Hiebten umarmte. A jar Lure, während interen laut weinend ihren Ge,, Ach, lieber Michael", rief fie, ich fanns nicht aushalten, daß Du noch länger hier bleiben mußt. Herz! Das bricht mir das Herz!" ich fab, daß es ihm selbst schwer wurde, sich aufrecht zu halten. Der junge Mann beruhigte sie, so gut er fonnte, obwohl bekommen und ich brachte fie Das bricht mir das zulegen?" jedoch allein fragen: Sit es mich, da ich sie zurückbegleiten soll." Das nicht", antwortete ich. Während ich diese Frage an ihn stellte, ihn aufmerksam; sein Gesicht zeigte jedoch nicht die geringste Bruder vorgeladen worden ist, um Zeugnis gegen Sie ab" Fühlt Fräulein Craig fich nicht wohne denn wahr, Vorher wollte ich Sie Das Fräulein erwarte beobachtete ich daß Ihr Herr Jr. 86. onnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., aus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Batt@ betlagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Bas Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Mittwoch, den 13. April 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Betitzelle für gang Op heffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Boftzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg Fernsprechanschluß Nr. 362. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weylar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Betr. Abhaltung landwirtschaftlicher Vorträge. Demnächst finden folgende Vorträge statt und zwar: 1. Samstag den 16. Arpil 1904, nachmittags 3 Uhr zu Grünberg in der Wirtschaft Englischer Hof" über„ Rationelle Jungviehzucht; Referent: Herr Landwirtschaftslehrer Schwarz von Alsfeld. 2. Sonntag den 17. April 1904, nachmittags 3 Uhr zu Steinbach in dem Gasthaus„ Zum Einhorn" über Büchtungsgrundsäße"; Referent: Herr Landwirtschaftslehrer Schwarz von Alsfeld. 3. Sonntag den 17. April 1904 nachmittags 3 Uhr zu Steinberg in der Wirtschaft„ Zur Wihelmshöhe" über Aufzucht von Milchvieh"; Referent: Herr Defonomierat Leithiger von Alsfeld. Bm den vorgenannten Vorträgen werden die Mitglieder Bereins und sonstige Interessenten hiermit eingeladen. Die Großh. Herren Bürgermeister der Vortragsorte und der umliegenden Orte werden um gefl. ortsübliche Be ob.nntgabe gebeten. Gießen, den 9. April 1904. Der Direktor des Bezirkszuchtvereins Gießen für Volgelsberger Vieh. Dr. Kranzbühler, Großh. Kreisamtmann. Der Bund der Handwerker. CB. Anfang dieser Woche ist in Berlin der Ausschuß des Bundes der Handwerker zusammengetreten, der sich nach dem Muster des Bundes der Landwirte organisiert hat und auch lich wie dieser seine Forderungen vertritt. Trotzdem aber Elasteht zwischen beiden Organisationen ein wesentlicher Unterhied, insofern, als der Landwirtestand den ganzen Berufsweig ohne Unterschied der Produktionsverhältnisse und des Betriebsumfanges umfaßt, während die Handwerkerschaft die Handwerksmäßige Tätigkeit gegen die Bedrohung durch die wirtschaftliche Uebermacht des Kapitals und den technischen und wirtschaftlichen Vorsprung der Maschinenarbeit sichern will. Der Bund der Landwirte beansprucht von dem Staate en Schutz der Rentabilität und die Sicherung der Warenreise, während das Handwerk naturgemäß gegen die Grundangen unserer modernen Entwickelung, die Gewerbefreiheit, Morrekturen beansprucht. Es kann ja allerdings auch nicht peleugnet werden, daß die Gewerbefreiheit in doppelter Hint das Handwerk zwischen Hammer und Amboß gebracht at Der freie Wettbewerb begünstigte die maschinelle Beriebsveise und schuf andererseits die sogenannte Pfuschonfurrenz, den Handwerksbetrieb durch halbfertige oder durch ganz ungelernte sogenannte„ Meister". Das HandCertergeseß, das die ersten Korrekturen zur Gewerbefreiheit gebracht hat, ist seinem Wesen und semer Tendenz nach die taatliche Förderung der organisierten Selbsthilfe. In den Sandverkerkammern wurden Informationszentralen gesadaffen, und in der Regelung des Lehrlings- und Gesellenjenes sollte für das Handwerk die Grundlage geschaffen erdem, um die Heranbildung der neuen Meistergeneration nah Qualität und Quantität zu regeln. Die Konditoren haben sich das neue Gesetz sehr gut zu Ruzen gemacht, indem für ganz Deutschland einen Verband schufen, der die Zahl er auszubildenden Lehrlinge für jedes Jahr festsetzt und kongertiert. Außerdem werden Konditorgehilfen, die einmal meiner Bäckerei gearbeitet haben, von keinem Meister mehr gingestellt. Es ist zuzugeben, daß die Konditoren- gewisserjen als höhere Klasse der Bäcker hier leichter operieren, Ler immerhin enthält dieses Vorgehen einen Wegweiser für ie beste Art der Interessenvertretung des Handwerks, indem af den Ausbau des Handwerkergesezes hindeutet. Tatsächlich bewegen sich auch die Forderungen des Bundes Sandwerker in dieser Richtung. Er verlangt die Schaffung mes Gewerberegisters, in das nur geprüfte Meister einragen werden können, ferner Verbesserung und Vermehgung der Fachschulen, Verbesserung des Submissionswesens, Befähigungsnachweis ohne individuelle Beschränkung der Produzenten in der Erwerbstätigkeit und Verbot der Zuchtsund Gefängnisarbeit. Past theresagt blieb, tiefere Blide in das Leben ler, über weiblicher Gemüter zu werfen. R Militär- Humoreske von Jos. Hermes. Der Bruftbeutel. ( Nachdruck verboten.) fönnum gegeben, wenn er die Unterhaltung hätte das verstehen bette Beschilderte mußte der Einjährige machen finden zu könne geringste Spur des verlorenen Brustbeutels Burii, noch ſtöhnte er und ſpähte den vergangenen weg eber noch eine andere unangenehme Entdeckung als die Ja, er wusste nicht einmal, ob er seinen - spurlos verschwunden. Himmel! Auch sein Brustohne die war weg Bruitheut sus ya Wenn von verschiedenen Seiten die Forderung des Begangsnachweises als ein Rückfall in alte Verhältnisse beihruet wird, so beruht diese Anschauung auf einer Vernung des Zweckes dieser Forderung, der sofort deutlich ird durch den Punkt 1: die Errichtung des Gewerbegisters. Hier soll dem Publikum und vielleicht auch den editanstalten eine Gelegenheit zur Orientierung über die hlioche Tüchtigkeit und die Vertrauenswürdigkeit des Handters gegeben werden. Mit allen diesen Forderungen kann man völlig einverstanden sein, verfehlt aber wäre die Shaffung eines eigenen Handwerksministeriums, wie es der Bund der Gewerbetreibenden fordert. Nur dadurch, daß s Handels- und Gewerbeministerium als Zentralinstanz für die verschiedenen Erwerbszweige fungiert, ist es in der Rage, in dem Gegensatz zwischen Handwerk und Fabrik den titiigen Ausgleich zu schaffen. Der Krieg in Oftafien. Die beiden feindlichen Parteien haben schwer unter der Ungunst der Witterung zu leiden. Schneeſtürme und Ueberschwemmungen wüteten heftig in der ganzen Mandschurei, machten die Straßen unpassierbar und zerstörten die Feldtelegraphen. Die Lage in Port Arthur. Eine Depesche aus Port Arthur vom 11. April bestätigt, daß in der Osternacht allgemein ein neuer Angriff der Japaner erwartet und daher energische Schutzmaßregeln ge troffen wurden. Vizeadmiral Mafarow, welcher allnächtlich die getroffenen Vorsichtsmaßregeln persönlich überwachte, verbrachte die Osternacht auf einem Wachtboot. In der Osternacht wurde der Gottesdienst in der Kirche bei verhäng= ten Fenstern zelebriert; nur dieser Umstand mit der rings um die Kirche wie in der ganzen Stadt herrschenden Dunkelheit erinnerte an die Möglichkeit eines feindlichen Angriffs. Der Ostersonntag verlief ganz ruhig in Festtagsstimmung und bei gutem Wetter. Die Truppen verlebten das Fest aus ihren Positionen in gehobener Stimmung. Heute kehrte das russische Geschwader, aus allen großen Schlachtschiffen und Torpedobooten bestehend, das zu einer Kreuztour weit in See gegangen war, in den Hafen zurück. Die Japaner und das Rote Kreuz. Die aus russischen Quellen herrührende Anklage, daß die japanischen Truppen bei Tschöngdschu das Privilegium der Roten Kreuzflagge mißbrauchten, indem sie Zuflucht in einem zu einem Hospital eingerichteten Hause gesucht hätten, wird in Tokio in Abrede gestellt, und erklärt, daß diese Erfindung beabsichtige, die Japaner in den Augen der Welt zu verunglimpfen. Eine amtliche Nachforschung nach diesem Gerücht ergab, daß die Japaner eine Verbandstation hinter ihrer Feuerlinie eingerichtet hatten und dieselbe nur benutten, um die Verwundeten zu pflegen. Die Politik. Eine neue Monarchenbegegnung wird aus Abbazzia angefündigt. Man erwartet dort am 25. April die Ankunft Kaiser Wilhelms zum Besuche des dort weilenden Königs Oskar von Schweden sowie des am 18. eintreffenden Königs von Rumänien. Kaiser Wilhelm wird an Bord der Hohenzollern" wohnen. Weiter erwartet man, daß auch Kaiser Franz Josef in Abbazzia eintreffen und Kaiser Wilhelm dort begrüßen werde. Der Führer der Hauptabteilung des südwestafrikanischen Expeditionskorps, Oberst Dürr, ist erkrankt und wird Ende dieses Monats in der Heimat zurückerwartet. Zur Erzielung von Ersparnissen in den Militärwerkstätten in Spandau war vor kurzem in Erwägung gezogen worden, mehrere hundert Arbeiter, die bei leichter Beschäftigung tätig sind, durch Arbeiterinnen zu ersetzen. Obwohl die Berechnung ergab, daß durch diese Aenderung tatsächliche Ersparnisse erzielt werden würden, nahm die Militärverwaltung jetzt aus sozialpolitischen Gründen davon Abstand. O Die preußische Regierung beabsichtigt bekanntlich die Einführung von Tayämtern für städtischen Grundbesitz nach dem Muster der in Bayern und Hessen bereits bestehenden Tarämter. In Frage kommen hierbei zunächst die Städte mit mindestens 30 000 Einwohnern. Der Einrichtung liegt der Gedanke zugrunde, daß der Magistrat jeder Stadt die Aufsichtsbehörde des Tayamts bildet, daß eine Anzahl von Bausachverständigen( Bau-, Maurer- und Zimmermeister) zu Taratoren ernannt werden, und daß diese nach bestimmten Vorschriften Tar- Bücher zu führen haben, deren Revision den bausachverständigen Magistratsmitgliedern ( Stadtbauräten) obliegt. Von den Taratoren soll die Hinterlegung einer Sicherheitssumme gefordert werden. Die entstehenden Revisionskosten sollen durch die erhobenen Taygebühren gedeckt werden. Schweiz. Jm Berner Nationalrat hat der schweizerische Bundesrat mitgeteilt, daß sich Hoffnung zeige, bezüglich einiger Punkte des Arbeiterschutzes zu einer internationalen Verständigung zu gelangen. Der Bundesrat hoffe, eine