tr. 79. Wonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., Saus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. tiobettagen: Oberheffifche Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Bas Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Dienstag, den 5. April 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz heffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10.Pfg. sonft 15 Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg Fernsprechanschluß Nr. 362. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weylar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Heimatfchutz. CB. In Dresden war soeben ein Kongreß von GeschichtsForschern, Nationalökonomen und Künstlern versammelt, m die schöne deutsche Heimat gegen den nivellierenden Charakter der Industrietätigkeit und der modernen StilLosigkeit zu schützen. Nach längeren Beratungen hat sich diese Versammlung als Bund für Heimatschutz konstituiert und in verschiedene Ausschüsse gegliedert, um folgende Aufgabe zu lösen: 1. Denkmalpflege, 2. Pflege der überlieferten Baumeise, 3. Schutz der Landschaften, einschließlich der Ruinen, 4. Rettung der einheimischen Pflanzen- und Tierwelt, 5. Erhaltung der Volksfeste und der Volkskunst und 6. Erhaltung Der Sitten und Gebräuche nebst Trachten. Zum VorsitzenDen des Bundes wurde der bekannte Professor SchultzeNaumburg gewählt, ein ganz hervorragender Künstler und Entwurfzeichner für die Kunsttischlerei. So sehr man mit den Bestrebungen sympathisieren muß, So wird man doch nicht bestreiten können, daß die Aussichten auf Erhaltung alter Volkssitten und alter Volkstrachten außer ordentlich gering sind. Die alte Volkskleidungsart, bei der ein Gewand eine ganze Generation aushielt, ist im Absterben begriffen und vollständig durch die moderne KleiDermode verdrängt. Wenn man in den Verkehrszentren die Fracht einer Spreewälderin oder eines Hessenmädchens sieht, so weiß man ganz genau, daß dieses Kleid nur noch als Uniform dient und ein Dienstverhältnis kennzeichnet. Die Tracht der Markgräflerinnen und der Elsässerinnen mit ihren Kleidsamen Schleifen findet man fast nur noch bei Kellnerinnen in öffentlichen Lokalen besserer Art. Die LandesMännertracht aber verschwindet ganz aus zweierlei Gründen. Der vom Militär entlassene Bauernsohn bringt als Reservist einen modern gehaltenen Zivilanzug mit nadj Hause, und selbst wenn er die alte Bauerntracht weiterführen wollte, so würde ihm das erheblich dadurch erschwert, Daß die Tuch fabrikation sich mit den schweren, teueren und fwer verkäuflichen Stoffen fast gar nicht mehr befaßt. Es wird also eine außerordentlich undankbare Aufgabe sein, den unaufhaltsamen Zug des modernen Geschmackes in Kleidung and Volksfesten entgegen zu steuern. Auch der moderne Mensch schwimmt mit dem Strome. Einzelne Volksfests, die noch einen besonderen Charakter haben, wie in der Pfalz das Abliefern eines Osterhammels, in einzelnen Weingegeniden die Lieferung des Pfingstochsen, das Münchener Oktober. fest, der Frankfurter Nickel chestag, das Hambacher Zest wer den sich auf lange Zeit noch behaupten, aber nur deshalb, weil sie von der einheimischen Bevölkerung zur Anloung eines großen Fremdenverkehrs gewissermaßen industrialisiert worden sind. Es mag eine brutale Wahrheit sein, aber eine Wahrheit ist es trotzdem, daß derartige Volksfeste nur auf der Basis einer gewinnbringenden Spekulation aufrecht erhalten werden können. Wir sind also der Ansicht, daß auf diesem Gebiete der neue Heimatschutzbund sehr wenig Erfolge haben mird Um so notwendiger aber erscheint uns die Pflege der baitWichen und monumentalen Eigentümlichkeiten einer Gegend, und das dürfte wohl auch das Hauptwirkungsfeld des neuen Bereins sein. Wodurch unterscheidet sich denn eigentlich eine moderne Stadt von einer alten? Man stelle einmal eine Straße von Charlottenburg und von Nürnberg zusammen, fo wird man sofort die charakteristischen Unterschiede erHemen. Die Straße in Charlottenburg hat die verschiedenoortig sten Baustile aufzuweisen und alle in einer schulmäßigen orrektheit, eine Altnürnberger Straße aber ist das vollHommmene Bild einer idealen Stileinheit. Hier muß die ReForm einsetzen. Besonders notwendig erscheint es uns, daß Die alten Baudenkmäler und Ruinen gegen eine Verzerrung Durch Rekonstruktionen nach der Phantasie einzelner, wenngleich hervorragender Baufünstler geschützt werden. Der Herero- Aufstand. In Hamburg trafen die ersten Flüchtlinge aus Südestafrika ein. Auf dem Dampfer Alexandra Woermann" hatten sich Frau von Falkenhausen mit ihrem vierjährigen Knaben, Frau Pilet und Fräulein Domsti ringeschifft, die, wie schon berichtet, durch den Herero- Aufund ihrer männlichen Angehörigen beraubt wurden und selbst nur mit Mühe das nackte Leben retteten. Frau von Balfenhausen, deren erst 27jähriger Gatte auf seiner Farm bi Sceis von Hereros ermordet wurde, wurde auch untergs noch von einer schweren Prüfung heimgesucht. Von hren beiden Kindern starb ihr eins, ein 2½jähriges Mädchen, hrend der Ueberfahrt, es wurde in Duallah begraben. Die arme Frau, die sich in gesegneten Umständen befindet, murde von ihrer Mutter am Hafen erwartet.. Tags darauf kamen auf der„ Lucie Woermann" ebenfalls eine Frau und zwei Kinder von ermordeten Ansiedlern Südwestafrika an. An Bord der„ Lucie Woermann" beand sich ferner der frühere Kommandant S. M. S. HaBit, Storvettenkapitän Gude wi II, dem bei der Ankunft der ihm vom Kaiser verliehene Rote Adlerorden 4. Klasse mit Schwertern überreicht wurde. Für Deutsch- Südwestafrika sucht die Regierung jetzt auch eine größere Anzahl Handwerker, besonders Schmiede, Stellmacher, Klempner und Sattler. In den MilitärwerkTätten in Spandau wurde Umfrage nach Bewerbern gehalten. Es meldeten sich ungefähr 100 Mann, die alsbald auf ihre Tropendienstfähigkeit untersucht wurden. Sie müssen sich auf zwei Jahre verpflichten. Ihre Aufgabe ist es, während des Feldzuges die Fahrzeuge und andere militärische Ausrüstungsgegenstände in stand zu sehen. Die Verheirateten müssen die schriftliche Einwilligung ihrer Ehefrau beibringen. Jeder erhält eine Löhnung von 10 mt. täglich, wovon 2 Mark für die Verpflegung in der Kolonie abgezogen werden. Bei Verheirateten wird von dem Betrage noch die Versorgung der zurückbleibenden Familie sichergestellt. Mit dem dieser Tage von Hamburg nach Deutsch- Südwestafrifa in See gegangenen Dampfer„ Helene Woermann" haben sich 250 taliener eingeschifft, die als Lohnarbeiter für die nach den Otavi- Minen in Deutsch- Südwestafrika führende, im Bau begriffene Eisenbahn nach Swakopmund gehen. Infolge des Herero- Aufstandes mangelt es dort zurzeit an den nötigen einheimischen Arbeitern, die den Bahnbau zu Ende führen können, und es sind daher die italienischen Arbeiter angenommen worden, um bei der Durchführung des Bahnbaues tätig zu sein. Das Militärwochenblatt" veröffentlicht den Eintritt von 44 Offizieren in die Schutztruppe und zwar: 1 Major, 7 Hauptleute und 1 Rittmeister, 27 Leutnte und 8 Sanitätsoffiziere. Der Krieg in Oftafien. Nach Berichten englischer Kriegsforrespondenten sollen die Russen sich langsam vor den vorrückenden Japanern zurückziehen. Man erwartet für die nächsten Tage keine bedeutenden Zusammenstöße. In einer in London eingetroffenen Depesche, die berichtet, daß die Japaner vor Koaksan angelangt seien und diese Stadt besetzt haben, ist von einem Widerstande seitens der Russen nicht die Rede; General Mischtschenko, der sich nach dem Gefechte bei Tschöngdschu bekanntlich nach Koaksan zurückzog, scheint also die Stadt vollständig geräumt zu haben, so daß sich die Japaner ihrer ohne Schwertstreich bemächtigen konnten. Dies ist allerdings noch keine Bestätigung der von einigen Londoner Blättern gebrachten Nachricht, daß die Nussen Korea verlassen; doch hätte im allgemeinen ein russischer Rückzug hinter den Yalu durchaus nichts Auffälliges und würde noch keinen allzu großen Erfolg der Japaner bedeuten. Die russischen Generale hatten am linken Maluufer nur so viel Truppen vorgeschoben, als notwendig waren, um mit dem Feinde im Moment, wo dessen Vormarsch beginnen würde, Fühlung zu bekommen. Diese Aufgabe, das Gros der Armee von den Japanern nicht überraschen zu lassen, haben die vorgeschobenen Kosaken erfüllt, und es bleibt ihnen jetzt eigentlich nur der möglichst rasche Rückzug auf die erste natürliche Verteidigungslinie der Mandschurei, den Yalufluß, übrig. Wenn das Gefecht bei Tschöngdschu größere Dimensionen angenommen hat, so dürfte dies kaum den Intentionen des russischen Oberkommandos entsprochen haben. Von der Schnelligkeit oder Langsamkeit, mit welcher die Japaner jetzt vorwärtsdringen, wird es wohl abhängen, ob es noch vor Erreichung der Malulinie durch ihre Truppen zu bedeutenderen Aktionen kommt. Schwierige Märsche. Die Stagt Koaksan ist gegen 21 Kilometer nordwärts von Tschöngdschu an der Straße nach Widschu gelegen; von Koaksan bis zum Malu sind etwa 40 Kilometer Marsch zu bewältigen, für die eine schmale Straße von sehr schlechter Beschaffenheit zur Verfügung steht. Russische Quellen behaupten, daß auf dieser Strecke eine einzige Division die kolossale Längenentwickelung von mehr als 55 Kilometer erreichen würde. Es mag hier hervorgehoben werden, daß bei der interessanten Uebung auf einer Marschlinie, welche das Wiener Armeekorps fürzlich veranstaltete, dieses mit seinen beiden Infanterie- Truppen- Divisionen, der zugeteilten Kavallerie und Artillerie und dem gesamten Train eine Entfaltung von nicht ganz 30 Kilometer in der Länge hatte. Proteste gegen den Kriegszustand in Nintschwang. Die russischerseits erfolgte Proklamierung des Kriegsrechtes in dem völkerrechtlich China gehörigen Niutschwang und dessen Außenhafen Yingkow, wodurch die bisher dort sämtlichen Nationen zukommende Konsulargerichtsbarkeit aufgehoben erscheint, noch mehr aber die Meldung, daß die russischen Behörden daselbst die Einziehung aller britischen und amerikanischen Flaggen angeordnet haben, findet sowohl in der Londoner als in der Newyorker Presse ein feindseliges Echo. Die Diplomaten sind aber bereits am Werke, um die entstandene Differenz zu applanieren. Die Politik. Auf dem Gebiete des Konsumvereinswesens ist neuerdings ein bedeutsames Ereignis eingetreten: Eine in Chemnitz abgehaltene Versammlung der„ Einkaufsgesellschaft deutscher Konsumvereine" hat die Gründung einer Konsumgenossenschaftsfabrik beschlossen. Diese Gesellschaft, die seit 10 Jahren besteht, in Hamburg ihren Sitz hat und den Einkauf der Konsumbereine zentralisiert, hatte schon 1902 - einen Umsatz von 21% Millionen Mark. Jetzt geht sie- nach englischem Vorbilde zur Eigenproduktion über. In Afen a. E. hat die Gesellschaft etwa 11 Morgen Bauland gefauft; hier sollen die Fabriken gebaut werden, und zwar zunächst eine Seifenfabrik, die noch in diesem Jahre in Betrieb genommen werden soll. Bisher lieferten etwa 40 Seifenfabriken an die Einkaufsgesellschaft. Italien. Zu blutigen Straßenkämpfen kam es in verschiedenen Orten taliens aus Anlaß der Karfreitagsprozessionen. In Corato verhöhnten eine Anzahl Sozialdemokraten die unter Glockenklang und Andacht der Bevölkerung aus dem Dome getragene Madonna. Die Prozession löste sich unter dem Rufe ,, Schlagt sie tot" auf und verfolgte die Sozialisten durch die ganze Stadt. Schließlich wurden diese ihrer eigenen Sicherheit wegen von den Karabinieri festgenommen und nach dem Gefängnis gebracht. Die Menge versuchte das Gefängnis zu stürmen und die Sozialisten za lynchen. Da fommandierte der wachhabende Offizier Feuer, und sechs Verwundete und ein Sterbender deckten den Boden. Noch am selben Tage trafen in Korato zwei Kompagnien Verstärkung und viele Gendarmen ein.