Nr. 295. Moonnement preis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., ine Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obft- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Donnerstag, den 18. Dezember 1902. Gießener 11. Jahrgang. Zasectionsvreis: Die einspaltige Petitteile für Gießen wie ganz Oberbessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pig. font 15 Big.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pig Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen. Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen and Um ung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh Bürgermeisterei Gießen und a derer Behörden von Oberhessen. Amerika im Bunde mit Venezuela? Der Dreibund gegen Venezuela ist eine Tatsache Italien hat in Washington, London und Berlin offiziell mitgeteilt, daß es die englisch- deutsche Aktion gegen die südamerikanische Gaunerrepiblik mitmache. In Washington Dat man gegen das Vorgeher der Italiener nichts einzurvenden gehabt, und auch sonst befleißigt sich die Union einer forreften Haltung. Nichtsdestoweniger verlautet, daß Das Washingtoner Kabinet den Präsidenten Castro insge heim zum Widerstande ermatige. Auch die Präsidenten Don Chile und Argentinien haben sich nicht verfagen können, an Castro Sympathietelegramme zu schicken. Ju Washington soll man das mit Mißvergnügen aufgenommen haben: angeblich fürchtet man, Chile oder Argentinien könnten bei dieser Gelegenheit die Vorherrschaft in Südamerika anstreben, was der Union nicht genehm wäre. Es giebt aber Leute, welche meinen, daß Amerika selbst bei diesen Sympathietelegrammen die Hand im Spiele habe, um sich schließlich in seinem eigenen Interesse zur Einmischung gezwungen" zu sehen. Tatsache dürfte sein, daß man in Washington trotz der äußerlich bewahrten Forretten Haltung das Auftreten Englands und DeutschLands unlietjam empfindet. Als ein Symptom dafür, baß Amerita sich allmählich auf eine Einmischung vorbereitet, darf eine amerikanische Note au Deutschland gelten, die am Mittwoch in Berlin einging. Nachdem bas amerikanische Kabinet am Tienstag lange beraten und auch Präsident Roosevelt mit dem Staa'sseiretär des Plenßeren Hay lange verhandelt hatte, beauftragte Hay den amerikanischen Botschafter in Berlin, die deutsche Regierung um eine genauere Definition des Unterchie des zwischen triegsmäßiger und friedlicher Blockade zu ersuchen. Die ameritanische Regierung habe niemals der Doktrin zugestimmt, daß Häfen blockiert werden könnten, ohne daß Strieg bestehe. Wenn die Blockade Benezuela gegenüber durchgeführt werden sol.e, so würde dazu eine formelle Kriegserklärung nötig sein, Die zweifellos die öffentlih Meinung derartig erregen würde, daß die ameritanische Regierung nicht fänger untätiger Zuschauer in Venezuela bleiben fönnte. Ein Mitglied des Nabinets hat nach der Sigung erklärt ,, wenn Deutschland und England auf der Aufrechterhaltung der friedlichen Blockade bestehen und Dabei etwa amerikanische Schiffe am Einlaufen in venezo lanische Häfen verhindern sollten, so könne das sehr ernste Folgen haben. Nach einer weiteren Weldung aus Washington wird unter Admiral Dewey über Weihnachten eine starke ime rikanische Flottenmacht tei Trinidad konzentriert sein. 47] Dr. Rumseys Patient. Roman von Dr. Halifar und T. L. Meade Autorisierte Bearbeitung von C. Wegner. ( Nabbrud veren.) Vincents Gesicht überflog eine brennende Nöte. " So, fo, andere Leute denken also, sie hat ein Geheimnis", murmelte er vor sich hin. Und laut fügte er hinzu: „ Darf ich um Ihren Namen bitten?" " Ich heiße Frau Evereit und bin die Mutter jenes unglücklichen Mannes, den man des an verberi Franzius begangenen Mordes beschuldigt und verurteilt hat!" " Ah, ah!" machte Vincent erstaunt." Das ist aber schon lange her. Wir haben das hier schon fast vergessen. Sie thun mir sehr leid, Frau Everett, wirklich unendlich leid! Es war ein schrecklicher Tag für Sie, als Ihr Sohn " Mein Sohn ist unschuldig, lieber Mann!" unterbrach ihn Frau Everett heftig. Und ihre Frau wäre nach meiner Ansicht wohl in der Lage, diese meine Behauptung zu beweisen, wenn fie nur wollte." " Nein, nein, liebe Frau, da irren Sie sich", sagte Vincent langiam. Was sollte Hetty wohl wissen?" " Sie wollen mir also nicht helfen?" " Das habe ich nicht gefagt. Es ist schon sehr spät, meine Frau fühlt sich nicht wohl. Sie müssen schon entschuldigen, aber ich muß ihr folgen." Bincent cilte schnellen Schrittes über den weiten Rafenplak. Nach einer Beile blieb er stehen und schaute suchend nach rechts und links. Plötzlich vernahm er ein leises Rascheln aus einem nahen Gebüsch- Hetty stahl sich vorsichtig aus dem tiefen Schatten hervor. Bringe mich nach Hause, Georg, ich habe hier auf Dich gewartet", sagte sie leise. „ Na, weißt Du, das sind mir aber merkwürdige Geschichten", gab ihr Mann mißmutig zurfid." Da ist eine Dame, Frau Goerett heißt fie, bie sagte mir doch lassen wir das. Sage mal, Hetty, was hait Dit mit dem Baron zu thun? Aber die Wahrheit will ich wissen! Hörst Du?" Mit dem Baron? Nichts! Was sollte ich mit ihm zu thun haben? Ich freute mich blos, inn wiederzusehen." So, hm! nd warum taumeltest Du, als wolltest Du ohumächtig werden?" Es war die drüdende Hize in der Schenne, Georg!" Englands zweideutige Haltung. In England möchte man gern zurück, und es hat den Anschein, als suche England nur eine passende Gelegenheit, seinerseits sich aus der Affaire zu ziehen und Deutschland und Italien allein die Suppe, die man gemeinsam eingebrodt hat, auslöffeln zu lassen. Zwar haben englische Minister erklärt, England fönne nicht zurück, sondern müsse an Deutschlands Seite und mit diesem gemeinsam die Sache zu Ende führen. Troßdem aber wird England, wenn