Nr. 13. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 16. Januar 1904. Gießener 13. Ja rgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Ober hessen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 fg. Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 83 Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Gießen, den 13. Januar 1904. Betr. Vorzeitige Entlassung von Schülern aus der Volksschule. mit einem Einkommen unter 2000 Mark. Die Erklärungen, die der Staatssekretär abgab, lassen keinen Zweifel darüber, daß die Regierung feine weiteren Maßnahmen treffen wird, Die Gr. Kreisschulkommission Gießen als einen Ausbau der freiwilligen Versicherung der Handan die Schulvorstände des Krcises. Gesuche um vorzeitige Entlassung von Volksschülern find alsbald bei Ihnen vorzubringen und spätestens bis 15. Februar 1. Js. bei uns einzureichen. Ihrem Bericht, in welchem Ste sich eingehend über die Verhältnisse der Familie des Gesuchstellers aussprechen wollen, sind beizufügen: 1. eine Bescheinigung der Großh. Bürgermeisterei über die Vermögensverhältnisse des Gesuchstellers. 2. ein Schulzeugnis, worin namentlich auch die sittliche Haltung des in Frage kommenden Kindes genügend hervorgehoben ist. Dr. Breidert. Bekanntmachung. Die Lieferung der Stoffe zu Kleidern für arme Konfirmanden auf Ostern 1904, bestehend in KnabenAnzügen aus schwarzem Tuch, schwarzem Kaschmir, weißem und farbigem Flanell soll vergeben werden. Angebote sind mit Kennziffern versehen, unter Anschluß eines Umschlags mit gleichen Stennziffern, enthaltend die Angabe der Firma, und Beifügung von Mustern bis spätestens 5. Februar 1904 beim Armenamt, Neuen- Bäue 25, einzureichen. Gießen, den 13. Januar 1904. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Curschmann. Alldeutschland Feld und und Garten Spiel und Sport Deutsche Mode- und Handarbeit Handel und Wandel diese 5 fesselnden und wertvollen Zeitschriften erhalten unsere verehrt. Abonnenten bon jetzt ab abwechselnd gratis mit zugestellt durch die Gießener Neueste Nachrichten. Das Nähere besagt der heute beigelegte Prospekt. Abonnements- Bestellungen wolle man gefl. schriftlich unseren Trägern oder unserer Expedition Seltersweg 83 mitteilen. Der Verlag. Ueber den Graben. [ Politische Wochenschau.] QQ In der Reichstagssitzung vom letzten Donnerstag veranlaßte der neugewählte Abgeordnete Böckler mit einer kleinen Zwischenbemerkung einen interessanten Dialog zwischen ihm und dem Staatssekretär Gräfen Posadowsky über die Bedeutung des Rubicons, jenes Flüßchens, das voreinstens die Grenze zwischen Rom und Gallien bildete. Graf Posadowsky hatte nämlich die Bemerkung gemacht, wenn man für Handmwerfer Zwangsversicherung einführe, so sei das ein Ueberschreiten des Rubikon, und er wurde nun von dem Abgeordneten Böckler in seiner Jungfernrede belehrt, daß der Rubikon ein kleines Flüßchen gewesen sei, sozusagen nur ein Graben, wie wenn Graf Posadowsky die topographische und nicht die geschichtliche Bedeutung dieses Grenzgrabens hätte fennzeichnen wollen. Als Cäsar ihn überschritt, entrollte er in seiner Heimat die Fahne des Aufruhrs, und das wollte der Staatssekretär ausdrücken. Die Bestrebungen, auch die Handwerfer durch Schaffung einer Zwangsorganisation gegen die Gefahren der Altersschwäche und der Invalidität sicher zu stellen, seien der erste Schritt zur Eristenzversicherung der gesamten Bevölkerung und insofern eine Umwälzung unserer ganzen Sozialpolitif. Er warnte vor diesem Schritt und erlebte es noch in der gleichen Sizung, daß dem A auch fofort das Bzu folgen pflegt, denn Abg. Böckler verlangte die Versicherung auch de kleinen Kaufleute und Pauli- Potsdam die Zwangsversicher für alle Einwohner werker. Ueber diesen Graben wird sie nicht hinweggehen. In ähnlicher Weise hat die preußische Staatsregierung mit ihrer Kanalvorlage, die dem Landtag, wie wir hören, bereits in nächſter Woche zugehen wird, die Grenzlinie der Mehrheitswünsche respektiert. Denn die Vorlage wird nichts weiter bringen, als eine bessere Verbindung der östlichen: Wasserwege mit der See und den Mittellandkanal bis Hannover, ferner noch eine Flußregulierung, die den unteren Teil der Lahn betrifft. Gegen die Verfürzung des Mittellandfanals werden die früheren Kanalgegner feine erheb= lichen Einwendungen machen, weil damit die Gefahr, daß den Holländern ein lastenfreier Verkehrsweg durch ganz Deutschland hindurch geschaffen werde, vollständig hinwegfällt. Der Sprung über den Graben, d. h. die Ergänzung des Mittellandkanals bis zur Elbe, kann und wird wohl einer späteren Zeit vorbehalten bleiben. Wenn wir uns nun den Vergleich des Grafen Posadowsky meignen, so haben in unserem Kolonialgebiet gegenwärtig uch die Hereros den Graben überschritten, denn auch sie jaben die Fahne des Aufruhrs entrollt. So wenig auch über diese Verhältnisse hier bekannt wird, so kann man doch zwischen den Zeilen der amtlichen Mitteilungen lesen, daß diese Bewegung durchaus nicht zu unterschäßen ist. Vor allen Dingen hat sich auch ein ehemaliger Vertrauensmann des Gouvernements dem Aufstande angeschlossen. Sodann aber ist die Kriegsführung sehr schwer, weil in dem gebir. gischen Gebiet Reittiere und Feldgeschüße kaum zur Verwendung kommen fönnen. Im übrigen darf man aber andererseits auch derartige Verhältnisse nicht allzu tragisch nehmen, denn fein Land mit Kolonialbesitz ist davon befreit geblieben. Schließlich haben die Verwickelungen in fernab iegenden Gegenden einen Ausgleich in den friedlichen Verjältnissen, die in Europa eingetreten sind. Eine Schlufsfzene im Reichstag. ( Von unserem Parlaments- Berichterstatter.) Berlin, 15. Januar. Am Ende der gestrigen Sitzung fam es ganz unverhofft im deutschen Reichstage zu einer höchst dramatischen Schlußszene, die schon in ihrem äußeren Bild sehr interessant war. Es war ungefähr 6 Uhr geworden und die Abgeordneten hatten sich aus dem Saale entfernt, um in den Wandelgängen den anscheinend unmittelbar bevorstehenden Schluß der Verhandlung abzuwarten. Man war schon an der Replik angelangt, denn der Abgeordete v. Chlapowsky hatte bereits zum zweitenmal das Wort, als ganz unerwarteterweise Bebel, der schon während der Verhandlung eifrig Notizen gemacht hatte, sich in die Rednerliste eintragen ließ und auch noch in der Sitzung zum Sprechen kam, denn laut Beschluß des Seniorenkonvent sollte für jede Interpellation ein Verhandlungstag gewährt werden, nicht weniger und nicht mehr. Infolgedessen mußte Bebel noch zugelassen werden. Die Schriftführer setzten sofort die Alarmglocken in Bewegung und von allen Seiten des Hauses eilten nun die aufgescheuchten Abgeordneten herbei. Aber auch in einem anderen Teile war man bereits von einer gewissen Feierabendstimmung ergriffen worden. Die Arbeitsbienen auf den Tribünen nämlich hatten ihren Gänsefiel ausgespritzt und erwarteten in dem Restaurant, dem sogenannten Entenpfuhl, den übungsgemäßen Schluß. Auch hier wirkte die Kunde von einem Auftreten Bebels, weil man einen Vorstoß gegen die Regierung erwartete, wie ein Alarmsignal. Man eilte auf die Tribünen zurück. Inzwischen hatten die Abgeordneten im Saale, anstatt auf ihren Pläßen Platz zu nehmen, ſtehend unter dem Präsidentensive eine große Gruppe gestellt ein äußerst malerisches Bild, fix und fertig für das Objektiv des Photographen. Die Ausführung Bebels zielten zwar nach einem ganz anderen Treffpunkt, als man erwartet hatte. Er wollte seinem Parteigenossen Molkenbuhr Suffurs leisten, der bekanntlich behauptet hatte, daß die Nationalliberalen mit ihrer Interpellation bei den Sozialdemokraten in die Schule gegangen seien. Es war naheliegend, daß er hierbei noch weiter gehende Annäherungen prophezeite. Er stützte seine Ausführungen durch den Hinw auf die Verhandlungen, die bei der Schaffung des Alters- und Invaliditätsversicherungsgesetzes stattgefunden haben. Schon damals habe die Sozialdemokratie den Antrag gestellt, auch die Handwerker mit einzugreifen und heute sei man tatsächlich so weit gekommen, sich diesem Standpunkte anzuschlieben. Es sei auch anz sicher, daß viele Handwerker der Sozialdemokratie ihre Stimme gegeben haben, obgleich diese ihnen niemals Hilfe und Rettung aus ihrer unvermeidlichen Notlage versprochen habe. Diese könne nur mit einer Beseitigung der kapitalistischen Betriebsweise überwunden werden. Im Namen der bürgerlichen Parteien nahm der Abgeordnete Dr. Bachem den Kampf gegen die Sozialdemokratie auf, der vor allen Dingen darauf hinwies, daß die sozialdemokratische Partei mit ihren vielfachen Anträgen lediglich agitatorische Zwecke verfolge und alles in bester Verfassung fordere, auch wenn eine gesetzgeberische Aufgabe nur durch ein staffelförmiges Vorgehen zu lösen sei. Auf diese Weise sei sie überhaupt keine arbeitsfähige Partei. Es standen sich hier zwei ebenbürtige Gegner gegenüber, die als die Akteure der dramatischen Schlußszene auch das lebhafteste Interesse des Hauses und der Tribüne zu wecken Dußten. Deutscher Reichstag. ( 12. Sizung.) CB. Berlin, 15. Januar. Heute stand die Interpellation des Abg. Jänecke ( ntl.) wegen Aufhebung des Zeugniszwanges für die Presse zur Verhandlung. Abg. Dr. Jänede ist Vorsigender des Vereins Deutscher Zeitungsverleger und hat als solcher die Mißstände des Zeugniszwanges hinreichend fennen gelernt. Er führte aus, daß mit dem Zeugniszwang nur Märtyrer geschaffen würden, ohne daß etwas erreicht würde. Staatssekretär Nieberding sprach sich gegen eine Regelung der Frage durch ein Spezialgesez aus. Zur Beratung neuer Grundlagen für das Strafprozeß- Verfahren set eine Kommission eingesetzt, die sich auch mit der Frage des Redakteur- Geheimnisses zu beschäftigen habe. Das Ergebnis der Beratungen sollte seinerzeit der Deffentlichkeit übergeben werden.- Abg. Roeren( Zentr.) empfahl gleichfalls, mit der Regelung der Frage bis zur allgemeinen Reform des Strafprozesses zu warten. Eine Reihe Sprecher aus allen Parteien nahmen das Wort, teils für teils wider die Aufhebung des Zeugniszwanges. Dann vertagete sich das Haus auf Montag. Die Politif. ** Der Kaiser nahm gestern im Rittersaal des Berliner föniglichen Schoffes als Sonverain und Oberhaupt des hohen Ordens vom Schwarzen Adler die feierliche Investitur des Prinzen der Niederlande, Herzogs Heinrich von Mecklenburg. des Erbprinzen Wilhelm von Hohenzollern und des Wirkt. Geh. Rats Georg v. Stöller bor. * In der Budget kommission des Reichstages wurden gestern die von der Regierung in den Postet at eingestellten Ost marfenzulagen für Post beamte gestrichen. Hoffentlich stößt das Plenum diesen Beschluß um. + Die Sachverständigen kommission zur Vorberatung über die Reform der Strafprozeßordnung wird am 19. d. M. wieder zusammentreten. + Otto Karl v. Dehlschläger, der frühere Reichsgerichte präsident, ist in Charlottenburg gestern gestorben. Dehlschläger hat ein Alter von 73 Jahren erreicht. XDie Zentrumspartei des Reichstages hat befanntlich eine Interpellation wegen der Rechtsfähigkeit der Berufsveretne eingebracht. Darüber, welche Haltung die Regierung dieser Frage gegenüber einnehmen wird, schweben noch Berhar dlungen mit den einzelstaatlichen Regierungen. V Die Angriffe, die in der Presse gegen den Vorstand des Deutschen Sparkassenverbandes wegen der Geheimhaltung seiner Verhandlungen über das Scherlsche Sparsystem gerichtet worden sind, haben ihn zur Einberufung einer Mitgliederversammlung des Deutschen Sparfassenverbandes nach Berlin veranlaßt. † Aus einer kleinen Garnison. Aus Pirna erfährt man von einer aufsehenerregenden Ehebruchsaffaire, an der mehrere Offiziere start beteiligt sind. Die Frau ist Gattin eines Oberleutnants und Tochter eines hochangesehenen Arztes. Der Gatte hat die Störer seiner häuslichen Che vor die Pistole gefordert. Es haben bereits mehrere Duelle im Graupaer Forst stattgefunden, bei denen die Geforderten junge Leutnants verwundet wurden. Weitere Zweifämpfe sollen noch bevorstehen. Der ganze Vorgang wird in militärischen Kreisen außerordentlich schwer empfunden, zumal er sich in einem Drte abspielt, an den Beyerleins Jena oder Sedan" sehr erinnert. ▷ Anläßlich des bedrohlichen Herero- Aufstandes in Deutsch Südwestafrika veröffentlicht der Deutsche Kolonialbund ein Flugblatt, in dem er das deutsche Kolonialamt und den Gouverneur Oberst Leutwein scharf angreift. Wieder lauten die Meldungen über die Kriese in Ostasien völlig entgegengesetzt. Bei dem Neujahrsempfange im Petersburger Wnterpalais erklärte Zar Nikolaus, er wünsche und wolle seinen ganzen Einfluß dahin geltend machen, daß der Friede im fernen Osten erhalten bleibe. waren. ftellte; und nie litt fie Schmerzen, immer war em Tag zum die er unter ihrer Leitung zu hübschen Sträußen sujant und mit seiner frischen Kinderstimme und brachte ihr Feldblumen, tummelte, faß itimdenlang neben ihrem Lager und las ihr Und ihr wilder Junge, der sich so gern im Freien in die feinen, die mit tiefer 3ärtlichkeit auf sie gerichtet ihrem paufenweifen Schlaf erwachte, trafen ihre Augen stets mur freilic Mannes die Morte, die fein ahnungsloses eib geſtern noch beugen. Und wie Skorpione geißelten das wunde Herz des eigenen Not und der seiner liebsten Angehörigen vorzudem Ueberfluß eines andern einen Teil zu nehmen, um der wved die Mittel heiligt und daß es fein Verbrechen sei, bon geladen, ihr Haupt, und wollte nichts davon wissen, daß der aus übergroßer Liebe zu seinem Weibe, seinem Kinde auf sich aber bunkel und drohend hob die Schulb, die Sünde, die es Salonfigur, treiben würde. mühten und denen nur ein flein wenig mehr Da blieben nun zwei zur engeren Wahl. dann der Rittergutsbesitzer und Leutnant der Reserve von tommen ihrerseits das entscheidende Wort auf die Lippen und fenen ihrer Bewerber, welche fich um ihre Gunst be Mark Privatvermögen dazu, flanern, ein brünetter Adonis, eine elegante atürlich auch reich! In beiden Der HauptEntgegenund mann ц Er setzt die Musik ein, und fann nicht weitersprechen, bor Nataly, fie zu einer Guptmannitte nahen, rauschen " Sie entschuldigen," grazios durch den Saal. Nataly erhebt sich sogleich und fliegt in des Hauptmanns hann um feine Erregtheit abzuleiten, schreitet berbeugt er dreht sich mit gefrauster Stirn unmutig einen zu holen. fich c b. Pflammern steht gegen Ohnstädt. Arma Lokales. ** Der Finanzausschuß der 2. Kammer beendete in seiner vorgestrigen Sitzung die vorläufige Beratung des Hauptvoranschlag für das nächste Finanzjahr. Finanzminister Gnauth gab bekannt, daß der Etat des laufenden Jahres wesentlich günstiger abschließe als ursprünglich angenommen wurde. Stadttheater Gießen. Es sei auf die morgigen Sonntagsvorstellungen ausdrücklich hingewiesen. Nachmittag 3 Uhr als Fremdenvorstellung: Zapfenstreich, abends 8 Uhr: Kyritz- Pyriz. Voraussichtlich dürfen beide Vorstellungen große Anziehungskraft ausüben, die Musik zur Posse wird von der Kapelle des hiesigen Infanterieregimentes gestellt unter persönlicher Leitung des Herrn Musikdirektor Krause. Die ** Maschinenbauer Gesangbereiu. für nächsten Montag abend im Neuen Saalbau( Steins Garten) anberaumte Sigung des Ausschusses ist wegen des gleichzeitig stattfindenden Wohltätigkeits- Ronzerts nach dem unteren großen Saal des Café Ebel verlegt. ** Infolge des Tauwetters und des heftigen Regens ist die Lahn über die Ufer getreten und überschwemmte das Lahntal zwischen Wismar, Heuchelheim, Gießen, Klein- Linden, Dudenhofen, Azbach, Dorlar und Nieder- Girmes bis Wetzlar. Auch das Wiesecktal bildet zwischen Gießen und Wieseck einen See. Scharen von Raben stellen den vor den Fluten flüchtenden Mäusen usw. eifrig nach. ** Ein Kongreß für experimentelle Psychologie wird in Gießen vom 18.- 20. April d. Is. stattfinden. Die persönlichen Einladungen dazu sind von den Herren Ebbinghaus- Breslau, S. Erner- Wien, Groos- Gießen, Hering- Leipzig, v. Kries- Freiburg i. Br., Külpe- Würzburg, Neumann- Zürich, E. Müller- Göttingen, Schumann- Berlin, Stebeck- Gießen, Sommer- Gießen, Stumpf- Berlin, ZiehenHalle a. S. ansgegangen. Eine größere Anzahl Vorträge und Demonstrationen find dazu angemeldet, ferner wurde für die damit beabsichtigte Ausstellung von Apparaten usw. schon eine Reihe Objekte angemeldet. ** Vortrag im Oberhessischen Geschichtsverein. Am Donnerstag Abend sprach in einer Versammlung des Oberhessischen Geschichte vereins in d r großen Aula des Kollegienhauses Professor Dr. K. Schumacher aus Mainz, der Direktor des deutschen romanisch germanischen Museums daselbst über Chatten und andere Germanen zur Römerzeit, dabei durch Lichtbilder die Typen der Bewohner des Chattenlandes zur Zeit der Römerherrschaft vorführend. Professor Schumacher erklärte in seinem Vortrage, daß die in den letzten Jahren auf dem Trieb bei Gießen vorgenommenen Ausgrabungen des oberhessischen Geschichtsvereins speziell für die archiälogische Forschung in Deutschland so wichtige und schäzenswerte Ausbeute ergeben haben, wie dieselben in gleicher Wichtigkeit in den letzten Jahrzehnten nirgends wo anders in Deutschland zu Tage getreten sei. Das gewaltige Gräberfeld an der Rödgenerstraße und die dort gemachten Funde erbringen den Beweis, daß im letzten Jahrhundert vor Christi und im ersten Jahrhundert nach dieser Zeit dort in der Nähe, kaum 2 Wegstunden von der Limeslinie entfernt, vielleicht am Abhang nach dem Ufer der Wieseck zu, eine blühende germanische Niederlassung, ein großes Chattendorf sich befunden hat. In Verbindung mit der auf dem Trieb gemachten Funden sowie denen in der Lindener- Mark, bei Bad- Nauheim, bei Nauenheim i. Kr. Wezzlar 2c. läßt sich erklären, warum die römische Grenzbefestig ung in hiesiger Gegend so viele Zwischenräume aufweist. Durch die Tatsache des Vorhandenseins so vieler Chattendörfer in der Nähe des Limes und durch das Vorhandensein eben dieser Zwischenräume, durch welche selbst Straßen bis in das Chattenland hineinführten, wird die bisher gehegte Annahme zur Gewißheit, daß zwischen den Bewohnern des römischen Terretoriums und den Chatten in jener Zeit ein lebhafter friedlicher Verkehr stattgefunden hat. Die gemachten Funde bilden den Beweis, daß die Kultur der Germanen durch den Verkehr mit den Römern beeinflußt, sich im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung merklich gehoben hatte. Weiter aber sei durch die Funde dargetan, daß nach dieser Zeit eine Kultur auf diesem Boden später aufhörte, es fehle aus Siedelungen. Man müsse daher die Frage aufwerfen wo denn die großen Chattendörfer an der Wieseck und in der Nähe der Lahn hingekommen seien. Wir wissen, so führte Dr. Schumacher aus, daß die Legionen der Römer bei ihrem weiteren Vordringen in Germanien durch das Land der Chatten zogen. Man hat fürzlich an der Sieg, bei Paiger eine rebelung, aufgebedt und dabei Funde gemacht, welche denen vom Trieb gleichen und jeden Zweifel aus schließen, daß man es dort an den unwirtlichen Hängen des Westerwaldes mit einer Niederlassung von Chatten zu tun hat.- Es muß der weiteren Forschung vorbehalten bleiben, festzustellen, ob die Stedelung an der Steg wie anzunehmen ist, die späteren Wohnsize jener Chatten bildet, welche wohl ihre Dörfer in der Nähe des Limes verlassen haben, als ihre Beziehungen zu den Römern nicht mehr friedlich, sondern wie wir wissen, feindliche geworden waren. Es wäre, so schloß der Vortragende seine hoch intressanten Ausführungen möglich, daß festgestellt werden fönnte, daß jene Garmanen vom Trieb später ihre Wanderung nach der Sieg gerichtet hätt.n und daß wir bei Haiger deren neue Wohnsige geder nächsten Epoche an jede Spur dieser vorher dageweſenen - Billige Seiden- Preise lohn n den direkten Bezug von Seidenstoffen jeder Art. Wunde: volle Neuheiten Foulards von 95 Pr. an per Meter. Versand porto und zoufrei an Jede mann. Wuster bei Angabe des Gewünsa ten franko. Briefporto nach der Schweiz 20 P1. Seidenstoff- Fabrik- Union Adolf Grieder& Cie, Zürich G. 22 Kgl. Hoflieferanten ( Schweiz). funden hätten. Um auf die Frage, die nach der Antwort heischt, näher eingehen zu können, bedarf es für die Forschung der eingehenden Mitarbeit der lofalen Geschichtsvereine und er wolle anerkennen, daß sich der oberhessische Geschichtsverein, der über ein Museum verfügt, welches sich mit ſeinen Funden aus der Lalênezeit weit über den Rahmen eines Provinzial- Museums erhebe, einen Ruhmestitel auf dem Gebiete der Altertumsforschung erworben hat. = Hirzenhain, 15. Jan. Das Buderus'sche Eisenwert erfährt eine Vergrößerung, indem eine Fabrit für Kochgeschirr, Badewannen u. s. r. in Betrieb kommt. Marburg, 15. Jan. Gestern verstarb hier im Alter von 80 Jahren der Justizrat Karl Uckermann, einer der ältesten Hessichen Rechtsanwälte. + Erbach i. D., 14. Jan. Am verflossenen Sonntag wurde im Walde bei Krähenberg die Leiche eines italienischen Arbeiters gefunden, der anscheinend von einem Abhang herab in eine Schlucht gefallen war. Der Verunglückte hat sich bei dem Sturze einen Beinbruch zugezogen und das Bein mit einem Schuhband verbunden. Da jedoch keine Hilfe in der Nähe war und seine Hilferufe nicht gehört wurden, mußte der Bedauernswerte erfrieren. Groß- Zimmer, 11. Jan. Heute morgen erhängte sich ein 88jähriger Greis, welcher das Amt eines Flur schüßen bekleidete. Mainz, 15. Jan. Durch die Explosion einer Betroleumfanne erlitten gestern abend der Meßger Würthwein und dessen 9jährige Tochter arge Brandwunden. - Stadttheater Gießen. Die wilde Jagd. Lustspiel in 4 Akten von Ludwig Fulda. Schon dämmert's draußen der geschäftige Tag weicht müde der stillen Nacht, aber noch immer rasselt das Telephon, unaufhörlich, als wollte es in dem abgespannten, gehezten Menschen die Müdigkeit, die Sehnsucht nach Ruhe vertreiben noch immer Arbeit, Aufregung, Sorge und Merger-endlich! Und zu Hause! Eine nervöse Gattin, die angsterfüllt nach der Uhr sieht, ob die Gäste noch nicht kommen, die Gäste zum Hausball- bald werden sie da sein und noch Nichts ist fertig, gar nichts, der Gatte ist nicht fertig angekleidet, das Töchterchen fann sich vom Spiegel nicht trennen, die Dienerschaft ist topflos, alles in Aufregung- endlich die ersten Gäste und nun fann sich der vom Tagewerk erschlaffte Geist„ erholen", bis auch der Lette der Eingeladenen wieder draußen ist und der schmerzende Kopf endlich Rahe findet. Das ist die wilde Jagd" und der Kurierzug. Ein anderes Bild! Die gedämpften Strahlen der Lampe fallen wie liebkosend auf die zufriedenen Menschen, die still und beschaulich am bürgerlichen Theetisch sizen; ernst und würdig bläst der Vater blaue Rauchwolten in die Luft, zu seinen Füßen schmiegt sich sein Kind, daß andächtig seinen Worten lauscht und leise summt der Theefessel, als wollte auch er seinen Teil dazu beitragen, um dieses Idyll zu verschönern. Das ist das Glück und die Postkutsches So erzählt wenigstens der wie alle bejahrten Aerzte ungenierte Sanitätsrat Dr. Liebenau auf der Abendgesellschaft des Banquir Clusius und bringt zwei durch die wilde Jagd, das„ Kourierfieber", getrennte Menschen so gründlich wieder zusammen, daß sie ein Vierteljahr später rettungslos verheiratet sind. Aber es ist keine Ehe, die die beiden führen - sie bilden nur eine berühmte Familie sie ist schon die berühmte Frau" und er will der berühmte Mann" werden. Man sieht die Beiden haben vollauf zu tun. Die Gattin befißt aber ein gutes Herz und weil sie ihren Mann nicht zu lange auf dem Wege zur Berühmtheit lassen will, läßt sie ihn, durch einen guten Freund von ihr, nachhelfen, das heißt, sie glaubt ihrem Gatten durch Protektion und Fürsprache eines aneigennüßigen" Verehrers von ihr -pardon, ihrer Kunst, sie ist Malerin die Professur zu verschaffen, die er sich in Wirklichkeit durch sein großes Werk ehrlich verdiente und die er auch erhält. Der neugebackene Professor erfährt aber durch einen Zufall, daß seine Frau die Hand im Spiele gehabt hat, es kommt zu einem großen Auftritt und die berühmte Familie ist futsch - total futsch. Sie geht nach lints- er nach rechts, - treffen aber alle beide wieder tiefunglücklich bei dem Ehe. stifter Sanitätsrat Liebenau zusammen, der die Beiden mit merkwürdigem Geschick zum zweiten Male verheiratet und das Ehepaar mit Leichtigkeit dazu bringt, daß es, gerade wie sein frisch engagierter Schwiegersohn, auf die- Postkutsche schwört. Das Lustspiel unterscheidet sich von Erzeugnissen der Firma B. u. K. und Anderen sehr vor teilhaft Gespielt wurde recht lobenswert. Fil. Dobi hatte wieder vollauf Gelegenheit ihr schönes Talent zu entfalten, sie spielte die berühmte Malerin mit Anmut und Würde und fand in Herrn Steingo etter einen vollendet n Partner. Herr Tamte gab den Paul Krüger mehr vernünftig wie fomisch, aber dennoch recht wirkungsvoll, Frl. Hellberg war bezaubernd wie immer, Herr Conradi zeigte sich seinen Vater- und Berufspflichten vollkommen gewachsen und nur Herr Bichler hätte vielleicht den aufrichtigen" Freund Baror Troll- Felsenstein etwas schärfer ausarbeiten können. Die übrigen Rollen waren durch Herrn Linzen, Frau Kellermann, Frl. Großmüller, Herrn Gronert und Herrn Haag angemessen besetzt. Zu vermieten Oftanlage 18 Ecke Landgrafenstraße: 2. u. 3. Stod, 5 Zimmer, Badezimmer u Mädchenz. eventuell mit Stallung, Burschenzimmer und Remise. Mansarde, 4- Zimmerwohnung per 1. April zu vermieten. H. W. Ninn, Gießen, Landgrafenstraße 3.1 H. H. Mittlerer Stod, Bleichstraße 11, 5 Zimmer mi allem Zubehör, Gartenanteil, sowie Trockenboden, zu vermieten. Näh. Gießen, Neuenweg 28. Möbliertes Zimmer und eine fleine FamilienWohnung zu vermieten Neuenweg. 