Nr. 3. Abonnementepreto: in Siegen, abechelt menari 50- Pfg., ia's Sans gebracht 60 fg., durch die Vof bezogen siertel jährlich Mt. 1,50. Bratisbetlogen: Oberhefftsche Familienzeitung( click) Oberbefinde Beitschrift für Lendwirtschaft, Shn- und Bartezban, sowie die Sießenez Seifenblasen( wbcnt:$). Das Blatt ersdrint on alon Borlingen nadestragé Dienstag, den 5. Januar 1904 Gießener 13. Ja ang. Jufertionsprei: Die beige We gang Oberbeffen, die Preise Beker und Marg 19 Sofft 15 Blg.; Steklumen bie eitgeile ref. 400 Boftzeitungsße Blo. 3200, Rebattion und Expedition: Gießen even mee& Gerufrechrafiat. 343. Neuelle Nachrichten ( Sicfener Sageblatt) Anesßängige Tageszeitung Mr Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung Gutblit alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Bekanntmachung. Betr. Fleisch beschau. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Herr Schlachthofdirektor Dr. Liebe zum tierärztlichen Fleischbeschauer für den Beschaubezirf Gießen. und Herr Prof. Dr. Winkler zu seinem Stellvertreter bestellt worden ist. Gießen, den 2. Januar 1904. Groß. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. Betr.: Die Mathildenstiftung für Oberhessen. Nach dem Voranschlag der Mathilden- Stiftung für Oberhessen sind für das Jahr 1904 etwa 1500 Mt. vorhanden, welche zu wohlthätigen Zwecken verwendet und womit in erster Linie die in der Provinz bestehenden Kleinkinderschulen bedacht werden sollen. Es werden hiernach die Vorstände soicher Schulen, für welche eine Subvention gewünscht wird, aufgefordert, ihre desfallsigen Gesuche, mit welchen eine möglichst ausführliche Mitteilung über Ausdehnung, Mittel und Bedürfnisse der betreffenden Anstalt zu verbinden ist, bis zum 20. Februar 1. Js. an den unterzeichneten Vorstand der Stiftung gelangen zu lassen. Gießen, den 2. Januar 1904. Der Vorstand der Mathildenstiftung für Oberhessen. Dr. Breidert. Bodenreform und Sittlichkeit. CB Augenblicklich geht, namentlich durch die Förderung von Frauen, eine lebhafte Bewegung durch das Volk. um die Allgemeinheit für die Bodenreform zu gewinnen, und zwar für eine Bodenreform auf der Grundlage der bekannten Georgesschen Ideen, wonach es untersagt sein soll, daß der Grund und Boden im Privatbesitz bleibt. Die Bodenreformer zitieren mit Vorliebe das Wort des Dichters: Baum für alle hat die Erde", und bringen in die Wirtschaftsfrage ein Moment hinein, das von Haus aus nicht Dazu gehört, nämlich das Prinzip der Sittlichkeit. Sie erlären den Privatbesitz an Grund und Boden als einen Vertoß gegen die christliche Nächstenliebe und als den Grund ür alle mmsozialen Erscheinungen im Gegenwartsleben. Die Beweisführung der deutschen Vorfämpfer für diese Beſtreungen läßt sich furz folgendermaßen charakterisieren: Sämtliche Errungenschaften der Technik und der Wissenchaft gehen den besiglosen Mitgliedern im Volfe verloren ind fommen lediglich den Inhabern des Grundes und Bodens oder der Hypothefen zugute, weil diese im Stande ind, die Kaufpreise, die Gutspachten und Häusermieten je nach dem Stande des Geschäftslebens und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Bevölkerung zu regulieren. Demgemäß prophezeien sie auch als die notwendige Folgeerscheinung der Aufhebung des Privatbesizes an Grund und Boden das Erlöschen der Kapitalbildung und Zinsverpflichungen und den Beginn eines idealen Gemeinschaftslebens on ungetrübter Reinheit und Brüderlichkeit. Gerade dieses erträumte Endziel aber besticht sie auch derart, daß sie die janze Forderung als ein sittlich erstrebenswertes Ideal bezeichnen. Vergessen wird nur das eine dabei, daß das menschliche Gemeinschaftsleben nur zu den Zeiten der Unkultur in der Form des Gemeinschaftsbesizes stattfand. Die damaligen Verhältnisse sind ungefähr mit dem Leben in einer noch verjältnismäßig jungen Familie zu vergleichen. So lange die Kinder unerwachsen sind, bleibt das Ganze in einer Hand vereinigt, um dann später in größere Teile zerlegt zu werden. Ebenso hat sich auch der Privatbesitz als die Folge einer größeren Reife in der Wirksamkeit der einzelnen Mitglieder einer sozialen Gemeinschaft herausgebildet und es ist immerhin eine offene Frage, ob es nicht sittlicher ist, wenn dem Menschen sein Anteil an den Lebensgütern und an dem Rebensgenusse nach dem Grade feiner Leistungsfähigkeit zugemessen wird, als wenn die stärkeren wirtschaftlichen Kräfte zu gunsten der rückständigeren Elemente ausgebeutet werden. Geist aber nicht einzusehen, warum der Grund und Boden allein von dem Wettbewerb um den Besitz ausgeschlossen werden soll. Dadurch, daß die höheren Kulturformen der Menschheit weitergehende Bedürfnisse anerzogen haben, als bloß den Unterhalt für das nackte Leben, sind auch die Erträgnisse des Grundes und Bodens unter die Austauschwaren zineingezogen worden, deren Preis, wie bei allen anderen Bütern, nach dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Im Wirtschaftsleben nimmt also der Warenverfehr von Grund und Boden keine Ausnahmeftellung ein und es entfällt somit jegliche Möglichkeit, die Bodenreformfrage zu einer Forderung der Sittlichkeit zu stempeln. Unbestritten hat gerade der Privatbesitz an Grund und Boden die technische und wissenschaftliche Leistungsfähigkeit der Menschheit gesteigert, anstatt sie zu hemmen. So find vor allen Dingen die technischen Errungenschaften im landwirtschaftlichen Betriebe selber schon in den Gegenden mit lebhaftem Büterzufluß entstanden, während Länder mit dem Gemeinschaftsbesitz, wie zum Beispiel Rußland, rückständig geblieben sind. Durch den Privatbesiz ist das Prinzip der Arbeitsteilung entstanden, und da hierbei jeder seinen Platz an der Sonne sucht, so hat dieses Prinzip die Beistungsfähigkeit der Menschheit gesteigert und uns auf ein höheres Kulturdasein erhoben, bei dem auch die Sittlichkeit weit feinere Nuancen aufweist, als bei dem unkulturellen Gemeinschaftsleben der Vergangenheit. Die oftafiatische Krife. Unkontrollierbar sind auch heute die Nachrichten aus Oſtafien und nicht minder widerspruchsvoll als bisher. Nach englischen Meldungen wäre die russische Antwort auf Japans Note schon erteilt; sie sei indessen unverbindlich und solle die Sache nur noch weiter hinauszögern. Japan werde sich infolgedessen um diese Antwort nicht viel fümmern und hätte schon vor mehreren Tagen Maßregeln getroffen, um die japanischen Interessen gegen Rußland sicher zu stellen. Man werde Rußland nicht gestatten, Häfen auf Korea zu besetzen. Japan habe in unauffälliger Weise durch Abstoßen von großen Militär- und Arbeitermassen nach Korea tatsächlich von diesem Lande Besit ergriffen. Eine Kriegserflä= rung werde nicht erfolgen, Rußland werde einfach nicht zu den koreanischen Häfen zugelassen. So die englischen Meldungen Russischerseite wird dagegen aufs neue versichert, neuerlich habe die Spannung merklich nachgelassen. In Petersburger leitenden Kreisen werde die Lage als durchaus beruhigend angesehen. Wenn auch beiderseits Vorbereitungen für den bisher als möglich vorgesehenen Fall des Ausbruches eines Krieges fortgesetzt werden, und der strategische Aufmarsch beider Armeen zunächst noch nicht unterbrochen werden wird, so hätten in den allerletzten Tagen die schwebenden Verhandlungen eine Wendung genommen, die die besten Aussichten auf eine völlige Verständigung Rußlands mit Japan bietet. Nach dieser russischen Quelle ist übrigens die Antwort Rußlands an Japan noch nicht abgegangen. Die englischen Meldungen über ihren Inhalt werden also wohl Phantasien sein. Ob das gleiche auch von einer amerikanischen Nachricht über den bisher ebenfalls unbekannten Inhalt der japanischen Note gilt, läßt sich schwer sagen. Nach einer in Washington_veröffentlichten