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Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Erbedition: Gießen Neuenweg 28. Fernſprechauschluk Nr, 362. Neuelle Nachrichten - ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen. Die Kebrleite. Epilog zum Besuch der Burengenerale. CB. Das deutsche Volk hat den Burengeneralen bei ihrem Besuch in der Reichshauptstadt eine Sympathie und Herzlichkeit entgegengebracht, wie man sie selten erlebt hat Wie wenn es unsere eigenen Helden seien, so wurden die tapferen Generale aufgenommen und begrüßt; den Kundgebungen der Redner standen auch die metallenen Rundgebungen der Beitragsspender nicht nach. Fast eine halbe Million wurde den Buren übergeben, obgleich sie jest englische Untertanen sind und obgleich die gewährten Spenden sonach in einem gewissen Grade den Engländern zu Gute kommen müssen. Aber wahre menschliche Größe, namentlich, wenn sie sich als eine sittliche Stärke in der Erduldung unverschuldeten Unglücks zeigt, ist in Deutschland stets verstanden und stets geehrt worden. Man hat den Buren nachgesagt, sie seien keine Diplomaten. Das, was man einen zunftgerechten Diplomaten nennt, sind sie allerdings nicht. Aber sie verfügen über diplomatische Fähigkeiten und Instinkte; das haben sie bei ihren Reden und in ihrem Tun bewiesen. Sie unterließen jede Anspielung auf die mißlungene Audienz; aber Dewet hatte den Schalk im Nacken, als er der ,, weltberühmten Berliner Polizei" für ihre treffliche Aufrechterhaltung der Ordnung seinen Dank aussprach. Von großer diplomatischer Ueberlegung zeugte auch ihr Besuch im Reichstag, dem eigentlichen Hause des Volkes. Sie wollten damit bezeugen, daß sie bei dem deutschen Volke zu Gaste seien. Ebenso war gewiß eine Absicht damit verbunden, daß sie an dem Nationaldenkmal Kaiser Wilhelms keinen Kranz niederlegten. Die Schleifen seien nicht rechtzeitig fertig geworden, hieß es. Das wäre aber neu in der Reichs hauptstadt, daß eine in wenigen Stunden zu erledigende Sache eine Tage lange Vorherbestellung bedingte. Die Generale wollten damit bekunden, daß sie das sein wollten, was sie für die Behörden laut amtlicher Verfügung sein sollten: Privatpersonen. In allen seinen Reden hat General Dewet seine deutsche Abstammung betont, wie auch Delarey seine Stammesverwandtschaft mit den Franzosen als Hugenottensprößling hervorhob. Beiläufig bemerkt, ist Dewet auch ein deutscher Name und heißt ,, der Weiße", wie beispielsweise der berühmte Schauspieler Devrient mit dem französischen Sprachidiom nichts gemein hat; er ist nach niederländischer Weise geschrieben worden und heißt ,, der Freund". Dewet ist in der Tat deutsch, und wird auch, da er eine deutsche Mutter gehabt hat, aus warmem Herzen gesprochen haben, als er deutsche Treue und deutsche Tapferkeit feierte. ,, Wenn wir tapfer waren," so rief er unter dem Beifall der Menge am Freitag Abend in der Philharmonie aus ,,, so verdanken wir dies Ihrem Stamme." Ein schönes Wort, das nicht so leicht verAber nicht immer haben die Buren so flingen wird. über die Deutschen gedacht. Selbst der Kommandant Banks 8] Dr. Rumseys Patient. Roman von Dr. Halifax und T. L. Meade Autorisierte Bearbeitung von C. Weßner. ( Nachdruck verboten.) „ Sie vergessen, daß die Ebene unendlich groß ist", antwortete Audrey. Wenn ich aber geahnt hätte-" er stockte und biß sich auf die Lippen. Beachten Sie meine Thorheit nicht", entgegnete sie lächelnd, indem sie heiter auszusehen versuchte, ein Unglück irgend welcher Art, und sei es noch so gering, bedrückt mich stets in gewiſſem Maße. Ich kann nicht dafür, ich bin von Natur ängstlich veranlagt. Es wäre aber thöricht von uns, wenn wir die Chene meiden wollten, weil hier der unglückliche junge Mann eines unnatürlichen Todes starb- noch dazu soweit von hier entfernt Ja, es geschah sehr weit von hier", bestätigte der Baron. " Der Arme thut mir unendlich leid." " Nehmen Sie doch Plak, Herr Baron", lud Margarete ihn ein ,,, und erzählen Sie mir von ihm." " Zu Ihren Füßen will ich liegen mit tausend Freuden! Aber wozu das schaurige Thema noch länger erörtern?" Wenn ich meine Gedanken davon losreißen soll, muß ich alles wiffen. Sie sagten also, Sie hätten ihn gestern abend noch getroffen?" " Ja", gab Audrey zögernd zu. " Und Sie glauben den Grund zu fennen, weshalb er ein so vlögliches Ende fand?" ,, Teilweise nur " Bitte nennen Sie ihn mir." " Ich will es mit wenigen Worten erzählen. Sie kennen doch die hübsche Nichte des Wirts Bur weißen Taube", Hetty Armitage?" Gewiß fenne ich sie. Ich versuchte, sie in meine Sonntagsschule zu bekommen, sie wollte jedoch nicht." Sie ist ein merkivürdiges Geschöpf', warf Audrey nachdenklich ein. Ein sehr schönes Mädchen ist sie", fügte Fräulein von Schönburg hinzu. Und eben diese ihre Schönheit hat dem unglücklichen Franzins den Kopf verdreht! Ich traf ihn und Hefty gestern am Bache, oder vielmehr sie gingen an mir vorbei. Gr volfte Hetty füssen. Ich glaubte, er nähme sich eine Dreistigkeit ihr gegenüber heraus, weil sie sich abwehrend gebärdete und auffchrie, und trat zwifchen beibe. Darauf erklärte mir Franzius, Hetty wäre felne Braut, " gestand im vorigen Jahre, als die Berliner Studentenschaft ihre Kundgebung gegen den englischen Kolonialsekretär Chamberlain veranstaltete, daß die Buren im Anfange nicht besonders freundlich gegen alle Ausländer gesinnt waren. Schiet, loop", schieße und laufe, das heißt marschiere ab, das waren ihre Worte, wenn deutsche Offiziere sich zum Waffendienst meldeten und als dienendes Glied mußten sie sich troß ihrer reicheren Erfahrungen in der Kriegstechnik dem Ganzen anschließen, wenn sie für die gerechte Sache der Buren Knochen und Leben einsetzten. In dem mißfälligen Verhalten gegen die Deutschen lag ein Stück ihres Schicksals. Ein deutscher Mitkämpfer, der eine hervorragende Stellung im Operationsheere der Buren einnahm, hat dem Verfasser dieser Ausführungen ausdrücklich versichert, daß Joubert und Cronje mit ihrem Mißtrauen und ihrer Parteilichkeit gegen die Deutschen verderblich wirkten. Das deutsche Korps unter. Oberst Schiel wurde bei Elendslaagte geradezu als Kanonenfutter benüßt. Dazu kam, daß die Disciplin sehr viel zu wünschen übrig ließ; die Feldkornets und sonstigen Offiziere erhielten hohe Gehälter und hingen darum an ihren Aemtern. Da sie aber gewählt wurden, so litt die Disciplin in einer für die Kriegserfolge entscheidenden Weise barunter. Das Unglück hat sie geläutert und hat Führer an die Spitze des Heeres gestellt, die nicht um des Soldes willen, sondern für die Freiheit des Vaterlandes