berordnetenur dauernden Deutschen lhelm I. und on der Stadt ger Chepaare, eben, errichtet n, welde im en haben und f. bemessener ins zu melden. Ben rung cei Lich. eigert werden: ach: enfunft ist um beiden BahnForstort ist in nteich her er 63 Fitm.; 6 .; 18 Stiefern 4 Fichtentm. Die Zu ceisstraße Lich dhenstammholz. D: 0,20 Fitm unft ist nachm. Ettingshäuser um 3 Uhr. 19. n 9 Uhr an walde, Diftrift ert werden: " " " tm. tod. 1904. used. ang. hmittags um seck zustehende e im Rathaus: Das gej. Jagd0 Hektar Feld, nder Strecke Siets gelegen. 904. Buſed. A Z. euzeit. ne jegliche Naht er Sig. Hölzer gen oder Um da durch eine fallen. and stilgerechten ölzing. lle Paris 1900 00000 Lage die Expedition Nr. 7 Zweites Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50- Pfs, in's Saus gebracht 60 fg., burch die Poft bezogen siertel fährlich war. 1.50. Bratsbeilagen: Oberhefftfche Familienzeitung( täglich) Oberbeffiche Zeitschrift für Landwirtschaft, Obft- and Bertexban, fowie die Gießener Geffenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Bertingen nadmitage. Samstag, den 9. Januar 1904 Gießener 13. Ja rgang. Juserttsassret s Die einfaltige Bengelle the Stegen e sang Oberheffen, die Kreise Wehler und aburg 10 rgfonft 16 Bfg.: Reklamen die Betitzelle 38 refp. 40 Big. Bofzeitungsliste No. 3000. Rebattion und Erpedition: tegen Neuenweg 98. Vernipredanidinf Re, 368. Neueste Nachrichten ( Sichener Sageblatt) Anabhängige Tageszeitung für ( Bickener Petting) fr Oberheffen und die Kreise Marburg und Weglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung Gutbilt alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Jäger oder französisch Spione. HF Karlsruhe, 7. Januar. Die badische öffentliche Meinung beschäftigt sich lebhaft mit dem merkwürdigen Faktum, daß das ganze Jagdgebiet südlich der Murg sich in der Hand französischer oder elsässischer Bächter befindet. Die einheimischen Jagdliebhaber fönnen gegen diesen Wettbewerb nicht aufkommen, weil sie es den glänzenden Geboten der Ausländer nicht gleichtun können. Den Gemeinden ist natürlich eine derartige Ergiebigkeit ihrer Jagdgründe außerordentlich erwünscht und sie erteilen ohne Wahl und Qual denjenigen den Zuschlag, der am besten zahlt. Da für Baden nicht wie in den Reichslanden das Verbot besteht, daß Ausländer hier die Jagd ausüben können, so ist gegen dieſe Ueberschwemmung des deutschen Reichsgebietes mit französischen Nimroden nichts zu machen. Hinter den Pächtern aber steht das ungeheure Heer von eingeladenen Gästen, die ebenso bereitwillig wie die Jagdpächter die hohen Ausgaben tragen ein Jagdpaß fostet für einen Reichsausländer in Baden pro Jahr 50 Mark. Die heimische Bevölkerung ist num in neuerer Zeit über dieses Jagdinteresse der Franzosen stukig geworden, und zwar vornehmlich aus zwei Gründen: 1. Weil die franzöfischen Jagdliebhaber unter allen Umständen, und zwar manchmal zu fabelhaften Preisen die Gebiete südlich der Murg in ihre Hände zu bringen suchen und 2. weil das badische Unterland nördlich der Murg, obgleich es teilweise beffere Jagdgebiete aufweist, gar nicht von den Franzosen begehrt wird. Es ist deshalb das Gerücht entstanden, daß die Erpachtung der Jagden in Südbaden lediglich einen gutorganisierten Spionagedienst der französischen Armee verschleiern solle. Die vielen Jagdgäste, die allerdings die harmlosesten Legitimationen aufweisen, seien maidmännisch tostümierte französische Offiziere, die, im Arme das Gewehr, auf die bequemste Weise die Landesaufnahme im Schwarzwald betreiben könnten. Sie können bis an die Befestigungswerke von Straßburg heran, unter dem Scheine des Jagdsports Dinge treiben, die sich dem Auge der Deffentlichkeit entziehen. Man nimmt hier aber an, daß hauptsächlich die Befestigungen am Oberrhein das Interesse der französischen Armee erregen und betrachtet es als bedeutungsvoll, daß die französische Presse im Gegensatz zu der schweizerischen diese Anlagen scheinbar nicht der geringsten Aufmerksamkeit würdigt. Bei einem fünftigen Feldzuge könnte eine genaue Kenntnis des Schwarzwaldes mit seinen vielfachen Pässen und schmalen Waldwegen für die französische Armee von höchstem Werte sein, weil sich von hieraus das Heer in die Rheinebene ergießen kann und Bekanntmachung. Betr: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen, rechts der Lahn. 1 bei dem Mangel an Befestigungswerken im Schwarzwald schwer am Vormarsch zu hemmen ist. Bei den entstehenden Gerüchten mögen ja vielfach die ausgefallenen Konkurrenten der französischen Jagdinhaber die Rolle der treibenden Kräfte spielen; immerhin aber ist diese merkwürdige Erscheinung der höchsten Aufmerkſamfeit wert und wir möchten wünschen, daß von seiten der Behörden die dunklen Gestalten der französischen Jagdgäste unter geheime Observation gestellt werden. Sollte sich aber ein Verdachtsmerkmal ergeben, so müßten mit einem Schlage ille Pachtverträge ohne Ausnahme aufgelöst werden, denn dann kann es nicht mehr zweifelhaft sein, daß hier nicht der Zufall eine Rolle spielt, sondern daß wir einem schlau msgetiftelten Syſtem der organisierten Spionage gegenüberstehen. Was will werden? Noch immer keine Entscheidung in Oſt= isien! Imer wieder wird von russischer und etwas weniger bestimmt auch von japanischer Seite versichert, der Friede werde erhalten bleiben, und ebenso entschieden wird von englischer Seite behauptet, alle diese Friedensversicherungen eien leere Worte, und der Krieg stehe unabwendbar vor der Türe! Auch läßt sich nicht leugnen, daß ein gewichtiges Moment für die Richtigkeit der englischen Beurteilung der Rage spricht: Die Börse ist bekanntlich das empfindlichste und fast stets ein zuverlässiges politisches Barometer, und nun wird aus Tokio berichtet, daß an der dortigen Börse irplötzlich ein gewaltiger Kurssturz eingetreten sei, so gewaltig, daß er nur auf die bestimmte Ueberzeugung der japanischen Börsenwelt von der Unabwendbarkeit des Krieges zurückzuführen ist. Man weiß wirklich nicht, ob man annehmen soll, daß die japanische Bankwelt sich über die Situation täusche. Das ist kaum vahrscheinlich. Indessen wird nach wie vor in deutschen amtlichen Kreisen versichert, daß eine friedliche Lösung der Spannung mit Sicherheit zu erwarten sei. Soll man unsere Diplomaten für urteilsunfähiger halten als japanische Börseaner? Wir meinen, einstweilen liegt kein Anlaß dazu bor. Irgendwie zuverlässige Meldungen tatsächlichen Inhalts liegen nicht vor. Sicher scheint nur das eine, daß die russische Antwort an Japan bereits fest gestellt ist. Was sie enthält, weiß natürlich niemand; alles, was darüber in englischen Blätter steht, ist lediglich vage Vermutung. Ebensowenig weiß man Bekanntmachung. rgend etwas Bestimmtes darüber, ob die russische Antwort Der japanischen Regierung schon überreicht ist. Die verschie= denen Mitteilungen der britischen Presse darüber, die sämtsich ohne Unterlage sind, wiederzugeben, wäre völlig zwecklos. Sicher scheint nur das eine: Der Zar möchte Frieden halten, so lange es geht; jedenfalls aber will er dafür sorgen, daß nicht Rußland, sondern Japan den Krieg beginnt. Uebrigens soll auch König Eduard auf den Zaren einjewirkt haben, die Sache friedlich zu schlichten. Die Kriegsrüstungen. Selbstverständlich bereitet sich auch Rußland auf alle Eventualitäten vor. Tag und Nacht treffen russische Truppen in Wladiwostock ein. Aus Malta wird gemeldet: Fünf russische Torpedoboote dampften Montag an der Insel vorbei nach Osten zu. Nach einer Depesche aus Gibraltar passierte ein russisches Kriegsschiff und ein Torpedoboot Montag die Meerenge mit Kurs nach Westen. Zweck dieser Schiffs= bewegungen soll sein, im Falle eines Kriegs die von Japan. in England gekauften neuet Kriegsschiffe unterwegs zu vernichten. Japan fauft in England große Kohlenvorräte.. Schließlich noch einige zu einer optimistischen Beurteilung der Lage allerdings nicht sonderlich ermutigende Meldungen: Das deutsche ostasiatische Geschwader wird gegenwärtig in den chinesischen Gewässern konzentriert, Italien hat drei weitere Panzer nach Ostasien gesandt, und die Union hat bereits Offiziere, welche die Flotten und die Heere