NSTRUMEN ten aller Art gsten Preisen erGarantic aus strumenten fa berg Markneukirc Gratis f Kimmel hand Spitzkäse 36 St. St.3 Mk. franco N erg, Derenburg a. c. u. coul.verg. Hi lin, Blaasserstr. 61. rg, Markneukirch ente und Saiten al tor Garantie. Katalog le ant, Erfurt 1000 190 Illustrir buch steht Nr. 64. bonnement@ prets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., has Saus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Bustisbetlagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Mittwoch, den 16. März 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz Dep hefsen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 16% Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Bfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Beglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der Krieg in Oftafien. Nach russischen Meldungen ist jetzt auf dem Meere bo Port Arthur und in der Umgegend der Festung alles ruhig. Bom Kriegsschauplatze zu Lande liegen in Petersburg keine erlangen gra Rachrichten vor. Offenbar beschränkt man sich dort auf bloße ensten. Erkundigungen. Der erste Teil der Meldung straft englische Berichte Lügen, die mit Hartnäckigkeit behaupten, daß die Russen The oder Bertabel Bott Arthur geräumt hätten. Wean fonnte auch nicht gut & Hammes olingen 20, idhaus 1. Range gen vorherige Ei annehmen, daß sie ihre im Hafen befindliche Flotte im Stiche lassen würden, selbst wenn sie davon überzeugt gewesen mären, daß Port Arthur auf die Dauer nicht zu halten sei. Diese Furcht aber kann ihnen infolge der letzten Beschießung portofrei( Rafaum gekommen sein, denn ein hochici. S nie Nr. 3689 Eingeweihtem die Wirkung des Bombardements arken Berschluß, wird von einem zuverlässigen Berichterstatter als äußerst geringfügig bezeichnet. Nach eingehender Besichtigung der Hauptpunkte, auf die sich das Feuer der Japaner vereinigte, meldet er nach Petersburg: ebrauchsanweisu feinem, echten nen graues Led hchen, Innen delbügel, ca. 9 cm och. Umtausch oder Betrag liegen vor. Hauptkatalog chreibzeuge, B sten, Stöcke, G en. Wer sich tor und Schaden falle nicht auf rischen Vers mmer mehr häufel rein, wigtige as es zur Sich das berühmte Hiro sgeschlossen, um sos n, wenn es feine! Mittel geradezu e, die co angewand jagungen und End Betrag zurüd, Anweisungen ile gratis. Berjand Gelsenkircha t ortofrei versenden gro htkatalog enth.ca.400 dungen über Cigarre ollen, Kau- u. Schn c. u. Sie werden sic Stets am allerbilligs! rren- u. Tabaklabri 7. Sachsen. Berlin O. 27, Einige Gebäude sind unwesentlich beschädigt. Die Beschädigungen des großen Hafenbeckens und der anfernden Schiffe sind ebenfalls geringfügig, obwohl vier Feuer fingen, während fast alle Granaten platten. Wie erinnerlich, sprach auch der amtliche Bericht des japanischen Admirals Togo nicht von sonderlichen Beschädigungen der Festungswerke. Der Hafeneingang ist von den Russen selbst künstlich verengert worden, um der japanischen Flotte die Möglichkeit zu nehmen, die Einfahrt zu forcieren. Admiral Makarows Pläne gehen dahin, die japanischen Schiffe zu verleiten, sich in den wirksamen Feuerbereich der Forts zu wagen, ehe sie diese niedergefämpft haben. Er rechnet darauf, daß sie sich durch Angriffe von seiten der russischen Kreuzer dazu bringen lassen werden, diese blindlings zu verfolgen. Eine andere Deutung läßt das folgende Telegramm, das von zwei Seiten übermittelt wird, kaum zu. Die vier Dampfer„ Charbin", Hailar"," Ninguta" und ,, Sungari" sind an geeigneter Stelle an der Deffnung des Hafens versenkt worden, so daß nur ein schmaler Hafeneingang offen bleibt. Admiral Makorom hat befohlen, daß die russische Flotte mit Dampf auf außerhalb des Hafens vor Anker gehe, da sie keine Rücksicht auf den Kohlenverbrauch zu nehmen brauche. Dagegen heißt es in dem Befehl des Admirals, es solle mit der Munition für schwere Geschüße vorsichtig und nicht verschwenderisch umgegangen werden. Das Rote Kreuz. Das Anerbieten des deutschen und französischen Noten Sreuzes, sich aktiv an der Hilfeleistung auf dem KriegsFajauplatz zu beteiligen, ist vom Zaren mit Dank abgelehnt worden. Wie aus einem Briefe des Ministers des Innern an den Präsidenten der Hauptverwaltung des Roten Kreuzes ersichtlich ist, ließ der Kaiser erklären, er werde vielleicht bei der Entwickelung der kriegerischen Operationen von dem Freundlichen Anerbieten noch Gebrauch machen, vorläufig feien aber nur deutsche und französische Spenden zum besten des russischen Roten Kreuzes dankbar entgegenzunehmen. Die Großfürstin Olga, jüngste Schwester des Zaren, wird Lach dem Kriegsschauplab abreisen, um die Oberleitung des Roten Kreuzes zu übernehmen. ( born. och im Preise, Nachdruck verboten.) Schluck, nicht wahr? k und Jaus". Nase zu. กา ein Lager auf der Streu. denn wohl zufrieden, und als er am nächsten Morgen von eine arme Wittib; die nahm den heiligen Mann freundlich auf, speiste ihn, gab ihm Dünnbier zu trinken und machte ihm Sutte ein wenig und ging ein Haus weiter. Hier wohnte Das war der genügsame Mönch bor mittih au sprechen: Sieb, Da machte sich der Wermste wieder auf, schürate feine Russische Kriegsanleihe. wärtigen Herero- Aufstandes den Heldentod gestorben sind. Das Gedenkblatt soll gleichzeitig mit der amtlichen Todesanzeige an die betreffenden Familien versandt werden. Wie übrigens amtlich mitgeteilt wird, sind vom deutschen Gouvernement an die Herero seit dem Bestehen der amtlichen Waffenverkaufsstellend. H. seit 1. Januar 1888- nur insgesamt si e ben Gewehre verkauft worden. A Prinz Ludwig von Bayern empfing am Dienstag nachmittag in München den preußischen Gesandten Grafen Pourtalès, der ihm ein Handschreiben Kaiser Wilhelms überreichte. Wie verlautet, betrifft das Schreiben die Gründung des unter dem Protektorat des Prinzen stehenden Museums für Meisterwerke der Naturwissenschaften und Technik. Eine völlige Umgestaltung soll die Organisation der preußisch- hessischen Eisenbahnverwaltung erfahren. Wie aus guter. Quelle verlautet, sind sämtliche EisenbahnDirektionspräsidenten für Mitte April zur Beratung der Neuorganisation nach Berlin eingeladen worden. Ueber das Wesen der Neuorganisation wird gemeldet: Während die Eisenbahnverwaltung im letzten Jahrzehnt sich auf der Paralleltätigkeit der Eisenbahndirektionen und Inspektionen gründete, sollen fortan alle Inspektionen wegfallen und der ganze Betrieb und die Unterhaltung der Bahnen vom Sitz der 21 Direktionen aus geleitet werden. Ueber diese 21 Direktionen sollen zur Entlastung des Ministers einige Generaldirektionen gestellt werden. Die Neuorganisation, über die man Näheres wohl bald hören wird, soll bereits mit dem Jahre 1905 in Kraft treten. Die russische Regierung hat sich die Mittel gesichert, den Prieg energisch durchzuführen. Wie in Petersburger Börsentreisen zuverlässig verlautet, hat sich eine internationale Finanzgruppe der russischen Regierung gegenüber anheischig gemacht, eine Milliarde Francs für Kriegszwecke unter der Bedingung zu verschaffen, daß die Rückzahlung nach dem Priege in Form einer konsolidierten Anleihe erfolge. Diese Anleihe wird aber nur im Falle der Erschöpfung der für den Krieg vorhandenen Mittel aufgenommen werden, was art nach langer Zeit eintreten kann. Von russischen Kriegsvorbereitungen in einem anderen Teile des Riesenreiches will der„ Daily Expreß" erfahren haben. Danach sammeln die Russen eine starke Armee in Lurkestan. General Iwanoff soll als Generalgouverneur on Turkestan den Befehl erhalten haben, in Zentralasien nit möglichster Beschleunigung zwei Armeekorps mobil zu machen. Ein drittes Armeekorps wird angeblich im Kaukasus nobil gemacht, um nach Turkestan befördert zu werden. Die Dadurch im Kaukasus entstehenden Lücken in der Besatzung ollen durch Truppen aus den Militärdistrikten Wolga und Eiflis gefüllt werden. Die Politik. Kaiser Wilhelm hat neuerdings ein Gedenkblatt entworfen, das für die Hinterbliebenen derjenigen Schutztruppenangehörigen bestimmt ist, welche während des gegenItalien. Nun haben auch die Italiener ihren Peters. In der römischen Deputiertenkammer ist eben über einen Kolonialskandal verhandelt worden, der selbst die Arenberggeschichte in den Schatten stellt. Der Deputierte Chiest beschwerte sich darüber, daß die italienische Regierung in Aden einen Marineoffizier zum Generalkonsul ernannt habe, der beschuldigt sei, er habe in Benadir einen Somali durch Stockschläge töten und 30 Gefangene, ohne ihnen den Prozeß zu machen, hinrichten lassen. Der Minister des Auswärtigen, Tittoni, bestätigt, daß solche Anklagen gegen den Generalkonsul erhoben seien, und erklärte, er werde dem Gericht überwiesen werden. Russland. Kaum ist die Spionageaffäre des Obersten Grimm erledigt, da taucht ein neuer Fall von Landesverrat im russischen Generalstab auf. Wieder ist es der Generalstab des Militärbezirks Warschau, in dem die Sache spielt. Der dem Warschauer Generalstabe angehörige Kapitän Leon= tje w ist überführt worden, einem westlichen Grenzstaate ( Deutschland?) das Verzeichnis der in diesem Staate den Spionagedienst versehenden Agenten des russischen Generalstabs verraten zu haben. Durch ein Versehen des Postamtes wurde die für den Kapitän Leontjew bestimmte Geldsendung dem gleichnamigen Oberst en Leontjem in Warschau eingehändigt. Dadurch wurde die Spionage entdeckt. Ein Gerücht will wissen, Kapitän Leontjew sei bereits verurteilt und erschossen. Amerika. Deuticher Reichstag. CB. Berlin, 15. März. ( 58. Sizung.) Lange hat die Freude, den Reichstag voll besetzt zu sehen, nicht gedauert, in der heutigen Sigung wiesen die Bänke der Abgeordneten schon wieder weit klaffende Lücken auf. Viele, so da gestern gekommen waren, um das Odium erneuter Feststellung der Beschlußunfähigkeit von dem Hause abzuwenden, kehrten alsbald wieder zu den heimischen Penaten zurück. Sie konnten es getrost fun, da Abstimmungen von bedeutenderem Gewicht beim Militäretat nicht mehr zu erwarten waren. Ein höchst heikler Konflikt zwischen Uruguay und Italien ist durch die Aufständischen in Uruguay herbeigeführt worden. Einige aufständische Banden in Uruguay überfielen in der Provinz Alessandria den italienischen Wegbaumeister Rezzia und ermordeten ihn unter furchtbaren Martern. In Florida überfielen sie einen Staliener