ihr Leben einsetten. Als der Idealismus allein sie beseelte, da erst waren die Buren den Deutschen gleich, die nur um der idealen Sache der Gerechtigkeit willen den Buren ihre Faust und ihren Degen zur Verfügung stellten. Nun hieß es nicht mehr ,, schiet, loop", wie im Anfang des Krieges. Die Tapfersten und die Besten von ihnen haben wir unter uns gesehen und trog allem, was dazwischen liegt, können wir sagen, daß die freundlichen undgebungen in Berlin aus warmem Herzen kamen. * * Ueber die weiteren Veranstaltungen zu Ehren der Buren und ihren Abschied wird uns aus Berlin geschrieben: Am Freitag Abend fand in der Philharmonie eine öffentliche Volksversammlung statt, die durch die unter OrgelHang vorgetragenen Liederspenden des Männergesang- Vereins eine besondere Weihe erhielt. Sämtliche Buren- Generale ergriffen das Wort und schilderten ihre Leiden und ihre Dankbarkeit für die warmherzige Teilnahme und bie Gaben des deutschen Volkes. Am Sonnabend fand im ,, Kaiserhof" eine Festveranstaltung des Aldeutschen Verbandes unter dem Vorsize des Professors Dr. Hasse statt. Das Hotel Prinz Albrecht" war bis zur Abreise ber Generale förmlich belagert. Eine vieltausendköpfige Menge gab den Generalen auf der Fahrt zum Bahnhofe unter brausenden Hochrufen das Geleite, und als der Zug borüberfuhr, ertönte aus vielen Kehlen ein über das andere Mal ein herzliches ,, Lebet wohl, lebet wohl!" was diese energisch in Abrede stellte. Ich begleitete Hetty nach Hause, sie war sehr still und niedergeschlagen. An der Thür des Gasthofes stand ein anderer hübscher, junger Mann. Als ich ihn erblickte, flog mir der Gedanke durch den Sinn, daß vielleicht auch ein Bewerber Hettys und am Ende der bevorzugte sei. Das dchen ging ins Haus, ich trat den Heimweg an. Unterwegs traf ich Franzius abermals. Er suchte Streit mit mir, welchen ich natürlich im Keim erstickte. Dabei wiederholte er abermals, er habe die ehrlichsten Absichten auf Hetty und werde sie heiraten. Als ich ihm vorhielt, daß sie jede Beziehung zu ihm abgeleugnet hätte, sagte er, er wolle sofort zu ihr gehen und mit ihr sprechen. Wir trennten uns, und ich ging nach Hause." Audrey hielt eine Weile inne, dann fuhr er fort: " Das erste, wovon ich heute früh hörte, war der Mord. Mein Vater als Maagistratsperson, hatte die Geschichte natürlich 31 ungewöhnlich früher Stunde erfahren. Der arme Everett, auf welchen der Verdacht der Thäterschaft fiel, wurde verhaftet und soll morgen vernommen werden. So, das ist alles, was ich weiß. Sie sehen iezt noch viel bleicher aus als zuvor, gnädiges Fräulein. Nun hatten Sie auch Ihr Versprechen und vergessen Sie die unglückliche Geschichte möglichst schnell." Margarete hielt die Augen zu Boden gesenkt; als sie sie zu Audrey aufschlug, schimmerten sie feucht von Thränen. " Ich glaube doch, ich kann es nicht vergessen", flüsterte sie. " Dieser arme junge Mann ein so entseglicher Tod- und der andere, der bedaueruswerte Everett! Wenn er die That wirklich beging, dann hat er sie zweifellos in unzurechnungsfähigem Zustande, in Wahnsinn vollbracht." Sie haben recht, das ist auch meine Meinung", stimmte der Baron bei. Man kann ihn doch nicht als Mörder verurteilen, nicht wahr?" Mein Vater glaubt, man könne höchstens das Verdikt„ Totschlag" fällen." Audrey blickte besorgt in das schöne, bleiche Gesicht; Marigaretes leidendes Aussehen und ihre sichtbare Ergriffenheit weckten Gefühle in seiner Brust, die zu beherrschen er kaum imftande war. Es thut mir so unsagbar leid, daß Sie um die schreckliche Sache wiffen", stammelte er erregt.„ Sie sind so garnicht dazu geschaffen, die rauhen Seiten des Lebens zu ertragen." " Welche Thorheit!" widersprach sie fest, fast leidenschaftlich. " Welches Recht hätte ich, die schönen Seiten des Daseins hinzunehmen und die rauben von mir zu weisen? Nein, nein, so feige bin ich nicht! Wissen Sie, was ich möchte? Am liebsten ginge ich zu Herrn Everett und sagte ihm, daß er mir unendlich Deutscher Reichstag. - Zolltarifberatung.- CB. Berlin, 18. Oktober. Heute, am Tage der Völkerschlacht bei Leipzig, war die Parlamentstribüne und auch der Sigungssaal nur mäßig besezt. Auf der Bundesratsestrade hatten sich einige neue Gesichter eingefunden. Mit dem Reichskanz ler erschienen nämlich der württembergische Minister des Innern Dr. v. Pischek und der badische Firanzminister Dr. Buchenberger, der später auch im Laufe der Verhandlungen das Wort ergriff. Als erster Redner trat der Abg. Dr. Pachnide von der freisinnigen Vereinigung auf, der, um der langen Rede furzen Sinn anzugeben, die deutsche Regierung für die schußzöllneri sche Stimmung, die in allen Staaten herrscht, verant wortlich machen möchte. Der Präsident des Bundes der Landwirte Freiherr v. Wangenheim aber war der gegenteiligen Ansicht, daß die Reichsregierung eigent lich noch nicht genug an Schußzöllen geboten habe. Die sem Vorkämpfer der Bauernschaft aber stellte der ba dische Finanzminister Dr. Buchenberger die braven badischen Bauern gegenüber, die ihm gesagt hätten, Herr Minister, wir nehmen, was wir friegen können." Dieses dem sonstigen professoralen Tone Buchenbergers eigentlich nicht recht angepaßte Wort löste die Spannung der Gemüter durch einen fröhlichen Ausbruch der Heiter feit. Nach Dr. Buchenberger trat der sozialdemokratische Dauerredner Stadthagen, feuchend unter einer Last con Zeitungen und Aften, auf die Tribüne. Seine we sentlichen Behauptungen in seiner dreistündigen Rede gingen dahin, die Mindestzölle seien verfassungswidrig, weil sie das im Paragr. 11 vorgesehene Recht des Reiches zu Vertragsabschlüssen beseitigten, und die hohen Zölle würden sich in einer zunehmenden Kindersterblichfeit äußern. Fluchtartig verließen die wenigen Abgeordneten den Saal, da sie den langatmigen Ausfüh rungen des ,, Hausleerers" ohne eine Nervenanspannung nicht folgen konnten. Dieser zog sich übrigens im Laufe seiner Rede den üblichen Orgnungsruf zu, weil er die Forderungen der Rechten und des Centrums die Tat tik von Räubern nannte. Erst gegen 6 Uhr erfolgte der Schluß der Sizung; am Montag: Fortseßung. Die Politik. Der Kaiser in Fehrbellin. Am Sonnabend wurde auf dem Kanonenberge be Fehrbellin, wo sich die Vasallentreue in der Aufopferung Frobens für seinen Herrn der Sage zufolge betätigt ha ben soll, das vom Kaiser gestiftete Denkmal des Großen Kurfürsten feierlich enthüllt. Der Monarch hatte sich leid thut! Ich möchte ihn bitten, mir alles, alles von Beginn an, und zwar von seinem Standpunkt aus, zu erzählen. Ich möchte ihm helfen, ihn von diesem gräßlichen Verdacht zu reinigen. Und