Nr. 7. Erstes Blatt. bonnementspreis: in Siefen, abgeholt menatlich, 50 fs.. ta's Saus gebracht 60 fg., durch die Poft bejogen diertels fahrlich Mr. 1.50. Bratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffiiche Beitschrift für Landwirtschaft, Ob- unb Sartenban, sowie die Gießener Geffenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berkingen nagusitego. Samstag, den 9. Januar 1904 Gießener 13. Jahrgang. Jufertionsprei die einfaltige Bettzelle für Gießen u ganz Oberbeffen, die Kreise Meler und Barburg 18 ta font 15 Pfg.: Rellamien bie Betitgeile 36 refp. 40 84. Boftzettungsliste No. 3909. Rebattion und Expedition: Gießen Neuenweg 98. Seruiprechenfinf Mr. 368. Neuelle Nachrichten ( Siefouer Tageblaff) Anaßßängige Tageszeitung ( Bickener Belém für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Sießen und anderer Behörden von Oberhelfen. Sieg und Ehre. [ Politische Wochenschau.] Wenn demnächst die Reichsboten wieder zu löblichem Tun am Königsplatz zu Berlin zusammentreten, dann wird schon der erste Tag einen heißen Streit und ein heftiges Ringen der Gegensäße bringen. Auf der Tagesordnung steht nämlich die Interpellation über die Kündigung der Handelsverträge, die von dem Grafen Kaniß begründet wird. Da aber der Ton die Musik macht, so läßt sich ein großer Tag erwarten. Graf Kanit hat selbst bereits öffentlich angekündigt, daß er es„ an Deutlichkeit nicht fehlen lassen werde", und von seinem früheren Auftreten im Parlament weiß man ja, daß bei der Erörterung wirtschaftlicher Fragen auf seiner Laute keine Mollakkorde erklingen. Die rechte Seite des Hauses hält noch immer daran fest, daß die Regierung durch eine Kündigung der Handelsverträge die fremden Staaten vor die Entscheidung stellen müsse, ob sie mit uns einen vertraglich geregelten Handelsverkehr unterhalten wollen oder nicht. Die Regierung will indes darauf nicht eingehen. Nach ihrer Ueberzeugung kann nicht eine aggressive Handelspolitik, sondern nur ein maßvolles Diplomatisieren Sieg und Ehre bringen. Um„ Sieg und Ehre" dreht es sich auch bei dem Crimmitschauer Weberstreik, der nach dem Scheitern der Ausgleichsverhandlungen in ungeschwächter Schärfe fortdauert. Wer immer aber auch der obsiegende Teil sein mag, er muß die Niederlage seines Gegners mit eigenen schweren Opfern erfaufen. Die ganze Tertilindustrie in Crimmitschau steht vor der Gefahr einer vollständigen Vernichtung. Allerdings hat der Weberstreif auch ungewollt technische Fortschritte gebracht. Das Maschinensystem und die Betriebsweise im Ausstandsgebiet war teilweise veraltet, und daraus erklärt sich auch die geringe Neigung der Unternehmerschaft, auf eine Aenderung in den Lohnbedingungen und in dem Arbeitssystem einzugehen. Auch den Lohnkämpfen wohnt also die Tendenz inne, technische und ökonomische Fort schritte zu erzeugen, denn je höher die Lohnliste des einzelnen wächst, um so mehr muß der Unternehmer darauf be dacht sein, durch Arbeit und Geld sparende Maschinen das Anwachsen der Betriebsausgaben zu verhüten. Wenn nach Beendigung des Crimmitschauer Weberstreiks der Betrieb wieder aufgenommen wird, dann werden die Unternehmer wohl, um die Verluste auszugleichen, einem besseren System sich zuwenden müssen und dies um so mehr, als die Konfurrenten in verschiedenen Teilen Deutschlands schon jetzt mit gutem Beispiel vorangegangen sind. Das ist das versöhnende Moment, das in dem Lohnkampfe liegt, daß der Gegensatz zwischen den Arbeiter- und Unternehmerinteressen durch die technischen Fortschritte ihren Ausgleich findet. Aber immerhin bleibt der Kampf bedauerlich, weil durch ihn die menschlichen Leidenschaften in einem höheren Grade entfesselt worden sind, als es je vorher der Fall war. Die virtschaftlichen Interessen sind bei diesem Ringen vollständig zurückgetreten hinter der Machtfrage. Für beide Parteien handelt es sich nicht mehr um ökonomische Vorteile, sondern um Sieg und Ehre. Auch in unserem benachbarten und verbündeten Kaiserstaat Desterreich- Ungarn spielt augenblicklich der imaginäre Ehrbegriff der Nationalitäten eine maßgebende Rolle. Der österreichische Ministerpräsident Dr. v. Koerber hat sich den Regierungsgrundsatz erwählt, daß in den gemischsprachigen Landesteilen keine Veränderungen zu gunsten einer Nationalität ohne die Zustimmung der anderen eingeführt werden tönnen. Nur so fonn das Prinzip der strengte Der Wildhirt. Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Beder. ( Fortsetzung.) ( Nachdruck verboten.) Tiophet machte sich sofort an das Aufbrechen und Zerwirken des Tieres, während Hangcurt in die mondhelle Nacht hineinlugte, um das mögliche Herannahen eines Forstlaufers zu vermelden. Die Burschen hatten jedoch Glück, denn es blieb fern und nah alles still. Endlich war Tiophel mit dem Hirsch fertig und beide schafften ihn nach der alten Lehmkaute, wo sich Tiophel eine Grube angelegt hatte, in der er die Stücke des zerlegten Tieres verbarg. Sie befand sich unter einigen großen auf einen Haufen gewälzten Steinen neben einem Dornbusch. Er entfernte jene und nachdem er das Fleisch hübsch sorgfältig hineingebettet, überdeckte er die Grube wieder, stampfte die Erde über ihr fest und wälzte die Steine darauf. ,, So, nun mag einer kommen und sehn ob m'r den Zwölfender geschossen," sagte er befriedigt. Mittlerweile war die Dämmerung des kommenden Tages angebrochen und Hangcurt hielt es daher auch für geraten, nach Hause zu gehen, um wenigstens nicht am hellen Tage ins Dorf zu kommen. Nachdem er dem Tiophel sein Wiederkommen am anderen Tage versprochen, ging er eiligen Echittes nach dem Dorfe, in dessen Nähe angelangt, er seinen Weg durch die Gärten nahm, bis er den Hausgarten seines elterlichen durchgeführt werden, während die frühere Regierungspoliti des Grafen Taaffe, der bald der einen, bald der anderen Nationalität in blinder Wahl Zugeständnisse gemacht hat, systematisch zur Lahnilegung des konstitutionellen Regiments geführt hat. Denn je nach dem Wechsel der Zugeständnisse löfte eine Nationalität die andere in der Obstruktion ab und es ist nun dahin gekommen, daß das österreichische Parlament nur noch ein Sprechsaal