r. 78. Erstes Blatt. bonnement8prets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. fanttobetingen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Coifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 2. April 1904. Gießener 13. Jahrgang. Jasertionspreis: Die einspaltige Betttzelle für ganz hefsen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. fonft to Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg e Fernsprechanschluk Nr. 362. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weßlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Biterpfalm. ' un feiert vom Werfel des Alltags Gel Tun bannt es aus Sinnen und Herzen! Und von der Sonne der Liebe gefüßt Laßt flammen die Freudenkerzen! Wir haben gerungen mit schwieliger Hand, Jm Werktagsstaube geschmachtet: Tun laßt uns verlassen den leeren Tand, un laßt uns zünden den Opferbrand, Und der Liebe, die lang' wir verachtet, Die ans Kreuz wir geschlagen in frevelndem Wahn, Gekrönt mit Dornengewinden: Wir geben uns heute ihr untertan, Auf daß Erlösung wir finden! Und der Liebe, die lang' wir verspottet, verhöhnt: Geeint und versöhnt Erschließen wir heute die Herzen! Und wie im jungfröhlichen Märzen Der Lenz mit allmächtigem Werdeton Durch die Lande ruft, der Sonnensohn, Und die Welt im Auferstehungsgefang Jhm zujauchzt, daß nun die Kette zersprang, Die der Winter ihr wand um die Glieder: Also auch wieder Werfen wir heute weit auf, weit auf Der Seele Pforten: zu hauf nun, zu hauf Sammelt euch, Lichtgedanken! Jungblühender Liebe Osterpracht, Jm Flammen und Gluten zum Leben erwachi Nach bleischwer lastender Winternacht, Eweile die Müden und Kranken! Und wenn wir gebangt, gezagt und geklagt, Die Seele zerrissen von Schmerzen Wir wissen es alle: Es tagt, es tagt, Und in lichtgrünem Gekränz' Wandelt der heilige Österlenz Heut durch die Lande und Herzen! - Huferftehn.. Desterliche Laien predigt für jedermann. Die Osterglocken tönen. Festlich und feierlich kündet ihr shall vom stolzen Dome der prunkenden Stadt wie vom inzigen Kirchlein des entlegenen Gebirgsdorfes die Auftebung des gefreuzigten Erlösers. Wie ein Siegeshymnus urbraust Orgelflang das Gotteshaus, immer mächtiger schwellend das Halleluja der Gläubigen. Und draußen lbt sich über die verjüngte Erde ein wunderbarer Himmel; ein Evangelium voll heiterer Schönheit liegt die Natur Herz und Augen aufgeschlagen. Das ist ein Drängen, nofipen, Blühen, Singen, empor zum Licht; das ist ein mungsvolles Weben, ein wonniges Erglühen, ein freuges Aufstreben; die Täler grünen, bräutlich hold geschmückt, Berge leuchten und flammen wie Altäre der Größe Wenn die Kirche ihr höchstes Jest feiert, was ist dein enten und Empfinden, o Christ? Weckt der Osterglocken eriklang in deiner Seele die weltentrückte Andacht, den brünstigen Aufschwung zu deinem Gott und Erlöser? Mit gefumpffen Sinnen, Zweifel und eitler Weltlust im Herhalb aus Neugierde, halb aus Gewohnheit, tritt gar mcher in die Kirche, deren Dämmerlicht sein Gemüt kaum hr mit frommem Schauer erfüllt und zur Sammlung Selbstprüfung stimmt. Er hört die Worte der Schrift, ihn ergreift das Mysterium der Auferstehung, die Veriring der edelsten Menschenliebe nicht mehr mit solcher gewalt, daß sein ganzes Wesen davon erschüttert und zuich geläutert und erhoben würde. ott es. Und wenn die Natur zu wonnesamem Leben erwacht- ist dein Denken und Empfinden, o Mensch? Wenn Frühling wie ein strahlender Held des Lichtes sich erbt und mit Wunderkraft die Erde durchdringt und tausendtberschönt, jubelt es in dir auch so jugendfrisch mit dem ang der Lerche in den blauen Aether hinauf, und erfüllt all das holde, keusche Blühen mit innigem Entzücken? reibt es dich hinaus aus der dumpfen Luft in den freien ottees odem, mit seligem Herzen zu lauschen und zu schauen, e Höhen hinan, anbetenden Geistes oben zu stehen, trunken on Schönheit und Wahrheit? Wie arm bist du geworden, du reicher, stolzer Kulturtensch! Du empfindest solche Regungen nicht mehr. Dein eifti rinat raftlos mit den Geistern, die er aerufen, unfundig des rechten Zaubermortes; dein Verstand ist auf das nüßliche, auf Gewinn, Genuß und eitle Ehre gerichtet; der Natur bist du entfremdet. Wohl forschest du nach ihren Gesetzen und machst sie deinen Zwecken dienstbar, aber du hast die naive, reine Freude an ihr verloren; sie ist dir ein wissenschaftliches Objekt geworden, das du unter das Mikroskop legst, das du berechnest