Nr. 60. bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., Saus gebracht 60 Bfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Benttobetlagen: Oberheffifche Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werttagen nachmittags. Freitag, den 11. März 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Betitzelle für ganz Ol hessen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. fouft 15 Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88 Fernsprechanschluß Nr. 362. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weylar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und Bekanntmachung, das Ersatzgeschäft pro 1904 betreffend. Die Musterung und Losziehung der Militärpflichtigen des Kreises Gießen für das Jahr 1904 findet an den nachbenannten Tagen statt und zwar: I. Zu Grünberg im Gasthaus z. Rappen. Dienstag den 29. März, vormittags von 9½ Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Allertshausen, Beltershain, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Kesselbach, Lauter, Lindenstruth, Londorf, Lumda, Odenhausen und Queckborn: Mittwoch den 30. März, vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Reinhardshain, Rüddingshausen, Saasen, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain und Weitershain. Hieran anschließend: Losziehung. II. Zu Lich im Rathaussaale. Mittwoch den 6. April, vormittags von 9 Uhr an: der Militärpflichtigen der Gemeinden Albach, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf Gill, Eberstadt, Ettingshausen, Gacbenteich, Grüningen und Holzheim; Donnerstag den 7. April, vormittags von 94 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Hausen, Hungen, Inheiden, Langd, Lang- Göns, Langsdorf und Münster; Freitag, den 8. April, vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Leihgestern, Lich, Muschenheim, Nieder- Bessingen, Nonnenrod, Obbornhofen, OberBeffingen, Ober- Hörgern, Rabertshausen, Kodheim und Röthges; Samstag, den 9. April, vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Steinbach, Steinheim, TraisHorloff, Utphe, Villingen und Waßenborn- Steinberg; Montag den 11. April, vormittags von 94 Uhr an: Losziehung. III. 3u Gießen in der Restauratio. ,, Bum Lonys Bierkeller", Schanzenstraße 18. Dienstag den 12. April, vormittags von 8 Uhr an: der Militärpflichtigen der Gemeinden Allendorf a. d. Lahn, Allendorf a. d. Lda., Alten- Buseck, Annerod, Bersrod, Beuern, Burkhardsfelden, Hattenrod und Mainzlar; Mittwoch den 13 April, vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Daubringen und der Stadt Gießen Jahrgang 1902; Donnerstag den 14. April, vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen, Jahrgang 1903, sowie der Gemeinden Oppenrod und Reiskirchen; Freitag den 15. April, vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen von Buchstaben A- R des jüngsten Jahrgangs( 1904); Samstag den 16. April, vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen von Buchstaben S- Z des jüngsten Jahrgangs, der Gemeinden Großen- Buseck, Großen- Linden und Trohe; Montag den 18. April, vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Heuchelheim, Klein- Linden, Lollar und Nuttershausen; Dienstag den 19. April, vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Rödgen, Staufenberg, Treis a. d. Lda. und Wieseck; Mittwoch den 20. April, vormittags von 9 Uhr an: Losziehung. Besondere Bestimmungen. 1. Zur Musterung haben sich, bei Meidung der gefeß lichen Strafen zu stellen: Diejenigen, dem Großherzogtum Hessen oder einem andern Staate des Deutschen Reiches angehörigen Militärpflichtigen, welche a) in einer Gemeinde des Kreises Gießen ihr gesetzliches Domizil ihre Heimat oder ihren ständigen Wohnsiz haben und sich nicht in einem andern Staate in einem der nachstehend unter b) angegebenen Eigenschaften aufhalten; b) in einer Gemeinde des Kreises Bießen sich als Dienstboten, Haus- oder Wirtschaftsbeamte, Handlungsdiener und Lehrlinge, Handwerksgesellen und Lehrburschen, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft aufhalten, oder die Universitát Gießen oder das Gymnasium daselbst oder eine sonstige Lehranstalt in einer Gemeinde des Kreises Gießen besuchen; c) in einer Gemeinde des Kreises Gießen, oder während ihre Eltern einer solchen angehörten, im Auslande geboren sind, und weder im Großherzogtum Hessen, noch in einem anderen deutschen Staate Domizil be= sigen oder sich aufhalten; und im Jahre 1884 geboren sind; ferner Sämtliche Militärpflichtige, welche im Jahre 1902 bezw. 1903 zurückgestellt worden, oder nach ihrer gezogenen Nummer disponibel geblieben, d. h. nicht einberufen worden sind. Entbunden von der persönlichen Gestellung sind diejenigen, welchen Ausstand bewilligt, oder Berechtigung zum einjährig- freiwilligen Militärdienst erteilt worden ist. 2. Diejenigen Militärpflichtigen, welche zum zweitenoder drittenmale erscheinen, haben ihre Losungsscheine mitzubringen. 3. Wenn von einem Militärpflichtigen, oder für einen solchen von seinem Vater, oder seiner Mutter Zurückstellung Beurkundung der behaupteten Tatsachen erforderlichen Nachin Anspruch genommen wird, so ist für Vorlage der zur weise und Zeugnisse vor dem zur Musterung anberaumten Termine zu sorgen. Die Zeugnisse müssen amtlich ausgestellt oder beglaubigt sein. Wenn die Zurückstellung auf die Arbeitsunfähigkeit eines Familienangehörigen gegründet wird, so hat der betreffende Familienangehörige sich selbst persönlich im Termin vor der Ersatz- Kommission einzufinden, odec, wenn dies nicht möglich ist, freisärztliches Attest im Termin vorlegen zu lassen. 4. Wenn ein Militärpflichtiger an Gebrechen leidet, die äußerlich nicht wahrnehmbar sind, z. B. Taubheit, Harthörigkeit, Kurzsichtigkeit, Geistes schwäche usw, so ist dies durch amtlich ausgestellte und beglaubigte Beugnisse des Arztes, sowie des Bürgermeisters, Geistlichen, Lehrers usw. nachzuweisen. Das Vorhandensein von Epilepsie ist Durch die eidliche Erklärung von mindestens drei glaubwürdigen Zeugen zu erhärten. 5. An der Losziehung persönlich teilzunehmen, steht jedem Militärpflichtigen frei; für diejenigen, welche bei dem Aufrufe nicht anwesend sind, zieht ein Mitglied der ErsatzKommission das Los. 6. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien haben sämtliche ihrer Gemeinde angehörigen oder in ihrer Gemeinde gestellungspflichtigen Militärpflichtigen auf Grund der ihnen bereits zuge= gangenen Stammrollen zu der Musterung vorzuladen. Bemerkt wird hierbei, daß Militärpflichtige, welche sich auswärts aufhalten, zur Musterung nicht geladen werden dürfen, da solche nur an ihrem Aufenthaltsorte gestellungspflichtig find. Die Großherzoglichen Bürgermeister oder Beigeordneten haben mit den Militärpflichtigen ihrer Gemeinde im Musterungstermin rechtzeitig anwesend zu sein und sich darum zu bemühen, daß die letzteren 1/2 Stunde vor der bestimm ten Zeit zur Stelle sind, nüchtern und reinlich gekleidet erscheinen und während des Musterungsgeschäfts ein anständiges und ruhiges Verhalten beobachten. Wenn ein Militärpflichtiger wegen Gebrechen oder Krankheit persönlich zu erscheinen nicht im stande ist, oder wenn er sich in gerichtlicher Haft befindet, so ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhendes Zeugnis des Arztes und der Bürgermeisterei, bezw. eine Bescheinigung des Gerichts vorzulegen. Den Großherzoglichen Bürgermeistereien liegt es ob, darauf aufmerksam zu machen, daß ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militärdienstes unwürdig ist, und sind deshalb die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. Im Anschluß an das Ersatz- Geschäft findet Dienstag den 29. März im Gasthaus„ Zum Rappen" zu Grünberg. Samstag, den 9. April im Rathaus zu Lich, Dienstag den 19 April in der Restauration„ Zum Lonys Bierkeller", Schanzenstraße 18, zu Gießen, die Klassifizierung der Mannschaften der Reserve, anderer Behörden von Oberhessen. der Landwehr erften und zweiten Aufgebots ud der Ersatz Reserve rücksichtlich ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältnisse statt. Es haben daher diejenigen Reservisten und Landwehrmänner ersten und zweiten Aufgebots, sowie die Erfaß- Reservisten, welche im Falle einer Einberufung auf Zurückstellung wegen häuslicher Verhältnisse einen Anspruch machen zu fönnen glauben, an den bezeichneten Tagen, morgens 11 Uhr, zu erscheinen und ihre Gesuche zu begründen. Gießen, den 5. März 1904. Der Zivil- Vorsitzende der Ersatz- Kommission des Kreises Gießen. Dr. Heinrich 8. Der Krieg in Oftafien. Wenn ein Telegramm, das über Washington zu uns kommt, die Wahrheit berichtet, so haben die Japaner einen großen strategischen Erfolg zu verzeichnen und befinden sich im Rücken der russischen Stellung in der Mandschurei. In der Fassung Londoner Blätter lautet die Nachricht über diesen bemerkenswerten folgendermaßen: neuen japanischen Vorstoß Das amerikanische Departement des Aeußern erhielt ein Telegramm aus Tschifu, wonach in Föng- hwang- tschöitg und Takuschan japanische Truppen angekommen seien, die sich auf diese Weise im Rücken der russischen Stellung in der Mandschurei befänden und die Bahnlinie bedrohten. Der Kommandant des amerikanischen Kanonenbootes ,, Helena", welches gegenwärtig in Jinggkau liegt, meldet, daß bei Föng- hwang- tschöng ein Gefecht stattgefunden habe. Föng- hwang- tschöng liegt nördlich von Antung auf dem westlichen Ufer des Jalu und das japanische Korps, das dort stehen soll, würde zu gleicher Zeit die Jalustellung und die Bahnlinie zwischen Mukden und Niutschwang- Port Arthur bedrohen. Es ist anzunehmen, daß das letztere die Absicht der Japaner ist. Wenn sie die Bahnlinie in ihre Gewalt bekommen, ist das Schicksal von Niutschwang und Port Arthur besiegelt. Ein englisches Blatt läßt sich aus Tientsin näheres über den Vormarsch melden. Doch ist zehn gegen eins zu wetten, daß das nachstehende Telegramm, in dem die Lage bei Niutschwang geschildert wird, wohl nichts weiter als eine allerdings ganz sachgemäße Ausschmückung der ursprünglichen Washingtoner Meldung sein mird. Eine Abteilung der Japaner beginnt den Vormarsch vom Jalufluß aus. Die Japaner haben Föng- hwangtſchöng eingenommen und die Russen in der Nähe des Tafungling Passes zurückgeschlagen. Die Japaner befinden sich gegenwärtig etwa 70( engl.) Meilen von Niutschwang entfernt. 