für öffentliche Angelegen heiten ist, aber faum noch als ein Faktor der Staatsverwaltung gelten kann; seit Jahr und Tag wird in Cisleithanien auf Grund des§ 14, d. h. auf dem Wege der Verordnungen und nicht mehr auf dem Wege parlamenta rischer Beschlußfassung regiert. Der österreichische Minister präsident will indes die Verfassung allmählich wieder in Kraft setzen, indem er die verschiedenen Nationalitäten zwingt, durch außervarlamentarische Verständigung einer Ausgleich zu stande zu bringen. Es scheint aber, daß mar im Volke für die Bedeutung und den Wert des Parlamen tarismus kein Verständnis mehr hat, denn bis jetzt sind alle Verhandlungen ergebnislos verlaufen. Die Nationalitäter fämpfen nicht mehr für das allgemeine Interesse, sonderr nur um Sieg und Ehre. Hier gilt so recht das Wor Uhlands Töricht Herz, das Sieg und Ehre mißt nach dem Erfolg des Augenblicks, des ewig wechselnden!" Von ähnlichen Beweggründen durchdrungen ist auch die Wirksamkeit des ungarischen Abgeordnetenhauses, wo das Magyarentum bemüht ist, dem ganzen Staatswesen seiner Stempel aufzudrücken. Wenn nicht alles trügt, schein leider auch die Widerstandsfähigkeit unseres nationaler Außenpostens, des sächsischen Bruderstammes nämlich, ge brochen zu sein. Nachdem er sie jahrelang einen verzweifelter Kampf um die nationale Ehre geführt hat, sind jetzt die sächsischen Abgeordneten wieder der liberalen Partei beige treten und haben somit die Taftif eines vereinigten Kampfes der nichtmagyarischen Volksteile gegen die Vormacht des angarischen Staates aufgegeben. Während in Desterreich- Ungarn der Kampf der Gegen säße vorzugsweise politischer Natur ist, ringen in Englani die wirtschaftlichen Parteien um Sieg und Ehre. Chamber lein ruft unausgesetzt, ein moderner Peter von Amiens das Volk zum Kampf für den Schutzoll auf, es scheint aber daß in der Regierung, bezw. bei dem König, seine Gegne die Oberhand behalten haben, denn das Königspaar hat un mittelbar, nachdem der Herzog von Devonshire, der Führei der Gegenpartei, aus seinem Agitationsfeldzug heimgekehr ist, diesen in ostentativer Weise vor allem Volke durch einer feierlichen Besuch ausgezeichnet. England will offenbar einen Uebergang zum Schutzzoll vermeiden, um mit deste größerem Nachdruck in der Welt und insbesondere in Ost asien für die Politik der offenen Tür eintreten zu können Bislang war diese gewährleistet durch den Gegensatz zwischer Rußland und Japan, der jetzt zu offenem 3wist drängt Wird es den Diplomaten gelingen, durch maßvolle Besonnen heit das Aeußerste zu vermeiden oder sind die Würfel schor unaufhaltsam im Rollen zu einem blutigen Spiel um Sieg und Ehre? Die Politik. ,, Aus unanfechtbarer Quelle" will die" Soz. Prar." erfahren haben, daß die Frage der Rechtsfähigkeit der Bernfsvereine seit einigen Monaten amtlich geprüft werde. Die Erteilung der Rechtsfähigkeit an die Berufsvereine ist be= fanntlich ein alter und allgemeiner Wunsch der Arbeiter. Auch die fünast vom Reichskanaler empfangene nichtsozialHoies erreichte, der an die hintere Seite des Wohnhauses grenzte, wo das Fenster seiner fleinen Schlaffammer offen stand. Er holte sich vom Hofe eine Leiter, welche er anlehnte, so daß er einsteigen konnte. Nachdem dies geschehen, stieß er die Leiter mit dem Fuß zurück. Sie fiel an der Wand des Hauses hinab. So wurde man doch so leit nicht gewahr, daß er eingefticaen mar Tiophel streckte sich draußen in seiner Einsamkeit auf das weiche Lager auf dem Boden der Hütte nieder und schnarchte dem Sonntag entgegen. Am andern Worgen schien die Sonne hell und freundlich. In dem umwaldeten Feldeinschnitt, dem sogenannten„ Lichten Holz", an dem die Wildhütte stand, war es wie in einem Paradiese. Rings in den Zweigen, in denen sich hie und da schon das Grün hervorwagte, ertönte ein lebhaftes Vogelfonzert, der Kuckuck schrie und die Wildtauhen girrten, dann und wann spielte ein leises Morgen! nftchen- allenthalben mächtiges Treiben in der schaffenden Natur. Man fonnte es dem Wildhirten nachfühlen, daß er mit Liebe an seinem Amte hing. Da tam ein robust aussehendes Weib um die Waldecke vom Felde daher und schritt auf die Hütte zu. Es war Tiophels Mutter, die an der Hand einen Korb trug, in dem sie ihrem Sohne mancherlei Sachen brachte. " Ich muß doch sehen, was Du machst", meinte fie. als sie in die Hütte trat. Wie geht Dir's da?" demokratische Arbeiter deputation unterbreitete ihm diesen Wunsch als eine ihrer drei Hauptforderungen. O Ohne Angabe von Gründen ist der deutsche Reichstagsabgeordnete Pfarrer Delsor- Nordheim aus Frankreich ausgewiesen worden, als er vor 800 Personen, unter denen sich auch Frauen und Kinder befanden, in Luneville einen religiös. sozialen Vortrag halten sollte. Die vielfachen Klagen der ländlichen Lehrer wegen zu niedriger Bewertung der Dienstwohnung haben dem preußischen Kultusminister Anlaß gegeben, die Bezirksregierungen zu beauftragen, im Jahre 1904 eine neue Ginschätzung der Lehrerdienstwohnungen vorzunehmen. Abgesehen von der großen ,, wasserwirtschaftlichen Vorlage", der Kanalvorlage und der Ergänzung des schlesischen Hochwasserschutzgesezes, wird sich der preußische Landtag noch mit anderen wasserwirtschaftlichen Vorlagen zu beschäftigen haben. Es wird von der Regierung beabsichtigt, durch ein besonderes Gesetz die rechtlichen Grundlagen für die dem Bedürfnis entsprechende Freilegung des Ueberschwemmungsgebietes der Oder zu schaffen. Aber auch in den übrigen Strömen und Flüssen haben sich die geltenden gesetzlichen Bestimmungen über die Freihaltung der Hochwasserabflußgebiete als nicht mehr ausreichend erwiesen. Ein für das gesamte preußische Staatsgebiet geltendes Gesetz über die Freihaltung der Ueberschwemmungsgebiete wird daher dem Landtage in der nächsten Tagung zugehen. Oefterreich- Ungarn. Merkwürdige Dinge kommen in österreichischen und ungarischen Blättern angesichts der Bileker Soldatenmentereien zu Tage. Auf Grund eines von dem Führer der ungarischen Liberalen, Banffy, herrührenden Artikels im „ Magyar Szo" äußern die Blätter den Verdacht, daß die Soldatenausschreitungen in Bilef von jenen ungarischen Politikern geschürt