Mr. 88. Wonnementoprets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., Saus gebracht 60 Bfg., durch die Poft bezogen viertelfährth Mr. 1,50. Battebetingen: Oberheffifche Familienzeitung( täglich) und die Stekener Geifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erfcheint an allen Werktagen nachmittags. Freitag, den 15. April 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einfpaltige Betitzelle für gang Q heffen, die Kretse Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 16 Reklamen die Petitzelle 30 refp. 40 Pfg. Boftzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg Fernsprechanschluk Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weylar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der Krieg in Oftafien. Es steht nunmehr außer allem Zweifel, daß sich ein neuer Alangriff des Admirals Togo auf Port Arthur und ein Gefecht zwischen der japanischen und einem Teil der russischen Flotte stattgefunden hat. Ueber den Angriff selbst und den Gegenborstoß der russischen Flotte liegen aber die verschiedensten erfiomen vor. Der angebliche Bericht eines Augenzeugen, des an Bord eines Dampfers auf der Höhe von Port Arthur Befindlichen Berichterstatters der„ Times", schildert die Aktion folgendermaßen: Um 4½ Uhr früh sah ich das japanische Geschwader, einschließlich der Schiffe„ Kasuga“ und„ Nischin", die zum erstem Male auf dem Kriegsschauplatz erscheinen, auf Port Arthur zu fahren. Als wir uns Port Arthur näherten, fanden wir dort bereits sechs japanische Kreuzer vor. Dieſe hatten in den frühen Morgenstunden einen Torpedoangriff auf Port Arthur gedeckt. Die Schlachtschiffe, darunter „ Nischin“ und„ Kasuga", näherten sich dem Vorgebirge bis auf 6 Meilen. Um 10 Uhr 20 Minuten vormittags eröffneten die Küstenbatterien ein unregelmäßiges Feuer. Dreimal fuhren Admiral Togos Schlachtschiffe mit 18 Knoten Geschwindigkeit im Bogen um die russische Stellung, während die Russen ein wirkungsloses Feuer unterhielten. Um mittag ging Admiral Togo, der anscheinend eher eine Demonstration als ein Bombardement ausführte, zurück, ohne bemerkbaren Schaden gehabt und ohne viel Munition bermendet zu haben. Einschließlich der Torpedofahrzeuge waren 40 japanische Schiffe vor Port Arthur. Bei dieser Schilderung fällt das gänzliche Fehlen jeder Nachricht vom Untergang des„ Petropawlowsk" auf bei dem, wie sich inzwischen bestätigt hat, Admiral Mafarow in der Tat den Tod gefunden hat. Das traurige Onde des fühnen Flottenführers hat bei den Russen grambolle Bestürzung, bei den Japanern teilnehmendes Bedauern ermedi. Admiral Makarow stand bei seinen japanischen begnern in hoher Achtung; sie bewunderten die Art, in der e das russische Geschwader nach den ersten Angriffen auf Port Arthur rehabilitierte und in der er den ungleichen Sampf führte. Makarom war seit dreimal 24 Stunden nicht ans den Kleidern gekommen, weil er stündlich einen japa nfschen Angriff erwartete. Bemerkenswert ist, daß er zwei Lange mach Uebernahme seines Kommandos nach Petersburg eine Depesche richtete, worin er dringend die Entsendung eiemes Admirals verlangte, den er mit seinen intimsten Absien vertraut machen wollte, weil er mit der Möglichkeit redmete, ein Opfer seiner Pflichterfüllung zu werden. Der bewundete Großfürst Kyrill, dessen Verlobung mit der geschiedenen Großherzogin Melitta von Hessen in diesem Sommer großes Aufsehen erregte, rettete sich beim Untergang dus Petropawlowsk" schwimmend. Er liegt am Wundfife ber bedenklich darnieder. Wie die Katastrophe herbeigeführt wurde, eraliutert die folgende Auseinandersetzung unseres-Mitacrbeiters, die allerdings, da offizielle Darstellungen De Vorganges bisher ausstehen, sich auf Kombinationen aufbconen mußte. Er schreibt uns: Aus dem Wust von widerspruchsvollen und unkontrollierbouren Nachrichten über die furchtbare Katastrophe, die der Plot Arthur- Flotte ihr stärkstes Schiff und der russischen Marine ihren tüchtigsten Admiral raubte, habe ich im Nachstehenden versucht, ein einigermaßen klares Bild über die Borgänge vor Port Arthur zu konstruieren. Es iſt wahrscheinlich, daß die Japaner sich mit der Absicht trugen, eine gere Truppenmacht auf der Kwangtung- Halbinsel, auf per fort Arthur liegt, zu landen. Das russische Geschwader ter dem heldenmütigen Makarow machte nun den kühnen Bruch, diese Landung zu verhindern. Dabei kam es zur Sicht bei den Miautau- Inseln. Ueber deren Verlauf ft borläufig müßig, Vermutungen aufzustellen. Jedenfalls mußten sich die schwachen russischen Streitkräfte vor berlebermacht zurückziehen. Als sie auf die Reede zurückehmen, soll nun das Unglück mit dem Petropawlowsk" gehen sein. Das offizielle Telegramm meldet nichts per, als daß das Schiff auf eine Mine geraten sei. Die Frage, ob es eine russische oder japanische war, drängt sich atatürlich sofort auf. Toch spricht, wenn es sich um eine Dime im eigentlichen Sinne handelt, die Wahrscheinlichkeit pl dafür, daß das Schiff auf eine russische Mine, die durch in Strömung und den Eisgang losgerissen wurde, auflief. Des infolge schlechter Führung auf eine der ausgelegten Minenreihen gestoßen sei, ist wohl kaum anzunehmen. Ebenjonit es höchst unwahrscheinlich, daß es den Japanern unbeEntet gelungen sein sollte, schwimmende Minen auszuelegen. Aber nicht von der Hand zu weisen ist eine Version, din sich auf den Umstand aufbaut, daß die Russen auch den Thedio mit Mine bezeichnen. Im Telegramm des NewYork Herald, das die Petersburger Zensur passieren konnte, wird direkt gesagt, daß der„ Petropawlowsk" dreimal von japanischen Torpedos getroffen wurde. Wir werden uns wohl noch einige Tage gedulden müssen, ehe die russische Regierung sich dazu entschließt, eine wahrheitsgemäße Darstellung des Vorganges zu geben. Daß sie die Katastrophe lieber auf einen Zufall, als auf die mörderische Wirkung japanischer Torpedos zurückführt, ist bei der furchtbaren Niedergeschlagenheit, die in Petersburg wegen des Verlustes des " Petropawlowsk" herrscht, nur zu begreiflich. In Tokio soll eine Meldung des Admirals Uriu vorliegen, die bestätigt, daß der Petropawlowsk" und ein russisches Torpedoboot durch japanische Schüsse zum Sinken gebracht seien. Der Kreuzer„ Bajan". Nach einer weiteren Londoner Meldung sollen die Japaner auf den Kreuzer Bajan" Jagd gemacht haben. Die russische Flotte verließ den Hafen und zwang die Angreifer zum Rückzugso heißt es, nachdem die javanischen Versuche, den von Osten kommenden großen russischen Kreuzer Bajan" abzufangen, mit Hilfe des„ Askold" und eines Schlachtschiffes vereitelt worden waren. Mit Makarow fand auch sein Stabschef Kontreadmiral Molas den Tod, der sich mit ihm zusammen in der Admiralskabine befand, als die Katastrophe erfolgte. Ein neues Gefecht in Tibet. Londoner Blätter bringen die Meldung von einem neuen blutigen Gefecht in Tibet. Die Meldung besagt: Die Tibetaner haben am 8. d. Mts. an der Sch I u ch t vom Noten Götterbild wiederum den Versuch gemacht, dem Vorrücken der englischen Expedition Widerstand entgegenzusetzen. Die Geschütze des Feindes auf den Höhen wurden von den Engländern zum Schweigen gebracht. Alsdann wurde der Durchmarsch von den 32. Pionieren erzwungen. Die Verluste des Feindes beliefen sich auf rund 200 Tote. Die Engländer hatten feinen Toten und nur 10 Leichtverwundete. Die britische Expedition ist übrigens am 11. April an ihrem Bestimmungsort, in Gyangtse eingetroffen; wie Oberst Younghusband, der Führer der rpediton, nach London gemeldet hat, ist der ihm zum Schutze der Expedition nachgesandte General Macdonald am 11. d. M. in Gyangtse ohne Verlust eines einzigen Mannes eingetroffen.„ Die Tibetaner, die sich uns entgegenstellten", so meldet Younghusband, sind sehr entmutigt. Der chinesische Vertreter Ma ist zu uns gekommen und erklärt, der chinesische Ambas wolle kommen, sobald er mit dem Dalai Lama zu einer Einigung gelangen fönne. Vier tibetanische Gesandte sind unterwegs." Der„ Ambas" ist der Vertreter des Kaisers von China beim Dalai Lama. Tibet steht bekanntlich zu China in einer Art Schutzverhältnis. Die Meldung, daß vier tibetanische Gesandte nach Gyangtse unterwegs sind, deutet darauf hin, daß der Dalai Lama eine gütliche Einigung mit den Engländern beadsichtigt, nachdem ihm die Mißerfolge seiner Truppen gezeigt haben, daß er mit Waffengewalt gegen sie nichts ausrichton fann. Die Frage ist nur, ob er nach dieser Einigung nich: noch mehr, als bisher, hinter dem Rücken der Briten An- schluß an Rußland suchen wird. In London rechnet man mit einer Ausdehnung des russischen Einflusses in Tibet und ist entschlossen, sie zu befämpfen. Das ergibt sich u. a. aus der jüngsten Londoner Unterhaus- Debatte, in der der Statssekretär für Indien Brodrick die Erlaubnis des Hauses nachsuchte, die indischen Truven infolge der Tibetverwickelungen außerhalb der indischen Grenze verwenden zu können. Die Begründung dieie: Grsuchens durch Brodrick bewies, daß das Londoner Kabinett die Festsetzung Rußlands in Tibet fürchtete. Er wies darauf hin, daß der Dalai Lama, während er lebergriffe auf indisches Gebiet sich erlaubte, zugleich eine Abordnung nach Petersburg gesandt habe, um dort einen Stückhalt gegen England zu finden. Rußland habe zwar versichert, es strebe kein Protektorat über Tibet an, aber England könne doch den russischen Versicherungen nicht recht trauen. Vor allen aber müsse den Tibetanern flar gemacht weredn, daß, wenn überhaup eine Macht, so nur England in Tibet Einfluß haben dürfe. Das klingt recht stolz und selbstbewußt. Wenn nur nicht die Minierarbeit der russischen Politik den Engländern schließlich auch in Tibet den Boden unter den zen unterHöhlt! Deutfcher Reichstag. ( 66. Sigung.) CB Berlin, 14. April. Die Debatten über den Etat für den Reichskanzler gemannen heute größere Bedeutung als gestern und vorgestern. Die Sigung läßt sich von vornherein recht interessant an, da querst der Abg. Bebel das Wort erhielt, der einen guten Tag hatte. Seine Ausführungen, die mit gewohntem Temperament vorgetragen wurden, stießen bei der Mehrheit natürlich möchte man beinahe sagen- häufig auf Widerspruch, oft aber erweckte er auch im ganzen Hause durch wigige Bemerkungen schallende Heiterfeit. So namentlich am Salup, ais er uver die Jesuitenfrage prach, als er es für durchaus gerechtfertigt erklärte, daß der leitende Staatsmann auf die stärkste Partei des Parlamentes Rücksicht nehme, daran aber die Mahnung knüpfte, Graf Bülow möge nur konsequent bleiben, auch die Diäten bewilligen, die gleichfalls vom Zentrum gefordert würden, und von seinem Grundsatz auch