Nr. 84. Erstes Blatt. Wonnement prets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., Saus gebracht 60 Bfg., durch die Poft bezogen viertelfährt Mt. 1.50. Batisbetingen: Oberhoffifche Familienzeitung( täglich) und die Stekener Coifenblasen( wöchentlich). Bas Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 9. April 1904. Gießener 13. Jahrgang. Jusertionspreis: Die einspaltige Betttzelle für ganz heffen, die Kretse Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonft 15 Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg Fernsprechanschluk Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der Herero- Hufftand. Nur eine neue Depesche des Gouverneurs Leutwein liegt heute aus dem Aufstandsgebiete vor, und sie besagt nur, daß die Hauptabteilung des Expeditionskorps den abziehenden Herero hart auf den Fersen ist. Die Depesche lautet in der Fassung der amtlichen Veröffentlichung: Gouverneur Leutwein meldet aus Okahandja daß die Hauptabteilung am 7. April nachmittags 4 Uhr den Vormarsch auf Otjosasu angetreten hat. Otjosasu liegt 36 Kilometer östlich von Okahandja und ist eine Etappe des Weges, den die von Owikokorero abgezogenen Herero eingeschlagen haben. Ein Brief Mahareros. Interessante Einblicke in die Vorgeschichte des Aufstandes bietet ein Brief des Führers der Rebellion, des Oberhäuptlings Maharero, den ein Missionar veröffentlicht. Der Brief beweist, daß Samuel Maharero der Urheber der Empörung und daß er ängstlich bemüht war, den Plan zur Erhebung auch vor den Missionaren zu verheimlichen. Der Brief lautet in deutscher Uebersetzung: ,, Okahandja, den 11. Januar 1904. An alle Großleute meines Landes. Ich bin der Oberhäuptling der Herero, Sam. Maharero. Ich habe ein Gesetz erlassen und ein rechtes Wort und bestimme es für alle meine Leute, daß sie nicht ihre Hände legen an folgende: nämlich Missionäre, Engländer, Bastard, Bergdamara, Nama, Buren. An diese alle legen wir unsere Hände nicht. Tut diese Sache nicht. Ich habe einen Eid dazu getan, daß diese Sache nicht offenbar werde, auch nicht den Missionären. Genug. Ich bin der Säuptling Som. Maharero, Okahandja." Diesen Brief sandte Samuel Maharero an alle Unterhäuptlinge, die genau wußten, daß ein Ruchbarwerden des Anschlags ihnen den Kopf gekostet haben würde. Das Kaiser- Gedenkblatt. Das von Kaiser Wilhelm entworfene Gedenkblatt für die Hinterbliebenen der Opfer des Hereroaufstandes, das nach dem Entwurf des Kaisers von dem Marinemaler Hans Bohrdt ausgeführt worden ist, weist ein stimmungsvolles Motiv auf. An der linken Seite des in Großformat gehaltenen Blattes erblickt man eine gewappnete Germania, die Kaiserkrone auf dem Haupte, die rechte Hand leicht auf den mit dem Reichsadler geschmückten Schild gestützt, die linke borgestreckt und einen Lorbeerkranz leicht herabneigend. Ein bon dem Kranze herabwallender Schleier trägt die Wid= mung:„ Gedenkblatt zur Erinnerung an...( folgt Name, Geburts- und Todestag des Gefallenen). Er starb für Kaiser und Reich. Ehre seinem Andenken!" Auf dem unteren Drittel des Gedenkblattes erblickt man das leicht gekräuselte Meer. Auf ihm nähert sich in langsamer Fahrt ein vollgetafeltes Segelschiff mit der Halbmast gesenkten Flagge und dem langen Heimatswimpel, dem heimischen Gestade, von dem das Licht des Leuchtturmes herüberstrahlt. Stirn und Fuß des Blattes schmücken die Symbole des christlichen Glaubens: oben das Kreuz mit der flammenden Sonne, unten der Christuskopf mit der Dornenkrone. Daneben steht die Tröftung des Evangeliſten Johannes:„ Niemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben lässet für seine Freunde." Der Krieg in Oftafien. Alles weist darauf hin, daß die Japaner versuchen wollen, bon Jonghampo an der Jalumündung aus die russische Verteidigungsstellung zu forzieren. Unter dem Schutz von Kanonenbooten landeten dort Teile der zweiten japanischen Armee. Der koreanische Präfekt bon Hongtschung berichtet, daß zahlreiche Gruppen von Russen und Chinesen aus Jonghampo sich nach Andschu zurückgezogen hätten, so daß sich in Jonghampo nur noch hundert Soldaten und einige Kaufleute befänden. Die Russen hielten sechs der größten Grenzstädte am Tumenflusse besetzt. Man geht wohl auch nicht fehl, wenn man mit dieser japanischen Vorstoßbewegung die folgende Nachricht in Verbindung bringt, die von einer Kreuzfahrt der russischen Port Arthur- Flotte zu berichten weiß. Die aus Yokohama stammende Meldung lautet: Das russische Geschwader hat Port Arthur verlassen und kreuzt im Gelben Meer. Die verschiedenartigsten Gerüchte über Zusammenstöße mit der japanischen Flotte durchschwirren die Stadt. Es ist leicht möglich, daß der russische Admiral Makarow, der schon wiederholt Tatkraft und Wagemut gezeigt hat, sich schnell entschlossen hat, mit einem Teil seiner Flotte den Japanern bei Jonghampo ein Hindernis in den Weg zu legen und mit den die Truppentransporte begleitenden Kriegsschiffen handgemein geworden ist. Aus Port Arthur selbst verlautet aus russischer Quelle, daß im Rayon alles ruh ig ist. Die Einwohner der Stadt bereiten sich zur Ofterfeter