ung. en bergiftet b Fr. 87. en die Ratten inmementoprets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., u erzielen, it Stadtgebiet, liege ertilgung der öfen u. 1. 1. fo gel u. f. 1. in Kenntnis tellen fern zu h Denerfazansprü terei Gießen. ung. envereins Gießen ie Einführung Um eine Abiti zu fönnen, ist in dung, betreffend ängerung der La cine Liste der t worden. gen zur allgem Beit bom 13. bi Geschäftsstunder Saus gebracht 60 Bfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Bustobetingen: :: Oberhefftfche Familienzeitung( täglich) und die Stekener Golfenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Donnerstag, den 14. April 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Betitzelle für ganz Ob heffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 Pfg. Boftzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Das Gewerberegifter. Man schreibt uns: Die Grundlage zu den Verhandlungen er Nr. 15, zur ölde nengegründeten Bundes der Handwerker haben offenbar feit und Vollsta die einzelnen Forderungen zum Schuße des Handwerkes dre Beschlüsse der Liegnißer Handwerkskammer, in welchen ten Geschäftsinh rift schriftlich ode Ablauf der Frist fichtigt. beſtellte Kommis ejunding des Handwerks eingeschlagen werden kann. formuliert waren, gebildet. Wenigstens decken sich ihre Thesen bolitan dig mit den Programmpunkten der Liegnizer Handmeristammer. Der einzig positive Vorschlag der beiden genannten Organisationen, der den Anspruch auf Neuheit machen kann, ist die Forderung eines Gewerberegisters. Wir glauben, daß hiermit ein gangbarer Weg zur Reform und ordneter. ung, Wünschenswert wäre ja außerdem auch, wenn eine reichsgrebliche Regelung der Gewerbesteuer an die Seite treten forme. Das wird allerdings nicht möglich sein, weil die Ge1. Mts. an bi werbesteuer zu dem Zuständigkeitskreise der einzelnen Landese von Kanalisat rogierungen gehört. So ergeben sich denn die größten Verschiedenheiten in der steuerlichen Behandlung des Handwerkshrradverkehr geht und des Fabrikbetriebs. Während z. B. in Sachsen die Einandgrafenstaaje kommensteuer die Gewerbesteuer vollständig aufgezehrt hat, besteht in Preußen noch eine gewerbliche Klassensteuer, die ordanlage u. eva 20 Millionen Mark einbringt, in Bayern eine RohWallthorstraße extragssteuer mit etwa 7 Millionen Mark, in Württemberg eine Reinertragssteuer auf der Grundlage einer Deklarationspflicht, in Baden die Buchenbergersche Besteuerung nach Sam investierten Kapital und in Hessen eine Ergänzungssti uer zur Einkommensteuer. Man sieht also in dieser Besterungsart das bunte Bild des deutschen Vaterlandes Reder, und es ist nicht zu erwarten, daß eine einheitliche aer mit progressivem Steuerfuß, je nach dem Umfang des Betriebs, wie etwa bei der süddeutschen Biersteuer, eingeführt werden wird. 4. amt Gießen. on. nit foll die Es ist demnach dringend notwendig, daß in dem Gewerberegister die Möglichkeit einer öffentlicher Kennzeichnung der heithol fathlichen Qualitäten, für den Handwerker gewiſſermaßen als ein Surrogat des Befähigungsnachweises eingeführt Submission bard. In dieses Register können nur Handwerker eingetragen werden, welche die Gesellen- und Meisterprüfung n Bedingungen lieg mitt Erfolg abgelegt haben. Nur den in das Gewerberegister 3-5 Uhr auf der eingetragenen Firmen darf dann aber auch das Recht der Lehrlingsausbildung übertragen werden, und sie sind außerden bei der Vergebung von öffentlichen Arbeiten an Handmarter in einem besonderen Grade zu berücksichtigen, so zwar, de bei sonst gleichen Bewerbungen der registerfähige NonFurrent den Vorzug erhält. Ebenso sollte den öffentlichen Koffien, insbesondere der Zentralgenossenschaftskasse, die Verpflichtung auferlegt werden, daß sie nur an registerfähige Sommer Firmen Kredite gewähren, oder, wenn dies nicht tunlich ist, Kredit und Bürgschaftserleichterungen vorsehen. it entsprechender& Stermin, Mont 1 Uhr auf gebeten er: egel gelkugeln n. & Sohn 0000 Giessen etrieb. 65 Tel. 410. fämtlicher Wenn in dieser Weise der Befähigungsnachweis, ohne das Prinzip der Erwerbsfreiheit zu beschränken, die Möglichkeit einer Unterscheidung von vollwertigen Meistern und Pfusch ham derkern bietet, und wenn er wesentliche Vorrechte bei der Vergebung von öffentlichen Arbeiten und bei der Kreditgewährung schafft, dann wird dies am besten einen qualitativ webolleren Nachwuchs sichern, als er unter den heutigen Verhältnissen möglich ist. Man möge nicht einwenden, daß Die Bevorzugung bei der Arbeitsvergebung dem modernen Gite widerspricht. Wenn es im Interesse des sozialen Friedens durchführbar und wünschenswert ist, daß die mit Tarifbereinbarungen arbeitenden Betriebe vor den anderen auf der Grundlage des Einzellohnvertrags stehenden Unternehmungen bevorzugt werden, dann entspricht es nur einer Forderung der Billigkeit, daß bei der Vergebung öffentlicher Arbeiten an Handwerker solche Unternehmer bevorzugt werdem die in dem erbrachten Befähigungsnachweis auch mehr penfinliche Garantien bieten, als ihre ungeprüften Konfuccenten. Der Krieg in Oftalien. Nach der Stille der lezten Tage auf einmal eine schier ver. winde Flut von Nachrichten über neue Vorgänge auf dem Kriegsschauplatz. Gefechte haben zu Lande und zu Wasser stattgefunden, eine große Schlacht am Jalu soll begonnen bahan und eine anhaltende Kanonade bei Port Arthur läßt auf ein Seetreffen schließen. Am überraschendsten aber ist die Meldung von dem Untergang des russischen Panzers Petropawlowsk", de mit dem größten Teil seiner Bemannung gesunken ist. Schlag für die russische Flotte Nachricht bringt, lautet: eubauten lafonische Telegramm, das von dieſem neuen ſchweren geliefert r jeder Art. zu Dienften. 2000 ihtartoffel berlauft Petersburg, 13. April. Vor Port Arthur ist das Banzerschiff Petropawlowsk" untergegangen. Nur vier Offiziere sind gerettet, darunter Großfürst Kyrill Wladimirorvitsch, der verwundet ist. Das. Panzerschiff Petropawlowsk" ist im Jahre 1894 bon Stapel gelaufen. Es hat 11 250 Tonnen Wasserverbringung und 11 200 indizierte Pferdekräfte, ist also nur etrip as Eleiner als die früher beschädigten russischen Panzerschiffe Cäsarewitsch" und" Retwisan". Die Besagung beBeubert, Bieg trng 7000 Mann. Gr. Mühlgaffe 38 Der neue Angriff der Japaner auf Port Arthur ist, wie die neuesten Depeschen melden, ein sehr schwerer Schlag für die russische Flotte. Einem Privattelegramm von gestern Abend aus Port Arthur zufolge griffen die Japaner bei Tagesanbruch an. Die ganze russische Flotte unter Admiral Matarow ging in See und vertrieb mit Unterstüßung der Forts den Feind. Bei der Rückkehr geriet das Panzerschiff„ Petropawlowsk" auf eine Mine. Dies hatte den Untergang des Schiffes zur Folge. Großfürst Kyrill Wladimirowitsch, der sich auf der„ Petropawlowst" befand, ist gerettet. Er ist leicht verwundet. Das ganze Geschwader ist in den inneren Hafen eingelaufen. Das japanische Geschwader befindet sich in Liautesch an. Die Stadt erlitt feinen Schaden. Eine Wirkung der Beschießung der Forts oder Flotte wird nicht erwähnt.- Ueber den Untergang des„ Petropawlowst" meldet der Hafenkommandant Grigorowitsch an den Kaiser: Das Panzerschiff Petropawlows f" geriet auf eine Mine, explodierte und tenterte. Admiral Matarow ist anscheinend umgetommen. Gerettet wurden: Großfürst Kyrill, 1 Kapitän, 4 Leutnants und 32 Mann. Kontreadmiral Fürst Uchtomski hat zeitweilig das Kommando über das Geschwader übernommen. Petersburg, 13. April. Ein Telegramm des Statthalters Alexejew an den Kaiser aus Mukden vom 13. April lautet: Auf Grund eines soeben vom Generalleutnant Stößel erhaltenen Telegramms berichte ich mit tiefer Trauer alleruntertänigst Eurer Majestät, daß die Flotte des Stillen Ozeans einen neuen schweren Verlust erlitten hat in der Person des Bizeadmirals Maratow, thres ruhmvollen erfahrenen Chefs, der mit dem Flaggschiff Petropawlowsk" zusammen unterging. Aus Tschifu wird in derselben Angelegenheit gemeldet: Gestern wurde das japanische Flaggschiff Asahi" auf der Höhe von Tschifu, westwärts fahrend, gesichtet. Man hegt hier kaum Zweifel, daß das Geschwader nicht weit vom Flaggschiff sein wird. Der von Niutschwang hier eingetroffene Dampfer Lockshan" berichtet, er habe in der Richtung auf Port Arthur zwei Stunden lang anhaltendes Feuern gehört. Eine Schlacht am Jalufluß soll nach einer Reutermeldung aus Tokio begonnen haben, obgleich noch feine direkte Meldung darüber eingegangen ist. Die bei der ersten Armee befindlichen Militärattachees haben die Weisung erhalten, sich zur Abreise bereit zu halten. Man glaubt, daß sie in einigen Tagen abgehen werden. Ob die Nachricht von der Schlacht sich bestätigen wird, muß abgewartet werden. Sicher ist, daß mehrere Vorpostengefechte stattgefunden haben. Nach einem amtlichen Drahtberichte des Generals Kuropatkin schickte in der Nacht vom 8. d, Mts. General Kaschtalinski eine Abteilung Jäger auf Die das linke Ufer des Jaluflusses Widschu gegenüber. Jäger setzten unter dem Befehl des Leutnants Dimidowitsch und des Unterleutnants Potemkin auf die Insel Somalin(?) über und faßten eine japanische Aufklärungspatrouille, 50 Gewehre stark, in dem Augenblicke ab, als diese an der Ostfüfte der Insel mit drei Booten anlegten. Die Ruſſen ließen sie landen und gaben alsdann Feuer. Fast alle Japaner wurden erschossen oder erstochen oder sie ertranfen. Ihre Fahrzeuge wurden in die Luft gesprengt. Auf russischer Seite waren feine Verluste. Besonders ausgezeichnet haben sich die Unteroffiziere Buschkin und Ssumaschadow. Am nächsten Tage wehte die japanische Fahne halbmast. Die vorher bemerkten Posten zogen sich in der Nacht auf den 9. d. M. zurück. Vier russische Säger septen bei onampho über und begaben sich in ein Dorf. Dort hielten sie sich 12 Stunden lang auf. Als sie dann von den Koreanern verraten wurden, sahen sie sich gezwungen, schleunigst wieder ihr Boot zu besteigen. Dieses fuhr auf einer Sandbank auf, wobei ein Mann ertrank. Die Japaner hatten die Verfolgung der Russen aufgenommen, wurden aber von der russischen Barke angegriffen, die den im Wasser treibenden Jägern zu Hilfe aceilt war. Die Japaner wurden sämtlich niedergemacht, ihr Boot versenkt. Die Situation in Niutschwang. In Niutschwana sind Vorkehrungen getroffen worden zur Wahrung der englischen Interessen während des Krieges und zur Wiederherstellung der Vertragsrechte in der Stadt. Die Abfahrt des englischen Kanonenbootes Espiegle" gibt den russischen Behörden freie Hand und gestattet ihnen, das Kriegsrecht zur Anwendung zu bringen. Die letzten Kauffahrteischiffe sind abgegangen und die Schiffahrtsgesellschaften haben ihren Agenten die Mitteiluna gemacht, daß sie keine Schiffe mehr nach Niutschwang schicken werden. Die Straßen der Stadt sind nicht beleuchtet und jede Bewegung der Schiffe auf dem Flusse während der Nacht ist untersagt. Russische Proteste gegen die Haltung Chinas. Gegen die bereits mehrfach erwähnten starken chinesischen Truppenansammlungen an der Grenze wendet sich die russische Regierung. Speziell verlangt sie die Entlassuna der japanischen Instruktionsoffiziere, die in chinesischen Diensten stehen, wie auch der japanischen Offiziere, die bei den Truppen des chinesischen Generals Ma sind. Rußland betrachte deren fortgesetzte Anwesenheit bei den Chinesen als eine gegen Rußland gerichtete bedenkliche Drohung. Dabei hob es hervor, daß die beim General Ma befindlichen japanischen Offiziere Teicht einen überwiegenden Einfluß über die jetzt nördlich der großen Mauer stehenden chinesischen Truppen erlangen fönnten und sie benutzen möchten, wenn die Operationen der Japaner es