be of qun quinta113019 11 lgag) aoab tpu טן a b a w of a j in the bqui a10 an ab( 11.13 C by шон одната шад фон be a G we malog angLOT Du атпо pagan - эләр әр фу за Buning n фално извили pag ang Bu song що волод ләшәмәәли luga u Չափ uong Boubg шафран и довоз 3 !!! - go 09 pagaß gnog su R! 787 126 Nr. 221. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 30 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1 50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Dienstag, den 23. September 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Betitzeile für Gießen wie ganz Oberhessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Bfg. fonst 15 Pfg.: Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Erbedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluk Nr, 362. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Die Aufgaben des nächsten Landtages. Der 31. Landtag ist geschlossen. Zehn große Foliobände geben Zeugnis von dem Fleiß der Zweiten Kammer und darunter vier von der unendlichen Redelust der Mitglieder. Und nicht zur Aufklärung einer vorliegenden Frage oder zur Belehrung der Mitglieder des Hauses wird gesprochen, sondern zum Fenster hinaus zur Wahrung der Parteiinteressen und um den Schein zu erwecken, als spiele die Person und ihre Partei eine gewaltige Rolle in der Mitregierung des Landes. Diese Sucht, der Parteiwirtschaft zu dienen, hat den Parlamentarismus von heute in eine ganz falsche Bahn getrieben. Während früher die Stände es als ihre Hauptaufgabe betrachteten, sparsam zu wirtschaften, der Regierung auf die Finger zu sehen, daß sie nicht mehr Beamte anstellte, als notwendig wären, und sie nicht höher bezahle, wie erforderlich, um solche zu erhalten, so ist jetzt die Sache gerade umgekehrt. Als im Jahre 1897 die Regierung eine Vorlage über Besoldungserhöhung der Beamten machte, begnügte sie sich, rund 600 000 Mt. zu fordern; die Kammer erhöhte die Summe auf 900 000 Mt. Ebenso ergab sich das gleiche Schauspiel bei der Vorlage über die Besoldungen der Volksschullehrer, wofür auch 200 000 Mt. mehr bewilligt wurden, als die Regierung verlangte. Auch heute noch, wenn es sich um eine Anstellung oder erhöhten Gehalt der Petenten handelt, muß sich die Regierung förmlich wehren gegen das Aufdrängen von Summen Seitens der Kammer, welche sie für ungeeignet hält. In ähnlicher Weise geht es mit der Errichtung von Gebäuden. Im Interesse der Wahlbezirke werden Gebäude verlangt und bewilligt, die zu erbauen ganz Sie sind viel zu teuer gut umgangen werden könnte. und bürden durch ihre Unterhaltung auf die Dauer dem Staat eine schwere Last auf. Eine ganze Reihe von Budgetposten werden fortwährend erhöht oder neu gebildet aus den gleichen Gründen, die bei den obigen Gegenständen maßgebend waren. Daß bei solcher Finanzwirtschaft das Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben des Staates nicht ei halten werden konnte, ist doch wohl selbstverständlich. 9] Entlarvt. Roman von Morib Lilie. ( Nachdruck verboten.) „ Es ist eine feine Truppe, die in einem noblen Lokal fest engagiert ist. Aber Sie sind ja ein Verwandter von ihr, gewiß ein reicher und vornehmer Herr, da wird es Ihnen freilich nicht angenehm sein, daß die junge Dame in einer öffentlichen Wirtschaft singt." Ancelot erhob sich. Begleiten St mich in das Lokal, ich will das Mädchen sehen", sagte er in fast befehlendem Tone. Bald darauf rollten die beiden in einem Fiaker dem Ziele zu. VII. Eine Begegnung bei Donner und Blik. Nur sehr langsam schritt die Besserung in dem Befinden Ernas fort, und endlich war sie soweit, daß sie es wagen durfte, ihre früheren Streifereien zu Pferde in die Umgegend wieder aufzunehmen. Freilich vermied sie sorgsam die Punkte, an welche sich für sie so schmerzliche Erinnerungen fnüpften. Erna war jest ernüchtert; der süße Rausch der ersten Liebe hatte einer ruhigen Ueberlegung weichen müssen. Mehr und mehr fam sie zu der Erkenntnis, daß der Mann, welcher so leicht der Verführung zum Opfer fiel, sie schwerlich hätte auf die Dauer glücklich machen können. An einem warmen Julitage wanderte Erna, diesmal zu Fuß, hinaus in den Wald, gefolgt von dem alten Josef. Sinnend schritt sie dahin, und sie und ihr Begleiter merkten nicht, daß sich der Himmel zu umziehen begann. Erst als die Spaziergänger aus dem Walde heraus auf die weite Lichtung traten, gewahrten sie an der zunehmenden Dunkelheit die drohende Veränderung des Wetters, und der erfahrene Diener mahnte dringend, ein Schüßendes Obdach aufzusuchen. Auch Erna war ängstlich geworden. " Wohin sollen wir uns wenden, um ein Unterkommen zu finden?" fragte sie. Der Reittnecht rückte verlegen den Hut. Wir sind zu weit vom Falkenhofe entfernt, um denselben noch vor Ausbruch des Wetters erreichen zu können", sagte er, die Wolfen prüfend betrachtend. Vielleicht erreichen wir aber noch vor Ausbruch des Gewitters eines der umliegenden Dörfer." Trotzdem durch den glücklichen Ankauf der Ludwigsbahn und den gemeinsamen Betrieb mit Preußen die Einnahmen um rund 3 Millionen Mark stiegen und durch die Steuerreform im Voranschlag für 1902 ebenfalls 3 Millionen Mark mehr eingesetzt werden konnten, war in 1901 das Defizit 2 Miй. Mark und 1902 1,5 Millionen Mark. Der Rest früherer Ueberschüsse hätte kaum ausgereicht, diesen Fehlbetrag zu decken, allein die Regierung zog es vor, die Hälfte des Betrags durch eine Erhöhung der Vermögenssteuer zu decken. Diese Steuererhöhung, noch dazu in der Zeit einer schweren wirtschaftlichen Krisis, wirfte etwas ernüchternd und der Finanzausschuß der Zweiten Kammer nahm einen mächtigen Anlauf zu sparen. Er brachte mühsam soviel zusammen, um den Fehlbetrag im Ganzen auf etwa 1 Million herabzumindern und aus den früheren Ueberschüssen zu decken, allein die Sucht zu sparen, hatte gegen das Ende zu im Ausschuß schon sehr abIn der Kammer selbst stimmten vielfach genommen. die Ausschußmitglieder gegen ihre eigenen Anträge und so verminderte sich die Ersparnis auf 200 000 Mt. und darunter Posten, die nicht erspart werden können. Anstatt dem Berg kam das winzige Mäuslein zum Vorschein und blieb nichts übrig, als eine Steuererhöhung. Dabei hat man den ersten Eingriff in die anderen Gelegenheit Veranlassung zur Besprechung Grundsätze der Steuerreform gethan, die wohl bei einer bieten können. Bei dieser finanziellen Lage des Landes kann man begierig darauf sein, wie der Voranschlag für 1903 ausfallen wird, um so mehr, als das Neich ihn durch größere Beiträge noch sehr verschlechtern kann. Wenn das