Nr. 227. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1 50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Dienstag, den 30. September 1902. 11. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Gießener THE Postzeitungsliste No. 3082. Redaktion und Erbedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluk Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreiſe Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'ſche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Der 3. deutige Handwerks- und Gewerbefammertag. ( Von unserem Spezialberichterstatter.) ( Unbefugter Nachdruck verboten.) Leipzig, 27. Septbr. 2. Verhandlungstag. = Die Verhandlungen wurden früh nach 9 Uhr bei Punkt 6 der Tagesordnung wieder aufgenommen. Ueber das Thema:„ Meistertitel und Lehrlings anleitung" referierten die Herren Lampe- Harburg a. E. und Dr. Bandelin- Posen. Aus diesen Ausführungen verdient besonders hervorgehoben zu werden, daß die zur Zeit bestehende Möglichkeit, schon durch 5jähriges Innehaben eines Gewerbetriebes ohne per sönliche Ausübung als nicht den berechtigten Forder ungen der wirtschaftlichen Praxis entsprechend bezeichnet wurde. Es sei daher eine Bestimmung durch Abänderung des§ 129 notwendig, daß nur der geprüfte Meister Lehrlinge halten und anleiten solle. Im Namen der 8 bayrischen Kammern sprach der stellv. Vorsitzende der Regensburger Kammer, Herr Pfluger seine Zustimmung aus. Herr Abg. Euler verbeitete sich hier anknüpfend über die Vorgeschichte des Gesetzes, worauf die vorgeschlagene Resolution zur Annahme gelangte, lautend: 1) Die mit der Handwerkernovelle von 26. Juli 1897 angestrebte Besserung an der Erziehung und Ausbildung des gewerblichen Nachwuchses wird durch die Bestimmungen des§ 129 und Artikel VII. Absaz 2. der R. G. D. nicht gewährleistet. 2) Eine Aanderung der bezüglichen Bestimm: ungen wird deshalb in der Weise vorgeschlagen, daß a)§ 129 hab 1 R.-G.-O. lauten soll: In Handwerksbetrieben steht die Befugnis zum Halten und zur Anleitung von Lehrlingen nur denjenigen Personen zu, welche das 24. Lebensjahr vollendet haben und in dem Gewerbe oder in dem Zweige des Gewerbes, in welchem die Anleitung der Lehrlinge erfolgen soll, die Berechtigung zur Führung des Meistertitels haben", b) Artikel VII R.-G.-O. lauten soll:„ Die Bestimmung des§ 129 Absatz 1 in der neuen Fassung tritt erst mit dem 1. April 1906 in Kraft. Bis dahin steht die Befugnis zum Anleiten von Lehrlingen in Handwerksbetrieben auch denjenigen Personen zu, welche das 24. Lebensjahr vollendet 18] Entlarvt. Roman von Moriz Lilie. ( Nachbruck verboten.) Der junge Ehemann schrieb die Schweigsamkeit und scheinbare Verstimmung seiner Gattin der plöglichen Trennung vom Vater und der gewohnten Umgebung zu. Er faßte zärtlich Ernas Hand, aber es entging ihm nicht, daß dieselbe leise zitterte. Dann schlug er den Schleier von dem Antlige seiner Frau zurück. Bleiche, entstellte Züge starrten ihm entgegen, müde und glanzlos blickte ihr sonst so schönes Auge, und die einst frischen, Tofigen Wangen erschienen schlaff und welt. Entsett bog sich der junge Mann zurück. " Du bist frant, Erna", sagte er hastig und angstvoll." In einer Biertelstunde muß der Zug halten, dann steigen wir aus und lassen einen Arzt rufen. Mein Kammerdiener und Deine Bofe sollen für unser Gepäck sorgen." Rasch erhob sich Erna und faßte ihres Gatten Arm. " Lassen Sie uns weiterfahren, Herr von Fries", stieß sie haftig und erregt hervor. Ich bin nicht frant und bedarf feines Arztes." " Herr von Fries?" wiederholte der junge Mann im Tone höchsten Erstaunens. Bin ich denn für Dich nicht Alfred, Dein Gemahl? Du bist mir seit der Stunde, wo wir den Traualtar berließen, ein ungelöstes Rätsel, Erna. Dein Aussehen, Dein Benehmen ist seit jenem Augenblick ein anderes geworden, und jezt nennst Du mich sogar Herr von Fries und redest mich mit Sie an, während doch zwischen Mann und Frau das vertrauliche Du herrschen sollte? Willst Du mir über alle diese geheimnisbollen Sonderbarkeiten nicht endlich Aufschluß geben." Seine Stimme flang sanft und weich; er hoffte durch Güte und Milde seinen Zweck leichter zu erreichen, als durch Ernst und Härte. Da war es, als wenn plößlich der Damm gebrochen wäre, welcher den Ausbruch ihrer Gefühle bisher noch verhindert hatte; ein Thränenstrom brach sich aus Ernas Augen unaufhaltsam Bahn und brachte dem übervollen Herzen der jungen bedauernswerten Frau Erleichterung, Beruhigung. Fries beugte sich zu ihr hinüber, und seine sanften, blauen Augen ruhten mit tiefernſtem Ausdruck auf ihr. " Deine Seele ist frant, nicht Dein Körper", sagte er im Tone warmer Teilnahme. Ist dieses Leiden vielleicht über Dich getommen, als Du am Altar das entscheidende Ja gesprochen?" Bielleicht", lispelte die Gefragte kaum hörbar. und in dem Gewerbe oder in dem Zweige des Gewerbes, in welchem die Anleitung der Lehrlinge erfolgen soll, entweder mindestens eine dreijährige, oder falls sie am 1. April 1901 das 17. Lebensjahr vollendet hatten, mindestens eine zweijährige Lehrzeit zurückgelegt und die Gesellenprüfung bestanden oder fünf Jahre hindurch persönlich das Handwerk selbst= ständig ausgeübt haben oder als Werkmeister oder in ähnlicher Stellung thätig gewesen sind." Ueber Punkt 7: Mittel zur Förderung des Handwerks erstatteten die Herren Dr. Hampte- Hamburg und Sefr. Korthaus- Osnabrück Bericht. Ersterer erkärte, daß die Kammern auf wirtschaftlichem Gebiete bisher noch nicht allzu viel haben leisten können, weil ihnen nur geringe Mittel zur Verfügung stehen. Die staatliche Gewerbeförderungsaktion in Oesterreich sei hier auf einmal durch den im letzten Frühjahre vom preußischen Abgeordnetenhause angenommenen Antrag Guler, Trimborn und Genossen populär geworden. Er habe eigentlich nichts Neues gebracht, namentlich nicht für Süddeutschland, bedeute aber in seiner systematischen Darstellung der Mittel zur wirtschaftlichen Hebung des Handwerks einen Fortschritt. Nach diesen Darlegungen mehr prinzipieller Natur ging der Korreferent auf die technische Seite der Frage ein und empfahl auch für unsere Verhältnisse das in Oesterreich angenommene Prinzip der Dezentralisation auf diesem Gebiete. Sefr. Lippert- Staffel befürwortete einen Antrag seiner Kammer, das gewerbliche Fortbildungsschulwesen in den kleineren Städten und auf dem Lande auszudehnen und in geeigneter Weise auch für Unterricht in Fachkunde und Handwerkergesetzgebung zu sorgen, und Vorsitzender Woytt- Saarbrücken