Nr. 301. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., ins Haus gebracht 60 Bfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- nnd Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 27. Dezember 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insectionsvreis: Die einsvaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Big. sonst 15 Bfg; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Ferusprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Ume hung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der Konflikt in Dresden. OR. Dresden, 26. Dezember. Der Bruch zwischen dem sächsischen Kronprinzen und seiner Gemahlin Luise Antoinette ist der allgemeinen Anficht nach unheilbar. Wenn die hiesige, der lebensfrohen Brinzessin herzlich zugetane Bevölkerung anfangs hoffte, es sei nur eine Wirkung von in ihrem Zustande erklärlicher nervöser leberreiztheit, die sie zu einem hastigen, unüberlegten Schritt getrieben, so macht sich jetzt immer mehr die Ueberzeugung geltend, daß die Fürstin nach einem wohlüberlegten Plan gehandelt hat. Sie hatte die Absicht, ein für allemal ihr unbequemen Banden zu entrinnen. Zu diesem Zwecke vereinte sie sich mit ihrem Bruder, dem Erzherzog Leopold Ferdinand. Beide Geschwister begeneten sich in Neigungen zu Personen außerhalb ihrer Gesellschaftssphäre. Die Kronprinzessin hat sich, wie es sich nach den letzten Veröffentlichungen leider nicht mehr bestreiten läßt, von dem früheren französischen Sprachlehrer ihrer Kinder, Professor Giron, betören lassen, mit dem sie sich jetzt in Genf zusammen in einem Hotel aufhält. Mit dem Paare zusammen wohnt dort Erzherzog Leopold Ferdinand, begleitet von der Wiener Schauspielerin Adamovics, die er zu heiraten gedenkt. Der Erzherzog richtete an den Kaiser einen Brief, in dem er seinen Austritt aus der kaiserlichen Familie anzeigte. Gleichzeitig sandte er alle seine Orden, darunter das Goldene Bließ, an die zustängige Hofstelle und gab sein Scheiden aus der Armee bekannt. Raiser Franz Josef hat bereits offiziell seine Einwilligung dazu gegeben, daran aber die Bedingung gefnüpft, daß der Erzherzog nie mehr nach Desterreich zurückkehren dürfe. Der Erzherzog wird den bürgerlichen Namen Leopold Wölfling annehmen. Erzherzog Leopold ist schon lange mit seiner Familie zerfallen. Als Oberst eines in Iglau garnisonierenden Infanterieregiments wurde er in eine Standalaffäre verwickelt und zur Disposition gestellt. Seit seinem unfreiwilligen Urlaube wohnte der Erzherzog in Salzburg. Die intimen Bande, welche ihn mit seiner ältesten Schwester, der Kronprinzessin von Sachsen, seit jeher vereinigten, dauerten unbehindert fort, und deshalb dachte sie an ihn, als sie in den unlösbaren konflikt zwischen Pflicht und Neigung geriet- und der Erzherzog sagte zu. Zur Entschuldigung des Schrittes der Kronprinzessin wird hier angeführt, daß ihre Verlobung mit dem Kronprinzen gegen ihren Willen stattgefunden habe. Im Jahre 1891 hatten die großherzoglichen Eltern der Prinzessin ihren Sommeraufenthalt, wie gewöhnlich, in dem Schlosse in Lindau. Da erschien dort der derzeitige Fürst von Bulgarien, Ferdinand von Coburg, um die Hand der Erzherzogin Luise zu werben. Er verblieb in Lindau etwa drei Wochen lang und gewann während dieser Zeit auch das Herz der Erzherzogin, die ihm ihre Hand reichen wollte. Damals war noch der Thron des Fürsten Fer= dinand lange nicht so gefestigt, wie heute, seine internationale Position noch nicht gesichert. Die Hand der Erzherzogin wurde ihm verweigert. Aber als dann später der zukünstige Kronprinz von Sachsen als Freier auftrat, weigerte sich die Erzherzogin anfangs, ihn zu ehelichen. Sie verschwand aus der Sommerresidenz in Lindau und juchte Zuflucht im Kloster Sacré coeur in Riedenburg bei Bregenz, in dem nämlichen Kloster, in dem ihre Mutter erzogen worden war. Erst nach drei Tagen gab sie dem Großherzog, ihrem Vater, in einem Briefe ihre Einwilligung zur Eheschließung mit dem sächsischen Prinzen beTannt. In unserer Stadt kolportiert man jetzt überhaupt eine Menge von Histörchen. Die unbefangen heitere Art der Brinzessin paßt wenig in das straffe Zeremoniell des Hofes. Sie konnte beispielsweise bei der offiziellen Hoftafel ihr Glas erheben und dem König ein lustiges ,, Prosit!" zurufen; sie winkte aus der Hofloge munter ihren Bekannten zu und streckte ihnen die Hand entgegen; sie nahm an einem Stiftungsfest des Desterreichisch ungarischen Hilfsvereins teil, wo sie wacker als Batronesse des Ballfestes mit in die Reihen der Tänzerinnen trat und auch den Kotillon flott mittanzte, bei welchem es ja vom Zufall abhängt, welche Paare zusammengeführt werden. Das mußte hier Aussehen erregen. Alle Reise der Bevölkerung sehen mit Spannung einer endgiltigen Erklärung der Regierung über die ganze Angelegenheit und der Haltung des föniglichen Hofes entgegen. Als unbedingt feststehend gilt in eingeweihten Kreisen die Tatsache, daß eine Rückkehr der Kronprinzessin an die Seite ihres angetrauten Gatten ausgeschlossen ist, ferner, daß die zivilrechtliche Scheidung des kronprinzlichen Paares erfolgen, aber von einer kirchlichen Trennung abgesehen werden wird. Daher fallen auch alle Kombinationen sort, die sich an die Frage knüpften, ob der Papst den Dispens erteilen wird oder nicht. Würde der Papst darum angegangen worden sein, so dürfte er sich bei der ganzen Sachlage faum ablehnend verhalten haben. Caftro in Nöten. Die Blockade der venezolanischen Küste macht dem Präsidenten Castro bei weitem nicht so viel zu schaffen wie die inneren Schwierigkeiten. Während die Blockade nicht sowohl die Venezolaner, als vielmehr die fremden Geschäftsleute schädigt, also für Castro einstweilen ziemlich gleichgiltig bleiben kann, sieht es mit der RevoIution ganz anders aus. Der Waffenstillstand zwischen der Regierung und den Führern der Aufständischen hat nunmehr sein Ende erreicht. Die Regierung erhielt die Mitteilung, daß drei Aufständischen- Armeen in der Stärke von 6200 Mann auf den Straßen von Altagracias