Nr. 37. bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbetlagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 13. Februar 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz Ob hessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Bostzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88 Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Neuer Vorftofs auf Port Arthur. Während nach einer soeben eingetroffenen russischen Meldung die japanische Flotte seit Dienstag nicht mehr vor Port Arthur gesichtet worden ist, weiß ein Pariser Bureau zu berichten, daß sie das Bombardement fortsette. Die Geschosse fielen bis zum Innenhafen ein und zerstörten Privatgebäude. Ein Gegenangriff der russischen Flotte wurde mit großem Verlust zurückgeschlagen. Weiter sollen die Japaner einen Landungsversuch an der schmalsten Stelle der Halbinsel Liautung am Ende der Duff- Bucht gemacht haben. Das Ziel des Landungsversuches war wahrscheinlich Kintschau und Talienwan, um von dort aus Port Arthur in den Rücken zu fallen. Die Operation scheiterte bollständig, und zwei japanische Regimenter, denen die Landung glückte, wurden, wie es scheint, vollständig vernichtet. Die Nachricht ist in der Form, wie sie vorliegt, mit großer Vorsicht aufzunehmen, da sie aus französischer russenfreundlicher Quelle stammt, aber sie zeigt, was das wesentliche ist: Die Japaner werden nicht locker lassen, um Port Arthur, diesen wichtigsten russischen Seehafen, in die Hände zu bekommen. Auch der kommandierende Admiral des deutschen Kreuzergeschwaders scheint dieser Ansicht zu sein. Denn er hat, wie das Reichsmarineamt mitteilt, den großen Kreuzer„ Hansa" mit seinem unterkommandierenden Kontreadmiral v. Holtendorff an Bord dorthin entsandt, um die Frauen und Kinder der dort ansässigen Deutschen aufzunehmen und in Sicherheit zu bringen. Bei ihrem Vorhaben, durch Niederfämpfung Port Arthurs der russischen Flotte den Lebensfaden abzuschneiden, rechnen die Japaner augenscheinlich auf cin mögliches Eingreifen Chinas. Hinter der Meldung, daß eine Eisenbahnbrücke der mandschurischen Bahn von Japanern in die Luft gesprengt worden sei, scheint ein für die russische strategische Verbindung recht gefährlicher Plan versteckt zu sein. Wie in London verlautet, sollen sich zehntausend Mann irregulärer chinesischer Truppen im Distrikt Kwanting in der Mandschurei befinden, die die Aufgabe haben, den russischen Eisenbahnkordon zu attafieren. Die chinesische Regierung weiß sehr gut, daß man ihr in Rußland offiziell aus diesem Vorgehen feinen Strick wegen Verlegung der Neutralität drehen fann. Sie bezeichnet eben ganz einfach ihre irregulären Soldaten als chunchusische Räuberbanden, denen sie auch wie ein Ei dem andern gleichen. Nur daß sie von verkleideten japanischen Offizieren befehligt sein sollen und planmäßig dem Vordringen der japanischen Heeressäulen über den Jalufluß vorarbeiten, indem sie die russischen Truppenzufuhren hindern. Die Sympathien der Chinesen sind unbestritten auf seiten der Japaner. Der chinesische Gesandte in Stockholm Yin- Chang gestand das einem ihn interviewenden Journalisten umumwunden zu und äußerte starke Zweifel, daß die augenblickliche Neutralität Chinas bis zum Ende des Krieges bewahrt werden könne. Die KaiserinWitwe von China soll in der höchsten Aufregung sein und nicht wissen, welchen Entschluß sie fassen soll. Sie fürchtet, wohl nicht mit Unrecht, daß es ihr und der Mandschudynastie an den Kragen gehen könnte, falls die Japaner in der Mandschurei festen Fuß fassen, aber was soll sie schließlich gegen die im Volf und Heer herrschenden Strömungen machen. Die Haltung Chinas und der Weltkrieg. Die neutralen Großmächte verschließen ihre Augen nicht vor der großen Gefahr, die darin liegt, wenn China in den Krieg verwickelt werden sollte. Der amerikanische Staatssekretär des Aeußeren, Hay, tritt deshalb in einer Zirkularnote, die allen Mächten zugegangen ist, dafür ein, daß die ,, Neutralität Chinas und seine administrative Wesenheit" respektiert werde. In Washingtoner diplomatischen Kreisen will man diese Note auf eine Anregung von deutscher Seite zurückführen. Wie es scheint, finden die Absichten Hays bei den am meisten interessierten Mächten, England und Frankreich, fruchtbaren Boden. England hat bereits seine strenge Neutralität offiziell ausgesprochen, und auch die französische Regierung hat ihre friedfertigen Absichten kundgegeben, wenn der Krieg auf Rußland und Japan beschränkt bleiben sollte. Wenn aber das chinesische Volk der Versuchung, selbst gege.. Rußland die Waffen zu erheben, nicht widerstehen könnte, dann hätten wir den Bruch der Neutralität, der für Frankreich den casus foederis zugunsten Rußlands bedeuten würde. Damit wäre dann auch England in die Feindseligkeiten hineingerissen, und der Weltkrieg wäre fertig. Russische Bündnisvorschläge an Deutschland. Die russische Diplomatie hat die Gefahren, die für ihr Land in der ostasiatischen Frage liegen, denn auch nicht unterschätzt. Wie unser CB.- Mitarbeiter aus guter Quelle erfährt, hat sie schon seit geraumer Zeit sich den Rücken zu decken gesucht. Sie hat der Berliner Regierung bestimmte Vorschläge gemacht, welche nur von dem Gedanken ausgehen konnten, daß der Brand in Ostasien nicht lokalisiert bleiben würde, Vorschläge, welche auf ein deutsch- russisches Bündnis hinausliefen, die für uns gewiß vielversprechend waren, zumal sie mit unseren sonstigen Verpflichtungen den alten Verbündeten gegenüber nicht kollidierten. Die Zusammenkunft des Zaren in Wiesbaden und Wolfsgarten mit unserem Kaiser hat, so wird versichert, nicht nur der Balkanfrage gegolten, sondern vor allem auch die drohenden Berwickelungen im fernen Osten im Auge gehabt. Die Leiter unserer Politik haben sich durch die großen Vorteile, die ihnen die russischen Vorschläge in Aussicht stellten, aber nicht über die schweren Gefahren täuschen lassen, in die uns die gar nicht zu übersehenden Kriegseventualitäten verwickeln könnten. In diesem Sinne gilt für uns das Bülowsche Wort, daß wir in der Mandschurei absolut nichts zu suchen baben Die Politik. Auf dem Festmahl des Deutschen Landwirt schaftsrats, der in Berlin tagte, hielt Reichskanzler Graf Bülow eine bedeutsame Ansprache über seine Stellung zu den Forderungen der Landwirte. Er befannte sich als Anhänger der Landwirtschaft, weil er überzeugt ist, daß dort oor allem das Mark und die Kraft des deutschen Volkes steckt. Die verbündeten Regierungen, so fuhr Graf Bülow wörtlich fort, haben den ernsten Willen, den neuen Zolltarif sobald ils möglich in Kraft treten zu lassen. Sie möchten vor allem unserer Landwirtschaft sobald als irgend angängig den stärkeren Zollschutz zuteil werden lassen, den ihr unser neuer Zolltarif gewährt. Andererseits sind die verbündeten Regierungen der Ueberzeugung, daß die Kontinuität unserer handelspolitischen Beziehungen zum Auslande möglichst gewahrt werden muß, damit sich der Uebergang von den alten zu den neuen Verträgen glatt und ohne Erschüterung vollziehen kann. Deshalb ist bisher davon Abstand genommen worden, die bestehenden Handelsverträge zu fündigen. Sollten sich jedoch wider Erwarten die Dinge so gestalten, daß auf eine befriedigende Einigung mit den anderen Vertragsstaaten in gegebener Zeit nicht gehofft werden könnte, so werden die verbündetne Regierungen mit dem Bewußtsein zur Kündigung schreiten, daß die daraus sich ergebenden nachteiligen Folgen nicht Deutschland allein und nicht einmal borzugsweise Deutschland treffen würden. Die stellenweis humoristisch gehaltene, im wesentlichen aber tiefernste Ansprache wurde mit großem Beifall aufgenommen. Vom Herero- Aufstand liegt heute nichts neues vor. Dagegen kommen aus unserem ostafrikanischen Kolonialgebiet beunruhigende Meldungen, die zeigen, daß es auch dort gärt. Nach einer Depesche des Gouverneurs von Kamerun ist der Leiter der Station Ossidinge, Graf Pick Ier, in einem Kampfe mit Gingeborenen bei Basso gefallen. Eine Straferpedition befindet sich unterwegs. Der gefallene Graf Pückler war der einzige Sohn des im Jahre 1902 verstorbenen bayerischen Majors Grafen Hermann Pückler- Limpurg. * Aus einem dem Herrenhaus zugegangenen Bericht über die Schulden Preußens entnehmen wir folgende interessante Daten: Die Staatsschuld belief sich am 31. März 1902 aus 6 865 304 545 Mark. Dazu traten im Laufe des Etatsjahres 23 610 073 Mark hinzu, so daß sich die Staatsschuld am 31. März 1903 auf 6 888 914 618 Mart belief. Dänemark. Eine Angelegenheit, die auch deutsche Leser interessiert, beschäftigte das Parlament in Kopenhagen: der Patriotismus des Herrn Jacobsen. Der bekannte Brauer und Millionär Karl Jacobsen befand sich vor einigen Jahren im Badehotel auf der Insel Fanö; eines Tages sah er deutsche Kinder fleine Hügel in den Sand graben und kleine deutsche Flaggen daraufstecken. In einem chauvinistischen Anfalle lief er hin, entfernte die Flaggen und warf sie in die See. Die wackere Tat wurde ruchbar und die deutschen und englischen Gäste verließen das Badehotel, um nicht wieder zurückzukehren. In den folgenden Jahren stand das Hotel leer und der Besizer wurde ruiniert. Er wandte sich vergebens mehrmals an Herrn Jacobsen, um eine Entschädigung zu erhalten, und ersuchte schließlich die Staatskasse, ihm einen Ersatz von 10 000 Kronen zu gewähren. Troßdem die Redner des Folkething den Patriotismus" des Herrn Jacobsen gebührend ins Lächerliche zogen, konnten sie dem ruinierten Hotelwirt nicht helfen; er wurde mit seinem Ersuchen ab- und auf den Klageweg verwiesen. England. Die englische Regierung hat noch immer Sorgen um Transvaal. Der Mangel an Arbeitern ist dort bekanntlich so groß, daß man zu chinesischen Arbeitsfräften zuflucht nehmen mußte. Dagegen erhoben in der gestrigen Sigung des Oberhauses mehrere Abgeordnete nachdrücklich Stellung. Der Unterstaatssekretär des Kolonialamts erflärte jedoch, die Regierung sei überzeugt, die einzige Lösung der Frage sei die Einführung chinesischer Arbeiter.- Dem vernichteten armen Burenvolke hat es an Arbeitskräften nie gefehlt! Spanien. Trotz der Popularität König Alfons hört die republika. nische Bewegung nicht auf. In Madrid wurden gestern mehrere Versammlungen von Republikanern abgehalten, in denen heftige Reden gehalten wurden. Vier Abgeordnete wurden verhaftet; von der Volksmenge wurden Versuche gemacht, sie zu befreien. Auch in Barcelona fanden Versammlungen von Republikanern statt, bei denen die Polizei einschreiten mußte. Balkan- Staaten. Außer flingender Münze, hat die Türkei noch andere Schulden. So schuldet sie noch den kompromittierten Mazedoniern die feierlich versprochene Amnestie. Vom Goldenen Horn wird heute die Verzögerung der Amnestie wenn auch nicht zu entschuldigen, so doch zu erklären versucht: die bulgarische Regierung sei an der Verzögerung schuld, denn das auf die Amnestie bezügliche Frade sei bereits fertiggestellt. Die bulgarische Regierung habe indessen bisher das Verlangen der Pforte, vorher gewisse loyale Zusicherungen zu geben, nicht beantwortet, deshalb seien die Ausnahmemaßregelen gegen den Verkehr aus Bulgarien nicht gänzlich sistiert worden. Die Gerüchte über türkische Kriegsvorbereitungen und bevorstehende Truppentransporte aus Kleinasien werden entschieden für unbegründet erklärt. Türkei. In Konstantinopel erregt wiederum die Flucht eines Paschas ungeheures Aufsehen. Es handelt sich um Ahmed Djeladeddin Pascha, der einst der erste Günstling und allmächtige Vertraute des Sultans gewesen, aber vor zwei Jahren in Ungnade gefallen war. Ahmed Djeladeddin ist mit einer egyptischen Prinzessin, der Nichte des ehemaligen Khedive Ismail Pascha verheiratet, seine Gattin bezieht dreihunderttausend Mark jährliche Renten. Bei seiner Flucht ging der Pascha verkleidet an Bord eines englischen Dainpfers, auf dem er nach Egypten floh, wohin seine Frau angeblich krankheitshalber vorausgereist war. Der Sultan hatte ihm einen Urlaub nach Egypten abgeschlagen. Ahmed Djeladeddin Pascha, der in Konstantinopel fünfzehntausend Pfund persönliche Schulden hinterläßt, wird von seinem Sefretär Gumuschdjian, einem ehemaligen Mitgliede des armenischen Revolutionskomitees, begleitet. ** Hof und Gesellschaft. Wie uns zuverlässig aus Berlin berichtet wird, wirb der Kaiser, nachdem er endgiltig vom Antritt der Mittelmeerreise Abstand genommen hat, nunmehr beſtimmt zur Vereidigung der Anfang Februar eingestellten Refruten in den ersten Tagen des März in Wilhelmshaven eintreffen. Der Kaiser wird während seines dortigen Aufenthaltes an Bord des Linienschiffes Kaiser Wilhelm II." wohnen, das zu diesem Zweck aus Kiel Ende Februar eintrifft. Am Tage nach der Vereidigung wird der Kaiser wie in den Vorjahren mit dem Linienschiff ,, Kaiser Wilhelm II" eine Fahrt nach Helgoland unternehmen und von dort über Bremen, wo furzer fenthalt genommen werden soll, die Rückreise nach Berlin antreten. Deutscher Reichstag. ( 31. Sigung.) CB Berlin, 12. Februar. Mühselig und fruchtlos schleppt sich die wieder aufgenommene Debatte über das Kapitel Reichsgesundheitsamt vor leerem Hause fort. Die wenigen Anwesenden halten viele Reden und äußern noch mehr Wünsche. Allein fast alle Wünsche haben nur mehr oder minder lokale Bedeutung, so daß sie die Allgemeinheit nicht interessieren. Der langen Reden knapper Sinn ist rasch wiedergegeebn: Abg. Mug dan( freis. Vp.) plaidierte für freie Arztwahl bei den Krankenkassen und für Entschädigung der Opfer gewerblicher Vergiftung, wie z. B. durch Blei. Abg. Becker- Hessen( nat.) wünscht Förderung des Verständnisses für freiwillige Invalidenversicherung und erflärt für möglich und erforderlich, daß die Altersrente schon bei 65 Jahren zu zahlen sei. Abg. Spahn( Zentr.) setzt sich mit dem Grafen Posadowsky über dessen vorgestriger setzt sich mit dem Grafen Posadowsky über dessen vorgestrige Rede auseinander. Der sozialpolitische Medestrom scheint vorläufig noch unerschöpflich. Hessischer Landtag. Darmstadt, 12. Februar 1903. Zweiter Präsident Dr. Schmitt eröffnet die Sigung um 6 Uhr 15 Minuten. Es beginnt die Spezialberatung des Staatsboranschlags für 1604. Ohne Debatte wird genehmigt Kapitel 1, Reste aus früheren Jahren. Eine längere Debatte entsteht bei Kapital 2, Kameral- und Forstdomänen des Großh. Hauses, in der verschiedene Wünsche in Bezug auf die Jagdverpachtungen, Abhaltung der Holzversteigerungen, Aufstellung der Waldkulturpläne, Bekanntmachung der Versteigerungen, Waldkulturarbeiten u. s. m. geäußert werden. Es beRücksichten ihm wichtige Dinge vorenthalten! Rein echter mag sich von einer inhaltsschwer erscheint es in der besten Absicht gefchieht fobald er merkt, daß die Gattin ein Geheimnis, das ihm Mann und Hellmut ist ein solcher! geliebten Frau behüten und bevormunden lassen, ngen at, ſo foll und muß es ist dies fein Recht, und die fonnte er ihn marterten, die Würden die Träume aufhören, da er wußte, sie würde unverbrüchlich schweigen, der Schatten Ruhe finden, der lautlos neben ihm herglitt, Visionen verschwinden, die ihn bei Tage verfolgten? Sollte ruhiger fein, fonnte er hinleben, als wäre nichts geschehen? fein Zimmer trat, der an seinem Stuhl stand, men schwand der Nimbus schnell dahin. und Unteroffiziere, auf den sie angewiesen Anton ihr berichtete, das schien ihr entsetzlich trocken und und nochmals Dienst, hieß es, und was sie daran sah, was Der Umgang mit den Frauen der Feldwebel Dienst, immer Dienst war, behagte Baterlandes anzugehören, aber nun in der Nähe besehen, nüchtern. ihn Stoff Auch fürchtete sie nicht Das hatte sie wohl all lesen, womit sie ihre Zeit ausgefüllt, hatte sie nicht zufrieforgung des fleinen pool gefühlt, und r nichts für sie geso langweilig gewesen, so gar nichts zu tun außer der Bemußte fie mit Silfe war ihr doch das Leben in der Kaserne 3 viele Bücherfür sie würde es tüchtig Arbeit geben, doch die wesen. teiligen sich daran, teilweise wiederholt, die Abgg. Häusel, Hirschel, Jouß, v Brentano, Weidner, Breimer, Erf, Korell, Köhler, Molthan, Schönberger, Ulrich, Hauck, Senßfelder, Noack, und Horn, sowie Geheimrat Wilbrand Abg. Korell wünscht eine Regelung des Submissionswesens und die Vorlage eines Planes der Förstereien. Schließlich wird die vorgesehene Einnahme von 5 451 102 Mark genehmigt. Ferner werden ohne Debatte bewilligt die Zivilliste Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs, der Beitrag der Staatskasse zur Bestreitung der Ordenskosten, die Ausgaben für das Hofbauwesen mit Ausnahme der Waſſerleitung für Jagdschloß Wolfsgarten, die wegen Vornahme einer Lokalbesichtigung abgesetzt wird. Auch die Titel: Domanialbauwesen, Kosten der Erhebung usw. der Domanialg fälle, die Lokalverwaltungskosten, sowie die weiteren Titel. Auch Kapitel 3, Weinbaudomänen, Kapitel 4, Badeanstalt Bad Salzhausen, Kapitel 5, Holzmagazin in Darmstadt, Kipitel 6, Kapitalzinsen, Kapitel 7, Kameral- und Forstdomänen des Staates, Stapitel 7a, Braunkohlenbergwerk LudwigsHoffnung" und Kapitel 8, Saline und Badeanstalt Bad Nauheim, werden nach Debatte bewilligt. Nach Bewilligung des Kapitels 9, Wasserwerk und Eisfabrik Bad Nauheim, tritt Vertagung auf Dienstag vormittag 9 Uhr ein. Lokales. 13. Februar 1904. ** Der Großherzog traf gestern Vormittag 11 Uhr zum Besuch des Prinzen Heinrich in Kiel ein. * * | Grünberg am 7. März, nachm. 2 Uhr; in Butzbach am 7. März, vormt. 93/4 Uhr; in Ober- Ofleiden am 8. März, nachm. 3 Uhr; in Romrod am 9. März, vorm 91% Uhr. der Neueste Nachrichten. Ueber Berlin wird uns folgendes gemeldet: Kiel, 12. Febr. Der„ Kieler 3tg." zufolge ist der Firma Jebsen u. Co- Tschifu gehörige Dampfer " Tschifu" laut hier eingegangenem Telegramm, in Port Arthur aufgehalten worden. Der Grund wird nicht gemeldet. Das Schiss suhr in der Regel zwischen Tschifu und Port Arthur. Klein- Linden, 13. Febr. Heute Abend feiert der hiesige Gesangverein" Harmonie" in der Wirtschaft zur Burg ein Winterfest verbunden mit farnevalistischen Vorträgen. Gleichzeitig feiert der Gesangverein„ Eintracht" sein 38. Stiftungsfest in der Restauration Hermann. Am Fastnachtstage( Dienstag) hält der Turnvereine im Festsaale zur deutschen Eiche eine Kappensizung ab. § Wetzlar, 12. Febr. Auf der Sophienhütte fiel ein zu hoch gezogener Laufkrahnhaken dem 25 Jahre Alexejew, Generalmajor Pflug, wurde zum Generalquartieralten Arbeiter Franz Pygorsch auf den Kopf. Pygorschmeister des Feldstabes des Statthalters ernannt. war sofort todt. () Leihgestern, 11. Febr. Der Knecht eines Gutstesizers fiel bei eingetretener Dunkelheit in der Scheuer von einer Leiter und erlitt außer einem Beinbruch eine Gehirnerschütterung. † Appenrod, 12. Febr. Aus Furcht vor Strafe erhängte sich in der Scheune seiner Eltern ein 17jähriger Schlosserlehrling. = Niederklein, 10. Febr. Gestern fiel der hiesige Flurschüße in einen voll Wasser stehenden Graben. Da er nur einen Arm besaß, so konnte er sich nicht wieder herausarbeiten und ertrant. (:) Gelnhausen, 12. Febr. Der Sohn des Kaufmanns Hugo Madel dahier, Otto Madel, wird seit gestern vermißt. Man nimmt an, daß ihm ein Unglücksfall zugestoßen ist. Petersburg, 12. Febr. Der Stabschef des Statthalters Persien befördert. Shanghai, daß die Beschließung von Port Arthur fortdauere. London, 12. Febr.„ Daily Telegraph" meldet aus Die Gebäude der russischen Bank in Port Arthur sind zerstört. Söul, 12 Febr. Der Kaiser von Korea ist völlig auf die Seite der Japaner getreten. Tschifu, 12. Febr. Der deutsche Kreuzer Hansa" ging gestern nach Port Arthur um die deutschen Frauen und Kinder abzuholen. " " Tschifu 12. Febr. Die Schlachtschiffe R twisan" und Zäsarewitsch sind wieder flott geworden. Der Kreuzer Balada" sigt noch fest. Brieftasten. Nach Groß- Felda. Ganz richtig, fein Fuchs und fein Has, aber der„ Schimmel" den Prinz Karneval am Besten Gruß. Das erste Getreidelagerhaus. Am 9. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Fastnach 8- Dienstag reiten wird und die Leere des Nonfutius. Febr. wurde zu Wohnbach in der Wetterau unter Teilnahme des Herrn Geh Regierungsrat Haas- Darmstadt, der Landtagsabgeordneten Hirschel und Köhler, Defonomierat Schlenke, Dr. von Peters- Friedberg und Verbandssekretär Dr. Neumann von Darmstadt das erste Getreidelagerhaus für die Wetterau begründet. Die Genossenschaft umfaßt die Orte Wohnbach, Berstadt, Obbornhofen, Bellersheim und Utphe. Das Schweinefleisch wird billiger! Die Gießener Megger haben freiwillig, mit Rücksicht auf die billigeren Einkaufspreise für Schweine, die Verkaufspreise für Schweinefleisch und einzelne Wurstwaren herabgesetzt. Aufgebotene. Am 28. Jan. Leop. Schlatter, Kanfm. dah. m. Anna Margar. Hel. Mendel in Darmstadt. Am 4. Febr. Rudolf Kröber, Klempner in Winningen m. Emma Elise Karol. Schneider dah. Am 7. Justus Amend, Fabrikarb. in Fechenheim m. Elisab. Kämmerer in Londorf. Am 8. Joh. Krug, Lehrer dah m Marie Elisab. Kathar. Ottilie Lina Emma Glock in Schotten. Am 9. Alb. Franz Otto, Schlosser dah. m. Elisab. Daubert in Grünberg. Eheschließungen. - Am 6. Febr. Johann Audwig Arnald, Packer dah. m. Margar. Tiöller hiers. Joh. Otto Schneider, Bauunternehm. dah. m. Antonie Marie Willems in Grünberg. Am 11. Hrch. Gröninger, Maler u. Lackierer dah. m. Emilie Kümmel hierselbst. Geborene. Am 31. Jan. Dem Küfer Karl Christian Pfund ein Lyncker eine Tocht.- Dem Gerber Herm. Höhn eine Tocht., Sohn, Kail Christ. Am 4. Febr. Dem Landw. Friedr. Luise Marie. Am 5. Dem Sergeant. Konr. Momberger eine Tocht., Ottilie Emilie Kathar. Dem Kesselheizer Karl Hupfeld ein Sohn. Dem Rangierer Konr. Schomber ein Sohn, Marx Am 6. Dem Kaufm. Aug. Peter Chri- - ** Sigrid Arnoldson Konzert am 18. Februar in Gießen. Die Kölnische Zeitung" berichtet: Je mehr die Kunst des bel cunto durch die Krafterfordernisse des modernen Musikdramas und das Vorwalten des Sprechgesanges in demselben in den Hintergrund gedrängt wird, desto mehr Entzücken gewährt es, einer Sängerin zu begegnen, die sich durch feine Zeifströmung hat bewegen lassen, dem reinen Kunstgesang den Rücken zu kehren, deren ganze Individualität den von ihm gestellten Bedingungen entspricht, dazu in einer Rolle, deren ganze Wirkung auf der vollen e- ten Schönheit des Gesanges beruht. Die vielgepriesenen Zeiten aus der Blüte der italienischen Oper in den dreißiger Jahren in Paris scheinen wieder verwirklicht, wenn eine Sigrid Arnoldson die Rosine in Rossinis Barbier durch- stophersen ein Sohn, Ecnst Aug. Alb. Dem Fuhrm. Konr. führt, und die zum Ueberdruß bekannte Oper wird durch sie fast zu einer Neuheit. Sie ist neben Adelina Patti wohl noch die einzige, die das Vermächtnis des Gesangmeisters Stratosch am treuesten gewahrt und am ersprießlichsten verwertet wird. Jedem ihrer Tone, sei es im getragenen, sei es im folorirten Gesange, ist ein voller Adel der Klangfarbe zu eigen. Durch feine Intonationschwankungen, über die selbst berühmte Künstler nicht erhaben sind, trübt sie dem musikalischen Ohr den Genuß. Die Stimme, die in ihrem ganzen Umfange wie in zarten Blütendust getaucht scheint, erwies sich vom tiefen H bis zum hohen D gleich wohlflingend, die Verschiedenheit einzelner Stimmlagen, wie der vom hohen F zum A, verlieh dem Gesange ein anziehendes individuelles Gepräge. * ** Die Stutenförungen des Landes- Pferdezuchtvereins im Großh. Hesser finden statt: in Giessener Robert Stuhl Pferde- Lotterie Gieken, Neustadt 23 Ziehung bringt hiermit seine Balfer I. ein Sohn, Otto. Am 7. Dem Bahnarb. Konrad Mandler eine Tocht., Paula Emilie Friederike. Am 8. Dem Kaufm. Sigmund Kaz ein Sohn. Am 9. Dem Schneider Heizer u. Maschiniſten Hrch. Deckmann eine Tocht. Gestorbene. u. Laternenwärt. Karl Dechert ein Sohn. Am 10. Dem - Am 6. Febr. Friedr. Wilh. Löber, 83 J. alt, Schuhmachermstr. dah. Am 7. Julius Kohlermann, 54 J. alt, Rentner dah. Karl Wilker, 79 J. alt, Kanzleigehilfe i. P. dah. Am 8. Elisab. Heberer, geb. Weiß, 49 J. alt, Ehefr. des Weißbinders Wilh. Heberer dah. Alice Kathar. Juliane Ritter, 9 T. alt, dah. Am 10. Friedr. Bierheller, 21 J. alt, Student der Veterinär Medizin dah. Am 11. Hrch. Feußer, 51 J. alt, Weißbinder dah. Hedwig Marte Minna Mühlhause, 17 Tage alt, Tocht. des Gerbers Ludwig Mühlhause dah. Brima Kartoffel Speise- u. Salatkartoffel - Buchbinderlehrling auf Ostern gesucht. Paul Richter, Buchbinderei. Zum 1. April suche ich für Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den Gerichts" und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Was soll ich trinken? 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Wie erinnerlich, wurde auf der z. 3t. in St. Petersburg unter dem Protektorat der Kaiserin Mutter stattfindenden internationalen wissenschaftlichen Ausstellung von einer Juny der bedeutendsten Aerzte ein deutsches Produkt, das bekannte Kräftigungsmittel Sanatogen mit der großen goldenen Staatsmedaille ausgezeichnet. In dieser Hochschäzung begegnen sich die russischen Gelehrten durchaus mit ihren deutschen Kollegen. Einer der berühmtesten deutschen Aerzte, Herr Professor Dr. G. A. Ewald, erklärte Sanatogen für ein sehr wertvolles diätetisches Hülfsmittel bei Typhus und anderen Infeks tionskrankheiten. Die heutige Beilage wird deshalb der besonderen Beachtung unserer Leser empfohlen. An- und Verkauf zu den billigsten Tages- mein Medizinal-, Drogen- und Metallen, Eisen, Lumpen und Knochen, Kaffee's preifen empfiehlt am17. März1904. gebrannten Kaffee's J. Hankel Erster Hauptgewinn: Eine 4fißige Equipage mit Pferd und silberplattiertem Geschirr. 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Am 17 balle der Stat flatt von Pfer rätschaften, Ha vertrieb der babier übertrag Gießen Die Die Jag runter 240 ha Gemartung un Dienstag d der Gemarf Größe von 62 auf 6 bezw. Dorlar öffentli Beibe Ja wildbeftand vor Lollar von Sta fowie der Str fehr leicht zu er Profbo . Det: Bufolge ist der rige Dampfer amm, in Port d wird nicht bischen Lichifu 8 Statthalters eneralquartter nt. h" meldet aus thur fortdauere. ur find zerstört. ift böllig auf Sanja" ging Frauen und R- twisan" und Der Kreuzer Gewerbebank zu Gießen eingetragene Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht. Die verehrl. Mitglieder unserer Bank werden zu der Montag, den 15. Februar cr., 8½ Uhr abends, im oberen Lotale des Restaurant Zeidel stattfindenden 45. ordentlichen Generalversammlung ergebenst einzuladen. Tagesordnung: 1. Erstattung des Geschäftsberichtes pro 1903. 2. Ersazwahl statutengemäß ausscheiden der Mitglieder des Aufsichtsrates. 3. Beschlußfassung über die Genehmigung der Jahresrechnung und Bilanz und die dem Vorstande und Aufsichtsrate zu erteilende Entlastung. 4. Verteilung des Reingewinnes. Gießen, am 6. Februar 1904. Gewerbebank zu Gießen eingetr. Genossensch. m. unbeschr. Haftpfl. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates: 2. Petri II. Friedberger Frühjahrs- Pferdemarkt findet Dienstag, den 16. u. Mittwoch, den 17. Febr. 1904 statt. Mittwoch, 17. Febr. Rindvich-, Schweine- u. Krämer- Markt. Zur Benutzung unserer Pferdeställe wolle man sich rechtzeitig an das unterzeichnete Komitee wenden. Futter und Streu wird zu ermäßigten Preisen abgegeben. Am 17. Februar abends 5 Uhr Verlosung von 6 schönen Arbeits- Pferden ( auf dem Markte angekauft) sowie von sonstigen Haus- und landw. Gegenständen, im ganzen 200 Gewinne. Lose à 1 Mark sind zu beziehen durch die Herren J. Hirsch, J. H. Schmidt und Wilhelm Trapp in Friedberg. Das Pferdemarkt- Komité. ( 3275) Gegründet 1883. Inhaber: Oskar Gutmann. Fuchs und fein Karneval am e des Konfutius. 1: Albin Klein : Fr. Oppermann , sein Herz , der trinke Jean Dern& Co. Giessen. Gegründet 1883. Cementwaren- Fabrik und Lager: Frankfurterstr. 114, eign. Bahnanschl. Bau- und Kanalbau- Artikel. Bureau und Lager: Westanlage 31 Telephon 21. Trottoir-, Fussboden- und Wandplatten. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Bauartikel.+ in jeder Farbe, reise, der Meter 75 Pf. an. halbfert. Roben. Hen- Geschäft ld rlin SW. 19 afen- Strasse. unferer Zet Segenfäge dert t so ausdrucksrt wird, die auch kommen. teses Prinzipes e Wissenschaft Bie erinnerlich, rg unter dem enden interna: on einer July odukt, das beder großen In dieser en Gelehrten Einer der ber Dr. G. A. r wertvolles nderen Infeks wird deshalb pfohlen. 904. chon 5. März Geld- Lotterie esv. v. Roten Kreuz Il Lose 10 M. Mk. Prt.u.L.25Pfg. bar ohne Abzug ew.44 000 us, M. .M. 15 000 Mk. 15000 Mk. 5000 = 2000 2000 3000 zus. 7000 " 10000 W Semmler Ph. Weiler. J.Stürmer Strassburg i. 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Marburgerstraße 25 ein Grabstein- Geschäft verbunden mit Bild- und Steinhauerei Meine langjährige, praktische Tätigkeit, verbunden mit theoretischer Ausbildung, befähigen mich, alle in dieses Fach schlagenden Arbeiten kunst- und stiloerecht zu soliden Preisen auszuführen und bitte ich mich bei eintretendem Bedarfe mit Aufträgen beehren zu wollen. Gießen. grok. Auswahl Harzer Waldesruh Kanarienvgl., Prachtv. Sänger, ü. 100 Stüď. Dieselben stehen etliche Tage zur Ansicht im Pfälzer Hof, Gieken Schanzenstraße. Kanarienzüchter Henning c. d. Harz. Die Lieferung von 250 Stück ovalen Emaille- Hilfe* gifted interr. 33. schildern, Größe 10/6 soll Montag, den 22. d. Mts., vorm. 11 Uhr öffentlich bergeben werden. Angebote auf Vordruck, der bei uns auf Zimmer Nr. 6 erhältlich, sowie Muster sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. schlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 11. Februar 1904, Städt. Tiefbauamt. Braubach. - ZuFrühjahrs- Pferdemarkt zu Gießen. Am Mittwoch, den 16. März 1904, vormittags, findet auf den städtischen Marktanlagen nächst der Rodheimerstraße Pferde= markt statt. Für Stallungen in der Nähe des Marktes ist aus: reichend Sorge getragen; wegen derselben wolle man sich an Herrn Hoflohnkutscher Hubu dahier wenden. Auskunft über sonstige Marktangelegenheiten erteilt Herr Weinhändler August Schwan dahier. Mit dem Pferdemarkt ist eine Prämiierung g. Blutstock. Timerman Schiffenbergerweg. Tonntag 14. Febr. abds. 8 Uhr Große humoristische Kappensizung Eintritt frei. Giessener Dampffärberei und Chemische Wäscherei Reinhold Thomas Giessen, Steinst asse 31, Annahmelokale: Schulstr. 5, Löweng. 20 empfiehlt den geehrten Herrschaften seine Anstalt zur gefl. recht häufigen Benutzung. Lieferzeit z. Reinigen 2-4 Tage, z. Färben 6-10 Tage. 99 Der Trauersachen sofort. verbunden, für welche 1585 Mr. zur Verfügung stehen. Prämiierungsplan ist von Herrn Defonomierat Schlenke- Hard hof bei Gießen oder von Herrn Weinhändler Schwan- Gießen zu beziehen. Die Breisverteilung erfolgt im Anschluß an die Prämiierung um 12 Uhr. Bon 11 Uhr ab Konzert auf dem Marktplaẞ. Omnibusverbindung von dem Bahnhof nach dem Marktplatz und Am 17. März, nachmittags 2 Uhr, findet in der TurnHalle der Stadtknabenschule eine zurück. Verlosung statt von Pferden, Wagen, landwirtschaftlichen Maschinen und Gerätschaften, Haushaltungs- und Gebrauchsgegenständen. Der Generalvertrieb der Lose á 1 Mark ist dem Herrn Richard Buchacker dahier übertragen. Gießen, 15. Januar 1904. Die Städtische Pferdemarktkommiffion. Jean Kirch, Stadtverordneter. Jagd- Verpachtung. Die Jagdnußung auf den Grundstücken und im Walde der Gemarkung Ahbach in der Größe von 846 ha, darunter 240 ha Wald, sowie diejenige in der anschließenden Gemarkung und im Walde der Gemeinde Dorlar in der Größe von 628 ha, darunter 160 ha Wald soll am Dienstag den 16. Februar nachmittags 3 Uhr auf 6 bezw. 9 Jahre in der Wirtschaft von Feiling zu Dorlar öffentlich verpachtet werden. Beide Jagden sind gut, insbesondere ist ein guter Rehwildbestand vorhanden, auch per Bahn der Strecke WetzlarLollar von Station Dorlar und demnächst auch von Aßbach sowie der Strecke Wezlar- Gießen von Station Dutenhofen sehr leicht zu erreichen. Krofdorf, den 27. Januar 1904. Der Bürgermeister. J. V. der Beigeordnete Leib. Billigste Preise! XXXXXXX Zur Saison bringe mein großes Lager von Irischen-, Dauerbrand-, Amerikaner-, Regulierheiz, Koch Hopew- und Darmstädter- Defen in diversen Fabrikaten. Ferner: Ofenschirme, Ofenvorsetzer, Verdampfschalen, Feuergeräteständer, Kohlenfüller n. Kasten, Kohlenlöffel, Stocheisen, Asch- und Mülleimer etc. in empfehlende Erinnerung. Auch habe Volldampf- Waschmaschine, sowie Dr. Klein's FleischSaftpressen zu verleihen. 1 Ganz besonders mache auf den Vertrieb der patentierten Schröders Fohlen, und Kälber- Saug- Apparat sowie Fensterfeststeller aufmerksam. Hochachtungsvoll Edgar Borrmann, Gießen. Eisenhand'una, Haus- und Küchengeräte. 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Samstag, 1904. den 13. Februar edern. morten. Fia ( r beginnend Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Die noch nicht ausgelosten Stücke des 4proz. Anlehens der Stadt Gießen vom Jahre 1899 werden hiermit zur Rückzahlung auf den 15. Mai ds. Js. gekündigt. Den Besitzern solcher Stücke wird jedoch freigestellt, deren Zinsfuß auf 3 Proz. herabseßen zu lassen; auf derart umgewandelte Stücke zahlt die Stadt Gießen eine einmalige Vergütung von 1 Proz. Die umzuwandelnden Stücke sind im Lauf des Monats März mit den nach dem 15. Mai fällig werdenden Zinsscheinen nebst Erneuerungsschein unter Beifügung eines doppelten Nummerverzeichnisses bei einer der nach benannten Einlösungsstellen vorzulegen. Das eine Nummerverzeichnis wird mit Empfangsbescheinigung sofort zurückgegeben. Die abgestempelten Stücke mit neuen Zinsscheinbogen, und der Herauszahlung mit 1 Proz. können in dr Zeit vom 1. bis 14. Mai bei der Hinterlegungsstelle gegen Rück gabe der Empfangsbescheinigung entgegen genommen Die Verzinsung der nicht umgewandelten Stücke hört mit dem 14. Mai ds. Is. auf. werden. Die Umwandlung und die Einlösung der nicht umgewandelten Stücke erfolgt: bei der Stadtkasse Gießen, bei dem Bankhause Aron Heichelheim in Gießen. bei dem Bankhause Gebr. Neustadt in Frankfurt a. M. Gießen, den 8. Februar 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die Brotlieferung für die hiesigen Stadtarmen für die Zeit vom 1. April 1904 bis 31. März 1905 soll neu vergeben werden. Angebote sind bis zum 5. März d. Js. an das städt. Armenamt, Neuenbäue 25 schriftlich einzureichen, wo auch die Lieferungsbedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 11. Februar 1904. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. Mittwoch, 17. Februar, vormittags 11 Uhr, wird auf der Bürgermeisterei Zimmer Nr. 15 - das Grundstück Flur X Nr. 76 und 77= 5753 qm Acker am Barresgraben, links des Schüßgesborner Weges, früher den Karl Plank II. Erben gehörig, auf 6 Jahre in Pacht versteigert. Gießen, 12. Februar 1904. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Die Pläne und Bedingungen liegen im Bureau des Unterzeichneten Brandplatz 9, Zimmer Nr. 23- zur Ginſicht offen und können Angebotsformulare dort gegen Erstattung der Selbstkosten in Empfang genommen werden. Gießen, den 8. Februar 1904. Der Gr. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Diehm, Baurot. Bau- und Nukholz- Versteigerung der Stadt Gießen. Aus den Waldungen der Stadt Gießen, 3-5 Km. von der Bahnstation entfernt, und an chaussierte Abfuhrwege angrenzend, follen Montag, den 29. Februar 1904, vormittags 10% Uhr beginnend, im Saale des Lenz'schen Felsenkellers zu Gießen in der Nähe des Bahnhofes, versteigert werden. 76 E chen- Stämme, Schnittholz, mit 66,99 Festm. 70,69 144 Bauholz, Schwellenholz," 145,42 216,69 " " 262 " " 773 Grubenholz, " 11 1159 Fichten- Stämme mit " " " " 442,63 11 577 Riefern237,72 " " " 60 Erlen= 28,64 M " " 1 Birken- Stamm 0,59 " " 1 Elsbeer- Stamm 0,15 " " 1 Weißtanne- Stamm 1,72 " " 20,43 H 39 Eschen2,47 " 334 Fichten- Derbstangen, 10 Rm. Eichen Nutzscheitholz. Gegen Sicherheit wird Zahlungsfrist bis 1. Oktober 1904 gewährt. Gedruckte Verzeichnisse über die Dimensionen der zur Versteigerung kommenden Hölzer sind von der unterzeichneten Stelle vom 20. d. Mts. ab gegen Erstattung der Druckkoſten erhältlich. Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes wende man sich an die Forstwarte Geisel- Gießen, Arft Hochwarte bei Gießen, C. Brück- Rödgen bei Gießen und Lotz Wieseck. Gießen, 12. Februar 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Jagd- Verpachtung. Die Jagdnuzung auf den Grundstücken der Gemarkang Odenhausen in der Größe von 415 ha, darunter 115 ha Wald soll am Vergebung von Wasserleitungsarbeiten. Montag, den 15. Februar cr. vormittags 10 Uhr Die Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung einer Quellwasserleitung für die Gemeinde Wieseck, bestehend in der Herstellung von 7300 Meter Guß- oder Mannesmannrohrleitung, deren Lieferung und dem Einbauen von 120 Schiebern und Hydranten, der Herstellung von 500 Hausanschlüssen und der Herstellung eines Hochbehälters von 200 kbm. Inhalt sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Angebote, die sich sowohl auf sämtliche Arbeiten und Lieferungen, als auch auf einzelne Titel des Voranschlags beziehen können, sind bis Donnerstag, den 25. Februar, vormittags 9 Uhr bei der Großh. Bürgermeisterei Weseck, wo alsdann die Eröffnung derselben stattfindet, abzugeben. in der Wirtschaft von Kreiling zu Odenhausen und die Jagdnüßung auf den Grundstücken der Gemarkung Launsbach in der Größe von 366 ha, darunter 69 ha Wald an demselben Tage Nachmittags 3 Uhr in der Wirtschaft von Wörner zu Launsbach auf 6 bezw. 9 Jahre öffentlich verpachtet werden. Beide Jagden sind gut, insbesondere ist ein guter Rehwildbestand vorhanden, auch kommt in der ersteren Jago Rotwild vor. Von Station Friedelhausen der Str. de Gießen- Kassel ist die Odenhäusener Jagd und von Station Launsbach der Strecke Weglar- Lollar die Launsbacher Jagd sehr leicht zu erreichen. Krofdorf, den 1. Februar 1904. Der Bürgermeister. J. V. der Beigeordnete Leib. Nr. 53. Samstag, den 13. Februar 1904. Familienzeitung. Oberhessische Famil Cägliche Unterhaltungs- Beilage Gießener Neueste Nachrichten. Bred and String be One: Gerlagerst, vorm. Dilb. Roller'ice Budbrudersi( gigs. 1788); bea: Ibis Aleir ( 82. Forfschung.) Der Zeuge. Roman von Marie Bernhard. Auf seiner Wanderung blieb Friß Norden vor Hendrichs ſtehen, und es kam wieder wie ein Selbstgespräch von seinen Lippen. Ich hatte doch gehofft, sterben zu können! Oft fühlte ich mich todeselend, und er Arzt hatte ja auch gemeint, ich hätte das japanische Klimafieber, das schließlich der Men schen hinrafft. Freilich ist's ein anderes Fieber, das mich verzehrt, eines, das die Aerzte nicht kennen, aber gleichviel, ein Fieber nimmt doch allmählich die Lebenskraft fort, es macht das Blut in den Adern kochend, und wenn es unablässig steigt und steigt, und nichts geschicht, ihm Einhalt zu gebieten, dann stirbt man daran! Aber ich nicht! Ich werde also hier hob er plötzlich den Kopf hoch und sah seinen Gast mit einem seltsam glänzenden Blick an, ich werde also meinen Arzt bitten, mich genau zu untersuchen und mir nach seinem besten Wissen zu sagen, wie lange ich noch zu leben habe. Lautet seine Antwort so, wie ich sie erwarte, dann komme ich mit Ihnen nach Europa herüber!"