Rt. 135. Erstes Blatt. bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., Haus gebracht 60 Pfg., durch die Best bezogen viertelfähr Hah Mt. 1.50. Bentisbeilagen: Oberheffifche Familienzeitung( täglich) und die Gießener Getfenblasen( wöchentlich). Bas Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 11. Juni 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Betttzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pfa fenit 15 Bfs. Reklamen bie Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Bostzeitungsliste No. 3269. Rebattion und Expedition: Gteßen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluß Nr. 362. Nenelle Nachrichten ( Stekener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Beklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen Der Krieg in Oftalien. Bisher will noch immer keine Aufklärung über die Vorgänge bei Port Arthur kommen. Im Gegenteil, die wilden Gerüchte werden nur noch durch neue verbesserte Auflagen bermehrt. Admiral Skrydlow in Port Arthur? Eine dieser Tartarennachrichten will wissen, daß Admiral Strydlow sich nach Port Arthur hineingeschlichen habe. Aus Petersburg wird berichtet: Admiral Skrydlow ist in Port Arthur eingetroffen, hat die Verteidigung des Plates übernommen und rechnet auf wirksame Unterstützung des angeblich schon über 30 000 Mann verfügenden, die Belagerer bedrohenden Generals Stafelberg, sowie eventuell auf ein Zusammenwirken der Generäle Mischtschenko und Rennenkampf, um die Berbindung zwischen der ersten und dritten japanischen Armee zu stören. Kuropatkin seinerseits ist darauf vorbereitet, daß gleichzeitig mit dem Hauptangriff auf PortArthur auch ein japanischer Vorstoß gegen Liautschang erfolgen werde. Von einigermaßen zuverlässigen Nachrichten liegt nur eine über den Vormarsch der Armee Kurokis vor. Die russischen Vorposten sind im Gebiet von Mamadzy ( Mamagai?) und Tienschan auf beträchtliche japanische Streitkräfte gestoßen. Jeden Tag finden Scharmüßel zwischen den beiderseitigen Vorposten statt. Die russischen Truppen gehen langsam vor den überlegenen feindlichen Streitfräften zurück. Die Dolitik. * Die Großzeinkaufsgesellschaft deutscher Konsumvereine in Hamburg nimmt immer größeren Umfang an. Im legten ( 10.) Geschäftsjahr hatte sie eine Zunahme um 58 Gejellschaften zu verzeichnen; die Zahl der angeschlossenen Vereine erhöhte sich dadurch auf 305. In Geschäftsverbindung steht die Gesellschaft mit 1301 Vereinen. Der Umsatz stieg von 21 568 549 Mart auf 26 445 888 Mart; das ist eine Vermehrung gegen das Vorjahr um 4 877 340 Mark, gleich 21,61 Prozent. Das Königreich Sachsen ist an diesem Riefenuinsatz allein init 10 261 638 Mark beteiligt. Lager be finden sich in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Chemnitz, Mannheim. Im Hamburger Lagerhause ist im letzten Jahr ein Kaffeerösterei- Großbetrieb eröffnet worden, der 36 Bersonen beschäftigt. In Aken a. Elbe wird eine eigene Seifenfabrik eröffnet. Der Reingewinn betrug 115 815 Mark. Das Frauengenossenschaftsblatt", welches der Agitation für das Genossenschaftswesen unter den Frauen bient, erscheint in einer Auflage von nicht weniger als 136 000 Exemplaren! Unter diesen Umständen ist es begreiflich, wenn die Detailhändler aller Branchen über die Konkurrenz der billig einkaufenden Konsumvereine klagen. Spanien. A Wie vorauszusehen war, hat das Madrider Kabinet die bom Grafen Romanones leichtfertig in die Welt gesezte Behauptung von der zeitweiligen Zugehörigkeit Spaniens zum Dreibund umgehend dementiert. In der Madrider Kammer erklärte Ministerpräsident Maura die Behauptungen des Grafen Romanones über den Eintritt Spaniens in den Dreibund als eine frei und obenein schlecht erfundene Phantafie. In Deutschland hat wohl kein Mensch an die Möglichfeit der Wahrheit der Schilderungen Romanones' geglaubt. Balkan- Staaten. Es scheint erst der Empörung der öffentlichen Meinung Europas bedurft zu haben, um die serbische Regierung zu beranlassen, dem schamlosen Treiben der Königsmörder Halt zu gebieten. Die Verschwörer gedachten bekanntlich, am Jahrestage der Ermordung des Königspaares ein Freu= denkonzert in Belgrad zu veranstalten. Jetzt hat die serbische Regierung die Abhaltung des Konzerts im Belgrader Offizierkasino verboten. Einen besseren und würdigen Eindruck hätte es gemacht, wenn die serbische Regierung damit nicht so lange gezögert hätte. Afrika. Der Konflikt zwischen England und dem Kongostaat spitzt sich immer mehr zu. England hat, wie bereits berichtet, dem Kongostaat die Einsetzung einer internationalen Kommission zur Untersuchung der Zustände im Kongogebiet vorgeschlagen. Die Regierung des Kongostaates hat diesen Antrag jest als einen Eingriff in ihre staatliche Selbstständigkeit zurückgewiesen. Im britischen Unterhause kam die Sache gestern aufs Tapet. Verschiedene Redner unterzogen die im Kongostaat verübten Grausamkeiten und die Verletzung der Rechte der dort Handel treibenden britischen Staatsangehörigen einer scharfen Kritik und forderten die Einberufung einer internationalen Konferenz zur Regelung der Verhältnisse im Kongostaat. Recht interessant ist, was Herr Perch, der Unterstaatssekretär im Kolonialamt, in der Angelegenheit zu sagen hatte. Er erklärte, England habe stets das Recht der Intervention in Angelegenheiten des Kongostaates beansprucht. Was die Haltung anderer Mächte Fetrifft, so hätten die italienische, amerikanische und türkische Regierung( Heiterkeit) sämtlich versichert, daß sie Englands Vorstellungen ,, in ernste Erwägung ziehen"( Heiterkeit). Aber die englische Regierung fürchte, die übrigen Regierungen hegen die ganz unverständliche Ansicht, daß ihre materiellen Interessen in dem Kongobecken nicht genügen, um eine aktive Teilnahme zu rechtfertigen. Man sieht, die Engländer ärgern sich, weil die am Kongostaat nicht weiter interessierten Mächte nicht mit ihnen gemeinsame Sache machen wollen. Es hat eben niemand Luft, fitr englische Interessen sich ohne zwingende Veranlassung einzuseßen. Und das ist gut so. Amerika. Neues Blutvergießen wird aus dem Aufruhrbezirk in Colorado gemeldet: In der Nähe des Ortes Dunbille er stürmte die Staats miliz von Colorado den Lagerplatz der streikenden Unionberg leute, von denen fünf getötet und fünfzehn gefangen genommen wurden. Weitere Gefechte werden erwartet, obwohl der„ Record", das anerkannte Organ der aus- und aufständischen Western Federation of Miners", den Streifenden dringend empfiehlt, den nuglosen Widerstand aufzugeben. For md Gefellfchart. Das Kaiserpaar begab sich gefteen früh 6 Uhr bom Neuen Palais zu Pferde nach dem Borns Ster Felde, wo das erste und dritte