Nr. 244. Moonnement preis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., ns Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Montag, den 20. Oftober 1902. Gießener 11. Jahrgang. Injectionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 ẞfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Ferusprechanschluk Nr. 362. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen. Friedenspalmen. [ Politische Wochenschau.] ( Ein Bruderfuß. Der Reichskanzler als Friedensparlamentar Die Sprachverwirrung. Die Zivilliste als Einigungsamt. Rehabilitiert. Frieden in der Bajalleofahrt des ungekröntenneuen Welt.) - Am Donnerstag sah die Reichshauptstadt ein Schaupiel und eine Volkskundgebung seltener Art. Aus Paris waren die Burengenerale eingetroffen, die von einer dichtgedrängten Menschenmenge mit Hochrufen und Tücherschwenken begrüßt und die im Triumphzuge zu dem Hotel ,, Prinz Albrecht" geleitet wurden. Des Abends aber bei dem Festmahl offenbarte sich erst recht die Herzlichkeit der Empfindungen. Es war ein ergreifender Augenblick, als der Hofprediger Stöcker im Gebet die Hilfe des Höchsten für das Burenvolk anrief und als der Vorsitzende des Buren- Hilfskomitees den Wunsch aussprach, Gott möge das Heldenvolk der Buren nicht unfergehen lassen. Und die Generale selbst waren tief bewegt von dieser großartigen Kundgebung warmer Herzlichkeit und ein Mal über das andere Mal betonten sie ihre Stammesgemeinschaft mit dem blutsverwandten deutschen Volke. Als Dewet dann mit herzergreifender Einfachheit der Darstellung die Leiden seines Volkes und das durch den Krieg über sein eigenes Haus hereingebrochene Unglück schilderte, da mag doch wohl einen Augenblick eine heiße Empfindung gegen jene aufgewallt sein, die das südafrikanische Gebiet verwüstet haben. Aber die Generale selbst fanden die lindernden Worte. Es ist Friede, und der Friede soll gehalten Nerden, das war stets der Refrain ihrer Reden. Ob freilich die Volksgenossen auf heimischer Erde so denken und ob die Nachkommen der in den Konzentrationslagern von Elend und Schande heimgesuchten Frauen dermaleinst auch die Friedenspalme auf das Grab der gefallenen Helden legen, oder ob nicht vielleicht doch aus den modernden Gebeinen Rächer entstehen, wer wollte das heute sagen! Heute trägt das Volk die Friedenspalme. Mit dieser erschien auch der Reichskanzler am Ton nerstag im Deutschen Reichstage. Er hielt eine äußerst verbindliche Rede über den Zolltarif, unterließ es dabei allerdings nicht, einmal nach rechts wegen der erhöhten Forderungen und einmal nach links wegen der drohenden Obstruktion seine kleinen Seitenhiebe auszuteilen, aber er bleibt doch immer der glatte, verbindliche Herr. Zum Schluß war er wieder ganz der friedliche Parkettredner, der den streitenden Parteien mit Frie denspalmen naht. Und wenn man sich das Echo in der Presse ansieht, dann wird man herausfinden, daß man allenthalben an ein Gelingen der Zolltarifvorlage glaubt. Die Friedenspalmen werden bereits sichtbar. 7] Dr. Rumseys Patient. Roman von Dr. Halifax und T. L. Meade. Autorisierte Bearbeitung von C. Weßner. ( Nachdrud verboten.) Als Audrey die entseßliche Wahrheit endlich begriff, lachte er laut auf. Es war ein seltsam schauerliches Lachen inmitten der Brabesstille. Wieder griff er in die Tasche, aus welcher er eine Schachtel Streichhölzer brachte. Er zündete eins an und blickte bei dem ungewissen fargen Licht einige Augenblicke in das Antlik des Mannes, den er getötet. " Ich weiß nicht einmal seinen Namen", dachte er bei sich. Warum in aller Welt habe ich ihn getötet? Er ist wirklich tot, Der arme Mensch! Warum habe ich das nur gethan!" Er zündete ein zweites Hölzchen an und betrachtete ſeinen Stock. Das Ende desselben war mit einer Stahlzwinge versehen and jetzt mit Blut befleckt. " Ich muß ihn irgendwo vergraben", murmelte der Baron. Er blies das Streichholz aus und verließ langsam den Ort der schauerlichen That. Sein Gang war schwankend, unsicher. Plötzlich stand er vor einem sich lang hinziehenden Dickicht, in welches er den Stock schleuderte. Nachdem er dies gethan, beschloß er, nach Hause zu gehen. Ein seltsames Surren tönte in seinen Ohren, und in seinem Haupte wühlte und tobte es. Ihm war zu Mute, als werde er von bösen Geistern verfolgt. Er war überzeugt, daß, wenn er jezt die Augen erhob und vor sich hinblickte, das Gesicht des Erschlagenen vor ihm stehen würde. Es war noch vor Mitternacht als er über den Schloßhof ging, schlug es gerade zwölf. " Ich glaube, ich komme durch diese Geschichte in eine fürchterliche Lage", dachte Audrey.