грамам, Aussicht ge .Pfleidner ſt als Nacherfauft. so bedeuten raßburg sehr uniäres Opfer, setzt zu sehen teht, mit Pro bedeutendsten dem Wunsche Jaffen wurde che Profeffur, or Hensel's worden.- n ihrer philo rsbach und t unserer Uni er ordentlichen lschaft der bewilligt.- mels wurde ofessoren Dr. e 4 Monate Nr. 175. Oberhessische Familienzeitung. Wasserfluten gegebenen Signale bemerkt und den Train| zum Stehen bringt. Nachdem nun der Herr Vorsteher unter dem großen Gaudium der Passagiere mit einer bewunderungswürdigen Schnelligkeit Toilette gemacht, springt er in einen Wagen und fort geht es der Station zu. Als man hier anlangt, hat der Herr Vorsteher seine Würde wiedergefunden. Gemessenen Schrittes wandelt er den Perron ab und gibt mit einer stolzen Bewegung dem Zuge das Abfahrtszeichen. Saure Gurfen. Stille Wochen, stille Tage, Für die Zeitung eine Plage, Nirgends mehr was Neues heut'; Suchen muß man nah und ferne Nach dem Stoff mit der Laterne In der Saurengurkenzeit Und was findet man denn heut' noch? Ach! Das Suchen wird mir leid noch, Schrecklichste Verlegenheit! Faule Eier! Ungenießbar! Kaum ein Vers ist noch erschließbar In der Saurengurkenzeit. Daß der Dreibund auch dem Zaren Seine Achtung will bewahren Und sogar Vertraulichkeit, Ei! Das kann John Bull nicht fassen, Nein, das kann ihm gar nicht passen In der Saurengurkenzeit. England will die feinsten In Südafrika jezt machen, Will veredeln weit und breit, Mit den Buren eng berbündet, Das hat Balfour uns verkündet In der Saurengurkenzeit. Väterchen will spekulieren, Einen Handelstrust" entrieren, Er sondiert die Möglichkeit. Väterchen als Handelsvater! Welche Fernsicht! Doch Das that er In der Saurengurkenzeit. - Daß Graf Püdler ungebeten Zu den Juden übertreten Will aus reiner Störrigkeit, Diese Nachricht, glaubenswert nicht, Wäre gar so unerhört nicht In der Saurengurkenzeit. Auch die„ Aute" zu besteuern Um das„ Auteln" zu verteuern Ist jetzt Mecklenburg bereit. Meinetwegen mag's geschehen, Ich muß doch zu Fuße gehen In der Saurengurfenzeit. So giebt es noch manche Brocken, Die zum Versemachen locken Und zu stiller Heiterkeit; Doch ich will nicht alles fassen, Will den andern auch was lassen Für die Sauregurkenzeit. Goldene Worte. * Wer doch ein solch großer Künstler wäre, daß er nicht Jahre des Lebens brauchte, um fich völlig zu zeigen, wie er ist! Die Natur braucht freilich die vier verschiedenen Jahreszeiten, um sich uns ganz zu zeigen und die Fülle ihres Segens mitzuteilen, aber sie beruht mehr in ihrer eigenen Vollkommenheit. Seite 4. * Das Höchste bleibt ein freter Wille, Der, unverwirrt von Fleisch und Blut, Fest und getreu in Sturm und Stille Das Gute, weil es gut ist, thut. * Wie viel ihr auch die Sprache schraubt und dreht, Das beste Deutsch ist, das von Herzen geht. * Dem Hause Friede, Dem Gaste Freude, Mitleid dem Armen, der um Hilfe fleht, Und Gruß dem Wand'rer, der vorübergeht. Humor und Wiz. *( Ein kleines Gespräch.) Ein eingefleischter Klassischer Philologe unterhielt sich mit einem Berliner Bürger. " So sehr wir dagegen anfämpfen", seufzte Jener, " Realgymnasiasten, Oberrealschüler, alles will sich an Die Alma mater herandrängeln, um an deren Brüsten sich zu nähren!" Det ist ja der reinste Milchkrieg!" lachte der Berliner. *( Telegramm vom Zukunfts- Kriegsschauplatz.) Soeben haben unsere Truppen Fühlung mit dem Feinde gewonnen und die ersten Reden mit ihm ausgetauscht. *( Wahres