31. Schön möbl. Zimmer mit oder ohne Bension zu verm. Gießen, Bismarckstraße 17. 9 Holz Versteigerungen. = Lang- Göng. Dienstag den 19. 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Zick in Londorf. Am 13. Hetnr. Reiz, Bahnarb. dah. m. Emma Fleischhauer in Lehnheim. Am 14. Heinr. Euler, Zuschneid. dah. m. Wilhelm. Kunz hiers. Eheschließungen. - Am 9. Jan. Kaspar Baig, Lagerarb. dah. m. Karol. Drommershausen hters. Joft Schneider, Mineralwasserhändler dah. m. Elisab. Eisenhut dah. - Geborene. Am 8. Am 27. Nov. Dem Installat. Karl Belloff eine Tocht., Elisab. Am 3. Jan. Dem Sattler und Tapezierer Heinr. Wölfing eine Tocht., Emma Hedwig Maria. Am 7. Dem Buchbindermftr. Hugo Sann eine Tocht., Marie. Dem Kellner Wilhelm Bastian eine Tocht., Luise Margar. Am 9. Dem Taglöhn. Jak. Rinderknecht ein Sohn, Franz Karl. Dem Fuhrkn. Karl Bornträger eine Tochter, Anna Gertrude. Am 10. Dem Hauptm. und Kompagniechef Panl - Dem Fuhrm. Aug. Nücker ein Sohn, Hermann Hubert. Geißel eine Tocht., Frieda Marie Elisabeth. Am 11. Dem Arbeiter Hrch. Hebell ein Sohn, Karl Reinhard. Heizer Friedr. Schupp ein Sohn. Am 12. Dem Kantinenwirt Hrch. Schmidt ein Sohn. Am 13. Dem Friseur Jak. Dany ein Sohn, Rudolf Hans Otto. Gestorbene. Dem Am 8. Jan. Erich Wilh. Bepler, 6 Monate alt, Sohn des Meßgermstrs. Konrad Bepler dah. Am 10. Elisab. Vogt, geb. Noll, 76 Jahre alt, Witwe des Kupferschmieds Hrch. Karl Vogt dah. Am 12. Rudolf Karl Bohn, 27 J. alt, Kaufm. dah. Am 14. Christine Killer, geb. Pirr, 62 Jahre alt, Milchhändlerin, Wieseck. Am 15. Friedr. Wilh. Stooß, 82 Jahre alt, Fleischbeschauer dah. Marktberichte. Gießen, 16. Januar. Auf dem heutigen Wochenmarkt tosteten Butter per Pfd. 080-0.90 wt., Hühnereler 2 Stüd 16-20 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar . 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mr. 1.30-1.40, Hahnen, per Stüd 0.80-1.70, Enten per Stid 1.70-2.20, Gänse per Pid. 65-72 Pfg., Ochsenfleisch per Pfb. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Bfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 iq. Sdmeinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Vig., Kalbfleisch per Pfd. 70-76 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 5.50 6.00 mt., Zwiebeln per 3t. m. 4.50-5.00, Aepfel per Centner 16-20 Mt. Milch per Liter 18 Vfa. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit übeerhanp nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Bokale, den„ Gerichts-" und Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Das Gute bricht sich immer Bahn, langsam, wenn man es durch sich allein wirken läßt, schneller, wenn man schlicht und sachlich darauf hinweist. Daher ist es eigentlich die Pflicht eines jeden Menschenfreundes, das Gute, das er einmal als solches erkannt und erprobt hat, auch anderen nach Kräften mitzuteilen. 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Die Verdingungsunterlagen liegen auf Groß. Bürgermeisterei Langsdorf zur Einsicht offen. Gießen, den 11. Januar 1904. Großherzogl. Kulturinspektion Gießen. Wißmann. Schnittholz- Versteigerung in der fürstlichen Oberförsterei Lich. Radfahrer- Verein 1885. rijden, Dauerbrand, Amerikaner-, Regulier- Montag, den 18. Januar ſollen versteigert werden: In den Räumen des ,, Neuen Saalbaues"( Steins Garten) Samstag, den 30. d. Mts., abends 81/2 Uhr: Grosses Kostümfest. Der Vorstand. N. B. Dem Vorstand angemeldete Gäste können mit demnächst zur Ausgabe kommenden Einlasskarten durch Mitglieder eingeführt werden. AUTOL™ unübertroffenes Del H.mobius-Sohn Motorzweirader. & Hannover. & Basel heiz, Koch Hopew- und Darmstädter- Defen in diversen Fabrikaten. Ferner: Ofenschirme, Ofenvorsetzer, Verdampfschalen, Feuergeräteständer, Kohlenfüller n. Kasten, Kohlenlöffel, Stocheisen, Asch- und Mülleimer etc. in empfehlende Erinnerung. Auch habe a) im Distrikt Fuchsstrauch: - 16 Buchen 21,27 Fstm. 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Semmler, Ph. Weiler. zu eigentlicher Vervollkommnung vorübergleitend, eine der Zeit nach momentane Beleuchtung gestattet, und photographierte mit mehreren, neben einander entwickelte fich jedoch das photographische Verfahren erst durch aufgestellten Apparaten. tud rouleaur mit einem minimalen Spalt, der, an der Platte wenn ich auch mein zweites Hundert wieder erwiderte der tomme jetzt Der Der Farmer zeigte dem aber erst, wenn Sie ihn allein treffen." sprechen konnte, und dieser gab ihm ohne weitere gehen Sie hin und berlangen te bon dem wirt hundert Farmer paẞte die Gelegenheit ab, wo er den Wirt unter vier Sie sollen es gleich erfahren," Dollars ab riid Nr. 13. Samstag, den 16. Januar ssische Familienzein 1904. tuchrouleaux mit einem minimalen Spalt, der, an der Platte vorübergleitend, eine der Zeit nach momentane Beleuchtung gestattet, und photographierte mit mehreren, neben einander aufgestellten Apparaten. Zu eigentlicher Vervollkommnung entwickelte sich jedoch das photographische Verfahren erst durch Edisons Erfindung der sogenannten" Films", so zu sagen einer endlosen photographischen Platte. In dem Edinsonschen Kinematographen"( zu deutsch etwa: Bewegungszeichner) werden die auf dem Film photographisch firierten Momentaufnahmen kontinuierlich bei der Reproduktion abgewickelt und dabei mit einem Glühlämpchen beleuchtet. Das Edinsonsche Reproduktionsverfahren wurde dann wiederum durch die Brüder Lumière( Paris) verbessert und zwar durch eine sinnreiche mechanische Vorrichtung, die den Film ruckweise weiterbewegt, wodurch die Dauer der Belichtung jedes Bildes verlängert wird. Sah man in dem Kinematographen zunächst nur eine hübsche Spielerei, so hat sich dieses Meßinstrument doch sehr bald eine hohe wissenschaftliche Bedeutung gesichert. Vor allem gelang es damit, komplizierte physiologische Bewegungen, wie Gehen, Laufen, Fliegen usw. in die einzelnen Komponenten zu zerlegen und dem Auge sichtbar zu machen. Was die genialen Brüder W. und E. Weber einst mathematisch- theoretisch berechneten, hat der Kinematograph als richtig erwiesen, z. B. daß wir beim gewöhnlichen Gehen zuerst mit der Ferse den Boden berühren, und dann, die Zehenspizen voran, die gekrümmte Fußsohle folgen lassen usw. Uebrigens würde sich der Apparat sehr wohl auch als Zeitmesser verwerten lassen, wenn es sich um Berechnung hoher Geschwindigkeiten auf kurze Strecken beim Wettrennen etwa um den Lauf durchs Ziel handelt. Die Zahl der aufgenommenen Bilder pro Sekunde ist befannt; läßt man den Apparat in der Aufnahmegeschwindigfeit reproduzieren, so ergiebt die Differenz zwischen dem Ersten und dem Erscheinen des Zweiten den Zeitabstand, der sich leicht berechnen läßt. WITZ UND HUMOR Verschärfte Strafe. Gefangener:„ Ach, Herr Wärter, bringen Sie mich bloß nicht in die Zelle Nr. 26." Wärter:„ Warum denn nicht?" Gefangener:„ Weil man da die Tochter vom Herrn Direktor singen hört." In der Schule.„ Was ist ein Staatsmann?" fragte der Professor in der dritten Gymnasialklasse.„ Einer der Reden hält", antwortete ein Schüler. Hm, nicht schlecht", bemerkte der Professor; aber doch nicht ganz richtig ich z. B. halte ja auch Reden und bin kein Staatsmann. Also?". der gute Reden hält!" rief ein anderer Schüler schnell. ,, Einer, Vorstellung.„ Gestatten Sie mir, mein Herr, mich Ihnen vorzustellen Doktor Müller!"- ,, Ah, schön! Doktor vom kurzen oder langen Prozeß?"-" Mediziner."- Aha, also vom kurzen!“ Guter Rat. Ein amerikanischer Farmer, der mit hundert Dollars in der Tasche einen Viehmarkt besuchte, gebrauchte die Vorsicht, diese Summe dem Wirte des Gasthauses zu übergeben, in welches er einkehrte. Als er am andern Tage das Geld vom Wirte zurückverlangte, erklärte dieser, er wisse nicht, was für hundert Dollars er meine, er habe keine solche Summe er en. Der Farmer ging zu dem besten Advofaten des Ortes, und bot ihm zwanzig Dollars, wenn er ihm wieder zu seinem Gelde verhelfe. O, das wird sich machen, mein Freund," sagte der Advokat, aber Sie müssen etwas Geduld haben. Sprechen Sie höflich mit dem Gastwirt und sagen Sie ihm, Sie hätten Ihr Geld wahrscheinlich wo anders zum Aufheben gegeben. Nehmen Sie aber einen Freund mit und übergeben Sie dem Wirt in Gegenwart desselben nochmals hundert Dollars. Dann kommen Sie wieder zu mir. Der Farmer tat, wie ihm geheißen und fand sich dann wieder bei dem Advokaten ein. Aber," sagte er, ,, ich sehe nun noch nicht ein, was ich dadurch gewonnen habe, wenn ich auch mein zweites Hundert wieder bekomme." ,, Sie sollen es gleich erfahren," erwiderte der Advokat;„ jezzt gehen Sie hin und verlangen Sie von dem Wirt hundert Dollars ab, aber erst, wenn Sie ihn allein treffen."- Der Farmer paßte die Gelegenheit ab, wo er den Wirt unter vier Augen sprechen konnte, und dieser gab ihm ohne weitere Umstände hundert Dollars zurück. Der Farmer zeigte dem Advokaten das zurückerhaltene Geld. Gut,' sagte der Jurist, jetzt gehen Sie nochmals hin, aber in Begleitung Ihres Freundes, und verlangen Sie von dem Wirt die hundert Dollars, die Sie ihm vor dem Zeugen übergeben hätten. Der Bauer tat dies, und der spizbübische Wirt, der sich überlistet sah, gab sofort die früher abgeleugnete Summe heraus. " Auch ein Beruhigungsmittel. Ein Arzt fand, daß sein Patient sich nur langsam besserte, weil die nie stillstehende Zunge seiner Frau ihm keine Ruhe ließ.„ Der Kranke bedarf vor allem der Ruhe", sprach er zu der Redseligen, darum habe ich hier einige Morphiumpulver verschrieben."„ Schön, und wann soll er ste nehmen?" fragte die Frau.„ Er? Nein, er soll ste nicht nehmen, sondern Sie", erwiderte der Arzt gelassen. Wie er sich herausredet. Ein Kaufmann befand sich immer in Fehde mit einem auf seinem Comptoir arbeitenden„ Volontär", der nach seiner Meinung ein viel zu unordentliches Leben führte, als daß er je gedeihen werde. Sie werden sich noch an den Galgen bringen!" sagte er oft im Zorne zu ihm. Nach etwa zwölf Jahren erhielt er eines Tages den Besuch dieses ehemaligen Volontärs, der schon Kommerzienrat" geworden war.„ Sehen Sie", bemerkte der Kaufmann lächelnd, ich hatte es Ihnen immer gesagt, daß Sie einftmals hoch steigen würden!" " Aus der Kinderstube. Papa:„ Lucy, Du bist wieder schwer unartig gewesen und ich muß Dich diesmal bestrafen." Lucy: ,, Aber bitte, bitte, lieber Papa, gieb mir erft Lachgas!"—„ Hedchen", sagte der kranke Fritz zu seinem Schwesterchen ,,, Du weist doch, Mama sagte, ich solle Dir immer etwas davon geben, wenn ich etwas Gutes hätte. Da, nimm ein paar Löffel von meiner Medizin ich geb' Dir's gerne." Gerechte Kritik. Als das Telephon noch etwas ganz Neues war, sollte einer fürstlichen Hoheit das Experiment der Uebertragung von Musik zu Gehör gebracht werden. Es war eine MilitärKapelle in einem Saale aufgestellt worden und die Drathleitung ging nach dem weit von der Stadt entfernten fürstlichen Schlosse. Der Fürst tam. Das Zeichen wurde gegeben. Die Kapelle spielte, c3 war aber fein Ton hörbar. Der Fürst lachte und ging eg. Es war eine Störung in der Leitung eingetreten. Mit fieberhafter Schnelligkeit wurde gearbeitet und nach zwei Stunden war der Fehler beseitigt. Der Fürst wurde unterrichtet. Nun war aber die Kapelle inzwischen entlassen worden. Der Intendant, in seiner Verzweiflung, stellte sich hin und sang eine Opernarie. " Ist's gehört worden?" fragte er dann ins Telephon." Jawohl", rief der Fürst zurück, ich habe den Gesang gut gehört, aber er war schlecht genug!" Folgerung. Frißchen( einem Militärbegräbnis mit Musik beiwohnend): Nicht wahr, die berühmten Männer werden auch alle mit Musik geboren, Mama? Kindliche Anschauung. Trudchen wird eines Abends später zu Bette gebracht als gewöhnlich. Ach, liebe Mutter, heute laß mich nicht beten," bittet sie.„ Weshalb gerade heute nicht?"-„ Ich bin so müde, und der liebe Gott wird wohl auch schon lange schlafen." Immer nobel. Ella:„ Also ihr wohnt jetzt Parterre?" Bella:„ Bitte, mindestens Parkett!" Der verkannte Dativ. Lehrer:„ Nun, Frißchen, wie heißt's: ich falle in die Spree oder ich falle in der Spree?" - Frißchen: „ Es heißt: ich falle in der Spree."- Lehrer:„ Warum denn?" - Frißchen:" Weil's" da tief" ist." Professor: Müller, kennen Sie Schenkendorfs Freiheit, die ich meine?" Müller: Welche meinen Sie denn, Herr Professor? - Nr. 13. Samstag, den 16. Januar 1904. Oberbessische Familienzeitung. Tägliche Unterhaltungs- Beilage Der Gießener Neueste Nachrichten. and und Berlag der Steponez Berlagsbrudersi, varm. Wilh. Keller'sche Buchbrucessi( gegr. 1783); renesti MIDI Rita ( 10. Fortsetzung.) Der Beuge.= Roman von Marie Bernhard. Fritz sagte, welche Hoffnungen er auf ihn setze, wie seine Erziehung, seine Entwicklung jetzt sein einziger Lebenszweck sei, wie sie beide, auf einander angewiesen, fest und treu und unerschütterlich zusammenhalten müßten, wie ein solcher Bund, durch gegenseitige innige Liebe und schrankenloses Vertrauen geheiligt, ganz im Sinn der heißgeliebten Gattin und Mutter wäre, das ſchönſte, unvergänglichste Denkmal, das sie ihr sehen könnten! Mit wahrer Inbrunst hingen Hellmuths Augen an seinem Vater und die Tote schien zu lächeln bei dem Gelöbnis, das die beiden austauschten; der Ausdruck hilflosen Schreckens, der beim Sterben auf ihrem Antlitz gelegen, war daraus entwichen, ein süßer Friede ruhte um die Lippen und die wie schlummermüde zugesunkenen Augen. Drei Tage später ,, am achtzehnten September, in aller Morgenfrühe, wurde Helene Norden zur letzten Ruhestätte getragen; ein ſtiller, schöner Plazz war's, ein gutes Stück vom Hotel abgelegen, von hohen Bäumen umſtanden, die feierlich im Frühwind rauschten. Nur ein weißes Marmorkreuz, das Namen und Gedenktag trug, sollte die Stelle bezeichnen, und ein festes eisernes Gitter sie umschließen. Der Wirt bekam eine ansehnliche Summe zu diesem Zweck eingehändigt, er versprach, für die Pflege des Grabes zu sorgen und später ein Bild davon anfertigen zu lassen. Am neunzehnten schon wollte Frizz Norden mit ſeinem Knaben abreisen, direkt nach London, von da ungesäumt zu Schiff weiter. Hier hielt ihn nichts mehr, im Gegenteil, ihm war's, als brenne der Boden unter seinen Füßen. Sie fehrten, Vater und Sohn, in ihren Trauerkleidern von der Grabstätte ins Hotel zurück, da fand sich noch manches zur morgenden Abreise zu tun. Hellmuth setzte, unter seines Vaters Aufsicht, eine Liste der mitzunehmenden Dinge auf, dann packten sie alles, was Helene gehört hatte, eigenhändig in ein paar Koffer, die sie mit sich führen wollten. Einige Andenken hatten sie sich herausgesucht, es war eine traurige Beschäftigung gewesen! Der Knabe war vom vielen Weinen, von den schlaflos hingebrachten Nächten und dem frühen Aufstehen übermüdet, sein Gesicht war blaß und hatte die kindliche Frische verloren, Frizz öcstand darauf, daß er sich hinlegen müſſe, da er seine Kräfte zu der weiten Reise brauchte; er bettete den Sohn selbst auf ein Sofa, deckte ihn zu und küßte zärtlich die heißen, geröteten Augenlider und den zuckenden Mund. Aber du mußt dich auch hinlegen, Vater, du mußt! Versprich es mir!" schmeichelte Hellmuth, des Vaters Gesicht noch einmal zu sich niederziehend, um es mit seinen weichen Händen zu streicheln. Bei dir ist es ganz dasselbe, wie bei mir, nein, noch viel schlimmer, denn ich habe doch in jeder Nacht wenigstens ein paar Stunden schlafen können, du aber gar nicht! Und ebenso wie ich mußt du morgen abreisen und brauchſt Kraft dazu! Bitte, bitte, leg' dich auch hin!" Vielleicht, mein liebes Kind, vielleicht! So, jetzt schläfft du ein, ich bleibe noch bei dir!" Und Hellmuth lächelte seinem Vater dankbar zu und schlumerte bald darauf ein, die Hand gegen die Wange gedrückt. ( Nachdruck verboten.)) Frizz Norden stieg gegen Mittag hinter dem Hotel bergan, dort, wo ein Bergwald sich emporzieht und Kühlung und Schatten gibt. Hinaus aus dem Walde, wo das Gebirge beginnt mit seinen scharfen Zacken, seinen unwegsamen Pfaden, verschwiegenen Klüften und drohenden Felspartien. Immer höher, immer weiter, ihm war zu Sinn, wie wenn er sich selbst entfliehen müſſe, die rastlose Bewegung, die körperliche Anstrengung tat ihm nicht gerade wohl, sie war ihm einfach Bedürfnis. Nur nicht stillstehen, weiter, weiter! Verworrene Gedanken an das neue Leben, das in Japan vor ihm lag, die fremde Umgebung, die er dort finden würde, an Helenens Tod, ihre Brautzeit, Hellmuths Zukunft, gingen ihm durch den Kopf, dazwischen allerlei nichtige Dinge, die ihn verdrossen, ohne daß er sie darum abzuschütteln vermochte, auch seines Vaters Tod und das, was unmittelbar darauf geschehen war.. nein, nein! Nicht das jetzt! Fort damit! Es stieg ein schmaler, schwindelnder Gebirgspfad vor ihm auf, ini Zickzad gewunden, führte er steil empor, rechts von dichtem dunklem Buschwerk umwuchert, das eine ungeheure Schlucht ganz auszufüllen ſchien, links von einer schauerlichen, steil abwärts stürzenden Felseinöde begrenzt. Wer hier einen unvorsichtigen Schritt tat, schlug unrettbar verloren hinab in die jähe Tiefe. Bloglich ein nahender Schritt in dieser lautlosen Dede--vielleicht Irrtum nein dennoch! Mühsam von rechts her aufwärts klimmend, mit den Händen fest in das üppige Geſtrüpp geklammert, um nicht wieder in die Schlucht hinunterzugleiten auftauchend im dichten Buschwerk wieder verschwindend, arbeitet sich mühsam ein Mann in die Höhe, weicht auf dem abschüssigen Boden zurück, hilft sich wieder empor, steht endlich oben!... Roland von Triberg! In dem wunderlich überreizten Zustand, in welchem Fritz Norden sich befindet, wundert ihn dies Zusammentreffen gar nicht so sehr; er fragt sich nicht, wie sein ehemaliger Freund, den er ſeit Jahren kaum mehr gesehen, geschweige denn gesprochen hat, jetzt plötzlich hierher in diese Gebirgseinſamkeit kommt. Ganz mechanisch reicht er dem Näherkommenden die Hand entgegen, sagt aber kein Wort dazu. Der andere nimmt die Hand nicht, sondern rührt nur, wie er jetzt oben steht, in förmlicher Weise mit der Rechten an den Rand seines Hutes, er ist in dunklem Zivilanzug, sieht bleich und finſter aus und atmet sehr laut und müh ſam; iſt es nur von dem beschwerlichen Weg, den er soeben zurückgelegt hat? Frizz läßt seine ausgestreckte Hand langsam sinken und findet endlich das rechte Wort:„ Wie kommst du hierher, Roland?" " Ich habe Sie"- Triberg machte eine Geberde, als komme es ja auf die Form nicht weiter an ich habe dich aufgesucht! Man sagte mir in deinem Hotel, daß du fortgegangen wärst, dann traf ich einen alten, holzsammelnden Mann im Walde, der dich gesehen hatte, bald darauf ein paar Kinder; so habe ich dich denn gefunden, freilich von der entgegengesetzten Seite her, aber das ist einerlei." germeister Leib. Achtung! 4. Ph. Weiler. sburg i. E. Loszahl! 8000 26000 ste 25 Pfg. 1 Lose 10 Mk. 1904. Buseck. За eee 9 = Die Buchstaven vier fentrechten Heil wort; 2. Nebenflug Stadt; 4. Tiergatty Heihen bezeichnen: 2. Europäisches Gebir 2. Borfe, Rinde, 2 1. Koffer, Lade, T Sinnverwandte 3. Geftade, Ufer, C 5. Now, Pferd, M 4. Haut, Fell, Bel Aus obigen finn Wande derart, daß die Anfan fundenen Wörter den industrieellen erg.ben reiben ist je ein Zahlenr 15 15 14 18 ,, Du warst im Hotel! Man hat dir gesagt, daß Helene-" " Tot ist! Ja, ich weiß! Ich erfuhr, daß sie sterbend sei, und fam, so rasch ich konnte, hierher, um sie noch einmal zu sehen. Ich bin zu spät gekommen." Rolands Stimme hatte einen eintönigen Klang, als wenn etwas in ihm zerbrochen wäre. ,, Und du hast mich nun aufgesucht," begann Friz unsicher nach einer Pause. ,, Weil ich mit dir zu reden habe," vollendete Triberg ruhig. Wichtiges sogar! Du konntest vielleicht denken, ich hätte dich im Verlauf der letzten Zeit ganz aus den Augen verloren, aber das war keineswegs der Fall. Nicht etwa deinetwegen! An dir nahm ich kein Interesse mehr, aber Helene war deine Frau, ich wollte wissen, wie es ihr ging, wie sie an deiner Seite lebte." „ Sie ist glücklich gewesen!" sagte Norden mit umflorter Stimme. " Ja, glücklich, weil sie in Unkenntnis lebte, daß ihr Mann ein Dieb und Brandstifter war!" „ Roland!" Ein Dieb und Brandstifter!" wiederholte der andere nachdrücklich.