Nr. 107. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., m's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhefftsche Familienzeitung( täglich) und die Gießener Geifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 7. Mai 1904. Gießener 13. Jahrgang. Jnsertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberheffen, die Kretse Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Bfg. Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Betreff: Freiwillige für den Dienst in SüdwestAfrifa. Bekanntmachung. Für den Dienst in Südwest- Afrika ist ein weiterer Bedarf an Mannschaften erforderlich geworden. Freiwillige der Reserve aller Waffengattungen, welche bereit sind, sich für ein Jahr zum Dienst dortselbst zu berpflichten, wollen sich bis spätestens 7. Mat behufs Vornahme einer ärztlichen Untersuchung auf dem Bezirkstommando, Seltersweg 55, persönlich anmelden. Auskunft über die Gebührnisse u. s. w. wird hier erteilt. Bezirkskommando Gießen. Betreff: Wie oben. Alsfeld, den 4. Mai 1904. Das Großh. Kreisamt Alsfeld an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Die vorstehende Bekanntmachung wollen Sie ortsüblich bekannt machen lassen. Dr. Melior. Der Krieg in Oftalien. Unsere Vermutung, daß die Japaner jetzt ernstlich gegen Port Arthur vorgehen würden, hat sich inzwischen schon bestätigt. Ihre Truppen bedrohen die Festung von der Landseite her, nachdem der neuliche Branderangriff der russischen Flotte einen unüberwindlichen Riegel vorgeschoben und sie zur Tatenlosigkeit im Hafen gezwungen hat. Aus Tokio liegt bereits die amtliche Meldung über die Landung der Japaner auf der Liautung- Halbinsel bor. Wenn auch naturgemäß der Ort der Landung und die Truppenstärke von der japanischen Heeresleitung vorläufig verschwiegen wird, so liegt doch bereits von privater Seite eine Nachricht vor, die Schlüsse auf die Bewegungen der Japaner zuläßt. Aus Tschifu wird gemeldet: Die Japaner begannen am 5. d. Mts. an der Ostküste der Halbinsel Liautung, gegenüber den Elliotinseln, Truppen zu landen. Eine Rekognoszierung zur See soll gezeigt haben, daß die Ostküste von Takushan gegen Süden hin Ende April von verhältnismäßig schwachen KavallerieAbteilungen bewacht war. Die Japaner führen also wirklich den Plan aus, den unser Mitarbeiter entwickelte. Die landenden Truppen gehören sicherlich zur dritten japanischen Armee unter General Nogi, die Port Arthur abschneidet und zugleich der von Takushan aus vorrückenden zweiten Armee unter General Oku als Aufnahmepunkt dient. Da auf der Straße nach Tatuschan vorgenommene Rekognoszierungen ergeben haben, daß nur schwache russische Kavallerieabteilungen dort standen, so steht dem schleunigen Anmarsch General Okus nichts im Wege. Daß man bei der russischen Heeresleitung überzeugt ist, Port Arthur nicht halten zu können, geht daraus hervor, daß man eine ganze Anzahl von schweren Geschüßen nach der Hauptverteidigungslinie Kaiping- Liautschang- Mukden bringen ließ. Auch der bisherige Oberbefehlshaber der Feftung, Admiral Alexejew, und der Großfürst Boris Wladimirowitsch haben die Stadt verlassen, um sich ins Hauptquartier nach Liautschang zu begeben. Höchstwahrscheinlich rechnet man auch in der russischen Heeresleitung mit dem Gedanken die Position in Fönghwanghtscheng räumen zu müssen, da die Stellung durch die verfolgender Truppen des Generals Kuroki in der Front und zugleich in der linken Flanke von Süden her durch die zweite Armee unitler Oku bedroht wird. Dieser Uebermacht gegenüber tönnen die Russen nicht ernstlich stand haften, troßdem ihnen alles daran liegen mußte, den Ort zu halten. FönghwanghHcheng ist wichtig als Knotenpunkt von drei Straßen, von Nordwesten aus Mukden und Liautschang, von Besten aus der Halbinsel Liautung über Hsinyen und von Südosten aus Korea. Von der Straße nach Hsinyen trennt sich später der Weg nach Takuschan an der Küste der Mandschurei ab, bon der nach Liautschang der Weg nach Niutschwang über Haitschöng. So bildet Fönghwanghtscheng den Schlüssel für Operationen, sowohl gegen das furchtbare weite Tal des Liaoho, in welchem die mandschurische Bahn von der Küste bes Golfs von Liautung von Niutschwang über Liautschang nach Mukden läuft, wie gegen den Kern der Halbinsel Biautung. Russen gegen Russen. Der russische Rückzug vom Jalu muß teilweise in eine topflose