Geschichtchen.) Der kleine Karl fragt seine Mutter, was mit seinen Spielsachen ge= schehen solle, wenn er groß geworden set, worauf seine Mutter antwortet, die würden seine Kinder bekommen. Darauf der kleine Karl:" Mutter, ich glaube nicht, daß ich brüten werde." * ( Sie hat Recht.) Herr:„ Eigentlich recht schade, meine Gnädige, daß der schöne Üsus des Pferdeausspannes ganz unmodern geworden ist." Sängerin:" Wieso? Man hat eben endlich eingesehen, daß Pferde viel besser ziehen, als Esel!" *( In der zoologischen Sammlung.) Der fleine Paul: Siehst Du, Tante, da.fommst Du „ Ich auch einmal herein!" Tante( entsegt): Ich- ja, warum denn?" Ja, Papa sagte es schon immer: Dich läßt er einmal ausstopfen!" *( Boshaft.) Alte Jungfer: Ich möchte gern in einen hiesigen Verein eintreten. Zu welchem raten sie mir wohl?" Herr: Zum VerschönerungsVerein." Rätseled e. Rätsel. Es kann das Wort euch Hochgenuß bereiten, Euch lösen von der Prosa hier im Leben, Die Phantasie in unbegrenzte Weiten, Woll über alles Jrdische erheben. Doch dann muß seine länge jemand leiten, Dem sich Frau Musika in Lieb' ergeben, Sonst dürfte es zur Marter leicht euch werden Und eurem Ohr bereiten nur Beschwerden. Jm andern Sinne müßt ihr es wohl entbehren, Mit Neid für alle, denen es verliehen, Die mit des Wortes Hilfe wiederkehren, In Wanderluft dann abermals entfliehen, Die, ob sie groß, ob winzig zart, euch lehren, Hinauf zum Licht, zur Höhe hinzuziehen. Kann dies auch unser Störper nicht vollbringen, Verstand und Geift, fie dürfen aufwärts dringen. Auflösung des Rätsels in Nr. 171: Hof. Nr. 175. Donnerstag, den 31. Juli 1902. Oberbessische Familienzeitung. Unterhaltungs- Beilage der Gießener Neueste Nachrichten. Druck und Verlag der Gießener Verlagsbruckerei, Morm. With Keller'sche Buchbruckerei gear. 17831; verantwortlib bin Klein. 31] Der Auftralier. Roman von E. W. Hornung. ( Nachdruck verboten.) Was war in diesen lezten Wochen über das Mädchen gekommen? Was hatte sie so verändert und traurig gemacht? Was ließ sie wie eine geknickte Blume hinwelfen? War ein gebrochenes Herz die Ursache von all diesem? - Wenn es der Fall war, wenn das Schlimmste eintrat und er, der Verbrecher, der Bösewicht, der Geächtete nicht wert, ein edles Weib nur anzusehen dieses süße, fröhliche Mädchen gemordet, durch den Schreck ermordet hätte! Er mußte weiter stürzen und Hilfe bringen, und wenn sie zu spät kam, dann mochte sein eigenes schwarzes Leben ein elendes schnelles Ende nehmen. Als Ryan das Moor halb durchhaftet hatte, begann der Regen zu fallen. Er warf den Kopf während des Laufens zurück, und die Regentropfen kühlten sein heißes Gesicht. Seinen Hut hatte er längst verloren, und sein Haar klebte an seiner Stirn, sein Atem kam teachend durch seine zusammengepreßten Lippen, und seine blauen Augen waren von wilder Verzweiflung erfüllt. Seit dem legten Blick, der ihm die traurige Gruppe auf der Treppe zeigte, war er ohne Pause weiter gestürzt, und die verlorene Zeit beim Erklimmen der Hügel wurde durch ungestümes Hinabstürzen wieder eingeholt. Jetzt erstieg er den großen Berg, auf dessen Gipfel der Weg an der rechten Seite durch die niedrige steinerne Brustwehr geschützt wurde. Wenn er erst die Spize erreicht hatte, würde er bald in Melmerbridge sein, denn der übrige Teil des Weges ging bergab. Die Wand der Klippe links war zadig und senkrecht und von derselben rotbraunen Tönung wie der Weg. Losgerissene Bruchstücke des Felsens lagen