„ Du hast es klug angefangen, das Barvermögen des jungen Wiedenhofen verschwinden zu lassen, aber doch nicht flug genug! Ich glaube an keinen blinden Bufall, es ist alles im Leben göttliche Fügung, alles! Oder wie willst du es dir deuten, daß ich gerade jetzt kürzlich zu einem entfernten Seitenverwandten meines Hauses nach Leipzig zum Besuch kam und in seinen Diensten einen Mann vorfand, der im letzten Winter der Bureaugehilfe des Rechtsanwalts Werder in Stralsund gewesen war?" Frizz Norden wollte etwas erwidern, aber die Kehle war ihm wie ausgedörrt, er brachte kein Wort hervor. Daß ich mich mit diesem Mann in ein eingehendes Gespräch einließ, war ebenfalls eine besondere Fügung, er dauerte mich! Kräftig und noch jung, wie er war, ging er auf Krücken und mußte Gott danken, daß ihm im Hause meines Verwandten, dem er schon in früheren Jahren einmal gedient hatte, der Posten eines Schreibers, ein halbes Gnadenbrot, zu teil geworden war. Ich erkundigte mich, wie er zum Krüppel geworden war, und erfuhr, daß er an dem Januarabend in Stralsund, als der große Brand im Nordenschen Hause ausgekommen war, einen bösen Fall auf dem Glatteis getan hatte und schleunigst nach der chirurgischen Klinik geschafft worden war. Zuvor hatte er für seinen Herrn noch einen späten, eiligen Gang zu tun, und da war es ihm aufgefallen, daß der Freund seines Herrn, Frizz Norden, der sich für einige Nächte bei dem Rechtsanwalt einquartiert hatte, lautlos und scheu neben ihm, der im Schatten verborgen stand, die Hintertreppe des Hauses hinaufgehuſcht und in sein Zimmer geschlüpft sei. Er habe noch eine kleine Weile an der Treppe, die auf den Hinterhof hinausführte, gestanden und über diese wunderliche Heimlichkeit nachgesonnen, dann sei er gegangen, seinen Auftrag zu vollziehen, und dabei habe er den unglücklichen Sturz getan. Er mußte ein langes Krankenlager durchmachen, ein Bein wurde ihm abgenommen, und die Kunde von dem Brand drang erst nach Wochen zu ihm. Die Sorge um seine eigene Gristenz ließ ihn für alle anderen Dinge ziemlich teilnahmlos, in Stralsund, wo er kein Heimatsrecht besaß, konnte er, sobald er das Krankenzimmer verlassen hatte, nicht bleiben, so wandte er sich brieflich mit flehender Bitte an seinen ehemaligen Herrn nach Leipzig und war überglücklich, als dieser ihm das Reisegeld schickte und Beschäftigung verhieß. Froh, aus Stralsund, das ihm in mehr als einer Hinsicht Unglück gebracht hatte, fortzukommen, schnürte der invalide Mann sein Bündel und kam nach Leipzig; die Brandgeschichte war für ihn vollständig in Vergessenheit geraten, erst meine Fragen, da ich hörte, er habe bei Rechtsanwalt Werder in Stralsund in Diensten gestanden, führten ihn auf die Erinnerung an jenes Zusammentreffen mit Herrn Norden auf der Hintertreppe, kurze Zeit vor dem notorischen Ausbruch des Feuers, zurück, und, obschon er bis jetzt noch nicht ahnt, um was es sich handelt, so weiß ich doch, daß der Mann bereit ist, jene Begegnung und die Identität jener Persönlichkeit auf der Treppe mit Frizz Norden jederzeit und vor jedem Gerichtshof zu be schwören!" Und was folgt daraus?" fragte Norden gelassen. Er war jetzt wieder vollkommen ruhig und gesammelt. Gesetzt, der Mann hätte im Treppenspärlich erhellten flur eines Hinterhauses recht gesehen, und ich wäre an jenem Abend heimlich und scheu die Treppe heraufgelaufen, welche Konsequenzen hätte das für mich?" Nordens Ruhe schien den andern zu empören, fein vorher blasses Gesicht bedeckte sich mit zorniger Röte, und seine Stimme bebte vor Erregung. " Zunächst wohl nur eine längere Untersuchungshaft, auf das Zeugnis eines ehrenhaften, unbescholtenen Mannes hin, -mehr allerdings nicht! Der Mann schwört, dich genau erkannt zu haben, die äußeren Verhältnisse, unter denen er dich angetroffen, sind stark verdächtig. Von deinem Freunde, dem Rechtsanwalt, hattest du schon vor einer langen Weile, unter dem Vorwand großer Uebermüdung, Abschied genommen, dich auf dein Zimmer zurückgezogen, und der Freund störte dich anscheinend mühsam aus tiefstem Schlaf auf, als er dir das Feuer zu melden kam! Jener Mann kann Zeit und Stunde genau angeben.... indessen, wer einmal schon vor Gericht einen Meineid leistete und fälschlich schwor, er wisse von dem Ausbruch jenes Brandes nichts, da er zu der Zeit in tiefem Schlaf lag, der scheut vor einem zweiten Meineid wohl auch nicht zurück und schwört sich frei! Jedenfalls aber kommt es, auf das Zeugnis dieses Mannes hin, für dich zur Untersuchungshaft, aus der Stelle in Yokohama, die, wie ich weiß, schleunigst zu besetzen iſt, kann für dich nichts werden, und ob eine Firma, die auf Ehre und Ansehn hält, einen Mann, der soeben vom dringenden Verdacht des Diebstahls und der Brandstiftung frei gekommen ist, gern mit einem verantwortlichen Posten, der ihn oft in neue Versuchung führen kann, betraut, das bleibt dahingestellt!" Allerdings!" Um Nordens Lippen spielte ein bitteres, wildes Lächeln, und er fühlte es stärker in seinen Schläfen hämmern.„ Das bleibt dahingestellt! Und so bist du gekommen, ausdrücklich, um mir dies zu sagen, hierher, hierher?" Er wies mit ausgestreckter Hand zur Linken in die Tiefe. " Ich kam, um Helene noch einmal zu sehen, ich sagte es dir bereits! Hätte ich sie noch lebend gefunden, ich hotte dich geschont! Jezt... warum sollte ich das wohl? Und was den Ort betrifft, an dem unsere Unterredung sich abspielt, nun ic, er ist öde und schauerlich genug, ein onderer wäre mir lieber geweſen, und ich habe mir diesen hier nicht ausgesucht! Aber sprechen wollte ich, mußte ich dich, und ſtill ſizen im Hotel und deine Rückkehr erwarten, das brachte ich nicht fertig! Ein Zufall, eine Schicksalsfügung vielmehr, hat uns hier zusammengeführt!" Es verlangte dich wohl sehr danach, mir die guten Nachrichten mitzuteilen, die du für mich hattest, nicht wahr? Eine lange Untersuchungshaft, die käme mir jetzt wirklich außerordentlich gelegen! Und Aufgeben oer Stelle in Yokohama, auf die ich meine ganze Hoffnung setze, die ganze Zukunft meines Sohnes gründen will! Ein schöner Zug freundschaftlicher Großmut, hierher zu kommen, um mir das zu sagen. Eine edle Rache an mir, der ich das Verbrechen beging, von dem Mädchen, das wir beide liebten, dir vorgezogen zu werden! Der Roland von Triberg, den ich einstmals kannte, ist derselbe nicht, der jetzt vor mir steht, so niedrig und erbärmlich hätte der von damals nie gehandelt!" Tribergs Augen funkelten, und seine Rechte ballte sich zur Faust. „ Gerade, weil ich nicht niedrig denke," rief er mit starker Stimme, ist es meine Pflicht, das aufzudecken, was ich ein Verbrechen an der Menschheit nenne! Schon als wir Jünglinge waren, gingen unsere Begriffe über Ehre weit auseinander; du nanntest alles, was mir hoch und heilig war, ein verrottetes Vorurteil, einen überwundenen Standpunkt, heute verzichte ich freiwillig darauf, mich mit einem Menschen, der ein Dieb und Brandstifter ist, über einen so wichtigen Punkt zu verständigen! Nicht aus Rache, weil Helene dich mir vorgezogen hat, aus Ehrgefühl und nur aus Ehrgefühl, halte ich es für mein Recht, die Leute wenigstens zu warnen, soweit ich es vermag, sie zu schützen vor der Verbindung mit einem gewissenlosen Menschen, der diejenigen, die ihm ahnungslos vertrauen, doch nur ausbeutet zu seinen Zwecken, wenn es ihm gerade so genehm ist!" „ Du willst mit einem Wort meine Zukunft und die meines schuldlosen Kindes ruinieren?" So viel dies in meinen Kräften steht, ja! Welche Verpflichtung hätte ich, dich zu schonen? Mein Gefühl für dich ist längst tot, ja, daß ich es dir gestehe: ich hasse dich, hasse Sen Glückspilz", dem alles, auch das höchste Gut, mühelos in den Schoß fiel, der nur die Hand auszustrecken brauchte, um zu erreichen, was er sich wünschte, dem die Herzen entgegenflogen, wo immer er sich zeigte, der ungestraft die unglaubliche Kühnheit begehen konnte, acht Monate nach jener Tat ruhig in Deutschland zu bleiben!! Welche Wandlung in meinem Innern vorging, was in mir erst sterben mußte, bis ich so weit kam, das sage ich dir nicht, es kann dich ja auch nicht weiter interessieren! Wo immer und wie immer ich es fann, will ich den Leuten zurufen: Hütet euch vor dem! Er trägt das Brandmal der Unredlichkeit an der Stirn! Er taugt nicht in die Gesellschaft ehrenwerter Menschen!" Fortgerissen von seinem Eifer, ganz erfüllt von der Aufgabe, die er sich gestellt, ließ Roland von Triberg es außer acht, das Mienenspiel seines Gegenüber zu beobachten. Er sah nicht den blitzschnellen Blick, den jener zur Linken in die steil abstürzende Tiefe warf, nicht die leichte Wendung, die sein Körper nahm, um festen Fuß zu fassen. ( Fortsetzung folgt.) Tausendstel- Sekunden. Wissenschaftliche Plauderei von A. Heilborn. ( Nachdruck verboten.) Durch die Zeitungen ging unlängst die Meldung, der französische Automobilklub habe ein Preisausschreiben zwecks Erlangung eines besseren Zeitmessers erlassen. Um Geschwindigkeiten wie die des Automobils mit 150 Kilometern in der Stunde, d. h. also 45 Meter in der Sekunde oder einem Meter in 145 Sefunde zu messen, genügen Uhr und Chronometer längst nicht mehr. Der Laie kann sich von derartigen„ Größen" überhaupt faum eine Vorstellung machen. Wir führen zwar„ Augenblick" und„ Moment" ewig im Munde; aber sie sind uns zu Begriffen geworden, die der eine so, der andere so deutet. Die Wissenschaft macht freilich vor so vagen Begriffen feines wegs Halt: sie mit den Augenblick und hat experimentell festgestellt, daß ein„ Augenblick" in der eigentlichsten Be deutung des Wortes durchschnittlich 10 Sekunden währt. Um das zu berechnen, wird am oberen Augenlid der Versuchsperson ein Stückchen Papier befestigt, und die Bewegung dann durch photographische Aufnahme bestimmt. Das Augenlid bewegt sich diesem Experiment zufolge zunächst sehr schnell abwärts, macht dann für kurze Zeit halt, ehe es sich wieder schließt, und geht endlich in langsamerem Tempo wieder aufwärts. Die Dauer der Abwärtsbewegung beträgt im Durchschnitt 87 Tausendstel- Sekunden, die Pause 16 Hundertstel- Sekunden; der ganze„ Augenblick" währt also durchschnittlich 10 Sekunden. Unsere Sinne können natürlich so kurze Fristen überhaupt nicht wahrnehmen. Photographiert man mit Blitzlicht( Magnesium), so erscheint auf dem Bilde die Pupille weit geöffnet, genau wie im Dunklen. Mit andern Worten: unser Auge fand während der Dauer des Blizes nicht Zeit genug, auf den starken Lichtreiz( durch Verengerung der Pupille) zu reagieren. Und doch ist solch Magnesiumblitz ein schneckenhaft träger Geselle im Vergleich zum elektrischen Funken. Ein einfaches Experiment zeigt uns das. Auf einer schwarzen Scheibe, die durch einen Motor in schnellste Rotation versetzt werden kann, wird ein weißer Papierstreifen befestigt. Wird die Scheibe nun in Bewegung gesetzt, so hat unser Auge bei gewöhnlicher Teleuchtung nur den Eindruck eines verwaschenen Graus, der Resultante von Schwarz und Weiß, und dasselbe Grau erscheint auch noch bei der Velichtung durch den Magnesiumblitz. Belichtet man dagegen die rotierende Scheibe durch den elektrischen Funken, so nimmt das Auge, je nach der langsameren oder schnelleren Aufeinanderfolge der Funken, drei und mehr weiße Streifen auf schwarzem Grunde wahr, und die Scheibe selbst scheint auf furze Zeit stillzustehen. Kein Wunder, denn der elektrische Funke hat eine Zeitdauer von nur einer Hundert tausendstel- Sekunde. Auf elektrischer Basis sind denn auch alle unsere Instrumente konstruiert, mit denen wir kleinste Zeiten messen. Das geistreichste aller dieser Instrumente ist wohl die sogenannte, von dem Neuenburger Ingenieur Hipp konstruierte Millisekunden- Uhr, das„ Chronoskop". Sie wird mit Hilfe einer Stimmgabel reguliert, die in der Sekunde genau 1000 Schwingungen macht. Das Chronoskop hat zwei Ziffer blätter, die je 100 Teilstriche aufweisen. Der Zeiger des größeren( unteren) Zifferblattes vollendet seinen Umlauf in zehn Sekunden, jeder Teilstrich entspricht demnach eine Zehntel- Sekunde; der Zeiger des kleineren( oberen) Ziffer blattes in eine Zehntel- Sekunde, jeder Teilstrich bedeutet hier also eine Tausendstel- Sekunde. Das Geniale der Konſtruktion liegt nun darin, daß durch einen Elektromagneten momentan dieser oder jener Zeiger aus- beziehungsweise wieder eingeschaltet werden kann, während das Uhrwerk ständig weiter läuft. Aus der Differenz der zu Anfang und zu Ende der Messung abgelesenen Zahlen läßt sich dann die Zeitdauer des beobachteten Vorgangs auf Tausendstel- Sekunden genau bestimmen. Das Chronoskop gestattet so beiſpielshalber die Zeitdauer eines Entschlusses ziffernmäßig festzustellen. Bei dieser Messung wird folgendermaßen verfahren: Der Experimentator gibt durch das beim Schließen eines elektrischen Stromes entstehende Geräusch ein Zeichen; sobald das„ Versuchsobjekt" das Geräusch hört, schließt es seinerseits einen zweiten Strom. Der physiologische Vorgang ist bei diesem, von Dr. Spieß, dem einstigen Direktor der Berliner " Urania", angestellten Versuche kurz folgender: Der Schall muß mit dem Gehör wahrgenommen, im Gehirn registriert, auf den Nervenbahnen, den tierischen Telegraphendrähten, dann schließlich das Bewußtsein der Wahrnehmung zu den die Stromschließung besorgenden Fingern geleitet werden. Dabei schaltet der erste Strom die Zeiger in das bereits laufende Uhrwerf ein, der zweite sie wieder aus. Die Differenz ergab bei dieſem Experiment 133 Tausendstel- Sekunden. Bafiert Hipps Millisekunden- Uhr auf dem Schließen von Strömen, so hat Boulengé einen Apparat konstruiert, der mit dem Unterbrechen elektrischer Ströme arbeitet. Er hat sich für die Berechnung ballistischer Zeiten als besonders brauchbar erwiesen und wird für militärische Zwecke vielfach benutzt, da er eine genaue Verechnung der Geschwindigkeit fliegender Geschosse ermöglicht. Boulengés Instrument zeigt auf einem Stativ zwei Elektromagneten, durch die je ein schwacher Strom geschickt wird, so daß sie gerade noch im stande sind, einen längeren und einen kürzeren Eisenstab zu tragen. Der fürzere Stab setzt beim Herabfallen ein Messer in Tätigkeit, das in den vorbeigleitenden längeren, mit einem Zinkmantel versehenen Stab eine Marke schlägt. Aus der Entfernung dieser Marke vom Endpunkt des Stabes wird die Fallhöhe und damit tabellarisch die Zeitdauer des Vorganges bestimmt. Die Anordnung des praktischen Experiments ist hierbei folgende: quer über die Geschüzmündung ist ein Draht gespannt, durch den der zum Festhalten des längeren Stabes nötige Strom fließt. Die Scheibe, auf die das Geschütz gerichtet wird, ist mit Staniolstreifen_belegt, durch die der zum Tragen des fürzeren Stabes erforderliche Strom geht. Wird jetzt das Geschütz abgefeuert, so zerreißt die Kugel den Draht und unterbricht damit den erſten Strom: der längere Stab beginnt zu fallen. In dem Augenblick, da das Geschoß in die Scheibe schlägt, unterbricht es( durch Zerstörung des Staniols) den zweiten Strom: der kurze Stab fällt, schlägt das Messer heraus, und dieses markiert den Fall an dem längeren Stabe. Aber solche kurzfristigen Zeitbruchteile fann man nicht nur genau messen, man kann sie auch dem Auge sichtbar machen. Und diesem Zweck dient ein von Bouillet konstruierter Apparat. Pouillet bedient sich kurzer, aber starfer Ströme, die die Nadel eines Galvanometers ablenken. Auf der Galvanometernadel ist ein durch ein Glühlämpchen beleuchteter Spiegel angebracht; der Refler des Lichtes fällt in Streifen auf eine große Stala. So kann man die Tausendstel- Sekunden bequem ablesen. Auch in der neueren Momentphotographie hat man ein ausgezeichnetes Mittel, Vorgänge, die sich in Bruchteilen von Sekunden abspielen, in ihren für das bloße Auge längst nicht wahrnehmbaren Einzelheiten festzuhalten. Daher sind denn die Kinematographen, Mutoskope u. s. f. in gewissem Sinne gleichfalls Meßapparate. Man ist heute im stande, photographische Platten von solcher Empfindlichkeit herzustellen, daß zu ihrer Belichtung nur eine Tausendstel- Sekunde genügt. Leider vermag die Praris aber diesen Vorteil noch nicht völlig auszunützen; immerhin ist es schon gelungen, bis zu 200 Aufnahmen in einer Sekunde zu machen. Die ersten Momentaufnahmen dieser Art verdanken wir Anschütz. Er verwandte als Momentverschluß ein WachsIn die leeren Fel find die Sablen 1 bis und entsprechenden barart einzutragen, flets 65 ergeben. maat ja rets ja tags bemerkbar. ments friechen dann Höhlen, d. h. aus d Senge Blak, um genauer zimmern ial der Abgeordn reits bei ihrem Sozialdemokrat fönnen, daß er in des luftigen Rates Es geht etwas v Meine Herren, ein geflügeltes purde sogar der taillen mit tiefem Ebenso hat sich der den Einfluß feiner war, durch seine eri ausgezon unmöglich gemacht. dem start aaben ihm auf der gungen, wenn er sehen, daß auf der Den Den angeftim esmalig erteilen. Man me insichtlich ihrer Bolksversammlung deutlich jogar. Verlauf ler im Anwesende" anger in Schmunzeln Peter Geh gu unde SPORT 13. Ja rgang. inspaltige Petitzelle für ganz Ober nd Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg Betitzeile 30 resp. 40 fg. igsliste No. 3269. 1: Gießen, Seltersweg 83 janschluß Nr. 362. fen a a Monats- Schrift für Spiel OT, MASHF KA Baunrätsel. b 4 f g с e e e C f g n n n 0 0 r r g r 3 2 26 e Die Buchstaben sind so zu ordnen, daß vie vier senkrechten Heiben ergeben: 1. Eigen chaf s- wort; 2. Nebenfluß des Missouri; 3. Deutsche Stadt; 4. Tiergattung. Reihen bezeichnen: 2. Europäisches Gebirge. Die zwei wagerechten 1. Gebilde im Meer; Sinnverwandtes Worträtsel. 1. Koffer, Lade, Trube; 2. Borke, Rinde, Bast: 3. Gestade, Ufer, Strand, Küste; 4. Saut, Fell, Pelz, Bala; 5. Roß, Pferd, Mahre, Gaul. Aus obigen finnverwandten Wortreihen ist je ein Wort auszuwählen, derart, daß die Anfangsbuchstaben der ge= fundenen Wörter den Namen eines Großindustrieellen eig.ben. Wandelrätsel. Mit r ein Fluß, Mit I eine Stadt, Mit n ein jeder Es ist und hat. Zahlenrätsel. 14 13 12 15 In die leeren Felder des Quadrats find die Zahlen 1 bis 10 und 16 bis 25 berart einzutragen, daß die wagerechten und entsprechenden senkrechten Reihen ftets 65 ergeben. und Sportangelegenheiten. Monat Januar 1904. Vorseßrätsel. Melle, Mund, Kunde, Kante, Sekt, Jade, Zelle. Vor jedes der obigen Wö.tcr ist eine zweilautige Silbe zu seßen, so daß Wörter von folgender Bedeutung entstehen: Teil des Pilzes, Vorname, Teil der Zeit, Linie des Kreises, kleines Tier, Quellnymphe, Säugetier. Die Anfangsbuchstaben der neuen Wörter nennen einen Dichter. 2 3 4 Kreuzrätsel. Statt der Zahlen sind Buchstaben zu segen, so daß bezeichnet: 1 2 3 4 alte Stadt, 2 3 4 1 Ralifen, 3 2 14 italienisches Fingerspiel, 4 3 2 1 Gott. Dexier- Bild. We lit die Schlangenbändigerin? macht sich stets schon in der augeren Szenerie oes es= tags bemerkbar. Die altgedienten Soldaten des Parlaments friechen dann, wie der Kunstausdruck lautet, aus ihren Höhlen, d. h. aus dem Restaurationsraum, den Schlafkabinen, Sen Wandelgängen, den Schreibstuben oder Fraktionszimmern heraus und nehmen direkt unter der Rednertribüne Plaz, um genauer zu hören. Meist entscheidet sich das Schicksal der Abgeordneten, bezw. die Frage ihres Ansehens bereits bei ihrem ersten Auftreten. So hat sich z. B. der Sozialdemokrat Sabor seiner Zeit niemals davon erholen können, daß er in seiner Jungfernrede unfreiwillig die Rolle des lustigen Rates gespielt hatte. Einer seiner Aussprüche: Es geht etwas vor, nur weiß man nicht was," ist geradezu ein geflügeltes Wort geworden und sein Entrüstungsruf: Meine Herren, Sie lachen. Das läßt tief blicken!" Durde sogar der Name für eine Kleidermode: Die Damentaillen mit tiefem Ausschnitt wurden à la Sabor genannt. Ebenso hat sich der Abgeordnete von Frege, obgleich er durch den Einfluß seiner Partei zum Vizepräsidentenposten gelangt war, durch seine erste Rede in diesem Amt als Parlamentarier unmöglich gemacht. Das charakteristische Gesicht Freges mit dem stark ausgezogenen Schnurrbart, seine hastigen Bewegungen, wenn er einen falschen Zungenschlag gehabt hatte, gaben ihm auf dem Präsidiumsthron ein so groteskes Aussehen, daß auf der Preßtribüne meist schon ein schallendes Gelächter angestimmt wurde, wenn er zur Wahrung der Geschäftsordnung überhaupt etwas sprach. Den diesmaligen Neulingen des Parlaments kann man hinsichtlich ihrer rednerischen Leistungen eine gute Zensur erteilen. Man merkt einigen die oratorische Wirksamkeit in Volksversammlungen sehr deutlich an, vielleicht etwas zu deutlich sogar. So hat insbesondere der Abgeordnete Böckler im Verlauf seiner Rede das hohe Haus mit„, verehrte Anwesende" angeredet, was den Mitgliedern des Hauses in Schmunzeln und den Preßmenschen hier oben eine Silben- Ergänzungsrätsel. sel, pe, sen, del, fe, che, gel, mer, le. Vor jede der obigen Silben, deren Reihenfolge nicht geändert werden darf, sege man nacheinander zwei Silben; so entsteht z. B. Erna und Jena aus der Silbe na. hat man die richtigen Wörter, deren Bedeutung unten ersichtlich ist, gefunden, so nennen die Anfangsbuchstaben den Vor- und Zunamen eines großen ausländischen Dichters. 1. Staubtier und Land im Wieer. 2. Nebenfluß des Rheins und Beleuchtungsmittel. 3. Dichter der Neuzeit und Insel der Ostsee. 2. Ausländische Frucht und unehrlicher Handel, 5. Muñfinstrument und Säugetier. 6. Deffentliches Gebäude und Baum. 7. Gemüse und deutscher Fluß. 8. Wasserbehälter und Singvogel. 9. Einfache Maschine und Haubvogel. Kreuzrätsel. a a ? b b e g e f ? t บ Die Buchstaben in der Figur sind so zu ordnen, daß die senfrechte Reihe ein Malergerät ergiebt. Die beiden wagerechten Reihen bedeuten: 1. eine Spielfarte, 2. Wort für Almosen. Ergänzt man dann die Fragezeichen durch die rechten Buchstaben, so ergibt die senkrechte einen Nebenfluß des Mains, die oberste wagerechte verfaultes Fleisch, die zweite zusammengebundene Halme. Artikelrätsel. Sie rühmt des guten Hirten Treu, Sein Hund hilft eifrig ihm dabei; Er ist von Seide, Filz und Stroh, Du schwenkst ihn zum Willkommen froh. zu umarmten und füßten sich die beiden Heroen lange und innig. Dann feierten" sie gegenseitig ihre Verdienste und begannen alsdann über ihr gemeinsames Balkan- Programm" ,, fonferieren", wobei sie Desterreich und Rußland ihre allerhöchste Mißbilligung aussprachen. Nachdem sie endlich die Grundzüge für eine Einigung aller italienischen, kroatischen, mazedonischen und griechischen Elemente gegen das Deutschtum und das Russentum festgelegt hatten, nahmen die beiden Volkshelden rührenden Abschied von einander. In einer demnächst stattfindenden Versammlung von Anhängern Garibaldis soll darüber beschlossen werden, was zu tun ist. Einstweilen soll die Teilnahme italienischer Freischärler an der mazedonischen Erhebung ausgeschlossen sein. Im anderen Falle könnten die Garibaldinner sich auch gratulieren; Rußland und Desterreich würden ihnen wohl gehörig auf die Finger klopfen, wenn sie sich in die Sache einmischen wollten. frankreich. Ein Ultimatum an den Papst ist das neueste Ereignis in dem Kampfe zwischen der römischen Sturie und dem Kabinett Combes. Drei französische Bischofssitze sind zur Zeit frei, und die französische Regierung präsentierte dem Vatikan ihre Kandidaten für diese Vistümer- Vannes, Nevers und Ajaccio. Der Papst verweigerte seine Zustimmung zu der Ernennung dieser Bistumskandidaten und erklärte, diese Kandidaten seien Priester, die er von rechtswegen ihres Amtes entkleiden müßte. Daraufhin hat die Pariser Regierung dem Papste durch den eben in Rom eingetroffenen Erzbischof von Rouen ein Ultimatum behändigen lassen, in dem es hieß: Entweder die Kandidaten werden unverzüglich vom Papst angenommen, oder die französische Regierung stellt dem päpstlichen Nuntius seine Pässe zu und beröffentlicht auch ohne die Zustimmung des Papstes die Ernennung der Bischöfe. Angesichts einer so peremptorischen ung) und Umgebung. n Oberhessen. jetzt nachgegeben und seine Zung erteilt. Afien. Ostasien! Das bleibt auch heute die fast ausschließlich in Stimberwiegend sprechen sich alle MelPetersburg, soweit sie nicht über Wahrscheinlichkeit einer Man glaubt in den Kreisen der , die friedlichen Erklärungen des Korps in Petersburg seien die tlichen Beilegung der Krisis. In n glaubt man, daß Rußland beragen nachzugeben, sobald eine den ist, welche ihm das erlaubt, weckt, als weiche es dem Zwange. des Friedens hat Japans gleichher Ton die Möglichkeit einer solemacht. [ merika. Methoden der Annexionsprayis vird in Amerika auf dem bisher je der Hafenausbaggener Meldung aus Washington hat ur Zeit den Panamakanalvertrag antrag angenommen, demzufolge as Recht zugestanden werden soll, und Colon auszubaggern r soll die Union berechtigt sein, äfen auszuüben.