 94 98 304 456 61 81 634 42 700 12 881 48 82[ 400] 87[ 1000] 933[ 400] 53[ 1000] 78 99044 73 141 325 36 45 63 88 455 577[ 400] 92[ 1000] 604[ 400] 54 748 52 63 826 30 904 Nächste Ziehung: 17. März 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Verbütet Feuersgefahr, Vermeidet Wasserschäden durch Hand- Feuerlösch- Apparat Minimax". Vertreter: Otto Pickert, Buchacker, Neuen- Bäue 11. staatl. tonz. Haupt- Kollekteur der Heff. Thüring.( Mitteld.) Staats- Lotterie. Richard Giessen. Gießen. Ein strebsamer, intelligenter Junge, welcher eine schöne Handschrift hat und Ostern die Schule verläßt. fann auf einem Gießener Bureau als Lehrling eintreten. Näh auf der Erv. d. Bl. 1 bis 2 Lehrmädchen für Damen- Confektion sofort ge sucht. Gießen, Walltorstr. 15 II. Th für Verkäuferin und ein Colonialwaren Delikateffen- Geschäft zum als: baldigen Eintritt gesucht. Off. erb. unt. 4086 a. d. Exp. dieses Blattes. Weißbinder und Handlanger fucht Weißbinder H. Konrad, Gießen, Schüßenstraße 18. Grünberg. Schöne Wohnung, bestehend a. 3 Zimmern und Küche nebst 3ubehör, inmitten der Stadt gelegen, zum 1. April zu vermieten. Bei wem sagt die Exp. d. Bl. Brandplay 14 ist der 4. 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Berliner Polizeiprä eröffnet, daß sie bin zu verlassen haben; fie per Schub an i Man wird diese nachdem sich diese die selbst deutschen ihrer Resolution geg zur Einleitung eine eidigung berechtige weil es den Regieru pie ungebetenen Gä uch entspricht diese Selbst die freie Sch ie Reihe derjenigen Fremdenkontrolle aus Nordamerika haben hoanderung unter ein Die Ausweisung i cheinlich auch nicht g hautet, besteht in Regi assung russischer Stud nissenschaftliche Befähi men, als dies bisher d reuliche, aber doch wo eit hinein Studierend Leiden Universitäten tiffenschaftliche Vorbil Offert. mit Preisangabe unter E. B. 1884 an die Erp. d. Bl. erbeten. Schöne möst. Zimmer auf Wunsch Wohn- und Schlafzimmer, mit oder ohne Pension Gießen Bismarckstraße 17. zu vermieten. Möbl. Zimmer per 1. März zu vermieten. Gießen, Marktstraße 11. Was ist Gamma? n die deutschen Stud pen nur Legitimations ftandigen deutschen Ge auf Grund einer Rückf Bildungsansprüchen v find. Dadurch wird e Bulajung von fremde auslegung gefordert i Mangen: nämlich die