Zolltarifgesetz nicht zu Stande kommt, wenn eine weitere Einnahme das Reich sich nicht verschafft, so bleibt eine Erhöhung der Matrikularbeiträge nicht aus. Dies ist für uns gleichbedeutend mit weiterer Steuererhöhung. Für den nächsten Landtag ist die Finanzwirtschaft in Ordnung zu halten wohl die schwierigste Frage, obschon auch andere Fragen genug auf der Tagesordnung stehen werden, die späterer Behandlung vorläufig überlassen werden können. Politische Nachrichten. Brüssel, 22. Sept. Der Zug mit der Leiche der Eine Königin traf gestern furz vor 4 Uhr in Laeken ein. „ Auf denn suchen wir den Weg zu gewinnen!" rief Erna und schritt, so rasch es das dichte Haidekraut erlaubte, über die Waldblöße dahin. Blöglich bemerkte sie ein kleines aus Baumstämmen gezimniertes Häuschen, dessen Schornstein leichte Rauchwolfen entstiegen. Es lag etwa fünfzig Schritte von der Straße entfernt dicht am Walde. Eine furze Strecke davon erblickte man mehrere Kohlenmeiler und vor denselben einen rußgeschwärzten Mann, zweifellos der Köhler. Das Unwetter war unterdessen in seiner ganzen Stärke ausgebrochen. „ Wir haben uns verirrt; wollt Ihr uns Obdach gewähren, bis das Wetter vorüber ist?" fragte Erna, nachdem sie in die Hütte des Kohlenbrenners eingetreten war. „ Ei, gewiß", verfekte der Mann gutmütig. Das ist tein Wetter für ein so feines Jungferchen wie Ihr seid. Macht es Euch bequem und trocknet Guren Mantel dort am Feuer." Draußen stürmte und wetterte es ärger als zuvor." Josef war an das kleine Fenster getreten und schaute in die aufgeregte Natur hinaus. Da bemerkte er, wie ein Reiter vor dem Köhlerhause abstieg, sein Pferd festband und dann ohne Umstände raschen Schrittes ins Zimmer trat. Es war eine hohe, vornehm aussehende Gestalt, ganz durchnäßt, aber in eleganter Neiterkleidung, blond und blauäugig, und seine Bewegungen verrieten den Mann von Welt und guter Erziehung. Der Fremde trat zu dem Köhler heran und bat ebenfalls um die Erlaubnis, das Gewitter hier abwarten zu dürfen, was der Kohlenbrenner gern gewährte. Erst iezt gewahrte der neue Gast Erna, welche in einer Ecke des Gemaches Platz genommen hatte. Seine stumme ehrerbietige Verbeugung erwiderte sie mit einem verbindlichen Meigen des Hauptes. " Wir sind Schicksalsgefährten, wie es scheint, gnädiges Fräulein", sagte er mit wohllautender Stimme. Das Unwetter tobt in der That ganz entseglich, und man muß sich glücklich preisen, wenigstens ein Obdach gefunden zu haben." Wer gezwungen ist, bei diesem Sturm und Regen im Freien zu bleiben, ist zu beflagen", bestätigte die Angeredete. Der Fremde warf bei dem Ton ihrer Stimme forschend, aber ohne aufdringlich zu erscheinen, seine Blicke auf die Sprecherin. Dann trat er einige Schritte näher. " Wenn mich nicht alles täuscht, habe ich die Ehre, das gnädige Fräulein bereits zu kennen", sagte er mit einer aber ungeheure Menschenmenge hatte sich am Bahnhofe angesammelt. Hinter dem Leichenwagen schritten der König, Infolge des Prinz Albert und Graf von Flandern. großen Menschenandranges sind bei der Ankunft und während der Ueberführung der Leiche einige Unfälle von geringerer Nach einer anderen Brüsseler Bedeutung vorgekommen. Meldung der Neuen Freie Presse" zufolge hat sich die Gräfin Lonyay mit ihrem Vater ausgeföhnt. " - Brüssel, 22. Sept. Die Prinzessin Lonyay, welche sofort nach Brüssel zurückkehrte, wurde bei ihrem Eintreffen von der Bevölkerung sympathisch begrüßt. Auf ihrer Fahrt zum Hotel Bellevue wurde sie von einem heftigen WeinWie die Chronit" meldet, soll König krampfe befallen. Leopold geäußert haben, er mißbillige den Schritt der Gräfin Lonyah nicht, derselbe ändere aber auch nichts an dem Familienzwist. Berlin, 22 Sept. Der preußische Hof legte für die verstorbene Königin von Belgien eine Trauer auf 3 Wochen an und zwar bis einschließlich den 10. Oktober. Berlin, 22. Sept. Stadtrat Kauffmann hat definitiv auf sein Amt verzichtet und dies Dr. Langerhans schriftlich mitgeteilt. Berlin, 22. Sept. Die Meldung, der Reichstagsfefretärs im Reichsamt des Innern in Aussicht genommen, Abgeordnete Spahn sei für den Posten des Unterstaatswird der Nat. 3tg." von unterrichteter Stelle als unrichtig bezeichnet. Auch die andern Angaben bezüglich der Ernennung für dieſen Poſten ſeien nicht zutreffend. Die Zolltarif- Kommiffion des Reichstages beschloß bei ihrem gestrigen Wiederzusammentritt zunächst über die Bölle auf pflanzliche Erzeugnisse eine gemeinsame General. Diskussion vorzunehmen. Ueber die weiteren Vorschläge der Kommission soll morgen entschieden werden. Die Anträge des Abg. Wangenheim auf Bindung einer Reihe neuer Minimalzölle sind erneuert worden. Koblenz, 22. Sept. Von zuständiger Stelle erfährt die Franff. Btg.", daß die Kandidatenliste für die Cölner Erzbischofswahl aus dem Kabinett des Raisers noch nicht herausgekommen ist. Wie verlautet, soll die den einzelnen Behörden gewährte Portofreiheit von Postsendungen, für welche | maligen leichten Verbeugung, vorausgeseßt, daß sie dem Hause Falkenhof angehören." Erna erhob sich, und auch ihre Augen ruhten forschend auf dem Sprechenden. " Ihre Vermutung ist richtig, mein Herr", versezte sie, nicht ohne eine gewisse Befangenheit, und auch ich glaube mich jest Ihrer zu erinnern, obgleich seit unserer legten Begegnung faft zehn Jahre vergangen sein mögen. Wir waren einst Jugendgespielen, Herr von Fries, und gern denke ich noch an jene Tage der Kindheit zurüd. „ Wir lernten uns in jenem steierischen Gebirgsstädtchen fennen, welches Ihre Frau Mutter auf Anordnung des Arztes aufgesucht hatte, um in der stärkenden Alpenluft Genesung von schwerem Leiden zu finden", warf Herr von Fries ein, nachdem beide Platz genommen hatten. Die gleiche Hoffnung führte meinen Vater nach dem stillen idyllisch gelegenen Ort." ,, Leider erreichten die Kranken ihren Zweck nicht", ergänzte Erna mit einem leichten Seufzer. Mit beginnendem Herbste fehrten wir nach dem Faltenhofe zurüd, wo bald darauf meine arme Mutter starb, und dasselbe Schicksal ereilte auch Ihren Vater den Herrn Obersten, von dessen Ableben wir Kenntnis erhielten." Herr von Fries nickte. " Wir fahen uns seitdem nicht wieder, gnädiges Fräulein", sagte er mit seltsam weich und innig flingendem Tone, aber die in jenem einsamen steierischen Gebirgsorte verlebten Stunden werden mir ewig unvergeßlich bleiben. Eine leichte Röte stieg in Ernas Antlig. " Ich möchte dem Gewitter dankbar sein, daß es mich in diese Hütte geführt hat", fuhr iener fort. Ich hatte die Absicht, nach dem