„ Kontrolle ausle nicht mehr und nicht weniger, über den Hafen haben. Die auf ihr Geschäft, das muß man eufsifchen Landtages. ) dem Beginn der vorigen Legissche Landtag zu neuer Parlaten. Wie immer, ging dem Befeierliche Landtagseröffnung im Gegen 11 Uhr versammelten der beiden Kammern im Weißen ter den üblichen Formalitäten Handlung: die Minister nahmen rechts vom Throne Aufstellung, ten sich die Abgeordneten. Der prinzen und dem Prinzen Eitel id die Uniform der Gardes du trug, nahm vor dem Throne lugenblick brachte der Vizepräsireiherr v. Manteuffel, das Hoch if Bülow überreichte dem Herring die ronrede, deutlicher Stimme berlas. Sie Erlauchte, edle und geehrte Herren von beiden Häusern des Landtags! Indem ich Sie am Beginn eines neuen Abschnitts der parlamentarischen Arbeiten begrüße, ist es meinem Herzen Bedürfnis, zunächst meinem tiefempfundenen Dank Ausdruck zu verleihen: dem Dank gegen die göttliche Vorsehung, die mir eine schnelle Genesung schenkte, und dem Dant gegen mein Volk, das in allen seiner Schichten voll inniger Teilnahme seinem Landesherrn die Treue bewährte, die in guten und bösen Tagen Preußens König und Voll untrennbar verbindet. Zahlreich und schwerwiegend sind die Aufgaben, für deren gedeihliche Lösung ich auf Ihre einsichtsvolle Mitarbeit rechne. Die Finanzlage des Staates hat sich nach einer kurzen Zeit des Rückganges wieder günstiger gestaltet. Ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung zeigt sich in der Wiederbelebung des Verkehrs bei den Staatsbahnen und in der Hebung der Staatseinnahmen. Die Rechnung des Jahres 1902 bat günstig abgeschlossen. Im Rechnungsjahr 1903 wird voraussichtlich der zur Verfügung gestellte Staatskredit von 70 Millionen nicht in Anspruch genommen werden. Es wird sich vielmehr noch ein Ueberschuß ergeben. Auch im Entwurf des Staatshaushalts- Etats für 1904 war es möglich, das Gleichgewicht zwischen den Einnahmen und Ausgaben herzustellen. Ohne außerordentliche Wittel zu Hilfe zu nehmen, ist den wachsenden Anforderungen einer fortschreitenden Kulturentwicklung Rechnung getragen worden. Für die Ausgestaltung der Anlagen und die Vermebruna der Betriebsmittel der Staatseisenbahnen sind reichliche Beträge vorgesehen. Der geringst besoldeten Klasse ihrer Angestell en, den Bahnwärtern, ist eine Gehaltsaufbesserung zugedacht. Zur Erweiterung des Bahnueyes und zur Unterstügung von Kleinbahnunternehmungen, die der wirtschaft ichen Förderung des Landes dienen werden wieder erhebliche Mitel von Ihnen erbeten werden. Ebenso wird der bereits in den Vorjahren beschrittene Weg einer Verbesse= rung der Wohnungsverhältnisse der in Staatsbetrieben beschäftigten Arbeiter und der gering bejoldeten Beamten in einer neuen Ge eyesvorlage weiter verfolgt. Zu meiner lebhaften Befriedigung hat die vorjährige große Ausstellung der deutschen Landwirtsgesellschaft meine leberzeugung gefestigt, daß die landwirtschaftliche Bevölkeruna aller Helene- Tot Du warst im Hotel! daß hatte einen eintönigen lang, als menn etwas in ihm zermal zu fehen. Ich bin zu spät gekommen." Rolands Stimme fei, und fam, so rasch ich konnte, hierher, um sie noch einift! Ja, ich weiß! Ich erfuhr, daß sie sterbend Man hat dir gesagt, welche Konsequenzen hätte das für mich?" Abend heimlich und schen die Treppe heraufgelaufen, flur eines Hinterhauses recht gesehen, und ich wäre an jenem Gesetzt, der Mann hätte im spärlich erhellten TreppenLein hohto por Erregung Nordens Ruhe schien den andern zu empören, vorher blasses Gesicht bedeckte sich mit zorniger Röte, und Tat ruhig in Deutschland zu bleiben!! in meinem Innern borging, was in mir erst sterben mußte, glaubliche Kühnheit begehen konnte, acht Monate nach jener gegenflogen, wo immer er sich zeigte, der ungestraft die unum zu erreichen, was er sich wünschte, dem die Herzen entin den Schoß fiel, der nur die Hand auszustrecken brauchte, Sen Glückspilz", dem alles, auch das höchste Gut, mühelos Welche Wandlung Sich Stimmgabel reguliert, Das Chronostop die in der Sekunde größeren( unteren) Schwingungen macht. blätter, die je 100 Teilstriche aufweisen. genau 1000 hier also eine uenditel Sekunde. blattes in eine Behntel- Sefunde, Behntel- Sekunde; der Zeiger des fleineren( oberen) 3ifferin zehn Sefunden, jeder Teilstrich entspricht demnach eine Bifferblattes vollendet seinen Umlauf hat zwei Ziffer Der Zeiger des jeder Teilstrich bedeutet Das Geniale der Kon Geographisches Füllrätsel. - bo S'adt in Preußen. R a- - e 0- - a Stadt in Palanina. o- e- b- g Etadt in Preußen. Stadt in Arabien. - et Stadt in Acgypten. -- er Stadi in England. Die Anfanas- und Endbuchstaben obiner Wörter, von oben nach unten gelesen, ergeben einen berühmten deutschen Komponisten. Auflösungen folgen in nächster Nummer. Die Namen der Eins nder richttger Lösungen werden in der nächsten Nummer von Spiel und Sport" veröffentlicht, sofern die Lösungen( möglichst auf Poularte) bis spätestens den 8. Januar an F. Lenz, Berlin O 27, Holzmarktstraße 4" eingesandt worden find. Rätsellösungen aus voriger Hummer. Busammenstellrätsel: e n Treppenrätsei: n 23 i g n 111 e E n e == -- = i t 11 a 11 e e r S m a 1 0 50 e e t h h 20 9 A L 0 e 1 t a I น 11 r b 0 III Umstellraisel: Ferien, Rats, Anorn, Melfe, K pal, Emit, Reifen, Eris, Tabor, Eifel, Polfa, Stern Franke, Spener. Wechselrätsel: Reuter- Retier.- Botanisches Rätsel: leander. Silbenquadraträtsel: re se da 12 le ne da ne werk Vierfilbige Charade: Shlüsselblume. Kreuzrätsel: r 0 b с Entwicklungstätiel: Mark, Merk, Werk, Wert, Wit, Wein, Bein. Mark, Barf, 2ork, Bort, Ban, Be.n. Richtige Lö ungen sandten ein: Albert Bothe, Ernst Jahns u. May Koppe, Hötensleben. P. Bessert, Ostrowo. Erna u. Alice Berger, Mar Dürrengerbisdorf. August Böttcher, Artern. Fraenkel, Ostrowo. Martha Hoffmann, Johannisthal. Ernstine Hoffmann, Posen. Georg Kalisti, Ostrowo. Aenny Koch, Trier. Hermann und Adele Klö förn, Anna Goslar. Hermine Karweil, Seebach in Thr. Löwedanz, Annchental Marietta Schmidt, Arnsfelde. Die Obertertia des Gymnasiums zu Ostrowo. Vom Buffard. Die Frage, ob der Mäusebussard der Jagd schädlicher als der Landwirtschaft nützlich, ist bis heute noch immer nicht endgiltig geklärt. Daß er sich an Jungwild bergreift, ist jedoch erwiesen, nur das nicht, ob dies so häufig vorkommt, daß von wirklichem Schaden für die Jagd gesprochen werden kann. Natür= lich ist jedes von Raubzeug geschlagene- Stück Wild für den Revierbefizer so gut wie verloren. Damit muß aber immer gerechnet werden, daß der Bestand Kleine Verluste erleidet; ganz ohne diese kann es nicht abgehen. nur Wie schon bemerkt, kommt es öfters vor, daß der Bussard Wild, besonder3 Jungwild, schlägt; dieser Tatsache werden sich auch diejenigen nicht verschließen können, welche den Bussard als einen für die Landwirtschaft nützlichen Vogel hinstellen und behaupten, sein Nutzen überwiege bedeutend der von ihm an Jagdtieren angerichteten Schaden. Bekannt ist, daß Rebhühner und Fasanen der Landwirtschaft nüglich sind; erstere durch die Aufnahme ganz unglaublicher Mengen von Unkrautsamen, letztere hierdurch sowie durch die Vertilgung großer Massen von Insekten, Puppen, Larven, Schnecken, die alle an den Feldfrüchten Schaden verursachen. Wenn also ein Bussard mehrere solcher Hühnervögel zugrunde richtet, dann schadet er doch gewiß auch im übertragenen Wirkungstreise" der Landwirtschaft. Und daß der Bussard sich kein Gewissen daraus macht, Nebhühner und Fasanen zu schlagen, dafür mögen die nachstehenden Beispiele Zeugnis ablegen. Im Jahre 1894 waren wir auf der Hühnerjagd; eben hatte ich aus einer abstreichenden Rette mit einem Coup double zwei Hühner herabgeholt, da strich von einem alten Birnbaum ein Bussard ab; mit kühnem Griffe aus der vorbeiziehenden Kette ein Huhn schlagend, war er im Nu verschwunden, ohne daß ich ihm einen Schuß nachsenden konnte, da ich die ab= geschossenen Patronen noch nicht mit frischen gewechselt der Krähenhatte. Ein anderesmal schoß ich hell gefiederten hütte einen ausnehmend starken, und Mauser, an dessen Fängen frischer Schweiß Fasanenfedern klebten. Der hat doch gewiß auch einen Fasan geschlagen und wahrscheinlich auch nicht den ersten. Daß der Bussard frech sein kann, ist erwiesen. Im Herbste 1899 schoß der k. k. Postmeister J. T. Als dereinen Eichelheher von einer Fichte herab. selbe zur Erde fiel, stieß ein Bussard auf den Verendeten. Herr T. sprang schnell, sein Gewehr beiseite legend, hinzu und ergriff nach einiger Gegenwehr den Bussard lebend. Mehrere Herren machten im Herbste vorigen Jahres eine Buschjagd auf Hasen und Hühner. Auf den Wiesen, dicht am Rande des Feldes, bemerkten sie zwei in diesem Jagdrevier sonst nicht vorkommende Fasanen, die wohl bei dem in den vorhergegangenen Tagen herrschenden dichten Nebel aus in der Nähe befindlichen Fasanenrevieren sich verstrichen hatten. Gleichzeitig bemerkten die Herren aber auch einen Mäusebussard, der nicht hoch über den beiden Fasanen seine Kreise zog, und dem man seine räuberischen Gelüste nur zu leicht anmerkte. Während die Herren sich an die beiden Fasanen, die in einen Erbsenschlag gelaufen, mittlerweile pirschten, stürzte der Bussard, der wegen der vielen Obstbäume und des hohen Kukuruz wegen, hinter dem die Schützen herzogen, diesen unsichtbar blieben, aus der Höhe herab und schlug einen der Fasanen. Mehrere rasch hingeworfene Schüsse brachten den Bussard, noch ehe er mit seiner Beute das Weite suchen konnte, verendet zu Boden. Eine sehr interessante Beobachtung Bussard ganz aus neuester Beit - an= ge= über den teilt Herr Zoltan von Hanvay, der bekannte Pointerzüchter, dem„ Jagdfreund" mit. Herr von Hanvay weilte mit seinem kranken Sohne in dem Karpathenbade Innalat, vor dem ein kleiner Fischte ich sich befindet. Eine Geiß mit ihrem Kitz erschien täglich mehrmals am Teichufer, um dort ganz gemütlich zu äsen, ohne daß sie das Gespräch der beiden Herren störte. Waren die Rehe satt, so taten sie sich im Gebüsch an einem nahen Wassergraben nieder. Am 5. September sah Herr von Hanvay das Kitchen allein im Gebüsche niedergetan. Auf einmal sauste ein Raub1ogel, den er als„ Buteo buteo" ansprach, am Boden hin und im selben Momente klagte auch schon das Kitz. Noch ehe Herr von Hanvay seine Flinte schußfertig machen konnte, sah er den Raubvogel dank des. energischen Einschreitens der Geis in derselben Richtung abstreichen, aus der er gekommen. Erst am 10. September gelang es Herrn Hanvay, den Bussard zu strecken. Automo . Jules Secreftat, Borbeaug, ift nicht nur ein wagen- er befigt einen fondern gibt sich zuive Touristengefchwindigkeiten lieben das Vergnügen fönnen. Er hat fidh, wi Cefterreichischen Touring wede einen mit all Reisewagen bauen laffen, mit Speijezimmer, Tience Das Behitel dürfte in bi jeiner Art fein, denn was rollenden Wohnungen geha cigenen Traftene, der den Bourlinguette" bics be ift aber ein regelrechtes 2 im Wagengeftell felbft hat. gleitung feiner Gattin un Shepaares Plazanet, crft reise durch ganz Frant bierzu allerdings ein wen Millionär, allein die Vet pro 1 kilometer für Benz tägliche Kilometerleistung Stundendurchschnitt teine Außerdem erspart man Ausfall der Hotelrechnun hat eine Länge von 7 2 2½ Metern. Sie wird Bei der Zerstörung eines Bussardhorstes fand der t. t. Förster L. Sch. in demselben außer einer frischen Wühlmaus zwei junge Haselhühner von der Größe einer Singdrossel, denen beide das Köpfchen fehlte. Wie wenig sich eigentlich der Mäusebussard um Feldmäuse kümmert, das konnte ich 1897 tonstatieren. Auf dem Reviere in Ungarn, wo ich in dem be= treffenden Jahre zur Hühnerjagd weilte, da wimmelte es von Mäusen; wo man hintrat, war alles von ihnen unterwühlt, und zu hunderten huschten sie bei unerwartetem Betreten einer Brache in ihre Löcher. Daß sich aber in der Gegend deswegen doch nicht mehr Bussarde zeigten als sonst, spricht für das früher Gesagte. Ein von mir erlegter Bussard, den ich auf seinen Kropfinhalt untersuchte, lieferte einen sprechenden Beweis für das gleiche Thema. Ich fand in seinem Kropfe Hasenwolle und Restchen eines frischgekröpften Junghasen. drei Nun Otterfels, ein bekannter Raubvogeltenner, sagt im Waidmannsheil":" Während der fünf Jahre meines Aufenthaltes in Siebenbürgen habe ich zwei Mauseplagen mitgemacht, von denen die erste( 1897) so intensiv war, daß, wer sie nicht selbst gesehen, sich kaum eine Vorstellung davon machen kann. Die zweite( 1900) war bedeutend schwächer und regte die Gemüter auch nicht sonderlich auf. Im allgemeinen kann man in dieser Gegend durchschnittlich Mäusejahre innerhalb zehn Jahren erwarten. ist aber gerade diese Gegend die an Raubwild jeder Art reichste, die ich kenne. Außerdem versammelt jede Mäuseplage dort noch Tausende von Zuzüglern aus anderen Gegenden in den heimgesuchten Landstrecken. Trotzdem sind diese unglaublichen Massen, die man um einen Begriff gleichfalls gesehen haben muß, davon zu haben, gegen die Mäuse ganz ohnmächtig; diese vermehren sich vielmehr ganz ruhig immer mehr und mehr, bis ihnen edlich die klimatischen Einflüsse des Winters meist des Spätwinters ganz plötz= lich ein Ziel setzen. Nun das Widerspiel. Im Herbst 1902 beobachtete ich wieder eine Mäuseplage, diesmal in der hochkultivierten Ebene von Budweis in Böhmen. An Intensität war dieselben jedoch auch mit den schwächsten siebenbürgischen Plagen nicht zu vergleichen, erregte aber trotzdem die Gemüter höchsten Grade, umsomehr, als solche Plagen hier viel seltener sind. Und das also in einer Gegend, wo infolge der musterhaften Hege der fürstlich Schwarzenbergschen Jagdaufsicht das Raubwild beinahe ausgerottet ist, wo kein Bussard, kaum ein Turmfalke das Auge des Jägers beleidigt und der fast nur mehr in Fabeln und Märchen vorkommt! Ja, trotz der immerhin merklichen Vermehrung der Mäuse war gar kein Zuzug von Raubvögeln bemerkbar, trotzdem der Höhepunkt der Plage gerade in die Zugzeit fiel. im Gewiß ist der Bussard auch ein„ Mäusefänger"," und auch als solcher der Landwirtschaft vom Nuzen; er vergreift sich aber mit Vorliebe auch an jagdlichen Tieren, besonders an jungen Hühnern, Fasanen und Hasen; und somit bleibt er für den Jäger immer ein Schädiger der Jagd.. $. Danhard- Motor betrieben, feitsstufen für 6, 12, 22 gefamte Gewicht des Wage Infaffen und aller Vorrät Kilogramm. Das Zunere geteilt. In der vorderen Blat, der in seinem mi jehenen Coupee alle Beau diefem vorderen Raume b fammenklappbare Feldbett vier Size für die Reijent jahrende Strede von bo mittlere Gemach dient gleid und Schlafzimmer. In d bensoviele Schlafstellen, ind und sich als Spiegelf Betten find äußerst be in Drittel breiter ale jene der Schlafwagen vorfind der Längsseite stehen brei Chränke und gleichzeitig al jeug ist ausgezeichnet ge Aden Teppichen bespannt. airüdgezogener schwerer en Mittelraum in zivei Lbteilungen find elegan Lus ihnen und einem drit Mahlzeiten ein langer lem bequem acht Gebede Das gesamte Mobiliar ift jden Brunt, aber ftilbo Schiebtüren stellen die Ve Nittelraum und der bor Abteilung her. In die malereien eingelassen, bon Secreftat auf seinem 70 I hübsche Antithese, seinen and Rijweh darstellt. vas fleiner als die beide An ihr befindet sich ein für Küchengeräte sowie edes Stud trägt die M hollende Wohnung fann di ben Augenblid zum Ste er Wagen weder Pneuma efigt, ist übrigens die Adh tarte, daher auch das Brem beträchtlichen Gewichte des wartsrollen zu- berhüten, richtung angebracht, durd Durch einen Querbaum bet bas Hinterrad herabgelaffe Luftfchi In Lüttich wird im 3 Bedenkfeier der Unabhäng ine Ausstellung, und bei t Wettbewerb lentbarer Ballo in Preis von 100 000 Fr lufgabe, welche den Teiln Bewerbe gestellt wird, ist t Eta zu fliegen, dort einer and wieder zum Aufstiegsp Distanz Lüttich Spa und gerader Linie 54 Kilometer April 1905. Das Nenn Der Wettbewerb felbft ist o Oftober 1905. Den Preis elcher den festgesetzten Kure schon schwören!" Frizz Norden jederzeit und vor jedem Gerichtshof zu beund die Identität jener Persönlichkeit auf der Treppe mit weiß ich doch, daß der Mann bereit ist, jene Begegnung vor dem notorischen Ausbruch des Feuers, zurück, und, obtreffen mit Herrn Norden auf der Hintertreppe, kurze Zeit den, führten ihn auf die Erinnerung an jenes Zusammenbei Rechtsanwalt Werder in Stralsund in Diensten geſtangessenheit geraten, erst meine Fragen, da ich hörte, er habe bis jetzt noch nicht ahnt, um was es sich handelt, Leipzig, wie stanogejiajie war fur thn voustandig in Verer war jetzt wieder vollkommen ruhig und gesammelt. „ Und was folgt daraus?" fragte Norden gelassen. Er dich mir vorgezogen hat, Zwecken, wenn es ihm gerade so genehm ist!" die ihm ahnungslos vertrauen, doch nur ausbeutet zu seinen bindung mit einem gewissenlosen Menschen, der diejenigen, Ehrgefühl, halte ich es für mein Recht, die Leute wenigstens tigen Punkt zu verständigen! Nicht aus Rache, weil Helene warnen, soweit ich es vermag, sie zu schützen vor der Verschen, der ein Dieb und Brandstifter ist, über einen so wichaus Ehrgefühl und nur aus zu meines schuldlosen Kindes ruinieren?" Du willst mit einem Wort meine Zukunft und die ist längst tot, ja, daß ich es dir gestehe: ich hasse dich, hasse pflichtung hätte ich, dich zu schonen? Mein Gefühl für dich So viel dies in meinen Kräften steht, ja! Welche Veraaralang aim o maat ja stets jajo tags bemerkbar. ments friechen dann Höhlen, d. h. aus de Sen Wandelgänge zimmern heraus u Blag, um genauer fal der Abgeordn reits bei ihrem Sozialdemokrat fönnen, daß er in des luftigen Rate Es geht etwas v ein geflügeltes Meine Herren, purde sogar der taillen mit tiefem Ebenso hat sich der den Einfluß feiner war, durch seine er unmöglich gemacht dem Start ausgezo gungen, wenn er gaben ihm auf de fehen, daß auf de Gelächter angeftim Geschäftsordnung Den diesmalig hinsichtlich ihrer r erteilen. Man me Boltsversammlung deutlich jogar. S ler im Verlauf je Anwesende" anger ein Schmunzeln hrenwerter keit an der Hütet euch 3 kann dich und wie ben mußte, Wandlung nach jener Herzen entaft die unin brauchte, tt, mühelos Auf einer tausendstel- Sekunde. auf kurze Zeit stillzustehen. die rotierende Scheibe durch den trische Funke hat eine Zeitdauer von nur einer Hundertauf schwarzem Grunde wahr, und die Scheibe selbst scheint Aufeinanderfolge der Funken, drei und mehr weiße Streifen nimmt das Auge, je nach der langsameren oder schnelleren lichtung durch den Magnesiumblitz. Belichtet man dagegen Gun Exjujem unu) vaj vei Kein Wunder, denn der elekelektrischen Funken, so der hwarz und n Eindruck jetzt, so hat pierstreifen nellste NoBekunden- Uhr, das„ Chronoskop". Sie wird mit Hilfe einer von dem Neuenburger Ingenieur Hipp konstruierte Millisegeistreichste aller dieser Instrumente ist wohl die sogenannte, mente konstruiert, mit denen wir kleinste Zeiten messen. Das Auf elektrischer Basis sind denn auch alle unsere Instrueinen zweiten Strom. auf den Nervenbahnen, den dann schließlich das Bewußtsein muß mit dem Gehör wahrgenommen, im Gehirn registriert, " Urania", angestellten Versuche kurz folgender: Der Schall dieſem, von Dr. Spieß, dem einstigen Direktor der Berliner das„ Versuchsobjekt" das Geräusch hört, schließt es seinerseits Experimentator gibt durch das beim Schließen eines elef trischen Stromes entstehende Geräusch ein Zeichen; sobald Bei dieser Messung wird folgendermaßen verfahren: Der Der physiologische Vorgang ist bei tierischen Telegraphendrähten, Wahrnehmung zu festzustellen. dig weiter läuft. hier also eine Tausendstel- Sekunde. spielshalber die Zeitdauer eines Entschlusses ziffernmäßig funden genau bestimmen. Das Chronoskop gestattet so beiZeitdauer des beobachteten Vorgangs auf Tausendstel- Seblätter, die je 100 Teilstriche aufweisen. zu Ende der Messung abgelesenen Zahlen läßt sich dann die wieder eingeschaltet werden kann, während das Uhrwerk stänmomentan dieser oder jener Zeiger aus- beziehungsweise struktion liegt nun darin, daß durch einen Elektromagneten blattes in eine Zehntel- Sekunde, jeder Teilstrich bedeutet Zehntel- Sekunde; der Zeiger des kleineren( oberen) 3ifferin zehn Sekunden, jeder Teilstrich entspricht demnach eine größeren( unteren) Zifferblattes vollendet seinen Umlauf Schwingungen macht. Das Chronoskop hat zwei ZifferStimmgabel reguliert, die in der Sekunde genau 1000 Aus der Differenz der zu Anfang und Das Geniale der KonDer Zeiger des Dabei der Dent laufende Uhrwerk ein, der zweite 183 Lauſendstel Sekunden. die Stromschließung beſorgenden Fingern geleitet werden, sie wieder aus. Die Diffedie Zeiger in das bereits dem Schließen von auf tragen. forderliche schwacher Strom Vorganges bestimmt. einem Stativ Strom geht. geschickt längeren Stabes nötige Strom fließt. wird die Fallhöhe und damit tabellarisch die legt, durch die der zum Tragen des kürzeren Stabes erdie das Geschütz gerichtet wird, ist mit Staniolstreifen berenz ergab bei dieſem Experiment ist ein Draht gespannt, durch den der zum Festhalten des riments ist hierbei folgende: quer über die Geſchüßmündung in Tätigkeit, das in den vorbeigleitenden längeren, der Entfernung dieser Marke vom Endpunkt des Stabes einem Zinkmantel versehenen Stab eine Marke schlägt. Aus wird, stande sind, einen längeren und einen fürzeren Eisenstab zu Basiert Hipps Millisekunden- Uhr auf mit dem Unterbrechen elektrischer Ströme arbeitet. fliegender Geschosse ermöglicht. Boulengés Inſtrument zeigt benutzt, da er eine genaue Berechnung der Geschwindigkeit Wird jetzt das Geſchüß abgefeuert, Der fürzere Stab ſetzt beim Herabfallen ein Messer brauchbar erwiesen und wird für militärische Zwecke vielfach sich für die Berechnung ballistischer Zeiten als besonders Strömen, so hat Boulengé einen Apparat fonſtruiert, der Die