eiten. hanjes, Des im Wege find Ange J.. Nach i Dorfgill, en zur Eine folgt ber37,80 Mt. 50,08 465,81 128,80 74,00 599,80 763,42 11 " 072,41 7 131,19 78,00 240,00 680,00 20,00 13,50 58,00 Gießen. " " " Semartung nter 115 ha 10 Uhr en und die ng Launga Wald an irtschaft von re öffentlich befondere ist der ersteren Sießen- Raffel unsbach der r leicht zu ■ im Walde 46 ha, da nschließenden clar in der am gs 3 Uhr Feiling zu guter Rehde Beglar von Azbach Dutenhofen ssen hlüsse. 84. Cins" mackhaft en Seiten wirtschaftllen Frühe und erfläche, im Ende Juni em freien Sie focht Wohlgeninspektor wirtschaft On zu Vere Knollen eine glatte ie fich von nicht grob nlich hoher. in diesem offerieren 50. Nr. 29. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., la's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Setfenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Donnerstag, den 4. Februar 1904. Gießener 13. Jahrgang. Jnsertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Obes heffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 s. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Nedaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88 Herafprechauschluß Nr. 362. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Frohe Botschaften aus Südweftafrika. Cine drückende Sorge ist von uns genommen: Gouver neur Leutwein ist mit seiner Mannschaft nicht, wie man vielfach gefürchtet hatte, ein Opfer übermächtiger Herero geworden, sondern befindet sich in Sicherheit. Und das, nachdem der Aufstand der Bondelz warts völlig niedergezwungen ist! Das Kolonialamt veröffentlicht folgende Meldung: Nach einem über Dofiep( Kapkolonie) beförderten Telgramm des Gouverneurs Leutwein haben sich in Bestätigung der bereits gestern über Kapstadt gebrachten Meldung- die Bondelzwarts am 27. Januar unter Abgabe der Gewehre, Auslieferung der Schuldigen und Abtretung von Kronland unterworfen. Gouverneur Leutwein hat sich inzwischen, wie der Generalkonsul in Kapland telegraphisch meldet, in Port Nolloth auf dem Dampfer„ Eduard Bohlen" eingeschifft und wird bereits am 5. Februar in Swakopmund erwartet. Zu dieser hocherfreulichen Meldung tritt noch die kaum minder erfreuliche von dem Abzuge der vor Otjimbingwe bisher versammelten Hereros. Otjimbingwe, das seit Beginn des Aufstandes von aller Verbindung mit den übrigen Stationen der Kolonie abgeschnitten war, darf danach als nicht mehr gefährdet gelten. In Otjimbingwe befanden sich bei Beginn des Aufstandes 89 Deutsche und 6 Kapländer. Diese dürften nunmehr sämtlich gerettet sein! Günstige Nachrichten liegen erfreulicherweise auch aus Windhuk vor. Der Kaufmann Schmerenbeck in Windhuk, dessen Frau aus Herford gebürtig ist, telegraphierte an seine Angehörigen in der Heimat:„ Alles wohl!" Die Depesche ist in Karibib aufgegeben, wohin sie wohl durch Läufer überbracht ist. Auch in Gütersloh trafen zwei Telegramme aus Windhuk ein; sie lauteten: Keine Gefahr vor= handen!" und„ Wenn in nächster Zeit nicht schreiben, seid ohne Sorge!" Anfere Hrmenpflege. CB. Wie eine Tragödie liest sich die Schilderung einer Gerich: verhandlung, die vor kurzem vor dem Landgericht in Hade stattgefunden hat. Auf der Anklagebank saß eine dem Siechtum verfallene Frau Merker aus Eilenburg, die sich wegen Bettelns zu verantworten hatte. Die Unglückliche war fast völlig erblindet und infolgedessen erwerbsunfähig. Sie konnte sich überhaupt nicht anders als durch einen Appell an die private Mildtätigkeit, auf deutsch Betteln genannt, ernähren, weil die öffentliche Mildtätigkeit völlig versagi bette. Eines Tages war sie von einem Gendarmen beim Betteln betroffen und zur Anzeige gebracht worden. Sie wurde aber von dem Schöffengericht in Delitzsch freigesprochen, weil die notorisch Erwerbsunfähigen wegen Bett.Ins nicht bestraft werden können. So mildtätig ist wenigstens die Gesetzgebung, daß sie die Bestrafung solcher Bersonen nicht zuläßt. Der Amtsanwalt erhob indes gegen dieses Erkenntnis Widerspruch, und nun enthüllte sich vor dem Landgericht folgende Sachlage: Die Angeklagte hatte früher eine spärliche Unterſtügung von, sage und schreibe, einer Mark in der Woche empfangen, die ihr aber entzogen wurde, weil bekannt geworden sei, daß sie ein kleines Vermögen auf der Sparkasse habe. Das war tatsächlich richtig, aber dieses Vermögen bestand aus Summa Summarum 11 Mark. Wie war nun die Behörde zur Kenntnis dieser Sachlage gekommen? Sie hatte jedenfalls bei der Spartaffenbehörde Auskunft gefordert, ob die Angeklagte im Besit eines Sparkassenbuches sei, und auf die bejahende Ausfunft sofort die Einstellung der Armenunterstützung verfügt. Schuld an diesem ganzen Verlaufe war also die rein formale Behandlung des vorliegenden Falles, der zudem auch mit der Gesetzgebung völlig im Widerspruch steht, denn diese verlangt eine fortwährende Kontrolle über die Personen, die Armemunterstüßung verlangen, und eine individuelle Behandlung der Einzelfälle. Das Landgericht zu Halle kam infolgedessen ebenfalls zu einer Freisprechung, wie auch der Vorderrichter. Wir hoffen, daß die öffentliche Verhandlung wenigstens das Gute hat, daß sie die Aufmerksamkeit auf die Schäden unsercr Armenpflege lenkt. Diese krankt hauptsächlich an einem zu großen Formalismus und Bureaukratismus, mit dem sich noch das Mißtrauen der maßgebenden Personen gegen Unterſtügungsgesuche paart. Die englische Armenpflege unterscheidet genau drei Stufen: Dürftigkeit, Armut und Elend. Die Dürftigkeit bezeichnet den Zustand einer borübergehenden Notlage, die Armut stellt einen höheren Grad und den dauernden Zustand dieser Dürftigkeit dar, und das Elend ist der Ausdruck der Unmöglichkeit, aus eigener Kraft die Existenz zu fristen. Diese methodische Trennung der verschiedenen Armutsgrade, verbunden mit der gesetzlichen Vorschrist, daß die Beamten bei der Entscheidung über jedes Armenunterstützungsgesuch einen ausführlichen Bericht über die Ergebnisse ihrer Erhebungen beizufügen haben, sichert die bei uns fehlende individuelle Behandlung eines jeden Unterstützungsbedürftigen und setzt diesen in die Lage, gegen eine unrichtige Entscheidung bei der vorgesezten Behörde Hekurs zu erheben. Es wäre dringend zu wünschen, daß man im deutschen Reiche ähnliche Prinzipien bei der Armenpflege zur Durchführung brächte. In der sogenannten sozialen Armenpflege, d. h. in der Fürsorge für die erwerbsunfähigen Mitglieder der ArbeiterElafie geht Deutschland an der Spize; die kommunale Armenpflege aber ist doch noch sehr reformbedürftig. Bis jetzt beträgt die Zahl der unterstüßungsbedürftigen Armen nach den reichsstatistischen Erhebungen der letzten Jahre etwa 3--5 Proz. der Gesamtbevölkerung und der Aufwand hierfür pro Kopf der Unterstützungsbedürftigen durchschnittlich 54 Mart. Das sind keine besonders aufregenden Ziffern, die aber, richtig verwendet, viel Nußen stiften könnten. Da die Armenpflege zur Kompetenz der Bundesstaaten gehört, so möchten wir wünschen, daß sich die Landboten bei den bevorstehenden Etatsberatungen dieses Kapitels in unsere öffentlichen Wirksamkeit annehmen wollten. Die Politik. A In der Budgetkommission des Reichstags hatte am Dienstag der preußische Kriegsminister v. Einem geheime Mitteilungen über fünftige Heeresforderungen gemacht, die anscheinend die Ankündigung einer neuen Militärvorlage für 1905 enthielten. In der gestrigen Sitzung der Budgetfommission erklärte der Minister nun auf eine Anfrage des Abg. Spahn: Mit einer neuen Heeresvorlage wird und muß die Regierung eine gesetzliche Festlegung der zweijährigen Dienstzeit bringen." Bisher galt die Einführung der zweijährigen Dienstzeit bekanntlich als ein Versuch. V Die Differenzen zwischen den Liberalen und dem Centrum in der bayerischen Abgeordnetenkammer, die zu dem Rücktritt des liberalen Vizepräsidenten und des liberalen Schriftführers geführt haben, drohen noch weitere unerquickliche Folgen zu haben. Von liberaler Seite verlautet, die Mitglieder der liberalen Landtagsfraktion würden sich auch aus den Ausschüssen zurückziehen, wenn sie vom Centrum weiter so behandelt würden, wie es bei der Beratung des Gesetzentwurfs betr. die Grunderwerbsabgaben geschehen sei. Sie werfen dem Centrum vor, es habe bei der Beratung dieses Entwurfs alle im Interesse des platten Landes und der kleinen Städte gestellten liberalen Anträge ohne jede Prüfung durchfallen lassen. Der Wunsch nach neuen Titulaturen ist neuerdings auch in den Kreisen der Beamtenschaft des Reichspatentamts rege geworden. Fast noch mehr wie im Reichsversicherungs- und reichsstatistischen Amt hat sich im Reichspatentamt die Zahl der technischen Hilfsarbeiter im Laufe der letzten Jahre außerordentlich vermehrt. Wie verlautet, plädieren die Beteiligten für die Schaffung von Patentassessoren" und" Patentreferendaren". Schön klingen die Titel gerade nicht. Geger. den Flaschenbierhandel richtet sich ein preußischer Ministerialerlaß. Er geht von der Anschauung aus, daß der Flaschenbier handel, und zwar sowohl der von feſten Verkaufsstätten aus, wie auch der mittels Wagen betriebene, einen verderblichen Umfang angenommen habe und dazu diene, weite Kreise, namentlich der arbeitenden Bevölkerung, zur Trunksucht zu verleiten. Die Oberpräsidenten werden deshalb um eine Aeußerung darüber ersucht, ob bei dem Flaschenbierhandel in der Provinz ähnliche Mißstände hervorgetreten sind; ob die durch die jeßige Gesetzgebung schon gebotenen Maßregeln zur Bekämpfung der Mißstände zur Anwendung gebracht sind und ob diese Bekämpfung etivas genutzt hat. Zum Schluß schlägt der Ministerialerlaß bor, die Erlaubnis zum Flaschenbierhandel von dem Bedürfnis abhängig zu machen, und fordert die Oberpräsidenten zur gutachtlichen Aeußerung über diesen Vorschlag auf. Auch wird ihnen anheimgestellt, andere Vorschläge zu machen. frankreich. Die Reise des Präsidenten Loubet nach Rom ist endgiltig auf die zweite Hälfte des April festgesetzt. Nach den bisherigen Bestimmungen wird Frau Loubet, obgleich eingeladen, an der Reise nicht teilnehmen. Ministerpräsident Combes sett seinen Feldzug gegen die katholische Geistlichkeit in Frankreich fort. In einem unter dem Vorsitz des Präsidenten Loubet abgehaltenen Ministerrat teilte Combes mit, daß er sämtliche Erzbischöfe und Bischöfe, die sich bei dem Präsidenten über die Politik der Regierung beschwert haben, wegen Amtsmißbrauchs vor den Staatrat verwiesen habe. Ferner wurde der Juſtizminister auf Antrag von Combes vom Ministerrat beauftragt, einen Gesetz- entwurf auszuarbeiten, der das Strafgesetzbuch dahin erweitert, daß nicht nur, wie bisher, die zum Aufruhr gegen die Regierung auffordernden Hirtenbriefe mit der Strafe der Verbannung bedroht werden, sondern daß alle der Oeffentlichkeit unterbreiteten Reden oder Schriftstücke der Bischöfe ſolchen Hirtenbriefen gleichgestellt werden und die Verbannung ihres Urhebers nach sich ziehen sollen. Andererseits geben auch die Bischöfe nicht nach: Viele Bischöfe haben die Zustimmung zu dem Protestschreiben der Kardinal- Erzbischöfe von Paris, Rheims und Lyon ausgesprochen. Wie verlautet, hat bisher nur der Bischof von Dijon sich ausdrücklich geweigert, dem Proteſt zuzustimmen. England. Das englische Parlament hat seine Tätigkeit wieder aufgenommen. Die Thronrede, mit der König Eduard die Session eröffnete, brachte nichts Bemerkenswertes. Auffällig war, daß sie jede Anspielung auf die Chamberlainschen Hollpläne behutsam vermied. Um so nachdrücklicher wurde diese Frage in der gestern begonnen Adreßdebatte im Oberhause erörtert. Der Gesamteindruck dieser Verhandlung ist, daß das gegenwärtige Kabinett Balfour wahrscheinlich binnen furzem gestürzt werden wird. Damit hätte die Welt freilich nicht viel verloren. Balkan- Staaten. Die lange hintangehaltene Ministerkrise in Serbien ist nun doch endlich ausgebrochen: Das Kabinett Gruitsch hat seinen Abschied genommen, weil der Finanzausschuß mehrere Finanzvorlagen, durch die die Regierung die Einnahmen des Staates erhöhen wollte, verworfen hat. Wahrscheinlich wird die Gruppe der Extremradikalen aus dem Klub der Mehrheit austreten und ein gemäßigt- radikales Ministerium gebildet werden. Alien. Der Inhalt der russischen Antwortnote, die am Sonnabend in Tokio überreicht werden soll, ist verschiedenen anderen Mächten vertraulich mitgeteilt worden. Algemein ist man überzeugt, daß Rußland so weitgehende Konzessionen gemacht habe, daß ein Krieg sich vermeiden lasse. Treibe Japan trotzdem zum Kriege, so werde es sich moralisch isoliert sehen. Nach Meldungen aus Japan scheint es indessen sicher, daß Japan sich mit den russischen Zugeständnissen nicht zufriedengeben werde. Jedenfalls ist die Lage nach wie vor höchst verworren und läßt keinen sicheren Schluß auf den endlichen Ausgang des Konflikts zu. Amerika. Der Sturz der gegenwärtigen Regierung von Uruguay ist so gut wie sicher angesichts der ununterbrochenen Siege der Aufständischen. Nach den neuesten Nachrichten sind die Regierungstruppen bei Montevideo, also dicht bei der Hauptstadt, von dem General der Aufständischen Saraivas geschlagen worden. Saraivas Heer ist 5000 Mann stark. Ueberall herrscht Guerillafrieg, alle Geschäfte ruhen. Die Aufständischen beherrschen das ganze Küstengebiet von Salto bis nach Cotonia, sie haben Carmelo, Fray- Bentos und Palmira besetzt. Die Einnahme von Montevideo durch die Aufständischen ist danach zweifellos binnen kurzem zu erwarten. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser empfing im Beisein des Chefs des Zivilkabinetts die Professoren Hecker, Hellmann, Freiherr b. Richthofen, Güßfeld und nahm von Professor Hellmann einen Vortrag entgegen. Später hörte der Kaiser den Vortrag von Erzellenz v. Lucanus und empfing den Generaladjutanten v. Mischke. Nachmittags folgte der Berliner Lehrergesangverein einer Einladung des Kaisers nach dem Schloß. Im Elisabeth- Saal ließ sich der Kaiser von seinen Gästen Hummelsche Chöre vortragen, die der Monarch selbst ausgewählt hatte, außerdem wurde ebenfalls auf Verlangen des Kaisers, das bekannte Volkslied zu Straßburg auf der langen Brück"" gesungen. Außer dem Kaiserpaar wohnten dem Vortrag noch Prinz Heinrich mit seiner Gemahlin bei und fast alle Minister. Heer und flotte. Eines later, santen hochalpinen Uebungsmarsch unternahm in den letzten Tagen das Nachrichten- Detachement des 59. bayerischen Infanterie- Regiments, indem es unter Führung des Oberleutnants Zamp cine Ueberschreitung des Hochkönigs( 2938 Meter) durchführte. Den Anstieg nahm das Detachement von Bischofshofen über Mitterberg und die Mitterfeldalpe, wobei die Stie benüßt wurden. Der Abstieg harde über den Ewigen Schnee zum Wasserkar und in das ühmbachtal ausgeführt. Die 20 Teilnehmer langten nach dieser Dauerleistung wohlbehalten in Konfordiahütte an. Die Schnceverhältnisse waren besonders beim Abstieg nicht günstig. Deutfcher Reichstag. CB. Berlin, 3. Februar. ( 23. Sigung.) Die Unterbrechung der Etatsberatung dauerte auch heute an, da die Erledigung des Geseẞentwurfs betr. Verlängerung des Friedenspräsenzstärkegesezes dringlich ist und an eine Erledigung des dem Reichstage jüngst zugegangenen Gesetzentwurfs betr. die Entschädigung für unschuldig erlittene Untersuchungshaft noch in dieser Session nur zu denken ist, wenn die Vorlage so rasch als möglich an die Kommission gelangt. Die Entschädigung für unschuldig erlittene Strafhaft hat s. 3t. die Juristen des Reichstags lange Jahre hindurch beschäftigt. Nachdem diese Frage gelöst ist, wird die vorliegende allerdings voraussichtlich weniger Zeit bean= spruchen; aber die heutige Debatte zeigt doch, welche große Schwierigkeiten die neue Materie bietet. Der Gesezentwurf betr. Verlängerung des Friedenspräsenzgesetzes von 1899 wurde nach kurzer Debatte in zweiter Lesung gegen die Stimmen der freisinnigen Volkspartei, der Sozialdemokraten und der Polen angenommen. Abg. Böckler( Antis.) plädierte dabei für Versorgung der kleinen Städte mit Garnisonen. Die Schilderungen Bilses dürften davon nicht abhalten, denn die Kameraden, die derselbe geschildert habe, würden in einer Großstadt sich wahrscheinlich nicht anders vrhalten haben, als in der„ kleinen Garnison". Das platte Land bedürfe der Garnisonen namentlich auch im Interesse einer Beseitigung des Arbeitermangels. Nicht einmal Konit, ein so wichtiger Eisenbahnknotenpunkt, habe eine Garnison, trotz der dort vorkommenden geheimnisvollen Morde. Nur als Straferpedition habe man Militär dorthin geschickt, um die Bürger für ihre politische Gesinnung zu bestrafen. Abg. v. Czarlinski( Pole) holte sich einen Ordnungsruf, weil er sagte, die polnischen Landrsteile seien nur durch Spitzbübereien in die Hand des preußischen Staates gelangt. Bei der dann folgenden ersten Lesung des Gesetzentwurfes betr. die Entschädigung für unschuldig erlittene Untersuchungshaft begründete Staatssekretär Nieberding die Vorlage mit gewohnter Sachlichkeit und führte insbesondere aus, daß die Entschädigung im Interesse einer geordneten Rechtspflege feinesfalls als unbedingt zu gewährende ausgesprochen werden dürfe. Gelinge auf Grundlage der Vorlage eine Einigung zwischen Regierungen und Reichstag, so werde damit ein Kulturfortschritt zustande kommen, wie er größer noch in keinem anderen Staate erreicht sei. Abg. Himburg( fons.) erblickt mit seinen Freunden in der Vorlage eine brauchbare Grundlage, um etwas Gutes zustande zu bringen. Abg. Mom msen( freis. Vg.) meinte dagegen, daß diese Grundlage den Anforderungen der Gerechtigkeit und Billigkeit nicht entspreche. Wenn demjenigen Verhafteten die Entschädigung abgesprochen werden soll, der ,, gegen die guten Sitten verstoßen" hat, so führe man damit einen neuen Begriff, gegen den sich der Reichstag bei früheren Gelegenheiten entschieden gewehrt habe, in das Strafrecht ein. Redner bekämpfte weiter die Bestimmungen, wonach einem schon Vorbestraften der Entschädigungsanspruch lediglich der Vorstrafen halber aberkannt werden kann, und wonach für den Entschädigungsanspruch ein Gerichtsbeschluß auf Freisprechung oder Einstellung des Verfahrens Voraussegung sein soll. Nur wenn die Vorlage entsprechend ab= geändert würde, werde man sagen können, daß man es hier mit einem wirklichen Kulturfortschritt zu tun habe.( Beifall.) Der Abg. Groeber( 3entr.) begrüßt mit seinen Freunden die Vorlage mit Freuden, da sie einen erheblichen Fortschritt bedeutet, hat aber gegen Einzelheiten allerdings auch Bedenken. Die Unterscheidung zwischen voller Freisprechung wegen erwiesener Unschuld und Freisprechung ab instantia sei unhaltbar; aber diese Unhaltbarkeit werde sich freilich Teichter nachweisen lassen, wenn an der Unterscheidung wenigstens in bescheidenem Maße festgehalten werde. Nach weiterer unwesentlicher Debatte, in der Redner aller Parteien zu Wort kamen, wurde die Sigung auf morgen vertagi. Aus den Parlamenten. * Der Verband Fortschrittlicher Frauenvereine hat an den Reichstag das Ersuchen gerichtet. er möge den Zugang zu den höheren Stellen des Postdienstes durch Freigabe der Sekretärprüfung für weibliche Postbeamte unter den gleichen Bedingungen wie für männliche eröffnen. In der Begründung wird betont, daß in der Schweiz, in England, in den skandinavischen Staaten weibliche Vostsekretäre, Oberpostsekretäre, Postdirektoren, ja Ressortchefs ganzer Postver waltungszweige mit bestem Erfolge amtieren. Es sei daher kein Grund, den deutschen Frauen einen Beruf zu versperren, zu dem sie wohl geeignet wären. Preufsifcher Landtag. ( 9. Sigung.) Haus der Abgeordneten. RK. Berlin, 3. Februar. Das Abgeordnetenhaus setzte heute die zweite Lesung des landwirtschaftlichen Etats fort. Dazu lagen eine Reihe Anträge vor, so ein Antrag Herold, der der Polizei die Befugnis nehmen will, die Fleischbeschau auch auf Hausschlachtungen auszudehnen. Der Antrag Herold will eine Ausdehnung der Schau auf die Hausschlachtungen nur bei dringendem Bedürfnis gestatten. Nach einem weiteren Antrag Gamp sollen über dieses Bedürfnis die Landwirtschaftsfammern befragt werden. Ein Antrag Bartling fordert eine Einschränkung der Schau- Tätigkeit im besonderen für den Regierungsbezirk Wiesbaden. An diese Anträge knüpfte sich eine lange Debatte. Von der linken Seite des Hauses wurden die Anträge scharf bekämpft, die Redner der Rechten und des Zentrums sprachen sich, zum Teil mit einigen Vorbehalten und anderen Wünschen, im großen ganzen für die Anträge ihrer Fraktionsgenossen aus. Als Gegner der Anträge bekannte sich auch der Landwirtschaftsminister v. Podbielski. Er wies darauf hin, wie große Erfolge die Trichinenschau bisher gehabt hat, und bat dringend, nicht auf halbem Wege stehen zu bleiben. Einer staatlichen Schlachtviehversicherung, die ebenfalls vom Abg. Gamp beantragt wurde, kann der Minister feinen Geschmack abgewinnen. Bei der Abstimmung wurde indessen dieser Teil des Antrages Gamp sowie der ganze Antrag Herold mit großer Mehrheit angenommen. Dann begann die Debatte über die Ausgaben des Etats. Graf Kanitz leitete sie mit einer langen Rede über die Not der Landwirtschaft ein. Nachdem dann noch der Zentrumsabg. Graf Praschma in ähnlichem Sinne ge sprochen, vertagte sich das Haus. Ein ,, edler Ritter". Wien, 3. Februar. Die wahre, echte Ritterlichkeit scheint allen Dekadenceromanen zum Trotz doch noch nicht ausgestorben zu sein. Sie sucht sich allerdings wunderliche Vertreter. Wer hätte je gedacht, daß Herr Mattachich, f. f. Eroberleutnant, dessen Prozeß um die Herausgabe der Liebesbriefe, die einst Brinzessin Luise von Koburg ihm geschrieben, erst dieser Tage in unliebsamer Weise die Deffentlichkeit beschäftigte, ein solcher Ritter ohne Furcht und Tadel sein sollte. War doch die böse Welt schlecht genug, diesem Herrn, der wegen der bekannter Wechselfälschungsaffäre 3½ Jahre im Zuchthaus zugebracht hat, zuzutrauen, daß er nur deshalb sich wieder in den Besit der Briefe have sezzen wonen, um sie in skandalöser Weist auszubeuten. Alles nichtswürdige Verleumdung, wie Heri Mattachich selbst und der muß es doch schließlich am bester wissen in der Vorrede zu seinem demnächst erscheinender „ Lebensroman" mit Emphase erklärt, von dem ein hiesige: Blatt in der Lage ist, bereits ein Kapitel zu veröffentlichen Nein, Herr Mattachich ist alles andere, als ein Standal macher. Er veröffentlicht seinen Roman, der von Anfang bis zu Ende von seiner Liebesaffäre mit der Koburgerin handelt, nur, um der Prinzessin zu Hilfe zu kommen". Er will der durch Intriguen ins Frrenhaus Gebrachten" die Freiheit, das Leben bringen. Nebenbei, nur ganz neben bei, da ihn gegenüber der trostlosen Lage der einzig Geliebter sein eigenes Schicksal vollkommen gleichgültig läßt, will de edle Ritter sich von dem Vorwurf der Wechselfälschung be freien, die in ein tiefes Geheimnis gehüllt sei. Um nun, wie es einem echten Ritter geziemt, die Ehre seiner Dame, der schönsten Frau, die er je im Leben ge schaut", recht rein zu waschen, erzählt er haarflein, wie ei mit ihr angebandelt hat, um schließlich in ein intimes Ver hältnis mit ihr zu treten, das äußerlich als das eines ,, Stall. meisters und Reitlehrers" bezeichnet wurde. Es konnte nich: ausbleiben, daß der Gatte der Prinzessin dahinter kam. Die Folge: ein Zweikampf, der am 18. Februar 1898, dem Geburtstag der Prinzessin, im Wiener Reitlehrinstitute zum Austrag fam. Zeugen des Prinzen von Koburg waren Minister v. Fejervary und Feldmarschallleutnant Graf Wurmbrand. Die Bedingungen des Duells waren folgende: Dreimaliger Kugelwechsel und, wenn keiner der Gegner verletzt wird, Fortsetzung mit den Säbeln bis zur Kampfunfähigkeit. Als ich", so erzählt Mattachich von zwei Offizieren meines Regiments begleitet, auf den Kampfplatz trat, fam Minister Fejervary auf mich zu