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Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weylar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'ſche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Politische Nachrichten. Politische Der Kaiser wird demnächst aus der Rominter Haide zurückkehren und bei der Heimfahrt den Offizieren des Leibhusarenregiments zu Langfuhr im Kasino einen Besuch abstatten. Ende Oktober finden die Leßlinger Hofjagden statt; Mitte November stattet der Monarch dann dem Grafen Tschirschfy- Renard in Großstreliß einen Jagdbesuch ab, nach deffen Beendigung er am 28. November der Einweihung der Ruhmeshalle zu Görlitz beiwohnt. Kronprinz Friedrich August von Sachsen, Armeekorps, wurde zum General der Infanterie befördert. General- Leutnant und tommandierender General des 12. Graf Posadowsky erklärte in der Tarifkommission, die verbündeten Regierungen seien einstimmig gegen jebe Erweiterung des Systems der Mindestzölle. Die in mehreren Blättern aufgetretene Meldung, daß der Reichskanzler persönlich den Agrariern eine Erhöhung der Getreidezölle um 50 Pfg. über die RegierungsVorlage hinaus zugesagt, hierfür aber die Zustimmung des Raisers nicht erlangt habe, wird der National- Zeitung" von zuverlässiger Seite als völlig unbegründet bezeichnet. Die Meldung, daß der deutsche Botschafter in Wien, Fürst Enlenburg, seine dienstlichen Funktionen Anfang November wieder aufnehmen werde, ist noch unbegründet. Vor Ablauf des ihm bewilligten Urlaubes von drei Monaten werde der Fürst selbst nicht in der Lage sein, über sein Verbleiben auf dem Wiener Posten eine Entscheidung zu treffen. Ein Widerspruch in der Gesetzgebung? Gleiches Recht für alle, so schreibt man der Straßb. Post", ist die Grundlage unserer Gesetzgebung, und doch können Fälle vorkommen, wo das Gesetz einem Stande Vorteile gewährt, deren ein anderer Stand nicht teilhaftig wird. Erkrankt z. B. ein im Sinne des bürgerlichen Gesetzbuches Angestellter, so geht er nach§ 616 dieses Gesetzes dadurch des Anspruches auf die ihm zustehende Vergütung nicht verlustig, er bezieht also für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit sein Gehalt weiter, muß sich jedoch den Betrag anrechnen lassen, welcher ihm für die Zeit der Verhinderung an der Ausübung seines Dienstes aus einer auf Grund gesetzlicher Verpflichtung bestehenden Kranken18] Entlarvt. Roman von Moriz Lilie. ( Nachdruck verboten.) G3 entging ihm nicht, daß Seraphinens Augen bei ihrem Auftreten suchend im Zimmer umherschweiften und daß sie ihm lächelnd zunickte, als sie ihn gewahrte. Aber erst als sie mit dem Teller herumging, um einzufasßeren, fand sie Gelegenheit, einige Worte mit ihm zu wechseln. " Sie haben lange auf sich warten lassen, Herr Ancelot", fagte sie in vorwurfsvollem Tone. " So haben Sie mich also vermißt, Emmy?" fragte der junge Mann geschmeichelt. " Gewiß", versezte sie unbefangen.„ Wir werden doch nachher ein paar Glas Bunsch zusammen trinfen, und wer hätte sie denn bezahlen sollen, wenn Sie nicht gefommen wären? Aber bitte, nennen Sie mich lieber Seraphine." Ancelot machte ein Gesicht, als habe er mit dem hohlen Bahn auf einen Kieselstein gebissen, während Seraphine mit ihrem Teller zu den nächsten Tischen tänzelte. " Sst sie erst meine Frau, dann will ich sie schon ziehen!" fagte er sich. Bis dahin freilich muß ich alles über mich ergehen lassen. Das Frauenzimmer iſt entseßlich naiv; es wird schwer halten, ihr das abzugewöhnen." Er war so mit seinen Gedanken beschäftigt, daß er kaum bemerkte, daß die Vorstellung zu Ende war, und erst durch das Geräusch der aufbrechenden Gäste wurde er darauf aufmerfiam gemacht. Wie am Abend zuvor trug auch heute wieder die Sängerin den rotschottischen Radmantel, als sie dicht neben Ancelot Blaz nahm. Als die beiden endlich aufbrachen, mußten ſie ſatirische Bemerfungen der noch im Lokale zurückgebliebenen Gäste hören; es waren sicherlich junge Männer dabei, deren Bewerbungen die Sängerin früher zurückgewiesen hatte. Der Abend war schön und mild. Arm in Arm schritt das junge Paar dahin. " Sagen Sie mir doch, was Sie eigentlich damit bezwecken, mich aufzusuchen und bis an meine Wohnung zu begleiten?" sagte Seraphine plöglich. Wenn Sie mich etwa zum besten haben wollen, dann geben Sie nur lieber gleich Fersengeld. Sie wären nicht der erste, dem ich eine sehr fühlbare Lektion gegeben hätte." Einige Augenblicke lang schwieg jener verblüfft; das Frauenzimmer wurde ihm immer unheimlicher. oder Unfallversicherung zukommt. Anders verhält sich die Sache bei Handlungsgehilfen und anderen im Osten seien mit Leichtigkeit für die Antisemiten 6 Wahlkreise zu erobern. Auch werde er in Gegenden, wo sonst Agitatoren Handelsgeschäfte angestellten Personen. Für diese kommt nicht hinkommen, den Antisemitismus hintragen. Nach seiner Rede wurden auf Ahlwardt wiederholt Hochs ausgebracht. Die Versammlung nahm im übrigen einen ruhigen Verlauf. Stuttgart, 25. Sept. Der Gemeinderat hat heute weise Aufhebung der kommunalen Fleischsteuer abgelehnt. nicht das bürgerliche Gesetzbuch in Betracht, sondern das Handelsgesetzbuch, und dieses verbietet in§ 63 die Anrechnung des Krankengeldes, welche§ 616 des bürgerlichen Gesetzbuches vorschreibt. Vielleicht giebt sich ein Rechtsgelehrter die Mühe, diesen Widerspruch auf einen von sozialistischer Seite eingebrachten Antrag auf zeitzuklären. -In der gestrigen Sißung der Zolltarif- Kommis sion wurde namentlich über die Zölle auf Cement, Petroleum und chemische Erzeugnisse debattiert. Es blieb fast durchweg bei den Beschlüssen der ersten Lesung, nur die Seidenzölle wurden zum Teil erhöht. Frhr. von Wangenheim stellte für die Plenarberatung eine Wiederholung seiner Anträge auf Bollfreiheit in Aussicht. Der frühere nat.