einen Antrag, die Regierungen um ausreichende Zuschüsse für die von den Kammern zu veranstaltenden Meisterkurse zu ersuchen, und Sefr. Schröder- Wiesbaden einen Antrag, daß im preußischen Ministerium für Handel und Gewerbe( und entsprechend je nach Ansicht der Kammern auch in den übrigen Bundesstaaten) eine besondere Abteilung für das Handwerk gebildet werde, welcher einige( etwa 5) erfahrene und intelligente Handwerksmeister als Beirat beigeordnet werden. Zu diesen Anträgen bemerkte Sekc. Dr. Schaible- Stuttgart, daß in Württemberg schon vieles bestehe, was darin und in der vorgelegten Resolution gewünscht werde. Auch Vertreter von Baden und Hessen stimmten ein berechtigtes Loblied auf ihre heimischen Verhältnisse in dieser Bezichung an, während einige norddeutsche Vertreter leider Ueber Alfreds Gesicht flog ein Schatten; das hatte seine aufopfernde Liebe und Hingebung nicht verdient. Vielleicht, sagst Du", wiederholte er mit schmerzlich bebender Stimme. So bereuest Du also Deine Verbindung mit mir?" Grna schwieg, aber das Herz drohte ihr zu zerspringen. „ Es wäre besser für uns beide, wenn wir uns nie gesehen hätten!" sagte sie tonlos, und wiederum schlug sie beide Hände vor das Gesicht. Du liebst mich nicht, ich weiß es", versezte Alfred in tief= traurigen Tone. Aber ich hoffte, Du würdest mich wenigstens nicht von Dir stoßen. Dann durfte ich auch die Zuversicht hegen, die Zeit werde versöhnend und ausgleichend wirken und endlich doch, wenn nicht Deine Liebe, so doch Deine Zuneigung erwerben. Aber auch dies scheint nur ein frommer Wunsch zu bleiben." ihren Arm auf seine Schulter legte. Er wandte sich mit feuchten Augen ab, während Erna hastig " Herr von Fries- Alfred, urteilen Sie nicht so hart über mich, aber ich fann, ich darf mich nicht aussprechen", stieß fie ich nicht weiß, wie ich Ihnen danken soll, und doch hätte ich rasch hervor. Sie sind so gut, so rücksichtsvoll gegen mich, daß Ihnen nicht zum Altar folgen, Ihnen nicht die Hand zum ehelichen Bunde reichen dürfen." Langsam schüttelte der junge Mann das Haupt. " Das verstehe, wer es vermag, ich kann es nicht!" sagte er mit einem leisen Seufzer. Mit klaren, hellen Augen und vergnügten Mienen verließest Du die Tafel, um Deine Reisekleider anzulegen. Bleich, matt und gebrochen, verstörten Antliges sah ich Dich wieder. Was ist in dieser furzen Zeit geschehen, daß ich alle meine Hoffnungen zertrümmert sehen muß?" " Sie sollen alles erfahren, Alfred; nur jezt dringen Sie nicht" in mich", flehte die junge Frau in rührendem Tone. ich zwischen Ihnen und mir auftürmte, und es wird der glück Vielleicht schon sehr bald kann ich Ihnen sagen, welches Hindernis lichste Tag meines Lebens sein, wenn es mir vergönnt sein wird, zu Ihnen sagen zu können: Alfred die Schranke ist gefallen, fein Geheimnis walte ferner zwischen uns. Bis dahin aber Lassen Sie uns jeder seinen eigenen Weg gehen, lassen Sie uns Bruder und Schwester sein, bis sich das Dunkel zu erhellen beginnt, welches unsere Zukunft verhüllt.". Alfred sah ein, daß sich seine Gattin in einer so furchtbaren Gemütserregung befand, daß er nicht weiter in fie dringen durfte, wenn er ihre Gesundheit nicht ernstlich gefährden wollte. Er beschloß daher nachzugeben und das Weitere dem beruhigenden Einflusse der Zeit zu überlassen. Er hätte ohnehin nicht hart gegen das heißgeliebte Wesen sein können. das Gegenteil betonen mußten. Man einigte sich schließlich dahin, die Anträge mit Annahme der nachstehenden Resolution als erledigt zu betrachten: Zu Punkt 7 der Tagesordnung: " Der 3. Deutsche Handwerks- und Gewerbe, fammertag zu Leipzig ist der Ansicht, daß durch das neue Handwerkerorganisationsgesetz vom 26. Juli 1897 allein eine wirtschaftliche Hebung des Handwerks in genügender Weise nicht erreicht werden fann. Der 3. deutsche Handwerks- und Gewerbefammertag begrüßt daher die im preußischen Abgeordnetenhaus auf Anregung' der Herren Trimborn und Genossen am 4. Juni 1902 en bloc angenommene Resolution mit Freude und hofft, daß die preußische Regierung recht bald mit genügenden Mitteln die geplante Aktion zur Förderung des Handwerks ins Werk setzen möge. Da aber nicht nur das preußische Handwerk, sondern das gesamte deutsche Handwerk sich in einer wirtschaftlichen Notlage befindet, so richtet der 3. Deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag an alle deutschen Bundesregierungen das dringende Ersuchen, Mittel in ausreichendem Maße zur wirtschaftlichen Hebung des Handwerks, insbesondere zur Errichtung bon Meisterkursen zur weiteren Ausbildung von Handwerksmeistern, zur Veranstaltung von Ausstellungen mustergiltiger Maschinen und Werkzeuge, zur Errichtung gewerblicher Auskunftsstellen, zur Anregung und Bildung von Kredit-, Rohstoff, Werk- und Magazin- Genossenschaften usw. zur Verfügung zu stellen." Es folgte nun als Punkt 8a die Anerkennung der Prüfungszeugnisse der Fach- und Ge werbeschulen ein Antrag der Kammer Weimar: „ Der Deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag wolle dahin wirken, daß eine einheitliche Regelung im Meisterprüfungswesen insofern herbeigeführt werden möge, als den mit genügendem Prädikat versehenen Abgangszeugnissen von Fach- und Gewerbeschulen, welche in ihrem eigenen Kammerbezicke oder Staate von der nochmaligen theoretischen Prüfung oder eines Teiles derselben, entbinden, auch die Anerkennung in anderen Bundesstaaten nicht versagt wird, so daß also Abgangszeugnisse dieser Art im ganzen deutschen Reiche gleiche Rechte genießen". Der Antrag, der namentlich auf die Baugewerkschulen hinzielt, wurde dem Ausschuß zur Erledigung überwiesen. Stumm reichte er Erna zum Zeichen des Einverständnisses die Hand. Ein unendlich dankbarer Blick aus den Augen der jungen Frau lohnte seine zarte Rücksichtnahme. XVI. Neue Qualen. Nur einige Tage blieb das junge Ehepaar in der geräuschvollen Hauptstadt, dann reisten sie nach Schloß Radomiz, der Besizung des Herrn von Fries ab. Beiden war in ihrer gebrüdten Stimmung das fröhliche, rasch pulsierende Leben der heiteren Kaiserstadt und ihrer lebenslustigen Bewohner zuwider; ste sehnten sich nach ländlicher Ruhe und Abgeschiedenheit. Im mildesten, fruchtbarsten Teile Böhmens lag die Herrschaft Radomig, eine reiche, einträgliche Besizung. Auf einer wohlgepflegten mit Ahornbäumen und Ebereschen befeßten Straße fuhren sie, nachdem sie die lezte Bahnstation erreicht hatten, dahin, und die prächtigen, mutigen Roffe griffen rascher aus, ohne