nicht alle Zeichen rügen, irgend einen Anlaß vom Zaune brechen, um auf mög lichst gute Art zu retirieren. Geschieht Da3, so wird sich kaum vermeiden lassen, daß die heute zwischen der Union und der Exekutionsmächten bestehenden, trot aller Ablengnungen nicht unbeträchtlichen Meinungsver schiedenheiten z. B. über die Blokade zu ernsteren Auseinandersetzungen und mindestens zu einer Verstimmung zwischen Deutschland und Jialien einerseits und den Vereinigten Staaten andererseits sich auswachsen. Eine derartige Entwickelung, so nerfreulich sie wäre, wird zweifellos die deutsche Politik auf dem Posten sinden. An der strikten Turchführung der Blokade hält man in Berlin fest. Kaiser Wilhelm hat angeordnet, daß die deutschen Schiffe in der oftamerikanischen Gewässern fortan eine eigne Kreuzerdivision bilden solle. Der deutsche Kommandant vor Venezuela, Kapitän Scheder, triti damit unter den direkten Befehl des Kaisers. Neue Schiffe zur Bildung der Division in die amerikanischen Gewässer zu entsenden, wird nicht beabsichtigt. Die sonstigen Nachrichten aus Venezuela sind nur spärlich. Bei dem Bombardement auf Puerto Cabello saßen bei der, Charybdis" ein.r, bei der ,, Vineta" zwei Schüsse aus den Forts. Es heißt, daß einer von den Offizieren der Vineta" durch eine Kugel von der Küste getötet wurde. Die ,, Vineta" traf in Willemstad mir der Flagge auf Halbmast ein. Gegen Deutschland wird von venezolanischer Seite die Verdächtigung verbreitet, Deutschland wolle die venezolanische Margeritainsel annettieren. In Amerika sorgt die„ gelbe" Presse natürlich dafür, daß die Nachricht Glauben findet. Ueber die inneren Zustände in Venezuela ist nichts beſtimmtes zu ermitteln. Nach der einen Metdung geht in Caracas alles drunter und drüber, und Präsident Castro habe mit dem Ausbruch einer neuen Revolution zu rechnen. Eine andere Meldung aber sagt, die Rebellengenerale Hernandes und Paredes seien in Caracas angekommen und hätten Castro ihre Dienste angeboten. Der Aufstand sei gebrochen, Castro werde vom Volke bejubelt, das entschlossen sei. Widerstand bis ans Ende zu leisten. Alle Studenten treten in die Armee. " Haha! Natürlich!" lachte er auf. Hier, nimmt meinen Arm, laß uns fort von hier, uach Haufe!" Die Stimme Bincents flang foroff und hart. Er zerrte Hettys Hand mit nicht gerabe fanft zu nennenber Bewegung durch seinen Arm und ging so schnell weiter, daß fie faum mit ihm Schritt zu halten vermochte. " Ich kann nicht so schnell, ftöhnte ste leise. Meine Seite Schnierat Du denkst wohl, außer Deinen Seitenschmerzen giebt es gar feine anderen Schmerzen in der Welt", sagte ihr Mann bitter. Es giebt schlimmere Schmerzen, das kann ich Dir verfichern!" Was meinst Du damit, Georg? Wie raub und seltsam Du sprichir!" Ja, vielleicht weiß ich mehr, als Du denfit", entgegnete er Γάτος. Mehr als ich dente?" fragte sie erschreckt. Ich wüßte nicht, was das sein tönnte." " f So? Du wüßtest nichts? Na, vielleicht tenne ich jest den Grund, weshalb Du feinen Fuufen Liebe für mich übrig haft weshalb Dein Herz mir verschlossen bleibt! Bielleicht habe ich endlich den Schlüffel zu diesem Geheimnis gefunden?" Georg, Georg, Du weißt, ich würde Dich lieben ,, wenn ich es fonnte!" Bielleicht habe ich den Schlüssel zu dem Geheimnis gefunden, wiederholte der Bächter nachdrüdlich. Ich bin fein schlechter Kerl- wahrhaftig nicht ich bin auch nicht bäßlich iveder an Leib noch an Seele- ich habe Dir alles gegeben, was ich zu geben hatte- aber nie, feit mir berbeiratet sind, haft Du mir auch nur ein einziges Mal aus freien Stücken einen Kuß gegeben. Und nie nie hast Du mir ein liebevolles Bort gesagt solche zärtlichen Worte, wie sie von selber über die Lippen anderer junger Frauen foumen. Du bist wie eine, die ein schweres Geheimnis auf ihrer Seele heruinträgt. Na, vielleicht habe ich heute erraten-" Es ist aber nichts zir erraten!" rief Henty, während ihr aierlicher Störper erbebte und eine wahnsinnige Angst sich ihrer bemächtigte. " So? Sft nichts zu erraten? Weshalb verlangtest Du denn, den Baron allein zu sprechen?" „ Mein Gott, was was willst Du damit fagen?" Mache teine Ausflüchte, sage ich Dir! Ich weiß, ganz gentau, was ich sage. Stelle Dich nicht so dum! Bei mir verfängt das nicht mehr! Ich ging durch eine andere Seitenthür, Weitere Ersatzansprüche haben Belgien und Spanien bei Castro angemeldet, beide Staaten betonen, daß sie auf Grund ihrer Meistbegünstigungsverträge mit Venezuela Vezahlung ihrer Ansprüche verlangen. sobald die Forderungen der anderen Mächte bezahlt werden. Taß der der italienische Gesandte Caracas am Mittwoch verlassen und den Schuß der italienischen Interessen ebenfalls dem amerikanischen Gesandten übertragen hat, ist die selbstverständliche Folge des italienischen Ultimatums, das, beiläufig gesagt, die Zahlung von 24 Millionen Mack verlangt. Die Politik. Zur braunschweigischen Frage uimmt jezt die Reichsregierung das Wort. In der offiziösen Presse wird daran erinnert, daß im braunschweigischen Landtag kürzlich eine Mitteilung des Grafen Bülow an das braunschweigische Ministerium verlesen worden sei, in der es hieß: Nach seiner des Reichskanzlers Auffassung sei in den tatsächlichen Verhältnissen keinerlei Veränderung eingetreten, welche dem Bundesrate Anlaß geben könnte, aus eigener Entschließung oder auf Anrufen eine andere Stellung als in dem Beschlusse von 1885 einzunehmen." Dazu wird erklärt, daß mit dieser Aeußerung die auch heute bestehende Au fassung sowohl der Kaiserlichen Regierung als auch der preuBischen Staatsregierung wiedergegeben ist. Hieraus folge auch, daß anderweite Schritte des braunschwei gischen Staatsministeriums, um die braunschweigi che Frage einer Lösung entgegen zu führen, zur Zeit