- lib. Reichstags- Abgeordnete Dechelhäuser ist heute Vormittag auf seiner Besigung in Nieder- Walluf a. Rh. im Alter von 82 Jahren an Lungen- Entzündung gestorben. München, 25. Sept. Wie die Münchener Zeitung aus guter Quelle erfährt, wird trotz der diesbezüglichen Ankündigung des Reichstags- Abgeordneten Schädler, in Tuntenhausen das Centrum im Reichstage eine Interpellation über die bekannte Kaiser- Depesche betreffend die Kunstabstriche nicht einbringen, da eine einheitliche Auffassung in dieser Sache innerhalb der Partei nicht vorhanden ist. Der Abgeordnete Ahlwardt sprach am Mittwoch Abend in Berlin in Kellers Festsälen vor zirka 1500 Personen über das Thema:„ Das Judentum eine Weltmacht". Die Reichsbank nannte Ahlwardt eine Judenbank. Stark zog er gegen das Auskunftswesen zu Felde und fündigte an, daß er im Reichstage trasse Fälle über Mißbräuche dieses Auskur ftswesens zur Sprache bringen werde. Ueber die Gründe seines Wiederauftretens teilte Ahlwardt mit, daß es nach den vielen Bankkrachen und dem damit verbundenen wirtschaftlichen Niedergang gewaltig in ihm rumort habe. Er mußte sich wieder in die Bewegung stürzen und zum Volke gegen das Judentum reden. Da sei er zu seiner ersten Liebe", den deutschen Antisemitenbund, znrückgekehrt. Ec werde sich von nun an mit einem wahren Feuereifer in die ant semitische Agitation stürzen. Bei den nächsten Reichstagswahlen sollten die Gegner wirkliche Wunder erleben. Im " Ist Ihnen eine solche Artigkeit, eine derartige Huldigung, der Schönheit und Liebenswürdigkeit dargebracht, so sehr zuwider, Fräulein Seraphine?" fragte er dann in weichen Tönen. " Ach was, das ist fades Geschwäg!" fiel sie rasch ein; " damit fangen Sie mich nicht. Es giebt weit schönere Mädchen als ich, und liebenswürdig mag ich garnicht sein; die Männer sind alle Heuchler." " Glauben Sie nicht, das es Ausnahmen giebt?" " Meinetwegen, aber ich kenne feine." " So wird es mir Ehrensache sein, Sie davon zu überzeugen", sagte Ancelot, indem er den Arm des Mädchens wieder in den getäuscht worden zu sein, schlimme Erfahrungen gemacht zu seinigen legte und mit ihr weiter ging. Sie scheinen schon haben.. " Ach bewahre", unterbrach jene ihn in entschiedenem Tone. Soweit kommt es bei mir garnicht. Wenn ich merke, daß mich ein junger Mann zum Narren machen will, wird er von mir bei der ersten besten Gelegenheit und vor allem Publikum ganz gegehörig abgefanzelt, und wenn er sich nicht bei Zeiten aus dem Staube macht, giebt es vielleicht auch noch zulage." " Nun, dann bitte ich wenigstens unter den Bewerbern um Ihre Zuneigung einen Unterschied zu machen", sagte der junge fänftigen." Sehe ich aus wie ein Schurke, der darauf ausgeht, Mann ruhig und mild, um das erregte Mädchen wieder zu beharmlose und vertrauende junge Mädchen zu bethören? Nein, nein, Seraphine heiße, innige Zuneigung ist es, die mich ver= anlaßte, Ihnen zu nahen, mich um Ihre Gegenliebe zu bewerben." Bleiben Sie mir mit Liebe und Gegenliebe fern, das sind Faseleien, weiter nichts", versezte die Singspielhallendame in einem Tone, der gar feinen Widerspruch zu dulden schien. Wenn Sie sich wirklich zu mir hingezogen fühlen, dann heiraten Sie mich. Vorher aber weisen Sie mir nach, das Sie reich genug sind, um meine Ansprüche erfüllen zu können." " Sie haben es ausgesprochen, das Wort, in welchem mein höchster Wunsch gipfelt", rief Ancelot mit erheuchelter Wärme aus. Ja, heiraten, den Bund fürs Leben fnüpfen wollen wir, untrennbar und unlöslich." Wieder blieb Seraphine stehen. " Ist das Ihr Ernst, Ancelot?" fragte sie, ihn mit ihren schwarzen Augen fest ins Antlig schauend. ,, Genügt Ihnen mein Wort noch immer nicht?" ich auch eine Dame werden, welcher stets eine volle Börse zur " But, ich will Ihnen glauben. Aber wenn ich heirate, will Verfügung steht." - Wie die Hamburger Blätter erfahren, haben die in London gepflogenen Verhandlungen zu einer Verständigung zwischen der Hamburg- Amerika- Linie und der HamburgSüdamerikanischen Dampfschifffahrts- Gesellschaft einerseits und der Booth- Linie andrerseits über den Verkehr mit Nordbrasilien geführt, durch welche dem Konkurrenztampf der genannten Rhedereien definitiv ein Ende gemacht worden ist. Brüssel, 25. Sept. Die verstorbene Königin Henriette hat keinerlei Barvermögen hinterlassen, da sie seit Jahren Alles für die barmherzigen Schwestern hergegeben habe. Der Trauergottesdienst für die ber= storbene Königin fand gestern in der St. GudulaKirche statt, welchem der König, sowie der gesamte Hof beiwohnten. Die Polizei hatte große Vorsichtsmaßregeln getroffen, weil man Unruhen befürchtete. - Die Buren- Generale Botha und Delarey statteten gestern dem Präsidenten Krüger einen Besuch ab. Hierdurch werden die Gerüchte widerlegt, wonach zwischen Krüger und den Generalen ein gespanntes Verhältnis bestehe. Der frühere Präsident des Oranjefreistaates Steijn ist in Begleitung Fischers vom Haag nach Clarens abgereist. Paris. Ein Gerücht ist hier aufgetaucht, daß der Kaiser von Korea gestorben sei. Es seien ernste Verwicklungen zu befürchten. Die drei Elemente, die sich in Korea um den Einfluß reißen, das einheimische, das russische und das japanische Element, hätten in der That jedes einen eigenen Kandidaten für die Thronfolge. - " Nach einer Petersburger Times"-Meldung droht Finland ein neuer Staatsstreich. In den nächsten Tagen werde eine Reihe neuer staatlicher Geseze erlassen werden, Ich finde das ganz in der Ordnung, und ich würde nimmermehr heiraten, wenn ich meiner fünftigen Gattin dies nicht zu bieten vermöchte. Ich bin reich, Seraphine; ich fann schon jett Ihre Wünsche, selbst wenn diefelben weitgehender Art sein sollten, befriedigen. Später aber kann ich noch auf sehr große Summen rechnen." Wieviel nehmen Sie jekt jährlich ein?" Ancelot hätte das Frauenzimmer bei dieser dreisten Frage erdrosseln mögen, aber er bezwang sich. 3wanzigtausend Gulden", log er. " Das genügt zunächst für uns beide, später werden sich Ihre Einnahmen ja steigern. Wann gedenken Sie zu heiraten?" Sobald als möglich vorausgesetzt, daß Sie mir Ihre Hand reichen, Seraphine!" Na, das ist abgemacht, ich bin damit einverstanden, Ihre Frau zu werden und meinetwegen auch