Anordnung des praktischen ExpeStativ zwei Elektromagneten, durch die je ein so daß sie Die Scheibe, auf gerade noch im Zeitdauer abgefeuert, Er hat des mit machen. bricht es Auch in der zu 200 Aufnahmen in einer Sekunde zu machen. Tausendstel- Sefunden bequem ablesen. nicht völlig auszunüßen; immerhin ist es schon gelungen, bis Streifen auf eine große Skala. nügt. Leider vermag die Praxis aber diesen Vorteil noch daß zu ihrer Belichtung nur eine Tausendstel- Sekunde gegraphische Platten von solcher Empfindlichkeit herzustellen, gleichfalls Meßapparate. Man ist heute im ſtande, photodie Kinematographen, Mutoskope u. s. f. in gewissem Sinne wahrnehmbaren Einzelheiten festzuhalten. Daher sind denn Sekunden abspielen, in ihren für das bloße Auge längst nicht ausgezeichnetes Mittel, Vorgänge, die sich in Bruchteilen von es( durch Zerstörung des Ströme, die die Nadel eines Galvanometers ablenken. leuchteter Spiegel angebracht; der Refler des Lichtes fält der Galvanometernadel ist ein durch ein Glühlämpchen bestruierter Apparat. Pouillet bedient sich kurzer, aber starfer nur genau messen, man kann sie auch dem Auge sichtbar und dieses markiert den Fall an dem längeren Stabe. Strom: der kurze Stab fällt, schlägt das Messer heraus, Aber solche kurzfristigen Zeitbruchteile fann man nicht dem Augenblick, da das Geschoß in die Scheibe ſchlägt, unterUnd diesem Zweck dient ein von Pouillet konersten Strom: der längere Stab beginnt ou fallen. In so zerreißt die Kugel den Draht und unterbricht damit den Momentphotographie hat man ein Staniols) So kann man die den zweiten Auf in neueren Anschütz. Er verwandte als Momentverschluß ein WachsDie ersten Momentaufnahmen dieser Art verdanken wir Bointerzüchter, anvay weilte Rarpathenbade fich befindet. lich mehrmals zu äsen, ohne Herren störte. ch im Gebüsch Am 5. Sepdhen allein im fte ein Raubch, am Boden auch schon das Flinte schuß bogel dank des derselben Rich nen. Erst am aly, den Buffard horstes fand der Ser einer frischen von der Größe Köpfchen fehlte. läujebuffard um 1897 fonstatieren. ich in dem be: Ite, da wimmelte war alles von huschten sie bei in ihre Löcher. Degen doch nicht spricht für das ter Bussard, den te, lieferte einen hema. Ich fand d Neftchen eines ogeltenner, sagt der fünf Jahre gen habe ich zwei Hutomobilismus. lil. Jules Secreftat, ein reicher Sportsman aus Bordeaux, ist nicht nur ein Freund der großen Ueberwagen er besitzt einen mächtigen 70 HP. Mors sondern gibt sich zuweilen auch mit bescheidenen Touristengeschwindigkeiten zufrieden, um nach Delieben das Vergnügen weiter Reisen genießen zu fönnen. Er hat sich, wie das offizielle Organ des Desterreichischen Touring- klub mitteilt, zu diesem Zwecke einen mit allem Somfort ausgestatteten Reisewagen bauen lassen, der eine elegante Wohnung mit Speisezimmer, Tienerraum und Küche darstellt. Das Behikel dürfte in dieser Ausstattung das erste seiner Art sein, denn was man bisher von ähnlichen rollenden Wohnungen gehört hat, bestand aus einem cigenen Trafteur, der den Wagen nach sich zog. Tie " Bourlinguette" dies der Name des Fahrzeugs ist aber ein reg: frechtes Automobil, da den Motor im Wagengestell selbst hat. M. Secrestat hat in Begleitung seiner Gattin und seiner Verwandten, des Ehepaares Plazanet, erst fürzlich eine große Rundreise durch ganz Frankreich gemacht. Es gehört bierzu allerdings ein wenig Veranlagung zu einem Millionär, allein die Betriebskosten 25 Gentimes pro 1 Kilometer für Benzin und Del sind, da die tägliche Kilometerleistung bei 15-18 Kilometer Stunden durchschnitt teine große ist, nicht bedeutend. Außerdem erspart man ja nicht wenig durch den Ausfall der Hotelrechnungen. Die„ Bourlinguette" hat eine Länge von 7 Metern und eine Breite von 2½ Metern. Sie wird von einem zwanzigpferdigen Panhard- Motor betrieben, welcher vier Geschwindigfeitsstufen für 6, 12, 22 und 30 Meter besitzt. Tas gesamte Gewicht des Wagens, einschließlich der fünf Insassen und aller Vorräte, beträgt beiläufig 3500 Kilogramm. Das Junere ist in drei Abteilungen geteilt. In der vorderen hat der Mechaniker seinen Platz, der in seinem mit großen Glastafeln ver, In sehenen Coupee alle Bequemlicht.iten besitzt. diesem vorderen Raume befindet sich auch das zu sammenklappbare Feldbett für den Chauffeur und vier Sitze für die Reisenden, falls sie die zu be= fahrende Strecke von vorne sehen wollen. Das mittlere Gemach dient gleichzeitig als Salon, Speise-, und Schlafzimmer. In den vier Eden befinden sich ebensoviele Schlafstellen, die tagsüber aufgerichtet sind und sich als Spiegelschränke repräsentieren. Die Betten sind äußerst bequem und mindestens um ein Drittel breiter als jene, die man in Schlafkabinen ober Schlafwagen vorfindet. Unter den Fenstern der Längsseite stehen breite Koffer, die als Kleider: schränke und gleichzeitig als Sitze dienen. Das Fairzeug ist ausgezeichnet gefedert, der Fußboden mit dicken Teppichen bespannt. Ein während des Tages zurückgezogener schwerer Vorhang teilt des Nachts den Mittelraum in zwei Schlafzimmer. Für beide Abteilungen sind elegante Waschtische vorhanden. Aus ihnen und einem dritten Tischchen wird bei den Mahlzeiten ein langer Speisetisch hergestellt, auf dent bequem acht Gedecke serviert werden können. Das gesamte Mobiliar ist aus Mahagoniholz, ohne jeden Prunk, aber stilvoll und praktisch. Zwei Schiebtüren stellen die Verbindung zwischen dem Mittelraum und der vorderen, respektive hinteren Abteilung her. In die Türen sind prächtige Glasmalereien eingelassen, von denen die eine M. Jules Secrestat auf seinem 70 HP. Mors, die andere, als hübsche Antithese, seinen schönen russischen Windhund Rijwey darstellt. Das rückwärtige Gemach, etwas kleiner als die beiden anderen, bildet die Küche. In ihr befindet sich ein Petroleumofen, eine Kredenz für Küchengeräte sowie Speise- und Trinkservice. Jedes Stück trägt die Marke„ Bourlinguette". Die rollende Wohnung kann durch drei träftige Bremsen jeden Augenblick zum Stehen gebracht werden. der Wagen weder Pneumatits noch Vollgummireifen besitzt, ist übrigens die Adhäsion mit dem Boden eine starte, daher auch das Bremsen leichter. Um bei dem beträchtlichen Gewichte des Fahrzeuges jedes Rückwärtsrollen zu verhüten, ist eine sinnreiche Vorrichtung angebracht, durch welche momentan zwei durch einen Querbaum verbundene breite Klötze vor das Hinterrad herabgelassen werden. die erste( 1897) cht selbst gesehen, nachen kann. Die her und regte die Im allgemeinen rchschnittlich drei erwarten. Nun n Raubwild jeder n versammelt jede n Zuzüglern aus chten Landstrecken. Massen, die man m einen Begriff ganz ohnmächtig: ruhig immer mehr matischen Einflüsse ters- ganz plötz rspiel. Im Herbst äuseplage, diesmal Budweis in Böh n jedoch auch mit gen nicht zu ver die Gemüter im olche Plagen hier in einer Gegend, ege der fürstlich as Raubwild beiissard, kaum ein beleidigt und der Närchen vorkommt! Vermehrung der n Raubvögeln beder Plage gerade ein„ Mäusefänger", tschaft vom Nuzen; auch an jagdlichen nern, Fasanen und en Jäger immer ein 8. Luftfchiffahrt. fifchen. an, welchem die Stationsteiche zu Fütterungsversuchen zur Verfügung zu stellen wären. Jagd- und Dundesport. Ueber Polizeihunde in Braunschweig äußert sich der gut unterrichtete Tierfreund" wie folgt:„ Nach den gesammelten Erfahrungen hat der deutsche Schä ferhund sich als der geeignetste für den Polizeidienst erwiesen. Er ist der Detektiv unter den Hunden und seinem Spürsinn entgeht nichts. Von seinen Gegnern wird zwar behauptet, daß der Schäferhund nicht der Repräsentationshund sei, der schon durch sein stattliches Acußere dem Verbrecher Respekt ein= flöße wie der Leonberger, der Bernhardiner, die Dogge. Dem ist aber entgegenzuhalten, daß der deutsche Schäferhund, wie er eigens für den Polizeidienſt gezüchtet wird, eine Höhe bis zu 60 Zentimeter erreicht. Sein träftiger Bau und das dichte Haar ge= ben ihm ein noch größeres Aussehen und sein Mut steht dem der Hunde anderer Rassen in nichts nach. Der Vorsitzende des Vereins für deutsche Schäferhunde, Rittmeister a. D. von Stephani in Gräfrath( Oberbayern), hält nach den gemachten Erfah= rungen den deutschen Schäferhund für den geeignet ſten Polizeihund. Dieser Ansicht entsprechen auch die Erfahrungen, welche Herr Polizeiinspektor Bussenius in Braunschweig mit dem deutschen Schäferhunde im Polizeidienste gemacht hat. Die herzogliche Polizeidirektion hat für das Nachtwachwesen unserer Stadt 14 deutsche Schäferhunde angeschafft, nachdem Herr Polizeiinspektor Bussenius vorher Versuche mit Doggen, Leonbergern, Airedaleterriers, Schäferhunden und Vernhardinern angestellt hatte. Die deutschen Schäferhunde blieben bei dieser Konkurrenz Sieger. Ihr Spürsinn, ihr Mut und die Anhänglichkeit an die Beamten, deren Begleiter sie während des nächtlichen Dienstes sind, übertrifft die anderer Hunderassen bei weitem. Herr Polizeiinspektor Bussenius hat den Hunden eine ausgezeichnete Dressur ange= deihen lassen, und seit ihrer Verwendung im Wachtdienste ist die Sicherheit in der Stadt Braunschweig noch größer geworden, als sie vordem schon war. Das geht aus einer statistischen Uebersicht der seit Anfang dieses Jahres in Braunschweig verübten Einbrüche und Diebstähle hervor. Im Januar dieses Jahres famen 13 Ginbrüche vor, im Februar 12, im März und April je 7, im Mai 4. Als im Juni mit dem Reifen der jungen Früchte sich namentlich die Diebstähle in den Gärten und auf den Feldern der Außenwelt mehrten, wurde der größere Teil der Wachthunde in die Außenstadt geschickt. Der Erfolg war, daß die Zahl der Diebstähle, welche im Juni auf 15 angewachsen waren, im Juli auf 5 herab, sank, worunter 2 Einbrüche und 3 Hausdiebstähle. Damit dürfte die Nützlichkeit des deutschen Schäfer= hundes im Nachtwachtdienste erwiesen sein." Die Biologische Verfuchsstation des Königreichs Bayern veröffentlichte fürzlich ihren Geschäftsbericht pro 1902. Die Station war in verschiedener Hinsicht besonders tätig und ihre Agenden erstrecken sich hauptsächlich nach drei Richtungen hin, und zwar auf die Gebiete Fischkrankheiten, Wasserverunreinigungen durch Fabrits- und Städtewässer, dann natürliche und fünstliche Ernährung der Fische. Die Arbeiten. zum Studium der Wasserverunreinigung und der Klärungsmethoden erfordern immer mehr Mühe und Aufmerksamkeit, aber auch auf den beiden anderen Gebieten wurde die Station sowohl von Behörden als auch Privaten des In- und Auslandes immer mehr in Anspruch genommen. Es war ein zahl= reiches Untersuchungsmaterial vorhanden, ent= sprechend den gegenwärtigen Zuchtprinzipien and der Ausdehnung der Teichwirtschaft wie der FütteRegen= rungsmethoden waren Karpfen, Forellen, bogenforellen und Saiblinge am meisten vertreten, doch mangelte es nicht an anderen Fischen, sowohl der Binnengewässer als auch der See. Viel Fische kommen lebend zugeschickt in die Station, währen andere in Eis oder genügend trocken verpackt an= langten und für die Zwecke der Untersuchung noch geeignet waren. Ein Teil der Fische kam jedoch wegen Mangels an Eis und ungenügender Verpackung in einem Zustande an, welcher für die Untersuchung nicht mehr genügen konnte. Es cristiert schon eine ansehnliche Zahl Krankheiten, welche vorzüglich die Fische befallen und deren Ursachen Professor Dr. Hofer und Dr. Phlen in München festzustellen vermochten. Solche sind die Rotscuche der tarpfen= artigen Fische infolge meist unreinen Wassers, die Drehkrankheit der Regenbogenforelle, der bösartige Kropf, diese Krankheitserscheinung besitzt erhöhtes Interesse dadurch, das Karzinom zum erstenmal bei Fischen festgestellt wurde und diese Krankheit infettionöser Natur ist. Es wurde noch eine Art Krankheit, welche im Winter die Karpfen ergreifi, näher beobachtet und mit Schlafsucht bezeichnet, nachdem sich die Fische auf die Seite legen und wochenlang so verharren, bis sie verenden; die Ursachen dieser Erkrankung konnten noch nicht ermittelt wer den. Die Darmerkrankung der Salmoniden; diese kommen infolge unzweckmäßiger Fütterung häufig vor. Ueber die Pockenkrankheit der Karpfen konnte die Station zu keinem definitiven Ergebnis gelangen, nachdem zur vollständigen Beobachtung dieser Kvantheit in ihren Stadien die Station feine Karpfenteiche zu Versuchszwecken zur Verfügung hat. Bon den Ursachen der Erkältungskrankheit der Fische hatte man früher keinen Begriff. Die Publikationen der Anstalt über diese Erscheinung haben allgemeines Interesse erregt und wird jetzt dem Abfischen der Teiche und dem Transport der Fische eine höhere Beachtung geschenkt, um das Erkälten und Eingehen der Fische durch Temperaturschwankungen des Wassers zu vermeiden. Die Schuppensträubung der Weißfische hat ebenfalls großes Interesse erregt und wurde die Ursache auch in dem Bacillus pestis Astuci gefunden. Die Station bemüht sich, genaue Ermittlun gen über diese Krankheit zu pflegen. Auch auf dem Gebiete der Wasserverunreinigungen durch Fabriks= und Städteabwässer wurde die Station in schiedener Weise in Anspruch genommen und erstattete darüber auch recht umfangreiche Gutachten. Eine besondere Aufgabe wurde der Station mit der wissenschaftlichen Lösung der Frage über die Verunreinigung der Isar und der Selbstreinigung dieses Flusses gegeben. Es wurden diesbezüglich bei Niederwasserstand der Isar im Herbst und Winter an mehreren Stellen derselben eingehende Untersuchungen durch besondere Fachleute angestellt. Die Ergebnisse solcher Untersuchungen sind noch nicht gänzlich bekannt und werden die Station noch weiterhin beschäftigen, und wird erst 1904 der Abschluß gemacht. Auch in den anderen Gewässern wurden Untersuchungen ge= pflogen und arbeitete die Station eine Methode aus, um die Reinigung von Brennereiabwässern durchzuführen. Diese Bemühung hatte einen besonderen Erfolg, indem der erstmalige Versuch so aussichtsreich ist, daß noch weitere Versuche in dieser Hinsicht angestellt werden. Eine weitere Aufmerksamkeit wendete die Station den Bergwerkswässern, welche in die Flußläufe abfließen, zu; ein Bericht über die Ergebnisse derselben wird in den Schriften des Gesundheitsamtes verlautbart werden. Es ergab sich weiters die Notwendigkeit, für chemisch- bakteriologische Untersuchungsmethoden, dann für die praktisch so eminent wichtige Frage der Selbstreinigung eines Gewässers die ständige Mitarbeit eines Chemikers anzusprechen. Auf dem Gebiete der Fischernährung wurde die Station ebenfalls start in Anspruch genommen, na= mentlich von Salmoniden- und Karpfenteichwirten, sowie von zahlreichen Fischzüchtern. Die strebt im Interesse der wissenschaftlichen Durchforschung der für die Fischzucht so wichtigen Ernährungsphysiologie und Fütterungslehre der Fische auch die Akquirierung eines physiologischen Assistenten Da In Cüttich wird im Jahre 1905 zur 75jährigen Gedenkseter der Unabhängigkeitserklärung Belgiens eine Ausstellung, und bei dieser Gelegenheit auch ein Wettbewerb lenkbarer Ballons, stattfinden, für welchen in Prets von 100 000 Franten ausgesetzt ist. Die Aufgabe, welche den Teilnehmern an diesem Wettjewerbe gestellt wird, ist die, von Lüttich aus nach Spa zu fliegen, dort einen Kirchtrum zu umfliegen ind wieder zum Aufstiegspunkte zurückzukehren. Die Distanz Lüttich Spa und wieder zurück beträgt in jerader Linie 54 Kilometer. Meldungsschluß ist am April 1905. Das Nennungsgeld ist 500 Franken. Der Wettbewerb selbst ist offen vom 1. April bis 30. Ottober 1905. Den Preis erhält derjenige Aeronaut, oelcher den festgesetten Kurs in kürzester Zeit zurücklegt. n brauchte, it, mühelos hen mußte, Wandlung aft die unHerzen entnach jener- Stimmgabel reguliert, Das Chronostop die in der Sekunde größeren( unteren) Schwingungen macht. blätter, die je 100 Teilstriche aufweisen. genau 1000 nior sine Tausendstel- Sekunde. blattes in eine Zehntel- Sekunde, Zehntel- Sefunde; der Zeiger des kleineren( oberen) 3ifferin zehn Sefunden, jeder Teilstrich entspricht demnach eine Zifferblattes vollendet seinen Umlauf hat zwei 3iffer Der Zeiger des Das Geniale der Konjeder Teilstrich bedeutet macht ich frets schon in der außeren Szenerie oes Newstags bemerkbar. Die altgedienten Soldaten des Parlaments friechen dann, wie der Kunstausdruck lautet, aus ihren Höhlen, d. h. aus dem Restaurationsraum, den Schlaffabinen, Sen Wandelgängen, den Schreibstuben oder Fraktionszimmern heraus und nehmen direkt unter der Rednertribüne Plaz, um genauer zu hören. Meist entscheidet sich das Schicksal der Abgeordneten, bezw. die Frage ihres Ansehens bereits bei ihrem ersten Auftreten. So hat sich z. B. der Sozialdemokrat Sabor seiner Zeit niemals davon erholen können, daß er in seiner Jungfernrede unfreiwillig die Rolle des lustigen Rates gespielt hatte. Einer seiner Aussprüche: „ Es geht etwas vor, nur weiß man nicht was," ist geradezu ein geflügeltes Wort geworden und sein Entrüstungsruf: „ Meine Herren, Sie lachen. Das läßt tief blicken!" vurde sogar der Name für eine Kleidermode: Die Damentaillen mit tiefem Ausschnitt wurden à la Sabor genannt. Ebenso hat sich der Abgeordnete von Frege, obgleich er durch den Einfluß seiner Partei zum Vizepräsidentenposten gelangt war, durch seine erste Rede in diesem Amt als Parlamentarier unmöglich gemacht. Das charakteristische Gesicht Freges mit dem stark ausgezogenen Schnurrbart, seine hastigen Bewegungen, wenn er einen falschen Zungenschlag gehabt hatte, gaben ihm auf dem Präsidiumsthron ein so groteskes Aussehen, daß auf der Preßtribüne meist schon ein schallendes Gelächter angestimmt wurde, wenn er zur Wahrung der Geschäftsordnung überhaupt etwas sprach. Den diesmaligen Neulingen des Parlaments kann man hinsichtlich ihrer rednerischen Leistungen eine gute Zensur erteilen. Man merkt einigen die oratorische Wirksamkeit in Volksversammlungen sehr deutlich an, vielleicht etwas zu deutlich sogar. So hat insbesondere der Abgeordnete Böckler im Verlauf seiner Rede das hohe Haus mit„ verehrte Anwesende" angeredet, was den Mitgliedern des Hauses ein Schmunzeln und den Preßmenschen hier oben eine ber= Station Mach dem Schusse ist das Verhalten des Wildes verschieden. Im Feuer des Schusses muß der Schütze beobachten, wie das beschossene Stück zeichnet und wie es sich während des Flüchtens benimmt. Bleibt das Stück auf den Schuß, wenn auch nur eine Sekunde still stehen und flüchtet dann erst, so ist es als gefehlt zu betrachten; häufig unterbricht es die Flucht in einiger Entfernung nochmals und bleibt kurze Zeit verhoffend, den Kopf hoch aufgeworfen, stehen. Letzte res Zeichen deutet mit absoluter Sicherheit auf Fehlschuß. Erhält das Wild, einerlei an welcher Körperstelle, die Kugel, so fährt es aus Schmerz und Schreck heftig zusammen und macht je nach dem Sitz der Kugel ein besonderes Zeichen. Der Jäger beobachte das Stüd auf der nunmehr folgenden Flucht genau und merke sich auch die Stelle, wo es in den Wald einwechselt. Nachdem er die Stelle, von welcher aus er geschossen, sichtbar markiert hat, begebe er sich auf den Anschuß und suche nach den Pirschzeichen. Der Anschuß wird verbrochen, indem man einen Bruch derart niederlegt, daß das abgebrochene Ende die Fluchtrichtung des Wildes anzeigt, auch lege man die hellere Unterseite des Bruches nach oben, um ihn leichter sichtbar im Grase zu machen. Das sofortige Verfolgen des krank geschossenen Wildes ist im höchsten Grade unweid= männisch und regelwidrig. Wild, welches mit der Büchse geschossen ist, verendet selten unter dem Feuer, sondern flüchtet selbst mit Blattschüssen eine größere oder kleinere Strecke, um entweder verendend zusammenzubrechen oder sich niederzutun. Würde man im letzteren Falle sofort die Nachsuche beginnen, so wäre zu befürchten, daß das frante Stück, rege ge= macht, sehr weit fortzicht, unnötige Schmerzen aussteht, unter Umständen gar nicht gefunden wird oder aber über die Grenze gerät und verloren geht. Aus diesen Gründen lautet die alte, bewährte Jägerregel: Krantes Wild, " Zeit lassen zum Krankwerden!" welches völlig in Ruhe gelassen wird, flüchtet nur ausnahmsweise weit; es tut sich bald nieder und verendet entweder im Wundbett oder wird innerhalb ein bis zwei Stunden so krank, daß es teine weite Heke mehr aushält. Bei Nehwild genügt gewöhnlich eine halbe Stunde. Eine Ausnahpre machen nur Lauf- und umarmten und füßten sich die beiden Heroen lange und innig. Dann ,, feierten" sie gegenseitig ihre Verdienste und begannen alsdann über ihr gemeinsames Balkan- Programm" zu ,, fonferieren", wobei sie Desterreich und Rußland ihre allerhöchste Mißbilligung aussprachen. Nachdem sie endlich die Grundzüge für eine Einigung aller italienischen, froatischen, mazedonischen und griechischen Elemente gegen das Deutschtum und das Russentum festgelegt hatten, nahmen die beiden Volkshelden rührenden Abschied bon einander. In einer demnächst stattfindenden Versammlung von Anhängern Garibaldis soll darüber beschlossen werden, was zu tun ist. Einstweilen soll die Teilnahme italienischer Freischärler an der mazedonischen Erhebung ausgeschlossen sein. Im anderen Falle könnten die Garibaldinner sich auch gratulieren; Rußland und Desterreich würden ihnen wohl gehörig auf die Finger klopfen, wenn sie sich in die Sache einmischen wollten. frankreich. Ein Ultimatum an den Papst ist das neueste Ereignis in dem Kampfe zwischen der römischen Kurie und dem Kabinett Combes. Drei französische Bischofssive sind zur Zeit frei, und die französische Regierung präsentierte dem Vatikan ihre Kandidaten für diese Bistümer- Vannes, Nevers und Ajaccio. Der Papst verweigerte seine Zustimmung zu der Ernennung dieser Bistumskandidaten und erklärte, diese Kandidaten seien Priester, die er von rechtswegen ihres Amtes entfleiden müßte. Daraufhin hat die Pariser Regierung dem Papste durch den eben in Rom eingetroffenen Erzbischof von Rouen ein Ultimatum behändigen lassen, in dem es hieß: Entweder die Kandidaten werden unverzüglich vom Papst angenommen, oder die französische Regierung stellt dem päpstlichen Nuntius seine Pässe zu und beröffentlicht auch ohne die Zustimmung des Papstes die Ernennung der Bischöfe. Angesichts einer so peremptorischen 13. Ja rgang. inspaltige Petitzeile für ganz Ober nd Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg. Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. ngsliste No. 3269. n: Gießen, Seltersweg 83 hanschluß Nr. 362. jfen fung) und Umgebung. n Oberhessen. jetzt nachgegeben und seine Zuing erteilt. Alien. Ostasien! Das bleibt auch heute 1, die fast ausschließlich in Stimberwiegend sprechen sich alle MelPetersburg, soweit sie nicht über Wahrscheinlichkeit einer Man glaubt in den Kreisen der e, die friedlichen Erklärungen des 1 Korps in Petersburg seien die ftlichen Beilegung der Krisis. In en glaubt man, daß Rußland be= Fragen nachzugeben, sobald eine den ist, welche ihm das erlaubt, cweckt, als weiche es dem Zwange. des Friedens hat Japans gleichcher Ton die Möglichkeit einer solJemacht. Imerika. Methoden der Annexionsprayis wird in Amerika auf dem bisher ge der Hafenausbagge ner Meldung aus Washington hat ur Zeit den Panamakanalvertrag santrag angenommen, demzufolge as Recht zugestanden werden soll, und Colon auszubaggern ir soll die Union berechtigt sein, äfen auszuüben.