Gianni, vergewaltigten dessen Frau und Töchter und ermordeten schließlich die ganze Familie. In Lospregos wurde, einem Italiener die Zunge ausgeschnitten. Die italienische Regierung hat das Kriegsschiff„ Umbria" nach Montevideo entsandt. ** Hof und Gefellschaft. Von den im Plenum eingebrachten Resolutionen waren noch zwei übrig, und diese wurden in den ersten Stunden der Sigung erledigt. Den Reigen der Neden eröffnete der konservative Abg. Rogalla von Bieberstein, der mit dem schweren Geschütz von Ziffern den Antrag verteidigte, den ReichsKanzler zur Erhöhung der Remonteantaufspreise aufzufordern. Ihm sekundierten seine Parteigenossen v. Treuenfels und Graf Kanit, welche beide das Malheur hatten, den Abg. Gothein von der freisinnigen Vereinigung zu reizen; jener, indem er in scharfer, vom Präsidenten als zu scharf gerügter Form, gegen Dr. Pachnicke polemisierte, dieser, indem er für eine Erhöhung der Viehzölle plädierte. Herr Gothein war darüber so ergrimmt, daß er ganz seinen in der Regel larmoyanten Ton vergaß und ordentlich frisch ins Zeug ging. Herrn v. Treuenfels warf er Mangel an Rücksicht vor, da er den Angriff gegen Dr. Pachnicke gerichtet habe, während dieser durch schwere Krankheit dem Hause fern gehalten werde, und den Grafen Kanik ersuchte er mit seinen Freunden, nicht bei jeder Gelegenheit immer wieder über die Kündigung der Handelsverträge und die Zollpolitik zu sprechen, da sonst einmal der Linken die Geduld reißen und fie antworten könnte. Diese Drohung verfehlte offenbar ihre Wirkung nicht, es folgten nur noch ganz gedrängte Reden, in denen sich u. a. Dr. Dahlem namens des Zentrums gegen und Dr. Wallau namens der Nationalliberalen für die Resolution erklärten. Bei der Abstimmung waren die Gegner in der Mehrzahl, und so fiel der Antrag. Hingegen wurde eine freisinnige Resolution, die seminaristisch gebildeten Lehrer an allen militärischen Schulen mit denen der Kadettenanstalten gleichzustellen, nach kurzer Debatte einstimmig angenommen. Ebenso fand der für weitere Sreise bedeutungsbolle Antrag der Budgetkommission einmütige Zustimmung, bedürftigen Eltern, die einen schwer erkrankten Sohn bei der Truppe besuchen wollen, die Reisekosten ganz oder teilweise zu vergüten. So kam die Etatsberatung verhältnismäßig schnell ein erkleckliches Stück vorkoärts bis beim Kapitel Technisches Institut der Artillerie der konservative Abgeordnete Pauli- Potsdam den bei dieser Gelegenheit scheinbar unvermeidlich gewordenen Redekampf mit dem sozialdemokratischen Abgeordneten Zubeil wegen der Beamten- und Arbeiterverhältnisse in den Spandauer Werkstätten begann. ** Zum Empfang unseres Kaisers in Vigo hat sich König Alfons von Spanien nach dort begeben. Die Vorbereitungen zum Empfange der Souveräne werden in Vigo mit Eifer betrieben. Der Dampfer König Albert" mit Kaiser Wilhelm an Bord, wird vor der Ankunft des königlichen Zuges dort eintreffen. Infanterie und Kavallerie ist bereits angekommen, um auf dem Wege, den die Monarchen nehmen, Spalier zu bilden. In dem Hafen werden etwa 100 bunt beflaggte Fischerboote in doppelter Reihe Aufstellung nehmen. Die Kriegsschiffe Pelayo",„ Audaz",„ Urania" und Vasco" sind zu einem Geschwader zusammengestellt - In Gibund werden die üblichen Ehrungen erweisen. raltar wird der Kaiser am 18. d. Mts. erwartet. Der Gouberneur hat die Bevölkerung aufgefordert, dem Kaiser, der so eng mit dem Könige Eduard verbunden sei, einen herzlichen Willkommen entgegenzubringen und ihm einen begeisterten Empfang zu bereiten. Wie aus Rom gemeldet wird, gedenkt sich König Viktor Emanuel zur Begegnung mit Kaiser Wilhelm auf dessen Mittelmeerfahrt Ende dieses Monats an Bord seiner Jacht„ ,, Trinacria" einschiffen. Preufsifcher Landtag. Haus der Abgeordneten. ( 42. Sizung.) RK. Berlin, 15. März. Das Berliner Polizeipräsidium saß heute, wenn das Bild erlaubt ist, im hohen Hause an der Prinz Albrechtstraße auf dem Moquierstuhl. Eine Reihe Redner brachte eine noch größere Reihe Wünsche im Interesse der Beamten der Berfiner Polizeiverwaltung, im Interesse des Berliner Publifums, im Interesse des Verkehrs u. s. w. u. s. w. vor. Auch eine Anzahl rein lokaler Berliner Angelegenheiten, mit denen der Polizeipräsident irgendwie zu tun hat, wurden vorgebracht, Dinge, um die sich außerhalb Berlins keine Menschenseele und in Berlin selbst nur wenige Menschen fümmern. Etwas interessanter wurde die Debatte bei dem Kapitel Polizeiverwaltung in den Provinzen". Der Pole v. Dziembowski schalt auf die ostdeutschen Polizeibehörden, deren Amtsführung ihm nicht gefällt. Minister v. Hammerstein wies die Angriffe des polnischen Redners zurück. Nicht besser ging es einem andern Polen, dem Abg. Stychel, dem der Minister gründlich heimleuchtete, als der Redner die Beamtenschaft in ungerechtfertigter Weise angegriffen hatte. Ein paar Redner sprachen noch zum Titel Landgendarmerie, dann vertagte sich das Haus auf den Abend, Parlamentskämpfe in Bayern. München, 15. März. Das Tagesgespräch ist hier offener Konflikt zwischen der Zentrumsfraktion der Münchener Abgeordneteniammer und dem Kriegsminister Frhrn. v. Asch. Der Zentrumsabgeordnete Dr. Pichler hatte bekanntlich s. 3t. dem Kriegsminister den Brief eines Einjährigen an Pichler übergeben, der Beschwerden über die dienstliche Behandlung des Briefschreibers enthielt. Der Kriegsminister ließ die Sache untersuchen, und als sich herausstellte, daß der Briefschreiber gelogen hatte und ein Drückeberger war, wurde er selbstverständlich bestraft. Abg. Pichler brachte die Angelegenheit, wie schon erwähnt, kürzlich in der Kammer der Abgeordneten zur Sprache und beschuldigte den Minister des Vertrauensbruchs. Herr b. Asch hatte erwidert, er werde den Abg. Dr. Bichler wegen dieser Beschuldigung gerichtlich belangen. In der gestrigen Kammerſigung erwiderte nicht nur Herr Dr. Pichler dem Minister in scharfer Weise, sondern auch der Führer des Zentrums, Dr. v. Daller, gab namens der Fraktion eine feierliche Absage an Frhrn. v. Asch zu Protokoll. Er besichtigte ihn ebenfalls des Vertrauensbruchs und schloß:„ Ich lege namens meiner politischen Freunde gegen dieses Verfahren des Herrn Kriegsministers und insbesondere auch gegen die gestern von ihm beliebte und für den Kollegen Dr. Pichler beleidigende Ausdrucksweise feierlich Verwahrung ein." Kriegsminister v. Asch erwiderte, die Sache sei für ihn in der Kammer abgetan, der zweite Teil werde im Gerichtssaal spielen. An der Manneszucht in der Armee werde er nicht ein Jota rütteln lassen. In Münchener politischen Kreisen verlautet, wie wir unter allem Vorbehalt hinzufügen wollen, durch diesen Konflikt mit dem Zentrum sei die Stellung des Kriegsministers erschüttert worden; nach einer nicht allzu langen Anstandsfrist werde er zurücktreten. Als sein Nachfolger wird bereits Herr v. Endres, der bisherige bayerische Bundesratsbevollmächtigte und demnächstige Divisionär in Regensburg, genannt. Hus dem Gerichtssaal. § Die Revision im Kaiserinsel"-Prozeß verworfen. Das Reichsgericht verwarf die Revision der Redakteure Paul Leid und Julius Kaliski, die wegen Veröffentlichung des Kaiserinselartikels im Vorwärts" am 16. Oktober 1903 vom Landgericht I Berlin verurteilt worden sind, und zwar Leid megen Majestätsbeleidigung zu 9 Monaten, Kališki wegen Beleidigung des Hofmarschalls v. Trotha zu 4 Monaten Gefängnis. § Ein Berliner Raubmord vor einem russischen Gericht. In Kalisch( Russisch- Polen) begann gestern die Verhandlung gegen den Kellner Lesconsky- Weber, der beschuldigt wird, am 17. November 1902 in der Rosenthaler Straße zu Berlin seine Tante, die Witwe Budig, ermordet und beraubt zu haben. Der Mörder, der aus Kalisch gebürtig und russischer Untertan ist, war über die deutsche Grenze entkommen und kommt jetzt vor dem russischen Gericht zur Aburteilung. Dadurch ist die Situation für ihn insofern günstiger, als die russischen Strafgesetze für Raubmord nicht die Todesstrafe festsetzen, sondern als höchstes Strafmaß zwanzig Jahre Zwangsarbeit in Sibirien vorsehen. Zur Verhandlung haben sich mehrere Berliner Kriminalbeamte nach Kalisch begeben. § Das neue Urteil im Konstantinopeler Ordensschwindel prozeß gegen Tahir Bey und Genossen wurde nach zweitägiger Verhandlung gefällt. Es wurden verurteilt zur Einschließung in einer befestigten Stadt auf 15 Jahre: Tahir Bey, Major Mohamed Bey, Manasse, Kawakasch, Tevfit Fahreddin, sämtlich unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte. Dr. Christoph erhielt 1 Jahr Gefängnis wegen Betruges. Tahir Bey nahm das Urteil mit einem Hoch auf den Sultan entgegen. Nab und Fern. Selbstmordversuch des Generalleutnants v. Alten. In Wiesbaden machte der Generalleutnant a. D. v. Alten einen Selbstmordversuch und verletzte sich lebensgefährlich durch einen Schuß in den Kopf. Generalleutnant v. Alten ist dadurch in den weitesten Kreisen bekannt geworden, daß er als Divisionskommandeur mit der Voruntersuchung gegen die Unteroffiziere Marten und Hickel wegen Ermordung des Majors v. Krosigk in Gumbinnen betraut war. Ebenso fungierte er im späteren Prozeß als Gerichtsherr. Unmittelbar nach dem Prozeß trat er in den Ruhestand und man betrachtete diesen Rücktritt als eine Folge seines Verhaltens in dieser Angelegenheit. Der Mutter Heldentod. Welcher Aufopferung eine Mutter fähig ist, bewies bei dem Brande eines FamilienHauses auf dem Rittergut Psarskin bei Schrimm eine einfache Arbeiterfrau. Mit Todesverachtung stürzte sie sich in die lodernden Flammen, um ihre Kinder zu retten, die sich, fünf an der Zahl, im brennenden Hause befanden. Es gelang der mutigen Frau aber nur, vier ihrer Lieblinge dem mörderischen Element zu entreißen. Als sie auch das fünfte retten wollte, ſtürzte das brennende Dach herab und begrub unter seinen Trümmern Mutter und Kind. Der ideale Naturmensch. Die junge Ehe des Naturmenschen Gustav Nagel scheint bereits in die Brüche gegangen zu sein, denn Nagel ist jetzt ohne seine Meta, aber in Begleitung seiner Schwägerin von seiner Tournee nach seiner Heimat Arendsee zurückgekehrt. Allgemein wird erzählt, daß er sich von seiner Frau scheiden lassen will, um seine Schwägerin zu heiraten. Ein Millionenerbschafts- Schwindler wurde in der Person des angeblichen Eisenbahningenieurs Emil Wachsmuth durch die Polizei in Oliva festgenommen