wurden, die schon früher auf dem Wege über Frankreich russsches Geld verdient hätten und nun auf dem Wege über Serbien in Bosnien Unruhe stiften wollten. Auch das Kriegsministerium habe einen solchen Verdacht ausgesprochen. Gemeint ist mit diesen Andeutungen offenbar der ungarische Abgeordnete Ugron, der bekanntlich früher für einen Anschluß an die französischrussische Allianz tätig war und dafür bezahlt worden sein soll. Jedenfalls wird dieser Preßfeldzug noch stürmische rarlamentarische Szenen in Budapest zur Folge haben. Uebrigens sind schon wieder neue Me utereien zu verzeichnen: Eine Anzahl drittjährige Honvedhusaren durchzogen in Baja mit gezüchten Säbeln die Straßen und zertrümmerten viele Fenster, bis Patrouillen einschritten. Die Kasernen wurden gesperrt. Der Erzbischof von Olmük, Dr. Kohn, wurde nach Rom berufen, wo er wegen seiner Uebergriffe gegen Geistliche, namentlich wegen Verlegung des Beichtgeheimnisses, von der Surie abgeurteilt werden soll. Der Papst hat ihm mun befohlen, auf den Erzbischofssizz freiwillig zu verzichten. Falls der Erzbischof sich weigert, so würde ein großer Prozeß die Folge sein. Ein Erzbischof ist nach dem Kirchengeset unabsetzbar. England. Im Anschluß an den allgemeinen englisch- französischen Schiedsgerichtsvertrag wollen beide Länder jetzt auch noch ein besonderes englisch- französisches Koloniol- ebereinkommen „ D, mir gefällt's ganz gut", erwiderte Ttophel, indem er sich vom Lager erhob und die Arme reckte, wobei er gähnte. M'r meint, wärst noch müd'." Tiophel nickte." M'r haben heut' Nacht' n guten Fang getan." " So, ei was habt'r da?" fragte die Gänsehannessin neugierig. ' n schweren Hirsch ich und der Hangcurt!" " was! Ei, wo habt'en da?" " Dort drüben in der Lehmfaut. Da hab' ich m'e die Nächte her so'ne Grube ang'legt, wo ich alles' neinthu', was m'r nit finde soll. Ich hab auch da' ne Keule unter den Dörnern im Moos liegen. Die will ich Euch mitgeben, Mutter, die fönnt Ihr zu Haus gleich braten und' rausbringen, denn es is möglich, daß der Hangcurt heut Nachmittag' rauskommt und dann wollen m'r uns mal was Guts thun." Die Gänsehannessin war über diese Geschichte sehr erfreut, denn sie war eine große Freundin von gebratenem Fleisch, noch dazu, wenn es Wildpret war, das nichts foſtete. Sie packte darum auch die Keule, als der Tiovhel sie ihr gegeben, sorgfältig in den Korb und ging damit nach ihrer Hütte oben am Ende des Dorfes zurück, in de bald ein lustiges Feuer loderte, über dem es lebhaft briet. ( Fortsetzung folgt.) Namens cine fein Vater, der äußerlich ſtart gealtert, im übrigen aber unSia rme ichloß, Brunnenkuren. Flußbäder und so weiter zum Vorwand nehmen, um auf Birkenfelde ihre Sommerfrische zuzubringen." 3rd selbstquälerischer Absicht malte er sich aus, wie es nun sein würde, wenn Emmys liebe Gestalt für immer von richmunden wäre, wenn sie diesseits oder jenseits In abschließen. Wie es heißt, will die englische Regierung der französischen ein überwiegendes Recht in Marokko einräumen, während Frankreich die englische Besizergreifung bon Egypten anerkennen würde. Ferner würde England den Franzosen in Siam freie Hand lassen, während diese den Engländern in Neufundland Zugeständnisse machen würden. Durch den Vertrag, der demnächst veröffentlicht werden soll, würden auch die das Nigergebiet und die neuen Hebriden betreffenden Fragen geregelt werden. Dieses Abkommen wäre in der Tat, wenn es zustande kommt, für beide Länder von außerordentlichem Wert, wertvoller jedenfalls als der so pomphaft gefeierte allgemeine Schiedsgerichtsvertrag. Niederlande. In belgischen und niederländischen Ministerkreisen werden neuerdings Verhandlungen wegen eines belgischniederländischen Zollvereins gepflogen. Der holländische Ministerpräsident Kuyper hält sich zur Zeit in dieser Angelegenheit am belgischen Hofe auf. Nebenbei gilt seine Reise nach Brüssel auch Unterhandlungen wegen des Besuches der Königin Wilhelmina am belgischen Hofe. Offenbar wollen beide Länder überhaupt engeren Anschluß aneinander nehmen. Der vlämischen Bewegung in Belgien, die auf eine Wiedergermanisierung Belgiens ausgeht, könnte eine solche Annäherung beider Staaten nur förderlich sein. Dänemark. Angesichts der drohenden Kriegsgefahr in Ostasien beschäftigt man sich in den leitenden Kreisen Dänemarks ernſtlich mit der Frage der Neutralität Dänemarks. Die dänischen Politiker sagen sich sehr richtig, daß es in Dänemarks Interesse liege, auf dem Welttheater eine ähnlich gesicherte Stellung einzunehmen, wie z. Zt. Belgien, die Niederlande und die Schweiz. In einer politischen Versammlung in Kopenhagen äußerte sich dieser Tage der dänische Ministerpräsident Deunter über die Angelegenheit. Er erklärte, die Anerkennung der dänischen Neutralität werde bei Deutschland und Rußland auf Schwierigkeiten stoßen. Deutschland werde mit der in einer Neutralitätserklärung liegenden Rundgebung, daß eine Veränderung der bestehenden Verhältnisse nicht beabsichtigt werde, nicht zufrieden sein, und in Rußland herrsche wegen der Sympathie, die Dänemark den Finländern zeige, Mißstimmung gegen Dänemark. Es ist nicht einzusehen, warum Deutschland gegen eine Neutralitätserklärung der jütischen Halbinsel Einspruch erheben sollte. Skandinavien. + Einen bemerkenswerten Erfolg hat die Frauenbewegung zu verzeichnen: Die norwegische Regierung hat einen Gesetzentwurf ausgearbeitet, wonach Frauen in staatlichen Aemtern angestellt werden können, wenn sie die Bedingungen erfüllen, die nach der Verfassung für Männer vorgeschrieben sind, und wenn sie die für die fraglichen Aemter erforderlichen Eigenschaften besitzen. Ausgeschlossen sollen die Frauen nur von einzelnen staatlichen Berufen, wie den geistlichen und den polizeilichen sowie vom Konsulats- und natürlich auch vom Militärdienste bleiben. Balkan- Staaten. A In Serbien ist die eben erst mit knapper Not verhinderte Ministerkrise nun doch ausgebrochen. Unter den soeben vom König neu ernannten Flügeladjutanten befindet sich auch der Schwiegersohn des in Wien lebenden, vor Alexander aus Serbien geflohenen ehemaligen serbischen Ministerpräsidenten Petrowitsch. Der