J. 89. Erstes Blatt. Guement prets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., 15eus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mt. 1.50. bettagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Coifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 16. April 1904. Gießener 13. Jahrgang. Jusertionspreis: Die einfpaltige Betitzelle für gang O heffen, die Kreise Bezlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15: Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Boftzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Sichener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Vertragspolitik. [ Politische Wochenschau.] Die gegenwärtigen Reichstagsverhandlungen über den Etat des Reichskanzlers haben die Fragen der großen Weltpolitit an die Spitze der Tageserörterungen gestellt und haben so recht den Unterschied in den Beziehungen der Völker des 20 Jahrhunderts und der vorhergehenden Zeit zum allgemeinen Bewußtsein gebracht. Während unter Napoleon I. fotowebende Konflikte ohne lange Präliminarverhandlungen 318 der äußersten Maßregel der Könige, zum Kriege, führten, ist jetzt tatsächlich das Ziel der internationalen Diplomatie Scarauf gerichtet, auf dem Wege friedlicher Vereinbarungen Gewichtsausgleiche und eine Milderung der Gegensäẞe an31 streben. Noch deutlicher aber tritt die Tatsache in den ordergrund, daß die politische Bedeutung eines europäischen Wolfes nicht allein von seiner Stellung auf dem Festlande, fondern auch von seiner Position auf der See abhängt. Genu vor einem Jahrhundert verlangte England in allem Ernst die Anerkennung, daß die englische Flotte und die englische Nation allein schiffahrtsberechtigt sein solle, eine Borderung, die zu dem Zwist zwischen Frankreich und Engloh nd und zu der Kontinentalsperre führte. Und als vor einem halben Jahrhundert die schleswig- Holsteinsche Frage anning, brennend zu werden, hielt sich der englische Premier minister Lord Palmerston für befugt, der deutschen Nation exe ermstliche Verwarnung zu teil werden zu lassen. Man numöge sich ja niemals beifallen lassen, Schleswig- Holstein mit diem prachtvollen Kieler Hafen in das Bundesgebiet einver Tolriben zu wollen, da England eine Schwächung seiner See Herrschaft nie und nimmermehr dulden werde. Und heute? Eeute juhließt England Verträge, in denen es willig die allei nige Herrschaft über den Zugang vom Mittelmeer in den Atlantischen Ozean mit einer anderen Macht teilt. Die Tiplomaten von diesseits und jenseits des Kanals treiben der eine fluge Fürsorgepolitik für fünftige Möglichkeiten. te nähern sich einander, damit nicht eine aufstrebende junge Gemacht Amerika-, das durch den Bau des Panamafoimals nach zwei Welten greift und das in einem ungemein verschärften Geschwindschritt seine Flotte baut, von dem en ropäischen Nachbarenzwist Vorteile erlangt. Es ist wenig wahrscheinlich, daß England und Frankreich in ihren äußerfen Buelen eine Kaltstellung Deutschlands und des Dreibhendes anstreben. Viel mehr Wahrscheinlichkeit hat die antiaa erikanische Tendenz für sich. Immerhin aber muß DeutschIchid bei Zeiten daran denken, daß es sich seine Position in dor Belt sichert, und hierzu ist vor allen Dingen das Festhollten an den Kolonien notwendig. Wir wollen also keinen Mißmut und keinen Pessimismus falmeit aufkommen lassen, daß wir für eine Preisgabe der So lonien eintreten. Unsere Besitzungen in der Südsee sind voltwirtschaftlich und strategisch von gar nicht zu unterfender Bedeutung. Allmählich kommt auch die wirtschaftThe Anisbeutung dieser Gebietsteile immer mehr in Fluß. Voor wenigen Tagen hat hierüber der Reichskanzler eine interessante Mitteilung gemacht. Es hat sich eine große Plantagengesellschaft für die wirtschaftliche Erschließung Samus gebildet. Wie es heißt, sollen die Aussichten, uns durch Erweiterung der Baumwollenfultur und durch Pflanzung von So, sowie von Guttapercha von dem Weltmarkt unaa hängig zu machen, gar nicht gering sein. Wir glauben ad, daß die neue Besiedelungsmethode für Samoa die erfufteuliche Frucht weniger erfreulicher Kolonisationsfehler ist. Die frütische Lage in Südwestafrika hat allmählich das Verständnis dafür geweckt, daß das seitherige System von Grund a verfehlt ist. Bisher sollte die Kolonisation durch die Kulturerziehung der Schwarzen bewirkt werden, und man war viel zu wenig darauf bedacht, systematisch weiße Einwande rer anzusetzen und so der europäischen Nasse auch das plfische Uebergewicht zu sichern. In Konsequenz des seitherigen Systems hat das Gouvernement Flächen von ungebarer Ausdehnung förmlich an Landgesellschaften verschenft und von ihnen die Meliorationen und die Kulturerziehung der schwarzen Bevölkerung erwartet. Ein verhongnisvoller Fehler! Denn diese Landgesellschaften haben nis geleistet und hemmen förmlich durch ihre Spekulationspolitif die Einwanderung der Weißen. Zum Glück ist eine nzahl von Konzessionen verfallen. Diese und auch die bugen sollten im Interesse einer wirklichen Kolonisation schnell als möglich zurückgezogen werden. Wenn man das aden Fehlern der vergangenen Zeit gelernt hat, dann ne der wenigstens die schweren und beklagenswerten Opfer a fostbarem deutschen Blut nicht vergeblich gebracht sein und dann werden wir vielleicht auch in die Lage kommen, in Zukunft bei kolonialen Fragen anders als seither mitzutreden. Der englisch- französische Vertrag, von dessen Besprechung Tausgingen, hat die Verhältnisse auf dem Kontinent faſt bständig in den Hintergrund gestellt. Inzwischen aber sind auch hier auf dem Wege des Vertrags erfreuliche Fortfoshritte zur Sicherung des Weltfriedens gemacht worden. Die Lürkei hat sich mit der Reform der mazedonischen Gendi menie einverstanden erklärt und die internationale Kommissior ist bereits aus Konstantinopel nach dem Schauplatz ilirer fünftigen Wirksamkeit abgereist. Auch zwischen Bulgarien und der hohen Pforte ist ein schiedlich- friedlicher Vertikaasa usaleich zustande aekommen. Da gleichzeitig die Interessengegensätze zwischen Stalien und Desterreich ausgeglichen sind, so sind die Wetterwolfen im Osten und Süden Europas nicht mehr so drohend als seither. Recht bedrohlich sind allerdings die Zustände in Spanien, wo die Lage der Monarchie von Tag zu Tag gefährdeter erscheint. Diese mißlichen inneren Verhältnisse, zu denen sich auch eine schwere Finanzkalamität gesellt, schwächen derari die Wirksamkeit der Diplomatie, daß die Regierung von Madrid