- Seine Kraft schien plötzlich erschöpft. Er geriet ins Laumeln und tastete mit der Hand nach einem Stützpunkt. Bestürzt sprang William Hendrichs ihm bei und ließ ihn in den Sessel nieder, doch als er seine Hand nach dem Glocken zug ausstreckte, winkte ihm der Kranke ab, er wollte das nicht! Sein mühseliges Atmen und die Bewegung, mut welcher er die Hand auf seine linke Seite preßte, verriet dem Gast, daß hier ein allem Anschein nach schon weit vorgeschrittenes Herzleiden vorliege, und er sah es voraus, daß der Tod als Erlöser nicht mehr allzu fern sein könne. Eine kleine Weile blieb Hendrichs noch neben dem Leidenden, der regungslos, die Augen geschlossen, dalag, dann berührte er sanft dessen Hand und fragte leise:" Nicht wahr, ich soll jetzt gehen?" Da öffnete Frizz Norden die Augen und nickte und versuchte zu lächeln, und sein Gaſt drückte ihm die fieber glühende Rechte und schlich sacht auf den Fußspitzen davon. Elftes Kapitel. Hamburg, den 5. August 1879. ,, Mein lieber Hellmut! „ Gestern gegen Abend ist unser wackeres Schiff, die Swallow, von London kommend, hier eingetroffen, Ihren Vater und mich an Bord. Ich habe mir gerade nur Zeit genommen, meine Familie zu begrüßen und mich zu über zeugen, daß zum Glück alles wohlauf ist... jetzt treibt es mich sehr, Ihnen zu schreiben! Und warum das?" höre ich Sie in Ihrer lebhaften Art Weshalb kommen Sie nicht sofort, wie ich Sie ausrufen. schriftlich und mündlich so dringend bat, mit meinem Vater nach um das ersehnte Wiedersehen, die heiß begehrte Aussprache herbeizuführen?" Ist er so bedenklich Perlin herüber, frank, oder hat ihn die weite Reise über das Meer so angegriffen, daß er die kurze Fahrt von Hamburg bis Berlin nicht wagen kann?" Und ich lege meine Hand auf Ihrem ( Nachdruck verboten.) Arm, wie ich es oft zu tun pflegte, um Ihre jugendliche Ungeduld zu zügeln, und rufe Ihnen zu:„ Gemach, lieber junger Freund! Sie sollen alles hören, alles erfahren, aber es hilft Ihnen nichts, Sie müssen mir schon still halten und alles in sich aufnehmen, was ich Ihnen zu sagen habe! Das ist durchaus notwendig! Ich werde versuchen, nicht abzuschweifen, aber in zehn Zeilen ist die Sache nicht abzutun, eben darum schicke ich Ihnen keine Depesche, so sehr ich sonst fürs Telegraphieren bin, sondern schreibe einen Brief. Intime Dinge fann man ja feinem Telegramm anvertrauen! Ihren Brief, vom 30. Juli datiert, fand ich hier vor, Sie glaubten, wir würden schon früher hier eintreffen, aber wir hatten, kurz, nachdem wir Japan verließen, mit widrigen Winden zu kämpfen, und das hielt uns auf. Ihr Schreiben, mein liebster Hellmut, atmet eine bedrückte, unzufriedene Stimmung, und es betrübt mich aufrichtig, zu hören, daß der Gesundheitszustand Ihrer lieben Frau ein so wenig erfreulicher ist. Sie schreiben, daß Sie oft der Verzweiflung nahe sind, wenn Sie Ihre Gattin, die Sie zärtlich lieben, so melancholisch sehen, daß diese tiefe, anhaltende Schwermut selbst die Aerzte besorgt macht und daß sich mögerlicherweise ein ernstliches Gemütsleiden daraus entwickeln könnte. Allerdings ein schrecklicher Gedanke! Aber glauben Sie nicht auch, daß vieles, ja das meiste dieser traurigen Veränderung auf körperliches Leiden zurückzuführen ist? Ich meinerseits bin fest davon überzeugt, man hört dergleichen zu oft, und kommt nun noch, wie bei unserer lieben Hilda, ein seelischer Konflikt dazu, so gewinnt das Ganze gleich ein ernsteres Aussehen! Ob ich ihr und Ihnen die gewünschte und, wie ich sehr wohl einsehe, äußerst notwendige Lösung des schweren Rätsels, das einen so trüben Schatten in das Glück ihrer jungen Che geworfen hat, in der Person ihres Vaters bringe, ich weiß es nicht, mein lieber Freund! Daß Ihr Vater, der allgemein für sehr verschlossen gilt, den Sie selbst mir so schilderten, mir, dem ihm persönlich fremden Mann, nicht seine tiefsten Geheimnisse mitteilt, mir nicht sein volles Vertrauen schenkt, darf und wird Sie nicht befremden. Berhehlen kann ich's Ihnen nicht, Hellmut! Ihr Vater ist ein sehr franker Mann! Für ein schweres Herzleiden halte ich seine Krankheit, und die Medikamente, die ihm Ihr verständiger deutscher Arzt, Doktor Hortmann, verschrieben hat, bestätigen meine Ansicht! Während der stellenweise recht beschwerlichen Ueberfahrt befürchtete ich mehr als einmal, Norden senior würde nicht lebend mehr nach dem Kontinent gelangen, und je näher wir nach Europa kamen, um so mehr wuchs seine innere Erregung, die er vergebens vor mir zu verbergen und durch doppelte Dosen von Digitalis niederzuhalten strebte. Es trieb ihn rastlos um, es raubte ihm den Schlaf, selbst die Fähigkeit, sich auszuruhen oder ein gutes Buch zu lesen. Mehrmals bemerkte ich, daß er mir ein Geständnis machen, mir einen Wunsch aussprechen wollte: die Unruhe, die fieberhafte Spannung brannte ihm in die Augen, zuckte ihm um die Lippen, aber zur Aussprache kani es nicht, und ich mochte nicht in ihn dringen! Endlich, wir waren eben von London fort, und eine herrlich sternA euzeit. n oder UmSig. Hölzer egliche Naht, en. durch eine zing. Paris 1900. stilgerechten Ar. Die D Die deutsche weftafrifa ift vo neuen Aufstand biet, welches w worden. Das als Defterreich u fammengenommer spärlich von Mer Der Gouverneur mit seiner Trup Aufstand der Bo dem Süden des tückt. Dieje Hereros zu nugten die im Sie überfielen Den Deutschen und m der Weißen in Unsere Abbildu ohne Weib und Gruppe Herero haben einen schm Schädel, hervor worfene, doch n wolliges Haar Fußsohle, ist am Kinn); der mit star tem Flaum über fleidet. Die Borderarmefin auffallend lang Hände und Füß fnodig undgro Die Muskulatur Die der großen ftalt Ge= Felle herabhängen, Lederbändern mit herabhän ift fräftia, Die Hautfarbe Duntles Katao braun. Die Aleidung der Männer besteh in einem viel Meter langen Hüftriemen, vo welchem genden Hiemen um die Knie, Armbänder und Sandalen. Die Frauen tragen ein Leibchen von 30-50 Retten aus Straußen cieritüdchen, ein monddurchleuchtete Sommernacht war heraufgestiegen, te sich der Bann, der über ihm gelegen, und er sagte mir, ne mich nur bis Hamburg begleiten, es sei ihm unmögach Berlin zu kommen, ja, er gedenke, solange er noch en habe, seinen Wohnsiz in Hamburg zu nehmen und aupt niemals Berlin zu betreten. Auf mein betroffenes um?" gab er mit gesenktem Blick die Erklärung ab, sein Wunsch, sein Sohn möge, wenn er ihn sehen und en wolle, nach Hamburg herüberkommen, seiner Gattin fein Wort über Zweck und Ziel seiner Reise sagen. Denn ernisse und fühle es genau: sie könne er niemals wieder sehen, und keine Macht der Welt werde ihn zwingen, je mit ihr zusammenzutreffen. ԱՆ Wie Sie Ihrer Gattin die Ankunft Ihres Vaters und Ihrer Reise zu ihm verbergen wollen, das überlasse ich Ihnen! Wie ich Sie kenne, wird es Ihnen sehr schwer fallen, Ihrer Frau eine Lüge zu sagen, aber Sie sehen es wohl selbst ein, es geht nicht anders, ist überdies zu Hildas Beſtem; die Wahrheit würde sie ja namenlos aufregen! ,, Kommen Sie also herüber, sobald Sie können, und telegraphieren Sie zuvor mir, wie Ihrem Vater. Letzterer hat einstweilen in dem Ihnen ja bekannten Hotel International Quartier genommen. Ich adressiere diesen meinen Brief aus Vorsicht an Ihr Kontor, damit Ihre Gattin nichts von demselben erfährt. Auf Wiedersehen denn, und bringen Sie ein festes Herz und guten Mut mit, mein lieber Freund! Immer der Ihrige William Hendrichs. Bleich und schön lag Hilda Norden in ihrem blau und silbernen Boudoir auf der Cauſeuſe. Draußen brütete die dumpfe Schwüle eines hereinbrechenden Augustabends, unstät schossen die Schwalben durch die schwere Luft, und der Wind, der zuweilen sich aufmachte, um mit den Blättern der Bäume, welche die Villa im Tiergarten umstanden, raunende Zwiesprach zu halten, trug Blei an seinen Flügeln... er fonnte nicht weiter, wie gelähmt verstummte er, und durch die schlanken Zweige ging ein leises, sehnsüchtiges Bittern... wenn er doch wieder käme! Das Laub verschmachtete in dieser Glut! Draußen herrschte eine eigentümliche fahle Beleuchtung, ohne Zweifel lag ein Gewitter in der Luft, aber wann kam es dazu, sich zu entladen? Hilda öffnete die Lippen, als ob sie ersticken müsse. Es ist wie in Japan," murmelte sie vor sich hin, ganz wie in Japan ist es! Wo Hellmut bleibt?" Sie schellte, schon zum drittenmal innerhalb einer kurzen Frist.„ Der Herr immer noch nicht zurück?" ,, Nein, gnädige Frau!" ,, Sie können gehen!" Sie soll nicht viele Besuche empfangen jetzt und hat auch keine Lust dazu. Darum ist sie so sehr viel allein mit ihren Gedanken, die sich beständig um dasselbe drehen, und sie hat es sich angewöhnt, furze, abgerissene Sätze vor sich hinzuflüstern. So auch jetzt. „ Was er nur mit dem kleinen Kinde anfangen wird, so ganz allein?" Und nach einer Weile:„ Er wird doch sehr unglücklich sein, obgleich ich so Schweres über ihn brachte, aber er muß sich sagen: mehr, wie ich, kann kein Weib auf der Welt ihn lieben. Ich richte mich zu Grunde aus Liebe für ihn!" Diskret pocht es an der Tür.„ Gnädige Frau, soeben fährt Herr Norden im Einspänner vor!" ,, Es ist gut, ich danke Ihnen." Hastig steht sie auf, geht zu dem großen, silbereingerahmten Spiegel, ordnet ihren Anzug, ihr Haar, er soll sie nicht so leidend und verstört finden! Armer Hellmut! Müde und abgespannt von allem Rechnen und Zählen kommt er heim, und immer findet er ein mühsam erzwungenes Lächeln, eine fünstlich angenommene Haltung, die er auf den ersten Blick durchschaut. Aber wie soll sie anders sein? Da ist er! Mit von innerem Herzensweh etwas geschärften und verfeinerten Zügen, die Augen nicht so glänzend mehr als früher, aber immer der gewinnende, anziehende Hellmut, den alle lieb haben müssen, tritt er über die Schwelle und nimmt Hilda in seine Arme. Mein liebes Herz, warum bist du nicht still liegen geblieben? Es ist ein solch' drückende Hize draußen, jede Bewegung macht müde, so, komm, leg dich wieder hin. Recht so! Das ist ein artiges Kind! Hat man dir die Pfirsiche und Aprikosen gebracht, die ich für dich bestellte, und hat mein Liebling auch ein paar davon gegessen? War der Doktor heute da?" Beim ersten Blick hat sie es gesehen, daß eine innere Aufregung in ihm arbeitet, sie kennt ihn gar zu gut. Aber sie fragt ihn nicht, was es ist, wie dürfte sie das? Wenn er es ihr mitteilen will, wird er es tun, wenn nicht, dann hat sie kein Recht, es von ihm zu fordern; in ihrer Ehe fehlt ja das Vertrauen des einen zum andern. Sie beantwortet ihm seine Fragen, und er streichelt mit sanfter Hand das dunkle Köpfchen, das an seiner Brust liegt. Mitleidig und liebevoll blickt er darauf nieder und ist zufrieden, wie gut er sich beherrschen kann! Sie merkt ihm doch sicher nichts an! Aber endlich, erfahren muß sie es,- er will ja noch an diesem späten Abend fort! ( Schluß.) Das Amulet. ( Schluß folgt.) Erzählung von B. Rittweger. ( Nachdruck verboten.) Die Geschichte seiner Gefangennahme, die in allen Einzelheiten besprochen wurde, hatte wieder einen ganz romantischen Anstrich. Der Hoßbach hatte sich mit größter Keckheit auf dem Jahrmarckt eines Markfleckens gezeigt, diesmal als Mausefallenhändler verkleidet, und hatte eine Menge Einkäufe gemacht, lauter Sachen für ein ganz kleines Kind. Dadurch war man aufmerksam geworden, und ein früherer Soldat, der öfters Zuchthauswache gehabt, hatte ihn an der Stimme und an einem kleinen Mal hinter dem Ohr erkannt. Wie ein Wütender hatte der Räuber um sich geschlagen.„ Ich muß zu meinem Weib, zu meinem Kind" hatte er geschrieen, und erst nach langer Gegenwehr hatte man ihn überwältigt. Der Gedanke an das Weib, an das kleine Kind verfolgte Franzi unaufhörlich. Immer sah sie das Bild vor sich die arme Verlassene mit dem Säugling, frierend und hungernd in der Höhle des Waldes! Daß die junge Frau des Räubers gleich nach dessen Gefangennahme aus ihrem Schlupfwinkel zu ihrer Mutter, einer berüchtigten Spitzbübin und Kartenschlägerin, zurückgekehrt war, und da behaglich von dem Raub des Hoßbach lebte, das wußte Franzi nicht, das wurde erst später bekannt. Es war ein paar Tage nach des Hoßbach Gefangennahme. Anton Moor war, wie gewöhnlich um diese Stunde, zwischen fünf und sieben Uhr nachmittags, zum Schoppen ins Wirtshaus gegangen. Die Magd besorgte Einkäufe Sie stand am Fenster und schaute auf die stille Straße in der Stadt, und Franzi war allein in der Wohnung. stritt mit dem letzten Tageslicht um die Herrschaft. hinaus. Der Mond stand bereits fast voll am Himmel und Aus dem Schatten der Bäume an der dem Gefängnis entgegengesetzten Seite der Straße löste sich eine Gestalt, chenden Schritten kam der schlanke Bursch als einen vorsichtig den Kopf nach allen Seiten wendend. Mit schleisolchen erkannte Franzi die Gestalt näher und näher, immer nach dem erhellten geöffneten Fenster spähend. Erst wich der Bursch nochmals zurück, dann trat er wieder näher, zögernd, ängstlich, und jetzt schien's der jungen Frau, als erhöbe er bittend die Hände zu ihr. Mit raschem Entschluß verließ sie das Zimmer und trat auf die Haustreppe. Da stand der Bursch vor ihr im Licht des Mondes, hell glänzten seine Augen und blondes Lockengeringel drängte sich unter seiner Mütze hervor. Was wollen Sie?" fragte sie den jungen Menschen mitleidig. haben gewiß ein menschliches Herz- Sie sehen ja so gut „ Ach, gute Frau, ich hab' eine so große Bitt'. Sie aus- ich bin der Hoßbach ist ein naher Verwandter von mir. Ich weiß, sehen kann ich ihn nicht aber es hört uns doch niemand?"„ Nein, nein, ich bin ganz allein, sprecht nur."-- ,, Ach, wenn Sie ein Herz in der Brust haben, gute Frau, hier in dem Bäckelchen habe ich ein Amulet und ein Gebetbüchlein"- dabei brach die Stimme des Burschen in Schluchzen möchtet Ihr's nicht dem Armen geben? Es wird ihm ein Trost sein in seinem Unglück, gewiß, und das Sterben auf dem" vor Angst tritt Franzi in die Küchentür- da stürmt jemand die Treppe herab in langen Säßen- um Gott der HoßSchein der Flurlampe. Einen Augenblick stuzzt der Verbrecher, in seiner Hand blizt ein offenes Messer, stoßzbereit erneutes Schluchzen auf dem Blutgerüst wird ihm leichter werden, wenn das Amulet ihn stärkt mit seiner Kraft. Es ist ein altes Familienerbstückbach! Franzi steht wie angewurzelt, hell beleuchtet vom ich weiß Ihr dürft's wohl eigentlich nicht, aber ein Amulet! es wär' ein gutes Werk, für welches Euch Gott und alle Heiligen segnen würden!" Franzi überlegte einen Augenblick und sah um sich kein Mensch weit und breit! Kein Zweifel hier war die junge Frau des Unglücklichen o Gott, wie romantisch, das war ja ganz wie in der schönen Oper, die sie im letzten Winter gesehen, im„ Fidelio". Da sucht auch die junge Gattin des armen in Ketten schmachtenden Gefangenen in Männerkleidung das Gefängnis auf, um dem Geliebten nah zu sein, ihn womöglich zu befreien! Die rührende Gestalt des" Fidelio", wie die liebende Gattin sich nennt, hatte damals tiefen Eindruck auf sie gemacht. Kein Zweifel, hier war ein ähnlicher Fall. Nun von Befreiung fonnte keine Rede sein, aber ein Amulet wollte dieser neue Fidelio dem Gatten bringen, damit es ihn trösten solle in seiner letzten Todesnot! Wie unendlich traurig, wie ergreifend! Franzi bedachte nicht, daß wegen Einbruchs und Raubes heutzutage kein Mensch mehr zum Tode verurteilt wird. Ihre lebhafte Einbildungskraft war aufs äußerste erregt und Geben Sie her, ich will's ihm bringen", so flüsterte sie hastig, dem Burschen der un glücklichen Frau vielmehr das Päckelchen aus der Hand nehmend. Dank, tausend Dank, gute Frau- Gott und alle Heiligen mögen Euch segnen!" Damit war die Gestalt auch schon im Dunkel der Bäume verschwunden. Nun galt's. Hastig suchte Franzi den Schlüssel zur Zelle des Einbrechers -es kam ihr kein Gedanke an Furcht, nur, daß sie etwas tat, was in Antons Augen einem schweren Verbrechen gleich fam. Das fühlte sie, aber sei's drum, es galt einen Liebesdienst, den sie ihrem Empfinden nach nicht weigern durfte. Sie war ja feine Kerfermeisterin. Also schnell. Der Schlüssel knirschte im Schloß, dort, kaum noch zu erkennen in der düstern Zelle, in die nur die Lampe vom Flur einen Schein wirft, liegt der Unglückliche. Nur einen Schritt wagt sie sich hineiner fährt in die Höh', daß die Ketten schaurig flirren. Sie flüstert: Packt auf, das Päckelchen ein junger Bursch hat's gebracht ein Amulet und ein Gebetbüchlein, mög's Euch trösten, armer Mann! Verratet mich um Gottes willen nicht, mein Mann darf's nicht wissen, verbergt's im Bettſtroh" Damit warf sie ihm das Päckelchen zu und eilte, nachdem sie sorglich wieder zugeschlossen, von dannen, den Schlüssel wieder an seinen Platz hängend. Es war geschehen! Die gute Tat war vollbracht! Wie ihr nun aber das Herz klopfte! Und eine sonderbare Angst fühlte sie. Merkwürdig, nach einer guten Tat. Der Anton kam zurück. Wie gewöhnlich war seine erste Frage: Nichts vorgefallen?" Auf ihr gepreßtes„ Nein" erwiderte er munter:„ Was sollt' auch vorfallen? Undere Holzdiebe und Stromer, die sind sicher, und der Hoßbach, der liegt in seinen Retten, dem soll's Ein- und Ausbrechen in Zukunft vergehen! Aber froh will ich doch sein wenn er erst glücklich weiter transportiert ist. Wo steckt die Marie?" " Ich hab' sie in die Stadt geschikt."" Aber, Franzi, wie oft hab' ich dich schon gebeten, sie nicht fortzuschicken, wenn ich nicht hier bin, es ist mir nicht recht, wenn du ganz allein bist." Ach, was soll mir denn geschehen? Ich fürchte mich nicht", sagte Franzi in möglichst leichtem Ton, aber innerlich war's ihr recht beklommen zu Mute. Am liebsten wäre sie dem Anton um den Hals gefallen und hätte ihm alles gebeichtet. Aber das durfte sie nicht, er würde ihr heftig zürnen und dann sicher hätte er dem armen Mann das Amulet wieder abgenommen! Es war am Abend des zweitfolgenden Tages. Franzi war in der Küche beschäftigt, die Magd war ausgegangen, etwas zu holen, und Anton machte eben die Runde. Franzi war immer noch in gedrückter Stimmung. Ihr mitleidiges Gefühl war befriedigt von ihrem Tun, hatte sie doch sicher dem Hoßbach reichen Trost gebracht, gewiß hatte ihm sein Weib doch auch ein Brieflein zu der Gabe geschrieben, und wenn das Familienerbstück, das Amulet, ihm eine Wohltat war, mun, das war dem Armen wohl zu gönnen. Franzi seufzte in Gedanken daran, was für ein schreckliches Amt es sei, Gefängnisvertoalter zu sein, und versuchte sich immer aufs nene die quälenden Eindrücke zu versüßen durch die Erinne rung an das Gute, was sie dem Hoßbach getan, in dessen Person ihr alle die idealen Räubergestalten der Neuzeit verförpert erschienen. Da-- welch' ein entsetzlicher Schrei! Von oben kam er, und gleich darauf ein dumpfer Fall- zitternd dann ruft er höhnisch:„ Schön Dank für das Amulet, Frau Verwalterin es hat Wunder getan, hat die Ketten gebrochen!" Ein lautes rohes Gelächter, dann fällt die Haustür hinter der wüsten Gestalt zu der„ edle" Räuber ist entflohen! Franzi zittert und bebt, die Zähne schlagen ihr aufeinander, Anton", ruft sie und mit zitternden Knieen steigt sie die Treppe hinan, der Fall, der dumpfe Fall- ihre Ahnung ist Wahrheit. Halb im Flur, halb in der Zelle des Hoßbach liegt ihr Mann, ihr braver guter Anton, in seinem Blute; aus tiefer Stirnwunde fließt es, und regungslos, mit geschlossenen Augen gleicht er einem Toten. Mit wildem Schrei wirst sie sich über ihn:„ Anton, wach' auf, Anton, komm' zu dir, hab' Erbarmen, Gott im Himmel, ich hab' ihn gemordet!" In später Nacht sitzt Franzi am Bett des bewußtlosen Gatten. Nur undeutlich kann sie sich erinnern, was weiter geschehen, nachdem sie ihn in seinem Blut gefunden. Wie die Magd gekommen, die Gerichtsherren, die Aerzte, wie sie immer wieder hat Fragen beantworten müssen, wie die Aerzte den Anton untersucht und die Achseln gezuckt haben, wie in der Zelle eine Feile gefunden worden ist. Mit der Kette hat der Verbrecher den Anton zu Boden geschlagen, das Messer hat er nicht gebraucht. Die Feile! Ha, wie Schuppen ist ihr's von den Augen gefallen, schon bei den Worten, die der Räuber ihr zugerufen. Die Feile, das war das Amulet- sie, sie allein ist schuld an dem Schrecklichen, und wenn der Anton stirbt, dann ist sie die Mörderin des Gatten! O, es ist um den Verstand zu verlieren, o, könnte sie das Leben von sich werfen! Aber sie darf nicht, sie muß gut zu machen suchen, sie muß den Gatten pflegen, den Gatten, den sie nie inniger geliebt zu haben meint, als nun, da er blaß und ohne Bewußtsein vor ihr liegt. Furchtbare Tage verbringt die junge Frau. Zu der marternden Todesangst um den Geliebten gesellt sich die quälende Sorge: Was wird der Hoßbach verüben in der Freiheit, zu der sie ihm verholfen? Gott, wenn er noch mehr Blut vergießt, so ist sie schuld, sie allein! Und er hat gezeigt, der Räuber, daß er im Notfall nicht vor einem Mord zurückschreckt. Nur das nicht, nur das nicht! Doch Gott ist ihr gnädig. Nach drei Tagen kommt die Nachricht, daß der Hoßbach, den grimmige Kälte in ein Wirtshaus getrieben, in einem entfernten Teil des Ländchens aufs neue festgenommen worden ist. Eine Sorge ist gehoben, er hat kein Blut vergossen. Nach weitern drei Tagen erklären die Aerzte den Anton für gerettet. Wenn auch die Kopfwunde noch einige Zeit zur völligen Heilung brauchen wird, so ist doch keine Gefahr für sein Leben mehr vorhanden. Dankerfüllten Herzens kniet die junge Frau am Lager des Gatten und beichtet ihm alles und fleht ihn um Verzeihung an. Er gewährt dieselbe aus vollem Herzen, aus der weichen Stimmung des Genesenden heraus und ergriffen von der tiefen Neue seiner Franzi. Von der Zeit an hat kein törichtes Mitleid mit dem Verbrechertum mehr Raum im Herzen der Franzi, ihr Blick hat sich geschärft und sie ist fürder stolz auf ihren braven Gatten, der treu seine Pflicht tut, und sie steht ihm unentwegt darin bei. Und wenn sie einmal zurückfallen will in ihren alten Fehler, dann genügt ein Blick auf die Narbe, die sich über Antons Stirn zieht, um sie aus dem Land weichherziger Schwärmerei ins wirkliche Leben zurückzuführen. Als nach ein paar Jahren zwei kleine Moor's, ein Bub ein Mädchen, sie umspielen, da ist aus dem zarten, poetisch angehauchten Wesen eine frische, willenskräftige Frau und Mutter geworden. Das„ Amulet" hat also doch Segen gebracht. Daß der„ Fidelio" nicht des Räubers Weib gewesen, hat Franzi erfahren, als ungefähr ein Jahr nach seiner Flucht die„ schwarz' Hoßbachn", wie diese im Volksmund hieß, wegen verschiedner Diebereien eine Strafe in der Fronfeste zu ver büßen hatte. Nicht die mindeste Aehnlichkeit hatte das Weib mit dem hübschen jungen Burschen, der jedenfalls zu ihrem Anhang gehörte. Der Hoßbach muß jedoch in der Tat etwas „ ritterliches" Räuberblut in seinen Adern haben, denn er hat niemals gestanden, auf welche Art er damals in den Besitz der Feile gekommen ist. gr. 5. Die Dereros. Die deutsche Kolonie Südwestafrifa ist von einem zweiten Aufstande heimgesucht Das ungeheure Ge biet, welches weit größer ist neuen worden. als Desterreich und Ungarn zu= sammengenommen, wird nur spärlich von Menschen bewohnt. Der Gouverneur Leutwein war mit seiner Truppe durch einen Aufstand der Bondelzwarts nach Dem Süden des Landes abgerückt. Diese Gelegenheit benugten die im Norden wohnenden Hereros zu einer Erhebung. Sie überfielen die Farmen der Deutschen und mordeten mehrere der Weißen in grausamer Weise ohne Weib und Kind zu schonen. Unsere Abbildung zeigt eine Gruppe Hereros. Dieselben AIR Deutschland Ein illustriertes deutsches Familienblatt. 1904. lange Riemen mit Eisenblechhülsen herabhängen, zahlreiche Ringe aus massiven Eisenperlen um die Unterschenkel, Armbänder aus Elfenbein und Eisen und Halsbänder aus Eisenperlen, Straußeneierstückchen oder Kaurimuscheln. Die Hereros sind lügenhaft, geizig, äußerst sinnlich, anmaßend und hochmütig dem Schwächern gegenüber. Ihre Krale sind freisförmig angelegt und mit einer Dornenhecke umgeben; in der Mitte der stets wenig zahlreichen( 12-16) bie nentorbförmigen Hütten liegt die Kälberhürde, daneben das stets unterhaltene Feuer. Die Hausgeräte sind von der einfachsten Art, aus Baumstämmen geformte Milchgefäße, Flaschen fürbisse, irdene Töpfe, Horn becher. Als Hauptwaffe gelten neben den eingeführten Gewehren der Speer mit eiserner Epiße und der Kirri, eine als Wurfwaffe dienende Keule. Die Hereros find ausschließlich Viehzüchter, Landbau treiben sie nur, wo sie durch den Einfluß der Missionare dazu be Hus Deutsch- Südweftafrika: Der Gouverneur Leutwein verhandelt mit Eingeborenen.( Photographische Aufnahme.) haben einen schmalen und langen Schädel, hervortretende gekrümmte Nase, aufgeworfene, doch nicht wulstige Lippen, tiefschwarzes, wolliges Haar und spärlichen Bartwuchs( meist am Rinn); der übrige Körper, außer Hand, und Fußsohle, ist dicht mit startem Flaum überfleidet. Die Borderarmesind auffallend lang, Hände und Füße fnochig undgroß Die Muskulatur Der großen Gestalt ist kräftig, die Hautfarbe Dunkles Kataobraun. Die Kleidung der Männer besteht in einem viele Meter langen Hüftriemen, von welchem Felle herabhängen, Lederbändern mit herabhängenden Hiemen um die Knie, Armbänder und Sandalen. Die Frauen tragen ein Leibchen von 30-50 Retten aus Straußendaran befestigtes Fell als Schürze, ein den ganzen Rücken bedeckendes, bis auf die Erde reichendes, mit Eisenperlen benähtes Ochsenfell, eine Lederhaube mit drei emporstehenden Zipfeln, von der cierstückchen, ein Hus Deutsch- Südweftafrika: Männer und frauen der Hereros.( Photographische Aufnahme.) erzielung gunjuger genjuren wirst, anstatt, daß man auch noch das persönliche Moment zur Hilfe nimmt und das jugendliche Gemüt dazu aufreizt, nicht bloß gute Zensuren zu erzielen, sondern auch noch seinen Nebenbuhler zu überflügeln. Vielleicht wird der bedauerliche Berliner Fall in Fachkreisen auch von dieser Seite aus einmal betrachtet.. Soweit die beachtenswerte Zuschrist. Interessante Aufschlüsse über den Seelenzustand des Knaben vor der unseligen Tat gab seine eigene spätere Aussage. Er hatte, als an ein und demselben Vormittag die zweite Maßregelung erfolgte, bevor er sich heruntersetzte, einem Mitschüler zugeflüstert:„ Was wird denn nun meine arme Mutter dazu sagen?" Dann so erzählt der Junge ist vor dem Zeichnen die große Pause gekommen, ich hatte gerade das Messer aufgeklappt, um meinen Bleistift zu spitzen, als der Lehrer rief:„ Alle herunter!" Ich ging aus der Bank und sah, daß der Lehrer, der nach Hause gehen wollte, an mir vorüberkommen mußte. Da bin ich heruntergesprungen." ,, Und hast ihn mit dem Messer gestochen?"" Das weiß ich nicht. Dann ist mir meine Mutter eingefallen und meine Geschwister, und da habe ich zu schreien angefangen. Der Lehrer hat sich nach mir umgedreht und gesagt: Junge, du bist wohl verrückt geworden?" Ich habe ihn darauf gefragt: Darf ich mich wieder Zweiter seßen?" Man sieht die fire Idee, die sich nur um den einen Punkt, die vermeintliche Schande des Heruntergeseztwerdens dreht. Der Krieg in Oftalien. Die Russen, die in diesen Tagen ihr Hauptaugenmerk darauf richten, den Hafen von Port Arthur gegen erneute Angriffe von seiten der Japaner möglichst zu sichern, geringes Maß reduziert wird. Damit rechnen oenn auc die Japaner stark, deren sehr günstig gelegene Kohlenwerke die japanische Flotte mit völlig ausreichenden Kohlenmengen versehen können, die allerdings der englischen Kohle an Wert nicht gleich sind, aber doch vollständig genügen, um die Manövrierfähigkeit der japanischen Flotte in jeder Weise zu sichern. In russischen Marinekreisen hegt man die größte Besorgnis, daß das Hilfsgeschwader, bestehend aus dem Panzerschiffe„ Osliaba" und den Kreuzern ,, Dmitri Donskoi" und" Aurora", begleitet von zehn Torpedobooten und einem Kohlentransporte, dem Dampfer„ Saratom", das sich jetzt noch im Indischen Ozean befindet, abgefangen wird. Die Gefahr für diese Schiffe beginnt nämlich schon auf dem Breitengrade von Formosa, den Pescadoren und den Liu- kiu- Inseln, in deren Buchten wohl zahlreiche japanische Torpedokreuzer ihre Beute erwarten werden. Neue russische Verstärkungen zur See, die sich vom heimischen Ostseehafen Kronstadt aus nach Ostasien begeben sollen, werden selbstverständlich auch mit großen Schwierigkeiten betreffs der Kohlenversorgung zu kämpfen haben, da sie ihre Kohlenvorräte in neutralen Häfen nur soweit ergänzen dürfen, daß sie imstande sind, den nächsten russischen Hafen zu erreichen. Deshalb sind die Japaner stets in der Lage, ihre Bewegungen zu kontrollieren und ihnen einen Hinterhalt zu legen. Die Aufsicht, die die Engländer am Suezkanal üben, ist äußerst streng. Das österreichische Kohlenschiff Java", das für einen Kohlentransport nach Port Arthur gemietet war, ist auf Anweisung des Auswärtigen Amtes in Kairo für ein Schiff der kriegführenden Mächte erklärt worden und sollte sofort den Hafen Port Said verlassen. Das Schiff löschte daher die Kohlen. Ebenio hat die äabbtische Regierung das Ersuchen Rußlands stimmt wurden. Man hält vorzüglich Rinder, einige besigen Tausende, da neben auch Schafe und Zie gen, deren Zucht wahrscheinlich von den hottentotten übertommen ist. Die R.nder wer den zu Reits ochsen abgerich tet und zum Zie hen der plumpen Wagen verwen det, selten schlachtet man ein Tier, nut die Milch wird genossen und zwar in gesäueztem Bufand Im übrigen bes steht die Nah rung in aller lei wildwachsenden Wurzeln. ( Forts. folgt). 13. Jahrgang. nspaltige Petitzeile für ganz Ob id Marburg 10 Pfg. fonft 15 Betitgeile 30 reíp. 40 3g. igsliste No. 3269. 1: Gießen, Seltersweg 88 janschluß Nr. 362. ¡ fen fung) und Umgebung n Oberhessen. Torpedodootszerstorer, der am ort Said eintraf, dort in Dod tal die Vergünstigung der schnellen aiser Wilhelms- Kanal wird die n. Unsere Regierung hat sich der Ben können, daß wir als neutrale Beg jezt nicht gestatten dürfen. gilt als deutsche Binnenwassern friegführender Staaten ebensowie Landtruppen durch einen dürfen. Die russische Verstärkung, eldungen aus den drei Panzernder III." und„ Suwaroff", sowie 1 Transportdampfer ,, Kamschatka" omirals Wesselago besteht, mußte zeitraubenden Umweg durch das r die Mandschureifrage. ing der chinesischen Diplomatie, ert haben, kann nicht besser geurch einen Brief, den der schlaue nach Unterzeichnung des Pefinger jen hat. Wenn wir die Manderlassen, so kalkulierte der„, chinegarnichts, weil dann die Japaner werden, und wenn sich dann die Rußland, an der Grenze zwischen berühren werden, und jeder der t versuchen wird, die Grenze auf r hinauszuschieben, dann werden jen; scheint es dann im Falle Japan den fürzeren ziehen, dann allen Kräften, Japan vernichten. ins dann die Russen sicherlich die id Korea für sich behalten. Sieht Rußland im Kriege mit Japan vir einfach die russischen Truppen rustreiben, indem wir vorgeben, erden auf diese Weise ohne große üderhalten. Jetzt die Mandschurei sehr schwer. England legt großes ei, aber daran brauchen wir uns ind mit Gewalt nichts ausrichten itral, Frankreich sieht aus weiter chweigt still." Lihungtschang hat le heutige Situation ziemlich flar r Reichstag. CB Berlin, 13. Februar. über freie Aerztewahl, Kassensich endlos weiterspinnt, wurde gung durch Wahlprüfungen chaltsam war das Zwischenspiel Braun( Soz.), Wahlkreis FrankKommission für ungiltig zu erial nachträglich beinebracht worden eber( 3tr.) Zurückweisung der ( prüfungsfommission. Darüber de geredet, worauf der Annommen wurde. Sodann kam das schon zu Tode gehetzte Kapitel„ Reichsgesundheitsamt" wieder an die Reihe. Die Debatte ist weder interessanter noch belangreicher als gestern. Höchstens wäre die Auseinandersetzung zwischen dem Sozialisten Stadthagen und dem Freisinnigen Mugdan zu erwähnen. Ersterer behauptet, die Zahl der Toten und Verwundeten in der Industrie sei im letzten Jahre mit 120 000 größer, als die der Gesamtzahl der Toten und Verwundeten im deutsch- französischen Kriege auf deutscher Seite. Abg. Mugdan weist die maßlosen Uebertreibungen des Vorredners zurück. Die Sozialdemokraten überschütteten die bürgerlichen Parteien mit den heftigsten Vorwürfen und seien doch selbst die größten Feinde aller Sozialpolitik. Das war der„ Clou" der heutigen vierstündigen Sitzung! Die Politik. Wenn nicht alle Zeichen trügen, ist der ZehnstundenArbeitstag im Anzuge; vorläufig allerdings bloß für erwachsene Arbeiterinnen. Der Bunderat hat bereits den Einzelstaaten anheimgegeben über diese Frage Erhebungen anzustellen. Als Grundzüge sind hierbei angenommen worden die Herabsehung der zulässigen täglichen Arbeitszeit von 11 auf 10 Stunden und am Vorabend der Sonnund Festtage auf 9 Stunden. Bei Bewilligung von Ueberarbeit soll die tägliche Arbeitszeit an Wochentagen 12 Stunden und am Vorabend von Sonn- und Feiertagen bei Arbeitsschluß spätestens 7½ Uhr 9 Stunden nicht überschreiten. Die Beschäftigung von Wöchnerinnen soll vor Ablauf von sechs Wochen nach ihrer Niederkunft überhaupt nicht und während der folgenden zwei Wochen nur dann gestattet weren habe, seinen ach Berlin zu kommen, ia, er gedente, folange er noch ne mich nur bis Hamburg begleiten, és fei ihm unmögte fich der Bann, der über ihm gelegen, und er fagte mir, monddurchleuchtete Sommernacht war heraufgeftiegen, Gamburg zu nehmen und Liebling auch ein paar davon gegessen? wegung macht müde, fo, komm, leg dich wieder hin. und Aprikosen gebracht, die ich für dich bestellte, und hat mein so! Das ist ein artiges Kind! Hat man dir die Pfirsiche War der Doktor Recht das Sterben auf dem" erneutes Schluchzen ,, auf dem ich weiß stärkt mit seiner Kraft. Es ist ein altes Familienerbstück Blutgerust wird ihm leichter werden, wenn das Amulet ihn Shr dürft's mantlich nicht aber ein bor Angst tritt Franzi in die Küchentür stürmt iemand Ginen Augenblick Ste um Gott da der HobTreppe herab in langen Sätzen Franzi steht wie angewurzelt, belt beleuchtet vont Schein eczierung noch das jugendliche zu erzielen flügeln. 2 Fachkreisen Soweit schlüsse über feligen Tat an ein und erfolgte, beb flüftert: W fagen?" D Beichnen die Meffer aufget Behrer rief: 11 daß der Lehr überkommen Und haft ihr nicht. Dann Geschwister, Lehrer hat fi bift wohl verr Darf ich mi dee, die fich Bande des 3 aber rlegte einen nerbstück Euch Gott Amulet ihn ,, auf dem ein und breit! wie indruck auf möglich zu as Gefängin Ketten Inglücklichen wie in der die „ Fidelio". ein mehr zum damit es licher Fall. Amulet unendlich skraft war will's ihm daß wegen Der Weg zum Glück. nod den Rest von Achtung, den sie immer ( Fortsetzung. Roman von W. Axell. ( Nachbruc verboten.) ,, Wie kommst du jetzt aber zu der roten Sade?" fragte Stephan. Sie brachte mir bei der Werbung eine Guinee ein, die aber längst alle geworden," ,, So höre mich an, Dick. Du kannst in dieser Verfassung nicht zu deinem Vater zurückkehren." Teufel auch! Wenn man muß!" „ Nein, du darfst nicht; er kann dir übrigens auch nicht helfen; er befindet sich selber in prefärer Lage. Schreibe an Kitty, rate ich dir, und zur rechten Zeit soll dein Vater deinen Brief lesen und ich werde mein Möglichstes tun, Euch zu versöhnen. Jetzt aber gehe zurück zu deinem Regiment und bist du einmal Soldat, sei ein braver Soldat." O, ich begreife Euch alle. Ihr möchtet mich totschießen lassen, damit ich Euch nicht länger auf dem Halse liege." „ Nein, nur deine Schuldigkeit sollst du tun. Ich nehme an, du gehörst zu dem Regiment, das heute in Hunchester einquartiert liegt. Ich werde dich begleiten nach der Stadt und dort wollen wir sehen, ob wir dich los. faufen können." noch für dich hegt, benehmen? Ja, wenn sie dich kennte! Allein sie soll dich nicht in deiner ganzen Schlechtigkeit kennen lernen. Und darum will ich dir helfen, muß ich dir helfen. Also zieh deinen roten Rock aus. Hierher in das Gebüsch wird keiner kommen und darnach suchen. Zieh dir meinen Rock an! Wir sind ziemlich von einer Größe, und setze dir meinen Hut auf. Und nun gehe geradewegs nach Longnow und warte auf mich im Halbmond. Gieb dich als Reisenden aus, als was du willst, oder sage, du wärst mein Sekretär. Ich werde inzwischen nach Hause gehen, so wie ich bin; ich habe schon so manchmal in Hemdsärmeln draußen gearbeitet. Drum wird mein Aufzug feinem auffallen. Ich ziehe mich schnell anders an, dann komme ich zu dir nach dem Halbmond, und dann wollen wir über legen, was wir tun. Für heute nacht kannst du in dem Wirtshause bleiben und wenn du dich in Folgezeit aufraffen könntest, endlich einmal ein Mann zu werden, so würde ich auch weiter für dich sorgen wollen; s könntest du im Ernst in Millport mein Sefretär werden. Aendern aber mußt du dich!" ,, Ob ich mich ändern werde!" rief er aus. Mit den besseren Kleidern, die er anzog, schienen sich alle Züge seines Gesichtes zu heben, Hus Deutsch Südwestafrika: Swakopmund( Photographische Aufnahme.) Wenn aber der Vater kein Geld hat?" ,, So werde ich welches geben." Bu spät, zu spät!" rief der andere. Wie so zu spät?" " Weil ich desertierte." Du desertiertest! Elender du!" Stephan konnte seine Entrüstung nicht unterdrücken. Und dieser Mensch war Kitty's Bruder, dieser unverbesserliche Taugenichts! Was sollte er nur mit ihm tun, was mit ihm beginnen, fragte er sich. Alles, alles, mur nicht der neuauflebenden Selbstachtung Blackdorn's mit der Kunde von dieser Niederträchtigkeit seies Sohnes den tödlichsten Schlag versetzen, den sie je erhaltender stolze alte Mann ginge, sagte er sich, direkt in sein Grab " So?" meinte Dick ruhig, auf des ande„ Versuch es nur ren entrüsteten Ausruf. selbst einmal als Soldat, und wer weiß, ob du es aushalten würdest. Warum ich unter die Soldaten ging, fann ich heute nicht mehr sagen, warum ich aber davonlief, weiß ich genau. Elender kann es einem nirgends im Reben ergehen. Und nun will ich zu Kitty und mich von ihr so lange auf einem Haus beden verstecken lassen, bis das Land klar ist, und dann werde ich meiner Wege schon von selbst wieder ziehen." „ Das wirst du nicht tun!" rief Stephan mit Donnerstimme dazwischen. Kein Streich ist im Leben so schlecht, der sich nicht gut machen läßt. Willst du deiner Schwester auch selbst seine schlotterige Haltung verschwand, wie er sich mit einem leichten Lächeln auf den Lippen über das Wasser beugte und sich darin besah. Ob ich mich ändern werde! Teufel auch, Stephan Harlow, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Laufe nur einmal Jahr ein und Jahr aus zerlumpt wifein Strolch herum und dann wirst du merken. welche Ahnung man von einem sauber gekleideten Menschen bekommt. Bin schon längst in mich gegangen, fand aber nie die rettende Hand, die mich aus dem Sumpf 30g. Und nun mußt du es tun, Stephan Harlow. Es ist zwar etwas beschämend für mich, doch alles eins! Bist ein herrlicher Kerl. Und will dir's auch danken, will ein Mustersohn werden. Und paß auf, die weißen Haare sollen dem Alten vor Freude wieder dunkelschwarz werden. Und nun he juchhe auf nach dem Halbmond!" Stephan konnte nicht sagen, ob ihm Dick in seiner Verzweiflung oder jetzt in seiner guten Laune weniger gefallen. Das eine war klar, der Bursche besaß so wenig Gehalt, wie eine Feder im Wind. Und Stephan sah mühen mit ihm voraus, gegen welche die geplante Hebung des Weidenhofes ein Kinderspiel war. ,, Und nun vorwärts!" sagte er.