Kriegsminister weigerte sich, die Wahl dieses Adjutanten zu beſtätigen und gab seine Entlassung. Eine allgemeine Kabinettskrise gilt als wahrscheinlich. Sie hat dem Lande gerade noch gefehlt. Amerika. Von der Einmischung der Zivilisationsmächte in die Wirren in Santo Domingo wird weiter berichtet: Amerika untersagt in Santo Domingo sowohl den RegierungsTruppen, wie den Revolutionären alle Kämpfe in der Nachbarschaft von amerikanischem Eigentum. Anderenfalls sollen amerikanische Streitkräfte einschreiten. Ebenso soll die Unterbrechung des Außenhandels verboten und ein weiteres Beschwader hingeschickt werden. Zweifelsohne würden die Amerikaner nichts lieber sehen, als wenn die Mulatten in Santo Domingo sich an diese Weisung nicht kehrten. Bei einem Einschreiten der Yankees, fann nur einer gewinnen: die Union. Feer und flotte. Die Verlegung des Düsseldorfer Husaren- Regiments nach Krefeld wird erst zum April 1906 erfolgen. Der Kaiser lief durch das Kriegsministerium die Mitteilung dorthin gelangen, daß dies mit Rücksicht auf die Solidität der Kasernenbauten geschehen müsse. habe; nach Meldungen aus Newyork hätten dortige Geschäftshäuser Kabeltelegramme mit dieser Nachricht erhalten. Das wird ja nun wohl nicht so ganz stimmen, indessen sieht die Sache bedrohlich genug aus. Nach Londoner Blättern hätte das Washingtoner Kriegsdepartement Meldungen erhalten, daß Japan im Begriff sei, 35 000 Mann Truppen in Korea zu landen. Man glaube, daß eine solche Truppenbewegung schon im Gange sei, oder bis zum heutigen Freitag erfolgen werde. In amtlichen Kreisen Washingtons fasse man die Nachricht als Andeutung eines unmittelbar be= vorstehenden Ausbruchs der Feindseligkeiten auf. Die angeblichen Uniformänderungen dementiert. Von der vielfach als offiziös geltenden Köln. Ztg." war zuerst die Meldung verbreitet worden, daß zum 27. Januar eine weitere durchgreifende Uniformänderung bevorstehe. Dem gegenüber wird jezt halbamtlich erklärt:„ Die Deffentlichkeit ist durch Angaben beunruhigt worden, welche die„ Kölnische Zeitung" unter Berufung auf militärische Kreise über Uniformänderungen, und zwar über die Einführung einer neuen Grundfarbe für die Waffenröcke, den Ersatz der Feldbinde durch ein Ueberschnallkoppel, die Anbringung der Abzeichen des Dienstgrades auf den Aermeln und die Vertauschung der grauen Litewka durch eine graugrüne gemacht hat. Wir stellen fest, daß hier eine gröbliche Mystifikation vorliegt. Die Angaben sind in allen Einzelheiten erfunden. Es ist bedauerlich, daß ein ernstes Blatt solche falschen Gerüchte über angebliche Entschließungen der höchsten Stelle ohne genaue Prüfung aufgenommen bat." Das alte Lied. Vielleicht ist auch das etwas übertrieben; wenn es zum Ausbruch der Feindseligkeiten kommt, so wird Japan damit doch aller Voraussicht nach warten, bis die gegenwärtig von der japanischen Regierung eifrig betriebene Beratung der russischen Antwort beendet ist. Wie verlautet, ist Japan mit der Antwort durchaus unzufrieden. Ist das der Fall, so wird die Stellungnahme Japans ja nicht lange auf sich warten lassen. Zu weiteren Verhandlungen soll Japan nach einer Meldung nicht bereit sein, eine andere besagt selbstverständlich das Gegenteil. Nach ihr will Japan so lange verhandeln, bis seine in Genua gekauften beiden Schiffe, die gestern Nacht unter englischer Führung mit englischer Mannschaft in See gegangen sind, das Mittelmeer hinter sich haben und russischen Angriffen mit Leichtigkeit entgehen können. Durch die Depeschen aus Ostasien geht als Unterton immer wieder das alte Lied:„ Nichts Gewisses weiß man nicht!" Die offiziösen Nachrichten besagen, die VerhandJungen zwischen Rußland und Japan würden fortgesetzt und schienen zu gutem Ende führen zu sollen, während englische und amerikanische Depeschen den Ausbruch des Krieges als nahe bevorstehend bezeichnen. Ja, in Amerika will man sogar schon wissen, daß der Kriea bereits begonnen Russische Befürchtungen. In Rußland ist die Meinung über die Situation geteilt: Die amtlichen Kreise erklären nach wie vor eine friedliche Lösung für das Wahrscheinliche, nichtamtliche Kreise haben sich allmählich der entgegengesetzten Anschauung zugewendet. Soviel steht jedenfalls auch heute fest, daß Rußland den Krieg nicht beginnen wird. Rußland möchte ihn in der Tat vermeiden, weil es für den Kriegsfall gleichzeitig Verwickelungen auf dem Balkan fürchtet. Das russische Auswärtige Amt soll über Beweise dahin verfügen, daß Bulgarien, falls Rußland im Frühjahr in Ostasien be schäftigt ist, die Gelegenheit benußen wird, den Krieg auf der Balkanhalbinsel anzusachen. Dann aber ist es unmög lich, daß die anderen Mächte nicht darin verwickelt werden und der Weltkrieg, der Rußland jetzt sehr ungelegen käme, wäre da. Dieſen Krieg hintanzuhalten und einen russisch- japanischen Krieg auf diese beiden Mächte zu beschränken, wollen die anderen Mächte ja versuche England hat den übrigen Mächten vorgeschlagen, mit allen Mitteln den Konflikt auf Rußland und Japan zu beschränken, und die Mächte haben ihre Mitvirkung hierzu zugesagt. Indessen auch das ehrlichste Bemühen der Mächte, den cuſſiſch- japaniſchen Krieg auf die beiden kriegführenden Parteien zu beschränken, muß vergeblich bleiben: wenn es den Bulgaren und Mazedoniern nicht gefällt, kann Europa nicht in Frieden leben. Auch die englischen Staatsmänner wissen das, ihr Vorschlag scheint deshalb keineswegs ehrlich gemeint. Dieser Verdacht wird bestärkt durch die Beflissenheit, mit der England die Japaner zum Kriege hetzt. Nachdem die Japaner jetzt samt und sonders inne geworden sind, daß das Versprechen englischer Hilfe im Falle eines Krieges mit Rußland eitel Humbug war, nachdem also diese Vorspiege lungen nicht mehr ziehen, sucht die britische Presse den Japanern einzureden, sie könnten auf die Hilfe der Yankees rechnen. Selbstverständlich ist das ebenfalls Schwindet. Amerika hat allerdings bereits Truppen nach Korea entsandt, aber es hat keineswegs die Absicht, sich einzumischen. Die Japaner werden, wenn sie losschlagen wollen, auf ihre eigene Kraft angewiesen sein. Und die verbürgt ihnen die chließliche Niederlage. Nah und Fern. Lokales. 