Nr. 112. Erstes Blatt. Mbonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., a's Saus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhefftfche Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 14. Mai 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz OberHessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Vorwärts! [ Politische Wochenschan.] Die neueste Kunde, die aus dem südwestafrikanischen Auf standsgebiet hierhergelangt, deutet darauf hin, daß die Be wegungen unserer Truppen unter der Parole„ Vorwärts" geschehen. Es haben bereits einige Patrouillen- Gefechte der Kolonne Estorff stattgefunden, und, wenn nicht alles trügt, wird ein größeres Gefecht für die allernächste Zeit bevor stehen. Die sämtlichen Operationen der legten Zeit sind offenbar geleitet von dem Gedanken, die zerstreuten Truppen des Gegners zusammenzudrängen und dann von einem Punkte aus unter Feuer zu nehmen. Zum Teil ist dieses Ziel bereits erreicht worden, und die neuesten amtlichen Meldungen des Gouverneurs Leutwein lassen auch erkennen, daß die Stellung des Feindes unserer Kriegsleitung vollständig bekannt ist und daß alle Maßnahmen getroffen sind, um nach Ankunft der Verstärkungen die Kriegsführung intensiver als seither zu betreiben. Es wird in weiten Kreisen des deutschen Volkes einen lebhaften Widerhall finden, daß Prinz Joachim Friedrich von Preußen sich der Kriegsexpedition anschließen will. Das ist die beste Antwort für jene Pessimisten, die in jüngster Zeit die Parole ausgegeben haben, man möge die Kolonien nur verkaufen, wenn sich ein Käufer dafür finden würde. Wenn ein Mitglied des kaiserlichen Hauses selber sein Leben für die Kulturaufgabe der modernen Staaten in die Schanze schlägt, dann ist dies der beste Beweis dafür, daß die Reichsregierung unsere Kolonialpolitik nicht nach der Tendenz einer Rückwärtsrevidierung, sondern nach der Parole Vorwärts" betreiben will. Erfreulich ist deshalb auch, daß die Budgetkommission des deutschen Reichstags den Aufwand für die Togobahn bewilligt Hat. Nur hat sie den Beschluß nicht nach der Anforderung Ser Regierung gefaßt, die bekanntlich den Aufwand in der Form einer von der Kolonie selbst zu verzinsenden und amortifierenden Anleihe aufbringen wollte. Togo ist unter den auswärtigen Besitzungen des deutschen Reiches derjenige Teil, der ohne Zuschüsse existieren könnte, und es wäre deshalb außerordentlich vorteilhaft für die Entwickelung der Kolonie, wenn sie ihre Bedürfnisse aus eigenen Mitteln bestreiten müßte. Der seitherige Zustand, wonach das Reich einfach die Ausgaben zu leisten hat und die Kolonie keinerlei Verpflichtung für Verzinsung und Amortisation übernimmt, ist für den Gouverneur zwar außerordentlich bequem, aber doch der Entwickelung der Kolonie hinderlich, weil diese dadurch von dem deutschen Reichstag und seiner Bewilligungsfreudigkeit vollftändig abhängig ist. Wenn mit dem ersten Versuch, eine finanzielle Selbständigkeit und Verantwortlichkeit der Kolonic zu schaffen, günstige Erfahrungen gemacht worden wären, dann hätte dies ganz zweifellos günstige Einwirkungen auf den Kolonialenthusiasmus unseres Volkes ausgeübt. Einstweilen ist dieser allerdings noch gering und nicht ganz zweifelsfrei. Aus diesem Grunde wird auch das politische Testament des Reichstagsabgeordneten v. Kardorff keine große Wirkung im deutschen Volke hervorrufen. Immerhin hat es etwas menschlich Rührendes, wenn ein an den Marken feines Lebens angekommener Politiker wie Kardorff im Reichstag unter Hinweis auf seine jederzeit zu erwartende Abberufung zur großen Armee mit großer Dringlichkeit seine Ueberzeugung als ein politisches Testament bekannt gibt. Sein Standpunkt enthält eine Variation des kaiserlichen Ausspruchs, daß unsere Zukunft auf dem Wasser liegt, und sucht neue Mittel für einen forzierten Flottenbau aufzubringen. Indes scheint Kardorff doch einen Punkt in seinem Programm übersehen zu haben. Selbst wenn das deutsche Reich imstande wäre, die finanziellen und technischen Leistungen so anzustrengen, daß die deutsche Flotte in kurzer Zeit zur Wettbewerbsfähigkeit mit der englischen ausgestaltet wird, so würde es nicht in diesem kurzen Zeitraum die hinreichende Bemannungsmöglichkeit finden. Die zum größten Teil binnenländisch veranlagte deutsche Bevölkerung kann auch nur schrittweise zum Seedienst herangebildet werden. Diese Tatsache ist ja auch der Hauptgrund dafür, weshalb für die Flottenvermehrung ein so weit ausgedehnter Zeitraum vorgeschen worden ist. Inzwischen haben sich auch die Deutschen in Desterreich zusammengerafft, um gegenüber dem Ansturm der Tschechen den Schutz für deutsche Sitte und deutsche Art durchzuführen. Die Tschechen haben allmählich die reinparlamentarische Aktion aufgegeben und führen nach Art der Polen in der Ostmark den Kampf gegen das Deutschtum mit wirtschaftlichen Mitteln. Sie haben ein Organ unter dem Titel„ Die Scholle" gegründet, worin systematisch der Boykott der deutschen Geschäftswelt durchgeführt wird. Dieses Organ nimmt nur Anzeigen von tschechischen Firmen auf, die hierdurch dem Konfumenten allein empfohlen werden. Die Deutschen haben zuerst den Kampf aufgenommen und führen ihn in denjenigen Städten, in denen sie die Mehrheit haben, mit großer Energie durch. Sie sind vor allem darauf