Nr. 28 bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., n's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Mittwoch, den 3. Februar 1904 Gießener 13. Jahrgang. Jnsertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Ober heffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88 Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Betr. Die Ausführung des Gefeßes über den Urkundenstempel vom 12. Auguſt 1899. Diejenigen Befizer von Fahrrädern, Automobilen, Luruswagen, Luxusreitpferden, Verkaufs- und Wagautomaten, automatischen Straftmessern, öffentlich aufgestellten Klavieren oder sonstigen Mafilwerken, welche die Abgabe für das Jahr 1904 noch nicht entrichtet haben, werden hiermit wiederholt an die Entrichtung der Abgabe ohne Kosten bis spätchess Ende Februar d. Js. erinnert. Auch fönnen bis zu diesem Termine Fahrräder unter Rückgabe der Nummerplatte und Radfahrkarte noch abgem Ibet werden. Die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises werden beauftragt. vorstehende Bekanntasung sofort und sodann dreimal in Zwischenpausen von zwei Tagen ortsüblich bekannt machen zu lassen. Gießen, den 26. Jaruar 1904. Großherzogliches Streisaint Gießen. Dr. Breidert. Bekanntmachung. Betr. Schweinerotlauf in Geilshouses. Unter dem Schweine bestand des Wirts Konrad Feder zu Geilshausen ist Schweinerotlauf ausgebrochen; es ist- höftsperre angeordnet. RPP Gießen, den 29. Januar 1904 Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Dr. Kranzbübler. Betanntmachung. Betr.: Notlauf bei einem Schwein des Martin Krieb zu Dorf- Gill. Bei einem Schwein des Martin Krieb in Dorf- Gill ist Schweinesotlauf festgestellt worden. Gießen, den 29. Januar 1904. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Dr. Kranzbübler. Bekanntmachung. Betr. Die Stiftung des Gemeinderatsmitgliedes Friedrich Lony sen. Die diesjä rigen Zinsen aus der rubr. Stiftung soßen an 8 Arme der Stadt Gießen mit je 20 Mt. De geben werden. Bewerbungen um dieselben sind bis zum 20. Februar 1904 schriftlich oder mündlich bei dem Armenamt, NuenBäue 25, vorzubringen. Gießen, den 1. Februar 1904. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Cursdmann. Die Reichstagspause. ( Von unserem parlamentarischen Mitarbeiter.) Die kleine Feierschicht, die in die Reichstagsverhandlungen eingelegt wurde, war notwendig geworden durch den katholischen Feiertag Mariä Lichtmeß". In der letzten Sizung prägte sich dessen Nähe deutlich aus, denn eine Anzahl Abgeordneter war so sehr von der Ferienstimmung beherrscht, daß sie nicht einmal vor versammelten Kriegsvolk_ihre Ungeduld zu bezähmen vermochten. Das in der Garderobe herumlagernde Reisegepäck war ziemlich stattlich, und es ist deshalb wohl anzunehmen, daß eine große Zahl von Abgeordneten unmittelbar nach Sizungsschluß die Fahrt zur Heimat antrat. Nur die Budgetkommission tagt unausge setzt weiter, obschon sie sich nach dem seitherigen Geschäftsgang tatsächlich für ihren Betrieb eine größere Muße gönnen könnte, denn das Schneckentempo, in dem das Reichstagsplenum arbeitet, kann ihr niemals gefährlich werden; es kann niemals der Fall eintreten, daß der Reichstag verhandlungsunfähig wäre, weil die Budgetkommission die Vorarbeiten noch nicht erledigt hat. Im ganzen sind seit Wiederaufnahme der Verhandlungen 14 Sitzungen abgehalten worden. Davon wurden 7 auf Interpellationen, die entweder nicht notwendig waren, oder nur ganz obenhin die Zuständigkeit des Reichstags berührten. Das gilt insbesondere von der Aussprache gegen die Wurmkrankheit, deren Beantwortung fast einzig und allein von dem preußischen Handelsminister geleistet wurde, nachdem der Staatssekretär Graf Posadowsky eine grundsätzliche Erflärung abgegeben hatte; es handelte sich also nur um eine vorwiegend preußische Angelegenheit. Aber auch eine Reihe von anderen Interpellationen war unnötig, so z. B. diejenige über die Ausdehnung des Versicherungszwanges für die selbständigen Handwerker, weil schon im Vorjahre von dem Staatssekretär Posadowsky die Erklärung abgegeben worden war, daß diese Frage nur mit der Reorganisation der Versicherungsgesetze spruchreif werden könne, und diejenige über die Rechtsfähigkeit der Berufsvereine, weil durch eine regierungsseitige Auskunft in einem süddeutschen Parlament bekannt geworden war, daß eine entsprechende Vorlage ausgearbeitet werde. Noch niemals hat eine Periode eine solche Fülle von initiativen Vorschlägen aufzuweisen gehabt, wie der jetzige Reichstag. Zu dem Etat des Reichsamts des Inneren sind allein 34 zum größten Teil aus umgearbeiteten Initiativanträgen bestehende Resolutionen angemeldet, deren Verhandlung erst nach Fertigstellung des Etats erfolgen soll. Das ist geschehen, um den Gang der Beratung zu beschleunigen, aber bis jetzt hat diese Maßnahme keinen Segen gebracht, denn auch bei der Etatsberatung verzettelten sich die Verhandlungen über die verschiedenartigsten Interessengebiete. Zwei Tage allein gingen wegen einer grundsäßlichen Auseinandersetzung zwischen den Parteien über den Crimmitschauer Streif verloren. Da ſeither für eine Resolution oder Interpellation stets ein voller Sitzungstag verwendet wurde, so steht der Reichstag also vor der unerfreulichen Wahrscheinlichkeit, daß die gesamte Zeit von jetzt bis zu den Osterferien nur für die Beratung des einen Etatstitels des Reichsamts des Inneren verwendet wird. Der Gesamtetat kann kaum vor Pfingsten zur Fertigstellung gelangen. Es läßt sich noch nicht absehen, wann die übrigen Vorlagen im Plenum überhaupt zur Verhandlung kommen können. Der Reichstag hätte aber fruchtbarere Arbeit zu tun, als daß die einzelnen Parteien zur Labsal der Wählerschaft Reden zum Fenster hinaushalten. Die kleine Reichsfinanzreform, die Novellen zum Servisgesetz und zum Börsengesetz, sowie auch das Militärpensionsgesetz erheischen dringend eine schnelle Erledigung. Wir möchten wünschen, daß die Herren ReichsSoten die kleine Pause zu einer Gewissenserforschung_benüßen und in Zukunft etwas prompter ar eiten, als seither. Der Hufftand in Südwestafrika. Den überwiegend unerfreulichen Meldungen der letzten Tage ist jetzt eine durchweg erfreuliche gefolgt: Die aufrührerischen Bondelzwarts im Süden der Kolonie haben die Waffen gestreckt. Der deutsche Generalkonsul in Kapstadt telegraphiert an das Berliner Kolonialamt: ,, Nach einer Mitteilung der Kapregierung haben die Bondelzwart- Hottentotten am Oranje unter ihrem Häuptling sich am 28. Januar ergeben. Die Uebergabe der in den Kharasbergen wohnenden Aufständischen wird erwartet." Die im letzten Saße ausgesprochene Erwartung kann gut und gern als Gewißheit angesehen werden. Die in den Kharasbergen sich aufhaltenden Bondelzwarts sind dorthin vor der deutschen Schuztruppe geflüchtet; sie werden um so lieber bereit sein, ihren Frieden mit uns zu machen, als sie