Nr. 197. Aovanement preis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., ins Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obft- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Dienstag, den 26. August 1902. Gießener 11. Jahrgang. Infectionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 fg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Ferusprechanschluk Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen - Zum Schul- und Prüfungswesen im lehre. Ein anderer Lehrplan nennt hier noch: Die Verfassung des deutschen Reiches; die Verwaltung des Kreises und der Gemeinden; Schule und Kirche der Gegenwart. Handwerk. ( Nachdruck verboten.) Durch die Tageszeitungen geht jetzt die Nachricht, daß in Wertheim a. M. von einer größeren Anzahl angesehener badischer Männer aller Berufskreise, der verschiedenen Konfeffionen und nationalen Parteien im Mai d. J. die deutsche Nationalschule ins Leben gerufen sei. Die Aufgabe dieser Anstalt ist es, Knaben, die sich in einem weltwirtschaftlichen Berufe bethätigen sollen, entsprechend vorzubereiten und auch für die Erhaltung des Deutschtums im Ausland zu sorgen, indem die Anstalt den Söhnen von Auslandsdeutschen eine ihren Verhältnissen entsprechende Ausbildung im alten Vaterlande ermöglichen soll. Besonders interessant ist es, daß sich unter den Lehrgegenständen für den Oberbau dieser Anstalt auch ein Umriß der deutschen Kultur- und Zivilisations: geschichte und die Wirtschaftslehre befinden. Für eine Anstalt, die, wie die Nationalschule, eine sorgfältigere Vorbildung voraussetzt, bedeutet das einen vielleicht erfolgreicheren Versuch, die guten Wirkungen, welche man in England mit dem Unterricht in Rechts- und Staatslehre auf der höchsten Stufe des Gymnasiums, eben vor dem Eintritt in die Universität, gemacht hat, zunächst auch an den Schülern der Anstalt zu erproben. Dieselben bestehen ja wesentlich in der größeren politischen und wirtschaftlichen Reife, mit der die jungen Leute den ihnen nahekommenden Fragen des politischen und wirtschaftlichen Lebens gegenübertreten, und dem daraus sich ergebenden größeren Interesse am wirtschaftlichen und öffentlichen Leben. An sich ist ja dieser Versuch nicht neu. Schon die Fortbildungsschulen haben vielfach das Bestreben, ihren Schülern die für das Gewerbe wichtigsten Kenntnisse der Wirtschaftslehre und Gesezeskunde zu bermitteln, wie es 3. B. in einem uns vorliegenden Lehrplan heißt: Wechsellehre, gesetzliche Bestimmungen über die faufmännische Buchführung; das wichtigste aus der Gewerbeordnung: Verhältnisse der Fabritarbeiter, Sonntagsruhe, Gewerbeaufsicht, Gewerbegerichte, Kranken-, Unfall-, Invaliditätsund Altersversicherung, Unfallverhütungsvorschriften, Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen; Patentwesen, Musterund Markenschutz; Zollgesetzgebung des In- und Auslandes; Vorschriften über Post-, Telegraphen- und Eisenbahnverkehr; Handels- und Wechselrecht; Zivilprozeß; Konkursordnung; das Wichtigste aus der WirtschaftsIn eigener Sache Richter. Roman von L. Haidheim. ( Nachdruck verboten.) ( Fortsetzung.) Ah!" machte sehr erstaunt der invalide junge Offizier, dem der Kellner sofort Rapport abstattete:" Ah! die Frau Tante? Und mit dem„ Afrikaner"? Wie ihn das wunderte. Aber jedenfalls interessierte ihn vorläufig noch mehr was „ dies Plundersweilen" seinen Gästen bot? Ah, Theater? Und als er gar den Theaterzettel sah, da hatte er laut aufgelacht und Lateinische Worte gesprochen und von Amor, der der Götter und Menschenbeherrscher-; hatte sofort zwei Billets bestellt und war ausgegangen. Erst zwei Stunden später war dann der Herr Baron von Frohberg mit seiner Mutter gekommen- der noch recht blaß und leidend aussah und von dem man erzählte, er trüge noch immer eine der Kugeln, die ihn bei Königgräß getroffen, mit sich herum. Er ging schwerfällig am Stod. Die beiden jungen Herren begrüßten sich lebhaft und sehr freundschaftlich, dann auch einen im Städtchen wohlbekannten Rechtsgelehrten, welcher, wie man sagte, morgen mit dabei sein mußte. Frau von Frohberg zog sich sofort zurück. Nun, wie gesagt es war alles sehr still zugegangen und der luftige junge Herr, mit nur einer Hand, hatte vieler Ueberredung bedurft, ehe er Herrn von Frohberg bewog, mit ihm das Theater zu besuchen. Und bei einem solchen Hundewetter noch gar!" schalt Burkard ärgerlich, als sie durch die schlecht erleuchteten Gassen schritten. Er ahnte nicht, wie vergnügt sein Vetter in sich hineinlachte völlig überzeugt, daß er Burkard eine höchst erfreuliche Deberraschung bereitete. - Komm doch her, hier ist ia der Eingang!" sagte er bringend, als sie bei dem Theatergebäude von äußerst fragwürdiger Beschaffenheit ankamen. " In den Stall sollen wir? Ich glaube, Du bist verrüdt, Joseph" Sie dugten sich, seit sie sich in Klaino, beide invalid, wieder gesehen. " Das Theater ist abgebrannt im Sommer mit der halben Stadt, da muß man fürlieb nehmen. Konim her, dies ist unser Weg." Burtard folgte zu einem Seiteneingang, gleichgültig und lediglich in seiner nachsichtigen Gefälligkeit gegen den Vetter, den ftets Vergnügungsfüchtigen. - Fürwahr, ein recht reichhaltiger Aufgabenkreis, der zu bewältigen ist, natürlich aber nur bewältigt werden kann durch Vermittelung an die Schüler in den allerdürftigsten und gröbsten Umrissen, zum Teil nur unter Bethätigung des mechanischen Auswendiglernens. Diese Notwendigkeit, welche ihrerseits wiederum mit bedingt sein mag durch die geringe Vorbildung und die Ab stammung der Lehrlinge aus den unbemittelten Streisen, ist wohl aber der Grund dafür, daß die Lehrlinge stellenweise gegen die borerwähnten Unterrichtsgegenstände einen direkten Widerwillen zeigen. Dieser Widerwille wird aber nicht selten auch noch von den Eltern, in Sonderheit den Vätern fünstlich genährt, die eine möglichst frühzeitige Vermittelung der sozialdemokratischen Lehren an ihre Söhne für ein weit wichtigeres, ja unbedingtes Erfordernis zum gewerblichen Fortkommen halten. So erklärt es sich dann, daß im Gegensatz zu den eng lischen Schulen die deutschen Schulen bislang den erreich baren Erfolg noch nicht erzielt haben. Nun wird man sagen, daß dann eben die betreffenden Fächer für das gewerbliche Schulwesen nur einen unnüßen Ballast bedeuten. Das dürfte aber ebenso wenig richtig sein, wie es richtig wäre, wenn man die Erweckung eines größeren Interesses am öffentlichen Leben für verkehrt hielte. Wie notwendig dieselbe vielmehr ist, das zeigen so recht