bedacht, nationale Geldinstitute zu gründen, die der Geschäftswelt in dieser schweren Beit den Kampf für die idealen Güter des Deutschtums erTeichtern sollen. Während der Nationalitätenkampf in Desterreich, obgleich er ja ebenfalls die Entfaltung der vollen Staatskraft hemmt, immerhin keine gewalttätigen Tendenzen gegen die Staatscordnung hat, bereitet sich in Rußland angesichts der NiederTagen im ostasiatischen Krieg eine schwere Gefahr vor. Obgleich außerhalb dieses Reiches die harten Maßregeln zur Unterdrückung der Unruhen nicht vollständig bekannt werden, so sickert doch genug durch, um die Lage des Zarenreiches als wirklich ernstlich gefährdet erscheinen zu lassen. Die Negierung steht angesichts der Vorwärtsbewegung der Japaner oor der dringenden Notwendigkeit, einheimische Streitkräfte zu mobilisieren und auf den Kriegsschauplatz zu werfen. Das Land wird dadurch seiner Machtmittel zum Teil entblößt. Außerdem sind die finanziellen Anstrengungen ganz außerordentlich, denn es erfordert allein schon einen Aufwand von über 20 Millionen Rubel, wenn ein einziges Armeekorps an den Kriegsschauplatz geschafft werden soll. Man kann sich also leicht denken, welch ein Steuerdruck im Lande notwendig ist, um den Krieg im fernen Osten durchzuführen. Die allerverhängnisvollsten Wirkungen der russischen Niederlagen zeigen sich aber in Frankreich. Dort werden immer mehr Stimmen laut, die den Wert der russsichen Freundschaft überhaupt bezweifeln und die Lösung des Bündnisses empfehlen. So bereitet sich eine neue Machtverteilung vor, nach dem Prinzip der Scheidung der reinen Festlandspolitik und der internationalen Meeres- und Kolonialpolitik. Die Konsequenzen für die deutsche Politik ergeben sich daraus von selbst. Ein neues Treffen in Südweftafrika. Oberst Leutwein, der sich in Karibib aufzuhalten scheint, berichtet von einem neuen siegreichen Gefecht mit den Herero. Das Telegramm des Gouverneurs lautet: Aus Outjo wird geblitt( heliographiert): Oberleutnant Volkmann 28. April Gefecht mit 12 Reitern 10 Kilometer östlich Okankwindi gegen versprengte Herero aus Distrikt. Diesseits ein Kriegsfreiwilliger gefallen. Herero 31 To te. Okankwindi oder, wie es auf der amtlichen Karte genannt wird, Okanguindi liegt nordöstlich von Waterberg und südöstlich von Grootfontein. Der gefallene Freiwillige hieß, wie weiter gemeldet wird, Schlomka und stammte aus Hygendorf bei Bütow( Hinterpommern). Von amtlicher Seite ist an den Gouverneur Leutwein die Anfrage gerichtet worden, wie es sich mit der ihm in einem Zeitungstelegramm aus Windhuk zugeschriebenen Absicht verhalte, beim Eintreffen des Generalleutnants b. Trotha nach Deutschland zurückzukehren. Der Gouverneur hat darauf in einer dienstlichen Meldung erklärt, er habe feine Aeußerung über eine Absicht der Rückkehr nach Deutschland getan, er werde das in ihn gesetzte Vertrauen auch fernerhin zu rechtfertigen suchen und Herrn v. Trotha redlich zur Seite stehen. Zum Ankauf von Pferden für Deutsch- Südwestafrika finden im Laufe der nächsten Wochen in verschiedenen Städien stpreußens öffentliche Märkte statt. Es handelt sich um 5-10jährige Pferde, die im allgemeinen kleiner sein sollen als Remonten und vorzugsweise zur Berittenmachung von Infanterie bestimmt sind. Die Pferde dürfen nicht unter 1,42 Meter und nicht über 1,55 Meter Stockmaß haben. Hengste sind vom Ankauf ausgeschlossen. Die gekauften Pferde werden sofort abgenommen und bar bezahlt. Die angekauften Tiere, etwa 800 Stück, werden sofort nach dem Truppenübungsplatz Munster bei Lüneburg geschafft, wo sie zu einem Transport nach Südwestafrika zusammengestellt und später nach Hamburg befördert werden. Von dort aus erfolgt die Verschiffung. Der Krieg in Oftafien. Beglaubigte Nachrichten über neue Vorgänge auf dem Kriegsschauplatz liegen bisher nicht weiter vor. Die eingetroffenen Telegramme beziehen sich mit Ausnahme einer einzigen Privatmeldung, die von einer japanischen Landung jei Wladiwostok wissen will, sämtlich auf längst bekannte Vorgänge. Der Vormarsch der Japaner von Fönghwanghtscheng aus scheint sich danach allerdings doch noch nicht so weit erstreckt zu haben, wie angenommen wurde. Ein Telegramm bes Generalmajors Pflug an den Kriegsminister vom 11. Mai besagt: Wie unterm 10. Mai berichtet wird, rückte eine von den japanischen Divisionen, anscheinend die Gardedivision, aus Fönghwanghtscheng auf dem Wege Haitschöng vor. Gegen eine Division Infanterie mit 40 Geschützen und 1500 Mann Kavallerie sollten auf dem Wege von Fönghwanghtscheng- Samadsie vorgehen. Bis jetzt ist in Kuandiansian die Vorhut dieser Abteilung gesehen worden, bestehend aus 1 Bataillon Infanterie und 3 Eskadronen, sowie einer Gebirgsbatterie. Nach Meldungen vom 7. Mai hatten die japanischen Truppen, welche sich in der Nähe von Fönghwanghtscheng befanden, in zwei Abteilungen Stellung genommen; die erste einen Tagesmarsch nach Südwesten von Fönghtwanghtscheng, die zweite am unteren Laufe des Tajangho, welche an demselben Tage diesen Fluß zu überschreiten begann. Die Nachrichten über die Lage in Port Arthur lauten immer noch recht widerspruchsvoll. Von Tokio aus wird die Meldung Alexejews, die Bahnverbindung zwischen Mukden und Port Arthur sei wiederhergestellt, für erfunden erklärt, während von russischer Seite behauptet