gegenstandslos sein würden. Der Revolutionsspektakel in Haiti will noch immer nicht zu Ende kommen. Aus Port- auPrince wird gemeldet, der haitianische Kongreß sei zur Wahl des Präsidenten auf den 18. d. Mts. einberufen, Der Präsidentschaftskandidat Colin habe sich in die amerikanische Gesandtschaft geflüchtet. In den Straßen werde viel geschossen, und es herrich große Erregung. Die schwarzen Burschen können sich einmal nicht an feste Ordnung gewöhnen. Japanische Flottenforgen. † Das neue Flottenprogramm der japanischen Regierung stößt, obwohl die Mehrheiten des Unterhauses wie der Pairskammer im Prinzip damit einverstanden sind, insofern auf Schwierigkeiten, als das Unterhaus daran festhält, daß der von der Regierung vor 5 Jahren versprochene Wegfall einer damals vorgekommenen Steuererhöhung nun auch eintreten müsse, während die Regierung erflärt, ohne Beibehalt ma der erhöhten Stener als der Baron Dich hinausführte, und ich habe jedes Wort gehört, was Du ſagteft." Du börteft stammelte Setty mit leisem Schredensfehret, den fleischnell durch ein hyfterisches Auflachen zu dampfen fuchte. und wenu Du alles bortest?" fuhr fie ted fort as 1 t es? Es bedentet ja nichts." Bebeutet nichts? So? So? Du schienft es aber für mächtig wichtig zu halten, daß ber Baron Dir eine Zusammenkunft bewilligte. I will Dir mal was jagen! Leute von dem Range des Barons lieben es nicht, an ibre Jugenbeleleien erinnert zur werden. Ich habe ganz genau gesehen, wie fiufter er bie Stirne rungelte, als Du ibu fo um eine Zusammenkunft drängteft Und warum fagteit Dn, es handelt sich um Leben oder Lob? baba! Ich weiß jett, woran ich bin und werbe nich barka richten. Und Du, nimm Dig in acht! Du trifft mit dem Baron auf Deine eigene Gefahr zusammen! Merle Dir das! Das ist mein legtes Bort. Verstanden?" Neunzehntes Rapitel Am nächsten Morgen stand der Bächter Bincent noch früher als gewöhnlich auf. Er war überhaupt ein Frühauffteher. Wenn auch sein Bachtgut ein nicht gerade fehr ausgedehntes war, so bewirtschaftete er es doch init größtem Fleiß, überwachte sämtliche Arbeiten und that die meisten alleint. Als er sich jetzt von der Seite seines noch schlafenden Weibes erhob, betrachtete er finnend einige Augenblide bas liebliche, juge Gesicht und ballte grimmig die große Arbeitshand bei der Erinnerung, welche iegt mit elementarer Gewalt über ihn tam. Dann verließ er felle das Zimmer, uni bie Schläferim nicht zu stören. Der Morgen war prächtig und zientlice warni. Frühlings düfte füllten die weide, linde Morgenluft mit balsamischem Hauch. Die Bäume batten starteftes Grün gelieidet, ein frischer, fräftiger Erögern entstroute dem Boden, und ein feiner bläulicher Nebel wob luftige Schieler sivischen Hinimel und Erde. Bicent schritt langjain dahin, die Hände rief in den Hosen taschen vergraben. Er machte den Einbrud eines Menschen, ber ichier an einem auf ihut lastenben Drud zu tragen hat. Und dem war auch in der That fo. Bieles Denten und Grübeln war nie Sache des schlichten, ehrlichen Mannes geweien, unb uun sah er sich auf einmal in die Lage verfekt, unablässig zur denken, was ihm das größte unbehagen einflökte. Bas war me Setth eigentlich fos? Was für ein Geheimnis trug jie mit fo berum? Waren Frau Everetts Worte begründet ober ni Warum wollte betty bardhans eine Unterrebung mit dem Baron herbeiführen? Bar es möglich, daß ber Baron-8 söfifche Uhr tiďte weiter, die schwindenden Minuten bezeichnend die letzten Minuten eines fummerõeladenen jungen Lebens. fie nach ihm gesandt, haben würden; aber willig jedes Opfer, ihre Sterbestunde zu lindern, gebracht der vergleichsweiſe noch ein Frem des, etwas traumartig Unwirkliches. unter der Schauspielertruppe viele ältere Freunde, die in dieser ihrer legten Not hatte Für Mart Robson hatte das Ganze etwas Frem Stella Orde besaß wesen und es hat nen Pflichten nachzukommen. mei noch einen ten steht," beteuerte er mit tiefem Sie dem Wunsche einer Sterbenden willfahren?" Augen anblickend, fort, daß ich Sie, faft rem Gesichte lesen; Sie sind mir boch nicht bös? Wollen Fremden, zu mir bitten ließ? Ja, ich fann es auf Ihr fuhr sie, ihn mit ihren großen, unnatürlich glänzenden THE schwere Mühe gefoſtet, Waren Sie verwundert," Ich will alles tun, alles, was in meinen Kräfliebes Kindchen!" und meinen Namen eintragen. lassen, über die Lippen gebracht. Unser Kind unser Mal gewesen, daß ich seinen Namen, seit er mich berund Es ist dies das einzige lose Hand glitt von der Brust herab. ton Bitten und Angst sprach aus den schönen Augen, Mart schweiften Wieder fiel sie zurück, schwach und erschöpft, die kraftEine ganze Welt als unser sind geboren wurde, ließ ich es auf seinen Die Genius über die Genie mit Gebrechen eng verwandt, doch stets wußte der Skizze von Hans Berthold. Wie nach Lombroso Genie und Irrsinn, so ist auch und mißgestaltete Dichter hatten ( Nachdrud verboten.) und manche verkrüppelteserscheinung zu triumphieren Genius und Gebrechen. die Schiffe nicht bauen zu können. Das Oberhaus steht auf dem Standpunkte der Regierung, dagegen wünscht das Unterhaus die erforderlichen Gelder durch Ersparnisse aufzubringen, die es durch bestimmte Reformen erzielen will. Unter diesen Umständen ist es sehr leicht möglich, daß die japanische Regierung ihr Flottenprogramm wird durchführen können. Kurze volitische Nachrichten. * Berlin, 17. Dezember.