verlangten, eine Diversion in Kuropatkins Rücken zu machen, um dessen Verbindungen zu unterbinden. Wie aus Washington gemeldet wird, soll Deutschland über die projapanischen Neigungen des Vizekönigs Yuanschikai und seines Unterfeldherrn Ma sehr beunruhigt sein. Der deutsche Botschafter in Washington, Freiherr Speck v. Sternburg, habe die Anwesenheit der japanischen Offiziere in der chinesischen Armee zum Gegenstand von Konferenzen mit dem Staatssekretär Hay gemacht. Deutfcher Reichstag. ( 65. Sitzung.) CB Berlin, 13. April. In der heutigen Sigung setzte der Reichstag die gestern begonnene zweite Beratung des Etats für den Reichskanzler und die Reichskanzlei fort; Jesuitenfrage, auswärtige Politik und Handelspolitik bildeten den hauptsächlichen Inhalt der teilweise lebhaft, aber keineswegs leidenschaftlich geführten Debatten. Am meisten Anklang findet danach die vom Grafen Bülow befolgte auswärtige Politik; ihr stimmte namens der Reichspartei der Abg. von Kardorff vorbehaltlos zu, während sein Nachbar v. Heydebrand, der bei dieser Gelegenheit im Reichstage zum ersten Male das Wort ergriff, in Uebereinstimmung mit dem Abg. Gothein von der freisinnigen Vereinigung, zwar gewisse Bedenken äußerte, ob das Deutsche Reich bei gewissen großen Ereignissen doch etwas gar zu weit abseits stehe, im großen und ganzen aber auch seine Zufriedenheit erklärte. Mit der Aufhebung des§ 2 des Jesuitengesetzes erklärten sich beide konservative Redner, wenn auch nicht im Namen ihrer sämtlichen Freunde, einverstanden, beide aber verurteilten scharf die Art, wie der Beschluß des Bundesrats herbeigeführt worden ist. Herr von Heydebrand nahm seinem Tadel jedoch den Stachel, indem er die Mahnung aussprach, man möge nun die Sache, die einmal geschehen sei, ruhen lassen; es fördere nicht den Frieden, wenn man fortwährend ins Horn stoße und es sei kein Zeichen von Stärke, wenn man fortwährend Gefahren an die Wand male. Zwischendurch hielt Abg. Dr. Spahn, der immer deutlicher als Nachfolger Dr. Liebers in der Führung des Zentrums hervortritt, eine lange Rede, die noch länger erschien, da Herr Spahn sehr undeutlich spricht und infolgedessen nur schwer und stellenweise gar nicht zu verstehen ist. Seine Ausführungen waren getragen vom Geiste der Versöhnlichkeit. Das Zentrum, so erklärte er, sei aufs äußerste bestrebt, konfessionellen Reibungen vorzubeugen; es wünsche nichts weniger als konfessionelle Frieden, aber dieser sei nur aufrecht zu erhalten, wenn nach allen Seiten volle Gerechtigkeit geübt, wenn volle Parität gewährt werde. Alle diese Ausführungen gaben dem Reichskanzler keine Veranlassung, nochmals in die Debatte einzugreifen. Der Staatssekretär des Auswätigen Amtes, Freiherr v. Richthofen, aber machte über den Stand der Handelsvertragsverhandlungen folgende Mitteilung: Der Vertrag mit Italien ist fertig, die Unterhandlungen mit Rußland, Belgien und der Schweiz schweben noch, mit Desterreich- Ungarn und Rumänien werden die Forde rungen in diesem Monat ausgetauscht werden. In der folgenden Debatte schlugen der elsaß- lothringische Abg. Dr. Ricklin und der Welfe Graf Bernstorff Sonderwege ein. Jener verlangte für die Reichslande Sitz und Stimme im Bundesrat, dieser führte Klage darüber, daß die Kriegervereine und die Regierung in Hannover gegen die Welfen Stellung nähmen. Der preußische Minister des Innern, Freiherr v. Hanımerstein, erwiderte darauf sofort, daß eine Partei, die die Wiederherstellung eines selbständigen Königreichs Hannover anstrebe, bekämpft werden müsse. Seine von patriotischem Geiste getragenen Ausführungen weckten auf verschiedenen Seiten des Hauses wiederholt ein lebhaftes Echo. Die Debatte, in der der antisemitische Graf Reventlow den Wunsch nach größerer Selbständigkeit unserer auswärtigen Politik äußerte, wurde schließlich auf morgen vertagt. Die Politik. Privatnachrichten, die aus Swakopmund in Berlin eingetroffen sind, toissen von einem Urlaubsgesuch des Gouverneurs Leutwein zu berichten. Leutwein habe das Gesuch mit einem alten Beinleiden begründet. Die Nachricht ist, wie unser Berliner CB- Mitarbeiter zuverlässig erfährt, richtig. Das Beinleiden Leutweins trat schon heftig auf, als der Gouverneur zur Bewältigung des Aufstandes des Bondelzwarts im Süden der Kolonie weilte; er war dadurch in Ketmannshoop längere Zeit ans Haus gefesselt. Indessen kann von einer Berücksichtigung des Gesuchs erst die Rede sein, wenn der Hereroaufstand niedergeworfen ist. Die Nachricht, daß Oberst Dürr wegen einer Erkrankung demnächst in die Heimat zurückkehren werde, ist mindestens verfrüht. An amtlicher Stelle liegt ein Urlaubsgesuch des Führers der Hauptabteilung nicht vor. Tatsache ist allerdings, daß Oberst Dürr Fränklich ist und schon vor der Ausreise in die Kolonie Bedenfen äußerte, ob er die klimatischen Verhältnisse der Kolonie werde überwinden können. Ruoli or Frankreich. site sid melted Oberst Marchand, der„ Held von Faschoda", scheint sich zu einem zweiten Boulanger auswachsen zu wollen. Er beabsichtigt, nach seinem reklamehaften Ausscheiden aus der Armee sich um ein Mandat in der Deputiertenkammer zu bewerben, um auf politischem Gebiet eine Rolle zu spielen. Bei der Begeisterung der Franzosen für diesen Obersten, der doch imgrunde bisher nichts geleistet hat, wäre es leicht möglich, daß Marchand binnen kurzem im politischen Leben Frankreichs eine Stellung erreicht, die ihn zu Boulangerstreichen ermutigt. Uebrigens hat der Kriegsminister, der gegenwärtig auf Urlaub in Arcachon weilt, Marchand zu sich berufen, um ihn zur Zurücknahme seines Abschiedsgesuches zu bewegen! Kommentar überflüssig. Spanien + Erfreulicherweise ist der schon gemeldete Mordanschlag auf den spanischen Ministerpräsidenten Maura durch einen glücklichen Zufall vereitelt worden, Maura hat nur eine leichte Stich wunde erhalten. Nach den neuesten Nachrichten aus Barcelona trug sich die Sache folgendermaßen zu: Während der Wagen des Ministerpräsidenten nach dem Trauergottesdienst für Iſabella II. durch die Straßen von Barcelona fuhr, näherte sich ein Mann dem Stellen der alten riesenhaften Befestigungen waren durch Magnesiumfackeln beleuchtet. Raketen stiegen auf. Draußen auf der in tiefer Nacht liegenden hohen See bildeten 20 Tor: pedoboote Spalier und ließen zu einem Teile ihre Scheinwerfer spielen, zum anderen im Schmucke von Guirlanden elektrischer Glühkörper große rote Leuchtkörper aufsteigen. Schließlich feuerten alle 20 Boote Salut. Deer und flotte. Ein Geschenk des Zaren an die hessischen Leibdragoner. Der Kaiser von Rußland hat aus Anlaß seines letzten Aufenthaltes in Darmstadt resp. Jagdschloß Wolfsgarten dem in Darmstadt garnisonierenden 24. Leib- Dragoner- Regiment zicei kostbare silberne Paufen verliehen, die dieser Tage durch eine Mainzer Hofjuwelierfirma zur Ablieferung gelangen werden. Die Pauken bestehen ganz aus Silber und tragen als Hauptschmuck den russischen Adler. Um den oberen Rand zieht sich ein getriebener Lorbeerkranz, an welchem die Schrauben befestigt sind; letztere haben als Handgriffe Kronen, während das Endgewinde durch Löwenköpfe verdeckt ist, die dem ganzen Stück ein malerisches Ansehen geben. Die von dem Mainzer Hofjuwelier ausgeführten Stickereien zeigen Wappen und Initialen des kaiserlichen Spenders und des Großherzogs von Hessen. lassung gekommen war. Der Mann wurde beim Wetteln troffen und setzte seiner Festnahme einen verzweifelten Wid stand entgegen, indem er mit Händen und Füßen um ſich ſti und fortwährend ausrief:„ Ich bin der Prinz Arenberg Mit Hilfe mehrerer Passanten zur Polizeiwache gebracht, berdete sich R. dort wie ein Rasender und verfiel schließt in Tobsucht. Er wurde einstweilen einem Krankenhause aeführt.) Der G Edhmitt in Ma obbens Philipp sogliadaandtagsabgeor Ueber die Aushebung der seemännischen Bevölkeru Ber Seterschieden wird gemännische Bevölkerung, die mi Aenderungsbestimmungen erlasse aiserligen destens zwölf Wochen, und ſeemännische, die mindestens e Jahr gefahren ist. Schon bei der Aufstellung der Refr tierungsstammrollen ist festzustellen, ob der Militärpflichti Berliehen i diffiftenten Berth mer Bofprattilan Sedlefien), ber etwa zur seemännischen oder zur halbseemännischen Bevöl Ober- Boffaffifter Dienst in der Marine verpflichtet. Die Gestellung der Münster( Beftfal 31 zung gehört oder früher gehört hat. Dieser ist dann fruten für die Marine findet bei dem Bezirkskommando In einer Zusammenstellung werden die besonderen Be mungen vereinigt, welche die Musterung für die Marine treffen. Zur Zustellung sind in den Schußgebieten die G vernements, im Auslande die Konsulate zulässig. Beide Art von Behörden werden in einer Anlage nebst Angabe der zu ständigen Gebietsteile zusammengestellt. dau panden Wagen mit dem Ruf:„ Guten Tag, Don Antonio!" As du Preussifcher Landtag. Maura sich darauf dem Rufer zuwandte, sprang dieser auf das Trittbrett, führte einen Stoß gegen Mauras Brust, nahe dem Herzen, wobei er rief:„ Hoch lebe die Anarchie!" Der Dolch prallte an einem Knopf der Uniform ab, wodurch der Stoß geschwächt wurde. Maura zog selbst den Dolch aus der Wunde und rief; Haltet den Mörder!" Die Polizisten machten den Attentäter, der sich unter den Rufen Hoch die Anarchie!" den Kopf an einer Mauer einzurennen suchte und sich dabei nicht unerheblich verletzte, eiligst dingfest, Maura berließ den Wagen und telephonierte selbst an seine Familie in Madrid und an den Minister des Innern. Die Aerzte halten die Wunde nur dann für bedenklich, wenn sich heraus. stellen sollte, da der Dolch vergiftet war. Das scheint indes nicht der Fall zu sein, da der Zustand der Wunde gut ist und rasche Vernarbung zu erwarten steht, so daß Maura feine Reise fortsegen will. Der Attentäter ist ein Bedienter namens Joachim Michel Arta l. Von Beruf ist er Bild. hauer, aber da er seit einiger Zeit ohne Arbeit war, hatte er eine Stelle als Bedienter angenommen. Anarchistenschuldige zu haben; doch iſt feſtgeſtellt, daß er met mitfreiſen Beziehungen hattte. Balkan- Staaten. Einer neuen Offiziersverschwörung glaubt die serbische Regierung auf die Spur gekommen zu sein. An dieser neuen Verschwörung sollen Offiziere der Nischer, Valjenrer und Schabazer Garnison beteiligt sein. Sie soll sich jedoch nicht gegen den König oder die Dynastie, sondern gegen die Königsmörder richten, die die Pensionierung von 15 Strös- und 60 anderen Offizieren, die ihre Gegner sind, verlangt haben. In der Tat haben die Königsmörder mit dieser sheer Forderung bereits einen halben Erfolg gehabt. Die Regierung hat offiziell erklärt, sie sei entschlossen, alle Offizieren, die sich erlaubten, den Königsmord zu kritisieren, die Uniform abzunehmen. Wer kritisieren wolle, solle den Rock ausziehen. Daß sich die Gegner der Königsmörder gegen diese Parteinahme der Regierung für die Verschworenen wehren, kann man ihnen nicht verargenting om 090)@ 19/ 00 * 6 S 2 290 96 10 919 tisdmad bus modeft editoare noi odiod bij notable egofop Hof und Gefellschaft. ibi ead Furlabjet od rado sóisd Dem Kaiser wurde in Syrakus dein glänzender Empfang zuteil. Die Jacht„ Hohenzollern" traf mit den Bealeitschiffen Friedrich Carl" und„ Sleipner" gestern früh 7% Uhr dort ein. Eine große Volksmenge, welche die Molen besetzt hielt, brachte dem Kaiser stürmische Huldigungen. Die Stadt ist mit deutschen und italienischen Flaggen geschmückt. Der Bürgermeister hatte eine Kundgebung erlassen, in welcher er die Bevölkerung auffordert, den Kaiser, den aufrichtigen Freund Italiens, festlich zu empfangen. Die mit Fahnen geschmückte Reede liegt freundlich im Grün der Palmen. Der Kaiser blieb vormittags