daß es der Anwendung der Beitsche bedurft hätte. Bald war in der Ferne ein schöner, ausgedehnter Park sichtbar, über welchem sich die Türme eines Schlosses erhoben. Das ist Schloß Radomiß, dessen Herrin Du fünftig sein wirft" sagte Herr von Fries mit freundlichem Lächeln. Böllerschüsse ertönten, Musif wurde hörbar, und hinter einem Gehölz trat iegt die Schuljugend in festlichen Kleidern mit der Lehrerschaft an der Spize hervor, um der neuen Gutsherrin und deren Gatten ihre Huldigung darzubringen. Das junge Paar verließ den Wagen und schritt Arm in Arm dem nahen Schlosse zu, das sich jest in seiner ganzen Bracht präsentierte. Es war ein ausgedehnter Bau in elegantem doch von solider Gediegenheit. Renaissancestil, mit Türmen, Erfern und Balkons, zierlich und Ein Ausruf freudigen Erstaunens entschlüpfte Ernas Lippen; das Schloß war eines Fürsten würdig. " Diesen Flügel habe ich für Deine Wohnung bestimmt", erklärte Herr von Fries, mit der Hand auf einen langgestreďten Anbau deutend, der besonders reich mit architektonischen Ver zierungen geschmückt war. An der Freitreppe wurde das junge Baar von der gesamten Dienerschaft empfangen, eine Ansprache wurde gehalten, die Musit intonierte einen passenden Willkommensgruß, und der Gutsherr sprach einige Worte des Dantes. Dann betrat er mit seiner Gattin das Innere des Schlosses. jetzt finden, wenn läßt. wenn terten des serantenzimmers? an. man mir allein übergehaltenen Schmerzes Der leidenschaftlichtte einen Sie sah Doktor Chriſtian ruch eines lange zurückOder verbieten Sie mir auch jest wieder das Beförmlich herausfordernd überwältigenben Eindruck auf Sigien gemacht" gedroeglas ruhige, doch nur noch die Zinsen yard steckt und die Fabrik sie nicht aufbringt. Ja, nicht einmal diese mehr, weil mein Geld in hat, und schließlich gab es hat recht gehandelt, und die Liebe für meinen armen, bewas Euer Haushalt gemeines& rmögens zu verzehren. flagenswerthen Vater fann diesen den Vorwurf zu erhebedoch nicht hindern, gegen ichuld an roerben immer erhebt ihres 9zzerreißender, alten sich immer verzweifelter. in blauen Ringen der Weihrauch. Die Geistlichen Armen der Freunde zu entreißen. Mann, verstört, wahnsinnig, schlägt um sich, versucht es, sich den Welche feltsame, schaurige Stimme! Ein schwarzgekleideter junger Rein, nehmt sie mir nicht, laßt sie mich noch einmal sehen die Fackeln brennen ruhig, aus Räucherpfannen Musit erstickt das Wehtlagen Ich sehe, Du verstehst nicht..." Und Gott lächelte. Sachte zog er ein Buch hervor. theilungen Keine Macht der Welt wird ihr Herabfallen verhindern oder verzögern die Blätter, und eines um eines fällt herab von Stunde zu Stunde. in einem Jahrtausend. Auf jedem Blatt sind vierundzwanzig AbAber jeder Mensch wird von seinem Leben auf einmal so viele Sich," sagte Gott ,,, hier sind so viele Blätter, als es Tage giebt die Stunden; sie Lösen sich von selber los, wie im Herbst mur wollen wird, fönnen. und Jahre abreißen bür leber Fachschulen" im allgemeinen, Punkt 8b, begründete Herr Abg. Euler in längeren Ausführungen eine Resolution, in der es u. a. heißt: Die Ausbildung der Handwerker ist ausschließlich Sache der Meisterschaft, nicht nur in der Werkstatt, sondern auch in Bezug auf ihre Erziehung und ihre theoretische und technische Ausbildung in Fach- und Fortbildungsschulen. Das Recht der Innungen auf Errichtung und Leitung von Fachschulen muß in vollſtem Umfange und mit aller Energie gewahrt werden. Staat und Kommunen sind verpflichtet, Mittel bereit zu stellen, insbesondere für solche Anstalten, in welchen praktisch vorgebildete Handwerker als Fachlehrer sich ausbilden. Gelegentlich der Diskussion kam es zu einem scharfen Meinungsaustausch zwischen dem Vertreter des preußischen Handelsministeriums Herrn Regierungsrat Dr. v. Seefeld und dem Abgeordneten Herrn Euler mit Bezug auf die einige Zeit eingegangene Magdeburger Tischler- Innungsfachschule. Die Ausführungen Eulers zu seinem Antrage wurden von Herrn Kammervorsitzenden Figge- Köln unterstützt, Sekretär Korthaus- Osnabrück ersuchte den Antrag als Material dem Ausschuß als Material zu überweisen, was auch geschah, nachdem PflugerRegensburg die Pflicht der Innungen, das Fachschulwesen zu pflegen, betont hatte. Politische Nachrichten. Berlin, 29. Sept. Der Berliner Polizeipräsident von Windheim wird demnächst als Nachfolger des Grafen von Wedel in das Ministerium des königl. Hauses eintreten. Berlin, 29. Sept. Reichstagspräsident Graf Ballestrem ist heute hier eingetroffen und gedenkt einige Zeit hier zu bleiben. Seine Anwesenheit soll mit der Festsetzung der ersten Sizung nach der Vertagung des Reichstages und der Bestimmung der Tagesordnung zusammenhängen. -Wie dem„ Rheinischen Kurier" aus zuverlässiger Quelle aus Berlin gemeldet wird, werden die BurenGenerale Dewet, Delarey und Botha Mitte Oktober vom Kaiser empfangen werden. - Chemnitz, 29. Sept. Der Auftrieb auf dem hiesigen Schlachthofe war derart stark, daß die Fleischpreise für sämtliche Vichgattungen erheblich zurückgingen. Köln, 29 Sept. Geheimer Regierungsrat Dombaumeister Richard Voigtl ist im Alter von 73 Jahren gestern Nach einer längeren Erholungspause wurden die And 9 ur infolge eines chino geht, ber Bollen Uhr Gehirnschlages gestorben. Sein Verhandlungen bei Punkt 9 fortgesetzt. Die Einführung von Arbeitsbüchern für Gesellen empfahl der Berichterstatter Herr Schleifer- Straßburg in Elsaß mit Hinweis auf französische Verhältnisse. Hierin trat ihm bei der Korreferent Dr. Schwalenberg Dessau, welcher von Seiten der Gewerbekammern durch den Konsulenten Dr. Brehmer- Lübeck Unterstützung fand. Gegen den Antrag sprach sich nur aus Herr KorthausOsnabrück, welcher sich namentlich gegen die dauernde Bindung des Gesellen an das Arbeitsbuch aussprach, worauf ihm entgegengehalten wurde, daß man doch auch von jedem Beamten oder Kaufmann die Führung von Zeugnissen verlange. Das Ergebnis der Erörter ung war die einstimmige Annahme des vereinigten Antrages der referierenden Kammern 2c.: daß auch für volljährige Arbeiter, im Interesse der für die Handwerksmeister wichtigen Kontrolle über die bisherige Beschäftigungszeit und Beschäftigungsart der sich meldenden Gesellen, Arbeitsbücher nach Maßgabe der§§ 107 f. der Gewerbeordnung obligatorisch eingeführt werden. Zur Mitwirkung bei den Arbeiten der Kommission sollen die Innungsverbände hinzugezogen und das Ergebnis dieser Arbeiten dann auf dem nächsten Handwerkskammertage nochmals zur