und Gu tire auf Caracas heranmarschieren. Die Lage wird als äußerst kritisch angesehen: die Regierung hat kein Geld mehr; Castro sieht denn auch den Ernst der Lage ein. Er hat sich aufgemacht, die Vorhut der Aufständischen unter General Rolando aufzuhalten. Es wird ihm sehr schwer werden, etwas besonderes gegen sie auszurichten: sind doch an 12000 Aufständische unter Waffen und halten eine Anzahl strategisch wichtiger Punkte bejezt. Zudem beginnen die Aufständischen mit den Blockademächten zu unterhandeln, bisher allerdings ohne Erfolg: Nach einer Meldung aus La Guaira hat der Führer der Aufständischen, General Matos, kürzlich eine Unterredung mit dem deutschen Kommodore Scheder erbeten, wurde jedoch an den Kommodore Montgomeric als den dienstälteren Offizier verwiesen. Indessen hat auch Kommodore Montgomerie abgelehnt, Matos zu empfangen. Natürlich konnten beide Kommodore nichts anderes tun. Für die üble Situation, in der sich Castro befindet, ist dieser Versuch der Aufständischen aber bezeichnend. Das offizielle Amerika und das Schiedsgericht. In Washington hat das Gesamtkabinet die Venezuelafrage beraten. Dabei trat eine Verschiedenheit der Anschauungen darüber zu Tage, ob die Uebernahme des Schiedsamtes durch den Präsidenten Roosevelt zu wünschen sei oder nicht. Es wird befürchtet, daß im Laufe der schiedsrichterlichen Tätigkeit sich die eine oder die andere Zufälligkeit ergeben könnte, welche die Vereinigten Staaten ernstlich mit in Verwicklung ziehen könnte. Die Versenkung venezolanischer Kriegsschiffe durch das deutsche Kanonenboot Panther" wird von deutschen Seeoffizieren wie folgt erklärt: Der ,, Panther" lag mit den beschlagnahmten venezolanischen Schiffen außerhalb der Rhede von La Guaira, als der deutsche Konsul in La Guaira durch Signale bekannt gab: ,, Wir sind in Bedrängnis!" Da der„ Panther" die venezolanischen Schiffe nicht verlassen konnte, so mußte er sie in Grund bohren. Der Konsul wurde sodann an Bord genommen, später aber, nachdem sich die Lage, gebessert hatte, wieder ans Land gesetzt. Die Politik. Ein Verbot des Privattelephons? Der Telegraphenfiskus hatte den Mainzer Geschäftsleuten aufgegeben, innerhalb acht Tagen ihre Privattelephone zu entfernen. Die Geschäftsinhaber erhoben die Feststellungsflage Der Fiskus strengte Widerklage an. Das Landgericht lehnte die Feststellungsklage ab und erklärte die Widerklage für begründet. Danach wären also die seit dem Jahre 1892 errichteten Privattelephonanlagen verboten worden und zu entfernen. Auf Privatanlagen, die vor 1892 eingerichtet wurden, soll das Verbot nicht erstreckbar sein. Die Angelegenheit wird noch das Reichsgericht beschäftigen, da bisher noch kein Urteil höchster Instanz vorliegt. Marokkanische Wirren. Blutige Zusammenstöße zwischen den Truppen des Sultans und den Aufständischen, den Anhängern des Thronprätendenten, sind jezt in Marokko an der Tagesordnung. Aber niemand weiß, wer Sieger, wer Besiegter geblieben ist. Nach der einen Meldung sind bei dem ersten größeren Treffen die Truppen des Sultans völlig geschlagen worden; die Aufständischen sollen 40 Leichnamen die Köpfe abgeschlagen und diese vor dem Zelte des Prätendenten aufgepflanzt haben. Dagegen versichert eine andere Meldung, Sultan Abdul- Aziz habe den Prätendenten geschlagen und sei jiegreich in Tezza eingezogen. Mehrere Anhänger des Prätendenten seien hingerichtet und die Köpfe, in Salzlösung gelegt, an einzelne Kabylenstämme zur Warnung abgeschickt und vor den Toren der Städte und an den Wegkreuzungen aufgesteckt worden. Was ist nun das Richtige? Vielleicht beruhen beide Nachrichten auf eitel Geflunker. Chinesisches Beruhigungspulver. Rach einer Meldung aus Schanghai haben die Missionare in der Hauptstadt von Kanju aus vertrauenswürdiger Quelle erfahren, daß, wenn auch Tungfuhsiang zweifellos Vorräte und Mannschaften sammle, die Ortsbehörden sein Verhalten nur seiner Furcht vor Verhajtung zuschreiben und keinerlei aggressive Schritte von ihm erwarten. Auch die ausführlichen Meldungen von einem organisierten Aufstande im Norden Chinas, über den die Tartaren- Generale der drei mandschurischen Provinzen jüngst an den Thron Bericht erstattet hätten, betrach teten die chinesischen Beamten mit Mißtrauen und Zweifel. Wenn die Mandarinen etwas in Abrede stellen, pflegt es wahr zu sein. Diesmal werden die beamteten Zopfträger ausnahmsweise wohl gefaat haben, was sie wirklich denken. Kurze politische Nachrichten. * Amerikanische Blätter melden aus Lissabont, daß man dort einem Besuche Kaiser Wilhelms entgegenjehe. Die Meldung flingt sehr unwahrscheinlich * Offiziös wird gegenüber anders lautender Meldungen versichert: An maßgebender Stelle besteht nach wie vor nicht nur die Absicht, den Etat dem Reichstage unmittelbar bei seinem Wiederzusammentritt vorzulegen, sondern es ist sogar in Aussicht genommen, wenn irgend möglich, ihn den Reichstagsabgeordneten noch vorher zugänglich zu machen. * Die silbernen Zwanzigpfennigstücke sind bereits aus dem Verkehr verschwunden, und bis zum 1. Januar 1903. werden die Nickel- Zwanzigpfennigstücke eingezogen werden. Ihnen werden dann die zweipfennigstücke nach folgen. Die Prägung der Zweipfennigstücke ist seit Mai 1900 eingestellt. * Bom preußischen Stultusminister ist eine Umfrage bei den praktischen Aerzten angeordnet, um statistisches Material über den vorbeugenden Wert des Diphtheriese rums zu gewinnen. * Aus Panama wird gemeldet, daß Ricaragua einen feindlichen Einfall befürchte und Truppen an der Küste des Atlantischen und des Stillen Ozeans zusammenziebe. Es würden schwere Kriegssteuern auferlegt und der Handel leide sehr. Nab und fern. XX Das Neueste von der Pariser Humbert Affaire. Um die Belohnung von 25.000 Francs, die demjenigen zugesagt war, der es ermöglichte, die Humberts festzunehmen, ist ein harter Stamps entbrannt. Als Schreiber des bekannten anonymen Briefes, der dem französischen Gesandten zu Madrid den Aufenthalt der Humberts verriet, hat sich inzwischen der Zollbeamte Mugica