„ Du weißt, wo du auf mich zu warten hast. Treffe ich dich, wenn ich komme, nicht dort, so lasse ich dich ein für alle Male fallen." ,,, feine Angst. Witch wir un dort treffen. Meinst du, ich hätte Lust, noc) einmal unter die Rotjacken zu geraten? Und nun auf Wiedersehen im Halbmond. Ich warte dort, bis du kommst. Beeile dich nicht!" „ Und inzwischen," dachte Stephan, wie der andere, lustig mit einer Weidenrute fuchtelnd, sich davontrollte, inzwischen fällt es ihm vielleicht auch ein, daß man zu Jemand, der einen aus solcher Lage zieht, danke schön" sagt. Indes einerlei! Was mache ich mir aus seinem Dank. Nicht um seinetwillen tue ich ja das alles, nein um ihretwegen! Thretwegen muß ich suchen den Menschen zu retten und wieder zu heben. Am Ende wird diese Aufgabe leichter sein, als ich mir denke. Im Grunde ist der Aermste, wenn auch verkommen, ein schlechter Kerl nicht. Und wenn noch ein Funken von Ehrgefühl in ihm wohnt, so werden wir ihn bessern und zu einem neuen Menschen machen." Eines der schwersten Dinge mag es sein, einem Menschen helfen zu wollen und dabei schlecht von ihm zu denken. Allein Stephan glaubte wohl einen schwierigen, doch keinen Hoffnungslosen Fall vor sich zu sehen. Er blieb noch ein paar Minuten lang im Gebüsch, dann trat er wieder hinaus und sat entschieden weniger reputierlich aus wie beim Eintritt. Nicht daß es gerade etwas so unge, heuerliches war, daß er den Rest des Weges über die Felder ohne Hut und Rock zurücklegte; wie gesagt, hatte man ihn lezzthin häufig genug schon bei seinen Vermessungsarbeiten in Hemdsärmeln im Freien gesehen. Gleichwohl gab er die Idee auf, an der Kirche vorbei nach Hause zu gehen, und wie er noch nachsann, welcher von den verschiedenen nach dem Weidenhof führenden Wegen der ein. samste und verborgenste wäre, hörte er plözlich hinter sich eine schwere, wie vom Trunt Heisere Stimme sagen: ,, Hagel und Blitz, als hätte ich es ge. rochen, daß der Ausreißer hier stecken muß. Hol mich der Geier, wenn der Kerl, der dort aus dem Busch kommt, nicht unser Vogel. ist. Heda, mein Bürschchen, stillgestanden und rühre dich nicht oder es pfeift dir eine Flin tenkugel durch den Kopf!" Stephan, der ohne Hut und Rock, schlammbespritzt von oben bis unten, aus dem Gebüsch herauskroch, stieß, wie er ins Freie hinauskam, auf einen kleinen Trupp lässig das Gewehr auf der Schulter tragender Soldaten. Seine Augen waren halb geblen. det, wie er aus dem Zwielicht im Busch in das grelle Licht heraustrat, und dieser unverhoffte Empfang verblüffte ihn vollends. Allein die Lage ward ihm alsbald vollkommen klar. Der Ausreißer wurde verfolgt und hatte kaum mehr als drei Minuten Vorsprung vor seinen Verfolgern, wenn diese noch. Wohlan denn -- aus den drei Minuten mußte er dreißig zu machen versuchen! „ He wofür halten Sie mich?" rief er zurück und beschattete seine Augen, um zu sehen, ob Dick noch in Sicht oder bereits auf seinem Weg nach dem Halbmond glücklich hinter einer Hecke entkommen war. - ,, Wofür wir Sie halten sehr einfac für das, was Sie sind- Grenadier Blad dorn von unserem höchsteigenen Regiment," erklärte der den kleinen Trupp befehligende Sergeant. Stephan überlegte. Offenbar, sagte er sich, würde sich der schwerfällige Unteroffizier nicht leicht von ihm von seinem Irrtum über. zeugen lassen. Uebrigens kam es vorerst hauptsächlich darauf an, Dick einen Vorsprung zu schaffen. Ließe Goldaten, so würde dem Vollmond gele fich der Irrtum h als Opfer eines noch genügende Be Was nügt lan Richts," meint marjaj- vorwärt Griffen, mein Bür würdest fonit nicht m lahme Gans dahert Db man fchuldi genehm ist es auf und baarhaupt zwif netten durch die durchführen zu Stephan feiner W bekannt, so daß es ging, als alle Rin lachend und pfeife er vor dem Golda dem er vor wenig fauft, stand der J und sah sich lachen Stephan fühlte fich Uebermut fremd w Ben, just um ihn bei näherem Nachd dodh. Der ehrbare für einen Infult a Schließlich war dem Hofe eines Ga auf eine leere Korr des Postens vor de Tür zählte. Das jein Ende haben, die Turmuhr drei die andere anschla duldig. Das währt lange! Und er jchl die Tür. Ste, lieber Schildwache hinaus hier eingesperrt bl Indes, es erfol leicht, daß es einer mit einem Gefang als die Stunden geschah, höchstens Posten vor sei wurde, fing sich s Besorgnis zu ve mochte Did nun jein? Und wer Lange fich felbft in angerichtet haben mußte es selbstver geben und Weiber Endlich ward und beim Schein war inzwischen H er über den Hof führt, das wie war. Und beim zen erblickte er Herren in Scharla Schärpen und Fe vor einem mit A ladenen Tisch, wäl geant, der ihn ein zengerade an der Der älteste un Offiziere warf ein Gefangenen. Ihren Rappo Und machen Sie Er befam bei Feierlichkeit der e walix synen. und nimmt Hilda in seine Arme. Hellmut, den alle lieb haben müssen, tritt er über die Schwelle mehr als früher, aber immer der gewinnende, anziehende schärften und verfeinerten Zügen, die Augen nicht so glänzend Da ist er! Mit von innerem Herzensweh etwas ge= blieben? Es ist ein solch' drückende Hize draußen, jede Be„ Mein liebes Herz, warum bist du nicht still liegen geBlick durchschaut. Aber wie soll sie anders sein? sie nicht so leidend und verstört finden! eine fünstlich angenommene Haltung, die er auf den ersten rahmten Spiegel, ordnet ihren Anzug, ihr Haar, heim, und immer findet er ein mühsam erzwungenes Lächeln, Müde und abgespannt von allem Rechnen und Zählen kommt er Hastig steht sie auf, geht zu dem großen, silbereingeArmer Hellmut! er soll in Schluchzen sprecht nur. uns doch niemand?" ich bin seiner Müze hervor. jungen Menschen mitleidig. haben gewiß ein menschliches Herz mir. Ich weiß, sehen kann ich ihn nicht ein Gebetbüchlein"- dabei brach die Stimme des Burschen gute Frau, hier in dem Päckelchen habe ich ein Amulet und ,, Ach, gute Frau, ich hab' eine so große Bitt'. ten seine Augen und blondes Lockengeringel drängte sich unter ,, möchtet Ihr's nicht dem Armen geben? stand der Bursch vor ihr im Licht des Mondes, hell glänz,, Ach, wenn Sie ein Herz in der Brust haben, verließ sie das Zimmer und trat auf die Haustreppe. Da der Hoßbach ist ein naher Verwandter von Nein, nein, ich bin ganz allein, Was wollen Sie?" fragte sie den aber Sie sehen ja so gut Mit raschem Entschluß es hört Sie clyout el viueno ote pande zu ihr. aus Es wird ihm ein Trost sein in seinem Unglück, gewiß, und Amulet Die der Hand der unGott und Gestalt tun galt's. inbrechers r heftig illes ge= wäre sie hte mich innerlich nennen wann das Die Stuff Darauf richte neute Angrif entflohen! gemordet!" geliebt ſteigt fomm' sich werfen! tür hinter bor einem Frau. zu haben wußtsein vor ihr liegt. Räuber ihr zugerufen. Frau Verwalterin aufeinander,„ Anton", Aber Mord Franzi dann ruft er höhnisch: meint, als bach verüben in der Freiheit, Nur das nicht, nur das nicht! er nicht gebraucht. Die Feile! Ha, Belle eine Feile gefunden worden iſt. zurückschreckt. allein! Und er hat gezeigt, der Räuber, daß er im Notfall wirft sie sich über ihn: liebten gesellt sich die quälende Sorge: Was wird der Hoßnun, fie muß den Gatten pflegen, den Gatten, den ſie nie inniger um den Verstand zu verlieren, o, könnte sie das Leben von Anton stirbt, dann ist sie die Mörderin des Gatten! O, es ist den Augen gefallen, schon bei den Worten, sie, sie allein ist schuld an dem Schrecklichen, und wenn der er noch mehr Blut vergießt, so ist sie schuld, sie der wüsten Gestalt zu Zu der marternden Todesangst um den GeVerbrecher den Anton zu Boden geschlagen, das Messer hat geschehen, nachdem sie ihn in seinem Blut gefunden. Furchtbare die Treppe herab in langen Säßen den Anton unterſucht und die Achſeln gezuckt haben, wie in der immer wieder hat Fragen beantworten müssen, wie die Aerzte die Magd gekommen, die Gerichtsherren, die Aerzte, wie sie Gatten. Nur undeutlich kann sie sich erinnern, was weiter sie darf nicht, sie muß gut zu machen suchen, In später Nacht sitzt Franzi am Bett des bewußtlosen bach! Franzi steht wie angewurzelt, Blute; aus tiefer Stirnwunde fließt es, und regungslos, zu dir, hab' Erbarmen, Gott im Himmel, ich hab' ihn Hoßbach liegt ihr Mann, ihr braver guter Anton, in seinem Ahnung ist Wahrheit. Halb im Flur, halb in der Zelle des Die Feile, das war das Amulet sie die Treppe hinan, der Fall, der dumpfe Fall ruft sie und gebrochen!" Gin lautes rohes Gelächter, dann fällt die HausAugen gleicht er einem Toten. Mit wildem brecher, in ſeiner Hand blißt ein offenes Messer, stoßzbereit Schein der Flurlampe. Einen Augenblick stutt der Verbor Angst tritt Franzi in die Küchentür- da stürmt jemand wie und mit zu der sie ihm verholfen? es hat Wunder getan, hat die zittert und bebt, die Zähve ſchlagen ihr da er blaß und ohne BeTage verbringt die ,, Anton, wach' auf, Anton, um Gott Mit der Kette hat der Schuppen Schön' Dank für das Amulet, zitternden Knieen der„ edle" Räuber ist hell beleuchtet vom Wie der Hoßmit ihre Ketten das Hoßbach förpert erschienen. Da reichen Familienerbstück, das wieder abgenommen! Berion ihr alle die idealen Räubergeſtalten eer Neuzeit vernene die quälenden Eindrücke zu versüßen durch die Erinnefängnisvertoalter zu sein, und versuchte sich immer aufs in Gedanken daran, was für ein schreckliches Amt es sei, Gemun, das war dem Armen wohl zu gönnen. Franzi seufzte das Gute, was sie dem Hoßbach getan, in dessen doch auch ein Brieflein zu der Gabe geschrieben, und wenn Gefühl war befriedigt von ihrem Tun, hatte sie doch sicher dem war immer noch in gedrückter Stimmung. Ihr mitleidiges etwas zu holen, und Anton machte eben die Runde. Franzi war in der Küche beschäftigt, die Magd war ausgegangen, Es war am Abend des zweitfolgenden Tages. Franzi das Amulet, ihm eine Wohltat war, Troſt gebracht, gewiß hatte ihm sein Weib an oben fam er, und gleich darauf ein dumpfer Fall welch' ein entsetzlicher Schrei! Von zitternd 13 bon junge Gott, wenn er nicht vor die der ist ihr's rettet. Wenn fernten Teil des sein Leben mehr vorhanden. Ländchens ligen Heilung brauchen wird, so ist doch keine Gefahr für weitern drei Tagen erklären die Aerzte den Anton für geist. Eine Sorge ist gehoben, er hat kein Blut vergossen. Nach grimmige Kälte in ein Wirtshaus getrieben, in einem entNach drei Tagen kommt die Nachricht, daß der Hoßbach, den auch die Kopfwunde noch einige Zeit zur völaufs neue festgenommen worden Doch Gott ist ihr gnädig. Von zeihung an. sich der Zeit an von der tiefen Neue seiner Franzi. Schwärmerei ins wirkliche Leben zurückzuführen. ein Mädchen, sie umspielen, da ist aus dem zarten, poetisch Als nach ein paar Jahren zwei kleine Moor's, ein Bub alten Fehler, dann genügt ein Blick auf die Narbe, die sich darin bei. Und wenn sie einmal zurückfallen will in ihren Gatten, der tren seine Pflicht tut, und sie steht ihm unentwegt Antons Stirn zieht, um sie aus dem Land weichherziger brechertum mehr Raum im Herzen der Franzi, ihr Blick der weichen Stimmung des Genesenden heraus und ergriffen des Gatten und beichtet ihm alles und fleht ihn um Vergeschärft und sie ist fürder stolz auf ihren braven Dankerfüllten Herzens kriet die junge Frau am Lager Er gewährt dieselbe aus vollem Herzen, aus an hat kein törichtes Mitleid mit dem Verhat über Cutter en mesen eine frische, willenskräftige Frau und Das hat also doch Segen gevracht. büßen hatte. der Feile gekommen ist. geworden. Amulet" hat niemals gestanden, auf welche Art er damals in den Besitz „ ritterliches" Räuberblut in seinen Adern haben, denn er Anhang gehörte. Der Hoßbach muß jedoch in der Tat etwas mit dem hübschen jungen Burschen, der jedenfalls zu ihrem verschiedner Diebereien eine Strafe in der Froufeste zu verdie schwarz' Hoßbachn", wie diese im Volksmund hieß, wegen Franzi erfahren, als ungefähr ein Jahr nach seiner Flucht Daß der Fidelio" nicht des Räubers Weib geweſen, bat Nicht die mindeste Aehnlichkeit hatte das Weib e Luft, nod eraten? Und mond. d e dich nicht! ohan, wie der ute fuchtelnd, fällt es ihm Jemand, der dante schön" adje ich mir metwillen tue vegen! Shret. hen zu retten de wird dieje dente. Im auch verfom. Und wenn ihm wohnt, einem neuen mag es sein. en und dabei Mein Stephan 1, doch keinen Su sehen. Gr lang im Ge naus und fat aus wie beim twas so Unge st des Weges Rod zurüd ihn lezthin Vermessungsreien gesehen. an der Kirche nd wie er nod schiedenen nad egen der ein hörte er plöz Die bom Trunt ätte ich es ge er steden muß Kerl, der dor unser Vogel ist Igestanden und dir eine Flin ut und Rod S unten, aus eß, wie er in fleinen Trupt julter tragender ren halb geblen im Busch in da iefer unverhofft nds. Allein die mmen flar. De nd hatte taur rung vor seiner Wohlan den ußte er dreißi ie midh?" rief Augen, um oder bereits a bmond glüdli n war. --sehr einfa Grenadier Bla enen Regiment upp befehligen fenbar, jagte ige Unteroffizi em Irrtum übe fam es bore einen Amulet ihn ,, auf dem bor Angst tritt Franzi in die Küchentür die da stürmt iemand Jangen Saken Vorsprun zu schaffen. Zieße er sich abführen von den Soldaten, so würde Dick inzwischen sicher nach dem Vollmond gelangen, und er hätte, wenn sich der Irrtum herausstellen und man ihn als Opfer eines Mißgriffes entlassen würde, noch genügende Zeit, ihn dort aufzusuchen. ,, Was nügt langes dieden," begann ec. Nichts," meinte der Unteroffizier. sa marja) vorwärts! Warst nie in meinen Griffen, mein Bürschchen, das merkt man, würdest sonst nicht mit einem Schritt, wie eine lahme Gans daherkommen!" Ob man schuldig oder unschuldig ist, angenehm ist es auf keinen Fall, sich gebunden und baarhaupt zwischen aufgepflanzten Bajonetten durch die Straßen einer Stadt hindurchführen zu lassen. Zum Glück war Stephan keiner Menschenseele in Huncheſter bekannt, so daß es ihm nicht gerade allzu nahe ging, als alle Kinder der Stadt ihm johlend, lachend und pfeifend ihr Gefolge gaben. Als er vor dem Goldarbeiterladen vorbei kam, in dem er vor wenigen Stunden die Ringe gefauft, stand der Juwelier auch vor seiner Tür und sah sich lachend den lustigen Zug au. Stephan fühlte sich versucht, obgleich ihm sonst Uebermut fremd war, den Mann zu begrüBen, just um ihn in Staunen zu versezen; bei näherem Nachdenken unterließ er es jedoch. Der ehrbare Geschäftsmann mochte es für einen Insult auffassen. Schließlich ward er in eine Scheune auf dem Hofe eines Gasthofes gesperrt, wo er sich auf eine leere Kornmeze setzte und die Tritte des Postens vor der hinter ihm verschlossenen Tür zählte. Das Abenteuer mußte nun bald sein Ende haben, sagte er sich. Doch wie er die Turmuhr dreimal eine Viertelstunde auf die andere anschlagen hörte, ward er ungeduldig. Das währte ihm denn doch ein wenig lange! Und er schlug mit seinen Fäusten au die Tür. „ Sie, lieber Freund," rief er zu der Schildwache hinaus, wie lange soll ich noch hier eingesperrt bleiben?" Schlucken. Offenbar hatte er der Flasche mehr als nötig zugesprochen. Der Unteroffizier trat vor und sagte kurz und bündig aus: Deserteur, Herr Major- Richard Blackdorn mit Namen aus Kapitän Raleigh's Kompanie, eingereiht lezten Freitag in Hilsburg, davongelaufen heute früh auf dem Marsche, in Buchenbüschen gefangen von mir." Indes, es erfolgte feine Antwort- vielleicht, daß es einem Posten verboten war, sic) mit einem Gefangenen zu unterhalten. Doc) als die Stunden verrannen und nichts, nichts geschah, höchstens daß dann und wann der Posten vor seinem Scheunentor abgelöst wurde, fing sich seine Ungeduld in eine gewisse Besorgnis zu verwandeln an. Wie lange mochte Dick nun schon in dem Halbmonde sein? Und wer weiß, welches Unheil er, so lange sich selbst überlassen, schon wieder dort angerichtet haben mochte? Denn Pferde mußte es selbstverständlich in einem Gasthofe geben und Weiber auch! „ Der Schein spricht gegen mich, ich gebe es zu," erklärte Stephan. Allein ich ließ mich nimmer anwerben und heiße ebenso wenig Richard wie Blackdorn. Mein Name ist Stephan Harlow und ich bin Disponent einer Hypothekenbank in Millport=" Endlich ward jedoch seine Tür aufgemacht und beim Schein einer Laterne denn es war inzwischen Zwielicht geworden ward er über den Hof in ein Gasthofszimmer geführt, das wie ein Klubzimmer eingerichtet war. Und beim Licht zweier flackernder Kerzen erblickte er sich in Gesellschaft dreier Herren in Scharlach- Uniform mit Epauletten, Schärpen und Federhüten. Dieselben saßen vor einem mit Akten und Weinflaschen beladenen Tisch, während der irländische Sergeant, der ihn eingefangen, stumm und ferzengerade an der Türzarge stand. Der älteste und imposanteste der drei Offiziere warf einen raschen Blick auf den Gefangenen. Was will der Kerl sein?" starrte ihn einer der Offiziere groß an. „ Papperlapapp," meinte der Major, mag er sein, was er will. Wir haben keine Zeit, uns lange mit ihm aufzuhalten und fönnen auch nicht unnötig Leute verlieren. Drum, meine Herren Stameraden- ohne lange zu fackeln der Mann ist schuldig der Desertion; er erhält fünfzig Rutenhiebe vor versammeltem Regiment und damit basta! Ihren Rapport, Sergeant!" sagte er. Und machen Sie es kurz." Er bekam bei den letzten Worten ein die Feierlichkeit der Szene entschieden störendes Fünfzig Meilen, indes ein Brief ,, Q, ein Brief würde viel zu lange dauern. Wir stechen morgen in See. Also bleibt es bei meinem Urteil." Stephan fing an, in die höchste Angst zu geraten. Diesen Ausgang hatte er nicht vorausgesehen, als er dem richtigen Deserteur seine Sachen geborgt. Das war ein entsezlicher Lohn! Da kam ihm noch im letzten Moment ein glücklicher Gedanke. ,, Verzeihung, Herr Major," ſagte er. ..Wenn ich auch in der Stadt unbekannt, so bin ich jedoch hier in der Umgegend bekannt. Ich bin befreundet mit einem hochangesehe nen Mann, der in der Nähe begütert ist. Wenn ich ihn herbeirufen könnte 11 " Einer der Offiziere flüsterte dem Major, der den Gefangenen mit ärgerlichem Blid maß, etwas ins Ohr. Sie sind ein langmeiliger Kerl," meinte er, wer und was Sie auch sind. Viel Freude werden Sie Ihren Vorgesetzten nimmermehr machen. Daher wünſchte ich fait, sihre Angaben beſtätigten sich und ich könnte Sie entlassen. Federflechter brauchen wir nicht aeaen die Franzosen, wir brauchen Männer. Und mun, Sergeant, Hus Deutsch- Südwestafrika: Militärftation Daicamgab bei Swakopmund. ( Photographische Aufnahme.) Haben Sie gehört, Grenadier Richard- oder wie Sie sonst heißen? Und lassen Sie es sich gesagt sein, sind wir erst drüben über dem Meer, steht Todesstrafe darauf." Stephan starrte entsetzt vor sich hin.„ Um Himmels willen, Herr Major, ich bin doch aber der Mann nicht." ,, So beweisen Sie es. Sie sagten, Sie wären eine Art von Bankier. Aber wenn Sie es beweisen wollen, machen Sie schnell. Wir können uns ihretwegen nicht versäumen." Stephan pflegte Briefe, Pässe und Atteste bei sich zu führen, die seine Identität mehr als nötig bewiesen. Aber zum Henker das alles war mit seinem Rock nach dem Halbmond gegangen! Und er konnte voll Verzweiflung nur fonstatieren, daß ihm sein Portefeuille abhanden gekommen. sorgen Sie dafür, daß der Brief des Kerls pünktlich bestellt wird. Inzwischen, meine Herren nicht wahr. noch ein Fläschchen!" Das Rendezvous im Halbmond war da. mit für den Tag unmöglich geworden. Stephan erhielt eine Feder und ein Fläschchen voll schimmeliger Dinte und beim Licht einer Stalllaterne schrieb er auf der Kornmege: Lieber Herr Marrell! Ein übereifriger irischer Segeant hat mich als Deserteur arretiert. Ich werde mit einem anderen Mann verwechselt. Und das Schlimmste an der Sache ist, daß das Regiment unverzüglich auf den Kriegsschauplatz ausrückt. Kommen Sie, bitte, morgen früh nach Hunchester herüber und stellen Sie meine Identität fest. Aber kommen Sie ja. Es ist eine sehr ernste Sache. Wenn Sie hier sind, will ich Ihnen erklären, warum ich mich mit dieser meiner Bitte nicht an die Blackdorn's gewandt. Sie sollen weiter nichts hier tum, als daß Sie im Ochsen" dem Major Henderson erklären, daß Sie mich fennen als Ihren ganz er. gebenen „ Das ist Ihr Pech," meinte der Vorſizende des Kriegsgerichts.„ Trotzdem sollte es mir leid tun, einen Irrtum mit Ihnen zu begehen. Ihren Kapitän kann ich leider nicht mehr zur Stelle berufen. Derselbe hat sich bereits mit seiner Mannschaft eingeschifft. Aber noch eine Chance will ich Ihnen geben. Kennt Sie Jemand in diesem Nest- HunAls er dies Schreiben ausgefertigt und chester heißt es ja wohl?" „ Leider nicht. In Millport jedoch bin ich dem Unteroffizier zur Beförderung übergeben hatte. mußte er nichts Besseres zu tun. ein allgemein bekannter Mann." ,, So? Wie weit ist es von hier nach Mill- als sich auf das Heu niederlegen und von port?" jeiner Sitty zu träumen, bis sich das Morgen, erzielung gunnger Senjuren wirst, anstatt, daß man auch noch das persönliche Moment zur Hilfe nimmt und das jugendliche Gemüt dazu aufreizt, nicht bloß gute Zensuren zu erzielen, sondern auch noch seinen Nebenbuhler zu überflügeln. Vielleicht wird der bedauerliche Berliner Fall in Fachkreisen auch von dieser Seite aus einmal betrachtet Soweit die beachtenswerte Zuschrist. Interessante Aufschlüsse über den Seelenzustand des Knaben vor der unseligen Tat gab seine eigene spätere Aussage. Er hatte, als an ein und demselben Vormittag die zweite Maßregelung erfolgte, bevor er sich heruntersette, einem Mitschüler zugeflüstert: Was wird denn nun meine arme Mutter dazu sagen?" Dann so erzählt der Junge ist vor dem Zeichnen die große Pause gekommen, ich hatte gerade das Messer aufgeklappt, um meinen Bleistift zu spiken, als der Lehrer rief:„ Alle herunter!" Ich ging aus der Bank und sah, daß der Lehrer, der nach Hause gehen wollte, an mir vorüberkommen mußte. Da bin ich heruntergesprungen." ,, Und hast ihn mit dem Messer gestochen?"" Das weiß ich nicht. Dann ist mir meine Mutter eingefallen und meine Geschwister, und da habe ich zu schreien angefangen. Der Lehrer hat sich nach mir umgedreht und gesagt:„ Junge, du bist wohl verrückt geworden?" Ich habe ihn darauf gefragt: Darf ich mich wieder Zweiter seßen?" Man sieht die fire Idee, die sich nur um den einen Punkt, die vermeintliche Schande des Heruntergeseztwerdens dreht. Der Krieg in Oftalien.- Die Russen, die in diesen Tagen ihr Hauptaugenmerk darauf richten, den Hafen von Port Arthur gegen erneute Angriffe von seiten der Japaner möglichst zu sichern, Stephan Harlow." geringes Maß reduziert wird. Damit reanen denn auaj die Japaner stark, deren sehr günstig gelegene Kohlenwerke die japanische Flotte mit völlig ausreichenden Kohlenmengen versehen können, die allerdings der englischen Kohle an Wert nicht gleich sind, aber doch vollständig genügen, um die Manövrierfähigkeit der japanischen Flotte in jeder Weise zu sichern. In russischen Marinekreisen hegt man die größte Besorgnis, daß das Hilfsgeschwader, bestehend aus dem Panzerschiffe Deliaba" und den Kreuzern ,, Dmitri Donskoi" und" Aurora", begleitet von zehn Torpedobooten und einem Kohlentransporte, dem Dampfer„ Saratow", das sich jetzt noch im Indischen Ozean befindet, abgefangen wird. Die Gefahr für diese Schiffe beginnt nämlich schon auf dem Breitengrade von Formosa, den Pescadoren und den Liu- kiu- Inseln, in deren Buchten wohl zahlreiche japanische Torpedokreuzer ihre Beute erwarten werden. Neue russische Verstärkungen zur See, die sich vom heimischen Ostseehafen Kronstadt aus nach Ostasien begeben sollen, werden selbstverständlich auch mit großen Schwierigkeiten betreffs der Kohlenversorgung zu kämpfen haben, da sie ihre Kohlenvorräte in neutralen Häfen nur soweit ergänzen dürfen, daß sie imstande sind, den nächsten russischen Hafen zu erreichen. Deshalb sind die Japaner stets in der Lage, ihre Bewegungen zu kontrollieren und ihnen einen Hinterhalt zu legen. Die Aufsicht, die die Engländer am Suezkanal üben, ist äußerst streng. Das österreichische Kohlenschiff Java", das für einen Kohlentransport nach Port Arthur gemietet war, ist auf Anweisung des Auswärtigen Amtes in Kairo für ein Schiff der kriegführenden Mächte erklärt worden und sollte sofort den Hafen Port Said verlassen. Das Schiff löschte daher die Kohlen. Ebenso bat die äavotische Regierung das Ersuchen Rußlands 13. Jahrgang. nspaltige Betitzeile für ganz Ob 1d Marburg 10 Pfg. fonft 15 g Betitgeile 30 rep. 40 g. igsliste No. 3269. 1: Gießen, Seltersweg 88 jauschluß Nr. 362. fen fung) und Umgebung n Oberheffen. Torpedodootszerstorer, der am ort Said eintraf, dort in Dod tal die Vergünstigung der schnellen aiser Wilhelms- Kanal wird die n. Unsere Regierung hat sich der Ben können, daß wir als neutrale Beg jetzt nicht gestatten dürfen. gilt als deutsche Binnenwassern kriegführender Staaten ebenso. wie Landtruppen durch einen dürfen. Die russische Verstärkung, eldungen aus den drei Panzernder III." und" Suwaroff", sowie 1 Transportdampfer„ Samschatka" omirals Wesselago besteht, mußte zeitraubenden Umweg durch das r die Mandschureifrage. ing der chinesischen Diplomatie, ert haben, kann nicht besser geurch einen Brief, den der schlaue nach Unterzeichnung des Pefinger jen hat. Wenn wir die Manderlassen, so kalkulierte der„ chinegarnichts, weil dann die Japaner werden, und wenn sich dann die Rußland, an der Grenze zwischen i berühren werden, und jeder der t versuchen wird, die Grenze auf r hinauszuschieben, dann werden jen; scheint es dann im Falle Japan den fürzeren ziehen, dann allen Kräften, Japan vernichten. ins dann die Russen sicherlich die nd Korea für sich behalten. Sieht Rußland im Kriege mit Japan vir einfach die russischen Truppen mustreiben, indem wir vorgeben, erden auf diese Weise ohne große üderhalten. Jetzt die Mandschurei sehr schwer. England legt großes cei, aber daran brauchen wir uns ind mit Gewalt nichts ausrichten itral, Frankreich sieht aus weiter chweigt still." Lihungtschang hat ie heutige Situation ziemlich flar r Reichstag. CB Berlin, 13. Februar. über freie Aerztewahl, Kassensich endlos weiterspinnt, wurde gung durch Wahlprüfungen chaltsam war das Zwischenspiel Braun( Soz.), Wahlkreis FrankKommission für ungiltig zu erial nachträglich beinebracht worden eber( 3tr.) Zurückweisung der ( prüfungsfommission. Darüber de geredet, worauf der Annommen wurde. Sodann kam das schon zu Tode gehetzte Kapitel„ Reichsgesundheitsamt" wieder an die Reihe. Die Debatte ist weder interessanter noch belangreicher als gestern. Höchstens wäre die Auseinandersetzung zwischen dem Sozialisten Stadthagen und dem Freisinnigen Mugdan zu erwähnen. Ersterer behauptet, die Zahl der Toten und Verwundeten in der Industrie sei im letzten Jahre mit 120 000 größer, als die der Gesamtzahl der Toten und Verwundeten im deutsch- französischen Kriege auf deutscher Seite. Abg. Mugdan weist die maßlosen Uebertreibungen des Vorredners zurück. Die Sozialdemokraten überschütteten die bürgerlichen Parteien mit den heftigsten Vorwürfen und seien doch selbst die größten Feinde aller Sozialpolitik. Das war der„ Clou" der heutigen vierstündigen Sitzung! Die Politik. Wenn nicht alle Zeichen trügen, ist der ZehnstundenArbeitstag im Anzuge; vorläufig allerdings bloß für erwachsene Arbeiterinnen. Der Bunderat hat bereits den Einzelstaaten anheimgegeben über diese Frage Erhebungen anzustellen. Als Grundzüge sind hierbei angenommen worden die Herabsetzung der zulässigen täglichen Arbeitszeit von 11 auf 10 Stunden und am Vorabend der Sonnund Festtage auf 9 Stunden. Bei Bewilligung von Ueberarbeit soll die tägliche Arbeitszeit an Wochentagen 12 Stunden und am Vorabend von Sonn- und Feiertagen bei Arbeitsschluß spätestens 7½ Uhr 9 Stunden nicht überschreiten. Die Beschäftigung von Wöchnerinnen soll vor Ablauf von sechs Wochen nach ihrer Niederkunft überhaupt nicht und während der folgenden zwei Wochen nur dann gestattet wer nicht. Dann Geschwister, Lehrer hat fi bift wohl ber Darf ich mi dee, die fid Bande des Lehrer rief: daß der überfom „ Und haft thr Someit @tzierung noch das jugendliche zu erzielen flügeln. Fachfreijen fchlüsse übe feligen Tat erfolgte, bev an ein und flüstert: 23 Reichnen fagen?" die Raufge Die Auf „ auf dem vor Angst tritt Franzi in die Küchentür- da stürmt jemand ( mulet ihn die Treppe herab in langen Säßen- um Gott- der Hoßerbstückbach! Franzi steht wie angewurzelt, hell beleuchtet vom berein Schein der Flurlampe. Einen Augenblick stuzzt der VerEuch Gott brecher, in seiner Hand blizt ein offenes Messer, stoßbereit legte einen dann ruft er höhnisch:„ Schön Dank für das Amulet, und breit! Frau Verwalterin- es hat Wunder getan, hat die Ketten glücklichen gebrochen!" Ein lautes rohes Gelächter, dann fällt die Hausoie in der tür hinter der wüsten Gestalt zu der„ edle" Räuber iſt Fidelio". entflohen! Franzi zittert und bebt, die Zähne schlagen ihr aufeinander,„ Anton", ruft sie und mit zitternden Knieen steigt sie die Treppe hinan, der Fall, der dumpfe Fall ihre Ahnung ist Wahrheit. Halb im Flur, halb in der Zelle des Hoßbach liegt ihr Mann, ihr braver guter Anton, in seinem Blute; aus tiefer Stirnwunde fließt es, und regungslos, mit geschlossenen Augen gleicht er einem Toten. Mit wildem Schrei wirft sie sich über ihn:„ Anton, wach' auf, Anton, komm' zu dir, hab' Erbarmen, Gott im Himmel, ich hab' ihn gemordet!" n Ketten Gefängnöglich zu wie die ndruck auf tcher Fall. in Amulet damit es unendlich aß wegen nehr zum kraft war vill's ihm der un 急 餸 ว Hus Japan: Akrobaten- Vorftellung auf einem Platze in Tokio. ( Photographische Aufnahme.) licht durch die eine grüne Scheibe an der hin-| hauptet, er wäre mit Ihnen bekannt. Ist dem zu ihm hereinstahl. teren Scheunenwand zu feinem Endlich, nach Stunden und Stunden vergeblichen Harrens, in denen er sich tausendMenschen mehr gutmütig und gefällig zu sein, mal hoch und teuer verschwor, Und da es Niemandem einfiel, ihm zum Waschen einen Tropfen Wasser zu bringen, so sah er am nächsten Vormittag mehr denn je nach dem aus, was er sein sollte. ward er von neuem in das Klubzimmer und vor feine Richter geführt, die offenbar heute vollkommen nüchtern waren. Dem Himmel Dank stand neben ihnen Marrell. Stephan atmete auf. geholfen! Ihm war „ Zur Sache." begann der Major zu dem Landmann. Sie?" ..Wie heißen ,, Marrell, Herr Major, Henoch Marrell." fort. ,, Also Herr Henoch Marrell," fuhr der MaWir zogen unsere Erfundigungen ein und Sie wurden uns allerseits als ein verläßlicher und ehrenjor herablassend hafter Mann geschildert. Der Gefangene dort beso?" an. Der Landmann sah Stephan lange groß Dann schüttelte er den Kopf. ,, Nein," sagte er. Stephan Harlow fuhr auf, als fiele der erste Knutenschlag bereits auf seinen bloßen Rücken. , Gerechter Gott, Marrell!" rief er aus. „ Das ist doch kein Spaß hier. Sie wollen mich nicht kennen-" Aber der Landmann schüttelte nur wieder seinen Kopf. Und das war alles! 3. Kapitel. Die mehr heimkehren er fam nicht. Und endlich sagte sie sich, daß würde. Wer weiß, welche Geschäfte ihn in der Stadt zurückhielten. Gleichwohl war es eine voller Lust und Liebe entgegengegangen. Enttäuschung für sie, denn sie war ihm so ( Fortsetzung folgt.) er wohl zu Abend nicht Einmal glaubte kam ihr Bräutigam nur nicht, fragte sie sich ungeduldig auf ihrem Wege. Was hielt ihn zurück? So lange war er noch nie ausgeblieben. Aber warum das Schicksal ihres Kitty Blackdorn ging ihrem Bräutigam Hochzeitsglocken läuteten schon in ihrem Herz auf dem Weg nach Hunchester entgegen. an. Sie war güti und seiig, so folic, daß sie über ihrer eigenen Wonne den großen Kummer ihres Lebens, Bruders, vergaß. sie ihn in der Ferne zu sehen, und sie zog ihr Aber Taschentuch aus der Tasche und schwenkte es in der Luft. Allein sie war ein wenig furzsichtig und merkte bald, daß sie sich geirrt. Der Mann, der in dunklem Hut und Rock die Straße daherkam, war ein Fremder, der an dem Kreuzweg nach der Kirche und dem Halb. mond zu abbog. Und so ging sie ihm weiter und weiter entgegen. Endlich glaubte sie jcdoch ihrer Sehnsucht nach ihm feine weiteren Zugeständnisse mehr machen zu dürfen und so machte sie Halt, setzte sich auf einen niedrigen Feldzaun und wartete und träumte. Hus Japan. Der in der Mitte Einige Bilder im Anschluß an die aus diesem schönen Lande von uns schon gebrachten werden unsern Lesern nicht unwillkommen sein. In dem Vorraum eines Tempels sehen wir drei buddhisti sche Priester, angetan mit der Festkleidung, die befindliche Mann nimmt offenbar aber eine höhere ihr Amt ihnen vorschreibt. Würde ein als seine Begleiter. Ein anderes Bild führt uns das Leben auf einem freien Blaze vor, welcher sich in einer Vorstadt von Tokio befindet. Es ist da Jahrmarkt, und eine fühne Akrobatenschar gibt ihre Vorstel lungen. Wenn diese Männer auch in bezug auf Englische Soldaten in ihrer Winterausrüftung für die Tibet- Expedition.( Photographische Aufnahme.) die große Echwierig Leiftungen und bi Der Ausführung der nicht mit unfer baten und Turnern Lönnen, fo find ftüde, welche fie Grufeln zu immerhin halsbred nug, um bei den und fie zu veranl ern für die denen die Ja zu opfernen ähnlich bandagieren, auch echt Studenten. Geloftüd Gehr häu Die Ar tampfes ist natürlic geregelt im Verglei unferen. In Japa eine Kämpfer den und hat gefiegt allen Mitteln zu Gegner am Boden Die engl Expeditionna wird doch auf Wid d 3000 bis 4000 elma vierzig Meilen Tibetaner flogen. entfernt angefamm Der Ausbruch v jeligkeiten ist daher zustand der englijd ist andauernd gu cheinlich. Der nachts 50 Grad jchwierigkeit der Gr in der Transport Kälte herrschen. Vorräte über den jegt find für z gebracht worden wird täglich erwa frage nicht, mit m jal. Die Straß weise nichts als Hastig steht sie auf, geht zu dem großen, silbereingerahmten Spiegel, ordnet ihren Anzug, ihr Haar, er soll sie nicht so leidend und verstört finden! Armer Hellmut! Müde und abgespannt von allem Rechnen und Zählen kommt er heim, und immer findet er ein mühsam erzwungenes Lächeln, eine fünstlich angenommene Haltung, die er auf den ersten Blick durchschaut. Aber wie soll sie anders sein? Da ist er! Mit von innerem Herzensweh etwas geschärften und verfeinerten Zügen, die Augen nicht so glänzend mehr als früher, aber immer der gewinnende, anziehende Hellmut, den alle lieb haben müssen, tritt er über die Schwelle und nimmt Hilda in seine Arme. Mein liebes Herz, warum bist du nicht still liegen geblieben? Es ist ein solch' drückende Hize draußen, jede Be£ ས{ ཡ CHt VIA[ JuB stand der Bursch vor ihr im Licht des Mondes, hell glänzverließ sie das Zimmer und trat auf die Haustreppe. Da ten seine Augen und blondes Lockengeringel drängte sich unter seiner Müze hervor. Was wollen Sie?" fragte sie den jungen Menschen mitleidig. Sie haben gewiß ein menschliches Herz- Sie sehen ja so gut ,, Ach, gute Frau, ich hab' eine so große Bitt'. mir. Ich weiß, sehen kann ich ihn nicht aber es hört aus- ich bin der Hoßbach ist ein naher Verwandter von uns doch niemand?"" Nein, nein, ich bin ganz allein, sprecht nur." Ach, wenn Sie ein Herz in der Brust haben, gute Frau, hier in dem Bäckelchen habe ich ein Amulet und ein Gebetbüchlein"- dabei brach die Stimme des Burschen in Schluchzen möchtet Ihr's nicht dem Armen geben? Es wird ihm ein Trost sein in seinem Unglück, gewiß, und der Hand Gott und ie Gestalt un galt's. inbrechers sie etwas hen gleich en Liebesrn durfte. ell. Der erfennen lur einen hritt wagt n schaurig n= ein in Gebetatet mich issen, verPäckelchen ssen, von end. Es ihr nun fühlte sie. eine erste „ Nein" Undere bach, der rechen in wenn er Marie?" wie oft venn ich 1z allein chte mich innerlich wäre sie illes ger heftig ann das Es war am Abend des zweitfolgenden Tages. Franzi war in der Küche beschäftigt, die Magd war ausgegangen, etwas zu holen, und Anton machte eben die Runde. Franzi war immer noch in gedrückter Stimmung. Ihr mitleidiges Gefühl war befriedigt von ihrem Tun, hatte sie doch sicher dem Hoßbach reichen Trost gebracht, gewiß hatte ihm sein Weib doch auch ein Brieflein zu der Gabe geschrieben, und wenn das Familienerbstück, das Amulet, ihm eine Wohltat war, mun, das war dem Armen wohl zu gönnen. Franzi seufzte in Gedanken daran, was für ein schreckliches Amt es sei, Gefängnisvertoalter zu sein, und versuchte sich immer aufs nene die quälenden Eindrücke zu versüßen durch die Erinne rung an das Gute, was sie dem Hoßbach getan, in dessen Person ihr alle die idealen Räubergestalten der Neuzeit verförpert erschienen. Da welch' ein entsetzlicher Schrei! Von oben kam er, und gleich darauf ein dumpfer Fall- zitternd In später Nacht sitzt Franzi am Bett des bewußtlosen Gatten. Nur undeutlich kann sie sich erinnern, was weiter geschehen, nachdem sie ihn in seinem Blut gefunden. Wie die Magd gekommen, die Gerichtsherren, die Aerzte, wie sie immer wieder hat Fragen beantworten müssen, wie die Aerzte den Anton untersucht und die Achseln gezuckt haben, wie in der Belle eine Feile gefunden worden ist. Mit der Kette hat der Verbrecher den Anton zu Boden geschlagen, das Messer hat er nicht gebraucht. Die Feile! Ha, wie Schuppen ist ihr's von den Augen gefallen, schon bei den Worten, die der Räuber ihr zugerufen. Die Feile, das war das Amulet- sie, sie allein ist schuld an dem Schrecklichen, und wenn der Anton stirbt, dann ist sie die Mörderin des Gatten! O, es ist um den Verstand zu verlieren, o, könnte sie das Leben von sich werfen! Aber sie darf nicht, sie muß gut zu machen suchen, sie muß den Gatten pflegen, den Gatten, den sie nie inniger geliebt zu haben meint, als nun, da er blaß und ohne Bewußtsein vor ihr liegt.