Beschlußfassung vorgelegt werden. Punkt 10: Abänderung des§ 100g der Reichsgewerbeordnung, betr. das Verbot von Preisfestsegungen für Zwangsinnungen, wurde vom Syndikus Grandtke- Frankfurt a. D. als Referent behandelt. Die seitens des Redners gebotene Begründung wurde von Herrn Abg. Jacobsfötter als nur teilweise zutreffend bemängelt. Er bezweifelte weiter den Erfolg des Antrages; sollte derselbe aber zum Beschluß erhoben werden, so sei er bereit unter der Voraussetzung, daß eine Revision der Begründung vorgenommen werde, den Antrag in der Petitionskommission des Reichstags zu vertreten. Sefc. Korthaus- Osnabrück spricht sich aus der Praxis sogar scharf gegen den seiner Ansicht nach undurchführbaren Antrag aus. Nach weiterer Debatte gelangte der Antrag schließlich mit 35 gegen 26 Stimmen zur Annahme. Er hatte folgenden Wortlaut: ,, Die Innung darf ihre Mitglieder in der Festsetzung der Preise ihrer Waren oder Leistungen nur insoweit beschränken und überwachen, als es derselben überlassen ist, für gleichmäßige Waren oder Leistungen, Mindestpreise oder Lohnsäge festzustellen. Derartige Beschlüsse unterliegen der Genehmigung der Aufsichtsbehörde. Die Aufsichtsbehörde kann veranlassen, daß bei Innungen, deren Bezirk sich über mehrere Gemeinden erstreckt, die Festsetzung für jede Gemeinde gesondert erfolgt." dung des Kölner Domes. 5. Bundestag der National- Stenographen Deutschlands am Köln, 29. Sept. Die„ Köln. Vztg." meldet, daß der kommenden Sonntag in Köln zusammentritt. in seinem Schlafzimmer tot aufgefunden. Ueber die näheren Paris, 29. Sept. Emil Zola wurde heute Morgen Umstände seines Todes wird folgendes gemeldet: Emile Zola nebst Battin tehrten gestern Abend aus Geban zurück. Sie His heute worgen bis 9 Uhr die Dienerschaft nicht gerufen waren in guter Stimmung und gingen frühzeitig zur Ruhe. wurde die Thür geöffnet. Bola lag ausgestreckt inmitten des wurde und das Klopfen an die Zimmerthur vergeblich war, 8 mmers. Seine Gattin atmete noch. Die Dienerschaft holte eiligst einen Arzt herbei. Es wurde versucht, Zola durch fünnliche Atmung wieder ins Leben zurückzurufen, aber vergeblich. Die Gattin Rolas liegt schwerkrank darnieder. Auf die an sie gerichteten Fragen konnte Frau Zola Antwort geben. Sie wurde in ein Nebengemach gebracht, wo ihr erst später der Tod ihres Mannes mitgeteilt wurde. Der herbeigerufene Polizei- Kommissar stellte sofort eine Untersuchung an, deren Ergebnis war, daß der Tod durch ausprömendes Kohlengas aus dem verstopten Kamin erfolgt ist. Die Nachricht vom Tode Zolas, welcge Mittags in Paris bekannt wurde, rief ungeheure Aufregung hervor. Aläßlich der Nawetter- Katastrophen auf Sizilien hat der Präfekt das Staatsministerium telegraphisch ersucht, die Steuer- Kontribution zu suspendieren. Staufieute beantragten Verlängerung ihrer Wechsel- Verpflichtungen. Minister Giolitti sandte zur Stillung der ersten Not 2000 Lice, der römische Preß- Verein 1000 Lice. Der Bürgermeister von Rom wird sich an der Sammlung zu Gunsten der Opfer in hervorragender Weise beteiligen. Wailand hat bereits die Initiative dazu eingeleitet. Parteitag der Freisinnigen Volkspartei. Hamburg, 29. Sept. Der Parteitag verhandelte heute über einen Antrag Demmig über die Ausbildung des Fortbildungs- und Fachschulwesens für Handwerker. Der Antrag wird angenommen, nachdem ein Zus saz vo Sachs: Berlin, der die Verlegung der obligatorischen Fortbildungspunden in die Arbeitszeit fordert, als zu speziell uno schematisy bekämpft und zurückgegangen ist. Darauf begründet Fischbeck seinen Ant.ag zur Arbeiterfrage; er will Sicherung der Koalitionsfreiheit, Modernisierung des Gesinderechts, Kinderschuß auch in der Landwirtschaft und Arbeitslosenversicherung durch freie Arbeiterder Schanzenstraße und der Aufstellung einer hübschen Bühne mit sehr geschmackvollen Dekorationen 2c., aud ein wirklich gutes und dezentes Programm geboten wird. Das Personal besteht aus 2 Soubretten( Fr Erna Wolstedt und Lilly Blondin), 1 Humoristen und Blizzdichter( Norbert Stein) 1 Duett( Frl. Else und Helene Belloni) 1 Schnellzeichner und Transparentmale ( Szandor Kline) und 1 Ventrilopnisten( C. H. Walft(?) Man sieht, es wird Vieles geboten werden. C. Au ben Verfte dürften in gehen. D burch ihr fteigerung Streis pfl nur 5 M dem Ort baum e Schon rei die nod find. Di παίδεσι nodimals 0. Aro ben einzeln **„ Das Alte stürzt und Neues wächst aus den Ruinen" dieses albekannte Sprichwort es fann wohl nicht treffende angewandt werden und man wird es selten faum mit so viel Freude ausrufer, wenn man das Verkaufshaus des Herrn Mezgermeister Gustav Kreuder in der Neustadt von früher gekannt hat und der Weg führt einem jekt wieder an der Stelle vorbei. Wie Tag und Nacht! Doch treten wir einmal hinein in den Verkaufsladen: Die beiden - liften dies dorf zur ftelle ift Erledigu find auf Herrn Hi fragen wo ** Au Truppen großen Schaufenster geben dem modern ausgestatteten Raume Azbach- La am Tage eine reiche Fülle von Tageslicht, die Theke mit massivem Mauerwerk mit glasierten Platten in Jugendstil, die Wände samt der Glasdecke, dem Kronleuchter und einigen Spiegeln, wie auch der praktische Fleischhackeklog und dem Eisschrank lassen das Auge mit großem Wohlgefallen, ob dieser Feinheit auf den einzelnen Gegenständen ruhen. Die ganze Ladeneinrichtung hat die Firma L. H. LeoBonnet, und den hausflur gelangt man bequem den futile pold in Gotha geliefert. über den Hof nach hinten zum Schlachtraum; hinter gezeichneten Herr Kreuder ist diesem wieder liegt der Eiskeller. für seine Wurstfabrikation den elektrischen Betrieb einge mit der Zeit auch voran gegangen und so hat er z. B. führt. Nehmen wir alles kurz zusammen, so muß man sagen, es ist alles praktisch und bequem eingerichtet. Herr Architekt viel auf wenig Plaz uutergebracht und Herrn Baumeister Huhn, welcher die Pläne dazu geliefert hat, hat damit Winn, welchem die Ausführung des Planes übertragen worsen, war, kann man nachrühmen, daß er den in hat, ohne dabei mit der Ausschmückung zu geizen. fei diesen Bau sehr schnell und doch solid fertig gestellt ſtatt. Die Möge der Bau, nachdem er nun vollendet, für die, die nährend seit Friedens und des Glückes ſein. darin wohnen werden, allezeit auch eine Stätte des wurden, die Vogelsberg funden, da Fürforge nach, die fampf lang Der Straft und durfte. parteilichen Lich Leute, paßt, und feben. Au Ludwig Papst zu Sprendlingen die evangelische Pfarr** Am 18. September ist dem Pfarrer