entpuppt, mit dessen Frau Therese Humbert eng verkehrte. Ihm macht der Zollinspektor Caro die Prämie streitig. Inzwischen ist auch Romain Taurignacs Geliebte, Madame Talaza, von der heiligen Hermandad gefaßt worden. Sie war bekanntlich nach Buenos Aires abgedampft, wurde aber von mehreren französischen Geheimpolizisten verfolgt, die sich mit ihr an Bord desselben Dampfers eingeschifft hatten. Sie hofften durch sie Romain Daarignac auf die Spur zu kommen. Als die Agenten bei der Landung in Buenos Aires erfuhren, daß Daurignac längst verhaftet sei, legten sie sofort die Hand auf Madame Talaza. Man beschlagnahmte ihr Reisegepäck, das aus 25 Koffern bestand, in der Vermutung, daß diese Koffer die Millionen Humberts oder wichtige Dokumente enthalten. Ein geheimnisvoller Raubanfall. In Ißling, in der Nähe von Salzburg, wurde in einer Scheune ein ihrer skleider beraubtes Mädchen in halberfrorenem Zustande aufgefunden. Das Mädchen heißt Elise Engelsberger und gibt an, zwei Tage früher aus Wien nach Salzburg gekommen zu sein. Wie sie an den Ort gekommen, an dem man sie auffand, kann sie sich nicht entsinnen. Sie habe einer Sizung des Schwurgerichts beigewohnt und sei gegen Abend, ihren Koffer mit den Habseligkeiten in der Hand, nach Jyling gewandert, um dort zu übernachten. Auf der Landstraße hätten sich ihr zwei Männer angeschlossen, und was von diesem Moment an mit ihr geschehen sei, wisse sie nicht. Da die Kleider des MädRinge und Armchens fehlen und auch die Pretiosen band, die sie bei sich trug, verschwunden sind, ist sie offenbar das Opfer eines Raubanfalles geworden. Sie wurde von den beiden Männern betäubt und nach der Scheune geschleppt, wo sie ausgeraubt wurde. Sie hat durch das Erfrieren Zehen und Finger verloren. Der Bächter jener Scheune wurde verhaftet, leugnet jedoch, einem jener Männer identisch zu sein. Große Betrügereien an armen Sparern beging in Wien der Armenrat Bonner, Vorsitzender mehrerer Sparvereine. In dem einen Verein mit dem bezeichnenden Namen ,, Die Biene", der mehr als 300 Mitglieder zählt, die alle der arbeitenden Klasse angehören, fam es zur Sprache, daß eine Frau, die sich hellerweise seit langer Zeit vierhundert Stronen eripart hatte, im onto mit Dame Mit ich wünsche nicht mit ihr zu sprechen." diten gern auf dem Türbrüder haltenb, nach ihm zurückschauend. ihr zu sprechen? Nein, gewiß nicht. felbft zu spredjen?" fragte fie, die Hand schon 3d alauhte Ich iemand non den heit und Grazie hervorirat. Einen Moment, nachdem berharrten beide in Schweigen; dann trat Mark auf sta send, daß ihre anmutige Figur in ihrer ganzen Schön fie die Tür geschlossen benstoff, ganz schlicht gearbeitet, doch so bonommen pasa in. Gh beite, daß ,, Das kommt später. Fürs rest Er Im Begriff, würdig empfangen wirst!" wird heute noch um dich anhalten. du meiner Erziehung Ehre machen und ihn sehr liebensder Mama so viel als möglich Oppo 1hr nach was nen Cause fam, fand sie ihr Stubenmädchen in Träaufgelöst. ,, Ach ach! geschehen sei," schluchzte Lene trampshaft: Erst auf die mehrfache Aufforderung, doch zu sagen, Die Heine Mignon, das füße, 600 Kronen Vorschuß bekastet war. Bonner hatte das Geld erhoben. Die in einem Gasthause Versammelten beschimpften den anwesenden Vorsitzenden und schließlich artete der Lärm in ein Handgemenge aus, in dessen Verlauf Armenrat Bonner hinausgeworfen wurde. Die Kassierer der Vereine zahlten den Mitgliedern nur fünfzig Prozent ihrer Einlagen. Die Mitglieder werden im gerichtlichen Bege den Ersatz der reſtlichen fünfzig Prozent von dem Gesamtausschusse fordern, der nach den Statuten haftbar ist. Bunte Chronit. Wie aus Saalfeld gemeldet wird, explodierte in dem städtischen Steinbruch in der Arnsgereuther Flur aus bisher nicht aufgeklärter Ursache eine in der Frühstücks- Bude aufbewahrte Menge Tynamit. Ein Arbeiter wurde getötet, einer schwer, einer leicht verlegt. - Der Kaiser hat die Genehmigung zur Veranstaltung einer Geldlotterie mit einem Reinertrage bis zu höchstens 950 000 Mart zur Freilegung des königlichen Schlosses in Königsberg erteilt. - Eine aus 13 Personen bestehende Falschmünzerbande, die in den letzten Tagen in Barmen, Elberfeld, Köln und Mülheim am Rhein falsche Fünf- Markscheine in Um auf setzte, ist von der Elberfelder Kriminalpolizei seitgenom men worden. Bei einer Hanssuchung fand man noch 70) falsche Fünf- Markscheine und die zur Herstellung benußten Gerätschaften vor. Sihung der Stadtverordneten. sammlung. Demgemäß beschließt auch die Mehrheit der Ber Die Bestimmungen über Zulassung von Installateuren zur Ausführung von Anlagen im Anschluß an das Gasund Wasserwerk werden wie folgt angenommen: § 1. Personen, welche Anlagen im Anschluß an das Gas- und Wasserwerk der Stadt Gießen ausführen wollen, haben die Erteilung eines Zulassungsscheins bei dem Bürgermeister zu beantragen. Sie müssen ihren Wohnsitz oder eine gewerbliche Niederlassung in Gießen befizen und sich über ihre Befähigung ausweisen. § 2. einem eb. Lehrer 3 meindeschule zu Eh mit einem ev. Lehre Gemeindeschule zu mit dem gefeglichen meffenden Behalt Wie uns mitg ber von dem Großb gegebene erfte Jahresb Jahrbuchs für 1901, Derfelbe enthält die herzogtum angestellten den internationalen V fichtlichen Tabellen zuf Stationen 2. Ordnung ausführlicher Weise zu ben füblichen refp. nör Ergebniffe von noch 4 aufgenommen, die in Land verteilt sind D Bemerfungen zu ten Stationen 2. und 3. terungsübersicht für d Rarte, auf der die V 1901 im Bereich des geftelt ift. Die Zulassung erfolgt auf jederzeitigen Widerruf durch Ausfertigung eines Zulassungsscheins durch den Bürgermeister." § 3. Der Installateur hat vor der Zulassung diese Be ſtimmungen und die Vorschriften über die Ausführung von Anlagen im Anschluß an das Gas- und Wasserwerf der Stadt Gießen als für ihn verbindlich anzu erkennen. Er ist für alle unter seinem Namen ausge führten Anlagen und Arbeiten verantwortlich und wird durch die erfolgte Abnahme seitens der Stadt, von seiner Berantwortung nicht entbunden. Ebenso werden die Vorschriften über die Ausführ ung von Anlagen von Gas- und Wasser- Installation von der Versammlung nach furzer Debatte gut geheißen. Hiernach ist dem Gaswerk der Verkauf von Kronenund Lustres untersagt. Den Privat- Gewerbetreibenden, aber die Herstellung von Gas- und Wasserleitungen vom Gasometer oder vom Wassermesser ab an frei gegeben. Gießen, 22. Dezbr. 