„ Kontrolle auslle nicht mehr und nicht weniger, über den Hafen haben. Die auf ihr Geschäft, das muß man reussischen Landtages. h dem Beginn der vorigen Legisische Landtag zu neuer Parlaeten. Wie immer, ging dem Befeierliche Landtagseröffnung im 3. Gegen 11 Uhr versammelten der beiden Kammern im Weißen ter den üblichen Formalitäten Handlung: die Minister nahmen rechts vom Throne Aufstellung, rten sich die Abgeordneten. Der nprinzen und dem Prinzen Eitel nd die Uniform der Gardes du n trug, nahm vor dem Throne Augenblick brachte der VizepräsiFreiherr v. Manteuffel, das Hoch af Bülow überreichte dem Herrung die hronrede, deutlicher Stimme berlas. Sie Erlauchte, edle und geehrte Herren von beiden Häusern des Landtags! Indem ich Sie am Beginn eines neuen Abschnitts der parlamentarischen Arbeiten begrüße, ist es meinem Herzen Bedürfnis, zunächst meinem tiefempfundenen Dank Ausdruck zu verleihen: dem Dank gegen die göttliche Vorsehung, die mir eine schnelle Genesung schenkte, und dem Dant gegen mein Volf, das in allen seinen Schichten voll inniger Teilnahme seinem Landesherrn die Treue bewährte, die in guten und bösen Tagen Preußens König und Voll untrennbar verbindet. Zahlreich und schwerwiegend sind die Aufgaben, für deren gedeihliche Lösung ich auf Ihre einſichtsvolle Mitarbeit rechne. Die Finanzlage des Staates hat sich nach einer kurzen Zeit des Rückganges wieder günstiger gestaltet. Ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung zeigt sich in der Wiederbelebung des Verkehrs bei den Staatsbahnen und in der Hebung der Staatseinnahmen. Die Rechnung des Jahres 1902 hat günstig abgeschlossen. Im Rechnungsjahr 1903 wird voraussichtlich der zur Verfügung gestente Staatskredit von 70 Millionen nicht in Anspruch genommen werden. Es wird sich vielmehr noch ein Ueberschuß ergeben. Auch im Entwurf des Staatshaushalte- Etats für 1904 war es möglich, das Gleichgewicht zwischen den Einnahmen und Ausgaben herzustellen. Ohne außerordentliche Wittel zu Hilfe zu nehmen, ist den wachsenden Anforderungen einer fortschreitenden Kulturentwicklung Rechnung getragen worden. Für die Ausgestaltung der Aulaaen und die Vermehrung der Betriebsmittel der Staats: eisenbahnen sind reichliche Beträge vorgesehen. Der geringst besoldeten Klasse ihrer Angestell en, den Bahnwärtern, ist eine Gehaltsaufbesserung zugedacht. Zur Erweiterung des Vahnueyes und zur Unterstützung von Kleinbahnunternehmungen, die der wirtschaft ichen Förderung des Landes dienen werden wieder erhebliche Mitel von Ihnen erbeten werden. Ebenso wird der bereits in den Vorjahren beschrittene Weg ciner Verbesse= rung der Wohnungsverhältnisse der in Staatsbetrieben beschäftigten Arbeiter und der gering bejoldeten Beamten in einer neuen Ge eyesvorlage weiter verfolgt. Zu meiner lebhaften Befriedigung hat die vorjährige große Ausstellung der deutschen Landwirtsgesellschaft meine Ueberzeugung gefestigt, daß die landwirtschaftliche Bevölkeruna aller Mr.3. Hohlschüsse, welche die sofortige Heße mit einem auf Schweiß gearbeiteten Hund nötig machen. Gerechte Pirschzeichen find: Schnitthaar, d. h. mit der Kugel verschossenes Haar, das nach Länge und Farbe anzusprechen ist. Findet sich viel Haar und liegt dasselbe büschelweise in seiner normalen Länge mit der Wurzel ausgerissen, so ist dies ein schlechtes Zeichen, das auf Streisschuß schließen läßt. Bei Rehwild ist das Schnitthaar, wenn es sich nicht um Streisschüsse handelt, gewöhnlich schwer zu finden. Weitere Pirschzeichen sind Knochenstücke, deren Form, Farbe und Beschaffenheit mit einiger Sicherheit ben getroffenen Körperteil anzeigen; dieselben finden sich auf der Ausschußseite dicht neben der Fährte. Das gerechteste Pirschzeichen ist Schweiß in oder neben der Fährte; er bezeichnet die Art der Verwundung durch seine verschiedenartige Farbe. Hellroter Schweiß rührt von Schlagadezverletzungen her und ist deshalb als gutes Ist seine Farbe dunkel und Zeichen anzusprechen. liegt er in großen Strecken, so handelt es sich um eine Kugel, die nur Venen zerrißen hat. Ist der Schweiß hellrot, sehr dünnflüssig und nur auf kürzere Strecken 90% aller Cigarren inserierend n Firmen sind unternehmungslustige Händler, die dem Verbraucher, dem lokalen Angebot gegenüber keinen Vorteil bieten können. 6'2 Millionen Cigarren ca. fabriciere ich pro Jahr und verarbeite nur edle, reife, überseeische Tabake in technisch vollendeter Mischung. Meine Special marken: Meine Königin( Sumatra) Mk.4. Flor de Inclan( Vorstenlanden) Mk. 5.— El Junior ( Sumatra- Sandblatt m. Havanna) Christiaan de Onoverwinnelijke " 6.25 6.75 in vollen modernen Façons sind die anerkannt feinsten 5, 6, 8 und 10 Pig.- Cigarren. 300 Stück portofrei. Mehr als jede Anpreisung spricht die Tatsache, dass ich meine Betriebe innerhalb weniger 6 Jahre um 300 pCt. vergrössern musste. Pre sliste gratis u. frc. C. Grunenberg Cigarrenfabriken, Graudenz 12/16. Gegründet 1806. Billiger u. bekömmlicher Sommer's Mate geſ. geſchüßt, der nur aus deu als Kaffee u. 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Glaser, alle a/. 3, E.S. wahrnehmbar, so liegt bloß Wildbretsverletzung ( Fleischwunde) vor. Ist der Schweiß hellrot, schaumig, so liegt Lungenschuß vor. Das Wild verliert anhaltend Schweiß und wird gewöhnlich 50-200 Schritt vom Anschuß verendet gefunden. Auf den Blattschuß zeichnet das Wild, indem es nach vorn zusammen= brechen zu wollen scheint, sich dann wieder aufrafft, um mit gesenktem Kopfe in rasender Flucht, gegen Stangen und Gesträuch anrennend, sehr bald ge= wöhnlich im nächsten Graben verendend zusammenzubrechen. Unser Arzt sagt: Pectal- Hustentod! Peetal Tabletten beseitigen heilbaren Husten, Heiserkeit, Verschleimung in wenig Stunden! In Tausenden Familien stets zur Hand. Dankschreiben aus a. Welt umsonst franko.- Gold. Med.: Berlin, London, Paris. Paten amtlich geschützt. Preis M. 1.( Best: Terpin, Bals Peruv. Ac. benz. Extr. Seneg. ana 1. Sacch. Viol. ad 50. Pigm. 0,005 f. past. 50.) Nur Apotheke zum Elsernen Mann, Strassburg 1. E. ti. Sofortige Bettnässen. 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Friz Norden jederzeit und vor jedem Gerichtshof zu beund die Identität jener Persönlichkeit auf der Treppe mit so weiß ich doch, daß der Mann bereit ist, jene Begegnung schon er bis jetzt noch nicht ahnt, um was es sich handelt, vor dem notorischen Ausbruch des Feuers, zurück, und, obtreffen mit Herrn Norden auf der Hintertreppe, furze Zeit den, führten ihn auf die Erinnerung an jenes Zusammenbei Rechtsanwalt Werder in Stralsund in Diensten gestangessenheit geraten, erst meine Fragen, da ich hörte, er habe war jetzt wieder vollkommen ruhig und gesammelt. Und was folgt daraus?" fragte Norden gelassen. Er veipzig; ore brandgeschichte war fur ihn vollständig in Verpflichtung hätte ich, dich zu schonen? Mein Gefühl für dich ist längst tot, ja, daß ich es dir gestehe: ich hasse dich, hasse ,, So viel dies in meinen Kräften steht, ja! Welche Vermeines schuldlosen Kindes ruinieren?" ,, Du willst mit einem Wort meine Zukunft und die zu warnen, soweit ich es dich mir vorgezogen hat, Zwecken, wenn es ihm gerade so genehm ist!" die ihm ahnungslos vertrauen, doch nur ausbeutet zu seinen bindung mit einem gewissenlosen Menschen, der diejenigen, Ehrgefühl, halte ich es für mein Recht, die Leute wenigstens tigen Punkt zu verständigen! Nicht aus Rache, weil Helene schen, der ein Dieb und Brandstifter ist, über einen so wichaus Ehrgefühl und nur aus sie zu schützen vor der Verlichtung g folgt.) 1 Eindruck etzt, so hat ierstreifen tellste RoAuf einer und on avail dagegen tausendstelauf kurze Zeit stillzuſtehen Sekunde. die rotierende Scheibe durch den durch den Magnesiumblitz. Belichtet man dage trische Funke hat eine Zeitdauer von nur einer Hundertauf schwarzem Grunde wahr, und die Scheibe selbst scheint Aufeinanderfolge der Funken, drei und mehr weiße Streifen nimmt das Auge, je nach der langsameren oder schnelleren Kein Wunder, denn der elekelektrischen Funken, so unu vu vei der Bekunden- Uhr, das„ Chronoskop". Sie wird mit Hilfe einer von dem Neuenburger Ingenieur Hipp konstruierte Millisegeistreichste aller dieser Instrumente ist wohl die sogenannte, mente konstruiert, mit denen wir kleinste Zeiten messen. Das Auf elektrischer Basis sind denn auch alle unsere Instrudas muß mit Urania" Gehör angestellten Versuche wahrgenommen, diesem, von Dr. Spieß, dem einstigen Direktor der Berliner einen zweiten Strom. Der physiologische Vorgang ist bei Experimentator gibt durch das beim Schließen eines elektrischen Stromes entstehende Geräusch ein Zeichen; sobald Versuchsobjekt" das Geräusch hört, schließt es seinerseits Bei dieser Messung wird folgendermaßen verfahren: Der wieder festzustellen. hier also eine Schwingungen macht. Tausendstel- Sefunde. zu Ende der Messung abgelesenen Zahlen läßt spielshalber die Zeitdauer eines Entschlusses ziffernmäßig funden genau bestimmen. Das Chronoskop gestattet ſo beiblätter, die je 100 Teilstriche aufweisen. Zeitdauer des beobachteten Vorgangs auf Tausendstel- Sedig weiter läuft. Aus der Differenz der zu Anfang und der eingeschaltet werden kann, während das Uhrwerk stänmomentan dieser oder jener Zeiger aus- beziehungsweise struktion liegt nun darin, daß durch einen Elektromagneten blattes in eine Zehntel- Sekunde, jeder Teilstrich bedeutet Behntel- Sekunde; der Zeiger des kleineren( oberen) Bifferin zehn Sekunden, jeder Teilstrich entspricht demnach eine größeren( unteren) Zifferblattes vollendet seinen Umlauf Stimmgabel reguliert, die in der Sekunde genau 1000 Das Chronoskop hat zwei ZifferDas Geniale der KonDer Zeiger des sich dann die ' dem Stromschließung besorgenden laufende Uhrwerf ein, der zweite sie wieder aus. Dabei schaltet der erste Strom die Zeiger in das bereits dann schließlich das Bewußtsein der Wahrnehmung zu den auf den Nervenbahnen, den tierischen Telegraphendrähten, uche kurz folgender: Der Schall Fingern geleitet werden. im Gehirn registriert, Die Diffe hat Boulenge einer Basiert Hipps Millisekunden- Uhr auf dem Schließen von z ergab bei dieſem Experiment 133 Tauſendstel Sekunden. Er hat mit dem Unterbrechen einen Apparat scher Ströme arbeitet. elektrischer nden dem machen. leuchteter auf einem in Tätigkeit, längeren Stabes der Entfernung Augenblick, fliegender Geschosse in Streifen auf eine große bricht es( durch Zerstörung Spiegel Stativam zu 200 Aufnahmen in einer Sekunde zu machen. nötige graphische Platten von solcher Empfindlichkeit Tausendstel- Sekunden bequem ablesen. nicht völlig auszunützen; immerhin ist es schon gelungen, bis nügt. Leider vermag die Praris aber diesen Vorteil noch daß zu ihrer Belichtung nur eine Tausendstel- Sekunde gegleichfalls Meßapparate. Man ist heute im stande, photodie Kinematographen, Mutoskope u. s. f. in gewissem Sinne wahrnehmbaren Einzelheiten festzuhalten. Daher sind denn Sekunden abspielen, in ihren für das bloße Auge längst nicht ausgezeichnetes Mittel, Vorgänge, die sich in Bruchteilen von Auch in der neueren Momentphotographie hat man ein der Galvanometernadel ist ein durch ein Glühlämpchen beStröme, die die Nadel eines Galvanometers ablenken. Auf struierter Apparat. Pouillet bedient sich furzer, aber starfer und dieses markiert den Fall an dem längeren Stabe. nur genau messen, man kann sie auch dem Auge sichtbar ersten Strom: der längere Stab beginnt zu fallen. Strom: der kurze Stab fällt, schlägt das Messer heraus, Aber solche kurzfristigen Zeitbruchteile fann man nicht Und diesem Zweck dient ein von Pouillet konangebracht; der Refler des Lichtes fällt so zerreißt die Kugel den Draht und unterbricht damit den forderliche Strom geht. Wird jetzt das Geſchüß abgefeuert, legt, durch die der zum Tragen des fürzeren Stabes erdie das Geschütz gerichtet wird, ist mit Staniolſtreifen beist ein Draht gespannt, durch den der zum Festhalten des riments ist hierbei folgende: quer über die Geschüßmündung Vorganges bestimmt. Die Anordnung des praktischen Expeeinem Zinkmantel versehenen Stab eine Marke schlägt. wird die Fallhöhe und damit tabellarisch die Zeitdauer des da das Geschoß in die Scheibe schlägt, unterstande sind, einen längeren und einen fürzeren Eisenstab zu tragen. Der kürzere Stab ſett beim Herabfallen ein Meſſer schwacher Strom geschickt wird, so daß sie gerade noch im benutzt, da er eine genaue Verechnung der Geschwindigkeit sich für die Berechnung balliſtiſcher Zeiten als besonders brauchbar erwiesen und wird für militärische Zwecke vielfach das in den vorbeigleitenden längeren, dieser Marke vom Endpunkt des Stabes Strom fließt. Die Scheibe, auf des Staniols) chosse ermöglicht. Boulengés Instrument zeigt zwei Elektromagneten, durch die je ein Skala. So kann man die den herzustellen, zweiten In Anschütz. Er verwandte als Momentverschluß ein WachsDie ersten Momentaufnahmen dieser Art verdanken wir Ueberzeugen Sie sich selbst von der Vorzüglichkelt unserer unübertroffenen Zug harmonikas. Das Beste was es gibt! Garantie: Umtausch, ev. Geld zur., w. Instr. n. preisw. 10er, 2chör., R., 1. Tasten u. Scheiben, à 5 Mk. 10er, 3chör. 4 R., 1. Tast. u. Scheib., à 7 Mk. 10er, 4chör., 8 R., 1. Tast, u. Scheib., à 8,50 Mk. 21 er, dopp., 4 R., I. Tast. u. Scheib., à 12,50 Mk. Direkter Versand an die Spieler von der Fabrik aus. Katalog unserer Künstler- Harmonikas gratis u. franko. Auf Wunsch Schule zum Selbstlernen gratis. Versand nur gegen Nachn. Verpackung inkl. Porto 80 Pfg. Schramm& Echtermeyer, Dresden- A. Fernsprecher Amt 1, 3289. Gegründet 1835. Leichte Cigarren Cigarren- Versandhaus. D.rekter Import von Habana- Cigarren, C garren u. Cigaretten aller Preislagen. 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Junge Dan Herr: Nun Junge Dan Curhaben abgeganger Stabsarzt, 7 Unterof J ( Von unserem Noch keine Parlar reich an Jungfernrede röffnete der elfäffisch figen Programmrede linge war bisher der Freitagssigung zu de dakteure Stellung n macht sich stets schon tags bemerkbar. D ments friechen dann, Höhlen, d. h. aus dem Sen Wandelgängen, zimmern heraus und Blaz, um genauer 3 jal der Abgeordnet reits bei ihrem e Sozialdemokrat So fönnen, daß er in f des luftigen Rates Es geht etwas vor ein geflügeltes Wo Meine Herren, Sie purde sogar der No taillen mit tiefem 2 Ebenso hat sich der den Einfluß feiner war, durch seine erit unmöglich gemacht. dem start ausgezog gungen, wenn er e gaben ihm auf dem sehen, daß auf der Gelächter angejtim Geschäftsordnung i Den diesmalige hinsichtlich ihrer re erteilen. Man mer Boltsversammlunge deutlich jogar. So ler im Verlauf sein Anwesende" angere ein Schmunzeln bbretsberlegung ellrot, schaumig, b verliert an 50-200 Schritt den Blattschuß orn zusammen wieder aufrafft, er Flucht, gegen sehr bald ge end zusammen -Hustentod! aren Husten, Heisernden! In Tausenden Chreiben aus a. Welt erlin, London, Paris. 1.1.( Best: Terpin, ana 1. Sacch. Viol. Nur Apotheke zam ng- Essenz ufer, 1 Dtz. Mk. 2,50 Costenfr. überall hin ul Selfert, Dittersbach Idenburg Schles.) Mler Art! rung, fast schmerzlos. schüre: kes Bein selbst? h: Grosse Allee 10. anko! ! Honig! 10 Pid- Postkolli Mk. elb, 10 Pfd-Postk.la Postst. geg. Nachn. J t. Kassel a. g. m e gr. ff. Den 50. nte ko. rei versenden grossen ill. talog enth.ca.400photogr. gen über Cigarren, Ciga en, Kau- u. Schnupf- Ta. Sie werden sich überIs am allerbilligsten sind. nu. Tabaklabriken.. Sachsen. KUNSTRUMENTE Saiten aller Art illigsten Preisen. 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Aber, was tun Sie denn den Tag über?"—„ Da schlafe ick."—„ So. Und des Nachts?"„ Da rube ick mir aus!" Dereitelte Hoffnung. Herr Hauptmann Schneidewind liebte es, stramme Felddienstübungen zu machen, und sie ganz feldgemäß zu gestalten. Eines Tages hatte die Kompanie einen Hügel erstürmt, wobei einzelne Leute die Toten und Verwundeten marfierten. Auf der Höhe angekommen, steigt auch der Hauptmann vom Pferde und ruft: Herr Leutnant Schlaumann! Ich bin erschossen!" Der Leutnant, welcher nun das Gefecht selbständig fortzuführen hat, verlangt das Pferd des Herrn Hauptmanns, das ihm auch bereitwilligst zugeführt wird. Als er aber gerade den Fuß im Bügel hat und sich aufschwingen will, ruft der Hauptmann:„ Herr Leutnant, mein Pferd wird eben auch erschossen!" Cuxhaven abgegangene Transport umfaßt 4 Offiziere, 1 Stabsarzt, 7 Unteroffiziere und 219 Mann, Jungfernreden. ( Von unserem parlamentarischen Mitarbeiter.) 47A Noch keine Parlamentsperiode war in ihrem Anfang so reich an Jungfernreden, wie die gegenwärtige. Den Reigen eröffnete der elsässische Demokrat Blumenthal mit einer richfigen Programmrede und der letzte in der Abteilung der Neulinge war bisher der Abgeordnete von Gerlach, der in der Freitagssigung zu dem Zeugniszwangsverfahren gegen Redakteure Stellung nahm. Das Auftreten eines Novizen macht sich stets schon in der äußeren Szenerie des Reichstags bemerkbar. Die altgedienten Soldaten des Parlaments friechen dann, wie der Kunstausdruck lautet, aus ihren Höhlen, d. h. aus dem Restaurationsraum, den Schlafkabinen, den Wandelgängen, den Schreibstuben oder Fraktionszimmern heraus und nehmen direkt unter der Rednertribüne Blaz, um genauer zu hören. Meist entscheidet sich das Schicksal der Abgeordneten, bezw. die Frage ihres Ansehens bereits bei ihrem ersten Auftreten. So hat sich z. B. der Sozialdemokrat Sabor seiner Zeit niemals davon erholen können, daß er in seiner Jungfernrede unfreiwillig die Rolle des lustigen Rates gespielt hatte. Einer seiner Aussprüche: Es geht etwas vor, nur weiß man nicht was," ist geradezu ein geflügeltes Wort geworden und sein Entrüstungsruf: Meine Herren, Sie lachen. Das läßt tief blicken!" vurde sogar der Name für eine Kleidermode: Die Damentaillen mit tiefem Ausschnitt wurden à la Sabor genannt. Ebenso hat sich der Abgeordnete von Frege, obgleich er durch den Einfluß seiner Partei zum Vizepräsidentenposten gelangt war, durch seine erste Rede in diesem Amt als Parlamentarier unmöglich gemacht. Das charakteristische Gesicht Freges mit dem stark ausgezogenen Schnurrbart, seine haſtigen Bewegungen, wenn er einen falschen Zungenschlag gehabt hatte, gaben ihm auf dem Präsidiumsthron ein so groteskes Aussehen, daß auf der Preßtribüne meist schon ein schallendes Gelächter angestimmt wurde, wenn er zur Wahrung der Geschäftsordnung überhaupt etwas sprach. Wandlung nach jener aft die unHerzen entn brauchte, u mukte it, mühelos Stimmgabel reguliert, Schwingungen macht. blattes in eine Behntel- Sekunde, blätter, die je 100 Teilstriche aufweisen. Zehntel- Sekunde; der Zeiger des kleineren( oberen) 3ifferin zehn Sefunden, jeder Teilstrich entspricht demnach eine größeren( unteren) Zifferblattes vollendet seinen Umlauf Das Chronostop hat zwei 3ifferjeder Teilstrich bedeutet Der Zeiger des die in der Sekunde genau 1000 Den diesmaligen Neulingen des Parlaments kann man hinsichtlich ihrer rednerischen Leistungen eine gute Zensur erteilen. Man merkt einigen die oratorische Wirksamkeit in Volksversammlungen sehr deutlich an, vielleicht etwas zu deutlich sogar. So hat insbesondere der Abgeordnete Böckler im Verlauf seiner Rede das hohe Haus mit„ verehrte Anwesende" angeredet, was den Mitgliedern des Hauses ein Schmunzeln und den Preßmenschen hier oben eine IDUrven. BI GIpupanny Kardinalen eingejеzi nächster Woche erfolgen. Der Erzbischof hat von Rom aus die Leitung des Olmüßer Dominikanerordens aufgefordert, den Pater Stonad, den Beichtvater des Verfassers der Kohn angreifenden Reftusartikel, in eine andere Stadt zu versezen. Die Ordensleitung hat das indessen abgelehnt, und in einer Form, die für den Erzbischof keineswegs schmeichelhaft ist. In Amüz wie in ganz Desterreich sieht man dem Ausgang der Affaire mit begreiflicher Spannung entgegen. Italien. zu Eine große Komödie haben in Rom die beiden Freiheitshelden" Boris Sarafow und Ricciotti Garibaldi aufgeführt. Es wird darüber aus Rom berichtet: Zunächst umarmten und füßten sich die beiden Heroen lange und innig. Dann feierten" sie gegenseitig ihre Verdienste und begannen alsdann über ihr„ gemeinsames Balkan- Programm" ,, konferieren", wobei sie Oesterreich und Rußland ihre allerhöchste Mißbilligung aussprachen. Nachdem sie endlich die Grundzüge für eine Einigung aller italienischen, froatischen, mazedonischen und griechischen Elemente gegen das Deutschtum und das Russentum festgelegt hatten, nahmen die beiden Volkshelden rührenden Abschied von einander. In einer demnächst stattfindenden Versammlung von Anhängern Garibaldis soll darüber beschlossen werden, was zu tun ist. Einstweilen soll die Teilnahme italienischer Freischärler an der mazedonischen Erhebung ausgeschlossen sein. Im anderen Falle fönnten die Garibaldinner sich auch gratulieren; Rußland und Desterreich würden ihnen wohl gehörig auf die Finger klopfen, wenn sie sich in die Sache einmischen wollten. frankreich. Ein Ultimatum an den Papst ist das neueste Ereignis in dem Kampfe zwischen der römischen Sturie und dem Kabinett Combes. Drei französische Bischofssite sind zur Zeit frei, und die französische Regierung präsentierte dem Vatikan ihre Kandidaten für diese Bistümer- Vannes, Nevers und Ajaccio. Der Papst verweigerte seine Zustimmung zu der Ernennung dieser Bistumskandidaten und erklärte, diese Kandidaten seien Priester, die er von rechtswegen ihres Amtes entkleiden müßte. Daraufhin hat die Pariser Regierung dem Papste durch den eben in Rom eingetroffenen Erzbischof von Rouen ein Ultimatum behändigen lassen, in dem es hieß: Entweder die Kandidaten werden unverzüglich vom Papst angenommen, oder die französische Regierung stellt dem päpstlichen Nuntius seine Pässe zu und beröffentlicht auch ohne die Zustimmung des Papstes die Ernennung der Bischöfe. Angesichts einer so peremptorischen 13. Ja rgang. ionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Ober ie Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfa. fonft 15 fg. Reklamen die Betitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. on und Expedition: Gießen, Seltersweg 83 Fernsprechanschluß Nr. 362. ichten kener Beifung) Gießen und Umgebung. Behörden von Oberhessen. hat Bayst Pius jetzt nachgegeben und seine Zuzu der Ernennung erteilt. Afien. ) ts neues in Ostasien! Das bleibt auch heute aller Nachrichten, die fast ausschließlich in Stimhe beſtehen. Ueberwiegend sprechen sich alle Mels Tokio und Petersburg, soweit sie nicht über ommen, für die Wahrscheinlichkeit einer digung aus. Man glaubt in den Kreisen der alen Diplomatie, die friedlichen Erklärungen des diplomatischen Korps in Petersburg seien die einer freundschaftlichen Beilegung der Krisis. In olitischen Kreisen glaubt man, daß Rußland bewesentlichen Fragen nachzugeben, sobald eine je Form gefunden ist, welche ihm das erlaubt, 3 den Schein erweckt, als weiche es dem Zwange. für die Sache des Friedens hat Japans gleichicher diplomatischer Ton die Möglichkeit einer soldigung leicht gemacht. Amerika. fältig sind die Methoden der Annexionsprayis Neuerdings wird in Amerika auf dem bisher wöhnlichen Wege der Hafenausbagge= ftiert. Nach einer Meldung aus Washington hat usschuß, der zur Zeit den Panamakanalvertrag Abänderungsantrag angenommen, demzufolge gten Staaten das Recht zugestanden werden soll, on Panama und Colon auszubaggern bessern. Dafür soll die Union berechtigt sein, le über diese Häfen auszuüben.