und schlug mir vor, mich dem Prinzen vorstellen zu lassen. Ich war meinem Rivalen nie vorher begegnet. Aber ich weigerte mich und hatte mein Duell mit einem Gegner, dem ich nie vorgestellt worden war. Der Prinz zielte auf mich; ich feuerte in die Luft und, da ich nicht getroffen wurde, ergriffen wir die Säbel. Auch bei diesem Gange wünschte ich, ihn zu schonen. Während des Kampfes wechselte ich mit meinen Sekundanten einige Worte, und einer flüsterte mir zu:„ Gib ihm einen Streich!", und ich gab ihm einen auf den rechten Arm. Als der Kampf beendet, der Ehre Genüge geschehen war und der Prinz wußte, daß er nun wieder bei Hof empfangen werden könne, schieden wir. Vorerst aber kamen die Sefundanten des Prinzen auf mich zu und erkannten an, daß ich mich gentlemanlike benommen habe. Ich eilte fort, um die Prinzessin von dem Vorgefallenen zu verständigen. Die Depesche, die ich ihr sendete, hatte folgenden Wortlaut:„ Soeben habe ich ein Duell mit dem Prinzgemahl bestanden. Ich verlegte ihn. Aber seien Sie ohne Sorge, ich verwundete ihn nicht schwer." Einige Stunden später erhielt ich die Antwort:„ Dieser Geburtstag ist der schönste meines Lebens!" Ueber den großen Krach, der durch die gemeinsame Wechselfälschung über die Prinzessin und ihn selbst hereinbrach, geht Mattachich ziemlich kurz hinweg. Die gemeinsame Flucht nach London erklärt er mit dem Vorhaben, die Königin Viktoria zur Hergabe einer größeren Summe Geldes zu bewegen. Schluß dieser wenig erfreulichen Episode für die Dame das Irrenhaus, für den getreuen Ritter der Kerker. Die Welt ist grausam und boshaft. Aber Mattachich hat das Vertrauen auf einen endlichen Sieg seiner guten Sache trotz aller bösen Erfahrungen nicht verloren und, wie es scheint, die Prinzessin auch nicht. Denn als es ihm gelang, sie nach fünf Jahren unsäglicher Leiden" bei einer Ausfahrt in Lindendorf bei Dresden, ihrem unfreiwilligen Aufenthalt, einen Augenblick zu sprechen, sagte sie mit Tränen in den Augen:„ Es gibt noch einen Gott!" Wer soll da nicht gerührt werden? Schade, daß der„ edle Ritter" sich gleich am Schluß dieses ersten gefühlvollen Kapitels seiner Streitschrift für seine Dame eine recht empfindliche Blöße gibt. Er sagt nämlich: ,, Was ich benötige, um der Prinzessin auf gesetzlichem Wege ihre Freiheit zu verschaffen, ist einzig und allein- Geld. Es wundert mich außerordentlich, daß sich niemand findet mit entsprechender Menschen- und Gerechtigkeitsliebe, um die nötige Summe herzugeben." Daß Herrn Mattachich Geld nötig tut, weiß die Welt schon lange, daß aber sich jemand finden sollte, der ihm zu dem nötigen nervus rerum verhilft, ist kaum anzunehmen. Denn dazu wäre eine solche Portion Dummheit nötig, daß selbst die Kunden der spanischen Schaßgräber in Verlegenheit geraten würden, wo sie die hernehmen sollten. Nab und Fern. Die Laboratoriumpest in Kronstadt erloschen. Der Pestfall, den ein russischer Forscher infolge von Infizierung bei Arbeiten im Laboratorium des Forts Alexander I. bei Kronstadt zum Opfer fiel, hat entgegen den anfänglichen Befürchtungen feine weiteren verderblichen Folgen nach sich gezogen. Die unter Beobachtung Gestellten konnten sämtlich als gesund entlassen, das Fort für peſtfrei erklärt und der unterbrochene Verkehr mit Kronstadt wieder aufgenommen werden. Zwölf Erdarbeiter getötet. Aus Laibach kommt die Kunde von einem entsetzlichen Unglück, dem zwölf Menschenleben zum Opfer fielen. Bei dem Wocheiner Bahnbau geriet bei einem Tunneleingang die Erdmasse ins Rutschen und begrub zahlreiche Arbeiter. Zwölf wurden von den schweren Erdmassen erdrückt. † Massenerkrankung infolge von Bleivergiftung. Durc die ruchlose Handlungsweise gewinnsüchtiger Fabrikanten sind in den ungarischen Ortschaften Obrezsa Marga und Glumboka der Krasso- Szörenyer Komitate mehr als hunder Personen an Bleivergiftung erkrankt und mehrere gestorben. Die Branntweinbrenner hatten, um die Stärke des Brannt weins zu erhöhen und den Bereitungsprozeß abzukürzen, die Kessel inwendig mit Blei überzogen. Eine strenge Unter suchung ist eingeleitet worden. Explosionskatastrophe. In der Schlüterschen Maschinenfabrik zu München ereignete sich ein folgenschwerer Unglücksfall. Ein Benzol- Saugmotor explodierte. Dabei wurde ein Arbeiter getötet, ein Ingenieur schwer und ein zweiter Arbeiter leicht verlegt. Vulkanausbruch auf Java. Wie aus Batavia gemeldet wird, ist infolge eines großen Ausbruchs des Vulkans Merapi ein furchtbarer Regen von feuriger Asche niedergegangen wodurch zahlreiche Dörfer eingeäschert wurden und Häuſei eingestürzt sind. Die Zahl der Opfer ist noch unbekannt Die von einer Panik ergriffenen Einwohner flüchten zur Küste. A Gin Justizirrtum, dessen Opfer 14 Jahre im Zuchthaus zugebracht hat, macht in London großes Aufsehen. Es han delt sich um eine Frau Maybrick, die 1889 wegen Giftmordes an ihrem Mann zum Tode verurteilt, dann aber zu lebens. länglichem Zuchthaus verurteilt wurde. Jezt soll sich die Behörde davon überzeugt haben, daß Frau Maybrick, die fortgesetzt ihre inschuld beteuerte, das Opfer eines Justizirrtums geworden sei. Ihre Freilassung soll bevorstehen. Familientragödie. In Berlin versuchte die 30jährige Frau v. Seelemann sich und ihre Kinder durch Einatmen von Gas zu töten, nachdem ihr Gatte, Konstantin v. Seelemann, aus Nahrungssorgen seinem Leben durch einen Schuß in die Schläfe ein gewaltsames Ziel gesezt hatte. Die Kinder wurden, da Hilfe sofort zur Hand war, gleich vollkommen wieder hergestellt, während die Frau besinnungslos ins Krankenhaus geschafft wurde. Aus dem Gerichtsfaal. § Ein moderner Doktor Eisenbart. Der Kurpfuscher Otterson aus Mainz, der drei Patienten derartig kuriert hatte, daß sie starben, wurde zu einem Jahre Gefängnis und 500 Mark Geldstrafe verurteilt. Otterson wurde sofort verhaftet. § 10 Monate unschuldig im Zuchthaus. Im Wiederaufnahmeverfahren wurde der Hamburger Kaufmann Bunners, der 1902 vom Lüneburger Landgericht wegen gewerbsmäßiger Hehlerei zu eindreivierteljähriger Zuchthausstrafe beurteilt worden war, freigesprochen. Er hat 10 Monate unschuldig im Zuchthause gesessen. § Sechs Wochen Gefängnis wegen einer Kirsche wurden dem Obstpächter Kolley in Zobten am Berge zudiftiert, weil er einem des Weges kommenden Radfahrer das Nad pfändete und dasselbe erst gegen Erlegung von drei Mark Strafe seinem Eigentümer wieder zurückgab. Das Gericht erblickte in dieser Handlungsweise den Tatbestand der Erpressung und erkannte auf die genannte empfindliche Strafe Vermilchtes. [ Eine Parade im Tschadseegebiet] schildert der Gouperneur von Kamerun v. Puttkamer in einem soeben veröffentlichten Brief folgendermaßen: Vor dem von mir be wohnten Stationshause zu Garcia erfolgte unter dem Kommande des Oberleutnants Sandrock Aufmarsch und Paradeaufstellung der Garnison, rechts 32 Reiter mit Lanzen und schwarz- weiß- roten Lanzenflaggen, auf dem rechten Flügel der Standartenträger auf einem großen, braunen Hengst, ein sehr stattlicher Anblick; links die Truppe zu Fuß. Auf dem freien Raum zwischen den beiden Truppenabteilungen die sämtlichen in der Steuerliste aufgeführten 68 Lamidos und Häuptlinge der Fellahneger, mit Ausnahme eines Erfrankten; in einiger Entfernung das sie begleitende Volk, mehrere Tausend. Ich trat mit meinen Begleitern auf die Veranda hinaus, wobei militärische Honneurs erwiesen wurden; sodann erfolgte die Begrüßung der Versammelten, welche sich erhoben und ihren Salam machten. Darauf lagerte sich alles nach mohammedanischer Sitte auf den Boden, wir nahmen auf Stühlen Play, und ich hielt mit Benutzung von zwei Dolmetschern( Haussa und Fullah) eine längere Ansprache. [ ,, Engelhaft".] Ein Beamter sah kürzlich, so erzählt ein englisches Blatt, einen Gefangenen, der eine zahme Hatte hatte. Ah," sagte er, ich sehe, Sie haben ein Lieblingstier." Der Gefangene erwiderte:„ Ja, das hier ist eine Ratte. Ich füttere sie jeden Tag. Ich denke mehr an diese Ratte, als an irgend ein anderes lebendes Wesen." Beamter: ,, Ach ja, in jedem Menschen ist noch etwas von einem Engel geblieben, wenn man es nur herausfinden kann. Wie fanien Sie darauf, solch eine Liebe zu der Natte zu fassen?" Gefangener: Nun sie hat den Wärter gebissen!" A[ Eine Goldfischfarm] ist sicher noch eine Neuheit. Die Zucht dieser hübschen Tierchen scheint eben eine einträgliche Industrie werden zu wollen. William Shoup besitzt in Waldron, Indiania, die größte Goldfischfarm der Welt, die jährlich 80 000 Mark einbringt. Da die gewöhnliche Landwirtschaft nicht einträglich war, legte er einen Teich mit Gold. fischen an. Er fand, daß sie sich schnell vermehrten und sich gegenseitig verdrängten. Darum brachte er die besseren Exemplare auf den Markt, und da sich bald eine Nachfrage danach einstellte, beschloß er, den Fischen weiteren Raum zu gewähren. Nach einer oberflächlichen Schäßung hat er jetzt 150 000 Fische. [ Den Arm aus dem Gelenk geredet] hat sich, wie aus Newyork berichtet wird, der Prediger Dr. Kaylor aus Pittsburg, der auf der Versammlung des Generalvereins der Presbyterianer in Newyork eine Ansprache hielt. Er beglei tete seine Worte mit energischen Gesten, wobei er seinen Arm in eigentümlicher Art senkrecht zu erheben pflegte. Als er diese Bewegung wieder einmal besonders kräftig ausführte, konnte er den Arm nicht wieder herablassen. Das Gelent versagte den Dienst. Die seltsame Haltung, die Dr. Kaylor infolgedessen annahm, erregte zuerst die Heiterkeit der Zuhörer, die sich nicht erklären konnten, warum der Redner die Geste eindringlicher Ermahnung dauernd beibehielt. Schließ lich rief Dr. Kaylor um Hilfe. Es wurde eine Ambulanz geholt, die den so seltsam Verunglückton ins Krankenhaus schaffte. Warnung. Fremder( im Restaurant):„ Entschuldigen Sie, ist der Stuhl frei?" Herr:„ Dieser nicht, aber der andere da, neben meiner Schwiegermutter Kurage haben!" wenn S' ( Lach. Jahrh.) Kunft und Wiffenfchaft. LC. Für die Kantfeier in Königsberg i. Pr., zu der der preußische Kultusminister mit seinen Räten, die Akademie der Wissenschaften in Berlin und eine Reihe hervorragender Kantforscher aus Deutschland und dem Auslande geladen sind, ist nunmehr das Programm in allen seinen Teilen festgesetzt worden. Am Vortage der Gedenkfeier, Donnerstag, 12. Februar, wird die Kantausstellung durch den Rector magnificus Professor Dr. Jeep in Anwesenheit des Universi tätslehrkörpers eröffnet werden. Außerdem ist ein Begrüßungsabend der Gäste in Aussicht genommen. Am 12. Februar( 100jähriger Todestag Immanuel Kants) findet der Festakt in der Aula der Universität statt. Darauf vereinigt sich der Lehrkörper mit seinen Gästen zu einem Mittagessen in der Palaestra Albertina. Am 13. Februar findet abends zur Erinnerung an Kant ein Kommers statt. Für die Kantuusstellung haben sämtliche Behörden und Privatleute Königsbergs die in ihrem Besiz befindlichen Kantreliquien zugesagt. * De England bl Herzogs b britanien, Ge in Gieß ungen teil t Da bäude wird mit erhalten. ift vorgefter Firmen Chri Fertid 8.30 X Wi für Fina ben; auch f Male ein Bureauvorf * Di * Beerdig den Reftor durch Geh * * Fakultät bu Der Univerf nieder. Sta als 14. Othello" i gerundete vollen Erfol der Hauptr Frl. 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Die dafür ausgeschrieben gewesene Submission ist vorgestern gewesen und haben dafür veranschlagt die Firmen Christophersen 6400 Mt., Baumann 7368,83 Mt., Fertsch 8 307,12 und Weißbäcker 8 368,95 Mt. X Wie verlautet, wird im Herbst d. Js. das Examen für Finanzaspiranten II. Kategorie abgehalten werden; auch findet in diesem Jahre voraussichtlich zum ersten Male ein Examen für Steuerkommissariatsgehilfen und Bureauvorsteher statt. * Die Universität Gießen war bei der vorgestrigen Beerdigung des Staatsministers i. P. Finger durch den Rektor Professor Dr. Brauns, die Juristische Fakultät durch Geh. Justizrat Prof. Dr. Schmidt, die Medizinisce Fakultät durch Prof. Dr. Sommer vertreten. Im Namen der Universität legte der Rektor einen Kranz am Grabe nieder. als * Stadttheater Gießen. Morgen Freitag geht 14. Freitags- Abonnementsvorstellung Shakespeares „ Othello" in der bekannte Beseßung in Szene. Die abgerundete Vorstellung hatte bekanntlich das erste Mal einen vollen Erfolg zu verzeichnen, an dem namentlich die Träger der Hauptrollen, die Herrn Sandorff und Teleky sowie Frl. Hohl Teil hatten. + Verhaftet wurde gestern wegen Verbrechen im Amt der Stationsassistent Fischer in Gießen. ** Die Vergiftungsfatastrophe in Darmstadt hat noch zwei weitere Opfer gefordert. Dienstag mittag verstarb der bei seiner Mutter sich in Pflege befindliche 30jährige Privatier Otto Heumann und Mittwoch morgen das im Pensionat sich in Privatpflege befindliche 53 Jahre alte Fräulein Emilte Schleuning. Damit hat die Katastrophe der Alice- Kochschule elf Todesfälle gefordert. Von den übrigen Erkrankten sind Frau Bernius und Frl Mohr vollständig wieder hergestellt. - *** Der Ortsgewerbeverein Gießen hielt gestern Abend im Restaurant Feidel eine Monats versammlung ab. Dieselbe nahm einen wohl selten anregenden und interessanten Verlauf, auf der anderen Seite aber war auch den Vereinsmitgliedern und den Handwerkern des Reichstags- Wahlkreises Gießen- Grünberg- Nidda wieterum der Beweis gegeben, mit welch großer Opferwilligkeit und Anhänglichkeit der jeßige Abgeordnete Kommerzienrat Heyligenstaedt sich den Interessen der einzelnen Berufe widmet. Vor Beginn der Tagesordnung nahm zunächst das Vorstandsmitglied Herr Schlossermeister Dürr das Wort und gratulterte dem 1. Vorsißenden des Gewerbevereins, eben unseren Abgeordneten, zu seinem 62. Geburtstag mit dem Hinweis, daß es doch hoch anzuertennen sei, daß Herr Kommerzienrat Heyligenstaedt sogar an seinem Geburtstage sich dem Verein widme. Die Anwesenden stimmten in das ausgebrachte Hoch auf ihn recht fräftig mit ein. Hierauf berichtete Herr Kommerzientat Heyligenstaedt über die leßten Reichstagsverhandlungen, speziell über den von den Nationalliberalen eingebrachten Antrag betr. Invaliditäts- und Altersversicherung der Handverker. Referent betonte hierbei, daß die Regierung jezt die Ueberzeugung hat durchblicken lassen, dem Handwerferstande unserem Mittelstande mehr entgegen zu kommen und dadurch vorzubeugen, daß die Sozialdemokratie nicht weitere Wurzeln innerhalb desselben fassen kann. Obgleich der Antrag nicht die gewünschte Annahme gefunden hat, es sollen erst Erhebungen angestellt werden inwieweit das Gesetz gewünscht wird, sind von Seiten seiner Fraktion neue Anträge für die spätere Durchführung vorgesehen. Im Verlauf des Berichtes fam Redner auch auf das Arbeiten des Reichstages mit zu sprechen. Herr Stadtv. Petri dankte dem Berichterstatter für seinen lichtvollen Bortrag und die Versammlung würdigte das Angehörte durch Erheben von den Pläßen. Es entspann sich dann eine recht lebhafte Debatte über die Errichtung der Handwerkergerichte, wobei geäußert wurde, daß man mit dem Verfahren an den Gewerbegerichten gar nicht einverstanden sein kann. Liegen Streitigkeiten wegen technischen Fragen vor zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, dann sollten auch solche Beisiger zu den Verhandlungen herangezogen werden, die dem Gewerbe der Kontrahenten mit angehören. Mehrere Beispiele wurden ins Treffen gezogen und war man sämtlich der Ueberzeugung, daß dem Uebel ftand abgeholfen werden müßte. Es kommt z. B. vor, daß in einer Streitfrage zwischen einem Baumeister und seinem Arbeiter ein Bäck r oder Wirt mit Recht sprechen soll oder umgekehrt ein Wirt die technischen Streitfragen zwischen einem Schreiner und seinem Arbeiter Seurteilen soll. Der Vorstand des Gewerbevereins ist beauftragt die näheren Schritte in die Wege zu leiten. Auch das Submissions. wesen tam wieder zur Sprache und zum Schluß die Arbeitsberechnung der einzelnen Handwerker. Der letzte Bunft wird ebenfalls in einer der nächsten Sizung eingehend behandelt werden und hat sich Herr Kommerzienrat Heyligen staedt bereit erklärt wenn die Zeit es ihm gestattet gerade darüber zu sprechen. Damit hatte die Versamm lung ihr Ende erreicht. Alseitig wurde es bedauert, daß die Handwerker sich so wenig an den Versammlungen be= teiligen, so mancher hätte gerade gestern Abend viele verwendbare Lehren für sein eigenes Geschäft mit nach Hause nehmen können. ** Besizwechsel. Die Firma Büttner& Damm taufte das Haus des Schneidermeisters Pfaff in Gießen ( Walltorstraße) für 23 000 Mt. und Schneidermeister Pfaff faufte von der Firma Büttner& Damm das Haus Eerstraße 14 für 33 000 Mt. Die Hofraite der Gebr. Butt, Steinſtr. 88 in Gießen, ging an Buchhalter Rühl für 25 000 Mt. über. = Aus Hessen. Mit 37 Jahren noch Refrut geworden. Nikolaus Bernhard von Todtenhofen bei Diedenhofen wurde 1888 zum Train ausgehoben, flüchtete aber furz vor der Einstellung über die französische Grenze. Von Heimweh getrieben, fehrte er kürzlich in die Heimat zurück; er wurde gefaßt und in die 12. Kompagnie des Infanterie- Regiments Nr. 87( Mainz) gesteckt. Außerdem vom Kriegsgericht wegen Fahnenflucht zu 6 Monaten Gefängnis und Versetzung in die zweite Klasse des Soldatenstandes verurteilt. wurde er + Abendstern, 3. Febr. Für die hiesige Teilstrecke der Hauptbahn Lollar- Weglar stehen für mehrere Stationen bedeutende Betriebserweiterungen bevor. So werden zu Wißmar, Abendstern und Dorlar auch Güterstationen eröffnet werden und für Azbach steht die Errichtung einer Haltestelle bevor. Es würden durch diese Errichtungen sowohl den beteiligten Gemeinden sowie auch vielen Privatinteressenten ihre längst gehegten Wünsche befriedigt. Krofdorf, 3. Febr. Unter den von unserer Kreisverwaltung in's Leben gerufenen verschiedenartigen Kursen, erfreuen sich besonders die Milchverwertungskursen eines eifrigen Besuches. So nahmen beispielsweise zu Garbenheim über 50, zu Dutenhofen 24 und zu Azbach 34 Frauen und Mädchen an den in diesen Tagen abgehaltenen Kursen Anteil. Der Zweck derselben ist bekanntlich, unserer ländlichen Bevölkerung eine wirtschaftlichere, reinlichere und gewinnbringendere Art der Butter- und Käsebereitung zu zeigen. Das bisher in hiesiger Gegend noch vielfache Topfverfahren muß als wirtschaftlich veraltet und mangelhaft gelten. Auch für weitere Gemeinden der hiesigen vereinigten Bürgermeisterei Azbach- Launsbach sind solche praktischen Kurse für die nächste Zeit vorgesehen. ▷ Bieber b. Rodheim, 4. Febr. Morgen Freitag finStrupbach die erste diesjährige Holzversteigerung statt. det bei Gastwirt Schlierbach hierselbst für den Schußbezirk = Wetzlar, 3. Febr. Der Fuhrmann Herling aus Bonbaden gertet auf dem Wege von Kloster Altenberg unter die Räder seines mit Frucht schwer beladenen Wagens und wurde förmlich zermalmt. X Naunheim, 3. Febr. Unser im Emporblühen begriffenes Dorf macht auch hinsichtlich seiner Schulverhältnisse immer größere Ansprüche. So wurde im vorigen Herbst bereits ein vierter Lehrer angestellt. In Ermanglung eines Schulraums resp. der Lehrerwohnungen werden in diesen Tagen für den Neubau die Arbeiten vergeben. Lauter, 3. Febr. Da unser Kirchengeläute seither sehr unharmonische Töne erflingen ließ, dadurch, daß die mittlere Glocke gesprungen war und in lezter Zeit überhaupt nicht mehr geläutet werden konnte, so sah man sich genötigt, die defekte Glocke durch eine neue ersegen zu lassen. Die betr. Glocke wird nun in der lockengießerei des Herrn Rinfer in Sinn bei Herborn umgegossen und soll bis zu Ostern d. Js. im Verein ihrer beiden älteren Schwesterglocken, ihren neuen, reinen Ton wieder erklingen lassen; hoffen wir, daß sie zur vollen Zufriedenheit ausfällt. Müde, 3. Febr. Dem herrschenden Wohnungsmangel mangel soll abgeholfen werden; Bauunternehmer Winn- Gießen steht wegen Geländefauf in UnterhandDerselbe Unternehmer will der Post gegenüber lung. ein Hotel erbauen, daß schon im Herbst d. J. bezogen werden soll. + Homberg a. d. Ohm. Der hiesige Ortsgewerbeverein veranstaltete am Sonntag, 24. Januar, eine Lichtbildervorführung, die außerordentlich stark besucht war. Nach den schönsten deutschen Märchen( Rotkäppchen, Dornröschen 2c.) wurde eine Serie der prächtigen Bilder Ludwig Richters vorgeführt. Die Darbietungen wurden Am 31. Januar sprach mit großem Beifall aufgenommen. der Vorsitzende des Vereins, Reftor Dr. Krausmüller vor einer ebenso gut besuchten Versammlung über„ Bilder aus ft- und Westpreußen", besonders über die furische Die Ausführungen Nahrung und ihre Dünen. - - über Entstehung und Wanderung der Dünen und über die Ansiedelungsverhältnisse auf der kurischen Nahrung, die durch eine Reihe prächtiger Lichtbilder unterstüßt wurden, fanden allseitigen Beifall. Der Vortrag des Herrn Privatdozenten Zell aus Darmstadt über„ Baudenkmäler" mußte verschoben werden. Ein Buchführungskursus, der mußte verschoben werden. unter Leitung des Vorsitzenden am 17. Jan. begann und von 8 Teilnehmern besucht wird, geht seinem Ende entgegen. - XRuppertenrod, 3. Febr. In unserer 750 Seelen zählenden Gemeinde wurden im vorigen Jahre nicht weniger als 15 Trauungen vorgenommen, eine noch nie erreichte Zahl. Im neuen Jahre haben bereits 3 Paare die Ehe geschlossen. = Nidda, 2. Febr. Ein frecher Einbruchdiebstahl wurde in der Nacht auf Sonntag in einer hiesigen Gastwirtschaft verübt, um so frecher, da diese an der Hauptstraße liegt und die Nächte seither hell waren. Er erbrach eine verschlossene Schublade und entnahm gegen 160 Mart. Man hat noch feine Spur von ihm. Büdingen, 1. Febr. Gestern Abend wieder wurde ein Herr beim Anzünden einer Spiritusglühlampe nicht unerheblich im Gesicht verletzt. Rauschenberg, 3. Febr. Am 1. Februar d. J. feierte Herrn Lehrer Manz z von hier in voller Rüstigkeit sein Dem Jubilar wurde der 50 jähriges Dienstjubiläum. Hohenzollernsche Hausorden mit der Zahl 50 überreicht. Hopfmannsfeld, 3. Febr. In Kürze soll mit dem Bau der gemeinschaftlichen Wasserleitung HopfmannsfeldHörgenau begonnen werden. X Wächtersbach, 3. Febr. In dem benachbarten Dite Udenhain brachte gestern der 28jährige Tagelöhner Johann Eurich seinem 50jährigen Vater im Streit mehrere lebensEr wurde aus dem Bett gefährliche Messerstiche bei. heraus verhaftet. Frankenberg, 2. Febr. Ein gewisser Günther aus Frankfurt a. M., dessen Frau von hier stammt, siedelte von dort im Jahre 1898 mit Pferden und Wagen nach hier über und bezog hier ein villaähnliches Gebäude. Er stand im Rufe großen Reichtums. Gestern Morgen wurde er indessen wegen Wechselfälschung verhaftet. = Kirchhain, 2. Febr. Die Hausbesißung des Landwirtes Johannes Geißel ging für 24 000 mt. in den Befiz des Kaufmanns Stern von Niederklem über. () Frankfurt a M., 3. Febr. Im hiesigen Schlachthause wurde heute eine aus der Frankfurter Milchkuranstalt stammende Kuh geschlachtet, die das respektable Gewicht von 1780 fb. hatte. * Darmstadt, 2. Febr. Landgerichtsdirektor Dr. Karl Meisel hat sich heute Abend gegen 6 Uhr auf seinem Amtszimmer erschossen. Meisel war etwa 50 J. alt und lebte in besten Familien- und Vermögensverhältnissen. Das Motiv zur Tat erscheint völlig rätselhaft. Mainz, 2. Febr. Nach einer hierher gelangten privaten Nachricht wird die Pränfonsation des erwählten Herrn Bischofs Dr. Kirstein durch Breve erfolgen. Neueste Nachrichten. *** Berlin, 4. Februar. Soeben im Reichsmarincamt eingelaufenen Nachrichten, kann die Gefahr in Südwestafrika als beseitigt gelten. Windhut und Okahandja sind befreit worden. Die Hereros befinden sich in vollster Flucht. Holz- Versteigerungen. Wieseck. Freitag den 5. Febr. vorm. 10 Uhr werden aus den Diftritten Schrei, Haide und Badenburger Wäldchen nachverzeichnete Holzsortimente versteigert: Bau u. Nußholz: 1 Eichenstamm m. 0,38 m., 1 Fichtenst. m. 0,43 m., 7 Erlenst. m. 1,39 Fm, 2 Eschen- Derbstang. m. 0,08 m., 79 Ficht.