Ferdinand 24. September dem Pfarrer Heinrich Klingenschmidt zu stelle zu Gräfenhausen, Dekanat Darmstadt und am Romrod die evangelische Pfarrstelle zu Alsheim, Defanat gepant je Oppenheim- übertragen worden. ** Büding Geschütz bein berge hat n Gegen das Anfassen von Obst und anderen Lebens- 2½ Willio mitteln im Straßenhande.sverkehr ergreifen, nach dem Vorträgt Krupp bilde der Bäckermeister in Berum, jetzt auch vie Straßen den Geschüße händler Maßnahmen. Sie haben an ihren Wagen vielfach Tafeln mit der Ausschrift: Das Anfassen der Waren ist musamt der verboten" angebracht, und das kausende Publikum gewöhnt Mohr zurück sich mit der Zeit daran, diesen Hinweis zu respeltieren. Prejem Zwede Es wäre sehr zu wünschen, daß sich diese schöne Sitte mit gefettet ist. er Zeit auch hier einbürgerte." ** Ueber das Recht der Presse, öffentliche Miß stände zu besprechen und zum Gegenstande ihrer Kritik zu machen, hat das Reichsgericht ein für die gesamte Presse wichtiges Urteil gefällt, indem darin der Presse das Recht zuerkannt wird, Uebelstände zur Sprache zu bringen. Einerseits werden daourch den Behörden solche bekannt gegeben, andrerseits wird ein gewisser moralischer Druck auf die vors gesetzte Behörde ausgeübt, eine Untersuchung einzuleiten, eventl. eine Abhilfe herbeizuführen. Rügen in der Presse über wahrgenommene Wißpände handeln in Wahrnehmung des berechtigten Interesses, das jeder Staatsbürger daran hat, daß solche Handlungen nicht vorkommen. ** Zur Beachtung für Rekruten. Es geht so sacht ans Abschiednehmen. Tausende von jungen Leuten ziehen nun bald wieder den bunten Rock an, den bereits so Viele vor ihnen mit Stolz get.agen haben. Ein gewisses Etwas beschleicht das Herz dessen, der seiner Zeit von der Miluär- Ersaßkommission für tauglich befunden wurde und jezt den Gestellungsbefehl erhaiten hat. Mutter erschwert gewöhnlich dem Jungen den Abschied, und was sie macht, Die Frage, o ein Lehrvertrag zwischen Organiſatlichung, bestaat tönne das mit den Sogar das holt eine andere liebende Geele nach. Indeß Die Gorge die Arbeitsnachweises fuhre in den sozialVater und Sohn gesetzlich geboten und notwendig sei, bildete den 11. Punkt der Tagesordnung. Eine demokratischen Staat. Hierzu verlangt Dr. Hirsch Berlin die Erhöhung des Schußalters für jugendliche Arbeiter und Reihe von Rednern, Lauts- Darmstadt, Schleifer- Straßburg i. E., Emele- Konstanz und namentlich Jacobsfötter- Beschränkung der Frauen- und Nachtarbeit. Der Vorsißende und Richter bekämpfen dieses amendement vom taktisch forErfurt sprachen sich gegen einen solchen Lehrvertrag aus, mellen Gesichtspunite als zu speziell, ebenso einen Zusagder das Verhältnis zwischen Vater und Sohn zu trüben antrag Kehlert, der die Tarifgemeinschaften der geeignet seien. Die Handwerkskammer Berlin hatte Arbeitgeber und Arbeiter zur Vereinbarung der Löhne dafür ein Normal- Formular vorgelegt, auf welchem der Vater oder auch der Sohn sich der zuständigen Innung empfiehlt. Letterer Punkt könne auf einen späteren Parteibezw. Kammer gegenüber in bindender Weise erklären tag verhandelt werden. Giessener Cagesneuigkeiten. Zum Schluß der Tagung empfahl im Namen des Ausschusses Herr Dr. Brehmer- Lübeck für den Zweck, Leitfäden zur Vorbereitung für die Gesellen- und Meisterprüfungen zu gewinnen, die Bewilligung von 800 Mt. Diese Summe soll für die Veranstaltung eines Preisschen Konkurrenzen( Herausgeber Prof. A. Neumeister, ausschreibens verwendet worden. Dieser Antrag fand einstimmige Annahme. Mit einem Dankwort des Vorsitzenden der Vorortstammer Hannover, Herrn Plate, wurde die 3. Tagung des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages sodann geschlossen. Als Nachtrag sei noch erwähnt, daß ein Antrag der Oldenburger Kammer, an das Reichsmarineamt ein Gesuch dahingehend zu richten, daß in Handwerksbetrieben ausgebildete gewerbliche Arbeiter in den kaiserlichen Werften nur dann eingestellt werden, wenn sie das 18. Lebensjahr vollendet und die Gesellenprüfung bestanden haben", schon in der Vorversammlung debatteals genehmigt worden war. ** Töchterschule für Gießen. Unter diesem Titel vereinigt das soeben erschienenen Heft 164 der Deut= Karlsruhe Verlag Seemanu u. Co., Leipzig) die hervorragendsten Entwürfe die seiner Zeit für diesen Wettbewerb eingereicht wurden. In Auf- und Grundrissen, Schnitten 2c. uno erläutert durch das Protokoll des Preisgerichts bietet das handliche Heft eine Fülle wertvollen Materials ¡ ür die Errichtung von Schulbauten, es sei daher Architekten, Baumeistern, Technikeru 2c. vor allem Stadtbauämtern dringend empfohlen. Zum Preise von Mt. 1.80 zur Anschaffung kann das Heft durch alle hiesigen Buchhandlungen bezogen werd.n. ist eine unnötige; wer Lust und Liebe mitbringt, der lebt beim Militär einen guten Tag. In der Zeit, die bis zum Eintritt in das Regiment zur Verfügung steht, ist noch mancherlei zu erledigen. Wir möchten die Militärpflichtigen daran erinnern, etwa rückständige Staats- und Gemeinde durch den Antrag beim Regiment respektive der Militärsteuern sofort zu bezahlen, damit eine Zwangsvollstreckung behörde vermieden werde. Jm Unvermogensfalle ist ein Ge such um Erlaß von Steuern bei der zuständigen Stadt- oder Ortseinnahme einzureichen. Ebenso seien die demnächst zu ihren Truppenteilen abgehenden Refruten darauf hingewiesen, daß sie, sofern sie der Invaliditäts- oder Altersversicherungspflicht unterliegen, ihre Quittungsfarte sorgfältig aufzuheben haben. Die Militärzeit wird so gerechnet, als wären unterdessen die Beiträge vollständig bezahlt worden. Aus Hessen und nachbargebieten. ** Der Großherzog hat am 24. Septbr. den evangelischen Dekan des Dekanates Eberstadt, Kirchenrat D. Friedrich Heß zu Crumstadt, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner treuen und ersprieẞlichen Dienstführung von diesem Amte enthoben. Ernannt wurden der Kanzlist bei der Landeslotterie Direktion Robert Junge zum Bureauassistenten bei der Militäranwärter und Kanzleigehilfe bei der Landeslotterie- Direktion Heinrich Schröder aus NiederBessingen und der Kanzleigehilfe August Barth aus Richen zu Kanzlisten bei der Direktion der HessischThüringischen Staatslotterie. ** Laubo war der Laubach im oberen gehemmt Der Bauerle Die Angele nunmehr a Durch einen ledigt word beliger frü was demsel derfelbe nu Der Bahnbe in der Stei it fertigge n reiense Bei MAGGI 86 Pig oder ex AVAV Umge aus den Weife ift ** Wir wollen nicht verfehlen, unsere Leser noch der