Rußlands und Japans im Kriegsfalle begleiten sollen, ernannt. Mas will werden? > Ein Єhe- Labyrinth. London, 8. Jambar. Das alte Wizblattthema von den verwickelten Familien verhältnissen ist schon in tausenden von Histörchen in den mannigfachsten Schattierungen variiert worden und Gemein gut jedes fultivierten Europäers. Trotz dieser Vorkenntnisse, die man bei ihm vorausseßen muß, wird es dem ehrwürdigen Herrn Polizeirichter nicht leicht gewesen sein, sich in dem verwickelten Ghe- Labyrinth zurechtzufinden, dessen Mittelpunkt Frau Redhead bildet, die sich vor him wegen Doppelehe zu verantworten hatte. Der Ursprung des verworrenen Klüngels lag in einer Ehescheidungsklage, die im Jahre 1897 gegen sie erhoben worden war. Sie wurde damals des Ehebruchs mit einem gewissen Foster beschuldigt. Das Gericht betrachtete den Fall als erwiesen und sprach die Scheidung aus, die aber mit dem gewöhnlichen Vorbebalt, daß keine Leibeserben zu Mit Bezugnahme auf die Bestimmungen in§ 25 Braut- und Hochzeitder Wehrordnung werden alle im Jahre 1884 geborenen Militärpflichtigen, sowie diejenigen, welches diese Alter Nachstehende Bekanntmachung bringen wir zur bereits überschritten, aber sich zur Musterung noch nicht öffentlichen Kenntnis der Beteiligten. Gießen, den 8. Januar 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr. Wie oben. In der Zeit vom 7. Januar 1904 bis einschließlich 20. Januar 1904 liegen in der Großh. Bürgermeisterei zu Heuchelheim bei Gießen die Arbeiten des 3. Abschnittes von den Fluren 34 bis 39 obiger Feldbereinigung, nämlich: 1. 6 Zuteilungskarten, 2. 3 Bände Gütergeschosse, 3. 2 Bände Zuteilungsverzeichnis, 4. 1 Heft Zusammenstellung der Gütergeschosse, 5. 1 Heft Verzeichnis der Drainagefosten, 6. das Protokollbuch, 7. das Obstbaumverzeichnis zur Einsicht der Beteiligten offen. gestellt haben, oder bei der Musterung in 1903 zurückgestellt worden sind, und entweder in Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirtschaftsbeamte, Handlungsgehilfen, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Dienstboten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich dahier aufhalten, hiermit aufgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Rekrutierungsstammrolle in der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar d. Is. bei der Bürgermeisterei dahier im Zimmer Nr. 13 zu melden, und dabei, wenn sie da hier nicht geboren sind, ihren Geburtsschein, welcher von dem betreffenden Standesamt zu erwirken ist, und, wenn sie bereits bei einer früheren Musterung konkurriert haben, ihren Losungsschein vorzulegen. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß diejenigen, welche die Anmeldungen unterlassen, sich zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu 3 Tagen belegt, bon der Teilnahme an der Losung ausgeschlossen, und ihrer Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen erklärt werden. Bezüglich der zur Zeit der Meldefrist etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung 2e. für verlustig hiergegen findet statt: abwesenden Militärpflichtigen sind deren Eltern, VorDonnerstag, den 21. Januar 1904, vormittags münder, Lehr-, Brot- oder Fabrikherren zu dieser Anvon 11 bis 12 Uhr, in der Großh. Bürgermeisterei Meldung verpflichtet. Ferner wird bemerkt, daß GeHeuchelheim bei Gießen, wozu ich die Beteiligten suche um zurückstellung von Militärpflichtigen auf unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden Grund des§ 32, pos. 2 Lit. a, b, c, d, e, f und g der mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Einwendungen Wehrordnung rechtzeitig bei der Bürgermeisterei dahier find schriftlich abzufassen, zu begründen und auf Papier vorzubringen sind; Verspätete Gesuche können keine in Aftengröße( mindestens 1/2 Bogen) einzureichen. Berücksichtigung finden. Friedberg, den 31. Dezember 1903. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär gez. Spamer, Kretsamtmann. Gießen, am 2. Januar 1904. Großherzogl Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Metallsägre und Särge jeder Artstets am Lager. Seidenstoffe in großartiger Auswahl. Hochmoderne Genres in weiß, schwarz und farbig zu billigsten Preisen meter- und robenweise, porto- und zollfrei an Jedermann. Wundervolle Foulards schon von 95 Pf. an. 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Als er sie dort aufsuchte, erfuhr er, daß seine ehelichen Verhältnisse eine ganz andere Gestalt angenommen hatten. Der Prokurator des Ehescheidungshofes hatte gegen die Scheidung der Frau Redhead Einspruch erhoben, und die Folge weiterer Verhandlung war die Aufhebung des Urteils gewesen, so daß die spätere Trauung mit Foster nichtig und Foster Frau wiederum Frau Redhead wurde. Dann traf die Nachricht vom Tode Redheads ein, und als Witwe heiratete nun die Frau jenen Barrett, dem sie schon seit längerer Zeit die Haushaltung führte. Doch ihre ehelichen Mißgeschicke waren noch nicht zu Ende. Es dauerte nicht lange, so stellte sich heraus, daß Redhead noch unter den Lebenden wandelte, daß auch ihre dritte Ehe null und nichtig war und daß sie nach wie vor Frau Redhead blieb. Mittlerweile aber hatte, während Redhead verschollen war und tot geglaubt wurde, die Mutter der Frau seinen Vater geheiratet, und als er nun auf einmal wieder auf der Bildfläche erschien, machte er die verwirrende Entdeckung, daß sein Vater auch sein Schwiegervater oder doch wenigstens sein Stiefschwiegervater, seine Schwiegermutter seine Stiefmutter geworden war und daß seine Frau gleichzeitig seine Stiefschwester geworden war und nebenbei zwei andere Männer geheiratet hatte, aber doch seine Frau geblieben war. Wie der Mann alle diese Dinge überlebt hat, ist dem gewöhnlichen Sterblichen schwer verständlich. Es scheint aber, daß er sich darein gefunden hat, das Unabänderliche mit Würde zu tragen. Viel weniger Gleichmut bewies Foster. Er scheint sich darüber, daß Frau Redhead nach dem angeblichen Tode ihres Mannes ihrem Dienstherrn Barrett gegen ihn selbst als Nachfolger den Vorzug gegeben hatte, so sehr aufgeregt zu haben, daß er Anzeige, wegen Doppelehe anhängig machte. Die Klage gründete sich auf die mit ihm selbst 1897 eingegangene Ehe, und Foster erschien selbst als Zeuge, erfannte aber in seinen Aussagen an, daß die Angeklagte sowohl wie er selbst bei der Trauung fest überzeugt gewesen seien, daß die Scheidung endgültig sei. Der Richter erklärte, nach seiner Ansicht hätte die Anklage gar nicht erhoben werden sollen. Es bleibe ihm aber nichts übrig, als die Sache vor das Schwurgericht zu verweisen. Die vielgeprüfte Frau Redhead wurde dann auf das Versprechen, sich rechtzeitig zur Verhandlung zu stellen, ohne fremde Bürgschaft vorläufig auf freien Fuß gesetzt. Die Geschworenen werden dem Polizeirichter für die Ueberweisung dieser verwickelten Angelegenheit recht wenig dankbar sein. Hus dem Gerichtsfaal. § Ein Riesensteuerprozeß hat vor dem Bezirksausschuß zu Oppeln mit der Verurteilung der beklagten Gemeinde Zabrze geendet. Mit der 12 000 Einwohner zählenden Induſtrie- und Kreisstadt Zabrze bilden die unmittelbar benachbarten Induſtriegemeinden Klein- Zabrze und Dorotheendorf eine Schulgemeinschaft. Es hatte sich nun herausgestellt, daß diese beiden Gemeinden im Laufe der letzien dreißig Jahre an die Gemeinde Zabrze 200 000 Mark beziehungsweise 100 000 Mark fatholische Schulsteuern zu piel gezahlt hatten. Alle Vergleichsvorschläge wurden von Zabrze glatt abgewiesen, so daß es zum Prozesse fam, in dem jezt der Bezirksausschuß zu Oppeln das Urteil dahin gefällt hat, daß die obigen zu viel gezahlten Steuern an die Gemeinden Klein- Zabrze und Dorotheendorf zurückgezahlt werden müssen. Außerdem hat Zabrze auch noch die zirka 85 000 Mart betragenden Prozeßkosten zu decken. Da sich diese Gemeinde ohnehin schon in recht mißlicher Lage befindet, so bedeutet dieser Prozeßausgang den Zusammenbruch der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Diese Situation tritt unter anderem dadurch zu Tage, daß zahleiche Besizer ihre Grundstücke zu Sportpreisen ausbieten, um dem Orte so schnell wie möglich den Rücken drehen zu können; auch der Gemeindevorsteher