- Aehnliche Dinge trugen sich in Cagliari zu. Als dort eine große Prozession den Dom verließ, wurde sie von einem Haufen Sozialisten ausgepfiffen. Die Menge fiel über sie her und richtete sie übel zu. Dann ging es in allen Straßen an eine Jagd nach„ Verdächtigen". Wer als Sozialist bekannt war oder verdächtig war, wurde von der rasenden Menge aufgestöbert und schwer mißhandelt und so ging es bis in die Nacht hinein. Die Polizei war den Tausenden gegenüber machtlos und mußte sich darauf beschränken, eine Anzahl Sozialisten zu verhaften, um sie im Gefängnis in Sicherheit zu bringen. Frankreich. Das Ministerium Combes geht nach seinem letzten Parlamentssieg munter weiter auf dem Wege der Entkirchlichung der Staatseinrichtungen. Das Kabinett ha: ange= ordnet, daß die Christusbilder, die in den franzöfischen Gerichtssälen über dem Platz des Präsidenten hinger, entfernt werden sollen. Infolgedessen sind alle diese Genälde herabgenommen worden. Diejenigen, die einen fünstlerischen Wer: haben, werden dem Rouvre überwiesen. Spanien. zu schweren Krawallen führte ein Zusammenstoß zwischen Teilnehmern an einer Beerdigung und einer firchlichen Prozession in Sestao, nahe bei Bilbao. Anarchisten und Republikaner warfen die Priester mit Steinen und gaben zahlreiche Schüsse auf die Schule ab, wo drei von den Ihrigen von der Polizei eingeschlossen waren. Sie versuchten vergeblich die Kirchein Brand zu stecken und verwüsteten den katholischen Kirchhof. Es fanden ungefähr 10 Vermundungen, darunter mehrere schwere, statt. Ursache des Zusammenstoßes war, daß die Begräbnisteilnehmer vor der Prozession nicht den Hut ziehen wollten. Auch in Malaga gab es ähnliche Straßenhändel. Balkan- Staaten. Die serbische Regierung hat jetzt die europäischen Rabinette von der Entfernung der Verschwörer vom Belgrader Hofe benachrichtigt. Darauf erhielt sie unverzüglich aus Petersburg die offizielle telegraphische Nachricht, daß zum cussischen Gesandten in Belgrad Guba ste v ernannt worden sei. Zu gleicher Zeit wurde die Regierung von dem italienischen Kabinett benachrichtigt, daß sich der italienische Gesandte zu einem offiziellen Empfang anmelden werde. Von den aus Belgrad entfernten jüngeren Offizieren haben sechzehn einen Urlaub für zwei Jahre betommen, den sie im Auslande zubringen werden. Hof und Gesellschaft. Um mit dem Kaiser das Osterfest gemeinsam zu berleben, trafen die Prinzen Eitel- Friedrich, August Wilhelm und Oskar in Messina ein. An Bord des Sleipner" wurden mehrere Ausflüge unternommen. Während der Kaiser in den ersten Tagen seines Aufenthaltes in Messina recht unfreundliches Wetter mit Blitz und Hagelschlag antraf, ist jetzt das Wetter prachtvoll. Die kaiserlichen Prinzen gedenken am 6. d. Mis. wieder nach Potsdam zurückzukehren. * ** Die Erzherzogin sabella von Oester. reich- Ungarn ist mit ihrer Tochter, der Erzherzogin Maria Henriette in Potsdam eingetroffen. Zum Empfang waren der Kronprinz, welcher österreichische Husarenuniform angelegt hatte, und Prinz zu Salm- Salm, der Schwiegersohn, der Erzherzogin fabella erschienen. Der Stronprinz geleitete die hohen Herrschaften nach dem Stadtschloß, wo jie Wohnung nahmen. Kämpfe in Tibet! Die Briten haben wieder einen Kolonialkrieg: Mit einem blutigen Gefecht hat der Krieg zwischen England und dem Dalai Lama begonnen. Oberst Younghusband, der Führer der britischen Tibeterpedition ist mit einem Trupp Tibetaner 20 12 16 2 18 4 Stadt in Deutschland. 2579 122 Stadt in Desterreich- Ungarn. 12 2 Ida Angerstein, Hötensleben. Oberdorla i. Thüring. Andreas Bachmann, etne befonde 810 6 3 18 1 3 Stadt in Italien. 5 14 18 12 11 16 2 18 4 Stadt im Rheinlande. Hötensleben. in und Otto Gifold, Karl Bäumert, Posen. Minna Katharina und Maria Christiansen, Tondern. Oberhelmsdorf i. Sachsen. 3 13 10 7 9 13 1 16 13 18 4 Stadt in Böhmen. Bienenburg. Erna Berger, Dürrengerbisdorf. Hermann Greffierten Hunde werden als Zeitam bele August Böttcher, a Brüggemann, Wiſtedt b. Tostedt. und Georg Borgfeldt, Oranienburg Albert Bothe, braucht; das Gespann besteht in der Josef Artern ihrer Mar Teraentel und Bart Garmatter, der Stimme ihres Herrn gehorchen und dür= H. Bartels, Wiedelach bei Jahren viel Bejaiata e reitung beim senden hauptsächlich auf der Geschicklichkeit bes wölf Hunden, und da die Sicherheit Seeletberuht, so wird keine Mühe vet gespart: fie müssen immer 18 3 7 9 13 Stadt in Franfreich. Stadt in Deutschland. 2.8 15 0 19 18 15 12 1 15 14 12 25 14 Stadt Alfred Leithg chmeichen. menn fie zur Aper Arb be siaty das Pelahr sehr wenig. der Regel Gänge auxiecht im Beriaufe ber inster 17 abrale, und davon auch ist in dieser Hunde haben eine gute teil stehend anerfennt. cine Halstrauſe. Im Win- doch Pini besteht auf Fortsetzung der Wolf ist Gang versuchen die 3eugen efie mit einem wolligen obgleich der Arzt Dr. Doyen ihn als Stampfes, bat er ommt er um etwas mehr als die jedem Duelo daß er von den 15 Metern, uru 17. Jult. 7-9 cm lang, das Parade ein wenig zu frapp führt Pint eine Schwerin 24. ult. liert. Im 8. ten gewährt find, sechs ver- Luzern nach Beginn des Duells als eine Stunde Maina 23., Haare aer inou und Nacken, wo es der Nasenwurzel leicht ver chat van Gießen 31. Just. Kleide. Die ter versieht die Nat starr wegstent wie ei Nase und Bunde Nach dem Nach= Детлеб Pfalzgau 7. Radfahren. prtuart Friedenau bet Berlin wird handgemein geworden und hat die Gegner in die Flucht geschlagen. Die Londoner Blätter wissen über das Treffen die folgenden interessanten Einzelheiten zu berichten: Die Expedition des Obersten Younghusband trat mit ihrer unter dem Kommando des Generals Macdo= nald stehenden Eskorte den Vormarsch nach Gyangtse an. Nach kurzem Marsche traf man mit einem aus Lhassa entsandten General zusammen. Es wurden Verhandlungen gepflogen, Younghusband lehnte es aber ab, den Vormarsch einzustellen, und riet den Tibetanern, sich dem Vorrücken der britischen Truppen nicht zu widersetzen. Der Oberst gab sodann den Befehl, die tibetanische Streitmacht aus ihrer Stellung, die sich quer zur Marschlinie der Engländer befand, wenn möglich ohne Anwendung von Gewalt zu entfernen. Die Stellung der Tibetaner wurde schleunigst völlig umzingelt, und die britischen Offiziere, welche glaubten, alles sei vorüber, ritten zu der Verschanzung der Tibetaner empor. Plötzlich zo gen die Libetaner ihre Schwerter und stürzten sich auf die Engländer, worauf ein scharfes Handgemenge folgte. Die Tibetaner waren aber alsbald einem scharfen Feuer ausgesetzt, worauf sie zurückwichen und die Fluchtergriffen. Die Flüchtigen famen noch unter das Feuer der Gurkhas und der Artillerie und erlitten schwere Ver I u st e. Gleichwohl leisteten sie noch ein zweites Mal hartnäckigen Widerstand bei Guru, schließlich wurden sie jedoch in vollkommener Verwirrung aus ihrer Stellung vertrieben. Von 1500 Tibetanern ist nur etwa die Hälfte entkommen. Aus der Art, in der die Tibetaner fämpften, war ersichtlich, daß ihre Niederlage nur ihrer unzulänglichen Bewaffnung und nicht etwa dem Mangel an Mut zuzuschreiben ist. Einzelne gingen noch mit acht oder neun Wunden im Körper zum Angriff vor. Nach einer amtlichen Londoner Meldung hatten die Engländer nur einige Verwundete, während der Verlust der Tibetaner 300 Tote und zahlreiche Verwundete betrug und auch biele in Gefangenschaft gerieten. Unter den Toten befindet sich ein tibetanischer General. In London ist natürlich die Freude über diesen Sieg sehr groß. Aber der Verlauf des Scharmützels zeigt, daß die Briten es mit einem hartnäckigen und mutigen Gegner zu tum haben, dessen Bezwingung, mag sie auch nur eine Frage der Zeit sein, den Engländern noch recht schwere Stunden bereiten dürfte. Von englischer Seite wird übrigens behauptet, daß bei der Eskorte des tibetanischen Generals russische Armeegewehre und russische Munition gefunden wurden. Damit wird es wohl in der Tat seine Richtigkeit haben. Kongrefs für Schulgefundheitspflege. ( Von unserem Korrespondenten.) so daß der Verdacht besicht, daß es entführt und getötet wor den ist oder verborgen gehalten wird. Da sich um jene Zeit in der Stettiner Gegend Zigeuner gezeigt haben, so sei es nicht ausgeschlossen, daß diese das Kind an sich gelockt haben und mit sich führen. Ein blutiges Liebesdrama hat sich in einem Hotel zu Nürnberg abgespielt. Dort logierte sich in den letzten Tagen ein angeblich von Grunewald bei Berlin eingetroffener Offizier unter dem Namen„ von Arnim mit Frau und Kind" ein. Am anderen Nachmittage, als die fremden Gäste nichts von sich hören ließen und auf wiederholtes Anklopfen keine Antwort erfolgte, wurde das Zimmer geöffnet, in dem man die Frau und das Kind tot vorfand, während der Offizier durch einen Schuß schwer verletzt war. Wie die Ermittelungen ergeben haben, ist der angebliche v. Arnim mit dem Rechtskandidaten Freiherrn v. Wapper aus Antwerpen identisch, der in Deutschland seiner Militärpflicht genügte. Die von ihm Betöteten sind seine Geliebte, eine aus Saarbrücken gebürtige Kellnerin und deren jähriger Knabe. Gefährliches Abenteuer der rumänischen Kronprinzessin. Die Kronprinzessin von Rumänien war dieser Tage in ernster Lebensgefahr. Auf dem Heimweg in den kronprinzlichen Palast griffen zwei bissige Hunde das von der Kronprinzessin gerittene Pferd derartig an, daß es scheute und in rasendem Galopp dahinsprengte. Da die Hunde das Pferd hartnäckig berfolgten, geriet die hohe Frau mehrmals in Gefahr, abgeworfen zu werden. Glücklicherweise kamen rechtzeitig zwei Husaren des Weges, die die Hunde mit Säbelhieben niederstreckten. Die Kronprinzessin mußte mittels Wagen in den Palast zurückgebracht werden, da sie einem Ohnmachtsanfall nahe war. * Nürnberg, 2. April. Heute trat hier unter dem Protektorat des Prinzen Dr. med. Ludwig Ferdinand von Bayern, der mit seiner Gemahlin erschienen war, der erste internationale Kongreß für Schulgesundheitspflege zusaminen. Den Beratungen ging die Eröffnung der schulhygienischen Ausstellung vorauf, die von fast allen deutschen Schulbehörden, Magistraten, Privatanstalten und zahlreichen Fabrikanten für Schulbedarfsartifel aller Art beschickt ist. Sie zeigt die innere Einrichtung von Schulgebäuden, Turnhallen, Schulbädern und daneben Schuleinrichtungsgegenstände, Unterrichtsmaterial, Turn- und Spielgeräte und ein umfangreiches statistisches Material über die Entwicklung der höheren und der Volksschulen, die Gestaltung der Lehrpläne, die Verteilung der Schulhäuser im Stadtgebiet, ferner über die Förderung der schulhygienischen Bestrebungen durch Schaffung von Schwimmbädern, Turn- und Spielplätzen, Lüftungs- und Heizungsanlagen, durch hygienische Unterwiesung der Lehrer und Schüler und durch zweckmäßige Anordnung der Schulbauten, der Unterrichtszeiten usw. Die hier zur Anschauung gebrachten Gegenstände bilden auch den Stoff der Diskussionen. Von einem Referenten werden für alle Volksschulen Brausebäder und besondere Räume zur Verabreichung eines warmen Frühstücks an unbemittelte Kinder verlangt. Der Berliner Nervenarzt Dr. Benda wünscht Abschaffung des Abiturienteneramens aus hygienischen und physiologischen Gründen. Für Minderbegabte seien Hilfsklassen nötig. Die körperliche Ausbildung müsse als gleichberechtigt mit der geistigen betrachtet werden. Deshalb sollten an mehreren Tagen der Woche die Nachmittage für Turnen, Sport und Spiel frei bleiben. Prinz Ullrich von Schönburg, der frühere Gemahl der Prinzessin Alicia von Bourbon, der Tochter des spanischen Kronprätendenten Don Carlos, wird auf dringenden Wunsch seiner hochbetagten Eltern, die auf Schloß Gauernitz bei Dresden residieren, wieder zur evangelischen Kirche übertreten. Prinz Ullrich von Schönburg- Waldenburg trat derzeit auf Wunsch seiner geschiedenen Frau zur katholischen Kirche über. Ein Riesenbrand äscherte in Petersburg den vieretagigen Flügel des Marinekaufhauses ein. Bei dem Brande spielten sich furchtbare Szenen ab. Mehrere Angestellte stürzten sich in der Verzweiflung vom vierten Stock aufs Pflaster hinab. Zwei von ihnen waren sofort tot, die anderen wurden lebensgefährlich verletzt. 