Gardeulanenregiment in de aufgestellt waren. Der Katser besichtigte die beiden Regimenter. Hierauf fand ein Ererzieren im Feuer statt, wozu 6 Kompagnien bom ersten Garderegiment zu Fuß, das Gardeschüßenbataillon und zwei Batterien des zweiten Gardefeldartillerieregiments herangezogen waren. Sodann wurde die Kritik abgehalten, an die sich ein Parademarsch sämtlicher Truppenteile schloß. Dem militärischen Schauspiel wohnten die fremdherrlichen Offiziere bei. Nach Beendigung der Besichtigung setzte sich der Kaiser an die Spize des dritten Garde- Ulanenregiments und führte es nach der Kaserne. Dort ließ er das Regiment noch einmal bei sich vorbeidefilieren und nahm dann am Frühstück des Offizierkorps teil Heer und flotte. Fangneze für Unterseeboote werden z. Zt. in den englischen großen Manövern bei Portsmouth erprobt. Es sind das etwa 60 Meter lange und entsprechend breite feinmaschige Netze aus Stahldraht, welche unter Beihilfe von Schleppern so gelegt werden, daß sich nähernde Unterseeboote darin festgelegt werden. Auf das Ergebnis dieser Proben ist man natürlich in den britischen Marinekreisen höchst gespannt, da, wenn kein Mittel zur Abwehr dieser unheimlichen Boote gefunden würde, damit die Seeherrschaft Englands in gewissem Umfange in Frage gestellt würde. Deutfcher Reichstag. ( 95. Sigung.) CB Berlin, 10. Juni. Einen recht interessanten Verlauf nahm sowohl mit Bezug auf die Reden als hinsichtlich der Abstimmungen die heutige Sigung. Die zweite Beratung des Gesezes betreffend die Kaufmannsgerichte wurde fortgesetzt und hüben und drüben wurde mit denselben Argumenten gekämpft wie gestern. Die Konservativen, das Zentrum und die Nationalliberalen, die Kompromißanträge eingebracht haben, um den Wünschen der Regierung bezüglich des Frauenwahlrechts und der unteren Altersgrenze für die Wahlbefähigung entgegenzukommen, bekundeten theoretisch Wohlwollen für den Standpunkt, den die Linke mit den Antisemiten auch in der Praris vertrat. Mit einer sehr wißigen, wiederholt schallende Heiterkeit erweckenden Rede wurde die Diskussion don dem freisinnigen Abgeordneten Träger eröffnet, dem dann der Zentrumsabgeordnete Trimborn, der bekanntlich den Geist dazu hat, in derselben Art und mit der gleichen WirFung antwortete. Seine temperamentvollen Ausführungen interessierten die auf der Tribüne anwesenden zahlreichen Mitglieder des zurzeit in Berlin tagenden Frauenweltbundes offenbar nicht minder, als die seines Widersachers im weißen Barte, obwohl er das von diesem eifrig verfochtene Wahlrecht ihres Geschlechtes preisgab, um nicht die ganze Vorlage preisgeben zu müssen. Denn daß die verbündeten Regierungen den Beschlüssen der Kommission in dieser Frage und der Altersfrage ihre Zustimmung versagen würden, erklärte der Staatssekretär des Innern Graf Posadowsky noch einmal mit aller erdenklichen Deutlichkeit. Die Entscheidung hing an des Messers Schneide, wie sich zeigte, nachdem noch die Abgg. Lipinski, Böckler, Dove, Müller- Meiningen, Singer und Mommsen unter steigender Unruhe des Hauses gesprochen hatten. Es mußte bei der Abstimmung die Gegenprobe gemacht werden, ehe sich das Bureau einigen konnte, ob die Mehrheit oder die Minderheit stehe. Das Ergebnis, für das die Antisemiten den Ausschlag gaben, war schließlich die Ablehnung aller Abänderungsanträge und die Annahme der von der Regierung für unannehmbar erklärten_Kommissionsbeſchlüſſe. Zu beachten ist dabei allerdings, daß das Resultat nur durch eine Zufallsmehrheit herbeigeführt wurde, da die Bänke der Kompromißparteien viel spärlicher besetzt waren, als die der anderen. Gelingt es, für die dritte Lesung ein beschlußfähiges Haus zusammen zu bringen, dann könnte die Vorlage doch noch eine für die Regierung annehmbare Gestalt erhalten. Im weiteren Verlauf der Sigung wird auch der Rest des Gesetzes im wesentlichen nach den Beschlüssen der Kommission angenommen. Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten. ( 79. Sthung.) RK Berlin, 10. Juni. Zwei Gesezentwürfe, die der Regierung sehr am Herzen Iagen, hat die preußische zweite Kammer gestern- abgelehnt. In dritter Lesung, also endgültig, sollte das Haus über den Gesetzentwurf betr. die Dienstaufsicht bei den größeren Amtsgerichten befinden. Mit den Aenderungen, die das Haus an der Vorlage in zweiter Lesung borgenommen, erklärte die Regierung, sich nicht befreunden zu können, sie machten das Gesetz unannehmbar. Aber das Haus gab nicht nach, und da an eine Einigung mit der Regierung nicht zu denken war, lehnte das Haus das Gesetz rundweg ab. Genau dieselbe Geschichte wiederholte sich bei dem Gesetz über die Regelung der Richtergehälter, das ebenfalls in die Binsen ging. Der Geseßentwurf wegen Verlegung der braunschweig- preußischen Grenze in der Provinz Hannover wurde der Agrar- Kommission überwiesen. Dann bertagte sich das Haus. Nah und Fern. * Die Ausstellung der deutschen Landwirtschaftsgesch schaft in Danzig wurde gestern vom Prinzen Friedric) Heinrich eingehend besichtigt. Sein besonderes Interesse ermedte die elektrische Schafschur. Mittags wurde unter Führung des Oberpräsidenten eine Weichselfahrt imternommen, woran der Prinz mit dem Direktorium der Deutschen Landwirt. schaftsgesellschaft und die Spißen der Behörden teilnahmen.' Die Ausstellung wurde am ersten Tage von 4120 Personen besucht. Attentat auf den russischen Gesandten in Bern. Schon wieder ist ein Attentat auf einen hohen russischen Würdenträger verübt worden, bei dem augenscheinlich politische Leidenschaft die Hand geführt hat. Der Pole Jlnicky, früher russischer Offizier, gab auf den russischen Gesandten in Bern v. Jadowsky einen Revolverschuß ab und verwundete ihn schwer. Der Täter wurde verhaftet. Hinrichtung. In Bochum wurde gestern der Arbeiter Ernst Schomburg durch den Scharfrichter Engelhardt aus Magdeburg enthauptet. Schomburg war am 21. Januar bom Bochumer Schwurgericht zum Tode verurteilt worden, weil er in der Nacht zum 29. November 1903 den Rechnungsführer Schellenberg ermordete und beraubte. Aufruhr im Zuchthause. Im Krankenſaal des Zuchthauses zu Münster i. W. fand ein Aufruhr statt, an dem auch die Insassen der Frrenstation teilnahmen. Die Aufseher mußten, um der Meuterer Herr zu werden, von der Waffe Gebrauch machen. Untat eines Rasenden. Eine furchtbare Tragödie ereignete sich in der Arbeiterkaserne zu Schackenthal bei Bernburg. Ein arbeitsscheuer ensch, dem Ausweisung drohte, tötete in einem Anfall von Raserei zwei kleine Kinder eines Aufsehers durch Beilhiebe und verwundete ein achtjähriges Mädchen eines anderen Aufsehers schwer. Nach der Tat erhängte er sich. Eine ungeheuere Fenersbrunst brach zu Antwerpen in den