Falkenhofe zu reiten, um Ihrem Herrn Vater einen Besuch abzustatten, als mich das Unwetter zwang, hier Unterkunft zu suchen. Nimmermehr aber hätte ich an das Glüd geglaubt, Sie hier zu finden." " Ich bitte Sie, Ihre Absicht auszuführen. Papa wird sich freuen, den Sohn eines lieben Bekannten begrüßen zu können erwiderte sie leise. Haben Sie sich in unserer Gegend angekauft " Das nicht, gnädiges Fräulein", entgegnete der Gefragte. " Ich bin bei einem Studiengenossen zum Besuch, dessen Vater das Rittergut im Nachbardorfe befitt." Mehr und mehr vertieften sich die jungen Leute in Erinnerungen an die fröhliche Kinderzeit. Jede Befangenheit war von ihnen gewichen, es schien, als hätten sie nie aufgehört, in freundschaft licher Weise zu verkehren. der Reichspost eine bestimmte Bauschsumme zugestanden ist. demnächst fortfallen. Es heißt, daß den Behörden besondere Marken von der Postverwaltung zum Verkauf gestellt werden sollen, da sich so eine bessere Uebersicht über die behördlichen Bostsendungen darbietet. Die eingeleiteten Schritte zu dieser Umänderung sollen bereits geschehen sein. Die„ Voss. Ztg." meldet aus San Sebastian: Eine hohe Persönlichkeit erklärte, daß das spanisch- französische Bündnis vollzogene Thatsache sei. Die Grundlagen seien beiderseits gut geheißen, doch noch nicht veröffentlicht, weil hinsichtlich Mahon Ceuta die französischen Forderungen zu weit gingen. Der große Kreuzer Berlin, 22. September. Vineta", der sich bisher zur Reparatur in NewBurtuews befand, erhielt Befehl nach den haitianischen Gewässern zu gehen. Ende der nächsten Woche ist die Ankunft des„ Vineta" in Portau- Prinze zu erwarten. Bis dahin bleibt ,, Panther" dort. schlachtreifer Rinder, Kälber und Schweine vorhanden sind. Ans der Umfrage geht aber auch weiter hervor, daß die Landwirte meist nicht mehr, sondern vielfach noch weniger als früher für ihr Vieh erhalten. So teilt ein Gutsbesitzer mit, daß er fette Lämmer zum Preise von 24 Pfennig für das Pfund verkaufen müsse, weil angeblich kein Bedarf dafür vorhanden set. Der Deutsch. Volkswirth. Correspondenz" entnehmen wir folgende Mitteilung aus Breslau: unter freiem Himmel die 49. Generalversammlung des 6 ayMünchen, 22. Sept. Gestern hat in Tuntenhausen rischen patriotischen Bauern- Vereins stattgefunden. Reichs- und Landtags- Abgeordneter Dr. Schädler hielt dabei eine Rede, in der er auf das Kaiser- Telegramm in der 100 000 Mark- Affaire zu sprechen fam. Er verwahrt sich entschieden gegen eine solche Einmischung in interne bayrische Angelegenheiten. Wenn sich Jemand auf den öffentlichen Markt des politischen Lebens begebe, dann dürfe er auch keinen besonderen Schutz für sich in Anspruch nehmen. Wer Kegel schieben wolle, der müsse auch aussehen. Das Centrum werde die Antwort nicht schuldig bleiben. Als Mitglied des deutschen Reichstages und des bayerischen Landtages weise er die Einmischung des Präsidenten des Reiches mit aller Entschiedenheit zurück. Er w sse sich darin eins mit sämtlichen Mitgliedern der Partei des Königreichs und des Reiches. 18 1 Streiklustige Lehre. Glückliche Tage ſteben pirden oldenburger Schuljungen bevor. Die Lehrer von Birkenfeld haben in vollzähliger Versammlung einstimmig beschlossen, daß am 15. Oktober sämtliche jungen Lehrer fündigen sollen, falls das Ministerium bis dahin in der Gehaltsfrage nicht zu Gunsten der Lehrer Stellung genommen haben sollte. Die„ Vossische Ztg." berechnet, daß die jüngeren Lehrer in Oldenburg besser gestellt sind, als die preußischen Volksschullehrer und meint, die Oldenburger würden es sich hoffentlich überlegen, ob sie streifen werden.„ lleberlegen" war ja immer eine Spezialität der Lehrer. " In der Zeit vom 1. Januar bis 31. August 1902" wurden in Oberschlesien aus Desterreich und Rußland zusammen 280 000 Schweine importiert. In Lübbenau waren die Bauern gezwungen, beim letzten Viehmarkt einen großen Teil ihres Marktauftriebes wieder mit nach Hause zu nehmen, da nur geringe Nachfrage Seitens der Händler vorhanden ivar." - - - Hanbelagefe Gegenstand unbillige Erf ausgefchloffe der Beschrän Entscheidung Entspricht | laubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Wallthor straße 6. 41. Desgl. des Martin Langdorf, Credner straße. 42. Gesuch der Ida Kraz Witwe zu Essen um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetriebe im Hause Brand: gasse 8. 43. Gesuch des Heinrich Monik hier um Gr laubnis zur Vergrößerung seiner Schanfwirtschaft in dem Hause Wallthorstraße 46. 44. Gesuch des Karl Valentin um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Schützenstraße 14.45. Gesuch des Ludwig Stein häuser um Erlaubnis zum Branntweinverkauf über die Straße im Hause Neuenbäue 17. 46. Gesuch des Georg Ruthsatz zu Gießen um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Schillerstraße 14. 47. Desgl. des Emil Kalbfleisch im Hause Marburgerstraße 27. 48. Desgl. des Louis Feldhaus im Hause Neuenweg 5. 49. Gesuch des Gustav Skalitzky um Erlaubnis zum Betriebe einer Gartenwirtschaft Plockstraße 11. Aus Desterreich kommt die Nachricht, daß dort die Preise für Vich und Schweine ebenfalls bedeutend im Steigen sind. Die mährischen, böhmischen und galizischen Vichhändler motivieren die Preiserhöhung mit Dazu bemerkt die agrarischer Neigungen gewiß nicht dem steigenden Export nach Deutschland. verdächtige„ Münch. Allg. 3tg.": Weser kanal. Die Bürgerschaft von Bremen genehmigte das neue Kanal- Projekt, das die Ober- mit der Unter- Weser verbindet, und bewilligte sofort 365 000 Mark zur Landenteignung. Wien, 22. September. Die offiziöse Montage Revue bestätigt, daß in den nächsten Tagen Verhand lungen zwischen dem Finanzminister und dem Direktor Tausfig wegen eventueller Verstaatlichung der StaatsEisenbahn- Gesellschaft stattfinden. London, 22. September. Lord Rosebery wird sich in den nächsten Tagen mit einer Amerikanerin, einer Milliardärin vermählen. Rosebery befindet sich bereits im Besitze eines großen Vermögens, das teilweise aus der Hinterlassenschaft seiner früheren Gattin, einer geborenen Russin herstammt. Ist eine so erhebliche Zunahme dieser Ausfuhr aber Thatsache, dann muß man an der Behauptung der deutschen Fleischer und Fleischwarenhändler irre werden, daß sie bei der Deckung ihres Bedarfes infolge der allzu scharfen Grenzmaßnahmen ausschließlich auf das nicht genug produzierende Inland angewiesen und daher zur Bewilligung überhoher Einkaufspreise, die naturgemäß auf den Verkaufspreis zurückwirften, genötigt seien. Das konsumierende Publikum, das