vor. In den finsteren mondscheinlosen Nächten wird ein Angriff des Feindes erwartet, der sich in den benachbarten Gewässern gezeigt hat. Der frühere Hamburger Dampfer ,, Fürst Bismarck", der von der russischen Regierung angekauft worden ist, soll den Namen„ Don" erhalten. Es verlautet, daß der Dampfer die ausfahrende russische Flotte für den fernen Osten als Kohlendampfer begleiten werde. Für diesen Zwea erscheine das Schiff besonders günstig, weil es in der Lage sei, eine so außerordentlich große Menge von Kohlen zu transportieren, und endlich werde die große Geschwindigkeit von zwanzig Knoten dem Dampfer erlauben, in der Nähe der Flotte zu bleiben und dieselbe auf der Ausfahrt zu begleiten. Wie in Hamburg erzählt wird, soll auch der Kaiser Friedrich" durch zweite Hand in den Besitz Rußlands übergehen. Das abgestoßene Schiffsmaterial der Hamburg- Amerika- Linie wird sicher durch neues ersetzt werden, das den heutigen Anforderungen in jeder Weise entspricht. Die mögliche Vermendung beider Schiffe als Hilfskreuzer der deutschen Marine im Falle eines Krieges kann kein Grund sein, Schiffe zu behalten, die nicht mehr den höchsten Anforderungen des trans. atlantischen Verkehrs genügen. Die Neutralität Deutschlands wird durch diese zwei privaten Handelsgeschäfte in feiner Weise geschmälert. Es sei daran erinnert, daß bei Ausbruch des spanisch- amerikanischen Krieges, im April 1898, die Hamburg- Amerika- Linie ihre Schnelldampfer„ Normannia" und„ Columbia" und der Norddeutsche Lloyd den Schnelldampfer Havel" verkaufte. Alle drei Schiffe gingen in den Besitz der spanischen Regierung über, die sie im Kriege bermenden wollte, aber keine Gelegenheit dazu fand. Die Politik. + Die von uns bereits als sehr fraglich bezeichnete Mel-dung von einem Statthalterwechsel in den Reichslanden stellt sich als unzutreffend heraus. Insofern wenigstens, als ſie behauptete, ein solcher Wechsel stehe unmittelbar bevor. Prinz Hohenlohe denkt nicht an seinen Rücktritt. Indeß ist er bereits ziemlich betagt, und sein Posten kann binnen kurzem doch frei werden. Ob dann, wie die erwähnte Meldung wissen wollte, Prinz Leopold von Bayern oder ein anderer sein Nachfolger wird, darüber läßt sich heute noch nichts jagen. In einzelnen protestantischen Kreisen scheint die Abneigung gegen das Zentrum starf gewachsen zu sein. Namentlich in Bayern. So soll demnächst in Neustadt a. H. eine große pfälzische Versammlung stattfinden, die die Begründung einer Anti- Zentrums- Liga" zum Ziele hat. Aus der Bundesratssitzung, die sich mit der Aufhebung des§ 2 des Jesuitengesetzes beschäftigte, wird jetzt bekannt, daß der Reichstagsbeschluß betreffend die Aufhebung des ganzen Jesuitengesetes mit sämtlichen Stimmen abgelehnt worden ist. Eine besondere Abstimmung über§ 1 habe nicht stattgefunden. Ein ,, Reichsflußschutzgesek" verlangt der Vorstand des Internationalen Vereins zur Reinhaltung der Flüsse, des Bodens und der Luft" in einer Petition an den Reichstag. Es heißt in der Eingabe u. a.:„ Die Fäkalien der Menschen aus den Flüssen heraus und die übrigen Abwässer der Städte und der Industrien nach dem Stande der heutigen Technik unter allen Umständen nur gereinigt den Flüssen übergeben, das ist die Basis des schleunigst zu schaffenden Reichsflußschutzgesetzes, welches die Erfahrungen der ganzen Welt, insbesondere aber die heute schon erreichten schauderhaften Zustände unserer deutschen Ströme gebieterisch fordern!" Zweifelsohne sind Vorkehrungen gegen die von hygienischen Gefahren und sonstigen Nachteilen begleitete Verunreinigung unserer Stromläufe dringend geboten. Nach einer Mitteilung des Reichspostamts besteht für Wertsendungen innerhalb Deutschlands und nach DesterreichUngarn fein 3 wang zur Angabe des vollen Wertes der Sendung. Es ist nur vorgeschrieben, daß der angegebene Betrag den gemeinen Wert der Sendung nicht übersteigen soll. Recht interessante Daten über den ganz außerordentlichen Umfang der Preußengängerei aus Russisch- Polen werden jezt bekannt. Danach gingen in den Jahren 1900 bis 1903 aus Russisch- Polen nicht weniger als 393 519 Arbeiter nach Deutschland auf Arbeit, durchschnittlich im Jahre 131 173. Bekanntlich soll die russische Regierung mit Rücksicht auf den Krieg in Ostasien die Abwanderung russisch- polnischer Arbeiter nach Deutschland für dies Jahr verboten haben oder doch noch verbieten wollen. Das würde, wie die obigen Ziffern zeigen, für die deutsche Landwirtschaft eine starke Steigerung der ohnehin sehr empfindlichen Leutenot bedeuten. Italien. Großes Aufsehen erregt in römischen politischen Kreisen die außerordentliche Anerkennung, die Kaiser Wilhelm gestern in Palermo dem Wirken des italienischen Ministerpräsidenten Giolitti zollte. Während der gestrigen Frühſtückstafel an Bord der„ Hohenzollern" stieß der Kaiser mit dem Präfekten von Palermo, Marchefe de Seta, auf das Wohl des Ministerpräsidenten Giolitti an. Der Kaiser sprach von Giolitti in schmeichelhaften Ausdrücken und äußerte die Hoffnung, daß er zum Wohle Italiens noch lange am Ruder bleiben möge. Der Kaiser ersuchte