„ Ich hatte ja garnicht die Absicht, den armen Mann zu töten. Es war nur Notwehr, Selbstverteidigung. Hätte ich ihn nicht getroffen, so würde er mich getötet haben. Ob ich meinen Vater jezt noch aufsuche? Er ist Magistratsperson, er weiß am besten, was zu thun ist." Audrey ging dem Hause zu. Er wanfte wie ein Trufener. Hätte ihn jest jemand so im Dunkeln gesehen, er würde ihn faum erkannt haben. Nun öffnete er eine der Seitenthüren des mächtigen Herrenhauses. Die Audreys waren Frühaufsteher, die auch zeitig zu Bett zu gehen pflegten. Die Lampen waren alle ausgelöscht, das ganze Haus lag in tiefster Ruhe. Audrey_begegnete feiner Menschenseele, während er die Stufen hinaufstieg und zwei Korridore entlang schritt, um zu seinen Zimmern zu gelangen. An der Thür blieb er zögernd stehen Auch in dem benachbarten Desterreich wollte der leitende Staatsmann von Körber die Rolle des Friedensengels spielen. Er legte zu diesem Zwecke dem Hause den Gesezentwurf über die Sprache vor. Aber er hat dadurch das Gegenteil erreicht. Die Deutschen sehen durch die Vorlage grundsäßlich ihre Vormachtsstellung bedroht, und den Tschechen geht die Vorlage nicht weit genug. Beide Parteien danken also gleichmäßig für die Palmenspende. Ob schließlich auch der immer noch schwebende Ausgleichsstreit zwischen Desterreich und Ungarn einen anderen Verlauf nimmt, ist sehr fraglich. Die österreichische Regierung wollte anscheinend bei der Zirilliste ein Muster von Ausgleich geben, indem sie auf hälftige Teilung spielte. Aber auch das gefiel nicht, wie denn überhaupt der ganze österreichisch- ungarische Ausgleichshandel mit Deutlichkeit zeigt, daß in Geldsachen die Gemütlichkeit aufhört. Größere Erfolge hat der Friedensengel im Orient gehabt. Die türkische Rgierung hat durch ein Rundschreiben die Mächte auf die doppelzüngige Haltung des ungekrönten 3aren von Bulgarien" aufmerksam gemacht das wirkte. Jezt hat Ferdinand der Untertan brav seinem Lehnsherrn in Konstantinopel den Besuch angefündigt, er läßt die Grenzen bewachen und maßregelt die am Aufstand beteiligten Offiziere, und die Patriarchen und Exarchen der christlichen Kirchen mahnen die Gläubigen zum Gehorsam gegen die von Gott gesette Obrigkeit. Auch am serbischen Königshose steht eine Friedensbotschaft bevor. Der serbische Gesandte in Petersburg soll nämlich dem Gemahl der Königin Draga mitteilen, daß sein Besuch wirklich wegen Erkrankung der Zarin verschoben werden mußte. Man hat ja über die angeblichen Ungeschicklichkeiten des serbischen Gesandten seine eigenen Gedanken, aber da Alexander der Kleine sofort Miene zu einer politischen Frontveränderung gegen Rußland machte, so mußte der friedliebende Zar, nachdem er ursprünglich geneigt war, sich verleugnen zu lassen, schließlich sich selbst verleugnen, indem er wiederum dem König und der Königin die Hand zum Gruße bot. Das serbische Königspaar wird natürlich die dargereichte Friedenspalme mit großer Genugtuung hinnehmen. Auch in den Grubenarbeiter- Ausständen herrscht nun Ruhe; selbst die unbotmäßigen Amerikaner werden in nächster Woche wieder die Arbeit aufnehmen, nachdem die Grubenbesizer ihnen durch Zustimmung zu dem Plane der Einsetzung eines Schiedsgerichtes die Palme gereicht haben. Allerdings wurde die Berufung eines durch den Präsidenten der Vereinigten Staaten aus unparteiischen Kreisen zu berufenden Schiedsgerichtes verworfen, den Arbeitern kein Einfluß auf die Verhandlungen zustand. Nachdem aber die Besizer zugestanden haben, daß die Streitfragen vor einen aus In" Mein Vater schläft gewiß schon", murmelte er. Es hat feinen Zweckt, ihn zu wecken, um ihm die entsegliche Geschichte zu berichten. Er erfährt sie morgen noch zeitig genug." Dann trat er in sein Zimmer. Zu seinem Erstaunen erblickte er auf der inneren Schwelle ein Briefchen. Er hob es auf und erbrach es. Das Schreiben war von seiner Schwester Annie und lautete: " Lieber Robert! Ich war heute bei Wildensteins, wir haben zu morgen ein Picknick auf der Ebene verabredet. Da Du heute so zeitig zu Bett gegangen bist, schreibe ich Dir dies, damit Du nicht etwa morgen beim ersten Hahnenschrei aufstehst und irgendwo hingehst, von wo Du nicht zur Zeit zurück bist. Vergiß also nicht! Wir brechen um zwei Uhr nachmittags auf. Margarete fommt auch mit.