1902. ( Schluß der Verhandlung vom Montag.) Stadtv. Leib w.ist darauf hin, daß eine ganze Anzahl von Einwohnern bereits einer Ster bekasse angehören, ganze Gewerbe haben eine solche Einrichtung bereits, z. B. die Gastwirte, die Mitglieder des Ots- Gewerbevereins, der Arbeiterverein u. A. Es sei festzustellen, wie viele Personen bereits solchen Kassen angehören, um danach zu berechnen, wie viele Einwohner eventuell zur Versicherung bei der Stadt noch übrig sind. Ständen aber erst diese Zahlen fest, dann könne man beurteilen, ob in Gießen für die vorgeschlagene Einrichtung ein Bedürfnis vorliege oder nicht. Stadto. Kirch erklärt, er freue sich der Bedenken, die aus der Mitte der Versammlung gegen die Vorlage laut geworden und die sich dem Widerspruch gegen die Ausführung des Projekts der Finanz- Deputation anschließen. Er vermisse für eine solche Kasse das Vorliegen des Bedürfnisses hierzu. Es giebt in Deutschland seines Wissens feine Stadt, die die hier vorgeschlagene Enrichtung hat. Beigeordneter Georgi's Meinung nach gehe die hier vorgeschlagene Lebens- und Rentenversicherung über diejenige Aufgabe hinaus, welche eine Stadt zu erfüllen hat. Es warten andere wichtigere Aufgaben ihrer Lösung, die dringender und notwendiger seien. Stadtv. Dr. Gutfleisch tritt dem gegenüber mit großer Wärme für den Gedanken ein. Man solle die Bedenten vorläufig alle bei Seite sehen und beschließen, die Angelegenheit weiter betreiben zu lassen, um eine zahlen mägige Unterlage über die Ausführbarkeit der Sache zu erhalten. Der Einwand, daß es noch keine Stadt in Deutschland giebt, die solche Einrichtung, wie sie für Gießen vorgeschlagen, sei für ihn nicht durchschlagend. Er habe aber auch im Gegensatz zum Kollegen Georgi die Meinung, es sei die Aufgabe der Gemeinden, im Anschluß an die sozialpolitischen Maßnahmen des Staates, derartige Einrichtungen zu schaffen, wie sie vom Oberbürgermeister und der sozialpolitischen Kommission hier vorgeschlagen seien. Man denke doch an die Lösung der Wohnungsfrage in anderen Städten, die man als sozial- politische Maßnahme freudig begrüßt und die hier angeregte Sterte- und Rentenversicherung durch das städtische Gemeinwesen sei nichts anderes. Würde derselbe von uns verwirklicht, so würde damit die Förderung des Wohls einer Anzahl Bürger erreicht. Redner erklärt, er würde es bedauern, wenn man den Antrag etwa ablehne. Die ganze Angelegenheit sei es wert, sorglich geprüft und überlegt zu werden, es wäre bedauerlich wenn der gute Gedanke, der darin steckt, nicht verwertet würde. Dr. Gutfleisch schlägt zu beschließen vor, die Versamm lung nimmt die Vorlage des Oberbürgermeisters mit Dant entgegen und beantragt die sozialpolitische Kommission, an welche die Vorlage zurückverwiesen wird, die Sache weiter zu betreiben. Der Oberbürgermeister spricht Dr. Gutfleisch seinen Dant aus für die der Vorlage gegenüber geäußerte Anerkennung. Stadtv. Pirr ist der Ansicht, man solle die Sache im Auge behalten. Stadtv. Hau bach ist kein Gegner des vom Oberbürgermeister angeregten Gedankens. Er würde bereit sein, dafür zu stimmen, mit der Sterbekasse einen Versuch zu machen. Bei einem zu gewährenden Sterbegeld von 300-600 Mat habe die Sache gar keine Gefahr, später, wenn sich die Kasse eingebürgert, fönne man schrittweise vorgehen und dieselbe zur Rentengewährung ausbauen. Stadtv. Heiligenstädt hält die Angelegenheit für wichtig und interessant, so daß es lohrt, später zu versuchen, daraus etwas praktisches zu machen. Beigeordneter Georgi weist darauf hin, daß die Stadt ihren Bürgermeister zur Zeit für wichtige und dringende Aufgaben nötig hat, die wenigstens für gewisse Zeit, dessen volle Arbeitskraft in Anspruch nehmen, schon darum, abgesehen von anderen Gründen, müsse die Ausführung des Gedankens für später verschoben werden, deshalb stelle er den Antrag, die Vorlage zurückzustellen und zu beschließen: die sozialpolit sche Kommission erhält feinen Auftrag, die Vorlage weiter zu bearbeiten. )[ Eine neue Bismardanstoote] wird gelegentlich des foeben erfolgten Todes des Advokaten Cresson in Paris von einem seiner Freunde erzählt. Cresson war in den lezten Monaten des Schreckensjahres 1870/71 Polizeipräfekt von Paris und begleitete Jules Favre, der damals französischer Minister des Aeußern war, nach Versailles, um mit Bismarck über die Bedingungen eines Waffenstillstandes zu unterhandeln. ,, Bir sprachen," so schilderte Cresson diese Entrevue, zuerst von den LebensmittelConvois, die in die ausgehungerte Hauptstadt einziehen sollten. Ich bin sehr zufrieden," sagte Bismarck ,,, alles ist gut arrangiert, und ich werde glücklich sein, wenn ich die ersten Lebensmittel- Convois in Paris einziehen sehe. Die Proviantzufuhr wird viel zur Hebung der Moral der Bariser beitragen." Diesen Spott fonnte ich nicht unbeantwortet lassen:„ Sie täuschen sich, Excellenz," sagte ich, ,, und tennen sicher weder die Pariser, noch ihren Moralzustand; ihre Moral ist ganz vortrefflich, und wenn man Paris gefragt hätte, würde es den Waffenstillstand ablehnen, da ihm Ruhm und Vaterland höher stehen als Brod." ,, Ja, ja," lenkte Bismarck ein ,,, ich weiß wohl, daß es dort sehr tapfere Leute giebt, aber wenn in Deutschland ein General gewagt hätte, in einer Stadt, die keine Citadelle besiẞt, eine Bevölkerung von 2 Millionen dem Hunger preiszugeben, würden wir ihn einfach kriegsrechtlich verurteilen lassen." Cresson pflegte dann noch eine ansprechende Scene zu schildern, die sich zwischen Bismarck und Jules Favre abspielte. Bismarck ergriff Favres Hand und führte ihn zu Cresson, wobei er sprach:„ Sehen Sie, das ist der beste, edelste, treueste