nen ceme gefärbt att 0.50 ME. Stoffe bis zu omas Jengaffe 20. örbe, Hen, obal eile, mern G hl empfiehlt iller, traße 12. er rhalten bei rstraße 10. er llen: er porten. Nr. 55. Zweites Blatt. bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., m's Saus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. vatisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 5. März 1904. Gießener 13. Jahrgang. Jnsertionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz Obr hessen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Reklamen die Betitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungslifte No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88 Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Lokales. 5. März 1904. n Das Jugendfest 1902 und das Lehrerfollegium der Höheren Mädchenschule zu Gießen. Den Lesern der„ Gießener Neueste Nach richten" wird es noch erinnerlich sein, daß die Feier das Jugendfestes im Jahre 1902 nicht wie in den vielen Jahren vorher die gewohnte allgemeine Beteiligung finden sollte. Das Lehrerkollegium der Höheren und Erweiterten Mädchenschule lehnte seine Unterstützung ab und eine offizielle Teilnahme der Schülerinnen jener Anstalt unterblieb. Die Folge war, daß dieser neue Standpunkt der betr. Lehrer im Stadtkollegiu n zu sehr heftigen Debatten Veranlassung war und dort, wie auch in der Bürgerschaft großes Befremden erregte, daß das Gießener Jugendfest, welches Jahrzehnte sich erhalten und ein gewisses Ansehen als allgemeines Volfs- und Schulfest auch nach Außen hin besaß, nicht mehr allen angenehm sei. Unser damaliger Bericht erstatter der betr. Stadtverordneten- Sizung gab in seinem Bericht den Verlauf der Jugendfest Debatte in etwas freimütiger Weise wieder, auch verband er eine Kritik damit. Diese Letztere verstieß formell gegen das Gesez und die Lehrerschaft, auf's schwerste dadurch beleidigt, beranlaßte eine Beleidigungsklage gegen unseren damaligen Berichterstatter Spieß und unsern verant wortlichen Redakteur Klein. Der Prozeß hat sich 1½ Jahre hingezogen; erst am 18. Dezember v. Js. wurde ein Urteil gefällt, das dem Lehrerkollegium u. A. die Publikationsbefugnis zuerkannte. Trotzdem wir wiederholt und von vielen Seiten gebeten wurden über den Prozeß und die Verhandlungen eingehender zu berichten, so unterließen wir es, denn abfällige Kritiken anzuregen, ist nicht unser Bestreben. Nachdem nun aber das Lehrerkollegium von der Publikationsbefugnis Gebrauch macht( vergl. den umstehenden Inseratenteil), halten wir zwecks Orten tierung unserer Leser es für angebracht, wenn auch die Gründe, von welchen das Gericht bei Urteilsfällung ausging, bekannt werden. Dieselben lauten: Am 5. Juli 1902 beriet die Stadtverordnetensißung in Gießen über das daselbst abzuhaltende Jugendfest, ein Fest, welches schon seit langen Jahren von der gesamten Schuljugend auf Rosten der Stadt gefeiert wird. An diesem Feste erklärten Direktion und Lehrerkollegium der Höheren Töchterschule zu Gießen sich nicht beteiligen zu wollen und auch nicht zu können, da das Fest beeinträchtigend auf die guten Sitten der höheren Töchter wirke, was aus frühen Vorkomnissen nachgewiesen werden könne. Die Lehrerschaft erklärte in einer Eingabe zu ihrer Rechtfertigung, die Schulkinder würden in dem Festzug und auf dem Festplaße von älteren Gymnasiasten, Studenten u. s. f. belästigt, so daß die qute Sitte Gefahr laufe. Die fragliche Stadtverordnetenversammlung wurde daraufhin etwas lebhaft, die Stadtverordneten glaubten ihre Mitbürger in Schuh nehmen zu müssen gegen derartige Angriffe des Lehrerfollegiums, besonders da die Stadtverordnetenversammlung fast allgemein der Ansicht war, daß entweder Bequemlichkeit der Lehrer und Lehrerinnen oder ein gewisser Dünkel der Grund seien, an dem Jugendfest nicht mit teil zu nehmen, weil es der Lehrerschaft der höheren Töchterschule für unter ihrer Würde zu sein schien, sich mit den Kollegen der Stadtschule und ihre Schülerinnen mit den Besuchern der Stadtmädchenschule zu einem gemeinschaftlichen Jugendfeste zu vereinigen. Es ging wie gesagt in fraglicher Sißung der Stadtverordneten sehr tumultuaris her und es fielen manche heftige Worte gegen die Lehrer. Die Beweisaufnahme hat ergeben..., daß der Artikel der Neuesten Nachrichten soweit er Tatsachen berührt und erwähnt in vollem Maße der Wahrheit die Ehre giebt, jedoch zeigt der Artikel andere Stellen, die eine Kritik des Verfassers des Artikels über das Gebahren der Lehrerschaft enthalten und die, wenn auch vielleicht in Wahrung berechtigter Interessen doch über dieses Ziel hinausgehend immerhin beleidigend aufgefaßt werden müssen. Es tann dem Angeflagten Spieß nicht abgeftritten werden, daß er als ehemaliger Gießener Gymnasiast und Student ein Interesse daran hatte, sich und seine Kommilitonen gegen die Angriffe der Lehrerschaft zu schützen, die beforgt ist um die Sitte und Zuyt der ihr anvertrauten Böglingen und die in übertriebener Aengstlichkeit diese gute Sitte durch Kizeln mit Pfauenfedern und Werfen mit Gummibällen gefährdet sieht, während sie andererseits sich selbst nicht fräftig genug fü hit, diese Sitte durch ihre eigene Autorität anläglich eines Kinderfestes außerhalb der Schule zu schüßen. Hatte also Spieß soweit im ganzen in Wahrung berechtigter Interessen handelt, so durfte er sich jedoch nicht der Ausdrücke bedienen, wie leichtzudurchschauendes Treiben“„ der Wahrheit widerstreitenden geradezu gemeinen Grundsäßen" 2c. Das Gericht, das zwar den Aussagen der Stadtverordneten in vollem Maße Glauben schenkt, hält dadurch nur für erwiesen, daß die f. 3t. von den Lehrern angeführten Gründe, sich am Jugendfest nicht beteiligen zu wollen nach Ansicht der Stadtverordneten nur vorgeschüßte Gründe waren; das Gericht tat aber auch feinen Grund, auf Grund der beeidigten Aussage des Zeugen Stoerifo anzunehmen, daß die angegebenen Gründe nicht die wahren gewesen wären, wenn auch im Allgemeinen nach Ansicht des Gerichts die Sitte durch Pfauenfedern und Gummibällen nicht gefährdet erscheint, so läßt dies doch immerhin die Möglichkeit zu, daß die Lehrerschaft durch derartige harmlose Scherze die guten Sitten der ihnen anvertrauten höheren Töchter, die sittlich zu schüßen und zu stärken ihre Aufgabe ist, gefährdet sah. Ein Vergleichsversuch wurde vom Gericht als aussichtslos nicht mehr angestellt, da das Direktorium der Töchterschule von Spieß verlangte, daß er zugäbe, seinen frivolen Deutsche Kunst und Dekoration ift vertreten in meinem der neuzeit entsprechend komfortabel eingerichteten Ausstellungsräumen Komplette Muster- Zimmer aller Preislagen und jeder Stilart, mit allen Innen- Dekorationen, Lüftern, Kunftverglafungen ***** etc. ausgestattet.