fast widerstandslos das ungünstige marokkanische Abfommen hinnehmen muß. Die einzige Gegend, wo die Vertragspolitik versagt hat, ist bislang Ostasien. Die Aktionen entwickeln sich sehr lang. sam. wenigstens auf dem Lande, während auf der See die Kriegsoperationen wieder stärker in Fluß gekommen zu sein scheinen. Hierbei wird Rußland beharrlich vem Unglück verfolgt. In politischen Kreisen verlautet aber, daß der Krieg vielleicht doch ein schnelleres Ende finden könnte, als man seither hoffen durfte, denn England und Frankreich seien im Stillen schon auf dem Weg, um zwischen den beiden Kriegsparteien zu vermitteln. Sollte dies Ziel wirklich erreicht werden, dann wäre dies die überraschendste Seite der Vertragspolitik. Der Krieg in Oftafien. Noch immer will sich nicht volle Klarheit über die letzten friegerischen Vorgänge von Port Arthur einstellen, trotzdem nun endlich ein ausführlicher Bericht der Russischen Telegraphen- Agentur darüber vorliegt. Aber an dem interessantesten Punkte weist auch diese Darstellung eine klaffende Lücke auf. Wie und wodurch die„ Petropawlowsk" getroffen vurde, verschweigt er. Der letzte Seekampf hat sich nach dieser Meldung, in deren Wahrheitsliebe nach dem oben Gesagten wohl berechtigte Zweifel gesetzt werden dürfen, folgendermaßen abgespielt: Um 6 Uhr morgens fand ein Kampf zwischen sieben Torpedobooten und japanischen Schiffen statt, der bis 7 Uhr morgens dauerte. Die Besstratschny" wurde von drei Torpedobooten umringt und ging unter, vorher war der Kreuzer, Bajan" zu ihrer Hilfe herausgekommen. Die feindlichen Torpedoboote zogen sich zurück auf die Vorhut ihres Geschwaders. Um 8 Uhr ungefähr verließen die Linienschiffe Petropawlowsk“,„ Pobjeda", Peresmjet", der Kreuzer Bajan", fünf Torpedoboote und der Minenfreuzer ,, Gaidamak" die Reede und nahmen Kurs auf das feindliche Geschwader. Dieses zog sich auf das Gros zurück, das bald in einer Stärke von 16 großen Schiffen in Sicht kam. Darauf ging das russische Geschwader auf die Reede zurück und nahm Schlachtstellung ein. Um 9 Uhr 30 Minuten erfolgte die Explosion, wodurch die Petropawlowsk" innerhalb 2 Minuten versank. Ueber die Anzahl der Geretteten schwanken die Angaben zwischen 50 und 90. Auch die„ Pobjeda“ wurde am Mittelteil beschädigt, worauf sie im inneren Bassin zu Anfer ging. Das japanische Geschwader blieb bis 3 Uhr nachmittags in Sicht, dann teilte es sich in zwei Abteilungen und verschwand am Horizont. Es wehte während der ganzen Zeit eine starke Brise, die abends zu einem heftigen Sturm anwuchs. Wodurch wurde die Explosion auf der Petropawlowsk" herbeigeführt und was beschädigte" die Pobjeda" am Mittelteil? Das sind die Fragen, auf die uns die Russische Telegraphen- Agentur jede Antwort schuldig bleibt. Ehe nicht etwas anderes festgestellt wird, ist es deshalb wohl immer noch das Wahrscheinlichste, daß die geheimnisvolle Ursache gut gezielte japanische Torpedos gewesen sind. Von japanischer Seite wird allerdings behauptet, daß die japanischen Torpedoboote Minen gelegt hätten. Doch ist es kaum glaublich, daß dies Beginnen von den Russen nicht bemerkt worden wäre. Wenn sie es aber bemerkt hätten, würden sie unmöglich ihre kostbaren Panzerschiffe so leichtsinnig hinausgeschickt haben, ehe die gefährlichen Minen wieder herausgefischt waren. Die Rettung des Großfürsten Kyrill. Wie aus den Erzählungen des Großfürsten Kyrill zu ent nehmen ist, stürzte er im Augenblick der Explosion auf die linke Seite der Kommandobrücke und ließ sich an den Händen auf Deck herab, wo er von einer Welle forgespült wurde. Sodann geriet er in das Wasser in beträchtliche Tiefe und kam durch eigene Anstrengungen auf das treibende Schutzdach cines Dampffutters. Er hielt sich darauf etwa 10 Minuten lang und wurde dann von dem Torpedoboot Besumny" aufgenommen. Der Adjutant des Großfürsten Kyrill, Dube, und der Diener des Großfürsten sind umgekommen. Großfürst Wladimir hat seinen Generaladjutanten Grafen Grabbe mit einem Arzt zu dem verwundeten Großfürsten Kyrill nach Liaotschang entsandt. Es wird versichert, daß die Wunde des Großfürsten dessen Rückkehr nach Rußland erfordere. Gerüchten zufolge ist bei dem Untergang der„ Petropawlewsk" auch der bekannte Schlachtenmaler Wasilij Wereschtschagin umgekommen. Zum Nachfolger Makarows ist der Kommandant der Schwarzen Meerflotte Admiral Strydlow ernannt worden, der bereits von Sebastopol nach Petersburg abgereist ist. Strydlow gilt als ein äußerst tüchtiger Seemann und furchtloser energischer Soldat. Der Geldmangel in den russischen Staatskassen beginnt empfindlich zu werden. Die täglichen Ausgaben für Kriegszwecke sind so enorme, daß nur noch für vier Monate Mittel vorhanden sein sollen. Der Zar hat am Hofbudget eine Million Streichungen vornehmen lassen. Die freiwerdende Million soll als freie Hilfsquelle der Staatsrentei überwiesen werden. Neuer Kampf vor Port Arthur? Wie aus Tschifu gemeldet wird, hat am 14. April ein neuer Kampf vor Port Arthur stattgefunden. Die Kanonade dauerte vom Morgengrauen mit Unterbrechungen bis zum späten Nachmittag. Die Forts beantworteten diesmal das Feuer der japanischen Panzer. Es verlautet, daß den Japanern abends die Ausschiffung von Truppen und Geschützen gelungen sei. Was an diesem Gerücht Wahres ist, muß abgewartet werden. Die Politik. Französische Blätter lassen sich aus Berlin melden, zwischen den leitenden Stellen in Berlin, Paris und Rom. finde ein lebhafter Depeschenwechsel statt, dessen Gegenstand eine etwaige Begegnung zwischen Kaiser Wilhelm und Präsident Loubet sei. Der Kaiser lasse sich täglich an Bord der Hohenzollern" von Herrn v. Lucanus Bericht über den Stand der Verhandlungen erstatten. Diese letzte Nachricht soll offenbar den Eindruck erwecken, als liege dem Kaiser besonders viel an der Begegnung mit Loubet. Das ist selbstverſtändlich lediglich französische Einbildung. On der bayerischer Kammer der Abgeordneten erklärte der Finanzminister gestern, die Regierung beabsichtige, dem nächsten Landtage eine weitere Ausgestaltung des bayerischen Steuergesetzes vorzuschlagen. Man stehe vor einer Neuberanlagung der direkten Steuern. Leider sagte der Minister nichts über die Grundsäße für diese Neuveranlagung. A Eine recht unerquickliche Etikettengeschichte wird durch das lippische Regierungsblatt enthüllt. Dem Blatt wird mit dem Ersuchen um Veröffentlichung" mitgeteilt, daß der Thronfolger in Lippe- Detmold, Erbgraf Leopold, an