( Hofbericht.) Heute Morgen hörte der Kaiser die Vorträge des Chefs des Zivilkabinetts Dr. von Lucanus und des Intendanten Kammerherrn v. Hülsen. * Der Staatssekretär des Reichspostamts Kraette hat sich diesertage in Hannover mit dem preußischen Eisenbahnminister Budde ein Stelldichein gegeben, um die hannoverschen Eisenbahn- und Postverhältnisse zu studieren. Dienstag Abend waren beide Gäste des Feldmarschalls Grafen Waldersee. * Im Großen Belt gerizt das deutsche Linienschiff Wittelsbach" auf Grund. Zur Flottmachung des Schiffes sind zwei Panzerkreuzer abgegangen. Das Schiff ist nicht gefährdet. * Die zweite hessische Kammer nahm den Gefegentwurf betreffend die Beamtenfürsorge bei Betriebsunfällen einstimmig an. * Eine Spaltung der polnischen Reichstagsfraktion wegen der Haltung der polnischen Abgeordneten in der Zollfrage wird in polnischen Blättern angekündigt. * In deutschen amtlichen Kreisen rechnet man mit der Wahrscheinlichkeit, daß Desterreich- Ungarn seinen Handelsvertrag mit Italien noch vor Ablauf dieses Monats kündigt. Der Vertrag würde dann am 31. Dezember 1903 außer Kraft treten. * Nach einer Meldung aus Rom verwarf die Kommission der italienischen Kammer das Ehegesetz. * Eine Ministerkrise ist in Chile ausgebrochen, weil der Präsident sich aus politischen Gründen weigert, mehrere Provinzgouverneure ihres Amtes zu entheben. Da wird wohl eine kleine Revolution nicht lange auf sich warten lassen. * Der Kaiser von Korea hat wieder einmal mehrere Minister entlassen. Die Wiedergeburt des Handwerks. Bon sachverständiger Seite wird uns geschrieben: Verschiedene Handwerkerkammern haben nun bereits ihren zweiten Jahresbericht herausgegeben, aus dessen Durchsicht sich ergiebt, daß sie mit ihrer Aufgabe vollständig vertraut sind. Wir finden darin genaue Angaben über die ökonomische Lage des Handwerks, über Meisterfurje, Gesellenfragen und das Lehrlingswesen, Kredit- und Rohstoffgemeinschaften und Anregungen für geseggeberische Aufgaben, ferner auch Erörterungen über die theoretische und fachliche Ausbildung. Im ganzen zeigt sich schon jeßt, daß die Handwerkskammern tatsächlich für die Berufsgenossen eine Notwendigkeit waren und eine Wohltat sind; allerdings ist das Interesse für ihre Tätigkeit noch in einem geradezu beschämenden Maße gering. Die Handwerksmeister sehen mehr, als es für ihre Interessen nüßlich ist, auf ihre Umgebung und nicht nach oben, aber auch nicht nach unten. Oben nimmt ihnen der Fabrikbetrieb die Luft weg und unter ihnen entstehen, während sich die einzelnen Geschäfte in einem wütenden Preistampfe befehden, die wilden Konkurrenzen der Pfuschmeister und Lehrlingspressen. Gegen diesen Wettbewerb fann der Staat sie nicht schüßen, denn er hat in dem Augenblicke, als die Maschine in vielen Produktionszweigen die Handarbeit verdrängte und die großkapitalistische Betriebsweise einführte, die Gewerbefreiheit geschaffen. Aber die Meister können sich untereinander schüßen durch ein strenges Lehrlings- und Gesellenwesen, durch gegenseitige Informationen über den Rohstoffmarkt und durch Schaffung von Einkaufs- und Kreditkassen, ferner durch fachlich getrennte, von den Handwerkskammern aber zentralisierte Arbeitsnachweise. Durch die genaue Kenntnis der Marktlage und die Schaffung von Kreditkassen sezen sich die Handwerksmeister in ihrer Gesamtheit in die Lage, den Wettbewerb gegen die großen Unternehmungen aufzunehmen. Je weiter unsere Entwicklung fortschreitet, um so wahrscheinlicher ist es, daß die Gemeinden die motorischen Kraftanlagen, Wasser-, Gas-, Heißluft- und Elektrizitätsantriebe, zentralisieren und mietsweise abgeben. Je mehr aber unsere Zeit zu diesem Stadium fortschreitet, um so mehr ist es notwendig, daß die Handwerksmeister unter einander Fühlung nehmen und diese Entwicklung beschleunigen, oder ihr den Stempel der Handwerkserfordernisse aufdrücken. Wenn sie aber, einer mißtrauisch auf den andern, in Untätigkeit verharren, dann werden die großfapitalistischen Unternehmer, denen die Mittel und die Absaßgebiete für eine umfangreiche Maschinenarbeit nicht fehlen, sie überflügeln, wie sie bereits einen Vorsprung gewonnen haben. Auch in dem Einkauf der Rohstoffe sind die Handwerksmeister ins Hintertreffen gekommen, weil die Stoffe einen zu weiten Weg vom Produzenten zum Groß- und dann zum Kleinhändler durchmachen; ehe fie in die Hände der Meister gelangen, sind schon verschiedene Hände an dem künftigen Arbeitsverdienste des Handwerkers gewaschen worden. Hier muß unter Leitung der Handwerkskammern der Hebel ebenfalls eingesetzt werden. Wichtig aber ist insbesondere die Heranbildung eines tüchtigen Meistergeschlechtes von jetzt ab. Die Lehrlingszüchterei ist zu verpönen. Die in solchen Werkstätten ausgebildeten Elemente dürfen nicht zur Gesellenprüfung zugelassen werden, und die ungeprüften, wenn auch handwerksmäßig ausgebildeten Gehilfen dürfen in keinen ge= ordneten Handwerksbetrieb aufgenommen werden. Um das durchführen zu können, müssen allerdings die verschiedenen Gegenden miteinander in Fühlung stehen, wie es beispielsweise die Konditoren eingerichtet haben. Diese haben für ganz Deutschland einen Zentralarbeitsnachweis, an den alle zu vergebenden und vergebenen Lehrlingsstellen gemeldet werden. Sind an einem Plaze alle Lehrlingsstellen besetzt, dann wird für diesen die Liste geschlossen, sind sie überhaupt alle besetzt, dann wird kein Lehrling mehr angenommen. Dadurch schüßen sie sich vor Ueberproduktion; als Gesellen werden nur geprüfte Elemente genommen. Wer aber jemals in einer Bäderei tätig gewesen ist, findet bei keineni Meister des Konditorenverbandes mehr Aufnahme. Würden alle Handwerksmeister nach diesem Muster verfahren, dann würde bereits in der Gesellenzeit ein großer Teil der unbrauchbaren Lehrlinge in den Stand der ungelernten Arbeiter abgeschoben und durch die Läuterungen, denen eine gediegene fachliche und theoretische Ausbildung zur Seite gehen müßte, würde ein den neuen Verhältnissen gewachsener Meisterstand herangezogen, und es würde sich bald zeigen, daß das alte Sprichwort heute noch wahr ist: Das Handwert hat