Nr. 103. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., In's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Dienstag, den 3. Mai 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz OberHessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfa sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Maifeier. Von einem Fabrifwerkmeister wird uns geschrieben:„ Al im Jahr 1890 zum ersten Mal der sozialdemokratische Partei beschluß, den ersten Mai als einen allgemeinen Arbeiter feiertag festlich zu begehen, in verschiedenen gewerblicher Mittelpunkten ausgeführt wurde, war ich in Mährisch- Ostrai in Stellung. Dort war ein großer Umzug geplant, der it einem Volfsgarten seinen Abschluß finden sollte. Die Preß auseinandersetzungen über den 1. Mai wurden von beider Seiten in einer sehr heftigen Sprache geführt, so daß es be greiflich ist, wenn die Behörde für diesen Tag unliebsamı Ueberraschungen erwartete und dementsprechende Vorberei tungen traf. In aller Stille natürlich, so daß niemand ein Ahnung hatte, wie ernst die Situation war. Durch einen reinen Zufall war ich selbst in den Umzug hineingerissen worden, weil ich beim Ueberschreiten einer Straße der heran drängenden Menschenwelle nicht widerstehen konnte. Wi mochten ungefähr 4 Stunde gegangen sein, als wir auf dem Wege zum Volfsgarten freies Gelände erreichten, und hier bol sich uns ein ganz seltsamer Anblick. An der einen Wegseite stand eine größere Abteilung Infanterie ernst und schweigend mit Gewehr zu Fuß und in einiger Entfernung davon war eine Batterie Kanonen aufgefahren. An diesen 1. Mai erinnere ich mich immer, wenn ich mir die veränderten Zeitverhältnisse und die unverkennbare Mil derung in unseren sozialen Gegensägen flar machen will. Der 1. Mai vom Jahre 1890 hatte einen entschiedenen revolutio nären Charakter. Die geplante war eine Demonstration der nach einer besseren Stellung im Staate vormarschierenden proletarischen Bevölkerung gegen die bestehende Gesellschaftsordnung, die gestrige Maifeier aber war das wird jeder eingestehen, der ohne Vorurteil Augen und Ohren offen hält, in weit höherem Maße das, was die Maifeier überhaupt sein soll, ein Festtag für das lohnarbeitende Volf. De Form der Feier hat sich entschieden nach der bürgerlichen Seite hin verändert. Es werden parteipolitische Festreden gehalten, und die Versammlungslokale werden mit den Emblemen der Sozialdemokratie geschmückt, aber die Feier selbst entwickelt sich doch in der Form eines Familienfestes. Indem sie so mehr und mehr ihres demonstrativen Charakters entkleidet wird, wird auch vielleicht für die Arbeitgeber allmählich der Grund schwinden, diesem Feste Widerstand zu leisten, und ich halte es durchaus für keine Illusion und keinen unerfüllbaren Traum, wenn ich der Möglichkeit und sogar der Wahrschein lichkeit entgegensehe, daß mit der Zeit der 1. Mai unter volle Billigung und Teilnahme der Unternehmerschaft der allge meine Festtag für das werftätige Volf in Deutschland wird Gerade deshalb aber, weil er als Gradmesser für die Entwickelung unserer sozialen Verhältnisse dient und weil ei der unwiderlegbare Maßstab für die Milderung der Gegen fäße in beiden Lagern der Industrie geworden ist, hat der erste Maientag entschieden eine gewisse soziale Bedeutung, und es ist immerhin gerechtfertigt, wenn man alljährlich seinen Verlauf beobachtet und einen Vergleich zieht mit jenem Tag bon Mährisch- Ostrau im Jahre 1890." Soweit die Zuschrift. Der Einsender übersieht das ein dabei, daß, selbst wenn ihr jeder revolutionäre Untergrund allmählich entzogen werden sollte, die Maifeier an sich nur ein Symptom der geschäftlichen Lage ist. Je nach dem Grade ihrer Stetigkeit und Ergiebigkeit wird diese auch die Maifeier günstig beeinflussen. * Die sozialdemokratischen Maifeiern haben sich, soweit bis. her bekannt geworden ist, sowohl im Inlande wie im Aus lande durchaus ruhig vollzogen. Selbst in dem allezeit un ruhigen Spanien kam es bei den Umzügen der Arbeiter zu feinen Ruhestörungen. Auch in Belgien, wo die sozialen Gegensäße zwischen Arbeitern und Unternehmern mindestens ebenso scharf zugespitzt sind wie in Spanien, vollzog sich die Maifeier ohne jeden Zwischenfall. In allen Großstädten Westeuropas fanden Massenumzüge der Arbeiter statt, die durchweg ohne Störungen oder Ausschreitungen verliefen. Der Krieg in Oftalien. Die Japaner haben den Uebergang über den Jalu mit größeren Truppenmassen glücklich durchgesetzt, und zwar, wie vir von vornherein annahmen, in der Richtung auf Kiufentscheng, wo sie sich festsetzten. Allerdings glückte es ihnen diesmal nicht so leicht, wie im hinesischen Kriege. Es fanden eine ganze Reihe blutiger Gefechte tatt, über die in Tokio folgender amtlicher Bericht ausgegeben worden ist, der sich auf einer Meldung des Kommandierenden der ersten japanischen Armee, General Kuroki, aufbaut. Abteilungen der kaiserlichen Garde und der 2. Division griffen, um Vorbereitungen für das Brückenschlagen treffen zu können, am 26. April den Feind auf den kleinen InselGen im Jalu an, vertrieben ihn und besetzten die Inseln. Von der Garde wurden 9 leicht und 16 schwer verwundet, die 2. Division hatte keine Verluste. Der Feind nahm beim Rückzug viele Tote und Verwundete mit nach Kiulientscheng. Ein gefangener russischer Kavallerist sagt aus, daß die 22., 23. und 27. Infanterie- Regimenter von den ostsibt= rischen Scharfschüßen die Avantgarde bildete. Leutnant Senyloff, Kommandeur der berittenen Schüßen des 22. Regiments, wurde tot aufgefunden und in Widschu begraben. Auch wurden 95 tote und 6 lebende Pferde gefunden. Vom Mittag bis zum 27. feuerte der Feind mit Unterbrechungen auf Widschu, aber das Feuer wurde nicht beantwortet. Am 26. gingen 2 Kanonenboote und 2 Dampfer, die vom Geschwader des Admirals Hosoya detachiert waren, den Jalu aufwärts, wechselten Schüsse mit dem Feind bei Antrushan und brachte sein Feuer zum Schweigen. Diese Abteilung erlitt feinen Schaden. Am 28. April unternahmen zwei Infanteriekompagnien der Garde eine Refognoszierung auf Hu- shan und eine detachierte Sektion auf Sizuquen, von wo der Feind floh, 5 Tote zurücklassend. Der Feind feuerte aus großer Entfernung aus der Nachbarschaft von Kiulientscheng auf Widschu, ohne viel Erfolg auf unsere vorbereitenden Arbeiten. Am 29. April fing die 12. Division an, bei Sukuchin Brücken zu schlagen, und war am frühen Morgen des 30. damit fertig, worauf die Armee mit dem Uebergang begann. Von 10 Uhr 40 Min. vormittags bis 1 Uhr 20 Min. nachmittags wurde heftig von allen Seiten geschossen, aber der Feind war bald zum Schweigen gebracht. Unser Verlust betrug 5 Offiziere leicht verwundet, und von den Unteroffizieren und Mannschaften waren 2 getötet und 22 verwundet. Um 8 Uhr abends desselben Tages war die Brücke über den Hauptstrom fertig, die Kolonne ging hinüber und gegen Hushan vor. An demselben Tage ging die Abteilung des Geschwaders des Admirals Hosoya bis unterhalb Antungſien vor und focht mit 400 Mann Infanterie und Kavallerie auf nahe Distanzen. Ebenso wurden sie von Artillerie heftig beschossen; aber nach einer Stunde zog sich der Feind zurück. Auf unserer Seite bierbei kein Unfall. Mit Tagesanbruch des 1. Mai beschossen wir und brachten zum Schweigen die feindliche Artillerie auf einem Hügel im Nordwesten von Hushukou. Um 7 Uhr 30 Min. gingen alle Divisionen zum Angriff dor und besetzten um 9 1hr 30 Min. die Höhen von Kiufientscheng bis nördlich von Nakou und Hushukou. Die Verluste in Toten und Verwundeten halten sich auf beiden Seiten, oorausgesetzt, daß der offizielle Zofioter Bericht streng bei Ser Wahrheit bleibt, ziemlich die Wage. Die Russen verloren 800 Mann, die Japaner 700 Mann. Dagegen haben die Russen einen schweren Verlust an Artillerie und Munition erlitten Kuroki spricht von 8 Maschinengewehren, 28 Schnellfeuergeschützen, einer großen Anzahl Gewehre und viel Munition, auch sind zwanzig Offiziere und eine ganze Menge von Unteroffizieren und Soldaten in die Hand der japaner gefallen. Die Generale Sassulitsch und Kaschtalinski wurden verwundet. Die russischen Streitkräfte umfaßten Die ganze dritte Division, zwei Regimenter der sechsten Diision, eine Kavallerie- Brigade und ungefähr vierzig Schnellfeuergeschüße. Wie im Bericht des Generals Kuroki kurz erwähnt ist, ging Die Einleitung der Feindseligkeiten unter zielbewußter Mitwirkung japanischer Kriegsschiffe or sich, über die noch folgende spezielle Meldung interessante Einzelheiten bringt: Eine Abteilung, bestehend aus den Schiffen„ Maya", ,, Njo" und Torpedobooten, ist am 1. d. Mts. den Jalu hinaufgefahren und hat den Feind beschossen. Während sie zurückkehrte, griff die russische Artillerie plötzlich die Torpedoboote an. Letztere brachten jedoch die feindlichen Geschütze nach einem halbstündigen heftigen Feuer zum Schweigen. Die ganze Abteilung ist darauf ohne Verluste nach Mönampho zurückgekehrt. Die armierten japanischen Barkassen erreichten Antung an demselben Morgen und zwangen die feindliche Infanterie und Artillerie nach einem halbstündigen heftigen Gefecht zum Rückzuge. Man hat gesehen, wie in der Stadt Feuer ausbrach. Ein Eingeborener berichtet, der Feind sei von Antung geflohen, nachdem er Feuer angelegt habe. Es wäre verkehrt, diesem japanischen Erfolg mehr als ine vorübergehende Bedeutung beizuniessen. Die allgemeine Kriegslage ift, wie unser Mitarbeiter uns schreibt, durch das Ueberschreiten des Jalu für die Japaner durchaus nicht hoffnungsboller, für die Russen nicht schlechter geworden. Von vornherein war es klar, daß die russische Oberleitung kein besonderes Gewicht auf die ernstliche Haltung der Jalulinie legte. Sonst hätte sie längst dafür sorgen können, daß den ungefähr 200 000 Mann, über die die Japaner am Jalu verfügen, eine stärkere Truppenmacht als die jetzt dort befindlichen 30 000 Russen entgegengeworfen werden konnte. Der russische General Kuropatkin erwartet die Entscheidung ganz wo anders, im Herzen der Mandschurei auf der Linie RaitschingLiaotschang- Mukden. Dort hat er, soweit es sich übersehen läßt, auf verhältnismäßig engem Raum und in einem äußerst günstigen Gelände etwa 150 000 Mann versammelt. Diese Bahl würde vollkommen genügen, um den Sapanern, falls sie sich auf ein Abenteuer à la Napoleons Zug im Jahre 1812 einlassen sollten, ein Paroli biegen zu können. Ja, die Russen, würden hier den Japanern wahrscheinlich bedeutend überlegen sein, da diese zur Deckung ihrer langausgedehnten Rückzugslinie sich an Truppen schwächen müßten, während die Russen einen großen Teil ihrer bisher detachierten auf die Hauptstellung zurückziehen könnten. Außerdem sind die Russen, indem sie die Jalulinie aufgeben und sich um Liaotschang, wo Kuropatkin sein Hauptquartier aufgeschlagen hat, gruppieren, in der Lage, der gefürchteten Landung der Japaner bei Niutschwang erfolgreich entgegenzutreten. Die Politik. A Auch Elsaß- Lothringen hat jetzt seine Kanalvorlage. Die Straßburger Regierung hat dem reichsländischen Landesausschuß soeben das Projekt eines Rheinfanals unterbreitet, der zwecks Regulierung des Oberrheins gebaut werden soll. Der Entwurf schätzt die Kosten für den Kanal Straßẞburg- Lauterburg auf 22 Millionen, für die Abzweigung nach Marimilansau auf 25,5, nach Sondernheim auf 30 Millionen. Die reichsländische Regierung wünscht den Kanalbau bis Sondernheim. Sie macht den Bau des Kanals von der Erhebung von Kanalabgaben, sowie von der Gewäh= rung von Beiträgen der Interessenten abhängig. Die Kommission des Landesausschusses, die sich mit der Vorlage bereits beschäftigt hat, empfiehlt der reichsländischen Regierung, sie solle bei der bayerischen Regierung anklopfen, ob und unter welchen Bedingungen bayerischerseits der Bau des Kanals von Straßburg nach Sondernheim von Lauterburg ab auf pfäl zischem Gebiete gestattet werde. * Auf telegraphisches Ersuchen des Obersten Leutwein werden demnächst, wie unser Berliner CB- Mitarbeiter von gut unterrichteter Seite hört, zwei Bataillone- rund 1500 Mann und zwei Feldvatterien als Verstärkung nach Deutschsüdwestafrika gesandt werden. In amtlichen Kreisen rechnet man mit einer ein jährigen Dauer des Aufstandes, im günstigsten Falle mit einer halbjährigen. Nochmals wird unserem Mitarbeiter bestätigt, daß Oberst Leutwein die Oberleitung der Operationen in der Kolonie behält.