Römer hat bereits sein Entlassungsgesuch eingereicht. § Ein Gattenmörder zum Tode verurteilt. Der am 13. Oktober v. s. an der Frau des Futtermeisters Thienel in Roslit verübte Mord hat vor dem Görlitzer Schwurgericht eine Sühne gefunden. Angeflagt war der Ehemann, seine Frau vorsätzlich und mit Ueberlegung getötet zu haben. Da er ein Geständnis abgelegt hatte, und nur versuchte, die Anstiftung zum Morde einer Magd, mit der er ein Verhälttis hatte, zuzuschieben, dauerte die Verhandlung nur wenige Stunden. Das Urteil lautete auf Todesstrafe. Die Magd vurde freigesprochen. Vermischtes. ( Eine ehrwürdige Fenersprißel fonnte man fürzlich in bem märkischen Dorfe Groß- Schwarzlosen wacker beim Brand bes Anwesens des Häuslers Kloos an der Löscharbeit sehen. Die Sprite stammt aus dem Jahre 1756, funktioniert aber noch tadellos. *[ Ein unerwarteter Fund ist kürzlich in Mount Lofth bei Adelaide( Australien) gemacht worden. Bei Ausgrabungen stieß man plöglich auf blauen Ton( Kaolin), wie man ihn bisher in Australien überhaupt noch nicht gefunden hatte. Die Brennversuche ergaben, daß dieser Ton die besten Staffordshire- Tonerden an Güte übertrifft. Der Fund ist insofern von Bedeutung, als Ton- und Porzellanwaren fünftig nicht mehr ausschließlich von auswärts bezogen zu werden brauchen. Der Wert der Einfuhr betrug im letzten Jahre rund 110 000 Mark, davon entfielen 56 000 Mart auf Amerika und 37 000 Mark auf Deutschland, das außerdem bisher die Telegraphenisolatoren lieferte. □ IDie Unglücksnummer.] Wie stark der Aberglaube in England noch ist, hat sich wieder einmal bei der jezt notwendig gewordenen Registrierung und Numerierung der Automobile gezeigt. In der Provinz Shropshire sollte der Reihenfolge nach die Nummer 13" dem Fahrzeug einer Dame angefügt werden, und der betreffende Beamte verjuchte das auch ganz ahnungslos. Die Nummer kam jedoch prompt zurück mit dem Bemerken, die Dame möchte gerne eine andere Nummer haben. Ihr Wunsch wurde erfüllt und Nummer 13 bald darauf an einen Herrn gegeben, dessen Ingenieur auch keinen Widerspruch erhob. Die Herrlichkeit dauerte jedoch nur zwei Tage, dann kam die Nummer auch zurück mit dem Bemerken, die Tochter des Herrn X. wünsche eine andere Nummer. Seitdem fehlt im Automobilregister bon Shropshire die Nummer 13. [ Vom Gemeinen bis zum sächsischen Hauptmann hat es der Lazarettoberinspektor a. D. Karl Eichler gebracht. der zu Dresden im Alter von 75 Jahren verstarb. Er war der Sohn eines Webers aus Oberoderwitz und hatte sich im Friedensdienste und in den Kriegen der sechziger und siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts derart ausgezeichnet, daß er aus dem Unteroffiziersstande zum Leutnant_avancierte. Später, als ihm die Leitung des Dresdener Garnisonlazaretts übertragen wurde, verlich ihm König Albert, der dem tapferen und tüchtigen Manne sehr wohlgesinnt war, den Hauptmannsrang. Der bunte Smoking. In England scheint die Herrenwelt der einförmigen schwarzen Gesellschaftstracht müde geworden zu sein. Viele jungen Leute erscheinen jetzt in einem schwarzseidenen, blumenbesäeten Smoking in Gesellschaft. Diese Smokings sehen aus, als seien sie aus Damenkleiderröcken geschnitten, und wirklich sollen die schicksten Eremplare von getragenen Damenkleidern herrühren. [ Begründetes Rauchverbot. Der Magistrat der russischen Stadt Kasan hat, wie die Revisionskommission feststellte, im vergangenen Jahr für 1500 Rbl. Zündhölzchen verbraucht! Eine hübsche Summe, wenn man bedenkt, daß man bei einem Engroseinkauf für 1500 Rbl. etwa 25 000 Pakete oder 250 000 Schachteln erhält, was bei 300 Arbeitstagen mehr als 800 Schateln Zündhölzchen pro Tag ausmacht. Infolgedessen hat ein Stadtverordneter beantragt, das Rauchen im Stadtverordnetensaal, in der Kanzlei des Stadtamts und in den Korridoren zu verbieten. Wie viel Beamte mögen sich an jener„ Streichhölzchen- Lieferung" wohl„ die Hände gewaschen haben?!" [ Strenge Justiz.] In China wird eine Braut an ihrem Hochzeitstage in einem dicht verschlossenen Tragsessel in die Wohnung ihres Bräutigams gebracht. Niemand darf sie auf dem Wege dahin sehen. Nun kam es unlängst in der Nähe von Tsingfiangpu am Kaiserkanal vor, daß ein solcher Trag= sessel mit seinem geheimnisvollen Inhalt an einer Zugbrücke über den Kanal warten mußte. Dies machten sich einige Vagabunden zu Nuße und versuchten, die dicken Vorhänge wegzuziehn, um die Braut zu sehen. Ihr Gefolge wollte das schlimme Vorhaben zwar verhindern, zog jedoch in dem nun entstehenden Kampfe den Kürzeren, so daß die Vagabunden ihren Zweck erreichten und das sehr erschrockene Mägdelein in Augenschein nahmen. Doch die Strafe folgte auf dem Fuße. Die Sache wurde angezeigt, und die Mandarinen waren rasch bei der Hand, einen solchen Frevel zu sühnen. Man fand die Uebeltäter bald, und kurze Zeit darauf rollten zwei Köpfe in den Sand des Hinrichtungsplates. A[ Kleine Ursachen, große Wirkungen.] Eine eigentümliche Ursache hat, nach dem amtlichen Untersuchungsergebnis, die Entgleisung eines Zuges auf der Strecke Wittenberge- Stendal am 22. November v. Js. gehabt. Es ist ermittelt worden, daß ein starker, von dem orfanartigen Sturm abgerissener frischer fieferner Ast unter den Zug geschleudert ist und die Entgleisung veranlaßt hat. Ein vertretbares Verschulden eines Dritten liegt hiernach auch nach der Untersuchung der Staatsanwaltschaft nicht vor. +[ Eine anregende" Gemeinderatssitung] fand in Weida ( Sachsen- Weimar) statt. Die Beratungen dehnten sich ungewöhnlich in die Länge. Die Ursache dafür lag diesmal in der zeitraubenden Beratung der Haushaltspläne für 1904. Als nach mehr als zweistündiger Sizung die Etatsberatung noch nicht zu Ende war und noch einige Stunden Arbeit in Aussicht standen, ließ der Vorsißende Bratwürste und Bier aus dem Ratskeller holen, um den Herren frischen Mut für die fernere Sigung zu machen. Die Verhandlungen wurden unterbrochen und der Imbiß am grünen Tisch eingenommen. [ Der reichste Mann Berlins] besitzt nach den Ausweisen der Steuerbehörde ein Vermögen von 35 Millionen Mark. Gegen die Riesenvermögen amerikanischer Dollarfürsten, die nach Hunderten und Tausenden von Millionen zählen, ist der reichste Berliner zwar noch ein armer Schlucker, immerhin aber läßt es sich mit den Zinsen von 35 Millionen schon wirtschaften. Es folgten dann zwei Personen, die mit 32 Millionen eingeschätzt waren, und 8 Personen, die ein Vermögen von 20 bis 27 Millionen besaßen. Im ganzen wurden in dem vergangenen Jahre genau 1300 Millionäre gezählt, von denen 39 ein Vermögen von mehr als 10 Millionen ihr eigen nannten. Das höchste Einkommen, zu dem ein Berliner sich im Vorjahre aufschwang, betrug 2 960 000 Mart, es unterlag der artigen Staatsstener von 118 400 Mark. Das nächsthöchste besteuerte Einkommen betrug 2 620 000 Mart, und außerdem gab es noch 12, die den Betrag von einer Million überschritten. [ Der Nachlaß der Prinzessin Mathilde Bonaparte] beträgt nach sachverständigen Schäßungen 2 Millionen Francs, ohne die Kunstwerke und die wertvollen Kleinodien, als deren kostbarstes Stück das Perlenhalsband gilt, das Napoleon I. der Mutter der Prinzessin, der Prinzessin Matharine von Württemberg, zum Geschenk machte. Die Mente, welche die Prinzessin von der Familie Demidow bezeg, erlischt nun. Zum Universalerben hat sie ihren Messen, den russischen General Prinzen Louis Bonaparte, eingesetzt. Dieser wird am 13. Januar zum Begräbnis in Paris eintreffen. Die Beischung wird im Sommerschlosse der Verstorbenen, in Saint Gratien, stattfinden. Ihr letter Wunsch war der, mit einem Bildnis Napoleons I., einer Steje, einer Neffe und ihrem Kruzifir beigesetzt zu werden; im übrigen wünschte sie eine möglichst einfache Bestattungsfeiez. [ Miß Isadora Duncans Sängerchor. Die berühmte amerikanische Tänzerin Isadora Duncan, deren Hauptleistung in ihren flash geformten Füßen besteht, hat sich in den Kopf gesetzt, ie althellenische Gewandung in Mode zu bringen. Natürlich aus dem Grunde, weil sie in Sandalen ihre schönen nackten Füßchen dann auch auf der Straße bewundern lassen kann. Sie hat sich jetzt längere Zeit in Athen im Tragen des altgriechischen