Trempela Find mit eln, mit Scheren mmt der hen Se, ich se ja Bfenniche hrlingsdreimal in ich die die drei ihr toften, 3 Mart nod 25 ir, dem ich dt, hat sie Du bist die ײן Nr. 59. der Neuen Berliner Wonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., Saus gebracht 60 Bfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Bontisbetingen: Oberheffifche Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Donnerstag, den 10. März 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einfpaltige Betitzelle für ganz Ole Hessen, die Kreise Wezlar und Marburg 10- Pfg. sonft 15 Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 8 Fernsprechanschluk Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der Krieg in Oftafien. Irgendwelche zuverlässige Meldungen über neue Ereignisse zu Lande oder zur See liegen nicht vor. Dagegen wird aus Tokio von einem Schritt des russischen Gesandten in Peking bei der chinesischen Regierung berichtet, der deutlich darauf hinweist, daß Rußland nicht gesonnen ist, die Scheinneutralität Chinas zu respektieren, falls ihm die Chinesen Unbequemlichkeiten bereiten. Der Gesandte beschwerte sich über die stetigen Beunruhigungen und Verheerungen der mandschurischen Bahn durch die Chunchusenbanden und drohte, wenn diese fein Ende nehmen, würde die chinesische Neutralität Die bon Rußland als ungiltig angesehen werden. Rußland betrachtet die Gegend zwischen der großen Mauer und dem Liaoflusse bei Hsinmintun, chinesisches Gebiet, als völlig unter seinem Einfluß stehend und bezieht trotz chinesischen Einspruchs von dort Lebensmittel, Vieh, Getreide und Furage. Es hat innerhalb der Grenzen der Gegend zwei Militärposten, den einen nördlich, den andern östlich von Hsinmintun, aufgestellt; streift sie mit kleinen Kavallerieabteilungen, die sich in den Dörfern einquartieren, bis fast an die große Mauer ab und verbietet China, irgendwo innerhalb ihrer Grenzen Truppen aufzustellen. Nichtsdestoweniger macht es China für alle etwa vorkommenden Ruheſtörungen haftbar. japanische Regierung rechnet schon fest mit dem Faktum der Neutralitätsverlegung und droht mit Repressalien. Wenn Rugland darauf bestehe, in neutrale Bezirke einzufallen, müsse Japan sich der Rechte bedienen, die es sich vorbehalten habe, und ähnliche Schritte tun. Das würde ihm aber größeren Vorteil bringen, als Rußland aus dem Einfall in chinesisches Gebiet erwachsen könnten. Die infähigkeit der chinesischen Regierung, eine wirksame Verteidigung ihres Gebietes zu behaupten, wird in Tokio als eine Tatsache betrachtet, die ernste Erwägung erheischt und die möglicherweise die Richtung zu einem bestimmteren Einverständnis zwischen China und Japan anzeigen könnte. Japan selbst ist den Mächten gegenüber bestrebt, jeden Vorwurf der Neutralitätsverlegung und Bruchs des Völkerrechts von sich abzuwälzen. Die Antwort Japans auf die russische Beschwerdenote gibt zu, daß die japanischen Truppen vor der Kriegserklärung in Korea gelandet seien, schiebt die Schuld daran aber dem russischen Vorrücken in der Mandschurei in die Schuhe. Die Behauptung, die Beförderung von Telegrammen an die Kommandanten der russischen Kreuzer von Tschemulpo hinterlistig verhindert zu haben, weist sie energisch zurück. Die ormals F. Aug. Burkhar Japaner senden jetzt auch, um zu zeigen, daß sie die koreaeptbuch niche Regierung noch immer als zu vollem Recht bestehend Selbftbereitung von c, Rum, tören, Mund n etc. Grivarnts 6ts zum niendung loſtenlos. Hans f, Berlin, Tauenzienstr.20 L sende Anerkennungen. 027, Holzmacltite. 4. betrachten, den Marquis Ito in außerordentlicher Mission an den Hof von Söul. Er wird dem Kaiser von Korea ein eigenhändiges Schreiben des Kaisers von Japan überbringen. Ueber den Zweck seiner Mission ist außer den höchsten amtlichen Kreisen niemand etwas bekannt. Der Marquis wird begleitet sein von dem Vizepräsidenten des Geheimen Rats Grafen Tsuzuko, dem Generalmajor Uſagawa und dem Kontreadmiral Safkamoto. chen, das Wenn der aufgeben, erblickt, Tagen, abzutreten. nem Papier, und der Schreibtisch war fertig. dem die eine Längswand herausgeschlagen war, mit brau große und zwei kleine Kisten, die auf seinem Hofe herumgegen das Versprechen einer Gratisanzeige bereit, uns eine en als Sessel; roter Plüsch wäre allerDie große Stiste überflebten wir, nachsitzer der Grocery( Krämerei) an der nächsten Ede fand sich fleine Gerüchte von einem neuen Seegefecht laufen in Tokio um, doch entbehren sie bis jetzt jeder amtlichen Bestätigung. Die Meldung, wie sie bisher vorliegt, lautet: Das russische Wladiwostok- Geschwader befindet sich auf See und soll ein Gefecht gehabt haben mit der japanischen Flotte, dessen Ergebnis jedoch noch nicht bekannt ist. Sehr wahrscheinlich klingt die Nachricht nicht, ebensowenig wie eine andere, die davon spricht, daß von einer japanischen Landungskolonne in der Nähe der Possjetbai 1000 Mann erfroren sein sollen. Militär soll zum Streik veranlaßt werden! Daß die Regierung mindestens diesen Versuch, Meuterei ins Heer zu tragen, mit den schärfsten Gegenmaßregeln beantworten würde und beantworten müßte, scheinen die Drahtziehei dieser Bewegung nicht sehen zu wollen. Daß die russischen Küstenbatterien in Wladiwostok das feuer der Japaner nicht erwiderten, erfährt jetzt von anderer Seite eine eigentümliche Aufklärung. Sie konnten ganz einfach nicht, weil ihre Geschosse auf die Entfernung von 8 Kilometern die Japaner nicht erreichen konnten. Die Mehrzahl der russischen Küstengeschütze in Wladiwostok stammt aus den Jahren 1861 bis 1865. Bereits im vorigen Jahre, als die Situation in Ostasien immer drohender wurde, forderten die russischen Blätter den Kriegsminister auf, die beralteten Geschüßmodelle in Wladiwostok durch moderne zu ersetzen. Es scheint, daß dieser Aufforderung nicht nachgefommen worden ist. Revolution in Schweden? rs Stockholm, 8. März. Der Anstoß zu diesem von besonneneren Sozialisten übrigens energisch bekämpften Vorgehen wurde in einer Versammlung der sozialistischen Arbeitervereine in Malmö gegeben. Sie haben eine Resolution gefaßt, in der es heißt: Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will!" Diesen von einem deutschen Sozialdemokraten geprägten Hymnus auf seine Partei will die schwedische Sozial. demokratie zur Wirklichkeit werden lassen. Aus politischen Gründen, aus Gegnerschaft gegen den neuen Wahlrechts. ntours, soll ein allgemeiner Streik der Arbeite aller Berufe inszeniert werden. Mehr als das: auch das Die schwedischen Arbeiter müssen sich rüsten zu einer neuen Kraftäußerung in Form einer Arbeitsein. stellung, die sich über das ganze Lander. streckt, ferner müssen sie unter den Dienst pflich tigen und dem Militär eine kräftige Agita. tion betreiben, sodaß die Arbeiterklasse beim Militär den Rückhalt findet, der durch die Um stände bedingt wird. Ist schon diese Resolution geeignet, die Regierung und alle nichtsozialdemokratischen Volkskreise zu beunruhigen und zu Abwehrmaßregeln zu veranlassen, so erhält die Resolution noch eine besondere Bedeutung, wenn man die Umstände erfährt, wie sie zu stande gekommen ist. Eine sehr starke Minderheit in der Malmöer Versammlung verlangte nämlich, daß in der Resolution nicht nur mit dem Generalstreil schlechthin, sondern mit einem Generalstreif gedroht werden jolle, der weder auf das Leben noch auf das Eigentum Rücksicht nehme und der auch auf Indere Gebiete hinübergreife als diejenigen des eigentlichen Arbeitsmarktes. Der erste Teil dieser Forderung besagt klipp und klar, daß man eine Revolution ein leiten möchte, der zweite besagt, daß man auch die Beteiligung der wichtigen Verkehrsinstitute, Post, Eisenbahn und Telegraphie, der Straßenbahnen usw. an dem allgemeinen Ausstand zuwege bringen wollte, um so alle staatlichen Funktionen lahmzulegen. Die Mehrheit war trotz der Staatsgefährlichkeit der von Ihr beschlossenen Resolution doch besonnen genug, diese noch Die Tatsache extravaganteren Forderungen abzulehnen. aber, daß eine starke Minderheit überhaupt für solche For berungen sich ins Zeug legen konnte, wird hier in amtlichen und privaten Kreisen mit Kommentaren versehen, die darauf schließen lassen, daß eine staatliche Gegenwehr gegen die fozialdemokratischen Pläne erfolgen soll, ehe sie noch ver. wirklicht werden können. Es wäre im Interesse des sozialen vie des politischen Friedens in Schweden dringend zu wünschen, daß bet den übrigen sozialdemokratischen Ver bänden des Landes die besonnenen Elemente die Oberhand behalten und dafür sorgten, daß diese Verbände die Mal möer Revolutionsresolution in den Papierkorb würfen. Denn sonst wäre ein Bürgerkrieg, bei dem die Sozial bemokraten doch die Zeche zahlen müßten, so gut wie sicher. Die Politik. Die bevorstehende Mittelmeerfahrt des Kaisers gibt ver. schiedenen Blättern, insbesondere der ausländischen Presse, Veranlassung zu allerhand Meldungen über Begegnungen des Kaisers mit anderen Staatsoberhäuptern. So wird be richtet, während der Mittelmeerreise werde Kaiser Wilhelm eine Begegnung mit dem Könige von Italien haben, und das Journal des Débats" stellt, wie schon gemeldet, eine Begegnung zwischen dem Kaiser und dem Präsidenten Loubet in Aussicht. Dazu schreibt uns unser Berliner CB.. Mitarbeiter: Darüber, ob diese Begegnungen stattfinden werden oder nicht, kann heute noch nichts Bestimmtes gefagl werden. Soviel steht fest, daß unser Kaiser diese Begegnungen nicht such t. Zeigen die anderen in Frage kommenden Staatsoberhäupter das Verlangen nach einer solchen Begegnung, so wird selbstverständlich Kaiser Wilhelm nicht Nein sagen. Ganz in der Luft schwebt aber eine weitere Weldung, die davon zu berichten weiß, Kaiser Wilhelm werde auf der Rückkehr von seiner Mittelmeerfahrt in Brüssel den jüngsten Besuch des Königs Leopold von Belgien erwidern. Davon steht nichts in den Reiseplänen des Kaisers. Diese Meldung dürfte ebenso wie die andere, die auch einen Besuch des Kaisers Franz Josef in Brüssel in Aussicht stellt, ein bel gisch- offiziöser Schachzug sein, um die gegen den König wegen des schwebenden Erbschaftsprozesses aufgebrachte öffentlich Meinung zu beschwichtigen. Doch sollen vor der endgültigen Feststellung des Entwurss noch Besprechungen mit den Vertretern der parlamentarischen Parteien stattfinden. Die Aufhebung des§ 2 des Jesuitengesetes ist Tatsache geworden. Amtlich wird gemeldet: Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am Dienstag dem vom Reichstage beschlossenen Gesezentwurfe betr. die Aufhebung des§ 2 des Gesetzes über den Orden der Gesellschaft Jesu vom 4. Juli 1872 zugestimmt. Dieser Bundesratsbeschluß bedeutet zwar nicht die völlige Aufhebung des Jesuitengesetzes, diese war auch vom Reichstag bisher nicht beschlossen worden. Der jetzt aufgehobene§ 2 des Gesetzes untersagte den Jesuiten die Begründung von Ordensniederlassungen in Deutschland. In mehreren Blättern war davon die Rede, der preußische Minister des Innern Frhr. v. Hammerstein habe aus Gesundheitsrücksichten seinen Abschied eingereicht. Wie unser Berliner CB- Mitarbeiter uns auf Grund von Erkundigungen an zuständiger Stelle meldet, ist diese Blättermeldung unauireffend. Die Vorarbeiten für den angekündigten Gesezentwurf betr. die Entlastuna des Reichsgerichts sind nunmehr beendet. Im Reichstage hat der Kriegsminister v. Einem neulich darauf hingewiesen, daß nach den Kriegsartikeln auch in Deutschland jeder Soldat den Marschallstab im Tornister truge. Von sozialdemokratischer Seite war