Flucht ausgeartet sein, wie das nachfolgende Telegramm Kurotis beweist, das aus Tokio vom 6. d. Mts. übermittelt wird: Während des russischen Rückzuges am Sonntag fam es zu einem blutigen Zusammenstoß zwischen zwei russischen Abteilungen. Nach der Aussage von Eingeborenen hielt eine 2000 Mann starke russische Infanterie- Abteilung, die einen Hügel bei Tengschanghong besetzt hatte, eine andere russische Infanterie- Abteilung von 200 Mann, die auf dem Rückzug vor den andringenden Inpanern begriffen war, für eine japanische Truppe und eröffnete das Feuer auf dieselbe. Die fleinere Abteilung erwiderte das Feuer. Dabei wurden 11 Mann getötet und 70 verwundet. Der russische Train geriet in völlige Unordnung. Die Ladungen wurden im Stich gelassen. Man sieht daraus, daß die Japaner trop mangelnder Kavallerie den Russen dicht auf den Fersen gewesen sein müssen, sonst wäre es nicht möglich gewesen, daß diese auf ihre eigenen fliehenden Leute feuerten. Auch ein weiterer Bericht Kurokis beweist, daß die japanische Verfolgung entgegen den anfänglichen Meldungen sehr hartnäckig war. Eine 14 Mann starke japanische Patrouille kam am 3. Mai nach Tengschanghong; sie wurde alsbald von einer russischen Patrouille angegriffen, die auf einem südlich des Dorfes gelegenen Hügel aufgestellt war. Die japanische Patrouille umging die Stussen und griff sie ihrerseits an. Nach einem erbitterten Handgemenge wurde der Feind in der Richtung auf Sönghwanghtscheng zurückgeworfen. Die Japaner verfolgten den Feind bis an den Strom zu einem drei Meilen südöstlich von Kaolimen gelegenen Punkte. Hier sahen sie, daß russische Schildwachen auf den Hügeln zu beiden Seiten der Straße standen, und, gaben die Verfolgung auf. Wie sehr der russische Rückzug einer Flucht glich, geht aus der Aussage eines russischen Offiziers hervor, der in die Hände der Japaner fiel. cur 5 oder 6 Bataione Infanterie und 2 Batterien hätten einen geordneten Rückzug ausführen können. Die übrigen Truppen seien in äußerster Verwirrung geflohen. Die Angaben über die Verluste in den Jalukämpfen sind noch immer nicht spezifiziert genug, um als authentisch gelten zu können. Daß sie sich nach Tausenden belaufen missen, steht außer allem Zweifel. Wenn man einige Zahlen über Verluste in Kriegen der Neuzeit zum Vergleiche heranzieht, ersieht man, wie blutig die Schlacht am Jalu gewesen jein muß. Bei Langensalza verloren die Hannoveraner 103 Offiziere und 1333 Mann, ihre Gegner 44 beziehungsweise 788. Bei Spichern hatten die Franzosen 320 Tote, 1660 Verwundete und 2100 Gefangene, die Preußen verloren 830 Tote und 4000 Verwundete. Bei Wörth verloren die Franzosen 8000 Tote und Verwundete und 33 Geschütze. Gravelotte kostete den Deutschen 899 Offiziere und 19 260 Mann, den Franzosen 600 Offiziere und 11 700 Mann. Sedan kostete den Deutschen 460 Offiziere und 8500 Mann. Die Kriegskasse der„ Petropawlowsk“. Wie die Petersburger Nowoje Wremja" von zuberlässigster Seite erfährt, ist eine vom New York Herald" gebrachte Meldung, mit der„ Petropawlowsk" seien gegen 12 Millionen in barem Gelde untergegangen, ganz unbegründet. Nach Erkundigungen in Port Arthur befanden sich in der Kasse des Panzerschiffes nicht über 60 000 Rubel. Die Politik. Bei der letzten Reichstagswahl wurde bekanntlich festgestellt, daß hier und da das Wahlgeheimnis beeinträchtigt wurde, indem von den Wahlvorstehern die Wahlkouverts in der Urne sorgfältig aufeinander geschichtet wurden. Bei der Auszählung konnte dann nach einer besonders geführten Liste über die Reihenfolge der Abstimmung festgestellt werden, wie jeder einzelne Wähler gestimmt hatte. Die Wahlprüfungskommission des Reichstags hat jeẞt prinzipiell entschieden, daß ein solches Verfahren eine Verlegung des Wahlgeheimnisses darstellt, die die Wahlhandlung in dem betreffenden Wahlbezirk ungültig macht. Neben Leutwein, der binnen kurzem ganz aus dem Kolonialdienst scheiden wird, tritt nun auch noch der leitende Kolonialbeamte zurück: Kolonialdirektor Dr. Stübel hat sein Entlassungsgesuch eingereicht. Die Gründe hierfür liegen in den jüngsten parlamentarischen Mißerfolgen des Kolonialdirektors und in dem Umstande, daß die Entsendung des Generalleutnants v. Trotha nach Südwestafrika gegen den Rat des Kolonialdirektors erfolgte. Generalleutnant b. Trotha wird die Ausreise nach der Kolonie