den Beisegungsfeierlichkeiten in Karlsruhe für die FürstinWitwe Sophie von Lippe- Detmold nicht teilgenommen habe. Er habe sich für einige Tage nach Berlin und Potsdam begeben. Erbgraf Leopold war tatsächlich nach Karlsruhe gereist, um an den Trauerfeierlichkeiten teiluznehmen. Er beanspruchte, bei der Trauerfeier seinen Platz unter den anwesenden Fürstlichkeiten einzunehmen, während ihm, als den Abgeordneten des Grafregenten, nur ein Plak unter den Abgeordneten von Fürstlichkeiten ange wiesen war. Erbgraf Leopold hatte gleich nach seiner infunft in Karlsruhe eine ganz kurze Audienz beim Groß herzog und reiste vor der Trauerfeier wieder ab. Bei der Feier blieb sein Plaz und der seiner Begleitung leer. Man sollte wirklich nicht glauben, daß solche Etikettefinkerlitzchen im zwanzigsten Jahrhundert noch möglich wären. * Eine Anzahl Offiziere sollen demnächst neu in die südwestafrikanische Schußtruppe eintreten: Zur Ausfüllung der Lücken, welche die Gefechte mit den Herero in das Offizierkorps der Schußtruppe gerissen haben, werden zwei Majore und sechs Leutnants zur Schutztruppe kommandiert werden. Das Kolonialamt trug sich fürzlich mit der Absicht, Handwerker, die geneigt wären, auf ein paar Jahre nach Südwestafrika zu gehen, anzunehmen. Jetzt hat das Amt diesen Plan aufgegeben. Mit der angebotenen Entschädigung von 10 Mark täglich, wovon 2 Mark für die Verflegung in der Kolonie abgezogen und bei Verheirateten auch noch der Unterhalt der in der Heimat zurückbleibenden Familie sichergestellt werden sollte, waren die Bewerber nicht zufrieden. Sie forderten 15 Mark, was vom Kolonialamit nicht bewilligt wurde. Es soll nun versucht werden, die erforderlichen Handwerker aus den Reihen der an Ort und Stelle befindlichen Truppen zu entnehmen. Der Dampfer " Feldmarschall" mit Verstärkungen für Südwestafria 400 Mann, 14 Offiziere, 3 Aerzte ist in Swakopmund eingetroffen. A Gegen den Gesezentwurf betr. die Dienstaufsicht an den größeren Amtsgerichten mit über 15 Richtern nehmen außer den Richtern nun auch die Anwälte Stellung. So hat der Vorstand der Anwaltskammer des Oberlandesgerichts Köln eine Erklärung angenommen, in der es heißt:„ Die Zustände an den rheinischen Amtsgerichten rechtfertigten die Uebertragung der Dienstaufsicht über die Richter auf einen Amtsgerichtsdirektor nicht, sei aber auch die Unabhängigkeit der Richter und damit die Rechtspflege zu schädigen geeignet." Wie verlautet, werden von anderen Anwaltskammern ähnliche Kundgebungen vorbereitet. Italien. † Papst Pius X. hat neuerdings auf der Infor Schikoku wohnt?" ich darf ihn hier nicht so liegen lassen. Wissen Sie, wo er erflärte ich, und ein so großer Galgenvogel er auch sein mag, Es ist ganz klar, daß er sich allein nicht helfen fann", wir ganz dicht bei ihm vorbei. Jawohl, Euer Gnaden. Auf unserer Rückfahrt fahren Dann helfen Sie ihm in den Wagen. Wir werden ihn ich eine Flasche hervorholte, um ihm etwas Branntwein leuchtete. dabei nach einem Licht, das aus der Finsternis uns entgegenmöglich der Wohnung der Berlin tasd als nur irgend Dort unten ist sie ja schon," meinte Andreas und zeigte nach der Wohnung des Verunglückten zu fahren. " Dann beeilen Sie sich," rief ich ihm zu. wäre rein renov id mich anstatt des stran Mit sanfter Tamüden auf ein geliebtes Haupt Mit der den Kranz des Glücks zu drücken. ˇ Blumengrüße. bergebens warten zu lassen. die angegeben wurden, hindeuten?" meines Freundes faßen, fragte ich: rad und sah mich durch seine Brillengläser schelmisch an. ,, Nun, natürlich auf Humboldt", erwiderte Freund KonAuf welchen Namen sollten wohl die beiden Buchstaben, Als wir im Speisezinumer an der ausgezeichneten Tafel guten bericheucht hätten und fich dann darüber freuten, uns ( Japan) eine apostolische Präfeftur errichtet. Mit ihrer Leitung hat er die spanischen Dominikaner betraut, welche infolge des zwischen den Vereinigten Staaten und dem Heiligen Stuhle abgeschlossenen Konkordats die Philippinen verlassen mußten. Damit ist die erste fatholische Mission im Lande der aufgehenden Sonne geschaffen. Balkan- Staaten. In länger es gedauert hat, bis das bulgarisch- türkische Abkommen unterzeichnet war, um so schneller wird es jetzt ausgeführt. Schon einen Tag nach der Unterzeichnung des Abkommens durch den Sultan sind den zuständigen türkischen Behörden telegraphische Weisungen zugegangen wegen der Amnestie, der Repatriierung, der Zollerleichterungen usw., so daß das Abkommen sofort nach seiner Genehmigung durch den Sultan auch praktisch in Kraft tritt. So ist nunmehr trotz aller Schwierigkeiten das heikle Werk des türkisch- bulgarischen Einverständnisses zu einem glücklichen Ende geführt worden, und dem sowohl die Türkei wie Bulgarien sich beglückwünschen können. Wenn Bulgarien sich selbst wie der Sache des Friedens einen Dienst geleistet hat, so hat andererseits die Türkei jetzt eine starke Rückversicherung gegen wieder auftauchende Unruhen in Mazedonien. Und vor allem wird die Durchführung der Reformen sich jetzt ganz anders vollziehen lassen. A Es scheint dem Serbenkönig recht schwer zu fallen, die den Mächten mißliebigen Königsmörder von seinem Hof zu entfernen. Obwohl nämlich die Gesandten Desterreichs, Staliens, Frankreichs und Rumäniens bereits nach Belgrad curückgekehrt sind, befinden sich die Verschwörer noch immer als Adjutanten und Ordonnanzen im Hofdienst. Sie werden sogar den König auf der in den nächsten Tagen stattfindenben Inlandsreise nach Semendria, Poscharevaz begleiten. Der bisher in Rom tätig gewesene neue russische Gesandte für Serbien, Gubastow, ist infolgedessen angewiesen worden, in Rom zu bleiben, also nicht nach Belgrad abzureisen. Diese Wenderung in den russischen Anordnungen steht natürlich mit der Verzögerung im Wechsel der Adjutanten und Ordonnanzen des Königs Peter in Verbindung. Heer und flotte. Die Einstellung der Seekadetten in die Marine ist beendet. Von 194 einberufenen Aspiranten wurden 150 für die Seeoffizierlaufbahn angenommen und zwar wurden eingestellt von 86 Abiturienten 73, von 72 Primanern 45 und bon 36 Zöglingen der Kadettenkorps mit bestandener Fähnrichsprüfung der Armee 32. Die Seetadetten stammen aus allen Teilen des Reiches. In Berlin und nächster Umgebung find 11 gebürtig, in Schleswig- Holstein 8, darunter allein 5 in Kiel. Necht stark ist der Süden des Reiches vertreten. Namentlich aus Sachsen sind verhältnismäßig zahlreiche Seekadetten gekommen; die