gegenüber den ihre Preise allerwärts hinaufschraubenden Fleischern zu einer misera contribuens plebs geworden ist, hat wohl einen Anspruch auf eine befriedigende Lösung dieses offenbaren Wider spruchs." Also in Desterreich schrauben die Viehhändler die Preise in die Höhe mit der Begründung, daß das Vieh rar werde, weil zu viel über die Grenze nach Deutschland gehe und in Deutschland schrauben die Viehhändler die Preise, weil angeblich wegen der Grenzsperre kein Vich vom Ausland herein komme. Präsident Roosevelt hielt am Sonntag in Cincinnati eine Rede über die Trusts. Der Präsident erklärte wiederum Gegner der Trusts zu sein und fündigte die Notwendigkeit an, Gesetze zur Einschränkung derselben zu erlassen. Giessener Cagesneuigkeiten. - forderungen Prinzipal fistalife gehilfen a zwingen. Prinzipal unverhältn dem Hand ohne Ein fundigt b lungsgehi nicht ver gehilfen Gehalt za Am vergangenen Sonntage feierte der unter Leitung des Herrn Pfarrer Dr. Naumann stehende hiesige Jünglings- und Männerverein sein 15. Stiftungsfest, das in allen seinen Teilen einen erin welchem die Mitglieder des Vereins mit einigen hebenden Verlauf nahm. Vormittags halb 10 Uhr fand in der Johanneskirche der Festgottesdienst statt, Gästen aus Marburg gegenüber dem Altar besondere Plätze erhalten hatten. Herr Pfarrer Dr. Naumann hielt auf Grund von 1. Tim. 1,8-19 die Festpredigt, in welcher er darlegte, wie nach des Apostels Mahnung Timotheus als Muster für uns Alle ein tüchtiger Christ, ein echt christlicher Jüngling sein und bleiben solle dadurch, daß er in Erinnerung an die Vergangenheit eine gute Ritterschaft übt und im Kampfe des Lebens allezeit den Glauben und gutes Gewissen sich bewahrt. Die am Nachmittag gehaltene, zahlreich besuchte Festbersammlung in den Sälen der Kleinkinderschule wurde von dem Leiter des Vereins mit herzlichen Worten der Begrüßung an die erschienenen Vereinsmitglieder, an die aus dem Marburger Jünglings verein erschienenen 24 Gäste und an die ganze Gemeinde eröffnet, worauf ein Sohn desselben, Herr Pfarrer Naumann aus Siefersheim, die Festansprache hielt, in der er auf Grund des Wortes 1. Cor. 3,11 und im Blicke auf bergangene Tage, auf die heutige festliche Stunde und auf kommende Zeiten in kräftigen Worten den festfeiernden Verein zu einem wackeren, treuen, echt evangelisch- christlichen Leben aufforderte. Nach dem von dem Mitgliede des Vorstandes, Herrn Wilhelm Franz, Rechenschaftsberichte hielt Herr Pfarrer Guler zu Gießen vorgetragenen, sehr ausführlichen und interessanten eine weitere Ansprache, in welcher er mit herzlichen, warmen Worten dem Verein seinen Glückwunsch darErzählungen, ihn zum Festhalten an dem Worte Gottes brachte und, besonders auch durch einige ergreifende eingerahmt von einigen Darbietungen mehrerer Mitmahnte. Ansprachen und Rechenschaftsbericht waren glieder des Vereins, sowie von gemeinsamen Gesängen, die von dem Posaunenchor des hiesigen und Marburger Vereins in mustergültiger Weise begleitet wurde. ** Nächsten Donnerstag, den 25. Sept. findet von Nachmittags 3½ Uhr an die erste Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung nach den Ferien mit folgender Tagesordnung statt: 1. Mitteilungen. 2. Auslosung der zurückzuzahlenden Obligationen des 1893er Anlehens. 3. Desgl. des 1894er Anlehens. 4. Desgl. des 1895er Anlehens.-- 5. Verpuzarbeiten an dem Gebäude des Realgymnasiums und der Realschule; hier: Beschwerde des Weißbindermeisters H. Launspach wegen Vergebung der Arbeiten.- 6. Bau6. Baugesuch des Bruno Büttner für die Frankfurterstraße; hier: Dispens. 7. Baugesuch des Joh. Georg Pfaff - Amerika hat interveniert! Der Kommandant des amerikanischen Kriegsschiffes„ Cincinnati" meldet, er habe in Colon Truppen gelandet und halte jezt die gesamte Linie der Panama- Bahn unter militärischer Kontrole. Die kolumbischen Truppen seien zurückgegangen. Die Panama- Bahn ist ein amerikanisches Unternehmen, und bei den Unruhen andauernd bedroht. Verschiedentlich suchten marodierende Banden die Bahn in die Luft zu sprengen und dergleichen. Jetzt haben die Vereinigten Staaten endlich die Geduld verloren. 12. ** 112 Meinung der große die Seele ftolzefte un es fein fo draußen i daß Dein Gifer läd gearbeitet bist Du Schicksal feben,& Deine a oder ein zurufen Wange *** Kaufmännischer Verein. Mit dem Beginn des Cyklus wieder eröffnen. Ein Bld in die diesjährige Herbstes wird der Kaufmännische Verein seinen VortragsRednerliste genügt, um daraus schließen zu können, daß der Verein auch diesesmal bemüht ist, nur Gutes und Interes fantes zu bieten. Unter all den Rednern finden wir auch Herrn Professor Dr. M. Biermer hier, derselbe wird sprechen über: Die Entwicklung des deutschen Notenbankwesens. ** Den Hauptgewinn der Darmstädter Schloßfreiheitslotterie, welcher in eine Mainzer Kollekte gefallen ist, hat ein Berliner Herr erhalten. Hoffentlich ist's einer, der's gebrauchen kann. ** Ein, feuchtmilder" Winter soll uns bevorstehen. Nach einem Bericht des Wetterkundigen Habenicht in Gotha, der seine Voraussagungen auf die Eisverhältnisse im Norden stüßt, wird das Wetter des kommenden Winters dem bisherigen gleichen, nämlich„ feuchtmilde" sein. ** Einjährig Freiwilligen- Dienst. Ein neuer Erlaß des Kriegsministers bringt eine Aenderung, die für alle fich zum Einjährig- Freiwilligen Dienst Meldenden von Wichtigkeit ist. Die Meldung bei einem Truppenteil konnte bisher nur ein Vierteljahr vor dem Eintritt, also vom 1 Juli ab erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt ist aber die Generalmusterung schon vorüber und alle diejenigen zum Einjährig- Freiwilligen- Dienste Berechtigten, die für untauglich befunden wurden, mußten auf den nächsten Jahres warten, waren also für dieſe Zeit in endgiltigen Entscheid der Oberersazkommission des der freien Bewegung beschränkt. Ein neuer Erlaß des Kriegsministers ordnet nun an, daß die Meldung beim also vom 1. April an, erfolgen kann. Auf diese Weise Truppenteil schon ein halbes Jahr vor dem Eintritt, ist es den für untauglich befundenen Einjährig- Freiwilligen möglich, sich noch in demselben Jahre der Oberersazkommission zu stellen. für die Ecke Frankfurterſtraße und Hillebrandstraße; hier: Dispens.- 8. Baugesuche der Baugenossenschaft des Evang. Arbeitervereins für die Crednerstraße und Mittelweg; hier: Dispens wegen Einfriedigung. 9. Gesuch des Johs. Prang hier um Erlaubnis zur Errichtung eines Hintergebäudes in Löbers Hof Nr. 3; hier: Dispens.- 10. Baugesuch des Heinrich Launspach für die Alicestraße; hier: Dispens. 