internationale Konferenz vielleicht schon für den Mai d. I s. zustande zu bringen, auf welcher eine Einigung über gewisse Punkte möglich sein werde. Eine solche Einigung dürfte nicht nur im Interesse einer allgemeinen Besserung der Lage der Arbeiter, sondern auch im Interesse der Arbeitgeber der einzelnen Staaten lieger Italien. Immer erbaulichere Dinge kommen bei der parlamentarischen Untersuchung des Nafi- Standals ans Tageslicht. Neuerdings ist in der Neapeler Museumsverwaltung ein Defizit von einer halben Million entdeckt worden. Wo das Geld geblieben ist, wird am besten Herr Nasi bekunden können. Aus dem Museum sind ferner wertvolle antike Funde verschwunden; man fand sie wieder in der famosen Villa des Unterrichtsministers in Trapani. Nasi wehrt sich gegen die Enthüllungen auf besondere Weise: Ein Hauptgegner Nasis, der Rechtsanwalt Montalto, wurde von einer Kreatur des früheren Ministers auf offener Straße überfallen und durch Stockhiebe verletzt! Diese Knüttellogif wird den Minister vor der verdienten Strafe nicht retic. Spanic... In Madrid wurde gestern ein Attentat gegen den Ministerpräsidenten Maura verübt. Maura wurde, als er das Generalratsgebäude verließ, von einem Dolchstich verwundet. Frankreich. Die Republik hat wieder eine Sensation: Oberst Marchand, der„ Held von Faschoda", hat sein Abschiedsgesuch eingereicht! Und zwar, weil er nicht nach dem ostasiatischen Kriegsschauplatz gehen durfte! Der Figaro" erzählt, daß der russische Militärattaché und der russische Botschafter in Paris sich eifrig, aber vergeblich bemüht hätten, Marchand die Erlaubnis auszuwirken, in dem Hauptquartier der Russen in der Mandschurei den militärischen Operationen zu folgen. Der Kriegsminister habe die Erlaubnis unter dem Hinweis darauf verweigert, daß bereits eine französische Kommission nach dem ostasiatischen Kriegsschauplatz abgegangen sei. Man sieht zwar nicht recht ein, warum nicht auch noch Marchand nach Ostasien hätte gehen sollen. Ebensowenig aber sieht man ein, wie Marchand wegen dieser bloßen Ablehnung seines Wunsches gleich den Dienſt auittieren konnte! Merkwürdige Disziplin! Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser begab sich gestern in Malta an Land und sah den Uebungen an Feldgeschützen und den gymnastischen Uebungen der Matrosen zu. Der Kaiser nahm dann die neuen Docks und den Wellenbrecher in Augenschein und frühstückte im Landhause des Admirals Sir C. E. Domvile. Abends um 10 Uhr ging die„ Hohenzollern" nach Syrakus zu mehrtägigem Aufenthalte in See. Heute( Mittwoch) früh trifft der Kaiser dort ein. Die Syrakusaner haben einen glänzenden Empfang vorbereitet. Auch wollen sie ihm zu Ehren im griechischen Theater ein Monsterkonzert aufführen lassen. Vom Aufenthalt in Malta ist noch zu bemerken, daß der Kaiser nach dem Frühstück beim Admiral Domville den Erzbischof von Malta empfing. Später unternahm der Kaiser einen Ausflug nach Citta Vecchia und dem Palace of Verdala. Nachdem er sodann an Bord der„ Hohenzollern" zurückgekehrt war, begab er sich abends nochmals an Land zu einem großen Diner bei dem Gouverneur, zu dem außer dem Gefolge des Monarchen und dem deutschen Konsul die Spizen der Militär- und Zivilbehörden, der Erzbischof und andere hervorragende Persönlichkeiten geladen waren. Die zwanzig Schiffe des englischen Geschwaders hatten glänzend illuminiert. Das Flaggschiff zeigte eine riesige Kaiserfrone. Am Landungsplaße war eine Ehrenwache von Matrosen mit Musik aufgestellt. Heer und flotte. Die frühere Kreuzerfregatte„ Elisabeth" ist für 80 000 Mart an eine Stettiner Firma verkauft und dieser Tage von einem Schlepper nach Stettin bugsiert worden, wo das einst so stolze, hochgetakelte Schiff abgebrochen wird, um aus seinen starken eichenen Rippen Eisenbahnschwellen zu schlagen. Die 1868 auf der Danziger Werft erbaute Fregatte war ein Muster ihrer Gattung und erregte damals allgemeine Aufmerksamkeit.„ Elisabeth" nahm 1869 an der Einweihung des Suezkanais teil und wurde 1872 gegen Kolumbien, 1873 gegen die spanischen Insurgenten und 1878 gegen Nikaragua verwendet. 1884 proklamierte der Kommandant der„ Elisabeth" die deutsche Schutzherrschaft in Angra Pequena und hiẞte in demselben Jahre in Matupi die deutsche Flagge. Im folgenden Jahre sicherte„ Elisabeth" mit vier anderen Kriegsschiffen die deutsche Herrschaft in Ostafrika. Nach fast zwanzigjähriger Dienstzeit wurde die Fregatte 1887 als stationäres Maschinenschulschiff umgebaut und hat diesem Zwecke über 16 Jahre gedient. Da das Fahrzeug für maritime Zwecke nicht mehr brauchbar war, erfolgte jetzt der Verkauf. Hus den Parlamenten. * Dem Preußischen Abgeordnetenhause sind gestern die wasserwirtschaftlichen Vorlagen zugegangen. Es sind fünf Vorlagen, von denen sich vier mit Vorflutfragen beschäftigen, während die fünfte sich auf Schifffahrtsanlagen bezieht. Es werden an einmaligen Ausgaben gefordert: 1. Zur Verbesserung der Vorflut in der unteren Oder bis zu. 2. Zur Verbesserung der Vorflut- und Schiffahrtsverhältnisse in der unteren Havel bis zu. 3. Zum Ausbau der Spree bis zu. . 41 865 000 Mark. 9 835 000 9 119 200 Zusammen also bis zu... 60 820 000 mark. Für die Ausbringung der erforderlichen Mittel ist der Grundsatz maßgebend, daß die Kosten von demjenigen zu tragen sind, welcher den Vorteil an den auszuführenden Arbeiten hat. Die letzte der wasserwirtschaftlichen Vorlagen besteht in einem Gesezentwurf, betreffend die Herstellung und den Ausbau von Wasserstraßen. Es wird gefordert: 1. für Herstellung eines Schiffahrtskanals vom Rhein nach Hannover... 197 150 000 Mr. 2. für Herstellung eines Großschiffahrtsweges Berlin- Stettin( Wasserstraße Berlin- Hohensaathen) 43 000 000 3. für Verbesserung der Wasserstraße zwischen Oder und Weichsel sowie der Schiffahrtstraße der Warthe von der Mündung der Netze bis Posen... 21 175 000, 4. für die Kanalisierung der Oder von der Mündung der Glazer Neiße bis Breslau sowie zu Versuchsbauten für die Strecke von Breslau bis Fürstenberg a.... 18 950 000 Zusammen also 280 275 000 mt. Für Unterhaltungsfoften, Berzinsung und Tilgung wird die Summe von 6 235 750 Mt. als dauernde Ausgabe gefordert. * Nach längerer Beratung hat die Petitionskom- mission des preußischen Abgeordnetenhauses beschlossen, über das von den meisten städtischen Verwaltungskörperschaften und Feuerbestattungsvereinen gerichtete Gesuch um Einführung der fakultativen Feuerbestat= tuna in Breußen zur Tagesordnung überzugehen. Antrag, die Petitionen wenigstens der Staatsregierung zur Berücksichtigung zu überweisen, wurde mit 10 gegen 7 Stimmen abgelehnt. Ein * Nach der dem preußischen Abgeordnetenhaus zugegangenen Denkschrift über die Entwickelung der nebenbahnähnlichen Kleinbahnenin PreuBen belaufen sich die für solche Bahnen bewilligten Staatsbeihilfen auf 58 496 037,33 Mark, die zunächst nur in Aussicht gestellten Beihilfen auf 3 172 071 Mart. In 26 Fällen liegen noch Anträge auf Gewährung von Staatsbeihilfen in Höhe von 9 894 888 Mart vor. Deutfcher Reichstag. ( 64. Sigung.). CB. Berlin, 12. April. Der Reichstag hielt heute seine erste Situng nach den Osterferien unter nicht gerade viel versprechenden Anzeichen ab. Die Schar der erschienenen Abgeordneten war nur klein, ihre Redelust aber groß. So wurde die Novelle zum Münzgesetz nicht, wie man allgemein erwartet hatte, kurzer Hand erledigt, sondern nach zweistündiger Generaldebatte an eine Kommission von 14 Mitgliedern verwiesen. Die Vorlage will den vielfach im Publikum laut gewordenen Beschwerden abhelfen, daß unsere Fünfzigpfennigstücke mit den Zehnpfennigstücken zu leicht zu verwechseln sind; sie sollen in Zukunft im Mischungsverhältnis von 750 Teilen Silber zu 250 Teilen Kupfer( bisher 900: 100) ausgeprägt werden und da der Feingehalt derselbe bleiben soll, ein größeres Volumen erhalten. Daß dieser Vorschlag einem Bedürfnis entspricht, und daß er Annahme finden wird, darüber waren alle Parteien einig; auf der Rechten und auf der äußersten Linfen hielt man aber doch Kommissionsberatung für erforderlich, um bei dieser Gelegenheit gewisse währungspolitische und münzpolizeiliche Fragen etwas eingehender zu erörtern. Da das Zentrum, die Nationalliberalen und die Freisinnigen besonders schwach vertreten waren, blieben sie bei der Abstimmung in der Minderheit. Es ergab sich dabei eine selt= same Parteigruppierung; die Konservativen und Antisemiten fanden sich mit den Sozialdemokraten zu einer Majorität zusammen, die für Ueberweisung der Novelle an eine Kommission von vierzehn Mitgliedern entschied. Gegen 4 Uhr erst wandte sich das Haus dem zweiten Gegenstande der Tagesordnung zu, um dessentwillen die Tribünen einschließlich der Diplomaten- und Bundesratslogen sehr stark besucht waren: Etat des Reichskanzlers und der Neichskanzlei in Verbindung mit dem Etat für die ostasiatische Expedition. Da durfte man wohl eine interessante Diskussion, vor allem auch eine Rede des Kanzlers selbst erwarten. Allein es harrte der Tribünengäste eine neue Enttäuschung. Auf eine Anregung des Zentrumsführers Spahn, betreffend Behandlung der Reichstagsbeschlüsse in Wahlprüfungssachen, antmortete der Staatssekretär der Justiz, und auf eine Anregung des Sozialdemokraten Dr. David, betreffend die Schiffahrtsabgaben, erwiderte der Staatssekretär des Innern. Graf Bosadowsky erklärte theoretisch die Erhebung solcher Abgaben auf natürlichen Wasserstraßen unter gewissen Voraussetzungen und Bedingungen für möglich, fügte aber hinzu, daß die Regierung in der Praxis daran jetzt nicht denfe. Als dann der Abg. Dr. Sattler das Wort ergriff, lichteten sich die Reihen der Besucher ein wenig, aber die Flüchtlinge waren übel beraten, denn gerade die Ausführungen des nationalliberalen Redners riefen den Reichskanzler auf den Plan. Allerdings machte Graf Bülow die Sache kurz. Zur äußeren Politik erklärte er, das englisch- französische Kolonialabkommen habe keine Spike gegen irgend eine andere Macht; Deutschland könne es nur begrüßen, da das Abkommen dem Weltfrieden dienlich sei. Für uns sei es insbesondere angesichts unserer wirtschaftlichen Interessen in Marokko von Wert, da es dort Ruhe und Ordnung schaffen werde. Im ostasiatischen Kriege ſtehe das Reich auf dem Standpunkt loyaler und ehrlicher Neutralität. Dann sprach der Reichskanzler