bestritten worden, daß seit Menschengedanken ein einfacher Soldat es zu den höheren Stellen in der preußischen oder deutschen Armee gebracht habe. Der Abg. Gradnauer erklärte sogar, der letzte Fall dieser Art datiere aus dem 16. Jahrhundert. Abgesehen davon, daß schon der alte Derfflinger und viele andere hervorragende Offiziere, die aus dem Stande der Gemeinen hervorgegangen sind, gegen diese Behauptung als Kronzeugen angeführt werden können, hätte Herr v. Einem dent sozialdemokratischen Redner auch einen noch nicht gar lange zurückliegenden Fall vorweisen können, der den Minister überdies persönlich sehr nahe angeht. Herr v. Einem hätte nämlich auf seinen eigenen Schwiegervater verweisen können, den erst als Offizier geadelten General v. Rothmaler. Dieser war ursprünglich ein Zögling des MilitärwaisenHauses, diente dann als Füsilier in der Potsdamer Unteroffizierschule, brachte es fernerhin zum Offizier und holte fich 1870/71 als Kommandeur der brandenburgischen 11. Infanteriebrigade das eiserne Kreuz erster Klasse. Da er feinen Sohn hatte, so ging der Name dieses hervorragenden Offiziers auf den Mann seiner einzigen Tochter, Herrn v. Einem, genannt v. Rothmaler, den jetzigen preußischen Kriegsminister, über. Einen Erbfolgeverzicht des Zaren auf das Großherzogtum Oldenburg veröffentlicht die russische Gesetzsammlung. Um die Schwierigkeiten in der Thronfolge für den Fall des Erlöschens des Mannesstammes des Herzogs Peter von Oldenburg aus dem Wege zu räumen, tritt der Zar für sich und sein Haus alle seine angestammten Erbrechte an den gegenwärtigen Repräsentanten der herzoglichen Linie Schleswig- Holstein- Sonderburg- Glückstadt, Herzog Friedrich Ferdinand, oder an die sonstigen Nachkommen des 1885 verschiedenen Herzogs Friedrich von Schleswig- HolsteinSonderburg- Glücksburg ab. Alien. Im Hinterlande von A den scheinen die Engländer neue Berwickelungen mit den eingeborenen Araberstämmen zu haben. Gestern kam die lakonische Meldung, der Gehilfe des britischen Gouverneurs, Kapitän Warmford, sei von einem Araber erschossen worden. Jezt, che noch Näheres über die Veranlassung zu diesem Morde bekannt ist, kommt aus Aden die Meldung, dort herrsche große Erregung. Einem Araberhäuptling war die Erlaubnis erteilt worden, die Stadt mit einem Gefolge von 100 Mann zu besuchen; statt dessen brachte er 250 mit Flinten Bewaffnete mit sich. Der britische Beamte sah sich zu nachdrücklichen Vorstellungen genötigt, weil sich der sehr störrische Häuptling weigerte, seine Begleitmannschaft zu verringern oder abzuziehen. Da sich das Gefolge sehr unbändig benahm und in aufrührerischer Teise den Frieden in der Stadt bedrohte, ließ der Resident die Bombay- Infanterie und Artillerie aufmarschieren, die zum Vorgehen bereit waren. Er schickte darauf dem Häuptling ein Ultimatum mit der Aufforderung, um 5 Uhr nachmittags sich zu entfernen, worin der Häuptling sich zornig fügte. Beweist schon das Auftreten des Scheichs in der Stadt, wie feindselig die Stimmung der Bevölkerung gegen die Engländer ist, so wird die Behandlung, die dem Scheich widerfuhr, ihn zu blutigem Racheaft unbedingt veranlassen. Hof und Gesellschaft. *** Die Trauerfeier für den Grafen Walder. see hatte in der Garnisonkirche zu Hannover eine glän zende Versammlung zusammengeführt. Der Kronprinz als Vertreter des Kaisers traf fast gleichzeitig mit der Gräfin Waldersee an der Kirche ein, bot ihr den Arm und führte sie zu ihrem Plate. Alsdann langten die Prinzen Heinrich und Albrecht von Preußen und Herzog Ernst Günther von Schleswig an. Konsistorialrat Rocholl hielt die Trauerrede. Als der Sarg auf den Wagen gehoben wurde, präsentierten die in der Trauerparade stehenden Truppen, ein Regiment Infanterie, vier Eskadrons und drei berittene Batterien, unter den Klängen des Chopinschen Trauermarsches und vom Waterlooplaz erscholl der Ehrensalut von 36 Schüssen. Auf dem Bahnhof wurde der Sarg in den schwarz ausgeschlagenen Waggon gehoben, um nach Neverstorf übergeführt zu werden. Hus den Parlamenten. * Ueber eine Verstaatlichung der Erzeugung des Beh. ringschen Diphtherieserums wurde in der gestrigen Sitzung der Budgetkommission des preußischen Abgeordnetenhauses verhandelt. Es lag eine Petition vor, die diese Verstaatlichung forderte. Ministerialdirektor AIthoff machte sehr interessante Angaben über die Serumerzeugung. Er wies darauf hin, daß das Diphtherieserum in Deutschland zu teuer sei. Eine Portion, die in Deutschland 3,50 Mark kostet, wird in Dänemark für 30 Pfg. geliefert. Gewisse Sera werden von der Privatindustrie überhaupt nicht hergestellt. Das Tetanusserum wird in Höchst fabriziert, aber das Pest- und das Choleraserum werden in Deutschland überhaupt nicht hergestellt. Die Billigkeit des Serums in Dänemark beruht darauf, daß dort die Herstellung des Serums vom Staate monopolisiert ist. Ein solches Monopol sei bei uns indes nicht erwünscht, da gerade auf diesem Gebiet die Vervollkommnung durch die Konkurrenz nötig sei. Jedoch soll das Behringsche Institut vollkommener gestaltet werden, und eine Vorlage für den nächsten Etat steht zu erwarten. Es wird geplant, daß, wie bisher, so auch in Zukunft die Tätigkeit des Professors v. Behring dazu beitragen soll, daß billigeres Serum hergestellt wird. Heer und flotte. Nebungen mit Floßsäcken finden auf Anordnung des preußischen Kriegsministeriums beim Dragonerregiment Nr. 9 in Metz statt. Die wasserdichten Säcke werden auf Handpferden mitgeführt und im eintretenden Bedarfsfalle mit Stroh vollgestopft, um so schwimmfähig zu werden. Dann wird auf sie das Gepäck verladen und die Mannschaften rudern mit Hilfe ihrer Lanzen, die durch besondere Vorrich tungen zu Rudern umgewandelt werden, die schwimmenden Floßsäcke über den Fluß. Die Pferde werden abgezäumt und abgesattelt und werden entweder unter Führung eines besonders gut und gern schwimmenden Tieres in Rudeln" ins Wasser getrieben und erreichen so das andere Ufer, oder, wenn sie nicht vollständig sichere Schwimmer sind, an Leinen, die von der Mannschaft auf dem Sack gehalten werden, mit hinübergeführt. Deutfcher Reichstag. ( 53. Sizung.) Die heutige Beratung CB. Berlin, 9. März. des Militäretats eröffnet der Sozialdemokrat Braun. Er trat für bessert Arbeitsverhältnisse und Arbeitslöhne in den Wertstätten der Heeresverwaltung und der Arbeiter solcher Unternehmer ein die für das Reich liefern. Auf ihn folgt als zweiter Redner der Präsident des Abgeordnetenhauses, Abg. v. Kroechei ( fons.), dem auch heute der Zuruf Scharfmacher!" entgegen. flingt, weil er sagt, durch Entgegenkommen und schöne Reden gewinne man die Sozialdemokratie nicht. Er erwidert, es sei doch nicht etwa verwerflich, das Schwert zu einem guten Zwecke zu schärfen. Im übrigen weist er darauf hin, daß es große Heerführer gegeben habe, die dem Spiel und Trunk huldigten, und erinnert dabei an das Wort des alten Frizz: " Ich kann Ihm raten, sauf' er auch!" Abg. Boeckler( Antis.) spricht von der Polenfrage, den mangelhaften militärischen Talenten der Juden" und empfiehlt eine kräftige Mittelstandspolitik. Der nächste Redner ist Bebel, von dem man eine scharfe Auseinandersetzung mit Stöcker erwartet. Diese Auseinanderfegung kommt auch, entspricht aber kaum den gehegten Erwartungen. Redner hält vielmehr eine sozialdemokratische Programmrede, die, der Gelegenheit entsprechend, scharfen Angriffen auf den Militarismus gespickt war. mit Abg. Stöcker antwortet mit einer Kritik des Bebelschen Buches Die Frau", welches auf. Auflösung der Ehe hinarbeite. Hierauf ergreift das Wort Kriegsminister v. Einem: Meine Herren! Es wird dem preußischen Kriegsminister außerordentlich schwer gemacht, sein bißchen Gehalt bewilligt zu erhalten.( Heiterkeit.) Darin hat Bebel recht, es geht eine gewisse Klatschsucht und Medisance durch weite Kreise. Aber wo ist die Klatschsucht größer als in sozialdemokratischen Kreisen? Dann sucht der Minister alle Beschwerden von Bedeutung zu widerlegen, die im Laufe der mehrtägigen Debatte vorgebracht worden waren. Ueber das Vorleben des Prinzen Prosper Arenberg war, so erklärt er, bei dessen Eintritt in das Heer nichts Nachteiliges bekannt. Er selbst, der Kriegsminister, war zu jener Zeit Kommandeur des Regiments, das den Prinzen aufgenommen hatte. Zwei durchaus zuverlässige Offiziere hatten ihm den Prinzen damals empfohlen. Daß man dabei fehlgegriffen habe, sei bedauerlich, aber menschlich erklärlich. Nach dem Grundlage, daß Der Wildhirt. Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung.) ( Nachdruck verboten.) Tiophel stand auf und schritt auf ihn zu.„ Guten Morgen, Hangcurt!" rief er ihm entgegen," na, willste mir heut' n bißchen Gesellschaft leisten?" ,, Beinah," entgegnete dieser scherzend. " Willst das Stoppelstück' cuniwerfen, gelt?" " Ja, da soll's drangeh'n." Sag, wann wolt'r denn Eure Kartoffeln da ansmachen?" Damit wer'n m'r dieser Tage auch den Anfang machen." „ Das is schad'." " Gelt die passen Dir hier?" " Oja; ich hab' mir alsmal' n paar ausgemacht zum Abendessen." „ Na, ich will seh'n, wenn ich's machen kann, laß ich Dir' ne fleine Ecke steh'n." " ,, Guch braucht's ja auf' n paar Kartoffeln nit anzukommen. Sag, warst ja so lang nit hauß bei mir weißt doch!" „ Ja, Tiophel, ich geh auch nit wieder mit auf'n Anstand;' s is mir verleid't." „ Gelt,' s Elsche--!" Und auch mein Vater! Weißt gar nit, was ich für' n Unglück gehabt hab'' s letzte Mal--" ,, Sicher wär'n mir eht, denn der alte Dingler wird uns aufpassen. Denn bab' ich gestern die Höll' so die beste Deckung der Hieb sei, schloß der Kriegsminister seine Rede mit einem gegen Bebel gerichteten Angriff. Der sozialdemokratische Führer hatte an einem der letzten Tage den Generalleutnant 3. D. v. Boguslawski anläßlich eines seiner Zeitungsartikel der Verleumdung und Verdächtigung der Sozialdemokratie geziehen. Der Kriegsminister stellte nun an der Hand amtlicher Aften fest, daß General v. Boguslawski recht gehabt habe, und fragte den Abg. Bebel, ob er jetzt bereit sei, den schweren Vorwurf der Verdächtigung und Verleumdung zurückzunehmen. Bebel schwieg. Hierauf der Kriegsminister: Dann appelliere ich an das hohe Haus, das sich jetzt eine Vorstellung machen kann von der Gerechtigkeitsliebe eines Mannes, der angeblich nach Wahrheit und Gerech tigkeit geradezu dürstet." Beifall und Heiterkeit begleitete diese Schlußapostrophe. Das Haus. das bis jetzt ziemlich stark besetzt war, leerte sich rasch, trotzdem noch einige Redner zu Worte kamen, von denen namentlich der Abg. v. Oldenburg eine sehr wirkungsvolle, durch ebensoviel patriotischen Ernst wie beißende Satire gewürzte Nede hielt. Endergebnis: Bewilligung des Etats. Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten. ( 37. Sizung.) RK. Berlin, 9. März. Die Eisenbahndebatte geht ruhig und bedächtig ihren Gangwie ein Bummelzug, scherzte man im AbgeordnetenHause. Fast durchweg waren es auch heute lokale Wünsche, die aufs Tapet gebracht wurden, oft Wünsche von höchster Geringfügigkeit. Bei den dauernden Ausgaben wurden viele Worte über die Eisenbahnervereine gemacht; irgend ein neuer Gedanke tauchte in keiner Rede auf. Die längste und in jedem Sinne des Wortes erschöpfendste Rede hielt der volksparteiliche Abg. Goldschmidt. Zu Ende wurde die Beratung auch heute noch nicht geführt. Nah und Fern. Der„ Pädagoge". Ein sonderbares Vorkommnis bildet in dem hamburgischen Städtchen Bergedorf das Tagesgespräch. Dort hatte ein„ Pädagoge" eine Mädchenschule gegründet und geleitet. Da die Schule sehr frequentiert wurde, beabsichtigte der unternehmungslustige SchulvorSteher, auch eine sinabenschule zu gründen, und nahm mit der dortigen Oberschulbehörde Rücksprache. Er verbrach dabei aber ein derartiges Deutsch, daß man sich veranlaßt sah, Nachforschungen über das Vorleben des Mannes anzustellen, der die zweite Lehrerprüfung mit Auszeichnung auf dem Seminar in Tondern bestanden haben wollte. In Tondern aber lehnte man die Ehre ab, den„ Pädagogen", der in Bergedorf im Rufe besonderer Tüchtigkeit stand, ausgebildet zu haben. Es stellte sich schließlich heraus, daß der Herr Schulvorsteher überhaupt kein Seminar besucht hatte, sondern die Abgangszeugnisse vom Tonderner Seminar gefälscht hatte. Seiner segensreichen Tätigkeit in Bergedorf wurde durch seine Verhaftung ein plötzliches und unerwartetes Ende gemacht. Ein Einbruch in das- Polizeidirektionsgebäude wurde nächtlicherweile in Wiesbaden verübt. Der verwegene Einbrecher, ein bereits vorbestrafter, 24jähriger Bursche namens Adolf Heil, verschaffte sich durch eine Gartentür, in unmittelbarer Nähe des Zimmers des wachthabenden Polizeibeamten, Eingang in das Gebäude, erbrach drei Diensträume im zweiten Stock und machte sich schließlich daran, den Kassenschrank zu erbrechen, in dem Dienstgelder aufbewahrt werden. Er wurde jedoch von einer Reinmachefrau bei der„ Arbeit“ überrascht und auf deren Hilferufe von herbeieilenden Beamten nach heftiger Gegenwehr festgenommen. Der Verbrecher ist nach Verbüßung einer längeren Freiheitsstrafe erst vor acht Tagen aus dem Zuchthause entlassen worden. Sein Komplize, welcher während des Einbruchs im Garten der Polizeidirektion Schmiere stand, konnte noch rechtzeitig die Flucht ergreifen, doch sind seine Personalien von dem verhafteten Heil verraten worden, so daß auch seine Festnahme nur eine Frage der Zeit sein dürfte. 100 Personen ertrunken. An der Küste von Cochin. china scheiterte der französische Dampfer„ Cambodge". Un gefähr 100 Personen werden vermißt. An Bord befander sich 29 französische Strafgefangene, die von 11 Soldaten bewacht wurden. Auch sie sind ertrunken, ebenso eine Reihe anamitischer Familien mit zahlreichen Kindern. Der Kapitän des Dampfers erreichte schwimmend das Ufer. Unfall auf einem französischen Kreuzer. Auf dem nach Ostasien bestimmten französischen Kreuzer„ D'Assas" plaẞte heute bei der Ausfahrt aus dem Hafen von Algier ein Kesselrohr, wodurch vier Mann schwer verletzt wurden. Der Kreuser mußte in den Hafen zurückkehren. heiß gemacht, daß er dem Tiophel gern aus'm Weg geht." Alsdann erzählte er dem Hangcurt die Geschichte, die er gestern Abend mit dem alten Forstlaufer vorgehabt, wobei ihm jener, an den Pflug gelehnt, aufmerksam zuhörte. Auch daß er ein Reh in der Hütte liegen habe, verschwieg er ihm nicht. Hangcurt sagte weder ja noch nein, als ihn Tiophel nochmals aufforderte, nächstens einmal wieder mit ihm auf den Anstand zu gehen. Statt der Anwort griff er an den Pflug und segte die Schar" ein, wobei er seine Pferde antrieb, so daß sie die erste Furche zogen. Tiophel kehrte zu seiner Hütte zurück und beschäftigte sich wieder mit seinen Birkenreisern. Als jedoch so etwa zwei Stunden um waren, machte Hang curt Halt um zu frühstücken. Er setzte sich auf den Pflug, holte, ein Stück derben Brotes hervor, einen Käse und ein " Buttelchen" mit Schnaps, das er vor sich in die Furche legte. Dann begann er zu essen. Diese Gelegenheit benußte Tiophel, dem Hangcurt Gesellschaft zu leisten und dabei auch einmal mit ihm zu trinken. Er setzte sich neben den Burschen auf den Pflug und das Frühstück dauerte sehr lange. Obwohl Ttophel alles versuchte, Hangcurt von seinem einmal gefaßten Entschlusse, das Wildern zu laffen, abzubringen, schüttelte dieser in steter Wiederholung den Kopf, wobei er sagte: Nee,' s geht nit; so gern wie ich's tät aber' s geht nit." Allein der heutige Tag war nicht der einzige, an dem Hangcurt auf den Aeckern im lichten Holze zu tun Hessischer Landtag. Darmstadt, 9. März 1903. Erster Präsident Haas eröffnet die Sizung. Zunächst wird das Finanzgesetz für das Etatsjahr 1904 angenommen. Der Betrag der auf dem Wege des Staatsfredits flüssig zu machenden Mittel wird auf 12866 193 Mt. festgesezt. Die Regierungsvorlage, betreffend den Geseßentwurf, die Bildung eines Ausgleichsfonds, findet ebenfalls einstimmige Annahme. außer Abonnement als Benefiz für d übermütiger Sch Für di ben Garnifongeba 1904/05, welche wurden, find au abgegeben worden Schmitt( Rangleibe 17 Broz und P borigen Jahr hat Abflag erhalten. * Deutsch d. 3. findet in Dormittags eine Tagesordnung ft ( Berichterstatter: Sonderfahrten( Busley); 3. Die der Gesellschaft Eine Anzahl zur vorläufigen Beratung stehender Gegenstände wird zumeist den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Reine Folge soll gegeben werden der Vorstellung der Witwe des Gendarmen Wemer zu Guntersblum, Erhöhung ihrer Pension betreffend; den Borstellungen des Melchior Thomas in Nieder- Saulgeim und des Philipp Thomas in Hosheim wegen Rechtsverweigerung; der Vorstellung der Gehilfen im mittleren Eisenbahndienst, ihre dienstlichen Verhältnisse betreffend; der Vorstellung des Verbandes hessischer Finanzbeamten, Regelung ihrer Gehaltsverhältnisse betreffend, und der Vorstellung des Heinrich Hartmann IV. in KölzenHeim, Hundesteuer betreffend. Die Beschwerde des Müllers König zu Wolf, betreffend Hundesteuer, wird für begründet erklärt. Eine längere Debatte entsteht über die Vorstellungen der Gemeinde Bürgel und der Stadt Offenbach, sowie den Antrag des Abg. Ulrich über die Beseitigung des Hochwasser. schlauches bei Bürgel. Die Angelegenheit wird an den Ausschuß zurückoerwiesen, da neue diesbezügliche Anträge der Abgg. v. Brentano und Ulrich gestellt wurden. ( Bericherstatter: Beziehungen des Rolonial- Befellfa Vereine im Aug Montmartin); 5 Butunft( Berichte Gefamtvorftandefi April 1904, ebe ordentliche Hauptt an. Borläufige Präfidiums( Beri und Geschäftsfüh Vortrag des Vo meifter); 4. Red China- Fonds( Felisch); 5. D Geschäftsführer); flatter: E. v. S 11, vorlegter des Präfidiums getreten; durch Herren Freiherr Sering- Berlin); zwei Stellvertret Hauptversammlun Kronprinzen vo Preußen sein Er ** Ueber Bei der Beratung der Vorstellung der homöopatischen Aerzte usw., betreffend das Selbstdispensierrecht der homöopatischen Aerzte, gibt Beh. Medizinalrat Dr. Neidhardt eine längere Darstellung des Standpunktes der Großh. Regierung. An der Debatte beteiligten sich die Abgg. Adelung und Dr. Heidenreich, worauf der Ausschußantrag, der die Großh. Regierung ersucht, die Verordnung, die das Verbot des Selbstdispensierrechts ausspricht, zurückzuziehen, gegen Stimmen angenommen wird. Die Vorstellung der Schreibgehilfen bet den Amtsgerichten, Landgerichten usw., betreffend Gehaltsbezüge derselben, wird auf Antrag des Abg. Dr. Gutfleisch an den Ausschuß verwiesen. Die dringliche Anfrage des Abg. Schmalbach und Genossen, die Schädigung des Publikums durch den Zwischenhandel mit Schweinen und Schweinefleisch betreffend, beantwortet Staatsminister Rothe dahin, daß nach Lage der geseglichen Bestimmungen er nicht in der Lage sei, den Wünschen der Antragsteller entsprechen zu können. An der Besprechung dieser Anfrage beteiligen sich die Abgg. Weidner, Dr. David und Hauck, worauf die weitere Besprechung auf Donnerstag vertagt wird. * Lokales. 10. März 1904. Privattelegramm. Bei der heutigen Ziehung der Hessisch- Thüringischen Landeslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 30000 Mt. auf Nr. 91043, 10000 mt. auf Nr. 70 813, 4908, 5000 Mt. auf Nr. 20 102, 34 573, 52897, 64 605, 3000 Mt. auf Nr. 10148, 18982, 20 582, 34 303, 64 602. ** Der Großherzog hat am 9. März den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Bußbach Frizz Wachtel zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen, den Gerichtsafsissor Dr. Gustav Maurer aus Darmstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Buzzbach, mit Wirkung vom 14. März 1904, ernannt. * * Der Großherzog empfing am 9. März u. a. den Forstassistenten Dr. Weber von Bad Nauheim, den Professor Dr. Kretschmar von Gießen ** Privattelegramm. Der Großherzog er nannte unterm 9. März die Privat- Dozenten Dr. Karl Helm, Dr. Walter Kinkel und Dr. Aug. Messer an der Landes- Universität zu a. o. Prof ssoren der philosophischen Fakultät, sowie den Privat- Dozenten Bruno Henneberg zum a. o. Professor der medizinischen Fakultät. * * Stadttheater Gießen. Nochmals sei ausdrück lich auf das zweite und legte Gastspiel der„ Nachtafyl"- Tournèe hingewiesen, das morgen Freitag den 11. März hatte. Es tamen noch die Tage, an denen die Kartoffeln ausgeackert wurden. Jedesmal aber wußte ihm der Wildhirt etwas Neues zu erzählen von seinen Absichten, die er alle habe, und die sich fast sämtlich auf das Wildern bezogen. " ,, Heut wer'n m'r fertig," sagte eines Morgens Hangcurt zum Tiophel, und dann sein m'r für dieses Jahr zum letzten Mal im lichten Holz gewesen. Du willst wohl den ganzen Winter hauß bleiben, Tiophel?" Wenn ich's fönnt, tät ich's," versetzte dieser. Du glaubst gar nit, wie m'r das hier gefällt: kein Mensch der einem aufpaßt, m'r is frei und kann tun, was m'c will. So lang das Wetter noch bleibt, wern ich hier bleiben; wenn's allerdings falt wird, komm' ic ins Dorf. Aufzupassen gibts ja ezt doch nichts mehr." ,, Nächste Woche is die Kirmeß." - Gott, was soll der Gänsetiophel bei der Kirmeß? Viel Geld hab ich nit, gelten tu' ich auch nichts, ußen will doch Jeder über mich also was soll ich bei der Kirmeß? Die ts nur für die reichen Bauern bursche." Na, ich bezahl' für Dich," meinte Haugcurt M'r sein doch manchmal auf'm Anstand z'sammen a'weſt lich. Ich will mal sehn," entgegnete Tiophel nachdenk Es is möglich, daß ich mal guce." Darauf trennten sich die Beiden. Hangcurt fuhr den hoch mit Kartoffeln beladenen Wagen nach dem Dorfe, Tiophel schlich in seine Hütte, um sich in sein warmes Laaer zu betten. ( Fortsetzung folg Seffen liegenden Sonderftatiftit geftellt. In ( Trais Hop Kinderbügen[ a [ in Startenburg Tonnen im We gerechnet. Für mußten 72 665 fähige Jahrespro im Werte von fchaft waren 65 15 Eisenerz hungen, je hausen[ Kreis Nieder Dh Rosbach und 2 die Gesamtprod Tonnen im Wer zum Verbrauch für die Metallge zu 8,24 Mt. bewe Mart. Die du darunter 7 weibli und Ober- Rosbac gewonnen wird, als Kaffee ei Malztaffees. den beliebten $ Montag meindewald, Dift Holz versteigert: 13 Stämme 40 Derbitan 198 Rm. An 1100 Wellen 41 Rm. St Ferner: 22 Haufen Die Bujami baum am Rubber Што вела Brokh. März 1903. ng. Statsjahr 1904 e des Staat 2866 193 Gefeßentwuri ebenfalls ein ehender Gegen en überwiefen Borstellung de um, Erhöhun des Melchio Thomas in orstellung de enftlichen Ber andes hessischer niffe betreffend IV. in Hölzen Bolf, bet effent Vorstellunge ach, sowie de Des Hochwasser Burüdverwiesen Brentano un homöopatijn cht der hom Neidhardt Bb. Regiem delung un/ Dr. per die Großh as Verbot des gen, gegen 7 den Amtsge tsbezüge be Fleisch an de lbach und den Zwisch etreffend, bean Lage der g i, den Wünsch der Besprechun oner, Dr. Davi auf Donnersta März 1904. der heutige otterie wurde uf Nr. 91 043 Mt. auf M auf Nr. 10148 März den Umt Wachtel zur Gerichtsaff ff Amtsrichter be om 14. Mär 9. März u. a. Nauheim, den ßherzog er ten Dr. Kar Messer a philofophif Henneber tät. als fei ausbrüd Der Nachtafyl ben 11. Mär en die Kartoffel wußte ihm de