dann Blumen möchte ich streuen über den armen Toten! mein Gott, ich ertrage es nicht! Warum ist die Welt so voller Schmerz und Traurigkeit!" Margarete brach in bitterliches Weinen aus. " Margarete, o Margarete!" flehte Audrey tief erschüttert, " Sie sind ein Engel! Sie sind zu gut für diese Welt!" Wie thöricht! Nein, nein, laffen Sie mich weinen! Die Thränen erleichtern mein Gemüt." Sie trocknete ihre Augen und erhob sich hastig. die Kinder rufen," ſagte fie. " Ich höre meinen Namen „ Aber iezt ist es mir unmöglich, irgend iemand zu sehen. Wohin gehen wir?" " Hier hinein ins Unterholz," verfekte Audrey schnell, ich weiß einen Weg, den niemand fennt." Er reichte ihr die Hand und bog die Zweige der Bäume auseinander. Bald befanden sie sich in einer stillen, kleinen Welt fanften, grünen 3Zwielichts. Der Weg war sehr schmal. Audrey ging voraus, Margarete folgte ihm. Nach etwa einer Viertelstunde wurde der Wald lichter, eine fleine, entzückende Anhöhe wurde sichtbar, die dem jungen Mädchen völlig unbekannt war. " Ach, wie schön, wie entzückend schön ist es hier!" rief sie bewundernd aus. „ Es macht mich glücklich, daß es Ihnen hier gefällt!" ent gegnete Audrey. Ich habe diesen Pfad zu der Anhöhe hier erst bor acht Tagen entdeckt und feiner Menschenseele etwas davon gefagt." Während der Baron die lezten Worte sprach, mischte sich ein leises Stöhnen in dieselben, und gleichzeitig führte er die Hand an die Stirn. " Fehlt Ihnen etwas?" fragte das junge Mädchen ängstlich. " Nein, ich habe mich im ganzen Leben nie so wohl gefühlt, pie jebt." " Sie sehen bleich aus, Sie sind plößlich ganz anders " Sagen Sie das nicht!" unterbrach er sie ungestüm, während durch seine Stimme eine geheime Angst flang. Margarete fah ihn tiefernst an. Sie sind ganz verändert", wiederholte sie bestimmt. In Ihren Augen liegt ein so seltsamer Ausdruck." nur ,, Mir fehlt aber wirklich nichts", versicherte er rasch, nur- Was" nur"? Sprechen Sie doch!" bat fie. ΟΙ mit glänzendem Gefolge dazu eingefunden. nam bea grüßung durch den Oberpräsidenten v. Bothmann- Hellweg und den. Landrat v. Wilms dankte der Kaiser in längerer Rede, worin er seine innige Freude darüber ausdrückte, daß das Denkmal hier errichtet sei. Gr wies auf die Taten des Großen Kurfürsten und Friedrichs IL hin, aber wir hätten durch Jena und Tilsit hindurch gemußt; das sei der Schmelzofen gewesen, den Gottes Vorsehung für notwendig gehalten hat, um das deutsche und märkische Gold im Feuer zu bewähren. Ihm sei es gegeben, in Frieden das Erbe seiner Vorfahren zu Uhr reiste der Kaiser unter beberwalten. Gegen geisterten Kundgebungen der Bevölkerung wieder nach dem Neuen Palais ab. Die Enthüllungsfeier in Myslowik. In Gegenwart des Kronprinzen und in Anwesenheit des Herzogs von Trachenberg und des Fürsten von Pleß wurde am Sonnabend in Myslowiß das Denkmal des Maisers Friedrich feierlich enthüllt. Nach der Feier begab sich der Kronprinz zum Besuch des Fürsten nach Bleß. Der neue Kommandeur des achten Korps. Zum Kommandeur des achten Armeekorps ist der Generalleutnant und Generaladjutant von Deines, seither Kommandeur der 21. Division in Frankfurt a. M. ernannt worden, derjenige Offizier, der seit 1813 die schnellste Karriere gemacht hat. v. Deines, ein gebore ner Hanauer, machte 1870 den Feldzug als Reserveoffizier der Bonner Husaren mit und trat, da ihm das Kriegsleben gefiel, nach dem Kriege in den aktiven Dienst über. Aufmarsch der Fraktionen. rairat pastor Karl aus Jerlohn unter dem Verdachte des Doppelmordes verhaftet worden ist. Pastor Karl soll seine Wirtschafterin und deren Tochter in seiner eigenen Wohnung erschossen und beraubt haben. Explosion einer Pulverfabrik. Aus Straßburg meldet der Draht, daß in der Pulverfabrik zu Manonville eine furchtbare Explosion stattfand, bei der sieben Personen getötet und mehr als zwanzig verlegt wurden. Der Materialschaden ist bedeutend. Ein gemütlicher Theaterabend. Im Theater zu Calahorra( Spanien) gerieten während der Aufführung zwei Herren aus dem Publikum, der Kaufmann Donato Diaz und der Offizier Javier Esteban, aus noch unbekannten Gründen in Streit. Nach kurzem Wortwechsel zog Tiaz seinen Revolver und feuerte einen Schuß ab, durch welchen der Offizier lebensgefährlich verwundet wurde. Tiaz gab dann noch drei Schüsse ab und verwundete zwei harmlose Frauen, die mit dem Streit gar nichts zu tun hatten. Unter dem Publikum herrschte während dieser Schießerei eine gewaltige Panik: die meisten zuschauer versteckten sich unter den Bänken, um nicht von den Kugeln getroffen zu werden. Die einzelnen Fraktionen des Reichstags haben nunmehr bestimmte Stellung zur Zolltarifvorlage genommen. Die Linke verharrt naturgemäß auf der Ablehnung. Die konservative Fraktion hat ebenso wie die Mehrheit der Centrumspartei beschlossen, auf den Beschlüssen der zweiten Lesung, die bekanntlich die Säße für die vier Getreidearten erhöhen, zu bestehen. Das wäre gleichbedeutend mit dem Scheitern der Vorlage, wenn nicht die Regierung entgegenkommt. Die nationalliberale Partei ist die einzige, die unbedingt für die Regierungsvorlage eintritt; sie hat deshalb ihre agrarischen Mitglieder, den Freiherrn v. Heyl und Herrn Sieg, verpflichtet, der Abstimmung fern zu bleiben. Man nimmt an, daß die Finanzminister der Bundesstaaten, die zur Besprechung der Finanzlage in Berlin eintreffen, auch über die Zolltarifvorlage verhandeln werden. Vermischtes. ** Düsseldorf. Man schreibt uns: Die Ausstellung hat einen Ueberschuß von über 1 Million Mt. ergeben. Die Loose der Ausstellungslotterie sind sämtlich( 1 200000 Stüd) abgesetzt. In Ruhrort erschoß sich der Direktor Arnoló von der Bergisch- Märkischen Bank. Die Gründe sind unbefannt. Ginge Broß der Benfi 65. S n Ref Di fom gs 4 acichtu pens; die ber htung ein her: Disper Frlaubnis finer Scheu om 21. M Bielbauamt ie Telephon elfchaft fü arbeiten für ftädtischen 12. Binsfu Handelsgen für Schanf für die In 16. Gesuch ** Düsseldorf, 20. Dtt. Bei dem Festmahle zur Schlußfeier der Düsseldorfer Ausstellung in der Turnhalle hoben die Minister v. Rheinbaden und Möller den glänzenden Erfolg der Ausstellung hervor. Geh. Rat Lueg und Professor Roeber brachten auf die Mitarbeiter bei dem großen Werke Trinksprüche aus. Auch Domkapitular Schnuetgen hielt eine Rede, in der er besonders der Meister Gebbardt und Janssen gedachte. Am Abend fand noch eine Zusammenkunft der Teilnehmer in der Kuppelhalle des Industriepalastes statt. Nachdem bei der Schlußfeier Geh. Rat Schieß das Verzeichnis der verliehenen Diplome verlesen hatte, gab Minister Möller die Firmen bekannt, denen die Staatsmedaille für gewerbliche Leistungen in Gold vers liehen worden ist. Es sind dies: Cewerkschaft Beche Rheinpreußen- Hamberg; Gelsenkirchner Bergwerte- A.