und bestimmt bis ins kleinste Teilchen aber du hältst es unter deiner Würde, Schönheiten göttlicher Art an der Natur zu sehen. Und kannst du nicht mehr in der Kirche zu deinem Gotte beten, fromm und innig wie der Glaube sein soll, so bete in Gottes herrlicher Schöpfung: fühle ihn im Glanz und Jubel des Morgens, im hehren Schweigen der Nacht, im Wehen des Waldes, im Rauschen des Meeres! Glaube an die ewige Liebe, die die Menschheit erhält und erlöset; bade die Schwingen deines Geistes in ihrem heiligen Lichte und freue dich auch stillbeglückt des lieblichen, wonnigen Lebens, das um dich sich tausendfältig regt. Der Wahrheit zuzustreben in reiner Begeisterung; die Schönheit und das Evangelium der Liebe im Herzen zu nähren als beseligende Gottesflamme das ist die Auferstehung des wahren Menschentums. Der Krieg in Oftafien. Die Japaner lassen sich von ihrem Plan, die Einfahrt des Hafens von Port Arthur durch Brander zu sperren, durch das Fehlschlagen der ersten beiden Versuche nicht ab= schrecken. Sie haben eine Anzahl von alten Handelsdampfern aufgekauft, die der Reihe nach versenkt werden sollen. Admiral Togo soll von dem endlichen Gelingen dieses Planes überzeugt und der eigentliche Urheber desselben sein. Aus London wird dazu gemeldet: Die japanische Regierung hat 28 alte Handelsdampfer gekauft, die sie zur Blockierung des Hafeneinganges von Port Arthur herrichten ließ. Admiral Togo gedenkt die Versuche fortzusetzen, jedesmal mit sechs alten Dampfern. Explosion in einem japanischen Kriegshafen. Aus Nagasaki wird gemeldet, daß in dem japanischen Kriegshafen Sassebo eine Sektion des Pulvermagazins in die Luft geflogen und total zerstört ist. Die Ursache ist unbekannt; vier Mann wurden getötet und fünf verwundet. Die Nachrichten von Unruhen in Korea werden bestätigt und durch neue Einzelheiten ergänzt. 500 entlassene koreanische Soldaten erregten in der Umgegend bon Phongjang einen Aufstand. Die Prophezeiung, daß im Mai die herrschende Dynastie gestürzt werden wird, ermutigt die Tonghaks zur Verschwörung. Sie haben bereits vertündet, daß die Handflächen ihrer Anhänger gezeichnet werden sollen, und daß diejenigen, die das Zeichen nicht hätten, wie alle Fremden ermordet werden würden. Söul ist mit falschem koeranischen Gelde überflutet. Die eingeborenen Geldleute sind ruiniert. Die Politik. Von einem Anschlag auf das Leben Kaiser Wilhelms während seines Besuchs in Neapel erzählt das Giornale d'Italia. Das Blatt will wissen, das italienische Ministerium des Inneren habe einen telegraphischen Haftbefehl gegen einen Anarchisten Arturo Pretti aus Venedig erlassen, der an einem angeblichen Komplott gegen Kaiser Wilhelm beteiligt sein soll.. Die Nachricht läßt sich natürlich von hier aus nicht auf ihre Richtigkeit kontrollieren. Auch an Berliner amtlichen Stellen ist davon nichts bekannt. Neue unerfreuliche Botschaften kommen aus unseren Kolonien in der Südsee. Nach über Sidney eingegangenen Telegrammen des Gouverneurs von Neu- Guinea, Hahl, ist der australische Schooner ,, Will" auf den Admiralitäts= inseln von den Eingeborenen genommen werden. Die Besagung wurde zum Teil getötet. Europäer sind nicht darunter. Die Bestrafung erfolgt durch S. M. S. ,, Condor". Ferner ist auf der Durourinsel, im Norden von Kaiser Wilhelmsland, die Station der Firma Hernsheim u. Co. überfallen worden, wobei der Händler Reimers und zwei Chinesen getötet wurden. Eine Straferpedition wird nach Rückkehr des Gouvernementsdampfers Seestern", der sich augenblicklich Dockens wegen in Hongkong befindet, erfolgen. Die in verschiedenen Blättern aufgebauschte Meldung, die leitenden Kolonialkreise planten eine neue Verstärkung der südwestafrikanischen Schutztruppe, trifft, wie unser Berliner CB- Mitarbeiter aus amtlicher Quelle hört, nicht zu. Vorbedingung der Entsendung weiterer Truppen wäre, daß der Gouverneur eine solche Entsendung forderte. Das ist bisher nicht geschehen. Ob später vielleicht infolge der unausbleiblichen Verluste durch das Klima und die Malaria weitere Verstärkungen sich nötig erweisen werden, läßt sich heute natürlich noch nicht übersehen. Recht unerfreuliche Meldungen kommen aus der Kolonie über die Beschaffenheit die für die Schutztruppe angekauften argentinischen Pferde. Sie sollen ganz roh und wild und unzugeritten, also vorläufig noch nicht gebrauchsfähig sein. Man hofft trotzdem, daß die allgemeine Offensive von den dem Obersten