Republikaner, den ich je im Leben lennen gelernt habe!" Mit Cresson ist einer der legten Augen- und Ohrenzeugen der Ereignisse in Versailles aus dem Leben geschieden )-([ Sich, das Gute liegt so nah...] Bekanntlich wurde zu Brunnen in der Schweiz der Berliner Defraudant Reßler verhaftet, der der Bank für Handel und Industrie 700 000 Mart unterschlagen hat. Nachträglich wird bekannt, daß Reßler in einem Hotel eines anderen Schweizer- Kurorts, Vignau, kurz vorher einer fröhlichen Gesellschaft mitangewohnt hat, in der zufälligerweise fast nur von ihm und seinem ,, Millionenraub" die Rede war. ,, Nicht wahr," meinte einer der Anwesenden zu Neßler ,,, wenn wir den Neßler erwischen und die 3000 Mark Belohnung einstecken könnten, das wäre ein hübsches Weihnachtspräsent!" Reßler bejahte lebhaft und beteiligte sich an den Konjekturen, 100hin er selber wohl seine Schritte gewandt haben möge. Er mag froh gewesen sein, als er endlich, ohne Aufsehen zu erregen, sich drücken konnte. Unter den Hotelgästen soll es aber lange Gesichter gegeben haben, als kurz darauf bekannt wurde, wen man sich hatte ent= schlüpfen lassen - Kasernenhofblüte. Unteroffizier: ,, Nun, wird's bald? Heraus mit der Sprache! Was haben Sie zu Ihrem Kameraden gesagt? Reden Sie nur frisch von der Beber weg! Wozu haben Sie denn Ihre Leber!" Kebraus. [ Politische Jahres- Rückschan.] ( Feuriger Galopp. Der Reigen der Monate. Schlechte Zeiten. Stille Stunden Babylonische Sprachverwirrung. Dämmernde Böffer. Eine Gefahr im Osten. Am Grabe eines Heldenvolkes.) - - DP. Wenn ein Tanzreigen zu Ende geht, dann pflegen die Musikanten noch einmal mit legter Kraft einen feurigen Galopp aufzuspielen, der in immer schnelTerem Tempo verläuft und schließlich in rasendem Geschwindmaß mit einem schrillen Tone endigt; es hüpfen, getrieben von den fanatisierenden Klängen, die Paare in wilder Haft vorüber, sodaß sie zuletzt wie Schemen, nur noch in ihren Umrissen erkennbar, durcheinander wirbeln. Aehnlich erscheint dem politischen Wochenplaude rer der Reigen der Monate, die er, nachdem die Weihnachtsglocken verklungen sind und die Sylvesternacht mit Riesenschritten heraneilt, noch einmal vorüber ziehen läßt. In einem hat das abgelaufene Jahr uns Wort gehalten. Der Friede ist ungestört erhalten geblieben, wenn auch manchmal im Orient und im Occident die Flammen einer Volkserregung aufzüngeln wollten. Im Orient mar es die macedonische Bewegung, die dem Völkerareopag Gefahren brachte, im Westen ist es die venezolanische Frage, die allerdings anscheinend ebenfalls bald zum Kehraus antreten wird. Wort gehalten haben leider aber auch die mißlichen Geschäftsverhältnisse, die zu Beginn des Jahres KaufLeute, Industrielle, Landwirte, Arbeiter und Finanzminister mit schwerer Sorge erfüllten. Die Kaufleute hatten unter dem Geldmangel zu leiden, die Industriellen und die Arbeiter wurden durch die vorangegangene lleber produktion und die Ueberlastung des Marktes zur Untätigkeit verurteilt, den Bauern, insbesondere den rheinischen Weinbauern erfror die Ernte und was der Frost verschonte, fiel dem Hagel zum Opfer. Die Finanzminister aber gehen hinter dem Leichenzuge, wenn man einen guten Geschäftsgang zu Grabe trägt. Wir können am Kehraus des Jahres nur den herzlichen Wunsch hegen, ** Als Leiter pertes ist von der St offentlicher Sigung der und Wasserwerk Frahm Herr Frahm, welcher al die neue Stellung im Die nech feine Thätigte ** Turnverein bas Biel vieler Famil Turnhalle des hi figen laffen es sich unsere T in ihrem Verbande zu and immer wieder neue gern besucht werden, wieder. Bis auf den mer spät fam, mußte m fein. Der Krauße's flott gespielte Fest- Duve etwas getragene Gefar ( gefungen vom Sänger wirdig ein. Die näch bon der kleinen Dtti Ried Wiegand und Ser Weihnachtsrose". Frisc Oberbürgermeister Mecum teilt spezifiziert mit, wie fich die gesamten Kohlen des Städtischen feftricitätswertes zusammen seßen. Dasselbe hat der Stadt mit den Kohlen des Grunderwerbes ca. 894000 Mr. zu bauen und einzurichten gekostet, so daß eine Creditüberschreitung dabei zu fonstatieren ist, welche die Genehmigung der Versammlung findet. Um den Konsum des elektrischen Stromes zu heben und rentabler zu machen, wird mit Zustimmung der Versammlung der Preis für Elektricität pro K. w Stunde für Beleuchtungszwecke von 65 auf 50 fg, für Kraftmaschinen von 25 auf 20 Bfg mit Wirkung vom Januar an ermäßigt. Das Bedürfnis zur Ausdehnung des Wirtschaftsbetriebes des Franz Wiegand( Felsing- Neuen- Weg) auf ein neu eingerichtetes Bereinszimmer und des H. Hettler für eine vor dessen Hause zu errichtende Veranda wird von der Versammlung anerkannt. Ebenso wird betr. eines Gesuchs Graßfeld Steinstraße 23 entschieden, welches in einem als Wirtschaft benutzten Raum einen Laden errichten will und daher ein anderes Zimmer für Wirtschaftszwecke konzessioniert wünscht. B Daz Daio wieder ein primer auch oura) umjer wirtschaftliches Leben geht, daß die Sorge ihren Kehrmus tanzt, um im nächsten Jahre dem Glücke eines geord. neten Geschäftslebens zu weichen. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Ernannt wurde der Forstaccesist Adolf Keil aus Melbach bei Friedberg zum Forstassessor. Versezt wurden die Hauptsteueramtsassistenten Friedrich Bollbac zu Gießen und Franz Wißner zu Worms in gleicher Diensteigenschaft an das Hauptsteueramt Maing, bezw. Gießen. Der Hochbauaufseher bei dem Hochbauamt Dieburg Philipp Haller mit Wirkung vom 1. Januar 1903 an als Hochbauaufseher nach Gießen. Einen ähnlichen Stillstand, wie das wirtschaftliche Leben hat auch die Politik za verzeichnen. Die Tarifvorlage drückte wie ein Alp auf die gesamte Tätigkeit der Reichsbeamten und des Parlaments, und wenu nicht im Reichstag die Urheber des Antrags Kardorff, des Antrags Aichbichler und des Antrags Spahn zuYetzt einen flotten Galopp als Rehraus angestimmt hatten, dann würden wir auch noch in dem nächsten Jahre nicht mit gesezgeberischen Aufgaben vorwärts kommen. brei Kinder ihrer Auf lums. Die