in dem Winkel, der durch seine Grundfläche und den roh ausgehauenen Weg gebildet war. Zwischen diesen Steinen erregte ein Gegenstand Miles Aufmerksamkeit, als er emporklomm; nach der Farbe und Unbeweglichkeit zu urteilen, war es ein Stein und nach den Umrissen ein Mann. Jezt sah Ryan, wie die Umrisse sich ver änderten; natürlich war es ein Mann, der mit dem Rüden näher an den Felsen froch, um sich vor dem Regen zu schüßen. Plöglich erhob er sich und schwankte in die Mitte des Durchgangs zwischen der felsigen Mauer und der steinernen Brustwehr, als Ryan noch einige Fuß darunter war. Es war Pound. Ryan hatte ihn auf der Straße in Melmerbridge gesehen, als er aus der Kirche kam. Bound war aus einem Wirtshaus herausgetaumelt und hatte ihn am Arm ergriffen, worauf Ryan ihn mit dem geflüsterten Versprechen, ihn am Abend nach Verabredung zu treffen, abgeschüttelt und den unliebsamen Vorfall seinen Begleiterinnen durch irgend eine schnell er= fundene Lüge erklärt batte. So war Pound bereits auf dem Wege nach Gateby in betrunkenem Zustande. Dies war deutlich aus seiner Stellung, wie er den Durchgang versperrte, aus dem heiseren Gelächter, das von der Klippe widerhallte, und aus dem lärmenden, spottenden Ton, mit dem er seinen einftmaligen Führer begrüßte, zu erkennen. Willkommen! Freut mich, Euch zu sehen! Aber wer würde gedacht haben, daß Ihr beffer als Euer Wort wäret? Besser, sage ich besser als Euer heiliges Wort!" - „ Macht Play!" schrie Ryan, zwanzig Schritte unter ihm. Bound grinfte wie ein Sathr auf ihn herunter. Seine massigen Arme waren fest auf seiner Brust gefreitzt. Sein glattes Gesicht fah geradezu fürchterlich aus, als er dort stand und grinsend auf ihn niedersay. Bischend kami seine Antwort: " Plazz machen?- Ich will mein Geld haben! Ich will meinen Anteil von dem Fang haben, und das auf der Stelle! Hört Ihr? Jezt, sofort!" " Ich habe nichts bei mir," antwortete Ryan." Betrunkener Hund, macht Plaz." Die zwanzig Schritte hatten sich auf zehn vermindert. " Nichts bei Euch?" spottete Pound, auf die Erde spuckend. ,, Ach, ich weiß, Ihr tragt Euer Nichts um Euren Hals, alter Mann! Und ich will jezt oder nie meinen Teil haben!" Sie waren fast auf Armeslänge voreinander. " Niemals also!" rief Ryan, halb einen Revolver hervor ziehend. Wie ein Blig lösten sich Pounds Arme, und gerade von der Schulter aus schoß er los. Ein Feuerschein, von einem lauten Knall gefolgt, blikte auf. Dünne Wolken weißen Rauches hingen in der bewegungslosen Luft. Aus ihrer Mitte heraus flang ein tiefes Stöhnen und der Schall einer schweren, fallenden Masse. Bound stand allein, die rauchende Pistole in seiner Hand. Während einer ganzen Zeit stand er ebenso rubig, wie Ryan bewegungslos dalag. ,, Einen Rud später", murmelte er zulegt. und ich würde dort gelegen und er hier gestanden haben. So wie es iezt ist, denke ich, daß er doch der Hereingefallene ift!" Er steckte den Revolver wieder in seine Tasche und stand da, sein Werk betrachtend. Der Anblick ernüchterte ihn vollständig; bis zu einem gewissen Grade erschreckte er ihn. Bon ben anderen Empfindungen, die einen Mörder beim ersten Mal heimsuchen mögen, hatte Jean Pound einfach keine. Nun zuerst die Scheine. Er kniete neben seinem Opfer nieder, indem er es vorfichtig ansah. Der Getroffene lag auf dem Rüden ausgeftredt quer über dem Wege. Rock und Weste waren, jedenfalls beim Laufen, aufgerissen, und das weiße Hemd zeigte einen dunklen