Nr. 40. bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Mittwoch, den 17. Februar 1904. Gießener 13. Jahrgang. Jnsertionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz Ob heffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88 Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die„ Gefahr des flafchenbierbandels. CB. Der Plan, den Flaschenbierhandel in Preußen unter behördliche Kontrolle zu stellen und von einer Konzessionspflicht abhängig zu machen, hat, wie vorauszusehen war, in Interessentenfreisen sehr lebhafte Erörterungen hervorgerufen. Er ist offenbar, wenn es auch nicht ausdrücklich ausgesprochen wird, die erste Frucht der alkoholfeindlichen Bewegung, die durch das Volk geht. Ob der Flaschenbierhandel tatsächlich die Wirkung gehabt hat oder haben wird, den Alkoholgenuß im Volfe zu steigern, läßt sich in statistischen Biffern faum feststellen. Die größere Wahrscheinlichkeit spricht allerdings dafür, daß die bequeme Erreichbarkeit des Biergenusses diese, flüssige Nahrung" auch dem Tische des kleinen Mannes zuführt und daß Frau und Kinder weit eher einem Trunke zusprechen werden, wenn das Bier aus der häuslichen Vorratskammer herausgeholt werden kann, als wenn zur Deckung des jedesmaligen Bedarfs ein Gang über die Straße notwendig ist. Allein, wenn man auf diese Weise dem Alkoholgenuß beikommen will, dann kann dies nur im Zusammenhang mit anderen Maßregeln geschehen. Dann müßte vor allen Dingen der Detailverkauf von Branntwein für die kleineren kaufmännischen Geschäfte verboten werden, und unter Umständen müßte auch vielleicht der Sonntagsverkehr in den Restaurationen einer anderen Regelung unterworfen werden, denn es ist nun einmal nicht zu verkennen, daß das Bier dem deutschen Volke ein unentbehrliches Genußmittel geworden ist und daß man den Besuch der Gastwirtschaften steigert, wenn man im häuslichen Kreise den Genuß des Alkohols einschränkt. Es mag ja allerdings richtig sein, was bei den Erhebungen im rheinisch- westfälischen Grubenrevier festgestellt wurde, daß die Schuldenwirtschaft durch den Detailverkauf von Bier gesteigert worden ist. Gegen eine unordentliche Wirtschaftsführung gibt es indes keinerlei staatliche Zwangsmittel und diese rächt sich mit der Zeit an den schuldigen Elementen je nach dem Grade des Verschuldens, so daß auch andere sich daran ein Erempel nehmen können. Jedenfalls ist die Verschuldungsstatistik der ungeeignetste Rechtfertigungsgrund gegen etwaige Beschränkungspläne, weil hierdurch der Staat das Recht beanspruchen würde, in die Selbstbestimmung seiner Bürger einzugreifen. Dagegen kommt ein anderes Moment ernstlich in Frage, ob es richtig ist, daß man den Gastwirtschaften, deren Bemegungsfreiheit durch die Konzessionspflicht beschränkt ist, in dem freien Flaschenbierhandel einen Konkurrenten an die Seite stellt. Die Gastwirtsverbände haben schon seit langem eine Bewegung dagegen in Szene gesetzt. Würde der Staat deren Standpunkt anerkennen, dann wäre die rechtliche Stellung der Gastwirtschaften mit einem Schlage verändert. Sie wären dann privilegierte Unternehmungen, wie etwa die Apotheken. Das ist aber nicht der Zweck der Konzessionspflicht. Mit der Prüfung der Bedürfnisfrage und der persönlichen Qualifikation sollen lediglich die sittlichen Gefahren einer wilden Konkurrenz unter den Gastwirtschaften beseitigt werden. Dementsprechend sind auch die Preise der Waren nicht der Kontrolle des Staates unterworfen, wie etwa bei den Apotheken. Eine Beschränkung des Flaschenbierhandels und des freihändigen Verkaufs würde überdies vollständig wirkungslos bleiben, weil nichts im Wege stände, einen beliebig großen Vorrat durch Entnahme aus den Gastwirtschaften aufzusammeln. Auf den Flaschenbierhandel läßt sich vielleicht im gewissen Sinne ein Wort von Friedrich Bodenstedt anwenden: ,, Denn es gleicht der Wein dem Regen, Der im Schmuße selbst zu Schmutz wird, Doch auf autem Acker Segen Bringt und jedermann zu Nut' wird." Es wird schließlich alles von der Veranlagung des Publifums abhängen. Häusliche Naturen werden in der leichten Erreichbarkeit eines billigen Biergenusses die Anregung zu einem intensiven Familienleben erblicken, während die zum Trunk disponierten Elemente in der Häuslichkeit ihrer Leiden. schaft fröhnen werden, während dies sonst in den öffentlichen Lokalen geschehen würde. Aus allen diesen Gründen scheini uns ein behördliches Vorgehen gegen den Flaschenbierhandel wenig empfehlenswert. Ein neuer Kampf mit den Herero. Unser südafrikanisches Expeditionskorps oder wenigstens ein Teil von ihm hatte, wie zu erwarten war, wenige Tage nach seiner Landung bereits einen blutigen Susammenstoß mit den aufrührerischen Herero. Es wird darüber aus Swakopmund gemeldet: Die auf dem Marsche von Windhuk nach Gobabis befindliche Kompagnie Fischel stieß am Sonntag zwiſchen Secis und Windhuk auf eine Anzahl Herero. Es kam gu einem Gewehrkampf, bei dem auf deutscher Seite die Seesoldaten Mahnke, Luttermüller und Schneider getötet, der Seesoldat Henze am linken Oberarm und der Hand schwer und der Gefreite Arndt leicht verwundet wurde. Die Toten wurden an der sogenannten„ Schwarzen Klippe" begraben. Sonderbarerweise enthält die Meldung nichts über die Verluste der Herero. Daß die Herero das Feld geräumi haben, scheint aus der Notiz über das Begräbnis der deutschen Toten hervorzugehen. Wären die Herero nicht abgezogen, so hätte an die Beerdigung der Gefallenen einstweilen faum gedacht werden können. Die Kompagnie Fischel bildete seit der Landung des Expeditionskorps in Swakopmund die Vorhut dieses von Major v. Glasenapp geführten Korps. Sie war dem Korps noch Windhuk vorausgeeilt, um von dort zu Fuß und nur mit dem notwendigsten Gepäck versehen, den Vormarsch nach dem von den Herero belagerten Gobabis im Osten der Kolonie anzutreten, wohin Oberleutnant v. Winckler mit einem Teil der bereits früher eingetroffenen Ablösungstruppen bereits unterwegs war. Seeis, wo der Zusammenstoß stattfand, ist etwa 60 Kilometer von Windhuk entfernt, die Entfernung bis Gobabis beträgt etwa 200 Kilometer. Hoffentlich kommen bald nähere Nachrichten über den Zusammenstoß. Inzwischen sind auch die ersten ausführlichen Nachrichten von einem Augenzeugen des Ausbruchs des Aufstandes hier eingetroffen. Der irrtümlich totgesagte Redakteur der „ Köln. 3tg.", Prosper Müllendorff, der zu einer Orientierungsreise nach Südwestafrika entsandt war, hat aus Outjo ein vom 3. Februar datiertes Telegramm nach der Heimat entsandt, in dem er seine Erlebnisse schildert. Für weitere Kreise ist aus einen Darlegungen interessant, daß die Herero nicht überall mordeten, sondern an vielen Orten sich auf den Viehdiebstahl beschränkten und hier und da allenfalls noch die Ansiedler mißhandelten. Müllendorff berichtet von mehreren erfolgreichen Gefechten der 120 Mann zählenden Besatzung von Outjo gegen die Herero. Weiter erzählt er, daß sechs Farmer auf der Farm Khanas des Farmers Krenz, die sich mit Familien und Vieh gerettet hatten, mit Hilfe dreier Reiter von der Schutztruppe sich sehr erfolgreich verteidigten. Das gestohlene Vieh wurde eingebracht und mehrere Diebe wurden erschossen. Die Hottentotten im Norden seien ruhig, troß der vorherigen Alarmnachrichten, ebenso die Ovambo, deren Erhebung man sehr gefürchtet hatte. Die Ovambo sind mit den Herero wegen eines Wagendiebstahls gerade in einem kleinen Zwist. Als Opfer des Aufstandes nennt Müllendorff die Farmer Peter, Schwarz und Hoy und den Frachtenfahrer Lehr aus Outjo. Der Krieg in Oftafien. Wie es den Anschein hat, wird man noch auf Tage hinaus keine sicheren Nachrichten von den Vorgängen auf dem Kriegsschauplatz erhalten können. Die beiden Gegner suchen in aller Stille ihre Positionen zu verstärken und hüllen ihre Schritte, so weit wie möglich, in den Schleier des Geheimnisses. Ein großer entscheidender Schlag ist erst zu erwarten, wenn der Vormarsch der Japaner den Jalufluß erreicht haben wird. Die Russen suchen diesem Vordringen, wie wir bereits berichtet haben, soweit es in ihren Kräften steht, energisch entgegenzuarbeiten. Ein russisches befestigtes Lager am Jalu soll nach einer Londoner Meldung an der mandschuriſchen Seite des Flusses angelegt und mit 37 000 Mann Truppen besetzt worden sein. Wenn sich diese Nachricht bewahrheiten sollte, so würde der Vormarsch der Japaner allerdings auf längere Zeit am Jalu aufgehalten werden können und Zeit gewonnen werden, die russischen Verstärkungen, die auf der sibirischen Bahn unterwegs sind, heranzubringen, ehe die Japaner Port Arthur vom Jalu her angreifen können. Die Russen sezen ihr möglichstes daran, diesen ihren Hauptstüßpunkt im Osten nicht in die Gewalt des Feindes fallen zu lassen. Ein Petersburger Ministerrat hatte das Ergebnis, daß mit Ausnahme der ersten Gardedivision alle Garderegimenter mobilisiert und große Abteilungen dieser Elitetruppe nach Osten dirigiert wurden. Die Großfürsten Cyrill und Boris begeben sich in den nächsten Tagen nach dem Kriegsschauplaze. Die beiden genannten Großfürsten sind Kusins des Baren, Söhne des Großfürsten Wladimir Alexandrowitsch, des jüngeren Bruders des Zaren Alexander III. Großfürst Cyrill ist Chef des 52. Infanterie- Regiments Wilna und gehört als älterer Offizier auf dem Kreuzer ,, Admiral Nachimow" der russischen Kriegsmarine an; Großfürst Boris ist Chef des 45. Infanterie- Regiments Asow und Leutnant im Garde- Husaren- Regiment. Die Operationen zur See.. Auch zur See sind die Russen nicht müßig. Wie es heißt, soll es einigen ihrer in Port Arthur eingeschlossenen Kreuzer gelungen ein, die Wachsamkeit der Japaner zu täuschen und zu entkommen. Wenn sie sich mit dem Wladiwostok- Geschwader die Hand reichen können, dessen Vernichtung durch die Japaner sich, wie vorauszusehen war, nicht bestätigt hat, so könnten den Japanern ernste Schwierigkeiten erwachsen. Ueber die Bewegungen der beiderseitigen Geschwader herrscht naturgemäß noch größeres Dunkel, als über die der Landheere. Das einzige, was sicher feststeht, ist, daß die Wladiwostoker Kreuzer sich in aefabrdrobender Nähe der iavanischen Küste befinden und ein japanisches Handelsschiff in den Grund gebohrt haben. Das hat in Japan eine furchtbare Entrüstung hervorgerufen, die sich offiziell zu der Formel konzentriert hat: Krieg bis aufs Messer! Die Japaner haben beschlossen, alle ihnen in die Hände fallenden russischen Schiffe ohne Rücksicht auf das Datum ihres Abganges wegzunehmen. Fünf in Sasebo beschlagnahmte Kauffahrteifahrer, welche man in einigen Tagen freigeben wollte, wurden nun dem Prisengericht überwiesen. Auf diese erbitterte Stimmung der Japaner ist es auch wohl zurückzuführen, daß der französische Kreuzer Pascal" mit den Ueberlebenden der russischen Kreuzer Warjag“ und„ Korejez", die in der Seeschlacht bei Tschemulpo so heldenmütig fämpften, erst gestern den Hafen verlassen durften. An Bord des„ Pascal" befinden sich ferner der russische Gesandte Pawlow mit seiner Familie, sowie zahlreiche russische Flüchtlinge, die nach Tschifu gebracht werden. Auch aus Wladiwostok flüchten die russischen Zivilisten in hellen Haufen. Der große Transportdampfer der Hamburg- Amerika- Linie Batavia" hat dort mehr als tausend Flüchtlinge an Bord genommen und wird dieselben in Moji oder Tsingtau landen. Die Japaner haben jetzt eine bemerkenswerte Verstär fung ihrer Seestreitkräfte durch die Ankunft der beiden neuen Kreuzer ,, Nishin“ und„ Kajuga" in Jokosuka erhalten. Die Russen dagegen haben vorläufig keine Aussicht, irgend welche Nachschübe an Kriegsschiffen zu erhalten.. Schwimmende russische Kohlenstationen. Den großen Schwierigkeiten, die den russischen Flottenverstärkungen, die von der Heimat her in Bewegung gesetzt worden sind, durch die strengen Vorschriften über die Kohlenversorgung in neutralen Häfen erwachsen, denkt nach einer Londoner Meldung die Petersburger Admiralität auf eine eigenartige Weise erfolgreich begegnen zu können. In Dover ist ein großes russisches mit Dampfkohle vollbeladenes Frachtschiff angekommen. Dieses wartet das Eintreffen der russischen, nach Ostasien abgegangenen Ostseeflotte ab, die auf hohem Meere Kohlen fassen wird, was ihr völkerrechtlich nicht verwehrt werden kann. Ein gleiches Vorgehen soll auf dem ganzen Wege nach Ostasien geplant sein. Wenn diese schwimmenden Kohlenstationen nicht vom Feinde gekapert werden, so würde ja allerdings die Frage, wie man trop der mangelhaften Kohlenergänzung in neutralen Häfen doch die Distanz von 14 000 Seemeilen zwischen Kronstadt und Port Arthur durchmessen könne, von den Russen glänzend gelöst sein. Es ist aber faum anzunehmen, daß die Japaner so lässig in der Kontrolle der See sein sollten. Der Wunsch, recht bald aus der Klemme des Kohlenmangels befreit zu werden, scheint der Vater folgender, etwas abenteuerlich klingender Meldung des in Wladiwostok erscheinenden russischen Blattes„ Der ferne Osten" zu sein. Danach soll ein Bauer aus dem Dorfe Schkotowa, nicht weit von Wladivostok, auf ein reiches Kohlenlager gestoßen sein.