***** Besichtigung der Ausstellungsräume im Intereffe von Jederman und ohne Kauf***** zwang erbeten.***** 100 Zimmer- Einrichtungen von den billigſten bis zu den feinsten. Jeder grossftädtischen Konkurrenz die Spitze bietend. Ch. Brück, möbelfabrik, Giessen. mit belteingerichtetem maschinenbetrieb Ecke Schlossgaffe Brandplatz Kanzleiberg Celephon 373.*** Gefchäftsgründung 1858. ** 10 Schaufenster... 1200 Qudratmeter grosse Ausstellungs- Räume. 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Dem Dienfmann Karl Reuter II. ein Sohn Wilhelm.- 24. Febr. Taglöhner Johs. Hofmann III. eine Tochter, Elisabeth Margarete.- Bäckermeister Ernst 25. Febr. Muth ein Sohn, Adolf Hermann Robert. Kellner Alexander Hermann Herr eine Tocher Margarete Dem Dm Eisendreher Kari Enz ein Sohn. Luise. Meggermeister Heinrich Decker ein Sohn. Fabrikanten Gustav Homberger eine Tochter, Berta Johanna. Am 26. Dem Hilfskesselwärter Hrch. Friedr. Uhl ein Sohn, Wilh. Friß. – Dem Kutscher Hrch. Leipold eine Tocht., Marie. - - Dem Gerta Dem Küfer Norbert Körber ein Sohn. Am 27. Dein Schlosser Alb. Franz Otto ein Sohn. – Dem Schuhm. Wilh. Strack ein Sohn, Karl Otto Bernhard. Am 28. Dem Hilfsheizer Adolf Stumpf eine Tocht. 28. Febr. Schlosser Hrch. Pfeufter ein Sohn, Karl. Bahnarbeiter Sg. Horft ein Sohn. 29. Febr. Bahnarbeiter Konrad Margolf eine Tochter, Lina Elisabethe. Bureaugehilfen Gg. Schalch eine Tochter, Elsa Berta. 2. März. Telegraphen- Zeitungsaufseher Friedr. Rudlof eine Tochter. Gestorbene. - Am 27. Febr Luise Bretthauer, 73 J. alt, Privatin dahier. Am 28. Febr. Wilhelm Frizz Uhl, 2 Tage alt, Sohn des Hilfskeſſelwärters Heinrich Friedrich Uhl Dahter. Anfgebote. Am 1. März Lud Ad. Hahn Grabsteinhändler in - Dr. Gladenbach mit Dina Marie Langsdorf dahier. phil. Christoph Knipper Handelskammer Syndikus dahier, mit Johanne Walbaum in Göttingen. Am 3. März Joseph Michael Merz, Lehrer in Glauchau, mit Mathilde Kathinka Elisabeth Tribus dahier. Eheschließungen. Am 27. Febr. Gg. Zörb, Kaufmann dah. m. Emilte Weber hiers. Am 1. März Carl Anton Schmiz, Kaufm., Frankfurt a. M. m. Hedwig Charlotte Schmal nbach dah. Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruckerei( vorm. Wilh. Keller), Gießen Berantwortlich: für ben politisen und Inseratenteil: Albin klein für das Lokale, den„ Gerichts-" und" Deffentlichen Sprechfaal": Fr. Oppermann Oberbessische Dampf- Färberei u. chemische Wäscherei Braubach& Fischer 4 Neuenweg 4. Frankfurt a. M. Oederweg 38. Darmstadt Ernst Ludwigstrasse 17. LUDW IG Giessen. GROSHE ERNST 4 BRZOG VON ESSEN INDUSTRIE PREIS GEWERBE MEDAILLE 13431 BUTZBACH 1898 ° AUSSTELLUNG 4 Neuenweg 4. Coblenz Firmungsstrasse 4-6. Offenbach a. M. Frankfurterstrasse 34. Mainz Ludwigstrasse 8. Höchste Auszeichnung Butzbach 0/ H. zuerkannt für vorzügliche Arbeiten. Fabrik gegründet 1848. Deutsch. u. franz. Cognat Aerztlich empfohlen. Zu haben bei: F. Schott, Bahnhofstr. Gießen. Zannklinik Gießen, Bahnhofftrake 63 Wochentags 1-3 Uhr Unbemittelte unentgeltlich. Kalk- und Marmerwerke, Dampfziegelei, August Gabriel jr., Giessen Massenfabrikation. Bahnanschlüsse. Werke Abendstern. Telephon Nr. 84. unübertroffenes AUTOL offenes Del H.mobius-Sohn für Motorwagens Motorzweiräder. 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Teile ergeben mit, daß ich das seit 1882 am hiesigen Blaze betriebene Herren- Kleider- Geschäft nach Maß ( mit und ohne Stofflieferung) von Wallthorstraße 25 nach Blockstraße 12, I. verlegt habe. Für das mir seither bewiesene Vert: auen dankend, halte mich bei fernerem Bedarf beftens empfohlen. Gießen. EGW.& CJ Georg Pfaff. WB.G.W.& CID Siffre Hausfrauen prüfet Giftfre Schutzmarko Schutzmarke VULCANUS Neues extra schweres Email- Koch- u. Bratgeschirr Feuerbeständigkeit garantiert. Düsseldor! 1802 Goldene Medalile, Brüder Schmidt. WEDGES PLAS CANCER AUT ESNE C SEANEXTELLI 10020000000000006 Emil Schön, Giessen Tel. 410. Schreinerei mit Motorbetrieb. Liebigstrasse 65 Tel. 410. empfiehlt sich im Anfertigen sämtlicher Schreinerarbeiten an Deubauten Besonders preiswert werden geliefert Thüren, Treppen u. Fenster jeder Art. Mit Kostenanschlägen fehe gern zu Diensten. Lieferung von Lehr-[ mitteln für die Volfsschalen. Bekanntmachung. Die Mänsburg ist wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von Donnerstag, den 3 1. Mts. Zur Gewährung freier Lehr- an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradmittel an den Volksschulen werden berkehr gesperrt. für das kommende Schuljahr annähernd erforderlich: 750 Lesebücher, 550 Rechenbücher, 200 Biblische Geschichte, 200 Gesangbücher, 50 Bibeln, 50 Neues Testament, 200 Katechismen, 180 Atlanten, Gießen, den 2. März 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Vergebung von Banarbeiten. Die für den inneren Ausbau eines neuen Schulsaal- s, die Errichtung eines Abortgebäudes mit Sp.ihenhaus und die Hertellung des Schulhofes in Oppenrod erforderlichen Arbeiten und Liefer5000 Schreibheite mit Schoner ungen sollen im Wege schriftlichen Angebots bergeben und je 2 Löschblättern, werden und sind Angebote bis 1200 Schieferta feln mit Schwämmchen, 1000 Oftabbeftchen, liniert mit je 2 Löschblättern' 40 Gros Stahlfedern, 400 Stück Federhalter, 180 Stüd Griffelkasten, 400 Stück Zeichenblöcke, 800 Bleistifte, 900 Stück Radiergummi 4000 Griffeln sowie eine größere Menge von Materialien für den Handarbeitsunterricht in der Stadtmädchenschule. Die Lieferung dieser Bedürfnisse soll im Wege schriftlichen Angebotes und vorbehältlich der Verteilung größerer Lieferungen an 2 oder 3 Bieter vergeben werden. Muster der zu liefernden Gegenstände, welche von den Schülern der beiden Schulgruppen benutt werden, liegen bei dem Rektor der Volfsschulen im Schulgebäude der Stadtknabenschule und Muster der Materialien für den Handarbeitsunterricht bei dem Hauptlehrer der Stadtmädchenschule bis einschließ= lich 12. März, vormittags von 11 bis 12 Uhr, offen. Angebote, zu welchen Formularien bei dem Reftor in der Stadtknabenschule erhältlich sind, sind bis spätestens 14. März d. J. bei der unterzeichneten Stelle verTelephon 399. fchloffen und mit entsprechender Giessener Pferde- Lotterie Ziehung am 17. März 1904. Erster Hauptgewinn: Eine 4fißige Equipage mit Pferd und silberplattiertem Geschirr. Zweiter Hauptgewinn: Ein Lauterbacher Wagen Kutschierbock nebst Pferd Rumm t- Geschirr. Dritter mit und Aufschrift versehen einzureichen. Gießen, den 2. März 1904. Gr. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. In der Straffache gegen den Angust Spiek und Max A bin Klein, beide von Gießen wegen Beleidigung hat Grovh. Schöffengericht in Gießen am Dienstag, den 15. März 1. Js., Nachm. 3 Uhr bei Großh. Bürgermeistererei Oppenrod, woselbst Pläne, Voranschläge und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, portofrei einzureichen. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt beranschlagt: Erd- und Maurerarbeiten Steinhauerarbeiten Zimmerarbeiten Dachdeckerarbeiten Spenglerarbeiten Schlosserarbeiten Glaserarbeiten Schreinerarbeiten Weißbinderarbeiten Tapezierarbeiten Pflasterarbeiten Basaltgruslieferung Eisen- und Röhrenlieferung Gießen, den 29. Februar 1904. zu 1041,37 Mt. 237,51 " 〃 378,91 " " 130,00 " " 83,50 " " 646,90 " " 264,56 " 861,91 " " 578,98" 39,00 " 240,00" 40,00" 41,64 " Der Großh. Kreisbauinspektor Diehm, Baurat. Vergebung der Koks- 2c. Lieferung für die Provinzial- Sicchenanstalt in Gießen. Der für das Jahr 1904/05 nötige Bedarf an Kofs, Steinkohlen und Holz von } ca. 400 000 kg Hüttenkoks in der Kornca. 200 000 ,, Gaskoks größe 40/60 mm. ca. 32000 ,, Steinkohlen( Nußfohlen II) 15 Rm. Tannen- Scheitholz. ca. soll im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Offerten mit der Aufschrift: ,, Lieferung von Koks-, Steinkohlen und Holz für die Provinzial- Siechenanstalt" versehen, sind auf dem Verwaltungsbureau bis zum 15. März 1904 einzureichen, woselbst die Lieferungsbedingungen gegen 18. Dezember 1903 für Recht er- feine Schreibgebühr von 50 Pfg bezogen werden können. fannt: 1. Der Angeklagte Aug. Spiek Verwaltung der Provinzial- Siechenanstalt Oberhessen. zu Gießen, geboren zu Hohensolms Kr. Wetzlar am 1. Februar 1872 evangelisch, ledia, vorbestraft und 2 der Angeklagte Albin Klein in Gießen, geboren am 23. Mai 1874 zu Kössern, evangelisch, ver heiratet, unbestraft, sind schuldig der Beleidigung im Sinne der§§ 185, 196, 200, 47 R. St. G. B. und§ 20 des Gefeßzes über die Ein Reitpferd m. Sattel u. Zaum. Presse vom 7. Mai 1874 und werden deshalb Spieß zu einer 7 Pferde und Fohlen Geldstrafe von fünfund= Zus. 600 Gewinne.manzia marf ev. 5 Tage GeHauptgewinn: fängnis; Klein zu einer Geld= ( für Liſte und strafe von zehn Mark ev. 2 Lose á 1 Mk. to 2 fg. Tage Gefängnis, sowie ein jeder mebr) find in in die Hälfte der Kosten des Verallen durch Plakate kenntlichen fahrens unter Solidarhaft für die Geschäften zu haben. Richard Buchacker, Generalvertrieb, Gießen, Nenenbäne 11. Dafelbst 1 Lose für 10 Mark. Brennholz ( Tannen Abfallholz) liefert für 1.15 Mt. pro Ztr. frei and Haus. Auslagen verurteilt. Außerdem wird den Verletzten die Befugnis zugesprochen, den entscheidenden Teil des Urteils innerhalb einer Woche nach Rech s fiaft desselben um Zustellung einer Abschrift einmal in den ,, Gießener Neuesten Nachrichten"} zu veröffent ichen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urteils formel wird beglaubigt Holzversteigerung. Dienstag, den 8 März wird im hiesigen Gemeindewalde folgendes Holz versteigert: 6 Eichenstämme, 32-45 Ctm. Durchmesser und 4-5 Mtr. Länge= 2,97 Fftm. - 5 Eichen Derbstangen= 0,24 Fstm. 18 Nm. Eichen- Scheit( 4 Nm. Werkholz) Eichen- Knüppel( 4 m. sind 2/2 Mtr. lang) 1620 Gichen- Wellen 4900 Nadel- Weller( hierunter 1000 Wellen in ganzer Länge zu Baum- und Bohnenstangen geeignet). 72 Rm. Eichen- Stöcke. Die Zusammenkunft ist Mittags 1 Uhr am Distrikt Hain in der Jägerschneise. Großen Linden, am 1. März 1904. Großh. Bürgermeisterei Großen- Linden. Leun. Frühjahrs- Pferdemarkt zu Gießen. Am Mittwoch, den 16. März 1904, vormittags, findet statt. in der B. Nuhn, Lollar. His bie Bouffredbarkeit des Ur- auf den städtischen Marktanlagen nächst der Rodheimerſtraße BferdeBrima teils bescheinigt. Marktes ist ausGießen, den 29. Febr. 1904. reichend Sorge getragen; wegen derselben wolle man sich an Herrn Bühner Hoflohntutscher Habu dabier wenden. Auskunft über sonstige MarktKartoffel Gerichtsschreiber des Großherzogl. angelegenheiten erteilt Herr Weinhändler August Schwan dahier. Speise- n. Salatfartoffel Amtsgerichts. Einem verehrten Bublifum zur zu den billigsten Tages- geff. Nachricht, daß mein so schnell preisen empfiehlt beliebt gewordener Sanitäts. J. Hanks! Schloßgaffe Gießen Gier- Zwieback Wer Stelle fucht, verl. die außer in meinem Geschäftslokale, Deutsche Vakanzenpest Gulinarn. Seltersworg 61, zu gleichem Preis in nachstehenden Verkaufsstellen erhältlich ist: Jean Dern& Co. Giessen. Gegründet 1883. Bureau und Lager: Inhaber: Oskar Gutmann. Westanlage 31 Telephon 21. Gegründet 1883. Cementwaren- Fabrik und Lager: Frankfurterstr. 114, eign. Bahnanschl. Bau- und Kanalbau- Artikel. Trottoir, Fussboden- und Wandplatten. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Bauartikel.< In Gießen: W. Haas, Bleichstraße. A. Lenhardt, Frankfurterstraße. J. Marker, Ede Stephan- und Goethestraße. H. Kräzer, Brandplay 15. J. M. Schulhof, Marktstraße. Restaurant Windhof. " Tertors Terrasse. Philosophenwald. Liebigshöhe. In Dutenhofen: Karl Sorger. Heuchelheim: Ph. Neibel II. Alletuiger Fabrikant: Karl Link, Gießen, Seltersmeg 61. Hilfe *.Blutstod. Timermann Hamburg, Fichteftr. 33. Mit dem Pferdemarkt ist eine Brämiierung verbunden, für welche 1585 Mr. zur Verfügung stehen. Der Prämiierungsplan ist von Herrn Defonomierat Schlenke- Hard/ hof bei Gießen oder von Herrn Weinhändler Schwa- Gießen zu beziehen. Die Preisverteilung erfolgt im Anschluß an die Prämiierung um 122 Uhr. Von 11 Uhr ab Konzert auf dem Marktplay. Omnibusverbindurg von dem Bahnhof nach dem Marktplatz und zurück. Am 17. März, nachmittage 2 Uhr, findet in der Turn halle der Stantknabenschule eine Verlosung statt von Pferden, Wagen, landwirtschaftlichen Maschinen und Ge rätschaften, Haushaltungs- und Gebrauchsgegenständen. Der Generalveiirieb der Lose á 1 Mark ist dem Herrn Richard Buchackor dahier übe tragen. Gießen, 15. Januar 1904. Die städtische Pferdemarktkommission. Jean Kirch, Stadtverordneter. Für Bäder! ¤¤¤¤¤ Brotpreis- Formulare hält ftets am Lage die Expedition DER VOLKS ANWALT erteilt, so fann er nunmehr, wenn ihm feiner Frau der hemann die Bustimmung zu beiträglich seine Zu stimmung leid wird, nicht mehr aufheben. mikbrauch darstellt. können Fälle vor fommen, in welchem die Versagung der Zustimmung des Mannes Man dente Nr. 52. Samstag, den 5 März. 1904. und Fahrrad Den 3 1. Mits ornahme bon ießen. rbeiten. 