Fled, der jeden Augenblick an Ausdehnung zunahm. Bound fragte fich, ob er wohl das Herz getroffen habe. Das zurückgeworfene Gesicht mit den geschlossenen Augenfibern und dem geöffneten Mund war naß von Schweiß und ' bem leisen Regen. Als Pound seine Hand einen balben Soll über den Mund hielt, bemerkte er, daß Ryan noch leise atmete. „ Sein legtes Röcheln", dachte er, ohne ein Bedauern zu fühlen. Blut floß aus einer Kopfwunde, die der Erschossene beim Fallen fich zugezogen hatte, aber das entging der Beachtung des Mörders. Was ihm auffiel, war, daß die Arme gerade an den Seiten herunter lagen und daß die rechte Hand einen Revolver hielt. Bei diesem Anblid sprang Jean Pound mit einem erregten Ausruf auf die Füße. Er zog seinen eigenen Revolver wieder hervor, um sich zu überzeugen, daß er sich nicht geirrt hatte. Nein! Die Pistolen waren in jeder Eigentümlichkeit gleich. Das glatte, plumpe Geficht glänzte vor teuflischer Freude. Er zeigte mit einem Finger, der jetzt vor Erregung zitterte, auf die Bistole in der leblosen Hand, dann befühlte er bedeutungsvoll ben Lauf seiner eigenen. „ Selbstmorder", flüsterte er, Selbstmorder!" Er wieder bolte das Wort so oft, bis er glaubte, feine volle Wichtigkeit begriffen zu haben. Dann Iniete er wieber nieber und beugte sich über den zu Boden gestredten Ryan mit der vertrauensesenses cha.M. Nr. 17 bonnementspr fin's baus gebrach Bratisbeilagen Oberheinische 3 Gartenbau, sow Das Blatt er für S In einer arus, daß der das Todesurte Tag" framt unpassend gew Staatshilfe fo wiedergeben. Leiche zu galva zu helfen, nicht Obwohl na nicht mehr zu Leder Appellati Herr Profeffor W moderne Kapitali los erscheint", fo zuwerfen: Jit de mirklich so beczn Wir fönner egung des T beaupten, zu ein leeine Veranlai ondern wirtsch Politifd nich, aus den S Die Parteien tr Draft genug zu mit diesem müffen also wob Sandwerferstand rigne Rüdfidht micht ganz zu Run aber auß riffes Vertra sprechen, war diiesen Stand Wirtsch und wirtschaft Morn werfen, Statistik hin, zurückgeht geg Das mag it Thatsache d illac zu sein. ine große Anz fönnen, daß d bildung in jed auch als Mei In Nr. 175. Oberhessische Familienzeitung. bollen Miene eines glücklichen Mannes, der auf dem Punkte stebt, einen Schab zu beben. Langsam und vorsichtig öffnete er die Knöpfe an Ryans Hemd, er kam iezt mit dem Blut in Berührung und mußte neue Flecke vermeiden. Er wollte nur nehmen, was er wünschte, ohne eine Spur zurück zu lassen, dann Ryans Pistole abschießen und sich davon machen. Also nun- die Scheine! Die Brust war schon in Blut gebadet- aber Bound sah sofort den Gegenstand seines Suchens, und sein böses Herz hüpfte vor Frende. Aber der kleine Sad von geölter Leinewand war klein unerwartet klein- unglaublich klein sogar! Abe gab Banknoten für enorme Summen, und ein Bankvar auch zwei oder drei, konnten sich leicht so klein zusammenta lassen. Pounds unwissendem Verstand schien es ganz natürlich, daß Sundown. der unvergleichlich kluge Sundown, sein unrecht crworbenes Geld in gutes, leicht zu transportierendes Papiergeld zu irgend einer Zeit, an irgend einem Ort eingewechselt habe. Geschickt schnitt Bound mit der scharfen. breiten Schneide seines Messers die an dem Säckchen befestigten Bänder ab und ergriff ihn am äußersten Ende. Er war ganz mit Blut befleckt, welches er bedächtig an Ryans Rockfutter abwischte, ebenso wie seine eigenen Finger. Er wußte wohl, daß Banknoten nicht mit Blut befleckt