„ Proben der Kohle", heißt es weiter, ,, wurden dem Laboratorium zugestellt, und ihre Untersuchung ergab ein glänzendes Resultat, die Kohle erwies sich Das besser, als alle sonst im Ussurigebiet vorkommende. Lager befindet sich sechs Werst von der Bahn, und eine Aktiengesellschaft hat eine Kommission dorthin abgesandt. Der Grundbesizer soll einmalig 10 000 Rubel und 50 Ropeken pro Tonne ausgebeuteter Kohle erhalten." Zu wünschen wäre es den Russen, daß sich diese Meldung bewahrheitet. Die Politik. In der Budgetkommission des Reichstags gab der preuBische Kriegsminister v. Einem gestern die Erklärung ab, daß dem Kaiser demnächst ein aus den Systemen Eberhardt und Krupp kombiniertes Rohrrücklaufgeschütz mit Schuhschilden vorgeführt werden soll, dessen Einführung in der deutschen Armee geplant ist. Das neue Geschütz ist leichter als das französische Feldgeschütz. * Sehr interessante Nachrichten über den Zweck und die Erfolge der Mission des bayerischen Frhrn. v. Hertling in Rom werden jetzt aus der Siebenhügelstadt verbreitet. Aus batikanischen Kreisen verlautet, Hertlings Mission sei von einem vollen Erfolg gekrönt. Ihr Zweck sei zunächst gewesen, die katholische Mission in Ostasien wie in Palästina ausdrücklich dem traditionellen französischen Protektorat zu entziehen. Dieser Zweck sei erreicht. In dieser Form trifft die vatikanische Meldung nicht zu. Deutschland will nur den Schutz über die im Auslande lebenden Katholiken und katholischen Niederlassungen deutscher 3unge selbst ausüben. Außer dieser formellen Anerkennung der deutschen Schutzrechte über die deutschen Katholiken im Orient hat die Mission des Frhrn. v. Hertling noch den Zweck, in Rom wegen der Ernennung eines deutschen Kurienkardinals zu sondieren. Eine solche Ernennung soll schon im nächsten Konſiſtorium zu erwarten sein. Auf welchen der deutschen Kirchenfürsten die Wahl fallen wird, das ist natürlich noch Geheimnis; doch verlautet, der neue deutsche Kardinal werde ein Bayer sein. Meldungen, in denen Prinz Max von Sachsen eine Rolle spielt, werden in unterrichteten Kreisen als unzutreffend bezeichnet. * In Esch toege- Schmalkalden, dem durch die Verurteilung des freisinnigen Abg. Sey both zu entebrenTische niederzulassen.. nahm er feine Flasche und fein Glas, um sich an einem andern Direktor des fürstlichen Museums stand; höhnisch lächelnd fonnte daraus erkennen, in welch hohem Ansehen der Sein kühler und stolzer Gruß wurde mit großer ZuborPeter Schönbach tommenheit von den Gästen erwiedert. der Mann ist Na, glänzend, freilin wie es aussieht! besprechen; Geschäfte Nuken, aber wer da glaubt fich ein, um bei einem Glafe Madeira die Tagesereignisse zu Frühſtüdelofal, Freunde und Bekannte fanden Vormittags Baters betrachtete man unseren Laden gewissermaßen als so ist es bis heute geblieben, indirekt bringt es Schon zu Lebzeiten meines Es ist nicht so na!" unterbrach ihn der Andere. die Tu nicht alles, was Du willst. Rede nicht alles, was Du weißt, Liebe nicht alles, was Du stehst; Glaube nicht alles, was Du hörst. ficheren Dichters. Es ist gar kein zeit darauf verwendet, Verse zu machen. Und was für Verse! Assessor hat einen Teil seiner vom weifel: Der Regierungsstehen ein paar Reihen von Strichen und Häkchen, offenbar die Notbehelfe eines auf seinen Versfüßen noch nicht ganz durch andere, ähnlich flingende ersetzt. Oben am Rande schlecht sind, kann der Kanzleirat nicht bezahlten ArbeitsEinzelne Worte und ganze Betten find bura) strichen und der Strafe freigewordenen Reichstagswahlkreis, sind bei der gestrigen Nachwahl die Freisinnigen ausgefallen. Es kommt zur Stichwahl zwischen dem antisemitischen Kandidaten Raab und dem Sozialdemokraten Hugo. Den Ausschlag geben die Freisinnigen. Spanien. In dem Wradrider Parlament geht es bunt her. Gestern, in der Schlußsitzung der Kortes, kam es zu ärgerlichen Skandalszenen. Die republikanischen Abgeordneten protestierten gegen die Maßnahmen der Regierung, welche die revolutionäre Propaganda einschränken sollen, und riefen unzählige Male in den Saal hinein:" Hoch die Republik!" Die Majorität entgegnete mit Schmährufen und Drohungen. Der Präsident zerschlug fünf Glocken, ehe wieder Ruhe eintrat. Die Regierung droht jetzt, diejenigen Republifaner, welche revolutionäre Rufe ausstoßen, aus der Kammer zu entfernen. Die Republikaner erklären, sie würden nicht nachgeben, da die Regierung die Verfassung übertrete.- Es kann also noch viel schöner werden! Niederlande. Ein neuer Schiedsgerichtsvertrag ist zwischen den Niederlanden und Dänemark abgeschlossen worden. Nach diesem Vertrage sollen Streitigkeiten zwischen diesen beiden Staaten dem Haager Schiedsgerichtshofe unterbreitet werden. Für solche Kleinſtaaten, die zu einer Auseinandersetzung auf dem Wege der ultima ratio, mit Blut und Eisen, nicht wohl in der Lage sind, mag das Schiedsgerichtssystem einen Vorteil bedeuten. Für Großmächte bedeutet es lediglich eine leere Formalität. Balkan- Staaten. Seltsame Nachrichten kommen aus dem Lande der Schwarzen Berge: Das Beispiel der serbischen Verschwörung scheint in Montenegro Nachahmung finden zu wollen. Man ist einer Verschwörung gegen den Fürsten Nikita auf die Spur gekommen, an deren Spize kein anderer als des Fürsten zweiter Sohn, Prinz Mirko, stehen soll. Dieser soll sich mit dem Plan getragen haben, seinen Vater, der wenig beliebt ist, abzusetzen und sich selbst zum Fürsten zu machen. Der natürliche Thronfolger, Prinz Danilo, der Gemahl der mecklenburgischen Prinzessin Jutta, der ebenfalls bei den Tschernagorzen wenig Sympathien genießt, sollte des Landes berwiesen werden. Was an diesen Meldungen Wahres ist, läßt sich schwer ermitteln. Tatsache ist jedenfalls, daß dieser Tage in allen Teilen Montenegros etwa 60 angesehene Männer wegen Teilnahme an einer Verschwörung berhaftet und nach Cetinje gebracht wurden. Das montenegrinische Amtsblatt giebt vor, an der Verschwörung sei auch König Peter bon Serbien beteiligt gewesen. Letzteres klingt jedenfalls höchst unwahrscheinlich. König Peter hat selber Sorgen genug, als daß er sich diese neue Geschichte auf den Hals Inden sollte. Deer und flotte. Zur Hebung des gegenseitigen Waffenverständnisses zwischen Infanterie und Pionieren fanden seit dem Jahre 1898 gegenseitige Versetzungen von Offizieren statt. Diese fallen in Zukunft sort, dagegen sind alljährlich zum 1. Oftober innerhalb eines jeden Armeekorps ein Oberleutnant oder älterer Leutnant der Pioniere zur Infanterie und von jeder Division je ein Infanterieoffizier desselben Dienstgrades zu den Pionieren zu kommandieren. Das Kommando dauert ein Jahr; ausnahmsweise darf es auf ein zweites Jahr verlängert werden, wenn besondere dienstliche Gründe dazu vorliegen, und es unterbleibt in solchem Falle die Neukommandierung. Auf diese Weise wird die taktische Ausbildung der Pionieroffiziere und die technische Ausbildung der Infanterieoffiziere auf eine größere Anzahl von ihnen ausgedehnt, als dies bisher der Fall war. Die Rückversetzung der betreffenden Offiziere zu ihrer früheren Waffengattung hat bereits ihren Anfang genommen. Der Andrang zum Schiffsjungendienst ist in diesem Jahre ungewöhnlich groß. Es werden daher nur Jungen eingestellt, die 15 Jahre alt sind. In den letzten Jahren genügte das vollendete 15. Lebensjahr. Es treten 600 Jungen ein. Die Schulschiffe„ Stosch"," Stein“ und„ Moltke" nehmen je 200 an Bord. Da alljährlich ein erheblicher Teil der Eingestellten sich als untauglich erweist, sollen weitere 180 Jungen als Ersatz einberufen werden. Der Wildhirt. Eine obechessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung.) ( Nachdruck verboten.) -Tiophel? Ja, ich sein ja älsmal ,, Beim- beim- bei dem gewest—“ " Ja, das weiß ich, und möcht' drum wissen, was Du heut Nacht bei ihm gemacht hast." ,, Na, er war im Dorf und ich bin' n Stückche mit ihm gange." " Bis hinter die alte Lehmkaut, und da habt ihr gewildert gelt?" Hangcurt schwieg. - Jetzt war bei dem Pierer die Mäßigung vorüber. Mit setner Riesenfaust, mit dem breiten Daumen und den dicken Fingern, schlug er auf den Tisch, daß die Taffe Hangcurts in die Höhe sprang und umfiel, so daß sich der Kaffee über den Tisch ergoß und auf die Erde träufte. Auch die Kaffeekanne begann bedenklich zu tanzen und wenn sie nicht unten breiter gewesen wäre, wie oben, so würde sie sicher auch umgefallen jein. " Jung, verdorbener Jung!" schrte der Pterer, ,, ehe ich an Dir erleb', daß Du ins Zuchthaus fommst oder in die Eisen, eher schlag ich Dich kurz und klein oder jag' dich von Haus und Hof! Glaubst, ich hätt' nit g'wußt um Deine Nichtsnußigkeiten, die Du des Nachts mit dem berlumpten Schuft, dem mit Gänsetiophel, getrieben hast? Heut Nacht, oder vielmehr heut Morgen biste wieder eing'stiegen, ich hab's geseh'n an der Leiter, die unter'm Fenster am Hause lag, und wenn-" Deutfcher Reichstag. ( 34. Sitzung.) CB. Berlin, 16. Februar. Eine Debatte über Kunst im Reichstage ist mal etwas anderes". Auf der Weltausstellung in St. Loui soll auch die deutsche Kunst neben der deutschen In dustrie vertreten sein. Schon in der Budgetkommission is beim Titel Beteiligung des Reichs an der Weltausstellung ir St. Louis( im Extraordinarium des Etats des Reichsamts des Innern) Klage darüber geführt worden, daß die modern Richtung in der Kunst, die Sezession, in der deutschen Ab teilung der kommenden Weltausstellung kein Plätzchen haber soll. Jetzt steht dieser Titel zur Beratung im Plenum. Abg Spahn( 3tr.) legte bereits gestern eine Lanze für die Sezession ein. Ihm folgten heute die Redner der verschie densten Parteien. Natürlich jeder von seinem politischen Parteistandpunkt aus. Abg. Singer( Soz.) ist für die sezessionistische Kunst, weil sie vorwiegend die Not und das Elend wahrheitsgetreu darstelle und so eine stehende Anklage bildet wider die„ Satten". Auch der Redner der Konser. vativen, Abg. Henning, vertritt den Standpunkt, daß die Kunst sich nicht reglementieren lasse; sie müsse frei sein, allerdings müsse sie aber auch auf das sittliche Wohl des Volkes Rücksicht nehmen. Graf Po sa do w sky bestreitet, daß die Absicht bestanden hätte, die Sezession auszuschließen. Wie der Abg. Spahn, so glaube auch er, daß die„ neue Richtung" sich jetzt von den Auswüchsen frei zu machen suche, die ihr bislang angehaftet haben. Graf Oriola( natl.) spricht sich ebenfalls für die Sezession aus. Nur da, wo die Kunst bestrebt sei, die Autorität, dem Volke die Ideale zu untergraben, dürfe die Regierung einschreiten. Heftig geht Abg. Müller- Meiningen mit der Aeußerung „ Rinnſteinkunst“, die vor einigen Jahren gefallen war, ins Gericht. Und Abg. v. Kardorff bricht summarisch den Stab über das Verhalten der Regierung in dieser Frage, trotz der erneuten Erklärung des Grafen Posadowsky, daß die Regierung ganz korrekt verfahren sei. Ergebnis: Die Sezession hat gesiegt im Reichstag! „ Na, nun macht's aber nit zu toll, Vater," sagte der Hangcurt, der sich in dem Alter, in dem er war, eine Behandlung nicht mehr gefallen lassen wollte, die Preussifcher Landtag. Haus der Abgeordneten. ( 20. Sizung.) RK. Berlin, 16. Februar. Die gestern abgebrochene Debatte über den Antrag Hirsch( frs. Vp.) auf Vorlegung eines Geſetzentwurfes, durch den„ die veralteten Bestimmungen des allgemeinen Berggesetzes von 1865 über die Knappschaftsvereine mit der Reichsgesetzgebung auf dem Gebiete der Arbeiterversicherung in Einklang gebracht werden", wird heute weiter fortgeſetzt. Als erster Redner erklärt der Abg. Stößel( 3tr.), daß seine Partei auf dem Boden des Antrages steht.