sächsische Hauptstadt Dresden stellte allein 7. Aus Elsaß- Lothringen stammen 6 Seekadetten. Neben Bayern und Baden stellte auch die deutsche Seeküste angehende Seeoffiziere. Der Andrang ist seit vielen Jahren erheblich größer als der Bedarf, so daß die Marine die besten und geeignetesten Kräfte aussuchen kann. Im Mai werden die Seefadetten an Bord der Schulschiffe kommandiert, auf denen sie ein Jahr eingeschifft bleiben. Deutfcher Reichstag. ( 67. Sigung.) CB Berlin, 15. April. Die Spezialberatung des Reichskanzleretats hat in diesem Jahre eine Ausdehnung genommen wie kaum je zuvor. Die chronische Beschlußunfähigkeit übt immer stärker ihren den Fortgang der Geschäfte lähmenden Einfluß aus. Wenn niemand wagen darf, einen Antrag auf Schluß der Diskussion zu stellen, kann natürlich jeder Abgeordnete sprechen so oft er will, und beinahe auch worüber er will. Heute wiederholte zunächst Graf von Brudzewo- Mielzynski in ausführlicher, mit Kraftworten reichlich durchsetzter Rede die befannten Klagen über die Ostmarkenpolitik der preußischen Regierung und suchte speziell nachzuweisen, daß das Ansiedelungsgesetz mit der Reichsverfassung nicht in Einklang zu bringen sei. Da der Reichskanzler, der später vorübergehend im Saale erschien, während der letzten Stunden der Sizung nicht anwesend war, übernahm es der Staatssekretär des Junern Graf Posadowsky die Angriffe auf die Beamten in der Provinz Posen zurückzuweisen, gleichzeitig aber auch die Deutschen in den Ostmarken zur Einigkeit und zur wirtschaftlichen Tüchtigkeit zu ermahnen. Auf dieses polnische folgte ein welfisches Zwischenspiel; Graf Bernstorff polemi jierte gegen den preußischen Minister des Innern v. Hammerstein, legte die welfische Geschichtsauffassung bezüglich der Ereignisse von 1866 dar und ließ sich des längeren über den Unterschied zwischen Königstreue und Untertanenpflicht aus. Nach einer furzen Erwiderung des Grafen Posadowsky erhielt der demokratische Abg. Payer das Wort, um eine von der freisinnigen und der deutschen Volkspartei eingebrachte Resolution zu begründen, die auf Beseitigung der aus den Jesuitendebatten hervorgetretenen Zweifel über das Verhältnis von Bundesrat und Reichstag zu einander abzielt. Sie will die strittige Frage geseglich dahin regeln, daß der Bundesrat seine Zustimmung zu den Beschlüssen des Reichstags nur innerhalb derselben Legislaturperiode erneuern darf. Graf Kanit knüpfte dann wieder enger an die Debatte der der letzten Tage an, indem er auf die Handelspolitik einging und im Interesse der Landwirtschaft erneut auf Kündigung der Verträge drängte. Der Reichskanzler hätte sich als Meister des Worts gezeigt, möge er sich nun auch als Mann der Tat zeigen. Die weitere Debatte brachte nichts Wesentliches mehr. 9. Sigung. Preufsifcher Landtag. Herrenhaus. RK Berlin, 15. April. Vier Minister saßen heute am Ministertische der ersten preußischen Kammer, die in gewohntem Eilzugtempo ihr Pensum erledigte. Zunächst wurde eine Petition des Zentralverbandes deutscher Kaufleute und Gewerbetreibender um Ausdehnung des Warenhaussteuergesetzes auf Konsumbereine und Konsumanstalten sowie Filialen, ferner eine Petition um einheitliche gesegliche Regelung des Waffentragens und Waffenhandels zur Beratung im Plenum für nicht gecignet erflärt. Dann gab es eine nicht übermäßig lange Debatte über den Gesezentwurf betr. die Gründung neuer Ansiedelungen in den Provinzen Ostpreußen, Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Posen, Schlesien, Sachsen und Westfalen. Die Polen erklärten sich begreiflicherweise gegen das Geset, das von allen anderen Rednern warm befimorte: wurde. Die Situng endete mit der Annahme des Gesetzes. Morgen geht das Herrenhaus bis Mitte Mai in die Ferien. Haus der Abgeordneten. ( 53. Situng.) RK Berlin, 15. April. Nach einer längeren Debatte über den Denkmalsschutz kam heute das technische Unterrichtswesen zur Erörterung. Eine Reihe Wünsche wurden bei diesem Kapitel laut, so der Wunsch nach Lehrstühlen für Feinziegel- und Terrakottenbau an der technischen Hochschule, Gleichstellung dieser mit den Universitäten u. a. Beim Kapitel Medizinalwesen teilte die Regierung mit, daß Verhandlungen darüber schweben, ob das Alters- und Invalidengesetz durch Bundesratsverfügung auch auf die Hebammen ausgedehnt wer den könne. Abg. Rosenow( freis. Vp.) bat, die Apotheken anzuhalten, Einrichtungen zu treffen, durch welche Personen, welche bei Nacht die Apotheken aussuchen, vor Wind und Wetter geschützt werden. Eine lange Debatte über die Konkurrenz, die den polnischen Aerzten durch die deutschen Aerzte in der Provinz Posen gemacht werde, machte den Schluß. Nab und Fern. Sachsengänger. Eine kleine Völkerwanderung kann man gegenwärtig auf dem Hauptbahnhof Posen beobachten. Seit Anfang der Woche kommen dort jeden Tag etwa 5000 sogenannte Sachsengänger an. Die Leute gehen in der Hauptsache nach Brandenburg, Pommern, Hannover und Sachsen. Ein großer Teil sieht gesund und kräftig aus und macht überhaupt äußerlich einen besseren Eindruck als diejenigen Elemente, die man noch vor wenigen Jahren dort durchziehen sah. Die aus Desterreich kommenden Sachsengänger, besonders die Goralen( Bergbevölkerung der Karpathen) fallen durch ihre eigenartige malerische Tracht allgemein auf. Auf die Zuwanderung aus Rußland hat der russisch- japanische Krieg vorläufig auch nicht die geringste Rückwirkung gehabt. Die russische Regierung stellt vielmehr nach wie vor jedem Sachsengänger den 8½ Monate- Paß anstandslos aus. Der frühere Präsident des Oranje- Freistaats Steijn ist, wie bereits angekündigt, von Cannes kommend, in Güntersthal bei Freiburg in Baden eingetroffen, wo er in der Villa des ihm befreundeten Dr. Berns auf längere Zeit Wohnung genommen hat. Das Befinden des Erpräsidenten hat sich zwar in der letzten Zeit etwas gebessert, auch sein Aussehen macht keinen krankhaften Eindruck, doch versagen ihm die Füße, die früher nahezu völlig gelähmt waren, zeitweilig noch den Dienst. Der Erpräsident gedenkt erst im Januar nach Südafrika zurückzukehren. Ein geheimnisvoller Mord wurde in Bremen entdeckt. Im Wasser des Freihafens wurde ein Mann mit zwei tödlichen Stichwunden in der Brust aufgefunden. Die Leiche war nur notdürftig bekleidet, das Zeug der Jacke war undersehrt, so daß es den Anschein gewinnt, daß die Kleidungsstücke erst übergezogen sind, nachdem dem Mann die Stiche schon beigebracht waren. Die Polizei ist eifrig an der