Nr. 299. Konnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., ne Haus gebracht 60 Pfg., burch die Poft bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Grattebeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Cherheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- nud Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Dienstag, den 23. Dezember 1902. Gießener 12. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 fg. font 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Ferusprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen and Umbung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Beilegung der Venezuela- irren. Castro gibt in der Cat klein bei. Nach einer Meldung aus Caracas ist ihm der Vorschlag der Verbündeten, nach welchem Präsident Roosevelt als Schiedsrichter fungieren soll, mitgeteilt worden, und Castro hat sich mit bem Vorschlag einverstanden erklärt. Jetzt handelt es sich noch darum, daß Präsident Roosevelt sich zur Ueberahme des Schiedsrichteramtes bereit erklärt. Vorläufig ziert er sich noch ein bischen, aber es heißt doch schon, er werde das Amt annehmen, wenn er dazu ,, gedrängt" wird. Zur Benezuela- Affaire hat jetzt auch der deutsche Reichskanzler das Wort ergriffen. In einem Pribatgespräch, das amerikanische Blätter veröffentlichen, äußerte sich Graf Bülow dahin, daß nicht sowohl die deutschen Forderungen an Venezuela als die von Castros Regierung verübten Gewalttaten gegen Deutsche zu dem Die deutschen Vorgehen Veranlassung gegeben haben. Blockade sei eine friegsmäßige, Deutschland beabsichtige aber nicht, eine formelle Kriegserklärung zu erlassen. Sowohl Deutschland wie England würden neben der Blockade keine weiteren Maßnahmen feindseligen Charafters gegen Venezuela ergreifen, außer im Falle eines unerwarteten Anlasses. Nicht die geringste Absicht liege bor, irgend welche Gebietserwerbungen in Venezuela zu machen. Bom Blockadeschauplaß ist zu berichten: Das englische Kriegsschiff Fantome" ist bei Barrancas im Orinoco festgekommen und bisher nicht flott geworden; ber Orinoco ist im Fallen. Das deutsche Schulschiff Stosch" ist in La Guaira eingetroffen, nahm die Gemahlin des deutschen Geschäftsträgers. Pilgrim an Bord und ging dann nach Caracas in Eee. Zwei nordamerikanische Striegsschiffe sind in den venezolanischen Gewässern eingetroffen, zwei weitere folgen nach. Zur parlamentarischen Lage. -Reichstags- Diäten und Wahlrechts- Pläne.- Verschiedene Blätter bringen die nach unseren eige nen Informationen durchaus zuverlässige Nachricht, daß der Bundesrat demnächst die Frage der Reichstagsdiäten erörtern und wahrscheinlich einen zustimmenden Beschluß fassen werde. Der Verlauf der Zolltarifberatung hat übrigens auch gezeigt, daß ohne Diäten nicht mehr gut auszukommen ist. Nicht einmal die Kommissionsberatung wäre ohne den Notbehelf der Zwischendiäten durchzuführen gewesen; und die beschleunigte Plenar- Verhandlung nahm, wie alle Welt weiß, zum Schluß nur deshalb das stürmische Tempo an, weil sonst die Beschlußfähigkeit nicht aufrecht erhalten werden konnte. Außerdem ist auch der namentlich von dem Kaiser gehegte Plan der Schaffung einer nicht sozialistischen Arbeiterpartei unter den heutigen Verhältnissen überhaupt schwer durchführbar, weil deren Vertretern die Mittel eines Berliner Aufenthaltes fehlen würden, während die Sozialdemokratie Parteidiäten zahlt. Der Reichstag ist betanntlich mit alleiniger Ausnahme der Reichspartei für die Bewilligung der Diäten geschlossen eingetreten. Die Reichspartei befürchtet von der Diätenbewilligung die Züchtung von Berufsparlamentariern und beruft sich dafür auf Bismarck, der eine Entwicklung der deutschen Volksvertretung zu einem Berufsparlamentarier um als höchst bebenklich ansah. Unser Berliner CB.- Mitarbeiter schreibt uns dazu: In politischen Kreisen gibt die Meldung, der Bundestat molle jegt der Forderung des Reichstag nach Diäten uftimmen, zu mancherlei kommentaren Veranlassung. Bielfach und namentlich auch in Kreisen, die mit den perbündeten Regierungen Fühlung halten, hört man die Meinung äußern, daß der Bundesrat zwar grundsäßich für die Bewilligung von Diäten sich erklären werde, daß er aber ihre Gewährung von gewissen Bedingungen abhängig machen werde, die eine teilweise Aenderung des Wahlrechts in sich schließen. Welcher Art diese Aendecung sein solle, darüber sind verschiedene Gerüchte im Umlauf. Nach dem einen will der Bundesrat auf eine Menderung des Wahlrechts nach dem Muster des belgischen Pluralsystems, nach dem andern auf die Einführung des Proportionalwahlrechts dringen. Inwieweit bei jeder dieser Meldungen der Wunsch des Vater des Gedankens ist, soll hier nicht untersucht werden; die wahrscheinlichere dünft uns die zweite zu sein. Das Proportionalwahlrecht, das in mehreren Staaten bereits beeht und sich im allgemeinen bewährt hat, läßt den Charakter des Wahlrechts als eines allgemeinen, gleichen, geheimnisvollen und direkten Wahlrechts unangetastet. Es unterscheidet sich von dem gegenwärtigen Wahlrecht dadurch, daß nicht nur diejenigen Wähler einen Abgeordneten in den Reichstag schicken können, die in einem Wahlkreise zufällig über die absolute Mehrheit berfügen, sondern auch diejenigen, die in der Minderheit bleiben. Nach dem Proportionalwahlrecht würde die An zahl der in ganz Deutschland für jede Bartei abgegebe nen Stimmen festgestellt werden, nach dem Verhältnis dieser Wahlziffern würde dann die Zahl der Mandate, die jeder Partei zufämen, ermittelt werden. Keine Novelle zum Zolltarif! Mit der Novelle zum Zolltarifgefeß, die der preußische Handelsminister angeblich in" ussicht gestellt haben sollte, ist es nichts. Eine offiziös pirierte Meldung besagt, die Regierung sei überzeugt, daß sie mit den ihr vom Reichstage gegebenen Vollmachten bei den Handelsvertragsverhandlungen auskommen werde: die Einbringung einer Novelle zum Zolltarif sei gänzlich ausgeschlossen. Die Regierung steht auf dem Standpunkt, daß die Wünsche der Industrie auf Herabseßung einzelner Zollpositionen völlig ausreichende Berücksichtigung bei den Handelsvertragsverhandlungen finden können, da das Ausland gegen eine Herabsehung der Zölle unseres Tarifs naturgemäß nichts einzuwenden hat, sondern sie vielmehr mit Befriedigung begrüßen wird. Der Gerstenzoll bleibt bestehen! Tie Regierung läßt jest in ihr nahestehenden Organen erklären, die von mehreren Seiten als bevordes stehend angekündigte nachträgliche Abänderung Differenzialzolls für Gerste werde unter feinen Umstän den erfolgen. Ueber das Verfahren, das die zolltechnische Unterscheidung der Futter- und der Malzgerste ermöglichen soll, ist man sich noch nicht klar; doch soll daran festgehalten werden, daß die Keimfähigkeit als Unterscheidungsmerkmal gelte. Als Futtergerste soll nur entfeimte Gerste, als Braugerste alle keimfähige Gerste, ohne Rücksicht auf ihren Preis, ihr Gewicht und ihre sonstige Beschaffenheit angesehen werden. Suche der Importeuve soll es sein, Gerste, die sie als Futtergerste bei der Einfuhr verzollen wollen, vorher zu entfeimen. Wie sie das bewerkstelligen, soll ihnen überlassen bleiben. Keimfähige Gerste als Futtergerste einzuführen, soll ihnen nur dann gestattet sein, wenn sie nachweisen, daß die Ware nicht zu Braugerste Verwendung findet. Die Regierung beabsichtigt, für alle zum Export gelangende keimfähige Gerste Einfuhrscheine für die entsprechende Menge Malzgerste zu erteilen, falls es sich nicht offenbar um Futtergerste geringer Güte handelt. Das Reichsschazamt ist mit der Feststellung dieser Bestimmungen zur Zeit beschäftigt, und in Regierungskreisen rechnet man mit einer baldigen Genehmigung dieser Vorschläge durch den Bundesrat. Neue Fremdenverfo.... gen in China? Englische Blätter wissen wieder von schwarzen Plänen des Prinzen Tuan und des Generals Tung- suh- siang gegen die Europäer zu berichten. Danach ist in Shanghai eine. Depesche aus Schensi eingegangen, die besagt, daß Tung- fuh- fiang einen großen Vorstoß mit 10 000 mann Truppen vorbereite; er fauje große Mengen G tr: ide und Pferdefutter an und stehe in beständiger Verbindung mit dem in der Provinz Kansu befindlichen Prinzen Tuan. 4000 Mann Truppen, die auf faiserlichen Befehl ausgelöst wurden, seien unterwegs, um zu Tung- fuh- fiang zu stoßen. Dem Standard" wird aus Shanghai gemeldet: Hier gehen Gerüchte, Tung- fuh- f'ang plane die Vernichtung aller Ausländer in Sch nsi und Kansu und wolle sich der Hauptstadt von Schen, Hsiang- fu, bemächtigen. Von fremdenfreundlichen chirenischen Beamter in Kansu wäre heißt es, den Ausländern der Rat gegeben, die Provinz zu berlassen, da Unruhen bevorständen. Die Meldungen flingen recht unwahrscheinlich. Der Denkzettel, den die Chinesen erhalten haben, wird sobald nicht in Vergessenheit geraten. + Professor Robert Noch wird sich in kurzem wieder nach Südafrika begeben, um dort bei der Bes fämpfung der Viehseuchen mitzuwirken. Die Kosten der Reise sind auf 200 000 mt. veranschlagt und sollen von der englischen Regierung und der Chartered Company gemeinsam getragen werden. Koch erhält ein Honorar von ungefähr 122 000 Mark jährlich, seine beiden Assistenten ein solches von 20 000 Mart. Außerdem soll och 60 Mart Reisekosten pro Tag erhalten. * Der Papst empfing am Sonntag in feierlicher Audienz den österreichisch- ungarischen Botschafter Grafen Szecsen, der das Geschenk Kaiser Franz Josefs zum Jubiläum des Papstes überreichte. Das Geschenk besteht aus einer auf einem Piedestal sich erhebenden ChristusStatue aus reinem Golde. Der Heiland ist als guter Hirte dargestellt. Um ihn gruppieren sich vier Schäfchen, die sich an ihn schmiegen. Die Höhe des Kunstwerks beträgt 1 Meter 61 Centimeter. Zur Bekämpfung der Folgen der Mißernte und zur Verpflegung der Bevölkerung von 10 Gouvernements bes europäischen Rußland und einiger Gegenden Sibiriens sind bisher 6 663 000 Rubel verausgabt. * In Skutari in Albanien kam es dieser Tage zu Gewalttätigkeiten: Als bei einem plößlich ausbrechenden Brande in der Artilleriefaserne das Militär Löscharbeiten vornahm, frachte plößlich eine Salve aus Martinigewehren, und eine Anzahl Soldaten wurde aus dem Hinterhalt erschossen. Das Attentat wird als ein Racheaft einer Anzahl Albanesen, denen Chakir Pascha vor zwei Monaten die Wallfahrt nach Rom verboten hatte, angesehen. Nab und Fern. soll :: Die verhaftete Schwindlerfamilie Humbert durch spanische Polizeibeamte bis zur Grenze gebracht und dort den französischen Behörden überliefert werden. Der in Rouen verhaftete frühere Intendant der Humberts, Barayre, ist bereits nach Paris geschafft worden. Der bisherige Botschafter in Madrid, Patenôtre, ist ebenfalls dort eingetroffen, um Bericht zu erstatten. Man sucht die Humbertaffaire politisch zu verwerten. Die republifanischen Blätter äußern ihre Befriedigung und erklären, das Erfreuliche daran sei, daß den Nationalisten nunmehr die Waffe entzogen sei, deren sie sich unaufhörlich in der persidesten Weise bedient hätten. Diejenigen, welche die Humbertaffaire ausbeuten wollten, würden eine große Enttäuschung erleben. Die nationallistischen Blätter meinen, die Humberts seien verhaftet, weil das Ministerium angesichts der drohenden Enthüllungen des Generals Galliset die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf einen anderen Gegenstand ablenken wollte. Frau Humbert selbst ersuchte den Botschafter um sofortige Auslieferung, da sie großartige Enthüllungen machen wolle; ein zweites Panama stände bevor. Sie, wie ihre ganze Familie zeigen sich ruhig und gefaßt. Frau Humbert scheint übrigens bei ihrer eiligen Abreise von Paris doch kostbarkeiten und Wertpapiere in ausreichender Menge mitgenommen zu haben, um den Flüchtigen eine sehr behagliche Existenz zu sichern. So fand sich unter den beschlagnahmten Schmucksachen ein Kollier von 70 Diamanten, dessen Wert auf 125 000 Francs geschäzt wird. Im Moment der Wegführung aus dem Hause der Calle de Ferraz umarmte Frau Humbert weinend eine Freundin und benußte die Gelegenheit, dieser einen Rententitel über 240 000 pesetas in das Korsett zu schieben. Die Freundin, eine Frau Mujica, war ehrlich genug, das Wertpapier an die französische Botschaft in Madrid abzuliefern. XX Der Berliner Raubmörder Lezczynski verhaftet. Dem Berliner Polizeipräsidium ist die telegraphische Meldung zugegangen, daß der Mörder der Frau Budwig in der russisch- polnischen Stadt Kalisch verhaftet worden ist. Die Auffindung Leszczynskis wurde durch einen russischen Handelsinann veranlaßt, der jenen in Kalisch erkannt hatte. Russische Beamte nahmen daraufhin den Mörder fest. Seit Donnerstag befand er sich bereits in Kalisch. Einige Goldund Wertsachen wurden bei dem Verhafteten, in den Stiefeln verborgen, vorgefunden. Der Mörder befindet sich im Kalischer Gefängnis. Die Leiche seines Opfers, der greisen Handelsfrau Budwig, ist inzwischen unter großer Anteilnahme bestattet worden. " Großer Erfolg der Markonischen Telegraphie. Markoni, der bekannte italienische Erfinder auf dem Gebiete der drahtlosen Telegraphie, hat der in Rom erscheinenden Agenzia Stefani" aus Glace Bay( Neu- Schottland) telegraphiert, daß ihm die Herstellung einer drahtlosen telegraphischen Verbindung über den atlantischen Ozean, zwischen Kap Breton und Cornwall, vollkommen geglückt sei, und die ersten Depeschen an den König von Italien und den König von England, darunter ein Telegramm des Generalgouverneurs von Kanada an König Eduard, abgegangen seien. Die Times" veröffentlicht bereits eine Depesche eines Spezial- Korrespondenten, die von Marconi's Station für drahtlose Telegraphie in Glace- Bay in Gegenwart des Korrespondenten befördert wurde und in der die Grüße des Erfinders an England und Italien übermittelt werden. -Der kürzlich wegen Mordes an einem Oberamtsrichter verurteilte Oldenburger Bankier Baden- Bruns hat sich im Vechtaer Zuchthaus mit der Spannschnur einer Säge erhängt. Ter auf der zoologischen Station zu Neapel arbeitende Sanitätsrat Dr. Schüding aus Pyrmont wurde am 18. d. Mts. in der voll besezten elektrischen Straßenüberbahn von zwei elegant geffeibeten Individuen fallen und seiner Brieftasche beraubt. Die Täter entfamen. In Chaumont( Haute- Marne) fam es in einer nationalistischen Versammlung, der auch die Deputierten Cassagnac, Sybeton und Grousset beiwohnten, zu großen Naufereien. Mehrere Revolverschüsse wurden abgegeben; brei Bersonen sind verwundet worden. Militär stellte die Ruhe wieder her. Aus Tunis wird gemeldet: In der Ebene von Soliman und Grande Challan findet man jest, da sich das Wasser zurückzieht, zu Tausenden die Leichen der bei der jüngsten Ueberschwemmung umgekommenen Eingeborenen. Shau Antwort. ,, Nein, Das junge Mädchen zauderte pielerin iuwerboden mit ber e ruhelos und verlange nach Dingen, die außerhalb meinem Macht, Rang, Reichtum zu besißen. ruhige Dasein scheint mich zu erstiden, Es ist, weil ich hier nicht zufrieden bin; ich sehne mich, weiß nicht, was es war, unb boch ja, ich weiß den Grund! die waren's nicht," gab sie nochmals langsam zu. Ich Dieses monotone, ich bin immer зидень tere Ich fah ihn aufamment und ner Mutter vermutlich nicht ähnlich?" als ob das ihm garnicht möglich scheine. Ich sehe meiter!" in einem Tone solch erstaunten unglaubens sagte, hörte, wie er dann zu Ihnen das ist Stella Orde's Toch einen Moment durchs Fenster Wie ,, Gar nicht." sonderbar! Wahrscheinlich gleiche ich meinen ungebulbi icht aber mit ihnen belästigen, Mart," setzte sie freundwicht Würdest du das nicht?" sprach er Mind sei, als das er sie sich zu denken liebte. Mündel ein erwachsenes Mädchen und nicht mehr Augen gebracht und er die Tatsache erkannte, daß sein nerte, welchen ihre leßte berartige Beichte in Marts dunkle Tider hinzu, als sie sich des schmerzlichen Buges erintein fottif ich hunbert hätte, würbe ich bich body Laison Stimme das mit unverkennDas tut mir Jm winternmen Walae. Bon R. Bergmann. ( Nachdrud Die Natur liegt im Winterschlafe. bie Wolten verboten] ihre schimmernde Last ausgeschüttet Ueber Nacht habent über Bild. Flur und Bald, und wenn wir nun am falten Morgen I uns ein stillöbes, ernstes hinaustreten ins Freie, uig ſtumble Farben des Wohin wir bliden, )=([ Unfreiwilliger Humor aus„ großstädtischen" Blättern.] Wer kennt nicht den Briefkasten des„ ult" oder des Kladderadatsch", in dem die lustigen Quiproquos des Druckfehlerteufels ober die Entgleisungen der Herren Redakteure mit der Lauge beißenden Spottes begossen werden. Meistenteils liefert dazu ,, die Provinz" den Etoff, die großen Berliner Blätter werden nur gelegentlich einmal in Mitleidenschaft gezogen. Und doch bieten sie auf diesem Gebiete alles auf, um selbst den anspruchsvollsten Wigblatt- Redakteur zu befriedigen. Wenn der ,, Berliner Lokalanzeiger" gelegentlich der soeben erfolgten Verhaftung der Humberts behauptet ,,, diese spielten in ben Pariser Jahres revenuen eine große Rolle", so tut er damit der guten Madame Therese bitteres Unrecht. Revenuen können bekanntlich nur von Kapitalien herkommen, und daß die Humbertsche Erbschaft leider nicht zu kapitalisieren ist, haben die Gläubiger zu ihrem Leidwesen schon längst erfahren müssen. Anders stellt sich die Sache, wenn man von den Jahres revuen spricht, den eigenartigen Ausstattungsstücken der Pariser Theater, in denen sie um die Weihnachtszeit die martantesten Ereignisse des Jahres ,, Revue passieren" lassen. Darin spielt allerdings der Humbertschwindel eine recht große Rolle. Eine ganz wunderliche Sache passterte soeben dem ,, Berliner Tageblatt". Es bringt in einer Lokalnotiz die erschütternde Nachricht, daß der Besiger eines gewissen Hauses Unter den Linden ,, in derselben Weise gepflastert wird, wie dies bereits vor einem halben Jahre in den übrigen Teilen der Straße geschehen ist." Das ist für den Betreffenden eine recht unangenehme Operation; das ,, Steinigen" von Personen ift bei uns allenfalls nur bildlich erlaubt, aber so? Sonderbar, höchst sonderbar. Noch sonderbarer ist aber bei diesem Vorkommnis die Tatsache, daß dieselbe hairsträubende Meldung wortgetreu zwei Tage vorher im Berliner Lokalanzeiger" stand. Wenn das„ Tageblatt" sie troß ihrer anscheinenden Unglaubwürdigkeit übernommen hat, so ist es ein Zeichen, daß in Berlin noch Dinge passieren, von denen man in der Provinz Gott sei Dank Beine Ahnung hat. - Spielzeugindustrie, die sich ,, aktuelle" Ereignisse zu Anze gemacht hat. Da ist zunächst aus altem, gestanztem Eisen ein Zirkus Barnum nicht nur mit seinen Tieren, Elefanten, Löwen, Affen, sondern auch mit seinen ,, menschlichen Ungeheuern", die schlecht und recht dargestellt sind. Der Bailon des Brasilianers San 03 Dumont, den man schon im vorigen Jahre bewandern fonnte, ist jetzt bedeutend bervollkommnet und festet troydent nicht mehr als 25 Sous. Unter den Hanipelmännern haben mehrere die Namen un Typen to Te fonen angenommen, die im Laufe des za res einige Beiü mtheit erlangt aben. Slbstverständlich spielt Madame Humbert und ihre Familie dabei eine große Rolle. [ Noch immer auf die Jagd nach den Humberts,] die doch schon längst verhaftet sind, befinden sich vier französische Polizeiagenten. Sie schwimmen augenblicklich an Bord des Dampfers Liberia" auf dem Ozean mit dem Kurs nach der Argentinischen Republik. An Bord der ,, Liberia" hat sich nämlich die Geliebte Romain Daurignacs eingeschifft, und die findigen Agenten folgten ihr unter gut gewählten Verkleidungen in der sicheren Erwartung, daß sie in die Arme Daurignacs eilen und dieser dann schleunigst in der Gerechtigkeit fallen würde. Die Jdee war ja nicht übel, aber was fann man gegen Schickalstüde. Den Kollegen von der spanischen Polizei fällt die Belohnung von 25 000 Francs mühelos in die Hände, fast ohne eigenes Zutun, und sie mit ihrer großartigen Idee haben das Nachsehen. Das heißt Pech! = [ Saare auf den Zähnen.] Vor einem schottischen Gerichtshof sollte vor einigen Tagen eine alte Frau beeidigt werden. Der vorsigende Richter ersuchte sic, ihren Schleier zu entfernen, damit man sie besser verstehen könne. Die alte Dame bemerkte, sie könne ihren Schleier nicht entfernen, ohne ihren Hut abzunehmen. Darauf erwiderte der Richter in ruhigem Ton, sie solle es tun, worauf die alte Dame entrüstet ausrief, es gebe kein Gesez, das sie zwinge, ihr Haupt zu entblößen. Das aber ärgerte den Richter, der ihr bemerkte:„ Gute Frau, Ihr solltet auf den Richtersitz kommen und uns das Gesetz auslegen." ,, nein," war die Antwort ,,, es sind dort schon genug alte Weiber." O[ Leopolds von Belgien Kaltblütigkeit.] Ein hübsches Wort, das der König der Belgier einige Stunden nach dem Mordversuche Rubino's gesprochen haben sollte, wird von einem französischen Blatte mitgeteilt. Man erinnert sich, daß eine der Kugeln den Grafen d'Oultremont streifte. Als man von dem Ereignisse sprach, sagte König Leopold mit der unschuldigsten Miene von der Welt: Was kann nur der arme d'Oultremont dem Volke getan haben, daß man auf ihn schießt?" Der König zeichnet sich überhaupt durch derartige faltblütige Scherze aus. Als er eines Tages in Paris mit drei Begleitern spazieren ging, fiel sein Blick auf eine in einem Schaufenster ausgestellte Illustration, auf welcher er in Gesellschaft einer bekannten Tänzerin dargestellt war. Die Begleiter des Königs suchten seinen Blick von dem Bilde abzulenken, aber Leopold betrachtete es sehr aufmerkmerksam und sagte schlichlich, den Kopf schüttelnd: ,, Das wird aber den Balère Mabille sehr ärgern!" Valère Mabille ist ein bekannter Pariser Großindustrieller, der mit König Leopold eine auffallende Aehnlichkeit hat. Damit ift diese Ange ahme der Beichent Stadt refertert der ele Bereinigung beft Abt aus 97 zahlenbe nicht zahlenden Mit lende Mitglieder find Mitgliedern werden Bfg. erhoben und bo ban die Hinterbliebe gt die freie Geftellun nnung. Die Leichent 1 Rinderleichentage ines Grundstück in de er Wagen zufammen in ausgeliebenen Rapito Sihung der Stadtverordneten. Gießen, 22. Dezbr. 1902. Oberbürgermeister Mecum weist darauf hin, daß bie Versammlung noch zu beschließen hat, wann die in vergan gener Woche beschlossene Friedhofs- und Beerbi. gungs- Ordnung in Kraft treten solle und wird vor. geschlagen, den 1. April f. J. zu bestimmen, bis wohin auch die Enrichtung einer Leichenhalle ouf dem Friedhof am Nahrungsberg getroffen sein rid. Stadtv. Kirch ver neist auf den auf dem Tisch des Hauses ausliegenden Blan der Leichenhalle für den alten Friedhof und ist der Ansicht, daß dieselbe hiernach wenig würdig ausfallen wird, er bittet in Erwägung zu ziehen, ob man den Plan nicht erst ver bessern fann. Der Oberbürgermeister erflä t, daß die Räume, wenn sie erft hergerichtet sein werden, dem 8wed entsprechen werden. Stadtv. Hanau spricht die Ansicht aus, daß der für die Aufbewahrung der Leichen von Jera liten in Au [ Die Pfändung auf dem Dache.] Eine Pfändung mit Hindernissen hatte dieser Tage ein Gerichtsvollzieher bei einem Münchener Baumeister vorzunehmen. Der Schuldner, welcher gerade mit seiner Ehefrau vor dem halb aufgeführten Neubau sich befand, bemerkte das Herannahen des Gerichtsvollziehers und flüchtete sich sofort die Bretterstiege des Rohbaues hinauf bis zur Spiße, in der Hoffnung, hierher nicht verfolgt zu werden. Aber der Beamte stieg ihm nach, um die Pfändung zur Durchführung zu bringen, allein im Momente höchster Gefahr" warf der Baumeister seine gefüllte Geldbörse seiner auf der Straße stehenden Frau zu, welche sich sofort damit entfernte. Bei der nun folgenden Leibesvisitation wurde nur noch eine goldene Uhr mit Kette gefunden, gegen deren Pfändung aber, da sie auf Teilzahlung erworben, noch nicht zur Hälfte bezahlt und mit Eigentumsvorbehalt belastet war, seitens eines Goldwarenhändlers Widerspruch erhoben wurde. [ der Orden des Reichskanzlers.] Nach einem offigiösen Telegramm hatte der Kaiser am 14. Dezember dem Reichskanzler Grafen Bülow die ,, Kette des Hohenzollernordens" verliehen. Diese Bezeichnung tommt in keinem Ordensverzeichnis vor, und es handelt sich, wie jetzt vom Reichsanzeiger angekündigt wird, um die Kette zum Kreuz der Großkomture des Hausordens von Hohenzollern. Zur 1. Klasse des Ordens gehören der Stern der Großkomture und der Adler der Großkomture. Von preußischen Orden besißt der Reichskanzler noch den Schwarzen Adlerorden mit der Kette, das Großkreuz des Roten Adlerordens, den Kronenorden 1. Klasse und die Landwehrdienstauszeichnung 1. Klasse. [ Das Leihhaus als Einnahmequelle.] Um sich in Paris eine sichere Rente zu verschaffen, so schreibt der Figaro", braucht man nur einen neuen Parapluie ins Leihhaus zu tragen. Dieser sinnreiche, originelle, echt pariserische Geschäftskniff ist uns von einem Maler enthüllt worden, der bereits dicht vor der Million steht. Man faust in irgend einem Warenhause für 2 Frcs. 95 einen neuen Regenschirm und trägt ihn sofort ins Leihhaus. Nach der neuesten Instruktion soll das Leihhaus den annähernden Betrag des ganzen Wertes neuer Gebrauchsgegenstände leihen, und so erhält man für seinen Regenschirm das Minimum, nämlich 3 Frcs. Dann verkauft man sofort den Pfandschein für 25 Prozent des Wertes, macht 75 Centimes. Man hat also für den Regenschirm, der 2 Frcs. 95 gekostet hat, 3 Frcs. 75 erhalten Reingewinn 80 Centimes. Wenn man nun täglich zehn Parapluies in zehn Filialen des städtischen Leibhauses versezt, erzielt man ohne Mühe eine Tageseinnahme von 8 Frcs., das macht im ganzen Monat 240 Frcs. und im Jahre faft 3000 Frcs. >[ Die Bestrafungen in unserem Heere.] Eine Kriminalstatistik für das deutsche Heer und die Marine wird für das Rechnungsjahr 1901 jetzt veröffentlicht. Die 21 Quartseiten füllenden Tabellen sind ohne jeden Kommentar zum Abdruck gelangt. Es ergiebt sich daraus, daß im Jahre 1901 12 398 Verurteilungen gegenüber 1101 Freisprechungen erfolgt sind. Unter den Strafen überwiegen die Arreststrafen. Strenger Arrest wurde gegen 2348 Verurteilte, Mittelarrest gegen 2019, gelinder Arrest gegen 311 verhängt. Unter den Ehrenstrasen sind zu erwähnen 1926 Versetzungen in die zweite Klasse des Soldatenstandes. Unter den zur Bestrafung gelangten militärischen Vergehen und Verbrechen sind 770 Mißhandlun gen von Untergebenen zu erwähnen und 113 Beleidi gungen und vorschriftswidrige Behandlungen von Untergebenen. 3020 Verurteilungen sind erfolgt wegen bürgerlicher Vergehen und Uebertretungen, darunter 1311 wegen gefährlicher schwerer oder tötlicher Verlegungen, 42 wegen Zweikampfs. [ Bariser Weihnachtsspielzeug] In der Fronde" schildert Marie Luise Néron in fesselnder Weise einen Besuch in dem Pariser Stadtteile La Roquette, wo die bescheidenen Spielzeugfabrikanten wohnen, die reicher sind an originellen Jdeen als an Sous. Es sind arme Hausarbeiter, deren Hauptsorge bei der Erfindung und HerStellung von neuem Kinderspielzeug ist, wie sie das Problem: ,, hübsch und billig" lösen sollen. Jedes Spielzeug, das aus ihren Händen hervorgeht, ist ein fleines Wunderwerf; mit nichts, mit Eisenstückchen, seidenen Lappen oder Lederschnigeln, schaffen sie eine ganze Welt von Spielwaren: Hampelmänner, Lokomotiven, Kanonen, verschiebene Tiere u. s. m. Aber hier soll nicht von den alten Mustern die Rede sein, von den Säbeln mit vergoldeten Griffen, den Trompeten mit rotwollener Schnur, den Trommeln, den springenden Hunden, den weißen Kaninchen und den amüsanten Clowns, sondern von den neuesten Erfindungen der im Verborgenen blühenden - ficht genommene Raum hierzu nicht würdig sei, es sei das helen find 17,325 Mar Das Beste aus den Witblättern. Eine MusikPennerin. ,, Was wird eben aufgeführt?" ,, Die neunte Symphonie!" ,, Unmöglich!.. Sollte ich mich so verspätet haben?!" - Gebäude, in welchem er sich befindet, do thatsächlich weiter nichts, als ein alter Stall. Ter Oberbürgermeister tritt dieser Behauptung ganz entschieden entgegen. Es sei Die Finanz- Deputa Gegen folle das Inver men, dagegen für di thatsächlich der schönste Raum, der da ist. In der Berlebant, sowie den S sammlung herisht eine solche Unruhe, daß die einzelnen leben je 250 Mt. St Boshaft. Man muß wirklich über das Gedächtnis dieser Dame staunen! Ich sage Ihnen, die kann über sechs Personen zugleich sprechen!" - Besorgt. Eben verurteilter Sträfling( der mit seinem Transporteur in die Sekundär bahn einsteigt): ,, Die Dauer dieser Fahrt wird mir doch hoffentlich schon angerechnet?"( Fl. BI.) Redner schwer verständlich sind. Stadto. Ballenfels hat gar teine Bedenken zuzustimmen, daß danach die Leichen halle für den alten Friedhof gemacht were. Schmall tritt dieser Ansicht entgegen. Die projektierte Stadtv. hr für die Geftellun dann das Leichen Der Borftan rangement einverstand ифтем. Leichenhalle für die chriftlichen Bürger sei nicht würdig für ist gegen den Antra den Zweck, dem sie dienen solle, sie sei auch zu klein und zu die mindeste Beran niebrig. Der Oberbürgermeister bemerft, darüber ließe sich streiten, ob ein Raum würdig oder unwürdig für Unterschied. ,, Als Arzt muß ich den Genuß alkoholischer Getränke verurteilen."- ,, Aber Sie trinken doch selber, Herr Doktor."- ,, Aber nicht als Arzt wenn ich trinke, bin ich ein ganz gewöhnlicher Mensch mit viel Durst." Ponturrenz zu machen itens der Stadt ins& den vorgeschlagenen Zweck sei, es sei dies ganz Ansichtssache begreiflich, daß die lchen Vorlagen jegt fo Gewerbe so darni Mecum bemerkt, finan bandle sich nur um hat erworbenen Rech Die Höhe des Raumes, um den es sich handelt, sei mindest die gleiche, wie die des Sigungssaals der Stabiverordneten. Die Größenverhältnisse genügen für den Zwed Stadtv. Löber ist für die Genehmigung des Projektes, wie es vorliegt. Stadtv. I ann bemerkt, man fönne doch das Infrafttreten der neuen Begräbnis Ordnung so weit hinaus lie Stadt, denn es schieben, bis die Einrichtung der Leichenhalle in würdiger fer, wenn fie mö Opfer, Weise möglich sei. Oberbürgermeister Mecum beantragt, folche Sache 4 ne einen Vorschlag des Assessor Curschmann anzunehmen, berruf fönne es bod dan gehe, daß die neue Friedhofs- und Beerdigungs- baubach ist der Anfi Ordnung auf Beschluß der Bersammlung in caft gefesteraflichtet ist, den Mit wird. Beigeordneter Georgi schlägt vor, zu beschließen, el 2c. zu zahlen, wenn daß die neuen Bestimmungen für den Friedhof am Rosberg bernimmt. Dr. Gu am 1. April Geltung bekommen sollen, für den alten Fried- Meinung, ja es fönne hof aber so lange außer Kraft bleiben, bis die Leichenhalle ne rechtliche Verpflichtu daselbst fertiggestellt ist. Stadtv. Haubach spricht sich farbelt fich um erworba gegen den Antrag Beorgi aus, er wünscht, daß beide Friedbehleßt dem Antrag d höfe gleich b handelt werden betreffs ter auf ihnen geltenden Ordnung. Stadtv. Dr. Gutfleisch ist der gleichen Meinung. Es sei dann doch besser, den Frauen- Friedhof später zu eröffnen, um eine einheitliche Beg äbnis- Didnung für beide zu befommer. Etadiv. Prof. Gaffty spricht sich ebenso aus, wie der Vorredner, er hat nicht den Glauben, daß die Leichenhalle für den alten Friet hof am 1. April t. Jahres für eine Benutzung schon fertiggestellt sein fönne. Es hänge dies doch sehr vom Wetter ab. Stadtv. Kirch stellt den Antrag: Es möge das Stadtbauamt angewiesen werden, für die Leichenhalle des alten Friedhofes einen neuen, übersichtlicheren und verbesserten Plan bis zur nächsten Sigung der Stadtverordneten vorzulegen. Die Versammen beide Rassen im Bef Jung genehmigte darauf den Vorschlag des Assessor Curschwerbleiben; ſtad jedoch keir mann, wonach sie das Inkrafttreter der neuen Friedhofswerden die kapitalbermöge und Begräbnis- Ordnung später beschließen wird. Der Beigeordnete Georgi spricht den Wunsch aus, daß die Friedhofs und Beerdigungs- Ordnung möglichst bald veröffentlicht wird. Dieselbe bringe auf diesem Ge biet ganz neue Verhältnisse. verspricht die Bekanntmachung sofort anzuordnen, sobald das Ministerium die Sache genehmigt hat. Schmall erklärt, daß der§ 51 der angenommenen höhung ihres Dienfteinto Neuordnung der Friedhofs- Angelegenheiten, trotz des eingegangen eine Anfrag [ Die Glücksspinne.] In einem feinen englischen Klub ist das Hazardspiel verboten. Die Mitglieder erfanden nun einen neuen Sport. Ein jeder bekam einen Teller und darauf eine kleine Spinne. Derjenige, dessen Spinne zuerst von dem Teller lief, hatte die Einsätze gewonnen. Ganz merkwürdigerweise gewann lange Zeit ein Ausländer, der im Klub eingeführt war. Es stellte sich heraus, daß er vom Klubdiener gegen ein Honorar von einem Pfund Sterling stets einen heißen Teller erhielt. Das Resultat der Entdeckung war für den schlauen Burschen auch ein heißes. )[ Wie man musikalische ,, Nuancen" erzielt.] Wer je auf einem Piano Tonleitern geübt hat, kennt den Taftmesser( Metronom). Dieser sinnreiche Apparat überwacht mit mathematischer Strenge die regelmäßige und taktmäßige Ausführung eines Musikstücks; gebieterisch gibt er den Takt an und bringt mit üppiger Phantasie begabten Virtuosen Respekt vor dem Zeitmaß bei. Aber der Rhythmus allein tut es nicht, man braucht vielmehr noch kolorit und Gefühl, mit einem Worte: die berühmten musikalischen Nuancen". Wie soll man Musikern, deren Geschmack nicht ganz sicher ist, all' die ,, Nuancen" beibringen, durch welche die Gedanken des Komponisten zum Ausdruck gelangen? Der ,, Menestrel", die bekannte französische Musikzeitschrift, erzählt, daß ein Musikfreund, der von Beruf Ingenieur und von Geburt Amerikaner( das hätte man ohnehin gewußt!) ist, ein Instrument erfunden hat, durch welches das Problem in überraschend einfacher Weise gelöst wird. Das Instrument ist natürlich elektrisch, und der Kapellmeister handhabt es mittels dreier Knöpfe. Soll eine Stelle..Piano" gespielt werden, drückt er auf Knopf Nr. 1, und der Musiker, der stärker spielt, als vorgeschrieben ist, erhält auf seinem Stuhle einen fleinen elektrischen Schlag, der durch das Uebermaß der Schwingungen verursacht wird. Man sieht, die Sache hat einige Aehnlichkeit mit der in Ameriki eingeführten elektrischen Hinrichtung. Fortissimo" wird durch Knopf Nr. 3 erzielt, während Knopf Nr. 2 die ,, helldunklen" Nuancen bewirkt. Das wunderbare Jnstrument soll schon bei mehreren amerikanischen Orchestern in Gebrauch sein. Hoffen wir, im Interesse der be drohten Musiker, daß der elektrische Strom nicht in allzu starken Dosen verabreicht wird. Die Methode ist ja gewiß sehr sinnreich, aber sie könnte, wenn sie übertrieben wird, bei nervösen Leuten allzu brüske ,, Nuancen" herborrufen. Parlamentar bingegangen find bei rugloorlage, welche die und Reichsverwaltung beft darüber, ob die Kapitalb bitwen- und Baiser vitwenfasse, 42000 Mt. belaufe liegenden Verpflichtungen eens anheimfallen, durch bote beide Elastofaffe Eine weite Regierungsvor Mattung der neuen Burea einen Betrag von 3600 Der Oberbürgermeister origen Budgetjahres entn bar Bank esucht die on Stadtv. ulage.- Die beihen Streichens des§ 52 der von der gänzlichen Schließ Sos bie Regierung zur ung des alten Friedhofes sprach nicht nur ihn, sondern Matarchs beim Rindoieb weitere Kreise der Bürgerschaft, welche auf dem Fried ft dienlich erachtet, hof am Nahrungsberg ein Erbbegräbnis erworben giftern über Abs u Er bittet diesen§ 51 noch ein Biere zur Auflage zu haben, beunruhigt. mal an die juristische Kommission zu verweisen, damit über diese Frage Klarheit geschaffen wird. Der Ober bürgermeister bemerkt, daß nach dem geltenden Recht nicht die Stadtverordneten- Versammlung einen Giessend Boftalisce. Beerdigungsplatz schließen könne, sondern dies könne die Berzollung& nur die Polizeibehörde, also in letter Linie das Kreis 25. b. I. in der amt und dies wird ohne Zweifel die Schließung eines Friedhofes nicht anordnen, wenn die Stadtverordneten dem widersprechen, oder dies nicht wünschen sollten Stadtb. Schmall erklärt, er fönne sich trok der Gr flärung des Borsigenden noch nicht in Sicherheit wiegen Stadtv. Dr. Gutfleisch erklärt, das Recht der Polize Friedhöfe gänzlich zu schließen, dies bestehe und dagegen sei auch fein Riegel vorzuschieben. Aber die Fälle, wo die Verhältnisse so liegen, daß die Polizei sich veranlaß sieht, einzuschreiten, fommen sehr selten vor. In großen Städten wie in Berlin, wo die Friedhöfe durch die Be dem Großherzoglichen ** Bei der am Berlosung des Helen nach Gießer M. Die Eisba Bitterung morgen 辭 Diejenigen ju Sulzenguiffe die ireiwilligen D bauung schließlich mitten in die Stadt gerückt find, da, baß hiernach ord auf bie nadfol beachtenden Vorschri gegeben werben. 1. miffion für Einjähr einzureichen, wenn de Redung pig ift, bat. 2. Die Berecht fann nicht bor bollen bis zum 1. Februar welchem bas 20.Leb hat man Friedhöfe polizeilich geschlossen, aber daran if bei uns in den nächsten 100 Jahren nicht zu denken Durch den§ 51 seien die Rechte der Besitzer von Erb begräbnissen nicht im Mindesten geschmälert. Dr. Gut fleisch stellt den Antrag, es solle durch ein besondere Protokoll zur Beruhigung der Inhaber von Erbbegräb niffen am Nahrungsberg festgelegt werden und zwa dahingehend, daß es der geeignetste Wunsch aller Stadtverordneten sei, daß der alte Friedhof als Ecb begräbnisstätte benutzt werden soll, so lange solche Be gräbnisplätze dort noch vorhanden sind und daß das Recht der Besizer dieser Erbbegräbnisse nicht angetafte wird. Dieses Protokoll, welches zu den Aften genommen wird und dessen Vorhandensein im Protokoll der Sa ung gewahrt ist, wird von allen Stadtverordneten gut geheißen. Der Bapiere, dazu bes Baters, Schulge Berechtigung ipate erfolgen. ** In Am Hamburg, Can., Kreis Alsfeld) bam Meifing Dueten. Dezbr. 1902 arauf hin, bahme der Leichentassen Gesellschaft seitens ann die in berg Damit ist diese Angelegenheit erledigt. Sur le ber Ber Stadt refertert der Oberbürgermeister wie folgt. Aus Heffen und Nachbargebieten. r. Rodheim a. Bieber, 20. Dez. Den Reigen der Bunsch- Effenz zu erstehen, die in allen feineren ein. schlägigen Geschäften zu haben ist; daselbst sind auch, damit sich das Publikum vor Einkauf von der Qualität und Beer Diese Vereinigung besteht seit 103 Jahren. Dieselbe Winterfestlichkeiten eröffnete am gestrigen Abend der Gesang überzeugen fann, Gratis- Probe- Fläschchen erhältlich. olle und wird efteht aus 97 zahlenden Mitgliedern( Männern) und verein Eintracht" mit seinem Stiftungsfeft. Recht immen, bis 47 nicht zahlenden Mitgliedern, Frauen, deren Männer zahlreich waren die Mitglieder des Vereins mit ihren Damen ouf dem Friablende Mitglieder sind. Bei jedem Sterbefall unter herbeigeeilt, und da diesmal auch Einladungen an die Vor Stabte. Kirg stände der übrigen hiesigen Vereine ergangen waren, so tonnte der Saal fast nicht alle Erschienenen aufnehmen. In en Mitgliedern werden von den zahlenden Genossen and ist der Angelb an die Hinterbliebenen gezahlt und außerdem er- ungetrübter Weise ist der genußreiche Abend verlaufen und ausliegenden 60 Pfg. erhoben und von dem Verein 250 Mt. Sterbe den wird, er blgt die freie Gestellung des Leichenwagens mit Be. lange hielten die Sangesbrüder aus. an nicht erftpannung. Die Leichenfassen- Gesellschaft hat 2 große to. Ballerie - Am zweiten Weihnachtstage werden die beiden Turnvereine ihren Mitgliedern einen angenehmen Abend bereiten, da dieselben schon Nachdem sich mehr als ein Fünfteil der beteiligten als die Hälfte der beteiligten Fläche besigen, unterschriftlich für die Einleitung des Verfahrens der Feldbereinigung der Gemarkung Hungen erklärt haben, und nachdem innerhalb der gefeßlichen Frift feine Einwendungen gegen die Bulässigkeit oder Rechtsbeständigkeit dieses Ergebnisses erhoben worden find, hat Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, den Beginn der Feldbereinigungsarbeiten angeordnet. Sämtliche beteiligte Grundbesitzer find zu der am Montag, 5. Januar 1903, vormittags 9 Uhr im Rathause zu Hungen stattfindenden Verſammlung eingeladen. Diese Versammlung hat: 1. zu bestimmen, wie die Bereinigungstoften aufgebracht werden sollen, ob durch Ausschlag auf den Flächengehalt, oder den Abschäßungswert der Grundstücke, oder durch Bildung und Verkauf von Massengrundstücken, sowie ferner, ob die Bei träge nach Bedürfnis erhoben, oder ob die Kosten durch Kapitalaufnahme aufgebracht werden sollen; 2. die zur Bollzugsfommission zu berufenden Sachverständigen und deren Stellvertreter, sowie ein Mitglied des Schiedsgerichts und dessen Stellvertreter zu wählen. Außerdem können Wünsche und Anträge seitens der Beteiligten vorgebracht und beraten werden. In dieser Versammlung hat ein jeder anwesende beteiligte Grundeigentümer eine Stimme; bie Beschlüsse erfordern zu ihrer Giltigkeit eine Mehrheit von Zweidritteilen der Anwesenden und sind unter dieser Voraussetzung auch für den nicht erschienenen Beteiligten verbindlich. m Bard entspre eines Grundstück in der Sandstraße zur Unterbringung seit längerer Zeit recht eifrig mit dem Einüben von Theatert, daß die Ränd 1 Kinderleichenwagen, verschiedene Decken 2c., 1 Jerarliten inn ausgeliehenen Kapitalien 4 und 41 Prozent, Hypo- Grundeigentümer in der Gemarkung Hungen, welche mehr big fei, es sei helen find 17,325 Mark der Gesellschaft gehörig borthatsächlich we handen. Außerdem find 500 Mark baar vorhanden. rbürgermei Die Finanz- Deputation schlägt vor, die Stadt entgegen. Gießen solle das Inventar, das Grundstück der HypoIn ber& Belenbant, sowie den Baarbestand des Vereins über daß die einzelnehmen, dagegen für die vorhandenen Mitglieder beim Ableben je 250 Mr. Sterbegeld und noch etwa 5 Mt. danach die Leich mehr für die Gestellung des Leichenwagens bezahlen Bere. Staand dann das Leichenfuhrwesen selbst in die Hand 1. Die projettie nehmen. Der Borstand des Vereins set mit diesem jei nicht würdig f trangement einverstanden. Stadtverordneter Löber uch zu flein und pricht gegen den Antrag der Kommission. Es liege r bemerft, bari nicht die mindeste Beranlassung vor, den Sterbekassen oder unwürdig Ronkurrenz zu machen und eine Renten- Gesellschaft ganz Ansigtsla seitens der Stadt ins Leben zu rufen. Es sei ganz handelt, sei min unbegreiflich, daß die sozialpolitische Kommission mit r Stabiverorbne solchen Vorlagen jezt komme, we das Handwerk und en Bwed Sta das Gewerbe so darnieder liege. Oberbürgermeister Brojeftes, wie e cum bemerkt, finanzielle Bedenken liegen nicht vor, n fönne doch es handle sich nur um llebernahme der an die Gesell. schaft erworbenen Rechte seitens der Mitglieder, durch ung so weit had bie Stadt, denn es sei doch für die Stadt kein fecum beantra Opfer, wenn sie möglicherweise zum Schluß für eine solche Sache 4 bis 500 Mark darauf legt, und Beerdigung darauf fönne es doch nicht ankommen. Stadtv. haubach ist der Ansicht, daß die Stadt moralisch twerpflichtet ist, den Mitgliedern das bisherige Sterbebor, zu beschlie riedhof am Mother geld 2c. zu zahlen, wenn sie das Beerdigungsfuhrwesen übernimmt. Dr. Gutfleisch äußert die gleiche für den alten Sue Meinung, ja es fönne jogar der Stadt möglicherweise bis die Leichenhall eine rechtliche Verpflichtung auferlegt werden, denn es ubach spricht handelt sich um erworbene Rechte. Die Versammlung st, daß beide Fried beschließt dem Antrag der Finanz- Deputation gemäß. auf ihnen geltenden enballe in wirdi anzunehmen, ist der gleicher Den Frauen- Friedho Brg äbnis- Didnung Parlamentarisches aus Hesseu. Eingegangen sind bei der 2. Ständefammer eine Regief. affty pridrungsvorlage, welche die zwischen der hessischen Regierung nicht ben Glauben und Reichsverwaltung bestehenden Meinungsverschiedenheiten thof am 1. pr darüber, ob die Kapitalbestände der großh. Offiziers iggestellt fein fönne. it wen- und Waisentasse, sowie der Unteroffi ab. Stadtv. Rird siers witwenfasse, die sich z. 8t. auf 661 000 Mt. dtbauamt angewiej bez. 42 000 Mt. belaufen, nach Erfüllung der den Kassen edhofes einen neuer obliegenden Verpflichtungen der Verfügung des Reiches oder bis zur nästen dessens anheimfallen, durch Vergleich erledigen will. Darnach en. Die Versama fullen beide Kassen im Besitz und in der Verwaltung Hessens Des Affeffor Curid berbleiben; sind jedoch keine Rassenmitglieder vorhanden, so r neuen Friedhofs werden die Kapitalvermögen beider Kassen derart geteilt, daß wird. bie hessische Staatskasse 5, die Reichstasse 5 erhält. t den Wunsch aus Eine zweite Regierungsvorlage fordert für die MobiliarausOrdnung mögligt hattung der neuen Bureauräume des Ministerhotels ge auf dieſem einen Betrag von 3600 Mt., der den Ueberschüssen des Oberbürgermeiße vorigen Budgetjahres entnommen werden soll. nzuordnen, sobald daranß ersucht die Gewährung der DienstbeschädigungsDie hessischen Domänalforstwarte sind um Erigt hat. Stadt julage. er angenommene hung ihres Dienfteinfommens eingekommen. Ferner ist nheiten, tros ingegangen eine Anfrage des Abg. Köhler Langsdorf: gänzlichen Gli Sas die Regierung zur Befämpfung des ansteckenden Scheident nur ihn, sondatarrhs beim Rindvieh und zweitens ob es die Regierung che auf dem Frift dienlich erachtet, den Viehhändlern die Führung von - Tiere zur Auflage zu machen. - A Ober Ohmen.( Eine aufregende Fuch 8- i agd!) Am Sonntag Morgen zwischen 10 und 11 Uhr wurde ein Bewohner des sogen. Unterdorfes auf seinem Sofe einen Fuchs gewahr, der mit dem rechten Borderlauf in einer Falle hing. Sofort alarmierte er mit dem Rufe, ein Fuchs, sämtliche Nachbarn, die dann mit Knippel bewaffnet ihn erlegen wollten, doch Reinecke ergriff die Flucht samt ber Falle und schlüpfte zum Kellerloch eines leerstehenden Hauses hinein. Während nun mehrere Mann am Kellerloch Bosto faßten, wagte sich Joh. R. fampfesmutig mit einem Knippel in den dunklen Keller. Hier aber entspann sich ein auf regender Kampf. Der zur Verzweiflung getriebene Fus warf sich zähnefletschend auf seinen Angreifer, warf ihn über den Haufen und wollte durch das Kellerloch wiederum das Weite suchen; doch ein fäftiger Schlag des dort aufgestellten Postens zwang ihn zur Rückkehr in den Keller. Bährend nun außen Jung und Alt rief: Hannes off en, Hannes hoste en" verkündigten endlich mehrere dumpfe Schläge von drinnen daß Reineckes Schicksal besiegelt war. Alles atmete erleichtert auf, als Hannes in Schweiß gebadet und bleich vor Schr ck, seine Beute an der Fahne nachziehend wieder ans Tageslicht fam. ** Wezlar, 21. Dezember. Wie wir hören, errichtet die reissparkasse in den Gemeinden Ehring 3- hausen, Hohensolms, Hörnsheim und Krof. Der Gensdorf Nebenstellen, welche bereits am 1. Januar n. I. ins Leben treten sollen. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr. 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, räbnis crwork Regiſtern über Ab- und Zugang und Herkunft der einzelnen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern( Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehr lingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. en§ 51 noch berweisen, dam wird. Der Obe ach dem geltende Berfammlung ein Giessener Cagesnenigkeiten. ** Postalisches. Es wird darauf aufmerksam gemacht, ondern dies for die Berzollung der steuerpflichtigen Postsendungen am r Linie das Kre 25. d. Mts. in der Zeit von 10-12 Uhr vormittags bei ze Schließung ein e Stadtperordnet wünschen follte e fich trotz der Sicherheit wieg ns Recht der Pol beftebe und dage Aber die Fälle, olizei fidh beranl en bor. In gro dem Großherzoglichen Hauptsteueramte hier stattfinden kann. ** Bei der am Samstag Nachmittag stattgehabten Berlosung des hessischen Kunstvereins felen nach Gießen 11 Gewinne. höfe durch die beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gedt gerüdt find, fen, aber daran en nicht zu dent Befizer bon G mälert. Dr. G urch ein befonden per bon Grbbegr werden und Petite Wunidh Friedhof als fo lange folde find und daß ffe nicht angeta en aften genom Brotokoll der adtverordneten M. Die Eisbahn soll bei voraussichtlich günstiger Bitterung morgen 111 Uhr wieder geöffnet werden. The Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Sulzeugniffe die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierburch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu nacht, daß hiernach unvollständige Gesuche weiteres zurüdgegeben werden. 1. Das Gesuch ist bei der Prüfungskommiffion für Einjährig- Freiwillige zu Darmstadt nur dann inzureichen, wenn der sich Meldende im Großherzogtum getellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort bat. 2. Die Berechtigung zum einjährig- freiwilligen Dienst laman nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem bas 20. Lebensjahr vollendet wird. Die Einreichung ber: Papiere, dazu gehören Geburtszeugnis, die Einwilligung bes Baters, Schulzeugnis, muß bei Verlust des Anrechts der Berechtigung spätestens bis 1. April desselben Jahres erfolgen. **** In Amerika verstorbene Hessen. In hamburg, Can., Johann Meiller aus Udenhausen Aureis Alsfeld), 75 Jahre alt. In Mount Caroll, J., Abam Messinger aus 3ell 41 Jahre alt. An den Werktagen von 8 bis 1 hr und von 3 bis 6 geöffnet. Angebot der Arbeitnehmer: Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Mittwoch, den 24. Dezember. Nachmittags 3 Uhr: Weihnachtsfeier der Rinderkirche von der Matthäus- und Markusgemeinde. Pfarrer Schlosser und Pfarrer Scheunemann. Rachmittags 5 Uhr: Weihnachtsvesper für die Militärgemeinde. Pfarrer Euler. Am 1. Weihnachtsfeiertag, den 25. Dezember. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schlosser. Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde: Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeber Gemeinde erbeten. Nachmittags 5 Uhr: Professor D. Drewes. Am 2. Weihnachtsfeiertag, den 26. Dezember: Bormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Scheunemann. Nachmittags 5 Uhr: siehe Johannesfirche. Abends 7 Uhr im Ronfirmandenlofal: Weihnachtsfeier der Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde. Sonntag, den 28. Dezember. Bormittags 9.30 Uhr: Bfarrer Schlosser. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Scheunemann. Abends 612 Uhr: Weihnachtsfeier der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde. In der Johanneskirche. 1. Weihnachtsfeiertag. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrassistent Bogt. Nach allen Gottesdiensten Sammlung für die Kleinkinder Bewahranstalt. 2. Weihnachtsfeiertag. Vormittags 9.30 Uhr Pfarrer Dr. Naumann. Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas und die Johannesgemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Nach allen Gottesdiensten besondere Sammlung Am 2. Feiertag, Nachmittags 6.30 Uhr findet im Schwesternhaus Vereinigung der neukonfirmierten Mädchen der Lukasgemeinde statt. Pfarrer Guler. Sonntag nach Weihnachten, 28. Dezbr. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 1hr. Siehe Stadtkirche. Katholische Gemeinde. Mittwoch, 24 Dezember. Rachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Weihnachtsfeit. Vormittags " von 5 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. um 5 Uhr: Chriftmette. " " Н um 8 Uhr: heil. Messe. um 6, 6.30, 7, 7.30 Uhr: heil. Messen. Militärgottesdienst mit Predigt. Nachmittags um 2.30 Uhr: Fest- Andacht. um 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Donnerstag, den 25. Dezember. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Freitag, den 26. Dezember. Fest des hl. Stephanns. Vormittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. um 7 Uar: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. " " um 8 Uhr: Die zweite hl. Messe. Militärgottesdienst. " um 9.30 Uhr: Hochamt. Nachmittags um 2.30 Uhr: Fest- Andacht. Samstag, den 27. Dezember. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag, 28. Dezember: Sonntag nach Weihnachten. Vormittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. um 7 Uhr: Die erste heilige Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. Н 2 Schmiede, 1 Schneider, 1 Bauschreiner, 3 Knechte, 1 Hausbursche, 9 Dienstmädchen, 1 Hausmädchen, 1 Zimmermädchen, 2 Lauffrauen. Lehrlinge: 2 Raufleute, 1 Schreiner, 1 Frisenr, Vormittags um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Nachfrage der Arbeitgeber: 2 Bäder, 3 Megger, 1 Steinhauer, 1 Sattler und Bolsterer, 1 Sattler, 2 Schlosser, 1 Schmied, 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 3 Schreiner. 5 Taglöhner, 1 Schneefehrer, 1 Kellner, 1 Fahrbursche,& Hausburschen, 2 Bureaugehilfen, 3 Dienstmädchen, 1 Lauffrau. Lehrlinge: 1 Kaufmann. Geschäftliches. 9.30 Uhr: Hochamt. Rachmittags 2.30 Uhr: Andacht. Für den Weihnachtstisch empfehle Cigarren und Cigaretten in schönen geschmackvollen Weihnachtspackungen von 25, 50 und 100 Stück. Richard Buchader Neuen- Bäue 11. Billiges Kochrezept( Preisgekrönt). Wassersuppe mit fräftigem Fleischbrühegeschmack( sehr billig, äußerst wohlschmeckend und außerordentliche Ersparnis bei den jezigen theuren Fleischpreisen). Man foche Erbsen, Linsen, Bohnen-, Reis-, Graupenoder sonstige Gemüsesuppen wie gewöhnlich und thue auf 6-8 Personen einen guten Theelöffel voll( für 10 Pfa.) WUK daran, WUK" ist über all sowie eine Messerspize Butter oder Bratenfett. Marktbericht. Der Grund, weshalb der Consum in Punschessenzen in den letzten Jahren im Großen und Ganzen etwas nachgelassen hat, ist der, daß gewissenlose Fabrikanten verwenden- gewissenlos deshalb, weil man durch Eu wenig Sorgfalt bei der Herstellung der Punschessenzensbon in Probebüchsen à 25 Pfg. zu haben. Verwendung von minderwertigen Ingredienzen nicht nur einen sehr ordinären Punsch erhält, sondern auch Anspruch auf Befömmlichkeit machen kann. Da fich die daraus hergestellte Bowle außerordentlich wenig nun die Firma Friz Scheller Söhne in hom burg v. d. 5. bei der Herstellung ihrer Bunscheffenzen 58-70 Bfg., Ochsenfleisch per Bd. 66-76 Big., Minbicic nicht allein von dem Gedanken leiten läßt, ein aller feinstes Produkt zu erzeugen, sondern nicht minder von der Annahme, daß es auch ein Publikum giebt, das selbst an einem, einer Punsch- Bowle folgenden Morgen auf einen klaren Kopf reflectirt, so suche man sich eine höchst aromatische und wohlbekömmliche Flasche Scheller's Gießen, 28. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt totteten Butter per Bib. 1.10-1.20 Mr. Hühnereier 1 t. 8-10 Bfg., Enteneler St. -00 Big., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 fg., Erbsen ver Liter 21 Pfg., Linien per Biter 32 Bfg, Tauben per Bear mr. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mr. 1.00-1 20, Sahnen, ver Stud Mr. 0,80-1.40, Enten per Stid 2.00-2.60, Ganie p.$ 15. per Pfd. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per fo. 70-80 Big. GwineReisch gesalzen ver fund 0.84 Bfg., Ralbfleisch verb. 68-72 Bfg., Sammelfleisch per Pfd. 50-70 Bfg., Rartoffeln per 100 Kilp Liter 18 Vfa. 6.00-6.00 Mr., Zwiebeln per 3t. 9. 3.50-450, Milch ver Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruckerei, für die Redaktion verantwortli: Kibin Klein, Gießen. ORIGINAL SINGER * NAHMASCHINE Paris 1900 , Grand Prix" Höchste Auszeichnung. Kartoffeln prima magnum bonum ( Wetterauer Ware) hat preiswert abzugeben Prima gelbe Mäuschen Salatkartoffeln. J. Weisel, Sonnenstraße. Telephon Nr. 235. Bestes Geschenk! Das Grosse Loos! der. 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Wir bringen dies mit dem Bemerken zur allgemeinen Kenntnis, daß Ver. wiegungen während dieser Zeit auf den städtischen Waagen auf dem Seltersberg und bei der Margaretenhütte vorge nommen werden können. Gießen, den 23. Dezember 1902. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. In der Zeit vom 13. bis 20. Dezember 1902 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Taschenuhr und 1 gold. Ring; verloren: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 2 gold. Ringe und 1 Arbeitetasche mit Inhalt. Entlaufen ist: 1 schwarzer Spißhund. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 20. Dezember 1902. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Krieger- Verein Giessen. Weihnachtsfeier Sametag, den 27. Dezember, abends 8 Uhr in Steins Garten bestehend aus Theater, Konzert, Verlosung und Tanz. Die Mitglieder des Vereins und ihre Familien find herzlichst eingeladen. Männer- Turnverein. Freitag, 27. Dez. 1902,( 2. Weihnachtsfeiertag) abends 8 Uhr, in Steins Garten Weihnachtsfeier. Contentia. ( Wohlthätigkeitsverein.) 1. Feiertag Weihnachtsfeier Anfang Uhr. auf der Sdönen Aussicht". Anfang Ubr. Der Vorstand. Bu recht zahlreichem Besuch labet ergebenst ein Neue Ernte Maracaibo!!! 6- Pfg. Cigarre. 6 Pfg. Einzig in der Qualität. Feine, milde Cigarre mit geringem Nicotingehalt, worauf ich besonders aufmerksam mache. W. Möser, Cig.- Spezial- Geschäft, vis- à- vis Hotel Prinz Carl. Bier Raummeter gutes Buchen- Scheitholz Durch Versetzung des Herrn Hauptmanu Be er ist dessen seit 7 Jahren innegehabte Wohnung in meinem use Asterweg 29 II. fur hat zu verkaufen fofo t oder später zu vermieten. Sanitätsrat Dr. Haupt. chön möbliert Zimmer sofort zu vermieten. West ingasse Nr. 7. ut möbl. Wohn- und Schla zimmer auch einzeln zu verm. Grünbergerstraße 3 part Orpheum Barietè. Täglich Gr. Vorstellung. Groß- Felda. August Geissel **********/***** 鮮 類 Öffentliche Danksagung. Da meine Frau seit dem 24. August dieses Jahres an schweren Erkrankungen darnieder lag, nämlich an Mutterband- Entzündung, doppelseitiger Lungenentzündung und Rippenfellentzündung, wobei man an ihrem Aufkommen sehr zweifelte und alle Hoffnungen bereits verloren gab, so ist es doch unserm Herrn Doktor Schaub durch seine grossen Bemühungen gelungen meine Frau wieder vollständig gesund herzustellen, wofür ich ihm meinen aufrichtigen Dank ausspreche. Gross- Feld a, den 22. Dez. 1902. Wilhelm Knöss. DON Praktische Winke AM HAUSLICHEN HERD lichen Gestalten und hellen Stimmen der Genossinnen jener Zeit zurückruft, in der alle Schwärmerei und Poesie bes jungen Gemütes stets der Herzensjreundin geweiht waren. 1902. Dienstag, 23. Dezember rhessische Familienzeitur Things- Beilage