- Deine Dich liebende Schwester Annie!" Audrey las das Briefchen mehrmals durch. Das ungestüme Klopfen seines Herzens ließ nach. Erschöpft sant er auf einen Stuhl, nahm den Hut ab und wischte sich den Schweiß von der Stirn. " Nicht um alles in der Welt möchte ich Margarete missen", flüsterte er inbrünstig vor sich hin. Ein sonniges Leuchten tauchte in seinen dunkelgrauen Augen auf. Kurze Zeit später lag er im Bett und war bald fest eingeschlafen. Er erwachte um dieselbe Zeit wie gewöhnlich, stand auf und fleidete sich an. Den Mord auf der Ebene und alles, was mit ihm zusammenhing, hatte er absolut vergessen- das Verhängnis seines Hauses hatte sich auf ihn herabgesenkt. Viertes Kapitel. „ Ach bitte, erzählen Sie mir von ihm, Herr Baron", sagte Margarete von Schönburg. Sie war ein sehr hübsches Mädchen, schlank und graziös von Gestalt, mit nachtschwarzen Sammetaugen, tiefschwarzem Haar und einer ganz leicht gebräunten Gesichtsfarbe. Sie befand sich ein wenig abseits von der Picknick- Gesellschaft, Robert von Audrey stand in ihrer Nähe. Sein Gesicht war bleich und hatte einen sanften, hingebenden Ausdruck. Was soll ich Ihnen erzählen?" fragte er. " Sie sagten doch, Sie hätten den Unglücklichen gestern abend noch gesprochen. Das Ereignis ist so furchtbar, und daß es gerade auf dieser Ebene hier geschehen mußte wo unser Vicknick stattfindet das ist mir geradezu schrecklich. Hätte ich das gewußt, ich wäre wirklich nicht mitgekommen!" " Der Mord wurde mindestens eine halbe Stunde von hier entfernt begangen", antwortete der Baron. Der Thatort liegt in der Nähe unseres Schlosses. Ich war heute früh mit meinem teressenten und Unparteiischen gemischten Schiedsgerichte erledigt werden, sind die besten Aussichten auf Erhal tung des Friedens vorhanden. Vielleicht erblüht sogar aus diesem Ausstande der Segen, daß das Spekulations fieber der amerikanischen Riesentruste durch die Wider. stände realer Verhältnisse gedämpft wird. Aus der Reichsbauptstadt. [ Nachdruck verboten.] CB. Berlin, 17. Oktober. Das Fleisch ist teuer, und der Winter kommt, wia müssen Kohlen kaufen: zwei Dinge, die dem sorgfamen Familienvater energisch an den Geldbeutel greifen und deshalb seine Gedanken beschäftigen können. Der Milchfrieg zwischen der Zentrale der Milchproduzenten und der Vereinigung der Händler tobt noch immer, und un gelöst ist die Frage: wer wird Sieger sein? wird es schließlich eine Verteuerung oder Berbilligung geben? eine Frage, die den Familienvater und die Fami lienmutter auch recht lebhaft beschäftigen darf, denn auch sie geht an das Portemonnaie. Der Reichstag ist zusammengetreten, und es naht die Entscheidung über den Zolltarif, der Reichskanzler hat eine wichtige Rede gehalten auch ein Gegenstand, der den poli tisch denkenden Staatsbürger teils aus diesen, teils aus jenen Gründen wohl interessieren könnte. Auch kommt die Zeit der Bälle und Bazare, Mütter und Töchter berlangen neue Kleider, und Vater fragt sich, ob er den alten Zylinder noch einmal aufbügeln läßt oder sich einen neuen zulegen soll- schwerwiegende Fragen des Kostenpunktes in diesen schweren Zeiten. Waren dies die Fragen, die in dieser Woche den Berliner Bürger beschäftigten? Bildeten sie das Thema der Unterhaltung, der Diskussion, den Gegenstand von Meinungsverschiedenheiten und Verständigungen? Nein! Alle diese Interessen wurden erdrückt, verschlungen, beiseite geschoben, erwürgt von dem einen Interesse: kommen die drei Burengenerale oder nicht? Wohin man fam, in den Familien, in den Gesellschaf immer ten, in den Wirtshäusern, auf der Straße dieselbe Frage, immer und immer die Buren und die Buren! Diese drei tapferen Helden aus dem stammverwandten Wolfe sizen tief im Herzen des deutschen Volkes. Die spizfindigen Erörterungen in den