Meldung, die von behördlicher Seite herrühren soll, hat Japan in seiner Note erklärt, daß das Mindestmaß der Bedingungen, die es annehmen würde, darin bestände, daß Rußland Japan gleiche Rechte in Korea zugestehe, wie sie von Rußland für die Mandschurei beansprucht werden. Als Gegenleistung dafür würde Japan zur Anerkennung von Rußlands Vorherrschaft in der Mandschurei bereit ſein. Diese Mitteilung über den Inhalt der japanischen Note und die Haltung Rußlands dazu erscheint durchaus nicht unglaubwürdig, wenn man sich vergegenwärtigt, daß Japan Ende Dezember Deutschland, England, die Vereinigten Staaten und Frankreich von dem gegenwärtigen Stande der Verhandlungen mit Rußland unterrichtet hat. Merkwürdiger Wirrwarr herrscht in den Nachrichten über die voraussichtliche Haltung Chinas im Falle eines Kriegs. Nach einer Meldung des Reuterschen Bureaus aus Peking ist die chinesische Regierung entschlossen, neutral zu bleiben; sie rechnet aber doch mit der„ Möglichkeit", in einen Krieg verwickelt zu werden. Eine andere englische Meldung dagegen besagt, aus den von Japan über die Absichten Chinas im Falle eines Krieges eingezogenen Erkundigungen gehe hervor, daß die chinesische Regierung geheime Befehle habe ergehen lassen, wonach die chinesischen Truppen den japanischen gegen die russischen Truppen beistehen sollten. Man nimmt an, daß im Kriegsfalle eine Streitmacht von 40 000 chinesischen Truppen unter der Führung japanischer Offiziere sich nach der Halbinsel Liau- Tong begeben werde. Der in London und Rom beglaubigte korea= nische Gesandte Min Yung Ton ist zurückgetreten. An seiner Stelle ist Kim Sung Kyre zum koreanischen Gefandten in England, Yi Hung Sun zum koreanischen Gesandten in Italien ernannt worden. D'ie Politik. Die deutsch- russi schen Handelsvertragsverhandlungen sind jetzt bis auf weit res vertagt worden. Ueber die Zölle auf Vich und Getre de ist eine Verständigungsaktion auf diplomatischem Wege eingeleitet worden. Um eine eint eitliche gesetzliche Regelung der Beſoldungsverhältnisse des Lehrpersonals an Mittel- und Rektes fich in einer Petition, die die Leiter. toratschulen bande Lehrer und Lehrerinnen solayer Sujuten an vus preußt sche Abgeordnetenhaus richten wollen. In der Begründung wird hervorgehoben, daß die Antragsteller die einzigen öffentlichen Beamten in Preußen sind, deren Diensteinkommen auf keiner gesetzlichen Grundlage beruht. Die Buntscheckigkeit in der Besoldung dieser Lehrer wird durch folgende Zahlen beleuchtet. Das Grundgehalt der Rektoren an 140 Mittelschulen schwankt( nach einer Zusammenstellung vom 1. April 1902) zwischen 1700 bis 3900, die Alterszulagen zwischen 140 bis 300, das Höchstgehalt zwischen 3050 bis 6000 Marf. Aehnlich ist es bei den Mittelschullehrern und Lehrerinnen. Die Mietsentschädigung für Reftoren schwankt in Städten 1. Servistlasse zwischen 360 bis bis 800, 2. Servisklasse zwischen 360 bis 630, 3. Servisklasse zwischen 300 bis 500, 4. Servisklasse zwischen 240 bis 500 Mart. In 53 Städten erreichen die Rektoren nicht einmal den Wohnungsgeldzuschuß der Staatsbeamten 3. Tarifklasse, sondern bleiben hinter demselben im Durchschnitt um 102 Marf zurück. Die Mietsentschädigung der Mittelschullehrer ist in 29 Städten durchschnittlich 54 Mark niedriger als der Wohnungsgeldzuschuß der Staatsbeamten 4. Tarifklasse. Das Verlangen nach einer einheitlichen Regelung der Sache ist, wie man sieht, begründet. Oefterreich- Ungarn. Ein neuer Fall grober Zuchtlosigkeit im ungarischen Heere wird als Seitenstück zu dem gestern gemeldeten Bilefer Vorgang jezt aus Trebinje gemeldet. Mannschaften des dritten Jahrganges' machten am 31. Dezember, als ihre Entlassung in die Heimat verweigert wurde, in der Kaserne einen Höllenlärm. Ein Leutnant, der dagegen einschritt, wurde hinausgeworfen. Daraufhin nahm eine starke Truppenabteilung die Meuterer fest. Ueber den Vorgang in Bilef wird noch berichtet: Den Mannschaften des dritten Jahrganges wurde Gewehr und Seitengewehr abgenommen, sie verweigerten jeden Dienst. Die Mannschaften begaben sich von der Kaserne in die Stadt und fragten dort einen Offizier, wann sie nach Hause gehen könnten. Der Offizier antwortete ironisch: Wenn der über dem Haupttor angebrachte zweiköpfige Adler wegfliegen wird." Die Soldaten begaben sich dann abends, laut das Kossuthlied singend, zu dem Haupttor, rissen den zweitöpfigen Adler_ab, warfen ihn in den Kot und zogen dann unter großem Lärm ins Lager. Dort riefen sie:„ Der Adler ist weggeflogen! Nun können wir nach Hause gehen!" Bisher wurden fünf Führer, sieben Korporale und zahlreiche Gefreite und Infanteristen von Bilek in Garnisonarrest gebracht. Die meisten Soldaten sind über die troſtloſe Lage sehr erbittert; sie glauben, daß sie überhaupt nicht mehr entlassen werden. Türkei. Zum Chef der mazedonischen Gendarmerie ist der ita lienische General de Giorgis ernannt. Uebrigens weigeri sich die Pforte, die oft versprochene Amnestie für Mazedonien zu bewilligen. Mehrere hundert Mazedonier, worunter zahlreiche Lehrer und Geistliche, wurden nach Syrien und Armenien ins Eril geschickt und täglich folgen ihnen weitere kleine Trupps von Verbannten. Sie mußten unter allerhand Brutalitäten ihrer Eskorten den weiten Weg zu Fuß zurücklegen. Wenn sie aus Mattigkeit nicht mehr weiter fonnten, wurden sie von den Gendarmen geschlagen und dann für eine Zeit lang auf Kamelen angebunden. Zwischen Suverek und Diarbekir blieben acht Bulgaren tot auf dem Wege liegen, sieben weitere starben am Tage ihres„ Einzugs" in Diarbekir. Der Anfang vom Ende der republikanischen Herrlichfeit in Panama ist da: Die Vereinigten Staaten ergreifen Maßnahmen, um Truppen und Vorräte von Newyork und San Francisco nach dem Isthmus von Panama zu schaffen. Man beabsichtigt, Kasernen und Magazine auf dem Gebiete von Panama anzulegen... O Es ist längst anerkannt, daß das beste und vielleicht einzig erfolgreiche Mittel zur Bekämpfung der Schundliteratur die Gründung guter Volksbüchereien ist. Bisher waren es meist Private und nichtstaatliche Verbände, di: sich mit der Gründung solcher Volksbibliotheken befaßten. Neuerdings treten auch einzelne Regierungen der Frage näher. So hat jetzt das meiningensche Weinisterium beschlossen, durch Bewilligung staatlicher Beihilfe tatkräftig bei der Gründung von Ortsbibliotheken zur Verdrängung der Schundliteratur mitzuwirken. Hoffentlich findet dieses Vorgehen gebührende Nachahmung. Spanien. Als die Vereinigten Staaten die Herrschaft auf den Philippinen tatsächlich antreten konnten, war eine ihrer ersten Maßnahmen die Ausweisung der 6000 spanischen Mönche, von denen man eine Verhezung der Eingeborenen gegen die Amerikaner fürchtete. Bekanntlich. waren die spanischen Mönche es auch, die die Filipinos unaufhörlich zur Empörung gegen Spanien aufgestachelt hatten. Nan sind die Sechstausend unterwegs nach Spanien, sie soen in Januar dort eintreffen. Der Empfang, der ihrer in der Heimat wartet, ist angesichts ihrer Gattung auf den Philippinen fein sonderlich liebevoller. Die spypische Regiean einander gut zu machen." lich zu seiner Frau beugend; wir haben gegenseitig manches Und fie bat biel gelitten dazu," ſagte Seelen, fich zärtdem soll auch viel bergeben werden?" - und heißt es nicht in der Bibel: Wer viel geliebt hat, Aus dem amerikanischen Zeitungsleben von R. Adam s. Eine unbeabsichtigte Reklame. Jeber die Rerhältnisse der Daily Gatta" bin ich ich ( Nachdruck verboten.) maren geschwunden. fiel ihm schwer. Er hatte Kummer und Sorge. gut schreiben will, muß glücklich und frei sein. war Harry nicht, und ich muß leider fürchten, daß auch seine Das war ja auch kein Wunder, denn wer Jede Zeile, die er Wir wußten auch recht gut war, Trou