die Gewerbegerichts wahlen, bei denen öfters nur so viel Arbeitgeber da sind, daß sich diese gegenseitig zu Beisigern wählen können. Ein besseres Mittel zur Belebung des Interesses am öffentlichen Leben giebt es aber wohl nicht, als die Vermittelung der Kenntnis davon, nach welchen Gesezen sich dasselbe abspielt. Deshalb sollen diese Unterrichtsgegenstände nicht über Bord geworfen, sondern es sollte den Schülern der gewerblichen Schulen länger Zeit gegeben werden, sich mit ihnen bekannt zu machen, eventuell im Wege der allgemeinen Einführung des Fortbildungszwanges und seiner Erstreckung auf die gewerblichen Lehrlinge bis etwa zum 18. Lebensjahre. Darüber hinaus noch sollen die Gesellenvereine, die Veranstalter von Meisterkursen es sich angelegen sein lassen, die beregten Kenntnisse bei ihren Kursisten zu vertreten, dann müßten die Kammern endlich in absehbarer Zeit dafür Sorge tragen, die Kammern endlich in absehbarer Zeit dafür Sorge tragen, daß bei der Meisterprüfung die Prüflinge ihre Kenntnisse in diesen Unterrichtsgegenständen darzuthun haben. Denn je mehr sich die Meister späterhin als Bürger in Senat und Ein enger Gang, ein paar Stufen hinauf, ein paar andere hinab und wieder ein Gang und eine Treppe und dann eine Reihe Thüren- Aber das war ja ein Irrtum-! Eine Menge des halb und ganz kostümierten Bühnenvölkchens lief hier durcheinander, sah sie erstaunt, neugierig an, ficherte und wißelte und plöglich machte sich eine der Damen in dem Costüm einer Elfe aus der Menge los, flog auf Burkard zu und begrüßte ihn in stürmischer Freude. " Frohberg! Liebster! Das danken Dir alle Heiligen! Und Sie Joseph, Sie bekommen einen Kuß als Ertragabe bleibt ja in der Familie!" Sie lachte sehr aufgeregt. - er Fassungslos völlig bestürzt, fonnte Burkard sich nur stumm und höflich auf die Hand der Mertoni herabneigen. Sie 30g ihn strahlend mit sich in einen leeren Winkel, er folgte mechanisch und sah nur noch, wie Joseph ihm zulachte, als wolle er fragen:" Hab' ich das nicht gut gemacht?"" Wie lieb! wie dank' ich Dir Burkard! Kein Wort hab' ich geahnt, daß morgen die famose Testamentsgeschichte ist, bin nur nach dem armen Nest hier gekommen dem Direktor zu Lieb, der gut mit mir war, als ich noch bei so einer Schmiere mimte. Aber so herzlich froh bin ich Schat! Dachte schon, hättest mich ganz vergessen!- Weißt ja, ich will nichts von Dir, frei sollst Du sein wie der Adler in der Luft, nur wenn Du einmal heiraten wirft-. Na, Du tennst ia unseren Vertrag und Dein Wort ist Dir heilig, da bau' ich eine Welt drauf. Und nun sag' doch einen Ton- hast' denn wirklich an Deine Lenette gedacht-?" Nein, Kind, ehrlich gesagt, nicht! Keine Ahnung hab' ich gehabt", erwiederte er ihr herbe und kalt. Sie sah ihn sehr erschreckt an- bang wie ein gescholtenes Kind und das wußte sie, fonnt' er nicht ertragen. Warum mußt Du mir nun meine Freude so verbittern?" flagte fie weichmütig." Ich hab' mich Dir nicht aufgedrängt, weiß ia, daß Dir die Lenette nichts ist, als so ein freundliches Erinnern Was Du mir bist, mein Held, mein Abgott, meiner Seele Seele, das sag' ich Dir ja niemals, ich will ja nur von fern steh'n nur einen Stern haben in meinem Leben voll fadem Spiel, zu dem ich aufseh'n kann in meinem Herzen-." Das alles ging zwischen ihnen rasch hin und her, mitten in dem Durcheinander vor dem ersten Att. Er fand sie in diesem Theaterpuk, mit der Schminke ganz abscheulich, wünschte fich Meilen weg und konnte ohne geradezu brutal zu werden, die Bedeutung des Handwerkerstandes heben und damit zu Gemeinde bethätigen, desto mehr werden sie das Ansehen und seinem Wohl beitragen. Dr. Schwalenberg. Zur sozialen Lage der Eisenbahner in Preußen. im Zusammenseßen und Auseinandernehmen der Züge, Der Dienst des Rangierpersonals, dessen Aufgabe im Besezen und Räumen der Ladeftränge 2c. besteht, eine Arbeit, die, wie die zahlreichen Unglücksfälle beweisen mit mehr oder minder großer Lebensgefahr ver. fnüpft ist, set heute einmal näher beleuchtet. niedrigsten Lohnklasse des Eisenbahnbetriebs, die mit Die Löhne stehen hier auf dem Niveau der 2,18 Mt. angesetzt ist. Die Durchschnittslöhne der tlaffe, in welcher die Rangirer stehen, bewegten fich in den letzten fünf Jahren um die mittlere Linte von 2,35; 1895 2,32, 1896 2,55, 1897 2,31, 1898 2,38, 1899 2,44! Die Stellenzulagen werden nur ungleichmäßig gezahlt. In mitteldeutschen Industrieplätzen werden 2,30 Mark bezahlt, innerhalb Berlin nnd seiner Vororte Mark. Im Westen bleiben sie zum Teil noch um differiren die Anfangslöhne zwischen 2,50 und 2,80 20 Pfennig hinter den ortsüblichen Lohnsätzen zurück. schnittliche tägliche Dienstdauer bis zu 14 Stunden zuBei nicht unterbrochener Thätigkeit ist eine durch lässig, bei einfachen" Betrieben kann die Dauer der von Pausen unterbrochenen Dienstpflicht bis zu16 Stunden ausgedehnt werden! Das Dienstverhältniß der verschiedenen Gruppen des unteren Eisenbahnpersonals ist seinem rechtlichen Charakter nach außerordentlich vielgestaltig, je nachdem es durch privatrechtlichen Dienstvertrag oder durch öffentlich- rechtliche Verfügungen beziehungsweise durch Etatsgeseze geregelt ist. Sehr ernst nimmt es die Verwaltung mit der Bekämpfung ordnungsfeindlicher" Regungen innerhalb ihrer Arbeiterschaft. In der Re gierung der Diskussionsfreiheit und der Ausschließung gewerkschaftlicher oder sozialdemokratischer Tendenzen erschöpft sich indes die Bevormundung nicht. Die Be ſtimmung, feinen Arbeiter anzustellen, der aus Gründen eines Streiks in der früheren Stellung die Arbeit niedergelegt hat, sowie die Haftbarmachung des ArArbeitseinstellung der Verwaltung verursacht, sind beiters für Schaden, den er durch etwaige rechtswidrige weitere Mittel, jeden Keim einer fritischen Regung von nicht mit einer abermaligen Abweisung fie unterbrechen, fie beherrschte ihn dennoch, da ging die Klingel. " Burkard! Um Gottes Barmherzigkeit willen geh' nicht fort! Ich habe Dir wichtiges zu sagen was Dich sehr freuen wird. Du sollst sehen, ich fann großmütig sein. Seh' nicht, erwarte mich nach der Vorstellung, ich habe nur im dritten Aft noch zu thun, dann bin ich frei. Ich gebe Dir Nachricht von einer. Du weißt schon!" Die Klingel wieder! Sie war fort.