sehen, daß jeßt ihre ins Kapland, also auf englisches Gebiet geflohenen und daher für unsere Schußtruppe nicht mehr erreichbaren Landsleute es dort vorgezogen haben, sich zu unterwerfen. Durch die Beendigung der Unruhen im Süden der Kolonie gewinnen wir größere Ellbogenfreiheit im Norden, im Herero gebiet. Ueber neue Kämpfe in dem gefährdeten Landstrich verlautet einstweilen nichts. Nach wie vor ist man in Berliner amtlichen und Kolonialkreisen in großer Besorgnis um das Schicksal des Gouverneurs Leutwein und seiner Truppe. In Windhuk ist Leutwein, wie jetzt sicher scheint, bisher noch nicht wieder eingetroffen. Es gibt danach nur zwei Möglichkeiten: Entweder der Gouverneur weiß noch nichts von den Unruhen im Norden, wofür vielleicht eine Unterbrechung des Heliographendienstes die Erklärung gibt, oder aber er ist von den Hereros angegriffen und mit seiner Truppe vernichtet worden. Mit 240 Mann mar Leutwein nach dem Süden abgegangen; mindestens 120 Mann zwei Feldkompagnieen mußte er auf alle Fälle im Süden zurücklassen; er kann den Marsch nach Norden also nur mit etwa 120 Mann angetreten haben. Diese 120 Mann hätten nun freilich gegen die nach Tausenden zählenden und gut bewaffneten Hereros sich in freiem Felde nicht behaupten können. Hoffen wir, daß Leutwein in Unkenntnis der Vorgänge im Norden noch unten im Süden weilt. Die Hilfsexpedition hat, wie sich jetzt genau feststellen läßt, eine Gesamtstärke von etwa 2000 Mann. Dabei werden indes die im Schutzgebiet selbst zurzeit eingezogenen Reservisten, Landwehrleute usw. nicht mitgerechnet. Die Gesamtkopfstärke der aktiven Truppen der einzelnen Korps und Transporte setzt sich nach diesen Angaben zusammen aus: 400 Mann der südwestafrikanischen Schutztruppe selbst; 225 Mann des in See befindlichen Ablösungstransports, der in den nächsten Tagen Swakopmund bereits erreichen soll; 800 Mann des Marine- Expeditionskorps an Bord der ,, Darmstadt", die etwa am 10. Februar in Swakopmund eintreffen werden; weitere 500 Mann, von denen die kleinere Hälfte am 30. Januar an Bord des Dampfers ,, Adolf Woermann" die Heimat verlassen hat, während der größere Rest erst am 6. Februar als zweiter Heerestransport folgen soll, und endlich 130 Mann als Gesamtbesetzung des Kanonenbootes„ Habicht", die zum Teil als Landdetachement in Karibib, zum Teil als Schiffsbesazung in Swakopmund sind. Weitere Truppencitsendungen. Wie unser Berliner C.B.- Mitarbeiter aus guter Quelle hört, plant die Regierung die Entsendung weiterer Truppen nach dem Aufstandsgebiet, falls diese sich als notwendig erweist. Letzteres ist indes kaum zu erwarten, da man allmählich dahinter gekommen ist, daß die Hereros nicht über 15-20.000, sondern höchstens 5000 waffenfähige Krieger verfügen. Da nun aber wegen der Bewachung der Viehherden auf den weitzerstreuten Weideplätzen eine große Anzahl von Männern unabkömmlich ist, dürften die auf dem Kriegspfade befindlichen Herero nur 3000 Köpfe zählen. Auch diese Zahl ist groß genug, um den Ernst der Lage erkennen zu lassen, zumal die Herero von unbändiger Grausamkeit beherrscht werden; sie schlagen alle Verwundeten unfehlbar mit ihrem Kirri( Keule) tot. Die Entsendung weiterer Hilfstruppen wird nur nötig sein, wenn andere Negerſtämme wie die Ovambos sich dem Aufstand anschlössen. Die Bestrafung der Hereros oll exemplarisch sein und sie gerade da treffen, wo sie am empfindlichsten find: an ihrem Besitztum. Die Kolonialverwaltung wird zunächst in erster Linie den reichen Viehbestand der Hereros dazu benügen, den beraubten Farmern aufzuhelfen. Man wird das Vieh der Hereros an diese Farmer und dann an die übrigen Ansiedler verteilen. Ferner soll die bisherige halbe Souveränität der Häuptlinge pernichtet werden. Die Herero verlieren ferner auch das Eigentumsrecht an Grund und Boden. Das Land geht an den Fiskus über. Die Ansiedler müssen sich also behuss Anfauf von Herero- Land in Zukunft an den Fiskus wenden. Hierdurch hofft man einen Teil der Kriegskosten decken zu fönnen. Als nachhaltigste Strafe aber wird die energische und rücksichtslose Heranziehung der Herero zu öffentlichen Arbeiten bezeichnet. Man will sie fest herannehmen und sie nicht für Lohn, sondern nur für Kost und Bekleidung arjeiten lassen. Auch hierdurch würde man erhebliche Ersparnisse erzielen. An Arbeiten wird nach dem Aufstande gewiß fein Mangel sein. Außer der Wiederherstellung der zerstörten Bauten u. s. w. kämen noch besonders Damm- und Eisenbahnarbeiten in Betracht. Diese Art der Strafe wäre besonders deshalb eine passende, weil sie jeder einzelnen Person des Stammes tüchtig fühlbar wird. Man glaubt ind das mit vollem Recht daß die geplanten Maßnahmen besser als die sonst allein beliebte Erschießung der Rädels: führer wirken und eine neue Erhebung für später völlig ausschließen werden. Selbstverständlich wird man von der Erschießung oder besser Aufknüpfung der Hauptschuldigen nicht absehen dürfen. Die Politik. Zur Einweihung der neuen Reichstagspräsidialräume wird von Grafen Ballestrem heute( Mittwoch) abends ein Fest veranstaltet, zu dem auch der Kaiser sein Erscheinen zugesagt hat. O Bei der Reichstagsstichwahl im Wahlkreise Osna. brück wurde Wamhoff( natl.) mit 15 503 Stimmen ge wählt; v. Bar( Zentrumshospitant) erhielt 15 137 Stimmen. Der Staatssekretär des Reichsjustizamts hat jetzt eine amtliche Liste über die Fälle einer Anwendung des Zeugniszwangs gegen Redakteure aufstellen lassen. Die Liste, die mit dem Jahre 1885 anhebt und bis 1903 reicht, ergibt in der Tat, was der Staatssekretär im Reichstag behauptet hat: daß von dem Zeugniszwangsverfahren recht selten Gebrauch gemacht worden ist: in der ganzen Zeit nur 18mal! Ein Erlaß der preußischen Minister des Kultus, des Innern und des Handels weist die Regierungspräsidenten an, auf eine Herabsetzung der Fleischbeschaugebührentarife dahin zu wirken, daß in kleinen Beschaubezirken die in der Gesamtgebühr enthaltenen Wegevergütungen er= mäßigt werden, während in den Orten mit mehr als 1500 Einwohnern diese Wagevergütungen überhaupt wegfallen und in Orten mit mehr als 2000 Einwohnern noch eine weitere Ermäßigung der Gesamtgebühren eintreten soll. * In seiner Eigenschaft als König von Preußen hat der Kaiser bestimmt, daß preußische Staatsgebäude beim Tode außerdeutscher Souveräne und Fürstlichkeiten nur auf ausdrücklichen Befehl halbmaſt zu flaggen haben. A Gegen die sächsische Wahlrechtsreform, wie sie das Dresdener Ministerium vorgeschlagen hat, machen die sächsischen Ronservativen entschieden Front. Da die Konservativen in der zweiten sächsischen Kammer über die Zweidrittelmehrheit verfügen, kann der Reformplan der Regierung bereits jetzt als begraben gelten. Die Konservativen erkennen zwar m:, daß die Reformvorschläge der Regierung einiges Disfutable und Acceptable bieten( Heranziehung der Vermögensstener