35 000 Russen sind in Liaujang und Haitſchöng ſtark verschanzt, wo eine Schlacht bevorsteht. Mehrere kleine Gefechte haben stattgefunden, infolge deren die Russen sich mit Verlusten zurückziehen mußten. In Niutschwang rüsten sich die Russen eifrig zur Abwehr der japanischen Angriffe. Sie haben zwei Belagerungsgeschüße und zwei Haubigen ausgeladen. Der englische Konful fordert die englischen Frauen und Kinder auf, Niutschwang zu verlassen, ehe der Fluß eisfrei ist. Nach einer Reutermeldung soll die japanische Flotte auch bereits in die Aktion eingegriffen und Talienwan und Port Arthur bombardiert haben. Russische Berichte dagegen behaupten, daß die Ruhe von Port Arthur nicht gestört worden wäre. Die russische Flotte in Port Arthur soll, wenn man japanischen Versicherungen glauben darf, auch beim letzten Angriff der Japaner schiver gelitten haben. Aus Tokio wird darüber berichtet: Bei dem am 24. Februar unternommenen Versuch der Japaner, Port Arthur zu blockieren, sind russische Torpedobootzerstörer, als sie in den inneren Hafen zu entkommen versuchten, auf eine Mine gestoßen und gesunken. Acht von dreizehn russischen Kriegsschiffen, die im Hafen lagen, sind kampfunfähig gemacht worden. Das Hwangtschintschan- Fort von Port Arthur wurde durch die japanischen Granaten zur Hälfte zerstört, nur drei Batterien sind jetzt brauchbar. An der Reparatur der russischen Schiffe arbeiten 400 Chinesen und 400 Russen. Dic russischen Streitkräfte in Port Arthur sollen etwa 2000 Mann betragen. Die Sendung des Marquis Ito nach Korea scheint recht schwerwiegende Gründe zu haben. Es gärt dort noch überall Bentes Rapitel. Schon wie ein fonniger Frühlingstag erschien Gabine nächsten Morgen in threw M. Sair wo Frau v. Gagern Herzen nichts bietet. „ Auch später. i gabe Ble hem bereinſamt ſein, wir finden auch dort einige Freunde, bie Geleffschaft laft, Wir efe uf meinen Giltern id eines festen Punktes, auf den man sich stützen fa. In einer Welt, in welcher alles schwankt, bedarf man Bunti Dieser Er war ein schöner Mann. Groß, fart und in alien cibesübungen bewandert, besaß er noch im höchften Grade gegen die japanische Vorherrschaft und am Hof machen sich russenfreundliche Intriguen fühlbar, die zur Verhaftung eines koreanischen Prinzen durch die Japaner führten. Aus Söul erfährt der„ Newyorker Herald" darüber folgendes: Die Polizei von Tschemulpo verhaftete einen Schwager des koreanischen Kronprinzen in dem Augenblick, als er sich an Bord eines nach Schanghai bestimmten Dampfers einschiffen wollte. In seinem Besitz sind wichtige Papiere gefunden worden. Es herrscht die Vermutung, daß die koreanische Regierung eine Intrigue mit Rußland an= spinnen wollte. Der japanische Gesandte besteht in Anbetracht dieses Vorkommnisses darauf, daß der Kaiser von Korea noch vor Ankunft des Marquis to den Teyt des japanisch- koreanischen Abkommens im ganzen Lande bekannt machen lasse. Der Herero- Hufftand. Die Kolonialverwaltung verwahrt sich gegen den Vorwurf, das deutsche Gouvernement in Deutsch- Südwestafrike habe an die Eingeborenen, besonders auch an die Herero, im letzten Jahre große Mengen von deutschen Präzisions. waffen( Modell 71) verkauft. Demgegenüber erklärt die Kolonialverwaltung, von einem Verkauf solcher Waffen an die Schwarzen sei keine Rede. Die Flinten seien beim Gouvernement, wie es eine Verfügung vorschreibt, nur ge stempelt worden. Jeder Besitzer einer Schußwaffe muß sie stempeln lassen. Woher die Gewehre stammen, ist nicht feſtzustellen. Sehr interessant sind die Mitteilungen, die ein aus Schlesien stammender Unteroffizier der deutsch- südwestafrikanischen Schußtruppe über ein Treffen mit den Herero in die Heimat gerichtet hat. Der Brief, der aus Karibib vom 26. Januar datiert ist, enthält u. a. folgende Schilderung: Ich bin seit dem 10. Januar mit im Feldzuge und habe schon vieles durchmachen müssen. Am 20. d. M. wurde ich mit elf Mann nach Station Subas kommandiert zur Bewachung der Brücke und der Station. Am 21. morgens gegen 4 Uhr kam ein Owambo und meldete, daß Herero Vieh forttreiben. Es waren gerade vier Pferde zur Stelle, und so mußte ich und noch drei Mann nachjagen, um der Bande das Vieh wieder abzuholen. Um 4% Uhr ritten wir los, und etwa nach 5 Uhr trafen wir ungefähr 100 Stück Groß- und ebensoviel Kleinvieh, von vier Herero getrieben. Als die Herero uns sahen, machten sie den Hasen.( Liefen davon. D. Red.) Wir aber nach, und jeder einen aufs Korn nehmen, war das Werf eines Augenblicks! Glücklich streckten wir auch alle vier nieder und wollten nun zurückkehren, um das Vieh nach der Station zu treiben. Als wir aber an das Vieh herankamen, bekamen wir plötzlich Feuer von allen Seiten, und etwa 100 bis 150 Herero und Witbois tamen auf uns vice Mann losgestürmt. Die nächsten schossen wir noch nieder, und ich hatte gerade wieder einen aufs Korn genommen, als ich einen Schuß in die rechte Schulter erhielt und mein Gewehr sinken ließ. Ich nahm das Gewehr in die linke Hand, konnte es aber vor Schmerzen nicht aushalten und gab einem Reiter mein Gewehr, und da ich sah, daß wir doch nichts ausrichten konnten, gaben meine Reiter noch einige Schüsse ab, dann kommandierte ich: Kehrt, Galopp marsch!" und zurück ging's. Es war auch die höchste Zeit, denn sonst hätten wir es alle mit dem Leben bezahlen müssen. Die Feinde verfolgten uns noch eine kurze Strecke, konnten uns aber nicht bekommen, weil sie zu Fuß waren. Als wir etwa eine Viertelstunde Galopp geritten waren, mußten wir Schritt reiten, denn ich konnte es nicht mehr aushalten vor Schmerzen, und ich hatte auch ziemlich viel Blut verloren. Nach etwa anderthalb Stunden langten wir in Kubas an. Außer mir mar leinem Manne etwas geschehen." Die Politik. Die von einigen Blättern gebrachte Meldung, die Reichsregierung plane nun wirklich die Einführung von Reichstagsdiäten, ist, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter uns schreibt, unzutreffend. Zwar wird im Bundesrat gegenwärtig über die Sache verhandelt, aber von einer Einigung ist man heute ebenso weit entfernt wie früher. A Man war nicht überrascht, als bekannt wurde, daß § 2 des Jesuitengesches aufgehoben wurde. Denn bereits im Februar vorigen Jahres kündigte Graf Bülow im Reichstag an, daß Preußen, entsprechend der wiederholten Willensmeinung des Reichstags, die Aufhebung beim Bundesrat beantragen werde. Der aufgehobene Paragraph lautet: „ Die Angehörigen des Ordens der Gesellschaft Jesu oder der ihm verwandten Orden oder ordensähnlichen Rongregationen können, wenn sie Ausländer sind, aus dem Bundesgebiete ausgewiesen werden; wenn sie Inländer sind, kann ihnen der Aufenthalt in bestimmten Bezirken oder Orten versagt oder angewiesen werden." Die Niederlassung von Jesuiten orden in Deutschland bleibt auf Grund des noch bestehenden§ 1 des Jesuitengesezes nach wie vor untersagt. Dieser Paragraph lautet: „ Der Orden der Gesellschaft Jesu und die ihm ver= wandten Orden und ordensähnlichen Kongregationen sind vom Gebiet des Deutschen Reichs ausgeschlossen. Die Errichtung von Niederlassungen derselben ist untersagt." Hessischer Landtag. Darmstadt, 10. März 1903. Erster Präsident Haas eröffnet die Sitzung. Die Besprechung der dringlichen Anfrage der Abgg. Schmalbach und Genossen, die Schädigung des Publikums durch den Zwischenhandel mit Schweinen und Schweine fleisch betreffend, wird fortgesetzt. Es sprechen hierzu die Abg. Korell, Wolf, Weidner, Schmalbach, Dr. David, Senß felder, Hirschel, Molthan und Obermedizinalrat Dr. Lorenz. Staatsminister Rothe erklärt, daß zu erwägen sei, ob die bereits geschehenden Publikationen der Preise ausreichend Die veränderte Lage besteht demnach bloß darin, daß in Bufunft einzelnen Jesuiten ohne ausdrückliche Genehmigung die Niederlassung in Deutschland gestattet ist. Wie aus Dresden gemeldet wird, haben die sächsischen Bevollmächtigten im Bundesrat gegen die Aufhebung doe § 2 des Jesuitengesetes gestimmt. seien. Die Anfrage des Abg. Weidner, die Kosten für tierärztliche Ueberwachung ver Viehmärkte, beantwortet Staatsminister Rothe mit der Darstellung der dabei befolgten Grundsäge. Auf Antrag des Abg. Weidner wird Drucklegung der Antwort und danach Besprechung beschlossen. Auf die Anfrage des Abg. Dr. David und Genossen, betreffend Schiffahrtsabgaben, antwortet Staatsminister Rothe, daß die Regierung am Grundsatz der Abgabenfreiheit bei der Schiffahrt auf den Strömen festhalte. Es wird auf Antrag des Abg. Dr. David Besprechung der Anfrage erfolgen, die mit der Beratung über den Antrag Reinhart über diese Angelegenheit verbunden werden soll. Der dringliche Antrag der Abgg. Reinhart und Genossen, betreffend Einführung der Verkehrsabgaben auf schiffbaren Flüssen, der Antrag der Abgg. v. Brentano und Genossen, das katholische Pfarrhaus in Lampertheim betreffend, und die Vorstellung von pensionierten Beamten, Aufbesserung ihrer Pensionsverhältnisse betreffend, werden den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Der Fischereischuk hat sich als eine sehr segensreiche Einrichtung erwiesen. Die Kommandanten des Fischereifreuzers haben nicht nur unseren Fischern Hilfe und Unterstügung bei Unglüidsfällen gewähren, nicht nur die Uebergriffe fremder Fischer ahnden, sondern auch infolge ihrer Beobachtungen in außerdeutschen Fischereipläßen für unsere Fischer zahlreiche Anregungen mannigfacher Art geben können. In diesent Frühjahr wird außer dem kleinen Kreuzer Bieten" auch ein Torpedoboot für den Fischereischutz tätig jein. Die Regierungsvorlage betreffend, Entwurf eines Gesezes, den Verkehr mit Fahrrädern und Automobilen und öffentlichen Wegen, Straßen und Plägen betreffend, wird angenommen. Vorstellungen des Wirtes Heinz zu Mainz, Wiederaufnahme der Strafsache Heinz- Pantraz betreffend, und des Vorarbeiters Karl Roth II. zu Gießen, betreffend definitive Anstellung im Staatsdienst, werden abgelehnt. Die Regierungsvorlage, betreffend den Gesezeutwurf, das Beerdigungswesen betreffend, wird an den Ausschuß zurückverwiesen. Hirauf tritt Vertagung auf Freitag vormittag 9 Uhr ein. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Regierungsvorlage, den Umbau des Großh. Hoftheaters zu Darmstadt betreffend. Sihung der Stadtverordneten. - - - genehmigt. Dem B Weg gleich in feine Stadtteil ein gan gewordener Mittei bes Sommers nähe jgt fchon, ber über die Eisenbahnb eine Bedürfnisanfta ftattgegeben. Bunti aufgefüllten Schw Roffenpuntt 350 die Bildung ein Waffer- und E Beratung zur Fol Curschmann au Grunde genommer abweicht, aber doch besonders in einem das ist die Feft Stadtv. Kirch be heit unter Berufu batten gerade über Stadtverordneten follen und dies nic betr. Deputation es Lieferungen vortom in die Stadtverord träglich Preis und Gleicher Meinung Schmall und R versorgung de wurde dahin gehen welche bisher It. mußten und gegen Preis sich beschwer jährlich 8 Mit. 1 Waffer verbrauche kbm, fo ift pro Vertrag zwis Steingoetter fü um einen höheren 42 r. jezt 45 Bei Punkt 27 hand Jagtpacht an erfolgte einstimmig tung einer 8 bürgermeister Mecu des Landwirtsch. Die weniger gute Gießen, welcher berührt und es die Stadt die Zieg fie mit höherem Bu Es wurden bis 40 trafen Wirtschaftsge der Ehefrau Elife Schneider( Alte Bo nur genehmigt, für Kommission die B legte Punkt der unterricht an die Schultommiffi genommen und obersten Mädchent bürgermeister Mec Jahren stattgefun nehmerinnen gehab daß die Weiter: resp. Durchführung der Keplerstraße doch nötig wird und er habe darum mit dem hierbei am meist interessierten Geländebefizer Schultheiß verhandelt und ihm für den qm 1,12 Mf. geboten. Die Hierfür in Betracht kommende Parzelle ist 1322 qm groß, nötig sind 850, es verbleiben dem Eigentümer noch 472 qm. Stadtv. uhn ist für sofortige Enteignung, während die Stadtv. Haubach und Löber eine Regelung auf friedlichem Wege vorschlagen und da die Stadtv. Wallenfels und Haubach obendrein noch konstatieren, daß bei früherem Gelände erwerb mehr bezahlt wurde pro qm, so erfolgte Zurückverweisung dieses Punktes an die Baudeputation. Bunft 9: Austausch von Gelände zwischen der Stadt und Heinrich Carlé an der Straßenfront des Neuenwegs wurde angenommen, um eine gerade fortlaufende Baufluchtlinie zu bekommen. Was Carlé mehr an Gelände von der Stadt ausgetauscht bekommt, muß er mit 75 Mt. pro qm bezahlen. Punkt 10: Erwerb von Grundstücken durch die Eisenbahnverwaltung, es handelt sich um die Verlegung des am Rodberg entlang des Bahndammes führenden Fahrweges, um den Bahndamm dort verbreitern zu können. Die Baudeputation hat nichts einzuwenden, wenn während der Herstellung des neuen Weges der alte fahrbar bleibt. Die Stadtverordneten gaben ihre Genehmigung dazu. Punft 11: Gesuch des Geschäftsführenden Ausschusses für den nationalen Gesang swett streit um Ueberlassung eines Plazes, wurde in recht zuvorkommender Weise beraten und im Sinne des Gesuchsstellers angenommen. Es sind für die Abhaltung des Festes Oswaldsgarten und der alte Schweinemarkt an der Westanlage freigegeben worden und haben unsere Stadtväter sogar, damit das Fest eine event. Nachfeier am Sonntag nach Pfingsten ( die eigentlichen Festtage sind bekanntlich die Pfingstfeiertage) erhalten kann, die Verlegung des ersten nach Pfingsten angesetzten Schweinemarftes mit vorgesehen. -Im folgenden Punkt 12: Beschaffung von Ersatzteilen für Oefen in der Stadtmädchenschule, wurde dem Lieferanten der Defen, der Firma Sturm- Würzburg, der Zuschlag erteit und die Piasa va- Besenlieferung für die Straßenreinigung( Punft 13) erhielt Herr Kohlermann zu Mk. 1,30 pro Stück. Der Punkt 14 betr. Vergebung der Fuhrleiſt- ungen gab Zeugnis, daß man möglichst jeden der Fuhrunternehmer berücksichtigen will. Es erhielt die Tagesfuhren für die Straßenreinigung Karl Guler 4r und das Abfahren der Wald- u. Bauhölzer H. Noll 7. - Punkt 15: Sielbau; hier a) Lieferung von Steinzeug für 1904/5; b) Lieferung von Gement für 1904/5, wurde aus Vorschlag des D.