- Graf Joseph stand ganz geduldig im Gange und wartete. " Hast Du eine Verabredung getroffen? Wir sind doch mit ihr zusammen?" fragte er ganz harmlos. Burkard hätte ihn niederschlagen mögen. Ein einziger Blid sagte ihm aber, sein Vetter würde auch mit tausend Worten nicht dahin zu bringen sein, ihn zu verstehen. So würgte er feinen Aerger und sein Unbehagen in sich hinein und saß durch die drei miserabel gespielten und gesungenen Afte wie ein Gefolterter, immer nur den einen Trost sich wiederholend: Sie weiß was von Maria, ich erfahre es." Endlich war das Stück aus;- ein Einafter folgte noch, aber Burkard wußte, Lenette erwartete ihn jezt am Ausgang. Und er war so außer sich vor Ungeduld! " Geh' nur voran, wir treffen uns in der Weinstube gegen über, ich will den Einafter noch seh'n und Lenette Beit geben, Dich in beffere Laune zu plaudern", sagte Joseph, als Burtard fich erhob. Benette war richtig am Blake, schon abgeschminkt und umgekleidet. " Gott sei Dank!" fagte sie fröhlich, als sei alles zwischen ihnen aufs beste." Nun beschert mir der Himmel eine gute Stunde!" Seinen Arm nehmend, schritt sie mit ihm hinüber. Das Lotal war noch ziemlich leer, aber alle Anwesenden sahen neugierig auf das eintretende Paar und Burfarb erriet, wie fie sich zuflüsterten:„ Ei, das ist ja Frohberg! Und wie fte dann ihre Wige machten. Indessen hielt er sich höflich und kavaliermäßig gegen seine Dame. Sie bestellte ein hübsches fleines Souper, fcherzte mit thm, unbefangen thuend, und versuchte ihre ihm so wohlbefannten fleinen Künste, wofür er feinen Sinn hatte." Lenette, Du wolltest mir Nachricht von Maria geben. Die ganze Familie ist in schwerer Sorge um sie!" bat er, ohne nur den Versuch zu machen, ihr Gleichgültigkeit zu beucheln in einer Sache, die ihm so wichtig war. ( Fortfegung folgt). then tiefſtem Mitleid auf den alten Du Schweres zu er Mann, der so viel tragen hattete herrschte in der färbte sich und er bliditten und noch ſelbſt die auf Todteangitigten Mädchen bra ihr Schluchzen Fonnten. geregten, Renate hatte gesagt, Warum wurde der Dottor so bleich mit einer plößlichen, eingeschüchtert durch etwas, das sie nicht begreifen sie, Metebergeschmettert wenn und blickte so mitleidig auf ihren Serrn und dessen aus? frant aber Doktor Ruland hielt ihn's fanft zurück. fie ist ging für eine Zeit lang weg, weil weich; ,, aber sie kann eben nicht zu Ihnen kommen. Ihre Tochter ist nicht trant, alter Freund," sagte er frant!" Er wollte sich von seinem Sig erheben, Blut in seine eingefallenen Sie es, auch sie ist ermordet worsangen strömte. Ich weiß Weiter!" feuchte der Farmer, während plötzlich alles mich nicht seine Lippen. Augen ,, Verflucht sei sie vom Himmel und von mir!" die Musteln und dern trambfhait arbeiteten; seine waren mit Blut unterlaufen, ein Leichter Schaum trat auf mit rasenden Geberden ,,, für c uns Wäre sie dem Hungertode nahe, gebracht und über das Haus, in theach, die sie üblef er ich ihr geben! Krume Brod würde sie geboren wurde! Läge sie sterbend zu meinen Füßen, ich mürde kein Wort qua zu retten! denn im A ige und fängt gleich zu reißen" an. Trotzdem die Wilblaze sehr scheu vor Menschen ein, durcocißt mit ein paar raschen Bissen die Nervenbündel im Genid Mutter burch) ben Wald; aber unrettbar ist es verloren, blid bes Serabspringens schlägt sie sich mit Fängen und Waffen" und Hunden Menschen anzunehmen. richtet, und gräßlich sind die Berfleischungen, die sie da mit Gebiß und fährlichsten Thiere, wenn sie angeschossen und noch so träftig ist, einen ist und schon in weiter Ferne vor ihnen flieht, ist sie eines der geThr Sprung ist nach Gesicht und als ge Tolgendes Beispiel den Arbeitermassen fernzuhalten. Ob indeß die Dis-| ziplinirung der Gesinnung mit diesen Mitteln peinlicher Bevormundung gelungen ist, roird der, der im Betriebe unter den Beamten und Arbeitern die ungeschminkten Meinungsäußerungen vernommen hat, bezweifeln. Wo nicht Denunzianten wuchern und die Eisenbahner ihre kritische Ueberzeugung nicht zu verleugnen gezwungen sind, da findet man, wie der Verfasser sagt, nicht durchweg die Harmoniestimmung, die bei schönen Vereinsfesten in Gegenwart der Vorgesetzten wahrnehinbar scheint." nach einer Beratung mit dem deutschen Konsul in Nicolajew| Kreisen verlautet, wird die Regierung das Parlament eine befriedigende Abbitte des russischen Kommandanten binnen nicht früher einberufen, als bis in der Ausgleichs= 24 Stunden und drohte, widrigenfalls an die Admiralität frage mit Ungarn eine Verständigung erzielt ist. in Berlin um Instruktionen zu telegraphieren. Der russische Frankreich. Kommandant beschuldigte die deutschen Matrosen der Trunkenheit und lüderlichen Betragens, was indes zahlreiche Anwesende bestritten. Da die Erklärungen des Kommandanten und des Gouverneurs der Stadt dem Befehlshaber der " Loreley" unbefriedigend erschienen, meldete er den Zwischenfall dem Chef der Admiral tät nach Berlin. Daß sich die gegenwärtig brennendste Frage der Sozialpolitik, die Wohnungsfrage, innerhalb der Arbeiterwelt eines Betriebes, der sich über einen ganzen Staat erstreckt, äußerst schwierig gestaltet, ist selbstverständlich. Ist doch statistisch nachgewiesen, daß mindestens 16 pot. des Arbeitereinkommens als Miete für eine aus Zimmer, Kammer und Küche bestehende Wohnung schon in kleinen Städten draufgehen, daß in größeren Städten, wo die Masse der Bahnbeamten ihren Wohnsitz hat, 20 pCt. und mehr an den Hauswirt abzuführen sind, während sich der Prozentsatz in den eigentlichen Großstädten und in vielen Industriestädten auf 25-30 pet. steigert! Der Staat hat es bis jetzt versäumt, in genügend schnellem Tempo mit dem Bau von staatseigenen Arbeiterwohnungen vorzugehen. Im April 1900 waren nur 24010 Beamtendienstwohnungen vorhanden.oned Berlin, 25. Aug. Heute Mittag hat der Landwirt schaftsminister von Podbielski eine aus dem Oberbürgermeister Witting und dem Stadtverordnetenvorsteher Lewinski bestehende Abordnung der Bosener Stadtvertretung empfangen, die von der Posener Stadtverordnetenversammlung den Auftrag erhalten hat, beim Minister um die Erlaubnis zu bitten, daß, um der Fleischteuerung zu begegnen, die jetzt schon in Bosen sehr groß ist und sich steigern wird, während der Kaisertage, wo einschließlich das Militär etwa 100,000 Fremde in Bosen sich einfinden werden, 1500 geschlachtete Schweine über die russische Grenze nach Preußen hereingelassen werden. Bezieht man die jeder Beamtenstufe zugewiesene Zahl von Dienstwohnungen auf den Kopf der diesen Stufen angehörigen Personen, ſo ſtellt sich das Ver hältnis für die Unterbeamtenklasse auf: 21( Wohnungen) gegenüber 100( Beamten); für die Kategorie der mittleren Beamten auf 17; für die höheren Beamten auf 29(!), für die