nicht abweichen, wenn die Sozialdemokratie die stärkste Partei geworden sein werde. Einen großen Teil seiner mehr als anderthalbstündigen Rede widmete er der von ihm scharf verurteilten Ausweisung russischer Studenten, und ziemlich ausführlich äußerte er sich auch über die auswärtige Politik. Nachdem er geendet hatte, erhob sich alsbald Graf Bülow zur Antwort. Persönliche Angriffe, die der Vorredner gegen ihn gerichtet hatte, wies er elegant und schlagfertig zurück, um dann seinen Bemerkungen über die auswärtige Politik entgegenzutreten. Auch hier fiel manch wigiges Wort, aber der Inhalt war ernst und verdient vollste Beachtung. Bebel hatte von einer Isolierung Deutschlands gesprochen, der Kanzler bestritt, daß von einer solchen die Rede sein könne. Das Deutsche Reich stände zu den übrigen Mächten in guten Beziehungen, sein Verhältnis zu Frankreich sei gleichmäßig ruhig und friedlich. Aber, fuhr der Kanzler unter lebhafter Zustimmung der Rechten fort, selbst wenn wir isoliert wären, brauchten wir uns nicht zu fürchten, denn, wenn wir nur unser Schwert scharf erhalten, seien wir, auch auf uns selbst gestellt, starf genug. Erneut betonte Graf Bülow sodann, daß Deutschland in Ostasien strikte Neutralität beobachte; die Neutralisierung Chinas sei weder eine Vergewaltigung noch eine Verlegung der Neutralität, denn sie sei sowohl China selbst als auch Japan willkommen gewesen. Der Verkauf deutscher Schiffe an Rußland sei nach der völkerrechtlichen Praris zulässig, ebenso könne auch Japan, wenn es wolle, bei uns Schiffe kaufen. Die Rede des Kanzlers, die wieder dessen große oratorische Gewandheit erkennen ließ, gipfelte in einer Mahnung zur Einigkeit, die gerade jetzt notwendig sei angesichts der ernsten Symptome näher bezeichnete Graf Bülow sie nicht am Horizont der inneren und äußeren Politik. Von seinen sonstigen Ausführungen sei noch die Bemerkung hervorgehoben, daß die Regierung hoffe, zum Abschluß neuer Handelsverträge zu kommen. Sollte sie sich aber überzeugen, daß ihr dies nicht gelinge, so werde sie ohne Zögern und ohne Schwäche zur Kündigung der alten Verträge schreiten. Wie gewöhnlich unter der Wirkung größerer Kanzlerreden die nächstfolgenden Redner leiden müssen, hatte auch heute der Abg. Hieber Mühe, das Ohr des Hauses zu gewinnen, der nochmals den Standpunkt der nationalliberalen Partei zur Aufhebung des§ 2 des Jesuitengesetzes beleuchtete. Die weitere Diskussion drehte sich hauptsächlich um die staatsrechtliche Frage, ob der Bundesrat befugt sei, Beschlüsse des Reichstages aus einer früheren Legislaturperiode nachträglich seine Zustimmung zu erteilen, eine Frage, die der Staatssekretär der Justiz, Dr. Nieberding, unter Anführung von Präzedenzfällen bejahte. Die Politik. Englische Blätter, die von jeher sich mehr als nötig über deutsche Angelegenheit den Kopf zerbrochen, wollen wissen, trotz aller deutschen und vatikanischen Dementis seien immer noch Vorverhandlungen wegen Begründung einer päpstlichen Nuntiatur in Berlin im Gange. Im Falle des Gelingens würde wahrscheinlich der bei dem Kaiser gut angeschriebene Abt Krug von Monte Cassino zum Nuntius ernannt werden. Er sei klug und taktvoll, und seine Eigenchaft als Mönch würde gewisse vom Papst beabsichtigte Aenderungen und Ersparnisse an den Nuntiaturen erleichtern. Der Papst habe seine Bereitwilligkeit erklärt, dem Deutschen Reich den Schutz seiner eigenen katholischen Missionen in aller Form zu überweisen. Ein Breve darüber werde demnächst veröffentlicht werden. Wir registrieren die Meldung mit dem Hinzufügen, daß unserem Berliner CB- Mitarbeiter aufs neue von autorisierter Seite versichert worden ist, derartige Verhandlungen schwebten nicht. A Das Gefecht bei Onganjira hat den Herero nichi so große Verluste gebracht, wie man ursprünglich annehmen mußte. Nach einer Depesche des Obersten Leutwein wurden vom Feinde achtzig Tote und frische Grüber gefunden. Etwa 350 Stück Großvieh wurden erbeutet. Die Verfolgung der bei Onganjira Geschlagenen erwies, daß die Herero in die Gegend von Otjitasu, Eundo, Katjapja geflüchtet sind. Die hier genannten Ortschaften liegen im Osten von Oganjira 15-25 Kilometer von dort an den Nordabhängen der Onjatiberge. Ob die Herero dort sich aufs neue gesammelt und zum Widerstande festgesezt haben, läßt die Depesche Leutweins nicht erkennen. Wahrscheinlich sind sie über die genannten Ortschaften hinaus weiter nach Osten geflohen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird man binnen kurzem wieder von einem neuen größeren Gefecht hören. Dänemark. * Die Londoner„ Daily Mail", die das Gras auch da wachſen hört, wo es nicht wächst, brachte dieser Tage die Meldung, Rußland, England und Dänemark hätten einen Vertrag abgeschlossen, wonach die beiden Großmächte die Neufedeno pei u befommen. LIL DC 250g von den adfie schoß. den einen nach einer fröhlichen Jagd greifen fonnte. arabe Schen mildan alia frog flatternd und freifchend dicht auch mein Windspiel brachte zwei Hasen auf, von denen es Auf diese Weise erlegte ich ein paar Vögel, und auf und hielt dann geduldig still, bis ich zu ihm kam und ftreifen. Ab und zu stöberte mein Vorstehhund eine Schnepfe nawischen ließ ich die Hunde über das offene Moor Eine einmal den Mann, dann wieder ntich an."( No plo zu mir wendend, fagte er: Sie Herren wohl einander vorstellen Herr muß Mann vorstelle, der, obgleich er ein Engländer ist, doch ein den Fremden: ,, Erlauben Sie, Mulligan, daß ich Ihnen einen eine fomisch wirkende Wichtigkeit gebend, wandte er sich an feine fleine fette Hand auf meine Schulter gelegt, und fich Ehe ich hierauf noch ein Wort erwidern fonnte, hatte er mid Sturm und mit witt Wie der stete Regen nur mählings Von herbstlichen Akazienblättern. dir das Alter entgegen, * feinen Bart. Milly hing sich an den Arm ihres Onfels, der BauDer meister und Fritchen folgten. strömte weiter. Dem Baumeister schien das mit Blut übergossen wird, in pit ihre Augen sich begegneten. herziges Mädchengesicht an feiner Seite, das jedesmal wie Himmel, er fah nicht den nassen Weg, er fab nur ein liebes. Wetter plöblich prachtvoll zu sein. Er sah nicht den trüben SEASIVARALLE tralität Dänemarks garantieren. Unser Berliner CB- Mitarbeiter kann demgegenüber auf Grund authentischer Infor mationen feststellen, daß an der Londoner Sensationsmeldung fein wahres Wort ist. Hof und u Der Kaiser erledigte gestern an Bord der„ Hohen zollern" in Syrakus Regierungsgeschäfte. Tags zuvor machte er mit Gefolge einen Ausflug zu sagen nach dem griechischen Theater, dem„ Ohr des Dionysius" und den Steinbrüchen Latomia und di Santa Venera, wo der Tee genommen wurde. Das Wetter war prächtig, die Aussicht von Theater aus über die Insel, die Stadt und das Meer klar und überaus schön. Am Abend war die Promenade am Hafen reich durch Lampions beleuchtet, die in den Alleen von Palmen und Oleandern aufgehängt waren. Dem Kaiser wurden zahlreiche Blumenspenden an Bord gesendet. Preufsifcher Landtag. Herrenhaus. RK Berlin, 14. April. ( 8. Sitzung.) Das Herrenhaus trat heute zu einer kurzen Sizung zusammen. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Präsident des seit der letzten Sitzung verstorbenen Mitgliedes Grafen Waldersee. Dann erledigte das Haus unter unwesentlicher Debatte eine Reihe Petitionen. Ein Gesetzentwurf, betreffend die Bildung einer Genossenschaft zur Regelung der Vorflut und zur Abwässerreinigung im Emschergebiete wurde an die Kommission zurückverwiesen. Haus der Abgeordneten. ( 52. Sitzung.) Die RK Berlin, 14. April. Eine Kunstdebatte brachte endlich einmal etwas Leben in die nachgerade öde gewordene Beratung des Kultusetats. Abg. Träger, der einstige Gartenlaubenlyriker, nahm sich der Regierung gegenüber der neuen Kunst" an. Sezession, die den Kampf der Eigenart gegen die Konvention darstelle, die uns aus den Banden inhaltloser Schulkunst befreit habe, sie werde von der Regierung bekämpft! Das sei ein unhaltbarer Zustand. Die Regierung solle nicht vergessen, daß über der Nationalgallerie steht:„ Der deutschen Kunst", nicht„ Der königlich preußischen Kunst!" Aehnlich, lismus in der Kunst, drückte sich der Nationalliberale lismus in der Kunst, drückte sich der nationalliberale Beumer aus. Abg. Dr. Rewoldt von den Freikonserbativen naalte Richtung gegen die neue in Schutz; die Sezessionisten wollten die Diktatur innerhalb der Künstlerschaft sich anmaßen. Kultusminister Studt verteidigte die Haltung der Regierung, die völlig unparteiisch zu Werke gehe. Die weitere Debatte brachte nichts sonderlich Bemerkenswertes. Dann vertagte sich das Haus auf den Abend, um die Kultusdebatte meiter zu fördern. Hus dem Gerichtsfaal. § Ein sensationeller Prozeß wird Freitag, 22. d. Mt., voi Schöfengericht in Wiesbaden seinen Anfang nehmen. Es handelt sich um eine Beleidigungsklage, die durch eine große Zahl Wiesbadener Aerzte gegen den Dezernanten für Medizinalangelegenheiten bei der dortigen Königl. Regie rung, Regierungs- und Medizinalrat Dr. Pfeiffer anhängig gemacht worden ist. Die Verhandlung wird, dem Vernehmen nach, mehrere Tage in Anspruch nehmen. § Ein Liebesdrama beschäftigte das Wiener Schwurgericht. Der 24jährige Friseur Josef Schober hatte im letten Dezember seine Geliebte, das Dienstmädchen Julie Kieninger erschossen und sich schwer verletzt. Er wurde geheilt und stand jetzt unter der Anklage des Mordes vor den Geschworenen. Schober behauptete, die Kieninger habe die Tat gewünscht. Die Geschworenen sprachen ihn einstimmig von der Anklage des Mordes frei und verurteilten ihn nur wegen Uebertretung des Waffenpatents zu 20 Kronen Geldſtrafe. § Grausamer Sport. Die Strafkammer zu Saarbrücken verurteilte den Fuhrunternehmer H. Boßlet aus Wiesweiler bei Saarlouis wegen grausamer Tierquälerei zu vier Wochen Gefängnis. Er hatte infolge einer Wette seinen eigenen alten Starrengaul auf der Landstraße eine Strecke von sieben Kilometern in 11½ Minuten zurücklegen lassen. Das arme Tier war mit Blut und Schaum bedeckt am Ziel angekommen und wenige Stunden darauf verendet. § Ein gefährlicher Heilkünstler". Der 32jährige, mehrfach vorbestrafte Artist Sobann Karl Paul Strauß batte sich Der Wildhirt. Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung) ( Nachdruck verboten.) megen zahlreicher Sittlichkeitsverbrechen und tatlicher Geleidigungen vor der ersten Strafkammer des Landgerichts zu verantworten. Strauß, welcher sich als Naturarzt ab, war vor einiger Zeit in dortiger Stadt durchgereist uno nahm vorzugsweise an weiblichen Patienten eingehende Untersuchungen vor, bei welcher Gelegenheit er sich der obigen Verbrechen schuldig machte. Als Arznei verkaufte Strauß gewöhnlich Haarlemer Tropfen. Er wurde auf offener Straße verhaftet, als er gerade von der Untersuchung eines jungen Mädchens kam. Das Gericht verurteilte den sauberen Patron zu insgesamt 1½ Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust. Der Verurteilte erklärte, Revision einlegen zu wollen, da er völlig unschuldig sei. § Der„ kalte" Eid. Der 19 Jahre alte Dienstknecht Xaverl Ritschl von Tölz hatte sich vor dem Geschworenengericht in München wegen Meineides zu verantworten. Er hatte seinen Freund herausgeschworen", d. h. im Ermittelungsverfahren vor dem Amtsrichter in Tölz unter Eid behauptet, daß er den am 5. Juli v. J. in seiner Begleitung befindlichen Radfahrer, der in Penzburg einen Bauerssohn überfuhr, nicht gekannt habe. Diese Aussage war unwahr, denn der betreffende Radfahrer war ein guter Freund von Ritschl. In der Verhandlung gab er nun weinend zu, daß er dem Amtsrichter nicht die Wahrheit gesagt habe. Er glaubte, sein Schwur gelte nichts, weil er anstatt der Schwurfinger die ganze Hand erhoben hatte, und weil im Zimmer des Amtsrichters gar kein Kruzifir vorhanden war und auch feine Kerzen brannten! Die Geschworenen würdigten diese pfiffige Verteidigung des Bauernburschen und verneinten nicht nur die Frage auf vorsätzlichen, sondern auch fahrlässigen Falscheid, was die Freisprechung zur Folge hatte. ,, Daß Dich das befümmert, Hangcurt, kann ich Dir nit verdenken.' s Elsche is' n Mädchen, bei dem sich einer so recht glücklich fühlen könnt', der's mal hätt'. ' s is hübsch, nett, gescheit und häuslich. Die Wirtschaft führt's doch fast ganz allein, denn sein Vater is ja' s ganze Jahr kränklich und sei Mutter fann' m auch Sadrin nit helfen." Ja, das Haus muß ich neidi u. 5 nach sheim möcht ich vorderhand auch nit geh'n, deun bei mein' Leut' hab ich ezt auch nichts Gutes. Wenn ich nur wüßt, wo ich hin sollt! Ich möcht' ganz fort gehn, ohue daß Jemand was d'rbon wißt- ganz foet." ,, Komm doch mit mir in die Wildhütt'; ich wollt' eben' naus." Nab und Fern. Graf Zeppelins neuer Luftschiffbau. Bei Manzell, dreiviertel Stunde unterhalb Friedrichshafen, herrscht wieder eine sehr rege Tätigkeit. Graf Zeppelin hat die Halle, die seinen neuen Luftballon oder besser sein Luftschiff aufnehmen soll, beinahe vollendet. Während die gewaltige Halle beim ersten Versuch auf dem See schwamm, ruht sie jetzt auf festem Boden. Die Ausdauer und der Mut des alten Soldaten und Luftschiffers sind wahrlich zu bewundern. Weder das Ausbleiben des bei der ersten Auffahrt sicher erwarteten durchschlagenden Erfolges, noch die ungünstigen Geldverhältnisse schreckten den tatkräftigen General von einem nochmaligen Versuch ab, Herr der Lüfte zu werden. Wenn sich nicht zu große Schwierigkeiten in den Weg stellen, wird der zweite Versuch schon im kommenden Herbst vor sich gehen. Im großen und ganzen bleibt das System dasselbe, nur wird Graf Zeppelin Uebelstände, die sich damals bei der ersten Auffahrt herausstellten, als zu schwere Belastung, nicht genügend starke Bewegungskraft usw. ausschalten und Verbesserungen einführen. Zweifellos wird auch dieser neue Versuch großes Interesse erregen. In die Wildhütt'? Ja, was tuste denn noch da? ' 8 is ja ezt nichts mehr zu hüten" ,, Schad't nichts! So lang' s Wetter einigermaßen is, bleib ich drauß; denn siehste,' s gefällt mir nun mal drauß. Wenn ich so hübsch im lichten Holz allein sein und kann treiben, was ich will, ohne daß Jemand d'rnach guckt, das is mein Leben." ,, Jch' geh' mit Dir", sagte Hangcurt furz entschlossen. "' s is mir lieb, daß ich es kann; so brauch ich doch nit nach heim und wenn ich morgen und die nächsten Tage nit da sein, wird mein Vater wohl anders gegen mich, wenn ich d'rnach wieder komm'." Hierauf schritten die Beiden in der Dunkelheit hinaus und bogen nach kurzer Wanderung von der Straße ab, wonach sie den Feldweg einschlugen, der in Explosion auf einem amerikanischen Kriegsschiff. Die Flotte der Vereinigten Staaten ist von einem schweren Schlage betroffen worden. Während einer Schießübung bei Pensacola( Florida) explodierte auf dem Schlachtschiff Missouri" ein Panzerturmgeschütz. Dabei kamen 26 Offiziere und Mannschaften um. Auch bei einem englischen Manöver ereignete sich ein Schiffsunfall, der unter Umständen schwere Folgen hätte haben können. Zu Ehren des in Portsmouth zu Besuch weilenden Prinzen Heinrich von Preußen wurde ein Angriffsmanöver gegen den Hafen veranstaltet. Als die Torpedoboot dabei versuchten, sich unbemerkt von den Scheinwerfern in den Hafen einzuschleichen, lief der Torpedobootszerstörer „ Teazer" auf und blieb fest sizen. Hunderte von Zuschauern waren bei dem Unfall, der große Erregung verursachte, zugegen. Admiral Sir John Fisher begab sich sofort an die Unfallstelle. Nach angestrengter Arbeit gelang es den ,, Teazer" wieder flott zu machen. Eine„ Naturärztin". Eine häßliche Skandalaffäre ist in Wiesbaden aufgedeckt worden. Dort wurde ein in den 30er Jahren stehendes Fräulein Gertrude Schmidt verhaftet, die als Naturärztin auftrat und gegen hohes Honorar Beihilfe zu Verbrechen gegen das keimende Leben leistete. Ihre Klientinnen hatte sie in den ersten Gesellschaftskreisen. Die Schmidt ist die Tochter eines preußischen Majors und war eine Zeitlang in Mannheim Empfangsdame bei dem Kurpfuscher ,, Direktor" Jüngling, dem vor einigen Jahren der Prozeß gemacht wurde. Durch Tabakrauch getötet. Einen eigentümlichen Tod fand in London eine alte Dame. Die Dame leidet an Mithma. nordöstlicher Richtung nach dem lichten Holze führte. und als sie gelegentlich eines Besuches bei ihrem verheiratetem Sohn das Zimmer betrat, in dem dieser mit noch einigem Freunden rauchend saß, erlitt sie infolge des Rauches einem so heftigen Anfall, daß sie sofort zusammenbrach, und bevor ärztliche Hilfe zur Stelle sein konnte, verschied. Durch die Nacht aber drang unten vom Dorfe her die Kirmeßmusik, welche dem Hangcurt gleich einem schrillen Mißflang däuchte. Der G Zugführer in de Einen eigentümlichen Selbstmordversuch machte der auf Georg Ramge einem Spreedampfer beschäftigte Heizer Richard Schützke aus Emmerfennung fei Berlin. Er hatte einen Dampfbahn geöffnet und sich dem Dampf in den Mund einströmen lassen, bis er besinnungslos zusammengebrochen war. Schützke wurde nach der Charitee gebracht und liegt dort schwer darnieder. miit Wirkung b eersept und ihm enftordens Phil Maleichen wurde be Eisenbahngemeinfa auf fein Nachfu Dienfte, mit Wirt and verfegt. fenbahngemeinf Anlaß feiner Ver Chrenzeichen mi Clehen befommen Die Ort Waijenschu gre Generalb Liebestragödie bei einer Dilettantenvorstellung. Ein in Kladrau( Desterreich) veranstalteter Theater- und Unterhaltungsabend erfuhr eine unerwartet tragische Unterbrechung Während gerade ein Chorlied gesungen wurde, zog plötzlich eins der Komiteemitglieder, Hans Bauer, ein Messer here vor und brachte damit dem neben ihm sibenden ahnungslojen Fräulein Amelie Lang, ohne daß es jemand hindern konnte, mehrere Stiche bei. Der Täter, welcher einer geachteten Bürgerfamilie angehört, stellte sich sofort selbst dem Gericht. Fräulein Lang ist nicht unerheblich verletzt. Das Motiv der Tat ist Eifersucht. Amerikanische Reklame. Im Kirmeßhaus ging's indessen noch lustig zu. Die Abwesenheit Hangcurt's wurde heut Abend nicht weiter bemerkt. Der Burkhennersch nahm jede Gelegenheit wahr, mit dem Elschen ein Gespräch anzuknüpfen, auf welche Bemühungen das Mädchen auch mit bereitwilligem Scherze einging, ohne jedoch dies in der Weise zu tun, daß aus allerhand Anspielungen des Burschen, welche seine Absicht verraten sollten, mehr als bloße Scherzhaftigkeiten hätten entnommen werden können. Der Hannhenner fand denn auch bald heraus, daß heute wenigstens nichts Bestimmtes in Bezug auf seine Absichten zu erlangen sei. Der Strom der Fremden, der sich jetzt in die Vereinigten Bauunternehm dote Verhandlu zur Kenntnis ftandswahl wu bis auf den M Wiederwahl a Nachfolger und Male 2. Material Bunft betraf welche hier in tattfindet. 3 Hammlung der Staaten ergießt, um die Wunder der Weltausstellung von St. Louis zu schauen, wirkt neu belebend auf die Tätigkeit der amerikanischen Reklamespezialisten, die einen wahren Wettlauf um originelle Ideen veranstalten. Die ameri kanische Reklame ist die bestorganisierte in der ganzen Welt. Agenturen, die sich ausschließlich mit Reklame befassen, bermitteln dem Publikum Annoncen in allen Blättern der Welt, verfassen die Inserate selbst je nach den speziellen Wünschen des Antragstellers in ernſtem, heiterem und poetischem Stile, und eigens angestellte Zeichner liefern Clichees aller Art, bon den kleinſten bis zu solchen von ungeheueren Dimensionen. Manche dieser Künstler, die sich einer sehr erzentrischen Phantasie erfreuen, verdienen im Jahre bis zu 60 000 Francs Als die Kineß für diese Nacht zu Ende gegangen, war es schon längst nach Mitternacht. Der Burkhennerschh hielt sich darum noch ein wenig mit etlichen Burschen, der en Bekanntschaft er gemacht, im Dorfe auf, und zwar solange, bis beinahe der Morgen graute, um sich alsdann nach seinem ziemlich entfernten Heimatsdorfe auf den Weg zu machen. Seine Absicht die ihn nach der Kirmeß geführt, hatte er allerdings noch nicht erreicht. Auch konnte er nicht sagen, wie eine allenfallsige Bewerbung um das Elschen bon diesem aufgenommen würde, denn das hatte es berstanden, ihn vollständig im Unklaren zu lassen. Da aber das Mädchen, von dem ihm erzählt worden war, ihm über die Maßen gefallen, so nahm er sich vor, seinen Besuch bei ihm zu wiederholen. Er zweifelte nicht, daß es ihm gelingen würde, das hübsche Mädchen zur Frau zu beOrtsgruppe i wieder Versa regung fand Beh. Sonntag im lüber„ Deutsch Aeit 1790-18 < Der Bu Gießen F Sonntag auf berbunden mi Der Es existiert eine Gesellschaft, die ausschließlich die Me klame mittels Papierdrachen betreibt. In Newyork über dem Hudson kann man zahllose Papierdrachen schweben sehen an denen ungeheuere Reklamebänder befestigt sind. Rode fellers ,, Standard Oil" sucht auf diese Weise die Aufmerksam keit des Publikums zu erregen. Besonders charakteriſtiſc sind die Mitt, deren sich der amerikanische Geschäftsmann bedient, um e Blicke der Käufer anzuziehen. Da man in Amerika es..icht so gut wie auf dem europäischen Kontinent versteht, die Waren in den Auslagen gefällig und verlockend zu ordnen, so greift maa zu recht sinnfälligen Mitteln. Go legt z. B. ein Hutfabrikant auf jeden Hut im Auslagefenster eine Dollarnote. Eine Desinfektionsanstalt