seinen Abfichter mtlich auf da außer Abonnement stattfindet. Am nächsten Sonntag geht als Benefiz für den Theaterkomiker unserer Bühne Kneisel's übermütiger Schwant" Papageno" in Szene. *** Für die laser- Reparaturarbeiten in ben Garnisongebäuden Gießens im laufenden Rechnungsjahr 1904/05, welche heute Vormittag durch Submission vergeben wurden, sind auf die angesetzten Preiſe folgende Offerten abgegeben worden: Ww. Scherf 2 Proz. Aufschlag, Wilh. Schmitt( Kanzleiberg) 9 Proz., Gg. Schmitt( Raplanegaffe) 17 Proz. und Phil. Jakob 30 Proz. Abschlag. Im vorigen Jahr hat die Arbeiten Phil. Jakob bei 3 Proz. Abschlag erhalten. - Deutscher Flotten- Verein. Am 16. April d. Js. findet in Dresden im Königlichen Belvedere 10 Uhr vormittags eine Sigung des Gesamtvorstandes mit folgender Tagesordnung statt: 1. Die allgemeine Lage des Vereins ( Berichterstatter: Geschäftsführender Vorsitzender); 2. Die Sonderfahrten( Berichterstatter: Geh. Regierungsrat Professor Busley); 3. Die Verhandlungen mit den Seemannsmissionen, der Gesellschaft Seemannshaus und dem„ Seemannsheim" ( Bericherstatter: Universitätsprofessor Dr. Sering); 4. Die Beziehungen des Deutschen Flotten- Vereins zur Deutschen Kolonial- Gesellschaft und zum Hauptverband Deutscher FlottenVereine im Auslande( Berichterstatter: Graf v. DürkheimMontmartin); 5. Die Ausgaben des Vereins für die nächste Zukunft( Berichterstatter: Generalmajor a. D. Keim). Der Gesamtvorstandssitung schließt sich am nächsten Tage, 17. April 1904, ebenda, 11 Uhr vormittags, die diesjährige ordentliche Hauptversammlung des Deutschen Flotten- Vereins an. Borläufige Tagesordnung: Rechenschaftsbericht des Präsidiums( Berichterstatter: Geschäftsführender Vorsitzender und Geschäftsführer); 2. Entlastung des Vorstandes; 3. Vortrag des Voranschlages( Berichterstatter: Haupt- Schatz meister); 4. Rechenschaftsbericht des Kuratoriums für den China- Fonds( Berichterstatter: Geh. Admiralitätsrat Dr. Felisch); 5. Die 1. Gesellschaftslotterie( Berichterstatter: Geschäftsführer); 6. Die Verkehrserleichterungen( Berichterstatter: E. v. Gressensdorf); 7. Ersazwahl für den nach§ 11, vorletter Absatz, der Satzung ausscheidenden Mitglieder des Präsidiums( admiral á la suite Hollmann, ist zurückgetreten; durch das Los sind zum Ausscheiden bestimmt die Herren Freiherr v. Würzbura- München, Kyllmann- Berlin, Sering Berlin); 8. Wahl von zwei Rechnungsprüfern und zwei Stellvertretern; 9. Bestimmung über den Ort der Hauptversammlung im Jahre 1905. Außer S. K. H. dem Kronprinzen von Sachsen hat auch Prinz Heinrich von Preußen sein Erscheinen zu den Tagungen zugesagt. * ** Ueber den Betrieb der 25 im Großherzogtum Hessen liegenden Bergwerke hat die Zentralstelle für die Sonderstatistik Folgendes für das Jahr 1902 zusammengestellt. In den 7 Brauntohlen- Bergwerken ( Trais- Horloff, Wölfersheim, Weckesheim, Melbach, Rinderbügen[ alle in Oberhessen], Messel und Seligenstadt [ in Startenburg]) betrug die Gesamtförderung 296 685 Tonnen im Wert von 763 281 Mt. die Tonne zu 2,56 Mt. gerechnet. Für den eigenen Betrieb und Haldenverlust mußten 72 665 Tonnen abgeschrieben werden; die absag fähige Jahresproduktion betrug demnach 224 020 Tonnen im Werte von 573 584 Mt. Die durchschnittliche Belegschaft waren 658 Arbeiter, darunter 1 weibliche. In den 15 Eisenerz- Bergwerken( 2 in Gießen, 2 in Hungen, je 1 in Langsdorf, Lumda, Stock hausen[ Kreis Gießen], Stangenrod, Flensungen, Nieder- Dhmen, Billingen, Wettsaasen, OberRosbach und 2 in Startenburg[ Wald- Michelbach]) betrug die Gesamtproduktion an aufbereiteten Erzen 174 438,510 Tonnen im Werte von 1427 996 Mt.; es wurden abgegeben zum Verbrauch ohne Verhüttung 256,500 Tonnen, blieben für die Metallgewinnung 175 182,010 Tonnen. Die Tonne zu 8,24 Mt. bewertet, ergab einen Gesamtwert von 1435 595 Mart. Die durchschnittliche Belegschaft 1083 Arbeiter, darunter 7 weibliche.- In den beiden Gruben zu Gießen und Ober- Rosbach, wo auch als Nebenprodukt Manganerz gewonnen wird, wurden insgesamt an aufbereiteten Erzen - für Metallgewinnung 443,55 Tonnen im Werte von 15 309 Mark, à Tonne 34,51 Mt., zu Tage gefördert. Die Gesammtproduktion im Bleierz- Bergwerk zu Langenhain betrug 118,180 Tonnen zum Wert von 14 882 Mr. oder per Tonne 125,93 Mt. *** Lollar. Die Main- Weserhütte hat im vorigen Jahre nach den uns vorliegenden ſtatiſtiſchen Mitteilungen für Herstellung von Roheisen in Masseln oder Gußwaaren erster Schmelzung einen Hochofen in Betrieb gehabt und in den 52 Wochen 25394,6 Tonnen produziert, die Tonne zu 60,05 Mt. gerechnet ergab einen Wert von 1 525 000 mt. Das verarbeitete Material, im Ganzen 77 018 Tonnen, bestand aus 58 260 Tonnen Erzen und Schlacken und aus 18 758 Tonnen anderen( Buschlags-) Materialien. + Wezlar, 9. März. Der bei der Witwe Abel in Krofdorf in Diensten stehende Brauer Sonntag wurde in Untersuchungshaft genommen, weil er aus Rache in die im Keller liegende Bierfässer Brodrefte geworfen hatte, so daß das Bier verðarb. Der angerichtete Schaden beläuft sich auf 1800 Mt. Frankfurt a. M., 8. März. Der Polizeibericht beftätigt, daß der Cafetier, frühere Friseur Pfarr in der Töngesgasse unter dem Verdacht des Mädchenhandels verhaftet worden ist. Es sollen noch weitere Personen in dem Fall verwickelt sein. Pfarr bat nicht nur an deutsche " Häuser", sondern auch an solche in Paris, Brüssel und London geliefert". ** Darmstadt, 10. März.( Tel.) Vor der hiesigen Straf lammer steht heute als Angeklagter der Geh. Ober- Bergrat Prof. Dr. Lepsius, welcher beschuldigt ist die von Herrn Kommerzienrat Stipel- Wimpfen erhaltenen und für das hiesige Museum bestimmten Gegenstände wiederholt als sehr wertvoll bezeichnet zu haben, auf Grund dessen Kommerzienrat Stißel s. 3t. dafür das Ritterkreuz I. Klasse erhielt. Es ist aber durch den Museumsdirektor Dr. Bock festgestellt worden, daß die Gegenstände alle wertlos sind. Außerdem ist der Angeklagte beschuldigt, daß er wiederholt seiner vorgesetzten Behörde gegenüber unwahre Aussagen gemacht hat. Die Verhandlung leitet Oberlandsgerichtsrat Forch, die Anklage vertritt Ministerialrat Braun und die Verteidigung haben übernommen die Rechtsanwälte Ossan II.- Darmstadt und Dr. Schmidt- Mainz. Aus dem Gerichtssaal. Schwurgericht. - Gießen, 10. März 1904. In der geftrigen Sitzung des Schwurgerichts wurde, wie bereits berichtet, gegen den Schneidermeister Johann Valentin K. zu Lauterbach wegen Sittlichkeitsverbrechen verhandelt. Die Zeugenaussage hat ergeben, daß dem Angeflagten nicht besonders Belastendes nachgewiesen werden fonnte, und daß es sich hier lediglich nur um einen harmlosen Scherz, welchen der Angeklagte in seiner Trunkenheit ausgeführt hat, handele. Das Urteil lautete demzufolge auf Freisprechung. Wegen Verbrechens im Amt hatte sich in heutiger Sizung der frühere Stationsassistent der preußisch- hessischen Eisenbahn, Heinrich Fischer zu Gießen zu verantworten. Derselbe ist geständig, seit dem Jahre 1903 am Billetschalter, wo er des Defteren tätig gewesen ist, nach und nach die Summe von 1398 Mart veruntreut und sich rechtswidrig angeeignet zu haben.( Vergehen nach§ 350 und 351 des Str.-Ges.-B.) Zur Verschleierung dieser Unterschlagung habe er falsche Additionen der Monatsabschlüsse des Fahrkarteneinnahme- und Ausgabebuches vorgenommen. Durch die Verkehrskontrolle, welche diese Bücher revidierte, ist das Vergehen aber ans Tageslicht gekommen und F. dem Gericht übergeben worden. Die vorgesezte Behörde stellt ihm bezüglich seiner Führung ein gutes Zeugnis aus. Der Angeklagte gibt an, diese Veruntreuung auch nur ausgeführt zu haben, um seine tranke und in sehr schlechten Verhältnissen lebende Mutter zu unterstüßen, da sein Gehalt nicht dazu gereicht habe. Die Geschworenen bejahten das Schuldig und erkannten, da Angeklagter bisher gerichtlich unbestraft ist, Zubilligung mildernder Umstände. Der Staatsanwalt beantragte 1 Jahr Gefängnis, Auferlegung der Kosten des Verfahrens und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte. Das Gericht jedoch verurteilte den Angeklagten zu 10 Monaten Gefängnis, wovon 1 Monat Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wurde und Tragung der Koſten des Verfahrens. Der Angeklagte trat seine ihm auferlegte Strafe sofort an. Mit dieser Sigung, zu welcher 5 Zeugen geladen waren, erreicht die erste diesjährige Schwurgerichtsperiode ihr Ende. Straffammer. Gießen, 8. März 1904. Der Buchhalter Georg Schütz zu Gießen erhielt vom Amtsgericht einen Strasbefehl über 3 Mt. weil er der Polizeiordnung zuwider seinen Hund ohne Maulforb umherlaufen ließ. Vom Schöffengericht wurde der erhobene Einspruch verworfen und verfolgte der Angeklagte Berufung. Die Kammer ist mit dem Untergericht in der Hauptsache einig, weshalb die Berufung kostenpflichtig zurückgewiesen wurde. Die Kaspar Lauer Wtw. von Reiskirchen hatte gegen die Ehefrau des Driefträgers Heinrich Schäfer dortselbst Privatklage wegen Beleidigung erhoben. Lettere wurde vom Schöffengericht Gießen freigesprochen. Gegen dieses Erkenntnis legte die Privatklägerin Berufung ein. Umständehalber konnte die Sache nicht zu Ende geführt werden, weshalb Vertagung eintrat. Zum Schlusse wurde über die Berufung des Bäckermeisters August Deibel von Gießen verhandelt, welcher vom Gießener Schöffengericht auf Privatflage der Elisabethe Schäfer Wtw., jetzt verehelichte Emmerich wegen Beleidigung zu 15 Mt. Geldstrafe verurteilt worden Nach erfolgter Beweisaufnahme bestätigte die Straffammer das schöffengerichtliche Erkenntnis. war. Neueste Nachrichten. Ueber Berlin wird uns folgendes gemeldet: Berlin, 9. März. Die„ Deutsche Zeitung" meldet aus Weimar: Sämtlichen acht thüringischen Regierungen ging heute ein Protest der Jenenser Studentenschaft, gegen die gewährte Zulassung farbentragender katholischer Verbindungen an die rein evangelische Unirersität Jena, zu. Petersburg, 10. März. Der Bar empfing im Winterpalast gestern eine Deputation der Petersburger Presse, die dem Zaren eine Adresse von 14 Tageszeitungen mit dem Ausdruck der Ergebenheitsgefühle überreichte. Der Bar äußerte sich, er sei erfreut, daß die russische Presse in richtiger Weise die Volfsstimme wiedergegeben habe. Marktberichte. Gießen, 8. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per Pfd. 0.90-1.00 t., Hühnereter 2 Stück 12-14 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Baar Mr. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.30-1.40, Hahnen, per Stüd 0.