sein durften. Aber wie leicht wog der Beutel in der flachen Hand, als wenn er überhaupt nichts enthielt! Doch nach seiner Form mußte etwas darin sein. Bound erhob sich, um nachzusehen; jein Vertrauen sanf, seine Kniee schlotterten vor Schrecken. Er ging unsicher bis an die Brustwehr. setzte sich nieder und trennte den kleinen Sack mit solcher plumpen Haft auf, daß er sich in den Finger schnitt. Jean Bound saß wie zu Stein erstarrt. In seiner linfen Hand hielt er noch das Messer und das Säckchen, die rechte war leer, denn der Inhalt, eine Locke blonden Haares, war auf die Erde gefallen. ind Jean Pounds Geficht zeigte eine unaussprechliche, grenzenlose Enttäuschung, plöglich sah er auf, und seine Miene verwandelte sich in eine Grimasse sprachlosen Schredens. Die Mündung des anderen Revolvers war auf ihn gerichtet. Durch die in seine Lunge eingedrungene Kugel heftig blutend und betäubt durch den Fall auf seinen Kopf, hatte Ryan seine Besinnung gerade in dem Augenblick, als Pound den kleinen Sack aufriß, wiedererlangt; er hatte Seit, über das nun Folgende matt lächelnd, seinen Vorteil zu berechnen. Ryan sprach ießt nicht. Das schwache Lächeln war aus seinem Gesicht geschwunden; in dem unerbittlichen Blick las der geächtete Glende, auf der niedrigen Brustwehr figend, sein Todesurteil. Ein Schweigen von wenigen Augenblicken! Pound ver= fuchte, seine Zunge zu gebrauchen, aber sie war wie gelähmt. Dann erklang das Echo eines scharfen zweiten Pistolenschusses von der Klippe, und als der weiße Dampf ſich verzog, war die Brustwehr leer- Jean Bound war verschwunden. Nyan hatte seinen Vorteil wahrgenommen. Dann fiel er zurück, die Pistole entglitt seiner Hand. Wieder verlor er die Besinnung, aber diesmal kam er bald wieder halb zu sich, und die Ereignisse der letzten Minuten und Stunden verwirrten sich in einer Art Delirium. Das, was in dem Augenblick, als seine Sinne ihn verließen, passiert war, stand ihm am Klarsten und allem voran in Erinnerung! Der Schurfe", stöhnte er schwach. Er ließ mir teine Wahl. Er hat mich getötet! Ich verblute mich zu Tode, und keine Seele ist da, mir beizustehen!" " Und doch hatte er sich noch soeben klar gemacht, daß sein Leben wertlos set, und sogar daran gedacht, es mit eigener Hand zu enden; auch davon kam iezt eine dunkle Erinnerung über ihn. Warum fümmert es mich? Wem bin ich irgendwie nütlich? Welches Recht babe ich, noch länger zu leben? Ich bin bereit! Tag und Nacht habe ich dem Tode ins Auge gefehen, und nicht unisonst. Und ist mein Leben nicht froh Seite 2. -- Ich habe immer und wild gewesen, und lang genug? gewünscht, im Busch zu sterben, und so kommt es.- Aber halt! ich wollte nicht von einem Gefährten erschossen werden - das wollte ich nicht. Ein Gefährte, ein Verräter! Was sollen wir mit ihm anfangen?" Sein Geist hatte ihn in die alte Heimat fortgetragen. Ein seltsames Lächeln huschte über Ryans Gesicht, als Antwort auf seine eigene Frage. Er richtete sich halb auf, stützte sich auf seinen Ellbogen und sab nach der Stelle, wo Bound zulest gesessen hatte. Die Bildung der Brustwehr schien ihn zu verwirren. Das war nicht wie im Busch. „ Er war immer der Schlimmste von uns, dieser Jean Bound", phantafierte er weiter. Der Schlimmste eines schlimmen Haufens. Alle diese Ermordungen waren sein Werk. So warfen wir ihn zuletzt über Bord. Und nun mußte er zurückkommen und mich ermorden. Laßt es gut sein, Jean Pound"- mit einem plößlichen Anstrich