Dürr unterstellten Truppen und der Abteilung v. Estorff nach Ablauf der ersten Aprilwoche beginnen wird, und zwar rechnet man dabei auf die Bewährung der nach der Kolonie geschaffenen deutschen Pferde. Es sind dies die fleinen, zottigen litauischen und masurischen Pferdchen, die besonders widerstandsfähig und äußerst genügsam sind. Die Tiere wurden direkt von den ländlichen Besitzern erstanden und mit 300 bis 500 Mark per Stück bezahlt. Auch vier Mutterstuten sind auf Wunsch des Gouverneurs Leutwein mitgesandt worden; es sollen hiermit Zuchtversuche in den Kolonien angestellt werden. Erwähnt sei noch, daß heute oder morgen auf dem Dampfer Aleronder Woermann" in Hamburg 450 aus Deutsch- Südwestafrika gerettete Frauen und Kinder eintreffen. 40 000 Mark werden ihnen als freiwillige Liebesgaben überwiesen. Die erste Beförderung eines Volksschullehrers zum Reserveoffizier ist soeben in 3ittau erfolgt: Der Bezirksschullehrer Fritsch in Dresden wurde vom Offizierkorps des Landwehrbezirks Dresden I zum Nerveoffizier des in Zittau garnisonierenden Infanterieregiments Nr. 102 gewählt und vom König bestätigt. * * Die wasserwirtschaftlichen Vorlagen, die nach Ostern dem preußischen Landtage zugehen, werden insgesamt 600 bis 700 Millionen Kosten fordern. Die erste Beratung der Vorlagen soll in die Etatsberatung eingeschoben werden. Sehr interessante und erfreuliche Daten bringt der eben erschienene Jahresbericht des Deutschen Flottenvereins für 1903. Die Kassenrechnung schließt in Einnahme und Ausgabe mit 541 497,12 Mark. Nach dem Voranschlag für 1904 werden die laufenden Ausgaben durch die laufenden Einnahmen gedeckt, so daß zum Jahresschluß ein Betriebsfonds bon 68 711,54 Mark verbleibt. Außerdem verfügt der Verein über ein Vermögen von 278 597,98 Mark. Die Mitgliederzahl des Deutschen Flottenvereins betrug am 1. Januar 1904 633 000 Köpfe; die Zahl der Geschäftsstellen ist um 150, auf 3595, gestiegen. Nachdem auch für SachsenMeiningen und Schwarzburg- Rudolstadt Landesverbände gegründet sind, ist das Organisationsnet in ganz Deutschland zum Abschluß gebracht. Italien. Windersame Mären verbreiten Wiener uno nad ihnen deutsche Sensationsblätter über den politischen Zwed der Begegnung Kaiser Wilhelms mit König Viktor Emanuel. Sie versichern, bei dieser Monarchenbegegnung hätten die österreichisch- italienischen Interessengegensätze in der Balkanfrage im Vordergrunde der Besprechung gestanden. Der Kaiser sei bemüht, eine Beilegung dieser Gegensätze anzubahnen, was ihm auch gelungen sei. Ein gemeinsamer Vorschlag Kaiser Wilhelms und Viktor Emanuels sei dem Kaiser Franz Josef übermittelt worden, und man hoffe auf Beilegung der Differenzen. An dieser Meldung, die wahrscheinlich zu so und so vielen hochweisen Leitartikeln auch in der deutschen Presse Veranlassung geben wird, ist, wie uns unser Berliner CB.- Mitarbeiter nach Erfundigungen an zuständiger Stelle mitteilt, mindestens nicht wahr, daß die beiden Monarchen ihrem Wiener Verbündeten irgend welche Vorschläge wegen Regelung der österreichischitalienischen Beziehungen auf dem Balkan gemacht haben. Eine andere österreichisch- italienische Angelegenheit wird zur Zeit in Rom eifrig erörtert. Der bevorstehende Besuch des Präsidenten Loubet am italienischen Hofe und die Tatsache, daß dieses Oberhaupt des überwiegend katholischen Frankreich dem Papste bei dieser Gelegenheit keinen Besuch abstattet, bringt die Frage des Besuchs Kaiser Franz Josefs in Rom wieder aufs Tapet. Dieser Besuch, den nicht nur der römische Hof, sondern auch das italienische Volk als eine Anerkennung der Ereignisse von 1866 und 1870 wünschen, ist bisher aus Rücksicht auf den Papst unterblieben. Man hoffte, daß der Besuch Loubets, der den Papst nicht begrüßt, den Kaiser Franz Josef veranlassen würde, auch seinerseits Loubets Beispiel nachzukommen. Indessen hat der Wiener Hof keinen Zweifel darüber gelassen, daß eine Romreise des Kaisers Franz Josef so lange nicht stattfinden fönnte, als sein Besuch im Quirinal vom Papste als eine persönliche Verlegung angesehen würde. Das sei aber noch immer der Fall. So dürfte denn an einen Besuch Kaiser Franz Josefs in der ewigen Stadt nicht zu denken sein. Heer und flotte. Ueber die Neubesekung des Kommandos der 3. Armeeinspektion, das durch den Tod Waldersees erledigt ist, tauchte eine Kombination auf, die als Nachfolger Waldersees den am 1. April in den Ruhestand tretenden