„ Wir glauben in der Arbeiteraufsicht und in der Kontrolle der Betriebe durch Arbeiter Mittel zu sehen, die es ermöglichen, berechtigte Wünsche der Arbeiter zu erfüllen und den sozialen Frieden mit den Arbeitgebern etwas wenigstens anzubahnen. Auch wir verlangen die Achtstundenschicht, die Abschaffung der Ueberschichten, die Verpflichtung, daß nach 25jähriger Beschäftigung den Arbeitern gesetzlich eine Rente zugesprochen wird. Wer 25 Jahre unter der Erde gearbeitet hat und dann noch gesund ist, hat eine beneidenswerte Natur." In der Diskussion tat sich der polnische Abgeordnete Korfanty wieder einmal recht unliebsam hervor, indem er behauptete, daß in Oberschlesien eine Beamtenkorruption sondergleichen herrsche und die polnischen Arbeiter wie das Vieh behandelt würden. Handelsminister Möller trumpfte ihn energisch ab, indem er meinte, wenn jemand behaupte, daß auf den oberschlesischen Gruben Korruption herrsche, sich aber weigere, Namen zu nennen, so würde sein Vorgehen für gewöhnlich mit dem Namen Verleumdung gebrandmarkt. Zwar versuchte Korfanty sich noch eine Revanche zu verschaffen, indem er mit Emphase drohte:„ Wenn der Minister mir diesen Vorwurf außerhalb dieses Hauses, wo mich parlamentarische Rücksichten an der gebührenden Antwort hindern, gemacht hätte, würde ich wissen, mir Genugtuung zu verschaffen." Doch erweckte dieser Ausfall nur bei den Polen ein Bravo, sonst allgemeines Gelächter. Der Antrag Hirsch wird schließlich gegen die Stimmen der beiden freisinnigen Gruppen, des Zentrums und der Polen abgelehnt. Der Rest des Ordinariums wie das Extraordinarium wurde ohne wesentliche Debatte an дenommen. seiner Meinung nach wohl für einen Schulkn ben, aber nicht mehr für einen erwachsenen Burschen von etlichen zwanzig Jahren sich ziemte.„ Ich bin kein Rozjung mehr." " Was bist Du nit?" schrie der Pierer noch lauter und indem er mit erhobener Hand schlagbereit vor feinem Sohne stand. Dieser retirirte weiter auf der Bank rückwärts bis hinten in die Tischecke", wo er sich einigermaßen sicher fühlte vor einer derben Ohrfeige, die bei dem Pierer ziemlich wohlfeil zu haben war. Aus den Parteien. Es wird uns darüber aus Darmstadt folgendes geschrieben, das wir veröffentlichen ohne damit für eine oder die andere Seite Partei zu ergreifen. Der Darmstädter Herr schreibt: Feindliche Brüder. Im politischen Leben des Hessenlandes scheint eine neue Scheidung der Geister bevorzustehen. Engeleitet wurde dieselbe durch den Uebergang der demokratisch antisemitischen Bauernbündler Hirschel und Köhler in das agrarisch-demofratisch- liberale Lager Haas Schlenke mit gleichzeitigem Anschluß derselben an den Bund der Landwirte. Diese agrarischen Neubildungen scheinen nun nach mancherlei Anzeichen von allerlei Fieber- Zuständen innerhalb der beteiligten Parteiförper begleitet zu sein. Da ging die Türe auf und Hereintrat Frau Glohr ( Clara), die Ehefrau Pierersch. Sie war eine noch hübsche Frau mit blasfem anziehenden Gesicht, in dem ein unverkennbarer Zug der Ergebenheit lag, der wohl entstanden sein mochte durch den jahrelangen Verkehr mit ihrem etwas strengen und gebieterischen Chegemahl. Man sah es ihrem Gesichte an, daß es einen Charakter spiegelte, der in seinem Leben schon manchen schroffen Gegensatz gemildert oder ausgeglichen, schon manche unverdiente Härte geduldig ertragen. Ste trat vor ihren Mann hin und erhob die Hände, wobei sie dieselben inncianderschlug. Andrees, set vernünftig," sagte sie. Was soller die Leut' denken, die draußen in die Kirch geh'n. Sie fönnen nit anders, als glauben, hier schlüg m'r sich!" „ Er hätt sie auch verdient", tobte der Pierer weiter, wenn er auch schon etwas herabgestimmt war. " Du weißt noch gar nit, was er g'macht hat- unglücklich macht er sich und uns mit!" " Ja, was is denn eigentlich!" rief Frau Glohr, die nichts Gutes ahnte. Die Abgg Senffelber Wünsche I Ulrich die besprechen ben vorge Berüdfid Weit Drb, Pen felber und prüfen auf Mart Ein Ferner wir nahme bem frage des lungen zwi einzelner Bei Kapit auf Erma druck, w bormittag Zurst war es die hochfeudale Reaktion aus Worms, die ihren Gehülfen zu Darmstadt mit einer romano publico durch die hoch feudale und zugleich amtliche Bresse auszuführende Nörgelet an dem demokratisch angehauchten Landtags- Präsidenten Haas betraute. Das machte Schüler, denn wir erfahren weiter, daß auch der Bund der Landwirte sich jest anschickte, die zu gmeinsamem wirken faum gewonnenen Hirschel und Köhler, die ihm anscheinend doch zu sehr freigesinnt erscheinen, wieder abzusägen. Die Agitatoren des Bundes gehen in den Bezirken des hessischen Bauernbundes werbend von Ort zu Drt, ist hierbei interessant wie von Alsfeld ausgehend Wilddiebe ist er gange mit dem verkommenen Strolch, dem Gänsetiophel, dem Brandstifter, der noch mal in die Eisen kommt!" der Bund nun auch versucht, die neuen Haas- HirschelKöhler'schen Bezugs- und Absatz- Genossenschaften sowie Getreidelager durch Konkurrenz Unternehmen zu schädigen. Und hinter der Aufforderung z. B. an die Lagerhaus- Genossenschaft Alsfeld- Grünberg die Neugründungen vorerst noch keinem Verbande anzugliedern, soll wie wir hören die Absicht lauern, diese Lagerhäuser dem Bund der Landwirte Kornhaus- Verband Corbach in Waldeck zuzuführen. So bildete sich wenn nicht alle Zeichen trügen heimlich aber zielbewußt hinter dem Rücken des Präsidenten Haas, nicht zum wenigsten aber auch in den ihm seither immer nahe gestandenen nationallibe ralen aber reaktionären Kreisen eine feindliche Stimmung gegen denselben heraus, die nicht zu unterschäßen ist. er Landesuni hat den a berg abgel des Groß Landesuni * * follen nac wieder au gehaltenen Feidel m der Verfa Stadtv. Direttors durch Erhe mit, daß d ein guter g die Bücher Ordnung rats den Geschäftst Geschäftst führlicher aussprach Interessant wird es sein, sich diese Krisis weiter entwickeln zu sehen; es ist der alte Kampf: Demokratie und Volkswille gegen Reaktion und selbstherrisches Junkerkapitalistenund Bureaukratentum. Vielleicht hatte auch der Abg. Köhler so unrecht nicht, wenn In dem unerwarteten Ansturm Heydenreich- Buff und Genossen gegen den ziemlich fategorischen Antrag ges Präsidenten Haas wenn nötig auch wieder Samstags- Sigungen abzuhalten, ein Mißtrauensvotum gegen die Person des Landtagspräsidenten vermutet, wenn auch Haas nach seiner offiziellen Erklärung dies nicht finden wollte. Vielsagen war auch die am Donnerstag von Seiten des Präsidenten dem Abg. Buff gewordene Zurechtweisuna, als Buff den Wormser Großherzog gegen die Angriffe Ulrichs in den Schuß zu nehmen, sich als dessen Parteifreund berufen fühlte. Eine Scheidung scheinte demnach bevorzustehen, denn auf die Dauer scheint es wohl unmöglich, daß derartige start auseinandergehende politische Anschauungen in einem Parteiförper weiter einträchtig beieinander wohnen, wie es seit= her der Fall war. Db dabei die nationalliberale Bartei nicht noch weiter in die Linsen geht und ob die Ernte denjentgen in den Schook fällt, welche die Saat auswarfen. Hessischer Landiag. Darmstadt, 16. Februar 1903. Erster Präsident Haas eröffnet die Situng um 9 Uhr 15 Min. Die Spezialberatung des Staatsvoranschlags wird fortgesezt bei Kapital 10, Staatseisenbahnen. Abg. Dr. Schmitt bringt Wünsche von unteren Beamten, betr. Benachteiligung, sowie die Frage der Abgeordneten Freifarten zur p ache. Frau Glohr warf einen entsetzten Blick nach ihrem Sohne. Hangcurt!“ Dieser saß wie ein armer Sünder da. Er hatte das Gesicht in beide Hände gestützt und blickte unter den Tisch. " Hangcurt, gib Deim Vater' ne Hand und verheiß' Dich bei Gott: Du wollst's nit wieder tun. Dein Vater hat recht!" Da is er schon zu schlecht d'rzu!" tobte, jetzt allerdings schon bedeutend mäßiger, der Pierer weiter. „ Paß acht, an dem erleben wir noch was! Ich seh schon, den Hof fann er mal nit kriegen, den muß der Hannes haben!" ,, Hangcurt!" rief Frau Glohr fast berzweifelt und indem sich ihr Mutterauge mit liebendem Ausdruck und forgenvoll nach ihm hinwandte, Hangeurt, komm ' raus und gib Dem Vater die Hand und versprich hoch und teuer, Du wolst's nit wieder tun!" Hangcurt warf einen feuchten Blick nach seiner über alles geliebten Mutter, dann kam er aus der Tischecke hervor und reichte seinem zürnenden Vater die Hand, indem er sagte: ,, Vater, laßt's gut sein; ich will's nit wieder tun." „ Das will ich Dir auch nit geraten haben," versetzte der so Angeredete mit nachdrücklicher Betonung. Das Ungewitter war durch das Dazwischentreten Glohrs rasch vorübergegangen, das heißt, beide Eltern hielten ihrem Sohne noch eine längere Strafpredigt, in der es besonders Frau Glohr an herzbewegenden Worten nicht fehlen ließ. Sie konnte gar eindringlich zu jemanden sprechen und nun noch gar zu ihrem Hangcurt, der ihr ans Herz gewachsen, weil er doch sonst im allgemeinen ein solch' gutmütiger und wohlgelittener Bursche war. ( Fortsetzung folgt.) auf pint jährliche auf den Borfigende wurde nach dem Vorsta Vorschlag Gewerbesch für Zwed fagungsger die Herre Dr. Gutf * D Vermit in Darmst empfehlens wald mit Vogelsberg Landesgren druckt und Wir mach mertfam, bald dem G und Raffe fie noch ** wie bor Wir mo Die biele D und der liegen а Armena Gi Di Kal Aud Masse W Für laffige im X foldhe babt meifer ot folgendes ges it für eine oder Der Darmstädter Im politischen Scheidung der Uebergang der uernbündler risch- demo Shlenfe mit Oder Landwirte. nach mancherlei erhalb der be n aus Worms, omano publico mtliche Breffe Cratis ange traute. Das , daß auch der e, die zu g/ meins und Köhler, rscheinen, wieder geben in den nd von Ort z fold ausgehend Saas- Hirschelten sowie Ge Schädigen. Und Lagerhaus- Ge ndungen vorerst e wir hören die der Landwirte zuzuführen. ichen trügen den des Präfi ber auch in ationallibe eine feindliche nicht zu unterisis weiter entDemokratie und interfapital stener Abg. Köhler rteten Anfturm ich fategorischen wieder Sams botum gegen ten vermutet, rung dies nicht m Donnerstag ordene Burecht og gegen die ich als dessen zustehen, denn derartige start n einem Parteiwie es seit lliberale Bartei die Ernte denaat auswarfen. bruar 1903. ng um 9 Uhr gs wird fortDr. Schmitt enachteiligung, Zur p ode. id nach ihrem da. Er hatte blickte unter d und verheiß' er tun. Dein !" tobte, jezt Pierer weiter. vas! Ich seh den muß der erzweifelt und Ausdruck und geurt, fomm versprich hoch ch seiner über der Tischecke ter die Hand, it wieder tun." haben," berjer Betonung. intreten Glohrs Eltern hielten Digt, in der es Worten nicht zu jemanden gcurt, der ihr m allgemeinen Bursche war. ortfegung folgt.) Die Abgg. Berthold, Seelinger, Molthan, Hirschel, Bähr, Senßfelder, Reh, Damm, Weidner und Dr. Buff bringen Wünsche lokaler Natur vor, während die Abag. Adelung und Ulrich die Frage des Koalitionsrechts für Eisenbahnarbeiter besprechen. Finanzminister Gnauth äußert sich wiederholt zu den vorgetragenen Wünschen, Prüfung und, soweit möglich, Berücksichtigung derselben zusagend. Weitere Beschwerden lokaler Natur bringen die Abgg. Drb, Pennrich, Erf, v Brentano, Euler, Seelinger, Senßfelder und Berthold vor, die Finanzminister Gnauth zu prüfen zusagt. Schließlich wird das Kapital mit 12 000 000 Mark Einnahme und 270 200 Mart Ausgabe genehmigt. Ferner wird Kapitel 11, Lotterie, mit 1000 000 Mart Einnahme bewilligt, nachdem Finanzminister Gnauth auf Anfrage des Abg. Molthan bestätigt hat. daß z. Zt. Verhandlungen zwischen den einzelnen Bundesstaaten über Beseitigung einzelner im Lotteriewesen entstandener Mißstände schweben. Bei Kapitel 12, Steuern, bringt Abg. Köhler den Wunsch auf Ermäßigung der Hundesteuer auf dem Lande zum Ausdruck, worauf die weitere Beratung auf Mittwoch, 9 Uhr vormittags, vertagt wird. Lokales. 