Diätariengruppen auf 7,5 d. h. nur einem Fünftel der Unterbeamten standen Dienstwohn ungen gegen Einbehaltung des Wohnungsgeldzuschusses zur Verfügung.no domim Es ist ein äußerst intereſſantes und lehrreiches Material, das uns Waldemar Zimmermann hier vorführt. Aber auch der der Eisenbahnverwaltung äußerst wohlwollend Gegenüberstehende wird sich der Ansicht Paris, 25. August. Marineminister Belletan hat den Admiral Pottier zum Befehlshaber des Mittelmeergeschwaders und zum Marinepräfeften von Toulon ernannt. Pelletan, welcher am Samstag einer Einladung des radikalen Komitees folgend einem ihm zu Ehren veranstalteten Bankett in Rochefort beiwohnte hielt eine längere Rede, in der er die Schleifung der Festungswerke von Rochefort für unmöglich erklärte, da das wichtige Arsenal der Stadt vor jedem Angriff gesichert sein müsse. Von der Armee sprechend sagte er, sie müssen von nationalem Geiste beseelt sein. Eine stramme Disziplin müsse in ihr vorherrschen. Deutsche Katholiken- Versammlung in Mannheim. Mannheim, 25. August. Gestern begann hier der 49. deutsche Katholikentrg. Es herrschte zu dem selben ein kolossaler Menschenandrang. Nachmittags fand ein Festzug der Arbeiter- und Gesellenvereine statt. Der Zug währte zwei Stunden, man zählte in demselben 245 Fahnen und die Zahl der Teilnehmer wird auf über 20 000 geschäßt. Um 5 Uhr wure in der neuen Festhalle die erste Versammlung eröffnet, in der Reichstagsabgeordneter Dr. Schädler über das soziale Wirken der katholischen Kirche ſprach. Darauf sprach Erzbischof Nörber von Freiburg i. B., welcher ausführte, daß das Heil der Arbeiter in der Kirche zu suchen sei. Er spendete der Versammlung seinen Segen. Da die kolossalen Menschenmassen auch tagten noch in drei weiteren Sälen Versammlungen. in der neuen Festhalle feinen Plaz finden fonnten, Priman Fabnrid Abituric Renntnis ihrer G Sprache Kenntni der Ob Brund 1901 worden auf 20 fonderes werden; nuc einf der 6. Kl Mart au 53542( 9) 42413 Nr. 628 26328, 43482, 4 1221, 42 11938, 1 20797, 29 42888, 4 ** 1 tungen w Beitungs Zum Streit der Klerikalen in Frankreich gegen die Regierung. Die Libre Parole veröffentlicht am 25. August einen von Francois Coppee und Edouard Drumont unterzeichneten Artifel mit der Ueberschrift:„ Die Liga für Verweigerung der Steuerzahlung." In diesem Artikel wird die Steuerzahlungsverweigerung als das beste Mittel bezeichnet, um sich einer Regierung zu widersetzen, welche die Achtung der Steuerzahler verloren habe. Ein Telegramm aus Mende berichtet ferner, daß der Gerichtshof von Marvejols sich zum Kloster der Ordensschwestern begeben hat, die sich dem Gesetze betr. Schließung der Ordensschulen nicht unterworfen haben, um eine Untersuchung einzuleiten. Die englischen Missionare, welche in der Provinz Hunan ermordet worden sind, hatten ihre Provinz Hunan ermordet worden sind, hatten ihre Thätigkeit erst seit kurzem begonnen. Die Chinesen ermordeten die Missionare, nachdem sie vorher deren Gebäude geplündert und in Brand gesteckt hatten. Prinz Tsching hat dem englischen Gesandten sein Beileid ausgedrückt und strengste Bestrafung der Mörder versprochen. Eine Abteilung englischer Truppen ist zusammen mit der seit einigen Tagen in England weilte, ist heute London, 25. Aug. Der Schah von Persien, nach Frankreich abgereist. nicht verschließen können, daß hier auf sozialpolitischem versammlung in der städtischen Festhalle fanden chinesischen abgegangen, um die Bestrafung vorzunehmen. Gebiete unendlich viel unterlassen, unendlich viel nach zuholen ist.8118,9 Tee 02.9 mod Politische Nachrichten. Einweihung des Rolandbrunnens. Berlin, 25. Aug. Als Schlußstein der Sieges- Allee fand heute Vormiltag 11 Uhr in Gegenwart des Kaiser- Paares die Einweihung des Roland- Brunnen statt. Gegen 10% Uhr fanden sich die Vertreter der Behörden ein. Außerdem waren anwesend die Minister Dr. Studt und Hammerstein und der Stadtkommandant von Berlin von Höpfner. Kurz nach 11 Uhr fam das Kaiserpaar. Der Kaiser begrüßte die Erschienenen auf das Intelligenteste. Alsdann fiel die Hülle des Brunnens. Das Kaiserpaar unternahm hierauf eine ein gehende Besichtigung desselben und zog Verschiedene der Erschienenen ins Gespräch. Insbesonderes unterhielt sich der Kaiser auffallend lang mit dem Oberbürgermeister Dr. Kirschner, dem er in sehr schmeichelhaften Ausdrücken den Kronenorden 2. Klasse überreichte. Auch die Rapernaumtirche in Berlin wurde in Gegenwart des Kaiserpaares und des Kronprinzen heute Vormittag eingeweiht. - Mannheim, 25. August. Außer der großen Festgestern noch in drei weiteren großen Lokalen anläßlich des 49. deutschen Statholikentages Arbeiterversa mimlungen statt, in deren jeder einzelnen Erzbischof Dr. Nörber- Freiburg erschien. Redner in den Versamm lungen verbreiteten sich über die Verdienste der Kirche in Bezug auf die soziale Hebung des Arbeiterstandes und über die Liebesthätigkeit innerhalb der katholischen Kirche. Jede der Versammlungen war von über 2000 Personen besucht. Abends war große Begrüßung in der städtischen Festhalle, an welcher wiederum über 6000 Personen teilnahmen. Der Zudrang war so stark, daß die Polizei schon lange vor Beginn sämtliche Eingänge absperren mußte. Amtsgerichtsdirektor GießlerMannheim hieß die Versammlung willkommen und schloß mit einem Hoch auf den Kaiser, den Großherzog von Baden und den Papst. Namens der Stadt hieß Oberbürgermeister Waitin die Anwesenden willkommen. Reichstagsabgeordneter Porsch Breslau dankte für das Entgegenkommen der Stadtverwaltung. - Eine Aenderung des Exercierreglements für die Infanterie hat der Kaiser angeordnet. Es handelt sich um den Platz der Fahne. Bei der Entwickelung zum Gefecht verbleibt die Fahne bei derjenigen Kompagnie, bei der sie sich befindet. Wird die Kompagnie in Gefecht eingefeßt, so geht die Fahne mit in Feuerlinie, doch muß unter allen Umständen eine Seftion bei der Fahne bleiben. Klemens Freiherr von Heeremann- Zuyd wyk, der erste Vizepräsident des preußischen Abgeordnetenhauses( Centr.) vollendet heute das siebzigste Lebensjahr. Mitglied des Reichstages ist er seit 1871. Der Jubilar ist einer der angesehensten und allseitig geschäßten Parlamentarier, der sich durch sein con ciliantes Wesen großer Beliebtheit in allen Parteien erfreut. slationt durant San Remo, 25. Aug. Für den Präsidenten Krüger und dessen Gefolge sind hier 3 Villen gemietet worden, weil Krüger den Winter in San Remo verbringen wird. Spanien. Barcelona, 23. August. Gestern fand ein