bei der Klasseneinteilung, Vermehrung der städtischen Wahlkreise und größere Berücksichtigung von Industrie und Gewerbe in der Ersten Kammer), allein sie lehnen auf das entschiedenste den als das Wesentlichste" bezeichneten Teil der Vorschläge ab, der der Sozialdemokratie 16 Mandate sicher zufallen läßt. Uebrigens will auch die nationalIberale Partei, welche sich für ein den Konservativen feinesfalls genehmes Pluralwahlsystem ausgesprochen hat, die Regierungsvorlage nicht annehmen, und die drei Berrenbesuche. Du haft richtig verstanden fann ich Ermshagen, in Geschäften abwesend sei, empfinge ich keine men zu können. n den Stunden, da mein Bruder, Mr. und wirst Sage den Serren, ich Tieße bebauern, fie nicht annehmärtlich bestellen hatte, ihr Dasein überhaupt zu entdecken. ,, wie in meiner ostpreußischen Heimat ein Gebäd mit rend er feinen Blak am untern Ende der Tafel einnahm, fieht aus," dachte der unehrerbietige Koßmann bei sich, wähüber und über in dünne Milch getaucht Dieser Kerl fonnen schöne Festung zu versuchen. Freund, der Earl of Stratmore, machte es sich zur Aufgabe, Herr and Hilfstruppen dazu geworben, denn sein englischer zu sein, heute einen entscheidenden Sturm auf die Offenbar hatte der ungarische die übri fie unausgesetzt den Rosenkranz, ihre Lippen gitterten wie im fuch, machte immer eine schüttelnde Beweging, toie wen:: fie Sieber, und ihr Haupt, unter dem ungemidelten SeidenSie meinte nicht, die te, in ihren dürren Händen drehte · Das ist übrigen Abgeordneten, der Freisinnige und die beiden Reformparteiler, wollen von dem Regierungsplane auch nichts wissen. So erscheint denn die Wahlreform in Sachsen auf den St. Nimmerleinstag verschoben. Italien. Immer offenfundiger wächst sich des alten Garibaldi komischer Sohn Ricciotti zum politischen Harlequin aus. Signor Ricciotti Garibaldi hat soeben einen Plan veröffentlicht, der nichts geringeres, als die Lösung der Balkanfrage bezweckt. Wunderlich genug ist der Plan: Mit der Lösung der Balkanwirren will Herr Ricciotti den Rückkauf der an Desterreich gefallenen italienischen Provinzen verbinden. Er beabsichtigt, im Frühjahr den Plan zu verwirklichen, und hat für März nach Venedig einen Kongreß zusammenberufen, an welchem Bulgaren, Griechen, Serben, Kroaten, Rumänen, Albaner u. s. w. teilnehmen sollen. In diesem Kongreß soll die Grundlage für den zukünftigen Balkanstaat festgestellt werden. Falls der Vorschlag angenommen wird, wird sofort. der allgemeine Aufstand auf dem Balkan verfügt. Von Herrn Ricciotti Garibaldi natürlich! Es verlohnt nicht, auch nur ein Wort über diesen albernen Plan des größenwahnsinnigen Müßiggängers zu verlieren! Alien. Nach den neuesten Meldungen aus Ostasien scheint der Ruf: Krieg in Sicht!" die Lage am besten zu kennzeichnen. Japan drängt in Petersburg auf umgehende Erteilung der Antwort auf die japanische Note und droht, falls diese nicht bald gegeben werde, mit einem bewaffneten Vorgehen in Korea. Japanischerseits wird versichert, Japan sei entschlossen, auf der Forderung einer bindenden schriftlichen Versicherung zu bestehen, wonach Rußland die Oberhoheit Chinas in der Mandschurei anerkennt. Nußland will diese Erklärung nicht geben, und da Japan, falls Rußland auf seiner Weigerung beharrt, losschlagen will, so scheint der Ausbruch der Feindseligkeiten tatsächlich vor der Tür zu stehen. Scheint, sagen wir, denn zwischen heute und morgen kann sich wieder ein völliger Umschwung der Dinge vollzogen haben. Rußland hält sich jedenfalls auf alle Fälle gerüstet; neuerdings ist der Verwaltung der SsamaraSlatoust- Bahn, der Verbindungslinie zwischen dem westeuropäischen Bahnnetz und der sibirischen Hauptlinie, sowie der Verwaltung der sibirischen Bahn selbst der Befehl erteilt worden, bis auf weiteres den Verkehr für Privatpersonen und Güter einzustellen. Allen Verwaltungen der Bahnen, die dieser Verbindungslinie Transitgüter zuführen, ist außerdem der Befehl zugegangen, die noch nicht abgesandten Güter ihren westeuropäischen Absendern wieder zuzustellen. Diese Maßnahme hängt mit dem vorgestern in Petersburg abgehaltenen entscheidenden Kriegsrat zusammen. An der Petersburger Börse fielen sämtliche Papiere erheblich ein übles Omen! Amerika. Von dem Namen Panama scheint der Begriff Skandal unzertrennlich zu sein. Auch die jüngste Lostrennung Panamas von Kolumbien ist, wie sich jetzt herausstellt, am letzten Ende eine finanzielle Skandalaffäre. Die Newyorker " World" veröffentlicht nämlich Beweise dafür, daß die Lostrennung Panamas von Kolumbien und die Gründung der neuen Republik das Werk gewissenloser amerikanischer Börsenspekulanten ist, deren Hauptmacher Bunau- Varilla, der bekannte französische Ingenieur am Panamakanal und jetzige Gesandte Panamas in Washington, gewesen ist. Er habe sehr geschickt manipuliert und seinen Hintermännern Millionen verdient. In Amerika wird man freilich weder Herrn Bunau- Varilla noch auch seinen Hintermännern einen Vorwurf aus diesem unsauberen Geschäft machen. Eine Sensationsmeldung kommt über den großen Teich: Noch ehe sie überhaupt begonnen hat, ist die Weltausstellung in St. Louis beinahe bankerott! Ja, nicht nur beinahe: bei Licht besehen, ist sie tatsächlich bankerott. Der amerikanische Kongreß hat bekanntlich zu der Ausstellung 5 Millionen Dollars beigesteuert. Bedingung hierfür war, daß die St. Louiser den Nachweis erbringen mußten, daß sie bereits aus eigener Tasche zehn Millionen für die Ausstellung ausgegeben hätten. Diesen Nachweis konnten die St. Louiser nur mit Hilfe eines ganz und gar nicht frommen Betrugs führen: Die Leiter des Unternehmens hatten nur 7 Millionen aus der Stadt selbst aufbringen können: 5 Millionen städtischer Beitrag und 2 Millionen an Erlös für Anteilscheine aus dem Unternehmen. Die an der 10Millionensumme fehlenden 3 Millionen ourden unter der Hand geborgt. Nun kam der Bundeszuschuß von 5 Millionen. Diese 15 Millionen sind jetzt vollkommen verpulvert, und die Ausstellungsleitung sitzt vor der halbfertigen Ausstellung auf dem Trockenen. In ihrer Not hat sie sich jetzt nochmals an den Kongreß mit der Bitte um ein neues Darlehen von 4 Millionen Dollar gewandt. Als Sicherheit wollen die St. Louiser dem Bundesschazzamte eine Hypothef auf die zu erzielenden Eintrittsgelder ausstellen und wollen sich verpflichten, den ganzen Verkauf von Eintrittskarten unter die Kontrolle der Regierung zu stellen, nötigenfalls sogar die Verkäufer und Einnehmer der Karten von den Beamten des Schazamtes ernennen zu lassen. Wie nun, wenn der Kongreß sich harthörig zeigte und die Gelder nicht hergäbe? Dann hätte Amerika der Welt zum ersten Male das eigenartige Schauspiel geboten, daß eine Weltausstellung verkracht, ehe sie begonnen. Deer und flotte. Die Anlage zweier neuen Forts bei Mek soll bevorstehen. Beide Befestigungen würden den Ring der Forts vollständig wieder schließen und dann wohl auch die gerade nach diesen beiden Seiten so lästigen Gitterabsperrungen überflüssig machen. Tatsächlich sind an verschiedenen Orten militärischerseits Vermessungen und Abschätzungen des Geländes vorgenommen worden. Zum Generalinspektor der britischen Armee ist, wie in Londoner militärischen Kreisen mit Bestimmtheit verlautet, der Herzog von Connaught ausersehen. Der Reformplan wird allgemein gutgeheißen. Ein Blatt sagt, sein Zweck sei, dem Kabinett und dem Premierminister denselben Apparat zur Verfügung zu stellen, den der deutsche Kaiser in dem prächtigen deutschen Generalstab besitzt. Die Times" meint, für die Stellung des ersten militärischen Mitgliedes des neuen Armeerates sei ein Moltke erforderlich, der leider nicht vorhanden sei. Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser empfing gestern den Fürsten Pleß, hörte die Vorträge des Chefs des Militärkabinetts und des Admiralstabes und nahm militärische Meldungen entgegen. Abends vorher war der Monarch einer Einladung des Ministers Budde zum Diner gefolgt, an das sich ein interessanter Vortrag über Wasserbau schloß, zu dem etwa 120 Personen erschienen waren. ** Das württembergische Königspaar begibt sich nach England, um an der Hochzeit des Prinzen Alexander von Teck und der Prinzessin von Albany teilzu nehmen. Ein Regierungsdampfer wird ausgerüstet, um die Gäste in Calais abzuholen. ** Von einem Heiratsprojekt zwischen der Prinzessin Clementine von Belgien und dem Prinzen Louis Bonaparte wissen Brüsseler Meldungen zu berichten. Der Herzog von Aosta und der Graf von Turin seien in der bel gischen Hauptstadt eingetroffen, um bei König Leopold um die Hand seiner Tochter für den Prinzen Bonaparte zu wer ben. Offiziös wird dieses Gerücht dementiert und die An wesenheit der beiden Prinzen mit einer Inspektionsreise au ihren Gütern, die sie von der belgischen Gräfin Merode ge erbt haben, erklärt. Teure Schönheit. London, 1. Februar. Dem aufmerksamen Besucher der großstädtischen Ver gnügungen muß eine bemerkenswerte Tatsache auffallen: Die Damen der Londoner Gesellschaft scheinen das Geheimnis der ewigen Jugend entdeckt zu haben. Die gefürchtete Runzel scheint ihre zerstörende Lätigkeit zur Freude aller Modedamen, die absolut nicht alt werden wollen, haben einstellen müssen.„ Mittelalterliche" Frauen gibt's einfach nicht mehr, wenn sie nur, hier liegt der Hafen, ein wohlgefülltes Bortemonnaie haben. Dann, aber auch nur dann bleibt ihr Teint so glatt und schön, wie einst im Mai". Aber ein fostspieliges Vergnügen ist es, und wenn ein Mann eine Shönheit der Gesellschaft" heiratet, muß er darauf vorbereitet sein, nicht bloß 20 000 Mark für ihre Toilette, sondern etwa noch die Hälfte dieser Summe für die Erhaltung ihres Aeußeren auszugeben. Für einen schönen Teint bezahlt die Schönheit jeden Preis. Fast jede Dame der Gesellschaft hat ihre eigene Teintspezialistin, die wenigstens einmal wöchentlich aufgesucht wird; ihr Name wird selbst nicht der besten Freundin verraten. Die bloße Behandlung des Gesichts durch Damps und Massage kostet 20 Mark wöchentlich, und wenn noch Schönheitswasser dazu kommen, so sind 2000 Mark jährlich für Gesichtsbehandlung schnell ausgegeben. Ein Wechsel der Schönheitsspezialistin erfordert natürlich neue Auslagen für fosmetische Mittel, da nicht zwei dieselben Mittel brauchen. Die erste Ausrüstung in Schönheitswassern und kosmetischen Mitteln beträgt bei einer Schönheitsspezialistin 200 Mark; und da die liliputanischen Flaschen bald erschöpft sind, so müssen auf die Wiederfüllung wenigstens 250 Mark jährlich gerechnet werden. Manche Dame bezahlt 60 Mark für eine Schachtel Rouge, und 10 Mark für eine Puderquaste ist kein ungewöhnlicher Preis. Ferner muß jetzt jede Dame für ihre Besuche auf dem Lande, wo ihr feine Spezialiſtin zur Verfügung steht, ihre eigenen elektrischen Geräte besitzen. Für 100 Mark erhält sie eine elektrische Batterie, vier verschiedene Bürsten, einen elektrischen Kamm und einen eleftrischen Gesichtsroller". Sie muß auch ihre elektrischen und heilkräftigen Bäder haben, die jährlich 1000 bis 1600 Mart fosten. Farben- und Lichtbäder kosten wenigstens 10 Mark bei jedem Besuch, und für eine besonders beliebte Behand lungsart bezahlen die Damen 200 Mark monatlich oder 2000 Mart jährlich. Dazu kommen die luxuriösen und kostspieligen Badegeräte, Seife für 10 Mart das Stück, Frottierbürsten zu je 10 Mark, Schwämme für 7,50 Mark, die teuersten Badetücher, alles das kostet wenigstens 400 Mark jährlich. Die Haarpflege mit Haarwasser, Haarkreme, Shampoonieren und Besuche beim Friseur kosten 400 bis 600 Mark jährlich, wozu noch die jetzt so beliebten künstlichen Zöpfe tommen. Der Manicurekasten kostet 100 Mark, und 200 Mark jährlich die Besuche bei der Manicure. Natürlich sährt eine Schönheit mehrmals jährlich noch nach Paris, um sich von einer berühmten Spezialistin behandeln zu lassen. Das„ Abhäuten" des Gesichts kostet Tausende, das Emaillieren von Hals und Armen für den Abend wenigstens 400 Mark jährlich allein für das Material. Zur Entwickelung der Figur dienen noch gewisse Körperübungen, wie Hechten. Die Aufstellung des Gesamtaufwandes, den eine Weltdame zur Erhaltung ihrer Schönheit während des Jahres macht, ergibt über 10 000 Mark! Harte Kriegslasten, die sich die liche Eitelkeit alljährlich von ihren getreuen Vasallinnen zahler läßt! Aus dem Gerichtsfaal. § Prinzessin Alexandra von Ysenburg und Büdingen in Wächtersbach stand vor der Straffammer des Landgerichts Frankfurt a. M. unter der Anklage, sich bei dem Abschluß des Verkaufs eines ihrer Stammbesißtümer der Untreue schuldig gemacht zu haben. Die Beweisaufnahme ergab so wenig Belastendes, daß der Staatsanwalt selbst die Freisprechung beantragte, die denn auch erfolgte. § Der Ueberfall auf den Hofkapelmeister Mikorey wurde oom Dessauer Landgericht an dem Sänger Kienlechner mit drei Monaten Gefängnis geahndet. § Ein weiterer Prozeß des geschiedenen prinzlichen Paares Schönburg- Waldenburg ist vor dem Oberlandesgericht zu Dresden anhängig gemacht worden. Der Rechtsstreit betrifft die Frage der Legitimität des in der Ehe des Prinzen Friedrich und der Prinzessin Alice von dieser geborenen Knaben. Es soll also im Prozesse festgestellt werden, ob das Kind als ein eheliches anzusehn ist und demgemäß Anspruch hat, der fürstlich schönburg- waldenburgischen Familie anzugehören und deren Rang und Titel zu führen. Nab und Feriz. Der erste internationale Kongreß für Schulhygiene, aus dem die hervorragendsten Aerzte und Schulmänner aller Kulturländer zu gemeinsamer Arbeit vertreten sein werden wird vom 4. bis 9. April 1904 in Nürnberg abgehalten Mit dem Kongreß ist eine Ausstellung für Schulgesundheits pflege verbunden, die alle wissenschaftlichen Instrumente