läßt einen gro Ben, mit schreienden Farben bemalten Wagen durch die Stra Ben der Stadt ziehen; die Wände des Gefährts sind ganz au Glas, und dahinter erblickt man Exemplare jener lästigen zu vertilgenden Haustiere, als da sind: Wanzen, Flöhe, Flie gen, Schwaben, Russen, Mäuse usw. Die Erfinder von Haar wasser und Pomaden begnügen sich nicht wie bei uns damit. ihre Mittel durch Plakate, auf denen Menschen mit üppigem Harwuchse dargestellt sind, anzupreisen. So kann man in Boston hinter dem Auslagefenster eines Friseurs den ganzen Tag über ein hübsches junges Mädchen mit bis zur Erde wallendem blonden Haare siben sehen. Die Schöne kehrt dem Beschauer den Rücken und liest zur Verkürzung der Lange weile in einem Buche. Ein Anschlagzettel aber belehrt, dahin, daß dieses Prachthaar 1,50 Meter lang ist und seine Fülle und Länge nur dem Gebrauch des X- Wassers verdankt Das Ueberraschendste für den Europäer aber sind die amerikanischen Apotheken. Mon nennt sie Droguerien, in Wirklichkeit sind die amerikanischen Apotheken große Bazare Wohl liest man an der Eingangstür in ganz kleinen Bud staben das Wort Drogs, aber auf einem mächtigen Schild das weit in die Straßen hineinragt, steht in großen Bud staben: Ice cream soda. Dies ist die National- Leckerei par excellence. Nach der Eis- Abteilung kommt die für Tabat Nebenan ist die Konditorei, weiter hinten die Parfümerie: Bürsten, Kämme, Schwämme, Toiletteartikel. Auch die Pa pierwaren, Spielkarten und Sportartikel nehmen einen gro ßen Platz ein. Desgleichen ist die Apotheke öffentliche Tele phon- und Poststation; denn sie nimmt Einzahlungen pe Postanweisung an und zahlt solche aus. Das Adressenbu liegt zur allgemeinen Benutzung auf, und Vormerkungen fü die Volksbibliothek werden unengeltlich angenommen. vor man die Apotheke verläßt, erblickt man ganz hinten e kleine Abteilung, wo Rezepte gemacht werden. auch ohne Reklame. nimmt nächsten ** Heute Omnibusverteb emem Omnibu ihren Weg zu Für findende Aus zuchtverei Ehrenpreis gef In der ** werksgesellschaft ein bedeutendes Drahtseilbahn aber Flenjungendürfte in 14 werden. He = Ein walder Zeitu Sagende Infer werden aufgef ihren paar Fo da ich den gan Bevollmächtigte alberne Tretere * Robe diefem Titel br eine Notiz, in Die geb Führer durd über die Robe und dann wo man wohl, w und wo di ( wohl Drudfe hat, tann n tpmmen: eine Bürgschaft dafur glauble er schoit in feire Abstammung und seinem Besitz zu erblicken.- In Pierersch Hofe herrschte am ander Morgen keine geringe Bestürzung, als man d Entdeckung machte, daß der Hangcurt nicht da na Die Kned te, welche die ganze Nacht noch bei der Kirn gewesen, hatten auch nichts mehr von ihm gesele Der alte Bierer allein war nicht sehr betroffen, den cr mutmaßte sehr richtig. als er sagte: „ Er wird wohl bei dem Strauch dieb, dem Gä liophel, stecken. Die zwei passen zusammen. Daß m das noch erleben muß: dem Pierer sein Jung und de Gänschannes seiner! Wenn m'r nur erst wüßt, w sich rumtreibt' s bleibt mir nichts anderes übrig, re ich erfahre, wo er steckt, als daß ich'n mit Gensdarn holen lasse und schaff'n nach Amerika, denn wen hier bleibt, kommt er doch noch ins Zuchthaus. Tiophel hat' n ganz umgarnt; der is sein böser Ga Das Elschen war bei der Mitteilung, daß Hangcurt fehle, wie ins Herz getroffen. Es hätte geglaubt, daß es dem jungen Burschen so gut geme wie es dies jetzt entdeckte, nachdem er nicht mehr fa Es saß in seiner Kammer und weinte still; wa aber in der Wirtsstube, so mußte es eine heitere Mi zeigen, um nicht merken zu lassen, wie lieb ihm Hangcurt gewesen. Die beiden Bewohner der Wildhütte draußen lichten Holze hatten sich recht bequem eingerichtet, o von Bequemlichkeit in ihrem Heim die Rede sein kon Sämmtliche Fugen und Rize, jedes Loch der Wä waren mit Moos und Erde fest verstopft und der Bo war mit einer hohen Lage Moos, Stroh und belegt, in dem sich schon so leidlich fampieren wenigstens fonnte man sich vor Frost schützen, man sich in das Heu verarub. ( Forts. fol hat, Der Her scheint er fich went informieren Robert Blun teht noch erneuernder Mofenstöde 2c heit längerer mand die städ rwerben, we errichten ließ * NiederBers der Trieb wagten Augenb leidchen fing S Das Rind so fo einer halben St + Alsfeld 18. und 19. Ju läums. Bab erwartet. ** Marbu man hier, daß ld farter with Fahre den 400 i Der Univer Philipp de 1504 im Gief Soviel befannt ei ihrem berbera efer mit noch ein ge des Raudes menbrach, und be verschied. versuch madie de r Richard Schist geöffnet und , bis er besinn irde nach der er. ntenvorstellung Theater- und ragische Unterb en wurde, zog auer, ein Me fizenden ahnun emand hindern elcher einer ge fort selbst dem Perlegt. Das M * Lokales. - 15. April 1904. Der Großherzog hat am 15. Februar dem führer in der Hessisch. Preußischen Eisenbahngemeinschaft Borg Ramge zu Gießen auf sein Nachsuchen, unter 1.erfennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste, and Wirkung vom 1. April 1904 an in den Ruhestand ezt und ihm die Krone zum Silbernen Kreuz, des VerDesbiftordens Philipps des Großmütigen verliehen. glichen wurde der Lokomotivführer in der Hessich- Preußischen Genbahngemeinschaft Heinrich Jakob Kolb zu Gießen, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. April 1904 an in den Ruheand versetzt. Der Bahnwärter in der Hessisch Preuß. Efenbahngemeinschaft Heinrich Hamel in Bell hat aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift„ Für treue Dienste" ver1iben betommen. eklame. jezt in die Ver er Weltausstellu ebend auf die en, die einen canstalten. Die te in der ganze llen Blättern de Den speziellen " ** Die Ortsgruppe Gießen des Fechtverbandes Baisenschuß hielt gestern Abend im Schipkapaß" bre Generalversammlung ab. In Behinderung des Bauunternehmers Winn leitete Uhrmacher Stöber bie Berhandlungen. Jahres- und Kassenbericht wurden zur Kenntnis gegeben und gutgeheißen. Bei der VorFandswahl wurden die alten Mitglieder wiedergewählt Bis auf den Materialverwalter Arnold, welcher eine Reklame befasse Wiederwahl ablehnte. Tapezierer Enders ist als Clichees aller A geheueren Dimen sehr exzentrischen bis zu 60 000 Bachfolger und außerdem Kaufmann Borrmann noch als 2. Materialverwalter gewählt worden. Ein weiterer und poetiſchen Buntit betraf vie diesjährige Landesversammlung, welche hier in Gießen am 5. Juni im Café Leib Stattfindet. Zum Schluß wurde außerhalb der Verhammlung der Gedanke geäußert, die neu gegründete Ortsgruppe in Buzzbach demnächst, wenn dieselbe wieder Versammlung abhält, zu besuchen. Die Anregung fand Unterstützung. e ausschließlich bt. In Newyor erdrachen schweber r befestigt sind. e Weise die Aufm Besonders charat rikanische Geschäf nzuziehen. Dan europäischen f 1 gefällig und be nnfälligen Mittel * Geh. Hofrat Dr. Önden Gießen hält nächsten Sonntag im Kolosseum zu Worms einen Vortrag über Deutsche Dichter und Denker in der Franzosen. Beit 1790-1813. " < Der Verein der Küfer und Böttcher zu Gießen hält, wie wir erfahren, erst kommenden Sonntag auf der Liebigshöhe eine Abendunterhaltung, werbunden mit Verloosung und Tanz, ab. 1 Hut im Auslag Sanstalt läßt eine Wagen durch di Gefährts find g Sremplare jener d: Wanzen, Flo Die Erfinder to nicht wie bei un n Menschen mit i eisen. So fann ines Friseurs de idchen mit bis n. Die Schöne Verkürzung gzettel aber Peter lang ift Des X- Wassers Europäer aber f ennt sie Drogueri Apotheken große Boy ür is: ganz kleinen Ein männlicher Entschluß. Die Greifs einem mächtigen Sd gt, steht in großenwalder Zeitung vom 8. April veröffentlicht folgendes vielist die National- gende Inserat:„ Gläubiger gesucht." Alle meine Gläubiger ung kommt die für werden aufgefordert, sich binnen dreimal 24 Stunden mit hinten die Boren paar Forderungen hauptpostlagernd Stettin zu melden, Da ich den ganzen Bettel in einem Aufwasch durch meinen Bevollmächtigten erledigen lassen will, denn ich habe die alberme Treterei satt. W. M. cand. phil. Der Wohltätigkeitsverein„ Contentia" untermiman nächsten Sonntag einen Ausflug nach Rodheim. ** Heute Mittag trat eine Verkehrsstörung im Omni busverkehr insofern ein, als auf dem Seltersweg von remem Omnibus ein Rad lossprang, sodaß die Passagiere thren Weg zu Fuß weiter fortsetzen mußten. Für die am 4. bis 6. Juni in Ulrichstein statt. findemde Ausstellung des Vogelsberger Geflügelzuchtvereins hat der Graf zu Solms- Laubach einen ührenpreis gestiftet. etteartikel. artikel nehmen einen gr Apotheke öffentlihe immt Einzahlungen aus. Das Adresse und Vormerkunge lich angenommen. it man ganz hinter cht werden. Die glauble et font zu erblicken. Herrschte am zung, als m Sangcurt nicht facht noch bei da mehr von ihm icht sehr betroffen er sagte: Strauchdieb, dem fen zusammen. Sierer fein Jung Do n'r nur erft wüßt, nichts anderes übrig daß ich'n mit Gens Amerita, denn w noch ins Zuchthaus t; der is fein böser der Mitteilung, da Burschen so gut hdem er nicht meh 3 getroffen. G ** In der Ilsdorfer Gemarkung befißt die Bergmertsgesellschaft der Grube Louise" zu Nieder- Dhmen ein bedeutendes Eisensteinlager. Gegenwärtig wird eine neue Drahtseilbahn gebaut, welche auf die seither betriebene Linie Fleningen- Mücke- Nieder- Dhmen führt und die Anlage dürfte in 14 Tagen fertiggestellt und dem Betrieb übergeben werden. ** Robert Blum- Linde zu Gießen. Unter diesem Titel bringt heute der„ Gießener Anzeiger" eine Notiz, in der er an der Hand von Dr. Otto Buchners Führer durch Gießen und seine Umgebung" von 1885 über die Robert Blum- Linde im Lärchenwäldchen berichtet und dann wörtlich hinzufügt: " In Gießen weiß man wohl, wo die Luther- und die Schillereiche stehen, ob und wo die Robert Blum- Linde noch steht oder nicht ( wohl Druckfehler für einst". Red. d. G. N. N.) gestanden t, fann niemand angeben."(!) Der Herr, der diese fühne Behauptung aufgestellt at, scheint in Gießen noch sehr fremd zu sein. Hätte e sich wenigstens vor Abfassung seines Artikels zu informieren gesucht, so würde ihm jeder Gießener die Mobert Blum- Linde haben zeigen können. Die Linde teht noch heute in alter, mit jedem Jahre sich meuernder Pracht, nur sind die gärtnerischen Anlagen, Mosenstöcke 2c., die früher den Baum im Kreis umgaben, eit längerer Zeit in ziemlich berwahrlostem Zustand und die städtische Gärtnerei würde sich ein Verdienst emberben, wenn sie den Platz ein wenig frisch wieder harichten ließe. -m** Nieder- Ohmen. Das 2jährige Enkelkind des BeEr der Triebmühle war am Dienstag in einem unbeiten Augenblick dem Herdfeuer zu nahe gekommen. Das hibchen fing Feuer, und ehe man es gewahr wurde, hatte dra Rind so schwere Brandwunden erlitten, daß es nach ner halben Stunde st a r b. + Alsfeld. Unsere Freiwillige Feuerwehr begeht am lium 8. Zahlreiche auswärtige Wehren werden hier Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Oberhessen für Samstag, den 16. April 1904. Schwachwindig, etwas fühler, nach vorübergehender Bewölkung und geringem Regen wieder zeitweise heiter. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Aufgebote. Bismarchsäule oder im Dammelsberg, diesem schattigen, jett der Stadt gehörenden Eichenwald, dicht bei dem Schloffe, ein gemeinsames Volksfest der gesamten Bürgerund Studentenschaft. An dem folgenden Tay findet dann hier im Anschluß an diese Feier die Jahresversammlung des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde statt, die mit einem Ausflug nach Biedenkopf oder Haina ihren Abschluß findet. An dem eigentlichen Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Geburtstag, dem 13. November, ist bereits ein akade= mischer Festakt in der Aula der Universität vorgesehen. An der Einweihung des Denkmals Philipps des Großmütigen im Landeshospital Haina, das bekanntlich auch eine Gründung dieses Fürsten ist, werden ebenfalls Vertreter der Universität, der Studentenschaft u. s. w. teilnehmen. Der Termin dieser Feier, die jedenfalls auch im Juli stattfinden soll, ist noch nicht festgesetzt. Bedenkt man nun noch, daß am 21. Juni das Gedenken unseres Altreichsfanzlers und Marburger Ehrenbürgers durch die Einweihung der von der Studenten- und Bürgerschaft gemeinsam errichteten Bismard- Säule gefeiert werden soll und bei allen diesen Veranstaltungen nicht nur der aktive, sondern auch der ehemalige Marburger Student im Vordergrund steht, so ist sicher zu erwarten, daß eine ausnahmsweise große Zahl der wissensdurstigen Jünglinge die mit den besten Lehrkräften und Instituten ausgestattete alma mater Philippina als Aufenthaltsort wählt. Aus dem Gerichts[ aal. Straffammer. Gießen, 15. April 1904. Der Diensttnecht Otto Strauch von Steinbach ist angeklagt, dem Knecht Friedrich Sommerlad zu Gießen ein paar Stiefel im Werte von 14 Mt. entwendet zu haben. Troz Leugnens des Angeklagten wurde er schuldig befunden und mit Rücksicht auf seine mehrfachen Strafen wegen Eigentumsvergehen zu einer Gefängnisstrafe von acht Monaten berurteilt, die er nach Schluß der Verhandlung als rechtsfräftig anerkannte Die sehr umfangreiche Sache gegen Karl Roth von Hungen und Genossen wegen Verleitung zum Meineid mußte wegen Nichterscheinens wichtiger Zeugen vertagt werden; desgleichen die Sache gegen Heinrich Häuser von Lanzenhain wegen Gotteslästerung. Die Grünberg- Licher Bahn tommt zustande. Wir sind heute in der Lage, folgendes zu berichten: Aus Anlaß des projektierten Bahnbaues Grünberg- Lich hatten am Mittwoch die Herren 2. Moll und Dekan Wagner von Grünberg Audienz beim Finanzminister Gnauth in Darmstadt. Von dieser Audienz wird uns folgendes mitgeteilt: Die projektierten Bahnstrecken Lich- Grünberg und Buzbach- Lich sollen mit einander verschmolzen werden. Der in Aussicht gestellte Staatszuschuß soll 30% vom Gesamtbautapital betragen. Der Rest der Baukosten soll zur Hälfte als Aktienkapital, die andere Hälfte als Obligationsfapital aufgebracht werden. Das Obligationskapital wird voraussichtlich mit 334% verzinst und hat das Aktienkapital die Sicherheit dafür zu bieten. Die Landes hypothekenbank zu Darmstadt ist bereit, das Obligationskapital zu 334% für die in Frage kommenden Gemeinden herzuleihen. Dem Vernehmen nach ist für Sonntag, den 24. April, nachmittags 33 Uhr, im„ Gasthof zum Löwen" in Lich eine Bersammlung des Gesamtfomitees geplant. Am 22. April findet die Beratung des Bahnprojektes im Finanzausschuß der zweiten Kammer statt. ( Im Interesse aller beteiligten Bevölkerungskreise wäre zu wünschen, wenn dieses geplante Bahnprojekt bald oder wenigstens in absehbarer Zeit seiner Vollendung entgegensehen könnte. D. R.) Etwas über Baumzucht. Vor einigen Wochen hat der Verfasser dieses an eine andere Stelle über den Saatenstand in der Gemarkung Grünbergs, Umgegend eingerechnet, Bericht erstattet. Jegt wird noch viel an den Bäumen gesündigt, die Saaten vom Herbst sind sich selbst und des Segens des Himmels überlassen, wie jeder Bauer weiß. Nicht ganz so steht es mit den Bäumen. Zwar ist es auch wahr, daß niemand Obst aus den Bäumen, erzwingen kann, aber die Obstbäume verderben fönnen gar viele. Wer Die Lehre über Obstbaumzucht( auch Wein) ist durchaus nicht neu. Urkunden, welche nicht als irrig hingestellt werden können, stammen schon aus den Jahren 2900 vor Christi Geburt. Also die Baumzucht ist eine alte, aber eine nie ausgelernte Kunst. jeßt die Gemarkung Grünberg( die Umgegend stets mit eingeschlossen) durchwandert, findet etwa noch 5% alter sechszig bis hundertjähriger Obstbäume. Vor 20 Jahren waren es noch mehr als 50%. Woher kommt wohl dieser Rückgang? Es wird doch so sehr viel für Obstbaumzucht getan! Der Staat selbst besoldet Baumwärter machen the Gramen, verstehen also ihr Geschäft. Und doch will der Obstbau eigentlich nicht vorwärts. Sollte denn nicht irgendwo ein Fehler stecken? Unter den jüngeren Bäumen, ganz gleich ob Aepfel oder Birnen, franken mehr als 30%. Bäume, welche vor 20 Jahren gesetzt wurden, sind verschwunden. An ihrer Stelle franken andere, entweder am Krebs oder Brand. nd weinte still; 18. und 19. Juni die Feier ihres 50jährigen Jubi- Lehrer, hat Anlagen zur Erlernung der Obstbaumzucht 2c. Ewartet. ußte es eine heitere laffen, wie lieb i er Wildhütte drauf bequem eingerichtet Heim die Rede sein se, jedes Loch der *** Marburg, 11. April. In diesem Sommer erwartet run hier, daß der Besuch der Universität ein außerordentfarfer wird. Die Universität feiert nämlich in diesem Shre den 400 jährigen Geburtstag des Gründers beer Universität Marburg, des Landgrafen eft berstopft und dehilipp des Großmütigen, der am 13. November Wir wollen in einem zweiten Artikel den Versuch fo leidlich tampie Sobiel bekannt ist, plant man anfangs August bei der Spur zu kommen. Moos, Stroh L504 im hiesigen Schlosse das Licht der Welt erblickte. machen, dem Uebel dieser Todestrankheiten auf die bor Froft fchüßen ( Fort G. R., Grünberg. Am 5. April. Joseph Hägele, Maschinist dahier mit Sophie Wagner in Leihgestern. 11. Georg Friedrich Simon Schlosser dahier mit Auguste Margarete Christiane Vogel hierselbst. Adam Kaiser, Bahnarbeiter dahier mit Marie Hahn in Bernsfeld. Carl Loh, Heizer dahier mit Elisabetha Geldsetzer in Betzdorf. Karl Albert Wilte, Schußmann in Worms mit Gertrude Theodore Guldan dahier. 12. Heinrich Herrmann Kreisstraßenmeister dahier mit Anna Katharine Elisabethe Minna Knauß hierselbst. Wilhelm Best, Sergeant, Klotz hierselbst. Bahlmeister- Aspirant dahier mit Louise Georg August Heinrich Todt, Kaufmann dahier mit Minna Vogt hierselbst. Eheschließungen. Am 9. April. Adam Rohn, Postbote dahier mit Gertrude Wolff hierselbst. Ludwig Heinrich Emil Daniel Weiß, Postsekretär dahier mit Anna Möhl hierselbst. Joseph Michael Merz, praft. Tierarzt in Glauhau mit Mathilde Kathinka Elisabeth Tribus dahier. 12. Georg Karl Emrich, Leutnant in Metz mit Marie Adolphine Fayet dahier. 14. Albrecht Karl Christian Ludwig Hahn, Reisender dahier mit Emilie Henriette Charlotte Harnikel hierselbst. Geborene. Am 3. April. Dem Drechsler Wilhelm Walther ein Sohn, Heinrich Georg. 6. Taglöhrer Otto Rausch eine Tochter, Elise Katharine. Kaufmann Wilhelm Baumann eine Tochter, Margarete Johanna Elisabethe. Bäckermeister Heinrich Friedrich Müller ein Sohn, Adolf. 7. Hilfsbremser Heinrich Herr eine Tochter. Eisenbahn- Bureaugehilfen Heinrich Arnold eine Tochter, Ely Elisabeth Auguste. Schlosser Wilhelm Kahn ein Sohn, Karl. Lokomotivheizer Wilhelm Müller II. ein Sohn. Schreinereibesizer Karl Beil eine Tochter, Minna Irma. 10. Former August Müller eine Tochter, Elisabethe Eleonore Margarete. 13. Schlosser Otto Heib eine Tochter, Elisabethe Anna. Gestorbene. Am 10. April. Heinrich Lehrmund, 9 Mte. alt, Sohn des Kellners Philipp Lehrmund dahier. 11. Berta Wilker, 7 Jahre alt, Tochter des Eisenbahnschaffners Heinrich Wilker dahier. Frieda Henriette Muhl, 2 Mte. alt, Tochter des Friseurs Karl Muhl dahier. 12. Christian Noll, 1 Jahr alt, Sohn des Dienstmanns Christian Noll dahier. Heinrich Gustav Schmidt, 24 Jahre alt, Kaufmann dahier. 13. Emil Steinberger, 84 Jahre alt, Rentner dahier. 14. Anna Schultheiß, 2 Jahre alt, Tochter des Dienstmädchens Helene Schultheiß dahier. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. In der Stadtkirche. Samstag, den 16. April. Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer Schwabe. Misericordias Domini, den 17. April Kollekte für die Armen. Vormittags 9.30 Uhr: Konfirmation der Kinder aus der Marfusgemeinde und Feier des heil. Abendmahls. Pfarrer Schwabe. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Schlosser. Montag, den 18. April, abends 8 Uhr, im Konfirmandensaal: Bereinigung der fonfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde. Osterfeier. In der Johannes firche. Sonntag, den 16. April. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. " 1 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde. Sonntag, abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Katholische Gemeinde. Samstag, den 16. April. Nachmittags um 5 Uhr und Abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 17. April. 2. Sonntag n. Ostern. Vorm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heilig. Kommunion. 11 " " 8" Die zweite heil. Messe. Militärgottesdienst mit Predigt: um 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachm. um 2.30 Uhr: Christenlehre; darauf sakramentalische Bruderschaft. Methodistengemeinde, Asterweg 16. Sonntag, den 17. April, nachmittags 2 Uhr: SonnMittwoch, den tagsschule; abends 8 Uhr: Predigt. 20. April, abends 8 ½ Uhr: Bibelstunde. Prediger: E. Baumann. Für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein. Königl. Preuss. 