einen goldenen Boden. Nab und fern. * Errichtung einer Akademie für Medizin in Franks furt a. M. Die Frankfurter Stadtverordnetenversamm lung beschloß nach längerer Debatte mit großer Mehrheit die Ausgestaltung der städtischen medizinischen Anstalten und die Errichtung einer Akademie für Medizin mit einem Kostenaufwande von 2 250 000 Mark. Der Betrag ist durch Stiftungen gedeckt, wie bereits gemeldet. :: Ein furchtbarer Raubmord wird aus Berlin gemeldet. Die 60 Jahre alte Witwe A. Budwig, eine strenggläubige Jüdin, die von einem kleinen Weinhandel und von Unterstügungen seitens ihrer Verwandten und Glaubensgenossen lebte, wurde Mittwoch früh in ihrer Wohnung mit Klaffender Kosswunde tot aufgefunden. Der Mord muß bereits am Sonntag Abend verübt worden sein. Nach dem Befunde wird angenommen, daß der Frau von ihrem Mörder ein Beilhieb gegen den Kopf versetzt wurde. Der Mörder wickelte dann ein Tuch um den Kopf der Getroffenen, um das Herausfließen von Blut möglichst zu vermeiden, und legte die Leiche unter den Tisch. Vom Mörder fehlt bisher jede Spur. )=( 700 000 Mark unterschlagen hat der bei der Berliner Bank für Handel und Industrie seit 21 Jahren angestellte Depotverwalter Maximilian Neßler. Die Unterschlagungen sind durch Fälschungen der Depotbücher, zu welchen sich Neßler Zugang zu verschaffen wußte, auf so raffinierte Weise erfolgt, daß dieselben trotz häufiger Revisionen durch Vorstand und Aufsichtsrat erst jetzt entdeckt worden, nachdem infolge ähnlicher Vorkommnisse bei anderen Instituten angeordnet worden ist, daß ein Wechsel in den einzelnen Bankressorts stattzufinden hat, und dieser Wechsel der Ressortchefs in der WertschaftenAbteilung vor kurzem durchgeführt wurde. Die Summe wird sich durch ein Effektenguthaben des Genannten von etwa 100 000 Mt. ermäßigen, auch ist anzunehmen, daß die fehlenden Effekten anderweit verpfändet sind und möglicherweise teilweise wiedererlangt werden. Neßler, der seit Sonntag flüchtig ist, lebte verhältnismäßig bescheiden, zumal er trotz seiner langjährigen Vertrauensstellung nur ein Gehalt von 5000 Mt. bezog; zu dem noch eine jährliche Provision von etwa 1000 Mt. hinzukam. A Schatzgräber am Meeresgrund. Von Athen aus sollen demnächst Nachforschungen nach den Ueberresten der Flotte des Perserkönigs Xerxes beginnen, welche vor 2300 Jahren bei Salamis vernichtet wurde. Hierbei wird der Boden des Aegäischen Meeres mittels des vom genuesischen Ingenieur Pino, wie s. 3t. gemeldet, erfundenen Hydroskops untersucht. Man hofft, daß es dabei auch gelingen wird, das Schiff zu finden, auf welchem Pompejus die in Athen konfiszierten Kunstschäße nach Rom sandte und das vor 1950 Jahren unterwegs scheiterte. V Zwei jugendliche Mörderinnen. Ein Aussehen erregender Mordprozeß hat sich in der englischen Hafenstadt Liverpool abgespielt. Vor den dortigen Assisen mußten sich zwei Dienstmädchen im Alter von 20 und 17 Jahren wegen Ermordung ihrer Herrin, eines wohlhabenden greisen Fräuleins, verantworten. Die beiden Angeklagten, Ethel Rollinson und Eva Eastwood, gaben im Verhör zu, das Verbrechen begangen zu haben, sie hätten die alte Dame mit Kopfkissen erstickt, weil sie sie habe hungern lassen und sie auch sonst schlecht behandelt hätte. Die beiden jugendlichen Mörderinnen wurden zum Tode verurteilt. Den Bruder vergiftet. Eine erschütternde Tragödie wird aus Dresden gemeldet. Daselbst vergiftete in einem Anfalle von Wahnsinn die Schwester des Kunstmalers Dorsch, die diesem die Wirtschaft führte, ihren Bruder und sich selbst. Fräulein Dorsch, die schon vordem einmal wegen Jrrsinns einige Zeit lang in einer Anstalt untergebracht war, ist bereits gestorben. Der unglückliche Bruder ringt noch unter qualvollen Leiden mit dem Tod, doch ist nach Ansicht der Aerzte keine Aussicht auf Erhaltung seines Lebens vorhanden. Bunte Chronik.. Auf einem Havelkahn bei Brandenburg a. H. wurde jezt erst die Leiche des vor 14 Tagen verstorbenen Schiffseigentümers Ackermann gefunden. So lange hatte sein sechzigjähriger irrsinniger Bruder bei ihm die Totenwacht gehalten. Ter Mörder Behnert im Jenaer Gefängnis schlug einen Aufseher mit einer Eisenstange nieder, um zu entfliehen, wurde aber an der Flucht verhindert und in Eisen gelegt. Der schwedische Dampfer ,, Oresund" überrannte im Kattegat den dänischen Dampfer„ Cimbria". Auf der ,, Cimbria" erfolgte bei dem Zusammenstoß eine Explosion, bei welcher der Steuermann schwer verletzt wurde; dann versank das Schiff sofort in den Wellen. Wie verlautet, soll in Desterreich für den Fall, daß die Forderungen der im Ausstand befindlichen Lemberger Pharmazeuten nicht bewilligt werden, ein allgemeiner Apothekerstreit bevorstehen. - Der Ausstand der Angestellten der Straßenbahn in Mailand ist infolge einer Einigung mit der Verwaltung der Bahn beendet. - Der bekannte Luftschiffer Santos Dumont in Paris hat die Brüder Lebaudy, die sich ein ,, lenkbares" Luftschiff haben bauen lassen, zu einer Wettfahrt herausgefordert. Ms Einsatz soller von beiden Seiten je hunderttousend Francs gezahlt werden. - In Neu- Margenlan( Russisch- Turkestan) wurde am 16. Dezember furz vor 10 Uhr ein starker, und gegen 101/2 Uhr ein schwächerer Erdstoß in der Richtung von Nordost nach Südwest verspürt. Parlamentarisches aus Hessen. Großh. Regierung bekannt, daß ein Staatsbeamter, Lamb. arprüngliche Beber Gebräuche werben Selten Die Landtagsabgeordneten Schönberger, Breimer unb ber nachfen Ber Lang haben folgende dringliche Anfrage an Grob wird Herr Ruft Regierung bei der Zweiten Kammer eingebracht: Ist es der Flurnamen pred wirtschaftslehrer, für die bevorstehende Wahl eine Sportfreifen bel Präsidenten des landwirtschaftlichen Bri. Serr Ma vinzialvereins Startenburg die Führung einer Gemarlang Dill lebhaften Agitation übernommen hat, die geeign Wildfater ber ift, einen großen 8wiespalt in weiten Kreisen der Bevöller Soblenflede) an ung hervorzurufen? und welche Maßnahmen gedenkt wie erbeuteten Bildlage Großh. Regierung zu ergreifen, um einem derartigen Ueber überfenbet Der amerikanische Milliardär Rockefeller hat der Universität Chicago wiederum eine Schenkung von einer Million Dollars gemacht. 