grimmigen Humors wir werden uns bald wiedertreffen. Meine Rache werde ich bis dahin aufheben, alter Sobn." Während dieser ganzen Zeit war Ryans Gehirn in einem Zustande des Dämmerns. Jezt lag er ruhig da und fing wieder an zu vergessen. Aber er fonnte seine Augen von der Stelle, wo Vound verschwunden war, nicht losreißen. Nach einem fruchtlosen Versuch, aufzustehen, troch er bis zur Brustwehr, richtete sich halb auf und beugte sich hinüber, nach unten sehend. Nichts war zu erblicken als die Spißen der Farnbüsche; nichts war zu hören, denn die Farne schlieten in der stillen, schweren Luft und der Sommerregen machte keinen Lärm. Er hob seinen Kopf empor, die Luft war nicht so klar wie am Morgen, die leichentuchähnliche Wolfe schwarzen Rauches. welche die entfernte Stadt bedeckte, war jetzt unsichtbar. Der Horizont schien viel näher, neblig und undeutlich; und seine Augen waren trübe, wie sie noch nie gewesen waren. Die Linie weißen Rauches, die träge durch das ruhige Land kroch, war am deutlichsten zu sehen, und der Klang einer Gloce, wahrscheinlich von einer Sonntagsschule berrührend, war der einzige Ton, der sein Ohr erreichte. Doch fühlte er undeutlich, daß ihm das, was er sah, nicht ganz unbekannt sei, und kämpfte, das zurückkehrende Bewußtsein schnell wieder zu erlangen. Aber er war gänzlich erschöpft und fiel auf den Weg zurück. Dann bemerkte er, daß die Brustwehr an der Stelle, wo er gelegen hatte. mit Blut überströmt war. Konnte der Schurke Pound in so kurzer Zeit derartig geblutet haben? Und wie seltsam, daß er, Ryan, das Blut nicht bemerkt hatte, als er sich hinüberbog! Nein, halt! Es war sein eigenes Blut. - Er war erschossen, er war sterbend, verblutete sich- allein von aller Welt entfernt! Ein leises Stöhnen, eine Art Seufzer entfuhr ihm. Er lag einen Augenblick ruhig. Dann erhob er sich mit nochmaliger Anstrengung und sab sich um. Das erste, was er nahe bei sich entdeckte, war jene verhängnisvolle Locke hellblonden Haares. Wie ein Bliz durchfuhr es ihn, und sein Geift war plöglich flar. Nun erinnerte er sich an alles, wie Bound seine geliebte Locke in der Hand gehalten hatte, was allein schon hinreichender Grund war, ihn auf der Stelle niederzuschießen, und wie er auf dem Wege gewesen war, um Hülfe- Hülfe für Alice Bristo zu holen. Er drückte die weiche Locke leidenschaftlich an seine Lippen, dann wand er sie feft unt feine Finger. Schwach und blutend. sprang er doch auf seine Füße. Neue Kraft tam über ihn, neues Leben durch trömte den erschlafften Körper, neues Put die sich entleerenden Adern. Er war plößlich ein Titan! Ein rotbraunes Band bezeichnete die Spur seiner babineilenden Schritte. Als er auf der Spike des Melmerbridger Ufers war, die Stadt zu seinen Füßen liegen sah und das Ziel ge= wounen zu haben glaubte, taumelte er plöglich, stolperte und fiel der Länge nach auf die Erde.ind Gorrichung folgt.) ( 31) stat signing. Nr. 175. Kleines Feuilleton. Oberhessische Familienzeitung. die Stelle, wo der Mann den Rasen zertreten, und entfernten sich dann. Ich holte mir Hülfe und begab Ein if im Viktoriapark. mich an Ort und Stelle, machte aber bald die Ent( Berliner Gerichtsszene.) deckung, daß die Angeklagten mich geuzt hatten. Auf Der Viktoriapark ist, wie bekannt, eine der schönsten dem bezeichneten Rasenplatz fand ich nur die Statue Lungen" Berlins und wird von Erholungsbedürftigen des Dichters Schenkendorff vor, die immer dort steht. selbst dem