Direktion der Hessisch- Thüringischen Staatslotterie, bl. Sim mals darauf aufmerksam zu machen, daß in den nächsten Jagen die Eröffnung des Gießener Varietétheaters " Orpheum" stattfindet. Der Rührigkeit des Direktors und Besitzers Herrn Prottengeier ist es zu verdanken, daß neben vorteilhaften Erneuerungen des Lokales in per 1.0 bermieten. M Mibbl. mit kabinet Bunich mit Neue ellung einer hübide Deforationen 2c., a Programm gebo 2 Soubretten( 1), 1 humoristen u uett( Frl. Elfe u nd Transparentma isten( C. H. Walit oten werden. c. Aus dem Kreis Gießen. Die Obstpreise find bei den Versteigerungen bereits etwas im Stocken und dürften infolge der großen Mengen noch mehr herunter gehen. Die Gemeinde Allendorf a. d. Lahn, die Burch ihr Obst rühmlich bekannt ist, hat bei ihrer Verfteigerung ca. 800 Mt. gelöst. Das Obst, welches der Spreis pflücken läßt, foftet: 1. Sorte 12 Mk., 2. Sorte nur 5 ME, gegen 16 bezw. 8 Mk. im Vorjahr. In dem Ort Klein- Linden zeigt sich an einem Birnschon fertig. Bei nur einigermaßen günstiger Witterung im kommenden Winter hofft man die Bahn am 31. Juli 1903 dem Verkehr übergeben zu können. m Aus der Wetterau, 29. Sept. Die Kartoffelernte ist seit einigen Tagen in vollem Gange. Mit dem Ertrage iſt man im allgemeinen recht zufrieden. Obwohl die dies jährige Kartoffel sich sehr leicht zerkocht und in Betreff des Geschmacks zu wünschen übrig läßt, kann man die heurige Ernte, entgegen früheren Jahren, immerhin noch als eine m Butzbach, 29. Sep. Das hiesige neue RealschulDie feierliche Einweihung desselben findet am ** Hanau, 29. Sept. - nach Freienseen und Stockhausen. Bei der Auszahlung find nun über 40 Unregelmäßigkeiten vorgekommen. Er hat den Leuten Geld im Betrage von weniger als 1 Mt. bis über 100 Mt. zu wenig ausgehändigt. Der Angeklagte giebt zwar die Schuld zu, doch macht er geltend, daß er geistig nicht ganz intakt sei. Aus den Beugnissen geht hervor, daß es bei der Auszahlung der Gelder recht sonderbar zuge gangen ist. Er soll die Hand auf die Stelle im Regifter gelegt haben, wo die Beträge aufgezeichnet waren zc. Ueberdies war er später bereit, die fehlenden Beträge zu erseßen. Als Sachverständiger zur Beurteilung der GeistesbeschaffenGutachten ist der Angeklagte völlig zurechnungsfähig. Der Staatsanwalt Reuß beantragt 1 Jahr Gefängnis und drei Jahre Erverlust. Das Urteil lautet auf 9 Monate Gefängnis und 3 Jahre Ehrverluft. Sichst aus den Ruinen baum eine merkwürdige Abnormität. Zwischen den ziemlich gute bezeichnen. elten taum mit so die noch vollständig unentwickelt und etwa daumesdick gebäude neben der Turnhalle ist nunmehr vollständig fertig- heit des Angeklagten ist Dr. König anwesend. Nach seinem wohl nicht treffen schon reifen Birnen hängen solche von derselben Sorte, der in der Neuft nachdem die ersten Blüten teilweise erfroren waren, Dienstag den 14. Ditober d. J. statt. faufshaus des Her sind. Diese rühren wohl daher, daß der Baum, gestellt. führt einem jeg nochmals zu blühen begann. und Nacht! Do ufsladen: Die beide den einzelnen Gemeinden der vereinigten Bürgermeisterei das Konkursverfahren eröffnet. ausgeftatteten Haum Azbach- Launsbach stehen bebor und liegen die Wählero. Krosdorf. Die Gemeinderatswahlen in Blicht, die hele m atten in Jugendstil, bedorf zur Einsicht offen. listen diesmal nur auf dem Bürgermeisteramt zu StrofDie hiesige vierte Lehrer- ** Ueber das Vermögen der Bigarrentiſtenfabrik P. J. B. Bessert in Rückingen wurde Kastel, 29. Sept. Unter lautem Lärmen näherten fich gestern Abend dem Posten am Pulvermagazin Nr. 19 an der Hochheimer Landstraße ein halb Dußend Burschen. Als der Posten dieselben mit" Halt wer da!" anrief, schrie Neueste Nachrichten. Schulz in Heiningen wurde unter dem Verdacht jahrelanger Dresden, 30. Sept. Der Buchdruckereibesizer Anton Onleuchter und einige stelle ist durch die Pensionierung des Lehrers Weil zur eischbadetloß und da Erledigung gekommen, denn die drei übrigen Herren einer von ihnen:" Revolver raus und schießt!" Sofort knallte Falschmünzerei verhaftet. Bem Wohlgefallen, sind aufgerückt. Dem seitherigen Präparandenlehrer auch ein Revolverschuß. Jezt gab auch der Posten Feuer, egenständen ruhen. ein angrenzende ** Aus Oberhessen. Auch bei den diesjährigen, durch Firma L. H. La tragen worden. Herrn Stiffel aus Herborn ist die vakante Stelle überlangt man bequem den Artilleriekampf mit scharfem Geschütz besonders ausSchlachtraum; hinter gezeichneten Manöver des 18. Armeekorps haben die 150 Mt. bis 1.70 Wek. verkauft. -Herr Kreuder Truppen sowohl in der Wetterau, wie den am Abhange des funden, daß darüber nur einstimmiges Lob herrscht. Die Fürsorge für die Soldaten ließ selbst in den Orten nicht nach, die stark und infolge der Vorbereitungen zum Artillerielampf lange mit Einquartierung bedacht werden mußten. worauf sich die Gesellen schleunigst aus dem Staube machten. m. Biedenkopf, 29. Sept. Die Kartoffelernte ist hier im vollen Gange. Der Ausfall derselben ist befriedigend. 2 Der Preis ist verhältnismäßig gering; der Zentner wird für Feldmäuse treten hier nur vereinzelt auf. und so ſchen Betrieb ein en, so muß man sag. richtet. Herr Archita iefert hat, hat damit nd Herrn Baumeister Aus dem Gerichtssaal. Straffammer sigung. Gießen, 27. September. Der Fall Schreiner. ds. J. den Studenten Held im Pistolenduell erschoß und zu Jena, 29. Sept. Der Leutnant Thieme, der im Januar Jahren Festung verurteilt wurde, ist laut„ Jenaer Boltsblatt" begnadigt worden. Die Begnadigung ruft großes Aufsehen hervor. Wien, 30. Sept. Die hiesigen sozialdemokratischen Arbeiter veranstalteten gestern Abend, im Arbeiterverein eine große Trauerfundgebung für Bola, bei der Dr. Adler eine ergreifende Rede hielt. Rom, 30. Sept. Im Vatikan hat der Tod Bolas einen tiefen Eindruck gemacht. Der Papst soll beim Empfang der Nachricht gesagt haben, Bola war wohl ein Feind der Kirche, aber ein ehrlicher Gegner. Gott sei seiner Seele gnädig. Wien, 30. Sept. Wie ein Telegramm aus Wien meldet, ist dem präsumtiven Thronfolger in OesterreichUngarn, dem Erzherzog Franz Ferdinand gestern Abend von seiner Gemahlin, der Fürstin Hohenberg, ein Sohn geboren worden. Breslau, 27. Sept. Nach einer Meldung des Bres lauer General- Anzeigers" aus Görsdorf wurden daselbst durch eine Feuersbrunst 25 Gebäude in Asche gelegt. Gestorbene. ** Wie uns aus Lich mitgeteilt wird, findet an des Planes über der Straffammer am 8. Oktbr. die Verhandlung über Der im Jahre 1860 geborene Wilhelm