- Wie von der Kolonne Glasenapp verlautet, sind die Typhuserkrankungen unter den Mannschaften der Kolonne zwar noch nicht zum Stillstand ge kommen, die Krankheitsfälle nehmen aber einen günstigeren Verlauf. Von der Kolonne liegen 90 Typhuskranke in Windhuk und 45 in Otjhaënena. Wie weiter verlautet, sind die Herero über die ihnen von der Kolonne Glasenapp im Gefecht bei Okaharui zugefügten schweren Verluste sehr niedergedrückt. Die Gleichstellung der nichttechnischen mit den technischen Eisenbahnsekretären im Anfangsgehalt und in den Gehalts. stufen ist für 1905 in Aussicht genommen. Ferner ist eine Verschmelzung der zur Zeit bestehenden 21 Eisenbahn. betriebsfranfenfassen zu 3 Zentralfassen( nach dem Vorbilde der Arbeiterpensionsfasse in Berlin) mit dem Size in Berlin, Köln, Breslau geplant. Zu stellvertretenden Vorsitzenden sollen fünftig statt Eisenbahnsekretären nur Assessoren bestellt werden. Oefterreich- Ungarn. * Die tschechischen Obstruktionisten versuchen es jetzt mit einet neuen Methode, das österreichische Abgeordnetenhaus beschlußunfähig zu machen. Wenn die Sigung beginnt, ist nur ein einziger Tscheche im Saale, und der bezweifelt die Beschlußfähigkeit des Hauses. Stellt sich dann die Beschlußunfähigfeit heraus, so muß die Sitzung vertagt werden. Die anderen Parteien bemühen sich selbstverständlich, dies tschechische Manöver zu durchkreuzen, indem sie ihre Mitglieder verpflichten, bei Beginn der Sigung im Saale zu sein. Ueber diese Vereitelung ihrer Obstruktionspläne herrscht bei den Tschechen selbstverständlich große Erbitterung, die sich in fast jeder Sigung in lärmenden Schimpfreden Luft macht. Türkei. Im türkisch- griechischen Konflikt wegen des Zwischenfalls in Smyrna hat Griechenland die Entscheidung der Mächte darüber angerufen, ob die türkischen Behörden in Smyrna zu ihrem Auftreten gegen den griechischen Konsulatssekretär berechtigt gewesen seien oder nicht. Die Pforte erklärte näm lich auf Grund der Darstellung des Wali von Smyrna, die ganze Schuld an dem Vorfall trage der griechische Konsulats. sekretär. Die Griechen drohen übrigens, heißspornig, wie sie sind, der Türkei mit friegerischen Maßnahmen, wenn sie ihnen nicht Genugtuung geben wolle. Amerika. Endlich kommt die leidige Geschichte mit der Aufstellung des Denkmals Friedrichs des Großen in Washington zur Ruhe. Nach einer Meldung aus der amerikanischen Bundeshauptstadt soll das vom Kaiser den Vereinigten Staaten geHeimat und abrung feines Weges ziehen. Und er felbst aufbe hefchworen! der dies Geschickt sich in frevelhaftem Leichtsinn herFräulein Leinemann trat ein die Er Briefterin, welche den Stier zum Altar geleiten sollte. und begrüßte ihn: ihm einen " Fräulein Alma, ich bewundere Sie!" genialen Gedanken ein. Er verneigte sich leicht vor Alma Die Betrachtung dieser eigenen Gefühle gab und sagte ernsthaft: Sie antwortete heiß errötend mit ginom lid, in welchem Hat uns der Unverstand. Doch tausendmal beneidet Gab uns das Glück die Hand, Einmal vielleicht im Leben Na, das nebenbei. unbestin.t gelassen, da des verlorenen Haidedörfchens an, von dem aus, eine Stunde Ganz mutterseelenallein trat ich den Weg von der Haltestelle auf, dech den ena ich abholen und Empfang nicht liebte. die Minute meiner Ankunft hatte ic Ich machte mich also guten Mutes widmete Denkmal in Washington am 21. November d. J. enthüllt werden. Es hat ziemlich lange gedauert, bis die Yankees sich entschlossen haben, das kaiserliche Geschenk so aufzunehmen, wie man es bei einer auf Anstand und Wohlerzogenheit Wert legenden Nation erwarten muß. Soviel scheint jedenfalls sicher: Ein zweites Geschenk wird Uncle Sam vom deutschen Kaiser nicht erhalten. Hof und Gesellschaft. ** Der Kaiser, der mit seiner Gemahlin von der Einweihung der Mainzer Rheinbrücke nach Potsdam zurückfehrte, besichtigte gestern vormittag auf dem Bornstedter Felde die Bataillone des Ersten Garderegiments 3. F. und das Lehrinfanteriebataillon. Die Kaiserin war ebenfalls in einem offenen Vierspänner dort eingetroffen; ferner waren die Generalität und viele fremdländische Offiziere erschienen. Der Besichtigung schloß sich ein Exerzieren im Heuer an, zu welhem die zweite Kompagnie der Garde- Jäger mit einer Maschinengewehrabteilung, die Unteroffizierschule, das 3. Garde- Ulanenregiment und zwei Batterien der Garde- Feldartillerie hinzugezogen waren. Nach dem Gefecht hielt der Kaiser Kritik ab. Sodann folgte Parademarsch. Darauf jezte sich der Kaiser an die Spitze des Ersten Garderegiments 3. F. und führte dasselbe nach der Stadt, wo er auf dem Kasernenhof das Regiment noch einmal defilieren ließ. Später nahm der Kaiser das Frühstück beim Offizierkorps ein. Die Kaiserin war nach dem Gut Bornstedt gefahren. Heute( Dienstag) erfolgt in Gegenwart des Kaisers die Einweihung des Jung- Wilhelm- Denkmals auf der Luiseninsel im Berliner Tiergarten. Deutfcher Reichstag. CB. Berlin, 2. Mai. ( 81. Siburg.) Nach längerer Unterbrechung wurde heute die zweite Beratung des Etats bei den Einnahmen aus 3 öll ent und Verkaufssteuern fortgesetzt. Da der Beschluß der Budgetkommission, zur Beseitigung der Zuschußanleihe die Matrikularbeiträge zu erhöhen, in den Einzelstaaten eine sehr ungünstige Aufnahme gefunden hat, machte der nationalliberale Abg. Dr. Pa asche den Vorschlag, in der drittten Lesung, um ihnen Erleichterung zu gewähren, die Einnahmen aus Zöllen höher anzusezen. Ohne es zu wollen, entfesselte er damit wieder eine allgemeine handelspolitische Debatte. Denn der freifonservative Abg. v. Kardorff trat ihm mit der Behauptung entgegen, wenn der Bundesrat nicht verabsäumt hätte, die Handelsverträge zu fündigen, würde auch für die Einzelstaaten die Gefahr übermäßiger finanzieller Belastung gar nicht bestehen. Den hierin liegenden Vorwurf gegen die verbündeten Regierungen wies der Staatssekretär des Reichsschazamts Frhr. v. Stenge I entschieden zurück, und dadurch fanden sich Redner von rechts und links bewogen, zu zeigen, daß sich ihre Ansichten über Zolltarif und Handelsverträge in den letzten vier Wochen nicht geändert haben. Des weiteren gab es eine Diskussion darüber, ob die Brüsseler Konvention der deutschen Zuckerindustrie schädlich oder förderlich sei. Der Reichsschazsekretär brachte Ziffern zum Nachweise bei, daß der Erport nur wenig nachgelassen, der Inlandskonsum aber erheblich zugenommen habe. Ohne wesentliche Erörterungen wurde dann außer diesem Etat noch der der Reichsstempelabgaben erledigt. worauf sich das Haus bis morgen vertagte. Nab und Fern. wagens fumigen ende. Sämtliche 6 Personen, die auf einer Vergnügungsfahrt begriffen waren, wurden getötet. Die Düsseldorfer Kunst- und Gartenbauausstellung wurde in Gegenwart des deutschen Kronprinzen feierlich eröffnet. Der Kultusminister Dr. Studt wies in längerer Rede auf die Notwendigkeit hin, daß der innere Friede in der deutschen Künstlerschaft gepflegt werden müsse. Erbschaftsschwindel. In Oldenburg ist eine Millionenerbschaft in nichts zerronnen, nachdem die glückliche" Erbin, eine Frau Prüfer sich bereits in große Kosten gestürzt hatte. Das Ganze war ein abgefeimter Schwindel, um ihr Geld abzujagen. Gelegentlich eines Prozesses, den Frau Prüfer auf dem Amtsgericht wahrzunehmen hatte, trat an die einfache Frau ein elegant gekleideter Herr heran, der sich mit ihr in ein Gespräch einließ. Frau Prüfer, die anscheinend mit der Redseligkeit ihres Geschlechts reichlich ausgestattet ist, machte aus ihrem Herzen feine Mördergrube und gab dem Fremden ein vollständiges Bild ihres Lebens.„ Aha", sagte der Fremde, als er die Ahnungslose ausgehorcht hatte,„, dann sind Sie ja die Frau, der Herr Soundso in Kobler beinahe zwei Millionen in barem Gelde vermacht hat, von den Erträgen aus verschiedenen Gütern gar nicht zu reden." Zum Beweise seiner Behauptungen holte der Herr dann aus der Brusttasche ein amtlich aussehendes Schreiben, das nichts weniger sein sollte als das bedeutungsvolle Testament des wohltätigen Dienstherrn. Aus diesem hochwichtigen Schriftstück las er der vor Freude ganz benommenen Frau verschiedene auf sie zutreffende Stellen vor und erbot sich, zur Erlangung der Erbschaft behilflich zu sein. Eine Reise nach Koblenz sei zur Aufklärung eines Fehlers im Geburtsschein nötig. Frau Prüfer machte sich sofort nach Erlangung eines Vorschusses vom Dienstherrn ihres Mannes auf und fuhr mit dem noblen Herrn nach Koblenz. Nichts war natürlicher, als daß die Millionärin zahlte. Nachdem der Begleiter von ihr manche Mark abgeschwindelt und ihr sonst große Kosten berursacht hatte, gab er ihr den Rat, umzukehren, da ihre Anwesenheit jetzt in Koblenz doch noch keinen rechten Zweck hätte. Frau Prüfer und ihr Mann wandten sich darauf telegraphisch an das Amtsgericht in Koblenz, das zurückdrahtete: Hierseits von der Erbschaftsgeschichte nichts befannt." Man kann sich denken, daß diese amtliche Erklärung wie ein Donnerschlag bei der Familie Prüfer wirkte. Mit cinem Male war der ganze Millionentraum ausgelöscht, die Güter waren als Schlösser erkannt, die im Monde liegen, die neue, in Aussicht genommene Plüschgarnitur, der Spiegel mit Goldrahmen- alles war dahin, nichts war geblieben als die traurige Gewißheit, einem geriebenen Schwindler zum Opfer gefallen zu sein. Deutschland in St. Louis. Der deutsche Reichskommissar für die deutsche Abteilung auf der Weltausstellung in St. Louis, Geheimrat Lewald, war der erste aller fremdländischen Vertreter, der einen offiziellen Empfang nach der Gröffnung bot. Er begrüßte die Ehrengäste, unter anderen den chine sischen Prinzen Pu- Lun am Fuße des bronzenen Adlers in der deutschen Kunstgewerbe- Halle. Die Eröffnungsfeier begann in ergreifender Weise mit einem Gebet des Geistlichen, das die vieltausendköpfige Menge murmelnd nachsprach. An die etwas langatmigen Reden der verschiedenen amerikanischen Vertreter schloß sich ein buntfarbiger Umzug von typischen Figuren aus der Vergnügungsausstellung und Völkerschaften. A Gin Zusammenstoß zwischen Eisenbahn und Automobil führte bei La Ferrière zu einem für die Insassen des KraftDer Wildhirt. Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung) ( Nachdruck verboten.) Ginen sonderbaren Selbstmordversuch unternahm ein Dienstmädchen in Erlangen. In der Verzweiflung darüber, daß es beim Abstäuben zwei Figuren zerbrochen hatte, schüttete es Pulver auf einen Stuhl, zündete es an und setzte sich Im selben Augenblick darauf. Der gewünschte Erfolg blieb aus; dagegen erlitt die Kehrseite der Aufgeregten empfindliche Brandwunden. + Die Naturärztin" Schmidt, die in Wiesbaden wegen verbrecherischer Manipulationen an Frauen aus den berschiedensten Gesellschaftskreisen verhaftet wurde, wurde aus der Untersuchungshaft nach der Leichenhalle geführt, um eine Kindesleiche zu refognoszieren, welche in dem Keller des von ihr bewohnten Hauses in einem Schließkorb verwahrt gefunden worden war. Das Kind war anscheinend nach der Geburt getötet worden. Die Affäre zieht immer weitere Kreiſe, unter anderem soll die Tochter eines Großindustriellen aus einem Nachbarort, eine Gräfin und andere Damen aus den höchsten Kreisen schwer kompromittiert sein. Für die Dörfler aber bildete der Fall einen ausgezeichneten und höchst willkommenen Gesprächsstoff, der das Gute hatte, daß er den ganzen Winter an Interesse nicht einbüßte, und den kleinen Kindern konnte man mit dem Gänsetiophel bange machen, wenn sie nicht gehorchen wollten. Beide, den Hangcurt sowohl als den Tiophel, uniwob mit der Zeit ein gewisser Nimbus; der erstere war zur sagenhaften und romantischen Figur geworden: man rühmte sein gutes Herz, seine Bravheit, seine Schönheit; seine Fehltritte erschienen in einem ganz anderen Lichte, man entschuldigte sie und bedauerte nur, daß er nun niemals zurückkehren würde. Ueber den Tiophel wußte man allerlei geheimnißvolle interesante Geschichten zu erzählen, seine Lebensführung wurde zwar allgemein verurteilt und es mochte Niemand gern etwas mit ihm zu tun haben, allein man konnte sich doch immer in allerhand Mutmaßungen über sein verdächtiges und lichtscheues Tun und Treiben ergehen und dabei seiner dichterischen Phantasie freien Spielraum lassen. Auch das Elschen wurde bemitleidet; man wußte, daß es und der Hangcurt sich gern gehabi und man erzählte sich gar rührsame Geschichten von dem Abschied der beiden, die ja freilich, wenn sie auch erfunden waren, dennoch das Richtige trafen. Ein Drama in der Schule. Eine furchtbare zene ereignete sich während des Nachmittagsunterrichts in einer Leipziger Realschule. Zwei Schüler im Alter von 13 und 14 Jahren erkrankten unter schweren Vergiftungserscheinungen. Wie sich herausstellte, hatten sie aus Furcht von Strafe Sublimat genommen. Trotzdem sofort ein Arzt gerufen wurde, gelang es nur das Leben des jüngeren der beiden Knaben zu erhalten. Der Burkhennersch war seit der Kirmeß noch nicht wieder im Dorfe gewesen, denn es hatte ihm damals so gedäuch', als würde er fein Glück bei dem Mädchen haben mit seiner Werbung. Jedoch auch er erfuhr von Infanterieregiments Nr. 85, der beschuldigt wurde, das große Bataillons- Glockenspiel, Lyra mit Stoßschweif, im Werte von 200 Marf mittels Einbruchs aus der Instrumentenfammer der Infanteriekaserne entwendet zu haben. Der Angeklagte, welcher den Diebstahl hartnäckig leugnete, wurde der Tat für liberführt erachtet, um so mehr, als er auch den Zivilanzug eines Musikers hatte mitgehen heißen, den er gleichzeitig mit der Lyra bei einem Pfandleiher versetzt hatte. Das Urteil lautete auf 1½ Jahre Gefängnis und Verseßung in die zweite Klasse des Soldatenstandes. Lokales. 3. Mai 1904. in und von hier, Pienen Sandfelber Gang der Hochofe me zum Kraftgeb lettere, mit phlegin ähnlicher Gr aufhinenhalle unterge tele Röhrengießerei boller Tätigkeit vorg * Der Großherzog hat den Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Lauterbach Dr. Frizz Loos, zur Zeit in Friedberg, zum Oberlehrer an der Augustinerschule ( Symposium und Realschule) zu Friedberg und den Lehramteaffessor Georg Börst el zu Nidda zum Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Nidda und zum Leiter derselben mit dem Amtettel„ Reftor" ernannt. Aus Liebe zum Soldatenstand ließ sich in der Klinik 311 Halle ein junger Arbeiter, der wegen eines frummen Beines nicht zum Militärdienst zugelassen wurde, das Bein zweimal brechen. Er hegt die Hoffnung, daß nach erfolgter Heilung sein sehnlicher Wunsch, Soldat zu werden, in Erfüllung geht. Die Aerzte nahmen die schmerzhafte Operation vor, nachdem sie sich überzeugt hatten, daß alle Aussicht aus glücklichen Erfolg vorhanden ist. Zuvor hatte der Mann sich mühsam 45 Mark erspart, um in der Klinik den erforderlichen Verpflegungsvorschuß leisten zu können Aus dem Gerichtsfaal. *** Der Großherzog hat verfügt, daß der im Kreise Bingen gelegene Drt Sauer- Schwabenheim fünftig Schwabenheim a..