an Bord und empfing die Spitzen der Behörden. Alsdann hörte er Vorträge. Aus Malta wird noch berichtet, daß die englische Flotte am Abend der Abfahrt des Kaisers illuminiert war. Als während des Diners auf dem Bulwark" Admiral Domville einen Toast auf den Kaiser ausbrachte, feuerten alle Schiffe Salut. Das Gleiche geschah bei der Abfahrt der Sohenzollern". Die hervorragenditen Der Wildhirt.is shindo@ gid sti Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. napit ( Fortsetzung) pool( Nachdruck verboten.) that was willst Du, Jung, Du willst mir, Deim Vater, trozen. Aber ich sein noch Herr von Haus und Hof und jage Dich hiermit' naus und sag' Dir'sch zum legten Mal tomm mir nit wieder vor Augen, ich will Dich nit wieder auf met'm Hof sehn. Einer, der mit dem Gänse tiophel umgeht, den's ganze Dorf verabscheut, der sol den Pierer sein Hof mal nit kriegen! Nun' naus!" id Hangcurt eilte hinaus Draußen in der Küchentüre stand seine Mutter, vor welche er jetzt auch nicht hinzutreten wagte, weil ihm sein Vater den Umgang mit dem Tiophel vorgeworfen hatte. An ihrem ernsten Gesicht merkte er, daß sie ihm diesmal nicht so unbedingt bethalten würde, wie sie das sonst tat, wenn der Alte auf ihn schimpfte. Denn der Gänsettophel war ja auch in ihren Augen ein ganz berabscheuungswürdiger Mensch, der über furz oder lang wegen irgend einer Tat ,, in die Gisen" kommen wie; dies hatte ihm Alt und Jung prophezeit. Als Hangcurt draußen war, bejann er sich erst uber bas, was vorgekommen. Er war in einer verzweiflungs bollen Stimmung, derart, daß er am liebsten auf- und dabongegangen wäre. Er lebte in Unfrieden mit allen, bte ihn liebten, oder ihn doch zum mindesten wohlwollten. Sein Vater hatte ihn des Hoses verwiesen was ja nun freilich nicht so enst zu nehmen war selbst seine Mutter hatte sich seiner nicht angenommen, und Elschen? Bei dem schien gar alle Hoffnung verloren zu sein! Und das war noch das Schlimmste! Wenn Elschen nichts mehr von ihm wissen mochte, dann war ihm alles einerlet, dann mochte es fommen wie es immerbin p2 196219ndi bod( bufopaduola mis tail eller redbil all red and ennidrello ti odoting rod in mifistde ( 51. Sigung.) Haus der Abgeordneten. Hus dem Gerichtssaal. Alsfeld, no Mannheim, uni Effen( Ruhr) n imm d Poftaffift Breifer in Sch Toftgehilfe Gro * An S wordneten Gr rufungsinstiegsgerichtsener Oberfriegsgericht. Da § Die Duellaffäre Hupfeld- mpteda beschäftigte in Ser 8 Gonntag in erteil RK, Berlin, 13. April. Die Beratung des Kultusetats wurde bei Kapitel Höhere Lehranstalten fortgesetzt. Die Interessen der Oberlehrer beherrschten die Debatte. Redner aller Parteien nahmen sich dieser Stieffinder" des preußischen Staates lebhaft an. Insbesondere Abg. Eickhoff, selbst einer vom Bau", legte sich für seine Kollegen scharf ins Zeug. Auch über das Reformgymnasium" wurde debattiert: Kultusminister Studt erkannte die Vorzüge dieses einst so viel befehdeten Schulsystems rückhaltslos an. Eine ganze Reihe mehr schultechnischer Fragen famen noch aufs Tapet, dann vertagte das Haus die Weiterberatung auf Donnerstag. Nab und Fern. Zur Bochumer Pockenepidemie e wird weiter berichtet, daß bisher 33 Pocken- und pockenverdächtige Fälle amtlich gemeldet worden sind. Die Nachricht betreffend Ausfall der Kontrollversammlungen bedarf insoweit einer Einschränkung, als nur die Versammlung abgesetzt worden ist, die in einem Lokal der inneren Stadt stattfinden sollte. Eine norwegische Kirche geplündert und niedergebrannt. Die Kirche in Borgund, in welcher seinerzeit die durch das Brandunglück betroffenen Bewohner von Aalesund untergebracht wurden, ist gestern nacht von Dieben geplündert worden. In der Sakristei wurde Feuer angelegt und die Kirche brannte gänzlich nieder. Von den zahlreichen Altertümern, welche die aus dem 12. Jahrhundert stammende Kirche enthielt, wurde nichts gerettet. Einzelne Wertgegen- d stände, wie der Altarfelch und Altarleuchter, wurden auf dem Felde gefunden. nullo 01. old tim bi sibii Religiöse Bewegung in Amerika. In den amerikanischen Staaten Illinois und Jowa macht sich eine starke religiöse Bewegung bemerkbar. Ein junger Prediger namens William Sunday, von der Sekte der Revivalists oder Glaubenserwecker, griff seit einiger Zeit in heftigster Weise das Theater, den Tanz und andere gesellschaftliche Vergnügungen an. Er zog sich dadurch in den genannten Staaten, in denen überhaupt nur noch 15 Prozent der Erwachsenen zu den Kirchebesuchern zu zählen waren, zuerst Spott und Hohn zu, hatte dann jedoch durch seine altmodischen Predigten und seinen außerordentlichen religiösen Eifer, sowie durch seine große Beredtsamkeit einen überraschenden Erfolg. In vielen Städten mußten die Theater, die Wirtshäuser und die Tanz säle schließen. Gesellschaftliche Vereine lösten sich auf. Der Kirchenbesuch wuchs um das vierfache. Statt der Vergnügungszüge laufen an den Sonntagen von allen Orten, die 150 Kilometer im Umkreise von Sterling liegen, überfüllte Ertrazüge nach Sterling, um den Insassen Gelegenheit zu bieten, dort den Prediger, der in einer großen Halle manchmal zu 8000 Zuhörern redet, zu hören. Ein fieberhafter religiöser Eifer hat sich des ganzen Distriktes bemächtigt, der 750 000 Einwohner zählt. I foodo gum Ein falscher Prinz Arenberg wurde in Hann, Münden der erit beron des Schieferdeckers Heinrich Rauh verhaftet, der Dalldorfer Irrenanstalt zur Entin der wollte, das Leben selbst war ihm gleichgiltig. Er ging das Dorf hinauf dem östlichen Ausgange zu, wobei er seine Lage überdachte. Wenn er ein Unterfommen irgendwo hätte, dann würde er eine Zeitlang ganz von Hause fernbleiben, bis sich die Stimmung gegen ihn gebessert hätte. Dann würde er doch auch den Vorwürfen, die seiner noch harrten, am bequemſten aus dem Wege gegangen sein. jutro omio noput sti Da, am Fußpfad, der von der Straße abzweigte nach der Hütte, in welcher Tiophel und seine Mutter housten, stand hinter der letzten Gartenhecke eine Gestalt. Diese rief ihn an: @ tro@ nis i bij rodnood ,, Hangcurt, bist Du's?" „ Das is ja der Tiophel," sagte er erleichtert auf: athmend und erfreut darüber, daß er doch Jemanden hette, mit dem er Umgang pflegen konnte. Na, haste Dich von den Schlägen wieder erholt?" manapun Ich hab nit viel friegi," bersetzte dieser, ficn Jonnten mir nit viel anhaben, weil ihrer zu viele waren. Aber der Lange hat wenigstens sein Teil friegt." off Dem wurde' s auch gegönnt, selbst von denen, die ihm beihielten." pyridonge duit mad dm ,, Wenn ich nur wüßt, wie's fam, daß in'r auf cinmal von der Treppe in den Hof flogen. Das tsar noch mein Glück." sto " orm nochlomo od drdoid] 200, Ei, ich hatt' Euch all' darunter geschoben, weil ich dacht, dann würdense am ersten aus'nander tom91116/191 of 19 nordi nadod Tiophel lachte. Das war mit übel." men. " Rittmeister Hupfeld zu fün Monaten Festung verurteilte, wurde bestätigt unter der fol genden Begründung: Die umfangreiche Beweisaufnahme habe ergeben, daß Hupfeld bezüglich der Ursache des kampfes der Hauptschuldige war, indem er zu der Gatti des Freiherrn v. Ompteda Beziehungen unterhielt, dadur in die Ehe des letteren eingriff und dessen Ehre in schwersten Weise verlette. v. Ompteda habe sich demna einer Zwangslage befunden, denn seine Standesehre g ihm, sich mit dem Angeklagten zu schlagen. Dem gegener mußte der Einwand des Gerichtsherrn, daß Hupfeld, allerdings zugegeben werden muß, sich ebenfalls in eine Zwangslage befand, unberücksichtigt bleiben; denn dieser selbst verschuldet. Des weiteren mußte auch der Umstand daß der Angeklagte vom Ehrenrat bereits eine schwere Stra erlitten hat( er ist durch den Spruch desselben verabschied worden), ohne Einfluß auf die Strafausmessung bleiben. § Ein junger Abenteurer. Vor der Braunschweiger Strai kammer stand der 18jährige Kaufmannslehrling Otto Not wegen Unterschlagung. Er hat trot seiner Jugend schon ein recht bewegte Vergangenheit hinter sich. Einem krankhafte Wandertrieb folgend hat er schon Holland, Rußland, Schne den, England und einen Teil Amerifas bereist, und seine Unterhalt als Bote, Zeitungsjunge, Viehknecht und dergleiche zu erwerben gesucht. Der heutigen Anklage lag folgende Tatbestand zugrunde: Von seinem Lehrherrn in Wolfer büttel waren ihm 5600 Mart übergeben worden, die er bei der dortigen Postamte einzahlen sollte. Er tat dies aber nicht sondern machte mit dem Gelde eine Reise nach Schweden. In Berlin verübte er vor einiger Zeit ein seltsames Schwindel manöver, indem er sich an Händen und Füßen fesselte und einen Revolver neben sich legte, um den Eindruck zu erweden, als sei ein Anschlag auf ihn verübt worden. Der Frrenarzt hielt eine Degeneration bei dem Angeklagten für vorliegend, doch sei diese nicht derart, daß sie die Ueberlegung ausschließe. RIP Die Straffammer 34 § Untreue und Unterschlagung. Aachen verurteilte den Färbereibesizer und Beigeordneten Heinrich Vogeno aus Haaren wegen Unterschlagung von Kir chengeldern sowie von Geldern des Verbandes katholische Studentenvereine Deutschlands zu drei Jahren Gefängni und fünf Jahren Ehrverluſt. radod toelando plair in Wahlmänner Mieder Efchbac * Um 2 Benfionstaffe Fifenbahngeme speilstätte 68rünberg Louis Moll uninifter Gnay ** Ueber richstein deiner nächste Deutschen H Hung Bericht + Um d bönnten, so Wehrlingsarbe Sinnungen o Durch solche 65egen erwach Das G woon der Oberhe ging, so melde uunternehmers ** In ! Bahnhofsmanischer dem Verkehr Ein gehöriger B Lunaufgeklärte handen fich 11 anormer. Vern ** Auch inigung erholungs Forstberwalt Lenzenhütte haus zur B den Verein übernehmen. ** * Der Der Bankfälscher Palker, der im Dezember vorige Jahres zum Schaden der Bank für Handel und Industrie in Berlin einen Kreditbrief über 50 000 Mart auf den Credit Lyonnais gefälscht und zum größten Teil abgehoben hatte wurde in Berlin zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis unter Zu billigung mildernder Umstände verurteilt. Das erschwin noch im Lauf delte Geld ist bis auf 9000 Mart wieder in Besitz der Bank haben sich be gelangt. Es tut sit fod#inverstanden § Wegen Aufreizung zur Menterei wurde vom Schwur gericht in Mannheim der Tagelöhner Karl Sutter au Reichartshausen zu 1 Jahr 2 Monaten Gefängnis verurteilt Sutter galt als überführt, während der Manöverzeit biet Grenadiere zu den bekannten meuterischen Ausschreitungen gegen Vorgesetzte in Reichartshausen aufgereizt zu hab Am 26. September verurteilte das Kriegsgericht zu Heidel berg die Meuterer zu hohen Gefängnisstrafen. od pros Ich fann Dir sagen, Trophel, d's Bebensm gleichgiltig. Die heurige Nirmeß hat mich zum unglüc lichen Mensch g'macht. Mein Vater hat mir in Ho berboten. hat a'drobt, er molt'n mir nit aeben dai ' n der Hannes mal haben sollt, hat es schon lang gilag - und nun gar noch's Glsche! Hast nit g'sehn, wie mit d'm Burkhennersch g'schwätzt hatod 19 ungern a hab ich nit g'sehn; aber' s scheint' n r haben, den 2 Bursch. „ Meinſt Befit Everfaufte fein paus nebft de Baufirma Bü ASC Soulangelegen Realgymnafier Berfügung: anderweitige S Realgymnafie ift, bestimme des Janern Meinst auch, gelt? Das fannste glauben, wenn id noch mal seh'n müßt, daß' s den freien tät, ich glaubymnafium u ich tät m'r' n Leid an." ,, Er friegts nit, sag ich Dir, Hangcurt." " Ja, wie meinſt denn das?" ich das" T sagen? Ich weiß selbst noch nit. Aber daß er's nit friegt, das faghi. ,, Mir ahnt, was Du willst, Ttophela Aber dave bin ich kein Freund. Was nüßt' s mir, wenn Du de Burkhennersch so wird's mich nac enten, daß ich de Elsche ja doch ertreibst? Wenn her noch ganz mrabscheuen, wenn dem Burrhenneric was widerfähve denn es wird denken, Schuldner wär. Was mir weh tut, is der Gedank Realgymnaf Eberealschulen Realschulen Für die taat beteiligt Emmen wie fi Porschule am alle übrigen Die im iretten Sta dem Rondomina daß' s mir nit mehr gut is aber dem Burkhennerschon 186 E., 11919, Wie den Kerl nur auch der Teufel dahergefüh " on den Gefa hat!" too! jonid ibis( boil sitol sbi 90 33439,25 Sad ,, Das is nit der erſte! Wie viele sein schon dage art. Die B wesen von weit her, ums Elsche zu seh'n, dam'r ndermögens un verzählt, was' s für'n hübsches Mädchen sei, und so Fammen 49440 on adem gilid flug- feinem noch aber hat's geglückt. Nur bei den gens und 3 Für Dich nit, aber für mich." thin duil toot rod Für Dich? na, wieso denn?" dor eft med fin Hangcurt erzählte nun dem Tiophel den Streit, den er mit seinem Vater gehabt und fügte zum Schluß binzu: 919 o momdinumojmom 196 plotsid ail iproliad Ibide pmaineft obtil Burkhennersch scheint's' ne Ausnahme zu machen. wußt ja, warum's alle anderen abfahren ließ wei ich'm mehr galt als die alle. Undo nun auf einmal scheint's davon abkommen zu sein." sidan( Forts folgt! " motionisfdmr" bitioni ad pugnis pi 50 007 pr 748779,50 2 mögens- und 2318171,75 0 hat Darmstadt art, es folge wurde beim Bette nen berzweifelten und Füßen um der Bring Are Bolizeimage gebro er und berfiel einem Krantenh männischen Bevol sbestimmungen Bevölkerung, Lokales. 