Frauengewandes, des Peplos, und der Sandalen geübt. Jetzt will sie Deutschland mit der neuen Tracht beglücken. Sie gedenkt an der Spitze eines aus athenischen Jünglingen und Knaben gebildeten Sängerchors, der gleichfalls auf Sandalen einherschreitet, eine Kunstreise durch unsere Hauptstädte zu machen. [ Der Spazierstock der Damen.] Das neue Jahr wird, wie es den Anschein hat, eine neue Mode allgemeiner aufbringen, zu der bisher nur die Anfäße vorhanden sind. Der Gebrauch eleganter Spazierstöcke bei Damen ist in Amerika bereits fashionable" geworden, aber er hat in Europa noch nicht rechten Fuß gefaßt. Schon hört man davon, daß Londoner Brautjungfern Sträuße mit langen fliegenden seidenen Bändern an die hübschen, altmodischen„ Krücken" binden, also Schäferinnen à la Watteau. Wenn schon nur nicht der Thyrsusstab daraus wird. Es gibt drei Arten Stöcke, die von den Damen gebraucht werden können. Am modernsten ist der kurze, etwas über zwei Fuß lange Stock, der„ Renommierſtock" genannt wird. Die zweite Art hat die gewöhnliche, von Männern gebrauchte Länge, ist aber sehr zierlich. Die dritte Art ist der Spazierstock der vornehmen Damen des achtzehnten und zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts. Dieser lange Stock reicht fast bis zur Schulter, und manchmal wird um die silberne Spitze ein farbiges Band geknüpft. In Amerika nimmt man neuerdings Stöcke, die ganz mit Schweinsleder bedeckt sind. Sie fosten 35 bis 60 Mark. Auch 33 30" lange Stöcke aus Bambusrohr sind letzthin viel verkauft worden, darunter solche, die in der Krücke einen kleinen Spiegel, eine Börse oder ein Monokle haben. [ Buchstäblich befolgt. Unter dem Titel:„ Das resolute Maschinenfräulein" veröffentlicht der amerikanische Humorist Mark Twain folgendes niedliche Idyll zwischen dem wütenden Chef und dem„ Maschinenfräulein". Der Chef hat die Dame ,, angeschnauzt", weil Marfen, die dort nichts zu suchen hätten, auf seinem Schreibtisch liegen.„ Tun Sie sie weg!" schreit er sie an. ,, Wo soll ich sie hintun?" fragte sie und stand auf. Irgend wohin, wohin Sie wollen. Nur mir aus den Augen, wo ich sie gar nie mehr sehen fann."" Und das Maschinenfräulein nickte, nahm die Briefmarken, befeuchtete sie ruhig, flebte sie dem Chef auf seine Glaze und saate: ch bitte um meine Entlassung!" [ Eine Kraftleistung. Präsident Roosevelt hat wieder eine arge Prüfung hinter sich. Wie aus Walhington gemeldet wird, hat er bei dem großen Empfange zu Neujahr, der 3 Stunden und 11 Minuten dauerte, nicht weniger als 6711 Personen die Hand gedrückt. Dabei bewies er wieder seine körperliche Leistungsfähigkeit. Er zeigte keine Zeichen der Ermüdung, als die harte Probe vorüber war. Das Neuefte aus den Witzblättern. Gemütlich. Chef( zum Kassierer): Wie kann man nur so vergeßlich sein, Maier, Sie werden noch mal nach Amerika durchbrennen und vergessen, die Kaße mitzunehmen! Ein glücklicher Gatte. In der zwanzigjährigen Ghe mit meiner Frau habe ich nur einen Kummer gekannt. -Und der war?- Daß ich sie geheiratet habe. Passende Verwendung. Sagen Sie, eristiert in dem alten Schlosse noch der Hungerturm, den man seinerzeit zeigte? Freilich, aus dem hat man jetzt ein Restaurant gemacht. Nicht zu leugnen. Gast: Aber, Herr Wirt, es ist doch ein Skandal, Ihre Beefsteaks kosten 1 Mark 50 Pfennig und sind klein, drüben, beim Sonnenwirt bekomme ich ein größeres für 1 Mark. Wirt( nach einigem Nachdenken): Das mag sein dann verdient er aber auch nicht so viel daran! Taschendieb Monolog. Bei den Damen ist kein Geschäft zu machen die finden ja ihre Kleidertaschen selbst nicht! ( Lach. Jahrh.) Ein Opfer feines Berufs. Herr:„ Können Sie mir dieses Haarwuchsmittel mit gutem Gewissen empfehlen?" Kommis:„ Gewiß, mein Herr! Ich verwende selbst schon seit mehreren Jahren!" Herr:„ Sie haben abei doch eine Glake?" Kommis:„ a, das kommt davon, weil ich mir die nachgewachsenen Haare von Zeit zu Zeit immer wieder entferne, denn ich muß auch für unsere Enthaarungstinktur Reklame machen." Geeignete Lektüre. Heiratsvermittler( der eben beschäftigt ist, zu dem eintretenden Kunden):„ Bitte sich einen Augenblick zu gedulden; hier haben Sie inzwischen die Zinsberechnungstabelle!" ein Unterschied. Bitte, zeigen Sie mir einen besseren Brillantring."„ Sehr gern! Soll es ein echter garantiert echter oder ein wirklicher Stein sein?" Boshaft. Dichter:„ Schen Sie, dieses kleine Notizbüchlein habe ich schon fünfzehn Jahre." Dame:„ Da schreiben Sie gewiß immer Ihre Ideen hinein?" Ein Drüdeberger. Hausfrau:„ Sie können sich ein Mittagessen verdienen, wenn Sie mir diesen Teppich lopfen!" Bettler( prüfend):„ Na, so nötig hat der' s aber eigentlich noch nicht, Madame!" ( Megg. Bl.) Kunft und Wissenschaft. LO. Wohlfeile Theatervorstellungen. In dem Bestreben, das Theater zu einem Bildungsmittel des Volkes zu machen, haben die Berner Behörden beschlossen, daß alle Pläße im Theater zu dem gleichmäßigen Preise von 50 Centimes an zwei Tagen der Woche verkauft werden sollen. Unter der Aufsicht des Direktors werden die Billets in Umschläge gesteckt und in dieser Form dem Publikum verkauft. Der Plan hat sich als sehr erfolgreich erwiesen, besonders bei den arbeitenden Klassen. Damit nicht Billethändler die Billets erwerben können, führt man den Grundsatz durch, je einer Person nur ein Billet zu geben, und der Theaterbesucher weiß erst, wenn er ins Theater kommt, welchen Platz er erhält. Geistige Getränke werden nicht verkauft und Freibillete nicht ausgegeben. Die Ausgaben übersteigen die Einnahmen; aber ein Reservefonds und freiwillige Beiträge genügen, den Fehlbetrag zu decken. Ein Freund dieser Bestrebungen hat dem Theater vor einigen Tagen 20 000 Fres. hierfür erwiesen. RO Neubildung von Steinkohle. Eine merkwürdige Beobachtung wurde in der letzten Sigung der Geographischen Gesellschaft in Manscheſter mitgeteilt. Es handelt sich um einer Zeit von zwei oder drei Jahren. Aus einer Kohleneine Umwandlung von Kohlenstaub in feste Kohle während grube hatte man vor einigen Jahren Wasser in die Höhe gewunden und in einen hölzernen Trog gegossen, der im Boden ein Loch hatte, so daß sich das Wasser in die Erde verlor. Es stellte sich nun heraus, daß sich im Lauf der genannten Zeit an den senkrechten Seiten des Treges ein winziges Kohlenflöß aus harter kristallisierter Kohle entwickelt hatte, das in seiner Beschaffenheit ganz einer natürlichen Bildung glich. Diese kleine Beobachtung gibt insofern zu denken, als man für die Bildung eines Kohlenflötes bisher einen Zeitraum von Millionen Jahren unter gleichzeitiger Wirkung von Hiße und Druck für notwendig angenommen hat. Vielleicht ist hier ein Weg gezeigt, um durch Versuche zu einer besseren Aufklärung der Entstehung von Kohlenlagern zu gelangen. als man sie bisher hat geben können. aucten und bon atei flinten fleinen Sänden aus Schläfen und Stirn zurückgeworfen wurden, während die weichen, warmen Glieder sich aus des glücklichen Zufallsjägers Armen lösten;. auch das war nur ein aber dennoch unícabar limblidt, schon weniger wonnenell Glauben Sie nicht auch, gleich allen Herren, tig das flingtchen hätten jamt und sonders nur eine einzige Geistesrichtung, wir jungen merden der ſich als intereſſante Ausnahme Auf die Gefahr hin, von Ihnen für einen vollkommenen das Amusement?" Die Hochzeit. Humoristische Skizze von Katharina 3ittelmann. ( Nachdruck verboten.) Minister, frug einen langen wohlgepflegten Bart und viele Auch die en Serren waren rePersönlichkeiten, formvoll und gemeffen, während feidenen Schleppen; die Berrierrauschten Damen wie bewimpelte Fregatten Orden in Knopfloch. präsentative Die öhe ge Boden Beit in glich. Zeit zu ir unsere inzwischen Bitte sich ( der eben zuchten und von zwei flinken kleinen Händen aus Schläfen und Stirn zurückgeworfen wurden, während die weichen, warmen Glieder sich aus des glücklichen Zufallsjägers Armen löſten; auch das war nur ein Augenblick, schon weniger wonnevoll, aber dennoch unsagbar lieblich. Frizz Norden, der vortreffliche, gewandte englische Gentle mann, der gewiegte, sichere Amerikaner, angesichts dieses unerwarteten Impromptus hatte er all' seine schöne, weltmännische Fassung eingebüßt. Gnädiges Fräulein," kam es endlich ſtockend und befangen genug heraus,„ Sie sind Sie haben-" ,, Ach, bitte, verzeihen Sie mir nur!" fiel sie ihm hastig ins Wort und preẞte die Hände fest in einander wie ein Kind, das fürchtet, gescholten zu werden. Verzeihen ich Ihnen?" fragte er sehr ausdrucksvoll zurück. Wie sollte ich denn aber dazu kommen?" Er tauchte seinen Blick tief in den ihren; sie war verlegen, sicherlich! Aber trotzdem vergaß sie es, die Augen zu senken. Neugierig halb und halb schüchtern auch, wie Kinder es fun, sah sie Fritz Norden ins Gesicht, und ihre Fingerchen löſten ſich langsam, die Arme sanfen wie hilflos herab. Fräulein Helene von Burg, nicht wahr?" fragte Fritz endlich. ,, Helene von Burg, ja- und-" ,, Mein Name ist Norden!" ,, Ach, Rolands amerikanischer Freund!" Sie tat einen Schritt rückwärts und besah ihn sich mit ihren großen, sonnig leuchtenden Augen. Es stand etwas wie unverhehlte Bewunderung in ihnen zu lesen; offenbar übte der „ Amerikaner“ einen gewissen Reiz auf das junge Wesen aus. ,, Sie bleiben längere Zeit hier, nicht wahr?" fuhr Helene rasch fort.