( an der Selz) zu benennen ist. * Röhrengup, bie hd Ronfervierung be From Terbabe gaben ber verfügbaren Fa der hierauf folge te Herr Ing. gelangte die mo Würdigung. D rden in ihrer Ver ulich zur Sprach hend dargelegt. arth Berreiß- und denften Alters die Barte gewonnenen 3 aftigkeit der hier gepfl euchte man die Spe lichen Mahlzeiten onrichtungen, in pei Fm Speisesaale zu invifchen durftig gem er Borfigende dem Boltes und ganz in eine liebenswürdige, Die am ver den auswärtigen G Daifeier im her ruhig ab. Der Zu garten ab; auf d Shiel, Tanz, Gefan De Feftrede hielt Die Pferd Fiddet in diefem Sa Donnerstag, ** Nach dem Rheinhessischen Beobachter" ist die Regierung geneigt, allen hessischen Blättern die amtlichen Bekanntmachungen gleichzeitig zur Veröffentlichung zu überweisen. An der Herausgabe eines amtlichen Zentralorgans werde nicht gedacht. § Die gestohlene ,, Bataillonsmusik". Mit einer eigenartigen Diebstahlsaffäre hatte sich das Kriegsgericht der 18. Division in Kiel in seiner letzten Sizung zu beschäftigen. Angeklagt war der Musketier Robert Sch von der 12. Kompagnie des der Abreise Hangcurts, von dem er wußte, daß er sein erfolgreicher Widersacher beim Elschen gewesen war. + Der nationalliberale Landtagsabgeordnete Weith ( Bad Nauheim) legt seine Mandat nieder. *** Die Volksschullehrerkurse an der Landesuniversität beginnen am 11. Mai nachmittags 4 Uhr. Es nehmen 150 Lehrer daran teil. Den ersten Vortrag wird Herr Professor Hansen halten über Pflanzengeographie; dann folgt Herr Prof. Groos, derselbe spricht über Einführung in die Philosophie, und Herr Prof. Sauer, welcher über Kunstgeschichte referiert. *** Die Gießener Freiw. Feuerwehr hielt gestern Abend ihre erste lebung ab, zu welcher die Mitglieder recht zahlreich erschienen waren. In der fürzlich stattgefundenen Generalversammlung des Corps erhielten Dienstauszeichnungen für 40 jährige Dienstzeit Kamerad Karl Moll, für 10 jährige, die Kameraden B. Amend, F. Auerswald, Obmann E. Noll, Th. Rautenstrauch, W. Balser und Ph. Kloh. Hierauf baute er seinen Plan. Eine Absage hatte er von dem Mädchen ja noch nicht erhalten, weil er um's Heiraten noch nicht bei ihm angefragt hatte, also fonnte er seine Bewerbung jederzeit wieder aufnehmen. Es leuchtete ihm ein, daß er auch vorsichtig zu Werke gehen mußte, denn er dachte sich, daß das Elschen eine Zeitlang um den Hangcurt trauern würde, und wenn er in der Zeit seiner Trauer bei ihm angefragt hätte, ob es geneigt set, ihn zu„ freien", so konnte ihm leicht eine abschlägige Antwort zu Teil werden. Darum beschloß er, so lange zu warten, bis das Bild Hangcurts in der Erinnerung Elschens verblaßt und die Trauer des Mädchens einer andern Stimmung gewichen war. bm Trieb: die e Gefen( Befizer A. barmittags und die 11 Uhr vorm. Freitag, den 6 in der Nähe des B Großen Bused 11 Bauern Ridgen Dopenrod 1115 1115 1115 1230 Samstag, de dar Nähe des Bab Grünberg 9 u k Dem Technischen Verein Gießen war zu seiner am Samstag stattgefundenen Frühjahrs- Eyfursion von dem Direktorium der Buderus'schen Eisenwerfe in Wetzlar in liebenswürdigster Weise die Besichtigung ihrer Werke geboten. Von Herrn Direktor Jangen am Verwaltungsgebäude begrüßt, wurde unter Assistenz des Ing. Freitag, den Debus zuerst das Hochofenwerk besichtigt. Der in der Nähe Ausgang nach Gri geradezu gigantische Bau des in Betrieb stehenden Hochofens Sattenrod bot mit den gegebenen Eiflärungen eine Fülle von techattingshausen 1280 nischen Erörterungen. Der Bau und die wirtschaftliche Ausrum Lindenstruth 1230 nugung des modernen Hochofenbetriebes wurde nebst der Abfangung und Verwertung der Hochofengase dargelegt. Die notwendige Wasserabfühlung des Hochofenmantels hat denselben in seiner Höhe mit einer Unzahl von Rohr- und Ninnleitungen umgeben, sodaß der gewaltige Riese, troß seinem brodelnden Innern, in respektvoller Kühle verblieb. Die hierzu gebrauchte tägliche Wassermasse würde manch kleinem Städtchen ausreichend sein. Die Luftzuführung und Absaugung von stündlich 30000 cbm. Hochofengase hatte ein templiziertes Neg von großen Rohrführurgen gezeitigt, die lebhaft die Größe der Anlage veranschaulichten. Beim Abziehen von Hochofenschlacken fuhr die weißglühende Masse zischend in die dafür bestehende Wasserrinne und schwamm tanzend und springend zu einer Aufzugsvorrichtung, welche die inzwischen zu feingeförntem Sand, Schlackensand, verwandelte Masse weiterbeförderte. In dankenswerter Weise war in der Gießhalle ein großes Feld geformt und wurde der Ofen mit seinem kostbaren Eiseninhalte zur Ader gelassen. Das flüssige Eisen fuhr mit großer Schnelle in die HauptEs verging der Winter, während dessen Tiophel sich bei seiner Mutter in der Hütte oben am Ende des Dorfes hatte aufhalten müssen, weil es zu kalt war, braußen in der Wildbütte zu wohnen. Als aber das Frühjahr wieder kam, hielt es ihn nicht länger in der Behausung seiner Mutter. Er mußte seines Amtes" walten. Das tat er eher, als überhaupt eine Notwendigkeit dazu vorlag. Bereits im März, als die ersten warmen Tage famen, machte er sich schon die Wildhütte zurecht; er besserte jede schadhafte Stelle aus, so daß kein Lüftchen durch die Wände fonnte, bedeckte den Boden dicht mit neuen Lagen Haidekraut, Moos, Stroh und Heu und richtete sich überhaupt so behaglich ein. als er nur fonnte. will einer gewissen Wehmut gedachte er des Hangcurt, denn an dem hatte er doch Jemanden gehabt, mit dem e vertraut war, wengleich er ihn auch zu nichts Gutem ngehalten. Wenn aber der Hangcurt des Abends gerausgekommen war, um mit ihm auf den stand zu gehen, dann hatte das etwas Unterhaltendes, so etwas Gemütliches" gehabt, was er jetzt sehr vermißte. Dazu kam, daß der alte Forstlaufer um seine Bensionierung nachgesucht und die vorgesetzte B- hörde sie auch bewilligt hatte. Es kam also ein neuer Forstlaufer ins Dorf, und es war gewiß, daß dem empfohlen wurde, ein besonders wachsames Auge auf das verdächtige Treiben des Wildhirten zu haben. Denn es fam dem Forstamt darauf an, ihn der Wilddieberei zu überführen, damit die Gemeinde einen anderen Wildhirten anzustellen gezwungen war. Alles das wußte Tiophel oder er vermutete es wenigstens.- mit Elschen konnte den Hangcurt so leicht nicht vergessen. Es weinte so manchen Abend den Winter über und sein Bild beschäftigte es nicht allein, wenn es zu Bette ging, oder im Traume, sondern auch des Morgens, wenn es erwachte, stand es lebhaft vor seinem geistigen Auge. Allein die Natur forderte ihre Rechte, zumal be: einem so jungen, lebensfreudigeu Mädchen der Zeit dachte es so gar häufig nicht mehr an den geliebten Burschen, wenngleich es auch im entferntesten nicht die Absicht hatte, von einem andern sich freien" zu lassen. Das hatte auch der Emmel's Heiner er fahren müssen, der kurze Zeit nach dem Verschwinden Hangcurts schlankweg nach dem Elschen auf die Freierei" gehen wollte, aber einen ganz niedlichen Korb dabei einheimste. Da erschien eines Tages ein flotter und noch junger Mann in der Wirtschaft. Der war aus dem Dorfe des Burkhennersch. Er nahm Platz hinter einem Wirtstisch und ließ sich einen Schnaps vorseßen. Dann langte er aus dem Hosensack ein Stück Brot und Wurst hervor, das er dazu aẞ. ( Forts. folgt) Cobelnrod 915 Ludborn 930 Enajen m. Bollnb Ctangenrod 940 U Chodhausen 940 Montag, den H dar Nähe des Bahr Geilehausen Binnerod 115 1 115 Minharde hain 130 Montag, den 24 lähe des Bahnhofs Londorf 230 Allendorf a./Ld. 24 Climbad Muddingshausen 2 Dienstag, de Erieb: die zweite Befizer L. bis 8 aus der Gemeinde Mittwoch, Mähe des Bahnh 28ollar um 1215 1 Muttershausen mi Mittwoch, er Nähe des Ba Mainzlar um 1 Daubringen mit Staufenberg mit Freitag, den ang uach Gießen, Brüningen 215 U Dorfgill 230 Н Freitag, den der Nähe des Bab Lang- Göns um 4 Freitag, den ferde des Neuhof in der Nähe des Großen- Linden 8 Lendorf a. Layn 8 Samstag, den Samstag, den Der Nähe des Bab Barbenteich 10 Bogenborn mit S Samstag, de Ausgang nach Gie Steinbad 1045 Annerod 11 Das große erte bon tentammer Ingeflagte, er Zat für Bibilanzug zeitig mit nime und von hier, durch Schieberstellungen geleitet, in die dige Inen Sandfelder zur Formung. Interessant war auch 1 Gang der Hochofengasgewinnung und deren Inanspruchnahme zum Kraftgebrauch einer 500 pferdigen Maschine, uld lettere, mit einer in reservierter Ruhe liegenden Allegin ähnlicher Größe, in musterhaft erbauter R lossal- Eberstadt mit Arnsburg um 145 Uhr nachmittags, Muschenheim mit Hofgillum 2" Montag, den 16. Mai 1. Js., in Lich, am Ausgang nach Steinbach, die Pferde aus den Gemeinden: Lich 1 Uhr nachm., Ober- Bessingen 120 Uhr mitt., Nieder- Bessingen 120 Münster 120 Birklar Ober- Hörgern 130 Das Urteil Maschinenhalle untergebracht waren. Die in letzter Zeit erDie zweite t 1904. er an der 3003, zur tete Röhrengießerei wurde bis in das kleinste Detail und boller Tätigkeit vorgeführt. Die Gewinnung der Formen, er Röhrenguß, die Beschneidung, die Festigkeitsprüfung und Konservierung der so gewonnenen Rohre in einem großen Teerbade gaben einen Ueberblick über die Vortrefflich let der verfügbaren Fabrikations- und Transport- Maschinen. i der hierauf folgenden Besichtigung des Zementwerkes afftierte Herr Ing. Möller in der Führung der Gesellschaft ftinerichule und gelangte die moderne Gewinnung von Portlandzement den Lehre Würdigung. Die Rohstoffe, Schlackensand und Kalk wurden in ihrer Verarbeitung, Mischung und Mahlung anr derselben oulich zur Sprache gebracht und der Fabrikationsgang ingehend dargelegt. Der Besuch des Laboritoriums ergab B der im durch Zerreiß- und Druckproben von Zementförpern verhiedensten Alters die außerordentliche Festigkeit des auf diesem Berte gewonnenen 3 mentes und zeugten von der Gewissen" ist die haftigkeit der hier gepflegten W.ss nschaft. Nach dem Rundgange besuchte man die Speiseanstalt des Werkes, in welcher die erlehrer an im fünftig nennen i ift. amtligen äglichen Mahlzeiten für 150 Personer durch Dampfkoch fentlichung orrichtungen, in peinlichster Sauberkeit hergestellt werden. en Bentral Sm Speisesaale zu Bier gebeten, versammelten sich die mzwischen durftig gewordenen Jünger Technikas und dankte der Vorsitzende dem Direktorium für die Besichtigung des nete Weith Boltes und ganz insbesondere Herrn Direktor Janzen für eine liebenswürdige, geiftvolle Führung. Der Landes*** Die am vergangenen Sonntag in Gemeinschaft mit Uhr. Es ben auswärtigen Gewerkschaften und Vereinen abgehaltene ortrag wird Maifeier im herrlich gelegenen Licher Walde wickelte sich geographie; ruhig ab. Der Zug marschierte gegen 2 Uhr vom Oswaldüber Ein garten ab; auf dem Festplatz angelangt boten Konzert, Sauer, Spiel, Tanz, Gesang und Preisschießen reiche Abwechslung. Die Festrede hielt der Stadtverordnete Krumm. ameraden ehr hielt Die Pferdevormusterung im Kreise Gießen pelcher die findet in diesem Jahre in nachstehender Weise statt: In der Donnerstag, den 5. Mai 1. J8., in Gießen, auf des Corps Sim Trieb: die erste Hälfte der Pferde aus der Stadt Dienstzeit Gießen( Besitzer A. bis einschließlich kt.) um 10.15 Uhr S. Noll, 11 Uhr vorm. vormittags und die Pferde aus der Gemeinde Wieseck um sh. Aloh Freitag, den 6. Mai 1. I. in Großen Buseck, en war zu in der Nähe des Bahnhoss, die Pferde aus den Gemeinden: fursion von Großen- Busick 11 Uhr vorm, Alten- Buseck 11 Uhr vorm., Reiskirchen 1115 Trohe 1115 11 H fenwerte Beuern 1115 " " Besichtigung Rödgen 1115 17 en am Ber Oppenrod 1115, 11 & des Ing. in der Nähe Hochofens von tech tliche Aus nebst der gelegt. Die hat den und Rinn troh seinem Die hier nch fieinem und Absau e hatte ein zeitigt, die Beim Ab" 1 " " 11 Freitag, den 6. Mai 1. Js., in Lindenstruth, am Ausgang nach Grünberg, die Pferde aus den Gemeinden: Hattenrod 1230 Uhr mtgs., Burkhardsfelden 1230 Uhr mtgs., Ettingshausen 1280 Harbach 1230 Linde nftruth 1230Samstag, den 7. Mai 1. Is., in Grünberg, in der Nähe des Bahnhofs, die Pferde der Gemeinden: Grünberg 9 Uhr vorm., Beltershain 915 Uhr vorm., Göb: Inrod 915 Lauter Dueckborn 930 Röchges Gaasen m. Bollnbach, Veitsberg u. Wirberg 930 Stangenrod 940 Uhr vorm., Weidartshain 940 Stockhausen 940 " " " " ม 915 11 " 980 11 11 " " " 1 " 1 130 " " f 11 " " " " " Dienstag, den 17. Mai 1. Is., in Hungen, in der Nähe des Bahnhofs, die Pferde aus den Gemeinden: Hungen 120 Uhr nachm., Langsdorf 140 Uhr nachm., Inheiden 150 Langd 2" Rabertshausen mit Ringelshausen um 215 Uhr nachmittags Rodheim mit Hof Graß um 230 Uhr nachmittags Villingen um 230 Uhr mittags. Nonnenroth 215 " Mittwoch, den 18. Mai 1. Is., auf dem Straßenkreuz Trais Horloff, die Pferde aus den Gemeinden: Trais- Horloff 130 Uhr nachm., Steinheim 130 Uhr nachm., Utphe 145 Bellersheim 2 Obbornhofen 215 Jeder Pferdebesizer ist verpflichtet, seine sämtlichen Pferde zur Musterung zu gestellen. Bettenhausen 2 " " " " 1 " " Ausgeschlossen von der Vorführung sind gemäß§ 4 d. Pf.- A.- V.: a) die unter 4 Jahre alten Pferde; b) die Hengste; c) die Stuten, die entweder hochtragend sind oder noch nicht länger als 14 Tage abgefohlt haben. Als hochtragend sind Stuten zu betrachten, deren Abfohlen innerhalb der nächsten vier Wochen zu erwarten ist; d) die Vollblutstuten, die im Allgemeinen deutschen Gestütbuch" oder den hierzu gehörigen offiziellen vom Unionklub geführten- Listen eingetragen und von einem Volbluthengst laut Deckschein belegt sind. In diesem Falle findet die Befreiung von der Vorführungspflicht nur auf Antrag des Befizzers statt; e) die Pferde, welche auf beiden Augen blind sind; f) die Pferde, welche in Bergwerken dauernd unter Tag arbeiten; g) die Pferde, welche wegen Erkrankung nicht marschfähig sind oder wegen Ansteckungsgefahr den Stall nicht verlassen dürfen. In diesen Fällen ist tierärztliches Zeugnis vorzulegen. h) Die Pferde, welche bei einer früheren Musterung als friegsunbrauchbar bezeichnet worden sind; die„ vorübergehend friegsunbrauchbaren" sind von der Vorführung nicht befreit; i) die Pferde unter 1.50 Meter Bandmaß. *** Klein- Linden.