über die Aufhebung des§ 2 des Jesuitengesetzes und wies sehr energisch den Vorwurf zurück, daß er dem Ultramontanismus ein Zugeſtändnis gemacht habe. Zum Schluß nahm die kurze Rede des Grafen Bülow höheren Schwung, als er des Heldenmutes unserer Offiziere und Mannschaften in Südwestafrika gedachte. Unmittelbar nach der Rede des Grafen Bülow vertagte sich das Haus. Nab und Fern. Minister Budde anf der Lokomotive. Ver preußische Eisenbahnminister Budde, welcher nach Beendigung seines Erholungsurlaubes in Basel von dort nach Berlin zurückgefchrt ist, verließ auf der Durchfahrt in Mainz das Coupee, welches er mit seiner Gemahlin teilte, und bestieg die Lokomotive des D- Buges 41. Auf dieser fuhr der Minister bis Frankfurt a. M. und nahm während der Fahrt von seinem luftigen Standpunkte aus eine Streckenbesichtigung vor. Genicstarre unter der Kehler Garnison. Das ganze in Rehl garnisonierende Pionierbataillon Nr. 14 mußte verlegt und in verschiedenen rechtsrheinischen Forts untergebracht werden, da nicht weniger als 18 Mann von der gefährlichen Benickstarre befallen wurden. Einer starb bald nach der Erkrankung, drei schweben noch jetzt in Lebensgefahr, sieben befinden sich auf dem Wege zur Besserung, weitere sieben Mannschaften werden dieser Tage zur Erholung in Genesungsheime bezw. in die Heimat beurlaubt werden. Die Bochumer Pockenepidemie will immer noch nicht erlöschen. Es kamen drei neue Pockenfälle, sowie ein pockenverdächtiger vor. Das Generalkommando ordnete für den Stadt- und Landkreis Bochum den Ausfall der Kontrollversammlungen an. O Das Testament der Erkönigin Isabella von Spanien ist eröffnet worden. König Alfons geht gänzlich leer aus. Der größte Teil ihres über 10 Millionen Francs betragenden Vermögens fällt der Prinzessin Ludwig Ferdinand von Bayern und deren Kindern zu, andere Teile fallen ihren Kindern und Enkeln mit Ausnahme des Königs Alfons zu, der bloß eine Reliquie als Andenken erhält. Auch der Papst ist im Testament mit einem größeren Vermächtnis bedacht. Brandkatastrophe. Durch eine furchtbare Feuersbrunst wurden zu Mezzana im Sulztal bei Trient zwei Kirchen und 20 Häuser zerstört. Zwei Menschen büßten dabei das Leben ein. Das Dienstmädchen in Männerkleidern. In Krazau in Böhmen wurde ein junger Mann wegen Fälschung von Ausweispapieren angehalten. Auf der Polizei wurde festgestellt, daß der Verhaftete ein 25jähriges Dienstmädchen war, das, um ein besseres Fortkommen zu finden, Männerkleider angelegt hatte. Ehedramen. Wegen Ermordung seiner Ehefrau wurde der Zinkhüttenarbeiter Binia in Neudorf( Schlesien) verhaftet. Binia hatte seine Frau stundenlang mit Fäusten und Füßen am ganzen Körper bearbeitet, bis sie tot war.— Ein fürchterliches Chedrama spielte sich in Bordeaux ab. Dort stellte sich der 30jährige Bankbuchhalter Olle dem Gerichte und erzählte, er habe nachts seine Gattin mit einer Hacke erschlagen und seine zwei Kinder von sieben bezw. zehn Jahren erdrosselt. Die Erzählung erwies sich als wahr, Olle hatte anvertraute Gelder veruntreut und wollte schließlich das Haus anzünden, und in den Flammen sterben, wozu ihm jedoch der Mut fehlte. * Straßenkampf mit einem Diebe. In Hamburg spielte sich auf dem Zeughausmarkt eine aufregende Szene ab. Der von der Polizei wegen Einbruchsdiebstahls gesuchte Maschinenbauer Johann Piehl wurde von einem Schußmann erkannt, setzte sich aber, als er verhaftet werden sollte, zur Wehr und feuerte vier Schüsse auf den Beamten ab. Eine Kugel traf den Schußmann ins Bein, eine andere verlegte eine vorübergehende Frau leicht. Schließlich wurde Piehl überwältigt, nachdem er noch auf sich selbst einen Schuß abgegeben und sich eine unerhebliche Verwundung beigebracht hatte. Eine Sternberg"-Affäre erregt in Halle a. S. großes Aufsehen. Dort wurde der Kaufmann Oskar Ilschner verhaftet, dem haarsträubende Dinge zur Last gelegt werden. Ilschner, der verheiratet und Vater mehrerer Kinder ist, wird beschuldigt, schulpflichtige Mädchen sittlich verderbt und verführt zu haben. Ja, die Anklage wirft ihm vor, er habe die Kinder, die ihm zum Opfer gefallen, weiter dazu veranlaßt, ihm aus dem Kreise der Gespielinnen Ersatz zuzuführen. † Gemeinsam in den Tod sind zwei junge Damen aus der besten Preßburger Gesellschaft gegangen. Sie begaben sich auf den etwa 20 Meter hohen Aussichtsturm des Szecheny= Hügels, banden sich oben mit Stricken fest aneinander und stürzten sich dann in die Tiefe. Ein Mensch von Iltissen angegriffen. Während ein Knecht des Herrn Ernst Urbat auf Abbau Daßkehmen( Ostpreußen) in der Scheune mit Strohschütteln beschäftigt war, wurde er in heftiger Weise von einem sehr starken Jltispaar angegriffen und am linken Beine verlegt. Auf das Hilfegeschrei eilte der Dienstherr herbei und erstach das Iltismännchen mit einer Forke, das Weibchen hatte sich so fest in den Stiel der Forte eingebissen, daß es nicht mehr entweichen und daher leicht durch Schläge auf den Kopf getötet werden konnte. Einen unangenehmen Ankerplatz hatten sich vier Herren ausgesucht, die von Essen aus eine Luftballonfahrt unternahmen. Sie landeten nach drei Stunden bei dem 250 Kilometer entfernten Dorfe Thalwenden bei Heiligenstadt in einer mit Wasser angefüllten Lehmgrube und wurden bis auf die Haut durchnäßt. A Des einen Unglück, des anderen Glück. Die letzten Stürme, die der dänischen Beltfischerei durch Zerstörung von Fischgerätschaften schweren Schaden zugefügt haben, scheinen den Kieler Fischern Vorteile gebracht zu haben: sofern sie große Schwärme von Heringen und Sprotten in die Kieler Föhrde trieben. Während in der vorhergehenden Zeit die Gänge sehr knapp ausgefallen sind, brachte dieser Tage ein einziger Fischer einen Fang von 400 000 Sprotten an den Markt. Hus dem Gerichtsfaal. § Kurze Freude. Wegen eines schweren Sittlichkeitsverbrechens hatte sich dieser Tage ein Arbeiter aus Uetersen vor der Straffammer des Landgerichts Altona zu verantworten. Nach umfangreicher Beweisaufnahme beantragte der Vertreter der Anklagebehörde, Staatsanwalt Dr. Kaulbach, die Freisprechung. Im Uebermaß seiner Freude winkte der Angeflagte, während sich das Gericht zur Beratung zurückzog, einigen im Zuschauerraum befindlichen Freunden lächelnd zu. Wie groß war aber seine Bestürzung, als der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Mensching, den Spruch des Gerichts dahin verkündigte, daß der Angeklagte des ihm zur Last gelegten Verbrechens im vollen Umfange schuldig sei und daher zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt werde. § Hinter den Kulissen der Berliner Lebewelt spielte die Vorgeschichte einer Anklage, die der Privatiere Charlotte Neumann in Berlin 13 Monate Gefängnis und 3 Jahre Ehrverlust eintrug. Die Angeklagte, eine 35 Jahre alte, sehr schöne Person, pflegte ihre Bekanntschaften in den feinsten Bürger- und Offizierskreisen zu machen; sie unterhielt einen sehr kostspieligen Salon in der Großbeerenstraße, der ihren Gästen Gelegenheit zu intimen Zusammenkünften gab. Einer der geschröpften Herren, ein junger Graf, erstattete Anzeige, der die Verhaftung der Lebedame und eine Anklage wegen Kuppelei und Erpressung folgte. § Totschlag. Das Schwurgericht zu Dortmund verurteilte den Bergmann Wegener aus Castrop, der seine Frau mit einem Stock erschlagen hatte, zu 13 Jahren Zuchthaus. Wegener war schon wegen Totschlags am eigenen Bruder mit 10 Jahren bestraft. Zum Herero- Aufstand. Brief zum Abdruck zur Verfügung: fentlichtes„ Off Bergwerk t Steuerzahler zur Ein Leser unserer Zeitung stellt uns folgende ergingenieurs Missionar Brockmann schreibt: Auch hier( Ot ist uns unbekannt. D. R.) war es der 12. Janua als die Geschichte begann. Wiittags 12 Uhr fam d Hereromagd und sagte:" Muhonge( Lehrer), sieh' dod ihtet nun an 8 Welche Schiffmann, bie mal, wie alle Leute nach dem„ Store" laufen. Wangriffen des B Martens gehörig, lag etwa 500 Mtr. vom Missions pu Hungen erfche elmon mag dort los sein? Der Store( Laden), einem Ferr hause entfernt. Brockmann sah, wie der Laden aus geplündert wurde. Eben wollte er hingehen und das Plündern verhindern, als er Herrn Mariens, von 10 Hereros begleitet, auf das Missionshaus zukomme zu sein, dann sei er vouständig ausgeplündert worden durfte selbst aber nichts anrühren. Ihm persönlic sollte nichts geschehen! Dieses zu beweisen würden si negriindung und offnung" bei 28 fiffnen fich, nach Betrieb der Gr sah. Er erzählte, die Bande habe ihm befohlen, smaltung durch d Graf Mandat für di ihn im Missionshause unterbringen. Diese Behandlun zogtum He verdankte Hert W. nur seiner humanen Umgangswei Bezirk Bilbelmit den Hereros. Von Anfang an war die Parok ausgegeben: ** Kreis Missionaren, Frauen, Kindern, Bure Birkung vom Nach und Engländern solle kein Leid geschehen. mittags fam ein Trupp bewaffneter Hereros und ber sicherten Herrn Martens nochmals, es geschehe ihm Quäftor beftel ** Jm Jahren eine kein Leid. Aber sie wußten, es sei noch ein Weiße resp. fertig we bergangenen bäude im Rob Sinnern fertig Birtlar, D die Entwürfe Es dü diesjährigen Seminars haben. Mit Defer Gieße Sterndorf 28 Bangen; brunn; a Schlierbach- A i X In Sängerfeft Handwerkerver Fahnenweihfef diesem Jahre wollen und so bereits das in Oberheffen im Hause, derselbe fönne im Missionshause nicht bleiben, er solle hergeholt werden. Brockmann und Martens folgten ihrem Willen natürlich nicht. Da spranger einige Hereros von ihren Pferden und eilten in da Haus, holten den dort versteckten Herrn Friedric aus demselben und nahmen ihn mit sich fort. Sie zogen in der Richtung nach Okahandja ab. Gine Viertelwegsstunde von der Wissionsstation entfern haben sie ihn erschossen. Ebenso erging es dem 23 Jahu alten Händler Franke von kandjica. wurde er ausgeplündert, während dessen eilte er, unhausen zu sein Leben zu retten, zur Missionsstation, wurde abeöbel- Treis ebenfalls herausgeholt und erschossen. Immer mehr zu Gelnhag Gäste tamen auf die Station, u. a. der Englände Dicksen und seine junge Frau. Weiter kamen no vier Buren und Frau Stülbel mit ihrem zweijährige Kinde aus Oriombo. Sie selbst hatte zwei Strei schüsse erhalten, dieserhalb haben sich aber jojot die Hereros entschuldigt, denn sie wollten keine Frauen oder Kinder töten. Zulegt kam noch Frau Bremen aus Otjozantjati mit fünf Kindern, einer Anzahl Kühe