11. Baugesuch der Firma Goldenberg u. Markus für Flur 18 Nr. 45 5/10 an den Bahnhöfen; hier: Dispens. Desgl. der Firma Gebr. Rosenbaum daselbst. 13. Baugesuch des J. Happel für die Rodheimerſtr.; hier: Dispens.- 14. Baugesuch des Jean Brunner am Ernst Blödner für die Plockstraße; hier: Dispens. Ludwigsplatz; hier: Dispens. 15. Baugesuch des 16. Baugesuch des Joh. Gg. Pfaff für die Liebigstraße 35; hier: Dispens. 17. Dispensgesuch der Firma H. C. Werner für die Kaplansgasse.- 18. Gesuch des Buchbindermeisters Christian Franz um Erlaubnis zur Anbringung eines Firmenschildes am Hause Plockstraße 10; hier: Dispens.- 19. Baugesuch des Karl Hahn für die Goethestraße; hier: Straßenauffüllungskosten. 20. Gesuch des Julius Rückstuhl um Verkauf von städtischem Gelände an der Steinstraße. 21. Ueberwölbung des Stadtbachs beim Grundstück der Firma Ph. Kröck dahier wegen Fortsetzung der Trottoir H. C. Werner an der Kaplansgasse.- 22. Gesuch des pflasterung an der Rodheimerstraße. 23. Die Wieseck brücke im Zuge der Bleichstraße. 24. Gesuch der Babette Dehaie wegen Unterhaltung von Gräbern. 25. Unterhaltung der Begräbnisstätte der Familie Georg Karl Windecker auf dem Friedhof. 26. Beschaffung bon Brennmaterialien für die städtischen Anstalten. 27. Die Zubereitung des Stockholzes. 28. Versteigerung des Brennholzes in größeren Mengen. 29. Gesuch des Jagdhundklubs für Gießen und Umgegend um pachtweise Ueberlassung einer Waldparzelle an der Grünbergerstraße zur Anlage eines Schliefplages. Die Bildung des Wiesenvorstandes. 31. Verpacht ung von Triebvierteln an Heinrich Leib Wittwe. 32. Das Halten der Faselochsen.-33. Stellung der Rechnung Handabgaben. 34. Genehmigung von Rechnungen. der Stadt Gießen für 1901/2 hier: Genehmigung von 35. Ausführung des Gesetzes, die Entschädigung für an Milz- und Rauschbrand gefallene Tiere betr., hier: Wahl der Schätzer. für das Winterhalbjahr 1902/3-37. Sonntagsruhe 36. Den Fahrplan der Bieberthalbahn im Handelsgewerbe. 38. Antrag des Vereins der Gastwirte von Gießen und Umgegend, Aufhebung des Einfuhrverbots von lebendem Schlachtvieh betr. 39. Antrag des Stadtverordneten Krumm betr. den Zinsfuß der Sparkasse.- 40. Gesuch des Karl Bez um ErInteressantes von der Fleischnot". Wir lesen in den bedeutendsten Berliner Zeitungen folgende Annonce: Beseitigung der Fleischnot. Offerieren gratis Verkaufslisten für sofort greifbares Schlachtvieh aus: ca. 1000 Stück Mastrinder, ca. 2500 Stück Mastschweine, ca. 2000 Stück Masthammel. Centrale für Viehverwertung. Berlin, Köthenerstr. 39. Hier offeriert also die Zentrale für Viehverwertung allein für Berlin gewaltige Mengen sofort greif baren Schlachtviehs. Das hindert aber dieselben manchesterlichen Blätter, welche im Inseratenteil diese Anzeige bringen, durchaus nicht, in ihrem politischen Teil unentwegt über Fleisch ,, not" zu lamentieren. Auch nachstehende Mitteilung, die wir dem Wittenberger Kreisblatt" entnehmen, ist bezeichnend: Wittenberg, 15. Sept. Eine Umfrage im Kreise Westprignitz hat ergeben, daß ganz bedeutende Mengen - - - „ Mein gutes, t manches fehrt ift ften M wilden fanft zu nur an die erst hinweg den Fl fich we Joch de so man stimmt. fressend ** Eisenbahnliches. Nach neuester verschärfter Bestimmung der Bahnverwaltung ist es wegen der damit verbundenen Gefahren nicht zulässig, daß zwei Züge von entgegengesetzten Richtungen zu gleicher Zeit auf einer Station eiulaufen resp. von dem dienstthuenden Stationsbeamten angenommen werden. Namentlich wo Geleise zu überschreiten sind, muß die größte Vorsicht angewendet werden und nur bei Unterführungen ist keine Gefahr vorhanden. Dem zuerst gemeldeten Zug, der Annahme auf der Station, während der entgegengesette die weiteste Linie zurückzulegen hat, gebührt die erste fahrtsignal liegen bleiben muß. Bug bis zur Abfertigung des ersteren vor dem Einzwischen dem Prinz pal und dem Angestellten eines kauf** Die Konkurrenzklausel. Die Vereinbarung männischen Geschäfts, durch die nach Auflösung des Dienstverhältnisses der Eintritt in ein Konkurrenzgeschäft ausge= schlossen wird, hat nur dann Giltigkeit, wenn, wie das durch e bricht, solchen des Lel Menschen Heims. färgliche Weib a Million Stetig no ** züchter eines A als er näherte hinzufd und ha zählte bom fuhr d und sch fojort erfchred durch I Hoffnun fo hätte rettet ge unberjeh fcheinend Obitzich Hepfeldi erzahlte und zw gejagt, fremden Hepfel einen A effen gäl zurückbri würde m ift Alles berjudher mehr fü zu wer Gerühr der Ob habe u Landwi Undere Diefem 2 feinec D Grundi nähern über S Wieder und fin Der Be adte, m Haufe Walthe Langdorf, Gredner Witwe zu Effen un im Hause Brand Monit hier um G Shantwirtschaft t 44. Gesuch des Ka haftsbetrieb im Hauf des Ludwig Stein weinberfauf über di -46. Gesuch des rlaubnis zum Wirt aße 14.- 47. Desgl arburgeritraße 27. Haufe Neuenweg 5. um Erlaubnis zum dstraße 11. feierte der unter Dr. Naumann nuerverein fein 15. Teilen einen er Handelsgesetzbuch sagt, die Beschränkung nach Zeit, Ort und Gegenstand nicht die Grenzen überschreitet, durch die eine unbillige Erschwerung des Fortkommens des Handlungsgehilfen ausgeschlossen wird. Das Gesez hat ausdrücklich die Dauer der Beschränkung auf 3 Jahre begrenzt, im übrigen aber die Entscheidung der freien richterlichen Würdigung überlassen. Entspricht nun eine solche Vereinbarung den gesetzlichen Anforderungen, und ist keine Strafe festgesetzt, so kann der Prinzipal durch Klage und Vollstreckung, also eventuell durch fistalische Geldstrafe oder Haft, den Austritt der Handlungsgehilfen aus der neuen, tonfurrenzschaffenden Stellung erzwingen. Ist eine Konventionalstrafe festgesetzt, so kann der Prinzipal nur diese fordern; auch ist das Gericht befugt, eine unverhältnismäßig hohe herabzujeßen. Hat aber der Brinzipal dem Handlungsgehilfen Veranlassung gegeben, ſeine Stellung ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zu verlassen, oder fundigt der Prinzipal ohne hinreichenden Grund dem Handlungsgehilfen, so fann er die Erfüllung der Konkurrenzklausel nicht verlangen, ausgenommen, wenn er dem Handlungsgehilfen für die Dauer der Beschränkung das vereinbarte Gehalt zahlt. ags halb 10 Uhr eftgottesdienst statt, Sereins mit einigen dem Altar besondere arrer Dr. Naumann -19 die Feitpredigt, Apostels Mahnung e ein tüchtiger Shrift, und bleiben jolle da= e Vergangenheit eine pfe des Lebens alle ssen sich bewahrt.