( Dammrutschungen.) Die in dn letzten zwei Jahren durch die stattgefundenen Dammrutschungen im Einschnitt zwischen Gießen und Großen- Linden vorschriftsmäßig ausgeführten Dammregulierungen werden zur Zeit an der westlichen Böschung wieder ausgebessert, da die dort angelegten Rigolen im Laufe des verflossenen Winters durch angesammelte Wassermassen mit Erde überschwemmt und auch teilweise überdeckt worden sind. Eigentliche Dammrutschungen sind nicht wieder erfolgt. A Grünberg, 3. Mai. Ein gemeiner Diebstahi wurde hier im Laufe der vorigen Woche im Garten des Herrn Repp in der Heeg verübt. Es wurden nämlich aus demselben mehrere im schönsten Blütenschmuck stehende Blumenstöcke ausgegraben und entwendet. Vielleicht gelingt Montag, den 9. Mai 1. Is., in Geilshausen, in der Nähe des Bahnhofs, die Pferde aus den Gemeindeu: Geilzhausen 115 Uhr mittags, Bersrod 115 Uhr mittags,| es, den raffinierten Dieb zu ermitteln. ende Masse Winnerod 115 schwamm ung, welche sand, ber erter Weise und wurde " " Odenhansen 11 " " " m. Appenborn 130 Reinhardshain 130 Lumda 130 Montag, den 9. Mai 1. Is., in Londorf, in der Nähe des Bahnhofs, die Pferde aus den Gemeinden: Londorf 230 Uhr nachm., Treis a./ Lda. 230 Uhr nachm., der gelassen. Allendorf a./Ld. 245 Allertshausen 245 die Haupt Climbach Kesselbach 245 Müddingshausen 255 Weitershain 255 Dienstag, den 10. Mai 1. Is., in Gießen, auf dem Trieb: die zweite Hälfte der Pferde aus der Stadt Gießen ( Besizer 2. bis 3.) um 9.15 Uhr vormittags, und die Pferde seine Pen aus der Gemeinde Heuchelheim 10 Uhr vorm. Itendes, fo t sehr ver B- hörde fie Forfilaufe hlen wurde verdächtige & fam dem i zu über Wildhirten 245 " M 17 Mittwoch, den 11. Mai 1. Js., in Lollar, in der Nähe des Bahnhofs, die Pferde aus den Gemeinden: Lollar um 1215 Uhr mittags Ruttershausen mit Kirchberg um 1215 Uhr mittags. Mittwoch, den 11. Mai 1. Js., in Mainzlar, in der Nähe des Bahnhofs, die Pferde aus den Gemeinden: Mainzlar um 1 Uhr mittags, te Tioph Daubringen mit Heibertshäuser Hof um 1 Uhr mittags, t nicht ber Staufenberg mit Friedelhäuser Hof um 1, Freitag, den 13. Mai 1. Js. in Grüningen am AusBinter über gang uach Gießen, die Pferde aus der Gemeinden: wenn es zu & Morgens em geistige fte, zumal Jen hr an de mit ntfernteft dfreier Heiner rschwind Freiere Storb baba och junger Dorfe des em Wirts ann langle eft herbor 1) Brüningen 215 Uhr nachm., Holzheim 215 Uhr nachm. Dorfgill 230 Freitag, den 13. Mai 1. J8., in Lang- Göns, in der Nähe des Bahnhofs, die Pferde aus der Gemeinde: Lang- Göns um 4 Uhr nachmittags. Freitag, den 13. Mai 1. Is., auf Neuhof, die Pferde des Neuhofs um 6 Uhr nachmittags. Samstag, den 14. Mai 1. Is., in Großen- Linden, in der Nähe des Bahnhofs, die Pferde aus den Gemeinden: Großen- Linden 830 Uhr vorm., Leihgestern 845 Uhr vorm., Allendorf a. Layn 845 Klein- Linden 845 Samstag, den 14. Mai 1. J., in Sarbente ich, in der Nähe des Bahnhofs, die Pferde aus den Gemeinden: Barbenteich 10 Uhr vorm., Hausen 10 Uhr vorm., Bazenborn mit Steinberg um 10 Uhr vormittags. Samstag, den 14. Mai 1. Js., in Steinbach, am Ausgang nach Gießen, die Pferde aus den Gemeinden: Steinbach 1045 Uhr vorm., Albach 1015 Uhr vorm., Amnerod 11 " " + Grünberg, 3. Mai. Noch war nicht die Walpurgisnacht hereingebrochen, da wurden schon Schritte getan, Komissionen zu bilden zum Fange der armen Maikäfer. The nun die Kommissionen hin und her zur Beratung einer planmäßigen Vertilgung zusammenkommen, macht ein Spaßvogel folgenden Vorschlag: Nach der am Sonntage so schön verlaufenen Waldparthie wollen wir es machen wie die„ Berliner Maikäfer", ( im Volksmunde wird das Füstelier- Regiment zu Fuß so bezeichnet), dieselben ziehen bekanntlich stets mit Musik aus, trotzdem es nur Männchen" sind. Hier aber haben wir auch Weibchen", also eine zweite Waldparthie mit oder ohne Kommissionen zur Vertilgung( der Maikäfer??) der Würstchen von der Waldschlächterei, das wird ein fröhliches Fangen und Suchen der Männchen und Weibchen abgeben. Schliß. Die Ankunft des Kaisers ist auf morgen, den 4. Mai, angemeldet. Ein Teil des oberhessischen Gendarmerieforps ist bereits am Samstag hier angekommen. X Alsfeld. Nächsten Samstag, den 7. Mai, nachmittags 3 Uhr, findet in Alsfeld im„ Deutschen Haus eine Versammlung der Bürgermeister des Kreises Alsfeld statt. In derselben wird über die Errichtung eines Kreisfrankenhauses in Alsfeld mit beraten. §§ Darmstadt, 2. Mai. Der 16 Jahre alte Taglöhner Valentin Jakob Krüll aus Gernsheim hat am 11. März auf der Chaussee Hähnlein- Gernsheim 7 junge Bäume mit seinem Beil beschädigt bezw. zerstört. Der„ Vandale" wurde heute von der hiesigen Strafkammer dafür mit 22 Monaten Gefängniß bestraft. *** Mainz, 1. Mai. Der für heute geplante Umzug der Sozialdemokraten wurde polizeilich verboten. Die sozialdemokratischen Plakate zur Maifeier, in denen die Arbeiter aufgefordert werden, sich durch den„ Kaiser= Rummel" nicht an der Teilnahme der Maifeier stören zu lassen, wurden polizeilich beschlagnahmt und von den Platatsäulen entfernt. Vom Taunus, 1. Mai. Landwirth Saltenberger in Hundstadt fand beim Kartoffelsetzen auf seinem Acker 39 wertvolle alte Silbermünzen von der Größe eines 2 Mt.Stückes. Die Münzen sind sehr gut erhalten und stammen aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts. Sie lagen in feinem Behälter, sondern auf einem Haufen in der Erde. *** Kassel, 2. Mai. Der eben vorstorbene Gymnasialdirektor a. D. Dr. Gideon Vogt war ein Mann mit steifem Rückgrat. Als s. 3 Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen dem von Dr. Vogt geleiteten hiesigen Gymnasium seinen ältesten Sohn, den jezigen Kaiser, zuführte, erklärte Dr. Vogt, er fönne aber feine andere Behandlung des Brinzen zulassen, als sie allen Schülern widerfahre.„ So will ich's ja gerade", meinte unser Friß". ** Aus Franken, 2. Mai. In der Laube des " Hirschen" in Reichenberg wurden gestern Abend 8 Studenten aus Würzburg vom Blig getroffen. Während 6 nur betäubt waren und alsbald wieder zu sich famen, waren bei dem stud. jur. Bertram André aus Neustadt a. H. alle Wiederbelebungsversuche erfolglos. Er war tötlich getroffen. Ein anderer Student, Frhr. Ernst Schirndinger v. Schirnding konnte nach 2 stündigem Bemühen wieder zum Bewußtsein gebracht werden und gilt heute als außer Gefahr. Saatenbericht der Gemarkung Grünberg und Umgegend. ( Von unserem Mitarbeiter R., Grünberg.) Dank der köstlichen Frühlingswitterung ist der Stand der Winterfrucht, einschließlich Klee und Wiesen, ein ganz vorzüglicher. Wir fönnen faum etwas besseres wünschen. Die Aussichten auf Obst sind vielversprechend. Kirschen, Pflaumen, auch Aepfel und Birnen haben die schöne Blüte schon zum größten Teile gut abgeworfen. Die Spätsorten und Zwetschen sind soeben am Anfang der Blüte. Die Sommeraussaat ist soweit zum größten Teile beendet. Die teimfähige Saat sprießt fröhlich aus der Erde. Der letzte Gewitterregen am Sonntag war für die Fluren außerordentlich wohltuend.- Anmerkung: Wenn der Wetterprophet in Gießen weiter so günstig wie seither die Wetterkarten liefert, dann sind wir ihm nur zu Dank verpflichtet. Es ist doch sehr erfreulich, 24 Stunden im Voraus den etwaigen Wettergang zu wissen. Seit Januar sind etwa 95 Prozent eingetroffen, ein schöner Erfolg und von großem Nußen für die Landwirtschaft. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Oberhessen für Mittwoch, den 4. Mai 1904. Schwachwindig, bei fälterer Nacht tags= über etwas wärmer, meist heiter, zunächst wieder trocken. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Marktberichte. Gießen. 3. Mai Auf dem beutigen Wochenmarkt fosteten Butter per Pfd 1.00-1.15 Mt., Hühnereter per Stüd 5-6 Pfg., Enteneter St. 7 Pig., Käse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Lauben per Baar RY. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mr. 1.30-1.40, Hahnen, per Stüd 0.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse per fb. 65-70 fg., Ochsenfleisch per Pfb. 70-80 fg., Rindfleisch per fd. 62-68 Bfg. Schweinefleisch per Pfe. 60-72 fg. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.76 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 62-74 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 6.00 mr., Zwiebeln per 3t. Mt. 7.00-10.00, Aepfel per Centner 20-25 Mr. Milch per Liter 18 Pfa. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhantt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. ** * Fruchtpreise am Grünberger Fruchtmarkt, vom 30. April. Weizen 17,50-00,00, Rorn 14,00 bis Gerste 15,00, Hafer 14,00-00,00, Erbsen 20,00, Samen 00,00, Kartoffeln 5,00-6,50, Linsen 00,00 Mark. Alles per Doppelzentner. E8 Frankfurt a. M., 2. Mai. Fruchtmarkt, notierten nach Qualität: An Weizen, hiefiaer und Wetterauer mt. 17.00-17.10, furhessischer Mt. 17.00-17.10 Roggen, hiesiger Mt. 13.50-13 60, russischer Mt. 14.00-14.25. Gerste, hiesige Mt. 15.05 bis 15.50, Pfälzer Mt. 15.75 bis 16.00, fränkische Mt. 15.70-15.90, Riedgerste Mk. 15.50 bis 15.75, Hafer, hiesiger und Wetterauer Mr. 12.75-14.00, furhessischer Mt. 13.25-14,00, bayrischer Mt. 13.20-14.00, Mais, Mixed Mt. 11.50-12.10. Alles pro 100 kilo ab hier. Mehl unverändert. Es notierten nach Qualität: Weizenmehl hies. O, mt. 26.00-26.50, feinere Marken Wt. 28.50-29.00, hiesiges Nr. 1, Mr. 24.00 bis 24.50, feinere Marten Mt 25.25-25.75, hiesiges Nr. 2, Mr. 23.75-24.25, feinere Marken Mt. 25.25-25.75, hiesiges Nr. 4, Mr. 19.00-19.50, feiner Marten 20.00-20 50, Roggenmehl, hiesiges, 0, Mr. 22.0022.50, do. 1, Mt. 19.50-20.00, do. 2, mt. 15.00-16.00, les per 100 kilo inkl. Sack. Futterartikel rubig. Weizenschalen Mr. 4.50 4.60, Weizenkleie Mk. 4.50-4.60, Roggentleie Mt. 4.80-5.00 Weizen futtermehl Mt. 6.75-7.25, Biertreber, getrocknet M. 5.40 6. 5.50, Malzkeime 5,30-5.40, Rapskuchen 5.50-5,75, Palmkuchen 5.60-5.80 Mt. Alles per 50 Kilo. Verantwortlich: für den politischen, vermischten und unterhaltenden Teil Albin Klein; für den lokalen Teil Karl Klose. Julius Fischer Giessen, Schulstrasse 6. Anfertigung eleganter Herrengarderobe unter Garantie für guten Sitz und tadelloser Ausführung. Specialität in echt steyrischen Herren- und Damen- Schafwoll- Loden, das beste für Haus, Strasse und Reise. Aufträge werden behufs prompter Lieferung zeitig erbeten. NAUMANNIA- SEIFE Beste Seife nah undfern! mit dem Meiner verehrten Kundschaft die ergebene Mitteilung, dass ich meine Geschäfts-| Versteigerung. lokalitäten und Werkstätten nach Kirchenplatz 15 ( an der Stadtkirche) verlegt habe und benutze ich die Gelegenheit, mich bestens zu empfehlen bei: Gas-, Wasser-, Bade, Klosett- und sanitären Anlagen. Bierdruckaparaten. Haus- und Hotel- Telegraphen. Telephone. Wagen u. Gewichte. Nähmaschinen u. Fahrräder- Lieferungen und-Reparaturen. 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Mts. den Bebauungsplan für d Schwarzlach und das Gartfel aufgestellt. Nach Fe stellung des Planes sollen die Straße A- A- Q beide seitig, sowie die zwischen dieser und der Steinstraße legenen Seitenstraßen zur Bebauung eröffnet toerbe Der Bebauungsplan liegt bis zum 1. Juni d. Js. unserem Tiefbauamte offen. Ginwendungen gegen de selben sind binnen der gleichen Frist bei Meidung de Ausschlusses bei uns vorzubringen. Gießen, den 29. April 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Für das städtische Hochbauamt Gießen wird gewandter im Zeichnen von Baukonstruktionen und in sowie allen Buch- und Papier der Bauführung erfahrener Bautechniker, welcher eine Baugewerckschule mit gutem Erfolg besucht hat, zum XXXXXXXalsbaldigen Eintritt gesucht. alsbaldigen Eintritt gesucht. Bewerbungen sind unter Vorlage von Zeugnisabschriften und Angabe der Gehalt Ordentliche, zuverlässige ansprüche bis spätestens 10. Mai d. Js. an das Zeitungsträger städtische Hochbauamt Gießen einzureichen, XXX für sofort gesucht. Zu melden in der Expedition d. Bl. Seltersweg 83. 6 Manu finden sofort Arbeit auf dem Bergwerk Gießen. Anmeldungen nimmt entgegen Scholz, Gießen, Leihgesternerweg 7. 2 tüchtige August Kilbinger, Giessen, Sareiner Seltersweg 19.- Telefon 276. Größtes Kinderwagen- Geschäft am Plak. Enorme Auswahl in allen Preislagen. finden per sofort dauernde Arbeit. Heinrich Sack I, Gießen. Groke Mühlgasse 5. Kindermädchen gesucht. Offerten a. d. Erp. d. Bl. er b Gießen, den 2. Mat 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die am 6. April I. Js. angeordnete Sperre der Marktstraße wird hiermit aufgehoben.] Gießen, den 2. Mai 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Durchfahrt von der Neuen- Bäue nach der Schulstraße in der Verlängerung der Sonnnenstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 2. Mai 1904. Großh. Polizeiamt Gießen. gez. Herberg. Bekanntmachung. Zu dem am 5. d. Mts. dahier stattfindenden Markte Ein braver Junge findet der Auftrieb des Viehes von Morgens 7 Uhr an Erstklassige Fabrikate von Kinderwagen, Sportwagen, Leiterwogen, und Krankenfahrstühlen. Ständiges Lager von 200 Stück Kinderwagen. gesucht in mein Flaschenbiergeschäft Auf Wunsch Katalog. Tapeten Heinrich Gröninger, Buchbinder. Grünberg, Londorferstrasse. Nieren- und Blasen heilt und stärkt die Reinhardsquelle bei Wildungen. Mineralwasserversandt Füllung I. Klasse. Trinkfur, Mineral- und Sonnenbäder. Hunderte Berzte trinke Reinhardtsquelle. Da in Gießen viel das Wasser getrunken wird, suchen wir eine Niederlage. 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Es wird in Erinnerung gebracht, daß es den Eigentümern, Mietern, Nuznießer und Verwalter von Privatund öffentlichen Gebäuden obliegt, soweit ihre Gebäude, Mauern, Gärten, Hofräume, Pläge an Straßen und Gassen hin sich erstrecken, überall bis zur Mitte der Straße oder Gasse wöchentlich zweimal, nämlich Mittwochs und Samstags fehren und reinigen zu lassen. Grünberg, den 2. Mai 1904, Großh. Bürgermeisterei Grünberg. 3immer. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit in Erinnerung, daß der Ladenschluß um 9 Uhr abends ju erfolgen hat. Ausnahme hiervon bis 10 Uhr sind nur gestattet an den Tagen: 8 Tage vor Ostern, 1 Tag vor Himmelfahrt und 5 Tage bor Pfingsten. Außer den vorgenannten Tagen noch an den Samstagen in den Monaten Juni, Jult und Auguſt. Die Bestimmungen über das Offenhalten der Läden ** Meine sämtlichen Eishäuser und Eisfeller sind und Schaufenster an Sonntagen bleiben unverändert mit feinstem Krystall- Block- Eis gefüllt, die Eiswagen fahren vom 1. Mai ab regelmäßig und sehe ich guter Bestellungen entgegen. Wo Preisliste nicht zugesandt, bitte solche zu verlangen. Emil Schmall, Gießen, Frankfurterstraße 7. 000000000000000000000 Drucksachen jeder Art liefert schnell und preiswert Albin Klein, Giessen. 00000000 000000000 ( 7 bis 9 und 11 bis 2 Uhr). Grünberg, am 2. Mai 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. Bekanntmachung. Mittwoch, den 4. Mai 1904. abends 6 Uhr, wird das Gras von den Wieseckböschungen zur einmaligen Ernte an Ort und Stelle meistbietend bersteigert. Die Zusammenkunft ist in der Bahnhofstraße an der Wieseckbrücke. Gießen, 30. April 1904. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Steuer- Reklamationen werden billigst angefertigt. Rat in Steuersachen gewissenhaft erteilt. Für die Abonnenten der ,, Gießener Neuesten Nachrichten unentgeltlich. Näheres zu erfahren in der Expedition. B) 31 3 eme ore jendentang wake wa Ind als ich dann Augen musterte. als harmlofer, preußischer Forstaffeffor mich entpuppte, schien jede Spur von Mißtrauen bald beseitigt, und sie mir auch zu glauben, daß meine Seele doch nicht so ganz ramponiert, als TELIN DER Emben Störenfried mit Nun auf der Jagd ist schäbig chit! meine altehrwürdige Jagdbehauptung". So maren EINST UND JETZT Bur Geschichte des Dielens. Die Sitte, jemand beim Niesen mit einem treugemeinten " 141" oder Wohl befomm's!" Glück au miinf 866 Dienstag, den 3. Mat. ssische Familier 1904. et r Neuesten nen thofftraße an meiftbietend öschungen 36 Uhr, www ein Stumper ein, war doch gå Origing! noch niel big anmutiger, als das wild! Cine Stille, sekundenlang, während der die junge FünftMun Terin den fremden Störenfried mit scharfen Augen musterte. auf der Jagd ist schäbig chit! Und als ich dann als harmloser, preußischer Forstassessor mich entpuppte, schien jede Spur von Mißtrauen bald beseitigt, und sie mir auch zu glauben, daß meine Seele doch nicht so ganz ramponiert, als meine altehrwürdige Jagdbehauptung". und wie sie zu erzählen wußte! Entzückend anmutig und So waren wir denn bald in angeregteftem Geplauder; natürlich, und doch mit einer Reserve, die sehr mit ihren energischen Heiratsabsichten kontrastierte. Wir glaubten uns bald hundert Jahre zu kennen und sprachen von allem Möglichen, auch ihrer Malerei und ihrer Skizze, die ich in voller Aufrichtigkeit bewunderte und dergestalt mit aufgeschnappten Fachausdrücken, plein air und Künstlernamen um mich warf, daß Ilse, ob meiner Tollkühnheit, mit Tränen in den Spur davon!" Augen, hell lachend intervenierte: Um Gottes willen, Herr Forstassessor! Halten Sie ein, Sie verstehen auch nicht die Und ich ich stimmte mit in das herzliche Lachen ein. Doch schließlich mußten wir an Aufbruch denken. Und und um Erlaubnis bat, sie noch ein Stückchen Wegs beals ich beim Zusammenpacken ihrer Sachen ihr behülflich war gleiten zu dürfen, erfuhr ich denn, daß ihr vor ein paar Tagen schon etwas recht, recht Unangenehmes widerfahren sei. Sie habe nämlich im Walde einen Brief geschrieben und auf dem Heimwege ihn aus der Mappe verloren; und schwunden. Ich fand das selbstverständlich höchst fatal und zog da obschon sie überall darnach gesucht, sei er spurlos doch verbei ein so bedauerliches und ein so unschuldiges Gesicht, daß ich trotz meines braunen Schnurrbartes mit einem Lilienstengel in der Hand und weißen Flügeln an den Schultern hätte zwischen Wolfen plaziert werden können. oder was von Vaterlandsverrat darin enthalten?" fragte ich mit tiefem Ernst. „ Es waren doch nicht etwa anarchistische Geheimnisse, Sie lachte. Nein, das nun freilich nicht, aber aber so was ähnliches." Und ernsthaft fügte sie hinzu: ,, Auf jeden Fall ist mir der Verlust des Briefes höchst unfunden?!" angenehm. Wenn ich nur wüßte, wer ihn dort geRadfahrer- Existenz," warf ich ein, die machen ja alle Welt Nun, jedenfalls irgend so eine windige, catilinarische in weiter Ferne sind." jetzt unsicher und wagen alles, weil sie heute hier und morgen gewesen wär', das wär' doch nicht das Schlimmste!" erAch, wenn's nur wirklich so ein ganz, ganz Fremder widerte sie so recht beklommen, und damit schieden wir vor ihrem Dorfe, wohl beide in dem Gefühl, daß diese Begeg auch nicht. nung nicht die einzige bleiben würde. Und sie blieb's nun doch zu Sinn. Ich hatte Ilse lieb gewonnen und wollte Aber so ein ganz klein wenig gewitterschwül wurde mir daher mit allen Mitteln, d. h. von ganzem Herzen um das reizende Mädchen werben, trotzdem sie keine Moneten winnen. baß es in unabsehbarer Zeit mir gelingen würde, sie zu gehatte, und ich glaubte auch zu der Hoffnung mich berechtigt, sollte, die Herzensfeftung zu kapitulieren zwang, fiel von Doch ehe ich, und wenn es auch im Sturm geschehen der ihr in Berlin alliierten Macht voraussichtlich eine Bombe in das Lager, die möglicherweise im letzten Augenblick mir eine Wunde schlug, die mich für ewig kampfunfähig machte, bielleicht nie wieder heilte. Denn mein Verbrechen dann offen und ehrlich einzugestehen, das galt, bei meinem Rest von anständiger Gesinnung, mir doch als selbstverständlich. Ja, der lose Streich war doch wohl etwas unüberlegt gewesen; denn Ilse, die Tochter eines verstorbenen höheren Militärs, besaß einen ganz allerliebsten, aber auch sehr unAbsolution zu rechnen war? bequemen Hochmut in gewissen Dingen. Ob da auf gnädige Nun, zunächst flammerte ich mich denn, feige wie's dem Manne ziemt, an jeden Strohhalm an sofern man eine Masernerkrankung der Berliner Professorenkinder, von denen ich nicht mal mußte, ob sie eriſtierten, große Wäsche, Schneiderei oder ähnliche Ereignisse, die eine Briefbeantwortungsvergleichen kann. verzögerung zur Folge haben konnten, mit Strohhalmen ( Schluß folgt.) nberg. ni, Jult und Lagen no und 5 Tage den Tagen Ausnahme der Ladenunverände en der Läde EINST UND JETZT 3. zu lassen. nämlig Mitt Bur Geschichte des Diesens. Die Sitte, jemand beim Niesen mit einem treugemeinten „ Profit!",„ Gott helf!" oder„ Wohl bekomm's!" Glück zu wünschen, ist mit so vielen anderen ehrlichen Bräuchen unserer Vorfahren beseitigt, und es gilt für nicht fein", dieselbe heutzutage auszuüben. Sie gehört nachgerade der Geschichte an und muß es sich gefallen lassen, vom historischen Gesichtspunkt behandelt zu werden. Lange Zeit wurde ihr Gebrauch auf die Zeit Gregors I. zurückgeführt, wo im sechsten Jahrhundert, als die Beulenpest so verheerend in Italien wütete, Heftiges Niesen der von der Krankheit Befallenen für ein sicheres Anzeichen des nahen Todes galt. Aber schon im Altertum war die Sitte, dem Niesenden Glück zu wünschen, allgemein bekannt und ausgeübt. Schon Aristoteles ge= denkt derselben in seinen„ Problemen", und der ältere Plinius erzählt in seiner Naturgeschichte( 28,5), daß der Kaiser Tiberius, weil es ihm gar sehr an Heil, Glück und Gesundheit fehlte, befahl, daß ihm, auch wenn er im Wagen fahrend niese, die Vorübergehenden" Profit!" zurufen sollten. Apulejus berichtet in seinen Metamorphosen eine sehr pikante kleine Anekdote. Die Frau eines Kleidermalkers hatte ihren Liebhaber bei sich, den sie bei der unvermuteten Rückkehr ihres Gatten in einem großen Korbe versteckte, der, zum Schwefeln der Wäsche benutzt, sehr stark nach Schwefel roch. Als sie sich mit ihrem Mann in der Nähe des Korbes zu Tisch gesetzt hatte, fing der versteckte Geliebte, auf dessen Nase der penetrante Geruch wirkte, plötzlich heftig an zu niesen. Der gutmütige Walker, im Glauben, seine Ehehälfte habe geniest, rief thr ein treuherziges Wohl bekomm's!" zu, das sie dankend erwiderte. Als Xenophon seine Soldaten fragte, ob sie sich lieber dem Feinde feig ergeben oder die erlittene Niederlage mutig rächen wollten, nieste einer derselben zufällig, und alle beugten sich vor dem so sich kund gebenden Gott". Auch Aristophanes in seinen„ Vögeln" bezeichnet das Niesen als eine göttliche Kundgebung, und Sokrates war der Ansicht, daß sein innerer Genius, sein ,, Dämon", glückverkündend auf die Nase wirke. Noch heutzutage gilt das Niesen als ein Zeichen der Bekräftigung der Wahrheit eines Worts, und der Ausdruck ,, er muß es beniesen" ist noch überall in Deutschland im Gebrauch. Als die Spanier in Florida eindrangen, sahen sie mil Erstaunen, daß, so oft der Herrscher des Landes zu nieſen geruhte, alle gegenwärtigen Indianer sich vor ihm beugten und die Arme flehend nach der Sonne ausstreďten. Aus den hier kurz angeführten historischen Tatsachen ist zu entnehmen, wie alt die Mode des Glückwunsches beim Niesen ist, und daß die Annahme, dieselbe stamme erst aus dem sechsten Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung, auf einem Irrtum beruht. * Ein kaltblütiger Redner. Der amerikanische Staatsmann van Buren wurde bei einem Meeting, als er eine Rede beginnen wollte, sehr mißliebig empfangen. Man pfiff, zischte, heulte und grunzte. Er blieb dennoch, ohne eine Miene zu verziehen, auf der Tribüne, bis die Leute sich vollkommen ausgetobt hatten. Dann knöpfte er den Rock zu und entfernte sich mit den kaltblütigen Worten:„ Nun seid ihr jedenfalls um eine famose Rede gekommen." " Der Verfasser der Flegeljahre", Jean Paul, saß in einer Gesellschaft neben einer jungen Dame, der er infolge augenblic licher übellauniger Stimmung ſehr wenig Aufmerksamkeit schenkte. Die Dame war eine begeisterte Verehrerin seiner Werke, kannte ihn aber persönlich nicht. Da wurde plötzlich seine Gesundheit aus. gebracht, und lebhaft ergriffen wandte sich die Dame nun mit den Worten an ihn: Wie, Sie sind wirklich der Mann, dessen Werlen ich die erhabensten Stunden verdanke?"- Beschämt füßte ihr Jean Paul die Hand und sagte:„ Ja, ich bin der Verfasser der Flegelgegeben." jahre", aus denen ich Ihnen vorhin einige Proben zum Besten " Wikige Entgegnung. Im siebenjährigen Kriege erschienen die Franzosen unter dem Prinzen Xaver von Sachsen vor Göttingen, um die Stadt zu belagern. Zugleich schickte der Prinz einen Boten, dem man seitens der Belagerten frei Geleit zugestanden, an den Rektor der Universität, den wißigen Professor Kästner, mit der Ersuchen, für die Uebergabe der Stadt zu wirken, da solche sonst ausgehungert werde. Kästner ließ antworten, er habe keine Ver. anlassung, sich in diese Angelegenheit zu mischen, da das Sache der Besayung sei; was aber das Aushungern anbelange, so könne diese Drohung ihn nicht schrecken, da er ja fünf Jahre lang außers ordentlicher Professor in Leipzig gewesen sei und dort das Hungern aus dem Fundameni gelernt habe. ur Mitte der Straßen und + tr. feuchenfre ens 7 1hr a denden Martt ünberg. Str. 98 Dienstag, den 3. Mai. Gießen. g. Set Meidun 1904. Oberbessische Familienzeitung. Tägliche Unterhaltungs- Beilage ber Gießener Neueste Nachrichten. Band and Bezleg bor Olebener Berlag@ bruderet, vorm. DiH. Koller'ſée Sutbruderet( gegs. 1783); and:[ b ( 7. Fortschung.) Iwan der Schreckliche. Original- Roman von Hans Hoffmann. erste Pflicht, der guten Freundin Mitteilung zu machen von Als er zu Hause angekommen war, empfand er es als seine dem glücklichen Ausgang des gefürchteten Abenteuers. Gewiß, es war Pflicht; freilich war er nie im Leben so wenig gestimmt gewesen, Pflichten zu erfüllen. Es muß doch auch sich selbst, ganz dem Genuß des eigenen Empfindens leben Stunden geben, da man, vom Druck aller Pflchten gelöst, ganz tann! Pflicht und immer nur Pflicht! Welcher Mensch könnte beständig solchen Druck ertragen! Auch Stunden reiner Freiheit braucht der Geist nach ernſtem Zwang den Blicken zu träumen. auch die Freiheit, von schönen schwarzen Augen und rührenEinige Stunden lang machte er Gebrauch von dieser selbstgeschenkten Freiheit; dann überkam ihn doch eine Empden Frauen seinen Besuch zu machen. würdigsten Freundschaft ihr Recht zu schmälern. Er ging, findung wie Reue. Es war doch nicht schön, der liebensHelene schaute ihm mit einem bangen Blick entgegen. Fräulein Alma Gruber ist, wie es scheint, verleumdet wor" Ihre Sorge war unnötig," sagte er etwas gezwungen, Sanftmut felbst!" den. Sie ist nach meiner Erfahrung die Bescheidenheit und rätin. ,, Sie sind ein Tausendkünstler!" rief die Frau RechnungsAber Sie glauben nicht, wie mich das freut, verhofft=" ehrter Herr Doktor, daß Sie auch diesen unartigen Backfisch in Respekt sezen konnten; ich hätte es wirklich kaum geEs mußte irgend etwas in den Worten der harmlosen Gesicht. Dame sein, das ihm nicht behagte; er machte ein verlegenes Helene bemerkte es und ſagte mit leichtem Spott: ,, Also wieder ein Diamant, welcher nur des rechten Schleifers harrte! Wenn ich aber nur erst ganz sicher wäre, daß der glückliche Schliff wirkliche Dauer hätte! Verzeihen Mädchen!" Sie mir den Zweifel- ich kenne die junge Dame von früher - auch ihre Eltern übrigens in der Tat ein sehr hübsches mir zeigte, wird von Dauer sein, ich weiß es," sagte Belling Die liebenswürdige Gesinnung, welche Fräulein Gruber bestimmt, beinahe scharf. Wenn Sie den rührenden Blick gesehen hätten! Sie ist offenbar falsch behandelt worden anmutige Seele nennen." sie ist von Hause aus eine schöne Natur ich möchte sie eine Blick und sagte ganz leise: Es klang eine mühsam gedämpfte Begeisterung durch seine Worte. Helene sah ihm scheu ins Gesicht, senkte den „ Es wird wohl so sein." Dann ward sie auffallend schweigsam. Die Frau Rechnungsrätin redete an ihrer Statt zwar ziemlich viel, doch es erschien dem Mathematiker recht reizlos und gleichgültig. nicht verstanden zu werden. Er hatte zum erstenmal das Gefühl, von diesen beiden Frauen " Es ist wohl ein unbewußtes und leicht verzeihliches Ge,, Wie könnten sie sonst so kühl und ungerecht urteilen?" fühl des Neides gegen jenes bevorzugte Wesen!" dachte er. Der Gedanke schien jedoch sogleich ihm selbst sonderbar. ( Nachdruck verboten.) Was hatte Helene denn eigentlich an jenem kleinen„ Backfisch" zu beneiden? Richtig, das Wort Backfisch im Munde nur gleich? der alten Dame hatte ihn geärgert. Das war es. Warum Zum erstenmal unterzog er Helenens Erscheinung einer bewußten Musterung. Und zum erstenmal fiel es ihm auf, daß sie wirklich schön zu nennen war. Ihr Profil, das sie ihm eben zugewendet hielt, war so ebenmäßig vornehm wie ihre hohe Gestalt; nirgends an ihrer ganzen Person machte sich irgend eine Einzelheit hervorstechend bemerkbar; es gingen alle Teile so edel und rein zusammen, daß ihre Schönheit dadurch alles Blendende verlor und für ein unachtsames Auge auch wohl gar nicht zum Bewußtsein drang, sondern nur in der Stille mild erfreuend wirkte wie ein verschämter bleibt. Wohltäter, dessen Taten jeder sieht, dessen Name verborgen Es ist wahr, daß Gotthold Belling sich dieses Geständnis fast unwillig machte und den Wert desselben sogleich durch die mathematisierende Behauptung einschränkte, diese Art Schönheit habe etwas Negatives an sich, es sei gewissermaßen nur eine Nichthäßlichkeit, eines positiven starken Reizes doch eigentlich ermangelnd, während nun ja, er wußte, wo solcher Reiz zu finden war. Die gute Stimmung wollte nicht wiederkommen. Auch als er gegangen war, blieben die beiden Frauen schweigsam. Plößlich, nach einem sehr langen Nachdenken, seufzte Helene: aufzugehen!" Es gibt nichts Süßeres, als ganz in dem Glück anderer Aber, Helene, was redest du wieder für Zeug!" rief die Mutter entrüstet; so wenig will uns oft eine anerkannte Lebenswahrheit in ihrer besonderen Anwendung gefallen. Von da an blieb die Freundschaft leise abgekühlt, die Brücke des vollen Vertrauens war abgebrochen, Gotthold fühlte keinen inneren Beruf mehr, Helene von rührenden Blicken einer anderen jungen Dame oder sonstigen pädagegischen Triumphen zu erzählen. Diese Triumphe aber erlitten feine Einbuße; Almas Umkehr war eine vollständige. Zwischen ihr und