1904. bots bergeben en und Liefer g des Schul eines neuen bortgebäudes ht offen liegen, vojelbit Pläne, hm. 3 Uhr wie folgt ber 1041,37 Mt. ==== ■ Gießen. e Bedarf an ieferung fohlen II) e 40/60 mm. er Korn13, Siechenanstalt ng bon Kots Sen werden. u Oberheffen. erden können. gungen gegen gen Gemeinde hmesser und t. DER VOLKS ANWALT Die rechtliche Stellung der Dienstboten. II. Praktisch häufig und wichtig sind Fälle, in denen minderjährige Dienstboten( Personen unter 21 Jahren) in Dienst treten. Hier ist für die Dienstherrschaft Vorsicht geboten. Denn das Gesetz be= stimmt, wie bekannt, daß minderjährige Personen nicht selbständig ihre Verträge abschließen können, sondern der Mitwirkung ihrer gesetzlichen Vertreter( Vater, Mutter, Vormund) bedürfen. Schließt nun eine minderjährige Person einen Vertrag als Dienstbote ab, so fragt es sich, wie sich die Dienstherrschaft gegen die Gefahr der Ungültigkeit solchen Vertrages schützen kann. Zunächst wird die Dienstherrschaft, wie sie schon bei erwachsenen Dienstboten stets tun soll, sich das Gesindedienstbuch vorlegen lassen. Geht aus diesem hervor, daß die minderjährige Person sich schon früher einmal vermietet hat, so ist die Gefahr der Ungültigkeit des neuen Dienstvertrages gering. Denn es gilt folgender Sah: Hat der gesetzliche Vertreter dem Minderjährigen bereits einmal ge= stattet, einen Gesindedienst anzutreten, so ist für den Abschluß eines zweiten und ferneren Dienstvertrages der Minderjährige nunmehr auch allein( ohne Zuziehung des gesetzlichen Vertreters) rechtlich fähig. Da nun ein, namentlich längere Zeit dauernder, erster Gesindedienstvertrag eines Minderjährigen wohl nie ohne Wissen und Willen des gesetzlichen Vertreters geschlossen worden sein wird, so wird im allgemeinen bei einem zweiten und ferneren Dienstvertrage mit dem Minderjährigen die Dienstherrschaft ohne Gefahr mit dem Minderjährigen auch allein sich einlassen können. Wer sicher gehen will, wird sich darüber vergewissern, wer der gesetzliche Vertreter des Minderjährigen ist. Das ist bei ehelichen Kindern der Vater, nach seinem Tode die Mutter, nach deren Tode der Vormund. Bei unehelichen Kindern ist es der Vormund. Diesen gesetzlichen Vertreter wird nun eine vorsichtige Dienstherrschaft bei Annahme des Minderjährigen fragen, ob er mit dem Dienstbertrage einverstanden ist. Bei Kindern, die einen Vormund haben, ist außerdem folgendes zu beachten: Selbft mit Zustimmung des Vormundes kann ein minderjähriges bevormundetes Kind einen rechtsgültigen Vertrag nur auf höchstens ein Jahr schließen. Soll mit einem solchen Minderjährigen ein Dienstvertrag auf länger als ein Jahr geschlossen werden, so bedarf es der Genehmigung des Vormundschaftsgerichts( Amtsgerichts). Ist ein Minderjähriger auf Grund eines gültigen Dienstvertrages in Dienst getreten, so ist seine Stellung bezüglich der aus dem Dienstverhältnisse sich ergebenden Berechtigungen und Verpflichtungen im wesentlichen ebenso wie die Stellung volljähriger Personen. Namentlich ist der Minderjährige dann imstande, einen Prozeß über geschuldeten Lohn selbständig( ohne Mitwirkung des gesetzlichen Vertreters) zu führen. Dies ist unzweifelhaft. Zweifelhaft ist, ob der gesetzliche Vertreter auch berechtigt ist, an Stelle des Minderjährigen und für ihn einen solchen Prozeß zu führen. Manche Gerichte nehmen dieses Recht des gesetzlichen Vertreters an aber wohl mit Unrecht. Der Minderjährige, der Lohnansprüche geltend machen will, wird richtigerweise selbst lagen müssen. Will der gesetzliche Vertreter ihm dann in dem Prozesse helfen, was ohne Frage sehr angebracht sein wird, so kann der gesetzliche Vertreter in den Terminen vor dem Gericht als Beistand oder auch als Bevollmächtigter des Minderjährigen auftreten. Eine besondere Stellung nehmen verheiratete Frauen ein, die sich als Dienstboten vermieten. Dieser Fall wird sehr häufig nicht eintreten. Aber man denke an die nicht ganz seltenen Fälle, in denen verheiratete Frauen sich als Ammen vermieten. Ein solcher Vertrag bedarf der Zustimmung des Ehemannes der Frau zwar nicht, um gültig zu sein. Aber trotzdem wird eine vorsichtige Dienstherrschaft eine verheiratete Frau ohne Zustimmung des Ehemannes nicht als Gesinde annehmen, und zwar aus folgendem Grunde: Hat eine Frau ohne Zustimmung ihres Ehemannes sich als Gesinde vermietet, so kann der Ehemann den Dienstvertrag jederzeit, ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist, der Dienstherrschaft fün digen. Er bedarf zu dieser Kündigung zwar der Ermächtigung des Vormundschaftsgerichts, das Vormundschaftsgericht hat aber diese Ermächtigung dem Manne dann zu erteilen, wenn sich ergibt, daß die Tätigkeit der Frau die ehelichen Interessen beeinträchtigt. Da die ehelichen Interessen ein Zusammenleben von Mann und Frau erfordern und dies Zusammenleben unmöglich ist, wenn die Frau als Dienstbote sich vermietet, so wird wohl immer in solchen Fällen eine Beeinträchtigung der ehelichen Interessen" vorliegen. Hat der Ehemann die Zustimmung zu dem Dienstvertrage seiner Frau erteilt, so fann er ihn nunmehr, wenn ihm nachträglich seine Zustimmung leid wird, nicht mehr aufheben. Nun können Fälle vorkommen, in welchem die Versagung der Zustimmung des Mannes sich als Mißbrauch darstellt. Man denke z. B. an den Fall, daß der Mann schwer krank und erwerbslos ist, Kinder sind nicht vorhanden. Der Frau bietet sich Gelegenheit, einen gut bezahlten Gesindedienst anzunehmen und so nicht nur für sich, sondern auch für den kranken Mann den Lebensunterhalt zu verdienen. Der Mann aber verweigert aus falschem Stolz oder aus Eigensinn seine Zustimmung. In solchen Fällen kann das Vormundschaftsgericht an Stelle des Mannes die Genehmigung erteilen. Entsprechendes