dann den Präfeften, dem in Cavour weilenden Giolitti seine Grüße zu übermitteln. Diesem Auftrage kam der Präfekt sofort nach. Man sieht in dieser Aufmerksamkeit des Kaisers gegen den Ministerpräsidenten einen neuen Beweis dafür, daß die diesmalige Begegnung des Kaisers mit König Viktor Emanuel von außerordentlicher politischer Bedeutung war. Schweiz. Erfreulicherweise geht nun auch nach dem Vorbilde des freien" England die freie Schweiz den Anarchisten zu Leibe: Der schweizerische Ständerat hat einstimmig ein Gesetz angenommen, das die Verherrlichung von Verbrechen der anarchistischen Propaganda mit Gefängnis bestraft. Jetzt fehlt nur noch das Aufenthaltsverbot für Anarchisten in der Schweiz. England. Ueber die britische Armeereform werden jetzt allerhand Meldungen laut. Neuerdings verlautet, der Premierminister Balfour werde demnächst eine Flugschrift über die Reform herausgegeben. Die Regierung plane, den Armee- Etat auf 24 Millionen Pfund( 480 Millionen Mark) herabzumindern und eine Armee von 78 000 Mann mit langjähriger und 17 000 Mann mit kurzer Dienstzeit aufzustellen. Mit der indischen Armee würde dann die reguläre Armee 162 550 Mann betragen. Die Volontär- Truppen sollen bedeutend verringert werden. Gerade genial scheint dieser Plan feineswegs. Alien. A Ein höchst eigenartiges Kompromiß wegen Tibets soll zwischen England und Rußland zustande gekommen sein. Es ist die dem Londoner Kabinett nahestehende„ St. James' Gazette", also eine glaubwürdige Quelle, die diese Meldung von einer Verständigung zwischen England und Rußland über die Tibet- Expedition bringt. Lord Lansdowne habe versprochen, daß die Mission sofort nach Erreichung ihres Zweckes Tibet wieder verlassen werde und daß kein Versuch gemacht werden solle, Lhassa zu betreten, wenn vorher ein Uebereinkommen mit dem Dalai- Lama getroffen werden kann. Oberst Younghusband sei aufgefordert worden, alles mögliche zu tun, um hohe tibetanische Beamte zu bewegen, nach Gyangtse zu kommen und dort mit ihm zu verhandeln. Die englische Regierung habe sich nicht verpflichtet, Chassa nicht zu betreten, doch habe sie der russischen Regierung versichert, daß, wenn der Einmarsch in Lhassa notwendig werde, doch keine Okkupation stattfinden solle, sondern die britischen Beamten sich zurückziehen würden, sobald ein Uebereinkommen über die Grenzregulierung und die Erleichterungen für britischen Handel getroffen sei. Hier. mit sei die nussische Regierung zufriedengestellt.- Whr vermuten, trotz dieses Abkommens werden die Briten den Russen in Tibet doch ein X für ein U machen. Hof und Gefellschaft. *** Der Kaiser hat gestern nachmittag um 6 Uhr an Bord der„ Hohenzollern" von Palermo aus die Reise nach Malta fortgesetzt. Am Tage vorher besuchte er den Garten der Villa Florio und das königliche Luftschloß La Favorita am Fuße des Monte Pellegrino mit seinem Garten und herrlichen Aussichten über den Golf. Der Rückweg führte den staiser über den Korso, der sehr besucht war. Die Insassen der endlosen Reihe von Equipagen und die Fußgänger begrüßten den Kaiser aufs lebhafteste. Um 5 Uhr empfing der Kaiser auf der Hohenzollern" Damen und Herren der Gesellschaft von Palermo zum Tee. ** Der Kronprinz empfing gestern in Kopenhagen gelegentlich eines Gabelfrühstücks beim deutschen Gesandten zahlreiche Vertreter der deutschen Kolonie, der deutschen Kirchenkollegien und der deutschen Vereine. Vorher besuchte er in Begleitung des Prinzen Christian von Dänemark verschiedene Sehenswürdigkeiten und begab sich zum König zur Gratulation. Abends fand Tafel beim König statt. Heer und flotte. Eine wichtige Aenderung der Heerordnung ist vor kurzem durch eine Verfügung des preußischen Kriegsministers eingeführt worden. Während bisher in Deutschland an dem Grundsatz festgehalten ist, daß in der Armee, sei es zum Dienste mit oder ohne Waffe, nur solche Leute zur Einstellung gelangten, bei denen nur geringe körperliche Fehler porhanden waren, können von jetzt ab zum aktiven Dienst ohne Waffe auch solche Leute ausgehoben werden, die bislang als nur bedingt tauglich" der Ersazreserve überwiesen werden mußten. Die bedingt Tauglichen" sollen als Krankenwärter und als Oekonomie handwerker ausgehoben werden. Die Fußbekleidung unserer Soldaten. Der überaus wichtigen Fußbekleidung des Soldaten wendet das KriegsIn den Sabaß niemand a Dottor Mulligan. einen Seite stand die treue Bridget und auf der anderen Im ersten Augenblick war ich noch zu bem Bette lag, als ich aus einer Ohnmacht erwachte. An der Fräulein ihre Erzählung fort, ist, daß ich angekleidet auf indas, worauf ich mich weiter erinnern fann", fetzte das anders als Michael Creenan es ſei. 3ch fragte nach seinem Namen, schon wieder. Ich glaubte an Michaels unschuld schon damals so fest wie heute. Meinung hören. fagte ich, und ich hoffe, er wird auch gerechtfertigt werden. As fie geendet, sah sie mich gespannt an, als wollte sie meine " Sie haben einen festen Glauben, gnädiges Fräulein. Das war die Geschichte, die mir Fräulein Craig erzählte. Die Bäume Beweisen auch im Glücke sich nicht