Modelle, Pläne, Zeichnungen, Sfizzen, graphische Darstel lungen, Schulmobiliar. Schreibmaterialien, Schulbücher. Zehrbücher und Zeitschriften, soweit sie auf Schule und Unferricht Bezug haben, umfaßt. Die Crimmitschauer Arbeitgeber und der Textilarbeiterverband. Der Vorstand der Crimmitschauer Filiale des Tertilarbeiterverbandes beschloß die Auflösung derselben, doch können die Mitglieder fernerhin als Einzelmitglieder dem Deutschen Tertilarbeiterverband in Berlin angehören. Der Beschluß, welcher der Organisation besonders schwer gefallen sein dürfte, ist darauf zurückzuführen, daß die Fabrifanten von den Arbeitern den Austritt aus dem Lokalverbande verlangen. In der Erklärung der Fabrikanten heißt es, der Arbeitgeber habe das Recht, die Auswahl unter den Arbeitern zu treffen. Die Arbeitgeber hätten nach den jüngsten Erfahrungen alle Ursache, eine zu starke Vertretung des Tertilarbeiterverbandes für eine Bedrohnung der stetigen Entwickelung der Industrie anzusehen. Explosion auf einem deutschen Kreuzer. Wie aus Kiel gemeldet wird, erfolgte auf dem Panzerkreuzer„ Prinz Adalbert" eine Explosion in den Kohlenbunkern. Die Heizer Ponolowski, Hans Schmidt, Schwerdtfeger, Kraun und der Matrose Fedder erlitten schwere Brandwunden und wurder ins Stationslazarett gebracht. Anscheinend besteht für die Verletzten keine Lebensgefahr. A Streikunruhen in Lille. Der seit einiger Zeit in Lill ausgebrochene Weberstreik hat zu schlimmen Vorkommnisser geführt. Ausſtändige Weber drangen in ein dem Fabri fanten Bauquart gehöriges Haus in Neuvilly ein und steckter es, nachdem sie es völlig ausgeplündert hatten, in Brand Der Präfekt sandte Kavallerie nach Neuvilly, um die Ruh wiederherzustellen. Vermischtes. [ Das Amt des Oberst- Marschalls,] das vom Kaiser soeben dem Fürsten Egon von Fürstenberg verliehen worden ist, gehört zu den fünf obersten Hofchargen des preußischen Hofes. Nach dem Hof- Rangreglement folgen sich der OberstKämmerer, die General- Feldmarschälle und der Ministerpräsident nach dem Datum ihrer Ernennung, dann der Oberst- Marschall und hinter ihm nach dem Datum der Ernennung der Oberst- Truchseß, der Oberst- Schenk und der Oberst Jägermeister. Die Stelle des Oberst- Marschalls war bisher unbesetzt, die übrigen obersten Hofchargen werden wahrgenommen von Friedrich Graf Solms- Baruth, Fürst Pleß, Herzog zu Trachenberg und Fürst Radolin. A[ Fünf Königen gedient] hat der Steueraufseher a. D. Johann Handelsmann zu Bodenwerder, der gestern sein 92. Lebensjahr vollendete. Zur Zeit der Unterdrückung Deutschlands, 1812, geboren, trat er im Jahre 1829, also vor 75 Jahren, als Artillerist in die großbritannisch- hannoversche Artillerie- Brigade ein und diente unter den Königen Georg IV. und Wilhelm IV. von England bezw. unter dem Vizekönige von Hannover, Herzog von Cambridge, bis 1833, um dann in das hannoversche Landdragonerkorps einzutreten. Vom Jahre 1837 an gehörte Handelsmann dem Steuerfach an und diente als königlicher Beamter unter den Königen Ernst August und Georg von Hannover, sowie Wilhelm I. von Preußen, bis im Jahre 1886 seine Pensionierung erfolgte. [ Gin alter Seeheld von 1848/51] beging, nahezu achtzigjährig, in Altona das Fest der goldenen Hochzeit. Fer Kaufmann und Holzhändler Herr L. A. Lange, Jahre 1825 in Apenrade geboren, im Erhebungskriege gegen Dänemark als Offizier in der schleswig- Holsteinischen Marine diente und als Kommandant des Dampfkanonenbootes ,, von der Tann" rühmlich hervortrat. Nachdem er am 21. September 1850 in der Nähe von Haffkrug in der Nonstädter Bucht mit dem dänischen Kriegsschiff„ Hekla" einen erfolg. reichen Kampf gehabt und seinen Gegner zum Rückzug gezwungen, erschien plötzlich, ehe der„ von der Tann" die offene See gewinnen konnte, die dänische Korvette„ Valkgrien", ein Schiff von 24 Geschützen, auf dem Plan. Obwohl Lange sich auch gegen diesen Feind eine halbe Stunde lang auf das energischste wehrte, so mußte er doch schließlich die Vergeblichfeit seines Widerstandes einsehen, er verließ mit der Besabung das Kanonenboot, hatte aber zuvor dafür gesorgt, daß es in die Luft flog, ehe der Feind sich des Schiffes bemächtigen konnte. [ Gestörte Reklame.] Die Londoner Zeitungen, die zu Reklamezwecken Medaillen in London und Umgegend verstecken, deren Finder mit Preisen von 10 bis 50 Pf. St. belohnt werden, haben es zu einer solchen Belästigung des Publikums durch Schatzsucher gebracht, daß die Polizei sich nicht mehr daran genügen läßt, diese Schatzsucher selbst wegen Zerstörung öffentlicher Wege und Anlagen zu bestrafen, sondern den Eigentümern der Zeitung mitteilte, daß der Staatsanwalt gegen sie einschreiten werde, falls dem Unfuge kein Ende gemacht würde. Das Neuelte aus den Witzblättern. Mutter stolz.„ Aber ordentlich heraus gemacht hat sich Ihr Junge."" Das will ich meinen; durchs Telephon wird er auch schon immer mit„ Sie" angeredet!" Beinahe. Aelteres Fräulein( zum jüngeren, das mit seinen Abenteuern renommiert):„ ,, einmal sollte ich beim Pfänderspiel auch einen Kuß haben... aber der betreffende Herr war schon weggegangen!" Das Wiedersehen. Nachbar: Also der Mops von Ihrem Fräulein, der vor acht Tagen entlaufen war, ist wieder da; wird das eine Freude gewesen sein!" Dienstmädchen: ,, Ach, das hätten Sie sehen müssen; beide sind sie in Ohnmacht gefallen, der Mops und das Fräulein!" Wählerisch. Herr:„ Sie scheinen wirklich arm zu jein! Da haben Sie eine Handvoll Kupfergeld!" Bettler: „ Erlauben Sie, eine solche Summe brauch' ich nach dem Gesetze in Kupfer nicht anzunehmen!" Mißtrauisch. Gast:„ Hören Sie, Herr Wirt, entweder Sie haben besseren Wein, den Sie mir nicht geben wollen, oder Ihre Nase ist künstlich gefärbt!" Kindermund. Mutter, wie oft muß denn der Vater noch einbrechen, bis er ins Panoptikum kommt?" Durch die Blume. Refrut:„ Herr Feldwebel, kann ich Urlaub bekommen? Wir schlachten daheim!"— Feld. webel: Jawohl, aber wehe dir, wenn du zurückkommst und hast deinen Feldwebel belogen!" Entschuldigung. Köchin( den Schrank öffnend): ,, Wie konntest du nur so viel verzehren, während du da drinnen stecktest?" Kanonier:„ Weißt du, Jette, damit ich mehr Platz hatte!" ( Megg. Bl.) * De bem Kutsche bes Gaftha Ehrenzeiche * An zogtume ba eine Reihe zum Haupto fandt Es ( Einnahme). fchafte verwal bie Ausgabe würde auf ziffern ein * Die ving Oberbe tag den 7. in Gießen Gießen ihr * Am Seegeze Aus Mann für * An 19. März Kommiffärs lichen Hand Die berorbne den 4. Febr 2. Notftand lagers an Diep nege Jughardt). 6. Gesuch legung des Weges. 7 durch die Bäume. 9. bon Holzbe märkte. Straßen. 