- G.; Harpener Bergbau Dortmund; Hibernia Bergwerksgesellschaft, Herne; Phönix Laar; Hörder Bergwerks- und Hüttenverein; Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahifabrikation; Bergische Stahl- Industriegesellschaft, Remscheid; Rhein. Metallwaren- und Maschinenfabrik, Düsseldorf; DeutschDesterreich, Mannesmannwerke, Düsseldorf; Blechwalzwerk Schulz- Knaut, Essen; Felten und Guilleaunen Carlswerk Mülheim; Stahl- und Nickelwalzwerk Fleitmann, Schwerte; Elmores Metall- Att.- Ges., Schladern; Duisburger Maschinenbau- Att.- Ges; Schüchtermann und Kremer, Dortmund; Ernst Schieß, Düsseldorf; Elektrizitätswerk Bockenheim- Frankfurt; Hartmann u. Braun, Frankfurt( Main); Cüsseldorfer Eisenbahnbedarf Weyer; Farbenfabrifen Bayer, Elberfeld; Köln- Rottweiler Bulverfabriken; Sprengstoff A.- Ges. Carbonit, Hamburg; Dr. C. Otto u. Co., Dahlhausen; Rhein, Glashütten, Ehrenfeld; Christ Andrae, Mülheim( Rhein); H. Conpienne, Mülheim( Rhr.); J. W. Zanders, Berg'schGladbach; Hein. Lehmann u. Co., Düsseldorf; F. A. Eschbaum, Bonn. Außerdem wurden 90 silberne und 170 bronzene Medaillen verliehen. Ehescheidungsschwindel. In Paris hat dieser Tage ein Bankdirektor Rosenberg die Flucht ergriffen, der in Gemeinschaft mit einem Professor Guillemin und einem gewissen Gadobert eine Frau Cinet um mehrere hunderttausend Francs geschädigt hat, indem sie ihr ein gefälschtes päpstliches Breve, das die Lösung ihrer unglücklichen Ehe aussprechen sollte, verkauften. Jetzt erfährt man, daß die Betrüger einer weitverzweigten Gesellschaft angehörten, die in zahlreichen Fällen naiven Frauen derartige angeblich die Ehe lösende, aber gefälschte Dokumente für schweres Geld verschafften. Die Seele dieser Unternehmungen war der flüchtige Rosenberg, der sich für den Bischof von Cypern ausgab. Die Protektion der Herzogin von Ulbufera und anderer hochadeliger Damen umgab Rosenberg mit einem gewissen Nimbus, welcher bei den bürgerlichen Damen seine Wirfung nicht verfehlte. Flucht russischer politischer Verbrecher. In das Kiewer Gefängnis waren 11 junge Leute aus den besten Ständen eingeliefert worden unter der Anschuldigung pɔlitischer Umtriebe. Wie erst jeẞt bekannt wird, sind sie vor 14 Tagen mit unglaublicher Kühnheit entflohen. Einmal täglich durften die Gefangenen unter strenger Bewachung zweier wärter in dem großen Gefängnishofe spazieren gehen. Der Hof ist von einer 10 Meter hohen Mauer umgeben. Als nun der für die Flucht in Aussicht genommene Augenblick gekommen war, überfielen vier Gefangene plöglich die beiden Wärter, knebelten sie, bevor sie einen Schrei laut werden lassen konnten, und fesselten ihnen die Hände und die Füße. Inzwischen hatten drei andere, die besonders gewandt und kräftig waren, an der Mauer eine ,, Pyramide" gebildet, so daß der obenstehende Mann die Stahlhaken, die eine Strickleiter hielten, an der Mauerspize befestigen konnte. Fünf Minuten später waren die elf Gefangenen freie Männer. Die geknebelten Wärter wurden erst eine Viertelstunde nach der Flucht der Elf gefunden und von ihren Fesseln befreit. Polizei und zahlreiche Kosaken nahmen zwar sofort die Verfolgung der Flüchtlinge auf und durchstreisten bis zum Abend die ganze Umgegend, aber sie fonnten nichts ausrichten, aus dem einfachen Grunde, weil die sämtlichen Flüchtlinge die Stadt überhaupt nicht verlassen hatten. Sie blieben vielmehr länger als eine Woche ruhig in Kiew und verließen dann einzeln die Stadt. Zwei wurden später in einer kleinen Ortschaft an der Grenze ergriffen, aber es gelang ihnen, von neuem zu entweichen. Jetzt befinden sich alle elf längst in Sicherheit außerhalb der Grenze Rußlands. Die Eisenbahnverstaatlichung und der Landtag. Vor wenigen Tagen war gemeldet worden, der preuBische Landtag werde noch vor dem neuen Jahre zusammentreten, weil das Projekt einer Verstaatlichung verschiedener Privateisenbahnen behafs rechtzeitiger Uebernahme des Betriebs noch vor Ablauf des Jahres zur Entscheidung gebracht werden müsse. Hierzu erklärt der ,, Reichsanzeiger" offiziös folgendes: In der Presse wird mit Bezug auf das einzelnen Privatbahnen gemachte Verstaatlichungsanerbieten ausgeführt, daß die Bedingung, wonach Verwaltung und Betrieb eines Teils der zu verStaatlichenden Bahnen schon vom 1. Januar 1903 ab für Rechnung des preußischen Staats geführt werden solle, den Rechten des Landtages vorgreife und deshalb nicht ganz unbedenklich sei. Diese Auffassung beruht offenbar auf einem Mißverständnis. Nicht Verwaltung und Betrieb der Bahnen soll nach jener Bedingung vom 1. Januar 1903 ab auf den Staat übergehen, sondern die Bahnen sollen von diesem Zeitpunkt ab von den Gesellschaften für Rechnung des Staats weiter verwaltet und betrieben werden. Dies alles gilt selbstredend nur, wenn die Gesellschaftsorgane und demnächst die geseßgebenden Faktoren des Staats die Verstaatlichungsverträge gutgeheißen haben. Dieses Verfahren ist nicht etwa etwas Neues, sondern bei den bisherigen Verstaatlichungen unter Billigung des Landtages stets beobachtet worden." Der Prager Steckbrief. Die Deutschen Desterreichs wollen wegen der Prager Steckbriefsaffäre eine Interpellation des Inhalts einbringen, warum der schuldige Beamte nicht bestraft würde. Die Deutschen seien es ihrer Würde und ihrem Ansehen schuldig, daß sie die Majestät und Würde eines deutschen Kaisers nicht angreifen lassen. Kurze politische Nachrichten. * Die Main- Neckarbahn ist endgültig in die Verwaltung Preußens übergegangen. * Der König von Portugal stattete Sonnabend Abend Dem Präsidenten Loubet einen Besuch ab. * Die Nachrichten von einer Verpachtung der portugiesischen Kolonien an England werden bementiert. * Die Neubildung des serbischen Kabinets stößt auf Schwierigkeiten, weil sich für den Posten des Finanzministers bisher niemand finden ließ. Der Herr von der Finanz hat bekanntlich in Serbien die härtesten Nüsse zu knacken. * Der Aufstand in Columbia ist auf lokale Verhältnisse beschränkt. So wird wenigstens offiziell ge= meldet. * Die erste Strecke der Madagastarbahn is am Freitag in Antanarivo eröffnet. * Die Revolution auf Haiti ist beendet Nab und fern. ** Langensalza, 19. Oftbr. Jm Gemeindehause bon Aschera brach am Freitag Feuer aus. Dabet tamen 2 Kinder im Alter von 9 und 4 Jahren in den Flammen um. Eine Engelmacherin wurde in einem russisch- polnischen Dorfe verhaftet. Eine Frau Felicia Polatinska nahm neugeborenekinder