Schreiner, nachrühmen, daß er den in Anklagezustand versetzten Bürgermeister von Lich Gemeinde rechner, Rechner der Spar- und Leihkasse, des Gym solid fertig gestellt statt. Diesem Herrn wird zur Last gelegt, Beglaubig- nasiums, der Israeutischen Religionsgemeinde in Laubach üdung zu geizen. ungen von Unterschriften vorgenommen zu haben, die und Rechner des Landwirtschaftlichen Vereins für Oberhessen lendet, für die, die während seiner Abwesenheit seinem Gehilfen vorgelegt ist des Betrugs und der Unterschlagung in über 30 Fällen heine Stätte des wurden, die er aber eigentlich nicht beglaubigen fonnte beschuldigt. Der eine Fall ist von den übrigen getrennt. und durfte. Die gange Sache scheint aber einen tieferen Es verhält sich damit so: An der Sparkasse in Laubach hat Pfarrer Ferdinand parteilichen Grund zu haben. Es existieren nämlich in der Bäcker Chr. Bazz aus Fretenseen zwei Einlagen, eine vangelische Pfarr Lich Leute, denen der jezige Bürgermeister nicht ganz für sich und eine für seine jetzt verstorbene Frau. Batz rmstadt und arm paßt, und dem sie in Folge dessen auf die Finger wollte eines Tages die Zinsen der beiden Einlagen erheben. Klingenschmidt zu sehen. Auf den Abschluß der Verhandlung darf man Die Zinsen von seinem Kapital wollte er sich auszahlen Alsheim, Dekana gespannt sein. lassen; sie betrugen 105 Mf.; die Zinsen für seine Frau betrugen 62,90 Mt., die Baß dort ließ un dem Kapital seiner Frau im Betrage von 1777.31 Mt. zuschreiben ließ. Das machte zusammen 1839.50 Mt. die an 1900 Mt. fehlenden 61.50 Mt. ließ Bag von seinen Zinsen abziehen und dem Kapital seiner Frau ebenfalls zu schreiben, um dieses abzurunden. Er hätte also noch 44.50 Mt. herausbekommen müssen. Nach seiner Behauptung jedoch hat ihm Schreiner nur 34.50 Wit. ausgezahlt, also 10 Wet. zu wenig. Er hat den richtigen Betrag quittiert, den Fehlbetrag erst später gemerkt und alsdann den Schreiner darauf hingewiesen. Der ließ sich anfangs auf nichts ein, bestritt vielmehr die Angaben des Baß und war erst später, als die Sache bereits gerichtlich anhängig gemacht war, erbötig und bereit, das Manko zu decken. Er ist ron Batz bei der Staatsanwaltschaft wegen Betrugs ang zeigt worden und hat sich heute zunächst deshalb zu verantworten.- Die übrigen Sachen hängen mit der jetzt im Bau befindlichen Bahn LaubachMücke zusammen. Die Gemeinden, die ein Interesse an der Bahn haben, sind verpflichtet, das hierzu erforderliche Gelände fostenfrei zu stellen. Sie gründeten eine Eisenbahngemeinschaft, deren Kassenbeamter der Angeklagte Schreiner wurde. Zu den Kosten der Bahn steuerte Laubach 8000 Mt., per Bib. 60-64 Pig. Schweinefleisch per Pfd. 70-80 Big. Schm: ineFreienseen 10 000 Mt. und die Sparkasse zu Laubach 6000 Mt. bei. Die Gemeinden kauften das Gelände von ihren Gemeindemitgliedern und Schreiner wurde beauftragt, den beBüdingen, 28. Sept. Das Scharfschießen am Galgenberge hat nach einer Berechnung von fachmännischer Seite und anderen Lebens 2 Millionen Mark(?) gekostet. Den Hauptteil davon fen, nach dem Vorträgt Krupp, weil auf seine Beranlassung eine Neuerung an st auch die Straßen den Geschüßen ausprobiert werden sollte. Seither erlitt das thren Wagen vielfah Geschüß beim Schuß einen Rückstoß, der das Geschützrohr asseit der Waren it musamt der Laffette rückwärts bewegte. Jetzt geht blos das Publitum gewöhrt Rohr zurück uno von selbst wieder vor. Es befindet sich zu Szu respeltieren. diesem Zwecke in einem Cylinderlager, das mit Glycerin einese schöne Sitte mit gefettet ist. ** Laubach, 29. Septbr. Wie seinerzeit berichtet, ise, öffentliche Miß war der Weiterbau der Eisenbahnstrecke Laubach Mücke in sehr unliebsamer Weise bisher im oberen Wetterthal, in der sogenannten Steinbach, ge hemmt worden, und zwar durch die Verweigerung der Bauerlaubnis von seiten des Grundbesitzers Göbitsch. Die Angelegenheit des Erwerbs dieses Grundstücks ist nunmehr am verflossenen Dienstag in letzter Instanz durch einen Schlußtermin des Provinzialausschusses erledigt worden. Man hatte dem betreffenden Grundbeſizer früher 45 Pfg. pro Quadratmeter angeboten, was demselben aber zu wenig war. Heute nun erhielt derselbe nur 40 Pfg. zugesprochen. Im übrigen hat der Bahnbau gute Fortschritte gemacht. Der Viadukt in der Steinbach, wodurch die Wetter verlegt wird, tande ihrer Kritit Z für die gesamte Press der Presse das Rech he zu bringen. Einer olche befannt gegeben, her Druck auf die vor tersuchung einzuleiten, Rügen in der Preſſe Deln in Wahrnehmung r Staatsbürger daran zuten. Es geht von jungen Leute ommen. dan, den bereits Jaben. Ein gewiffe seiner Zeit von de befunden wurde un at. Mutter erschwer , und was sie macht ach. Indeß die Sorg it fertiggestellt; die Fundamente des Stationsgebäudes n Freienseen( unweit des Friedhofes) sind ebenfalls MAGGI'S BOUILLON- KAPSELN - treffenden Leuten den Kaufpreis am 2. Mai dieses Jahres auszuhändigen. Er begab sich auch mit den Geldbeträgen Am 29. Sept. Pauline Wenzel, geb. Jäger, 66 Jahre alt, Ehefrau des Kaufmanns Karl Wenzel dahier. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 1. Oftober ds. Js., nachmittags 3 Uhr vom Sterbehanse, Frankfurterstraße 40 aus statt. Am 30. Sept. Wilhelm Block, 76 Jahre alt, Forstmeister i. P. dahier. Marktbericht. Gießen, 30. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per Pfd. 1.10-1.20 mt. Hühnereier 1 St. 7-8 Pfg., Enteneter St. -00 Pfg., Gänseeier 1 St. 0-0 Pfg., Käse per St. 5-9 Pfg. Erbsen per Liter 19 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Baar T. 0.60-0.80, Hühner per Stüd Mt. 1.00-130, Hahnen, per Stüd Mt. 0,60-0.85, Enten per Stüd 2.00-2.30, Gänse p. Bfb. 0.60 0.75 t., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg., Rindfleisch fleisch gesalzen per Bfund 0.84 Pfg., Kalbfleisch per Bfb. 68-70 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-70 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 3.80-5.50 m., Zwiebeln per 3t. Mr. 3.30-3.50, Milch per Liter 18 Pfg. das Pfund Butter 1.30 Mt., Eier das Stück 7 Bfg. W klar, 27. Sept. Auf dem hiesigen Wochenmarkt kostete Bei Erkältung und in sonstigen Krankbeitsfällen giebt es nichts besseres als eine stärkende Bouillon. Diese bereitet man am einfachsten mit nötige Kochsalz beigefügt sind, geben sie sofort, nur durch Uebergiessen mit heissem Wasser, eine Portion kräftiger Fleischbrühe für Adolf Geisse, Seltersweg 2, Ecke am Kreuz à 12 und 16 Pt. für 2 Portionen. Mit allerbestem Fleischextrakt