am 20. Mai von Hamburg aus antreten. Oberst Dürr hat einen vom 10. Mai ab geltenden Vorurlaub von 45 Tagen erhalten. Am 11. Mai ist er zur Audienz beim Kaiser befohlen. Die zweite sächsische Kammer hat jetzt die Vorlage über die Regelung des sächsischen Gemeindesteuerwesens verworfen und die Vorlegung eines neuen Entwurfs gefordert. Für diesen hat die Kammer folgende Forderungen aufgestellt: Er soll nicht, wie der abgelehnte, die zwangsweise Einführung einer Gewerbesteuer enthalten, dagegen Bodenwert- Zuwachs- und Besizwechselabgaben. Ebenso soll er eine obligatorische Grundsteuer vorsehen und das Einkommen als das Hauptobjekt der Besteuerung betrachten. Die Regierung sagte die Vorlegung eines neuen Entwurfs zu mit dem Bemerken, daß sie bei dessen Ausarbeitung die Wünsche der Kammer als„ schätzbares Material" betrachten werde. * ** Hof und Gesellschaft. Zur Feier des 22. Geburtstages des deutschen Kronprinzen war die Kaiserin in Potsdam eingetrof fen, wo sie der Kronprinz vom Bahnhof abholte. Die hohe Frau bestieg den Wagen ihres Sohnes und machte mit diesem zunächst eine Spazierfahrt durch Potsdam, das aus Anlaß des Geburtstages des Kronprinzen feierlichen Schmuck angelegt hatte. Gegen 24 Uhr nahm die Kaiserin an dem Geburtstagsdiner im Kabinettshause teil. Deutfcher Reichstag. ( 85. Sigung.) CB. Berlin, 6. Mai. Nachdem die Kanalvorlage für mehrere Tage dem preußischen Abgeordnetenhause einen Vorsprung in der Gunst des Publikums gebracht hatte, trat heute wieder der Reichstag in die Stellung des Favoriten ein. Auf der Tagesordnung stand die aus den Debatten über den Fall Hüssener geborene Resolution betreffend die Aenderung des Militärstrafgesetzbuches, in der um Herabsetzung der Mindeststrafen für Verfehlungen Untergebener gegen Vorgesetzte ersucht wird. Der Staatssekretär des Reichsmarincamts v. Tirpitz wandte sich gegen den Antrag im Interesse der Disziplin und gab damit das Thema für die folgende Diskussion an, die zeitweise einen erregten rafter annahm. Die Disziplin will keine Partei antasten, und die Soldatenmißhandlungen wollen alle Parteien befämpfen; es hätte also eigentlich die schönste Harmonie herrschen können, aber die Geister platten wieder einmal heftig auf einander, weil die einen zur Zeit den Schutz der Ordnung, die anderen die Verhütung von Mißständen für wichtiger halten. Herr v. Normann stimmte namens der Konservativen dem Staatssekretär darin bei, daß die Resolution die Disziplin gefährde, die Reichspartei ließ durch Herrn v. Kardorff verkünden, daß sie angesichts der Bedenken der Regierung die Verantwortung für eine Aendeung des Gesetzes nicht übernehmen könne. Die Linke und das Zentrum hingegen traten entschieden für die Resolution ein; denn sie bekennen sich zu dem vom Abg. Dr. Spahn lehr energisch betonten Sage: Höher als die Disziplin steht die Gerechtigkeit! Rechts und links und namentlich in der Mitte wurde von anfang an hißig gestritten, aber die Temperatur steigerte sich zum Höhepunkt, während einer Nede des bayerischen Militärbevollmächtigten Generalleutnants von Endres, der heute zwar auch einige hübsche Bemerkungen machte, aber im ganzen nicht so glücklich sprach, wie sonst. Er nannte den Offizier den Anwalt der Soldaten und drückte sich des weiteren so aus, als hätte der Reichstag eigentlich fein Recht, an der Verwaltung des Heeres Kritik zu üben. Das erweckte lebhaften Widerspruch, aber ein wahrer Sturm brach los, als er von Verleumdungen sprach, denen der Offiziersstand hier ausgesezt sei. Und da geschah etwas, was noch nicht dagewesen ist. Präsident Graf Ballestrem erteilte ihm in aller Form eine Rüge:„ Herr Bevollmächtigter zum Bundesrat! Sie dürfen in diesem Hause nicht sagen, daß Mitglieder des Hauses Verleumdungen aussprechen. Das verstößt gegen die Ordnung des Hauses." In umschrei bender Form sind Regierungsvertreter schon öfter auf die Unzulässigkeit einzelner Aeußerungen aufmerksam gemacht worden. Hier machte zum erstenmal der Reichstagspräſident von seiner Diszplinarbefugnis ohne alle Umschweife einem Bundesratsmitgliede gegenüber Gebrauch. Graf Ballestrem hat damit einen Präzedenzfall geschaffen. Die Resolution fand schließlich gegen die Stimmen der Rechten Annahme. Danach wandte sich das Haus der Beratung von Petitionen zu, und über allen Wipfeln herrschte wieder Ruhe. Preufsifcher