20 Personen wurden durch die Feuerwehr von den Dächern gerettet. Man befürchtet, daß im Erdgeschoß noch eine ganze Anzahl von Personen verbrannt ist. - Zwischen Ziegenhals und Niklasdorf wurde der Arbeiter Adolf Hollek ermordet aufgefunden. Seine filberne Taschenuhr fehlte. Zwei der Tat verdächtige Arbeiter sind verhaftet. § Das Urteil im neuen Ruhstrat- Prozeß. Wie aus D- denburg berichtet wird, wurde Minister Ruhstrat in dem Prozeß wegen Beleidigung des Redakteurs Biermann zu 100 Mark Geldstrafe eventuell zehn Tagen Haft verurteilt Kunft und Cuffenfchaft Eine gefährliche internationale Hochstaplerin wurde in Berlin verhaftet. Emma Anders, so nennt sie sich, suchte ihre Opfer in London meist in Sportfreisen unter reichen Engländern, Franzosen und Russen, war immer auf das feinste gekleidet und machte in Begleitung viele Reisen. So kam sie nach Paris, Brüssel, Amsterdam, Köln, Berlin usw. Das Ende der Reise war für den männlichen Teil jedesmal unangenehm. Denn Emmas Spezialität bestand darin, auf der Zielstation ihrem Begleiter die Brieftasche zu stehlen. Hatte sie die Beute in Händen, so eilte sie in ein Modehaus, kleidete sich vom Fuß bis zum Scheitel neu ein und reiste mit dem nächsten Zuge nach London zurück, um ein neues Opfer zu suchen. Ueberall wurde die Polizei in Bewegung gesetzt, aber immer zu spät. In Berlin merkte jetzt ein Russe rechtzeitig, daß ihn seine schöne Begleiterin um 8- bis 10 000 m. erleichtert hatte. Jetzt wurde die Dame, als sie eben in einem neuen Berliner Kostüm wieder nach der Themsestadt abdampfen wollte, gefaßt und festgesetzt. Sehr energisch spricht sich Dr. med. Palmberg- Helsingfors auf Grund der in Finland gemachten Erfahrungen gegen das Frauenstudium aus. Das Abiturienteneramen dürfe feine Modesache für junge Mädchen werden. Das Zeugnis ist gewiß zu teuer erfauft mit so andauernden Anstrengungen und vielleicht noch mit einer für das ganze Leben bleibenden Schwächung der Gesundheit. Die Volksgesundheit for= dert vor allem kräftige und gesunde Mütter. Ueberhaupt werden etwa 85 Prozent aller Mädchen verheiratet. Es ist nicht recht, wegen der 15 Prozent, die unverheiratet bleiben, die übrigen 85 Prozent durch abstrakte Studien von ihrem zufünftigen Beruf zu entfremden. Ein schönes Ziel der gemeinschaftlichen Erziehung wäre eine weibliche Fakultät an der Universität. Gesundheitslehre, Kinderpflege und Kindererziehung, Krankenpflege, Ha haltslehre, Buchhalterei sollten die Hauptdisziplinen dieser Fakultät werden. Einen großen Raum in den Verhandlungen nimmt die Schularztfrage ein. Die Schularzteinrichtung ist das beste Mittel, Schädigungen, die aus dem Schulbesuche entspringen, nach Möglichkeit zu mildern und zu beseitigen. Der Staat, der den Schulzwang fordert, hat als oberste Schulbehörde deshalb die Verpflichtung, Schulärzte für alle Schulen, höhere, mittlere und Volksschulen, städtische und Dorfschulen aufzustellen. Nab und Fern. MG. Pulsschlag und Takt. In einer englischen wissen. schaftlichen Zeitschrift ist ein eingehender Aufsatz über das Verhältnis von Pulsschlag und Rhythmus erschienen, worin der Versuch gemacht worden ist, eine Beziehung zwischen de Rhythmus in der Musik und dem des menschlichen Bulk festzustellen. Als Beispiele sind die Metronomaufzeichnungen der verschiedenen Tempi in 12 Beethovenschen Sonaten nommen. 19 dieser Tempi gaben 72 bis 76 Schläge in der Minute, entsprachen also genau der Schnelligkeit des sunden Pulses, und die übrigen bewegten sich zwischen 60 und 92, also innerhalb der Grenzen, die ein verlangsamter oder ein aufgeregter Puls innezuhalten pflegen. * Dynamitexplosion. Eine schwere Explosion vernichtete den größten Teil der Baulichkeiten der Dynamitpatronenfabrik zu Priceburg( Pennsylvanien). 18 Personen, meist Arbeiterinnen, fanden bei der Katastrophe den Tod. Blatternepidemie in Antwerpen. In dem Stuyvenberg" genannten Stadtteil von Antwerpen treten seit einiger Zeit die Pocken auf. Seit dem 1. Februar sind achtzig Fälle vorgekommen, wovon sechsundzwanzig tödlich verlaufen sind. Zur Bekämpfung der Epidemie sollen sehr strenge sanitäre Maßregeln ergriffen worden sein. Der Landwirt. ge= pc. Die Automobilmähmaschine ist die neueste Errungen schaft amerikanischer Technik. Vorläufig ist es allerdings nur eine Lurusmaschine. Man mäht mit ihr weite Rasen flächen. So wird der große Rasenplay, der das Kapitol in Washington umgibt, von einer solchen Maschine geschoren, und einzelne Milliardäre haben sich für ihre Landsize eben falls derartige Maschinen zugelegt. Ihr größter Vorteil be steht in den schweren Walzen, die vor und hinter den Schneide messern laufen und den Rasen festpressen. Die Maschine wird mit Dampf betrieben, und der Kessel, der mit Bengin geheizt wird, braucht nur alle 4-5 Stunden gefüllt werden. Eine derartige Maschine ersetzt zwei mit Pferden und ein halbes Dußend mit der Hand betriebene Maschinen. Ein Paradies für Lungenkranke. A Unter dem Verdacht des Gattenmordes wurde die Ehefrau des Lehrers Julius Fiedler in Antonlanken, Kreis Stallupönen, verhaftet. Die Fiedlerschen Eheleute lebten seit lange in Unfrieden, die Frau hielt ihrem Manne auch nicht die eheliche Treue. Schon vor etwa vier Jahren überstand der Lehrer Fiedler eine längere Krankheit, die, wie er fest glaubte, durch irgend ein Hinzutun seiner Frau verursacht war. Als Fiedler dieser Tage zum Frühstück Bratkartoffeln borgesetzt erhielt, wurde er während des Essens von einem schweren Unwohlsein befallen; nichts Gutes ahnend, fuhr er sofort zu einem Arzt nach Stallupönen, und dieser stellte eine Vergiftung fest. Kaum nach Hause zurückgekehrt, verstarb Die UnterFiedler unter den gräßlichsten Schmerzen. suchung führte zur Verhaftung der Ehefrau. Von Zigeunern geraubt? Der Oberstaatsanwalt zu Stettin macht bekannt, daß seit dem 25. Dezember v. J. die 7jährige Käthe Berndt die Wohnung ihrer Mutter verlassen hat und nicht zurückgekehrt ist. Alle Nachforschungen nach dem Verbleib des Kindes sind bisher erfolglos geblieben. Einbruch in eine Bahnstation. In das Bahngebäude der Station Obernburg ist eingebrochen worden. Die Billettasse mit einem Betrage von 80 Mark sowie Postwertzeichen und mehrere Postbeutel mit bedeutendem Inhalt wurden gestohlen. Man fand die Postbeutel entleert auf einem Lagerplay. Von den Tätern fehlt jede Spur. Die deutsche Madeirakommission mit Professor Pannwi an der Spike ist an Bord der„ Lucie Wörmann" in die Hei mat zurückgekehrt, nachdem sie die Vorarbeiten zu dem großen Unternehmen, das sie zum Wohle der leidenden Menschheit plant, glücklich beendet hat. Mit deutschem Kapital be gründet, und von deutschen Forschern geleitet, werden sid auf der„ Blume des Meeres", wie die Portugiesen preisend Madeira nennen, nun bald Musterheilstätten für Lungen franke erheben. Madeiras Bedeutung als Heilungsort ist jeit langer Zeit fest begründet. Eine große Zahl von Leiden den, besonders von Brustkranken, strömt alljährlich dahin, und wenn naturgemäß auch nicht alle die auf der Insel Zuflucht suchenden Kranken daselbst völlige Heilung finden fönnen, so sehen sich doch die meisten der zu rechter Zeit dahin In neuerer Gehenden in ihrer Hoffnung nicht getäuscht. Zeit freilich, nachdem der Besuch von Höhenfurorten seitens Brustleidender in den Vordergrund getreten ist, nachdem die Behandlung solcher Kranken in besonderen heimatlichen Heil anstalten mit Erfolg unternommen worden, und nachdem endlich der Tuberkelbazillus als Ursache der Krankheit ent deckt worden ist, könnte es scheinen, als ob die Bedeutung der Kurorte mit mildem Klima wesentlich verringert wäre. Dem ist jedoch nicht so; denn es leuchtet ein, daß ein irgendwie be schaffenes Heilverfahren in einem milden, gleichmäßigen Klima besseren Erfolg haben muß, als da, wo die kranken Atmungsorgane stets aufs neue katarrhalisch gereizt werden. Auf Madeira sinkt an den von Kranken bewohnten Orten aud in der kältesten Nacht die Wärme nie unter 8 Grad Celsiu über Null, und im Sommer steigt sie am Meer auf höchsten 32 Grad Celsius; durch Aufsuchung einer höher gelegene Wohnung kann man sich aber leicht kühlere Luft verschaffen Infolge dessen genießt der Kranke auf Madeira den unschät baren Vorteil reiner und frischer, aber milder Luft bei Tag und Nacht das ganze Jahr hindurch. Sein Allgemeinbefinder wird dadurch wunderbar gekräftigt, und die kranke Bruf fann eher ausheilen, als wenn sie verdorbene Zimmerluft atmen müßte. Brandkatastrophe. In dem ostpreußischen Kirchdork Possessern( Kreis Löten) brannten 15 Gehöfte mit 50 Häusern nieder. Zwei Kinder und ein siebzigjähriger Mann kamen in den Flammen um. Ein weiterer umfangreicher Brand wütete in dem Eifeldorf Kinderbeuren und vernichtete eine große Anzahl Wohnhäuser und Wirtschaftsaebäude. BD. Die englische Südpolarexpedition. Das Schiff„ Discovery" der englischen Südpolarexpedition, das Dezember 1901 von Port Chalmers abging, sowie die beiden Entsatzschiffe Morning" und" Terra Nova", welche die„ Discovery" am 14. Februar auffanden, ist wohlbehalten in Littelton in Neuseeland eingetroffen. An Bord ist alles mohl. Die Expedition stellte fest, daß das Innere von Viktorialand sich in einer Höhe von 9000 Fuß weiter erstreckt und augenscheinlich ein riesiges kontinentales Hochland ist. Sic fand eine neue Route nach Westen und errrichtete 2000 Fuß hoch auf einem Gletscher ein Depot. § Der Word an der Schauspielerin Elise Popesco wurde von den Pariser Geschworenen an dem Täter Greuling mit 10 Jahren Zuchthaus geahndet. [ Der stolze Herr Verwalter.] Die soeben eingetroffene Samoanische Zeitung" enthält folgende köstliche Anzeige: Meinen früheren Freunden und Kollegen der D. H. u. V. G. ( Deutsche Handels- und Plantagen- Gesellschaft) mein bestes Lebewohl. Die Herren dürfen nicht erstaunt sein, wenn ich nicht mehr in der früheren freundschaftlichen, kameradschaftlichen Weise mit ihnen verkehre, da ich jetzt Verwalter geworden bin. Robert Wurmbrandt, Verwalter auf Friedrichsruh." Sie ver in zwecke Mach Gless dessen g gegend I We finden. ist stets den und ** Der herrn von G Division, das Broßmütigen ** Der förfterei Rönig Oberförsterei A zu Darmstadt Weifel, Karl als Forstmei ** Durd find die Lef Darmstadt, in Michelstad in Alsfel in Mainz, F Schwarz ** Das wehren wurd Feuerwehr zu feuerwehrinspe * Seiten Finanzen wu Hoheit des entwurf, herzogtu besonderer und zwar mäßigen Be ** Her nahm heute ** Der Laubach m Landratsamts † Das dorf foll ge welches von Stelle befür schreibt der nur das Kl zu verfolger ** am 31. v. gefchloffen. Kreise Gieß Wer sich der Insel von Osten nähert, empfängt keiner günstigen Eindruck. Schroffe, kahle Klippen verheißen nicht Gutes; schon das bald sich zeigende grüne Thal von Machik grüßt aber freundlich herüber und nachdem das Schiff da Vorgebirge der Seeschwalbe( Cabo do garajao) umsegelt bietet sich ein Anblick, wie er sich in gleicher Lieblichkeit