fi it unglücklich fühite Und das hams Zimmer. Der alte Mann meinte, und feine Tränen lich benetten das Blatt. Endchat missen, wo er hingehen wollte Ich sah, wie der alte Graham das Zimmer verließ; ich folgte endlich war es so weit, daß der Druck beginnen konnte. Ich war feines Wortes mächtig. ihm. nach rung ist wegen der Sache in großen Sorgen, da die Libe-. ralen, Demokraten und Republikaner feindliche Kundgebungen gegen die Mönche vorbereiten. Rufsland. * Die Arbeiterunruhen in Rußland dauern ständig fort. Jetzt wird wiederum aus Jekaterinoslam berichtet: Auf den Werken der Russischen Gesellschaft in Kamenski sind Arbeiterunruhen ausgebrochen. Es sind Truppen dorthin entsandt worden. Alien. A Von einer vereitelten Judenverfolgung in Persien weiß das amtliche russische Telegraphenbureau aus Urmia( Persien) zu berichten. Danach hätte die persische Bevölkerung cine Judenbeze geplant, aber infolge energischen Einschrei tens des russischen Vizekonsuls sei Unglück verhütet und die Rädelsführer verhaftet worden. Rußland, das Kischinew auf dem Kerbholz hat, als Schirmherr der persischen Juden - ein seltsames Bild. Amerika. Zu der Panamarebellion, zu der drohenden Revolution in Kolumbien kommt jetzt noch ein neuer Bürgerkrieg auf dem südamerikanischen Kontinent: In Uruguay, Provinz Maldonado, ist die Revolution ausgebrochen. Infolgedessen ist über die ganze Republik Uruguay der Belagerungszustand verhängt worden. Selbstverständlich handelt es sich angesichts solcher Maßnahmen nicht um einen kleinen lokalen Krawall, sondern um einen allgemeinen Bürgerkrieg. Ein Prinzeffinnenfchick fal. Zum Tode der Prinzessin Mathilde Bonaparte. In Paris verstarb im Alter von 83 Jahren Prinzessin Mathilde Bonaparte. Mit ihr verschwindet ein Stück Weltgeschichte. Bis in die zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts reichte ihr Gedächtnis zurück, sie hat alles Interessante, das sich in Frankreich während ihres Lebens zugetragen, in eigener Person miterlebt, und es schien ein Wunder, daß sie noch mit frischem Geiste unter den Menschen weilte. Es hat nicht viel gefehlt, so wäre sie Kaiserin von Frankreich geworden, denn als sie, neunzehnjährig und schön wie der junge Tag, auf Schloß Arenenburg am Bodensee bei ihrer Tante, der Königin Hortense, zu Besuch weilte, verliebte sich ihr Vetter, der spätere Napoleon III., in ste und wollte sie zu seiner Gattin machen. Die Königin Horterise setzte aber ihre ganze Kraft ein, um die Heirat zu verhindern, die ihr wegen der nahen Berwandtschaft ganz unpassend erschien. Napoleon gab die Hoffnung, seine schöne Kusine doch zu gewinnen, so wenig auf, daß ihn die Nachricht, sie habe sich mit dem Russen Anatole Demidow ver lobt, ganz unerwartet traf und er ausrief:„ Stun gebe ich alles verloren!" Es waltete kein freundlicher Stern über der Jugend Mathildens. Als sie im Mai 1820 in Triest zur Welt fam, lebte ihr Vater, der König von Westfalen, im Eril. Ihre Mutter, eine Tochter des Königs von Württemberg, wurde von den Angehörigen bestürmt, den Gatten zu verlassen, wehrte sich aber tapfer gegen diese Zumutung. Nachdem sie in Triest auch noch einen Sohn geboren, wurde sie von den königlichen Eltern gewaltsam im Schlosse von Elwangen festgehalten, wo sie sich so abhärmte, daß sie nur menige Jahre mehr lebte, nachdem man sie ihrem Gatten und ihren Kindern wieder zurückgegeben. Das war in lorenz, wo damals Graf Anatole Demidom lebte und riesigen Aufwand machte. Er stammte von einem Unternehmer, der die erste Waffenfabrik in Rußland gründete und ungeheure Keichtümer gesammelt hatte. Vom Großherzog bon Toscana hatte er die Villa San Donato mit großew Ländereien erworben und als Dreingabe den Titel eines Principe di San Donato bekommen. Der Bruder Mathildens, Napoleon, besser bekannt als Plon- Plon, empfand es als schwere Last, daß die ganze Familie von kaum 28 000 Franks leben mußte, die ihr der König von Württemberg ausgesezt hatte, und er dachte, daß, wenn seine Schwester über die vielen Millionen des Kussen verfügte, er dabei nicht schlecht fahren würde. Er tat sein möglichstes, um die Heirat zustande zu bringen, und zwanzigjährig folgte Mathilde nur halbwillig dem Prinzen von San Donato zum Altar. Die Herrlichkeit dauerte denn auch nicht lange. Die Tochter einer föniglichen Prinzessin, deren Vater mit Majestät angeredet wurde, konnte sich an die rüden Manieren eines russischen Parvenüs nicht gewöhnen, und bald stand der Entschluß bei ihr fest, die Fesseln der Ehe abzustreifen. Sie war in der russischen Hofgesellschaft so gut aufgenemmen worden, daß ihr Gatte darüber Eifersucht empfand und sie zwang, von allen Festlichkeiten fern zu bleiben. Nun war ihr größter Wunsch, sich dem Zaren zu nähern, der ihr Onkel war und ihre Partei ergreifen würde. Graf Demidon begab sich auf den Hofball im Winterpalais, nachdem er ihr strengstens verboten, denselben zu besuchen. Prinzessin Mathilde hatte heimlich ihre Vorbereitungen getrossen— nachdem der Graf fort war, machte sie Toilette und erschien als letzte Dame im Balliaale. Sie fniete vor dem Zarenpaare nieder, riß den Schleier, der ihre bloßen Schultern bedeckte, herab, um zu zeigen, daß ihr herrlicher Nacken und der ganze Rücken bedeckt waren von den blutunterlaufenen Striemen, die des Gatten Peitsche dort hervorgerufen. Gleichzeitig bat sie den Zaren, er möge sie von diesem Gebieter befreien. Ihre Bitte fand Erhörung, die Scheidung war bald ausgesprochen und Graf Demidom mußte seiner Gemahlin eine jährliche Apanage von einer Viertelmillion Francs ausseßen. Nachdem das Aufsehen, welches die Trennung in der Gesellschaft aller Länder gemacht hatte, einigermaßen in Vergessenheit geraten war, ließ sich die Prinzessin in Paris nieder und eröffnete ihren seither berühmt gewordenen Salon in der Rue de Berri Nr. 20, wo sich bald die auserlesenen Geister der Gesellschaft, die Künstler und Schriftsteller von Frankreich, einfanden. u jeder Zeit ihres fangen Lebens hat die Prinzessin mit den geistig vornehmsten Männern Freundschaft gepflogen alle waren willkommen und kamen friedlich miteinander aus, denn die Politik mar berpönt. Prinzessin Mathilde pilegie selbst die Sunst sie hatte ein schönes Maltalent und wurde oft bei Ausstellungen mit Medaillen ausgezeichnet, obgleich sie selten unter ihrem Namen ausstellte. Noch in vorgerückten Jahren hat sie anonym die Werke französischer Autoren illustriert. Erkaiserin Eugenie meilte bis zuletzt an ihrem Sterbelager. Sie hatte von je ein herzliches Gefühl der Zuneigung für die Jugendliebe Napoleons III. Dieser zeigte, so lanae er lebte, eine große Verehrung für seine geistreiche Sousine, die stets beruhigend und versöhnend auf sein Gemüt wirkte und ihn vor mancher Uebereilung warnte. Sie war es, die ihm die Pflege guter Beziehungen zu Rußland empfahl, und sie blieb zeitlebens eng befreundet mit den meisten Mitgliedern der russischen Kaiserfamilie. Auch an König Eduard hatte sie einen treuen Freund, und er besuchte sie nicht nur in Paris, sondern auch in ihrem prächtigen Schlosse Saint Gratien bei Enghien, wo sie den letzten schmerzensreichen Sommer ihres Lebens zubrachte. Hof und Gesellschaft. *** Ein Besuch des Kaiserpaares in Schlesien steht, gutem Vernehmen nach, im Laufe des Januar bevor. Am 11. und 14. ds. Mts. findet auf Schloß Kreppelhof bei Landeshut die Vermählung der beiden Töchter des Grafen zu Stolberg- Wernigerode statt. Zu der auf Montag, 11. ds. Mts., festgesetzten Hochzeitsfeier sollen nun der Kaiser und die Kaiserin ihr persönliches Erscheinen zugesagt haben. Da die Trauung in der evangelischen Gnadenkirche zu Landeshut vollzogen wird, würden sie gleichzeitig dieser Induſtriestadt einen Besuch abstatten. *** Der