nach Dahlem verlegten Botanischen Garten Die Figur hält etwas in der Hand, was wohl ein vorgezogen. Der Viktoriapark, der noch nicht nach Stück Papier vorstellen soll, und wo„ Schenkendorff" Dahlem verlegt wurde, bildet daher den Stolz der drauf steht. Natürlich merkte ich jetzt sofort, daß die städtischen Verwaltung, die in ihrer Fürsorge für dieses ganze Sache auf eine gewöhnliche Uzerei hinauslief. Schmuckstück am südwestlichen Ende der Stadt auch für Ich traf die Angeklagten einige Tage später wieder eine angemessene monumentale Ausschmückung An- auf der Straße und ließ auf der Wache ihre Persönlust- lichkeiten feststellen. lagen Sorge trug. Wer heute im Viktoria wandelt, bleibt überrascht stehen, wenn ihm einer Vorsitzender: Haben Sie noch etwas zu Ihrer Biegung des vielfach verschlungenen Weges plöglich, wie Verteidigung anzuführen? aus dem Boden gewachsen, einer der Sänger aus den Angeklagter P.: Et war schon duster und Befreiungskriegen gegenüber steht. So stoßen wir hier wir sind beede kurzsichtig. Da is een Versehen doch auf Körner, Arndt, auch Uhland, Kleist und andere leicht möjlich. Jak bitte um Freisprechung. deutsche Dichter. Das Gericht hält unter Verwerfung des Einspruchs Ernst P. und Paul K., zwei junge Männer ohne das Strafmandat aufrecht. besonderen Beruf", standen eines Morgens es war Mitte Mai vor dem Standbild des Dichters Mar* Die List des betrogenen Ehemannes. In Luzern v. Schenkendorff und hielten sich den Bauch vor Lachen. weilte ein Rechtsanwalt mit seiner schönen Frau. Ein Was die Heiterkeit der jungen Leute in so hohem eleganter Russe- wie verlautet, ein sehr hoher BeGrade erregte, mag hier unerörtert bleiben. Vielleicht amter aus Petersburg- der die Schweiz bereiste und war es die Pergamentrolle, die der etwas abseits vom sich nur von landwirtschaftlichen Reizen entzücken ließ, Wege im Gebüsch stehende Dichter in der Hand hält verliebte sich in die junge Frau Rechtsanwalt und und auf der man wie auf einer Visitenkarte oder machte ihr in eleganter Weise die Cour. Ja, die dergleichen in großen Buchstaben den Namen Schenken- Chronique scandaleuse will wissen, daß er den Gegendorff" liest. stand seine Verehrung nicht erst in Luzern fennen geDann flüsterte P. dem K. etwas leise ins Ohr. lernt, daß das aparte Verhältnis schon längere Zeit Es handelte sich um einen kleinen Ulk, der auch zur bestanden habe, und der Russe dem fremden TouristenAusführung gelangte, den beiden jungen Leuten aber paar an den Vierwaldstätter See nachgefolgt sei. ein Strafmandat wegen groben Unfugs einbrachte. Liaison der junger Frau wurde bald offenkundig; der Gegen dieses Strafmandat erhoben P. und K. Ein- Ehemann hörte davon und faßte den Entschluß, sich spruch. Gewißheit über die Untreue seiner Gattin zu verschaffen. Vorsitzender: Sie sollen sich hier verantworten, weil Es war ihm gemeldet worden, daß die beiden Liebenden Sie einen Beamten, den Schußmann St., in ganz mut- regelmäßig auf einem Dampfer zusammentrafen und williger Weise genasführt haben. Sie wissen, worum gemeinsamme Ausflüge unternahmen. Er schüßte eine es sich handelt. Sie veranlaßten den Beamten, sich in kleine Reise vor; um das Paar in Sicherheit zu bringen, den Viktoriapark zu begeben, um ein Individuum zu berkleidete er sich als Kellner, suchte und fand Beverhaften, das nach Ihrer Angabe auf den Rasenflächen schäftigung auf eben jenem Dampfer. Schon bei der herumstehen sollte und auch trotz erfolgter