- hlreich besuchte Fest infinderschule wurde rzlichen Worten der reinsmitglieder, an berein erschienenen de eröffnet, worauf Naumann aus hielt, in der er auf und im Blicke auf eftliche Stunde und Worten den festtreuen, echt ebanNach dem von n Wilhelm Franz, und intereffanten er Euler zu Gießen er mit herzlichen, Glückwunsch dareinige ergreifende dem Worte Gottes aftsbericht waren en mehrerer Mitinfamen Gefangen, gen und Marburger leitet wurde. t dem Beginn des En feinen Vortrage in die diesjährige zu können, daß der Butes und Interes finden wir auch ier, derselbe wird n Notenbankwesens. ädter SchloßMainzer Kollefte Hoffentlich ift's r soll uns bevorundigen Habenicht die Eisverhältniffe ommenden Winters Filde" sein. in neuer Grlaß des g, die für alle fich Meldenden von inem Truppenteil or dem Eintritt, ** " Bu Hause". Man mag eine noch zu hohe Meinung von der Kraft der Theater, der Kaffeehäuser, der großen Gesellschaften haben, den Körper zu beleben, die Seele zu erfreuen, aber das Zu Hause" besitzt die stolzeste und stärkste Macht, wenn das Heim so ist, wie es sein soll. Es kann ja geschehen, daß die Menschen draußen im Leben Dich nicht für ein Muster ansehen, daß Deine besten Absichten mißverstanden werden, Dein Gifer lächerlich gemacht, Deinem Streben entgegen gearbeitet wird." Zu Hause" ist das ganz anders. Da bist Du der fähige, prächtige Mann, dem nur das Schicksal ein wenig günstig zu sein braucht, um Ansehen, Ehre und Ruhm reichlich zu verdienen. Frage Deine alte Mutter einmal, wen sie höher stellt: Dich oder einen berühmten Mann, und sie wird Dir nicht zurufen: Pfui, schäme Dich, Junge!" sondern sanft Deine Wange streicheln und mit strahlenden Augen flüstern: " Mein Junge, Du bist ja noch so jung..." Und ein gutes, treues Weib wird stets den Glauben hegen, daß manches im Staat, im Gemeindewesen falsch und verkehrt ist, wo„ Väterchen" nicht zu den besten und tüchtigsten Männern gerechnet wird.- Draußen in der wilden hast des Vorwärtsstrebens wirst Du oft unsanft zur Seite gestoßen; Niemand denkt an Dich, jeder nur an sich selbst. Die" Freunde" von gestern werden die ersten sein, die, wenn Du fällst, über Deinen Leib hinweg vorwärts stürmen, um einen besseren Platz an den Fleischtöpfen zu erlangen." Zu Hause" aber legen sich weiche Arme um den Hals, der so selten aus dem Joch der Tagesarbeit befreit wird, da wird der Taft so manchen Herzens von dem Schlag des Deinigen bestimmt. Man pflegt die Küsten gegen die ständig fressenden, stetig unterwühlenden Wogen des Ozeans durch einen Uferwall, an dem sich die Kraft der Wellen bricht, zu schüßen. Es giebt auch im Menschenleben einen solchen Wogenbrecher gegen das Rauschen und Brausen des Lebens Ozeans, einen Uferwall rings um das Menschenherz, das ist die Schwelle eines glücklichen Heims. - sonst sieht er mich wieder und jammert dann von Neuem- und er ging von dannen. Das war aber verkehrt, denn der Aepfeldieb- ein solcher war es nämlich und dazu ein ganz geriebener- nahm nicht nur 21 Alepfel, sondern nutzte die Gelegenheit aus. Ja, die Dummen, sie werden doch nicht alle. ** Der Prozeß gegen Frau Dr. Tille aus Nauheim, die der schweren Urfundenfälschung beschuldigt ist, findet am Dienstag 30. September statt. Aus Hessen und nachbargebieten. ** Frankfurt a. M., 21. Sept. Der verheiratete Buchbinder Moser aus Offenbach a. M. wurde hier verhaftet, nachdem er sich hier längere Zeit für einen früheren Militärarzt Dr. Schröder ausgegeben, Kranke untersucht, Medikamente verschrieben und auch selbst solche gegen schweres Geld verabfolgt hatte. ** Mainz, 22. Sept. In dem benachbarten Ausflugsorte Laubenheim bei Mainz ist durch eine fremde zu Besuch dort weilende Familie der Unterleibs- Typhus ausgebrochen. Bahlreiche Erkrankungen sind vorgekommen, von dem vier bereits tötlich verlaufen sind. Wolsdorf und Kaldauen gelegenen, dem Fürsten Salm** Siegburg, 20. Sept. Der Pächter des zwischen Courth, erschoß heute Mittag seine Frau und verSalm gehörigen Gutes„ Haus zur Mühlen", Karl wundete den bei ihm bediensteten Verwalter tötlich. Das Motiv zu der That soll ein sträflicher Verkehr der Frau Courth mit dem Verwalter sein. Courth stellte sich sofort der Polizei. Aus dem Gerichtssaal. Schöffengericht. Gießen, 19. September. Vorsitzender ist Amtsgerichtsrat Dr. Gebhardt, Schöffen sind die Herren Direktor Steinecker von Lollar und Heinrich Wagner XIV. von Großen- Buseck. Zuerst fam eine Straffache gegen den Italiener Guaresti wegen Unfugs, Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung, begangen auf der Klein- Lindener Kirchweih. Er erhält Geldstrafen von 6, 20 und 20 Mt. und die Kosten. Der Johannes Schneidmüller ron Steinberg hat den dortigen Feldschüß beleidigt. Er erhält 30 Mt. Geldstrafe. Philipp Ludwig Becker, Maurergeselle in GroßenPhilipp Ludwig Becker, Maurergeselle in GroßenBuseck ist des Vergehens gegen den§ 182 des Reichsstrafgesebb. angeklagt. Die Oeffentlichkeit wurde ausgeschlossen. Das Urteil lautet auf 2 Wochen Gefängnis. Huhn, Goldarbeiter und Taglöhner Hansel, zwei junge Leute aus Gießen, sind der gegenseitigen Körperverlegung beschuldigt. Huhn bekommt 5 Tage Gefängnis, Hansel 3 Lage. - Heinrich Balthasar Nürnberger, Landwirt in Bersrod, ist angeklagt, einen Bersroder Mann und eine Frau von ebendaher mit Tötung bedroht zu haben. 2 Geldstrafen von je 15 Mt. ist der Lohn dafür. Ludwig Hillberg, Maurer von Daubringen hat einen 9jährigen Jungen durch einen Steinwurf förperlich beschädigt. Er erhält 10 Mark Gustav Henn, Bäcker in Gießen, ist der Körperverlegung angeklagt. Er hat einen 11 Jahre alten Schüler getreten. Er erhält 50 Mt. Geldstrafe. Geldstrafe. Wer einen einfachen Holztisch, auf dem nur färgliche Speisen stehen, sein eigen nennt, ein treues Weib an seiner Seite, der ist glücklicher als ein Millionär, der einsam die ganze Welt durchstreift und stetig nach Lust und Genuß jagt. ** Der Aberglaube beim Aepfelstehlen. Ein Obstzüchter in einem nahen Orte von Mainz begab sich eines Abends auf eines seiner mustergültigen Obststücke; als er sich einer Gruppe Bäume mit feinem Tafelobst näherte, vernahm er menschliche Laute und gewahrte, hinzuschleichend, einen Mann, der ein Körbchen trug und halblaut eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben zählte und bei jeder Zahl einen der kostbaren Aepfel vom Baume brach und in sein Körbchen legte. Wütend fuhr der Obstzüchter auf den Obstdieb los, faßte ihn und schrie:" Was unterstehen Sie sich? Sie gehen sofort mit, Sie gemeiner Dieb!" Ohne besonders zu erschrecken, antwortete der Ertappte:" Lieber Herr, durch Ihre Dazwischenkunft