großes Meeting zwecks Aufhebung des Belagerungszustandes statt. Die verschiedenen Redner griffen die Regierung aufs Heftigste an. Es wurde eine Deputation ernannt, um dem Ministerpräsidenten zu Gunsten der Wiedereinführung der verfassungsmäßigen Rechte eine Petition zu überreichen. Unter der Arbeiterbevölkerung nimmt die Ausstandsbewegung immer mehr zu. Als erste werden die Zimmerleute, darauf die Rollkutscher und dann nach und nach alle übrigen Gewerkschaften in den Ausstand treten. Unter den Straßenbahnarbeitern herrscht ebenfalls große Unzufriedenheit; auch diese beabsichtigen durch einen Ausstand eine Besserung ihrer Lage zu erzielen. Abhülfe gemacht, den gew abonnier bei dem denn die Auf eine rafchefte Beitungschwerlicher Aus F u. Klein liche biefige Barzelle S gestern bon Präsident Roosevelt über die Trusts. New- York, 24. Aug. Präsident Roosevelt, der gegenwärtig auf einer Reise nach New England begriffen ist, hielt zu Providence( Rhode Island) eine Rede, in der er ausführte, zum großen Teil seien die gegen die Ringe im Geschäftsleben erhobenen lagen gänzlich ungerechtfertigt. Ringe seien jetzt ebenso notwendig in der Geschäftswelt wie Sie der Lohnbewegung dienenden Organisationen der Arbeiter. Was Not thue, das sei Ueberwachung und ausreichende Gesetzgebung. Es müsse daher bezüglich der üblen Wirkungen, welche dem gegenwärtigen System oder dem Mangel an System entspringen, ein Schutzmittel gefunden werden. Seiner Meinung nach müßten deshalb die Trusts unter die wirkliche Oberaufsicht der Regierung gestellt werden. Werde die Regierung mit dieser Vollmacht ausgerüstet, könne dieselbe zur Kontrole jeden üblen Einflusses der Trusts angewandt werden, doch sollte sie mit Mäßigung angewandt werden. Heute vormittag fand die erste geschlossene Generalversammlung statt. Vor Gintritt in die Tagesordnung brachte Amtsgerichtsdirektor Gießler das Antwortschreiben des Papstes auf eine an ihn gerichtete Begrüßungsadresse zur Stenntnis, in welcher der Papst das treue Zusammenhalten der deutschen Katholiken rühmt und dem Katholikentag guten Verlauf wünscht. Alsdann folgte die Verlesung einer großen Anzahl Begrüßungstelegramme. Zum 1. Vorsitzenden wurde Chefredakteur Dr. Cardauns von der„ Kölnischen Volkszeitung" Köln gewählt. Dieser nahm die Wahl und erklärte, er erblicke in ihr eine Ehrung der katholischen Presse. Zum 2. Vorsigenden wurde Graf Neipperg- Stutt gart gewählt, der in seiner Antrittsrede das feste Zusammenhalten der württembergischen Katholiken in der Schulfrage feierte. 3. Vorsitzender wurde Bürgermeister Cr. Sieben in Deidesheim. Begrüßungstelegramme wurden an den Kaiser, den Großherzog von Baden und an den Papst gesandt. Hierauf ecstattete Graf zu Droste Vischering den Geschäfts= bericht, der nichts Erwähnenswertes enthält. Auf Antrag des Fürſten Löwenstein wurde an den in Sönigsgrätz stattfindenden tschechischen Statholikentag ein Begrüßungstelegramm gesandt. Sodann begründete Dr. Porsch die bekannte Papstresolution, in welcher die Wiederrichtung des Kirchenstaates verlangt wird. Es wurden verschiedene Anträge betr. eines Pilgerzuges nach Rom, Gründung und Unterstützung von Windhorst- Bünden, Unterſtügung des St. Raphaelvereins, Gründung eines Hospitals in Jerusalem angenommen. Heute nachmittag fand eine Auffahrt der katholischen Studentenverbindungen statt. Die bevorstehende Anwesenheit des Königs von Italien in Berlin gibt den Sicherheitsbehörden Anlaß, die anarchistische Bewegung streng zu überwachen. Insbesondere ist an die Polizeiorgane Berlins und der Vororte Weisung ergangen, während der nächsten Tage die in Berlin ansässigen, als verdächtig geltenden Italiener genau zu kontrolliren. | Ein deutsch russischer Zwischenfall. Das deutsche Kanonen boot" Boreley", welches als Legationsschiff im Bosporus- fungiert, macht gegenwärtig die Runde in den hauptsächlichsten Häfen des Schwarzen Meeres. Am vorigen Sonntag war die„ Loreley" im Hafen von Nicolajew. Ihr Befehlshaber und die Offiziere waren Abends in einem Vergnügungsorte am Flußufer und wurden festlich bewirtet, während die Mannsgasten in kleinen Scharen die Gäste bei Freunden an anderen Orten waren. Zwei deutsche Matrosen saßen mit einigen Freunden vom Bivil an einem offenen Büffet am Boulevard, als der russische Kommandant vorbeiging Kraft einer örtlichen Bestimmung, welche den gemeinen Soldaten und Matrosen den Besuch des Boulevards an Sonntagen und Feiertagen verbietet, befahl der Kommandant den deutschen Matrosen und deren Freunden, das Büffet zu verlassen. Sie weigerten sich, worauf der Kommandant den Polizeiinspektor anwies, sie wegzuführen; aber der Beamte lehnte die Einmischung ab. Der Kommandant ließ nun Soldaten holen, die Matrosen verhaften und nach der Militärwache bringen, wo sie die Nacht zubrachten. Der Befehlshaber der„ Loreley" forderte Die erste öffentliche Generalversamm lung fand heute Nachmittags 5 Uhr statt. Präsident der Versammlung war Dr. Gardauns. Er gedachte zu nächst der verstorbenen Führer der Partei und sprach sich über die Zulassung der Männerklöster in Baden aus, begrüßte die Entwicklung des tatholischen Vereinswesens in Mannheim und dankte den Elsaß- Lothringern für ihr zahlreiches Erscheinen. Erzbischof Dr. Nörber- Freiburg entwickelte in seiner Rede den Gedanken, daß alle schwebenden sozialen Fragen auf dem Boden der Religion(?) gelöst werden müßten. Dann wurde vom Präsidenten das eingelaufene Antworttelegramm des Großherzogs von Baden verlesen. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Das Regierungsblatt Nr. 56, ausgegeben am 25. August enthält: 1) Verordnung, die Organisation des Gewerbeaufsichtsdienstes betreffend. 