9. Januar 1904. Stadttheater Gießen. Nochmals sei auch an dieser Stelle auf die Fremdenvorstellung des morgigen Sonntags hingewiesen, die zu ermäßigten Preisen„ Als ich wiederfam" bringt. Die Abonnementsvorstellung des morgigen Sonntag bringt Beyerleins sensationelles Schauspiel Zapfenstretch, für das sich außerordentliches Interesse fundgibt. Eine Krüppelzählung wird zur Zeit in der preußischen Provinz Sachsen veranstaltet, um einen Ueberblick über das gewaltige Gebiet des Krüppelelends zu verschaffen. Da die Erfahrung gelehrt hat, daß mit seltenen Ausnahmen nur die jüngeren Krüppel besserungsfähig sind, so werden nur diejenigen gezählt, die noch nicht über 14 Jahre alt sind. Im Laufe des Februar soll das Ergebnis veröffentlicht werden. Die vor zwei Jahren in Schlesien veranstaltete Zählung hatte für diese Provinz das Vorhandensein von 2404 Krüppelfindern in schulpflichtigem Alter ergeben, von denen 66 Proz. ihre Verfrüppelung erst später erworben hatten. Zahlreiche Zeitschriften haben damals die Ergebnisse verwertet, die zum Teil recht überraschende Fälle zutage gefördert haben. Da durch ist das Interesse vieler Kreise erweckt worden, die von der Wichtigkeit der Krüppelpflege bisher keine Ahnung hatten. Das Gnadengesuch des Oberlehrers Ries abgelehnt. Der wegen Beleidigung des oldenburgischen Justizministers Ruhstrat zu sechs Monaten Gefängnis verurteilte GymnasialOberlehrer Dr. Ries hatte in einem Gnadengeſuch an den Großherzog von Oldenburg gebeten, diese Strafe in eine entsprechende Festungshaft oder Geldbuße umzuwandeln. Das Gesuch ist jetzt aber abschlägig beschieden worden. * Vor einiger Zeit war von Ems aus an den Minister der öffentlichen Arbeiten eine Eingabe über die Vah nkanalisation gerichtet worden. Darauf ist jeßt, der Köln. 3tg." zufolge, die Antwort eingegangen, daß eine allmähliche Verbesserung der Schiffbarkeit der Lahn durch Maßnahmen geringeren Umfangs in Erwägung gezegen werde, dagegen der Ausführung des früher ausgearbeiteten Planes zur Zeit nicht näher getreten werden könne. Nachdem der Kaiser genehmigt hat, daß der Gardeverein Gießen neben dem hessischen und sonstigen Wappen den Gardeadler und Gardestern auf seiner neu zu beschaffenden Fahne führen darf, hat der Verein schon jetzt alle Vorbereitungen getroffen, die Weihe dieser Fahne zu einer recht würdigen und großartigen zu gestalten. Das Fest wird im neueu Saalbau abgehalten und zwar findet Sonnabend, den 11. Juni großer Kommers und Sonntag, den 12. Juni großes Weihefeft, letzteres im Garten, statt. Hierzu sollen alle militärischen Vereine des Verbandsbezirk Gießen und der angrenzenden preußischen Orte, alle bekannten Garde- Vereine, sowie alle sonstigen Vereine am Plaze selbst, schon alsbald eingeladen werden. Mutterliebe. Ein erschütterndes Drama spielte sich in Godesberg ab. Eine von auswärts zugereiste Dame, die ihre beiden neun und zwölf Jahre alten Söhne aus den Ferien wieder nach dem Pädagogium brachte, ging mit diesen abends an den Rhein. Um die Beleuchtung der Bonner Rheinbrücke besser sehen zu können, stellte sich die Dame mit den beiden Knaben auf eine Bootslandungsbrücke. neunjährige Knabe lief bis auf deren Spize, verlor das Gleichgewicht und stürzte kopfüber in die Fluten. Ohne Besinnen stürzte sich ihm die verzweifelte Mutter nach, trotzdem sie des Schwimmens unfundig war. Sie ertrank zusammen mit dem geliebten Sohn. Der ** Aus dem Zuge gesprungen ist am Donnerstag Vormittag ein 10 Jahre alter Anabe aus Dutenhofen bei Wezlar. Er fuhr öfter nach Gießen behufs klinischer Behandlung eines Ohrenleidens, und wollte den um 9.50 Uhr zurückgehenden Zug benußen, verfehlte denselben aber und fuhr deshalb mit einem 20 Minuten später abgehenden Personenzug, ohne zu wissen, daß derselbe in Dutenhofen nicht anhielt. Als der Zug die Haltestelle durchfahren, verließ der Junge das Abteil, sprang aus dem Zuge und wurde überfahren. Der Tod trat augenblicklich ein. O Ueberfall auf einen Gefängnisaufseher. Der in Kiel zu Zuchthaus verurteilte Einbrecher Görke überfiel den Gefängnisaufseher Lodi. Er verlegte ihn schwer durch Stiche mit einer Schere und versuchte dann, ihm die Schlüssel zu entreißen, was aber nicht gelang. * Durch das unvorsichtige Umgehen mit Schußwaffen sind wiederum zwei junge Menschenleben vernichtet worden. Der bei dem Förster in Kammin bedienstete 27jährige Knecht sollte eine Flinte vom Hof in das Forsthaus tragen, dabei legte er das Gewehr im Scherz auf das 16jährige Dienstmädchen an. Ein Schuß und das Mädchen sank tot zusammen. Aus Angst und Verzweiflung über die Tat ging der Knecht hin und erhängte sich. * ** Pfarrer Gustav Baist, 1824 in Grünberg geboren und seit 20 Jahren Pfarrer in Westheim, Mittelfranken, begeht am Sonntag seinen 80. Geburtstag. ** Unter den Hessen in Nordamerika ist eine Bewegung zu gunsten einer Sympathiekundgebung für den Großherzog im Fluß. Viehmarkt zu Gießen. Bei dem am 5. Januar 1904 stattgefundenen Markte waren 922 Stück Rindvieh aufgetrieben. Der nächste Markt findet am 19. und 20. Januar statt; am 20. Schweinemarkt. * * Von der Leutseligkeit des Großerzog zeugt folgendes Geschichtchen. Vor einigen Tagen fuhr der Großherzog, nur von einem Diener begleitet, den Weg von Mörfelden in der Richtung nach seinem Jagdschlosse Mönchbruch in der Nähe von Groß- Gerau. Unterwegs holte das Gefährt schwere Laste Frau ein, welche in einem Korbe eine Kopfe trug. Der Großherzog ließ halten, fragte die Frau nach dem„ Wohin" und lud sie auf ihre Antwort, daß sie bis nach Rüsselsheim müsse, ein, in seinem Wagen mit ihrem Korbe Platz zu nehmen. Die schon bejahrte Frau nahm das Anerbieten des ihr unbefannten Herrn an und wurde vom Großherzog bis zum Wege nach Mönchbruch, wo er abbiegen mußte, mitgenommen. Die Frau erfuhr erst nachher von in der Nähe arbeitenden Landleuten, mit wem sie gefahren war. * ** Frankfurt a. M., 9. Jan. Die Stadt Frankfurt a. M. hat ihre 3 Millionen Mark- Anleihen von 1903 zum Kurse von 99,30 an ein aus Frankfurter und Berliner BankInstituten bestehendes Konsortium begeben. Frankfurt, 5. Jan. Prinzessin Alexandra