wh nirgends wiederholt. Während die Spanier sonst auf alle Portugiesische stolz herabsehen, konnte doch ein spanisce Schiffstapitän, der einst mit uns von Tenerissa nach Mader segelte, nicht umhin zu gestehen, daß er auf seinen Reißr Aehnliches noch nicht gesehen habe. In weitem Halbrind schmiegt sich die reinliche, freundliche Stadt Funchal, aus der tiefblauen Meere aufsteigend, an den Berghang, beschützt wr einer über ihr aufragenden Feste. Kirchen, Spitäler, ander öffentliche Gebäude, unter ihnen der prächtige Gouvernew palast, gar manches stattliche Privathaus treten hero Garten an Garten, das ganze Jahr in Blumen- und Bar schmuck prangend, erhebt sich darüber mit weiß leuchterd Landhäusern. In einer Höhe von fast 2000 Fuß ragt i ta der Gartenwelt die den Seemann als Landmarke wollt kannte Bergkirche( Nossa Senhora do Monte) und 6000 Fuß steigt darüber das Gebirge an. Bei der groß Steilheit der meisten Wege ist Räderfuhrwerf wenig oder sährt in einem von Ochsen gezogenen Schlitten, Car Teutonen, fn Blaze. Wer nicht zu Fuß hinansteigen will, reitet zu Pferd genannt. Wer es ganz bequem haben will, läßt sich für sie tätig. up Balankin oder in der Hängematte( rede) tragen. Madeira ist stark bevölkert. Trotz verhältnismäßig ringer Nahrung ist die arbeitende Klasse wohlgebaut, traf Harmlosen, freundliche merkwürdig ausdauernd. Caratters, fennen sie fein größeres Vergnügen, als in hei ram Husammensein zu plaudern. Dabei klimpern sie gem auf einer eigentümlichen kleinen, viersaitigen Guitar Machete genannt, zu ihrem oft aus dem Stegreif gesungen Richchen. An den zahlreichen Festen der Heiligen mi notwendig eine Menge Rateten am hellen Tage vertina werden. Die Frauen fertigen die feinsten Weißsticerei welche sehr billig zu kaufen sind, und den Reichtum der Ins an farbigen Hölzern( von diesen hat die Insel ihren Name Madeira materia) verwenden die Tischler zu allerlei e gelegten oder zusammengesezten Arbeiten. Der Haupterw besteht aber in den Bodenerzeugnissen. Fischfang wird zum Selbstverbrauch betrieben; derselbe bringt oft die samsten Fischgestalten zutage. Auch mächtige Waie lassen manchmal sehen; die früher häufigen Seehunde aber f Dr. N. Seemann. selten geworden. 6 Lauterba I e Nummer Großh. Kre fei noch ber Studienzeit 3. August 1 deren nach Intereffes un bember 1846 Dediziert. ** An gentur fü auf diefelbe poftdiretion wird über ridfidtigung Telegraphie: graphenordnu Boftbantwefe * Gi Bolizeibefehl faals" ertaff des Theatert Besprechunge befriedigende dorf wurde der Den. Seine fill pächtige Arbeiter roze. Wie aus ter Rubitrat in fteurs Bierman Lagen Sait beru nichaft ner englischen Der Aufsatz über mus erschienen, eziehung zwischen menschlichen etronomaufzeichn ovenschen Sonate bis 76 Schläge i Schnelligkeit de en sich zwischen ein berlangjamta Legen. irt. Die neueste Erru ufig ist es aller t mit ihr weite ab, der das Kapi en Maschine gef ür ihre Landsize hr größter Bort nd hinter den Sc reffen. Die Me Rejjel, der mit 5 Stunden gefi cjetzt zwei mit betriebene Maj ungenkrank mit Profeffor Pa Wörmann" in di rarbeiten zu dem g er leidenden Men deutschem Kapit rn geleitet, werde ie Portugiesen beilstätten für ng als Heilung große Zahl von trömt alljährli e die auf der böllige Heilun der zu rechter getäuscht. In n Höhenfurorten j getreten ist, nachdem deren heimatlichen worden, und nad fache der Krankheit als ob die Bedeutu verringert wäre daß ein irgen milden, gleich als da, wo die rrhalisch gereizt ne En bewohnten Orten ie unter 8 Grad Cel e am Meer auf höchfte ig einer höher gelegen fühlere Luft verschaffe uf Madeira den unsch ber milder Luft bei Sein Allgemeinbe und die franke berdorbene Zim ähert, empfän lippen verheiß rüne Thal von nachdem das G do garajao) gleicher Lieblicht Spanier sonst a nte doch ein sp Teneriffa nad aß er auf seinen In weitem H Stadt Funchal, a Berghang, bejd Pirchen, Spitäler, c prächtige Gouvern ibathaus treten b in Blumen- und Mein Sohn, mache Geschäfte mit Leuten, die anzeigen, denn diese sind intelligent, Du wirst nie dabei verlieren. Benj. Franklin. Sie vergrössern ihren Umsatz wenn Sie Ihre Waren in zweckentsprechen der Weise anpreisen. Machen Sie einen Versuch durch Inserate in den Giesserer Neueste Nachrichten dessen grosse Leserzahl in Stadt und Umgegend Ihnen die Gewähr bietet, dass Ihre Ankündigungen weiteste Verbreitung - finden.- Die Geschäftsstelle dieses Blattes ist stets bereit, mit Entwürfen von auffallenden und vorteilhaften Inseraten an Hand zu gehen. Lokales. 2. April 1904. ** Der Großherzog hat dem Generalleutnant Freiherrn von Gall, Kommandeur der Großh. Hessischen( 25.) Division, das Großkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Der Großherzog hat dem Oberförster der Oberförsterei König, Wilhelm Hoffmann, dem Oberförster der Oberförsterei Kranichstein, Walther Freiherrn van der Hoop zu Darmstadt und dem Oberförster der Oberförsterei HochWeissel, Karl Schlotterer zu Butzbach den Charakter als Forstmeister" erteilt. ** Durch Entschließung Großh. Ministeriums des Innern find die Lehramtsakzessisten Wilhem Angelberger in Darmstadt, Wilhelm Becker in Offenbach, Otto Diehl in Michelstadt, Karl Herbert in Worms, Otto K am mer in Mainz, Kaspar Schmidt in Worms und Dr. Johann in Isfeld, Wilhelm Kolb in Nidda, Karl Schmidt Schwarz in Dieburg zu Lehramtsassessoren ernannt worden. ** Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen dem Mitgliede der freiwilligen Feuerwehr zu Offenbach, städtischen Branddirektor und Kreisfeuerwehrinspektor Johann Josef Karl Müller. Groß * Seitens der Großh. Ministerien des Innern und der Finanzen wurde mit Allerhöchster Ermächtigung Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs ein noch( mitzuteilender) Gesez. entwurf, die Forstverwaltung des herzogtums Hessen betreffend, nebst allgemeiner und besonderer Begründung den Ständen des Großherzogtums, und zwar zunächst der Zweiten Kammer, zur verfassungsmäßigen Beratung und Beschlußfassung übersandt. ** Herr Regierungsassessor Herberg übernahan heute die Leitung des Polizeiantes Gießen. ** Der Regierungsaffeffor Graf Karl zu SolmsLaubach wurde mit der kommissarischen Verwaltung des Landratsamts Schlüchtern betraut. † Das Bahnprojekt Gießen Brandoberndorf soll gemeinsam mit dem Solmsbachtal projekt, welches von Wetzlar aus erstrebt wird, an maßgebender Stelle befürwortet werden. Bei erfolgender Ablehnung, so schreibt der F. Gen- Anz.", ist beabsichtigt, von Gießen aus nur das Kleebachtal- Prejeft Gießen- Brandoberndorf zu verfolgen. - - * Der 2. Kurjus für Fleisch beschauer wurde am 31. v. M. mit einer Prüfung durch Kreistierarzt Schmidt geschlossen. Von den 88 Teilnehmern waren 18 aus dem Areise Gießen, 36 aus dem Kreise Friedberg, 3 aus Schotten, 6 Lauterbach, 10 Alsfeld, 15 Büdingen. Hermann Moter f. Der Notiz in der letzten * Der Gemischte Chor des Ev. A.-V. veranstaltete am 2. Feiertag Abend im Saale des Gastwirts Sauer einen Familienabend. Außer den von dem Chor vorgetragenen Liedern wurden einige Zither- und Mandolinenvorträge, sowie humoristische Vorträge zu Gehör gebracht, die von den Anwesenden mit großem Beifall aufgenommen wurden. in Bezug auf Seelenzahl wie auf territoriale Größe dürfte Des zur Zeit der kleinste selbständige Ort des Hessenlandes sein. + Lauterbach. Gelegentlich der diesjährigen Herbstmanover werden die hessischen Infanterie- Regimenter in hiesiger Gegend ihr Regiments- und Brigadeexerzieren abhalten. Lauterbach. Am Mittwoch wurde der älteste hiesiger Einwohner Georg Greb zur letzten Ruhe bestattet. Der Heimgegangene erreichte das 94. Lebensjahr. Eudorf. Am 24. Februar wurde hier ein Kriegerverein gegründet; Der junge Verein zählt jezt 34 Mitglieder. + Birklar. Für den am 22. Februar verstorbenen Bürgermeister Joh. Müller 5er wurde einstimmig Konrad Krausch 2er., der seitherige Beigeordnete zum Bürgermeister gewählt. " In der Nacht vom 29. auf 30. bor. Mts. ist in Gießen an 5 verschiedenen Stellen eingebrochen worden. Den Einbrechern fielen aber nur an zwei Plätzen Beträge in einer Gesamthöhe von 30 Mark in die Hände. Nach der Art der Ausführung der Diebſtähle und der beim Erbrechen der Behältnisse benützten Werkzeuge besteht kein Zweifel, daß die Täter dieselben waren, welche in der Nacht vom 26. auf 27. November bor. Js. eine Anzahl Einbrüche in hiesiger Stadt begingen, nachdem sie in der Nacht vorher in Kassel mehrere gleiche Einbrüche verübt hatten. Es hatten die Ermittlungen der hiesigen Kriminalpolizei ergeben, daß 2 Unbekannte, anscheinens Italiener, in Betracht kommen, welche ein Fahrrad mit sich führten und wird es jetzt gelingen, die Diebe dingfest zu machen. Dieses Fahrrad, daß aus einem zu Bolchen bei Mezz begangenen Einbruch herrührt, fand sich im Felde an der Marburgerstraße demoliert vor. Die Diebe hatten es als hinderndes Balaft demoltert und liegen gelassen. Von der Grenzpolizei zu Noveant- Corny wurde nun am 31. b. Mts. ein Mensch verhaftet, welcher angab, er set bei Gießen überfallen und seines Fahrrads beraubt worden. Diese, sowie seine weiteren Angaben bezüglich des Ueberfalls erwiesen sich als falsch und besteht kein Zweifel, daß dies einer der Einbrecher ist. *** Der Vorstand der neuen Mittelstands- Vier andere Kerle umringten den Angegriffenen, und so bevereinigung( Bentrale Hannover) hat sein erstes Rund schreiben erlassen. Die Mittelstandsvereinigung die sich sagungsgemäß die Aufgabe gestellt hat überall im Reiche Ortsvereinigung ins Leben zu rufen und diese zu einem Verbande zusammenzuschließen, hat in diesen Tagen den Chefredakteur Ehler Reimers als Generalsekretär angestellt. In Rheinhessen haben 18 Drte, mit zusammen 16000 Einwohner, des Selz- Wiesbach gebiet die Erbauung einer gemeinsamen Wasserversorgung mit 3entralpump wert beschlossen. Der Bau und Betrieb der Anlage soll auf genossenschaftlichem Wege erfolgen. Aus dem Kreis Bingen kommen die Gemeinden Nieder- Hilbersheim, Bubenheim, Engelstadt und Jugenheim, aus dem Kreis Mainz Stadecken, aus dem Kreis Oppenheim Bartenheim, NiederSaulheim, Vendersheim, Ober- Saulheim, Gau- Bickelheim, Gau- Weinheim, Sulzheim, Wörrstadt, Schimsheim, Eichloch, Armsheim, Ensheim und Spiesheim in Frage. Kosten für die Vorarbeiten nnd die Projektausarbeitung trägt die Staatsfasse. Man hofft die Arbeiten so zu fördern, werden kann. Das ist ein sehr verständiges Unternehmen, daß noch im Laufe dieses Jahres mit dem Bau begonnen man kann nur wünschen, wo die Wasserversorgung auch keine gute ist, daß auf gleichem Wege vorgegangen wird. Die * Sinniger patriotischer Gruß. Ein Veteran und Vorstandsmitglied des Alsfelder Kriegervereins erhielt ein Kiftchen, welches Efeu und Tannenzweige enthielt. Dieselben waren von einem Alsfelder beim Besuche der Schlachtorte am Mez am Hessendenkmal bei Gravelotte geflückt und als stummer Gruß von geweihter Stätte gesandt worden. Dem Wunsche des Absenders( ntsprechend, wurde das Bouquet am Kriegerdenkmal auf dem Alsfelder Friedhofe niedergelegt. K Kleists Grab am Wannsee, das nun bald 100 Jahre die Gebeine des vaterländischen Dichters birgt, demnächst aber auch der fortschreitenden Baulust des Berliner Westens Blaz machen müßte, bleibt der Nachwelt erhalten. Prinz Friedrich Leopold, der Besißer des Geländes, auf welchem die Gebeine ruhen, hat die Grabstätte Kleists„ der deutschen Nation zum Geschent" gemacht. Hoffentlich wird die ihr entspricht. es nun möglich sein, ihr auch eine Umgebung zu erhalten, Sendungen annehmen? Ein Kaufmann hatte bei § Muß ein Geschäftsmann Nachnahmeeinem Reisenden