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänie per id. 65-70 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 62-68 Pfg. Schweinefleisch per Pfb. 60-72 fg. Sd weinefletsch gesalzen per Pfund 0.76 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 44-70 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 44-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 6.00 Mr., 3wiebeln per 3t. Mt. 7.00-10.00, Aepfel per Gentner 20-25 Mr. Milch per Liter 18 Vfa. Dauer der Marktzeit bo n 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit übeerhanp nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den Gerichts-" und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann AMTLICH GLÄNZEND BEGUTACHTET: NUR 25 SALUTARIS TOILETTE- FETT- SEIFE NUR Na Unübertroffen für Hant- u Ceintpflege: Rein, mild, sparsam. C.Naumann, Seifen- u. Parfümeriefabrik, Offenbach a.M. Es ist nicht Jedermanns Geschmack, als Kaffee einen Aufguß von gebrannter Gerste oder geröstetem Malz zu trinken. Das und nichts anderes sind aber die offen ausgewogenen sogenannten Malzkaffees. Ein wirklicher Malz kaffe e, der infolge seiner patentierten Herstellungsweise mit den Vorzügen des Malzes auch das feine Aroma und den beliebten Geschmack des Bohnenkaffees verbindet, ist nur Kathreiners Malz kaffee; er kommt aber niemals lose, sondern ausschließlich in Packeten mit dem Bild des Prälaten Kneipp zum Verkauf. eines Morgen m'r für diese gewefen. iben, Liophel? egte dieser. It: fein Men ann tun, w Leibt, wern i ird, tomm' i h nichts meh bei der Airme ich nichts, ut soll ich bei d reichen Bauer einte Hauge fe. ftand' famm tophel nachde Hangcurt f agen nach& um fich in ( Fortsetzung f Holzversteigerung. Montag den 14. d. Mts. wird in hiesigem Gemeindewald, Distrikt Schwarzwald und See folgendes NadelHolz versteigert: Zahnklinik Gießen, Bahnhofstraße 63 Wochentags 1-3 Uhr Unbemittelte unentgeltlich. Junge Mädchen 13 Stämme, 14-31 Ctm. Durchmesser, 10-15 tr. zum lang 5,01 Fftm. 40 Derbstangen = 4,08 Fftm. 198 m. Rnüppel( hierunter sind 24 Km. 3 Mtr. lang). 1100 Wellen Reisig. 41 Rm. Stöde. Ferner: 22 Haufen Kulturabraum. Anlernen al8 Wickelmacherinnen gesucht. Marburgerstraße 35 Gießen. 15-20 fräftige Arbeiter für sofort gesucht. August Kilbinger, Giessen, Seltersweg 19. Telefon 276. Größtes Kinderwagen- Geschäft am Plak. Enorme Auswahl in allen Preislagen. Erstklassige Fabrikate von Kinderwagen, Sportwagen, Leiterwagen, und Krankenfahrstählen. 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Für die Großh. neuen Kliniken in Gießen sollen pro 1904/05 auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden. a) die Lieferung von 1. Backwaren, 2. Zwieback, 3. Fleischwaren, 4. Spezereiwaren und 12. Puzwolle, 13. Bürstenwaren, 14. Scheuertüchern, 15. Seife, Verbrauchsgegenständen, 16. Eis, 5. Kaffee, 6. Butter, 7. Gier, 8. Milch, 9. Bier, 10. Schreibmaterialien, 11. Maschinenöl, 17. Porzellanwaren, 18. zirka 32000 Zentner Maschinenkohlen, 19. zirka 600 Zentner Nußkohlen, 20. zirka 60 m. TannenScheitholz; b) das Reinigen des Herdes und der Defen, die Entleerung der Kehrichtgrube, die Abgabe von Knochen, Gespül, leeren Del- und Weinfässern, leeren Flaschen und Lumpen. Die Lieferungsbedingungen und der Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 fönnen auf dem VerwaltungsBureau der neuen Kliniken an den Wochentagen von 3-5 Uhr nachmittags eingesehen werden. Proben der unter a 2, 4, 5, 9, 10, 11, 12, 13, 14 und 15 bezeichneten Gegenstände sind nebst den verschlossenen Offerten mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin: Montag, den 14. März 1904, Nachm. 3 Uhr, auf dem oben erwähnten Bureau einzureichen. Zuschlag erfolgt den 19. März 1904. Gießen, den 27. Februar 1904. Grossb. Verwaltungsdirektion der neuen Kliniken. Bekanntmachung. Die Lieferung der für die städtischen Aemter im Rechnungsjahre 1904/05 benötigten: Drucksachen, Briefumschläge, Aftendeckel, Schreib- und Zeichenmaterialien, und des Schreibpapiers soll im Wege des Angebots vergeben werden. Bekanntmachung. Der Burggraben wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von Donnerstag, den 10. I. Mts. an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradberkehr gesperrt. Gießen, den 9. März 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Bedingungen und Angebotsformulare find auf Bergebung von Bauarbeiten. unserem Sekretariate erhältlich. Daselbst können auch die herzustellenden Drucksachen, sowie Qualitätsmuster für Aftendeckel und Briefumschläge eingesehen werden. Angebote mit Muster sind bis zum 20. März d. J. einzureichen. Gießen, den 7. März 1904. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Radmäntel für Herren und Damen von echt Steyrischen wasserdichten Kamelbaarloden mit und ohne Kaputze und Handschlitzen auf eigener Werkstatt gearbeitet, empfiehlt in verschiedenen Preislagen Julius Fischer, Giessen Schulstrasse 6. Gustav Belitz Leistungsfähiger Fuhrunternehmer Dekorations- Maler- und Anstreicher- Geschäft für Brauerei, welcher im Sommerhalbjahr 1- u. 2- spännig e Fuhren bis zu 25 Kilom. von Gießen übernehmen kann, gesucht. Steinstraße 65 Gießen Steinstraße 65 Schriftl. Offert. mit Angabe per bält sich zur Ausführung jeglicher in sein Fach einschlagenden Stunde 1 und 2 spännig werden unter O.. 385 an Haasenstein& Vogler, A.-G., Frankfurt a. M. erbeten. III. Sefftsch- Thüringische Staatslotterie ( Mitteldeutsche Staatslotterie) Arbeiten bestens empfohlen. Sol de geschmackvolle Ausführung. Pünktliche Bedienung. Biehung VI. Klaffe.( 3. Tag) 9. März 1904. Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Mark gezogen. ( Ohne Gewähr.) 60 97[ 400] 277[ 400] 364 70 74[ 400] 490[ 400] 670 720 33 80 856 71 944 63 1038 74 115 39 42 204 36 40 41 371 460 98[ 1000] 521 83 672 703 57 76 856 64 941 60 83 2109 35[ 400] 56 293 335 466 517 37 95 679 759 845 64 916 3088[ 1000] 125 47 200[ 1000] 367 484 524 63 74 35 666[ 10000] 731 81 923 66[ 1000] 4011 31 77 110[ 400] 29 96 227 32[ 400 60 348[ 1000] 433 68 82 538 56 699[ 1000] 756 75 821 23 57 [ 1000] 939 5069 175 232 78 319 431 95 563 64 81 600 15 28 60 61 957[ 400] 6112 94[ 1000] 232 69 97[ 1000] 321 32 63 440[ 400] 45 82[ 400] 534[ 5000] 615 58[ 400] 60[ 400] 62 794 846 913 61 7025[ 400] 28 85 92[ 400] 137 65[ 400] 97 259 90 329 422[ 1000] 516 685 709 32[ 400] 40 65 73 974 79 8080 139[ 400] 210 26 41[ 400] 57 80 356[ 400] 70 426 531 77[ 1000] 81 505 11 81 729 30[ 400] 58[ 400] 882 919 9010[ 10 000| 17 22 291 301 25 37 435 88 98 578 88 678 770 800 27 1000] 61 932[ 400] 10105 39 73 75 79 224 52[ 400] 314 92 424 503 45 82 701 5 15 [ 400] 96 804 13 61 68 80 86 928 11065[ 400] 99 205 306 418 19 35 86 544[ 3000] 59 85 90[ 400] 638 65 763 80 86[ 400] 95[ 1000] 840 12005 10 25 84 88 118[ 1000] 36 91 225 36 57[ 400] 83[ 400] 319 47[ 400] 67 449 [ 400] 64 89 513 49 83 713 35 45 800 954 13158 238 344 415 25[ 400] 12 508 9 47[ 400] 81 631 72 705[ 400] 23 826 78 86 910 14016 60 110 19 25 34 47[ 1000] 64[ 1000] 213 78 81 314 401[ 1000] 522[ 400] 81 [ 400] 635 62 907 15050 148 68 92 207 63 98 327 47 49 57 429 509 664 98 700 1 848 917 38 16039 43 132 72 74 213 67 89 325 79 85 411 13 90[ 400] 680 706 870 934 53 17036 139 271 323 24 89[ 1000] 406 24 73 85 514 34 52 608 46 66 747 52 72 88[ 400] 832[ 1000] 92[ 400] 948 80 18078 86 109[ 1000] 32[ 400] 201 5 22 73[ 400] 85 312 41 425[ 400] 21[ 3000] 92[ 400] 525 609 95[ 400] 708 37 48 66 79 90 804[ 1000] 75 931 44 96 19048 82 120 274 86 338 51[ 1000] 408 41 753 844[ 400] 53 59 76 79 91 [ 400] 903 94 20036 49 101 41[ 1000] 203[ 1000] 343 458 63[ 400] 520 59 602 19( 1000] 813 14[ 400] 83[ 400] 87 943[ 400] 68 21040 149 50 74 214 31 365 72 500 20 29 85 645 85[ 400] 702 70 801 1000| 34 910 11[ 1000] 35 53 81 22028[ 3000] 30 44 146 83 92 95 203 23 67 83 472 513 21 745 82 96 23019 21 47 59 82 101 38 96 261 443 626 57 727 30 75 95 817 71 912 16 24048 64 75 156 61 232 62 79 392 407 55 523 36 59[ 400] 95 633 68 97 701 20 51 71[ 1000] 938 25081[ 1000] 84 113 23 29 39[ 400] 234 314 412 518 65 768 91 842 900 26010 140 66 71[ 400] 285[ 400] 318 19 71[ 1000] 94 447 78 82 536 608 54 84 724 998 27069 104 36 42 56 276 320 34[ 400] 412 29 53 84[ 400] 89 534[ 400] 91 634 45 70 843 86 915[ 400] 78 28028 29 [ 400] 58 103 21 61[ 400] 63 223[ 3000] 41 70 344[ 400] 99[ 1000] 425 28 86 506 95 774 99[ 400] 831[ 1000] 47[ 400] 68 933[ 400] 69 29058 133 66 247 73 453 528 37 89 651 60 806 53 91 926[ 400] 30003 43 73 157 210 322 88 544 94 644 74 729 857 73 31126[ 400] 54 236[ 400] 49 348[ 1000] 427[ 400] 82 509[ 400] 18 19[ 400] 44 661 703 52 831 61 75 910 44 45 92 32015[ 400] 38 87 118 51 59[ 400] 250 58 334[ 400] 98 409 77 528 58 96 698 719 59 996 33004 41 95 289 357 459[ 1000] 96 510[ 400] 26 31 606 761 860 65 944[ 400] 61[ 400 67 85 92 34014 29 62 78 109 97 225[ 400] 35 39[ 1000] 51 68 385 493 546 611 91 709 99 862 35054 103 8 50 229 410 53 543 77 720 95 844 98 961 84[ 1000] 36031 134[ 1000] 88[ 400] 294 323 43 76[ 400] 470[ 400] 503 18[ 400] 27 69 87 88[ 400] 671 98 751 57 75 78 821 22 23[ 400] 34 95 937 47 98 37011[ 400] 98 238 335 409 98 528 40 606 21 52 76 726 41 89[ 1000| 845 65 95 906 7[ 400] 38124 35 46 53[ 400] 75 245 77 90 307 19 71 409 523 672 827 46 39001 85 166 210[ 400] 69[ 400] 540 63 85 658 70 708 69 847 75 76 92 926 40 40004[ 1000 83 88 129 49 83[ 400] 87 88 267 431[ 400] 87 528 63 76 82 89 90 656[ 400] 62 708 24 61 818 91 940 82[ 400] 41018[ 400] 24 73 90 121 36 37[ 400] 219 25 1400] 80 311 51 55 603 23 24 78[ 3000] 91 718 27 34 88[ 1000] 818 37 949 56 65[ 1000] 42058[ 1000] 92[ 1000 99 161 235 66[ 1000] 92 347[ 400] 94 415 50 79[ 1000] 514 608 71 742 48 802 31 41 62 94[ 400] 43015 226 62[ 400] 65 70 85 338 42 453 527 62 99[ 400] 646 793 918 24 76 44192 230[ 1000] 426[ 400] 70 514 19 69 71 603 73 712 825 903 63 45000 66 76 171 322 31 44[ 400] 54 70[ 400] 432[ 3000] 75 553 67 68 711 30 52[ 400] 75 924 67[ 1000 85 46019 41 53 59 74[ 400] 80 128 235 65 74[ 400] 316 38[ 400] 46 76[ 400] 429 40 576 90[ 400] 99[ 1000] 626 80 721 852[ 1000] 953 47096 155 96 223 43[ 400] 53 96 337 90 431 4001 508 645 733 835 71 916 66 48064 93 218[ 400] 38 92 309 27 79[ 1000] Civile Preise. Die für den inneren Ausbau des neuen Schulhauses, die Errichtung eines Abortgebändes und die Herstellung des Schulhofes in Wagenborn- Steinberg erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote bis Samstag, den 19. März 1. Js. Nam. 3 Uhr bei Großh. Bürgermeisteret Wagenborn- Steinberg, woselbst Pläne, Voranschläge und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, portofrei einzureichen. Die Arbeiten und Lieferungen find wie folgt beranschlagt: Erd- und Maurerarbeiten Steinmezarbeiten Zimmerarbeiten Dachdeckerarbeiten Spenglerarbeiten Schlosserarbeiten Glaserarbeiten Schreinerarbeiten Weißbinderarbetten Tapezierarbetten Planterarbeiten Pflasterarbeiten Chaussterarbeiten Eisen- und Röhrenlieferung Basaltgruslieferung Gießen, den 8. März 1904. zu 2705,29 Mr. " 828,15 680,55 195,11 " H " ff " 61,75 1310,80 " " 1312,49 " 3541,03 " 2561,76 " " 158,00 " " f 145,00 " " 990,00 " " 238,00 " " 238,49 " " 600,00 " Der Großh. Kreisbauinspektor Diehm, Baurat. AUTOL 83 404[ 400] 10 41[ 1000] 73 523 82[ 400] 617 731 47 86 837 936 46[ 1000) 54[ 1000] 58 64 72 49028 75[ 400] 77 88 124[ 400] 283 305 446 571 96 97 633 702 39 90[ 1000] 841 57 85 92 929[ 400] 47 81 83 50120 73 286 98 341[ 400] 417 31 81 549 649 63 753 86 88 894 912 51083 89 201 7 16 410[ 400] 36 536 48 68 85[ 1000] 655 713 36 82 99 810 71 52007 25 105 313 97[ 1000] 401 73 562 87 623 29[ 400] 70 755 [ 3000] 832[ 400] 53 902 25[ 400] 53060 95 102 202 8 12 18[ 1000] 27 80( 4001 89 354 67[ 400] 77 688[ 400] 756 77 84 801 50 924 73 54030 35 221 28[ 1000] 310 36 408 66 87 663 77 79 709 69 914 55133 59 64 72 76 211 47 394 99 459 93 95 520 44 58 648 708 36 79 86[ 1000] 92[ 1000] 864 68 94[ 400] 908 38 56134[ 1000] 255 418 20 32 68 78 522 72 93 602[ 400] 6 35[ 400] 57 756 74 802 938[ 1000] 57 57041[ 1000] 113 30 259[ 400] 63 73 400] 85 365[ 400] 84 523 49 57 77 685 730 75 804 87 93 58034 70 77 233[ 400] 52 317 63 66[ 1000] 96 407 15 64 65 585[ 400] 612 20 726[ 400] 73 83 819 48[ 1000] 64[ 1000] 76[ 1000] 997 59022[ 400] 51 221 42 302 9[ 400] 18 48 58 92 427 93 540 65 66 71 619 25 728 801 8 12 905 12 31 60001 4 9 114 18[ 5000] 27 67 282 353 86[ 3000] 402 3 28 32 39 89 528 94 607 722 868 914 70[ 1000] 84 89[ 400] 61028 66 108 11 91 330 37 63 437 59[ 400] 84 506 79 606[ 1000] 13 61 72 76 855[ 400] 