-B. Mecum für die nichtöffentliche Sigung zurückgestellt. Bunft 16: Ge nehmigung der Rechnung über ausgeführte Pflasterarbeiten in der Landgrafenstraße wurde ausgesprochen. Von Punkt 17: Vorlage des Verwaltungsberichts und der Rechnung für 1902/03 wurde Kenntnis genommen und sind beide zwecks Prüfung der Finanzkommission unter dem Vorsiz des Stadtv. Schmall überwiesen worden. Es entspann sich bei diesem Punkte eine längere Diskussion über die Verwaltung unserer Wälder. Vom Beigeordneten Georgi wurde geäußert, in Zukunft besser zu wirtschaften, da er herausgefunden habe, daß in letzter Zeit in dieser Beziehung sehr gesündigt worden set. Stadtv. Leib fragt an ob es denn nicht möglich ist, daß man wie früher in den Wald- Schneisen nahe den Garnison- Schießständen spazieren gehen kann. Stadtv. Krumm hat den gleichen Wunsch; der Doerbürgermeister Mecum will beim Regtment um Abänderung einfommen. Punkt 18: Boranschlag der Armenkasse für 1904 wird im Sinne des Antrags der Armendeputation ohne Debatte genehmigt. Den 77000 M. Ei nahmen stehen ebensoviel Ausgaben gegenüber. Zu Punft 19: Voranschlag des Gas- und Wasserwerks für 1904 erklärt der Oberbürgermeister, die zwei letzten Jahre zeigen, daß das Elektrizitätswert dem Gaswerk feinen Abbruch macht; der Voranschlag sieht einen gering angefeßten Umsatz von 74 200 t. vor, also eine Summe welche den früheren nicht nachstehe. Als Stadtv. Krumm anregte, hierbei die Schulden aus den Ueberschüssen etwas rascher zu decken und nicht wie es in den letzten Jahren geschehen ist, den ganzen Ueberschuß für laufende Rechnungen zu verwenden, wurde vom Oberbürgermeister Mecum erklärt, daß eine Erhöhung der Gemeindeumlagen in diesem Jahre bet der finanziellen Lage nicht zu empfehlen sei, der Ueberschuß demnach soweit erforderlich in der bisherigen Weise rerwendet werden muß. Auch Beigeordneter Georgi gab den Rat an den bisherigen Geflogenheiten nicht zu rütteln, warten wir einmal ab, wie das neue Komunalsteuergeset sich einführt.( Zuſtimmung im Saal). Die Schuldentilgung betrage in diesem Jahre 2% und das genüge. Die Bersammlung genehmigte darauf den Vorschlag. Bunft 20: Voranschlag des Stadterweiterungsfonds für 1904, wurde genehmigt; desgleichen Puntt 21: Errichtung einer Gerätehalle und eines Arbeitsraumes für das Tiefbauamt auf dem alten Schweinemarkt vor Burks Mühle, sowie einer Gerätehalle für die Städtgärtnerei hinter dem Bürgermeistereigebäude. Die Herstellungskosten für beide Hallen sind mit 13 500 Mt. veranschlagt. Die Gerätehalle an Oswaldsgarten genügt nicht mehr, der Fuhrpark wird infolge der Kanalisation immer größer, sodaß zuweilen wertvolle Geräte im Freien liegen bleiben müssen. Die Geräte für die Stadtgärtnerei sind bisher hier und da u. a. auch in den Kellerräumen des Bürgermeistereigebäudes untergebracht, was für einen geordneten Betrieb nicht auf die Dauer sein kann. Puntt 22: Ausbau des Weglarerwegs von der Frankfurter- bis Hofmannstraße, wurde in Gemeinschaft mit Punkt 23: Ausbau der Verbindungsstraße zwischen Frankfurterstraße und Weglarer Weg in der Richtung auf den Bahnübergang der Oberhessischen Eisenbahn, nach kurzer Debatte n Gießen, 10. März 1904. Oberbürgermeister Mecum eröffnete 24 Uhr die Sizung und gab vor Eintritt in die Tagesordnung bekannt, daß die Ursache des Rohrbruches in der Bahn hofstraße an der Wieseck- Brücke bis jetzt noch nicht befannt ist. Punkt 1 der Tagesordnung: Baugesuch des Bäckermeisters Wilh. Amend wurde genehmigt. Amend will an sein von der Stadt gekauftes Haus, in welchem er jetzt ein neues Café eingerichtet hat, bis an das Wieseckufer auf der Grenze nach dem Da nun Bahndamm zu gedeckte Verandas errichten. aber der jegt noch freie Platz an der Straßenfront städtisches Eigentum ist, so muß Amend für Mitbenutzung desselben jährlich 1 Mk. Pacht an die Stadt zahlen. Punft 2: Baugesuch des Bäckermeisters Wilhelm Lober jr. für die Wallthorstraße. Als Löber sein Gesuch für den Wohnhausneubau s. 3t. einreichte, hatte er mit angeführt, daß zwei kleine Wirtschaftshäuschen auf seinem Hof abgebrochen werden, um dadurch den gesetzlich vorgeschriebenen Hofraum von ein Fünftel des ganzen Baugeländes zu bekommen. Es hat sich aber herausgestellt, daß er diese beiden kleinen Gebäude sehr nötig brauche und riß dieselben nicht ab, die Folge war ein Polizeibefehl. Jest bittet Löber jr., nachdem er für seine beim æreisausschuß dagegen eingelegte Berufung um Vertagung eingekommen ist, nachträglich, man möge ihm die Genehmigung betr. der beiden Häuschen zusprechen, was auch auf besondere Befürwortung seitens des Beigeordneten Georgi und der Stadtv. Kirch, Haubach und Schaffstaedt geschah, weil das Wohnhaus ein Eckhaus ist und von zwei Straßen man nach dem Hof fann. Punkt 3: Baugesuch des Wilhelm Seipp III. für ein am Großen Steinweg zu errichtendes Wohnhaus in der Höhe von 14,10 m wird ebenfalls genehmigt. Die höchst zulässige Höhe für ein Wohnhaus in Gießen ist 11,50 m, da Seipp aber freiwillig einen Vorgarten liegen läßt, hatte die Baudeputation das Gesuch zur Annahme befürwortet. Punkt 4: Baugesuch von Friz Egly für seinen Neubau am Brandplatz, wurde abgelehnt mit der Motivierung, daß, als der Bau erst auf Sockelhöhe heraus war, der Bauleiter auf die von der Bau- Ordnung abweichend aufge: führten Schornsteine aufmerksam gemacht worden sei und damals eine Aenderung noch verhältnismäßig leicht hätte vorgenommen werden können. Für ein heute dahin gehendes Gesuch, die Schornsteine in der ausgeführten Art zu genehmigen, gut zu heißen, läge fein stichhaltiger Grund vor. Punkt 5: Baugesuch des Joh. Otto Schneider für ein Wohnhaus an der Ebelstraße, wurde debattelos genehmigt. Punkt 6: Festsetzung der Fluchtlinie für Teufels lustgärtchen, fand ebenfalls einstimmige Annahme. Antragsteller hierzu war Frizz Nowack, welcher auf seinem dort käuflich erworbenen Grundstück demnächst bauen will. Punkt 7: Die Fluchtlinie der großen Mühlgasse auf Vorschlag der Baudeputation um 50 cm nach Süden zu verlegen, fand die Zustimmung der Stadtberordneten.- Punkt 8: Erwerb bezw. Enteignung von Gelände zur Keplerstraße, zeitigte eine längere Debatte. Oberbürgermeister Mecum bemerkte, freien Zeit der V laffen werden solle. Ueberzeugung, das Entlassung aus der fein werden, für erforderlich sei. Mainz, Kaffel u im Rochen den Ma Je eine Stunde Sem Stundenpla chen im Kochen der Stadt dar 1000 Mart, die für Beschaffung 500 Mart; es fich die Neueine Haushaltungstu Ifommen. Die Sympatisch gegen Öffentliche folgte. mad 3 ftündige * Priva Biebung der Heffi folgende Gewinne 20 000 Mt auf 70444. 5000 ME. 9. 9649, 1605, 1 21857, 31994. Labukall LindenRingo Grau We Telephon: Keplerftrage dem hierbei chultheiß ber geboten. Die ift 1322 q Eigentüme fofortige Ent und Löbe cichlagen un Haubad rem Gelände folgte Zurüd putation. zwischen de Straßenfront eine geral Was Carle icht bekommt Bunft 10: ie Eisenbahn gung des am renden Jahr rn zu können enden, wenn eges der alt ben ihre Ge Des Geschäfts nalen Ge ines Blaze beraten und en. Es sind arten und da e freigegela r, damit ach Pfing die Pfight es ersten nach it borgefchen. bon Ersaz chule, wurde turm- Würz va- Besen: ( Bunft 13) Oro Stüd. Fuhrleist hst jeden der S erhielt die Karl Guler 4 zer H. Noll 7. g von Stein nt für 1904 für die nicht Bunft 16: Be hrte Pflafter usgesprochen gsberich intnis genom nangtommiffion wiesen worden. gere Distuffion Beigeordneten zu wirtschaften, it in dieser Be to. Leib frag wie früher ießftänden sp t den gleicha ll beim Regi 18: Boran im Sinne des genehmigt. Den ngegenüber. Bu afferwerts für vei legten Jahre vert feinen b ering angefeßter mme welche de rumm anteg etwas rascher en geschehen nungen zu bes um erklärt, daß en in dieſem zu empfehlen lich in der bisführt.( 8urage in diesem ng genehmigte genehmigt. Dem Vorschlag des Stadtv. Kirch: den Weglarer Weg gleich in seiner ganzen Länge auszubauen, da in diesem Stadtteil ein ganz reger Verkehr vorhanden sei, soll nach gewordener Mitteilung des Oberbürgermeisters im Laufe bes Sommers näher getreten werden. Auch wird, vielleicht jezt schon, der Anregung des Stadtv. Schmall: rechts über die Eisenbahnbrücke an der Ecke des Verbindungswegs eine Bedürfnisanstalt für beide Geschlechter zu errichten, stattgegeben. Punkt 24: Einzäunung und Bepflanzung des aufgefüllten Schweinemarktes wird angenommen. Roften punkt 350 Mt. Der folgende Punkt: Statut betr. die Bildung einer Deputation für das Gas-, Wasser- und Eeftrizitätswert hatte eine längere Beratung zur Folge. Es lag ein vom Beigeordneten Curschmann ausgearbeitetes Statut vor, welches sich im Grunde genommen wenig von dem aus dem Jahre 1888 abweicht, aber doch die Mitbestimmung der Stadtverordneten besonders in einem für die ganze Stadt wichtigen Punkte, das ist die Festsetzung der Kotspreise, beschränken würde. Stadtv. Kirch beantragt mit einer merklichen Entschiedenheit unter Berufung auf früher stattgefundene längere De batten gerade über den gleichen Fall( Kotspreise), daß die Stadtverordneten auch fernerhin hierfür maßgebend sein sollen und dies nicht, wie das neue Statut es vorsieht, der betr. Deputation es überläßt. Sollten eilige große Kofslieferungen vorkommen, so fann die Deputation das Vertrauen in die Stadtverordnetenversammlung seßen, daß auch nach träglich Preis und sonstige Konditionen genehmigt werden. Gleicher Meinung waren auch die Stadtv. Jann, Schmall und Krumm. Puntt 26: Die Wasser versorgung der Gärten am Nahrungsberg, wurde dahin gehend geregelt, daß die dortigen Gartenbesizer, welche bisher It. Vertrag pro Jahr 15 Mt. dafür zahlen mußten und gegen diesen dem Wasserverbrauch nach hohen Preis sich beschwert haben- jezt eine Mindestabgabe von fährlich 8 Met. leisten sollen und dafür bis zu 12 cbm Wasser verbrauchen können. Wird mehr verbraucht als 12 kbm, so ist pro kbm 25 Pfg. zu zahlen. Bunft 27: Vertrag zwischen F. Noll und Theaterdirektor Steingoetter für 1904/05, wurde anerkannt. Es dreht sich um einen höheren Zuschuß zur Pacht, da der Wirt statt 42 Mt. jest 45 Wcf. für Benußung des Saales verlangt. Bei Punkt 27 handelt es sich um die Ule bertragung der Jagtpacht an Herrn Fabrikant Heinrich Schirmer. Es erfolgte einstimmige Genehmigung. Punkt 28: Errin tung einer Biegenzuchtstation in Gießen. Oberbürgermeister Mecum giebt von einem diesbezüglichen Schreiben des Landwirtsch. Provinzialvereins Kenntnis, in welchem die weniger gute finanzielle Lage der Ziegenzuchtverein Gießen, welcher bisher die Haltung der Ziegenböcke hatte, berührt und es sehr leicht möglich sein kann, daß die Stadt die Ziegenbockhaltung selbst übernehmen muß, würde sie mit höherem Zuschuß als bisher die Sache nicht unterstützen. Es wurden bis 400 Mt. bewilligt. Die Punkte 31-33 betrafen Wirtschaftsgesuche des Ludwig Abel( vier Jahreszeiten), der Ehefrau Elise Kleiß( Westendhalle) und