und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in Danzig dem dortigen Unterfuchungsgefängnis zugeführt. Der Verhaftete, welcher im 44. Lebensjahre steht und aus einem hessischen Orte gebürtig ist, wird zahlreicher Hochstapeleien beschuldigt, die er in den verschiedensten Städten Deutschlands verübt hat unter dem Vorgeben, daß ihm eine Millionenerbschaft in Aussicht stehe. W. ist verheiratet und Vater von fünf Kindern, welche sich bei ihm in Oliva befanden. Die Frau des Beschuldigten will die Tochter eines Generals, Grafen v. St., sein. Hessischer Landtag. Darmstadt, 15. März 1903. Erster Präsident Haas eröffnet die Situng. Auf der Tagesordnung stehen die Regierungsvorlagen, betreffend den Entwurf eines Feldstrafgeseges, Entwurf etnes Forststrafgesetzes und betreffend Aenderung des Gesetzes, das Verfahren in Forst- und Feldrügesachen betreffend. Artikel 1 und 2 finden ohne Debatte Annahme. Artikel 3, der die Strafe des Verweises bei jugendlichen Feldfrevlern ausschließt, beantragt der Ausschluß zu streichen. Hierüber entsteht eine längere Debatte, die mit der Annahme des Artikels 3 endigt. Artikel 4 handelt von der Haftbarteit der Eltern oder Dienstherrn für Geldstrafen, Schadenersatz und Kosten, die von Kindern oder Dienstboten zu entrichten sind. Hierüber entsteht eine längere Debatte. Schließlich wird der Artikel an den Ausschuß zurückgewiesen. Artikel 5 findet ohne Debatte Annahme. Artikel 6 wird in der Fassung des Ausschusses angenommen. Artikel 7 und 8 finden ohne Debatte Annahme. Bei Artikel 9 beantragt Abg. Dr. Buff Streichung des 3. Absages, der besagt, daß bei Schaden unter einer Mark Verurteilung auf Schadenersaz nur auf Antrag der Beschädigten eintritt. Nach Begründung dieses Antrags durch den Antragsteller tritt Vertagung auf Mittwoch ein. Ein großer Schneiderstreik hat in Budapest zu bedauerlichen Ausschreitungen geführt. Ausständige wurden von Arbeitswilligen mißhandelt, an anderen Stellen entrissen Ausständige den Arbeitenden Kleider, die sie zur Ablieferung bringen wollten. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. Bisher streifen 8000 Gesellen. Eisenbahnunfall. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich auf dem Würzburger Rangierbahnhof. Von einem Rangierzug entgleisten die Maschine und vier Wagen. Der Heizer Mayerhofer ist tot. Heizer Imhof schwer verletzt; der Materialschaden ist bedeutend. 3. Sigung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. = Protokoll Auszug. Gießen, den 11. März 1904. ( Schluß). Dieser 6. Buschrift der Handelskammer zu Nordhausen betr. Nichterhebung der Brennsteuer für das laufende Betriebsjahr. Die Handelskammer zu Nordhausen hat die Kammer ersucht, eine an den Reichsfanzler gerichtete Eingabe zu unterstüßen, in der zur Erwägung gegeben wird, im Interesse der TrinkbranntweinIndustrie die Brennsteuer vorübergehend bis zum Ende des laufenden Betriebsjahres außer Hebung zu sehen und das Brennen von Mais auch in landwirtschaftlichen Brennereien ohne Nachteil für das Kontingent zu gestatten. Vorschlag wurde veranlaßt durch die Produktionseinschränkung im Spiritusgewerbe und die dadurch bedingte starke Preiserhöhung für Roh- und gereinigten Spiritus, wodurch die gesamte Destillations- und Trinkbranntwein- Industrie mit ihren zahlreichen Nebengewerben, sowie die Zwischen und Kleinhändler in ihrer wirtschaftlichen Lage gefährdet sind. Die Aufhebung der Brennsteuer und die stärkere Verwendung von Mais würde voraussichtlich die Produktion vornehmen und die Preise auf einen annehmbaren Stand herabsetzen. Die Kammer beschloß daher den Antrag der Handelskammer zu Nordhausen zu unterstützen. Straßenraub. In der Schöningswalder Heide bei Rügenwalde wurde der Gemeindevorsteher Maaß mit seinem Knecht durch Räuber überfallen und lebensgefährlich durch Schüsse und Stiche verletzt. Wie es heißt, ist Maaß um 12 000 Mark, die er mit sich führte, um Vieh einzukaufen, beraubt worden. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur. † Gattenmord. In Elbing erschlug der Schlosser Mizlaff seine Ehefrau mit einem Hackmesser und versuchte dann sich selbst zu töten. Die vorläufige Untersuchung ergab, daß Mizlaff die Tat in einem Wahnsinnsanfall begangen hat. 7. Fernsprechverhältnisse des Kammerbezirks. Von verschiedenen Seiten wurden Wünsche nach einer Erweiterung des Fernsprechbereichs der wichtigsten Städte des Kammerbezirks geäußert. Die Kammer beschloß im Anschluß an das Ergebnis einer Rundfrage und an die bei der Berichterstattung für den Jahresbericht mitgeteilten Wünsche die Kaiserl. Oberpostdirektion in Darmstadt um eine Ausdehnung des Sprechbereichs zu ersuchen. 8. Eintragung einer Firma in das Handelsregister. Das Großh. Amtsgericht zu Gießen ersuchte die Kammer um eine gutachtliche Aeußerung über die Eintragungspflicht eines Geschäftsinhabers in das Handelsregister. Die Kammer erklärte sich für die Eintragung der betreffen den Persönlichkeit. 9. Eingänge. a. Von dem Großh. Ministerium des Innern ist der Rammer mitgeteilt worden, daß die von den Großh. Hess. Handelskammern ausgehenden unfrankierten dienstlichen Briefsendungen fortan mit dem Bemerke„ portopflichtige Dienst fache" versehen werden können. Lokales. 16. März 1904. Privattelegramm. Bei der heutigen Ziehung der Hessisch- Thüringischen Landeslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 50000 Mt. auf Nr. 36114 ( nach Offenbach), 5000 Mt. auf Nr. 66 257, 75 738, 3000 Mt. auf Nr. 7254, 14 243, 16 179, 23 949, 24386, 25 953. b. Die Kgl. Eisenbahndirektion in Altona teilt mit, daß am 1. Januar 1904 in der Behandlung der auf den Hamburger Staatsbahnhöfen ankommenden Wagenladungen wesentliche Aenderungen eingetreten sind. Es werden nach Maßgabe der Frachtbriefoorschrift nur noch Zollstadtgüter und Freihafengüter unterschieden. Als Freihafengüter werden alle Wagenladungen angesehen, deren Frachtbriefe mit der Vorschrift Hamburg- Freihafen, Hamburg- Kai rechts, Hamburg- Süd versehen sind. Ade anderen Wagenladungen werden als Bollstadtgüter angesehen. c. Amtliche Liste der Patentanwälte. d. Probeblätter der Bamberg'schen Karte zur Kultus-, Wirtschafts- und Handelsgeographie von Deutschland. e. Festnummer der Zeitschrift für Gewerbe- Hygiene. ** Der Abgeordnete Köhler richtete an die Regierung eine Anfrage über die Eigentums- und Betriebsverhält nisse des Staatsverlags und der Darmstädter Zeitung sowie über die Mißstände im Kreisblattwesen und eine etwaige Uebernahme der Kreisblätter in Eigentum und Betrieb des Staates. bas ganze Unwesen bazugehört und ein aus hat. ** Das neue beginnt am 12. apr Gymnafium werden für die Vorschule, b Gymnafiums entgegen * Gin Geff Verband wurde d und Bogel Wusstellun A Frautfurt a. mörder und Rompliz mod Frankfurt gebr wolftändigt. Er, erften Schlag von darauf umgedreht nachdem habe Groß gewürgt und zu drückte Groß dem fichnürte ihm mit de Dann habe fich ** Versetzt. Gerichtsakzessist Dr. Brill von Offenbach an das Gr. Amtsgericht Steßen. Gerichtsassessor Trümpert von Mainz an das er. Amtsgericht Gießen. Amtsrichter Wachtel von Buzbach, welcher in gleicher Eigenschaft an das Gr. Amtsgericht Gießen berufen wurde, ist an das Gr. Landgericht Gießen versezt. Boden geworfen, g stein tniend das lange auf den S mehr regte. De Groß die Tür zu, Ihr die Schlüffel aus Bureau und raubte Leiche auch Uhr u Stafforft dauerte bo Mhr. Groß ist dem gestellt. Er weiß ** Mit der Ausarbeitung von Plänen und einem Kostenanschlag für ein Theater verbunden mit einem Saalbau in Gießen, wurde vom Theaterbau- Komitee Professor Martin Dülfer aus München beauftragt. Der Kriegerverein Gießen hielt gestern Abend im Vereinslokal, Bavaria" seine Monatsversammlung ab. Amtsgerichtsrat Wiener, der 1. Vorsitzende, teilte mit, daß die Prüfungskommission die vorjährige Jahres. rechnung geprüft habe; die Kasse und Rechnung befanden sich in tadelloser Ordnung, worauf dem Rechner, Kaufmann Dort, Entlastung erteilt wurde. Es erhielt nachdem Herr Garnisonverwaltungsinspektor Müller das Wort zu seinem Vortrag: Die Schlacht bei Wörth. An Hand einer Karte führte Herr Müller die anwesenden Kameraden im Geiste auf jenes Schlachtfeld und gab eine klare zusaminenhängende Schilderung der Schlacht. Auch hob er hervor, daß die deutschen Truppen ungemein schwieriges Terrain zu überwinden gehabt haben und wenn die feindliche Infanterie besser geschossen hätte, an diesem Tage noch viel mehr Verluste unsererseits zu beklagen gewesen wären. Die meisten Leser werden den Hergang jener Schlacht aus den Chroniken fennen, so daß wir es für nicht nötig halten, näher auf den Vortrag einzugehen. Den Mitgliedern des Kriegervereins sei aber hierbei die Bitte ans Herz gelegt, bei nächster gleicher Gelegenheit sich noch zahlreicher einzufinden, denn es hat doch etwas für sich, aus dem Munde eines Mitkämpfers den Verlauf einer solchen Schlacht zu hören. Es schloß sich an den Vortrag eine sehr interessante Besprechung über den Wert gerade jener Schlacht hinsichtlich der Einigkeit unserer mitkämpfenden Bundesbrüder aus Ost und West und Süd wie N.rd. Ebenso ist der beabsichtigte Einfall der Franzosen durch den Schwarzwald nach Süddeutschland dadurch vereitelt worden. Am Schluß der Versammlung nahmen die Anwesenden davon Kenntnis, daß die Sammlung für die durch die Herero bedrängten Kameraden in Südwestafrika 194 Mark ergeben habe, der höchste Betrag unter allen von Hessischen Brudervereinen veranstalteten gleichen Sammlungen. Ferner teilte Herr Amtsgerichtsrat Wiener mit, daß die 1. 8t. von der Tochter des verft. Generalleutnant von Kretschmann, der jezigen sozialdemokratischen Agitatorin Lilly Braun, veröffentlichten Briefe, welche die hessischen Truppen beschuldigten in Sens Plünderungen verübt zu haben, in allen ihren Angaben voll und ganz erlogen und erfunden sind. Die eidlichen Aussagen der noch lebenden Angehörigen der 7. Kompagnie des 117. Inf. Regts.