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Almahnih kamen alle wieder zu sich, und Herr von Zubitky rief frohlockend aus: " Hier, meine Herrschaften, haben wir nun einen unwiderlegbaren Beweis für die uns umgebende übersinnliche Welt in den Blumengrüßen, die uns durch unsichtbare Geisterhände gesandt sind. Sehen Sie, diese frischduftenden Blumen, die Hunderte von Meilen weit herstammen, sind von der Riviera und vielleicht auch noch weiter in wenigen Sefunden hergebracht! Wer vermag da noch zu zweifeln?" " Ich!" sagte der Hausherr trocken. ,, Aber, mein Herr-" ,, Jawohl! Und ich will es auch erklären, wie ich dazu komme. Ich selber war nämlich das Medium, das alle diese Schönen Erscheinungen auf dem Gewissen hat. Jenes Klopfen beim ersten Mal machte ich mit einem schwarzen Gummiband, das ich fest um den linken Stiefel gelegt hatte und vermittelst eines Hakens am anderen Stiefel zum Knipsen bringen konnte. Leider riß es gleich, und daher schwiegen auch die geisterhaften Töne so schnell. Den Tisch habe ich auch allein hochgehoben, und zwar mit meinen Manschetten. Jede ist, wie Sie hier sehen, mit einem Stift versehen. Diesen schob ich unter die Platte und hatte nun den Tisch in meiner Gewalt. Und die Blumengrüße?" Er wandte sich zur Tür, die zum Korridor führte, öffnete sie und zeigte auf einen kräftigen Mann in grüner Joppe, der uns mit rotbäckigem Gesicht anlachte. Sehen Sie, da steht unser treuer Gärtner, der zu seinem Bedauern die seltenen Blumen, die wir in unserem Treibhaus haben, abschneiden und zwischen den Stuckverzierungen der Decke an einem Bindfaden aufhängen mußte! Der Faden führt hier oben durch die Tür nach außen, und so konnte der schöne Regen bewerkstelligt werden. Was sagen Sie nun, Herr von Zupitzky?" Der Angeredete zuckte geringschäßig die Achseln. Ich sage nur, daß das gar nichts beweist, wenn man einmal betrogen wird." Er verabschiedete sich mit seiner Dame, und seine Anhänger folgten ihm schweigend. „ Die hast du gründlich verscheucht!" sagte ich zu meinem Freunde. Er lachte herzhaft." Nun, ich habe wenigstens das Vewußtsein, unsere liebe Freundin hier einigermaßen aufgeklärt zu haben! Die anderen werden ja trotzdem Spiritisten bleiben. Hast du nicht bemerkt, wie überrascht der Zubizky und seine Begleiterin zuerst waren? Ich habe sie im Verdacht, daß sie uns selbst beide etwas vormachen wollten; aber ich kam ihnen zuvor. Sie waren vielleicht für einen Augenblick selbst zu Gläubigen geworden. Daß sie für immer wegbleiben werden, glaube ich übrigens nicht. Denn dazu war das Essen zu gut. Wir haben doch eine ausgezeichnete Köchin, auch ein Medium, das die vortrefflichsten Gerichte zu materialisieren versteht!" EINST UND JETZT Ein glückliches Versehen. Das Jahr 1811 ist das einzige, in dem Napoleon als Kaiser einen Feldzug persönlich leitete, und in dem er mit seiner Gattin Marie Luise Frankreich bereiste. So kam er auch in die Gegend bon Bitsch. Da tönte es plötzlich: ,, Vive l'Empereur!" Es waren Schuljungen, die von ihrem Lehrer geführt wurden. Napoleon uhr aus dem Wagenschlage mit dem Kopfe und fragte, was es gebe. Ihm wurde darüber bald reiner Wein; denn der Lehrer trat heran and stotterte seine Anrede her.„ Mein Freund, gebt mir die Anrede her und nun: Vorwärts!" Der Lehrer griff in die Tasche und ceichte dem abfahrenden Monarchen ein Schriftstück. Marie Luise eröffnete dasselbe und warf einen Blick hinein, dem ein heiteres Lachen folgte. Was hast du?" fragte Napoleon. „ Der arme Teufel hat sich vergriffen und hat ein Original gegeben," entgegnete die Kaiserin.„ Es ist das Blatt, auf dem der Fleischer Schneider zu Bitsch dem Lehrer den guten Rat gibt, die Gelegenheit zu benutzen und den Kaiser anzureden. Er müßte sich täuschen, wenn der Schritt ihm nicht wenigstens 35 Franken 50 Centimes einbrächte." Der Kaiser lächelte. In dem Moment fuhr man in Bitsch ein, und die üblichen Ehrenbezeugungen fanden statt, bei denen sich ein ziemlich korpulenter Herr eifrig beteiltigte. Der Kaiser cre kundigte sich nach dessen Namen und erfuhr, daß es der Fleischer Schneider sei. ,, Kommt morgen früh; ich habe mit euch zu reden," sagte er zu dem Beschäftigten. Am folgenden Morgen war der Fleischer sehr zeitig auf und ließ sich um sieben Uhr bei Napoleon melden. Der Kaiser empfing ihn liebenswürdig, führte ihn dann zu einem Tisch, auf dent 35 Franten 50 Centimes aufgezählt lagen:„ Das sendet euch der Lehrer von Maron. Schickt ihm die quittierte Rechnung, liefert ihm auch monatlich für 25 Franken Ware, die Ihr meiner Kabinettstasse zur Last legen könnt." ,, Wie wird der wackere Lehrer sich freuen!" rief der Fleischer. ,, Seine Stelle ist tatsächlich jämmerlich dotiert." " In der Tat?" meinte Napoleon." Sagt aber nicht, daß ich des Lehrers Schulden bezahlt habe. Man möchte mir mit mehr kommen, was mir zu bezahlen nicht so leicht würde." * Bunte Blätter. Eine geistvolle Inschrift, die allen Schulen empfohlen werden könnte, da sie Inhalt und Zweck aller Jugendbildung durch die einfache Angabe der vier Zeiten des Verbums ausdrückt, findet sich an einem böhmischen Gymnasium. Sie lautet: Präsens Jmperfettum Persektum Futurum; das heißt zu deutsch: Die Gegens wart ist noch unvollendet, erst die Zukunft bringt die Vollendung. * Die chinesische Etikette ist für europäische Begriffe sehr bes lustigend. Ihr Grundgesetz lautet: Sprichst du mit einem anderen, so erhebe seine Person und alles, was zu ihm gehört, mit den höchsten Lobsprüchen; du selbst aber sprich von dir und den deinen stets in tadelnder Weise, damit niemand dich der Unhöflichkeit zeihen könnte. Infolgedessen geſtaltet sich die Unterredung zwischen zwei einander fremden gebildeten Chinesen etwa folgendermaßen:" Welches ist der ehrenvolle Name, der das Glück hatte, die Verdienste eines so seltenen Mannes, wie du es bist, zu bezeichnen?" „ Die erbärmliche nichtssagende Benennung eines so gemeinen Kerls, wie ich es bin, lautet„ Wong."" Wong" heißt zwar ein Leuchtkäfer, aber denke nicht daran, sondern an eine alte Bratpfanne, die man auch„ Wong" nennt." ,, Wieviel berühmte, bildschöne, Hoffnungsvolle Kinder hast du?" " Ich habe fünf Bälge, wahre Affengesichter, welche nicht wert sind, daß ihnen täglich zwanzigmal von meinem ergebensten Diener die nichtswürdigsten Buckel geprügelt werden." 88 Das Trinkgeld. In Paris, wo täglich etwa hunderttausend Franken für Trinkgelder ausgegeben werden, wurden einmal die douceursbedürftigen Kellner gründlich abgefertigt. Es war im Jahre 1848. Damals, als an allen Mauern in Paris die Worte Liberté! Egalité! angeschlagen standen, trat ein Gast in ein Kaffeehaus.„ Garçon, eine Tasse Kaffee!"" Es gibt keine Garçons mehr, wir sind Bürger!" antwortet der junge Kellner mit weißer Krawatte und schönfrisiertem Haar. Gut Bürger, so geben Sie mir eine Tasse Kaffee." Der Kaffee kommt. Der Gast bezahlt, legt aber kein Trinkgeld hinzu. Nichts für den Garçon?" fragt der verblüffte Kellner.„ Es gibt keine Garçons mehr," antwortete der Gast. " Ich werde doch einen Bürger nicht verletzen, indem ich ihm zwei Sous Trinkgeld anbiete!" ** Ein seltsames Zusammentreffen. Der verdiente Orientreisende Carsten Niebuhr( 1733 bis 1815) war aus dem Dorfe Lüdingworth an der Niederelbe gebürtig. Als er in Arabien eines Tages der Zeltgast eines alten Scheikhs war, geriet dieser in heftigen Born gegen eine Sklavin, die in einer Ecke des Zeltes mit einer Arbeit beschäftigt war. Schimpfend ging der alte Wüstenfürst hinaus, und kaum war er verschwunden, als die Sklavin ihm mit geballter Faust nachschrie:„ Du ole Bullerballer!" Es läßt sich denken, welch' überraschende Wirkung dies heimische plattdeutsche Schimpfwort auf den Reisenden hier, im Zelte eines arabischen Scheikhs, machen mußte.„ Min beste Deern, wo büßt du her?" ruft er, und das Mädchen, ganz erschrocken über die unerwartete Frage, antwortet:„ Ut Lüdingsworth in Land Hadeln!" Sie war in der Tat aus Niebuhrs Heimatsdorfe. Ein Bruder, in Surinam ansässig, hatte sie eingeladen, zu ihm zu kommen; auf der Reise dorthin aber war das arme Mädchen von einem tunesischen Piraten gefangen und verkauft worden. So oft Niebuhr dies seltsame Zusammentreffen berichtete, setzte er hinzu, nie in seinem Leben habe ein Wort so tief und überwältigend seine Seele ergriffen, wie dies einfache„ Ole Bullerballer"( alter Bolterer). Mr. 83. Freitag, den 15. April. 1904. Oberbessische Familienzeitung. Tägliche Unterhaltungs- Beilage όστ Gießener Neueste Nachrichten. Od and Beslag bee Olefoner Berlagsbenderei, vorm. Bilh. Roller'ſche Buchbinderat( gegr. 1700); sees: Ibiz@leis ( 12. Fortsetzung.) Gewissensqualen. Kriminal Roman von Robert Buchanan. Die Stunden waren rasch verflogen, und als ich auf den Marktplatz kam, sah ich, daß die Sonne bereits untergegangen war. Die Wolfen hatten sich am Himmel zusammengezogen, und ein heftiger, pfeifender Wind ließ auf eine schlechte Heimfahrt schließen. Dies kümmerte mich jedoch nur wenig; denn ich vertraute Andreas' Wegekenntnis vollständig und hatte mich daher auch nicht mit dem Fortkommen beeilt. Dessen ungeachtet ging ich nun doch rasch nach dem Wirtshause, wo Andreas auf mich wartete. Er stand schon unter der Türe und spähte ängstlich nach mir aus. Als er mich kommen sah, schien er von einer großen Sorge befreit zu werden, und als ich ihm erzählte, wo ich gewesen war, war er nicht wenig beluſtigt darüber. " Ja, Mulligan hat geschworen, er wird Euer Gnaden totschlagen", meinte er, aber er ist ein guter, komischer Sterl. Will der Herr vielleicht hineingehen, während ich das Pferd hole?... Na, du da, Rory Bournes", fuhr er einen Mann an,„ was stehst du da herum? Kannst du nicht zur Seite treten und einen feinen Herrn vorbeigehen lassen?" Es war ein untersetter, bärtiger Mann von kräftiger Gestalt, nit groben, boshaften Gesichtszügen und unge stümen Benehmen. Er trug die Kleidung eines Pächters oder Landmannes einen schwalbenschwanzartigen Rock, Kniehosen, grobe Stiefel und den in dortiger Gegend üblichen Hut. Ein schmußiges, votes Taschentuch hatte er um den bloßen Hals gebunden, und darunter sah man ein grobes Leinenhemd ohne Kragen. Als ich den Mann mir näher ansah, erkannte ich, daß der sonderbare Ausdruck in seinen blutunterlaufenen Augen wenigstens zum Teil allzu reichlich genossenem Wiskey zuzuschreiben war; tatsächlich war er sinnlos betrunken. " Ich würde Euch raten, nach Hause zu gehen, lieber Mann", sagte ich zu ihm." In Ihrem Zustande ist es nicht gut, auf der Straße zu sein. Er antwortet nicht, sondern drückte sich nur noch mehr an den Türpfosten, damit ich vorbeigehen könne. Ich betrat das Wirtshaus, während Andreas nach den Ställen ging, um den Wagen zu holen. Kaum war ich ein paar Minuten im Gastzimmer, als lautes Geſchrei und ein wüster Lärm verkündeten, daß sich draußen eine Schlägerei entwickelt hatte. Der Lärm wurde immer größer, sodaß auch ich schließlich ans Fenster trat, um zu sehen, was denn eigentlich los war. Aber die Schlägerei war schon vorüber, und ich sah nur, wie eine Menschenmenge jemanden umstand, der am Boden lag. Ich eilte hinaus und drängte mich durch die Menge, um mir den Unterlegenen anzusehen. Es war derselbe Mann, der vorhin betrunken unter der Türe gestanden hatte. Anfangs versuchte ich es gar nicht, näher an ihn heranzukommen; erst als ich sah, daß er ganz unbeweglich dalag, drängte ich mich zu ihm vor und fand bei der Untersuchung, daß er vollkommen bewußtlos war. Ich ließ nun Whiskey bringen, den ich einflößte, und lockerte sein Halstuch, das er eng um den Hals geschlungen hatte. Dann kniete ich neben ihm nieder und nahm seinen Kopf in den Schoß. Endlich schlug er die Augen auf, fab ganz verwirrt um ( Nachdruck verboten.) sich und machte verschiedene Versuche, auf seine Beine zu kommen, was ihm indessen nicht gelang; denn kaum hatte er sich erhoben, als er auch immer wieder zurückfiel. Dabei sah ich zu meiner Ueberraschung, daß aus seinem rechten Arm Blut floß und sein Hemd davon durchtränkt war. " Plaz da!" rief ich in die Menge, die sich dicht um uns geschart hatte.