und 200 Stück Kleinvieh. Sie ist ein„ Bastard aus dem Lande gebürtig. Ihren Mann hatten die Hereros bis auf die Unterkleider ausgezogen, so eine Nacht und einen halben Tag gebunden liegen lassen und dann erschossen. Außer Herrn Bremen sind noch vier Weiße in Otjozantjati umgebracht worden, darunter der Mann der Frau Külbel. Die beiden Frauen tamen auf der Station mit allem was sie hatten unter dem Schutze der Hereros an. Der Bure Keet mit der Frau des ermordeten Farmers Pilet und ihre Schwester tamen auch noch und brachten einen Brief der Hereros, bei denen sie vier Tage in Gefangenschaft gewesen. In dem Schreiben wurden diese Gefangenen der Obhut und Fürsorge des Missionars Brockmann übergeben. Der Oberhäuptling Samuel Ma hareno hatte die Missionare unter seinen Schutz gestellt mit ihrer gesamten Habe. Doch ein„ Bastard", Campboll, fehrte sich nicht daran und kam mit Bewaffneten, hätte auch der Station großen Schaden zugefügt, wenn nicht zwei in Brockmanns Diensten befindliche Heteros es vereitelt hätten. Unter dem Schuße der Hereros mußten außer dem Missionar alle Weißen auf die Werft( Kreal, Dorf). Dort gab es unter den Hereros viele Hallunken. Ein Teil machte den Frauen Heirat anträge, welche dadurch vereitelt wurden, daß ma ihnen sagte, die meisten Frauen trauerten ein Jahr un ihre toten Männer, dürfen also früher nicht heirata und dann müßten erst durch die Missionare die Saga geordnet sein. Das half. X GI wohlhabender ift Spieler in wurde fein L der 5. Klaffe 3000 Mt. D Dauer der 6. pilz begab sich für das neue des Kolletten Der im Wege fd Distrikt Eichwald 4 c Steinbusch 5 Sailes 7 Eichwald 10 b Steinbuidh 13 13 Er enschlag 18 Didehau Bruch 23 i 24 c Die G 15 an das Bü Gefchäft Am 26. Januar kam ein Befehl von Samad Mahareno, die Engländer und die Buren sollten Otiosazu verlassen, die einen nach Karibib, die andern 10 Kilometer weiter als Okahandja an einem Orte bleiben. Seit dieser Zeit sprach Ser Martens aus Angst vor den Hereros nur noch englis ebenso Herr Dittmar. Alle schlossen sich den hie wohnenden Engländern an, denen als Geleitsmann de Bastard" Campboll beigegeben wurde. Brockman hat nichts seitdem von ihnen gehört. Bei ihm bliebe auf der Station vier Frauen und sechs Kinder. Am 27. Januar hörten sie auf der Station nonendonner. Es war der Kampf des Hauptmann neben meinem Franke am Kaiser- Wilhelmsberge bei Of a handj Die Eingeborenen hier flüchteten mit ihrem Vieh. Gine st a h dabei Brockmanns Pferd hinterlistiger Weise Er gab vor, es ihm zu verwahren, ging aber dam bin ich in derde. durch. Selbst seine treue Dienerin flüchtete, ohne eigenügen. Einem daß ich von he Me betreiben Wort zu sagen. Nur eine Hereroin blieb. J Billigte Preif Bremen hatte vorgezogen, als" Bastard" mit de Hereros zu verschwinden. Brockmann ging mit de Seinen auch am andern Tage nach Okahandja dort waren sie sicher. Inwieweit der Inhalt des Briefes seine Richtigte hat wird sich wohl später herausstellen. Lokales. 13. April 1904. + Dem hessischen Landtage ist eine Anfrag des Abg. Köhler- Langsdorf zugegangen, die sich mit b staatlichen Grube Ludwigshoffnung" beschäftigt. Die froge nimmt Bezug an ein in einem Hungner Blatt ver Bei B KalkAu Massenf In Shif tweite Stod n onderweit zu b bei der Bür Bimmer fitand. J: öffentlichtes Offenes Schreiben" eines Direktors a. D. und 28ag ingenieurs Schiffmann, in welchem dieser behauptet, bei Die Bergwerf fönne man mit vollem Recht von„ Geld der 88 tuerzahler zum Fenster hinauswerfen" reden. Herr Köhler tet nun an die Regierung die Frage: tellt uns folge eibt: Auch hier es der 12 ags 12 1hr ge( Lehrer), f Store" laufen Laden), einem 0 Mtr. bom wie der Laden er hingehen n Martens, bon be ihm befohlen ausgeplündert un ein, daß auch dieses Los mit einem Treffer von 1000 Mt. herausgekommen sei. Vom Dünsberg, 12. April. Der Besizer der Hauptapothefe zu Wezlar, Herr Kiepe, wird in diesen Tagen zu Hohensolms eine Filiale eröffnen. Dieselbe wird nicht allein den Bewohnern der weitverzweigten Bürgermeisterei Hohensolme, sondern auch den abgelegenen Gemeinden am Dünsberg zum großen Vorteil gereichen. Es fönnen doch nunmehr den lieben Kranken auf eine rasche und bequeme Weise die angeordneten Medikamente verschafft werden. Für unsere von jeglichem Verkehr abgelegene Gegend wäre uns nunmehr nur noch eine Eisenbahn erwünscht. Zwar wurde bis jetzt vergeblich von den interessierenden Kreisen die Bahnfrage wiederholt erörtert, aber eine geeignete Bahnverbindung würde nicht allein den Landleuten □ Graf Oriola- Büdesheim beabsichtigt sein zum Vorteil gereichen, sondern es könnten auch vor allem die reichen Bodenschäße, sowie die ungeheuren Holzmassen Welche Stellung nimmt Großh. Regierung zu den griffen des Bergwertsdirektors a. D. und Bergingenieurs Biffmann, die derselbe in einem offenen Schreiben in der bungen erscheinenden Zeitung„ Landpost" gegen die Neubegründung und die Verwaltung des Bergwerks„ Ludwigsffnung" bei Wölfersheim richtete? Wiche Aussichten erfen sich, nach Ansicht Großh. Regierung, dem Weiterionshaus zuto etieb der Grube„ Ludwigshoffnung" in eigener Verren. Ihm pe paltung durch den Staat?" u beweisen wit and at für die zweite Kammer der Stände im Groß- der hiesigen ausgedehnten Waldungen eine weit bessere Veren. Diese Behan Berjogtum Hessen niederzulegen. Er vertritt den wendung finden. manen Umgang an war die uen, Kindern, geschehen. eter Hereros un Birt Vilbel- Niederwöllstadt. ** Kreis- und Provinzialkasserechner auß ist mit Bitung vom 1. April 1904 an zum akademischen Quästor bestellt worden. als, es gescheh Jahren eine ganze Anzahl neuer Schulhäuser erbaut ** Im Kreis Gießen wird in den nächsten sei noch ein W ionshause nicht b resp. fertig werden. In Dorf- Gill wird das im bergangenen Jahre begonnene einklassige Schulgeodmann und Bäude im Rohbau vollendet, um es in diesem Jahre im nicht. Da sp Innern fertig zu stellen. Für Annerod, Hausen, en und eilten i Birklar, Odenhausen und Weitershain sind Heren Friedwie Entwürfe und Zeichnungen fertig. n mit sich fort ahandja ab. * * Es dürfte von Interesse sein, zu erfahren, wo die biesjährigen Schulamtskandidaten des Friedberger issionsstation en Seminars aus dem hiesigen Bezirk Verwendung gefunden erging es dem 23 haben. Mit Beginn des neuen Schuljahres werden ernannt: Sausen zu Merlau; Vogel- Ortenberg zu Gambach; öbel- reis a. L. zu Gedern; Schwab- ambach zu Gelnhaar; Morell- Treis- Münzenberg; WeberSterndorf zu Lauterbach; Ball- Holzhausen zu angen; Bender- Donrnholzhausen zu Sidels. brunn; Bauer- Helpers hain zu Ellenbach und Schlierbach- inzenbach zu Ober- Ramstadt. nd deſſen eilte e nsstation, wurde choffen. Immer u. a. der Eng u. Weiter famen mit ihrem zweiji lbst hatte zwei haben sich aber In Friedberg findet im Juni ein großes e wollten feine Sängerfest mit Gesangwettstreit statt. Der frühere noch Frau Bren Handverkerverein, jezt Gesangverein, verbindet damit sein Stunden, einer Fahnenweihfest.( Wie es der Zufall manchmal will; in Sie ist ein„ Bodies Jahre scheint man überall gern Sängerfeste feiern zu ren Mann hatten mwollen und soweit wir unterrichtet, ist es das oben erwähnte er ausgezogen, jo bereits das se ch ste innerhalb der Monate Mai und Juni gebunden liggen lo rin Doerhessen.) ren Bremen sind bracht worden, dar Die beiden m was fie hatte Der Bure& rs Pilet und o brachten einen Lage in Gefangenis urden diese Gefangen Missionars Brodma Samuel Maharer en Shuz gestellt n" Bastard", Car id fam mit Bewaff Schaden zugefügt ften befindliche Schuße der alle Weißen es unter den te den Frauen Glück muß der Mensch haben. Ein sehr wohl habender Bewohner einer bei Mainz gelegenen Gemeinde ift Spieler in der hessischen Lotterie. Noch bei jeder Ziehung wurde sein Los mit einem Treffer gezogen. Bei der Ziehung ber 5. Klasse gewann der betreffende Herr kürzlich abermals 3000 Mt. Der Mainzer Kolletteur ersuchte ihn, für die Dauer der 6. Klasse ein Ersatzlos zu spielen. Der Glückspilz begab sich nach Mainz, um dem Kollekteur den Betrag für das neue Los auszuzahlen. Als er sich im Geschäftslokal ides Molletteurs befand, traf ein Telegramm mit der Nachricht Eichen Nusholz- Verkauf der Gemeinden Krosdorf- Gleiberg im Wege schriftlichen Aufgebotes: Stämme Rm Distrikt 2 m 2. S1. Std. 3. Cl. fm fm Stď. 4. Cl. Std. fm lang elt wurden, daß trauerten ein Jah ichwald 4 c Steinbusch 5 Baile 7 65 20 3 12 18 85 88 12 43 26 80 36 3 33 19 30 11 83 483 62 79 31 1 59 75 33 18 20 133 3 61 25 61 15 12 7 38 10 2 37 2 2 70 16 8 40 4 1 4 2 2 70 141 64 68 794 114 26 128 Steinbusch 13 a n 13 b eschlag 18 c Dide bau Bruch, 23 f 24 c Sa. o früher nicht hwald 10 b e Missionare die n Befehl von und die Buren nach Karibi als Okahandj ieser Zeit sprach reros nur noch eng schlossen sich den en als Geleitsmann ben wurde. Brodmar ehört. Bei ihm blich and sechs Kinder. e auf der Station 221 3 24 2225674 Die Gebote sind bis Montag, den 25. April 1904 das Bürgermeisteramt in Scofdorf zu richten. = Gefchäfts- Eröffnung und-Empfehlung. bo Einem geehrten Publikum von Gießen die ergebene Mitteilung, ich von heute ab in meinem Hause 46 Dammstraße 46 ampf des Hauptmalmben meinem Flaschexbiergeschäft eine Derge bei Ota handi mit ihrem Vieh. Em Mehlhandlung en détail cd hinterlistiger betreiben werde. Durch meine langjährige Tätigkeit in der Branche ren, ging aber dam boin ich in der Lage, allen Ansprüchen an Güte und Backfähigkeit zu| Dereroin blieb. ligste Preise. Schnelle Bedienung. rin flüchtete, ohne " Bastard" mit mann ging mit nach Ofahand Briefes feine Midtig Sftellen. 13. April 190 dtage ift eine Anf angen, die fich mit igen. Hochachtungsvoll Karl Sier. Bei Bestellungen von 5 Pfd. an, frei ins Haus. Kalk- und Marmorwerke, Dampfziegelai, August Gabriel jr., Giessen Massenfabrikation. Bahnanschlüsse. 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Es entspann sich eine längere Debatte, in welcher energisch gegen den Vorschlag des Kreisamtes, nur gediente Unteroffiziere als Bewerber um die vakante Stelle zuzulassen, protestiert und ebenso geltend gemacht wurde, daß auch gediente, unbescholtene Leute ohne Charge sich für diesen Poften wohl qualifizierten. Die Abstimmung ergab, daß von 4 Bewerbern Herr Karl Semler Grünberg mit 7 gegen 3 Stimmen zum Stadtdiener gewählt wurde.