- diese sollte der Sündenbock sein bestätigten, daß gar nichts vorgekommen ist, im Gegenteil, als dieselbe Kompagnie auf dem Heimmarsch nach Deutschland im gleichen Ort wieder Quartier bezog, da wurde ihr noch besonderes Lob von dem Maire zu teil für das aufmerksame Betragen der Soldaten. Die Lilly Braun hat mit der Veröffentlichung jener Briefe dem Andenken ihres sonst verdienstvollen Vaters einen schlechten Dienst erwiesen. Das angehängte Strafverfahren gegen den Redakteur der Mainzer Volkszeitung, die jene Briefe zuerst veröffentlichte, wird noch weitere Klarheit in der Sache schaffen. Die Versammlung hatte damit ihr Ende. - h. Der Gießener Frühjahrs- Pferdemarkt verbunden mit Viehmarkt, welcher heute stattfand, hatte bei dem sehr günstigen Wetter einen starken Auftrieb zu verzeichnen, auch Kaufltebhaber und Schaulustige waren in sehr großer Zahl erschienen. stunden war die Kauflust eine ziemlich flaue, dem Umstand wohl zugeschrieben, daß die Auswahl zu groß war. AufgeGeschä Hiermit bie et Reſt mach wie vor weiter sempfehlende Erinneru Louis Gardi verben gewaschen, cr and gespannt per Blat Seliffieren für alle Sto 150 Ctm. breit. Färberei The Schulstraße 5 und Löw Unic Wich ( vormals Krauss- C ist und bl die best In Schachteln u.Dosen über Fabrik: Unlon Augs Fußbodendauerhafter, eleganter rasch und hart tra In den ersten Vormittags Farben Lacke trieben waren ca. 250-300 Laftpferde, darunter eine größere Barlet- und Linolen Aufge Fußboder f. Jubiläumsschrift des Vereins„ Kreditreform" in Zahl recht schweren Schlags. Dieselben standen im Preise Sahlspähne, Hutla Mainz. g. Von zuverlässiger Seite sind der Handelskammer Nachrichten zugegangen über Deutschlands Beteiligung an der Ausbeutung und Verschiffung der Erz- und Holzvorräte des schwedischen Zollkammerdistrikts Lulea, über Deutschlands Beteiligung an der Einfuhr nach Belgien, die Behandlung ausländischer Versicherungsgesellschaften in Belgien, die American Protektive Tariff League und die Importers National Association, die Produktion und Einfuhr von Zement in den Vereinigten Staaten von Amerika, die wirtschaftliche Lage der Farmer in Minnesota und Dakota, die Einfuhr der Dominikanischen Republik, die Eisen- und Kohlenlager in Südafrika, über Mittel zur Förderung des deutschen Ausfuhrgeschäftes nach Südafrika und nach Australien, ferner über zweifelhafte Firmen in Budapest, Bukarest, Varna, Kairo, Harlem, Amsterdamm, Kiew, Berditschew, Uman, Taraschtscha, Bielaja- Bertow, Schitomir, Kowel, Starofonstantinow, Rowuo, Dubno, Winniza, Schmerinta, MogilewPodolst, Prosturow, Nieshin- Hornyi, Poltawa, Krementschlug, Chartow, Borisowfa, Dimitriew, Karatschew, Jelez. Die Eingänge fönnen während der üblichen Geschäftszeit im Bureau der Handelskammer eingesehen werden. von 1050-2000 Mt.; außerdem ca. 100-150 Rutschpferde zum Preise von 1000-1800 mt. Reitpferde standen gegen 75-100 Stück zum Verkauf, bezahlt wurden 1000 bis 2000 Mt. Recht mäßig war der Auftrieb ron Fohlen, auch die Qualität ließ bei einigen zu wünschen übrig; bezahlt wurden 500-900 Mt. Das Geschäft entwickelte sich mehr am Ende des Marktes, was zur Folge hatte, daß über die Mittagsstunde der Besuch des Blazes noch ein sehr guter war, während bei früheren Märkten das nicht der Fall war. In der Geschirrabteilung hatten von Gießen die Firmen Aug. Kilbinger, die Sattler Christ. Spieß, Groß und Heß, sowie von Großen- Buseck die Wagenfabrit Stephan und von Heuchelheim die Sattlerei von Carl Römer recht nett ausgestellt. Auf dem Viehmarkt war das Geschäft viel früher zu Ende. Hier waren ca. 150 Dchsen und Kinder aufgetrieben. Die Preise schwangten zwischen 200-900 Mt. - ** Besizwechsel. Herr Wilh. Betry verkaufte seine zu Gießen, Bahnhofstraße 31, gelegene Hofraite, in welchem die Wirtschaft zum„ Solmser Hof" sich mit befindet, für 95 000 Mt. an Herrn Tapezierer Christ. Arnold. Man hält den Preis unter Fachleuten für nicht zu hoch, da rich. Ofenlad,& empfiehlt Adolf Bi Bittoria- Drogerie, Marktstraße 5 Jea Gegründet 18 Bureau und Westanlage 31 Tro G arz 1904. Der heutigen Hterie wurden f Nr. 36114 257, 75 738 949, 24 38 Die Regierun etriebsverhält Beitung fowi etwatg eine Betrieb de bon Offen Berichtsaffeffor eridt Gießen gleicher Eigen wurde, ist a und einen mit einer terbau- Romit ragt. hielt geften Sveriammlun figende, teil brige Jahre nung befanden ter, Kaufmann nachdem fr зи Bort zu n Han einer Rameraden in are zufaminer ob er hervor, Terrain he Infanterie el mehr Br Die meisten Den Chronite näher auf de Kriegervereini nächster gleid denn es hat Littämpfers den schloß sich Dung über den inigfeit unsere Weft und Si fall der Fran hland dadur lung nahme Sammlung fir Südwestafa inter allen bon bas ganze Anwesen ziemlich umfangreich ist, ein Hinterhaus dazugehört und eine zweite Zufahrt von der Wolkengasse aus hat. ** Das neue Schuljahr des Gießener Gymnasiums beginnt am 12. April. Anmeldungen zur Aufnahme in das Gymnasium werden am 11. April morgens von 8-9 Uhr für die Vorschule, von 9-10 Uhr im Lehrerzimmer des Gymnasiums entgegengenommen. * Ein Hessischer Landesgeflügelzucht Verband wurde auf der 1. Hessischen Landes- Geflügelund Vogel- Ausstellung in Offenbach gegründet. Frankfurt a. M., 16. März. Nachdem der Raubmörder und Komplize des Groß, Stafforst, von Hamburg nach Frankfurt gebracht, hat er gestern sein Geständnis vervollständigt. Er, Stafforst, habe mit dem 3 seifiloftein den ersten Schlag von hinten auf Lichtenstein geführt, der sich darauf umgedreht und ihn an den Hals gefaßt habe, nachdem habe Groß Lichtenstein von hinten am Halse gepackt, gewürgt und zu Boden gerissen. Mit der linken Hand drückte Groß dem Lichtenstein die Kehle zusammen und schnürte ihm mit der rea ten Hand den Strick um den Hals, dann habe sich Groß den Stein, den er( Stafforst) zu Boden geworfen, geben lassen und habe dann auf Lichtenstein Iniend das Gewicht dem Lichtenstein so lange auf den Kopf geslagen bis er sich nicht mehr regte. Dann schloß Stafforst auf Geheiß des Groß die Tür zu, während Groß die Leiche umdrehte und ihr die Schlüssel aus der Tasche nahm, dann eilte er ins Bureau und raubte den Geldschrank aus. Groß habe der Leiche auch Uhr und Rette abgenommen. Das Verhör Stafforst dauerte von 1/29 Uhr morgens bis mittags 11/2 Uhr. Groß ist dem Stafforst heute noch nicht gegenüber gestellt. Er weiß nicht das sein Komplize verhaftet ist. Geschäfts- Empfehlung. Hiermit die ergebene Mitteilung, daß ich meine Stadttheater Gießen. " Drei Etnatter. Das Gießener Publikum will auch in Theaterangelegen heiten etwas haben für sein Geld, wenigstens hatte die Aussicht, drei verschiedene Theaterstücke ohne Preisaufschlag genießen zu können, gewiß manchen Vierteljahrsbesucher angelockt und so fam ein recht gut befeßtes Haus zu Stande. Den Reigen eröffnete Militär from m", ein eigentlich längst begrabener, von zahlreichen Diletantenbühnen schon mehrfach abgeschlachteter Einakter von Moser& Trotha, dessen Wert etwa mit dem in jüngster Zeit von allerlei schädlichen Spalt- Bilsen ans Licht gebrachten Kunstprodukten auf einer Stufe steht. Frl. Hohl bemühte sich darin mit Erfolg dem intereſſiert lauſchenden Publikum recht drastisch zu zeigen, wie es einer jung verheirateten Amerikanerin mit viel Geld und Schönheit in einer kleinen Garnison"( pardon!) mit wenig Familienrücksichten ergehen kann. An Herrn Achterberg haben wir die Gewandheit bewundert mit der er sich aus der Klemme zog, wenn ihm sein Gedächtnis im Stiche ließ, Herr Gronert gefiel sich und Anderen als Bursche wieder sehr und Herr Pichler und Frl. Großmüller zeigten besonders im Küssen eine schon mehr wie bühnenmäßige Gewandheit. Herr Tamte war nicht recht am Plaze. Wo er nicht von vornherein mit einem gewissen großen Schwung parodierend kommen kann, wird er zu vernünftig und fam als Regiments- enfant terrible nicht recht zur Geltung. Hierauf: Frißchen" aus dem bekannten Einaftertrio von Sudermann. In der Titelrolle fesselte Herr Achterberg durch sein wohldurchdachtes Spiel, der erzwungene leichte Plauderton stand ihm famos und später, als es sich aus der gequälten Bruſt wie verzweifelt in ausbrechender Leidenschaft losringt:„ Gepeitscht hat er mich-", da war Herr A. äußerst wirkungsvoll. Vielleicht hätte er MAGGI S Restauration Bouillon- Kapseln nach wie vor weiterführe und bringe daher meine Lokalitäten in empfehlende Erinnerung. Louis Schultheis Witwe, Schützenhaus. - Gießen. AAAAAAAA Gardinen werden gewaschen, creme gefärbt und gespannt per Blatt 0.50 mt. Plissieren für alle Stoffe bis zu 150 Ctm. breit. Sammlung Färberei Thomas mit, daß die Deutnant von schen Agitatorin e die heffen gen beribt ju 3 erlogen und noch lebenden Inf.- Regts. ten, daß gar be Kompagnie gleichen Drt esonderes Lob Betragen Jeröffentlig ftvollen Br ängte Strafor Solfezeitung, die weitere Alarbeit hatte damit ihr ẞferbemartt stattfand, hatte rfen Auftrieb zu luftige waren in Schulstraße 5 und Löwengaffe 20. GiessenerFischbaus Afterweg 1. Täglich leb. frische Schellfische, Cablian, sowie sämtliche Seefische in allen Preislagen. Sämtliche Lahnfische, wie Hechte, Karpfen, Weißfische 2c. stets leb. zu haben bei M. Simon. 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Arnold nicht zu hoch, da Marktstraße 5. -Wagen Acussore Rapsa Innere Röhrchen " 1 Tasse vorzüglicher Fleischbrühe 5 Pfg. 1 Taffe extra starter Kraftbrühe 72 Pfg. 2 Portionen in Kapseln zu 10 bez. 15 Pfg. empfiehlt angelegentlichst Jul. Bräutigam Gießen, Bleichstraße 21. Brina Kartoffel Speise- u. Salatkartoffel zu den billigsten Tagespretsen empfiehlt J. Hankel Schloßgaffe - Gießen. im Anfang die sinnenden Pausen etwas abkürzen können. Herr Linzen als Rittergutsbefizer von Droße schuf eine nicht verantwortlich machen kann, Frau Kellermann gab fernige Gestalt, für deren innere unwahrheit man ihn ja die leidende Mutter mit rührendem Ausdruck und viel Geschick, und Herr Tam te als Leutnant von Hallerpfort vier Augen" von Ludwig Fulda, ein Ableger von seiner zeigte sich sehr sympathisch. Zum Schlusse folgte:„ Unter „ wilden Jagd", welcher deshalb auch nicht viel schlechter ist auch hier wieder die Träger des Stückes und bei dem wie diese. Herr Steingoetter und Frl. Hohl waren brillanten, abgerundeten Spiel fonnte ja ein Erfolg nicht ausbleiben. Die Rolle des von Berkow ist höchft plump und ungeschickt gezeichnet und Herr Tamke schien sich darüber ebenfalls nicht ganz im Klaren zu sein. H. H. Briefkasten. Nach Heuchelheim. Das Verzeichnis der diesjährigen Märkte in Gießen ist uns von Großh. Bürgermeisterei nicht zugegangen; Ihrer Bitte können wir darum nicht entsprechen. Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( vorm. Wilh. Keller), Gießen Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den Gerichts-" und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermana Kathreiners Malzkaffee, ob als Zusatz zum Bohnenkaffee, oder als Ersatz, gleichviel! er ist in jedem Falle wertvoll. Wer einmal seine Vorzüge kennen gelernt hat, der läßt sich durch Nichts wieder von ihm abbringen. Das lehrt die tägliche Erfahrung. 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Makulatur hat abzugeben die Expedition. Bekanntmachung. Geschäfts- Verlegung u. Empfehlung. Geschäfts- Empfehlung. Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Mitteilung, daß ich das seither von meinem Vater Johann Freitag, den 18. März. nachmittags 3 Uhr beginnend, wird das Abfallholz aus den städtischen Anlagen in der Ostanlage, Südanlage, von der Lony- Teile ergebenst mit, daß ich mein Weißbinder- Keßler betrieben straße, vom Schiffenbergerweg, von den Anlagen vor und Lackiergeschäft von Neustadt 15 nach dem Friedhof, vom alten Steinbacherweg und von der Grünbergerstraße öffentlich meistbietend versteigert. Es befinden sich darunter einige für Schmiede geeignete Klöße und einige Haufen Reisig, zu ErbsenRetsern geeignet. Gießen, den 15. März 1904. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen Mecum. Bekanntmachung. Im Pfandlokale Seltersweg 11 werden Mittwoch, den 23. März 1904, nachm. 3 Ubr die an Großherzogliches Polizeiamt abgelieferten und von den Verlierern nicht abgeholten Gegenstände, darunter verschiedene Gold- und Silbersachen, einige Pferdeteppiche 2c. zu Gunsten der Armenkasse gegen Barzahlung bersteigert. Gießen, den 15. März 1904. Die Armendeputation der Stadt Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. Die Wetsteingasse zwischen Walltorstraße und Gäßchen Auf der Bach" wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 15. März 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Die Sonnenstraße zwischen Kreuzplatz und Schulstraße wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten bon heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 15. März 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Die am 2. d. Mts. angeordnete Sperre der Mäusburg wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 15. März 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. III. Sefftsch- Thüringische Staatslotterie ( Mitteldeutsche Staatslotterie) Blockstraße 12 verlegt habe und halte mich zur Ausführung aller in mein Geschäft einschlagenden Arbeiten bestens empfohlen. Ich garantiere tadellose und prompte Arbeit zu günstigen Bedingungen und bitte mich bei Bedarf freundlichst zu berücksichtigen. Eduard Kohlermann, Mater-, Weißbinder- u. Lackiermeister. ConfirmandenStiefel Biehung VI. Klaffe.( 7. Tag) 15. März 1904. Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Mark gezogen. ( Ohne Gewähr.) 143 46 252[ 1000] 74 336[ 1000] 41 506 15 51 57 82 625 65 99 710 59 87 825[ 1000] 44 1052 80[ 400] 106 207 54 303 16 22 97 405 505 36 39 96 673 731 89 838 68[ 1000] 69 96 976 2003 123 30 228 31 97[ 3000] 303[ 400] 309[ 400] 74 85 94 465[ 400] 77 83 85 573 600 44 761 63 87 915 71[ 400] 3064 96 149 216[ 400 332[ 1000] 54 88 412[ 400] 52 607 12[ 1000] 922[ 400] 51 88 4080[ 3000] 159 64[ 400] 209 342 467 85 511 18 636 68 86[ 400] 720 60[ 400] 66 71 825[ 3000] 35 46 87 5055 121 437 630 762 821 33 55 983 6035 56 70 94 147 242 54[ 400] 306 92 404 19 42 60[ 400] 650 98 702 7146 227 37[ 400] 42 50 319 52 438 78 503[ 400] 30 72[ 400] 85 86 611 49 711 13 819[ 400 86 904 82 8068 163 66 212 336 41 60 422 51 83 600 717[ 400] 922[ 400] 66 89 92[ 1000] 9030 59 108[ 1000] 75 229 57 320 39 53 60 95 476 507 13 23 79 85[ 400] 97 613 21[ 400 60 718 29 80 812 63 80 906 38 10062[ 400] 113 64 210 33 42[ 400] 62 98 302[ 1000] 44[ 400] 81 711 32 55 810 30 34 84 11061 109 22 52 88 212 39[ 1000] 93 326 480 637[ 400] 43[ 400] 727 836 57 913 18[ 1000] 55 12001 110 44 61 387 95 511 89 92 98[ 1000] 805 26 77 13005[ 400] 7 81[ 400] 153[ 1000] 62 76 223[ 400] 76 308 64 420 535 84 606[ 400] 93 95[ 400] 706 21 845 82 96 923 46 53 14092[ 400] 246 68 76 300 88 494[ 400] 536 55 627 [ 400] 44 797 915 64 90 19023 59 15087[ 400] 194 248 342[ 400] 43 45 74 473 525[ 30 000] 32 35 [ 400] 625 31 69 88 707 73 88 855[ 1000] 910 16019 67 193 95 228 386 [ 400] 419 54[ 400] 761 878[ 1000] 99 937 17055 80 123 25 40 45[ 400] 54[ 1000] 87 277[ 1000] 302 34 43[ 1000] 54 72 79 96[ 400] 97[ 1000] 568 641 47 78 88 725 76 801 28 73 82 931 35[ 400] 73[ 1000] 91[ 400] 18014 64 90 309[ 1000] 61 435 65 595 778[ 400] 911 21 54 86[ 400] 98 211 73 315 20 500 50[ 400] 68 610 23 68 771 82 890[ 400] 979 92 20020[ 1000] 105 55 62 66 70 74[ 400] 93 95 229 71 357 60[ 1000] 30 93 472 73 87[ 1000] 91 562[ 400] 84 630 58[ 400] 70 99 716 41[ 400] 46 47 80 96[ 400] 98 829 38 76 905[ 400] 13 55 21019 36 58 78[ 1000] 175 206 44 330 53 516 613[ 400] 26 73 709 42 850 93 951 92 22024 180 [ 1000] 244[ 400] 50[ 400] 322 99[ 400] 409 19 36 517 671[ 400] 80 91 721 48 818[ 400] 33 920 23027[ 400] 90 94[ 400] 116[ 400] 30 205 25 48 81 83[ 1000] 343 74[ 400] 91[ 1000] 451 67 84 98 539 98 603 73 75 90 813 966[ 1000] 78 96 24033 288 89[ 1000] 373 481 97 504 684 762 82 807 9 23 907[ 400] 36[ 400] DOGOSUSTY für Mädchen und Knaben empfiehlt in grösster Auswahl N. Reiss Frankfurter Schuhlager 25056 158 75 208 313 429 37[ 400] 530 82 621 79 733 73 808 37 26022[ 400] 197 215 38 47 347 59[ 1000] 473 94 579 634 731 39 69 82 [ 400] 88[ 400] 818 70 83 908 27046 109 226[ 400] 47 319 29 33 405 9 16 558 78 99 651 74[ 400] 84[ 3000] 719 811 50[ 1000] 28130[ 1000 96 251 374 424[ 1000] 76 517[ 400] 65 98 625[ 400] 703 19 44 821 86 928 62 74 95 29047 82 101 77 340 66 77 82 92[ 1000] 710 74[ 1000] 807 [ 1000] 9[ 400] 39[ 400] 937[ 400] 30053[ 400] 100 32 87 257 303 433 37[ 400] 516 18 42 43 83 681 843 973 31009 27 35 38 73 167 71 73[ 1000] 83 202 61 517 99 673 [ 1000] 77 87 704[ 400] 35 37 97 873 985 32024 51 52[ 400] 58[ 400] 64 84 90 148 62 81 244 63 314 99 434 42 55[ 1000] 92 546 600 55 74 81 [ 1000] 725 63 97 805 21 981 93 33035 46 140[ 400] 318[ 400] 27[ 400] 28 52 97 424 28 31 35 51 515 75 91 608[ 400] 39[ 400] 48[ 1000] 75 77 97 703 44 45 68 96 886[ 400] 94 995 34007 26 54 400] 117[ 400] 39 57 206 65 307 71[ 400] 98 423[ 400] 89[ 400] 538 813 99 925 66 35047 152 233 51 68 96 362 509 87 647[ 400] 797 823 68[ 1000] 942 80 93 36027 62 129 31 65 84 232 384 452 89 511[ 400] 99 622 62 714 872[ 1000] 922 77[ 1000] 85 37020 33 175 83 92 98 321 79 568 74 91 601 75 779 94 843[ 1000] 62 928 53 67 38010 21 95 233 37[ 400] 437 56[ 400] 635[ 1000] 726 36 58 802[ 400] 49 64 97 902 13 80[ 400] 39020 [ 1000] 41 49 59 90 128 226[ 400] 43 314 46 78 95 401 18 507 51 645 71 784 852[ 400] 97 942 57 40133 44 214 69 309 49 60 87 429 41 57 75 512 27[ 1000] 81 [ 400] 757 85[ 400] 802 19 62 921 33 41009 40 43 105 18[ 1000 52 [ 400] 62 90 260 320 33[ 1000] 56 94 401[ 3000] 62 562 77 607 27 704 21 22 80 84 851 56 915 75 1000] 42020[ 400] 143[ 400] 67 70 276 392 [ 400] 467[ 1000] 545 87[ 400] 94[ 400] 602 5 10 48 72 87 99 770 808 79 951[ 400] 99 43085 132 250 83 324 470 629[ 1000] 45[ 400] 57 711 862[ 5000] 44026 38 66[ 1000] 127[ 1000] 86 302 452 76 509 25 607 59 732 55 71[ 400] 80 842 71[ 400] 908 44 45063 145 66 95 329 429 65 88[ 1000] 572 629 51 707[ 250000] 22 850 86 914 46054[ 3000 78 101 8 18 42 73[ 400] 80 258 61[ 400] 71 303 47 437 513[ 3000] 36 97 672 97 778 858 74 47013 65 162 67 70 201 16 1000] 57 372 87 610 30 729 875 48043 108 26 66 82 287[ 400] 306 Giessen. - Mäusburg 12. Möbeltransportund Verpackungs- Geschäft fäuflich übernommen habe und dasselbe unter der Firma Heinrich Kessler weiterführen werde. Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, alle Aufträge meiner werten Kundschaft prompt, pünktlich und unter billigster Berechnung auszuführen. Hochachtungsvoll Heinrich Kessler Gießen, Marburgerstraße 28. Telephon 368. Aufträge werden auch Sonnenstraße 5 entgegengenommen. 000000000000 Emil Schön, Giessen Tel. 410. Schreinerei mit Motorbetrieb. Tel. 410. Liebigstrasse 65 empfiehlt sich im Anfertigen sämtlicher Schreinerarbeiten an Deubauten Besonders preiswert werden geliefert Thüren, Treppen u. Fenster jeder Art. Mit Kostenanschlägen stehe gern zu Diensten. 000000000000 Waschkörbe, Herzenswunsch Waschbütten, rund und oval Waschseile, Waschklammern in großer Auswahl empfiehlt Carl Müller, Aller ist ein zartes, reines Geficht, rosiges, jugendfrisches Aussehen, weiß, sammetweiche Haut und blendend schöner Tetat. 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März 1904. staatl. Konz. Haupt- Kollekteur der Hess. Thüring.( Mitteld.) Staats- Lotterie. Neuen- Bäue 11. Richard Buchacker, Giessen. Nächste Woche! Ziehung 23., 24. und 26. marz urg 1. B. 250 000 Lose. zu 4to Grosse Freiburger Geld- Lotterie zur Wiederherstellung des Münsters. Lose à 3.30 Porto und Liste 12,184 30 Pfg. extra. Geldgewinne ohne Abzug Mark 322500 Hauptgewinne: M100.000 M. 4 M. 20,000 10.000 5.000 Mo. 1 à 5000 2 à 3000 6 000 2 à 5 à 2000= 4.000 = == 10 000 52 500 1000= 5.000 20 à 500= 10 000 200 à 100= 20 000 = à 50 1000 à 20 20 000 2000 à 10 20 000 8750 à = 6 200 Freiburg.Lose versendet. Haupt- Debit Ad. Müller& Co. Darmstadt, Rheinstrasse 14. Lose in Giessen zu haben bei Richard Buchacker, Neuen- Bäue 11, Philipp Weiler, Markt I, Wilhelm Semmler, Cig. Seltersweg 25, Gg. Carl Volk, Cig., Grünbergerstrasse 4. Vorteilhaftes Angebot! Direkter Bezug von der Fabrik für Private unter Ausfall d. Händleraufschlags! 