Landtag. Hans der Abgeordneten. ( 68. Sigung.) RK Berlin, 6. Mai. Immer flauer war die Kanaldebatte geworden, und es war wirklich höchste Zeit, daß die Vorlage heute endlich der Kommission überwiesen wurde, die die anderen wasserwirtschaftlichen Vorlagen zu beraten hat. Die Nationalliberalen bestritten die Kosten der Debatte fast allein. Dann kam die Dreimillionen vorlage für die Eisenbahner zir Erörterung. Offiziell heißt die Vorlage Nachtragsetat zur Unterſtüßung der Kranken- Zuschußkassen der innerhalb der Eisenbahn- Direktionsbezirke unter Beteiligung von Beamten und Arbeitern aller Dienstgruppen gebildeten Vereine der Eisenbahnverwaltung." Ein etwas langer Titel, hinter dem sich eine sozialpolitisch höchst dankenswerte Maßregel verbirgt. Abgesehen von den Vertretern der beiden freisinnigen Parteien, die in der Vorlage einen politischen Sonderzweck ver. muteten, traten sämtliche Redner für die Vorlage ein, die fchmeckte ihn nicht recht ftilgemäß. Im Hauptzimmer trant es ebenfalls Gewiffensbiffe. eine Gruppe wohlbeleibter älterer Herren Seft in erheblichen Jeßt fühlte er sich zu Hause und unermeßFlasche kommen und trant fie ohne merkliche ließ eine hat diesem unerhörten Getränk zu Massen.Gotthold fühlte eine geheime Noterſuch er mißgönnte er es ihr denn, daß fte Eifersucht? Helene war bei seiner Frage offenbar sehr verlegen ge Mar das etwas anderes als der gemeine, niedrige Neid der hatte, vielmehr noch liebte? War das etwa eine anständige So fab er sie zum erstenmar der Heiligenschein Er begriff sich selbst nicht und schämte sich sehr Machte er ſelbſt denn etwa Ansprüche fenen Mann geliebt Eitelkeit? morden. Macht kleinlaut und bescheidentlich, Wenn man's nur richtig brauchen tut, Ein Wörtlein zähmt jeben Uebermut, Das Wort:„ Es geht auch ohne dich!" und das Afford zusammen und verschwanden in der Lautlosigkeit des leise Pfeifen des enterbten Menschen flossen in einem düsteren Waldes. Es ist noch zu früh. Gehen wir? fragte Unverzagt. lnberagat jeufzte auf und fing an zu husten. a n 44 DANNECRESTE Б 23 h b n la ih бе e δε ge Ei m A1 b. nä Ei bas Sd str br me ben Dei 8e rhe ita den fön wei δας ihr frü wer neh Uni Gro Abc liche offe an die Budgetkommission verwiesen wurde. Den Schluß bildete die Beratung einiger rein lokaler Vorlagen kommunalpolitischen Charakters, die glatt und fast ohne Debatte angenommen wurden. Nab und Fern. Die Gröffnung des deutschen Hauses auf der Ausstellung von St. Louis ist gestern unter Teilnahme einer großen Anzahl geladener Gäste, unter denen Prinz Hohenlohe und Begleitung, der chinesische Prinz Pu- Lung und Präsident Francis waren, erfolgt. Es war das erste Gebäude eines fremden Staates, das seiner Bestimmung übergeben wurde. Auf alle Gäste machte die künstlerische Nachahmung des Charlottenburger Schlosses großen Eindruck. Der Elektrovigor. In Berlin wurde der Vertreter Wegener der Elektrovigor- Heilgürtel- Gesellschaft verhaftet. Ihm war im Vorjahre auf Grund ärztlicher Gutachten der Berkauf des Heilgürtels verboten worden, da dieser keinerlei Wirkungen habe, sondern Schwindel sei. Trotzdem setzte er das Geschäft, das ihm große Einnahmen brachte, fort, bis ihn jetzt die Nemesis ereilte. Explosionskatastrophe. Auf der in Zaborze belegenen Koksanstalt Poremba brannte infolge einer Explosion ein Lagerhaus aus. Bei der Explosion sind zwei Personen tödlich und eine dritte schwer verunglückt. Ginen furchtbaren Muttermord beging ein Mädchen zu Aelst in Belgien. Sie erwürgte mit Hilfe ihres Geliebten ihre Mutter und schnitt die Leiche in Stücke. Der Grund zu der grausigen Tat war, daß ihre Mutter die Heirat nicht zugeben wollte. A Ein Kinderhilfstag wurde in Kopenhagen gestern abgehalten. In allen Restaurationen, Kaffeehäusern, öffentlichen Lokalen wurden Sammlungen zu gunsten der Wohltätigkeitsvereine, die sich armer, franker Kinder annehmen, veranstaltet. 