stolz. Enthalten, tief herab; die guten Menschen Die Wolken hangen, wenn sie frisches Wasser, Bach noch seicht und breit, bengen fich, wenn Früchte wachsen; strichen drei Jahre. des Drachenfönigs an den Tag gebracht. Bauberreichs, wo der Sommer nie vergeht. und Freuden Wunder der tiefsten Tiefe von den Und jeder kommende Tag brachte Urishima neue Und so ber. Freuden jenes aber trotz alledem wurde dem Fischerknaben das Sera recht schwer. ministerium volle Aufmerksamkeit zu. Es hat dabei lebhaftes Interesse an dem Militärstiefel- Wettbewerb, den der Verband deutscher Schuhwarenhändler anläßlich seiner zweiten Fachausstellung zu Berlin im August d. J. abzuhalten beabsichtigt. Im Frieden erfolgt die Stiefelversorgung des Heeres fast ohne Hinzuziehung der Privatindustrie durch die Bekleidungsämter, aber bei dem plötzlich gesteigerten Bedarf bei einer Mobilmachung müssen die privaten Schuhfabriken mit herangezogen werden. Unsere Heeresverwaltung hat denn auch mit einer Anzahl solcher leistungsfähigen Fabriken Lieferungsverträge für bestimmte Mengen Militär- Schuhwerk abgeschlossen. Fast alle Militärbekleidungsstücke sind nach und nach wesentlich verbessert, der Militärstiefel dagegen nicht in demselben Maße, so daß man im Interesse besonders unserer Infanterie nur wünschen kann, daß bei diesem Wettbewerb ein friegsbrauchbarer Stiefel gefunden wird. Das Kriegs ministerium hat dem Verbande deutscher Schuhwarenhändler nahe gelegt, den Ausstellern keinerlei Vorschriften bezüglich der Wahl der von ihnen zu fertigenden Modelle zu machen, um den Ideen der einzelnen vollen Spielraum zu gewähren. Lokales. 9. April 1904. A Bad Orb, 7. April. Gestern Morgen verschied hier, plößlich Herr Christian Schneider aus Schierstein Er war derjenige welcher s. 3. an alle Chriftiane Deutschlands einen Anruf erließ zu einer Ehrung für Christian De wet. Ueber die Baugenossenschaft des evangel. Arbeitervereins in Gießen werden meistens auf gütlichem Wege beseitigt durch den Vorstand, auf der anderen Seite erfreuen sich die Mieter eines festen Wohnsites, sind also leicht eintretenden Veränderungen, wie das bei anderen Mietverhältnissen wohl vorkommen fann, nicht ausgesetzt. Zum Schluß sei noch erwähnt, daß es der Genossenschaft auch an Auszeichnungen nicht gefehlt hat; zwei Borstandsmitglieder: Rendant Doering und Lackierer Ritsert wurden in den Vorstand des Ernst Ludwig- Vereins und der Erstgenannte auch noch in den aus drei Mitgliedern bestehenden Vorstand des am 7. Dezember 1903 gegründeten Verbandes der Bauvereine Hessens gewählt. Aus dem Hungener Bezirk Berscht*), 4. Aprel 1904. Liewe Gevorrersche! hat deren langjähriger Direktor, Herr Rendant Doering, eine von ihm verfaßte Denkschrift, welcher außerdem noch Baupläne und Bilder von Häusergruppen betgefügt sind, herausgegeben. Die Schrift war ursprünglich, so sagt Herr Doering in seinem Vorwort, als Bericht für einen kleinen Kreis von Interessenten bestimmt. ging uns folgender Brief mit der Bitte um Abdruck zu: Auf Wunsch des Landeswohnungsinspektors für unser Hessen übernahm der Verfasser die Aufgabe, in der auf den 7. Dezbr. 1903 berufenen Versammlung der Vertreter von Bauvereinen Hessens einen Vortrag über den Werdegang unserer Genossenschaft zu halten. Es wurde in dieser Versammlung der Wunsch geäußert, daß der Vortrag im Druck erscheine und so weiteren Kreisen zugänglich gemacht werde. Herr Doering ist ** Der Großherzog hat sich gestern von Rom jetzt diesem Wunſche nachgekommen und vor uns liegt das Büchelchen, welches in schlichter und einfacher Darnach Athen begeben und wird im Königlichen Palast dastellung die Gründung und den Werdegang der Gedaselbst Wohnung nehmen. ** Großh. Ministerium des Innern hat dem Ortsvor nossenschaft enthält. Die Bewegung, die sich überall in stant* zu Alsfeld die Erlaubmis erteilt, mit dem am 25. den 80er Jahren bemerkbar machte, der Wohnungsnot Juli d. J. stattfindenden Prämien- und Pferdemarkt zu steuern und der Arbeiterklasse Gelegenheit zur Ereine Verlosung von Vieh und landwirtschaftlichen Gewerbung eines eigenen Heimes zu verhelfen, hatte den räten zu verbinden, auch ist der Vertrieb der Lose in der Herrn Rendant Doering veranlaßt, Pläne und KostenProvinz Oberhessen gestattet. anschläge von Herrn Pastor von Bodelschwingh in Bielefeld zu erheben, um in Gießen die Erbauung von Arbeiterhäuschen anzustreben. Damals mangelte es aber in unserer Stadt noch an genügenden Männern, welche diese soziale Bewegung unterstüßten und erst im Jahre 1894 nachdem 2 Jahre vorher der evangel. Arbeiterverein gegründet worden war- kam der Ruf, und zwar aus den Reihen der Interessenten selbst, nach Errichtung einer Baugenossenschaft. In den vor bereitenden Sizungen hatte man sich dahin verständigt, weil sehr viele Interessenten Mitglieder des evang. Arbeieervereins waren resp. noch sind, daß die Baugenossenschaft zwar selbständig aber doch als ein Glied des evang. Arbeitervereins sein soll. * **( Personalien.) Der Privatdozent an der Universität Bonn, Prof. Dr. Strack, wurde zum außerordentlichen Professor für Geschichte