„ Dann werden Sie vielleicht gelegentlich einmal auch Nun, darf ich es nicht weiter hören?" drang er in sie, da sie zögerte. „ Etwas von Ihren Reiseerlebnissen erzählen?" beendigte sie mutig. Herren tun das ungern, ich weiß! Ein Bekannter meines Vetters Erwin, mit dem ich im Winter in D. ein paarmal auf Gesellschaften zusammentraf, der war in Spanien gewesen, ach, und in Madeira und in Lissabon und später noch in dessa und Konstantinopel- aber, glauben Sie, Herr Norden, er hat uns ein einzigesmal etwas Schönes davon erzähli? Nein, er tat es nicht, so sehr auch alle Damen um ihn herum waren und ihn baten!" ,, Sie haben ihn auch gebeten, gnädiges Fräulein, und er tat es dennoch nicht?" fragte Friz ungläubig. Dennoch nicht?" beharrte sie ganz unschuldig. Ich fand es weder gefällig noch liebenswürdig von ihm, freilich, aber- ich habe noch nie eine Reise gemachtes mag wohl schwer sein, so ohne weiteres irgend einem beliebigen Jemand davon zu erzählen!" „ Das schon!" gestand er ihr zu. Nur dürfen Sie sich in die Kategorie der beliebigen Jemande nicht rechnen. Wenn man zu mir ohne weiteres sagt: bitte, erzählen Sie von Ihren Reisen, so bin ich allerdings Gentleman genug, um nicht ohne weiteres ein schroffes Nein zu sprechen, aber ich beschränke und mein Zuhörer hat auf keinen Fall irgend einen Gewinn mich dann gewöhnlich auf ein paar nichtssagende Phrasen, davon. Zum Erzählen gehört Stimmung, gehört ein sym pathischer Hörer und auch schon eine ziemlich genaue Bekanntschaft mit letterem. Denn wie kann ich von einem ganz fremden Menschen verlangen, daß gerade das Erlebnis, die Episode, die ich aus meinen Erinnerungen heraushebe, ihn anspricht? Seine Interessen liegen vielleicht nach einer total entgegengesetzten Richtung, und ich kann ihm, ohne es zu wollen, Langeweile bereiten und das, was ihm das Wichtigste Neigungen vielmehr verschweigen!" und Anziehendste wäre, aus Zufall, aus Unkenntnis seiner Friz Nordens reizendes Gegenüber hatte ihn mit großer Aufmerksamkeit angehört; ein Schatten zog über ihr kleines, rosiges Gesicht. „ Das ist alles wahr!" sagte sie bedächtig. Und daher Seufzer. bekommt man also nie etwas zu hören!" schloß sie mit einem Sie sollen hören!" rief er in vollem Eifer.„ Sie denken gemünzt gewesen? Ich hoffe doch doch nicht etwa, diese ganz allgemeine Betrachtung sei auf Sie nein, ich weiß, wir wer bald beurteilen können den einander kennen lernen! Ich werde Ihre Geistesrichtung " Ja, das will ich meinen!" lachte Helene schelmisch. " Geistesrichtung!" wiederholte sie mit Pathos. Wie gewichtig das klingt! Glauben Sie nicht auch, gleich allen Herren, wir jungen Mädchen hätten samt und sonders nur eine einzige Geistesrichtung, das Amusement?" Auf die Gefahr hin, von Ihnen für einen vollkommenen Poseur gehalten zu werden, der sich als interessante Ausnahme hinzustellen wünscht, muß ich Ihnen doch erwidern: Nein, das glaube ich nicht!" ,, Dann bin ich Ihnen sehr dankbar für Ihre gute Meinung, und noch dankbarer will ich sein, wenn Sie mir im Lauf der Zeit einiges von England und Amerika erzählen. Ich habe meine guten Gründe für dies mein Verlangen, viel von dort zu hören--- das will ich Ihnen wiederum sagen, wenn ich Sie und Ihre Geistesrichtung besser beurteilen kann, Augen und Lipen lachten hier um die Wette, und Friz lachte mit ,, ob es wohl sehr lange dauern wird, bis es soweit kommt?" " Ich denke nein!" versicherte er ernsthaft. Ich habe viel Gelegenheit gehabt, aus den Menschen ein Studium zu machen, und Damen verstehen sich daruf besser, als wir Männer, auch ohne diese Gelegenheit. Sie nehmen ihr feines, sicheres Gefühl zu Hilfe, das sagt ihnen meistens das Richtige!“ wie aus dem Es rauschte in den Büschen neben ihnen, Erdboden gewachsen stand Roland von Triberg vor den beiden. Ah, sieh da, Roland!" rief Fritz ein wenig verlegen. „ Dein Fräulein Cousine und ich, wir haben bereits Bekanntschaft gemacht." „ Ich sehe!" Helene war sehr freundlich auf den Vetter zugegangen; sie streckte ihm beide Hände entgegen und bot ihm die Stirn zum Kuß. Es ist zu hübsch, daß Du herausgekommen bist, Roly! Aber wie drollig Du in Deinem Räuberzivil aussiehst! Die draußen?" Uniform steht dir viel besser; wirst Du ſie gar nicht tragen hier Wenn Dir damit ein besonderer Gefallen geschieht Meinen Augen- ja! Du bist ein so prachtvoller Offizier!" Meinst Tu, Helene? Ich bin leider oft der entgegenBrüdern?" gesetzten Ansicht. Wie geht's dem Onkel und Deinen kleinen „ Ach!" Helenes strahlendes Antlitz trübte sich plötzlich. Papa ist wieder viel frank, und bei so schlechter Laune! Die Jungen, weißt Du, machen ihm gar zu viel zu schaffen! Egon ist brav und fleißig, aber er hat einen so schweren Kopf, es will und will nicht vorwärts mit ihm in der Schule. Bruno könnte weit mehr leisten, aber er ist faul und steckt voller Streiche und ist auch oft entsetzlich unartig; der bereitet uns die meisten Sorgen! Der kleine Alfred ist unser aller Verzug, aber so zart, so elend, Papa reibt sich auf in dem Gedanken, om feine radikale Hilfe schaffen zu können. Es ist wie ein Wunder, daß ich hier herausgekommen bin, um mich zu amüsieren, aber Tante Eveline, die mich so gut daheim vertritt, bestand darauf, ich müßte eine Erholung haben, und wahr ist es auch, der Winter war nicht leicht für mich! Zuerst der Umzug, wir haben eine kleinere Wohnung gemietet in der Kupferstraße, die alte wurde zu teuer, denn die Ausgaben für die Brüder steigern sich ja natürlich mit jedem Jahr. Zutraulich, wie eine Schwester zum Bruder, plauderte das junge Mädchen all' das in halblautem Ton an Roland hin, und Friz Norden stand daneben und freute sich dieses hübschen geschwisterlichen Verhältnisses recht von Herzen. Roland tat noch ein paar Fragen, aber er sah zu Helenens bereitwilligen Antworten zerstreut aus, und mitten hinein bemerfte er mit einer ganz unmotivierten Plöglichkeit: ,, Werden wir denn für immer in dem Laubgang festwurzeln? Ich glaube, die Sonne ist schon hinunter!" was So war es wirklich, doch Friz Norden hätte darauf schwören mögen, es sei nicht! Denn was ihm aus des goldblonden Mädchens schönen Augen entgegenleuchtete, konnte es anders sein, als ein gefangener Sonnenstrahl? Aber sie traten hinaus aus der grünen Dämmerung, die sie so geheimnisvoll umfangen gehalten hatte, und schritten über eine kleine Wiese, einen steilen Abhang hinan; da traten des Gartens alte hohe Bäume auseinander, und man gewahrte den westlichen Himmel, pupurdurchflammt, golddurchschwommen, während der letzte Rand des versinkenden Feuerballs eben noch sichtbar war. Eine Schar von Vögeln flatterte auf von einer riesigen Buche, die in der Nähe stand; wie auf ein gegebenes Kommando wiegte sie sich in der klaren Luft, schwenkte dann plötzlich um und stürmte mit weit ausgebreiteten Flügeln geradewegs hinein in den rosigen Abendhimmel, in all die Fluten von flüssigem Gold, die verschwenderisch darüber ausgegossen waren, ( Fortseßung folgt.) Die Hochzeit. Humoristische Skizze von Katharina Zittelmann. ( Nachdruck