- Derbstang. m. 2,61 Fm., 60 Eschen- Reisstang. m. 0,28 Fm., 1792 Ficht.- Reisstang. m. 7,21 Fm. Brennholz: 7 Rm. Eich. Scheith, 2 Rm. Erlen- Scheith., 4 Rm. NadelScheith., 28 Rm. Buchen- Knüppelh., 51 Rm. Eich.- Krüppelh. 137 Rm. Nadel.- Knüppelh., 10 Jim. Aspen- Knüppelh., 2800 Wellen Buch.- Reisia, Durchforstung, 2320 Wellen Eich.- Reisig, Durchforst., 50 Wellen Erlen- Reisig, 250 Wellen Aspen- Reisig, 4160 Wellen Nadel- Reisig, 2 Rm. NadelStockholz. Zusammenkunft am Distrift Schrei, oberhalb der Sandgrube. Ettingshausen. Freitag den 5. Febr. wird im Gemeindewald nachstehendes Holz versteigert: 17 Stämme Ficht.- Schnitth. m. 28,21 Fm., 215 Stämme Ficht.- Bauh., m. 140,10 Fm. Samstag den 6. Febr.: 1749 Stück Ficht= Derbstang. m. 58,80 Fm, 2136 Stück Ficht.- Reisstang. m. 15,45 m. Anfang an beiden Tagen morgens 912 Uhr im Distrikt Riedstein. Geschäftliches. Bei den Kartoffeln ist, um höhere, sichere Erträge zu erzielen, häufiger Wechsel der Sorten erforderlich. Jeder Landwirt sollte daher alljährlich etwas Saatkartoffeln von auswärts fommen lassen. Eine außergewöhnlich frühe Speisekartoffeln ist die von der Firma Gebr. 8iegler in Erfurt unter der Bezeichnung Frühkartoffel Nummer Eins" angebotene Sorte, von welcher, wie im Inserat angegeben, im vorigen Jahre nachweislich bereits Mitte Juni schmackhafte und mehlige Kartoffeln geerntet worden Marktberichte. Gießen, 4. Februar. Auf dem heutigen Wochenmarkt tosieten Butter per Pfd 090-1.00 Mr., Hühnereter 2 Stüd 14-16 Bfg., Enteneier St. 8 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfa., Erösen per Liter 21 Pfg., Linjen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar mr. 0.80-1.00, pühner per Stüd M 1.30-1.40, Hahnen, per Stüd C.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse der Pid. 65-70 fg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfo. 66-76 Pig. Schweinefletsch gesalzen per Bfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Bfd. 70-76 Big., Hammelfletsch per Pfd. 56-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 5.50 6.00 Mt., Zwiebeln per 3t. Mt. 4.50-5.00, Aepfel per Centner 20-25 Mt. Milch per Liter 18 Vfa. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit übeerhanp nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Herborn,( Dill), 1. Febr. Auf dem heute abgehaltenen Markt waren aufgetrieben 287 Stück Rindvieh und 290 Schweine. Es wurden bezahlt für Fettvieb und zwar Ochsen I. Qual. 70 bis 72 Mt., II. Qual. 68 bis 70 Mt., Kühe und Rinder I. Qual. 64 bis 66 Mt., II Dual. 55 bis 60 Mt. per 50 Kilo Schlachtgewicht. Auf dem Schweinemarkt fosteten Ferkel 28 bis 40 Mt. Läufer 60 bis 70 Mt. und Einlegschweine 80 bis 100 Mt. das Der nächste Markt findet am 25. Februar statt. Paar. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lotale, den„ Gerichts-" und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Jeder Meusch hat es durch seine Lebensweise bis zu einem gewissen Grade in der Hand, sein Wohlbefinden zu erhöhen oder herabzusetzen. Hier hängt sehr viel ab von der Wahl der Speisen und Getränke und zwar in der Hauptsache von deren Zuträglichkeit. Ein schädliches Getränk, wie allzustarter Kaffee oder Tee, fann uns für den ganzen Tag beschwerden machen und die gute Laune verderben, während zum Beispiel eine Tasse Kathreiners Malzkaffee, zum Frühstück genossen, den günstigsten Einfluß auszuüben und uns durch ihre wohlige, mildanregende Wirkung heiter und arbeitslustig zu stimmen vermag. Das sollte jeder zu seinem eigenen Besten bedenken. Holz- Versteigerung Frühkartoffel„ Nummer Eins" Gießner Stadtwald. Die früheste aller Kartoffeln a warnachweislich a. 15. Juni schon mehlig u.schmackhaft Diese Frühkartoffel ist, wie uns von verschiedenen Seiten u. a auch von einem Vorstandsmitgli de des landwirtschaft: lichen Vereins am Kulturorte bestätigt wurde, von allen Frühkartoffeln entschieden die beste, wohlschmeckendste und ertragreichste. Eine hundert Morgen grosse Ackerfläche, im April 1903 mit dieser Kartoffel bepflanzt, war Ende Juni schon völlig abgeerntet. Die ersten davon aus dem freien Lande kamen bereits am 15, Juni auf den Markt. Sie kocht sich von Anfang an ausgezeichnet und behält ihren Wohlgeschmack bis ins Frühjahr hinein. Herr Kgl. Garteninspektor H. Lindemuth in Berlin, Lehrer an der landwirtschaftlichen Hochschule, dem wir eine Anzahl Knollen davon zu Versbszwecken über andten, schreibt darüber:" Die Knollen sind vollständig fehlerfrei, hell von Farbe, haben eine glatte Schale und flachliegende Augen; gefocht zeigen sie sich von vorzüglicher Beschaffenheit, sind mehlig, jedoch nicht grobfleischig, sondern sehr fein und wohlschmeckend". Der Ertraa ist ein für Frühkartoffeln ungewöhnlich hoher. In gutem Boden wurden nachweislich 120-150 Centner pro Morgen geerntet. Wir sind in diesem Jahre zum ersten Male in der Lage, Saataut von dieser Sorte anbieten zu können und offerieren ab unserem Lager Erfurt diese Frühkartoffel ,, Nummer Eins" 1 Centner Mt. 15.- 2 Ctr. Mt. 8.-, Str. Mt. 5.-, 10 Bfd.- Poftcolli Mt. 2.50. Gebrüder Ziegler, Erfurt Lieferanten Sr. Majestät des deutschen Kaisers. Hauptkatalog über Samen und Pflanzen auf Verlangen umsonst und portofrei. Konzert de Gesangvereins ,, Eintracht" z. Sa asen Sonntag, den 7. Februar d. J., Abends 7 Uhr, im Saale des Gastwirts H. Schepp V. Nach dem Konzert: Tanz. Zu recht jahlreichem Besuche ladet freundlichst ein Der Vorstand. Für Magenleidende. Allen denen, die sich durch Erfältung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu beißer oder zu falter Speisen oder durch unregelmäßige, Lebensweise ein Magenleiden, mie: Magentatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Vers schleimung zugezogen haben, set hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, deifen vorzügliche Heilsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das Verdauungs- und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein Ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Weine bereitet und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt alle Störungen in den Blutgefässen. reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf eine Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Mogenübel meist schon im Reime erstickt. Man sollte also nicht fäumen, feine Anwendung allen anderen scharfen, ägenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Auc Symptome wie Bopfschmerzen Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Hebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magen leiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverstopfung wie seklemmung, Belik chmerzen, und deren unangenehme Folgen, Serklopfen, Schlaßofipke t, sowie Blutanstauungen in Leber, wil und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden) merden durch Riäuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein belebt dwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Ausschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folae schlechter Berdauung, mangelhafter Blutbildung und ines frankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher #ppetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und Gemütsverimmung, somie häufigen Bopfschmerzen, schlaflosen Mächten, techen oft solche Krante langiam dabin.- Kräuter- Wein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel fräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranten neue Kräfte und neues Leben Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. BräuterMein ist zu haben in Flaschen à Mt. 1.25 und Mt. 1.75 in den Apotheken von Gießen, Großen- Linden, B- klar. 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Freitag den 5. Februar 14. Freitag= Abonnem nts- Vorstellung. Othello Der Mohr von Venedig. Trauerspiel in 5 Aufzügen von William Shakespeare. Uebersetzt von Schlegel u. Tirk. Hoher Nebenverdienst d. Vertrieb leicht verk. Artikel J. Wüller, Jlversgehofen- Erfurt Gießen, den 2. Februar 1904. Betr. Bürgermeisterversammlung. Montag, d. 8. Februar 1904 Das Großherzogl. Kreisamt Gießen vormittags 92 Uhr beginnend, werden im Gießener Stadtwald in den Distrikten au die Groß. Bürgermeistereien des Kreises. Die nächste Bürgermeisterversammlung wird vorNeuhege, Oberhag und Hegstrauch aussichtlich Ende dieses Monats in Gießen stattfinden. versteigert: 1854 Fichten Stangen m.74,57 F. Anträge zur Tagesordnung können bis zum 15. d. Mts. bei uns gestellt werden. 22 Nm. Eichen- Scheitholz Eichen- Knüovelholz Nadel Knüppelholz 27 " f 2 Nadel Scheitholz 10 H 34 16 26 " Eichen- Stocholz zerkl. H " 1 getp. 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Briefporto nach der Schwetz 20 f. Seidenstoff- Fabrik- Union Adolf Grieder& Cie, Zürich G. 22 Kgl. Hoflieferanten ( Schweiz). Dr. Breidert. Bekanntmachung. Betr.: Die Stiftung des Gemeinderatsmitgliedes Friedrich Lony sen. Die diesjährigen Zinsen aus der rubr. Stiftung sollen an 8 Arme der Stadt Gießen mit je 20 Mt. vergeben werden. Bewerbungen um dieselben sind bis zum 20. Februar 1904 schriftlich oder mündlich bei dem Armenamt, NeuenBäue 25, vorzubringen. Gießen, den 1. Februar 1904. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Verdingung. Der für die Zeit vom 1. April 1904 bis 31. März 1905 erforderliche Bedarf an Besen für die Kehrmaschine ( etwa 20 Säße) sowie an Piassavabesen( etwa 300 Stück) foll Montag, den 15. Sebruar d. J., vorm. 11½½ Uhr öffentlich verdungen werden. Angebote auf den Saz bezw. das Stück, sowie Muster sind bis zum obengenannten Zeitpunkt mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 2. Februar 1904. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Verdingung. Die Räumung von Flutgräben in der Gemarkung Gießen soll Montag, den 15. d. Mts., vorm. 9½ Uhr Die Bedingungen liegen öffentlich verdungen werden. während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen.- Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, 3. Februar 1904. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Berdingung v. Fuhrleistungen. Das Fahren der städtischen Gießfässer soll für die Zeit vom 1. April 1904 bis 31. März 1905 öffentlich bergeben werden und ist Termin hierfür auf Montag, den 15. Februar d. J., vorm. 11 Uhr anberaumt. Die Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, 2. Februar 1904. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Verdingung von Fuhrlöhnen. Das Anfahren von Holz 2c. für die städtischen Anstalten, sowie die Leistungen der Tagesfuhren für das Rechnungsjahr 1904/5 sollen Montag, den 15. Februar, vorm. 10% Nhr öffentlich verdungen werden. Die Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 3. Februar 1904. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Verdingung von Fuhrlöhnen. Die Abfuhr von Straßenkehrricht im Rechnungsjahr 1904/05 nach verschiedenen städtischen Wiesen soll Montag, den 15. d. Mts., vormittags 10 Uhr öffentlich berdungen werden. öffentlich berdungen werden. Die Abfuhr umfaßt etwa 1720 cbm, die in 3 Lose geteilt sind. Die Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer . 6 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen.- Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, 3. Februar 1904. Städtisches Tiefbauamt. Braubach). ☛ Für Weinbezug! Unter aller Garantie naturreine, flaschenreife Welssweine, per Liter oder Flasche von 60 Pfg. an, Rotwein( echter Ingelheimer) Lit. od. ,, 100" 99 versendet in Gebinden von 25 Liter und Kisten 18 Flaschen an P.Chr. Saalwächter, Weingutsbesitzer, Nieder- Ingelheim a. Rh. Dunkelheit abwarten müſſen. Proviant haben wir bei Nr. 27. Donnerstaa. den 4 Februar Fa 1904. relfe soll für die ungen. H 05 öffentlich unft an uns it erhältlich, zur Einsicht ährend der 11 Uhr der Dunkelheit abwarten müssen. Proviant haben wir bei uns, und lieber verzehre ich mein Abendbrot im Freien, als hier in diesem Bauernstall." Das steht dir ja frei," erwiderte der Baron unmutig, ,, ich wiederhole, daß ich hierbleibe." Mit diesen Worten schritt er dem kleinen Bauernhause zu, und der Graf folgte ihm, wenn auch mit offenbarem Widerwillen, während der Kutscher die Pferde ausspannte und in den Stall führte,' wo ihnen ein reichliches Futter vorgelegt wurde. In dem besten Zimmer, in welches die Herren eintraten, war der einfache Kienholztisch mit einem sauberen, schneeweißen Tafeltuch gedeckt, und nicht allein die Teller, Messer, Gabeln und Löffel, sondern das ganze Zimmer waren peinlich sauber gehalten, wenn auch sehr einfach ausgestattet, der Ofen verbreitete eine wohltuende Wärme. „ Hier ist es gemütlich," sagte der Baron freundlich zu der Bäuerin, nachdem diese die hohen Herren ehrerbietig begrüßt. Der Graf ließ seine Blicke mit verächtlichem Ausdruck umherſchweifen und sagte kein Wort. In ungezwungener Weise langte der Baron zu, nachdem die schmackhaft bereiteten Speisen aufgetragen, und speiſte mit dem größten Appetit, während er Graf nichts anrührte und sich von seinem Diener einiges von dem im Wagen mitgeführten Proviant reichen ließ. " Feodor," sagte der Baron, nachdem das Mahl beendet und die Zigarren angezündet, du wartest hier doch bis zum Abend auf die Forstbeamten. Ich will indes versuchen, ob ich nicht in dieser Zeit einige Wölfe erlegen kann." Wölfe," sagte der Graf verächtlich, das ist doch kein Spaß, Wölfe erlegt der simpelste Bauer!" ,, Allerdings," sagte der Baron, der Bauer, obwohl er feine Feuerwaffen hat, wehrt sich tapfer gegen die Verderber seiner Herden, umsomehr ist es Pflicht der waffentragenden Edelleute, die ärgsten Feinde des Bauern, Raubtiere jeder Art, auszurotten. Ich gehe, Christoph, willst du mich begleiten?" Zu Befehl, Euer Gnaden, ich folge," sagte Werner freudig. Hier nimm meinen Revolver," meinte der Baron, ich habe mein Jagdgewehr." ,, Kann das Ding nicht handhaben, Euer Gnaden," sagte der Bauer, ich nehme die schwere Art hier, und damit greife ich jede Bestie an." Nun gut, dann komm." Die beiden brachen auf, und als sie sich von dem Hause soweit entfernt, daß ihre Worte nicht verstanden werden konnten, sagte der Baron: Christoph, ich will die Bärenhöhle aufsuchen und einen jungen Bären lebendig fangen. Führe mich auf die Spur und hilf mir. Wir wollen am Abend die Forstbeamten auslachen, wenn wir mit unserer lebendigen Beute und dem Fell des alten Bären zurückkehren, ehe sie zur Jagd aufgebrochen find." Zu Befehl, Euer Gnaden," erwiderte Werner,„ aber bor Einbruch der Dunkelheit oder wenigstens der Dämmerung werden wir nicht ans Werk gehen können." Bald waren die beiden zu der Stelle gelangt, wo der Bär die Kuh überfallen und fortgeschleppt hatte. Vom Jagdeifer heftig erregt, folgten sie der selbst für ein ungeübtes Auge deutlich erkennbaren Fährte, die von der Viehweide zum Walde führte. Durch dichtes, wild verwachsenes Unterholz sich mühsam durcharbeitend, gelangten die Jäger zu einer von Kiefern und Tannen bewachsenen Hügelkette. „ Wir sind am Ziel," sagte Christoph, auf eine mit_abgenagten Tierfnochen bedeckte Stelle deutend. Hier müssen wir bis zum Einbruch der Dunkelheit warten. Dort drüben, in der Höhle des gegenüberliegenden Hügels, ist das Lager der Bärenfamilie. Wir wollen hier auf diesen Baum steigen und warten, bis die Bären auf Raub ausgehen. Wenn wir dort oben sizzen, verbirgt das dichte Blätterwerf uns den scharfen Augen der Tiere, und wir sizzen so hoch, daß die Bären keine Witterung bekommen können." In wenigen Augenblicken hatten beide den bezeichneten Baum erstiegen. Stunde auf Stunde verging, und schließ lich begann es auch noch zu regnen. Der Baron schalt nicht wenig über das schlechte Wetter, aber der erfahrene Christoph sagte:„ Um so besser, der Regen hindert die Bären, uns zu wittern." ( Schluß folgt.) Der Hausdoctor Die Gefahren der Schokhunde. Die Liebhaberei, namentlich unserer Damenwelt, sich mit Schoßhündchen zu amüsieren, liegt tief im menschlichen Gemüt begründet. Aber in dieser Liebhaberei liegt große Gefahr, und gerade neuerdings, wo man sich gelegentlich der Schoßhund- Ausstellungen für diese Tierchen intereffiert, ist es angebracht, darauf hinzuweisen. So lächerlich es auf den ersten Blick erscheinen mag, bedeuten die kleinen Schoßhunde für die Menschheit eine weit höhere Gefahr, als die großen Jagdhunde, Schäfer-, Doggen-, kurz alle Gebrauchshunde zusaminen, ohne daß sie auch nur entfernt den Nutzen der letzteren hätten. Der große Hund ist bei weitem nicht so intim mit dem Menschen als der Schoßhund, der- leider von seiner Herrin so oft gefüßt wird. Und nicht nur von seiner Herrin, sondern auch deren Freundinnen und Besucherinnen. Es wäre nun ein Wunder, wenn hierunter nicht eine oder die andere Person mit Tuberkulose behaftet wäre. Entweder geht nun diese Krankheit auf das Hündchen über und dieses steckt Menschen an, oder ihm bleiben Bazillen in den langen Haaren hängen, welche die meisten Schoßhündchen besitzen, und werden von hier aus weiter getragen. Es gibt aber noch andere Gefahren, die ein zu intimer Verkehr mit Schoßhunden mit sich bringt. In der Leber, seltener den Lungen verschiedener schlachtbarer Haustiere sitzen zuweilen Bläschen von verschiedener Größe, die sog. Echinococcen. Ez sind dies Finnen eines Bandwurmes, der beim Hunde schmarott. Wenn nun ein Hund Gelegenheit hat, halbgare, oder wohl kranke Leber zu verzehren, so entwickelt sich bei ihm der entsprechende Bandwurm. Und tatsächlich sind unsere Hunde aller Rassen wahre Herbergen von Bandwürmern. Damit sett nun die Gefahr für den Menschen ein. Die letzten, reifen Glieder des Bandwnrmis gehen mit und ohne den Kot des Hundes ab, sie bleiben am After sitzen. Hier platzt das Bandwurmglied, die Eier werden über den ganzen Körper des Hündchens zerstreut, besonders auch durch Lecken in die Gegend des Maules gebracht. Bei der Kleinheit der Eier gelangen sie dann leicht beim Kuß zc. in den Mund des Menschen und von hier in den Magen. Sie machen dann eine Wanderung nach der Leber resp. Lunge und entwickeln sich hier zu großen Geschwülsten, den Echinococcen. Mancher arme Mensch hat an diesem Leiden qualvoll endigen müssen. Es gibt noch verschiedene andere Gefahren, die der allzu intime Verkehr zwischen Hund und Mensch mit sich bringt, aber wir können hier niu, t alle aufzählen. Nur eins sei erwähnt- bei Tollwut hat gerade der Schoßhund am besten Gelegenheit, den Menschen zu verwunden, da gerade hier niemand an die Ges fahr glaubt. Um sich vor der Gefahr zu schützen, wende man folgende Maßregeln an: 1. Vermeidung zu intimen Verkehrs mit Hunden, wie es besonders bei Schoßhunden Sitte ist.- 2. Verabreichung nur gar gekochten oder gar gebratenen Fleisches. 3. Strengste Kontrolle des Schoßhundes durch einen Tierarzt. In kurzen Zwischenräumen muß eine Untersuchung auch anscheinend ganz gesunder Schoßhunde erfolgen. Eventuell ist die Bandwurmkur vorzunehmen. Die ,, Vererbung" in der Ehe. Unsere Ansichten über Vererbung bedürfen noch sehr der Klärung. Wenn tatsächlich sich Krankheiten wie Schwindsucht, Trunksucht. Geistesstörung stets vererben und zur Erzeugung entarteter Nachkommen Veranlassung geben würden, so müßte die gesamte Welt schon längst entartet sein. Denn wer von den jetzt Lebenden zählt nicht unter seinen Vorfahren derartig schwer Kranke? Glücklicherweise wird durch zweckmäßige Ehen den entarteten Geschlechtern stets neues Blut zugeführt und so der Stamm wieder aufgefrischt. Ehen unter Verwandten sind ja deswegen so schädlich, weil die Gefahr besteht, daß minderwertige Anlagen der Eltern bei den Kindern sich in erhöhtem Maße geltend machen. Das gilt sowohl von körperlichen wie von geistigen Anlagen. Allerdings kann auch der Fall eintreten, daß die hervorragenden Anlagen der verwandten Eltern in den Kindern in außerordentlich gesteigerter Weise zum Vorschein kommen. Dann entstehen Wunderkinder, Genies, wie sie nun äußerst selten einmal erscheinen. Aber das bleibt doch immer ein Experiment, das in seltensten Fällen nach Wunsch ausfällt. Nr. 27. Donnerstag, den 4 Februar 1904. Oberhessische Familienzeitung. Cägliche Unterhaltungs- Beilage der Gießener Neueste Nachrichten. Bend Berlag ber Stoßener Berlagdbruderet, vorm Wilh. Reller'sche Buchbruceret( gegr. 1789); sesenta#le ( 24. Fortsetzung.) Der Beuge. Roman von Marie Bernhard. Dann weht abkühlend der sanfte Wind auf und seufzt melodisch in den Zweigen, sacht schließen die ängstlichen Blumen ihre verschlossenen Kelche auf, es regt sich im Grase, es flüstert in den Büschen, perlend sickert der Tau nieder auf die gebeugten Halme, es wacht und bebt in der Tierund Pflanzenwelt, die ermattende Hitze weicht wohligem Genießen. Das ist die Stunde auch, da im Menschenherzen die Sehnsucht aufwacht und um sich sieht mit bangendem Erwarten. Wer heimwärts denkt, dem weitet sich die Seele in unnennbarem Schmerz, wer einen herben Verlust erlitten, jetzt kommen ihm die Tränen, wer Groll und Bitterfeit mit sich trägt, jetzt fühlt er sich geneigt, zu verzeihen, wer einen Funken nur von Poesie im Busen trägt, dem muß er sich entzünden im träumerischen Zauber dieser Nächte! Wohl dem, der sein Liebstes dann neben sich hat und es sein eigen weiß für immer! Ganz spät in der Nacht langte der Zug von Tokio in Yokohama an, man begab sich nach raschem Abschied sogleich zur Ruhe. Als Norden senior seinem Sohn zur guten Nacht die Hand reichte, hieß dieser den mit dem Armleuchter wartenden Hot- ſumi ſich entfernen und begann hastig, mit niedergeschlagenen Augen: Ich weiß nicht, ob du weißt, Vater, was heute.. „ Wissen? Nein! Aber ich ahne es! Wenn aus nichts anderem, so aus der Mitteilung, die mir der Baron Vanescu wie beiläufig machte: er gedenke, morgen schon mit seinem Freunde nach Kalkutta zu gehen! Ich sprach in disfreter Weise mein Erstaunen und meine Annahme aus, sie wünschten Japan gründlich fennen zu lernen und würden einen längern Aufenthalt in Yokohama nehmen, allein der ungariſche Herr ſagte noch einmal kurz und ohne sich Gründe abtroßen zu laſſen, ſie gingen nach Kalkutta. Ich schwieg, aber dachte natürlich das meinige. Es lag auf der Hand, weshalb der Baron hierher gekommen war; er hat sich offenbar von von Fräulein Ermshagen eine unerwünschte Antwort auf seine Anfrage geholt, und sein Interesse für Japan ist somit erloschen." " Du hast recht gesehen: er hat eine Zurückweisung von Hilda erfahren, und „ Nun? Und?" " Und ich habe ihr Jawort erhalten!" Es blieb eine Weile still. Der Vater zog den Sohn nicht an seine Brust, er tat auch keinen Ausruf des Erstaunens, der Freude. Nichts regte sich, es war, als stünde in dem ganzen Hause der Atem still. ,, Vater!" In Hellmuts Stimme bebte Unmut und Schmerz! Was war dies Unbegreifliche, das zwischen ihnen stand? " Hellmut nun, du weißt ja, dein Glück ist meine einzige Sorge, der ganze Zweck meines Lebens, da braucht es ja wohl feines formellen Glückwunsches!" " Formell? Nein, Vater, nein, den möcht' ich nicht!" ,, und darum- darum also Seine falte, schlaffe Hand nahm die des Sohnes und versuchte, sie herzhaft zu schütteln. Hellmut wandte sich rasch ab, ihm schnürte sich das Herz zusammen. ( Nachdruck verboten.) Das war der einzige bittere Tropfen im Freudenkelch dieses glückseligen Tages. Siebentes Kapitel. Die hübsche englische Jacht der zwei ungleichen Freunde hatte richtig schon im Lauf des folgenden Tages die Anfer gelichtet und war nach Kalkutta abgedampft, was", wie der alte Koßmann mit einer Art ingrimmiger Schadenfreude zu sich selbst bemerkte, um diese Jahreszeit auch' ne wunderhübsche Gegend ist! Der abgeblikte Freier mitsamt dem Milchzwieback mag sich hüten, daß sie dort beide nicht das gelbe Fieber attrappieren; nun, meinen Segen haben die Herren! Ich sagte es ja, neben unserem Junior kommt sobald kein anderer auf, und nun gar so ein dürrer, spindelbeiniger Ungar und solch ein steifleinenes Exemplar von Engländer mit dem Ladestock im Kreuz! Sie hat einen guten Geschmack bewiesen, die schöne Hilda, und sich selbst heillos zum Vorteil verändert! Es tut einem wohl und weh zugleich, unser glückseliges Brautpaar zu sehen; woh I, weil es wirklich ein Anblick iſt, der das Herz im Leibe lachen läßt und man ihnen beiden ihr Glück gönnt, und weh, weil man sich sagen muß: So kann es nicht dauern, so kann es nicht bleiben! Die Götter sind neidisch, sie gönnen den Sterblichen nicht solches Los!" Ja, glückselig waren sie in der Tat, die beiden! Das weite, stattliche Haus, wie es da inmitten des herrlichen grünen Parkes stand, schien wie in ewigen Sonnenschein getaucht zu sein. Hellmut war kaum mehr für das Geschäft zu brauchen! Lachend räumte er dem Thronfolger" und fünftigen Schwager, mit dem ihn das herzlichste Verhältnis verband, alle Vollmachten ein, ließ ihn disponieren und abſchließen, annehmen und zurückweisen, ganz nach seinem eigenen Belieben und widmete sich ganz seiner Braut. Es ist wirklich ein Glück," bemerkte Walter Ermshagen einmal in philosophischem Ton,„ daß ich ein leidlich guter Kaufmann und zudem ein anständiger Kerl bin, ich könnte dich ſonſt in größter Seelenruhe übervorteilen und den Profit in meine Tasche gleiten lassen, ohne daß du das mindeste davon merktest, mein guter Hellmut! Das sehe ich schon: ein glücklicher Bräutigam ist für geschäftliche Unternehmungen verloren; ich hoffe, als Ehemann machst du das alles wieder gut, sonst wäret ihr schlecht dran, du und Hilda!" Diese kleine Standrede hielt Walter, in seinem Wohnzimmer am Fenster stehend, während Hellmut ihm gegenüber in einem Rohrsessel lehnte und auf Hilda wartete, die sich umkleidete, um einen Abendspaziergang mit ihrem Verlobten zu machen; es war kurz vor Sonnenuntergang. Hellmut hatte vor sich hingesonnen, jetzt hob er den Kopf und sagte lebhaft:„ Dafür, daß Hilda nicht schlecht dran iſt, fannst du getrost mich sorgen lassen, ich wäre ja ein barbarisches Ungeheuer, wenn ich es ihr an irgend etwas wollte fehlen lassen, und glaub' du es mir, mein Geschäftsſinn, den du mir auch nicht abstreiten fannst, wird sich schon wieder finden, wenn ich erst verheiratet bin! Als Bräutigam, was ist man da? Nicht Fisch und nicht Fleisch), und zuren für das dtischen AnShnen. Jagn 0 reichen.