( Hoffentlich wird der jest Gewählte vom Kreisamt bestätigt, nachdem letzteres die Wahl eines bereits früher gewählten Stadtdieners für bedenklich resp. ungiltig erklärt hatte. D. Red.)- Der 3. Punkt betraf die Eingabe der Geländebesitzer an der unteren Haingasse um Verbesserung derselben. Der Gemeinderat stimmte dieser Eingabe zu mit dem Bemerken, daß fast seit 40 Jahren für diesen Weg wenig und gar nichts getan worden ist. Es werben bald Schritte in die Wege geleitet werden, um dem Uebelftante abzuhelfen. Nach Erledigung einiger interner Angelegenheiten wurde die Sigung gegen 9 Uhr geschlossen. ** Merlau. Die mit Beginn des neuen Schuljahres hier eingerichtete zweite Schulstelle wurde Herrn Lehrer Erdmann aus Ruttershausen übertragen. ** Weichartshain. Unser neuer Lehrer, Herr 3 ipp, ist am Montag durch den Schulvorstand in sein Amt eingeführt worden. + Ettingshausen. Für die abgebrannte norwegische Stadt Aalesund hat der Gemeinderat eine Unterstützung in Höhe von einem Pfennig pro Kopf der Bevölkerung beschlossen. Wir können diesen Veschluß nur hoch anerkennen; er ist sehr nachahmenswert. C. F. Schwarz Söhne ( Jnh. Heinrich Möller, Giesse®) emfiehlt zum bevorstehenden Osterfest und Konfirmation sein reichhaltiges Lager in: Konfirmanden- Anzüge von der billigsten bis feinsten Qualität. Herren- und Knaben- Kleidern, Stoffe im Ausschnitt. Anfertigung nach Maaß. Feste Preise! Streng rcelle Bedienung! OOOOOOOOOO OOOOOOOOOO Ohne Fleiss keinen Preis AURORA Patentkummet der Deuzeit. Drolfacher Schutz. Mainz, 12. April. Die Tüncher sind in den Ausstand getreten. In der heute früh abgehaltenen Versammlung wurde die Lage des Ausstandes besprochen und von allen Anwesenden erklärt, an ihren gestellten Forderungen festzuhalten und auszuharren, bis die Arbeitgeber die Forderungen bewilligt hätten. Es streifen jest 221 Mann, es arbeiten zu dem neuen Lohntarif 150 Mann, auswärts arbeiten 65. 22 Firmen haben bis jetzt den neuen Lohntarif bewilligt. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, 12. April 1904. Der Landwirt Konrad Wagner III von Allendorf a. d. Lumda erhielt vom Amtsgericht Gießen wegen unbefugten Betretens einer Wiese einen Strafbefehl über 1 Mr., gegen welchen er Einspruch einlegte, da er glaubte, berechtigt zu sein, die Wiese zu betreten. Das Feldgericht verwarf seinen Einspruch und Wagner verfolgte gegen dieses Ertenntnis Berufung. Die heutige Verhandlung führte zu feinem Endurteil, es wurde dem Angeklagten vielmehr aufgegeben, zunächst im Wege des Zivilprozesses sein vermeintliches Recht nachzuweisen. Das Strafverfahren wurde auf und Landwirt Karl Greb von Herbstein schlachteten ein - Megger Friedrich Staubach unbestimmte Zeit ausgesetzt. erkranktes Stück Vich und verwerteten das Fleisch, ohne es vorher durch einen Fleischbeschauer bezw. einen Tierarzt untersuchen zu lassen. Vom Schöffengericht Herbstein wurde dieserhalb Staubach zu einer Geldstrafe von 20 Mr. verurteilt. Greb erzielte Freisprechung, was der Staatsanwaltschaft Veranlassung gab, Berufung zu verfolgen. Nach wiederholter Beweisaufnahme wurde das schöffengerichtliche Urteil bestätigt. Der Glaser Jakob Bergmann zu Gießen erhob namens der Dina Bergmann Privatklage gegen die Chefrau des Johannes Greb. Das Schöffengericht Gießen stellte durch Urteil des Verfahren ein, da der Antragsteller nicht gesetzlicher Vertreter Dina Bergmann ist. Die vom Die Privatklage der Lehrer i. P. Christian Büttner'schen Privatkläger eingelegte Berufung wurde zurückgewiesen.- Eheleute in Gießen, gegen den Kaufmann Georg Gottlieb Start daselbst, wurde vor Eintritt in die Hauptverhandlung durch Vergleich erledigt. Eine Anzahl bei dem Bachter Bornemann zu Obbornhofen beschäftigter polnischer Arbeiter erhob gegen den Feldschützen Heinrich Merz wegen einer beim Amtsgericht Hungen vorgebrachten Aeußerung Privatklage. Das Schöffengericht Hungen sprach den AnStraffammer bestätigte das Urteil des Schöffengerichts, da geflagten frei, wogegen Berufung eingelegt wurde. Die dem Angeklagten jede beleidigende bficht fehlte. Eingesandt. > Grünberg, 13. April. Vor wenigen Wochent wurde bekannt, daß der Stadtvorstand das ehemalige Gebauer'sche Haus zu der Rosengasse Regulierung angekauft habe. Unseres Erachtens tönnte dieses nur Wert haben, wenn gleichzeitig das den Herrn Haas resp. Herrn Hammel gehörende Anwesen mit angetauft worden wäre, dann würde dort ein schöner freier Plaß entstehen und die gediegenen Anlagen des H. S. kämen dann zur Verschönerung der Stadt so recht zur Geltung. Für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein. Bestes Motorrad der Welt! 1902 über 1000 Stück verkauft Glänzendste Zeugnisse. Prachtkatalog gratisufranko. Bequem, flink zuverlässig, billig PARIS- WIEN Hervorragende Neuerungen 1800 Kilom. und Verbesserungen. Rect arcomer Halorad E über4Alpenpässe 2 Motorräder gestartet, beide siegreich ohne Anstand angekommen. Neckarsulmer Fahrradwerke AG Königl.Hoflieferant, Neckarsulm. Neckarsulmer Freilauf, unerreicht, an jedem Rad mit Leichtigkeit anzubringen. Neckarsulmer Bariandrad, zwei Uebersetzungen mit einer Kette, während der Fahrt auswechselbar. Deckarsulmer Pfeil beliebtestes Tourenrad. Vertreter: 5. Kraft nacht, Aug. Gernand. Neuenweg 46 Girßen Neuenweg 46. 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Wäldershausen Maulbab Nieder- Gemünden Nieder- Ofleiden Ober- Ofleiden Otterbach Rülfenrod Schadenbach Azenhain Bersfeld Hainbach Ilsdorf Kirschgarten Elpenrod Ermenrod Lehnheim Flensungen Merlau NiederOhmen am Bahnhof 20. April 212 Uhr nachm. Mücke Nieder- Ohmen Ober- Grubenhof Ruppertenrod Ober- Ohmen Wettfaasen Appenrod Arnshain Bernsburg Dannenrod Neu- Ulrichstein Erbenhausen uf dem Turnplatz am AusGleimenhain Heimertshausen Kirtorf 21. April 8½ Uhr borm. Kirtorf Lehrbach Ober- Gleen Ohmes Ruhlkirchen Wahlen Groß- Felda Kestrich Klein Felda Schellnhausen Nieder Breidenbach Ober- Breidenbach Romrod Storndorf Ober auf dem Breidenbach Brunnenplat 21. April 3 Uhr borm. Strebendorf Vadenrod Zeilbach Windhausen Es wird folgendes erinnert: gang nach Ober Gleen 1) Befreiungsgesuche sind bis spätestens 8 Tage vor dem Appell durch das Hauptmeldeamt einzureichen und müssen durch die Bürgermeisterei bezw. bei Beamten durch die vorgefeßte Behörde beglaubigt sein. Berücksichtigung fann nur in den dringendsten Fällen stattfinden. Pinsel, Lacke Karben für alle Zwecke gut u.billig bei: Emil Fischbach Giessen. Vorteilhaftes Angebot! Direkter Bezug von der Fabrik für Private unter Ausfall d. Händleraufschlags! Die Bekanntmachung. In den nächsten acht Tagen sollen die Ratten in den städtischen Kanälen und Wasserläufen vergiftet werden Um eine durchgreifende Wirkung zu erzielen, ist es en forderlich, daß alle Besitzer der im Stadtgebiet liegende Hausgrundstücke für gleichzeitige Vertilgung der Natte in ihren Kanälen, Sinkkasten und Höfen u. s. w. sorgen Die Besitzer von Haustieren, Geflügel u. s. w. werde hiervon unter der Aufforderung in Kenntnis gesezt solche Tiere von den gefährdeten Stellen fern zu halten da seitens der Stadt etwaige Schadenersatzansprüche ab gelehnt werden. Gießen, den 12. April 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Der Vorstand des Detaillistenvereins Gießen ha bet Großherzoglichem Kreisamt die Enführung des 8 Uhr Ladenschlusses beantragt. Um eine Abstimm ung aller Beteiligten herbeiführen zu können, ist in Ge mäßheit des§ 2 der Bekanntmachung, betreffend da Verfahren bei Anträgen auf Verlängerung der Laden schlußzeit, vom 25. Januar 1902, cine Liste der be teiligten Geschäftsinhaber aufgestellt worden. Ich bringe dies mit dem Anfügen zur allgemeinen Kenntnis, daß diese Liste in der Zeit vom 13. bis 26 Fahrradfabrik ,, Schwalbe" April os. Js. während der üblichen Geschäftsstunden f dem Bürgermeisterei- Bureau, Zimmer Nr. 15, zur öf lichen Einsicht ausliegt. Act.- Ges., gegründet 1896, Duisburg- Wanheimerort versendet zu Händler- Preisen ihre Fahrräder und ZubehörteilePreisliste umsonst und portofrei. Mäntel schon zu ca. 4,20 Mk. Schläuche 22 " la. Fahrräder دو 2,8] 69.-" دو Einem verehrten Publifum zur geft. Nachricht, daß mein so schnell beliebt gewordener Sanitätss Eier- Zwieback außer in meinem Geschäftslokale, Seltersw g 61, zu gleichem Preis in nachstehenden Verkaufsstellen erhältlich iſt: In Gießen: W. Haas, Bleichstraße. A. Lenhardt, Frankfurterstraße. 2) Jeder Kontrollpflichtige ersieht die Jahresklasse, zu der er gehört, auf dem Deckel J. Marker, Ecke Stephan- und seines Militärpasses. 3) Die Militärpässe mit eingeklebter roter Kriegsbeorderung und Führungszeugnis sind mitzubringen. 4) Bei sämtlichen Kontrollpflichtigen werden dieses Mal Fußmessungen vorgenommen, mit Ausnahme der Ersaẞreservisten. Goethestraße. H. Kräßer, Brandplag 15. J. M. Schulhof, Marktstraße. Restaurant Windhof. " " Textors Terrasse. Philosophenwald. Liebigshöhe. Dementsprechend sind saubere Strümpfe anzuziehen, Stöcke, Schirme, Pfeifen In Dutenhofen: Karl Sorger. und Zigarren sind vorher wegzulegen. 5) Sämtliche Mannschaften stehen während des ganzen Kontrolltages bis einschließlich Mitternacht unter dem Militärgesetz. Demgemäß werden auch Unpünktlichkeit und Versäumnis der Kontrollversammlung bestraft. Gießen, den 5. April 1904. von Mosch Oberstleutnant und Kommandeur des Landwehrbezirks Gießen. Großherzogliches Bezirkskommando Jean Dern& Co. Giessen. Gegründet 1883. Bureau und Lager: Inhaber: Oskar Gutmann. Westanlage 31 Telephon 21. Gegründet 1883. Cementwaren- Fabrik und Lager: Frankfurterstr. 114, eign. Bahnanschl. Bau- und Kanalbau- Artikel. Trottoir-, Fussboden- und Wandplatten. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Bauartikel. Wollen Sie etwas Feines rauchen?? dann empfehle ich Ihnen meine in Geschmak und Qualität vorzügliche Marke: Matuta" per Stück 8 Pig. J. Friesleben, Giessen. Cigarren- Spezial- Geschäft Bahnhofstrasse 50. 