2) Dienstanweisung für die Gewerbeaufsichtsbeamten. ** Vou hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Steinhauer Heinrich Bauer aus Bessungen wegen Strafvollstreckung vom Amtsgericht Darmstadt 1; Maurer Johannes Friedrich aus Stockhausen wegen Strafvollstreckung von der Staatsanwaltschaft Gießen; Karl Adam Justus Trost Ehefrau Anna Dorothea, geb. Fesselmann aus Grünberg. daß die n ftücken erb der Preis foll. Die firirten P bermutlich Frrenanstal forderlich jet findet die V. Duter hiefige Ari ftebens. W eine Fah Gelegenhe Von 12 fchienen 9. folge diefes übliche Sti ** Da Göns und hat es feit und herrfa und das während ** Zulassung zum Offizierberuf. Den Direktoren der deutschen Gymnasien, Realgymnasien, der preußischen Oberrealschulen, sowie den als gleichberechtigt aner fannten höheren Lehranstalten ist eine Abschrift der Erlasse vom 6. Februar und 28. Juni d. Js. übersandt worden, die den durch Zeugnisse dieser Schulgattungen zu erbringenden Nachweis für die Zulassung zum Offizierberuf im Heer und in der Flotte betreffen. Wien, 25. August. Wie in parlamentarischen Wir entnehmen daraus folgende Bestimmungen: Die nennen ift. i. Rod begünstigt laufen. A lid biele B Lag wahres Amberziehen bon jeder Mu gebracht wurd jhaften ein le ein Sippland C. Beita frisch get fuche auf gejcihten Huflattid frant, je Flaidh beide Schu langen Jal Firma E. ahmungen Fre Zu b ung das Parlament der Ausgleichsndigung erzielt ist. minifter Belletan hat aber des Mittelmeerfetten von Zoulon Samstag einer Gingend einem ihm zu Cochefort beiwohnte die Schleifung der unmöglich erklärte, vor jedem Angriff mee sprechend fagte Beifte bejeelt sein. r vorherrschen. . Frankreich gegen ht am 25. Auguft Edouard Drumont schrift:„ Die Liga ierzahlung." In ahlungsverweigerung fich einer Regierung Der Steuerzahler ver Mende berichtet n Marvejols sich begeben hat, die sich Ordensschulen nicht e Untersuchung ein are, welche in der en sind, hatter. ihre en. Die Chinesen er sie vorher deren Gefteckt hatten. Bring en sein Beileid ausMörder versprochen. ist zusammen mit fung vorzunehmen. von Persien, weilte, ist heute Präsidenten Strüger en gemietet worden, San Remo ber fand ein große elagerungszustandes ffen die Regierung Deputation ernannt, nsten der WiederRechte eine Betition bevölkerung nimmt mehr zu. Als erste die Rollkutscher und Bewerkschaften in den traßenbahnarbeitern heit; auch diese be ne Befferung ihrer die Trasts. nt Roosevelt, der New England be e( Rhode Island) großen Teil seien ftsleben erhobenen tigt. Ringe seien Liftswelt wie Fie der tionen der Arbeiter ng und ausreichende bezüglich der üblen gen System oder dem ein Schugmittel ge nach müßten deshalb Oberaufsicht der Jerde die Regierung fönne dieselbe zu Trusts angewandt Bigung angewandt uigkeiten. 56, ausgegeben am ng, die Organization stes betreffend. Werbeaufsichtsbe verden ftedbrieflid Bauer aus Bess ng vom Amtsgerigt Friedrich aus ollstreckung von der arl Adam Justus geb. Fesselmann Den Direktoren der afien, der preußischen gleichberechtigt aner ist eine Abschrift der Juni d. Js. überfandt diejer Schulgattungen r die Zulaffung zum 7 der Flotte betreffen e Bestimmungen: Die Primanerzeugnisse berechtigen zur Ablegung der Fähnrichs- wie der Seekadetten- Eintrittsprüfung. Die Abiturienten der Oberrealschulen haben die fehlende Kenntnis im Lateinischen durch das Mindestprädikat ihrer Schulen„ gut" in der englischen und französischen Sprache auszugleichen und die Primaner ebenfalls gute Stenntniffe in dieſen Fächern nachzuweisen. Schülern der Obersekunda einer höheren Lehranstalt, denen auf Grund der Versetzungsbestimmungen vom 25. Oktober 1901 die Reite für Prima ordnungsmäßig zuerkannt worden ist, muß bei ihrem Abgange von der Schule auf Wunsch an Stelle des Abgangszeugnisses ein besonderes" Zeugnis der Reife für Prima" ausgestellt erden; für die Meldung zur Fähnrichsprüfung ist nur ein solches Zeugnis vorzulegen. **( Privattelegramm) Die heutige Ziehung der 6. Klasse der hess. Landeslotterie ergab: Bew. à 10,000 Mart auf Nr. 5855( Oppenheim), 15932( Darmstadt), 53542( Main), Gew. à 5000 Mt. auf Nr 14173( Alzey), 42413( Worms), 82026( Lübed), Gew. à 3000 Mt. auf Nr. 6282, 6450, 6998, 10294, 12246, 15273, 25509, 26328, 28280, 28817, 31818, 35722, 36137, 41051, 43482, 44584, 45581, 52496, Gew. à 2000 Mt. auf Nr. 1221, 4219, 5460, 7779, 8731, 9299, 9799, 10764, 11938, 12434, 13691, 15162, 17214, 18987, 20539, 20797, 29075, 32212, 33739, 35275, 38554, 39273, 42888, 43221, 44336, 56817 und 51592. ** Unregelmäßigkeiten im Postabonnement von Zeitungen werden oft von den Abonnenten direkt bei den Zeitungsexpeditionen gemeldet und es wird dort um Abhülfe nachgesucht. Es sei hier daraus aufmerksam gemacht, daß dieses Verfahren falsch ist und oft nicht ben gewünschten Erfolg hat. Wer seine bei der Post abonnierte Zeitung nicht richtig bekommt, muß zunächst bei dem Bostamte seines Wohnortes Beschwerde führen, denn dieses ist zur pünktlichen Lieferung verpflichtet. Auf eine solche Retlamation hin wird stets die raschefte Abhilfe erreicht. Die Beschwerde bei der Zeitungs- Expedition ist in diesem Falle nur ein beschwerlicher Umweg. Aus Hessen und Nachbargebieten. u. Klein- Linden, 25. Aug.( Irrenanstalt). Sämt liche hiesige Landwirte, die am Aulweg und in der Barzelle Schlangenzahl Grundbesig haben, echieleen gestern von der Bürgermeisterei Gießen die Mitteilung, daß die neue Irrenanstalt auf vorgenannten Grundstücken erbaut werden soll. Gleichzeitig wurde ihnen der Preis angegeben, der pro Meter gezahlt werden soll. Die Grundbesißer werden, wie verlautet, mit dem firirten Preis sich nicht einverstanden erklären und es vermutlich zur Expropriation kommen lassen. Für die Jerenanstalt werden ungefähr 50 Morgen Gelände erforderlich sein. Nächsten Sonn- und Montag findet die Klein- Lindener Kirmeß statt. - v. Dutenhofen, 26. Aug. Am Sonntag beging der hiesige Kriegerverein das Fest des 25jährigen Be stehens. Aus Anlaß des Festes war ihm vom Kaiser eine Fahnenschleife verliehen worden, die bei dieser Gelegenheit einer besonderen Weihe unterzogen wurde. Von 12 geladenen Vereinen aus der Umgegend erschienen 9. Gestern wurde Tanzmusik abgehalten. Infolge dieses Festes fällt in diesem Jahre die sonst übliche Stirmeß aus. ** Das Entgegengesezte wird uns von LangGöns und Großen- Linden geschrieben. In beiden Orten hat es ſeit Frühjahr noch nicht einmal durchgeregnet und herrscht eine große Trockenheit. Die Klee- Ernte und das Grummet sind fast gänzlich verdorrt, während die Frucht- und Heuernte teilweise gut zu nennen ist. i. Rodheim a. B., 25. August. Das Kirchweihfest, begünstigt vom herrlichsten Wetter, ist aufs beste berlaufen. Am Sonntag hatten sich hierselbst außerordentlich viele Besucher eingefunden, zumal uns dieser erste Tag wahres Kirmeßwetter brachte. Nach dem üblichen Umherziehen der Burschen durch die Dorfstraßen, wobei von jeder Musikkapelle dem Bürgermeister ein Ständchen gebracht wurde, cntwickelte sich in den einzelnen Wirtschaften ein lebhaftes Treiben. Oft war es schwierig ein Sigplätzchen aufzutreiben und es ist daher kein C. Lück's GesundheitsKräuter- Honig. Bestandteile: Man nehme 180 Ko. Honig, 36 Ko. frisch gepreßten Ebereichensaft, 36 Ko. destilliertes Wasser, foche auf und schäume kunstgerecht ab. Füge dem Durch gejeihten 10 Ko. Weizwein zu, der vorher mit je 1,2 Ko. Huflettid), Epißwegerich. Ehrenpreis, Schafgarbe, Bingel fraut, je 0,6 Ko. Steinflce, Watternzunge, Lungenmoos, je 2 Ko. Alants wurzel, Enzian, MAVeilchenwurzel und Schwarzwurzel, alles geschnitten, Digeriert war. Chuck Flaschen, die auf der roten Umhüllung nicht obige beide Schuzmarken tragen, sind nicht die echten, seit langen Jahren bekannten und berühmten Präparate der Firma C. Lück in Colberg. man weise solche Nachahmungen entschieden zurüd. Preis pro Flasche Mt. 1.