bisherigen Kommandeur des 11. Armeekorps General v. Wittich bezeichnet. Wie uns hierzu aus Berlin zuverlässig mitgeteilt wird, ist ein Entschluß des Kaisers über die Neubesetzung dieses Postens bisher noch nicht erfolgt, und wird höchstwahrscheinlich in den nächsten zwei Jahren nicht erfolgen. Das Gerücht fchweres Leid erfahren hatte. tung, alles gab Kunde davon, daß sie in weinte Gesicht, die schwarze Kreppkleidung Blick und Halletzter Beit ein Sie wiefen die Biige um den Mund bereits Festigkeit und Entihr Aeußeres zeugte von feiner fonnte höchstens neunzehn oder zwanzig abre alt sein, und Ab und zu warf ich einen verstohlenen Blid auf fie. Ben sie machte, bePflege. Trotz des findlichen Eindiehung und sorgfältiger fehen. Buerst sah ich nach vorn. Braunen war jetzt zu sehen und bewegte sich in einem ziemfo schüttelte, konnte ich mich auch etwas in der Gegend umher regelmäkigen Tembo bormärts, indeffen, mich auf meinent sit zu behaupten, und als der Wagen hinaus in den Schmuß zu fallen. Es glückte min ball wäre, und ich mußte mich festhalten, um nicht aus der seinen Lauf etwas mäßigte und der Wagen nicht mehr Der Wagen mit den beiden Seine Ein Sobald sie solche kennen lernt. und die sich doch von ihr entfernt, Amerikanische Department- Stores. An die sie bisher noch gar nicht gedacht, junges Mädchen besitzt eine Macht, 29 34erit achen, get einem Nebenraum Vortrefflichkeit, ganz amerifonisch zu den bom bis reizendsten Kunstwerken chinesischer Herkunft. Porzellanman zu den Erzeugnissen berühmter europäischer en eller au würdigen weiß: Geschirre vom einfachen irdeſtand nicheren Zweck und Bedeutung der männliche Unverin das energeschoß, adelt liegt: Tiegel, Pfannen, Kochtöpfe und sonstige schöne 88 aller möguhe ausrat aufindem o eine Ausstellung von Kochöfen, deren praktisch demonstriert über die Ernennung des Generals v. Wittich ist haltlos. Eine gewisse Wahrscheinlichkeit hat das in höheren militärischen Kreisen kursierende Gerücht für sich, wonach die 3. Armeeinspektion später einmal dem Chef des Generalstabes, General Graf v. Schlieffen, übertragen werden würde. Zu dessen Nachfolger sei der Generalleutnant v. Moltke, Flügeladjutant des Kaisers, ausersehen, der sich jetzt als Adjutant des Chefs des Generalstabes auf die seiner harrende verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet. Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser nahm im Hafen von Messina an Bord der„ Hohenzollern" mit einem Teile der Herren seines Gefolges und der Offiziere der Jacht das heilige Abendmahl, welches Militäroberpfarrer Goens austeilte. Das Wetter ist schlecht. Regen und Hagelböen wechseln mit Sonnenblicken, welche die Terrassen der Stadt mit den grünenden Hügeln im Hintergrunde in etwas freundlicherem Licht zeigen. Vom Aufenthalt in Gaëta und der Fahrt bis Messina wird noch folgendes gemeldet: Als die„ Hohenzollern" vor Gaëta lag, veranstalteten die Einwohner am Abend bei Vollmond am Ufer einen Lampionzug unter Musikbegleitung und brachten dem Kaiser Ovationen dar; die Musik spielte wiederholt die deutsche und die italienische Nationalhymne. Der Kaiser ließ Stadt und Gebirge mit den vier Scheinwerfern des„ Friedrich Carl" beleuchten. Am Morgen begann die Fahrt südwärts die Küste entlang. Am Vormittag begegnete das italienische Geschwader den kaiserlichen Schiffen. Am Mittag wurde Capri passiert. Der Kaiser sandte durch Flaggensignal einen Gruß an die Kronprinzessin von Schweden und Norwegen. Bei kühlem Wetter fuhren die Schiffe abends 6 Uhr an Stromboli vorüber. Nach 9 Uhr lief die„ Hohenzollern" unter dem Salut der Geschütze in den Hafen von Messina ein und machte an der Boje fest. Der Kreuzer Friedrich Carl" ankerte draußen. Deutsche Ofterbräuche. Was das Menschenherz beim Wiedererwachen der Natur sehnsuchtsvoll schwellt, das alles liegt in dem einen Wort „ Ostern" beschlossen. Ostara war bei den Germanen die Frühlingsgöttin, die von den alten Sachsen verehrt wurde. Mit dem Kultus, der ihr vor Einführung des Christentums in Deutschland von unseren Vorfahren geweiht war, hängen die Namen der Osterwälder, Osterberge, ferner die Gebräuche der Osterfeuer und des Osterwassers und der Ostereier zusammen. Letztere wurden der Frühlingsgöttin zum Opfer gebracht, als die erste Gabe des Lenzes. Ihr zu Ehren lohten auf den Bergen die mächtigen Osterfeuer, die noch heute in verschiedenen Gegenden Deutschlands in der Osternacht entzündet