6 64 968[ 400] 83 62015 44 108 19 74[ 400] 214 40 42[ 400] 57 83[ 400] 303 73 93 507 619 45 718 29 93[ 400] 839 55[ 400] 80 989 93 63031 71[ 400] 151[ 5000] 240 392 462 542 658 780 806 38 54 98 968 77[ 3000 64008 116 204 37 53 89[ 400] 94 398 472 502 6 85 672[ 400] 717 30 839 907 11 99 65067[ 1000] 124 75 78 222 46 53 83 316[ 400] 446 68 71 514 58 64 70 98 700 31 88 805 35[ 1000] 64 66011 42 68[ 1000] 165 258 65 304 488 599 676 715 18 856 60 938 41[ 1000] 81 67018[ 400] 35 40 118 [ 400] 23 50 62 228 41 352 76 440 504 30[ 400] 677 833 95 940 65[ 400] 68042 56[ 1000] 106 46 89 289 376 504 674 727 34 42 98 819 926 69091 [ 400] 125 60 281 337 81 413 49 512 37 56 81[ 400] 86 652[ 400] 69 724 867[ 1000] 94 922 70160 202 40 47 76 82[ 400] 310[ 400] 33 70[ 1000] 467 520 22 [ 400] 652[ 400] 719( 1000] 823 99[ 400] 906 40 50[ 1000] 71222 306 35 65 441 527[ 400] 653 755 87 90 815 915 21 72010 11 177 331 446[ 10 000 500[ 1000] 5 82 89 780 801[ 400] 6[ 1000] 82[ 400] 90 966[ 1000] 73011 [ 400] 45 55 89 101 2 3 39 228 311 427 93 537 607 704 66 807 17[ 1000 981 87[ 400] 74035 91 115 54 82 94[ 1000] 257 332 489[ 400] 95 528 36 40[ 400] 78 965[ 400] 75036 114 35 213[ 1000] 77 84 317 36 56[ 400] 87 92 405 47 532 76 682 88 740 59 95 832 52 944 73 76166 70 220 76 84 323 74 85 557 61 605 78 732 36[ 400] 904 14[ 1000] 45[ 3000] 47 56 73 99[ 3000] 77058 129 62 90 294 99 301 12 17[ 400] 87 518[ 400] 57 721 39 70 858 59 65 92 907 88 93 78041 188 231 52 54 350 61 400 25 50 77 550 88[ 400] 639 814 25[ 400] 902 79045[ 400] 113 22[ 1000] 45 54 67 87 319 466[ 400] 541 660 742 44 54[ 400] 86[ 400] 97 849 66 924 80119 41 64 299 360 462 536[ 400] 38 76[ 400] 87 604 84 713 68 830 942 43[ 400] 63 79 81018 25[ 400] 65 69 83 116 20 54[ 400] 65 210 44 88[ 1000] 92[ 1000] 313 27 402[ 1000] 16 25 33 34 81 515 23 625 38 41 71 86 718 811 37 39 55 62 76 913 40 81[ 400] 82091 183 86 317 47 54[ 1000] 58 95 417 575[ 400] 83 99[ 400] 602 749 809 36 59 63[ 400] 87 900[ 400] 83011 95 104 84[ 400] 85 93 222 79 83 92 315 52 79[ 400 92[ 400] 484 515 20[ 1000] 36 63[ 400] 65 671 735 51 841 72 975 83 96 [ 400] 84210 22 35 73 84 300 26 34 79 406 506 83 892[ 400] 85051 119 21 35 72[ 400] 97 229 60 316[ 1000] 39 49 86 420 560 637 910[ 400] 56[ 3000] 99 86060 237 41 347 417 91 631[ 1000] 53 56 831 992 96 87094 166 206 8 15 68 363[ 400] 413 18 28[ 3000] 89-563 72 94 628 738 41 78 99 856 66 901 10 25 88008[ 1000 19 30 76[ 1000] 122 54 67 345 58[ 400] 491[ 400] 532 65 627 71 98 794 897[ 400] 918 23 24 89074 90[ 1000 124 452 56[ 400] 514 54 680 96 798 873 90162 81 251 354 1400 69 448[ 400] 49 78 81 524 636 781| 400| 887 980 93 91035 36 130 212 91[ 400] 322 28 89 412[ 1000] 18[ 400] 29 41 527 38 71( 1000 89[ 1000] 619 73[ 400] 714 49 56 71 81[ 400] 842 46 68 944 71 92025[ 400 179 238 76 86 332| 400] 421 22 514 27 40[ 1000] 54 90 636 53 87 701 7 24 63 73 810 21 37 72[ 400] 74[ 400] 900 19 71 77 93104[ 400] 9 222 23 37 326 62 90[ 1000] 420 48 79[ 400] 593[ 400] 604 12 73[ 400] 711 26 62[ 400] 72 78 811[ 1000] 16[ 400] 94085 88 175 200 28[ 400] 58[ 400] 302 58[ 400] 73 81[ 1000] 498[ 1000] 513 29 51 669[ 400] 76 97 735 75[ 3000] 78 97 966 69 95026[ 400] 241 367 76 412 16 31[ 400] 40 82 563[ 1000] 615 826 904 8 79 96060 175 208 43 305[ 400] 31 52 406 62 96 530 37 38 89 800 95[ 400] 36[ 1000] 91 97037 64 111 45[ 400] 91 210 15[ 400] 28[ 400] 40 80 312 58 490[ 400] 542 68 623 24 42 770 813 49 57 94 902[ 400] 29 45 80 98069 160[ 400] 75 315 30 59[ 1000] 72 425 85[ 3000 590[ 3000 723 881 96 907 14 15 84 86 96 99028 51 96 145 65 86 91 306 34 97 421 715 40 65[ 1000] 819 91 Nächste Ziehung: 10. März 1904. unübertroffenes Del für Motorwagens Motorzweiräder. Neuen- Bäue 11. staatl. Konz. Haupt- Kollekteur der Hess. Thüring.( Mitteld.) Staats- Lotterie. Richard Buchacker, Giessen. H.Mobius Sohn Hannover. Basel Stadt- Theater Gießen. Direktion: Steingoetter. Freitag, den 11. März Außer Abonnement! Auf vielseitigen Wunsch Zweites Gastspiel der internationalen Tournee Direktion: Melanie Dorny. ,, Nachtasyl". Nachtasyl Scenen aus der Tiefe. 4 Akte von Marim Gorky. Deutsch von August Scholz. Giessener Pferde- Lotterie Ziehung am17. März 1904. Erster Hauptgewinn: Eine 4sißige Equipage mit Pferd und silberplattiertem Geschirr. 3 weiter Hauptgewinn: Ein Lauterbacher Wagen mit Kutschierbock nebft Pferd und Kummet- Geschirr. Dritter Hauptgewinn: Ein Reitpferd m. Sattel u. Zaum. 7 Pferde und Fohlen Zus.600 Gewinne. Lose á 1 Mk. Borto 25 Pfg. ( für Liste und mehr) sind in allen durch Plakate kenntlichen Geschäften zu haben. Richard Buchacker, Generalvertrieb, Gießen, Neuenbäne 11. Dafelbft 11 Lose für 10 Mark. Ein Notizbuch schwarzer Glanz: Einband, ist am Dienstag Morgen auf dem Wege vom Schiffenbergertal bis an Steins Garten verloren gegangen. Gegen Belohnung abzugeben ,, Deutschen Hof", Gießen, Neuenweg 5. im Hilfe Hamburg, Fichteſtr. 33. Blutstod. Timerman urchaits nicht! Die Sache Ift fehr einfach Heirate die fleine Haarelt! Ich Ein Blitz der Freude zuckte in den Augen des alten Du liebtest Fräulein elt und du haft mir nichts davon gcigat? Mannes auf, und er rief: Nr. 56. Donnerstag, den 10. März De Famil 1904. FahrradD. I. Mits. bme bon des und en Schuleiten. ind Ange im Wege ficht offen folgt bercg, woselbst 3 Uhr 5,29 Mt. 8,15 0,55 5,11 51,75 0,80 2,49 1,03 45,00 58,00 51,76 90,00 38,00 8,49 00'C t & Basel annover. Obius& Solus == „ Durchaus nicht! Die Sache ist sehr einfach! Ich Heirate die kleine Haawelt!" Ein Blitz der Freude zuckte in den Augen des alten Mannes auf, und er rief: Wie! Du liebtest Fräulein Haawelt, und du hast mir nichts davon gesagt?" " Pardon! Pardon!" versette Roger kühl. Ich habe nicht gesagt, daß ich sie liebe; ich habe nur gesagt, ich heirate sie. Ich mache eine Geldheirat." „ Du?" " Ja! Ich habe mich nach diesem letzten Geldverlust, den ich eben erlitten, dazu entschlossen. Ich habe mich sofort zu den Haawelts begeben, wo ich übrigens eingeladen war, habe mit der Kleinen getanzt... und mit ihr gesprochen; ich habe. alles gesagt, was man sagen muß; kurz, es ist mir gelungen und ich brauche jetzt nur noch um ihre Hand anzuhalten." ,, Du liebst sie nicht?" Roger zuckte bedeutungsvoll die Achseln. Herr v. Chantefort richtete sich bei den letzten Worten auf, dann rief er zitternd: Nun, dann werde ich niemals meine hörst du, nie mals meine Einwilligung zu einer solchen Ehe geben!" Roger war überrascht zurückgetreten. „ Und weshalb nicht?" Der Graf hatte seine beiden Hände ergriffen und sagte noch immer in demselben Tone:" Weil eine Geldheirat... In seiner Stimme zitterte eine tiefe Bewegung. ,, Weil eine Geldheirat... eine Hölle ist!" III. Es herrschte eine peinliche Pause. Vater und Sohn sahen sich an. Endlich begann Roger:„ Aber mein Vater Er sprach nicht aus; der Graf unterbrach ihn mit schar fer Stimme: Ja, ich errate, was du sagen willst.. Roger protestierte:„ Glauben Sie mir, mein Vater, ich weiß, welchen Respekt ich Ihnen schulde Herr v. Chantefort fuhr fort:„ Du willst sagen, auch ich war arm, ruiniert, als ich deine Mutter geheiratet habe.. Du willst mir sagen, daß sie reich war. Das ist richtig . Aber wer sagt dir denn, mein Sohn, daß ich auch glücklich gewesen bin?" Roger machte eine Geste des Vorwurfs. ,, Aber, Vater!" " Deine Mutter war eine Heilige," sagte der Graf in schroffem Ton, und ich habe sie getötet!" Roger stieß einen Schrei aus und rief zitternd:„ Sie haben sie getötet?" Moralisch, ja!" Der Graf nahm den jungen Mann beim Arm, zwang ihn, an seiner Seite auf einem Divan Platz zu nehmen, und fuhr, während Roger ihm wie betäubt zuhörte, mit dumpfer, zitternder Stimme fort:" Mein Sohn, ich will nicht... hörst du wohl? ich will nicht, daß du eine Frau heiratest, die du nicht liebst... Ach, du kannst es ja nicht wissen... Aber das Geld... der Reichtum. Das alles ist nur Schein, wenn man dieses Vermögen mit seinem Herzen bezahlen muß!" In diesem düsteren Zimmer, das von der einzigen Lampe, deren Licht schon tiefer brannte, nur matt erhellt wurde, hatte das Geständnis etwas Tragisches, Geheimnisbolles an sich. „ Ach, mein Sohn, mein Roger, wie soll ich dir das Leben eines Mannes schildern, der in seinem Reichtum wie in einem Gefängnis eingesperrt ist?" Wie soll ich dir sagen, was es heißt, für das Leben an eine gebunden zu sein, von der man abhängt, die uns liebt, die Rechte an uns hat und die gerade dadurch nach und nach unsere Feindin wird? Du weißt nicht, was es heißt, sich gestehen zu müssen, daß man nicht mehr frei ist, daß man nicht mehr, wenn man nicht ein gewissenloser Mensch ist, ausgehen, nach Hause kommen, tun und lassen kann, ohne Rechenschaft schuldig zu sein... daß man nicht mehr das Recht zu lieben, zu träumen und zu wünschen hat... daß man nicht mehr Herr seiner Worte, noch seiner Handlungen ist... daß unser Leben beendet ist, und daß wir die Frau, der alle unsere Wünsche gelten, der unsere ganze Seele zufliegt, nie mehr an unserer Seite sehen werden, daß man für immer an die andere gebunden, gekettet ist, die man schließlich zu hassen beginnt. Roger hörte mit leichenblassem Gesicht zu. ( Schluß folgt.) Der Hausdoctor Warme Bäder nach Scharladı. Nachdem die Scharlachkrankheit von den Patienten längst überwunden ist, kann trotzdem immer noch auf Wochen hinaus eine Ansteckungsgefahr für andere Personen vorliegen, da das Krankheitsgift seine Aktionsfähigkeit sehr lange behält. Lehrreich in dieser Hinsicht ist ein Fall, der sich kürzlich ereignete. Gine 24 Jahre alte Dame machte eine leichte normale Geburt durch. Sie befand sich danach durchaus wohl. Nach der Geburt wurde sie in das Bett ihres Mannes gelegt. Auch der nächste Tag verlief in ungestörtem Wohlfinden. Aber am darauffolgenden Morgen, 48 Stunden nach der Geburt, trat ein Schüttelforst ein; allmählich rötete sich die Haut und es war klar, daß die Wöchnerin Scharlach hatte, eine bei Wöchnerinnen nicht unbedenkliche Erkrankung. Glücklicherweise verlief die Krankheit günstig, wenn ſie ſich auch sehr lange hinzog und die Kranke dabei sehr herunter fam. Es war nun die Frage, woher die Wöchnerin ihren Scharlach bekommen hatte. Weder durch den Arzt noch durch die Hebamme konnte sie angesteckt sein; denn im Orte herrscht zur Zeit kein Scharlach. Nur ihr Mann hatte vor längerer Zeit Scharlach gehabt und zwar auch nicht im Hause, sondern in einem andern Orte, wo er als Reservist eingezogen war. Den Scharlach hatte er vor mehr als zwei Monaten gehabt; vier Wochen lang war er seitdem schon wieder zu Hause gewesen. Als nun der Mann untersucht wurde, ergab sich, daß sich noch reichlich Schuppen, wie sie nach Scharlach aufzutreten pflegen, auf seiner Saut befanden. Diese Hautschuppen enthalten das Scharlachgift; sie befanden sich offenbar auch im Bette des Mannes, in das die frisch Entbundene gelegt worden war, und hatten die Frau angesteckt. Es ist von sehr großer Wichtigkeit, das gefährliche Gift des Scharlachs dadurch zu entfernen, daß man recht häufig warme Bäder nimmt. Bemerkenswert ist auch, daß die Zeit von der Ansteckung der Frau bis zum Ausbruch des Scharlachs in diesem Falle nur 48 Stunden betragen hat. man berechnet sonst diese Zeit auf 4-5 Tage. * Herztlicher Ratgeber. Das Spalten der Fingernägel ist ein Symptom, das sehr verschiedene Ursachen hat. Man findet es sowohl bei Allgemeinerkrankungen als auch bei nur örtlichen Erkrankungen der Nägel. Ob es sich um das Eine oder das Andere handelt, muß die ärztliche Untersuchung entscheiden. Liegt