30 Lokalkomitees hatten sich gebildet und eine umfassende Agitation in Szene gesetzt. Teils auf den Straßen, teils in den Lokalen waren 15 000 Sparbüchsen, die eine Kopenhagener Firma dem Komitee geschenkt hat, angebracht. Die großen Geschäftshäuser hatten 10 Prozent ihrer Einnahmen zur Verfügung gestellt. Auch auf den Straßen- und Eisenbahnen wurden Sammlungen vorgenommen, und Damen aus der besten Gesellschaft nahmen in den Hauptstraßen Spenden von den Vorübergehenden an. Die Resultate waren sehr günstig. Man wird fünftig diesen Versuch wiederholen und einen Tag in jedem Jahre den armen Kindern widmen. Minifter Nafis flucht. Rom, 5. Mai. Weit davon ist gut vorm Schuß. Herr Nasi, dieser brabste aller braven Unterrichtsminister des jungen Königreichs Stalien, hat sich um die Rechenschaftslegung für seine skandalöse Verwendung von Staatsgeldern herum gedrückt: All seinen Betrügereien setzte er die Krone auf, indem er kurz vor der Kammerverhandlung über den Antrag des Staatsanwalts wegen eines gerichtlichen Einschreitens gegen Nasi und Konsorten den Staub der ewigen Stadt von den Füßen schüttelte. Es ist ein Skandal, daß die Polizei Nasi hat entwischen lassen, ein Skandal, noch ärger als jener andere, der eben erst in der Sache passiert ist: Die löbliche römische Polizei, ja die Polizei ganz Italiens suchte nämlich seit Wochen nach dem Hauptmitschuldigen Nasis, seinem früheren Unterstaatssekretär Lombardo. Der saß inzwischen ganz gemächlich in der Siebenhügelstadt im Hause eines Freundes, empfing täglich Besuche seiner übrigen Freunde und einer ganzen Anzahl Deputierter und beschäftigte sich im übrigen damit, sich den Bart wachsen zu lassen. Als das geschehen war, verließ er ungeniert das Haus, wandelte zum Bahnhof und sagte der Stadt der Römer Lebewohl. Wo er jekt steckt, weiß niemand. Niemand weiß auch, wo Nasi steckt. Daß er„ verduftete", fann man begreifen. Ein Blick in den Kommissionsbericht über die Nasiaffäre, der jetzt der Deputiertenkammer zugegangen ist, genügt, um Nasis Flucht vor der Kammerdebatte über seine Ministertaten zu erklären. In dem Bericht sind nur erwiesene Tatsachen angeführt; was aber angeführt ist, genügt, um Nasi als einen der skrupellosesten Defraudanten zu brandmarken, die jemals gelebt haben. Wie ein Rabe stahl dieser Minister! Und trotz der FeststelJungen dieses Berichts hielt die Regierung es nicht für geboten, den Erzgauner bewachen zu lassen, um ihn am Entweichen zu hindern. Man sagt, er sollte fliehen. Die Regierung habe ihm geradeswegs zur Flucht verholfen. Warum? Damit der Prozeß gegen ihn in contumaciam geführt und so weniger umfangreich und weniger kompromittierend werde! Wie Nasi gewirtschaftet hat, wie er seine Kreaturen mit den zu Unterrichtszwecken bewilligten Geldern gespickt hat, das ist hinlänglich bekannt. Eine tolle Geschichte aber kommt zum erstenmal durch den Kommissionsbericht an die Deffentlichkeit. Eines Tages erließ Herr Nasi als Unterrichtsminister eine Verfügung, wonach fortan der Titel eines Schuldirektors" von jedem Lehrer auf Grund seiner Zeugnisse und einer Prüfung erworben werden könnte. Sein Unterstaatssekretär machte diese Verfügung für seine und des Ministers Tasche fruchtbringend: Er erließ eine zweite Verfügung, in der er erklärte, die Prüfung sei nicht nötig, jeder Lehrer könne allein auf Grund seiner Zeugnisse Schuldirektor" werden, wenn er mit den Zeugnissen 10 Lire Schreibgebühren" an das Ministerium sende. Titelsucht ist auch in Italien etwas alltägliches: Im Handumdrehen hatten 1500 Lehrer die 10 Lire samt ihren Zeugnissen eingesandt und warteten nun der Dinge, die da kommen sollten. Aber siehe da, es kam nichts. Und eines Tages dankte Nasi ab, sein Nachfolger aber erflärte die Schuldirektorverfügung" für ungesetzlich und hob sie auf. Natürlich kamen die 1500 und wollten wenigstens ihr Geld zurück haben. Aber das war über alle Berge: Herr Nasi hatte sich die 15 000 Lire mit seinem ingeniösen Unterstatssekretär brüderlich geteilt. Jetzt wollen die Lehrer die gegenwärtige Regierung verklagen, und sie wird am Ende wohl zahlen müssen! Nasi und Lombardo, dieses edle Brüderpaar, sißen inzwischen irgendwo in einem sicheren Malepartus und lachen sich ins Fäustchen. Denn einstweilen kann ihnen keiner etwas anhaben. Und später, wenn Gras über die Sache gewachsen ist, werden sie in der Heimat ruhig wieder auftauchen! Und es wird bald Gras über die Sache wachsen. In Italien ist man in solchen Dingen nicht ängstlich und prüde... Lokales. 