gilt, wenn der Mann abwesend ist und daher um seine Genehmigung nicht angegangen werden kann, oder wenn er so schwer frank ist, daß er nicht fähig ist, eine Erklärung abzugeben. In diesen beiden letzterwähnten Fällen erteilt das Vormundschaftsgericht die Genehmigung nur dann, wenn mit einem Aufschub Gefahr vorhanden ist, z. B. wenn der Gesindedienst für die von allen Mitteln entblößte Frau der einzige nach Lage der Sache gangbare Weg ist, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Die Dauer der Dienstzeit hängt von der vertraglichen Vereinbarung ab. Ist der Vertrag ausdrücklich für eine bestimmte Beit( z. B. 1 Jahr) geschlossen worden, so hat mit Ablauf dieser Zeit der Vertrag von selbst, ohne Kündigung, sein Ende. Ist nicht ausdrücklich vereinbart worden, wie lange die Dienstzeit dauern foll, so gilt der Vertrag bei städtischem Gesinde auf ein Vierteljahr, bei ländlichem Gesinde auf ein Jahr als geschlossen. In solchen Fällen endet aber der Dienstvertrag nicht von selbst mit Ablauf des Vierteljahres oder des Jahres, vielmehr bedarf es dann einer Kündigung. Diese Kündigung muß bei städtischem Gesinde sechs Wochen vor dem Ablaufe des Vierteljahres erfolgen, bei ländlichem drei Monate vor Ablauf des Jahres. Bei der sechswöchigen Kündigung ist dabei zu bemerken, daß es sich um wirkliche sechs Wochen handelt, nicht um 1/2 Monate. War ein Dienstbote z. B. vom 1. Okt. ab gemietet worden, so kann sowohl er wie die Dienstherrschaft noch am 18. November 1903 rechtsgültig zum letzten Dezember 1903 kündigen, da der 18. November der letzte Tag vor dem Beginn der sechs Wochen ist. Rechtsirrtümlich ist die vielverbreitete Anschauung, daß in dem erwähnten Falle der 15. November der letzte Tag sei, an dem rechtsgültigerweise die Kündigung ausgesprochen werden könne. Ist das Gesinde monatweise gemietet was aber selbst bei monatlicher Zahlung des Lohnes sich noch nicht von selbst versteht, sondern aus besonderer Vereinbarung oder sonstigen Umständen nachgewiesen werden muß, so ist der letzte zulässige Kündigungstag der fünfzehnte Tag des Monats. Für alle diese Fälle gilt der Saß, daß der Vertrag als stillschweigend verlängert angesehen wird, wenn die Kündigung nicht erfolgt. Die stillschweigende Verlängerung gilt dann bei städtischem Gesinde auf ein weiteres Vierteljahr, bei ländlichem Gesinde auf ein weiteres Jahr bei monatweise gemietetem Gesinde jedoch ohne Unterschied von städtischem und ländlichem Gesinde nur für einen weiteren Monat. Ist über die Zeit des Dienstantritts nichts vereinbart, so sind die Antrittstage: 2. Januar, 2. April, 2. Juli, 2. Oktober. Dieser Fall liegt immer dann vor, wenn ein Gesinde nicht außer der Zeit" gemietet worden ist. Wenn z. B. eine Hausfrau in den letzten Dezembertagen bei einem städtischen Gesindemakler ein Dienstmädchen mietet, ohne daß über die Zeit des Diensteintritts etwas vereinbart wird, so muß das Dienstmädchen am nächsten 2. Januar den Dienst antreten. Fällt dieser Antrittstag auf einen Feiertag, so hat das Gesinde den Werktag vorher den Dienst anzutreten. Fällt also z. B. der 2. Januar auf einen Sonntag, so hat der Dienstbote, da der 1. Januar ebenfalls ein Feiertag ist, schon am 31. Dezember anzuziehen. Diese Bestimmung ist eigentümlich, weil bei anderen Rechtsverhältnissen als bei dem Gesindedienstvertrage in solchem Falle nicht am Werktage vorher, sondern am Werktage nachher zu erfüllen ist. Auch ist diese Bestimmung so wenig in das Bewußtsein der Bevölkerung eingedrungen, daß wohl meistens ohne Widerspruch das Gesinde in den beschriebenen Fällen statt am Werktage vorher am Werktage nachher anzieht. Immerhin ergibt sich für vorsichtige Vertragsparteien die Mahnung, bei dem Abschlusse des Vertrages lieber den Antrittstag ausdrücklich zu vereinbaren. Bei dem Landgesinde ist der gesetzliche Antrittstag der also nur beim Mangel eines vertragsmäßigen Antrittstages in Frage fommt- der 2. April. In vielen Gegenden ist aber bei dem ländlichen Gesinde der übliche Antrittstag der Martinitag( 10. November). - Die Tage, die für das neue Gesinde Antrittstage sind, sind zugleich für das bisherige Gesinde Abzugstage. Nr. 52. Samstag, den 5 März. Oberhessische Familienzeitung. Tägliche Unterhaltungs- Beilage der Gießener Neueste Nachrichten. Bad and Beslag be Opener Beslagbenderet, vorm. Duh. Roller'fhe Ducheruderet( gegs. 1788); esse: 1is 2 lots ( 15. Fortsetzung.) Der Goldmarder. Original Roman von M. Bezold. Der Hofrat warf einen Blick auf die Uhr und eryob sich. Schon Mittag?" sagte er, indem er dem Freund eine Prise anbot. Ich muß noch ins Schloß, um zu hören, ob Befehle für mich vorliegen. Also, sollten wir uns nicht früher wiedersehen, so erwarten Sie mich übermorgen um diese Zeit, ich hoffe Ihnen dann eine angenehme Mitteilung machen zu können. Er nahm mit einem Händedruck Abschied und entfernte sich, und Joachim Spangenberg fühlte instinktiv, daß trop des scheinbar herzlichen Abschieds eine Erkältung zwischen ihm und dem einflußreichen Freunde eingetreten war. Aber von welcher Seite er auch die Sache betrachten mochte, von den beiden Werbern um Irmas Hand war der reiche Hofjuwelier ihm der liebste. " Darf ich eintreten?" fragte Irma leise. Gewiß, mein Kind," antwortete Spangenberg gütig, „ ich beschäftige mich gerade in diesem Augenblick mit deiner Zukunft. Der Hofrat v. Weisweiler dringt auf deine Entscheidung, er war unwillig darüber, daß sein Sohn so lange hingehalten wird." Und welche Antwort hast du ihm gegeben?" fragte Irma, die Hand auf das stürmisch klopfende Herz preſsend. Seine, er muß sich gedulden." „ Und Martin?" fragte sie, den Blick voll Erwartung auf sein Antlitz heftend. „ Wir wollen ruhig und verständig darüber reden," erwiderte er, indem er sie durch einen Wink aufforderte, Platz zu nehmen;„ Du hast nun Zeit genug gehabt, über die Werbung des Malers nachzudenken ,, Was ich in der ersten Minute sagte, das " Laß mich ausreden, liebes Kind. Du kennst meine Pläne, ihre Erfüllung hängt zum teil von dem Einflusse des Hofrats ab, den ich mir nicht zum Feinde machen darf. Ich habe gegen Herrn Kassel nichts einzuwenden, ich würde ihm ohne Bedenken meine Zusage gegeben haben, wenn nicht Herr v. Weisweiler mit seiner Werbung ihm zuvorgekommen wäre." ,, Wenn ich nun diese Werbung ablehne Sieh „ So bleibe ich selbst immer noch an mein Wort gebunden," fuhr der Direktor fort, und die Rücksicht auf meine eigenen Interessen gestattet mir nicht, es zu brechen. mich nicht so zornig an, ich will ja dein Glück, und wenn es sein muß, wirst du mich auch bereit finden, ihm meine eigenen Wünsche und Hoffnungen zu opfern. Aber wenn dieses Opfer vermieden werden kann, so wäre es töricht, dennoch es bringen zu wollen. Ich glaube nicht, daß der Maler persönlich hierher kommen und um deine Hand werben wird, sollte dies dennoch geschehen, so wirst du ihm eine Antwort geben müssen. Die nur verneinend lauten kann!" erwiderte Irma in entschlossenem Tone.