eine Allgemeinerkrankung vor, so wird man auch dementsprechende Mittel anwenden müssen, wie z. B. das Wasserheilverfahren, stärkende Mittel wie Malzextrakt, Chinarinde, Leberthran u. s. w. Daneben wird man die örtliche Behandlung der kranken Nägel nicht vernachlässigen. Vor allen Dingen empfiehlt es sich, die Nägel vor jeder Verlegung nach Möglichkeit zu schützen. Das einfachste Mittel zu diesem Zwecke ist das Bedecken der Nägel mit Wachs, die Wachsschicht braucht nur ganz dünn zu sein. Eventuell kann man über Nacht Gummifinger überziehen. Außerdem ist es zweckmäßig, Morgens, Mittags und Abends eine Viertelſtunde die Hand mit den kranken Nägeln in einem warmen Wasserbade zu baden, in das ein Theelöffel Schwefelleber hineingethan iſt. Um Milch in großen Mengen in den Körper einzuführen, wie dies bei Milchkuren notwendig wird, soll für diejenigen Fälle, in denen die Kranken nicht die ihnen verordnete Tagesmenge von Milch vertragen können und die Milch bei ihnen ein lästiges Gefühl von Völle erzeugt, eine Milch zur Verwendung kommen, deren Menge durch langsames Eindampfen über dem Feuer um die Hälfte oder wie man es sonst für zweckmäßig erachtet, vermindert worden ist. Zu diesem Behufe erhitzt man die Milch zuerst schnell und verkleinert dann, bevor sie ihren Siedepunkt erreicht hat, die Flamme in der Weise, daß die Flüssigkeit fortfährt langsam zu verdampfen, ohne zu kochen. Gleichzeitig wird die Milch umgerührt, damit die Sahne nicht an die Oberfläche steigt und dort ein Häutchen bildet, das der Verdampfung hinderlich sein könnte. Nach dem Auslöschen der Flamme wird noch solange weitergerührt, als die Milch noch sehr heiß ist. Durch dieses Verfahren kann man in einer halben Stunde ein Quantum Milch bis zur Hälfte eindicken. Die so gewonnene Flüssigkeit ist dickflüssiger als gewöhnliche Milch, ihr Geschmack ist durchaus nicht unangenehm und sie wird vom Darm gut vertragen. Nr. 56. Donnerstag, den 10. März. 1904. Oberhessische Familienzeitung. Tägliche Unterhaltungs- Beilage der Gießener Neueste Nachrichten. Sand sub Berleg ber Steßenes Berlagsbenderet, vorm. Duh. Roller'fe Duğbrudess!( gegr. 1783); ( 19. Fortsetzung.), Der Goldmarder. Original Roman von M. Bezold. Mit wachsendem Aerger wandte Ottokar der Zofe den Rücken, ein leiser Fluch entrang sich seinen Lippen. " Ich gehe in's Atelier," sagte er, wenn der Besuch fort ist, bitte, melden Sie es mir." Ohne eine Antwort abzuwarten, stieg er rasch die Treppe hinauf, und als er in dem höchst elegant eingerichteten Atelier angelangt war, ging er in fieberhafter Aufregung mit großen Schritten auf und nieder. Endlich blieb er vor dem Porträt Sabinens stehen, mechaniſch griff er nach der Palette, um sie mit den nötigen Farben zu versehen. Es war ein schönes Bild, mit Recht durfte Ottokar auf dieses Werk stolz sein, auf dem jetzt sein leuchtender Blick voll Entzücken ruhte. „ Nur einige Pinselstriche fehlen noch!" sagte er leise. " In einer Stunde kann es fertig sein-- und was dann? Dann wird der Mohr bezahlt, er hat seine Schuldigkeit ge= tan und kann gehen! Der Husarenleutnant gilt mehr, als der Künstler, und hier gesellt sich zur Uniform auch noch der Reichtum. Ich sollte lachen darüber, aber ich kann's nicht, lieber möchte ich sterben, als dieses herrliche Weib in den Armen eines anderen sehen. Was läge auch weiter daran? Ohne Liebe ist das Leben wertlos, und mit verschmähter Liebe im Herzen kann es nur eine Qual sein. Was liegt mir an Fürſtengunst? Ich wollte, Sabine wäre arm, mein Stolz sollte es sein, für sie zu arbeiten!" Wie aus einem Traume erwachend, blickte er auf die Tür, die eben geöffnet wurde. Sabine und die Baronin v. Gagern traten ein, Alfred und deſſen Onkel folgten den Damen. Nach kurzer Begrüßung traten sie vor die Staffelei; der Blick Ottokars ſtreifte mit einem feindseligen Ausdruck das lächelnde Antlitz des Adjutanten. " Vortrefflich!" brach Baron v. Friedenstein nach einer geraumen Weile das Schweigen. Ich mache Ihnen mein Kompliment, Herr v. Weisweiler, die Aehnlichkeit ist täuſchend, das Bild als solches ganz vorzüglich." Wenn es nur endlich fertig wäre!" seufzte Frau von Gagern mit einem vorwurfsvollen Blick auf Sabine, die mit gedankenvoller Miene auf das Bild schaute und sich an dem Gespräch nicht beteiligen zu wollen schien. „ Geduld, gnädige Frau," erwiderte Ottokar mit leiser Fronie, es fehlen nur noch einige Pinselstriche, aber wo sie fehlen, das weiß ich selbst noch nicht." Dann werden Sie es wohl auch nie finden!" spottete Alfred v. Bodenlauben, an den Spitzen seines Schnurrbarts drehend. Der Maler erwiderte in gereiztem Tone, was den Offizier veranlaßte, in ziemlich unhöflicher Weise zu replizieren, dem nun Ottokar eine geradezu beleidigende Bemerfung zu hören gab. Herr v. Bodenlauben wollte auffahren, doch die Anweſenheit der Damen erinnerte ihn an die Pflicht eines KavaTiers. Die Blicke der beiden Gegner hafteten einige Sekunden lang fest ineinander, dann wandte sich Alfred zu Sabine, um ihr mit einer leichten Verneiauna den Arm anzubieten. #Ibin let& ( Nachdruck verboten.)) ,, Was ist geschehen?" fragte Sabine erschreckt. " Nichts, gnädiges Fräulein," antwortete der Baron, der Frau v. Gagern bereits zur Tür führte, die Luft ist hier drückend schwül, finden Sie das nicht auch, Frau Baronin?" „ Wenn ich Herrin des Hauses wäre, ich würde längst hier gelüftet haben," erwiderte sie verächtlich, ohne den Maler noch eines Blickes zu würdigen. Sabine schwieg, aber ehe sie hinausging, wandte sie sich noch einmal um, Ottokar glaubte in ihren schönen Zügen nur die gewohnte kühle Freundlichkeit zu lesen. Wünschen Sie nicht noch eine Sitzung, um in ihr das Bild zu vollenden?" fragte sie. „ Jawohl, gnädiges Fräulein," antwortete Ottokar. Morgen Mittag zur gewohnten Stunde werden Sie mich bereit finden. ,, Sehr wohl, ich danke Ihnen!" Die Tür schloß sich hinter der kleinen Gesellschaft; Ottofar fuhr tief aufatmend mit der Hand durch sein langes, schwarzes Haar, ließ seine Blicke durch das Atelier schweifen, als ob er für immer Abschied nehmen wollte, dann verließ er den Raum. Unten am Fuß der Treppe stand Rosa. Die Herren sind fort," sagte sie, soll ich Sie nun anmelden?" Danke, danke, ich bin jetzt nicht mehr in der Laune," erwiderte er verdrossen, während er hastig seinen Paletot anzog.„ Das gnädige Fräulein erwartet mich morgen und mit Ihnen habe ich später noch ein Wörtchen zu reden!" „ Mit mir?" fragte die Zofe betroffen, weshalb?" " In ernsten Dingen verstehe ich keinen Spaß, Sie haben mich vielleicht unabsichtlich betrogen, dann gebe ich Ihnen den guten Rat, fünftig nicht mehr an den Türen zu horchen, Ihr Gehör iſt nicht scharf und fein genug." ,, Gütiger Himmel, was ist denn nun wieder vorgefallen?" fragte Rosa mit wachsender Bestürzung, während sie dem erregten Maler die Treppe hinunter folgte. ,, Sie wissen es noch nicht?" " Ich habe keine Ahnung!" " Dann suchen Sie es zu erforschen," spottete er,„ ich bin nicht in der Stimmung, mich mit Ihnen darüber zu unterhalten. Morgen ist ja der Geburtstag des gnädigen Fräuleins. " ,, Wahrscheinlich nicht." " Jawohl, Sie werden doch auch kommen?" Sie hatten die Haustür erreicht, Ottokau rückte den Kalabreserhut tief in die Stirn und ging mit raſchen Schritten von dannen. Rosa sah ihm starr nach, bis er ihrem Blick entschwunden war. Ich glaube, er ist plötzlich übergeschnappt," sagte sie spöttisch, und mit einem bedauernden Achselzucken kehrte sie in das Haus zurück. jeater 1. yl". piel der Tournee 1. März nement! Wunsch fe. 4 Afte von cafyl goetter. mie Dorny. orty. gust Scholz. ener otterie bun rz1904, er em Geschirr. ewinn: page mit Pferd iter Befchirt. ewinn: ft Pferd und r Wagen mit ter ewinn: fate fenntlichen Gewinne. nd Fohlen Borto 25 Bfg. mehr) find in ( für Lifte und Sattel u. Zaum. Mar 60 Monnementspreis: Baus gebracht 60 Bonttobettagen: Che und die Gießen Das Blatt erfdeint für Ob Enth Bentes Kapitel. Schon wie ein sonniger Frühlingstag erschien Sabine am nächsten Morgen in ihrem Boudoir, wo Frau v. Gagern thre Nichte erwartete. Viele Worte sind zwischen uns wohl unnötig," sagte die Baronin, während sie Sabine umarmte und füßte." Du weißt, daß ich dir alles wünsche, was du nur ſelbſt dir wihischen magst!" " Und das wäre in erster Linie ein treuer und liebevoller Gatte!" scherzte Sabine. Ich bin nun schon achtsmbatoanzig, naht der Befreier nicht bald, so werde ich wohl entfagen indiffen." Sie trat an ein zierliches Tischchen, auf dem zwischen einer Fülle von Blumen die bereits eingetroffenen Festgeschenke lagen, die nur flüchtig und ohne besonderes Interesse besichtigt wurden. Dit hättest längst dieses Glück haben können," nahm die Baronin nach einer Pauſe wieder das Wort, indes ihr Blick prüfend auf dem Antlitz Sabinens ruhte, mancher Mann, der deiner Liebe wert war, hat um deine Hand geworben, keiner fand Gnade vor deinen Augen." ,, Weil der Rechte nicht unter ihnen war," sagte Sabine mit einem leisen Seufzer,„ meine Hand kann nur der gewinnen, der mein Herz besitzt. Von wem iſt dieſer Brief?" setzte sie hastig hinzu. " Ich weiß es nicht; er wurde mit dem Bouquet, das neben ihm liegt, schon in der Frühe abgegeben." Sabine erbrach den Umschlag und las." Joachim Spangenberg!" rief sie, und ein spöttisches Lächeln umzuckte ihre Lippen. „ Ein Heiratsantrag in schönster Form! Nun werde ich wohl antworten müssen." Und deine Antwort wird ablehnend lauten?" ,, Kannst du daran zweifeln?" " Nein, es wäre eine Mesalliance, auch dann noch, wenn Spangenberg wirklich geadelt würde," erwiderte die Ba= ronin. Für ihn ist es der letzte Anker, den er auswirft, er hofft durch die Verlobung mit dir die Gunst des Fürſten wieder zu gewinnen, aber ich glaube, in dieser Hoffnung würde er sich getäuscht sehen. Seine leichtsinnige Verwaltung des Museums kann der Fürst um so weniger verzeihen, als die verschwundene Münzensammlung Privateigentum Seiner Durchlaucht war; die Entlassung wird nicht ausbleiben, Herr v. Bodenlauben sprach sich ja gestern auch in diesem Sinne aus." Sabine hatte den Brief in eine Schublade ihres Schreibtisches gelegt, ein ernster, gedankenvoller Ausdruck lag in ihrem schönen Antlitz. „ Der Hofrat wird ja auch heute seine Aufwartung machen," sagte sie, ich will ihn bitten, den Korb zu überbringen. Er wird schon ein Mittel finden, dem Freunde die Pille zu versüßen. Was ist eigentlich gestern Nachmittag im Atelier vorgefallen. Willst du es mir noch immer nicht sagen? Die Herren brachen so plötzlich auf, und auf meine Fragen erhielt ich nur ausweichende Antworten, sage mir die Wahrheit, die Sache beunruhigt mich." Hast du denn nicht die Beleidigung gehört, die der Maler Herrn v. Bodenlauben zuwarf?" fragte Frau von Gagern überrascht. " Ich war in Gedanken versunken und achtete nicht auf das Gespräch," entgegnete Sabine, in deren Zügen sich jetzt angstvolle Besorgnis spiegelte. Das hatte sie nicht gewußt, sie war in der Tat so sehr in Gedanken versunken gewesen, daß sie den Streit ganz überhört hatte. Die Baronin v. Gagern gewahrte dies und suchte nun ihre Nichte gegen den Maler einzunehmen, dem sie alle Schuld zuschob. Sabine aber übernahm mit Eifer seine Verteidigung und schloß endlich mit den Worten:„ Wenn Ottokar v. Weisweiler meine Liebe erwidert, so werde ich ihm freudig meine Hand reichen, ich habe dann das Glück meines Lebens gefunden." Die Baronin lächelte spöttisch, ihr Blick ruhte stechend auf ihrer Nichte, die ruhelos bald zur Tür, bald zum Fenster wanderte. Das Glück deines Lebens?" erwiderte sie verächtlich. Illusion, Sabine! Du müßteſt mit diesem Gatten dich auf deine Güter zurückziehen; möglich, daß du das augenblicklich als eine reizende Idylle betrachtest, aber aus diesem langweiligen Traume würdest du bald erwachen und dich nach der Gesellschaft zurücksehnen, die dir dann vielleicht ihre Türen verschließt." ,, Darüber denke ich anders!" ebt vielleicht, aber später- „ Auch später, ich habe diese Gesellschaft fall, ble hem Herzen nichts bietet. Wir werden auf meinen Gütern nich vereinfanu sein, wir finden auch dort einige Freunde, die gerne mit uns verfehren-" „ Ich hoffe, du wirst dir das alles doch noch reislich überlegen," unterbrach die Batonin jie, sich erhebend, und ihre Stimme flang scharf und schneidend.