Arbeit, Aufklärung über den rätselhaften Fall zu schaffen. Raubmord. In Weilerswist bei Euskirchen wurde die 74jährige alleinstehende Gastwirtin Gottlob ermordet und beraubt aufgefunden. Die mutmaßlichen Mörder sind zwei fremde junge Leute, die sich in verdächtiger Weise bemerkbar machten. Die Mörder haben das Opfer durch einen in den Mund gesteckten Knebel erstickt. Die Leiche wurde in den Keller gebracht, wo sie gleich nach 6 Uhr von den Nachbarn gefunden wurde. Die Polizei ist den Tätern auf die Spur. Aus russischer Gefangenschaft befreit wurde der Drogist Tomaszewski aus Olobok bei Ostrowo, der vor einiger Zeit unter dem Verdacht der Spionage von russischen Grenzsoldaten festgenommen worden war; er wurde dabei betroffen, als er ein russisches Zollhaus an der Grenze photographierte. Auf Reklamation der preußischen Behörden ist der Verhaftete nunmehr wieder in Freiheit gesetzt worden und nach seiner Heimat zurückgekehrt. + Gesundbeterei en gros. Die aus Amerika zu uns gekommene Gesundbeterei scheint immer weitere Kreise ziehen zu wollen. Wie aus Ostpreußen gemeldet wird, wird sie von der Ehefrau des Schneidermeisters Gorzinski zu Moschitz im Kreise Osterode im großen Maßstabe betrieben. Die Frau verspricht jedem Kranken Heilung, der an alles glaubt, was sie ihm vorspricht. Täglich kommen Kranke aller Art aus Städten und Dörfern nach Moschiß, um sich von Frau G. gesund beten zu lassen. A Hinrichtung. Zu Amberg wurde im Hofe der Fron veste das Todesurteil an dem 35jährigen Spengler Stodi aus Heilighausen vollstreckt. Der Verurteilte hatte an einem 6jährigen Knaben einen Lustmord begangen und den Leichnam in scheußlicher Weise verstümmelt. Eine Gattenmöderin wurde in einem Dorfe bei Großwardein verhaftet. Die Frau des wohlhabenden Landwirts Michael Matyikogryo hat ihren Mann, der ihr gedroht hatte, fie wegen ihres liederlichen Lebenswandels zu enterben, mit Arthieben getötet und hierauf den Leichnam in Stücke geschnitten, die sie dann in einem Fasse verbarg. Sie wollte dann einen Bauern durch ein Geldgeschenk bewegen, die Leichenreste fortzuschaffen. Als sich jener weigerte, schaffte sie selbst mit ihrer 13jährigen Magd das Jaß zur Nachtzeit zum Flusse und warf die Zeichenteile ins Wasser. O Die Schlafkrankheit setzt ihre Verheerungen am Kongo fort. Nach einem Schreiben aus Luluabourg bietet die Mission Saint- Trudon den Anblick eines großen Krankenhauses, wohin täglich mehr und mehr Männer, Frauen und Kinder gebracht werden. Es sind dies Leute, die man aus Angst vor Ansteckung aus ihren Dörfern verjagt hat. Um die Eingeborenen abzuhalten, diese Unglücklichen außerhalb ihres Ortes verhungern zu lassen, ist für jeden, der einen Schlaffranken zu dem Spital bringt, eine Belohnung von zwei Ellen Stoff und einem Eßlöffel Salz ausgesetzt worden. In 45 Tagen wurden in der Mission 500 der Krankheit erlegene Personen beerdigt. Nach Mitteilungen des P. Hubert hatte die Kaltwasserbehandlung bei verschiedene Schlaffranken einen guten Einfluß. A Prinzessin Luise von Koburg will von den Entführungsplänen des früheren österreichischen Leutnants Geza Mattachich nichts wissen. Sie erklärte dem Geheimrat Pierson, der ihr Mitteilungen über die legten Zeitungsnachrichten machte: Aber, Herr Geheimrat, ich will ja gar nicht fort." Pierson antwortete:„ tönigliche Hoheit sind also gern in Lindenhof?" Die Prinzessin erwiderte:„ Ja, sehr gern; ich fühle mich hier ganz wohl!" Der Prinzessin werden in Lindenhof alle er= denklichen Rücksichten gewährt. Sie geht nach wie vor in Dresden zur Kirche, fährt mit dem Automobil in dem großen Garten spazieren und nimmt ihren Tee bei Limberg auf der Pragerſtraße hier ein. Ueber die Zeit der Liebestorbeiten ist die Prinzessin übrigens hinaus. Sie ist bekanntlich. Jahre alt, ihr Haar ist stark ergraut. Sie beabsichtigt nicht, den voriges Jahr gestellten, vom Amtsgerichte Mei aber abgelehnten Antrag auf Aufhebung der Entmündign wieder aufzunehmen; sie will nur ruhig leben und unbehe sein. Daß die Anstalt von Gendarmen bewacht ist, ist richtig. Die sächsische Regierung beabsichtigt, Mattachich Das Mr. 8, ausgege doie Belegung lästigen Ausländer auszuweisen, sobald sie seiner habhaft we op ersicherun Börner zu Altenburg war wegen Biersteuerhinterziehung 60 750 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Börner rich nun an den Herzog ein Gnadengesuch. Doch wurde die abgelehnt. 60 750 Mark Steuerhinterziehung. Der Bierverlettreffend, wonad Eine Höllenmaschine richtete in einem Petersburg Hotel großes Unheil an. Nachts brach in einem Zim des vierten Stocks des Stord- Hotels gegenüber dem Nitole Bahnhof Feuer aus. Als die Feuerwehr in das Zume drang, fand sie alles in Flammen. Im Zimmer wat Gießen mit Bir des Schiedsgerid Oberheffen ernon Großh, Polizeia * Die äuf wir in auswärti Der gegenwärt beefchleunigend arge Zerstörung angerichtet; die Fensterrahmen waren be sie einen würd ausgeschlagen und die Dielen aufgerissen. Der Fußbod stürzte in die darunter gelegenen Räume, wodurch die B- ronin Kreußenstein getötet wurde. Das Zimmer war br einigen Tagen von zwei zugereisten Herren gemietet worde Das Millionen Birtschaftsbetr tommen." Einer von diesen namens Kazanom wurde in dem brenne empfehlen, nid den Zimmer tot aufgefunden; der zweite ist verschwunden. Es weist alles darauf hin, daß der Brand infolge der Gr plosion einer Höllenmaschine entstanden ist, die durch unbor fichtiges Umgehen des Besizers explodiert ist. Kazanow der Sohn eines Staatsrats. Bunte Chronik. In Mülheim werden am 23. April jämt liche dem Aerzteverein angehörigen Aerzte ihre Tätigkeit für die Krankenkassen einstellen. -Leutnant Bilse, der Verfasser des Romans„ Aus eine kleinen Garnison", wurde aus dem Bezirksgefängnis Straßburg entlassen. † Brandkatastrophe. Bei einem großen Schadenfeuer, das nächtlicherweile in einem Hause in der Kasernenſtra zu Insterburg ausbrach, fanden ein Hoboist, ein Eisenbahn arbeiter und eir Triseuraehilfe den Tod in den Flammen. Bunte Chronit. In Dammerkow, Kreis Stolp, liegt der Knecht eines Gastwirts seit dem 5. April in einem to ähnlichen Schlaf. In Berlin vergifteten sich der Kohlenhändler Pirling und seine Frau durch Kohlens. Hus dem Gerichtssaal. * Sonnt im Hotel Trap verfammlung be * Geno 118. bis 28. genoffenfchaftlich Hammer wünscht zteilnehmen und Staatezuschuß tommen in Fra wertergenoffenjo Leitung einer Vorstände der § Wegen Soldatenmißhandlungen wurde in