„ Kontrolle ausin diesem Falle nicht mehr und nicht weniger, olle Verfügung über den Hafen haben. Die verstehen sich auf ihr Geschäft, das muß man mg des preussischen Landtages. ünf Jahre nach dem Beginn der vorigen Legisist der preußische Landtag zu neuer Parlazusammengetreten. Wie immer, ging dem Beizungen die feierliche Landtagseröffnung im Schlosse voraus. Gegen 11 Uhr versammelten va 400 Mitglieder der beiden Kammern im Weißen des Schlosses. Unter den üblichen Formalitäten vollzog sich die feierliche Handlung: die Minister nahmen links, die hohen Militärs rechts vom Throne Aufstellung, vor dem Throne gruppierten sich die Abgeordneten. Der König, der von dem Kronprinzen und dem Prinzen Eitel Friedrich begleitet war und die Uniform der Gardes du Corps mit dem Adlerhelm trug, nahm vor dem Throne Aufstellung. In diesem Augenblick brachte der Vizepräsident des Herrenhauses, Freiherr v. Manteuffel, das Hoch auf den König aus. Graf Bülow überreichte dem Herrscher unter tiefer Verbeugung die Thronrede, die der König mit klarer, deutlicher Stimme berlas. Sie hat folgenden Wortlaut: Erlauchte, edle und geehrte Herren von beiden Häusern des Landtags! Indem ich Sie am Beginn eines neuen Abschnitts der parlamentarischen Arbeiten begrüße, ist es meinem Herzen Bedürfnis, zunächst meinem tiefempfundenen Dank Ausdruck zu verleihen: dem Dank gegen die göttliche Vorsehung, die mir eine schnelle Genesung schenkte, und dem Dant gegen mein Volk, das in allen seiner Schichten voll inniger Teilnahme seinem Landesherrn die Treue bewährte, die in guten und bösen Tagen Preußens König und Voll untrennbar verbindet. Zahlreich und schwerwiegend sind die Aufgaben, für deren gedeihliche Lösung ich auf Ihre einſichtsvolle Mitarbeit rechne. Die Finanzlage des Staates hat sich nach einer kurzen Zeit des Rückganges wieder günstiger gestaltet. Ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung zeigt sich in der Wiederbelebung des Verkehrs bei den Staatsbahnen und in der Hebung der Staatseinnahmen. Die Rechnung des Jahres 1902 bat günstig abgeschlossen. Im Rechnungsjahr 1903 wird voraussichtlich der zur Verfügung gestellte Staatskredit von 70 Millionen nicht in Anspruch genommen werden. Es wird sich vielmehr noch ein Ueberschuß ergeben. Auch im Entwurf des Staatshaushalts- Etats für 1904 war es möglich, das Gleichgewicht zwischen den Einnahmen und Ausgaben herzustellen. Ohne außerordentliche Wittel zu Hilfe zu nehmen, ist den wachsenden Anforderungen einer fortschreitenden Kulturentwicklung Rechnung getragen worden. Für die Ausgestaltung der Anlagen und die Vermehrung der Betriebsmittel der Staatseisenbahnen find reichliche Beträge vorgesehen. Der geringst besoldeten Klasse ihrer Angestell en, den Bahnwärtern, ist eine Gehaltsaufbesserung zugedacht. Zur Erweiterung des Vahmeges und zur Unterstützung von Kleinbahnunternehmungen, die der wirtschaft ichen Förderung des Landes dienen werden wieder erhebliche Mitel von Ihnen erbeten werden. Ebenso wird der bereits in den Vorjahren beschrittene Weg einer Verbesse= rung der Wohnungsverhältnisse der in Staatsbetrieben beschäftigten Arbeiter und der gering bejoldeten Beamten in einer neuen Gesetzesvorlage weiter verfolgt. Zu meiner lebhaften Befriedigung hat die vorjährige große Ausstellung der deutschen Landwirtsgesellschaft meine Ueberzeugung gefestigt, daß die landwirtschaftliche Bevölkerung aller beobachten. Linken in Triberg es t von der ehrenwerter keit an der Hütet euch und wie 3 kann dich ben mußte, Wandlung nach jener aft die unHerzen entfestzustellen. funden genau bestimmen. Das Chronoskop gestattet so beiZeitdauer des beobachteten Vorgangs auf Tausendstel- Sespielshalber die Zeitdauer eines Entschlusses ziffernmäßig dig weiter läuft. Aus der Differenz der zu Anfang und wieder eingeschaltet werden kann, während das Uhrwerk stänzu Ende der Messung abgelesenen Zahlen läßt sich dann die momentan dieser oder jener Zeiger aus- beziehungsweiſe ſtruktion liegt nun darin, daß durch einen Elektromagneten hier also eine Tausendstel- Sekunde. Das Geniale der Konblattes in eine Zehntel- Sekunde, jeder Teilstrich bedeutet Zehntel- Sekunde; der Zeiger des kleineren( oberen) Zifferin zehn Sekunden, jeder Teilstrich entspricht demnach eine größeren( unteren) Zifferblattes vollendet seinen Umlauf blätter, die je 100 Teilstriche aufweisen. Der Zeiger des Schwingungen macht. Das Chronoskop hat zwei Ziffer Stimmgabel reguliert, die in der Sekunde genau 1000 Schwe Pirscht verscho spreche bitschel ausger Streif Schnit delt, g zeichen. in 300 Bet Billiger u. b als Kaffee u.( Blättern Ech Des als beftes ef Padg. W. 1,7 u. Druds. gegen oder Nachnahme Einfuhr- u. V Deutsche u Broderwerb. A Einsendung voi u. Scheib., à 8. Direkter V Künstler- Harmo lernen gratis. Schra Gegründet 183 Le Cigarren- Vei CodCall Wie sich der Schulmeister Schläule in Timbuktu zu helfen wusste, als die Schultafel in Reparatur war. Der Scheinwerfer.- Humoreske von Teo von Torn. Wenn die Königliche Zweite geglaubt hatte, daß ihr Chef, der Herr Hauptmann von Kusserow, nach der Hochzeit sonnigeren Gemüts sein mürde, so erlebte sie eine jener Enttäuschung, welche zu den besonderen Reizen des militärischen Lebens gehören. Bei den Soldaten kommt es immer anders, wie man denkt. Das liegt aber nicht etwa an einer besonders eigensinnigen Entwickelung der militärischen Dinge, sondern lediglich am Denken.„ Nimm Dir nir vör, denn sleiht Di nir fehl," Wenn jemand nicht sagt ein plattdeutsches Sprichwort. glaubt, gut abgeschnitten zu haben, so wird es ihn nicht weiter berwundern, wenn er angepfiffen wird; und trägt man sich nich, mit der Hoffnung auf eine Beförderung, so wird man sich nicht ärgern, wenn sie nicht kommt. Also lag es nur an der Königlichen zweiten Kompanie, wenn sie sich in ihren Hoffnungen getäuscht sah und nach der vierwöchigen Schutzfrist des Flitterwochenurlaubs an ihrem Chef eine Munterfeit des Schleifens beobachtete, welche an Energie womöglich noch gewonnen hatte... Manchen Leuten bekommt das Heiraten ganz gut, anderen wieder gar nicht. Namentlich in den Fällen, wo die Ehe gewisse innere Opfer bedingt, kleine Einschränkungen der Selbständigkeit, des Willens und der Macht, pflegen sich nach außen hin herbe und unfreundliche Eigenschaften zu entwickeln. Solche Menschen sind wie Luftkissen. Wird auf der einen Seite ein Druck auf sie ausgeübt, zeigen sie sich auf der anderen Seite um so härter und aufgeblasener. Hauptmann von Kusserom war so ein Luftkissen. Schon von jeher begabt mit einer starken Spannung der Leere", pflegte er den leisesten Druck von oben her mit potenzierter Ward nun dieser Heftigkeit nach unten weiterzugeben. Druck noch durch andere Einflüsse verstärkt, so machte der Herr Hauptmann zeitweilig den beklemmenden Eindruck, als wolle er bersten. Kurz vor den großen Manövern hatte die Königliche Zweite den ehrenvollen und interessanten Auftrag erhalten, eine der neuesten Errungenschaften moderner Kriegführung auszuproben den Scheinwerfer! hatte der Kusserow," Hauptmann bon „ Herr Bataillonstommandeur in seiner freundlich eindrucksvollen Art gesagt, ich habe Ihre Kompanie ausersehen, um Ihnen C garren u. Cigaretten aller Preislagen. Man verlange Preislisten. THEE nener Ernte, von seinem Aroma, 1 Kilo von 2 Wt. an, kleine Risten à 21, Rilo zu ermäßigteu Pretjen. Wilhelm Ehrecke, Berlin W., Leipzigerstraße 181. Preisliste über Thee und Kaffee franto. Cotillon Gelbke& Benedictus Dresdenb & Carneva Prelabuch Gelegenheit zu geben, einer sich einmal in ganz besonderen Aufgabe zu betätigen und dadurch manches auszugleichen, was ich in der letzten Zeit bei der Ausbildung Ihrer Leute hatte. zu bemängeln Ihr Heiratsurlaub, der in eine recht ungelegene Zeit gefallen ist, und die kleinen Ablenkungen, denen ein junger Ehemann immerhin unterworfen ist, erflären ja vieles. Aber mit dem Königlichen Dienst sind Sie sozu sagen auch verheiratet und ich möchte mir die Bemerkung erlau= ben, daß dieser sogar ältere Rechte hat. Benußen Sie also die gebotene Ge= Ihnen Sie wissen, legenheit. worauf es bei diesen Uebungen antommt, Herr Hauptmann!"- Zu Befehl, Herr Major pfiff es aus Nun dem Luftkissen unter beängstigend starkem Druck. gut. Lassen Sie besonders in ungedecktem Gelände üben; denn darauf kommt es in erster Reihe an. Bei vorhandenen Deckungen ist der Scheinwerfer nicht sonderlich gefährlich, da er ja gegebenenfalls den Schatten noch vertieft. Aber auf freiem Felde bedarf es vieler Uebung, um die Mannschaften daran zu gewöhnen, daß sie sich durch rechtzeitiges Niederwerfen dem explodierenden Scheine nach Möglichkeit entzieht. Es ist mir leider nicht möglich, Ihnen einen Apparat Sie müssen sich eben irgendwie zur Verfügung zu stellen. Das ist eine der notwendigsten Eigenzu helfen wissen. schaften eines Truppenführers. In etwa acht Tagen werden Sie gegen eine mit einem Scheinwerfer versehene Abteilung und zwar unter des Luftschiffer- Bataillons manövrieren der persönlichen Leitung des Herrn Oberst. Sie kennen Ihre Aufgabe, Herr Hauptmann?" Zu Bf- bf- bf- bfehl, Herr Majer!" „ Ich danke Ihnen." Hauptmann von Kusseroiv dankte auch Schüßenlinien Offiziere und ten, fobalb ber Licht zeigt feinfälle be reits Lebens auf ben Der ben mentsfommande herben follte, Sauptman fung mit einige getle bortreffar Ma feine der abermalige Szene gemad gen zu Mam und teinen Na Die Folge Herr Hauptman der Stadt gel Dugend Stunt Damit wurde bewahrt.-liches. ging gegen die fich wie eine& lichen Simmel Schmurgerader Der Schei über das weite traf, fal man --nicht ein die fo mühsam Dem Sa Blut in den Ad den oder wande ftürzte er hinte Nieder zum Scheinwerfer Diejeniger Boden, aber di ten berlounder Der Hau auch für seine ihn der blaue größe dem bloßftellte, Ini Das Ga Was der - aber für Zweiten in de hatte, das v förtlich nicht Obst. Der liebe Herrgott hat zwei Lichter gemacht: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein fleines Licht, das die Nacht regiere. Vermessen und anspruchsvoll aber, wie die namentlich nicht Menschen sind, genügt ihnen das nicht für die Nacht. Es hat sich im Laufe der Zeiten eine eigene Technik entwickelt, um dem kleinen Lichte nachzuhelfen, und es sind ja im allgemeinen auch ganz achtbare Resultate erzielt worden. Daß dieselben aber im besonderen noch recht unzulänglich sind, empfand der Hauptmann von Kusserow, als es sich darum handelte, einen plausiblen Ersatz für einen Scheinwerfer zu finden. Da er jedoch einer der notwendigsten Eigenschaften eines Truppenführers" nicht ermangeln wollte, so wußte er sich schließlich zu helfen. Im Grunde kam es ja auch weniger darauf an, wodurch die neue Errungenschaft der Kriegsführung ersetzt wurde, als die Erziehung der Mannschaften zur wirksamen Deckung gegenüber dem heimtückischen Beleuchtungskörper. Das wurde denn auch jede Nacht gründlich besorgt. Hauptmann von Kusserow übertraf sich selbst. Er wollte den unwiderleglichen Nachweis erbringen, daß er die älteren und Rechte des Königlichen Dienstes unbedingt anerkenne so leitete er, trop verschiedener Einwände seiner jungen Frau, Der die nächtlichen Uebungen sämtlich in eigener Berson. auf ihn ausgeübte Druck wirfte derart auf die in breiten Klappstunie, Krankenwagen u. eiserne Bettstellen ür Erwachsene und Kinder. Grosse Ausw., Preise aussergew. billig. uratentanwait Sa A. W. Schulz, Berlin N., Brunnenstr. 95 Gustav Kreinberg, Markneukirchen Nr.1 a. Bahnh, Gesundbrunnen. Musterb.gart Musikinstrumente und Saiten aller Art Fernspr.- Amt III, 1767. Bei Berufung Director Versand unter Garantie. Katalog gratis u.fr auf dieses Inserat 3% Preisermässig. Nedigtert von Jenny stresse, Charlottenburg. Für die Angelgen serantwortlich Ernst symiot, Berlin.- Drud und Berlag von F. Len;& Comp, G. m. 6... Berlin ie Pupille ↑ Worten: überhaupt nd uns zu r„ Augenso deutet. iben zwecks Wendung, g folgt.) O. 27, Holzmarktstr. 4. it, mühelos ' n brauchte, weil es zu fch normaler Blei pier zu bringe Und nun mit dem letzt uns einmal bo Scheinwerfer Zu Bef liche, da mu um„ Schider In der rend welcher Manöver mit dem Hauptma die Schuld t praktisch geüb flar gemacht, aussehe, daß wirle „ Na der Stadt he Sie dem Her „ Nein, ihre Küchenla 144 10 הזהוווב הב הנהבנו Guthaben abgegangen Stabsarzt, 7 Unterof J ( Von unserem Noch feine Parla reich an Jungfernred eröffnete der elfäffifd figen Programmrede linge war bisher der Freitag sjitung zu de dakteure Stellung macht sich stets schon tags bemerkbar. ments friechen dann, Höhlen, d. h. aus Sen Wandelgangen der zimmern heraus un Blaz, um genauer fal der Abgeordne reits bei ihrem Sozialdemokrat S fönnen, daß er in des luftigen Rates Es geht etwas vo ein geflügeltes W Meine Herren, S purde sogar der P taillen mit tiefem Ebenso hat sich der den Einfluß seiner war, durch seine eri unmöglich gemacht dem start ausgezo gungen, wenn er sehen, daß auf der angejtim gaben ihm auf der Saftsordnung i Den diesmalige hinsichtlich ihrer re erteilen. Man mer Bolfsveriamml deutlich jogar. So ler im Verlauf fei Anwesende" jammlunge ein Schmunzeln angere Hoblic war jetzt wieder vollkommen ruhig und gesammelt. „ Und was folgt daraus?" fragte Norden gelassen. schwören!" und die Identität jener Persönlichkeit auf der Treppe mit Friz Norden jederzeit und vor jedem Gerichtshof zu beso weiß ich doch, daß der Mann bereit ist, jene Begegnung schon er bis jetzt noch nicht ahnt, um was es sich handelt, vor dem notorischen Ausbruch des Feuers, zurück, und, obtreffen mit Herrn Norden auf der Hintertreppe, kurze Zeit den, führten ihn auf die Erinnerung an jenes Zusammenbei Rechtsanwalt Werder in Stralsund in Diensten gestangessenheit geraten, erst meine Fragen, da ich hörte, er habe veipzig; one branogeſchichte war für ihn vollständig in VerEr meines schuldlosen Kindes ruinieren?" " Du willst mit einem Wort meine Zukunft und die Zwecken, wenn es ihm gerade so genehm ist!" die ihm ahnungslos vertrauen, doch nur ausbeutet zu seinen bindung mit einem gewissenlosen Menschen, der diejenigen, zu warnen, soweit ich es vermag, sie zu schützen vor der VerEhrgefühl, halte ich es für mein Recht, die Leute wenigstens dich mir vorgezogen hat, aus Ehrgefühl und nur aus tigen Punkt zu verständigen! Nicht aus Rache, weil Helene schen, der ein Dieb und Brandstifter ist, über einen so wichpflichtung hätte ich, dich zu schonen? Mein Gefühl für dich ist längst tot, ja, daß ich es dir gestehe: ich hasse dich, hasse So viel dies in meinen Kräften steht, ja! Welche Ver70110 2314 orn. berboten.) Idung, der funde oder 1 Uhr und Kilometern Um Geperimentell en währt. ichsten Befen feinesTausendstel- Sefunden bequem ablesen. in Streifen auf eine große Stala. So kann man die leuchteter Spiegel angebracht; der Refler des Lichtes fällt der Galvanometernadel ist ein durch ein Glühlämpchen beStröme, die die Nadel eines Galvanometers ablenken. Auf struierter Apparat. Bouillet bedient sich kurzer, aber starter machen. Und diesem Zweck dient ein von Pouillet konund dieses markiert den Fall an dem längeren Stabe. Strom: der kurze Stab fällt, schlägt das Messer heraus, nur genau messen, man kann sie auch dem Auge sichtbar Aber solche kurzfristigen Zeitbruchteile fann man nicht bricht es( durch Zerstörung des Staniols) den zweiten den Augenblick, da das Geschoß in die Scheibe schlägt, unterersten Strom: der längere Stab beginnt zu fallen. In mit Blitz- so zerreißt die Kugel den Draht und unterbricht damit den ſten überforderliche Strom geht. Wird jetzt das Geschütz abgefeuert, ck" währt die das Geschütz gerichtet wird, ist mit Staniolstreifen bedie Pause längeren Stabes nötige Strom fließt. Die Scheibe, auf ist ein Draht gespannt, durch den der zum Festhalten des legt, durch die der zum Tragen des fürzeren Stabes erriments ist hierbei folgende: quer über die Geschüßmündung Vorganges beſtimmt. Die Anordnung des praktischen Expewird die Fallhöhe und damit tabellarisch die Zeitdauer des der Entfernung dieser Marke vom Endpunkt des Stabes einem Zinkmantel versehenen Stab eine Marke schlägt. Aus tragen. Der kürzere Stab segt beim Herabfallen ein Messer stande sind, einen längeren und einen fürzeren Eisenstab zu in Tätigkeit, das in den vorbeigleitenden längeren, mit auf einem Stativ zwei Elektromagneten, durch die je eint fliegender Geschosse ermöglicht. Boulengés Instrument zeigt schwacher Strom geschickt wird, so daß sie gerade noch im brauchbar erwiesen und wird für militärische Zwecke vielfach sich für die Berechnung ballistischer Zeiten als besonders benutzt, da er eine genaue Berechnung der Geschwindigkeit Strömen, so hat Boulengé einen Apparat konstruiert, der mit dem Unterbrechen elektrischer Ströme arbeitet. Er hat renz ergab bei diesem Experiment 133 Tausendstel- Sefunden. laufende Uhrwert ein, der zweite sie wieder aus. Die DiffeBasiert Hipps Millisekunden- Uhr auf dem Schließen von Dabei schaltet der erste Strom die Zeiger in das bereits die Stromschließung besorgenden Fingern geleitet werden. dann schließlich das Bewußtsein der Wahrnehmung zu den muß mit dem Gehör wahrgenommen, im Gehirn registriert, auf den Nervenbahnen, den tierischen Telegraphendrähten, ,, Urania", angestellten Versuche kurz folgender: Der Schall einen zweiten Strom. Der physiologische Vorgang ist bei diesem, von Dr. Spieß, dem einstigen Direktor der Berliner das„ Versuchsobjekt" das Geräusch hört, schließt es seinerseits trischen Stromes entstehende Geräusch ein Zeichen; sobald Experimentator gibt durch das beim Schließen eines elefBei dieser Messung wird folgendermaßen verfahren: Der › der Versbewegung igsamerem halt, ehe ge zunächst d die Bebestimmt. lektrischen resiumblitz erung der nicht Zeit tausendstel- Sekunde. lichtung durch den Magnesiumblik. Belichtet man dagegen trische Funke hat eine Zeitdauer von nur einer Hundert auf furze Zeit stillzustehen. Kein Wunder, denn der elekauf schwarzem Grunde wahr, und die Scheibe selbst scheint Aufeinanderfolge der Funken, drei und mehr weiße Streifen nimmt das Auge, je nach der langsameren oder schnelleren die rotierende Scheibe durch den elektrischen Funken, so Stan je unu nu vei der Bewarz und Eindruck zt, so hat ierstreifen tellste RoAuf einer von dem Neuenburger Ingenieur Hipp konstruierte Millisegeistreichste aller dieser Instrumente ist wohl die sogenannte, funden- Uhr, das„ Chronoskop". Sie wird mit Hilfe einer mente konstruiert, mit denen wir kleinste Zeiten messen. Das Auf elektrischer Basis sind denn auch alle unsere Instruzu 200 Aufnahmen in einer Sekunde zu machen. nicht völlig auszunüßen; immerhin ist es schon gelungen, bis nügt. Leider vermag die Praxis aber diesen Vorteil noch graphische Platten von solcher Empfindlichkeit herzustellen, gleichfalls Meßapparate. Man ist heute im stande, photodie Kinematographen, Mutostope u. s. f. in gewissem Sinne wahrnehmbaren Einzelheiten festzuhalten. Daher sind denn Sekunden abspielen, in ihren für das bloße Auge längst nicht ausgezeichnetes Mittel, Vorgänge, die sich in Bruchteilen von daß zu ihrer Belichtung nur eine Tausendstel- Sekunde geAuch in der neueren Momentphotographie hat man ein Anschütz. Er verwandte als Momentverschluß ein WachsDie ersten Momentaufnahmen dieser Art verdanken wir geben, einer Auf en und aus ich in bei der er Leute hatte. mub, der Jelegene st, und lentun junger merhin st, er3. Aber niglichen ie fozu rheiratet ichte mir g erlau fer jogar hat. Be also die tene Ge Sie wiffen, bei diesen antommt, ann!" Herr Ma f es aus Nun nde üben; rhandenen gefährlich, Aber auf annschaften Jes Nieder ichkeit ent en Apparat n irgendwie ften Eigen agen werden Abteilung zivar unter fennen Ihre - - aber für gemacht: ein nes Licht, das aber, wie die nentlich nicht n eine eigene zuhelfen, und Resultate er cht unzuläng to, als es fich einen Schein notwendigsten t ermangeln if an, wodurch bt wurde, als men Deckung 2r. idlich besorgt. Er wollte den r die älteren rkenne- and jungen Frau, Person. Der die in breiten u Patentanwall Sa inberg, Markneukirchen N rumente und Saiten aller Art unter Garantle, Katalog gratis ut 27, Holzmarktstr. 