— Furchtbare Tage verbringt die junge Frau. Zu der marternden Todesangst um den Geliebten gesellt sich die quälende Sorge: Was wird der Hoßbach verüben in der Freiheit, zu der sie ihm verholfen? Gott, wenn er noch mehr Blut vergießt, so ist sie schuld, sie allein! Und er hat gezeigt, der Räuber, daß er im Notfall nicht vor einem Mord zurückschreckt. Nur das nicht, nur das nicht! Doch Gott ist ihr gnädig. Nach drei Tagen kommt die Nachricht, daß der Hoßbach, den grimmige Kälte in ein Wirtshaus getrieben, in einem entfernten Teil des Ländchens aufs neue festgenommen worden ist. Eine Sorge ist gehoben, er hat kein Blut vergoſſen. Nach weitern drei Tagen erklären die Aerzte den Anton für gerettet. Wenn auch die Kopfwunde noch einige Zeit zur völligen Heilung brauchen wird, so ist doch keine Gefahr für sein Leben mehr vorhanden. Dankerfüllten Herzens kniet die junge Frau am Lager des Gatten und beichtet ihm alles und fleht ihn um Verzeihung an. Er gewährt dieselbe aus vollem Herzen, aus der weichen Stimmung des Genesenden heraus und ergriffen von der tiefen Neue seiner Franzi. Von der Zeit an hat kein törichtes Mitleid mit dem Verbrechertum mehr Raum im Herzen der Franzi, ihr Blick hat sich geschärft und sie ist fürder stolz auf ihren braven Gatten, der treu seine Pflicht tut, und sie steht ihm unentwegt darin bei. Und wenn sie einmal zurückfallen will in ihren alten Fehler, dann genügt ein Blick auf die Narbe, die sich über Antons Stirn zieht, um sie aus dem Land weichherziger Schwärmerei ins wirkliche Leben zurückzuführen. Als nach ein paar Jahren zwei kleine Moor's, ein Bub ein Mädchen, sie umspielen, da ist aus dem zarten, poetisch angehauchten Wesen eine frische, willenskräftige Frau und Mutter geworden. Das Amulet" hat also doch Segen gebracht. Daß der Fidelio" nicht des Räubers Weib gewesen, hat Franzi erfahren, als ungefähr ein Jahr nach seiner Flucht die schwarz' Hoßbachn", wie diese im Volksmund hieß, wegen verschiedner Diebereien eine Strafe in der Fronfeste zu verbüßen hatte. Nicht die mindeste Aehnlichkeit hatte das Weib mit dem hübschen jungen Burschen, der jedenfalls zu ihrem Anhang gehörte. Der Hoßbach muß jedoch in der Tat etwas „ ritterliches" Räuberblut in seinen Adern haben, denn er hat niemals gestanden, auf welche Art er damals in den Besitz der Feile gekommen ist. vollen mid nur wieder Bräutigam egen. Die ihrem Herz , daß en großen icfal ihres tigam nur auf ihrem lange war al glaubte fie 30g thr chmentte es wenig furz fich geiret. and Rod die der, der an dem Halb. ihm weiter ubte fie je ne weiteren rfen und so en niedrigen mte. Aber sie sich, daß heimkehren e ihn in der war es eine war ihm so engegangen. die große Schwierigkeit ihrer Leistungen und die Eleganz der Ausführung derselben sich nicht mit unseren Afrobaten und Turnern vergleichen fönnen, so sind die Kunststücke, welche sie zeigen, doch immerhin halsbrecherisch genug, um bei den Zuschauerregen ern Gruseln zu ie aus diesem chten werden ein. In dem Drei buddhisti ifleidung, die n der Mitte er eine höhere und sie zu veranlassen, ein Geldstück für die Leistungen zu opfern. Sehr häufig werden auch Fechtübungen vorgeführt, bei denen die Japaner sich ähnlich bandagieren, wie unsere Studenten. Die Art des Zweitampfes ist natürlich ganz ungeregelt im Vergleich zu den unseren. In Japan sucht der eine Kämpfer den andern mit allen Mitteln zu überwinden und hat gesiegt, wenn der Gegner am Boden liegt. as Leben auf in einer Bor a Jahrmarkt, ihre Vorstel in bezug auf Die englische Expedition nach Tibet wird doch auf Widerstand der Tibetaner stoßen. Es sollen fich 3000 bis 4000 Tibetaner etma vierzig Meilen von Phari entfernt angesammelt haben. Der Ausbruch von Feindjeligkeiten ist daher sehr wahrDer Gesundheitsscheinlich. zustand der englischen Tiuppen ist andauernd gut, trotzdem nachts 50 Grad( Fahrenheit) Kälte herrschen. Die Hauptschwierigkeit der Exp dition liegt in der Transportfrage. Bis jezt sind für zwei Monate Vorräte über den Delaplapap gebracht worden und Schnee wird täglich erwartet. Wan frage nicht, mit welcher Mühjal. Die Straße ist stellenweise nichts als zerklüftetes Hus Japan: Buddhistische Priester.( Photographisch: Aufnahme.) Felsgestein, auf dem das Eis den Transporttieren feinen Halt bietet. 50 Prozent der Maul tiere, die den Transport nach Khambajong besorgten, find gestorben. Die Verluste rühren meist durch Vergiftung mit Fingerhut und Rhododendron, von Abstürzen, ueberanstrengung, Diangel an Futter, namentlich an Korn und Gras her. Vierhundert Lastochsen ( Yafs) trafen später ein und find nach Phari abgegangen, doch ist noch nicht einer von den an der Grenze von Nepal aufgekauften angefommen, abet ist bereits festgestellt, daß 40 Prozent davon an Anthrax eingegangen, und zu allem Unglück ist auch noch die Rinder. pest ausgebrochen. Auch an dem Tibet- und Kaschmir, Bonnielorps sind schwere Verluste zu verzeichnen, eine Folge der schlechten Ausrüstung und übereilten Mobilisierung. Die Rulis erhalten 1 Pfund Sterling pro Monat, Aleidung und Station. Diejenigen aus Nepal sind jedoch widerspenstig, und nicht ohne Mühe wurde ein Aufstand unterdrückt. 1000 neue Kulis, die für die schwierige Arbeit auf den Höhen verwandt werden sollen, werden erwartet, doch wird bereits ein großer Teil durch den Schnee zurückgehalten. Alle Trans. portversuche haben sich wenig erfolgreich erwiesen. Die in geringerer Höhe verwandten Kamele sind alle gestorben. Die Pioniere versuchen, die Straße zwischen Chumbi und Pharigong einigermaßen pa fierbar zu machen. Der Telegraph is: aber bereitsbis Bhari eingerichtet 13. Jahrgang. nspaltige Betttzelle für ganz Ober id Marburg 10 Pfg. fonft 15 Betitgeile 30 rep. 40 g. igsliste No. 3269. 1: Gießen, Seltersweg 88 jauschluß Nr. 362. ¡ fen fung) und Umgebung. n Oberhessen. Torpedodootszerstorer, der am ort Said eintraf, dort in Dod tal die Vergünstigung der schnellen aiser Wilhelms- Kanal wird die n. Unsere Regierung hat sich der ßen können, daß wir als neutrale Beg jetzt nicht gestatten dürfen. gilt als deutsche Binnenwassern friegführender Staaten ebensowie Landtruppen durch einen dürfen. Die russische Verstärkung, eldungen aus den drei Panzernder III." und" Suwaroff", sowie 1 Transportdampfer ,, Samschatka" mirals Wesselago besteht, mußte zeitraubenden Umweg durch das r die Mandschureifrage. ing der chinesischen Diplomatie, ert haben, kann nicht besser geurch einen Brief, den der schlaue nach Unterzeichnung des Pefinger jen hat.„ Wenn wir die Manderlassen, so kalkulierte der„ chinegarnichts, weil dann die Japaner werden, und wenn sich dann die Rußland, an der Grenze zwischen berühren werden, und jeder der t versuchen wird, die Grenze auf r hinauszuschieben, dann werden jen; scheint es dann im Falle Japan den kürzeren ziehen, dann allen Kräften, Japan vernichten. ins dann die Russen sicherlich die nd Korea für sich behalten. Sieht : Rußland im Kriege mit Japan vir einfach die russischen Truppen rustreiben, indem wir vorgeben, erden auf diese Weise ohne große üderhalten. Jetzt die Mandschurei sehr schwer. England legt großes ei, aber daran brauchen wir uns ind mit Gewalt nichts ausrichten itral, Frankreich sieht aus weiter chweigt still." Lihungtschang hat ie heutige Situation ziemlich flar me.) Hus Japan: fechter.( Photographische Aufnahme.) Erzielung gunjuger Senjuren wirst, anstatt, daß man auch noch das persönliche Moment zur Hilfe nimmt und das jugendliche Gemüt dazu aufreizt, nicht bloß gute Zensuren zu erzielen, sondern auch noch seinen Nebenbuhler zu überflügeln. Vielleicht wird der bedauerliche Berliner Fall in Fachkreisen auch von dieser Seite aus einmal betrachtet... Soweit die beachtenswerte Zuschrist. Interessante Aufschlüsse über den Seelenzustand des Knaben vor der unseligen Tat gab seine eigene spätere Aussage. Er hatte, als an ein und demselben Vormittag die zweite Maßregelung erfolgte, bevor er sich heruntersetzte, einem Mitschüler zugeflüstert:„ Was wird denn nun meine arme Mutter dazu sagen?" Dann so erzählt der Junge ist vor dem Beichnen die große Pause gekommen, ich hatte gerade das Messer aufgeklappt, um meinen Bleistift zu spizen, als der Lehrer rief:„ Alle herunter!" Ich ging aus der Bank und sah, daß der Lehrer, der nach Hause gehen wollte, an mir vorüberkommen mußte. Da bin ich heruntergesprungen." ,, Und hast ihn mit dem Messer gestochen?"„ Das weiß ich nicht. Dann ist mir meine Mutter eingefallen und meine Geschwister, und da habe ich zu schreien angefangen. Der Lehrer hat sich nach mir umgedreht und gesagt: Junge, du bist wohl verrückt geworden?" Ich habe ihn darauf gefragt: Darf ich mich wieder Zweiter seßen?" Man sieht die fire Idee, die sich nur um den einen Punkt, die vermeintliche Schande des Heruntergeseztwverdens dreht. Der Krieg in Oftalien. Die Russen, die in diesen Tagen ihr Hauptaugenmerk darauf richten, den Hafen von Port Arthur gegen erneute Angriffe von seiten der Japaner möglichst zu sichern, geringes Maß reduziert wird. Damit rechnen denn auaj die Japaner stark, deren sehr günstig gelegene Kohlenwerke die japanische Flotte mit völlig ausreichenden Kohlenmengen versehen können, die allerdings der englischen Kohle an Wert nicht gleich sind, aber doch vollständig genügen, um die Manövrierfähigkeit der japanischen Flotte in jeder Weise zu sichern. In russischen Marinekreisen hegt man die größte Besorgnis, daß das Hilfsgeschwader, bestehend aus dem Panzerschiffe„ Osliaba" und den Kreuzern„ Dmitri Donskoi" und" Aurora", begleitet von zehn Torpedobooten und einem Kohlentransporte, dem Dampfer„ Saratow", das sich jetzt noch im Indischen Ozean befindet, abgefangen wird. Die Gefahr für diese Schiffe beginnt nämlich schon auf dem Breitengrade von Formosa, den Pescadoren und den Liu- kiu- Inseln, in deren Buchten wohl zahlreiche japanische Torpedokreuzer ihre Beute erwarten werden. Neue russische Verstärkungen zur See, die sich vom heimischen Ostseehafen Kronstadt aus nach Ostasien begeben sollen, werden selbstverständlich auch mit großen Schwierigkeiten betreffs der Kohlenversorgung zu kämpfen haben, da sie ihre Kohlenvorräte in neutralen Häfen nur soweit ergänzen dürfen, daß sie imstande sind, den nächsten russischen Hafen zu erreichen. Deshalb sind die Japaner stets in der Lage, ihre Bewegungen zu kontrollieren und ihnen einen Hinterhalt zu legen. Die Aufsicht, die die Engländer am Suezkanal üben, ist äußerst streng. Das öſterreichische Kohlenschiff„ Java“, das für einen Kohlentransport nach Port Arthur gemietet war, ist auf Anweisung des Auswärtigen Amtes in Kairo für ein Schiff der kriegführenden Mächte erklärt worden und sollte sofort den Hafen Port Said verlassen. Das Schiff löschte daher die Kohlen. Ebenso hat die äavbtische Regierung das Ersuchen Rußlands r Reichstag. CB Berlin, 13. Februar. über freie Aerztewahl, Kassensich endlos weiterspinnt, wurde gung durch Wahlprüfungen chaltsam war das Zwischenspiel Braun( Soz.), Wahlkreis FrankKommission für ungiltig zu erial nachträglich beigebracht worden eber( 3tr.) Zurückweisung der ( prüfungskommission. Darüber de geredet, worauf der Annommen wurde. Sodann kam das schon zu Tode gehetzte Kapitel„ Reichsgesundheitsamt" wieder an die Reihe. Die Debatte ist weder interessanter noch belangreicher als gestern. Höchstens wäre die Auseinandersetzung zwischen dem Sozialisten Stadthagen und dem Freisinnigen Mugdan zu erwähnen. Ersterer behauptet, die Zahl der Toten und Verwundeten in der Industrie sei im letzten Jahre mit 120 000 größer, als die der Gesamtzahl der Toten und Verwundeten im deutsch- französischen Kriege auf deutscher Seite. Abg. Mugdan weist die maßlosen Uebertreibungen des Vorredners zurück. Die Sozialdemokraten überschütteten die bürgerlichen Parteien mit den heftigsten Vorwürfen und seien doch selbst die größten Feinde aller Sozialpolitik. Das war der„ Clou" der heutigen vierstündigen Sitzung! Dic Politik. Wenn nicht alle Zeichen trügen, ist der ZehnstundenArbeitstag im Anzuge; vorläufig allerdings bloß für erwachsene Arbeiterinnen. Der Bunderat hat bereits den Einzelstaaten anheimgegeben über diese Frage Erhebungen anzustellen. Als Grundzüge sind hierbei angenommen worden die Herabsetzung der zulässigen täglichen Arbeitszeit von 11 auf 10 Stunden und am Vorabend der Sonnund Festtage auf 9 Stunden. Bei Bewilligung von Ueberarbeit soll die tägliche Arbeitszeit an Wochentagen 12 Stunden und am Vorabend von Sonn- und Feiertagen bei Arbeitsschluß spätestens 7½ Uhr 9 Stunden nicht überschreiten. Die Beschäftigung von Wöchnerinnen soll vor Ablauf von sechs Wochen nach ihrer Niederkunft überhaupt nicht und während der folgenden zwei Wochen nur dann gestattet werImulet ihn ,, auf dem Die Treppe herab in langen Säßen bor Angft tritt Franzi in die Küchentür da stürmt jemand Allerlei. Endlich gefunden! Während einer Sizung des Staatsrates in Paris, an der Ludwig XV. teilzu nehmen genötigt war, bemerkten die Anwesenden, daß der sonst bei allen ernsten Arbeiten völlig interesselose König in tiefes Nachdenken versant und, die Stirn in die Hand gelegt, starr auf den Präsidenten sah. Alle Parlamentsmitglieder waren im höchsten Grade überrascht über diese Teilnahme des Königs an dem Gang der Verhandlung und der Präsident sprach infolgedessen mit besonderem Schwung durch den auf ihn gerichteten Blick des Monarchen angespornt. Endlich, als der Präsident seine Darlegungen beendet hatte, fuhr Ludwig XV. aus seinem Sinnen auf, und riefaufatmend rief er:„ Ich habe es gefunden!" Mit tiefer Verneigung fragte der Präsident:" Wollen Eure Majestät geruhen, uns Ihre allerhöchste Meinung über Die schwebende Frage kundzugeben?" " Ja!" er widerte Ludwig, er heißt Bissard! Denten Sie nur, während Sie sprachen, wollte mir der Name meines Lieblingshundes nicht einfallen. Erst als Sie schwiegen, tam mir der Name ins Gedächtnis zurück!" Tronische Begründung. Als der junge Napoleon Bonaparte die Kriegsschule zu Brienne besuchte, hielt der Vorsteher der Anstalt, Berton, ein gutmütiger aber pedantischer Herr, den Zöglingen bei Tische regelmäßig Vorträge aus den Denkwürdigkeiten des Prinzen Eugen, Montecuculis, Berwicks, Folards und aus der Kriegsgeschichte Julius Cäsars. Dabei pflegte Berton, wenn er einen oder den anderen der ge= nannten Autoren wörtlich zitierte, jedesmal den Titel .Monsieur" dem Namen vorzusetzen, selbst bei Julius Cäsar verfehlte er nicht zu sagen:„ Monsieur Julius Cäsar ist der Ansicht usw. usw." Da jedoch Herrn Bertons Gedächtnis nicht recht zuverlässig war, verwechselte er bei seinen Zitaten oftmals die Autoren, und Napoleon sagte deshalb zu seinem Freunde Faudelet von Bourienne: Berton tut recht daran, jeden verstorbenen Autor respektvoll mit Monsieur zu titulieren; er will damit von vornherein sagen, daß er sich mit keinem dieser Schriftsteller in seiner Studienjeit so recht vertraut gemacht habe." Ministergehälter früherer Zeiten. Bei Friedrichs des Großen Sparsamkeitssystem waren selbst die Ministergehälter in jener Zeit nach heutigen Begriffen recht targ bemessen. Der gewöhnliche Gehalt eines Staatsminiestrs, der kein Nebenamt hatte, betrug unter Friedrich dem Großen 4000 Taler. Selbst Minister Herzberg kam nicht über 5000 Taler Gehalt hinaus. Nur der Kabinettsminister Graf von Fintenstein, er= hielt 15 000 Taler, weil er wegen des Empfangs fremder Gäste zu einem Ehrenaufwande verpflichtet war. Man foll das Fell nicht verkaufen. bevor man den Bären hat. Diese volkstümliche Redensart soll folgender Begebenheit ihren Ursprung verdanken: Gin junger Waidmann, der eine Schuld nicht tilgen konnte, versprach seinem Gläubiger zum Ersatz das Fell des nächsten Bären, den er erlegen würde. Der Gläubiger war damit einverstanden und beide begaben sich auf die Jagd. Es dauerte auch nicht lange, bis ein präch= tiger Bär erschien, auf den der Schuldner seine Büchse losfeuerte. Der Schuß ging aber fehl und Meister Bez rannte wütend auf den ungeschickten Schützen los, der in der Angst nichts besseres zu tun wußte, als sich wie tot auf die Erde zu werfen, während der Gläubiger eiligst auf einen Baum kletterte. Von hier aus sah er, wie der Bär den auf der Erde Liegenden ein Weilchen beschnüffelte und sich dann, da er ihn wirklich für tot halten mochte, von dannen trollte. .Was hat Euch denn der Bär ins Ohr geflüstert?" fragte spöttisch der Gläubiger, als die Gefahr vorüber roar. Er meinte," antwortete der Jäger, daß man das Fell des Bären nicht verkaufen soll, ehe man ihn hat." Die Hölle für leichtsinnige Schuldenmacher dürfte Siam sein, denn dort hat der Gläubiger die Be= rechtigung, fich der Person seines Schuldners zu be= mächtigen und diesen nötigenfalls zeitlebens als Sklaven zu behalten. Die Arbeit, welche der Ge= fangene leisten muß, wird immer nur als Zins des ursprünglichen Schuldbetrages- ob dieser nun groß oder klein war- angesehen, und der Schuldner kann seine Freiheit erst dadurch wiedererlangen, daß irgend jemand für ihn die eigentliche Schuldsumme erlegt. Brennt der Schuldner durch, so find Weib und Kind, Eltern und Verwandte, mit demselben Verfahren bedroht. Ja, man nimmt in Siam nicht einmal einen Dienstboten ohne die ausdrückliche Verabredung an, daß im Falle seiner Untreue alle Verwandten desselben für ihn haftbar bleiben. Das Rigoroium der Ebekandidaten. In Südafrika üben einzelne wilde Stämme ein eigentümliches Verfahren, um einen Ehekanditen vor Eintritt in Den heiligen Ehestand zu prüfen, ob er dazu auch wirklich geeignet. Sie binden seine Hände nämlich für zwei Stunden in einen Sack mit Stechameisen. Erträgt er ruhig die Qual ihrer Stiche, so wird er für geeignet betrachtet, auch die Sorgen und kleinlichen Unannehmlichkeiten des ehelichen Lebens zuhalten. aus= HumorSein Abschied. Als die Frau Buber eines Tages aufsteht, findet fie das Bett ihres Mannes leer und auf dem Nachtfifch einen Zettel folgenden Inhalts liegen: ,, Liebe Frau, Du haft in Deinem Wohltätigkeitsverein bisher immer Strümpfe für die afrikanischen Wilden gestrickt, während es mir an Strümpfen fehlte Beute wandere ich nach Afrika aus. Dielleicht kommen die von Dir geftrickten Strümpfe mir dort zu gute." Glimpflich. Herr( liest einen rief oder Rechnung): D, da sieht mir der Veritand still!"- Diener oder Freund: Gottlob, ich fürchtete schon. Sie würden ihn verlieren!" Gilt nicht. Sie scheinen nicht zu wissen, mein Fräulein, daß eine unverheiratete Person, wenn sie die Butter anschneidet, noch ficben Jahre mit dem Heiraten warten muß?", a, ha, ha, das ist ja Margarine!" Ideales Kostüm. Nun, Herr Kadett, als was werden Sie denn auf die Redoute fommen?" ,, Als Leutnant." Der Geizhals. A.:„ Was sagen Sie, der Schulze ist also sehr geizig!"- B.: Fürchterlich! Ter kann sich gar nicht von seinem Gelde trennen und wenn ihm mal ein Gläubiger gehörig auf die Bude rückt und er bezahlen muß, so bringt er den Wann bis nach Hause und ißt bei ihm bloß um noch, so lange es irgend geht, bei seinem Gelde bleiben zu können!" Beim Wort genommen. Dame:„ Herr Assessor, Sie schließen so oft die Augen sind Sie müde?" - Assessor:„ Ja, meine Gnädige, es ist schon recht spät, die Natur verlangt ihre Rechte."- Dame ( ihm schnell die Hand reichend): Hier ist sie!" Derunglückte Liebeserklärung. Liebhaber( zu einer reichen Erbin): Mein Fräulein, ich liebe Sie wahnsinnig! Glauben Sie nicht etwa, daß ich nur das goldene Kalb in Ihnen anbete!" Der Pantoffelheld. Photograph:„ Weshalb wollen Sie sich denn mit dem Hausschlüssel in der Hand photographieren lassen?"- Lehmann:„ Damit man denken soll, ich sei Serr im Hause!" Kein Unglück. ,, Denfen Sie, vor dem alle'schen Tore i gestern mein ganzes Haus in die Luft gegangen!" Bei einer Explosion?"" Nein: bei schönem Wetter!" Kann alles vorkommen. Tante Bertha:„ Und lebt denn Ihr kleiner Papagei noch?" John: ,, Und wie ist sogar geworden." Onkel gestern Großpapagei Mappe. - Der Zweifler. Neulich produzierte sich da ein Chinese, der einen scharfen Dolch verschluckte." Was will das sagen? Ich sah mal einen, der einen ganzen Speer verschlang." Ra, na wird wohl' n Rippespeer gewesen sein." Selbstverständliche Sache. A.:,,Pfui, Deixel das Bier hier ist die reine Medizin; ich begreife nicht, wie die Studenten dort das Zeug literweise runterbringen fönnen." B.: Die? Na, wozu würden denn die Medizin studieren?" Der kleine Wetterprophet. Mamachen, ich glaube, wir werden schlechtes Wetter bekommen." " So? Weshalb denn?"„ Ja, das Baro. meter ist gefallen."- ,, iun, woher weißt du denn das?" Ich habe es soeben heruntergeworfen." Auf dem Schriftstellerballe. Wer ist denn die junge Dame dort mit dem stereotypen Lächeln auf dem holden Antlig?" ,, Weiß auch nicht genau. Jedenfalls aber wohl Tochter eines reichen Buchdruckerei- Besizers!" Aus der Zeitung. Der Bliz zerschlug fast sämtliche Möbelstücke des jungen Ehepaares; es war nur ein falter, aber für beide sehr harter Schlag." Hyperbel. A. Also du meinst, mit den Eltern von dem Mädel ist nicht viel los?"- B.: ,, Ich sage dir, sie besitzen nichts; absolut garnichts und das wird noch in vier Teile geteilt!" Aus der Instruktionsstunde. Warum ist eine ewige Waffenruhe unmöglich?" ,, Weil die Ge. wehre alle Tag gepugt werden müssen." Kindlich. Vater: ,, Ungenehm, bei meiner Kaffette ist etwas nicht in Ordnung."- Hanschen:„ Schid doch zum Kaffenarzt, Pava." Zweierlei Kritik. A.:„ Haben Sie Schmierers neuen Woman schon gelesen? Das ist ein Homan, der sich gewaschen hat."- B: Im Gegenteil. ich finde es ist ein recht schmuziger Roman." kathederblüte. Ich fahre heute mit der Er. schaffung des ernen Menschenpaares fort." Aus der Schule. Was will die sprichwörtliche Redensart Der Verräter schläft nicht" sagen?". ,, Daß die Verräter der Schlaf flieht, weil sie fein gutes Gewissen haben." Druckfehler.„ Dem Gesang der jungen Dame fehlte die richtige Wärme. Las Publikum heizer aber trozdem nicht mit seinem Beifall." Zu dick! Theaterbefucher: ,, Jofte, die Chusneldo kriegt man ja jar nicht uff enmal ins Opernglas rin!" Galmans? Aus Serrenklei ernt man leden Shokolade, Raffee. Saucen mit Leichtig Quillayarinde. Die Mi in Verbindung mit Seife. Man fauft beften in Droguerien Teilen weichen Waffer fie etwa eine Viertel gießt diefe Ablodhung Cuch und mischt fie Spiritus. Nachdem Aleidungsflid platt a gebreitet hat, fragt Flüffigleit mit einer roarm auf. But i trodenes Tuch unter su breiten da diefes di feit auffaugen hilft. Fled nun naß gebüri Die überflüffige Naffe f Auftlopfen mit einem lappen oder einem lein befeiligt. Bei Dame es vorteilhart, Futter vorher abzutrennen, Naßwerden dieser Flecken entstehen fön die Flecke nach dief noch nicht ganz verid fo helfe man mit e nach. Bulegt wird de ilück dann noch vo Seite aufgeplättet. Gegen kurzen nehme 0,50 Liter f holderbeeren, grüne und reife, wie fie fommen, zerstoße die 1 Liter Fruchibrann laffe es an der G Beit stehen und neh mittags und abend einen Eklöff voll Korpule Fettleibig wird beseitigt durch di Kein starker Leib, keine mehr, sondern jungend gante Figur und grazio Heilmittel, kein Geheimmitt turgemässe Hilfe. schädl. f. d. 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Hellmut, den alle lieb haben müssen, tritt er über die Schwelle mehr als früher, aber immer der gewinnende, anziehende schärften und verfeinerten Zügen, die Augen nicht so glänzend Mit von innerem Herzensweh etwas gesie nicht so leidend und verstört finden! rahmten Spiegel, ordnet ihren Anzug, ihr Haar, Blick durchschaut. Aber wie soll sie anders sein? eine fünstlich angenommene Haltung, die er auf den ersten heim, und immer findet er ein mühsam erzwungenes Lächeln, Müde und abgespannt von allem Rechnen und Zählen kommt er Armer Hellmut! er soll blieben? Es ist ein solch' drückende Hize draußen, jede Be..Mein liebes Herz, warum bist du nicht still liegen gegeht zu dem großen, silbereingeDa aus sprecht nur. in Schluchzen uns doch niemand?" ich bin seiner Mütze hervor. jungen Menschen mitleidig. haben gewiß ein menschliches Herz mir. Ich weiß, sehen kann ich ihn nicht ein Gebetbüchlein"- dabei brach die Stimme des Burschen gute Frau, hier in dem Päckelchen habe ich ein Amulet und ,, Ach, gute Frau, ich hab' eine so große Bitt'. verшеВ е vas zimmer uno trat auf die Haustreppe. ten seine Augen und blondes Lockengeringel drängte sich unter stand der Bursch vor ihr im Licht des Mondes, hell glänz,, möchtet Ihr's nicht dem Armen geben? ,, Ach, wenn Sie ein Herz in der Brust haben, der Hoßbach ist ein naher Verwandter von ,, Nein, nein, ich bin ganz allein, Was wollen Sie?" fragte sie den aber Sie sehen ja so gut es hört Sie Es wird ihm ein Trost sein in seinem Unglück, gewiß, und Erzielung noch das jugendliche zu erzielen flügeln. Fachkreisen Soweit schlüsse übe feligen Tat an ein und erfolgte, beb flüstert: 2 fagen?" D Beichnen die Frau ber erbstück Imulet ihn ,, auf dem ein glücklichen und breit! Euch Gott egte einen pie in der tür hinter Fidelio". entflohen! Ketten Gefängmöglich zu น ndruck auf wie die Lehrer rief: daß der Lehr überfommen Und haft th nicht. Dann Geschwister, Lehrer hat fi bift wohl ber Darf ich mi dee, die fid Bande des Meffer aufge Die Huf darauf richt neute Angri bach! Ahnung iſt Verwalterin aufeinander, Anton", gebrochen!" Ein laute dann ruft er höhnisch: der wüsten Gestalt zu die Treppe herab in langen Säßen ſteigt sie die Treppe hinan, der Fall, der dumpfe Fall Franzi steht wie angewurzelt, Hoßbach liegt ihr Mann, ihr braver guter Anton, in seinem ruft sie und mit Wahrheit. Halb im Flur, halb in der Zelle des brecher, in seiner Hand blizt ein offenes Messer, stoßbereit Schein der Flurlampe. Einen Augenblick stuzzt der VerFranzi zittert und bebt, die Zähpe ſchlagen ihr bor Angst tritt Franzi in die Küchentür- da stürmt jemand es hat Wunder getan, hat die lautes rohes Gelächter, dann fällt die HausSchön' Dank für das Amulet, um Gott zitternden der„ edle" Räuber ist hell beleuchtet vom der HoßRetten Knieen ihre cher Blute; aus tiefer Stirnwunde fließt es, und regungslos, mit in damit Amulet es Yo unendlich gemordet!" fomni' Schrei Gatten. den Anton untersucht geschehen, nachdem sie ihn in seinem Blut gefunden. immer wieder hat Fragen beantworten müssen, wie die Aerzte Magd gekommen, die Gerichtsherren, die Aerzte, wie sie omm' zu dir, hab' Erbarmen, Gott im Himmel, ich hab' ihn geschlossenen Augen gleicht er einem Toten. Mit wildem Nur undeutlich kann sie sich erinnern, was weiter später Nacht sitzt Franzi am Bett des bewußtlosen wirft sie sich über ihn:" Anton, wach' auf, Anton, Wie bill's ihm Hand wegen mehr zum fraft war - der unGott und te Gestalt inbrechers un galt's. sie etwas hen gleich en Liebesen durfte. Der em. lur einen erkennen britt britt In schaut น ratet mich in Gebetnein ssen, von issen, verBäckelchen end. E2 ihr nun fühlte sie. eine erste „ Nein" Unere venn wenn Marie?" , wie off rechen in bach, der ich wann das r heftig illes ge= wäre sie innerlich chte mich iz allein das rung an in Gedanken die mun, das war förpert erschienen. Da das Familienerbstück, das dem Armen wohl zu Person ihr alle die idealen Räubergestalten ver Neuzeit verfängnisvertoalter zu sein, und versuchte sich immer aufs doch auch ein Brieflein zu der Gabe geschrieben, und wenn Hoßbach reichen Troſt gebracht, gewiß hatte ihm sein Weib Gefühl war befriedigt von ihrem Tun, hatte sie doch sicher dem war immer noch in gedrückter Stimmung. Ihr mitleidiges etwas zu holen, und Anton machte eben die Runde. Franzi quälenden Eindrücke zu versüßen durch die Erinnewar in der Küche beschäftigt, die Magd war ausgegangen, Gute, was sie dem Hoßbach getan, in dessen daran, was für ein schreckliches Amt es sei, Gewelch' ein entseßlicher Schrei! Von Amulet, ihm eine Wohltat war, zu gönnen. Franzi seufzte muyls. zitternd Franzi nene oben kam er, und gleich darauf ein dumpfer Fall die und Achseln gezuckt haben, wie in der die Anton zu Boden Verbrecher den Belle eine Feile gefunden worden ist. Mit der Rette hat der die der und wenn es der Anton Frau. von den Augen wußtsein vor ihr ruben in der Fr stirbt, dann ist Zu der nicht vor einem Mord zurückschreckt. Freiheit, allein! Und er hat gezeigt, der Räuber, daß er im Notfall sie, sie allein ist schuld an dem Schrecklichen, Gott, wenn er noch mehr Blut vergießt, ſo iſt ſie ſchuld, sie gefellt sich die quälende Sorge: Was wird der Hoßfie muß den Gatten pflegen, den Gatten, den sie nie inniger sich werfen! Aber sie darf nicht, sie muß gut zu machen suchert, um den Verstand zu verlieren, o, könnte sie das Leben von zu haben meint, als nun, da er blaß und ohne BeRäuber ihr zugerufen. Die Feile, das war das Amulet Furchtbare er nicht gebraucht. Die Feile! Ha, wie Schuppen iſt ihr's der marternden Todesangst um den Gegefallen, schon bei den Worten, sie die Mörderin des Gatten! D, Boden geschlagen, das Messer hat zu der sie ihm verholfen? Tage verbringt die sist geliebt liebten bach verüben in liegt. Nur das nicht, nur das nicht! rettet. sein Leben mehr vorhanden. ligen Heilung brauchen wird, so ist doch keine Gefahr für weitern drei Tagen erklären die Aerzte den Anton für geist. Eine Sorge ist gehoben, er hat kein Blut vergossen. Nach fernten Teil des Ländchens aufs neue festgenommen worden grimmige Kälte in ein Wirtshaus getrieben, in einem entWenn auch die Kopfwunde noch einige Zeit zur völNach drei Tagen kommt die Nachricht, daß der Hoßbach, den Doch Gott ist ihr gnädig. Mutter geworden. angehauchten Wesen eine frische, willenskräftige Frau und ein Mädchen, sie umspielen, da ist aus dem zarten, poetisch Als nach ein paar Jahren zwei kleine Moor's, ein Bub der Feile gekommen ist. hat niemals gestanden, auf welche Art er damals in den Besitz Anhang gehörte. Der Hoßbach muß jedoch in der Tat etwas ,, ritterliches" Räuberblut in seinen Adern haben, denn er büßen hatte. Nicht die mindeste Aehnlichkeit hatte das Weib dem hübschen jungen Burschen, der jedenfalls zu ihrem verschiedner Diebereien eine Strafe in der Froufeste zu verdie schwarz' Hoßbachn", wie diese im Volksmund hieß, wegen Franzi erfahren, als ungefähr ein Jahr nach seiner Flucht Daß der Fidelio" nicht des Räubers Weib gewesen, hat hat sich darin bei. zeihung an. der weichen Stimmung Und geschärft und sie ist wenn fie Schwärmerei ins wirkliche Leben zurückzuführen. des über Antons Stirn zieht, um sie aus dem Land weichherziger alten Fehler, dann genügt ein Blick auf die Narbe, die sich Gatten, der tren seine Pflicht tut, und sie steht ihm unentwegt brechertum mehr Raum im Herzen der Franzi, ihr Blick Von der Zeit an hat kein törichtes Mitleid mit dem Verdes Gatten und beichtet ihm alles und fleht ihn um VerDankerfüllten Herzens kniet die junge Frau am Lager Franzi. sie einmal zurückfallen will in ihren Er gewährt dieselbe aus vollem Herzen, aus sie ist fürder stolz auf ihren braven Das Amulet" hat also doch Segen gebracht. von der tiefen eue einer elenden heraus und ergriffen mit C B fich da ein ludte." einen, der Ra, nai, Deigel begreife litermeise Ra, wozu machen, ich efommen." Das Baro Bt du denn geworfen." er ist denn en Lächeln auch nicht mes reichen Schlug faji aares; es hr harter mit den " B.: garnichts teilt!" m ist eine il die Ge. ner Kaffette n: ,, Shid Schmierers n Roman, Gegenteil, Tan" it der Er. chwörtliche agen?" eil fie fein gen Dame fum heizer Chusneldo rnglas rin!" Imulet ihn ,, auf dem bor Angst tritt Franzi in die Küchentür die Trenne borah in langen Saben da stürmt jemand རུ་ ཏས་ ས Aus Herrenkleidern en Ich verkaufe fernt man Flecken von Bier. Schokolade, braunen Kaffee. Saucen mit Leichtigkeit durch Quillayarinde. Die Rinde schäumt in Verbindung mit Wasser wie Seife. Man fauft dies ibe am besten in Droguerien. Mit 3-4 Teilen weichen Wassers tocht man ite etwa eine Viertelstunde aus, gießt diese Abfochung durch ein Luch und mischt sie mit etwas Spiritus. Nachdem man das Aleidungsstück platt auf ein Brett gebreitet hat, trägt man diese Flüssigkeit mit einer Bürste lau Gut ist es, ein warm auf. trockenes Tuch unter den Stoff zu breiten, da dieses die FeuchtigIst der feit aufsaugen hilft. Fleck nun naß gebürstet, so wird die überflüssige Nässe schnell durch Aufklopfen mit einem Hirschlederlappen oder einem leinenen Lappen beseitigt. Bei Damenkleidern ist es vorteilhast, Futter oder B say vorher abzutrennen, da durch das Naßwerden dieser Stoffe neue Flecken entstehen fönnten. Sollten die Flecke nach dieser Reinigung noch nicht ganz verschwunden icin, so helfe man mit etwas Benzin nach. Zuletzt wird das Kleidungsstück dann noch von der linken Seite aufgeplättet. Gegen kurzen Atem. Man nehme 0,50 Liter frische Wachholderbeeren, grüne, halvr ife und reife, wie sie vom Stock fommen, zerstoße dieselben, gieße 1 Liter Fruchibranntwein daran, laffe es an der Sonne einige Beit stehen und nehme morgens, mittags und abends jedesmal einen Eklöff voll davon. + Korpulenz Fettleibigkeit + wird beseitigt durch die Tonnola- Zearkur. Kein starker Leib, keine starken Hüften mehr, sondern jungend ich schlanke. cloganto Figur und graziöse Taille. Eoin Heilmittel, kein Geheimmittel, sondern naGarantiert unturgemässe Hilfe. schädl. f. d. Gesundh Keine Diät, keine Aender d. Lebensw. Vorzügl. Wirkung. Pack. 2,50 M. fr geg. Postanw.o. Nachn. D. Franz Steiner& Co. Berlin 41, Königgrätzer str. 78. Eleg. Daunenbett, rot oder rot- rosa gestr. prachtv. federdicht Inlett, setbenart. Glanz.Oberb. u. 2 Rissen mit Daunen gefüllt. Unterbett. mit Halbbaunenfül., ganzes Bett nur 40 Mark per Nachn. Kein Risito. Umt. gestattet. Hellberg's BettenVersandhaus Schöningen 1. Br. 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Er hatte, als an ein und demselben Vormittag die zweite Maßregelung erfolgte, bevor er sich heruntersetzte, einem Mitschüler zugeflüstert: Was wird denn nun meine arme Mutter dazu sagen?" Dann so erzählt der Junge ist vor dem Beichnen die große Pause gekommen, ich hatte gerade das Messer aufgeklappt, um meinen Bleistift zu spißen, als der Lehrer rief:„ Alle herunter!" Ich ging aus der Bank und sah, daß der Lehrer, der nach Hause gehen wollte, an mir vorüberkommen mußte. Da bin ich heruntergesprungen." ,, Und hast ihn mit dem Messer gestochen?" Das weiß ich nicht. Dann ist mir meine Mutter eingefallen und meine Geschwister, und da habe ich zu schreien angefangen. Der Lehrer hat sich nach mir umgedreht und gesagt: Junge, du bist wohl verrückt geworden?" Ich habe ihn darauf gefragt: Darf ich mich wieder Zweiter seßen?" Man sieht die fire Idee, die sich nur um den einen Punkt, die vermeintliche Schande des Heruntergesettwerdens dreht. Der Krieg in Oftalien. 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Damit rechnen denn auc die Japaner stark, deren sehr günstig gelegene Kohlenwerke die japanische Flotte mit völlig ausreichenden Kohlenmengen versehen können, die allerdings der englischen Kohle an Wert nicht gleich sind, aber doch vollständig genügen, um die Manövrierfähigkeit der japanischen Flotte in jeder Weise zu sichern. In russischen Marinekreisen hegt man die größte Besorgnis, daß das Hilfsgeschwader, bestehend aus dem Panzerschiffe„ Osliaba" und den Kreuzern Dmitri Donskoi" und" Aurora", begleitet von zehn Torpedobooten und einem Kohlentransporte, dem Dampfer ,, Saratow", das sich jetzt noch im Indischen Ozean befindet, abgefangen wird. Die Gefahr für diese Schiffe beginnt nämlich schon auf dem Breitengrade von Formosa, den Pescadoren und den Liu- kiu- Inseln, in deren Buchten wohl zahlreiche japanische Torpedokreuzer ihre Beute erwarten werden. Neue russische Verstärkungen zur See, die sich vom heimischen Ostseehafen Kronstadt aus nach Ostasien begeben sollen, werden selbstverständlich auch mit großen Schwierigkeiten betreffs der Kohlenversorgung zu kämpfen haben, da sie ihre Kohlenvorräte in neutralen Häfen nur soweit ergänzen dürfen, daß sie imstande sind, den nächsten russischen Hafen zu erreichen. Deshalb sind die Japaner stets in der Lage, ihre Bewegungen zu kontrollieren und ihnen einen Hinterhalt zu legen. Die Aufsicht, die die Engländer am Suezkanal üben, ist äußerst streng. Das österreichische Kohlenschiff Java", das für einen Kohlentransport nach Port Arthur gemietet war, ist auf Anweisung des Auswärtigen Amtes in Kairo für ein Schiff der kriegführenden Mächte erklärt worden und sollte sofort den Hafen Port Said verlassen. Das Schiff löschte daher die Kohlen. Ebenso hat die äavbtische Regierung das Ersuchen Rußlands 13. Jahrgang. nspaltige Petitzeile für ganz Obro 16 Marburg 10 Pfg. fonft 15 Betitgeile 30 rep. 40 fg. igslifte No. 3269. 1: Gießen, Seltersweg 88 janschluß Nr. 362. fen fung) und Umgebung n Oberhessen. Torpedodootszerstorer, der am ort Said eintraf, dort in Dod tal die Vergünstigung der schnellen aiser Wilhelms- Kanal wird die n. Unsere Regierung hat sich der ßen können, daß wir als neutrale Beg jetzt nicht gestatten dürfen. gilt als deutsche Binnenwassern kriegführender Staaten ebensowie Landtruppen durch einen dürfen. Die russische Verstärkung, eldungen aus den drei Panzernder III." und„ Suwaroff", sowie 1 Transportdampfer ,, Kamschatka" omirals Wesselago besteht, mußte zeitraubenden Umweg durch das r die Mandschureifrage. ing der chinesischen Diplomatie, ert haben, kann nicht besser geurch einen Brief, den der schlaue nach Unterzeichnung des Pefinger jen hat. Wenn wir die Manderlassen, so kalkulierte der„ chinegarnichts, weil dann die Japaner werden, und wenn sich dann die Rußland, an der Grenze zwischen i berühren werden, und jeder der t versuchen wird, die Grenze auf r hinauszuschieben, dann werden jen; scheint es dann im Falle Japan den kürzeren ziehen, dann allen Kräften, Japan vernichten. ins dann die Russen sicherlich die nd Korea für sich behalten. Sieht : Rußland im Kriege mit Japan vir einfach die russischen Truppen ustreiben, indem wir vorgeben, erden auf diese Weise ohne große üderhalten. Jetzt die Mandschurei sehr schwer. England legt großes ei, aber daran brauchen wir uns ind mit Gewalt nichts ausrichten itral, Frankreich sieht aus weiter chweigt still." Lihungtschang hat ie heutige Situation ziemlich klar r Reichstag. de CB Berlin, 13. Februar. über freie Aerztewahl, Kassensich endlos weiterspinnt, wurde gung durch Wahlprüfungen chaltsam war das Zwischenspiel Braun( Soz.), Wahlkreis FrankKommission für ungiltig zu erial nachträglich beigebracht worden eber( 3tr.) Zurückweisung der ( prüfungsfommission. Darüber geredet, worauf der Annommen wurde. Sodann kam das schon zu Tode gehetzte Kapitel„ Reichsgesundheitsamt" wieder an die Reihe. Die Debatte ist weder interessanter noch belangreicher als gestern. Höchstens wäre die Auseinandersetzung zwischen dem Sozialisten Stadthagen und dem Freisinnigen Mugdan zu erwähnen. Ersterer behauptet, die Zahl der Toten und Verwundeten in der Industrie sei im letzten Jahre mit 120 000 größer, als die der Gesamtzahl der Toten und Verwundeten im deutsch- französischen Kriege auf deutscher Seite. Abg. Mugdan weist die maßlosen Uebertreibungen des Vorredners zurück. Die Sozialdemokraten überschütteten die bürgerlichen Parteien mit den heftigsten Vorwürfen und seien doch selbst die größten Feinde aller Sozialpolitik. Das war der„ Clou" der heutigen vierstündigen Sitzung! Die Politik. Wenn nicht alle Zeichen trügen, ist der ZehnstundenArbeitstag im Anzuge; vorläufig allerdings bloß für erwachsene Arbeiterinnen. Der Bunderat hat bereits den Einzelstaaten anheimgegeben über diese Frage Erhebungen anzustellen. Als Grundzüge sind hierbei angenommen worden die Herabsetzung der zulässigen täglichen Arbeitszeit von 11 auf 10 Stunden und am Vorabend der Sonnund Festtage auf 9 Stunden. Bei Bewilligung von Ueberarbeit soll die tägliche Arbeitszeit an Wochentagen 12 Stunden und am Vorabend von Sonn- und Feiertagen bei Arbeitsschluß spätestens 7½ Uhr 9 Stunden nicht überschreiten. Die Beschäftigung von Wöchnerinnen soll vor Ablauf von sechs Wochen nach ihrer Niederkunft überhaupt nicht und während der folgenden zwei Wochen nur dann gestattet wer Haarstärkungs- Wasser. Bestes zur Kräftigung und gegen Ausfall Mk. 2,50 franko. P. Heinrich, Berlin O., Weidenweg 62. Haltbare, elegante, Lindener Sammete 119 glatt und gerippt Kleidern, Bloufen und unzerreißbare zu Knabenanzüge. Auf Wunsch Muster. Sammethaus Louis Schmidt, Hannover 21, gear. 1-57. Berliner Betten- Fabrik R. Kirschberg& Co., Berlin C. Hackescher Markt 1. vers. v. ihr. Fabriklager als bes. preisw. streng reell, bei freier Verpackung unter Nachnahme. Grosse neue Betten Federdichte Inletts, reich. gef. vollst. Stand Ober-, Unterbett. 2 Kisse II Mk., bessere 13,75, 15.50; 1 schläfr. Betten 18,-, 21,50, 24,- u. 27,- Mk. m. roth. Inletts u. Daunenf. 