7. Mai 1904. Für die neue Wahlrechtsvorlage findet nach dem„ Mainzer Journal" die entscheidende Sigung des Gesetzgebungsausschusses der 2. Kammer, in der über die Neueinteilung der Wahlkreise beschlossen wird, nächsten Mittwoch, vormittags 9 Uhr statt. Sollte auch hierüber eine Einigung zustande kommen, so wird die Kammer im Juni zu einer besondern Tagung zusammentreten, um die Wahlrechtsvorlage zu verabschieden. ** Außer dem Rechtsanwalt Windecker wird nunmehr auch Dekonom erat Schlente, Präsident des landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen und Direktor der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft als Kandidat für den erledigten Landtagssitz des 2. Oberh. Wahlbezirks genannt. = Freiwillige für Südwest afrika. Bei den einzelnen Kompagnien unseres Gießener Regiments wurde gestern befannt gegeben, daß Freiwillige nach Südwestafrika angenommen werden. Auch seitens des Bezirkskommandos werden die in aktiven Mannschaften aufgefordert, als Freiwillige einzutreten. L. V. Im Hotel„ Zum Prinzen Karl" zu Gießen tagte am Donnerstag der Ausschuß des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen. Der Sigung wohnten als Vertreter der Großherzoglichen Staatsregierung, Herr Ministerialrat Braun, und des Hessischen Landwirtschaftsrates, Herr Generalsekretär Dr. Müller, bei. Nach Erledigung einiger geschäftlicher Angelegenheiten wurde als Hauptgegenstand der Tagesordnung der Voranschlag für 1905 beraten. Derselbe balanciert in Einnahme und Ausgabe in Höhe von rund 141 000 Mart. Hierin befindet sich der Staatszuschuß von ca. 90000 Mart. Auf die einzelnen Zweige der Landwirtschaft entfallen hiervon: für Förderung der Rindviehzucht 79850 Mart, " " " " " " " " " " " " 11 Schweinezucht Ziegenzucht Geflügelzucht . 2880 " 2640 " 1 1600 " 3440 " des Obst- und Gemüsebaues Unterhaltung einer Molkereischule.. 8000 Förderung sonstiger Zweige der Landwirtschaft 2678 " Ebenfalls wurden in der Sigung die Voranschläge der 4 Jungvich- und Fohlenweiden genehmigt. Die Stelle eines Zuchtverwalters wurde Herrn Kontrollassistenten Magnus aus Wollerup auf Alsen übertragen. Derfelbe wird vom 1. Juni die Funktion als Zuchtverwalter übernehmen. Genehmigt wurde weiterhin die Durchführung eines Imports von Zuchtschweinen aus dem Ammerland in Oldenburg für Mitglieder der Schweine zuchtvereine. Auf Antrag des Zucht hofinhabers, Herrn W. Kunkel zu Eschenrod, wurde derselbe von seiner Verpflichtung, den seither bestehenden Zuchthof weiterhin zu unterhalten, entbunden. A Der Verein der 50er in Gießen zählt, wie wir hören, in diesem Jahre ca. 40 Mitglieder. Jeden 2. Montag im Monat finden zur Zeit gemütliche Zusammenfünfte statt. Im August soll ein Ball im Philosophenwald abgehalten werden, außerdem ist eine Wagenfahrt geplant. ===Am vorigen Sonntag fand in Gießen die definitive Gründung des Oberhessischen Fleischbeschauerbundes unter Vorsiz des Bundespräsidenten, Herrn Wilhelm Fatum zu Wohnbach und im Beisein des gireftors Herrn Dr. Liebe Gießen statt. A Unglücksfall. In den Steinbrüchen der preußisch- hessischen Basaltwerke bei Londorf sind gestern durch Rutschen einer Felswand 5 Mann verschüttet worden. Einer ist lebensgefährlich verletzt, die anderen dürften mit leichteren Wunden davongekommen sein. Zwei Aerzte waren schnell zur Stelle. * ** Der vom Evang. Arbeiterverein zu Gießen am Himmelfahrtstage geplante Ausflug nach Dueckborn zur Besichtigung des dortigen Wasserwerkes muß wegen Verhinderung des Herrn Direktor Bergen bis auf weiteres verschoben werden. Herr kommerzienrat Heyligenstädt in Gießen hat dem Evang. Arbeiterverein in Gießen für die Sterbefasse 500 Mt., für die Krankenunterstüßungstaffe 500 Mr., sowie für den gemischten Chor des Vereins 100 Mt. gestiftet. Schon seit der Gründung ist er Borstandsmitglied des Vereins und außerdem Vorsitzender des Aufsichtsrats. Letteres Amt hat er fürzlich infolge Arbeitsüberhäufung niedergelegt. Er wurde unter Anerkennung seiner ersprießlichen Verdienste zum Ehrenmitglied des Vorstandes ernannt und ihm aus diesem Anlaß eine Ehrenurtunde überreicht. ** Lahntanalisation. Die wasserwirtschaftliche Vorlage, welche soeben dem preußischen Landtage seitens der Staatsregierung zur Beschlußfassung übergeben worden ist, hat wiederum die schon so lange vernachlässigte Schiffahrt auf der Lahn unberücksichtigt gelassen. Die Gemeinden und Kreise des vormaligen Herzogtums Nassau und der Wetlarer Gegend verdanken nun zum großen Teil das Aufblühen ihrer Jahrhunderte alten Berg- und Hüttenindustrie, ihrer Landwirtschaft, sowie überhaupt ihres ganzen gewerblichen Lebens der um die Mitte