ernannt. Bei den Kompagnie besichtigungen im 116. Infanterie- Regiment, die in Kürze stattfinden, wird außer dem Brigade- und Divisions Kommandeur der kommandierende General des 18. Armeekorps, Se. Ex. General der Inf. v. Lindequist, anwesend sein. Oberfriegsgericht. Der Musketier Dosch 12. Comp. Inf. Reg. Nr. 117 jest in der 4. Comp. Inf. Reg. Nr. 168, welcher vom Kriegsgericht wegen Diebstahl zu 3 Wochen strengen Arrest verurteilt war, wurde auf Berufung vom Oberkriegsgericht mangels Beweiss freigesprochen. Dosch sollte in der Scheibenwerkstatt, wo er als Handwerker beschäftigt war, einen Schraubenzieher entwendet haben. * ** Der Verein ehemaliger Jäger und Schüßen zu Gießen hält morgen Sonntag, im Vereinslokal Hotel Buschmann" seine Monats- Versammlung ab. Der junge Verein, der erst seit einem Vierteljahr besteht, verfügt schon über eine große Anzahl Mitglieder. Wünschen wir demselben auch ferneres Blühen und Gedeihen. H. Die Kolossalgeschwister. Wer es bis jetzt versäumt hat, sich die ansehnliche Familie einmal zu betrachten, hat Gelegenheit dies in den nächsten Tagen in Lony's Bierfeller nachzuholen. Man hat es hier nicht mit den, durch forzierte Mastfuren zu Wundertieren herangebildeten Geschöpfen zu tun, sondern die drei Leutcher sind wirklich von der Natur so überaus reichlich bedacht in jeder Beziehung, daß sich ein Besuch schon lohnt. Uebrigens läßt das jugendliche Alter der Drei für die Zukunft noch manches Große( und Dicke) erhoffen, sodaß sie sich wohl später nach einem noch stärkeren Ausdruck wie„ Kolossal" umsehen müssen. Sodann wird noch ein winziges Fräuleinchen, welches den poetischen Namen Nouma Hawa führt, vorgezeigt. Wie wir hörten, will sich die 62 Ctm. große oder vielmehr kleine Dame nächste Woche" verheiraten. Wer aber Luft hat, sein Heim mit " So' ner ganzen kleinen Frau" zu schmücken, der spreche nur ruhig mal vor, vielleicht folgt ihm die Holde ja doch auf sein Schloß. - ** Der Verein der Küfer und Böttcher zu Gießen veranstaltet morgen auf der Liebigshöhe eine Abend- Unterhaltung, verbunden mit Verlosung und Tanz. Schu lang wollt aich auch mol besuche, awer es tauts aweil met'm beste Wille näit, us aalt koub eß schu seit zwo Woche näit en der Reih, troh woarme Imschleg en Enspreßinge däi er d'r Keurusch verschrewe hot; aach de Hannes flogt iwer Mageweih en aich hobs en d'r Seit. Wäih gihts dann auch deham en Traas, giht Dei Ahler noch uf die Grub. Woas mecht d'r al Bleyhannes, heure noch immer die Säu ünner de Weid? Heh trinkt aach gern sei Vertelche, awer zum Abedecker nach unge giht he net wirrer, bo weje em Schnäpsi. Wäi gihts dem Adam en dem Bleyschneirer, sänge se dann als noch emol obends beim Roobs Lui, wos mecht d'r Drejer& Hannier en sei Weibsleu, dere a ihrn Bräuem, hun aich neulich in Geiße geseh, er eß glawe em Lazeret bei de franke Soldate en helft, er eß aach Gefreirer woarn, da kann sich die Baulin gespanne. Schafft dann de Berschter Philipp ez wirrer uff d'r Grub, er eß so soft gescheid, wann he nur net manchmol so narrig wer. Wäi eß dann met' m naue Schaulhaus, heert mer dann gor naut dovo en vo weje dem naue Wassergrom! D'r junk Lehrer en Traas hot sich die Chresttog verlobt mit aner vom Rhei. Mer glaabt erscht, he det sich en Traas a suche, aich hat schuh woas munkle Hern. Stiht dann ett uff em Weg nooch d'r Boh e Latern, orrer hots immer noch fa Aennering gegewe. Schacko's Wilhelm saht mer om Sonntag, doß die Grub et en annere Herr hätt, wäi eß dann aweil merem Verdi nst. Woas mecht dann der Traaser Gesangverein, will he net deß Johr noch Geiße uff de Streit. Sost eß häi noch alles bein Ale, de Christian hot sich uff d'r Grub die Hänn en die Nos verbrennt en leib en Hunge. Der Schreinersch Heinrich hot die Feiertog Bräu. Ez muß aich schließe, dann us waz muß sei Getränk ez hu. Schreib bal emol wis auch giht. Grüß mer die Lisbeth en die Fraa vom Herr Bürjermaster, sowie die annern Bekannte en aich verbleib met großem Gruß Dei Gevorrersche Annemarie. *) Berstadt im Kreis Büdingen gemeint. Am 23. Mai 1894 fand unter Leitung des Prof. Stamm als Vorsitzender des evang. Arbeitervereins in Gießen die Gründungsversammlung statt und die anwesenden 39 Personen nahmen den vorgelegten Statutentwurf an. In den Vorstand wurden gewählt Rechner H. Doering ( Direktor), Christ. Haas( Kassierer), Hauptlehrer Traber und Architekt Hamann. In den Aufsichtsrat wählte man Kommerzienrat Heyligenstaedt, Amtsrichter Dornseiff, Werkführer Holm und Lackierer Jaf. Ritsert. Mit Ausnahme des Hauptlehrer Traber, welcher sein Amt wegen dienstlicher Arbeitsüberhäufung niederlegte( an seine Stelle trat das Aufsichtsratsmitglied Ritsert) ist der Vorstand heute noch derselbe; von den ursprünglich gewählten Aufsichtsratsmitgliedern versehen drei noch ihr Amt, während Holm 1897 wegen Wegzug ausschied und durch Werfführer Schufft ersetzt wurde. An Stelle Ritsert trat Oberbriefträger Beck. Die Beschaffung von Baugelände und Ausführung der Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Bauten wird in der Denkschrift eingehend wiedergegeben. Die