Zeitungen, warum aus der Audienz beim Kaiser nichts geworden ist, ob wirklich die Generäle einen Fehler gemacht haben du lieber Himmel! Sie sind ja keine Diplomaten ob irgend ein Vermittler sich ungeschickt benommen hat, ob die Engländer es nicht wollten, das alles hat uns ziemlich kalt gelassen. Der andre hört vor allem nur das Nein!" Mögen die Herren Diplomaten das unter sich ausmachen, und welches auch das Vater und einem unserer Bächter dort, man hatte die Belche lebo bereits fortgeschleppt. " Hat der Vorfall Sie nicht sehr erschüttert?" " Gewiß. Ich bedaure vor allem von ganzem Herzen be armen Everett." " Everett? Ber ist?" " Ein junger Mann, auf welchem der Verdacht des Morbes ruht. Es sprechen sehr gravierende Umstände für seine Schuld. Er und Franzius hatten am Abend zuvor einen Wortwechsel, unb Armitage, der Wirt von der Weißen Taube", behauptet, Everett sei erst nach zwei Uhr nachts nach Hause gekommen. Als er am Abend fortging, fagte er noch zu dem Wirt, er wolle seinen Freund Franzius aufsuchen, der in großer Aufregung das Wirts haus verlassen hatte. Was mag diese Aufregung wohl verursacht haben?" " Die alte Geschichte", versezte Audrey, indem er Margarete mit einem vielfagenden Blid anfah, vor welchem fie errotend die Augen fenfte. " Erzählen Sie mir", bat fie mit leiser Stimme, es intereffiert mich so sehr, es ist so unendlich traurig." " " Ja leider, es ist furchtbar. Kommen Sie, gnädiges Fräulein, nehmen Sie hier Blaz, oder wollen wir lieber ein Stück gehen Dort am Ende der Allee ist ein entzüdendes Ruhepläbchen." " Gehen wir dorthin", entschied das junge Mädchen. Sie ging voran. Der Baron folgte ihr. Unablaffig rubten seine Dunklen Augen auf der schönen, eleganten Gestalt, die vor ihm einherzuschweben schien, so leicht und anmutig war ihr Gang Einmal drehte sie sich um und blickte Audrey mit den herrlichen, schwarzen Augen lächelnd an, daß deffen Herz ungeftum Hopfte Jegt war man an einem Streuzweg angelangt; Audrey trat raich neben das junge Mädchen. " Hier ist ein schönes Ruhepläßchen für Sie, gnädiges Fräulein. Sehen Sie die entzückende Moosbant, die einen förmlich zum Sißen einladet!" ihm empor. Margarete nahm Blaz und blickte liebenswürdig lächelnd m Sein heißer Blick verwirrte fie; fie schlug die Augen nieber, ihre Lippen bebten leise. Troy des Warum sind Sie so blaß?" fragte der Barou " Ja, das kann ich taum erklären", erwiderte fie. herrlichen Tages und der köftlichen Luft fühle ich mich feltfam bedrückt. Wie ein Gefühl der Angst liegt es über mir. Es mag thörichter Aberglaube sein, aber ich balte es für ein llugläd, ein Picnic auf der Ebene abzuhalten, auf der fürz zuvor ein Mod begangen wurde." Weltteile, einen Hemdenknop it eb mehrerer solcher rette, eine Harmonika oder ein pistolchen für die Uhrund dabei befaßte wie er sich selbst einer fich immer gleichzeitig mit dem Artikel. Dieses Geschäft brachte ihn einkommen von zwanzigschäßte, burchschnittlich o Howart war auch meines, nichts chrifties non sich gab, sich nur der wirklicher Täuschung oder auf Betrug beruhte, nichts Ge ihm aus Kaffeebohnen famen als fünftviel mehr. Die fabriptsächlich ein syrenmann, und noch daß er nie etwas Schreibmaschine bediente teine gefährlichen Spieler ien; seinem Namen schenherzen in jeder Beziehung. dieser dämonischen Kunst Gebrauch. ins Parlament gewählt zu werden, er hätte sich Hätte er noch höher hinaus gewollt, bedeutenden Menschen Kandidat aufstellen zu lassen brauchen. Er that es nicht. teilhaftig zu werden, die ein bederlicher erreichen kanng Es wäre ihm ein Leichtes gewesen, der höchsten Ghre nicht verschlossen unzählige Aber nie machte er von Wochen führte er ranch, bie er gar nicht wiederges zehn Jahren heiraten, sehen, als seine Frau hinein. wenn sich die Angaben als unrichtig erweisen- aber es Versöhnungsversuche wieſen ſie zurück hochter wax sechs in England kann das en oder der ,, Mann mit sech Legitimation ist dazu nötig, nur zwei Trauzeugen, und nur Die Eltern waren außer sich, sowarts wiederholte elterliche zu bestechen war hier nichts. ungiltig und kommt iamond ist die feine Ergebnis sein wird, uns gilt es gleich. Aber ob die Generäle nun ihre Reise nach Berlin ganz aufstecken würden, ob