des vorigen Jahrhunderts von den Regierungen in Nassau, Preußen und im Großherzogtum Hessen mit einem bedeutenden Kapitalaufwande Die preußische gemeinsam eingerichteten Lahnschiffahrt. Staatsregierung hat bei der Einverleibung des vormaligen Herzogtums Nassau die Verpflichtung übernommen, diese ihr übergebenen Schiffahrtseinrichtungen den Zeitverhältnissen entsprechend weiter auszubilden. Sie hat diese Verpflichtung indessen bisher noch nicht erfüllt und der Lahnkanalverein, der seinen Sig in Limburg hat, hat jetzt einen Antrag um Aufnahme der Lahnkanalisation in die wasserwirtschaftliche Vorlage eingereicht. Derselbe lautet: Wir richten an das Hohe Haus der Abgeordneten die Bitte, die wasserwirtschaftliche Vorlage nur genehmigen zu wollen, wenn sie in der folgenden Weise ergänzt wird: " Für die Lahnschiffahrt von der Mündung bis zur preußisch- hessischen Grenze bei Gießen wird ein Betrag bis zu höchstens 15 Millionen Mart aufgewendet und die Schiffahrtsanlagen nach einem von dem Herrn Minister der öffentl. Arbeiten zu genehmigenden Plane für Schiffe von 1,6 bis 2,0 m Tiefgang binnen 5 Jahren nach Verabschiedung dieses Gesetzes ausgebaut." Es werden Eisenerze, Roheisen, Basalte, Kaltsteine, Bement, Quarzite, künstliche Dünger, landwirtschaftliche Produkte aller Art, Bau- und Brennholz, Kots, Stein- und Braunkohlen, allerhand Bausteine und andere Produtte in so großen Mengen in dem Gebirgstale zu beiden Seiten der Lahn, sowie in den nächstliegenden Seitentälern gewonnen bezw. bezogen, daß sich eine Frachtmenge von mindestens 1,5 Millionen Tonnen für den Anfang auf der Lahn erwarten läßt. Nach einigen Betriebsjahren und besserer Entwickelung der Schiffahrt werden dann die Zinsen des aufgewendeten Bautapitals mit Sicherheit in den Schiffahrtsabgaben ihre volle Deckung finden. Das in den vor 50 Jahren erbauten Schiffahrtsanlagen wenig nußbar daliegende Kapital würde dann wieder der Volkswirtschaft besser dienlich gemacht werden. Eingehende Berechnungen und statistische Ermittelungen sind der Staatsregierung in mehreren Denkschriften zur Kenntnis gebracht worden und sollen auch noch weiter bei dem Fortschreiten der Berhandlungen vorgelegt werden. Insbesondere werden wir auch den Nachweis erbringen, daß der nassauische Erzbergbau ein nachhaltiger und entwicklungsfähiger ist. * Christian Busch's gesunder Humor und seine Gabe, schnell eine Situation zu erfassen, waren es, wie man uns schreibt, besonders, die ihn seinen zahlreichen Freunden lieb und wert machten. Eine treffliche Illustration hierzu liefert die nachstehende Episode, welche Busch vor Jahren mit seinem ihm im Tode vorangegangenen Freunde Ferdinand Windecker hatte. Beide hatten sich im Sommer am Morgen gegen 24 Uhr an der Ecke der Kaplansgasse, am früher Wieseckschen Hause getroffen und plaud rien. Da ertönte im Hause plößlich das Gerappel einer Weckeruhr. Busch war nicht einen Moment im Zweifel, was dies zu bedeuten habe, und mit drohend erhobenem Finger, den Schalt im Gesicht, wandte er sich an seinen Freund mit den Worten: Ferdinand, Ferdinand, ich kenne Jemand, der hat sich den Wecker gestellt, um heute auf die Jagd zu gehen und ist jetzt noch nicht einmal zu Hause." Ueberlegen meinte aber jener: Christian, Du irrst, es ist die Nachbarin, die will heute früh aufstehen und waschen." Aber Busch machte ein ungläubiges Gesicht und zog von dannen, und er hatte wohl recht, der Ausrede nicht zu trauen, denn es hat tatsächlich, wie unser Gewährsmann uns versichert, der sich am Tage darauf damals eingehend erkundigt hat, niemand der Frauen dort Wäsche gehalten. Von der Lahn, 6. Mai. Nachdem sich in Obernhof bei Nassau Winzer aus der Moselgegend niedergelassen haben, um hier die Mosel- Riesling- Rebe zu fultivieren, und die Staatsbehörde eine Weinberg- Musteranlage_geschaffen hat, nimmt der Weinbau an der Lahn an Ausdehnung zu. R. Grünberg, 6. Mai. Bei der heutigen fiskalischen Grasversteigerung wurden zwar gute Preise erzielt, doch an frühere Jahre reicht es nicht. Von den 41 Losen wurden durchschnittlich etwa 14 bis 15 Mark erzielt. Nr. 1 allerdings 45 Mt. 1866 und einige Jahre lang kam dieses Los auf 49, 51 und mehr Gulden. Geschäftliches. Die moderne Reformbewegung zugunsten einer förperliche Gesundheit und Wohlbefinden fördernden Bekleidungsweise hat auch einen Reform