„ Ein paar Serle können ihn behutsam ins Haus tragen; er ist verwundet und bedarf der Pflege." Im nächsten Augenblick schon hatten ihn die Leute gefaßt und führten ihn in ein Zimmer des Wirtshauses, wo sie ihn auf ein Sofa legten. Neugierig drängten die Leute zur Türe herein. Macht alle, daß ihr fortkommt", rief ich ihnen zu.„ Der Mann muß frische Luft haben." Widerwillig zogen sich die Gaffer zurück, und ich schloß hinter ihnen die Türe. Im Zimmer verblieben nur noch der Wirt und zwei oder drei Gäste. Der Mann hatte wieder die Augen geschlossen und lag vollkommen unbeweglich da. Ich schnitt seinen Rockärmel auf, um die Wunde zu untersuchen; der Arm war indessen so mit Blut und Schmutz bedeckt, daß ich durchaus nichts sehen konnte. Erst nachdem ich seinen Arm mit warmem Wasser abge= waschen hatte, konnte ich erkennen, daß es keine frische Wunde, sondern daß sie mindestens schon einige Wochen alt war. Ein tiefer und gefährlicher Schnitt in dem fleischigen Teil des Armes war die Ursache gewesen, und eine Hauptader dabei durchschnitten worden. Da die Wunde nur unvollkommen verbunden worden war, hatte sich der Verband gelöst, und aus der Ader strömte das Blut. Zum Glück führte ich mein Verbandszeug bei mir, und nicht ohne Schwierigkeit gelang es mir, das Blut zu stillen, und einen neuen Verband anzulegen. ,, Kennt vielleicht jemand den Mann?" fragte ich darauf. ,, ja, wir fennen ihn alle, Euer Gnaden", antwortete Andreas, der Pferd und Wagen hatte stehen lassen und hereingekommen war, um mir zu helfen. Es iſt ein gewisser Rory Bournes, und er wohnt da in den Bergen zwischen Kilsyth und Mylrea. Er hat dem Doktor Mulligan ein Pferd verkauft und vom Erlös sich betrunken." ,, Wie kam er zu der Wunde?" " Das mag der liebe Gott wissen, Euer Gnaden. Er ist ein schlechter Kerl, und wenn er getrunken hat, zanft und schlägt er sich mit jedem herum. Es ist noch gar nicht lange her, daß er aus dem Gefängnis herausgekommen ist." ,, Was soll aber jetzt mit ihm geschehen?" ,, Lassen Sie ihn doch einfach auf der Straße liegen, Euer Gnaden. Wenn er allein ist, wird er schon zu sich kommen, und es wird sich auch schon jemand finden, der ihn auf seinem Wagen mit heimnimmt." Der Mann war inzwischen zu sich gekommen und ganz verwundert sah er bald auf mich, bald auf Andreas. Ich ergriff ihn beim linken Arm und versuchte es, ihm beim Aufstehen behilflich zu sein. Er war jedoch noch immer zu schwach, um auf seinen Beinen stehen zu können. Er tau35 Pig. Firstchen in betar GGOOOO r, Mekgermei Sü Ditr. 89. wanementope Saus gebrac Obettagen: mab bie C Das Blatt a für S C st] ! Die gegenwär Jahrhundert o recht den Unte webende Son gemeinen Bewuß i der äußersten Etat des Reichsta politit an die Spi Fit jest tatsächli Sarausglei роз" иәдәлцах Bulfes nicht alle Bordergrund, da bor Anert auch englische Nation orderung, die Lau vor einem Land und zu de nem halben Ermit die ondern шәилә die amfing, brennen ine ernstliche möge fich ja ni bem prachtvolle Eninister Lord Heiben zu wolle Herrschaft nie schließt ige Serrichaft Diplomaten von Atlantischen D De fluge biter e nöbern fich fanals nach gre terjdärften Ge Seemacht curopäischen No rvahrscheinlich, en Bielen ein fichert merikanische T hundes anstrebe and bei Zeiten alten an den K Der Welt e melte, und mit einem wilden Fluche fiel er wieder auf das Sopha zurück. " Es ist ganz klar, daß er sich allein nicht helfen kann", erklärte ich ,,, und ein so großer Galgenvogel er auch sein mag, ich darf ihn hier nicht so liegen lassen. Wissen Sie, wo er wohnt?" " Jawohl, Euer Gnaden. Auf unserer Rückfahrt fahren wir ganz dicht bei ihm vorbei." „ Dann helfen Sie ihm in den Wagen. Wir werden ihn mitnehmen." Aber damit war Andreas keineswegs einverstanden.„ Er ist ein Lump und gar nicht wert, daß man sich um ihn kümmert!" rief er. Da aber sonst niemand sich des Mannes annehmen wollte, so kehrte ich mich nicht an seine Einwendungen und ließ den Mann in den Wagen heben. Er war entweder zu betrunken oder zu schwach, um sich aufrecht halten zu können, und so ließ ich ihn neben mich sehen und hieß an seiner Seite Andreas Platz nehmen, sodaß wir ihn in der Mitte hatten. Nun machten wir uns von dem Wirtshause aus auf den Heimweg. Der Zwischenfall hatte längere Zeit aufgehalten, sodaß es inzwischen vollkommen dunkel geworden war, und eine recht böſe Nacht war hereingebrochen. Es goß in Strömen, der Wind heulte, und so dunkel war es um uns her, als ob wir in einer schwarzen Decke eingehüllt gewesen wären. Um den Fremden wenigstens einigermaßen vor dem Sturme zu schüßen, warf ich meine Decke über ihn, während ich selbst mich in meinen Ueberzieher hüllte; ich steckte mir eine Pfeife an und machte mir es so bequem, als unter den obwaltenden Umständen möglich war. Müde von der Anstrengung des Tages, mag ich bald eingeschlummert sein. Wie lange ich geſchlafen hatte, kann ich nicht sagen, wir müſſen aber schon mehrere Meilen von Kilsyth weggewesen sein, als ich durch einen heftigen Stoß des Wagens, der den Mann neben mir fast hinausschleuderte, erwachte. Sch hielt den Mann fest und saß nun halb wach da, auf das Rasseln der Räder und auf Andreas hörend, der sich die Länge des Weges durch Singen irländischer Volkslieder verkürzte. Wir waren gerade an mehreren einsam liegenden Hütten vorbeigekommen und fuhren im Schritt einen ſteilen Berg hinauf, als ein Blitz und ein lauter Knall erfolgte. Das Pferd scheute und stürmte im Galopp davon. Ich selbst fiel aus dem Wagen und fand mich bei der großen Finsternis plötzlich auf der Landstraße. In meinem schläfrigen Zustande wußte ich zuerst gar nicht, was geschehen war, aber mir war es doch so, als ob ich menschliche Stimmen und Tritte auf der Landstraße hörte. Ich sprang auf und lief raſch hinter dem Wagen her, der wohl gegen hundert Ellen weiter geschleppt sein mochte, ehe Andreas die Pferde hatte zum Stillstand bringen können. Zu meiner Ueberraschung erblickte ich den Verwundeten noch im Wagen ſizend: er hatte sich zurückgelehnt, als wenn er ohnmächtig geworden wäre. ,, Springen Euer Gnaden rasch auf!" rief mir Andreas zu, der sehr aufgeregt war, und kaum hatte ich es getan, als er die Pferde mit der Peitsche zum schärfſten Galopp antrieb und in dieser raschen Gangart nicht eher nachließ, als bis wir wohl eine Meile vom Schauplatz des Ereignisses entfernt waren. Dann erst wandte er sich um und rief mir zu: ,, Bei allen Heiligen, das war ein knappes Entkommen!" Es ist ein Schuß gefallen", versezte ich.„ Glauben Sie wohl, daß der unserem Wagen gegolten hat?" Ganz bestimmt und auch denen, die darin saßen. Ich möchte gern dem Schufte zum Begräbnis gehen, der den Schuß abgefeuert hat. Ist er ganz tot?" ,, Tot? Wen meinen Sie denn?" ,, Na, den Lotterbuben, den Rory Bournes. Er hat sicherlich von dem Blei zu kosten gekriegt und ein kleines Stückchen, sollt' ich meinen! Und hätten wir ihn heut' nicht auf dem Wagen gehabt, dann wäre wahrscheinlich Euer Gnaden an seinem Blaze gesessen, und der Schuß hätte wahrscheinlich Sie getroffen statt ihn." Erschreckt und verwundert wandte ich mich dem Manne zu und fand, daß das, was Andreas gesagt hatte, nur allzu wahr war. War der Schuß für mich bestimmt gewesen, so hatte er sein Ziel verfehlt, dafür war aber der Unglückliche, den ich bei mir hatte, in die rechte Schulter getroffen worden. Ich glaubte im ersten Augenblick, es sei mit ihm vorbei, denn er lag auf dem Rücken und schien nicht mehr zu atmen, als ich aber mit der Hand unter sein zerlumptes Hemd griff, fühlte ich sein Herz noch schlagen. Im Augenblick war es seiner Verletzung mir jedoch ganz unmöglich, die Schwere festzustellen; alles, was ich tun konnte, bestand darin, daß ich eine Flasche hervorholte, um ihm etwas Branntwein einzuflößen, und Andreas befahl, so rasch als nur irgend möglich nach der Wohnung des Verunglückten zu fahren. ,, Dort unten ist sie ja schon," meinte Andreas und zeigte dabei nach einem Licht, das aus der Finsternis uns entgegenLeuchtete. ,, Dann beeilen Sie sich," rief ich ihm zu. Während des Weiterfahrens sann ich über die Bedeutung des Vorgefallenen nach. Wem hatte der Schuß gegolten und wer hat ihn abgefeuert? Meiner Ansicht nach konnte der Schuß wohl nicht für mich bestimmt gewesen sein; denn ich war mir nicht bewußt, daß ich hier irgend welche Feinde hätte. Dagegen war der Mann, den ich bei mir hatte, als ein vollendeter Lump bekannt, und unmöglich war es wohl nicht, daß es auf ihn abgesehen war. Während ich hierüber nachdachte, hatte Andreas von der Straße her auf einen ausgefahrenen Seitenweg eingelenkt, worden war, kamen wir in einen mit Steinen gepflasterten und nachdem der Wagen eine Strecke hin und her geschüttelt Hof und hielten vor der Türe eines Bauernhauses. So sah es wenigstens aus: denn es war von Scheunen und Schuppen umgeben, und dicht dabei waren auch ein paar Heuschober. ,, Hier ist es, Euer Gnaden!" rief Andreas, dem Pferde die Zügel auf den Rücken werfend. Dann sprang er vom Wagen, während ich siten blieb und den Verwundeten hielt. Mit dem Peitschenknopfe klopfte er heftig an die Tür, die auch sofort, obschon langsam und vorsichtig, geöffnet wurde. Ein Weib im Unterrock und einer kurzen Jacke, eine angezündete Laterne hochhaltend, erſchien. „ Bist du es, Rory?" fragte sie, in die Dunkelheit hinaus. schauend. „ Jawohl, es ist Rory!" brummte Andreas.