14. April 1904. Der Großherzog hat dem Rechtsanwalt Dr. og hat dem Shmitt in Mainz das Ritterkreuz 1. Klasse des entens Philipps des Großmütigen verliehen. Schmitt ifton benam Main, I mit 1753060 Warf, es folgen Landtagsabgeordneter und gehört dem Centrum an. Personalveränderung berung im Bezirf ber ische, die mindest Berliehen ist der Titel„ Ober- Bostassistent" arden PostAufstellung der ob der Militärp Ibjeemännischen t. Dieser ist dam Die Gestellung de Bezirkskommande die besonderen rung für die Mar Roiserlichen Ober- Pofdirektion Darmstadt. afiftenten Herth, Nagel und Rupp in Gießen. Fliegefänger'sch Anna eß die Feierdog wirrer in Bessinge geweßt, aich glaab se hott sech do an angeschafft, der iß in Gieße bei de Kaisersoldate. aich bun ſe ſo lang nät geſeh! mengäſſer, t mit 210906 Mt., Worms mit 210549,75 M., Friedberg mit 169379,25 mt., Gießen mit 141350,25 Mt. und Bingen mit 126816,75 Mt.; den geringsten Ertrag liefert Schotten mit 24377,25 Mart. Bei der Einkommensteuer Darmstadt I mit 1357637 Mart, Offenbach mit 1052536 19 Hott'r dann aach scho mol Brikett geholt, seit d'r! Worms mit 395784,50 Warf, Bingen mit 250 253 he hott sehr e poor Potente ersunne. En sollst echt Mart, 8wingenberg mit 216885,50 Mart, Groß- Gerau emol de Herr Bunke seh, wat der so deck werd. mit 215248,50 Mt.; den geringsten Ertrag liefert Homs Soft herrt m'r hai wink, aich muß et ſchläiſe, dann mei Ahler kreiſcht ſcho wirrer, laaß bahl eine waas vo D'r herrn. Mart, Priebe mit 717521,50 Wart, Gießen mit 441466 but Boftprattifant Stiging von Bießen sich in itberg mit 33825 Dkt. Der Gesamtsteuerertrag belief sich : 1. Steuerkommissariat Mainz I auf 2115 183,25 f.; Cher- Bostassistent Schupke von Gießen nach Haynau 2. Darmstadt 11743119 Mf.; 3. Offenbach 1263442 ( Schlesien), der Ober- Telegraphenassistent Zimmer von Mart; 4. Worms 928071,25 Mt.; 5. Gießen 582816,25 Minster( Westfalen) nach Gießen, die Poftassistenten Noll Mart; 6. Friedberg 565 163,75 Wit.; 7. Bingen 377069,75 von Alsfeld, nach Köln und Meisti von Schotten nach Marf.; 8. 8wingenberg 310589,75 Mt; 9. Groß- Gerau Dannheim, und der Telegraphenassistent Schneider von Schußgebieten di Essen( Ruhr) nach Gießen. Etat& mäßig angestellt 5897,5010. Ober- Ingelheim 270495,75 Mt.; late zulässig. Beide ind Bostassistent elf. lebit her in Grünberg, in und ausgeschieden ist chtsfaal. Boftgehilfe Graf in Laubach. * An Stelle des zurückgetretenen Landtagsabgeordneten Graf Oriola ist in einer am vergangenen Oberkriegsgericht. Sonntag in Friedberg abgehaltenen Versammlung der da beschäftigte in meister Hupfeld e bestätigt unter Nieder- Eschbach als Kandidat aufgestellt worden. Wahlinänner Herr Bürgermeister Ullmann bon greiche Beweisauf Oppenheim 237 307,25 M.; 12. Alzey 232 693,50 Mt; 13. Ditbofen 216648 Mt.; 14. Heppenheim 213022,20 Mart; 15. Mainz II 199976,75 Dif.; 16. Darmstadt II 192484,75 Mt.; 17. Seligenstadt 177007,50 Mt.; 18. Wörrstadt 171334 Mt.; 19. Hungen 163481 Mt ,; 20. Nidda 163324,25 Mt.; 21. Büdingen 160541,50 Mt.; 22. Lauterbach 158847,25 Mt.; 23. Dieburg 155685,75 24. Langen 153 997 Mt.; 25. Alsfeld 144787 26. Butzbach 144058,75 Mt. 27. Michelstadt 31. Höchst 92 685,25 Wit.; 32. Homberg 63548,25 Mt.; 33. Schotten 61597,75 Mt. ** Am 20. April wird in Melsungen die von der 133516,50 Mt.; 28. Fürth 1nberg der Ursache des Pensionskasse für die Arbeiter der Preußisch- Hessischen 110006 Mt.; 30. Beerfelden Endem er zu der ngen unterhielt, d ind dessen Ehre eda habe sich dem jeine Standesebre chlagen. Dem geg sich ebenfalls in Cisen bahngemeinschaft im hiesigen Stadtwald errichtete Heilstätte feierlich eröffnet. * ** In Sachen der projektierten Bahn LichGrünberg hatte gestern das Gemeinderatsmitglied Bouis Moll von Grünberg Audienz beim Finanzerrn, daß Hupfel minister Gnauth. bleiben; denn die richstein wird das Alsfelder Eisenbahnkomitee in *** Ueber die geplante Eisenbahnstrecke Alsfeld mußte auch der U ereits eine schwere einer nächsten Sonntag, nachmittags 4 Uhr, im Deutschen Hause" zu Alsfeld stattfindenden Versammch desselben verabung Bericht erstatten. fausmessung bleibe Um den Eifer der Handwerkslehrlinge zu fördern, In Marburger Beitungen erschien jüngst ein Inserat des Inhalts, daß Pflegeeltern für ein 2 Monate altes Kind gesucht würden und Offerten hauptpostlagernd abzugeben seien. Dieser Tage erschien nun auf dortigem Poftamte eine Bauersfran und verlangte Es tostete das Kind. dem Beamten große Mühe, bis er die Fraumüber ihren Irrtum aufgeklärt hatte. er Braunschweiger önnten, so wird uns geschrieben, Ausstellungen von Love nächsten Monats annslehrling Otto feiner Sugend f sich. Einem frant olland, Rußland, rifas bereist, und Siehknecht und der n Anflage lag f Lehrherrn in Sen worden, die er Er tat dies ab Reise nach Schm ein feltfames e und Füßen den Eindruck worden. Der geklagten flir Sie die Ueber spridd Die Straffa er und Beige Interschlagunga Verbandes fatho drei Jahren Gefa radod igslords plais rim Dezember bori Handel und Induſtrie 00 Mart auf den Cr en Teil abgehoben h aten Gefängnis unter rurteilt. Das a wieder in Besz der Ba rei wurde bom er Karl Sutter en Gefängnis berut der Manöverzeit rischen Ausschreitu aufgereizt zu h riegsgericht zun sitrafen, obi p el, d's Beben hat mich zum tec hat mic min nit debenhat ec ichon lang Hait nit g'fehn aber scheint infte glauben, we freien tät, ich , Hangcurt." fagen? Ich we it friegt, das fag'i Lehrlingsarbeiten mit Preisverteilung fettens der Innungen oder Gewerbevereine veranstaltet werden. nau Wafter do es, der Mann daut ſich väil mth o, do Schackos Wilhelm an de Henrich vo OwerWirresham lasse Desch grüße. De Henrich batscht als immer noch näwe de Giseboh her. Bis sperrer vaille Grieße! obil Det Gevorrerſche Bettche. Eingesandt. 19 D** Grünberg, 14. April. Unsere schöne Kirche in Grünberg ist mit Bäumen umgeben, welche eben durch funstgerechte Hand beschnigt" worden sind. Besser wäre es aber doch, wenn mit dieser Beschnigung gleichzeitig die ganze Umgebung der Kirche gärtnerisch angelegt und eingefriedigt würde. Wir hoffen, daß dieses geschieht.. N. Geschäftliches. ** Im„ Gewerbeblatt für das Großh. Hessen" ift folgender Artikel zu lesen.„ Albalin", ein Isolierlad, der, auf frischen Zement- Verpuz gestrichen, ohne Nachteil für diesen, sofortigen Delfarbenanstrich aufzubringen gestatten soll, was bekanntlich bisher erst möglich war, nachdem der Berputz 2 bis 3 Jahre gestanden hatte, wird von der Firma Heuer& Plitt in Lollar in den Handel gebracht. Nach deren Angaben soll das Mittel binnen 24 Stunden, auch wenn auf ganz frischen Zement gestrichen, trofnen und dem Verpuz einen Ueberzug, den nichts zu durchdringen vermag, der also auch die Fleckenbildung vollständig verhindert, geben und gleichzeitig den Glanz und die Weiterhin soll sich„ Anstrich gegen das Ausschwißen von Salpeter aus salpeterhaltigem Mauerwert Auch zur Zurückhaltung von Feuchtigkeit Dauerhaftigkeit des alin alles wesentlich erhöhen. A Datenhofen. In unserer Gemeinde iſt n ſt man gegenwärtig mit der Errichtung eines Schwesternhauses mit kleintinder- Bewahranstalt beschäftigt. Der zweistöckige Neubau en Monats feiner Bestimmung übergeben werden.dis Es schi do Lollar, 14. April. Gestern feierte das langjährige Mitglied des hiesigen Turn- und Gefangvereins Herr August omabas akittel unübertroffen ſein, insofern friſche Wände 15mit Albalin überstrichen, sofort tapeziert werden können, ohne daß sich Spuren der Feuchtigkeit jemals äußerlich bemerkbar machen. Dem" Albalin" wird auch nachgerühmt, daßt es sehr ergiebig sei und durch einen Anstrich mit Albalin" ein Delfarbenanstrich erspart würde, wodurch es sich auch im Gebrauch billig stelle. Bei dem Gebrauch von Durch solche kleine Mittel fann dem Handwerk viel ▷ Das Sägewerk in in Birstein, dag mebelike das Segen erwachsen. das mehrere Jahre won der Oberhessischen Holzindustrie Mücke betrieben wurde, ging, so melden auswärtige Blätter, in den Besitz des Bauunternehmers Winn in Gießen über. ** In Eisenach ist am Dienstag ein neues Wahnhofs= Empfangsgebäude, in modernisiertem ro mamischen, der Wartburg angepaßten Stile erbaut, Dem Verkehr übergeben worden. > Ein dem Bienenzüchter Ochs von Dorn- Dürkheim gehöriger Bienenstand brannte am Sonntag auf naufgeklärte Weise gänzlich ab. In dem Bienenstand beFanden sich 114 Völker, der entstandene Schaden ist ein enormer. Vermutlich liegt Brandstiftung vor. in Darmstadt wird ** einigung zur Errichtunge erholungsstätte für Winderbemittelte bilden. Die Forft verwaltung hat einen Waldkomplex im Forstbezirk Lenzenhütte" dicht bei der Station Beſſunger ForstHaus zur Berfügung gestellt. Das Das Protektorat über den Verein wird die Fürstin zu Erbach Schönberg übernehmen. ** 9 Der Tüncherausstand in Mainz dürfte noch im Laufe dieser Woche beendigt werden. 