Thorn der Ulanenunteroffizier August Till zu 7 Monaten Gefängnis und Degradation verurteilt. Es wurden 27 Fälle von Miß handlung beziehungsweise vorschriftswidriger Behandlung Untergebener festgestellt. Till hatte seine Leute mit Schlägen traftiert, sie gestoßen und ihnen Sand in den Mund gestopft. Wenn die Pferde beim Reiten das Bein nicht vorschrifts mäßig seßten, ließ Till die Leute absigen und in der Reitbahn auf allen Vieren herumfriechen, damit sie mit den Händen vormachten, wie die Pferde die Füße zu sehen hätten. § Wegen Erpressung bezw. Erpressungsversuchs wurde der verantwortliche Redakteur des sozialdemokratischen ,, Volksblattes für Hessen und Waldeck", Stadtverordneter Gustav Garbe in Kassel, zu einem Monat Gefängnis verur teilt. Er hatte in seinem Blatte im Oktober und November v. J. in verschiedenen Nummern Aufforderungen an die Leser erlassen, in denen diese ermahnt wurden, nur bei den Geschäftsleuten zu kaufen, die im Volksblatt" inserierten; diejenigen Geschäftsinhaber, die nicht inserierten, sollten si nicht unterstüßen. Im Anschluß daran wurde eine Liste der nicht inserierenden Garderoben-, Weiß-, Schuhwaren- un Möbelgeschäfte veröffentlicht. Die Urteilsbegründung hu hervor, daß der Angeklagte die Freiheit der Geschäftsleut durch ein rohes Mittel beschränkt habe und daß die Geschäfts leute gegen den unerhörten Terrorismus geschützt werden müßten. Vermischtes. [ Automobile für gekrönte Häupter.] Für den König von England ist in der Kannstatter Fabrik der Daimler Motorengesellschaft ein Reiseautomobil mit besonders reichr und praktischer Ausstattung hergestellt worden. Dieser Salo Motorwagen wurde dieser Tage nach England abge liefert. Im Bau ist in der gleichen Fabrik ein ähnlicher Bo zen für den deutschen Kaiser, sowie ein 90pferdiger Rent wagen für den König der Belgier. bereine sollen April einreich * Der Großh. Freis dahin wirken 8Buzbachwie folgt fefte M Abfah $ 5.00 vorm. 17.45 9.20" 11.35 1.25 nachm. : 3.00 H 11 5.30" 7.25 8.40 9.40 ** " Bu u tammerbericht, 6 Büttner'sch Georg Gottlieb Hauptverhandl fei, teilt uns treter der Bü unrigtig gericht wegen Geldstrafe un dieses Urteil vor der Haupt ber Strafe un läger haben perzichtet, weil öffentlich gesch ggerichtlich. ** Die am genofienid Gebenfalls dem zu Darmstadt heifische Getre hören. Der [ Echte Rheinländer.] Eine hübsche Bismarckanekdo erzählt ein soeben veröffentlichtes Memoirenwerk. Bei einen Gespräch über Weine erzählte Bismarc folgenden Scher Früher, als der Wein noch billig war, konnten die Menscher viel mehr trinken und vertragen. Ich erinnere mich de Gustav or Beschichte zweier Rheinländer; sie kamen beim Frühschop zusammen, da sagte der eine nach dem ersten Glas: e Wingg ist jut." Gegen Dämmerung standen sie auf. ub beim letzten Glas erwiderte der andere:„ Un bekömndlich je ooch!" aus den Her robe( Dirett Landwirt Ed Aufsichtsrat Hächter Eng fannftie Elbenrod, [ Auf einen klassischen Vorläufer] kann sich Ernst Efter g. tein für seine fürzlich in der Presse verspottete Neubildung Er schlipſte ſich die Krawatte" berufen. In seinem Gedidimon in Razenpastete" sagt kein Geringerer als Goethe von der doch, der einen Kater geschossen hat: „ Sah ihn für einen Hasen an Und ließ sich richt bedeuten, Pastetete viel Würze dran Und setzt ihn vor den Leuten.* Modern.... Also gut meiner Tochter gebe i 24 000 Mart mit!... Wollen Sie ihr Gatte werden?". Bitte, gestatten Sie mir einige Minuten, damit ich mir ( Fl. Bl.) überrechnen kann!" Kunft und diffenfchaft. NO. Ein Wunderkind als Violinkünstlerin. Wie aus Lo don berichtet wird, machte die kleine Miß Sybil Keymer, et außerordentlich hübsches und anziehendes Mädchen von e In m Time Staats ipferet- 34 Gegend KalkAugus Massenfa Werke Jahren ihr Debut als Violinistin in einem Konzert in Queens euen Bäne 2 dem vollen Orchester auftrat. Sie hatte sich das Adagio un ehend aus vier bocidragten Bi ehör und Garte Sall. Die kleine Violinistin sah sehr winzig aus, als fie bitten) is ee Finale aus dem Violinkonzert von Mendelssohn ausgesuch Ein Beifallssturm erfolgte nach dem Adagio, und er steiger sich noch bedeutend nach der letzte Note des Finale. De Säße des Mendelssohnschen Konzerts wurden, wie die Kri hervorhebt, mit erstaunlicher Sicherheit und bezaubernd leber diger Empfindung gespielt. mäßigem B ermieten. Bürgermeifterei Das fladtiche peg 7 ist au Hpeit zu bermie Sürgermeisterei Sie ist befann ut. Sie beabfid Dom Amtsgerichte ebung der Entmi thig leben und unt rmen beraditi eabsichtigt, Matt ld fie feiner habb hung. Der Vie Biersteuerhinterzie worden. Börna juch. Doch wur Lokales. 16. April 1904. ** Das Großh. Regierungsblatt, Beilage Dr. 8, ausgegeben am 14. april, enthält eine Bekanntmachung, bie Besetzung des Schiedsgerichts für ArbeiterDersicherung in der Provinz Oberhessen betheffend, wonach der Großh Kreisamtmann Hechler in Wiegen mit Wirkung von 1. April d. Is. zum Vorsitzenden Schiedsgerichts für Arbeiterversicherung in der Provinz Derheffen ernannt worden ist. Sein Stellvertreter ist der in einem Peter Großh. Polizeiamtmann Herberg in Gießen. ** Die äußerst wichtige Theaterfrage, so lesen it in auswärtigen Blättern, ist immer noch nicht geregelt. Der gegenwärtige Konflikt dürfte für die Theaterbaufrage beschleunigend wirken. Schon jetzt werden Stimmen laut, bie einen würdigen, aber nicht zu teuren Theaterbau fordern. Das Millionenprojeft, einen Theaterbau mit Konzerthaus und Birtschaftsbetrieb zu errichten, wird schwerlich zur Ausführung Eommen." Dem betr. Korrespondenten möchten wir empfehlen, nicht so im Dunklen herumzutasten. brach in einem gegenüber dem uerwehr in das Im Zimmer Fensterrahmen war geriffen. Der F Räume, wodurch Das Zimmer Herren gemietet o wurde in dem zweite ist verja Brand infolge nden ist, die durd ** * Sonntag den 15. Mai, nachmittags 3 Uhr, findet in hotel Trapp in Friedberg die 27. ordentliche Mitgliederodiert ist. Staze versammlung des Landes- Pferdezuchtvereins statt. erden am 23. Apr 18. bis 28. April findet in Frankfurt a. M. der zweite Aerzte ihre Tätig des Romans A dem Bezirksgefän m großen Schade * Genossenschaftskursus. In der Zeit vom genossenschaftliche Fortbildungskursus statt. Die HandwerksHammer wünscht, daß geeignete Handwerker an diesen Kursen eilnehmen und ist bereit, aus eignen Mitteln und einem Staatszuschuß die Teilnehmer zu unterstüßen. Zunächst Tommen in Frage solche Handwerker, welche in einer Handworden