des Wilhelm Schneider( Alte Post, Wauthorstraße). Das erstere wurde nur genehmigt, für die beiden anderen hatte die WirtschaftsKommission die Bedürfnisfrage nicht gut geheißen. Der lezte Punkt der Tagesordnung: Haushaltung 8- unterricht an der Volksschule wurde, nachdem die Schulfommission sich bereits damit befaßt, auch angenommen und wird derselbe in dem Schulunterricht der obersten Mädchenklasse eine Veränderung bringen. Oberbürgermeister Mecum berichtete dazu, daß die in den letzten Jahren stattgefundenen Haushaltungsfurse wenig Teilnehmerinnen gehabt hätten, weil der Unterricht während der freien Zeit der Mädchen gewesen sei und darum fallen gelassen werden solle. Im Schulvorstand ist man aber der Ueberzeugung, das eine gründliche praktische Vorbildung im Kochen den Mädchen, besonders denen welche nach ihrer Entlassung aus der Schule nicht direkt im Haushalt tätig sein werden, für unsere jezigen Verhältnisse unbedingt erforderlich sei. Gleiche Einrichtungen haben z. B. Mainz, Kassel und Karlsruhe schon seit einiger Zeit. Je eine Stunde Gesangs- und Turnuntericht soll an dem Stundenplan gekürzt werden und dafür die Mädchen im Kochen unterrichtet werden. Die jährlichen der Stadt daraus entstehenden Ausgaben betragen 1000 Mart, die jetzt erforderliche einmalige Ausgabe für Beschaffung weiterer Kochgeschirre und eines Herdes 500 Mart; es ſei aber gleich erwähnt, daß bewährt ſich die Neueinrichtung – dann die jedes Jahr für den Haushaltungskursus eingesetzten 500 Marf in Wegfall Lokales. ** Privattelegramm. Anläßlich des Geburtstages der leider so früh verstorbenen Prinzessin Elisabeth hat der Großherzog das Allgemeinen Ehrenzeichen für langjährige Dienste verliehen der Karoline Kloß aus Hausen, welche 26 Jahre in Diensten der Frau Wtwe. Weikhardt geb. Küfer zu Buzbach steht, und der Gertrude Braun aus Nieder- Mörlen, welche ebenfalls 26 Jahre beim Herrn Lorenz Schlitz daselbst dient. Das Goldene Kreuz erhielt die Margarethe Schmidt aus Weickartshain für ihre 27jährige treue Dienstzeit in der Familie Dehl zu Grünberg. ** Der Finanz ausschuß der zweiten Kammer hat die Regierungsvorlage betreffend den Umbau des Hoftheaters zu Darmstadt mit allen gegen die Stimmen der Abgg. Hirschel und Ulrich angenommen und zwar mit einem Amendement Molthan, wonach der aus dem Domänenacquisitionsfonds geleistete Zuschuß um den weiteren für eine Dienstwohnung vorgesehenen Betrag von 50,000 Mark gekürzt wird. ** Versetzt. Pfarverwalter Schulz von FriedbergFauerbach wurde in gleicher Eigenschaft nach Gießen versetzt. ** Bei der dieser Tage am Realgymnasium in Gießen stattgehabten Abiturienten- Prüfung haben sämtliche 21 Realgymnasiasten die Prüfung bestanden. * * Stadttheater Gießen. Es sei nochmals in legter Stunde auf das heutige Gastspiel der Nachtasyl- Tournee hingewiesen, die schon bei ihrem ersten, so außerordentliches Interesse erregt hatte. Eine weitere Wiederholung des Gastspiels ist ausgeschlossen. Am Sonntag, den 13. März, geht als Benefiz für den beliebten Charakterkomiter unserer Bühne, Herrn Oito Conradi, Kneis is übermütige Posse Papageno" in Szene. * " Der Fahrplan der Bußbach Licher Eisenbahn, der soeben veröffentlicht wird, weist 4 Züge von Buzbach und 4 von Lich auf. Der erste Zug verläßt Bußbach früh 8 Uhr und erreicht Lich um 9 Uhr, der zweite 1.20 Uhr von Buzzbach ist 2.20 Uhr in Lich; der dritte Zug geht in Butzbach 7.20 Uhr ab und geht nur bis Muschenheim, wo er 7.58 ankommt, der lezte Zug von Buzbach geht 9.30 Uhr ab und erreicht Lich um 10.30 Uhr. Von Lich geht der erste Zug 6 Uhr und ist um 7 Uhr in Butzbach, der zweite Zug geht 9.30 Uhr ab und trifft in Butzbach 10.30 Uhr ein, der dritte Bug geht 3.20 Uhr ab und ist 4.20 in Buzbach, der letzte Zug geht nicht in Lich, sondern in Muschenheim 8.08 Uhr ab und trifft im Buzbach um 8.36 Uhr ein. Im übrigen wundert man sich aber, daß nach allen Vorausgegangenen der Aba. Jouß die Bekanntmachung des Fahrplans noch als Direktor unterzeichnet. ** Was erwarten die Handlungsgehilfen vom neuen Reichstage. 11 ber dieses Thema sprach deutsch- nationalen Handlungsgehilfenverbandes ein gestern Abend im Auftrage der Gießener Ortsgruppe des Herr Pein. Nach einem furzen Rückblick auf die vor dem Jahre 1870 so gänzlich ruhende soziale Gefeßgebung, fam er auf den nach diesem Zeitpunkt eingetretenen frischen Wind der gefeß zu sprechen und knüpfte daran den Beweis, wie wichtig Sozialreform", z. B. auf das 1878 entstandene Haftpflichtes gerade für die Handlungsgehitfen sei, sich einen möglichst großen Einfluß auf die Gesetzgebung zu sichern. Wie weit einen solchen Einfluß der rührige deutsch- nationale Handlungsgehilfenverband heute schon besite, zeige zur Genüge die Tatsache, daß z. B. jüngst bei der Debatte über faufmännische Schiedsgerichte, Graf Posadowski entgegen der Gutachten aller anderen Verbände wie auch der Handelskammern, die einen Anschluß an die Amtsgerichte wünschten, die Ansicht Schiedsgerichte den Gewerbegerichten angegliedert werden des doch noch so jungen Verbandes, daß kaufmännische Mißstände wären nun allerdings noch zu verhindern, so sei müßten, als allein richtig und maßgebend anerkannte. Einige es nicht richtig, daß nur Städte über 20 000 Einwohner ein derartiges Institut bekommen sollten, ferner wäre nach den jezigen Verhältnissen ein Wahlrecht der weiblichen Angestellten nicht am Plage, und drittens sei die Bezeichnung von Rechtsanwälten von 8unftjuristen" wegen Gefahr Auch sei der allzulanger Prozeßdauer nicht am Blaze. der Kontorarbeit, der Einrichtung von HandlungsgehilfenVerband eifrig an der Arbeit, die Regierung zur Regelung fammern 2c. zu bestimmen. In der darauf folgenden freien Aussprache suchte Herr Rechtsanwalt Kaufmann die Zunftjuristen" in humoristischer Weise in ein etwas besseres Licht zu stellen und der Herr von Bein antwortete in gleich liebenswürdiger Weise.- Wie wir hören, hat der Verband eine Anzahl Neuaufnahmen zu verzeichnen. tommen. Die Stadtverordneten stehen der neuen Sache ** Die Frühlingsboten stellen sich ein; die Beigeordneter sympatisch gegenüber. Damit war die öffentliche Sihung Geflogenheiten nach 3 stündiger Beratung zu Ende und eine nicht- Schwalben und Störche fehren aus dem Süden zurück und ziehen in großen Schaaren, wie uns ein aufmerksamer ab, wie das öffentliche folgte. Beobachter mitteilt, threr alten Heimat zu. Es regt sich schon in Baum und Strauch, der Haselstrauch trägt schon " Lämmchen" und Mutter Erde schickt sich an, sich neu mit frischem Grün zu schmücken. Ein geschäßter Leser brachte uns gestern sogar schon einen Schmetterling, der zu früh das Licht der Welt erblickt, den kommenden Frühling fündet. + Weglar, 9. März. Auf dem heutigen hiesigen Viehmarkte wurden aufgetrieben: 350 Schweine und 180 Stück Rindvieh. des Stadt nehmigt; des 11. März 1904. Privattelegramm. Bei der heutigen ziehung der Heſſiſch- Thüringischen Landeslotterie wurden erätehalle folgende Gewinne gezogen: 40000 Mt. auf Nr. 2821, auf dem alten 20000 Mk auf Nr. 97804, 10 000 Mt. auf Nr. 25666, er Gerätehalle 70444. 5000 Mt. auf Nr. 23077, 34179. 3000 Mt. auf eistereigebäude. Nr. 9649, 1605, 13654, 18202, 19335, 19433, 21173, nit 13 500 t. 21857, 31994. garten genügt Der Kanalisation cräte im Freten e Stadtgärtnerei Den Kellerräumen was für einen fann. Puntt 22: Frantfurter bis Bunft 23: Aus hen Frankfurter auf den Bahn Cabnkalk- Industrie GrossenLinden- Giessen. Inhaber: Carl Haas junior. Sießen. Ringofen Kalkwerke. O Fantjurt Grau- Weiß Stückkalk foie Sackkalk furzer Debatte stets vorrätig. Telephon: Kalfwerke Nr. 200, Kontor Nr. 282. Schotten, 7. März. Die Attien- Molkerei Kromm Freibant. Ochsenfleisch 56. Heute und Morgen. Möbl. Zimmer per 1. März zu vermieten. Gießen, Marktraße 11. Hilfe. Blutftod. Timerman Danbringen. hat am 1. März den Betrieb eingestellt. Die Genessenschafts- Molkerei„ Hoherodskopf" hat die Geräte u. s. w. für 3000 Mt. erworben. = Marburg. Herr Professor Dr. Weckßler, der an hiesiger Universität mit Abhaltung von Vorlesungen beauftragt war, hat einen Ruf als Ordinarius an die Universität Basel abgelehnt. Er wurde zum Extraord narius der Universität Marburg ernannt. Kesselbach, 10. März. Bei der gestrigen Beigeordnetenwahl wurde Gastwirt L. Weber mit 38 Stimmen von 65 gewählt. Der seitherige Beigeordneter J. Schomber II. erhielt 21 Stimmen. = Frankfurt a. M., 10. März. Der Bankier short Jaffe, der gestern Abend seinem Leben durch Grschießen ein Ende gemacht hat, hatte den größten Teil seines persönlichen Vermögens in südafrikanischen Minenaktien verspekulirt. -- Mainz, 10. März. Dem Beigeordneten Dr. Schmidt wurde der Titel„ Bürgermeister" verliehen. = Darmstadt, 9. März. Bis jetzt sind im Fall Schade Forderungen in Höhe von 700 000 Mt. angemeldet worden. Die Gesamtforderung dürfte sich ungefähr auf 1 Million belaufen. XDarmstadt, 10. März. In der heutigen Verhand lung gegen Geheimrat Lepsius, famen zumeist Schriftstücke und Urkunden zur Verlesung. Der Angeklagte bestritt jede Schuld und behielt sich nähere Ausführungen in seiner Verteidigung vor. Um 6 Uhr wurde abgebrochen. Freitag früh wir Ministerialrat Braun vor der Zeugenvernehmung einige Fragen an den Angeklagten richten. Es sind 13 Zeugen geladen. Die Geschenke des Kommerzienrats Th. Stüßel- München, um die es sich handelt, sind im Verwaltungsgerichtshofsgebäude ausgestellt. Kassel, 10. März. In Borken( Main- Weser- Bahn) liegt eine bei dem Landwirt Wiederheld im Dienste stehende Magd seit Montag früh ununterbrochen im Schlaf. Neueste Nachrichten. Ueber Berlin wird uns folgendes gemeldet: < Dresden, 11. März. Die Mehrheit der Abgeordneten der Zweiten Kammer reichte bei der Regierung eine Interpellation ein, wie sich die Regierung nach der Aufhebung des Jesuitenparagraphen zu der Bestimmung der sächsiischen Verfassung stelle, nach der neue Orden in Sachsen nicht aufgenommen werden dürfen. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Lätare, Sonntag, den 13. März. Gottesdienst In der Stadtkirche. Vormittags 9,30 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. Abends 6 Uhr: Siehe Johanneskirche. Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde. Mittwoch, den 16. März, ab. 6 Uhr: 5. Passionsandacht. Pfarrer D. Schlosser. In der Johanneskirche. Vormittags 9,30 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannesgemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 6 Uhr: Pfarrer Euler. Montag, den 14. März, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text Galaterbrief Kap. 6. Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. Samstag, den 12. März. Nachmittags um 5 Uhr und Abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 13. März. 4. Fastensonntag. Vorm. von 6,30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. „ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil Kommunion. " " um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. um 9,30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachm. um 5,30 Uhr: Chriftenlehre; darauf Andacht. Mittwoch Abend um 6 Uhr ist Fasten- Andacht. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. In der Synagoge, Südanlage. Sabathfeier am 12. März 1904. Vorabend 6.00 Uhr. Samstag vorm. 8.30 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabathausgang 7.05 Uhr. Wochengottesdienst: Morg. 7.00 Uhr, Ab. 6.00 Uhr. Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann ente geräucherte Es gratulieren Wilhelm Becher Frankfurter Bratwürstchen zu seinem 29. Wiegenfeste und bringen ihm ein dreifach donnerntes Hoch daß es in der Schulgaß schallt und bei Wirt Lepper wiederhallt. E.K.W.H.O.F.S.L.M.W.E.K à Paar 25, 30 und 35 Pfg. empfiehlt in bekannter Güte Friedrich Schreiner, Mekgermeister, Gießen. Selter weg. Schöne Wohnung, ¤¤¤¤¤ ( 4 Zimmer), mitten der Stadt gelegen, billig zu verm. Näh. in der Erv. d. Bl. Kleines Logis Samburg. Fichtestr. 