189 griffe vorzubeugen? eingelaufen # Bon be aus Schmiedeberg Bei der weiten Ständefammer sind weise brieflich ber 1) Vorstellung des Oberlehrers in Pension Seinni Röhrig aus Baumann- Worms um anderweite Regelung seine licher Elektrotechn Pensionsgehalte, 2) Vorstellung der Angestellten und Bediensteten im Gr. Arbeitshaus zu Dieburg um Gewährung ben Wohnungsgeldzuschüsser, Hoftheaters zu Darmstadt. aus Defterreich w zu Gießen; wegen Bebrohung Hengersberg wegen Bichzählu 3) Regierungsvorlage betr. den Umbau des Großs anwaltschaft Gie Letzteres ist die im Herbst von der Regierung zurüd Biebzählung beträg gezogenr alte Vorlage und sollen zu den ganzen 756000 188 Rinder, 242 Mart betragenden Kosten noch 351 000 mt. aus den Domönenaquifitionsfond entnommen werden, sodaß die Stalt nur den Zinsverluft hiervon zu tragen hat. Die Stabt Darmstadt tauft dafür das sog. Interimstheater für 245 000 Mt. und giebt weitere 120 000 Mt. Buschuß zusammen also 365000 Mt. Die Tagesordnung der 3. Sigung der Ersten Kammer der Stände am Samstag, 20. DeAus Heffer fürlichen Treibig t. Lidh, 16. De fanen und eine Anzah altestelle( an Diefelbe liegt um 10 Rich- G, 15. dieses Jahres, vormittags halb 10 Uhr, besteht aus folgen tie Dite Bob- ons den Beratungsgegenständen: 1. Mitteilungen. 2. Mündliche Berichterstattung, Beratung und Ab stimmung über: 1) Regierungsvorlage, betr. den Gesezentwurf, die Fürsorge für Beamte infolge von Betriebsunfäller betreffend, 2) Regierungsvorlage, betreffend Nachtragsforderung zu Rapitel 94 Rciminalfassen", des Hauptvoran schlags 1892/03. " 3) Regierungsvorlage, betreff nd den Entwurf eines Gßes über die Kenderung des Gesetzes, die Er hebung der direkten Steuern betreffend, bom 29 August 1874. Zweite Kammer der Stände. Nu einge gangen ist eine dringliche Anfrage der Abgg. Noad, Langenbach und Saeng, betreffend die Lohnver hältnisse der Arbeiter an der ehemaligen Main- Neckar Eisenbahn. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Der Großherzog hat dem Assistenten für die zoologische Sammlung des Landesmuseums Dr. Theodor List das Ritterkreuz 2 Klasse mit der Krone des Verdienst ordens Philipps des Großmütigen verliehen. Bahnverlehr wifentlich 12.000 20. μ δ: τι βο Stampertenrod. Belehre hört man oft fa finden jebod in ur med Befehr anbeld inner. Cang befonders Ohm und Feldat Supertenrod, S Sie allem Verkehr abseits na Bahnstation et finn die nächste Bost e folge Entfernungen bed emige der reift oder ** Nach einer telegraphischen Meldung ist der Großherzog am Dienstag abend 6 Uhr in Port Said an gefommen. offen muß. D ili behandelt w te begrüßen, Broßfelda diesem baha abjuhelfen fuch fomitee gebildet hr und Bürgermeiste jorisch abgeste Jenten, daß Maler Dit wird der tommen. Etwa 1 Km. und dann ins Do inn ist mit den die Ein Gutuichuß ist g madt blunt, daß fich werteiden finden: in Baftoirt Bibler und denrod i Herrn Go feld bei dem Beter Fle bei Hem Borg Fich Maid Die Berlaufsit feinem anderen Breife Sana, 17. De ** Das Großh. Ministerium des Innern hat dem Direftorium der Renten- und Pensione anstalt für deutsche bil dende Künstler zu Weimar mit Genehmigung des Großherzogs die Erlaubnis erteilt, die Lose einer am 3. und 4. Februar 1903 zu veranstaltenden Geldlotterie nebst Ver losung von Gemälden innerhalb des Großherzogtums zu vertreiben. M Hessische Vereinigung für Volkskunde. Dienstag den 16. Dezember fand die zweite Versammlung der Ver einigung statt. Herr Provinzialdirektor Dr. Breidert be grüßte die Anwesenden und machte zunächst die Mitteilung, das Se. Kgl. Hoheit der Großherzog unter Anerkennung des von der Vereinigung bisher geleisteten geruht hat, das Protektorat über die Vereinigung zu übernehmen. Daran schloß sich der angefündigte Bortrag des Herrn Lehrer Weyl s Raiserl. 34. a Des biegen Hornhause Geſchäft Bringe durch ( Wieseck). Der Vortragende war 20 Jahre in amtlicher fonftigen Bei vo Stellung im Hinterland thätig und erwarb sich in dieser Beit eine eingehende Kenntnis von Sitten, Gebräuchen, und Aberglauben jener Gegend. Chemis für Garderoben, S Von dieser gab er, soweit sie Stulpen, Serbieier in Beziehung zu Geburt und Taufe stehen, eine anschauliche empfehlende Grin Schilderung, aus derem reichen Inhalt hier natürlich nur weniges wiedergegeben werden fann. Nach allgemeinem Sebr Gute Anerkenn Mache auf d Lindenpl Glauben kommen die Kinder aus dem Wasser,( Brunnen, aufmerksam. Teichen, Quellen), aus welchem sie meist( jedoch nicht immer) der Storch holt. Eine große Rolle spielt wie überall die Furcht vor dem„ Versehen" der Mutter, wofür der Redner einige interessante Beispiele aufführte. Wichtig ist es, das Kind bei der Geburt und in der Zeit bis zur Taufe vor dem Einfluß böser Geister zu schüßen, verschiedene Bräuche und Maßregeln haben darin ihren Grund. Vor der Taufe werden die Bathen für das Kind gewählt, die im Hinter land sich selbst anbieten, während sie sonst meist gebeten werden. Da das Kind nach dem Glauben des Volkes vom Bathen in seiner geistigen Entwickelung beeinflußt wird, so ist die Wahl mit größter Vorsicht vorzunehmen. gerne werden Brautpaare zu Pathen genommen. Die Taufe findet etwa 4-6 Wochen nach der Geburt statt, im Sommer in der Kirche, im Winter im Pfarrhaus. Regel ist, das das Kind verhüllt bleibt bis zum Taufaft selbst. Der