„ Leuchte hierher, Weib, bis wir ihn hineinbringen, denn er ist beinahe tot." Ohne darüber das geringste Erstaunen zu bezeigen, machte das Weib ein paar Schritte vorwärts und hielt die Laterne hoch über ihrem Kopfe, während Andreas und ich den Mann, der ein ganz ansehnliches Körpergewicht hatte, vom Wagen hoben und ins Haus trugen. Die Haustüre führte rechts in eine Art Küche, in deren einer Ecke ein Bett stand. Wir legten unsere Last auf das Bett nieder, und ich beeilte mich, die Schwere der Verwundung feſtzuſtellen. Zu meiner großen Beruhigung fand ich, daß die Verwundung an und für sich verhältnismäßig unbedeutend war, aber unglücklicherweise betraf sie den bereits verleßten Arm. Das Gewehr war mit Schrot Nr. 1 geladen gewesen, aber daß die Schrotkörner sich verstreuen konnten. Nur ein paar zum Glück aus einiger Entfernung abgeschossen worden, so verirrte Körper waren ins Fleisch gedrungen, und doch war der Mann infolge seines großen Blutverlustes ohnmächtig geworden. Ich machte mich sofort daran, die Wunde zu verbinden und den Mann ins Leben zurückzurufen. Das legtere war durchaus nicht leicht, und es kostete viel Zeit, bis ich endlich die Genugtuung hatte, zu ſehen, daß der Mann die Augen aufschlug. Er richtete indes seinen Blick nicht auf mich, sondern auf das Weib neben ihm. Es berührte mich eigentümlich, daß die Frau bisher fein einziges Wort gesprochen hatte, obwohl sie alles, was ich verlangte, bereitwillig herbeibrachte. Ich betrachtete sie mir aufmerksamer und entdeckte zu meiner Ueberraschung, daß sie noch ein ganz junges Mädchen war, das höchstens seine zwanzig Jahre zählen mochte; sie hatte sogar ein auffallend schönes Gesicht, obwohl es entschlossene und rohe Züge aufwies. Sie hatte jene graubraunen Augen mit schwarzen Streifen, wie man sie bei den Irländern keltischer Abkunft so häufig findet, und eine niedere, breite Stirne, trug aber in einer fast tropigen Art den Kopf hoch erhoben. Ganz besonders fiel sie durch ihr Haar auf, das lose in reichen, nußbraunen Locken über die Schultern fiel. Sie hatte kleine Hände und Füße, und ihre ganze Erscheinung machte den Eindruck, als ob sie mehr als ein gewöhnliches Bauernmädchen sei, obwohl ihre Kleidung von allergewöhnlichſtem Stoffe war. ( Fortsetzung folgt.) Und wäre mir kein Freudenkranz erlaubt, So wollt ich mich anstatt des Kranzes schmücken Mit dem Gefühl, auf ein geliebtes Haupt Mit sanfter Hand den Kranz des Glücks zu drücken. এল Blumengrüße. Von May Hoffmann( Berlin.) ( Nachdruck verboten.) Von meinem liebenswürdigen Freund, dem Maler Konrad B., erhielt ich vor einigen Wochen eine Einladung nach einer Villa in Tegel. Ich sagte ihm um so lieber zu, als ich wußte, daß dort immer eine interessante Gesellschaft zu sein pflegt, und war deshalb an dem festgesetzten Abend zur Stelle. Schon im Vorzimmer traf ich meinen Freund.„ Gut, daß du endlich da bist!" rief er mir entgegen.„ Es soll nämlich eine Sigung stattfinden." ,, Was für eine Sigung?" fragte ich verwundert. Ach so, du bist noch nicht unterrichtet! Also höre! Eine nahe Verwandte meiner Frau weilt seit einiger Zeit bei uns zu Besuch. Es hat sich herausgestellt, daß sie Fühlung mit Spiritistenkreisen hat, und da haben wir nun durch ihre Vermittelung einige Spiritisten und Spiritistinnen eingeladen, um eine Séance, wie sie's nennen, zu veranstalten.“ Meine Freude über diese Mitteilung war nicht gering; denn schon lange hatte ich auf die Gelegenheit gewartet, Augen- und Ohrenzeuge einer solchen Sigung sein zu können, und neugierig folgte ich Freund Konrad in das saalartige Mittelzimmer. Ich fand mehrere Bekannte vor, wurde den anderen Gästen, unter denen mir besonders eine schlanke, blasse Dame und ein kleiner, träumerischer Herr auffielen, vorgestellt, und bald waren wir in lebhafter Unterhaltung. Aber es war, als ob jeder auf etwas Besonderes, Außergewöhnliches wartete. ,, Nun, wie denken Sie, Herr von Zupikky", wandte sich die" stattliche Frau des Hauses nach einiger Zeit an den träumerischen Herrn, soll die Séance vor oder nach dem Abendessen abgehalten werden?" „ Besser ist vorher, gnädige Frau." " Und hier in diesem Raum?" ,, Gewiß!" Ein großer runder Mahagonitisch wurde in die Mitte geschoben, die Gesellschaft, bestehend aus 6 Damen und 5 Herren, setzte sich ringsherum, wir legten die Hände in vorschriftsmäßiger Weise auf die Tischplatte, daß sie eine geschlossene Kette bildeten, und warteten nun schweigend der Dinge, die da kommen sollten. Tiefe Stille umgab uns. Minute auf Minute verrann. E mochte bereits eine Viertelstunde um sein, die mir eine Ewigkeit dünkte, da war es mir, als ob sich der Tisch bewege. Ich nahm meine ganze Aufmerksamkeit zusammen und bemerkte nun, daß es wohl Täuschung gewesen war. Jetzt aber öffnete der mir gerade gegenübersißende Herr von Zubitzky die Lippen. Er schien in entlegene Fernen zu sehen und sagte mit dumpfer Stimme:" Gott zum Gruß, ihr lieben Geister!" Da ertönte plötzlich ein eigentümliches, dreimaliges Klopfen. Klopfen fonnte man es eigentlich nicht nennen, es rar, als wenn eine kleine Fischblase in der Luft plaẞte; sud) konnte es nicht aus dem Tisch kommen, denn sonst hätte men es durch die aufgelegten Hände wahrnehmen müssen. Chensowenig aber kam es vom Fußboden, denn dieser war mit einem dicken Teppich belegt. Die blasse Dame machte einen Augenblick ein ärgerliches Gelipt und wurde dann noch bleicher als vorher. Herr von upky neben ihr schaute überrascht auf, senfte aber sofort Sie Augen, ein triumphierendes Lächeln spielte um seinen Mund, und er begann langsam das Alphabet herzusagen. Te kam dreimaliges Klopfen, bei U erscholl es nur einmool aber besonders kräftig, und dann schwieg es. Wir sehr sich auch Herr von Zubizky bemühte, seinen Gruß ind das Alphabet wiederholte, es kam nichts mehr. Nach einer halben Stunde erhob sich der Hausherr ungeduldig. ,, Es hat keinen Zweck," bemerkte er.„ Es wird jetzt nichts mehr." Auch wir andern standen gelangweilt auf, und Herr von Bubisky erklärte, daß irgend eine Störung dc211 getommen sein müsse. Es wäre möglich, daß böse Geister die guten verscheucht hätten und sich dann darüber freuten, uns bergebens warten zu lassen... Als wir im Speisezimmer an der ausgezeichneten Tafel meines Freundes faßen, fragte ich: ,, Auf welchen Namen sollten wohl die beiden Buchstaben, die angegeben wurden, hindeuten?" ,, Nun, natürlich auf Humboldt", erwiderte Freund Konrad und sah mich durch seine Brillengläser schelmiſch an. ,, Das ist doch in Tegel selbstverständlich.“ ,, Ganz recht, verehrter Herr!" fiel Herr von Zubikky lebhaft ein.„ Und es ist in diesem Fall besonders bedauerlich, daß die mit der vierten Dimension hergestellte Verbindung so schnell versagte. Denn da die höheren Geister in den oberen Regionen weilen, so ist es sehr schwer, sie zu einer Kundgebung herbeizuziehen. Daher kommt es ja auch, daß viele der Antworten, die wir erhalten, töricht erscheinen. Es sind eben die Aeußerungen untergeordneter und sehr sündiger Geister, die sich hier in den unteren Schichten aufhalten. Und sie sind in ungeheurer Mehrzahl vorhanden und verdrängen die, die sich aus reineren Sphären nahen. Es muß übrigens ein besonders starkes Medium unter uns sein, daß ein so erlauchter Geist wie Humboldt materialisiert werden konnte." Wenn das auch Unsinn ist, so hat es doch Methode!" rief ein jüngerer Herr lachend aus. Er wurde aber von einent alten Ehepaar förmlich zurecht gewiesen. ,, Sie sind doch ein gebildeter Mann!" sagte der weißhaarige Herr ernst.„ Es wundert mich, daß Sie da einen verzeihen Sie, aber ich finde augenblicklich keine andere Bezeichnung! einen so engen Horizont zeigen. Die Sache ist wissenschaftlich erwiesen und durch große Gelehrte als umumstößliche Tatsache festgestellt. Das sollten Sie doch wissen!" Die Freundin der Hausfrau mischte sich jekt ins Gespräch. D, es wäre doch himmlisch", bemerkte sie nachdenklich, wenn man auf diese Weise wirklich mit den Secler der Abgeschiedenen verkehren könnte! Hier wäre doch eine sichere Möglichkeit geboten, auch die verstockten Zweifler zum Schweigen zu bringen." " Wir haben die Möglichkeit, gnädiges Fräulein," crwiderte Zubitzky überlegen. Und ich weiß, auch Sie werden eine von den unseren werden." Der Hausherr, der für kurze Zeit hinausgegangen und jetzt wieder hereingekommen war, hatte die letzten Worte gehört und sagte: ,, Hier können uns aber nur Beweise, handgreifliche Beweiſe helfen. Könnten wir nicht noch eine Sigung heute veranstalten?" „ Ich möchte ſogar darum bitten," erklärte die blasse Dame. „ Schön! Dann ersuche ich die Herrschaften, sich nach meinem Zimmer zu verfügen. Der Raum ist nicht so groß, und wir werden dort viel ungestörter sein als in dem Saal. Ich habe den Tisch bereits dorthin schaffen laſſen. Alle begaben sich bereitwillig nach dem neben dem Saal gelegenen Zimmer meines Freundes, und wir nahmen wieder um den Tisch wie vorhin Plazz. Eine Grabesstille herrschte in dem nur durch sine Glühlampe, die mit dunkler Gaze verhüllt war, erhellen Raum. Nur undeutlich unterschied man in dem Dänunerlicht die Gesichter, die faſt geſpenſterhaft aussahen, und die einzelnen Gegenstände des Zimmers. Die beiden Türen, e ne nach dem Saal und eine nach dem Korridor, waren geschlossen, und ein unheimliches Gefühl beschlich mich. Und wir brauchten diesmal nicht lange zu warten. Denn mit einem Male hob sich der Tisch, ich spürte es cars deutlich. Er senkte sich zwar sofort wieder, ober die Bewegung wiederholte sich und ward schließlich zu einem gleichmäßigen, schaukelnden Schwanken. Fast gleichzeitig fühlte ich daß meine rechte Hand sanft berührt wurde, und al is ver wundert hinblickte, sah ich dort ein Veilchen liege Ub als wenn das ein Signal gewesen wäre, regnete es utsabli Blumen. Zu Duzenden fielen sie auf uns nieder, dilet folgten mit dumpfem Fall zwei Apfelsinen und dr Citrinen. Dann trat Ruhe ein, auch der Tisch stand nun still und rührte sich nicht mehr. „ Wir wollen jetzt schließen", hörte ich den Hausher aufgeregt sagen, und sogleich ließ er das Gasglühlia f flammen. Das alte Ehepaar lag in Verzückungen in den Stühlen zurück, und die Freundin der Hausfrau schier einer Ohnmacht nahs zu sein Wir wollen heit auftomme Ifswirtſchaftlic Rolonien eintret ท บาท ก der Bedeu เอก น อง เล Blantagengefell sor wenigen interessante M Grweiterung de Hinoas gebildet. Liche Ausbeutun jowie ureuliche Frud hängig zu daß die Die fritische Brändnis dafür STED verfehlt ulturerziehun mr viel zu au ne mderer anzu Eigen nit und von bfische Ueber Beurer Ausde System iehung der Ginanisbo sboller geleitet jailia นก Einwo zahl von o unigen follten idnell als mö erden wenigsten foſtbarem de Bufunft bei f aus den Fehlern nd dann werden น อ เม อ gingen, Der englischindig in hier a our Sid armerie hat niffioneinber berei berei orer fünftigen arien und der Faasausaleid