17. Februar 1904. ** Der ordentliche Professor in der jur. Fakultät der Landesuniversität Gießen, Geh. Justizrat Dr. A. B. Schmidt hat den an ihn ergangenen Ruf an die Universität Königs berg abgelehnt. Schmidt ist seit vielen Jahren Mitglied des Großh. Verwaltungsgerichte hofes und Vertreter der Landesuniversität in der I. Ständekammer. * Die Kanalisationsarbeiten in Gießen sollen nach Eintritt günstiger Witterung in vollem Umfang wieder aufgenommen werden. * Gewerbebant Gießen. In der Montag abgehaltenen 45. ord. Generalversammlung im Restaurant Feidel waren 57 Mitglieder anwesend. Nach Eröffnung der Versammlung durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Stadtv. Petri, wurde das Andenken des verstorbenen Direttors Hrch. Wagner nach warmen anerkennenden Worten durch Erheben von den Sigen geehrt. Der Vorsitzende teilt mit, daß der Geschäftsgang der Bank im verflossenen Jahre ein guter gewesen sei; mehrere unvermutete Revisionen habe die Bücher, Effekten, Wertpapiere und Barbestand in bester Ordnung befunden. Er erstattete im Namen des Aufsichtsrats den Vorstandsmitgliedern der Bank für ihre umsichtige Geschäftstätigkeit den besten Dant ab. Einen umfassenden Geschäftsbericht gab sodann Direktor Loos, der sich in ausführlicher Weise über den Geschäftskreis der Gewerbebant aussprach und manche beachtenswerte Winfe gab, er machte auf pünktliche Rückzahlungen und mindestens einmalige jährliche Erneuerung der Schuldscheine aufmerksam, sowie auf den Zinstermin am Schluß des Kalenderjahrs. Der Borsigende dankte dem Direktor für seine Ausführungen und wurde nach Genehmigung der Jahresrechnung und Bilanz dem Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Auf Vorschlag des Aufsichtsrats wurden dem Baufonds der Gewerbeschule 1000 Mt. und dem Kaufmännischen Verein für Zwecke der Fachschule 400 t. überwiesen. Die sagungsgemäß ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrats, die Herren Ernst Balser, Karl Aug. Faber, Louis Fuhr, Dr. Gutfleisch und G. E. Möhl wurden wiedergewählt. Der hessische gemeinnüßige Verein zur Vermittelung von Land- u. Kuraufenthalten in Darmstadt ist zur Zeit mit der Zusammenstellung der empfehlenswerten Sommerfrischen im Vereinsgebiet( Odenwald mit Bergstraße, Main- und Neckartal, Rheinhessen, Vogelsberg mit Umgebung, ohne Beschränkung auf die Landesgrenzen) beschäftigt. Diese Sommerfrischen sollen gedruckt und an die Interessenten kostenlos abgegeben werden. Wir machen unsere Leser hierauf mit dem Anfügen auf merksam, daß Wohnungs- und Pensionsangebote tunlichst bald dem Geschäftsführer des Vereins, dem Herrn Rechnungsund Kasseführer Harth in Darmstadt mitzuteilen sind, wenn sie noch Aufnahme in der Zusammenstellung finden sollen. ** Das Sigrid Arnoldson Konzert wird, wie vorauszusehen war, einen vollen Erfolg habenf Wir machen darauf aufmerksam, daß mit Rücksicht au. die vielen Gießener Gesellschaften und die zahlreichen * * Bekanntmachung. Die Rechnung der Plockischen Stiftung für 1902/03 und der Voranschlag der Plockischen Stiftung für 1904/05 liegen acht Tage lang zu Jedermanns Einsicht auf dem Armenamt Neuen- Väue 25, Zimmer Nr. 2 offen. Gießen, den 15. Februar 1904. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Curschmann. Kalk- und Marmorwerke, Dampfziegelei, August Gabriel jr., Giessen Massenfabrikation. Bahnanschlüsse. Werke Abendstern. Telephon Nr. 84. Für sofort suchen wir einen gewandten zuberlässigen, verheirateten Auslaufer im Alter von ca. 30 Jahren. Es wollen sich nur solche melden, die schon eine ähnliche Stellung ge= habt haben und sich durch gute Zeugnisse ausweisen können. Die Stellung ist dauernd. Färberei Gebr. Röver, chemische Waschanstalt, Gießen, Marktplatz 18. auswärtigen Konzertbesucher der Anfang auf 7 Uhr abends gelegt ist. Ueber die Abschieds- Vorstellung der Künstlerin im Hannoverschen Hoftheater wird uns telegraphisch mitgeteilt, daß der Abschied ein unbeschreiblicher Triumph war. Die Künstlerin wurde in Carmen" 35 Mal hervorgerufen. Erst nachdem der eiserne Vorhang herabgelassen wurde, verließ das Publikum das Theater. Ueber 800 Billetbestellungen mußten unberücksichtigt bleiben. im Elisabethenstift darniederliegen, macht sich langsam eine Besserung geltend. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, 16. Februar 1904. Der frühere Buchhalter Franz Ente aus Leipzig- Reudniß, welcher zuletzt als Knecht in Grünberg tätig war, erschwindelte sich von der Firma Bial& Freund ein BrockhausLexikon im Werte von 204 Mt., welches er für 50 Mt. an einen Gießener Buchhändler abseßte. Nachdem das Geld durchgebracht war, stellte er sich der Polizei. Mit Rücksicht auf die vielen Vorstrafen erkannte das Gericht auf ein Jahr Zuchthaus und 150 Mt. Geldstrafe, nebst fünf Jahre Ehrverluft. Der Maler Nikolaus Blecker von Emden ist angeflagt, in der Aliceftraße zu Gießen einen Mansardendiebstahl ausgeführt zu haben. Der Angeklagte leugnete der Täter zu sein, weshalb mit Rücksicht auf das Ausbleiben zweier Zeugen Vertagung eintreten mußte. Der Gärtner Paul Stürz von Offenbach verstand es, beim leichtgläubigen Publikum geringwertige Ansichtspostkarten zu hohen Preisen zu verkaufen unter falscher Vorspiegelung. Er stellte auch jedesmal eine Quittung mit falscher Namensunterschrift aus, weshalb er neben dem Betrug auch wegen Urfundenfälschung angeklagt wurde. Unter Einbeziehung früher erkannter Strafen erhielt er eine Gesamtstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten Gefängnis. ** Der Fastnacht- Dienstag hatte in diesem Jahre infolge des verhältnismäßig schönen Wetters viel auswärtiges Publifum nach Gießen gelockt, das mit den Gießenern sich im Banne der Narretei nach bester Weise amüsierte an den Streichen und Tollheiten, welche von den mitunter recht charakteristischen Masken auf den Straßen verübt wurden. Vom Seltersthor bis zum Marktplatz bewegte sich hin und her das Gros; das hier passierende schönere Geschlecht mußte sich so manches gefallen lassen. Im Allgemeinen haben die Sicherheitsbeamten so weit uns bekannt, aber feinen Grund ge= habt zum Einschreiten. Mit Eintritt der Dunkelheit verlief sich das Publikum und wer Luft hatte noch länger unter der Kappe zu sein, hatte bei den verschiedenen Wirten reichlich Gelegenheit dazu. An manchem Stammtisch ist dem Fastnacht 1904 erst am grauen Aschermittwoch morgen Valet gesagt worden. Wer aber früher seine heimischen Penaten aufgesucht hat, ist sicherlich heute früh verwundert gewesen, daß die Farbe der Unschuld, eine weiße Schneedecke die Pfade der Tollheiten verwischt hatte- gleichsam um zu deuten, daß nun ein anderes Leben wieder zu beginnen habe. *** Das letzte karnevalistische Konzert des Turnvereins Gießen hat die Vorturnerschaft gestern Abend in Wiederholung gegeben. Weil ja bekanntlich am Fastnacht- Dienstag überall etwas los" ist, so war es ja auch nicht zu verwundern, daß die Turnhalle nicht so gut besetzt war wie man es sonst gewohnt ist. Den einzelnen Mitwirkenden muß man aber nachsagen, daß sie alles Können in hr Spiel und die Uebungen hineinlegten und so nach Schluß einer jeden Nummer das Auditorium zu großem Beifall herauszufordern wußten. Der Abend sonst verlief recht zeigen. Die Situation ist sehr ernst.( Ob die gemütlich. ** Nach schwerem Leiden verstarb in Grünberg am Montag der Stadtdiener Hch. Wolf. Der Verblichene hatte während seiner langen Dienstzeit nicht nur die Hochachtung und Liebe seiner Mitbürger erworben, sondern genoß auch in unbeschränktem Maße das Vertrauen der Stadtverwaltung. Möge ihm die Erde leicht sein. ( Wer am 29. Februar geboren ist, hat allen Anlaß, seinen Geburtstag in diesem Jahre besonders zu feiern; hatte er doch eine achtjährige geburtstagslose" Periode zu durchmessen, denn der letzte 29. Februar war im Jahre 1896, Großen- Linden, 16. Febr. Infolge Schwermut hat sich hier eine 48 Jahre alte Frau in der Kleebach ertränkt. Großen- Bused, 15. Febr. Unsere 400 ha Wald und 1200 ha Feld umfassende Gemeindejagd, welche bisher für eine Pacht von 1540 Mt. die Herren Chr. Petri V., Prof. Dr. Naumann, Karl Steller und J. Schmücker, sämtlich in Gießen, inne hatten, ging bei der Neaverpachtung pro Jahr mit 2000 Mt. an Kommerzienrat Wilh. Gail, Georg Koch und Adolf Klingspor, sämtlich in Gießen, sowie Emil Goll Frankfurt a. M. über. † Weglar, 16. Febr. Ein nicht unbedeutender Mehrertrag wurde bei unserer am Samstag stattgehabten Jagdverpachtung erzielt. Während früher die Verpachtung 1367 Mt. einbrachte, werden jett 2005 Mr. gezahlt. = Lich, 16. Febr. In Bettenhausen wurde eine landw. Bezugs- und Absaßgenossenschaft gegründet. Der Vorstand besteht aus den Herren: Wilh. Roeh 1., Heinrich Wilh. Rückel, Wilhelm Bauly 3., sämtlich in Bettenhausen wohnhaft. ** Burkhards, 16. Febr. Gestern Abend geriet auf dem Heimwege der Polizeidiener Hart in die Nidder und ertrank. Die Leiche wurde gefunden. (!) Kirchhain, 16. Febr. Seitens des hiesigen Turnvere'ns ist bei dem Gauvertreter der Antrag gestellt, die diesjährige Turnfahrt des Gauas Hessen verbunden mit volkstümlichem Wetturnen in Kirchhain abzuhalten. Ueber diesen Antrag wird demnächst beraten werden. † Darmstadt, 15. Febr. In dem Befinden der drei Gemeindeschwestern, die an den Folgen des Vergiftungsfalles Ohne Fleiss keinen Preis AURORA Patentkummet der Deuzeit. Dreifacher Schutz. Kummete aus einem Stück Leder ohne jegliche Naht, schöne unveränderliche Form und tadelloser Sitz. Hölzer find abnehmbar, was bei Zusammenhängen oder Umallen der Pferde sehr zweckmäßig ist, da durch eine einfache Hebellösung sofort die Hölzer abfallen. Ausgestattet mit formenschönen und stilgerechten Beschlägen. Groß- Felda. Louis Völzing. Inhaber der goldn. Medaille Paris 1900. Neueste Nachrichten. Ueber Berlin wird uns folgendes gemeldet: Petersburg, 16. Febr. Rußland rüstet gegen England! General Sherimedjew von den asiatischen Truppen ist vom Zaren empfangen worden und nach Asien abgereift. Nach absolut verläßlichen Informationen besteht hier die Entschlossenheit, in Tibet keine Schwäche zu Nachricht wahr ist mögten wir bezweifeln. D. Red.) russische Schiffe in Jongampho von japanischen Kriegsschiffen Newyork, 17. Febr. Aus Söul wird gemeldet, daß 3 eingeschlossen seien. Tientsin, 17. Febr. Die Japaner sollen in Korea 100 000 Mann gelandet haben. Tientsin, 17. Febr. Der Statthalter Alexejew habe Port Arthur verlassen und soll sich in Mukden befinden. Yokohama, 16. Febr. Die japanischen Kreuzer„ Nischin". und„ Kasuga" sind heute morgen in Jokosuka angekommen Tokio, 17. Febr. Flüchtlinge aus Wladiwostok erklären, daß im Hafen von Wladivostok weder Torpedos noch Mieren seien. 