in Pflege und führte durch völlige Nahrungsentziehung ihren Tod herbei. Bisher wurden vierzehn Fälle ermittelt. Die Engelmacherin ist geständig und giebt an, selbst nicht zu wissen, wieviel Kinder im Laufe der Jahre bei ihr gestorben sind. Giessener Cagesneuigkeiten. **( Privattelegramm.) Der Großherzog und Prinz Heinrich sind heute Mittag per Automobil nach Nikolaifort bei Mörfelden gefahren. ** Der Großherzog hat am 18. Oktober den Rechtsanwalt Friedrich Kraft in Büdingen zum Notar mit dem Amtssitz in Büdingen, den Kreisbauinspektor des Kreises Dieburg Karl Zimmermann mit Wirkung vom Tage seines Dienstantcitts an zum Kreisbauinspektor des Kreises Heppenheim, den Hochbauaufseher bei dem Hochbauamt Mainz, Jakob Balz, zum Hochbauaufseher bei dem Hochbauamt Darmstadt und den Bauaufseheraspiranten Ludwig Geyer aus Darmstadt zum Hochbauaufseher ernannt. Ein Rätsel. Kiewer Blätter teilen einen sonderbaren Vorfall mit: In der Glasfabrik in Boguslawka war ein junger Pole namens Vincenz Szuljakomski als Packmeister angestellt, der sich in der ganzen Gegend großer Beliebtheit erfreute. Am 27. Mai 1901 vermählte er sich mit einer jungen Landsmännin, einem Fräulein Szygielska aus Congreßpolen, und dem in glücklichster Ehe lebenden Paare wurde ein reizendes Knäblein geboren. Vor einigen Tagen nun machte Vincenz Szuljakowski zu Pferde einen Weg in den nächsten Ort, wobei er von dem scheugewordenen Tier aus dem Sattel geworfen und eine lange Strecke am Boden geschleift wurde. Schwer verwundet und bewußtlos wurde er in den nächsten Edelhof gebracht, wo ein Consilium von vier Aerzten an sein Krankenlager berufen wurde, wobei sämtliche vier Aerzte zu ihrer größten Ueberraschung konstatierten, daß der vor ihnen liegende junge Ehemann- eine Frau(?) ist. Der Vorfall, der bis zur Stunde noch nicht aufgeklärt ist, wurde der Behörde zur Anzeige gebracht. * Von einer Straßenbahn zerstückelt wurde in Frie denau bei Berlin der 13jährige Schulknabe Willy Lüdicke aus Brandenburg a. H. Als er den Fahrdamm an einer Straßenecke überschreiten wollte, wurde er von einem elektrischen Wagen gefaßt, umgeworfen und tatsächlich in mehrere Stücke zerrissen. Entseßen erfaßte die erschreckten Zuschauer, als der vom Körper abgetrennte Kopf des hübschen, blondgelockten Knaben über den Fahrdamm collte. Dem Wagenführer ist keine Schuld beizumessen, denn der Totgefahrene überschritt plößlich das dicht an der Bordschwelle des Bürgersteiges belegene Geleise, daß es unmöglich war, den in voller Fahrt befindlichen Wagen zum Stehen zu bringen. Ein Konsistorialrat als Raubmörder. Aus Leipbig kommt die Nachricht, daß in Groenlo der Konsisto zum Wirt 17. Desgl ftraße 30: 1 zum Logieb ** Provi Dormittags gierungsgebä igung mit fo des Gehalts Herstellung Alsfeld. 3. in Udenhaufe von Vilbel. 6. Die Fajelb Sifley in Uda ** Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Ferdinand Dietrich aus Wolzhausen wegen Strafvollstreckung vom Amtsgericht Gießen Schlosser Heinrich Engelberth aus Schlemm wegen Diebstahls vom Staatsanwalt Gießen; Kellner Johann Greißer aus Engers wegen Unterschlagung; Knecht Hermann Hurschmann aus Düsseldorf wegen Diebstahls, Buchdruckgehilfe Bernard Leyer aus Münster i. W. wegen Betrugs, Bergmann Anton Mondry aus Calejo wegen Sachbeschädigung und Bergmann Anton Plecienik aus Czmon wegen Sachbeschädigung, sämtlich vom Amtsanwalt zu Gießen. Ein Giftattentat erregt in Lemberg großes Aufsehen. Der dortige Professor Dr. Ladislaus Nemirowicz verspürte, als er einen Schluck Milch genoß, einen unnatürlich bitteren Geschmack. Er leerte die Flüssigkeit aus und fand am Boden des Glases Krystalle, die sich wie Strychnin ansahen. Der Professor untersuchte die Flüssigkeit chemisch und konstatierte, daß tatsächlich Strychnin der Milch beigemengt war. Das Gift hätte genügt, um zwanzig Menschen zu vergiften. Er hat sein Leben nur dem Umstande zu verdanken, daß er das Gift nicht schluckte, und sofort ein Antidotum nahm. Der Verdacht lenkte sich auf des Professors Diener, der in Haft genommen wurde. О Дав hiefigen Lu Turngalle lauf. Bu e stand die Frankfurt ihren ernst ohne alle Leistungen Hörer auch gut; ein Gönner in das weitere Heute 116er eingef ungefähr 65 A Der Nr. 115 ungsbezirk befördert. ** Die tigen im Gro wobon 126 00 und 67 000 au boiferung Sta berhält, stellt pflichtigen fait ** Militärdienst nachrichten. v. Nettberg, Hauptmann und Adjutant des Gouvernements von Thorn, unter Versetzung in das Inf- Leib- Regt. Großherzogin Nr. 117 zum Stompagniechef ernannt. Milchling v. Schönstadt, Oberlt. im 1. Hess. Inf.-( Leibgarde) Regt. Nr. 115, zum Adjutanten der 14. Inf. Brig. ernannt. Thylmann, Major z. D. und Bezirksoffizier beim Landw.- Bezirk Schlettstadt, zum Lanow.- Bezirk Mainz versetzt. Kretschmar, Lt. im Inf.- Regt. Kaiser Wilhelm Nr. 116, zu einer vom Kriegsministerium zu bestimmenden Militär- Intend. vom 1. November d. J. ab fommandiert. v. Werder, Oberstit. und Kommandeur des 1. Großh. Hess. Drag.- Regts.( Garde- Drag.Regts.) Nr. 22, zum Obersten befördert. Frhr. Thumb v. Neuburg, Major und Eskadr.- Chef im 1. Hess. Drag.Regt.( Garde- Drag.- Regt.) Nr. 23, von dieser Stellung bchufs Verwendung beim Stabe des Drag.- Regts. König ( 2. Württemberg.) Nr. 26 enthoben. Fchr. Schend zu Schweinsberg, Oberlt. im 2. Heff. Drag.- Regt.( LeibDrag.- Regt. Nr. 24, unter Beförderung zum Rittm. als Eskadr.- Chef in das 1. Hess. Drag.- Regt.( Garde- DragRegt.) Nr. 23 versetzt. Fell, Unteroff. im 4. Großh. Heff. Inf.- Regt.( Prinz Start) Nr. 118 als Fähnr. in der Armee angestellt. Krizler, Hauptm. à 1. s. des Inf.- Leib- Regts. Großherzogin Nr. 117 und kommandiert zur Dienstleistung beim Bekleidungsamt des VIII. Armeekorps als Mitglied zu diesem Bekleidungsamte bersetzt. Riedesel Frhr. zu Eisenbach, Lt. der Res. des Garde- Jäger- Bats.( Gießen), als Lt. und Feldjäger in das reitende Feldjägerkorps versetzt. Mooz, Fähnr. im Inf.- Leib- Regt. Großherzogin Nr. 117, zum St. befördert. v. Blonski, charakteris. Fähnr. im Hess. Inf.( Leibgarde-) Regt. Nr. 115, Hesse, Unteroff. im 4. Hess. Inf.- Regt.( Prinz Karl) Nr. 118, Fizau, charakteris. Fähnr. im 5. Hess. Inf.- Regt. Nr. 168, Fresenius, Unteroff. im 2. Hess. Feldart.- Regt. Nr. 61 zu Fähnr. befördert. Knur, Oberl. der Landw.