33. zu verm. Seltersweg 50. Schöne möbl. Zimmer Grünberg. auf Wunsch Wohn- und Schlaf- 3 Bimmern und Küche nebst zuSchöne Wohnung, bestehend a. zimmer, mit oder ohne Pension zu vermieten. Gießen, Bismarckstraße 17. behör, inmitten der Stadt gelegen, zum 1. April zu vermieten. Bei wem sagt die Erp. d. Bl. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Armenkasse Gießen für 1904 liegt von heute an 8 Tage lang auf dem Bureau des Armenamtes, Neuen- Bäue 25, zu Jedermanns Einsicht offen. Während dieser Zeit können Einwendungen gegen denselben erhoben werden. Gießen, den 11. März 1904. Die Armendeputation der Stadt Cießen. Curschmann. Bekanntmachung. Der Burggraben wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von Donnerstag, den 10. I. Mts. an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 9. März 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Frühjahrs- Pferdemarkt in Gießen. Wie in früheren Jahren beabsichtigen wir auch bei dem am Mittwoch, den 16. März d. Js. stattfinden den Pferdemarkt eine Pferdeschau mit Prämiierung abzuhalten und zwar speziell für im Privatbesitz befindliche Reit-, Wagen- und Arbeitspferde; dieselben können unter dem Reiter, ein, zwei: oder vierspännig, auch im Geschirr vorgeführt werden. Die Prämiierung beginnt vormittags 11 Uhr, die Vorführung und Preisverteilung vormittags 122 Uhr in dem hierfür vorgesehenen Prämiierungsring. Während der Vorführung der prämiierten Pferde und Wagen Konzert der hiesigen Regimentskapelle. Es gelangen nur Ehrenpreise zur Verteilung. Anmeldungen haben bis zum Montag, den 14. März bei Herrn August Schwan, Weinhändler in Gießen zu erfolgen. Pferdebesitzer laden wir zur Beteiligung ergebenst ein. Gießen, 7. März 1904. Die städtische Pferdemarktkommission. Jean Kirch. III. Selfisch- Thüringische Staatslotterie ( Mitteldeutsche Staatslotterie) Bichung VI. Klaffe.( 4. Tag) 10. März 1904. Sielbau Gießen. Zur Fortsetzung der Sielbauten in der ProvinzialHauptstadt Gießen sind nachstehende Arbeiten einschl. Lieferung der nicht bauseitig beschafften Materialien zu bergeben. Die Ausschreibung umfaßt: 325 m Mauertanälen, Profil 120/150 cm, 19 600 m Tonrohrtanälen von 20-50 cm Durchm. 12120 m Zementrohrkanälen von 25-90 cm Durch messer Höhere u. Erweiterte Mädchenschule zu Gießen. - Die Anmeldungen neu eintretender Schülerinnen einerlei welchen Alters sollen in Zukunft nicht mehr bei Beginn des neuen, sondern vor Ablauf des alten Schuljahres erfolgen. Die diesjährigen Anmeldungen haben bis spätestens zum 20. März zu geschehen und werden im Schulhause, Schillerstraße 8, an folgenden Tagen von dem Unterzeichneten entgegen genommen: Dienstag, 8., Samstag, 12., Dienstag 15., und Samsmit allen Nebenarbeiten. tag, 19. März, jedesmal von 10 bis 1 Uhr. Vorzulegen Bedingungen und Angebotsformulare ausschließlich find: Impf- und Geburtsschein, letterer mit unterder Zeichnungen können gegen porto- und beſtellgeldfreie strichenem Rufnamen; bei Kindern, die über 12 Jahre Einsendung von 5 Mark durch das Städtische Tief- alt sind, eine Bescheinigung über geschehene zweite Impfung; bei Kindern, die aus einer anderen Schule kommen, bauamt, Bürgermeistereigebäude, Zimmer Nr. 6 bezogen werden. Ebendaselbst liegen die Zeichnungen ein Abgangszeugnis. Mädchen, die erst schulpflichtig und sonstige Verdingungsunterlagen während der Dienst- werden, sind bei der Anmeldung vorzustellen. stunden zur Einsicht offen. Auskunft erteilt außerdem Herr Oberbaurat Schmick, Darmstadt, Mühlstraße 60. Gießen, den 16. Februar 1904. Der Direktor: Dr. Stoeriko. Die Angebote sind versiegelt und mit der Aufschrift Maschinenbauer- Gesang- Verein ,, Angebot auf Herstellung von Sielbauarbeiten" bis zum 26. März, nachmittags 3 Uhr, Giessen. Samstag, den 12. März, abends 8½ Uhr im Vereinslokal Restauration Carlè bei vorgenanntem Amt einzureichen, woselbst die Eröff= nung der eingelaufenen Angebote im Beisein etwa er Ordentl. Generalversammlung. schienener Bewerber am genannten Termin erfolgt. Zuschlagsfrist 6 Wochen. Gießen, den 7. März 1904. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Brennholz- Versteigerung am Montag, den 14. März 1904 von Nachmittags 1 Uhr an in der Wirtschaft von Witwe Weisbrod zu Salzböden aus dem Gemeindewald Salzböden. Distritte: Heuserberg 10, Austück 5a, Austück 2b, Gehren, Faberstück. Eichen: 6 Rm. Scheit, 24 Rm. Knüppel, 172 Nm. Reiser, 17 Rm. Stöcke. Buchen: 49 Rm. Sheit, 101 Rm. Knüppel, 1902 Rm. Reiser. Fichten: 1 Rm. Scheit, 4 Nm. Knüppel, 65 Rm. Rsr. Aspen: 2 Rm. Knüppel. Totalität( Distrikt 6 und 14) Buchen: 11 Rm. Scheit, 12 Rm. Knüppel, 4 Rm. Stöcke, 22 Rm. Reiser. Krosdorf, den 10. März 1904. Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Mark gezogen. ( Ohne Gewähr.) 123 31 95 207 18 46 49 307 8 360 72 76 97 428 47 597 617 54 723 400] 95 861 938 79[ 400] 85 96 1000 138 98 338 507 10 664 705 9 40 337[ 400] 924 31 2001 26 32 78 117[ 400] 88 220 330 433[ 400] 94[ 400] 507 51 613 721 809 40 42[ 400] 997 99 3074 258 64 78 383 402 10 21 $ 33 37 72 710[ 1000] 20 819 35 940 4023 47 56 244 347[ 400] 56 58[ 1000] 74 132 59 507 37 40 696 741 88 847 908[ 10000] 49 93 5064 96 145 68 235 44 341[ 1000] 540 85 780 92 874 921[ 400] 77 6019 90 115 258 80 85 311[ 400] 26[ 400] 56 86 495 513 26 400| 636 93 122 97 822 29 44[ 400] 951 7012 18 90 118 283 366 76 430[ 1000] 61 79 502 52[ 400] 63 741 854 914 8064 82 150 61 69 281 91[ 400] 301 28 66 153 92[ 1000] 519[ 400] 66 87 641 58 80 82 719 86 90 958 85 96[ 400] 135[ 1000] 74 269 354 59 509 25 64 653 99 713 46[ 400] 57 71 881 ) 17[ 400] 10007 148[ 3000] 53[ 400] 87[ 400] 249 50 357 69 77 465 563 94 628 723[ 400] 76[ 400] 77 820 22 38 901 52 76 85 11008 40 107 28 391 126 66 504 35 48 608 23 55[ 400] 721 37 867 912 45 82 89 12002 21 117 57 219 24 68 99[ 400] 308 53[ 1000] 92 425 519 51 631 35[ 400] 711 19 54 815 17 46 917 82 13114 47 65[ 1000] 304[ 400] 45 525 27 95 617 51 789 823[ 400] 49 50[ 1000] 974 98 14008 26 64[ 400] 65 72 84 113 29 [ 1000] 99 309 25[ 400] 76 87 442 96 543 68 677[ 400] 833 77 15107 16 41[ 400] 75 288 352 515 42 66 658[ 1000] 715 24 31 32 300 10 934 16049 149 71 264[ 400] 319 34 58 81 87 439[ 1000] 44 62 72 92 592 634 37 50[ 400] 53[ 400] 786 839 52 57 90 17056 131 347 56 454 553 622 29 92[ 400] 757[ 400] 58 915[ 400] 83 18146 260 333 69 84 497 535[ 400] 99 634 68 76[ 1000] 742 46 918 42[ 400] 82[ 3000] 19007 74[ 400] 164 263[ 400] 72 448 56 516 92[ 1000] 608 30 53 704 29 852 65 67 95 937 20004 72 102[ 5000] 64 80[ 1000] 201 22 44[ 400] 51 74 76 528 41 47[ 400] 64 82 13000] 635 706 822 23 67 908 74 21122[ 400] 65 71 [ 400] 77 94 216[ 400] 67 350 408 14 86 750[ 400] 83[ 400] 941 71 22035 207 45 303 27[ 1000] 79 81 403 27 59 80 99 520 48 50 73 605 37 60 88 889 23031 36 117 81 226 393[ 1000] 413 20 26 52 68 500[ 400] 25 92 [ 1000] 936 61 24031 71 99 105[ 400] 281[ 1000] 96 374 418 30[ 1000] 54 508 18 70 641 756 85 830 57 917 25012 59[ 400] 193 251 54 327 91 424 84 555 635 865 73 77 26033 75 122 82 275 370 411 586 614 39 51[ 400] 71 92 704 837 73[ 400] 92 020 88 27047 89 187 243 331 78[ 400] 437 52 54 523 53[ 1000] 77 620 41 57 59 83 804 59 93 940 53[ 400] 94 28031 64 271[ 400] 97 304 56 442 505 33 62 69 695 739 14001 90 894 29008 17 99 116[ 400] 21 22 24 99 267[ 400] 308 19 87 459 513[ 400] 642[ 400] 82 818 48 56[ 400] 99 995 30025 39 45[ 400] 102 46 72[ 400] 99 316 43 406 26 34 99[ 400] 501[ 400] 85 614 43 49 67 708 28 47 79 82 840 81 909 31175 292 332 42 407[ 8000] 96 692( 1000] 722 57 815 921 25 31 32[ 400] 55 32028 49 72 143 65 319 30 431 64 65 585[ 400] 646 51 727 33[ 400] 51 88 820 30 94[ 1000] 929 73[ 400] 33038 182 95 218 99 401 7[ 1000] 512 14 98 679 [ 400] 94 752 60 91 857 81 34001 111 43[ 400] 93[ 400] 303[ 3000] 5 9[ 1000] 73 422[ 400] 561[ 400] 63[ 5000] 602 60 68 750[ 400] 73 863 919 31[ 400] 58 98[ 400] 35045 46[ 400] 427 73[ 400] 706[ 400] 14 67 807 24 930 71 36038 100 22 32[ 1000] 203 11 29 34 59 319 410 74 513 55 70 90 677 750 71 854 931 37029 125 33 46 81 88 236 76 358 74 81 82 94 445[ 400] 75 80 [ 400] 535 704 20 25 44[ 400] 85 819 72[ 1000 89 99 959 76 38003 84 172 84 87[ 400] 243[ 400] 339 476 85 578[ 1000] 663 712 47 805 84 95 919 39025 55 117[ 400] 26 93 235 336[ 1000] 68 87[ 400] 91[ 1000] 492 500 624 793 902 34 40290 362 63 428 82 513 630 67 783 820 35 911 62 77 41016[ 400] 35 77 86 114 217 94 97 303[ 400] 405 86 544 94 98 608[ 400] 41 50 713 52 864 73 42111 52 75 224 1000] 50[ 400] 97 363 69 88 404 35 42 580 [ 1000] 81 613[ 400] 30 60 67 703 78[ 400] 82 865 948[ 1000] 43006 62 [ 1000] 77 96 98 125 30 65 67 443 69 530 42 632[ 400] 82 86 721[ 400] 72[ 400] 823 30 42[ 400] 47[ 1000 55[ 1000] 940 44013 56 103 8 247 [ 400 363 416 19 24 41 82[ 400] 531 70 79[ 1000] 625 45 84 708[ 1000 13 803 962 75 45055 107 248 422 40 57 80[ 400] 517 19 46 620 49 77 94 747 92[ 1000] 820 39[ 1000] 79 987[ 1000] 46117 231 78 94 342 427 44 511 12 28[ 1000 611 720 989 47118 34 297 300 74[ 1000 409 43 58 646 74 95 769 827 921 75 48145 64[ 400] 67 98 202 45 86 98 308 429 508 30 726[ 1000] 48[ 400] 96 836 902[ 400 91 99 49037 50 173 93[ 400] 350 464 504 652 98 726[ 1000] 62 81 96[ 400] 850 86 94 920 34[ 400] 50062 219 41 77 312 37 42[ 400] 91[ 400] 98 441 619 33 58[ 400] 61 65 67 86 722 45[ 100] 54 81 811 37 55 70 72 78 82 95 51035 118 Das Bürgermeisteramt. Sonntag, den 13. März, nachmittags 2½ Uhr Gesangsprobe:„ Liebigshöhe". Servelatwurst Der Vorstand. Schinkenwurst Schinken, roh u. gekocht Wettwurst. Täglich: frischer Aufschnitt Carl 25 47 250 64 89 322 473 566 619[ 1000] 44[ 1000] 60[ 400] 788[ 400] 90 834 89[ 1000] 901 52011 89 195[ 400] 209 94[ 1000] 340 63 411[ 400] 526 43[ 1000] 99 748 802 57 93 97[ 5000] 901 31 77 82 85[ 1000] 53031 149 62 76 215 76[ 400] 317 404 15 41 43 82 524 50[ 1000] 76 636 726 78 809 24 49[ 400] 918[ 400] 31 54156 74[ 1000] 78 200[ 400] 307 13 524 39 613 42 708 85[ 4001 814[ 400 39 984 88 94 96 55029 118 20 39 56 222 29[ 400] 355 71 407 31 48 545 71 86[ 400] 97 635 75 89 709[ 400] 73 855 933 36[ 400] 48 56008 15 47 84 273 91 411 15[ 400] 30 45 500 13[ 400] 41[ 400] 63 96 624 39 68 79 704 32 57033[ 1000] 63 232 67 76 302 57 89[ 400] 92 805[ 400] 904 83 89 431 43 54 66 74 83 592[ 1000] 603 4[ 400] 25 837 57[ 400] 980 58019 181 249 348 50 435 522 40 65 97[ 1000] 667 74 702 13[ 1000] 831[ 1000] 88 96[ 400] 900 38 59085 99 110 13 45 61[ 400] 70 213 65 316 38 70 88 411 53 56 723 40 73[ 400] 74[ 400] 89 830 70 937 60058 68 94 194 214 46 48 364 525[ 400] 71 86 658 724 816 97 925 55 77 61063 97 99 129 211 62[ 400] 315 53 405[ 400] 19 507 54 [ 400] 69 616 703 6 53 74 98 868 80 91 927 62055 112 28 43 77 220 36 335[ 400] 45 87 407 82 576 630 91 725 33 73 75 808 974 63011 27 60 89 116 338 427 40 503 10 44 70 78 619[ 400] 34 52 725 85 873 931 36 76 86 64071[ 400 89 123 70 79[ 400] 271 99 337 407[ 1000] 49 500 [ 400] 9 45[ 400] 88 89 602[ 3000] 5[ 5000] 52[ 1000] 723 70[ 1000] 80 95 865 98 923 65049 59 72 118 72[ 400] 77 256[ 1000] 335[ 1000] 59 408 51 72 82 601 48 791 800 40 73 66032 53[ 400] 136 91 294 376 422 50 520 48 647 82 732 65 886 963 67029 58 100[ 400] 21 35 52 58[ 1000] 72 209 [ 400] 11 65[ 1000] 303 7 26 86 401 26 653 92 760 75[ 3000] 818 32 40 99 961[ 400] 68028 67 83 169[ 400] 214 64[ 1000] 76 84 341 503 85 [ 3000 99[ 400] 607 18 68 864[ 400] 84 951 56 69114[ 400] 55 303[ 400] 22 33 489 516 21 48 98 604 12 55 93[ 400] 739 823 32[ 1000 35 57 961 66 70012[ 400] 72[ 400] 110 44 204 33 60 65 315 72 434 48 91 517 [ 1000] 29 50 727 94 813[ 10000] 28[ 400] 93 907 23 79[ 400] 71058 