30 Meister Sabem fich bereits mit den Forderungen der Gehilfen einverstanden erklärt. Die Feft der silbernen Hochzeit. Der genannte Verein brachte demselben eine wohlgelungene Ovation dar. A Gränberg, 14. April. Gestern Abend hielt Steigmannschaft unserer Feuerwehr eine Probe beim Sprißenhaus ab, welche eraft ausgeführt wurde. " güber die bot unſerem Sejerfreiſe mit blejem Lad semanten Alzey. Die Obst aussichten sind in diesem Jahre ganz vorzüglich. Die Bäume haben außerordentlich viel Fruchttnoten angesezt, die infolge der falten Witterung noch zurückgeblieben sind, so daß ein späterer Frost nicht mehr viel Schaden anrichten kann. Elpenrod. Der hiesige Konsumberein hat auch im legten Jahr mit Reingewinn abgeschlossen; den 4468,42 Mt. Ginnahmen standen viel weniger Ausgaben gegenüber, sodaß er auf den Reservefond 400 Mt., 842,44 Mit. als Betriebsrücklage und 291,84 Mr. Reingewinn eintragen konnte. Mitglieder zählt der Verein gegenwärtig 66. domub siwos Wenig Umstadt. In dem Stalle des hiesigen Bürgermeisters befindet sich ein lebendes kalb, welches einen Kopf mit 4 Ohren, 4 Augen und 2 Mäulern hat.tr über die von unserem Leserkreise mit diesem Lack gemachten Erfahrungen werden erbeten. najbl Briefkasten. A., hier. Ganz auch unsere Ansicht. Wir nahmen darum von der Unterredung auf dem parlamentarischen Abend ganz wenig Nottz; man weiß ja, daß derartige Fälle recht Zeitung besprochen nicht dem Wunsche entspricht. Fondo Vilbel. Die Sparkasse Mathilden stift" hat den 27 Orten des Bezirks für die Handarbeitsschulen rund zur Beschaffung rund 2800 mt. ung bin& ehrmitteln an arme Schüler Frankfurt a. M., 13. April. In Gnesen ist Landgerichtspräsident Dr. Richard Go e ſch en gestorben, früher, als er noch am hiesigen Oberlandesgericht wirfte, Vertreter des Kreises Homburg im preußischen Abgeordnetenhause. Er gehörte der nationalliberalen Partei analisian schul 2 efi me djellerbaren que regen gelegenes wafaufte sein am sog. Hollergäßchen zu Gießen gelegenes Sus nebst den mit dazu gehörigen 4 Bauplägen an die Laufirma Büttner& Damm für 41,000 Warf.ssa ▲ Schulgeld. Das Ministerium, Abteilung für Egulangelegenheiten, richtet an die Direktionen der Gymnasien, Dalgymnasien, Oberrealschulen und Realschulen folgende Werfügung: Nachdem im Hauptvoranschlag für 1904 eine anderweitige Regelung der Schulgeldfäße an den Gymnasien, Beal gymnasien, Oberrealschulen und vorgesehen Realschulen bestimmen wir mit Genehmigung Ministeriums 66 Innern mit Wirkung vom 1. April an Folgendes: mi Oberprima Untersekunda Quarta dose Deltarta Unterprima Obertertia Duinta Obersekunda Untertertia Sexta bezw. bezw.simo bezw. 10896 Klasse 1 Klasse 2-4 Klasse 5-7 Mt. t. mnasium und Realgymnasium 197108 30 berealschulen und daround un Realschulen R.108 688 66 108 König D. 12. April. Der Fürst von Wato ed ist zu Aufenthalte beim α alded mdi me .00 mamme gru тарива meldet: Neueste Nachrichten. studiad Ueber Berlin wird uns folgendes gedrahtet: Berlin, 13. April. Das Militärwochenblatt Generaloberst von Wittich, tommandierender General des 11. Armeekorps, in Genehmigung seines Abschiedsgesuches unter Belaſſung in dem Verhältnis als Generaladjutant des Kaisers mit der geseßlichen Pension zur Disposition und gleichzeitig a la suite des Füsilierregiments Nr. 39. gestellt. mert geführt. ferner in der Dienſtalterslife der Generate geführt. 10 Oberst Leutwein meldet aus Dfahandja vom 13. April: Die Verfolgung ergab, daß der geschlagene Feind in die Gegend von Otjitasu, Eundo o und Katjapia zurückging.e Vom Feinde wurden 80 Tote und frische Gräber gefunden. von Erbach- Schöneberg hier eingetroffen, um der Prinzen Etwa 350 Stück Großvieh wurde erbeutet. Birtbabnjaad obzulieaen. mod und 40et Aus dem Hungener Bezirk. Im Nachstehenden die Antwort auf den letthin beröffentlichten Brief. BUDE Marktberichte. fratri Gießez, 12. April. Auf dem heutigen Wochenmartt toßeten Butter per Pfd. 0.90-1.00 wt., ühnereier 2 Stüd 12-14 Bfg., Enteneter St. 7 fg., Käse per St. 6-8 Pfg.. Kasematte 2 St. 5-6 Pi 1 per Baar Hühner per Stüd Mt. 1.30-1.40,0 Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per iter 32 Big., Hahnen, per Stud Traas, de 12. Aprel 1904 0.80Enten per Stid 1.70 2.20, Gänse per fd, 65-70 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 62-68 Pig. Schweinefleisch per Pfb. 60-72 1g. Schweinefletsch gesalzen per Pfund 0.76 Vfg., Kalbfleisch per fb. 62-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 kilo & gogia Liete Gevorrersche! Mr., Zwiebeln adoraud schu seid ta, Hammelfleisch 7.00-10.00, epfel per Gerstern Owend ünnerm Mälke brocht de Otto bo Hunge Dein Bräib. ſeidr allmenanner Ubaß doo Doog äim Neft. He hat Versehn der Gaaft hr Troppe gesoffe, weil he hat geglaabt& wehr Brannthr Brannt weihen ez horr he's em La b. Für die Vorschulen, anderen Kostenaufbringung der Sat beteiligt ist, hat das gleiche Schulgeld in Ansaz zu tommen wie für die unterste Klasse der Anstalt, der die Baschule am Realgymnaſium zu Darmstadt also 96 M alle übrigen Vorschulen 66 Mt. W bay Ttophelo Aber d 16 mir, wenn Du alt bertreibft? W t, so wird's mi in dem Burrhen denten, daß i tutis der Gebo er dem Burthenne Teufel daherge biele fein schon d zu seh'n, dam'r Mädchen sei, und geglüdt Nur bei nahme zu machen m abfahren ließ Undo nun auf ein cinoid al For lol Die im Etatsjahre 1904 zur Erhebung gelangenden dem Kondominat Kürnbach zu zahlenden ständigen Steuern Um ek ower vo deim Schreiwes se schwäße, ſo hun äich noch naut gehorrt haus en d eft es haus en den Wasserkrom, es fojtn glaab äich so väil Gäld. Nach voer naue Ladern uff dm Weg noach dr Boob hun äich noch naut geseh D'r junk Lehrer it is, e ganz sein Baube Gentner 20-25 Mr. Milch pet Liter 18 Bra. Dauer der Marktzeit bon 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit übeerhanp nicht, und während der ersten drei Stunden der Marfizeit im Umherziehen feilaeboten werden. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2 Gartenstraße Nr 2( Bürgermeisterei120 gebäude) Zimmer Nr. 14. De Traaser Gesangberein gibt so väil äich waß näit noach Geiße uff de Sänge, fo bräge nur häi ens können eingestellt werden: 1 Schmied, 3 Schlosser, 1 Maschinenschlosser oder Eisenare tten Staatssteuern sind, mit Ausnahme der von do am e Ständche, wann's le Trinke gebt. dreher( ausw.), 2 Holzbildhauer, 3 Schreiner, 14 Dienſt186 Wit, auf 12011046,25 Mt. feſtgeſetzt worden. glecklich Gefecht, aich sehn als wann be mit sein Baube Lehrlinge: 3 Installateure, 2 Schloſſer, 1 mädchen, 3 Lausfrauen, 2 Laufmädchen.bl 8on dein Gesamtbetrag entfallen auf die Vermögenssteuer zum Torne giht, ech glaab 133 439,25 Mt. und auf die Einkommensteuer 8877607 Mat. Die Proving Startenburg zahlt 1188 034,50 Mt. 28- umögens- und 3756060,50 ct. Einkommensteuer, zuLamen 4944059 MR. Rheinbeſſen 1172667 Mt. BerDe Christian eß, wäi aich aus aus de Geißer Nochrichte vernomme hu, soweit wirrer hergeſtahlt. Der a frouber Direkter, der beim Näidmüller gewuhnt hot, eß fortgezeh, ſei Möwel hot he ower noch dogelosse. Buchbinder, 1 Tapezierer, 2 Schreiner, 18 Drechsler, 3 Bäcker, 1 Metzger, 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 1 Glaser, 1 Weißbinder und Lackierer, 2 Kaufleute, 1 Kellner. Es suchen Arbeit: 1 landw. Knecht, 1 Steinhauer, 1 Schlosser, 1 Spengler, anner 1 Wäi mer de Galle Heinrich secht, hoat et anner 1 Installateur, 1 Schreiner, 1 Flickerin, 1 Packer, 1 vo Kassel die Grub; es hott aach die vorisch Woch Kassierer, 1 Buchhalter, 1 Wochenpflegerin. wirrer emol uff de Grub gebrennt he bug mach Lehrlinge: 1 Schloſſer, 1 Elektrotechniker, 1 wirrer gelöscht. De Matscher it 385482 out Kaufmann. mi uff de Grub. und 3576212,50 Mt. Einkommensteuer, zusammen 748779,50 Mt., berbessen 772737,75 Mt. Vermigeras und 1545434 Mt. Einkommensteuer, zusammen 1318171,75 Mf. Von den einzelnen Steuerkommiſſariaten Darmstadt I die höchste Vermögenssteuer mit Dart, es folgen Mainz I mit 362123,25 Mt., Offenbach £.jgnirnar? Olis 19 Für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein. Bekanntmachung. In den nächsten acht Tagen sollen die Ratten in den städtischen Kanälen und Wasserläufen vergiftet werden. Um eine durchgreifende Wirkung zu erzielen, ist es erforderlich, daß alle Besitzer der im Stadtgebiet liegenden Hausgrundstücke für gleichzeitige Vertilgung der Ratten in ihren Kanälen, Sinkkasten und Höfen u. s. w. sorgen. Die Besitzer von Haustieren, Geflügel u. s. w. werden hiervon unter der Aufforderung in Kenntnis gesetzt, solche Tiere von den gefährdeten Stellen fern zu halten, da seitens der Stadt etwaige Schadenersatzansprüche abgelehnt werden. Gießen, den 12. April 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung, Von Donnerstag, den 14. 1. Mis. an bis auf weiteres werden wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt: Die Oftanlage zwischen Landgrafenstaaße und Marburgerstraße, Die Schillerstraße zwischen Nordanlage u. Afterweg, die Dammstraße zwischen Wallthorstraße und Nordanlage und der Tiefenweg. Gießen, den 13. April 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Betr. Abhaltung der Viehmärkte. Vom 19. April 1. Js. ab bis auf weiteres beginnt der Auftrieb von Vieh auf den Viehmarktplatz am je= weiligen ersten Viehmarkttage um 6 Uhr vormittags, am jeweiligen zweiten Viehmarkttag um 7 Uhr vormittags. Gießen, den 14. April 1904. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Schirme werden schnell und fachgemäß repariert und neu überzogen. Casseler Schirmfabrik Gießen. Seltersweg 9. Särge in Metall und Hoz in jeder Preislage. Die Ueberführung von Leichen nach auswärts erledige prompt Carl Zimmermann, Schreinermeister und Bestattungskommiffär des Mainzer Crematoriums, Neuen Bäue 15. Rheumatismusu. Gicht- Kranken, theilt unentgeltlich mit, was ihrer lieben Mutter nach jahrelangen gräßlichen Schmerzen sofort Linderung und nach kurzer Zeit vollständige Heilung brachte. Marie Grünauer, München, Pilgersheimerstr.2 II Hilfe* Butito * g.Blutstock. Timermann Bekanntmachung. Betreffend: Frühjahrskontrollversammlungen im Landwehrbezirk Gießen 1904. Ez haben ohne weiteren Befehl zu erscheinen: 33. 1) Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Reserve und der Landwehr I. Aufgebots-( fleiner Dienstanzug.) - 2) die Mannschaften der Reserve und Landwehr I. Aufgebots aller Waffen, einschließlich Halbinvaliden und nur Garnisondienstfähigen, 3) die zur Disposition der Truppenteile oder Ersazbehörden entlassenen Mannschaften aller Waffen, 4) die Ersagreservisten, geübte und nicht geübte, Kreis Alsfeld, Ort der Kontrollbersammlung Plak Tag Stunde Gemeinde einschließlich der dazu gehörenden Mühlen und Höfe pp. Bleidenrod Büsfeld Deckenbach Oberndorf Haarhausen Homberg Maulbab Burg- Gemünden Ehringshausen Gontershausen Höingen Wäldershausen Nieder- Gemünden Ober Ofleiden Ermenrod Nieder- Ofleiden Otterbach Hainbach Ilsdorf Kirschgarten NiederGemünden Rülfenrod Azenhain Bersfeld Elpenrod Schadenbach am 20. April Bahnhof plaz am Aus 21. April gang nach Ober- Gleen 7½ Uhr borm. 8½ Uhr vorm. Lehnheim Flensungen Merlau NiederOhmen am Bahnhof 20. April 21 Uhr nachm. Mücke Nieder- Ohmen Ober- Grubenhof Ruppertenrod Ober- Ohmen Wettsaafen Appenrod Arnshain Bernsburg Dannenrod auf dem TurnNeu- Ulrichstein Erbenhausen Gleimenhain Heimertshausen Kirtorf Kirtorf Lehrbach Ober- Gleen Ohmes Ruhlkirchen Wahlen Groß- Felda Kestrich Klein Felda Schellnhausen Nieder- Breidenbach Ober- Breidenbach Romrod Storndorf Oberauf dem Breidenbach Brunnenplag 21. April 3 Uhr vorm. Strebendorf Vadenrod Windhausen Zeilbach Es wird folge ades erinnert: 1) Befreiungsgesuche sind bis spätestens 8 Tage vor dem Appell durch das Hauptmeldeamt einzureichen und müssen durch die Bürgermeisterei bezw. bei Beamten durch die vorgesetzte Behörde beglaubigt sein. Berücksichtigung fann nur in den dringendsten Fällen stattfinden. 2) Jeder Kontrollpflichtige ersieht die Jahresklasse, zu der er gehört, auf dem Deckel seines Militärpasses. 3) Die Militärpässe mit eingeflebter roter Kriegsbeorderung und Führungszeugnis sind mitzubringen. 4) Bei sämtlichen Kontrollpflichtigen werden dieses Mal Fußmessungen vorgenommen, mit Ausnahme der Ersaßreservisten. Dementsprechend sind saubere Strümpfe anzuziehen, Stöcke, Schirme, Pfeifen und Zigarren sind vorher wegzulegen. 5) Sämtliche Mannschaften stehen während des ganzen Kontrolltages bis einschließlich Mitternacht unter dem Militärgesetz. Demgemäß werden auch Unpünktlichkeit und Versäumnis der Kontrollversammlung bestraft. Gießen, den 5. April 1904. von Mosch Oberstleutnant und Kommandeur des Landwehrbezirks Gießen. Großherzogliches Bezirkskommando NAUMANNIA- SEIFE mit dem Patentbilder- Reisende Beste Seifenah undfern! berl. Berlin0., Kronprrinzenstr.44. Einladung. Die Vertreter der Vereinsgemeinden werden zu einer außerordentlichen Hauptversammlung welche Freitag, den 15. April 1. J., nachm. 