32,50, 36,-, 42,- Mk. Nichtpass, zahlen Betrag zurück. Billigste Bezugsquelle für Händler. Preisliste u. Muster gratis u. franco. 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Es ist ein solch' drückende Hize draußen, jede BeMein liebes Herz, warum bist du nicht still liegen gerahmten Spiegel, ordnet ihren Anzug, ihr Haar, geht zu dem großen, silbereinge= in Schluchzen sprecht nur." ein Gebetbüchlein" uns doch niemand?" ich bin seiner Müze hervor. Ach, gute Frau, jungen Menschen mitleidig. haben gewiß ein menschliches Herz mir. Ich weiß, sehen kann ich ihn nicht gute Frau, hier in dem Päckelchen habe ich ein Amulet und ten seine Augen und blondes Lockengeringel drängte sich unter ,, möchtet Ihr's nicht dem Armen geben? ,, Ach, wenn Sie ein Herz in der Brust haben, dabei brach die Stimme des Burschen der Hoßbach ist ein naher Verwandter von ich hab' eine so große Bitt'. Nein, nein, ich bin ganz allein, Was wollen Sie?" fragte sie den aber Sie sehen ja so gut es hört Sie stand der Bursch vor ihr im Licht des Mondes, hell glänzaus Es wird ihm ein Trost sein in seinem Unglück, gewiß, und war Erzielung noch das jugendliche zu erzieler flügeln. Fachkreisen Soweit schlüsse üb feligen Tat an ein und erfolgte, bet flüstert: fagen?" Beichnen die Lehrer rief: Meffer aufg ,, auf dem erbstück ( mulet ihn ber ein Euch Gott egte einen und breit! glücklichen pie in der " Fidelio". Ketten n ndruck auf nöglich zu wie die Gefängvill's ihm fraft war mehr zum aß wegen unendlich damit es icher Fall. in Amulet Gott und der Hand der un ie Gestalt un inbrechers hen fie etwas gleich en LiebesDer men & daß der Leb Echande des überfommen Und haft it nicht. Dan Geschwister, Lehrer hat bift wohl be Darf ich m dee, die fi Die Hu Darauf rid neute Ang Ketten komm' Schrei Ahnung gemordet!" aufeinander, wirft Frau Verwalterin Anton", sie sich über ihn: geschlossenen Augen gleicht er einem Toten. die Treppe herab in langen Säßen bach! Franzi steht wie angewurzelt, Blute; aus tiefer Stirnwunde fließt es, und regungslos, mit steigt sie die Treppe hinan, der Fall, der dumpfe Fall Hoßbach liegt ihr Mann, ihr braver guter Anton, in seinem zu dir, hab' Erbarmen, Gott im Himmel, ich hab' ihn ist Wahrheit. Halb im Flur, halb in der Zelle entflohen! Franzi zittert und bebt, die Zähne schlagen ihr tür hinter der wüsten Gestalt zu der„ edle" Räuber ist gebrochen!" Ein lautes rohes Gelächter, dann fällt die Hausbrecher, in seiner Hand blizzt ein offenes Messer, stoßbereit dann ruft er höhnisch:" Schön' Dank für das Amulet, Schein der Flurlampe. Einen Augenblick stuzzt der Verbor Angst tritt Franzi in die Küchentür da stürmt jemand es hat Wunder getan, hat die ruft sie und mit zitternden Knieen um Gott Anton, wach' auf, Anton, hell beleuchtet vom Mit wildem der Hoßdes ihre fernten geliebt Nur Belle eine Räuber ihr allein! Und er Dankerfüllten bach verüben in zit das nicht vor einem Mord wußtsein vor ihr lie haben Feile Wenn auch die Kob in der ihr zugerufen. liegt. gefunden nicht, nur das nicht! Freiheit, ord zurückſchredt. um den Verstand zu verlieren, o, kön weitern drei Tagen erklären die Aerzte den Anton für geiſt. Eine Sorge iſt gehoben, er hat kein Blut vergoſſen. Nach grimmige Kälte in ein Wirtshaus getrieben, in einem entHeilung brauchen wird, so ist doch keine Gefahr für Nach drei Tagen kommt die Nachricht, daß der Hoßbach, den Teil des Ländchens aufs neue festgenommen worden Verbrecher den Anton zu Boden geschlage liebten gesellt sich die quälende Sorge: Was wird der HoßGott, wenn er noch mehr Blut vergießt, so ist sie schuld, sie junge Frau. Zu der marternden Todesangst um den Gefie muß den Gatten pflegen, den Gatten, den sie nie inniger von den Augen gefallen, schon bei den Worten, worden sich werfen! Aber sie darf nicht, sie muß gut zu machen suchen, er hat gezeigt, der Räuber, daß er im Notfall Kopfwunde noch einige Zeit zur völAnton stirbt, dann ist sie die Mörderin des Gatten! O, es sie, sie allein ist schuld an dem Schrecklichen, und wenn der Furchtbare er nicht gebraucht. Die Feile geschlagen, das Messer hat meint, als nun, da er blaß und ohne Beden Anton untersucht und die Achseln gezuckt haben, wie in der immer wieder hat Fragen beantworten müssen, wie die Aerzte die Magd gekommen, die Gerichtsherren, die Aerzte, wie sie geschehen, nachdem sie ihn in seinem Blut gefunden. Wie Gatten. Nur undeutlich kann sie sich erinnern, was weiter In später Nacht sitzt Franzi am Bett des bewußtlosen Die Feile, das war das Amulet könnte zu der sie ihm verholfen? Doch Gott ist ihr gnädig. sie das Ha, wie Schuppen ist ihr's ist. Mit der Kette hat der age verbringt die das Leben von die der iſt ligen rettet. sein Leben mehr vorhanden. friet die junge Frau am Lager des Gatten und beichtet ihm alles und fleht ihn um Vereine erste ,, Nein" " Unfere bach, der cechen in wenn er Marie?" zeihung an. , wie oft der venn t ich von der weichen 1z allein innerlich hte mich wäre sie doch auch ein förpert erschienen. Da fängnisvertoalter zu sein, das Familienerbstück, das neue die quälenden Eindrücke Brieflein oben fam er, und gleich darauf ein dumpfer Fall zitternd der Person ihr alle die idealen Räubergestalten ver Neuzeit verrung an das Gute, was sie dem Hoßbach getan, in dessen Gedanken daran, was für ein schreckliches Amt es sei, Hoßbach reichen Trost gebracht, gewiß hatte ihm sein Weib Gefühl war befriedigt von ihrem Tun, hatte sie doch sicher dem Amulet, ihm etwas, zu holen, und Anton machte eben die Runde. Franzi in der stuce desaftigt, one wage war ausgegangen, welch' ein entsetzlicher Schrei! Von und versuchte sich imm Gabe versüßen durch die ihm eine Wohltat war, war immer noch in gedrückter Stimmung. Ihr mitleidiges geschrieben, yes. und wenn Erinne wann das Franzi r heftig aufs illes ge= Gemun, das war dem Armen wohl zu gönnen. Franzi seufzte in zu tiefen Er Mutter geworden. darin bei. Als nach ein Von fett Und wenn Beue feiner venn sie Das„ Amulet" hat also doch Segen gevracht. Schwärmerei ins wirkliche Leben zurückzuführen. angehauchten Wesen eine frische, willenskräftige Frau und Mädchen, sie umspielen, da ist aus dem zarten, poetisch über Antons Stirn zieht, um sie aus dem Land weichherziger alten Fehler, dann genügt ein Blick auf die Narbe, die sich Gatten, der treu seine Pflicht tut, und sie steht ihm unentwegt hat ſich geſchärft und sie ist fürder ſtolz auf ihren braven brechertum mehr Raum im Herzen der Franzi, ihr Blick ein paar Jahren zwei kleine Moor's, ein Bub der Zeit an hat kein törichtes Mitleid mit dem VerFranzi. gewährt dieselbe aus vollem Herzen, aus einmal zurückfallen will in ihren des Genesenden heraus und ergriffen ein die verschiedner Diebereien eine Strafe in der Froufeſte zu verFranzi der Feile gekommen ist. hat niemals gestanden, auf welche Art er damals in den Besitz ritterliches" Räuberblut in seinen Adern haben, denn er Anhang gehörte. Der Hoßbach muß jedoch in der Tat etwas mit dem hübschen jungen Burschen, der jedenfalls zu ihrem büßen hatte. Nicht die mindeste Aehnlichkeit hatte das Weib schwarz' Hoßbachn", wie diese im Volksmund hieß, wegen Daß der„ Fidelio" nicht des Räubers Weib gewesen, hat erfahren, als ungefähr ein Jahr nach seiner Flucht 1904. Spec. haur V., Magenleid ret, erfolgr. Insti ausseestr. 117. V Auskunft Freimark osser ster- Briefsteller e Privat- u, Handel tc. v. M. Uebelacke k. 3,50 portofre f, Buchhandlun inzessinnenstr. 2 Mk. 2,30 toftet blefer prad bolle Ringa 1 Gold malfiva. E ber gewalt, m leudit. Eleinu.ed Berien p. Nachn Getrag zur d. Br. Illu hein. Verfandya Dogfcheib olingen 18 cht iederreissen, Hexen 1. an rheumatischen idende sind viele 0 de hes Hausmittel, da st herstellen kann, heilt st sende jedem de ng, wenn mir 50 P gesandt werden f Unkosten. Mensen, 11. W. 18. Mr. 7. Reelle 3 jabrige fchriftliche Garant für guten Gang. belannt a$ qut n. 610 ren 4,30. Stahl- Uhre Trn 5,50. 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Wenn wir die Manderlassen, so kalkulierte der„, chinegarnichts, weil dann die Japaner werden, und wenn sich dann die Rußland, an der Grenze zwischen i berühren werden, und jeder der t versuchen wird, die Grenze auf r hinauszuschieben, dann werden jen; scheint es dann im Falle Japan den kürzeren ziehen, dann allen Kräften, Japan vernichten. ins dann die Russen sicherlich die nd Korea für sich behalten. Sieht : Rußland im Kriege mit Japan vir einfach die russischen Truppen mustreiben, indem wir vorgeben, erden auf diese Weise ohne große üderhalten. Jetzt die Mandschurei sehr schwer. England legt großes cei, aber daran brauchen wir uns and mit Gewalt nichts ausrichten itral, Frankreich sieht aus weiter chweigt still." Lihungtschang hat ie heutige Situation ziemlich klar atis u. franto zu jede Modelle fra@ tfret nad Suftationen. Harzer m- Sänger aben u. gebog. 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Ueber die Ursache des jezigen Aufstandes ist man verschiedener Ansicht. Ein Herr, der die Verhältnisse tennt, spreibt darüber: Als ich vor Schulden im Betrage von 20000 Mt. mit rück. sichtsloser Energie ein, so daß der Kapitän sich genötigt sah, anstatt des fehlenden Bargeldes den Hänolarn große Rinderherden auszuliefern. Da bet jol harter Zwang mit Prügeln stattgefunden haben. Auf die Klage des gemaßregelten Häuptlings berief nun der Oberlapitän Mahárero jene Häuptlingsversammlung ein, in welcher nach BeiErzielung günstiger Zensuren wirft, anstatt, daß man auch noch das persönliche Moment zur Hilfe nimmt und das jugendliche Gemüt dazu aufreizt, nicht bloß gute Zensuren zu erzielen, sondern auch noch seinen Nebenbuhler zu überflügeln. Vielleicht wird der bedauerliche Berliner Fall in Fachkreisen auch von dieser Seite aus einmal betrachtet... Soweit die beachtenswerte Zuschrist. Interessante Aufschlüsse über den Seelenzustand des Knaben vor der unseligen Tat gab seine eigene spätere Aussage. Er hatte, als an ein und demselben Vormittag die zweite Maßregelung erfolgte, bevor er sich heruntersetzte, einem Mitschüler zugeflüstert:„ Was wird denn nun meine arme Mutter dazu sagen?" Dann so erzählt der Junge- ist vor dem Zeichnen die große Pause gekommen, ich hatte gerade das Messer aufgeklappt, um meinen Bleistift zu spißen, als der Lehrer rief:„ Alle herunter!" Ich ging aus der Bank und sah, daß der Lehrer, der nach Hause gehen wollte, an mir vorüberkommen mußte. Da bin ich heruntergesprungen." ,, Und hast ihn mit dem Messer gestochen?"" Das weiß ich nicht. Dann ist mir meine Mutter eingefallen und meine Geschwister, und da habe ich zu schreien angefangen. Der Lehrer hat sich nach mir umgedreht und gesagt:„ Junge, du bist wohl verrückt geworden?" Ich habe ihn darauf gefragt: Darf ich mich wieder Zweiter seßen?" Man sieht die fire Idee, die sich nur um den einen Punkt, die vermeintliche Schande des Heruntergesettwerdens dreht. Der Krieg in Oftalien. Die Russen, die in diesen Tagen ihr Hauptaugenmerk darauf richten, den Hafen von Port Arthur gegen erneute Angriffe von seiten der Japaner möglichst zu sichern, in Otjosondjupa unter Versicherung freundschaft. lichster Gefühle die Hand füßte. Während meines dortigen Aufenthalts gewahrte ich 20 Dvambo, die nachts mit großen Körben aus Dvamboland eingetroffen waren und nach der Meinung eines gerade anwesenden Händlers und deren Zwischen. träger. Die Doambo, mit Gewehren und Munition ( Schluß folgt.) versorgt wurden. geringes Maß reduziert wird. Damit reamen oenn auaj die Japaner stark, deren sehr günstig gelegene Kohlenwerke die japanische Flotte mit völlig ausreichenden Kohlenmengen versehen können, die allerdings der englischen Kohle an Wert nicht gleich sind, aber doch vollständig genügen, um die Manövrierfähigkeit der japanischen Flotte in jeder Weise zu sichern. In russischen Marinekreisen hegt man die größte Besorgnis, daß das Hilfsgeschwader, bestehend aus dem Panzerschiffe„ Osliaba" und den Kreuzern Dmitri Donskoi" und" Aurora", begleitet von zehn Torpedobooten und einem Kohlentransporte, dem Dampfer„ Saratow", das sich jetzt noch im Indischen Ozean befindet, abgefangen wird. Die Gefahr für diese Schiffe beginnt nämlich schon auf dem Breitengrade von Formosa, den Pescadoren und den Liu- kiu- Inseln, in deren Buchten wohl zahlreiche japanische Torpedokreuzer ihre Beute erwarten werden. Neue russische Verstärkungen zur See, die sich vom heimischen Ostseehafen Kronstadt aus nach Ostasien begeben sollen, werden selbstverständlich auch mit großen Schwierigkeiten betreffs der Kohlenversorgung zu kämpfen haben, da sie ihre Kohlenvorräte in neutralen Häfen nur soweit ergänzen dürfen, daß sie imstande sind, den nächsten russischen Hafen zu erreichen. Deshalb sind die Japaner stets in der Lage, ihre Bewegungen zu kontrollieren und ihnen einen Hinterhalt zu legen. Die Aufsicht, die die Engländer am Suezkanal üben, ist äußerst streng. Das österreichische Kohlenschiff" Java", das für einen Kohlentransport nach Port Arthur gemietet war, ist auf Anweisung des Auswärtigen Amtes in Kairo für ein Schiff der friegführenden Mächte erklärt worden und sollte sofort den Hafen Port Said verlassen. Das Schiff löschte daher die Kohlen. Ebenso hat die äabbtische Regierung das Ersuchen Rußlands 2r Reichstag. CB Berlin, 13. Februar. über freie Aerztewahl, Kassensich endlos weiterspinnt, wurde gung durch Wahlprüfungen chaltsam war das Zwischenspiel Braun( Soz.), Wahlkreis FrankKommission für ungiltig zu erial nachträglich beigebracht worden eber( 3tr.) Zurückweisung der ( prüfungsfommission. Darüber de geredet, worauf der An1ommen wurde. Sodann kam das schon zu Tode gehetzte Kapitel„ Reichsgesundheitsamt" wieder an die Reihe. Die Debatte ist weder interessanter noch belangreicher als gestern. Höchstens wäre die Auseinandersetzung zwischen dem Sozialisten Stadthagen und dem Freisinnigen Mugdan zu erwähnen. Ersterer behauptet, die Zahl der Toten und Verwundeten in der Industrie sei im letzten Jahre mit 120 000 größer, als die der Gesamtzahl der Toten und Verwundeten im deutsch- französischen Kriege auf deutscher Seite. Abg. Mugdan weist die maßlosen Uebertreibungen des Vorredners zurück. Die Sozialdemokraten überschütteten die bürgerlichen Parteien mit den heftigsten Vorwürfen und seien doch selbst die größten Feinde aller Sozialpolitik. Das war der„ Clou" der heutigen vierstündigen Sitzung! Die Politik. Wenn nicht alle Zeichen trügen, ist der ZehnstundenArbeitstag im Anzuge; vorläufig allerdings bloß für erwachsene Arbeiterinnen. Der Bunderat hat bereits den Einzelstaaten anheimgegeben über diese Frage Erhebungen anzustellen. Als Grundzüge sind hierbei angenommen worden die Herabsetzung der zulässigen täglichen Arbeitszeit von 11 auf 10 Stunden und am Vorabend der Sonnund Festtage auf 9 Stunden. Bei Bewilligung von Ueberarbeit soll die tägliche Arbeitszeit an Wochentagen 12 Stunden und am Vorabend von Sonn- und Feiertagen bei Arbeitsschluß spätestens 7½ Uhr 9 Stunden nicht überschreiten. Die Beschäftigung von Wöchnerinnen soll vor Ablauf von sechs Wochen nach ihrer Niederkunft überhaupt nicht und während der folgenden zwei Wochen nur dann gestattet wer Mit So etwas geschieht Aranten 33 Fran An in feiner durchgef Da brac auf der De Varfum Bern Refere in ane alter zu billig. Preis tuche, Fla loden, Bud und Pferde tollection sofo Carl Dörg BREME ,, Nun?" fragte eine Frau erbittert, die ihrem Mann seit einer halben Stunde eine hielt, ohne daß er eine Silbe darauferwidert nichts zu sagen? wohatte, hast Du garran denkst Du denn?" Gardinenpredigt Zur Sache. Relay ,, An die Kosten," antwortete der Mann, ein Telegraphist, ,, die Deine Predigt machen würde, wenn Du sie mir an einen dritten Ort telegraphiert hättest- 518 Mt. 75 Pfennig." An einem sonnigen Frühlingstag, so gegen 2 Uhr nachmittags, trat eine sehr elegante junge Frau in das größte Juweliergeschäft der„ Rue de la Pair" in Paris. Humoreske von 2. H. Legrand. Autorisierte Uebersetzung a. d. Französischen von A. He im. - Die Kassette. „ Höchstwahrscheinlich," so wandte sie sich mit einem freundlichen Lächeln an den Besitzer des Geschäfts, der mit seinen Angestellten im Laden beschäftigt war, höchstwahrscheinlich ist mein Name Ihnen nicht unbekannt:" Ich bin Madame Delprat." Das war der Name des berühmtesten Jrrenarztes in Paris. Der Juwelier verbeugte sich. Ein süßliches Mein Gatte," fuhr die Dame fort ,,, will mir zu meinem Geburtstag ein Perlenkollier schenken. Ich habe gleich an Sie gedacht. Denn ich glaube mich nicht in der Annahme zu irren, daß das herrliche Kollier, welches meine Freundin, die Gräfin von Martinet, diesen Winter trug, von Ihnen stammt?" Lächeln umspielte beständig seinen Mund, der von wenigen rötlichen Barthaaren taum beschattet wurde. Erstens war er gegen das Kompliment nicht unempfindlich und dann machte Der Juwelier verbeugte sich wieder. es ihm eine diebische Freude, seinem Kollegen Montana eine solche Kundin fortzustibißen. Er wußte gar wohl, daß Montana bisher der Lieferant der schönen Frau Delprat, der Gattin des berühmten Jrrenarztes, gewesen war. Die Verkäufer legten in größtem Schweigen mehrere Kolliers auf eine rote Samtdecke. Frau Delprat machte ein Zeichen, daß das eine oder andere gleich wieder fortgenommen „ Dieses Kollier, meine Gnädigste, ist wunderbar! Ich werden sollte und ließ nur die kostbarsten vor sich liegen. habe drei Jahre gesucht, um die beiden Perlen von gleicher Größe zu finden. Und sehen Sie nur einmal, wie dieselben die Mittelperle einschließen! Ich muß allerdings bemerken, daß der Baron Arthur von C. reflektiert!" denn der einmal a und blid Rummel Cnädigit dem Ger Frau 28 000 al dez Mund Launen b und befab Gie .... sehr auf dieses Kollier bindung, untergeb mal bis ihrem G Hastig steht sie auf, geht zu dem großen, silbereingerahmten Spiegel, ordnet ihren Anzug, ihr Haar, er soll sie nicht so leidend und verstört finden! Armer Hellmut! Müde und abgespannt von allem Rechnen und Zählen kommt er heim, und immer findet er ein mühsam erzwungenes Lächeln, eine fünstlich angenommene Haltung, die er auf den ersten Blick durchschaut. Aber wie soll sie anders sein? Da ist er! Mit von innerem Herzensweh etwas geschärften und verfeinerten Zügen, die Augen nicht so glänzend mehr als früher, aber immer der gewinnende, anziehende Hellmut, den alle lieb haben müssen, tritt er über die Schwelle und nimmt Hilda in seine Arme. Mein liebes Herz, warum bist du nicht still liegen geblieben? Es ist ein solch' drückende Hize draußen, jede Bebespren 5 Sg1 Hygi oder Natuab Louise v Schöne vol: Crient. Kraft: T- M Medaille Par in o bis A Dankschrelbe Streng reell brauchs- Anwe D. Fran Berlin 18, Ta zu Fabril Emil Mer stand der Bursch vor ihr im Licht des Mondes, hell glänzten seine Augen und blondes Lockengeringel drängte sich unter seiner Mütze hervor. Was wollen Sie?" fragte sie den jungen Menschen mitleidig. haben gewiß ein menschliches Herz- Sie sehen ja so gut ,, Ach, gute Frau, ich hab' eine so große Bitt'. Sie aus ich bin der Hoßbach ist ein naher Verwandter von mir. Ich weiß, sehen kann ich ihn nicht aber es hört uns doch niemand?"" Nein, nein, ich bin ganz allein, sprecht nur." Ach, wenn Sie ein Herz in der Brust haben, gute Frau, hier in dem Bäckelchen habe ich ein Amulet und ein Gebetbüchlein"- dabei brach die Stimme des Burschen in Schluchzen möchtet Ihr's nicht dem Armen geben? Es wird ihm ein Trost sein in seinem Unglück, gewiß, und Frech. Hausierer( im Restaurant):„ Taschenkamm gefällig, Zahnbürste, Nagelbürste..?" Hausierer:„ Ja, das sieht man Ihnen auch an!" Gast( brummend): Brauche ich alles nicht!" MU: INSTRUMEN MUSIKINSTRUMENTEN SACHS MANUFACTUR SCHUSTER& CO aller Art, beste Arbeit. Markneukirchen Nr.14 Erfolg. Prospekt u. Probe umsonst. Bucniunrung und Kontorwissenschaften lehrt brieflich mit bestem R. Haffner, Brandenburg a. H. 8. antwortlicher Redatteur Détar Kreffe, Charlottenburg. Taroen Saarr dann verwenden Sie Juvenil® nur mein verbessertes Hans Schellhorn, Rostock i. M., Blücherplatz 2. Preis 3. M., doppelte Grösse mit welchem Sie sich selbst Ihr Haar leicht färben können. Es ist völlig unschädlich, lärbt nicht ab und braucht nur alle 8-0 Wochen nachgefärbt Farbe wunderbar. 5. M. nur direkt vom Hause zu werden. R eceptbuch Aurelb bereitung von Cognac, Rum, Litören, Wundwässern etc. Ersparnis bis zum Achtfachen. Zusendung fostenlos. Hans Schwarzkopf, Berlin, Tauenzienstr.20.1. Tausende Anerkennungen. Für die Ansetzen verantwortlich: Ernst Shmidt Berita. Deaf and Verlag von F. Lenz& Comp., G. m. 6.. Berlin 27, polsmarttstr. 4. nene zerstreut. feit geraumer Die Stationen ju, Otjosazu, Ueber die Balfifcbai m man verschiede Verhältniffe te erziele jugendlich Erzielung noch das สิน flügeln. Fachkreisen Soweit legte einen und breit! glücklichen Die in der „ Fidelio". überkommer nicht. D Dan chat daß der Le Und haft Geldwister, Lehrer bift wohl be Darf ich dee, die hande de schlüsse üb feligen Ta an ein un erfolgte, be thiftert: Justert: 2 lagen?" Beidimen Men Weser r rief: Rebre auf auf dem vor Angst tritt Franzi in die Küchentür- da stürmt jemand ( mulet ihn die Treppe herab in langen Säßen um Gott der Hoßerbstückbach! Franzi steht wie angewurzelt, hell beleuchtet vom ber ein Schein der Flurlampe. Einen Augenblick stutzt der VerEuch Gott brecher, in seiner Hand blitt ein offenes Messer, stoßbereit - dann ruft er höhnisch:„ Schön' Dank für das Amulet, Frau Verwalterin- es hat Wunder getan, hat die Ketten gebrochen!" Ein lautes rohes Gelächter, dann fällt die Haustür hinter der wüsten Gestalt zu der„ edle" Räuber ist entflohen! Franzi zittert und bebt, die Zähye schlagen ihr aufeinander,„ Anton", ruft sie und mit zitternden Knieen steigt sie die Treppe hinan, der Fall, der dumpfe Fall- ihre Ahnung ist Wahrheit. Halb im Flur, halb in der Zelle des Hoßbach liegt ihr Mann, ihr braver guter Anton, in seinem Blute; aus tiefer Stirnwunde fließt es, und regungslos, mit geschlossenen Augen gleicht er einem Toten. Mit wildem Schrei wirft sie sich über ihn:„ Anton, wach' auf, Anton, komm' zu dir, hab' Erbarmen, Gott im Himmel, ich hab' ihn gemordet!" n Ketten Gefängmöglich zu wie die ndruck auf icher Fall. in Amulet damit es unendlich aß wegen mehr zum fraft war will's ihm der un der Hand Gott und ie Gestalt un galt's. inbrechers sie etwas en Liebesrn durfte. hen gleich ell. Der erkennen lur einen britt wagt n schaurig nein in Gebetatet mich ssen, verBäckelchen ssen, von end. Es ihr nun fühlte sie. eine erste „ Nein" Unere bach, der rechen in wenn er Marie?" wie oft venn ich 1z allein chte mich innerlich wäre sie illes ger heftig wann das Les. Franzi war in ver stuaje verwagt, wie wyo wut ausgegangen, etwas zu holen, und Anton machte eben die Runde. Franzi war immer noch in gedrückter Stimmung. Ihr mitleidiges Gefühl war befriedigt von ihrem Tun, hatte sie doch sicher dem Hoßbach reichen Trost gebracht, gewiß hatte ihm sein Weib doch auch ein Brieflein zu der Gabe geschrieben, und wenn das Familienerbstück, das Amulet, ihm eine Wohltat war, mun, das war dem Armen wohl zu gönnen. Franzi seufzte in Gedanken daran, was für ein schreckliches Amt es sei, Gefängnisvertoalter zu sein, und versuchte sich immer aufs nene die quälenden Eindrücke zu versüßen durch die Erinne rung an das Gute, was sie dem Hoßbach getan, in dessen Person ihr alle die idealen Räubergestalten der Neuzeit verförpert erschienen. Da welch' ein entseßlicher Schrei! Von oben kam er, und gleich darauf ein dumpfer Fall- zitternd In später Nacht sitzt Franzi am Bett des bewußtlosen Gatten. Nur undeutlich kann sie sich erinnern, was weiter geschehen, nachdem sie ihn in seinem Blut gefunden. Wie die Magd gekommen, die Gerichtsherren, die Aerzte, wie sie immer wieder hat Fragen beantworten müssen, wie die Aerzte den Anton untersucht und die Achseln gezuckt haben, wie in der Belle eine Feile gefunden worden ist. Mit der Kette hat der Verbrecher den Anton zu Boden geschlagen, das Messer hat er nicht gebraucht. Die Feile! Ha, wie Schuppen ist ihr's von den Augen gefallen, schon bei den Worten, die der Räuber ihr zugerufen. Die Feile, das war das Amulet fie, sie allein ist schuld an dem Schrecklichen, und wenn der Anton stirbt, dann ist sie die Mörderin des Gatten! O, es ist um den Verstand zu verlieren, o, könnte sie das Leben von sich werfen! Aber sie darf nicht, sie muß gut zu machen suchen, sie muß den Gatten pflegen, den Gatten, den sie nie inniger geliebt zu haben meint, als nun, da er blaß und ohne Bewußtsein vor ihr liegt. Furchtbare Tage verbringt die junge Frau. Zu der marternden Todesangst um den Geliebten gesellt sich die quälende Sorge: Was wird der Hoßbach verüben in der Freiheit, zu der sie ihm verholfen? Gott, wenn er noch mehr Blut vergießt, so ist sie schuld, sie allein! Und er hat gezeigt, der Räuber, daß er im Notfall nicht vor einem Mord zurückschreckt. Nur das nicht, nur das nicht! Doch Gott ist ihr gnädig. Nach drei Tagen kommt die Nachricht, daß der Hoßbach, den grimmige Kälte in ein Wirtshaus getrieben, in einem entfernten Teil des Ländchens aufs neue festgenommen worden ist. Eine Sorge ist gehoben, er hat kein Blut vergossen. Nach weitern drei Tagen erklären die Aerzte den Anton für gerettet. Wenn auch die Kopfwunde noch einige Zeit zur völligen Heilung brauchen wird, so ist doch keine Gefahr für sein Leben mehr vorhanden. Dankerfüllten Herzens tiet die junge Frau am Lager des Gatten und beichtet ihm alles und fleht ihn um Verzeihung an. Er gewährt dieselbe aus vollem Herzen, aus der weichen Stimmung des Genesenden heraus und ergriffen von der tiefen Neue seiner Franzi. Von der Zeit an hat kein törichtes Mitleid mit dem Verbrechertum mehr Raum im Herzen der Franzi, ihr Blick hat sich geschärft und sie ist fürder stolz auf ihren braven Gatten, der tren seine Pflicht tut, und sie steht ihm unentwegt darin bei. Und wenn sie einmal zurückfallen will in ihren alten Fehler, dann genügt ein Blick auf die Narbe, die sich über Antons Stirn zieht, um sie aus dem Land weichherziger Schwärmerei ins wirkliche Leben zurückzuführen. Als nach ein paar Jahren zwei kleine Moor's, ein Bub ein Mädchen, sie umspielen, da ist aus dent zarten, poetisch angehauchten Wesen eine frische, willenskräftige Frau und Mutter geworden. Das„ Amulet" hat also doch Segen gevracht. Daß der„ Fidelio" nicht des Räubers Weib gewesen, hat Franzi erfahren, als ungefähr ein Jahr nach seiner Flucht die schwarz' Hoßbachn", wie diese im Volksmund hieß, wegen verschiedner Diebereien eine Strafe in der Fronfeste zu verbüßen hatte. Nicht die mindeste Aehnlichkeit hatte das Weib mit dem hübschen jungen Burschen, der jedenfalls zu ihrem Anhang gehörte. Der Hoßbach muß jedoch in der Tat etwas „ ritterliches" Räuberblut in seinen Adern haben, denn er hat niemals gestanden, auf welche Art er damals in den Besitz der Feile gekommen ist. Heim. jr nach größte einem der mit itwahr Ich bin rates in u mei gleich mahme eundin, Ihnen üßliches wenigen war er machte ma eine Mon cat, der mehrere chte ein ommen en. ! Ich gleicher eselben merten, Kollier rste..?" Mit dieser Bemerkung übertrieb der Juwelier übrigens, denn der Baron hatte sich im Vorbeigehen den Schmuck nur einmal zeigen lassen. Die Verkäufer stießen sich heimlich an und blickten sich verständnisvoll an: der Chef verstand den Rummel, denn er war ein ganz gerissener Fuchs! Wiebicl?" fragte Frau Delprat nachlässig. 25 000... und das wäre der äußerste Preis, meine Gnädigste, wenn Sie sich gleich entschließen würden... denn dem Herrn Baron, der morgen wiederkommen will, habe ich 28 000 als aufpreis genannt." Frau Delprat machte eine fleine schmollende Bewegung des Mundes, wie eine Frau, die sich klar macht, daß ihre Launen doch ein bißchen kostspielig sind. Sie schob das Stollier zu 25 000 mit der Hand beiseite und besah durch ihre Lorgnette ein anderes. Der Juwelier begann wieder:„ Dieses Halsband ist wunderbar!" " Ich nehme doch das erste," erklärte Frau Delprat; ,, können Sie es zu mir bringen lassen?" ,, Aber selbstverständlich, gnädige Frau!" " Ich möchte es meinem Manne zeigen. Wollen Sie es einem Ihrer Herren übergeben, der dann mit mir kommen fann? Vielleicht können Sie sogar das zu 25 000 mit den beiden anderen zu 18 000 und 12 000 in eine Kassette legen lassen; die gefielen mir auch, und mein Mann kann dann selbst wählen und bestimmen." „ Aber selbstverständlich, gnädige Frau!" fahren." „ Mein Wagen wartet vor der Tür, wir können gleich Es geschah, wie Frau Delprat es gewünscht hatte, und einer der Verkäufer stieg mit ihr in den Wagen. Auf seinen Knieen hielt er die kleine Kassette mit den Schmucksachen * * Die Anstalt des Direktors Delprat befindet sich in Passy. Von der Straße aus sieht man durch das Gitter in einen großen, schattigen Garten, und im Hintergrund erblickt man ein Gartenhaus. Dieses Gartenhaus bewohnt der Arzt; zu ebener Erde liegt ein elegantes Arbeitszimmer, das mit kostbaren Teppichen dekoriert ist. Das Gartenhaus steht durch einen langen, verdeckten Gang mit dem Gebäude in Verbindung, wo die unglücklichen Pflegebefohlenen des Arztes untergebracht sind. übrigens genehm wäre, könnte ich heute Nachmittag, so gegen 3 Uhr mit ihm kommen. während Sie ihm behilflich sind, seinen Ueberzieher abzulegen, wird er seine Kassette neben sich stellen; ich will versuchen, sie zu nehmen und dann einen Augenblick damit ins Nebenzimmer gehen... Sie werden sofort die Wirkung sehen!" Wütendes Schreien und schrilles Lachen dringen manchmal bis in das Gartenhaus, so daß die Vögel erschreckt in ihrem Gezwitscher anhalten... aber der Arzt regt sich wegen so etwas nicht auf... ist es die Macht der Gewohnheit oder geschieht es, weil jedes Schreien, jedes Lachen von einem Kranten tommt, für den die Angehörigen dem Arzt täglich 33 Francs zu zahlen haben? Der Arzt war mit dem Plane einverstanden, und die Konsultation wurde auf 3 Uhr nachmittags festgesetzt. Punkt 3 Uhr hielt ein elegantes Gefährt vor dem Maison de Santé" des Dr. Delprat. Zur selben Zeit freute sich der Juwelier in der Rue de la Paix, daß er ein Kollier, das kaum 15 000 Francs Wert besaß, für 25 000 verkaufen würde; der Doktor freute sich in Erwartung eines neuen Kranken und überschlug, daß, wenn das Geschäft so weiter blühte, er bald einen Nachfolger suchen und sich zur Ruhe sehen konnte und eine elegante Frau, die an derartige Streiche gewöhnt, freute sich, daß sie bald den Erlös für die Perlen in üppigem Wohlleben irgendwo in einem vornehmen Kurort würde berjubeln können! An besagtem schönen Frühlingstag nun saß der Doktor in seinem Arbeitszimmer, und nachdem er seine Rechnungen durchgesehen, zündete er sich die erste Morgenzigarette an. Da brachte der Diener auf silberner Platte eine Visitenkarte, auf der stand:„ Komtesse Saint- Pol de l'Estoureillon." Der Doktor warf seine Zigarette fort, nahm den Parfumzerstäuber und nachdem er damit seinen blonden Bart besprengt, befahl er: Lassen Sie die Dame näher treten." Der Verabredung gemäß war kein Diener im Vestibül des Gartenhauses zu sehen, und Frau von Saint- Pol de l'Estoureillon führte in höchst eigener Person den Angestellten des Juweliers in das Arbeitszimmer... ihres Gatten. Man verneigte sich gegenseitig. Es war eine sehr diffizile Sache, die die Komtesse SaintPol de l'Estoureillon zu dem Doktor führte. Seit einiger Zeit bemerkte sie bei ihrem Gatten Anzeichen von Geistestrübung und sie möchte gern, daß der Arzt ihn einmal beobachte. Er habe ganz sonderbare Manieren, die erst volltommen unverfänglich schienen, die aber, sowie ihm der leiseste Widerspruch entgegengesezt wurde, oder selbst, wenn er nur glaubte, daß man ihm widersprechen wolle, zu wahren Wutanfällen führten; dann war er vollständig sinnlos, kannte niemand und war zu allem fähig. Während der Verkäufer über so viel Freundlichkeit ganz verwirrt dem Doktor seinen Ueberzieher, Hut und Stock überließ, trat die junge Frau auf ihn zu und nahm ihm ohne jedes Zögern die Kassette aus der Hand, um damit hinter einem Vorhang zu verschwinden. ,, Wissen Sie, Herr Doktor," fuhr die Komtesse fort, ,, was seine letzte Manie ist? Seit 6 oder 6 Tagen führt er eine feine Kassette mit sich herum und bildet sich ein, daß dieselbe voller kostbarer Schmucksachen sei. Er vergißt Essen und Trinken darüber. Wenn man ihm gut zureden win, glaubt er, daß man ihm seine Kostbarkeiten stehlen will und feine Wut steigert sich zu unglaublicher Höhe! Nachts ver steckt er die Kassette in seinem Bett; bei Tisch behält er sie auf den Knieen und legt seine Serviette darüber. Falls es Ihnen Einen Moment herrschte Schweigen. Der Verkäufer sagte nichts. Aber Frau Saint- Pol de l'Estoureillon kam nicht wieder. Endlich sagte der Verkäufer:„ Wird Ihnen Madame nicht den Inhalt der Kassette zeigen?" Aha! Da wären wir ja bei der fixen Idee angelangt," dachte der Doktor. Und statt aller Antwort fing er an, von der Kunstausstellung zu sprechen, die eben eröffnet worden war. ,, Madame wollte Ihnen drei Perlenkolliers zeigen." ,, So viel steht fest, daß die jeßige Malerei... ,, Aber, Herr Doktor, darum handelt es sich doch nicht!" rief der Verkäufer und stand auf.„ Meine Kassette, Herr Doktor, die Kassette, welche Madame genommen hat.. " Ja, ich kenne die Geschichte," sagte der Doktor leise für sich. Und er drückte auf eine elektrische Klingel. „ Herr Doktor," sagte der Verkäufer, der ganz blaß geworden war, ich muß Sie ersuchen, mir sofort die Kassette zurückzugeben, oder..." Die elektrische Klingel erschallte als Antwort und gleich darauf erschienen drei stämmige Leute, die den Verkäufer gebunden hatten, bevor er noch wußte, wie ihm eigentlich geschehen. Er schrie wie ein Verzweifelter, aber er wurde in die Zwangsjade gesteckt und darauf in eine dunkle Gummizelle geschleppt. Während der Unglückliche fortgebracht wurde, ging der Doktor ins Vestibul, um die Komtesse zu rufen. Dort war sie nicht. Na nu! Was hat denn das zu bedeuten," sagte sich der Doktor. Die Komtesse war wahrhaftig fort; sie war hinausgegangen, in ihren Wagen gestiegen und davongefahren. Dem Arzt kam ein Verdacht. Er stürzte zu dem unglücklichen Verkäufer, der bittere Tränen vergoß. Die Herren verständigten sich mit einigem Hin- und Herreden.. Und so erfuhr der Doktor, daß die Komtesse SaintPol de l'Estoureillon, die ihres kranken Gemahls wegen seine Wissenschaft in Anspruch nehmen wollte, sich bei dem Juwelier als seine Gattin eingeführt hatte. * Zwei Tage darauf wurde die junge Schwindlercin, die in Wirklichkeit Fräulein Rosette Gruchot hieß, in einem hauptsächlich des Nachts sehr frequentierten Restaurant festgenommen. Aber von den Perlen war keine Spur mehr vorSeDer ffen ung bei hen die Das den etet, iger luf be ein, ав. äm ried iber sehr gen 13. Jahrgang. nspaltige Betitzeile für ganz Ob 1d Marburg 10 Pfg. fonft 15 Betitgeile 30 rep. 40 g. igsliste No. 3269. 1: Gießen, Seltersweg 88 jauschluß Nr. 362. ¡ fen fung) und Umgebung n Oberhessen. Torpedodootszerstorer, der am ort Said eintraf, dort in Dod tal die Vergünstigung der schnellen aiser Wilhelms- Kanal wird die n. Unsere Regierung hat sich der ßen können, daß wir als neutrale Weg jetzt nicht gestatten dürfen. gilt als deutsche Binnenwassern kriegführender Staaten ebenso, wie Landtruppen durch einen dürfen. Die russische Verstärkung, eldungen aus den drei Panzernder III." und" Suwaroff", sowie n Transportdampfer ,, Samschatka" dmirals Wesselago besteht, mußte zeitraubenden Umweg durch das r die Mandschureifrage. ing der chinesischen Diplomatie, ert haben, kann nicht besser geDurch einen Brief, den der schlaue nach Unterzeichnung des Pefinger ben hat. Wenn wir die Mandjerlassen, so kalkulierte der ,, chinegarnichts, weil dann die Japaner werden, und wenn sich dann die Rußland, an der Grenze zwischen i berühren werden, und jeder der t versuchen wird, die Grenze auf r hinauszuschieben, dann werden jen; scheint es dann im Falle Japan den kürzeren ziehen, dann allen Kräften, Japan vernichten. ins dann die Russen sicherlich die nd Korea für sich behalten. Sieht › Rußland im Kriege mit Japan vir einfach die russischen Truppen austreiben, indem wir vorgeben, erden auf diese Weise ohne große üderhalten. Jetzt die Mandschurei t sehr schwer. England legt großes cei, aber daran brauchen wir uns and mit Gewalt nichts ausrichten utral, Frankreich sieht aus weiter chweigt still." Lihungtschang hat ie heutige Situation ziemlich flar tbuch reitung von Litören, Mund foarnis bis zum foftenlos. Hans auenzienstr.20.1. lymarttite. 4. mulet ihn ,, auf dem bor Angst tritt Franzi in die Küchentür da stürmt jemand nene zerstreut. Die Rheinische Mission wirkt hier seit geraumer Zeit und besigt unter den Hereros Die Stationen Otjimbingue, Otjifango, Dfahandja, Otjosazu, Otombahe, Omaruru, Omburo und Walfischbai mit 2580 Gemeindemitgliedern. Ueber die Ursache des jeßigen Aufstandes ist man verschiedener Ansicht. Ein Herr, der die Verhältnisse fennt, spreibt darüber: Als ich vor Schulden im Betrage von 20000 Mt. mit rück. fichtsloser Energie ein, so daß der Kapitän sich genötigt sah, anstatt des fehlenden Bargeldes den Hänolarn große Rinderherden auszuliefern. Dabet joll harter wang mit Prügeln stattgefunoen haben. Auf die Klage des gemaßregelten Häuptlings berief nun der Oberlapitän Mahárero jene Häuptlingsversammlung ein, in welcher nach Bei. Erzielung günstiger Zensuren wirft, anstatt, daß man auch noch das persönliche Moment zur Hilfe nimmt und das jugendliche Gemüt dazu aufreizt, nicht bloß gute Zensuren zu erzielen, sondern auch noch seinen Nebenbuhler zu überflügeln. Vielleicht wird der bedauerliche Berliner Fall in Fachkreisen auch von dieser Seite aus einmal betrachtet. Soweit die beachtenswerte Zuschrist. Interessante Aufschlüsse über den Seelenzustand des Knaben vor der unseligen Tat gab seine eigene spätere Aussage. Er hatte, als an ein und demselben Vormittag die zweite Maßregelung erfolgte, bevor er sich heruntersette, einem Mitschüler zugeflüstert:„ Was wird denn nun meine arme Mutter dazu sagen?" Dann so erzählt der Junge ist vor dem Zeichnen die große Pause gekommen, ich hatte gerade das Messer aufgeklappt, um meinen Bleistift zu spizen, als der Lehrer rief:„ Alle herunter!" Ich ging aus der Bank und sah, daß der Lehrer, der nach Hause gehen wollte, an mir vorüberkommen mußte. Da bin ich heruntergesprungen." ,, Und hast ihn mit dem Messer gestochen?"