von Ysenburg und Büdingen, eine Enkelin des letzten surfürsten von Hessen, ist am verflossenen Sonnabend in Konkurs gekommen, der von ihrem zweiten Manne, von dem sie geschieden ist, beantragt worden ist. Stadttheater Gießen. Der Hochtourist. Schwank in 3 Akten von Curt Kraaß und Max Neal. Der ist Friedrich Wilhelm Milius, Direktor einer AftienGesellschaft, hat das Unglück, eine Frau zu besigen, die thn absolut berühmt haben will. Da ihm dazu aber jedes Talent fehlt, reist er nach München und wird Hochtourist, das heißt, er schreibt aus einem alpinen Werke von Hans Lindenburg die schönsten Bergtouren ab und schickt sie als eigene Erlebnisse nach Hause. Die ehrgeizige Gattin läßt nun diese Reisebriefe drucken und überreicht das Buch ihrem Manne als Geburtstagsüberraschung. natürlich riesig entzückt" darüber und fällt von einer Verzweiflung in die andere, als noch der Redakteur der„ Stunde", der Vorstand des Alpenvereins, die in dem Werke genannten beiden Führer und zuletzt der Photograph erscheinen, welche den Gipfelstürmer auf einer aus Tischtüchern und Stühlen fabrizierten Bergspize photographieren. Im zweiten Afte ist die ganze Geburtstagsgesellschaft im Gebirge, um der Besteigung des Höllenflamms, die Milius auf Wunsch des Alpenvereins ausführen soll, beizuwohnen. Hier trifft der Berggewaltige mit dem eigentlichen Verfasser seiner Reisebriefe, der glücklicherweise den Namen des Schriftstehlers" noch nicht fennt, und mit einer von früheren Gebirgstouren" befannten Schauspielerin zusammen, die ihn zusammen eine gehörige Portion Angst und 1200 Mt.„ Vorschuß" kosten. Inzwischen hat er sich mit dem Führer verabredet und während die ganze Gesellschaft den Hochtouristen auf dem Höllenklamm wähnt, ist er auf einem Umwege wieder in das Logierhaus gelangt und hat sich schlafen gelegt, oder bielmehr zum Schlafen ausgezogen, denn er wird durch ein Rendevous seiner Tochter Lore mit dem Verfasser der Reisebriefe, Hans Lindenburg, wach gehalten. Es kommt " P aber noch beffer. Se Shu dentin, wird vo gebracht, alles verfa bergibt feinen Schwi Sembe langfam b Staunen feiner Reife man auf der Bühne geftattete man fid höchstens mal bie f feine Beinfleiber me Euer Fläschchen! D wirkliche fochtourist b meiniligen Bergfteiger nicht auf den wirklich Liebesfonflift näher nimmt fich auch einen halt des Schwantes, Boffenfiguren und M wurde gestern Abend alle fehr eilig, m alter Borhang schien er auf die vielen St Bergeffenheit breiten Aus Die Erdarbeit Brofe zu Grebenb ter Lohnzettel eine womit fie fich heiml Monate Gefängnis -2 dabonfommt. W finde begangenen wegen ähnlicher Verb ling bon Raft adt Strafen eine Gesam Zuchthaus.- Der bon Rohrbach w wegen Beschädigung Gefängnis verurtei Strafe auf 6 Mona die Berufung des Slig, welcher wegen Tierquäleret bermorfen. Oeffen Das in Nr. 2 fandt betr. den Ba Usingen hat vers Es steht in Nr. 4 Begen die Aus a. folgendes einzuwer 1. It es nicht Ortschaften insgesamt bei Beglar gelegen fi zeigt, wie oberfaul es 2. Ebenso falf den diese Orte mit i deutend ser. Beweis berger Bauern ihre toffeln, Gemüse usw. fie ganz genau wiffen beffer bezahlt bekomm Buzbach. 2. Wo bf die Bewohner des Hi Landratsamt, das A Kreissparkasse usw. Was haben dem Aliniten. Jawohl, für die ganze Umgea 0000000 Bur Saison bri Irijchen, Daue heiz, Koch- S in Ofenichirme, Ofe räteftander, Kohle eifen, in empfehlende Erinne 1 Dolldampf- Wa Ganz besonder Schröders Fol sowie Edgar Eisenhandl 000000 Zum 27. Jan. Fahnen, F 3. B. billige Wappen fajilder, T Fest Bonner Fahne AUTO In = gen en bt. ifter ali tg." Bera gea der nicht ar gen зи iegt зи Fest ndet tag, att. girt ten age Stag bei Be Uhr und den ofen ren, und berg tteleine den uar bieh 20. B gen den offe olte 57 eine ließ auf n, in Die unbeзит nome arrt a. zum Bantbon rsten furs fie ienihn dea ch= von fie ttin uch ift er H ten che glen ift Bedes der eife: 18" en" ine en. nb m in er in er nt EESEE - aber noch besser. Seine Tochter Alice, eine emanzipierte Stu dentin, wird von einer Bergtour ohnmächtig zurückgebracht, alles versammelt sich um die Bewußtlose, und er vergißt seinen Schwindel, sein Kostüm und steigt im Hemde langsam die Leiter herunter, zum maßlosen Staunen seiner Reisebegleiter. Schrecklich! Früher wagte man auf der Bühne kaum einen Rock auszuziehen, später gestattete man sich zum Schricken aller Pensionsmütter höchstens mal die Beste wegzulassen, jegt braucht man schon fei ne Beinkleider mehr und nächstens- Nachbarin, Euer Fläschchen! Der dritte Aft ist der schlechteste. Der wirkliche Hochtourist heiratet die Lore, die Tochter des vermeintlichen Bergsteigers und Alice- es verlohnt sich gar nicht auf den wirklich lächerlichen und recht täppisch gelösten Liebeskonflikt näher einzugehen- friegt, oder vielleicht nimmt sich auch einen Mann. Das ist so ziemlich der Inhalt des Schwantes, an dem die alten, längst bewährten Bossenfiguren und Wize noch das Beste sind. Gespielt wurde gestern Abend recht flott. Zum Schluß hatten es alle sehr eilig, man überhastete sich sogar, unser guter, alter Vorhang schien die Zeit nicht abwarten zu fönnen, bts er auf die vielen Sünden des Schwantes den Schleier der Vergessenheit breiten konnte. H. H. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, 8. Januar 1904. Die Erdarbeiter Berthold Lehmann und Karl Brose zu Grebenhain haben sich auf Grund gefälschter Lohnzettel eine kleine Geldsumme auszahlen lassen, womit sie sich heimlich entfernten. Lehmann erhält 5 Monate Gefängnis während Brose mit 2 Monaten davonkommt. Wegeu eines an einem schulpflichtigen Kinde begangenen Sittlichkeitsverbrechen bekommt der wegen ähnlicher Verbrechen bereits vorbestrafte Johs. Hebeling von Rastadt unter Einbeziehung früher erkannter Strafen eine Gesamtstrafe von 4 Jahren und 4 Monaten Zuchthaus. Der noch jugendliche Wilhelm Günther bon Rohrbach wurde vom Büdinger Schöffengericht wegen Beschädigung von Obstbäumen zu 8 Monaten Gefängnis verurteilt. Auf seine Berufung wird die Strafe auf 6 Monate ermäßigt. Zum Schlusse wird die Berufung des Architekten Schimmelpfeng von Schliß, welcher durch das dortige Schöffengericht wegen Tierquäleret eine Geldstrafe von 10 Mt. erhielt, bermorfen. - Oeffentlicher Sprechsaal. Das in Nr. 2 unseres Blattes veröffentlichte Einge sandt betr. den Bau einer Bahn von Gießen nach Usingen hat verschiedenen Weßlarer Herrn nicht gefallen. Es steht in Nr. 4 d.