einen größeren Posten Ware( Delikatessen) bestellt. Zu seinem Erstaunen erhielt er die Waren unter Nachnahme zugesandt, weshalb er die Annahme verweigerte. Die Firma bestand jedoch auf Annahme der Ware und erhob Klage. Diese wurde vom Gericht kostenfällig abgewiesen, indem das Urteil unter anderem ausführte, daß kein Besteller von Waren verpflichtet werden könne, diese anzunehmen, wenn sie unter Nachnahme zugesandt werden, weil jedem er mit weiß leuchten Nummer unseres Blattes über das Ableben des früheren Empfänger das gesetzliche Recht zustehe, die Waare zu prüfen. fast 2000 Fuß ragt i als Landmarke wol a do Monte) und rge an. Bei der gr äderfuhrwert wenig Großh. Kreisarztes in Beerfelden Dr. Hermann Moter sei noch berichtigend hinzugefügt, daß Moter während seine Studienzeit in Gießen nicht der Teutonia, sondern derram 3. August 1840 gegründeten Rhenani a angehörte. Erst Teutonen, kneipte mit denselben und war auch als Pautarzt Interesses und Anhänglichkeit wurde ihm dann am 22. No§ Lollar, 4. April. Der Gernhardt'sche Zitherund Mandolinenchor von Gießen beabsichtigt an einem der nächsten Sonntage im Saale des Gasthauses„ Zur Linde, ein Konzert zu veranstalten. Da wir überzeugt sind, halten, nehmen wir an, daß das Konzert sich eines ſehr Lang- Göns. Die hiesigen Bahnhofsumbauten Jen will, reitet zu nach deren Auflösung im Juli 1843 hielt er sich zu den daß der Verein bemüht ist, seinen guten Ruf in Ehren zu baben will, läßt fit für sie tätig. Zur Anerkennung seines stets betätigten großen guten Besuches erfreuen wird. ogenen Schlitten, rede) tragen. = verhältnismäßig bember 1846 vom C. C. der Teutonia das Corpsband schreiten rüstig voran. Zwei Ueberholungsgleise für Schnellffe wohlgebaut, fedediziert. mlofen, freund Sergnügen, als in bei klimpern fie g vierfaitigen Gui em Stegreif gefund in der Heiligen m ** An der Handelshochschule zu Köln ist eine Do entur für Post und Telegraphie errichtet und auf dieselbe der Postrat bei der dortigen Kaiserlichen Oberpoftdirektion B. Joh. Bruns berufen worden. Bruns wird über Post und Telegraphie lesen, mit besonderer Bezüge und eine neue Rampe sind bereits fertig. Eine neue Kreisstraße wird vom Dorf nach der Haltestelle KirchGöns erbaut, die später nach Gamba ch weitergebaut werden soll. + Ettingshausen, 31. März. Im 83. Lebensjahre ist kürzlich der frühere Ortsgerichtsmann Gastwirt Johannes Es war ihm vergönnt, im Februar storben ist, die goldene Hochzeit zu feiern. feinsten Weißftide Telegraphie: Postzwang und Garantie, die Post- und Tele- vorigen Jahres mit seiner Frau, die vor ihm kürzlich gehellen Tage vertüchsichtigung der Beziehungen des Kaufmanns zur Poft und Albach verstorben. den Reichtum der graphenordnung mit Hinweis auf den technischen Betrieb, die Infel ihren Na Postbankwesen, Weltpost, Ueberseeische Verbindungen, Tarwesen. e Tischler zu allerle Deiten. Der Haupte en. Fifdfang wird felbe bringt oft di mächtige Waie laf igen Seehunde aber Dr. H. Seeman Gießener Stadttheater. Bezüglich des Bolizeibefehls, der unlängst in Sachen des„ Gießener Festsaals" erlassen wurde, erfahren wir, daß die vom Vorstand des Theatervereins mit den zuständigen Stellen gepflogenen Besprechungen zu einem Resultat geführt haben, das eine befriedigende Lösung des Konflikts erhoffen läßt. Hausen. Der benachbarte Weiler Des blickt in diesen Tagen auf das 50jährige Bestehen als selbständige Gemeinde zurück. Durch Entschließung vom 8. April 1854 erhob Großherzog Ludwig III. die Des zu einer eigenen meisterei mit Hausen zu vereinigen, jedoch für Des ein Gemeinde mit der Bestimmung, das solche zu einer Bürgerbesonderer Gemeinderat zu bilden sei. Als solcher fungiert dermalen deren einziger Ortsbürger Heilmann. Sowohl Nieder- Gemünden. Am lezten Mittwoch fand hier ein Rencontre zwischen durchziehenden 3 geunern und hiesigen Einwohnern statt. Das„ Alsf. Kreisblatt" schreibt: die Bande hatte eine wertvolle Ente des Gastwirts Södler als gute Beute mitgehen heißen, und trug eines der Weiber die Ente unter dem Gewand verborgen. Herr Södler wurde von dem Diebstahl durch Kinder verständigt und machte sich zur Verfolgung der Räuber auf, um womöglich die Ente lebendig wieder zu erlangen, da es sich um ein vielfach prämiiertes Tier handelte. Bei der Ziegelhütte holte er die Gesellschaft ein und forderte die Herausgabe der Beute. Eine Durchsuchung der Wagen war ohne Erfolg; dagegen wurde Herr Södler auf das oben erwähnte Weib aufmerksam, bei dem denn auch richtig die Ente zum Vorschein kam. Herr Södler versuchte dem Weib die Ente abzunehmen, erhielt aber währenddessen einen Schlag mit einem Kessel auf den Kopf, von welchem er eine bedeutende Wunde davontrug. schränkte er sich darauf, dem Frauenzimmer die Ente abzunehmen, was ihm auch gelang. Inzwischen waren einige Männer Herrn Södler zu Hilfe geeilt, welche das Weib nach Burg- Gemünden transportierten, wo der Bürgermeister ein Protokoll über das Vorkommnis aufuahm. Natürlich leugnete sie den Raub, indem sie behauptete, sie habe die Ente von jemand erworben. Die Homberger Gendarmerie wurde von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt. Bahn ist sowohl was Personen- wie Güterverkehr anbeButzbach. Der Verkehr auf der Buzbach- Licher langt, ein sehr lebhafter, sodaß die Bahn nicht nur rentieren wird. Bei der vorzunehmenden Fahrplanänderung wird auch der Einlegung von besonderen Arbeiterzügen gedacht werden. Der Güterverkehr für Butzbach wird bis auf weiteres noch von der Staatsbahn- Güterabfertigung mitversehen. + Berstadt, 4. April. Der Zustand des vor Kurzem Krankenhause in Hungen verbrachten Maurermeiſters in unserem Gemeindeſteinbruch verunglückten und nach dem mehrere Brandwunden an Gesicht und Händen zuzog, ist Schneider hat ſich wesentlich gebessert.- Auch der Maschinenmeister Cauß, der sich kürzlich auf der Grube Friedrich so weit wieder hergestellt. Frankfurt a. M. Bei Arbeiten, die an einem alten Hause in der Paradiesgasse in Sachsenhausen vorgenommen wurden, fand man unter den Dachsparren versteckt münzen aus dem Beginn des 18. Säkulums. einen Lederbeutel mit 50 verschiedenen wertvollen Silber** Aus Rheinhessen. Unter Mitwirkung des Landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Rheinhessen gibt es zurzeit in der Provinz zur Hebung der Geflügelstationen, davon fommen 40 auf rebhuhnfarbene Italiener, 15 auf Emdener Gänse und 12 auf Peking- Enten. Der Landwirtschaftliche Berein hat auf vielseitiges Verlangen von Geflügelzüchtern, in das Zuchtprogramm auch indische Laufenten nnd schwarze Minorfahühner aufzunehmen, demselben entsprochen. X Leipzig, 5. April. Dr. Siedel hat in Barmen bei der dortigen Missionsdirektion angefragt, ob die Missionare in Südwestafrika noch am Leben sind. Die Direktion antwortete, daß ihnen bekannt sei, die Herero hätten absichtlich ihre Missionare und deren Gut verschont. Für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein. Für Weinbezug! Unter aller Garantie naturreine, flaschenreife Welssweine, per Liter oder Flasche von 60 Pfg. an, Botwein( echter Ingelheimer) Lit. od. 100 versendet in Gobinden ven 25 Liter und Kisten von 18 Flaschen an " " P.Chr. 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Wir bringen zur Kenntnis, daß mit Genehmigung Großh. Kreisamts dahier, bis auf Weiteres die Funktionen des Feuer visitators in der Stadt Gießen durch die Beamten unseres Hochbauamts ausgeübt werden. Gießen, den 31. März 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Als Wieger für die Lastwage am Neustädtertor ist heute Christian Weidig verpflichtet worden. Gießen, den 31. März 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. | Holz- Versteigerung der Stadt Gieken. Montag, 11. April 1904, vormittage 10 Uhr beginnend. werden in den Distrikten Lichten= etche, Sandberg und Neuhege versteigert.: 26 Eichen- Stämme m. 5,33 Fm. 74 Fichten- Stämme m. 14,51 1 Kiefern- Stamm m. 0,35 16 Eich. Derbstangen m. 0,88 m. 16,11" 209 Fichten4 Rm. Eichenknüppelholz Nadelknüppelholz Eichenstockholz 12 12,5 Nadelstockholz 470 Wellen Eichen Reisig 7: 0 Nadel- Reisig. Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße an der 5. Die am 7. If. Mts. angeordnete Sperre der Wetter- Schneise. gasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, 31. März 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. 17 Die Neubesetzung der Stadtdienerstelle dahier wird auf Grund der am 29. Febr. 1. Js. bekannt gegebenen Bedingungen nochmals ausgeschrieben. diejenigen, welche die Qualifikation als Unteroffizier haben, wollen ihre Gesuche bis zum 12. d. Mts. einschließlich, bei der unterzeichneten Stelle einreichen. Grünberg, den 5. April 1904, Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. Bekanntmachung. Alle noch rückständigen Rechnungen über die zur Unterhaltung der städtischen Gebäude im Rechnungsjahr 1903/04 ausgeführten Arbeiten und Lieferungen sind bet Gießen, den 2. April 1904.*-- Gr. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Confirmande Schirme große Auswahl in allen Preislagen. Nur eigenes Fabrikat. Casseler Schirmtabrik, Gießen Seltersweg 9. Meidung der Nichtberücksichtigung bis längstens den Vorteilhaftes Angebot! 1. Mai d. Je. in doppelter Ausfertigung an uns einzureichen. Gießen, den 2. April 1904. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Bekanntmachung. Direkter Bezug Bei Meidung der Nichtberücksichtigung sind bis spätestens von der Fabrik für Private unter den 1. Mai d. Js. alle noch rückständigen Rechnungen über Ausfall d. Händleraufschlags! die in der Zeit vom 1. April 1903 bis 31. März 1904 zur Die Uuterhaltung der städtischen Straßen u. s. w. ausgeführten Fahrradfabrik, Schwalbe" Arbeiten und Lieferungen in doppelter Ausfertigung an uns einzureichen. Gießen, 2. April 1904. Städt. Tiefbauamt. Braubach. Act.- Ges., gegründet 1896, Richard Buchacker. Gg. Carl Volk. Neu Neu! Müller's Deutsche Palent- Handhobelbank No115739 Neu!- Neu! Neu! Müllers Deutsche Patent- Handhobelbank Nr. 115139. Unentbehrlich für Jedermann! Praktisch und von großer Geldersparnis Für Schreiner, Dilletanten, Kinder u Haushalt unentbehrlich. Zu beziehen durch: Georg Hüttenberger, Gießen, Seltersweg 22. 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Hiernach berechtigte und befähigte junge Männer, welche zum Zwecke ihrer Ausbildung eine höhere Bildungsanstalt besuchen oder besuchen wollen, und sich um das Stipendium zu bewerben beabsichtigen, sind einge= laden, ihre Gesuche durch ihre betreffende Bürgermeisterei an die Bürgermeisterei der Hauptstadt ihrer Provinz, also aus Orten der Provinz Starkenburg an die Bürgermeisterei Darmstadt, aus Rheinhessen an die Bürgermeisterei Mainz, aus Oberhessen an die Bürgermeisterei Gießen bis längstens zum 1. Mai d. Js. gelangen zu lassen. Den Gesuchen sind an Zeugnissen beizulegen: preisen empfiehlt J. Hankel Schloßgasse Fahrräder- und NähmaschinenGießen. Versandt, Ersatzteile, Reparaturen Carl Graf Gießen. Kirchenplatz 15. an der Stadtkirche. Größte Spec. Reparaturwerkstatt Oberhessens. Waschkörbe, 1. ein behördlich beglaubigtes Bermögens zeugnis, Waschbütten, 2. eine behördliche Bescheinigung, daß und wo Ge suchsteller studiert, 3. ein Führungs-( Leumunds-) Zeugnis. Außerdem ist der Nachweis zu erbringen, daß der Gesuchsteller in Hessen geboren, bezw. hessischer Staatsangehöriger ist. Gießen, Mainz, Darmstadt, den 1. April 1904. Das Kuratorium: Mecum, Dr. Gaßner, Morneweg, rund und oval Waschseile, Waschklammern O in großer Auswahl empfiehlt Carl Müller, W. Semmler. Ph. Weiler. Sport-Wagen Leiter in großer Auswahl empfiehlt Carl Müller August Kilbinger, Giessen Seltersweg 19. Telefon 276. - Größtes Kinderwagen- Geschäft am Plak Enorme Auswahl in allen Preislagen. Erstklassige Fabrikate von Kinderwagen, Spor wagen, Leiterwogen, und Krankenfahrstühlen. Ständiges Lager von 200 Stück Kinderwagen, Auf Wunsch Katalog. auch Hundeschau in Wetzlar von Hunden aller Raffen am 24. April d. Js. 55 im Saale des Schützengarten". Anmeldeformulare zu beziehen von Herrn Otto Goedeckemeyer, Weglar. Meldeschluss 10. April. Fütterung und Boren stellt Spratt's Patent. Zahlreiche Ehrenpreise. Der Verein zur Züchtung reiner Hunderassen für Wetzlar und Umgegend( E. V.) 