-, 1.75 u. 3.50. Zu haben in fast allen Apotheken. Wunder, daß dem vorzüglichen Kirmeßbier fleißig zugesprochen wurde. Ja, es mußte schließlich auch noch mancher Stehschoppen hinter die Binde gegossen werden. Das junge Volt konnte sich bis spät nach Mitternacht am Tanze vergnügen. Manches Tänzerpaar wurde auf dem Heimweg zwischen 3-4 Uhr von einem heftigen Regen überrascht. Obgleich der gestrige zweite Tag nicht ſolch freundliches Gesicht zeigte, so gewahrten wir dennoch viele Fremde hier. ** Hohensolms, 52. Aug. Der 62jährige ledige Landwirt R. Spieß von hier wurde am Sonntag Abend im Laufe eines Wortstreites durch einen ſeiner Widersacher zweimal mit einem Meſſer hinter dem rechten Ohre in den Stopf gestochen. Als dringend der That verdächtig wurde der 22jährige Landwirt und Schuhmacher Heinrich 3. von hier festgenommen. ** Hassenhausen, 26 Aug. Die diesjährige Ernte ist soweit vollendet und durchschnittlich gut ausgefallen, der Störnerertrag ist ausnahmsweise vorzüglich. Auch die Heu- und Grummeternite ist in diesem Jahr prima zu nennen. ** Aus Hessen, 25. Aug. Das große Loos der hessischen Landeslotterie, 200,000 Mt., war diesmal in den richtigen Händen. Es wurde in Achteln geſpielt und zwar fielen 5 Achtel an Arbeiterfamilien in Offenbach a. M., je 1 Achtel nach Dießenbach, Beerfelden und Beedenkirchen.' ** Ober- Roden, 24. Aug. Welch empfindlichen Schaden das in den letzten Tagen niedergegangene Hagelwetter in hiesiger Gegend angerichtet hat, zeigt sich jetzt erst, nach dem die Landwirte den noch draußen stehenden Hafer ein geerntet haben. So schäßt ein Bauer den Verlust, den er an einem einen halben Morgen großen Acker erlitten hat, auf 2-3 Bentner Körner, was einem Schaden von 20 bis 24 Mt. gleich kommt. Manche Landwirte, die noch den größten Teil ihres Hafers stehen hatten, sind dadurch recht bart mitgenommen, um so mehr, a's gerade infolge der vorjährigen sehr niedrigen Kartoffelpreise heuer der Anbau von Hafer besonders starf betrieben wurde. ** Frankfurt a. M., 26. Aug. Gestern Abend sprach Oberst Schiel über seine Erlebnisse in Südafrika vom Jahre 1877 bis zu seiner Gefangennahme, Oberst Schiel schilderte in seinem nahezu anderthalbstündigen Vortrag Land und Leute in Transvaal, die Verhältnisse, welche zur Zeit des ersten Bulukrieges herrschten, die damalige Heeresein richtung und die Kriegstaktik der Transvaalburen, nachher die Einrichtung eines deutschen Freiwilligenforps, welches unter seinem Befehl stand, die Kämpfe bei Flandslaagte und Lady Smith, bei welchen Schiele verwundet wurde und in Gefangenschaft geriet und zum Schluß schilderte Schiel die Lage der Gefangenen auf den Schiffen, in Simonstown, Marißburg und St. Helena. Der Redner wurde sowohl beim Betreten des Saales- als auch bei Beginn und Schluß seines Vortrages mit lang anhaltendem Beifall begrüßt. Nach einem Schlußwort von Direktor Horn mit der Aufforderung, die Deutschen möchten sich ihren Idealismus bewahren, brachte der Vorsitzende, Herr Pfarrer Werner ein dreimaliges Hurrah auf Schiel, den tapferen Burenfämpfer, den treuen Sohn seiner Vaterstadt Frankfurt aus. Eine Tellersammlung am Ausgang ergab Mt. 213.-. ** Frankfurter Oper. Wagners Ning der Nibelungen" wird in der Zeit vom 6. bis 20. September zur Aufführung gelangen. Am Samstag, den 6. September geht Rheingold", am Montag, den 8. Die Walküre", Mittwoch, den 17.„ Siegfried" und Samstag, den 20. ,, Götterdämmerung" in Scene. Zwischen Walküre" und" Siegfried" muß bei den diesmaligen Aufführungen ein größerer Zeitraum liegen, weil Herr for chhammer einer bereits früher eingegangenen Verpflichtung gemäß in jenen Tagen am BrinzregentenTheater zu München als Gast auftreten wird. " I ** Frankfurt a. M., 25. Aug. Wie die hiesige sozial demokratische Volksstimme mitteilt, ist es dem Redakteur der= selben, Dr. Quard, der gegenwärtig in der Strafanstalt Breungesheim eine Gefängnisstrafe von 10 Wochen verbüßt, dort nicht gestattet, ohne Aufsicht im Hofe spazieren zu gehen. wurde von einem Arbeiter des Hauptbahnhofs im ** Frankfurt a. M., 24. August. Samstag Abend Personentunnel die Leiche eines neugeborenen Kindes gefunden. Das Kind ist mittelst einer Nabelschnur erdrosselt worden. Die Leiche befand sich in einem Stück Shirting und war in graues Backpapier eingewickelt. Auf dem Papier soll sich eine Bostadresse Die Berufswahl im Staatsdienst. Vorschriften über Annahme, Ausbildung, Prüfung, Anstellung und Beförderung in sämtlichen Zweigen des Reichsu. Staats-, Militär- und Marinedienstes. Mit Angabe der erreichbaren Ziele und Einkommen. Nach amtlichen Quellen von A. Dreger. 7. Auflage 1902, Geheftet 3,60 Mk., gebunden 4,50 Mk. Die Nester und Eier der in Deutschland brütenden Vögel.- Mit 229 farbigen Abbildungen. Von Dr. E. Willebald. 3. Aufl. 3 Mark. - Fidelitas. Zeitschrift enthaltend Lustspiele, Couplets( mit Musik), Vorträge, Spiele. Halbjährlich 2 Mark. Probeheft 8 Stück enthaliend, 40 Pf. C. A. Koch's Verlag in Dresden u. Leipzig. Achtung Achtung. Große Ladenregale, Da ich diese Sommersaison aus zu jedem Zweck verwendbar, billig meinem Engagement wieder zu- zu verkaufen Näh. Exped. d. Bl. rückgefehrt bin, halte Jch mich für Gesellschaften, Vereine jeglicher Eine Wiese Grummet Art als Gymnanicker, Froschmensch, Schnellmaler u.Zauber zu verkaufen. fünftler bestens empfohlen. Wetsteingasse 7. befinden, die wohl zur Auffindung der unnatürlichen Mutter führen wird. ** Darmstadt, 25. Aug. Nach längerem schweren Leiden st a rb hier der Geh. Regierungsrat L. Achenbach. ** Aus Rheinhessen, 25. Aug. In Wahlheim, Kreis Alzey, glitt der 62jährige Landwirt Hilarius Jakobs auf der Butenleiter aus und stürzte so unglücklich auf den in der Scheuer stehenden Erntewagen, daß der Tod sofort eintrat. ** Vom Rhein, 25. Aug. Der Verkehr auf dem Rhein ist eben recht lebhaft, da der Wasserstand noch immer sehr günstig für die Schiffahrt ist. Reſtauration