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Mts. an bis auf weiteres werden wegen Vornahme von Kanalisations arbeiten für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt: Die Oftanlage zwischen Landgrafenstaaße und Marburgerstraße, Die Schillerstraße zwischen Nordanlage u. Afterweg, die Dammstraße zwischen Wallthorstraße und Nordanlage und der Tiefenweg. Gießen, den 13. April 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Submission. Für die Großh. psychiatrische Klinik soll die Lieferung von 30 m. Tannenscheitholz auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben Kartoffelwerden. Die für diese Lieferung gültigen Bedingungen liegen Speise- u. Salatkartoffel an den Wochentagen nachmittags 3-5 Uhr auf dem zu den billigsten Tages- Verwaltungsbureau offen preisen empfiehlt J. Hankel Schloßgaffe Gießen. GiessenerFischbaus Afterweg 1. Täglich leb. frische Schellfische, Cabltau, sowie sämtliche Seefische Sämtliche in allen Preislagen. Lahnfische, wie Hechte, Karpfen, Weißfische 2c. stets leb. zu haben bei M. Simon. 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Juchhei, wie ist mir wonnig, Juchhei, wie ist mir wohl, Wie fahr' ich in die Ferien, Das Herz so freudenvoll! Die andren Buben schleichen Umher oft tiefbedrückt, Sie haben stets zu fürchten, Daß man sie' runterrückt. Ja, alle haben bange, Trotz günstigster Zensur Der einzig wahrhaft Frohe Bin ich alleine nur. Denn mir kann nichts passieren! Ich sag' es frei und frank: " Ich sitz' als allerletzter Auf der allerletzten Bank!" HERD Die Berufswahl der Mädchen. Noch vor wenigen Jahren gab es diese Frage nicht. Aujährlich, wenn die Schulen geschlossen wurden und die absolvierten Gymnasiasten, Realschüler, Handelsakademiker usw. sich entscheiden mußten, was für einem Berufe sie sich zuwenden sollten, konnte man in den verschiedensten Zeitungen Betrachtungen über die Berufswahl der Jünglinge lesen. Mit der Berufswahl der Mädchen aber beschäftigte sich niemand. Wenn das junge Mädchen die verschiedenen niederen und höheren Schulen absolviert hatte, ließ man es dann so lange zu Hause, bis der ersehnte Freier sich einstellte, doch die Zeiten ändern sich. Das Warten auf die Heirat und die Versorgung genügt unseren jungen Mädchen schon lange nicht mehr. Sie wollen höher hinaus, selbständig sein und sich unabhängig von einem Manne ihr Geld verdienen. Die Zahl der weiblichen Berufe hat sich dank den Bemühungen der Frauenrechtlerinnen und ihrer Freunde so vermehrt, daß es heute schon mehr weibliche als männliche Berufe gibt. Die Erklärung dieser auffälligen Tatsache ist sehr einfach. Von den männlichen Berufen sind jetzt fast alle auch den Frauen zugänglich; dazu kommen noch die spezifisch weiblichen, die wieder nur von Frauen ausgeübt werden können. Daß Frauen Aerzte, Advokaten, Staatsbeamte, Richter usw. werden können, erscheint uns heute gar nichts mehr Besonderes. Etwas absonder licher klingt schon die Meldung einer amerikanischen Statistik, daß Frauen auch Seeleute sind, und zwar in gar nicht so geringer Anzahl. In einer vom Marineamt in Kanada veröffentlichten Liste gibt es nicht weniger als 70 Frauen, die respektive Geschäftsführerinnen von Eigentümerinnen, Dampfschiffen sind, und 56 Frauen sind als Besitzerinnen von Segelschiffen eingetragen. Aber auch in Europa sind weibliche Seeleute nichts mehr Seltenes. In Bristol schiffte sich ein junges Mädchen mehrmals als Matrose ein. Ein Dampfer von Alerandretta nach Philadelphia hatte kürzlich außer dem Kapitän eine nur aus türkischen Frauen bestehende Bemannung. Der französische Marineminister erteilte im letzten Jahre an 69 Frauen die Erlaubnis, auf Fischereifahrzeugen Matrosendienste zu tun. An der bretonischen Küste verdienen 3000 Frauen ihren Lebensunterhalt auf diese Weise. Nur die Stelle eines Kapitäns dürfen sie nicht bekleiden. Die Frau als Matrosin! Wer hätte sich je so etwas träumen lassen? Gehört doch der Matrosenberuf zu den schwersten und anstrengendsten; erfordert er doch außer gewissen Kenntnissen der Schiffskunde vor allem eine außerordentliche körperliche Geschicklichkeit und Gewandtheit sowie eine gute Portion Mut. Der Schiffsjunge, der auf dem hohem Mast nach einem begegnenden Fahrzeuge auslugt, wird jetzt nicht so selten durch ein Schiffsmädchen ersetzt. Die bis jetzt vorliegenden Berichte über die Verwendbarkeit der Frauen als Matrosen lauten sehr günstig. In Norwegen, Schweden und Finland sollen sie Vorzügliches leisten, während sie in Dänemark sogar vom Staate als Lotsen verwendet werden. Von den anderen bisher ausschließlich von Männern ausge übten Berufen, die jetzt anstandslos auch von Frauen aus: geübt werden, am meisten natürlich in dem Mutterlande der Frauenemanzipation, Amerika, wird täglich in den Zeitungen geschrieben. Kurz, die Frau sucht heute es in allem und jedem dem Manne gleich zu tun. Freilich, ob diese Gleichstellung von Mann und Frau, wenn sie solche Formen annimmt, die soziale Frage lösen helfen wird, ist nicht so leicht zu beantworten und kann dieselbe nur die Zukunft entscheiden. Küche und Keller. Englische Sauce. Acht Eßlöffel Apfelgelee verrührt man mit vier Eklöffeln Kognak über gelindem Feuer, bis das Gelee flüssig wird, fügt alsdann zwei Tassen dicke Sahne hinzu und rührt die Sauce bis vors Kochen. * Spreewälder Karpfen. Einen großen vorbereiteten Karpfen schneidet man in Stücke. Dann läßt man 1 Liter Wasser mit 40 Gramm Salz, zwei zerschnittenen Zwiebeln, Lorbeerblättern und Gewürzkörnern zum Kochen kommen, fügt dann 125 Gramm Butter und den zerschnittenen Fisch hinzu, läßt es aufwallen und gießt alsdann drei achtel Liter dicke saure Sahne an. In dieser Brühe läßt man den Fisch langsam 15 Minuten ziehen, nimmt ihn heraus, gibt die Sauce durch ein Sieb und quirlt dann 50 Gramm entöltes Maismehl, das man mit einem achtel Liter Sahne angerührt, dazu. Nach dem Dickiverden der Sauce rührt man noch 125 Gramm Butter durch, übergießt den Fisch mit der Sauce und verziert ihn mit gewiegter Petersilie und gekochten Eiervierteln. * Kuchenreste, sowie die stets vorrätigen Kleinen Kaffeezwiebäcke können die Hausfrau bei unvorhergesehenem Besuch aus der Ratlosigkeit, schnell eine Mehlspeise bereiten zu müssen, befreien, indem sie sich rasch zu einem wohlschmeckenden Auflauf verwenden lassen. Man schichtet sie in eine glatte, gebutterte Form abwechselnd mit Sultanrosinen, zerschnitten eingemachten Früchten oder Obstmarmelade, wie man sie gerade zur Hand hat, zerquirlt dann sechs Eidotter in einem halben Liter stark gesüßter und mit Zitronenschale gewürzter Milch und gießt diese Eiermasse über die Kuchenreste. Man bäckt die Speise im Ofen eine halbe Stunde oder kocht sie ( natürlich dann in verschlossener Form!) im Wasserbade eine Stunde. Weinbeguß ist am vortrefflichsten dazu. Titulierte Frauen. Der Titelfrage der Frau haftet bis jetzt immer etwas Lächerliches an; sie galt als charakteristisch für die Kleinstadt, in der Frau„ Obersteuereinnehmer" vor der Frau Bezirksgerichtsadjunkt" nicht zurückstehen will. Ernster wird die Frage jezt. Es handelt sich darum, ob die Frau nach wie vor mit dem Titel ihres Gatten anzureden ist und auf welche Weise dann dem Fremden gegenüber klar gemacht werden soll, was ja manchmal wünschenswert sein kann, ob die Dame die Gattin eines Doktors oder selbst Doktor ist. Nun kommt es ja jetzt gar nicht mehr so selten vor, daß zwei Doktoren an den Altar treten, um als Mann und Frau aus der Kirche geleitet zu werden. Aber es kann doch auch einem Sterblichen, der nicht die akademische Laufbahn erwählt hat, gegönnt seine, eine Braut heimzuführen, welche den Myrtenkranz um den Doktorhut winden kann. Aber auch im ersteren Falle ist die Frage nicht immer gegenstandslos. Wir würden uns den bescheidenen Vorschlag erlauben, zu der alten Mode zurückzukehren und die Frau des Arztes Frau Doktorin" zu nennen wenn auf den Titel nicht verzichtet werden soll, während es im anderen Falle Frau oder Fräulein Doktor, Frau und Fräulein Direktor heißen müßte. Klingt unserem Ohre etwas ungewohnt, aber man gewöhnt sich an vieles! Damit wären wir auch bei dem zweiten Teile der Frage angelangt, ob die Anrede Fräulein" nicht für ältere, unverheiratete Damen als unpassend zu entfallen habe und durch das Wort„ Frau“ zu ersetzen sei, wie denn auch die Franzosen madame", die Engländer madam" sagen. Offengestanden, wir halten die Sache, für die sich so viele erwärmen, für herzlich belanglos; das Vorurteil muß fallen, das sich heute noch an die ältere, unverheiratete Frau heftet, das sie leider noch dem Gespötte der unvernünftigen Menge bloßstellt dann ist es einerlei, ob sie" Frau" oder„ FräuJein" angesprochen wird. 1 Rr. 81. Mittws&, Ben 13. April. fen vergiftet Ten die Ratten i Oberbessische Familienzeitung. Tägliche Unterhaltungs- Beilage όστ Gießener Neueste Nachrichten. Badan Bering ber Gledener Beringsbenderet, verm. With. Relez'les Buruderst( gegs. 1788); ve:[ blote ( 10. Fortsetzung.) Gewissensqualen. Kriminal Roman von Robert Buchanan. Dieser Punkt betraf die Abneigung von Antonius Creenan, öffentlich zu gunsten seines Bruders Zeugnis abzulegen. Und das, was Michael von ihm erzählt hatte, flang doch, gelinde gesagt, recht merkwürdig. Wenn der Priester die Unschuld seines Bruders so laut verkündete, warum erfüllte ihn dann seine Vorladung als Zeuge mit solch' schreckensvoller Verzweiflung? Wo war er selbst in der Mordnacht gewesen, und wo steckte der Grund für seine so merkwürdige Aufregung? Diese Frage wollte ich zu beantworten versuchen. Am nächsten Morgen, bei Tagesanbruch, fuhr ich nach dem einsam gelegenen Gute der Treenans. Dort war ich nicht wenig überrascht, Pater Antonius außer Bett zu finden. In seinem Schlafzimmer faß er in einem Lehnstuhl nahe am Fenster und las in seinem Brevier. Als ich ins Zimmer trat, begrüßte er mich mit einem schwachen Lächeln und streckte mir die Hand entgegen. Ich rückte einen Stuhl an seine Seite und fühlte ihm den Puls, während er mich mit seinen großen, dunkeln Augen ruhig ansah. Das fast Kindliche seiner Gesichtszüge fiel mir heute besonders auf. " Ihr Befinden ist zwar ganz gut, aber das Bett hätten Sie doch noch nicht verlassen sollen," sagte ich zu ihm. " Ich glaubte, es wäre besser für mich, wenn ich aufstände und herumginge", antwortete er mir mit leiser, melodischer Stimme, und hier am Fenster kann ich mich auch in den warmen Sonnenschein seßen und die Sonne hinter den Bergen untergehen sehen." Er sah zum Fenster hinaus, wie mir scheinen wollte, etwas erregt, als hätte er gern jede weitere Unterhaltung mit mir vermieden. Wissen Sie denn auch, Pater Antonius," sagte ich in fröhlichem Tone zu ihm,„ daß ich mein Standquartier in Ihrem alten Zimmer in Mylrea aufgeschlagen habe? Eine sehr hübsche Wohnung! Und das erinnert mich auch", fügte ich hinzu, daß Sie dort etwas haben liegen lassen, dessen Wiedererlangung, wie ich hoffe, Ihnen ganz angenehm sein wird." Er wandte sich um und ich überreichte ihm das Buch mit irländischen Volksliedern, das ich in seinem Zimmer gefunden hatte. Ich war auf seine Antwort etwas gespannt, doch ruhig fagte er:„ Ich danke Ihnen, Herr Doktor. Jawohl, das Buch gehört mir. Darf ich Sie vielleicht bitten, es dort auf den Tisch zu legen. Ich folgte seinem Geheiß und nahm dann meinen Platz neben ihm wieder ein. Nachdenklich sah der Pater das Buch an und sagte dann:„ Es ist vergessen worden. Es ist ein Geschenk, das mir vor vielen Jahren gemacht wurde, und als es in meiner alten Wohnung zurückblieb, glaubte ich nicht, daß ich es nochmals zu Gesicht bekommen würde. Es ist ein Buch mit weltlichen Liedern, und es gibt nur ein Buch, das ein Priester lesen sollte." Aber Fräulein Ellen Craig gab es Ihnen doch?"