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Sollen es große oder kleine Uhren sein?" Das weiß ich nicht. Meine gnädige Frau hat mich nur zu dir geschickt, ich soll sagen, sie wünsche verschiedene Uhren zu sehen. Sie ist heute sehr müde und kann nicht ausgehen, braucht aber heute abend dringend eine Uhr. Willst du nicht so gut sein und einen von deinen Gehilfen mit einigen Uhren zu meiner gnädigen Frau schicken?" " ,, Kleines Fräulein, ich habe die Ehre, selbst mitzugehen." Warum sollte der Uhrmacher dem jungen Mädchen mißtrauen? Es war ja nicht der geringste Grund zum Argwohn vorhanden. Deshalb suchte er ein Duzend der schönsten Uhren heraus, legte sie in eine Schachtel, wickelte die Schachtel in schönes Seidenpapier, warf seinen Mantel um und verließ den Laden mit Afi. Sie famen zum Hause des Ministers und gingen in den Hof. Dort sagte der kleine Gaudieb Aki zu ihrem Begleiter:„ Höre! Die gnädige Frau ist zu Bett gegangen. Vielleicht wäre es ihr unangenehm, dich jetzt zu empfangen. Gib mir die Uhren; ich werde damit zu ihr hinaufgehen, du kannſt hier vor der Tür warten." Der Uhrmacher, der durchaus nicht mißtrauisch war, gab ihr die Uhren, hüllte sich dann feſter in seinen Mantel und wartete. Afi ging in die Küche hinauf. Entschuldige," sagte sie zu D- sau- dou; aber ich habe mich wirklich geirrt. Nicht der Minster San- jo sollte die Fische bekommen, sondern ein anderer Herr San- jo. Ich bitte vielmals um Entschuldigung." „ Aber bitte", versezte die Köchin, keine Ursache. Irren kann sich jeder." Und damit nahm Aki ihren Korb mit den Fischen wieder an sich. Dann knigte sie und ging hinunter in den Torweg, wo der Uhrmacher stand. " Ihre Gnaden sieht sich gerade die Uhren an", sagte sie. ,, Wenn sie fertig ist, wird sie dich rufen. Du mußt mich entschuldigen, daß ich dir nicht Gesellschaft leisten kann, aber wie du ſiehſt, habe ich einen Korb mit Fischen, den ich in die Stadt tragen soll. Adieu so lange!" Damit ging Afi aus dent Hause. Der Uhrmacher hatte sie ohne etwas in den Händen ins Haus hineingehen sehen. Nun sah er sie mit einem Korb mit Fischen herauskommen. Wie sollte der brave Mann da auf den Gedanken kommen, daß Aki nicht zum Hause gehörte, und daß sie seine schöne Uhren noch in der Tasche hatte. Er wartete eine halbe Stunde. Niemand zeigte sich. Er wartete eine Stunde, aber niemand schien sich um ihn zu kümmern. Dann ging er hinauf in die Küche zu D- sau- don. Na," sagte er, hat Ihre Gnaden schon ihre Wahl getroffen?" " Was für eine Wahl, mein guter Mann?" Nun, unter den Uhren? Ich bin der Uhrmacher!" ,, Was für Uhren?" „ Die das junge Mädchen mit hinaufgenommen hat." ,, Was für ein junges Mädchen?" " Die eben mit einem Korb Fische fortgegangen ist!" Die mit einem Korb Fische fortgegangen ist?" " Ja, gerade die!" " Mein guter Mann, das junge Mädchen mit den Fischen gehört nicht in dieses Haus; ebenso wenig, wie ich zum Kaiser gehöre." Und nun erzählten sie sich gegenseitig, was geschehen kannst du wohl Lebewohl sagen!" war. Mein guter Mann," sagte die Köchin,„ deinen Uhren Haare. Das begriff der unglückliche Uhrmacher und raufte sich die Er ging zur Polizei. Die Polizei leitete eine Untersuchung ein und beobachtete alle Türen. Ob man Afi wohl finden nicht. wird? Das ist schwer zu sagen, aber wahrscheinlich iſt es AUS DEM REICHE DES WISSENS Staubteilchen in Atmosphäre und Stubenluft. Um die Zahl der in der Luft vorhandenen Staubteilchen zu erfahren, hat der schottische Forscher Aitken ein höchst interessantes Verfahren erdacht. Er läßt die zu untersuchende Luft durch Wasserdampf fättigen. Tritt nun mit Hilfe einer Luftpumpe eine kleine Ausdehnung ein, so kommt der Wasserdampf zur Kondensation, er wird tropfbar flüssig. Hierbei bildet jedes Staubkörnchen den Kern für ein sich bildendes Wassertröpfchen, das abfällt. Dieses Tröpfchen läßt nun Aitken auf einen Silberspiegel fallen, der durch ein Linienne in Quadratmillimeter geteilt ist. Man kann somit mit Hilfe eines Mikroskops die Tröpflein leicht zählen, die aus einer Luftsäule von bekannter Höhe auf einen Quadratzentimeter auffallen. Auf diese Weise fand Aitken in Edinburgh in einem Kubitzentimeter Luft bei flarem Wetter 45 000 Staubteilchen und bei trübem Wetter 250 000. In einem Sigungssaal betrug die entsprechende Staubteilchenzahl 275 000 bis 3 500 000 bei Anwendung einer Ventilation; ohne eine solche waren die Zahlen 426 000 bis 46 000 000. Die Zahl der Staubteilchen, die ein Bigarettenraucher bei einem Zuge aussendet, schätzt Aitken auf 400 Millionen. Kleinere Werte ergaben sich natürlich an der Küste und in größeren Höhen, wie z. B. auf dem Eiffelturme. Unter der Voraussetzung, daß unter den Bestandteilen des Staubes auch Mikroorganismen eine nicht zu unterschäßende Rolle spielen, hat Azmann in dieser Beziehung die Influenza- Epidemie untersucht. Er fand, daß Trockenheit des Erdbodens, Fehlen einer Schneedecke, Fehlen oder geringe Häufigkeit von Niederschlägen, VorHandensein von Nebel, hoher Barometerstand besonders günstig für die Vermehrung der in der Atmosphäre suspendierten Stoffe waren. Allerlei Wissenswertes. Die Ausnutzung der Kraft der Gezeiten zum Betriebe eines Motors steht noch auf der Tagesordnung. Professor Decoeur hatte der französischen Akademie der Wissenschaften das Projekt eines großartigen Ebbemotors vorgelegt. Es sollten bei Havre auf unbenutzten Strandflächen zwei Wasserbecken angelegt werden, welche sich bei der Flut mit Wasser füllen und bei der Ebbe entleeren. In den Ein- und Auslaßöffnungen sind Turbinen angebracht, welche durch die entstehende Strömung in Gang geſetzt werden. Bei der bedeutenden Fluthöhe an der französischen Küste( 3 bis 8 Meter) hoffte Decoeur auf diese Weise 6000 Pferdekraft zu gewinnen, die er in Elektrizität umſehen wollte. Doch hat sich diese wie ähnliche Anlagen praktiſch nicht bewährt. Die vorsorgenden Raubwespen. Die Insekten stellen Spinnen, Käfern und Raupen nach, töten aber das erjagte Wild nicht sofort, sondern sie lähmen es nur, schleppen es so in ihre Höhlen und lassen es dort so lange leben, bis sie für ihre Larven frisches Futter nötig haben. Ist z. B. eine Raupe erbeutet, so erhält diese sechs bis neun Stiche, und zwar zwischen jedes Körpersegment einen. Diese Stiche werden aber nicht ins Blinde hinein in den Körper der Raupe getan, sondern die Räuberin weiß mit anatomischer Gewißheit und Sicherheit diejenigen Stellen zu treffen, deren Durchbohrung keine tödliche Wirkung zur Folge hat, die vielmehr nur der Raupe die Kraft zum Widerstand nehmen und sie zur Flucht untauglich machen. Erst wenn das Opfer in dieser Weise gelähmt und betäubt ist, wird es in die Höhle geschleppt und dort so lange lebend aufbewahrt, bis die junge Brut Nahrung bedarf, die ihr dann stets frisch gereicht werden kann. Ein Feind der Auster. Der Mensch ist nicht der einzige Feind resp. Verfolger der Auster, der Seestern lebt von derselben vielmehr das ganze Jahr lang. Seine Methode der Oeffnung derselben ist eine eigentümliche. Er setzt sich auf der jungen oder alten Auſter einfach fest und bringt die Enden seiner fünf langen Arme in die Nähe des Spaltes der Schalen; in dem Augenblicke aber, wo die Auſter diese zur Aufnahme von Nahrung öffnet, ſprißt der Seestern einen Saft in das Innere, der den Bewohner der Muschel in kurser Zeit tötet, und dann beginnt für ihn das leckere Feſtmahl. Die Auster bemerkt recht wohl die Anwesenheit ihres schlimmen Feindes und hält sich deshalb, so lange sie ohne Nahrung aus. kommen kann, d. H. sieben bis acht Tage, fest geſchloſſen, um endlich doch dem lauernden Räuber zu verfallen. L Nr. 61. Mittwoch, den 16. März. 1904. Oberbessische Familienzeitung. Tägliche Unterhaltungs- Beilage ber Gießener Neueste Nachrichten. nd aus Berlag der Stofener Berlagsbandsest, vorm. With. Reller'sche Buchbinderei( gear. 1788); (( 84. Fortsetzung.) Der Goldmarder. Original Roman von M. Bezold. ,, Nichts gibt er zu!" sagte der Richter,„ er leugnet alles, ganz genau wie sein Bruder, der alle Fragen mit der Erflärung beantwortet, er wisse von nichts, und jede Gelegenheit benutzt, um seinem Haß gegen die Familie Spangenberg Luft zu machen. Hätte ich nur Beweise! Daß die Goldmünzen Spurlos verschwunden sind, kann ich mir erklären, sie werden längst eingeschmolzen sein, einen Goldklumpen kann man bei jedem Juwelier verkaufen, aber das Verschwinden des Brillantarmbandes begreife ich nicht. Dieses Armband muß sich im Museum befinden, Herr Direktor, dort nur kann Peter Schönbach es versteckt haben, vielleicht mit Wissen seines Bruders, vielleicht auch hinter dessen Rücken. Er ist nach dem Diebstahl an keinem anderen Orte gewesen, das steht fest, und man kann doch auch nicht annehmen, daß er es unterwegs fortgeworfen haben soll." " Ich werde selbst nachforschen," erwiderte Spangenberg, ,, und nicht ruhen, bis alle Winkel durchstöbert sind." Diesem Versprechen getreu, schlug er, nachdem er das Gerichtsgebäude verlassen hatte, den Weg zum Museum ein, und er wurde hier von dem neuen Kustos empfangen, der mit unterwürfiger Miene der Befehle seines Vorgesetzten harrte. Ist die Familie Schönbach bereits ausgezogen?" fragte Spangenberg, während er die Treppe hinaufstieg, die zur Gemäldegalerie führte. Gestern abend schon mit Sack und Pack," erwiderte der Kustos, sie haben nur Schmutz und einige Zumpen zurückgelassen." " Sie haben bei diesem Auszuge nichts Verdächtiges entdeckt?" " Gar nichts, Herr Direktor, aber es ist wohl möglich, daß-" Weiter will ich nichts wissen, Vermutungen sind keine Beweise! Wir haben eine mühsame Arbeit vor uns," fuhr er fort, als sie den ersten Gemäldesaal erreicht hatten ,,, der Untersuchungsrichter vermutet, daß der Kupferstecher Schönbach das gestohlene Armband hier versteckt haben könne, und diese Vermutung ist durchaus glaubwürdig, denn zwischen dem Diebstahl und der Verhaftung hat Schönbach nur hier sich aufgehalten. Wir werden also hier sehr genau nachforschen müssen und zwar in allen Räumen." Wo könnte es versteckt sein?" fragte der Kustos. " Ja, wenn ich den Ort mit Sicherheit wüßte!" entgegnete Spangenberg, indes sein Blick an den Wänden entlang schweifte. Wo kann es sein? Ueberall! In einem Schrank, hinter einem Bilde, im Polster eines Stuhls, wir müssen alles durchsuchen. Gehen wir zuerst in den Saal, in dem der Lump gearbeitet hat," fuhr er weiterschreitend fort,„ ich glaube, es ist ratsam, dort mit der Untersuchung zu beginnen." Als sie an Ort und Stelle waren, sagte der Direktor: Dort hängt das Bild, das der Kupferstecher kopiert hat, beJinnen wir hier. Fühlen Sie hinter alle Gemälde, die Ihrer Hand erreichbar sind, fangen Sie hier an der Tür an und gehen Sie an den Wänden entlang, bis Sie hier wieder ankommen." ( Nachdrud verboten.)] Der Kustos hatte bereits begonnen, Joachim Spangenberg stand in der Mitte des großen Saales und beobachtete ihn mit sichtbarer Ungeduld. er, So werden wir von Saal zu Saal gehen müssen," sagte ist die Mühe umsonst, so wissen wir wenigstens, daß hier das gestohlene Gut sich nicht befindet." Halloh, da haben wir's