4. tt, hen mußte, Wandlung nach jener aft die unHerzen entn brauchte, mühelos Stimmgabel reguliert, die in der Sefunde genau 1000 Chronostop Schwingungen macht. blätter, die je 100 Teilstriche aufweisen. tal Sefunde. blattes in eine Zehntel- Sefunde, jeder Teilstrich bedeutet Behntel- Sekunde; der Zeiger des kleineren( oberen) 3iffer in zehn Sefunden, jeder Teilstrich entspricht demnach eine größeren( unteren) Zifferblattes vollendet seinen Umlauf Das Das Geniale der Konhat zwei 3iffer Der Zeiger des Schüßenlinien auseinandergezogene Königliche Zweite, daß Offiziere und Mannschaften wie in Fallsucht zu Boden stürzten, sobald der Pseudo- Scheinwerfer des Herrn Hauptmanns sein Licht zeigte. Einige besonders nervöse Leute hatten be= reits Anfälle der Wahnidee, Eidechsen zu sein und Zeit ihres Lebens auf dem Bauche triechen zu müssen. Der Abend, an welchem unter den Augen des Regimentskommandeurs die Probe auf das Erempel gemacht werden sollte, war herangekommen. Hauptmann von Kusserow hatte alle Ursache, der Prüfung mit einiger Zubersicht entgegenzusehen. Alles hatte bortrefflich geklappt gestern. Wenn trotzdem seine Stimmung teine rosige war, so lag es daran, daß seine Gattin ihm wegen der abermaligen nächtlichen Außerhäufigkeit eine heftige Szene gemacht und erklärt hatte, daß sie am nächsten Mor gen zu Mama" fahren würde. Sie habe einen Offizier und keinen Nachtwächter geheiratet. Die Folge dieser seelischen Indisposition war, daß der Herr Hauptmann noch vor dem Ausrücken nach dem dicht bei der Stadt gelegenen Uebungsplate in aller Gile einige Dußend Stunden Arrest und mehrere Strafsachen diktierte. Damit wurde das Luftkissen zunächst vor dem Bersten bewahrt. Auf dem Uebungsplaße aber harrte Schreckliches. Die Kompanie war auseinander gezogen und ging gegen die Luftschiffer- Abteilung vor, deren Ballon sich wie eine dräuende Gewitterwolfe von dem nächtlichen Himmel abhob. Plötzlich leuchtete es wie ein schnurgerader Blik aus dieser Wolke. Der Scheinwerfer! Das blaue Licht eilte suchend über das weite Feld und fast überall, wo es hintraf, sah man aufrecht einhermarschierende Soldaten nicht ein einziger bekam die Fallsucht oder zeigte die so mühsam angedrillte Eidechsennatur! Dem Hauptmann von Kusserom erstarrte das Blut in den Adern. Waren die Kerle verrückt geworden oder wandelten sie Nacht?! Mit gezücktem Degen stürzte er hinter dem nächsten Zuge her und brüllte: ,, Nieder zum Kuckuck!! Seht Ihr denn nicht, daß der Scheinwerfer Euch bestreicht!? Niederrrrr!!!" Diejenigen, welche ihn hörten, fielen natürlich zu Boden, aber die anderen zogen ruhig weiter und starrten verwundert auf die neue Erscheinung von oben her. Der Hauptmann war derart vernichtet, daß er auch für seine Person die Deckung vergaß. Erst als ihn der blaue Strahl blendete und in ganzer Lebensgröße dem Perspektiv des Regimentskommandeurs bloßstellte, knickte er zusammen zu spät! Das Ganze halt gleich darauf Offiziersruf. Was der Oberst zum Hauptmann der Königlichen Zweiten in den nächsten fünf Minuten alles zu sagen hatte, das würde auch der gewandteste Stenograph Einmal, wörtlich nicht haben aufnehmen können. weil es zu schnell ging und zum anderen, weil sich ein normaler Bleistift gesträubt hätte, dergleichen zu Papier zu bringen. Und nun, Herr Hauptmann," schloß der Oberst mit dem letzten Rest seiner Luft, ersuche ich Sie, uns einmal vorzuführen, wie Sie Ihre Leute auf den Scheinwerfer eingeübt haben. Bitte!" " Zu Befehl," Herr Oberst," stotterte der Ungückliche, da muß ich aber zunächst nach Hause schicken, um ,, Schicken Sie!" In der nächsten schrecklichen Viertelstunde während welcher der Oberst pour passer le temps einige Manöver mit dem Ballon ausführen ließ dämmérte dem Hauptmann von Kusserom auf, daß er wohl selbst die Schuld trage an der Geschichte. Er hatte zwar praktisch geübt, sehr viel geübt, aber den Leuten nicht flar gemacht, daß die Sache in Wirklichkeit ganz anders aussehe, daß ein richtiger Scheinwerfer so und so wirke „ Na was ists's?" herrschte der Oberst die aus der Stadt heransprengende Ordonnanz an. ,, Haben Sie dem Herrn Hauptmann das Benötigte gebracht?" ,, Nein, Herr Oberst! Die Frau Hauptmann will ihre Küchenlampe nicht wieder hergeben alvini bepulver werven lani. " ver am 6. d. M. aus Cuxhaven abgegangene Transport umfaßt 4 Offiziere, 1 Stabsarzt, 7 Unteroffiziere und 219 Mann. Jungfernreden. ( Von unserem parlamentarischen Mitarbeiter.) Noch keine Parlamentsperiode war in ihrem Anfang so reich an Jungfernreden, wie die gegenwärtige. Den Reigen eröffnete der elsässische Demokrat Blumenthal mit einer richtigen Programmrede und der letzte in der Abteilung der Neulinge war bisher der Abgeordnete von Gerlach, der in der Freitagssitzung zu dem Zeugniszwangsverfahren gegen Redakteure Stellung nahm. Das Auftreten eines Novizen macht sich stets schon in der äußeren Szenerie des Reichstags bemerkbar. Die altgedienten Soldaten des Parlaments friechen dann, wie der Kunstausdruck lautet, aus ihren Höhlen, d. h. aus dem Restaurationsraum, den Schlaffabinen, den Wandelgängen, den Schreibstuben oder Fraktionszimmern heraus und nehmen direkt unter der Rednertribüne Blag, um genauer zu hören. Meist entscheidet sich das Schicksal der Abgeordneten, bezw. die Frage ihres Ansehens bereits bei ihrem ersten Auftreten. So hat sich z. B. der Sozialdemokrat Sabor seiner Zeit niemals davon erholen können, daß er in seiner Jungfernrede unfreiwillig die Rolle des lustigen Rates gespielt hatte. Einer seiner Aussprüche: Es geht etwas vor, nur weiß man nicht was," ist geradezu ein geflügeltes Wort geworden und sein Entrüstungsruf: „ Meine Herren, Sie lachen. Das läßt tief blicken!" vurde sogar der Name für eine Kleidermode: Die Damentaillen mit tiefem Ausschnitt wurden à la Sabor genannt. Ebenso hat sich der Abgeordnete von Frege, obgleich er durch den Einfluß seiner Partei zum Vizepräsidentenposten gelangt war, durch seine erste Rede in diesem Amt als Parlamentarier unmöglich gemacht. Das charakteristische Gesicht Freges mit dem stark ausgezogenen Schnurrbart, seine haſtigen Bewegungen, wenn er einen falschen Zungenschlag gehabt hatte, gaben ihm auf dem Präsidiumsthron ein so groteskes Aussehen, daß auf der Preßtribüne meist schon ein schallendes Gelächter angestimmt wurde, wenn er zur Wahrung der Geschäftsordnung überhaupt etwas sprach. Den diesmaligen Neulingen des Parlaments kann man hinsichtlich ihrer rednerischen Leistungen eine gute Zensur erteilen. Man merkt einigen die oratorische Wirksamkeit in Volksversammlungen sehr deutlich an, vielleicht etwas zu deutlich sogar. So hat insbesondere der Abgeordnete Böckler im Verlauf seiner Rede das hohe Haus mit„ verehrte Anwesende" angeredet, was den Mitgliedern des Hauses ein Schmunzeln und den Preßmenschen hier oben eine Sehr zweideutig. Erster Journalist:" Glaubst Du, daß X. für seine Wize bezahlt friegt?" Zweiter Journalist: Ach gewiß doch. Zum Spaß schreibt er die doch sicherlich nicht." * Vorsichtig. Brennecke:„ Na, Müller, gehst Du noch nicht mit nach Hause?" Müller: Nee,' s is noch nicht zwölfe da schläft meine Alte noch nicht feste genug." * Ein langwieriger Streit. Präsident( zu einem der Zeugen):„ Sie haben also dem Beginn des Streites zwischen den beiden angeklagten Eheleuten beigewohnt?" Beuge: Jawohl, Herr Präsident; es war vor drei Jahren." Präsident: Wie vor drei Jahren?" Beuge: Ja, damals war ich mit zur Hochzeit geladen." Da bört die Gemütlichkeit auf! Ich kenne Dich gar nicht wieder, George, ehemals hättest Du von dem Hundertmarkschein nicht so viel Wesens gemacht; allerdings früher ging Dir Deine Lotte über Alles ,, Gewiß nur nicht über's Portemonnaie!" oer gegenwartig in om weilt, ist eine Kommission von fünf Kardinälen eingesetzt worden. Die Entscheidung soll in nächster Woche erfolgen. Der Erzbischof hat von Rom aus die Leitung des Olmüßer Dominikanerordens aufgefordert, den Pater Stonad, den Beichtvater des Verfassers der Kohn angreifenden Rektusartikel, in eine andere Stadt zu versetzen. Die Ordensleitung hat das indessen abgelehnt, und in einer Form, die für den Erzbischof keineswegs schmeichelhaft ist. In Olmüß wie in ganz Desterreich sieht man dem Aus= gang der Affaire mit begreiflicher Spannung entgegen. Italien. Eine große Komödie haben in Rom die beiden „ Freiheitshelden" Boris Sarafow und Ricciotti Garibaldi aufgeführt. Es wird darüber aus Rom berichtet: Zunächst umarmten und füßten sich die beiden Heroen lange und innig. Dann ,, feierten" sie gegenseitig ihre Verdienste und begannen alsdann über ihr gemeinsames Balkan- Programm" zu konferieren", wobei sie Oesterreich und Rußland ihre allerhöchste Mißbilligung aussprachen. Nachdem sie endlich die Grundzüge für eine Einigung aller italienischen, kroatischen, mazedonischen und griechischen Elemente gegen das Deutschtum und das Russentum festgelegt hatten, nahmen die beiden Volkshelden rührenden Abschied von einander. In einer demnächst stattfindenden Versammlung von Anhängern Garibaldis soll darüber beschlossen werden, was zu tun ist. Einstweilen soll die Teilnahme italienischer Freischärler an der mazedonischen Erhebung ausgeschlossen sein. Im anderen Falle könnten die Garibaldinner sich auch gratulieren; Rußland und Desterreich würden ihnen wohl gehörig auf die Finger klopfen, wenn sie sich in die Sache einmischen wollten. frankreich. Ein Ultimatum an den Papst ist das neueste Ereignis in dem Kampfe zwischen der römischen Kurie und dem Kabinett Combes. Drei französische Bischofssite sind zur Zeit frei, und die französische Regierung präsentierte dem Vatikan ihre Kandidaten für diese Vistümer- Vannes, Nevers und Ajaccio. Der Papst verweigerte seine Zustimmung zu der Ernennung dieser Bistumskandidaten und erklärte, dieſe Kandidaten seien Priester, die er von rechtswegen ihres Amtes entkleiden müßte. Daraufhin hat die Pariser Regierung dem Papste durch den eben in Rom eingetroffenen Erzbischof von Rouen ein Ultimatum behändigen lassen, in dem es hieß: Entweder die Kandidaten werden unverzüglich vom Papst angenommen, oder die französische Regierung stellt dem päpstlichen Nuntius seine Pässe zu und veröffentlicht auch ohne die Zustimmung des Papstes die Ernennung der Bischöfe. Angesichts einer so peremptorischen 13. Ja rgang. ionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz Ober ie Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 fg. Reklamen die Vetitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. on und Expedition: Gießen, Seltersweg 83 Fernsprechanschluß Nr. 362. ichten kener Beifung) Gießen und Umgebung. Behörden von Oberhessen. hat Bayst Pius jetzt nachgegeben und seine Zuzu der Ernennung erteilt. Alien. ) ts neues in Ostasien! Das bleibt auch heute aller Nachrichten, die fast ausschließlich in Stimhe beſtehen. Ueberwiegend sprechen sich alle MelTokio und Petersburg, soweit sie nicht über ommen, für die Wahrscheinlichkeit einer digung aus. Man glaubt in den Kreisen der alen Diplomatie, die friedlichen Erklärungen des 1 diplomatischen Korps in Petersburg seien die einer freundschaftlichen Beilegung der Krisis. In olitischen Kreisen glaubt man, daß Rußland bewesentlichen Fragen nachzugeben, sobald eine je Form gefunden ist, welche ihm das erlaubt, 3 den Schein erweckt, als weiche es dem Zwange. für die Sache des Friedens hat Japans gleichicher diplomatischer Ton die Möglichkeit einer soldigung leicht gemacht. Amerika. fältig sind die Methoden der Annexionsprayis Neuerdings wird in Amerika auf dem bisher wöhnlichen Wege der Hafenausbaggeftiert. Nach einer Meldung aus Washington hat musschuß, der zur Zeit den Panamakanalvertrag Abänderungsantrag angenommen, demzufolge gten Staaten das Recht zugestanden werden soll, on Panama und Colon auszubaggern bessern. Tafür soll die Union berechtigt sein, le über diese Häfen auszuüben.„ Kontrolle ausin diesem Falle nicht mehr und nicht weniger, olle Verfügung über den Hafen haben. Die verstehen sich auf ihr Geſchäft, das muß man I ing des preussischen Landtages. ünf Jahre nach dem Beginn der vorigen Legisist der preußische Landtag zu neuer Parlazusammengetreten. Wie immer, ging dem Beizungen die feierliche Landtagseröffnung im Schlosse voraus. Gegen 11 Uhr versammelten fich etwa 400 Mitglieder der beiden Kammern im Weißen Saale des Schlosses. Unter den üblichen Formalitäten vollzog sich die feierliche Handlung: die Minister nahmen links, die hohen Militärs rechts vom Throne Aufstellung, vor dem Throne gruppierten sich die Abgeordneten. Der König, der von dem Kronprinzen und dem Prinzen Gitel Friedrich begleitet war und die Uniform der Gardes du Corps mit dem Adlerhelm trug, nahm vor dem Throne Aufstellung. In diesem Augenblick brachte der Vizepräsident des Herrenhauses, Freiherr v. Manteuffel, das Hoch auf den König aus. Graf Bülow überreichte dem Herrscher unter tiefer Verbeugung die Thronrede, die der König mit klarer, deutlicher Stimme verlas. Sie hat folgenden Wortlaut: Erlauchte, edle und geehrte Herren von beiden Häusern des Landtags! Indem ich Sie am Beginn eines neuen Abschnitts der parlamentarischen Arbeiten begrüße, ist es meinem Herzen Bedürfnis, zunächst meinem tiefempfundenen Dank Ausdruck zu verleihen: dem Dank gegen die göttliche Vorsehung, die mir eine schnelle Genesung schenkte, und dem Dant gegen mein Volk, das in allen seinen Schichten voll inniger Teilnahme seinem Landesherrn die Treue bewährte, die in guten und bösen Tagen Preußens König und Voll untrennbar verbindet. Zahlreich und schwerwiegend sind die Aufgaben, für deren gedeihliche Lösung ich auf Ihre einsichtsvolle Mitarbeit rechne. Die Finanzlage des Staates hat sich nach einer kurzen Zeit des Rückganges wieder günstiger gestaltet. Ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung zeigt sich in der Wiederbelebung des Verkehrs bei den Staatsbahnen und in der Hebung der Staatseinnahmen. Die Rechnung des Jahres 1902 hat günstig ab= geschlossen. Im Rechnungsjahr 1903 wird voraussichtlich der zur Verfügung gestente Staatskredit von 70 Millionen nicht in Anspruch genommen werden. Es wird sich vielmehr noch ein Ueberschuß ergeben. Auch im Entwurf des Staatshaushalts- Etats für 1904 war es möglich, das Gleichgewicht zwischen den Einnahmen und Ausgaben herzustellen. Ohne außerordentliche Wittel zu Hilfe zu nehmen, ist den wachsenden Anforderungen einer fortschreitenden Kulturentwicklung Rechnung getragen worden. Für die Ausgestaltung der Anlagen und die Vermehruna der Betriebsmittel der Staatseisenbahnen find reichliche Beträge vorgesehen. Der geringst besoldeten Klasse ihrer Angestell en, den Bahnwärtern, ist eine Gehaltsaufbesserung zugedacht. Zur Erweiterung des Vahnneyes und zur Unterstützung von Kleinbahnunternehmungen, die der wirtschaft ichen Förderung des Landes dienen werden wieder erhebliche Mittel von Ihnen erbeten werden. Ebenso wird der bereits in den Vorjahren beschrittene Weg ciner Verbesse= rung der Wohnungsverhältnisse der in Staatsbetrieben beschäftigten Arbeiter und der gering bejoldeten Beamten in einer neuen Ge eyesvorlage weiter verfolgt. Zu meiner lebhaften Befriedigung hat die vorjährige große Ausstellung der deutschen Landwirtsgesellschaft meine leberzeugung gefestigt, daß die landwirtschaftliche Bevölkeruna aller Herzen entaft die unnach jener Wandlung ben mußte, 3 kann dich und wie Hütet euch keit an der ehrenwerter t von der Triberg es beobachten. Linken in Wendung, 1113 Es geht etwas vor, ein geflügeltes Wort Meine Herren, Sie fogar der Nam Durde mit tiefem Au Ebenso hat sich der M den Einfluß feiner Bo taillen war, durch seine erste unmöglich gemacht. dem ftart ausgezogen gungen, wenn er ein gaben ihm auf dem sehen, daß auf der Gelächter ange angeftimm üb Gefchesmaligen Den binfichtlic hinsichtlich ihrer red erteilen. Man mert Boffsverſammlungen deutlich jogar. So ler im Verlauf sein Anwesende" angere in Schmunzeln Stimmgabel reguliert, die in der Sekunde genau 1000 Schwingungen macht. Das Chronoskop hat zwei Zifferblätter, die je 100 Teilstriche aufweisen. Der Zeiger des größeren( unteren) Zifferblattes vollendet seinen Umlauf in zehn Sekunden, jeder Teilstrich entspricht demnach eine Zehntel- Sekunde; der Zeiger des kleineren( oberen) Zifferblattes in eine Zehntel- Sekunde, jeder Teilstrich bedeutet hier also eine Tausendstel- Sekunde. Das Geniale der Konſtruktion liegt nun darin, daß durch einen Elektromagneten momentan dieser oder jener Zeiger aus- beziehungsweise wieder eingeschaltet werden kann, während das Ührwerk ſtändig weiter läuft. Aus der Differenz der zu Anfang und zu Ende der Messung abgelesenen Zahlen läßt sich dann die Zeitdauer des beobachteten Vorgangs auf Tausendstel- Sekunden genau bestimmen. Das Chronoskop gestattet so beispielshalber die Zeitdauer eines Entſchluſſes ziffernmäßig festzustellen. Billiger als Kaffee Blättern E als bestes Padg. W. bes u. Drucks. g oder Nachna Einfuhr v Deutsc Broderwe Einsendu u. Schei Di Künstler. lernen g S Gegrü Cigarren- Ver Abgehetzt. Jmmer eilig, Herr Schusel, viel zu tun?" J. Jitter ,, Ach Gott, schrecklich viel, sag' ich Ihnen! Weiß nicht, wo mir der Kopf steht! Seit vierzehn Tagen will ich mich schon erschießen; glauben S', ich komm dazu?" Unbestreitbar. ,, Nehmts nicht übel, Bräumeister, aber das Bier ist wieder viel zu jung - es ist ja kaum zu trinken." alle " Ja, lieber Herr, wenn Sie es " Tage wegsaufen, dann kann es ja nie alt werden!" Ein Vielbeschäftigter. Viehhändler:„ Kann Eichelhofbauern sprechen?" ich den Viehhändler: Dann komm ich Magd: Naa, da rauft er." Magd: Jetzt schlaft er." abends gegen sechs Ühr." Maxls Himmelfahrt. WARNUNG Ersparnis. "... Wie, Du hast Deiner Frau einen so teuren Ring gekauft? Welche Verschwendung!" " Im Gegenteil, eine Ersparnis: Sie braucht seitdem nur mehr halb so viel Handschuhe!" rud und Verlag: Vieue Berliner Verlags- Anstalt, Aug. Kress, Charlottenburg bet Berlin, Berlinerstr. 40. Berantwortlich für die Redaktion der Neuen Berliner Verlags- Anstalt, Aug. Krebs, Charlottenburg: C. Schulz, Charlottenburg, Gueridestr. 87. C garren u. Cigaretten aller Preislagen. Man verlange Preislisten. THEE neuer Ernte, von fetnem Aroma, 1 Rilo von 2 Wt. au, kleine Risten à 2 Kilo zu ermäßigteu Pretjen. Wilhelm Ehrecke, Berlin W., Leipzigerstraße 181. Preisliste über Thee und Kaffee franto Gelbke& Benedictus, Dresden & Carneva Cotillon G.m.b.h Prelabuich Medigtert von Jenny Kresse, Charlottenburg. Für die Anzeigen verantwortlich Ernst symlot, Berlin. Drud mit Blitzie Pupille ↑ Worten: die Pause ck" währt › der Verso deutet. orn. 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' n brauchte, it, mühelos Die angesichts d Stärkung unserer S bom Reichstage gef werden, daß mit den abgehenden Dampfer der Solonie beförder Curhaben abgegange Stabsarzt, 7 Unterof J ( Von unserem Noch feine Parla eröffnete der elsässisd figen Programmrede reidh an Jungfernred linge war bisher de Freitagsfitung zu d macht sich stets schon dakteure Stellung tags bemerkbar. ments friechen dann, Höhlen, d. h. aus den Sen Wandelgängen, jimmern heraus und Blak, um genauer 3 fal der Abgeordnete reits bei ihrem er Sozialdemokrat Sal fönnen, daß er in sei des luftigen Rates g veipzig; one branogeschichte war für ihn vollständig in Vergessenheit geraten, erst meine Fragen, da ich hörte, er habe bei Rechtsanwalt Werder in Stralsund in Diensten gestanden, führten ihn auf die Erinnerung an jenes Zusammentreffen mit Herrn Norden auf der Hintertreppe, turze Zeit vor dem notorischen Ausbruch des Feuers, zurück, und, obschon er bis jetzt noch nicht ahnt, um was es sich handelt, so weiß ich doch, daß der Mann bereit ist, jene Begegnung und die Identität jener Persönlichkeit auf der Treppe mit Friz Norden jederzeit und vor jedem Gerichtshof zu beschwören!" „ Und was folgt daraus?" fragte Norden gelassen. Er war jetzt wieder vollkommen ruhig und gesammelt. schen, der ein Dieb und Brandstifter ist, über einen so wichtigen Punkt zu verständigen! Nicht aus Rache, weil Helene dich mir vorgezogen hat, aus Ehrgefühl und nur aus Ehrgefühl, halte ich es für mein Recht, die Leute wenigstens zu warnen, soweit ich es vermag, sie zu schützen vor der Verbindung mit einem gewissenlosen Menschen, der diejenigen, die ihm ahnungslos vertrauen, doch nur ausbeutet zu seinen Zweden, wenn es ihm gerade so genehm ist!" ,, Du willst mit einem Wort meine Zukunft und die meines schuldlosen Kindes ruinieren?" So viel dies in meinen Kräften steht, ja! Welche Verpflichtung hätte ich, dich zu schonen? Mein Gefühl für dich ist längst tot, ja, daß ich es dir gestehe: ich hasse dich, hasse alena berboten.) Idung, der iben zwecks Um GeKilometern funde oder 1 Uhr und überhaupt r„ Augennd uns zu Bei dieser Messung wird folgendermaßen verfahren: Der Experimentator gibt durch das beim Schließen eines eleftrischen Stromes entstehende Geräusch ein Zeichen; sobald das„ Versuchsobjekt" das Geräusch hört, schließt es seinerseits einen zweiten Strom. Der physiologische Vorgang ist bei diesem, von Dr. Spieß, dem einstigen Direktor der Berliner " Urania", angestellten Versuche kurz folgender: Der Schall muß mit dem Gehör wahrgenommen, im Gehirn registriert, auf den Nervenbahnen, den tierischen Telegraphendrähten, dann schließlich das Bewußtsein der Wahrnehmung zu den die Stromschließung besorgenden Fingern geleitet werden. Dabei schaltet der erste Strom die Zeiger in das bereits laufende Uhrwerk ein, der zweite sie wieder aus. Die Differenz ergab bei diesem Experiment 133 Tausendstel Sekunden. Basiert Hipps Millisekunden- Uhr auf dem Schließen von Strömen, so hat Boulengé einen Apparat konstruiert, der mit dem Unterbrechen elektrischer Ströme arbeitet. Er hat sich für die Berechnung ballistischer Zeiten als besonders brauchbar erwiesen und wird für militärische Zwecke vielfach benutzt, da er eine genaue Verechnung der Geschwindigkeit fliegender Geschosse ermöglicht. Boulengés Instrument zeigt fen keines- auf einem Stativ zwei Elektromagneten, durch die je ein perimentell schwacher Strom geschickt wird, so daß sie gerade noch im ichsten Bestande sind, einen längeren und einen kürzeren Eisenstab zu en währt. tragen. Der fürzere Stab setzt beim Herabfallen ein Messer in Tätigkeit, das in den vorbeigleitenden längeren, mit einem Zinkmantel versehenen Stab eine Marke schlägt. Aus der Entfernung dieser Marke vom Endpunkt des Stabes wird die Fallhöhe und damit tabellarisch die Zeitdauer des Vorganges bestimmt. Die Anordnung des praktischen Erperiments ist hierbei folgende: quer über die Geschüzmündung ist ein Draht gespannt, durch den der zum Festhalten des längeren Stabes nötige Strom fließt. Die Scheibe, auf die das Geschütz gerichtet wird, ist mit Staniolstreifen belegt, durch die der zum Tragen des fürzeren Stabes erforderliche Strom geht. Wird jetzt das Geſchüz abgefeuert, so zerreißt die Kugel den Draht und unterbricht damit den ersten Strom: der längere Stab beginnt zu fallen. In den Augenblick, da das Geschoß in die Scheibe schlägt, unterbricht es( durch Zerstörung des Staniols) den zweiten Strom: der kurze Stab fällt, schlägt das Messer heraus, und dieses markiert den Fall an dem längeren Stabe. d die Bebestimmt. ge zunächst halt, ehe igsamerem sbewegung sten übernicht Zeit erung der resiumblitz elektrischen Auf einer tellste Roierstreifen ' pt, so hat Eindruck warz und Stan Tejajima anu nouj vei der Belichtung durch den Magnesiumblitz. Belichtet man dagegen die rotierende Scheibe durch den elektrischen Funken, so nimmt das Auge, je nach der langsameren oder schnelleren Aufeinanderfolge der Funken, drei und mehr weiße Streifen auf schwarzem Grunde wahr, und die Scheibe selbst scheint auf furze Zeit stillzustehen. Kein Wunder, denn der elektrische Funke hat eine Zeitdauer von nur einer Hundert tausendstel- Sekunde. Auf elektrischer Basis sind denn auch alle unsere Instrumente konstruiert, mit denen wir kleinste Zeiten messen. Das geistreichste aller dieser Instrumente ist wohl die sogenannte, von dem Neuenburger Ingenieur Hipp konstruierte Millisekunden- Uhr, das„ Chronoskop". Sie wird mit Hilfe einer Aber solche kurzfristigen Zeitbruchteile fann man nicht nur genau messen, man kann sie auch dem Auge sichtbar machen. Und diesem Zweck dient ein von Pouillet konstruierter Apparat. Pouillet bedient sich kurzer, aber starfer Ströme, die die Nadel eines Galvanometers ablenken. Auf der Galvanometernadel ist ein durch ein Glühlämpchen beleuchteter Spiegel angebracht; der Refler des Lichtes fält in Streifen auf eine große Stala. So kann man die Tausendstel- Sefunden bequem ablesen. Auch in der neueren Momentphotographie hat man ein ausgezeichnetes Mittel, Vorgänge, die sich in Bruchteilen von Sekunden abspielen, in ihren für das bloße Auge längst nicht wahrnehmbaren Einzelheiten festzuhalten. Daher sind denn die Kinematographen, Mutoskope u. s. f. in gewissem Sinne gleichfalls Meßapparate. Man ist heute im stande, photographische Platten von solcher Empfindlichkeit herzustellen, daß zu ihrer Belichtung nur eine Tausendstel- Sekunde genügt. Leider vermag die Praris aber diesen Vorteil noch nicht völlig auszunüßen; immerhin ist es schon gelungen, bis zu 200 Aufnahmen in einer Sekunde zu machen. Die ersten Momentaufnahmen dieser Art verdanken wir Anschütz. Er verwandte als Momentverschluß ein Wachs.