schon sehr bald; mir ist das einerlei." " Sobald die nötigen Formalitäten erfüllt und die erforder= lichen Papiere beschafft sind, kann unsere Verbindung erfolgen also in etwa zwei Wochen. Von der Frist des Aufgebots laffen wir uns gegen Zahlung einer Summe zu einem milden 3weck dispensieren." " Mit dem Direktor der Singspielhalle habe ich noch ein Jahr Kontraft, von dem er mich sicherlich nicht losläßt, da er recht wohl weiß, daß die meisten Gäste nur meinetwillen kommen. Aber das schadet nichts; ich fann auch ferner noch als Ihre Frau auftreten, wenn ich auch im Lokale in Zukunft Fräulein Seraphine heißen muß." " Wenn Sie noch Kontrakt haben, dann wird es wohl nicht anders gehen", sagte der Franzose langsam und gedehnt. Dann darf aber niemand erfahren, daß wir Mann und Frau sind. Meine reichen Verwandten würden mich verstoßen, und wir fämen um das reiche Erbe." " Das darf also nicht geschehen. Halten wir also unsere Vermählung so lange geheim, bis wir keine Nachteile mehr von deren Veröffentlichung zu fürchten haben. Ich kann verschwiegen sein, und ewig wird es ja doch nicht deuern." Also in zwei Wochen, lassen wir es dabei!" sagte Ancelot. „ Aber da sind wir schon an Ihrer Wohnung. Wie schade, daß Der Weg so furz ist und ich Sie schon verlassen muß!" „ Ich bedaure das durchaus nicht; denn ich bin sehr müde", erklärte Seraphine grob. " Sie reichte ihrem Verlobten die Hand, und mit einem kühlen Gute Nacht" verschwand sie im Hause. die den letzten Rest der konstitutionellen Privilegien Finlands und alle bisherigen Garantien öffentlicher und individueller Freiheit wegfegen und Finland bedingungslos zur russischen Provinz machen. Die Nachricht von dem Selbstmordversuch des Großfürsten Paul Alexandrowitsch ist ganz unzutreffend. Aus Schlangenbad wird uns berichtet, daß der Großfürst sich seit dem 2. September ununterbrochen zur Kur dort aufhält. - Als Antwort auf die amerikanische Note hat die rumänische Regierung alle Behörden angewiesen, den Juden keine Auslandspässe mehr auszufolgen. Infolgedessen wurden die bereits auf dem Wege nach der Grenze befindlichen Juden zurücktransportiert und den auf dem hiesigen Bahnhofe befindlichen Auswanderern die Weiterreise verweigert. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Berichtigung. Gern fommen wir heute diesem Wunsche nach, um das gestern in unserer Notiz über die Geburtstagsfeier der Frau Gastwirtin Schäfer in der Grünbergerstraße angegebene Alter der Gefeierten bon 74 auf 54 zu reduzieren. Wir freuen uns mit der Frau, daß sie noch nicht zu den ganz Alten gehört; ihr Frau, daß sie noch nicht zu den ganz Alten gehört; ihr darum auch die Bewirtung der Gäste noch recht lange Jahre beschieden sein kann und möge. - Das venezoelanische Kriegsschiff „ Restaurador" hat sich einer argen Verlegung des Völkerrechts schuldig gemacht. Es nahte sich unter der Unionsflagge der Stadt Ciudad Bolivar und bombardierte dann dieselbe, wobei im Fremdenviertel verschiedene Personen getötet und Baulichkeiten beschädigt wurden. Auf die energische Reklamation des Unionsgesandten in Caracas leistete die venezoelanische Regierung Abbitte wegen des Vorgehens des„ Restaurador". Peting, 23. Sept. Der Chef des deutschen Kreuzergeschwaders, Geißler, und der deutsche Geschäftsträger von der Goltz wurden heute im Sommerpalaste von dem Kaiser und der Kaiserin- Regentin empfangen. Die Audienz hatte einen sehr befriedigenden Verlauf. In längerem Gespräch gab die Kaiserin- Regentin den Wunsch kund, mit dem deutschen Kaiser gute Beziehungen zu pflegen. Sihung der Stadtverordneten. Gießen, 25. September. Bürgermeister Mecum eröffnete um 334 Uhr die erste Sigung nach den Ferien. Anwesend sind die Beigeordneten Georgi und Grüneberg, die Stadtverordneten Emmelius, Euler, Hanau, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Heyligenstädt, Huhn, Jann, Jugha dt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Pirr, Schiele und Wallenfels. Entschuldigt find Stadtv. Fuhr, Gafffy, Gutfleisch, Schäfer und Schaffstädt. aus der Mitte der Versammlung wird lebhaft ge wünscht, daß man sie klarstelle. Besonders sind die Stadtverordneten Haubach, Heichelheim und Hanau der Ansicht, daß man den von Launspach erhobenen Vorwurf der Ungerechtigkeit zu prüfen habe; sie hätten in der Kommission nur deshalb für Petri gestimmt, weil der Baurat Schmand für sie maßgebend gewesen set. Der Bürgermeister erklärt, er habe prinzipiell nichts gegen Launspach, doch sei er hinsichtlich seiner Arbeiten anderer Meinung, als die Aussteller der Zeugnisse. Kleinere Arbeiten solle Launspach bekommen. einigen weiteren Bemerkungen ist diese Angelegenheit borläufig erledigt. Dispense. - dem Bund daß das gehoben Gejud b eine Reily fam, wi Schweine Januar Nach Schwein bis 74 bis 190 Schwein berlieft& gabe des Gründe ge Birr fchlie fozialer für Mezg Sprache. dem Gef follte b werden. 1 Die Dispensgesuche von Bruno Büttner für die Frankfurterstraße, von Joh. Georg Pfaff für FrankfurterstraßeEcke Hillebrandstraße, der hier einen nach der Straße gehenden und sie wesentlich verschönernden Erfer errichten will, des Johannes Prang zur Errichtung eines Hintergebäudes in Löbers Hof, des Heinrich Launspach zur Errichtung eines Erfers in seinem Neubau in der Ancestraße, des J. Happel zur Errichtung eines Balfons und eines Erkers an seinem Neubau an der Rodheimerstraße werden genehmigt, für Happel mit der Bestimmung, daß Balton und Erfer sich mindestens drei Meter über der Erde befinden. Der Baugenossenschaft des evangel. Arbeitervereins wird erlaubt, statt der vorgeschriebenen Einfriedigung von 1.60 Meter Höhe Abgeeine solche von 1.25-1.40 Weter auszuführen. lehnt wird ein weiteres Gesuch des Bauunternehmers P, aff. Er will sein Haus am Riegelpfad statt der höchstens erDoch sprechen laubten 10 Weeter 112 Wieter goch bauen. hiergegen nach Ansicht der Baudeputation und der Versammlung prinz pielle Bedenken. Ferner werden die beiden Baugesuche der Gebrüder Rosenbaum und der Firma Goldenberg und Martus zur Errichtung von Lagerhäusern an den Bahnhöfen einstimmig abgewiesen. Jean Brunner im Augustiner" muß die Einjahrt an seiner Gartenwirtschaft wieder in der alten Breite herstellen. Die Firma y. C. Berner hat bekanntlich neben dem Schipfapaß, von diesem durch eine neue Grandmauer getrennt, einen hölzernen Lagerraum errichtet. Der damalige Inhaber der Firma ist schon längere Zeit tot, und der jeßige bittet, mit Rucksicht darauf, daß er an dem begangenen Fehler ja unschuldig sei, daß ihm bet Ablehnung des Dispensgesuchs ein sehr großer materieller Schaden erwachse und daß die Feuergefährlichkeit durch die Brandmauer erheblich vermindert sei, um Genehmigung seines Gesuchs. Die Baudeputation schlägt zwar sofortige Zurückweisung vor, allein auf Antrag des Stadtverordneten strumm wird die Sache vertagt, damit man noch genauere Ermittelungen anstellen könne.