14. Boran der Plocid über den such des betriebe im Balfer un Lindenplat * A Sonntag B Beburtstag der Turnha Feftgäfte fo Stimmung Manch wu von der M bon„ drau und lausch Zweifeln, deutliches berschieden unferen, u lebendigen Flotten Ve lauf an B Par Ku fone u find abn allen d einfache Au Beschläge Groß Te und Unter Sertilarbeiter Filiale des ng derselben, nzelmitglieder in angehören. ers schwer geaß die Fabri Botalverbande ten heißt es, inter den Arden jüngsten ertretung des der stetigen Wie aus Kiel euzer Prin Die Heizei aun und dei und wurder Desteht für die r Zeit in Lill Vorkommniffer n dem Fabri ein und steckter en, in Brand um die Nuh om Kaiser soen worden ist, S preußischen ich der Oberst der Ministerng, dann der Datum der Er chenk und der Marschalls war argen werden Baruth, Fürst Tin. rauffeher a. D. er gestern sein Unterdrüdung hre 1829, also tannisch- hannoer den Königen ezw. unter dem idge, bis 1833, erforps einzudelsmann dem mter unter den annover, sowie 6 seine Pensioig, nahezu achtochzeit. Es ist Lange, Ber gstriege gegen nischen Marine nenbootes, bon ram 21. Sepder Nonstädter " einen erfolg um Rückzug geCann" die offene te„ Balkgrien", Obwohl Lange de lang auf das die VergeblichB mit der Bedafür gesorgt, Des Schiffes beitungen, die zu Umgegend ber50 Pf. St. beBelästigung des Die Polizei sich er selbst wegen bestrafen, sonDaß der Staatsm Unfuge tein tern. us gemacht hat Durchs Telephon Det!" ngeren, das mit I sollte ich beim r der betreffende o der Mops von n war, ist wieder Dienstmädchen: ind sie in Ohn !" wirklich arm zu d!"- Bettler: h nach dem Ge Herr Wirt, ent mir nicht geben muß denn der m kommt?" Feldwebel, fann Jeim!"- Feld urüdkommit und djrant öffnend): während du da Jette, damit id ( Megg. Bl.) * * Lokales. 3. Februar 1904. Der Großherzog hat am 16. Januar d. J. dem Kutscher Georg Siegner zu Alsfeld, seither in Diensten des Gasthauses„ Zur Krone" in Alsfeld, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift„ Für treue Arbeit" verliehen. An die Zweite Kammer der Stände des Großherzogtums hat das Großherzogliche Ministerium der Finanzen eine Reihe von Nachträgen und Berichtigungen zum Hauptvoranschlag für 1904 zur Leschlußfossung überfandt. Es sei daraus hervorgehoben: Staaiseis nbahn. ( Einnahme). In dem nunmehr vorliegenden Erat der Gemeinschafte verwaltung ist ein Uberschuß der Einnahmen über die Ausgaben von 565 898 018 Mt. vorgesehen, hiervon würde auf Hessen nach Makgabe der beiderseitigen Teilungsziffern ein Betrag von etwa 12 000 000 Mt. entfallen. * Die Sigungen des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen für das II. Winterjahr 1904 werden Montag den 7. März 1904 vormittags 91/2 Uhr im Justizgebäude in Gießen unter dem Versize des Landgerichtsrats Müller zu Gießen ihren Anfang nehmen. * * Am 1. Febr. hat im Großherzogtum die allgemeine Heegezett für die Jagd begonnen. ** Aus der hessischen Division wurden nur 3 Mann für die füdwestafrikanische Expedition ausgewählt. ** An der Alice- Schule zu Gießen wird am 19. März d. Js. unter Leitung eines staatlichen Kommissärs eine Prüfung für Lehrerinnen der weiblichen Handarbeiten abgehalten werden. ** Die Tagesordnung für die nächste Stadtverordneten Sigung zu Gießen, am Donnerstag, den 4. Febr., nachm. 4 Uhr, ist folgende: 1. Mitteilungen. 2. Notstandsarbeiten. 3. Errichtung eines Häute- und Felllagers an der Krofdorfer Kretsstraße; hier: Diepens. 4. Diep negesuch für das Grundstück Südanlage 20( Sack& Jughardt). 5. Dispensgesuch für Bahnhofstr. 26( Möhl). 6. Gesuch des Bauunternehmers Heinr. Winn um Höherlegung des von der Bahnhofstraße nach der Wieseck führenden 7. Uebernahme der Straße In Löbers Hof" Weges. durch die Stadt. 8. Beseitigung und Ersatz schadhafter Bäume. 9. Friedhof am Rodtberg. 10. Genehmigung von Holzversteigerungen. 11. Bekanntmachung der Jahr märkte. 12. Verkehr der Radfahrer auf öffentlichen Straßen. 13. Voranschlag des Polizeietats für 1904. 14. Voranschlag des Elettrizitätswerks. 15. Voranschlag der Plockschen Stiftung. 16. Erlaß einer Polizeiverordnung über den Wirtschaftsbetrieb mit Kellnerinnenbedienung. 17. such des Wilh. Amend um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetriebe im Hause Wahnhofstr. 66. 18. Gesuch des With. Balser um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetriebe im Hause Lindenplatz 12. ** Kaisers Geburtstagsfeier. Am leßten Sonntag beging der Eisenbahnverein Gießen den Tag des Geburtstages des Kaisers durch eine g ößere Festlichkeit in der Turnhalle, die einen recht guten Verlauf nahm und die Festgäste sowie die Vereinsmitglieder in recht animierter Stimmung bis zum frühen morgen beisammen hielt. * * Kinematographische Vorführungen. Manch wunderbares Garn spinnt der Seemann, wenn er, von der Marine b.urlaubt, den Genossen aus der Kinderzeit von„ draußen" erzählt. Da laufen sie im Dorf zusammen und lauschen abends stundenlang, manchmal wohl mit leisen Zweifeln, faum jemals aber in der Lage, sich wirklich ein deutliches Bild von dem Gehörten zu machen. Gar zu verschieden ist das Leben im schwimmenden Haus von dem unseren, und eine neue Welt erschließt sich dem, der im lebendigen Bilde, wie sie der Kinematograph des Deutschen Flotten- Vereins uns nächste Woche bieten wird, den Tages lauf an Bord in seiner Mannigfaltigkeit sich abspielen sieht, Ohne Fleiss keinen Preis AURORA Patentkummet der neuzeit. Dreifacher Schutz. Kummete aus einem Stück Leder ohne jegliche Naht, schöne unveränderliche Form und tadelloser Sitz. Hölzer find abnehmbar, was bei Zusammenhängen oder Umallen der Pferde sehr zweckmäßig ist, da durch eine einfache Hebellösung sofort die Hölzer abfallen. 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Die Beteiligung, besonders seitens des GastwirteVereins, war eine überaus starke, gewiß ein beredtes Zeugnis für das gute Einvernehmen zwischen Prinzipal und Angestellte. Allgemein wurde der Wunsch ausgesprochen, derartige Fefte zu wiederholen. ** Die am 31. Januar stattgefundene Generalversamm welche beim Gastwirt Zeigler stattfand, war sehr gut beung des neuen Geflügel- Buchtvereins für Gießen, sucht. Die Rechnungsablage von 1903 ergab ein sehr günstiges Resultat; der vorjährige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Ferner wurde beschlossen, sämtliche Tiere der Mitglieder vom Vorstande besichtigen zu lassen betreffs Zusammenstellung geeigneten Zuchtmaterials. Eine unliebsame Ueberraschung hat das neu Reichsgesetz über die Beschäftigung von Kindern in gewerb. lichen Betrieben den Kegelgesellschaften gebracht Es dürfen nämlich Kegeljungen, welche noch volksschulpfichtig sind, an Sonn- und Festtagen überhaupt nicht, an anderen Tagen nicht nach 8 Uhr abends mit dem Aufseßen von Regel beschäftigt werden. Kegeljungen, welche das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, dürfen weder an Sonntagen noch an Werktagen in Gast und Schankwirtschaften Diese Bestimmungen Iten sowohl Verwendung finden. für die eigenen Kinder der Kegler als auch für solche des Die Zuwiderhandlungen Wirtes und für fremde