haben Sie mich um eine Hoffnung armer gemacht. Wären Sie nicht gekommen, so hätte ich meine 21 Acpfel und mein Kind wäre gerettet gewesen. Morgen früh aber hätten Sie 20 Aepfel unversehrt wieder zurückbekommen und mir den anscheinenden Diebstahl gewiß verziehen!" Nun fing den Obstzüchter die Sache zu interessiren an, zumal der Aepfeldieb ein zu treuherziges Gesicht machte. Derselbe erzählte Folgendes:" Lieber Herr, mein Kind ist frank und zwar schon lange; eine Nachbarin hat mir nun gesagt, wenn ich beim Aufgang der Sterne in einem fremden Garten im Namen Christi dreimal sieben Hepfel bräche und mich Niemand bei der Arbeit störe, einen Apfel dem Kinde Morgens beim Erwachen zu essen gäbe, die anderen zwanzig aber dem Eigentümer zurückbrächte und von diesem Verzeihung erhielte, so würde mein Kind gesund! Nun, da sie gekommen sind, ist Ales umsonst gewesen, jetzt muß ich es nochmals versuchen; Ihre Alepfel aber haben nun feinen Wert mehr für mich und sind zu kostbar, um so aufgegessen zu werden, bitte, wo darf ich sie Ihnen hinbringen?" Gerührt von dem Glauben des Mannes, verzieh ihm der Obstzüchter unter Bedauern, daß er ihn gestört habe und nötigte ihm förmlich die Aepfel auf. Der Landwirt konnte noch wahrnehmen, wie betrübt der Andere von dannen schlich.- Ungefähr drei Tage nach diesem Vorgang besuchte der Obstzüchter eine andere seiner Obstanpflanzungen und sah den Mann sich seinem Grundstücke wiederum mit einem kleinen Körbchen nähern; scheu sah sich der Mann um, um dann rasch über den Zaun in das Grundstück zu springen. Wiederum suchte er sich gerade das beste Lafelobst aus und fing laut an zu zählen, eins, zwei, drei u. s. w. Der Beobachter fühlte ein menschliches Rühren und - achte, es ist besser, wenn ich mich heimlich fortmache, esem Zeitpunkt ist über und alle dieenfte Berechtigten, mußten auf den fommission des für diese Zeit in neuer Erlaß des ie Meldung beim or dem Eintritt, Auf diese Weise Einjährig FreiJahre der Oberverschärfter Bevegen der damit daß zwei Züge gleicher Zeit auf m dienstthuenden en. Namentlid wo die größte Borficht führungen ist feine meldeten Zug, der gebührt die erste entgegengesetzte vor dem EinDie Bereinbarung Sfung des Dienstenzgefchäft ausge aten eines faufwenn, wie bas - Straffammer fitung. Gießen, 20. September. Vorsitzender ist Landgerichtsdirektor Dr. Güngerich. Der Karl Schneider aus Bernsfeld war vom Schöffengericht in Homberg zu 2 Monaten und 2 Wochen Gefängnis verurteilt worden, weil er den Bernsfelder Polizeidiener mehrfach durch Steinwürfe verlegt hatte. Seine Berufung wird verworfen. Johann Georg Friedrich, geboren in Cransberg, seither in Ober- Mörlen, ist der Wechselfälschung beschuldigt. Er hat auf den Namen der Wittwe Chr. Stock hausen einen Wechsel über 120 Mt. geschrieben. Urteil: 1 Wionat Gefängnis und die Kosten. Der Taglöhner Johann Georg Seipp aus Leihgestern war wegen Beleidigung des Feldschüßen in Leihgestern zu 15 Mt. Geldstrafe verurteilt worden. Er soll denselben einen" Spigbuben" genannt haben. Die eingelegte Berufung wird verworfen. Johann Heinr. Schäfer aus Volfartshain ist des Bestechungsversuchs des dortigen Bürgermeisters angeklagt. Er hatte einen Diebstahl begangen, weshalb er auch 3 Wochen Gefängnis bekam, wollte aber vor der Anzeige eine Flasche zum Besten geben, wenn der Bürgermeister nichts der Staatsanwaltschaft mitteile. Der Staatsanwalt beantragt 1 Woche Gefängnis. Das Urteil lautet auf 3 Tage Gefängnis und die Kosten. Jost Billioz, Knecht in Gießen ist der Bechprellerei, begangen in Gießen, beschuldigt. Er ist oftmals wegen Betrugs, Bettelns, wegen Vergehens gegen 176, III 2c. vorbestraft. Bei dem Wirt Weidmann an der Frankfurterstraße hatte er 1 Mt. 3 Pfg zu bezahlen und unter der falschen Angabe, er komme gleich wieder, war er verschwunden Der Staatsanwalt beantragt drei Monate Gefängnis. Das Urteil lautet auf drei Monate Gefängnis. Der Taglöhner Joh. Falz aus Seibelsdorf ist der Wilddieberei beschuldigt. Er ist bereits wegen desselben Delikts mehrmals vorbestraft. Diesesmal konnte der Angeflagte aber nicht als schuldig befunden werden. F. wurde deshalb freigesprochen. - Vermischtes. * Kiel, 22. Sept. Ein mit Urlaubern des russischen Schulschiffes Dzean" bemanntes Boot wurde gestern Abend im hiesigen Hafen von dem Hafendampfer Podbielsti überrannt und in der Mitte durchschnitten. Die Insassen des russischen Bootes, etwa 40 stürzten in's Wasser. Auf dem voll besetzten Hafendampfer entstand eine Panik und durch die Rufe der erschreckten Augenzeugen aufmerksam gemacht, sandten die Kommandanten der vor Anter liegenden Kriegsschiffe Pinassen zu Hilfe. Auch ließen die Panzer beim Absuchen der Ünfaustelle einen Scheinwerfer spielen. - * Eine Rarität von Schulpalaft steht in dem pommerischen Neste Gr.- Duberow. Die Schulstube, bie 120 Kinder beherbergen muß, ist so erzählt die Preußische Lehrer- 3tg." so niedrig, daß der Lehrer nur gebückt auf dem Statheder stehen fann. Neben dem Wohnzimmer des Lehrers liegen die Schweinebuchten. Die Bauern des Ortes haben auch die Notwendigkeit eines Neubaues eingesehen und schon vor 17 Jahren(!!) die auf sie entfallenden Baukosten aufgebracht, die nun bet der Sparkasse in Belgrad lagern. Doch fonnte der Bau trotzdem nicht ausgeführt werden, da sich die Verhandlungen mit 2 Edelleuten, die Patrone der Schule sind und das Bauholz zu liefern haben sollen, nun O schon jahrelang hinziehen.- du herrliches Ostelbien, du schönes Buttkamerun! Flensburg, 20. September. Bei der Nevifion der Sparkasse in Siltiborg auf Jütland wurde ein Fehlbetrag von mehr als 1 Mill. Kronen entdeckt. Der Kassierer, beide Direktoren, sowie ein Mitglied des Aufsichtsrates sind flüchtig. * Das Beste aus den Wigblättern. Allmähliche Abrechnung." Nun, hat Ihnen Ihre Frau tüchtig was mit in die Ehe gebracht?" Reinen Pfennig mehr; ich stand mit meinem Schwiegervater nämlich schon drei Jahre vorher in Gegenrechnung! Hochschulnachrichten. - Als Nachfolger Virchows wird neben mehreren anderen Kandidaten jetzt auch Professor Johannes Orth Göttingen genannt. Virchows Professur wird jedoch voraussichtlich geteilt werden. - Neueste Nachrichten. Berlin, 23. Sept. Der Jahresabschluß der Berliner Stadthauptkasse für 1901 schließt mit einem Fehlbetrag bon 86 000 Mt. ab. Kiel, 23. Sept. Der Kommandant des russischen Schulschiffes„ Ozean" hat den Marinebehörden seinen Dank für die schnelle Hilfsbereitschaft der deutschen Kriegsschiffe ausgesprochen, deren Besatzung in erster Linte die