sie vielleicht mit Groll gegen uns im Her zen von Europa scheiden würden, das war die Frage. Was war das für eine Ueberraschung, als plößlich eines Morgens es hieß: Louis Botha ist angefɔmmen! Es war falsch, und es war richtig. Es war Louis Botha, aber nicht der richtige, nicht der General, sonderne der ,, Kommandant", so etwa eine Art Oberst. Louis Botha" hatte er ins Fremdenbuch geschrieben, ohne Titel und Würden, und Tressen und Schnüre hatte er am Kragen auch nicht gehabt. Da hatte dr Oberfellner gedacht, es wäre der vielgenannte General. Es war aber nur sein Nesse, und er war gekommen, um sich zu erfundigen, ob er sich im deutschen Südwestafrika ansiedeln könne. Er ist wieder abgereist, und wir haben nicht erfahren, wie die Antwort gelautet hat. Aber nun sind sie wirklich gekommen, die drei Unbesiegten, Botha, Dewet und Delarey, und sie haben ihren Einzug gehalten wie Triumphatoren. War das ein Em pfang! War das eine Begeisterung! Schade, wer da aus diplomatischen Gründen abseits stehen mußte. So ist s. 3t. selbst unser Waldersee nicht empfangen wɔrden nach dem Chinafeldzuge, wie diese drei Bauernsöhne, die doch ihr unglückliches Vaterland gegen die Uebermacht nicht behaupten konnten. Das erlebt zu haben, dabei gewesen zu sein, das ist etwas wert. Waren das unsere nüchternen, ironischen, skeptischen Berliner, die Delarey auf ihren Schultern die Bahnhofstreppe hinuntertrugen? die Botha mit Blumen bewarfen? die Dewet die nervigen Fäuste füßten? War das das kalt verschrieene Volk, das die Wagen der drei Helden umdrängte, so daß es ihnen eine Viertelstunde lang unmöglich war, abzufahren? Dieses brausende, sich stets wiederholende Hurra, das alles übertönte, Schnauben der Lokomotive, die wohlgesezte Begrüßungsansprache, die dankende Erwiderung, die Rufe der Bahnbeamten und der Schußleute, war das ein Gefühlsausbruch überschwenglicher Italiener oder waren es unsere Berliner? als das Und der Berliner ist bekannt dafür, daß er selbst bei feierlichen Gelegenheiten seinen oft recht bösen Wiz nicht zu Hause lassen kann diesmal fehlte er. Keine bissige, keine satyrische, nicht einmal eine harmlos humoristische Bemerkung wurde laut, feierlicher Ernst war der Grundton bei allem Enthusiasmus. Erst spät in der Nacht vor dem Hotel, nach Gesang und Ansprachen vom Balkon herab, erst dann, als die Polizei meinte, es sei wohl nun genug, da kam der Humor zur Geltung, und es erklang das vergnügte Lied: ,, Nach Hause, nach Hause, nach Hause geh'n wir nicht!" Auch die Polizei zeigte sich ihrer Aufgabe gewachsen, indem sie keine unnüßen Scherereien machte, im Gegenteil fördernd und helfend eingriff, wo es nötig war. War es doch ein hoher Polizeibeamter, der ins Hotel ging und den Burengeneralen den Wunsch des Volfes übermittelte, sie möchten sich am Fenster oder auf dem Balkon zeigen! Wo hätte man früher so etwas gehört? Der Berliner wird mündig und darüber kann sich schließlich ganz Deutschland freuen. Berlin ist ja nicht die Stadt der Berliner, sondern die Stadt der Zugezogenen aus allen Gauen des Baterlandes. Politische Nachrichten. Berlin, 20. Oktober. Nach einem Wiener Telegramm fanden in der Olmüzer Handelskammer gestern Standa le seitens der Tschechen statt, um die Konstituierung der Kammer und die Wahl des Präfidiums zu verhindern. Nach Eröffnung der Sizung begannen die Tschechen gellend zu pfeiffen und mit Glocken zu flingeln und unternahmen einen thätlichen Angriff auf die Präsidiums- Tribüne, um den Alterspräsidenten Nitsch herab zu drängen. Bei Abgabe der die Stimmzettel für die Präsidentenwahl warfen die Tschechen papierne Stickbomben mit Chlorkalt und Schwefelsäure in den Saal. Stinkender, dichter Rauch entstand, sodaß die Fenster geöffnet werden mußten. Dann begannen sie ein Handgemenge und eine Prügelei, Als die Wahl des wobei sie den Kürzeren zogen. Olmützer Bürgermeisters Brandhuber zum Präsidenten verkündet wurde, fingen die Tschechen an, diesen zu be= schimpfen. Bei der Wahl des Vicepräsidenten warfen fie ebenfalls Stickbomben und rissen die elektrischen Lampen ab. Schließlich zogen sie unter Wutgeschrei und unter Protest gegen die Wahl ab. Der anwesende Regierungs- Kommissar hatte vergeblich versucht, die Der