- Er antwortete nicht darauf und eine Weile wurde kein Wort weiter zwischen uns gesprochen. „ Fühlen Sie sich start genug", fragte ich endlich,„ um ( Nachdruck verboten.) mit mir über einen anderen Gegenstand zu sprechen? Ich bin in Castlerea, und auch im Gefängnis gewesen und habe mich lange Zeit mit Ihrem Herrn Bruder unterhalten." Jetzt kam Leben in den Pater. Er wandte sich rasch um, sah mir gespannt in die Augen und rief lebhaft aus:„ Sie haben Michael gesehen, mit ihm gesprochen? Oh, wie geht es ihm? Was sagte er Ihnen? Ließ er mir etwas bestellen?" „ Er sendet Ihnen Grüße und wundert sich sehr, daß Sie ihn noch nicht besucht haben. Ich habe ihm jedoch erzählt, daß Sie krank gewesen sind, und das hat ihm auch genügt." Der Herr im Himmel beschütze ihn!" rief der junge Priester leidenschaftlich aus und richtete dabei seine Blicke nach oben. sch war nicht allein im Gefängnis bei ihm", fuhr ich fort, ihn noch immer aufmerkſam beobachtend." Fräulein Craig begleitete mich. Auch sie ist, gleich mir, vollkommen überzeugt, daß Ihr Herr Bruder an ihres Vaters Tode schuldlos ist." Ich war gespannt, was er darauf antworten würde; er sagte jedoch gar nichts, ich konnte aber sehen, daß er an allen Gliedern zitterte. " Sie natürlich halten ihn doch auch für unschuldig?" fragte ich, und sofort antwortete er: sch weiß, daß er es ist." " Bum Unglück spricht jedoch der Schein sehr gegen ihn. Können wir nicht den wirklich Schuldigen entdecken, dann wird Ihr Herr Bruder zweifellos verurteilt." Ich will zugeben, daß mein Vorgehen grausam war, den jungen Geistlichen so auf die Folter zu spannen; aber es geschah in der Absicht, ihn zum Sprechen zu bringen, falls er mir etwas verhehlte. Wie versteinert saß er da, seinen Blick zum Fenster hinaus auf die traurige Landschaft gerichtet. Plötzlich stieß er einen Schrei aus, und mit vor Tränen erstickter Stimme sagte er: „ Gott wird ihm helfen, Gott wird einen Unschuldigen nicht zu Schanden kommen lassen!" Aber können Sie denn gar nichts tun?" fragte ich ihn. ,, Bedenken Sie doch, es handelt sich um das Leben Ihres Herrn Bruders. Und Sie behaupten ja, Sie wissen, daß er schuldlos iſt." " " Ich weiß es und Gott weiß es auch!" ,, Aber können Sie das beweisen? Darum handelt es sich doch. Wissen Sie denn keinen Umstand, keine Tatsache, die in die Dunkelheit Licht bringen und uns helfen könnte, den Schuldigen ausfindig zu machen?" sch weiß gar nichts. Ich kann nichts sagen", versetzte er, während Tränen seine Wangen herunterliefen, und als ob er mit sich selbst spräche, fügte er hinzu:„ Mein Gott! Mein Gott!" Ich drang aber noch weiter in ihn. ,, Das ist traurig, sehr traurig. Wenn Sie nun vor Gericht zu Gunsten Ihres Herrn Bruders aussagen könnten....?" Wir. 86 sertionspre 1 Bia. tout 1 Rebaltion und 3 thr lischer Ho Herr La Betr.: Abh Demnäcft fi 1. Samsta 3 Uhr Einhorn Herr L 2. Sonnta 3. Sonnt Uhr z Wihelm Referent Alsfeld. „ Ich habe ja bereits meine Aussagen gemacht. Mehr fann ich nicht sagen." Sie haben auch hinsichtlich des wahren Täters keinen Verdacht? Und wie können Sie dann behaupten, daß Ihr Herr Bruder unschuldig ist?" " Ich weiß es", gab er mir wiederum zur Antwort. „ Aber woher?" Sich mühsam mit den Armen erhebend, stellte sich der Priester aufrecht hin und sah mich fest an. Gott wird meinen armen Bruder beschüßen", sprach er feierlich. Gott hat mich auch meine Pflicht gelehrt, Herr Doktor, und nach seinem Willen werde ich handeln." Ich sah wohl ein, daß ferneres Fragen zwecklos und unbescheiden war. Aus irgend einem unbekannten Grunde war Pater Antonius außer Stande oder nicht willens, alles zu sagen, was er wußte. Ich verabschiedete mich. Sie werden doch Ihren Herrn Bruder so bald als möglich besuchen?" fragte ich noch, nach dem ich dem Genesenden einige allgemeine Verhaltungsmaßregeln gegeben und ihm versprochen hatte, eine kräftige Arznei zu senden. ,, Vielleicht, ich weiß noch nicht", antwortete er. Das war ein neuer Grund zur Verwunderung. Man hätte meinen sollen, der junge Priester brenne vor Verlangen, nach seinem Krankenlager seinen einzigen, so sehr geliebten Bruder so bald als möglich wiederzusehen und so machte es den Eindruck, als wollte er eine Begegnung vermeiden. Pater Antonius mochte die Ueberraschung in meinem Gesichte lesen, denn mich mit seinen dunklen Augen feltsam ansehend, fügte er noch hinzu:„ Ja, ich werde zu ihm gehen, aber jetzt nicht, jetzt nicht!" Er ergriff meine Hand, drückte sie mit seinen abgemagerten Fingern und sagte mir herzlich Lebewohl. Beim Verlassen des Zimmers drehte ich mich um, und sah ihn wie ein Gespenst dastehen und mir nachblicken. Als ich durch die öde Moorlandschaft nach Hause fuhr, versuchte ich umsonst des Rätsels Deutung zu finden. Das ganze Benehmen und das Wesen des jungen Priesters war mir unergründlich; aber je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr wurde ich davon überzeugt, daß er, und nur er allein, den Schlüssel zu dem Geheimnis besaß, das wir so eifrig zu ergründen suchten. Wiederholt gab ich dem Verdachte Raum, daß sein gegenwärtiger, augenſcheinlicher Kummer und sein Baudern, tätig zu Gunsten seines Bruders einzugreifen, einen nicht völlig ehrenhaften oder edlen Grund haben mochte. Es war ein fürchterlicher Gedanke, und doch konnte ich ihn nicht völlig los werden. Beſtand vielleicht, so fragte ich mich, ein Gegen satz zwischen den beiden, und war der Priester anstatt der Freund der geheime Feind des Bruders? Als meiner und seiner unwürdig ließ ich den Gedanken stets wieder fallen, aber ich mußte auch immer wieder daran denken. Am Abend dieses Tages machte ich auf dem Schlosse einen Besuch, und im Laufe der Unterhaltung mit dem Fräulein erwähnte ich, daß ich Pater Antonius besucht und dabei leider nur zu der Erkenntnis gekommen wäre, daß er auch nichts zum Beweise der Unschuld beitragen könne. Und ich glaubte so sehr, er würde uns helfen können, nachdem er gesund geworden," meinte sie. Er kennt doch die ganze Gegend und das Volk so gut, und ein Priester erfährt doch auch so manches, das anderen verborgen bleibt." Ich glaube, Sie sollten ihn einmal darum bitten", antwortete ich. " Ich soll ihn darum bitten?" wiederholte sie ganz er staunt.„ Sicherlich bedarf es doch weder von mir noch sonst jemand einer Bitte, wenn es sich darum handelt, das Leben seines Bruders zu retten." Verständnislos sah sie mich an. Ihre Verwunderung wurde aber noch größer, als ich sie fragte:„ Wissen Sie auch bestimmt, daß er niemals einen Streit mit seinem Bruder hatte?" Wo denken Sie hin, Herr Doktor? Ihre Liebe zu einander war in der ganzen Gegend sprichwörtlich; sogar schon, als sie ganz kleine Kinder waren. Michael verehrte Anton, und Anton, denke ich, hätte für Michael gerne sein Leben gelassen." Ich war immer noch ungläubig, ließ aber jetzt die Sache auf sich beruhen, und schlug vor, daß wir beide am folgenden Tage zusammen hinüberfahren sollten. Sie sollte meine Bitte um ein kräftiges und sofortiges Einschreiten des PrieBruders unterstützen. Ich hoffte sters zu Gunsten seines dadurch einen Schritt weiter zur Aufklärung des Geheimnisses zu tun. Fräulein Craig erhob keinen Einwand gegen meinen Vorschlag, und so fand uns denn der Nachmittag des folgenden Tages vor der Türe des einsamen Gutsbesizes der Creenans, wo wir nach Pater Antonius fragten. Zu meinem Erstaunen erzählte uns Mrs. Creenans, die uns an der Türe empfing, daß ihr Sohn vor mehreren Stunden das Haus verlassen habe. Er wollte im Gebirge einige Krankenbesuche machen. Da es start regnete, hatte sie versucht, ihn zum Ausgehen zurückzuhalten, aber er hatte nur so komisch gelacht", wie sie sich ausdrückte, und sei weggelaufen.„ Er hat gewiß wieder das Fieber und kann sich den Tod holen", jammerte sie. " Ich glaube, es wird ihm nichts schaden", meinte ich; er wird doch bald zurückkommen, und wenn sie gütigst gestatten, wollen wir auf ihn warten." Die Begegnung zwischen Ellen und der armen Frau hatte beiderseits etwas Gezwungenes an sich, das die natürliche Unbefangenheit des jungen Mädchens jedoch bald überwand. Es dauerte gar nicht lange, und die beiden unterhielten sich eifrig über den jungen Mann, der im Gefängnisse schmachtete. " Gott segne Sie dafür, daß Sie treu zu ihm halten und fest an seine Unschuld glauben, Miß Ellen", sagte Mrs. Creenan, denn Sie waren die Sonne des Lebens, für Sie schlug sein Herz." Während die beiden Frauen einander ihr Leid flagten, trat ich ans Fenster und ließ meinen Blick über die einsamen Wiesen schweifen, die das Haus umgaben, und auf die traurige Landschaft, die Nebel und Regen in Dunkel einhüllten. Plötzlich sah ich ganz in der Ferne eine schwarze Gestalt rasch auf das Haus zueilen. Ich erkannte sie sofort: es war Pater Antonius, der nach Hause kam. Ich beeilte mich, hinunter zu kommen, um ihn an der Türe zu begrüßen. In der nächsten Minute stand er zitternd und bebend vor mir, und den Anblick, den er bot, werde ich niemals vergessen. Seine schwarze Soutane war vom Regen durch und durch naß, ſein breitrandiger Hut hatte seine Form verloren, und trieste von Wasser; er war bis über die Knie beschmutzt und der Moraſt war auch über seinen ganzen Anzug geſprißt. Sein Gesicht war von einer geisterhaften Blässe überzogen, und seine Augen leuchteten in wildem Fieber. Er sprang die Treppen hinauf, die zur Haustüre führten, und gerade als er ins Haus treten wollte, taumelte er und wäre umgefallen, wenn ich ihn nicht in meinen Armen aufgefangen hätte. „ Sie müssen ja wahnsinnig sein, wenn Sie es wagen, bei solchem Wetter auszugehen!" rief ich ihm zu.