„ sch kann nicht anders, Vater, ich liebe Martin, und die Gewißheit, daß er meine Liebe erwidert, macht mich unsäglich glücklich. Das werde ich dem Maler antworten, dann weiß er, daß er keine Hoffnungen mehr hegen darf." ( Nachdruck verboten.)) ,, Diese Antwort wirst du ihm nicht geben," sagte Spangenberg, seinen gewohnten strengen Ton wieder anschlagend, damit würdest du alles verderben. Der Hofrat würde mir den Vorwurf machen, ich habe ihn absichtlich getäuscht, und sein Haß kann mich bei dem Fürsten in Ungnade öringen, dann aber bin ich bei meiner Mittellosigkeit ein verlorener Mann. Wir müssen den Hofrat hinhalten, von deiner Liebe zu dem Hofjuwelier darfst du keine Silbe verraten! Willst du mir das versprechen?" Er hielt ihr mit einem bittenden Blicke die Hand hin, Irma zögert noch einige Sekunden, dann legte sie ihre Hand hinein! Du gibst uns deine Zustimmung?" fragte sie. ,, Nur unter dieser Bedingung! Ich werde sie geben, sobald die Verhältnisse es mir erlauben, ich werde inzwischen versuchen, meine Freundschaft mit dem Hofrat wieder zu befestigen. Also wenn der Maler sich an dich wenden sollte, sei klug und weise ihn nicht schroff zurück, sondern suche Zeit zu gewinnen?" „ Aber ist das nicht unehrliches Spiel?" " Eine Komödie mag's sein, aber die Verhältnisse zwingen uns dazu und ich sehe nichts Unehrenhaftes darin. Der Eintritt des Dieners unterbrach das Gespräch, er brachte einen Brief aus dem fürstlichen Kabinett, den Joachim Spangenberg hastig öffnete. Das Schreiben enthielt den Befehl, dem Freiherrn Moriz p. Friedenstein am nächsten Vormittag die Münzensammlung im Museum zu zeigen. ,, Also doch!" sagte der Direktor, indem er den Brief auf den Schreibtisch warf, und eine Falte des Unmuts zeigte sich zwischen seinen Brauen, ich hatte das nicht erwartet. Mir macht es nur Last und Schererei, hol' der Kukuk alle neugierigen Müßiggänger! Also, Irma, bleibe meiner Bedingung eingedenk, verrate auch deinen Geschwistern nichts, sei verschwiegen und warte mit Geduld auf die Kunde, in der ich öffentlich deiner Verlobung zustimmen darf. Ich hoffe, diese Erklärung wird dir genügen!" Achtes Kapitel, " Ich fühle mich in der Tat schon etwas besser, Herr Doktor, sagte Gabrielens Mutter, während Adolph Spangenberg neben ihrem Sessi aß und das stille, geschäftige Walten des schönen Mädchens beobachtete. Aber daß ich wieder ganz genesen werde, das kann ich noch immer nicht glauben." „ Sie müssen Geduld haben," erwiderte der junge Arzt in seiner ruhigen, Vertrauen erweckenden Weise. Wenn der Winter hinter uns liegt, können wir mit der Badekur beginnen, von dieser Kur erwarte ich mit ziemlicher Sicherheit Ihre vollständige Heilung." Wenn diese Hoffnung sich erfüllte, wie dankbar wollte ich Ihnen sein, Herr Doktor!" sagte Gabriele, und ein warmer Blick traf ihn aus ihren dunklen, feuchtschimmernden Augen, aber im nächsten Augenblick senkte sie erglühend wieder die Wimpern." Nicht meinetwegen," fuhr sie leise fort, 3) hr am Diftritt gen geeignet) len in ganzer 12 Mtr. lang) 904. n- Linden. rkt zu Schwan dahier. er sonstige Marktan sich an Herrn Marftes ist aus meritraße Pferdeormittags, findet Der Marktplay und Dem Marktplat die Prämiierung eben zu beziehen. a fteben. ente- Hard/ hof et in der Turn hard Buchad aschinen und G en. Der General lion. 100000 Lage die Expedition britte viel! 106 lleb habe Du mir ist die Arbeit keine Last, sondern eher ein Vergnügen-" „ Aber du könntest deine Zeit nützlicher verwenden, wenn ich die Führung des Hauswesens wieder übernähme!" unter brach die Mutter sie. Und das soll geschehen, sobald ich meine Kräfte wieder habe, ich sehne mich ja selbst darnach." ,, Nur nicht unruhig werden!" riet Heinrich Schönbach, der an der anderen Seite des Sessels stand und mit liebe voller Teilnahme auf seine franke Frau blickte. Einstweilen kann davon noch keine Rede sein, und wenn der Herr Doktor uns die Versicherung gibt, daß du nach dem Winter deine Gesundheit wieder erhalten wirst, so wollen wir ja gerne uns gedulden." Nach dem Winter!" seufzte die Kranke.„ Das ist noch eine lange Zeit. Und dann noch eine Badekur! Mann, woher sollen wir das Geld nehmen?" „ Auch das wird sich finden, sobald die Zeit gekommen ist," tröstete Adolph. Gewiß, Herr Doktor," sagte der Kustos.„ Ein kleines Sümmchen habe ich immer noch da liegen; was daran fehlt, schickt mir vielleicht mein Sohn, ich gebe gern das Leyte her, wenn nur meine arme Frau wieder gesund wird." " Das Geld ist für unsere Kinder beſtimmt, Heinrich," sagte die Kranke mit leichtem Kopfschütteln,„ sie sollen etwas Tüchtiges lernen-" " Mach' dir nur keine Sorgen, kommt Zeit, kommt Rat." „ Wenn nur alles Schwere überstanden wäre!" „ Außer deiner Krankheit sehe ich nichts, was noch überstanden werden müßte!" Die Verhaftung deines Bruders-" Peter ist unschuldig, Marie, und selbst, wenn er der Dieb wäre, was hätten wir damit zu schaffen?" Du hast ihm erlaubt, im Museum zu arbeiten, der Herr Direktor drohte dir mit Entlassung „ Es wird nichts so heiß gegessen, wie es auf den Tisch kommt! Meinen Sie das nicht auch, Herr Doktor?" Wie aus einem Traum erwachend, schaute Adolph auf, unverwandt hatte er Gabriele betrachtet, die mit einer Handarbeit am Fenſter ſaß. „ Gewiß," sagte er,„ übrigens werde ich ein gutes Wort für Sie bei meinem Onkel einlegen." Der dumpfe Klang der Hausglocke unterbrach das Geſpräch, der Kuſtos ging hinaus. „ Sie würden uns durch Ihre Fürsprache einen großen Dienst erweisen," nahm Gabriele das Wort, während der Doktor sich von seinem Siz erhob. Wieder sah er in die großen, schönen Augen, die flehend ihn anblickten. Der Herr Direktor ist so streng, er sieht alles nur von der schlimm ſten