- Dem Kaufmann Ernst Blödner wird für sein Haus in der Plockstraße unter der Bedingung Dispens erteilt, daß er das obere Stockwerk 1½½ Stein, das untere 2 Steine dick errichten lasse. meister Franz in der Plockstraße wird nicht erlaubt, ein Firmenschild in der Weise anzubringen, wie er möchte. Das Schild springt viel zu weit in die Straße und dagegen muß grundsäßlich eingeschritten werden. " Es standen ungewöhnlich viele Punkte auf der Tagesordnung, doch war bereits furz nach 61/2 Uhr alles erledigt. Ein eigenartiges Gepräge erhielt die Versammlung durch wiederholte Angriffe auf die Gießener Presse Diesmal waren die Sünder der„ Gießener Anzeiger" und die„ Mitteldeutsche Sonntagszeitung". Das erstere Blatt hatte vor Kurzem eine Briefkastennotiz nach auswärts gerichtet, in der einem Geschäftsmann abgeraten wurde, nach Gießen zu ziehen, weil die Steuern hier zu hoch seien. Gleich im Anfang der Sigung fam Bürgermeister Mecum hierauf zu sprechen. Er drückte sein höchstes Befremden darüber aus, daß ein Gießener Blatt die Gießener Verhältnisse so ungünstig geschildert habe, daß der Zuzug leistungsfähiger Leute ungünstig beeinflußt werde. Er liest ferner eine große Reihe von Daten vor, wonach die Steuerverhält nisse in unserer Stadt im Vergleich zu denen an anderen Plägen feineswegs besonders drückend seien und spricht schließlich die Erwartung aus, daß der„ Anzeiger" den lapsus wieder gut mache, indem er widerrufe.- Mit dieser Erklärung war die Versammlung völlig einverstanden, dagegen erhob sich jedoch Widerspruch und zwar selbst von Seiten des Bürgermeisters und namentlich von Seiten des Herrn Krumm, als einige Stadtverordnete sich als Kontrolleure der gesamten Gießener Preßthätigkeit gerierten. Herr Hanau ging so weit, den hiesigen Blättern Ratschläge in Bezug auf ihre Gepflogen heiten bei der Aufnahme von Inseraten zu geben und Herr Haubach fühlt sich durch einen Artikel der„ Mitteld. Sonntagszeitung" beschwert. Dem ersteren antwortete der Bürgermeister mit Recht, sein Verhalten gehe doch entschieden zu weit", und Herrn Haubach mußte Herr Krumm darauf hinweisen, daß die Erörterung solcher Fragen durchaus nicht in die Sigung gehöre und daß ihm ja von jeder anständigen Redaktion die Gelegenheit ge= geben werde, sich öffentlich zu wehren. Damit waren diese Geschichten erledigt. Im übrigen nahm die Sigung den folgenden Verlauf: Der Bürgermeister teilt zunächst mit, daß einige Stadträte wegen Krankheit oder Todesfall in ihrer Familie am Erscheinen verhindert seien. Sodann erwähnt er, daß die Stadtgeometer von nun an auch die Funktionen eines Kreisgeometers ausüben und daß sie deshalb aus der fünften in die dritte Gehaltsklasse auf gerückt seien. – Man schreitet nunmehr zur . Auslosung von Obligationen. Von den 1893er Anlehen werden gezogen: -Nr. 106, 104, 163, 187, 82, 41- à 2000 Mt. Nr. 356, 28, 279, 193, 277, 219, 188, 276 à 1000 Marf. Lit. L. M. " 1 N. - " Handelsminister Möller hat gesprochen! Breslau, 25. Septbr. Während des heute Vormittag stattgehabten Festaktes anläßlich der hundert jährigen Jubelfeier der Vereinigten Königs- und Laurahütte auf dem Ringe in Königshütte hielt der Handelsminister Möller eine Rede, in welcher er im Wesentlichen Folgendes ausführte: Es ist mir eine besondere Freude, daß ich es ermöglichen konnte, als Mitglied der königlichen Staatsregierung hier zu erscheinen und ihnen die Glückwünsche derselben zu überbringen mit dem bergmännischen Gruße„ Glück auf". Der Herr Vorredner( Bergrat Junghann) hat speben auseinandergesetzt, wie die gewaltige Industrie der Königs- und Laurahütte ins Leben gerufen worden ist. Was wir hier auf diesem gewaltigen Werke sehen, ist der Widerspiegel dessen, was wir im ganzen deutschen Vaterlande an der Industrie erlebt haben. Viele Millionen fleißiger Hände regen sich täglich und erwerben ihr Brot in der Ingustrie. Mehr als ein Fünftel, ja man fann wohl sagen, mehr als ein Viertel der Deutschen leben von der Induſtrie. Das ist uns ein Bild von der Bedeutung, welche die Industrie für das deutsche Vaterland hat. Ohne die werbenden Hände der zahlreichen Industriellen und Arbeiter hätten auch die großen Staatsmänner, die wir das Glück haben, zu besitzen, nicht das für das deutsche Vaterland schaffen können, was sie geschafft haben, aber auch die Industrie hätte das nicht werden können, was sie geworden ist, wenn die großen Staatsmänner die Geschicke des Landes nicht so ausgezeichnet leiten würden. Leider wird vielfach im Lande die hohe Bedeutung der gewerblichen und industriellen Arbeiten nicht voll erkannt. Der erste Gedanke jedes Staatsmannes muß sein, die gewaltige Macht, welche die Industrie für das Vaterland be= deutet, im allgemeinen Interesse, allerdings nicht in ihren eigenen Sonder- Interessen, weiter zu entwickeln. Der Herr Vorredner hat von gewissen schweren Wetterwolfen, welche am Himmel stehen, und die Fortentwickelung der Industrie zu bedrohen scheinen, gesprochen. Ich habe die Zuversicht, daß dies nicht der Fall sein wird. Wir sind nicht mehr das Volk von Träumern, welche wir vor mehreren Jahrzehnten noch