Vater ist bei der Taufe im Hinterland nicht zugegen, an seine Stelle tritt vollständig der Pathe. In and.ren Ges genden, z. B. in Beuern ist dagegen die Mutter nicht anwesend. Mit Tausschmaus im Hause des Vaters und Um zug der Bathen im Lorf endet das Tauff st im Hinterland. An den Vortrag schloß sich eine lebhafte Disfussion an, in welcher das vom Redner entworfene Wild nach verschiedenen Richtungen ergänzt wurde, durch Anführung ähnlicher oder abweichender Büge aus anderen Gegenden. Auch über bie In der Chat t Insekte Spesiell file fliegen, S zahlreichen Unerfennu wirtt tolofialwie andere Sachen Originalflasche im Tiemals lofe zum pro flasche 30, 60, Rapid file Priftig Bieler, Drogerie nichts anderes als Sn Biegen aus befien. donberger, Breimer arprüngliche Bedeutung vieler jest unverständlich gewordener Gebräuche werden interessante Aufschlüsse gegeben. In e Anfrage an wird Herr Kustus Dr. Ebel über Gießener Straßen- und ber nächften Versammlung, die Mitte Januar stattfindet, er eingebracht: Fit es in Staatsbeamter, L orstehende Wahl Flurnamen sprechen. *** Seltene Jagdbeute. Der in unseren Jäger- und Sportfreisen befannte Besizer der Adler- Brauerei zu Hagen um die Raiffeisenfache in Kurhessen große Verdienste erworben hat. ** Von der Bergstraße, 17. Dez. In Schriesheim ritt der 13jährige Sohn des Landwirts Peter Sommer ein junges Pferd ans, stürzte ab und geriet unter die Hufe. Dabei trat ihm das Pferd die linke Seite des Schädels ein. Der Junge wird schwerlich mit dem Leben davonkommen. ** Mainz, 17. Dezbr. Der Finanzausschuß lehnte Oftrois ab. Geschäftliches. Einen in jeder Beziehung wirklich zweckentsprechenden Kleiderschrank zu erfinden, ist Herrn Friedrich Schäfer, Möbelschreinerei mit Motorbetrieb in Groß- Felda, Oberhefsen, gelungen. Während bei der seitherigen inneren Einrichtung der Schränke die Kleidungsstücke meist nur so unterzubringen waren, daß sie unübersichtlich durcheinander hingen und je nach der Anzahl der im Schrank befindlichen Stücke mehr oder minder zerdrückt wurden, was jedem OrdnungsKleiderschrank alle derartigen Mißstände gründlich. liebenden Verdruß bereiten muß, beseitigt dieser neue Patentbequem aufgehängt werden können. Beim Deffnen der riegel mit Hafen, sowie Kleiderbügel, an welchen die Kleider man sofort sämtliche Kleider geordnet vor Augen und jedes urg die Führung Bemarfung Dillheim Kreis Weglar einen 16 Pfund schweren die Gesuche mehrerer Vereine um Aufhebung des ten Kreisen der Bevo Sohlenflecke) an sich hatte. Das selten schöne Exemplar der ommen hat, die geei Wildkater der die Zeichen der echten Wildkaze( schwarze Maßnahmen gebent erbeuteten Wildfaze wurde dem Präperator Brinnhear- Berlin Friedrich stürzte beim Strohabladen vom Wagen und Inneren desselben befinden sich nämlich drehbare Kleidermeinem derartigen Ueb übersendet. Von hessischen Behörden werden ste cf** Kiedrich, 17. Dezember. Der Landwirt Johann brach das Genic. Er war sofort tot. ** Marburg, 17. Dez. Der Marburger OberDie M. Loztg." schreibt darüber: In der Sitzung der " Im etammer find me brieflich berfolgt: Dienstknecht Andreas Schmidt bürgermeister und die geschmierten Bröder. Thüren bewegen sich die Kleiderriegel nach vorn, so daß rers in Bension Hein Möhrig aus Homberg a. d. D. wegen Betrugs; angeb- Marburger Stadtverordneten vom 22. November hat der einzelne, ohne erst suchen zu müssen, herausnehmen kann. berweite Regelung feilicher Elektrotechnifer Adolf Steiner alias Ignaz Neyer Oberbürgermeister bekanntlich ein Radifalmittel in Vorschlag Der Inhalt des Schrankes ist dieser sinnreichen Einrichtung Uten und Bediensteten zu Gießen; Arbeiter Friedrich Lang aus Ranstadt zu beseitigen. Er will deshalb, daß den„ armen Reisenden" breiter Patentschrank etwa die Hälfte Kleider mehr aufzu rg um Bewährung wegen Bedrohung; Hausbursche Josoph Pfefferl aus aus Desterreich wegen Betrugs c. vom Großh. Amtsanwalt Umbau des Gro anwaltschaft Gießen. Hengersberg wegen Unterschlagung von der Großh. Staatson der Regierung zur Biebzählung beträgt der Viehstand gegenwärtig 366 Pferde, ** Bichzählung. Nach der in Marburg stattgefundenen Au den ganzen 75600 188 Rinder, 242 Schafe und 499 Schweine. 351 000 Mt. aus de werden, fodaß die Aus Heffen und Nachbargebieten. Sta tragen hat. Die Sta gebracht, die starke Zuwanderung reisender Handwerksburschen die geschmierten Bröder nebst warmem Kaffee im Arbeitshaus hier nicht mehr verabfolgt werden, sondern nur noch trockenes Brot mit Kaffee.( Diese Notiz wurde auch von uns gebracht. D. Red) Diejenigen, die länger als 14 Tage arbeitslos find, sollen angezeigt" werden( wahrscheinlich damit sie nach Breitenau fommen), und überhaupt, meinte er, brauchten ja die Leute nicht auf der Landstraße zu liegen; sie fönnten ja nach Haus gehen. Das ist der Standpunkt der Satten, die den Hunger und Frost nicht so müſſe es bei allen Menschen sein. Das Geſchrei von fennen, und die da glauben, so wie es ihnen zu Mute sei, Rot und Entbehrung der Armen sei eine pure Erfindung der Sozialdemokraten und ähnlicher Volksverhezer. Und daß die„ armen Reisenden" nur Tagediebe und faule Subjekte Uebermut bei 16 Grad Kälte mit zerrissenen Schuhen Tenn es ist doch ganz klar, daß die Leute nur aug und Strümpfen auf der Landstraße umherlaufen! Wir hatten an einem der letzten Tage Gelegenheit, so etwa zehn " Schnapsbrüder" von der Landstraße zu beobachten, wie sie funft zu bitten. Bleiche abgezehrte Jüngelchen von 17 bis abends nach sieben Uhr in's Rathaus famen, um um Unter18 Jahren waren es zum Teil, die mit demütiger Miene und all samt mit abgezogenen Hüten bei der Kälte im falten Raum standen und warteten, bis man ihnen ein Unterkommen t. Lich, 16. Dez. Bei der verg. Freitag stattgehabten 