schon!" rief in diesem Augenblicke der Kustos, indem er seine Hand hinter einem Gemälde hervorzog. Spangenberg trat rasch näher, sein Blick ruhte frohlockend auf dem funkelnden Armband, das sein Untergebener ihm überreichte. Also doch!" triumphierte er. Der Untersuchungsrichter ist ein schlauer Kopf, ich wäre vielleicht nicht auf diese Vermutung gekommen, obgleich sie nahe lag." Soll ich weiter suchen?" fragte der Kustos. Vielleicht finden wir auch die Münzen!" " Ja, suchen Sie weiter," rief Spangenberg eifrig, aber vorsichtig, damit nichts beschädigt oder zerbrochen wird. Finden Sie die Münzen oder nur einen Teil derselben, so erhalten Sie eine große Belohnung, das verspreche ich Ihnen. Merfen Sie sich das Gemälde, hinter dem das Armband versteckt war, damit Sie, wenn Sie als Zeuge vernommen werden, präzise antworten können. So, nun lassen Sie mich wieder hinaus, ich will das Armband dem Bestohlenen zurückbringen und dem Untersuchungsrichter unseren Fund berichten." ,, Vielleicht gibt der Juwelier auch eine kleine Belohnung," ſagte der Kustos schüchtern,„ ich habe gerade jetzt einige.Anschaffungen zu machen, um die Wohnung hier zu möblieren Ueberlassen Sie das mir," unterbrach Spangenberg ihn wohlwollend,„ fordern darf ich die Belohnung nicht, aber wenn der Juwelier selbst die Rede darauf bringt, werde ich ein gutes Wort für Sie einlegen." Der Kustos öffnete die Türe, Joachim Spangenberg wandte sich noch einmal zu ihm um. ,, Gönnen Sie sich keine Ruhe, suchen Sie weiter, und wenn Sie etwas finden, machen Sie mir sofort Mitteilung," sagte er, dann ging er hinaus. Zu derselben Stunde, als Spangenberg die verhängnisvolle Entdeckung in der Gemäldegallerie machte, trat sein Neffe an das Lager seines Patienten, des Malers Ottokar Weisweiler, der ihm lachend die Hand reichte. Unkraut vergeht nicht," sagte der Maler, sorge nur, daß ich bald das Bett wieder verlassen kann. ,, Geduld," antwortete Adolph, während er den Puls prüfte.„ Alles will seine Zeit haben, auch die Heilung einer Wunde. Ruhe und Vermeidung jeder Aufregung sind für dich die beste Arznei." " Ich will mir das merken," fuhr Ottokar fort ,,, denn mir liegt viel daran, so bald wie möglich wieder ausgehen zu können- „ Um deinen Gegner noch einmal zu fordern?" = = 6.000 ==4.000 1= 1 5 000 = 10 000 = 20 000 Cig., Grünbergermeinstrasse 14. Seltersweg 25, Markt I. Wilhelm endet: Haupt- Debit er, Neuen- Bäue 11, 5= 52 500 n zu haben bei & Co. = 20 000 = 20 000 = 10 000 tes Angebot! er Bezug für Private unter Nr. 65 Saus gebracht 6 onnementprei wab bie Othe attobellagen: Ob Das Bladt erdein G Enth Kailer Wilh AA Heute nachmittag b Die Molen des S Bard Kaiser Wilhelm Vorbereitungen zu je bis. Neapel zurüdlegt, tiffe Panzerfre Enthusiastischer als noch Gibraltar, wo emregten wir auf unserem Gute, wenn Menge, als einidmeidenden begleitende Dee Stadt, die sich a liegenden Schiffe, au aufbaut und von zm von blendendem Son herten über die Teppe Bord des König A Der spanische General Friedrich Sano" und die be добит der Kaiser sich d Um 4% Uhr traf der ern. Er fuhr mit Stadt Nachdem der Kai Siruppen zur Kirche, zum Besuche des Kai der ernpfangen Säufer Jahmentuch behanger Sönigs, Si hatte, ern der, Girald Dönig Albert" statt. Uniform feines ad und des trug, om Fallreep. einander gegenüber. dis Kaisers und in Madrid attachee in reife mitmacht Seiterreiſe Stadt wurde ein gl Der Verlauf der ahrt quer über den Vielfach herrichte S far, und das Wasser nr mild, und häufig See eine Meeresfahr Tempen, abgesehen von Folgenden Kreuzer Saiser wechselte mit herzliche Telegramme Cochiffe, die Sta Tifer bizel auf Deď und wa mit Papier Für die begeister en martet begünſtigten fich des Kaisers lege Beitungen das beste mit folgenden Worte Souveräne Deutschl Friedensgruß! te erzlich gehalten. Shuldigung einem Zur La CB. Es war ein der Kolonialdirektor ideen Reichstag gem im: Aufstand und Der beste Beweis de Sand borbereitet wa gen eigt, der Regierun in der Entwickelung berden brentet, wonach vor a gsverordnung festg denn auch in Le Schuldforderungen dinem Aufſtand ſei. Einem halben Jahre er if ſelbſtverſtändlich ein ein C Lange nicht Vorg die Ausgle ngen. einer Verminderun en Schuldner eine gen Dird wohl bei den ben, daß der Geri der richterlichen Ampeliebtheit erfreut, Serer gesamte Regi Pero wird noch viel maige Statalige gebildeten der Sie berlautet, ha gegen die Maßregel de Dnein, das Duell würde nicht stattgefunden haben, hätte ich gewußt, was ich heute weiß. Spricht man in der Stadt darüber?" ,, Nein, die Polizei hat Kenntnis davon, aber es scheint Befehl von oben gekommen zu sein, daß die Geschichte totgeschwiegen werden soll." Er nahm mit einem Handdruck Abschied, aber er hatte sich noch nicht lange entfernt, als der Hofrat mit umwölfter Miene bei seinem Sohne eintrat. ,, Du kommst von ihr?" fragte Ottokar. Der alte Herr befahl dem Wärter durch einen Wink, das Zimmer zu verlassen, aber diesem Befehle wurde nicht sofort Folge geleistet. Der Herr Doktor hat befohlen, daß der Patient sich ruhig verhalten soll," sagte der Wärter, ich bin verpflichtet, Sie darauf aufmerksam zu machen." ,, Schon gut!" erwiderte der Hofrat zerstreut, der inzwischen am Bette seines Sohnes Plaz genommen hatte.„ Gehen Sie nur, ich werde Sie sogleich wieder rufen." Der Wärter hatte seine Pflicht getan, er mußte sich nun zurückziehen, voll ungeduldiger Erwartung ruhte der Blick Ottokar's auf dem düsteren Antlitz des Vaters. ,, Du bringst keine gute Nachrichten?" sagte er. " Nein," antwortete der Hofrat, seinem Groll Luft machend, ich wollte, die Baronin v. Gagern säße auf dem Blocksberge!" Frau v. Gagern?" spottete Ottokar. dich ärgern!" Wenn die Null sich mit einer Eins Behn daraus." Wie kann diese Null verbindet, wird eine ,, Deine Worte sind sehr dunkel." " Sie werden dir schon klar werden! Die Baronin gilt selbst am Hofe nichts, aber sie ist aus alter Beit her mit dem Hofmarschall befreundet, nun steckt sie sich hinter ihn, um die Verlobung ihrer Nichte mit dir zu durchkreuzen. Fräulein v. Derendorf scheint der Tante gegenüber zu aufrichtig gewesen zu sein, die Baronin mag dich nicht leiden, überdies weiß sie auch, daß sie auf vieles verzichten muß, sobald Sabine verheiratet ist. Für sie ist dann kein Plaz mehr im Hause, sie muß weichen und sich auf ihren Wittwensitz zurückziehen, um dort in aller Bescheidenheit den Rest ihres Lebens einsam zu verbringen. Daß sie unter solchen Verhältnissen alle Hebel in Bewegung setzt, um dich aus dem Sattel zu heben, läßt sich begreifen, aber ich hätte doch nicht geglaubt, daß der Fürst ihr so bereitwill darin beistehen würde." „ Der Fürst?" warf Ottokar ein.„ Was geht denn ihn die ganze Geschichte an?" „ Er scheint noch immer den Direktor Spangenberg zu protegieren, es war sein Wunsch, daß Fräulein v. Derendorf diesen heiraten sollte, und jede Durchkreuzung seiner Wünsche wedt seinen Jähzorn. Man muß dich noch ganz besonders verleumdet haben, sonst könnte ich mir den ungnädigen Empfang nicht erklären, den ich vorhin fand. Durchlaucht fragten mich sofort, wann Spangenberg sich verloben werde, ich mußte ihm der Wahrheit gemäß antworten, daß das Projekt gescheitert sei. Dann kam die Anspielung auf dich, der Fürst wollte vernommen haben, daß du dir Hoffnungen auf die Hand Sabinens machtest, und als ich dies nicht verneinte, fielen sehr scharfe Bemerkungen, die hauptsächlich mir galten, und aus denen ich entnehmen konnte, daß ich am Tage deiner Verlobung in Ungnade fallen werde. So liegen die Dinge augenblicklich, und ich kann nichts daran ändern; der Hofmarschall, der mir im Herzen niemals grün gewesen ist, benußt diese willkommene Gelegenheit, um den Boden unter meinen Füßen zu unterminieren." „ Und was hast du mir von Sabine zu berichten?" " Nichts. Sie hat sich nach deinem Befinden erkundigt und läßt dir baldige Genesung wünschen." „ Das ist alles?" " Kannst du mehr erwarten? Soll sie dir vielleicht durch mich ihre Hand anbieten lassen? Sie liebt dich, und es ist nun an dir, die entscheidende Frage an sie zu richten. Daß ihre Antwort nicht ablehnend lauten wird, will ich dir verbürgen." Wenn ich nur erst wieder ausgehen kann!" sagte Ottokar, in dessen Augen es freudig aufleuchtete. Was den Fürsten betrifft, so haben wir nicht nötig, auf seine Wünsche Rück sicht zu nehmen; wie Sabine darüber denkt, weiß ich, sie fühlt feine Sehnsucht nach den Hofkreisen. Wir werden der Verlobung die Hochzeit sehr bald folgen lassen und dann nach Italien reisen, später leben wir überhaupt in der Heimat bleiben wollen." Und ich?" fragte der Hofrat, der in sichtbarer Erregung mehrere Prisen rasch nacheinander genommen hatte. Du bleibst bei uns," fuhr Ottokar fort, willst du das nicht, so sehen wir Dir eine Jahresrente aus. Sei ohne Sorge, lasse die Dinge kommen, wie sie wollen, wenn Sabine meine Gattin ist, dann bist du auch bis an dein Ende geborgen." Der Hofrat erhob sich, der Ausdruck seines Gesichts ließ nun statt der Besorgnis innere Befriedigung erkennen. Ich weiß, daß ich auf dich vertrauen darf," sagte er, ſeine Hand leicht auf die Stirne des Sohnes legend, sorge nur, daß du bald wieder gesund bist, das Weitere wird sich dann finden." Er verließ auf den Fußspitzen das Zimmer, und als der Wärter bald darauf mit besorgter Miene eintrat, fand er den Patienten schon in ruhigem Schlummer. Dreizehntes Kapitel. Einige Wochen waren seit dem Münzendiebstahl verstrichen, Baron v. Friedenstein weilte noch immer in der Residenz. Er hatte den Juwelier oft besucht und Ida nun genügend kennen gelernt, um sich ein Urteil über ihren vortrefflichen Charakter bilden zu können, mit den Wünschen seines Neffen war er nun völlig einverstanden. Ich will nun hingehen und in deinem Namen um die Kleine werben," sagte er eines Morgens in seiner heiteren Weise, ich glaube nicht, daß sie dir das Jawort verweigern wird. „ Und wenn sie es dennoch täte?" fragte Alfred, der vor seinem Schreibtisch saß, während der alte Herr auf und nieder wanderte.