Großherzog von Hessen beabsichtigt, boraussichtlich noch im Laufe des Januar wiederum eine auf mehrere Monate berechnete Auslandsreise zu unternehmen, die ihn zunächst nach England und von dort nach Egypten führt. Der Großherzog von MecklenburgSchwerin ist in Begleitung seiner Schwester, der Herzogin Cäcilie, von Gmunden kommend, in Cannes eingetroffen zu einem mehrtägigen Besuche bei seiner dort zur Kur weilenden Mutter, der Großherzogin Anastasia. Am 16. ds. Mts. begibt sich der Großherzog nach Wien, wo er mit seiner Braut, der Prinzessin Alexandra von Cumberland, zusammentrifft, die mit ihren Angehörigen bereits am 9. ds. Mts. in Penzing bei Wien vorübergehend Aufenthalt nimmt. Am 16. ds. Mts. gedenkt der Großherzog mit seiner Braut dem Wiener Hofballe beizuwohnen. Bezüglich der Hochzeit des jungen Brautpaares verlautet, daß diese im April. spätestens aber im Mai ds. Js. in Gmunden stattfinden wird. Heer und flotte. Moltkes Neffe. Zur Dienstleistung beim Generalstabe der Armee wurt Generalleutnant v. Moltke, Generaladjutant des Kaisers und zurzeit Kommandant der 1. Gardedivision, fommandiert. Man erblickt in dem Neffen des Beneralfeldmarschalls v. Moltke wohl nicht mit Unrecht den Nachfolger des Grafen Schlieffen als Generalstabschef der Armee. Weitere Uniformänderung in Sicht? In militärischen Kreisen verlautet, daß zum 27. Januar abermals eine einschneidende Uniformänderung in Aussicht steht. Es wird von einer Wiederabschaffung der neuen Litewka, aber auch von einer großen Neueinführung gesprochen.. Aus dem Gerichtsfaal. § zu Tode geprügelt. Das Elberfelder Schwurgericht vird sich Anfang März mit der Aufsehen erregenden Affäre des Oberlehrers Deditius zu beschäftigen haben. Deditius ist bekanntlich angeklagt, den Tod des 12jährigen Knaben Wilhelm Busche durch fortgesette Mißhandlungen herbeiJeführt zu haben. Die Sache beschäftigte s. 3t. schon die Straffammer, die sich als unzuständig erklärte und den Fall vor das Schwurgericht verwies. Behuss Herbeischaffung des nötigen Materials zur Hauptverhandlung wurde nun die Reiche des unglücklichen Knaben zum zweitenmal ausgegraben; es handelt sich hierbei um eine genaue Untersuchung der Schädeldecke. Der Erhumierung auf dem Langerfelder Friedhofe wohnten unter Aufgebot mehrerer Polizeibeamten zwei Gerichtsärzte bei. Nachdem der Schädel mit großer Mühe freigelegt und gereinigt worden war, wurde er den lerzten übergeben, die das schaurige corpus delicti zur ornahme eingehender Untersuchung nach Bonn weiterbeförderten. Ein Pistolenduell fand in der Nähe von Dresden zwischen dem bekannten Romanschriftsteuer reiherrn v. Ompteda und einem Rittmeister statt. Der Zweikampf verlief unblutig. Er war veranlaßt worden durch die romantische Eskapade der Gattin Omptedas mit dem jezigen Gegner ihres Mannes, die vor kurzem in der Dresdener Gesellschaft großes Aufsehen erregte. Der Hoteldieb Manolesco als Memoirenschreiber. Der berüchtigte Hochstapler und Hoteldieb Manolesco alias Fürst Lahovary wird jetzt nach berühmten Mustern unter die Memoirenschreiber gehen. Das Buch verspricht recht interessant zu werden, wenn man erwägt, daß sein Verfasser während seiner fast 20jährigen Laufbahn Diebstähle in einer Gesamthöhe von nahezu 2,5 Millionen Franks verübt und in den höchsten Gesellschaftskreisen der alten und neuen Welt die interessantesten Abenteuer erlebt hat. Unter anderem hat der Abenteurer sich in Genua unter falschem Namem mit einer sächsischen Gräfin v. K. verheiratet, von der er inzwischen wieder geschieden ist. Manolesco ist jetzt in seiner Vaterstadt Bukarest eingetroffen und wird dort, wie er versichert, von nun an das Leben eines rechtschaffenen und treuen Staatsbürgers" führen. Zeit wäre es nachgerade! Das Medium als Erbschleicherin. In Paris wurde ein in Spiritistenkreisen sehr bekanntes Medium, Frau Martin, verhaftet, unter dem dringenden Verdacht der Erbschleicherei und vielleicht des Giftmordes. Frau Martin soll eine Millionärin, Frau Chappuis, verleitet haben, sie zur Universalerbin einzusetzen, indem sie den Geist von deren Gatten die Anweisung dazu erteilen ließ. Bei den Geistererscheinungen wurden auf dem Hausaltar gewisse Pulver verbrannt, die giftige Dämpfe entwickelt und den Tod der Millionärin herbeigeführt haben sollen. Nab und Fern. Nadflänge zum Theaterbrand in Chicago. Die Opfer der Brandkatastrophe im Iroquois- Theater zu Chicago sind unter allgemeiner Teilnahme der Erde übergeben worden. Leichenzüge auf Leichenzüge bewegten sich während dreier Tage durch die Straßen der trauernden Stadt. Die Leichenwagen und Kutschen reichten nicht aus, um den Transport zu den Kirchhöfen auf einmal zu gestatten, ebensowenig raren genügend Geistliche vorhanden. Wie es heißt, dürften die Eigentümer des Theaters den Hinterbliebenen der Verunglückten enorme Schadenssummen auszuzahlen haben, falls das Gericht ihre Haftbarkeit ausspricht. Erst kürzlich mußte die Newyorker Zentraleisenbahn den Verwandten der beim Zusammenstoße im Park Avenue- Tunnel Verunglückten anderthals Millionen Dollars auszahlen. Die Nachricht von dem Unglück wurde übrigens durch drahtlose Telegraphie auch auf dem Meere verbreitet. Der Ozeandampfer„ Lufania", welcher von Newyork kommend in Qatcenstown anlegte, empfing die Nachricht von der Katastrophe auf offener See, fünfzig Meilen außerhalb Queenstown, mittels drahtloser Telegraphie. Eine Spezialausgabe der Schiffs= zeitung wurde publiziert, die hauptsächlich unter den Passagieren aus Chicago Konsternation hervorrief. Als ein Nachklang zum Chicagoer Brand ist unzweifelhaft auch die vorläufige Schließung des Berliner kgl. Opernhauses zu betrachten, die auf persönliche Anordnung des Kaisers erfolgte. Der Zustand des räumlich überaus beengten, mit ungenügenden Ausgängen und hölzernen Treppen versehenen Bühnenhauses des königlichen Opernhauses entspricht nicht den Anforderungen, die im Interesse der Sicherheit des in dem Bühnenhause wirkenden, oft nach Hunderten zählenden Personals gestellt werden müssen. Unverzüglich sollen Umarbeiten vorgenommen werden, die speziell in der Herstellung weiterer Ausgänge und Einbringung umlaufender Galerien bestehen sollen. Auch wird ein Neubau des ganzen Opernhauses erwogen. Eine Fern- Warmwasserheizung gedenkt die Stadt Dresden einzuführen. Der Stadtrat geht mit dem Plane um, das in den Kondensatoren der städtischen Elektrizitätswerfe erwärmte Wasser auf etwa 80 Grad Reaumur zu er. hitzen und in eine Fern- Warmwasserheizung einführen zu lassen, an welche gewerbliche Anlagen und Wohnhäuser_in einem Umkreis von 1000 bis 1500 Metern angeschlossen werden könnten. Mit dieser Warmwasserheizung würde in jedem Hause mittels Anschlusses an die Wasserleitung ohne besondere Schwierigkeiten eine Warmwasserbereitungsanlage zu verbinden sein, so daß warmes Nutzwasser zum Waschen, Baden und Kochen überall zu haben wäre. a. D. Vergebliche Rechtfertigung. Oberleutnant Lindner, weiland im Forbacher Trainbataillon, der seinerzeit seinen Rücktritt vom aktiven Dienst nehmen mußte, weil er eine in Bilses Buch arg kompromittierte Rittmeistersgattin nach Entdeckung ihrer Fehltritte aus seinem Hause gewiesen hatte, und der in dem Prozesse so glänzend gerechtfertigt wurde, hatte in einer Immediateingabe um Wiedereinreihung in den aktiven Dienst gebeten. Nun ist sein Gesuch abschlägig beschieden worden. Die Ablehnung stüßt sich auf die Angabe, mit der er seinerzeit sein Entlassungsgesuch begründete, daß er nämlich eine franke Hand habe. Der Herr Generalkonsul. Die sonst so stille Residenzstadt Koburg ist 3. Zt. der Schauplab eines großen gesellschaftlichen Skandals. Der amerikanische Generalkonsul Hughes, ein stadtbekannter Lebemann, ist seit