- testens bis Angebote ienftftunden 73 Wochen. ngenannten ordrud, der auf Zimmer Bedingungen mfaßt etwa 10 Uhr Wiesen soll Rechnungs Shnen. 0000 Pig, an, HOA NO sitzer, gr. Unter der die Dichtung poetische Ab Hochzeitsliede mündlic zuheben. De Trochäen ged und Sumpig alter Zeit ber Rhapsodien bis in die und Ueberblick lassen soll und mich doch aus den hiesigen Unternehmungen allgemach ausscheidet! Es blieb ihm etwas nachdenkliches im Blick, trotzdem er so lebhaft sprach, Walter Ermshagen bemerkte es sehr wohl und hatte darüber seine eigenen Gedanken. Er war tein sehr scharfer Beobachter, auch nahm seine sich immer wichtiger und verantwortlicher gestaltende Stellung sein bolles Interesse in Anspruch,... aber trotz dessen konnte es nicht ausbleiben, daß ihm die sichtbare Veränderung, die in dem Benehmen der beiden Norden, Vater und Sohn, Plaz gegriffen hatte, auffiel. Walter, eine mehr fühle, positive Natur, hatte zu Anfang seines Aufenthalts in Yokohama, zuweilen ein wenig spöttisch dreingeblickt, wenn er in dem Verhältnis zwischen Vater und Sohn dasjenige wahrnahm, was er übertriebene Sentimentalität, gut für die Weiber" zu nennen gewöhnt war. Selbst nie durch Liebe und Zärtlichkeit verwöhnt, derselben auch nicht gerade bedürftig, mutete es ihn seltsam an, hier zwischen zwei Männern so oft dem Ausdruck derselben zu begegnen. Bei Hellmut mochte es noch hingehen; er war jung und, trotz seiner frischen Männlichkeit und unleugbaren Energie, von weicher Gemütsart, Meer, mal ich in meiner feßigen Stellung, die dir vollen Raum gebauten Belvedere, das den schönsten Umblid auf Gebirge und die um den Hafen in weit geschwungenem Halbfreise hingelagerte Stadt gewährte. Das Belvedere bestand aus mehreren Abtcilungen, die oberste, die nur eine schmale Brüstung aufwies und vermittelst einer ziemlich steilen Treppe zu erreichen war, hatte gewöhnlich keine Besucher, aber Helmut und Hilda waren beide schwindelfrei, liebten diesen höchsten, freiesten Standpunkt vor allem und hatten überdies noch den Vorteil, dort gänzlich unbelauscht und unbeobachtet zu sein. Sie stiegen auch heute die eng aufeinander folgenden Stufen empor und standen nun droben, sich bei der Hand haltend, wortlos, entzückt! Wirklich war der Anblick, der sich ihnen hier bot, einzig schön! Vor ihnen blaute das Meer, weit, unermeßlich... es wiegte träumerisch die stille Flut, nur am Strande murmelte die Brandung, wie in leisem Selbstgespräch, und zerschäumte am sandigen Ufer. Rechts lag die Mississippi- Bai, eine einsame Bucht des Meerbusens, in friedsamer Abgeschlossenheit, und flog der Blick drüber fort, so gewahrte man das herrlich belebte Bild des Hafens von Yokohama, mit seinen stolzen Schiffen, den zahllosen Segelbooten und flinken, kleinen Barken, den stattlichen Uferbauten, den grünen Anpflanzungen, aus welchen leuchtend weiß die Häuser hervorsahen. Wandte man sich aber der gegenüberliegenden Seite zu, dann verschwanden Menschenwerk und Menschenkunst wie durch Zauberschlag, und man sah der unentweihten Natur in das gewaltige Antlig, denn drüben am Meer zog das Gebirge sich hin in seiner stolzen Herrlichkeit. Hoch über die anderen Berghäupter empor ragte der imposante Gipfel des Fusi- Yama, auf welchen die Japaner mit Recht so stolz sind, den sie besingen in ihren Liedern, den sie den Fremden preisen als ihr schönstes Besitztum. Der Riese trug ewigen Schnee auf seinem Haupt, das er kühn in die Wolfen hob, ein Herrscher über alle, die neben ihm standen. Gerade schickte sich die Sonne zum Untergang an, da badete der heilige Berg seinen weißleuchtenden Scheitel in der Rosenglut, die als sanfter Abglanz auf den Wellen des Meeres schwamm, hinter der dunkeln Gebirgsmasse griff es am Himmel empor wie mit feurigen Armen, zuckte blendend hinauf zu den gefiederten Wölkchen, die rasch zu erröten begannen, und streute purpurnes Gefunkel auf die scharfen Felskanten, die sich in riesenhafte Rubinadern verwandelten. Von den letzten Ausläufern der sonnenbestrahlten Wolken, die wie feuergewebte Riesenbanner am Himmel hingen, träufelte es nieder wie schmelzendes Gold in die Schneekrone des heiligen Berges. Und jetzt nahm das Meer das farbenglühende Bild in seinen feuchten Spiegel auf und strahlte es in verdoppelter Schönheit zurück; bis zur schäumenden Brandung zog sich die goldrote Flammenstraße, in brennenden Farben, während die Federwölfchen langsam zu erblassen begannen. eben dies Gemisch, verbunden mit seinem glücklichen Aeußern, bildete den Kernpunkt der Anziehungskraft, die er auf seine gesamte Umgebung ausübte! Daß eine solche Natur mit dem ernſten Vater, der ihm gegenüber von schrankenloser Güte war, eine Art von Kultus betrieb, war am Ende natürlich. Wie aber ein älterer, gereifter Mann von der in sich geschlossenen, zurückhaltenden Art des Senior diese weiblich zarte, behütende, ängstlich sorgende Liebe für den Sohn hegen und da und dort zum Durchbruch gelangen lassen konnte, das begriff Walter um so weniger, je mehr ihm das kaufmännische Genie, das sichere Auftreten und die Reserve des Mannes imponierten. Man konnte stolz sein auf einen Sohn, wie Hellmut Norden, man konnte ihn auch lieben, aber die Art des Senior barg etwas von heimlicher Vergötterung, von unablässiger Unruhe in sich, die nicht zu ihm stimmte, und für Walter in das sonst so scharf und deutlich umrissene Bild dieses Mannes einen ihm unerklärlichen Schatten warf. Plößlich und unvermittelt nun war dieser Schatten geschwunden, aber eben das erregte des Beobachters Befremden. Seit dem Frühlingsfest zu Üyeno war eine sichtliche Verstimmung eingetreten, der eine wich dem andern aus, diese beiden Männer, die sich sonst nichts lieberes wußten, als in den freien Stunden bei einander zu sein, gingen nun absichtlich ihre eigenen Wege,-es kam vor, daß sie sich bei dem Geschäftspersonal wie beiläufig erkundigten, wohin der eine sich begeben hatte, damit, wie sich später herausstellte, der andere ihm um so sicherer ausweichen konnte. Seitdem Hellmuts Verlobung mit Hilda Ermshagen eine offenfundige Tatsache war, hatte der Riß sich noch erweitert. Keine Fürstin hätte sich größerer Ehrerbietung und Aufmerksamkeit von Seiten ihres fünftigen Schwiegervaters rühmen können, als Norden senior sie der Braut feines Sohnes erwies, und fürstlich waren auch die Geschenke, welche er ihr überreichte, förmlich im Wetteifer mit dem Bräutigam, der unablässig bemüht war, für sein Kleinod die herrlichste Fassung zu finden. Hilda sah sich mit den fostbarsten Stoffen, den seltensten Kunstgegenständen überschüttet, sie erhielt Schmucksachen und eine Perlenkette, deren sich eine Prinzessin von Geblüt hätte freuen dürfen, aber ein warmes, herzliches Verhältnis wollte sich nicht zwischen den neuen Verwandten einfinden. Arm in Arm machte sich eines Tages das Brautpaar auf den Weg, sehr langsam, denn die Jahreszeit war nun bereits vorgeschritten und der japanische Sommer von drückender Schwüle. Nur die Morgen- und Abendstunden gestat teten den Aufenthalt im Freien, während des Tages war es nicht ratsam, das Haus zu verlassen. Leichten Schrittes ging Hilda neben ihrem Verlobten her. Sie war in ihrem weißen Foulardkleide, ohne jeden Schmuck, sehr lieblich anzusehen, und das glückstrahlende Lächeln, der berklärte Blick ihrer schönen Augen unter den breiten, weich und dunkel beschatteten Lidern hervor, gab ihrem Antlitz einen ganz neuen, unbeschreiblich süßen Reiz. Das Ziel, dem Hellmut und Hilda zustrebten, war ein schönes Etablissement, hart an dem hier steil zur See herabfallenden Ufer errichtet, ungefähr eine gute halbe Stunde von Yokohama entfernt, bequem zu Fuß zu erreichen und da her ein allgemein beliebter Spaziergang. Auch jetzt wurde das Brautpaar von verschiedenen Gruppen überholt, andere maren bereits weit voraus und standen auf dem hinausDie beiden standen stumm, in andächtiges Staunen berloren, kein bewundernder Ausruf kam von ihren Lippen, aber ihre Augen trafen in einander. Mit dir," stand in ihnen zu lesen, und Hellmuts Blicke hingen in selbstvergessenem Entzücken an dem schönen, bräutlichen Antlitz, das der Widerschein der flammenden Abendröte in lieblichste Rosenglut tauchte. ,, Wie oft," begann endlich Hilda leise, und wie im Selbstgespräch fielen die Worte von ihren Lippen, stand ich in San Franzisko an jenem herrlichen Aussichtspunkt auf der berühmten Klippe und sah zu, wie die Sonne langsam im Meer versank; es war ein schönes, ein großartiges Schauspiel, gewiß, und ich empfand es als solches, nie aber hat es mir so an die Seele gegriffen!" Sie faßte Hellmuts Hand feſter, und wieder tauschten die vier Augen einen langen, zärtlichen Blick aus. „ Hast du in deiner Kinderzeit schon das Gebirge kennen gelernt, oder empfingst du den ersten Eindruck davon als erwachsenes Mädchen?" fragte Hellmut, da er Hilda bewunderungsvoll nach dem schneegekrönten Gipfel des Fusi- Yama hinüberschauen sah. als „ Nein, ich war ein Kind, neun Jahre alt etwa, meine Verwandten mit uns einen ganzen Sommer, bis in den Spätherbst hinein, in den bayerischen Bergen zubrachten. Ter Onkel war überarbeitet, auch Walter rasch gewachsen und schonungsbedürftig; es war eine schöne, romantische Gegend, in der wir wohnten, und der erste Eindruck der Gebirgsnatur auf mich ein tiefer. Allein im übrigen knüpfen sich für mich an jene Zeit und jene Gegend keine guten Erinnerungen,... ich erkrankte dort lebensgefährlich, infolge eines Ereignisses" Nur?" fragte Hellmut, als sie stockte. Erstaunt nahm er wahr, wie bleich sie geworden war. ,, Erlaß mir heute die Mitteilung, wozu uns den schönen Tag verderben? Später einmal vielleicht ich denke mit Schaudern daran zurück, und meine Verwandten hielten das Ganze für eine Vision, den Anfang meiner schweren Krankheit, da ich in meinen Fieberphantasien unaufhörlich davon redete, ich aber weiß nur zu genau, daß es entsetzliche Wirklichkeit war-" Mein Liebling, wie unheimlich klingt das! Nein, nein, du sollst dich nicht aufregen, sollst nicht diesen verdüsterten Blick, diesen schmerzgespannten Zug um die Lippen haben. Ich will dein liebes Lächeln wieder haben und deine schönen, leuchtenden Augen! Nur das eine möchte ich wissen: was sagte Walter damals? Hat auch er dir nicht geglaubt?" „ Nein! Walter lachte mich aus, und das kränkte und berdroß mich so, daß ich später nie mehr auf diesen Vorfall zurückkam die Erinnerung werde ich freilich bis in mein spätestes Alter bewahren! Als ich älter und einsichtsvoller wurde, lernte ich Walter und auch meine Verwandten besser verstehen und entschuldigen, ich wurde nach jenem Vorgang besinnungslos, infolge eines Sturzes von beträchtlicher Höhe, aufgefunden; es war wie ein Wunder, daß ich mit dem Leben davongekommen war, und meine Umgebung berwies natürlich alles, was ich in der Raserei meiner Fieberhitze durcheinander wirrte, wenn auch immer mit dem nämlichen Ausgangs- und Endpunkt, ins Bereich der durch den jähen Fall bedenklich erschütterten Gehirnnerven und ihrer frankhaften Erscheinungen. Damals aber war ich so empört, als ich, gesund geworden, keinen Glauben für meine Erzählung fand, daß ich später, wie gesagt, nie mehr der Sache Erwähnung tat. Walter und ich standen damals überhaupt in feinem erquicklichen Verhältnis zu einander, er ist sechs Jahre älter, als ich, war also gerade in dem Stadium, wo„ vom Mädchen reißt sich stolz der Knabe"; er fand es für angezeigt, seine kleine Schwester mit einer Art von überlegenem Mitleid zu behandeln, und mir, einem dummen, einsichtslosen Geschöpfchen, fehlte naturgemäß jedes Verständnis dafür. Mit der Zeit besserte sich das, jeder von uns ist in seiner Weise stolz auf den andern und hält viel von ihm, aber ein sehr inniges geschwisterliches Verhältnis existiert zwischen uns, wie du bemerkt haben mirst, leider nicht, und ich muß die Schuld wohl bei mir suchen; an mir wäre es gewesen, Walters fühle, vernünftige Ruhe allmählich aufzutauen, statt dessen empfand ich wohl einen Mangel, machte aber feinen energischen Versuch, ihm abzuhelfen. Es iſt, als ob mein sehnsüchtig stummes Herz nur durch dich aufgeweckt werden sollte! Du hast viele Menschen, die du lieben kannst,... ich habe keinen, als dich!" ( Fortsetzung folgt.) 29 Eine Mädchenlaune. Aus dem Englischen von H. Gerhardt. ( Nachdruck verboten.) Vor der Tür eines kleinen Bauernhauses in Südrußland stand die Besizerin desselben, die Witwe Paskowajo Petrowna, mit ihrem Knecht Christoph Werner, einem Deutschen, der lange Jahre schon seit dem Tode ihres Mannes in ihrem Dienste stand und eigentlich die ganze Bewirtschaftung des Bauerngutes leitete. Die beiden unterhielten sich lebhaft über das Unglück, das sie in letzter Zeit betroffen, verschiedene Mißernten und große Verluste an wertvollem Viet, das ihnen die Wölfe und Bären geraubt. Vor einigen Tagen noch war die beste Milchkuh der ganzen Herde von einer Bärin fortgeschleppt worden. ,, Gott schüße uns!" rief Werner plößlich aus und deutete auf eine Troika( russisches, mit drei Pferden bespanntes Fuhrwerk), die sich in rasender Gile dem Gehöft näherte. Ja, Gott schüße uns!" sagte Petrowna mit ängstlichem Gesicht, denn für russische Bauern bedeutet vornehmer Besuch selten etwas Gutes. Unterdes war die Troika herangekommen und hielt vor dem Hause. Zwei in kostbare Pelze gehüllte vornehme Herren saßen in dem Wagen. Eilig sprang der neben dem Kutscher sigende Diener ab und half den Herren beim Aussteigen. Die beiden letzteren, Graf Feodor Alexandrowitsch und Baron Balduin von Swan, waren trotz ihrer Verwandtschaft grundverschieden, im Aeußeren sowohl, als im Wesen und Charakter. Alexandrowitsch, der echte Typus eines sich allmächtig dünfenden altrussischen Aristokraten, war eine untersezte breitschulterige Gestalt, mit einem start geröteten Gesicht, in welchem sich lächerlicher Hochmut, gepaart mit brutaler Roheit, ausprägte. Baron von Swan dagegen, ein junger Edelmann aus den von Deutschen bewohnten OstseeProvinzen, war eine wahrhaft vornehme Erscheinung. Seine Gestalt war mittelgroß und schlank, und das edelgeformte Gesicht mit dem braunen Vollbart, belebt von einem Paar Intelligenz, wie eine wirklich adlige Gesinnung. dunklen, schwärmerisch blickenden Augen, verriet ebenso hohe während Petrowna in das Haus geeilt war, um sich zu über. Christoph Werner ging den Herren höflich entgegen. zeugen, daß das„ gute Zimmer" auch in genügender Ordnung war, um so vornehme Gäste zu empfangen. „ Grüß Gott, lieber Freund," rief der Baron in herzlichem und herzgewinnendem Tone, es tut mir leid, Eure wollen nämlich eine Bärenjagd unternehmen, denn eine Ruhe zu stören, aber wir müssen bei Euch absteigen. Wir junge Dame, die Schwester meines Vetters hier, verlangt von mir, daß ich ihr einen jungen Bären verschaffe, den sie als Schoßtierchen aufziehen will, und ich habe geschworen, Tier zu bringen, und sollte ich mein Leben preisgeben." ihr als Beweis meiner aufrichtigen Verehrung ein solches „ Aber, Balduin," sagte Alexandrowitsch, die Nase rümpfend, in näselndem Tone und dem deutschen Bauernsohn einen verächtlichen Blick zuwerfend, wie kannst du nur so vertraulich mit diesem schmutzigen Bauerngesindel sprechen!" „ Laß das, Feodor," sagte der Baron, als er sah, daß bei den beleidigenden rohen Worten des Grafen ein Schatten über die Züge Werners glitt. Du weißt, ich hege in dieser Hinsicht andere Ansichten." Der Graf war verstimmt, aber, ohne darauf zu achten, fuhr der Baron, zu Werner gewendet, freundlich fort: „ Lieber Freund, haben wir Aussicht auf eine erfolgreiche Jagd hier, d. h. worauf es mir gerade ankommt, auf den Fang eines jungen Bären?" „ Dazu kann Rat werden, Euer Gnaden," erwiderte Werner, eine Bärin hat vor wenigen Tagen unsere beste Kuh zerrissen und fortgeschleppt, und wir brauchen nur die Spuren zu verfolgen bis zu ihrem Lager; aber die Sache ist gefährlich. Ein Bär ist ein schlimmer Gegner, und wenn junge Bären in der Höhle sind, ist das Abenteuer doppelt gefahrvoll." „ Ich fürchte nichts," sagte der Baron, im Gegenteil, je größer die Gefahr, um so größer die Ehre, und Gräfin Paulowna wird dann um so fester von der Aufrichtigkeit meiner Gesinnungen überzeugt sein." „ Wollen die Herrschaften nicht eintreten und uns die Ehre geben, ein bescheidenes Mahl einzunehmen, wie es der Bauer bieten kann?" ,, Gern nehme ich die herzliche Einladung an," sagte der Baron in seiner leutseligen Weise, während der russische Graf das Gesicht verzog und leise zu seinem Gefährten flüsterte: ,, Aber, Balduin, ich begreife dich nicht! Diese Bauernhütten hier sind schmutzige Viehställe, und die Menschen darin, die wenig über dem Tier stehen, werden uns ein unsauber zubereitetes Essen vorsetzen, das Leute wie wir nicht genießen können. Ich wenigstens kann schon vor Ekel und Abscheu gegen dieſes ſchmußige Bauernpack nichts zu mir nehmen." " Feodor," erwiderte der Baron unmutig, tue mir den Gefallen und betrage dich, wie man es von einem Kavalier erwartet, und verletze diese braven gastlichen Leute nicht durch dein beleidigendes Wesen. Mach' du, was du willst, ich bleibe hier. Ueberdies gibt es in der Nachbarschaft Bären mit Jungen, und der junge Mann, der mir übrigens außerordentlich gefällt, wird uns gewiß gern führen und uns beistehen, nicht wahr, mein Freund?" fügte er, sich zu Werner wendend, hinzu. Ich stehe Euer Gnaden zur Verfügung für jeden Dienst, und ich darf sagen, ich kenne die Bären und ihren Schlupfwinkel." ,, Nun, das freut mich," sagte der Baron vergnügt ,,, dann werden wir um so bessere Freunde." Der russische Graf lächelte verächtlich, und, den Knecht mit zusammengefniffenen Augen musternd, sagte er zu seinem Gefährten: Ich habe bereits für bessere Hilfe gesorgt. Was versteht denn so ein Bauernlümmel von der edlen Bärenjagd? Ich habe durch den Starosten erfahrene Forstbeamte aufbieten lassen, die uns nacheilen und uns am Saum der Waldungen treffen sollen, wo wir halt machen und den Anbruch Beit liefert. De mühungen ſcher Männer die Eine Lege nen Gefänge Ganzes herz meln und diejem uralter lichen Gedid folgenden W 30" eines Tages, ein schmaler aus Lapplan hainen, m einen dem Runen alten Wäin über Weis Klugheit wollt, und fich befiegt fo er: Went Weisheit ni Schwert a D, alter M nen, o Ru mit dem Mund, laß unjer Schm und unsere der Greis, rung, und jhone Lied nicht den S Schlummerl eines raube weder die Teil reifer Wainan die Erde a barften mi stürmend und Mei Die Bed nicht auf Folge m Nach ihrem eig Berge ge folgte Gn expedition einen fräf Schn fie wird d 3u erteiler tende Ani Bu folgen Bingung Expedition Pferde über die tat, bedau faners, Truppe t Ar. 4. finnland. ( Schluß). AIR Deutschland Ein illustriertes deutsches Familienblatt. Unter den mannigfachen Episoden, an welchen die Dichtung reich ist, sind besonders der hochpoetische Abschnitt von Kullerwo, die sinnigen Hochzeitslieder und die liebliche Ainosage hervorzuheben. Das Epos ist in vierfüßigen reimlosen Trochäen gedichtet und ward in der Form von Rhapsodien( Runos) in den ungeheuren Waldund Sumpfgegenden, welche die Finnen seit uralter Zeit bewohnen, bis in die neueſte Zeit mündlich überliefert. Den Bemühungen patriotischer Männer ist es gelungen, die einzelnen Gesänge zu sammeln und als ein Ganzes herzustellen. Eine Legende aus diesem uralten, herrGedicht hat lichen folgenden Wortlaut: „ Es geschah eines Tages, daß sich dem cin schmaler Knabe aus Lappland, Jukahainen, mit alten Wäinämoinen, dem Runenkundigen, in einen Wettstreit über Weisheit und Klugheit einlassen wollt, und als er sich besiegt sah, sagte er: Wenn meine Weisheit nicht ausreicht, so wird mein Schwert aushelfen. D, alter Wäinämoinen, o Runenmann mit dem meiten Mund, laß uns jett unser Schwert messen splitterten am Meeresufer; und in dem Maße, wie das Lied immer schrecklicher klang, versank der junge Jafuhainen wortlos immer tiefer in den Morast eines Sumpfes, bis er dem Greise versprochen hatte, ihm seine Schwester Aino zur Gattin zu geben, die ihm einen goldenen Mantel weben und einen Honigkuchen backen sollte." Wie dieses Gedicht uns den Charakter der Finnen schildert, so geben unsere Photographien ein Bild vom Leben des Volkes in diesem rauhen Lande, das von seinen Söhnen geliebt wird, wic 1904. Das Pflanzenreich liefert an Produkten Getreide, besonders aber Roggen und Gerste; Buchweizen wird viel in Karelien, Sawolats und Tawastland, dagegen Weizen wenig gebaut. Auch baut man Kartoffeln, die seit 1762 in Finnland bekannt fino, sowie Erbsen und Bohnen. Flachs wird mehr landeinwärts als an der Seeseite gebaut, Hopfen am meisten im südlichen Teil des Landes, außerdem Tabat, Waid und viele Gemüse. Die meisten Obstbäume findet man im Abo- Län, Nyland und Tawastland; der Apfel- und Kirschbaum tommt bei Uleaborg nicht mehr fort, der wilde Apfelbaum an mehreren Stellen, sogar ziemlich hoch in Tawastland, der Birnbaum am häu figsten in Nyland, besonders um Borga; der Pflaumenbaun gedeiht hier und da, die kleine Sundspflaume ziemlich häufig; in einigen Ge genden, z. B. in Abo, reifen bisweilen sogar Weintrauben. Reich ist das Land an Wald- undSumpfbeeren. Am Ufer gedeihen Sandhafer, Meerkohl und Meerstranderbsen. Die Moräste bringen Torfbinsen, Wiesenflachs und allerlei Riedgräser hervor. Das südliche Finn land führt in guten Jahren viel Getreide aus; doch findet auch oft Mißwachs statt, wobei die Einwohner zu Brotsurrogaten ( Föhrenrinde, mi Mehl vermischt, und Weißwurzel) ihre Zuflucht nehmen müssen. Die Viehzucht hat in neuerer Zeit erhebliche Fortschritte gemacht. Die finnländische Rindviehrasse ist durch zahlreiche Kreuzungen mit fremdländischen Tieren verbessert. Die Pferde sind stark und dauerhaft, aber klein; di besten zieht Tawastland. Die Schafzucht ist nicht unbedeutend. Das Vieh wird in mehren Gegenden im Winter mit Holm, Tang, Heide- und Renr tiermoos, auch mit Laub gefüttert. Die Seen. find reich an Fischen; der Lachs wird in den großen Flüffen in großer Menge gefangen. Finnilche Renntierheerde im Schnee ruhend.