im Schlachtviehhof schwanken zwischen 1800 bis ** Mainz, 25. Aug. Die Bachtangebote für die 3200 Mt. gegenwärtig in einem Erholungsheim weilte, schickte einem ** Lotterieloos. Ein junger Mann von Mainz, der Freunde, mit dem er ein Loos der hessischen Landeslotterie spielte, das Geld zur Erneuerung, was dieser aber vergaß. Das Loos ist jetzt mit 3000 Mark gezogen worden. für jede abgelieferte Maus 1 Pfennig. Allabendlich von ** Mäuseablieferung. Die Gemeinde Bodenheim zahlt 7-9 Uhr ist Massen- Ablieferung. Namentlich die Jugend ist stark unter den Lieferanten vertreten; der eine hat seine 93 Stück im Ristchen, der andere 20 Stück in einer Düte, ein ganz kleiner Knirps von kaum 4 Jahren bringt seine einzige Maus in der Hand und zieht freudestrahlend mit einem Pfennig von dannen. Dieser Tage hatte ein Landwirt 634 Mäuse, die er auf einem Acer erlegte, zur Ablieferung gebracht. Insgesamt tamen am 21. Aug. 3,400 Stück zur Strecke. Wenn diese Art Vertilgung eine Beit lang fortgesetzt wird, werden wenigstens die Trauben von dem gefräßigen Ungeziefer mehr verschont bleiben. ** Diedenshausen( Kreis Biedenkopf, 25. Aug. Am Freitag verunglückte der hiesige Landwirt Johannes Happel. Er wollte vom Wagen springen und bremsen, geriet aber unter den Wagen und die Räder zerquetschten ihm den Kopf. Ein eiligst von Gladenbach herbeigeholter Arzt verband ihm seine Wunden, aber schon nach wenigen Stunden verstarb er. ** Kassel, 22. August. In Kerstenhausen, Kreis Frizlar, versuchte ein Landwirt einer Dienstmagd, mit welcher er ein Verhältnis unterhielt, den Hals zu durchschneiden. Der Thäter wurde verhaftet. Vermischtes. Berlin, 25. Auguft. Unter dem Verdachte den Luftmord bei Plößensee an dem Schulmädchen Baade berübt zu haben, wurde heute der Malergehülfe Lemer verhaftet. Der Verhaftete leugnet bisher die That begangen zu haben. * Braunschweig, 25. Aug. Der D.- 8ug Nr. 9, welcher um 5 Uhr 42 die Station Braunschweig verläßt, entgleifte infolge eines Radreifenbruches der einen Maschine auf dem Bahnhof von Schandelah. Beide Maschinen des D.- 8uges und auch der vordere Bad wagen wurden quer über die Schienen geworfen. Der Packwagen fing Feuer, welches jedoch bald gelöscht wurde. Von den Reisenden ist niemand verlegt, dagegen sind 4 Beamte leicht verlegt. Nach einer späteren Meldung sind von den Passagieren 4 Personen leicht verlegt. Vom Fahrpersonal sind 4 ernstlich und 2 leicht verwundet. Die Verbrühungen, die der Heizer erlitten hat, sind sehr ernster Natur. : ,, Iphigenie auf Tauris". :„ Die Jäger". Dienstag, 26. Aug.:„ Heimat". Frankfurter Schauspielhaus. Dienstag, 26. Aug.:„ Heimat". Donnerstag, 28." Mittwoch, 27.: ,, Cyprienne ,,. Freitag, 29. Sonntag, 31. Samstag, 30. :" Alt- Heidelberg". Dienstag, 2. Montag, 1. Sept.:" Der Erbförster". Käthchen von Heilbronn". " " " " " Robert und Bertram". Gestorbene. id Am 26. August: Mathilde Karoline Henriette Briegleb, geb. Fint, 80 Jahre alt, Witwe des Pfarrers Briegleb dahier. Beerdigung Donnerstag 5 Uhr. Darlehn auf Schuldschein, Wechsel, Hypothek. etc. zu vergeben durch Max Koch, Pössneck i. Th. Einführung in die Staatswissen: schaften, auch Jurisprudenz. C. i. Eregese, ev. Griechisch u. Lateinisch für Realabiturienten. Näh. in der Erved. d. Bl. Im Ueberziehen und Repariren von Sonn- u. Regenschirmen empfiehlt sich bei billigsten Preisen Herrm. Meier Frau, Nenenweg 42. Auch werden Stühle geflochten. 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Der Bürgermeister Mecum, a Mark 1.- sind in allen durch Blafate fenntlichen Geschäften u.bei Richard Buchacker, Neuen Bäne 11 Gießen zu haben. Daselbst 11 Stück für 10 Mark. Ziehung 11. September d. J. Zwiebelkuchen Dienstag, Donnerstag u.Sam8: tag von vormittags 8.30 Uhr an bei B. Schomber, Wallthorstraße. Zu beziehen durch jede Buchhandlung ein 37. Aufl. ersehienene Schrift des Med.- Rat Dr. Müller über das gestörte Nerven und Sexual- System Frelzusendung für 1 Mk. in Briefmarken 52] Curt Röber Braunschweig. Heirath vermittelt Frau Krämer, Leipzig, Brüderstr.6. Auskunft gegen 30Pfg. Derichsweiler Patentbureau. Fili. Frankfurt a. M. Konstablerwache Eing Fahrgffe. Fernspr. A. 1a 7473. Centrale Dresden. Filiale Berlin. Erfte Referenzen. Nur ges. erl. Serienloose! Nächste Ziehung 1. Sept. Jährl. 12 Zieh. m.abw.Haupttr 180000 Mark: 300 000, 120000 90000,45000,30000etc. Jedes Loos ein Treffer. Monatl. Beitrag Mk. 10( 1/2 5.-) Anmeld. umgeh. erb. an: H. 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Grünbergerstrake 4. darauf hinweisen, daß wir mit dem Kommando des hiesigen Infanterie- Regiments wegen Vermittlung von Arbeit für die Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß am 23. September d. I. zur Entlassung kommenden Mann der städtische Friedhof in der Zeit vom 16. Auguſt bis 15. schaften in Verbindung getreten sind, fordern wir alle InOttober von Morgens 6 Uhr bis Abends 8 Uhr geöffnet tereffenten hiermit auf, Gesuche um Zuweisung von Arbeitern bleibt, und daß die auf dem Friedhof verweilenden eine Vier- aller Art vor dem genannten Tage an die unterzeichnete Nach telstunde vor Schluß desselben auf diesen durch ein Glocken- weisstelle einzureichen. zeichen anfmerksam gemacht werden. ab Gießen, am 16. August 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Das Wasser des Stadtbaches wird vom 23. 1. Mts auf die Dauer von etwa 3 Wochen von morgens 6 Uhr bis abends 6 Uhr abgestellt. Gießen, 21. August 1902. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr. Arbeitsvermitttlung für Reservisten. Indem wir die Arbeitgeber Gießens und der Umgegend Die Gültigkeitsdauer der Gesuche erlischt am 30. Sept. Gießen, den 19. August 1902. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Daniel Moog Wittwe zu Gießen sind am 2 Oktober die diesjährigen Zinsen an hiesige bedürftige unbescholtene, im Wittwenstand lebende Bürger und Wittwen von Bürgern zu verteilen. Anmeldungen hierzu fönnen bis zum 10. September auf dem Armenamt erfolgen. Gießen, 22. August 1902. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Mecum. Bater. Unb vergaßeft doch alles fo fchnell!"- grollte Péti Dudas, sein Cze- czé hafchte nach der Sein Hand desselben und füßte sie. Bald aber fah ich's ein, die armen reichen Men Athen ging furz und pfeifend. Vergib ich suchte das Glück in einem fchen find weit elender baran, als ber ärmſte Bigen vertrüppeltes Dasein. Und wenn der& glänzenden Schloffe. ZLIM HUMOR Nr. 197. Oberben Dienstag, den 26. August Fam 1902.