3½ Uhr im Saale der höheren Mädchenschule zu Gießen( Schillerstraße) stattfindet, Jer gebenst eingeladen. Tagesordnung: Eclaß einer neuen Sagung für die Spar- und Leihkasse Gießen. Gießen, am 29. März 1904. Der Direktor der Spar- und Leihkasse Gießen. Beneidet Wiener. Lonys Bierkeller Giessen. Jeder Erwachsene ein Kind frei! Freitag, den 15. und Samstag, den 16. April, Nachmittags von 2 bis 6 Uhr Kinder- Vorstellung bei den Kolossal- Geschwistern und Prinzeß Nouma Hawa. Bekanntmachung. Samstag, den 16. d. Mts., abends 8 Uhr lehrer Schwarz ein find Alle, die eine zarte, weiße Haut, findet im„ Englischen Hof" von Herrn Landwirtschafts: ein Geficht ohne Sommersprossen u. rosiges, jugendfrisches Aussehen u. 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April 1904, Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. Hessischer Waisenschut Verband Gießen. Donnerstag, den 14. April 1904, abends 9 Uhr, im Schipkapaß bei Wirt Arnold: Generalversammlung. Tagesordnung: Landesversammlung, Berichterstattung. Vorstandswahl, Verschiedenes. Der Vorstand. hotographische Apparate Objektive, Platten, Roll- Vidil- u. BlockFilms, Papiere u. sonstige Bedarfsartikel. Adolf Bieler, Marktstr. 5. Preisliste gratis und franko. Welletage Löberstraße 26.| Brandplak 14 Bleichstraße, 6 3imm., 2Mansarden, Bad, Veranda, Wass.- ist der 4. Stock: 4 Zimmer, Küche, Closet, Trockenboden, Kochgas u. Badezimmer, Mansarde und allem Bleichplaß zum 1. Juli zu vermieten. Näheres parterre. den feineren Steinhauerarbeiten Grabenstr. 12. weiter auszubilden. Näheres auf Parterre, 3 Zimmer mit allem 3udem Armenamt, Neuen Bäue 25, behör sofort zu vermieten. Bimmer Nr. 2. Gießen, den 8. April 1904. Armenamt Gießen. Hausbursche gesucht. Gießen, Ludwigspazz 3. 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Titius, Physikalische Bedenken Hagelforn". In derselben war die ganze Ristkammer der orra chbar Nr. 82. Donn Den 14. April. sche Familie ung. errn Landwirtsch abends 8 Uhr a Hawa. wistern Hellun bis 6 Uhr stag, den 16. w. Vereins und Junguiehzucht 904, rden. jenschut rei Grünberg. en, mmlu rt Arnold: 04, abends 9 Der Vorstand. ndswahl, Verschi franko. Marktstr. 5. ige Bedarfsartikel -Vidil- u. Block he Apparate Jom 1. Juni ab zu er, Mansarde und al Stod: 4 Zimmer, Ri noplas 1 öbl. Zimm Rodheimerstraße r sogleich zu verm imer nebst Küche u Le Wohnun enstock& Schneid Da stand nämlich Griechen wegner, mit bem glüdleligſten Gesicht von der Welt, und neben ihr, den Arm um ihre Schulter gelegt, der Herr Baumeister Fritz Almers. Aber Frißchen," plaßte der Baurat verblüfft heraus. Fritchen flog ihm jubelnd an den Hals. Sei gut, Onkel Pold, ich bin so glücklich, ich hab' ihn ja so lieb, schon lange, lange," sagte sie leise. Was," rief der alte Herr mit komischem Gesicht, hinter meinem Rücken treibst du solche Sachen, und ich sah dich schon als berühmte Malerin, und nun. Im vorigen Herbst fängt die Milly eine Liebesgeschichte an, und diesmal du. Und das nennt man Vergnügungsreise! Na, meinen Segen habt Ihr wie du mit deiner Mutter fertig wirst, geht mich nichts an." Dabei umarmte er die beiden Verlobten herzlich. Die Frau Baurat war bis zu Tränen gerührt und fonnte kaum Worte finden. Milly aber rief mit komischer Entrüstung:„ Den, den willst du zum Mann nehmen, aber Frißchen nachdem du weißt, daß er leicht zornig, eine Schmetterlingsnatur ist, und viel Geist, aber Wenig Gemüt hat," unterbrach sie der Baumeister lachend, während Frißchen ihr den Mund mit einem Kuß schloß. Erstaunt hörten die alten Herrschaften diesen Worten zu, sie verstanden sie nicht. Nun erzählte Milly lachend Frizchens Tintenphotographie. Die beiden Alten hörten lachend zu. Das Brautpaar aber sah sich stumm in die Augen und tat, als ginge sie Millys Erzählung gar nichts mehr an. Da stellte sich die Uebermütige lachend vor das Brautpaar hin und fragte schelmisch:„ Nennt man nun, trop dem Regenwetter, die Reise nicht Vergnügungsreise?" ,, Nein, Glücksreise," sagte der glückliche Baumeister ,,, wir werden sie nie vergessen, nicht wahr, Fritzchen, diese Reise im Regenwetter."- Und Frißchen nickte ihm glückselig zu. Natürlich! Sie fanden sich ja im Regenwetter. Das Potsdamer Hagelkorn. Der geniale, schlesisch- joviale, weltberühmte Physiker Dove, der Verfasser des epochemachenden Werkes Das Gesetz der Stürme", pflegte in seinen Vorlesungen über Meteorologie an der Friedrich Wilhelms- Universität zu Berlin im Auditorium Nummer 6, dem räumlich größten, in den siebenziger Jahren jedesmal, wenn er auf die Entstehung des Hagels zu sprechen kam, eines eigenartigen Vorganges Erwähnung zu tun, welcher sich zu Friedrich des Großen Zeiten in Potsdam abgespielt hat und der den Vorzug genießt, dem Publikum im weitesten Sinne so gut mie unbekannt geblieben zu sein, so daß man ihn hier mit teilen kann. Wer Dove mehrfach hörte sein eigenartiger humordurchträufelter Vortrag forderte dazu heraus- bereitete sich im Auditorium gleichsam auf sein stereotypes„ historisches Intermezzo" vor. Der Ernst verließ dann den großen Gelehrten, den das Volk„ den Wettermacher" nannte, jeine Züge erheiterten sich, und er begann wie folgt:„ Der Hagel, meine Herren, bringt mich auch auf die Geschichte ɔom Potsdamer Hagelkorn. Es hatte sich nämlich in der alten Garnisonstadt an der Havel eines Tages das Gerücht verbreitet, König Friedrich stände dicht vor einem Kriege mit Rußland. Nach dem nahen Berlin war dieses unbegründete Gerücht ebenfalls mit Windeseile geflogen, und die Beunruhigung im Publikum war eine große geworden, weil man mitten im Frieden lebte. Dem suchte nun der König auf eine originelle Weise, welche die Harmlosigkeit der Zeit genügend charakterisiert, abzuhelfen. In Potsdam waren eines Abends starke Hagelschläge niedergegangen. Diese Gelegenheit benutzte der König dazu, im Volke zu verbreiten, ein Hagelforn wäre so groß gewesen, daß es einen Fuhrmann erschlagen und Pferd und Wagen zu Boden geworfen habe. Die„ privilegierten Gazetten" wurden, bei Strafe der Entziehung des Privilegiums, gehalten, diese Nachricht mit vollem Ernst zu verbreiten und alle gegenteiligen Nachrichten und Ansichten sofort in den Kamin zu werfen. Die Sache erregte Aufsehen. Man sprach von nichts anderem, als von diesem Vorfall, das Gerücht von einem Kriege mit Rußland war verstummt, und der König lachte. Aber mehr noch lachte der Philosoph von Sanssouci", als nach geraumer Zeit ein gelahrter Professor, namens Tiez, mit einer Broschüre vor das Publikum trat Titius Physikalische Bedenten über das Potsdamer Hagelforn". In derselben war die ganze Rüstkammer der Gelehrsamkeit ausgeframt worden, mit Randnoten, die fast den Text ertränkten, um in überlegenem Gottschedischen Tone die unwahrscheinlichkeit des Vorkommnisses nachzuweisen. Als der Scherz endlich ruchbar wurde, zerraufte sich Tiez sein Haar, Berlin und Potsdam aber, von jeher sonst nicht gut aufeinander zu sprechen, waren sich jetzt darin einig, daß man von Herzen jauchzen müsse. WILD. WALD Deutsche Biber. UND WAIDWERK Der Biber ist bei uns in Deutschland fast schon zu einem sagenhaften Tiere geworden, sein Vorkommen ist auf wenige Gegenden in unserem Vaterlande beschränkt, und hier verbringen einzelne Paare, sorgfältig von der Landesregierung geschützt, ihre Tage, ohne sich nennenswert zu vermehren. Am bekanntesten sind die Biberwohnplätze in der Gegend zwischen Magdeburg und Wittenberg an den Elbufern, und ebenso an der Mulde unweit Dessau im anhaltischen Gebiete, wie auch an der Nuthe, die sich nicht weit von Barby in die Elbe ergießt. Ueberall lebt der Biber hier paarweise, seltener wird er noch zu größeren oder kleineren Familien angetroffen, weit häufiger dagegen zieht er einsam seine Wege. Wo der Biber, wie heute meist bei uns, einsam lebt, legt er sich am Ufer der Gewässer seine Höhle an, die unter dem Wasserspiegel mündet, sich allmählich gegen das Land zu erhebt und hier in einem Kessel endet, der vielfach auch noch einen zweiten Ausgang oberhalb des Wassers hat. Wo wenig Wasser vorhanden ist, legt sich der Biber bei niedrigem Wasserstande vielfach eine kleine Grube vor der Mündung seiner Wohnung an, und setzt diese Grube in Verbindung mit dem offenen Wasser. Zur Herbstzeit errichten dort, wo sich mehrere Tiere beisammen befinden, diese noch eine andere Wohnung, die einem Haufen aufgeschichteten Holzes gleicht. Diese Baue bezeichnet man als Burgen, sie sind unregelmäßig rund, oben stumpf kegelförmig, besitzen feste und dicke Wandungen, die aus fürzeren oder längeren rindenlosen Stämmen, aus Reisig, Zweigen, Rohr 2c. bestehen, die innen und auch außen durch Erde, Sand und Schlamm dicht miteinander verbunden sind. Innen be sitzen sie in der Regel zwei übereinander liegende Kammern, von denen die untere Rammer in gleicher Höhe mit dem Wasserspiegel liegt. Die Baumaterialien schafft sich der Biber selbst herbei. Sein ungeheuer starkes Gebiß gestattet ihm, Zweige von der Dicke mehrerer Zentimeter mit einem einzigen Bisse zu durchbeißen, es verleiht ihm auch die Fähigkeit, Bäume zu fällen und Stämme zu durchnagen. Beim Baumfällen geht er sehr vorsichtig zu Werke, indem er einen dicken Stamm ringsum, sonst aber nur auf einer Seite so lange durch einzelne Bisse benagt, bis er endlich zum Sturze komunt. Die Bißspuren an solchen Stämmen bestehen in unzähligen, schuppenförmigen Einschnitten, die so scharf und glatt ausgeschnitten sind, als ob sie mit einem stählernen Werkzeuge gemacht worden wären. Die Nahrung des Bibers setzt sich größtenteils aus der Rinde und den Zweigen zusammen, die das Tier gefällt hat. Mit Vorliebe werden junge Weiden, Pappeln, Erlen, Eschen und Birkenrinde verzehrt; neben diesen Stoffen genießt der Biber aber auch noch die Wurzeln mancher Wasserpflanzen, tierische Nahrung verschmäht er. Immer lebt der Biber friedlich, aber ohne nähere Verbindung mit seinen Genossen, außer zur Zeit, wo gemeinschaftliche Baue errichtet werden, zu denen es bei uns selten kommt. Nur zur Fortpflanzungszeit streiten sich die Männchen, suchen sich zu beißen, während die Weibchen stets friedfertig sind. Der Gang des Tieres ist schwerfällig, da es immer mit der ganzen Sohle auftritt und mit dem Bauche den Boden berührt. Trägt der Biber dagegen ein Stück Holz zwischen den Vorderfüßen, so geht er nur auf den Hinterbeinen und mit weit nach vorwärts geneigtem Körper. Im Schwimmen dagegen ist das Tier hurtig und zeigt große Ausdauer, da dreht und wendet sich dann der äußerst biegsame Leib im Wasser, wobei Kopf, Rücken und Kreuzgegend zur Hälfte über dem Wasserspiegel herausragen, und hier entwickelt das Tier dann solche Schnelligkeit, daß es mit einem Boote kaum einzuholen ist. Wenngleich die Schädigung, die diese unberufenen Baumfäller anrichten, nicht ganz unbedeutend ist, so geht man ihnen an ihren Standorten doch nicht allzu arg zu Leibe, man wünscht, das interessante Tier nicht völlig auszurotten. D Nr. 82. Donnerstag, den 14. April. 1881: Oberhessische Familienzeitung. Tägliche Unterhaltungs- Beilage ber Gießener Neueste Nachrichten. Bad and Boxing bes Stepones Beringdbruderet, sorm. With. Roller'fee Subrudsvet( gegr. 1788); verander: In leis ( 11. Fortsetzung.) Gewissensqualen. Kriminal Roman von Robert Buchanan. ,, Gott, er ist wahnsinnig geworden!" rief Frau Creenan. Wollen Sie nicht die Güte haben, Herr Doktor, ihm nachzugehen und zu sehen, daß ihm kein Unglück geschieht?" sch gehorchte ihr sofort und stürzte die Treppe hinauf zum Schlafzimmer des Priesters. Gerade kam ich zurecht, wie dasselbe von innen verriegelt wurde. Ich klopfte. Es erfolgte keine Antwort. Pater Antonius!" schrie ich und klopfte immer heftiger. Endlich ließ sich eine Stimme vernehmen: Wer ist da?" „ Ich Doktor Sucherland. Ich muß Sie sprechen." Eine Pause, dann wurde der Schlüssel im Schlosse umgedreht und die Türe tat sich auf. Sch trat ein und sofort wurde auch die Türe hinter mir wieder geschlossen. Wie ein gehetztes Wild stand Pater Antonius vor mir. Rock und Weste hatte er abgelegt und er war in Hemdsärmeln, seine schwarze Halsbinde hing ihm lose und triefte vor Nässe. Was wollen Sie denn eigentlich von mir?!" schrie er mich heftig an.