10 Torpedoboote feien im Eise eingeschlossen. Tokio, 16. Febr. Das amtliche Blatt voröffentlicht eine Verordnung über die Ausgabe einer 5 prozentigen Kriegsanleihe von 100 Millionen Mark. Die Anleihe sol in 5 Jahren getilgt werden. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es können eingestellt werden: 1 landw. Knecht, 1 landw. Magd, 1 Schmied, 1 Küfer, 1 Schreiner, 1 Friseur, 1 Schneider, 2 Köchinnen, 1 Kindermädchen, 5 Dienstmädchen, hier und auswärts. mechaniker, 2 Buchbinder, 1 Tapezierer, 2 Schreiner, Lehrlinge: 1 Spengler, 1 Schlosser, 1 Fein3 Bäcker, 1 Weißbinder und Lackierer, 1 Kaufmann. Es suchen Arbeit: 1 landw. Knecht, 1 Spengler, 2 Schreiner, 1 Wäscherin, gehilfen. 2 Lackierer, 5 Fahrburschen, 5 Lauffrauen, 2 BureauBOOLS Lehrlinge: 1 Schloffer, 1 Schreiner, 1 Kaufmann. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den„ Gerichts." und " Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann 608 Underberg Buonokump Maug- Bitter Underberg Unentbehrlich für jede Familie! Levise Boonekamp emper idem, H.UNDERBERG- ALBRECHT Fabrikation alleiniges Geheimniss der Firma: Hoflieferant Seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm D. am Rathhause in RHEINBERG am Niederrhein. Gegr. 1846. Anerkannt bester Bitterlikör! Man verlange ausdrücklich: Underberg- Boonekamp. 24 Preis- Medaillen! Für Bäcker! Brotpreis- Formulare hält stets am Lage die Expedition Geschäfts- Empfehlung Die geehrten Einwohner Gießens und Umgebung gestatte ich mir darauf aufmerksam zu machen, daß ich das Grabsteinlager des Herrn Emil Kalbfleisch fäuflich erworben habe und nun dind bundt Thi betreibe. Marburgerstraße 25 ein Grabstein- Geschäft verbunden mit Bild- und Steinhauerei no Meine langjährige, praktische Tätigkeit. verbunden mit, theoretischer Ausbildung, befähigen mich, alle in dieses Fach schlagenden Arbeiten kunst- und stilcerecht zu soliden Preisen auszuführen und bitte ich mich bei eintretendem Bedarfe mit Aufträgen beehren zu wollen. #sdigid. Gießen. * 191 bun Dof d Bett- Barchente Bett- Zeuge Damaste und Bett- Cattune Bettfedern Daunen und Roßhaare zu den billigsten Preisen noch ohne jeden Aufschlag empfehlen m. Hartmann nachf. Grünberg i. H. Ernst Block. III. Seffisch- Thüringische Staatslotterie ( Mitteldeutsche Staatslotterie) Biehung V. Klasse. 15. Februar 1904. Jean Dern& Co. Giessen. Gegründet 1883. Inhaber: Oskar Gutmann. Bureau und Lager: Westanlage 31 Telephon 21. Gegründet 1883. Cementwaren- Fabrik und Lager: Frankfurterstr. 114, eign. Bahnanschl. Bau- und Kanalbau- Artikel. Trottoir-, Fussboden- und Wandplatten. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Bauartikel. Einem verehrten Publikum zur geft. Nachricht, daß mein so schnell beliebt gewordener Sanitäts. Biebesheimer Eier- Zwieback Fasel-, Zuchtvich- u. Schweine- Markt außer in meinem Geschäftslokale, | Holz- Versteigerung Selterswo g 61, zu gleichem Preis Der Stadt Geken. Montag, den 22. Februar vormittags 9½ Uhr beginnend, werden im Distrikt Hangelstein versteigert: 300 Fichten- Derbstangen mit 12,99 Festm. 248 Rm. Buchen- Scheitholz Buchen- Knüppelholz Eichen42 Eichen " 1 86 " 36 " 1 58 " f 42 2 Nadel " H Buchen- Stockho'z Eichen Stockholz Nadel3200 Wellen Buchen- Reisig 1530 210 50 " " Eichen Reisig Nadel- Reisig Weichholz- Risig. Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach Daubringen in der Nähe des Steinbruchs. Gießen, am 15. Februar 1904. Gr. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bilma Kartoffel Speise- u. Salatkartoff. I zu den billigsten Tagespreisen empfiehlt J. Hankel Schloßgasse Gießen - 1 Ha. sbursche gesucht B. Schomber, Bädermſtr. Gießen, Wallthorstraße 57. in nachstehenden Verkaufsstellen erhältlich ist: In Gießen: W. Haas, Bleichstraße. A. Lenhardt, Frankfurterstraße. J. Marker, Ecke Stephan- und Goethestraße. H. Kräßer, Brandplatz 15. J. M. Schulhof, Marktstraße. Restaurant Windhof. If Tertors Terrasse. Philosophenwald. Liebigshöhe. In Dutenhofen: Karl Sorger. Heuchelheim: Ph. Neidel II. Alleiniger Fabrikant Karl Link, Gießen, Seltersweg 61. MAGGI S Bouillon- Kapseln Aeussere Rapsel Innere Röhrchen 1 Tasse vorzüglicher Fleischbi ühe 5 Pfg. 1 Tasse extra starker Krafibrühe 72 Pfg. 2 Portionen in Kapseln zu 10 bez. 15 Pfg. empfiehlt angelegentlichst Lou& Belloff, Neuen Bäue 10. Eisernes 4- Bimmerwohnung Wasser- Reservoir, mit Küche zu vermieten. ca. 2 bm. haltend, billig zu verCarl Buss, Marktplatz 6. kaufen. Näh. in der Exp. d. Bl. Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Mark gezogen. ( Ohne Gewähr.) 26 54 273 314 93 401 74 79 528 40 611 63 726 29 840 70 78 924 28 46 62 1031 147 48 79[ 25000] 245 53 58 366[ 250] 406 43 534 602 55 735 87 90 825 35 43 938 68[ 400] 2091 182 263 77 83[ 300] 301 32 50 70 408 13 44 58 645 97 741 818[ 10000] 59 3011 24 93 132 69 206 17 36 55 61 451 86 513 15 18 34 64 660[ 300] 74 711 78[ 250] 917 4043 81 171[ 300] 297 390 94 438 49[ 300 u. e. Pr. v. 75000] 90 650 81 757 [ 250] 805 55 72 80 929 45 80 5002 81 122 24 43 240 45 63 802 5 31 34[ 250] 39 98 582[ 250] 89 640 44 723 825 66[ 300] 94 6225 36 47 53 86 89 322 52 59 72 43 37[ 250] 512[ 250] 72 621 27 32 775[ 300 812 63 90 957 83 7036 121 43 204 322 25 37 51[ 400] 435 87 556 60 75 606 14 715 52 84 89 864 92[ 250] 928 44 46 54 90 99 8026 128 208 30 376[ 250] 5 2 29 71 666 92 916 49 75 82 9008 28 145 239 378 82 437 81 84 543[ 300] 607 80 91 94 761 68 90 806 995 10001 2 86 117 49[ 300] 259 86 313 31 409 15 33 525 34 75 83 92 626 88 725 36 46 840[ 250] 916 26 66 11021 57 86 110 31 85 201[ 300] 18 22 28 71[ 250] 81 335 82[ 250] 99 495 513 89 97 725 848 86 12090 126 92 96 415 18 65 574 645 55 708 28 51 92 834 84 903 13018 28 70 107( 250 36 216 49 59 323 417 74 77 530 78 620 23 83 717 56 69 830 57 83 986 14067 88 188 95 239 49 50 304 436 87 561 72 609 79 717 60 99 805 8 14 67 15047 153 272 311 12 519 26 51 652 85 804 5 7 83 86 903 16010 34 55 141 66 214 47 58 538 58 607 96 814 28 931 46 17109 15 83[ 250] 97 203 31 94 303 4 84 422 30 42 521 79 700 66 90 902 10 89 18094 96 116 75 86[ 300] 216 74 78 326 74 468 86 505[ 250] 81 672 709 50 877 965 73 19006 9 29 35 46 51[ 1000] 143 83 96 239 349 59 71 403 502 43 67 685 90 711 20 28 837[ 300] 80 947 90 20158[ 250] 220 313 62 95 97 570 691[ 300] 737 66 79 870 962 88 21005 35[ 250] 69 126 52 98 270 346 90 477 553[ 250] 69 75 719 49 826 32 38 919 22058 63 84 122 74 98 256 389 474 79 596 662 89 711 94[ 250] 813 903 23029 60 24[ 300] 93 122 41 79 207 67 303 37 69[ 250] 407 533[ 250] 601 6 39 55 754 818 65 77 24043 129 31 291 312 20 426 530 758 67 889[ 250] 911 81 25011 128 33 80 275 303 50 617 48 735 70 858 96 917[ 250] 53 84 26014 108 46 94 228 73 418 71 539 45 749 865 918 28 86 27092 120 29 73 84 88 232 375 464 80 81 522 633 46 79 801 965 71 85 97 28014 27 167 86 255 311 408 20 52 88 516 39 70 80 608 16[ 300] 47 706 46 65 80 829 33 907 79 29081 132 222 51 94 98 336 426 47 73 635 87 721 [ 250] 837 61 901 51 91 30000 57 81 163 71 256 63 76 391 404 51 584 694 712 88 886 87 912 18 55 61 31023 25 203 89 328 413 21 50 59 586 723 75 81 93 98 903 41 64 32200 11 21 331 69 499 531 73 636 49 84 250 88 739 816 943 33139 57 64 229 50 311 47 413 520 22 44 55 74[ 250] 99[ 250] 784 899 977 79 88 34082 102 15 201[ 5000] 9 14 42 48[ 250] 59 324 79 420 519 56 741 847 970 76. 35146 76 90 214 328 32 63 400 29 68 517 33 665 75 792 841 93 940 90 36051[ 250] 72 81 268 340 70 85 446 92 517 637 788 804 16 990 37010 158 221 30 53 317 65 85 424 54 582 611 63 65 71 95 711 915 38004 7 45 77 119 94 202 8 61 68[ 250] 433 64 91 541 69 85 730 863 88 39 975 39000 122 96 206 82 436 66 75 532 86 618 48 92 40002 123 265 390 490 514 44 48 702 25 41 88 861 944 78 41101 51 269 329 59[ 250] 464 524 41 809 42 42009[ 250] 183 20) 22 59 372 93[ 250] 420 668 81 96 747 49 800 32 50 981 43066 78 128 83 24 316 444 52 559 674 87 724 9) 98 898 951 44018 255 87 99 313 29 75 505 [ 300] 18 604[ 300] 752 817 75 85 917 632 93 66 7216004[ 300 49 740 81 800 17 35 63 915 52 58 47040 47 60 93 117 31 44 79[ 300 248 63 82 436 564 65 70 80[ 300] 87 618 740 53 74 826 31 997 48007 29 47 55 131 56 70 12501 230 88 323 59 81 417 30 500 37 638 70 83 706 17 am 1. März l. I. berbunden mit grosser Verlosung und Brämiierung von Zuchtvieh. Voraussichtlich wird der Markt mit Fasel, Zuchtvies, Schweinen, sowie aus originaler Nachzucht stammenden Sch veizer Saanen- Ziegen und -Bö ten gut befahren. Es ist somit Gemeinden wie Privaten günstige Gelegenheit geboten ihren Bedarf zu decken. Der Lose- Vertrieb ist dem Kaufmann Herrn J. A. Geipert: Biebesheim übertragen, man wolle sich wegen Bezug von Losen an denselben wenden. Ausgegeben werden 10000 Lose á Mf. 1.-. fäufer erhalten auf 10 Lose 1 Freilos. Biebesheim 1904. Wiederver= Das Markt- Comité. Heinrich Schön, Giessen Liebigstrasse 65 empfiehlt sich im Anfertigen sämtlicher Schreinerarbeiten an Deubauten. Besonders preiswert werden geliefert Thüren, Treppen u. Fenster jeder Art. Mit Kostenanschlägen stehe gern zu Dienften. Couverts mit Firma 68 70 809 11 915 20 32 56 68 49042 58 110 206 78 393 421 50 87 505 27 59 611 77 703 4 5 69 815 89 95 938 46 51 50047 69 83 94 152 266 365 95 407 10 19 96 97 563 688 97 728 815 922 51138 39 45 58 71 211 30 300 37[ 250] 42 59 83 498 556 78 635 41 63 96 702 5 26 880 905 38 52029 36 85 169 88 286 92 322[ 250] 46 484[ 250] 519 604 22 927 53008 24 57 112 39 47 51 243 83 395 405 39 55 95 508 31 37 57 622 763 92 804[ 300] 21 949 66 54045 60 90 113 19 254 57 93 94 321 430 92 530 45 57[ 250] 83 604 68 700 22 806 23 34 57 961 55086 121 45 333 68 464 513 22 53 88 721 31 828 29 39 67 87 900 12 23 56 73 74 83 56026 61 148 56 72 344 73 473 502 18 85 616 52 66 90 745 68 72 847 66 68 921 68 57009 13 155 274 324 45 612 22 53 8 774 84 822 41 42 68 58012 27 131 32 77 79 353 400 11[ 250] 536 638 76 89 709 66 72 80 86 989 59008 283 398 405 21 587 620 64 856 955 60045 92 237 85[ 1000] 387 93 401 519 61 76 604 86 712 36 856 64 904 46 61157 203 323 27 29 401 17 34 531 621 64 705 41 67 819 35 95 935[ 250] 62045 202 24 43 46 58 62 82 84 85 353 61 458 501 34 4 673 724 46 823 924 51 63099 137 44 50 92 238 51 381 85 88 500 19 632 64 77 89 715 800 64140 59 60 208 38 49 90 310 66 519 22 621 68 767 79 99 860 932 56 73 65025 51 247 347 402 49 54 557 604 6 706 22 830 45 95 947 66057 84 179 216 20 26 77 88 315 430 82 87 514 81[ 250] 641 49 711 804 37 58 76 954 75 83 88[ 3000 98 67014 65 178 213 43 84 311 38 411 75 559 70 629 776 809 15 927 57 95 68017 18 37 96[ 300] 109 82 203 321 66 429 92 96 516 43 628[ 1000] 794 911 36 73 69205 74 80 89 408 46 500 6 663 727 851 81 973 70065 130 65 298 309 37[ 300] 79 404 58 97 507 25 94 715 76 92 974 89 71129 31 79 97 208 30 62 303 24 66 72 417 40 52 62 64 66 504 [ 250] 628 741 848 951 71 72 72101 9 57 58 95 283 89 96 443 544 652 59 708 55 64 66 83 810 64 89 923 30 65 92 73082 90 132 46 308 44 71 78 402[ 250] 77 96 521 666 763 846 68[ 1000] 92 960 74127 284 380 462 99 510 87 96 604 24 53 753 999 75033 46 71 117 71 201 51 362[ 250] 517 75 81 632 703 15 32 70 814 80 75 932 76039 45 48 235 52 366 414 17 36 57 565 87 604 9 21 719 68 76 80 835 65 81 250] 912 13 52 96 77140 58 221 49 66 83 326 431 503 12 19 39 77 92 610 72 79 750 98 881 84 902 71 78086 126 238 63 88 99 376 515 60 625 707 76 806 17 49 77 906 97 79205 13 89 95 300 28 68 94 402 16 638 40 47 823 986 88 80079 226 300 14 49 410 28 86 510 18 84 633 58 63 749 70 85 92 [ 250] 800 33 952 81004 26 29 42 67 103 4 40 46 214 33[ 250] 45 60 65 67 329 39[ 400] 45 60 99 428 54[ 250] 89 567 710 64 89 817 96 947 82000 8 97 137 98 288 91 431 88 543 619 72 80 94 730 54 815 18 27 97 928 83067 89 116 30 34 74 249 310 90 94 462 83 500 74 603 35 783 84 840[ 250] 86 910 42 59 84002 61 135 41 207 31 335 58 60 78 95 96 402 563 676 89 705 30 54 816 965 84 85090 130 237[ 250] 77 344 67 69 99 422 23 46 56 536 634 58 93 840 932 96 86061 77 149 232 36 72 96[ 250] 414 73 82 505 96 601 83 720 54 856 915 87025 47 109 41 49 78 236 99 303 95 450 99 549 73 89[ 400] 624 86 742 43 85 914 68 82 87[ 250] 92 98 88005 15 50 82[ 250] 135 268 95 339 56 91 411 42 48 500 9 50 672 744 851 78 900 1 62[ 1000] 89030 35 47 63 76 108 35 57 69 82 264 353 403 5 46 65 75 539 93[ 250] 856[ 250] 714 93 821 31 976 84 90040 44 87 90 102 30 41 60 64 282 367 85 89 441 61 80 590 614 71 92 743 45 853 915 37 70 91067 103 12 13 18 63 68 254 72 351 406 26 87 543 731 92 839 69[ 400] 73 958 92053 103 41 96 211 450 99 608 44 756 66 801 55 935 93022 108 18 40 42 45 51 76 310 18[ 250] 66 94 99 403 5 77 508 51 57 603 23 53 65 718 30 36 37 47 68 74 99 814 28 69 250] 76 97 942 94046[ 250] 56 67 69 72 86 115[ 250] 328 425 44 533 664 79 771 74 835 48 908 53[ 250] 81 95047 99 207 45 51 52 358 72 534 602 4 88 99 741 44 85 831 50 99 931 60 94 96 96006 16 89 134 56 69 277 339 61 84 446 72 97 99 524 [ 250] 75 97 611 715 18 51 67 952 97070 84 159 271 367 449 527 32 605 46 700 1 887[ 250] 955 98002 4 8 29 42 110 217 303 83[ 250] 91 504 5 71 902 20 36 47[ 250] 79 99075 155 89 216 25 90 413 32 76 593 618 56 97 724 90 96 852 54 919 42 Nächste Ziehung: 7. März 1904. von Mk. 3.50 an, liefert die staatl. tonz. Haupt- Kollekteur der Hess. Thüring.