Holzlagern am Hafen aus. 40 000 Subikmeter Holz standen gleichzeitig in Flammen, über 20 Schuppen wurden cirgeäschert. Infanterie und Genietruppen wurden zur Löschg hinzugezogen. Mehrere Neugierige wurden bei dem Brande schwer verletzt. Das Feuer ist zwar eingedämmt, wird aber noch tagelang fortbrennen. Der Schaden übersteigt bereits 1½ Millionen Francs. Diebe als Mönche verkleidet. Eine böse Erfahrung mußte in Paris ein reicher Italiener namens Vitelli machen. Er besuchte die Basilika der„ Sacré Coeur" von Montmartre, als er von zwei Mönchen in italienischer Sprache angeredet wurde. Sie sagten, sie hätten ihn als Landsmann erkannt, und da sie in Paris nicht Bescheid wüßten, so bäten sie ihn, sie in ein für Geistliche passendes Gasthaus zu führen. Vitelli machte sich mit den Mönchen auf den Weg, und zum Dank für seine Dienste schenkte ihm der eine Pater ein Stapulier, das der Stifter feines Ordens geweiht haben sollte. Er bestand darauf, die kostbare Reliquie dem Führer selbst zwischen Hemd und Wefte auf die Brust hängen zu dürfen, und hierauf gingen sie weiter bis zur Rue Ramey. Dort rief der andere Mönch: Da sind wir ja in der Rue Ramey, und nun kenne ich mich aus. Vitelli verabschiedete sich, fand aber später, daß ihm ein Taschenbuch mit 1200 Franken und seine goldene Uhr fehlten. Es gelang der Polizei, die Diebe zu finden und festzustellen, daß es zwei englische Gauner waren, die sich als Mönche verkleidet hatten. + Ein merkwürdiger Schiffsunfall ereignete sich in Queenstown. Dort ging cin der Regierung gehörender Dampfer. der Tender Thistle", während der Fabrt durch Hauptpolizeiwache, die andere mit Stöberer direkt nach der langen Brüde. Salt, halt!" Es war Anton Köberlein, der sich nun seiner Feigheit her, ich will titief es jämmerlich hinter dieser letzteren der gefürchtete, wilde Robert. ließen Scheine wechseln und renommierten mit einer großen ale fie auf üblichem Wege je hätten erlangen fönnen; sie ritsche Kutscher, zeigten nun mit einemmale viel Geld, mehr Frau Köberlein, die geborene Riesopp, war nieDiese Leute, ebenso der Mounft. Seffiil gemeien fie freute fich anfang, daß diese Sich ins Herz des Volkes ein. Schlagen Wurzel, treiben Blüte, Doch die kleinen Sprüche schreiben Mag ihr Ruhm auch stolzer sein, Wenig große Lieder bleiben, Tegenheit geboten wurde. Hause, das zur Bildungsstätte Schwester zu vertreten; ein ernster Geist wohnte in dem Toni hatte früh lernen müssen, Mutterstelle an der jüngeren so mehr zu schätzen wußte, nachdem ihm selten hierzu Geum Die Gattin fehlte ihm zur Seite. bildeter Mann eine Aussprache mit Gesinnungsgenossen neuen Generatin den Hasen plötzlich unter. Das Schiff hatte auf der Werfk gelegen und war ausgebessert worden, aber man hatte veraessen, zwei große Löcher, die man geöffnet hatte, zu schließen. 500 Arbeiter wurden auf dem Dampfer über den Hafen gefahren, als man plötzlich bemerkte, daß das Schiff anfing, zu sinken. Der Kapitän steuerte schnell auf ein anderes Schiff los, das im Hafen lag, und so gelang es, die 500 Mann zu retten. Vom Dampfer selbst war schon in drei Minuten nicht 3 mehr zu sehen. Eine kolossale Sprengung mit Dynamit wurde behufs Regulierung der Donau in der Nähe von Wien vorgenommen. Unter Anwendung von nahezu 12 000 Kilogramm Dynamit wurde die 130 Meter hohe und 300 Meter lange Wand des Greifensteiner Steinbruchs in die Luft gesprengt. Es wurden in das harte Gestein vorerst drei Minen eingelegt, die 20, 25 und 27 Meter tief in den Fels hineinreichen und in Minenkammern enden, die 165 Zentimeter breit und 185 Zentimeter hoch sind. Am 1. Juni waren diese Arbeiten beendigt und am 5. Juni wurden die Kammern unter Gendarmerie- Assistenz und unter Anwendung aller nur erdenklichen Vorsichtsmaßregeln mit je 3900 Nilogramm Dynamit Nr. 2 geladen. Dieses Riesenquantum Dynamit wurde nun zur Explosion gebracht, und zwar auf elektrischem Wege mittels zweier getrennten Zündleitungen. Ungeheure Steinmassen brachen unter dumpfem Getöse in sich zusammen, wäbrend weitbin der Erdboden erzitterte. Statt der erwarteten 250 000 Rubikmeter Gestein förderte die glücklich durchgeführte Sprengung jedoch nur etwa die Hälfte. Geladene Gäste verfolgten von einem Schiffe mitten in der Donau das imposante Schauspiel. frivole Lebensauffaffung. CB In einer der unwirtlichsten Gegenden von Berlin, die schon in ihrer Szenerie zum Schauplatz von schauerlichen Vorkommnissen gestempelt ist, wurde vor einigen Tagen in einem Schiffahrtskanal der Rumpf einer weiblichen Person gelandet, und wenige Tage darauf fand man in der Sandmüste der Jungfernheide die halbverkohlten Gliedmaßen nebst einem tombalenen Ehering in einem Aschenhaufen. Da der Kopf der Ermordeten fehlt, so kann nur die Vermißtenliste zur Ermittelung der Unglücklichen herangezogen werden, und als einziger Wegweiser für die Feststellung der Personalien dient dann ein winziger fleiner Leberfleck. Man muß sagen, die Mörder haben gut gearbeitet, um die Spuren ihrer Tat zu verwischen; trotzdem aber kann sie das Verhängnis er= eilen, denn dent menschlichen Scharfsinn und dem logischen Gedankengang lönnen sie keine Grenzen ziehen. Wird die Ermordete festgestellt, dann wird die weitere Frage sich erheben: Wer haite an ihrem Tode ein Interesse? Schon ickt hat die Behörde Vermutungen über das Motiv der Tat, die vielleicht augenblicklich noch leicht wiegen können, aber doch niit ganz gegenstandslos sind. Die Unglückliche befand sich nämlich im Frühstadium der Mutterschaft, und es ist nach den ärzilichen Besund nicht ausgeschlossen, daß sie einem Versuch zum Verbrechen gegen das keimende Leben zum Opfer gefallen ist oder daß ihr Liebhaber sie als fünftighin lästig für ihn einfach geraltsam aus dem Wege geräumt hat. Wir würden also hier wieder vor einer der unheilvollsten Erscheinungen unserer modernen Zeit stchen, die in allen Gegenden und in allen Schichten der Bevölkerung wie der schwarze Tod ihre regelmäßigen Opfer fordert. Erst jüngst wurde auch aus Frankfurt gemeldet, daß im Walde bei Oberrad ein junger Mann seine frühere Geliebte, die Mutter seines Kindes, zu ermorden suchte, um sich der Verantwortlichkeit für die Folgen des Umganges zu entziehen. Es ist leider eie traurige Wahrheit, daß die gegenwärtige Gesellschaft in zunehmendem Maße von der Sucht nach dem rein materiellen Lebensgenuß ergriffen wird und daß das sittliche Verantwortlichkeitsgefühl schwindet. Die moderne Welt lebt, um zu genießen, anstatt idealen Zielen nachzustreben und den Wert der Persönlichkeit in dem Grade der Leistungen zu sehen. Wenn aber die Frivolität der Gesinming zu unbequemen Konsequenzen führt, dann entsteht bei solchen