- Inf. 2. Aufgebots Neue Bultanausbrüche werden von der Insel St. Vincent gemeldet. Nach einem Telegramm aus Kingstown befand sich Donnerstag die Soufrière in voller Eruption von ein Uhr morgens bis vier Uhr nachmittags. Eine weitere Deepsche aus Basse Terre auf Guadeloupe besagt: Zwischen Mitternacht und drei Uhr morgens wurden laute Detonationen gehört und schwache Feuer in der Richtung auf Martinique gesehen. In Les- Saintes und Marie- Galante wurden heftige Erdbeben verspürt. Auf der Insel Barbados fallen vulkanische Staubmassen, die von dem Vulkan auf der Insel St. Vincent herrühren, nieder. Der Geschäftsverkehr ist unterbrochen. Der Mont Pelée auf Martinique verhält sich seit einigen Tagen still; doch hält man diese Kuhe für trüaeriích. größere Boblb auffallender tri Wahrend fich Rheinbeljen Einfommenter treten diese U Der Einkommen dem der Betr dem Startenbu Mt.), während übertrifft. Ver Einfommen übe Toftebt Rheinb artenburg m ** Das S trage Br. Der Bro patriotijgen ausspricht f und Trupp Batriotism freiwilligen Lich." Es Die Quartierg ( J.) Dr Daß der Per wiffen 2 Batmo Da in e Gödid ec lekterer que Während weise die fall. Im hält, erregt ühmter Be Konfünitler Wilhelm L., berstorbe en Richter 2 noch juge leben der S Die Ausstellung t. ergeben. Die 1200000 Stüd) Direttor Arnold ründe find unbeFefimable zur den und Möller or. Geh. Rat Mitarbeiter bei 8 stellung in Dumfapitular ers der Meister fand noch eine Kuppelhalle des Schlußfeier Beb en Diplome ver n bekannt, denen en in Gold ver aft Bhe Rheins A.- G.; Harpener fellihaft, Herne; Hüttenverein; ftabifabritation; Scheib; Rhein. Idorf; Dutih Blechwalzwert Carlswert Mül ann, Schwerte; urger Maschinener, Dortmund; offenheim- Frant n); Lüsseldorfer Bayer, Elberfeld; A.- Gef. Carbonit ; Rhein, Gleb heim( Rhein); ders, Berg sch ; F. A. EschTne und 170 Indehause bon Dabei famen hren in den ceiten. Großherzog ttag per Autoefahren. 18. Oktober den dingen zum den Kreisbaumermann tritts an zum m, den HochJakob Balz, mt Darmstadt Geyer aus teckbrieflich ver Bhaufen wegen Ben Schloffer egen Diebstahls ann Greißer echt Hermann n Diebstahls, Münster i. W. Condry aus gmann Anton ädigung, sämt v. Nettberg, ernements bon zib- Regt. Großnannt. Milch nf.-( Leibgarde) Inf. Brig. er Bezirksoffizier Lanow.- Bezirk f.- Regt. Kaifer ministerium zu November d. J. und Komman 5.( Garde- Drag. . Frhr. Thumb m 1. Heff. Drag. dieser Stellung Cag.- Regts. Rönig Fchr. Schend zu Drag.- Regt( Leib zum Mittm. als gt.( Barde- Drag. im 4. Großh. Sals Fähnr. in tm. à 1. s. des und fomman samt des VI Bekleidungsamte t. der Res. des nd Feldjäger in Nook, Fähnr. im 7, zum St. bec. im Heff. Inf teroff. im 4. Seff. Figau, daralteri 168, Frefentus r. 61- zu Fähnr Inf. 2. Aufgebots Regt пе * ( Gießen), als Oberlt. mit ſeinem Patent in der 1. Gend.. angestellt. Megfe, Komp- Chef im Inf.- LeibBrig Großherzogin Nr. 117, mit der Erlaubnis zum Tragen der Regts.- Uniform der Abschied mit der gesezlichen Bension bewilligt. Edler v. Scheibler, Lt. im Großh. Heff. Drag.- Regt.( Garde- Drag-Regt.) Nr. 23, den Res.- Offizieren des Regiments übergeführt. *** Die nächste Stadtverordnetensizung findet kommenden Donnerstag, den 23. Oktober, nachmittags 4 Uhr mit folgender Tagesordnung statt: 1. Errichtung eines Lagerhauses an der Hardt, hier: dispens; 2. Baugesuch der Firma Büttner u. Damm ir die verlängerte Ederstraße, hier: Dispens; 3. Errichtung eines Petroleumlagers am Schiffenbergerwege, hier: Dispens; 4. Gesuch des Konrad Rübsamen um Erlaubnis zur Vornahme von Bauveränderungen an seiner Scheuer in der Schwarzlach; 5. Holzversteigerung Dom 21. März 1902; 6. Lohn der Lagerarbeiter beim Sielbauamt; 7. Anschluß des Sielbaulagerplages an sellschaft für Gynäzologie zu Gießen; Buchbinderbie Telephonleitung; 8. 9. Stongreß der deutschen Gearbeiten für das städtische Archiv; 10. Vergebung der städtischen Fuhren; 11. Das hessische Städtebundtheater. 12. Zinsfuß der Sparkasse; 13. Sonntagsruhe im Handelsgewerbe; 14. Ortsstatut betr. Bedürfnisfrage für Schankwirtschaften; 15. Uebertragung der Geschäfte für die Invalidenversicherung an die Ortskrankenkasse; 16. Gesuch des Karl List zu Gießen um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Schiffenbergerweg 58; 17. Desgl. des Philipp Senfter im Hause Frankfurterstraße 30; 18. Gesuch des David Wichard um Erlaubnis zum Logierbetrieb im Hause Hammstraße 14. ** Provinzialausschuß. Am Mittwoch dem 22. d., bormittags 129 Uhr, findet im Sigungssaale des Regierungsgebäudes eine öffentliche Provinzialausschußfigung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Festsetzung des Gehalts des Forstwarts Bergk zu Lang- Göns. 2. Herstellung des Fußsteigs an der Romröderstraße zu Alsfeld. 3. Das Verhalten des Bürgermeisters Fald in Udenhausen. 4. Reflamation gegen den Voranschlag von Vilbel. 5. Die Bürgermeisterwahl in Bockenrod. 6. Die Faselhaltung in Breungeshain. 7. Die Hebamme Issley in Udenhausen. Das erste Stiftungsfest des Sängerchers vom hiesigen Turnverein am leßten Sonntag, welches in der Turnhalle gefeiert wurde, nahm einen würdigen Verlauf. Zu einem besonderen Kunstgenuß hatte der Vorstand die Mitwirkung des Fräulein Daubert aus Frankfurt a. M. gewonnen; die Künstlerin wußte mit ihren ernsten und heiteren Liedern das Auditorium ohne alle Mühe zu gewinnen, die vom Chor gebotenen Leistungen waren ebenfalls sehr gut und spendeten die Hörer auch diesem ungeteilten Beifall. Der Besuch war gut; ein Beweis, daß der Sängerchor Freunde und Gönner in reichem Maße hat. Ein Gut Heil" für das weitere Blühen und Gedeihen desselben. " Heute Vormittag sind die Refruten für unsere 116er eingestellt worden. Auf die Kompagnie kommen ungefähr 65 iann. A Der Refrutenersaz für das Leib- Inf. Reg. Nr. 115 in Darmstadt aus dem hiesigen Aushebungsbezirk wurde heute früh nach ihrem Garnisonort befördert. ** Die Zahl der Einkommensteuerpflich tigen im Großgerzogtum beträgt für 1902/03 rund 297 000, wovon 126 000 auf Startenbuig, 104 000 auf Rheinhessen und 67 000 auf Oberhessen kommen. Während sich die Bevölkerung Starfenburgs zu der von Rheinhessen wie 7: 4 verhält, stellt sich die Zahl beiderseitigen Einkommensteuerpflichtigen fast wie 5: 4, ein Beweis für die erheblich größere Wohlhabenheit der linksrheinischen Provinz. Noch auffallender tritt leßtere im Gegensatz zu Oberhessen hervor. Wahrend sich nämlich die Bevölkerung letterer Provinz zu Rheinhessen wie 4: 5 verhält, stellt sich das Verhältnis der Einkommensteuerpflichtigen nahezu auf 1: 2. Noch froppanter treten diese Unterschiede zu Tage, wenn man die Summen der Einkommensteuer der 3 Provinzen nebeneinander stellt, indem der Betrag Rheinhessen nur um 97 000 Mart hinter dem Starkenburgs zurückbleibt( 3 462 000 gegenüber 3 559 000 Wt.), während er denjenigen Oberhessens um das 21fache übertrifft. Vergleicht man endlich die Zahl der mit einem Einkommen über 30000 Mt. Besteuerten in den 3 Provinzen, so steht Rheinhessen mit 210 Personen oben an, dann folgt Startenburg mit 186 und Oberhessen mit nur 57. ** Das Kreisamt Friedberg veröffentlicht im Auftrage Gr. Ministeriums ein Schreiben des Kommandeurs der Großh.