„ Lelder bin ich nicht berechtigt, dir irgend welche Vorschriften zu mache ich kann nur raten und warnen; das aber sage ich dir, auf diesem Wege werde ich dir nicht folgen. Du entschuldight wohl, wenn ich mich jetzt zurückziehe, ineine Migräne macht es mir unmöglich, diese Unterhaltung fortzuseßen." Sabine hielt sie nicht zurück, im Gegenteil, ihr war es eine Erleichterung, daß die Tante sich entfernte, deren AGneigung gegen Ottokar ihr schon manche trübe Stunde bereitet hatte. Und nun, als sie allein war mit ihren Gedanken, erinnerte sie sich wieder der beleidigenden Worte, die gestern im Atelier gefallen sein sollten. Namenlose Angst marterte ihre Seele, es unterlag jekt feinem Zweifel mehr für sie, daß Alfred v. Bodenlauben Genugtuung gefordert hatte. Und war dies geschehen, so mußte das Duell heute Morgen stattgefunden haben, vielleicht lag der Geliebte jetzt schon tot oder sterbend auf dem Kampfplate. Was konnte sie tun, um sich Gewißheit zu verschaffen? Sollte sie einen Boten zum Baron v. Friedenstein oder zum Hofrat senden? Nein, sie durfte das Geheimnis ihres Herzens nicht der Oeffentlichkeit preisgeben, sie mußte warten, bis ihr Botschaft gebracht wurde. Warten? Sie konnte es nicht, ungestüm zog sie an der Glockenschnur. Ist Herr v. Weisweiler schon im Atelier?" fragte sie mit erzwungener Ruhe, als Rosa eintrat. ,, Nein," antwortete die 3ofe, er wird auch wahrscheinlich nicht kommen." „ Woher weißt du das?" sagte Sabine bestürzt.„ Was ist vorgefallen? Sprich, verschweige mir nichts!" „ Herr v. Weisweiler sagte mir gestern Nachmittag, er werde heute wahrscheinlich nicht kommen." „ Das sagte er dir? Blieb er gestern noch lange im Atelier?" ,, Nein, die Herren hatten sich kaum entfernt, als er herunter fam." Und da sprach er mit dir?" " Jawohl, gnädiges Fräulein, ich fragte ihn, ob ich ihn anmelden dürfe, er antwortete mir, er sei jetzt nicht mehr in der Stimmung." „ Er war wohl sehr aufgeregt?" „ Das gerade nicht, aber er war sichtlich wütend." " Worüber?" fragte Sabine mit wachsender Angſt. " Darf ich meine Vermutungen offen aussprechen?" erwiderte Rosa mit einem vielsagenden Lächeln. " Ich befehle es dir." „ Nun, Herr v. Weisweiler war hierher gekommen, um dem gnädigen Fräulein einen Besuch zu machen, es ärgerte ihn gewaltig, als ich ihm sagte, daß Herr v. Bodenlauben hier sei, aus seinen Worten ging mir hervor, daß er ihn nicht leiden kann. Ich glaube, er fürchtet ,, Genug!" fiel Sabine ein, während sie der Zofe hastig den" Rücken wandte, um das plötzliche Erglühen ihrer Wangen zu verbergen.„ Also aus diesem Grunde," murmelte sie.„ Nun begreife ich alles!" Sie preßte die Hand auf das stürmisch pochende Herz, ein schwerer Atemzug entrang sich ihren Lippen. Mir versprach er, heute Mittag zu kommen," nahm sie nach einer Pause wieder das Wort; heute soll die letzte Was er dir Sigung stattfinden; er wird Wort halten. später sagte, ist nicht maßgebend. Oder nannte er dir den Grund, der ihn am Kommen verhindert?" " Nein," antwortete Rosa, die jede Bewegung ihrer Herrin beobachtete, seine Erklärung war mir um so auffallender, weil er selbst sich an den Geburtstag des gnädigen Fräuleins erinnert hatte." Sabine hätte laut aufjubeln mögen, jetzt wußte sie, daß ihre Liebe erwidert wurde. Die Qualen der Eifersucht hatten ihn getrieben, den Nebenbuhler zu beleidigen, solche Eifersucht konnte nur ein Mann hegen, der liebte! Sie wollte Gewißheit haben; seine Erklärung, daß er wahrscheinlich nicht kommen werde, ließ sie erkennen, daß er zu einem Duell entschlossen war. ( Fortfebuna folat. Y Dieser Stein, In einer Welt, in welcher alles schwankt, bedarf man eines festen Punktes, auf den man sich stützen ka Punkt aber ist der häusliche Herd. Der Herd ist wie die Leute sagen, sondern ein Herz, und zwar das Herz einer Frau. Vater und Sohm. Novellette von Frédéric Carmon. I. ( Nachdruck verboten.) Ganz am Ende der Rue de Lille in Paris zwischen Hof und Garten liegt das Hotel des Grafen v. Chantefort. Das monumentale Tor aus grauem Stein mit dem Schild, die Tür mit den schweren Flügeln aus geschnitzter Eiche, der Ehrenhof mit seiner stattlichen Auffahrt sehen sehr vornehm aus, und auch das Hotel selbst macht mit seinen hohen Fenstern einen imposanten Eindruck. Hinter dem Gebäude liegen prächtige Gärten. Troßdem fühlt sich der Besucher, sobald er die Schwelle überschritten und den Hof betreten hat, von seltsamem Unbehagen erfaßt. Zwischen den holperigen Pflastersteinen wächst das Gras, das Moos breitet sich am Fuße der Mauern aus, und man ahnt, daß in den Ställen und Remisen keine Pferde und keine Wagen stehen. Alles atmet Traurigkeit, Armut, Verlassenheit, und wenn man die Augen erhebt und alle Fenster, mit Ausnahme von drei bis vier, hermetisch verschlossen erblickt, wenn man den Rost an den Fensterkreuzen bemerkt und man zu der Ueberzeugung gelangt, daß sie sich nie öffnen, dann schnürt sich einem angesichts dieser herrschaftlichen Besitzung unwillkürlich das Herz zusammen. Der Graf v. Chantefort, der in einem breiten Sessel saß, schloß das Buch, das er eben ausgelesen, und legte es auf den Tisch. Die Lampe mit dem grünen Schirm verbreitete nur ein schwaches Licht in dem großen, langen Arbeitskabinett mit seinem alten, geschnitten Getäfel, den alten Tapisserien und den hohen Bibliothekschränken. Der Graf erhob sich, zündete mit langsamer Bewegung eine Zigarre an, warf das erloschene Streichholz ins Feuer und blickte auf die Uhr. Der Zeiger zeigte auf drei Uhr morgens. „ Schon drei Uhr," murmelte er, ging dann zum Fenster, öffnete es, beugte sich hinaus und blickte auf die Straße. Er war ein Mann von etwa 65 Jahren, groß, leicht gebeugt, die Stirn von Runzeln gefurcht, mit schneeweißem Bart- und Haupthaar. Seine Züge wiesen jetzt noch eine große Schönheit auf, die Stirn war hoch, der Blick klar. Doch wie auf dem Hause, so lagerte auch auf diesem Manne ein Schleier der Traurigkeit, der Verlassenheit. Er blieb am Fenster stehen. Die Nacht war schön; die Sterne glänzten; ein unklarer Lärm, der Atem des schlafenden Paris, erhob sich von der Straße, von den Quais, von der ganzen Stadt. II. Er war ein schöner Mann. Groß, flart und in alien Leibesübungen bewandert, besaß er noch im höchften Grade die unst, weibliche Herzen zu entzüden. Sein Blid mar mild, seine Stimme zart und für sich einnehmend, sein Lächeln strahlend. Er fiel in den Salons, in denen er verkehrte, lebhaft auf. Dabei war er aber nicht im geringsten eitel, und hinter seiner leichten Außenseite lagerte ein tiefer Ernst. Der alte Graf betrachtete ihn einen Augenblick prüfend mit dem größten Wohlgefallen, dann sagte er, von seiner Betrachtung befriedigt:„ Nun, du siehst ja nicht allzu unzufrieden aus; wo kommst du her?" Der junge Mann lächelte. ,, Von den Haawelts." ,, Ach ja, ich weiß!... Sie haben eine große Soiree gegeben... War es schön?" " Feenhaft!" Der Graf setzte sich. „ Sie sind sehr reich?“ fragte er. " Nur zwanzig Millionen, nicht einen Sou mehr," versette Roger lächelnd. Du hast dich amüsiert?" Roger schüttelte den Kopf. ,, Nein, ich hatte keine Zeit dazu!" Er lachte. Ich war in Geschäften dort!" Es trat eine kurze Pause ein. Der alte Graf hatte sich erhoben. Er ging nachdenklich einige Schritte im Zimmer auf und ab. Der dichte Teppich dämpfte das Geräusch seiner Schritte, und man hörte nur das regelmäßige Ticken der auf dem Kamin ſtehenden Pendule. Nach kurzer Pause blieb Herr v. Chantefort vor seinem Sohne stehen und fragte:„ Du bist nicht in den Klub_gegangen?" ,, Doch!" Der Greis sah ihn fragend an:„ Aber du hast doch wenigstens nicht gespielt?" „ Doch!" „ Und...?" Roger lächelte matt. Ich habe verloren... 10 000 Francs... auf Ehrenwort!" Der Graf erblaßte. Du bist toll," rief er mit zitternder Stimme;„ du willst also auf dem Stroh sterben?" Seine Stimme flang ernst und feierlich. Höre, mein Freund... du weißt, in welcher fast verzweifelten Lage wir uns befinden. Unsere Güter sind verkauft oder mit Hypotheken belastet, wir haben unsere Pferde und Wagen abgeschafft, haben die Bedienten entlassen und haben zu unserer Bedienung nur noch unseren alten Vincent und seine Frau. Der Ruin, der schreckliche Ruin hat sich auf uns, auf dieses Haus herabgesenkt, das die Leute in der Straße das Trauerhaus nennen, weil ich in Ermangelung des erforderlichen Personals alle Zimmer abschließen mußte. Vielleicht hätten wir uns wieder aufrichten können, denn zu dem Zweck hätte ich auf Paris verzichten, auf unseren Gütern leben, sie beaufsichtigen, sie bewirtschaften, kurz und gut, das Dasein eines Landwirts Plößlich veranlaßte ein leises Geräusch- das der sich führen müſſen. Ich habe nicht mehr die Kraft dazu. Für öffnenden Tür den Grafen, sich umzuwenden. Er schloß das Fenster. Ein junger Mann von etwa dreißig Jahren, der ihm bis auf den Alter unterschied zum Verwechseln ähnlich sah, war eben ins Zimmer getreten. Er war in Geſellſchaftstoilette, eine Gardenia im Knopfloch; die zerknitterten Handschuhe hielt er in einer Hand. Eine deutliche Abspan= nung lag auf seinen Zügen; doch troßdem verriet ein glänzender Blick die größte Zufriedenheit. dich wäre das ein Opfer gewesen, das ich nicht von dir fordern wollte. Uebrigens können wir auch mit dem, was uns geblieben ist, bescheiden in Paris weiter leben, wenn wir dieses Hotel verkaufen. Aber ich bitte dich, mein Kind, ſei vernünftig, begehe nicht mehr solche Torheiten, wie heute Abend. Bedenke Roger begann zu lachen, und indem er Herrn v. Chantefort mit einer Geste unterbrach, sagte er in leichtem Tone: ,, Lieber Vater, ich versichere Sie, ich bin sogar sehr vernünftig. Sie beurteilen mich falsch. Ich bin ein gesetzter, praktischer Mensch. Ich kenne unsere Lage ebenso gut, ja, vielleicht sogar besser als Sie; ich habe oft daran gedacht, und gerade infolge dieser zehntausend Francs, die ich verloren, werden wir dieses Hotel nicht verkaufen. Beruhigen Sie sich! Wir werden in zwei Monaten von neuem Pferd Nein, ich konnte nicht... Ich bin nicht schläfrig, ich und Wagen haben und unseren Schild vergolden können." habe gelesen." Du bist's, Roger!" sagte der Graf. Sofort trat der junge Mann auf ihn zu und versetzte: Ja, Vater. Im Vorübergehen sah ich Licht an Ihrem Fenster; und deshalb habe ich mir einzutreten erlaubt. Sie ruhen also nicht?" Der Greis schüttelte den Kopf. „ Sie werden sich die Augen verderben!" Der Graf betrachtete seinen Sohn. Offenbar fragte er sich, ob Roger nicht toll geworden wäre oder ob er nicht Roger v. Chantefort legte seinen Hut auf einen Stuhl wenigstens getrunken hatte. Deshalb sagte er:„ Ich glaube, du sprichst unsinniges Beug!" und warf seine Handschuhe auf den Claque.