„ Wo sind Sie denn gewesen?" Er lachte gezwungen und machte sich aus meinen Armen los." Ich konnte nicht zu Hause bleiben, ich wäre im Hause erstickt und ging daher ins Gebirge... Mit einem Male zitterte er und fuhr zurück, als wenn ihn jemand geschlagen hätte. Ich blickte mich um: Ellen stand im Hausflur und blickte ihn verwundert und_besorgt an. Als sie ihm entgegentrat und ihm ihre Hand reichte, schlug er die Augen nieder und zitterte heftig. Ich bedauere es von Herzen. daß Sie krank gewesen sind", sagte sie. Er gab hierauf keine Antwort. Kommen Sie, bitte", erklärte ich nun dem Geistlichen. „ Ich muß hier meine Autorität als Arzt geltend machen, und als solcher befehle ich Ihnen, sofort die Kleider zu wechseln. Ich und auch Fräulein Craig möchten gern mit Ihnen sprechen." Immer noch die Augen zu Boden gerichtet, antwortete er mit leiser, seltsam klingender Stimme, fast wie geistesabwesend:„ Heute nicht, nein heute nicht. Ich fühle mich nicht wohl und möchte gern allein sein." Ich sah Ellen an, deren Augen nachdenklich und mitleidsvoll auf den jungen Priester ruhten. Pater Antonius..." redete sie ihn an. Über das Treppengeländer ergreifend, lief er rasch nach oben, blieb halbwegs stehen, wandte sich und warf einen Blick herab und schrie dabei so jämmerlich, wie ein zu Tode getroffenes Reh. ( Fortsetzung folgt.) Und die Blüte dieser Blume Ist das Wort: Ich liebe dich! Im Regenwetter. Humoreske von E. H. von Zagory. ( Nachdruck verboten.) „ Schlechtes, kaltes Regenwetter! Schlechten Trank und schlechte Speise! Keinen Skattisch hier als Retter Und das heißt- Vergnügungsreise!!!" Frizz Almers, Berlin. ,, So, das wäre gedichtet!-" Mit diesen Worten klappte der Baumeister Fritz Almers das Fremdenbuch auf dem alten Bergschlosse energisch zu. Es war ja faktisch zum Auswachsen; drei Wochen von seinem Urlaub waren schon verstrichen, und was hatte er davon gehabt: Regenwetter nichts als Regenwetter. Wie hatte er sich daheim dieſe Fußtour durchs Gebirge in den schönsten Farben ausgemalt, und so war nun die Wirklichkeit-- schauderhaft, einfach schauderhaft. Man hatte ihm von dem alten Gebirgsschloß soviel erzählt, daß er neugierig geworden war, und sich dies berühmte alte Bauwerk ansehen wollte. Er war aber gründlich enttäuscht. Es war unzweifelhaft ein altes Bauwerk, und die ganze Bauart war eine sehr charakteristische für die Zeit des Mittelalters. Die Außenmauern waren wohl erhalten, und das ganze alte Bergschloß, mit seinen dicken mächtigen Mauern und Zinnen, seinen Türmen und Toren, und rauschenden alten Fichten machte von außen ja auch einen höchst romantischen, verheißungsvollen Eindruck. Wenn man aber die Türe öffnete war alles öde und leer, die weißgetünchten Wände mit schauderhaften Krigeleien beschmiert, kein Stuhl zum Ausruhen nichtsrein nichts. Der junge Baumeister war gründlich enttäuscht. Dabei strömte der Regen weiter und schwemmte den letzten Rest seiner guten Laune mit fort. „ Das Fremdenbuch ist das einzig Bemerkenswerte hier, man sieht doch daraus, daß überhaupt Menschen herkommen. Bei dem Wetter macht freilich kein Mensch eine Vergnügungstour. Na, an die Reise werde ich denken," brummte der Baumeister laut vor sich hin. Eben wollte er die Türe nach dem Schloßhof öffnen, da hörte er draußen Stimmen. Wahrhaftig, frische, fröhliche Menschenstimmen. Er lugte neugierig durch das Fenster, und hätte beinahe einen lauten Ausruf getan, denn da draußen standen, die Kleider hoch geschürzt, Lodenhüte auf den Köpfen, lachend und übermütig, ein paar hübsche, junge Mädchen. „ Sieh nur, Friß," sagte die eine lachend,„ der Schlüssel steckt. Mach' du auf, mir ist's unheimlich, wer weiß was für ein verwunschener Ritter in diesem alten Schloß haust." Die Angeredete lachte hell auf, lustig nahm sie ihren Hut vom Kopfe, schwenkte ihn durch die Luft, daß die Regentropfen ringsherum sprißten und ihrer Gefährtin in das Gesicht flogen, und dabei rief sie übermütig: Sei mir gegrüßt, du altes Bergschloß, und du, letzter Ritter dieses Hauses erscheine uns als Führer durch dein Reich."— Der Baumeister stieg rasch und leise wieder die Treppe hinauf in den oberen Saal. Dort stellte er sich an eine Ecke, welche den Aufgang zur ehemaligen Wendeltreppe bildete und harrte, still in sich lachend, der Dinge, die da kommen würden. Die beiden jungen Mädchen öffneten die Tür und traten ein. Die eine entdeckte sofort das Fremdenbuch mit dem Stoßseufzer des Baumeisters. Du, Milly," rief sie lachend,„ hör' mal, ist der Vers nicht klassisch?" Und sie las mit erhobener Stimme: ,, Schlechtes, faltes Regenwetter! Schlechten Trank, und schlechte Speise! Keinen Skattisch hier als Retter- Und das heißt- Vergnügungsreise." Frizz Almers, Berlin. Die jungen Mädchen lachten laut auf. ,, Dem muß es hier aber gut gefallen haben," rief die eine übermütig, komm Milly, wir wollen etwas darunter schreiben." " Ja, Frizz, das machen wir, aber was?" „ Wir wollen auch was dichten." „ Weißt du, Friß, der muß etwas abbekommen, wegen Bier hat Onfel doch sehr gelobt, und das Essen war doch auch gut. Wer weiß, was das für ein verwöhntes Gigerl gewesen ist." ,, Ach, der kommt doch nicht mehr wieder, übrigens, eine interessante Handschrift, den kann ich mir ganz gut nach der Handschrift vorstellen." Na, dann male mir doch den Dichter dieses klassischen Verses hier vor Augen." Der Baumeister beugte sich weit vor. Er war riesig neugierig auf seine neueste Photographie, und er wollte kein Wort davon verlieren. ,, Also, er ist?" begann die junge Dame ernsthaft.- Doch ihre Gefährtin unterbrach sie lebhaft.„ Halt, halt, warte noch ein bischen; ich hab's- höre nur: ,, Dichterlein, verzeihe mir, Doch mir schmeckte hier das Bier. Und noch eines muß ich sagen, Zu verwöhnt scheint mir dein Magen." „ Das ist doch sein, schreib's hin, Frißchen." " Sehr gut," lachte die Angeredete, und schrieb eifrig, ,, nun aber noch einen Schluß, Milly." Ja, siehst du, da hapert's bei mir. Ich wollte sagen, daß seine Laune allein schuld daran wäre, wenn dieser Stoßseufzer hier auf dem Papier steht, und daß ein vernünftiger Mensch sich durch Regenwetter nicht die Laune verderben Lassen soll." „ Wie wäre es, wenn ich schriebe: Ohn' Humor und Sonnenlicht, gefällt's dir auch im Eden nicht," fragte Frizchen nachdenklich. Das paẞt ja großartig. Schreib's schnell ein. Und dann Los mit deiner Seelenphotographie." " So, da steht's nun schwarz auf weiß, Milly; was wollen wir darunter schreiben?" „ Friz Milly aus Berlin." Gut! Aber sieh dir doch nur diese Handschrift an, da liegt Charakter drin." Ich glaube, Fritzchen, du hast dich in diese Handschrift verliebt," sagte Milly übermütig lachend,„ nun heraus mit deiner Weisheit. Wie denkt sich ihn deine Seele." ,, Mittelgroß energisch-leicht zornig- eine Schmetterlingsnatur ein Mensch mit viel Geist- aber wenig Gemüt und ,, Donnerwetter," entfuhr es dem Baumeister unwillfürlich laut, und das Wort klang unten in den Raum hinein. Die beiden jungen Mädchen sahen sich erschrocken an. „ Milly, hast du's gehört, was war das. Bitte, laß uns fortgehen," flüsterte Fritzchen bleich und zitterte am ganzen Körper. Aber die energische Milly schüttelte den Kopf.„ Das will ich gleich sehen," stieß sie erregt hervor, und stürmte raſch die Treppe hinauf. Frißchen folgte ihr mit stockendem Herzen, sie zitterte noch immer. Da hörte sie oben plötzlich eine sonore Männerstimme ein paar Worte reden dann ein lustiges Lachen Millys. Erleichtert ſtieg Frißchen die Treppe hinauf. Oben im sogenannten Banketsaal stand Milly mit blutrotem Gesicht und lachte, und vor ihr stand eine hohe, stattliche Männergestalt, mit einem sehr klugen, hübschen Gesicht, einem mächtigen Schnurrbart und lachte ebenfalls herzlich. Als Frißchen näher kam, stellte ihr Milly mit schelmischem Lächeln„ Herrn Baumeister Almers aus Berlin" vor, und dieser verneigte sich tief vor ihr. Fritchen aber starrte ihn mit wahhaft entsetzten Augen an; denn sie erkannte in dem Vorgestellten sofort ihren Nachbar aus Berlin wieder, für den sie stets ohne ihn zu kennen ein lebhaftes Interesse gehabt hatte. Jeden Tag, wenn sie in die Malstunde ging, traf sie ihn vor der Haustür, und darin sah er sie immer so eigen an, daß sie blutrot wurde.- Dem Baumeister ging es ebenso. Er machte erst ein ganz verdubtes Gesicht, als er in Frißchen die junge Dame aus Berlin erkannte, die es hm so angetan hatte, daß er jeden Morgen abpaßte, wenn sie in die Malschule ging. Beinah' hätte er laut aufgejubelt. Da hatte er sich in Berlin den Kopf zerbrochen, wo und wie er sie kennen lernen könnte, und hier auf seiner verregneten Vergnügungsreise, hier traf er sie wieder. Mit eigentümlichen Augen sah er Fritzchen an. Sie wurde glühendrot, wie ein Blizz schoß es ihr durch den Kopf. Er hat alles gehört."- ( Schluß folgt.) Zu den vor Die Großh b der umlieger Lanntgabe gebete dels Vereins und Gießen, Dr. Kr des Bezirkszu Der CB Anfang a Muster des Bur inlich wie biefer Se steht zwischen b Frauenmund ist eine Blume, infofern, weig ohne Unte Betriebsumfang Handwerksmäßi virtschaftliche hund wirtschaftl vill. Der Bur Den Schutz der preise, während Lagen unferer Porrekturen bea eleugnet werden Ficht das Handm Smt. Der freie Fiebsweise und Lonkurrenz, den parg Durch ganz ung perfergesen, das ebracht hat, is taatliche Förde handwerkertam chaffen, und in Defens sollte f theperden, um die ach Qualität Naben sich das Wie für u ganz Deu bar auszubildend gentiert. Au Fe einer Bäckerei gestellt. Es ten als höhere Art der immerhin auf den Ausba Sandwerker in es Gewerbereg Tatsächlich ben Ler imm ragen werden ang der Fachschu jetner Verje," unterbrach die andere die Dichterin ,,, denn, das Befähigungsn duzenten in de und Gefänar Benn von ber digungsnachweiſe ปวด net wird, so mmung des Zwe durch den Freditanſtalt chliche Tüchtigke Epiſters. Hier ei erfers gegeben ц с an billig einbe Getper ung eines und der Gero ir die verschiede Handels un age, in dem G htigen Ausglei