( Mitteld.) Staats- Lotterie. Neuen- Bäue 11. Richard Buchacker, Giessen. Expedition. Robert Stuhl Gießen, Neustadt 23 bringt hiermit seine gebrannten Kaffee's von hervorragender Güte und wöchentlich frisch gerötet zu nachstehenden Breisen i. empfehlende Erinnerung. per Pfd. 100. 120, 140, 160 und 180 Bfg. Ein junger Mann für leichte Arbeit, desgl. ein Lehrling per sofort gesucht. Gießener Stemvelfabrit. Krender& Co. Möbl. Zimmer per 1. März zu vermieten. Gießen, Marktstraße 11. Kleine Wohnung freundliche in der Nähe des Seltersthores sofort zu mieten gesucht. Off. mit Preis u. 3280 an d. Exp. d. Bl. erbeten. Oftanlage 18 Ecke Landgrafenstraße: 2. u. 3. Stock, 5 Zimmer, Badezimmer u. Mädchenz. eventuell mit Stallung, Burschenzimmer Mansarde, 4- Zimmerwohnung per und Remise. 1. April zu vermieten. H. W. Rinn, Gießen. Landgrafenstraße 3. Jn Schülers Garten ist der zweite Stock nebst Zubehör sofort anderweit zu vermieten. Näheres bei der Bürgermeisterei Zimmer Nr. 15 Gießen Schöne Woh ung, ( 4 Zimmer), mitten der Stadt ge= legen, breiswert zu berm. Näh. in der Erv. d. Bl. Villa, gross. Steinweg 9 Die Wohnung des Herrn Forstmeister Joseph ist per 1. April 1904 anderweitig zu vermieten. Näheres bei H. 2. Rine, Gießen Landgrafenstraße 3. ei lidt man ihm damit so gebch den Verstand. im Dunkeln, Fürchtet man ihm Heringsaugen Wir alle ſtehen, wenn wir aufrichtig sein im Banne des Aberglaubens unserer Kindertage, und auch über uns hat er ſeine Macht noch nicht nä au effen u. f. f. wollen, Ursachen enthauptet. daher bemühen sich Die meisten Leute strafen die Wärteerstere, den Kindern gute Manieren beizubringen, und zwingen fie die üblichen drei Verneigungen zu machen, so oft fie rinnen für die Vergehen der Kinder; men Rerſeris Nr. 38. Mittwoch, den 17. Februar e Fam 1904 a schl er: Marft ng Mtebervern denselben besheim r Lose- Vere Privaten Ziegen und einen, sowie omité. Sen ften. O berflickt man ihm damit unweigerlich den Verstand. Fürchtet ein Kind sich im Dunkeln, so gebe man ihm Heringsaugen zu essen u. s. f. Wir alle stehen, wenn wir aufrichtig sein wollen, im Banne des Aberglaubens unserer Kindertage, und auch über uns hat er seine Macht noch nicht völlig verloren. Er liegt uns genau so, wie noch ein gut Teil anderer germanischer Mythologie im Blute und wird sich in alle Ewigkeit vererben. Trösten wir uns; kein Geringerer als Goethe sagt:" Der Aberglaube ist ein Erbteil energischer, großtätiger, fortschreitender Naturen; der Unglaube Eigentum schwacher, kleingesinnter, auf sich selbst beschränkter Menschen." 3 Ursachen enthauptet. Die meisten Leute strafen die Wärterinnen für die Vergehen der Kinder; daher bemühen sich erstere, den Kindern gute Manieren beizubringen, und zwingen sie, die üblichen drei Verneigungen zu machen, so oft sie ihre Mutter sehen. Die vornehmen Perserinnen fümmern sich selbst kaum um ihre Kinder. Das Besitztum wird in Persien gleichmäßig unter die Söhne verteilt; jedes Mädchen bekommt nur einen halben Anteil als ihre Mitgift, von der sie nach ihrer Heirat Kleidung und Lurus bestreitet. Daraus ergibt sich der Unterschied in der Kleidung der Haremsfrauen. Nr. 38. Mittwoch, den 17. Februar 1904. Oberhessische Familienzeitung. Cägliche Unterhaltungs- Beilage der Gießener Neueste Nachrichten. and and Bering ber Stopener Berlagsbruderei, vorm. Wilh. Keller'ſche Sudbruderet( gegs. 1788); reset: In 21e Der Goldmarder. Original Noman von M. Behold. Aus einem persischen Harem. Muriel Baddington, eine Engländerin, die sich in Teheran in Abdullah Hussein Khan, einen Vetter des Schah von Persien, verliebte und die durch ihre Heirat mit ihm eine der ,, führenden Damen" in seinem Serail wurde, erzählt im " American" sehr interessant vom Leben in einem persischen Harem. Mein Gatte, schreibt sie, baute mir ein hübsches, englisch aussehendes Haus. Das Klima ist prächtig, und ich ritt häufig aus; aber der persische Schleier, der Augen und Gesicht vollständig bedeckt, raubt einem viel Vergnügen. Das Benehmen der Perser gegen Frauen ist dabei sehr frei; obgleich ein Soldat und vier schwarze Diener uns bewachten, machten wir beim Spazierengehen sehr unangenehme Erfahrungen, so daß wir lieber fuhren oder ritten. Der Schleier gewährt den Perserinnen den Eindruck höchster Lieblichkeit. In Wirklichkeit enttäuschen aber ihre Gesichter, die Figuren sind eckig und ungraziös. Das Ideal der Schönheit in Persien ist, dunkle Augen blaue oder graue Augen sieht man selten und schwarze Augenbrauen zu haben, die auf der Stirn zusammenstoßen. Wenn das Haar natürlich hell ist, muß es im Bade dunkel gefärbt werden. Ein„ Bad" in Persien dauert vom frühen Morgen bis zum späten Abend; das Haar allein wird siebenmal mit Wasser und Seife gewaschen. Persien ist das Land des Anmalens, Puderns, Färbens und der prächtigen Kleider. Ein beliebter Besatz ist eine mehrere Zoll breite Einfassung aus echten Perlen, und die Kissen, auf denen wir lagen, waren mit kostbaren Perlen geschmückt. Für Korsetts sind die Perserinnen indessen nicht. Als ich einer starken Frau einmal ein Korsett anzog und die Schnur zuziehen wollte, wurde sie blau im Gesicht und bat mich, sie von der„ Folter" zu erlösen. Was die Erziehung persischer Frauen betrifft, so ist es wahr, daß selbst manche Prinzessinnen weder lesen noch schreiben können und das Leben sehr langweilig finden. Sie lauschten stundenlang meinen Erzählungen von dem freien, glücklichen Leben englischer Frauen, und viele von ihnen sehnen sich nach Freiheit und Bildung. Ihre Tänze, Gespräche und Sitten sind sehr wenig erfreulich; ihnen mangelt sehr die schulmäßige Disziplin. Als ich ihnen von der Achtung erzählte, die englischen Frauen von ihren Männern gezollt wird, seufzten sie. Denn diese armen Frauen werden sehr grausam behandelt; wenn ihr Mann zornig ist, so wickelt er ihr Haar so fest um die Arme, daß die Frauen vor Schmerz schreien; für Kleinigkeiten werden sie geschlagen und gedemütigt. Nur reiche und einflußreiche Frauen können sich scheiden lassen und sich dann wieder verheiraten. Das Haremsleben ist sehr monoton. Berufsmäßige Tänzer werden zur Erheiterung angestellt, aber ihre Tänze und die der Frauen sind nicht einwandfrei. Ein Musikant durfte vor uns spielen; denn er war gänzlich erblindet. Die Haremsfrauen dürfen außer ihrem Gatten nur ihren Großvater und Onkel sehen, weil eine Heirat mit diesen unmöglich ist. Der Schah hat aber das Vorrecht, daß jede Frau in seinem Reich sich vor ihm entschleiern muß und ihm jede gehört, an der er Gefallen findet; er hat 160 Frauen, die ich alle kenne, da ich ständig seinen Harem besuchte. Persische Frauen ordnen ihr Haar in Hunderten von kleinen Flechten an; bei jeder größeren Gelegenheit werden diese aufgeflochten und stehen in einem schrecklichen dicken Gewirr um den Kopf herum. Ich erfreute die Schwester des Schahs und mehrere Fürstinnen, indem ich ihren schwarzen Dienerinnen lehrte, das Haar auf englische Weise zu frisieren. Fast alle Dienerinnen sind arabische Sklavinnen. Die Wärterin meines Sohnes war zum Beispiel eine Araberin, die wir für 320 Mark kauften. Sklaven werden oft wegen geringfügiger WITZ C2D HUMOR Eine Entschuldigung.„ Aber bestes Fräulein X., wie konnten Sie nur glauben, daß ich in Gesellschaft ausgesprochen hätte, Sie wären dumm! Gerade das Gegenteil, ich war stets der einzigste, der das nicht sagte." Freundliches Bedenken. Wirt:„ Sie, lassen Sie sich was sagen, sie werden mir von Tag zu Tag mehr schuldig; von morgen an schreibe ich Ihnen nichts mehr auf!"- Gast:„ So? Mir ist das einerlei; aber werden Sie sich denn meine Zeche auch merken können?" S Mephistos Rache. Der Charakterspieler und die jugendliche Liebhaberin einer Provinzialbühne hatten sich heftig gezankt. Drei Tage später traten sie sich als Mephisto und Gretchen im" Faust" gegenüber. Eben hatte Magarete den Schrank geöffnet, da fand sie mit einem weit über die Absicht des Dichters hinausgehenden Jubelschrei das verborgene Kästchen. Dasselbe besaß nämlich einen ungewöhnlichen Umfang, weshalb sie darin irgend eine zarte Aufmerksamkeit eines neuen Verehrers vermutete. Höchst natürlich klang daher der Ausruf;„ Es ist wunderbar! Was mag wohl drinnen sein? Ich denke wohl, ich mach' es auf." Auch der folgende Vers: Was ist das? Gott im Himmel! Schau", gab einer großen, aber nicht mehr so freudigen Ueberraschung Ausdruck, denn es lächelte ihr oben auf dem Schmucke nur das Bildnis des Mephisto höhnisch entgegen. Verstimmt schob sie es beiseite. Schon während der letzten Verse aber war aus dem geöffneten Kästchen ein unheimlides Schnurren und Brummen gedrungen, und kaum hatte Gretchen dasselbe vor den Spiegel gestellt und sich zu schmücken angefangen, so ertönte plötzlich die Melodie des:„ D, du lieber Augustin, Augustin, Augustin!" Maßloses Entsetzen ließ die Arme zuerst erstarren. Dann schlug Mephistos Opfer rasch den Deckel des Kastens zu und suchte mit zitternder Stimme den Monolog wieder aufzunehmen, aber umsonst. Unerquicklich quikte die Dose ihren lieben Augustin" dazwischen, und als sie nach einer Pause sogar noch anfing, ,, Mädle, ruck, ruck an meine grüne Seite", da gab's kein Halten mehr. Ein brausendes Gelächter erhob sich vor und hinter der Bühne, der oberste Rang begann die Melodie mitzujohlen, und über das ohnmächtige Gretchen sank langsam der Vorhang hernieder. Moderne Dienstboten.„ Jette", fragt die Hausfrau ihr Dienstmädchen ,,, hast Du morgen Deinen Sonntag?"- ,,, haben Sie das schon vergessen", lacht Jette, der vorige war mein Sonntag und morgen ist Ihr Sonntag, gnädige Frau!" 9 Tuftiges von unseren Kleinen. Lehrer: ,, Wie heißt die Mehrzahl von„ das Kind?" Schüler ( ohne sich zu besinnen):„ Zwillinge!" Ein kleiner Schlauberger. Herr Schulze ist entrüstet über das Essen, das die neue Köchin auf den Tisch setzt und sagt:„ Das kommt davon, wenn Frauen nichts verstehen. Wozu habe ich geheiratet?"" Papa" läßt sich sein kaum siebenjähriger Sprößling vom unteren Ende des Tisches vernehmen, ich werde nimmer heiraten, ich esse mit meinen Kindern im Restaurant." Naturgeschichtliches. Vater:" Seid Ihr in der Schule schon über die Insekten unterrrichtet? Weist Du was ein Käfer ist?"