werden. An die altheidnische Verehrung der Frühlingsgöttin erinnert heute noch in katholischen Gegenden die Einsegnung in die Kirche gebrachter grüner Reiser und Sträuße aus Weidenpalmen", Stechginster und anderen immergrünen Zweigen. Diese Palmenweihe, die irrtümlich in vielen Gegenden auf den Balmsonntag verlegt wird, hat einen alten symbolischen Sinn, denn die geweihten Zweige sollten nicht nur das Haus bis zur nächsten Erneuerung vor Blitz und Feuersgefahr schützen, sondern sie werden an vielen Orten auch zusammen mit den Schalen der Ostereier und den Kohlen der Osterfeuer in den Eden der Felder eingesteckt oder vergraben, um diese fruchtbar zu machen. Anderseits werden grüne getriebene Baumzweige, namentlich im östlichen Deutschland, als Symbol der Fruchtbarkeit und des Gedeihens, geradeso wie in Altindien und Rom zum Stäupen derjenigen gebraucht, denen man Gutes wünscht. Früh am Ostermorgen, an manchen Orten auch am Palmsonntag, suchen sich Eltern und Kinder gegenseitig zu überraschen, um die gesundheitbringenden Rutenstreiche miteinander zu tauschen. Die Kinder oder Bediensteten erhalten dafür ein besonderes Geschenk in Geld oder Leckereien. Als ein ähnliches Ueberbleibsel aus der Heidenzeit erscheint das Schöpfen des Osterwassers beim Aufgang der nach dem Volksglauben dreimal vor Freuden aufhüpfenden Ostersonne an einer gegen Morgen fließenden Quelle, ohne daß dabei ein Wort gesprochen wird; das Osterwasser, mit welchem sich die jungen Leute gegenseitig begießen, soll sich dann das ganze Jahr frisch erhalten, heilbringend und verschönernd wirken. An den Osterfeiertagen werden in verschiedenen Gegenden bestimmte Osterspiele ausgeführt, in SüddeutschLand vorzugsweise Gierspiele, in der Mark und Westfalen das Osterballspiel. Der Ball scheint das Symbol der steigenden Sonne gewesen zu sein und wurde meist in Verbindung mit dem jüngsten Ehepaar gedacht, welches die Kosten des Ballspieles bestritt, weshalb der Osterball auch Brautball hieß. Auch im Bewußtsein des modernen Menschen lebt das Osterfest als ein Frühlingsfest weiter. Wir feiern das Osterfest als den Beginn eines neuen frohen Zeitabschnittes, der, wie die Natur, auch uns selbst erneut. Hus dem Gerichtssaal. § Der Pommernbank- Prozeß ist nunmehr auf den 2. Mai und die folgenden Tage vor der Berliner Straffammer anbe raumt worden. Am 21. Juli v. J. war dieser Riesenprozeß nach dem 50. Verhandlungstage auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Es erging ein Gerichtsbeschluß, die Angeklagten Schultz und Romeick aus der Haft zu entlassen, in der sie 2 Jahre verbracht hatten. Ferner wurde beschlossen, Sachverständige zu ernennen, welche nach Instruktion durch das Gericht die seitens der Verteidigung beanstandeten Tagen der Grundstücke und unbebauten Terrains nachrevidieren sollten. Dies ist jetzt geschehen und somit kann von neuem verhandelt werden. § Eine ungewöhnliche Art der Publikation eines gerichtlichen Urteils ist dieser Tage von einer Abteilung des Berliner Schöffengerichts ausgewählt worden. Es handelte sich um einen Milchhändler, der wegen Verkaufs von Milch mit zu großem Wassergehalt zu 75 Mark Geldstrafe verurteilt worden war. Das Gericht erkannte gleichzeitig auf Publikation des Urteilstenors und ordnete an, daß das Urteil auf einem zwei Quadratfuß großen Plakat an den der Verkaufsstätte zunächst belegenen Anschlagsäulen befannt gegeben werden soll. Der Verteidiger hat nicht nur wegen der Verurteilung im allgemeinen, sondern auch wegen der Anordnung zu dieser Art Beröffentlichung Berufung für den Angeklagten eingelegt. § Ein interessanter Grbschaftsprozeß spielte sich vor dem Breslauer Oberlandesgericht ab. Die sieben Geschwister des Grafen Pius Chamaré auf Großkunzendorf, der bei einer Automobilfahrt tödlich verunglückte, sich auf dem Sterbebette in Wien mit einem jüdischen Fräulein Wanda Blaustein trauen ließ und sie zur Univerfalerbin einsetzte hatten das Testament und die Eheschließung angefochten, weil der Graf Pius zur Zeit der Vornahme der beiden Handlungen nicht mehr zurechnung fähig gewesen sei. Sie erwirkten zwei einstweilige Verfügungen, und das Landgericht Glatz bestätigte diese. Auf Berufung der Gräfin Wanda wurden sie jedoch vom Breslauer Oberlandesgericht aufgehoben, so daß die Gräfin zunächst in den Besitz des Nachlasses, der auf Millionen veranschlagt wird, gelangt. Nab und ferm. A Der 13. deutsche Turntag findet am Ostermontag und Dienstag im alten Abgeordnetenhause zu Berlin statt. 