modernen Kulturpflanzen entweder der Lebensüberdruß daher die zahlreichen Selbstmorde over, wenn der persönliche Egoismus überwiegt, es werden die unbequemen Persönlichkeiten, die moralische Ansprüche zu stellen haben, mit einem Harifiri aus der Welt geschafft. Fürwahr ein kurzes Verfahren, aber ein entsetzliches Zeugnis für den frivolen Geist meiter Kreise. zusehends An der Entwickelung dieser Zustände sind vielfach, das ist nicht zu leugnen, die Eltern selbst schuld. Schon in der Kinderstube wird häufig der erste Seim zu einer materiellen und genußfrohen Lebensauffassung gelegt, in der pomphaften Ausstattung der Spielgeschenke und in der systematischen Aufzucht des Kleider lurus. Außerdem werden, wenn man solche unerfreulichen Erscheinungen auch meist nur in Großstädten, an kleineren Plätzen seltener sieht, schon die Kinder zu den Stätten der Vergnügungen und Lustbarkeiten mitgenommen und für das vorzeitige Erwachen eines Liebesfrühlings mit allen seinen Freuden und Gefahren haben solche nachsichtige Erzieher manchmal nur ein wohlwollendes Lächeln, anstatt, was vielfach heilsamer wäre, zur Rute zu greifen. Die moderne Kultur hat auch das Kind bereits hellsehend gemacht; aber auch die Jugendgeneration des 20. Jahrhunderts braucht, trotzdem sie mehr an die Deffentlichkeit hervortritt, als die früheren Generationen, zur geistigen und sittlichen Reife den Zeitraum, den ihr die Natur gesetzt hat. Will man den frivolen Geist der Zeit bannen, dann muß das Elternhaus die Jugend wieder zu ihrer Naivität zurückführen und in sittlicher Strenge zu einer idealen Lebensauffassung und zu ernſtem Streben erziehen, nicht aber schon in dem Kindesherzen die Gier nach frivolem Lebensgenuß erwecken. Vermischtes. [ Elefantenwürstchen".] Wie aus Gent berichtet wird faufte ein dortiger Schlachtermeister von dem zoologischer Garten das Fleisch eines getöteten Elephanten und verar beitete es schleunigst zu„ Frankfurter Würstchen". Er fonnt dabei nicht weniger als 3800 Pfund Würstchen fabriziaren die„ mie warme Semmeln weggingen". Das vierzig Pfun schwere Herz des Elefanten verkaufte er scheibenmeise alg Kuriosität. Alle, die von dem Fleisch gekostet hatten, erklär ten es als eine Delikatesse.... †[ Die größte Station für drahtlose Telegraphic,] die bisher jemals errichtet worden ist, wird bis August oder September dieses Jahres in der Nähe von Pisa vollendet werden. Die Gebäude werden ganz aus Stein aufgeführt. Einschließlich der für die Aufstellung der Maschinen und anderen Apparaten erforderlichen Zeit wird sich die Fertigitelluna noch etwas länger hinziehen, so daß man die Muf. nahme des Betriebes für den Anfang des nächsten Jahres erpartet. Nach der zunächst liegenden Ortschaft wird die Station den Namen Coltano tragen. Ihre Bestimmung ist eine durchaus ungewöhnliche, denn man erwartet von dort aus in Verkehr treten zu können mit Großbritannien, Holland, den Vereinigten Staaten und Canada, sowie mit sämtlichen Schiffen auf dem Mitelländischen Meer, der Ostsee, dem Roten Meer, mit dem Atlantischen und Indischen Ocean! Noch nie ist also die drahtlose Telegraphie einer so weitgehenDen Prüfung unterzogen worden, wie sie ihr auf der neuen Station bevorsteht. [ Die Hochzeit des Wunderrabbis".] Mit großem Prunk wurde zu Sadagora in der Bukowina die Hochzeit des dortigen im Geruch der Heiligkeit stehenden Wunderrabbis" gefeiert. Ein österreichisches Blatt meldet darüber aus Sadagora: Schon seit den frühen Morgenstunden weist das Städtchen ein festliches, hier nie gesehenes Gepräge auf. Alle Häuser sind mit Fahnen reichlich geziert, namentlich aber die dem Palast des Wunderrabbis nahe liegenden Gebäude. Der Palast selbst ,, ächzt" förmlich unter der Schwere der Deforationen, in die er getaucht ist. Der Zuzug der Fremden aus allen benachbarten Gegenden, selbst aus Rußland und Rumänien, hat schon in den ersten Nachmittagsstunden die Zahl von mehr als 10 000 Personen erreicht und unablässig rollt ein Wagen nach dem anderen in das Städtchen, so daß [ Das gelobte Land für Wetterpropheten] ist Amerika. Selbst im staatlichen Wetterbureau in Washington gibt es Gelehrte, die an einen gesetzmäßigen Verlauf des Wetters glauben und es für möglich halten, beispielsweise am 1. Juli genau das Wetter für jeden Tag des Monats nach Temperatur, Regenfall und allen anderen Verhältnissen, die für Handel und Wandel, Landwirtschaft, Gartenbau u. s. w. in Betracht kommen, vorauszusagen. Diese Leute haben es jetzt erreicht, daß beim Senat der Vereinigten Staaten ein Gesetzentwurf eingebracht worden ist, der einen Preis von 100 000 Dollars dem aussetzt, der das Wetter während eines halben Jahres für jeden Monat voraussagt. Für die Voraussage des Regenfalls sollen außerdem noch 50 000 Dollars bemilligt werden. eine ernste Besorgnis für die Sicherheit des Zebens etngetreten ist. Die Trauungsfeierlichkeiten fanden um halb sechs Uhr nachmittags in der Mitte der Straße unter einem reich gezierten Baldachin statt. In unmittelbarer Nähe ist eine Tribüne errichtet, auf der viele Offiziere der in Zuczka stationierenden Eskadron des 10. Husaren- Regiments, sowie zahlreiche Beamte aus Czernowiß mit ihren Frauen Plas genommen haben. Der Aufstieg zur Tribüne ist nur gegen Eintrittsfarten gestattet. Eine große Menge Neugieriger hält die Dächer besetzt. Auf den Straßen wimmelt es und das Spalier droht jedesmal durchbrochen zu werden. Zuz Naf rechterhaltung der Ordnung ist eine Garde, bestehend aus 30 Mann, gebildet, die die Uniformen altösterreichischer Offiziere tragen. Auch viele Personen in russischen und rumänischer Nationaltrachten sind hier zu sehen. Als Brautführer funktionierten die Eltern des Brautpaares. Die Braut selbst fonnte nur mühsam den zeremoniellen Gang um den Bräutigam rücklegen, so dicht gedrängt standen die Teilnehmer. [ Das Geheimnis des St. Lorenz".] Auf ein etgenartiges Naturphänomen macht ein wissenschaftliches Fachblatt aufmerksam. Seit einigen Jahren bemerken die Küstenbewohner von Cap Breton( Neuschottland) im Frühling, wenn die Eisstauung am stärksten zu sein pflegt, rätselhafte große Lichter auf dem Eise zwischen East Point( Prinz Edward- usel) und Cap Breton und zwar stets an derselben Stelle. Um diese Zeit tönnte sich möglicherweise ein neufundländischer Robbenjägerdampfer im Eise befinden, von ihm das Licht herstammen, aber dieses Jahr waren erwiesenermaßen keine solche Scheffe daselbst auf der Jagd, und trotz-. dem waren die eigentümlichen Erscheinungen wieder deutlich sichtbar, sie blieben eine Zeit lang stehen und bewegten sich dann langsam in westlicher Richtung fort, bis sie dem Auge entschwanden. Das Merkwürdige an der Sache ist aber nun die von vielen Augenzeugen bestätigte Tatsache, daß diese oder doch sehr ähnliche Lichter auch im Herbſie auf dem offenen Wasser im St. Lorenz- Golfe zwischen Cap North( Cap Breton) und der Miramichi- und Chaleur- Bay zu erscheinen pflegen; manchmal nehmen sie die Form eines brennenden Schiffes an, nanchmal die einer nach allen Seiten sich ausbreitenden Feuergarbe. Schon oft haben Schiffe auf dieses Phantom Jagd gemacht, stets ohne Erfolg, denn niemals Counte man den so nahe erscheinenden Lichtern bezw. Feuern auf den Leib rücken, immer blieben sie so meit entfernt, wie bei Beginn der Jagd. Die Küstenbevölkerung nennt diese Erscheinungen, mangels einer anderseitigen Erklärung, nur anfach das Geheimnis des St. Lorenz". Hessischer Landtag. Erste Kammer. 