wird, daß Züge verkehrten. Generalmajor Charkewitsch sendet ein Telegramm, das hiermit übereinstimmt. Nach seiner Schäßung betrug die Zahl der bei der Mündung des Flusses Schanehe, 15 Werst westlich von Pitsewo, gelandeten Japaner etwa 10000 Mann. Es kam zu mehrfachen kleineren Scharmützeln mit russischen Streifwachen, doch zeigte sich der Feind an der Bahnlinie nicht. Nach chinesischen Berichten seien nicht 10000, sondern 20000 Japaner mit Feld- und Belagerungsartillerie gelandet. Das Dorf Tandsiatan, 15 Werft westlich von Pitsewo, wird bon einer japanischen 1000 Mann starken Abteilung besetzt gehalten. Auf eine kleine russische Streifwache, die sich am 10. Mai Pitseto näherte, wurde Geschüßfeuer eröffnet. Die Hafenanlagen von Dalny zerstört. Ein Privatkorrespondent des Reuterschen Bureaus in Peters. burg meldet, dort gehe das Gerücht, Admiral Alexejew habe dem Kaiser telegraphiert, die Kussen hätten die Docks und Quais in Dalny in die Luft gesprengt, vermutlich um den Japanern die Landung zu erschweren. Spätere Telegramme berichten, die ganzen Hafenanlagen von Dalny seien zerstört. Dagegen wird vom General Pflug aus Mukden versichert, daß Niutschwang nicht geräumt sei und weiter von den Russen gehalten werden würde. Die Politik. A Gegen die Entscheidung der Leipziger Kreishauptmannschaft in Sachen des Leipziger Aerztestreiks hat die Leipziger Ortskrankenkasse bekanntlich Beschwerde beim Ministerium des Innern eingelegt. Damit wird sie keine Erfolge haben. Der sächsische Ministerpräsident v. Metsch erklärte gestern in der Ersten Kammer, die Regierung heiße das Verfahren der Kreishauptmannschaft in allen Stücken gut. Dafür findet die Kasse in ihrem Widerstand gegen die Aufsichtsbehörde Unterstützung bei der sozialdemokratischen Partei. Drei von dem sozialdemokratischen Gewerkschaftskartell einberufene große Versammlungen von Kassenmitgliedern nahmen gleichlautende Resolutionen an, in denen sie Protest gegen die behördliche Verfügung erheben und erklären, daß sie außer den bisherigen Distriktsärzten nur etwa 70 Aerzte in Anspruch nehmen, die übrigen also boykottieren wollen. Die freien Hilfs- und Gewerkschaftskassen sollen ersucht werden, ihren Vertrauensärzten zu kündigen und diese Posten mit Distriktsärzten zu besetzen. Die Distrikt särzte haben beschlossen, auf eine Umwandlung ihrer Verträge in gewöhnliche Kassenarztverträge nicht einzugehen, sondern an ihren Distriktsarztverträgen mit fester Besoldung festzuhalten. Die meisten Distriktsärzte sind Mitglieder der sozialdemokratischen Partei. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion beabsichtigt im Reichstag wegen der Sache zu interpellieren, ebenso wird in Leipzig ein Massenprotest an den Reichstag vorbereitet. Italien. Die Skandalaffäre Nasi scheint noch manchem gefährlich werden zu sollen. Nach einer Meldung aus Rom ist jetzt der frühere Kabinetschef Nasis, der Kommendatore Con= siglio, zurzeit Abteilungschef im Bautenministerium, vom Polizeipräsidenten in Person verhaftet worden. Consiglio soll in der Affäre ſtarf kompromittiert sein. Balkan- Staaten. Belgrader Blätter teilen jetzt den Grund mit, warum die Krönung König Peters verschoben worden ist. Nach dieser Erklärung ist das geschehen, weil die zu beschaffende Krone bis zum Juni nicht fertiggestellt werden kann. Die Krone soll aus der Bronze des ersten Geschüßes Karageorgs hergestellt werden. Wenigstens zeigt König Peter soviel Takt, daß er die Krone seines Vorgängers nicht tragen will. Wiener Blättern wird übrigens aus Belgrad gemeldet, König Peter werde in Nisch eine Zusammenkunft mit dem auf der Reise nach Wien begriffenen Fürsten Ferdinand von Bulgarien haben. Da werden zwei wackere Purpurträger einander in die Augen sehen! Alien. Es kann nach Aeußerungen des Staatssekretärs für Indien Brodrick kaum mehr einem Zweifel unterliegen, daß England die Entsendung weiterer Truppen nach Tibet vorbereitet. Eine schleunige Verstärkung der Expedition Younghusband, die nur wenige hundert Mann zählt, erweist sich sehr nötig. Die Tibetaner, die ein etwa 1300 Yards vom Lager der Engländer entferntes Fort besetzt halten, stellten dort mehrere Kanonen auf und beschossen die Engländer mehrere Stunden lang mit Kanonenkugeln, die auch richtig im britischen Lager einschlugen. Auch an anderen Orten sollen sich ebenfalls Tibetaner in großer Zahl angesammelt haben. Doktor!" mann, Sie müffen mich schon entschuldigen, liebste Frau leutnant Sommerlatte zu fliegen. bereits Hut und Mantel angezogen, um zu Frau PolizeiFrau Doktor Quade entschuldigte fie gern; sie hatte selbst fonnte; Siofon Boden hous ihr, daß ich ihr danfe." roten, lachenden Munde, bis es umfiel- grüße sie und sage das richtigste, daß sie selbst kam und blies und blies mit ihrem mer mag in einem solchen Hause wohnen? Es war armen Jungen ward ganz unheimlich zu Mut bei Gebt Das Gold ist hart, daß Gott erbarm! Liebe, Liebe, schlicht und warm, effiert. ihr recht widerwärtig 31 erscheinen?" damit ihr die Sache leichter wird. Es bleibt nun nichts übrig, als mich unausstehlich zu machen. megen solcher Jugendeselei! Aber ich schäme mich wahrhaft. Wie fang id's nur an Mein ganzes Lebensglück kann ich doch nicht optera Die Briten haben darnach noch mit heftigem Widerstand zu rechnen, ehe sie Lhassa erreichen. Woher mögen übrigens die Tibetaner Kanonen haben, die 1300 Yards weit tragen? Amerika. Die aufständischen Filippinos machen den Yankees nach wie vor viel zu schaffen. Auf der Insel Mindenao( Philippinen) fielen amerikanische Truppen in einen Hinterhalt der aufrührerischen Moros. Zwei Offiziere wurden getötet, zwanzig Soldaten sind tot oder verwundet. Der Gouverneur hat eine Straferpedition nach Mindenao entsandt. Ob diese gegenüber den landeskundigen, verschlagenen und fanatischen Filippinos etwas ausrichten wird, steht freilich noch dahin. A Wegen der neuen Grenzstreitigkeiten zwischen Bern und Brasilien ist bereits Blut geflossen. In mehreren Gefechten an der peruanisch- brasilischen Grenze holten sich die Brasilianer blutige Köpfe. Jetzt wünscht Brasilien die Sache dem Haager Schiedsgericht vorzulegen. Ja, warum denn nicht gleich so? Dann wären die Peruaner vielleicht darauf eingegangen, was sie jetzt kaum werden tun wollen. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser begab sich gestern, wie aus Straßburg gemeldet wird, um 8½ Uhr früh zu Wagen nach dem Fasanengarten, stieg dort zu Pferde und ritt nach dem Fort Schwarzhoff, von wo er wieder über den Fasanengarten in die Stadt zurückkehrte. Später nahm der Kaiser im Palais militärische Meldungen entgegen. Die Kaiserin besuchte im Laufe des Vormittags Unterrichts- und Wohltätigkeitsanstalten und später das Münster. Hier wurde sie vom Bischof Dr. Frißen und dem Weihbischof Zorn von Bulach am Hauptportale empfangen. Die Kaiserin besichtigte zunächst die aſtronomische Uhr und dann das Innere des Gotteshauses mit vielem Interesse. Deutfcher Reichstag. ( 90. Sigung. CB Berlin, 13. Mai. Heute wurde zunächst die Vorlage betreffend die Ent. schädigung für unschuldig erlittene Unter. suchungshaft mit einigen redaktionellen Aenderungen nach den Beschlüssen der zweiten Lesung endgültig gegen die Stimmen der Sozialdemokraten angenommen. Diese ließen ihren ablehnenden Standpunkt durch den Abg. Thiele damit begründen, daß; der Kreis der Entschädigungsberechtigten zu eng gezegen sei. Dieser Meinung ist auch die Mehrheit, aber sie will deshalb auf die Fortschritte, die die Vorlage bringt, nicht verzichten, sie stimmte dem Gesetz deshalb zu und gab ihren weitergehenden Wünschen in einer ResoIntion Ausdruck, in der die Regierung aufgefordert wird, auch wenn fein Rechtsanspruch besteht, aus Billigkeitsrücksichten Entschädigung zu gewähren. Darauf trat das Haus in die dritte Veratung des Just i zetats ein. Zu diesem haben die Sozialdemokraten eine Resolution eingebracht, nach der in Gefängnissen und Strafanstalten schleunigst Maßnahmen getroffen werden sollen zur rechtzeitigen Feststellung von förperlichen und geistigen Erkrankungen Gefangener, es soll ferner die Verhängung schwerer Disziplinarstrafen unter Rechtsgarantien gestellt werden. Abg. Dr. Gradnauer begründete den Antrag in anderthalbstündiger Rede. Der Staatssekretär des Reichsjustizanits Dr. Nieberding trat der Resolution entschieden entgegen, da sie ein unberechtigles Mißtrauen gegen die Regierungen ausspreche. In ähnlichem Sinne sprach sich namens des Zentrums der Abg. Dr. Spahn aus. Im Gegensatz zu diesen Rednern sprach der Abg. Dr. Mug dan( frs. Volksp.) im Tone höchster Entrü'tung. Er glaubt von der sozialdemokratischen Beschwerde gar nichts, bezeichnete die Vorwürfe gegen einzelne Anstaltsarzte als„ Ebrabschneiderei gemeinster Art" und meinte, die Resolution sei nur eingebracht, um für die Sozialdemokratie Reklame zu machen. Ein Beifallssturm auf der Rechten, stürmischer Widerspruch und Pfuirufe bei den Sozialdemokraten waren die Antwort. Der nationalliberale Abg. Dr. Lucas leugnete nicht, daß Unlicbjames vorgekommen sei, aber er sicht die Ursache nicht im Strafvollzug, sondern im Strafrecht und lehnt deshalb den sozialdemokratischen Antrag ab. Der antisemitische Abg. Werner erklärte sich gleichfalls dagegen, weil er ihn in der Praxis für undurchführbar hält. Preufsifcher Landtag. Herrenhaus. ( 14. Sigung.) RK Berlin, 13. Mai. Im Herrenhaus ging heute die General debatte über den Etat weiter. Sie wurde durch eine große Rede des Professors Schmoller eröffnet, der sich gegen die konservativen Redner vom Tage zuvor, die Herren v. Manteuffel und Graf Mirbach, wandte und andererseits auch scharfe Kritik an der Sozialdemokratie übte. Beiden ,, Extremen" gegenüber verlangte der Nationalökonom eine gerechte Regierung, die über den Klassen steht. Zum Schluß entwickelte der Redner seine Auffassung über die uns notwendige Handelspolitik. Von den übrigen Rednern verteidigte Herr v. Wedell- Piesdorf, der frühere Reichstagspräsident, seine konservativen Freunde Manteuffel und Mirbach. Diese beiden Herren nahmen ebenfalls noch mehrfach das Wort. Die weitere Debatte hatte indes kein besonderes Interesse. Haus der Abgeordneten. ( 73. Sigung. RK, Berlin, 13. Mai. Heute ging's wieder mit Siebenmeilenstiefeln im Abgeordnetenhause. Eine ganze Anzahl Petitionen und Initiativanträge aus dem Hause wurden erledigt. U. a. wurde ein Antrag auf Einführung der fakultativen Feuerbestattung abgelehnt. Ein Antrag v. Zedlitz wegen Vorlegung eines Gesebentwurfs betr. die Schul unterhaltungspflicht rief eine lange Debatte hervor, die bei der bekannten ablehnenden Haltung der Regierung kein positives Resultat zeitigen konnte. Aus dem Gerichtsfaal. § Wegen öffentlicher Beleidigung des deutschen Offizierkorps wurde der Redakteur der„ Leipziger Volkszeitung" Richard Wagner zu 1 Monat Gefängnis verurteilt. Wagner war bekanntlich einst Oberpostsekretär und wurde wegen sozialdemokratischer Gesinnung auf dem Disziplinarweae feines Amtes enthoben. ** Lokales. 14. Mai 1904. *** Der Großherzog hat den Schulinspektor an der Volksschule zu Worms Heinrich Scherer zum Kreisschulinspektor bei der Kreisschulfomission Büdingen, ernannt. Bei der heutigen Privattelegramm. Ziehung der Hessisch- Thüringischen Landes lotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 25 000 Mt. auf Nr. 46 648, 5000 Mt. auf Nr. 35982, 2000 Mt. auf Nr. 82588, 1000 Mr. auf die Nummern 28 651, 48983, 79 267. * In dem Sonderausschuß für die Vorberatung der Wahlrechtsvorlage haben am Mittwoch wieder zwei Sigungen stattgefunden, in welchen der Ges Bentwurf definitiv fertiggestellt werden konnte. Der Ausschuß hatte zuerst beabsichtigt, die infolge der beschlossenen Mandatsvermehrung von 50 auf 60 erforderlich gewordene Veränderung der Wahlkreiseinteilung in einem besonderen Gesetz festzulegen; dieses Mal entschied er sich jedoch dahin, die neue Kreisfestsetzung gleich dem neuen Wahlgefeßentwurf einzufügen. Die neue Einteilung der Kreise in der Provinz Rheinhessen und Starkenburg wurde ohne Schwierigkeit vollzogen, die für Oberhessen aber um 8 Tage verschoben, da hier eine schnelle Einigung nicht zu erzielen war. Sonderbar ist dabei, daß die Regierung den Berhandlungen nicht beigewohnt hat und daß die Ausschußmitglieder noch völlig im Unflaren sind, wie sich das Staatsministerium zu den jetzigen Beschlüssen des Ausschusses stellen wird. ** Professor Dr. Riegel blickt morgen am 15. Mai auf eine 25jährige Tätigkeit als ordentlicher Professor und Direktor der medizinischen Klinik an der Universität Gießen zurück. Weit und breit kennt man den Jubilar und an Ehrungen aufmerkſamster Art wird man's nicht fehlen lassen. P. A. Das Programm des Nationalen Gesangswettstreit, der immer näher rückt und zu Pfingsten der Stadt Gießen sein Gepräge geben wird, ist bereits durch Plakate in großen Zügen bekannt gegeben worden. Am Samstag den 21. findet abends um 8 Uhr ein Eröffnungsfommers mit Konzert und Gesangsvorträgen statt. Am Sonntag Abend werden die Gesamtchöre der vereinigten Gießener Gesangsvereine zur Aufführung gelangen. Am Hauptfesttage, Montag den 23. Mai, geht schon um 6 Uhr ein Weckruf durch die Stadt, um 10 Uhr nimmt alsdann das Klassensingen im Gesellschaftsverein, Café Leib und Stein's Garten seinen Anfang. Der große Feftzug ordnet sich um 1 Uhr am Walltor, um sich dann durch eine Reihe von Straßen nach dem Festplatz zu bewegen. Dort werden die Ergebnisse des Klassenfingens verkündet. Am Nachm. 4 Ur werden dann die obsiegenden Vereine zu den Ehrenpreissingen in den genannten Lokalen zusammentreten. Während dessen ist auf dem Festplatz Konzert, Voltsbelustigung und Tanz. Abends 8 Uhr ist wiederum ein großes Konzert vorgesehen, sowie Gesangsvorträge und die Preisverteilung in der Festhalle. Am Dienstag wird von 10 Uhr ab ein Frühfonzert stattfinden, nachmittags großes Konzert, Tanz, Volksbelustigungen und abends 8 Uhr turnerische Aufführungen. Ein großes Brillantfeuerwerk auf dem Festplay schließt das Fest ab. Der Jurplatz, der an der Lahn auf dem früher Kröll'schen Lagerplatz( jenseits des Eisenbahn- Viadukts) vorgesehen ist, wird Ueberraschungen aller Art bieten und einen großen Anziehungspunkt bilden. Die hiesige ganze R.gimentskapelle wird den instrumentalen Teil unter persönlicher Leitung des Großh. Musikdirektors Herrn C. Krauße übernehmen. Es mag besonders darauf hingewiesen sein, daß man vorteilhafterweise sich vor dem Feste mit Eintrittskarten versieht, da im Vorverkauf billigere Preise angesetzt sind. *** Unsere gestrige Notiz, betr. Eisenbahnbeamtenverein, sei dahin ergänzt, daß neben hiesigen Eisenbahnern es hauptsächlich solche von Limburg waren, welche per Extrazug nach Gießen gekommen waren. Die andere Hälfte des Limburger Eisenbahnbeamtenvereins trifft morgen Sonntag ebenfalls zum Besuch hier ein und wird auf Textors Terasse, fern ihrer Arbeitsstätten, sich einiger fröhlicher Stunden erfreuen. A Die Contentia zu Gießen hält morgen auf der Schönen Aussicht" eine Nachfeier für das am vergangenen Sonntag wegen des schlechten Wetters nicht so besonders animiert verlaufenen Sommerfestes ab. Hoffentlich ist diesmal die Sonne freundlicher. A Vorträge über Obstbau finden in den allernächsten Tagen statt durch Herrn Obstbautechniker Wiesner aus Friedberg: " " f " " " " 1 " Sonntag, den 15. Mai, in Grünberg, Montag, 16. " Stangenrod, Dienstag, 17. Münster, Birklar. Mittwoch, 18. In Grünberg findet, anschließend an den Vortrag, eine Gratis verlosung von Obstbäumen unter die an wesenden Mitglieder der Ortsgruppen Grünberg, Lauter, Dueckborn, Beltershain, Göbelnrod und Stangenrod statt. Desgleichen durch Herrn Obstbautechniker Koch, ebenfalls aus Friedberg: Sonntag, den 15. Mai, in Rabertshausen, Montag, Dienstag, Mittwoch, 18. 16. " f 17. " " 11 Trais- Horloff, Bellersheim, Obbornhofen. " 1 Die Vorträge beginnen um 8 Uhr abends an Werktagen, Sonntags um 3 Uhr nachmittags. ▲ Grünberg, 14 Mai. Plöglich und unerwartet verstarb am Himmelfahrtstage der Gerbermeister Jakob Haas hierselbst. Durch eine Wunde, die sich der Verblichene vor einigen Tagen beim Abladen von Holz zugezogen hatte, entstand Blutvergiftung, welche den Tod des rüstigen Mannes zur Folge hatte. Er ruhe in Frieden! Sung, Schreibm ine Bob hierfe Am 7. M Beglar mit arbeiter dahie Wilhelm Ri Antonia Neff Schmitt, Leb Therefia Echen dahier mit Albam Fintech A Grünberg, 14. Mai. Vergangenen Samstag, der 7. Mai, feierte Herr Rentier Th. Jung mit seiner Gattin das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Das Jubelpaar ererfreut sich noch großer Rüftigkeit und geistiger Frische, sodaß der Wunsch, den wir ihm darbringen, auch das Diamantene Ehejubiläum in gleicher Weise begehen zu können, Aussicht auf Erfüllung hat. Lollar. Die hiesigen Turner unternahmen am Himmelfahrttage einen Turngang über Staufenberg nach dem Frauenberge. Ein kleiner Dauerlauf von der N.hbrücke bis Bahnhof Niederweimar bildete den Schluß. Die Rückfahrt · Der nächste Turnerfolgte von Niederweimar per Bahn. gang ist geplant nach dem Bubenröderhof, Tag noch unbestimmt. Das Sommerfest wird am 31. Juli im Vereinslofale gefeiert. Zu unserer größten Freude erfahren wir, daß unser Vereinswirt Fr. Weinrich, speziell für die Turner einen großen Saal bauen will. Wir fönnen dann die Turnerei besser pflegen, auch wird somit die Turnhallenbaufrage für immer von der Tagesordnung abgesetzt. Ulrichstein. Hier wurde am Dienstag ein zweijähriges Kind von der Postkutsche überfahren. Den Postillon trifft feine Schuld. Aus dem Gerichtssaal. Strafkammer. Gießen, den 13. Mai 1904. Wegen eines nächtlichen Einbruchdiebstahls in der Wirtschaft des Hermann Keußer zu Lauterbach wurde der Gärtnergehilfe Reinhard Eisenach aus Lauterbach von der Straffammer zu Hanau in Strafe genommen, wobei es sich herausstellte, daß er einen Mithelfer gehabt haben müsse. Der Verdacht lenkte sich alsbald auf den Maurergesellen Adolf Bickert von Schlitz, der bereits mehrfach wegen Diebstählen, die er mit Eisenach ausgeführt hat, bestraft ist. Bickert, unter Anklage gestellt, wurde heute trotz beharrlichen Leugnens schuldig befunden und zu 1 Jahr 9 Monaten Gefängnis verurteilt. Eine früher erkannte Strafe von 22 Jahren wurde einbezogen und auf eine Gesamtstrafe von 4 Jahren Gefängnis und Ehrverlust auf gleiche Dauer erkannt. Der Hutmacher Wolprecht Schnegelberger von Lauterbach beschuldigte den Stationsgehilfen Sänger dortselbst eines Sittlichkeitsverbrechens und verlangte von dessen Vater Schweigegeld. Dr Sänger sich unschuldig fühlte, wurde Anzeige erhoben, was zur Folge hatte, daß Schnegelberger heute wegen Beleidigung und Erpressungsversuch mit 4 Monaten Gefängnis belegt wurde. Mit Rücksicht auf die betätigte ehrlose Gesinnung wurden ihm auch die bürgerlichen Ehrenrechte auf 4 Jahre abgesprochen. Wegen eines zum Nachteil der Schwester des Sänger verübten Betrugs wurde auf zwei Tage Gefängnis erkannt. Sieben Buischen zu Fleschenbach trakten nach einem Spinnstubenvergnügen noch 2 Liter Branntwein, worauf sie in Streit gerteten. Der in Ober- Moos geborene Knecht Karl Schneider verletzte dabei die Knechte Karl Boß und Karl Ruppel mit seinem Taschenmesser recht erheblich. Indem das Gericht die Trunkenheit strafmildernd in Betracht zog, wurde auf zehn Monate Gefängnis, worauf ein Monat Untersuchunge haft aufzurechnen ist, erkannt. Der 14 jährige Faßbender von Ober- Seemen entwendete in der Wohnung des Postagenten Beppel aus einer ve schlossenen Schublade den Betrag von 6,50 wet, was er mit einer Woche Gefängnis zu büßen hat. Zum Schlusse wurde der Dienstknecht Albert Müller aus Milewken, welcher seinen Dienstherrn, den Landwirt und Weinhändier Georg Graf von Unter- Schmitten, mittels Messer mißhandelte, zu einer 2 jährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Brieftasten. Nach Lollar. Die Staatsverlags- Buchhandlung( G. Jonghaus'sche Hofbuchhandlung) für Hessen befindet sich in Darmstadt. Schreiben Ste eine Postkarte dorthin, möge Ihnen das Ge sünschte unter Nachnahme senden. Gruß. Marktberichte. man Gießen, 14. Mai. Auf dem heutigen Bochenmarkt tosteten Butter per Pfd. 100-1.15 Mt., gün reter per Stid 5-6 Pfg., Enteneier St. 7 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar 01. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mr. 1.30-1.40, Hahnen, per Stüd 0.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse per Pfd. 65-70 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 70-80 fg., Rindfleisch per fb. 62-68 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 60-72 fg. Schweinefletsch gesalzen per Bfund 0.76 Big., Kalbfleisch per Pfd. 62-74 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kilo Zwiebeln per 3t. Mr. 7.00-10.00, Aepfel per Centner 20-25 Mr. Milch per Liter 18 Bfg. Dauer der Marktzeit 6.00 m., von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhanst nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 15. Mai. Windig, meist trüb, bei milder Nacht tagsüber fühler, geringer Regen, besonders im Nordwesten. Näheres durch die Gießener Wetterfarte. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebote. Am 6. Mai. Wilhelm Klaus, Gerichtsschreiber- Aspi rant in Höchst i. D. mit Katharine Elisabethe Margarethe, gerannt Emma Lang dahier. 9. Emil Louis Schweizer, Weißbinder und Lakierer dahier mit Katharine Schneider hierselbst. 10. Georg Friedrich Wilhelm Becker, Zimmer meister in Marburg mit Johanna Luise Hellmold dahier. Hans Schmidt, Konzertdirektor in Karlsruhe mit Auguste Noll hierselbst. 11. Georg Hübner Postbote dahier mit Susanne Justine Katharine Beinhauer hierselbst. 13. Ernst Ratharine Will Carl Gottfried mit Marcot Sagenau i. E Am 1. M Sohn, Dtto. Marie Wilhe Tochter, Ma Althaus ein helm Schmitt Beppel eine 2 Strad ein Ronrad Schn Heinrich Sch Dem Lofor Buife. 8. Portier H Def das Verd Unterha In G Großherzogl Bauwesen, werden hiern weige einge Unterhaltung handelt fich welche mit 9 Vergebun lauf der Me geführten B nach Benehm geftellten Be lofen. For auf Erfuche Die V baltungsar nahme die laufenden teilung in beigegebener fowie die a Der Unterb d. Mts., ficht offen. Die 31. D. 9 anheimgefte Eröffnung night statt. Nach einiger bei wefenen V welche die betreffenden Etatsjahren Diese S erteilung m Alsfe Tel. Sc Thü Omit Gi G erwartet ber Jung, Schreibmaterialienhändler dahier mit Elisabethe Rathatine Bob hierselbst. Batob aas erblichene bor en hatte, ent igen Mannes Samstag, den feiner Gattin Eheschließungen. Am 7. Mai. Friedrich Heinrich Förster, Optiker in Bezlar mit Helene Hammel dahier. Adam Kaiser, Bahnarbeiter dahier mit Marie Hahn in Bernsfeld. Friedrich Bilhelm Küpper, Aufseher in Brauweiler mit Maria Antonia Neff, genannt Rodepeter dahier. 9. Caspar Josef Schmitt, Lehramtsassessor in Worms mit Johanna Maria Theresia Eichenhauer dahier. 10. Heinrich Stoffel, Sergeant dahier mit Hermine Rörig hierselbst. Wilhelm Friedrich Adam Finfecnagel, Sanitätssergeant dahier mit Marie rnahmen am Katharine Wilhelmine Rörig hierselbst. 11. Dr. Friedrich Carl Gottfried Leopold Hans Biese, Spezialarzt in Berlin Jubelpaar er Frische, for uch das Dia zu fönnen, perg nach dem mit Margot Lina Therese Eisabethe Luise Müller in Nhbrücke bis Die Rüdfahrt nädfte Turn Hagenau i. E. Geborene. ag noch unbe Sohn, Otto. 3. Dem Sergeanten Karl Zinn eine Tochter, im Vereins Marie Wilhelmine. Dem Kaufmann Wilhelm Kahl eine peziell für die Althaus ein Sohn, Friedrich. 5. Dem Glasermeister Wilerfahren wir, Tochter, Margarethe. 4. Dem Korbmacher Johann Georg ie Turnhallen Beppel eine Tochter, Margarethe. Dem Fabrikarbeiter Karl fönnen dann helm Schmitt I. ein Sohn. Dem städt. Taglöhner Karl Am 1. Mai. Dem Fuhrmann Jost Bergener ein gefe. Gestorbene. Am 6. Mai. Johanna Müller geb. Zinn, 43 Jahre alt, Ehefrau des Dachdeckers Martin Müller dahier. 7. Otto Rühl, 38 Jahre alt, Poftschaffner dahier. 8. Elisabeth Anna Gertrude Schweizer, 1 Jahr alt, Tochter des Taglöhners Heinrich Schweißer dahier. 9. Wilhelm Burk, 12 Tage alt, Sohn des Kutschers Christian Burk dahier. Peter Mulch, 61 Jahre alt, städt. Pfandmeister i. P. dahier. Eduard Karl Wilhelm Kreß, 1 Jahr alt, Sohn des Glasers Wilhelm Kreß dahier. 10. Mathilde Plattner geb. Simmer, 32 Jahre alt, Ehefrau des Glasers Karl Platiner dahier. Margarethe Knauf, 8 Mte. alt, Tochter des Spenglers Otto Knauf dahier. 12. Wilhelm Rudolf Pauli 10 Jahre alt, dahier. 13. Clara Agnes Ilse Kretschmar, 10 Mte. alt, Tochter des Universitäts- Professors Paul Gustav Kretschmar dahier. Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am Sonntag Eraudi( 15. Mai), predigt: 1. Vormittags: Pfarrer Schmidt. Text: Joh. 15,26-16,4. Lied Nr. 168. 2. Nachmittags: Defan Wagner. Text: Psalm 42. Lied: Nr. 114. Katechismuslehre. Julius Fischer Giessen, Schulstrasse 6. Anfertigung eleganter Herrengarderobe unter Garantie für guten Sitz und tadelloser Ausführung. 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Maurergefellen ehrfach wegen at, bestraft ift. og beharrlichen r 9 Monaten Strafe von e Gesamtstrafe gleiche Dauer egelberger bon ehilfen Sänger angte von dessen huldig fühlte, e, daß Schnegel ungsversuch mit Rücksicht auf die die bürgerlichen egen eines zum Betrugs wurde n Buischen z tubenvergnligen Streit gerieten. hneider verlegte ppel mit seinem as Gericht die wurde auf zehn Interfuchungshaft Faßbender von nung des Post ublade den BeGefängnis zu fifnecht Albert ienstherrn, den nter- Schmitten, Dem Lokomotivheizer August Haas eine Tochter, Maria 8uife. 8. Dem Restaurateur Kaspar Fehl ein Sohn. 2. Portier Hugo Herbert ein Sohn. 9 Oeffentliche Aufforderung betr.: das Verdingungswesen, hier die Vergebung der Unterhaltungsarbeiten in staatlichen Gebäuden. Verantwortlich: für den politischen, vermischten und unterhaltenden Teil Albin Klein; für den lokalen Teil Karl Klose. - Lahn- Kalk- und Marmor- Industrie August Gabriel junior, Kalkwerke: Abendstern. Telefon 84. Jederzeit frischgebrannten Grau- und Weisskalk in Stücken und fein gemahlen. Prima Hartbrand- Ziegelsteine. Ia. Fahrräder In Gemäßheit der Ziffer 2 des Amtsblattes Nr. 32 Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, Abteilung für Bauwesen, vom 10. September 1902, in obigem Betreff werden hiermit die Handwerker der verschiedenen Handwerksweige eingeladen, sich zur Beteiligung bei Ausführung der Unterhaltungsarbeiten in staatlichen Gebäuden zu melden. Es handelt sich hierbei um solche Arbeiten und Lieferungen, für welche mit Rücksicht auf den Kostenbetrag die freihändige Vergebung zulässig ist. Die