kurzem, unbefannt wohin, abgereist. Es kommt jezt heraus, daß Hughes ein Hochstapler war. Er hat systematisch Unredlichkeiten berübt, trotzdem er ein Einfommen von zirka 25 000 Mark jährlich hatte. Da er sehr titelsüchtig war und gern durch den Schein glänzte, legte er sich fälschlich das Prädikat eines Dr. med. et phil." bei. Von 15 Orden, die er bei allen möglichen Anlässen trug, war ihm nur ein einziger verlichen; die anderen hat er sich aus eigener Machtvollkommenheit zugelegt, auch das Eiserne Kreuz und 6 Schlachtenspangen aus dem Kriegsicht 1870/71 hat er sich selbst verliehen. Hughes verkehrte besonders in Offizierskreisen und jehlte auch nie bei einer Soffeftlichkeit. Man minunt an, daß Quabes„ berreist" bleibt. Bunte Chronik. Bei Kottbus wurde ein Lehrling namens Jürk von drei jungen Burschen überfallen, beraubt und tödlich verwundet. -In Grone bei Göttingen brannten zwei Gehöfte ab, wobei sämtliches Großvieh in den Flammen umfam. Der Molkereibesizer Herweg wurde wegen Brandstiftung verhaftet. Vermilchtes. Die [ Ein nobler Gewinner. Der Gewinner eines Viertela vom großen Lose der letztgezogenen preußischen Klassenlotterie, der Gastwirt Baruth in Althütte bei Schönlanke ( Kreis Czarnikau) hat zwei Briefträgern seines Ortes die Summe von je 5000 Marf zum Geschenk gemacht. beiden Beamten hatten nämlich als Mitspieler an dem Glückslose die ersten vier Ziehungen bezahlt, traten jedoch, ihres Pechs wegen, vor der Hauptziehung vom Weiterspielen zurück. Das schlug nun erst recht zu ihrem Pech aus, doch hat die Großmut des Gastwirts ein recht annehmbares Pflaster auf die Wunde gelegt. OIDie Scheidungsanzeige.] Ein neuer Brauch scheint sich in Paris geltend machen zu wollen. Ein dortiger Herr erhielt vor kurzem folgende Karte: Herr Paul D. hat die Ehre, Ihnen anzuzeigen, daß durch Urteil vom 12. Oktober 1903 die Scheidung von Mad. Louise R. zu seinen Gunsten ausgesprochen worden ist. Der Freund des Herrn D. antwortete sofort: Aufrichtigste Glückwünsche. [ Der schlechte Leumund.] Der Vorsteher einer bäuerlichen Gemeinde in Tirol gab kürzlich auf die behördliche Anfrage nach dem Leumund eines Gemeindemitgliedes fol genden Bescheid:„ Der ergebenst Requirierte steht in keinem guten Ruf. Er ist mehrfach mit dem Gesetzbuch in Konfliki gefommen. So hat er u. a. einen Prozeß gegen die Gemeinde angestrengt und gewonnen." IHöfliche Einbrecher.] In der Wohnung eines Budapester Bankbeamten namens Goldmann wurde ein Einbruchsdiebstahl verübt, bei welchem 500 Kronen entwendet wurden. Der Einbrecher hinterließ eine Visitenkarte mit der Aufschrift:„ Ein glückliches Neujahr wünscht der Einbrecher!" Der Bestohlene wird sich durch diesen freundlichen Wunsch kaum haben trösten lassen. Das Neueste aus den Witzblättern. Das dicke Ende. Exzellenz: Also Sie sind der Mann der Wissenschaft, der die neue Feldtragbahre erfunden hat?" Assistenzarzt Dr. Müller:" Zu Befehl, Erzellenz!" Exzellenz:„ Bin ganz außerordentlich erfreut, Ihre Be fanntschaft zu machen.....wirklich, ganz außerordentlich erfreut: meine Freude wäre allerdings noch aröker gewefen, we hätte, Herrr Sehr fangenen C ( Student): Deut Ihnen berb wiffen ja In de Nenne mir ler: Die Sanauferin Beftern bie erfte Ta Eintritt in aus diesem der Herren Oberbürger geplante un nicht zur Straßentoft geführt fei berjährt feier eine Anzahl deputation Nachdem der 20 000 Mt. Bange fei, n Der Baudepu Drbig ver Boft Walltho der Versamm Rommiffion Areisamt ert fammlung ba Die Frage a und die Mit Bappenspiel rauf, daß es Dom Kreisam willigten Ro Die Kreisver ländlichen B fachen die A fügen muß. daß ein Besc Deutsch- Ame Minifterium geftatten, b des Anton Die Gesuch planes die Dispens bor aber auch die nach dem Gü dürfen, um d dem Lager lau bor, den A Stadtv. Kr gegen den Rom wollte man h Auffehen erre für sprechen, erfchweren, ja zuführen. Die doch nur zum Petroleum to Heidelhei in Gießen geg daß die Verfa lehnend zu ve die Versamml Intereffe der Opfer zu br zeigen, daß fi handel zu m geforderten fürworten Mittelweges Demgemäß Wilh. Se findliche Sch Rarl Bilte Wiefecterweg richten, dem Bauunterne Bauplag in das am Gi Der Façade Dispensg fuc befürwortet. ftraße ein the Abwäffer fto gemauerten tonne auffan der Grube d Einrichtung nachgejuchten Dem Braue Bwede des Entwafferun Stauanlage Rechnungen, zum Gaswer nur eine form dem nächsten Schläuche un Kanäle ift die haben, fürzlich ten der olüäten achricht graphie r„ Lustotn Ge auf mittels Schiffs= Bajja zweifelOpernng des us be Slzernen OpernEntereffe Oft nach n. Unen, die nd Ginich wird Stadt Plane izitätszu er. ren zu user in chloffen ürde in ng ohne Sanlage Baschen, a. D. seinerc, weil cistersHause gerechtBiederin Geigt sich gesuch fidenzgesellIkonsul unbeHughes ichkeiten O Mark τη δική it gines i allen lichen; eit zuen, aus Sugbes uch nie bet. namens nd töd öfte ab, 1. Der ng berViertela Klassenchönlante Ortes die cht. Die an dem en jedoch, terspielen aus, doch hmbares scheint er Herr burd Louise R Aufbäuer hördliche edes fol n feinem Konfliti die Ge es Buda Finbruchs wurden. Der Auf bredjer!" Wunid από δει funden ellenz!" re Be bentlid aröker gewesen, wenn ich Sie an Ihrem Rasiertag Tennen gelernt hätte, Herrrr!" Sehr glaublich. Mohamedaner( zu einem ge= fangenen Christen);" Bist du ein Gläubiger?" Gefangener ( Student): Nein, aber mehrfacher Schuldner." Deutlich. Fremder: Trinkgelder anzunehmen ist Ihnen verboten?" Kastellan:„ Allerdings. aber Sie wissen ja, verbotene Früchte schmecken am besten!" In der Dorfschule. Lehrer( zu dem Schüler): ,, Nenne mir die den Hühnern schädlichen Tiere!"- Schüler:„ Die Füchse, die Marder, die Iltisse und die. Schnauferln!" ( Dorfbarbier.) Sizung der Stadtverordneten. W. Gießen, 4. Januar. Gestern Nachmittag eröffnete Oberbürgermeister Mecum die erste Tagung der Versammlung im neuen Jahre. Vor Eintritt in die Tagesordnung hieß er die Stadtverordneten aus diesem Anlaß herzlich Willkommen und wünschte jedem der Herren viel Glück zum neuen Jahre. Ferner macht der Oberbürgermeister Mitteilung, daß die früher schon ein Mal geplante und durch das Fortgehen des Stadibaurat Schmandt nicht zur Ausführung gekommene Feststellung der rückständigen Straßentoftenbeiträge nunmehr durch das Tiefbauamt aus geführt sei. Es seien dies 20 000 Mt., welche noch nicht verjährt seien und außerdem aus den Jahren 1888-1892 eine Anzahí fleiner Beträge, welche nach Antrag der Baudeputation der Einfachheit halber niederzuschlagen seien. Nachdem der Oberbürgermeister rklärt hat, daß wegen der 20 000 Mt. die Eintreibung ev. auf dem Klagewege im Gange ſei, wird von der Versammlung wegen des Antrages der Baudeputation in deren Sinn beschlossen.- Stadtv. Orbig verweist darauf, daß für die Wirtschaft in der alten Post Wallthorstraße für welche die Bedürfnisfrage s. 8. 