( 25.) Division, in welchem derselbe der patriotischen Bevölkerung Oberhessens den Dank der Division ausspricht für die ausgezeichnete Aufnahme, welche die Stäbe und Truppen während der Manöverzeit gefunden. Der Batriotismus der Bevölkerung zeigte sich in den häufigen freiwilligen Angeboten, Einquartierung zu nehmen, im günstigsten Lich." Es sind zahlreiche Fälle bekannt geworden, in weichen die Quartiergeber weit über das Pflichtmäßige hinausgingen. ( J.) Orpheum. Acht Tage sind morgen vergangen, daß der Personalwechsel im Orpheum vor sich ging und noch wissen Viele nicht, was für vorzügliche Kräfte der Variété- Atmosphäre ein neues prickelndes Aroma geben. Da ist in erster Linie Herr Alberti und Herr Gödicke, ersterer origineller Humorist und Komifer, legterer ausgezeichneter Mimifer und Charakterkomifer. Während Herr Alberti durch seine komische Vortragsweise die Lachmuskeln des Publikums in Bewegung hält, erregt Herr Gödicke als Mimiker ungeteilten Beifall. Im Augenblick führt er uns Charakterköpfe berühmter Persönlichkeiten vor, von denen wir nur die Tonfünstler Liszt und Strauß, die Feldherren Kaiser Wilhelm I., Kaiser Friedrich und Moltke, sowie auch den verstorbenen Schriftsteller Zola und den Abg. Eugen Richter als täuschend ähnlich anführen wollen. Die noch jugendliche Tochter des Herrn Gödicke ist entchieben der Liebling des Publikums geworden, durch herzige und kindliche Darstellungsweise gern gehört. neue Soubrette de Blanche hat in ihrem Wesen nicht die ihren Vorgängern eigene Freiheit und fällt so durch angemessene Vortragsweise angenehm auf. Somit durch angemessene Vortragsweise angenehm auf. Somit ist ein Besuch gegen früher bedeutend lohnender. Aus Hessen und Nachbargebieten. ** Oppershofen. Ein hiesiger junger militärpflichtiger Mann hat sich gestern aus Furcht vor seiner Dienstzeit erhängt. Sonderbar, das immer noch derartige Fälle vorkommen. - - ** Stockhausen bei Mücke, 18. Okt. Gestern Abend ereignete fich auf der Staatsstraße Mücke- Freienseen ein Unfall, der leicht größeres Unglück hätte im Gefolge haben können. Der hiesige Landwirt Bingemann sandte feinen Sohn nach Flensungen, um daselbst ein Pferd seinen Sohn nach Flensungen, um daselbst ein Pferd beschlagen zu lassen. Auf dem Heimwege warf das beschlagen zu lassen. Auf dem Heimwege warf das Pferd den noch jungen Reiter ab und lief fort. Da es werke Laternen angezündet hatten, so lief das Pferd, schon stark dämmerte und entgegen kommende Fuhr wahrscheinlich durch dieselben geblendet, in das Fuhrwerk des Bäckers Kraft aus Flensungen. Durch diese Karambolage fiel der Brotwagen des Kraft um, so daß die Räder desselben nach oben zu stehen famen, die Laternen wurden zertrümmert, Brot und Brötchen wurden aus dem Wagen geworfen und der Bäcker selbst geriet unter denselben. Zum Glück nahm er und sein Pferd feinen größeren Schaden. Auch das andere Pferd cannte mit heiler Haut seinem Stalle zu. Als sich der Herr des Fuhrwerks unter dem. umgestürzten Wagen herborgearbeitet hatte, fam auch der abgeworfene kleine Reiter weinend des Weges und erzählte dem Brot und Brötchen suchenden Bäckermeister, wie alles gekommen war. Kraft schätzt den angerichteten Schaden auf ca. 50-60 Mt. ** Vom Main, 20. Oktober. Der 70 Jahre alte Landwirt Konrad Schieß aus Trennfurt wurde, als er bei der Ausfahrt aus der Obstverwertungsgenossenschaft in Obernburg den Wagen einhemmen wollte, derart zwischen dem Wagen und der Mauer eingeklemmt, daß er nach einer Stunde starb. ** Frankfurt, 20. Oftbr. Das Frankfurter neue Schauspielhaus soll nunmehr am 1. November eröffnet werden. ** Offenbach a. M., 20. Oftober. Die Letche eines 15jährigen Kaufmannslehrlings, der am 3. Oftbr. von hier verschwunden war, wurde aus dem Main gelandet. Falsches Ehrgefühl hat den jungen Menschen in den Tod getrieben. Hier ** Wachenbuchen( Kreis Hanau), 20. Oftbr. wird die Errichtung eines Bismarck- Denkmals geplant. Die Gemeinde sollte auf Antrag des Bürgermeisters Grund und Boden unentgeltlich hergeben, was jedoch von der Gemeindevertretung, in der auch einige ,, Genossen" sigen, abgelehnt wurde. ** Stadeden, 18. Oktober. Der durch die Mäuse angerichtete Schaden ist für unsere Gemarkung auf 50 000 Mt. zu schätzen. ** Darmstadt, 20. Oftbr. Seit dem 15. d. ist der aus Rumänien stammende Student Nathan Wassermann aus seiner hiesigen Wohnung verschwunden. Umstände lassen darauf schließen, daß er den Tod im Wasser gesucht hat. damit beschäftigt, einen Strohsack mit Haferstroh zu füllen. ** Eppertshausen. Eine hiesige Frau war dieser Tage Hierbei stach sie sich mit einem spißigen Halm in den rechten bis heftige Schmerzen und starte Geschwullst zur Vorsicht Arm. Die Frau beachtete anfangs die kleine Wunde nicht, mahnten. fest. Gestern Nachmittag ist nun die 71 Jahre alte Frau mahnten. Der herbeigerufene Arzt stellte Blutvergiftung unter großen Schmerzen gestorben. ** Schuhmacher, sowie die Stückarbeiterinnen der Mainz, 20. Oftober. Sämtliche organisierten Schuhfabrick von Waldmann u. Cie. sind heute in den Aus stand getreten. Die Ursache des Ausstandes ist Bei den Arbeiterinnen beträgt die Lohnreduktion 50 eine Reduzierung der Löhne um 10 bis 20 Prozent. Prozent. ** Wiesbaden, 20. Oftbr. Der als Wassertechniker schon bejahrter Herr, soll zunächst probeweise auf zwei bekannte holländische Ingenieur Halleertsma, ein Jahre als Direktor der städtischen Licht- und Wasserwerfe angestellt werden. schule zu Weglar beginnt am 4. November mit ** Wetzlar. Die landwirtschaftliche Winterihrem Wintersemester. Die Schule steht unter der Leitung des Ribbert wird sein neues Amt erst im Sommersemester 1903 übernehmen. Bis dahin wird Prof. Aschoff, erster Assistent am Pathologischen Institut, ihn vertreten.