( Photographische Aufnahme.) und unsere Stahlflingen prüfen." Erst lachte der Greis, dann zeigte er eine grimmine Begeiste rung, und er fing zu singen an und bezaubernd schöne Lieder anzustimmen. Die Lieder glichen nicht den Liedern aus der Jugendzeit oder den Schlummerliedern einer Mutter: dies waren Lieder eines rauhen Helden, die die Kinder nicht fannten, weder die Hälfte der jungen Leute noch der dritte Teil reifer Männer. Wäinämoinen sang, und die Seen brüllten; die Erde zitterte, und die schweren Steinblöde barsten mit lautem Getöse, und die Felsen zer04 ルル taum eins noch auf der Erde. Die Haupterwerbsquellen der Finnländer find Ackerbau, Waldnugung, Viehzucht, Jagd und Fischerei. Während etwa 24 Prozent des Areals von Binnenseen, Morästen und Torfgründen erfüllt werden und der Wald 56 Prozent bedeckt, verbleiben für den Ackerbau nur 8 Prozent und für die Wiesen 10 Prozent des Landes. Die fruchtbarsten Teile sind das eigentliche Finnland und Satakunda sowie der südliche Teil von Desterbottnien, dann Tawastland und Nyland; Sawolats und Rarelien dagegen haben schlechten Boden. sayez 14224 stürmender Hand nehmen, das ist eine militärische Musterund Meisterleistung, vor der alle Welt den Hut ziehen muß. Die Bedeutung dieser Waffentaten beschränkt sich obenein nicht auf den augenblicklichen Erfolg, den sie hatten: Ihre Folge war auch, daß die gesamten Hererohorden sich mit ihrem eigenen und dem erbeuteten Vich in die OtjijangatiBerge geflüchtet haben. Nach diesen Erfolgen, denen sich noch der inzwischen erfolgte Entsatz von Omaruru anschließt, bleibt der Hilfsexpedition aus der Heimat, wie gesagt, nur noch die Aufgabe, einen kräftigen Denkzettel an die Herero zu erteilen. Diese Aufgabe ist freilich keineswegs leicht, und sie wird an die Leistungsfähigkeit unserer Truppen bedeutende Anforderungen stellen. Um den flüchtenden Herero zu folgen und ihnen das Vieh abzujagen, was ihre Bezwingung erst besiegeln würde, haben die Truppen beträchtliche Schwierigkeiten zu überwinden. Zunächst bedarf die Expedition, um den Herero zu folgen und ihnen die Flucht über die Grenze des Schutzgebietes zu verlegen, gute Pferdematerial. Nach der Ansicht eines alten Afri faners, der lange Jahre in Südwestafrika Offiziersdienſte tat, bedarf es zur Abfangung der Herero nur etwa einer Truppe von 1000 Mann mit den nötigen Geschüßen. Aber man braucht Pferde und Zugtiere für Geschüße u. s. w., und nicht nur für diese 1000 Mann, sondern auch für die sick nicht unmittelbar an der Verfolgung beteiligende übrige Truppe, die doch auch jederzeit marschbereit bleiben muß Es müßten daher nicht 1000, sondern sofort 3000 Pferde und Zugtiere beschafft werden. Denn das Expeditionskorp wird mit großen Verlusten zu rechnen haben, nicht nur während der Seetransporte, bei der Landung, während des Die Politik. Mehrere interessante Aeußerungen des Kaisers werden neuerdings bekannt, die sich mit dem Leben und Treiben der Offiziere beschäftigen. Ueber den Luxus im Heere soll der Kaiser gesagt haben:„ Ich wünsche, daß der Lurus im Heere eingeschränkt wird. Der Preuße muß sparsam leben. Der Preuße hat das Beste geleistet, wenn er hungerte." Ueber die schriftstellerische Tätigkeit der Offiziere, gegen die sich bekanntlich eine jüngst erlassene Kabinettsorder richtet, soll der Kaiser gesagt haben:" Ich wünsche nicht, daß meine Offiziere mit Tinte und Federspielen. Bei inaftiven Offizieren ist es vielleicht begreiflich, daß sie als ältere Herren ihrem jungen Kriegsherrn ratgebend zur Seite stehen wollen. Ich wünsche dies aber nicht. Ich will mir meine Ratgeber selbst aussuchen." Beide Aeußerungen sind, wenn sie nicht wahr sind, mindestens gut erfunden. Oefterreich- Ungar. Um den finanziellen Schwierigkeiten, die sich aus der militärischen Laufbahn für weniger bemittelte Offiziere ergeben, zu begegnen, beabsichtigen militärische Kreise in der Donaumonarchie eine große Kreditbank für Offiziere zu gründen, deren Hauptattionär der Kaiser selbst sein soll. Die habsburgischen Familienfonds zeichneten einen namhaften Betrag; es heißt, daß bereits ein Aktienkapital von zehn Millionen Kronen aufgebracht sein soll. Vor der Deffentlichkeit figuriert Generalmajor Fürst Wrede als Gründer der Bank. Nach dem Prospekte wird die Bank die Offiatersschulden konvertieren, und zwar in der ( 24. Sigung.) 13. Jahrgang. einspaltige Betitzelle für ganz Oben und Marburg 10 Pfg. fonft 15 g : Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. ingsliste No. 3269. on: Gießen, Seltersweg 88 chenschluß Nr. 362. jfen fung) I und Umgebung. on Oberhessen. ein neues, innerhalb 10 bis Darlehen zu billigem Prozentsatz izier, der nach nüchterner Berechhalb 10 bis 15 Jahren zu tilgen auf eine Konvertierung derselben Auf diese Weise werden viele et werden. Im gemeinsamen riegsministerium arbeitet man e Tilgungsquoten von den monatrden sollen. Die neue Bank wird onvertierung der Offiziersschulden Kapitalien der Offiziere befassen. ' n, wie sich diese neue Kreditbank ird. Alien. s gestern lauten heute die NachJapan herrscht auch unter den nden Ministern höchste Erbiftejfeit Rußlands in der BeantworEin geheimer Staatsrat wurde tag abgehalten, er dauerte sieben Ninisterpräsident und der Minister während der Sigung mehrmals an nimmt an, daß die Beschlüsse, n Krieg bedeuten. Auch in P e- iegerische Stimmung plößlich die iben. Die russischen Zeitungen chte aus dem Osten, und auf dem t der Zar einem Diplomaten, der die friedliche Haltung Rußlands !, aber alles hat seine des friedeseligen Zaren hat dieses Parlamenten. des Reichstags hat in Sachen der berstleutnantsgehälter 3. Spahn( 3entr.) beschlossen, Militäretat geforderten Gehaltsdes Servis und der Erhöhung 3 für patentierte Oberstleutnants Intrag zu unterbreiten: tenInfanterie und des In= rkorps erhalten eine pensionsart." Die Regierungsforderung on Gehalts-, Servis- und Woh1 für sämtliche Oberstdas Graf Ballestrem zur Eröffr den Reichstagspräsidenten gab, 1. Politische Themata wurden in hrt. Der Kaiser sprach bei Tisch senden Reichsbeamten, insbeson= und dem Grafen Posadowsky, r die er sich interessiert, mit den che und lokale Angelegenheiten, Schmidt- Elberfeld über Elberige Schwebebahn u. s. w. Jer Reichstag. CB. Berlin, 4. Februar. Das Haus war bei dem gestrigen Festmahl zum Einzuge des Präsidenten Grafen Ballestrem in das neue Präsidialgebäude jedenfalls ungleich stärker vertreten trotz des Diätenmangels, als in der heutigen Sigung, in welcher die erste Beratung des Geseßentwurfs betreffend Entschädigung für unschuldig erlittene Untersuchungshaft fortgesetzt wurde. Als erster Redner erklärt Abg. Frohme, daß er mit seinen sozialdemokratischen Freunden alle Beschränkungen der staatlichen Entschädigungspflicht ablehne, und zog dann scharf gegen die Staatsanwälte los, deren Anklagemonopol geradezu gemeingefährlich sei. Staatssekretär Nieberding wies diese Angriffe zurück. Können Sie, sagte er, dem Reichskanzler Anzeige machen von Fällen gewissenlosen, rechtswidrigen, übermütigen Vorgehens von Staatsanwälten, so bin ich überzeugt und bürge dafür, daß der Reichskanzler für Abhilfe sorgen wird. Ueber Einzelheiten der Vorlage werde sich reden lassen. Daß aber Leute, welche nach der Herzensmeinung des Volfes trotz ihrer Freisprache noch verdächtig bleiben, die Tat begangen zu haben, eine Entschädigung erhalten, das werden die verbündeten Regierungen niemals zugeben. Abg. Stadthagen( Soz.) tritt dem Urteil seines Fraktionsgenossen Frohme über die Staatsanwälte durchaus bei. Was heiße das im§ 2: Verstoß gegen die guten Sitten"! Im Awilecki- Prozeß würden die Richter sicherlich auch einen solchen Verstoß gegen die guten Sitten angenommen haben, denn die Angeklagte habe sich ja unterstanden, noch in relativ so hohem Alter Mutter zu werden.( Heiterfeit.) Es sei Braris, volitisch mißliebige Leute so lange als Es blieb ihm etwas nachdenkliches im Blid, trotzdem er Unternehmungen allgemach ausscheidet! und leberblick laffen soll und mich doch aus den hiesigen mal ich in meiner febigen Stellung, die dir vollen Raum fo lebhaft fbrach gebauten Belvedere, das den schönsten Umblid auf Meer, Gebirge und die um den Hafen in weit geschwungenem HalbStadt gewährte. Das Belvedere freise hingelagerteilungen, die oberste, die nur eine e aus mehreren " Erlaß Tag verderben? heute Mitteilung, wozu uns den schönen mit Schaudern daran zurü mir die Später einmal vielleicht hielten ich denke Dormandten ficht, in welchem sich lächerlicher Hochmut, gepaart mit brufaler Robeit, ausprägte. juna Baron bon Swan doner Stürmende und Mei Die Bed nicht auf Folge w ihrem eig Berge gef den schönen Nein, nein, naufhörlich es entsetzer schweren dten hielten ich denke erdüsterten ränkte und glaubt?" issen: was ne schönen, pen haben. lich bis in iesen VorNach d folgte En expedition einen fräft ju erteilen fie wird a tende Anf Bu folgen wingung liche Schn Expedition über die Pferde faners, S tat, bedar Truppe b man brau wird mit nicht nur nicht unm Truppe, Es mußte und Bug während taler Roheit, ausprägte. Intelligenz, wie eine wirklich adlige Gesinnung. dunklen, schwärmerisch blickenden Augen, verriet ebenso hohe Gesicht mit dem braunen Vollbart, belebt von einem Paar Gestalt war mittelgroß und schlank, und das edelgeformte Provinzen, war eine wahrhaft vornehme Erscheinung. Seine junger Edelmann aus den von Deutschen bewohnten Ostseesicht, in welchem sich lächerlicher Hochmut, gepaart mit bruBaron von Swan dagegen, ein fo bo er, daß ich n beträchttach jenem Serwandten d einsichtsihr als als nung war, unt Beweis Aber, Balduin," Schoßtierchen wollen nämlich eine vornehme aufziehen will, Bärenjagd sohn einen verächtlichen Blick zuwerfend, wie fannst du nur Tier zu bringen, und sollte ich mein Leben preisgeben." rümpfend, in näselndem Tone und dem deutschen Bauernvon mir, daß ich ihr einen jungen Bären verschaffe, den sie junge Dame, die Schwester meines Vetters hier, verlangt diesem schmußigen Bauerngesindel sagte Alexandrowitsch, Ruhe zu stören, aber wir müssen bei Euch absteigen. Wir lichem und herzgewinnendem Tone, es tut mir leid, Eure Gäſte meiner aufrichtigen Verehrung ein solches Grüß Gott, lieber Freund," rief der Baron in herzzeugen, daß das gute Zimmer" auch in genügender Ordwährend Petrowna in das Haus geeilt war, um sich zu über. Christoph Werner ging den Herren höflich entgegen, zu empfangen. und ich habe geschworen, unternehmen, denn eine die Nase Roman von W. Axel I. ( Nachdrud verboten.) bereit. Warum haben Sie sich überhaupt nicht schon längst nach einem Weibchen umgesehen?" Der Weg zum Glück. Sein alter Plan war es, mit einem Schlage so weit ist, bin ich auch gerne zu Gegendienſten zwei Dinge zu erreichen. Sein neuer Plan mußte derselbe sein und ihm obendrein noch eine gewisse Revanche verschaffen. Aber wie das beginnen, das wußte er nicht! Er wußte nur, dahin mußte er gelangen! ( Fortseßung. Da spürte er zum ersten Mal, nachdem er sich eine Weile gegen das Feuer gewehrt, daß er die Zeit des Genießens doch wohl zu lange hinausgeschoben, mit einem Wort, daß er ein alter Mann zu werden ansing. Er versuchte es, sich von seiner gewinnendsten Seite zu zeigen, den Schönen zu machen, wie es in der Gegend hieß. Aber es lag auf der Hand, das Mädchen merkte nicht, was er von ihr wollte. Und mittlerweile verging die Zeit. Jeden Monat ward er um einen Monat älter, während sie einen Monat jünger zu werden schien. Es würde zu weit führen, zu erzählen, wie er sich den Wunsch auszureden versuchte, sich, all sein Geld und seine Vorsätze einem nicht übermäßig schönen Mädchen zu opfern, das kaum der Schule entwachsen war und kaum mehr als zu lachen und Geld zu verEr hatte eben den letzten Löffel voll von seiner Grüße, als ein behender Schritt den Kiesweg durch den Garten herauffam, und ein strahlendes Gesicht vor dem Fenster erschien. „ Marrell!" rief Stephan Harlow ihm zu. " Haben Sie einen Augenblick übrig? Ich möchte mit Ihnen reden." Henochs erster Impuls war es, dem Menschen die Schüssel an den Kopf zu werfen, dann überlegte er jedoch, daß dies ihn nur eine neue Schüssel fosten und ihm keinen Vorteil eintragen würde, und so meinte er endlich gelassen: ,, Was ist los?" ,, Daß Sie es wissen! Ich will mich, so schnell das Aufgebot zu erledigen ist, trauen lassen. Sie waren der Erste, der mir Glück Finnliche Bauernfamilie. Photographische Aufnahme.( Siehe S. 1.) brauchen verstand. Noch weiter würde es führen, sollte erzählt werden, wie er sich endlich zu dem Schlusse getrieben fühlte, daß Liebe Geschick sei, wie er dann mit einer von der Spinne gelernten Politik den Weidenhof und seinen Besizer Masche auf Masche umgarnte und in seine Gewalt bekam. Und nun das Spiel kurz vor dem Gewinnen an einen Burschen zu verlieren, von dessen Existenz er kaum noch Ahnung gehabt das war grausam hart! Neunundneunzig Männer unter hundert hätten das Gewebe zerrissen und die und Segen gewünscht, und daher komme ich, obgleich ich weiß, wie kostbar Ihre Zeit, Sie zu bitten, bei der Hochzeit einen Nachmittag für uns übrig zu haben. Sie sollen Trauzeuge sein!" Partie aufgegeben. Henoch Marrell war der hundertste Mann und ob er seine Felder inspizierte oder sich seine bescheidene Grüßspeise fochte, sann er nur eines wie er das Gewebe von neuem und diesmal stärker weben fönnte! Nicht daß Henoch Marrell so sehr Sklave sciner Leidenschaft geworden, daß er den Weidenhof, den schönsten Hof in der Grafschaft, erränge, er selbst damit Kitty wirklich aufgeben wollte. So gründlich ließ sich Mammon durch Kupido doch nicht leicht schlagen. | ,, Wie- ich?" Das Gesuch machte ihn verlegen, wie er es selten in seinem Leben gewesen. Ja," fuhr Stephan fort.„ Seien Sie so gut. Sie waren so lange mit Kitty und ihrem Vater befreundet. Also sagen Sie ja. Tun Sie meiner Kitty den Gefallen! Sie tun ihr damit gewiß einen Gefallen." Seiner Kitty! Hätte der junge Mensch einen Dolch genommen und ihm ins Herz gestoßen, er hätte ihm nicht weher tun können, als durch dieses Wort. Indes er durfte sich mit keiner Miene verraten, er durfte sich nicht anmerken lassen, wie er gegen den jungen Menschen gesinnt war, und so zwang er sich zur Ruhe und meinte so gelassen als möglich: ,, Gut denn, ich werde es tun." Danke von Herzen, Marrell. Ich wußte, Sie würden ja sagen; und wenn es einmal Wollen Sie nicht näher kommen," lud der Weltere den Jüngeren zu sich herein. ,, Sind draußen ein reicher Mann geworden, he?" ,, Wenn auch das nicht, aber ich stehe, ob auch noch tief unten, doch auf der Leiter zum Glück. Stam übrigens gerade noch zur rechten Zeit heim, sonst wäre mir mein Bräutchen fortgeschnappt worden. Hol der Geier den alten Gauner, der das süße Kind glaubte kaufen zu können! Ich möchte wohl einmal sehen, möchte wissen, wer es gewesen. Sie kennen ihn sicher! Will Sie nicht ausfragen nach ihm, aber sagen könnten Sie ihm doch von mir daß er Gott danken kann, daß ich nicht weiß, wer er ist. Aber hineinzukommen vermag ich jetzt nicht. Ich will schleunigst nach Hunchester hinüber, und da ich auf Schusters Rappen reise, habe ich keine Zeit zu verlieren." So?" fragte Marrell. Sie wollen wie. der nach Hunchester hinein? Wohl wieder aus das Gericht?" ,, Nein, diesmal nicht," entgegnete Stephan mit einem Lachen, um das der ältere Mann den jüngeren am liebsten erwürgt haben würde. Heute will ich Ringe kaufen." ,, Ringe?" fragte Henoch mit allerdings ziemlich blödem Gesicht. „ Ja, die Ringe." Er nickte ihm zum Abschied zu und trollte, ein Lied pfeifend, davon. Er war der glück. lichste Mensch in ganz England, wie er durch den Morgensonnenschein dahinschritt. Er hatte seinem Wohltäter alles, was er an ihm getan, zehnfach gelohnt. Er war jung und gesund. Seine Chefs hatten ein so großes Vertrauen zu ihm, daß sie ihn zu ihrem Disponenten machen wollten. Er besaß, soviel er wußte, feinen einzigen Feind, er hatte sich das Mädchen seines Herzens errungen- was Wunder, daß seine Seele sang, wie er die Straße nach Hunchester hinaufschritt.„ Ja der Ring," dachte ei. Und ein Motto muß auch darin stehen, wenns auch in Millport nicht Mode ist und für bäuerlich gilt. Indes Mode hin, Mode her! Meine Kitty soll ihre Heimatsſitten behalten. Möchte nur wissen, was sie sagen wird, wenn sie in die große Stadt kommt. Wie wird sie ihre hübschen, blauen Augen aufmachen, wenn sie den Wald von hohen, rauchenden Schornsteinen sieht. Allein sie wird sich an das Stadtleben ge. wöhnen, sie wird sich mit den Prestonschen Familie befreunden. Wird das ein herrliches Leben in Millport werden! Fehlen soll es in Zukunft an nichts!" In solchen Gedanken kam er an die Tore der Stadt. In derselben ging es, außer am Donnerstag wo Marktag war, still genug zu. Heute aber war Dienstag, für gewöhnlich der allerstillste Tag in der Woche. Er war dahei einigermaßen erstaunt, wie er die Londoner Straße hinauf nach dem Ring ging, auf dichte Menschenmassen zu stoßen, die offenbar neu gierig auf etwas, was sich ereignen sollte, warteten. ,, Was ist los?" fragte er einen ihm be kannten Ladenbesizer, der gleichfalls vor seine Ladentür herausgetreten war. Dabei Marktplat Trommel Stephan Arm Sufchauer Wie mo daheim fich fein man an hätte ich Trommel will id Er fra warenlade sch n feiner bejd nach dem billigfte Allein die fich beffer fich endli Ringe in „ Ich dem Jump fein schier mit dem Ring mir." Mit für heute erledigt. fich eine Bier, den gemacht u jelben We Weidenho bis an d ihm der Umweg gehen, in die tause Heimated lange hat dere Bed ihn ein g Um a hof zu to fünften berlassen kommen die Not. durch die führte, b gen Rou ,,, weiter nichts," antwortete dieser. „ Nur die Soldaten kommen. Ein Regi ment, das nach Südafrika ausrückt, zieht durch die Stadt. Hören Sie, da röcke schon." ieten ven zusenyalt im einen ganz neuen, unbeschreiblich süßen Neiz. es nicht ratsam, das Haus zu verlassen. berflärte Blick ihrer schönen Augen unter den breiten, weich sehr lieblich anzusehen, und das glückstrahlende Lächeln, der Sie war in ihrem weißen Foulardkleide, ohne jeden Schmuck, dunkel beschatteten Lidern hervor, gab ihrem Antlitz Leichten Schrittes ging Hilda neben ihrem Verlobten her. Freien,-während des Tages war gun maren bereits weit voraus und standen auf dem hinausdas Brautpaar von verschiedenen Gruppen überholt, andere her ein allgemein beliebter Spaziergang. Auch jetzt wurde von Yokohama entfernt, bequem zu Fuß zu erreichen und dafallenden Ufer errichtet, ungefähr eine gute halbe Stunde schönes Etablissement, hart an dem hier steil zur See herabDas Ziel, dem Hellmut und Hilda zustrebten, war ein hinüberschauen derungsvoll nach dem schneegekrönten Gipfel des Fusi- Yama erwachsenes Mädchen?" fragte Hellmut, da er Hilda bewungenene, voer empfingst du oen ersten Eindruck davon als fah. in und Erinnerungen, folge eines Ereignisses" er wahr, wie bleich sie geworden war. Nur?" fragte Hellmut, als sie stockte. Erstaunt nahm sich für mich an jene Zeit und jene Gegend keine guten Gebirgsnatur auf mich ein tiefer. Allein im übrigen knüpfen Gegend, in der wir wohnten, und der erste Eindruck der ich erkrankte dort lebensgefährlich, inTer Onkel war überarbeitet, auch Walter rasch gewachsen schonungsbedürftig; es war eine ſchöne, romantische den Spätherbst hinein, in den bayerischen Bergen zubrachten. meine Verwandten mit uns einen ganzen Sommer, bis ,, Nein, ich war ein Kind, neun Jahre alt etwa, als זוג! ei meiner Umgebung r mit dem der durch וסמר mehr der für meine war ich so erven und n damals tetre hung des in ihrem Deutschen, vajo Pedrußland boten.) Unglück, worden. e Milchölfe und iten und steigen. dem Hause. such selten etwas Gutes. Kutscher ſizende Diener ab und half den Herren beim AusHerren saßen in dem Wagen. Eilig sprang der neben dem Gesicht, denn für russische Bauern bedeutet vornehmer BeFuhrwerk), die sich in rasender Eile dem Gehöft näherte. Unterdes war die Troika herangekommen und hielt vor " Ja, Gott schüße uns!" sagte Petrowna mit ängstlichem auf eine Troika( russisches, mit drei Pferden bespanntes Zwei in kostbare Pelze gehüllte vornehme weiter propia aus und deutete sezte breitschulterige Gestalt, mit einem stark geröteten Gemächtig dünkenden altrussischen Aristokraten, war eine unterCharakter. Alexandrowitsch, der echte Typus eines sich allgrundverschieden, im Aeußeren sowohl, als im Wesen und Baron Balduin von Swan, waren troß ihrer Verwandtschaft Die beiden letzteren, Graf Feodor Alexandrowitsch und ſo spre ertraulich mit " Lak gaven gegen können. Ich wenigstens kann schon vor Ekel und Abscheu zubereitetes Essen vorsetzen, das Leute wie wir nicht genießen die wenig über dem Tier stehen, werden uns ein unsauber hütten hier sind schmutzige Viehſtälle, und die Menschen darin, schmutzige Bauernpack nichts zu mir nehmen.“ ,, Aber, Balduin, ich begreife dich nicht! Diese Bauernflüsterte: Graf das Gesicht verzog und leise zu seinem Gefährten Baron in seiner leutseligen Weise, während der russische ,, Gern nehme ich die herzliche Einladung an," sagte der hier. wendend, hinzu. beistehen, nicht wahr, mein Freund?" fügte er, sich zu Werner ordentlich gefällt, wird uns gewiß gern führen und uns Jungen, und der junge Mann, der mir übrigens außerdein beleidigendes Wesen. Mach' du, was du willst, ich bleibe erwartet, und verletze diese braven gastlichen Leute nicht durch Gefallen und betrage dich, wie man es von einem Kavalier Ueberdies gibt es in der Nachbarschaft Bären mit Bauer bieten kann?" Ehre geben, ein bescheidenes Mahl einzunehmen, wie es der ,, Wollen die Herrschaften nicht eintreten und uns die Gesinnungen überzeugt sein." lowna wird dann um so fester von der Aufrichtigkeit meiner größer die Gefahr, um so größer die Ehre, und Gräfin PauIch fürchte nichts," sagte der Baron, im Gegenteil, je und ich darf sagen, ich kenne die Bären und ihren SchlupfIch stehe Euer Gnaden zur Verfügung für jeden Dienst, Fender, erwiderte der Baron unmutig,„ tue mir den über Hinsicht gefahrvoll." die fuhr der Baron, zu Fang eines jungen Bären?" andere Ansichten.' „ Dazu kann Rat werden, junge Bären in der Höhle sind, ist das Abenteuer doppelt ist gefährlich. Ein Bär ist ein schlimmer Gegner, und wenn Spuren zu verfolgen bis zu ihrem Lager; aber die Sache Kuh zerrissen und fortgeschleppt, und wir brauchen nur die Werner, eine Bärin hat vor wenigen Tagen unsere beste Jagd hier, d. h. worauf es mir gerade ankommt, auf den „ Lieber Freund, haben wir Aussicht auf eine erfolgreiche Der Graf war verstimmt, aber, ohne darauf zu achten, den beleidigenden rohen Worten des Grafen ein Schatten Züge Werners glitt.