Seite. Ich glaube auch, daß der Vater sich gegen die Hausordnung vergangen hat, aber es geschah nur, um den armen Bruder zu unterſtüßen, und dem Museum ist gewiß kein Schaden dadurch geschehen. Onkel Peter ist als Kupferstecher berühmt, Sie sollten nur seine Zeichnungen sehen, er hätte gewiß ein Kunstwerk geliefert- „ Mit dieser Hoffnung iſt es vorbei!" unterbrach die Mutter sie; ich habe deinen Vater gewarnt, er hätte ohne die Genehmigung des Herrn Direktors die Arbeit hier nicht erlauben dürfen. Dein Vater ist zu gutmütig, gib acht, er wird auch noch in die Diebstahlsgeschichte verwickelt!" „ Wie wäre das möglich," erwiderte Adolph beruhigend, der jetzt neben dem Mädchen stand, das ebenfalls sich erhoben hatte. Machen Sie sich keine unnüßen Sorgen, Aufregungen schaden Ihnen, sie verzögern die Genesung. Befolgen Sie auch ferner meine Anordnungen so gewissenhaft wie bisher," fuhr er fort, indem er dem Mädchen die Hand reichte, dessen Wangen sich plötzlich wieder dunkler färbten, wir müssen Geduld haben, vergessen Sie das nicht, wenn Ihre Kraft erlahmen will." Ihre Hand ruhte noch in der seinigen, als der Kustos zurückkehrte, der rasch einen Schrank öffnete und ein Schlüſſelbund daraus hervorholte. Die Münzsammlung soll besichtigt werden," sagte er mit unverkennbarer Erregung, das ist lange nicht geschehen, der Herr Direktor ist selbst da" " So kann ich vielleicht jetzt schon ihn um Nachsicht bitten," unterbrach Adolph ihn rasch, und dem Mädchen noch einmal zunickend, folgte er dem alten Manne, der mit den Schlüsseln in der Hand hastig die Steinstufen hinaufstieg. Du hier?" fragte Joachim Spangenberg erstaunt, als er hinter dem Kustos das Gesicht seines Neffen auftauchen sah. Was führt dich denn hierher?" Mein Beruf," antwortete Adolph ruhig.„ Frau Schön bach ist leidend; wußtest du das noch nicht?" " Jawohl, aber es war mir unbekannt, daß du der behandelnde Arzt bist. Erlauben Sie, Herr Baron, mein Neffe, Doktor Spangenberg- Herr Baron v. Friedenstein! Interessierst du dich für alte Münzen, Adolph?" Ein wenig allerdings," erwiderte Adolph, noch immer entschlossen, diese Gelegenheit zu einer Bitte für Gabrielens Vater zu benuken. Nun, dann lade ich dich ein, mit uns zu gehen, du dürftest sobald nicht wieder Gelegenheit finden, unsere berühmte Sammlung zu sehen." Baron v. Friedenstein achtete nicht auf das Gespräch, seine Blicke waren bei der Wanderung durch die Säle vollauf beschäftigt, dann und wann richtete er eine Frage an den Kustos, der ihm zur Seite ging. Adolph zögerte nun nicht länger, die Bitte an seinen Onkel zu richten, Joachim Spangenberg aber schüttelte mit ungnädiger Miene das Haupt. „ Ein Beamter darf sich keiner Pflichtverleßung ſchuldig machen," erwiderte er so leise, daß der Kustos die Worte nicht verstehen konnte, wenn er das Vertrauen seiner Vortauglich." geſetzten verloren hat, so ist er für sein Amt nicht mehr " Dem Museum ist ja kein Schaden geschehen." " Die Erlaubnis, ein Bild kopieren zu dürfen, um es als Kupferſtich zu verbreiten, kostet Geld, das Recht der Vervielfältigung gehört uns, und nicht jedem, der damit Handel treiben will. Und ob dem Museum nicht auch in anderer Weise Schaden geschehen ist, weiß ich noch nicht, ich will hoffen, daß meine Befürchtungen sich als unbegründet erweisen. Uebrigens hängt das Urteil in dieser Angelegenheit von Seiner Durchlaucht ab, dem ich diese Pflichtverletzung zu berichtet genötigt war." " Du könntest doch ein Wort der Entschuldigung für den sonst ehrenhaften Mann einlegen," sagte Adolph bittend, ,, vielleicht wäre die Sache mit einer kleinen Ordnungsstrafé erledigt!" " Hat er dich gebeten, mir das zu sagen?" Nein, seine Frau ängstigt sich " Ich bin hier für alles verantwortlich, soll ich nun die Schuld auf mich nehmen? Das wirst du mir nicht zumuten wollen, um so weniger, als der Bruder des Kustos ein richtiger Lump ist." Wie ich höre, ist seine Schuld noch nicht erwiesen!" " Daß seine Familie ihn in Schuß nimmt, wundert mich nicht," erwiderte der Direktor achselzuckend,„ an maßgebender Stelle aber zweifelt niemand an seiner Schuld. Ich könnte dir noch andere Aufschlüsse geben, aber du scheinst dich für diese Familie zu interessieren, da will ich lieber schweigen. Erinnere ich mich recht, so hat der Kustos eine schöne Tochter" " Onkel!" unterbrach Adolph ihn entrüſtet. Na, na, ich spreche ja keine Vermutung aus, ich möchte dich nur warnen." Der Kustos hatte jetzt die Tür des Münzkabinetts geöffnet, er trat zuerst in den dunklen Raum, um die Rollläden emporzuziehen und Licht einzulassen. In dem Kabinett standen mehrere lange Tische und auf diesen niedrige Glaskasten, in denen die Münzen sorgfältig geordnet lagen. Ringsum an den Wänden befanden sich Schränke mit verschließbaren Schubladen, das Ganze machte einen kahlen, nüchternen Eindruck. Der Baron ging an den Tischen entlang und warf nur einen flüchtigen Blick auf die Münzen. Bronze und Silber," sagte er, dies ist der minder wertvolle Teil der Sammlung, den ich natürlich auch mitkaufe. Aber vor allen Dingen wünschte ich die Goldmünzen zu sehen." " Sie wollen die Sammlung kaufen?" fragte Spangenberg überrascht. Sagte ich Ihnen das noch nicht?" " Nein, Herr Baron, ich glaube auch nicht, daß Durchlaucht auf diesen Wunsch eingehen werden." " Dann sind Sie schlecht unterrichtet," erwiderte der Baron." Der Preis ist schon festgesetzt, aber ehe ich meinen Entschluß fasse, muß ich doch die Ware prüfen. Also, Herr Direktor, wenn ich bitten darf, vor allem die Goldmünzen!" ( Fortsetzung folgt.), Nicht umsonst nennt der Volksmund das geliebte Wesen einen„ Schatz". Hegt man das Bewußtsein glückseliger Einigung mit einem Geliebten in der Brust, dann ist es, als ob man fortwährend in eine verborgene Schazkammer griffe, nm selbst der schwersten Lebensnot, jeder Bedrängnis etwas von ihrer Bitterfeit abzukaufen. ( Schluß.) Darja. Novellette von Clara Nast. ( Nachdruck berboten.) Zwei Jahre waren vergangen.