Haupinu Dieses Mal hatte die ters gewählt, ein Fami Beihnachteabens" oder Dito Trendies führt glückliches Familienlebe Umgang und schlechten andern Seite aber brin Anblick eines Weihnacht Bemät eines Verlorener des Theaters drückte Reggermeister Birr in reich Erschienenen im daß fie gelommen find, feier mit zu verherrlich teren und besonders Einbrud mt hinterl Berlosung, wobei noch ** Das Großh. Regierungsblatt, Beis lage Nr. 29., ausgegeben am 22. Dezember enthält u. a. Bekanntmachung, Borarbeiten und Vermessungen für eine elektrisch zu betreibende Nebenbahn von Darm stadt über Nieder- Ramstadt nach Ober- Ramstadt betr. Summarische Hebersicht der Rechnung Großh. Landeswaisenfasse zu Darmstadt für 1901/02. Konkurrenzeröffnungen. Erledigt sind u. A. eine mit staatsbürgerlichen Freiheit. Aber es wird noch lange dauern, bis dem staatlichen Bevormundungssystem einmal zum Kehraus aufgespielt wird. Erstens, weil das russische Volf in seiner Mehrzahl für ein verfassungsmäßiges Da sein noch nicht mündig genug ist, sodann aber auch weil die weitschauende internationale Eroberungspoli it gelähmt wäre, wenn die vielerlei Völkerschaften, die zum Zarenreiche gehören, durch die Verfassung zu einem eigenen, bewußten Dasein erwachsen würden. Die Verfassung würde ähnliche Verhältnisse zeitigen, wie in Desterreich und auf dem Balkan, während der absolutistische Staat in Gemeinschaft mit Frankreich in Etappen das Herrschaftsgebiet immer weiter nach Ostasien vorschieben kann, we allmählich trok der englisch- japanischen Gegenseitigkeitsversicherung dem englischen Imperium eine ernste Gefahr erwächst, eine Gefahr, die einmal den Kehraus für das Uebergewicht Englands in Ostasien bedeuten kann. Im benachbarten Oesterreich haben sich inzwischen die politischen Verhältnisse fast bis zur Unentwirrbarkeit verschlimmert. Offenbar ist icht eine der schlimmsten Krisen in dem Bestande jener Monarchie eingetreten, denn unter den einzelnen Völkern, aus denen sie sich zusammensetzt, herrscht eine vollständige babylonische Sprachverwirrung. Die Deutschen in Böhmen und die Tschechen wollen nicht mehr miteinander leben, die Polen schlagen auf die Ruthenen los, die Ungarn auf die Sachsen und zwischen den beiden Reichshälften herrscht eine solche Verstimmung, daß man wirklich im Ernste die Frage aufwerfen darf, ob nicht die heutige staatsrechtliche Ordnung zum Kebraus antritt, wenn einmal der Kaiser Franz Josef seine Augen schließt. Das Schlimme in der gegenwärtigen Lage ist die Tatsache, daß auch das wirtschaftliche Leben in Desterreich in einer äußerst mißlichen Verfassung ist. Die Industrie vor allem hat nicht die gewünschten Fortschritte gemacht und je mehr sich die Verhältnisse entwickeln, um so mehr wird gerade die Eifersucht zwischen der ungarischen und der österreichischen Industrie zu einer wachsenden Verstimmung zwischen beiden Monarchien beitragen. In Rußland hat in dem ablaufenden Jahre die unterwühlende und zersetzende Arbeit innerer Gärungen weitere Fortschritte gemacht. In dem gleichen Maße, wie die ehemals selbständigen, inzwischen mit dem Zarenreich vereinigten Staaten ihrer alten Rechte entkleidet werden, wächst in dem eigentlichen Rußland das Streben nach der Tang war wie immer& Der Fechtverb Weihnachtsfeit im P Erde, wie man zu tigneter Lieder und Dafür hat freilich das Britentum in Afrika sesteren Fuß gefaßt und ein braves edles Volk hat für die Erhöhung der britischen Weltstellung verbluten müssen. Die ganze gebildete Welt aber trauert mit den verarmten Buren um Das verlorene Glück mit um so tieferem Schmerze, als es zweifellos keine Möglichkeit zu einer neuen Antonomie mehr gibt. Der Friedensvertrag von Vereeniging war der unwiderrufliche Kehraus für ein braves und achtunggebietendes Volk. Das Beste aus den wisblättern. Wannesstolz. „ Es scheint, deine Frau muß regelmäßig das lezte Wort haben?" ,, a.. aber ich dent' mir immer noch was dazu!" Bet Es ist uns ein folche Familien überwi verstorben ist und noch Meldungen find borzubringen. Sonderbar. So sind die Männer! Wenn mein Mann auf Reisen ist, schickt er mir jeden Tag eine Ansichtskarte mit hundert Küssen; wenn er aber zu Haus ist, gibt er mir alle 6 Wochen' mal' n Ruß!" Ein angenehmes Gefängnis. Fremder: ..Sind denn so arge Verbrecher in diesem Gefängnis, daß so viele Wachposten da an der Mauer stehen?" Wärter: Die stehen blos da, damit uns die Kerle, die vorne enitaljen werden, nicht hinten über die Mauer wieder hereinsteigen." Gießen, 24. D Die Armen- D Beta In der Zeit vom gefunden: 2 Borte in biefiger Stadt mit Begen Aleider verloren: 1 gol graue und 1 Gießen, den Großherzo Neuheite Massen- Auswa Muffe, Boas, J. Kreuzplatz 10 ehrheit der Be von Installateure uß an das Gal mmen: Anjchluß an da ießen ausführe einem eb. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Ehringshausen, Kr. Alsfeld, die mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Münster Kr. Friedberg, sämtlich mit dem geseglichen, nach dem Dienstalter sich bemeffenden Gehalt. Wie uns mitgeteilt wird, ist in den letzten Tagen der von dem Großh. Hydrograph schen Bureau herausgegebene erfte Jahresband des Deutschen Meteorologischen и eines der Weihe des Tages entsprechenden Einafters wurde die Feststimmung noch bedeutend erhöht, sodaß man nach Verlebung recht gemütlicher Stunden den Heimweg gern antreten fonnte. ** Die„ Contentia" war am 1. Feiertag Abend auf der Schönen Aussicht" zu recht familiärfröhlicher Weihnachtsfeier versammelt. Die Räume waren viel zu eng, so zahlreich hatten sich die Mitglieder eingefunden. Weihnachtslieder und eine muntere Bulaffungsscheint Jahrbuchs für 1901, Großherzogtum Hessen" erschienen. Verlosung hielt die Contentianer bis zu später Stunde Sie müssen ihren Derselbe enthält die in genanntem Jahr in dem Groß- versammelt. Der Erlös ist zufriedenstellend. Niederlaffung in gung ausweilen herzogtum angestellten meteorologischen Beobachtungen nach den internationalen Vereinbarungen bearbeitet und in über Seitigen Widerruf Stationen 