- Karlchen: In der Schule nicht, aber was ein Käfer ist, weiß ich; Onkel Leutenant sagte zum Inspektor: die Lina sei ein sehr netter Käfer. H 1. Fortsetzung. Die beiden Freunde schauten überrascht in das ernſte, treuherzige Antlig, das ein langer schwarzer Vollbart umrahmte, dann reichten sie dem hohen schlanken Manne, der mit ihnen etwa gleichalterig war, die Hand. ,, Mitternacht ist nahe, beſter Doktor," sagte Martin in scherzendem Tone ,,, ein solider Bürger soll um diese Stunde schon in der Klappe liegen ,, Habe auch schon drin gelegen," unterbrach ihn der Doktor ,,, wurde aber vor einer halben Stunde herausgetrommelt. Wie seid ihr zu beneiden, wenn ihr daheim hinter dem waren Ofen sitzt, während ich vom frühen Morgen bis in die späte Nacht durch Wind und Wetter wandern muß und allüberall nur Elend sehe!" Dafür wirst du dir auch demnächst einen feuerfesten Geldschrank anschaffen können!" ſpottete der Maler etwas boshaft. Jawohl, wenn die Patienten so freigebig mit ihrem Gelde wären, wie mit ihren Dankesworten!" antwortete der Andere in demselben Tone. Und es sind auch viele unter ihnen, von denen ich die sauer verdienten Groschen um feinen Preis annehmen möchte. Ich stand soeben am Lager eines sterbenden Kindes, das nicht mehr zu retten ist. Die Mutter ist eine arme Wäscherin, der Vater liegt seit drei Monaten auf dem Krankenbette, sechs gesunde Kinder, alle noch zu jung und zu schwach zur Arbeit, wollen ernährt sein, überall in der ärmlichen Wohnung, wohin ich nur blicken mag, Not, Elend und Sorge, glaubst du, mir könne der Lohn Freude machen, den ich aus ſolchen Händen empfange?" ,, Darin gebe ich dir recht!" sagte Martin bewegt. " Nicht alle Aerzte denken so!" warf Ottokar ein. Ich habe welche gekannt, die zu keinem Patienten gingen, wenn ſie nicht vollſtändig sicher waren, ihr Honorar von ihm zu erhalten. Uebrigens gratuliere ich dir zum Leibarzt Seiner Durchlaucht!" Was soll das nun heißen?" fragte Adolph unwillig. ,, Von dieser Ernennung ist mir noch nichts bekannt." Es wurde heute Abend an unserem Stammtisch behauptet, dein Onkel würde dafür Sorge tragen." ,, Und wer behauptete das?" „ Ein Fremder, der Bruder des Kustos Schönbach, der darüber seine boshaften Glossen machte und auf eure Familie weidlich schimpfte." Der Neid hat immer eine böse Zunge," sagte Adolph Spangenberg ruhig, ich kenne keinen Bruder des Kustos. Er mag ja in mancher Beziehung Recht haben, auch wir Beide, mein Vater und ich, billigen nicht alles, was Onkel Joachim tut." " Zum Beispiel die Verheiratung deiner Base Anna mit dem Polizeirat Appel!" warf Martin ein.„ Es ist ein öffentliches Geheimnis, daß die junge Frau sich an der Seite dieses Mannes sehr unglücklich fühlt!" " Das wird auch schlimmer gemacht, als es in Wirklich feit ist," erwiderte Adolph, aber ich gebe zu, daß Onkel Joachim seine Tochter gezwungen hat, diesen Mann zu ( Nachdruck verboten.) heiraten, und daß es wohl den Anschein haben kann, als ob er dadurch an Macht gewinnen wollte." Sie traten in ein Bierhaus, in dem nur noch wenige Gäste sich befanden, die mit Ausnahme eines jungen Husarenoffiziers mit Kartenspielen beschäftigt waven. Der Offizier blickte von seinem Abendessen auf und empfing die Eintretenden mit frohem Gruß, er legte Gabel und Messer hin, um den Freunden die Hand zu drücken. Sie kommen wohl aus einem ästhetischen Klübchen, meine Herren?" lachte er. Dünne Butterbrödchen und eine Tasse Tee! Ja, ja, wir kennen das, es wäre ganz schauderhaft, wenn nicht die freundliche Wirtin dieses Hauses mit solchen Schlachtopfern Erbarmen hätte. Vortrefflicher Gänsebraten, meine Herren, kann ihn empfehlen!" " Sehr freundlich, aber wir müssen für heute danken," erwiederte Martin, während der Kellner die vollen Biergläser vor die Herren hinstellte, wenigstens ich für meine Person, ich habe genügend zu Nacht gespeist." Und das wir in feine. ästhetische Gesellschaft gehen, müßten Sie längst wissen, Herr Adjutant," fügte Adolph heiter hinzu, unser Maler vielleicht" " Danke!" unterbrach ihn Ottokar, der sein Glas bereits auf einen Zug ausgetrunken hatte. Ich bin kein Süßholzraspler, der allen Damen den Kopf verdrehen möchte. In welchem Boudoir sind Sie denn heute Abend gewesen, Herr v. Bodenlauben?" Der Adjutant klemme sein Monokle in's Auge und fah den Fragenden an, wie wenn er in den Zügen desselben lesen wolle, ob er diese Frage als freundschaftliche Teilnahme oder als verlegenden Hohn auffassen müsse. ,, Seine Durchlaucht hatten Herrenabend," antwortete cr fühl, bedaure, daß Sie noch nicht dazu geladen werden, vielleicht hätten Sie etwas Leben in die Bude gebracht. Ihr Herr Vater war anwesend, hatte eine ziemlich lange Unterredung mit Durchlaucht, es handelte sich, soviel ich vernehmen konnte, um Sie." Dem Maler stieg das Blut heiß in die Wangen, seine schmale aristokratische Hand drehte mit nervöser Unruhe an den Spizen des Knebelbartes. Ich bedarf keines Vormundes," sagte er barsch,„ werde meinen Weg schon allein finden." „ Wie war der Fürst gelaunt?" forschte Adolph Spangenberg. Schlecht, wie immer," antwortete der Adjutant, indem er den leeren Teller zurückschob und die Serviette hinwarf, hatte eine Kleinigkeit im Whist verloren und wurde infolge dessen etwas kurz angebunden. Ich saß wie auf glühenden Kohlen," fuhr er fort, während er den braunen Schnurrbart durch beide Hände gleiten ließ, war im Spiel sein Partner, hatte natürlich auch verloren und mußte mir nun noch Bemerkungen gefallen lassen, die nicht mehr schön waren. Sch hab's bald satt, denke ernstlich daran, mich auf meine Güter zurückzuziehen und meine vielbeneidete Stelle mit Vergnügen einem anderen zu überlassen." ,, Wenn es darauf ankommt, werden Sie sich doch noch . 41. Unfer Erfreuliche Deutsch- Südwe Die unte Ier stehende bis am 11 und zahl hatte mehr Bredow, Die Kolon Silfsexpedition reise die Erpe dem Eintreffe Marineexpediti den„ Habicht Leutweins aug ist nach einer plöblich abgez reits bemertens Leutwein Februar: rüden der Ko! Das Tele einiges über mwurde der A Kompagnie m Von der Seite in das die dre und Namaqua die man schon gangenes Tele und Frau, so eingetroffen, Die Antu waren. in der Koloni Lucie Woer Schlechte Wette Schlechten We Dienstag in erst bedenken," meinte Ottokar aufstehend. Mit einem fühlen Händedruck nahm er Abschied, die Anwesenheit des Offiziers schien ihm die Laune verdorben zu haben. Er hatte seine Wohnung bald erreicht; vor einem kleinen hübschen Hause, vor dem ein Gärtchen lag, blieb er stehen; hier wohnte er mit seinem Vater, dem Hofrat Kurt v. Weisweiler. Er holte den Hausschlüssel aus der Tasche und öffnete leise die Tür, ein schwacher Lichtschimmer im Hausflur verriet ihm, daß seine Heimkehr erwartet wurde, was selten geschah. Er hatte die Tür noch nicht wieder geschlossen, als eine andere Tür geöffnet wurde, in deren hellen Rahmen ein Kleiner, hagerer Herr erschien, der eine goldgestickte Uniform und an der Seite einen zierlichen Paradedegen trug. Eine blütenweiße Binde, deren gestickte Zipfel auf die Brust hinabfielen, bekleidete den Hals, das kahle Haupt bedeckte eine zierlich frisierte Perrücke, deren tiefschwarze Farbe das bartlose, faltenreiche Gesicht noch älter erscheinen ließ. In der schmalen, mageren Hand trug der Hofrat eine goldene Tabaksdoſe, auf dem Tisch stand eine Weinflasche nebst einigen Gläsern. „ Ich bin soeben nach Hause gekommen, Ottokar," sagte der alte Herr, als sein Sohn in das hochelegant ausgestattete Wohnzimmer eingetreten war, unter allen Umständen würde ich auf deine Heimkehr gewartet haben, denn ich habe wichtige Dinge mit dir zu besprechen." Er legte seinen Degen auf den Tisch und vertauschte die Uniform mit einem seidenen Schlafrock, den er aus dem Nebenzimmer holte, dann füllte er zwei Gläser mit Rotwein. Ottokar hatte es sich unterdessen in einem Sessel bequem gemacht und eine Zigarre angezündet; erwartungsvoll ruhte sein Blick auf dem Vater. Wichtige Dinge?" fragte er, und es lag ein ironischer Klang in dem Tone, den er anschlug." Du hattest eine Unterredung mit dem Fürsten, dabei soll auch die Rede von mir gewesen sein" Woher weißt du das?" unterbrach ihn der Hofrat, wäh rend er ihn durch einen Wink zum Trinken aufforderte. „ Ich traf vorhin den Adjutanten—“ ,, Baron v. Bodenlauben?" Ob er Baron ist, weiß ich nicht, aber daß er ein seichter Schwäger ist, will ich gerne unterschreiben." ,, Hm, ich möchte dir doch raten, mit der Hofpartei etwas glimpflicher zu verfahren," sagte der alte Herr ernst, mit dem Zeigefinger auf den Deckel seiner Dose klopfend,„ wir dürfen es mit den Leuten nicht verderben.- Es ist so," fuhr er fort, als sein Sohn eine unwillige Bewegung machte, und ich will dir auch sagen, warum. Wenn du glaubst, wir seien reiche Leute, so bedaure ich, diesen Glauben dir rauben zu müssen. Mein Einkommen ist niemals bedeutend geweſen, mir wurde keine Gelegenheit zu guten Geschäften geboten, wie so manchem meiner Kollegen, und daß Durchlaucht eher geizig als freigebig ist, wirst du auch wissen. Gleichwohl mußte die Stellung gewahrt, auch der Glaube an unser Vermögen erhalten werden, und von den Schulden, die ich infolgedessen machen mußte, darf der Fürst nichts erfahren, wenn ich mich nicht der Gefahr aussehen will, in Ungnade zu fallen. Und wenn dieser Fall einträte, was dann? Kannst du mit deiner Kunſt uns beide ernähren? Nicht einmal dich ſelbſt. Du hast Talent, aber nur für das Porträtfach, und dieses ist nur dann lohnend, wenn man Aufträge hat. Als Hofmaler würdest du gesucht sein, anders aber gestaltet sich die Sache, wenn dein Vater in Ungnade gefallen ist. Die Salons unserer vornehmen und reichen Familien würden dir verſchloſſen ſein, mit einem in Ungnade Gefallenen zu verkehren, ist in einer kleinen Residenz immer gefährlich. Du müßteſt dieſe Stadt verlassen, und ob du in der Fremde ein berühmter Maler wirst, ist schwer zu beantworten, ich möchte es bezweifeln. So liegen die Dinge." Ottokar hatte die Lippen aufeinander gepreßt, ein herber Bug umzudte seine Mundwinkel. Er hatte bisher immer an den Reichtum seines Vaters geglaubt, er war in dieſem Glauben erzogen worden, und nun sah er sich plötzlich vor einem Abgrunde, vor dem ihm schauderte. Bugleich aber bäumte auch der Stolz in seinem Inneren sich auf. Weshalb hast du das alles mir nicht früher schon gefagt?" fragte er. Ich kann dir den Vorwurf nicht ersparen, daß du dazu verpflichtet gewesen wäreſt." Und weshalb hätte ich es tun sollen?" sagte der Hofrat, der mit der Dose in der Hand auf dem weichen Teppich auf und nieder wanderte. Ich würde fleißiger gelernt und ernster in die geschaut haben." Zukunft Ah bah, das sind Redensarten! Ernst und Fleiß haben niemals in dir gesteckt, die Not wird sie auch nicht in dich hineinbringen. Du gehört zu den Naturen, denen unser Herrgott den Tisch decken muß, wenn sie satt werden sollen, und dafür habe ich nun gesorgt." " Galt diesem Zweck deine Unterredung mit dem Fürsten?" fragte Ottokar, die erloschene Zigarre wieder anzündend. Der Hofrat blieb stehen und nahm eine Prise, dann schleuderte er mit Daumen und Zeigefinger die verstreuten Tabakkörnchen von den Schleifen seiner Halsbinde. Jawohl," antwortete er, nur diesem Zweck, und es bereitet mir große Genugtuung, dir sagen zu dürfen, daß Durchlaucht sehr gnädig waren. Er brachte die Rede auf das Bild des Fräuleins Sabine v. Derendorf, das du augenblicklich malſt. Durchlaucht haben die Dame heute mit ihrem Besuch zu beehren geruht und sich sehr lobend über das allerdings noch unfertige Bild geäußert. Vertraulich wurde mir alsdann mitgeteilt, daß Herr Joachim Spangenberg das Original in sein Haus heimzuführen gedenke „ Das hat der Fürst selbst dir gesagt?" rief Ottokar, aus seinem Sinnen auffahrend. Ich genieße das Vertrauen Seiner Durchlaucht und erwarte von deiner Ehre, daß du dieses Vertrauen nicht mißbrauchen wirst. Der Fürst billigt den Wunsch Spangenbergs, und Fräulein v. Derendorf wird nicht so töricht sein, sich diesem Wunsch zu widerseßen und die Gunst Seiner Durchlaucht zu verscherzen. Sie würde sich dadurch bei Hofe unmöglich machen-" Was kann ihr daran liegen? Sie ist reich-" Was ihr daran liegen kann? Ihr, der jungen, lebenslustigen Dame? Das einsame Leben auf ihrem Gute würde ihr bald zur Hölle werden, man entsagt in ihrem Alter nicht gerne den Freuden der Welt." Wenn ein geliebter Gatte jenes einsame Leben mit ihr teilt, so wird es nicht zur Hölle, sondern zum Paradieſe,“ erwiderte Ottokar, mit zitternder Hand nach dem Weinglase greifend. Eine Gefangene wäre sie ja dann auch nicht, sie könnte mit ihrem Gemahl die Welt durchreiſen und in einer großen Residenz sich niederlassen, wo sie mit offenen Armen aufgenommen würde." Der Blick des Hofrats ruhte lauernd auf dem Sohne, rastlos drehte der alte Herr die Dose in seinen Händen. „ Du hegst doch nicht die Absicht, selbst dieser Gemahl werden zu wollen?" fragte er sarkaſtiſch. ,, Und wenn es der Fall wäre?" " Dann würde ich dir mit aller Entschiedenheit davon abraten. Oder hast du das Jawort schon in der Tasche?