gewesen sind, sondern wir sind thatkräftige zielbewußte Männer, welche die Interessen des Landes wohl zu würdigen verstehen. Ich bin überzeugt, ein Ausgleich der widerstreitenden Interessen wird sich finden. Was notwendig ist, muß kommen. Der Minister wies sodann noch auf die Lebenshaltung der Hüttenarbeiter hin, die sich in den letzten Jahrzehnten erheblich gebessert und vervollkommnet habe und betonte, daß der Dank hierfür auch den Männern mit gebühre, die das Jubiläumswerk geschaffen haben. Allerdings könne sich der sichtbare Dank nur auf die Lebenden konzentrieren, die in der vollen Arbeit stehen. Auch der Kaiser hege diese Dankesgefühle und ihm dem Minister sei die ehrenvolle Aufgabe zu teil geworden, verschiedene Auszeichnungen, die der Kaiser zum heutigen Tage verliehen habe, befannt zu geben. Bergrat Junghann ist zum Geh. Bergrat ernannt worden. " " Nr. 27, 461, 336, 555, 214, 652, 14, 180, 655, 29, 780, 428, 148, 800 453, 73 à 500 Mark. O.Nr. 415, 365, 421 à 200 Mt. B.Nr. 40, 319, 193, 355, 398, 242, 97, 326 à 100 Mark. Von den 1894er Anlehen werden gezogen: Lit. L. Nr. 321, 387 à 2000 Mt. - Nr. 478, 436- à 1000 Mt. Nr. 868, 909, 1001, 810, 1035, 809 à 500 Mark. Nr. 415, 365, 421 à 200 Mt. M. " N. If 0. " B. " Von Lit. L. - M. " N. Nr. 1149, 1121- à 500 Mt. " Nr. 571, 545, 502, 460 á 100 Mt. den 1895er Anlehen werden gezogen: - Nr. 435- 2000 Mt. Nr. 504 à 1000 Mt. - - Dem BuchbinderSonstige Baugesuche. - H. Dem Karl Huhn wird für Straßenauffüllungskosten in der Goethestraße pro Kubikmeter 1.10 Wt. vergütet. der Bürg bereits zu 3%, der worden. fuffion fe Ben für das für Brand ung feines faz für Verlegung C. Werner möchte den Stadtbach bei seinem Grundstück in ähnlicher Weise überwölben, wie es beim Schipkapag der Fall ist. Das wird jedoch nicht erlaubt. Von Anwohnern ist der Antrag gestellt worden, die Bürgersteige auf der Wieseckbrucke in der Bleichstraße nach der Straße zu abfallen zu lassen. Dieser Umbau würde 1400 Wit. fosten. Die Versammlung ist mit dem Bürgermeister der Weinung, dies Geld fönne man sparen. - Dem Dachdeckermeister Py. Kröck wird in Aussicht gestellt, daß die Rodheimerstraße wo er Grundstücke liegen hätte, weiter gepflastert wird, falls er sie mit Wohnhäusern bebaut. Verkauf und Verpachtung städtischen Geländes. - des Louis für Schüße Abge Langsdorff Shußenftra 17 wegen Dem Dachdeckermeister Julius Ruckstuhl wird ein 3,87 Quadratmeter großer Streifen städtischen Bodens, der in seine Besißung an der Steinstraße einspringt, für 50 Mt. verkauft. Dem Jagdhundklub in Gießen wird ein Stück Wald bei dem Schüßenhaus zur Anlage eines Schliefplages auf 10 Jahre pachtweise überlassen und zwar zu 20 wif. jährlichem Pachipreis und unter den nämlichen Bedingungen, wie die Trievviertel abgegeben werden d. h. der Pächter tann jederzeit veranlaßt werden, das Land der Stadt wieder zu überlassen. Der Verein muß einen Bretterzaun errichten und den Forstbeamten jederzeit Zutritt gestatten. Die Kohlen für das Schlachthaus sollen zum Teil vom hiesigen Gaswerk und zum Teil von der Zeche Friedrichsdorf bezogen werden. Das städtische Brennholz wird fortan auf Antrag der Oberförsteret in größeren Mengen, als seither, in geschlossenen Lokalen versteigert. Man hat mit dieser Methode in Preußen recht gute ErSämtliche ausgelösten Obligationen werden am fahrungen gemacht und hofft das gleiche für Gießen. 1. Januar 1903 zurückgezahlt. Ve Ausge fuch des Heir den Leumun In den Wiesenvorstand wird an Stelle des verstorbenen Herrn Flett Herr Karl Steinberger gewählt. Aus Garben an die Obe ** Bült Birftein ver ( 4. Rompagn Mathildenhof Berlegungen Die Faselochsen für die Gemeinde Gießen hiell seither der Dekonom Simon. Er hat beantragt, den mit abgeschlossenen Vertrag schon jetzt zu verlängern, da ihm nur hierdurch die Anschaffung von Bullen ermöglicht werde. Diesem Gesuch wird entsprochen, wenn er 2 Bullen alsbald anschafft. ** Frank Bolizei abge einer Kaffee Näherin J Gegen das Submissionswesen, wie es in Gießen gehandhabt wird, wendet sich in einem längeren Schreiben der Weißbindermeister Heinrich Launspach in Gießen. Am 17. Juli hatte die Versammlung beschlossen, die Verpuzarbeiten am Realgymnasium und der Realschule dem Stadtverordneten Petri zu geben, obwohl dieser mit seiner Forderung bon 3058 Mf. um 400 Mf. teurer war als Launspach. Es wurde damals hauptsächlich aus dem Grunde so beschlossen, weil der jetzt verzogene, damalige Stadtbaurat Schmand erklärt hatte, er glaube nicht, daß Die Hausabgaben in Höhe von 605,42 Mt. für Launspach tadellose Arbeit liefern könne. Gegen diese Holz und 899 Mif. für Anlegung eines Geleises nach Erklärung erhebt Launspach energischen Protest. Er den Sielbautenlagern werden debattelos genehmigt. denen seine Promptheit und Tüchtigkeit klar hervorgeht. im Handelsgewerbe wird vertagt. legt eine ansehnliche Reihe von Zeugnissen vor, aus Die Erörterung der Frage über die Sonntagsruhe Der Bürgermeister hat anfangs dem Beschwerdeführer feinerlei Auskunft erteilen wollen und ist auch heute nicht gewillt, auf die Angelegenheit einzugehen. Allein Städtische Rechnungen. Die Gießener Gastwirte haben an die Stadtverordnetenversammlung das Gesuch gerichtet, sie möchte sich bei der hessischen Regierung offenbar b wo sie heu wurde ang ** Bou Jahre ift di gute. Die Steinobft an wegen der Westerwälder Aus werden zur ** 68 fg. be Megger für gehende 3 Schlachtge ** 25 verdufteten bedeutender Shaft wurde rischen Bante ** Mai 3 feither in des 13. Su Quartiere am ** Mai worben hier werden mit Wahlkreis soll dafür Die Bent Nationalli Als Kand Freifinnig Dr. Gaßn genannt. Bagner die ** Se Biehmär geboben, au und Altenfi * Bots wurde gefter Gefigen geod 9 Uhr 27 Ausschläge * Leip in einer En fuge auf meter in lebhaft ge ers find die d Hanau der obenen Vor fie hätten in ftimmt, weil gemejen let. nzipiell nights iner Arbeiten er Zeugni Nab ngelegenheit en. en. - die Frant terstraßeCape gebenden ten will, bea ergebäudes in richtung eines Des J. Happel Eers an seinem ehmigt, für Ind Erfer fich - Der Bau erlaubt, statt Meter Höhe Abges rnehmers aff. höchstens er Doch sprechen der Versamm e beiden BauFirma Golden äufern an den brunner im artenwirtschaft Firma y. C. von diesem ernen Lagerma ist schon ficht darauf, sei, daß ihm er materieller eit durch die nigung eines rtige Burüd Oneten Strumm genauere Er Ernst Blödner der Bedingung 1 Stein, das n Buchbindert erlaubt, ein möchte. Das dagegen muß Mungatoften in ergütet.