„ Wezl. Anzeiger" Folgendes: Gegen die Ausführungen des Gießenec Blattes ist u. a. folgendes einzuwenden: 1. Ist es nicht wahr, daß die inbetracht kommenden Ortschaften insgesamt näher bei Gießen und Buzbach als bei Weglar gelegen sind. Ein einziger Blick auf die Starte zeigt, wie oberfaul es mit dieser Behauptung bestellt ist. 2. Ebenso falsch ist die Behauptung, daß der Verkehr, den diese Orte mit ihrer Kreisstadt unterhalten, ganz unbedeutend sei. Beweis: 1. Wo bringen die meisten Hüttenberger Bauern ihre Butter, ihre Eier, ihre Käse, ihre Kartoffeln, Gemüse usw. hin? Nach Wezlar! Warum? Weil sie ganz genau wissen, daß sie alle diese Dinge in Wezlar besser bezahlt bekommen als in Gießen und erst recht in Butzbach. 2. Wo befinden sich alle die Behörden, mit welchen die Bewohner des Hüttenbergs alltäglich zu tun haben, das Landratsamt, das Amtsgericht, das Bezirkskommando, die Kreissparkasse usw. Alle miteinander in Wetzlar! Was haben dem die Gießener entgegenzustellen? Ihre Kliniken. Jawohl, die Kliniken sind eine große Wohltat für die ganze Umgegend. Aber erst sorgt man für die g Zur Saison bringe mein großes Lager von 6. Jan. Bahnarbeiter Jakob Keiner dahier mit Chriftiane Schäfer in Wieseck. sunden Tage, für die Ansprüche des alltäglichen Lebens und| dahier. hier zeigen alle Wegweiser nach Wetzlar, nicht nach Gießen. 3. Wenn man dem Gießener Projekt in Weßlar Widerstand entgegenseßt, so hat man dazu allen Grund, weil dadurch Pläne bedr ht werden, welche zur Erzielung einer Bahnverbindung zwischen den Hüttenbergorten und ihrer Kreisstadt Wetzlar eingeleitet sind. Es wird uns nun aus dem Kleebachtal daraufhin nachstehende Erwiderung mit der Bitte um Abdruck übersandt: Im Schlußsak obigen Artikels befürchtet man also von Seiten der Weglarer Gegner, durch die Verwirklichung des Gießen Usinger Projekts die Durchfreuzung von Plänen, welche zur Erzielung einer Bahnverbindung zwischen dem Hüttenberg und ihrer Kreisstadt Wetzlar eingeleitet sind. - Ja diese Pläne! Fürwahr ein schlechter Trost für die Bewohner des Hüttenbergs, die, da das Wezbachtalbahnprojekt feine Aussicht auf Verwirklichung hat, an dem des Solmsbachtals gar kein Interesse haben.- Der Verfasser will uns nun zuerst geographisch schulen, indem er uns auf die Karte verweißt, die zeige wie„ oberfaul" unsere Behauptung set, die in Frage kommenden Ortschaften seien näher bei Gießen und Butzbach als bei Wezlar gelegen. Wenn nun aber unser Projekt, wie man allgemein annimmt, über Lüzellinden, Hörnsheim, Hochelheim, Dornholzhausen, Nieder kleen und Ebers gönz zur Ausführung kommen sollte, dann ist die Behauptung do richtig. Auch die näher bei Wezlar gelegenen Orte des Hüttenbergs werden eine Bahnverbindung mit Gießen wünschen, da sie Weglar ohnedies bequem erreichen können. Unrichtig ist es ebenfalls, daß die Bewohner der benannten Ortschaften ihre landwirtschaftlichen Produkte meistens nach Weglar zum Verkaufe bringen. Uns, den Bewohnern des Kleebachtals ist eine solche Behauptung ganz unverständlich. Wenn auch manche Produkte( z. B. Butter) in Wezlar besser bezahlt werden, so ist es bei andern grade das Gegenteil, auch wird eine etwaige Mehreinnahme durch den größeren Zeitverlust wieder eingebüßt. Auch durch die Gießener größeren Viehmärkte ist der Verkehr gegenüber Weglar gesteigert. Was nun alles die Behörden anbelangt, die da aufgezählt werden, und die in Wetzlar als einer Kreisstadt ihren Sitz haben, mit denen man im alltäglichen und Geschäftsleben wenig in Berührung kommt, so ist doch das fein Grund, einem Projekt entgegen zu arbeiten, das vielen zum Vorteil gereichen würde. Irischen-, Dauerbrand-, Amerikaner-, Regulierheiz, Koch- Hopew- und Tamstädter- Defen in diversen Fabrikaten. Feiner: Ofenschirme, Ofenvorsetzer, Verdampfschalen, Fenerge- Mehrere Einwohner des Kleebachtals. Anmerk. der Redaktion. Sollten sich keine wesentlichen Geländeschwierigkeiten der hier von verschiedenen Bewohnern des Kleebachtals gern gewünschten Bahnlinie Gießen- Usingen entgegenstellen, auch finanzielle Unterstüßungen seitens der Gemeinden, wie ein genügender Verkehr sicher sein, so müssen wir unsere Einsender in Schuh nehmen und können wahr haftig das„ oberfaule" der Weglarer Herren für sehr vor eilig bezeichnen. Der erste Blick auf die Karte zeigt doch einem jeden Menschen, daß mit der angestrebten Linie ein ganzer Bezirk, welcher bisher seine Frachten nur per Achse bis zu einer weit entlegenen Station bringen mußte, an den Bahnverkehr angeschlossen würde. Was das letztere in unserer schnelllebigen Zeit bedeutet, kann allerdings nur der ermessen, der regen Anteil am Geschäftsleben hat. Es dürfen vor allen Dingen bei solchen Fragen keine Sonderinteressen in den Vordergrund gestellt werden; wenn ein ganzer Bezirk Nußen haben kann, dann müssen auch erwünschte Bequemlichtetten einzelner( es sei nur der Verkehr mit der KreisStadt erwähnt) ganz und gar außer Betracht kommen. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebotene. - Am 2 Jan. Küfer Karl Christ. Pfund mit Katharine Jakobine Ezelmüller beide hier selbst. Regierungsbaumeister Herm. Wilh. Karl Dannenberger hier mit Katharine Elisabetha Walter in Darmstadt. 4. Jan. Dachdecker Wilb. Ernst in Anspach mit Liſette Emilie Luise Hollond Kohlen von ben beften Zechen, Bukkohlen, Anthracht, prima rheinische Briketts und hs ben Bigen Breifen. räteſtänder, Kohlenfüller n. Kasten, Kohlenlöffel, Stoc Prima Tannen- Brennhelz eisen, Asch- und Mülleimer etc. in empfehlende Erinnerung. Auch habe pro Centner gefonitten Mt. 1.20 18 1 Voldampf- Waschmaschine, sowie Dr. Blein's Fleisches Saftpressen zu verleihen. Ganz besonders mache auf den Vertrieb der patentierten Schröders Fohlen, und Kälber- Sang- Apparat sowie Fensterfeststeller aufmerksam. Hochachtungsvoll gchadt liefert Quantum tvet and Sane And. Euler. Prima Kartoffel Eheschließungen. - Am 2. Jan. Bureauvorsteher Karl Kieß mit Elsa Dr. Eduard Leonhard Waldeck in Rockenhausen mit Antonie Mathilde Fehl beide dahier. 