„ Warum quälen Sie mich so?" " Ich suchte ihn zu beruhigen und erklärte ihm, daß nur die Sorge um seine Gesundheit mich zu ihm geführt hätte, und daß es für ihn unbedingt notwendig sei, so bald als möglich das Bett aufzusuchen. Was die Angelegenheit, in der wir hierher gekommen ſind, betrifft,“ fuhr ich fort, so muß sie wohl warten. Ich werde Fräulein Craig bitten, ein andermal wiederzukommen." ,, Nein, nein!" rief er heftig. Sie soll nicht mehr wie derkommen. Ich kann Sie nicht ſprechen. Ich darf nicht! Ich will nicht!“ Seine Stimme versagte, und sich die Hände vors Gesicht haltend, warf er sich in seinen Sessel. Da ich auch jetzt erfannte, daß es zwecklos wäre, weiter in ihn zu dringen, legte ich ihm meine Hand leise auf die Schulter und wünschte ihm Gute Nacht. ,, Gute Nacht", antwortete er mit hohler Stimme, ohne aufzusehen. Ich verließ sein Zimmer, und kaum war ich hinausgetreten, als ich ihn aufspringen und die Tür verschließen hörte. Im höchsten Grade durch sein seltsames Benehmen erstaunt, ging ich hinab zu den beiden Damen, auf deren vieles Fragen ich nur die eine Antwort gab, daß Pater Antonius feinen ernstlichen Schaden genommen hätte und voraussichtlich am folgenden Tage wieder wohl und munter sein würde. Dann fuhr ich mit Fräulein Craig nach Mylrea zurück. Es war recht stürmisch geworden und unterwegs sprachen wir nur wenig. Sie schien in Gedanken vertieft, und ich hielt es für richtiger, die meinigen für mich zu behalten. Am 4. November findet in Kilsyth Jahrmarkt statt, und da dieser Markt ein allgemeines Volksfest ist, zu dem wohl sämtliche Bewohner der Umgegend mit ihren Frauen hinströmten, so nahm auch ich mir vor, mit einem Wagen dorthin zu fahren. Ich gab Andreas entsprechende Anweisungen und hieß ihn sich am anderen Tage in der Frühe bereit halten. ..Da ist aber nicht viel zu sehen auf dem Markte, Euer ( Nachdrud verboten. Gnaden", meinte Andreas gewissermaßen entschuldigend ,,, und Kilsyth ist ein armseliges Nest. Wenn Sie aber ihre Flinte mitnehmen und ihre Hunde nebenher laufen lassen, können wir vielleicht unterwegs eine Schnepfe aufstöbern oder auch eine wilde Gans schießen." Früh am anderen Morgen stand der Wagen vor der Türe. Meine Flinte unter dem Arm sprang ich hinein und pfiff meinen beiden Hunden. Es waren dies ein Vorstehhund und ein Windspiel, die ich in der Nachbarschaft gekauft hatte. Seitdem ich den Besuch im Gefängnisse abgestattet hatte, war fast eine Woche vergangen. Die Schwurgerichtsverhandlung stand nahe bevor, und es war noch nichts ermittelt worden, was zur Entlastung des Angeklagten hätte dienen können. Der Hoffnungslose Ausdruck in Ellens Gesicht wurde von Tag zu Tag größer, und auch in meinen Zügen konnte sie keinen Trost lesen. Ich hatte Pater Antonius zwei weitere Besuche gemacht, und nach jedem Besuche war meine Aufregung größer geworden. Das erstemal traf ich ihn im Bett, er war ganz in Kissen eingehüllt, und ein böser Husten machte ihm so viel Beschwerden, daß er selbst zum Sprechen zu schwach war. Als ich ihn aber gestern besuchte, hatte er ſich merkwürdig rasch erholt und saß inmitten des Bilderschmuckes in seinem Studierzimmer. Ich benutzte die Gelegenheit, ihn einmal genau zu untersuchen, und fand zu meinem nicht geringen Schrecken, daß die Erkältung, die er sich bei seinem Ausgange zugezogen, die Lungen angegriffen hatte, und er hatte auch schwaches Fieber. Ich hieß ihn fofort zu Bett gehen, was er auch versprach. Vorher hatte ich von dem Morde zu sprechen angefangen und erwähnt, daß die Verhandlung gegen seinen Bruder nahe bevorstände; da hatte sich sein Gesicht verzerrt, und fast in befehlendem Tone bat er mich, davon zu schweigen. Dann aber erhob er sich, hielt mir seine zitternde Hand entgegen und bat mich ungestüm, in meinen Nachforschungen nach dem Mörder nicht zu erfalten und seinen Bruder zu retten. An all das mußte ich denken, während Andreas mich rasch nach Kilsyth führte. Es war ein Wintertag; bei dem etwas überzogenen Himmel gewährten die Sümpfe zu beiden Seiten des Weges einen fast schwermütigen Anblick. Trotz der Unbeständigfeit des Wetters schien doch alles auf den Beinen zu sein, ja, es kam mir vor, als ob ganz Mylrea auf dem Wege zum Markte wäre. Schon in den ersten Morgenstunden hatte ich eine Menge Leute unter Lärmen gehört, womit sie ihr widerspenstiges Vieh forttrieben, und noch immer flutete der Strom: Mädchen und alte Frauer einige auf mit Mauleseln bespannten Karren, andere zu Fuß und ihren mit Geflügel, Butter und Eiern beladenen Esel vor sich hertreibend, und alle von dem Wunsche beseelt, auf dem Markte recht viel zu erlösen, um die Miete bezahlen zu können, die bald fällig wurde. Wenn wir an ihnen vorbeifuhren, so sahen sie zu uns herauf; ein oder das andere Mädchen lächelte uns auch wohl zu und begrüßte uns mit einem Guten Tag, Euer Gnaden", während die wenigen Männer mürrisch drein sahen und uns nicht beachteten. Für all und jeden von fchaft am pla Breislagen. Patalog. Stück Kinderwage Tranfenfahrstühlen inderwagen, Spo Der. 88. Sans gebrag Wonnementsy bellagen wab bie G Das Blatt a De Der ang Es steht nunm Angriff des Admi ifchen der japan tattgefunden hat. parstoß der ruff Berfionen vor. Um 4% 1 ersten Male a seinschließlich d des an Bord ein befindlichen Beri fiolgendermaßen Arthur zu fal auf Port Art fanden wir do hatten in den „ Nischin" und bis auf 6 Me eröffneten die Dreimal fuh Anoten Gesch während die Um mittag g Demonstratio ohne bemerkb verwendet zu waren 40 japa Bei dieser S Nachricht bom Un Admi Begnern in hot Arthur re Ende des kühne polle Bestürzun carmedt. cuf, bei dem, Rafarow in de ri bertraut fchen Angriff aus den Kleider Emage nach Ueber rine Depeiche rimes Admirals er das russische sort Stampf fübie Fiten กับ ทาง Eddynete, ein Op Gro er ihnen aber hatte Andreas ein Frogttches Wort, wenn lachend die Peitsche schwang, um den Weg von den Nachzüglern frei zu bekommen. Inzwischen ließ ich die Hunde über das offene Moor streifen. Ab und zu stöberte mein Vorstehhund eine Schnepfe auf und hielt dann geduldig still, bis ich zu ihm kam und sie schoß. Auf diese Weise erlegte ich ein paar Vögel, und auch mein Windspiel brachte zwei Hasen auf, von denen es den einen nach einer fröhlichen Jagd greifen konnte. Eine große Schar wilder Gänse flog flatternd und kreischend dicht über unserem Wagen auf und ließ sich nahe an der Straße auf dem Sumpfe nieder. Ein Falke verfolgte sie, ließ aber von ihnen ab, als er den Wagen bemerkte, während ich aus dem Wagen sprang, eine Ladung auf die Gänse abgab und mir dadurch ein paar der grauen Vögel gewann. Obgleich wir sehr zeitig in Kilsyth ankamen, war der Markt doch bereits auf seinem Höhepunkte. Die engen Gassen der Stadt waren voller Schmutz, denn in der Nacht hatte es geregnet, und das Vieh hatte durch den Kot waten müssen und so die Sache noch verschlimmert. Wir fuhren nach dem besten Wirtshause, dessen sich die Stadt rühmen konnte, und stellten dort ein. Ich überließ es Andreas, seine cigenen Geschäfte auf dem Markte zu besorgen, und wollte mich selbst danrit begnügen, so lange durch das Städtchen herumzustreifen, bis es Zeit sein würde, wieder nach Hause zu fahren. Nachdem ich eine Zeitlang durch die schmalen Straßen umhergewandert war, kam ich nach dem Viertel, das die stolze Bezeichnung„ Marktplay" trug. Hier war der Mittelpunkt des gesamten Verkehrs. Ochsen brüllten, Schafe blökten, Schweine grunzten, und dazu kam noch der ohrzerreißende Lärm, womit die Landleute und Viehhändler die Luft erfüllten. Es war, als ob eine unsichtbare Macht jedermann zum Schreien zwänge; auch Hatten manche der zerlumpten Bauern wohl schon genug Whisky zu sich genommen, um wenigstens für heute den Jammer und das Elend zu vergessen, die sonst ihre ständigen Begleiter waren. Während ich mir durch die buntscheckige Menge einen Weg bahnte, schlug mich plötzlich jemand auf die Schulter, und eine wohlbekannte Stimme drang an mein Ohr. Ich drehte mich um und erblickte Pater Johannes Melven, den Ortspfarrer von Mylrea. Man konnte es ihm gut ansehen, daß er zu Fuß hierher gekommen war, seine Hosen waren aufgefrempelt und die Stiefel hoch hinauf mit Straßenschmutz überzogen. Aber sein Gesicht strahlte von guter Laune, und es schien ihm viele Freude zu machen, mich hier zu treffen. Sie haben mir meinen lieben Kaplan gerettet, Herr Doktor," redete er mich an, und dafür danke ich Ihnen. Wollen Sie mit hereinkommen und eine Stärkung mit mir zusammen nehmen?" Ich folgte seiner Einladung, und wir gingen beide nach dem Wirtshause, das wir förmlich belagert fanden. Die Zimmer waren überfüllt, und eine ansehnliche Menge drängte sich draußen vor der Türe. Sobald der Pfarrer eintrat, wurde er von jedermann begrüßt, selbst der lauteste Zech bruder hatte ein freundliches Lächeln und ein„ Guten Tag, Vater Johann," für ihn. Jetzt lernte ich es auch begreifen, warum Vater Johann bei seiner Gemeinde so beliebt war. Mit jedem stand er auf vertrautem Fuße, und er machte dabei keinen Unterschied, ob er es mit dem Aermsten und Niedrigsten oder mit dem Vornehmsten und Reichsten seines Kirchspiels zu tun hatte. In einem Zimmer des Wirtshauses saß ein Landagent, der auf seine unglücklichen Pächter wartete, die ihm den Pachtzins nicht zahlen konnten oder wollten, und wäre hier nicht Pater Johannes vermittelnd eingeschritten, so schonte er sie andererseits auch mit seinen Scheltworten nicht, während die armen Teufel mit einem„ Vergelt's Ihnen Gött, Vater Johann!" freudig ihres Weges weiter zogen. Wir hatten unseren Magenwärmer" getrunken und wollten gerade das Wirtshaus verlassen, als jemand ins Zimmer trat, den der Pfarrer mit vielsagendem Lächeln begrüßte. Es war ein ziemlich starker Mann von untersetzter Gestalt, mit rotem Gesicht und plumpen Zügen. Er trug Retthosen und einen grauen Rock, beide reichlich mit Kot bespritzt. In der Hand hielt er eine Reitpeitsche und nickte dem Pfarrer freundlich zu. " Guten Tag, Pater Johann," begrüßte er diesen mit rauher Stimme. Sie suche ich gerade. Ich habe eben von dem Lumpen, dein Rory Bournes, einen Gaul gekauft, und ich möchte ihn Ihnen gern zeigen. Wollen Sie vielleicht mit in mein Haus kommen?" Dem Spaß zu Pfarrer schien irgend etwas sehr viel machen, denn er lachte laut und sah mit den Augen zwinfernd einmal den Mann, dann wieder mich an. Und plötzlich sich zu mir wendend, sagte er:„ Ich glaube, Herr Doktor, ich muß die Herren wohl einander vorstellen?" The ich hierauf noch ein Wort erwidern konnte, hatte er seine kleine fette Hand auf meine Schulter gelegt, und sich eine komisch wirkende Wichtigkeit gebend, wandte er sich an den Fremden:„ Erlauben Sie, Mulligan, daß ich Ihnen einen Mann vorstelle, der, obgleich er ein Engländer ist, doch ein Dußend solcher Kerle, wie Sie sind, aufwiegt. Mulligan, das ist der Doktor Sucherland." Doktor Mulligan! Also das war mein Kollege, der Aes. kulap der ganzen Gegend, der geschworen hatte, mir die Knochen im Leibe zu zerbrechen". Erfreut über diese Begegnung, streckte ich ihm meine Hand entgegen und sagte höflich: Freut mich sehr, Herr Doktor Mulligan, Ihre Bekanntschaft zu machen. Wie geht's?" Mulligan schien jedoch keine Lust zu haben, diese bertrauliche Anfrage zu beantworten. Er starrte auf meine ausgestreckte Hand hin, ohne sie zu ergreifen. Jetzt legte sich der Pfarrer ins Mittel, und da dauerte es keine 5 Minuten, bis mir mein Todfeind um den Hals fiel und mir ewige Freundschaft schwor. Der Doktor hatte schon ziemlich viel von den. Nationalgetränk zu sich genommen, als wir das Wirtshaus verließen, um uns nach seiner Wohnung zu begeben. Den Gaul, den er gekauft hatte, hatte er inzwischen ganz vergessen, dagegen war seine Freundschaft zu mir so sehr gewachsen, daß er darauf bestand, daß ich bei ihm zu Mittag speisen solle. Das Haus des Doktors lag in einer Seitenstraße. Es war ein wunderliches, baufälliges Gebäude, halb Stall, halb Wohnhaus, und ich hatte bald herausgefunden, daß für den Stall besser als für das Wohnhaus gesorgt war. Mulligan war ursprünglich Tierarzt gewesen, und er hatte sich für seinen alten Beruf eine größere Neigung bewahrt, als für seinen neuen. Als wir eintraten, glaubte ich, er hätte uns in die Geschirrkammer geführt, denn ich sah nichts als Sättel, Riemen und Steigbügel; erst später fonnte ich in dieser Wirrnis einen Tisch und ein paar hölzerne Stühle entdecken. Auch flackerte im Kamin ein lustiges Feuer, und das Zimmer sah ziemlich gemütlich aus. Auf den Ruf Mulligans erschien ein Bedienter mit buschigem Haar, der sofort die Herrlichkeit der Tafel vor uns ausbreitete: kalte Hühnchen, Schinkenbein, Rinderbrust, gesottene Gier, alles fam in größter Menge auf den Tisch, wie es die irländische Sitte vorschreibt. Zwar waren die Teller und Schüsseln nicht zu sauber und auch die Messer und Gabeln waren rostig und hatten Scharten, aber dennoch hatten wir ein vorzügliches Mahl, bei dem Wiskey mit Wasser nicht fehlte, um es hinunter zu spülen. Unsere Unterhaltung war recht fröhlich. Pater Johann war gut aufgelegt, und ich war zuerst nicht wenig erstaunt über die derben Bemerkungen, die er sich seinem Wirte gegenüber erlaubte, da dieser sie aber mit der größten Gutmütigkeit aufnahm, gewöhnte auch ich mich daran. Dieser Ton lag eben in seiner Gewohnheit, und obwohl der Pfarrer für den ehemaligen Vieharzt, mit dem er so oft zusammen war, eine warme Freundschaft hegte, sprach er von ihm doch nicht anders als in wenig schmeichelhaften Ausdrücken. Selbstverständlich war dies nicht ernst gemeint. Nach der Mahlzeit erhob ich mich, zog meinen Ueberzieher an und fragte Pater Johann, ob ich ihn in meinem Wagen mit nach Hause nehmen dürfe. Der Doktor aber meinte: Pater Johann, ich hoe hier in meinem Hause ein Bett, das gern zu Ihrer Verfügung steht. Das Wetter ist kalt draußen, Herr Pfarrer, und als Ihr ärztlicher Berater empfehle ich Ihnen, heute Abend nicht mehr auszugehen." „ Ist das Ihr Ernst, Mulligan?" erwiderte Pater Johann höflich. ,, Vollkommen." " Hatten Sie etwa die Absicht, selbst ausgehen zu wollen, Herr Doktor Mulligan?" fragte jetzt seinerseits der Pfarrer mit schlauem Augenblinzeln. Wenn dem so sein sollte, Herr Doktor, dann verbiete ich es Ihnen als Ihr geistlicher Berater. In Ihrem eigenen Hause sind Sie sicherer, und in Anbetracht dessen will ich Ihnen auch Gesellschaft leisten." Nun verabschiedete ich mich, wobei der Doktor den Wunsch nach einem recht baldigen Wiedersehen äußerte. ( Fortsetzung folgt.)] Nicht etwa jährings, Mit Sturm und mit Hagelwettern, Tritt dir das Alter entgegen; Ach! nur mählings Wie der stete Regen Von herbstlichen Akazienblättern. Im Regenwetter. Humoreske von E. H. von Zagor h. ( Schluß.) ( Nachdruck verboten.) Sind Sie schon lange hier oben," fragte sie und blickte ängstlich zu ihm auf. Aha", dachte der Baumeister, jetzt regt sich dein Gemissen!" laut sagte er: Ja, mein gnädiges Fräulein, ich bin schon lange hier. Ich habe viel Interesse für diesen alten, schönen Bau. Ich habe schon alle Winkel durchstöbert, fand aber nichts als ein vorsintflutliches eisernes Halsband. Da entfuhr mir unwillkürlich ein Ausruf, und dadurch habe ich Sie wohl erschreckt. Ich bedauere dies von Herzen, meine Damen." „ Jawohl, sehr erschreckt, es konnte auch ebensogut ein Geiſterruf sein, so unheimlich flang es," sagte Milly lachend, ,, du siehst noch ganz blaß aus, Frißchen." Frißchen wurde sehr verlegen, und warf Milly einen ernsten Blick zu, aber die ließ sich dadurch nicht einschüchtern. Ihr machte die ganze Geschichte einen Hauptspaß, und sie freute sich schon, wenn sie sie ihrem Onkel und ihrem Verlobten, denn Milly war seit acht Wochen die glückliche Braut cines jungen Arztes, erzählen konnte. " Wo haben Sie denn den Ausruf getan, Herr Baumeister," fragte sie den jungen Herrn unbarmherzig aus.— Der führte die Damen sehr ernsthaft in einen Nebenraum, zeigte ihnen ein dickes, eisernes Halsband, und sagte treuherzig: An dieser Türe hier, meine Damen." " Hier."" Frißchen widerholte es aufatmend, da konnte er von ihrer Tintenphotographie nichts gehört haben. Der Baumeister fand beide junge Mädchen reizend. Besonders Frißchen hatte es ihm angetan. Was sie für schöne, blaue Augen hatte. Ueberhaupt das ganze niedliche Persönchen mit dem blonden Kraushaar, und dem frischen offenen Gesicht, ein herziges Mädel. „ Das alte Bergschloß ist wirklich ganz nett. Schade, daß es regnet, da oben von dem hohen Turm muß man eine wunderbare, schöne Aussicht haben," bemerkte Fritzchen verlegen, die Blicke des Baumeisters machten sie ganz verwirrt. ,, Gewiß, da oben muß ein köstlicher Rundblick sein," erwiderte der Baumeister verbindlich. „ Es ist nur schade, daß das alte Schloß nur aus den fahlen Räumen besteht." " Nanu," unterbrach plötzlich eine lachende Stimme die Unterhaltung. Onkel Pold," jubelten die beiden Mädchen, und flogen auf den alten Herrn zu. „ Aber Mädels, wo steckt Ihr denn?- Wir ängstigen uns da unten um Euch. Tante bildet sich weiß der Himmel was für einen Unglücksfall ein, und gibt nicht eher Ruhe, bis ich in diesem Hundewetter hier herauf krarele, und hier finde ich Euch, in vergnügter Unterhaltung mit einem fremden Herrn." " Fritz Almers, Baumeister, Berlin," stellte sich der Baumeister mit höflicher Verneigung dem alten Herrn vor. „ Aha, also von der Zunft," erwiderte der alte Herr. Die Vorstellung, Wegner, Baurat, München. Meine beiden Nichten aus Berlin, Frieda und Milly Wegner. Frieda, im Familienrat Frißchen genannt, angehende Malerin, und Milly, angehende Frau Doktor med." Abscheuliches Regenwetter, einfach schauderhaft, und das nennt sich nun Vergnügungsreise," fuhr der Baurat fort. Hier unterbrach ihn Milly. „ Höre, Onkelchen, das Regenwetter soll uns doch nicht die Laune verderben. Uebrigens habe ich Hunger, und da es da unten im Städtchen gutes Vier und gutes Essen gibt, so schlage ich vor, wir stärken uns." " Ich bin dabei! Sie kommen doch mit, Herr Kollege," wandte sich der Baurat an den Baumeister, meine Frau wird sich freuen, Sie kennen zu lernen." Der Baumeister warf einen Blick auf Fritzchers bittendes Gesicht, und murmelte etwas von„ größtem Vergnügen" in seinen Bart. Milly hing sich an den Arm ihres Onkels, der Baumeister und Fritchen folgten. Der Regen strömte weiter. Dem Baumeister schien das Wetter plötzlich prachtvoll zu sein. Er sah nicht den trüben Himmel, er sah nicht den nassen Weg, er sah nur ein liebes, herziges Mädchengesicht an seiner Seite, das jedesmal wie mit Blut übergossen wird, so oft ihre Augen sich begegneten. Plötzlich stieß Frißchen einen kleinen Schrei aus, und beugte sich auf den Weg hinab.- Ein Vierblatt," rief sie jubelnd, und hielt dem Baumeister das Blättchen hin. ,, Glücksklee," sagte dieser lächelnd, und sah ihr dabei innig in die Augen. Sie wurde blutrot, dann flog es wie Sonnenschein über ihr Gesicht.- Man sagt," sagte sie leise, nicht wer das Blatt findet, sondern derjenige, dem er es schenkt, findet dadurch sein Glück. Darf ich es Ihnen geben, damit es Ihnen viel Glück und Sonnenschein bringe für Ihr ganzes Leben." Er hielt Ihre Hand samt dem Kleeblatt fest. Ich, ich danke Ihnen, tausendmal," sagte er herzlich, und küßte die kleine, zitternde Hand zärtlich. Fritzchen wollte ihre Hand verlegen zurückziehen, da fällt das Kleeblatt dabei zur Erde. Ah ah," riefen die beiden, wie aus einem Munde, und bückten sich eifrig darnach. Der Baumeister fand es. ,, Nun will ich es aber festhalten, für alle Zeiten," jubelte er, zog seine Uhr hervor, öffnete den Deckel, und legte cs da hinein. So, hier fann es nie mehr verloren gehen," sagte er innig, und sah dabei Fritzchen tief in die Augen. Dann erzählte er ihr im Weitergehen von seinem Daheim in Berlin, von seiner Sehnsucht, sie kennen zu lernen, und von seinem Mütterchen, das ihm auf die Seele gebunden hatte, nicht wieder unverlobt zurückzukommen. Und weiter von seinem Leben, seinen Zukunftsplänen und Träumen. Fritchen hörte ihm schweigend zu, aber ihre Augen hingen, wie selbstvergessen, an dem Gesicht des Sprechenden. Der Baumeister hatte in Fritzchens Augen wohl etwas gelesen, was ihm den Mut gab, so zu handeln, wie er es nachher tat. Denn plößlich nahm er ihre beiden Hände, blickte ihr tief in die Augen, und flüsterte leise: Fritzchen, darf ich hoffen, den Wunsch meiner Mutter erfüllen zu können wird der Glücksklee mir mein Lebensglück bringen? Sagen Sie mir ein Wort, Sie allein können es."—— Frißchen zuckte zusammen, dann blickte sie ihn strahlend an, und sagte ganz leise: Sch, ich glaube es."- " Fritchen," jubelte er glückselig, und wollte sie gerade in seine Arme nehmen, da rief Milly lachend von unten herauf:„ Wir wachsen hier an, wenn die Herrschaften nicht bald kommen." Frißchen flog wie ein gescheuchtes Reh den Weg hinab, und der Baumeister folgte ihr eilig. Ihr habt wohl droben noch weiter gedichtet?" fragte Milly schelmisch und sah Frißchen so recht prüfend an. Fritz. chen wurde zwar sehr, sehr rot, aber sie sagte kein Wort. Das war dann noch ein vergnügter Abend, den der Baumeister im Kreise der Familie Wegner verlebte. Am nächsten Tag hatte der Regen aufgehört und die entzückende Berggegend präsentierte sich im schönsten Sonnenschein. Milly bestand darauf, daß man das alte Schloß auch im Sonnenschein aufsuchte, und sie setzte es durch. Selbst Tante und Onkel mußten mit hinauf, ja sogar den hohen Turm mit besteigen. Sie bereuten es aber nicht; denn ihre Augen erblickten ein herrliches Panorama, zu ihren Füßen lag das Städtchen ausgebreitet, rings umkränzt ven Wäldern, die jetzt in den schönsten Herbstfarben prangten, dazwischen, wie ein Diamantenschmuck, der lustige, kecke Gebirgsfluß. Ein herrliches Bild. Sie waren erst alle ganz stumm, dann brach der Baurat in die Worte aus:„ Kinder. das ist schön!" Stumm nickten die anderen zu seinen Worten, und der alte Herr fuhr begeistert fort:„ Es gibt doch keinen größere Genuß als die Natur." Dann stieg man wieder in den Schloßhof hinab. Auch das alte Schloß wurde durchwandert. Der Baumeister und Frischen stiegen zuerst in den Saal hinauf. Der Baurat verbreitet sich erst über die Bauart des alten Gemäuer, dann folgte er langsam mit seiner Frau und Milly. Auf der letzten Treppenstufe sahen die Ankommenden ein Bild, welches sie wie erstarrt stillstehen ließ.- Gro Sommer großes fieber bedenklic Lives Petropam Wie d Berläutert die arbeiters, Aus dem W ren Nachricht bees Vorganges banien mußte. enden berjud Fort Arthur- F mrine ihren inlich, daß di Bere Truppen rgänge vor Port Arthur er dem helden pnya uch, diese La Tacht bei mußten fich Uebern bermacht chehen sein zu eine joll nun weiter, als daß do natürlich fofor age, im eigentli dafür, daß Strömung un henreihen gefta ift es höchft un Pinent folge Monditet gelunger ogen. Mer nich e fich auf den Torpedo mit Mi