2 von der Versammlung, in Uebereinstimmung mit der WirtschaftsKommission verneint worden ist, neuerdings die Erteilung vom Kreisamt erteilt wurde, ohne daß die Stadtverordneten- Versammlung darüber befragt worden sei. Er werf aus diesem Anlaß die Frage auf, ob denn die Kommission deren Mitglieder und die Mitglieder der Stadtverordneten- Versammlung zum Pappenspiel da seien. Der Oberbürgermeister verweist darauf, daß es sich eigentlich nur um eine Uebertragung einer vom Kreisamt gegen den Einspruch der Versammlung bewilligten Konzession an eine andere Person gehandelt hat. Die Kreisvertretung resp. der Kreis- Ausschuß, in dem die ländlichen Vertreter die Mehrheit bilden, set in Wirtschaftssachen die Ausschlaggebende Instanz, welcher man sich eben fügen muß. Damit ist die Angelegenheit erledigt, ohne daß ein Beschluß in derselben gefaßt worden ist. Die Deutsch- Amerikanische Petroleum- Gesellschaft hat sich an das Ministerium des Innern gewendet, mit dem Antrage, ihr zu gestatten, hinter der Margaretenhütte auf dem Grundstück des Anton Schäfer einen Petroleum- Tang errichten zu dürfen. Die Gesuchstellerin erbittet, weil außerhalb des Bebauungsplanes die Anlage geschaffen werden soll, den hierzu nötigen Dispens von den Bestimmungen der Bauordnung, weiter aber auch die Erlaubnis unter dem städtischen Mittelweg nach dem Güterbahnhof hin eine Rohrleitung anlegen zu dürfen, um das mit der Bahn ankommende Petroleum nach dem Lager laufen lassen zu können. Die Baudeputation schlägt vor, den Anträgen der Gesellschaft zu entsprechen. Stadtv. Krumm erklärt sich mit aller Entschiedenheit gegen den Kommissions- Antrag aussprechen zu müssen. Es würde, wollte man hier Ja und Amen sagen, in der Stadt großes Aufsehen erregen, er brauche wohl die Gründe, welche dafür sprechen, daß man dieser Gesellschaft die Niederlassung erschweren, ja unmöglich machen muß, des näheren nicht anzuführen. Die ganze Art wie diese Gesellschaft vorgehe, laufe doch nur zum Ende auf eine Beutelschneiderei des deutschen Petroleum fonsumirenden Publikums hinaus. Stadtv. Heichelheim bemerkt, daß sich der gesamte Handelsstand in Gießen gegen die geplante Tanganlage ausgesprochen hat, daß die Versammlung gar nicht anders kann, als sich ablehnend zu verhalten. Beigeordn. Georgi erflärt, daß die Versammlung wohl hinlänglich bewiesen hat, daß sie im Interesse der Verbesserung des Verkehrs sogar bereit sei, Opfer zu bringen. Im vorliegenden Fall aber müsse sie zeigen, daß sie nicht die Hand dazu bietet, den Petroleumhandel zu monopolisieren. Es sei einfach Pflicht, den geforderten Dispens zu verweigern resp. nicht zu befürworten und die Erlaubnis zur Durchlegung des Mittelweges mit einer Rohrleitung zu versagen. Demgemäß beschließen auch die Stadtverordneten. - Wilh. Seipp III. will an seine am alten Feldweg befindliche Scheuer einen Fachwerkanbau herstellen lassen, Karl Wilte beabsichtigt außerhalb des Bebauungsplanes am Wieseckerweg auf Hintergelände einen Werkstattbau zu errichten, dem später ein Borderhaus vorgestellt werden soll, Bauunternehmer Rinn will auf dem letzten noch vorhandenen Bauplatz in der Landgrafenstraße ein Wohnhaus erbauen, das am Giebel architektonisch mit Fachwert geziert und an der Façade einen Erter erhalten soll. Die benötigten Dispensgesuche für alle diese Bauten werden zu erteilen befürwortet. Die Witwe Wilh. Folz hat in der Hammstraße eia fleines Grundstück, sie hält sich eine Ziege, deren Abwässer statt wie es die Bauordnung vorschreibt in einer gemauerten Grube, sie in einer eingegrabenen Petroleumtonne anfsammelt. Sie bittet, da die Polizei auf Anlegung der Grube dringt, ihr doch zu gestatten es bei der bisherigen Einrichtung zu belassen und den von ihr zu diesem Zweck nachgesuchten Dispens zu befürworten, was auch geschieht. Dem Brauereibesiger Georg Bichler wird gestattet zum Zwecke des Ueberlaufes in seine Etsteiche in einem Entwässerungsgraben des Neustädter Feldes eine kleine Stauanlage herstellen zu lassen. Die Genehmigung von Rechnungen, es handelt sich um Arbeiten an der Zufuhr zum Gaswert und zur städtischen Wage am Seltersberg hat nur eine formale Seite und geschieht anstandslos. Bei dem nächsten Bunft, Vergebung von Arbeiten und Lieferungen, Schläuche und Messingverschraubungen zur Reinigung der Kanäle ist dies auch der Fall. ( Schluß folgt.) Ein neuer Roman beginnt im heutigen Unterhaltungsblatt. Tie Verfasserin desselben, Marie Bernhard, gab ihm den Namen Der Zeuge und legte ein sehr frisches, hochspannendes Phant si gebilde in ihm nieder. Unsere gesch. Leser werden auch diese Lektüre. gleich der abgesch oss uer, mit großem Interesse verfolgen. Lokales. 5. Januar 1904. Privattelegramm. Bei der heutigen Ziehung der Hessisch- Thüringischen Landes lotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 1 Gewinn von 5000 Mr. auf Nr. 76 126, 1 Gewinn von 1000 Mt. auf Nr. 60 874, 2 Gewinne von 400 f. auf Nr. 47 615, 62 450. * Er * Aus zuverlässigen Quelle wird mitgeteilt, daß der Großherzog vorerst überhaupt feine Reise machen wird, weder nach Rußland noch nach Egypten. werde höchstens auf einige Tage zum Besuch seiner Schwester, der Prinzessin Viktoria von Battenberg, nach London gehen. * seinen Zwed verfehlt habe. Für Fehler, die durch schlecht geschriebenes Manuskript entstanden sind, braucht der Verleger nicht aufzukommen. Er fann verlangen, daß solche Manuskripte gut leserlich geschrieben sind. A Heuchelheim. Lehrer Schneider erhielt den Philippsorden 2. Klasse; er ist über 40 Jahre im Schuldienst tätig. * * Rodheim a. Bieber, 4. Jan. Die finomatographischen Aufführungen des deutschen Flottenvereins, welche im Monat März v. Is. an zwei Tagen in mehreren Vorstellungen hierselbst stattfanden, stehen noch bei allen Besuchern in lebhafter Erinnerung. Schon wieder steht für die hiesige Ortsgruppe in aller nächster Zeit ein interessanter Unterhaltungsabend bevor, indem diesmal Lichtbilder aus dem Gebiete des Seewesens gegeben werden. Die einzelnen Bilderreihen werden durch einen entsprechenden Vortrag den Besuchern eingehend erläutert werden. Kinzenbach, 3. Jan. Unter äußerst zahlreicher Beteiligung seitens der Mitglieder veranstaltete am heutigen Sonntag Abend der Kaninchenzüchter- Verein für Kinzenbach und Umgegend den ersten gemütlichen Vereinsabend. Am vorausgehenden Abend hatte ein auswärtiger bewährter Kaexemplare verschiedener Rassen überbracht, welche am Sonnninchenzüchter dem Verein mehrere selbstgezüchtete Pracht* Amtstage in Grünberg und Hungen. tag Abend mit noch anderen praktischen HaushaltungsgegenSamstag, den 9. Januar, vormittags 9 Uhr, findet ständen zur Verlosung kamen. Daß an diesem gemütlichen im Rathause zu Grünberg, und Mittwoch den 13. Jan. Vereinsfeste auch selbst mehrere duftende Kaninchenbraten verzehrt wurden, mag noch ganz besonders erwähnt werden. bormittags 9 Uhr im Rathause zu Hungen ein Amtstag Großh. Kreisamts Gießen statt. Anliegen der Wir sind der festen Ueberzeugung, daß diese festliche VeranKreiseingesessenen aus den Amtsgerichtsbezirken Grün- ftaltung dem jungen Vereine und seinem edlen Zwecke noch berg, Homberg und Laubach können am Amstage in w weitere Freunde zuführen wird. Grünberg, Anliegen der Kreiseingeſeſſenen aus den Amtsgerichtsbezirken Hungen, Lich und Nidda am Amtstage im Hungen vorgebracht werden. §§ Ulrichstein, 4. Jan. Dem Postillon August Stein wurde von der Kaiserl. Postbehörde in Anerkennung seiner treuen Dienste ein silbernes Posthorn mit silbernen Quasten verliehen. Hier herrscht strenge Kälte, das Thermometer zeigt 12 Grad Reamur. Er b- * Stadttheater Gießen. Nochmals sei in letter Stunde auf die heutige Boltsvorstellung förster- hingewiesen. Am nächsten Freitag gelangt als 11. Vorstellung im Freitags- Abonnement„ Der Hochals 11. Vorstellung im Freitags- Abonnement Der Hochtourrist" am Sonntag, den 10. Januar, als 12. - Sonntags- Abonnementsvorstellung„ Zapfenstreich“ zur Aufführung. ** Der Vortrag des Herrn Prof. Dr. Collin über Ibsens„ Hedda Gabler" hatte sich am Samstag Abend in der Aula der Universität zu Gießen eines guten Besuches zu erfreuen, die ca. 250 Besucher nahmen den Vortrag mit großem Beifall auf. = - Gasentweichung. In dem Hause Nr. 67 in der Wallthorstraße in Gießen machten sich gestern morgen die Folgen einer Basentweichung so bemerkbar, daß eine Familie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen und sich ausquartieren mußte. Der Gasgeruch fiel schon abends vorher in dem Hause auf, doch hatte man es unterlassen, dem Gaswerk sofort Anzeige zu machen. Die nach erhaltener Kenntnisnahme von demselben sofort eingeleitete Untersuchung auch der angrenzenden Häuser ergab in mehreren Kellern gleichfalls Gasansammlungen, sodaß die nötigen Sicherheitsmaßregeln veranlaßt werden mußten. Die schadhafte Zuleitung wurde abgeschlossen und einige Pflasteraufbrüche zur Entlüftung des tief festgefrorenen Bodens vorgenommen, sodaß des abends wieder alle Räumlichkeiten, gasfrei waren. Es wird hierbei aufs neue darauf hingewiesen bei auftretendem Gasgeruch sofort den Haupthahn zu schließen und dem Gaswerk alsbaldsei es tags oder nachts Kenntnis zu geben, und bis sachkundige Hilfe erscheint, die mit Gas durchdrungenen Räume durch öffnen von Fenstern und Türen zu entlüften und insbesondere Flammen von Gas ansammlungen fernzubal= ten!