308 Delegierte, die insgesamt 701 400 Mitglieder vertreten, sind jetzt schon in Berlin eingetroffen, da dem eigentlichen Turntag Sizungen des Ausschusses der deutschen Turnerschaft vorausgehen. Insgesamt sind der deutschen Turnerschaft heute 7229 Turnvereine Deutschlands und Deutsch- Desterreichs sowie des Auslandes mit 728 044 Mitgliedern angeschlossen. Dieselben verteilen sich auf 6104 Städte des Reiches und des Auslandes. 356 230 Mitglieder nehmen an den allgemeinen Turnübungen teil. Die Zahl der Zöglinge( von 14 bis 17 Jahren) beträgt 109 873 und die der Damen 30 993, die in 1093 Abteilungen turnen. Das Knaben- und Mädchenturnen wird von 681 Vereinen gepflegt, in deren Abteilungen 40 087 Knaben und 13 402 Mädchen Turnunterricht erteilt wird. Neue schwere Rassenkämpfe werden aus Amerika gemeldet. In dem ostteranischen Orte Silsbee ist ein regelrechter Krieg zwischen Weißen und Schwarzen ausgebrochen. Die Ursache des Zusammenstoßes beider Nassen bildet der Ueberfall dreier Weißen durch Neger in Silsbee, wobei einer der Ueberfallenen tödliche Wunden erhielt. Sowohl Weiße wie Farbige haben sich bewaffnet. Die Weißen haben eine regelrechte Mobilisierung eingeleitet und den Farbigen die Aufforderung zugehen lassen, aus Silsbee auszuziehen. Die Farbigen weigern sich, dieser Aufforderung Folge zu leisten. Mehrere Neger wurden bereits erschossen. Lokales. Schwimmbad: 3745 Männer, darunter 640 zu 10 Gefchmacks felbft bon 166, 10 730 Frauen Wannenbäder: 1. l. 278 Männer, 89 Frauen, 2. I. 693 435 Dampf und Heißluftbäder, sowie Maffage zu sammen 143 Männer, 29 Frauen. Brausebäder 1549 Männer, 178 Frauen. Die Personenwage wurde von 200 Personen benut das Bad von 7 Personen besichtigt. wimb Für die Rebaftio tehen, 2. Abril fb. 1.00-1.10 M., Got. 8 Pfa., Rafe per G Erbsen ver Liter 21 Bfg., 0.80-1.00, Bühner Shid C.80-1.70, Ente 665-70 Pfa., Odienfleis poer Bfb. 62-68 93fg. G leifh gefolgen per fun 38fa, Sammelfleisch per 6.000 mt., 3miebeln Centner 20-25 Mt. M ** Die nächste Postverbindung nach Sma topmund wird durch den am 7. April abends von Han burg abfahrenden direkten Woermann- Dampfer Lucie Woer mann" hergestellt. Schluß in Hamburg für Briefe und Bafete am 7. April, 3 Uhr nachmittags; letzte Beförderung gelegenheit aus Berlin, Lehrter Bahnhof, für Briefe 7. April, 9 Uhr vormittags, für Pakete am 6. April, 11 18 Minuten abends. Ankunft in Swakopmund etwa a 28. April. - am § Einen gesegneten Schlaf bewies eine Bauer frau, die am Donnerstag Gießen einen Besuch gemacht hatte. Vom Lärmen der Großstadt" ermüdet, hatte fi sich in der Marktstraße in der Ecke eines Schaufensters niedergelassen und war einige Minuten später friedlich ein geschlummert. Vorübergehende versuchten die Schlafent zu wecken, fanden aber, daß dies durchaus keine leichte Sad sei. Man schrie der Frau in die Ohren zu sein, man schüttelte ihr beide Arme Befühl zu haben, man unterzog ihrem Riechorgan einer fräftigen Massage, da atmete sie durch den Mund. Endlich, als ein Mißtrauischer der Stelle, wo wachende Menschen das & Herz besigen, eine energische Untersuchung zu teil werden geruhte die Schläferin zu erwachen und setzte gekränkt ihren Weg fort. 2. April 1904. Ernannt wurde der Gefangenwärter am Hast- set. lokal in Lauterbach Eduard Lein zum Gefangenwärter am Haftlokal in Reichelsheim. ** Die Stelle des Steuerkommissärs des Großh. Steuerkommissariats Hungen ist erledigt. ** Nachdem der durch die Berufung der Professoren Dr. Schmidt und Dr. Pfannsti el an andere Hochschulen unserer Landesuniversität drohende Verluste glücklicherweise abgewendet worden ist, wird dieselbe nun doch einen solchen erleiden müssen, da, wie die„ Darmst. Ztg." schreibt, der ordentliche Professor der Mineralogie und derzeitige Rektor Professor Dr. Brauns zum 1. Oktober d. Is. einen für ihn ebenso ehrenvollen Ruf an die Universität Kiel angenommen hat. Brauns, dessen Name durch sein großes, in Lieferungen erscheinendes Prachtwerk der Mineralogie neuerdings auch weiteren Kreisen bekannt geworden ist, gehört zu den wissenschaftlich angesehenſten Vertretern seines Faches und erfreut sich als Lehrer bei den Studierenden ganz besonderer Beliebtheit. Es wird nicht ganz leicht sein, einen vollwertigen Ersatz für ihn zu finden. *** In Amerita verstarb zu Reading Pa. der Großh. Kreisarzt i. P. Dr. Hermann Moter. Der Verstorbene