dem gesamten Lehrerpersonal herrschte fortan unumwölfter Friede; seit der symbolischen Hinrichtung desselben war ihr Groll geschwunden, denn ein edler Mensch haßt nicht über das Grab hinaus. Sie sah vor allem mit Verachtung auf ihre vorigen Kindereien herab, denn der Tag von Damaskus hatte ihr als reifste Frucht die stille Einsicht gebracht, daß sie fein Kind mehr sei, daß es also auch kein ausfüllender Lebenszweck mehr für sie sein könne, ihre Lehrer zu ärgern, sondern daß sie vielmehr allen Ernstes darauf zu denken habe, durch schöne Gewänder und Haartrachten, sowie auch durch gesittete Geberden die Herzen der anderen Zeitgenossen zu erfreuen. Nur durch eine Untugend setzte sie noch zuweilen ihre Umgebung in Schrecken: durch ihre Leidenschaft, die Mathematik in alle anderen Wissenschaften einzumischen und über alle zu erhöhen. So kränkte sie den Historiker durch die Erfindung eines Herrn Cosinus von Medici, rechnete das Quadrat der Hypotenuse zu den christlichen Symbolen des pythagoräischen Konzils, sprach in der Literaturstunde nur von Goethe plus Schiller und machte sogar einen Versuch, die Kurve der Herderschen Parabeln zu berechnen. In der Zeichenstunde dagegen wurden ihre geradlinigen Figuren besonders rühmend hervorgehoben. Alle diese kleinen Verstöße hinderten jedoch nicht, ihr die Qualifikation vollkommener sittlicher Reife zu erteilen, und so ward sie denn am Ende des Sommers sauber konfirmiert, mit den wärmsten Segenswünschen für ihr ferneres Leben aus der Schule entlassen, erhielt ihr neues Herbstkleid noch um einige Zentimeter länger, so daß nun auch nicht mehr der Sohlenrand der Stiefel zu sehen blieb, und empfing durch Anfügung einer angemessenen Tournüre den letzten Stempel der vollen Jungfräulichkeit. So gerüstet trat sie in die gesellschaftliche Winterkampagne ein. Es war Winter geworden. Das Haus des Kommerzienrats Gruber rüstete sich zu der ersten Tanzgesellschaft dieses Jahres. Alma saß in Festkleidung erwartungsvoll allein in dem großen Saal. Der Armleuchter war schon angezündet, das Gas zischte leise, sonst wehte ein feierliches Schweigen der Erwartung durch den stattlichen Raum. Der Parketfußboden glänzte spiegelblank, und über die prächtigen Plüschmöbel glitten schimmernde Lichter. Der Flügel war tatenlustig geöffnet, Tische und Stühle beiseite gerückt, eine Menge Tassen und Gläser standen darauf verteilt; alles war in musterhafter Ordnung, die Gäste konnten kommen. Es war aber auch Zeit, daß sie kamen! Almas Herz schlug mit jeder Minute unruhiger. Mama könnte auch schon fertig sein," murmelte sie ärgerlich;„ daß sich Papa verspätet, ist freilich ſelbſtver ständlich!" Sie wanderte ein paarmal den großen Saal auf und ab; ihr Herz schlug wahrhaftig ganz aufgeregt! War es denn möglich, daß sie Lampenfieber hatte, sie, Alma Gruber, die ihre ersten Schritte schon auf dem Parket gemacht und ihre ersten Worte in großer Gesellschaft gelallt hatte? Nein, wahrlich nicht, das konnte ihr nimmermehr passieren; es war nur so eigen, daß sie Fräulein Leinemann und Herrn Doktor Belling heute zum erstenmal als vollendete Dame entgegentreten solle, nicht mehr als Schülerin. Das war es, das machte ihr Sorge, sie war sich noch nicht recht klar darüber, in welcher Art sie sich vor ihnen benehmen mußte. Zwar Fräulein Leinemann- du lieber Gott, nein, die machte ihr wirklich keinen Kummer, die Sache war zu einfach und natürlich. So war's denn also wahrhaftig nur Doktor Belling, nur dieser Iwan der Schreckliche! Ja, wenn er ein alter Mann gewesen wäre, dann war alles einfach aber so! Sie konnte doch einem jungen Herrn, einem veritablen jungen Herrn der Gesellschaft nicht öffentlich die Ehrfurcht bezeigen, die sie vor ihm fühlte! Sie durfte ihm ja nicht einmal mehr den Stuhl zurechtrücken oder sonst eine vielmehr war all so etwas fleine Dienstleistung erweiſen jetzt seine Sache ihr gegenüber als einer Dame. Aber dieses auf den Kopf gestellte und unnatürliche Verhältnis festzuhalten und durchzuführen, da lag eben die Schwierigkeit! Wie war es möglich, sich ihm gelassen als gleichberechtigt an die Seite zu stellen, wo man sich doch so gar nicht gleichberechtigt fühlte? Wie war das durchzuführen ohne Erröten, Erschrecken, Stottern und Sichverwirren? Und welch ein Gaudium das für die übrige Gesellschaft, sie, Alma Gruber, als verlegenen Backfisch zu erblicken! - Ihre innere Unruhe wuchs. Sie machte den Versuch, ihre Gleichberechtigung sich selbst zu beweisen. Warum brauchte sie jenen denn anders zu empfangen als beispielsweise alle jüngeren Offiziere, mit denen sie unbefangen und sogar, wie sie sich gestehen konnte, eher ein wenig von oben herab verfchrte? Wenigstens, was sich der Herr von Bodungen zum Beispiel von ihr gefallen ließ! Oder gar der kleine Mellenthin! War ein Mathematiklehrer denn mehr als ein Husarenoffizier? Kein Gedanke daran- im Gegenteil! Und die Tochter eines Kommerzienrats sollte nicht. Ihr Vater war ungeheuer reich! Und sie sollte jenem nicht ebenbürtig sein? Natürlich, selbstverständlich, mehr als das .. Ja, aber.. Ihre Unruhe war noch nicht beschwichtigt. Da tat sie einen verzweifelten Blick in den Spiegel, um sich jene unglückliche, verlegene, unebenbürtige Alma Gruber zu betrachten: und sie betrachtete sich. Immerhin stand ihr das rote Seidenkleid vortrefflich zu dem dunkeln Haar, und die Frisur selbst etwas auffallend konnte sie ja auf den ersten Blick scheinen, aber doch nur auf den ersten Blick, und dann sehr originell und so passend zu ihrem ganzen Gesicht, so flott und kühn Herrgott, wenn sie an den Madonnenscheitel in der ersten Mathematikſtunde dachte! Wirklich, sie konnte sich sehen lassen, sie sah nach etwas aus— o ja, Alma Gruber war ihm doch ebenbürtig! Die Ruhe war in ihr Herz zurückgekehrt; sie wäre bereit gewesen, ohne Vorübung einen König zu empfangen. Wenn jetzt nur erst die Gäste da wären! Inzwischen trat ihre Mutter im Festschmuck herein, eine noch jugendliche Dame, ihrem Anzug nach sogar noch sehr jugendlich. „ Hier ist noch etwas für dich," sagte sie, ihrer Tochter einen großen Strauß auserlesener Rosen überreichend. Wahrhaftig, wie ausgesucht zu deinem Kleid," fügte sie hinzu, die reizende Gestalt mit Befriedigung musternd;„ eine von den Rosen kannst du noch ins Haar stecken Herr von Bodungen schickt sie mit der Bitte, ihm den Kotillon zu reservieren, er könne leider erst später kommen." Alma nahm den Strauß etwas langsam und sagte kühl: Paßt mir nicht! Wenn er etwas will, kann er zur rechten Zeit kommen." Aber, Kind, er ist dienstlich verhindert; sonst kennst du ihn doch zur Genüge, um zu wissen" fagt. st mir ganz gleich. Meinen Kotillon habe ich ver„ Nicht möglich! Aber an wen denn? Du hast doch niemand gesprochen!" " Ist meine Sache! Ich bin kein Kind mehr, Mama." „ Nur zu sehr, fürchte ich fast. Sag mir doch, was denkst du dir eigentlich dabei, Herrn von Bodungen so kurz obachtet. Noch neulich auf der Promenade den schnei zu behandeln? Ich habe das schon öfter mit Bedauern be digsten und beliebtesten Offizier des Regiments- „ Warum ist er so zudringlich? Er kann mir ja den Hof machen, natürlich, wie die anderen, aber nicht so! Ei läßt mich ja gar nicht los." " Ich vermute also, daß er es ernst meint. Und du ,, Tue ich. Darum behandle ich ihn kurz. Ich mag ihn solltest auch erwachsen genug sein, es ernst aufzufassen." nicht." Aber, Alma, du wirst mir unbegreiflich. Was hast du ,, Nichts. Er ist forsch und ein famoser Tänzer." gegen diesen Mann einzuwenden?" ,, Alma! Nicht diese Studentenausdrücke!" „ Na, wenn mir doch keine besseren einfallen! Forsch ist er, gerade forsch, und darum nenne ich ihn so." " So sage doch kräftig, energisch, männlich wenn du willst, nur nicht dies burschikose Wort!" schneidig, „ Das paẞt alles nicht so gut wie forsch. Aber trotzdem kann ich ihn nun einmal nicht leiden. Er ist mir greulich ganz verhaßt. Er ist so unverschämt. Er spielt den Ueber legenen, wie kommt er dazu? Er ist mir noch lange nicht überlegen! Im Gegenteil, dumm ist er. Denke dir, neulich wußte er nicht einmal mehr den pythagoräischen Lehrsazz! Na, und so einen soll man ernst nehmen!" Die Frau Kommerzienrätin sah ihrer Tochter prüfend ins Gesicht. Liebe Alma," sagte sie langsam,„ ich will doch nicht hoffen die Einladung für diesen Herrn Belling- ,, Herrn Doktor Belling, Mama!" Lag dir so auffallend am Herzen, obgleich er gar nicht Visite gemacht hatte ich will doch nicht hoffen, daß du den Kotillon für diesen Herrn reserviert hast?" Alma wurde rot. " So?" rief sie trotzig.„ Und warum willst du das nicht hoffen? Wenn es mir nun zufällig so paẞt?" „ Dann würdest du zeigen, daß du noch ein rechtes Kind bist. Zunächst würde Herr von Bodungen sehr ver letzt sein- Jst mir gerade recht!" " Vielleicht sich ganz zurückziehen „ Soll er tun, in Gottes Namen!" Die Frau Kommerzienrätin wurde ärgerlich. Du bist nicht recht gescheit!" sagte sie scharf.„ Dann möchte ich doch nur eins wissen: sage' mal, willst du diesen Herrn Schulmeister etwa heiraten?" Alma machte ein vollkommen verblüfftes Gesicht. „ Mama!" rief sie erschrocken. Dann stieg ihr das Blut heiß in die Schläfen. Dann schwieg sie und starrte verwirrt zu ( Fortsetzung folgt.) Boden. Des Ozeans zur Küste, sturmgefeit; Doch rettungslos muß es zu Grunde gehen Im seichten Tümpel der Alltäglichkeit. Wie Hans zu seiner Ilse kam. ( Fortseßung.) Novelle von A. Wald. ( Nachdruck verboten.) Aber leicht ist die Sache nicht. Denn vorläufig ist, soweit ich in Erfahrung bringen konnte, auf Meilen in der Runde kein meiner würdiges Pendant vorhanden. Der Bastor ist zwar unverheiratet, aber samt seiner haushaltenden Schwester, wie Neuter sagt, längst ut de soldatenpflichtigen Johren rut," ich glaube, er feiert demnächst seinen siebzigsten Geburtstag. Der Doktor dagegen ist jung, doch sehr und dauerhaft beweibt, der Oberförster dito und die benachbarten Gutsbesitzer auch; denn Gutsbesizer, die hübsch und klug und liebenswürdig und, als vornehmste Eigenschaft, dabei auch ledig sind die Sorte eristiert nur in Romanen, in Wirklich keit gibt es die nicht. Nun, kommt Zeit, kommt Nat. Sechs Wochen habe ich noch vor mir, da kann noch vieles anders werden. Uebrigens - auf das Gelbseidene, weißt du, das bei Gerson im Schaufenster mit dem weißen Spizenüberzug, das wir beide vor meiner Abreise per Distanze so oft behimmelten, kannst du deinen Professor immerhin schonend vorbereiten. Langsam beigebracht, schadet solche Eröffnung weniger, und er wird sich doch dreinfinden müssen, denn zum Spätherbst mache ich Hochzeit. Und nun Schluß. Empfehle mich daher bestens deinem werten Herrn Gemahl und sei aus der Verbannung herzlichst gegrüßt von deiner geb. Ilse Waldow, zukünftigen Frau so und so." P. S. An einer recht gut gelungenen Aquarellskizze Sichernde Rehe" arbeite ich hier immens fleißig, und zwar stehe ich dazu jeden Morgen schon vor vier Uhr auf, um die graziösen Tierchen auf einer Waldwiese, dem sogenannten ,, Elfenrain" wie poesievoll, nicht wahr? zu beobachten. Bitte also, liebste Helene, deinen Herrn Gemahl in meinem Namen doch recht herzlich, ob er nicht die große Güte haben würde, das Bild schon jetzt meinem Kunsthändler an der Friedrichstraße zu annonzieren. Ich würde euch so dankbar dafür sein. D. D. So etwa lautete das Schreiben, und als ich ausgelesen, sah ich noch eine ganze Weile tiefsinnig, weltverloren auf das Briefblatt, oder richtiger das reizende Bildchen nieder. Es war zum Küssen, rein zum Küssen! Ilse, Prinzessin Ilse!" so flüsterte ich leise, uns beiden könnte geholfen werden! Wie wär's, wenn wir dem Wink des Himmels folgten und unsere geistigen und leiblichen„ Plünnen zusammenschmissen..?" Sollt' nicht ein recht solider und dauerhafter Chestand daraus werden?" Da schten der süße, kleine Mund zu lächeln und leise ein Ja zu flüstern, d ich besiegelte den Bund mit meinen bärtigen Lippen, auf jene uralte Manier, die wunderbarer Weise, von Adams Zeiten bis auf heut', noch immer in Mode geblieben ist; und dabei zielte ich bereits in Geiste kaltblütig auf den dicken Kerl im Briefe, der sich vermessen wollte, dies schlanke, entzückende Wesen mit seinen Pranken zu umarmen. Nein, die war nur für mich prädestiniert und sollt' es über ihn hinweg zu meinem Glücke gehen, und sollt' ich auf dem Wege zur Traumg die kleine Ilse mit Gewalt entführen! Umsonst hat einer meiner würdigen Vorfahren nicht zu dem ehrsamen Geschäft der Raubritter gehört, und wenn der jüngste Evroß sich seiner würdig erwies, so war das eben nichts als Pltavismus. Und eine mettere Folge davon war's wohl auch, daß ich nicht etroa mich bemühte, das duftige Fundobjekt an seine reizende Urgeberin zurückzuerstatten, wie jeder halbwegs anständige Mensch es doch getan haben würde, nein, ich verlorener Sohn- behielt nu allerdings nicht etwa das Gefundene, nein, so verkommen war ich doch noch nicht im Gegenteil, ergänzte sogar das niedliche Briefche noch um ein zweites Boftstriptum, eh' ich's dann eigenmächtig an die Adresse fandte, an die es ja doch gerichtet war. Run berte ich schon im Geiste dein entrüstetes: Also eine Urfundenfälschung und sans phrase und da schämtest du dich gar nicht?!" auch nicht Ser unich), bas chen mit seinen energischen Seiratsplänen, die mir in ihrer schalkhaften und urgefunden Frische bei alledem stark imponierten, ein ganz klein wenig erst zu foppen und zu necken, ch' ich's für immer einfing, der ging mir über alles; denn ein Herzensbündnis, dem nichts derartig Prickelndes voraufgegangen, das ist für mich, nun wie ein Glas Champagner, der des Mousseur entbehrt. So holte ich also meinen Crayon hervor und schrieb in möglichst ähnlichen kalligraphischen Zügen hinzu: „ Liebste Helene, bevor ich den Brief definitiv schließe, muß ich noch etwas hinzufügen, so als allerneueſte Telagramme" und zwar etwas Hochwichtiges und Hocherfreuliches. Es eriſtiert nämlich alles Nähere hörst du später- jetzt oder richtiger schon seit einigen Jahrzehnten, ein gewisser Jemand, der mich ebenso liebt wie ich ihn! Im tiefsten Vertrauen gesagt, ein ganz entzückender Mann, liebenswürdig, ein ganz klein wenig unverschämt, doch nur so viel, wie ich's gerade gern habe, nicht allzu dumm, und sehen lassen kann er sich auch! Gut mittelgroß, etwas