hergestellt, dem feinste Galatine, sowie Gemüseauszüge und das 6 Pfg. oder extra starker Kraftbrühe für 8 Pfg. Angelegentlichst empfohlen von ebe mitbringt, der leb der Zeit, die bis zu fügung steht, ist n En die Militärpflic Staats- und Geme ine Zwangsvollstred refp.ttive der Militi rmogensfalle ist ein Ge zuftandigen Stadt- oder feien die demnächst zu uten darauf hingewiefen oder Altersversicherungs rte forgfältig aufzugeben echnet, als wären unter lt worden. bbargebieten. I am 24. Septbr. der tes Eberstadt, Kirchen ftadt, auf sein Mad treuen und ersprie Amte enthoben. ei der Landeslotterie Geschäftsverlegung. Meiner sehr geschätzten Kundschaft wie einem verehrt. Publikum von Gießen und Umgegend zur geft. Mitteilung, daß ich morgen, am 1. Oktober, meine Metzgerei und Wurstfabrik mit elektrischem Betrieb aus dem provisorisch gemieteten Laden in meinen nunmehr fertig gestellten Neubau verlege. Mit der gleichzeitigen Versicherung, daß die Bedienung nach wie vor in bester Weise ist zeichne Hochachtungsvoll Gustav Kreuder, Metzgermeister. Giessen, Neustadt 17. öbl. 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Stückcokes Nußcokes Nr. 1 Nukcokes Nr. 2 1,25 Mr. 1,00 Mr. 1,15 Mr. 1,20 Mr. Für Cofesabnehmer, welche zwei und mehr Doppelt waggons bezichen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. Für Infuhr an das Haus werden 5 Pfennig für den Centner NB. Sofern das Verbringen der Cokes bis zu 6 Centnern - auf die betr. Lagerpläße( Keller, Stall 2c.) mit feinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. berechnet. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Cokes statt; dagegen bleibt bei folgenden biesigen Firmen der Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Die nachstehende Bekanntmachung des Großh. Bereinigungskommissärs in Friedberg bringen wir hiermit zur Kenntnis der beteiligten Brundbesitzer. Gießen, am 29. September 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen, rechts| Sommen gültige Beschlüsse nicht zu stande, so ha durch Vermessung der Grundstücke die Ermittelung de Flächengehaltes derselben zu erfolgen. Friedberg, den 22. September 1902. Der Großherzogliche Bereinigungskommissär: J. V.: Schnittbahn, Regierungsassessor. Verdingung. Die Lieferung von 40 lfdm 25 cm I. W. Zement der Lahn; hier die Zuziehung eines Teiles der röhren und 3 Löschungsstücken von 25 cm I. W. und Gemarkung Heuchelheim. 0,60 m Länge frei Baustelle Krofdorferstraße soll Nachdem sich in dem Abstimmungstermin zu Heuchel- Freitag, den 3. Oktober d. J. vormittags 10 Uhr heim vom 12. Juli I. J. 45 Grundeigentümer mit öffentlich verdungen werden. Angebote sind bis zum 15,6237 Heftar beteiligter Fläche gegen die Feldbereinigung genannten Termin bei uns einzureichen. Gießen, 29. September 1902. Das Stadtbauamt J. V.: Gerbel. Bekanntmachung. in den Fluren XVI- XXI der Gemarkung Heuchelheim und die Zuziehung dieser Flächen zu der Feldbereinigung Gießen rechts der Lahn erklärt haben, während im Ganzen 442 Grundeigentümer mit 168,2520 ha Fläche an dem Unternehmen beteiligt sind, hiernach also mehr als die nach Art. 6 des Feldbereinigungsgesetzes erforderverfahrens vorhanden ist und nachdem innerhalb der liche Mehrheit für die Einleitung des Feldbereinigungsgesetzlichen Frist keine Ginwendungen gegen die Zulässigfeit oder Rechtsbeständigkeit des Ergebnisses erhoben eines worden ist, hat Großh. Ministerium des Innern, Ab- Bewerber im Alter bis zu 18 Jahren, welche bereits teilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, den auf einem Bureau thätig waren, wollen unter Angabe Beginn der Feldbereinigungsarbeiten angeordnet. ihrer Gehaltsansprüche und Beifügung eines selbstge. Indem ich dies zur öffentlichen Kenntnis bringe, schriebenen Lebenslaufs n.bst Zeugnissen ihre Meldungen Auf dem Bureau der Armendeputation ist die Stelle jüngeren Gehilfen zu besetzen. Kleinverkauf unserer Gascofes lade ich gleichzeitig sämtliche Beteiligten Grundeigentümer bis zum 1. Oktober I. Is. an das Armenamt einreichen. von 1 bis 5 Centner bestehen, nämlich bei den Herren: Joh. Jischer, Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 34( Hohenzollern), Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Klinkel, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Pastor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Auguft Strud, Bismarckstraße 6, Georg Uaverzagt, Kaplansgasse 5, Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gascofes samt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Centnern. Die Preise unserer Gascokes für die Abnehmer außerhalb de Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Octroirückver gütung von 4 Pfennig für den Gentner. 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Diese Versammlung hat darüber zu beschließen, ob Gießen, 19. September 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. die im Grund-( Flur-) Buch enthaltenen Größenangaben, Nachdem der Antrag gestellt worden ist, den Zinsfuk oder ob die durch eine Vermessung zu ermittelnden der Einlagen vom 1. Jannar 1903 ab auf 3% 0/0 Flächengehalte der Bereinigung zu Grunde zu legen find. zu ermäßigen, fündigen wir hierdurch vorsorglich allen denAußerdem können Wünsche und Anträge seitens jenigen Einlegern ihre Kapitalien zur Rückzahlung auf Ende der Beteiligten vorgebracht und beraten werden. Dezember 1. I, welche mit einer vom Verwaltungsrat noch beteiligte Grundeigentümer eine Stimme; die Beschlüsse sollen. In dieser Versammlung hat ein jeder anwesende zu beschließenden Zinsreduktion etwa nicht einverstanden sein erfordern zu ihrer Gültigkeit eine Mehrheit von zwei Drittteilen der Anwesenden und sind unter dieser Voraussetzung auch für die nicht erschienenen Beteiligten verbindlich. xxxxx XXXXX XXX Paul Cudolf Mulert Ingenieur Technisches Bureau Giessen empfiehlt sich zur Ausführung elektrischer Beleuchtungsanlagen, Kraftübertragungsanlagen, Haustelegrafen, Telefon- und Sicherheitsanlagen, Elektromedizinische Apparate und Anlagen Elektromotoren u. s. w. Revisionen elektrischer Anlagen bei billigster Berechnung. XXXXX Gießener Stadttheater. Mittwoch, den 1. Oktober 1902 Maria Stuart. Ein Trauerspiel in 5 Aften von Friedrich von Schiller. Anfang 8 Uhr. Ende gegen 11 Uhr. In Vorbereitung: Das große Licht. Tüchtiges Dienstmädchen fofort gesucht. Näh. in d. Exp. d. Bl. Tücht. Dienstmädchen für Hausarbeit per sofort od. später a sucht. 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