studierte hier in Gießen und gehörte der„ Teutonia" mit an. Der Bauer'sche Gesangverein zu Gießen unternahm gestern am Charfreitag einen Ausflug nach Kloster Arnsburg und Lich. Im Saale Zum Hölländischen Hof" wurde das Standquartier aufgeschlagen, wo der Verein in Gemeinschaft mit dem Licher Gesangverein„ Cäzilia" mit Gesängen und Ansprachen für die nötige Kurzweil sorgten. ** Am 1. Osterfeiertag ist in Steins Garten Delegiertentag des Nationalen Gesangswettstreits. Die Beteiligung, aber auch die zur Beratung vorliegende Tagesordnung wird eine große sein. Der Maschinenbauer- Gesangverein füllt die Pausen durch mehrere Gesänge aus. (!) Der Musikverein zu Grünberg giebt am 2. Diterfeiertag abends 8 Uhr im Gasthaus Zum Rappen" ein Konzert mit nachfolgendem Ball. Die Bürgerschaft möge hierbei in Erwägung ziehen, daß es für die Stadt nur im allgemeinen Interesse zum Vorteil gereicht, wenn dieser Verein auch bei seinen Veranstaltungen die entsprechende Unterstüßung findet. Wir wünschen dem Verein ein volles Haus. § Der Turnverein Grünberg veranstaltet am zweiten Osterfeiertage in der Turnhalle eine Abendunterhaltung, für welche ein abwechslungsreiches Programm vorgesehen ist. Zum Schluß der Veranstaltung wird auch den tanzlustigen Besuchern Rechnung getragen. ** Der Ortsvorstand von Alsfeld beabsichtigt, mit dem am 25. Juli ds. Is. daselbst stattfindenden Prämien- und Pferdemarkt eine Verlosung von Vieh und landwirtschaftlichen Geräten zu verbinden. Die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung hat Großherzogliches Ministerium des Innern unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 20000 Lose, zu 0,50 Mark das Stück, ausgegeben werden dürfen und mindestens 60 pCt. des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Bugleich ist der Vertrieb der Lose in der Provinz Obrrhessen gestattet worden. - Sie schien tau fie schien fein ** Grünberg, 30. März.[ Gemeinderatssitzung] Zu Punkt 1 der Tagesordnung teilt Herr Bürgermeister Zimmer mit, daß der wegen Bösartigkeit verkaufte Bulle ( Erlös 476 Mt.) durch einen, um den Preis von 303 Mt. von Zulauf- Azenhain gekauften anderen Bullen ersetzt worden Die schon im vorigen Jahr erörterte Invalidenver. sicherung der beiden Hebammen wurde nochmals zurückgestellt, da sich erst eine der letzteren zu der Frage geäußert hat. Zur Anschaffung neuer Subsellien für 56 Sigpläge in der Bürgerschule sollen erst die Preisverzeichnisse von mehreren Spezialfirmen eingefordert werden, da auch die Konstruktion eine verschiedenartige ist. Die beiden hiesigen Flurschützen bitten in einer Eingabe um Gehaltsaufbesserung, da das jezige tägliche Verdienst von 1.23 Mt. tein ausfömmliches sei. Der Gemeinderat hält das Gehalt von 450 wt. bei der nicht vollen Beschäftigung während des ganzen Jahres für ausreichend, zumal die Betenten nebenbei ihre Privat arbeiten verrichten; jedoch sollen über die bezüglichen Ge haltsverhältnisse in anderen Orten Erfundigungen eingezogen werden. Die Bestätigung der fürzlich erfolgten Stadt. dienerwahl hält das Großh. Kreisamt für bedenklich, da der Gewählte wegen allgemeiner Körperschwäche als militärdienstuntauglich befunden war, ein Mitbewerber, der als Unteroffizier vom Militär entlassen, der weitaus G eignetste sei jowohl für den äußeren, wie für den Bureaudienst. Aus diesen Gründen wird die Angelegenheit zur nochmaligen Beratung des Gemeinderats zurückgegeben. In der nun folgenden Aussprache hielt ein Teil der Gemeinderäte die mit 6 gegen 3 Stimmen erfolgte Wahl aufrecht, während andere die Qualifikation des Mitbewerbers infolge seiner militärischen Ausbildung anerkannten und ein Vorschlag zur nochmaligen Ausschreibung für nur gediente Be werber gemacht wurde, beantragte schließlich der Beigeordnete, über die Berechtigung des freisamtlichen Einspruchs abzustimmen und wurde die Beanstandung mit 5 gegen 4 Stimmen abgelehnt. Betreffs der Aufforftung von etwa 80 Morgen Dedland hat die Bürgermeisterei ein Gesuch an die Großh. Oberförsterei gerichtet, in welchem um Gewährung eines Staatszuschusses bis zur Hälfte der Kosten gebeten wird. Bum Schluß wurde einer Eingabe des hiesigen Gesangvereins zugestimmt, wonach dieser um Ueberlassung eines Teils der Räswiese als Festplatz für das Lahntal- Bundessängerfest bittet. XAlzey. Der frühere Landtagsabgeordnete Roemer ist heute früh in Wiesbaden im Alter von 63 Jahren gestorben. + Mainz. Die Generalversammlung