196 234 442 72 554 84 655[ 1000] 703 9 54 84 865 973 72004 137 70 241 61 90[ 3000] 91 327 433 86 515 27 61[ 400] 63 610[ 1000] 13 709 43 808 42[ 400] 66 73 916 47 79 73029( 1000] 31[ 400] 40 75[ 400 243 76 396 454 67[ 3000] 91[ 1000] 510 25 36 38[ 400] 70 80 96 609 35[ 1000] 782 850 54 919 27 74158 70[ 400] 209 69 405[ 400] 38[ 3000] 635[ 1000] 702 828 48 66 913[ 1000] 22 75084[ 1000] 139 56 93 225 27[ 400] 35 37 40 94 314[ 400 400 [ 400] 27[ 1000] 60[ 400] 87 613 29[ 1000] 710[ 1000 11 30 400] 48 55 1400 891 946 76005[ 1000] 211[ 1000] 93 304 29[ 400] 30 78 412 55 63 68 545 797 858 902[ 1000] 29 32 36 55 85 98 77094 168 79 231 58 321 440 48 560 74 603 62 811 72 983 78020[ 400] 89 115[ 400] 41 74 [ 400] 90 217 44[ 400] 56 314 419 34 51 507 14 33 45[ 1000) 59 651 87 847[ 400] 62 76[ 400] 80 912[ 400] 27 67 79141[ 1000] 87 208[ 1000] 48 53 322 3000] 70[ 1000] 98[ 1000] 517 24 84 678 93 761 66 90 840 73 [ 1000] 984[ 1000] 91 80006 49 101 13 251 409 533[ 1000] 39 58[ 400] 634 37 65 701 34 96 809 51[ 400] 81092 144 207 35[ 1000] 352[ 400] 527 90 96 635[ 1000] 45 809 81 901[ 400] 25 75 82118[ 400] 69[ 400] 295 349 425 546 684 [ 400] 85 703 53 81 832 933 83020 22 24 25 87 90 175 265 67 377 78 408 69[ 1000] 539 87 95 789 843 69[ 1000] 82 84004 12 28[ 400] 107 33[ 400] 53 95 212 14 38 315 91[ 1000] 415 533 49 82 617 718 872 85 85037 54 94 97[ 400] 116 20 28 31 87 296[ 400] 304[ 400] 433 74 82 86 506 26 98[ 1000] 687 97[ 3000] 731[ 400] 47 813 929 35 86020 48 49 71 87 130 54 62 73[ 400] 203 18 81 336 460 523 609 48 749 802 39 87031[ 400] 34 276 85 441 59 519[ 400] 40[ 400] 75[ 1000] 85 786 90 810 30[ 400] 74 975 88096 175[ 400] 86 227 59[ 1000] 318 87 596[ 400] 697 716 826 67[ 400 74 84 916 43 76 86 89019 36[ 400] 38 109 208 34 432 91 526[ 400] 91 613 19 93 729 44[ 400] 65 957[ 400] 71 90134[ 400] 09 78 261 62 404 45 46 75[ 400] 555 650 717 47[ 400] 911 82 84 870 913 20 91033 43 130 000] 71 99 120 54 256 303 45[ 400] 60 [ 400] 66 83 99 548 69 72 79 82[ 400] 90 97 601 28 99 746 67 84[ 400] 86 817 92017 37 112 71 490] 204[ 400] 9 65 316 20[ 400] 21 405 23 25 26 36 65[ 400] 73 90 579 631 785 86[ 400] 876 77[ 1000] 85 92 949 93026 31 33 184 229 96 302 42 44[ 400 48[ 400] 426 50 70 78 93 500 [ 1000] 7 60 635 38 41 69 83 98 812[ 400] 30 85 1400] 87 983 94005 246 65[ 400] 93 407 29 68 74 76 505[ 400] 43 54[ 400] 629 74 86 98 702[ 1000] 60 813[ 400] 17 66 91 971 95080 87 242 86 1000] 92 334 464[ 3000 529 72[ 400] 622 38 55 58[ 1000] 879 928 96020 23 99[ 1000| 120 32[ 1000] 37 201 25 53 344 89 93 400] 521[ 400] 45 62 675 707 79 820 54 97016[ 1000] 25 106 243 310 318 98 432 70 510 640 72 79 707 19 35 97 810 17[ 400] 24 906 39 46[ 400] 94 98072 73 106 46 208 53 389 94 415 27 516 26 33 35 53[ 400] 92 400 646 73 79 722[ 400 840 53[ 400] 68 72[ 400 959 99035 81 120 26 31 48 314 23 42 66[ 400 424 46 48 92 686 710[ 1000] 41 842 58 66 Nächste Ziehung: 11. März 1904. in kalt und warm empfiehlt Buss, Megger. Gießen. Marktplatz 5. - Neuen- Bäue staatl. tonz. Haupt- Kollekteur der Heff. Thüring.( Mitteld.) Staats- Lotterie. Richard Buchacker, Giessen. 11. Heate Wellfleisch mit Kraut. Morgen Samstag. Metzelsuppe. Wiener Hof. Beneidet sind Alle, die eine zarte, weiße Haut, rosiges, jugendfrisches Aussehen u. ein Gesicht ohne Sommersprossen u. Hautanreinigkeiten haben, daher gebrauchen Sie Radebeuler SteckenpferdLilienmilch- Seife echt á Stück 50 Pfg. bei: Adolf Bieler, Giessen, Viktoria- Drog., Marktstraße 5. Fahrräder- und Nähmaschinen= Versandt, Ersatzteile, Reparaturen Carl Graf Gießen. Kirchenplatz 15. an der Stadtkirche. Größte Spec. Reparaturwerkstatt Oberhessens. Ein wahrer Schatz für alle durch jugendliche Verirrungen Erkrankte ist das berühmte Werk: Dr. Retau's Selbstbewahrung 82. Aufl. Mit 27 Abbild. Preis Lese es Jeder, der an 3 Mark. den Folgen solcher Laster leidet. Tausende verdanken demselbes ihre Wiederherstellung. 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Frédéric C Vater und Sohn. en Erkrankte ist das durch jugendliche ahrer Schat Werk: de Buchhandlg. eumarkt 21, 8- Magazin in a beziehen durch ihre Wiederherusende verdanken n solcher Laster Lese es Jeder, deran Lit 27 Abbild. Preis .Retan's bewahrung erloren gegangen nung abzugebe gertal bis a Sof, Gießer n auf dem Weg Einband, ist ar tizbuch never einem Herzen, das einem Sumpfe gletcht, flackert nicht selten ein Flämmchen Geist wie ein Irrlicht. vermieten. Dörr, Gießen umer per 1. br öbliertes Wohr Inlage Itersweg 14. per 1. Juli ever nings, Bieber fofort gesucht Mädche thorft rage 15. mmler, Gilfen, Vater und Sohn. Novellette von Frédéric Carmon. ( Schluß.) ( Nachdruck verboten.) Dieses Bekenntnis ist schrecklich anzuhören und abzulegen," fuhr Herr v. Chantefort fort,„ es verlegt alle deine Gefühle, doch ich will alles gestehen und dir das geheime zu retten!" Drama meines Lebens enthüllen, um dich zu schützen und Nach heftiger Kraftanstrengung sprach er weiter: Was ich dir gesagt, war mein Fall... Deine Mutter war gut, sanft, intelligent, sie liebte mich... doch ich liebte sie nicht; und das genügte, um mir alles, was von ihr kam, alles, zu lassen was sie tat, peinlich, widerwärtig und verhaßt erscheinen Dann eines Tages- ich zählte kaum 35 Jahre verliebte ich mich in ein junges Mädchen. Von diesem Augenblick an ward unser Leben entsetzlich! Der Gedanke, ich hätte dieses Mädchen, das ich liebte, heiraten können, wenn ich nicht eine Geldheirat gemacht, brachte mich fast um den Verstand! Der Anblick deiner Mutter ward mir zur Qual, ich verabscheute sie, und eines Abends an einem verdammten Abend, den ich nie vergessen werde, kam mir der gräßliche Gedanke:„ Wenn sie stürbe, wäre ich frei!" Roger zuckte zusammen, als wolle er aufspringen, doch sein Vater hielt ihn zurück. „ Höre mich bis zu Ende an Als dieser schreckliche Gedanke mir durch den Kopf schoß, stand deine Mutter bor mir. Wir befanden uns in dem Eßzimmer Da sah ich, wie sie mich mit großen, entsetzten Augen anblickte, mit den Händen in der Luft herumschlug und auf die Diele fiel. Der Graf schwieg, dann sagte er mit schluchzender Stimme: „ Sie war tot!... tot! Begreifst du!... Mein geheimer Wunsch hatte sie getötet!" ,,, Vater, Vater, das ist entsetzlich, was Sie mir da erzählen," rief Roger und erhob sich in heftiger Aufregung. ,, Wie mein Leben sich seitdem gestaltete," fuhr Herr v. Chantefort fort,„ kannst du dir denken! Mein Herz trägt eine Wunde, die nie vernarben wird! Ich blieb Witwer! Meine Seele wurde von Gewissensbissen_gemartert, denn stets stand die Erinnerung vor meinem Auge, denn ich war überzeugt, sie hatte meinen Gedanken in meinem Auge gelesen und war daran gestorben!" Atemlos, flehend und außer sich vor Angst rief er: „ Roger, mein geliebtes Kind, schwöre mir, schwöre, daß du nur eine Frau heiraten wirst, die du liebst: schwöre es mir!" Vater und Sohn blieben einen Augenblick stumm und zitternd vor einander stehen. Der Tag brach an; die der Wagen. Tausend wirre Laute deuteten darauf hin, daß Morgenröte färbte die Fenſter weiß. Man hörte das Rollen Paris erwachte. Roger schwankte einen Augenblick ein Kampf spielte sich in ihm ab. Dann warf er sich plötzlich in die Arme seines Vaters, der ihn zitternd vor Freude an die Brust drückte und rief:" Ja, Vater, mein armer Vater, ja, ich schwöre es Ihnen!" Herr v. Chantefort umschlang ihn leidenschaftlich, dann sprach er mit leiser Stimme das eine Wort:„ Dank!" Und seien Sie unbesorgt," fuhr Roger fort,„ ich werde unser Haus allein, ohne Hilfe einer Frau erheben! Unser Wir werden uns unser Vermögen wieder erwerben!" Name soll wieder den Glanz erhalten, den er verloren hat! den Kopf schüttelte. Ach, aber wie?" fragte der Graf, indem er ungläubig Roger machte sich aus seiner Umarmung los, deutete erhobenen Hauptes und leuchtenden Blickes auf die Stadt, die aus ihrem Schlummer erwachte und ihr Tagewerk begann, und rief mit fröhlicher Stimme: Mit meiner Arbeit, Vater!" Marktstraße 5. er, Giessen, * 50 Pfg. bei: ilch- Seife envferdRadebeuler En haben, daber Sommersproffen u isches Aussehen u zarte, weiße Har eidet iener Hof. g. Metzelsuppe Chessens. e Spec. rwerfitatt Stadttirde raturen schinenErsatzteile, der- und echenplatz 15. Graf EINST UND JETZT www Ein Diner Peters des Großen zu Spaa. Zur Zeit, als Rußlands berühmter Herrscher sich des Brunnens zu Spaa bediente, hielt sich auch der Staatsrat uud Canonicus von Lüttich, Herr de Launaye, daselbst auf. Er kam öfters mit dem Czar zuſammen und charakterisiert dessen dortige Lebensweise in einem Brief vom 27. Juli 1717 an Herrn von Passerat folgendermaßen:„ Am Freitag kam ich nach Spaa. Der Zar war gerade in einem Zelte. Ich nahm mir die Freiheit, ihm ein Becken voll Kirschen und Feigen aus meinem Garten zu präsentieren. Das war ihm sehr angenehm. Er machte sich sogleich darüber her und uneingedenk vermutlich, daß er am Morgen seine 21 Gläser Wasser zu sich genommen hatte, verzehrte er, ehe man sich's versah, ganze 12 Feigen und 6 Pfund Kirschen. Den Tag darauf erzeigte er mir die Ehre, mich zur Tafel zu bitten. Es wäre nicht halb recht, wenn ich Ihnen von dieser merkwürdigen Mahlzeit keine Beschreibung geben wollte, von der man mir sagte, daß Seine Majestät gewöhnlich so dinire. Die Tafel war eigentlich nur zu acht Couverts, aber man hatte das Geheimnis verstanden, zwölf Personen daran zu placiren. Der Zar saß obenan, in der Nachtmäte und ohne Halzbi: de, wir Uebrigen saßen längs um den Tisch her, aber wohl einen guten Fuß davon ab. Zwei Soldaten von der Garnison trugen jeder eine große Schüssel auf, in welcher platterdings gar nichts war, außer das am Rande irdene Näpfchen voll Bouillon standen, in deren jedem ein Stück Fleisch lag. Jeder nahm seinen Napf und stellte ihn vor seinen Teller hin. Dadurch entstand aber, die Entfernung von dem Tische selbst dazugenommen, eine solche Weitläufigkeit und Unbeholfenheit, daß man, um einen Löffel Suppe herauszuholen, den Arm soweit ausstrecken mußte, als wenn man rappiren sollte. Hatte man seine Bouillon auf und verlangte noch mehr, so sprach man ohne Umstände dem Napf des Nachbars zu, wie der Zar selbst, der mit dem Löffel in den Napf seines Kanzlers fuhr. Der Galeerenadmiral schien gar keinen Appetit zu haben, denn er amüsierte sich damit, an den Nägeln zu fauen. Nun kam ein Kerl, der sechs Bouteillen Wein auf die Tafel- nicht stellte, sondern gleich einer Hand voll Würfel hinkollerte. Der Zar nahm eine davon und schenkte jedem Gaste ein Glas davon ein. Mein Platz war neben dem Kanzler. Als dieser gewahr wurde, daß ich das Fleisch ohne Salz aß( denn leider stand nur ein einziges Salzfäßchen auf dem Tische, und zwar ganz am Ende neben dem Zar), so sagte er zu mir sehr artig:„ Wenn Sie Salz haben wollen, mein wertester Herr, so langen Sie nur ohne Umstände zu." Ich streckte nun meinen Arm geradewegs nach dem Plaze des Zaren hin aus und versorgte mich auf diese Art mit Salz für die ganze Mahlzeit. Auf dem Tische sah es schön aus! Fast aus allen Näpfen war Brühe auf das Tischtuch verschüttet, so auch der Wein, weil die Bouteillen nicht ordentlich zugepfropft wurden. Als man von der Tafel aufstand, war das Tischtuch über und über mit Fett und Wein getränkt. Nun kam das zweite Essen. Einem Soldaten, der eben zufällig an der Küche vorbeigegangen war, hatte man eine Schüssel aufgepackt, und da er darüber nicht Zeit gehabt hatte, seinen Hut abzunehmen, so schüttelte er beim Eintreten mit dem Kopf, damit er von selbem noch herunterfiele. Aber der Zar gab ihm ein Zeichen, er möge nur kommen, wie er wäre. Dies zweite Gericht bestand aus zwei Kälberkeulen und vier jungen Hühnern. Se. Majestät nahm das größte davon mit der bloßen Hand aus der Schüssel, hielt es sich prüfend unter die Nase und, nachdem er mir durch einen Wink zu verstehen gegeben, daß er es köstlich finde, war er so gnädig, es mir auf meinem Teller zu werfen. Der Nachtisch bestand aus einem Teller Biscuit aus Spaa, nach welchem man sich endlich von der Tafel erhob. Der Zar ging an ein Fenster. Hier fand er ein paar Lichtscherren, mit denen er, so voll Talg und angerostet sie auch waren, sich die Nägel putzte. Ich mußte mir alle mögliche Gewalt antun, um nicht in ein lautes Gelächter auszubrechen. c. 57. 