Rettung der im Kieler Hafen bei dem Zusammenstoß des Dampfers" Podbielski" mit einem Boot des" Ozean" ins Wasser geschleuderten russischen Mannschaften zu danken iſt. Paris, 23. Sept. Der Gutsbesizer Paul Noy ist auf der Jagd in Chantillon bei Paris von seiner Gattin aus Versehen erschossen worden. Frau Roy nahm zum ersten male an einer Jagd teil. Petersburg, 23. Sept. Das Befinden der Zarin ist gegenwärtig ein vortreffliches. Die Leibärzte sind der festen Ueberzeugung, daß der Vorfall von keinerlei Folgen begleitet sein wird. Frankfurter Schauspielhaus. Dienstag, 23. Sept.:„ Die zärtlichen Verwandten". " Rosenmontag". Mittwoch, 24. Donnerstag, 25. Freitag, 26. Samstag, 27. Sonntag, 28. Montag, 29. Dienstag, 30. :„ Die Räuber". Graf Effer". " " " " " " Der Verschwender". " : ,, Die zärtlichen Verwandten". Beginn 3 Uhr. Abends:„ Charley's Tante". " :" Deborah". : ,, Narciß". Neu einstudiert. Frankfurter Opernhaus. Sept.:" Lohengrin". Beginn 127 Uhr. " " Dienstag, 23. Mittwoch, 24. Donnerstag, 25. Freitag, 26. Samstag, 27. Sonntag, 28. :„ Samson und Dalila". Zum erstenmale. Große Oper in 3 Aften und 4 Bildern von Ferd. Lemaire, Musik von Camille Saint- Saëns. Deutsch von Richard Pohl. Montag, 29.":" Hoffmann's Erzählungen". Beginn 18 Uhr. : ,, Das Glöckchen des Eremiten". :" Don Pasquale". Hierauf: Zwischen zwei Feuern". : ,, Die lustigen Weiber bon Windsor". " " : ,, Violetta". Beginn, wenn nicht anders vermerkt, 7 Uhr. Marktbericht. Gießen, 23. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butte per Pfd. 1.15-1.20 Mt. Hühnereier 1 St. 7-8 Pfg., Enteneier St. -00 Pfg., Gänseeier 1 St. 0-0 Pfg., Käse per St. 5-9 Pfg. Erbsen per Liter 19 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar 1. 0.65-0.80, Hühner per Stüd Mr. 1.00-1.40, Hahnen, ver Stud Mt. 0,60-0.90, Enten per Stüd 2.00-2.30, Gänje p. Bfb. 0.60 0.75 m., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg, Rindfleisch per Pfd. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per Pfo. 70-80 Big. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.84 Bfg., Kalbfleisch per Bfd. 68-70 Bfg., Hammel fleisch per Pfd. 50-70 Pfg., Kartoffeln per Str. 500-6.00 mr., Zwiebeln per 3t. Mr. 4.00-4.50, Milch per Liter 18 Pfa. Die Marktzeit dauert von morgens 8 bis 2 Uhr nach mittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfex vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während den ersten dret Stunden der Marktzeit nur auf den dafür bestimmten und angewiesenen Verkaufsplänen, also auch nicht im Umherziehen, feilgeboten werden. Obst- Versteigerung. Freitag, den 26. d. Mts., um 1 Uhr anfangend, soll das Obst der Gemeinde Dorf- Gill bestehend in Aepfeln, worunter sehr schönes Tafelobst versteigert werden. Dorf Gill, den 23. September 1902. Großh. Bürgermeisterei Dorf- Gill. Kuhl. г Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Infolge Herstellung der Hausanschlüsse an die neu verlegte Hochdrud- Rohrleitung in der Marburgerstraße wird die Wasserversorgung der an genannter Straße gelegenen Häuser aus der städtischen Leitung am Mittwoch den 24. d. Mts, von morgens 6 Uhr an nicht erfolgen können. Die Leitungen im Wieseckerweg und in der Marburgerstraße vom Schwarzlachweg an in der Richtung nach Lollar werden voraussichtlich von 2 Uhr nachmittags an wieder in Betrieb sein, ebenso wird voraussichtlich dem Ventilbrunnen in der Marburger ftraße von 2 Uhr nachmittags an wieder Wasser entnommen werden können, während die Versorgung des übrigen Teiles der Marburgerstraße voraussichtlich nicht vor 8 Uhr abends erfolgen fann. Wir teilen dies den Anwohnern genannter Straßen zur gefl. Beachtung unter dem Anfügen mit, daß es sich für dieselben em= pfehlen dürfte, am Mittwoch den 24. d. Mts. ihren Tagesbe darf an Wasser vor morgens 6 Uhr aus der städtischen Leitung zu entnehmen. Gießen, den 22. September 1902. Städtisches Gas- und Wasserwerk. Otto Bergen. Bekanntmachung. Diejenigen, welche für den bevorstehenden Winter Fichten: Deckreiser aus den städtischen Waldungen zu beziehen wünschen, wollen ihre Anmeldungen spätestens bis zum 10. Oktober auf unserem Bureau Zimmer Nr. 15 erstatten. Die Lieferung er= folgt frei vors Haus und ist der Preis auf 16 Pfennig pro Welle festgesezt und bei der Anmeldung zu entrichten. Gießen, den 19. September 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Geßen. Mecum. Bekanntmachung. Auf dem Bureau der Armendeputation ist die Stelle eines jüngeren Gehilfen zu besetzen. Bewerber im Alter bis zu 18 Jahren, welche bereits auf einem Bureau thätig waren, wollen unter Angabe ihrer Gehaltsansprüche und Beifügung eines selbstgeschriebenen Lebenslaufs n.bst Zeugnissen ihre Meldungen bis zum 1. Oktober I. Js. an das Armenamt einreichen. Gießen, 19. September 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Freitag, 27. September, Nachmittags 3 Uhr beginnend, wird das Obst von den städtischen Repfelund Birnbäumen auf dem Stamm am Krofdorfer Weg, Wiesecker Weg, Anneröder Weg, auf dem Lutherberg und am alten Steinbacher Weg öffentlich meistbietend versteigert. Zusammenkunft am Krofdorfer Weg. An demselben Tag Nachmittags gegen 4 Uhr werd: n im Bürgermeistereihof einige Zentner Birnen meistbietend versteigert. Gießen, 23. Sept. 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Erste Handschnell- Sohlerei Giessen's, nur Wolkengasse 11. Niemand versänme Schuhe und Stiefel bei mir be: sohlen zu lassen. Besohltschnell, Besohlt gut, Besohlt billig. Empfehle nur solide Handarbeit, keine Maschinenarbeit. Herren- Soblen Damen- Sohlen 1,80 Mf. 1,30 Mr. Herren- Absätze Damen- Abfäße für Kinder billigst. Arbeit nach Maß pompt und billig. Johannes Glitsch. 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Diese ben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 13. Sept. 1902. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V. Roth. nehmen wollte, roffte diese zu Boden und ein Stück über das Berded dahin, bis zu den Füßen des Herrn, der Gegenstand einer so aufmerkſamen Beobachtung von seiten ,, Sie wollen zu Herrn Lars Halgren?" nahm er die Unterhaltung wieder auf. Ja, ich habe eine geschäftliche Angelegenheit mit int bein " ent nete e, nicht auf er ehemals verurtheilt, weil er in ihr ein Zeichen mangelhafter Erziehung und Bildung gesehen. Unzweifelhaft üb ten Zeit und Erfahrung einen heilsamen Einfluß auf lie aus, denn nur eine welterfahrene Dame würde sich Orientalische Höflichkeit. Kulturskizze von E. Hollman 1. cobachtetes Cere( Nachdruck verboten.)