„ Du weißt, ich hege in dieser Werner gewendet, freundlich fort: das, Feodor," sagte der Baron, als er sah, daß bei Euer Gnaden, erwiderte ( psi.. winkel." seinem Gefährten: werden wir um so bessere Freunde." mit zusammengefniffenen Augen musternd, Der russische Graf lächelte verächtlich, und, den Knecht Nun, das freut mich," sagte der Baron vergnügt, dann sagte Was verer zu " Ich habe bereits für bessere Hilfe gesorgt. dungen treffen sollen, wo wir Halt machen und den Anbruch bieten lassen, die uns nacheilen und uns am Saum der WalIch habe durch den Starosten erfahrene Forstbeamte aufsteht denn so ein Bauernlümmel von der edlen Bärenjagd? Begendiensten berhaupt nicht umgefehen?" ommen," lud sich herein. nn geworden, ich stehe, ob er Leiter zum ch zur rechten in Bräutchen er Geier den Find glaubte wohl einmal ewesen. Sie ie nicht austen Sie ihm danken kann, ber hineinzuIch will iber, und da habe ich keine ie wollen wie. ohl wieder auf nete Stephan ältere Manu vürgt haben faufen." it allerdings zu und trollte, var der glüd wie er durch inschritt. Er Das er an ihm var jung und ein so großes Bu ihrem Dis esaß, soviel er er hatte sich ungen- was I, wie er die schritt. Ja n Motto muß in Millport gilt. Indes Kitty soll ihre e nur wissen, in die große ihre hübschen, sie den Wald isteinen sieht. Stadtleben ge Prestonschen ein herrliches ehlen soll es an die Tore es, außer am fill genug zu. gewöhnlich der Er war dahei die Londoner ing, auf dichte offenbar neu reignen sollte, einen ihm be alls vor seine ortete dieser . Ein Regi ft, zieht durc men die Not dten hielten ich denke den schönen in welchem sich lächerlicher Hochmut, gepaart mit brutaler Roheit, ausprägte. junger Edelmann aus den von Deutschen bewohnten Ostseeficht, Baron von Swan dagegen, ein Dabei zeigte der Ladenbesizer auf den Marktplatz hinunter, wo das Regiment unter Trommel- und Pfeifenklängen heraufzog. Stephan sah die blizenden Bajonette. ,, Arme Kerle!" dachte er bei sich, wie die Zuschauer den Soldaten stürmisch zujubelten. ,, Wie manch einer mag unter ihnen sein, der daheim auch seine Kitty besitzt! Man muß sich seines Glücks ordentlich schämen, wenn man an Krieg denkt! Ohne Tom Blackdorn hätte ich, wer weiß, jekt vielleicht auch eine Trommel oder eine Büchse zu tragen. Das will ich ihm auch nimmer vergessen." Er trat in den besten Uhren- und Schmuckwarenladen der Stadt. ,, Ich möchte ein paar Ringe," sagte er in seiner bescheidenen Weise, so daß der Juwelier nach dem Auftreten des Fremden ihm die billigste Ware glaubte vorlegen zu müssen. Allein dieses sagte Stephan nicht zu, er ließ sich bessere und bessere Ware vorlegen, bis er sich endlich zu dem Ankauf eines der teuersten Ringe im Laden entschloß. „ Ich will diesen nehmen," sagte er zu | chester und dahinter den Fluß, auf der andern Seite die Waldabhänge und die schmalen Täler sah, in denen der Weidenhof und so viele andere alte Gutshöfe verborgen lagen. Den Rücken nach dem Münster und dem Flusse gewandt, blickte Stephan auf die Wälder und in Triften, die friedlich und grün vor ihm lagen. Der Essenwald und das Leben und Treiben von Millport hatte ihn dem Bilde entfremdet, und er blickte wie ein Fremder auf die stille Landschaft vor sich, in der er geboren und erzogen worden war. Mit der friedlichen Szenerie vor sich, vermochte er den Gedanken nicht zu fassen, daß augenblicklich die Welt in Krieg liegen sollte, daß anderswo fast ebenso lachende Gefilde vielleicht in derselben Stunde den Hintergrund von Mord und Blutvergießen bildeten. Und doch war dem, Gott sei es geklagt, so! Stephan wußte Vielleicht es, wie jedes Kind es wußte. wäre er jedoch auf diese Gedanken hier nicht gekommen, hätte er nicht am Vormittag die Trommeln wirbeln und die Bajonette in der Luft blinken sehen. Placa de Independencie in Montivideo. dem Juwelier, der ein schweigsamer Mann zu sein schien und als Antwort nur stets einfach mit dem Kopf nickte. Das Motto in dem Ring ,, Liebe ist des Lebens Krone" gefällt mir." ( Siehe S. 5.) draußen über dem Weg lag, als er, jenseits desselben zur Erde kommend, auf dem leh. migen Boden ausglitt und Kopf über in einen Busch fiel. Und dabei fiel er nicht in den Schmutz, sondern auf etwas, das er sich nie hätte träumen lassen, hier zu treffen; auf einen sich in dem Schilf und Rohr offenbar versteckt haltenden Menschen. Stephan fuhr erschreckt empor und ebenso wenig freudig überrascht war er, als auch die im Schilf kauernde Gestalt sich aufrichtete und die, wie sich herausstellte, ein junger kräftiger Mensch in seinem Alter war, der einen wilden, gehetzten Blick im Auge hatte und eine rote Soldatenjacke trug. Auf dem kurzgeschorenen Kopfe hatte er weder Hut noch Mütze. Eine Vertrauen erweckende Erscheinung war es auf jeden Fall nicht. Abgelegene Gehöfte hatten zu damaliger Zeit von derartigen Landstreichern zu leiden, die truppweise durch das Land zogen und sich auf ihre alte rote Jacke hin, auf die sie manchmal eben so wenig Anrecht als auf Offiziers- Epauletten besaßen, unter Drohungen und VergeMontlvideo: Ausrücken des Militärs über den Placa de Independencia. | Er schritt den Pfad auf der anderen Bergseite hinunter und schwang sich über einen Zaun hinüber auf ein Feld, das sich auf ein hinter Gebüsch und Gesträuch verstecktes Fließ hinabsenkte. Eine höchst primitive Brücke, aus zwei zusammengebundenen Brettern bestehend, führte über dies Wasser hinweg. Hier hatte Stephan vor Jahren seine ersten Angelversuche gemacht wie unendlich lange schien ihm das her! Der schönen Stunden aus der | Kinderzeit gedenkend, konnte er nicht über die Brücke hinüber, ohne noch einmal wieder tiefer hinein in die Weidenbüsche zu blicken, in denen er sich als Knabe, wenn die Dorffinder Räuber und Soldat spielten, so häufig verschanzt. Er mußte sich seine alten Burgen noch einmal wieder besehen, selbst auf die Gefahr hin, sich in dem Geäst seinen Rock zu zerreißen! Mit dem Abschluß dieses Handels waren für heute Stephan's Geschäfte in Hunchester erledigt. Er ging in ein Wirtshaus, bestellte sich eine Portion falten Braten und ein Glas Bier, denn der weite Weg hatte ihn hungrig gemacht und dann schickte er sich an, auf demselben Wege, den er gekommen war, nach dem Weidenhof zurückzukehren. Aber er war kaum bis an den fünften Meilenstein gelangt, als ihm der Einfall fam, wenn es auch ein kleiner Umweg war, an der Kirche vorbei heimzu gehen, in der er getraut werden sollte. An die tausend Mal hatte er die Kirche seines Heimatsdorfes allerdings schon gesehen! So lange hatte sie jedoch für ihn nie eine besondere Bedeutung besessen; jetzt sollte sie für ihn ein geweihter Bau werden. Um an der Kirche vorüber an den Weidenhof zu kommen, mußte man, wie gesagt, am fünften Meilenstein von der Stadt die Straße verlassen und einen Weg einschlagen, der durch die Felder auf eine Hügelfette hinaufführte, von der man auf einer Seite den trägen Rauch und den Münsterturm von Hun322 13 Und so drang er hinein in die Sträucher, durch die das Wasser hindurchlief, und wunderte sich, was aus den Inseln, Seen und | Wasserfällen geworden. In Wahrheit waren sie jedoch nicht kleiner, nur er war größer und seine Beine waren länger geworden. Sonst hatte die Stelle sich ihren alten Zauber erhalten. Er war eben über einen hohlen Baum stamm gesprungen, der mit den Wurzeln uyee 11124 stürmender Hand nehmen, das ist eine militärische Musterund Meisterleistung, vor der alle Welt den Hut ziehen muß. Die Bedeutung dieser Waffentaten beschränkt sich obenein nicht auf den augenblicklichen Erfolg, den sie hatten: Ihre Folge war auch, daß die gesamten Hererohorden sich mit ihrem eigenen und dem erbeuteten Vich in die OtjijangatiBerge geflüchtet haben. Nach diesen Erfolgen, denen sich noch der inzwischen erfolgte Entsatz von Omaruru anschließt, bleibt der Hilfsexpedition aus der Heimat, wie gesagt, nur noch die Aufgabe, einen kräftigen Denkzettel an die Herero zu erteilen. Diese Aufgabe ist freilich keineswegs leicht, und sie wird an die Leistungsfähigkeit unserer Truppen bedeutende Anforderungen stellen. Um den flüchtenden Herero zu folgen und ihnen das Vieh abzujagen, was ihre Be zwingung erst besiegeln würde, haben die Truppen beträchtliche Schwierigkeiten zu überwinden. Zunächst bedarf die Expedition, um den Herero zu folgen und ihnen die Flucht über die Grenze des Schußgebietes zu verlegen, gute Pferdematerial. Nach der Ansicht eines alten Afri. faners, der lange Jahre in Südwestafrika Offiziersdienſte tat, bedarf es zur Abfangung der Herero nur etwa einer Truppe von 1000 Mann mit den nötigen Geschüßen. Aber man braucht Pferde und Zugtiere für Geschütze u. s. w., und nicht nur für diese 1000 Mann, sondern auch für die sic nicht unmittelbar an der Verfolgung beteiligende übrige Truppe, die doch auch jederzeit marschbereit bleiben muß Es müßten daher nicht 1000, sondern sofort 3000 Pferde und Zugtiere beschafft werden. Denn das Expeditionskorps wird mit großen Verlusten zu rechnen haben, nicht nu während der Seetransporte, bei der Landung, während des waltigungen Unterkunft und Verpflegung erDer weggejagte Seemann und zwangen. Soldat war damals eine der größten Plagen des Landes. Uebrigens schien der unheimliche Fremde nicht weniger erschrocken, als Stephan. Sic starrten beide einander eine ganze Weise lang an, bis Stephan plöglich ausrief: ,, Gerechter Himmel! Es ist Richard Blackdorn." der Blackdorn's Sohn und Erbe; Kitty's Bruund in diesem Aufzug! Was hieß das wohin war er gekommen? Daß er sich weiß Gott in welcher hoffnungslosen Lage befand, war klar und selbst bei aller seiner innigen Liebe zu seiner Braut mochte den jungen Menschen der Gedanke, einen solchen Schwager zu erhalten, nicht erbauen. „ Ich bin Stephan Harlow, erkennst du mich nicht? In des Himmels Namen, Dick Blackdorn, wohin bist du gekommen? Was tust du hier?" Der Vagabund ließ beschämt den Kopi hängen; ein Funken von Ehrgefühl schlummerte wohl noch in seiner Seele. ,, Es ist verwünscht," murmelte er ,,, daß man, wenn man todmüde si chhinlegt, nicht eine Minute die Augen zutun kann und daß sofort Jemand kommen und über einen wie Die Politik. Mehrere interessante Aeußerungen des Kaisers werden neuerdings bekannt, die sich mit dem Leben und Treiben der Offiziere beschäftigen. Ueber den Lurus im Heere sol der Kaiser gesagt haben:„ Ich wünsche, daß der Lurus im Heere eingeschränkt wird. Der Preuße muß sparsam leben. Der Preuße hat das Beste ge= leistet, wenn er hungerte." Ueber die schrift- stellerische Tätigkeit der Offiziere, gegen die sich bekanntlich eine jüngst erlassene Kabinettsorder richtet, soll der Kaiser gesagt haben: Ich wünsche nicht, daß meine Offiziere mit Tinte und Federspielen. Bei inaktiven Offizieren ist es vielleicht begreiflich, daß sie als ältere Herren ihrem jungen Kriegsherrn ratgebend zur Seite stehen wollen. Ich wünsche dies aber nicht. Ich will mir meine Ratgeber selbst aussuchen." Beide Aeußerungen sind, wenn sie nicht wahr sind, mindestens gut erfunden. Oefterreich- Ungar. Um den finanziellen Schwierigkeiten, die sich aus der militärischen Laufbahn für weniger bemittelte Offiziere ergeben, zu begegnen, beabsichtigen militärische Kreise in der Donaumonarchie eine große Kreditbank für Offiziere zu gründen, deren Hauptaktionär der Kaiſer ſelbſt ſein soll. Die habsburgischen Familienfonds zeichneten einen namhaften Betrag; es heißt, daß bereits ein Aktienkapital von zehn Millionen Kronen aufgebracht sein soll. Vor der Deffentlichkeit figuriert Generalmajor Fürst Wrede als Gründer der Bank. Nach dem Prospekte wird die Bank die Offiatersschulden konvertieren, und zwar in der ( 24. Sizung.) 13. Jahrgang. einspaltige Petitzelle für ganz Oben und Marburg 10 Pfg. fonft 15 P : Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. ingslifte No. 3269. on: Gießen, Seltersweg 88 chenschluß Nr. 362. ¡ fen fung) I und Umgebung. on Oberhessen. i ein neues, Innerhalb 10 bis Darlehen zu billigem Prozentsaz izier, der nach nüchterner Berechhalb 10 bis 15 Jahren zu tilgen auf eine Konvertierung derselben Auf diese Weise werden viele et werden. Im gemeinsamen riegsministerium arbeitet man e Tilgungsquoten von den monatrden sollen. Die neue Bank wird onvertierung der Offiziersschulden : Kapitalien der Offiziere befassen. ' n, wie sich diese neue Kreditbank ird. Alien. s gestern lauten heute die NachJapan herrscht auch unter den nden Ministern höchste Erbittejfeit Rußlands in der BeantworEin geheimer Staatsrat wurde tag abgehalten, er dauerte sieben Ministerpräsident und der Minister während der Sizung mehrmals an nimmt an, daß die Beschlüsse, n Krieg bedeuten. Auch in Pe= iegerische Stimmung plötzlich die iben. Die russischen Zeitungen chte aus dem Osten, und auf dem t der Zar einem Diplomaten, der die friedliche Haltung Rußlands :, aber alles hat seine des friedeseligen Zaren hat dieses Parlamenten. des Reichstags hat in Sachen der 6erstleutnantsgehälter 3. Spahn( Bentr.) beschlossen, Militäretat geforderten Gehaltsdes Servis und der Erhöhung 3 für patentierte Oberstleutnants Intrag zu unterbreiten:„ tenInfanterie und des n= rkorps erhalten eine pensionsart." Die Regierungsforderung on Gehalts-, Servis- und Woh1 für sämtliche Oberstdas Graf Ballestrem zur Eröffr den Reichstagspräsidenten gab, 1. Politische Themata wurden in hrt. Der Kaiser sprach bei Tisch senden Reichsbeamten, insbeson= und dem Grafen Posadowsky, r die er sich interessiert, mit den che und lokale Angelegenheiten, Schmidt- Elberfeld über Elberige Schwebebahn u. s. w. Jer Reichstag. CB. Berlin, 4. Februar. Das Haus war bei dem gestrigen Festmahl zum Einzuge des Präsidenten Grafen Ballestrem in das neue Präsidialgebäude jedenfalls ungleich stärker vertreten trotz des Diätenmangels, als in der heutigen Sigung, in welcher die erste Beratung des Gesezentwurfs betreffend Entschädigung für unschuldig erlittene Untersuchungshaft fortgesetzt wurde. Als erster Redner erklärt Abg. Frohme, daß er mit seinen sozialdemokratischen Freunden alle Beschränkungen der staatlichen Entschädigungspflicht ablehne, und zog dann scharf gegen die Staatsanwälte los, deren Anklagemonopol geradezu gemeingefährlich sei. Staatssekretär Nieberding wies diese Angriffe zurück. Können Sie, sagte er, dem Reichskanzler Anzeige machen von Fällen gewissenlosen, rechtswidrigen, übermütigen Vorgehens von Staatsanwälten, so bin ich überzeugt und bürge dafür, daß der Reichskanzler für Abhilfe sorgen wird. Ueber Einzelheiten der Vorlage werde sich reden lassen. Daß aber Leute, welche nach der Herzensmeinung des Volkes trotz ihrer Freisprache noch verdächtig bleiben, die Tat begangen zu haben, eine Entschädigung erhalten, das werden die verbündeten Regierungen niemals zugeben. Abg. Stadthagen( Soz.) tritt dem Urteil seines Fraktionsgenossen Frohme über die Staatsanwälte durchaus bei. Was heiße das im§ 2: Verstoß gegen die guten Sitten"! Im Awilecki- Prozeß würden die Richter sicherlich auch einen solchen Verstoß gegen die guten Sitten angenommen haben, denn die Angeklagte habe sich ja unterstanden, noch in relativ so hohem Alter Mutter zu werden.( Heiterfeit.) Es sei Praris, politisch mißliebige Leute so lange als „ Was „ Schon gut, Dick," antwortete Stephan habe keine Angst. Hier hat all das Hin- und Herreden für einen Zweck? Ich sehe, du bist in Not, und ich muß mein bestes tun, wenn auch nur um deines Vaters willen, dir zu helfen. Ich will keine um Kitty's willen nicht unfreundlich. meine Hand! Und nun beichte, erleichtere Predigten halten den, braucht demnach kaum noch Erwähnung getan zu werden. Das „ Du wirst es dir noch überlegen, was du zu tun hast," sagte Stephan zu ihm kurz und strenge, denn er glaubte, sein Gegenüber zu ,, Du wirst auf mich hören. wäre deines Vaters Tod, kämst du unverhofft in dem Zustande heim. Ich weiß nicht, was du verbrochen, ich weiß nur, dein Vater will deinen Namen nicht einmal erwähnt hören. Trotzdem sei gewiß, er wird dir vergeben! Denn du mußt wissen, er hat sich seit Jahr und Tag gewaltig geändert. Er ist ein gebrochener Mann." tennen. „ Und das soll ich auch verschuldet haben, er selbst mit seinem Eigensinn Behandelt man einen erwachsenen nicht wahr? Als ob nicht an alledem, wie es Sohn wie ein unmündiges Kind?" Er steckte die Fäuste in die Tasche und versuchte trozig und herausfordernd dreinzublicken, was ihm aber nicht recht gelang. gekommen, schuld ist. 31 wayreno des Lages war es nicht ratsam, das Haus zu verlassen. Leichten Schrittes ging Hilda neben ihrem Verlobten her. Sie war in ihrem weißen Foulardkleide, ohne jeden Schmuck, sehr lieblich anzusehen, und das glückstrahlende Lächeln, der verklärte Blick ihrer schönen Augen unter den breiten, weich und dunkel beschatteten Lidern hervor, gab ihrem Antlitz einen ganz neuen, unbeschreiblich süßen Reiz. Das Ziel, dem Hellmut und Hilda zustrebten, war ein schönes Etablissement, hart an dem hier steil zur See herabfallenden Ufer errichtet, ungefähr eine gute halbe Stunde von Yokohama entfernt, bequem zu Fuß zu erreichen und da her ein allgemein beliebter Spaziergang. Auch jetzt wurde das Brautpaar von verschiedenen Gruppen überholt, andere waren bereits weit voraus und standen auf dem hinausBeddi Kaufm dein Herz un haben." „ Ich wei Kerl, so gut Bafenarbeiten der Marine. Das Tünchen des Schornfteins eines Kriegsfchiffes. ( Photographische Aufnahme.) Es ist verwünscht, daß man nicht ein paar Minuten über einen Holzklop stolpern muß. allein für sich bleiben kann. Dabei machte er eine Geberde, daß Stephan glaubte, ihn am Arme festhalten zu müssen. ,, Nicht ausreißen, mein Sohn," meinte er zu ihm.„ Nüßte auch nichts. Ich habe doch längere Beine als du und holte dich ein. Nun aber sprich! Gestehe! Wo willst du hin? Willst du nach Hause?" ,, Daß Sie es wissen, wenn Sie wirklich Stephan Harlow sind, nach dem Sie freilich .venig genug aussehen. Ich gehe nach Hause, oder aber ich gehe nicht. Gewiß ist, ich tue bon ganz, was ich will." Abgesehen dem Schmut gun Gewaschen und gekämmt Schlamm, der an ihm flebte, und einer gewissen Charakterschwäche, die sich auf seinen Zügen ausdrückte, war Dick Blackdorn kein Häßlicher Mensch. und in besseren Kleidern, hätte er äußerlich wenigstens den Glauben rechtfertigen können, den Kitty zu ihm besaß. Er war Kitty auffallend ähnlich, er hatte dieselben Augen und dieselbe Stirn; nur war jeder Zug, der bei ihr ehrlich und treu war, bei ihm lauernd und schwach. Auf Kitty's lieblichem Antlit lag tausendmal mehr Energie, als auf dem des großen breitschultrigen Burschen. Der Größe des Kontrastes zwischen den Männern, die sich in dem Weidengebüsch gegenüber stan- Bafenarbeiten der Marine. Walchen und Tünchen des Rumpfes eines Kriegsschiffes.( Photographische Aufnahme.) eine schnurri und hinunte ich unten, un hundert mal Was tun?" frag Did aber auch. Aber Sowie ich h tun will, i mich los. „ Weiß ganze Arad ein Pferd d wollte ichmein eigener mich einer Suncheſter f Namen. G ging es, als Und fa ein Krachein Weib, falls genug Weib in die Nein d Ich sollte b gefahren ha wahr. Der gnger, den umstürzte, a Da waren a bezecht ware ich wäre be 243 erwachsenes Mädchen?" fragte Hellmut, da er Hilda bewunderungsvoll nach dem schneegekrönten Gipfel des Fusi- Yama hinüberschauen sah. ,, Nein, ich war ein Kind, neun Jahre alt etwa, als meine Verwandten mit uns einen ganzen Sommer, bis in den Spätherbst hinein, in den bayerischen Bergen zubrachten. Ter Onkel war überarbeitet, auch Walter rasch gewachsen und schonungsbedürftig; es war eine schöne, romantische Gegend, in der wir wohnten, und der erste Eindruck der Gebirgsnatur auf mich ein tiefer. Allein im übrigen knüpfen sich für mich an jene Zeit und jene Gegend keine guten Erinnerungen, ich erkrankte dort lebensgefährlich, infolge eines Ereignisses" ,, Nur?" fragte Hellmut, als sie stockte. Erstaunt nahm er wahr, wie bleich sie geworden war. 71417 Fuhrwerk), Stürmende und Mei Die Bed nicht auf Folge w Nach folgte Gr expedition einen fräf ihrem eig Berge ge en schönen ich denke en hielten schweren aufhörlich es entsetzein, nein, rdüsterten en haben. e schönen, isen: was aubt?" inkte und sen Vorch bis in einsichtsrwandten ch jenem beträchtdaß ich mgebung i meiner mit dem der durch ven und ar ich so ür meine nehr der damals einander, Knabe"; in dem tit einer r, einem urgemäß sich das, ern und sterliches thaben bei mir nünftige ich wohl ich, ihm es Herz ist viele ien, als folgt.) oten.) rußland ijo Peutschen, n ihrem ing des Inglück, en und Ife und Milchvorden. deutete will prevent wespanntes die sich in rasender Gile dem Gehöft näherte. Ja, Gott schütze uns!" sagte Petrowna mit ängstlichem Gesicht, denn für russische Bauern bedeutet vornehmer Besuch selten etwas Gutes. Unterdes war die Troika herangekommen und hielt vor dem Hause. Zwei in kostbare Belze gehüllte vornehme Herren saßen in dem Wagen. Eilig sprang der neben dem Kutscher sitzende Diener ab und half den Herren beim Aussteigen. Die beiden letzteren, Graf Feodor Alexandrowitsch und Baron Balduin von Swan, waren trotz ihrer Verwandtschaft grundverschieden, im Aeußeren sowohl, als im Wesen und Charakter. Alexandrowitsch, der echte Typus eines sich allmächtig dünkenden altrussischen Aristokraten, war eine untersezte breitschulterige Gestalt, mit einem stark geröteten Gezu erteile Sie wird tende An zu folgen Bunduat liche Sch Expeditio über die Pferd faners tat, beda Truppe man bra man bra nicht nu nicht un sicht, in welchem sich lächerlicher Hochmut, gepaart mit brutaler Roheit, ausprägte. Baron von Swan dagegen, ein junger Edelmann aus den von Deutschen bewohnten OstseeProvinzen, war eine wahrhaft vornehme Erscheinung. Seine Gestalt war mittelgroß und schlank, und das edelgeformte Gesicht mit dem braunen Vollbart, belebt von einem Paar dunklen, schwärmerisch blickenden Augen, verriet ebenso hohe Intelligenz, wie eine wirklich adlige Gesinnung. Christoph Werner ging den Herren höflich entgegen. während Petrowna in das Haus geeilt war, um sich zu über. zeugen, daß das gute Zimmer" auch in genügender Ordnung war, um so vornehme Gäste zu empfangen. ,, Grüß Gott, lieber Freund," rief der Baron in herzlichem und herzgewinnendem Tone, es tut mir leið, Eure Ruhe zu stören, aber wir müssen bei Euch absteigen. Wir wollen nämlich eine Bärenjagd unternehmen, denn eine junge Dame, die Schwester meines Vetters hier, verlangt von mir, daß ich ihr einen jungen Bären verschaffe, den sie als Schoßtierchen aufziehen will, und ich habe geschworen, ihr als Beweis meiner aufrichtigen Verehrung ein solches Tier zu bringen, und sollte ich mein Leben preisgeben." „ Aber, Balduin," sagte Alexandrowitsch, die Nase rümpfend, in näselndem Tone und dem deutschen Bauernsohn einen verächtlichen Blick zuwerfend, wie kannst du nur so vertraulich mit diesem schmutzigen Bauerngesindel sprechen!" „ Laß das, Feodor," sagte der Baron, als er sah, daß bei den beleidigenden rohen Worten des Grafen ein Schatten über die Züge Werners glitt.