- Diejenigen Studierenden der Medizin, welche sich am Anfange des laufenden Semesters der ärztlichen Vocprüfung oder Nachprüfungen zu unterziehen wünschen, werden aufgefordert, ihre Gesuche nebst Beilagen bis spätestens zum 25. Oftober d. J. beim Sekretariat einzureichen oder sich beim Dekan der medizinischen Fakultät persönlich zu melden. Näheres am schwarzen Brett. ** Frankenberg, 19. Oft. In unserem Streise giebt es so viele Zwetschen, daß die Bäume bald brechen. Zu verwundern ist es, daß sich noch keine Händler ein gefunden haben, zudem es doch viele Gegenden giebt, wo die Bäume vollständig leer stehen. Sonne", pflegte Ben Afiba zu sagen und dennoch mag V. Frankenberg, 19. Oft. Nichts Neues unter der das letzten Freitag in Ermschwerd sich zugetragene Vorkommnis als einzig dastehen. Ein Leichengefolge bewegte sich durchs Dorf zum Friedhofe, der Sarg war Leichenpredigt begonnen, als plöglich ein Bote aus dem ins Grab gesenkt und der Geistliche hatte eben mit der Trauerhause mit der Meldung erschien, daß die Leiche im Hause zurückgeblieben sei. Der leere Sarg wurde hierauf wieder aus dem Grabe gehoben und dann das eigentliche Leichenbegängnis abgehalten. Neueste Nachrichten. Berlin, 21. Oft. Die Rhederei des englischen Dampfers " Firsby", welcher bekanntlich in der Nacht vom 23. zum 24. Juni das Torpedoboot S. 42 überrannte und zum Sinfen brachte wobei der Kommandant des Bootes und telegraphiert wird, 100 000 mt. Entschädigung an das 3 Mann ihr Leben verloren, hat nunmehr wie aus Hamburg Reichsmarineamt gezahlt und somit die Schuld ihres Kapitäns anerkannt, die seinerzeit auch durch den Spruch des Secantes festgestellt worden war. Litterarisches. Als Buren- Festnummer erscheint diesmal die Berliner Illustrierte Zeitung", Nummer 42 vom 19. Oftober, die als Titelblatt eine prächtige Gruppen- Aufnahme der Burengeneräle Botha, Dewet und Delarey bringt. Diese nebst den in Nummer 43 folgenden aftuellen Aufnahmen werden vereinigt ein schönes Erinnerungsblatt an den denkwürdigen Besuch der Buren in Berlin bilden. Man erhält die Einzelnummern gegen Einsendung von 10 Pfg. und Porto durch die Haupt- Expedition, Berlin SW., Rochstr. 23. Abonnements nimmt für 10 Pfg. wöchentlich jede Buchhandlung, oder für 90 Pfg. pro November- Dezember jede Postanstalt entgegen. Geschäftliches. Für fidele Herren: Der heutigen Nummer unseres Blattes liegt ein Prospekt des„ Satyr" bei, auf welchen noch besonders aufmerksam gemacht wird. Offene Beinschäden, Krampfadergeschwäre, Hautfrankheiten und Lupus gehören zu den hartnäckigsten, langwierigsten Krankheiten. Alle, die darar leiden, machen wir heutigen Gesamtauflage beiliegenden Prospekt der Privatan dieser Stelle nochmals ganz besonders auf den unserer flinit Jürgensen in Herisau( Schweiz) aufmerksam. Selbst gänzlich veraltete Fälle wurden, wie der Prospekt schriftlich an die Privattlinit Jürgensen in Herisau aufweist, völlig geheilt. Man wende sich zunächst also ( Schweiz). Briefe nach der Schweiz kosten 20 Pfg. Porto. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr. 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern( Arbeitern Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 3 bis 6 geöffnet. Angebot der Arbeitnehmer: 1 Kutscher, 1 Taglöhner, 1 Schreibgehilfe. Nachfrage der Arbeitgeber: 1 Bau- und Möbelschreiner, 1 Haushälterin, 1 Branntweinbrenner, 1 Fuhrknecht. Marktbericht. Gießen, 21. Okt. Auf dem heutigen Wochenmarkt tofteten Butter per Pfd. 90-1.00 Mt. Sühnereier 1 St. 7-8 Pfg., Enteneier St. Erbjen per Liter 19 Big., Linien per Liter 32 Big., Tauben per Paar -00 Pfg., Gänseeier 1 St. 0-0 Bfg., Käse per St. 5-9 Pfg. mr. 0.60-0.80, Hühner per Stüd Mt 1.00-1 30, Hahnen, per Stüd Mt. 0,60-0.85, Enten per Stüd 2.00-2.30, Gänje p. Pfd. 50-65 Pfg, Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg., Rindfleisch per Bfd. 60-64 Bfa. Schweinefleiich per Bfo. 70-80 Bfg. Schweinefleisch gesalzen per Bfund 0.84 Bfa., Kalbfleisch per Pfd. 68-72 Bfa., Hammelfleisch per Pfd. 50-70 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 400-4.50 mt., Zwiebeln per 3t. Mt. 3.30-3.50, Milch per Liter 18 Vfa. welchem noch 4 Hilfslehrer beigegeben sind. Leider Winterschuldirektors, Herrn Courtin, wurde die Schule im vorigen Winter nur von 10 jungen Leuten besucht. Der streis hat ein neues Gebäude mit Direktorwohnung für diese Anstalt geschaffen und wendet alljährlich einen Kostenaufwand von 2500 Mark für diese Schule auf. Bei solch geringem Besuche ist dieselbe mit recht ein teures Institut zu nennen. Befähigung zum Betriebe des Hufbeschlaggewerbes L. Wezlar. Die nächsten Prüfungen in der findet hier am 9. Januar 1903 statt. sind 4 Wochen vorher mit den Gebühren( 10 Mk.) an Meldungen den Kreistierarzt einzureichen. plötzlich Herr Amtsgerichsrat Dr. Born. Dem Dahin- Möhren, pr. Bd. 10, Sellerie t. 5-15, Borre 5-8, Unterfohlgeschiedenen wird man in seinem Bekanntenkreisen das beste Andenken bewahren ** Wezlar. Am legten Donnerstag verstarb hier * Marburg, 18. Oftober. Auf dem heutigen Wochenmarkt tofteten: Butter, Pfd. 90-100, Hühnereier, 2 St. 15, Käse, pr. St. 10, Käschen, pr. St. 4, Hochfäse, pr. Pfd. 40, Käsematte, pr. St. 5, Kartoffeln, Pfd. 4, 100 Bfb. 200, Kohl 3 St. 10, Blumenfobl, 1 St. 25-40, Spinat, Bfb. 15, Salat, pr. Kopf 5-8, rabi, St. 8-10, Rüben, rote, 5. Aprikosen, Pfd. 60-70, 3wetschen, pr. Pfd. 25, vahnen, pr, St. 70-120, Hühner, 120-160, Enten, Gänse, Pfd. 55-60, Tauben, pr. St. 30-40, Reb, pr. Pfd. 70, Hasen, St. 200-350, Feldbühner, St. 80-100, Rabiese, pr. Pad 6-10, Merrettich, pr. Pack 10, 3wiebeln, Pfd. 8, Knoblauch, pr. Wirshina, pr. K. 10-25, Weintrauben, pr. Pfb. 50, Aepfel, pr. Pfd. 10-15, Bohnen, Pfd. 12-15, Rettich, St. 5-10 Pfennige. Konsumvereine gründeten heute hier eine Einkaufsver** Marburg, 20. Oktober. Gine Anzahl hessischer einigung mit dem Sige in Marburg. Morgen eröffnet nolle 5, intraut, pr. g. 10-40, Rotfraut, br. R. 10–40. der hiesige Konsumverein seine zweite Verkaufsstelle in dem nahen Dorfe Ockershausen. Berlin berufenen Geheimrat O.th in Göttingen ist Professor ** Marburg, 17. Dit. Bum Nachfolger des nach Hugo Ribbert in Marburg ernannt worden. Prof. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Amflicher Teil. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß der städtische Friedhof in der Zeit vom 16. Oktober 1902 bis 15. März 1903 von morgens 8 bis abends 5 Uhr geöffnet bleibt und daß die auf dem Friedhof verweilenden eine Viertelstunde vor Schluß desselben auf diesen durch ein Glockenzeichen aufmerksam gemacht werden. Gießen, den 17. Oftober 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Turnverein. Montag, den 27. Oktober d. J. abends 8% Uhr Generalversammlung in unserer Turnhalle. Tages- Ordnung: 1. Bericht, 2. Rechnungsablage, 3. Vorstandswahl, 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Spezialgeschäft in Beton Cement- Monier Rabiz, Asphalt Arbeiten, Asphaltplattenbelag, Wasserdichte Keller u. Behälter wird unter Garantie ausgeführt. Gießen, Hans Baer. Bahnhofstraße 8. Bahnhofstraße 8. 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