2. Ordnung Darmstadt und Gießen sind in berg" vor ausverkauftem Hause zur Aufführung. Zu besichtlichen Tabellen zusammengestellt, die Beobachtungen der scheine durch den ausführlicher Weise zum Abdruck gekommen, als typ sch für den südlichen resp. nördlichen Landesteil; außerdem sind die Ergebnisse von noch 41 weiteren meteorologischen Stationen ** Stadttheater. Nachdem am 1. Festtag auch für das Theaterpersonal Feiertag gewesen, gelangte am zweiten Weihnachte tag Nachmittag bei kleinen Preisen" Alt- Heidel wundern ist nur die Geduld des hiesigen Theaterpublikums, immer wieder mit diesem Stück bedient zu werden. Könnte dies denn nicht vom Repertoir verschwinden? Abends ging lafſung dieſe Be. aufgenommen, die in zweemäßiger Weise über das ganze das drefaltige Schauspiel„ Im bunten Rod" von Franz die Ausführung Land verteilt sind Der Textteil enthält u. a. erläuternde as und Waffer. Bemerfungen zu den Tabellen, die Ortsbeschreibungen der berbindlich anzu n Namen ausge Stationen 2. und 3. Ordnung und eine furzgefaßte Witterungsübersicht für das Jahr 1901. Beigelegt ist eine portlich und wird Rarte, auf der die Verteilung der Niederschläge im Jahr 1901 im Bereich des Großherzogtums in Farbendruck darder Stadt, von ber die Ausführ auf von Kronen gestellt ist. ** Als Leiter des städtischen Elektrizitätsaffer: Installation wertes ist von der Stadtverordneten Bersammlung in nicht atte gut geheißen. öffentlicher Sigung der Assistent des Direktors vom Gasund Wasserwerk Frahm durch die Stadtverordneten ernannt. ewerbetreibenden, Herr Frahm, welcher als tüchtiger Gastechniker gilt, wird Baſſerleitungen die neue Stellung im Nebenamt verwalten, also dabei vor wie nach seine Thätigkeit auch dem Gaswerk widmen. effer ab an frei spezifiziert mit, runderwerbes ca chten gekostet, so ifonflatieren ift ung findet. Um zu heben und mung der Ver ro A. w Stunde 5 auf 50 fg, f 20 Bfg mit Das Be aftebetriebes des Beg) auf ein neu H. Hettler für eranda wird vo wird betr. eine schieden, welches um einen Laden t. ** Turnverein. Am Abend des 2. Feiertages war das Ziel vieler Familien und junger Leute die geräumige " Städtischen Turnhalle des hi figen Turnvereins. Nach altem herkommen jegen. Dasselbe laffen es sich unsere Turner nicht nehmen, Weihnachten auch in ihrem Verbande zu feiern und daß diese Feste immer und immer wieder neue Anziehungskraft, immer und immer gern besucht werden, dafür zeugte der diesmalige Besuch wieder. Bis auf den letzten Stuhl war die Halle gefüllt, wer spät fam, mußte mt einem bescheidenen Plaße zufrieden fein. Der Krauße'sche Turnermarsch Gut Heil", eine flott gespielte Fest Ouverture von Guttlöber und dann der etwas getragene Gesang:„ Es ist ein Ros' entsprungen" ( gesungen vom Sängerchor des Vereins) leiteten den Abend würdig ein. Die nächste Nummer des Programms war die von der kleinen Ottilie Birr und den beiden Knaben Rieb Wiegand und Semmler ausgeführte Deklamation:„ Die Weihnachtsrose". Frisch und ohne Stocken entledigten sich die drei Kinder ihrer Aufgabe zum großen Beifall des Publi fums. Die Haupinummer war wieder ein Theaterstück. Dieses Mal hatte die Direktion ein solches ernsteren Charafters gewählt, ein Familienbild aus dem Volk heraus:„ Am res Zimmer für Beihnachte abend" oder„ Verloren und wiedergefunden" von Dito Trendies führt vor Augen, wie leider so oft ein glückliches Familienleben untergraben wird durch schlechten Umgang und schlechten Lebenswandel des Vaters. Auf der andern Seite aber bringt das Stück bildlich wie mächtig der Anblick eines Weihnachtsbaumes, Weihnachten selbst auf das Gemät eines Verlorenen wirfen fann. Nach Beendigung des Theaters drückte der Vorsitzende des Vereins Herr Meßgermeister Birr in recht herzlich- frischer Weise den zahlreich Erschienenen im Namen des Vorstandes den Dank aus daß sie gekommen sind, um den Turnern ihre Weihnachtsfeier mit zu verherrlichen, wünschte aber auch, daß die heiteren und besonders ernsteren Vorführungen einen tiefen Eindruck mt hinterlassen möchten. Es folgte dann eine Berlosung, wobei noch mancher Scherz zum Ausdruck fam. Tanz war wie immer der Shluß des angenehmen Abend. Reiten. t Adolf Reil out Versest or. edrich Bollbat Borms in gleidhe t Mainz, bezn hbauamt Diebu Januar 1903 a blatt, Bei Dezember enthäl nd Bermejfunge bahn von Darm wer- Ramstadt bett echnung Großh ir 1901/02. du. A. cine mit wird noch lange ungsi tem einmal , weil das ruistiche jungsmäßiges De 1 aber auch weil die gepoli if gelähmt Die zum Zarenreid eigenen, bewußten jung würde ähm rreich und auf dem at in Gemeinschaft chaftsgebiet immer ws allmählich trok tsversicherung dem r erwächst, eine Ge lebergewicht Eng in Afrifa festeren at für die Erhöhung müssen. Die ganze rarmten Buren um m Schmerze, als es neuen Antonomie Bereeniging war raves und achtung Mannesstols elmäßig das legte dent' mir immer änner! Wenn mein zir jeden Tag eine enn er aber zu Haus gnis. Fremder diesem Gefängnis Der Mauer stehen?" it uns die erle, di n über die Mauer Der Fechtverband Gießen- Lahr feierte sein Weihnachtsfest im Postfeller. Stein Apfel fonnte zur Erde, wie man zu sagen pflegt. Durch Vortrag geeigneter Lieder und Kouplets sowie durch Aufführung Bekanntmachung. dung wegen nicht v. Schönthan in Szene. Auf eine nähere Bespre fönnen wir heute des gedrängten Raumes eingehen, doch dürfte Herr v. Stahl als Hans Wiedeprecht etwas weniger schwulstig thun. Frl. Margarethe Feige und Herr Heinrich Gerlach entledigten sich ihrer Rolle mit gutem Geschick, ebenso Herr Ramseyer. Bei der Wiederholung des gestrigen Lustspiels am morgenden Sonntag hofft man auf etwas mehr Sicherheit der Mitwirkenden. ** Dem auf dem letzten Verbandstag der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften zu Darmstadt erstatteten Jahresbericht entnehmen wir, daß dem Verband zur Zeit angehören: 3 Zentralgeschäftsanstalten, 365 Spar- und Darlehensfassen, 122 Bezugsgenossenschaften, 29 Molkereigenossenschaften, 10 Winzergenossenschaften, 16 sonstige Genossenschaften, zuſammen 545 Genossenschaften, mit 55,250 Mitgliedern. Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Verwaltungsrevision fand eine freiwillige Rechnungsrevision auf dem vom Verbande hierzu eingerichteten Rechnungsrevisionsbureau statt, welches immer mehr von den Verbandsgenossenschaften in ihrem eigenen Interesse benutzt wird. Die Geschäftsthätigkeit der einzelnen Verbandsgenossenschaften zeigt ein stetiges Vorwärtsschreiten. trug: im Jahre 1901 der Gesamtumsak aller Genossen schaften 120 272 264 Mt. gegen 103 780 329 im Jahre 1900. Im gleichen Zeitraum stiegen die Aktiva um 5 279 138 Mk. die Passiva um 5 213 777 Mf. der Reingewinn ist um 72477, der Verlust um nur 7116 größer geworden. Nach der Wiederwahl des Verbandsdirektors Geh. Regierungsrat Haas und dessen Stellvertreters Defonomierat Dettweiler hielt der Generalsekretär Dr. Neumann- Darmstadt einen Vortrag über„ Die Organisation der genossenschaftlichen Vieh verwertung in Deutschland". Der Redner setzte die Bedeutung und den Umfang der Viehhaltung, namentlich für den Mittel- und Kleinbesit auseinander, schilderte dann die derzeitigen Schäden der vielen beim Viehhandel beteiligten Zwischenglieder, sowie die Reformen, welche auf diesem Gebiete durch die Gesetzgebung oder landespolizeiliche Verordnung und durch Selbsthilfe( durch Gründung von Viehverkaufsund Schlächtereigenossenschaften) angestrebt werden. Schließlich empfahl der Vortragende, daß, wenn das Bedürfnis der Errichtung von Viehverwertungsgenossenschaften in Hessen vorliege, diese dann auch an die Berliner Viehzentrale angegliedert werden müßten. Zum Schluß referierte der Verbandsdirektor Geh. Regierungsrat Ha a s- Darmstadt über„ Das Salpeterunternehmen der deutschen Landwirte", indem er die Gründe für die Errichtung der Aktiengesellschaft Deutsche Salpeterwerke zu Hamburg" hervorhob und auf die Endziele, welche diese Gesellschaft anstrebe, näher einging. ** Seltene Jagdbeute. Aus Burg- Gemünden in OberBekanntmachung. Es ist uns ein Waggon Briketts zur Verteilung an Das Armenamt befindet sich vom 29. Dezember d. I. solche Familien überwiesen worden, in welchen ein Elternteil ab im 1. Stocke des Hauses Neuen- Bäue Nr. 43. verstorben ist und noch schulpflichtige Kinder vorhanden sind. Gießen, den 19. Dezember 1902. Meldungen sind bis zum 3. Januar f. J. bei uns Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. vorzubringen. Gießen, 24. Dezember 1902. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Mecum. Bekanntmachung. In der Zeit vom 20. bis 27. Dezember 1902 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Haudtäschchen mit Inhalt, 1 Henkelfrrb mit Inhalt, 1 Gegenschirm, Briefmarken und 1 Gürtel aus Kleiderstoff; verloren: 1 gold. Damenuhr, 1 gold. Medaillon, 1 graues Perlentäschchen, i wollene Viehdecke und 1 Brodsack. Gießen, den 27. Dezember 1902. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Neuheiten in Pelzwaren Massen- Auswahl. 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Jahre alter Schuhmacher, der von seiner Frau getrennt lebt, in deren Wohnung in einem Hinterhause der Rotlintſtraße ein und feuerte auf die unglückliche Frau, die mit ihren 7 Kindern zu stiller Feier vereint war, einen Schuß aus einem Flobertgewehr ab. Die Kugel drang ihr in den Nacken. Außer dem brachte der verkommene Trunkenbold der Frau auch noch schwere Hiebwunden an der Stirn bei. Ein Schutzmann nahm ihn fest. ** Vom Main, 26 Dezember.( Glückliche Begend.) Unter den 77 Gemeinden des unterfränkischen Amtsbezirks Gerolzhofen sind 31, die feine Umlagen erheben. Darmstadt, 26. Dez. Das Befinden des Prinzen Dieter zu Isenburg- Büdingen hat sich so weit gebessert, daß man begründete Hoffnung auf Erhaltung seines Lebens hat. Allerdings konnte die Kugel bis jetzt noch nicht entfernt werden. Prinz Dieter ist der Sohn des in Büdingen lebenden Prinzen Alfred zu Isenburg in Büdingen. ** Wiesbaden, 26. Dez. Entgegen der vielfach auftauchenden Mitteilung, unser Intendant Stammerherr v. Hülsen solle Intendant der Kgl. Schauspiele in Berlin werden, schreibt Herr v. Hülsen selbst aus Berlin an einen hiesigen Herrn...:« Beruhigen Sie sich, ich bleibe Wiesbaden erhalten". Kassel, 26. Dez. Die Konservativen und National sozialen unseres Reichstagswahlkreises unterhandeln wegen Aufstellung einer gemeinsamen Kandidatur. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag nach Wihnachten, den 28. Dezember Gottesdienst. In der Stadtkirche. Worm ttags 9.30 Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Scheunemann. Sylvester, deu 31. Dezember Abends 6 Uhr: Pfarrer Scheunemann. Neujahr, den 1. Januar Vormittags 9 30 Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittaps 5 Uhr: Pfarrer Scheunemann. In der Johanneskirche. Sonntag nach Weihnachten, den 28. Dezember: Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Siehe Stadtkirche. Sylvester, den 31. Dezember. Abends 8 Uhr: Pfarrer Euler. jad श Neujahr, den 1. Januar 1903. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Siehe Stadtkirche. Nach allen Gottesdiensten Sammlung für die Armen. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruderei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen Vergeht die hungernden Vögel nicht! Foulards- Seiden in hochaparten Mustern von 95 Pf. an und Seidenstoffe jeder Art in unerreichter Auswahl zu billigsten EngrosPreisen, meter- und robenweise an Private porto und zollfrei. Proben franko. Bricfporto 20 Pf. Seidenstoff- Fabrik- Union. Ham'nSienicht den kleinen Cohngesehn? Adolf Grieder& Cie Zürich G. 22. Dann müssen Sie zum Peter Minke gehn. Während den Feiertagen Große Hinternis- Rennen mit Concert. Gleichzeitig bringe ich meine vorzüglichen Getränke in befannter Güte in empfehlende Erinnerung. Für Hausbesiker.| Stadttheater Gießen. Suche in geeigneter Lage| Gießens Laden Sonntag, den 28. Dezember 1902: Zum zweiten Male! I'm bunten Rock worin Metzgerei errichtet oder übernommen werden Im Abonnement! 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