10. Sigung am Freitag, den 10. Juni. Präsident Graf von Schlitz gen. Görg eröffnet die Sigung 10 Uhr 15 Min. Die Regierungsvorlage, betreffend Entwurf eines Gesetzes, die Abänderung des Artikels 227, Absatz 1 des Polizeistrafgeseges( Störung der Sonntagsfeter und des Gottesdienstes) in der Fassung des Gesetzes vom 1. Juli 1892 betreffend, wird nach Debatte gegen 5 Stimmen genehmigt. Bezüglich der Vorstellung einer Anzahl homöopathischer Aerzte über das Dispenfierrecht derselben tritt die Kammer dem Beschluß der Zweiten Kammer bet, ebenso bezüglich der Vorstellung der Kreisstraßenwärter des Kreises Alsfeld, die Dienstverhältnisse derselben betr. Die Regierungsvorlagen, betr. Entwurf eines Feldstrafgesetzes und betr. Entwurf eines Forststrafgeseßes und bet. Entwurf eines Gesetzes zur Aenderung des Gesetzes, das Verfahren in Forst- und Feldrügesachen betreffend, finden in der Ausschußfassung Annahme. Der Antrag des Freiherrn Heyl zu Herrnsheim, betr. Einstellung der Korbflechteret in den Gefangenenanstalten, wird für erledigt erklärt, nachdem der Antragsteller die Verhältnisse geschildert und um eine wohlwollende Behandlung der Angelegenheit gebeten hat. Justizminister Dr. Dittmar und Ministerialrat Braun schildern die regierungsseitig getroffenen Maßnahmen zur Besserung der Verhältnisse. Die Vorstellung des Wirts Heinrich Heinz zu Mainz, betreffend Wiederaufnahme der Strafsache HeinzPankraz, wird für erledigt erklärt. Hierauf vertagt sich das Haus auf unbestimmte Zeit. Lokales. Wwerben. Die Anm genden ber Prüfu Hotelfache Anfragen gewiefen, daß 28 altung der pratti in den einzelnen Brüfungsfommiffio unlichft Rechnung kich felbftändig ma 11. Juni 1904. Prinzessin Heinrich ist erst gestern Vormittag, wohlbehalten in Wolfsgarten angekommen und vom Großherzog empfangen worden. Hierzu wird uns noch mitgeteilt, daß die hohen Herrschaften mit dem Schnellzug 802 Uhr in Gießen durchfuhren. Der Prinz Sigismund jah recht munter aus, er trug wie immer einen Matrosenanzug. Prinz Heinrich ist am Nachmittag mit Automobil auf Schloß Wolfsgarten eingetroffen. bie Prüfung abzul gierzu beftellten Ro fift, fein Gewerbe a feinen nicht zu unt Hourd die Führung ift, der den Nachw aber auch feitens pratifdem wie au etwas verlangt wi Aund Fertigteiten i ** Die neuen provisorischen Schalter am Bahnhof Gießen, welche seit dem 1. Juni in Benutzung sind, lassen durch das viele Gebält noch den erforderlichen gründlichen Ueberblick vermissen; z. B. könnte die dort angebrachte Uhr( ein Regulator) wohl einen besseren Plaz erhalten. Ferner tommt es noch vor, daß viel Publikum in Unkenntnis der vorgenommenen Umänderung erst nach den alten Billetschaltern läuft. Ist sür Reisende die Zeit furz bemessen, so kann dies unangenehme Folgen haben. Unfall. Gestern nachmittag follidierte ein Fuhrwerk, dessen Pferd durch die Regimentsmusit scheu geworden war und den Seltersweg herunter raste, unterhalb der Kreuzung der Liebigstraße mit einem Automobil und einen Bäckerwagen, wodurch die beiden Fuhrwerfe etwas beschädigt, aber der Kutscher des durchgegangenen Pferdes durch den Anprall an den Bäckerwagen auf die Straße geschleudert wurde. Glücklicherweise kam derselbe mit einigen leichteren Verlegungen davon, sodaß er, nachdem ihm in der Klinik ein entsprechender Verband angelegt worden war, sich nach Hause begeben konnte. wird, beweift ber Beprüften 12 nid nächst nochmale Intereffe einer wi wendig ift, daß Meifterprüfung un aud eine Aufgabe famtheit, die gepr Aufträge und burd und zu fördern. daß die unbefugte bis zu 150 Mart Der 42. 23 und Arebitbe Donnerstag in angehörenden Gend darunter 3 von X Stadttheater Gießen. Ta die Zeit zur Entscheidung drängt, werden alle Interessenten gebeten, sich bald. möglichst in die Abonnementsliste einzuzeichnen. Auch bei Herrn Ernst Challier werden jederzeit Abonnements. bestellungen entgegengenommen. Es ist wohl mit Sicherheit darauf zu rechnen, daß nach dem schönen Erfolge der „ Bettelstudent"- Aufführung sich genügende Beteiligung am Abonnement finden wird. Da als zweite Vorstellung die Aufführung des Zigeunerbaron" geplant ist, so dürfte es interessieren, daß das Nauheimer Ensemble unit diesem Werke in Marburg einen durchschlagenden Erfolg erzielt, der den des Bettelstudent" noch übertraf. " -ch- Das gestern im Garten des„ Neuen Saalbau" zu Gießen veranstaltete Boettge- Konzert hatte sich, wie vorauszusehen war, eines sehr guten Besuches zu erfreuen. Die mit den verschiedenen Nationalinstrumenten vorgetragenen Musikstücke gelangten durchweg musterhaft zum Vortrag und ernteten reichen Beifall. Besonders hervorzuheben ist der von den Herren Dunkler und Schubart vorgetragene Oberländler Steiermart". Der Vortrag von: Galizien, Lied und Marsch für eintönige fupferne Hörner, übertraf alle Erwartungen. Auch die Jagdmusit„ Nieder- und OberDesterreich", wobei eine große Anzahl der Musiker mit Hifthörnern ausgerüstet war, verdient hervorgehoben zu werden. Weiter trug der von der Kapelle mit Begleitung von Zither, Mandoline, Guitarre und Xylophon vorgetragene Männerchor ,, Tirol und Kärnthen" zur Verherrlichung des Abends viel bei. Den Schluß des Programms bildete das schöne ,, Wien bleibt Wien", worauf sich Herr Direktor Boettge, veranlaßt durch den reich gespendeten Beifall, zu zwei weiteren Zugaben herbeiließ. Leider fing es vor Beginn der letzten Nummer des Programms an zu regnen, sodaß die Besucher des Konzertes, welche sich nicht mit Regenschirmen bewaffnet hatten, wohl taum trocken nach Hause gekommen sein werden. = [ Das Zirkus- Theater Wallenda,] größter transportabler Variété. und Miniatur- Zirkus, hat sich für einige Tage hier angesagt. Dem Unternehmen geht ein guter Ruf voraus. Es bietet in seinen Nummern, nach Berichten aus den von ihm zuletzt bereiften Städten, das neueste und beste seiner Branche. Ein Besuch der