stiefel( Flechtstiefel nach System Dr. Lahmann) in weiteren Kreisen befannt werden lassen, der bereits seit Jahren in Heilanstalten bei franken und empfindlichen Füßen mit bestem Erfolg angewandt wurde. Seit einiger Zeit wird nun diese beliebte und zweckdienliche Fußbekleidung allenthalben eingeführt, und verweisen wir auf ein diesbezügliches Inserat in vorliegender Nummer von der Firma Wilh. Herbert, Gießen, Marktplatz 2. Eine richtige Diät, geeignete Nahrungsmittel und Getränke bilden die Hauptfaktoren bei jedem Genesungsprozeß. Das Köstrißer Schwarzbier wird von allen ärztlichen Autoritäten als ein vorzügliches diätisches Heilmittel empfohlen, welchem unzählige Sieche und Kranke Stärkung und Heilung verdanken. Es stärkt die Magentätigkeit und ist selbst ein leicht verdauliches und in hohem Grade blutbildendes Nahrungsmittel. Im Gegensatz zu den stark alkoholreichen Bieren, welche eine übermäßig stimulierende Wirkung auf die Herstätigkeit ausüben, besißt das Köftrißer Smwarzbier einen sehr hohen Gehalt von Extrastoffen, wie er nur bei wenigen Gesundheitsbieren zu finden ist. Auf allen großen Ausstellungen hat das Köstritzer Schwarzbier erste Preise erhalten und ist sein Ruf weit über den Ozean gedrungen. Wegen des Bezuges verweisen wir auf den Inseratenteil dieser Zeitung. Marktberichte. sb. Gießen, 7. Mai Auf dem heutigen Wochenmarlt fosteten Butter per Pfd. 1.00-1.10 mt., Hühnereter per Stück 5-6 Pfg., Enteneter St. 7 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen der Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Lauben per Baar 1. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.30-1.40, Hahnen, per Stitd 0.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse per 65-70 fa., Ochsenfleisch per Pfd. 70-80 fg., Rindfleisch fletsch gesalzen per funb 0.76 Bf., Kalbfleisch per Pfd. 62-74 per Pfb. 62-68 Bfg. Schweinefleisch per Bfb. 60-72 Big. SchweinePfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-74 Bfg.. Kartoffeln pro 100 kilo 6.00 Mr., Zwiebeln per 3t. t. 7.00-10.00, Aepfel per Centner 20-25 Mr. Milch per Liter 18 Pfa. Dauer der Marktzeit Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhanpt von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Gegenstände des nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Verantwortlich: für den politischen, vermisaten und unterhaltenden Teil Albin Klein; für den lokalen Teil Karl Klose. ich errich beste Gi R Geor empfeh Scher Scher Schere Bevor Sie ein Geschäft anfangen XX XX verlangen Sie von uns Offerte. ung bis zur ein Betrag det und die Minister der Schiffe von Serabjahiedung enerze, Roh fiche Dünger, Brennholz, Bausteine und Gebirgstale adftliegenden eine Fracht für den An gen Betriebswerden dann Sicherheit in Den. Das in it wenig nut er Volkswirt ende Berech aatsregierung worden und Der Berhand en wir auch zbergbau ein umor und waren es, wie en zahlreichen e Juftration e Bush bor enen Freunde atten sich im der Ede der getroffen und Das Berappel nt im Zweifel, nd erhobenem fidh an feinen nd, ich fenne heute auf die zu Hause." irrft, es ist and waschen." und zog von rede nicht zu Bewährsmann als eingehend he gehalten. in Obernhof niedergelassen u fultivieren, eranlage ge hn an Ausutigen fista Breise erzielt, den 41 Losen erzielt. Nr. 1 ng kam dieses 9 zugunsten 1 fördernden fel( Flecht Areifen be Heilanstalten m Erfolg andiese beliebte n eingeführt, ferat in vorert, Gießen, ittel und Genefungsprozeß. ztlichen Autotel empfohlen, und Heilung ift felbft ein ildendes Nahalfoholreichen Wirkung auf r Smwarzbier bie er nur bei allen großen rfte Preise ern gedrungen. Inferatenteil änje per Bfb. " Geschäfts- Empfehlung. Bringe hiesigem und auswärtigem Publikum zur gefl. Kenntnis, dass ich unterm heutigen am hiesigen Platze eine Kunst- und Bauschlosserei errichtet habe. Indem ich mich in allen in dieses Fach einschlagenden Arbeiten bestens empfohlen halte, bitte ich um geneigten Zuspruch. Giessen, Wieseckerweg 26. Neuheiten in Karl Wilke. Strohhüten für Herren, Knaben und Kinder. Sommermützen in weiss and farbig. Grösste Auswahl, billigste Preise. Rudolf Richter, Hutmachermstr. Marktstr. 26. Reparaturen gut und billig, Erstklassige Fahrräder Mk. 80 Spezialität: Wartburg- Fahrrad anerkannt beste deutsche Marke. 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