- H. Grundstück in Schipfapaz der Von Anürgersteige auf der Straße zu 00 Mt. foten. der Meinung, edermeister By. geimerstraße wo wird, falls n en Geländes wird ein 3,87 Bodens, der in gt, für 50 Mt. wird ein Stüd es Schliefplages Dar zu 20 wit n Bedingungen, h. der Pächter Der Stadt wieder tterzaun errichten atten. chthaus nd zum Teil von holz terei in größerer Lokalen verfteigert Ben recht gute Er für Gießen. and In Flett Herr Karl her der Defonom it abgefchloffenen hm nur hierdurch t werde. Diesem 2 Bullen alsbald gen. n 605,42 M. für ines Beleifes nach elos genehmigt die Sonntagsruhe wirte mmlung das Gefu effifden Regieru dem Bundesrat und dem Reichskanzler dafür verwenden, daß das Einfuhr verbot, von lebendem Schlachtvieh aufgehoben werde. In einer längeren Eingabe wird dieses Gesuch begründet. Der Bürgermeister lieſt außerdem eine Reihe von Daten vor, aus denen man ersehen fann, wie außerordentlich die Fleisch-, besonders die Januar 1900 bis Februar 1901 foſtete das Pfund Schweinefleischpreise in Gießen gestiegen sind. Von Schweinefleisch 60-70 Pfg., von da bis zum Juli 64 bis 74 Pfg., von da bis November 74-80 Pfg. 1900 bis 1901 tamen auf je 1000 Einwohner 432 geschlachtete Alsdann Schweine, 1901-1902 dagegen nur 374. verliest der Bürgermeister die jetzt veröffentlichte Ein= habe des deutschen Schlächterverbandes, die zahlreiche Gründe gegen das Einfuhrverbot enthält. Stadtv. Birr schließt sich, dem an und bringt noch eine Reihe fozialer Schäden, z. B. die geringe Arbeitsgelegenheit für Metzgergesellen, die das Verbot zur Folge, zur Sprache. Die Versammlung beschließt einstimmig, dem Gesuch der Gastwirte zu entsprechen. Der Zinsfuß an der Sparkasse werden. Doch kann ihm, und er ist damit zufrieden, sollte vom Stadtv. Strumm einer Stritit unterzogen der Bürgermeister mitteilen, daß man seinen Wünschen bereits zuborgekommen ist. Der Zinsfuß ist von 4 auf 3/4, der Darlehnszins fuß von 4 auf 4 herabgesetzt worden. Stadtv. Krumm verzichtet deshalb auf Disfussion seiner Eingabe. Wirtschaftskonzenssionen. Genehmigt werden die Gesuche von Karl Bez für das ,, Darmstädter Haus", der Wtwe. Ida Kratz für Brandgasse 8, des Heinrich Monik zur Vergrößer ung seines Lotals Wallthorstraße 46, des Georg Ruth satz für Schillerstraße 14, des Emil Kalbfleisch betr. Verlegung seiner Wirtschaftsräume in ein anderes Haus, des Louis Feldhaus Neuenweg 5, des Heinrich Albohn für Schüßenstraße 1. Abgelehnt werden die Gesuche des Martin Langsdorf für die Crednerstraße, des Karl Valentin für Schüßenstraße 14, des Ludwig Steinhäuser Neuenbäue 17 wegen Verkaufs von Branntwein über die Straße. *** Ausgesetzt wird die Verhandlung über das Gesuch des Heinrich Montag für das„ Einhorn", da über den Leumund Montags noch nichts bekannt ist. Aus Hessen und nachbargebieten. ** Herr Lehramtsassessor Dr. Wellbott aus Garbenteich ist unter Ernennung zum Oberlehrer an die Ober- Realschule nach Wiesbaden berufen worden. ** Büdingen, 25. Sept. Der bei dem Manöver bei Birstein verunglückte Fußartillerist, der Obergefreite Schwarz ( 4. Kompagnie Fußart. Repts. Nr. 3 in Mainz), welcher im Mathildenhospital dahier Aufnahme gefunden, ist nicht den Verlegungen erlegen. Sein Bustand ist befriedigend. ** Frankfurt a. M., 25. Sept. Bei einer von der Polizei abgehaltenen Razzia wurde gestern Abend in einer Kaffeewirtschaft in der Altstadt die 21 Jahre alte Näherin Jeanette Schif sterbend aufgefunden. Sie war offenbar vergiftet und wurde ins Krankenhaus gebracht, wo sie heute Morgen verstarb. Die Sektion der Leiche wurde angeordnet. Man vermutet ein Verbrechen. ** Vom hohen Westerwald, 25. Sept. In diesem Jahre ist die Zwetschenernte in unserer Gegend eine überaus gute. Die Fröfte im Mai richteten teinen Schaden an dein Eteinobst an, weil die Blüte desselben viel später eintritt, wegen der hohen Berge. Wir Oberhessen beneiden die Westerwälder um ihren Zwetschentuchen! ** Aus dem Odenwald. Schweine erster Qualität werden zur Zeit pro Pfund Schlachtgewicht zu 66 bis 68 Pfg. verkauft. Dahingegen zahlen die Händler und Metzger für gut gemästete männliche und weibliche abgehende Zuchtschweine nur 55-58 Pfg. pro Pfund Schlachtgewicht. ** Wald- Michelbach, 25. Sept. Vor zirka 7 Wochen verdufteten von hier die Eheleute Woldrzik mit Hinterlassung bedeutender Schulden. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft wurden sie in Olten in der Schweiz wegen betrügerischen Bankerotts verhaftet. ** Mainz, 26. Sept. Morgen Samstag treffen die 3 seither in Frankfurt a. M. garnisonierenden Schwadconen des 13. Husaren- Regiments hier ein und beziehen ihre Quartiere am Mombacher Thor. ** Mainz. Die bevorstehenden Landtagswahlen worden hier Ueberraschungen bringen. Die Nationalliberalen werden mit den Deutschfreisinnigen gemeinschaftlich für den Wahlkreis Stadt zwei Kandidaten aufstellen. Das Zentrum soll dafür gewonnen werden, dem Kartell beizutreten, wofür die Zentrumskandidaten in anderen Wahlkreisen von den Nationalliberalen und Freifinnigen unterstützt werden sollen. Als Kandidaten der vereinigten Nationalliberalen und Freisinnigen werden die Herren Oberbürgermeister Dr. Gaßner und Stadtverordneter Rechtsanwalt Börkel genannt. Es ist indeß kaum anzunehmen, daß Dr. Gaßner die Kandidatur annehmen wird. ** Wegen der Maul- nnd Klauenseuche werde nalle Viehmärkte des Regierungsbezirks Koblenz aufgehoben, ausgenommen die Märfte der Kreise Wetzlar und Altenkirchen. * Vermischtes. Potsdam, 24. Sept. Ein zweites starkes