6. Jan. praft. Arzt Wilhelmine Sophie Jughardt dahier. Am 27. Dez. Johs. Glitsch. Adam Büttner. - Geborene. Eine Tochter d. Schuhmachermeister 3. Jan. Eine Tochter d. Eisendreher Karl, S. d. Dienstmanns Phil. Blum. Eine Tochter d. Flaschenbierhändler Heinr. Merz. 4. Jan. Wilhelm Wendelin Johann, S. d. Postschaffners Gg. Hassemer. Gestorbene. - - Um 1. Jan. Lina Geisel, T. d. Flaschenbierhändlers H. Fr. Geisel, 11 J. alt. 2. Jan. Elisabethe, T. d. Ta gelöhners Phil. Schlitz, 1 J. alt. Helene Kraag geb. Haustädt, 75 J. alt. 3. Jan. Amtsgerichtsdiener Hrch. Gimblein, 59 J. alt. 4. Jan. Karl, S. d. Schreiners Emil Hetrich, 1 J. alt. Ehefrau Marie Elisabethe Schmidt geb. Stadel, 60 J. alt. 5. Jan. Karl Walther, S. d. Kaufmanns Fr. Jung, 1 J. alt. Ferdinand Luckhardt, 77 J. alt. Gastwirt Fr. Schieß, 60 J. alt. Margarete Mathilde, - 8. Jan. - - - 6. Jan. Marie Fint, 62 J. alt. T. d. Schuhmachermeisters Hrch. Aff, 3 J. alt. Witwe Marie Seng geb. Harbach, 42 J. alt. Wetterbericht. ( Wetterdienst zu Gießen: Peppler.) Verlauf der Witterung von Donnerstag bis Freitag. Teiltiefs auf der Süd- und Südostseite des gestern im Westen aufgetauchten Haupttiefs sind ostwärts vorgedrungen und verursachen über unser Gebiet nordostwärts ziehend bei meist südlichem Winde leichte Schneefälle; auch steigt langsam die Temperatur an, ohne heute den Nullpunkt zu überschreiten. Das HOCH ist geschwächt und weit nach Osten zurückgedrängt; daher voraussichtliche Witterung für Samstag und Sonntag meist trüb, milder und besonders im Westen Oberhessens Tauwetter, Niederschläge, zunächst noch Schnee, dann Regen. Marktberichte. Gießen, 9. Januar. Auf dem heutigen Wochenmartt fosteten Butter per Pfd. 075-0.90 Mt., Hühnereter 2 Stüd 16-20 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Bfg., Linjen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar Y. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.30-1.40, Hahnen, per Stüd C.80-1.70, Enten per Stid 1.70-2.20, Gänje per Pfd. 65-72 fg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Ptd. 62-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 fg. Schweinefletsch gesalzen per Pfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-76 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 5.50 6.00 mt., Zwiebeln per 3t. Mt. 4.50-5.00, Aepfel per Centner 16-20 Mt. Milch per Liter 18 Pfg. Dauer der Marktjeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit übeerhanp nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den ,, Gerichts." und„ Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Königl. Preuss. Staats- Medaille Seidenstoffe jeder Art, in jeder Farbe, zu jedem Preise, der Meter von 75 Pf. an. Muster portofrei. Fertige seidene Kostüm- Röcke, Jupons, Blusen, halbfert. Roben. Deutschlands grösstes Spezial- Seiden- Geschäft Seidenhaus Michels& Cie., Berlin SW. 19 43 Leipziger Strasse 43 Ecke Markgrafen- Strasse. Mechanische Seidenstoffweberei In Krefeld Preißt nur mit viel schönen Reden Aler Wäschemittel Zahl,„ Eureka" ist doch das Beste, Es ist ganz nach meiner Wahl ,, Eureka", bestes Waschmittel. Ueberall erhältlich pro Packet 15 Bfg. Jean Dern& Co. Giessen. Gegründet 1883. Inhaber: Oskar Gutmann. Bureau und Lager: Westanlage 31 Telephon 21. Gegründet 1883. Cementwaren- Fabrik und Lager: Frankfurterstr. 114, eign. Bahnanschl. Bau- und Kanalbau- Artikel. Trottoir-, Fussboden- und Wandplatten. 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Januar, abends 8 Uhr Erstes Stiftungsfest - in der Turnhaile des Turnvereins, verbunden mit Zither. Mandolinen u. Gesangs- Vorträgen, wozu freundlichst einladet Ball Der Verstand. Gießen. Direktion: Steingoetter. Sonntag, den 10. Januar Nachmittags 3½½ Uhr: zu ermäßigten Preisen Als ich wiederkam Lustspiel in 3 Akten von Leichte Ahoit Kampmanns' Pende'wasch maschine ,, Leichtwäscher". ist allen voran und unstreitig die beste, imGebrauch leichtgehendste Bekanntmachung. In Gemäßheit Beschlusses der StadtverordnetenVersammlung vom 15. Juni 1879, wonach zur dauernden Erinnerung an die goldene Hochzeit des Deutschen Kaiserpaares, Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm I. und Ihrer Majestät der Kaiserin Augusta von der Stadt Gießen eine Stiftung zu Gunsten bedürftiger Ehepaare, welche hier ihr goldenes Jubiläum erleben, errichtet worden ist, fordern wir alle Diejenigen, welche im laufenden Jahre ein solches Fest zu begehen haben und Anspruch auf Zuwendung der zu 150 Mk. bemessenen Stiftungsgabe erheben wollen, auf, sich bei uns zu melden. Gießen, den 8. Januar 1904. Croßherzogl. Bürgermeisterei Gießen Mecum. Sanittholz- Versteigerung in der fürstlichen Oberförsterei Lich. Handwaschmaschine der Welt, mit Montag, den 18. Januar sollen versteigert werden: welcher in Wirklichkeit Kinder von 8 Jahren arbeiten können empfiehlt a) im Distrift Fuchsstrauch: 16 Buchen 21,27 Fstm. Die Zusammenkunft ist um M. Rosenthal, Giessen. 9 Uhr am Bahnübergang zwischen den beiden Bahnwärterhäusern beim Fuchsstrauch. 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Die heimische B diejes Jagdintereffe zwar vornehmlich a fischen Jagdliebhab manchmal zu fabe Murg in ihre Ha badische Unterland beffere Jagdgebie begehrt wird. G die Erpachtung de gutorganifierten verschleiern solle. harmlosesten Legiti fostümierte franzöf mehr, auf die beq Schwarzwald betre Befestigungswerke t des Jagdsports Di Deffentlichkeit entzi hauptsächlich die B der französischen A deutungsvoll, daß der schweizerischen ften Aufmerksamkei zuge fönnte eine g jeinen vielfachen französische Armee hieraus das Heer Be Betr: Feldbe rechte Nadhitehend öffentlichen Kenn Gießen, de Großher Betr.: Wie of In der B 20. Januar 190 zu Heuchelheim bon den Flu nämlich: 1.6 Bute 2. 3 Bänd 3.2 Bänd 4.1 Heft 5.1 Heft 6. das Pro 7. das Obj zur Einsicht der Tagfahrt zu hiergegen findet f Donnerstag, d bon 11 bis 121 Henchelheim be unter dem Anfüg mit Ginwendunge find schriftlich ab in aftengröße( m Friedber Der Großher gez.: