Nr. 274. Abonnementspreis: in Gießen, abgebolt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen bierteljährlich Mt. 150. Grattabellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Cberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Bartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Montag, den 24. November 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Veritzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen die Kreise Weglar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 PfgPostzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Frnedition: teken Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzog ichen Bürgermeisterei Gießen. f. H. Krupp+. 8 Von Villa Hügel bei Essen wird gemeldet, daß der Birkt. Geheime Kommerzienrat Exzellenz Krupp am Der Tod Somnabend nachmittag 3 Uhr gestorben ist. ist die Folge eines morgens früh 6 Uhr eingetretenen Gehirnschlags. Da in lezter Zeit allerlei Gerüchte über die Lebensweise des Verstorbenen auf Capri durch die Deffentlichkeit gegangen sind, so wird man den Mutmaßungen über die eigentliche Todesursache nicht wehren können. Snbes, der Tod gleicht alles aus, und an die Totenbahre Krupps treten jezt gewiß Tausende, die in ihm einen humanen Menschen betrauern. Als Persönlichkeit wäre Krupp gewiß unter der Menge verschwunden; aber als Inhaber der großen Werke bei Essen war er eine Weltmacht. Tausende und Abertausende haben bei ihm Arbeit gefunden, und die Wohlfahrtseinrichtungen seiner Werke haben als mustergültig gegolten. Freilich, ber Wirkung der Geschäftsstille hat sich auch sein Unternehmen nicht entziehen können. Seit dem Vorjahre sind feine Betriebe stark zurückgegangen, und die dadurch veranlaßten Arbeiterentlassungen haben in das einst so rege und frohe Leben einen gewissen wehmütigen Zug gebracht. Was an Krupps Persönlichkeit sympathisch gewesen ist, war die Einfachheit seines Wesens. Es ist bekannt, daß sein Vater ihm testamentarisch die Annahme eines Adeltitels untersagte; seine Nachkommen sollten bleiben, was er selber war, einfache Ritter der Arbeit. Denn der Vater Krupps war ein armer Schlosser, dem sein viel verlachter und viel bespöttelter Vater auf dem Totenbette ein Vermächtnis hinterließ, dessen Reichtum damals niemand ahnte. Es war das Geheimnis jener Metallmischung, aus dem später die Kanonen für die ganze Welt gegossen wurden. Auch Alfred Krupp, der Bater des Verstorbenen, trug jahrelang das Geheimnis mit sich herum, ehe er die Erfolge ernten konnte; sie waren aber so erstaunlich groß, daß man in der auf ben Namen Krupp gehäuften Macht und Glorie fast die Erfüllung eines modernen Märchens erblickt. In der Nähe des Denkmals auf dem Essener Markte, wo Alfred Krupp in schlichter Größe als Ritter der Arbeit teht, ist noch heute die bescheidene Hütte, die den unberstandenen Großvater und erfolggekrönten Vater des Berstorbenen beherbergt hat, zu sehen. Testamentarisch hat Alfred Krupp seinem Sohne auch die Pflicht and berz gelegt, an den Ueberlieferungen des Hauses festzuhalten, und so stand jedem Arbeiter der Zugang zu bem höchsten Herrn der Werke, die selbst wieder unter einem fünftöpfigen Direktorium standen, offen. Dieses Direktorium war eine testamentarische Hinterlassenschaft Alfred Krupps. Denn ohne dieses Institut konnte sein Erbe nichts in seinem eigenen Werke anordnen und be schließen. So war alles von dem Begründer der Kruppchen Macht vorbedacht, um seinem Namen die Stellung in der Welt zu behaupten. Aber das Geschick hat z anders gefügt. Am Totenbette stehen keine männlichen Ramenserben, zwei Töchter im Alter von 16 und 14 Jahren beweinen ihren Vater, der zu allen Zeiten ein gütiges Familienhaupt und ein wohlwollender Unter nehmer gewesen ist. Deutscher Reichstag. - Die polizeilichen Mißgriffe. 220. Sigung CB. Berlin, 22. November. Bräsident Graf Ballestrem eröffnete die Sigung 124 Uhr, übergab aber den Vorsiz alsbald dem Bizepräsidenten Graf Stolberg. Auf der Tagesordhung stand folgende sozialdemokratische Interpellation: 1. Welche Maßregeln beabsichtigt der Herr Reichslangler zu ergreifen, um den in letzter Zeit sich häufenden Uebergriffen von Polizei- und richterlichen Bebörden entgegenzuwirken, die Reichsangehörige ohne genigenden geseßlichen Grund in Haft nehmen, in der sie dann öfter in ungehöriger und ungesetzlicher Weise bejan delt werden? 2. Beabsichtigt der Herr Reichskanzler, in Bälde dem Reichstag den Entwurf eines Gesetzes über den Strafvollzug vorzulegen? Auf Anfrage des Präsidenten erklärte Staatssetretit Dr. Nieberding sich bereit, die Interpellation fofort zu beantworten. Zu dem eigentlichen Thema ergriff zunächst der sozialdemokratische Abg. Heine das Bort, der ein langes Verzeichnis von ungerechten Berhaftungen vorlas; unter diesen betrafen die schwersten Falle einen jungen Mann, der sich von einer Dame rerabschiedet hatte, und ein junges Mädchen, das fitenpolizeiliche Kontrolle tommen sollte, weil es an etne m Abend von einem Schuhmann in Begleitung seiher Mutter auf der Straße gesehen worden war und babei zu laut gesprochen hatte. Auch die Fesselung der Redakteure, der Harmlosenprozeß, voreilige Verhafunter - tungen wegen Flucht und verduntelungsgefahr und vor allen Dingen auch die Härte der Behandlung durch die ausführenden Beamten famen zur Sprache; schließlich verlangte Heine ein Gesetz über den Strafvollzug. In seiner Erwiderung gab der Staatssekretär Dr. Nieberding zu und das ist das wesentlichste Ergebnis der Verhandlungen, daß bei der Fesselung der sozialdemokratischen Redakteure Bredenbeck und hoffmann, im Falle Trampke und im Falle Rappaport Verfehlungen der Beamten stattgefunden haben; die übrigen Fälle waren dem Staatssekretär nicht bekannt. Er könne hier nur im Namen des preußischen Ministerpräsidenten sprechen, da die Frage der Verhaftungen Sache der Einzelstaaten sei. In den Landtagen würden die Minister des Innern schon Rede und Antwort stehen. Die preußische Verwaltung verlange jedenfalls von ihren Beamten, daß sie bei der Verhängung von Freiheitsbeschränkungen mit Taft und Schonung vorgehen sollen. Die Reform des Strafvollzugs könne erst nach der Reform des Strafgesetzbuchs erfolgen. Mit diesen Erklärungen war der nationalliberale Abg. Bassermann im wesentlichen zufrieden, hoffte aber auf eine baldige Reform des Strafgesetzbuchs, der Zentrumsabg. Groeber meinte sogar, daß die Strafjustiz sich verbessert habe, und daß schon durch eine geeignete Belohnung der Beamten viel gebessert werden könne. Aus der Fülle seiner Erfahrungen heraus kam der Abg. Lenzmann von der freisinnigen Volkspartei zu dem Ergebnis, daß die ungeeignete Behandlung der Untersuchungsgefangenen zu falschen Geständnissen führe. Hier müsse die bessernde Hand angelegt werden, ein Fortwursteln" aber sei von Uebel. Das rief den Staatssekretär Dr. Nieberding nochmals auf den Plan, der sich gegen diesen Ausdruck wehrte. Das Reichsjustizamt stecke mitten in den Vorarbeiten. Der konservative Abg. Dr. Dertel fand sehr harte Worte über die polizeilichen Mißgriffe, aber der Aufenthalt im Gefängnis scheine nicht so schlimm zu sein. Er kenne dieses Institut zwar nicht und hoffe auch unter Paul I. ( Singer. D. Red.) keine Bekanntschaft damit zu machen. Zum Schluß erntete er noch einen besonderen Heiterfeitserfolg, als er auf Bebel hinwies, der s. 3. sehr frisch aus dem Gefängnis gekommen sei. Nachdem der Abg. Schrader die Einmütigkeit des Hauses in dieser Frage festgestellt hatte, brachte Dr. v. Czarlinski( Pole) noch besondere Schmerzen der Polen vor. Der Abg. Bebel ging dann, nachdem er die Verschiedenartigkeit der Behandlung in den Gefängnissen geschildert hatte, noch auf den Fall Augspurg ein und provozierte das Zugeständnis des weimarischen Bundesratsbevollmächtigten Paulssen, daß hier ein Mißgriff vorliege, so daß Dr. Müller- Meiningen unter lautem ,, Au, au!" mit dem Wiz schließen konnte, die Damen möchten sich davor hüten, anständig aufzutreten. Nächste Sizung: Montaa 1 Uhr; Zolltarif. Die Politik. Die Verständigungsaktion. D Am Sonnabend fand bei dem Reichskanzler Grafen Bülow eine Konferenz behufs Herbeiführung einer Verständigung statt, an der die Abg. v. Normann und Graf Limburg- Stirum als Vertreter der Konservativen, b. Kardorff und Dr. Steckmann als Vertreter der Reichspartei, Bassermann und Dr. Paasche als Vertreter der Nationalliberalen und Herold und Dr. Spahn als Vertreter des Zentrums teilnahmen. Ueber die gefaßten Beschlüsse wird Stillschweigen bewahrt, bis die Fraktionen sich entschieden haben. Eine Nac w rkung des Fleischmangels. Das preußische Ministerium hat eine außerordentliche Viehzählung angeordnet, die am 1. Dezember sta t- findet. Zu deren Erleichterung hat der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten die Königlichen Ei enbahndirektionen angewiesen, die Beamten ihres Beziris mit Weijung zu versehen, daß sie sich zur Unterstügung des Zählgeschäftes bereit finden lassen, soweit der Dienst dies gestattet. Ferner sollen die nachgeordneten Diens stel n veranlaßt werden, daß bezüglich der Zählung des auf dem Eisenbahntransport be indlichen Viehes den Aiträ en der mit der Leitung der Zählung beau tragten Behörden Folge gegeben wird und für eine unverzügliche Beförderung der Zählungsdrucksachen an das statisti, che Bureau, soweit die Uebersendung durch die Eisenbahn stattfindet, Sorge ge tragen wird. Auch sind die Eisenbahnkommissare beauftragt, den unterstellten Privatbahnverwaltungen entsprechende Mitteilung zu machen. Die Polen in Oberschlefien. Das Wahlprogramm der oberschlesischen Polen ist nunmehr erschienen Darin wird betont, daß die Oberschlesier bisher geschlummert haben. Aber jetzt leuchte über ihnen der junge Morgen einer nationalen Butunft. Dabei ist Polen seit drei Jahrhunderten deutsch. Die ganze schlesische Polenbewegung ist fünstlicher Natur. Der Gesundheitszustand des Kaisers Franz Josef sollte nach Gerüchten in den letzten Tagen recht schlecht gewesen sein. Neuerdings verlautet aber, daß er bereits im Park von Schönbrunn wieder Spaziergänge gemacht habe. Englisch- venezolanischer Zwischenfall. Die venezolanische Regierung hat wieder einmal ein aufständisches Korps gefangen genommen. Zwischen Venezuela und England sind Zwistigkeiten ausgebrochen, weil England das Kriegsschiff, Phantom" ohne Erlaub nis Venezuelas nach dem Orinoco sandte. In einem amtlichen Schreiben wurde dem Kabinett in London eröffnet, bas verleze die Couveränität Venezuelas; Präsident Castro verlangte deshalb eine Erklärung über dieses Vorgehen. Amerikanische Blätter de iten geheimnisvoll ernstere Verwickelungen an. Kurze politische Nachrichten. * Der Kaiser traf um 7 Uhr 50 Min. früh in Pots dam ein und begab sich nach dem Neuen Palais. Am Vormittag hörte der Kaiser die Vorträge des Chefs des Militärkabinetts Grafen v. Hülsen- häseler und des Staatssekretärs des Reichsmarineamts Vizeadmiral v. Tirpitz. * Die konservative Fraktion des Reichstages hat beschlossen, unter allen Umständen eine Ermäßigung der Industriezölle im Zolltarif herbeizuführen. * Freiherr v. Wangenheim bleibt entgegen anders lautenden Gerüchten Präsident des Bundes der Landwirte. * Bei den Stadtverordnetenwahlen in Posen wurden im Ganzen 21 Deutsche und 5 Polen gewählt. Die Beteiligung auf beiden Seiten war eine außerordentlich rege. * Der Rest der ausständischen französischen Bergarbeiter hat sich bereit erklärt, das Urteil eines neuen Schiedsgerichts anzuerkennen. Beim letzten Male waren sie auch dazu bereit und haben sich dennoch nicht unterworfen. * Englische Blätter behaupten, Chamberlain habe die Gewißheit, daß Leyds und Krüger noch zwanzig Millionen Mark Staatsgelder in Händen haben, die sie zu Zwecken der Agitation in Südafrika benutzen wollten. Aehnliche Angaben sind schon öfter aufgetaucht, aber von den Burengeneralen stets als unwahr bezeichnet worden. * Im türkischen Bezirk Saloniti hat ein neuer 8usammenstoß zwischen türkischen Soldaten und bulga rischen Banden stattgefunden. Vor wenigen Tagen war gemeldet worden., Brand im Balkan sei gelöscht. Was ist nun wahr? * Der Aufstand am Isthmus von Panama ist zu Ende; der Führer Herrera hat sämtliche Schiffe und Borräte an die Regierung ausgeliefert. Natürlich Ame rika hat sich ja von ihm zurückgezogen. Nab und fern. - ) Ein eigenartiger Bahnunfall. Auf der Station Patt burg der Eisenbahn Flensburg- Vamdrup entgleisten beim Rangieren des Güterzuges Nr. 8564 sechs Güterwagen, wobei der Bremser Ehlers aus Neumünster ge tötet wurde. Ein Güterwagen fuhr sodann über den Prellbock hinaus in das dahinter stehende Bahnwärterhaus. Von den Bewohnern wurde glücklicherweise nur ein Kind durch Herabfallen des Mauerwerks leicht verlegt. * Mädchenhandel von Deutschland nach Amerika Die Polizei von Philadelphia nahm eine plögliche Durchsuchung von zwanzig verrufenen Häusern vor, in wel chem 400 Mädchen festgenommen wurden. Dabei wurden Beweise dafür gefunden, daß ein Syndikat mit dem Hauptsiz in Deutschland und Agenturen in Philadelphia und Newyork besteht, das gewerbsmäßigen Mädchenhandel betreibt. Veranlaßt war diese Streife durch den deutschen Bot. schafter in Washington, Herrn v. Holleben, der durch Vermittelung des deutschen Konsulats in Philadelphia der dortigen Behörde die nötigen Notizen an der Hand gegeben hatte. Rach Aussage des Konsuls werden die Geschäfte dieser Mädchenhändlerbande in Europe von einem Einwohner der Stadt Halle geleitet. Die Leitung bes Geschäftes in Amerila fiegt in den Händen von fünf Personen, bon denen brei bereits verhaftet wur ben. Die von der Bande verhandelten Mädchen tourden unter verschiedenen Versprechungen, meistenteils dem der Heirat, nach Amerika gelodt, dann in öffentliche Häuser berschleppt und dort gefangen gehalten. Bon anderer Seite wird mitgeteilt, daß zwei Mädchenhändler verhaf11110 Sie nur Frith Gir verschwand Farbe und Form derartig extravagant war, daß es eben Dus zierliche Figürchen steckte in einem Kostüm, das in leicht aufgeworfenen Lippen den pikanten Reiz erhöhten. mit dunklen, begehrlichen Augen und einem Munde, dessen fchlag begrüßte. Es war ein feines, brünettes Gesicht, den blonden Ingenieur mit fameradschaftlichem Handgleich darauf stand eine junge Dame auf der Schwelle, in der sich ein schwarzhaariger Mädchenkopf zeigte, und seinem Hut griff, öffnete fich plößlich eine Flügeltür, in dem Arbeitszimmer. Als Leberecht nach Franz zupfte die verschossene stravatte zurecht, und Fer Derr Direttor Taffen bitten," meldete der Diener, jene ihrer wetera ihre Stellung in schönes und ein fuges Mädchen, und nicht allein das bem Hause des Direktors Esser thm verraten. Edith war ein fie mit einem eigenen Nimbus. Da Esjer nicht bergab feiner Reichtümer bestimmt hatte, galt sie nicht allein für war, und die Welt annahm, daß er Edith zur Erbin goldener Fassung. er Leberecht mußte, Edith nicht wie er Benn Nachdenllich verließ er das Haus. geiz ein Leichtes, allegiltig war, so war es seinem Ehre eine Perle, sondern für eine hatte und auch bemerken Schlüsse daraus zu ziehen. ( orts, folat.) gehalten zu nehmen. Das Rendez- vouz zwifchen ihm und mir." muß auf den Grafen einen guten zwei Personen, die sonst in ihrer sozialen Stellung him. zuholen, und was das Wichtigste ist, verabreden Sie ein Informationen, wie Sie nur können, von ihm herausMartin den Empfang seines Briefes; suchen Sie so viel Der schlaue Mr. Sharpe verstand es einzurichten, daß jähriger Erfahrung. Sie sind wohl so gütig und bestätigen Leute nehmen muß, aber so' was lernt man erst aus langwerden mir zugeben, daß ich auch weiß, wie man die habe, fie persönlich in bin Gindrud machen. Sie melweit von einani der Graf and der zustimmen. ,, Wäre Er erwiderte nur stohlenen Juwelen erwarten werden. den Männern, von denen Sie gesprochen haben. Die Lust oder den anderen von Ihren Frich wollte sagen bon beschäftigt, um in die Heiterkeit des Professors mit einSharpe war indessen zu sehr mit seinen eigenen Gedanken gemacht zu haben, denn er mußte herzlich lachen. Herr mochte der Professor wohl glauben, einen guten Wi ehrlicher Tausch kein Betrug sein." Mit dieser Bemerkung einem Hause führen, in dem die Männer Sie mit den gees nicht vielleicht doch möglich, daß einen Und da foll ein tvenn Sie mich dort besuchen wollen, will ich Sie nach tet, jedoch das Haupt ber Bande, namens Schwarz, entflohen sei. Wir berichteten bereits von dem großen Mädchentransport, ber neulich von Budapest aus über Hamburg verschifft worden ist. Vielleicht hat auch dieser seinen Weg nach Philadelphia genommen. Deutsche Seeleute bei dem Sultan zu Gaste. Dem leßten Selamlit wohnten alle dienstfreien Offiziere und Kadetten des deutschen Schulschiffes ,, Stein", das augenblicklich im Konstantinopeler Hafen liegt, sowie eine Abteilung der Mannschaft bei. Nach dem Selamlik murden der deutsche Botschafter Freiherr von Bieberstein, der Kommandant und der ganze Stab des Schulschiffes in Audienz empfangen. Die Offiziere erhielten Ordensauszeich nungen, die Mannschaften die Liafatmedaille. Am Abend fand ein großes Diner im Yildiz- Palaft zu Ehren der Anwesenheit der Stein" statt, welchem der deutsche Botschafter, die Mitglieder der Botschaft, der Generalkonfil, der Kommandant, alle dienstfreien Offiziere und Kadetten sowie hohe türkische Würdenträger beiwohnten. Die Musik des Schulschiffes spielte während des Diners im Yildiz- Balast. * Das Reneste von den Humberts. Aus Lissabon wird gemeldet, daß dort eine französische Dame verhaftet wurde, deren Signalement auf die Madame Humbert paßt. In Paris traut man aber vorläufig dieser Melbung nicht recht, man ist schon zu oft getäuscht worden. Uebrigens scheint man nach neuerlichen Mitteilungen des Geheimpolizisten Souffrain, der lange in Dienften der Humberts gestanden hat, das Schwindelgenie der Madame Therese doch zu hoch eingeschäßt zu haben. In Wirklichkeit war es der scheinbar völlig unbeteiligte Gatte Theresens, Frédéric Humbert, der Leiter des ganzen Schwindels war. Nach derselben Quelle stammen die Zinsen der hundert Millionen, welche Frau Humbert noch am Vorabend ihrer Flucht besaß von einer sehr hochgestellten Bariser Dame, die abet rechtzeitig gewarnt, bie Summe im letzten Augenbfd zurüdzog. * Ein tragischer Zufall hat in Paris einer jungen Amerikanerin das Leben gekostet und einen jungen Russen, den Neffen des Flügeladjutanten Rydzewski, in den Verdacht des Mordes gebracht. Das junge Mädchen, Ellen Gorre mit Namen, hatte Rydzewski, der erkrankt war, zam ersten Male in seiner Wohnung aufgesucht, um sich nach seinem Befinden zu erkundigen. Dabei soll sie mit einem Revolver, der auf dem Nachttische lag, gespielt und dieser durch zufälliges Aufschlagen sich entladen haben. Das fachmännische Gutachten über die Art der Verwundung der Sängerin widerspricht dieser Angabe keineswegs. Rydzewski wurde unter dem Verdacht des Mordes verhaftet, trozdem er seine Unschuld beteuerte, es scheint aber Aussicht vorhanden zu sein, daß er bald entlassen wird. Bunte Chronit. Als der Rechtsanwalt Künemann in Duisburg nachts heimkehrte, nahm er einen scharfen Gasgeruch wahr. Im Badezimmer seiner Wohnung gewahrte er am Boden liegend seine Frat als Leiche. Künemann stürzte gleichfalls hin und eine Explosion erfolgte. Schwer verlegt wurde er nur durch die Dazwischenkunft anderer gerettet. Der Anarchist Rubino, der das Attentat auf den König Leopold der Belgier verübt hat, wird im Gefängnis Tag und Nacht von aus seinen Mitgefangenen ausgewählten Leuten bewacht. - In Rom ist der Kardinal Moisi- Masella plötzlich gestorben. Wie aus Guatemala berichtet wird, erschoß der Sohn des amerikanischen Gesandten den Amerikaner Fizgerald und flüchtete dann in die Gesanotschaft. Letzterer war angeblich früher Privatsekretär bei dem Präsidenten von Guatemala. - In seinem Atelier zu Berlin erschoß sich der Bildhauer Theodor Lietke, der sehr häufig vom Kaiser zur Ausführung seiner Büsten für Militärkasinos beauftragt tourbe. Auch Prinz Georg von Preußen war dem unelücklichen Künstler wohlgesinnt. In Mlenstein wurde der Kutscher Jendrehzyk und die Witwe Bajor hingerichtet. Sie waren im Juni vom Allensteiner Schwurgerichte wegen Giftmordes an der Ehefrau Jendreyzyks zum Tode verurteilt worden. - - Nach amtlichen Meldungen ist in Odessa vom 5. bis 18. November fein peftverdächtiger Fall vorgekommen. Das Amurgebiet und das Gebiet von Kwantung sind cholerafrei. Kurzes Allerlei. Furst Albert von Monaco, der beanntlich die Tiefseeforschung aus Liebhaberei betreibt, vill gewisse Strecken des Mittelmeeres mit Neßen nach Kunstschäßen absuchen lassen, die dort auf der Reise zum peiligtum von Delos mitsamt den Transportschiffen unbergegangen find. Professor Wilder der amerikanischen Cornell- Universität erließ fürzlich die Aufforderung an hervorragende Männer der Wissenschaft und Künstler, ihm für den Todesfall ihre Gehirne zu experimentellen Zwecken testiren zu wollen. Eine größere Zahl Personen kam dieser Aufforderung nach, darunter der bekannte Gelehrte Dr. Goldwin Smith. Lokales. Gedenktafel für den 25. November. 1562. Der spanische Dichter Lope Felix de Vega in Ma brid* 1797. Der Komponist Gaetano Donizetti in Bergamo*.- 1852. Johann Erzherzog von Desterreich( Johann Orth) in Florenz*. 1865. Der Afrikaforscher Heinrich Barth in Berlin t. 1868. Großherzog Ernst Ludwig von Hessen*. 1870. Beitritt Württembergs zum Deutschen Reich. Kapitulation von Thionville( Diedenhofen). 1885. Alfons XII., König von Spanien, z Madrid t. 1900. Der Theolog Willibald Beh schlag in Halle a. S. t. ** Wenn Kinder harte Gegenstände verschlucken und in Erstickungsgefahr geraten, so gibt es nach Mitteilungen eines Berliner Arztes ein einfaches Mittel zur Rettung, das, sofort angewandt, selten versagt. Das Kind muß auf den Kopf gestellt und in dieser Lage an den Beinen einige Sekunden festgehalten werden. U. a ist durch dieses Manöver der Erbauer des Themsetunnels von einer Kupfermünze befreit worden, an der er zu ersticken drohte. 1600 Mt. zum Sta ** Eissport. Am gestrigen Sonntag eröffnete der ein Geldgeschenk, weil er bei einer Fahrt eine große 8a Direttor wurde vorl Gießener Eisklub seine Eisbahn Junge und Alte beiderlei Geschlechts pilgerten denn auch mit alten und neuen Fahrinstrument n hinaus, um einige frisch- fröhliche Stunden zu verleben. Nicht lange dauerte diese Freude; gegen 7 Uhr sandte Jupiter Pluvius zur allgemeinen Bestürzung falte Menschen dadurch vor einem schweren Unglück bewahrte, da er einen vom Bieberer Weg auf das Bahngeleise herab gestürzten Felsblock rechtzeitig entdeckte und den Zug zu Stehen brachte. o. Zum Raubmord in Ilbeshausen. Am Buß- un Marburg, 22 maßregeln für Abend ftattgefunden fidh u a. auch mit ber Inanspruchnah Strahlen von Oben, sodaß Alles den heim schen Penat n mit Bettag Abends murde im Fremdenzimmer des Bewed Sandwerksburfchen. gemischten Gefühlen zup( gern mußte. unle dliches u bel von Jedermann empfunden wird, wäre bas Grundübel auf Da der Schmuß als schaftshauses zu Frankfurt a. M. ein junger zugereifte daß in der guten bald eintretender, wenn auch nur leichter Frost vornehmlich verhaftet, nachdem 2 den Beamtenapparat begleitende fich die Reifenden" für die Essport er willkommen. ** Militärisches. Anläßlich des morgenden Geburtstages Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs von Hessen findet heute abend 8 Uhr 8apfenstreich des 116. Regiments, beginnend an der neuen Kaserne statt. Morgen Vormittag wird Festgottesdienst abgehalten. Mann von 4 Schuhleuten und einem Kriminalbeamta Zivilisten den Raubmörder zu erkennen glaubten. De Verhaftete hatte sich von seinem Erstaunen noch nic erholt, als er auch schon zur Wache eskortiert wurd Nach Abnahme seiner Effekten verbrachte man ihn, a jedem Arm gefesselt, zum Volizeigefängnis, wo ba fie night einmal e wird von diefer Unt madt. So ift denn d Annabme gelangt, m arme Reif nde" nur ** Die hiesige Reichsbantnebenstelle bleibt am Nachdem bei seiner sächsischen Heimatsbehörde tele find, will der Ger 25. d. Mis. von M ttags 12 Uhr ab aus Anlaß des Geburtstages des Großherzogs geschlossen während der Nacht scharfe Verhöre zu bestehen hatte bewirten; folche graphisch angefragt war, wurde er andern Tags 11 wiffen. Einwendung Uhr entlassen, da sich die schwere Verdächtigung allofigfeit c. wurde f nachtspakete nach überseeischen Ländern, namentlich fommissar machte den jungen Mann darauf aufmerksam entstand am Mitt nach den Vereinigten Staaten von Amerika, gesichert ist. vollkommen grundlos erwiesen hatte. Der Polize daß die zwei oben genannten Zivilisten die Denunziante ** Frielendorf Kaufmann und möglichst bald zur Post zu liefern, damit die rechtzeitige seien und war ihm zum flagbaren Vorgehen gegen die Allendorf Fe Aushändigung dieser Sendungen an die Empfänger insofern behilflich, als er zur Feststellung der Personali liche Wohn- und derselben schritt. Der grundlos Verhaftete erhielt a alles in Afche leg ** Gelände- Enteignung zur Vetrinär- Anstalt. Samstag Entschädigung sofort 10 Mt. und wird, finanziell von zehrende Element i seinen Angehörigen unterstützt, gerichtlich vorgehen bein Waggon Lan tanntl ch um einen Geländebicck link: der Frankfurterstraße fallene ländliche Scharfsinn teuer zu stehen tomine Somberg fonte Vormittag vrhandelte der Provinzial- Ausschuß in der Enteignungs- Sache gegen Gaits- E ben. Es handelt sich be= ca. 21 000 Meter groß, die der Staat zur Erbauung einer V terinär- Anstalt benötigt und für welche er f. 3t. um die Fläche freibändig zu erwerben für den Meter 6.50 Mit vergeblich angeboten hatte. Die Eigentümer verlangten für den Grund und Boten als angemessenen Kaufpreis 13 Mf. für den Miter. Die Lokalfomm ssion, welche die Schäßung des Wertes jenes Geländ& vorzunehmen hatte war der Anficht, daß als ang messener Durchschn ttspreis für den Meter Gelände in jener Sache 5.70 Mt. anzunehmen sei. Man war zu dieser Schäßsumme gefommen, indem man für Frontgelände nach der Frankfurterstraße zu 8.50 Mt., nach der, in fortlaufender Linie der Et ake zur Psychiatrischen Alink zu, anzulegenden Querstraße für Frontge ände 7 Mt. und für Hinterglände 4 50 Mt. pro Meter annabm.- Der Provinzial- Ausschuß entschied, daß den Gails Ersen für ihr Gelände pro Meter 6 Mt. zuzubilligen und daß die Ueberweisung dess lben an den Staat auszusprechen sei. ** Zu der beabsichtigten Gründung eines Städtebund theaters dürfte es interessant sein zu erfahren, daß auch in Weimar ein mitteldeutsches Städtebundtheater unter dem Protektorat des Großherzogs von Sachsen- Weimar begründet wurde. Diese Kunstvereinigung wird Schauspiel und Oper pflegen. v. Von der Rodheimer Straße. Am Freitag scheuten zwei Fuhrwerte vor der Bieberthalbahn, wodurch leicht große Unglücksfälle hätten entstehen fönnen. Die Pferde des 3 garrenfabrikanten Noll ve suchten vor der hessisch- preußischen Grenze durchzug hen, sie liefen seitwärts auf das Feld, wodurch die Chaise zu Fall kam. Der Kutster war unter dieselbe geraten, ist jedoch mit einigen Hautabschürfungen davongefommen, auch dem Ins ssen hat es weiter nichts gethan. ** Der Ausschuß der deutschen Turner schaft hat eine offizielle Beteiligung am internationalen Wettturnen der europäisch n Turnverbände zum belgischen Turnf st 1903 in Antwerpen einstimmig abgelehnt. Als Grund hierfür ist vor allem das Turnen um Wertpreise maßgebend gewesen. Der Ausschuß der deutschen Turn rshaft verspricht sich überhaupt, ebenso wie die Eidgenössische Tunerschaft, von einem internationalen Verband keinen Nußen. Gegen die Teilnahme an dem internationalen Wettturnen, wobei eine Nation als Siegerin hervorgehen würde, spricht auch, daß eine Vertretung von neun Turnern gar nicht in der Lage sein würde, die Leistungefähigkeit des Turnens einer Ntion zu beweisen. ** Wett- Fußlauf nach Lauterbach. Der vom Restaurateur Sorges Dutenhofen im vergangenen Jahre unter nommene nächtliche Rut quer durch den Vogelsberg nach Lauterbach, womit eine Wette verbunden war, hat einen unserer Wirte, im Mittelpunkt der Stadt wohnend, nicht ruhen lassen. Auch er hat eine Wette um eine ansehnliche Bahl Flaschen Champagner abgeschlossen, die in seiner Wirtschaft auf Kosten des Gegners gelehrt werden, wnn der allerdings etwas beleibte Wirt in 12 Stunden von Gießen zu Fuß nach Lauterbach marschiert. Die Fuktour muß um 6 Uhr morgens begonnen und um die gleiche Zeit abends beendet sein, als weitere Bedingung gilt, daß die Wette bis zum 15. Dezember zum Austrag gebracht werden muß, da sonst der Wirt die Zeche zu bezahlen hat. In unseren wettlustigen Kreisen sind zahlreiche weitere Wetten auf das Gelingen oder Nichtgelingen der Fußtour abgeschlossen. ** General De La Rey bat gelegentlich seiner Anwesen heit in Berlin im Namen der diei Buren generale die f. 8t. ausgesandten Sammellisten nicht nach dem Haag, sondern an die Geschäftsstelle des Deutschen Burenhilfsbundes, Berlin W. 50 Neue Ansbacherstraße 2 einsenden zu wollen. Aus Hessen und nachbargebieten. ** Ober- Ohmen, 20. Nov. Johannes Kratz IX. zu Ober- Ohmen ist als Feldgeschworener dieser Gemarkung eidlich verpflichtet worden. ** Homberg, 19. Nov. In dem benachbarten Orte Sondheim ereignete sich ein recht bedauerlicher Unfall. Mehrere erwachsene Jungen von 16-17 Jahren sp elten außerhalb des Dorfes mit einem geladenen Revolver. Plötzlich entlud sich der Revolver und der ganze Schuß ging einem der Zuschauer aus unmittelbarer Nähe ins Gesicht. Blutüberströmt wurde derselbe hierher zum Arzt gebracht. Das ganze Gesicht fißt voll Schrotförner, doch sind glücklicherweise die Augen nicht beschädigt worden. ** Ober- Roden, 19. Nov.( Belohnung.) Herr Lokomotivführer Kramer von hier erhielt von seiner Behörde Den beiden Vogelsbergern dürfte der ins Wasser ge und dies alles um die ausgesetzte Belohnung von 500 Mark. retten und mußten durch Besprigen der *** Gelnhausen, 23. Nov. Auf der Station Hütte dem starken Nordoft gefäß der Hanauer Kleinbahn wollt am Freitag Abend de Megger und Spezereihändler Ph I pp Röbler aus Hütte gefäß 4 Rollis abholen, die der letzte Zug der Kleinbahn mit aus Hanau bringen sollte. Da de Koulis n'cht in den Buge waren, geriet Köhler in großen Zorn, fing mit den Zugführer und dem S'ationsbeamten Rohn Streit an und stach den Letzteren die scharfe eiserne Spitze seine Spazierftods tief in den Hals. Rohn liegt leben gefährlich verlost darnieder. Gefahr. ** Birdhain, 22 foule errichtet word Inſtitut erteilen did Wie bekannt, hat un ihule und gewerblic vich und Schweinemär ** Aus Kirchhain über den Rahmen unſe ** Bad- Nanheim, 19. Nov. Vor einigen Tagen fultate der Fohlenmärkt wurde eine hiesige Familie plößlich von einem religiöin Safmärkten ergä Wahnsinn befallen. Während die Mutter und der hat ihre Genehmigung Sohn wiederhergestellt sind, mußte die Tochter wega Frühjahr und ein He hinzugetretener Lobsucht in die Gießener Klinik b bracht werden. ** Hanau, 21. November. Bei der Kgl. Regierung in Kassel wurde aus den beteiligten Streisen herau die Errichtung einer Zwangsinnung für die selbständigen Schneider und Müzenmacher im Stadt- und Landkreis Hanau beantragt. ** Frankfurt, 22. Nov. Das Pflegeamt des Heilig geisthospitals hat die Stelle eines Chefarztes der medizin schen Abteilung dem Prof. Dr. Gustav Treupel, 3. erstem Asist nten an der medizinischen Klint zu Freibu i. B., übertragen. Der neue Chefarzt ist verhältnismä Er ist als siebenter Sohn eines Bergwerks besi jung zu Herborn in Hessen Nassau im Jahre 1867 gebor Er studierte in Freiburg, Gießen und München, prom ierte in Freiburg und wirkte bis 1893 an Alin.feni Hamburg und Breslau. ** ** Kaffel, 21 No Echtermeyer wu bon 10 000 m. aus Kaffel, 20 N ** ein Lehrling dem ande Meffer entreiken. Me ber Lebeling Heinrich rechten Oberschenkel un folge des ftarten Blu Bänden der Aerzte. Aus der Gemeinderener K afelb ift geftandig, entnommen u ben. Frankfurt a. M., 21. November. Vom 20Februar 1903 findet dahier die 9. Deutsc fofert din Fhibetrag u fidt gehabt zu haben, Nationale Geflügelausstellung statt. ** Vom Main, 21. November. In Sulzbodas Gericht erkennt a wollte im Gasthaus zur Sonne" der ledige Ablinat n Gefängnis.- Ke wärter Wenzel, als der Gensdarm um halb 2 fond im Hotel Tropp Nachts Feierabend bot, rasch die Treppe hinuntereiler. balt, welches er night o Dabei stürzte er die Treppe hinab und erlitt egendt Friedberg zu 30 so schwere Gehirnerschütterung, daß an seinem Arufung der Sta teanw fommen gezweifelt wird. ** Aus der Rhön, 23. Nov. Jn Neustadt brachi Wirtshaus auf der Kirchweih eine Rauferei aus. Gefängnis.- Bibeln bigt res unfittlichen T wird zu einem Jahr betsbib Hartmann welcher der Marie B der Gendarm Reindel den Streit beilegen wollte, hielt er einen tötlichen Messerstich oberhalb des red Auges in den Kopf. An ein Wiederaufkommen Beamten ist nicht zu denken. Der Messerheld w 6 Monaten Gefängn verhaftet. ** Mainz, 23. Nov. Die Kohlengroßhandlung Adolph Thomae dahier stellte der Bürgermeisterei Gentner Kohlen zur Verteilung an Bedürftige, die in öffentlicher Armenunterstügung stehen, zur Verfüg ( Zur Nachahmung empfohlen. D. R) ** Aus Nassau, 23. Nov. Dem Landwirt Be in Delkenheim, der gestern in voller geistiger und fo licher Rüftigkeit seinen 100. Geburtstag feierte, sandte das 1. Naff. Inf.- Ngt. Nr. 86 als Geburtst geschenk einen schönen Ruhesessel mit Widmungsp und einen Korb Wein. Das Geschenk wurde d eine Deputation des Regiments überreicht. Strauß war persönlich erschienen, um den Regime veteranen zu beglückwünschen. Die Regiments fo war in ihrer gesamten Stärke nach Delkenheim gefab um dem Hundertjährigen ein Ständchen zu brin Becht hat in den 20er Jahren des 19. Jahrhund als das Regiment noch in Weilburg lag, bei demi gedient. ** Hersfeld, 23. Nov. Ueberallher fommen R über große Geschäft flaue. Unser industriereiches Städ hat glücklicher Weise zum Klagen feinen Grund. Vorn lich unsere Tuchfabriken find fortdauernd so gut befcha daß teilweise u berstunden und Nichtschichten einge werden mußten. Es sprechen dabei nicht nur Militär rungen, sondern auch große Privataufträge mit. Aud den übrigen hiesigen Fabriken ist der Geschäftsgang zufri ftellend, namentlich in der Maschinen- Seilerwaren und 2 Industrie. ** Marburg, 23. Nov. Nachdem in der Stadt Gie bereits vor einiger Bett 300 Mt. bewilligt hatt n, migte die hiesigen Stadtverordneten jetzt einen Bustu bird unter Einbeziehu noch zwei Privattlager Ene ane Herrn Franz Bi in N Mate Wilhelm's an Blutreinigun gichile dend w ikt gefund f mfen, in fa Iraen, ud a Thee get ut Meichäften no abit di sen Ich lase dem mal Dant, baule und in ätig i in foll Behanbteile: frang. Crangenblätter Blatter 7, Bimmin murs I 350, Radio C Fenchelmourzel Samen 76, Saffaparillwurzel& ftengel 76. Die Beflan geldhnitten unbger iit. Nicht zu ber schweren Unglüd bewahrte einer Fahrt eine große Direttor wurde vorläufig auf 1 Jahr abgeschlossen. Fig entdeckte und den Bug Bend stattgefundene Sigung der Stadtverordneten befaßte 1500 Mt. zum Städtebundtheater. Der Vertrag mit dem ** Marburg, 22. Nov.( Sozialpolitif.) Abschreckungs" Schöffengericht. auf das Bahngeleise be Bregeln für arme Reisende". Die am Freitag gegen einen Strafbefehl erhoben, blieb jedoch heute aus. i u a. auch mit Maßregeln gegen das Ueberhandnehmen Inanspruchnahme städtischer Verpflegung seitens der Gießen, 21. November. Gastwirt Anton och zu Gießen hatte Einspruch Der Einspruch wird verworfen. Der Taglöhner Wilh. Deibel von Gleiberg erhält wegen Betrugs, Zechprellerei, eine Geldstrafe von 10 Mf. event. 2 Lage Zum Tode Krupps. Berlin, 23. Nov. Die Blätter widmen dem Hin= scheiden Krupps längere Artikel, in denen faſt allen die Vermutung ausgesprochen wird, daß die Aufregung über die bekannten Angriffe den plötzlichen Tod herbeigeführt habe. Essen, 23. Nov. Dem Direktorium der Firma Fremdenzimmer des Geme handwerksburschen. Der Oberbürgermeister ist der Ansicht, Gefängnis. Aus der Untersuchungshaft wird vorgeführt Krupp gingen Beileidstelegramme des Kriegsa. M. ein junger zugere dag in der guten Verpflegung( geschm ertes Brot und Kffee) Andreas Theodor Held aus Offenbach a. M. Er ist ministers v. Goßler, des Finanzministers v. Rheinund einem Kriminalbeam ba4 Grundübel zu suchen sei. Auf der Landstraße erzählen beschuldigt und geständig, gebettelt zu haben. In An- baben, vom Minister Budde, vom Erbgroßherzog Beamtenapparat begleite die Reisenden" von der Marburger Freigebigkeit und " betracht der Vorstrafen lautet das Urteil auf 4 Wochen zu erkennen glaubten. da sie nicht einmal einen Schlag dafür zu arbeiten brauchten, Haft und leberweisung an die Landespolizeibehörde. - einem Erstaunen noch nipird von dieser Unterstüßung ausgiebigfter Gebrauch ge ften verbrachte man ihn, Annahme gelangt, zwischen 7 und 8 Uhr abends einte ffende trugs verhandelt. Derselbe wird freigesprochen. zur Wache estortiert wurd macht. So ist denn der oberbürgermeisterliche Vorschlag zur -In Abwesenheit des Schornsteinfegers Richard Alfred Kühne aus Tharandt wird gegen diesen wegen BeSodann nehmen auf der Anklagebank entbunden. von Baden, vom Chef des Civilkabinets v. Lucanus und vom Reichskanzler zu, die sämtlich von tiefer Trauer zeugen. Frau Krupp ist heute Vormittag auf Villa Hügel eingetroffen. Die Beisegung er= Rom, 23. Nov. Die meisten Blätter bringen feine um Bolizeigefängnis, wo arme Reis nde" nur noch mit trockenem Brot und Kaffee Angeklagte war von der Verpflichtung zum Erscheinen in der Gußstahlfabrik aus. Verhöre zu bestehen hat bewirten; solche aber, die seit 14 Tagen außer Arbeit fischen Heimatsbehörde te find, will der Gewaltige wegen Landstreicherei angezeigt Paß die Fabrikarbeiter Johann Jost Wagner, Kommentare zu Krupps Tod. Der„ Popolo Romano" wurde er andern Tags 11 wiffen. Einwendungen, wie z. B. Geschäftskrise, Arbeits- Heinrich Steih, Georg Jung, Heinrich Scharf, sagt: Selbstmord oder nicht, Thatsache ist, daß die e schwere Verdächtigung lofigteit 2c. wu de fein Gehör geschenkt. wiesen hatte. Der Bolig Vermutlich durch Brandstiftung Wilhelm Pfeiffer und Johann Jost Paul von Das Benehmen dieser Leute schon vor dem Lollar. braven Capreser, denen Krupp ein Wohlthäter war, durch gemeine Angriffe seinen Tod beschleunigten. en Mann darauf aufmerta entstand am Mittwoch Abend gegen 7 Uhr bei dem en Zibilisten die Denunziant fanifmann und Landwirt Raude im benachbarten sie schon dieserhalb einer zurechtweisung bedurften. meldet, daß auf Capri viele Häuser auf Halbmaſt ge= agbaren Vorgehen gegen billendorf Feuer das sich im Nu auf sämt Dieselben sind angeklagt wegen gemeinschaftlichen bausfriedensbruchs. Die Beweisaufnahme ergicht, daß Mt. und wird, finanziell zehrende Element in den faufmännischen Vorräten und Daubringen sich des ihnen zur Last gelegten Vergehens 19.08 Verhaftete erhielt alles 21he legte Biel Nahrung fand das ver- jämtliche in den 20er Jahren ſtehende Angetlagte zu rftügt, gerichtlich vorgehe den Waggon Tannen- Dielen. Die rasch herbeigeeilten schuldig gemacht haben. Sie hatten sich dort als recht teuer zu ſtehen fome Doumber, fonnten, da 13 an Waſſer mangelte, nichts schließlich wegen ihres Treibens von der Bolizei, uter Sgejezte Belohnung bon retten und mußten ihre Thätigkeit darauf beschränken Zuhilfenahme von Ortsbürgern, berjagt werden. durch Besprißen der Nebengebäude diese zu retten. Bei Vertreter der Staatsanwaltsd aft beantragt, mit Rückb. Auf der Station 5th bert starken Nordostwinde stand der ganze Ort in großer ficht auf die Rohheit, gegen jeden Angeklagten drei On wollte am Freitag Abend Gefahr. Monate Gefängnis. Das Gericht erkennt gegen jeden er Philpp köbler aus für - In ** Kirchhain, 22 November. Hier ist eine Handels- derselben eine Gefängnisstrafe von 2 Monaten. e der lezte Zug der Alen schule errichtet worden. Den Unterricht an dem neuen der Strafsache gegen H. H. Ehefrau.. H. und E. H., te. Da de Kollis nicht Institut erteilen die Herren Lehrer Römer und Knoch. wegen Körperverlegung, Bedrohung und Hausfriedensin großen Born, fing mit Wie bekannt, hat unsere Stadt auch eine höhere Privat- bruchs kam der Gerichtshof zu einem freisprechenden nsbeamten Rohn Streit an schule und gewerbliche Foribildungsschule. Sarfe eiferne Spite feine ** Aus Kirchhain, 20. Nov., schreibt man die weit Urteile. Hochschulnachrichten. - Den Hal 8. Rohn liegt leben über den Rahmen unseres Kreises hinaus bekannten Rind- In Marburg habilitierte sich am Samstag vieh und Schweinemärkte, wie auch die befriedigenden Re- Mittag der Direktor der Marburger landwirtschaftNov. Vor einigen Toe fultote der Foblenmärkte sollen noch durch Abboltung von lichen Versuchsstation Dr. Haselhoff in der philoplöglich von einem religie afmärkten ergänzt werden. Die Aufsichtsbehörde sophischen Fakultät mit einer Antritts vorlesung über rend die Mutter und d hat ihre Genehmigung ert ilt und wird nun vorläufig ein den Kreislauf des Stickstoffes in der mußte die Tochter we Frühjahrs- und ein Herbstmarkt beabsichtigt Natur." = die Gießener Klinit** Kassel, 21 Novbr. Der Bauspekulant Romulo Ehtermeyer wurde gegen Stellung einer Kaution er. Bei der Kgl. Regieru bom 10 000 mt. aus der Untersuchungshaft entlassen. n beteiligten Streifen hera** Kassel, 20 Nov. In einer besigen Mezgerei wollte sinnung für die selbständig ein Lehrling dem anderen im Scherz ein frisch geschliff nes her im Stadt- und Landtre Messer entreißen. Bei dem Hin- und Herze ren stieß sich der Lehrling Heinrich Ewald aus Contra das Messer in den 0. Das Pflegeamt des si rechten Oberschenkel und durchschnitt sich die Schlagadern. eines Chefarztes der medizin folge des starten Blutverlustes starb der Junge unter den Dr. Gustav Treupel, Händen der Aerzte. medizinischen Klint zu Frib meue Chefarzt ist verhältniên ter Sohn eines Bergwerksb Nassau im Jahre 1867 gebo Gießen und München, pro wirfte bis 1893 an Alinda Aus dem Gerichtssaal. Landgericht. Gießen, 21. November. Gemeinderechner Karl Heddrich von Strebendorf( Kreis Alsfeld ist geständig, der ihm anvertrauten Rs 600 mt. 21. November. Vom 20- entnommen zu haben. Er ersezte nach nattgehabter Revision et dahier die 9. Deut fofert den F hibetrag und gebt glaubhaft an, nicht die Ablausstellung ftatt. fiat gehabt zu haben, die Gemeinde dauernd zu schädigen. November. In Sulz das Gericht erkennt auf die Minimalstrafe von drei Wozur Sonne" der ledige hat n Gefängnis.- Kellner Auguſt Ruß von Bad Nauheim, Der Gensdarm um halb fand im Hotel Trapp zu Friedberg ein Port monnaie mit InEr wurde vom Schöffen rasch die Treppe hinun halt, welches er nicht ablieferte. reppe hinab und erlitt gericht Friedberg zu 30 Mt. Geldstrafe verurteilt. Auf Beterung, daß an ſeinem ung der eta tsanwalts haft erhalt er heute eine Woche Gefängnis. Wilhelm Maar II. von Homberg ist beschul. Nov. In Neustadt brad bigt res unfittlichen Umgangs mit seiner Stieftochter. Er n Streit beilegen wollte hertsdieb Hartmann Bommersheim von Nder- Bessing in, An ein Wiederauffommer bird unter Einbeziehung einer früher erfannten Strafe, zu enten. Der Mefferheld 6 Donaten Gefängnis verurteilt. Die Kohlengroßhandlung ftellte der Bürgermeisterei erteilung an Bedürftige, die terfügung stehen, zur Verfü fohlen. D. R) . Nov. Dem Landwirt - Zum Schlusse finden noch zwei Privatflagen ihre Erledigung. Tern in boller geistiger und f 100. Geburtstag feierte, mf.- Rgt. Nr. 86 als Geburt Ruhefeffel mit Widmung n. Das Geschenk wurde Regiments überreicht. erschienen, um den Regin Dünschen. Die Regimentst Stärke nach Delfenheim gef gen ein Ständchen zu br Jahren des 19. Jahrhun hin Weilburg lag, bei dem Nov. Ueberallher fommen Ene ane k nnend: 3 schritt. Herrn Franz Wilhelm, Apotheker, f und f. Hoflief.rant in Neunkirchen, Niederösterreich Mittersill Mate Ihnen zu wissen, daß Ihr Wilhelm's antiarthritischer anti beumatischer Blutreinigungs- Thee si ben Personen, die gichtle dend waren, geho fen hat, so daß alle it gesund sind; eine Berson, muß ich bemfen, ist scho in ganzes im Jahr Bette geIraen, ud auf mein Anraten hat sie iolchen Thee get u teu uno fa n jest wieder ihr n Geschäften nachgehen. Auch meine Frau find t di sen Thee im Hause unentbehr ich. Ich sane dem Erfinde di ses Th. es tausendmat Dant, td m dieser Thee in jedem Hause und in jeder Familie ist oder vorTätig f in soll. e. Unfer indupriereiches St m Klagen feinen Grund. Vor find fortdauernd so gut bef nben und Nichtschichten ein rechen dabei nicht nur Milit Toße Privataufträge mit. 2 rifen ist der schäftsgang auf Maschinen- Seilerwaren und ov. Nachdem in der Stadt Gi 300 Mt. bewilligt hatt n tverordneten jezt einen Buf Achtungsvoll Georg Kräll. Bestandteile: Innere Nugrinde 56 Walnusschale 56, Ulmenrinde 75, franz. Orar genblätter 50 Gryngiiblätter 8, Sabiosenblätter 56, Semus blätter 7, Bimmtein 1-50, rotes Sanbelholz 75, Barbannawurzel 44, Carur wurs I 850, Radic. Cariophyll 850 Chinar nbe 850 Eryngiimurzel 57, Fenchelwurzel Samen) 75. Graswurzel 75, Bapathewurzel 67, Süßbolzwurzel 75, Saffaparillwurzel 85, Fenchel, rom. 9.50, meis Senf 850, Nachtschatten ftengel 75. Die Bestandteile find nach einem eigenen Verfahren geschnitten undgetrocknet, wodurch der Heilwet speziell erhöht ist. Nicht zu verwechseln mit gewöhnlicher Handelsware. ** Marburg. Studentenversammlung. Unter dem Vorsiz der„ Arminia" fand die von uns angekündigte Versammlung der satifi'ationgebenden Marburger Studentenschaft statt behufs Stellungnahme zur Pistolenduellfrage. Es wurde eine Resolution gefaßt, dahingehend, daß bei Streitig feiten zwischen Offizieren und Studenten mehr als bisher für eine paritätische Zusammenseßung der EhrengerichtsOrganisationen Sorge zu tragen und grundsäßlich bei Austragung der Ehrenhändel dem Eäbel als der ritterlichen Waff vor den Pistolen den Vorzug zu geben sei.„ Wir bitten," heißt es weiter in der R solution, daß auch bei Streitigkeiten zwischen Difizieren und Studenten zur P stole nur gegriffen werden soll: 1. im Falle schwerster Familienbeleidiging, 2. im Falle förperlicher Unfänigkeit eines Teils die blanke Waffe zu führen, 3. im Falle, daß ein Kontrahent mit einer anst dnden, durch das Blut übertragbaren Krankheit behaftet ist." Schließlich giebt die Studentenschaft der Ansicht Ausdruck, daß das Leben der Offiziere und Studenten dem Vaterlande gehört, und daß es nicht wegen fleinlicher Bistigkeiten auf das Spiel gesetzt werden darf." Die Vertr tr drei hiesigen Korps gaben die Erklärung ab, daß sie ohne Genehmigung des Kösener S.-C. der Resolution nicht zuſtin men fönnten. Die Resolution soll zugleich an den Kriegsminister und den R. ftor der Universität abgesandt werden Neueste Nachrichten. Privattelegramm. Die 1. Kammer der Landkonstituerte sich heute und wurde zum 1 Bräsidenten Graf von Görg ernannt. Die 2. Ramm r fonstituierte ſich um 12 Uur und wurde zum 1. Bräsidenten 5 aas Darmstadt, zum 2 Präsidenten Reinbard t- Worms gewählt. Zum Schriftführer wurden gewählt die Herren Schmalbach und Ullrich Offenbach. Nächste Sigung Dienstag um 12 Uhr vormittage. Der alte Praktikus sagt: ORI ist thatsächlich das Beste flaggt haben. Der Gemeinderat beschloß die Errichtung eines Monuments. Alle Blätter heben Krupps foziales Wirfen und seine Arbeiterfreundlichkeit hervor. Bitte. Noch ein Küßchen, nur noch eins, Will mich einmal laben Denn Du weißt ja, eins ist keins, Will nur eins noch haben. Spröde bist Du heute ja Ueber alle Maßen Wozu sind die Lippen da, Laß doch mit Dir spassen. Gieb das zweite Süßchen mir, Lieb' erhör' mein Bitten Dann will ich, das schwör' ich Dir, Trachten nach dem Dritten. Heinrich Ludwig. Marktbericht. Wehlar, 22. Nov. Auf dem hiesigen Wochenmarkt kostete das Pfund Buster 110 Mt., Eier 2 Stüd 19 Bfg. * Marburg, 22. November. Auf dem heutigen Wochenmarkt tofteten: Butter, Bfb. 1,10-1.20, Hühnereier, 2 St. 19, Käse, pr. St. 12, Räschen, pr. St. 4, Kochfäfe, pr. Pfd. 40, Käsemate, pr. St. 5, Kartoffeln, 100 kilo 2.50 mt., Kohl 1 St. 5, Blumenfobl, 1 St. 20-50, Spinat, Pfd. 15, Salat, pr. Kopf 5-8, Möhren, pr. Pid. 10, Sellerie St. 15-20, Porre 5-8, Endivien Pfd. 40, Unterfohlrabi, St. 8-10, Rüben, rote 5, Zwetschen pr. Pfd. 25, Hahnen, pr. St. 70-120, Hühner, 100-150, Enten Gänse, Pfd. 50-60, Tauben, pr. St. 40, Reb, pr. Pfd. 50, Hasen, St. 250-350, Feldbühner, St. 00-00, Rabiese, pr. Pack 00-00, Merrettich, pr. Pack 10, Zwiebeln, Bfb. 8, Knoblauch, pr, Knolle 5, Weiskraut, pr. K. 10-20, Rotfraut, pr. K. 20-30, Wirshino, pr. K. 10-20, Weintrauben, pr. Pfd. 00, Aepfel, pr. Pfd 15-20, bo., Korb 3-3,50, Birnen, Pfd. 15-25 Pfg., do. 4-4,50 Mr. Gestorbene. Am 23. Nov. Heinrich Lepper, 40 Jahre alt, Schuhmachermeister dahier. Beerdigung: Dienstag, den 25. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause, Mäusburg 7, aus. Minna Klein, geb. Boch, 59 Jahre alt, Witwe des Straßenmeisters Philipp Klein dahier. Berdigung: Dienstag, den 25. d. Mts, nachmittag 31 Uhr, von der FriedHofstap. le aus. Druck und Verlag der Siegener Verlagsdruceret. für die R daftion verantwortlich Albin klein, Bießen. Billiges Kochre ept( Preisgekrönt). 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Kasseler Schirmfabrik Glessen, Seltersweg 9. gegenüber W. Wirsig. Bekanntmachung. Die nachstehend abgedruckte Bekanntmachung des Großh. Bereinigungs- Kommissärs zu Friedberg bringen wir hiermit zur Kenntnis der beteiligten Grundbesizer. Gießen, 22. November 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr. Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen rechts der Lahn; hier die Zuziehung eines Teils der Ge marfung Heuchelheim. Ich bringe das Nachstehende zur Kenntnis der Interessenten: Amtlicher Teil. richter find für den zugezogenen Heuchelheimer Gemarkungsteil diejenigen Beschlüsse maßgebend und verbindlich die von den beteiligten Grundeigentümern der Gemarkung, Gießen rechts der Lahn in den Bersammlungen vom 23. Auguft und 9. Oftober 1900 gefaßt worden sind. Diese lauten: 1. Die Bereinigungskosten sollen dadurch aufgebracht werden, daß von dem Abschäßungswert der Grundstücke 1 Prozent in Abzug gebracht wird und hieraus Massegrundstücke gebildet werden, aus deren Erlös die Kosten bestritten werden sollen. Die hiernach noch ungedeckten Bereinigungsfoften sollen zur Hälfte auf den Flächengehalt und zur Hälfte auf den Bonitätswert der Ersatzgrundstücke augeschlagen werden. Die Vollzugsfommission wird ermächtigt zur Deckung der laufenden Kosten Kapitalien aufzunehmen. 