Genossenschaft ist hierbei von dem Gedanken geleitet worden, nicht in einer Gegend die Häuser zu bauen, um dadurch die Schaffung eines sog. Arbeiterviertels zu vermeiden. Zwischen der Grünbergerstraße und der Licherstraße, der heutigen Landmannstraße errichtete nun die Genossenschaft, nach Kauf des erforderlichen Geländes von der Stadt für 2 Mt. pro qm, 6 Einzelhäuschen und 5 Doppelhäuschen mit zusammen 16 Einzelwohnungen. Im Jahre 1897 wurde Gelände auf dem Seltersberg, ebenfalls von der Stadt, gefauft( pro qm zu 4 Mt.) und dort 2 Einzel- und 6 Doppelhäuschen mit zusammen 26 Familienwohnungen gebaut, die an der jetzigen Hillebrand- und Crednerstraße somie Mittelweg liegen. Später von 1901 ab sind in derselben Gegend noch 1 Einzel- und 3 Doppelhäuschen sowie 4 größere MietsHäuser, wovon eines mit Kleinkinderschule, an zusammen 42 Wohnungen errichtet. Im Bau begriffen sind gegenwärtig 5 Häuser. Der Grund und Boden für alle ihre Bauten enthält 9626 qm; der Gesamtherstellungswert der fertigen Häuser, ein** Ein Musketier der 10. Komp. des 116. Inf. Regts. hatte vorgestern Abend versäumt, seine beiden falschen Zähne beim Schlafengehen aus dem Munde zu entfernen, was zur Folge hatte, daß er dieselben nachts infolge Hustens hinunterschluckte. Er wurde alsbald in's Lazaret schließlich Grund und Boden, beträgt 294700 Mart. In aufgenommen und mit Röntgenstrahlen untersucht, ohne daß jedoch festgestellt werden konnte, wo sich die Zähne befinden. Der Bedauernswerte tlagt über heftige Schmerzen. E% sollte niemand, der falsche Zähne trägt, versäumen, dieselben abends vor dem Schlafengehen aus dem Munde zu nehmen. = Klein- Linden, 8. April. Auch der Gesangverein Arion" wird sich am Gesangswettstreit in Gießen beteiligen. Wünschen wir dem Verein, daß seine Anstrengungen mit Erfolg gekrönt werden. " Trais Horloff, 6. April. Unser Gesangverein macht unter der Leitung unseres jungen Lehrers, Herrn Zimmermann, große Fortschritte, sodaß er mit Stolz in die Zukunft blicken kann. Voraussichtlich wird er in diesem Jahre wieder an verschiedenen Sängerfesten teilnehmen. Nieder- Gemünden. Nachdem nunmehr das Emp- fangsgebäude auf dem hiesigen Bahnhofe durch den Umbau in allen seinen Teilen fertig gestellt ist, wird auch in Kürze eine Bahnhofswirtschaft in demselben eröffnet werden. Wer das Gebäude vor dem Umbau gekannt hat und dasselbe jetzt sieht, der muß zu der Ueberzeugung kommen, daß hier die Eisenbahnverwaltung ein Gebäude geschaffen hat, welches jetzt der Neuzeit voll und ganz entspicht. Die ganze Anlage, zur welcher auf den Bahnsteigen noch zwei Renislampen gekommen sind, dürfen jetzt wohl mit an erster Stelle auf der ganzen oberhessischen Strecke stehen. + Fulda, 8. April. Der Historifer Geh. Sanitätsrat Dr. Schneider, in weiten Kreisen bekannt unter dem Namen ,, Rhönpapa", ist heute Nacht im Alter von 92 Jahren gestorben. neuerer Zeit sind Unterhandlungen im Gange zum Erwerb von weiteren 130000 qm. Ferner gibt Herr Rendant Doering über die Aufbringung der Mittel verständliche Mit teilungen, aus welchen zu ersehen ist, daß die Genossenschaft vorsichtig und praktisch gewirtschaftet hat. Die erforderlichen Mittel wurden aufgebracht außer durch Einzahlungen der Mitglieder auf den Geschäftsanteil durch Darlehen, die u. a. von dem Verband der Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften der Provinz Oberhessen, von der Invalidenversicherungsanstalt Gr. Hessen, von der Plock'schen Stiftung und von der Spar- und Leihkasse in Gießen entnommen wurden; außerdem hat die Genossenschaft 312 prozentige InhaberObligationen zum Betrage von 37900 ME. ausgegeben. Die Stadt hat sich zur Uebernahme der Bürgschaft für neue Darlehen bis zu 50000 mf. bereit erklärt. Die von dem Baumeister der Genossenschaft, Architekten G. Hamann in Gießen, entworfenen Projekte weisen gute Grundrißaufteilungen auf, die äußere Ausstattung der Häuser ist sehr gut gelungen. Die Schrift enthält hierzu bildliche Darstellungen nebst Grundrißzeichnungen mehrerer Häusergruppen der Genossenschaft und gerade durch Beifügung dieser Bilder und einiger Tabellen über die Höhe der Kauf- und Mietpreise usw. wird die praktische und den Bedürfnissen des kleinen Mannes entsprechende Tätigkeit der Genossenschaft ins rechte Licht gesetzt. Was das Mietverhältnis anbelangt, auch darüber äußert sich der Verfasser; eventuelle Differenzen Aufgebote. Am 2 April. Karl Nesseldreher, Soldat dahier mit Marie Schunt in Heuchelheim. Otto Baul Hoffmann, Kaiserl. Landrichter in Zabern mit Elisabeth Schäcker dahier. 5. Heinrich Eise, Lackierer dahier mit Karoline Johanna Elisabeth Löber hierselbst. Caspar Joseph Schmitt, Lehramtsassessor in Worms mit Johanna Maria Theresia Eichenauer dahier. Karl Julius Philipp, Uhrmacher dahier mit Rosa Franziska Katharina Volz in Schwegingen. Ludwig Fien, Bierbrauer dahier mit Anna Gertraud Burk in Biedenkopf. 6. Karl Keil, Weißbinder dahier mit Elisabethe Menz, geb. Kühn hierselbst. 