der hiesiget Volksbanf beschloß einstimmig, dem ehemaligen Rassierer Hermann ein jährliches Gnadengehalt zu zahlen, da der Unglückliche völlig mittellos ist und 25 Jahre im Dienste der Bolksbank stand. Bekanntlich hatte H. 200 000 Mt. unterschlagen, das Geld aber wieder zurückerstattet. Die Untersuchung gegen ihn ergab dann, daß er geistig nicht ganz zurechnungsfähig ist. * Mainz, 31. März. Heute vormittag ist der Betrieb auf der elektrischen Bahn Mainz- Wiesbaden aufgenom men worden. Durch notariellen Aft geht heute die Straßen bahn in den Besitz der Stadt über. Der Kaufpreis von 3411 000 Mt. wird durch die Reichsbank bezahlt. Geschäftlises. Das Köstritzer Schwarzbier ist seit dem 17. Jahrhundert als ein vorzügliches Stärkungsmittel für Blutarme und Geschwächte bekannt. Es wird gebraut nach einer uralten englischen Portevorschrift. Es verdankt seine weite Verbrei tung hauptsächlich seiner besonders zweckmäßigen Zusammen setzung bei mäßigen Alkoholgehalt enthält es sehr viel ** Der Wormser Wach- und Schließgesell- Walz schaft hat das Kreisamt die Erlaubnis zum Tragen von Seitengewehren erteilt. Das Institut, noch ziemlich neu, dient vor allem auch den spätheimkommenden Stammtischgästen beim Auf- und Zuschließen der Hausthüren. ** Gießener Volksbad. Im März wurden 7869 Bäder verabreicht, gegen 7619 im Februar 1904 und 7921 im März 1903, oder im Durchschnitt auf den ganzen Badetag 271 Bäder, gegen 311 im Februar 1904 und 278 im März 1903. Der Besuch hat sich wie folgt verteilt: und sog. Extraftstoffe, die den Stoffumfaß in hohem Grade fördern. In neuerer Zeit wird es auch viel fach in Lungen- H.ilanstalten angewandt, wo man die Schäd lichkeit der früher beliebten Verabreichung großer Mengen von schweren Weinen und Spirituosen erkannt hat und das Schwarzbier als einen sehr zweckmäßigen Ersatz derselben verwertet. Unter Verabreichung von Schwarzbier sind hohe Gewichtszunahmen bei Schwindsüchtigen, wie bei ander schwächenden Krankheiten erzielt worden. Der Verwendung von Schwarzbier bei Kranken ist auch deshalb ein hoher Wert beizulegen, weil dasselbe wegen seines angenehmen Bahnhofs 50 Taschenuhren Herr Dam Damen- R Hierdurch g gegend unsere mit der Kautschu in empfehlende Erinn hanten Stempeln Thür- b Firme S Als Spezial alten, unbrauchbar Wir sichern Bleichstraße OTTO HER Frankfurt a.Main Als passende Ub R Gießen. EO ter 640 341 166 , 89 Fra 435 pie May Frauen. Berjonen ng nad il abends bo mpfer Lucie g für Brie letzte Beförde of, für Bri am 6. April, 1 atopmund et bewies eine nen Besuch ermüdet, eines Schau Später fried chten die S us teine leicht - fie schin fie fai organ einer f d. Endlich, Menschen da zu teil werde feste getrant einderatsi Herr Bürgen gfeit berfaufte eis von 303 ullen erfest rterte Invali ochmals zurüd age geäußert 56 Sigpläge niffe von m ud die Konf biesigen Fl fbefferung, fein aust it von 450 des ganzen ebenbei ihre Geschmacks selbst von empfindlichen Kranken gern genommen wird. Für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein. Marktberichte. teken, 2. Abril. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter Bfb. 1.00-1.10 mt., Hühnereler 2 Stück 12-14 Bfg., Enteneter 6. 8 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., blen ver Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.30-1.40, Hahnen, per Child C.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse per Psd. 65-70 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch ber fb. 62-68 Bfg. Schweinefleisch per Bfb. 60-72 fg. Schweinefleisch gesalzen per fund 0.76 Bfg., Kalbfleisch per Bfd. 62-74 Big., Hammelfleisch per Pfd. 50-74 Bfa., Kartoffeln pro 100 Kilo 6.00 m., 3miebeln per 3t. mr. 7.00-10.00, Aepfel per Gentner 20-25 Mt. MIch ber Liter 18 Vfa. Dauer der Marktzeit Bahnhofstrasse 50 von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit übeerhanp nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Königl. Preuss. Staats- Medaille Seidenstoffe jeder Art, in jeder Farbe, zu jedem Preise, der Meter von 75 Pf. an. Muster portofrei. Fertige seidene Kostüm- Röcke, Jupons, Blusen, halbfert. Roben. Deutschlands grösstes Spezial- Seiden- Geschäft Mr Seidenhaus Michels& Cle., Berlin SW, 19 43 Leipziger Strasse 43 Ecke Markgrafen- Strasse. Mechanische Seidenstoffweberei in Krefeld „ AUTOL™ unibertroffenes Oel möbius» Sohn für Motorwagen& Motorzweirader. 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