3ger. . gefodt Freitag, den 11. März. dülerinnen nschule 1914 Oberbessische Familienzeitung. Tägliche Unterhaltungs- Beilage ber Gießener Neueste Nachrichten. Band and Berlag ber Stefener Berlagsbendersi, vorm. Wilh. Reller'sche Buchbruceroi( gegr. 1788); w: Iba ( 20. Fortsetzung.) Der Goldmarder. Original Roman von M. Bezold. Lange blieb Sabine in Nachdenken versunken, endlich hatte sie den Weg gefunden, der ihr geeignet schien, dieser quälenden Ungewißheit ein Ende zu machen. sch fühle mich nicht wohl," sagte sie, Herr v. Weis. weiler soll sich nicht bemühen, die Situng kann heute nicht stattfinden. Ich werde einige Zeilen an ihn schreiben, nimm eine Droschke und fahre zu ihm, aber nur ihm darfst du das Billet übergeben, verstanden?" „ Sehr wohl, gnädiges Fräulein," erwiderte Rosa mit bedenklicher Miene.„ Dieſes Billet wird freilich einen niederschlagenden Eindruck auf ihn machen Weshalb?" " Na, er wird ja auch zwischen den Zeilen lesen können, und dort findet er die Gewißheit, daß er nichts mehr hoffen darf." Sabine saß bereits am Schreibtisch, erschreckt legte sie die Feder wieder hin; sie sah nicht das triumphierende Lächeln ihrer Zofe, die hinter ihr stand. Man kann in jedem Briefe manches zwischen den Beilen lesen," sagte sie, indem sie die Feder aufnahm ,,, es kommt nur darauf an, wie und was man lesen will. Wenn Herr v. Weisweiler dich fragt, so antworte ihm, mein leichtes Unwohlsein werde mich nicht hindern, seinen Besuch zu empfangen, wenn er mir zu meinem Geburtsfeste persönlich gratulieren wolle." Sie schrieb rasch einige Zeilen nieder und versiegelte das Kuvert, dann sich wieder erhebend, überreichte sie es dem Mädchen. „ Nur ihm selbst!" befahl sie. ,, Und wenn er nicht zu Hause ist?" " So erkundige dich bei dem Dienstpersonal, wann er seine Wohnung verlassen hat. Kehre so rasch wie möglich zurück, ich nehme heute nicht jeden Besuch an, Du weißt, wie nötig du in diesem Falle bist." Rosa nickte verständnisvoll und eilte hinaus, Sabine warf einen prüfenden Blick auf die zierliche Stutzuhr, die auf dem Marmorsims des Kamins stand. „ Erst elf Uhr," sagte sie leise, in einer halben Stunde spätestens kann Rosa zurück sein, bis dahin ist noch kein Besuch zu erwarten. Er liebt mich, gütiger Himmel, erhalte mir das teure Leben! Wenn die Kugel des Gegners sein Herz durchbohrt hätte nein, nein, fort mit diesen entsetzlichen Gedanken, so grausam kann der Himmel nicht sein. Hätte er nur ein Wort geredet, wie viele trübe Stunden würde er uns beiden dadurch erspart haben, Eisersucht war's, was ihn trieb, den vermeintlichen Gegner zu beleidigen, um ihn zum Duell zu zwingen. Wie unbedacht! Geht er als Sieger aus diesem Kampf hervor, so muß er fliehen aber ich folge ihm bis an's Ende der Welt! Mir gilt es gleich, wie man diesen Schritt beurteilen wird, mein Reichtum macht mich unabhängig, ich kann dem Urteil böser Zungen trotzen, und mein Glück sollen sie mir nicht entreißen. Wie langsam doch die Minuten hinschleichen!" fuhr sie in ihrem Selbstgespräch fort, abermals auf die Uhr blickend, jetzt kann Rosa dort sein. Vielleicht beunruhige ich mich ohne Not, es ist ja möglich, daß die Gegner sich versöhnt ( Nachdruck verboten.), haben. Wenn Herr v. Bodenlauben eine Erklärung gegeben hat aber nein, das ist ja nicht denkbar, Ottofar mußte ihn um Entschuldigung bitten, und ich kenne seinen Stolz nur zu gut, als daß ich dies, hoffen dürfte!" Sie versant wieder in Träumereien, aus denen sie dann und wann mit einem Blick emporfuhr, um auf ein Geräusch zu horchen, was draußen laut wurde. Endlich hörte sie das Rollen eines Wagens, mit atemloser Spannung, gewaltsam sich zur Ruhe zwingend, blickte sie auf die Türe, ein leiser Schreckensruf entfuhr ihren Lippen, als sie in das bleiche Antlitz Rosas schaute. Mein Gott, gnädiges Fräulein, erschrecken Sie nicht!" rief die Zofe, die beiden Herren haben sich duelliert, wer hätte das gedacht!" lung. Ruhig!" sagte Sabine mit dem Mut der VerzweifWer ist gefallen?" Tot ist keiner von den Beiden, aber Herr v. Weisweiler-" „ Tödlich verwundet?" Nein, das glaube ich nicht. Gerade als ich ankam, trugen sie ihn aus dem Wagen in's Haus. Es war auch ein Arzt dabei, und ich habe so lange gewartet, bis ich mit ihm sprechen konnte." Sabine stützte sich schwer auf die Lehne des Sessels, neben dem sie stand, starr ruhte ihr Blick auf dem Mädchen, sie war auf das schlimmste gefaßt, und Gewißheit wollte sie um jeden Preis haben. ,,, Was sagte der Arzt?" fragte sie mit vibrierender Stimme. " Es sei nicht gefährlich." ,, Weiter nichts?" ,, Nein, gnädiges Fräulein, der Herr war sehr kurz angebunden, und ich wollte ihm auch nicht verraten, wer mich geschickt hatte. Ich würde wohl noch mehr erfahren haben, wenn ich gewartet und später den Herrn Hofrat gefragt hätte, aber ich sollte ja so rasch wie möglich zurückkommenHole meinen Hut und Mantel," fiel Sabine ihr in die Rede, ich werde selbst hinfahren, um mich zu erfundigen. Rasch!" fuhr sie ungeduldig fort, als die 3ofe sie befremdet anblickte.„ Steht die Droschke, die dich hierher gebracht hat, noch unten?" Der Kutscher wartet noch auf das Fahrgeld, ich hab's ganz vergessen „ Er soll warten, bis ich komme, und nun vorwärts!" Wollen Sie nicht den eigenen Wagen benutzen?" fragte Rosa. Die Pferde sind rasch angeschirrt--" Sabine zeigte schweigend auf die Tür, die Zofe eilte nun hinaus, um den erhaltenen Befehl zu vollziehen.- Eine Viertelstunde später betrat Sabine das Haus des Hofrats; schon im Flur kam der alte Herr der erregten jungen Dame entgegen. Sie kommen selbst, gnädiges Fräulein?" fragte er, sichtbar freudig überrascht. Welche Ehre Bitte, ohne Komplimente!" unterbrach Sabine ihn rasch. Ist die Verwundung lebensgefährlich?" Monal EN ST, N Schwarz. Schach- Aufg a b c d e 8 70 461 abcde Weiß. Ficht an und segt mit d Rebu Kopf- Rät Mit Kopf zerreiß Dhne Kopf verbin ,, Gottlob, nein; augenbliclie befindet Doktor Spangenberg sich bei ihm, ich ließ ihn sofort rufen, wir werden sogleich hören, was er sagt." Sabine war im Wohnzimmer in einen Sessel niedergefunken, ihr Blick ruhte noch immer voll banger Erwartung auf dem hagern Gesicht des Hofrats, der seine Perrücke, die sich etwas verschoben hatte, zurecht rückte und die goldene Dose aus der Tasche holte. ,, Sagen Sie mir die Wahrheit," bat sie, ist wirklich kein Grund zu ernſter Besorgnis vorhanden?" ,, Der Arzt, der meinen Sohn hierher brachte, verneint diese Frage," erwiderte er, ich glaube zuversichtlich, daß Doktor Spangenberg diesen Ausspruch bestätigen wird." Sabine atmete erleichtert auf, nun die Angst von ihr genommen war, fand sie ihre Ruhe und Fassung wieder. ,, Und Herr v. Bodenlauben?" fragte sie. ,, Blieb unversehrt," antwortete der Hofrat, der verstohlen eine Prise genommen hatte.„ Ich hatte keine Ahnung von diesem unseligen Duell, sonst würde ich es verhütet haben. Als ich heute Morgen ins Frühstücszimmer trat, vermißte ich Ottokar, der mich hier sonst stets zu erwarten pflegt, die Magd sagte mir, er sei schon sehr früh ausgegangen. Ich dachte noch immer nichts schlimmes, erst als ich oben in seinem Atelier einen an mich adressierten Brief fand, ging mir plötzlich eine Ahnung auf, die seine Zeilen leider bestätigten. In Ihrem Hause hat Ottokar den Adjutanten beleidigt, die Beleidigung an und für sich bereute er, nicht aber die Herausforderung, denn" Der alte Herr brach plötzlich ab, als ob er fürchte, etwas verraten zu können, was er geheim halten wollte. ,, Denn?" fragte Sabine. " Es ist ein Geheimnis meines Sohnes, gnädiges Fräulein," sagte er ausweichend. In dem Schreiben an mich lag ein Brief für Sie, natürlich versiegelt, er sollte Ihnen übergeben werden, wenn Ottokar im Duell fiel. Und dieser Brief wird das Geheimnis enthalten, das ich Ihnen nicht enthüllen darf." Glauben Sie, daß ich persönlich hierher gekommen wäre, wenn ich nicht dieses Geheimnis bereits erraten hätte?" erwiderte Sabine lächelnd. Wo ist der Brief? Sie dürfen ihn getroſt mir geben, Ihr Sohn wird Ihnen keinen Vorwurf deshalb machen." Ein pfiffiges Lächeln umzuckte flüchtig die schmalen Lippen des alten Herrn, der ablehnend das Haupt wiegte. ,, Nur für den Todesfall sollte Ihnen der Brief überreicht werden," sagte er. Und was hätte in diesem Falle mir die Kenntnis des Geheimnisses noch nüßen können? Ich nehme jede Verantwortung auf mich, Herr Hofrat, händigen Sie mir den Brief getrost aus, ich will ihn als Angebinde zu meinem heutigen Geburtsfeste betrachten." Der Hofrat erhob sich, über sein hageres Gesicht glitt ein Lächeln wie Sonnenschein. " O, verzeihen Sie mir, daß ich das vergessen konnte," sagte er, indem er ihre Hand an seine Lippen zog ,,, mögen Sie diesen Tag noch oft in ungetrübter Freude feiern!" ,, Und das Angebinde?" fragte Sabine leise. „ Wer könnte an solchem Tage Ihrer Bitte widerstehen?" erwiderte er, indem er in seine Bruſttaſche griff und den Brief hervorholte.„ Aber eine Bedingung knüpfe ich daran, gnädiges Fräulein!" Welche?" " Daß Sie den Brief nicht hier öffnen." " Bugestanden," sagte Sabine und im nächsten Augenblick war der Brief in ihrer Tasche verschwunden. In diesem Moment trat Adolph Spangenberg ein; er stuzte, als sein Blick auf Sabine fiel, dann aber glitt ein verständnisvolles Lächeln verstohlen über sein Antlitz. ,, Sie bringen gute Nachricht, Herr Doktor," sagte der Hofrat, indem er dem Arzte entgegenging, ich sehe es Ihnen an. Gefahr ist nicht vorhanden?" " Durchaus nicht," erwiderte Adolph,„ ein Streifschuß an der Hüfte, gefährlich ist die Wunde nicht, aber schmerzhaft und ein kleines Wundfieber wird sich auch einfinden. Vor allen Dingen Ruhe, ich werde Ihnen, wenn Sie erlauben, einen zuverlässigen Krankenwärter schicken, da Sie selbst ja unmöglich die Pflege übernehmen können. Sie hatten wohl schon gestern Kenntnis von der Herausforderung, gnädiges Fräulein?" wandte er sich dann zu Sabine. „ Keineswegs, Herr Doktor," erwiderte sie ruhig,„ ich wollte den Maler meines Poträts nicht zu mir bemühen, weil ich ihm heute nicht sitzen kann, dadurch allein erfuhr ich das Vorgefallene." So, so, der Verwundete wünscht, daß die Sache geheim bleibe, ich fühle mich verpflichtet, Ihnen von diesem Wunsche Kenntnis zu geben. Gegen Abend werde ich noch einmal vorsprechen, Herr Hofrat, bis dahin wird der Wärter sein Amt hier angetreten haben." Ich danke Ihnen nochmals," sagte der alte Herr, ihm die Hand reichend, und da auch Sabine nun Abschied nahm, sah er sich bald wieder in seinem Wohnzimmer allein. Er stieg hinauf zum Schlafzimmer seines Sohnes und fand den Verwundeten in feſtem Schlaf; beruhigt kehrte er in die Wohnstube zurück. Die Verhältnisse haben sich anders gestaltet, wie ich es wollte," dachte er bei sich, während er mit der Dose in der Hand auf und nieder wanderte,„ doch ich darf mich nicht darüber beklagen. Spangenberg hat zuerst den Rückzug angetreten, aus seinen Worten ging deutlich hervor, daß seine Tochter sich seinem Willen nicht fügen will. Nach dieser Seite hin wäre ich also gedeckt, ich kann mich darauf berufen, daß er sein Wort zurückgenommen hat. Und wenn Ottokar sich nun mit Fräulein v. Derendorf verlobt, so kann Spangenberg mir auch daraus keinen Vorwurf machen, denn ich habe in dieser Angelegenheit nichts getan, was einen solchen Vorwurf rechtfertigte. Ueberhaupt ist Spangenberg nun ein verlorener Mann, es würde mir nicht viele Worte koſten, ihn in Ungnade fallen zu lassen, seine eigenen Intereſſen zwingen ihn, mit mir auf freundschaftlichem Fuße zu bleiben. Ottokar aber hat einen guten Tausch gemacht. Doch wollte nicht Spangenberg heute schriftlich um die Hand Sabinens werben? Ob er es wirklich getan hat? Wahrscheinlich nicht, er hat gestern keinesfalls daran gedacht. Es wäre ratsam, ihn zu warnen, ich erzeige ihm einen Gefallen damit, ihm und auch meiner zufünftigen Schwiegertochter; wenn er seinen Gewohnheiten nicht untreu geworden ist, so weiß ich, wo ich ihn finde!" Er sah auf die Uhr und zog an der Glockenschnur, um dem eintretenden Dienstmädchen zu erklären, daß er einen notwendigen Ausgang machen müsse, von dem er indeſſen bald zurückkehren werde, auch traf er einige Anordnungen, für den Fall, daß ſein Sohn in der Zwischenzeit erwachte, dann verließ er das Haus. Elftes Kapitel. Joachim Spangenberg hatte alle Vorwürfe des Fürsten ruhig über sich ergehen lassen, wohl infolge dessen war das Gefürchtete nicht eingetreten, die Entlassung noch nicht ausgesprochen. Aber er verhehlte sich nicht, daß über seinem Haupte noch immer gewitterschwangere Wolken hingen, aus denen plößlich der vernichtende Blitzstrahl ihn treffen konnte, und daß die Klugheit ihm jetzt ernster als zuvor gebot, sich nach Hilfs mitteln umzusehen, die seine Zukunft sicher stellen konnten. Auf die Gunst des Fürsten durfte er nicht mehr rechnen, selbst die Freundschaft des Hofrats konnte die gelockerten Bande nicht wieder befestigen, dadurch erschien ihm auch die Verbindung Irmas mit dem Maler nicht mehr wünschenswert. Ihre Verlobung mit dem reichen Juwelier dagegen sicherte auch ihm Vorteile, die zu verschmähen unter den obwaltenden Verhältnissen Torheit gewesen wäre. Aber auch auf das Projekt seiner eigenen Vermählung mit Fräulein v. Derendorf wollte er nicht verzichten, er war entschlossen, um ihre Hand zu werben, ohne langes Bedenken sandte er den Brief mit dem duftenden Rosenbouquet ab und sah mit einiger Zuversicht der Antwort entgegen, die der Hofrat ihm auf seine Werbung überbringen sollte. Er gedachte letzteren in der Weinstube zu erwarten, in der er jeden Mittag mit ihm zusammentraf, wenn Amtsgeschäfte ihn nicht hinderten, sie zu besuchen. Mit stolz erhobenem Haupte wanderte er durch die Straßen; seinem scharf beobachtenden Blick entging es nicht, daß die bekannten Personen, die ihm begegneten, ihn heute nicht mehr so unterwürfig grüßten, wie früher; sie schienen ihn bereits als eine gefallene Größe zu betrachten. Das ärgerte den eitlen Mann, er beschloß schon jetzt, später Rache dafür zu nehmen, wenn er als Gatte Sabinens der reiche vornehme Herr geworden war, der wieder offene Tafel halten und glänzende Feste geben konnte. ( Fortsetzung folgt.)) Anmut ist mehr als Schönheit, und es gibt keine Anmut ohne Güte und Wohlwollen. Darum überlebt auch Anmut die Schönheit und gefällt überall, und wenn diese bewundert wird, so wird jene geliebt. Unseliger ist nichts, als wenn's dir immer ist, Du seiest nicht zu Haus, wo du zu Hause bist. Die Elster. Historische Erzählung von Georg Buß. ( Nachdruck verboten.) An einem hellen Oktobertage des Jahres 1788 verſammelten sich in dem wildreichen Forste des Fürsten Poniatowsky, in der Nähe des Schlosses Sirac, die vornehmsten Glieder des polnischen Adels zu einem Jagdfeste. Eine glänzende Pürſch- und Streifjagd war angeordnet; mehr als hundert ritterliche Jäger auf prächtigen Rossen nahmen daran Anteil und fünfhundert Bedienten und Leibschüßen in Livreen und mehr als tausend Bauern waren befohlen, das Wild zu treiben und zu stellen. Die Jagd war beendet und zum schmetternden Halali der Hüft- und Flügelhörner ertönte das Geheul der FangRüden und Doggen durch die Jagdgründe. Die Beute war groß: Bären und Wölfe lagen neben erlegten Hirschen und einem mächtigen Eber. Alle Jäger umſtanden die reiche Strecke, nur der Sohn des fürstlichen Jagdherrn, der junge Fürst Poniatowsky, der mit eigener Hand den Eber erlegt hatte, fehlte noch; denn er wechselte im nahen Gezelt sein Gewand, das von dem Schweiß des Ebers befleckt worden war. Die jugendlichen Kavaliere trieben unterdessen allerlei Kurzweil; einige probierten die Gewehre, die bei der Jagd wenig zum Schusse gekommen waren, und andere lagerten sich auf der Waldblöße und ließen die Würfel rollen. Da raschelte es im Gebüsch, die Zweige teilten sich und ein aschgraues, listig dreinschauendes Zigeunerweib, deſſen Stamm in jener Gegend heimisch war, trat hervor. Sofort stellten die Kavaliere das Schießen und Würfeln ein und machten die Alte zur Zielscheibe ihres Wizes; diese aber blieb den Herren nichts schuldig, sie antwortete keď und scharf, ja oft recht pikant. " Machen wir doch nicht so viel Umstände mit der Here," rief Ladislaw, ein Vetter des Fürsten, dem die Alte tüchtig heimgeleuchtet hatte;„ laßt uns das ägyptische Leder prellen wie einen Fuchs, das gibt einen Hauptspaß!" " Ja, ja!" riefen alle;„ es gilt, es gilt!" Sofort wurden die Diener und Leibschützen herbeigerufen. Diese ergriffen wollene Decken an den Ecken und Zipfeln, andere erfaßten das kreischende, wie ein Raubvogel kragende und beißende Zigeunerweib, warfen sie auf die Decke, und dann machte sie einen Luftsprung um den andern, worüber sich die Junker faſt ſchief lachten. Da trat der junge Fürst Poniatowsky vor sein Zelt. Kaum sah er, was geschah, so glühten ſeine gebräunten Wangen im Zorn und er rief blizenden Auges:„ Laßt das Weib im Frieden! Ihre Bande ist im Schuße meines Vaters und in dem meinigen! Hier, Alte, nimm die vier Dukaten für deinen Schrecken und trolle dich. Wer dich von meinen Leuten noch weiter beleidigt, erhält hundert Hiebe und wird in den Bock gespannt. Man muß auch in der Zigeunerin den Menschen achten!" ,, Warum verdirbst du uns den Spaß," rief ihm sein Vetter Ladislaw zu;„ wir hätten sie auch bezahlt. Für Geld duldet dieſes Volk alles. Jezt wäre das Prellen vorbei und sie nähme von jedem ein Geschenk." Sofort griff er in die Tasche und gab der Alten einen Dukaten, auch die anderen Ravaliere spendeten reichlich, und bald strahlte das lederne Angesicht des Weibes vor Lust; sie lobte nun lachend die Wohltäter und küßte ihrem Retter die Hände. Unterdessen sich die Zigeunerin noch in schwülstigen Lobreden erging, rief Ladislaw dem Fürſten zu:„ Bruder, wir haben soeben unsere neuen Gewehre erprobt! Erprobe auch deins; nachher mag uns die alte Here eine Kurzweil machen und wahrsagen!" Der junge Fürst ging auf den Vorschlag ein. Sein Leibschüße brachte ein prächtiges Jagdgewehr; Poniatowsky spannte es und schaute nach einem geeigneten Schußziele aus. Da entflog eine Elster schreiend ihrem Neste und der Fürst rief:" Seht dort die Diebin der Nachtigallenbrut! Ihr foll mein Schuß jetzt gelten! Kugel trifft den Kopf!" Topp, es gilt!" riefen die Jagdgenossen.„ Wir halten die Wette!" Poniatowsky erhob das Gewehr, zielte, drückte ab, und mit zerschmettertem Kopfe sank die Elster nieder und fiel auf den Schüßen und benette sein Gewand mit ihrem Blute. Brav getroffen!" riefen die Zuschauer. Du hast die Wette gewonnen! Hier, nimm die zehn Dukaten!" Der junge Fürst steckt das Geld ein, wie er sagte, in der Absicht, dasselbe an Arme zu verschenken, dann bringe es allen Jagdgenossen Segen. Nun aber soll uns die Alte noch wahrsagen!" sprach Ladislaw. Hier, Alte, hier ist meine Hand! Sprich, was wird aus mir?" Die Zigeunerin besah einige Zeit die Hand und antwortete dann:„ Der Abend sieht dich – du nicht ihn!" Danach ergriff sie die Hand des jungen Fürsten Poniatowsky, betrachtete dieselbe lange und genau und sprach endlich mit zitternder Stimme:„ Gott hat große Dinge mit dir vor. Che ein Jahrhundert in seinem vierten Teile vorüber eilt, wird die Welt sich anders gestalten. Ungeheures wird geschehen! Gott wird erhöhen und erniedrigen; er wird Throne stürzen und neue Throne aufrichten. Du wirst groß werden und gefeiert sein, aber der gewaltige Mann der Zeit wird dir nicht nach Verdienst lohnen, und doch wirst du, um ihn zu retten, fallen. Siehe dieſen Vogel, den du erlegt hast, ſein Name heißt Elſter. Fürſt, ich sage dir, an dem Tage, der über ein Jahrtausend entscheidet, wird eine Elster dein Grab ſein!" Die Alte schwieg. Die ganze glänzende Jagdgesellschaft umſtand betroffen den jungen Fürsten. Doch nur einen Augenblick! Dann rief der übermütige Graf Ladislaw: „ Here, du biſt ein Unglücksrabe! Hebe dich weg von uns! Eine Elster des Fürsten Grab? Lächerlich!" Die Zigeunerin verschwand im Gebüsch. Die Gesellschaft aber war mißgestimmt, und selbst während des nun beginnenden Frühstücks wollte die frühere Rust nicht wiederkehren. Nach dem Frühstück begann die Jagd von neuem. Im lezten Treiben aber stürzte Graf Ladislaw mit seinem Rosse, und die letzten Strahlen der scheidenden Sonne beschienen seine Leiche. Die Zigeunerin behielt recht! Dieser Ausgang machte einen gewaltigen Eindruck auf den jungen Fürſten. Er hob sofort die Jagd auf und alle 30gen stille heim, beunruhigt von dunklen Ahnungen. Seit dieſem Vorgange sind 25 Jahre dahingezogen, in deren Tagen Europa ein Jahrtausend der Schicksale erlebte. Derselbe Oktobertag, der 19. dieses Monats, zog herauf und seine Sonne beleuchtete mit ihren matten Strahler das blutige Schlachtfeld bei Leipzig. Bonaparte und seine Marschälle kämpften in jenen Tagen um Sein oder Nichtsein. Die Verbündeten erſtürmten die Stadt. Poniatowsky deckte mit seinen Polen, Franzosen, Italienern und Rheinbündischen den Rückzug des fliehenden franzöſiſchen Heeres. Die Elsterbrücke, über die Napoleon selbst noch gekommen, war borzeitig gesprengt und dadurch der Polenheld mit ſeinen Scharen von dem rettenden jenseitigen Ufer abgeſchnitten worden. Mitten im Fluchtgetümmel, mit gezogenem Türkensäbel, den linken verwundeten Arm in der Binde und die blutende Stirn mit einem Tuche umbunden, erblickte man Joseph Poniatowsky, damals fünfzig Jahre alt; er will sich nicht in Gefangenschaft begeben, er will lieber sterben. In die Flut der Flucht hineingerissen, geriet er in den Richterschen Garten und versuchte hier über einen die Pleiße- und Elster- Arme verbindenden Graben zu sezen; ſein Pferd ſprang zu kurz und blieb im Graben ſtecken. Der Fürst sprang ins Wasser und hilfreiche Kameraden zogen ihn ans Ufer. Er beſtieg ein anderes Pferd und gelangte auf demselben an der westlichen Seite des Richterschen Gartens an das rechte Ufer der Elster. Der Fürst gab dem Pferde die Sporen und zwang es in den Fluß, in der Hoffnung, denselben durchschwimmen zu können. Preußische Jäger erkannten in ihm einen General, ſie legten auf ihn an, und als ihn sein Noß noch einmal aus dem Wasser emporhob, empfing er eine Kugel in die Bruſt; er verſank mit ſeinem Pferd und fand in den Fluten der Elſter einen schnellen Tod. Die Zigeunerin hatte wahr gesprochen; auch hier behielt ſie recht! Gin Bu Immer mehr akze al Nassenfrieg. Ma geheimes Bündnis de Bündnis soll Japan haben. Bu allererst eschlossen, dann schl und die Tibetaner an and sein Bwed soll d Lfien fein. Der Die Voraussage, da muar sehr langwierig fei adschübe nötig mache u follen: Wie in par Gouverneur Leutwein Bewältigung des Auff bespannte Batterien br Verwunderlich ist di gut wie sicher gelten, da hie fich bei Waterberg elre verfügen. Diese düzen sind und übe telen De an sich nicht wei fa bro Ich wette zehn Dukaten, die fich nur 2600 Mann größer, daß die nach der Kolonie en haben, Ren ug, den Aufſtand Und sie sind auch nicht to turzer Zeit zur ie Luft vergebt, chenfo