2. Bei der Wahl der beteiligten Sachverständigen und deren Stellvertreter wurden gewählt durch A'flamation: 1. Be geordneter Heinrich Volfmann II zu Heuchelheim, 2. Defonom Friedrich Cst zu Gießen, als Sachverständige: 3. Ludwig Weller I zu Heuchelheim, 4. Kehlenhändler Ed. Klinkel zu Gießen als StellIn der gemäß Art. 16 des Gesetzes vom 28. September 1887 die Feldbereinigung betreffend am 14. Oftober 1. Js. abgehaltenen Versammlung der in den Fluren XVI bis XXI der Gemarkung Heuchelheim beteiligten Grundeigentümer, welche darüber zu beschließen hatte, ob die im Grund-( Flur-) Buch enthaltenen Größenangaben, oder ob die durch eine Bermessung zu ermittelnden Flächengehalte dem Verfahren der Bereinigung dieser Flächen und der n Zuziehung zum Feldbereinigungsverfahren rechts der Lahn zu Grunde zu legen sind, wurden bei einstimmig beschlossener geheimer Abst mmung 167 Stimmzettel abgegeben. Von diesen lauteten 90 auf Annahme der Flurbuchsangaben und 75 auf Zugrundelegung der durch Neuvermessung ermittelten Flächengehalte, während 2 verbindlichkeit der vorstehend aufgeführten Beschlüsse für den Einwendungen gegen die Rechtsbeständigkeit oder RechtsBettel feine Aufschrift trugen. zugezogenen Heuchelheimer Gemarfungsteil sind binnen bertreter. 3. Als Schiedsrichter wurde ebenfalls durch Atklamation gewählt: Bürgermeister Krämer von Steinbach. Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Kinder Kinder und Erben beg Kommerzienrats Georg Karl Gail find für das Jahr 103 an drei bedürftige dahier wohnende Familien ober al stehende Personen Unterstüßungen von je 300 Mt. zu geben. Bewerbungen haben bis zum 20. t. Mts. bei den Armenamt zu erfolgen. Gießen, den 18 November 1902. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Mecum. Bekanntmachung. In der Zeit vom 15. bis 22. November 1902 wurb in hicfiger Stadt gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Nim uhrkette und 1 Gartenthüre; verloren 1 gold. Dhrring, 1 Arbeitsbeutel Inhalt uud 2 Notizbücher. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Geg stände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns gel zu machen. Gießen, den 22. November 1902. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Gez. Hechler. Bekanntmachung. Der Auftrieb von Vich auf den Vehmarktplaß begi Da die zur Gültigkeit eines Beschlusses erforderliche 14 Tagen von der Veröffentlichung dies r Bekanntmachung Zweibrittel- Majorität( Art. 16 Abs. 5 des F ldbereinigungs im Kreisblatt an gerechnet bei Meidung des Ausschlusses von dem am 25 November 1. Is. stattfindenden Biehma gesez 3) hiernach nicht erreicht worden ist, so hat in Gemäß-| mittels schriftlicher Beschwerde bei dem Unterzeichneten geltend ab bis auf Weiteres vormittags um 8 U, r. heit des Art 16 Abs. 6 pos. 1 des Feldbereinigungsgefeßee zu machen. durch Vermessung der Grundstücke die Ermitielung ihres Friedberg, 15. November 1902. Flächengehaltes zu erfolgen. Der Großh. Feldbereinigungsfommissär: Bezüglich der Kostenaufbringung der Wahlen der SchiedsKriegerverein⭑ Gießen. Geburtstagsfeier Sr. Königlichen Hoheit d. Großherzogs Denstag, den 25. d. Mts., aber de 9 Uhr im Vereinslokal( del) Theater- Verein. 3. Vorstellung: Freitag, den 28. November Der Erbförster. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Otto Ludwig. Gaft.: Herr Diegelmann aus Frankfurt a. M. Ende gegen 11 Uhr. Anfang 8 Ubr pünkt ich. Eintrittskarten bei Ernst Challier und an der Abendkasse zu 5, 4, 3, 2, Mr. Mitglieder mit 50 Pig Ermäßigung), Studentenkarten Mt 1.50. Gießener Bither- Club. ( Wohlttätigkeitsverein.) Samstag, den 29. November d. I, obends 9 Uhr, Monats- Versammlung im Pfälzer Hof, Schanzenstraße. Tages Ordnung: 1. Weihnachtsbescheerung. 2. Verschiedenes. Zu recht zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein Der Vorstand. Christbescherung Spamer, Kreisamtmann. Brodpreise Brima vom 23 Nov. bis 9. Dezember. Speise- und SalatDer hiesigen Bäcker Kg. 1 Weißbrod 1 Schwarzbrod 2 3 " 1 Kornbrob 2 2 kartoffeln Pfg. 26 52 J. Hankel, 24 48 72 22 44 Der auswärtigen Bäcker: Weißbrod bet Geora Tern II. Gr. Linden 23 L. Steinmüller( Gr. Linden) W. Steinmüller( Langgön8) 24 L. Schmidt Gr. Linden W. Fabel ( Wieseck) Heinrich Weber ( Heuchelheim.) W. Weißel Langgöns u. Steinmüller Gr- Lind. 25 u. W Leir: Klein Linden 26 = J. Kd Velte, Kirch= Göng u. Georg Dern II. Gr. Lind.46 L. Steinmüller ( Gr Linden) W. Strinmüller[ vangGöns) 48 L. Schmidt( GroßLind n) W. Fabel Wiesed Jakob Appel. Krofdorf W. Weiße( Lang= Göns) Heinrich Weber Heuchelheim u. L. Ste nmüller ( Gr. Linden) 50 und W Lein Klein Linden 52 1 Schwarzbrod bei Geora Dern " " 2 der Kleinkinder- Bewahranstalt. 2 Am 4. Advents Sonntag, den 21. Dezember d. J., soll die Chriftbescherung für die Kinder unserer Anstalt stattfinden. Wir haben in diesem Jahre über 200 Kindern die Bescherung herzurichten und den Weihnachtstisch mit Gaben zu decken. Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder. Wir bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn und dergleichen, besonders aber auch Geldgaben, die uns die gleichmäßigste Bescherung für unsere Kleinen ermöglichen, zuwenden zu wollen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird night 2 herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nach benannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: " " " " II. Gr. Lind 21 L. Schmidt u. L. Steinmüller( Gr.Linden) W. Steinmüller Lang- Göns und Hein ich Weber Heuchelheim 22 W. Lein KleinLinden 24 J Kd. V Ite, KirchGöns u Jak. Appel Kofdorf u. Georg Dern II. GroßLinden bei L. Schmidt u. L. Steinmüller ( Gr. Linden) W. Steinmüller u. W. Weißel( van göns) Guft. Jakoby Alten- Bused und Heinrich Weber Heuchelheim 42 44 Schlo gaffe. Brima Sauerkraut J. Hankel, 3 lakgaffe. Schweine-, Maits und Freßpulver, das Pocket 50 Pfg. Phosphor aurer Ralf ( Knochenmehl.) Restitutione fluid en pfiehlt Victoria- Drogerie Gießen, den 24. November 1902 Großherzogliches Polize amt Gießen. Hechler. Konzert- Verein. Zweites Konzert Sonntag, den 30. November 1902 abands 5 Uhr im grossen Saale des Gesellschaftsvereins; Kammermusik- Abend. Ausführende: Fräulein Hedwig Meyer aus Cöln( Klavier) Fräulein Hedwig Strache aus Berlin( Violine). Programm. 1. Sonate für Klavier und Violine in Es- dur.. L. van Beetho 2. Klavier- Soli: . a) Chromatische Fantasie und Fuge in D moll. J. S. B b) 6 Variationen in F- dur, op. 34 3 Sonate Nr. 6 in E- dur für Violine solo 4. Sonate in As- dur, op. 110, für Klavier 5. Solostücke für Violine: a) Romanze, op 2, Nr. 1 b) Wiegenlied, op 41. c) Ungar. Tänze Nr. 6 und 7 6. Klavier- Soli: a) Präludium in Cis- moll, op. 3, Nr. 2 b) Pastorale, Capriccio c) Rhapsodie Nr. 11. L. van Beetho . . J. S. B ⋅ L. van Beetho J. Joaci . Rich. Stra Brahms- Joac S. Rachmani Skarlatti- Ta F. von L Adolf Bieler, Eintrittskarten für Nichtmitglieder zu 2,50% Marktstraße 5. Für Wiederverkäufer empfejle billigst ChristbaumKonfekt Anis, Buttergebäck, Makronen, Gebäck und Konfekt, Chok lade, Bonbons, Leb und Honigkuchen in großer Auswahl. Ludwig Döll, Konditorei und Zuckerwaren fabrikation, Gießen, Marftstr. 32. 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