„ Du weißt, ich hege in dieser Hinsicht andere Ansichten." Der Graf war verstimmt, aber, ohne darauf zu achten, fuhr der Baron, zu Werner gewendet, freundlich fort: „ Lieber Freund, haben wir Aussicht auf eine erfolgreiche Jagd hier, d. h. worauf es mir gerade ankommt, auf den Fang eines jungen Bären?" ,, Dazu kann Rat werden, Euer Gnaden," erwiderte Werner, eine Bärin hat vor wenigen Tagen unsere beste Kuh zerrissen und fortgeschleppt, und wir brauchen nur die Spuren zu verfolgen bis zu ihrem Lager; aber die Sache ist gefährlich. Ein Bär ist ein schlimmer Gegner, und wenn junge Bären in der Höhle sind, ist das Abenteuer doppelt gefahrvoll." „ Ich fürchte nichts," sagte der Baron ,,, im Gegenteil, je größer die Gefahr, um so größer die Ehre, und Gräfin Baulowna wird dann um so fester von der Aufrichtigkeit meiner Gesinnungen überzeugt sein." „ Wollen die Herrschaften nicht eintreten und uns die Ehre geben, ein bescheidenes Mahl einzunehmen, wie es der Bauer bieten fann?" ,, Gern nehme ich die herzliche Einladung an," sagte der Baron in seiner leutseligen Weise, während der russische Graf das Gesicht verzog und leise zu seinem Gefährten flüsterte: ,, Aber, Balduin, ich begreife dich nicht! Diese Bauernhütten hier sind schmutzige Viehälle, und die Menschen darin, die wenig über dem Tier stehen, werden uns ein unsauber zubereitetes Essen vorsetzen, das Leute wie wir nicht genießen können. Ich wenigstens kann schon vor Ekel und Abscheu gegen dieses schmußige Bauernpack nichts zu mir nehmen." „ Feodor," erwiderte der Baron unmutig ,,, tue mir den Gefallen und betrage dich, wie man es von einem Kavalier erwartet, und verletze diese braven gastlichen Leute nicht durch dein beleidigendes Wesen. Mach' du, was du willst, ich bleibe hier. Ueberdies gibt es in der Nachbarschaft Bären mit Jungen, und der junge Mann, der mir übrigens außerordentlich gefällt, wird uns gewiß gern führen und uns beistehen, nicht wahr, mein Freund?" fügte er, sich zu Werner wendend, hinzu. Ich stehe Euer Gnaden zur Verfügung für jeden Dienst, und ich darf sagen, ich kenne die Bären und ihren Schlupfwinkel." „ Nun, das freut mich," sagte der Baron vergnügt ,,, dann werden wir um so bessere Freunde." Der russische Graf lächelte verächtlich, und, den Knecht mit zusammengefniffenen Augen musternd, sagte er zu seinem Gefährten: „ Ich habe bereits für bessere Hilfe gesorgt. Was versteht denn so ein Bauernlümmel von der edlen Bärenjagd? Ich habe durch den Starosten erfahrene Forstbeamte aufbieten lassen, die uns nacheilen und uns am Saum der Waldungen treffen sollen, wo wir Halt machen und den Anbruch Erwähnung en, was du m furz und egenüber zu ören. Das du unver weiß nidit, dein Vater l erwähnt Frd dir berhat sich seit Er ist ein Idet haben, em, mie es Eigenfinn rwachsenen Er steckte ichte tropig , was ihm te Stephan lich.,„ Was für einen nd ich muß um deines will fein Ingit. Sier erleichtere Aufnahme.) taler Roheit, ausprägte. en hielten ich denke en schönen sicht, in welchem fich lächerlicher Hochmut, gepaart mit bruden pon Deutschen bewohnten Sities. Baron von Swan dagegen, ein 賞 賞 賞 Seddi Kaufmann, von der Berliner Sofoper neuengagierte Kgl. Kammerfängerin. dein Herz und ich will sehen, was wir zu tun haben." Ich weiß, Harlow, du bist kein schlechter Kerl, so gut es dir zu gehen scheint. Es iſt eine schnurrige Welt. Es geht in ihr hinauf und hinunter. Erst war ich oben, jetzt bin ich unten, und du bist oben. Habe mich schon hundert mal aufhängen wollen und täte es auch. Aber ich weiß, ich habe kein Glück. Sowie ich hänge, kommt einer und schneidet mich los. Einer kommt mir, was ich auch tun will, immer dazwischen." ,, Was kann man mit solchem Menschen tun?" fragte sich Stephan. Laut sagte er zu Dick aber nur:„ Also beginne!" woher der „ Weiß wirklich nicht mehr, ganze Krach kam," begann er.„ War es um ein Pferd oder ein Weib. Auf alle Fälle wollte ich und wer wollte das nicht mein eigener Herr sein. Und so schloß ich mich einer Kunstreitergesellschaft, die durch Hunchester kam, an, und gab mir einen neuen Namen. So lange ich volle Taschen hatte, ging es, als sie aber leer wurden, kam wieder ein Krach wieder um ein Pferd oder um ein Weib, weiß es Gott ich hatte jedenfalls genug vom Zirfus und ward Postillon." „ Und kam dir hier wieder ein Pferd oder Weib in die Quere?" - ,, Nein diesmal war es sicher ein Pferd. Ich sollte bezecht gewesen sein und es lahm gefahren haben. Das war natürlich nicht wahr. Der Gaul war ein regulärer Durchgnger, den noch keiner zu halten vermocht. Da waren aber gerade, als ich mit der Chaise umstürzte, zwei Barone, die selbst wie Eulen bezecht waren, im Wagen und sie gaben an, ich wäre betrunken gewesen." 322 On yan 2313 ,, Und nun?" " Ich versuchte es weiter. Versucht habe ich es in der Welt Welt bei Gott zur Genüge. Rede nur nicht von meinem Vater. Hätte er die Hälfte von dem durch gemacht, was ich durch gemacht habe, er hätte ein Recht, von seinen grauen Haaren zu sprechen. So aber kam er sein Leben lang nicht hinter dem Ofen vor. Aber lassen wir ihn! Worauf legte sich mich nun gleich zunächst? Weiß es selber nicht mehr, war ich zuerst Flaschenspüler, Stiefelputer oder Zeitungsausträger. Das alles aber bin ich nacheinander gewesen." ( Fortseßung folgt.) die Montevideo, Hauptstadt Don Uruguay, ist wieder einmal der Schauplatz einer Revolution. Die Stadt mit ihrer 4 Million Einwohner hat ein aus. gezeichnetes Klima. An der Mündung des Paraguay gelegen, vermittelt sie fast den gesamten überseeischen Handel der Republik. Als Industrie tommt nur die Schlachtung und Verpackung von mehr als 200 000 Rindern jährlich in Betracht. Die Stadt ist modern mit Kanalisation, Gasund Wasserleitung eingerichtet, ihr schönster Plaz ist die Plaza de Intependenza. An diesem be findet sich eine Markthalle und das prachtvoll ausgestattete Theater de Solis. Dieses ist es, an welchem die Truppen auf unserem Bilde ge rade vorbeiziehen, um die Gegner des jetzigen hand erhoben haben, zu bekämpfen. Präsidenten, welche sich mit den Waffen in der Dafenarbeiten der Marine werden im Winter vorgenommen, wenn kein Aus landsdienst die Kriegsschiffe nach fernen Meeren ruft, wie es jetzt wieder der Fall ist wegen des Konfliktes zwischen Japan und Rußland. Zu diesen Hafenarbeiten gehört in erster Reihe ein vollkommen neuer Anstrich alles dessen, was man von außen sieht. Bei der ungeheuren Größe der modernen Kriegsschiffe ist das eine sehr weit läufige und zeitraubende Arbeit. Wie groß ist nicht allein schon ein Schornstein. Man vergleiche auf unserem Bilde die Ausdehnung eines solchen mit den Männern, die an ihm herum flettein, daraus kann man dann einen Schluß auch auf die Größe des Rumpfes ziehen. Jeden falls beweisen unsere Bilder, wie lebhaft auch im tiefsten Frieden und im stillen Hafen von den Matrosen gearbeitet werden muß. Das königliche Opernhaus in Berlin ist in Folge des entsetzlichen Theaterbrandes in Chifago auf Befehl Kaiser Wilhelms geschlossen worden. Die Feuersicherheit des weit über hundert Jahre alten Gebäudes läßt zu wünschen übrig, besonders in Bezug auf die schnelle Entleerung des Bühnenhauses. Es unterliegt keinem Zweifel, daß im Falle eines Brandes die vorhandenen schmalen Ausgänge über die uralten Holztreppen durch Rauch unpassierbar werden. Damit aber sind die gerade im Hause beschäftigten Bühnenmitglieder und Beamten dem sicheren Tode überliefert. Wenn es auch als eine große Ehre anzusehen ist, Mitglied der königl. Hofoper in Berlin zu sein, wie sie neuerdings dem von uns abgebildeten Fräulein Hedwig Kaufmann zu teil geworden ist, so ist es doch andererseits nicht angenehm zu wissen, daß diese Entschluß Kaiser Wilhelms, die Oper jezt in der Ehre mit großer Lebensgefahr erkauft wird. Der Hochsaison zu schließen, um eine sofortige Rettungsgewißheit für die beschäftigten Personen herzustellen, ist weit über Das Weich bild Berlins hinaus mit Genugtuung begrüßt worden. Eine solche rasche und entschlossene Handlungsweise verdient allenthalben Nachahmung. Das königliche Opernhaus In Berlin. Die Front nach der Straße Unter den Linden. stürmender Hand nehmen, das ist eine militärische Musterund Meisterleistung, vor der alle Welt den Hut ziehen muß. Die Bedeutung dieser Waffentaten beschränkt sich obenein nicht auf den augenblicklichen Erfolg, den sie hatten: Ihre Folge war auch, daß die gesamten Hererohorden sich mit ihrem eigenen und dem erbeuteten Vieh in die OtjijangatiBerge geflüchtet haben. Nach diesen Erfolgen, denen sich noch der inzwischen erfolgte Entsatz von Omaruru anschließt, bleibt der Hilfsexpedition aus der Heimat, wie gesagt, nur noch die Aufgabe, einen fräftigen Denkzettel an die Herero zu erteilen. Diese Aufgabe ist freilich keineswegs leicht, und sie wird an die Leistungsfähigkeit unserer Truppen bedeutende Anforderungen stellen. Um den flüchtenden Herero zu folgen und ihnen das Vieh abzujagen, was ihre Bezwingung erst besiegeln würde, haben die Truppen beträchtliche Schwierigkeiten zu überwinden. Zunächst bedarf die Expedition, um den Herero zu folgen und ihnen die Flucht über die Grenze des Schutzgebietes zu verlegen, gutes Pferdematerial. Nach der Ansicht eines alten Afri faners, der lange Jahre in Südwestafrika Offiziersdienste tat, bedarf es zur Abfangung der Herero nur etwa einer Truppe von 1000 Mann mit den nötigen Geschützen. Aber man braucht Pferde und Zugtiere für Geschüße u. s. w., und nicht nur für diese 1000 Mann, sondern auch für die ſid nicht unmittelbar an der Verfolgung beteiligende übrige Truppe, die doch auch jederzeit marschbereit bleiben muß Es müßten daher nicht 1000, sondern sofort 3000 Pferde und Zugtiere beschafft werden. Denn das Expeditionsforp: wird mit großen Verlusten zu rechnen haben, nicht nur während der Seetransporte, bei der Landung, während des ( Photographische Aufnahme.) Die Politik. Mehrere interessante Aeußerungen des Kaisers werden neuerdings bekannt, die sich mit dem Leben und Treiben der Offiziere beschäftigen. Ueber den Lurus im Heere sol der Kaiser gesagt haben:„ Ich wünsche, daß der Lurus im Heere eingeschränkt wird. Der Preuße muß sparsam leben. Der Preuße hat das Beste ge= leistet, wenn er hungerte." Ueber die schriftstellerische Tätigkeit der Offiziere, gegen die sich bekanntlich eine jüngst erlassene Kabinettsorder richtet, soll der Kaiser gesagt haben:„ Ich wünsche nicht, daß meine Offiziere mit Tinte und Federspielen. Bei inaftiven Offizieren ist es vielleicht begreiflich, daß sie als ältere Herren ihrem jungen Kriegsherrn ratgebend zur Seite stehen wollen. Ich wünsche dies aber nicht. Ich will mir meine Ratgeber selbst aussuchen." Beide Aeußerungen sind, wenn sie nicht wahr sind, mindestens gut erfunden. Oefterreich- Ungar. Um den finanziellen Schwierigkeiten, die sich aus der militärischen Laufbahn für weniger bemittelte Offiziere ergeben, zu begegnen, beabsichtigen militärische Kreise in der Donaumonarchie eine große Kreditbank für Offiziere zu gründen, deren Hauptaktionär der Kaiser selbst sein soll. Die habsburgischen Familienfonds zeichneten einen namhaften Betrag; es heißt, daß bereits ein Aktienkapital von zehn Millionen Kronen aufgebracht sein soll. Vor der Deffentlichkeit figuriert Generalmajor Fürst Wrede als Gründer der Bank. Nach dem Prospekte wird die Bank die Offizier sich u Lid en konvertieren, und zwar in der ( 24. Sizung.) 13. Jahrgang. einspaltige Petitzelle für ganz Ober und Marburg 10 Pfg. fonft 15 P : Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. ingslifte No. 3269. on: Gießen, Seltersweg 88 chenschluß Nr. 362. jfen fung) I und Umgebung. on Oberhessen. i ein neues, Innerhalb 10 bis Darlehen zu billigem Prozentsatz izier, der nach nüchterner Berechhalb 10 bis 15 Jahren zu tilgen auf eine Konvertierung derselben Auf diese Weise werden viele et werden. Im gemeinsamen riegsministerium arbeitet man e Tilgungsquoten von den monatrden sollen. Die neue Bank wird onvertierung der Offiziersschulden Kapitalien der Offiziere befassen. ' n, wie sich diese neue Kreditbank ird. Alien. s gestern lauten heute die NachJapan herrscht auch unter den nden Ministern höchste Erbiftejfeit Rußlands in der BeantworEin geheimer Staatsrat wurde tag abgehalten, er dauerte sieben Ministerpräsident und der Minister während der Sigung mehrmals an nimmt an, daß die Beschlüsse, n Krieg bedeuten. Auch in P e- iegerische Stimmung plößlich die iben. Die russischen Zeitungen chte aus dem Osten, und auf dem t der Zar einem Diplomaten, der die friedliche Haltung Rußlands :, aber alles hat seine des friedeseligen Zaren hat dieses Parlamenten. des Reichstags hat in Sachen der berstleutnantsgehälter 3. Spahn( Zentr.) beschlossen, Militäretat geforderten Gehaltsdes Servis und der Erhöhung 3 für patentierte Oberstleutnants Intrag zu unterbreiten: tenInfanterie und des In= rkorps erhalten eine pensionsart." Die Regierungsforderung on Gehalts-, Servis- und Woh1 für sämtliche Oberstdas Graf Ballestrem zur Eröffr den Reichstagspräsidenten gab, 1. Politische Themata wurden in hrt. Der Kaiser sprach bei Tisch senden Reichsbeamten, insbeson= und dem Grafen Posadowsky, r die er sich interessiert, mit den che und lokale Angelegenheiten, Schmidt- Elberfeld über Elberige Schwebebahn u. s. w. her Reichstag. CB. Berlin, 4. Februar. Das Haus war bei dem gestrigen Festmahl zum Einzuge des Präsidenten Grafen Ballestrem in das neue Präsidialtrotz des gebäude jedenfalls ungleich stärker vertreten Diätenmangels-, als in der heutigen Sigung, in welcher die erste Beratung des Gesetzentwurfs betreffend Entschädigung für unschuldig erlittene Untersuchungshaft fortgesetzt wurde. Als erster Redner erklärt Abg. Frohme, daß er mit seinen sozialdemokratischen Freunden alle Beschränkungen der staatlichen Entschädigungspflicht ablehne, und zog dann scharf gegen die Staatsanwälte los, deren Anklagemonopol geradezu gemeingefährlich sei. Staatssekretär Nieberding wies diese Angriffe zurück. Können Sie, sagte er, dem Reichskanzler Anzeige machen von Fällen gewissenlosen, rechtswidrigen, übermütigen Vorgehens von Staatsanwälten, so bin ich überzeugt und bürge dafür, daß der Reichskanzler für Abhilfe sorgen wird. Ueber Einzelheiten der Vorlage werde sich reden lassen. Daß aber Leute, welche nach der Herzensmeinung des Volkes trotz ihrer Freisprache noch verdächtig bleiben, die Tat begangen zu haben, eine Entschädigung erhalten, das werden die verbündeten Regierungen niemals zugeben. Abg. Stadthagen( Soz.) tritt dem Urteil seines Fraktionsgenossen Frohme über die Staatsanwälte durchaus bei. Was heiße das im§ 2: Verstoß gegen die guten Sitten"! Im Kwilecki- Prozeß würden die Richter sicherlich auch einen solchen Verstoß gegen die guten Sitten angenommen haben, denn die Angeklagte habe sich ja unterſtanden, noch in relativ so hohem Alter Mutter zu werden.( Heiterfeit.) Es sei Praris, politisch mißliebige Leute so lange als a than un Verwun Stürmender und Meist Die Bede nicht auf Folge wa ihrem eig Berge gef Nach d folgte Ent expedition einen fräft in schönen en hielten ich denke 23 entsetzaufhörlich schweren en haben. cdüsterten schönen, ein, nein, 2 aubt?" sen Vornfte und sen: was einsichtsch bis in rwandten ch jenem daß ich bab ich beträchtmgebung meiner בי n נז# 1 ו? גוגוו' Allerlei. Well die Feder zu Boden fiel. In Philadelphia erschien ein Herr im Bureau cines Rechtsanwalts, um einige wichtige Papiere zu unterzeichnen. Diese wurden verlesen, ihr Inhalt als richtig anerkannt, und ein Schreiber reichte dem Klienten eine Feder zur Vollziehung der Papiere, die aber dessen Fingern entschlüpfte und zu Boden fiel. Höchst erregt sprang der Rechtsanwalt von seinem Stuhle und hob, zum Erstaunen des Klienten, die Feder wieder auf Die Erklärung dafür hielt er zurück, bis die Unterschriften duf den Dokumenten standen, sånn sagte et:„ Das Herabfallen einer Feder, die oben gebraucht werden soll, macht mich allemal ängstlich, denn ich erinnere mich eines Vorfalls, wo der Verzug von nur fünfzehn Sekunden, der durch das Fallenlassen einer Schreibseder herbeigeführt wurde, die edelmütigen Absichten eines Sterbenden vereitelte. Im Jahre 1861 hatteit ibit das erste große Petroleumquellenfeuer. Die BeLühmte Hawley- und Merrickquelle begann anfangs Del und Gas in solchet Menge hervorzusprudelit, daß das Del nach allen Richtungen hin abfloß und das Gas die Luft auf eine Viertelmeile im Umkreis verpestete. Plötzlich entzündete sich die gefährliche Flut. Zwanzig und noch mehr Personen waren von dem Flammenmeer eingeschlossen, und darunter einer det reichsten Teilhaber der Quellen. Von unmittel fatem Tode wurde dieser durch einen herzhaften Mann, Utläß Smilth, dekettet, det dabei das eigene Leben in die Schanze schlug und später furchtbar entstellt war. Der reiche Mann hatte aber so schwere Brandwunden, daß an sein Wiederaufkommen nicht zu denken war, und sobald man ihn in ein benach bartes Haus geschafft hatte, verlangte er auch seift Testament zu machen. Während dieses aufgesetzt und um vorgelesen wurde, ipat et so schwach geworden, daß er nicht mehr sprechen konnte. Et winkte nut nach einer Feder. Der Schreiber, der das Schriftstüd aufgesetzt hatte, tauchte eine solche ein und überFeichte sie Bett fletbetdett Mant, doch noch zwischest beiden fiel sie zur Erde und rollte unter das Bett. Wie gesagt, gingen dadurch nicht mehr als fünfzehn Sefunden verloren, doch als die Feder wiedererlangt war und übergeben werden sollte, hatten wir nicht mehr einen sterbenden, sondern einen toten Mann vor uns. Der nicht vollzogene letzte Wille sicherte dem mutigen Retter ein sehr anständiges Legat zu, und 100 000 Dollars waren darin der Ärmenfasse des Bes jitts vermacht. Das Testament war aber ungiltig und seine Vermächtnisse wurden nie duisbezahlt. Das ist die Ursache, weshalb eine zu Boden fallende Feder mich noch immer so nervös macht." Wie Cransvaal Goldland wurde. Der erste Nachweis von Gold in Transvaal führte auf eine Erflärung des bekannten Geologen 2. von Buch aus dem Jahre 1845 zurück. Der Genannte wies damals auf die verblüffende Aehnlichkeit der geologischen Fotmation Südafrikas und Australiens, sowie auf die det metallführenden Erdschichten beider Bänder hin. Ein früherer Einzelfund von Gold durch Heinrich Lichtenstein, den medizinischen Berater de Mists, der mit Johnssenf, dem letzten holländischen Gouverneur des Kaplandes, reiste, ein Erbstück, das sich jetzt im Berliner mineralogischen Museum befindet, war ungeachtet geblieben. Erst 1854 wurde von einer Gold entdeckung im jezigen Witwatersrand berichtet, doch vergingen noch 30 Jahre, ehe die praktische Ausbeutung der dortigen Fundstätten begann. Im Jahre 1884 meldete ein gewisser Arnold dem Buren Geldetthuis das Vorkommen von Gold auf dessen Farm. Im Laufe desselben Jahres ging das Besitztum in die Hand der Gebrüder Struben über, deren Vorarbeiten zur Entdeckung des Confidener Reef führten, das eine sehr reiche Ausbeute gab, aber wegen zu ge ringer Ausdehnung bald erschöpft war. Bald darauf fanden sich Spuren von Gold in Kromdraai und an anderen Stellen des Rand", doch erst im März 1885 sammelte man das gelbe Metall in lohnenderer Menge in Betten von Konglomeraten, den sog." Bankets", deren diese Gegend sehr viele aufweist. Am 18. Juli 1886 endlich erklärte die Landesregierung neun Farmen als„ öffentliche Goldfelder", und nun wurde der „ Rand" schnell von Goldsuchern aus der ganzen Welt überschwemmt. Seitdem find gleiche Entdeckungen noch auf dem ganzen Landesteile zwischen Pretorta und dem Vaalflusse einerseits und zwischen Heidel berg und Klerkdorp gemacht worden. Die machtvollste Institution in China ist die der Familie, und für uns ist das Merkwürdigste daran, daß ihr über ihre Mitglieder volle richterliche Gewalt zusteht. Macht sich ein Chinese eines geringen Vergehens schuldig, so befassen sich die Behörden mit der Sache gar nicht. Die Famille entschädigt den Verletzten und bestraft den Uebeltäter durch Prügel oder Einsperrung. Nur bei schwereren Verbrechen, wie beim Morde, wird der Schuldige den Gerichten überliefert. BumorVexierbild. ,, Wen grüßt Du denn, Papa?" ,,,, Meinen lleben Freund Schmidt!" ( Wo ist Herr Schmidt?) Verkehrte Welt. Frau v. A.:„ Ihre Gouver nante scheint ja eine sehr gebildete Person zu sein?" Frau v. B.:„ Das hat ste von meinen Kindern!" Ein prosaischer Mensch. Dichter sind doch bei Lichte besehen eigentlich recht einfältige Menschen." Nanu?!""" Hier zum Bei spiel ist gleich Einer, der noch nie etwas vom Gesetz der Schwere gehört zu haben scheint." Wieso denn nicht?"" Er singt hier in einem Gedicht: ,, warum fallen die Blätter vom Baum? Beitgemäße Reklame. Wie wir erfahren, ist der berühmte Schriftsteller. gegenwärtig damit beschäftigt, an dem Titel zu einem neuen Werf zu schreiben und dürfte derselbe noch im Laufe dieses Sommers vollendet werden." Guter Appetit. Ja, sagen Sie nur, genieren Sie denn die Trichinen in Ihrer Wurst garnicht." Nee, die sind mir auch Wurst!"" Ungemein praktisch. Radler Fix:„ Und mit welchem Del brennen Sie Ihre Lampe?" Nadler Fer: Mit Aiger Tafel Del- Sie glauben garnicht, wie praktisch das ist! Befinde ich mich zum Beispiel in einem Gasthof und will mir einen Gurkensalat anmachen, so gieße ich einfach die Lampe in den Salat; will ich dann wegfahren, so gieße ich wieder den Salat in die Lampe!" Die beiden Theaterdirektoren.„ Sagen Sie cinmal, Herr Kollege, wachsen auch bei Ihnen die Schulden so riesenhaft? Ich habe erst gestern tausend Thaler wieder auf das Theater- Gebäude aufnehmen müssen."" Wie heißt auf's Gebäude? Da sind Sie ja noch ein glücklicher Mann! Bei mir steht schon eine Hypothek auf dem Soufleurkasten!"" Hachtrags.Etat. Onkel( forgenvoll): ,, Vor kurzer Zeit habe ich all' deine Dinge bei Schuster und Schneider von A bis Z bezahlt und hoffte endlich Ruhe zu haben. Nun fommt heute eine Forde rung von 400 Mart, zu zahlen an einen Restaura teur!"- Neffe:" Ja, liebes Onfelchen, da hast du halt die Rechnung ohne den Wirt gemacht!" Ungeschmeichelt. Aeltere Dame( einem Herrn cine ihrer Photographien zeigend): Raten Sie ' mal, wie alt ich auf diesem Bilde war Herr: m, jedenfalls- jünger." Verführerisch. Ich sage Ihnen, Herr von Sanftleben, von meinen sechs Töchtern spricht Eine das" Ja" immer schöner als die andere!" Rührend. Leutnant( einer früheren Bekanntschaft begegnend): m, wie rührend sie mich anblickte! Sie hat es wirklich nicht um mich verdient, daß ich ihr untreu wurde!" Trötlich. Minni:" Dent' dir meinen Schmerz, mein Adolf ist mir untreu geworden!"- Tini: „ der schlechte Mensch mir auch!" Malitiös. Er: Du bist ja so nachdenklich, Schap?" Sie: Jch? Daß ich nicht wüßte!" Er: Na, du hast schon seit achtunddreißig Sekun den kein Wort gesprochen." Mappe. Unverschämte Ausrede. Richter:„ Sie sind angeflaat, 17 Glas Bier geftunten und nachher dem Zahlkellner gegenüber behauptet zu haben, es feien nur 5 gewesen? Was haben Sie dagegen anzuführen?" Angellagter:" Herr Gerichtshof. ich- ich schämte mich 10, daß ich so viel Glas Bier angeben sollte!" Ewig jung. Freund: Was ist denn die Mutter deiner Braut?" Bräutigam:„ BalletGlesin an der Hofoper!" Ach so! A.: a, und was macht denn Ihr kleiner Nudi, dieser tolle Bengel?" B.:„ Der ist sehr fleißig!" A: Was, mit drei Jahren schon fleißig?" B.: Ja, was er nut irgend friegen fann, ruiniert er!" Unsere Dienstmädchen. Hausfrau: ,, Wieviel Lohn verlangen Sie?" Mädchen:„ Das hängt ganz davon ab, wieviel Geheimnisse es hier zu be wahren gibt!" Kindliche Besorgnis. Die kleine Else( als sie erfährt, daß sie zu ihren beiden Schwestern noch ein Schwesterchen bekommen): Ach Papa, wo willst du denn nur all' die Mitgift für uns hernehmen!" Sie kennen sich. Erster Jäger: ,, Wieviel Hasen glauben Sie habe ich heut' geschossen?" Zweiter Jäger: Die Hälfte!" Himmlischer Troft. Frißchen( zu seiner unverheirateten Tante): Ghen werden im Himmel geschlossen nicht wahr, Tantchen?" Tante Emma:„ Jawohl, Frißchen."- Frischen:„ Na, siehst du, Tantchen, da brauchst du die Hoffnung noch nicht aufzugeben." Aus der Schule. Lehrerin( in der Naturgeschichtsstunde): Also, wie gesagt, die Angorafelle werden sehr geschäzi. Lottchen: Die Niagarafälle." Ironische Kritik. Mitarbeiter:„ Sie geben mir alle Manuskripte autüd? Haben Sie auch nur einen von meinen Wigen jemals vorher beerft?" Redakteur: Nein, ich bemerke auch jetzt noch nichts von Ihren Wizen!" Freiheitsdrang. Richter( ärgerlich):„ Ich bitte mir Ruhe im Gerichtssaal aus. Wer hier noch einen Laut von sich gibt, den lasse ich durch den Gerichtsdiener an die Luft segen!"- Der Ange flagte: Famos!" Seine Schuld. Student Bullmeier:„ Denke dir, beute ist mir während der Vorlesung mein Baletot gestohlen worden!"