verboten.)) Karl war heute schon zum drittenmal auf dem Bahnhof, um die Verwandten abzuholen, die zu seiner Hochzeit angereist kamen. Vormittags hatten sich als erste die beiden unverheirateten Tanten eingestellt, mit unendlichem Handgepäck beladen, das Karl nur mit Mühe in einer Droschke unterzugelandet, als er fort mußte, um Hans mit seiner Frau zu empbringen gelungen war. Kaum hatte er sie glücklich im Hotel fangen, die vom Posenschen eintrafen, wo der Bruder Direktor einer Brennerei war. Karl mußte ihm sogleich beim Einkauf notwendiger Toilettegegenstände helfen. Es fehlte ihm an meißer Strawatte, Handschuhen, Lackschuhen und Zylinder, ohne die er doch unmöglich erscheinen konnte. Zwei Stunden hatte das gedauert. Darüber hatten sie leider das MittagPolterabend gehörst du doch mir," hatte sie gesagt. Eigentessen versäumt, was Hilda verstimmt hatte. An unserem lich hatte sie ja recht, obgleich er es nicht zugegeben, sondern behauptet hatte, seine Familie hätte das erste Anrecht auf ihn. Der Zug fuhr in die Halle ein, und Karl brauchte nicht lange zu suchen, bis er die Seinen fand. Drei Gesichter lehnten aus dem Fenster des Abteils, aus dem ein vergnügter Lärm hervordrang, das Brausen des Zuges übertönend. Und als er nun die Türe öffnete das ganze Nest war da beisammen! Paul und Georg, die jüngsten, sprangen zuerst heraus; dann kamen Vetter Franz und Onkel August, ſich das Gesicht des Vaters, und zum Schluß tauchte die kordenen Schwester Lise und Cousine Martha folgten. Da zeigte pulente Gestalt der Mutter auf, der er vom Trittbrett herunterhelfen mußte. Nun ging's an ein Umarmen und Abküssen, und da rief es von allen Seiten:„ Wo ist denn Hilda?" Sie wird euch im Hotel begrüßen! Sie hatte keine Zeit mehr. In zwei Stunden fängt der Polterabend an." die ganze Sippe untergebracht hatte. Der Wirt dienerte, die In drei Droschken ging es in die Stadt zum Hotel, wo Karl Kellner flogen, ein Aufſtand im ganzen Haus! Die Tanten mit Hans und Bertha fanden sich auch ein. Das Begrüßen, das Rufen und Lachen! Als alle im Speisesaal versammelt waren, erschien denn auch die Braut. Die sechsundzwanzig Augen der Herrlichs richteten sich gespannt auf sie. Ihr war, als liefe ſie Spießruten. Sie umarmte die Schwiegereltern und gab den übrigen die Hand, dicht an Karl gedrängt, als fürchte sie sich. Nach wenigen Minuten ging sie wieder. Karl mußte begleiten. 2 Die zwölf Herrlichs standen im Kreis bei einander und hechelten das neue Familienglied durch. So sehr sie Karl sein Glück gönnten, das fremde Element, das sich ihnen beigeſellte, reizte sie zur Defensive. Ich habe sie mir hübscher gedacht, begann Lise. Das war das Signal, auf das man nur gewartet zu haben schien; jeder fand etwas an Hilda auszusehen.„ Wenn Karl nur nicht reingefallen ist," bemerkte der Onkel endlich. Mama zerdrückte eine Träne, Papa blies dichte Tabakswolken von sich und sprach tiefsinnig: Verfluchte Geschichte!" Nur Tante Lotte behauptete, ihr gefiele Hilda sehr gut und ebenso ihre Mutter. Cousine Martha, die selbst gar zu gern Karl geheiratet hätte, meinte bissig:" Dann nimmt er sie wohl der Feinheit megen, Geld hat sie doch nicht!" Die Mutter seufzte:„ Es ist eine Liebesheirat, Karl war immer ein Idealist."- Die Stimung der Herrlichs war grau in grau. Aber das paßte nicht für sie, und so stellte auch der Kaffe, der jetzt gebracht ward, schnell die Laune wieder her. Sie versicherten sich gegenseitig, daß sie einen Bombenhunger hätten, und vertilgten alle Buttersemmeln, deren sie habhaft werden konnten. ,, Nun, mein Kind, wie gefällt dir Karls Familie?" fragte die Geheimrätin ihre Tochter. Ich kann noch nicht urteilen," erwiderte sie kleinlaut, und für sich fügte sie hinzu:„ Gott sei Dank leben wir ja nicht im selben Orte." Eine Stunde später empfing Frau Geheimrat Bergmann ihre Gäste. Auch sie hatte eine stattliche Schar von V. rwandten entboten. Zwei Schwestern mit ihren Männern nein es waren Gatten in dieser Familie hätte man sich nie erlaubt, von Männern zu reden; zwei Brüder ihres verstorbenen Gemahls mit ihren Gattinnen und erwachsenen Kindern, dazu ihre eigenen Söhne und die andere Tochter mit ihrem Verlobten, einem Offizier. Der älteste Bergmann, auch ein Geheimer, vertrat die Stelle des Hausherrn. Er sah aus wie ein Minister, trug einen langen wohlgepflegten Bart und viele Orden im Knopfloch. Auch die anderen Herren waren repräsentative Persönlichkeiten, formvoll und gemessen, während die Damen wie bewimpelte Fregatten daherrauschten im Schmuck ihrer seidenen Schleppen; die Herrlichs waren denn auch anfangs ganz benommen von all dem Glanz. Doch bald besannen sie sich auf die wichtige Rolle, die sie zu spielen hatten. Und so entfalteten sie ihr läumbolles Wesen und taten, als ob sie zu Hause wären. Die rotbäckige Mama Herrlich setzte sich breit und gemütlich neben die blasse steife Geheimrätin und pries das Glück ihres Schwiegertöchterchens, daß sie einen Mann wie Karl bekomme. Dessen Vater stand mit einem von Hildas Onkel in einer Fensternische und setzte ihm die außerordentliche Bedeutung seiner Fabrik auseinander. Die zehn anderen Herrlichs tauchten wie die Wellen eines Stromes an seiner Mündung im Meer der Bergmanns unter. Tanten und alles Onkels, Brüder und Nichten, Schwestern und Vettern wirbelte durcheinander und versuchte mit geringem Erfolg wohlwollende Gefühle in sich auszulösen. Nur Karl ging strahlend durch die Menge. Er amüsierte sich königlich über die Gegensätze, die hier aufeinanderplatten, und hielt sich in seinem Bräutigamsglück aller gesellschaftlichen Pflichten enthoben. Hilda dagegen hing verschüchtert an seinem Arm und dachte mit Schreck: Die soll ich nun lieben?" Eine große Tafel war im Wohnzimmer aufgestellt, die brach fast unter der Last der Geschenke. Das war der neutrale Punkt, an dem sich die Herrlichs und Bergmanns trafen. Einträchtig bewunderten sie die Teppiche und das kostbare Silber. Die Aufführungen begannen. Es war sehr eng und alles heiß. Aules stieß, schob sich, schwitzte und stöhnte zu Ehren des Brautpaares. Die älteren Leute fanden aber doch Plätze neben und hinter diesem; die jungen mußten stehen. Es gab tuirende Bäuerinnen, die schwache Verse aufsagten, Leierfastenmänner, die wißige Couplets sangen, und dann ein Lustspiel, das die Verlobungsgeschichte des jungen Paares behandelte und von den Eingeweihten sehr belacht wurde. Natürlich kam der Bräutigam darin schlecht fort, und man hielt ihm allerlei Derbheiten vor, mit denen er gegen den Ton des Bergmannschen Hauses verstoßen und Heiterfeit erregt hatte. Da spielte besonders die Wurst eine Rolle, die er seiner Braut mitgebracht, während Margots Verlobter dieser einen Strauß verehrt hatte. Karl hatte unbändig darüber gelacht und den Humor der Sache wohl begriffen; seine Familie nahm das bitter übel und rächte sich, indem sie sich über die folgenden Darbietungen luſtig machte. Am Büfett trösteten sich die Herrlichs über die vermeintlichen Kränkungen. Sie nahmen die Ehrenpläße ein, und Speisen und Getränke entsprachen ihren Erwartungen. Mit einem Tanz schloß dieser vergnügte Polterabend, und alle Teile atmeten auf. Wie sehnte sich Hilda nach einer halben Stunde des Alleinseins mit dem Geliebten. Aber Mama sagte, sie brauchten beide Ruhe, und Karl war es offenbar ganz recht so; er wollte noch mit seiner Familie zusammen sein. Die Seinigen hetzten ihn dann gehörig auf. Man schäße ihn nicht genügend. Er wolle wohl ein Pantoffelheld werden? Hilda sei ja ganz nett, aber er hätte tausend ebenso nette friegen fönnen. Er lachte dazu und meinte, sie sollten sie nur erst ordentlich kennen lernen. Nur mit dem Kochen werde es bedenklich stehen, er bäte die Mutter, ihm Kochrezepte zu schicken, es schmecke ihm bei der Schwiegermutter lange nicht so gut wie zu Hause. Es ward ein sehr vergnügter Abend, der sich bis spät in die Nacht ausdehnte. Karl war zum erstenmal nach langer Zeit mit all den Seinen zusammen und genoß die Freude von Herzen. Dies war Blut von seinem Blut, und Geist von seinem Geiſt. Nie hatte er so start wie heute empfunden, wie tief er im Boden seiner Familie wurzelte, wie fremd er im Innersten der neuen Familie sei. Wie man sich verstand! Gin Blick genügte, ein Wort, um eine Erinnerung wach-, ein frohes Lachen hervorzurufen. Die Bergmanns konnten während dessen ihren Empfindungen über die neue Verwandtschaft nur in Einzelgesprächen Luft machen. Hildas Brüder tauschten beim Zubettgehen ihre Beobachtungen aus. Tante Lotte ist ja unbezahlbar," begann Sturt. Die ist noch die Beste!" gab Friß zurück.