- Durch die unvermeidliche Veränderung der Bodenfestigkeit infolge Ausführung des Sielbaues sind mehr Beschädigungen an den Gas- und Wasserleitungen der Straßen zu befürchten und ist deshalb während dieses Baues besondere Vorsicht geboten, um Störungen und Gefahren abzuhalten. * Hessische Geflügelzüchter- Versammlung. Auf Einladung des Klubs der Geflügel- und Vogelfreunde zu Offenbach a. M. fand am 3. Januar im„ Deutschen Hof" in Frankfurt eine zahlreich besuchte Vertreterversammlung der Geflügelzüchtervereine aus dem Großherzogtum Hessen statt. Die Verhandlungen Die Verhandlungen galten der vom Offenbacher Klub in der Vorbereitung befindlichen und vom 12-14. März in Offenbach stattfindenden Ersten hessischen Landes- Geflügel- Ausstellung. Sämtliche Vertreter gaben ihrer Freude über das geplante Unternehmen Ausdruck, von dem man für die Nuß- und Rassengeflügelzucht im Großherzogtum Hessen einen weiteren Aufschwung erwartet. Im weiteren wurde allgemein der Wunsch geäußert es möge bei dieser Ausstellung die Gründung eines Geflügelzuchtverbandes für das Großh. Hessen Tatsache werden, um eine diesem nicht unbedeutenden Zweig der Landwirt. schaft entsprechende Vertretung zu sichern, wie auch durch gemeinsame Arbeit die Geflügelzucht auf die Höhe zu bringen, welche sie schon lange erreicht haben sollte. Saasen, 3. Jan. Herr Roßmann aus Alten- Buseck beabsichtigt, hier eine Cigarrenfabrik zu errichten und das alte Schulhaus auf dem Veigberg zu benutzen. welches dem verstorbenen Fürsten Ludwig von SolmsLich, 4. Jan. Hier hat sich ein Komitee gebildet, Hohensolms- Lich, der vor 25 Jahren starb und sich um die Stadt Lich sehr verdient gemacht hat, ein Denkmal er= richten wiй. Hattenrod, 3. Jan. Auf einen Mann wurde hier ein scharfer Schuß abgegeben, der zum Glück fehl ging. Eine Untersuchung ist eingeleitet. + Homberg a. Ohm, 4. Jan. Seit drei Wintern ist saat hat bei der strengen Kälte ohne Schneedecke sehr zu die Ohm zum ersten Mal wieder zugefroren. Die Winterleiden. Kirchhain, 4. Jan. Nächsten Donnerstag d. M. nachmittags 21 Uhr, findet hier im Hotel Mosebach eine Versammlung des Bahnbaukomtens des Strecke FrankenbergKirchhain, sowie Kirchhain- Alsfeld statt. Auch der neu gewählte Vertreter der Handelskammer, Her Gramm- Frielendorf ist zu dieser Versammlung eingeladen. obersten v. Wittich, der auf Wunsch des Kaisers erst Kassel, 4. Jan. Als Nachfolger des Generalam 1. April vom Kommando des 11. Armeekorps zurücktritt wird Herzog Albrecht von Württemberg, Kommadeur der 26.( 1. württb.) Division, genannt. Brieffasten. Abonnent C. G., Lollar. Den Kalender erhalten unsere Abonnenten und neu hinzutretende Lefer gratis. für Nicht- Abonnenten foftet er 10 Pfg. Holz Versteigerungen. Großen Bused. Donnerstag, den 7. Januar, vormittags von 9 Uhr an, soll im Großen- Busecker Gemeindewalde in den Distrikten Galgenberg und Oberstruth nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Eichenstamm mit 0,31 Fitm., 25 Nadelstämme mit 5,91 Fftm., 7 Nadelstangen mit 0,48 Fstm.. 28 Rmtr. Buchen- Scheit, 4 Rm. Eichen- Scheit, 12 Rm. NadelScheit, 57 Rm. Buchen- nüppel, 12 Rm. GichenKnüppel, 259 Km. Nadel- Knüppel, 1820 Wellen BuchenReiser, 2100 Wellen Nadel Reiser, 15 Rm. Buchenstock, 51 Nm. Eichen- und Nadelstock. Das Nadel- Brennholz tommt zuerst zum Ausgebot. Lendorf. Am Mittwoch, den 6. Jan., fommen in dem Diftrit Odenberg, Hörnes und Range der Freiherrlichen Oberförsterei Rabenau zur Versteigerung: Scheiter, Rm.: Buche 259 I. Klasse( worunter 4 Rm. Werkhol; aus Distrift Hörnes), 19 II. Klasse, Eiche 13 I. Klasse( worunter 4 Km. Rundscheit aus Distrikt Hörnes), 20 II. Klasse, Aspe 1( Kundscheit), Knüppel, Rm.: Buche 111 I. Klasse, 2 II. Alosse, Eiche 9, Nadel 2, Erle 2, Reiser, Rm.: Buche 486, Eiche 42, Stöcke, Rm.: Buche 90 I Klasse, 18 II. Klasse, Eiche 10 1. Klasse, 8 11. Klasse. Die Zusammenfunft ist vormittags 10 Uhr auf der Straße AppenbornWeitershain, am Waldeingang. Marktberichte. ** Die seit einigen Tagen herrschende Kälte hat bei den Landwirten die Befürchtung hervorgerufen, daß die Saaten er frieren fönnten, wenn nicht recht bald die schüßende Schneedecke niederfällt und sich über Feld und Flur breitet. Da bei dem starken Froste das Eis schon ziemlich dick gefroren ist, so ist Stojen Petite per Käſematte 2 St. 5-6 Bfgmit der Eisernte seit einigen Tagen begonnen. *** Für Inserenten. Die Frage inwieweit der Zeitungs- Verleger für Druckfehler in Inseraten aufzukommen hat, bezw. in welchen Fällen er auf die Einrückungsgebühren zu verzichten hat, ist fürzlich vom Reichsgericht entschieden worden. Dort wurde ausgeführt, daß nur sinnstörende Fehler hierbei in Betracht kommen fönnten. Ist z. B. der Vorname eines Inferenten durch einen falschen Buchstaben angedeutet, und wohnt in derselben Straße fein anderer Geschäftsmann gleichen Namens, der dasselbe Geschäft betreibt so ist dies fein Grund zur Zahlungsverweigerung. Eine solche wäre nur da am Plaze, wo ein Inserat tatsächlich Cer Gießen, 5. Januar. Auf dem teutigen Wochenmartt fofteten Butter per Pfd. 0 90-0.95 t, Hühnereier 2 Stüd 16-20 Pfg., Enteneter 8 Pfa., Käse St. 32 Bfg., ver Dt. 0.80-1.00, Hübner per Stüd Mr. 1.30-140. Hahnen, per Stud C.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänje v. Pfd. 68-70 Pfg., Ochsenfleisch per Bfd. 68-78 fq., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Bfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Bia. Schweinefleisch gesalzen per fund 0.80 Bfa., Kalbfleisch per Pfd. 70-76 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 5 50-6.00 m., Zwiebeln der 3t. mf. 4.50-5.00, Alepfel per Centner 16-20 Mr. Milch per Liter 18 Vfa. Dauer der Marktzeit bon 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehre dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den„ Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Bekanntmachung. Holz- Versteigerung Das Jagdrecht auf der Feldmark der Gemeinde i. Gießner Stadtwald. Wigmar, umfassend 700 ha, soll im Wege des MeistMontag, d. 11. Jaunar 1904 gebotes öffentlich verpachtet werden und habe ich hierzu vormittags 9 Uhr Termin auf Montae, den 18 Januar 1904, Mit- beginnend werden in den Abteiltags 12 Uhr, in der Gastwirtschaft von Brück am ungen Bruder winter, OberBahnhof anberaumt. Die Pachtbedingungen fönnen vor- försterwiese, Fauler Boden, her auf der Bürgermeisterei hierselbst eingesehen werden. Krofdorf, den 9. Dezember 1903. Der Bürgermeister. Bekanntmachung. Die Gemeindejagd von Vetzberg umfassend 66 ha Feld soll im Wege des Meistgebotes öffentlich verpachtet werden. Hierzu habe ich Termin auf Montag, den 11. Januar 1904, Vorm. 11 Uhr in der Beckerschen zu Vetzberg anberaumt und können die Pachtbedingungen Wirtschaft auf der Bürgermeisterei hierselbst eingesehen werden. Krofdorf, den 9. Dezember 1903, Der Bürgermeister Bekanntmachung. Die Gemeindejagd von Gartenheim, umfassend 782 ha, darunter 65 ha Wald, soll im Wege des Meistgebotes öffentlich verpachtet werden. Die Jagd hat Grubenkopf, Ane n. Lumpenmanndbrunnen versteigert: 96 Rmt. Buchenscheitholz Eichenscheitholz Buchenknüppelholz 51 29 48 " 1 17 Eichenknüppelholz Lindenknüppelholz Nadelknüppelholz 2120 Wellen Buchenreisig 960 29 Eichenreisig 4560 Nadelreisig( teilweise zu Bohnenstangen geeignet) 37 Rmtr. zerfl. Buchenstockholz Eichenstockholz 40 101 " Nad: Istockholz. Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße am Forsthaus Hochwarte. Gießen, den 4. Januar 1904. Großh. Bürgermeiſterei Gießen Mecum. Brima Kartoffel Speise- u. Salatkartoffel Union Wichse ( vormals Krauss- Clinz) ist und bleibt die beste! In Schachteln u. Dosen überall vorrätig! Fabrik: Union Augsburg. An- und Verkauf von gebrautten Möbeln. Betten, leidern, Wäsche, Gefen und Herden, Gold- und Silbersachen, Antiquitäten, Metallen, Eisen, Lumpen und nochen Ein= sowie Webernahme ganzer richtungen. Louis Rothenberger Wtw. 2. u. 3. Oftanlage 18 de andgrafenstraße: Stock, 5 Zimmer, Badezimmer u Mädchenz. eventuell mit Stalluna, Burschenzimmer und Remise. cinen guten Wildbestand, namentlich Rehbestand und liegt an der Bahnlinie Weglar- Gießen. Termin zur Verpachtung habe ich auf Samstag, den 9. Januar zu den billigsten Tages- Mansarde, 4- Zimmerwohnung per 1904, Nachmittags 4 Uhr in dem Gasthof Henopp preisen empfiehlt in Garbenheim anberaumt. Die Pachtbedingungen liegen auf der Bürgermeisterei Hierselbst zur Einsicht offeu. Krofdorf, den 9. Dezember 1903. Der Bürgermeister. Bekanntmachung. Das der Gemeinde Krofdorf- Gleibergaehörige, am Gießener- Wege hierselbst gelegene Grundstück Flur VIII Parz. Nr. 436, groß 7 Ar 50 qm, soll als Bauplaz öffentlich versteigert werden. Desgleichen soll zu dem selben Zwecke ein Abschnitt von dem der Gemeinde Krofdorf- Bleiberg gehörigen, am Kinzenbacherwege hierselbst gelegenen Grundstück„ die Stiehl" öffentlich versteigert werden. Der Versteigerungstermin findet am Montag, den 25. Januar 1904, vormittags 9 Uhr, im Bürgermeisterei- Sigungssaale statt. Krofdorf, 4. Dezember 1903. Der Bürgermeister. Schnittholz- Versteigerung in der fürstlichen Oberförsterei Rich. Montag, den 18. Januar sollen be steigert werden: a) im Distrift Fuchsstrauch: 16 Buchen 21,27 Fitm. Die Zusammenkunft ist um 9 Uhr am Bahnübergang zwischen den beiden Bahnwärterhäusern beim Fuchsstrauch. Der Forstort ist in ungefähr 12 Stunde von Station Garbenteich her erreichbar. b) im Distrikt Meilbach: 2 Gichen 2,67 Fitm.; 25 Buchen 34,63 Fitm.; 6 Ahorn 5,24 Fstm.; 1 Birke-0,42 Fitm.; 18 Kiefern - 29,66 Fitm.; 3 Lärchen- 4,62 Fitm; 4 Fichten 11,86 Fitm.; 15 Weißtannen 54,82 Fitm. Die Zusammenfunft ist um 10% Uhr auf der Kreisstraße LichHattenrod nahe Meilenstein Nr. 5 beim Buchenstammholz. c) im Distrikt Riedwald: 33 Eichen 58,48 stm.; 1 Elzbeer 0,20 Fstm.; 1 Birke 0,52 Fitm. Die Zusammenkunft ist nachm. 2 Uhr auf der Pfaffenschneiße nahe dem Ettingshäuser Feld. Schluß der Versteigerung ungefähr um 3 Uhr. Unsere Poliklinik für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten, mit eigenem Instrumentarium und von der Privatpraxis vollständig getrennt, steht unter Leitung eines Assistenten und ist Wochentags von 1-3 Uhr unentgeltlich geöffnet. Giessen, Schwalm, Zahn- Arzt. Bahnhofstrasse 63( an der Wieseckbrücke.) Man verlange: GRELOONAG FaTCHELL& SOBE Aerztlich empfohlen. Vielfach preisgekrönt. Gesetzlich geschützt.] Unsere Destillate sind in unserer Brennerei aus gesunden französischen und deutschen Weinen gebrannt. Erste Taunus- Cognac- Brennerei Fritz Scheller Söhne Homburg v. d. H. Gegründet 1843. 1/1 Flasche M. 1.80. 2.40, 3., 4., 5., 1/2 Flaschen verhältnissmässig. Preise stehen auf den Etiketten. Niederlagen durch Plakate kenntlich. J. Hankel Schloßgaffe Gießen. - Bingen a. Rh. Rhein. Technikum für Maschinenbau und Elektrotechnik. Progr. Frei. 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Allen denen, die sich durch Erfältung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu beißer oder zu falter Speisen oder durch unregelmäßige, Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magentatarrh, Magenkrampf, MagenSchmerzen, schwere Verdauung oder Vers schleimung zugezogen haben, set hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche Heilsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das Verdauungs- und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Weine bereitet und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt alle Störungen in den Blutgefässen. reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf eine Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden genübel preist schon im Reime erstickt. Man sollte also nicht fäumen, eine Anwendung allen anderen scharfen, äzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie Kopfschmerzen, Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Webelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magen leiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. und deren unangenehme Folgen, Stuhlucrstopfung wie seklemmung, kolikſchmerzen, Herzklopfen. Schlaflosigke t, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuter Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein belebt dwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Ausschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folae schlechter Berdauung, mangelhafter Blutbildung und ines frankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und Gemütsverimmung, sowie häufigen opfschmerzen, schlaflosen Mächten, fiechen oft solche Kranke langsam dahin. Kräuter- Wein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Jmpuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel träftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Bräfte und neues Leben Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. Bräuter Wein ist zu haben in Flaschen à Mt. 1.25 und Mf 1.75 in den Apotheken von Gießen, Großen- finden, Wehlar. Fro hausen, Braunfels, Bukbach, Brandoberndorf, Gladenbach, Weilburg, GroßenBuseck, Allendorf, Grünberg, Lich, Hungen, Laubach, Bad- Bauheim, Marburg u. s. w., sowie in allen größeren und kleineren Orten ganz Deutschlands in den Apotheken. Auch versendet die Firma Hubert Ullrich, Leipzig, Weststrasse 82", im Engiosverkauf 3 und mehr Flaschen Kräuterwein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands portoand fistefrei. Mindestquantum im Engrosversand also drei Flaschen. 25343 Vor Nachahmung wird gewarnt. Hubert Ullrich, sohen Man verlange ausdrücklich - Kräuterwein. Mein Kräuterwein ist kein Geheimmittel; seine Bestandteile sind: Malogamein 450,0, Weinsprit 100,0, Glycerin 100,0, Rotmein 240,0, Ebereschensaft 150,0 Kirschsaft 320,0, Fenchel, Anis, Helenenwurzel, amerit. Kraftwurzel, Enzianwurzel, Kalutuswurzel aa10,0. Diese Bestandteile mische man Mr. 4 Abonnement in's Baus geh Brattabellag Cherbefr BortexL Das let Mit Bezu der Wehrordnu Militärpflichtige bereits überschr geftellt haben, geftellt worden feblichen Wohn fiaften und 3 Haus- und Wi linge, Handw oder in ähnlich mit aufgeforde in die Refru bom 15. Jan Bürgermeisterei und dabei, wen ihren Gebu den Standesam bei einer frühe Losungsschein Zugleich diejenigen, wel gewärtigen ha 30 Mark oder der Teilnahm etwaigen Anj erklärt werder abwesenden W münder, LehrMeldung berpf fuche um Zu Grund des§ 3 Wehrordnung borzubringen Berücksichtigung Gießen Großt Betr.: Zurüc jährig pflicht Die im Jabre militär zum einjährig pflichtigen, w Aufenthalt h zum aftiben S meidung der zum 1. Febru zu melden u scheines ihre antragen, ein den Jahres Ohne den ungsidein fi nicht statt. Diejen ung zum e Kreise Gief Geburtsort anzumelden Schulzeugni Darmstadt fofort zu g ausdrücklich Bestimmung Gieß der Betr.: D juc Der Gro an die G Unter madhe ide