Aufforderung ersten Fahrt, die er machte, stellte sich seine Gattin als nicht heruntergegangen sei. Der Schußmann konnte Passagier ein, der Russe folgte nach. Als der Pseudoaber nur feststellen, daß er das Opfer eines unziem- Stellner einmal seiner Frau den Kaffee auf Deck brachte, lichen Scherzes geworden war. Wollen Sie den Ein- wo sie in einem lauschigen Winkel hinter einem Windspruch nicht lieber fallen lassen und offen Farbe be- schirm saß, überraschte er die Beiden in einer so zärtkennen? lichen Stellung, daß ein Zweifel ihrer Intimität nicht Da die Angeklagten davon nichts wissen wollen, länger obwalten fonnte. Der Ehemann machte nun wird der Zeuge, Schutzmann St., vernommen. zwar feinen öffentlichen Skandal, er gab sich aber zu Zeuge St. Ich ging am 14. Mai gegen erkennen. Der Russe kehrte später nach seinem Hotel 8 Uhr Abends die Kreuzbergstraße entlang, als die in Luzern zurück. Als der Ehemann ihn dort aufsuchte, beiden Angeklagten an mich herantraten und mich er- um sich mit ihm ins Reine zu setzen, fand er ihn als suchten, doch rasch in den Viktoriapark zu gehen. Dort Leiche vor. Er hatte sich vergifter. stehe Giner fortwährend auf dem Rasen herum und* Der Herr Stationsvorsteher badet!" Unter dieser gehe absolut nicht herunter. Die Anlagen seien dem Spizmarke erzählt die" Neurupp. 3tg.": Eine föstliche Schuße des Publikums empfohlen. Deshalb", meinte Scene spielte fich jüngstens auf einer unserer Kleinder Eine, fühlen wir uns verpflichtet", Ihnen dies bahnen ab. Der Vorsteher einer Station derselben mitzuteilen. Leider ist es uns nicht gelungen, den fühlte das Bedürfnis nach einem fühlen Bade. Um frechen Kerl zum Verlassen des Rasenplatzes zu bewegen. Dieses Bedürfnis zu befriedigen wanderte er wohl Er blieb ganz ruhig stehen, ohne eine Miene zu ber- gemut zum Dorfe hinaus und sprang, nachdem er sich ziehen. Ich gab mich für einen Geheimen aus und entkleidet, mit einem fühnen Saz in die Fluten des forderte ihn auf, sich wenigstens zu legitimieren, wenn Stromes." Dem Glücklichen schlägt keine Stunde!" er sich schon für berechtigt hielte, das Verbot zu über- und er empfand es wirklich als ein Glück, der Herr treten. Ich sah dann, daß der Mann eine große Stationsgewaltige so in dem Wasser herumzuplätschern. Visitenkarte herauszog, wonach ec Schenkendorff heißt, Da fieht er plöglich, o Schred, in weiter Ferne Dampf wenn ich recht gesehen habe. Er ging aber auch jetzt aufsteigen; gleich darauf braust auch schon- höchst nicht herunter und da gegen den großen und starken unwillkommen der Abendzug heran. In seinem Mann schwerlich ohne Gewalt etwas auszurichten ist, Wonnegefühl hatte der Herr Stationsbeamte sein Bad melden wir Ihnen den Vorfall zur weiteren Veran zu lange ausgedehnt. Was thun?-- Er winft laffung. Die beiden Angeklagten beschrieben mir noch und ruft so lange, bis der Zugführer die aus den THE In der Nähe mit Ungeduld wart m Gelegenheit ge Holonig, der in Bo Fularenuniform, e faum einmal lo mit ihm Maria, die geführt von ihre Gritaunen auf& Geficht. Sie fam coffizier und fie, Serrn garnicht rahm ihr den S Maria fab Jahre zählen m 5 Sie war f nub wenn er no in junger Herr, tod, mie fie fich Ach, und fie bar! Sie lächelte hunderte fich heim ch bon ihrem Gel Night fortreiben lie Seite 3. Blöglich leuch wurde ihr vorge Lwinnenden Ausd War es Das Dicie blieb fi Tab raich. Wie? 176 blidte fie; u unb er denn an , der mir eniremide, 314 Derzog tout ni