sein, und die Fabrik soll dorthin verlegt| aus Ulm im Kreis Wetzlar zu verantworten. Er hatte die werden. A Die Arbeiter der an der Butzbach- Licher Bahn gelegenen Orte beabsichtigen die Betriebsverwaltung um baldige Einlegung von Arbeiterzügen zu ersuchen. ** Bon der Eisenbahn. Minister Budde hat verfügt, daß in Zukunft alte, treugediente Eisenbahnarbeiter, welche mindestens 25 Jahre lang bei der Staatsbahn beschäftigt gewesen sind und sich durch gute Führung und Gesinnung ausgezeichnet haben, dem Kaiser zur Verleihung des Allgemeinen Ehrenzeichens vorgeschlagen werden können. = Recht unpassende Aprilscherze hat sich ein Gießener Sarglieferant geleistet. Er schrieb am 1. April an zwei seiner Kollegen um Lieferung von Särgen und benußte dazu Namen hiesiger angesehener Bürger. Jetzt ist der„ Spaßvogel" ermittelt und angezeigt worden. Wegen Urkundenfälschung wird er sich demächst zu verantworten haben. Vom Lande. Endlich ist der liebe Frühling mit Macht bei uns eingerückt. Nach langem Harren konnte der Landwirt erst in diesen Tagen die Feldarbeit aufnehmen und überall regen sich nunmehr tausend fleißige Hände, um in Garten und Feld die so sehr notwendig gewordenen Arbeiten aufzunehmen. Durch die überaus späte Entwicklung der Natur, der zu Folge auch die Obstbäume zurückbleiben mußten, dürften wir einem reichen Obstjahr entgegensehen. Kinzenbach, 15. April. Der im vorigen Herbste für Kinzenbach und Umgegend gegründete Kaninchenzuchtverein hat bereits auf der zu Höchst abgehaltenen Allgemeinen Kaninchenausstellung recht schöne Preise erzielt. Sämtliche entsandten Tiere als„ Blackandtan,"" Englische Widder" und" Belg. Riesen- Kaninchen" wurden prämiert. H - se in der Kajerne wertergenossenschaft tätig oder für die Gründung oder fünftige Für erstere Tiere wurden wurden 2 Ehrenpreise, darunter Hoboist, ein Ei Litung einer solchen in Aussicht genommen sind. Die Tod in tow, Kreis Stol 5. April in ein er Kohlenhändler ichtsfaal en wurde in The 7 Monaten G urden 27 Fälle bo April einreichen. reine sollen geeignete Vorschläge spätestens bis zum 15. ** Der Butzbacher Gemeinderat hat einstimmig beschlossen: Groß Kreisamt zu bitten, bei zuständiger Stelle gütigst Wahin wirken zu wollen, daß die Abfahrt und Ankunft der Butzbach Licher Eisenbahn im Sommerfahrplan wie folgt festgesetzt würden: Abfahrt. 5.00' vorm. Lich, iftswidriger Beb 7.45 seine Leute mit 12.35 Ankunft. 6.00 vorm. Bußbach. 8.30 Lich 10.20 Butzbach Lich 2.20 nachm. Buzbach Lich Buzbach Lich И 99.20 nd in den Mund " 11.35 Buzbach Lich Butzbach Bein nicht be " 1.25 machm. Lich fißen und in der 33.00 amit fie mit den Butzbach 4.00 11 5.30 Lich 6.30 zu jeben hätten. " P 7.25 pressungsversud " 8.40 Buzzbach Lich 8.10 " 1 9.25 Buzzbach If " alded", Stadt 9.40 Buzzbach 10.30 Lich. " des sozialdem Monat Gefär Oftober un Aufforderungen nt wurden, nur Volksblatt" infer ht inserierten, sollt ran wurde eine Lift Weiß-, Schuhwaren Urteil begründung Freiheit der Geschäft be und daß die Ge orismus gefügt *:* :** Zu unserem am Mittwoch veröffentlichten Strafamme rbericht, betr. die Privatklage der Lehrer i. P. Christian Büttner'schen Eheleute in Gießen gegen den Kaufmann Seorg Gottlieb Start daselbst, wonach vor Eintritt in die Sauptverhandlung die Klage durch Vergleich erledigt worden ei, teilt uns heute Herr Rechtsanwalt Engisch, der VerFreter der Büttner'schen Eheleute, mit, daß diese Mitteilung unrichtig ist. Der Angeklagte Start war vom Schöffen icht wegen Beleidigung der Eheleute Büttner zu 60 Mt. Geldstrafe und in die Kosten verurteilt. Er hatte gegen idieses Urteil Berufung verfolgt, hat aber das Rechtsmittel 10or der Hauptverhandlung zurückgenommen. Es ist also bei leer Strafe und Kostenentscheidung geblieben. Die Privattes. liger haben nur auf das Recht der Urteilsveröffentlichung apter.] Für den erichtet, weil es zweifelhaft sein konnte, ob die Beleidigung er Fabrit der Difentlich geschehen war. Dieser Verzicht erfolgte außeril mit besonders gerichtlich. worden. Dieser S nach England ein 90pferdiger hübsche Bismarc emoirenwerk. B Die am 30. Januar d. Is. gegründete kornhausmath in antiche al offenſchaft zu Alsfeld hat sich in diesen Tagen e bonfalls dem Verband der hessischen Landw. Genossenschaften 3 Darmstadt angeschlossen, sodaß demselben sämtliche oberElesische Getreideverkaufsgenossenschaften, insgesamt 5, angeren. Der Vorstand der genannten Senossenschaft besteht fault folgenden aus den Herren: Gutspächter Ferd. De hlsen in Doßel: at, fonnten die( Direktor), Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Ich erinnere buta Storell in Leuſel( Stellvertreter des Direktors), men beim Frilandwirt Eduard Luz in Elpenrod( Beifizer), während der dem ersten Glussichtsrat aus folgenden Herren zusammengesetzt ist: Gutspiter Engeland in Altenburg( Präsident), Gutspächter ng standen sie auf Dere: Un betömm fer] fann fidh Gra e verspottete Neubil ufen. In seinem G er als Goethe von Hasen an t: bedeuten, rze dran en Leuten." - meiner Tochter ge Minuten, damit ich e ihr Gatte werden? Tenichaft. ünstlerin. Wie au Miß Sybil Keymer hendes Mädchen von einem Konzert in Qu r winzig aus, als fie hatte sich das Adagio fannst i el in Angenrod( Stellvertreter desselben), Bürgermeter Gg. Korell in Schwabenrod, Friedrich Schröder iri Elbenrod, Paul Heinrich Korell in Eudorf und Kar Simon in Zell. In maßgebenden Kreisen ist beabsichtigt, in Hessen eine Staatsmanufaktur für Keramik- Kunsttölprei zu errichten. Geeignete Erde hierfür soll in der Gegend von Kranichstein bei Darmstadt aufgefunden Kalk- und Marmorwerke, Dampfziegelei, August Gabriel jr., Giessen lassenfabrikation. Bahnanschlüsse. Werke Abendstern. Telephon Nr. 84. Nenen Bäue 28( früh. Schülers| Sonnenstraße 26 ist der untere Gen) ist der zweite Stock, be- Stock, bestehend aus zwei Zimmern Stend aus vier geraden und zwei nebst Zubehör auf 1. Mai anderafragten Zimmern, nebst 3u- weit zu vermieten. Näheres bei Mendelssohn ausgebes ir umd Gartenanteil auf sofort der Bürgermeisterei Adagio, und er 3 mäßigem Preis anderweit zu Nr. 15 Note des Finale bermieten. Zimmer Näheres bei der Bahnhofstraße 20 ist der 3. cts wurden, wie die Burgermeisterei, Zimmer Nr. 15. Stock, bestehend aus 3 Zimmern| heit und bezaubernd Dffädtische Häuschen Tiefen- nebst Zubehör auf 1. Mat anderog 7 ist auf 15. Mai ander weit zu vermieten. toitu bermieten. Näheres bei der der Bürgermeisterei Bifingermneisterei- Zimmer