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Ein deutscher Offizier lehnte an einem Baum, und fast hätte ganze Beit lang, mie langa Is ich ihm alles erzählt hatte, meinte es lachend:„ Ihm mus treu liebendes Mädchen ohne Mann bleiben sollten solch da mukte ich von neuem zu weinen anfangen, füßte ihm die berziehen werden, denn es wäre ja zu Schade, it Morten zu dont gun Mr Dienstag, den 5. Abell. sche Familienz 1964 Verkauf und emp Geschmades und b tienbie führten Bieren b fennig handlung. on 344. Gießer Röhrle Umgegend übertrage Cetung der Main elungen vorzubeug att. Zugleich be ir , Uhr- Ketten. e 5. Uhrmacher Posten, ohne angerufen zu werden, zu passieren. Als ich die Feldwachen hörte, warf ich mich zu Boden und troch wie eine Schlange weiter. Und doch wäre ich beinahe erwischt worden. Ein deutscher Offizier lehnte an einem Baum, und fast hätte ich ihn angestoßen. Eine ganze Zeit lang, wie lange, vermag ich nicht zu sagen, lag ich unbeweglich, und kaum wagte ich es, Atem zu holen, bis der Offizier endlich weiter ging. Als ich aber erst glücklich innerhalb der feindlichen Linien war, erhob ich mich und suchte nach der Wohnung des Kronprinzen zu gelangen. Dort endlich angekommen, nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und schritt auf die Türe zu. So sehr zitterte ich, daß ich kaum sprechen konnte. Zum Glück bemerkte jedoch der wachthabende Offizier meine Aufregung nicht. Führen Sie mich sofort zu Seiner königlichen Hoheit", bat ich in meinem besten Deutsch. Ich überbringe wichtige Depeschen." Von wem?" fragte der Offizier. Wichtige Depeschen für Seine königliche Hoheit", wieder holte ich fühn. Dabei fühlte ich, wie mir die Knie schlotterten. In dem trüben Licht fixierte er mich scharf, und ich mußte alle meine Kräfte zusammennehmen, um nicht in Ohnmacht zu fallen. Ohne noch ein Wort zu sagen, geleitete er mich sodann in das Zimmer des Kronprinzen, indem er meldete: ,, Wichtige Depeschen!" Von wem?" fragte der Kronprinz. " In Privatangelegenheiten, wenn königliche Hohheit gestatten", stammelte ich. In meinem Innern fühlte ich, daß ich beim Verlassen dieses Zimers entweder Felix Begnadigung erwirkt, oder oder ein anderes Leben für ihn zum Opfer gebracht haben würde. Lassen Sie uns, bitte, allein, lieber Weißhausen!" rief der Kronprinz dem Offizier zu, der sich salutierend zurückzog und hinter sich die Tür schloß. ,, Und was führt Sie also hierher?" wandte sich der Prinz Wie heißen Sie?" freundlich zu mir.„ Sie sehen blaß und angegriffen aus. Der Schlüssel steckte in der Tür und ich drehte ihn raſch um. Im nächsten Augenblick hatte ich meinen Revolver hervorgeholt und zielte damit dem Prinzen ins Gesicht. In diesem erhabenen Moment aber zitterte meine Hand nicht. Königliche Hoheit!" rief ich ihm zu, sobald Sie rufen, sind Sie ein Kind des Todes!" brave war er. Nicht einmal mit den Wimpern zuckte er, er sah Oh! Er war ja ein Deutscher, aber auch un brave, un mich nur fest an und lachte. ,, Eine kleine Kriegslist also!" bemerkte er in einem nachlässigen Tone: Wer sind Sie und was wollen Sie?" Herr Kronpring!" antwortete ich ihm. Ich bin die Tochter des Müllers von Pench. Mein Schatz, Felix Larondie, ist heute Abend von Ihren Leuten als Fraktireur ergriffen worden. Wenn er nicht bereits erschossen ist, ist er zum Tode verurteilt. Sein Leben will ich, oder- königliche Hoheit, ich nehme dafür das Ihrige." Das nenne ich ein Weib!" rief er.„ Bravo!" Dabei lachte er, und mir, die ich gerade an Felix denken mußte, wäre der Revolver beinahe aus der Hand gefallen. Davon weiß ich garnichts, liebes Kind. Nein! Doch halt! Hier sind verschiedene Papiere, die mir zum Unterzeichnen gebracht worden sind. Ah, das hier ist es, Felix Larondie, Bauer, mit den Waffen in der Hand ergriffen. Soll morgen früh um 5 Uhr erschossen werden." Er wird nicht sterben, königliche Hoheit oder..." Mit Worten konnte ich nicht drohen, aber meinen Revolver hielt ich in Bereitschaft. „ Er ist ein Mörder und Nein", schrie ich, er ist Soldat, wenn er auch keine Uniform trägt. Können königliche Hoheit glauben, daß ich um eines Mörders willen so viel gewagt haben würde?" ,, Er hat als Franktireur und nicht als Soldat gekämpft." ,, Was macht das aus?" und hätte er für Frankreich in der Stunde der Gefahr nicht die Waffen ergriffen, so würde ich ihn keines Blickes mehr gewürdigt haben. Wenn Ihnen Abr Leben lieb ist, Hoheit, müssen Sie ihn frei geben." Mein Leben steht in Gottes Hand", entgegnete er, mir, ins Gesicht sehend." Drohungen schüchtern mich nicht ein. Sie sind aber ein tapferes Mädchen, Mademoiselle." Und dann verließ mich mein Mut, Monsieur. Ich ließ den Revolver fallen, warf mich zu seinen Füßen und bat und flehte ihn an. Und er, Monsieur, hob mich auf, gab mir Wein zu trinken und ließ sich die ganze Geschichte erzählen. Th, was für ein guter und freundlicher Herr war das doch! Call MIS ich ihm alles erzählt haffe, fffeinte er lachend:" Ihm muf berziehen werden, denn es wäre ja zu Schade, wenn folch treu liebendes Mädchen ohne Mann bleiben sollte." Und da mußte ich von neuem zu weinen anfangen, füßte ihm die Hand und versuchte es, ihm mit Worten zu danken. Und jetzt brachte er mich zu Felix, dem er seine Begnadigung anfündigte. Ich warf mich auf Felix und ich selber habe seine Fesseln durchschnitten. Zusammen dankten wir dann dem Prinzen." Ihrem Manne einen verstohlenen Seitenblick zu. werfend, fuhr sie fort: Freilich, ob die Männer alles das wert sind, finden wir Frauen erst später heraus. Drei Tage später überbrachte mir eine Ordonnanz ein Armband von Seiner königlichen Hoheit. In demselben war eingraviert:„ Einer tapferen und treuen Französin!" Sehen Sie, ich trage es noch. Ja, Monsieur, als dieser edle Fürst starb und alle Aerzte der Welt ihm nicht helfen konnten, da haben wir bitterlich geweint. Auch haben wir für seinen Sarg einen Kranz geschickt, und ich wagte es, an die Kaiserin zu schreiben. Sie war die würdige Tochter ihrer Königin, Monsieur. Sie hat meinen Brief eigenhändig beantwortet und gar oft sprechen wir von dem edlen Fürsten und seiner hingebenden Gattin, die sich auch in Feindesland ein gutes, dauerndes Andenken gesichert hat. AUS FERNEN ZONEN Indischer Fanatismus. " Der Aeltere der berühmten brüderlichen Weltreisenden Schlagintweit erzählt folgendes: Auf meiner Reise durch Asien hatte ich Gelegenheit, eine Probe von religiöser Aufopferung zu beobachten, die an Wahnsinn grenzte. Ein sehr andächtiger Fakir hatte sich, um einen Platz im Paradies zu gewinnen, noch sehr jung die Marter auferlegt, durch zwölf Jahre weder zu liegen, noch zu sitzen, sondern immer zu stehen. Um, vom Schlaf überwältigt, nicht umzufallen, band er sich an einen Baum, so daß die Schlingen ihn unter den Armen durchgingen. Als die zwölf Jahre vorüber waren, tat er ein zweites Gelübde: seine gefalteten Hände zwölf Jahre lang unbeweglich über den Kopf zu halten. Am Ende dieser Zeit fand es sich, daß das Blut in seinen Armen nicht mehr zirkulierte; sie waren auss gedorrt, steif und unempfindlich. Nach dieser vierundzwanzigjährigen grausamen Kasteiung, die er sich selbst auferlegt, hielt man ihn des Titels Pogis"( Heiliger) noch nicht würdig, sondern legte ihm noch zwei Prüfungen auf, bei welchen ich eben gegenwärtig war. Man band den Fanatiker bei den Füßen an eine Art Galgen, zündete unter ihm ein großes Feuer an und schwenkte ihn etwa eine Viertelstunde lang durch die Flammen, aber so schnell, daß sein Haare nicht davon ergriffen werden konnten. Als man ihn losband, war er beinahe tot. Nichtsdestoweniger schritt man zur zweiten Probe. Man grub ihn in frische Erde und ließ ihn nahezu zwei Stunden in diesem Grabe. Nach Verlauf dieser Zeit grub man ihn aus und, wer hätte es geglaubt, der Mann atmete noch. Nun wurde er als Pogis ausgerufen. Da hatte der arme Fakir noch die Kraft, seine Augen zu öffnen, als wolle er dem Himmel danken, und verschied. Was ist hier mehr anzustaunen, die Schwäche des geistigen oder die Stärke des physischen Lebens?" Verschiedene Tafelfreuden. Die Bewohner der MaldaviInseln essen allein. Sie begeben sich zu diesem Zweck in den hintersten Teil ihrer Häuser und ziehen die Tücher, welche als Fenstervorhänge dienen, zu, um ihre Mahlzeit völlig ungestört halten zu können. Die Bewohner der Philippinen dagegen sind sehr gesellig. So oft einer von ihnen keinen Genossen hat, der seine Mahlzeit teilt, läuft er herum, bis er einen findet, und wie groß auch sein eigener Appetit sein möge, wagt er doch nicht, denselben zu befriedigen, so lange er keinen Gaft hat. Lie Speisetafeln der reichen Chinesen sind wunderschön lackiert und mit sehr kunstreich gearbeiteten seidenen Teppichen bedeckt. Von Tellern, Messern und Gabeln machen die Chinesen keinen Gebrauch, sondern man bedient sich zweier elfenbeinernen Stäbchen, die der Sohn des Reiches der Mitte ebenso geschickt handhaben ver: steht, wie nur irgend ein europäischer Eßtünfter" Messer und Gabel. Ein Kamtschadale kniet vor seinem Gat nieder, schneidel ein riesiges Stück Seekalbfleisch ab und stopft es ihm unter dem wütenden Rufe:„ Taga!"(" da!") in den Mund. Was an dem selben hängen bleibt, schneidet er ab und verschlingt es selbst, Nr. 74. Dienstag, den 5. April. 