Erdbeben wurde gestern, wie das" Intelligenzblatt" meldet, auf dem hiesigen geodätischen Institut beobachtet. Es begann abends 9 Uhr 27 Min. 30 Set. Die Instrumente verzeichneten Ausschläge von 100 mm. Der Erdbebenherd ist wiederum in einer Entfernung von 10 000 km. zu suchen. * Leipzig, 24. September, Der Rennfahrer Robl fuhr auf dem Leipziger Sportplatz hundert Kilo meter in einer 1 Stunde 22 Min. 71% Sec. und drückte" damit den bisherigen Weltrekord von 1 St. 24 Minuten. * Ein biederer Handwerker in Landsberg a. W. hatte bei einer Vereinssizung eine lange Rede über den Schaden und den Mißbrauch des Alkohols mit angehört. Er trinkt selber Bier und Schnaps, aber mäßig, und brach dann in die denkwürdigen Worte aus:" Das ist ganz recht; wir haben ja bei uns in Landsberg recht gutes Bier und auch einen ordentlichen Schnaps. Wozu brauchen wir dann noch den verfl... Alkohol? * Kiel, 24. Sept. In der letzten Nacht furz nach 12 Uhr wurde hinter den Fischbuden am Schuhmacherthor die Leiche des 44jährigen Gelegenheitsarbeiters Johann Kruse gefunden. Die Leiche zeigte zwei stark blutende Kopfwunden, nach welchen man annimmt, daß ein Verbrechen vorliegt. Kurz vorher hatte an derselben Stelle eine Schlägerei zwischen Marinematrosen stattgefunden Ein Obermatrose vom Tender„ Hay" wurde noch während der Nacht verhaftet. Diese Verhaftung wird mit der gefundenen Leiche in Verbindung gebracht. in Geisenheim. * Ems. Im Backhausgarten hinter dem Kurhause wird Bergabhang, der dem Domänenfiskus gehört, zu einer soeben ein etwa 3 Morgen großer nach Süden geneigter Es geschieht dies Muster- Obst anlage umgearbeitet. auf direkte Veranlassung des Landwirtschafts- Ministeriums nach den Angaben des Herrn Landes- Dekonomierates Goethe Niederwald, 22. Sept. Heute Vormittag wurde der Sohn des Obst- und Geflügelhändlers Ronimi von einem grauenhaften Unfall betroffen. Er spielte mit mehreren Kindern in der Scheuer am Rollseil, als plötzlich durch Umdrehungen des Seils der Hals des Knaben darin hängen blieb und das arme Kind nach sichtbar furchtbaren Qualen verschied. * Der deutsche Rudertag wird am 26. Oktober in Frankfurt abgehalten. Unter dem Namen Mainzer Rudergesellschaft hat sich in Mainz ein zweiter größerer Ruderverein konstituiert, Er zählt bereits 70 Mitglieder und besitzt 5 Boote. Am Sams tag Abend wird das neue Boothaus am alten Winterhafen eingeweiht. * Köln, 22. Sept. Dem Postschaffner Karl Paul fam vor ungefähr 30 Jahren ein Wertbrief mit 250 Reichsthalern, welcher an die damalige Mindener Bank adressiert war, abhanden. Hierdurch kam der Genannte in den Verdacht der Unterschlagung und mußte den größten Teil des Geldes ersetzen, während ihm der Rest des Betrages durch Kaiser Wilhelm I. im Gnadenwege geschenkt wurde. Vor einigen Tagen erhielt nun der Postschaffner durch die hiesige Oberpostdirektion einen durch einen Unbekannten aus der Schweiz abgesandten Geldbrief mit 3400 Mt., wodurch der damals entwendete Geldbetrag mit Zins- und Zinseszins zurückerstattet wurde. * Nach 15 jähriger Desertion freiwillig gestellt hat sich beim Militärkommando in Aachen ein Mann Namens Godan, der 1887 bei der 9. Kompagnie eines oldenburgischen InfanterieRegiments diente und in demselben Jahre desertierte. Godan wurde im Jahre 1860 geboren, ist also 42 Jahre alt. Troßdem er s. 8 steckbrieflich verfolgt wurde, konnte der Aufenthalt des Derserteurs nicht festgestellt werden, so daß seine Verurteilung in Contimaz erfolgte. Nunmehr wird Godan vom Kriegsgericht abgeurteilt werden. Iserlohn, 22. Septbr. Am Sonnabend Abend war kurz vor der Station Westig auf das Geleise des um 6 Uhr 30 Min. von Letmathe nach Hemer ab= fahrenden Personenzuges ein feil gelegt, wodurch die Maschine des Zuges zur Entgleisung gebracht wurde. Personen wurden glücklicher Weise nicht verlegt, ebenso ist der Materialschaden unbedeutend. * München, 25. September. Universitätsprofessor Dr. Kupffer wurde vom Schlage gerührt; sein 34stand ist sehr bedenklich. Petersburg, 24. Sept. Das Militärgericht in Sewastopol verurteilte die Soldaten Stepanow und Semijanow, welche den Stabskapitän v. Babenko und dessen Gattin ermordet hatten, zum Tode durch den Strang. * Vulcanismus überall! Während der letzten Woche hat nun auch der Vesuv angefangen zu rumoren; noch ärger treibt es schon der Stromboli, der in voller Thätigkeit begriffen scheint, indem er mit heftigen Explosionen und donnerähnlichem Getöse dicken schwarzen Rauch zum Himmel sendet. Aber sogar hoch im Norden scheint die innere Erdglut von Neuem aufzuwallen. Aus Alaska wird von Reisenden berichtet, daß aus den Vulcanen Redoubt und Kiamna im Auguſtingebirge große Dampfmassen aufsteigen, während der Redoubt gleichzeitig ungeheure Rauchwolfen in die Luft schleudert. Aus Honolula, also aus dem heißen Erdgürtel, wird eine ähnliche Meldung erlassen, der zufolge zu Anfang des Monats der Berg Kaluaha auf der Hawai- Insel in Aufruhr geraten ist und mächtige Lavaftröme ausstößt. Geschäftliches. Für Zuderkranke dürfte es von größtem Interesse sein, daß es jetzt doch endlich ein Präparat gibt, welches diese gefährliche Krankheit mit dem besten Erfolge befämpft und beseitigt. Glycosol bol ist ein von Apotheker R. Otto Liudner, Dresden- A. 16, aus Bauchspeicheldrüsen von Hammeln und Rind hergestelltes Bräparat( es ist 2%, milchsaures Theobromin- Bauch. speicheldrüsenextrakt) das von medizinischen Autoritäten warm empfohlen und mit gradezu erstaunlichen Erfolgen bon Diabetikern angewendet wird. Es ist als ein Segen für die so zahlreichen Zuckerkranken zu preisen, daß endlich auch ihnen eine sichere Hilfe gebracht werden kann. Brietkasten der Redaktion. X. Y. 3.