Nr. 15. Nr. 15 Näheres bei Zimmer - Ehrenpreis erworben. Ja, einer von hier ausgestellten Belg. Häsin wurde sogar der erste Preis zuerkannt. Gewiß zeugen diese unter starter Konkurrenz erworbenen Anerkenungen, welche der junge Verein bisher erzielte, von dem regen Interesse, welches man hierselbst der noch vielfach verkannten Kaninchenzucht entgegenbringt. Auch wollen wir nochmals auf die für diesen Herbst hierselbst geplante Kaninchenausstellung hinweisen. P ▲ Grünberg, 16. April. Wie der„ Gieß. Anzeiger" in der Freitagnummer berichtet, soll sich hier ein Robert Blum Gedenkstein befinden. Es ist dies ein Irrtum, denn auch hier steht, wie in Gießen, nur eine Robert BlumLinde, und zwar auf dem Winterplay. A Grünberg, 16. April. Heute Samstag, abends 8 Uhr, hält Herr Landwirtschaftslehrer Schwarz im ,, Englischen Hof" einen Vortrag über rationelle Jungviehzucht, worauf wir noch an dieser Stelle aufmerksam machen. Sonntag Nachmittag 31 Uhr spricht in der Wirtschaft zum Taunus" vor den Mitgliedern des hiesigen Ortsgewerbevereins Herr Hauptlehrer Traber aus Sießen über Meistertitel und Meisterprüfungen". Gleichzeitig ist anschließend an den Vortrag Generalversammlung des genannten Vereins. " Beleidigungen in zwei aufeinanderfolgenden Tagen in Niedereisenhausen und in Biedenkopf begangen. Das Urteil lautete auf eine Gesamtstrafe von 6 Moraten Gefängnis.- Der Landwirt Johann Jakob Wißmann in Kirchpers war eines Abends im Januar mit mehreren Jagdgenossen, nachdem sie einen Hirsch erlegt hatten, in die Wirtschaft gegangen, wo es aus Anlaß des Jagdglücks lustig herging. Hier bekam Wißmann Streit mit einem Arbeiter Naumann, der hinausgetan wurde. Bei dieser Gelegenheit schlug ersterer dem in der Begleitung des Naumann befindlichen Tagelöhner Schlag einen Prügel derart auf den Kopf, daß der Verletzte einen Schädelbruch erlitt und längere Zeit in Lebensgefahr schwebte. Wißmann wurde zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt. Sprendlingen, 15. April. Der frühere hiesige Drtsdiener Bach überfiel gestern zwischen hier und Isenburg unseren Bürgermeister Dreieich und bedrohte ihn mit Totstechen. Als auf die Hilferufe des Bürgermeisters Leute herbeieilten, ergriff Bach die Flucht. Abends stellte er sich der Polizei und wurde in Haft genommen. Bach war wegen Vernachlässigung im Dienst von seinem Amt suspendiert worden. Aus Franken, 15. April. Der 20 Jahre alte Braugehilfe Georg Burkard aus Frenzdorf bei Aschaffenburg, der in der Schuberth'schen Brauerei in Bamberg beschäftigt war, fiel kopfüber in den siedenden Maischbottich. Obwohl ihn ein Kollege blizschnell an den Beinen ergriff und aus dem„ Dampfenden Gischt" herauszog, starb der junge Mensch doch unter schrecklichen Schmerzen auf dem Wege nach dem Krankenhause. Frankfurt a. M., 15. April. Hier kamen gestern und heute mehrere leichte Hischläge vor. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Oberhessen für Sonntag den 17. April 1904. Schwachwindig, zeitweise wolkig und stellenweise Gewitter, bei sehr milder Nacht tagsüber Temperatur wenig verändert. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Marktberichte. Gießen, 16. April. Auf dem heutigen Wochenmarit lofteten Butter per Bfd. 1.00-1.10 mt., ühnereter 2 Stüd 12-14 Bfg., Enteneter St. 7 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar mt. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.30-1.40, Hahnen, per Stüd 0.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse per Pfd. 65-70 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 62-68 Bfg. Schweinefleisch per Pfo. 60-72 fg. Schweinefletsch gesalzen per Pfund 0.76 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 62-74 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 6.00 Mr., 3wiebeln per 3t. Mr. 7.00-10.00, Aepfel per Centner 20-25 Mr. Milch per Liter 18 Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhantt nicht, und während der ersten dret Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. big *** Fruchtpreise am Grünberger Fruchtmarkt, vom 16. April. Weizen 18,00-00,00, Rorn 00,00 Gerste 16,00, Hafer 14,15-15,50, Erbsen Samen 00,00, Kartoffeln 6,20-9,00, Linsen 00,00 Alles per Doppelzentner. Mart. ▲ Grünberg, 16. April. Ein bedauerlicher Unglück 300,00, fall ereignete sich gestern hierselbst, indem das 4jährige Kind des Defonomen Christ bei der Rückfahrt vom Felde vom Wagen fiel und überfahren wurde. Der hinzugerufene Arzt fonnte augenblicklich teine schwere Verlegung fonstatieren, sodaß das Kind ernstliche Folgen wohl nicht davontragen dürfte. Braunfels, 15. April. Der 34jährige verheiratete Bahnsteigschaffner Wilhelm Griebel aus Leun geriet auf der hiesigen Station zwischen die Puffer zweier Wagen und erlitt so schwere Verlegungen, daß er nach wenigen Minuten verschied. Aus dem Feldathal. Das Großh. Ministerium der Justiz hat den 25. April d. J. als Tag beſtimmt, an welchem mit der Anlegung des Grundbuchs, sowie des Berggrundbuchs für die Gemarkung Groß- Felda mit Klein- Felda und Schellnhausen zu beginnen ist. Gensingen. Selten, vielleicht einzig dastehend dürfte es sein, daß ein Privatmann 78 mal die Reise über das große Waſſer unternimmt, wie das bei dem hiesigen Weinhändler John Graf der Fall gewesen. Derselbe ist vor kurzem wieder von hier nach Amerika abgereift. A Pfungstadt, 10. April. An dem vom Gesangverein Männer Quartett" veranstalteten Gesangswettstreit beteiligen sich laut Beschluß der Delegiertenversammlung 37 Vereine aus Stadt und Land mit ungefähr 1300 Sängern. Die Vorbereitungen zu dem Fest sind in vollem Gange, und man hat sich auch über die Erbauung einer Festhalle schlüssig gemacht. -r. Marburg, 15. April. Wegen Majestätsbeleidigung in zwei Fällen hatte sich in heutiger Sigung der Straffammer der wegen Landstreichens, Diebstahl und Unterschlagung schon 49 mal vorbestrafte Nagelschmied B. Merstein MAGGI S Bouillon- Kapseln Aussere Rapse Innere Röhrchen 1 Tasse vorzüglicher Fleischbrühe 5 Pfg. 1 Tasse extra starter Kraftbrühe 7½ Pfg. 2 Portionen in Kapseln zu 10 bez. 15 Pfg. - empfiehlt angelegentlichst Friz Naufsaner, Gießen, Neuenweg 15 Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es können eingestellt werden: 1 Schmied, 3 Schlosser, 1 Maschinenschlosser oder Eisendreher( ausw.), 2 Holzbildhauer, 3 Schreiner, 16 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen, 1 Laufmädchen. 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