HandelstammerRuhe wieder herzustellen. sekretär Dr. Hönig fiel vor Aufregung in Ohnmacht und mußte hinausgetragen werden. Er fam lange In die Kammer wurden 48 nicht zum Bewußtsein. Deutsche und nur 10 Tschechen gewählt. Berlin, 20. Dft. Unter dem Vorsiz des Geh. Obermedizinalrats Prof. Dr. Kirchner fand gestern im Bürgersaal des Rathauses unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung aller Schichten der Bevölkerung die konstituierende Versammlung der deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung von Geschlechts- Krankheiten statt. Verschiedene Regierungs- Behörden hatten zu der Sigung Delegierte entsandt. - Das russische Allianzangebot an die Türkei. Aus London kommt die Meldung von einem Allianzangebot Rußlands an die Türkei. Rußland habe seit einiger Zeit mit Beunruhigung bemerkt, daß der dominierende Einfluß in der Türkei der Deutschlands ist und daß der russische wie der englische Einfluß in Konstantinopel nur noch der Schatten von dem sind, was fie früher waren. Namentlich fommerziell ist die Türkei in den Händen Deutschlands. Rußland ist strategisch der Türkei gegenüber in sehr starker Stellung, aber leider hat es fein Stapital, um seine Pläne zu betreiben. In dieser schwierigen Lage richten die russischen Staatsmänner ihre Blicke auf England und glauben, wenn englisches Stapital ebenso für die Entwicklung der Türkei interessiert werden fönnte wie das deutsche, dann fönnten Rußland und England in gemeinsamer Arbeit dem deutschen Einflusse zunächst ein Gegengewicht bieten und ihn vielleicht schließlich verdrängen. Von einer ersten Autorität wird mir versichert, daß Rußland nur zu gern England auf halbem Wege entgegenkommen möchte, um Deutschland seinen vorherrschenden Einfluß im Yildizkiosk durch friedliche Mittel zu entreißen. Paris, 20. Oft. Ministerpräsident Combes ließ dem Erzbischof von Bordeaux, der morgen in Audienz empfangen werden sollte, mitteilen, daß er ihn nach seiner Teilnahme an einer Manifestation gegen die Regierung nicht mehr empfangen tönne. Auch der Direktor der Kultusabteilung im Ministerium des Innern stellte jeden Empfang der Bischöfe ein, die den Protest gegen das Vereinsgesetz unterzeichneten. Aus Madrid wird telegraphiert, daß Nachrichten aus Tanger zufolge der Sultan allen Ingenieuren, Photographen, Telegraphisten und anderen in Dienst genommenen europäischen Beamten die sofortige Abreise aus Fez anbefohlen hat, um den religiösen Fanatismus der Bevölkerung zu beruhigen. Die Maßregel wird als ein Beweis dafür aufgefaßt, daß die innere Lage des Sultanats sich verschlechtert hat. Rom, 20. Ott. Das„ Berl. Tagebl." meldet aus Rom: Einem römischen Blatte zufolge wird der Zar vor Ende des Jahres dem König Viftor Emanuel seinen Gegenbesuch abstatten. London. Hier tritt die Meldung über eine Verpachtung der portugiesischen Kolonien an England auf. Thatsache ist, daß England jezt nicht daran denft, irgend welche portugiesischen Kolonien zu pachten, da England mit Portugal so start liiert und alliiert ist, daß die portugiesischen Kolonien ihm zu allen militärischen und fommerziellen Zwecken fast so offen stehen, als ob sie die eigenen wären. Auch hat Portugal jezt gar keine Veranlassung, etwas von seinem Kolonialbefiße zu verpachten. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Der Großherzog empfing u. A. am Samstag den Professor D. Krüger, Rektor der Universität Gießen, den General der Infanterie v. Lindequist, kommandierenden General des XVIII. Armeekorps, und den Oberlehrer Völzing, Rektor der höheren Bürgerschule in Hungen. ** Der Großherzog hat den Kammermusikern Karl Buchner, Georg Feldhaus, Adolf Kugler, Ludwig Lerch, Johannes Ströher und Ludwig Sulzmann das Ehrenzeichen für 25 Jahre Hofdienst verliehen. * Professor Dr. Biermer spricht nächsten Mittwoch zu Wetzlar in der dortigen Lefevereinigung über„ Die deutsche Reichsbank". " ** Der Lektor an der Universität Gießen, Monsieur Goetsch h, wird morgen, Dienstag, in der Aula des Gymnasiums zu Worms mit seinen französischen Vorträgen und Rezitationen beginnen. Ueber den ersten Rezitationsabend, den Herr Goetschy kürzlich in Mainz hielt, schrieb der„ Mainzer Anzeiger" u. A.:„ Es war erstaunlich, über welche