- Student Bummel: ,, Geschieht dir schon recht! Weshalb gehst du auch ins Kolleg!" Dann allerdings. Was Sie sagen! Also der Doktor Plemper ist so plößlich gestorben und wat noch nicht vierzig Jahr alt! Da steht man wieder, daß Aerzte, und wenn sie noch so tüchtig sind, sich nicht selbst helfen können."„ Ja, er war ja auch Kinder- Arzt!"" In der Sommerfrische. Mutter: ,, Karlchen, du mußt auch hier recht artig sein, der liebe Gott weiß alles!"- Karlchen:„ Ach, Mama, du hast thm wohl auch unsere neue Adresse geschrieben?" Vexierbild. N из Korp Fettle wind beseitigt durc Kenstarker Leib, k , sondern jus Figur und g Fellmittel, koin Gohol urgemässe Hilf schädl. f. d. Gesun Aender d. Lebens Pack 2,50 M. fr.ge D. Franz Berlin 41, Könl El rot pra felb 2 fac baun nur Rein tet. Versandhaus Sch Buchfü und Kontorw Er lehrt briefile Prospekt u. P R. Ha Brandenb Gi Rheumatismus, G schuss, Hüftweh, Schmerzen Le 100 durch ein einfache sich jeder selbst Geb worden. Umsonst Zusammenstellung in Marken einge Porto u Th. M Hagen laun lebe Brun aus tompl fchon luft W.Se Berli Erdb Alle Arte Buckskins, Kamn Damentuche, Sat tar-, Diagonalempfiehit zu bil Julius Garb Finsterwald 000000000 Bettnäs garantirt. Prospe durch Herm. furt a. M., All V.B Goldene silberne A Bei Rheur Gicht, Gliederre Bruft- u. Rüden chias, Herenfchu fluenza, Babnic Wo bleibt denn heute mein Freund aus der Stadt? fchwulit, hilft mein er und äußerlich vo Silung, fomeriti holder- Geist Rachn. Auss apalten Sie meine Gilederwärme Sagenfell) sum Mufl Georg Pol Berlin W. Schöne Verland nu S.02. N S t B Le ivayreno oes Lages war einen ganz neuen, unbeschreiblich süßen Reiz. und dunkel beschatteten Lidern hervor, gab ihrem Antlitz verklärte Blick ihrer schönen Augen unter den breiten, weich sehr lieblich anzusehen, und das glückstrahlende Lächeln, der Sie war in ihrem weißen Foulardkleide, ohne jeden Schmuck, Leichten Schrittes ging Hilda neben ihrem Verlobten her. es nicht ratsam, das Haus zu verlassen. Schönes maren bereits weit voraus und standen auf dem hinausdas Brautpaar von verschiedenen Gruppen überholt, andere her ein allgemein beliebter Spaziergang. Auch jetzt wurde von Yokohama entfernt, bequem zu Fuß zu erreichen und dafallenden Ufer errichtet, ungefähr eine gute halbe Stunde Das Ziel, dem Hellmut und Hilda zustrebten, war ein Etablissement, hart an dem hier steil zur See herabhinüberschauen sah. derungsvoll nach dem schneegekrönten Gipfel des Fusi- Yama erwachsenes Mädchen?" fragte Hellmut, da er Hilda bewunin Erinnerungen, folge eines Ereignisses er wahr, wie bleich sie geworden war. und schonungsbedürftig; es war eine schöne, fich für mich an jene Zeit und jene Gegend keine guten Gebirgsnatur auf mich ein tiefer. Allein im übrigen knüpfen Gegend, in der wir wohnten, und der erste Eindruck der Nur?" fragte Hellmut, als sie stockte. Erstaunt nahm meine Verwandten mit uns einen ganzen Sommer, bis Ter Onkel war überarbeitet, auch Walter rasch gewachsen den Spätherbst hinein, in den bayerischen Bergen zubrachten. „ Nein, ich war ein Kind, neun Jahre alt etwa, ich erkrankte dort lebensgefährlich, inromantische als しい 32324 T1111 1212 nehr der ür meine ar ich so ven und er durch mit dem damals inander, in dem Knabe". it einer sich das urgemäß r, einem шаб bei nünftige t haben terliches gaben ern und mir es Herz ich, ihm Ich wohl ist viele folgt.) ten, als oten.) ußland jo Peutschen, i ihrem ng des en und Inglück, deutete orden. Milch( fe und Steigen. Kutscher sitzende Diener ab und half den Herren beim AusHerren saßen in dem Wagen. Eilig sprang der neben dem dem Hause. Zwei in kostbare Pelze gehüllte vornehme Unterdes war die Troika herangekommen und hielt vor such selten etwas Gutes. Fuhrwerk), die sich in rasender Eile dem Gehöft näherte. Gesicht, denn für russische Bauern bedeutet vornehmer Be" Ja, Gott schütze uns!" sagte Petrowna mit ängstlichem Pieven vespanntes sezte breitschulterige Gestalt, mit einem stark geröteten Gemächtig dünkenden altrussischen Aristokraten, war eine unterCharakter. Alexandrowitsch, der echte Typus eines sich allgrundverschieden, im Aeußeren sowohl, als im Wesen und Baron Balduin von Swan, waren troß ihrer Verwandtschaft Die beiden letzteren, Graf Feodor Alexandrowitsch und zu erteilen. fie wird a tende Anfo während d wird mit nicht nur nicht unmi Truppe, d Es mußter und Bugti folgen wingung liche Scho Expedition über die Pferde faners, de tat, bedari Truppe vo man braud taler Roheit, ausprägte. Christoph Werner ging den Herren Intelligenz, wie eine wirklich adlige Gesinnung. dunklen, schwärmerisch blickenden Augen, verriet ebenso hohe Gesicht mit dem braunen Vollbart, belebt von einem Paar Gestalt war mittelgroß und schlank, und das edelgeformte Provinzen, war eine wahrhaft vornehme Erscheinung. Seine junger Edelmann aus den von Deutschen bewohnten Ostseesicht, in welchem sich lächerlicher Hochmut, gepaart mit bruBaron von Swan dagegen, ein höflich entgegen. Ruhe rümpfend, Hinsicht andere Ansichten. wollen nämlich eine über die Züge Werners glitt. den beleidigenden rohen Worten des Grafen ein Schatten so vertraulich) mit diesem schmutzigen Bauerngesindel „ Laß das, Feodor," sagte der Baron, als er sah, daß bei sohn einen verächtlichen Blick zuwerfend, wie kannst du nur von mir, daß ich ihr einen jungen Bären Tier zu bringen, und sollte ich mein Leben preisgeben." nung war, um so vornehme Gäste " Aber, Balduin," ſagte Alexandrowitsch, die Nase ihr als Beweis meiner aufrichtigen Verehrung ein ſolches zu stören, aber wir müssen bei Euch als Schoßtierchen aufziehen will, und ich habe geschworen, in näselndem Tone und dem deutschen Bauernlichem und herzgewinnendem Tone, es tut mir leið, Gure zeugen, daß das gute Zimmer" auch in genügender Ordwährend Petrowna in das Haus geeilt war, um sich zu über. Grüß Gott, lieber Freund," rief der Baron in herzmeines Vetters hier, verlangt ,, Du weißt, ich hege in dieser zu empfangen. ren verschaffe, den sie absteigen. Wir junge Dame, die Schwester unternehmen, denn eine ſprechen flüsterte: Graf das Gesicht verzog und leise Baron in seiner leutseligen Weise, während der russische ,, Gern nehme ich die herzliche Einladung an," sagte der zu seinem Gefährten hier. können. wendend, hinzu. „ Feodor," beistehen, nicht wahr, mein Freund?" fügte er, sich zu Werner ordentlich gefällt, wird uns gewiß gern führen und uns Jungen, und der junge Mann, der mir übrigens außerdor," erwiderte der Baron unmutig, dein beleidigendes Wesen. Mach' du, was du willst, ich bleibe erwartet, und verletze diese braven gastlichen Leute nicht durch Ueberdies gibt es in der Nachbarschaft Bären mit gegen dieses schmußige Bauernpack nichts zu mir nehmen. Gefallen und betrage dich, wie man es von einem Kavalier zubereitetes Essen vorsetzen, das Leute wie wir nicht genießen die wenig über dem Tier stehen, werden uns ein unsauber hütten hier sind schmutzige Viehställe, und die Menschen darin, Ich wenigstens tann schon vor Ekel und Abscheu ,, Aber, Balduin, ich begreife dich nicht! Diese Bauern,, tue mir den gefahrvoll. Fang eines jungen Bären Bären?" Dazu kann Rat werden, junge Bären in der Höhle sind, ist das Abenteuer doppelt Spuren zu verfolgen bis zu ihrem Lager; aber die Sache ist gefährlich. Ein Bär ist ein schlimmer Gegner, und wenn Kuh zerrissen und fortgeschleppt, und wir brauchen nur die Werner, eine Bärin hat vor wenigen Tagen unsere beste fuhr der Baron, zu Werner gewendet, freundlich fort: Jagd hier, d. h. worauf es mir gerade ankommt, auf den " Lieber Freund, haben wir Aussicht auf eine erfolgreiche Der Graf war verſtimmt, aber, ohne darauf zu achten, Euer Gnaden," erwiderte Gesinnungen überzeugt sein." lowna wird dann um so fester von der Aufrichtigkeit meiner größer die Gefahr, um so größer die Ehre, und Gräfin Pau" Ich fürchte nichts," sagte der Baron, im Gegenteil, je und ich darf sagen, ich kenne die Bären und ihren Schlupf= " Ich stehe Guer Gnaden zur Verfügung für jeden Dienst, Bauer bieten kann?" Ehre geben, ein bescheidenes Mahl einzunehmen, wie es der Wollen die Herrschaften nicht eintreten und uns die winkel" seinem Gefährten: mit zusammengekniffenen Augen musternd, werden wir um so bessere Freunde." Der russische Graf lächelte verächtlich, und, den Knecht Nun, das freut mich," sagte der Baron vergnügt ,,, dann sagte er zu Was ver" Ich habe bereits für bessere Hilfe gesorgt. dungen treffen sollen, wo wir Halt machen und den Anbruch bieten lassen, die uns nacheilen und uns am Saum der WalIch habe durch den Starosten erfahrene Forstbeamte aufsteht denn so ein Bauernlümmel von der edlen Bärenjagd? :„ Sie sind und nachher u haben, es Sie dagegen Gerichtshof, o viel Glas t denn die n: Ballet t denn Ihr -B.:„ Der drei Jahren nut irgend u: Wieviel Das hängt hier zu be Else( als sie weitern noch Papa, wo für uns herHieviel Hasen hoffen?" feiner un im Himmel - Tante chen: Ra, Die Soffnung Der Naturge Angorafelle Die Niagara „ Sie geben n Sie auch 8 vorher be Demerte auch ):„ Ich bitte er hier noch ich durch den - Der Ange ier: Dente rlesung mein Ent Bummel: Jehst du auch en! Also der ben und wat man mieder, htig find, fich , er war ja :„ Karlchen, r liebe Gott na, du hast geschrieben?" s der Stadt? en hielten ich denke n schönen ficht, in welchem sich lächerlicher Hochmut, gepaart mit brutaler Roheit, ausprägte. Junger helmann aus den von Deutschen bewohnten OstseeBaron von Swan dagegen, ein Korpulenz + Fettlebigkeit+ wird beseitigt durch die Tonnola- Zehrkur. Kein starker Leib, keine starken Hüften mehr, sondern jungendlich schlanke, oleganto Figur und graziöse Taille. Zein Heilmittel, kein Geheimmittel, sondern naturgemässe Hilfe. Garantiert unschädl. f. d. Gesundh. Keine Diät, keine Aender d. Lebensw. Vorzügl. Wirkung. Pack. 2,50 M. fr. geg. Postanw.o. Nachn. D. Franz Steiner& Co. Berlin 41, Königgrätzer Str. 78. Eleg. Daunenbett, rot oder rot- rosa gestr. prachtv. feberdicht Inlett, setbenart. Glanz.Oberb. u. 2 Kiffen mit Daunen gefüllt. Unterbett. mit Halbbaunenfüll., ganzes Bett nur 40 Mark per Nachn. Rein Risiko. Umt. gestattet. 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Kataloge gratis BIAL& FREUND, Breslau Verwundete zu haben und das feindliche Lager mit stürmender Hand nehmen, das ist eine militärische Musterund Meisterleistung, vor der alle Welt den Hut ziehen muß. Die Bedeutung dieser Waffentaten beschränkt sich obenein nicht auf den augenblicklichen Erfolg, den sie hatten: Ihre Folge war auch, daß die gesamten Hererohorden sich mit ihrem eigenen und dem erbeuteten Vich in die OtjijangatiBerge geflüchtet haben. Nach diesen Erfolgen, denen sich noch der inzwischen erfolgte Entsatz von Omaruru anschließt, bleibt der Hilfsexpedition aus der Heimat, wie gesagt, nur noch die Aufgabe, einen kräftigen Denkzettel an die Herero zu erteilen. Diese Aufgabe ist freilich keineswegs leicht, und sie wird an die Leistungsfähigkeit unserer Truppen bedeutende Anforderungen stellen. Um den flüchtenden Herero zu folgen und ihnen das Vieh abzujagen, was ihre Bezwingung erst besiegeln würde, haben die Truppen beträchtliche Schwierigkeiten zu überwinden. Zunächst bedarf die Expedition, um den Herero zu folgen und ihnen die Flucht über die Grenze des Schutzgebietes zu verlegen, gutes Pferdematerial. Nach der Ansicht eines alten Afri faners, der lange Jahre in Südwestafrika Offiziersdienſte tat, bedarf es zur Abfangung der Herero nur etwa einer Truppe von 1000 Mann mit den nötigen Geschüßen. Aber man braucht Pferde und Zugtiere für Geschütze u. s. w., und nicht nur für diese 1000 Mann, sondern auch für die sick nicht unmittelbar an der Verfolgung beteiligende übrige Truppe, die doch auch jederzeit marschbereit bleiben muß Es müßten daher nicht 1000, sondern sofort 3000 Pferde und Zugtiere beschafft werden. Denn das Erpeditionskorps wird mit großen Verlusten zu rechnen haben, nicht nur während der Seetransporte, bei der Landung, während des Bon 20 Mark an versenben wir frel innerhalb Deutschland, von 25 Mark an gewähren wir fünf Prozent bet Baarzahlung. 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Beide Aeußerungen sind, wenn sie nicht wahr sind, mindestens gut erfunden. Oefterreich- Ungar. Um den finanziellen Schwierigkeiten, die sich aus der militärischen Laufbahn für weniger bemittelte Offiziere ergeben, zu begegnen, beabsichtigen militärische Kreise in der Donaumonarchie eine große Kreditbank für Offiziere zu gründen, deren Hauptaktionär der Kaiser selbst sein soll. Die habsburgischen Familienfonds zeichneten einen namhaften Betrag; es heißt, daß bereits ein Aktienkapital von zehn Millionen Kronen aufgebracht sein soll. Vor der Deffentlichkeit figuriert Generalmajor Fürst Wrede als Gründer der Bank. Nach dem Prospekte wird die Bank die Offizier sich u Lid en konvertieren, und zwar in der 13. 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Die russischen Zeitungen chte aus dem Osten, und auf dem t der Zar einem Diplomaten, der die friedliche Haltung Rußlands 1, aber alles hat seine des friedeseligen Zaren hat dieses Parlamenten. des Reichstags hat in Sachen der berstleutnantsgehälter 3. Spahn( Zentr.) beschlossen, Militäretat geforderten Gehaltsdes Servis und der Erhöhung 3 für patentierte Oberstleutnants Intrag zu unterbreiten:„ tenInfanterie und des Fn= rkorps erhalten eine pensionsart." Die Regierungsforderung on Gehalts-, Servis- und Woh1 für sämtliche Oberstdas Graf Ballestrem zur Eröffr den Reichstagspräsidenten gab, 1. Politische Themata wurden in hrt. Der Kaiser sprach bei Tisch esenden Reichsbeamten, insbeson= : und dem Grafen Posadowsky, r die er sich interessiert, mit den iche und lokale Angelegenheiten, Schmidt- Elberfeld über Elberige Schwebebahn u. s. w. Deutfcher Reichstag. ( 24. Sizung.) CB. Berlin, 4. Februar. Das Haus war bei dem gestrigen Festmahl zum Einzuge des Präsidenten Grafen Ballestrem in das neue Präsidialgebäude jedenfalls ungleich stärker vertreten trotz des Diätenmangels-, als in der heutigen Sizung, in welcher die erste Beratung des Gesetzentwurfs betreffend Entschädigung für unschuldig erlittene Untersuchungshaft fortgesetzt wurde. Als erster Redner erklärt Abg. Frohme, daß er mit seinen sozialdemokratischen Freunden alle Beschränkungen der staatlichen Entschädigungspflicht ablehne, und zog dann scharf gegen die Staatsanwälte los, deren Anklagemonopol geradezu gemeingefährlich sei. Staatssekretär Nieberding wies diese Angriffe zurück. Können Sie, sagte er, dem Reichskanzler Anzeige machen von Fällen gewissenlosen, rechtswidrigen, übermütigen Vorgehens von Staatsanwälten, so bin ich überzeugt und bürge dafür, daß der Reichskanzler für Abhilfe sorgen wird. Ueber Einzelheiten der Vorlage werde sich reden lassen. Daß aber Leute, welche nach der Herzensmeinung des Volkes trotz ihrer Freisprache noch verdächtig bleiben, die Tat begangen zu haben, eine Entschädigung erhalten, das werden die verbündeten Regierungen niemals zugeben. Abg. Stadthagen( Soz.) tritt dem Urteil seines Fraktionsgenossen Frohme über die Staatsanwälte durchaus bei. Was heiße das im§ 2: Verstoß gegen die guten Sitten"! Im Awilecki- Prozeß würden die Richter sicherlich auch einen solchen Verstoß gegen die guten Sitten angenom men haben, denn die Angeklagte habe sich ja unterstanden, noch in relativ so hohem Alter Mutter zu werden.( Heiterfeit.) Es sei Praris, politisch mißliebige Leute so lange als Verwu Stürmende und Mei Die Bed nicht auf Folge w n schönen en haben. cdüsterten es entsetzein, nein, aufhörlich schweren en hielten ich denke 11: ch jenem beträchtrwandten ch bis in einsichtssen Vornkte und aubt?" sen: was schönen, daß ich mgebung meiner Sem mit ar ich so ven und er durch ür meine nehr der Schönheits- Crême, jane, jugerber Teint 2.50 granes. F. Heinrich, Berlin O., Woldenweg 62. Darlehne disc. u. coul.verg. Hinrichs, Berlin, Elsasserstr. 61. Backp. Ilaltbare, elegante, Lindener Sammete glatt und gerippt ju Kleidern, Blousen und unserreikbare su Knabenanzüge. Auf Wunsch Muster. Sammethaus Louis Schmidt, Hannover 21, gegr. 1857. Nur& Mark toftet eine genau gultrte Memontote.hr mit gutem, usert. Bert. Schriftl. Garantie. Juustr. Pretsbuch über brauchb. Uhren, Minge u. Schmudfachen portofrei. Schlagwert Regulator bon 9 M. an. Gebr. Loesch, Leipzig 5. Berliner Betten- Fabrik Nicht möglich! R. 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Drud unb Berleg son 8. Seng& Comp., G. m. 1.&. Beslin O. 21, Solymastifte. 4. Deshalb überflüffig: schen in gilt es dod Bestraf Sie ist nöt schen in d sehens De Der schnel auf die E zurüdzufül die Bestra Wahrli mit Stolz nant hat jid moralischen Schon der D bon Herero war die die Verteid ein erheber es nicht m der mit ei Schreibe 80 Tausende t auch die n Schwarzen Stationen sicht, die i erfparte Befreiung hat der Le und dem d für das die 2 Gine r huar, am im Verein und glüd Hauptl berg bei S fedt geg an Zahl es nicht ratsam, das Haus zu aytenu des Lages war verlassen. einen ganz neuen, unbeschreiblich süßen Reiz. verklärte Blick ihrer schönen Augen unter den breiten, weich sehr lieblich anzusehen, und das glückstrahlende Lächeln, der Sie war in ihrem weißen Foulardkleide, ohne jeden Schmuck, dunkel beschatteten Lidern hervor, gab ihrem Antlitz Leichten Schrittes ging Hilda neben ihrem Verlobten her. gun waren bereits weit voraus und standen auf dem hinausdas Brautpaar von verschiedenen Gruppen überholt, andere her ein allgemein beliebter Spaziergang. Auch jetzt wurde von Yokohama entfernt, bequem zu Fuß zu erreichen und dafallenden Ufer errichtet, ungefähr eine gute halbe Stunde schönes Etablissement, hart an dem hier steil zur See herabDas Ziel, dem Hellmut und Hilda zustrebten, war ein hinüberschauen sah. derungsvoll nach dem schneegekrönten Gipfel des Fusi- Yama erwaajenes waoajen?" fragte Hellmut, da er Hilda bewunund als folge eines Ereignisses" Erinnerungen, ich erkrankte dort lebensgefährlich, insich für mich an jene Zeit und jene Gegend keine guten Gebirgsnatur auf mich ein tiefer. Allein im übrigen knüpfen Gegend, in der wir wohnten, und der erste Eindruck der Ter Onkel war überarbeitet, auch Walter rasch gewachsen den Spätherbst hinein, in den bayerischen Bergen zubrachten. meine Verwandten mit uns einen ganzen Sommer, bis in ,, Nein, ich war ein Kind, neun Jahre alt etwa, schonungsbedürftig; es war eine ſchöne, romantische er wahr, wie bleich sie geworden war. Nur?" fragte Hellmut, als sie stockte. Erstaunt nahm Knabe"; it einer inander, in dem dem damals r, einem ern sich das irgemäß das, und t haben terliches gaben nünftige bei mir ch wohl ich, ihm es Herz st viele en, als folgt.) ten.) Steigen. Kutscher ſizende Diener ab und half den Herren beim AusHerren saßen in dem Wagen. Eilig sprang der neben dem dem Hause. Zwei in kostbare Pelze gehüllte vornehme Unterdes war die Troika herangekommen und hielt vor such selten etwas Gutes. Fuhrwerk), die sich in rasender Eile dem Gehöft näherte. Gesicht, denn für russische Bauern bedeutet vornehmer BeJa, Gott schütze uns!" sagte Petrowna mit ängstlichem panntes deutete sezte breitschulterige Gestalt, mit einem stark geröteten Gemächtig dünkenden altrussischen Aristokraten, war eine unterCharakter. Alexandrowitsch, der echte Typus eines sich allgrundverschieden, im Aeußeren sowohl, als im Wesen und Baron Balduin von Swan, waren trotz ihrer Verwandtschaft Die beiden letzteren, Graf Feodor Alexandrowitsch und ihrem eig Berge gef Nach d folgte En expedition einen fräf ju erteilen fie wird a tende An zu folgen wingung liche Schn Expedition über die Pferde faners, d tat, bedar wird mi während nicht nur nicht unm Truppe, Es müßt und Bug Truppe b man brau lichem und nung war, um so vornehme Gäſte zeugen, daß das„ gute Zimmer" auch in genügender Ord" Grüß Gott, lieber Freund," rief der Baron in herzwährend Petrowna in das Haus geeilt war, um sich zu überChristoph Werner ging den Herren höflich entgegen, empfangen. taler Roheit, ausprägte. Intelligenz, wie eine wirklich adlige Gesinnung. dunklen, schwärmerisch blickenden Augen, verriet ebenso hohe Gesicht mit dem braunen Vollbart, belebt von einem Paar Gestalt war mittelgroß und schlank, und das edelgeformte Provinzen, war eine wahrhaft vornehme Erscheinung. Seine junger Edelmann aus den von Deutschen bewohnten Ostseesicht, in welchem sich lächerlicher Hochmut, gepaart mit bruBaron von Swan dagegen, ein zu rümpfend, in so vertraulich) sohn einen verächtlichen Blick zuwerfend, wie kannst du nur Tier zu bringen, und sollte ich mein Leben preisgeben." ihr als Beweis meiner aufrichtigen Verehrung ein solches Aber, Balduin," sagte Alexandrowitsch, die Nase als Schoßtierchen aufziehen will, und ich habe geschworen, von mir, daß ich ihr einen jungen Bären verschaffe, den sie mit diesem schmutzigen Bauerngesindel in näselndem Tone und dem deutschen Bauernjunge Dame, die Schwester meines Vetters hier, verlangt wollen nämlich eine Bärenjagd unternehmen, denn eine aber wir müssen bei Euch absteigen. Wir Ruhe zu erzgewinnendem Tone, es tut mir leid, Eure sprechen flüsterte: Graf das Gesicht verzog und leiſe Baron in seiner leutseligen Weise, während der russische ,, Gern nehme ich die herzliche Einladung an," sagte der zu seinem Gefährten gefahrvoll. Jagd hier, d. ,, Lieber Fang eines jungen Bären d. h. worauf Bären?" " Dazu fann Rat werden, junge Bären in der Höhle sind, ist das Abenteuer doppelt iſt gefährlich. Ein Bär iſt ein schlimmer Gegner, und wenn Spuren zu verfolgen bis zu ihrem Lager; aber die Sache Kuh zerrissen und fortgeschleppt, und wir brauchen nur die fuhr der Baron, zu Werner gewendet, freundlich fort: Werner, eine Bärin hat vor wenigen Tagen unsere beste Der Graf war verſtimmt, aber, ohne darauf zu achten, Freund, haben wir Aussicht auf eine erfolgreiche es mir gerade ankommt, auf den Euer Gnaden," erwiderte " Lab Hinsicht andere Ansichten. über die Züge Werners glitt. den beleidigenden rohen Worten des Grafen ein Schatten das, Feodor," sagte der Baron, als er sah, daß bei ,, Du weißt, ich hege in dieser Bauer bieten kann?" Ehre geben, ein bescheidenes Mahl einzunehmen, wie es der Wollen die Herrschaften nicht eintreten und uns die Gesinnungen überzeugt sein." lowna wird dann um so fester von der Aufrichtigkeit meiner größer die Gefahr, um so größer die Ehre, und Gräfin PauIch fürchte nichts," sagte der Baron ,,, im Gegenteil, je winkel. und ich darf sagen, ich kenne die Bären und ihren Schlupf= Ich stehe Euer Gnaden zur Verfügung für jeden Dienst, hier. können. wendend, hinzu. Feodor," beistehen, nicht wahr, mein Freund?" fügte er, sich zu Werner ordentlich gefällt, wird uns gewiß gern führen und uns Jungen, und der junge Mann, der mir übrigens außerdein beleidigendes Wesen. Mach' du, was du willst, ich bleibe erwartet, und verletze diese braven gastlichen Leute nicht durch Gefallen und betrage dich, wie man es von einem Kavalier Ueberdies gibt es in der Nachbarschaft Bären mit zubereitetes Essen vorsezen, das Leute wie wir nicht genießen die wenig über dem Tier stehen, werden uns ein unsauber hütten hier sind schmutzige Viehställe, und die Menschen darin, Ich wenigstens kann schon vor Ekel und Abscheu schmußige Bauernpack nichts zu mir nehmen. ,, Aber, Balduin, ich begreife dich nicht! Diese Bauern,, tue mir den gegen diesesiderte der Baron unmutig, Foru seinem Gefährten: mit zusammengefniffenen Augen musternd, sagte er zu Der russische Graf lächelte verächtlich, und, den Knecht werden wir um so bessere Freunde." Nun, das freut mich," sagte der Baron vergnügt, dann dungen treffen sollen, wo wir halt machen und den Anbruch bieten lassen, die uns nacheilen und uns am Saum der WalIch habe durch den Starosten erfahrene Forstbeamte aufsteht denn so ein Bauernlümmel von der edlen Bärenjagd? " Ich habe bereits für bessere Hilfe gesorgt. Was ver