Kinder. sind mit nicht unliebsamen Stafen belegt. ** Wenn der Deubel" erst die Engel holt, dann ist es weit genug gekommen, daß dies aber geschehen kann, dafür liefert Gießen den Beweis. Ein auf dem Bahnhof angekommener Engel wurde von Deubel( nebenbei bemerkt um Irrtum zu vermeiden, Deubel ist Fuhrmann beim Spediteur Linter) zum Neubau der Engel- Apotheke gebracht, um ale Symbol des Hauses den Bau zu zieren. Imposant nimmt sich die überlebensgroße Engel- Figur auf dem Prachtbau aus, der eine Zierde des Marktplatzes zu werden verspricht. Herablassend si ht der goldschimmernde Engel aus luftiger Höhe herab auf den ihm gegenüber zu den Füßen stehenden Cherusker. Hier der moderne Fortschritt einer friedlichen Gegenwart, dort die kriegerische, längst dahingerauschte Vergangenheit versinnbildlichend; welch' ein Kontrast! welch' ein Stück Weltgeschichte liegt zwischen den beiden Figuren. Unbeabsichtigt wird der Beschauer auf dem Marktplatz damit zum Nachdenken aufgefordert und auf die Vergangenheit und Gegenwart hingewiesen. * Dieser Tage vollendete der in Grünberg unter dem Namen„ Stern- Jöckel" bekannte Ortsbürger Jöckel sein 97. Lebensjahr. Der hochbetagte Mann erfreut sich noch der größten Rüstigkeit und besucht jeden Sonntag den Gottesdienst. × Burkhardsfelden, 2. Febr. Das Grundbuch unserer Gemeinde ist vom 1. März ab als angelegt zu betrachten. Lauterbach, 2. Febr. Zum Andenken an die Wiederaufrichtung des deutscheu Reichs wird die Errichtung eines Kriegerdenkmals geplant. 5000 Mt. stehen dazu bereits zur Verfügung. fiel ▲ Beuern, 1. Febr. Ein Knabe von etwa 5 Jahren am Samstag in ein Wasserfaß und ertrank. Frankfurt, 2. Febr. Im Walde in der Nähe des Metallsägre und Särge jeder Art stets am Lager, Schön'sche Metallsärge und Särge jeder Art stets am Lager. Bau- und Möbelschreinerei Liebigstr. 65. MAGGIS Bouillon- Kapseln Aeussere Kapsel Innere Röhrchen 1 Tasse vorzüglicher Fleischbrühe 5 Pfg. 1 Tasse extra starker Kraftbrühe 7½ Pfg. 2 Portionen in Kapseln zu 10 bez. 15 Pfg empfiehlt angelegentlichst H. Frizz Nassauer Neuen Weg 15. GIESSEN. Telefon 410. Oftanlage 18 Ecke Landgrafenstraße: 2. u. 3. 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Auf erfolgte Anzeige nahm ihn dieserhalb das Friedberger Schöffengericht wegen Hausfriedensbruch und Körperverlegung in Gefängnisstrafen von einer Woche und zwei Tagen. Das durch Berufung angefochtene Urteil wird nach stattgehabter Beweisaufnahme dahin abgeändert, die wegen Hausfriedensbruch erkannte zweitägige Gefängnisstrafe in eine Geldstrafe von 10 Mt. umgewandelt wird, während es bei einer Woche Gefängnis für die Körperverlegung bleibt. Unter der Anschuldigung den Hotelter Seethaler zu Bad Nauheim förperlich mißhandelt und beleidigt zu haben, wurde der Student Paul Kretschmar von Erfurt durch das Schöffengericht in Geldstrafen von 20 und 40 Mt. genommen. Infolge Berufung des Angeklagten und der Staatsanwaltschaft fand heute Beweisaufnahme statt zu welcher der Angeklagte zwar geladen, aber vom persönlichen Erscheinen entbunden ist. Da nach einem Gerichtsbeschluß das untergerichtliche Erkenntnis wahrscheinlich eine Aenderung erfahren soll, wird die Verhandlung ausgesezt und des Angeklagten persönliches Erscheinen zum neuen Termin angeordnet. Der Kaufmann Jakob Bornheim von Stockheim ist geständig, eine Anzahl Wechsel gefälscht zu haben. Mit Rücksicht die geringe Vermögensschädigung und das Geständnis, sieht das Gericht von der üblichen Zuchthausstrafe ab und nimmt den Angeklagten in eine Gefängnisstrafe von 2 Jahren unter Aufrechnung eines Monats erlittener Untersuchungshaft; auch werden ihm die Der bürgerlichen Ehrenrechte auf fünf Jahre aberkannt. vielfach vorbestrafte Arbeiter Michael Seldner aus Wieblingen, welcher in Gießen mit Einbringen von Kohlen beschäftigt war, ließ sich von zwei Seiten die ihm zustehende Vergütung auszahlen. Da Betrug im Rückfall vorliegt, wird trotz des geringen erschwindelten Betrags von 1,50 Wit. auf 4 Monate Gefängnis erfannt. Holz Bersteigerungen. - Allendorf a. d. Lda. Donnerstag den 4. Februar, vorm. 9 Uhr werden in dem hiesigen Gemeindewald Distrikte Kinnwald, Steinwald, Raulstoppel, Laustöppel 2c. versteigert: 2 Eichen- Stämme m. 0,62 m., 109 Nadel- Stämme mit 25,82 Fm., 1 Birken- Stamm m. 0,54 Fm., 343 NadelDerbstangen und 435 Nadel- Reisstangen, 45 Rm. NadelNußfnüppel, 2 Rm Buchen-, 2 Rm. Nadel- Scheit, 12,5 Rm. Buchen-, 15,5 Rm. Eichen-, 4 Rm Aspen-, 242 Rm. NadelKnüppel, 10 Rm. Buchen-, 2 Rm. Eichen-, 138 Rm. NadelReicholz, 3,5 Rm. Buchen-, 1 Rm. Eichen-, 65 Rm. NadelStöcke. Zusammenkunft am Kinnwald. * * Marktberichte. Frankfurter Hen- und Strohmarkt vom 2. Februar.( Amtl. Notierungen.) Heu per 3tr. 3.10-3.70 Mark, Stroh per 3tr. 2.00-2.25 Mt. Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den Gerichts-" und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. Es sollen versteigert werden: Montag, den 8. Februar, in den Distrikten Grlesberg und Langeberg: a) im Distrift Erlesberg( Zusammenfunft vorm. 912 Uhr am Teich): 29 Rm. Kiefern Knüppel, 1060 Kiefern Wellen, 29 Stück Fichten- Stamm- u.-Stangenholz II. Kl.= 1,90 stm. b) im Distrikt Langeberg( Zusammenkunft vorm. 11 Uhr auf der neuen Chaussee Niederbessingen- Langsdorf beim Eingang in den Wald von Muhlsachsen her): 1 Rm. Eichen Knüppel, 8 Rm. Nadelholz Knüppel, 80 m. Nadelholz Stöcke, 1900 Gichen 2c. Wellen( 1. Durchforstung), 250 Nadelholz Wellen. Dienstag, den 9. Februar in den Distrikten Graudern, Mühlberg 2c.: Buchen: 4 Rm. Scheiter, 101 Rm. Knüppel, 17 Rm. Stöcke, 6870 Wellen; Eichen: 2 Rm. Scheiter, 116 Rm. Knüppel, 7340 Wellen; Birken: 26 Rm. Scheiter( Werkholz, rund), 29 Rm. Knüppel, 10 Rm. Stöcke, 250 Wellen; 130 Fichten Wellen; 1818 Fichtenstangen aller Sorten 15,25 Fstm.( darunter 900 Stück schönster Bohnenstangen). Die Buchen- und Eichen- Wellen sind meistens erstklassige Forstwellen. = - Die Zusammenfunft ist vormittags 912 Uhr auf der Chauffee Lich- Steinbach, wo der Weg einläuft, an Einf. möbl. Zimmer welchem die Stastanienbäume stehen. Die Chaussee verzu vermieten. Gießen, Kreuzplatz 11. Möbliertes Zimmer Städtisches Schlachthaus Morgen eine Fleine Familien- Schweinefleisch 50 Big. Wohnung zu vermieten Neuenweg. 31. und Expedition. läßt hier den Walddistrikt Konzebühl. 3 Man verlange: L GRELOONA Aerztlich empfohlen. Geschäfts- Empfehlung Die geehrten Einwohner Gießens und Umgebung geftatte ich mir darauf aufmerksam zu machen, daß ich das Grabsteinlager des Herrn Emil Kalbfleisch fäuflich erworben habe und nun betreibe. Marburgerstraße 25 ein Grabstein- Geschäft verbunden mit Bild- und Steinhauerei Mein: langjährige, praktische Tätigkeit verbunden mit theoretischer Ausbildung, befähigen mich, alle in dieses Fach schlagenden Arbeiten kunst- und stilaerecht zu soliden Preisen auszuführen und bitte ich mich bei eintretendem Bedarfe mit Aufträgen beehren zu wollen. Gießen. Ernst Block. Kinematographische Vorführungen des - Deutschen Flotten- VereinsKreisgruppe Giessen ( Vorführung neuester lebender Photographien aus dem Bereich der Kriegs- und Handelsflotte, Kriegsschiffe in voller Fahrt, auf hoher See und im Gefecht, Dienſt an Bord u. A. m.