7. Friedrich Heinrich Förster, Optifer in Wilhelm Luh, LokoWeßlar mit Helene Hammel dahier motiv- Hilfsheizer dahier mit Emma Dorothea Gehl in Fulda. Eheschließungen. Am 2. April. Gustav Franz Hennig, Schriftseter dahier mit Elisabethe Eich in Frankfurt a. M. Ludwig Adolf Hahn, Grabsteinhändler in Gladenbach mit Dina Marie Langsdorf dahier. Peter Margolf, Fuhrmann dahier mit Margarete Wirth hierselbst. Hermann Deuster, Schreiner dahier mit Marie Honig in Appenrod. Friedrich Gustav Wittmann Gärtner dahier mit Anna Röhrig hierselbst. Hugo Herbert, Portier in Friedberg mit Elisa Minna Reibeling hierselbst. August Gottschalk, Gefangenaufseher in Buzbach mit Johanna Bellof dahier. Heinrich Theodor Rudolf Weber, Kunst- u. Handelsgärtner dahier mit Katharine Anna Margarete Binz Hierselbst. 6. Gustav Emil Ludwig Konrad Kullmann, Bankbeamter in München mit Clothilde Louise Wilhelmine von Kreß dahier. Geborene. Am 27. März. Dem Schlosser Friedrich Diehl ein Sohn. 28. Dem Arbeiter Friedrich Volz ein Sohn, Friedrich Karl. 31. Dem Kellner Ludwig Riehl eine Tochter, Rosa Toni Hedwig Lucie. 2. April. Dem Lokomotivführer Arnold Handloser ein Sohn, Friedrich Wilhelm Arnold. Dem Sergeanten Karl Gottfried Burger ein Sohn, Erich August Karl. Dem Schreiner Ferdinand Sauer ein Sohn, August Konrad. Dem Viehhändler Karl Johannes Born ein Sohn. 6. Dem Fuhrmann Heinrich Leimberger eine Tochter. Gestorbene. Am 1. April. Johann Georg Lauer, 45 Jahre alt, Wirt dahier. Eduard Hanau, 55 Jahre alt, Seifenfabrikant dahier. 3. Baltafer Müller, 51 Jahre alt, Schußmann dahier. 5. Margarete Zinn geb. Gerhardt, 51 Jahre alt, Ehefrau des Straßenfehrers Georg 8inn dahier. 6. Heinrich Balser, 65 Jahre alt, Landwirt dahier. Christoph Ludwig Sens, 49 Jahr bethe Weinrich Weinrich bahier Gießen, 9. per Bfb. 0.90St. 7 Bfg., R Erbsen ber Liter 0.0.80-1.00 Stid 0.80-1 65-70 Big per b. 62-68 Hello gelalgen per Big Gammelfle FURST LIVERPOOL C Ge Diefe Gytractes nerinnen medizinisd Kühnhol M Edga Renstadt 1 Spaten, Drahtgeflecht Gewichte, Fleischhackund Büchter Fisch Flechtroh OOOG C. F. ( Int emfiehlt zum Kon Herre Feste Pre 0000 Ge F Westa b itigt durch den fich die Mie ht eintretenden ietberhalbiffent der Bene hat; zwei Badierer R Dig- Vereins Drei Mitglieden 903 gegründet zirf zu: Abdruck Aprel 1904. , awer es tauts ouh eß schu feit mileg en En aach de Hannes r Seit. Wäi i Ahler noch uf es, heure noch It aach gern sei ge gibt he net dem Adam en mol obends beim annier en fei ulich in Geiß Soldate en helf Baulin geipan 3wirrer uff& net manchmolo , heert mer dann rgrom! ie Chrefttog ver , he det sich en hern. Boh e Latern, , doß die Grub merem Verdi nft. angberein, reit. Christian hot fich ennt en leib en t die Feiertog ag muß sei Ge iht. Grüß mer after, sowie die m Gruß Dei e Annemarie. dt Gießen. t dahier mit Hoffmann, häcker dahier. line Johanna Schmitt, Lehr efia Eichenauer hier mit Rosa Ludwig Fien, in Biedenkopf the Menz, geb. ter, Optiler in elm Luh, Loko Gehl in Fulda ig, Schriftfe a. M. Lud bach mit Din Fuhrmann dahier Deufter, Schreiner Friedrich Guftav Röhrig hierfelbft t Elija Minna Gefangenauffeher Deinrid Theodor er mit Ratharine v Emil Ludwig mit Clothilde rich Diehl ein Sohn, Fried I eine Tochter, Lokomotivführer Filhelm Arnold. in Sohn, Gridh Sauer ein Sohn, Johannes Born Leimberger eine , 45 Jahre alt, It, Seifenfabrifont alt, Schußmann ot, 51 Jahre alt, hier. 6. Heinrich Thriftoph Ludwig Henß, 49 Jahre alt, städtischer Taglöhner dahier. 7. Elisabethe Weinrich, 2 Jahre alt, Tochter des Küfers Ludwig Weinrich dahier. Marktberichte. Gießen, 9. April Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per Pfd. 0.90-1.00 M., Hühnereier 2 Stück 12-14 Bfg., Enteneter St. 7 Bfg., Käse ver St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen ver Liter 32 Vfg., Tauben per Baar 01. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mr. 1.30-1.40, Hahnen, per Stüd C.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse per Bfb. 65-70 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch ber Pfb. 62-68 Bfg. Schweinefleisch per Pfd. 60-72 Bfg. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.76 Bfg., Kalbfleisch ber Bfd. 62-74 Bfg., Hammelfleisch ver Pfd. 50-74 Bfg., Kartoffeln pro 100 kilo FÜRSTLICHE BRAUEREL RIE TRADE AND LIVERPOOL NDWIRT TOC FRANZ EEDI WIEN FOR HYCI EXHIBITISH FOR ONDON 1893 QUEEN LONDON Gegründet 1696 VENEDIG VICTORIA AL MERITO 6.00 Mr., Zwiebeln per 3t. mr. 7.00-10 00, Aepfel per Centner 20-25 Mr. Milch ver Liter 18 Pfa. Dauer der Marktzeit do n 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit übeerhanp nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Frankfurter Heu- und Strohmarkt vom 8. April.( Amtliche Notierungen.) Heu per Str. 3.60-3.20 Mark, Stroh 2.30-2. Mt. Methodistengemeinde, Asterweg 16. Sonntag, den 10 April, vormittags um 10 Uhr und nachmittags 42 Uhr: Predigt. Nachmittags 2 Uhr: Sonntagsschule. Mittwoch, den 13. April, abends 8 1/2 Uhr: Bibelstunde. Prediger: E. Baumann. Königl. Preuss. Staats- Medaille Seidenstoffe jeder Art, in jeder Farbe, zu jedem Preise, der Meter von 75 Pf. an. Muster portofrei. Fertige seidene Kostüm- Röcke, Jupons, Blusen, halbfert. Roben. Deutschlands grösstes Spezial- Seiden- Geschäft Mr Seidenhaus Michels& Cle., Berlin SW. 19 43 Leipziger Strasse 43 Ecke Markgrafen- Strasse. Mechanische Seidenstoffweberei in Krefeld Ein junger Mann für leichte Arbeit, gesucht. Gießener Stempelfabrik Kreuter& Co. 