1904 Oberbessische Familienzeitung. Tägliche Unterhaltungs- Beilage der Gießener Neueste Nachrichten. Band und Bering ber Olofener Bering@ braderet, verm. Wilh. Reller'sche Bucheruderet( gegs. 1788); sent: Ibis Riots ( 8. Fortseßung.)] Gewissensqualen. Kriminal Roman von Robert Buchanan. Abermals dankte sie mir, und indem sie vom Sopha aufstand, wünschte sie mir Gute Nacht" und ging hinaus. Jezt, da ich über die Vorfälle des Abends nachdenken konnte, war es mir sehr lieb, daß ich nochmals Gelegenheit haben würde, das Fräulein zu sehen. Wäre es wirklich möglich, so fragte ich mich, daß ich hierher auf dieses Schloß hatte tommen müssen, um dem Hilfeschrei Folge zu leisten, den ich im Traume gehört? Obwohl die Dame des Hauses sich zurückgezogen und mich mir selbst überlassen hatte, so merkte ich doch bald, daß sie im Geiste der alten irischen Gastfreundschaft für meine Bequemlichkeit gesorgt hatte. Das Mädchen, das mich ins Haus eingelassen, kam bald wieder ins Zimmer und bat mich, ihr noch einmal zu folgen. Sie führte mich eine Treppe höher in ein gemütliches Schlafzimmer, wohin ein paar Minuten später mein Kutscher auch das Reisegepäck brachte. Befriedigt erzählte er mir, daß er gut versorgt sei, und daß auch sein ,, armer Gaul" es sich im Stalle bequem gemacht habe. Kaum hatte ich mich gewaschen und meinen Anzug in Stand gesetzt, als das Mädchen abermals klopfte, um mir mitzuteilen, daß das Abendbrot unten bereit stände. Ich folgte ihr in das Wohnzimmer. Ein kräftiges Feuer flackerte im Kamin, und auf dem Tische stand eine Mahlzeit bereit, wie sie sich ein hungriger Reisender nicht besser wünschen konnte: Tee, Milch, Hausbrot, frische Eier und in Scheiben geschnittener, gebratener Lachs, der ganz frisch aus der See gekommen war. Ich war gerade im Begriffe, darüber herzufallen, als Bridget ins Zimmer trat. Das Fräulein läßt sich dem Herrn Doktor bestens empfehlen", sagte sie, und ob Ihnen vielleicht Wein lieber ist. Wir haben Rotwein da, auch Burgunder, von dem unser Herr, Gott hab' ihn selig immer getrunken hat." Ich dankte und sagte ihr, daß ich Tee vorziehe. Auch nach dem Befinden meiner Patientin erkundigte ich mich. Es geht ihr besser, aber ich glaube, vollkommen wohl wird sie sich in dieser Welt nicht mehr fühlen." Und bevor ich noch etwas sagen konnte, hatte sie das Zimmer verlassen. Während ich aß, betrat das Fräulein noch mehrere Male das Zimmer. Es gelang mir jedoch nicht, sie in eine Unterhaltung zu verwickeln. Sie gab mir nur einsilbige Antworten und ich konnte nichts aus ihr herausbekommen. Ich war jedoch bequem untergebracht, hatte gut gegessen und um mein Glück vollständig zu machen, brachte mir das Mädchen noch alles nötige, um einen heißen Punsch zu machen. Ich braute mir ein großes Glas voll, das mir so gut schmeckte, daß ich ein zweites folgen ließ, und ging schließlich in der denkbar besten Laune zu Bett und schlief tief und fest bis zum anderen Morgen. Keine Erscheinung erschreckte mich in dieser Nacht, ja nicht einmal ein Traum störte mich. Als ich aufwachte, war es bereits heller Tag, neun zeigte meine Uhr. Ich sprang aus dem Bett, zog die Fenstervorhänge zurück und blickte hinaus. Die Sonne schien hell, und vor mir, keine hundert Meter entfernt, breitete sich der mit silbernem Sand bedeckte Strand und die ruhige See aus. ( Nachdrud verboten.)) Eine halbe Stunde später war ich bereits unten am Meeresufer und betrachtete mir von dort aus das Schloß. Die Wahrheit zu gestehen, war es doch wohl kein Schloß. Wohl mag in früheren Zeiten an seiner Stelle ein Gebäude gestanden haben, das diesen Namen verdiente; aber von dem ursprünglichen Bau war nur wenig übrig geblieben, und das aus Sandstein erbaute Wohnhaus machte durchaus feinen Anspruch auf architektonische Schönheit. Aber auch in seiner jezigen Gestalt beherrschte es die Gegend; fast genau nach Westen gelegen, war von ihm aus ein großer Meeresarm des atlantischen Ozeans zu übersehen. Nach dem Lande zu erstreckten sich einsame Moore und mit Heidekraut bewachsene Hügel- den Namen Berge verdienten sie nicht ihnen strömte in vielen Windungen und Fällen ein kleiner Fluß herunter, der, einen Steinwurf vom Schlosse entfernt, sein Wasser in die See ergoß. und von In das Schloß zurückgekehrt, fand ich dort ein prächtiges Frühstück vor, und kaum hatte ich demselben Gerechtigkeit wiederfahren lassen, als meine Wirtin erschien und mich mit liebenswürdigem Lächeln begrüßte. Sie erzählte mir, daß sie dank dem Schlaftrunke, den ich ihr gegeben hatte, die Nacht in ruhigem Schlummer verbracht habe. Obgleich sie noch blaß und bekümmert aussah, war doch der seltsame Zug um ihre Augen, der mir bei der ersten Begegnung so aufgefallen war, jetzt geschwunden. Mit kindlicher Harmlosigkeit streckte sie mir die Hand entgegen, und lächelnd meinte sie, daß die Vorgänge des vergangenen Abends mich hoffentlich nicht glauben machen würden, daß ich unter Wilde geraten sei. Sie habe vor der jetzigen Begegnung mit mir Angst gehabt, weil sie fürchte, ich würde mich sofort von ihr verabschieden. Ich weiß nicht, wie es zugeht, Herr Doktor," fügte sie noch hinzu, seit den wenigen Stunden, die Sie in diesem Hause verbracht haben, ist ein Gefühl der Ruhe über mich gekommen, wie ich mich dessen noch nie zu erfreuen hatte, seitdem mich mein großes Unglück heimgesucht hat. Ich danke Gott, daß er Sie hierher gesandt hat, um mir in dieser schrecklichen Zeit beizustehen. Verzeihen Sie, wenn ich Ihnen kindlich erscheinen mag, aber mir ist es so, als wenn ich im Begriff stände, im Meere zu ertrinken und jemanden zur Hilfe herbeigerufen hätte, der mir die rettende Hand reichte." Während sie so sprach, war es mir, als ob ich dieselbe Stimme hörte, die in dem so weit entfernten London zu mir gesprochen hätte. Voll Erstaunen und keines Wortes mächtig, sah ich ihr in die tränenvollen Augen, und erst Bridgets Eintreten ins Zimmer erinnerte mich daran, daß ich nicht träumte, und daß die Dame die vor mir stand, ein Wesen aus Fleisch und Blut mar. " Entschuldigen Euer Gnaden," wandte sich Bridget zu mir, der Andreas möchte gern wissen, wann er einspannen soll. Anstatt ihr zu antworten, wandte ich mich an Fräulein Craig. " Ich habe Ihnen noch gar nicht für Ihre große Gast freundschaft gedankt, gnädiges Fräulein," redete ich sie an; 1000000 auch mein Stadttom 12, II Wohnung nach n der Klin titrage Abendstern 84 junior, armor- Jaduftie t purit roh u. gefod fiehlt nitt ag 5. Mezger. 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Indeffe Deß die Dresde die Rasse einzusc chreiten der Be Serfahrens der S nicht in der Es hat näm Lind diefer Buft gebilligte Verfu Distriktsärzt der Billigung der Aufsichtsbe Haffenärzte, neb mach den Min haben die frü wer Voraussegur fahren der Staffe der solidarischen Rassenärzte üb Auch die nicht zu erfüller Kassenborstand schaffung von 7 deren Träger d handenen 75 บา รา ล oder doch nich herkommen wer Leipzigs hhandeln würden bezirte Hihre an den G Ebenachbarten A haben aber erkl Das ist ein erforderlich irgend eine We Die Regierung dafür wird fie folidarisch er Kaffe würde der früheren bedeuten, ga die nicht uner zu den 3 gleichswege Die nicht uner weil die Erbi Ginmal weil tände sehr f mittelnd eing Merzte erbitte halten hat. ohne Ihre große Liebenswürdigkeit wäre ich gestern abend bollkommen obdachlos gewesen. Ich weiß jedoch recht wohl, daß ich Ihre Güte nicht länger mißbrauchen darf. Da ich aber einmal hier in Mylrea bin, so möchte ich mich noch eine furze Zeit hier aufhalten, und ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir erlaubten, mein Gepäck einstweilen hier zu lassen, während ich mit dem Kutscher eine kleine Fahrt durch die Nachbarschaft mache, um zu sehen, ob ich irgendwo ein oder zwei bewohnbare Zimmer finde." Ihre Antwort hierauf war recht bezeichnend. Sie bat mich doch länger in ihrem Hause zu verweilen; die besten Bimmer ständen zu meiner Verfügung, erklärte sie, und Bridget würde schon sorgen, daß es mir an nichts fehle. Sie sind zu gütig", entgegnete ich. Unter keinen Umständen darf ich Ihnen jedoch noch länger zur Last fallen. Ich bin hier vollkommen fremd und habe durchaus keinen Anspruch auf Ihre Gastfreundschaft." ,, Aber ich wünsche selbst, daß Sie bleiben sollen." " Das will ich auch gerne tun, wenn ich eine Wohnung finde. Aber ich bitte Sie, überlassen Sie mir das lettere. Ich werde schon irgendwo unterkommen, und dann liegt mir ja auch daran, so viel wie möglich von Land und Leuten hier fennen zu lernen." Da sie merkte, daß mein Entschluß feststand, drang sie nicht weiter in mich, und ich möchte sogar glauben, daß es ihr ganz angenehm war. Ich fürchtete, was die Welt dazu sagen würde, wenn ich, ein Fremder und noch dazu unverheiratet, als Gast mich im Hause eines jungen Mädchens aufhielte, das weder Verwandte noch Bekannte um sich hatte. Damals wußte ich freilich noch nicht, daß ein junges Mädchen in den Einöden Frlands ihr eigener Beschützer und an keine Formen des Herkommens gebunden ist. " Ich werde mir jedoch öfters die Ehre geben, mich nach Ihrem Befinden zu erkundigen", schloß ich, und wenn Sie es gestatten, will ich mich gern als Ihren Arzt betrachten." Damit ging ich hinaus, um mich mit Andreas, dem Kutscher zu besprechen und mich dann in Mylrea nach einer Wohnung für mich umzusehen. Andreas, der auf mich wartete, sah zufrieden und fröhlich aus; man merkte es ihm an, daß er gut geschlafen und tüch tig gegessen hatte. Meine Besprechung mit ihm hatte jedoch ein recht unbefriedigtes Ergebnis. Er erzählte mir, daß es im Dorfe fein einziges Zimmer gäbe, das einem solch„ feinen Herrn", wie ich es sei, zu zeitweiligem Aufenthalt dienen könnte. Unter gewöhnlichen Verhältnissen würde ich wohl seine Rede haben gelten lassen; da ich mir aber in den Kopf gesetzt hatte, hier in Mylrea Aufenthalt zu nehmen, machte ich mich unter seiner Führung zu einer eingehenden Besichtigung des Dorfes auf. Ich fand bald, daß Andreas nur zu sehr die Wahrheit gesagt hatte. In eine Hütte nach der andern trat ich ein- und beeilte mich, so rasch wie möglich wieder hinauszukommen. Für Ochsen und Schweine mögen sie wohl gut genug sein, dachte ich bei mir, aber nicht für menschliche Wesen, mögen diese nun feine Herren" oder nicht sein. Als Andreas aber sah, daß ich mich in meinem Entschlusse nicht irre machen ließ, schlug er endlich vor, wir möchten doch einmal zur Witfrau Macrae gehen, und so gingen wir denn zu der Witwe. Das Häuschen, das sie bewohnte, lag ziemlich außerhalb des Dorfes, dicht am Meeresufer. Dem Aeußeren nach unterschied es sich in nichts von den andern: ein kleiner niedriger Schuppen, faum besser als eine englische Scheune; in dem Augenblicke aber, wo ich sein Inneres betrat, nahm ich im Geiste vor der Witfrau Macrae den Hut ab. Hier, unter ihrer sorgenden Obhut, herrschte die peinlichste Reinlichkeit und Ordnung, und obwohl die Witwe nicht allzu viel ihr eigen nannte, so wurde doch das, was sie hatte, bis aufs äußerste in Stand gehalten. In der Tat, der Fußboden der Küche war ungedielt und bestand nur aus Erde, er war aber trocken und sauber, sauberer als manche gepflasterte oder mit Brettern belegte Küche; die Teller und Schüsseln im Küchenschrank glänzten, der offene Kamin war wie abgefegt, und vor dem Fenster hing sogar ein Musselinvorhang. Als die Witwe, eine lebhafte, dunkle, gutmütig aussehende Frau, die ehemalige Gattin eines Sergeanten der irischen Gensdarmerie, von meiner Absicht hörte, führte sie mich in ein nach innen gelegenes Zimmer, welches, obwohl recht klein und zierlich, doch so sauber war, als wäre es samt seiner Einrichtung gerade erst hergestellt worden. Von dem Leinen, auf dem Himmelbett bis zu den weißen Vorhängen vor den Fenstern glänzte und lachte alles; im Zimmer stand ein runder Mahagonitisch, ein alter Lehnsessel, Schreibgeräte waren da, und um das Werk zu krönen, stand auf dem Fensterbrett ein weißes Kreuz mit einem Strauß von Herbstblumen und Heidekraut. Das suche ich gerade, sagte ich zu mir; eine Oase in einer Wüste von Schmutz und Staub! In der Nähe des Blumenstraußes erblickten meine Augen ein kleines, in dunkles Leder gebundenes Buch; ich nahm es in die Hand, schlug es auf und sah, daß es eine Sammlung irischer Volkslieder war. „ Es gehört dem Pater Antonius", bemerkte Mrs. Macrae, den ganzen Winter über wohnte er bei mir, als er hier Kaplan war." Ich schlug es auf und las auf der ersten Seite nachstehende Widmung, die offenbar von einer Damenhand geschrieben Anton Creenan war: Zur Erinnerung an seine aufrichtige Freundin Ellen Craig. Die Frau, die mir anmerken mochte, daß ich an dem Buche Interesse nahm, fuhr fort:„ Das gnädige Fräulein gab es ihm, als er noch studierte." Und wo ist Pater Antonius jetzt?" „ Euer Gnaden wissen das nicht?" entgegnete Mrs. Macrae. Ach, daß ist eine recht lange und traurige Geschichte. Er wurde krank, als das Unglück mit seinem Bruder kam, und seit jener Zeit liegt er auf den Tod." Und als ob sie diese Unterhaltung abbrechen wollte, fügte sie hinzu:„ Wenn Euer Gnaden das Zimmer nehmen, würde ich es mir zur hohen Ehre rechnen, Sie so lange, als es Ihnen gefallen mag, hier zu behalten, und was Andreas anbetrifft, so