- Darjas Stimme hatte sich prächtig entwickelt. Als die junge Künstlerin sich zum erstenmal in Petersburg hören ließ, huldigte man ihr in beinahe überschwenglicher Weise, und von diesem Augen blick an war sie von einem wahren Heer von Verehrern umgeben, die alle ohne Ausnahme Schukow für Darjas Liebhaber hielten. Aber darin irrten sie. Die Sängerin dachte ebensowenig daran, Alexander Iwanowitsch ihre Gunst zu schenken, wir irgend einem anderen. Trotz all des Glanzes, der sie umgab, all der Huldigungen, die ihr zuteil wurden, 30g ihr Herz sie zur Heimat, zu Fedja hin. Schukow knirschte zuweilen heimlich mit den Zähnen, wenn sie, den feuchten Blick sehnsuchtsvoll in die Ferne gerichtet, von dem Geliebten sprach. Er hatte nichts unversucht gelassen, Darja für sich zu gewinnen, aber vergebens. ,, Würdest du mich lieben können, wenn Fedja nicht wäre?" fragte er sie eines Abends. Darja legte die Hände ineinander, sah vor sich hin und lächelte. „ Es kann ja nicht sein, daß er nicht ist,“ flüsterte ſie. " Wir sind alle sterblich." Sie hob den Blick. " Ja, aber er wird leben zuversichtlich. leben für mich,“ ſagte sie Schukow nagte unmutig an der Unterlippe. ,, Und wenn er dich vergift?" Darja stand auf. Ihr Antlitz war blaß und sie bebte heftig. " Laßt uns zu ihm reisen!" rang es sich dumpf um ihre Lippen. Ich bin schon so lange von Hauſe fort--- zu lange." Auch Schukow erhob sich. " Es ist auch mein Wunsch, daß du die Heimat wiedersiehst," sagte er. " Gott, o Gott! Wie soll ich Euch nur danken!“ ſtammelte Darja. Er legte die Rechte mit festem Druck auf ihre Schulter. Und wenn er dich wirklich vergessen haben sollte, wohin würdest du dich dann wenden?" forschte er. Sie sah ihn ratlos an. „ Kehrtest du zu mir zurück oder würdest du lieber zu einem der jungen Laffen laufen, die dir nachgehen?" fuhr er nach kurzer Pause fort. Wie könnt Ihr nur so sprechen, gnädiger Herr! Euch allein verdanke ich ja alles, was ich kann und habe!" flüsterte sie, und berührte seine Hand mit den Lippen. Aber, nicht wahr, Fedja wird meiner noch gedenken?" fügte sie gleich darauf angsterfüllt hinzu. " Ja, natürlich," erwiderte Schukow zerstreut und sein brennender Blick umfaßte ihre schlanke Gestalt. Zwei Tage später verließen sie Petersburg. Sie reisten ohne Aufenthalt nach dem Süden herunter; Darja litt es nicht, daß irgendwo Rast gemacht wurde. Sie fieberte förmlich vor Aufregung und dachte an nichts weiter, als an die geliebte Heimat und an Fedja. Als sie auf dem letzten Teil ihres Weges, in einem flinken Gefährt sigend, die Steppe erreicht hatten, gebot Darja dem Kutscher, einen Augenblick zu halten. Sie sprang aus dem Wagen, warf sich auf die Kniee nieder und küßte die Erde, dann lief sie eine Strecke weit lachend und jauchzend wie ein Kind durch das sich wellengleich bewegende hohe Gras. Die Sonne war dem Sinken nahe, als sie den einsamen Hof erreicht hatten. Darja nahm sich faum Zeit, im Herrenhause Hut und Shawl abzulegen. Leichtfüßig eilte sie nach der Hütte, in welcher ihre Pflegeeltern wohnten. „ Da bin ich!" schrie sie auf und warf sich der alten Frau an die Brust. „ So bist du also doch wiedergekommen?" murmelte. „ Konnte ich denn anders?!" verfekte Darja und umGreisin beinohe erschrocken. geblieben. Aber wo finde ich Fedja?" armte nun auch den Pflegevater." Mein Herz war ja hier " Fedja? Ach Gott! Ja, siehst du, Fedja ist nicht mehr bei uns," stammelte die Frau und blickte unsicher zu Darja hinüber. Des Mädchens Arme sanken schlaff herab. Was willst du damit sagen?" rang es sich mühsam über ihre Lippen. Ist er- tot?" Die Alte schüttelte den Kopf. „ Ach, nein! Aber da er doch nicht bestimmt wußte, ob du wiederkommen würdest, so heiratete er vor anderthalb Jahren Akulina. Ja. Und seit zwei Monaten ist er fortgezogen. Er hat sich etwas Land gekauft, denn seine Braut bekam eine schöne Aussteuer und viertausend Rubel mit. Du hättest ihm nur zwei- bis dreitausend ins Haus gebracht.“ „ Soso!" murmelte Darja und preßte beide Hände an die Stirn. Also deshalb-des- halb!" „ Nun, das kann man doch nicht gerade sagen," meinte die Frau.„ Er heiratete doch wohl hauptsächlich, weil er nicht an dein Wiederkommen glaubte." Ich aber habe an ihn geglaubt- an seine Liebe- jeine Treue," ſtöhnte Darja und sank neben der Ofenbank nieder, den Kopf in den Händen vergrabend. „ Beruhige dich doch nur, mein Seelchen!" redete die Alte auf sie ein.„ Was geschehen ist, ist geschehen! Du hättest ja auch gar nicht mehr zu Jedja gepaßt. Deine Kleider sind seiden, deine Finger schmücken Ringe, und es geht ein süßer Tuft von dir aus, wie von einer Blume." Aber das Herz ist dasselbe geblieben," flüsterte Darja. „ Ach, daß ich es mir aus der Brust reißen könnte!" Die Tür öffnete sich und Schukow betrat das Gemach. „ Darja!“ ſagte er ſsanft und berührte leise des Mädchens Schulter. Sie fuhr empor. Wißt Ihr's schon? Wißt Ihr schon, daß Fedja mich verlassen hat?" schrie sie verzweifelt auf. Er nickte. sch aber werde dich nie verlassen, Darja," kam es ruhig und fest über seine Lippen. Der Blick war trostlos, mit dem sie ihn ansah. ,, Ach, was nüßt mir das!" klagte sie leise. " Du wirst durch mich eine gefeierte Künstlerin werden stehen. Komm, draußen harrt unser bereits ein frisches und ich werde dir allezeit mit Rat und Tat zur Seite Gespann! Wir treten sofort die Rückreise an, wenn es dir recht ist!" Ein Schauer durchflog ihren Leib und ihre Blicke ſuchten die Augen der Pflegeeltern; aber vergebens. Beide standen mit gesenkten Lidern da. So muß ich denn wirklich fort?" kam es wie ein Hauch über Darjas Lippen. „ Ach Gott!" seufzte die Frau und weinte vor sich hin. " Ja, wenn es der gnädige Herr doch nun einmal für gut hält!" murmelte der Greis. Darja wandte sich ab und legte ihre Hand in Schukows Rechte. Laßt uns gehen!" sagte sie mit müder, gebrochener Stimme. Und sie verließen die Hütte. Bimmerspruch. Das neue Haus steht aufgericht', Auf festem Grunde, schmuck und schlicht; Aus derbem Stein, aus gutem Holz, Wie steht es da so stark und ſtolz! Bald werden Nelken am Fenster blüh'n, Im Herde hell die Scheite glüh'n, Treppauf, treppab die Kindlein springen Und Heimchen zirpen und Schwalben singen: ,, Weh hinaus und Glück herein, Alles Licht und Sonnenschein! Eigen Heim ist köstlich Gut, Nehme Gott das Haus in Hut!" Völlig in durch seine in weiteren international eigentlichen Baldersee C jeinen diplon ganiſationsta Seit der Ehrenbezeug Battin in S Name wird ehrenbollen ( Vo Der Im R in jenen pflegt, das Auf der T nach einer faleidoskop Haufe vorz muß befand denn auch Schilderte Burus im jonen, fam ohne Wah Literat ein nahm die Mißbergni a meis auf gulegt, mi organijat ob Bebel aber ein er außer