- Gießen. Sie fragen bei uns an, wie es kommt, daß in dem im„ Gießener Anzeiger" ab. gedruckten Winterprogramm des hiesigen ,, Kaufmännischen Verein 8" von sämtlichen acht Rednern, die Vorträge übernommen haben, nur Herrn Professor Dr. Biermer das Prädikat ,, Herr" entzogen worden ist? Wir können Ihnen das leider nicht sagen. Der Kaufmännische Verein", in dessen als Zirkular versandten Einladung noch von einem ,, Herrn" Prof. Dr. Biermer die Rede ist, ist an dieser geradezu großartigen Geschichte offenbar unschuldig. Gestorbene. Am 25. Septbr. Antonie Trapp, 74 Jahre alt, Rentnerin dahier. Die Beerdigung findet Samstag, den 27. d., nachmittags 5 Uhr vom Sterbehause, Westanlage 10, aus statt. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 18. Sonntag nach Trinitatis, den 28. Sept. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schlosser. Nächstkünftigen Sonntag, den 5. Oft., findet im Hauptgottesdienst Beichte und Heiliges Abendmahl für Matthäus- und Markus. gemeinde statt. Diejenigen Gemeindeglieder, die daran teilnehmen wollen, werden gebeten, sich vorher bei dem Pfarrer ihrer Gemeinde anzumelden. In der Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Beichte und Heiliges Abendmahl für die Lukas- und die Gemeinde erbeten. *( Auch eine Fleischnot.) In Konstanz wurde dieser Tage in Arbeiterkeisen die Losung ausgegeben, die in den Wirtschaften sonst so begehrten Würste ihrer Johannesgemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeber zu großen Kleinheit" wegen nicht zu kaufen. Gesagt, gethan. Die Wirte wurden ihre Ware nicht los und waren zum teil genötigt, die verdorbenen Vorräte in den Bodensee zu werfen. * Wien, 22. Sept. In Reichenberg landete gestern ein in Wien aufgestiegener Luftballon, wobei Gas explodierte und 30 Personen verwundet wurden. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Sonntag, abends 8 Uhr, Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johanneskirche. 1. Cor. 1, 4-9. Batholische Gemeinde. Samstag, 27. Sept. heiligen Beichte. Sonntag, den 28. Sept. 19. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 6.30 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. 7 Uhr: Die erste heil. Messe, * Wien, 25. Sept. Der Untersuchungsrichter über die Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur Defraudation bei der Länderbank erhielt eine Depesche des Inhalts, daß der Defraudant Jellinek sich am Leben und in Sicherheit befindet. Die Depesche tam aus England und besagt, daß Jellinek sich auf der Fahrt nach einer überseeischen englischen Kolonie befindet. * Die andauernd abnormale kalte Witterung hat in Desterreich wegen der Herbstfrüchte große Besorgnis hervorgerufen. Aus vielen Orten Niederösterreichs, Böhmens und Mährens werden Temperaturen von 1 bis 2 Grad unter Null gemeldet. * Zürich, 24. Sept. Gestern Abend beim Einfahren des Personenzuges Schaffhausen- Zürich in Derlikon ist der direkte badische Personenwagen Frankfurt- Luzern entgleist und umgestürzt. * Karlsbad, 24. Sept. Der Naturforscher- und Aerztetag nahm Cassel als nächsten Versammlungsort an. * Budapest, 25. Sept. Im Liptauer Gebirge herrscht starker Schneefall. Die Berge sind vollständig eingeschneit. * Familiendrama. Budapest, 23. Septbr. Wegen mißlicher Vermögensverhältnisse ertränkte der ehemalige Gutsbesitzer Star va y aus Martonas sich, seine Frau und seine drei Kinder bei einer Kahnfahrt auf der Theiß. * Paris, 25. Sept. Während eines Verhörs vor dem Untersuchungsrichter versuchte gestern der Mörder des deutschen Arztes Ordenstein zu entfliehen. Es ge= lang jedoch der Polizei, ihn nach kurzer Verfolgung wieder einzuholen. " " " 17 vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. 8 Uhr: Die zweite heil. Meffe. 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags 2.30 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Uhr Rosenkranzandacht mit Segen. Von Mittwoch an ist im Oktober täglich des Abends um 6.30 Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. In der Synagoge, Südanlage. Samstag, den 27. Sept. Borabend 6 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4 Uhr Sabbathausgang 7 Uhr. Methodistengemeinde. Afterweg 16, Evangelischer Gottesdienst: Sonntag nachm. 4 Uhr: Predigt. Mittwoch abend 8 Uhr: Bibelstunde. Obst- Versteigerung. versteigert. Montag den 29. September morgens von 9 Uhr an wird das Gemeinde- Obst, beſtehehend aus Aepfel, Zusammenkunft am Ausgang nach Krofdorf. Wißmar, den 24. September 1902. Bausch, Vorsteher. ai dangli Im dau wonosis cal mad dan ooda Bekanntmachung. Betreffend: Die Bildung der Schöffengerichte und Schwurgerichte. Amtlicher Teil. Haushaltungsschule. Bekanntmachung. Montag, den 13. Oktober ds. Js., vormittags Auf dem Bureau der Armendeputation ist die Stelle 10 Uhr, beginnt im Schulhause in der Neustadt ein eines jüngeren Gehilfen zu besetzen. Die Urliste für die Schöffen und Geschworenen liegt achtwöchentlicher Kursus der Haushaltungsschule. Bewerber im Alter bis zu 18 Jahren, welche bereits eine Woche lang und zwar von Freitag, den 26. Sep- Die Schülerinnen werden in weiblichen Handarbeiten, tember ds. Is. ab auf dem Bürgermeistereibureau besonders aber im Kochen und in der Führung eines auf einem Bureau thätig waren, wollen unter Angabe zu Jedermanns Einsicht offen. einfachen Haushaltes unterrichtet. Diejenigen, welche ihrer Gehaltsansprüche und Beifügung eines selbstgeInnerhalb jener Offenlegungsfrist ist gegen die Rich- den Kursus besuchen wollen, können sich bei der betr. schriebenen Lebenslaufs nebst Zeugnissen ihre Meldungen tigkeit und Vollständigkeit der Urliste schriftliche oder Lehrerin, Fräulein Anthes, oder bei dem unterzeich- bis zum 1. Oktober I. Js. an das Armenamt einreichen. zu Protokoll des Bürgermeisters Einsprache zu erheben. Ineten Lehrer in der Stadtmädchenschule melden. Zimmer Nr. 15 Gießen, 24. Septentber 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Gießen, den 25. September 1902. Mecum. J. V.: Schaaf. Gießen, 19. September 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. of mating endblu dig mand aplojz morjed mis lowla 01 dar an Den Eingang sämtlicher Neuheiten zeigt ergebenst an Markt 16. 9 mis aln 90 Markt 17 für die Herbst- u. Wintersaison Friedrich Teipel, Markt 16. 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