habe ich hier neben der Küche eine Art Kammer, die für seinesgleichen gut genug ist." Ich hatte bisher nicht daran gedacht, Andreas länger bei mir zu behalten; nachdem aber dieser Gedanke von der Frau geäußert war, mußte ich gestehen, daß er durchaus nicht übel war. Wenn ich die Wohnung mietete, Andreas als Diener und Faktotum bei mir behielt, seinen Wagen zur Verfügung hatte, um Ausflüge in der Umgebung zu machen, nebenbei noch etwas fischen und jagen könnte und dazu noch die Möglichkeit hatte, in ein romantisches Abenteuer verwickelt zu werden, so würde ich, überlegte ich bei mir, ein paar Wochen nicht ganz unzweckmäßig verbringen. Ueber die Bedingungen wurde ich mit der Witwe bald einig, und als ich Andreas den Vorschlag machte, mit Roß und Wagen bei mir zu bleiben für die Zeit meines Aufenhaltes in Mylrea, sprang er vor Freuden in die Höhe. Aber nun entstand eine neue Schwierigkeit: wo sollten wir das Pferd unterbringen? Andreas sah mich an. Die Witwe aber meinte:„ Das gnädige Fräulein wird es gewiß ganz gern erlauben, daß der Gaul in den Ställen des Schlosses weiter stehen bleibt." Nach einigem Zureden sandte ich Andreas mit einem Briefchen an Miß Ellen und mit der Weisung, mein Gepäck zu holen, auf das Schloß. Während er fort war, unterhielt ich mich mit meiner Wirtin. Ich fand in ihr eine keineswegs ungebildete Person. In ihren Manieren und in ihrer Art zu sprechen, war sie den gewöhnlichsten irischen Landleuten ganz bedeutend überlegen, was wohl dem Umstande zuzuschreiben sein mag, daß ihre Mutter viele Jahre lang Haushälterin auf dem Schlosse war und sie selbst eine gute Erziehung in Ballina genossen hatte. Sie hatte dort die Damenschneiderei erlernt, dann aber einen stattlichen Polizeisergeanten geheiratet, der ein paar Monate nach der Hochzeit starb. Geschwäßig erzählte die gute Frau mir ihre wenig aufregende Lebensgeschichte. Und nun wovon leben Sie jetzt?" fragte ich, als sie zu Ende war. " Ja, sehen Sie, Euer Gnaden, ich halte mir ein paas Hühner und ein Schwein und nahe ein bischen, und das Fräulein, Gott steh' ihr bei, ist sehr gut gegen mich." Fräulein Craig scheint schwer von dem Unglück heimgesucht zu sein?" Das ist sie, Herr, und in ganz Mylrea gibt's keine Menschenseele, die nicht das Leben lassen würde, wenn sie dent Fräulein damit helfen könnte. Aber jedermann wußte, daß so etwas folgen würde, als sie sich in Mr. Michael verliebte." „ Wer ist das?" „ Michael Creenan, der des Mordes an unserem Herrn Gott hab' ihn selig beschuldigt wird und deswegen ir Gefängnis sitzt." ( Fortsetzung folgt.) Unser Fritz und die Müllerstochter. Junger Bursche, Odeau mit Namen, verraten hat. Dem Englischen nacherzählt von J. Cassirer. ( Nachdruck verboten.) Schon seit vielen Jahren verfolgte ich die Gewohnheit, während meiner Ferien gewisse Gegenden des Auslandes zu Fuß zu durchstreifen, und so war im vergangenen Sommer meine Wahl auf das östliche Frankreich gefallen. Mein Hauptquartier hatte ich in Beauvoir, einem kleinen Dorfe an der Maas, aufgeschlagen. Mehrere Wochen lang wohnte ich hier bei einem Felix Larondie und seiner Frau Jeanne. Da ich auf diesen Exkursionen möglichst viel Land und Leute kennen lernen wollte, ist es mir stets willkommen, wenn ich bei einfachen Dorfbewohnern Pflege und Obdach erhalten fann. Felix war ein gutmütiger, lebensfroher Mann von sechsundvierzig Jahren, dem die Bewirtschaftung seiner paar Morgen Land einen bequemen Lebensunterhalt gewährte. Nach meinen englischen Begriffen war er sehr umsichtig und sparsam; seine Frau indessen, die eine frühere französische Bäuerin, und wie eine solche mäßig und sparsam war, ärgerte sich nicht selten über Anschauungen ihre Mannes, die sie für überspannt hielt. Jeanne war eine vorzügliche Wirtschafterin, und der kleine Hausstand blüte und gedieh. Im großen Kriege von 1870 ist Felix von Beauvoir Franktireur gewesen, und für mich gab es kein größeres Bergnügen, als wenn wir am Abend vor der Tür saßen und ich seinen Erzählungen aus der Zeit, in der Frankreich am Boden lag, zuhören konnte. Eines abends saßen wir schweigend, unsere Pfeife rau chend, zusammen, als er plötzlich fragte:„ Habe ich Monsieur schon erzählt, wie ich in die Hände der Deutschen fiel und wieder daraus befreit wurde?" Nein," erwiderte ich. Ich glaube, die Deutschen erschossen alle Freischärler, deren sie habhaft wurden." ,, Aber mich haben sie doch laufen lassen", versezte er mit einem häßlichen Lachen.„ Es mag unglaublich flingen, Monsieur, aber doch ist es war, daß damals die kleine Jeanne, die Sie hier sehen, das Leben des deutschen Kronprinzen in ihrer Hand hielt." „ Die Geschichte würde ich sehr gern hören", meinte ich. Mit größtem Vergnügen, und wenn Monsieur glauben sollte, daß etwas Unrechtes dabei vorgekommen ist, so müssen Sie das schon einem verliebten Weibe zugute halten." Nach Sedan, Monsieur, wurde in unserem Dorfe eine Versammlung abgehalten und dreißig von uns Männern und Burschen traten zu einer Kompagnie von Franktireurs zusammen. Wir waren überzeugt, daß wir unserem Vaterland als irreguläre Truppen mehr nüßen konnten, als wenn wir in der Armee unter unfähigen Führern gedient hätten. Wir waren gut bewaffnet und ein alter kriegsbefähigter Veteran befehligte uns. Da die Deutschen ihre Streitkräfte um Mez zusammengezogen hatten, marschierten wir dorthin und in den Bergen, hinter einem kleinen Dorfe, Pency mit Namen, etwa drei Meilen von der Festung entfernt, versteckten wir uns. In Pench war Jeanne zu Haus, und im ersten Augenblick, als ich sie sah, sagte ich mir:" Jelix, wenn du Glück hast, muß dieses Mädchen dein Weib werden." Ihr Vater war der Müller von Pency und die verwünschten Ulanen hatten ihn vollkommen zu Grunde gerichtet. Auf die Deutschen waren sie dort nicht gut zu sprechen; umso besser wurden aber wir aufgenommen, und wir waren noch keine vier Wochen in Bench, als ich bereits mit Jeanne und ihrem Vater einig war. Heiraten sollten wir freilich erst dann, wenn Frankreich wieder befreit sein würde. So klein unsere Schar auch war, so machte sie doch, dank der Führung des alten Montbon, den umherschweifenden Ulanen viel zu schaffen. Auch Jeanne war für uns un schäzbar. Sie war Auge und Ohr für uns alle, und Montbon pflegte sie nicht anders als den„ Chef des Generalstabes" zu nennen. Wenn es sich irgendwie machen ließ, traf ich mich mit ihr jeden Abend in einer kleinen Höhle, die ich entdeckt hatte. Da diese Höhle zwei Ausgänge hatte, brauch ten wir eine unliebsame Ueberraschung nicht zu fürchten. Drei Monate blieben wir in Pency. Dann wurde uns aber hier der Boden zu heiß, und wir schickten uns an, Pency zu verlassen, um nach einem ein paar Meilen südlicher gelegenen Dorfe zu gehen. Aber noch an demselben Abend, an dem wir Bench verlassen wollten, fiel ich in die Hände der Bayern. Jeanne behauptete bis zum heutigen Tage, und ich glaube, sie hat damit auch gar nicht Unrecht, daß mich ein Bauer, ein Er hatte zuversichtlich gehofft, daß die heilige Jungfrau ihm Jeanne zur Frau geben würde, und er war im höchsten Grade aufgebracht, als er sich bei Jeanne einen Korb holte. Mag dem nun sein wie es wolle, Monsieur, in der Dämmerung_an jenem Abend, gerade als ich mich zum Stelldichein begeben wollte, wurde ich ergriffen, und so unvermutet und so rasch ging die Geschichte vor sich, daß ich mich weder verteidigen, noch den Versuch, davonzulaufen, machen konnte. Mit dem Gewehr in der Hand war ich gefangen genommen worden. Sie sind ein Märder", rief mir der deutsche Offizier auf Französisch zu, und werden erschossen werden. Wo sind Ihre Spießgesellen?" Ich tat so, als hätte ich ihn nicht verstanden. Dabei hatte ich große Angst, daß man mich auf der Stelle erschießen würde, denn in jenen schrecklichen Tagen, Monsieur, pflegten Urteil und Hinrichtung rasch aufeinander zu folgen. Ich fühlte daher keine geringe Erleichterung, als mir jetzt die Hände auf den Rücken gebunden wurden und wir uns auf den Weg nach dem Dorfe machten, in dem sich das Mein guter Stern fügte es, daß Jeanne uns unterwegs Hauptquartier des Kronprinzen von Preußen befand. begegnete. Monsieur wird wahrscheinlich glauben, daß Jeanne ein ruhiges, kleines Frauchen ist, aber Monsieur hat sie noch nicht aufgeregt gesehen. Und damals war sie aufgeregt! Sie stürzte sich auf mich und wollte mich befreien. Dann entriß sie einem Bayern das Gewehr, und hätte ich sie nicht so dringend gebeten, sich in meinem Interesse zu beruhigen, so würde wohl sie allein das ganze Begleitkommando in die Flucht geschlagen haben. Dann legte sie sich aufs Bitten, aber die Soldaten lachten sie aus und trieben sie mit heftigen Worten hinweg. Mir selber war damals das Herz so schwer wie ein Stück Blei. Aber noch kannte ich meine Jeanne nicht! Ich wurde von den Adjutanten des Kronprinzen geführt, der mir unter der Bedingung, daß ich meine Kameraden verraten sollte, die Freiheit versprach. Ich stellte mich aber dumm, und als der Offizier erkannte, daß aus mir doch nichts herauszubekommen wäre, befahl er, daß ich am nächsten Morgen, früh fünf Uhr, erschossen werden sollte. Zu mir aber sagte er:„ Bis dahin geben wir Ihnen Zeit, die Sprache wieder zu finden; sonst werden Sie für immer stumm." Ich wurde an Händen und Füßen gebunden und dann in eine Baracke geworfen. Daß mein Gemütszustand in dieser Zeit nicht der angenehmste war, werden Sie mir gern glauben, Monsieur. Ich dachte an Jeanne, die ich nie wiedersehen würde. Ich malte mir dabei aus, wie sie nach Hause laufen und dort nach Weiberart in ihrer Verzweiflung jammern und heulen würde. Aber ich kannte sie noch nicht! Mit der ganzen Energie und mit dem Scharfsinn eines Weibes arbeitete sie inzwischen für mich.„ Jeanne, Jeanne, ma petite, komm' mal her!" Jeanne erschien im Rahmen der Türe. „ Erzähl' doch mal Monsieur, wie du mich gerettet hast, ma petite." Jeanne wurde feuerrot im Gesicht. Was," Die dumme Geschichte soll ich schon wieder erzählen?" „ Das ich doch keine dumme Geschichte," warf ich ein.„ Sie würden mir einen besonderen Gefallen erweisen, wenn Sie die Güte hätten, mich diese Geschichte aus Ihrem Munde hören zu lassen." „ Wenn der Monsieur wünscht, mit größtem Vergnügen. Monsieur gestatten aber wohl, daß; ich mir erst mein Strickzeug bele. Kaum hatte canne néven uns Platz genommen, als sie begann:„ Als ich ihn so wegführen sah, bemächtigte sich meiner die erzweiflung, denn ich mußte nur zu gut, was ihn erwartete. Und dann gab mir die gebenedeiete Jungfrau einen Gedanten ein und ich flehte zu ihr, daß sie mir auch Kraft und Verstand gewähren solite, um ihn ausführen zu können. Vor eina acht Tagen patte in unserer Gegend ein heftiger Kampf getobt, und ich wußte, daß Jacques Pettot ein paar deutsche Unijermen beiak, die er den Gefallener weggenommen hatte. Ich bat ihm darum, und als er sie mir nicht geben wollte, bedrohte ich ihn so lange, bis er sie zum Vorschein brachte. Eine Unteroffiziersuniform paßte mir vorzüglich), und nochdem ich mir mein langes Haar abge. schnitten, und einen Dolch und Revolver zu mir gesteckt hatte, machte ich mich eiligst auf den Weg. Als ich in die Nähe der feindlichen Linien kam, schlich ich mich mit äußerster Vorsicht weiter, denn meine Absicht war es, die feindlichen Recht lehrr Streitigkeiten ein Aranfenfaj Morgange in erste geendet. geſtellten ſechs U für fichtsbeh tsbehörde ur die etwa 24 Herzte, hat darunter fort. Inzwiſche Menderung der und zwar die le ( pang geriet die erhaltung des Die drei Morz drei Aerzte 1916 taffe hat ten gefell unu greifen und Das Solin wie es binner