- ,, Das weiß ich nicht. Dann ist mir meine Mutter eingefallen und meine Geschwister, und da habe ich zu schreien angefangen. Der Lehrer hat sich nach mir umgedreht und gesagt:„ Junge, du bist wohl verrückt geworden?" Ich habe ihn darauf gefragt: Darf ich mich wieder Zweiter seßen?" Man sieht die fire Idee, die sich nur um den einen Punkt, die vermeintliche Schande des Heruntergeseztwerdens dreht. Der Krieg in Oftalien. darauf richten, Die Russen, die in diesen Tagen ihr Hauptaugenmerk den Hafen von Port Arthur gegen erneute Angriffe von seiten der Japaner möglichst zu sichern, Ide, uches in Otjosondjupa unter Versicherung freundschaft. lichster Gefühle die Hand füßte. Während meines dortigen Aufenthalts gewahrte ich 20 Dvambo, . die nachts mit großen Körben aus Dvamboland eingetroffen waren und nach der Meinung eines gerade anwesenden Händlers und deren Zwischen. träger. Die Dvambo, mit Gewehren und Munition ( Schluß folgt.) versorgt wurden. geringes Maß reduziert wird. Damit recnen oenn auaj die Japaner stark, deren sehr günstig gelegene Kohlenwerke die japanische Flotte mit völlig ausreichenden Kohlenmengen versehen können, die allerdings der englischen Kohle an Wert nicht gleich sind, aber doch vollständig genügen, um die Manövrierfähigkeit der japanischen Flotte in jeder Weise zu sichern. In russischen Marinekreisen hegt man die größte Besorgnis, daß das Hilfsgeschwader, bestehend aus dem Panzerschiffe„ Deliaba" und den Kreuzern ,, Dmitri Donskoi" und" Aurora", begleitet von zehn Torpedobooten und einem Kohlentransporte, dem Dampfer„ Saratom", das sich jetzt noch im Indischen Ozean befindet, abgefangen wird. Die Gefahr für diese Schiffe beginnt nämlich schon auf dem Breitengrade von Formosa, den Pescadoren und den Liu- kiu- Inseln, in deren Buchten wohl zahlreiche japanische Torpedokreuzer ihre Beute erwarten werden. Neue russische Verstärkungen zur See, die sich vom heimischen Ostseehafen Kronstadt aus nach Ostasien begeben sollen, werden selbstverständlich auch mit großen Schwierigkeiten betreffs der Kohlenversorgung zu kämpfen haben, da sie ihre Kohlenvorräte in neutralen Häfen nur soweit ergänzen dürfen, daß sie imstande sind, den nächsten russischen Hafen zu erreichen. Deshalb sind die Japaner stets in der Lage, ihre Bewegungen zu kontrollieren und ihnen einen Hinterhalt zu legen. Die Aufsicht, die die Engländer am Suezkanal üben, ist äußerst streng. Das österreichische Kohlenschiff" Java", das für einen Kohlentransport nach Port Arthur gemietet war, ist auf Anweisung des Auswärtigen Amtes in Kairo für ein Schiff der kriegführenden Mächte erklärt worden und sollte sofort den Hafen Port Said verlassen. Das Schiff löschte daher die Kohlen. Ebenso hat die äabbtische Regierung das Ersuchen Rußlands 2r Reichstag. de CB Berlin, 13. Februar. } über freie Aerztewahl, Kassensich endlos weiterspinnt, wurde gung durch Wahlprüfungen rhaltsam war das Zwischenspiel Braun( Soz.), Wahlkreis FrankKommission für ungiltig zu erial nachträglich beinebracht worden eber( 3tr.) Zurückweisung der ( prüfungsfommission. Darüber geredet, worauf der Annommen wurde. Sodann kam das schon zu Tode gehezte Kapitel„ Reichsgesundheitsamt" wieder an die Reihe. Die Debatte ist weder interessanter noch belangreicher als gestern. Höchstens wäre die Auseinandersetzung zwischen dem Sozialisten Stadthagen und dem Freisinnigen Mugdan zu erwähnen. Ersterer behauptet, die Zahl der Toten und Verwundeten in der Industrie sei im letzten Jahre mit 120 000 größer, als die der Gesamtzahl der Toten und Verwundeten im deutsch- franzöfischen Kriege auf deutscher Seite. Abg. Mugdan weist die maßlosen Uebertreibungen des Vorredners zurück. Die Sozialdemokraten überschütteten die bürgerlichen Parteien mit den heftigsten Vorwürfen und seien doch selbst die größten Feinde aller Sozialpolitik. Das war der„ Clou" der heutigen vierstündigen Sitzung! Dic Politik. Wenn nicht alle Zeichen trügen, ist der ZehnstundenArbeitstag im Anzuge; vorläufig allerdings bloß für erwachsene Arbeiterinnen. Der Bunderat hat bereits den Einzelstaaten anheimgegeben über diese Frage Erhebungen anzustellen. Als Grundzüge sind hierbei angenommen worden die Herabsetzung der zulässigen täglichen Arbeitszeit von 11 auf 10 Stunden und am Vorabend der Sonnund Festtage auf 9 Stunden. Bei Bewilligung von Ueberarbeit soll die tägliche Arbeitszeit an Wochentagen 12 Stunden und am Vorabend von Sonn- und Feiertagen bei Arbeitsschluß spätestens 7% Uhr 9 Stunden nicht überschreiten. 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Kunstliebhaber: Schu- ft-" * Veränderte Sachlage. ,, Aber liebes Täubchen, der Kaffee, den Du mir vorsetzest, wird ja immer dünner!" Junger Ehemann: Junge Frau:„ Ich glaube gar, Du machst dieselben Ansprüche, als ob wir noch miteinander verlobt wären!" Empfindlich. տում Er hat seinen Grund dafür. th Junge Dame:" Sie nehmen doch auch an unserem Pfänderspiel Teil, Herr Z?" Student: Bedaure sehr, mein Fräulein! Ich liebe es nicht, wenn mit so ernsten Dingen Scherz getrieben wird!" Fremder:„ Sie, was ist das für ein schönes Gebäude?" Einheimi cher: ,, Das Zuchthaus?" Fremder: ,, Kommt man da hinein?"- Einheimischer:„ Sie vielleicht, ich nicht!" Jawohl, Herr Baron: Was Besonderes in Der wikige Johann. Baron, keiner hat eine Rech= meiner Abwesenheit vorgefallen?" nung gebracht!" Johann: * Parvenü. Ich sage ,, Dies, meine Damen, ist mein Balmenhaus nirgends finden, selbst Ihnen, Sie werden ein schöneres nicht im Herzen von Afrika!" neues Palmenhaus. A Herr( erregt): Ihre Zeitung soll der Kuckuck holen!" Im Redaktions- Zimmer. Redakteur: denn?" ,, Was gibts Herr: ,, Sie schrieben doch vorgestern, daß ein Dieb bei mir tisch erbrochen und das Geld eingebrochen sei, meinen SchreibRedakteur: Nun, war das daraus gestohlen habe; glücklicherweise habe der Dieb die goldene Uhr nicht bemerkt, die gewöhnlich in der andern Schublade liegt." nicht richtig?" Herr: Richtig schon, aber darauf kam der niederträchtige Mensch letzte Nacht wieder und holte die Uhr!" Druck und Verlag: Neue Berliner Verlags- Anstalt, Aug. Krebs, Charlottenburg bei Berlin, Berlinerstr. 40. Verantwortlich für die Redaktion der Neuen Berliner Berlags- Anstalt, Aug. Krebs, Charlottenburg: E. Sul, Charlottenburg, Guerider. 37. Sun uniona Erfolg. und Kontorwissenschaften lehrt brieflich mit bestem Prospekt u. Probe umsonst. R. Haffner, Brandenburg a. H. 8. LIDDAY IT SIG 146 14 Es ist völlig • Juvenil® unschädlich, lärbt nicht ab und braucht nur alle 8-0 Wochen nachgefärbt dann verwenden Sie zu werden. Farbe wunderbar. Preis s. M., doppelte Grösse Hans Schellhorn, Rostock i. M., Blücherplatz 2. nur mein verbessertes mit welchem Sie sich selbst Ihr Haar leicht färben können. 5. M. nur direkt vom Hause antwortlicher Redatteur Detar Kreffe, Charlottenburg. Für die Ansetzen verantwortlich: Ernst Shmidt Berita. R eceptbuch zur elb bereitung voll Cognac, Rum, Litören, Mundwässern etc. Ersparnis bis zum Tausende Anerkennungen. Achtsachen. Zusendung fostenlos. Hans Schwarzkopf, Berlin, Tauonzienstr. 20.1. Deat und Verlag von F. Zenz& Comp., G. m. b. S. Berlin O 27, polzmarttstr. 4. Nr. Geiftige Get Dagegen wird T Mufitinftrument deffen Sehne und den man Die Anaben we Lebensjahres u wobei viele Rin nach dem 12.unteren Schnei reiten, auch ift leren des Obe wird der Kopf gefeilt. Den in langen G Büschel am Ed rafiert. Die erworben, inde nach seinen Anzahl von zahlt; Bestim Verbindungen schon für Die troffen. Gut fächlich Brüd fich Weiberg oder zweier арда би D Rinder, die begraben. werden. Die Meiber ist n verhältniffe Bei Krankheit eine große Ro Der Kopf zwij und der in mit nach Nor Ahnenfultus, Fortleben der gelprochen. 99,900, und lumba, 2500 Cfandjoze, 24 Dvambandjerie Stamm ist du nene zerstreut. feit geraumer Die Stationen Dtjosazu, Walfischbai m Ueber die man verschieder Verhältniffe ten Ruab handen, die waren wahrscheinlich längst in Sicherheit bei irgend einem Hehler in England. Der Juwelier glaubte, er müsse den Verstand verlieren und es schien fast, als solle der Doktor einen neuen Klienten durch ihn gewinnen. Dem Doktor selbst ging es sehr nahe, daß er sich so hatte hinters Licht führen lassen, und allen Beteiligten schien das höchste Strafmaß, mit dem Rosette Gruchot als Schwindlerin belegt wurde, kaum genügend. Sam Hastig steht sie auf, geht zu dem großen, silbereingerahmten Spiegel, ordnet ihren Anzug, ihr Haar, er soll sie nicht so leidend und verstört finden! Armer Hellmut! Müde und abgespannt von allem Rechnen und Zählen kommt er heim, und immer findet er ein mühsam erzwungenes Lächeln, eine fünstlich angenommene Haltung, die er auf den ersten Blick durchschaut. Aber wie soll sie anders sein? Da ist er! Mit von innerem Herzensweh etwas ge= schärften und verfeinerten Zügen, die Augen nicht so glänzend mehr als früher, aber immer der gewinnende, anziehende Hellmut, den alle lieb haben müssen, tritt er über die Schwelle und nimmt Hilda in seine Arme. „ Mein liebes Herz, warum bist du nicht still liegen geblieben? Es ist ein solch' drückende Hize draußen, jede Bestand der Bursch vor ihr im Licht des Mondes, hell glänzten seine Augen und blondes Lockengeringel drängte sich unter seiner Mütze hervor. Was wollen Sie?" fragte sie den jungen Menschen mitleidig. haben gewiß ein menschliches Herz- Sie sehen ja so gut ,, Ach, gute Frau, ich hab' eine so große Bitt'. Sie aus ich bin der Hoßbach ist ein naher Verwandter von uns doch niemand?"-" Nein, nein, ich bin ganz allein, mir. Ich weiß, sehen kann ich ihn nicht aber es hört sprecht nur." Ach, wenn Sie ein Herz in der Brust haben, gute Frau, hier in dem Päckelchen habe ich ein Amulet und ein Gebetbüchlein"- dabei brach die Stimme des Burschen Es wird ihm ein Trost sein in seinem Unglück, gewiß, und in Schluchzen möchtet Ihr's nicht dem Armen geben? Schande des Darf ich mi bift wohl ver dee, die fid nicht. th Dann Meijer aufge daß der Leh Behrer rief: überkommen Und haft Geschwister, Lehrer hat fi Rebrer Erzielung noch das jugendliche zu erzielen flügeln. Fachfreijen Someit schlüsse übe feligen Tat an ein und 100px 24" hnen die erfolgte, beb flüftert: 23 Reidimen jagen?" Die Stuff Darauf richte neute Angrif „ auf dem vor Angst tritt Franzi in die Küchentür- da stürmt jemand ( mulet ihn die Treppe herab in langen Säßen- um Gott der Hoßerbstückbach! Franzi steht wie angewurzelt, hell beleuchtet vom berein Schein der Flurlampe. Einen Augenblick stuzzt der VerEuch Gott brecher, in seiner Hand blitzt ein offenes Messer, stoßbereit egte einen dann ruft er höhnisch:„ Schön Dank für das Amulet, und breit! Frau Verwalterin- es hat Wunder getan, hat die Ketten glücklichen gebrochen!" Ein lautes rohes Gelächter, dann fällt die HausDie in der tür hinter der wüsten Gestalt zu der„ edle" Räuber ist Fidelio". entflohen! Franzi zittert und bebt, die Zähne schlagen ihr aufeinander, Anton", ruft sie und mit zitternden Knieen steigt sie die Treppe hinan, der Fall, der dumpfe Fall ihre Ahnung ist Wahrheit. Halb im Flur, halb in der Zelle des Hoßbach liegt ihr Mann, ihr braver guter Anton, in seinem Blute; aus tiefer Stirnwunde fließt es, und regungslos, mit geschlossenen Augen gleicht er einem Toten. Mit wildem Schrei wirft sie sich über ihn:„ Anton, wach' auf, Anton, komm' zu dir, hab' Erbarmen, Gott im Himmel, ich hab' ihn gemordet!" n Ketten Gefängmöglich zu wie die ndruck auf tcher Fall. in Amulet damit es unendlich aß wegen nehr zum kraft war vill's ihm - der un der Hand Gott und ie Gestalt un galt's. hen gleich inbrechers sie etwas en Liebesen durfte. ell. Der erkennen lur einen hritt wagt n schaurig nein in Gebetatet mich ssen, verBäckelchen ssen, von end. Es ihr nun fühlte sie. eine erste „ Nein" Unere bach, der rechen in wenn er Marie?" wie oft venn ich 1z allein chte mich innerlich In später Nacht sitzt Franzi am Bett des bewußtlosen Gatten. Nur undeutlich kann sie sich erinnern, was weiter geschehen, nachdem sie ihn in seinem Blut gefunden. Wie die Magd gekommen, die Gerichtsherren, die Aerzte, wie sie immer wieder hat Fragen beantworten müssen, wie die Aerzte den Anton untersucht und die Achseln gezuckt haben, wie in der Belle eine Feile gefunden worden ist. Mit der Kette hat der Verbrecher den Anton zu Boden geschlagen, das Messer hat er nicht gebraucht. Die Feile! Ha, wie Schuppen ist ihr's von den Augen gefallen, schon bei den Worten, die der Räuber ihr zugerufen. Die Feile, das war das Amulet- sie, sie allein ist schuld an dem Schrecklichen, und wenn der Anton stirbt, dann ist sie die Mörderin des Gatten! O, es ist um den Verstand zu verlieren, o, könnte sie das Leben von sich werfen! Aber sie darf nicht, sie muß gut zu machen suchen, fie muß den Gatten pflegen, den Gatten, den sie nie inniger geliebt zu haben meint, als nun, da er blaß und ohne Bewußtsein vor ihr liegt. Furchtbare Tage verbringt die junge Frau. Zu der marternden Todesangst um den Geliebten gesellt sich die quälende Sorge: Was wird der Hoßbach verüben in der Freiheit, zu der sie ihm verholfen? Gott, wenn er noch mehr Blut vergießt, so ist sie schuld, sie allein! Und er hat gezeigt, der Räuber, daß er im Notfall nicht vor einem Mord zurückschreckt. wäre sie alles ger heftig ann das Les. Franzi war in der stuche veng, die wuyu wut ausgegangen, etwas zu holen, und Anton machte eben die Runde. Franzi war immer noch in gedrückter Stimmung. Ihr mitleidiges Gefühl war befriedigt von ihrem Tun, hatte sie doch sicher dem Hoßbach reichen Trost gebracht, gewiß hatte ihm sein Weib doch auch ein Brieflein zu der Gabe geschrieben, und wenn das Familienerbstück, das Amulet, ihm eine Wohltat war, mun, das war dem Armen wohl zu gönnen. Franzi seufzte in Gedanken daran, was für ein schreckliches Amt es sei, Gefängnisvertoalter zu sein, und versuchte sich immer aufs nene die quälenden Eindrücke zu versüßen durch die Erinne rung an das Gute, was sie dem Hoßbach getan, in dessen Person ihr alle die idealen Räubergestalten der Neuzeit verförpert erschienen. Da welch' ein entseglicher Schrei! Von oben kam er, und gleich darauf ein dumpfer Fall- zitternd Nur das nicht, nur das nicht! Doch Gott ist ihr gnädig. Nach drei Tagen kommt die Nachricht, daß der Hoßbach, den grimmige Kälte in ein Wirtshaus getrieben, in einem entfernten Teil des Ländchens aufs neue festgenommen worden ist. Eine Sorge ist gehoben, er hat kein Blut vergossen. Nach weitern drei Tagen erklären die Aerzte den Anton für gerettet. Wenn auch die Kopfwunde noch einige Zeit zur völligen Heilung brauchen wird, so ist doch keine Gefahr für sein Leben mehr vorhanden. Dankerfüllten Herzens triet die junge Frau am Lager des Gatten und beichtet ihm alles und fleht ihn um Verzeihung an. Er gewährt dieselbe aus vollem Herzen, aus der weichen Stimmung des Genesenden heraus und ergriffen von der tiefen Neue seiner Franzi. Von der Zeit an hat kein törichtes Mitleid mit dem Verbrechertum mehr Raum im Herzen der Franzi, ihr Blick hat sich geschärft und sie ist fürder stolz auf ihren braven Gatten, der treu seine Pflicht tut, und sie steht ihm unentwegt darin bei. Und wenn sie einmal zurückfallen will in ihren alten Fehler, dann genügt ein Blick auf die Narbe, die sich über Antons Stirn zieht, um sie aus dem Land weichherziger Schwärmerei ins wirkliche Leben zurückzuführen. Als nach ein paar Jahren zwei kleine Moor's, ein Bub ein Mädchen, sie umspielen, da ist aus dem zarten, poetisch angehauchten Wesen eine frische, willenskräftige Frau und Mutter geworden. Das„ Amulet" hat also doch Segen gebracht. Daß der„ Fidelio" nicht des Räubers Weib gewesen, hat Franzi erfahren, als ungefähr ein Jahr nach seiner Flucht die„ schwarz' Hoßbachn", wie diese im Volksmund hieß, wegen verschiedner Diebereien eine Strafe in der Fronfeste zu ver büßen hatte. Nicht die mindeste Aehnlichkeit hatte das Weib mit dem hübschen jungen Burschen, der jedenfalls zu ihrem Anhang gehörte. Der Hoßbach muß jedoch in der Tat etwas „ ritterliches" Räuberblut in seinen Adern haben, denn er hat niemals gestanden, auf welche Art er damals in den Besitz der Feile gekommen ist. 7 in ၇ ။ EB in ge es bſt ng Sas ts r= 18 e 8 er ge nd Berliner tbuch ereitung vo tören, Mund rsparnis bis zum g foſtenlod. Hans Tauenzienstr.20,1. An ange olynacttite. 4. Imulet ihn ,, auf dem bor Angst tritt Franzi in die Küchentür die mastürmt iemand Jongsu Säßen Ar. 6. Die Hereros. ( Fortsetzung.) AIR Deutschland Ein illustriertes deutsches Familienblatt. Geistige Getränke versteht man nicht zu be reiten, auch ist der Genuß derselben wenig beliebt, dagegen wird Tabat gern' geraucht. Als einziges Musikinstrument haben die Hereros einen Bogen, dessen Sehne mit einem Stöckchen geschlagen wird, und den man bei Gesang und Tanz gebraucht. Die Knaben werden nach Erreichung des 6.- 10. Lebensjahres unter großen Festlichkeiten beschnitten, wobei viele Rinder durch Erstickung geopfert werden; nach dem 12.- 16. Lebensjahr werden die vier unteren Schneidezähne ausgebrochen, die zwei mittleren des Obertiefers schaufelförmig gefeilt. Den gleichalterigen Mädchen wird der Kopf bis auf einen fleinen in langen Strähnen herabfallenden Büschel am Scheitel vollkommen glatt rafiert. Die Frau wird durch Kauf erworben, indem der Bräutigam eine nach seinen Verhältnissen bemessene Anzahl von Rindern und Schafen zahlt; Bestimmungen üb r eheliche Verbindungen werden von den Eltern schon für die unmündigen Kinder getroffen. Gute Freunde und hauptsächlich Brüder schließen häufig unter fich Weibergemeinschaft, die Ehen zwischen Nachkommen zweier Brüder oder zweier Schwestern sind daher streng verboten. Die Zahl der Weiber ist nur durch die Vermögensverhältnisse des Mannes beschränkt. Bei Krankheiten spielt der Zauberer eine große Rolle. Dem Toten wird der Kopf zwischen die Kniee gebunden und der in Felle gehüllte Leichnam mit nach Norden gewendetem Gesicht begraben. Dann opfert man wieder acht Monaten zu Studienzwecken das nordöstliche Hereroland bereiste, fonnte ich außer einer Erbitterung der Herero gegen die deutschen Händler nicht das mindeste wahinehmen. Die Kaffein gingen ihren gewöhnlichen Beschäftigungen nach und zeigten sich im allgemeinen freundlich und zugänglich. Nur der Umstand fiel mir auf, daß Don mit berührten sämtliche Häuptlinge der Dörfer nach Okahandja, dem Wohnsiße des Oberum einer fapitäns Mahárero gezogen waren, die großen Ratsversammlung beizuwohnen; franfen oder altersschwachen Häuptlinge hatten sich daselbst durch ihren ältesten Grootmann vertreten 1904. | legung der inneren Streitigkeiten, wie der Gewährsmann des Frankfurter Blattes meint, der Aufstand wider die deutsche Herrschaft beschlossen wurde. Er fährt fort: In erster Linie richtet sich die Bewegung gegen die im Hererolande ansässigen Händler, bei welchen die Herero bedeutende Schulden stehen haben, und bei dem Hasse der Kaffern wider die Händler ist für diese und ihre Familien das Schlimmste zu befürchten, zumal da sich den Herero gegenwärtig die günstige Gelegenheit bietet, sich mit einem Schlage ihrer lästigen Gläubiger zu entledigen. Als der Haupturheber des AufHus Deutsch- Südweftafrika: Inneres der Station Otjimbingue.( Photographische Aufnahme.) Rinder, die aber diesmal mit Lanzen erstochen| lassen. Die Versammlung dürfte einen vollen| standes ist unbedingt der alte Rambas mbi zu be. werden. Die Religion ist neist ein etwas unflarer Ahnenfultus, doch ist nur der Glaube an Das Fortleben der Männer nach dem Tode deutlich ausgesprochen. Die Zahl der Hereros schäßt Hinz auf 99,900, und zwar 23,000 Dfahandja, 2400 Otalumba, 2500 Dtjifuata, 2000 Dtjosazu, 12,000 Ofandjoze, 24,000 Omaruru und Otjizaoe, 20,000 Dvambandjerie und 14,000 Dvatjimba. Der lette Stamm ist durch das ganze Gebiet bis zum Aus nene zerstreut. Die Rheinische Mission wirkt hier feit geraumer Zeit und besigt unter den Hereros Die Stationen Dtjimbingue, Otjifango, Dfahandju, Otjosazu, Otombahe, Dmaruiu, Omburo und Walfischbai mit 2580 Gemeindemitgliedern. - Ueber die Ursache des jeßigen Aufstandes ist man verschiedener Ansicht. Ein Herr, der die Verhältnisse tennt, spreibt darüber: Aiß ich vor Monat getagt haben, Den Anlaß zu der großen Häuptlingsversammlung hatte ein ernster Streit zwischen Kambasembi, dem reichen Kapitän von Otjosondjuba am Waterberg, und Dienstleuten des Oberfapitäns Mahárero gegeben. Im Januar v. J. trieben nämlich Angestellte der Filiale der Handelsfirma Weke u. Voigts am Waterberg und die dortigen Händler Michaelis und Heilbronner von Kambasembi jahrelang schon ausstehende Schulden im Betrage von 20000 Mt. mit rück. fichtsloser Energie ein, so daß der Kapitän sich genötigt sah, anstatt des fehlenden Bargeldes den Händlarn große Rinderherden auszuliefern. Dabet joll harter Zwang mit Brügeln stattgefunden haben. Auf die Klage des gemaßregelten Häuptlings berief nun der Oberlapitän Mahárero jene in welcher nach BeiHäuptlingsversammlung ein, Erzielung günstiger Zensuren wirft, anstatt, daß man auch noch das persönliche Moment zur Hilfe nimmt und das jugendliche Gemüt dazu aufreizt, nicht bloß gute Zensuren zu erzielen, sondern auch noch seinen Nebenbuhler zu überflügeln. Vielleicht wird der bedauerliche Berliner Fall in Fachkreisen auch von dieser Seite aus einmal betrachtet. Soweit die beachtenswerte Zuschrist. Interessante Aufschlüsse über den Seelenzustand des Knaben vor der unseligen Tat gab seine eigene spätere Aussage. Er hatte, als an ein und demselben Vormittag die zweite Maßregelung erfolgte, bevor er sich heruntersetzte, einem Mitschüler zugeflüstert:„ Was wird denn nun meine arme Mutter dazu sagen?" Dann so erzählt der Junge ist vor dem Zeichnen die große Pause gekommen, ich hatte gerade das Messer aufgeklappt, um meinen Bleistift zu spizen, als der Lehrer rief:„ Alle herunter!" Ich ging aus der Bank und sah, daß der Lehrer, der nach Hause gehen wollte, an mir vorüberkommen mußte. Da bin ich heruntergesprungen." ,, Und hast ihn mit dem Messer gestochen?"" Das weiß ich nicht. Dann ist mir meine Mutter eingefallen und meine Geschwister, und da habe ich zu schreien angefangen. Der Lehrer hat sich nach mir umgedreht und gesagt: Junge, du bist wohl verrückt geworden?" Ich habe ihn darauf gefragt: Darf ich mich wieder Zweiter sezen?" Man sieht die fire Idee, die sich nur um den einen Punkt, die vermeintliche Schande des Heruntergesettwerdens dreht. Der Krieg in Oftalien. Die Russen, die in diesen Tagen ihr Hauptaugenmerk darauf richten, den Hafen von Port Arthur gegen erneute Angriffe von seiten der Japaner möglichst zu sichern, trachten, der über die rücksichtslose Schuldenein. treibung der Handelsfirmen von Waterberg maßlos erbittert war; zudem hatten sich zur näm lichen Zeit seine Söhne Traugott und Wilfried in das Dvamboland geflüchtet, um sich einer über sie verhängte Arreststrafe zu entziehen. Wie sehr Kambasembi seinen Deutschenhaß zu verbergen wußte, erhellt wohl am besten aus dem Umstande, daß er mir im Mai v. J. anläßlich meines Besuches in Otjosondjupa unter Versicherung freundschaft. lichster Gefühle die Hand füßte. Während meines dortigen Aufenthalts gewahrte ich 20 Dvambo. die nachts mit großen Körben aus Dvamboland eingetroffen waren und nach der Meinung eines gerade anwesenden Händlers und deren Zwischen. träger. Die Dvambo, mit Gewehren und Munition versorgt wurden. ( Schluß folgt.) geringes Maß reduziert wird. Damit reanen denn auc die Japaner stark, deren sehr günstig gelegene Kohlenwerke die japanische Flotte mit völlig ausreichenden Kohlenmengen versehen können, die allerdings der englischen Kohle an Wert nicht gleich sind, aber doch vollständig genügen, um die Manövrierfähigkeit der japanischen Flotte in jeder Weise zu sichern. In russischen Marinekreisen hegt man die größte Besorgnis, daß das Hilfsgeschwader, bestehend aus dem Panzerschiffe„ Osliaba" und den Kreuzern„ Dmitri Donskoi" und" Aurora", begleitet von zehn Torpedobooten und einem Kohlentransporte, dem Dampfer, Saratow", das sich jetzt noch im Indischen Ozean befindet, abgefangen wird. Die Gefahr für diese Schiffe beginnt nämlich schon auf dem Breitengrade von Formosa, den Pescadoren und den Liu- kiu- Inseln, in deren Buchten wohl zahlreiche japanische Torpedokreuzer ihre Beute erwarten werden. Neue russische Verstärkungen zur See, die sich vom heimischen Ostseehafen Kronstadt aus nach Ostasien begeben sollen, werden selbstverständlich auch mit großen Schwierigkeiten betreffs der Kohlenversorgung zu kämpfen haben, da sie ihre Kohlenvorräte in neutralen Häfen nur soweit ergänzen dürfen, daß sie imstande sind, den nächsten russischen Hafen zu erreichen. Deshalb sind die Japaner stets in der Lage, ihre Bewegungen zu kontrollieren und ihnen einen Hinterhalt zu legen. Die Aufsicht, die die Engländer am Suezkanal üben, ist äußerst streng. Das österreichische Kohlenschiff" Java", das für einen Kohlentransport nach Port Arthur gemietet war, ist auf Anweisung des Auswärtigen Amtes in Kairo für ein Schiff der krieg führenden Mächte erklärt worden und sollte sofort den Hafen Port Said verlassen. Das Schiff löschte daher die Kohlen. Ebenso bat die äavbtische Regierung das Ersuchen Rußlands 13. Jahrgang. nspaltige Petitzeile für ganz Obe nd Marburg 10 Pfg. fonft 15 Betitgeile 30 rejp. 40 g. igsliste No. 3269. 1: Gießen, Seltersweg 88 janschluß Nr. 362. ¡ fen fung) und Umgebung in Oberhessen. Torpedodootszerstorer, der am ort Said eintraf, dort in Dod ial die Vergünstigung der schnellen aiser Wilhelms- Kanal wird die n. Unsere Regierung hat sich der ßen können, daß wir als neutrale Weg jezt nicht gestatten dürfen. gilt als deutsche Binnenwassern kriegführender Staaten ebensowie Landtruppen durch einen dürfen. Die russische Verstärkung, eldungen aus den drei Panzernder III." und„ Suwaroff", sowie n Transportdampfer ,, Samschatka" dmirals Wesselago besteht, mußte zeitraubenden Umweg durch das r die Mandschureifrage. ung der chinesischen Diplomatie, ert haben, kann nicht besser geDurch einen Brief, den der schlaue nach Unterzeichnung des Pefinger ben hat. Wenn wir die Mandberlassen, so kalkulierte der„ chinegarnichts, weil dann die Japaner werden, und wenn sich dann die Rußland, an der Grenze zwischen i berühren werden, und jeder der it versuchen wird, die Grenze auf r hinauszuschieben, dann werden hen; scheint es dann im Falle Japan den kürzeren ziehen, dann : allen Kräften, Japan vernichten. uns dann die Russen sicherlich die nd Korea für sich behalten. Sieht Rußland im Kriege mit Japan wir einfach die russischen Truppen austreiben, indem wir vorgeben, erden auf diese Weise ohne große üderhalten. Jetzt die Mandschurei t sehr schwer. England legt großes rei, aber daran brauchen wir uns and mit Gewalt nichts ausrichten utral, Frankreich sieht aus weiter chweigt still." Lihungtschang hat ie heutige Situation ziemlich klar er Reichstag. de CB Berlin, 13. Februar. über freie Aerztewahl, Kassensich endlos weiterspinnt, wurde gung durch Wahlprüfungen rhaltsam war das Zwischenspiel Braun( Soz.), Wahlkreis Franke Kommission für ungiltig zu erial nachträglich beinebracht worden eber( 3tr.) Zurückweisung der lprüfungskommission. Darüber geredet, worauf der Annommen wurde. Sodann kam das schon zu Tode gehetzte Kapitel„ Reichsgesundheitsamt" wieder an die Reihe. Die Debatte ist weder interessanter noch belangreicher als gestern. Höchstens wäre die Auseinandersetzung zwischen dem Sozialisten Stadthagen und dem Freisinnigen Mugdan zu erwähnen. Ersterer behauptet, die Zahl der Toten und Verwundeten in der Industrie sei im letzten Jahre mit 120 000 größer, als die der Gesamtzahl der Toten und Verwundeten im deutsch- französischen Kriege auf deutscher Seite. Abg. Mugdan weist die maßlosen Uebertreibungen des Vorredners zurück. Die Sozialdemokraten überschütteten die bürgerlichen Parteien mit den heftigsten Vorwürfen und seien doch selbst die größten Feinde aller Sozialpolitik. Das war der„ Clou" der heutigen vierstündigen Sizung! Die Politik. Wenn nicht alle Zeichen trügen, ist der ZehnstundenArbeitstag im Anzuge; vorläufig allerdings bloß für erwachsene Arbeiterinnen. Der Bunderat hat bereits den Einzelstaaten anheimgegeben über diese Frage Erhebungen anzustellen. Als Grundzüge sind hierbei angenommen worden die Herabsetzung der zulässigen täglichen Arbeitszeit von 11 auf 10 Stunden und am Vorabend der Sonnund Festtage auf 9 Stunden. Bei Bewilligung von Ueberarbeit soll die tägliche Arbeitszeit an Wochentagen 12 Stunden und am Vorabend von Sonn- und Feiertagen bei Arbeitsschluß spätestens 7½ Uhr 9 Stunden nicht überschreiten. Die Beschäftigung von Wöchnerinnen soll vor Ablauf von sechs Wochen nach ihrer Niederkunft überhaupt nicht und während der folgenden zwei Wochen nur dann gestattet wer Erzielung noch das jugendliche zu erzielen flügeln. 2 Fachkreisen Soweit schlüsse übe feligen Tat an ein und erfolgte, beb flüstert: 23 fagen?" D Beichnen die Meffer aufge daß der Lehr überkommen Und haft ihr nicht. Dann Geschwister, Lehrer hat fic bift wohl berr Darf ich mi dee, die fich Schande des Lehrer rief: Die Stuff Darauf righte neute Angrif ,, auf dem erbstück Imulet ihn ber Euch Gott ein und breit! Legte einen Die in der § GefängFidelio". glücklichen n Ketten da stürmt jemand Schein der Flurlampe. die Treppe herab in langen Säßen bor Angst tritt Franzi in die Küchentür bach! Franzi steht wie angewurzelt, hell beleuchtet vom um Gott Einen Augenblick stuzzt der Verder Hoßbrecher, in seiner Hand blizt ein offenes Messer, stoßbereit dann ruft er höhnisch: า ว Frau Verwalterin gebrochen! es hat aufeinander, Anton", tür hinter der wüsten Gestalt zu entflohen! Franzi zittert und bebt, die Ein lautes rohes Gelächter, dann fällt die HausWunder getan, hat die Ketten Schön' Dank für das Amulet, ruft nöglich zu Hoßbach Ahnung ist Wahrheit. Halb im Flur, halb in der steigt sie die Treppe hinan, der Fall, der dumpfe Fall die Zähve sie und mit zitternden Knieen der„ edle" Räuber iſt schlagen ihr ihre Belle des vill's ihm fraft war nehr zum damit es in Amulet tcher Fall. unendlich ndruck auf wie die ( Fortseßung. Roman von W. Axell. ( Nachdruck verboten.) Allein, tröstete sie sich, Männer sind eben Männer und haben ihre Geschäfte, auf die nur fleinliche Frauen eifersüchtig sein können. Und zu ihnen mochte Kitty Blackdorn, so klein sie war, doch nicht zählen. Der Weg zum Glück. fad der: sie ward sid) selbst zum Trot ängst. lich und hätte selbst eine sich um den Berg lagernde Wolfe für ihren Schaz halten können. Sie zog schleunigst ihre Flagge ein; aber dann fiel ihr ein, daß Marrell, der offenbar auch aus der Stadt fam, Stephan gesehen haben und Nachricht von ihm bringen könnte. Und so tat sie, als hätte sie nie ein Interesse für die Straße vor sich gehabt, und sie schien nur Sinn für die Brombeeren am Wege 311 haben, wie sie des Bauern schweren Schritt näher kommen hörte. Guten Abend, Herr Marrell," sagte sie endlich. Dafür erwartete sie ihn sicher gleich zum Frühstück am folgenden Morgen, und sie sorgte dafür, daß er, wenn er hungrig heimfäme, eine kräftige Mahlzeit im Weidenhof fände. Aber als er wieder nicht und auch zu Mittag nicht kam, wußte sie nicht mehr, was sie denken sollte. Er hätte ihr wenig stens, sagte sie sich, eine Zeile schreiben können, wenn ihm so wichtige Geschäfte fernhielten. Indes, vielleicht hatte er dies getan. Wer weiß, welch einem unzuverlässigen Boten er seinen Brief anvertraut hatte. Troßdem wollte sie ihm heute nicht entgegengehen. Es sollte ihr feiner nachsagen dürfen, daß sie ihm nachlief. Und dieser Ent" ,, Guten Abend, Fräulein Kitty. Sicht nach Dürre und nach Hitze aus, just wo das Land nach einem Tropfen Regen schreit." Seine Worte waren alltäglich genug; und doch schien ihr sein Wesen befremdlich. Henoch Marrell trank, abgesehen von seinem Abendschluck, wie allgemein bekannt, den aan en Tag nur Haferschleim und Tee, wobei er stets den Kopf klar behielt; heute aber war sein Antlitz so gerötet und sein Schritt war so Hus Deutsch Südweftafrika: Befitztum des Goldfyndikats in Otjimbíngue. ( Photographische Aufnahme.) schluß ward ihr auch weiter nicht schwer, so lange es am Tage Arbeit in Hülle und Fülle gab. Ms aber der Abend herankam, ließ sie sich zu einem Kompromiß herbei. Sie wollte die Straße bis an die große Rosenhecke hinaufgehen, von wo sie ein gutes Stück übersehen konnte, ohne selbst gesehen zu werden, und von wo sie dann rechtzeitig heimeilen konnte, um ihn auf dem Flur ihres Hauses zu empfangen, als hätte sie sich den ganzen Tag lang nicht um ihn bekümmert. Und gedacht, getan! sie ging an ihren Busch und wartete dort, bis sie deutlich genug eine Gestalt den Berg herunterkommen sah. Da vergaß sie, daß es ein Hauptteil ihres Programms war, sich nicht sehen zu lassen, und ohne abzuwarten, bis sie die ferne Gestalt genau erkennen konnte, stürzte sie auf die Straße vor und schwenkte ihr Taschentuch, zum Zeichen, daß sie da war. Wie tief beschämt aber war sie, als sie entdeckte, welchen Irrtum sie begangen! Ein solches Versehen hätte man auch der Liebe, die doch bekanntlich für ziemlich klug gilt, gar nicht zutrauen sollen. Es war auch geraedzu unbegreiflich, wie sie Henoch Marrell für Stephan Harlow ansehen konnte; das würde sie ihm auch in Jahr und Tag noch nicht eingestehen möge Der Grund davon war einhastig, daß Kitty sicher war, er kam aus der Stadt, wo ein ordentlicher Landmann selbst verständlich einen Schluck über den Durst zu trinken pflegt. Er blieb an ihrer Seite unentschlossen stehen. ,, Was macht der Vater?" fragte er. muß ihn nächstens wieder einmal besuchen. Habe ihn lange nicht gesehen! Allein, kommt man wohl dazu? Immer gibt es zu tun und zu tun, und dabei ist man ganz auf sich allein angewiesen-!" ,, Kommen Sie aus der Stadt?" unterbrach sie seine ewige Litanei, für die sie sich nicht interessierte. ,, Aus der Stadt? Nein, das heißt doch!" sagte er, denn es konnte ihn jemand gesehen haben.„ Aber auch dort gibt's nichts Neues. Alles beim Alten! Und für die Modeschaufenster habe ich, können Sie sich denken, kein Auge!" fügte er mit einem lustig sein sollenden Grinsen hinzu. Er wußte so gewiß, als ob sie es ihm gesagt hätte, daß sie auf Stephan Harlow wartete; und dieses Bewußtsein entfachte, anstatt Reue für sein grausames Unrecht in ihm zu wecken, erst recht seine Eifersucht und seine Begehrlichkeit. Es tat ihm weh genug, daß er nicht den geraden Weg zu einem Mädchenherzen finden fonnte, wie sein Nebenbuhler. Allein ging es nicht mit dem geraden, so mußte er eben den krummen enschlagen! Uebrigens sei es zu seiner Rechtfertigung gesagt, war der niederträchtige Plan, mit dem er seinen Rivalen aus dem Felde zu räumen beschlossen, nicht auf einmal in seinem Hirn entstanden. Stephans Brief hatte ihn, so ausführlich er war, die Situation keineswegs flar erkennen lassen; und erst in Huncheſter war er darauf gekommen, aus dem Malheur eines Dritten Kapital für sick; zu schlagen. Ich glaube Ihnen, daß Sie dafür keinen Sinn haben," meinte Kitty auf seine letzten Worte. Sie wollte wissen, ob er Stephan gesehen, aber sie mochte auch nicht direkt danach fragen. Sie hoffte, es so von ihm herauszubekommen. Zum Modeberichterstatter sind Sie wohl schwerlich geschaffen. Aber ich hätte nimmer geglaubt, daß Sie auch an Nicht- Markttagen zur Stadt gehen." „ ,, liebes Fräulein, ich habe mehr als ein Eisen im Feuer und diverse sind augenblicklich sehr heiß, da muß man zusehen, wenn man zuschlagen kann. Ich halte nie meine Hände träge in dem Schoß. Sonst wäre ich nicht dahin gekommen, wo ich bin. Ich bin nicht wie Ihr Vater als Erbsohn geboren. Hätte ich den Weidenhof in Händen gehabt! -Aber Ihr Vater, ein so tüchtiger Mann wie er ist, hat nicht mit der Zeit gehen wollen. Mein Gott, wenn ich denke, was sich aus Ihrem Gute machen ließe!" „ Das wird nun auch alles geschehen," versetzte sie,„ die Herren, die es übernehmen " Ich weiß, ich weiß," sagte er haſtig. Bureaumenschen, die weiß Gott wie fern wohnen, und ein Inspektor, der fremd in dem Lande ist. Man kennt das;' s ist eine Sünde, liebes Fräulein. Allein, wer kann helfen? Ihr Vater war von jeher rechthaberisch und eigensinnig." ,, Aber Stephan Herr Harlow meint dochEs fostete ihn Mühe, ein Wort zurückzuhalten, das ihn für ewig um die Freundschaft des Mädchens bringen mußte. „ Ja, ja," meinte er aber einfach.