- Aufnahmen an Bord des Flaggschiffs Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Heinrich von Preußen.) in der grossen Aula der Universität Ludwigstraße Donnerstag, den 11., Freitag, den 12., Samstag, den 13. Februar, je abends 8 Uhr, Sonntag, den 14., nachmittags 3½ und 6½ Uhr. Preis 50 Pia. Kaffenöffnung 1 Stunde vor Beginn. Vorverkauf jeweils bis abends 6 Uhr, Sonntags bis 2 Uhr, bei den Herren Cigarrenhändler AubelSeltersweg, Sonntag: Schulstraße, Heil Nachfl.Lindenplatz, Friseur Koch- Bahnhofstraße, Musikalienhändler Challier- Neuenweg. = Die Karten haben Miltigkeit nur für die Aufführung, für die fie ausgeftelli find. Kaufmännischer- Verein und Ortsgewerbe- Verein Giessen. V. Vortrag Donnerstag, 4. Februar, abends 8 Uhr pünktlich in Steins Saalbau: Herr Professor Gustav Amberg- Berlin. Physikalisch- astronomischer Experimental und Demonftrations Vortrag: Himmelsmecanif, das Sonnensystem, Kometen. Eintrittskarten für Angehörige der Mitglieder zu 50 Pfg., für Nichtmitglieder zu 1 Mt. find Abends an der Kasse zu haben. Die Vorstände. Ortsgewerbeverein Gießen. Mittwoch, den 3. Februar 1904. abends 8½½ Uhr Robert Stuhl Gießen, Neustadt 23 bringt hiermit seine | Holz- Versteigerung Vergebung von Bauarbeiten. i. Gießner Stadtwald. Montag, d. 8. Februar 1904 vormittage 9½ Uhr beginnend, werden im Giekener Stadtwald in den Distrikten Neuhege, Oberhag und Hegstrauch versteigert: 1854 Fichten Stangen m.74.57 F 22 Rm. Eichen- Scheitholz Eichen- Knüvvelholz 27 " 1 2 10 H 34 16 H 26 Nad 1 Scheicholz Die für den inneren Au bau eines neuen Shulhauses, die Errichtung eines Abortgebäudes und die Herstellung des Schulhofes in Dorfgill erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote bis Samstag, den 13. Februar 1. J.. Nachmit ass 3 Uhr bei Großh. Bürgermeisteret Dorfgill, Eichen- Stockholz zerki. woselbst Pläne, Voransch äge und Bedingungen zur Eingeto. ficht offen liegen, portofrei einzureichen. Nadel- Knüppelholz Nabel( d runter 1 Ambosstock) Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt ver1500 Wellen Eichen- Reisig 750 NadelDie Zusammenkunft ist am alten Steinbacher Weg, 4. Schneife. Gießen, am 2. Februar 1904. Gr. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Наша Kartoffel Speise n. 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Die Jagdnußung auf den Grundstücken der Gemartung Odenhausen in der Größe von 415 ha, darunter 115 ha Bald soll am Montag, den 15. Februar cr. vormittags 10 Uhr in der Wirtschaft von Kreiling zu Odenhusen und die Jagdnüßung auf den Grundstücken der Gemarkung Launsbach in der Größe von 366 ha, darunter 69 ha Wald an demselben Tage Nachmittags 3 Uhr in der Wirtschaft von Wörner zu Launsbach auf 6 bezw. 9 Jahre öffentlich verpachtet werden. Beide Jagden sind gut, insbesondere ist ein guter Rehwildbestand vorhanden, auch kommt in der ersteren Jagd Rotwild vor. Von Station Friedelhausen der Strecke Gießen- Kassel ist die Doenhäusener Jagd und von Station Launsbach der Strecke Weßlar- Lollar die Launsbacher Jagd sehr leicht zu erreichen. Krofdorf, den 1. Februar 1904. Der Bürgermeister. J. V. der Beigeordnete Leib. Jagd- Verpachtung. Die Jagdnußung auf den Grundstücken und im Walde der Gemarkung Azbach in der Größe von 846 ha, darunter 240 ha Wald, sowie diejenige in der anschließenden Gemarkung und im Walde der Gemeinde Dorlar in der Größe von 628 ha, darunter 160 ha Wald soll am Dienstag den 16. Februar nachmittags 3 Uhr auf 6 bezw. 9 Jahre in der Wirtschaft von Feiling zu Dorlar öffentlich verpachtet werden. Beide Jagden sind gut, insbesondere ist ein guter Rehwildbestand vorhanden, auch per Bahn der Strecke WetzlarLollar von Statun Dorlar und demnächst auch von Azbach sowie der Strecke Wetzlar Gießen von Station Dutenhofen sehr leicht zu erreichen. Krofdorf, den 27. Januar 1904. Der Bürgermeister. J. V. der Bergeordnete Leib. Kalk- und Marmorwerke, Dampfziegelei, August Gabriel jr., Giessen Massenfabrikation. Bahnanschlüsse. Werke Abendstern. Telephon Nr. 84. Frühkartoffel ,, Nummer Eins" Die früheste aller Kartoffelu warnachweislich a. 15.Zuni schon mehlig u.schmackhaft Diese Frühkartoffel ist, wie uns von verschiedenen Seiten u. a. auch von einem Vorstandsmitgliede des landwirtschaftlichen Vereins am Kulturorte bestätigt wurde, von allen Frühkartoffeln entschieden die beste, wohlschmeckendste und ertragreichste. Eine hundert Morgen grosse Ackerfläche, im April 1903 mit dieser Kartoffel bepflanzt, war Ende Juni schon völlig abgeerntet. Die ersten davon aus dem freien Lande kamen bereits am 15, Juni auf den Markt. Sie focht sich von Anfang an ausaezeichnet und behält ihren Wohlge= schmack bis ins Frühjahr hinein. Herr Kgl. Garteninspektor H. Lindemuth in Berlin, Lehrer an der landwirtschaftlichen Hochschule, dem wir eine Anzahl Knollen davon zu Verfuchszwecken über andten, schreibt darüber:„ Die Knollen sind vollständig fehlerfrei, hell von Farbe, haben eine glatte Schale und flachliegende Augen; gefocht zeigen sie sich von vorzüglicher Beschaffenheit, sind mehlig, jedoch nicht grobfleischig, sondern sehr fein und wohlschmeckend". Der Ertrag ist ein für Frühkartoffeln ungewöhnlich hoher. In gutem Boden wurden nachweislich 120-150 Centner pro Morgen geerntet. Wir sind in diesem Jahre zum ersten Male in der Lage, Saataut von dieser Sorte anbieten zu können und offerieren ab unserem Lager Erfurt diese Frühkartoffel ,, Nummer Eins" 1 Centner Mt. 15.- ½ Ctr. Mr. 8.-, Ctr. Mt. 5.-, 10 Bfd.- Poftcolli Mt. 2.50. Gebrüder Ziegler, Erfurt Liefe anten Sr. Majestät des deutschen Kaisers. Hauptkatalog über Samen und Pflanzen auf Verlangen umsonst und portofrei. Nr. 29. Monneme ka's baus g Gratiebell und Das B www שן Frohe Bo Che brüde neur Leutwein fach gefürchtet worden, sonder dem der Auff gezwungen ift Meldung: Nach Telgramm in Best brachten M Januar un Schuldigen Bouverneur Generalfon Nolloth auf und wird b erwarte Zu dieser minder erfreu bisher verjam ginn des Auff Stationen der nicht mehr ge bei Beginn d Diese dürfter Günstige Windhuk dessen Frau Angehörigen pesche ist in überbracht ist aus Windhuk handen!" ohne Sorge!" CB. Wie Gerichsverha in Hade stat dem Siechtur jidh wegen Be war fast völli Sie fonnte fid an die priva ernähren, we bette. Gines Betteln betro wurde aber gesprochen, Bett.Ins nid wenigstens d Bersonen nid diefes Erfen dem Landger früher eine einer Marti wurde, weil mögen auf d aber dieses 11 Mart. 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