“ ,, Nein, aber-" „ Dann wirst du es auch nie erhalten.“ „ Hat Fräulein v. Derendorf dir das gesagt?" Sie nicht, aber Frau v. Gagern, die deine Wünsche schon zu kennen scheint. Entsage also dieser törichten Hoffnung und Sabine von höre lieber, was ich dir vorschlagen möchte. Derendorf wird unbedingt die Gattin Spangenbergs, er soll am Tage seiner Verlobung geadelt werden, damit fällt die letzte Schranke, die dieser Verbindung noch entgegenstehen könnte. Joachim Spangenberg beſizt nun aus erſter Che noch eine Tochter, die du kennst, Irma Spangenberg ist ja die Königin aller Bälle und Feste. Deiner Verlobung mit dieser Dame würde Spangenberg gerne ſeine Zuſtimmung geben, und Durchlaucht, der sich lebhaft für diese Verbindung interessiert, hat mir versprochen, dich am Hochzeitstag zu seinem Hofmaler zu ernennen." Ottokar schleuderte die abermals erloschene Zigarre in die Ecke und lachte; es war ein heiseres, höhnisches Rachen, das dem Zorn Luft machte, der in seinem Inneren tobte. Der Hofrat wanderte ruhig auf und ab, nur die Furche zwischen seinen Brauen bekundete den Aerger, den ihm dieses Lachen bereitete. Daß Fräulein Irma v. Spangenberg dir eine reiche Hochzeitsgabe mitbringen wird, unterliegt wohl keinem weifel," nahm der alte Herr wieder das Wort, ihr Vater ist ein sehr reicher Herr, und die Ausfertigung des Ehever. trages darfst du mir, dem alten Praktiker, getrost überlassen, ich werde deinen Vorteil schon zu wahren wissen. Als fürstlicher Hofmaler könntest du möglicherweise hier eine Malerschule gründen, und die Aufträge müßten dir ins Haus hin( Fortsetzung folgt.). einregnen." Aberglaube in der Kinderstube. Skizze von Dr. H. Peters. Der Aberglaub', in dem wir aufgewachsen, Verliert, auch wenn wir ihn erkennen, drum Doch seine Macht nicht über uns. Es sind Nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten. ( Lessing.) Kaum zu irgend einer Zeit sind die Verfehlungen gegen die Gesundheit des Menschen von solcher Tragweite, wie in den frühesten Kindheitstagen, da unser Körper noch für alle Eindrücke so überaus empfänglich und widerstandsunfähig ist. Gleichwohl wird gerade in der Kindheit am meisten gegen Köper und Seele gesündigt durch den schier unausrottbaren Aberglauben der Eltern hinsichtlich dessen, was dem Kinde frommt oder schadet. Wenn Ploß recht hat: „ Die Völker, die sich solcher Mittel noch immer mit Vertrauen bedienen, stehen in therapeutischer Hinsicht auf der felben Kulturstufe wie die Urvölker mit ihrer primitivsten Heilkunde," so hätten wir alle Ursache, uns zu schämen; denn gerade in der deutschen Kinderstube blüht der Aberglaube wie sonst nirgends; er ist gewissermaßen Tradition, eine Tradition, die in uralten heidnischen Vorstellungen_wurzelt. Schon bei der Geburt ist das Kind gleichsam seines Glückes Schmied. Denn für sein fünftiges Los ist nichts on größerer Bedeutung als die„ Glückshaube" oder„ Waſſer haube", mit der es geboren wird. Vor allem ist solch ein Glückspilz gegen das Ertrinken gefeit. Dickens schildert in seinem„ David Copperfield" eine höchst ergötzliche Lotterie der Glückshaube, mit der der Held geboren war." Soviel ich mich erinnern kann, gewann die Haube eine alte Dame mit einem Handkörbchen, die das feſtgeſetzte Geld in lauter Dreierstücken sehr zögernd hervorholte. Eine Tatsache, der man sich noch lange in jener Gegend erinnern wird, ist, daß sie nicht ertrank, sonder hochbetagt und selig in ihrem Bette verblich. Bis zu ihrem letzten Atemzuge war sie besonders darauf stolz, daß sie nie in ihrem ganzen Leben auf dem Wasser gewesen, außer wenn sie über eine Brücke ging, und ſie konnte sich gar nicht genug über die Seeleute entrüſten, die sich auf dem Meer herumtreiben." Aber noch bis zum heutigen Tage werden in den„ Times" Glückshauben zu hohem Preise von Seeleuten öffentlich gesucht und angeboten! In Hessen kommt der Besitzer einer Glückshaube von Militärdienst frei, und überall hat er Glück bei den Damen. Auch Kinder mit zwei Haarwirbeln auf dem Kopse sind Glückskinder; sie finden später viel oder- er trinken.( Thüringen.) Die Aermſten aber, die mit langen Haaren oder einer bläulichen Ader auf der Stirn geboren werden, werden sehr bald wieder aus dem irdischen Jammertale abberufen. Der Märker setzt den Knaben vor dem erſten Bade aufs Pferd, das Mädchen muß buttern. Bräuche, die für die künftige Tüchtigkeit des Erdenbürgers von größter Bedeutung sind. Sehr zu achten hat man darauf, daß das Kind nicht von Uebelwollneden„ beschrieen" oder gar mit dem„ bösen Blick" bedacht wird. Zwar kennt man allerhand prophylaktische Mittel dagegen; es empfiehlt sich z. B. eine Schere oder ein Messer, auch ein blauwollenes Bändchen ins Bett zu legen oder dem Kinde einen roten Jaden um das rechte Handgelenk zu binden. Iſt das Kind beschrieen, so verrät ſauerer oder salziger Stirnſchweiß dies. Ganz sicher aber erfährt man das Unheil, wenn eine alte Frau früh morgens, ohne jemand zu grüßen, drei Kohlen in einen Brunnen wirft. Sinken dieſe unter, so ist das Kind zweifellos beschrieen. Als Heilmittel hilft während des Beschreiens ein dreimaliges Klopfen unter dem Tisch( unberufen und-beschrieen") oder Ausspeien. Noch besser ist es, wenn man das Kind mit dem Wasser der Kohlenprobe besprengt und dabei spricht: Bistu eine Maid, Fall's auf Deine Haid( Haupt), Bistu ein Knecht, Geschieht Dir recht.- Ein neugeborenes Kind darf nicht gemessen und gewogen werden sonst bleibt es mager und wächst nicht mehr. Es sei denn, daß man es barhaupt im Mairegen spielen läßt. Sehr wichtig ist das erste Bad. Wird das Kind am Mittwoch gebadet, so muß es sterben. Gießt man das Badewasser bei Sonnenschein vor die Tür, bekommt das Kind Sommersprossen. Freilich hilft dagegen„ Osterwasser", von einer reinen Jungfrau am Ostersonntag vor Sonnenaufgang und ohne ein Wort zu sprechen aus dem Fluß geschöpft.- Vor der Geburt des Kindes für die Wiege sorgen, heißt es dem sicheren Tode überliefern. Dieses Fatum ereilt es auch, wenn jemand die leere Wiege schaukelt. Auf Rügen raubt man dem Kinde damit aber nur den Schlaf. Wird im ersten Lebensjahre das Stroh der Wiege aufgeschüttet oder das Kinderbett aufgedeckt, so verschüttet oder deckt man damit das Grab auf. Wenn das Kind nicht schlafen kann, so war jemond im Zimmer, ohne Piazz genommen zu haben; er hat damit dem Würmchen auch die Ruhe genommen". Im Vogtlande gilt als probates Mittel gegen solche Schlaflosigkeit der Zimmerkehricht, kreuzweise in die Mitte des Bimmers zusammengefegt und unter das Kopfkissen geschüttet.- Gar mancherlei vermag das Wachstum des Kindes zu hemmen. Man darf das Kind nicht sich durch die Beine kriechen lassen oder über das Kind hinwegschreiten. Das Gegenmittel ist zurückkriechen und zurückschreiten. Auch darf man ein Kind niemals aus dem Fenster reichen, ohne es sich zurückreichen zu lassen. Nach brandenburgischem Glauben lernt es sonst überdies stehlen. In Bayern und in der Lausitz wächst das Kind nicht mehr, wenn es mit der Rute gezüchtigt wird.— Ein ganzes Buch ließe sich über die abergläubischen Gebräuche bei den Krankheiten der Kinder schreiben. Ganz wie die Naturvölker glauben, ist man der Ansicht, daß die meisten Kinderkrankheiten ein Werk böser Dämonen sind, gegen welches das Besprechen am wirkſamſten iſt. Und zwar sind die besten Aerzte hierzu Schäfer, Schmiede, Scharfrichter und Sonntagskinder. Soll die Zauberformel helfen, so muß die Beschwörung unbeschrieben bleiben und bei abnehmendem Mond ausgesprochen werden. Diese Zauberformeln sind uralt, und ihr germanisch, heidniſcher Urſprung verrät sich oft schon beim ersten Worte. Ein derartiger Bauberspruch, in dem Kaze und Hund eine Rolle spielen, lautet z. B.: Der Dida und der Doda Und der schwarze Koda Und der schwarze Hund, Machen's Wehweh wieder gesund. Um die Abzehrung zu bannen, steckt man die Kinder in Oldenburg durch einen Bündel rohen Garns und gibt ihnen Erbsilber" ein. Dieses merkwürdige Medikament erhält man durch Abschaben von altem, in der Familie vererbten Silbergerät. Reicht man dieſe und die meiſten anderen Arzneien aber dem Kinde auf einer Messerspize, so bekommt das Aermste Magenschmerzen. Gegen englische Krankheit ( Rhachitis) ist es angebracht, das Kind dreimal um die Kirche zu tragen und dabei jedesmal ins Schlüſſelloch zu hauchen. Auch das Durchheben durch einen Baumspalt ist gegen die Krankheit wirksam. Als Arznei verabfolgt der Ostpreuße gepulverten Hahnenmagen in Rotwein. Hat das Kind Schwämmchen, so bindet man ihm in Bayern einen lebenden jungen Frosch über den geöffneten Mund; das Tier ſaugt allen Krankhei stoff auf. Gegen Flechten, Warzen helfen die schwarzen Nacktschnecken, auf die erkrankte Stelle geſetzt. Gegen das schwere Zahnen soll das Kind ein Halsband aus Korallen, Bernstein, Päoniensamen und dergl. tragen oder in einem Beutelchen eingenäht eine Elefantenlaus, die sich jedoch bei näherem Betrachten als eine harmlose Nuß entpuppt. In Thüringn bewährt sich eine mit den Zähnen abgebissene( 1) Maulwurfspfote, in Schwaben ein auf demselben unappetitlichen Wege erhaltener Mauskopf noch beſſer. Die Maus spielt in der Zahnheilkunde der Kinderstube überhaupt eine bedeutsame Rolle. In ganz Deutſchland pflegt das Kind den ausgebrochenen Milchzahn über den Kopf hinweg hinter den Ofen zu werfen, wobei es ſpricht: Mäuslein, da hast du' nen knöchernen Zahn, Gib mir einen stahleisernen dann. An die Behandlung der Kinderkrankheiten seien ein paar Regeln aus der Pädagogik unserer Kinderstube angeschlossen. Wird ein Kind gefigelt, so lernt es stottern; schlägt man es auf den Mund, so wird es schwer sprechen lernen. Auch der frühzeitige Genuß von Fischfleisch macht Kinder stumm. Früh und gut sprechen lernt das Kind, wenn man ihm vom eigenen Badewasser zu trinken gibt oder ihm nach der Beichte nüchtern in den Mund haucht. Wird dem Kinde gleich nach der Geburt ein Stück beschriebenen Papiers in die Hand gesteckt, so hat es begründete Aussicht, einmal ein Gelehrter zu werden. In der bayerischen Pfalz hilft gegen jenes, befanntlich selbst von den Göttern vergebens bekämpftes, nur zu verbreitetes Leiden gekochtes Staarherz. Flickt man aber einmal dem Kinde das Gewand auf dem Körper, so verfindliche Ober meh burgischen Pi Aus dem Somit ist an und daß berichtet die elf Buren hrten Händler und bei denen fie richtig dort etipa 6000 batten und varen eing gren, die beſtätigt, fübrele meidlich i unerfreulic aufftande c Der Bestraf tand völlig Wie vord erstattung i untontrollier cine getwijfe fie fich in Absichten de Die wid 3