Skala von Tönen Herr G. verfügte, mit welcher Selbstverständlichkeit er Mienen- und Gebärdenspiel handhabte, wie sicher er in den humoristi schen Stücken die Grenze vermied, die ihn zur Bosse geführt hätte. Die ausgewählten Stücke boten Jedem geführt hätte. Die ausgewählten Stücke boten Jedem etwas. Ein Brief der„ preziösen Mme. de Sevigne er öffnete den Reigen der Darbietungen und schlug somit geschickt die Brücke vom Hotel de Rambouillet zur neueren Zeit. Taine's zum Teil sehr boshafte Apercus über die Pariser und Pariserinnen stellten Anforderungen an die Zuhörer, denen die zahlreich erschienenen Schüler nicht gewachsen waren. Dagegen erwiesen sie sich verständnisvoll und dankbar gegenüber den Stücken von Lafontaine und V. Hugo, die der französischen Tradition entsprechend vorgetragen wurden. Etwas für Feinschmecker waren die schwermütigen, eigenartigen Lieder von P. Berlaine. Für den Berichterstatter gab Herr Goetschy damit die entscheidendste Probe seines Talents: bollfommen wußte er ihren Stimmungsgehalt zu erschöpfen, und das will viel sagen. Bei der Mehrzahl der Erschienenen schoß der Vortragende mit seiner piece de resistance", Daudet, Les Vieux, den Vogel ab. Es war aber auch gar zu vergnüglich, ihm zuzuhören- und zuzusehen!" ** In Sachen der Klinikbauten, so wird der Kleinen Presse" von hier geschrieben, dieser auch für die Entwickelung unserer Stadt überaus wichtigen Angelegenheit, scheint ein Stillstand eingetreten zu sein. Es geht das Gerücht, daß es nur an den beiden Sachverständigen der Lokalkommission liegt, wenn die Sache berständigen der Lokalkommission liegt, wenn die Sache einen schleppenden Gang angenommen hat. Es dreht sich um die Abgabe eines Gutachtens über den Wert des zu enteignenden Geländes. Würde der Fall prompt erledigt, so hätte der Staat den Winter über Gelegenheit, auf der Baustelle unserer Kliniken hunderte von Arbeitern zu beschäftigen. Schon aus diesem Grunde sollte man alles thun, um die Angelegenheit so schnell wie möglich zu fördern. M. Zur Immatrikulation sind Anmeldungen vom 27. Oftober ab an Wochentagen von 9 bis 12/2 Uhr beim Universitätssekretariat, Bismarckstraße 22, zu machen. Für den Umtausch der Legitimationsfarten ist außerdem noch die Zeit von 3 bis 5 Uhr Nachmittags reserviert. ** Die diesjährige Prüfung der Kreisamt&- gehilfen und Kreis amts- Bureauvorsteher nimmt Mittwoch, 26. November, Nachmittags 3 Uhr, im Signngssaale des Provinzial- und Kreis- Ausschusses, Neckarstr. 3 in Darmstadt ihren Anfang. Meldungen zu dieser Prüfung sind schriftlich unter Beifügung der erforderlichen Belege und Beugnisse, sowie eines selbstverfaßten Lebenslaufs bis spätestens zum 15. November d. I. bei dem Sekretariat Großh. Ministeriums des Innern einzureichen. Gesuche um Bu von 1 Mt. 50 Pfg. lassung zu dieser Prüfung unterliegen dem Eingabestempel * Neue Reichsbanknebenstelle. Am 1. Nobember d. I. wird in Dirschau eine von der Reichsbankhauptstelle in Danzig abhängige Reichsbanknebenstelle mit Rasseneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet R. Die schriftlichen Arbeiten für die juristische Fakultätsprüfung sollen in der Zeit vom 20. Oft. bis 3. November stattfinden. Dec lezte Termin der Meldung zum theologischen Fakultätsexamen ist der 10. November. ** werden. K. P. Fernsprechverkehr. Vom 1. November ab ist Gießen zum Sprechverkehr mit Barmen, Beurath, Bochum, Borbeck, Düsseldorf, Elberfeld, Essen( Ruhr), Gernsheim, Langenberg( Rheinland), Neuß, Neviges, Ratingen, Steele und mit den in der Nähe dieser Orte gelegenen öffentlichen Sprechstellen zugelassen. ** Der Marineverein beging am Sonntag sein 10jähriges Stiftungsfest. Am Abend vorher wurde die Feier durch einen Herrenfommers im Lenz'schen Felsenkeller eingeleitet. Die Hanptfeier fand im Steins Garten statt. Die Festräume waren dicht besetzt. Der Verein hatte aber auch für eine sehr abwechslungsreiche Unterhaltung gesorgt. Nach einer recht begeisterten Ansprache des Vorsigenden wurden Huldigungstelegramme an den Großherzog nnd den Prinzen Heinrich von Preußen abgesandt. Die eingelaufenen Antwortstelegramme erregten natürlich großen Jubel. Der Großherzog ließ in folgender Weise danken: Königl. Hoheit lassen