„ Herr Harlow ist wohl ein kluger junger Mensch, wenn er zwanzig Jahre älter wäre, könnte er auch von der Landwirtschaft etwas verstehen. Wissen Sie übrigens, kommt Ihr Vater nächsten Marttag zur Stadt? Habe ihn zu sprechen und käme, gehen Sie nach Hause, am liebsten gleich mit Ihnen." Das war ein schlechtes Resultat ihres Ganges statt Stephan den alten Marrell mit heimzubringen. Allein sie konnte nicht länger mehr auf jemanden warten, der doch nicht fam. ,, Vater wird sich freuen," sagte sie langnicht sehr liebenswürdig zu flingen; aber er sam. Die Einladung schien jedoch Marrell konnte doch nicht alles auf einmal verlangen! Unterwegs sprach er von der Ernte, von Geld und allerhand geschäftlichen Dingen zu ihr. Stephan's erwähnte er jedoch nicht mit einem Wort. Es war flar, er hatte ihn in der Stadt nicht getroffen. Uebrigens schien Marrell durchaus keine besonderen Gründe besessen zu haben, um die er Kitty nach dem Weidenhof begleitet hatte; er verhielt sich, dort angelangt, ruhig und schweigsam und ließ die Kosten der Unterhaltung hauptsächlich Tom Blackdorn tragen. In Wahrheit quälte ihn die unheimliche Angst, Stephan fönnte trotz alledem sich noch frei gemacht haben und vor Nadt im We euf alle Fälle haupt war i noch feines Stephan$ Feind, und e wür fchicken, fand Bweifel Schreiben und den letteren fo werden zu Die Herren Pr auffordern, B Barlow an fei er reifte nady eigene Gefchid Ritty felbit to die Mittel un belte er, als dunkle Nacht Kitty Blo auf ihrem La trauen zu G gewöhnlich a wichtigen Gri ihm aber fau erfahren. Da Schlaf der Ger Erft als e nicht erschien, fümmert, was ließ fie, als die ohne ihn zu Arbeit im St Schmied, bei d gelangten. it etwas sie die Schmie einen Aramha meisterin im „ Jawohl, etwas von W fommen? Un Wann ist die da- einen einer für Sie Schweri ,, Gerne, Marrell hie Gott, was d spondenz ha einmal erha hat neun P tige Sache, Herr Marrel erlegt! Ja Weidenhof wo Herrn Harlon recht schöner Ely geworden ich hier bor drüben mit Ihr Bräutig man's richtig tochter feine der Welt: G foll er ja aud Und so frauses Beug, Nur das eine Marrell in eig ging und sich Weidenhof auf dies nur freun wünschte, sie w hätte sich nicht fest; und das Einbruch der bor dem Dorf kommen jah. Blick durchschaut. Aber wie soll sie anders sein? eine fünstlich angenommene Haltung, die er auf den ersten heim, und immer findet er ein mühsam erzwungenes Lächeln, Müde und abgespannt von allem Rechnen und Zählen kommt er sie nicht so leidend und verstört finden! Armer Hellmut! er soll rahmten Spiegel, ordnet ihren Anzug, ihr Haar, etwas ge= und nimmt Hilda in seine Arme. Da ist er! Mit von innerem Herzensweh Hellmut, den alle lieb haben müssen, tritt er über die Schwelle mehr als früher, aber immer der gewinnende, anziehende schärften und verfeinerten Zügen, die Augen nicht so glänzend blieben? Es ist ein solch' drückende Hize draußen, jede BeMein liebes Herz, warum bist du nicht still liegen ge120 muttl in Schluchzen sprecht nur. ein Gebetbüchlein" uns doch niemand?" ich bin seiner Mütze hervor. jungen Menschen mitleidig. haben gewiß ein menschliches Herz mir. Ich weiß, sehen kann ich ihn nicht gute Frau, hier in dem Päckelchen habe ich ein Amulet und ,, Ach, gute Frau, ich hab' eine so große Bitt'. ,, möchtet Ihr's nicht dem Armen geben? ten seine Augen und blondes Lockengeringel drängte sich unter ,, Ach, wenn Sie ein Herz in der Brust haben, dabei brach die Stimme des Burschen der Hoßbach ist ein naher Verwandter von Buses vol we ungaji oes wronoes, hell glanz= „ Nein, nein, ich bin ganz allein, ,, Was wollen Sie?" fragte sie den aber Sie sehen ja so gut es hört Sie aus Es wird ihm ein Trost sein in seinem Unglück, gewiß, und aß wegen der Hand der un= Gott und aus wirft sie sich über ihn: Augen gleicht er einem Toten. Sobbad liegt ihr Mann, ihr braver guter Anton, in ſeinem tiefer Stirnwunde fließt es, und regungslos, mit fomni' Geſchloffenen zu dir, hab' Erbarmen, Gott im Himmel, ich hab' ihn ,, Anton, wach' auf, Anton, Mit wildem gemordet!" In später der Kette hat der das Messer hat die der ihr's von den Augen gefallen, um den Verstand zu verlieren, ie Geſtalte eine Feile gefunden worden ist. Verbrecher den Anton zu Boden er nicht gebraucht. Die Feile! Ha, wie sich werfen! Aber sie darf nicht, sie muß gut zu machen ſuchen, Anton stirbt, dann ist sie die Mörderin des Gatten! O, es Räuber ihr zugerufen. Die Feile, das war das Amulet ſie, ſie allein iſt ſchuld an dem Schrecklichen, und wenn der geschehen, nachdem sie ihn in seinem Blut gefunden. den Anton untersucht und die Achseln gezuckt haben, wie in der immer wieder hat Fragen beantworten missen, wie die Aerzte die Magd gekommen, die Gerichtsherren, die Aerzte, wie sie Gatten. Nur undeutlich kann sie sich erinnern, was weiter Furchtbare Ta schon bei den Worten, da er blan Nacht sitzt Franzi am Bett des bewußtlosen den Gatten, den sie nie inniger geschlagen, o, könnte sie das Leben von Mit der wie Schuppen Wie inbrechers hen gleich un galt's. sie etwas en Liebesen durfte. em. Der erkennen fie muß den Gatten etheft britt wagt junge Frau. wußtsein vor ihr ein liebten gefelt sich บวบ ม ว lur einen n schaurig น atet mich in GebetBäckelchen issen, verE " Unfere , wie oft Marie?" wenn er rechen in bach, der ich Denn ich penu า ว ก Tage verbringt die liegt. bach verüben in der Freiheit, geliebt zu haben meint, als nun, pflegen, die quälende Zu der marternden Todesangst um den Geer blaß und ohne Bezu der sie ihm verholfen? Sorge: Was wird der Hoßallein! Und er Gott, wenn er noch mehr Blut vergießt, so ist sie schuld, sie nicht vor einem Mord zurü nur rettet. Nach zeihung an. Gatten Leben drei Nur das Dankerfüllten Wenn und mehr nicht, Tagen kommt auch die vorhanden. die seiner Franzi. ligen Heilung brauchen wird, so ist doch keine Gefahr für weitern drei Tagen erklären die Aerzte den Anton für geist. Eine Sorge ist gehoben, er hat kein Blut vergossen. Nach fernten Teil des Ländchens aufs neue festgenommen worden grimmige Kälte in ein Wirtshaus getrieben, in einem entdas nicht! Er gewährt dieselbe aus vollem Herzen, aus zurückſchreckt. beichtet ihm alles und fleht ihn um VerUnd er hat gezeigt, der Räuber, daß er im Notfall Nachricht, friet die junge Frau am Lager Kopfwunde noch einige Zeit zur völDoch Gott ist ihr gnädig. daß der Hoßbach, den sein des von der tiefen illes gewäre fie innerlich chte mich 13 allein hat r heftig ann das förpert erschienen. Da fängnisverroalter zu ſein, die quälenden Eindrücke zu oben kam er, und gleich darauf ein dumpfer Fall zitternd Person ihr alle die idealen Räubergestalten der Neuzeit verrung an das Gute, was sie dem Hoßbach getan, in dessen in Gedanken daran, was für ein schreckliches Amt es sei, Gemun, das war dem Armen wohl zu gönnen. Franzi seufzte das Familienerbstück, das Amulet, ihm eine Wohltat war, doch auch ein Brieflein zu der Gabe geschrieben, und wenn Hoßbach reichen Trost gebracht, gewiß hatte ihm sein Weib Gefühl war befriedigt von ihrem Tun, hatte sie doch sicher dem welch' ein entseßlicher Schrei! Von war immer noch in gedrückter Stimmung. Ihr mitleidiges und versuchte sich immer aufs versüßen ormage bezwesenge, en wenge war ausgegangen, durch die ErinneFranzi etwas zu holen, und Anton machte eben die Runde. Franzi nene גוזר Von der Feile gekommen ist. hat niemals gestanden, auf welche Art er damals in den Besitz ,, ritterliches" Räuberblut in seinen Adern haben, denn er Anhang gehörte. Der Hoßbach muß jedoch in der Tat etwas mit dem hübschen jungen Burschen, der jedenfalls zu ihrem büßen hatte. Nicht die mindeste Aehnlichkeit hatte das Weib verschiedner Diebereien eine Strafe in der Fronseste zu verdie„ schwarz' Hoßzbachn", wie diese im Volksmund hieß, wegen Franzi erfahren, als ungefähr ein Jahr nach seiner Flucht Daß der Fidelio" nicht des Räubers Weib geweſen, bat Das Amulet" hat also doch Segen geöracht. angehauchten Wesen eine frische, willenskräftige Frau und Als sich Mutter geworden. Gatten, der treu nach der Zeit an seine Schwärmerei ins wirkliche Leben zurückzuführen. Pflicht ein Mädchen, ſie umspielen, da iſt aus dem zarten, poetisch über Antons Stirn zieht, um sie aus dem Land weichherziger alten Fehler, dann genügt ein Blick auf die Narbe, die sich darin bei. Und wenn sie einmal zurückfallen will in ihren brechertum mehr Raum im Herzen der Franzi, ihr Blick der weichen des Genesenden heraus und ergriffen ein paar Jahren zwei kleine Moor's, ein Bub geschärft und sie ist fürder stolz auf ihren braven tut, und an hat kein törichtes Mitleid mit dem Verfie steht ihm unentwegt Neben it dem men en r Rechtträchtige us dem f einmal 15 Brief ie Situ en; und fommen, ital fir ir feinen e legten Stephan reft dahm her erstatter Aber auch an ehr als augen eit, wenn e meine wäre ich Ich bin geboren. gehabt! Mann t gehen e, was thehen," überhastig. Die fern Cemd in ist eine Der fann er rechtmeint Surüdzu Freund.„ Herr Mensch, önnte er erstehen. Vater ihn zu use, am t ihres Marrell te nicht er doch ie langMarrell aber er rlangen! nte, bon ingen 311 nicht mit e ihn in 18 feine um die t hatte; ig und Unter tragen. eimliche sich noch uch der mulet ihn ,, auf dem bor Angst tritt Franzi in die Küchentür da stürmt iemand Nacht im Weidenhof auftauchen, worüber er euf alle Fälle vergewissert sein wollte. Ueberhaupt war ihm, das wußte er, sein Anschlag noch keineswegs vollkommen gelungen. Stephan Harlow war kein verächtlicher Feind, und eine Post, Briefe nach England zu schicken, fand er in allen Ländern vor. Ohne Zweifel würde er, sobald er konnte, an Kitty schreiben und gleichfalls an seine Chefs. Mit den letzteren glaubte er übrigens leicht fertig werden zu können. Er brauchte sich nur an die Herren Preston u. Co. zu wenden und sie auffordern, Briefschaften für oder an Stephan Harlow an seine Adresse zu senden; oder aber er reiste nach Millport und trug dort seine eigene Geschichte vor. Indes ein Brief an Kitty selbst war ein ander Ding; und über die Mittel und Wege, ihn abzufangen, grübelte er, als er heimgekehrt war, die ganze dunkle Nacht lang. Kitty Blackdorn schlief weniger unruhig auf ihrem Lager. Sie hatte felsen festes Vertrauen zu Stephan, der, wenn er länger als gewöhnlich ausblieb, wohl auch seine gewichtigen Gründe besaß. Zugestoßen konnte ihm aber kaum etwas sein, sonst hätte sie es erfahren. Darum schlief sie den ruhigen Schlaf der Gerechten. Erst als er auch am folgenden Morgen nicht erschien, packte sie Angst, und unbefümmert, was die Leute davon denken sollten, ließ sie, als die Sonne höher und höher stieg, ohne ihn zurückzubringen, ihre nötigste Arbeit im Stich und eilte ins Dorf zum Schmied, bei dem die Briefe zur Austeilung gelangten. „ Ist etwas für den Weidenhof da?" fragte sie die Schmiedsfrau, die in ihrer Schmiede einen Kramhandel betrieb und zugleich Postmeisterin im Dorfe war. „ Jawohl, Fräulein Blackdorn. Gewiß etwas von Wichtigkeit, da Sie selbst danach fommen? Und was macht der Herr Harlow? Wann ist die Hochzeit? Ja zwei waren da- einen Brief für Herrn Harlow und einer für Sie." " Ich habe Briefe für Sie ich wollte| Stephan noch nicht da. Statt seiner fuhr Ihnen einen Gang sparen. Ich erwarte selbst einen wichtigen Brief. Sie kamen mir gestern etwas abgespannt vor und ich möchte Ihnen," fuhr er scherzend fort,„ das Leben leicht machen, wo ich nur fann." " Ich werde sie mitnehmen, bitte." ,, Gerne, gerne nur war eben Herr Marrell hier nach seinen Briefen. Mein Gott, was der Mann für eine große Korrespondenz hat! Vier Briefe hat er heute auf einmal erhalten! Und der eine aus London hat neun Pence gekostet! Gewiß eine wichtige Sache, die er erhalten! Hätte sonst Herr Marrell nicht ohne Murren so viel Porto erlegt! Ja und da er doch nach dem Weidenhof wollte, nahm er gleich Ihren und Herrn Harlows Brief mit. Es ist doch ein recht schöner Herr aus dem Sohn des alten Ely geworden: Es ist kaum zu glauben, daß ich hier vor der Schmiede in dem Moor drüben mit ihm gespielt. Und nun ist er Ihr Bräutigam geworden! Eigentlich, wenn man's richtig bedenkt, für eine Weidenhoftochter keine rechte Partie; allein so ists in der Welt: Geld macht alles gerade, und Geld soll er ja auch die schwere Menge besitzen " Sie biß sich mit offenbarer Verdrießlich keit auf die Lippen, wie sie ihm die beiden Briefe abnahm. Sie öffnete das an sie gerichtete Schreiben und blickte hinein. Henoch Marrell beobachtete sie scharf, wie sie es wieder zusammenknitterte und in ihre Tasche steckte. ,, Hoffentlich gute Nachrichten?" fragte er. ,, Weder gute, noch schlechte," meinte Kitty. " Es ist weiter nichts!" Sie wollte fürderhin ihr Herz nicht mehr auf dem Rockärmel tragen. Aber lassen Sie sich nicht stören von mir. Gehen Sie ruhig zum Weidenhof weiter. Ich habe noch ein paar Besorgungen in dem Dorf. Nochmals besten Dank für Ihre Freundlichkeit, Herr Marrell." Und so plapperte sie weiter, lauter frauses Zeug, das Kitty wenig interessierte. Nur das eine dünkte ihr neu, daß Henoch Marrell in eigener Person so zeitig zur Post ging und sich gar als Briefträger für den Weidenhof aufspielte. Indes nach allem war dies nur freundnachbarlich zu nennen. Sie wünschte, sie wäre lieber daheim geblieben und hätte sich nicht dem Klatsch der Leute ausgesetzt; und das tat sie erst recht, als sie dicht vor dem Dorf Herrn Marrell auf sich zukommen sab. Er begegnete ihren Augen nicht, wie sie ihm ihre Hand hinhielt, und selbst ihm, dem harten Manne tat es weh, daß er dem zarten Kinde den bitteren Schmerz hatte zufügen gegen Mittag der neue Hausknecht vom Halbmond im rumpeligen Gefährt auf den Hof, der, als Kitty auf die Haustreppe herausgeeilt fam, zu ihr sagte:„ Guten Tag, Fräulein Blackdorn, ist Ihr Vater zu sprechen?" Tom ward herbeigerufen und der Hausfnecht zog vor ihm tief, wie vor einem feinen Herrn, seine Müze; die Zeit, in der er den reichen Gutsbesizer gespielt, lag den Leuten noch immer im Gedächtnis. ,, Haben Sie einen Herrn namens Harlow zum Besuch?" fragte der Hausknecht. Kittys Pulse flogen schneller. „ Ja," meinte der Vater, was ist es mit ihm?" „ Er logierte vorgestern Nacht in unserm Hause und als er am nächsten Tag wegging, vergaß er dies hier bei uns. Der Halbmondwirt schickt es Ihnen her, weil er denkt, es könnte am Ende etwas von Wert sein. Da ist es!" ,, Stephan im Halbmond, Unsinn," versezte der Landmann.„ Aber doch sieh einmal, Kitty, das ist wirklich sein Notizbuch. Hus Deutsch- Südweftafrika: Anficht von Otjimbingué.( Photographische Aufnahme.) müssen. Er wußte, daß, wenn sie sich trennten, die Weidenhoftochter folgendes las: „ Geehrtes Fräulein Blackdorn oder wie Sie sonst heißen. Wenn Sie glauben, Sie halten Ihren Stephan Harlow jetzt fest, so irren Sie sich. Stephan Harlow ist mein Bräutigam in Millport. Und darum warne ich Sie nur, sich nicht mit ihm zu tief einzulassen. Ich habe meine Ansprüche an ihn, die ich auch um Sie nicht aufzugeben gewillt bin. Wer klug ist, hört anderer Rat!" Daß diese Epistel nicht von Frauenhand geschrieben war, hätte ein kundiges Auge auf den ersten Blick gesehen. Indes Kitty war arglos genug, diesen Brief für das zu halten, für was er sich ausgab. Trotzdem schätzte sie ihn nach seinem Wert. Als Schwester von Richard Blackdorn wußte sie auch, wie es in der Welt zuging; und war es ihr gleich ein | bitterer Gedanke, daß Stephan bordem mit anderen Frauen und gar mit einer so schlech ten Person, wie diese schien, getändelt haben könnte, so sollte das, was gewesen, doch nimmer störend zwischen sie treten. Sie war mit sich einig, was sie zu tun hatte. Ste wollte Stephan mit offenem Herzen entgegengehen, ihm vertrauensvoll die falsche, hinterlistige Buſchrift zeigen. Das war das beste! Als Kitty wieder nach Hause fam, war Erzielung günstiger Zensuren wirft, anstatt, daß man auch noch das persönliche Moment zur Hilfe nimmt und das jugendliche Gemüt dazu aufreizt, nicht bloß gute Zensuren zu erzielen, sondern auch noch seinen Nebenbuhler zu überflügeln. Vielleicht wird der bedauerliche Berliner Fall in Fachkreisen auch von dieser Seite aus einmal betrachtet Soweit die beachtenswerte Zuschrist. Interessante Aufschlüsse über den Seelenzustand des Knaben vor der unseligen Tat gab seine eigene spätere Aussage. Er hatte, als an ein und demselben Vormittag die zweite Maßregelung erfolgte, bevor er sich heruntersetzte, einem Mitschüler zugeflüstert: Was wird denn nun meine arme Mutter dazu sagen?" Dann so erzählt der Junge ist vor dem Zeichnen die große Pause gekommen, ich hatte gerade das Messer aufgeklappt, um meinen Bleistift zu spizen, als der Lehrer rief:„ Alle herunter!" Ich ging aus der Bank und sah, daß der Lehrer, der nach Hause gehen wollte, an mir vorüberkommen mußte. Da bin ich heruntergesprungen." ,, Und hast ihn mit dem Messer gestochen?"" Das weiß ich nicht. Dann ist mir meine Mutter eingefallen und meine Geschwister, und da habe ich zu schreien angefangen. Der Lehrer hat sich nach mir umgedreht und gesagt:„ Junge, du bist wohl verrückt geworden?" Ich habe ihn darauf gefragt: Darf ich mich wieder Zweiter seßen?" Man sieht die fire Idee, die sich nur um den einen Punkt, die vermeintliche Schande des Heruntergesetztwerdens dreht. Der Krieg in Oftalien. Die Russen, die in diesen Tagen ihr Hauptaugenmerk darauf richten, den Hafen von Port Arthur gegen erneute Angriffe von seiten der Japaner möglichst zu sichern, | | Du mußt es kennen. Ja, und da liegt auch ein Brief darin, an ihn adressiert. Merkwürdige Sache! Was blieb er im Halbmond, anstatt nach Hause zu kommen?" „ Das kann ich nicht wissen, Herr. Er bestellte ein Zimmer und ging zu Fuß am nächsten Morgen weg. Mehr weiß ich nicht. Wollen Sie die Sachen also behalten?" " Ja, lassen Sie sie nur hier. Ich werde sie ihm geben, wenn er wiederkommt. Und mun lassen Sie sich ein Glas Bier geben und nehmen Sie das für Ihre Mühe." Blackdorns Tasche enthielt gerade einen Schilling, und dieser ging direkt in die Hand des Hausknechts, dessen persönliches Pech es war, daß nicht zwei Schillinge in der Tasche gelegen. Kitty," meinte er, als der junge Mensch in die Küche gegangen war, sich sein Bier zu holen, das ist eine merkwürdige Geschichte. Stephan in einem Gasthof, wie der Halbmond, drei Schritte von uns entfernt abgestiegen! Weißt du, was das bedeutet?" ,, Nein, Vater, aber" „ Aber hin, aber her! Ich will wissen, was los ist. Habt Ihr Euch beide gezankt?" ,, Gezanft, Vater, ich? Und mit Stephan?" „ Hallo! Was ist das?" rief er aus, als er das Notizbuch aufschlug und ein offener Brief aus demselben auf die Erde flatterte. geringes Maß reduziert wird. Damit reajnen denn auaj die Japaner stark, deren sehr günstig gelegene Kohlenwerke die japanische Flotte mit völlig ausreichenden Kohlenmengen versehen können, die allerdings der englischen Kohle an Wert nicht gleich sind, aber doch vollständig genügen, um die Manövrierfähigkeit der japanischen Flotte in jeder Weise zu sichern. In russischen Marinekreisen hegt man die größte Besorgnis, daß das Hilfsgeschwader, bestehend aus dem Panzerschiffe„ Osliaba" und den Kreuzern ,, Dmitri Donskoi" und" Aurora", begleitet von zehn Torpedobooten und einem Kohlentransporte, dem Dampfer„ Saratom", das sich jetzt noch im Indischen Ozean befindet, abgefangen wird. Die Gefahr für diese Schiffe beginnt nämlich schon auf dem Breitengrade von Formosa, den Pescadoren und den Liu- kiu- Inseln, in deren Buchten wohl zahlreiche japanische Torpedokreuzer ihre Beute erwarten werden. Neue russische Verstärkungen zur See, die sich vom heimischen Ostseehafen Kronstadt aus nach Ostasien begeben sollen, werden selbstverständlich auch mit großen Schwierigkeiten betreffs der Kohlenversorgung zu kämpfen haben, da sie ihre Kohlenvorräte in neutralen Häfen nur soweit ergänzen dürfen, daß sie imstande sind, den nächsten russischen Hafen zu erreichen. Deshalb sind die Japaner stets in der Lage, ihre Bewegungen zu kontrollieren und ihnen einen Hinterhalt zu legen. Die Aufsicht, die die Engländer am Suezkanal üben, ist äußerst streng. Das österreichische Kohlenschiff" Java", das für einen Kohlentransport nach Port Arthur gemietet war, ist auf Anweisung des Auswärtigen Amtes in Kairo für ein Schiff der kriegführenden Mächte erklärt worden und sollte sofort den Hafen Port Said verlassen. Das Schiff löschte daher die Kohlen. Ebenso hat die äavbtische Regierung das Ersuchen Rußlands 13. Jahrgang. nspaltige Petitzeile für ganz Ob nd Marburg 10 Pfg. fonft 15 3 Betitgeile 30 reíp. 40 3g. igsliste No. 3269. 1: Gießen, Seltersweg 88 janschluß Nr. 362. fen fung) und Umgebung. n Oberhessen. Torpedodootszerstorer, der am ort Said eintraf, dort in Dod al die Vergünstigung der schnellen aiser Wilhelms- Kanal wird die n. Unsere Regierung hat sich der ßen können, daß wir als neutrale Weg jegt nicht gestatten dürfen. gilt als deutsche Binnenwassern kriegführender Staaten ebenso, wie Landtruppen durch einen dürfen. Die russische Verstärkung, eldungen aus den drei Panzernder III." und" Suwaroff", sowie n Transportdampfer ,, Kamschatka" dmirals Wesselago besteht, mußte zeitraubenden Umweg durch das er die Mandschureifrage. ung der chinesischen Diplomatie, dert haben, kann nicht besser gedurch einen Brief, den der schlaue nach Unterzeichnung des Pefinger ben hat. Wenn wir die Mandberlassen, so kalkulierte der„ chinegarnichts, weil dann die Japaner werden, und wenn sich dann die O Rußland, an der Grenze zwischen ei berühren werden, und jeder der it versuchen wird, die Grenze auf er hinauszuschieben, dann werden hen; scheint es dann im Falle Japan den fürzeren ziehen, dann t allen Kräften, Japan vernichten. uns dann die Russen sicherlich die ind Korea für sich behalten. Sieht e Rußland im Kriege mit Japan wir einfach die russischen Truppen caustreiben, indem wir vorgeben, verden auf diese Weise ohne große rüderhalten. Jetzt die Mandschurei It sehr schwer. England legt großes trei, aber daran brauchen wir uns land mit Gewalt nichts ausrichten eutral, Frankreich sieht aus weiter schweigt still." Lihungtschang hat die heutige Situation ziemlich klar ser Reichstag. Stunde CB Berlin, 13. Februar. ang über freie Aerztewahl, Kassendie sich endlos weiterspinnt, würde Sigung durch Wahlprüfungen terhaltsam war das Zwischenspiel Braun( Soz.), Wahlkreis Frankdie Kommission für ungiltig zu ererial nachträglich beinebracht worden roeber( 3tr.) Zurückweisung der Wahlprüfungskommission. Darüber geredet, worauf der Annommen wurde. Sodann kam das schon zu Tode gehetzte Kapitel„ Reichsgesundheitsamt" wieder an die Reihe. Die Debatte ist weder interessanter noch belangreicher als gestern. Höchstens wäre die Auseinandersetzung zwischen dem Sozialisten Stadthagen und dem Freisinnigen Mugdan zu erwähnen. Ersterer behauptet, die Zahl der Toten und Verwundeten in der Industrie sei im letzten Jahre mit 120 000 größer, als die der Gesamtzahl der Toten und Verwundeten im deutsch- französischen Kriege auf deutscher Seite. Abg. Mugdan weist die maßlosen Uebertreibungen des Vorredners zurück. Die Sozialdemokraten überschütteten die bürgerlichen Parteien mit den heftigsten Vorwürfen und seien doch selbst die größten Feinde aller Sozialpolitik. Das war der„ Clou" der heutigen vierstündigen Sitzung! Die Politik. Wenn nicht alle Zeichen trügen, ist der ZehnstundenArbeitstag im Anzuge; vorläufig allerdings bloß für erwachsene Arbeiterinnen. Der Bunderat hat bereits den Einzelstaaten anheimgegeben über diese Frage Erhebungen anzustellen. Als Grundzüge sind hierbei angenommen worden die Herabsetzung der zulässigen täglichen Arbeitszeit von 11 auf 10 Stunden und am Vorabend der Sonnund Festtage auf 9 Stunden. Bei Bewilligung von Ueberarbeit soll die tägliche Arbeitszeit an Wochentagen 12 Stunden und am Vorabend von Sonn- und Feiertagen bei Arbeitsschluß spätestens 7½ Uhr 9 Stunden nicht überschreiten. Die Beschäftigung von Wöchnerinnen soll vor Ablauf von sechs Wochen nach ihrer Niederkunft überhaupt nicht und während der folgenden zwei Wochen nur dann gestattet wer zu era flügel Fachtr US fchlüffe erfolgte feligen an ein flüstert fogen 2 „ auf dem vor Angst tritt Franzi in die Küchentür- da stürmt jemand ( mulet ihn die Treppe herab in langen Säßen- um Gott der Hoßerbstückbach! Franzi steht wie angewurzelt, hell beleuchtet vom ber ein Schein der Flurlampe. Einen Augenblick stuzzt der VerEuch Gott brecher, in seiner Hand blitt ein offenes Messer, stoßbereit egte einen und breit! glücklichen pie in der Fidelio". n Ketten Gefängnöglich zu wie die ndruck auf cher Fall. damit es in Amulet unendlich aß wegen nehr zum fraft war vill's ihm der un der Hand Die Dauptstrasse von Soul, der Hauptstadt des Königreichs Korea. ( Soul zählt über 200 000 Einwohner.) Er ist deine dich liebende Kate. Ein Liebes,, Gib Wie! Ich will Bitte triff chen und ihrem Bräutigam steht, und wäre wissen, wer zwischen meinem einzigen MädGieb ihn her! ich muß ihn lesen. von Frauenhand geschrieben. brief, ah, Meister Stephan, da will ich doch er gleich Kronprinz von England. „ Mein Schatz!" fängt er an. mich ein Stück weiter hineinlesen, ehe ich-" ,, Aber pfui, Vater," rief sie aus. Dofdamen der Königin von Korea. mir das Buch und den Brief. Es ist sein Eigentum, nicht das unsere." Und gräme ,, Nicht das unsere! Wem gehört er dann, bitte! Und das ist der Mann, dem ich meine Tochter geben sollte! Er ist ja noch weniger nie den Namen Stephan wieder hören; so wert als unser Dick! Nein, Kitty, laß mich schlecht ist, glaube ich, selbst dein Bruder nimmer gewesen, daß er ein Mädchen mit Liebesschwüren betörte, während er von einer anderen Briefe auf seiner Brust trug. Danke Gott, meine Tochter, daß du den Menschen dich nicht, freue dich eher, daß er nicht noch bei Zeiten erkannt haft. wiederkommt." wiederkommen!" war alles, was sie rufen ,, Aber er wird wiederkommen, er fonnte. י Allein Tage und Wochen vergingen und brachten Stephan Harlow nicht wieder. IV. Aber er Ueber eine weite, in ihrer Monotonie fast wüstenähnliche Ebene ritt unter glühender Sonne eines Mittwochs Dick Blackdorn dahin. Wie er hierhergekommen, hätte er vermutlich mußte, das Land, in dem er sich befand, hieß Südafrika, und die schäbige Uniform, die er selbst taum anzugeben vermocht. trug, gehörte der Königin. Daß Pferd ein Daß ein Auf alle Fälle sammelte er Weib damit zu schaffen, war auch nicht unmit der Sache zu tun, war gewiß. Eines hier jetzt neue Erlebnisse für seine etwas trug ihn sogar augenblicklich. bunte Biographie; er fouragierte dankbare Beschäftigung in einem ausgeplünderten Landstrich. wahrscheinlich. eine unLegte ein rollender Stein sich auf's Grübeln, so würde er zum Rollen zu schwer. Alle seine Dick Blackdorn war nie ein Mann von vielen Gedanken gewesen; darum hätte es wenig genügt, in seiner Seele lesen zu wollen. Gedanken ließen sich für den Augenblick gewiß in der Hoffnung zusammenfassen, daß er auf ein armseliges Dorf stoßen könnte, in dm sich noch eine Flasche Wein und ein Käse auftreiben ließe. Gelang ihm das, so hielt er sich gewiß, allem seinem Mißgeschick zum Troß, immer noch für einen glücklichen Menschen. Ob er nicht auch dabei hin und wieder Rechts erstreckte sich in der Ferne ein lange, zerklüftete Gebirgskette hin. Links floß ein Fluß, der mit seinem Wasser in dem dürren, versengten Lande ein Himmelsgehalb an dem Fluß liegenden Städtchen mit schent schien. Er war von dem weiter oberleerem Magen ausgeritten und schien mit leerem Magen und leeren Händen dorthin zurückkehren zu sollen. SIBIRIEN MANDSCHURE] CHINA 9 B AN OZEAN JA GROSSER Situationsplan von Ostasien. an die Fleischtöpfe vom Weidenhof gedacht, mag dahingestellt bleiben. Er tränkte sein Pferd auf einer bequemen Sandbank im Strom und konnte nicht umhin, die Natur recht dumm und albern zu finden, seine schlichten Bedürfnisse befriedigt, den Kopf hochwarf, die Ohren spizte und wieherte. Dick spizte gleichfalls die Ohren und alsbald hörte er deutlich Hufegetrampel, das auf ihn zukam. Dem Hufschlag nach schien übri gens nur ein Reiter näher zu kommen. die für Vierfüßler besser als für Zweifüßler. gesorgt, als sein Schlachtroß plötzlich, wie es Das hohe Ufer ließ ihn nicht erkennen, ob der nahende Reiter Freund oder Feind Eingangstor zum Palast des Königs von Korea in Soul BES Die horca war, bis Rob un an den Flub bir ihm ftanden. U aber die Sonne auch jest, wie er Uniform noch nic Was, Rabal bm die liebreize je im Leben gehi o eine Dame„ Ein Weib!" oll Erstaunen a Ah, ein eng ie in feiner G merklichem fremde Er fah jept, tehen, daß ein Ba feuriger Migen i fonnten über den funden... Es war nicht in der Blüt aber nicht wenig fonnte eine so fch Englanderin spr bringen, in der Mun?" frag von Kriegsgetim allein und schubl elma gar? Doc Spionengeschichte den Heere gehö Augen gab sich Gleichwohl besch Huth zu sein als wollte sie wi " Ich fürchte Ich muß Sie zeigen. Sonit indes Pflicht g " O ja, Pfli rahmten Spiegel, ordnet ihren Anzug, ihr Haar, er soll sie nicht so leidend und verstört finden! Armer Hellmut! Müde und abgespannt von allem Rechnen und Zählen kommt er heim, und immer findet er ein mühsam erzwungenes Lächeln, eine fünstlich angenommene Haltung, die er auf den ersten Blick durchschaut. Aber wie soll sie anders sein? Da ist er! Mit von innerem Herzensweh etwas geschärften und verfeinerten Zügen, die Augen nicht so glänzend mehr als früher, aber immer der gewinnende, anziehende Hellmut, den alle lieb haben müssen, tritt er über die Schwelle und nimmt Hilda in seine Arme. Mein liebes Herz, warum bist du nicht still liegen geblieben? Es ist ein solch' drückende Hize draußen, jede Besene ver Bursus woe we un stat ves wcondes, hell glanzten seine Augen und blondes Lockengeringel drängte sich unter seiner Müze hervor. Was wollen Sie?" fragte sie den jungen Menschen mitleidig. haben gewiß ein menschliches Herz- Sie sehen ja so gut ,, Ach, gute Frau, ich hab' eine so große Bitt'. Sie aus- ich bin der Hoßbach ist ein naher Verwandter von mir. Ich weiß, sehen kann ich ihn nicht aber- es hört uns doch niemand?"" Nein, nein, ich bin ganz allein, sprecht nur." Ach, wenn Sie ein Herz in der Brust haben, gute Frau, hier in dem Päckelchen habe ich ein Amulet und ein Gebetbüchlein"- dabei brach die Stimme des Burschen in Schluchzen möchtet Ihr's nicht dem Armen geben? Es wird ihm ein Trost sein in seinem Unglück, gewiß, und Gott und ie Gestalt un galt's. inbrechers sie etwas hen gleich en Liebesen durfte. ell. Der erkennen lur einen hritt wagt h schaurig nein in Gebetatet mich ssen, verBäckelchen ssen, von end. Es ihr nun fühlte sie. eine erste „ Nein" Unere bach, der rechen in wenn er Marie?" , wie oft venn ich 13 allein hte mich innerlich wäre sie illes ger heftig wann das 3. Franzi wenge war ausgegangen, etwas zu holen, und Anton machte eben die Runde. Franzi war immer noch in gedrückter Stimmung. Ihr mitleidiges Gefühl war befriedigt von ihrem Tun, hatte sie doch sicher dem Hoßbach reichen Trost gebracht, gewiß hatte ihm sein Weib doch auch ein Brieflein zu der Gabe geschrieben, und wenn das Familienerbstück, das Amulet, ihm eine Wohltat war, mun, das war dem Armen wohl zu gönnen. Franzi seufzte in Gedanken daran, was für ein schreckliches Amt es sei, Gefängnisvertoalter zu sein, und versuchte sich immer aufs nene die quälenden Eindrücke zu versüßen durch die Erinne rung an das Gute, was sie dem Hoßbach getan, in dessen Person ihr alle die idealen Räubergestalten der Neuzeit verförpert erschienen. Da welch' ein entsetzlicher Schrei! Von oben kam er, und gleich darauf ein dumpfer Fall- zitternd dann ruft er höhnisch:„ Schön' Dank für das Amulet, Frau Verwalterin es hat Wunder getan, hat die Ketten gebrochen!" Ein lautes rohes Gelächter, dann fällt die Haustür hinter der wüsten Gestalt zu der„ edle" Räuber ist entflohen! Franzi zittert und bebt, die Zähne schlagen ihr aufeinander, Anton", ruft sie und mit zitternden Knieen steigt sie die Treppe hinan, der Fall, der dumpfe Fall- ihre Ahnung ist Wahrheit. Halb im Flur, halb in der Zelle des Hoßbach liegt ihr Mann, ihr braver guter Anton, in seinem Blute; aus tiefer Stirnwunde fließt es, und regungslos, mit geschlossenen Augen gleicht er einem Toten. Mit wildem Schrei wirft sie sich über ihn:„ Anton, wach' auf, Anton, kommt zu dir, hab' Erbarmen, Gott im Himmel, ich hab' ihn gentordet!" In später Nacht sitzt Franzi am Bett des bewußtlosen Gatten. Nur undeutlich kann sie sich erinnern, was weiter geschehen, nachdem sie ihn in seinem Blut gefunden. Wie die Magd gekommen, die Gerichtsherren, die Aerzte, wie sie immer wieder hat Fragen beantworten müssen, wie die Aerzte den Anton untersucht und die Achseln gezuckt haben, wie in der Zelle eine Feile gefunden worden ist. Mit der Kette hat der Verbrecher den Anton zu Boden geschlagen, das Messer hat er nicht gebraucht. Die Feile! Ha, wie Schuppen ist ihr's von den Augen gefallen, schon bei den Worten, die der Räuber ihr zugerufen. Die Feile, das war das Amulet- sie, sie allein ist schuld an dem Schrecklichen, und wenn der Anton stirbt, dann ist sie die Mörderin des Gatten! O, es ist um den Verstand zu verlieren, o, könnte sie das Leben von sich werfen! Aber sie darf nicht, sie muß gut zu machen suchen, sie muß den Gatten pflegen, den Gatten, den sie nie inniger geliebt zu haben meint, als nun, da er blaß und ohne Bewußtsein vor ihr liegt.- Furchtbare Tage verbringt die junge Frau. Zu der marternden Todesangst um den Geliebten gesellt sich die quälende Sorge: Was wird der Hoßbach verüben in der Freiheit, zu der sie ihm verholfen? Gott, wenn er noch mehr Blut vergießt, so ist sie schuld, sie allein! Und er hat gezeigt, der Räuber, daß er im Notfall nicht vor einem Mord zurückschreckt. Nur das nicht, nur das nicht! Doch Gott ist ihr gnädig. Nach drei Tagen kommt die Nachricht, daß der Hoßbach, den grimmige Kälte in ein Wirtshaus getrieben, in einem entfernten Teil des Ländchens aufs neue festgenommen worden ist. Eine Sorge ist gehoben, er hat kein Blut vergossen. Nach weitern drei Tagen erklären die Aerzte den Anton für gerettet. Wenn auch die Kopfwunde noch einige Zeit zur völligen Heilung brauchen wird, so ist doch keine Gefahr für sein Leben mehr vorhanden. Dankerfüllten Herzens kriet die junge Frau am Lager des Gatten und beichtet ihm alles und fleht ihn um Verzeihung an. Er gewährt dieselbe aus vollem Herzen, aus der weichen Stimmung des Genesenden heraus und ergriffen von der tiefen Reue seiner Franzi. Von der Zeit an hat kein törichtes Mitleid mit dem Verbrechertum mehr Raum im Herzen der Franzi, ihr Blick hat sich geschärft und sie ist fürder stolz auf ihren braven Gatten, der tren seine Pflicht tut, und sie steht ihm unentwegt darin bei. Und wenn sie einmal zurückfallen will in ihren alten Fehler, dann genügt ein Blick auf die Narbe, die sich über Antons Stirn zieht, um sie aus dem Land weichherziger Schwärmerei ins wirkliche Leben zurückzuführen. Als nach ein paar Jahren zwei kleine Moor's, ein Bub ein Mädchen, sie umspielen, da ist aus dem zarten, poetisch angehauchten Wesen eine frische, willenskräftige Frau und Mutter geworden. Das„ Amulet" hat also doch Segen gevracht. Daß der„ Fidelio" nicht des Räubers Weib gewesen, hat Franzi erfahren, als ungefähr ein Jahr nach seiner Flucht die schwarz' Hoßbachn", wie diese im Volksmund hieß, wegen verschiedner Dicbereien eine Strafe in der Fronfeste zu verbüßen hatte. Nicht die mindeste Aehnlichkeit hatte das Weib mit dem hübschen jungen Burschen, der jedenfalls zu ihrem Anhang gehörte. Der Hoßbach muß jedoch in der Tat etwas „ ritterliches" Räuberblut in seinen Adern haben, denn er hat niemals gestanden, auf welche Art er damals in den Besitz der Feile gekommen ist. N ZO ROSSER gedacht, equemen tumhin, finden, Deifüßler , wie es gt, den wieherte. - alsbald das auf ien übri nen. erfennen, er Feind Imulet thn ,, auf dem bor Angst tritt Franzi in die Küchentür die Säßen da stürmt jemand Die koreanische Nationalflagge. war, bis Roß und Reiter, die offenbar auch an den Fluß hinunter wollten, direkt über ihm standen. Unglücklicherweise schien ihm aber die Sonne so voll ins Gesicht, daß er auch jetzt, wie er den Karabiner anlegte, die Uniform noch nicht sehen konnte. ,, Was, Kavalier," ertönte plötzlich über ihm die liebreizendste Frauenstinime, die er je im Leben gehört:„ Empfängt ihre Nation so eine Dame mit angelegtem Karabiner!" ,, Ein Weib!" rief er in englischer Sprache Doll Erstaunen aus. ,, Ah, ein englischer Soldat," meinte ie in seiner Sprache und mit kaum merklichem fremdem Accent. Er sah jeßt, und er mußte es sich ge= stehen, daß ein Paar so großer, schwarzer, feuriger Augen ihn wohl kaum trösten fonnten über den Käse, den er nicht gefunden. Es war ein herrliches Weibnicht in der Blüte der Jugend, darum aber nicht weniger bezaubernd. Was fonnte eine so schöne, englisch wie eine Engländerin sprechende Frau darauf bringen, in der Mittagsglut durch eine von Kriegsgetümmel wiederhallendes Land allein und schutzlos zu galoppieren? War sie etwa gar? Doch nein, so viele seltsame Spionengeschichten er auch schon im Wallesleyschen Heere gehört, ein Weib mit so schönen Augen gab sich mit derlei Dingen nicht ab! Gleichwohl beschloß er, vor ihr auf seiner Huth zu sein ,, Nun?" fragte die Dame mit einem Ton, als wollte sie wissen, woran sie mit ihm war. „ Ich fürchte, ich fürchte," antwortete er, - Itsches Wort. Aber pardon, Herr, wenn ich nun feinen Paß vorzuzeigen befäße?" ,, Dann wäre es meine traurige- will sagen föstliche Pflicht, Sie nach dem Lager zu eskortieren." ,, Ah, Sie, ich sehe, daß Sie ein Gentleman sind, wenn Sie wollen. Aber wenn ich mun einfach mein Pferd wendete und davon. galoppierte?" ,, So müßte ich Ihnen nachreiten," meinte Dick, dem der Gedanke an diese Hezjagd nicht unangenehm schien. „ Und gesetzt, Sie holten mich nicht ein?" „ Ich hole Sie ein! Mein Pferd greift doppelt so weit aus als Ihres. Im schlimmſten Fall muß ich anlegen und schießen." ,, Schießen? Auf wen? Etwa auf mich? ,, Gott bewahre! Auf Ihren Renner, der für uns in den schlechten Zeiten dann einen schönen Braten abgeben wird." Königliches Grabdenkmal in 88ul, der Hauptstadt von Korea. Da zog sie plötzlich eine Pistole aus ihrem Gürtel und zielte von ihrem überlegenen Standpunkte aus.„ Aber wie, wenn ich zuerst schösse, und zwar nicht auf Ihr Pferd, sonich muß Sie ersuchen, Ihren Paß vorzu- dern auf Sie?" zeigen. Sonst aber, so leid es mir thut indes Pflicht geht voran!" „ ja, Pflicht! Das ist ein rechtes eng. „ So schießen Sie zu! Um mich ist es nicht schade! Ich werde nicht einmal zum Braten zu gebrauchen sein. Und besser von Bine Dachziegelfabrik in Soul, der Dauptstadt von Korea. Erzielung günstiger Zensuren wirft, anstatt, daß man auch noch das persönliche Moment zur Hilfe nimmt und das jugendliche Gemüt dazu aufreizt, nicht bloß gute Zensuren zu erzielen, sondern auch noch seinen Nebenbuhler zu überflügeln. Vielleicht wird der bedauerliche Berliner Fall in Fachkreisen auch von dieser Seite aus einmal betrachtet... Soweit die beachtenswerte Zuschrist. Interessante Aufschlüsse über den Seelenzustand des Knaben vor der unseligen Tat gab seine eigene spätere Aussage. Er hatte, als an ein und demselben Vormittag die zweite Maßregelung erfolgte, bevor er sich heruntersetzte, einem Mitschüler zugeflüstert: Was wird denn nun meine arme Mutter dazu sagen?" Dann so erzählt der Junge ist vor dem Zeichnen die große Pause gekommen, ich hatte gerade das Messer aufgeklappt, um meinen Bleistift zu spitzen, als der Lehrer rief:„ Alle herunter!" Ich ging aus der Bank und sah, daß der Lehrer, der nach Hause gehen wollte, an mir vorüberkommen mußte. Da bin ich heruntergesprungen." Und hast ihn mit dem Messer gestochen?"„ Das weiß ich nicht. Dann ist mir meine Mutter eingefallen und meine Geschwister, und da habe ich zu schreien angefangen. Der Lehrer hat sich nach mir umgedreht und gesagt:„ Junge, du bist wohl verrückt geworden?" Ich habe ihn darauf gefragt: Darf ich mich wieder Zweiter seßen?" Man sieht die fire Idee, die sich nur um den einen Punkt, die vermeintliche Schande des Heruntergeseztwerdens dreht. Der Krieg in Oftalien. Die Russen, die in diesen Tagen ihr Hauptaugenmerk darauf richten, den Hafen von Port Arthur gegen erneute Angriffe von seiten der Japaner möglichst zu sichern, | so schöner Hand er. schossen zu werden als von H ,, Um diese mutige Sprache sollen Sie geschont werden. Uebri gens scheinen Sie bereits viel durchgemacht zu haben im Leben, so jung Sie noch sind. Schade eben, daß Sie noch gar so jung find! Sonst wäre ich Sie um Ihren Ratangegangen. Denn ich bin eine unglückliche Frau, so wenig ich danach aussehen mag." ,, Mit meinen Lebenserfahrungen bin ich jedem zu raten im stande." " Jawohl, ich brauche Rat. Sie sehen, ich verstehe mein Leben und meine Ehre zu verteidigen, weiter aber kann ich Koreanischer Polizeipass nichts. Papiere besize ich keine. Und doch kann ich und will ich nicht nach Ihrem Lager."