Vergebung erfolgt nach ein. lauf der Meldungen unter Einhaltung des hierzu neu ein- Grünberg: Fr. Jöckel, Marktstrasse. geführten Verfahrens zu fexen Preisen nach Maßgabe der von Mark 90 an. Abschlagszahlungen gestattet. weit unterm Preis zu verkaufen nach Benehmen mit Vertretern des Handwerks amtlich fest Gelegenheitskauf! Durch Kauf eines Motorrades ist ein erſtgestellten Preisverzeichnisse, und zwar nach einzelnen Gebäude- lasfiger Opel- Straßenrenner mit Freilauf, neu( einigemal gefahren) losen. Formulare für die Meldung werden von uns fostenlos auf Ersuchen der Bewerber abgegeben. Die Bedingungen für die Bewerbung um die Unterhaltungsarbeiten in staatlichen Gebäuden und für die Uebernahme dieser Arbeiten, ein Verzeichnis der Gebäude der laufenden Unterhaltung unseres Amtsbezirks mit ihrer Einteilung in Gebäudelose, die Preisverzeichnisse nebst den diesen beigegebenen besonderen technischen Ausführungsbedingungen, sowie die allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung der Unterhaltungsarbeiten liegen vom Dienstag, den 17. d. Mts., an bei uns während der Dienststunden zur Einficht offen. Die Meldungen müssen bis zum Dienstag, den 31. d. Mts., eingereicht sein. Den Bewerbern bleibt es anheimgestellt, zu welchen Losen sie sich melden wollen. Eine Eröffnung der Meldungen in Gegenwart der Bewerber findet nicht statt. Nach Prüfung der Meldungen wird unter Mitwirkung einiger bei der Aufstellung der Preisverzeichnisse tätig gewesenen Vertrauensmänner eine Auslosung vorgenommen, welche die Reihenfolge feststellt, wonach die Vergebung der en Gefängnis betreffenden Gebäudelose an die Bewerber in den einzelnen Etatsjahren zu erfolgen hat. hhandlung( 6 befindet sich in dorthin, man senden. Gruß rlt tofteten Butter 6 Pfg., Entencier 2.. 5-6 Bfg, L'auben per Baar 1.40, Hahnen, per Gänse per fo Pfg., Rindfleisc 72 Big. Soweine per fb. 62-74 feln pro 100 Ril 00, Aepfel per uer der Marktjek Gegenstände des artizeit überhanpt Marktzeit im Um tterdienft. für Sonntag, Der Nacht tags Cordwesten. farte. ot Gießen. freiber- fpi he Margarethe, uis Schweizer, arine Schneider eder, BimmerSellmold babier. Je mit Augufte ote bahier mit bft. 13. Graft Diese Reihenfolge wird den Bewerbern bei der Zuschlagserteilung mitgeteilt werden. 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Die Heberolle über die Beiträge zur landund forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für das Jahr 1903 liegt von heute an während vierzehn Tagen auf der unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Innerhalb einer weiteren Frist von zwei Wochen, nach Ablauf der Offenlegungsfrist, kann der in der Heberolle als beitragspflichtig in Anspruch Genommene gegen die Beitragsberechnung bet dem Vorstande der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Einspruch erheben( s.§ 15 der Verordnung vom 31. Mai 1902. Gießen, den 10. Mai 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Submission. Die in der Gemeinde Großen- Buseck vorkommenden Arbeiten und Lieferungen sollen in öffentlicher Submission vergeben werden und find Angebote bis zum 21. Mai mittags 1 Uhr Großh. Bürgermeisteret Großen- Buseck einzureichen, woselbst Voranschlag und Bedingungen eingesehen werden können. Pflasterarbeiten Maurerarbeiten Liefern von Cementröhren Einfallröste Gießen, den 14. Mai 1904. veranschl. zu 3959,13 Mr. 99,95 " " " 40,00 " " " 75,00 " " Senßfelder Kreisstraßenmeister Wollen Sie Vorteile geniessen, so sehen Sie sich unser Lager in Sportwagen für Kinder und Puppen, sowie Leiter- Wagen an und vergleichen Sie die Preise. Moritz Gregori& Sohn, Giessen. 000000 Frankfurter Maschinenfabrik Akt.- Ges. Frankfurt a. M. baut Maschinen zur Holzbearbeitung aller Art und für jede Branche. Courante Maschinen stets vorrätig. Neueste Construktionen.* Billigste Preise. Vertreter: Carl Hellmann, Cassel, Wörthstr. 6. Für Bäcker! Brotpreis- Formulare hält stets am Lager die Expedition. DOGO Nationaler Gesangs- Wettstreit zu Giessen Pfingsten 1904( vom 21. bis 24. Mai) Zur Feier des 20jährigen Bestehens des Maschinenbauer Gesangvereins. Festplatz: Oswalds- Garten. Samstag, den 21. Mai. Abends 8 UH: Eröffnungs- Kommers mit Konzert- u. Gesangsvorträgen. Sonntag, den 22. Mai. Abends 8 Uhr: Festgefänge der vereinigten Gießener Gesangvereine mit Orchesterbegleitung in der Festhalle. Montag, den 25. Mai. Vormittag 6 Uhr: Weckruf. " 8-9 Uhr: Empfang der Sänger an der Bahn. Vormittags 10 Uhr: Beginn des Klassensingens in verschiedenen Sälen der Stadt. Mittags 1 Uhr: Aufstellung des festzuges am Walltor. Nach Ankunft des Festzuges auf dem Festplatze: Verkündigung der Ergebnisse des Klassen- Singens. Nachmittags 4 Uhr: Ehrenpreissingen in verschiedenen Sälen der Stadt. Konzert auf dem Festplaße und in der Festhalle, Volksbelustigungen, Tanz. Abends 8 Uhr: Großes Konzert, Gesangsvorträge und Preisverteilung in der Festhalle. Dienstag, den 24. Mai. Vormittags 10 Uhr: Frühkonzert auf dem Festplatz. Nachmittags 4 Uhr: Großes Konzert, Tanz und Volksbelustigungen auf dem Festplate und in der Festhalle. Abends 8 Uhr. Turnerische Aufführungen in der Festhalle. Grosses Brillant- Feuerwerk auf dem Festplatz. Die Musik wird ausgeführt von der ganzen Kapelle des 2. Großh. 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