buckelig, feuerrote Haare mit viel Mondschein, grüne Augen, auf dem einen schielt er etwas was ihm übrigens ganz gut steht und dann stößt er obendrein auch so interessant mit der Zunge an. Sein Bild wird dir nächstens unterbreitet werden, damit du selber sehen kannst, ob ich seine Vorzüge übertrieben. Man sagt ja, daß die Liebe blind macht, und ich liebe ihn, unermeßlich und werde ihn daher auch heiraten! Den oder keinen! Und das Herrlichste ist, er will mich auch, mich oder keine! Entschuldige auch bitte die eilige Schrift dieses Nachtrags aber das kommt wohl von der seelischen Erregung! Na, du kennst ja so was aus Erfahrung. Deine überglückliche Ilse." Und diese empörende Fälschung schickte ich ab, tatsächlich ab und eröffnete mit dieser vielversprechenden und segensreichen Tätigkeit- denn das ist sie wirklich später geworden mein neues Arbeitsfeld, geladen, wie eine Leydener Flasche, mit Erwartung der Dinge, die da kommen würden. Die allernächsten Tage wurde ich nun freilich von den neuen Verhältnissen, die mich umgaben, fast vollständig absorbiert, doch war ich sehr bald heimisch in dem traulichen Hause und wurde von den freundlichen Leutchen, dem brächtigen alten Herrn und seiner noch immer allerliebsten Frau Gemahlin, bis herunter zu der gebildeten" alten Hausmamsell, die jedem Gaste beim Empfang die Ehre anbot, Platz zu nehmen", sträflich verwöhnt. Nun, dafür war ich aber auch nicht nur ganz ungewöhnlich fleißig, sondern zeigte mich auch stets nur von der denkbar lieblichsten Seite. Schon nach ganz kurzer Zeit ließ mich der Alte daher auch auf den Anstand gehen. Auf dem„ Elfenrain" sollte nämlich abends und morgens ein Kapitalbock austreten, ein „ ganz gerissener alter Kerl!" Nun, du kannst dir denken, daß die Erlaubnis, d. h. solch' einem Rehbock nachzustellen, mich geradezu elektrisierte, und der alte Herr meinte daher mit resigniertem Lächeln: Ja, Assessor, tarieren Sie meine Großmut nicht zu hoch wär nicht der Knippel beim Hund gebunden, dann langte ich mir den Deubelsburschen selber!" Früh vor vier Uhr schon machte ich mich am nächsten Morgen auf. Es war ein ziemlich weiter Weg, denn die Waldwiese lag hart an der Grenze jenes Nachbardorfes, das die reizende kleine Ilse als ihre Sommerfrische angegeben. Vorsichtig, leise, wie ein echter Jägersmann, pürschte ich mich heran, damit nur ja das Wild" nicht schreckte. Und siehe da! Richtig, fern am Rande, unter den überhängenden Birkenzweigen, da stand der alte Herr. Großartig hatte er aufgesetzt, ein Kapitalgehörn! Vorsichtig, sichernd, mit erhobenem„ Grind" stand er da, und dicht daneben ästen die Ricke und ein Kitchen. Da plötzlich schreckte er, und in hohen Fluchten zog das Rudel in das dichte Unterholz. Ich spähte scharf zur Seite, nach dort, von wo aus sie vergrämt worden waren, denn hinter dem dichten Zweigwerk einer Fichte regte es sich. Ob nicht von jenem Hinterhalte aus die zierlichen Modelle" mit Absicht gar verscheucht wor den waren- um sie zu warnen vor dem mörderischen Jäger? Mir schien's meist so! Mit raschen Schritten ging ich darauf zu da saß das Original, die schöne Malerin, in reizendem, leichtem MorgenEin wundervolles Haar- und das Gefichtchen! Der kleide! Schiffer macre jogar einen bon Goethe plus In der die Surve der Herderfchen Parabeln zu berechnen. Beichenstunde dagegen wurden ihre geradlinigen Figuren Besonders rühmend hervorgehoben. Alle diese kleinen Verstöße hinderten jedoch nicht, ihr die Citation poffommener sittlicher Reife zu erteilen, und an Fonfirmiert. Da irrlich, scheitel in der ersten Mathematitſtunde fie fonnte sich sehen lassen, fie fah nach etwas aus o ja, Almia Gruber war ihm doch ebenbürtig! Die Ruhe war in ihr Herz zurückgekehrt; sie wäre bereit gewesen, ohne Vorübung einen König zu empfangen. Menn jetzt nur erst die Gäſte da wären! Inzwischen trat iugendliche Dir Doch rettungslos mun es au Im seichten Tümpel der Alltäglichkeit, Triner se kam. Qen REAR QUE ME WERE bei alledem start imp schalthaften und urgefunden nierten, ein ganz flein wenig erst zu foppen und zu neden, ch' ich's für immer einfing, der ging mir über alles; denn ein Herzensbündnis, dem nichts derartig Prickelndes boraufgegangen, das ist für mich, nun- wie ein Glas Champagner, Giessener Neueste Nachrichten GFAHR- PLAN. verbreitet auf 55 Orten. Gießen- Gelnhausen. 1-4 1-4 1-4| 1-4| 1-4| 3-4 1-4 544 816 1234 209 5 05 6 24 554 8 26 12 45 2 19 5 15 6 35 559 831 12 50 2 24 5 20 641 613 843 104 237 5 31 6 52 619 8 49 1 11 243 5 37 an 6 23 853 117 247 5 41 6 26 856 1 20 2 49 5 42 632 902 127 255 5 48 6 39 908 135 3 01 5 54 645 914 142 307 6 00 650 9 19 148 3 12 6 05 1-4 Stationen. 8 40 11 00 ab Gießen 8 50 11 10 855 11 15 9 06 11 26 912 1132 Gelnhausen- Gießen. 3-4 1-4 1-4 1-4 an 5 39 6 369 37 11 50 ab 5 296 279 27 11 40 5 24 6 23 9 23 11 36 5 10 6 11 9 11 11 23 601 903 11 15 5 54 8 571108 5 50 8 54 11 06 5 41 8 48 10 59 5 39 8 43 10 53 5 33 8 37 10 48 5 26 8 30 10 40 " " Schiffenberg Garbenteich. Lich " " " Langsdorf " 916 11 36 an) 918 lab ab Hungen · lan 924 " Trais: Horloff ab 9 30 " Ober- Widdersheim, 9 36 an Borsdorf Nidda Sab 6 07 ab 6 15 ab " 622 - 624 ab an Stockheim sab · lan 631 6 36 10 15 Büches- Düdelshm. " 731 9 58 235 6.43 10 22 " Büdingen 17 7 45 10 10 247 655 10 34 753 10 16 255 10 41 Mittelgründau Lieblos 4 45 7 54 9 56 7 43 941 11 11 759 10 21 301 704 10 46 an Gelnhausen ab 653 923 154 702 9 29 203 710 937 212 712 939 215 719 945 2 23 724 950 228 - - Nur Werktags. 941 9 45 953 1001 1003 10 10 Sonn- und Feiertags. Gießen Fulda. 2-4 1-4 1-4 1-3 1-4 3-4 1-4 4 40 8 20 12 07 2 15 5 20 6 35 456 8 29 12 16 15 326 51 509 8 34 12 22 2 27 5 37 6 58 9 30 622 Ranstadt Bleichenbach ab Stationen. ab Gießen Nur Werktags. 5 22 8 28 10 35 5 14 8 2010 26 505 8 12 10 16 5 02 8 10 10 14 457 8 05 10 09 451 7 59 1002 1-4 1-4 1-4 302 7 18 10 49 252 7 09 10 40 248 7 05 10 36 236 6 53 10 24 227 6 44 10 17 221 638 10 11 2 19 634 10 10 2 13 6 28 10 04 208 6 23 959 202 6 17 9 53 155 610 946 152 604 943 144 556 9 35 135 5 49 9 26 133 546 9 25 128 541 9 20 122 5 35 914 1 16 5 29 9 08 105 5 18 857 7 33 9 32 12 57 5 10 849 7 26 9 25 12 50 504 842 Fulda Gießen. 3-4 1-4 1-4 an 5 327 5311 55 ab 5 16 7 44 11 46 5 09 7 40 11 41 4 59 7 32 11 35 4 48 7 24 11 28 fab 4 34 7 16 11 21 lan 7 13 11 19 7 05 11 11 657 11 04 ab 916 " Rödgen " 5 22 84112 29 5 30 8 47 12 35 5 467 08 936 5537 17 Großen Bused. Reiskirchen " 5 42 8 55 12 42 2 41 6 03 7 30 552 857 12 44 2 42 6 05 948 an 9 49 ab Saasen Grünberg " 956 Mücke " 1002 Nieder- Ohmen 10 10 " 10 18 " Chringshausen • " an Alsfeld Jab 11 10 Lauterbach ab " Nur 10 46 2 17 3 59 8 00 " 11 22 Bad Salzschlirf M Wrtt. 11 ab 6 12 906 12 52 2 50 6 15 6 25 9 13 12 58 652 9 22 106 301 6 32 641 707 931 114 737 946 1 27 3 18 6 58 754 956 1 36 3 267 08 805 958 1 38 3 28 7 11 9 12 10 31 205 3 51 7 45 Nur Werktags. 10 32 1041 10 43 ab) • Burg- Gemünden Zell- Romrod 19 2 45 4 19 8 35 11 47 an Fulda 148 42 ab 4 307 30 12 555 008 30 Grünberg- Londorf- Lollar. 2-4 2-4 2-4 2-4 2-4 2-42-4 7 40 12 585 01 7 46 1 045 09 7 55 1 135 20 801 1 195 28 806 1 245 35 Nur Werktage. 1-4 1-3 1-4 241 457 9 44 232| 934 228 4 469 29 2 21 4 40 9 20 2 15 914 207 4 30 9 06 2 064 29 9 05 159 4 22 857 153 850 1 45 4 11 8 42 6 48 10 55 6 39 10 48 1 38 405 835 6 25 10 34 1 26 3 55 822 6 14 10 23 1 15 3 46 8 12 6 10 9 4712 46 3 21 7 42 5 42 9 45 12 45 3 20 7 40 5 29 9 33 12 33 3 10 7 28 500 904 12 05 246 653 Lollar- Londorf Grünberg. Stationen: 953 ab Grünberg an 2-4 2-4 2-4 2-4 2-4 711 11 154 208 05 ab 7 04 11 074 137 57 Gicken Großen- Linden Lang- Göns Kirch- Göns Butzbach S.- Z S.-Z. 1-4 1-4 1-4 1-4 1-3 1-3 1-4 Stationen. ab 2 48 258 305 " 3 10 321 4 00 " 3 27 4 06 3 38 4 15 " Ostheim. Bad- Nauheim Friedberg Bruchenbrücken Nieder- Wöllstadt Ofarben Groß- Karben Dortelweil Vilbel Jan 3 43 4 20 lab 347 11 Nur Montags und am Werktag nach Feiertagen. 500 5 10 Gießen Frankfurt. 4 23 4 49 5 36 5 46 5 10 5 55 7 54 8 41 4 31 4 56 4 37 502 4 43 5 08 448 5 13 4 54 5 19 501 5 26 507 5 32 " 3 58 " 402 • " 406 412 " 4 19 Berkersheim 425 " Bonames 4 31 5 12 5 37 M Eschersh.- Heddernh. " Frankf.- Bodenh. Frankfurt. 4 36 Jan 4 43 5 17 5 42 5 24 5 49 lab 4 45 an 4 52 5 26 5 50 Frankfurt Eschersh.- Heddernh. Bonames Berkersheim Vilbel Dortelweil Groß- Karben Ofarben S.-Z. Giessener Neueste Nachrichten wirksames Insertions- Organ. Z.-S. Nur Sonn- und Feiertags. 1-4 1-4 1-3 1-4 1-4 1-3 4 30 6 55 8 02 8 15 4 39 7 04 8 25 10 22 S.-Z. 1-4 1-4 1-4 1-3 1-4 10 12 12 05 12 10 2 17 5 04 5 55 12 19 2 27 5 14 D.- Z 2-4 1-3 1-4 1-4 1-3 1-4 6 42 7 32 818 9 19 10 04 655 8 28 10 13 446 7 11 452 717 5 28 5 38 5 17 7 43 834 8 33 10 29 8 39 10 34 12 30 2 40 5 27 5017 278 22 8 48 10 45 12 23 12 38 2 50 5 36 5 07 7 33 1854 1051| 12 44 255 5 42 905 11 02 12 38 12 25 2 34 5 21 703 835 10 20 7 09 10 26 719 752 724 847 10 35 853 10 41 12 54 3 06 5 52 6 24 734 806 903 948 1051 5 34 5 44 5 23 7 49 8 40 9 11 11 08 12 43 100 3115 576 30 7 40 8 12 908 954 10 57 914 11 10 12 45 104 3 13 5 59 6 31 6 40 8 13 900 9 10 9 55 10 59 5 18 602 801 9 22 11 18 1123 20 647 907 917 11 06 5 24 6 11 807 9 28 11 24 1 18 3 266 09 653 913 923 11 11 5 30 6 17 8 13 124 3 32| 7 04 919 9 29 11 16 5 35 6 24 8 18 9 40 11 34 1 29 3 37 6 17 714 924 934 11 22 541 6 30 8 24 607 6 38 8 30 6 14 6 45 8 36 9 46 11 40 1 35 3 43 6 23 720 9 30 9 40 11 28 141 3 496 29 728 937 946 11 34 146 3 55 1 7 34 943 952 11 39 151 400 6 36 7 41 9 48 957 11 45 1 56 4 05 6 41 746 9 54 10 03 1150 204 4 12 6 47 753 10 01 10 10 1157 120 2064 13 6 48 2134 20 6 55 7 058 04 757 1002 10 11 11 58 8 49 10 09 10 18 10 30 12 05 Schnellzug Berlin- Frankfurt. Schnellzug Halle- Frankfurt. 6 20 651 841 6 266 58 8 46 6 337 05 8 53 6 35 7 08 8 55 934 11 29 953 11 47 959 11 52 1004 11 57 10 09 12 02 10 16 12 09 10 18 12 10 5 33 5 57 6 10 6 20 6 42 7 15 9 02 9 15 10 25 12 17 Frankfurt Gießen. 6 15 6 30 7 12 7 41 8 18 954 1000 1005 Frankfurt- Halle. Schnellzug Frankfurt- Berlin. S.-Z. Stationen. S.-Z. 1-4 2-4 1-3 1-4 1-3 2-4 1-3 S.- Z S.-Z. D.-Z. Frankf.- Beckenh. ab Jan 600 6 057 05 7 35 855 611 741 · lab 612 743 10 06 11 26 6 20 751 10 14 11 34 1 14 3 07 " 625 758 10 1911 40 1 19 3 12 629 8 03 10 23 11 45 1 24 3 17 635 809 10 30 11 52 1 30 3 23 642 816 10 36 11 58 1 37 3 30 647 822 10 42 12 04 143 3 36 652 827 12 09 1 48 3 41 658 834 10 50 12 16 154 3 48 704 840 10 56 12 22 2013 52 6 36 7 10 7 398 48 9 29 11 03 12 29 12 42 1 13 6 37 7 13 7 40 8 52 931 11 07 12 43 6 45 7 20 7 49 8 59 7 31 9 10 941 11 13 11 24 12 52 114 123 2 32 4 20 5 07 6 10 736 917 954 11 30 2 38 4 28 S.-Z. 1-4 1-4 1-3 1-3 1-4 1-4 1-4 1-3 958 11 18 12 08 12 40 12 57 2 52 4 00 4 30 1004 11 24 103 2 58 4 06 105 2 59 4 07 4 15 4 21 4 26 4 33 4 39 456 5 01 507 5 13 208 3 58 5 20 5 06 213 401 5 22 5 07641 656 7 42 8 10 8 46 9 17 10 28 11 53 221 4 10 5 29 5 15 5 40 5 46 S.-Z. 1-4 14 1-4 1-4 1-4 1-3 530 5 45 6 25 6 55 7 30 8 43 5 36 5 51 6 31 7 01 7 36 5 38 5 53 6 33 7 037 88 5 46 601 641 7 11 7 47 S.-Z. S.-Z. 1-4 1-3 1-3 1-4 9 15 11 15 11 28 11 38 9 21 11 44 9 23 11 46 931 11 54 5 51 606 6 47 7 18 7 53 5 56 611 653 7 23 7 58 936 11 59 941 1203 6 02 6 17 659 7 29 8 05 609 6 24 7 06 7 35 8 11 947 12 10 12 16 12 23 6 20 6 35 7 17 7 46 8 23 1227 6 27 6 42 7 24 7 53 8 30 10 11 12 34 6 33 6 48 7 30 7 59 8 35 10 17 12 38 1245 12 49 6 49 7 04 7 49 8 17 8 53 9 26 10 38 12 02 12 12 12 58 700 7 15 ant 8 28 an 10 50 108 7 08 7 23 834 1056 12 25 115 517 6 20 7 45 9 27 11 38 2 48 4 37 5 55 843 11 05 125 5 22 6 25 7 50 932 11 43 254 4 43 601 7 24 7 39 849 11 11 130 5 29 631 756 9 38 11 49 7 30 7 45 855 903 1117 136 Nieder- Wöllstadt Bruchenbrücken 11 " Jan Friedberg lab 442 Bad- Nauheim Ostheim Butzbach Kirch- Göns 449 5 00 6 39 6 54 7 37 806 8 42 9 16 10 24 11 51 7187 33 an 5 36 6 40 7 13 8 04 8 17 9 46 10 11 11 57 300 4 49 607 120 151 309 4 57 6 15 5 44 738 753 Gießen- Caffel. Werktags. Schnellzug 9 54 11 25 12 30 12 43 144 7 32 12 504 53 Lang- Göns Nur Werktags. 1001 " Beltershain • 1007 10 16 Lumda 7 00 11 024 097 52 Großen- Linden Gießen " " Geilshausen 6 52 10 514 01 7 43 " 10 22 " Odenhausen 6 46 10 433 557 37 " 10 27 " f Kesselbach 6 41 10 363 507 32 an 11 Stationen: 4 50 6 508 13 1 365 44 9 47 10 31 " Londorf 6 36 10 303 45 7 279 15 " 4596 598 22 1 455 55 956 an " Allendorf a. Lda. 6 26 10 16 3 357 159 06 " Gießen 5 067 078 30 5 17 7 198 42 5 207 238 46 5 287 308 53 5 337 368 55 1536 05 10 03 2056 19 10 14 2096 23 10 17 2166 32 10 25 2176 42 10 27 Treis 6 19 10 063 287 088 59 " " " Mainzlar 6 09 9533 186 578 48 Lollar 〃 S- Z. 1-4 1-4 1-3 ab 4 00 5 43 7 15 fan 410 5 52 lab 411 5 53 S- Z. S.-Z. S.-Z. D-Z. S.-Z. S- Z. S.-Z. 1-4 1-3 2-4 8 228 229 17 8 31 832 2-4 1-3 1-4 10 16 12 05 1 29 1 40 1 53 9 30 1214 " Daubringen 6 05 9 473 146 538 44 " " 1559 8 38 4 20 6 06 845 " lan 4 26 6 11 850 5 437 459 07 2 306 55 10 40 lab 427 6 12 851 4 33 6 17 8.56 " 4 40 6 24 902 " 608 620 9423 307 37138 6 35 10083 388 Stationen: 5 55 9 102 54 7 10 10 15 ab Hungen • 2-4 2-4 2-4| 2-4 2-4 an 5 45 8 472 14 5 35 11 12 0299 0921 10 92 Billingen Jan 4 45 6 29 7 41 907 Nach Hagen über Betzdorf. 1215 221 12 20 227 1-3 1-3 1-3 2-4 2-4 1-4 1-4 1-4 1-3 2 08 2 52 3 13 5 05 6 24 5 48 2 203 05 3 24 5 15 6 34 3 25 5 16 6 37 331 5 226 43 1-4 808 8 20 817 8 33 2-4 1-3 1-4 1-3 1-3 1-4 9 56 10 58 12 33 12 49 1 53 11 08 8 18 11 09 823 11 15 1226 233 3 39 5 29 6 50 8 30 1122 12 31 an 344 5 34 6 56 835 11 28 1114 11 20 1232 3 45 5 35 7 00 836 11 29 1237 351 541 706 842 11 29 1243 3 58 5 48 7 13 849 lab 7 45 9 12 8 29110 14 933 11 57 11 36 10 42 10 51 10 38 12 48 1 55 206 2 20 12 52 1 59 2 12 2 24 4 08 6 20 153 309) 5.00 21 428 90 10.00 14 DE 13 UN FILES 4 03 5 54 7 19 6 15 854 11 35 11 425 10 23 11 48 101 1 17 2 34 10 27/11 52 1 07 Schnellzug Frankfurt- Halle. Schnellzug Frankfurt- Berlin. 203 205 215 2 19 219 2 29 1 21/2 38 Saner Steßen. Siddatten. 2-4 959 Stationen: 615 92990950 ab Nidda 624 938219 " " Kohden Schotten- Nidda. 