Vorstellungen, die am Sonntag Nachmittag 4 Uhr beginnen, ist daher sehr zu empfehlen. n. Das Fahnen weihfest des Gardevereins Gießen wird bei dem Gros der Gießener Bevölkerung großes Interesse erwecken, schon deswegen, weil Kaiser Wilhelm dem Verein die Führung des Gardesterns in seiner neuen Fahne verliehen hat. Das Ehrenmitglied des Vereins, Herr Professor Dr. Biermann, hält die Weihe- und Festrede. Eine s hr große Zahl auswärtiger Kriegervereine und Gäste werden kommen, darum wolle unsere Bürgerschaft, wenn auch schon wieder diese Bitte an sie gerichtet wird, die Häuser recht aufmerksam schmücken. Die Fahnen heraus und gezeigt, daß ein jedes derartiges Fest immer in Gießen eine entsprechend würdige Unterstüßung findet. P † Der Wirt des Schiffenberg Restaurant, Herr Karl Lynder ist am Donnerstag Abend im Alter von 64 Jahren verstorben. Unsere Ausflügler nach dem Schiffenberg werden ihn sehr vermissen. R. B. Am 20. d. I. wird in Oldenburg eine von der Reichsbankhauptstelle in Bremen abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kasseneinrichtung und beschränktem Giroverfehr eröffnet werden. Wechsel auf Oldenburg, welche nach dem 19. Juni fällig sind, werden von jetzt ab von der Richsbant angekauft. H.-K. Die Meisterprüfungen im Handwerk. Im Laufe des Sommers finden bei den 3 Meisterprüfungsfommissionen im Großherzogtum Hessen wieder die Prüfungen zur Erlangung des Meistertitels im Handwerf nach § 133 der Reichsgewerbeordnung statt. Es sei hier darauf aufmerksam gemacht, daß alle Diejenigen, welche sich nach dem 1. Oftober 1901 selbständig gemacht haben, die Meisterprüfung ablegen müssen, wenn sie den Meistertitel( Schreinermeister, Maurermeister, Bäckermeister 2c) führen wollen. Eine andere Art der Erwerbung desselben, wie vielfach angennmmen, etwa durch Verleihung oder Berechtigung zur Führung, wenn jemand eine Reihe von Jahren sein Geschäft selbständig betrieben hat, gibt es nicht, nur durch Ablegung der Meisterprüfung fann der Meistertitel erworbeu Rorded. Inner bon 422 Millionen handlungen find b 11. Die brabfichtigt Frankfurt mit der vorteilhaft fei.Beglarer Bo pregung, ποδεί und Aufsichtsrat zu Drittens wies Geno die Gefahren hin, Genoffenschaften dr hörden angeordnete Genoffenschaften f Sihlung nehmen Whatten ihre Sonder Bonnten. (!) Der al Manwirt Becht in jpffizier der deut Deutschen Raiser Monderer Weise aus nfluenza ertrantt. § Nach der Mellung beträgt iamtlicher Gebäude <( Regen Roch im Laufe dief im Außendienst Unterbeamten im Unterbeamten weitem Schnitt( B Für das ** 20. Berbandss fammtwerthe vo befonders wertvolle Mbach a. M. A Grünberg Herren auf dem in Angelegenheit& > Laubach. n gewohnter Wei eftimmt verlautet ichts geplant. Brünberg, Lich wer erforderlich i Müde. ie Bolter figer gaben reiche Tr bnügen. S Hehen. Die vor manden Gelegen Bn diesem Jahr auch Schwärme, wirtschaft zu erw GE AUT 11. Juni 1904 und vom Gro den. Die Anmeldungen sind möglichst bald an die Vorfigaben der Prüfungsfommissionen gelangen zu lassen. Um Epielen, daß Wünsche hinsichtlich des Termins der AbKlein Linden, 11. Juni. Der 8ug, welcher gestern Freitag, vormittags 822 Uhr von hier nach Lollar abging, ein Kind, das auf dem Schienenkörper saß. Dem Führer | Berufung eingelegt. Umständehalber mußte Vertagung einDrei weitere Berufungssachen fanden durch Betreten. Unter der Anklage - gestern Bormitja dhe Anfragen gleich zu beantworten, sei darauf hin- blieb auf offener Strecke plöglich halten. Die Ursache war rufungsrücknahme ihre Erledigung. uns noch mit allung der praktischen Prüfung je nach den Verhältnissen gelang es zum Glück, den Zug rechtzeitig zum Stehen zu m Schnellzug&: den einzelnen Handwerkszweigen bei den Vorsitzenden der bringen. = en Matrosenan unlichst Rechnung getragen wird. Jeder Handwerker, der der Octevorstände und Gemeinderäte von Leihgestern und it Automobil affic selbständig macht, hat ein besonderes Interesse daran, Prüfung abzulegen, führt er doch vor einer staatlich Großen- Linden. Eine gemeinsame Versammlung Großen Linden, an der Kreisamtmann Kranzbühler, Landtagsabg. Leun und ein Vertreter der Eisenbahn- der fahrläss gen Gefährdung eines Eisenbahntransports verbunden mit fahrlässiger Körperverlegung hatten sich zum Schlusse der Rangierer Christian Heinrich Philipp von Ober- Mörlen und der Hülfsweichensteller Johannes Lotz von Schwalheim zu verantworten. Die Verhandlung ergab, daß im September v. I. zu Bad- Nauheim in der Nähe einer Fabrif, die Anschluß an das Bahngeleise hat, ram Bahnhäzu bestellten Kommission den Nachweis, daß er befähigt direktion Frankfurt teilnahmen, verhandelte über ein Zusammenstoß stattfand, wobei der Fabrikarbeiter Heinforderlichen gründen nicht zu unterschäßenden Vorteil, da schon äußerlich Linden. Eine endgültige Einigung konnte noch nicht er ihn bis zum heutigen Tage arbeitsunfähig machten. Philipp ie dort angebra bruch die Führung des Meistertitels Derjenige zu erkennen zielt werden. Benutzung fin sein Gewerbe auszuüben. Aber auch die Gesamtheit hat den geplanten Umbau der Haltestelle Großen- rich Lecke von Wölfersheim erhebliche Verlegungen erlitt, die Blag erhalten. der den Nachweis seiner Befähigung erbracht hat. Daß § Wißmar. Am 28. Dezember vor. Js. soll der wurde zu 50 Mt. Geldstrafe verurteilt, während Lot freigesprochen werden mußte. ifum in Unkenntnya ber auch seitens der Prüfungskommissionen sowohl auf Tagelöhner Georg St. von hier in betrunkenem Zustande Beit furz beme pas verlangt wird und bei nicht genügenden Kenntnissen hörde ausgehängtes Schild enwendet haben. Angeflagter Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. den alten Bille praktischem wie auf theoretischem Gebiet von den Prüflingen aus der Wirtschaft Feth ein von der dortigen Ortspolizeibenb Fertigkeiten im Handwerk auch mit Strenge verfahren stand jezt vor dem Schöffengericht und behauptet, das Schild ollidierte ein Fub wird, beweist der Umstand, daß im letzten Jahre von 150 hätte vor der Wirtschaft auf der Treppe gelegen und hätte ste, unterhalb de mächst nochmals wiederholen müssen. Wie es sonach im widerlegt werden und wurde er deshalb freigesprochen. ufit scheu geworde Seprüften 12 nicht bestanden sind, welche die Prüfung demer es deshalb mitgenommen. Diese Behauptung fann nicht Wetzlar. Am Donnerstag Nachmittag fand im fe etwas beſchädigenbig ist, daß sich jeder, der sich selbständig macht, der Rathaus saale eine Vollversammlung der Handelskammer Pferdes durch de Meift erprüfung unterzieht, so ist es auf der anderen Seite statt, an der von 11 Mitgliedern 9 teilnahmen. Es wurde Straße geschleuden auch eine Aufgabe des Staats, der Gemeinde und der Geit einigen leichtere famtheit, die geprüften Handwerker durch Zuwendung der Solmsbachtal- Eisenbahn dem vom Kreistag in önen Erfolge igende Beteiligung zweite Vorstellung n" geplant ist, imer Ensemble mi Schlagenden Erfol m in der Klin Aufträge und durch sonstige Berücksichtigung zu unterstüßen ben war, fich not und zu fördern. Schließlich sei noch darauf hingewiesen, aß die unbefugte Führung des Meistertitels mit Geldstrafen die Beit zur En bis zu 150 Mart bestraft wird. gebeten, fich bald Der 42. Verbandstag hessischer Vorschuß zeichnen. Auch und Kreditvereine fand am vorig. Mittwoch und zeit Abonnements Donnerstag in Hersfeld statt. Alle 25 dem Verband wohl mit Sicherha angehörenden Genossenschaften hatten Vertreter entsandt, barumter 3 von der Gewerbebant Gießen und 1 von Nor deck. Innerhalb des Verbandes wurde ein Umsag bon 422 Millionen Mark erzielt. Aus den sonstigen Verhandlungen sind drei Punkte von besonderer Wichtigkeit. 