„ Aber die Schwiegermutter! Möchtest du der' n Kuß geben? Hilda tat es ganz herzhaft! Wie mir die leid tat!" meinte Kurt. sch glaube, ich heirate nicht!" Glaubst du, daß wir den Herrlichs gefallen?" fragte Sturt pfiffig. Verfluchte Geschichte," brummte er dann, den Vater Herrlich imitierend, Ein d Krieg bieje Frag Nationen Resultat wechseln gemmen Nicht ein an Japa Denn ihr heimgeha redung mit einer die einschl jchen D Auf dieselbe Note gestimmt waren die Unterhaltungen der Onfels und Tanten. Nur die Brautmutter war genötigt, ihre Gefühle für sich zu behalten; dafür lag sie wach im Bett in schweren Sorgen. Am nächsten Tage umgab eine glänzende Corona von Gästen, die sich amüsieren wollten, das junge Paar, das vor dem Altar stand, um den Bund für das Leben zu schließen. Und alle richteten ihre Blicke auf die beiden, kritisierten die Toilette der Braut, ihr Benehmen und jede ihrer Mienen. Die äußersten der im Halbkreise aufgestellten Stühle waren die begehrtesten: boten sie doch die Möglichkeit, Hildas Profil wenigstens unter dem Myrtenkranz, vom Schleier halb versteckt, schimmern zu sehen. Selbst Karl, für den die Feier nicht viel mehr als eine Formalität bedeutete, ergriff die Weihe der Stunde, als die Töne der Orgel über ihn hinbrausten. Und Hilda- sie war der Welt entrückt, allein mit dem Geliebten und ihrem Gott. Es war doch etwas so Ueberwältigendes, was hier geschah! Ihr bisheriges Leben endete heute, ein neues begann, ein unbekanntes. Was barg es in seinem dunklen Mantel? Eine große Angst überfiel sie. Ihre Hand suchte bebend die, der sie sich anvertraut, und dann flehte sie zu Gott, daß er ihr helfen möge, ihren Schwur zu erfüllen und Karl immer glücklich zu machen. Wie im Traum schritt Hilda am Arm ihres Gatten aus der Kirche zwischen all den Menschen hindurch, die sie anstarrten, als ob sie ein Wundertier sei. Was gingen alle die fremden Leute sie an? Aber als sie dann nach Hause kam, da mußte sie schon erwachen aus ihrer Benommenheit. Es brach die Flut der Glückwünsche über sie herein. Man ertrug das ja als wohlerzogener Mensch, aber schwer war es, selbst Karl war ganz erschöpft davon. Dann saßen sie in mitten der langen prächtig geschmückten Tafel und erholten sich. Aber Zeit für vertrauliches Gespräch hatten sie nicht. Die Toaste begannen in nimmer endender Zahl und Länge. Hatten die Bergmanns gesprochen, so erhob sich sogleich ein Herrlich, um zu antworten. Und als erst der Wein die Gemüter erhitzt hatte, da regnete es Tattlosigkeiten, und hinter lächelnden Mienen lauerte Entrüstung. Hildas junger Bruder sprach von der Nachtigall, die von einem Spatz entführt wurde, worauf Paul Herrlich sich erhob, um zu verfünden, daß ein Spaß, der Biot verdiene, manche Vorzüge vor einer Nachtigall habe, die nur mäßig singe. Onkel Auguſt redete vom Klapperstorch und freute sich selbst am meisten über den geistreichen Wit, der Hilda erröten machte, die Mama und Tanten versteinerte und sämtliche Herrlichs zum Kichern brachte. Der Schwiegervater, der neben Hilda saß und bereits einen kleinen Spitz hatte, sette des Onkels Geschäft fort. Er flüsterte der jungen Frau fortwährend Anzüglichkeiten zu, dann wurde er gerührt und sagte wieder und wieder ,, versluchte Geschichte". Sobald es anging, stahl Karl sich davon, sein junges Weib am Arm. Nur Mutter und Schwester folgten Hilda, um ihr beim Umkleiden zu helfen. Aber die Gäste hatten das Verschwinden des Paares doch bemerkt und kamen alle an, bemüht, Mutter und Kind die letzten Augenblicke zu stören. Die Geheimrätin war sehr bewegt, was die Herrlichs übel nahmen. Als sie in die Festräume zurückkehrte, fand sie die Familien geschlossen sich gegenüber stehen. Die Feindseligkeiten schienen eröffnet! Da verstand sie sich in ihrer Not zu einem argen Verstoß gegen die gute Sitte. Sie bat, sich zurückziehen zu dürfen, da sie heftige Migräne hätte. Das war das Zeichen zum Aufbruch. Eiligst empfahl sich alles. In ihrem Hotel aßen die Herrlichs dann noch Abendbrot. Sie hatten einen mächtigen Appetit. Der alte Herr schlief bald den Schlaf des Gerechten, die anderen aber empfanden es als eine Wohltat, ihre Gefühle aussprechen zu können, und ergossen sich in Grimm und Spott über Karls neue Familie. Im Hause des Bergmannschen Oberhauptes hatten sich zur selben Stunde die Mitglieder seiner Sippe eingefunden, um bei einem Schlummerpunsch die Ereignisse zu besprechen Es ward viel gelacht an dem Abend. Kurt und Fritz gaben förmliche Vorstellungen, in denen die unschuldigen Tanten die größte Rolle spielten. Der Gerechte mußte mit dem Ungerechten leiden. Später erzählten aber alle Teilnehmer von der fröhlichen Sohzeit, auf der sie sich prächtig amüsiert hatten. WILDWALD Deutsche Wildkaken. Nr. 7 UND WAIDWERK Die echte Wildkate soll nach in Jägerkreisen weitverbreiteter Ansicht in Deutschland völlig ausgestorben sein, und die zuweilen im Revier erlegten Kaßen werden kurzerhand als Wildlinge ange= sprochen. Diese Ansicht ist oft hinfällig, denn die echte Wildkaze tommt in Deutschland strichweise noch recht häufig vor. So wurde bor kurzem aus dem Hartwalde gemeldet, daß es dem kaiserlichen Hegemeister M. und dem Jagdhüter St. gelang, zwei starke Wildfazen an zwei nacheinander folgenden Tagen zu erlegen. Die eine de vom erstgenannten Schüßen erlegte Kaze war ein selten großes Tier, sie wog 17 Pfund und hatte eine Körperlänge von 85, mit Einschluß der Rute eine solche von 115 Zentimeter, nebst einem Brustumfang von 45 Zentimeter. Es war ein Prachttier! In der Jägerwelt ist es wohl allgemein bekannt, daß die Wildkaße ein der Jagd sehr schädliches Raubtier ist. Sie ist viel schlimmer als ihr roter Kumpan- Reinicke. Während der Fuchs hauptsächlich in der Zeit auf Raub ausgeht, in der er seine Jungen aufziehen muß, und dann der Niederjagd allerdings sehr schadet, ist die Wildkaze fortwährend unersättlich im Rauben und hat dabei den Vorteil, daß sie ihre Raubzüge durch Klettern noch auf Bäume ausdehnen kann, wenn ihr die Jagd auf der Erde nicht genügt. Außerdem kann sie auch noch in anderer Beziehung gefährlich sein. Wenn sie z. B. beim Verfolgen in die Enge getrieben wird und etwa eine Höhle nicht mehr erreichen kann und ihre Zuflucht dann auf einem Baume hofft ihren Verfolger annimmt, besonders, wenn sie angeschossen nehmen muß, ist es vorgekommen, daß sie von diesem aus underist. Gewöhnlich ist diesen Tieren schwer beizukommen, ohne einen scharfen Hund höchst selten. Sie wissen sich in allen möglichen Schlupfwinkeln zu verbergen. Dazu gehören vor allem Fuchs- und lich gehen sie auch auf große Bäume mit starken Aesten. Im HartDachsbaue und jede andere ihnen gut dünkende Höhle, und schließwalde sind es alte Eichen mit recht dicken Aesten, auf denen sie sich lang drücken und dadurch, wie besonders noch durch ihre graue Farbe, die der alten Eichenrinde sehr ähnlich ist, fast unsichtbar machen können. Daß die Fasanenjagd in dem Revier, wo die Kazen geschossen wurden, nicht gut ausgefallen war, trotzdem ziem lich viel junge Fasanen ausgebrütet wurden, kann unter anderem auch mit zum großen Teil auf das Konto.c beiden Räuber ge= setzt werden. Fischfang in der Luft. Durch Kurland strömt der WindauFluß und bildet bei der Stadt Goldingen einen Wasserfall, Rummel genannt, in einer Breite von 150 und, je nach dem Wasserstand, einer Höhe von 1-3,5 Metern. Dieser Punkt ist der Platz für eine merkwürdige Art von Fischfang. Für die Fische, die einen Fluß abwärts wandern, ist ein Wasserfall selbstverständlich ein Hindernis, das sie in gewöhnlicher Fortbewegungsart garnicht zu überwinden bermögen. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als ihre Kunst im Springen zu versuchen. Daß manche Fische in lustigem Spiel vollkommen aus dem Wasser in die Luft schnellen können, wird jeder aufmerksame Beobachter schon gesehen haben. Am bekanntesten ist das Springen der Forellen, die solche Säße durch die Luft zu machen vermögen, daß sie auch ein geschlossenes Wehr überspringen können. Im Windau Fluß zeigen aber auch andere Fische, von denen man es kaum erwarten sollte, der Not gehorchend, eine ähn= liche Fähigkeit. Von den aufwärts strebenden Wanderfischen bequemen sich nicht nur der Lachs, der Vetter der Forelle, und die Blaunase, eine Verwandte des Brassen, zu einem Luftsprung, sondern sogar der Hecht und der für die Düna eigentümliche Karpfen der Gattung Jdus versuchen einen Salto mortale, der unter dem tückischen Einfluß des Menschen oft genug in Wirklichkeit zu einem solchen wird. Ueber dem Wasserfall werden nämlich auf der ganzen Breite des Stroms Fangkörbe mit Stangen befestigt, in die der springende Fisch hineinfällt, wenn er nicht das große Glück hat, gerade zwischen zwei solche Fallen zu geraten. Daß letzteres verhältnismäßig selten vorkommt, zeigen die bedeutenden Fangergebnisse, die allerdings in den letzten Jahrzehnten geringer geworden sind, aber auch nur deshalb, weil die Lachse im WindauFluß ebenso wie in den übrigen Zuflüssen der Ostsee bedeutend seltener geworden sind. Zuweilen finden sich Eremplare von 25 bis 30 Pfund in den Fangkörben, obgleich es großen Lachsen auch gelingt, sich durch einen abermaligen Sprung wieder zu befreien. Samstag, den 9. Januar 1904 Oberhessische Familienzeitung. Tägliche Unterhaltungs- Beilage ber Gießener Neueste Nachrichten. nd mit Berlag ber Gießener Berlagsbruderet, vorm. Wilh. Reller'sche Budruderet( gegs. 1788); verantwor:#Ibin Rieta ( 4. Fortsetzung.) Der Beuge. Roman von Marie Bernhard. In der offenen, geräumigen Vorhalle saßen viele Men schen bei einander: der joviale Hausherr, sein kleines Pfeif chen im Munde, eine Strähne Baumwolle über beiden steif ausgestreckten Armen, vor ihm seine behäbig freundliche Gattin, die bedächtig besagte Baumwolle abwickelte, dicht an sie geschmiegt Georg, einer der Kadetten, genannt das „ Muttersöhnchen", daneben die Baronin Zernit, eine etwas verblühte und gezierte Dame, die mit zierlicher Handbewe gung die damals so beliebten Frivolitäten" fertigte; auf einem niedrigen gestickten Stuhl der junge Erwin v. Teßdorf, Zögling der Ritterakademie zu Brandenburg, ein hübscher, schwächlich aussehender Jüngling, der das Buch, aus dem er soeben etwas vorgelesen zu haben schien, zusammenklappte und sinken ließ, eine alte Tante mit großer Leinen schürze und bläulicher Brille, die einem bleichen kleinen Mädchen eine Strickarbeit beibrachte, dies waren die Insassen der Vorhalle, und ihnen wurde Frizz Norden durch Roland v. Triberg jetzt vorgestellt. Er war alsbald wie zu Hause, denn er hatte Leute aus aller Herren Länder gesehen, mit ihnen verkehrt und mußte sofort, hier sei es am Platz, die sogenannte„ deutsche Gemütlichkeit", nach der man in Amerika wenig fragte, herauszukehren. Das tat er denn mit großem Geschick, und es war keine Verstellung dabei, denn wirklich, ihm gefielen diese Menschen, die sich fast ohne Ausnahme so einfach und herzlich gaben und es ihm treuherzig zeigten, wie großes Wohlgefallen sie ihrerseits an dem auffallend hübschen jungen Mann mit den verbindlichen Manieren und den klugen Augen fanden. Roland wurde wie ein sehr häufiger Gast, wie ein Kind des Hauses bewillkommnet; man erzählte ihm gleich allerlei kleine Geschichten, er mußte die neuen Vorhänge an den Bogenfenstern der Halle bewundern, er mußte erfahren, daß die schöne, braungefleckte Minerva" in seiner Abwesenheit drei Junge bekommen habe, samt und sonders der Mutter ähnlich, also ein Kapitalschlag von Hühnerhund; er wurde nach allen Details seiner letzten Berliner Erlebnisse aus gefragt, seine Verwandten zeigten sich sehr orientiert darüber, was sie teils Rolands Mutter, teils Roland selbst verdankten, der ein gewissenhafter Korrespondent war. Rede und Gegenrede, Scherz und Neckerei, alles ging zwanglos durch einander; dazwischen tauchte für die„ Reisenden"- sie waren kaum zwei Stunden unterwegs gewesen ein sehr verlockender ländlicher Imbiß auf, den sie freudig zu würdigen wußten; von Zeit zu Zeit hieß es hier und dort.„ Wo steckt denn Helene wieder? Ist denn Helene heute ganz verschwunden?", bis die Hausfrau mit ihrer gutmütig beschwichtigenden Stimme sagte:„ Aber, so laßt sie doch! Sie ist mit den anderen Kindern im Garten, und, Roland, du tätest klug, da ihr ohnehin nichts mehr essen wollt, mit deinem Freund auch dahin zu gehen, damit er unsern lieben alten Garten noch sieht, ehe die Sonne ganz hinunter ist. Sie müssen wissen, lieber Herr Norden, wir sind alle sehr stolz auf unsern Garten, obschon er von Teppichbeeten und geschorenen Rasenpläßen recht wenig aufweisen kann. Aber ( Nachdruck verboten.); er hat etwas besseres: wunderschöne alte Bäume, die wir um feinen Preis gegen all den modernen Zierat eintauschen möchten!" Fritz sprang bereitwillig auf und Roland noch bereitwilliger; seine großen, schwärmerischen Augen begannen zu leuchten, und er sah sehr schön aus. Die Freunde gingen rasch voraus; bei den anderen, die noch dies und jenes zu holen und fortzuräumen hatten, geschah der Aufbruch langsamer. Es war in der Tat ein schöner alter Garten, den die beiden jetzt durchschritten. Die Baum- und Buschpartien konnten sich sehen lassen, und wenn Frizz Norden auch keine englischen Anlagen und kostspieligen Fontainen und Grotten hier fand, so sah er dafür reizend versteckte Lauben, düstermajestätische Tannenboskets und geheimnisvolle Laubgänge, die ihr Blütengewirr oben so undurchdringlich in einander verschränkten, daß kaum ein Stückchen Bauen Himmels hindurchzublinzeln vermochte. Schräge, langgestreckte, Sonnenstrahlen lagen auf dem mit hundert lustigen bunten Blümchen durchstickten Rasen, der Schatten der beiden Spaziergänger vergrößerte sich ins Unendliche. Einmal blieb Roland horchend stehen, was konnte er gehört haben? Frizz sah sich ein wenig ungeduldig nach ihm um; wie er ihn immer noch zaudernd dastehen sah, entschloß er sich kurz und ging allein weiter. Hier gab es Blumenbeete, auf denen allerlei altmodische Blumen ſtanden, flammende Päonien, hochaufgeschossene Lilien, weiße Narzissen, die schwermutsvoll die zarten Gesichtchen gesenkt hielten, dazwischen die Rose Maiden- Blush in großer Pracht und Fülle; überall drängte sie ihre rosig überschimmerten Kelche hervor. Jezt eine Jasminhecke, süß duftend, gänzlich überschneit mit den weißen Sternen, von zahllosen Bienen umschwärmt, die den letzten Sonnenstrahl nützten zu emfiger Tätigkeit; endlich eine lange halbdunkle Buchenallee, aus der es hervorklang, wie das Girren von Tauben. Da wieder! Was war es nur? Ungestüm schritt Frik Norden weiter, hastig bog er um die Ecke... Da fam es herangeflattert, weiß und goldig, von tanzenden Sonnenlichtern gefüßt; lachend, atemlos, in vollem Lauf, unmöglich mehr zu hemmen, stürmte ein reizendes junges Mädchen ihm, der knapp und eilig in die Allee einbog, entgegen und lief ihm geradewegs in die Arme. Er konnte ja nicht anders, als sie an sich ziehen, sie hätten sonst beide leicht straucheln und zu Fall kommen können. Hinter ihr her waren vier oder fünf Kinder gestürmt, um sie zu haschen; die schrieen und lachten nun alle laut auf und riefen durcheinander und jagten weiter, während Fritz Norden auf den weißen Schmetterling heruntersah, der sich an seiner Brust verflattert hatte, und auf das wogende Goldhaar, das dicht an seinem Herzen lag. Ein Augenblick war's nur, ein unvergeßlicher! Wie dann der arme, erschrockene Schmetterling emportaumelte und ein süßes, verwirrtes Kindergesicht sehen ließ, mit einem halb offenen Mündchen und einem Baar herrlicher goldbrauner Augen, wie die blonden Lockenhaare zurückdurch da darin die bieten. eine Int ist das U der Auft färischen, panern h Domanic jeines m ziemliche so biel Gegner. weit und aufgeleg der eine England Verhältn ihnen m strengun endigung ganze t In ä an der und in meil hie Goldwa bollfom Bar anbildu zurüdge bedinge des Saltun Vor angeb tracht intern rüstu feinen