( Forts. f.) Bilder aus Korea I. Das Gebiet Koreas ist ungefähr so groß, wie das Königreich Italien, es wird gebildet durch eine große, vom japanischen und vom gelben Meer umgrenzte Halbinsel, die fast ganz von Gebirgen erfüllt ist, so daß schiffbare Flüsse fehlen. Dee gebirgigen Charafters wegen hielt man Korec früher für sehr reich an Mineralien, doch hat sich das als Ueberschäßung erwiesen. Ueber die Zah der Bevölkerung läßt sich gewiffes nicht berichten Die einheimische Regierung giebt sie auf 11 Millionen, europäische Reisende dagegen nur auf 7 Millionen an; das Richtige wird wohl in de Mitte liegen. Die Koreaner gehören zu den Mon golen mit mehrfilbigen Sprachen und sind eir auftretenden Sienpi und der im Süden ansässiger Mischoolk der in der Geschichte Hochasiens öftere Sanhan; fie erhielten ihre Nationalität und Sprach von den im 2. Jahrhundert v. Chr. von Norder her eingedrungenen Raoli, von denen die ganz Halbinsel unterworfen wurde. Im Aeußerr gleichen die Koreaner mehr den Japanern als der Chinesen, obwohl der mongolische Typus stari ausgeprägt ist. Das Volk zerfällt in drei Klassen: Aolige( nebst Beamten), Freie und Leibeigene Die ersten genießen gewisse Vorrechte( Befreiung vom Kriegsdienst, Unverleßlichkeit der Person unt Wohnung 2c.), tragen eine besondere Kleidung, hohe geflochtene Hüte, farbige Gewänder, während das übrige Volf nur weiße oder ungefärbte Stoffe tragen darf. Der Adel scheidet sich in gesonderte, durch Abstammung und Geschichte begründete Ge schlechter. Für alles Chinesische ist der Koreaner sehr eingenommen. Besonders die höheren Stände zeigen eine starke inneigung zur chinesischen Staats- und Gesellschaftsordnung. Das Leben, die Kleidung der koreanischen Beamten sind mehr oder weniger den chinesischen Mandarinen nachgeahmt. Die foreanische Sprache hat schon früh viele Wörter aus einem nordchinesischen Dialett entlehnt, weicht aber in ihrem grammatischen Bau nach von der chinesischen Sprache ab und bietet auch mit dem Japanischen und den uralaltaischen Sprachen wenig Berührungspunkte. Die Schrift geht ursprünglich auf das mit dem Buddhismus nach Korea gelangte indische Alphabet zurück, hat aber auch aus der chinesischen vieles entlehnt und wird wie legtere von oben nach unten in von rechts nach links sich ziehenden Reihen geschrieben; auch wird die chinesische Schrift in Korea häufig angewendet. geringes Maß reduziert wird. Damit rechnen denn auch die Japaner stark, deren sehr günstig gelegene Kohlenwerke die japanische Flotte mit völlig ausreichenden Kohlenmengen versehen können, die allerdings der englischen Kohle an Wert nicht gleich sind, aber doch vollständig genügen, um die Manövrierfähigkeit der japanischen Flotte in jeder Weise zu sichern. In russischen Marinekreisen hegt man die größte Besorgnis, daß das Hilfsgeschwader, bestehend aus dem Panzerschiffe„ Osliaba" und den Kreuzern ,, Dmitri Donskoi" und" Aurora", begleitet von zehn Torpedobooten und einem Kohlentransporte, dem Dampfer„ Saratom", das sich jetzt noch im Indischen Ozean befindet, abgefangen wird. Die Gefahr für diese Schiffe beginnt nämlich schon auf dem Breitengrade von Formosa, den Pescadoren und den Liu- kiu- Inseln, in deren Buchten wohl zahlreiche japanische Torpedokreuzer ihre Beute erwarten werden. Neue russische Verstärkungen zur See, die sich vom heimischen Ostseehafen Kronstadt aus nach Ostasien begeben sollen, werden selbstverständlich auch mit großen Schwierigkeiten betreffs der Kohlenversorgung zu kämpfen haben, da sie ihre Kohlenvorräte in neutralen Häfen nur soweit ergänzen dürfen, daß sie imstande sind, den nächsten russischen Hafen zu erreichen. Deshalb sind die Japaner stets in der Lage, ihre Bewegungen zu kontrollieren und ihnen einen Hinterhalt zu legen. Die Aufsicht, die die Engländer am Suezkanal üben, ist äußerst streng. Das österreichische Kohlenschiff Java", das für einen Kohlentransport nach Port Arthur gemietet war, ist auf Anweisung des Auswärtigen Amtes in Kairo für ein Schiff der kriegführenden Mächte erklärt worden und sollte sofort den Hafen Port Said verlassen. Das Schiff löschte daher die Kohlen. Ebenso bat die äavbtische Regierung das Ersuchen Rußlands 13. Jahrgang. Die einspaltige Betttzeile für ganz Ob ar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. eitungsliste No. 3269. bition: Gießen, Seltersweg 88 prechauschluß Nr. 362. hlen Seifung) en und Umgebung von Oberhessen. jen Torpedodootszerstorer, der am Port Said eintraf, dort in Dod einmal die Vergünstigung der schnellen 1 Kaiser Wilhelms- Kanal wird die ießen. Unsere Regierung hat sich der chließen können, daß wir als neutrale en Weg jetzt nicht gestatten dürfen. nal gilt als deutsche Binnenwasserhiffen kriegführender Staaten ebensodarf, wie Landtruppen durch einen ren dürfen. Die russische Verstärkung, Meldungen aus den drei Panzerlexander III." und" Suwaroff", sowie dem Transportdampfer, Kamschatka" izeadmirals Wesselago besteht, mußte en zeitraubenden Umweg durch das über die Mandschureifrage. Stellung der chinesischen Diplomatie, schildert haben, kann nicht besser geils durch einen Brief, den der schlaue 3t. nach Unterzeichnung des Pefinger chrieben hat. Wenn wir die Mandn überlassen, so kalkulierte der„, chinet es garnichts, weil dann die Japaner nen werden, und wenn sich dann die und Rußland, an der Grenze zwischen hurei berühren werden, und jeder der : Zeit versuchen wird, die Grenze auf veiter hinauszuschieben, dann werden ntstehen; scheint es dann im Falle erde Japan den fürzeren ziehen, dann mit allen Kräften, Japan vernichten. den uns dann die Russen sicherlich die en und Korea für sich behalten. Sieht verde Rußland im Kriege mit Japan len wir einfach die russischen Truppen heraustreiben, indem wir vorgeben, id werden auf diese Weise ohne große zurüderhalten. Jetzt die Mandschurei hält sehr schwer. England legt großes schurei, aber daran brauchen wir uns England mit Gewalt nichts ausrichten t neutral, Frankreich sieht aus weiter ika schweigt still." Lihungtschang hat te die heutige Situation ziemlich klar Tcher Reichstag. CB Berlin, 13. Februar. egung über freie Aerztewahl, Kassendie sich endlos weiterspinnt, würde er Sigung durch Wahlprüfungen unterhaltsam war das Zwischenspiel Dr. Braun( Soz.), Wahlkreis Frankte die Kommission für ungiltig zu erMaterial nachträglich beigebracht worden Groeber( 3tr.) Zurückweisung der Wahlprüfungskommission. Darüber Stunde geredet, worauf der Annommen wurde. Sodann kam das schon zu Tode gehetzte Kapitel„ Reichsgesundheitsamt" wieder an die Reihe. Die Debatte ist weder interessanter noch belangreicher als gestern. Höchstens wäre die Auseinandersetzung zwischen dem Sozialisten Stadthagen und dem Freisinnigen Mugdan zu erwähnen. Ersterer behauptet, die Zahl der Toten und Verwundeten in der Industrie sei im letzten Jahre mit 120 000 größer, als die der Gesamtzahl der Toten und Verwundeten im deutsch- französischen Kriege auf deutscher Seite. Abg. Mugdan weist die maßlosen Uebertreibungen des Vorredners zurück. Die Sozialdemokraten überschütteten die bürgerlichen Parteien mit den heftigsten Vorwürfen und seien doch selbst die größten Feinde aller Sozialpolitik. Das war der„ Clou" der heutigen vierstündigen Sitzung! Die Politik. Wenn nicht alle Zeichen trügen, ist der ZehnstundenArbeitstag im Anzuge; vorläufig allerdings bloß für erwachsene Arbeiterinnen. Der Bunderat hat bereits den Einzelstaaten anheimgegeben über diese Frage Erhebungen anzustellen. Als Grundzüge sind hierbei angenommen worden die Herabsetzung der zulässigen täglichen Arbeitszeit von 11 auf 10 Stunden und am Vorabend der Sonnund Festtage auf 9 Stunden. Bei Bewilligung von Ueberarbeit soll die tägliche Arbeitszeit an Wochentagen 12 Stunden und am Vorabend von Sonn- und Feiertagen bei Arbeitsschluß spätestens 7½ Uhr 9 Stunden nicht überschreiten. Die Beschäftigung von Wöchnerinnen soll vor Ablauf von sechs Wochen nach ihrer Niederkunft überhaupt nicht und während der folgenden zwei Wochen nur dann gestattet wer Allertel. Japanlicher Gartenbau. Die Japaner aller Boltstlassen lieben die Natur außerordentlich, so daß sich zu gewissen Jahreszeiten große Scharen nach Orten be= geben, die wegen ihrer schönen Blütenfelder, ihrer Haine von Kirsch- und Pflaumenbäumen, ihrer Bilienfelder, ihrer Ahornwälder, ihrer Sammlungen von Chrysantemen und Phäonien, ihrer Glyzinien usw. berühmt sind. Die Blütezeit dieser Pflanzen sind wahre Voltsfeste in Japan. Uebrigens weist auch fein Band eine ähnliche Fülle von Schmuckpflanzen auf. Mangel an Duft an japanischen Pflanzen ift eine Fabel, bie nur infolge eines Wortspiels aufge= tommen ist. Allerdings ziehen die Japaner die Blüten ihrer Farben und nicht ihres Wohlgeruchs wegen, und daher mag dieser schwächer sein als bei den euro= päischen Bierpflanzen. Wie jeder weiß, ist das Chrysanthemum in Japan heimisch, und dort haben die Sachverständigen ungewöhnliche Anstrengungen ges macht, die mannigfachsten Spielarten dieser Pflanze zu züchten, sowohl in der Größe wie in einer wahrhaft erstaunlichen Vielseitigkeit der Formen. Man findet sie in der Gestalt von Kugeln, von Tellern, von Sternen usw. In einem der taiserlichen Gärten sah ein Europäer ein ungeheures Gebüsch, das über 1500 Chrysanthemen trug. Für viele Europäer sind die Schwertlilien die schönsten Blumen des Landes. Die Schildkröte ist nicht dumm. Ein franzö fischer Professor sette eine Schildkröte in eine grooße Kiste und legte ihr das Futter immer an einen be= stimmten Plaz. Dann baute er eine große Menge Irrgänge in die Kiste und beobachtete, ob sich das Tier zurechtfinden würde. Zuerst verirrte sich die Schildkröte und brauchte über eine halbe Stunde, be= vor sie den Futterplag erreichte. Beim zweiten Versuch machte sie die Reise in 15 Minuten, beim dritten in 5 Minuten, beim vierten in 3% Minuten, schließ= lich brauchte sie nicht mehr als 3 Minuten und 30 Se tunden für ihre Wanderung. Die Irrgänge wurden darauf noch vermehrt, indem man Sadgassen hinzufügte. Die Schildkröte ging zuerst in die Falle und tappte eine Stunde lang herum. Beim zehnten Versuch tam sie aber in 16 Minuten an, dann in 4 und julegt sogar in 3 Minuten. Die Ausnutzung der Viktoriafälle. Die Ausnutzung der großen Viktoria fälle des Sambefiflusses wird gegenwärtig geplant. Nach Ablauf weniger Wochen dürfte die große transafrikanische Eisenbahn, die vom Kap bis Kairo führen soll, von Süden her die Fälle erreicht haben und dann sollen die Vorarbeiten zur Schaffung einer gewaltigen elektrischen Anlage zur Verwertung der Wasserkraft vorgenommen werden. Die Fälle sind etwa eine englische Meile breit, 120 Meter hoch und wenn der Fluß voll ist, wird die Naturkraft auf 35 000 000 Pferdekräfte geschätzt, d. i. etwa die fünffache Kraft des Niagarafalles. Das Krafthaus wird wahrscheinlich an der Biegung im zweiten Zickzack der Kaskade zu liegen kommen und durch Stahlrohre vom Fall mit Wasser versehen werIn welcher Spannung der elektrische Strom erzeugt werden wird, ist noch nicht bestimmt, jedoch besteht die Ansicht, daß einer Verteilung des Stromes im Umkreis von 500 Kilometer tein Hindernis im Wege stehen würde. Eine 150 Meter lange Brücke wird unterhalb der Fälle über den Fluß geschlagen, die fich 120 Meter über den Wasser befinden wird. Sicher wird an der Stelle eine bedeutende Stadt erstehen. E.S. den. ✰✰✰ Humor- Mappe. ✰✰✰ Irrtum. Erster Bauer: Werden die Abge. ordneten im Reichstag als Maler beschäftigt?" 3weiter Bauer:" Bist wohl verrückt?" Erster Bauer: Na ich meine nur, weil doch in der Beitung steht, fte hätten in der legten Sigung einen Kasernenbau gestrichen." Vermutung. FRAT Student( por feiner Wohnung einen Papierkragen findend): Ich glaube gar, meine Wirtin hat mich auf die Straße gefeßt!" Der Geldproh. A.:„ Also der großspurige Sohn des reichen Schulze ist als Freiweilliger bei der Artillerie eingetreten?" B.: Ja, nun lümmelt er sich vermutlich fortwährend auf dem Propkasten herum." Vor Gericht. Präsident: Was sind Sie denn eigentlich?" Angeklagter:" Ich bin Geschäftsmann." Präsident: Aber Sie wurden doch beim Betteln abgefaßt?"- Angeklagter: ,, Das ist ja mein Geschäft!" " Hauptmann: Aus der guten, alten Seit. Wie kommt es denn Feldwebel, daß heute bloß drei Mann ausgerückt find?"- Feldwebel:„ Die andern haben die Gewehre zum Schüßenfest geborgt!" Unser Arzt sagt: Pectal- Hustentod! Pectal- Tabletten beseitigen heilbaren Husten, Heiserkeit, Verschleimung in wenig Stunden! In Tausenden Familien stets zur Hand. 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Wenn Sie fe mand verflagt, weil Sie ihm auf die Hühneraugen getreten, verteidigt er Sie, als wären Se ein Raubmörder." " Die Richter- Carrière. Was ist denn aus Ihrem Heinrich( eworden?"„ Er hat die Richter Carrière gemacht." ,, Da ist er wohl jezt Amtsrichter" Nein- Scharfrichter." " Marineblüte. Maat( zu ungeschickten Rekruten): Kerls. Ihr seid wirklich feinen Kreuzer wert!" Forcierte Tiebe. Ihr Bräutigam ist wohl recht pflegmatisch?"- Ach ja, wenn mir der' mal einen verliebten Blick zuwerfen soll, muß ich ihm immer erit auf die Hühneraugen treten." Renommage. Speisewirt: Ich sage Ihnen, wenn meine Gäste die Erzeugnisse meiner Küche nur sehen, läuft ihnen immer das Wasser lin Munde zusammen, daß man's rauschen bört." Wär' ihm lieber. Stud. Schneid: Hier bring' ich dir ein Passepartout zu Biermanns Garten. Konzerten!" Stud. Spund:„ Ein Faßpartout wär' mir lieber!" Aus der Schule. Lehrer:„ Nenne mir einen Saß mit ausmerzen"". Schüler: Wenn der April anfängt, hat's st ausgemärzt!" Boshaft. A.:„ Ich bin heute sehr erfältet." B.: Rein Wunder, Sie haben sich ja gestern in der Gesellschaft eine furchtbare Blöße gegeben!" Aufrichtig. Madame: Haben Sie der Frau Epißig gesagt, ich wäre ausgegangen?"- Dienstmädchen: Jawohl, Madame!" Madame: Und was sagte ste?"- Dienstmädchen: Gott sei Dant!" - Ein Schlaukopf. Praktikant: Da hat unser zerstreuter Buchhalter wieder einen Bock geschoffen und hat die Zwanzigpfennigmarfe auf den Brief nach Halle und die Behnpfennigmarke auf den Brief nach der Schweiz geklebt. Gut, daß ich's bemerkte- ich brauch' jetzt bloß die Adressen umzuschreiben!" Rennzeichen. Vater( zu seinem Sohn, der Student ist): Also dein Freund Müller verbraucht auch so viel Geld?... Hat denn der so wohlhabende Eltern?" Gewiß Papa, wenn der 500 Mart braucht, so schreibt er's bloß als Post¡ friptum!" Büstenhalter u. Gesundheits- Korsetts 0. 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Hellmut, den alle lieb haben müssen, tritt er über die Schwelle mehr als früher, aber immer der gewinnende, anziehende schärften und verfeinerten Zügen, die Augen nicht so glänzend eine fünstlich angenommene Haltung, die er auf den ersten heim, und immer findet er ein mühsam erzwungenes Lächeln, Müde und abgespannt von allem Rechnen und Zählen kommt er Mit von innerem Herzensweh etwas ge= Armer Hellmut! er soll blieben? Es ist ein solch' drückende Hize draußen, jede BeMein liebes Herz, warum bist du nicht still liegen gerahmten Spiegel, ordnet ihren Anzug, ihr Haar, new seiner Müze hervor. jungen Menschen mitleidig. ten seine Augen und blondes Lockengeringel drängte sich unter But in stat ves wconoes, hell glanzWas wollen Sie?" fragte sie den gut in Schluchzen sprecht nur." aus ich bin uns doch niemand?" haben gewiß ein menschliches Herz mir. Ich weiß, sehen kann ich ihn nicht ein Gebetbüchlein"- dabei brach die Stimme des Burschen gute Frau, hier in dem Päckelchen habe ich ein Amulet und ,, Ach, gute Frau, ich hab' eine so große Bitt'. Sie ,, möchtet Ihr's nicht dem Armen geben? ,, Ach, wenn Sie ein Herz in der Brust haben, der Hoßbach ist ein naher Verwandter von ,, Nein, nein, ich bin ganz allein, aber Sie sehen ja so es hört Es wird ihm ein Trost sein in seinem Unglück, gewiß, und etwas zu ציור~ anal Erzielu noch d jugendl zu erzie flügeln. Fachkrei Som ſchlüſſe feligen an ein erfolgte, flüstert: jagen?" Beidimen Meffer au Behrer rie daß der überfomm Und haf nicht. D Gefamifte Lehrer ha bift wohl Darf id dee, die Schande ber erbstück Imulet ihn auf dem ein glücklichen und breit! Legte einen Euch Gott It nöglich zu Gefäng„ Fidelio". pie in der Ketten sie die auf cher Fall. in Amulet damit es unendlich nehr vill's ihm fraft war aẞ wegen ནུབ་ zum der un der hen gleich fie etwas inbrechers un galt's. ie Gestalt Gott und Hand lur einen ertennen en. Der rn durfte. n Liebesbritt wagt ʼn schaurig ein in Gebetn catet Bäckelchen ſſen, vermich Marie?" wenn er wie oft cechen in bach, der Unere „ Nein" eine erste penn ich ann das r heftig lles ge= wäre sie innerlich chte mich 13 allein Frau Die Darauf neute Sie gemordet!" fomni' zu Zelle eine Feile aufeinander, Anton", gebrochen!" Ein laute Verwalterin Schrei wirft sie sich über ihn: tür hinter der wüsten Gestalt zu den Anton untersucht und die Achseln gezuckt haben, wie in der immer wieder hat Fragen beantworten müssen, wie die Aerzte geschehen, nachdem sie ihn in seinem Blut gefunden. Wie Gatten. Nur undeutlich kann sie sich erinnern, was weiter die Treppe herab in langen Sätzen Magd gekommen, die Gerichtsherren, die Aerzte, wie sie geschlossenen Augen gleicht er einem Toten. Mit wildem In später Nacht sitzt Franzi am Bett des bewußtloſen steigt sie die Treppe hinan, der Fall, der dumpfe Fall entflohen! Franzi zittert und bebt, die Zähye Sokbach liegt ihr Mann, ihr braver guter Anton, in feinem zu dir, hab' Erbarmen, Gott im Himmel, ich hab' ihn aus tiefer Stirnwunde fließt es, und regungslos, mit ist Wahrheit. Halb im Flur, halb in der Zelle des dann ruft er höhnisch:„ Schön Dank für das Amulet, brecher, in seiner Hand blizzt ein offenes Messer, stoßbereit Schein der Flurlampe. Einen Augenblick stuzzt der Verbach! Franzi steht wie angewurzelt, hell beleuchtet vom bor Angst tritt Franzi in die Küchentür- da stürmt jemand lautes robes Gelächter, dann fällt die Hausruft sie und mit zitternden Knieen es hat Wunder getan, hat die Ketten ,, Anton, wach' auf, Anton, um Gott der„ edle" Räuber ist schlagen der Hoßihre ihr or Gott, um den Verstand wußtsein vor ihr liegt. bach verüben in der Freiheit, Nur das nicht, nur das nicht! nicht vor einem Mord zurückschreckt. Doch Gott ist ihr gnädig. allein! Und er hat gezeigt, der Räuber, daß er im Notfall junge Frau. Zu der marternden Todesangst um den Geliebten gesellt sich die quälende Sorge: Was wird der Hoßfie muß den Gatten pflegen, den Gatten, den sie nie geliebt zu haben meint, als nun, da er blaß und ohne Bewenn er noch mehr Blut vergießt, so ist sie schuld, sie ſich werfen! Aber sie darf nicht, sie muß gut zu machen suchen, von den Augen gefallen, schon bei den Worten, Anton stirbt, dann ist sie die Mörderin des Gatten! O, es ist sie, sie allein ist schuld an dem Schrecklichen, und wenn der Räuber ihr zugerufen. Die Feile, das war das Amulet er nicht gebraucht. Die Feile! Ha, wie Schuppen iſt ihr's Furchtbare Berbrecher en gefunden worden ist. Mit der Kette hat der tand zu verlieren, o, könnte sie das Leben von Anton zu Boden geschlagen, das Messer hat zu der sie ihm verholfen? Lage verbringt die inniger die der Ban er rung an in Gedanken daran förpert erschienen. Da fängnisvertoalter zu sein, Person ihr alle die idealen Räubergestalten der Neuzeit vernene die quälenden Eindrücke zu versüßen durch die Erinnemun, das war dem Armen wohl zu gönnen. Franzi seufzte das Familienerbstück, das Amulet, ihm eine Wohltat war, doch auch ein Brieflein zu der Gabe geschrieben, und wenn das Gute, was sie dem Hoßbach getan, in deſſen Gefühl war befriedigt von ihrem Tun, hatte sie doch sicher dem Hoßzbach reichen Trost gebracht, gewiß hatte ihm sein Weib holen, und Anton machte eben die Runde. Franzi daran, was für ein schreckliches Amt es sei, Gewelch' ein entseglicher Schrei! Von und versuchte sich immer aufs on winge wat uusgegangen, zitternd Franzi oben kam er, und gleich darauf ein dumpfer Fall war immer noch in gedrückter Stimmung. Ihr mitleidiges Mutter hat also doch Segen gevracht. Das angehauchten Wesen eine frische, willenskräftige Frau und ein Mädchen, sie umspielen, da ist aus dem zarten, poetisch Als nach ein paar Jahren zwei kleine Moor's, ein Bub zeihung an. Er von der tiefen Neue ſeiner Franzi. der weichen Stimmung des Genesenden heraus und ergriffen des Gatten und beichtet ihm alles und fleht ihn um VerDanferfüllten Herzens kriet die junge Frau am Lager gewährt dieselbe aus vollem Herzen, aus ist. Eine Sorge sein Leben mehr vorhanden. iſt gehoben, ligen Heilung brauchen wird, so ist doch keine Gefahr für rettet. Wenn auch die Kopfwunde noch einige Zeit zur völweitern drei Tagen erklären die Aerzte den Anton für gefernten Teil des Ländchens aufs neue festgenommen worden grimmige Kälte in ein Wirtshaus getrieben, in einem entNach drei Tagen kommt die Nachricht, daß der Hoßbach, den hat kein Blut vergossen. Nach hat sich geschärft Schwärmerei ins wirkliche Leben zurückzuführen. über Antons Stirn zieht, um sie aus dem Land weichherziger alten Fehler, dann genügt ein Blick auf die Narbe, die sich darin bei. Und wenn sie einmal zurückfallen will in ihren Gatten, der treu seine Pflicht tut, und sie steht ihm unentwegt brechertum mehr Raum im Herzen der Franzi, ihr Blick Von der Zeit an hat kein törichtes Mitleid mit dem Verund sie ist fürder stolz auf ihren braven Franzi büßen hatte. der Feile gekommen ist. erfahren, als hat niemals gestanden, auf welche Art er damals in den Besitz ,, ritterliches" Räuberblut in seinen Adern haben, denn er Anhang gehörte. Der Hoßbach muß jedoch in der Tat etwas mit dem hübschen jungen Burschen, der jedenfalls zu ihrem verschiedner Diebereien eine Strafe in der Fronfeste zu verdie schwarz' Hoßbachn", wie diese im Volksmund hieß, wegen ungefähr Daß der Fidelio" nicht des Räubers Weib gewesen, hat Nicht die mindeste Aehnlichkeit hatte das Weib ein Jahr nach seiner Flucht ( ber hinausge en wollen, und eworfen werden nn Herr Fischer ren im Wald 8"-Loiter: noch viel weiter enn hin?" Daß er mit mir te." Mac an Athomnoth Asthma, Bronchialkatharr, Lungenleiden, Lungenbluten leibende wollen die unten angegebenen Symptome prüfen, ob dieselben mit ihrem Leiden übereinstimmen und sich vertrauensvoll an mich wenden. Behandlung ohne Berufsstörung auch brieflich. Auch bei hohem Alter des Patienten günstiger Erfolg. Musführliche Leidensbeschreibung, nebst Angabe des Alters und Art der Beschäftigung bitte einzusenden an Spanisch. Gesellsch. Kretschmer's Kur- Institut Ehrenmitglied d. Kgl. Sparis convention), Annaburg( Bez. Halle), Mühlenstr. 2b. Kreuz" Genfer Laboratorium für chem.- microscop. Urin- Untersuchung. - - Stechen auf Bruft und Rücken. Drud in den Symptome Susten, vielfach zum Erbrechen reizend. Auswurf zähen Schleimes. hulterblättern. Nachtschweike. In der Regel talte Hände und Füße. Athemnoth. Das Athmen ist später von hörbarem, pfeifenden Blutspucken. Oft heftiger, unregelmäßiger Herzschlag. verbunden mit starkem Angstgefühl. Schwacher n schon so langeb schnurrenden Geräusch begleitet. Sie denn nicht u18schlag. bimmer Beit, bren lassen." - Verschleimung der Lunge. Vergrößerung der Leber oder Milz.. der Wahrheit gemäß bestätigen, daß mich Herr Kretschmer von meinem schweren Betben vollständig befreit bat. Aden ähnlich Leldenden kann ich diese gewissenhafte Behandlung auf das wärmste empfehlen. Max Guftab Salatin..... Vorstehende Unterschrift beglaubigt: Rößschenbroda, am 12. Mat 1897. ( 8 S.) Mangelhafter Schlaf. Schlechte Verdauung. Ursachen: Erkrankung der Brustorgane. Herr Max Guftab Saladin F..... in R. schreibt: Rechtsanwalt on viele Jahre litt ich an den schredlichsten asthmatischen Anfällen swar so schlimm. daß ich als unheilbar" einem Stechenhause zuErnst Kretschmer zu lesen und wandte mich nun vertrauensvoll tenstechen, Appetitlosigtett, schlechtem Stuhlgang alte Füße, wenig Schlaf 2c. Mit größtem Dante tann ich nun e Hühneraugen Wenn Sie je brt wurde. Durch Zufall bekam ich eine Annonce des Emp. ären Se ein denselben. Ich litt an großer Athemnoth, Brustschmerzen, ist denn aus hat die Richter ohl jegt Amts ften Refruten): euzer wert!" tigam ist wohl nn mir der' mal eten." , muß ich ihm Ich fage Ihnen, e meiner Küche Das Waffer lin chen hört." d:„ Hier bring' manns Garten Sin Faßpartout enne mir einen er: Wenn der st!" e fehr erfältet. ich ja geitern in Be gegeben!" Eleg. Daunenbett, gez. Lehmann, Gemeindesefretär. Herr E. m....., t. u. 1. Major und Commandant in B. schreibt: Aus innerster Seele spreche ich Ew. Hochwoh geboren für die richtige und zlelbewußte Behandlung meinen Dant, mit der Bitte, mir far unvorhergesehene Fälle auch für die fünftige Lebensweise einige Direktiven zu geben. Herr J. 11... Hausschlächter in C. schreibt: Mit meinem Asthma ist es Gott set Dant vorbel und sage Ihnen für Ihre Hilfe tausend mal Dant Jeder Anfrage werden Dank- und Anerkennungsschreiben beigefügt.( Bitte aufbewahren.) Feinster präparierter rot ober rot- roja geſtr. Ich verkaufe Ich verkaufe Tafelhonig prachto. feberdicht Inlett, setbenart. Glanz.Oberb. u. 2 Riffen mit Daunen gefüllt. Unterbett. mit Halbbaunenfüll., ganzes Bett nur 40 Mark per Nachn. Rein Risito. Umt. gestattet. Hellberg's BettenVersandhaus Schöningen I. Br. Payal Motorzweiräder von 300 Mark. an. tore zum Selbst- Einbau in jedes Fahrrad ohne Veränderung. hrräder 1 Jahr Gar.. M. 79, 99, Freil auf- Rücktrittbremse cken lag, Innenlötg., Doppelglocken!. 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Ich ging aus der Bank und sah, daß der Lehrer, der nach Hause gehen wollte, an mir vorüberkommen mußte. Da bin ich heruntergesprungen." ,, Und hast ihn mit dem Messer gestochen?"" Das weiß ich nicht. Dann ist mir meine Mutter eingefallen und meine Geschwister, und da habe ich zu schreien angefangen. Der Lehrer hat sich nach mir umgedreht und gesagt: Junge, du bist wohl verrückt geworden?" Ich habe ihn darauf gefragt: Darf ich mich wieder Zweiter seßen?" Man sieht die fire Idee, die sich nur um den einen Punkt, die vermeintliche Schande des Heruntergeseztwerdens dreht. Der Krieg in Oftalien. Die Russen, die in diesen Tagen ihr Hauptaugenmerk darauf richten, den Hafen von Port Arthur gegen erneute Angriffe von feiten der Japaner möglichst zu sichern, CIMBRIA Nähmaschinen enorm billig! Bitte lassen Sie sich eine Preisliste kostenlos und franco senden. Sie werden staunen über die billigen Preise dieser vorzüglichen Nähmaschinen. Neueste Verbesserung: Vor- u. Rückwärtsnähen. 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In russischen Marinekreisen hegt man die größte Besorgnis, daß das Hilfsgeschwader, bestehend aus dem Panzerschiffe Deliaba" und den Kreuzern ,, Dmitri Donskoi" und" Aurora", begleitet von zehn Torpedobooten und einem Kohlentransporte, dem Dampfer„ Saratom", das sich jetzt noch im Indischen Ozean befindet, abgefangen wird. Die Gefahr für diese Schiffe beginnt nämlich schon auf dem Breitengrade von Formosa, den Pescadoren und den Liu- kiu- Inseln, in deren Buchten wohl zahlreiche japaniſche Torpedokreuzer ihre Beute erwarten werden. Neue russische Verstärkungen zur See, die sich vom heimischen Ostseehafen Kronstadt aus nach Ostasien begeben sollen, werden selbstverständlich auch mit großen Schwierigkeiten betreffs der Kohlenversorgung zu kämpfen haben, da sie ihre Kohlenvorräte in neutralen Häfen nur soweit ergänzen dürfen, daß sie imstande sind, den nächsten russischen Hafen zu erreichen. Deshalb sind die Japaner stets in der Lage, ihre Bewegungen zu kontrollieren und ihnen einen Hinterhalt zu legen. Die Aufsicht, die die Das Engländer am Suezkanal üben, ist äußerst streng. österreichische Kohlenschiff" Java", das für einen Kohlentransport nach Port Arthur gemietet war, ist auf Anweisung des Auswärtigen Amtes in Kairo für ein Schiff der kriegführenden Mächte erklärt worden und sollte sofort den Hafen Port Said verlassen. Das Schiff löschte daher die Kohlen. Ebenio bat die äavbtische Regierung das Ersuchen Rußlands 13. Jahrgang. Die einspaltige Petitzeile für ganz Ob ar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 die Petitzeile 30 resp. 40 Vfg. eitungsliste No. 3269. bition: Gießen, Seltersweg 88 prechauschluß Nr. 362. hten Beifung) en und Umgebung von Oberhessen. hen Torpedodootszerstorer, der am 1 Port Said eintraf, dort in Dod einmal die Vergünstigung der schnellen n Kaiser Wilhelms- Kanal wird die tießen. Unsere Regierung hat sich der schließen können, daß wir als neutrale sen Weg jetzt nicht gestatten dürfen. nal gilt als deutsche Binnenwasserhiffen kriegführender Staaten ebensodarf, wie Landtruppen durch einen ren dürfen. Die russische Verstärkung, : Meldungen aus den drei PanzerIlexander III." und" Suwaroff", sowie dem Transportdampfer ,, Kamschatka" Sizeadmirals Wesselago besteht, mußte Den zeitraubenden Umweg durch das über die Mandschureifrage. Stellung der chinesischen Diplomatie, schildert haben, kann nicht besser geals durch einen Brief, den der schlaue .3t. nach Unterzeichnung des Pefinger chrieben hat. Wenn wir die Manden überlassen, so kalkulierte der„, chinetes garnichts, weil dann die Japaner gnen werden, und wenn sich dann die und Rußland, an der Grenze zwischen churei berühren werden, und jeder der r Zeit versuchen wird, die Grenze auf weiter hinauszuschieben, dann werden entstehen; scheint es dann im Falle erde Japan den kürzeren ziehen, dann 1 mit allen Kräften, Japan vernichten. den uns dann die Russen sicherlich die en und Korea für sich behalten. Sieht werde Rußland im Kriege mit Japan Men wir einfach die russischen Truppen heraustreiben, indem wir vorgeben, nd werden auf diese Weise ohne große i zurüderhalten. Jetzt die Mandschurei 1, hält sehr schwer. England legt großes dschurei, aber daran brauchen wir uns England mit Gewalt nichts ausrichten st neutral, Frankreich sieht aus weiter cifa schweigt still." Lihungtschang hat ste die heutige Situation ziemlich klar tfcher Reichstag. CB Berlin, 13. Februar. segung über freie Aerztewahl, Kassendie sich endlos weiterspinnt, würde der Sigung durch Wahlprüfungen unterhaltsam war das Zwischenspiel 3 Dr. Braun( Soz.), Wahlkreis Frankjte die Kommission für ungiltig zu erMaterial nachträglich beinebracht worden Groeber( 3tr.) Zurückweisung der Wahlprüfungskommission. Darüber Stunde geredet, worauf der AnSodann kam das rag oroeper angenommen wurde. schon zu Tode gehetzte Kapitel„ Reichsgesundheitsamt" wieder an die Reihe. Die Debatte ist weder interessanter noch belangreicher als gestern. Höchstens wäre die Auseinandersetzung zwischen dem Sozialisten Stadthagen und dem Freisinnigen Mugdan zu erwähnen. Ersterer behauptet, die Zahl der Toten und Verwundeten in der Industrie sei im letzten Jahre mit 120 000 größer, als die der Gesamtzahl der Toten und Verwundeten im deutsch- franzöfischen Kriege auf deutscher Seite. Abg. Mugdan weist die maßlosen Uebertreibungen des Vorredners zurück. Die Sozialdemokraten überschütteten die bürgerlichen Parteien mit den heftigsten Vorwürfen und seien doch selbst die größten Feinde aller Sozialpolitik. Das war der„ Clou" der heutigen vierstündigen Sizung! Die Politik. Wenn nicht alle Zeichen trügen, ist der ZehnstundenArbeitstag im Anzuge; vorläufig allerdings bloß für erwachsene Arbeiterinnen. Der Bunderat hat bereits den Einzelstaaten anheimgegeben über diese Frage Erhebungen anzustellen. Als Grundzüge sind hierbei angenommen worden die Herabsetzung der zulässigen täglichen Arbeitszeit von 11 auf 10 Stunden und am Vorabend der Sonnund Festtage auf 9 Stunden. Bei Bewilligung von Ueberarbeit soll die tägliche Arbeitszeit an Wochentagen 12 Stunden und am Vorabend von Sonn- und Feiertagen bei Arbeitsschluß spätestens 7½ Uhr 9 Stunden nicht überschreiten. Die Beschäftigung von Wöchnerinnen soll vor Ablauf von sechs Wochen nach ihrer Niederkunft überhaupt nicht und während der folgenden zwei Wochen nur dann gestattet wer Es frag und die Kindern pädagog die sozi fein G Erzielu noch d jugendl zu erzie flügeln. Fachkrei Haarfärbewasser, Repetier- Wecker, unschädlich, waschecht M. 4- franko. Haarfarbe, blond und braun sofort färbend, unschädlich M. 2.- franko. P. Heinrich, Berlin 0., Weldenweg 62. Bedeutende Preisermässigung. Gerstaeckers Reiseromane, start, hoch fenfationelle Neuhelt, pas tentiert, wedt innerhalb 7 Win. 9 mal, so daß ein Einschlafen unmöglich gemacht wird. Preis nur 4 Mt. 50 und 3jährige Garanttel Rein Risto, ba Umtausch gestattet. 24 Bände, feb. anb 500-600 Setten Jalustriert. Pretsbuch über Uhren, Ketten, Ringe, elegant geb., statt 86 Mk.nur 42 M. ( Tellzahlung v. 3 Mt monatl, gestatt. Auch fret. Gebr. Loesch, Leipzig 5. Musttwerte u. bochfeine Schmudsachen portoeinzeln, à Band statt 3.60 Mt. nur 2 Mk. Inhalt: 1. 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Ginem Maßregel einem Gr tiefer, je Schüler di immer d Lehrer h delt, wei Anordnu anstatt Seelenle macht ha in ihm er zu erfenn einer bösa zogenen A menn er P fühlte. der Schul hat auch worden den soll. schaft, handeln, eine 3m der Unte noch berr nicht auß die Schul turell die anlaßt ha Das 2 der Knabe Gespött menten i präsentie und die werden mehr als früher, Da ist er! und nimmt Hilda in seine Arme. Blick durchschaut. Aber wie soll sie anders sein? Hellmut, den alle lieb haben müssen, tritt er über die Schwelle schärften und verfeinerten Zügen, die Augen nicht so glänzend eine fünstlich angenommene Haltung, die er auf den ersten heim, und immer findet er ein mühsam erzwungenes Lächeln, Müde und abgespannt von allem Rechnen und Zählen kommt er sie nicht so leidend und verstört finden! Armer Hellmut! aber immer der gewinnende, anziehende Mit von innerem Herzensweh etwas geer soll blieben? Es ist ein solch' drückende Hize draußen, jede BeMein liebes Herz, warum bist du nicht still liegen gerahmten Spiegel, ordnet ihren Anzug, ihr Haar, outl in Schluchzen sprecht nur.' ein Gebetbüchlein" uns doch niemand?" ich bin seiner Müze hervor. jungen Menschen mitleidig. haben gewiß ein menschliches Herz mir. Ich weiß, sehen kann ich ihn nicht gute Frau, hier in dem Päckelchen habe ich ein Amulet und ,, Ach, gute Frau, ich hab' eine so große Bitt'. ten seine Augen und blondes Lockengeringel drängte sich unter But we una ves wconoes, yell glanz,, Ach, wenn Sie ein Herz in der Brust haben, ,, möchtet Ihr's nicht dem Armen geben? der Hoßbach ist ein naher Verwandter von dabei brach die Stimme des Burschen ,, Nein, nein, ich bin ganz allein, Was wollen Sie?" fragte sie den aber Sie sehen ja so es hört gut Sie aus Es wird ihm ein Trost sein in seinem Unglück, gewiß, und etwas ber und breit! erbstück egte einen Euch Gott Imulet ihn ,, auf dem ein cher Fall. ndruck auf nöglich zu wie die Gefäng n Ketten „ Fidelio". pie in der Petten glücklichen In unendlich damit es Amulet Daß wegen nehr zum vill's ihm fraft war un= der der Hand Gott und ie Gestalt un inbrechers inbrochore fie etwas galt's. hen gleich en durfte. en LiebesDer en. britt wagt lur einen erkennen บ schaurig n ein in Gebetcatet mich ssen, verBäckelchen ssen, von fühlte sie. : ihr nun end. Ez .ann das r heftig illes ge= wäre fie innerlich hz allein chte mich penn ich wie oft wenn er Marie?" cechen in bach, der eine erste Unere ,, Nein' Franzi Gedanken do förpert erschienen. Da Person ihr alle die idealen Räubergestalten der Neuzeit verrung an das Gute, was sie dem Hoßbach getan, in dessen neue die quälenden Eindrücke zu versüßen durch die Erinnefängnisvertoalter zu sein, und versuchte sich immer aufs mun, das war dem Armen wohl zu gönnen. Franzi seufzté das Familienerbstück, das Amulet, ihm eine Wohltat war, doch auch ein Brieflein zu der Gabe geschrieben, und wenn Hoßbach reichen Trost gebracht, gewiß hatte ihm sein Weib Gefühl war befriedigt von ihrem Tun, hatte sie doch sicher dem war immer noch in gedrückter Stimmung. Ihr mitleidiges zu holen, und Anton machte eben die Runde. Franzi daran, was für ein schreckliches Amt es sei, welch' ein entsetzlicher Schrei! Von me, one wenge wa uusgegangen, zitternd Gein oben fam er, und gleich darauf ein dumpfer Fall feligen T an ein u erfolgte, flüftert: fagen?" Beidhmen Meffer au Lehrer rie daß der L überkomm Som schlüsse es Und haft nicht. Do Geschwiste Lehrer ha bift wohl Darf ich dee, die pande Die darauf neute n Schrei gemordet!" Magd entflohen! Belle eine Feile Frau Verwalterin aufeinander, Anton", foirft ſie ſich über ihn: tür hinter der wüsten Geſtalt zu die Treppe herab in langen Säßen geschehen, nachdem sie ihn in seinem Blut gefunden. den Anton untersucht und die Achseln gezuckt haben, wie in der Ahnung ist Wahrheit. Halb im Flur, halb in der immer wieder hat Fragen beantworten müssen, wie die Aerzte Gaffen. Atur undeutlich fann sie sich erinnern, was weiter steigt sie die Treppe hinan, der Fall, der dumpfe Fall geschlossenen Augen gleicht er einem Toten. Mit wildem Blute; aus tiefer Stirnwunde fließt es, und regungslos, mit gekommen, die Gerichtsherren, die Aerzte, wie sie später Nacht sitzt Franzi am Bett des bewußtlosen Hoßbach liegt ihr Mann, ihr braver guter Anton, in seinem zu dir, hab' Erbarmen, Gott im Himmel, ich hab' ihn gebrochen!" Ein lautes rohes Gelächter, dann fällt die Hausbrecher, in seiner Hand blitt ein offenes Messer, stoßzbereit dann ruft er höhnisch:" Schön' Dank für das Amulet, Schein der Flurlampe. Einen Augenblick stuzzt der Verbach! Franzi steht wie angewurzelt, hell beleuchtet vom Franzi zittert und bebt, die Zähne schlagen ihr dor Angst tritt Franzi in die Küchentür- da stürmt jemand ruft sie und mit zitternden Knieen hat Wunder getan, hat die Ketten ,, Anton, wach' auf, Anton, um Gott der„ edle" Räuber ist Belle Wie der Hoßthre des ihre die Rerbrecher den Anton worden ist. Mit der Kette hat der zu D. es ist fie muß sein Leben mehr Dankerfüllten bach verüben ist. Eine Sorge iſt Gott, wenn geliebt zu haben fernten Teil des Ländchens wußtsein vor ihr liegt. enn er noch mehr Herzens meint, als gehoben, Nur das nicht, nur das nicht! nicht vor einem Mord zurückschreckt. in der Freiheit, sich werfen! Aber sie darf nicht, sie muß gut ligen Heilung brauchen wird, so ist doch keine Gefahr für rettet. Wenn auch die Kopfwunde noch einige Zeit zur völweitern drei Tagen erklären die Aerzte den Anton für geer nicht gebraucht. Die Feile! Ha, wie grimmige Kälte in ein Wirtshaus getrieben, in einem entNach drei Tagen kommt die Nachricht, daß der Hoßbach, den Blut Anton stirbt, dann ist sie die Mörderin des Gatten! allein! Und er hat gezeigt, der Räuber, daß er im Notfall liebten geſellt ſich die quälende Sorge: Was wird der Hoßjunge Frau. Zu der marternden Todesangst um den Gehens aufs neue feſtgenommen worden um den Verstand zu verlieren, o, könnte sie das Leben von muß den Gatten pflegen, den Gatten, den sie nie inniger sie, sie allein ist schuld an dem Schrecklichen, und wenn der Räuber ihr zugerufen. Die Feile, das war das Amulet von den Augen gefallen, schon bei den Worten, die der er hat kein Blut vergossen. Nach als nun, da er blaß und ohne BeFurchtbare Tage verbringt die bergießt, Boden geschlagen, das Messer hat zu der sie ihm verholfen? so Doch Gott ist ihr gnädig. Schuppen ist sie schuld, sie machen suchen, ist ihr's des Gatten und vorhand brechertum mehr Raum Stimmung Neue des im seiner Franzi. Von der Zeit an hat kein törichtes Mitleid mit dem Verzeihung an. Er gewährt dieselbe aus vollem Herzen, aus tten und beichtet ihm alles und fleht ihn um VerGenesenden heraus und ergriffen fniet die junge Frau am Lager der weichen von der tiefen sie ist fürder stolz auf ihren braven Herzen der Franzi, ihr Blick hat sich geschärft und sie wenn Gatten, der tren seine Pflicht tut, und sie steht ihm unentwegt einmal zurückfallen will in ihren alten darin bei. Und fie Mädchen, angehauchten Wesen eine frische, willenskräftige Frau und Als nach ein paar Jahren zwei kleine Moor's, ein Bub sie umspielen, da ist aus dem zarten, poetisch Schwärmerei ins wirkliche Leben zurückzuführen. über Antons Stirn zieht, um sie aus dem Land weichherziger Fehler, dann genügt ein Blick auf die Narbe, die sich ein Mutter mulet" hat also doch Segen gebracht. Das verschiedner Dak der Feile gekommen ist. hat niemals gestanden, auf welche Art er damals in den Besitz „ ritterliches" Räuberblut in seinen Adern haben, denn er Anhang gehörte. Der Hoßbach muß jedoch in der Tat etwas mit dem hübschen jungen Burschen, der jedenfalls zu ihrem büßen hatte. Nicht die mindeste Aehnlichkeit hatte das Weib die schwarz' Hoßbachn", wie diese im Volksmund hieß, wegen erfahren, als ungefähr ein Jahr nach seiner Flucht Diebereien eine Strafe in der Fronfeste zu verFranzi der Fidelio" nicht des Räubers Weib gewesen, hat