für die Huldigung bestens danken. General- Adjutant. Die beiden zur Aufführung gelangten Einafter" Die Musterung auf dem Meeresgrund" und" Die Seemannsbraut" wurden von den Mitwirkenden in recht frischer Weise gegeben. Gegen 12 Uhr begann der Tanz, welcher bis zum frühen Morgen anhielt, und den Festteilnehmern noch viele vergnügte Augenblicke brachte. Prinz Heinrich danfte mit folgendem Telegramm: Für die mir vom Marine- Verein Gießen übersandte Depesche, anläßlich des 10 jährigen Stiftungsfestes des Vereins sage ich meinen aufrichtigsten Dank, mit welchem sich die besten Wünsche für weiteres gedeihen des MarineVereins verbinde. Heinrich Prinz v. Preußen. ( J.) Sänger- Ausflug. Als s. 3t. die Notiz durch die hiesige Presse ging, der Gesangverein äcilia- Lich wolle in Gemeinschaft mit den Gießener und benachbarten Sangesbrüdern einen Ausflug nach dem Dünsberg unternehmen, wurde dieses Vorhaben mit Freuden begrüßt. Um so größer war die Enttäuschung, als der Plan aufgegeben wurde. Als Ersat für den großen verunglückten Dünsberg- Ausflug gaber sich nun gestern Nachmittag die Gießener Gesangbereine mit der Licher„ Cäcilia" ein Rendezvous im Schipfapaß. Nachdem man sich genügend restauriert hatte, ging es in corpore nach der Liebigshöhe, wo in dem großen Saal bald frögliche Stimmung herrschte. Die Licher Sänger gaben einige recht schön gesungene Lieder zum Besten, der Gesangverein„ Heiterkeit" und der ,, Bauersche" schlossen sich an. Gegen 7 Uhr begann der allgemeine Aufbruch zurück nach dem Schipkapaß, wo ff. Speisen und Getränke den Weg alles irdischen wanderten. Mit dem 8 Uhrzug dampften die Licher Sänger der Heimat zu, yoffentlich mit dem Gefühl, bei den Gießener Sangesbrüdern heitere Stunden verlebt zu haben. Vivante sequens! ** Der Stabstrompeter erzielte gestern im hiesigen Stadttheater einen vollen Erfolg. Man kann der Di rektion für diese Inscenierung nur gratulieren. Ramseyer, Gerlach und auch Zoder waren perfekt in ihren Rollen; großen Beifall erzielten die Fräulein Sieg als " Frau Mampe" und Frln. Brücher als die Amalia. Eine Wiederholung dieses Stückes wird man gern sehen. A Schlägerei. In der Nacht auf Sonntag gegen 22 Uhr fand eine starke Schlägerei zwischen jungen Leuten am Marktplatz statt. Die Polizei war gleich zur Stelle. ** Fräulein Ihring aus Lich hat zwecks Erbauung eines Krankenhauses der Stadt ein an der Stadtkirche gelegenes Haus geschenkt. Eine Scanfenschwester wird vorläufig darin Wohnung nehmen. - ** Man schreibt dem ,, Darmst. T.- Anz.": Nach längerer Pause des Harrens und Buwartens zirfuliert zur Beit wieder eine Eingabe der älteren Pensionäre des Staatsdienstes an Se. Kgl. Hoh. den Großherzog, um eine endliche Ausbesserung ihrer, zum größten Teile einer lange entschwundenen Zeit angepaßten Pensionsbezüge, im Anschlusse an die bereits seit einigen Jahren ihren aktiven Kollegen, in Berücksichtigung der vielseitigsten Preiserhöhungen", zuteil gewordenen Gehaltsverbesserungen. Daß diese hochst leidige Frage zunächst für die Zahl der kleineren Pensionäre eine wagrhaft dringliche und hochnotpeinliche ist, und daß dieselbe andererseits in ihrer Wiederaufnahme ebenso billig als gerecht erscheint, darüber besteht schon längst fein Zweifel mehr. Erscheint doch die endliche Lösung dieser peinlichst verschleppten Frage im eminenten Sinne als eine Ehrenfache mit der sich doch endlich auf berufener Seite abgefunden werden müßte. Mache man daher mit den ältesten, am längsten pensionierten resp. geringst dotierten Pensionären in Richtung der Ausbesserung den Anfang, und lasse man die besser Situierten der Betenten jenen folgen. Hat man auf berufener Seite zum erlösenden Handeln den guten Willen, dann müssen sich auch im Sinne der im letzten Landtage von unserem verehrten Herrn Oberbürgermeister ausgesprochenen Meinung für eine als gerecht und billig erfundene Sache Noch glaubt das ge auch die Mittel" finden lassen. lichtete Häuflein der ergrauten Petenten an den guten Willen zur helfenden That. - The Fatt £ 1 Glüd doch ihm, von Klav man fich t gega auf werd fern Toch hina Bur lette Ding den, dan dan hübj berle habe bon wie: Star noch feine How eine ten Lewi mit i durd auch men auch Fin doch er lo der.