2-4 2-4 2-4| 2-4| 2-4 4 58 8 00 1 26 5 388 58 4 517 53 1175 26 851 4 427 44 1075 an 5 188 20 1 465 589 18 ab 509 8 11 1 375 499 09 Unter- Schmitten ,, 5 038 05 131 5 439 03 Ober- Schmitten, Eichelsdorf 1010 40 an hotten FOOT 6 689 636 9502110 11 11 643 9572810 18 652 10062 67 10 27 Rainrod " 705/10 193 649 10 323 54 8 28 6 53 10 41 4 04 8 34 08 40 658/10 484 108 Weßlar- Lollar an Lollar ab an Gießen lab 5 58 9393 076 448 35 lan 5 52 930 3 056 34 8 33 ab 5 43 9 172 526 248 20 Hungen- Laubach- Mücke. Mücke- Laubach- Hungen 2-4 2-4 2-4 2-4 2-4 11 LLLL 6 43 10 21 3 478 20 " an Better 15344 33DEL: BAIA Freien- Seen Weichartshain Stockhausen Müde Bb5 388 35 2015 23 11 02 11 10 53 7 061314 05 10 27 Friedelhausen. Fronhausen Niederwalgern Niederweimar Marburg Süd Marburg Treysa Gaffe Stationen: Cassel Treysa S.-Z. S.-Z. 1-4 1-3 1-3 3-4 ab11 06 2 50 3 00 12 49 Lollar Werktage. Lollar tagliaj. 7 48 1 24 4 46 10 22 " 7 391 15 4 39 10 16 7 32 1 094 34 10 12 ab 7 20 1 014 27 10 05 Ma: burg an lab 1 47 4 23 4 33 1 53 4 27 4 37 Marburg Süd 159 Lollar- Weßlar. Statio 445 5-2 1-4 1-3 540 I S.-Z. 1-4 2-4 1-4 1-3 1-4 1-4 6 10 9 40 548 7 26 8 17 10 50 7 53 10 46 10 00 12 26 8 55 11 29 11 02 1 20 5 53 7 30 6 58 5 59 704 900 11 33 11 06 9 06 1 25 11 12 131 6.05 711 11 18 138 2-4 1-4 S.- Z.3-2. 1-3 1-3 1 16 310 3 36 258 3 59 4 53 5 14 4 04 5 005 18 410 416 2- 1-3 1 4 32 4 40 5 53 6 22 643 7 24 6 487 28 7 34 740 7 02 7 45 en über Wendorf. 700 841 820 10 12 1112 8458 56 902 909 1116 1122 11 28 1950 99! 2 2-4 2-4 2-4 24 6 6 15 9 2920 6 24 9 382 1 6 29 9 4322 6 36 9 502318 6 43 9 5724 6 52 10 0625 7 05 10 1931 5 437 459 07 2306 55/10 40 lan Gießen ab 5 43 9 1712 526 248 20 Niederwalger ' ab 427 6 12 2 Niederweimar Marburg Süd Marburg " 4 33 6 17 4 40 6 24 " an 12 4 45 6 29 7 41 40 4.5 Hungen- Laubach- Mücke. Mücke- Laubach- Hungen 6 35 10 083 38808 an 4310213 178 38 6 49 10 323 548 28 6 53 10 414 048 34 658 10 484 108 40 Weßlar- Lollar 2-4 2-4 2-4| 2-4| 2-4| 2-4| 17 Statio Laubacher- 28ald Freien-& e Weichartshain Stockhausen an Müde Stationen: 4 56 6 34 10 24 103 4 21 711 ab Wetzlar 5 08 6 52 10 39 1 18 4 39 7 23 Dorlar 5 11 6 56 10 43 1 22 4 43 7 26 5 18 7 04 10 51 1 28 4 53 7 32 5 25 7 09 11 04 1 34 5 03 7 38 2-4 2-412-412-4| 2-4 2-4 1584721411 561 7181 944 48 18 99 7 391 15,4 39 10 16 Stationen: 7 321 09 4 34 10 12 " Caffel ab 7 201 014 27 10 05 Treysa Lollar- Weßlar. 3-4 2-4 2-4 2-4| 2-4 2-4 an 5 40 7 478 49 12 49 3 19 657 9 17 ab 528 7 308 37 12 35 3 08 6 46 9 05 5 24 7 24 8 33 12 31 3 05 642 901 5 19 7 178 28 12 26 3 00 6 38 8 56 5 136548 22 12 20 2 48 6 33 8 50 506631 8 15 12 13 2 39 6 27 8 43 501624 8 10 12 08 2 34 6 23 8 38 4 56 6 15 8 03 12 01 2 29 6 17 8 32 4 50 605 7 55 11 52 2 23 6 10 8 25 " Azzbach " " " Kinzenbach Abendstern Krofdorf- Gleiberg Launsbach Wißmar 548 7 32 11 30 1 58 5 28 8 00 an Lollar 5 32 7 16 11 11 141 511 7 44 537 7 21 11 17 146 5 16 7 49 5 42 7 26 11 23 1 525 22 7 54 " Friedberg- Hungen. 2-4 2-4 2-4 2-4 2-4 Stationen: ab Hungen- Friedberg. Ma: burg Marburg Süd Niederweimar. 850 0888990 16272 55001 bagen 1231 απ 11 14 1232 11 20 11 29 1237 1243 11 36 10 42 1248 51-2 1-4 1-3 1-3 3-4 1-4 1-3 1-42-4 ab11 06 2 50 3 00 12 49 jan 1 47 4 23 4 33 lab 153 4 274 " 159 Jan 208 Niederwalgern lab 208 Fronhausen Friedelhausen. Lollar Gießen 213 " " an 223 lab 225 37 15 44 5 3 4 6 30 3 45 5 35 7 00 351 5 41 7 06 3.58 5 48 7 13) 403 54719!. 855 836 842 849 15 [ 1128/ 00 11 29 219 11 35 11 42 la B 5.-L. 445 540 548 7 26 1-4 1-3 1-4 1-4 6 10 940 817 10 50 7 53 10 46 10 00 12 26 2-4 1-4 1-3 1-3 2-4 1-4 3-4 1 16 310 3 36 4 32 4 40 7:00 820 258 1 5 53 6 22 10 12 8 55 11 29 11 02 1 20 3 59 4 53 5 14 6 43 7 24 5 53 7 30 6 58 9 00 11 33 11 06 1 25 404 5 00 5 18 6 48 7 28 5.59 704 9 06 11 12 131 410 605 711 912 11 18 138 416 734 740 6 10 716 917 11 23 143 4 21 7 02 7 45 5 13 6 11 717 9 18 11 24 144 422 7 03 7 46 5 20 6 17 7 23 924 11 30 150 4 28 248 752 5 27 6 24 7.30 9 30 11 36 156 435 255 7 59 Von Hagen über Betzdorf. 841 1112 845 8 56 11 16 902 11 22 9 09 11 28 914 11 33 9 16 11 34 9 22 9 29 11 40 11 47 5 32 6 29 7 35 9 35 11 41 201 440 3.00 5 33 6 31 7 36 8 559 36 11 42 202 2 17 441 301 642 804 805 934 11 52 9 35 10 27 11 53 Schnellzug Berlin- Frankfurt. Schnellzug Halle- Frankfurt. Biz Lollar Werktags. Ab Lollar täglich. an 2 34 4 53 5 03 5 43 6 41 7 57 7 45 9 07 9 45 12 00 11 51 Gießen- Cöln. 2 11 2 30 4 50 5 30 5 45 3 11 6 55 7 22 8 14 905 9 11 9 45 10 40 12 03 Cöln- Gießen. S.-Z. S.-Z. S.- Z 1-4 1-4 2-4 1-3 1-4 1-3 1-4 1-4 1-4 1-4 Stationen: 2-4 1-4 2-4 3-4 1-4 2-4 1-4 1-4 1-4 1-4 1-3 1-4 3-4 3-4 4 Sonn- und Feiertagen. 2-4 2-4 2-4 2-4 an 702 1 205 389 15 ab 6 55 1 135319 08 1035 219 01 6 34 12 545 11 8 54 6 29 12 495 068 49 6 13 12 33 4 498 35 603 12 234 398 29 Gedern Stockheim. ab 5 50 12 10 4 258 18 Nur au dem Werktag vor und nach 4 477511 105 31 7 11 900 ab Friedberg an • 54 7 581 185 387 20 " 5 008 041 245 447 26 9 15 an) 5 018 05 1 265 45 7 27 916 abl " Beienheim 6737 924 Melbach fab lanj " 756 9 42 " 118 131 345 53 178191 415 59 288 301 526 10 348 36 2 006 16 7 44 931 Wölfershm.- Södel, 803 9 49 Obbornh.- Bellersh. ,, 5 428 442 096 258 13 9 58 488 512146318 19 10 04 an Hungen Buzzbach- Lich. 7 40| 11 403 006 00 900| ab Buzbach ab " Berstdt.- Wohnbach, " Inheiden • Nur an dem Werktag vor und nach Feiertagen. 2-4 2-4 2-4 2-412-4 436 5 35 7 38 10 543 537 59 2-4 12 50 427 10 22 100 4 35 6 47 8 22 10 12 12 403 25 655 909 Dorheim.. ab 4 28 5 277 30 10 463 45 7 51 10 14 1 11 443 21 5 207 22 10 393 39 7 44 10 08 Sonnund 43 Nur Werli 47 31 6 32 9502 546 55 5 19 7 21 10 383 387 43 E1007 5 127 14 10 313 327 361001 5047 07 10 243 267 299 55 4526 56 10 133 157 18 6 49 10 063 097 11 6 39 9 563 007 01 9 44 937 .928 922 Lich- Butzbach. an 16 45 10 35 2 205 2518 20 In der Nacht nach Sonn und Feiertagen. 444 7 05 8 36 10 28 12 583 43 5 40 12 473 33 5 48 703 8 35 10 27 12 563 42 5 57 616 " 6 40 10 10 ab Gießen 651 10 18 Dutenhofen 7 04 10 27 an an 5 37 7 53 10 06 11 48 ab 5 30 745 | 11 41 707 10 29 abs 449 7 11 10 34 103 3 49 6 24 7 14 10 35 Weklar Aßlar fab 5 20 7 35 9 46 11 32 2 40 233 2 25 4 567 589 05 12 27 449 751| 12 20 4 39 7 418 53 1211 lan 5 186 167 34 943 11 30 2 24 4 387 388 52 12 10 ab 5 136 087 28 937 11 25 2 19 4 337 32 1205 4 56 7,17 10 40 109 3 54 631 7 19 10 39 " Werdorf 5 086 007 22 932 11 19 2 13 4 287 25 " 1200 5.01 7 22 10 46 1 143 59 637 7 25 10 44 " Ehringshausen 5 03 5 537 18 9 28 11 15 209 4 24 7 19 11 56 " 5 08 7 29 10 53 121 406 645 7 33 10 51 Katzenfurt 4 565 44 7 11 92011 08 202 4 177 12 11 50 " 5 15 7 36 11 00 1 284 13 653 741 10 59 Sinn 4 49 5 34 7 04 9 13 11 01 156 4 107 04 11 44 " " f 5 21 742 11 06 1 34 4 19 701 748 11 06 an jab 443 6 57 904 10 54 149 4046 56 11 38 5 22 744 11 07 5 30 5 32 644 752 904 11 15 755 905 11 18 906 9 55 12 33 2545 41 458 6 49 9 13 10 03 12 41 3025 46 1 354 20 702 1424 28 7 11 1 454 31 7 13 827 8 34 10 02 750 11 07 ab Herborn 800 11 15 an 803 11 18 ab. Dillenburg an 442 lab 35 an 937 12 30 an ab Nur Werktags. 6 56 90210 53 148 4036 55 11 37 6 49 644 8 49 10 43 8 5210 46 141 139 3 566 478 27 11 30 3 546 46 8 26 11 28 5 30 7 16 93312 30 2 465 35 7 38 10 21 ab Bendorf an 6 56 9 26 12 25 2 405 307 28 10 05 7 45 11 463 066 04 9 06 " Buzzbbach- Ost ab 6 41 10 31 2165 218 16 5 16 701 750 11 52 3 126 09 912 Griedel- Rockenbg. ,, 6 34 10 24 2 095 148 09 5 27 7 09 9 40 10 24 930 10 15 1 11 101 3 196 07 854 10 24 Wissen ab 6 35 908 12 04 2 215 09 7 15 9 44 3296 16 903 10 38 Au 618 8 59 11 54 2 125 00 7 08 935 " 7 56 11 593 196 14 9 19 Gambach 6 27 10 172 025 078 02 601 7 29 10 13 10 44 406 6 52 6 45 " " 8 02 12 05 3 256 18 9 25 11 Oberhörg. Eberst. 6 21 10 11 1 565 017 56 6 32 " 8 06 12 11 3316 22 11 8 10 12 153 356 26 931 9 35 " Münzenberg 6 16 10 06 1 514 567 51 6 40 " Trais- Münzenbg. 6 10 10 001 454 507 45 7 07 7 52 10 44 11 05 759 10 53 11 12 | 11 20| " Stockheim- Gedern. и 8 252 35 6 2-4 2-4 2-4 2-4| Stationen: 301007 ab Stockbeim 8 332 48 6 38 10 15 Selters 8 402 58 6 47 10 22 „ Ortenberg. 8523 136 " Lißberg 9 26 3 587 36 11 08 an Gedern 9 083 34 7 17 10 50 9 15 3 43 7 25 1057. Merkenfriß 8 16 12 23 3 43 6 32 9 43 8 21 12 29 3 496 36 949 " Muschenheim 6 04 9 541 394 447 39 7 14 8 19 11 27 11 32 151 2 26 234 4 467 33 10 12 12 15 259 5 168 02 10 39 12 48 306 5 238 09 10 46 9 3711 17 " Eitorf 5 32 8 19 11 14 1 284 256 48 900 4387 25 10 0511 56 " Siegburg 451 7 48 10 42 12 543 556 27 8 30 Troisdorf " Kalt 440 7 38 10 33 12 433 466 21 7 09 10 06 12 163 12 818 746 " an Cöln ab " Eckartsborn Hirzenhain " Hof- u. Dorf- Gill 557 9471324 377 32 8 30 12 404 00 6 45 10 00 an Lich ab 5 45 935 1 204 257 20 Gießen Coblenz. 700 9 57 12 083 05 6 00 735 Coblenz- Gießen. S.- Z S- Z S.-Z. S- Z. S- Z. Stationen: Stationen: 2-4 2-4 2-4 2-4| " 8 453 056 52 10 27 59 10 34 702 11 36 4 55 10 26 " Wäldershausen 7 06 11 415 00 10 31 Neuhaus " 7 13 11 485 07 10 37 " Homberg a. d. Ohm 7 28 12 05 5 24 10 48 Nieder- Ofleiden " 7 34 12 125 31 10 54 Schweinsberg " 7 40 12 185 37 11 00 " Rüdigheim 7 46 12 24 5 43 11 06 Amöneburg " . " Gießen. Dutenhofen. Weklar Albshausen Burgsolms Braunfels Stockhausen Löhnberg Friedberg- Nidda. 2-4 2-4 2-4| 2-4 3-4 an 7 41 10 54 " " 538 58 11 41| 9 0511 47, 9 13 11 54 " Echzell Grund- Schwalhm., Häuserhof Vom 1. Juni bis 15. September. 7 33 10 46 7 26.10 40 7 25 10 39 Kerkerbach.. Limburg Diez Emo Niederlahnstein Coblenz 7 13 10 29 7 05 10 22 700 10 18 6 5310 12 5 089 05 117 308 3 115 20 " 9 20 12 00 Geiß- Nidda 3 326 06 9 402 10 6 38 " " 9 22 12 02 Salzhausen 53 286 02 9362 063 306 34 " 9 30 12 10an Nidda... ab 3 205 53 9271 583 226 25 6 45 10 05 9.59 9 56 9 48 2-4 2-4 Burg- u. Nieder- Gemünden- Kirchhain u. zurück. 651 11 254 44 10 15 ab Stationen: 2-4 2-4 2-4 2-4 g. u. N.- Gemunden an 6 40 10 082 498 29 757 12 355 54 11 17an Kirchhain " ab 6 30 9582 398 19 6 25 9 532 348 14 6 19 9 462 288 08 607 9 322 177 57 558 9182047 44 551 9112577 37 5 46 9 06 1 527 32 an 5 34 8541 407 20 Nidda- Friedberg. 2-4 2-4 2-4 2-4| 2-4| 2-4 2-4 4 367 10 10 423 08 ab 4 287 0210 343 00 jab 4 216 55 10 27 2 54 an 4 186 54 10 262 53 Stationen: 2-4 2-4| 403803 12 10 120 2144 15 7118 18 1105ab Friedberg 4 128 11 12 20 138 221 4 24 7 208 27 11 13 Dorheim # 4 188 17 12 26 147 2274 307 26 8 33.11 19 an) Beienheim 4 20 8 18 12 29 150 228431 288 34 11 20 ab) 4 268 23 12 351 582 33 4 377 348 39 11 25 Weckesheim. 4 338 30 12 42 404 45 57 418 46 11 31 09 Reichelsheim 4 418 38 12 50 220 246 4 537 49 8 53 11 37 Gettenau- Bingenhm 4 468 43 12 55 2 34 2 51 458 4 538 50 102244 2575 05 5 01858 110 2553045 13 5 129 09 12 312 3145 24 ab4 136 49 10 212 487 20 10 35 24066 42 10 14 241 # 3 596 35 10 07 234 546 29 10 022 29 476 22 9 552 23 396 14 947 2 16 5 209 17 129 320 3215 32 Bemerkungen: Die links von den Stationsnamen stehenden Zeitangaben sind von oben nach unten, die rechts stehenden von unten nach oben zu lesen. Die mit D.-Z." bezeichneten Züge sind D.- Züge, die mit„ S.-Z." bezeichneten, Schnell züge. Weilburg 110411 604 6 35 7 598 27 9 39 11 59 942 12 00 10 22 1032 12 51 1039 12 54 10.48 1137 11 40 1207 12 16 Bieberthalbahn. Ems Diez Limburg Kerkerbach Weilburg. Löhnberg Stockhausen Braunfels Burgsolms Albshausen. Wetzlar Dutenhofen Gießen 6 129 06 11 25 12 40 16 18 9 12 11 31 6 23 9 17 11 35 an 6 319 25 11 42 12 52 lab 6 329 27 11 43 12 53 6 42 9 36 | 49,9 43 11 58 107 an 5 356 509 10 11 462 063 224 507 05 7 559 37 ab 5 256 409 00 11 36 1 563 114 406 547 45 9 27 5 21 6 368 56 11 311 523 084 366 487 409 22 5176 318 51 11 26 1 46 3 044 31 6 437 35 9 18 * rofdorf- Gleiberg, 5 126 25 8 45 11 201 382 584 246 22 7 29 9 12 Rodheim 5 076 208 39 11 141 322 43 4 19 6 15 7 249 07 Abendstern 5 35 7 55 11 00 105 2 26 4 033 51 6 017 04 8 55 an Bieber + ? †? O " ab 5 006 138 30 11 051 252 45 4 10 6 087 179 00 *) Hält nur nach Bedarf.| † †? +?[ 3216 307 589 03 11 41 3276 36 332641 9 15 11 52 3 396 48 8 10 9 23 11 59 3416 508 119 24 12 00 352 700 935| 3 597 078 259 43 12 15 Bemerkungen: Die mit? bezeichneten 3üge verkehren vom 1. Mai bis einschließlich 31 Mai 45 Minuten, die mit§ be zeichneten 30 Minuten später. Mit+ versehene Züge verkehren nur Werktags, bie mit versehenen nur Sonn- und Feiertags. 1-4 ab 5 08 5 15 1-3 1-4 1-4 1-4 1-4 1-3 2-4 1-3 1-4 8 10 10 00 12 103 055 055 56 1008 12 183 145 12 6 40 8 32 10 59 || 651 840 11 07 Coblenz Niederlahnstein ab " ( an 5 24 8 23 10 17 12 27 3 235 216 09 704 lab 5 25 8 24 10 19 12 293 285 226 107 16 7 44 5 33 1 10 28 12 383 365 31 7 25 7 53 " 5 38 10 33 12 433 425 36 730 7 58 5 44 8 36 10 40 12 493 495 43 6 22 7 378 05 8 48 11 16 856 11 18 904 11 27 9 10 11 32 917 11: 8 an · lab " 551 10 47 12 563 575 50 744 8 12 9 25 11 45 600 10 56 1054 06 5 59 7 548 22 934 11 54 " fan 605 8 49 1101 lab 6 06 8 50 11 02 6 46 9 21 11 45 an 656 928 11 57 ab 659 9 32 12 02 1-4 1-4 1-4 1-3 5 38 8 45 10 30 600 855 10 47 6 28 916 11 03 631 918 11 06 4 45 7 34 10 06 11 44 Jan 4 517 40 10 12 11 50 lab 4 557 50 10 15 11 53 5 078 02 10 05| fan 5 48 8 43 11 03 12 25 lab 5 508 44 11 04 12 26 1-4 1-4 1-3 2-4 12 27 3 28 5 35 12 423 525 52 1054 126 08 1 074 156 11 1-4 840 854 9 22 925 1 585 076 51 10 21 2045 13 6 57 10 27 2075 177 01 10 30 2 195 297 08 2586 07 7 43 11 41 11 19 2 596 087 448 40 11 20 1114 156 066 36 1 534 586 48 2045 096 58 7 07 7 06 9 38 12 09 2075 207 02 7 10 2 155 29 7 23 7 16 jan 7 56 10 15 ( ab 758 10 18 8 25 10 47 an 8 33 10 55 102 104 1 30 140 3066 278 127 54 Sonnabends. 3086 328 14 7 50 3 457 028 388 18 354 7 12 8 478 26 Ab Wezlar täglich außer Ab Weylar nur Sonnabends. 5 56 8 50 11 10 305 6 14 846 11 26 " 6 05 8 59 11 18 | 3146 23 8 56 11 34 A5 Weilburg S0.3 22 u. Feit. u. 2./6. 9 10 11 47 500 7 15 10 20 12 251 45 3 25 4 105 206 258 15 ab Gießen 5 107 26 1031 12 361 563 364 215 316 368 26 Heuchelheim 5 137 30 10 35 12 402 003 40 4 25 5 356 39 8 30 Windhof 5177 35 10 40 12 45 2 063 44 4 315 416 438 35 5 227 41 10 46 12 51 212 3 50 4 37 5 476 49 8 41, 5 28 7 47 10 52 12 572 18 3 563 43 5 536 568 47 " " H " " . 104 Abonnement in's Haus geb Gratisbella und bi Das Blat 5 für Betr: Feldb In der 16. Mai 1. J Bürgermeifte schnittes bon 1. zwe 2. Die 3. die 4. da 5. ein 6. dag zur Einfi t Tag hiergegen fi vormittage Großh. Bür teiligten un jcheinenden wendungen auf Papier reichen. Fri Der C Betr.: En od Gema 1900 und weifung bo allgemeiner wählte for für an Ro tötete Sch bom 1. M Es w BRAAA Je Gief Imm bor, daß ridgezog folgten ih wanghtfa bedarf, e beutet ha Trop den, daß Strategiid fich zurüc erst die bermag, e bricht. 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