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Nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 8. April 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. die Lieblinge der Damenwelt nud die kleine Prinzessin Nouma- Hawa gesehen??? Contentia. ( Wohltätigkeitsverein Gießen.) Samstag, den 9. April, Abends 9 Uhr beginnend Commers Nationaler Gesangswettstreit Gießen. An dem zu Pfingsten stattfindenden Gesangs= wettstreit werden etwa 2000 auswärtige Sänger zur Feier des 7. Stiftungsfestes teilnehmen, für die in der Stadt Unterkunft beschafft auf der Schönen Aussicht werden muß. Wir sind darauf angewiesen, an das NB. Der Ausflug nach Rodheim findet am Sonn- schon oft betätigte Entgegenkommen der Einwohner tag, den 17. April, nachm. 3 Uhr( bei jeder WitterMontag, 18. April ds. Is. findet die UeberDie Anmeldung hierzu( evtl. der Karten- unserer Stadt zu appellieren und richten die freundweisung der bisher noch nicht überwiesenen E saßgrundstücke empfang) findet bei den Herren Amend, Bahnhofstr., liche Bitte an dieselben, uns durch gütige zahlreiche des Gemarkungsteils Gießen rechts der Lahn an Ort und Kuder u. Sonneborn, Marktstr. und Wagner, Ebelstr. 32, bis längstens Freitag, den 15. April statt. Der Vorstand. Betr.: Wie oben. Stelle statt. Zusammenkunft vorm. 8½ Uhr am Schlachthaus. Die Ueberweisung erfolgt vorbehältlich der im Termin Ueberlassung von Quartieren in Privathäusern bekannt zu gebenden weiteren Bedingungen unter folgenden Restaurant Ostend", Gießen zu unterstützen. In den nächsten Tagen werden Mit( früher Zu den vier Jahreszeiten"). Sonntag, den 10. April cr., von nachmittags 4 Uhr ab: Grosses Konzert 1. Meliorationsarbeiten können auf den überwiesenen Grundstücken auch fernerhin vorgenommen werden. 2. Eigentumsveränderungen, die infolge der Ausführung von Meliorationsarbeiten, der Anlage von Wegen und Gräben und dergleichen innerhalb der Zeit der Ausführung dieser Arbeiten notwendig werden, müssen Eintritt frei. die neuen Eigentümer dulden. Ein hierdurch bedingter Ab- und Zugang von Gelände wird dem neuen glieder des für das Fest errichteten Wohnungsausschusses in den Häusern vorsprechen, um freundliche zustimmende Erklärungen entgegenzunehmen. Sollten Ludwig Abel, Grünbergerstraße 47. geeignete Wohnräume nicht zur Verfügung stehen, dürfen wir wohl die weitere Bitte aussprechen, das verbunden mit Tanzkränzchen. Für gute Speisen und Getränke tft bestens gesort. Eigentümer nach dem Bonitätswert vergütet bezw. Wollen Sie Vorteile geniessen, Komitee durch Zuwendung von Geldbeträgen Friedberg, den 30. März 1904. Der Großherzogliche Feldbereinigungsfommiffär: gez.: pamer, Kreisamtmann. Bekanntmachung. Betr. Bläschenausschlag zu Grüningen. Der Bläschenausschlag unter dem Rindvieh in Grüningen ist erloschen. bon Gießen, den 6. April 1904. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Hechler Submission. Für die Großh. psychiatrische Klinik soll die Lieferung 30 Rm. Tannenscheitholz auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Die für diese Lieferung gültigen Bedingungen liegen an den Wochentagen nachmittags 3-5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau offen Offerten sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin, Montag, den 25. April 1904, vormittags 11 Uhr auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Gießen, den 2. April 1904. Sommer. Der Stolz des Fuhrwerksbesikers sind kräftige, gut entwickelte Pferde, deshalb sollte jeder Pferdebesitzer, welcher Wert auf sein Pferdematerial legt, dieselben mit Hermann Rubberg's weltberühmten ausrüsten! elastischen Pferdeschonern 2 Jahre Garantie! 5 Tage zur Probe! Man verlange Preisanftellung durch Georg Hüttenberger, Giessen. 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Js., mittags 12 Uhr abzugeben. Gießen, den 9. April 1904. Der Bau und Dekorations- Ausschuß. Huhu. Bleichstraße 16. Deutscher Flotten- Verein Kreisgruppe Gießen. Behufs Sammlung von Beiträgen für die Hessen- Glocke" werden wir demnächst Listen herumgehen lassen. Alle Freunde unserer Kriegsflotte werden gebeten, sich in dieselben einzutragen. Auch die kleinsten Beträge sind willkommen. Die Liſten aus dem ganzen Hessenlande werden später hübsch eingebunden auf dem Linienschiffe Hessen" aufgehoben werden, um allen Söhnen des Heimatlandes, die auf dem Schiffe dienen oder es besuchen werden, Kunde von den Namen der Spender zu geben. Der Vorstand. Geschäfts- Eröffnung und-Empfehlung. Einem geehrten Publikum von Gießen die ergebene Mitteilung, daß ich von heute ab in meinem Hause 46 Dammstraße 46 Speise- n. Salatkartoffel neben meinem Flaschenbiergeschäft eine zu den billigsten Tagespreisen empfiehlt J. Hankel Schloßgasse Gießen. Hausbursche gesucht. Gießen, Ludwigspatz 3. 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