1. Die beabsichtigte Verbindung der Genossenschaftsbank in Frankfurt mit der Dresdener Bank, welche für den Verband vorteilhaft sei. Zweitens tamen die Wechselfälschungen im Bezlarer Vorschußverein zur eingehenden Besprechung, wobei erklärt wurde, daß Kassierer, Vorstand und Aufsichtsrat zum Schadenersatz herangezogen werden. Drittens wies Genossenschaftsanwalt Dr. Crüger noch auf die Gefahren hin, die dem Sparkassenverkehr der Genossenschaften drohen und zwar durch die von den Behörden angeordnete Einschränkung des Sparkassenwesens. Die Genossenschaften sollten mit den kommunalen Sparkassen on: Galizien, Lid Fühlung nehmen und die alte Streitagt begraben; beide hätten ihre Sondergebiete, auf denen sie sich noch ausdehnen übertraf. Reuen Saalbau" rt hatte sich, wie Befuches zu erfreuen. enten vorgetragenen zum Vortrag und vorzuheben ist de borgetragene Dber ner, übertraf alle Nieder- und Dber Mufiter mit Hift ehoben zu werden. eitung von Zither, agene Männerch Abends viel bei. öne Wien bleibt , veranlaßt durch weiteren Zugaben er leßten Nummer Besucher des Kon bewaffnet hatten, sein werden. lenda,] größter us, hat sich für ehmen geht ein Nummern, nadh en Städten, das esuch der Vorstel Uhr beginnen, ist Barbevereins ener Bevölkerung gen, weil Raiser defterns in seiner fonnten. (!) Der alte Becht erkrankt. Der 101 jährige Lanwirt Becht in Delkenheim, der älteste inattive Unteroffizier der deutschen Armee, welcher noch fürzlich vom Deutschen Kaiser anläßlich der Mainzer Brückenweihe in befonderer Weise ausgezeichnet wurde, ist nicht unbedenklich an Influenza erkrankt. § Nach der soeben erschienenen amtlichen Zusammenfellung beträgt die Feuerversicherungssumme fämtlicher Gebäude in Hessen über 1,7 Milliarden Mt. - <( Regenfragen für Postunter beamte.) Noch im Laufe dieses Sommers sollen allen Bostunterbeamten im Außendienst.. den Orts- und Landbriefträgern, den Unterbeamten im Bahnhofsdienst usw., den TelegraphenUnterbeamten wetterfest imprägnierte Schußkragen von weitem Schnitt( Pelerinen) dienstlich geliefert werden. - ** Für das in diesem Jahr in Bingen stattfindende 20. Verbandsschüßenfest sind bis jetzt Preise im Gesammtwerthe von 29000 Mt. gestiftet worden, darunter besonders wertvolle Preise aus Frankfurt a. M, und Offenbach a.. ▲ Grünberg. Am Dienstag waren zwei Frankfurter Herren auf dem Tannenkopf zur Besichtigung der Gegend in Angelegenheit des Luftkurort- Projettes. - Laubach. Das diesjährige Ausschuß- Fest findet Wie glied des Vereine, in gewohnter Weise vom nächsten Sonntag ab statt. die Weihe und bestimmt verlautet, ist die Aufhebung des hiesigen Amtsgeger Kriegerverein richts geplant. Die Gemeinder sollen den Amtsgerichten niere Bürgerschaft, Grünberg, Lich und Hungen zugeteilt werden. Ein Neubau, fie gerichtet wird, der erforderlich ist, würde dadurch vermieden. Die Fahnen Müde. Die Imter machen vergnügte Gesichter; jez Feſt immer die Bötter" fißen" im Honig. Winterraps und Apfelblüte haben reiche Tracht abgegeben, und die Bienen fonnten sie ftügung findet. Schade nur, daß so viele Bienenstände leer g- Restaurant, usnügen. Abenb im Alter them. Die vorausgegangenen ſchlechten Bienenjahre baben usflügler nach dem manchen Gelegenheitszüchter um ſeinen Beſtand gebracht. In diesem Jahre gibt es außer einer reichen Honigernte auch Schwärme, so daß ein frischer Impuls für die Bienen wirtschaft zu erwarten steht. nburg eine von ngige Reigsbant Gränftem Girover urg, welche nach Bt ab von ber m Handwert Meifterprüfungs er die Prüfungen andwerk nad fei hier darauf welche fich nad ht haben, die n, wenn sie Maurermeifter, Eine andere wie vielfach an Berechtigung zur ren fein Geschäft nur durch Ab tertitel erworben Telephon 243 GEORG APPEL. Bauspenglerei. Gas& Wasseranlagen AUTOL voranschläge bitte zuverlanger. unübertroffenes Oel H.Möbius Sohn für Motorwagens Motorzweiräder. Hannover. Basel u. a. einstimmig beschlossen: 1. in der Angelegenheit der seiner Sigung vom 28 April d. Is. gefaßten Beschlusse beizutreten, 2. es abzulehnen, mit den Interessenten des Cleebachtalbahn- Projektes Hand in Hand zu gehen, 3. der Eingabe des Lahnkanalvereins, betreffend Aufnahme der Lahnkanalisation in die wasserwirtschaftliche Vorlage, beizutreten. () Sungen. Wie wir erfahren, beabsichtigt der Bund der Landwirte demnächst hier eine Landesver= sammlung für Oberhessen abzuhalten. Vom Odenwald, 10. Juni. In der Gemarkung Hirschhorn hat das Rotwild so Ueberhand genommen, daß durch ministeriellen Erlaß die Schonzeit für weibliches Rotwild bis 1906 aufgehoben worden ist. × Aus dem Odenwald. In unserem Gebirge herrscht gegenwärtig das Heusieber epidemisch. In vielen Orten ist fast tein Haus von dieser zwar nicht direkt gefährlichen, aber hartnäckigen Krankheit der Luftwege verschont. Die meisten Fällen arten in eine mehrere Tage andauernde Heiserkeit aus, die bis zur völligen Tonlosigkeit gesteigert wird. Ursache der Krankheit ist der eingeatmete Blütenstaub ( Pollen) der Wiesengräser. Der Pollen seßt sich in die Schleimhäute, quilt auf und verursacht dadurch eine frankhaste Neigung. Fulda, 9. Juni. Heute Nachmittag traten nach einer start besuchten Versammlung sämtliche in der christlichen Gewerkschaft organisierten Maurer von hier und Umgegend Arbeitszeit und 40 Pfg. Stundenlohn) von den Meistern - 238 in den Ausstand, da ihre Forderungen( 10 stündige nicht bewilligt wurden. [] Lorsch, 10. Juni. In der Mordsache Schneller ift man dem Täter auf der Spur. Es ist ein 25 jähriger Mensch aus Burstadt, der erst vor kurzem eine längere Buchthausstrafe verbüßt hat. Mainz, 10. Juni. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde die Leiche der vor 14 Tagen angeblich an einem Magengeschwür gestorbenen Köchin des hiesigen Garnisonlazarets wieder ausgegraben, da der Verdacht aufgetaucht ist, daß der Verstorbenen in einer Tasse Kaffee Gift gereicht worden ist. Der Magen und die Eingeweide wurden zur chemischen Untersuchung herausgenommen und dann die Leiche wieder beerdigt. (!) Darmstadt, 10. Juni. Auf der Marienhöhe bei Eberstadt wurde heute Nachmittag der 67 Jahre alte unverehelichte Architekt Döring im Walde erschossen aufgefunden. Die Leiche weist 5 Schußwunden auf. Als Täter wird ein etwa 30jähriger Mann vermutet, den Spaziergänger und Studenten, kurz bevor die Leiche gefunden wurde, Savoneilen sahen. Aus dem Gerichts[ aal. Straffammer. Gießen, den 10. Juni 1904. Der zu Edingen geborene, in Gießen wohnhafte penſionierte Bahnwärter Peter Becker hat sich an einem 6 jährigen Mädchen unfittlich vergangen. Mit Rücksicht auf das hohe Alter des Angeklagten wurde auf die Minimalstrafe von 6 Monaten Gefängnis, worauf 6 Wochen Untersuchungshaft angerechnet werden, erkannt. Der Hausierer Valentin Grad aus Fulda hat gegen ein Urteil des Schöffengerichts Herbstein wonach er wegen Verkaufs verbotener Lotterielose mit einer Geldstrafe von 150 Mt. belegt worden war, MAGGI S Bouillon- Kapseln Aeussere Rapse Innere Röhrchen 1 Tasse vorzüglicher Fleischbrühe 5 Pfg. 1 Tasse extra starfer Kraftbrühe 72 Pfg. 2 Portionen in Kapseln zu 10 bez. 15 Pfg. - empfiehlt angelegentlichst A. Koch, Nachfolger, Inh.: Friedrich Laib, Sonnenstraße, EceSchulstraße - Aufgebote. Am 6. Juni. Justus Heinrich Günther, Schlosser dahier mit Anna Sophie Luise Mattern hierselbst. Louis Karl Schmitt, Wirt dahier mit Lina Valentin in Wieseck. 7. Johannes Dietrich Funk, Musiker dahier mit Anna Hofmann in Gleiberg. Ludwig Johann Mook, Installateur und Spenglermeister dahier mit Anna Wilhelmine Caroline Hohage in Iserlohn. 10. Heinrich Werner, Taglöhner dahier mit Anna Elisabeth Siebert hierselbst. Eheschließungen. Am 4. Juni. Emil Louis Schweizer, Weißbinder und Lackierer dahier mit Katharine Schneider hierselbst. Geborene. Am 29. Mai. Dem Schneider Karl Hofmann eine Tochter, Anna. Am 1. Juni. Dem Bahnarbeiter Philipp Deibel II. ein Sohn. 3. Feldwebel Ehristoph Bause ein Sohn, Paul Bernhard Georg Adolf. 4. Metzger Heinrich Blum eine Tochter, Katharina Berta. Taglöhner August eine Tochter, Hedwig Luise Käthchen Karola. 6. Kaufmann Elm ein Sohn, Angelin. 5. Schriftseter Paul Scheibe Otto Wagner ein Sohn. Heilgehilfen Ludwig Krab ein Sohn, Wilhelm Ludwig. 8. Taglöhner Philipp Appel, genannt Dest zwei Töchter. Privatdozenten Dr. Walther, Köhler eine Tochter, Marie Luise. Fabrikarbeiter Peter Kuhn ein Sohn, Friedrich. Gestorbene. Am 4. Juni. Elisabethe Volz, 1 Jahr alt, Tochter des Taglöhners Friedrich Volz dahier. 6. Emma Weyland, geb. Lang, 73 Jahre alt, Privatin dahier. Minna Marie Rethwisch, 11 Mte. alt, Tochter des Bahnarbeiters Heinrich Karl Rethwisch dahier. 9. Karl Lyncker, 63 Jahre alt, Domänen pächter, Schiffenberg. Meta Tränkner, 64 Jahre alt, ohne Beruf dahier. Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am 2. Sonntag, nach Trinitatis( 21. Juni) predigt: 1. Vormittags: Pfarrer Schmidt. Text Math. 5, 4. Lied: Nr. 356. 2. Nachmittags: Defan Wagner. Sprüche Sal. 9, 1-10. Lied Nr. 143. Katechismuslhere. Gottesdienst mit Katechismuslehre zu Stangenrod bormittags 1/210 Uhr. Gottesdienst mit Katechismuslehre zu Lumda nachm. 1/22 Uhr. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 12. Juni. Zeitweise heiter, nuc im Westen vereinzelt geringe Regenschauer, sonst im allgemeinen trocken, bei fühler Nacht tagsüber wärmer. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Marktberichte. Gießen, 9. Juni Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per Pfd. 80-1.00 Mt., Sühnereter per Stück 5-6 Pfg., Enteneier St. 7 Bfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar T. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.30-1.40, Hahnen, per Stüd C.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse ver Pfd. 65-70 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 70-80 kg., Rindfleisch per Pfd. 62-68 Pfg. per Pfb Schweineflich 60-72 fg. So weine fleisch gesalzen per Pfund 0.76 fg., Halbfleisch per Pfd. 68-76 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-74 Bfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 6.00 Mt., Zwiebeln per 3t. Mr 7.00-10 00, Kirschen 35-40 Pf. per Pfd. Alepfel per Centner 20–25 Mr. Milch ver etter 18 Bfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Gegen flände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhant nicht und während der erſten drei Stunden der MarktUmherziehen werden. Verantwortlich: für den politischen, vermischten und unter: haltenden Teil Albin Klein Gießen; für den lokalen Tell Karl Klose, Grünberg. 000000 Pferdeknecht gesucht. Wärter gesucht. Provinzial- Siechenanstalt für die Provinz Oberhessen. GOOG OGOOOONGOO GOOG Ernst Challier( Rudolphs nachf.) Giessen. Special- Geschäft für Musikwaren aller Art. Grosse Auswahl, solide Preise. Illustrierte Preisverzeichnisse gratis und franko. Musikalien- Handlung und-Leihanstalt Spezialität: Billige Ausgaben. A. Scheppelmann. Baug schäft, Gießen. XXXX Makulatur hat abzugeben die Expedition. XXXX XXXX Theodor Kaiser, Stempelfabrik ( Stempel- Kaiser) Berlin 12, Charlottenstr. 16 Kautschuk- u. Metall- Stempel jed. Art billigst. Ges. gesch. Zigarrentaschen und Portemonnaies mit Stempel von 2,25 an, TypenDruckereien v. 1,25 an, kl. Stempel v. 20 Pf. Firmen- u.Datumstemp. v. 50 Pf. an. Musterb.gr.u.fr. Bahnhofstrasse 66 3 Minuten vom Bahnhof Wilhelm Amend Bahnhofstrasse 66 Telephon Nr. 152. 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Bei der heute unter polizeilicher Aufsicht vorgenommenen Verlosung für Werke christlicher Liebe wurden nachverzeichnete Losnummern gezogen: Nr. 45 83 95 99 103 106 116 121 128 147 162 183 199 252 279 285 337 354 374 413 431 463 485 492 503 505 509 523 530 538 555 598 722 724 744 760 776 791 830 839 863 880 887 909 922 927 942 990 1033 1051 1065 1066 1091 1093 1103 1104 1108 1111 1113 1117 1118 1119 1137 1146 1147 1148. Die Gewinngegenstände fönnen Südan age 8 abgeholt werden. Die nicht abgeholten werden den Gewinnern nächster Tage in das Haus gebracht werden. Gießen, den 10. Juni 1904. Dr. Naumann, Pfarrer. 0000000000000 Emil Schön, Giessen Tel. 410. Schreinerei mit Motorbetrieb. Liebigstrasse 65 Tel. 410. empfiehlt sich im Anfertigen sämtlicher Schreinerarbeiten an Deubauten Besonders preiswert werden geliefert Thüren, Treppen u. Fenster jeder Art. Mit Kostenanschlägen stehe gern zu Dienften. 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