„ Wir hoffen und glauben immer, was wir wünschen, und in dem vorliegenden Falle könnten wir uns doch geirrt haben." Ich teile deine Zweifel nicht; ich glaube Fräulein Kassel sehr scharf beobachtet zu haben und meiner Sache sicher zu sein. Wenn du den Mut hättest, selbst zu werben" „ Das kann ich nicht," unterbrach Alfred ihn,„ ich brächte die Worte nicht über die Lippen. Lieber will ich mit dem Säbel in der Faust eine Batterie stürmen-" ,, Na, dann nicht, mein Junge! Es bleibt also bei unserer Absprache? Wenn Fräulein Kassel dir das Jawort gibt, ſo nimmst du deinen Abschied und begleitest mich." Sehr gern," sagte Alfred, indem er eine Schublade öffnete und ein versiegeltes Schreiben herausnahm,„ hier liegt mein Abschiedsgesuch, es wird sofort nach meiner Verlobung abgeschickt. Mein alter Verwalter schreibt mir in seinem letzten Briefe, er wünsche sich zur Ruhe zu setzen, er könne mir einen tüchtigen Mann als Nachfolger empfehlen, jedenfalls werde ich hinreisen, um mich persönlich umzuschauen." „ Das hätte schon längst geschehen müssen," sagte der Baron, während er eine Bigarre anzündete, es wäre viel Geld dadurch gespart worden. Und sollte der Fürst sich weigern, dein Abschiedsgesuch anzunehmen, dann mußt du diesen Punkt geltend machen, ihm beweisen, wie notwendig es ist, daß du selbst die Verwaltung deiner Güter übernimmst, solchen Gründen muß er nachgeben." " Ich glaube nicht, daß seine Antwort ablehnend lauten wird," erwiderte Alfred kopfschüttelnd, schon meine Verlobung mit einer bürgerlichen Dame wird ihm ein genügender Grund sein, mir den Abschied zu geben. Mein Duell mit dem Maler v. Weisweiler scheint ihm auch mißfallen zu haben, er ist seit jenem Tage abstoßend gegen mich, obgleich er kein Wort über die Sache selbst verloren hat. Und ich gestehe offen, ich habe dieses langweilige Leben, dieses ewige Einerlei satt, mich widert dieses Kriechen und Heucheln, dieses stete Intriguieren an, ich sehe mich von Menschen umgeben, denen ich keine Achtung schenken kann, die Luft, in der ich lebe, beengt mir den Atem." ,, Gottlob, daß es so ist," sagte der Baron erfreut.„ Du hast dir ein reines Gemüt und gesunde Anschauungen bewahrt, hast dich nicht blenden und betören lassen, du wirst nichts vermissen, wenn du auf deinem Gute lebst." Wenn ich Ida habe, so habe ich alles, ihre Liebe wird mich so glücklich machen, daß alle Wünsche schweigen müssen." ( Fortsetzung folgt) Folge nicht den guten Reden, Gibt man sie dir auch mit Lust. Folge du dem besten Rate, Er entspringt der eignen Brust. Der„ gelbe Bismarck". bespannten großen Bambusrahmen-, bersteckte sie den Geliebten, stellte vor der Doppelwand ihr Bad hin und begann Toilette zu machen. Als die Verfolger kamen, erklärte sie, to habe das Haus längst verlassen, und die Bande zog ab. Die Geisha von damals ist die jetzige Marquise to. Fluchtartig war die darauffolgende Abreise Itos und seiner Genossen nach Tokio. Aber die anfänglich fremdenfeindliche wurde zu einer japanisch- nationalistischen Revolution, die zum Sturze des Shogun und zur Wiederherstellung des Mikado führte, wobei to als Gouverneur von Kobe schon eine bedeutende Rolle spielte. Es hieße die ganze Geschichte Japans in den letzten dreißig Jahren erzählen, wollte man mitteilen, was alles to ſeit jenem Tage getan, da ihm die Geisha das Leben rettete. Daß das japanische Volk imstande war, den siegreichen Krieg gegen China zu führen, daß es dem mächtigen Barenreich mit unverkennbarer Ebenbürtigkeit entgegentreten konnte, das alles dankt es einzig und allein dem staatsmännischen Geschick und dem weitschauenden Blick seines„ gelben Bismarck". Die Diebin. Wenn sich in den unruhevollen Tagen vor dem Ausbruch des Krieges mit Rußland in Tokio der Rat der„ älteren Staatsmänner" versammelte, da war es die Meinung des Marquis to, auf die die kundigen fremdländischen Diplo. maten am meisten begierig waren. Marquis Ito, der ,, gelbe Bismarck", wie er gleich dem verstorbenen Chinesen Lihungtschang von seinen Volksgenossen ehrend genannt wurde, ist ohne Zweifel die markanteſte und einflußreichste Persönlichkeit in der japanischen Diplomatie. Daß auch er, das erklärte Haupt der japanischen Friedenspartei, dessen Wünsche in einer friedlichen Kulturmission Japans im fernen Often gipfeln, seine gewichtige Stimme für den Krieg mit Rußland erhob, stellt es außer allen Zweifel, daß die Japaner sich durch Rußlands Maßregeln in eine Zwangslage versezt sehen, die nur noch einen gewaltsamen Ausweg gestattete. Marquis to ist der eigentliche Schöpfer des modernen Nach dem Japanischen von Wilhelm Thal. Japan. Ito Hirobumi wurde als kleiner Vasall des Feudal. herrn von Choschu im September 1841 geboren. Es gab damals kaum etwas Komplizierteres als die Staatsmaschinerie Japans, an deren Spitze zwei Kaiser standen, der allmächtige weltliche Shogun und der seit Jahrhunderten nur auf geist. lichen Einfluß beschränkte, weltlich machtlose Mikado. Die Dynastie der Mikados ist die älteste der Welt; sie zieht sich in ununterbrochener Reihe durch 27 Jahrhunderte, und in dieser Reihe ist Mutso sito, der jeßige Kaiser von Japan, der 121. Die Jugend Itos nun fiel in die Zeit, wo sich in Japan die große Revolution, die Abschaffung des Shogunats und die Wiederherstellung der alleinigen Regierung des Mikado vorbereitete, die im Jahre 1890 durch die Aktivierung der von to ausgearbeiteten parlamentarischen Verfassung ihren Abschluß fand. Um jene Zeit nun geriet tos Lehensherr zunächst mit den Engländern und Amerikanern in Konflikt, indem er die ihnen vom Shogun gewährte Handelsfreiheit nicht respektieren wollte. to machte ihm begreiflich, daß er mit seinen mit Pfeil und Bogen ausgerüsteten Truppen gegen die mächtigen Fremden nichts ausrichten werde, und daß es deshalb notwendig sei, zunächst in die fremde Welt der Weißen zu gehen, um dort zu lernen, wie man eine moderne Armee schafft. Allein den Japanern war durch Gesetz des Shoguns das Reisen ins Ausland bei Todesstrafe verboten, und so wagten es ihrer fünf, lauter junge, mutige Leute, und an ihrer Spitze der heutige Marquis Ito, in einer Verkleidung in Yokohama um Mitternacht sich an Bord eines nach Shanghai abgehenden englischen Dampfers zu schmuggeln; alle fünf sind seither in Japan zu großer Berühmtheit gelangt. Sie machten die Reise nach Shanghai als Kohlenkulis, to und Inuye Kaoru von Shanghai aus sogar an Bord eines Segelschiffes auf dem Umwege über Kapstadt als gemeine Matrosen, die Geheimnisse der europäischen Schiffahrtkunst studierend. In England fanden sie von ihrem Lehensherrn angewiesene Geldmittel, die sie in die Lage versetzten, eingehende Studien auf allen Gebieten und Reisen nach Holland und Frankreich zu machen. ( Nachdruck verboten.) Afi war ein junges Mädchen von 17 Jahren. Ihre Eltern hatten sie verzogen. Wie alle Kinder, die von den Eltern verzogen werden, war sie launenhaft, jähzornig und ungezogen. Leider aber hatte sie außerdem noch einen Fehler: sie war diebisch. Sie stahl überall und fortwährend. Und was das merkwürdigste war, sie wurde bei ihren Diebstählen nie abgefaßt. Sie blieben ein Jahr aus, da Nachrichten aus der Heimat ihre Rückkehr beschleunigten. Die Katastrophe von Simonoseki bereitete sich vor, das Bombardement, mit welchem im Sahre 1864 die Flotten Englands, Hollands, Frankreichs und Nordamerikas das feindselige Verhalten des Lehensherrn von Choschu gegen die Fremdenkolonie beantworteten. Die fünf aus Europa zurückgekehrten jungen Leute befanden sich schon in der bombardierten Stadt. Ein Volksaufruhr folgte der Beschießung, und die zum Wahnsinne aufgestachelte Menge machte to und seine Genossen für das nationale Unglück verantwortlich. Die Häuser, in denen die fünf wohnten, wurden gestürmt. Ito war nicht zu Hause, und der Mob stürmte nun zum Wohnhause seiner Geliebten, einer Geisha, bei der man ihn vermutete. Er war wirklich dort, aber es war seinen Freunden geglückt, der Verfolgern mit einer Botschaft zuvorzukommen, und es gelang der Geisha, den Verfolgten zu retten. Zwischen zwei der verschiebbaren Wände, wie japanische Häuser sie haben diese Wände bestehen aus Eines schönen morgens nahm sie einen Korb, füllte ihn mit schönen Fischen und ging von Hause fort, ohne etwas zu sagen. Leider ließen sie ihre Eltern überall hin gehen, und man fragte sie nie, zu wem sie ging und woher sie kam. Darum fragte man sie an diesem Morgen nicht einmal, wo sie mit dem Korb Fische Hinwollte. Afi ging ein Stück die Straße hinunter, wandte sich dann rechts, ging über einen breiten Platz und blieb vor einem schönen und stattlichen Hause stehen. In diesem Hause wohnte der angesehene und edle Minister San- jo. Das junge Mädchen ging in die Küche, wo D- sau- dou, die würdige und ehrliche Köchin des Ministers, gerade im Begriff war, das Frühstück für seine Ercellenz zuzubreiten. „ Guten Tag, Frau D- sau- dou," sagte Aki und knirte.„ Ich bin die Tochter des Herrn Ta- key- oshi, und Herr Ta- key- oshi ist der hochgeachtete Mann, der in der Hougo- Straße mit Seidengarn handelt. Gestern abend hat dein Herr meinem Vater einen sehr großen Dienſt erwiesen, und nun schickt mich mein Vater, um in seinem Namen zu danken. Später wird er ſelbſt noch kommen, aber jetzt sollte ich diesen Korb mit Fischen hier abliefern. Es ist nur eine Bagatelle, aber mein teurer Vater bittet Ercellenz doch, sie als einen geringen Beweis ſeiner Erkenntlichkeit entgegennehmen zu wollen." Die brave Köchin nahm den Korb mit den Fischen an sich und ging dann hinein und erzählte alles, was Aki gesagt, dem Minister, der gerade im Begriff stand, Toilette zu machen. Der Minister hörte sie einen Augenblick an, dann sagte er: Ich kenne keinen Ta- key- oshi. Ich weiß auch nicht, ob in der Hougo- Straße ein Mann dieses Namens wohnt. Ich habe gestern niemand einen Dienst erwiesen. Ich war gar nicht aus der Tür. Das junge Mädchen irrt sich, gib ihr die Fische zurück." Während dieses Gespräch stattfand, war Aki allein in der Küche geblieben. Mit größter Geschwindigkeit ließ sie eine kleine Silbertasse in ihrer Tasche verschwinden, doch eigentlich gehörte das nicht in ihr Programm, wie wir gleich sehen werden. D- sau- dou kam zurück und erzählte, was der Herr gesagt hatte. " Das ist aber ganz merkwürdig“, meinte Aki und nahm ihren Fischforb.„ Sollte es wirklich nicht hier sein? Ja, ich kann mich ja geirrt haben. Ich bin manchmal sehr zerstreut! Ach, sei doch so gut und laß den Korb stehen, bis ich wiederkomme. Dann brauch' ich ihn nicht mit mir herumzuschleppen. Darf ich?" Gewiß, gewiß, Fräuleinchen," sagte die liebenswürdige