20 000 Mt. Bujuanen und eine Anzahl Raubvögel zur Strecke gebracht. fi fürstlichen Faer 3. Sigung de 5 altestelle( an der Main- Weser- Bahn) eröffnet. Kirch- Göns, 15. Dez. Heute früh wurde unsere neue am Samstag, 20. D Dieselbe liegt kaum 10 Minuten von unserem Dorf; auch Uhr, sind, ist ja nach Ansicht so vieler Philister ganz zweifellos. Bahnverkehr wesentlich näher gerückt. Unsere Gemeinde hat 12000 Mit. zu den Kosten beigetragen. Beratung und b Stumpertenrod. Die Welt steht im Zeichen des Berkehrs hört man oft sagen, was auch gern zugegeben wird. ben Gefeßentwurf, dir finden jedoch in unserm lieben ffenlande Gegenden, e von Betriebsunfälle die, was Verkehr anbelangt, das nicht von sich behaupten fönnen. Ganz besonders betrifft dies die Gegend des oberen Nachtragsforderum und Feldathales. Hier sind es die Orte en", des Hauptdoras Stumpertenrod, helpershain und Köddingen, die allem Verkehr abseits liegen. Genannte Orte haben zur nd den Entwurf eins nächsten Bahnstation einen Weg von brei Stunden hub des Gesetzes, bie& fönnen die nächste Post erst in einer Stunde erreichen. Was rn betreffend, vom 2 solche Entfernungen bedeuten, das merft am besten der= jenige, der reist oder mühsam seine Baumaterialien nach Stände. Nu einge pause schaffen muß. Diese Gegend ist bis jetzt sehr stief ge der Abgg. Noad mütterlich behandelt worden. Darum ist es gewiß mit etreffend die Lohnver Freuden zu begrüßen, daß das rührige Eisenbahnfomitee emaligen Main- Nidar Groß- Felda diesem alen, durch den Bau einer Eisenbahn abzuhelfen such. Auch in Stumpertenrod hat sich ein Eisenbahnfomitee gebildet, dem u. A. auch die Herren Pfarrer, an verschaffte. Und das sollten„ Landstreicher" und„ Schnapsbrüder" sein, die man anzeigen" muß! Man sollte denken, diesen Aermsten hätte der Oberbürgermeister doch die geschmierten Bröder" aus Menschlichkeit lassen fönnen! Was nun das Nachhause gehen betrifft, so möchten wir dem Oberbürgermeister und anderen Leuten die Mitteilung nicht vorenthalten, daß in dieser Woche in Köln vier Selbst. morde hungernder arbeitsloser Menschen vorgekommen sind!! Diese Leute, Herr Oberbürgermeister, waren zu Hause! Nun sind sie also eben zu Hause verhungert! Wären sie auf der Landstraße gewesen, dann tätten sie wohl wenigstens ihr Leben erhalten. Ja, ja, vier Selbstmorde aus Hunger und Arbeitslosigkeit reden eine furchtbare Eprache! Aber das sind zweifellos auch wieder vier Tagediebe gewesen! Higkeiten. Lehrer und Bürgermeister angehören. Die Bahnlinie ist em Aſſiſtenten für die schon provisorisch abgesteckt, und es ist der lebhafteste Wunsch museums Dr. Theodo aller Interessenten, daß etwas Gutes zustande fommen möje. er Krone des Verdienst luser Dit wird demnächst auch eine Wasserleitung beerlieben. tommen. Etwa 1 km. vom Dorfe entfernt fann das Wasser ldung ist der Groß gefaßt und dann ins Dorf geleitet werden. Das Tiefbauamt -r. Marburg, 17. Dez. Nächsten Freitag habilitiert in Port Said Gießen ist mit den diesbezüglichen Arbeiten betraut worden. sich an hiesiger Universität der Oberarzt der Landes- FrrenEin Staatszuschuß ist gleichfalls zu erwarten. heilanstalt und psychiatristen Klinik Dr. Mox Jahrmärker Innern hat dem D ** Das Kaiserl. Postamt Nieder- Gemünden mit einer Antrittsporlesung über" frankhafte Störung der ſtalt für deutsche bil macht bekannt, daß sich amtliche Verkaufsstellen für Post- Geistesthätigkeit und Ausschluß freier Willensbestimmung". ehmigung des Groß wertzeichen befinden: in Nieder- Gemünden bei Herrn Die hiesige Studentenschaft hielt gestern Abend eine zahleiner am 3. und 4 Gastwirt Söbler und Herrn Gastwirt Schloss r; in Bleireich besuchte Versammlung ab, in der beschlossen wurde, ( blotterie nebst er den rød bei Herrn Gastwirt Konr. Friedrich; in Büß gegen die in lezter Beit sich häufenden Uebergriffe einzelner Großherzogtumsfeld bei Herrn Peter Fleischhauer; in Burg- Gemünden Schußleute gegen Studenten bei Reftor und Senat und bei bei Herrn Georg Fischer; in Hainbach bei Herrn Joh. den städtischen Behörden Protest und Beschwerde einzulegen. olfskunde. Dienstag Wusch. Die Verlaufsstellen dürfen die Postwertzeichen zu Bersammlung der Ber feinem anderen Preise ablassen nie die Bostanstalten. Hier starb der Geschäftsführer unächst die Mitteilung bes hiesigen Kornhauses Hermann Hilgenberg, der sich Dr. Breidert be unter Anerkennung fteten geruht hat, bal übernehmen. Daran es Herrn Lehrer Weyl ** Hanau, 17. Dez. Geschäfts- Erinnerung. " Bringe hierdurch wiederum der Studentenschaft sowie -Jahre in amtlicher sonstigen Vereinen von Gießen meine erwarb sich in dieser Chemische Wäscherei - Für den Weihnachtstisch empfehle Cigarren und Cigaretten in schönen geschmackvollen Weihnachtspackungen von 25, 50 und 100 Stück. 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Der Verschluß des Schrankes ist ebenfalls sehr praktisch insofern, als sich beide Thüren zugleich öffnen und schließen. Es unterliegt somit feinem Bweifel, daß dieses augenfällig pratt sche Möbel die alte Art mehr und mehr verdrängen, sicher aber in jedem neu zu Schränke werden in jeder Holzart, Größe und Form gegründenden Hausstande einen Platz finden wird. Die liefert. Der Preis dieser Patent- Schränke ist faum höher, als der von den gewöhnlichsten, so daß besonders Brautleute bei Anschaffung ihrer Ausstattungen darauf zurüdfommen sollten. Auch für eine zahlreiche Familie ist dieſes Möbelfabrikanten Stückrath ein Lager eingerichtet, so daß Möbelstück praktisch. In Gießen hat Herr Schäfer dem man also am Dit bequem eine Besichtigung vornehmen kann. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr. 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. 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